__MAIN_TEXT__

Page 1

Ausbildung

medizinisch-technische Dienste

Fachhochschulen

Weiterbildung

Medizin Lehrgänge Pflege

Bildung &Karriere Zusatzausbildungen Fortbildung

Soziales

Gesundheitsberufe Veranstaltungen

Förderungen Fachliteratur

Psychologie EDV Bildungseinrichtungen Online-Angebot Management

Universitäten

ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere 2018 P.b.b. GZ 02Z033434 M

|

Verlagspostamt: A-8041 Graz, Kasernstraße 80/8/25

|

www.schaffler-verlag.com

|

ISSN 0472-5530


© Sissi Furgler

Inhalt Unterbau Wer als Mediziner in eine Leitungsfunktion aufsteigen möchte, braucht dazu einen theoretischen Unterbau. Das Studium und die praktische ärztliche Ausbildung genügen längst nicht mehr dazu, eine Abteilung oder ein ganzes Krankenhaus zu führen. Denn dann sind bis zu zwei Drittel der Arbeitszeit nicht mehr mit Fachaufgaben gefüllt, sondern mit Budgetzahlen und Personalmanagement. Das will gelernt sein. Das entsprechende Rüstzeug bieten Spezialkurse an; einmal im Führungsjob, kann eine permanente Weiterbildung auch nicht schaden. Bloß: Wer bildet die Ausbildner aus? Im Bereich „Train the trainer“ hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die Digitalisierung ist auch in die Lehrstätten eingezogen, Vorträge sind via Streaming jederzeit und überall verfügbar, persönliche Anwesenheit ist nicht mehr erforderlich. Die Technik allein macht freilich noch keinen Lehrer des 21. Jahrhunderts und so sprießen Weiterbildungsangebote in Didaktik und eLearning auch in Österreich aus dem Boden. Darüber und über so manche andere Neuerung auf dem Sektor der Aus- und Weiterbildung lesen Sie in diesem ÖKZ-Extra, wie immer ergänzt mit dem aktuellen Bildungsverzeichnis, das Ihnen auch unter http://www.schaffler-verlag.com/online-services/ bildungsverzeichnis/ zur Verfügung steht.

Was man können muss 03 Fremde Welten meistern:

Ärzte in Führungspositionen

Wo es Vielfalt gibt 06 Offener Zugang und neue Formate:

Studium der Pflegewissenschaft

Wo es Herausforderungen gibt 10 Krankenpflege auf neuen Pfaden:

Akademisierte Pflege

Wo alle lernen müssen 13 Digitalisierung im Hörsaal:

Wer bildet die Lehrer aus?

Wo es Ideen gibt 16 Ernährungstherapie mit virtuellem

Austausch: Europaweit zugängliche Online-Kurse

19 Bildungsangebote 27 Neues Was Bildungseinrichtungen leisten 04 FH Joanneum: Smarte Technologien

für ein besseres Gesundheitssystem

12 Donau-Universität Krems: Balance

zwischen traditioneller Medizin und Digitalisierung

14 Aesculap Akademie: Lebendiger Dialog – Andrea Nicolaus nicolaus@schaffler-verlag.com

dem Leben gewidmet

17 FH Campus Wien: Die vielen Ebenen

der Gesundheit

Impressum nach § 24 MedienG: Medieninhaber: Schaffler Verlag GmbH, DVR 1031911, A-8041 Graz, Kasernstraße 80/8/25, T: +43(0) 316 820565-0, F: +43(0) 316 820565-20, E: office@ schaffler-verlag.com, Web: www.schaffler-verlag.com. Druck: Dorrong, Graz. Herausgeber: Mag. Roland Schaffler, roland@schaffler-verlag.com, am Standort Redaktion Graz: A-8041 Graz, Kasernstraße 80/8/25. Auf die Hinzufügung der jeweiligen weiblichen Formulierungen wird bei geschlechtsspezifischen Hinweisen im Sinne der flüssigen Lesbarkeit und einer angemessenen Sprachqualität zum Teil verzichtet. Alle personalen Begriffe sind sinngemäß geschlechtsneutral zu lesen. Weitere Informationen und Offenlegung nach § 25 MedienG: www.schaffler-verlag.com > ­ „Impressum“. Datenschutzerklärung: www.schaffler-verlag.com/datenschutzerklaerung

2 ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com


Fremde Welten meistern Kommen Ärzte in Führungspositionen, sind zahlreiche neue Kompetenzen gefragt. Um die Aufgaben erledigen zu lernen, die dann bis zu 60 Prozent fern ihrer Fächer liegen, werden zahlreiche Managementkurse angeboten. Alexandra Keller

S

chuster, bleib bei deinem Leisten. Die Redewendung, die dem griechischen Malermeister der Antike Apelles zugeschrieben wird, unterstützt die eine Meinung. Die Meinung jener, die an der Kompetenz und Effizienz von Ärzten in Führungspositionen zweifeln und Managementaufgaben in Krankenhäusern lieber gelernten Managern anvertrauen würden. Befürworter dieser Seite unterschreiben mit dem Rechenstift. Ihnen gegenüber stehen jene, die das Fachwissen ärztlicher Führungskräfte als Schlüssel für die Qualität eines Hauses sehen – sowohl für die Arbeit direkt am Patienten als auch für die Erarbeitung sinnvoller, dem engen ökonomischen Rahmen angepasster Zukunftsstrategien. Hier führt der Äskulapstab die Unterschrift und diese Seite wird durch Studienergebnisse unterstützt, die dem antiken Meister widersprechen. 2010 hatte beispielsweise eine Studie von McKinsey & Company und der London School of Economics (Management in Healthcare: Why good practice really matters) Futter für Ärzte an der Spitze geliefert. Das Management von über 1300 Krankenhäusern in Großbritannien, den USA, Kanada, Schweden, Deutschland und Italien war dafür unter die Lupe genommen worden – mit dem Ergebnis: Krankenhäuser mit zahlreichen Ärzten in Führungspositionen schnitten um 50 Prozent besser ab als die anderen.

KUK

Linzer Dermatologie-Primar Wolfram Hötzenecker: Auf Augenhöhe mit der Geschäftsführung.

Die beiden Positionen begleiten auch die anhaltend geführten Diskussionen zu den Spitalsstrukturen in Österreich, die von der sogenannten Kollegialen Führung geprägt sind. Es geht mal hin und mal her, doch sicher ist und sicher bleibt: Im Alltag der

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com

unter Kostendruck leidenden Häuser werden mit Rechenstift und Äskulapstab in bitterer Regelmäßigkeit Kämpfe ausgefochten. „Vor 30 bis 40 Jahren hat es gereicht, dass man ein guter Arzt ist, um eine leitende Funktion zu übernehmen. Heutzutage reicht das nicht mehr aus. Man muss das Budget im Auge behalten, muss kurzfristige und längerfristige Strategien mitentwickeln, Leistungsziele definieren, man muss sich rechtlich auskennen, über Mitarbeiterführung Bescheid wissen und im Marketing“, weiß Wolfram Hötzenecker und hält fest: „Wenn man mit der Geschäftsführung nicht auf derselben Ebene diskutieren kann, wird man schnell über den Tisch gezogen.“

Neue Welten Hötzenecker ist Dermatologe und Experte für Allergologie und Klinische Immunologie, er hat in Harvard geforscht, in Zürich habilitiert und seit Anfang April 2017 ist er Primarius der Klinik für Dermatologie und Venerologie am Kepler Universitätsklinikum Linz. Im Alter von 38 Jahren übernahm er die Leitung der Klinik – eine Position, auf die er sich schon Jahre zuvor vorbereitet hatte. 2010 erwarb Hötzenecker den Master of Business Administration und sagt nach eineinhalb Jahren im Amt: „Diese Ausbildung hat mir sehr geholfen. Ich kann das nur empfehlen. Es geht viel ums Budget und um Zahlen. Es ist wichtig, dass man da mitdiskutieren kann und das auch versteht.“ Wenn Ärzte in Führungspositionen kommen, sind sie mit Welten konfrontiert, die nur wenig mit ihrer ursprünglichen beruflichen Leidenschaft zu tun haben. „Je nachdem, wie hoch die Position ist, sind zwischen 50 und 60 Prozent – also etwa zwei Drittel – keine Fachaufgaben mehr“, stellt Reinhard Ammer klar. Seit vielen Jahren leitet Ammer den Lehrgang für Medizinische Führungskräfte, der ab dem Studienjahr 2018/2019 in Kooperation der Akademie für Medizin und Management mit der St. Elisabeth Universität durchgeführt wird. „Zwei Drittel aller Primarii kommen aus unserem Lehrgang“, sagt Ammer. Managementausbildungen sind so etwas wie die Ausrüstung für jene Ärzte, die die hierarchische Leiter nach oben klettern oder sie nach oben klettern wollen, und es ist wohl auch der

ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere 3

©Edler von Rabenstein - stock.adobe.com

Was man können muss


Was man können muss

Smarte Technologien für ein besseres Gesundheitssystem eHealth-Studierende beschäftigen sich mit der Entwicklung und managementgerechten Anwendung neuester Informations- und Kommunikationstechnologien im Sozial- und Gesundheitsbereich. Das Ziel ist es, die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten zu erhöhen. Der Bedarf an qualifizierten eHealth-Expertinnen und -Experten wird weiterhin steigen, die Berufsaussichten mit einem eHealth-Abschluss sind somit hervorragend.

© FH JOANNEUM, Marion Luttenberger

Foto Wilke

Respekt vor der Führungsaufgabe, der die Lehrlen relevanten Berufsgruppen der tirol kliniken gänge füllt. Schließlich sind es nicht nur die besetzt wird. Mindestens ein Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer besteht darin aus ÄrzZahlen- oder Strategiespiele, die mit einer Berufung herausfordern. Mitarbeiter zu führen und ten“, erklärt Gerit Mayer, Leiter der Abteilung Konflikte in der Klinik oder in der Abteilung zu Personalentwicklung/Personalmarketing und lösen, ist auch kein Kinderspiel. „Die Führung Mitarbeiterservice des Tiroler KrankenanstalReinhard Ammer, Lehrgang für tenträgers: „Wir haben diesen Weg bewusst von Expertenorganisationen ist eine heikle GeMedizinische Führungskräfte: „Die schichte. Erfahrungsgemäß sind Experten nicht gewählt, da wir der Ansicht sind, dass dieser Führung von Expertenorganisationen leicht zu führen, weil sie – elegant formuliert – Rahmen das Verständnis zwischen den Fühist eine heikle Geschichte.“ rungskräften der einzelnen Berufsgruppen erein hohes Spezialwissen haben“, spricht Ammer höht und vor allem der Kooperationsnutzen sehr deutlich wird.“ nicht minder elegant die leicht reiz- oder entflammbare Stimmung an, die in Kliniken herrschen kann: „Daraus entwickeln sich natürlich Problemstellungen, die sie meistern müssen.“ Im ärztlichen Bereich sind die geschäftsführenden Oberärzte die primäre Zielgruppe des ausgeklügelten Angebotes. Sie Wirksames Führen sind auch verpflichtet, das Programm binnen einer bestimmten Frist zu absolvieren. Mayer: „Damit möchten wir ein gewisses In Österreich gibt es eine Regelung, wonach für leitende PosiKompetenzlevel bei unseren Führungskräften aller Berufstionen in allen Krankenanstalten der Nachweis einer Managegruppen sicherstellen.“ Ohne „gewisse Kompetenzen“ ist kein mentausbildung verbindlich vorgesehen ist. Ammer: „Den kann Chef­posten mehr zu stemmen und die einzelnen Punkte des man bei der Bewerbung mitbringen oder in einem Zeitrahmen Tiroler Curriculums zeigen, auf welche Fähigkeiten besonders Wert gelegt wird. Das Dreieck setzt sich aus Individualkompevon meistens eineinhalb bis zwei Jahren nachreichen.“ tenz, Sozialkompetenz sowie Methoden- und Fachkompetenz zusammen, wird entsprechend untergliedert und geht nicht nur Die meisten Häuser haben eine Liste der von ihnen akzeptierten fachlich, sondern auch persönlich in die Tiefe. „Ein besonderes Ausbildungslehrgänge und am Beispiel der tirol kliniken GmbH didaktisches Element in unserem Programm ist dabei das sokann nachvollzogen werden, wie ernst Führen als Erfolgsfaktor genannte ‚shadowing‘. Hier begleiten sich Teilnehmer verschiegenommen wird. „Wir haben ein interprofessionelles Führungskräfteentwicklungsprogramm ‚Wirkungsvoll Führen‘, das mit aldener Berufsgruppen im realen Führungsalltag und geben sich

Entgeltliche Einschaltung

Gesundheitsinformatik / eHealth (Bachelor) Dieses Bachelor-Studium (Vollzeit) bietet einen Mix aus den Fachgebieten Informatik, Wirtschaft, Management, Recht, Gesundheit, Prozess-, Projekt- und Qualitätsmanagement sowie Englisch. Die Studierenden werden darauf vorbereitet, Verbesserungen im Gesundheitssystem sowohl technologisch als auch organisatorisch voranzutreiben.

Technology Assessment“ oder „Evidence Based Medicine“. Als eHealthExperten sind unsere Absolventinnen und Absolventen bestens für die aktuellen Herausforderungen im Gesundheits- und Sozialwesen qualifiziert und können innerhalb weniger Jahre Führungsaufgaben übernehmen. ::

eHealth (Master)

FH JOANNEUM Graz, Institut eHealth

In diesem berufsermöglichenden Master-Studium vertiefen sich die Studierenden sowohl in smarte Technologien wie z.B. Health-Apps oder Electronic Health Records als auch in Fachgebiete wie „Public Health“, „Health

ehealth@fh-joanneum.at

4 ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere

Tel.: +43(0)316/5453-6500

www.fh-joanneum.at/geb www.fh-joanneum.at/eht

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com


Was man können muss

Gestaltungsspielraum Ziel jeder berufsbegleitenden Managementausbildung ist es, ein Paket an führungsrelevanten Instrumenten zu vermitteln, damit dann im Alltag Luft für den Gestaltungsspielraum bleibt, dessen Fülle sich – wie die erwähnte Studie zeigt – auf die Qualität des Hauses auswirkt. Vor diesem Hintergrund und in diesem Sinne haben sich österreichische Top-Führungskräfte aus der Medizin zum Weitmoser Kreis zusammengeschlossen. Treffen sich die Mitglieder im namensgebenden Gründungs- und Veranstaltungsort Weitmoser Schlössl in Bad Hofgastein, steht die Förderung der Managementkompetenten auf dem Programm, wobei viel Wert auf die Weiterentwicklung des Systems gelegt wird sowie die Übersetzung der Managementtheorien in die alltägliche Spitalspraxis. Lasst uns endlich arbeiten! Gestaltungsmöglichkeiten für ärztliche Führungskräfte im österreichischen Gesundheitswesen lautete beispielsweise das Thema der Jahrestagung 2017, und der mit Ausrufezeichen versehene Leitsatz zeigt schon, wie sehr administrative Aufgaben den kreativen Blick in die Zukunft hemmen können.

