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Das Dorfmagazin der Gemeinde Schattdorf

Sommer 2013

Nyyws gemeinde schattdorf

2 Wir suchen dich! Zeig uns, wie gut dir der neue Spielplatz Grundmatte gefällt und wir belohnen dich!

6 Auf zwei Rädern Der Velomotoclub Schattdorf schreibt hundertjährige Vereinsgeschichte.

14 Schattdorfer und Schatt­ dorferinnen in aller Welt Heinz Walker vertritt die Schweiz offiziell in Indonesien.


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Zeig uns, wie super dir der neue Spielplatz gefällt. sten e b i re Die d werden n Fotos r nächste in de be ver­ Ausgatlicht! öffen Alles neu macht der Mai Unser neuer Spielplatz wurde am Sonntag, 26. Mai 2013 mit einem grossen Fest eingeweiht und der Schattdorfer Bevölkerung offiziell übergeben.

Spiel und Spass

Irina Gerig geht mit gutem Beispiel voran und zeigt ganz offensichtlich wie viel Spass sie auf dem neuen Spielplatz hat.

Impressum Herausgeber: Gemeinderat Schattdorf Auflage: 2‘700 Exemplare Redaktion: Gemeindeverwaltung Schattdorf Fotos: Gemeindearchiv Design: Herger Imholz Werbeagentur AG, Altdorf Druck: Druckerei Kuster, Schattdorf Empfänger: Haushalte von Schattdorf und auf Bestellung bei info schattdorf.ch

Der Spielplatz ist eine Garantie für Spiel und Spass. Für die erwachsenen Begleiter ist der Spielplatz ein wichtiger Treffpunkt und eine Oase der Erholung mitten in der Natur. Es stehen auch mehrere Grillstellen bereit, die einem kulinarischen Vergnügen Tür und Tor öffnen.

WIR Suchen DIcH Wir möchten sehen, wie viel Spass der neue Spielplatz in der Grundmatte dir wirklich macht. Schick uns deshalb ein Foto mit dir und deinen Freunden.

So funktionierts Mitmachen beim Fotowettbewerb können alle Schattdorfer Kinder bis zum Alter von 12 Jahren. Sende uns dein Foto bis spätestens 31. August 2013 an info schattdorf.ch. Vergiss nicht deine Adresse anzugeben und den oder die Namen der abgebildeten Kinder.


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Nyyws Erfolgreiche Rekrutierung bei der Feuerwehr Schattdorf.

Veränderungen sind das einzig Beständige: Altes macht Neuem Platz, manchmal gewünscht, manchmal nicht. Nichtsdestotrotz muss eine Veränderung immer als Chance erachtet werden. Nur so kann eine solche zu den eigenen Gunsten genutzt werden.

Im Februar fand die Rekrutierung für junge Feuerwehrleute statt. Es nahmen 60 Personen an der Veranstaltung teil. Zwölf Rekruten, darunter drei Rekrutinnen, haben sich angemeldet, bei der Feuerwehr Dienst zu leisten.

Baustellen im Dorfkern In den nächsten Monaten wird im Schattdorfer Dorfkern immer wieder gebaut. Es ist mit zahlreichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Der Gemeinderat und die Baukommission bitten die Bevölkerung um entsprechende Rücksichtnahme.

Neuer Zwergliweg Von den einen verschrien, von den anderen befürwortet. Die Begegnungszone ist momentan wohl das umstrittenste Projekt in Schattdorf. Persönlich erachte ich eine Erneuerung des Dorfkerns als unumgänglich. Durch blosses Untätigbleiben gewinnt unser Dorfkern für Geschäfte keinesfalls an Attraktivität. Dafür braucht es Massnahmen. Ob eine Begegnungszone nun die beste ist, steht in den Sternen. Der Schulrat denkt dabei besonders an die Sicherheit der Kinder. Wo finden diese ohne Trottoir genügend Schutz? Gleichzeitig sehen wir durch den möglichen Zuzug neuer Geschäfte aber auch die Chance, unseren Schulabgängern neue Lehrbetriebe bieten zu können. Ein Ja oder ein Nein soll nicht gleich beim Lesen des Wortes «Begegnungszone» gebildet werden, vielmehr braucht es eine vorurteilslose Auseinandersetzung.

Alois Bomatter, Präsident Schulrat

In den vergangenen Monaten wurden in einem Gemeinschaftsprojekt der Tourismus- und Wanderwegkommission, der Gemeinde und der Schule Schattdorf, 21 Pfosten mit verschiedenen Gesichtern bemalt und auf der blauen Walkingroute verteilt. Bei trockener Witterung ist dieser Weg mit rund 600 Höhenmeter problemlos auch mit Kindern begehbar.


