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AUSGABE NR. 4, OKTOBER 2012

MENU 1 Essen &Trinken in Nidwalden

Am

Stamm

Warum der runde Tisch so gem端tlich ist

Soulfood

Warmes Essen gegen die kalten Wintertage

Nidwalden, 12.10 Uhr Ins rechte Bild ger端ckt: Spaghetti Napoli


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Ernst Bachmann, Vizepräsident von GastroSuisse, und Scott Armitage, Muggenbühl Gaststuben, Zürich

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INHALT

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Nr. 4, Oktober 2012

Oft passiert lange nichts, und plötzlich «räblets»: In den vergangenen Monaten haben in so vielen Restaurants die Wirte gewechselt, dass wir die Mutationen hier gar nicht alle aufzählen können. Was uns schmerzt: Der Bundesrat hat uns Restaurateuren die Unterstützung in der MehrwertsteuerInitiative verwehrt und diese zur Ablehnung empfohlen. Nun müssen wir selber weitersehen, wie die berühmten gleich langen Spiesse für alle geschaffen werden können. Was uns ebenfalls schmerzt: Wie die Liquidation des Vereins Vierwaldstättersee-Tourismus vonstatten geht. Dort wird Geld verbraten, das man mit einer besseren Organisation sparen könnte. Erfreulich dafür: Das Volk will kein radikales Rauchverbot. Es ist besser, wenn Raucher und Nichtraucher gemeinsam eine Lösung für ein Miteinander suchen. Ganz persönlich freue ich mich über die vierte Ausgabe des Menu1: Ich wünsche Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, ebenso viel Freude und Vergnügen beim Lesen der neuen Ausgabe unseres Magazins. Urs Emmenegger Präsident Gastro Nidwalden

IMPRESSUM Auflage 25'000 Ex. Erscheinungsweise April und Oktober

Herausgeber

AUSGABE NR. 4, OKTOBER 2012

Die Gastronomie hat sich entwickelt, weil sich einst Freunde am runden Tisch versammelten. Eine Hommage.

Grüezi

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MENU 1 Essen &Trinken in Nidwalden

Bild: Jesco Tscholitsch

Ohne

FLeisch

Vegetarisch als Abwechslung

Frühlingspfanne

Vier Chefs kochen dem Sommer entgegen

Nidwalden, 15.30 Uhr

Ins rechte Bild gerückt: Zwei Kugeln Schokolade-Glace

Amuse-Bouche. . .................................................. 4 Eine Schweizer Meisterin, zwei Barkeeperinnen und fünf Ringe .

Stammtisch. . ............................................... 6 Der runde Tisch ist das Herz des Restaurants.

Seelenwärmer......................................... 16 Wenns draussen schneit, kommt der Käse grad recht. Tourismus: Wie weiter?...................................... 19 Wir Wirte möchten gerne Ihre Meinung hören.

Was isch los?.................................................... 12 Der grosse Überblick über Events, Ereignisse und Spezialitätenwochen.

Zum Thema Rauchen.. .......................................... 21 Die kantonale Regelung des Rauchverbots bleibt – zum Glück.

Leute. . .............................................................. 15 Markus wird endlich Präsident. Walter, Wilfried und Monika feiern.

Guets vo hie..................................................... 22 Ab nächstem Frühling wird nur mit einheimischen Zutaten gekocht.

MesserschaRF.. .................................................. 15 Muss man auch noch danke sagen? Marlis Messerli weiss Rat.

nidwalden, 12.10 Uhr.. ....................................... 23 Spaghetti Napoli: Sechsmal bestellt, sechsmal verschieden.

Redaktionsadresse Bahnhofstrasse 1 6370 Stans menu1@gastronidwalden.ch Chefredaktor Christian Hug Tel. 079 668 95 18 Mitarbeiter dieser Ausgabe Urs Emmenegger, Marlis Messerli, Markus Stöckli

Fotografie Jesco Tscholitsch www.tscholitsch.com

Druck Druckerei Odermatt AG www.dod.ch

Konzept und Gestaltung Berggasthof zum Glück – Agentur für Werbung www.berggasthof.ch

Inserate Verlag Nidwaldner Blitz AG Dorfplatz 2, 6383 Dallenwil Tel. 041 629 79 79 inserate@blitz-info.ch

Korrektorat Riccardo Caravina

MENU 1 können Sie auch unter www.gastronidwalden.ch lesen.