„Am Anfang habe ich das etwas unterschätzt“, hält auch Primar Hötzenecker fest. „Es ist schon so, dass man sehr viele administrative Aufgaben dazubekommt, die jeden Tag auf dem Tisch des Chefs landen und die es gilt, abzuarbeiten.“ Hinzu komme die Patientenversorgung, „die man nicht einschränken möchte“, und Forschung ist mit einem Primarius auf der Visitenkarte nur noch sehr eingeschränkt bis gar nicht mehr möglich. „Natürlich kann ich jetzt nicht mehr selber pipettieren und im Labor stehen, aber ich kann die Richtung vorgeben. Die Forschung weiterzuentwickeln, ist mir ein großes Anliegen“, sagt der Dermatologe. Das Allergiezentrum, das zusammen mit anderen Fachdisziplinen gegründet wurde, ist ein Beispiel dafür, dass er es ernst damit meint und Wege findet, sein Anliegen umzusetzen. Während es auch in Österreich Beispiele für Ärzte gibt, die ihre Führungsposition aufgegeben haben, um zu 100 Prozent ins Fach zurückzukehren, ist Hötzenecker glücklich mit seiner Aufgabe und sagt: „Ich habe es bisher noch nicht bereut. Durch die viele administrative Arbeit habe ich eine gewisse Selbstständigkeit verloren, allerdings habe ich auch an Gestaltungsmöglichkeiten gewonnen.“ ::

privat

anschließend Feedback zu ihren Beobachtungen. Es wird also in ‚real time‘ gelernt und zugleich wiederum das gegenseitige Verständnis weiter ausgebaut.“ Abgerundet wird das Programm durch individuelles Coaching, das die Teilnehmer über einen Coachinggutschein anonym einlösen und sich dabei in persönlichem Rahmen beraten lassen können.

Alexandra Keller Journalistin, Innsbruck alexandra.keller@chello.at

GESUNDHEIT STUDIEREN! Top-ExpertInnen für Ihre Ausbildung – jetzt über unsere Studien- & Weiterbildungslehrgänge informieren. Bachelor-Studiengänge – Vollzeit Allgemeine Gesundheits- & Krankenpflege Biomedizinische Analytik Ergotherapie Gesundheits- & Krankenpflege in Kooperation mit dem Campus Rudolfinerhaus • Logopädie • Radiologietechnologie • • • •

Weiterbildungslehrgänge – berufsbegleitend • Master-Lehrgang Zytodiagnostik & angewandte

Molekularpathologie

• Basales & mittleres Pflegemanagement • Praxisanleitung

Perspektiven durch Praxis! fhwn.ac.at/gesundheit


Wo es Vielfalt gibt

Offener Zugang und neue Formate Das Studium der Pflegewissenschaft existiert an öffentlichen und privaten Universitäten – mit unterschiedlichen Stärken und Ausprägungen. Erika Pichler

W

ährend die Pflegeausbildung selbst zumindest für den gehobenen Dienst in Gesundheits- und Krankenpflege künftig durchgängig an Fachhochschulen stattfinden soll, bleibt das Studium der Pflegewissenschaft in Österreich den Universitäten vorbehalten. Dafür gibt es zwei öffentliche und zwei private Anbieter: die Universität Wien und die Medizinische Universität Graz sowie die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Salzburg und die Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT) in Hall in Tirol. An den öffentlichen Universitäten ist das Fach vorwiegend als Masterstudium präsent (das derzeitige Bachelorstudium an der Med Uni Graz ist im Auslaufen), an den beiden Privatuniversitäten gibt es auch Bachelorstudien, deren Adressaten Diplompflegekräfte sind.

privat

Wenn es nach Hanna Mayer geht, der Leiterin des Instituts für Pflegewissenschaft an der Fakultät für SozialHanna Mayer, Uni Wien: „Öffentliche wissenschaften der UniverUniversitäten ermöglichen mehr Freiheit und sität Wien, gehört ihr Fach Eingenverantwortlichkeit.“ unbedingt in das öffentliche Hochschulwesen. Abgesehen von ihrer persönlichen Meinung, dass der offene Hochschulzugang ohne oder nur mit geringen Studiengebühren eine wichtige Errungenschaft sozialer

6 ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere

Bildungspolitik sei, von der auch Studierende der Pflegewissenschaft nicht ausgenommen sein sollten, sei es prinzipiell wesentlich für den Stellenwert dieser Disziplin, an öffentlichen Universitäten zu bestehen. „Das heißt jetzt nicht, dass es kein Angebot im privaten Sektor geben soll, aber wenn man sich in der Pflege nur darauf zurückziehen wollte, dann wird Pflegewissenschaft eben zu keiner Regelwissenschaft in Österreich“, sagt Mayer.

Mehr Freiheit, mehr Eigenverantwortung, mehr Zeit Öffentliche Universitäten ermöglichen aus Sicht der Professorin – auch in Zeiten der Bologna-Studienarchitektur – mehr Freiheit und Eigenverantwortlichkeit, ein Studieren im ursprünglichen Sinn eines Sich-Vertiefens und Genauer-Hinsehens. „Ich höre oft von den Studierenden, dass sie dies sehr schätzen“, sagt Mayer. Speziell auch für berufstätige Studierende, von denen es in der Pflegewissenschaft viele gebe, sei dieses System von Vorteil, und zwar gerade weil es nicht in die klassische Logik des „berufsbegleiteten“ Studiums passe, „wo an Wochenenden in acht bis zehn Lehreinheiten pro Tag oder wochenweise in großen Blöcken der Stoff vermittelt wird“. Derselbe Vorteil gelte in Bezug auf Masterarbeiten. Wähle man ein Thema, für das man mehr als ein Semester brauche, so sei dies auch möglich. „Und für empirische Arbeiten, die sich gegebenenfalls in Forschungsfeldern bewegen, wo der Zugang schwierig ist, braucht man Zeit“, sagt Mayer. „Als Betreuerin habe ich hier auch mehr Möglichkeiten, an der Qualität zu arbeiten, wenn die Studierenden nicht unter finanziellem oder zeitlichem Druck stehen.“ Als weiteren Vorteil empfindet die Pflegewissenschaftlerin die

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com


Wo es Vielfalt gibt

Einbettung ihres Faches in das für öffentliche Universitäten typische sehr breite Wissensumfeld. „Durch die Möglichkeit, im Wahlfachbereich in ganz andere Fächer hineinzuschnuppern, können Studierende über den Tellerrand schauen und andere Disziplinen und Denkweisen kennenlernen.“ Auch gelte für die Pflegewissenschaft nicht das Attribut des Massenstudiums, das etlichen Fächern an öffentlichen Universitäten vorgeworfen werde. „Da man einen berufsbezogenen Bachelor braucht, gibt es hier einen Nadelöhreffekt und wir haben es – trotz öffentlicher Universität – mit kleinen Studierendengruppen zu tun.“

Nicht berechenbare Studierendenzahlen Trotz ihrer sehr klaren Haltung pro öffentliche Universität gesteht Mayer privaten Universitäten Vorteile in bestimmten Fragen zu. „Eine Studienplatzbeschränkung und ein System der

Auswahl kann auch Vorteile haben, vor allem, wenn es um Studienrichtungen geht, wo es Pflichtpraktika braucht. Da muss man vorplanen können und mit nicht berechenbaren Studierendenzahlen ist das schwierig.“ Schlechtere Voraussetzungen hat die öffentliche Universität aus Sicht Hanna Mayers auch in puncto Infrastruktur. „Wenn ich mir die räumliche und technische Ausstattung von manchen Privatunis ansehe, dann kann ich diesbezüglich schon neidisch werden.“ Zudem sähen es manche Studierende zweifellos als Vorteil, in einem strukturierten Rahmen studieren zu können und das Studium weniger selbstverantwortlich gestalten zu müssen. Mayers Fazit: „Grundsätzlich sollte die Pflegewissenschaft in jedem Fall an den öffentlichen Unis verankert sein – im Masterund PhD-Bereich. Privatuniversitäten können mit ihrem speziellen Angebot das Spektrum erweitern und sicher sehr bereichern, indem sie zum Beispiel sehr spezifische Masterlehrgänge anbieten.“

„Eine Studienplatzbeschränkung und ein System der Auswahl können auch Vorteile haben.“

Neue Formate Als ein derartiges spezifisches Angebot kann auch das Masterstudium Advanced Nursing Practice gelten, das im April dieses Jahres erstmals an

Unser Aging Services Management Studium ist einzigartig in Österreich. FERNSTUDIUM Aging Services Management | Bachelor  Qualifiziert für Managementpositionen im Gesundheits-, Sozial- und Pflegebereich  Bereitet Absolvent_innen auf Herausforderungen einer alternden Gesellschaft vor Flexibel studieren an Österreichs einziger Fern-Fachhochschule.  € 363,36 pro Semester  Akkreditierte Fernstudiengänge  6 Präsenztage pro Semester

Informieren Sie sich jetzt!

www.fernfh.ac.at


Wo es Vielfalt gibt

Der Anschluss von Fachhochschule zu Universität funktioniert in der Pflege nahtlos.

der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg startete (siehe Kasten). Das Programm, das als kombinierter Online/Präsenz-Studiengang konzipiert ist, bildet in vier Semestern Pflegefachkräfte auf Masterniveau (sogenannte Advanced Nursing Practitioners – ANPs) für den Bereich akuter oder chronischer Erkrankungen aus. Aufgrund des kombinierten pflegepraktischen und -wissenschaftlichen Profils ihres Studiums sollen die Absolventen laut Pflegewissenschafts-Institutsvorstand Jürgen Osterbrink dazu befähigt sein, in der Gesundheitsversorgung aktuell bestehende Lücken insbesondere bei Patienten mit chronischen Erkrankungen zu schließen und wichtige Schnittstellen zum Beispiel mit Allgemeinmedizinern zu bearbeiten.

Advanced Nursing Practice Masterstudien für Advanced Nursing Practice – die wissenschaftlich vertiefte und spezialisierte Pflegepraxis (im Unterschied zur klassischen Pflegewissenschaft Nursing Science) – bestehen in Österreich bisher ausschließlich an Fachhochschulen (FH Campus Wien, IMC FH Krems) sowie als privat zu finanzierender Lehrgang der DonauUniversität Krems angeboten und seit Kurzem an der PMU in Salzburg.

Ein Online-Format besteht an der PMU auch seit 2010 auf Bachelorniveau insbesondere für Pflegende, die bereits praktisch tätig sind. Das dreijährige Bachelor-Programm Pflegewissenschaft Online, in dem zurzeit gut 200 Studierende aus dem deutschsprachigen Raum eingeschrieben sind, kann zeit- und ortsunabhängig mit lediglich einer Woche Anwesenheit an der Universität pro Studienjahr absolviert werden. Laut Osterbrink arbeitet die PMU hier mit hochmodernen, webbasierten und interaktiven Trainingskonzepten. Man begleite die Studierenden in Kleinstgruppen durch virtuelle Hörsäle. Ebenfalls eine Premiere im deutschsprachigen Raum soll ab April 2019 ein berufsbegleitendes Onlinestudium für Public Health sein, das die PMU-Institute für Pflegewissenschaft und -praxis und für Allgemein-, Familien- und Präventivmedizin anbieten werden.

Aus für Kombi-Studium Auslaufen soll hingegen eine spezielle Form des pflegewissenschaftlichen Studiums, die bisher an der PMU sowie an der UMIT angeboten wurde: ein siebensemestriges Bachelorstudium, das den universitären Abschluss der Pflegewissenschaft (Bachelor of Science in Nursing) mit einem Diplom in Gesundheits- und Krankenpflege vereint. An der PMU wird diese Kombination derzeit noch als 2in1-Modell Pflege betrieben, an der UMIT als Studium Kombi Pflege. Bedingt durch die politische Entscheidung, die Pflegeausbildung künftig prinzipiell als Fachhochschulstudium zu organisieren, wird es ab 2024 kein grundständiges Pflegestudium mehr an Privatuniversitäten geben, auch nicht in Form eines Kombistudiums.

8 ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere

Jürgen Osterbrink findet diese Entscheidung falsch, auch vor dem Hintergrund, dass etwa in den skandinavischen Ländern, aber auch in England, Deutschland, den Niederlanden oder den USA Diplom-Pflegekräfte ein mindestens vierjähriges Studium zu absolvieren haben. Derzeit studierten an der PMU jedenfalls noch 400 Studierende im 2in1-Modell Pflege, das man mit Partnern wie der gespag oder der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Schwarzach umsetze. Osterbrink, der auch Professor of Nursing an der University of North Florida ist, beruft sich mit seiner Sicht der Dinge unter anderem auf die Forschungen der amerikanischen Pflegewissenschaftlerin Linda Aiken, die sich in zahlreichen großen Studien mit dem Zusammenhang zwischen der Bildung von Pflegepersonen und dem Sterberisiko von Patienten auseinandersetzte. Eine dieser Studien habe ergeben, dass bereits bei einem Anstieg um zehn Prozent an Pflegekräften mit universitärem Bachelorabschluss die sogenannte 90-Tage-Mortalität nach Operationen um fünf Prozent sinke. An der PMU halte man sehr viel von US-amerikanischen und australischen Konzepten, Professoren und doktorierte Pflegewissenschaftler direkt in Einrichtungen praxisbasiert einzusetzen, sodass die dort tätigen Absolventen von Bachelor- und Masterprogrammen durch projektbezogene Begleitung weiter professionalisiert werden können. „Wir haben so ein ‚NursingDevelopment-Unit (NDU)‘-Konzept – einzigartig für Österreich – erfolgreich an der gespag umgesetzt und sind auch mit anderen Groß-Krankenhäusern darüber in guten Gesprächen“, sagt Osterbrink.