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Pro

Schattdorf im Mittelpunkt An der offenen Dorfgemeinde hat das Stimmvolk den Gemeinderat beauftragt, ein konkretes Projekt für die Urne auszuarbeiten. Ein klares Bekenntnis für einen lebendigen Dorfkern.

Magnet für Gewerbe Die Gemeindeversammlung vom 29. April 2013 und die angeregten Diskussionen im Dorf zeigen, wie sehr das Thema Dorfkern die Schattdorferinnen und Schattdorfer beschäftigt. Nachfolgend nimmt der Gemeinderat kurz und bündig Stellung zu den häufigsten Kritikpunkten.

Verkehrssicherheit Fussgänger haben in der Begegnungszone gegenüber dem motorisierten Verkehr Vortritt. Bei Zone 30 ist dies nicht der Fall. Messungen zeigen, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit bereits heute nur 27 km/h beträgt. Erfahrungen in der Stadt Biel zeigen, dass die Unfälle seit der Einführung der Begegnungszone um 20 Prozent gesunken sind. Zum Vergleich: In der Stadt Biel fahren täglich 20‘000 Fahrzeuge durch die Zone, in Schattdorf wären es gerade mal 3‘700 Fahrzeuge.

Verkehrsfluss Modelle des Vereins Fussverkehr Schweiz zeigen, dass sich alle Verkehrsteilnehmer in Begegnungszonen flüssig bewegen können. Bei herkömmlicher Verkehrsführung mit Fussgängerstreifen kommt es dagegen zu einem Stop-and-Go für alle Verkehrsteilnehmer.

Ob die Begegnungszone und ein neu gestalteter Dorfplatz neues Gewerbe anziehen werden, kann niemand beantworten. Klar scheint, dass eine Begegnungszone von den Gewerbetreibenden als positiv bewertet wird. Der Gemeinderat


5 will das Gewerbe proaktiv unterstützen und in den Standort im Dorfkern Schattdorf investieren. Dass Gewerbebetriebe den ersten Schritt machen, bedeutet hohe Investitionen und ein grosses Risiko.

lebendiges Dorf Einwohner befürchten, dass sich in der Begegnungzone gar niemand begegnen könne. Der Gemeinderat sieht in der Realisation der Begegnungszone das einzige ortsplanerische Mittel, um in Schattdorf einen lebendigen Dorfkern zu fördern. Wer sich schlussendlich in der Begegnungszone aufhält, entscheidet jeder Bürger selber.

Testphase Ob eine Begegnungszone funktioniert, kann nicht getes­ tet werden. Eine reine Signali­ sation auf 20 km/h wird nicht funktionieren. Es braucht gleich­­ zeitig bauliche Massnahmen, damit die Begegnungszone funk­tioniert.

Kosten Die Begegnungszone ist eine einmalige Chance. Sind die Bauvorhaben im Dorf umgesetzt, ist die Chance für die nächsten Jahrzehnte vertan. Das Vorhaben würde 1.25 Mio. Fr. kosten. Darin enthalten sind auch die Kosten für eine Neugestaltung des Dorpflatzes inkl. Brunnen.

Sie n e h e c Besu e Webseit n unser annende a! p mit s zum Them Links

Gestalten Sie aktiv mit! Die Veränderungen im Dorfkern beschäftigen viele Schattdorferinnen und Schattdorfer. Gerade für alteingesessene Schattdorfer ist der Abriss von alten Gebäuden wie dem Restaurant Rössli oder dem Sternen mit Emotionen verbunden. Mit den vielen Bauvorhaben im Dorf wird der Dorfkern in 5 bis 10 Jahren nicht wieder zu erkennen sein. Die Gestaltung des öffentlichen Raums kann die Politik massgeblich mitgestalten. Der Gemeinderat möchte eine mehrheitsfähige Lösung zur Abstimmung an die Urne bringen. Haben Sie eigene Ideen wie der Dorfkern gestaltet werden soll? Haben Sie Zeit und Lust, aktiv an der Entwicklung eines neuen Dorfkerns mitzuhelfen? Falls ja, so melden Sie sich bei uns unter info schattdorf.ch oder direkt bei Gemeindeschreiberin Sybille Betschart (Telefon 041 874 04 74).