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Nr. 4, Oktober 2012

olympisch essen

Die Schweizer Meisterin

Während der Olympischen Sommerspiele in London bekochte der weltbekannte Schweizer Küchenchef Anton Mosimann, Gala-Koch der englischen Queen, im VIP-Zelt neben dem Kensington Palace die geladenen Gäste. Mit am Herd war in diesen vier Wochen der Sous-Chef des Hotels Engel in Stans, Steve Maschke. Er war schon vor Jahren für Mosimann tätig und wird von ihm immer wieder für besonders anspruchsvolle Anlässe aufgeboten. Jetzt, wo Steve Maschke wieder zu Hause ist, kommen die Gäste des Hotels Engel in den Genuss von FünfRinge-Kochkunst. Wer hingeht, muss nicht im Turnerdress ­erscheinen. www.engelstans.ch

Drei Tage lang kochte Julia Scheuber vom Restaurant Linde in Stans an der Schweizer Meisterschaft der Jungköche (bis 23 Jahre) an der Luzerner Zagg vom vergangenen September: Club-Sandwich mit warmer Entenleber und geräuchertem kalten Thunfisch – Steinpilzcappuccino im Einmachglas mit Rottannenglacé und Pilz-Sprudelpulver – Capuns aus Hecht an Weissweinsauce – Rehrücken Baden-Baden mit BuchweizenSpätzli und einem Turm aus Johannisbeeren-Confit und -Gelee mit Birnenwürfeln – Schoggiküchlein mit flüssigem Kern, Shot aus Brombeeren mit Rosmarin-Lollipop und Zwetschgenglace. Das Urteil der Jury: grossartiger Geschmack, innovative ­Gerichte, konstante Leistung – Gewinnerin! Wir gratulieren der 19-jährigen Schweizer Meisterin aus Ennetmoos und wollen jetzt sofort in die «Linde» essen gehen! Anfang Juli 2013 wird Julia die Schweiz an den Koch-Weltmeisterschaften in Leipzig vertreten. Gelernt hat sie übrigens im Dallenwiler «Kreuz». www.hotel-linde.ch

Andere haben Sterne, er hat fünf Ringe: Olympia-Koch Steve Maschke.

Mit Abstand zum besten Resultat: Nachwuchs-Köchin Julia Scheuber.

Pizza am berg Vier Jahre arbeitete Leonard Prenaj im Restaurant Winkelried in Stansstad als Kellner – jetzt hat er sich selbstständig gemacht und das Café Lopper in Hergiswil übernommen (der bisherige «Lopper»-Wirt Beat Blum hat seinerseits ins Restaurant Schlüssel am anderen Ende des Dorfes gewechselt). Leonard Prenaj hat aus dem bisherigen Café eine klassische Pizzeria ­gemacht mit 20 verschiedenen Pizzen, Spaghetti, Penne, Antipasti und allem, was zu einem italienischen Restaurant gehört. Kaffee und Kuchen gibts natürlich weiterhin. Wir wünschen dem mutigen Neu-Wirt viel Erfolg! Telefon 041 630 15 50.

Sorgt für mehr Italianità in Hergiswil: Restaurant-Lopper-Wirt Leonard Prenaj.


AMUSE-BOUCHE

süd by night Das ist die gute Nachricht für Ausgänger: Nidwalden kriegt mehr Nachtleben! Im Café Süd in Stans geht ab November jeweils an den Wochenenden die Post ab mit der neuen «Süd by Night»-Reihe.­ Am Donnerstag will Café-Süd-Wirt Beat Meyer mit Latin-Partys und Lady’s Nights ein Publikum eher ab 30 ansprechen, der Freitag ist für Konzerte und Karaoke-Nights reserviert, und am Samstag sollen mit House- und R&BSounds ab Konserve die eher jüngeren Partygänger zum Zug kommen. Jeden letzten Freitag im Monat ist Ü35-Party. Jessica da Silva und Niki Abazi, erfahrene Party-Organisatorinnen und Barkeeperinnen, werden für das Programm im Café Süd verantwortlich sein. Dann wollen wir schon mal die Tanzschuhe schnüren ... Das «Grand Opening» findet zu Halloween am 31. Oktober statt, die einzelnen Events findet man unter www.suedbynight.ch

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Nr. 4, Oktober 2012

«hiesig und guät» geht weiter «Birnenmandli», «Miss Piggy», «Grillzopf» und «Wanderzeit/Doppelsalto» hiessen die Abende, die das Hotel Postillon bisher im Rahmen der Genuss-Serie «hiesig und guät» durchgeführt hat. Zu feinsten Menüs mit ausschliesslich einheimischen Zutaten stellten sich Produzenten und Unternehmer aus Nidwalden vor, und natürlich spielten Ländlerformationen aus der Region auf. Die «hiesig und guät»-Abende waren ein voller Erfolg: Zwei weitere werden noch folgen. Bis zum Redaktionsschluss hatte das Wirtepaar Corina und Franz Weibel noch nicht alle Details spruchreif parat – Infos gibts aber unter www.postillon.ch