Vorreiterrolle der Pflege Für Hanna Mayer von der Uni Wien hingegen ist es richtig, das Pflegestudium an Fachhochschulen anzusiedeln, allerdings nicht, weil die Kombi-Studien der Privatuniversitäten bisher keine guten Abgänger hervorgebracht hätten. „Ganz im Gegenteil, ich habe sehr gute Masterstudierende, die Absolventen diverser Kombistudiengänge sind“, sagt Mayer. „Und das war auch ein wichtiges Modell zu Zeiten, wo es die einzige Möglichkeit war, zu einem Bachelor zu kommen. Aber mit diesem System würde man die klassischen Krankenpflegeschulen als Ausbildungsstätten prolongieren, und genau davon wollte man sich verabschieden.“ Sie sei mit der Lösung, das Bakkalaureat in Pflege an den Fachhochschulen zu verankern, recht zufrieden. „Denn dabei geht es ja um ein Studium mit hohem praktischen Anteil, mit engen Bezügen zu einem Praxisfeld und um eine Berufsausbildung. Und das ist an sich nicht Zweck und Aufgabe der Universitäten, zumindest nicht in Österreich.“ Für Mayer ist die Pflege eines

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com


PMU

Wo es Vielfalt gibt

der wenigen Beispiele, wo der Anschluss zwischen Fachhochschule und Universität – zumindest im Bachelor- und Master-Bereich – nahtlos funktioniert. „Soweit ich die österreichische bildungspolitische Intention verstanden habe, sollte es mehr von diesen Kooperationsabkommen auch in anderen Fächern geben. Hier ist Pflege einmal in einer Vorreiterrolle.“

seine Forschertätigkeit zu konzentrieren, sondern auch ungewöhnliche Projekte zu verwirklichen. „Wir haben zum Beispiel den Lainz-Prozess neu aufgerollt und dabei neue Möglichkeiten zur Gewaltprävention im Gesundheitsbereich entwickelt. Wir haben zusammen mit dem Lehrstuhl für Allgemeinmedizin erstmals für das Bundesland Salzburg eine Studie über die Belastung pflegender Angehöriger von demenzerkrankten PersoForschungsmöglichkeiten nen erstellt. Wir haben im Rahmen des Aktionsbündnisses ,Schmerzfreie Stadt Münster‘ Die Forschungsmöglichkeiten im Masterstuweltweit erstmals die Zusammenhänge in der Jürgen Osterbrink, Paracelsus Medizinische dium der Pflegewissenschaft an der UniverVersorgung von Schmerzpatienten für GeUniversität: Projekte, die an öffentlichen Hochschulen schwer umsetzbar wären. sität Wien sind breit und betreffen etliche sundheitseinrichtungen einer ganzen Stadt Zukunftsfelder der Tätigkeit von Pflegeperanalysiert.“ Die Analyse wurde von der WHO sonen. Als Schwerpunkte nennt Mayer etwa Family-centred 2016 als Best-Practice-Modell empfohlen. Überdies wurde an Care (Pflegende Angehörige, Young Carers, Family-centred der PMU ein Modell für die Altenpflege entwickelt und zum Patent angemeldet, in dem Hausärzte, Apotheker, Gerontopsychi­ Care in der Pädiatrie), Care for the Elderly (Demenz, Prävention ater und Pflegekräfte elektronisch unterstützt die Medikation von Bettlägerigkeit, Person-centred Care und Versorgungsforschung), Palliative Care und Oncological Nursing (Symptomaufeinander vernetzt abstimmen. „Und wir haben am 10. Oktomanagement und Beratung). ber das Center Anima Mentis in Wien eröffnet, um primärpräventive evidenz-basierte Konzepte zur Stärkung der mentalen Gesundheit umzusetzen. Projekte dieser Art wären an einer öfBei Jürgen Osterbrink, der seit zwölf Jahren den PMU-Lehrstuhl fentlichen Hochschule kaum oder nur schwer denkbar.“ :: für Pflegewissenschaft innehat, ist auch in Bezug auf die Bedingungen der Privatuniversität für Forschung Begeisterung Dr. Erika Pichler durchzuhören. Er finde an der PMU einen hoch-innovativen pichler@schaffler-verlag.com Bereich vor, der ihm nicht nur erlaube, sich vollkommen auf

STANDORTLEITUNG PFLEGE (W/M) Die NÖ Landeskliniken-Holding ist der größte Klinikbetreiber Österreichs. An 27 Standorten bieten wir ein innovatives Arbeitsumfeld mit umfangreichen Entwicklungsmöglichkeiten. Verlässlicher Arbeitgeber für die NÖ Landes- und Universitätskliniken ist das Land NÖ. Gemeinsam sehen wir die 21.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als größten Wert unseres Unternehmens. Am Landesklinikum Korneuburg-Stockerau, Standort Stockerau, gelangt ab 1. Dezember 2018 folgende Stelle zur Besetzung:

Standortleitung Pflege (w/m) Als Teil des oberen Pflegemanagements sind Sie die pflegerische Leitung am Standort Stockerau in enger Abstimmung mit der Pflegedirektion. Sie richten die Pflegeorganisation auf die veränderten Prozesse aus und wirken bei der Umsetzung innovativer Organisationskonzepte im Sinne der Gesamtzielsetzungen mit. Sie stellen den täglichen Betrieb im pflegerischen Bereich sowie die Pflegequalität unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit sowie der einschlägigen gesetzlichen Vorgaben sicher. Wir bieten Ihnen ein vertragliches Dienstverhältnis nach den Bestimmungen des NÖ Landes-Bedienstetengesetzes (NÖ LBG) mit einem jährlichen Bruttogehalt ab € 57.012,20, abhängig von individuell anrechenbaren Vordienstzeiten sowie beruflicher Qualifikation und Erfahrung. Sind Sie interessiert? Besuchen Sie unsere Website, wo Sie mehr zur Ausschreibung erfahren können. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung per Onlineformular unter www.noe.gv.at/healthjobs-pflegepersonal. Für fachliche Auskünfte steht Ihnen Herr Pflegedirektor Erich Glaser unter der Tel.-Nr.: +43 (0)2262/9004-13000 gerne zur Verfügung. Informationen zur Betriebsführung erhalten Sie unter www.lknoe.at.

Land NÖ | NÖ Landeskliniken-Holding

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com

ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere 9


Wo es Herausforderungen gibt

Krankenpflege auf neuen Pfaden S

ÖGKV

eit 2008 besteht die Möglichkeit, die Die Umstellung der Ausbildung von Pflegekräften auf ein Ausbildung zum Gesundheits- und akademisiertes System ist noch immer in vollem Gange Krankenpfleger in einer tertiären Inund bringt einige Herausforderungen mit sich. stitution, genauer gesagt einer Fachhochschule zu absolvieren. Die Umsetzung der Christian F. Freisleben Ausbildung ist Ländersache, „die Länder haben die Kann-Bestimmung sehr unterergänzt Ursula Frohner: „Diese auch wissenschaftlich geprägte schiedlich schnell umgesetzt“, so Ursula Frohner, Präsidentin Herangehensweise fließt dann beispielsweise in gemeinsame des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes Literaturzirkel ein.“ (ÖGKV). Bis 2023 muss die tertiäre Ausbildung sichergestellt sein.

Ursula Frohner, Krankenpflegeverband: Enormer Umbruchprozess.

„Wir befinden uns in einem enormen Umbruchprozess. Der wird auch dadurch gekennzeichnet, dass es seit einer Gesetzes­ reform 2016 einen neuen Beruf, die Pflegefachassistenz, gibt. Die Fachassistenten werden sowohl im Spital als auch in allen extramuralen Settings, z.B. den mobilen Diensten, tätig werden und intensiv mit verschiedenen sozialen Diensten zusammenarbeiten.“ Parallel läuft, wie Frohner betont, ja eine Veränderung in der Ärzteausbildung sowie der – langsam, aber doch – in Fahrt kommende Ausbau von Primärversorgungszentren, in denen auch Pflegepersonal eine wichtige Rolle spielt.

Hohe Problemlösungskompetenz Eine mit der Umstellung der Ausbildung zu jener in Fachhochschulen einhergehende Befürchtung war, dass der Praxisanteil zu kurz kommen könnte. Gabriele Fuchs-Hlinka ist im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) verantwortlich für die Pflegeausbildung und sagt: „Absolventinnen aus den Fachhochschulstudiengängen, die jetzt in die Häuser des KAV kommen, verfügen über eine hohe Problemlösungskompetenz. Sie sind in der Lage, sich sehr rasch auf die jeweilige Situation und die damit verbundenen Herausforderungen einzulassen.“ Absolvierte Praktika würden dies ebenso unterstützen wie der Ansatz von Evidence Based Nursing, also die Planung, Umsetzung und Reflexion von Pflegehandlungen, ausgehend von einer Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Literatur und Leitlinien. Dazu

10 ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere

Natürlich würde es einen Unterschied machen, wie Pflegekräfte in einer Ausbildung sozialisiert werden, meint Fuchs-Hlinka. Es treffen sozusagen unterschiedliche Ausbildungs-Generationen an Pflegekräften aufeinander. „Der Vorteil ist: Es handelt sich um ein sehr praxisorientiertes Berufsfeld. Alle, die in die Tätigkeit im Krankenhaus, in einem Heim, in der mobilen Pflege einsteigen, sind in einem hohen Ausmaß Anfängerinnen.“ Es gilt also, die Kompetenzen im gemeinsamen Tun weiterzuentwickeln. Personen, die schon zehn oder 20 Jahre in der Pflege tätig sind, haben einen Status als Experte oder Expertin, „sie sind in der Lage, andere Kollegen, die neu einsteigen, anzuleiten“. Wichtig sei dabei, so Fuchs-Hlinka weiter, dies nicht dem Zufall oder persönlichem Engagement zu überlassen, sondern einen strukturierten Prozess der Einschulung mit klaren Zuständigkeiten umzusetzen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Es gilt, die Kompetenzen im gemeinsamen Tun weiterzuentwickeln.

Dieses Voneinander-Lernen ist gerade in Tätigkeiten wichtig, für die Erfahrung zählt, wie etwa Wundmanagement oder der Umgang mit PEG-Sonden. Das Miteinander von Pflegekräften, die noch in Krankenpflegeschulen ausgebildet wurden, und jenen, die aus dem tertiären Bereich kommen, läuft laut Fuchs-Hlinka weitestgehend sehr gut. Beide Gruppen profitieren voneinander und wachsen an den täglichen Herausforderungen miteinander.

Veränderungen in Spezialfeldern Mit der Neuausrichtung der Pflegeausbildung ergeben sich auch Veränderungen für die Spezialfelder Gerontologie, Psychiatrie sowie Kinder- und Jugendpflege. Seit 2016 gibt es die generalis­ tische Ausbildung, auf die dann Spezialisierungsoptionen aufbauen können. „Um die Grundversorgung fachkompetent auch in den Bereichen der Kinder- und Jugendlichenpflege bzw. der Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege abdecken zu

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com


Wo es Herausforderungen gibt

können, werden diese Bereiche in die Grundausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege eingebunden“, so Frohner. Dazu kommt: Früher sei es deutlich schwieriger bis unmöglich gewesen, zwischen bestimmten Spezialdisziplinen zu wechseln, mit der neuen Ausbildungsform sei dies nun viel einfacher machbar. Eine Pflegekraft, die nicht namentlich genannt werden will, ist Teil eines Arbeitskreises, in dem sich diplomiertes Personal aus Gerontologie, Psychiatrie sowie Kinder- und Jugendpflege austauscht: „Es gibt viele Befürchtungen – auch ausgehend von entsprechenden Erfahrungen –, dass mittelfristig nur mehr allgemein ausgebildete Pflegekräfte tätig sein werden, weil sich niemand mehr die Aufschulung antut – so gehen ganz wichtige Kompetenzen verloren.“

nachhaltig. weiterbilden. an der Gesundheitsuniversität!

Für die Verantwortliche der KAV-Pflegeausbildung, Gabriele Fuchs-Hlinka, sind diese Befürchtungen nicht nachvollziehbar, es gebe ausreichend gesetzliche Auflagen, um sicherzustellen, dass adäquat spezialisierte Kräfte in diesen Bereichen tätig sind, die auch entsprechend entlohnt werden.

Änderungen in der Zusammenarbeit mit Ärzten „Sicher weiterentwickeln wird sich die Art und Weise der Zusammenarbeit mit Ärzten: Pflegehandlungen werden stärker hinterfragt, eben aus dem Blickwinkel von Evidence Based Nursing“, meint Ursula Frohner. Die berufspolitische Identität der Pflege müsse sich entsprechend weiterentwickeln. Auch anderswo wird wahrgenommen, dass der Wunsch, so wie im Gesetz vorgesehen, als Pflegekraft eigenständiger agieren zu können, wächst. Denn letztlich ist die Betreuung von Patienten eine Kooperation zwischen Pflege, Medizin, medizinisch-technischen Diensten und anderen Berufsgruppen. Wobei klarerweise nicht sinnvoll ist, dass alle alles machen. – „Es ist aber wichtig, dass die Kompetenzen, die der Gesetzgeber ermöglicht, auch gelebt werden“, betont Fuchs-Hlinka, freilich seien dazu entsprechende Rahmenbedingungen notwendig. Bereiche, in denen Pflegekräfte künftig noch stärker gefordert sein werden, sind aus Frohners Sicht der intensive Kontakt mit den Patienten nahestehenden Personen, die Betreuung von Menschen mit chronischen Krankheiten sowie von Demenzkranken. Dazu kommen der mobile und ambulante Bereich, wo professionelle Pflegekräfte in den nächsten zehn bis 20 Jahren eine noch größere Bedeutung bekommen werden. Bei der Umstellung vom alten zum neuen Ausbildungssystem der Pflege ist es, wie Fuchs-Hlinka betont, „in manchen Regionen noch immer ein Thema, genug Ausbildungsplätze zu schaffen. Und: die Ausbildung so bekannt zu machen, dass sich genug Bewerber finden.“ Der Studienabschluss ist ja automatisch mit der Berechtigung verbunden, bereits am Tag danach unmittelbar in den Beruf einzusteigen, – wobei es einige Auswahlmöglichkeiten in Bezug auf Schwerpunkte im Gesundheitssystem und auch der Region des Arbeitsplatzes gebe. Fuchs-Hlinka meint, dass es „eine der größten gesellschaftspolitischen Aufgaben ist, genügend Menschen für die Ausbildung zum Pflegeberuf zu motivieren“. Eine Voraussetzung sei eben, das Berufsbild ständig weiterzuentwickeln sowie gleichzeitig auf gesellschaftlicher Ebene transparent zu machen, was Pflege eigentlich leistet. :: Mag. Christian F. Freisleben freisleben@schaffler-verlag.com