6 Vereine

Seit 100 Jahren auf zwei Rädern durch Schattdorf Der Velomotoclub Schattdorf kann dieses Jahr sein hundertjähriges Bestehen feiern. Ein guter Grund den Verein hier näher vorzustellen.

Der Velomotoclub auf seiner traditionellen zweitägigen Velotour bei der Einfahrt in Stein am Rhein.

Nationales Strassenrennen Bis 2010 hat der Velomotoclub Schattdorf (VMC Schattdorf) jährlich ein Strassenrennen von nationaler Bedeutung organisiert. Immer wieder gingen prestigeträchtige Kategorien an andere Strassenrennen verloren. Schlussendlich wurde der Aufwand, verbunden mit den Auflagen für das OK des VMC Schattdorf, zu gross. Nach gut 35 Jahren Strassenrennen gab der VMC Schattdorf schliesslich das Strassenrennen auf. So hat sich der VMC heute der gemeinsamen Ausübung des Velosports und dem geselligen Beisammensein verschrieben. Im aktuellen Vereinsjahr stehen über 30

Anlässe auf dem Programm. Pia Baumann betont, dass die Vielseitigkeit der Anlässe wichtig sei. «Es gibt viele Anlässe, an denen auch nicht Velofahrende teilnehmen können. Zum Beispiel haben wir im Verein auch ältere Mitglieder, die nicht mehr aktiv Velo fahren, das gesellige Beisammensein im VMC Schattdorf aber immer noch schätzen. Bei solchen Anlässen sind auch die Familien der Mitglieder willkommen.»

Synergien nutzen Der VMC Schattdorf hat heute rund 240 Mitglieder. Pia Baumann ist die erste Präsidentin eines Urner Radvereins. Die meisten Mitglieder sind Schattdorferinnen und Schattdorfer oder haben zumin-

dest früher in Schattdorf gewohnt. Um die Nachwuchsförderung kümmert sich heute die von mehreren Vereinen gegründete Interessengemeinschaft Radsport Uri. Seit die IG Radsport Uri gegründet wurde, kümmert sich der VMC Schattdorf nicht mehr selber um die Trainings von ambitionierten jungen Fahrerinnen und Fahrern. So können die Synergien im Kanton Uri sinnvoll genutzt werden. Die Rennlizenz für die Schattdorfer Fahrerinnen und Fahrer bezahlt der VMC Schattdorf.

Vielfältiges Programm Während der Saison gibt es einmal pro Monat eine Abendtour – abwechselnd für Rennradfahrer und Biker. Die Vereinsaktivitäten übers Jahr sind vielseitig, sagt Pia Baumann. So werden zweimal jährlich Kidstouren organisiert, an welchen über 50 Kinder und Erwachsene teilnehmen. Zudem organisiert der Vorstand übers Jahr diverse Anlässe wie: Biketour, Minigolf, Kegeln, Jassen, Luftgewehrschiessen, Grillabend oder Schneeschuhlaufen. Während des Winters können sich die Mitglieder mit Skiturnen, das vom Skiclub Urnerboden geleitet wird, einmal wöchentlich fit halten.


7 Alles hängt zusammen Die wichtigsten Einnahmequellen für den Verein stellen die Aktivitäten während der Schattdorfer Fasnacht dar. Der VMC Schattdorf betreibt jeweils ein Barzelt oder einen Risottostand. Christian Zgraggen, langjähriges Vorstandsmitglied, betont, dass alles in Schattdorf zusammenhänge. Die Vereine seien abhängig von den Gastbetrieben, die wiederum von den Vereinen, die regelmässig Anlässe organisieren. Wenn die Restaurants verschwinden, leiden auch die Vereine. «Früher hat man sich für die zweitägige Velotour morgens um sechs im Restaurant Sternen treffen können. Wir durften sogar in der Küche selber Brötchen schmieren. Zum Abschluss der Tour traf man sich noch einmal im Sternen, um die Höhepunkte der Tour Revue passieren zu lassen.» Der Treffpunkt im Sternen war ein wesentlicher Teil der traditionellen Velotour. Dass diese Möglichkeit im Dorfkern heute fehlt, bedauert Christian Zgraggen.

Jubiläumsaktivitäten Dieses Jahr kann der VMC Schattdorf 100 Jahre Vereinsbestehen feiern. Am 21. September 2013 findet ein Festanlass für alle Mitglieder in der Aula Gräwimatt statt. Für das Jubiläumsjahr hat der Verein neues Velo- und Vereinsdress bestellt. Beim Vorstand gingen über 60 Bestellungen ein.