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WETTBEWERB Zu gewinnen sind

20 Gutscheine Essen & Trinken à 50 Franken im Gesamtwert von

1000 Franken einlösbar im jeweiligen Nidwaldner Restaurant. Beantworten Sie folgende Frage:

Wie heisst die Aktion, die Gastro Nidwalden 2013 durchführen wird? ● Guets us Nidwalde ● Guets vo hie ● Guets us de Region

WIR GRATULIEREN! Die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs der letzten Ausgabe sind: Gutschein à 100 Franken in einem Nidwaldner Restaurant Andrea Camenzind, Gersau Marianne Imbach, Hergiswil Silvia von Ah, Flüeli Gabrielle Bucher, Hergiswil Marie-Therese Scheuber, Stans Sie leiten «Süd by Night»: Niki Abazi (links) und Jessica da Silva.

Gutschein à 50 Franken in einem Nidwaldner Restaurant Martha Zumbühl, Wolfenschiessen Ernst Odermatt, Buochs Pia Ruhstaller, Stans Hanspeter Artho, Stans Monique Büchler, Dallenwil Theres Christen, Büren Georg Spörri, Horw Monika Hurschler, Engelberg Pia Odermatt, Stans Verena Liem, Büren

Kreuzen Sie die richtige Antwort an und senden Sie den T ­ alon oder eine Postkarte mit Ihrer Adresse und der richtigen Antwort an: Gastro Nidwalden MENU 1-Wettbewerb Postfach 346 6371 Stans

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Einsendeschluss: 1. März 2013. Viel Glück! Der Rechtsweg ist aus­geschlossen. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Mitglieder von Gastro Nidwalden und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.


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Nr. 4, Oktober 2012

AM STAMM Der runde Tisch ist die Mitte der Beiz: Hier beginnen und enden Freundschaften, hier wird die Welt neu erfunden und den alten Zeiten nachgeweint, kurz: Am Stammtisch ist es richtig gemütlich. Eine Hommage. Text: Christian Hug, Bilder: Jesco Tscholitsch

Regel Nummer 1: Ein altes Sprichwort sagt, dass der Kopf nur deshalb rund ist, damit das Denken die Richtung ändern kann. Da ist wohl was Wahres dran.

Denn immer, wenn Gedanken ausgesprochen und Dinge ausdiskutiert werden, beschreiben wir das in «runden Worten»: Wir führen Rundgespräche


KOLUMNENTITEL

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Hergiswil. «Manchmal arten hier die Diskussionen fast zu Kampfhandlungen aus», sagt die Wirtin Vreni Sigrist. Erst kürzlich seien sich zwei Gäste während einer Diskussion über Ausländer nur deshalb nicht an die Gurgel gegangen, weil Vreni mit einem Machtwort dazwischengegangen sei. Auf geradezu elegante Art weiss Monika Meienberg vom Bahnhof Chalet in Stans brenzlige Situationen zu verhindern, denn auch hier wird es traditionellerweise durchaus mal laut: Sie hat in ihrem Restaurant einfach zwei Stammtische aufgestellt. «Wenn einer nicht mehr weiterdiskutieren mag oder mit dem gerade aktuellen Thema nichts anfangen kann, dann wechselt er einfach den Tisch», sagt Monika. So einfach ist das. Am Stammtisch gilt übrigens grundsätzlich das Du.

EINE ART BEGEGNUNGSZONE

Hauptsache gemütlich: Alte Freunde vom Schützenverein am Stammtisch im Restaurant Eintracht in Wolfenschiesssen.

und Diskussionsrunden, dabei geht’s meistens rund zu und her, und natürlich treffen wir uns dazu am runden Tisch. Da ist es nicht erstaunlich, dass die erste Regel zum Stammtisch lautet: Der Tisch muss rund sein. Regel Nummer 2: Damit hat sich das Stammtisch-Reglement auch schon erschöpft – ausser vielleicht, dass Tiefschläge, beissen und an den Haaren zerren nicht erlaubt sind. Denn die zweite Stammtisch-Regel besagt, dass des wei-

tern keine Regeln mehr gelten. Schliesslich muss, wer seinen Gedanken eine neue Richtung geben will, frei von Zwängen und Einschränkungen sein. Dabei muss man ja nicht gerade die Welt neu erfinden. Aber wer eine Meinung haben will, muss sich diese zuerst bilden. Und das erfordert Gespräche. Soweit die Theorie. In der Praxis kann’s mit den Gesprächen hin und wieder etwas heftiger werden. Und lauter. Zum Beispiel im Restaurant Rössli in