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com

Erfolg durch Weiterbildung an der Med Uni Graz In den folgenden Themenbereichen: Diagnostik, Pflege & Therapie Gesundheit & Prävention Wissenschaft & Forschung Management & Gesundheitspolitik Medical Simulation Infos zum gesamten Weiterbildungsangebot: www.medunigraz.at/ps

Medizinische Universität Graz – Postgraduate School E: postgraduate.school@medunigraz.at T: +43 (0) 316/385-73673 Jetzt auch auf facebook!

www.facebook.com/postgraduateschool.medunigraz

ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere 11


Donau-Universität Krems

Balance zwischen traditioneller Medizin und Digitalisierung

F

Internationale Experten diskutierten zwei Tage im Oktober 2018 an der Donau-Universität Krems über die Auswirkungen der Digitalisierung für die Komplementärmedizin und TCM

© Andrea Reischer

ernöstliche Medizin und moderne Technik und künstliche Intelligenz – zwei Welten, wie sie auf den ersten Blick nicht gegensätzlicher sein könnten. Dass dies nicht der Fall ist, zeigte das Symposium „Digitale Gesundheit 4.0 aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und Komplementärmedizin“ an der Donau-Universität Krems vom 19. bis 20. Oktober 2018, bei dem die Möglichkeiten der Digitalisierung für die TCM und Komplementärmedizin aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wurden. Eine Balance schaffen Apps haben auch in komplementärmedizinischen Bereichen wie Akupunktur oder Phytotherapie Einzug gehalten. Dennoch lebt die TCM und Komplementärmedizin von der besonderen Arzt-Patient-Beziehung mit viel Kommunikation, Aufmerksamkeit und Zuwendung. „Es ist eine Herausforderung für die kommenden Generationen, die Balance zwischen traditioneller Medizin und Digitalisierung zu halten. Die Frage ist, wie man eine Plattform zwischen Ärzten und Patienten schafft, die dem seelischen, körperlichen und sozialen Wohlbefinden gerecht wird“, so Prim. Prof. Dr. Andrea Zauner-Dungl, Expertin für TCM und Komplementärmedizin und Organisatorin der Veranstaltung.

Dr. Carl-Hermann Hempen zeigte eine an der Technischen Universität München entwickelte Praxis-Software für TCM-Therapeuten. Workshops, unter anderem mit Dr. Jürgen Wismach von der Deutschen Gesellschaft für Akupunktur in Berlin, zeigten den Teilnehmern praxisnahe z. B. den Einsatz einer Aku-Taping-App. Die Eröffnung der Veranstaltung nahm am Freitag, den 19. Oktober 2018, Dekan Univ.-Prof. Dr. Stefan Nehrer vor. Außerdem stand der nieder­

Wie sich neueste Technik mit dem mehrere Tausend Jahre alten Medizinsystem der TCM verknüpfen lässt und welche Vor- und Nachteile im Zeitalter der Digitalisierung entstehen, diskutierte eine Expertenrunde aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Unter anderem sprach Prim. Dr. Michael Gruska, Leiter des SKA-Rehabilitationszentrum Hochegg, über Telemedizin in der Kardiologie und Chronobiologie. Außerdem gab Dr. Justus Scheder-Bieschin von der Charité Berlin Einblicke über Naturheilkunde, Systembiologie und künstliche Intelligenz. Prof.

12 ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere

Zwei ÖÄK-Diplome für Universitätslehrgang TCM Die Masterausbildung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) an der Donau-Universität Krems wird mit zwei ÖÄK-Diplomen anerkannt. Ab dem Wintersemester 2018 erhalten Mediziner bei Abschluss des Lehrganges „Traditionelle Chinesische Medizin“ zusätzlich zum „Master of Science“ (MSc) zwei ÖÄK-Diplome von der Österreichischen Ärztekammer – zum einen für Akupunktur zum anderen für Chinesische Diagnostik und Arzneimitteltherapie. Äquivalente ÖÄK-Diplome werden anerkannt. :: Weitere Informationen:

www.donau-uni.ac.at/tcm Rückfragen:

Prim. Prof. Dr. Andrea Zauner-Dungl Leiterin des Zentrums für

Traditionelle Chinesische Medizin © Andrea Reischer

Entgeltliche Einschaltung

Die Chancen der Digitalisierung

österreichische Digitalisierungsbus allen Besuchern am Campus frei zur Verfügung.

Donau-Universität Krems Tel. +43 (0)2732/893-2691 tcm@donau-uni.ac.at

www.donau-uni.ac.at/ztcm

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com


Wo alle lernen müssen

Digitalisierung im Hörsaal F

acebook mit Overheadfolien ervia Videokonferenz unterrichtet und Wer bildet die Lehrer aus? klären? Bis vor einigen Jahren Projektarbeiten in Online-Gruppen gekeine Seltenheit … Heute gibt es staltet werden. Michaela Endemann Smartphones, Laptops, interaktive Tafeln und eLearning in so manchen österZudem seien die Vertreter der Generareichischen Schulen. In einer von der Innovationsstiftung für tionen Y und Z individueller in ihren Lernansprüchen geworden Bildung präsentierten Umfrage1 zeigten sich immerhin knapp und ihr Lernumfeld verändere sich ebenso. In einer aktuellen 70 Prozent der Lehrer und Eltern mit der technischen AusstatGruppe von Masterstudierenden würde etwa ein Drittel in eitung in Österreichs Schulen zufrieden. Auch an den Universitänem Coworking Space, im Kaffeehaus oder zu Hause arbeiten. ten ist die Digitalisierung zu spüren. Die Grazer Medizinische „Als Lehrende muss man die Studierenden motivieren sich zu Universität hat z.B. den ersten Abschnitt des Medizinstudiengagieren, was nicht immer einfach ist.“ Von früheren Ausbilums in einem virtuellen Campus gestaltet. Vorträge sind via dungen her seien sie es oft gewohnt, in kurzer Zeit viel Wissen Streaming jederzeit und überall verfügbar, persönliche Anweauswendig zu lernen und wiederzugeben, ohne zu überlegen, senheit ist nicht mehr erforderlich. welche der vielen Inhalte denn nun wichtig wären. „Moderne Online-Lernszenarien geben den Studierenden die VerantworDie Technik allein macht jedoch aus einem klassischen Lehrer tung für ihren Lernprozess. Sie sind aufgefordert, das Gelernte noch keinen eLehrer, und so berichtet besagte Studie ebenfalls mit bestehendem Wissen zu verknüpfen und praktisch umzudavon, dass Lehrpersonen, zumindest jene an den Schulen, setzen.“ auch selbst beklagen, zu wenig auf die Digitalisierung vorbeSimulationstraining mit hohem Anspruch reitet zu sein. Jeder fünfte Pädagoge unter 30 Jahren beklagt, an Lehrende dass die Digitalisierung in seiner Ausbildung überhaupt nur eine untergeordnete Rolle gespielt habe. Länder, die diese Dabei ist Pauschenwein wichtig: „eLearning ist nicht die LöKluft schon länger erkannt haben, sind Großbritannien und sung, wenn man in Präsenzphasen den Inhalt nicht durchbedie USA. Gilly Salmon aus London, die seit 2002 didaktische kommt oder zu wenig finanzielle Ressourcen hat.“ Heutige Konzepte an Hochschulen maßgeblich prägt, sagte bei ihrer Studien- und Trainingsangebote sollten „blended“ konzipiert Keynote am eLearning-Tag in St. Pölten: „Es ist eine große Verwerden, mit einem guten Mix an Präsenz- und Online-Aktiviantwortung, die wir Lehrende in diesen Zeiten haben. Wir sind täten. in einer anderen Zeit aufgewachsen und sollen nun die Studierenden von heute für eine ganz andere Welt ausbilden.“ Die Beschaffung guter Ressourcen, ob Video, Podcast oder eDidaktik lernen andere Unterlagen, ist mitunter noch schwierig und oft dem Geschick der Lehrenden überlassen. „Die Qualität von OnlineWeiterbildungsangebote in Didaktik und eLearning sprießen Unterlagen ist sehr unterschiedlich und die Vielfalt unüberaber auch in Österreich aus dem Boden – manchmal mehr, schaubar. In Australien ist es z.B. ganz selbstverständlich für manchmal weniger strukturiert. Jutta Pauschenwein, Leiterin Bibliotheken, Ressourcen für Lehrende zusammenzustellen, des ZML – Innovative Lernszenarien, FH Joanneum in Graz, das ist bei uns nicht so“, bedauert Pauschenwein. sieht dabei die Rolle der Lehrenden in starker Veränderung. Waren Lehrer früher die Allwissenden, so seien sie heute Coach Simulationen in der Medizin halten bereits allerorts Einzug in und Moderator. Diese Veränderung der eigenen professioneldie Ausbildung der Ärzte von morgen und sind sogar verstärkt len Identität müsse aber erst von den Lehrenden akzeptiert in den Curricula der Zukunft vorgesehen. Gleichzeitig werden werden. Allgemeine Angebote in eDidaktik seien da durchaus Mannequins, also Simulationspuppen, technisch immer bessinnvoll. Sie meint: „Ich glaube, es gibt so eine Basis, die alle ser und besitzen so viele Features und Sensoren wie noch nie Trainer von Online-Trainings brauchen. Wesentlich sind da z.B. zuvor. Unternehmen, die diese Puppen herstellen, bieten zwar das Vertrauen in Online-Lernprozesse, Kompetenzen der Lehumfangreiche Einschulungen in die Verwendung an, doch wie renden in Online-Kommunikation, eModerationskompetenzen, diese dann im Unterricht eingesetzt werden, obliegt naturgeKooperationsfähigkeiten und Reflexionsfähigkeiten.“ Diese mäß den Lehrverantwortlichen. In diesem Spezialgebiet der seien für den Online-Lernprozess sehr wichtig, vor allem, wenn modernen Lehrmethoden ist der angelsächsische Raum weit

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com

ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere 13


Wo alle lernen müssen

Diese wären jedoch wichtig, meint Jens-Christian Schwindt, Geschäftsführer eines österreichischen Simulationstrainingsunternehmens: „Entscheidend für hochqualitative Trainings ist die optimale Aus- und Weiterbildung des Trainerteams und die Entwicklung geeigneter Trainingsprogramme. Eine gute Ärztin oder eine gute Pflegekraft ist noch lange kein guter Trainer.“ Neben Sattelfestigkeit in evidenzbasierter Medizin, medizinischen Algorithmen und Therapien sei ein tiefes Verständnis menschlicher Faktoren in hochkomplexen Systemen entscheidend. „Führungsverhalten, Teammanagement und effektive Kommunikation sind Fähigkeiten, die in Simulationstrainings neben den medizinischen Inhalten vermittelt werden müssen“, so Schwindt.

Simcharacters

voraus. Es gibt Ausbildungen für Simulationsdidaktik und Simulationspädagogik, Studienprogramme, akademisierte Programme unterschiedlichster Dauer sowie vertiefende Methodik für Simulation, bevor man überhaupt seiner Lehrbeauftragung nachkommen kann. Simulationstrainer Jens-Christian Schwindt: Eine gute Ärztin ist noch lange keine gute Trainerin.

Die Aus- und Weiterbildung der Trainerinnen und Trainer erfolge häufig in der Freizeit und werde zudem zum großen Teil auch noch selbst finanziert.

bildung von Luftfahrtteams. Die Trainerteams sind hochprofessionelle Spezialisten. Die Trainings sind verpflichtend und vom Gesetzgeber für jede Fluggesellschaft zwingend vorgeschrieben.“ Dies fordert Schwindt auch für Simulationstrainer in der Medizin. „Derzeit gibt es in Österreich keine standardisierte Ausbildung zum Simulationstrainer, jedoch vereinzelt einschlägige Angebote wie Instruktorenkurse oder die Trainthe-trainer-Kurse mit pädiatrischem Schwerpunkt. Auch das Clinical Skills Center an der Medizinischen Universität Graz bietet solche Kurse an. Eva Mircic, Leiterin des Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege FH Joanneum in Graz, legt da z.B. schon Wert darauf, dass ihre Lehrenden eine solche fachspezifische Ausbildung durchlaufen, um professionell Simulationstraining mit den Studierenden durchführen zu können. „Die Lehrer müssen fit werden und mit der Technik, aber auch den besonderen Anforderungen, die ein Simulationstraining darstellen, umgehen können.“

„Dies wäre z.B. in der Luftfahrt undenkbar. Simulationstrainings sind hier ein integraler Bestandteil der Aus- und Weiter-

Logopäden, Physiotherapeuten, aber auch Radiologen müssen sich ebenso vermehrt mit digitalen Tools, seien es Augmented

Verpflichtung auch in der Medizin

Entgeltliche Einschaltung

W

ir bieten Ihnen Wissenstransfer auf höchstem Niveau nach weltweit anerkannten Qualitätskriterien durch innovative Methoden und Technologien. Mit unseren Kurs­teilnehmern sowie Partnern teilen wir den Anspruch auf Exzellenz in der medizinischen Versorgung. Wir bieten Lehre für diejenigen, die danach streben, das Leben und die Gesundheit bestmöglich zu schützen. Die Aesculap Akademie hat ihre Wurzeln im Unternehmen B. Braun, das seit mehr als 175 Jahren die Gesundheit der Menschen schützt und verbessert. Mit unseren Kursen, Hands-on-Trainings und

Symposien tragen wir dazu bei, das Versprechen unseres Mutterkonzerns einzulösen: SHARING EXPERTISE. Die Aesculap Akademie Österreich steht seit 1. Juli 2018 unter der Leitung von Birgit Knipper. Sie war 15 Jahre in der Pflege tätig, unter anderem auch Lehrende am Studienstandort Vinzentinum des FH Campus Wien. Ihr zur Seite steht als Unterstützung Frau Michaela Hofecker, die neben administrativen Tätigkeiten auch als Clinical Trainer mit ihrer Fachexpertise als Diätologin tätig ist. Der Patient im Fokus beweist sich durch die Kooperation mit Alpha Medical Concept, die zukünftig Kurse im Bereich der Simulation anbieten. Weitere Informationen, sowie die Möglichkeit sich zu Fortbildungen anzumelden, finden Sie auf der Website der Aesculap Akademie https://austria.aesculap-academy.com ::

14 ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere

Michaela Hofecker, BSc Aesculap Akademie/ Clinical Training

© Aesculap Akademie Österreich

Die Aesculap Akademie ist eines der führenden medizinischen Foren für alle, die sich beruflich leidenschaftlich, engagiert und mit großer Ambition für die Gesundheit der Menschen einsetzen.