Vereinsjubiläen 2013

Grund zum Feiern Ski- und Sportclub Schattdorf 75 Jahre Neue Mitglieder Pia Baumann wünscht sich, dass auch neuzugezogene Schattdorferinnen und Schattdorfer im Velomotoclub mitmachen. Das wäre für alle eine Bereicherung und würde den Verein stärken. Natürlich sind alle Radsportinteressierte jederzeit für ein Schnuppertraining an einer der Abendtouren willkommen. Weitere Infos sind auf der Webseite www.vmc-schattdorf.ch zu finden.

Am 14. Januar 1938 wurde der heutige Ski- und Sportclub Schattdorf (SSCS) von 22 Männern gegründet. Der Club bezweckt die Förderung und Pflege des Schneesports und von anderen sportlichen Aktivitäten, sowie der Kameradschaft und Geselligkeit. Der SSCS unterhält das vereinseigene Clubhaus auf dem Haldi, das 1964/65 erbaut wurde. Der heute gut 190 Mitglieder zählende Club zeichnete sich auch als Organisator von Wettkämpfen aus. Im sportlichen Bereich war am Anfang vor allem das Skitourenfahren die Hauptaktivität. Durch den Bau des Skilifts Kellerberg in den Sechzigerjahren rückte dann der alpine Skirennsport in den Vordergrund. Heute ist der Club vor allem im nordischen Skisport aktiv und hat mit Roman Furger einen Weltcupläufer als Aushängeschild.

Ringerriege 50 Jahre Ebenfalls ein grosses Jubiläum feiern kann dieses Jahr die Ringerriege Schattdorf. Die Jubiläums-Generalversammlung fand am 4. Mai 2013 statt. Regierungsrat Beat Jörg hielt die Festrede. René Poletti präsentierte die Festschrift und deren Entstehung. Anschliessend an die Generalversammlung feierten 160 Mitglieder und geladene Gäste den Geburtstag mit einem Festbankett und gemütlicher Unterhaltung. Exemplare der Festschrift können bei der Ringerriege bezogen werden. Der Velomotoclub am Fasnachtsumzug im Jahre 2013.


8 Historik

Der historische Dorfkern Schattdorfs Dorfkern verändert sich rasant – mit oder ohne Begegnungszone. Das ist höchste Zeit für einen Blick zurück.

Der Dorfkern auf einer Postkarte aus dem Jahre 1922.

Mit Leidenschaft für Schattdorfs Geschichte Diese Aufnahmen wurden der Gemeinde von der Arbeitsgemeinschaft für Schattdorfer Geschichte zur Verfügung gestellt. Der Arbeitsgemeinschaft gehören Peter Moser sowie die Schattdorfer Walter Renggli und Edgar Zgraggen an. Sie arbeiten seit einigen Jahren gemeinsam an einem grossen Werk über Schattdorfs Geschichte. Der Dorfkern um 1955 im Hintergrund das Gasthaus Sternen. (Foto: Werner Furger)


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Der Dorfkern (oben) sowie die alte Sternenkurve (unten). Beide Bilder stammen aus dem Jahre 1963.


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Gewerbefenster

Druckerei Kuster Gmbh

im irma ter? F e r s Ih befen uf r e w Ge ung a rf.ch. d l e m An attdo h c s info@

Ja, Schattdorf hat auch eine eigene Druckerei. Was vor sieben Jahren als Einmann-Betrieb begonnen hat, ist inzwischen auf eine professionelle moderne Druckerei angewachsen.

Grossaufträge? Ebenfalls kein Problem für die Druckerei. Zurzeit drucken die Maschinen non-stop für eine Urner Firma eine Auflage von 250‘000 Exemplaren.

Investition in Ausbildung Neu hat Damiano Fusco eine Polygrafin, die Schattdorferin Linda Zurfluh, angestellt. Dank ihr kann die Druckerei ein breiteres Spektrum für die Gestaltung von Drucksachen anbieten. Ab Juni 2013 gehört Drucker Ruedi Steiner neu zum Team. Das Team der Druckerei Kuster: Tamara und Damiano Fusco, Ruedi Steiner (unten von links) sowie Linda Zurfluh und Julia Forte (oben von links)

DRUCKCENTER im Wohnquartier Unscheinbar an der Eygasse 10 gelegen, befindet sich in der Garage eines Einfamilienhauses eine professionelle Druckerei. «Angefangen hat alles durch Zufall», erzählt Geschäftsinhaber Damiano Fusco. Damiano Fusco ist im obwaldnerischen Sarnen aufgewachsen, wo er heute mit seiner Frau Tamara und der zweijährigen Tochter lebt. Fuscos könnten sich gut vorstellen, auch in Schattdorf zu wohnen. Bisher ist allerdings eine passende Gelegenheit ausgeblieben. Aus reiner Neugier hat Damiano Fusco als Angestellter eine Anzeige aufgegeben, in der er eine eigene Druckerei suchte.