Aber das sind Ausnahmen. In der Regel sind Stammtische eine heitere Angelegenheit. Zum Beispiel im Restaurant ­Nidair in Ennetbürgen. «Bei uns gehts meistens lustig zu», sagt Nidair-Wirt Edy Gabriel. Entsprechend ist sein runder Tisch den ganzen Tag über besetzt: Zum Znüni-Kaffee und zum Zmittag kommen die Arbeiter, da werden ganz nebenbei auch schon mal Aufträge vergeben. Zum Feierabendbier schauen meist die gesetzteren Semester rein, und am späten Abend wird der Stammtisch sowohl von Jugendlichen als auch Vereinen und «Einzelkämpfern» in Beschlag genommen. Die Gastig im Nidair spiegelt das Dorf. Städteplaner und Politiker würden sagen: Das ist eine Begegnungszone. Genau als solche bezeichnet Agnes Mathis vom Restaurant Eintracht in Wolfenschiessen ihren Stammtisch. Ein Ort, wo alle hinkommen, Männer und Frauen, SVP- und SP-Mitglieder, Turner und Jodler, Junge und Alte. «Der Stammtisch steht allen offen», erzählt Agnes. «Wenn sich jemand an den Stammtisch setzt, den wir nicht kennen, informieren wir jeweils, dass er oder sie damit rechnen muss, in eine angeregte Diskussion zu geraten.» Im Bahnhof Chalet ist das ganz anders: Da muss man sich erst als Stammgast bewiesen haben, lesen Sie weiter auf Seite 9

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bevor man sich an den sakrosankten Stammtisch setzen darf. Umgekehrt geht Agnes Mathis vom Restaurant Eintracht noch einen Schritt über die Begegnungszone hinaus: Weil die Raucher zum Rauchen raus müssen, obwohl Tabakgenuss seit jeher zum Stammtisch gehört, stellt sie während der kalten Monaten ein beheiztes Zelt mit Stehtischen auf die Terrasse, «damit man dort in aller Ruhe und ohne zu frieren weiterdiskutieren kann», wie die vife Wirtin sagt. Oft kämen Nichtraucher gleich mit ins Zelt, um einen Disput nicht zu unterbrechen.

DER RUNDE TISCH WAR DER URSPRUNG Es ist also klar: Der Stammtisch ist das Zentrum einer jeden Beiz. Seppi Durrer, Wirt im Restaurant Happy Day in Wolfenschiessen und seit letztem September auch im Restaurant Tell in Stans, sagt gar, der Stammtisch sei der Ursprung der Gastronomie überhaupt. Einst suchten die Einwohner eines Dorfes einen Platz, wo sie sich nach getanem Tageswerk in einer ungezwungenen Atmosphäre «zum brichte» treffen konnten, und taten das an einem runden Tisch. Irgendwann kam jemand auf die Idee, die versammelten Leute professionell zu bewirten, vielleicht, weil grad eine Ernte ausgefallen war und eine neue Einkommensquelle her musste. Vielleicht auch nur deshalb, weil es auf

Tee und Kaffee gehören zum Stamm wie das Bier.

Und Prost! Hat man sich in einer Diskussion geeinigt, ist das durchaus einen Toast wert.

der Hand lag: Wo sich Menschen treffen, trinkt man gerne ein Bier, Kaffee oder Wein, früher war es wohl Met, Most und Milch. So entstand die allererste Beiz. Von da aus war es für den Wirt nur ein kleiner Schritt, neben Getränken auch Essen anzubieten – an eckigen Tischen. Und weil hin und wieder auch Reisende vorbei­ kamen, entstand schliesslich das erste Hotel. Der heimelige runde Tisch aber bleibt der Ursprung und das Zentrum. Als Seppi­Durrer das Restaurant Tell in Stans übernahm, stellte er als erstes den Flügel, der bisher dekorativ mitten im Lokal gestanden hatte, weg und ersetzte ihn durch einen Stammtisch. Seither hat es im Tellen wieder mehr Gäste. Auch bei Agnes Mathis im Restaurant Eintracht in Wolfenschiessen steht der Stammtisch seit jeher in der Mitte des Restaurants. Gegessen wird im Stübli. Bei Vreni Sigrist im Hergiswiler Rössli dominiert der Stammtisch gar das Lokal. Und er ist der einzige runde Tisch überhaupt. Wer essen will, setzt sich an eine eckige Tafel.