© Aesculap Akademie Österreich

Lebendiger Dialog – dem Leben gewidmet

Mag. Birgit Knipper, MSc

Leitung Aesculap Akademie/ Clinical Training

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com


Wo alle lernen müssen

Fotostudio Meister

Reality oder 3D-Visualisierungen, auseinanEiko Meister, Facharzt für Innere Medizin und dersetzen. Helmut Ritschl, Leiter des Instituts Intensivmedizin und Leiter des Referates für für Radiotechnologie FH Joanneum in Graz, Ausbildung und Qualitätssicherung in der steisagt: „Die Aufgabe der Lehrenden sollte es ermärkischen Ärztekammer, sagt: „Die Technik sein, den Studierenden Grundlagen zu vermithat uns überholt und man muss die Leute auf teln, damit sie die Technologien verstehen, sie die neuen Techniken trainieren, damit sie sie anwenden und kritisch reflektieren können. Ich auch sinnvoll in der Lehre einsetzen können.“ Eiko Meister, steiermärkische sehe hier eine starke Verpflichtung gegenüber In Deutschland gibt es mittlerweile spezielle Ärztekammer: Die Leute auf die neuen der eigenen Berufsgruppe.“ Diese neuen Tools Ausbildungen, wie z.B. den Master of Medical Techniken trainieren. sind jedoch für Lehrende, aber auch StudierenEducation (MME), den auch österreichische de nicht immer gleich fassbar, die Technik wohl schneller als Ärzte vermehrt erwerben. Ziel dieser international ausgerichjede Änderung der Curricula oder Weiterbildungsangebote für teten Weiterbildungsstudiengänge an mehreren deutschen Lehrende. Daher setzt Ritschl in den Curriculae auf interdisziUniversitäten ist es, Dozierende und Verantwortliche der Curplinäre Projekte, die Lehrenden wie Lernenden gleichermaßen ricula in Medizin und anderen Gesundheitsberufen besser auf helfen, die neuen Möglichkeiten der Technik zu verstehen. die immer größer werdenden Anforderungen in der Ausbildung „Wir haben gerade mit dem Institut für Luftfahrt ein Projekt vorzubereiten. Eiko Meister fordert dies auch für Österreich: eingereicht, wo Tragflächen und deren Vereisungen in einer „Ich glaube, dass man sich mittelfristig auch überlegen sollte, Computertomographie dargestellt werden, und arbeiten in eidie Primariate nicht nur auf Organisationsqualität auszurichnem Projekt zum Thema Augmented Reality Games mit dem ten, sondern auch auf die Qualität im Hinblick auf moderne Institut für Informationsmanagement zusammen. Das können Didaktik, denn letztlich ist ein Primararzt ein Ausbildner.“ Diswir direkt unseren Studierenden weitervermitteln.“ kussionen über entsprechende Angebote sollen noch in diesem Herbst angestoßen werden. :: Das Wort „Doktor“ leitet sich vom lateinischen Wort „docere“ Literatur: ab, das „zu lehren“ bedeutet. Unterrichten war eine Fähigkeit, OGM/Innovationsstiftung für Bildung (2018): Wie fit sind Österreichs Schulen für die Digidie Ärzte an Universitäten besitzen sollten, man kümmerte tale Welt? Zugang: https://innovationsstiftung-bildung.at/de/presse/. Zugriff: 22.10.2018. sich nicht um das Erlernen dieser Fähigkeit. Heute werden im Dr. Michaela Endemann englischsprachigen Raum Aus- und Weiterbildungen in eLearendemann@schaffler-verlag.com ning und Didaktik als Jobkriterium angesehen.

© Rauchecker Photography

1

Gesundheit studieren! Bachelor n Diätologie n Gesundheits- und Krankenpflege* n Physiotherapie

Master n Digital Healthcare

Jetzt informiere n!

fhstp.ac.a

t/dge

Weiterbildung n Angewandte Ernährungstherapie

gesundheit * ergänzender Lehrgang „Präklinische Versorgung und Pflege“ möglich

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com

ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere 15


Wo es Ideen gibt

Ernährungstherapie mit virtuellem Austausch I

nternationalität zählt heute zu den Unter der Leitung der Fachhochschule St. Pölten wurden Qualitätskriterien akademischer europaweit zugängliche Online-Kurse für Ernährungstherapie Bildung, ist aber – gerade unter entwickelt. Diätologie-Studierende in unterschiedlichen den straffen Vorgaben bolognakonLändern können danach an Fallbeispielen trainieren und sich former Studienmodelle – nicht immer leicht umzusetzen. Die Ausbildung vernetzen. von Diätologen beispielsweise ist heute in Österreich meist als dreijähriges Erika Pichler Bachelorstudium an Fachhochschulen organisiert und sieht in der Regel keine Austauschsemester oder Auslandspraktika vor. An der FachCourse). Moocs – ein typisches Produkt des digitalen Booms hochschule St. Pölten wurde daher beschlossen, einen offenen nach der Jahrtausendwende – gelten inzwischen auch in Österreich als Lernform mit Erlebniswert, speziell für eine Generation Online-Kurs zu entwickeln, um den Diätologie-Studiengang mit von Kursteilnehmern, die sich gern selbst interaktiv an Lehrverder internationalen diätologischen Community zu vernetzen. anstaltungen beteiligt. Gemeinsam mit Forscherteams an Hochschulen in Belgien Der St. Pöltener Online-Kurs IMPECD (Improvement of Education (Antwerpen), den Niederlanden (Groningen) und Deutschland and Competences in Dietetics), an dem bisher vor allem Lehren(Fulda und Neubrandenburg) wurde ein sogenannter Mooc entwickelt – ein offener Massen-Online-Kurs (Massive Open Online de und Studierende der vier Partneruniversitäten teilnehmen, stellt neun klinische Fallbeispiele in den Mittelpunkt. Die Möglichkeit, an virtuellen Patienten zu trainieren, bietet genügend Stoff für den interaktiven Austausch in englischer Sprache.

Von den Besten lernen. Jetzt anmelden – ars.at

Fachtagung Wirbelsäulenverletzungen nach Verkehrsunfällen Begutachten – technische, juristische und ärztliche Aspekte mit Prim. Univ.-Doz. Dr. ZIFKO Mag.a SMUTNY, LL.M. u. a.

am 20.11.18, Wien | 14.11.19, Wien

Bei der Gestaltung des Online-Kurses wurde das St. Pöltener Diätologen-Team vor allem in der Anfangsphase vom Kompetenzzentrum für Hochschuldidaktik der Fachhochschule unterstützt, einer Anlaufstelle für innovatives Lehren und Lernen. Mut zur Innovation braucht es in einem solchen Projekt. Schließlich hat man sich vorgenommen, die erste Lehrveranstaltung anzubieten, die für Diätologen aus ganz Europa zugänglich ist. Auch die Gestaltung von Moocs an sich wirft genügend Fragen auf, speziell wenn es um den Anteil interaktiver Elemente und möglicher Beteiligungsformen der Kursteilnehmer geht, etwa in Form von selbst erstellten Videos, Podcasts oder Blogs.

Virtuelles Training

Ärztl. Sachverständigen-Gutachten Grundlagen, Anforderungen, Haftungsfragen mit Mag. GUGGENBICHLER | Mag. NIGL Univ.-Prof. Dr. ILIAS am 11.12.18, Wien | 28.11.19, Wien

Das schlüssige Gutachten mit Univ.-Lekt. VR Mag. Dr. KAUN am 28.02.19, Wien | 16.05.19, Graz 29.08.19, Wien

Von den Besten lernen.

16 ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere

Wer sich unter www.impecd.eu selbst einloggt, stößt auf ein stark strukturiertes Programm. Jedes Fallbeispiel wird erst nach Absolvierung des vorhergehenden Beispiels durch einen Code, den der User automatisch im System erhält, freigeschaltet. Nach Absolvierung aller neun Fallbeispiele wird Usern ein Teilnahmezertifikat angeboten. Für die Studierenden der fünf Partnerhochschulen erfolgt die Anerkennung der Teilnahme über die Hochschule selbst. Ist aber eine Vereinheitlichung überhaupt sinnvoll? Sind nicht die Voraussetzungen der einzelnen Länder und diätologischen Traditionen so unterschiedlich, dass auch Ernährungstherapien unterschiedlich konzipiert werden müssen? Das Prozessmodell

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com


Wo es Ideen gibt

solle lediglich die Tätigkeiten von Diätologen transparent darstellen und dadurch die Qualität erhöhen, sagt Alexandra Kolm, internationale Koordinatorin im Studiengang Diätologie. Zwar sei man als Diätologe natürlich zur Dokumentation verpflichtet. Wie diese Dokumentation zu erfolgen habe, bleibe jedoch dem Einzelnen überlassen. Bisher existierten diesbezüglich keine europäischen Leitlinien für die Tätigkeit von Diätologen (nur in Bezug auf Ernährungstherapie insgesamt).

sehr stark von den Berufsverbänden und den lokalen Anforderungen an die Berufsgruppe der Diätologen ab.“

Die vielen Ebenen der Gesundheit

Photo by Linus Nylund on Unsplash

privat

Lokale und kulturspezifische Gegebenheiten seien natürlich bei der konkreten Therapieplanung für den einzelnen Patienten zu berücksichtigen, sagt Kolm, allerdings immer unter Einbezug der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Der Online-Kurs solle ein erster Schritt sein, um diesen Einbezug der WissenAlexandra Kolm, FH St. Pölten: schaft sicherzustellen. „Schön wäre es, in ZuEuropaweit über Inhalte austauschen. Einheitlicher Prozess kunft noch mehr Partner mit klinischen Fallbeispielen zu gewinnen, um diese Aspekte der Ernährungskultur Im Rahmen des Projekts IMPECD wurden deshalb nicht nur noch breiter darstellen zu können.“ Fallbeispiele entwickelt, sondern vor allem als gemeinsame Interaktive Lehrvideos Basis dafür ein einheitlicher Prozess, wie er bisher in der Europäischen Union noch nicht definiert ist. Dieser Dietetic Care Die unterschiedlichen Blickwinkel der Studierenden aus verProcess, der dem Online-Kurs zugrunde liegt, beschreibt die schiedenen Ländern hätten bei der Erstellung des Online-Kureinzelnen Schritte der Ernährungstherapie: Ernährungsassessment, diätologische Befundung und Diagnose, Therapieplanung ses geholfen, sagt Kolm. „Konkret haben uns Studierende aus und -umsetzung, Monitoring und Therapieevaluierung. „Mit der der Schweiz, Spanien und den Niederlanden in der Entwicklung Definition dieser Prozess-Schritte können sich Diätologen eurogeholfen – einerseits durch das Zur- Verfügung-Stellen von ano­ paweit klar über deren Inhalte austauschen“, sagt Kolm. nymisierten Patientenfallbeispielen, andererseits durch konkrete Mitentwicklung an der Fallgeschichte, Entwicklung von Lehrvideos, Evaluierungsfragen und durch ständige Testung Die Frage, ob IMPECD das Potenzial habe, Vorlagen für EU-weite des Online-Kurses auf Verständlichkeit. Beispielsweise hat sich diätologische Leitlinien zu liefern, beantwortet Kolm vorsichtig durch die Testung durch Studierende herausgestellt, dass ihnen positiv: „Das sehe ich als eine Möglichkeit an, es hängt aber

eit Mitte September 2018 werden im Masterlehrneben Ministerien, Universitäten, Berufsverbänden Lehrgangsstart für gang „Ganzheitliche Therapie und Salutogenese“ und sonstigen Interessensvertretungen. Das in KoGanzheitliche Therapie operation mit der GAMED (Internationale Akademie die vielen Möglichkeiten zur Gesunderhaltung, der Saund Salutogenese an lutogenese, gelehrt. Ziel ist es, einen fundierten Überfür Ganzheitsmedizin) entwickelte Studium wird der FH Campus Wien blick über ganzheitliche Therapiemethoden zu geben. vom Dachverband für Ganzheitsmedizin unterstützt. Die Studierenden kommen aus den unterschiedlichsten Disziplinen der gesetzlich anerkannten Gesundheitsberufe – eine unIm Kern gesund – offene und kostenlose Vortragsreihe bedingte Voraussetzung, um an der viersemestrigen, interprofessionellen Weiterbildung teilnehmen zu können. Den Masterlehrgang begleitet die offene Vortragsreihe „Im Kern gesund“. Über das Semester verteilt finden kostenlose Vorträge von den Lehrenden des Masterlehrgangs an der FH Campus Wien statt. „Der Umfangreiche Expertise am Gesundheitssektor Kontext in der traditionellen Medizin“ ist Thema am 20. November 2018, gefolgt von Die FH Campus Wien verfügt als österreichweit größte Ausbildungsstätte „Mikroimmuntherapie“ im März 2019. :: für Gesundheitsprofessionen über eine umfangreiche Expertise und ein großes Netzwerk. Ein wichtiger Partner in den Bereichen Ausbildung, Forschung und Entwicklung ist der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV), www.fh-campuswien.ac.at/CampusLectures

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com

ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere 17

Entgeltliche Einschaltung

S


Wo es Ideen gibt

die Arbeit mit den wissenschaftlichen Leitlinien zu trocken ist – unsere zwei spanischen Praktikantinnen haben daraufhin interaktive Lehrvideos zu den relevanten Leitlinien erstellt, um einen raschen Überblick zu den Inhalten zu bekommen.“

über zwei Semester verteilt. „Diese Abstimmung war wichtig, um allen Studierenden das gleiche Zeitfenster zur Lösung der Fallbeispiele zu ermöglich, damit ein internationaler Austausch stattfinden kann“, sagt Kolm.