Gemeldet hat sich der Schattdorfer Alfred Kuster, der über 35 Jahre in Schattdorf eine Druckerei geführt hat. «Er hat mich schliesslich überzeugt, seine Nachfolge anzutreten», erzählt Damiano Fusco. Am 1. Januar 2006 hat er mit einer EinfarbenOffset-Druckmaschine begonnen. Inzwischen sind sieben Jahre vergangen und Damiano Fusco hat kontiniuierlich in neue Maschinen investiert. Mittlerweile platzt die Druckerei aus allen Nähten. Mit der Schliessung der Gamma Druck AG konnte Damiano Fusco seinen Maschinenpark noch einmal erweitern und ist für alle Aufträge in Offset und Digitaldruck ausgerüstet. Mittlerweile bildet Damiano Fusco die zweite Lehrtochter als Drucktechnologin aus. Er ist stolz junge Fachkräfte ausbilden zu dürfen.

Ja zum Standort Schattdorf Der Standort Schattdorf ist Damiano Fusco ein wichtiges Anliegen. Er braucht zwar dringend mehr Platz, hält aber klar am Standort Schattdorf fest. «Mittlerweile leben wir zu einem guten Teil von Schattdorfer Aufträgen», betont Damiano Fusco. Unser grosses Plus ist die Flexibilität. «Spontane Kundschaft ist bei uns an der Eygasse 10 sehr willkommen, sei es für ein Geburts- oder Hochzeitskärtli oder eine schön gestaltete Einladung zum Geburtstagsfest. Auch wenn es eilt, wir nehmen kurzfristig Aufträge entgegen.» Die Druckerei Kuster richtet sich nach den Wünschen der Kunden und setzt diese um. Damiano Fusco wünscht sich, dass jede Schattdorferin und jeder Schattdorfer weiss, dass es in Schattdorf eine Druckerei gibt, die flexibel auf Kundenwünsche reagieren kann.


11 Schule

Endspurt für die 3. Oberstufe Die Schülerinnen und Schüler der 3. Oberstufe sind zurzeit mit ihrer Abschlussarbeit beschäftigt.

Der Projektunterricht findet im 9. Schuljahr statt. Dazu werden zwei Jahreslektionen eingesetzt. Von August bis Dezember haben die Schülerinnen und Schüler an verschiedensten Kleinprojekten gearbeitet. Die Kleinprojekte nahmen ein bis vier Doppellektionen in Anspruch. Während dieser Zeit arbeiteten die Schülerinnen und Schüler meist klassenübergreifend in Gruppen von fünf bis sieben Personen. Die einzelnen Projekte und die damit verbundenen Aufträge dienten alle dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler auf ihre individuelle Abschlussarbeit vorzubereiten. Dazu mussten sie bis anfangs Januar ihre Projektanmeldung abgeben. Parallel zur Arbeit an ihrem Projekt (Möbel, Film, schriftliche Arbeit, Kleid etc.) müssen sie auch ein Lernjournal führen. Neben dem eigentlichen Produkt fliesst auch eine Dokumentation und eine Präsentation in die Bewertung mit ein. Die Dokumentation mussten die Lernenden bis Ende Mai abgeben, die Präsentationen finden dann anfangs Juni statt. Zum Abschluss wird eine Ausstellung organisiert.


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Zivilstandsnachrichten geburten 01.11.2012 Lijana Musliu des Lulzim und der