Allerdings ist der Stammtisch auch nicht mehr ganz das, was er einmal war. Beat Blum, Gastgeber im Restaurant Schlüssel in Hergiswil, sieht ihn gar «vom Aussterben bedroht». Zwar ist auch bei ihm der Stammtisch von morgens bis spät abends gut besetzt, oft von Geschäftsleuten und Bürolisten, aber die Zeiten waren auch schon besser. Das hat, wie Beat sagt, nichts mit dem Rauchverbot zu tun, sondern mit Political Correctness. «Die Leute sind sehr vorsichtig geworden, ihre Meinungen über Politik, Sport und Unterhaltung ungeniert zu äussern. Viele sitzen deshalb abseits des Stamm­ tisches mit Gleichgesinnten zusammen, ich nenne das Lieblingstisch.» Der stetig zunehmende Druck, seine Worte jederzeit so zu wählen, dass sich niemand betupft fühlt, verändert sogar die Stammtisch-Tradition. Und das hat Auswirkungen auf den gesamten Betrieb. Denn mit den «Lieblingstischen» verändern sich auch die Ansprüche der Gäste. Die einen wählen denjenigen Tisch, der an nahesten zur Theke steht, weil sie dann schneller lesen Sie weiter auf Seite 11

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Ende Januar seine Tore. Uschi und Ricky hören nach fast dreissig Jahren auf. Ob im Haus weiterhin ein Restaurant betrieben wird und ob das Haus überhaupt stehen bleiben wird, ist ungewiss. Tat­ sache ist, dass Nidwaldens Formel1-Freunde ab Februar heimatlos sein werden und sich ein neues Stammlokal suchen müssen. Vielleicht gehen sie in die Hergiswiler Badi, wohin sie bislang jeweils auswichen, wenn das Mr. Ooi ­ferienhalber geschlossen war. Vielleicht finden sie ein neues Stammlokal. Am schönsten aber wäre es, wenn eine andere Stammtischrunde die Formel-1-Gruppe bei sich aufnehmen würde. Weil Stammtischler sich letztlich als eine grosse Familie verstehen.

Vreni Sigrist vom Restaurant Rössli in Hergiswil muss am Stammtisch auch mal die Gemüter kühlen.

bedient werden. Die anderen wollen einen Tisch mit Sicht auf die Eingangstür, weil sie von dort aus ihre eintretenden Kollegen zu sich rüberwinken können. Wieder andere bevorzugen Tische, die so weit weg von allen anderen sind, dass niemand mithören kann. «Als Gastgeber muss ich all diesen Bedürfnissen gerecht werden und mein Restaurant entsprechend neu organisieren beziehungsweise die Einrichtung des Lokals umstellen», erklärt Beat Blum.

Stammtisch ist ein bisschen wie Heimat Der Wirt und die Wirtin bleiben Gastgeber, sprich Dienstleister. Sie sorgen für das Wohl der Gäste. Das kann sogar soweit gehen, dass sie selber die Stammtisch-Initiative ergreifen: Christine Inei-

chen und Moritz Borowski vom Berggasthaus Niederbauen ob Emmetten haben den Mittwoch-Stamm ins Leben gerufen: Regelmässig treffen sich seither die Sommer-Sennen der umliegenden Alpen zu Nachtessen und Höck. «Sie entscheiden jeweils gemeinsam, was es nächsten Mittwoch zu essen gibt», erzählt Christine Ineichen. Das Essen servieren sie und ihr Mann notabene zum Vorzugspreis. Und so, wie an einem Ort neue Freundschaften entstehen, gehen sie an einem anderen Ort zu Ende: Im Chinarestaurant Mr. Ooi von Uschi und Ricky Ooi in Hergiswil treffen sich seit zwölf Jahren Formel-1-Fans zu jedem Grand-PrixRennen, das sind jedesmal rund 15 Gäste, die am Stammtisch die Rennen mitverfolgen, Wetten abschliessen und das Restaurant mit allerlei Fanartikeln schmücken. Doch das Restaurant schliesst

Argumentieren und geniessen.


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Nr. 4, Oktober 2012

WAS ISCH LOS ? OKTOBER

NOVEMBER

DEZEMBER

Im Oktober Restaurant Bahnhof Chalet, Stans

Im November Restaurant Bahnhof Chalet, Stans

Im Dezember Brasserie Le Mirage, Stans

OKTOBERFEST

ALPENEIER

SONNTAGS GEÖFFNET

Brezel, Bier und Weisswurst, im Dirndl serviert. Reservation 041 610 13 26 Sonntag Ruhetag

Die Spezialität für Kenner. Reservation 041 610 13 26 Sonntag Ruhetag

In der Weihnachtszeit am Sonntag geöffnet. Reservation 041 611 08 30 keine Ruhetage

13. Oktober Das Pilgerhaus, Niederrickenbach

ÄSSSPEKTAKEL: BERGTHEATER Menü und Theater «Ein Russ im Bergell». Reservation info@daspilgerhaus.ch 31. Oktober Café Süd, Stans

SÜD BY NIGHT: GRAND OPENING Die grosse Start-Party zum «Süd by Night»-Programm. Infos unter www.suedbynight.ch

17. November Boutique Hotel Schlüssel, Beckenried

SCHEREN, GLAS & WEIN Ein lockerer Abend für die Liebhaber der Tafelkultur. Reservation 041 622 03 33 Ab 19. November Restaurant Nidair, Ennetbürgen

1. Dezember Restaurant Nidair, Ennetbürgen

SAMICHLAUS-EINZUG Unterhaltung mit Zimmermann-Lussi und Barbetrieb. Reservation check-in@nidair.ch

CORDON BLEU!

