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NEU IM OKTOBER 06

LEAVING THE FRAME ——— EINE WELTREISE OHNE DREHBUCH Deutschland 2018 — Dokumentarfilm

M. C. ESCHER – REISE IN DIE UNENDLICHKEIT Niederlande 201

Ein Selbstfindungstrip führt eine Schauspielerin und einen Journalisten auf eine Reise um die halbe Welt. In ihrer selbstproduzierten Doku nehmen die beiden jetzt das Kinopublikum mit auf die Reise

„Es gibt nur eine Person, die einen guten Film über meine Drucke machen kann: ich selbst“, schrieb Escher einmal. Jetzt hat sich der preisgekrönte Doku-Filmer Robin Lutz darangemacht. Ein spannender Trip in faszinierend geheimnisvolle Bilderwelten.

Um einmal aus der durchgescripteten Filmwelt zu entkommen und mehr über sich selbst und das Leben zu lernen, erfüllte sich die 24-jährige Schauspielerin Maria Ehrich Anfang 2018 einen großen Traum: Gemeinsam mit ihrem Freund Manuel Vering (28), Journalist und Filmemacher, ging sie auf große Reise. Dabei drehten sie Reportagen über Menschen, die etwas in der Welt bewegen wollen. Reisebegleiter wird später ein alter VW Käfer, mit dem sie 20.000 Kilometer durch Nordamerika fahren. „Ich spiele seit 15 Jahren Rollen von Mädchen und Frauen, die starke Entwicklungen durchleben – aber um das weiterhin glaubhaft spielen zu können, musste auch ich selbst diesen wichtigen Sprung machen. Dafür haben wir nach Menschen gesucht, die selbst schon gesprungen sind.“, erklärt Ehrich. In Kenia versucht sie sich dafür als Journalistin, womit sie in einem Dorf des „Samburu“-Stamms, in dem nur Frauen leben dürfen, zunächst glorreich scheitert. Später reisen die Beiden nach Nordamerika und suchen in Mexiko City nach einem Reisegefährt. Nach längerer Autosuche werden sie schließlich fündig: Das Gefährt ihrer Wahl wurde vor 80 Jahren das erste Mal gebaut und hat gerade mal 50 PS. Es handelt sich um einen VW „Käfer“ mit dem sie schließlich 20.000 Kilometer von Mexiko City bis nach Neufundland fahren. Dabei schlafen die beiden in einem aufklappbaren Dachzelt. Auf Ihrer Reise begegnen Maria und Manuel Menschen, die sie faszinieren und aus deren Geschichten sie lernen und wachsen. Und es gelingt auch Maria und Manuel, bleibende Eindrücke zu hinterlassen. So schaffen sie es mit einem Spendenaufruf, dem Waisenkind Tabitha eine Augenoperation zu ermöglichen, damit diese wieder zur Schule gehen kann. Aber der Trip ist nicht nur von Erfolgserlebnissen geprägt. Nach einigen Rückschlägen geraten die Beiden an ihre Grenzen und müssen einen Weg finden, die Reise als Paar zu bestehen.

„Ich bin kein Künstler. Ich bin Mathematiker!“, stellt Maurits Cornelis Escher klar, als ihm Musiker Graham Nash seine Bewunderung ausdrücken will. Für Anerkennung hat der geniale Grafiker und Zeichner keine Antennen. Er staunt über anonyme Fanpost, klagt über seinen Kultstatus. Als „Time Life“ eine große Story bringt, interessiert ihn allenfalls, ob es ein Honorar für die Auskünfte über seine Arbeit gäbe. Ein bisschen sonderlich mag er schon gewesen sein, der 1898 im niederländischen Leeuwarden geborene Künstler - aber welchem Genie wollte man solchen Status nicht zugestehen. Im Alltag zeigte der visionäre Grafiker auch ganz normale Seiten. Schwer verliebt reagiert er 1923 auf die Urlaubsbegegnung mit der Russin Jetta Umiker, die er wenig später heiratet. Die gemeinsame Schiffsreise übers Mittelmeer organisiert er clever, in dem er der Reederei ein paar Zeichnungen verspricht. Über die tägliche Flasche Wein beim Gratis-Trip freut sich der Künstler ungemein. Assoziative Gedankenspiele, die er als Kind schon mochte, nutze er nun für seine Konstruktionen in der Kunst, beschreibt Escher seine Methode. Begeistert berichtet er, wie Orgelmusik in der Kirche seine Fantasie beim Zeichnen beflügle. Oder wie die maurischen Mosaik-Fliesen der Alhambra seine Vorstellungen der Geometrie inspirierten. Was zum beflissenen Kunstvortrag mit Gähnfaktor geraten könnte, klingt mit den eigenen Worten des Künstlers ausgesprochen spannend. Erst recht, wenn dessen Notizen, Briefe oder Tagebuchaufzeichnungen von Matthias Brandt gelesen werden, dessen prägnanter Stimme man so gerne zuhört. Ergänzt werden diese O-Töne durch Erinnerung von Eschers Kindern. Das vergnüglich verspielte Biopic wird dem Objekt seiner Begierde als cleveres Kaleidoskop meisterhaft gerecht und erfüllt Eschers größten Wunsch: „Vielleicht möchte ich die Menschen einfach nur staunen machen!“

AB 3. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

AB 10. OKTOBER IN DER SCHAUBURG

REGIE Robin Lutz DARSTELLER Matthias Brandt

REGIE Maria Ehrich, Manuel Vering​LAUFZEIT 90 Minuten VERLEIH Koryphäen Film

(Stimme/Erzähler), Graham Nash, George Escher, Jan Escher LAUFZEIT 80 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH MFA+ FilmDistribution, VERTRIEB Die Filmagentinnen

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Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft Oktober 2019  

Das Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für den Monat Oktober 2019

Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft Oktober 2019  

Das Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für den Monat Oktober 2019