trauungen

Afërdita, geb. Limani 09.11.2012 Asya Su Demiroglu des Kaya

12.12.2012

Demiroglu und der Esra Tok Demiroglu

Andrea und Markus Brand-Baumann

11.11.2012

12.12.2012

Nima Deplazes des Iwan und der

Sonia und Shahriar Mohammadi-

Monia, geb. Noack

Poormirzajani

27.11.2012

21.02.2013

Amélie Mamie des Simon und der

Beatrice und Paul Glarner-Durrer

Jeannine, geb. Jäger

01.03.2013

05.12.2012

Sandra und Ernst Gisler-Lussmann

Irina Arnold des Valentin und der

18.02.2013

Nadja, geb. Bissig

Lia Sigwalt des David und der Anja,

11.12.2012

geb. Paprotta

Lean Scheiber des Raphael und der

18.02.2013

Nicole, geb. Poletti

Enja Ziegler des Beat und der Nicole,

20.12.2012

geb. Arnold

Seline Stadler des Thomas und der

24.02.2013

Petra, geb. Bissig

Sandro Arnold des Michael und der

15.02.2013

21.12.2012

Cornelia, geb. Riedi

Brand-Marty Robert und Josefina,

Anina Gisler des Andre Zwyssig und

28.02.2013

Adlergartenstrasse 73

der Claudia Gisler

Ben Indergand des Thomas und der

21.12.2012

Beatrix, geb. Gisler

Sóley Zberg des Yves Laternser und

28.02.2013

der Andrea Zberg

Malin Indergand des Thomas und der

10.11.2012

23.12.2012

Beatrix, geb. Gisler

Gisler Agnes,

Eldis Basic des Mirnes und der Amina,

01.03.2013

Dorfstrasse 12

geb. Delic

Louisa Liniger des Daniel Reichmuth

25.11.2012

05.01.2013

und der Stefanie Liniger

Gisler Josef,

Yohannes Feseha der Akiyar Feseha

03.03.2013

Wyergasse 13

16.01.2013

Juri Gisler des Ady und der Evelyn,

02.01.2013

Jasmine Wyss des Alex und der

geb. Püntener

Gisler-Stadler Martha,

Cornelia, geb. Brand

12.03.2013

APH Rüttigarten

13.02.2013

Len Bissig des Daniel Bissig und der

04.01.2013

Jascha Scheiber der Stefanie Scheiber

Bettina Schuler

Philipp Franz,

16.02.2013

22.03.2013

Schulhausstrasse 18

Lean Gnos des Martin und der Claudia,

Alessio Wyrsch des Ralf und der

08.01.2013

geb. Lussmann

Sandra, geb. Zgraggen

Bauhofer-Traxel Margritha,

16.02.2013

23.03.2013

Spitzrütti 7

Elin Gnos des Martin und der Claudia,

Lyo Gisler des Urs und der Marion,

17.02.2013

geb. Lussmann

geb. Strüby

Schürch-Gisler Rosa

Jubilare Goldene Hochzeit (50 Jahre)

90jährig


13 Veranstaltungen

Vorschau Zivilstandsnachrichten in dieser Ausgabe wurden ab 1. November 2012 bis 31. März 2013 berücksichtigt.

5. URIstier-Cup Geräteturnen Samstag, 8. Juni 2013 Sonntag, 9. Juni 2013 Über 180 Turner, darunter auch Schwei­zer Meister, nehmen an diesem Anlass, organisiert vom Geräteturnzentrum Schattdorf, in der Kollegi-Turnhalle teil.

80jährig

Todesfälle

Haldi-Berglauf Sonntag, 9. Juni 2013

25.11.2012 Zgraggen Rosmarie, APH Rüttigarten

03.11.2012

23.12.2012

Emma Gisler-Imholz, APH Rüttigarten

Zgraggen-Gerig Gertrud,

05.11.2012

Teiftalgasse 13

Walter Scheiber, Kellerberg 10, Haldi

24.12.2012

06.01.2013

Herger Gustav,

Anna Imholz-Kempf, APH Rüttigarten

Gandrütti 24

09.01.2013

01.01.2013

Mathilda Welti-Furrer,

Schuler Karl,

APH Rüttigarten

APH Rüttigarten

23.01.2013

20.01.2013

Gustav Schuler, Breitacherlistrasse 15

Walker Bernhard,

28.01.2013

Adlergartenstrasse 63

Josefina Gisler-Zgraggen,

22.01.2013

Wyergasse 18

Muheim Franz,

15.02.2013

Bötzlingerstrasse 54

Josef Planzer, APH Rüttigarten

07.02.2013

26.02.2013

Berther Ernst,

Theresia Kempf-Gisler,

Hofstättlistrasse 5

APH Rüttigarten

09.02.2013

01.03.2013

Zgraggen Robert,

Karl Schuler, APH Rüttigarten

Geilenbielstrasse 12

12.03.2013

10.02.2013

Erika Levy-Arnold, Gassrütti 1

Zgraggen-Schenker Pia,

15.03.2013

Baumgärtli 2

Maria Gamma-Weltert,

03.03.2013

Hofstättlistrasse 14

Imhof-Planzer Rosa,

19.03.2013

Langgasse 10

Engalina Kummer-Keller, Adlergartenstrasse 15 27.03.2013 Alois Poletti, APH Rüttigarten

Die 32. Austragung des Internationalen Haldi-Berglaufes findet im gewohnten Rahmen statt. Weitere Infos unter haldiuri.ch. Gleichzeitig wird auch der 7. Jugend-Haldiberglauf ausgetragen.