Blended Mooc

Parallel zu den Online-Kursen ist zudem eine Studie entstanden, die mehr Transparenz in die Diversität europäischer Prozessmodelle in der Diätetik bringen soll und kürzlich publiziert wurde.1 „Insgesamt konnten wir acht unterschiedliche Prozessmodelle für Europa durch Literaturrecherche und Experteninterviews finden“, sagt Kolm. Seit einem Jahr wird das Projekt zudem wissenschaftlich begleitet. Eine Dissertation an der Universität Maastricht soll untersuchen, ob IMPECD die Kompetenz für virtuelle internationale Zusammenarbeit stärken kann und was man überhaupt können muss, um in Zukunft in einem immer stärker globalisierten Berufsfeld mit mehr virtuellen Teams gut ausgebildet zu sein. ::

Es mag etwas kühn sein, IMPECD als Mooc zu bezeichnen, da sich klassische Moocs, wie sie etwa auch von amerikanischen Elite-Universitäten kostenlos ins Netz gestellt werden, auch an Interessenten abseits der akademischen Community richten und tatsächlich Massen erreichen. Einer der ersten Moocs der Universität Stanford im Jahr 2011 vereinte bereits 160.000 Teilnehmer, die weltweit größte Mooc-Plattform Coursera bringt es auf ein Millionenpublikum. IMPECD hingegen ist klar auf Fachleute der Diätologie ausgelegt. „Der Online-Kurs zielt primär auf Diätologen ab, da wir hier bereits sehr tief in der Materie der Ernährungstherapie arbeiten“, sagt Kolm. Es sei nicht das Ziel gewesen, einen breit angelegten Weiterbildungskurs für Menschen ohne Vorwissen zu entwickeln. Doch offen und frei zugänglich ist der Kurs allemal. Kolm selbst sieht ihn als Mischform, die am ehesten der Klassifizierung als bMooc (Blended Mooc) entspricht. An den fünf beteiligten Universitäten soll der Kurs ab dem Sommersemester 2019 fixer Bestandteil der Lehre sein, und zwar

www.impecd.com Literatur: 1 Buchholz D et al (2018): Process models in dietetic care: A comparison between models in Europe. Zugang: https://www.ernaehrungs-umschau.de/english-articles/14-09-2018-process-models-in-dietetic-care-a-comparison-between-models-in-europe/. Zugriff: 16.10.2018.

Dr. Erika Pichler pichler@schaffler-verlag.com

WBZ-WEITERBILDUNGSZENTRUM

Weiter bilden, weiter kommen! +43 (0) 590500 – 4301 weiterbildung@fh-kaernten.at www.fh-kaernten.at/wbz

Sie möchten eine Leitungsfunktion im Gesundheitsbereich übernehmen oder in diesem Bereich unterrichten? In Ihrer Organisation gewinnt das Thema Risikomanagement zunehmend an Bedeutung? Sie unterstützen und beraten Menschen in Multiproblemlagen und sind auf der Suche nach einem geeigneten Lehrgang?.... ...Bei uns sind Sie genau richtig, um sich dahingehend weiterzubilden.

Wir bieten Ihnen FH-Lehrgänge, wie zum Beispiel: • Führungsaufgaben in Einrichtungen des Gesundheitsu. Sozialwesens - Gehobenes Pflegemanagement (M.Sc.) • Akademisches Gesundheits- und Pflegemanagement • Pädagogik für Gesundheitsberufe (M.Ed.) • Klinisches Risikomanagement (M.Sc.) • Akademisches Case Management Informieren Sie sich im WBZ-Weiterbildungszentrum der FH Kärnten: www.fh-kaernten.at/wbz oder www.facebook.com/FHKaerntenWeiterbildungszentrum


Bildungsangebote

Pflege Aus- und Weiterbildungsangebote im Pflegebereich

BSc, Diplom, Zeugnis, Zertifikat

Campus Rudolfinerhaus office@campus-rudolfinerhaus.ac.at, www.campus-rudolfinerhaus.ac.at Tel.: +43(0)1/36036-6510

Der Campus Rudolfinerhaus verfügt über eine mehr als 130-jährige Erfahrung in der Ausbildung hochqualifizierter Pflegepersonen und ist bekannt für seine innovativen Konzepte: • Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege, 6 Semester, Vollzeit, Start September 2019, Abschluss: BSc, Berufsberechtigung • Weiterbildung für basales und mittleres Pflegemanagement (gem. § 64 GuKG), 15 Monate, berufsbegleitend, Start Oktober 2019, Abschluss: Zeugnis • Sonderausbildung Pflege im Operationsbereich (gem. GuKG und GuK-SV), 14 Monate, berufs begleitend, Start März 2019, Abschluss: Diplom, Zeugnis, Zertifikat Gesundheits- und Krankenpflege

BSc

FH Gesundheitsberufe OÖ GmbH office@fhgooe.ac.at, www.fh-gesundheitsberufe.at Tel.: +43(0)50/344-20000

Die FH Gesundheitsberufe OÖ bietet regional in Oberösterreich Bachelor-Studiengänge für gehobene medizinisch-technische Berufe, Hebammen sowie die Gesundheits- und Krankenpflege und spezielle Master-Programme an. Die Gesundheits- und Krankenpflege umfasst die professionelle Pflege von Menschen aller Altersstufen, Bevölkerungs- und gesellschaftlichen Gruppen. Bewerbungszeit: ab 1.1. Start: Herbst 2019 Gesundheits- und Krankenpflege

BSc

IMC Fachhochschule Krems information@fh-krems.ac.at, www.fh-krems.ac.at Tel.: +43(0)2732/802-222

Das Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege bietet eine qualitativ hochwertige Grundausbildung zur diplomierten Pflegeperson. Wir machen unsere Studierenden fit für folgende Bereiche: • Neue Berufsfelder in der Gesundheitsförderung und Prävention: Schulgesundheitspflege, Familiengesundheitspflege, Community Care usw. • Betreuung und Begleitung von Menschen mit akuten oder chronischen Erkrankungen über die gesamte Lebensspanne: in Kranken- und Pflegeeinrichtungen, aber auch in Familien und familienähnlichen Lebensgemeinschaften Weitere Infos: www.fh-krems.ac.at, Open house: 23. Februar 2019 Pflegewissenschaft

BScN/ MScN Dr. phil.

UMIT – The Health & Life Sciences University lehre@umit.at, www.umit.at Tel.: +43(0)50/8648-3817

Das Studium wendet sich an bereits diplomierte Pflegepersonen. Im Rahmen der Studien kann man unter den Schwerpunkten evidenzbasierte Pflegepraxis, Pflegepädagogik und Pflegemanagement auswählen. Organisation: 6 Semester (BSc), 4 Semester (MSc), berufsbegleitend. Kosten: € 2.700/Semester (BSc), € 2.800/Semester (MSc) bzw. € 3.300/Semester (Dr. phil.). Studienort: Hall in Tirol. Verschiedene Aus- und Weiterbildungen

Diplom, Zeugnis

BFI Salzburg BildungsGmbH Schule für Gesundheits- und Krankenpflege der AK Salzburg und der Privatklinik Wehrle-Diakonissen am BFI Salzburg info@bfi-sbg.at, www.bfi-sbg.at Tel.: +43(0)662/88 30 81-0

Als staatlich anerkannte Schule für Gesundheits- und Krankenpflege bieten wir Ausbildungen zum Diplom für Gesundheits- und Krankenpflege, zur Pflegefachassistenz (Start jeweils Dezember 2018) sowie Lehrgänge für Pflegeassistenz und Heimhilfe an. Angebote im Rahmen der MAB-Schule: Ordinationsassistenz, Laborassistenz, Gipsassistenz, Medizinische Fachassistenz – Diplomprüfung. In Kombination mit Pflegeassistenz: Medizinische Fachassistenz. Fort- und Weiterbildungsakademie Pflege: Weiterbildung Praxisanleitung, Fortbildungen im erweiterten Tätigkeitsbereich für Pflegeassistenz und andere mehr.

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com

ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere 19


Bildungsangebote

Pflege Verschiedene Aus- und Weiterbildungen im Pflegebereich

BSc, Berufsberechtigung, Zeugnis

Fachhochschule Wiener Neustadt GmbH, Campus Wiener Neustadt www.fhwn.ac.at Mag. Maria Schweighofer, Studiengangsleitung maria.schweighofer@fhwn.ac.at Tel.: +43(0)2622/89 084-582

• Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege: Vollzeit, 6 Semester, 180 ECTS, Abschluss: BSc & Berufsberechtigung • Basales und mittleres Pflegemanagement (gem. § 64 GuKG): berufsbegleitend, 3 Semester mit 1 Wochenblock/Monat, 60 ECTS, Abschluss: akadem. gepr. Pflegemanager/in • Praxisanleitung (gem. § 64 GuKG): berufsbegleitend, 2 Semester mit 1 Wochenblock/Monat, 24 ECTS, Abschluss: Zeugnis

Medizinisch-technischer Dienst Advanced Nursing Practice Angewandte Gesundheitswissenschaften Ergotherapie Hebammen Musiktherapie Physiotherapie

BSc, MSc

IMC Fachhochschule Krems information@fh-krems.ac.at, www.fh-krems.ac.at Tel.: +43(0)2732/802-222

Gemeinsames Ziel der Studiengänge im Bereich Gesundheitswissenschaften an der IMC FH Krems ist es, die qualitativ hochwertigen Ausbildungen in den einzelnen Gesundheitsberufen zu erhalten, Ansprechpartner für Interessierte im Gesundheitssektor zu sein, die Forschungsaktivitäten weiter auszubauen und die Studierenden optimal auf operative und strategische Aufgaben der modernen Gesundheitsversorgung vorzubereiten. Weitere Infos: www.fh-krems.ac.at, Open house: 23. Februar 2019

Applied Technologies for Medical Diagnostics (Joint-Master FH Gesundheitsberufe OÖ und FH OÖ)

MSc

FH Gesundheitsberufe OÖ GmbH atmd@fhgooe.ac.at, www.fh-gesundheitsberufe.at Tel.: +43(0)50/344-27110

Applied Technologies for Medical Diagnostics ist ein Studiengang für technologisch qualifizierte Fachkräfte, die Medizinproduktkompetenzen und gesundheitswissenschaftliche Anwendungskompetenzen für analytischdiagnostische Medizinprodukte in der modernen Gesundheitsversorgung vereinen. Der Studiengang vermittelt fundiertes Technikwissen für medizinische Diagnostik und richtet sich an Absolventinnen und Absolventen der Biomedizinischen Analytik, Radiologietechnologie und Medizintechnik. Organisation: berufsbegleitend, 4 Sem., in Deutsch, 120 ECTS. Start: Herbst 2019. Biomedizinische Analytik Diätologie Ergotherapie Hebammen Logopädie Physiotherapie Radiologietechnologie

BSc

FH Gesundheitsberufe OÖ GmbH office@fhgooe.ac.at, www.fh-gesundheitsberufe.at Tel.: +43(0)50/344-20000

Die FH Gesundheitsberufe OÖ bietet regional in Oberösterreich Bachelor-Studiengänge für gehobene medizinisch-technische Berufe, Hebammen sowie die Gesundheits- und Krankenpflege und spezielle MasterProgramme an. Die Verknüpfung von Theorie, Praxis, Wissenschaft und Forschung sowie die direkte Anbindung an die Gesundheitseinrichtungen der Träger gewährleisten ein fundiertes Studium im Gesundheitsbereich. International anerkannte Abschlüsse garantieren sehr gute Jobchancen. Bewerbungszeit: 1.1. - 31.3. Start: Herbst 2019

Verschiedene Aus- und Weiterbildungen im medizinisch-technischen Bereich

BSc, Berufsberechtigung, MSc

Fachhochschule Wiener Neustadt GmbH, Campus Wiener Neustadt office@fhwn.ac.at, www.fhwn.ac.at Tel.: +43(0)2622/89084-0

• Biomedizinische Analytik, Ergotherapie, Logopädie, Radiologietechnologie: Vollzeit, 6 Semester, 180 ECTS, Abschluss: BSc & Berufsberechtigung • Zytodiagnostik und angewandte Molekularpathologie: berufsbegleitend, 4 Semester, 120 ECTS, Abschluss: MSc

20 ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com


Bildungsangebote

Technik Biomedical Engineering

BSc

Medical Engineering & eHealth

MSc

Gesundheits- und Rehabilitationstechnik

MSc

Tissue Engineering and Regenerative Medicine

MSc

FH Technikum Wien info@technikum-wien.at, www.technikum-wien.at Tel.: +43(0)1/3334077-0

Die FH Technikum Wien bietet im Zukunftsfeld der Life Science Technologies diese vier technischen Studiengänge an. Das Studienangebot vermittelt den Studierenden unterschiedliches Know-how und Fachwissen, wobei medizinische Ansprüche mit technischen Lösungen auf höchstem Niveau zusammengeführt werden. Dauer: 4 bis 6 Semester. Anmeldung: ab sofort. Gesundheitsinformatik / eHealth

BSc MSc

FH JOANNEUM Graz ehealth@fh-joanneum.at, www.fh-joanneum.at/geb, www.fh-joanneum.at/eht Tel.: +43(0)316/5453-6500

Bachelor – Inhalte: Informatik, Wirtschaft, Management, Recht, Gesundheit, Prozess-, Projekt- und Qualitätsmanagement. Organisation: Vollzeit, 6 Semester. Besonderheiten: keine Studiengebühren, Vertiefungsrichtungen im 4. Semester, Auslandssemester möglich. Master – Inhalte: Business Intelligence, Computational Intelligence, Decision Support Systems, Public Health, Health Technology Assessment, Unternehmensführung und Organisation, Praxisprojekte. Organisation: berufsermöglichend, 4 Semester. Besonderheiten: keine Studiengebühren, Auslandssemester möglich, Doktorat im Anschluss an das Studium an vielen Hochschulen möglich.

Workshops 2019

Unsere Ausbildungen für Health Professionals

Das Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie der Donau-Universität Krems und Cochrane Österreich bieten Ihnen folgende Workshops an:

GESU N DH E IT SW I SSE N SC HAF TE N PFLEGE W I SSE N SC HAF T

28. – 30.01.2019

Kritische Bewertung medizinischer Studien (Krems)

12. – 13.02.2019

Einführung in die Literaturrecherche/ Systematische Literaturrecherche** (Krems)

27. – 28.03.2019

10% Ermäßigung Abschluss: Zertifikat mit Schaffler VerlagDauer: jeweils 1 bzw. 2 Tage, Vorteilskarte ca. 9.15 - 17.00 Uhr Kosten: € 320 (eintägig) / € 590 (zweitägig) * in Kooperation mit Cochrane Deutschland und Cochrane Schweiz (€ 175) ** ein- oder zweitägig buchbar

H E ALTH IN FORMATION MANAGE M E NT Studieren – mit dem Beruf vereinbar – an der Tiroler Health and Life Sciences Universität in Hall.