2. Dezember Alpwirtschaft Unterlauelen, Eigenthal

Verschiedene Cordon bleus aus dem Nidair-Cockpit. Reservation check-in@nidair.ch keine Ruhetage

SAMICHLAUS-MÄRCHT Grosser Besuch aus dem Wald für die Kleinen. Reservation 041 497 26 25

18. /25. November Brasserie Le Mirage, Stans

2. Dezember Hotel Villa Honegg, Ennetbürgen

SONNTAGS GEÖFFNET

KINO-DINNER

In der Weihnachtszeit am Sonntag geöffnet. Reservation 041 611 08 30 keine Ruhetage

Menü und Kinofilm «Mein erster Berg» im Hauskino. Reservation 041 618 32 00

24. November Das Pilgerhaus, Niederrickenbach

ÄSSSPEKTAKEL: MÄRLI Menü und Märchen für Erwachsene von Xaver Moser. Reservation info@daspilgerhaus.ch

7. Dezember Alpwirtschaft Unterlauelen, Eigenthal

SAMICHLAUS-KONZERT Metzgete mit dem Ländlertrio Nidwaldner Buebe. Reservation 041 497 26 25 15. Dezember Berggasthaus Niederbauen, Emmetten

CANDLE-LIGHT-DINNER Fein essen zum Thema Weihnachtszauber. Reservation 041 620 23 63


SERVICE

DEZEMBER

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Nr. 4, Oktober 2012

FEBRUAR

MÄRZ

21. Dezember Restaurant Nidair, Ennetbürgen

Im Februar Brasserie Le Mirage, Stans

Im März Brasserie Le Mirage, Stans

CHECK-IN-PARTY

WINTERGERICHTE

WINTERGERICHTE

Sounds und Cüpli zu Weihnachten. Reservation check-in@nidair.ch

Klassische Brasserie-Gerichte für die kalten Monate. Reservation 041 611 08 30 Sonntag Ruhetag

Klassische Brasserie-Gerichte für die kalten Monate. Reservation 041 611 08 30 Sonntag Ruhetag

22. Dezember Brasserie Le Mirage, Stans

WEIHNACHTS-GALA Unterhaltung mit Sebastian Felix und Nicole Bosshard. Reservation 041 611 08 30 22. Dezember Restaurant Bahnhof Chalet, Stans

UISTRINKETE Monika Meienbergs grosse Abschiedsparty. Reservation 041 610 13 26

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2. Februar Alpwirtschaft Unterlauelen, Eigenthal

SAGENMÄLTI Sagen aus den Urkantonen im Nidwaldner Dialekt. Reservation 041 497 26 25 17. Februar Alpwirtschaft Unterlauelen, Eigenthal

ALTE-FASNACHT-METZGETE Ab 12 Uhr mit dem Ländlertrio Bucher-Bucher. Reservation 041 497 26 25

JANUAR Im Januar Brasserie Le Mirage, Stans

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Rund ums Jahr

Alles vom Kalb und frische Muscheln. Reservation 041 611 08 30 Sonntag Ruhetag

Im Oktober

19. Januar Alpwirtschaft Unterlauelen, Eigenthal

SAGENMÄLTI Sagen aus den Urkantonen im Nidwaldner Dialekt. Reservation 041 497 26 25

Im November Im November und Dezember

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Metzgete Im Dezember Firmen- und JahresEssen 24./25. Dezember WEIHNACHTEN 31. Dezember/1. Januar SILVESTER 7. bis 12. Februar FASNACHT 31. März OSTERN Im April WEISSER SONNTAG 12. Mai MUTTERTAG Juni bis August GRILLSAISON


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STAMMTISCH

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Nr. 4, Oktober 2012

Klatsch mit Sosse Das war schlicht eine Sensation, als vor fast 30 Jahren der erste «Chinese» in Hergiswil eröffnete: Eier­ blumensalat und Entenwürfel Sze-Chuan-Art! ­Inzwischen ist China-Food aus Pappbechern normal geworden – das «Mr. Ooi» ist immer grossartig geblieben. Nun hören Uschi und Ricky Ooi per Ende Januar auf. Schade. Wir wünschen den beiden viel Glück im gemütlichen neuen Lebens­ abschnitt!