Grümpelturnier FC Schattdorf Donnerstag, 20. Juni bis Samstag, 22. Juni 2013 Das beliebte Dorf- und Grümpelturnier des Fussballclub Schattdorf findet auf dem Sportplatz Grüner Wald statt. Am Freitag und Samstag ist zudem auch für Abendunterhaltung gesorgt.

Haldi-Schwingen Sonntag, 23. Juni 2013 Am Sonntag, 23. Juni 2013 findet auf dem Haldi das 32. Haldiberg-Schwinget statt. Vor einmaliger Aussicht findet der traditionelle Anlass bei guter Witterung statt. Verschiebedatum ist der darauffolgende Sonntag (30. Juni 2013).

Dorffest 2013 17. August 2013

27.03.2013 Raphael Epp, Gotthardstrasse 20

Die IG Dorffest hat sich für den Fortbestand des Schattdorfer Dorffestes eingesetzt. Dank ihr findet das Dorffest wie immer Mitte August statt. Aufgrund der Bautätigkeit im Dorfkern wird der ChilbiBetrieb dieses Jahr im kleineren Rahmen durchgeführt.


14 SchattdorferInnen in aller Welt

Schattdorfer vertritt Schweiz in Indonesionen Seit 2010 lebt die Schattdorfer Familie Walker in Indonesien und vertritt dort offiziell Schweizer Interessen.

Heinz Walker-Nederkoorn mit seiner Frau Senta und seinen drei Töchtern Nina, 19, Sophie, 17, und Anna, 21, (v. links) anlässlich eines Familienausflugs.

Wann bist Du aus Schattdorf weggezogen? Im Herbst 1979 habe ich mein Wirtschaftsstudium in Freiburg i.Ü. begonnen, den Wohnsitz in Schattdorf jedoch bis Ende 1984 behalten. Von 1985 bis 1989 arbeitete ich als Assistent am Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und schrieb eine Doktorarbeit. Im Mai 1990 trat ich ins Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten und wurde Ende November 1990 für ein Jahr nach Bukarest versetzt. Im November 1991 kam ich in die Schweiz zurück und schloss meine Diplomatenausbildung in


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Genf und Bern ab. Dann arbeitete ich bis 1998 an der Zentrale, reiste aber beruflich oft nach Paris. Im Herbst 1998 gingen wir für vier Jahre nach Berlin, wo ich als Kulturrat den Reichtum unserer kulturellen Beziehungen mit Deutschland mitgestalten konnte. Von August 2002 bis Juli 2006 lebten wir in Kairo, anschliessend wieder vier Jahre in Bern und seit Januar 2010 in Jakarta. War Botschafter Dein Traumberuf? Eigentlich nicht. Es hat sich so ergeben. Was mich immer wieder an diesem Beruf fasziniert ist die Vielseitigkeit und die Möglichkeit, alle vier Jahre in einem anderen Land, in einer anderen Kultur zu leben und die Schweizer Interessen zu vertreten und zu fördern. Als Drittklässler wurde ich Ministrant und der damalige Siegrist Martin Bissig (z’Hanselers) war immer zu einem Spass aufgelegt. In der Sakristei fragte er mich einmal nach der Messe: «Heinz, was wotsch einisch wärdä wenn dü gross bisch? – «Kei Ahnig,» antwortete ich. «Aber ich weisys,» sagte Martin mit einem verschmitzten Lächeln «Dü wirsch sicher einisch Bundesrat.» Martin‘s Prognose hat sich natürlich nicht bewahrheitet, aber die Vertretung des Bundesrats und der Einsatz für Schweizer Interessen in Indonesien empfinde ich als ausgesprochen noble Aufgaben. Wie lebst Du in Jakarta? Wie sieht Dein Alltag aus? Wir wohnen in einer Residenz, in der ich mit meiner Frau Senta regelmässig Gäste empfange. Ohne die grosse Unterstützung meiner Familie und insbesondere meiner Frau könnte ich diesen Beruf nicht ausüben. Mein Arbeitsalltag ist praktisch nie gleich. Wenn ich in Jakarta bin, beginne ich um 8 Uhr mit der Arbeit in der Botschaft. Um 9 Uhr diskutiere ich mit meinen engsten Mitarbeitern das Tagesgeschäft. Das Tagesgeschäft ist sehr vielseitig und umfasst unter anderem Projektsitzungen, Abklärungen im Aussenministerium oder anderen Ministerien, Vorbereitung und Betreuung offizieller Besuche aus der Schweiz, Teilnahme an Verhandlungen, Konferenzen, Eröffnungen neuer Industriebetriebe von Schweizer Unternehmen oder Gespräche mit Besuchern. Im Durchschnitt gehe ich mit Senta pro Woche an drei bis fünf abendliche Veranstaltungen. Hinzu kommen regelmässige Dienstreisen in die Provinzen meines 250 Millionen Einwohner zählenden Gastlandes sowie nach Timor-Leste. Wann warst Du das letzte Mal in Schattdorf? Ich bin jedes Jahr mindestens ein Mal in der Schweiz und bei dieser Gelegenheit jeweils auch zu Besuch bei meinen Eltern Edi und Annelies Walker-Caviezel im Hofstättli; das letzte Mal Anfang März. Hattest Du schon mal Besuch aus Schattdorf? Ja. Meine Eltern haben uns an Ostern 2011 besucht, mein Bruder André und seine Familie im Herbst 2012 sowie meine Schwester Susanna und mein Schwager Felix an Ostern 2013.