Donau-Universität Krems +43 (0)2732 893 - 2916 office@cochane.at www.cochrane.at

www.umit.at

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com V08_531_002_AZ_HealthProf_OEKZ_86x121_RZ.indd 1

Cochrane Reviews: Basiskurs für AutorInnen* (Freiburg/Deutschland)

31.01.17 17:28

ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere 21


Bildungsangebote

Angebote Gesundheit Biomedizinische Analytik Disability & Diversity Studies (DDS) Ergotherapie Gesundheits- und Krankenpflege NEU Gesundheits- und Pflegemanagement Hebammen Logopädie Physiotherapie Radiologietechnologie Soziale Arbeit Gesundheitsmanagement Soziale Arbeit: Entwickeln und Gestalten

Biomedizinische Analytik Ergotherapie Gesundheits- und Krankenpflege Hebammen Orthoptik Physiotherapie Radiologietechnologie Soziale Arbeit / Soziale Innovation

BA, BSc, MA

FH Kärnten, Studienbereich Gesundheit & Soziales Gesundheit-und-soziales@fh-kaernten.at www.fh-kaernten.at/gesundheit-soziales Tel.: +43(0)5/90500-4101 oder -3501

Im Leben stehen – Menschen unterstützen! Berufliche Praxis zu sammeln wird an der FH Kärnten großgeschrieben. Im theoretischen Unterricht wie auch im Berufspraktikum bekommen Studierende eine fundierte Berufsausbildung und einen fächerübergreifenden Einblick in das Gesundheits- und Sozialwesen, das sie später mitgestalten. Diese Studiengänge spiegeln die Bandbreite des gesamten Gesundheitsbereiches wider. Von der Analyse im Labor, von der Forschung, Behandlung und Betreuung bis zur Gesundheitsvorsorge – AbsolventInnen unterstützen und fördern Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen und -situationen. Studien-Info-Lounge: Jeden zweiten Dienstag im Monat, 14:00 – 18:00, FH Kärnten – Campus Villach. Studieninteressierte können bei Fragen zur Studienwahl, Studieninformation und Studienorientierung eine gezielte Beratung in Anspruch nehmen. Studien-Info-Center: sic@fh-kaernten.at, Tel.:+43(0)590500-7700 BSc, MSc, MA

FH Salzburg www.fh-salzburg.ac.at Tel.: +43(0)50/2211-1400

Die FH Salzburg bietet acht Bachelorstudiengänge und zwei Masterprogramme im Bereich Gesundheitswissenschaften und Soziales. Als Absolvent/in verfügen Sie über eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung mit einem hohen Praxisanteil, die Sie befähigt, in Ihrem Spezialgebiet oder im ständig wachsenden Segment des Gesundheitswesens tätig zu werden. Studienberatung und Informationsveranstaltungen: www.fh-salzburg.ac.at/studienberatung oder per Mail unter studienberatung@fh-salzburg.ac.at

Diätologie Gesundheits- und Krankenpflege* Physiotherapie Digital Healthcare Angewandte Ernährungstherapie

*ergänzender Lehrgang „Präklinische Versorgung und Pflege“ möglich

Implantology and Dental Surgery Restorative and Aesthetic Dentistry Periodontology Advanced General Dental Practice Specialized Orthodontics Biomaterials and Biomedical Science

BSc, MSc Akad. Abschl.

Fachhochschule St. Pölten GmbH csc@fhstp.ac.at, www.fhstp.ac.at/dge Tel.: +43(0)2742/313228-333

Die Fachhochschule St. Pölten steht für praxisgeleitete Hochschulausbildung und wissenschaftliche Expertise. Im Department Gesundheit werden drei Bachelorstudiengänge und ein Masterstudiengang sowie ein Weiterbildungslehrgang angeboten. Studierende erlangen neben praktischen Fertigkeiten auch fachlich-methodische und sozialkommunikative Kompetenzen, um bestmöglich auf die Anforderungen in den Berufsfeldern vorbereitet zu sein. Bachelor: Diätologie, Gesundheits- und Krankenpflege*, Physiotherapie. Master: Digital Healthcare. Weiterbildung: Angewandte Ernährungstherapie. MSc

IMC® International Medical College® Münster / MIB GmbH www.med-college.de, imc@med-college.de Tel.: +49(0)251/28769990

Universitäre, postgraduale Studiengänge, berufsbegleitend und als Vollzeitprogramme, praktische Ausbildung in anatomisch-chirurgischen und klinischen Blockpraktika, Durchführung operativer Eingriffe unter Anleitung im klinischen Praktikum. Reduzierte Anwesenheit durch Blended-Learning Konzept, ergänzende virtuelle Live-Seminare und Vorlesungen, Beratung, Betreuung und OP-Assistenz auch nach Abschluss möglich, Abschlussfeier mit Verleihung der Urkunden. Studiendauer: zwischen 15 und 24 Monate, 60 ECTS oder 120 ECTS, akkreditiert nach den BolognaKriterien. Kosten: € 25.000 bzw. € 54.000, Beginn: April oder Oktober (in Deutsch und international in Englisch). NEU: Ab dem Studienjahr 2018 werden die IMC® Master Programme als Studiengänge der Universität DuisburgEssen durchgeführt. Die Universität Duisburg-Essen ist damit die gradverleihende Universität gemeinsam mit dem IMC®. Die Studiengänge werden weiterhin kooperativ mit den bekannten IMC® Partner-Universitäten Dresden, Saarland, Szeged und Bangkok durchgeführt. Kontakt: Dr. Ute Wegmann.

Traditionelle Chinesische Medizin

Master Of Science, Ärztekammerdiplome

Donau-Universität Krems, Zentrum für TCM und Komplementärmedizin www.donau-uni.ac.at/ztcm Tel.: +43(0)2732/893-2692 Kontakt: PhDr.Dr. Christine Schauhuber; christine.schauhuber@donau-uni.ac.at

Die Traditionelle Chinesische Medizin ist ein über Jahrtausende gewachsenes, in sich fundiertes präventives und therapeutisches Medizinsystem, das immer noch große Zustimmung findet. Die Donau-Universität bietet mit einem berufsbegleitenden Lehrgang Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit, ihre beruflichen Perspektiven mit TCM zu erweitern (Start: 16. November 2018). Neu ist die zusätzliche Option zur Einreichung für die beiden Ärztekammerdiplome „Chinesische Diagnostik und Arzneitherapie“ sowie „Akupunktur“.

22 ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com


Bildungsangebote

Angebote Gesundheit Aus,- Fort- und Weiterbildungen in verschiedenen Bereichen

Diplom, Zeugnis

gespag.akademie www.gespag.at/bildung/gespagakademie/lehrgaenge-weiterbildungen Tel.: +43(0)5/055460-20365 Informationen und Anmeldung: Mag. Andreas Fankhauser, andreas.fankhauser@gespag.at

Die gespag.akademie zählt seit Jahren zu den renommiertesten Bildungsanbietern auf dem oö. Gesundheitsmarkt. Mit der zukunftsorientierten Angebotsvielfalt bieten wir die Möglichkeit, Wissen in kompakter Form zu erwerben. Die Aus-, Fort- und Weiterbildungen beinhalten unterschiedliche Schwerpunkte und ermöglichen Ihnen, Ihre Kompetenzen fachlich wie auch persönlich weiterzuentwickeln. Besonders nachgefragte Lehrgänge werden auch 2019 wieder angeboten: Basales und mittleres Pflegemanagement (14.01.2019), Palliative Care (15.01.2019), MentorInnen (04.03.2019), Sterilgutversorgung Fachkunde 1 (04.09.2019), StationssekretärIn (24.09.2019), Sterilgutversorgung Fachkunde 2 (18.11.2019) FH-Lehrgänge, Seminare und Workshops

Master- und Akademische Abschlüsse, Abschluss­ zertifikate

FH Kärnten WBZ – Weiterbildungszentrum weiterbildung@fh-kaernten.at www.fh-kaernten.at/wbz Tel.: +43(0)5/90500-4301

• Master-Lehrgänge: Gehobenes Pflegemanagement, Klinische Psychologie & Gesundheitspsychologie, Klinisches Risikomanagement, Pädagogik für Gesundheitsberufe, Logopädie, Mediation & Konfliktmanagement • Akademische Lehrgänge: Berufsorientierung und Arbeitsmarktintegration, Case Management, Gesundheits- und Pflegemanagement, Soziale Arbeit mit Kindern & Jugendlichen, Mediation und Konfliktmanagement • Zertifikate: Soziale Handlungskompetenzen für die Betriebsratstätigkeit • Seminare und Workshops Seminare Lehrgänge Ausbildungen

Teilnahmebestätigung, Zertifikat

TÜV AUSTRIA AKADEMIE GMBH www.tuv-akademie.at Kontakt: Mag. Johann Gotthart, MBA johann.gotthart@tuv.at Tel.: +43(0)50454-8132

• Ausbildung zum/r zertifizierten Quality & Regulatory Affairs Manager/in für Medizinprodukte TÜV® • Ausbildungen zum/r zertifizierten Qualitätsmanager/in, -beauftragten & -auditor/in (intern) im Gesundheits wesen TÜV® • Ausbildung zum/r zertifizierten Risikomanager/in im Gesundheitswesen TÜV® • Lehrgang zum/r zertifizierten Risikomanager/in für medizinische IT-Netzwerke TÜV® • Lehrgang zum/r zertifizierten Medizinprodukteberater/in TÜV® • Wiederaufbereitung und Instandhaltung von Medizinprodukten für Techniker/innen in Einrichtungen des Gesundheitswesens • Der/Die Technische Sicherheitsbeauftragte in Einrichtungen des Gesundheitswesens • TÜV AUSTRIA Medizinprodukte-Tag Verschiedene Weiterbildungen

Postgraduate School Medizinische Universität Graz postgraduate.school@medunigraz.at www.medunigraz.at/ps Tel: +43 (0)316/385-73673 Die Postgraduate School der Med Uni Graz bietet mit verschiedenen Abschlüssen (Master, Akad. Exp., Abschlusszeugnis) Universitätslehrgänge in folgenden Themenbereichen an: Diagnostik, Pflege & Therapie, Gesundheit & Prävention, Wissenschaft & Forschung, Management & Gesundheitspolitik, Medical Simulation

Aus- und Weiterbildung: Die Übersicht für Ihre Karriere im österreichischen Gesundheitswesen! www.schaffler-verlag.com/bildungsverzeichnis

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com

mit über 700 Studiengängen, Lehrgängen, Kursen und Seminaren

ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere 23


Bildungsangebote

Management/Wirtschaft Aging Services Management

BA

Ferdinand Porsche FernFH studieninfo@fernfh.ac.at www.fernfh.ac.at Tel.: +43(0)2622/32600-600 Studiengangsleiterin: MMag.a Tanja Adamcik

Das berufsbegleitende Bachelorstudium Aging Services Management ist im Schnittbereich zwischen Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Gerontologie und Gesundheitswissenschaften angesiedelt. Es vermittelt Kompetenzen zur Implementierung innovativer Konzepte zur Förderung von Gesundheit und Lebensqualität im Alter. Berufsbild: Positionen im Management von sozialen und gesundheitsbezogenen Organisationen und Institutionen für ältere Menschen und ihre Angehörigen. Kosten: € 363,36 pro Semester. Angewandte Gerontologie, Master Angewandte Psychologie, Bachelor

M. A., B. Sc.

Beginn: Jederzeit Alle Bachelors auch ohne Abitur!

APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft, University of Applied Sciences info@apollon-hochschule.de www.apollon-hochschule.de Tel.: +49(0)421 378266-0

Mit den berufsbegleitenden Fernstudiengängen der APOLLON Hochschule können Sie Ihre bisherigen Berufserfahrungen um innovative Bachelor- und Masterabschlüsse – alles FIBAA-akkreditiert oder ZFU-zertifiziert – im Gesundheitsmarkt erweitern und Ihre Karriere voranbringen, z. B. als Bachelor Angewandte Psychologie (B. Sc.) oder als Master Angewandte Gerontologie (M. A.). Zahlreiche Zertifikatskurse u. a. Ernährungsberater und Palliativbegleiter runden das Portfolio ab. Start jederzeit möglich! Betriebswirtschaft für das Gesundheitswesen Management von Gesundheitsunternehmen

BA/MA

IMC Fachhochschule Krems information@fh-krems.ac.at www.fh-krems.ac.at Tel.: +43(0)2732/802–222

Der sechssemestrige Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft für das Gesundheitswesen wird an der IMC FH Krems wahlweise in den Organisationsformen Vollzeit oder berufsbegleitend angeboten (180 ECTS). Die vermittelten Kompetenzen stellen eine solide Basis für Ihre Karriere im Gesundheitswesen dar. Der viersemestrige Masterstudiengang Management von Gesundheitsunternehmen (120 ECTS, berufsbegleitend) stellt die Weichen, um leitende Managementaufgaben in Einrichtungen des Gesundheitswesens zu übernehmen. Die Absolventinnen und Absolventen arbeiten auf Basis eines fundierten Einblicks in das regionale, nationale und internationale Gesundheitswesen und kombinieren gesundheitsorientiertes Handeln mit wirtschaftlichem Denken und Innovationskraft. Weitere Infos: www.fh-krems.ac.at, Open house: 23. Februar 2019 European Master in Health Economics and Management (Eu-HEM)

MA, joint Diploma

MCI Management Center Innsbruck, Erasmus University of Rotterdam, University of Bologna, University of Oslo innsbruck@eu-hem.eu, www.eu-hem.eu Phone: +43(0)512/2070-3700 Contact: Dr. Siegfried Walch

Interdisciplinary studies of methods & health economics, management, leadership, health policy, governance and law at four leading European universities. Prepares to be employed in staff & executive positions in organizations and institutions involved in healthcare provision. Achieves awareness of the societal relevance of healthcare and the implied constraints imposed by regulations and the law. Organization: full-time, MA 4 semesters, in English; recognized by the European Commission as Erasmus Mundus Joint Master Degree Costs (2018): € 2.060/year for EU/EEA citizens, € 6.000/year for non-EU citizens. Gesundheitswissenschaften

Mag.

UMIT – The Health & Life Sciences University lehre@umit.at, www.umit.at Tel.: +43(0)50/8648-3839

Zielgruppe: Qualifizierte StudienanfängerInnen (mit BSc) mit und ohne Berufserfahrung, die eine fundierte Ausbildung mit sehr guten Zukunftsperspektiven anstreben. Organisation: berufsbegleitend, 4 Semester mit 11 Blockwochen. Kosten: € 2.900/Semester. Studienort: Hall in Tirol.