Nun sind Wilfried und Monika Hoffmann vom Seehotel Baumgarten in Kehrsiten seit 30 Jahren Wirte – und sehen noch immer frisch und fröhlich aus: ein kleines Wunder bei diesem Beruf ... Wir gratulieren den beiden herzlich zum Jubiläum. «Das chammer nid la vercho», dachte sich «Happy»-Wirt Seppi Durrer, ­ als er angefragt wurde, ob er den «Tell» in Stans übernehmen wolle. Damit in seiner «Aussenstation» alles rund läuft, hat er seine Schwester Monika Meienberg geholt: Sie hört per Ende Jahr im «Bahnhof Chalet» auf. Wer Monikas bisherigen Wirkungsort übernehmen wird, stand bis zum Redaktionsschluss noch nicht fest.

Markus Stöckli, Geschäftsleiter des Ferien- und Erholungshauses Seematt in Eich, wird Anfang 2013 zum Stiftungsratspräsidenten des Gastgewerblichen Ausbildungszentrums Luzern (G’ART) gewählt und muss deshalb sein Engagement als Vizepräsident von Gastro Nidwalden aufgeben. An der kommenden Generalversammlung im März wird er sein Amt abgeben. Wer wird sein Nachfolger? Die Gerüchteküche brodelt ... Auf alle Fälle hoffen wir, dass Markus auch in Zukunft Zeit für die Jagd findet. Er denkt kein bisschen ans Aufhören: Walter Amstutz, seit 15 Jahren Wirt im «LSE Buffet» in Stans, feierte seinen 65. Geburtstag und könnte eigentlich in Pension gehen. «Aber mir gefällt mein Beruf», sagt Walter, liess eine grosse PastaParty steigen und will noch ein paar Jahre weitermachen. So geht das! Wanida und Daniel Hofmann vom «Boden» in Emmetten haben ihre Internetseite www.bodenemmetten.ch komplett neu ­gestaltet – mit ­allen aktuellen Daten und Meldungen, weiterführenden Links, Anbindung an Facebook und einer Version in Englisch: We like. Jetzt fehlt nur noch die Übersetzung ins Thailändische. Haben Sie übrigens gewusst, dass im «Boden» regelmässig Seniorennachmittage mit Spezial-Zmittag stattfinden?

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MESSERSCHARF Frage an Marlis: Muss ich mich bedanken, wenn die Kellnerin oder der Kellner das Essen auf den Tisch stellt? Schliesslich bezahle ich dafür! Danke, dass Sie diese Frage stellen. Vielleicht bin ich da etwas feinfühlig, aber mir blutet das Herz, wenn ich sehe, wie das Servicepersonal freundlich ist und sich Mühe gibt, wie es den heissen Teller hübsch zurechtschiebt (Fleisch zum Tischrand) – und der Gast ignoriert die Leistung. Man kann die zwar durchaus mal übersehen, wenn man in ein angeregtes Gespräch vertieft ist. Aber viel zu oft betrachtet man Dienstleistungen als selbstverständlich und vergisst dabei die guten Manieren, die man gemeinhin Kinderstube nennt. Das fällt mir übrigens überall auf, am Kiosk, in der Buchhandlung, im Zug: Viele Kunden sagen nicht grüezi, nicht bitte, nicht adieu und schon gar nicht danke. Das ist harsch und unfreundlich. Schliesslich sind es gerade Knigges Vorschläge für gutes Benehmen, die den Umgang miteinander angenehm gestalten. Oder wie ein altes Sprichwort sagt: Wie man in den Wald ruft, so tönt es heraus. Testen Sie das ruhig mal an der Migros-Kasse aus. Abgesehen bezahlen Sie ja im Restaurant nicht nur den Warenwert des Essens, sondern auch für das Ambiente und die Gastfreundschaft. Und wenn das alles stimmt, sollte ein freudiges Dankeschön eigentlich von alleine erklingen. Marlis Messerli

Sie suchen Antworten? Fragen Sie Marlis: Redaktion Menu 1 Bahnhofstrasse 1 6370 Stans


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Nr. 4, Oktober 2012

Soulfood für den Winter

Ein Herz für Sbrinz.

Wenns draussen schneit, sitzt man gerne drinnen in der Wärme. Auf der Basis eines schönen Stücks Sbrinz haben drei Küchenchefs neue Seelenwärmer-Rezepte entwickelt. Redaktion: Christian Hug, Bilder: Jesco Tscholitsch

Es ist unausweichlich: Der Winter wird kommen. Mit Kälte und Schnee und Tagen, die so kurz sind, dass es zum Feierabendbier schon wieder dunkel ist. Das ruft nach Massnahmen gegen die Melancholie. Das ruft nach warmem, nahrhaftem Essen, das der Seele gut tut, am liebsten mit Freunden genossen. Wir haben drei Küchenchefs gebeten, für die Winterzeit je ein schönes Soulfood-Gericht zu kreieren – und zwar ausgehend einem Stück Käse, einem Sbrinz, um genau zu sein. Bei Katharina Ming im Pilgerhaus in Niederrickenbach anzufragen, lag quasi auf der Hand: Das lauschige Restaurant im idyllischen Bergtal bietet seit Jahren den kompletten Wohlfühlabend für seine Wintergäste an: Mit der Luftseilbahn hochfahren, im Säli Fondue geniessen und anschliessend rasant ins Tal runterschlitteln. Da ist es auch kaum erstaunlich, dass sich Katharina ein neues Fondue ausgedacht hat: Mit zwei Kuh- und einem