Senta und Heinz Walker mit dem Gouverneur von Nord-Sumatra, anlässlich ihres Besuchs in Medan, Hauptstadt der Provinz Nord-Sumatra, Januar 2013

Könntest Du Dir vorstellen, wieder hier in Schattdorf zu leben? Grundsätzlich kann ich mir das schon vorstellen, die Frage stellt sich für mich im Moment jedoch nicht. Was machst Du als erstes, wenn Du in Schattdorf zu Besuch bist? Ich gehe zu meinen Eltern ins Hofstättli. Spricht Deine Familie Deutsch oder Ürner Dialekt? Komischi Fraag! Ürner Dialäkt natyyrlich... Wie beschreibst Du Deinen Arbeitskollegen Deine Heimat? Ich beschreibe Schattdorf und Uri als Teil der Alpen, als faszinierender Erlebnisraum meiner Jugend, als vielseitiger Tourismusort, als Ort wo man sich rundum wohlfühlen kann. Pflegst Du mit Deiner Familie Schweizer Traditionen? Wir feiern alle Feiertage im Jahreskalender, an Ostern wimmelt es in der Residenz von Hasen und Ostereiern und an Weihnachten schmückt meine Frau den Weihnachtsbaum und das ganze Haus. Wir geniessen auch ab und zu ein Raclette oder ein Fondue. Seit letztem Sommer spiele ich zudem mit grossem Vergnügen Alphorn. Was könnte Schattdorf von DEInem jetzigen Wohnort abschauen? Dass man sich trotz den offensichtlichen Unterschieden zwischen Jakarta und Schattdorf in beiden Welten wohl fühlen kann. Was vermissT Du aus Schattdorf? Meine Eltern und Geschwister, die Vorteile der dörflichen Überschaubarkeit, die Geborgenheit der Berge und d‘Chatzä­ müüsig.


16 Freizeittipp

Über die Felder nach Bürglen

Die kürzeste Verbindung zur Bürgler Kirche Der Fussweg durch die Felder bis nach Bürglen geht mündlichen Quellen zufolge auf die Zeit zurück, als Schattdorf noch zur Mutterpfarrei Bürglen gehörte. Der Weg ab der Wyergasse war die kürzeste Verbindung zur Kirche Bürglen. Besonders im Winter, wenn die Wyergasse vereist war, wurde er häufig benutzt. Der Felderenweg ist gerade im Frühling ein echter Geheimtipp. Der Weg geht von der Wyergasse kurz nach der Seilbahnstation links weg am Bauernhof vorbei mitten auf die Felder und führt mitten durch die blühenden Wiesen bis zur oberen Breitengasse in Bürglen. Spaziergänger werden gebeten, auf dem einzigartigen Weg Rücksicht auf die Landwirtschaft zu nehmen, den Weg nicht zu verlassen und Hunde an der Leine zu führen.

ste h c ä n «Die be des eint Ausga s“ ersch » w „Nyy rbst 2013. im He Foto: Stefanie Zgraggen, Lernende auf der Gemeindeverwaltung


Nyyws Sommer 2013