24 ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com


Bildungsangebote

Management/Wirtschaft Health Care Management, Universitätslehrgang

MBA

MedAk – Medizinische Fortbildungsakademie OÖ gemeinsam mit Johannes Kepler Universität Linz www.medak.at, Tel.: +43(0)732/778371-316

Der Gesundheitsmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Ziel des berufsbegleitenden Lehrgangs ist es, betriebswirtschaftliches, ökonomisches und rechtliches Wissen zu vermitteln. Führungskräfte aus dem Gesundheitsbereich erweitern und vertiefen ihr Know-how um umfangreiches Fachwissen im Health Care Management – praxisorientiert, professionell vermittelt und zeitlich planbar. Der Universitätslehrgang ist speziell auf die Anforderungen Berufstätiger zugeschnitten. Studiendauer: 4 Semester, 69 ECTS. Beginn: 27.9.2019. Kosten: € 12.400.

Hochschuldidaktik für Gesundheitsberufe

MHPE

FH Gesundheitsberufe OÖ GmbH hochschuldidaktik@fhgooe.ac.at www.fh-gesundheitsberufe.at Tel.: +43(0)50/344-29111

Personen, die mit Leidenschaft in der Lehre bzw. im Management von gesundheitsberuflichen Aus-, Fort- oder Weiterbildungsangeboten tätig sind, werden befähigt, ihre Aufgaben auf der Basis neuen Wissens über Lehren und Lernen zu erfüllen. Sie entwickeln hochschuldidaktische und wissenschaftliche Kompetenz, Managementkompetenz, problemlösungsorientierte und kritische Fachkompetenz sowie für das lebenslange Lernen benötigte Schlüsselkompetenzen. Erkenntnisse aus dem Studium garantieren neue Ideen, Klärungen und Begründungen für das professionelle Bewältigen neuer Herausforderungen im Hochschulbereich. Organisation: berufsbegleitend, 4 Sem., in Deutsch, 120 ECTS. Kosten: € 2.750/Semester zzgl. ÖH-Beitrag. Start: Herbst 2019.

“Ich möchte das Gesundheitswesen in Zukunft mitgestalten” Katharina, Studierende

Kremsgenial gesundheit studieren Bachelor • Betriebswirtschaft für das Gesundheitswesen • Ergotherapie • Gesundheits- und Krankenpflege • Hebammen • Musiktherapie • Physiotherapie

Master • Advanced Nursing Practice NEU • Angewandte Gesundheitswissenschaften NEU • Management von Gesundheitsunternehmen • Musiktherapie

lehrgang • Intensivpflege • Krankenhaushygiene


Bildungsangebote

Management/Wirtschaft Krankenhausbetriebswirtschaft und Health Care Management berufsbegleitend

Dipl. KHBW, Akad. HCM

ÖIK – Österreichisches Institut für Krankenhausbetriebsführung petritsch@oeik.at, www.oeik.at (Detailinfos) Tel.: +43(0)664/31 42 429

Ausgezeichnete, praxisbezogene Managementausbildung für alle Gesundheitsberufe, in Kooperation mit der Executive Academy der WU Wien. MBA-Upgrade möglich, 4 Blöcke zu je 2 Wochen, € 1.970/Block. Weitere Angebote: Betriebswirt. Basisseminar: 3 x 1 Woche, € 1.970. Controlling: 3 x 1 Woche, € 2.980. Küchenleitung: 2 Tage, € 390. Seminar für allg. Sekretariate: 2,5 Tage, € 550. Seminar Medizin für NichtMediziner: 4 Tage, € 795. Alle Preise exkl. MwSt., Unterkunft und Verpflegung. Management for Health Professionals – Schwerpunkt Krankenhausmanagement

MSc

FH Gesundheitsberufe OÖ GmbH ManagementHealthProfessionals@fhgooe.ac.at www.fh-gesundheitsberufe.at Tel.: +43(0)50/344-28111

Dieser Masterstudiengang vermittelt auf praxisnahe Weise und in interdisziplinärer Zusammensetzung alle Kompetenzen für leitende Positionen im Gesundheits- und Sozialbereich. Studierende erwerben Leadership-, Management-, Wissenschafts-, Sozial- und Selbstkompetenz sowie problemlösungsorientierte und kritische Fachkompetenzen für Führungsaufgaben im mittleren und höheren Management von Institutionen des Gesundheits- und Sozialbereichs. Organisation: berufsbegleitend, 4 Sem., 3 Blockwochen und regelmäßige Wochenenden, in Deutsch, 120 ECTS. Start: Herbst 2019. Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmanagement (BA) International Health & Social Management (MA)

BA, MA

MCI Management Center Innsbruck office@mci.edu, www.mci.edu Tel.: +43(0)512/2070-3700

Das Studium vermittelt Wissen und Tools für Berufe, die sich gesellschaftlichen Anliegen widmen. NEU im Bachelor sind drei Studienzweige: NONPROFITMANAGEMENT, SOZIALMANAGEMENT, GESUNDHEITSMANAGEMENT. Die Vertiefungen genauso wie betriebswirtschaftliche und politisch-ökonomische Fächer sind eng mit Aspekten der Persönlichkeitsentwicklung verknüpft und weisen hohen Praxisbezug auf. Das Masterstudium widmet sich internationalen Management-Herausforderungen im Sozial- und Gesundheitswesen. Organisation: BA 6 Semester, wahlweise Vollzeit oder online (berufsfreundlich), in Deutsch; MA 4 Semester, Vollzeit, in Englisch. Kosten: € 363/Semester (Studierende aus EU- & EWR-Staaten).

Professional MBA Health Care Management

MBA

WU Executive Academy, Wirtschaftsuniversität Wien pmba-hcm@wu.ac.at www.executiveacademy.at/pmba-hcm Tel.: +43(0)1/31336-4960 Kontakt: Frau Else Nordberg

Seit über 25 Jahren ist der Professional MBA Health Care Management die erste Adresse bei der Ausbildung von aktiven und zukünftigen Führungskräften im Gesundheitsbereich. Die Ausbildung kombiniert betriebswirtschaftliches Know-how, soziale Kompetenz, rechtliche Kenntnisse und fundiertes Wissen über die Funktionsweisen nationaler und internationaler Gesundheitssysteme. Die Teilnehmer erwerben alle Schlüsselqualifikationen für ein leistungsstarkes und effizientes Management in der Spitalsleitung, der Personalführung und im Bereich Public Health. Dauer: 24 Monate, berufsbegleitend (geblockte Lehreinheiten). Start: Oktober 2019. Kosten: € 17.900. Weiterbildungen für Management-Aufgaben in verschiedenen Bereichen des Gesundheits- und Pharmawesens

CP, AE, MSc, MBA

Donau-Universität Krems, Zentrum für Management im Gesundheitswesen www.donau-uni.ac.at/zmg Andrea Gruber, MSc, MBA, andrea.gruber@donau-uni.ac.at, Tel.: +43(0)2732/893-2640 Mag. Michael Ogertschnig, michael.ogertschnig@donau-uni.ac.at, Tel.: +43(0)2732/893-2818

Die angebotenen Lehrgänge schließen die Lücken zwischen Ausbildung, Berufserfahrung und Qualifikationsprofilen, die von ArbeitgeberInnen verlangt werden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entwickeln wir die Curricula laufend weiter, um flexibel auf Veränderungen im Gesundheits- und Pharmawesen reagieren zu können. Die Kombination von Theorie, Best Practice, einem starken Praxisbezug und interaktive Lehrmethoden garantieren ein „Fit for Business“ der Studierenden und erhöhen die Aufstiegsmöglichkeiten.

26 ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com


Neues

Strengere Zugangsregeln und etwas mehr Geld Ende September begann zwischen dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung und den 22 öffentlichen Universitäten die intensive Verhandlungsphase zu den Leistungsvereinbarungen für die Periode 20192021. Die Schwerpunkte der kommenden drei Jahre liegen für das Bundesministerium unter anderem in der Umsetzung der Reformziele der Universitätsfinanzierung neu, der Weiterentwicklung der Forschungsschwerpunktsysteme sowie der wissenschaftlichen Karrierewege für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und im Bereich Digitalisierung. Zur Umsetzung sollen finanzielle Rahmenbedingungen geschaffen werden. Mit zusätzlich 1,3 Milliarden Euro für die kommenden drei Jahre steht den Universitäten ein Gesamtbudget von elf Milliarden zur Verfügung. Gemäß Bildungsministerium wird das Budget künftig in ein Dreisäulenmodell gegliedert, das die zentralen Bereiche Lehre, Forschung und Infrastruktur unterscheidet. Das soll mehr Transparenz, Planbarkeit und Effizienz ins System bringen. Zudem wird das bestehende Zugangsmanagement weiterentwickelt und auf die sogenannten Massenfächer wie Rechtswissenschaften, Erziehungswissenschaften und Fremdsprachen ausgeweitet. Die Verhandlungen zu den Leis­ tungsvereinbarungen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, damit die Neuerungen ab dem Wintersemester 2019 in Kraft treten können. ET

Projekt Lebenswichtig Die Plattform definetzwerk.at gibt Auskunft über Defi-Standorte in Österreich und deren Erreichbarkeit, um eine rasche Versorgung von Menschen in Not zu ermöglichen. Im Rahmen eines Projekts im Ausbildungsbereich Basic Life Support recherchierten Studierende des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege der Fachhochschule St. Pölten nach bereits erfassten Defibrillatoren und ergänzten ausständige Daten, wie beispielsweise den Modelltyp. Für 29 Defibrillatoren, 19 davon in Niederösterreich, erhoben die Studierenden genaue Zugangszeiten und erstellten präzise Wegbeschreibungen, um im Notfall die Beschaffungszeit der Defis für Ersthelfer zu optimieren. Zu den derzeit zirka 3800 registrierten Geräten in Österreich wurden weitere 23 neue Defi-Standorte mit Begleitdaten eingemeldet – allein in Niederösterreich konnte die Defi-Landkarte um 14 Geräte erweitert werden. „Mit dem Projekt haben die Studierenden der Gesundheits- und Krankenpflege dazu beigetragen, Lücken in sieben Bundesländern der österreichweiten Defi-Landkarten weiter zu schließen“, erklärt FH-Dozent Manuel Kaider. ET

Alle Neuerungen

Monika Reiter et al: Pflegeassistenz. Lehrbuch für die Pflegeassistenz und das 1. Jahr der Pflegefachassistenz. ISBN: 978-3-7089-1602-6.

Die Ausbildung in den Pflegeassistenzberufen hat sich grundlegend geändert. Dieses Buch greift alle Neuerungen auf und bietet eine ideale Lerngrundlage für das komplette erste Jahr. Inhaltlich werden Themenbereiche von den Grundsätzen der professionellen Pflege über die Grundzüge medizinischer Diagnostik und Therapie, den Pflegeprozess bis hin zur Sicherung von Qualität abgedeckt und in zwölf Lernfeldern bearbeitet. Ziel des Buches ist es, den zukünftigen Pflegenden die Kompetenz zu vermitteln, Menschen in ihrer Ganzheitlichkeit wahrzunehmen, um individuell auf deren Bedürfnisse abgestimmte Pflege und Betreuung zu ermöglichen.

59. Jg. (2018), ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere | www.schaffler-verlag.com

Unklares Verhältnis Der ehemalige Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien und Leiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung, Christoph Badelt, betonte in einem „nicht wissenschaftlich fundierten, sondern sehr subjektiv geprägten Vortrag“ (Eigendefinition) die Unterfinanzierung der österreichischen Universitäten. Dabei ließ Badelt durchblicken, dass das Geld möglicherweise ineffizient ausgegeben würde. Freilich sei der Vergleich mit wirklich guten Hochschulen in anderen Ländern schwierig, zumal nicht immer klar sei, ob inaktive und Mehrfachstudenten mitgezählt bzw. ob Uni- und Fachhochschulstudenten in gleichem Ausmaß berücksichtigt würden. Nach wie vor unklar ist laut Badelt das Verhältnis zwischen Universitäten und Fachhochschulen, was auch an der mangelnden Zieldefinition der Universitäten liege, etwa bei Vorgaben zu Absolventenzahlen oder bei der liberalen Praxis der Mehrfachstudien. ET

Studentenheim neu Rund 43.000 Studentenheimplätze in knapp 300 Heimen gibt es derzeit in Österreich. Ungefähr zehn Prozent der Studenten machen von dieser Wohnform Gebrauch. Rechnet man allerdings jene Studenten weg, deren Eltern am Studienort leben bzw. die sich nach einigen Jahren am Studienort eine Wohnung gesucht haben, kommt man auf wesentlich höhere Zahlen. So leben etwa 45 Prozent der Studenten aus den Bundesländern in Wien in einem Studentenheim. „Studentisches Wohnen ist in Zeiten eines angespannten Wohnungsmarktes nicht einfach“, sagte Bildungsminister Heinz Faßmann bei einer Pressekonferenz. Eine Gesetzesnovelle soll den im Studentenheim Wohnenden nun mehr Rechtssicherheit geben. So sollen Gesetzeslücken geschlossen werden, die es bisher möglich machten, heimähnlichen Wohnraum zu vermieten, ohne sich an die rechtlichen Vorgaben halten zu müssen. Zudem ist geplant, Kündigungsgründe zu präzisieren und die Vertragsdauer flexibler zu gestalten. Und schließlich sollen auch außerordentliche und Studenten an Privatunis unter den Schutz des Gesetzes fallen. ET

ÖKZ EXTRA: Bildung & Karriere 27


w

w

w

.

b

e

s

t

i

n

f

o

.

in Innsbruck

5. bis 7. 12. 2018 • Messe Innsbruck

in Wien

7. bis 10. 3. 2019 • Wiener Stadthalle

in Graz

gemeinsam mit der

17. bis 19. 10. 2019 •

in Salzburg

zeitgleich mit der

21. bis 23. 11. 2019 • Messezentrum Salzburg

Weitere Informationen: Silvia Chaouech, BMBWF Email: silvia.chaouech@bmbwf.gv.at Tel +43 1/531 20-4837 • Fax +43 1/531 20-4839 www.facebook.com/bestinfo.at www.twitter.com/bestinfo_at

a

t

Profile for Schaffler Verlag

ÖKZ Extra Bildung 2018  

ÖKZ Extra Bildung 2018  

Profile for schaffler
Advertisement