Schafskäse gemischt und mit sämtlichen Zutaten aus der nächsten Umgebung – ausser das Maizena, das im Coop im Regal steht. Aber der Schnaps aus Theilersbirnen (hergestellt von Brennmeister Ruedi Christen vom Getränkemarkt Lussi in Stans), der Johannisberg-Weisswein (von Poezie-Weine in Beckenried) und die Käse (Alp Bleiki in Niederrickenbach und Käserei Fahrmattli in Stans) – alles aus Nidwalden.

Suppe im Brot Daniel Bossert, Küchenchef im Restaurant Hermann in Stansstad, hat sich vom angegliederten Verkaufsladen der Christenbeck inspirieren lassen. Und er findet, dass eine Suppe am allerbesten schmeckt, wenn sie von Grund auf selber gemacht ist. Die Beutelsuppe lassen wir also beim nächsten Einkauf im Regal stehen und kaufen neben dem Sbrinz auch frische Feigen...

Das Rezept, das übrigens wie die beiden anderen auch in den jeweiligen Restaurants serviert wird, hat Daniel zwar entwickelt. Aber probegekocht und perfektioniert hat das feine Menü sein Lehrling Raffael Minder. Jetzt weiss der Neuling schon, wie man eine gute Suppe zaubert.

Chäs-Tätschli Schliesslich hat Moreno Balsamo, der Küchenchef in der Brasserie Le Mirage in Stans, aus dem vorgeschlagenen Brocken Sbrinz leckere Tätschli zubereitet. «Eigentlich wollte ich zuerst einen Flammkuchen entwickeln», erzählt der Chef, «aber das war mir dann doch eine Spur zu üppig mit dem Käse.» Die Sbrinz-Tätschli sind leichter verdaulich, und das dazugehörende Tomaten-Concassé gibt dem salzigen harten Käse einen angenehmen weichen SäureGegenpol. Das ist Brasserie-Kochkunst vom Feinsten.


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Nr. 4, Oktober 2012

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Restaurant Hermann, Stansstad Daniel Bossert

Brasserie Le Mirage, Stans Moreno Balsamo

Das Pilgerhaus, Niederrickenbach Katharina Ming

Sbrinz-Suppe mit gebackenen Feigen

Sbrinz-Tätschli mit Tomaten-Concassé

PilgerhausFondue

ZUTATEN

ZUTATEN

ZUTATEN

Für die Sbrinz-Suppe

Für die Sbrinz-Täschli

Für das Pilgerhaus-Fondue

Für 4 Personen

4 Bürli, ausgehöhlt 9 dl Gemüsebouillon 1 dl Weisswein 2 dl Rahm 5 Eigelb 50 g geriebener Sbrinz Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Für 4 Personen

500 g Kartoffeln Typ C, geschält und gewürfelt 30 g Butter 120 g Sbrinz, gerieben 1 Ei 1 Eigelb Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Für 4 Personen

300 g Alpkäse von der Alp Bleiki 150 g Spalen von der Alp Bleiki 300 g Feta von der Käserei Fahrmattli in Stans 2.7 dl Weisswein Johannisberg 20 g Maizena 4 dl Theilersbirnen-Schnaps 5 g Blattpeterli

ZUBEREITUNG

ZUBEREITUNG

Die Suppe Bouillon und Weisswein in einem Topf erhitzen. Rahm, Eigelb und Sbrinz verrühren, mit Salz, Muskat und Pfeffer würzen. 2 dl heisse Bouillon langsam unterrühren. Den Rest der Bouillon zugiessen, mit dem Stabmixer kräftig mixen und erhitzen, bis die Suppe etwas dickflüssiger wird. Im Brotlaib anrichten.

Die Tätschli Kartoffeln in gesalzenem Wasser weichkochen, abgiessen und ausdampfen lassen. Durch das Passevite treiben und noch heiss mit der Butter mischen, auskühlen lassen. Sbrinz, Ei, Eigelb unterziehen und abschmecken. Die Tätschli auf zirka 50 g portionieren und formen. In Bratbutter anbraten, auf Backblech legen und im vorgeheizten Ofen 8 bis 10 Minuten bei 180 Grad fertiggaren.

Die Feigen Etwas Vanillezucker, Salz, 15 g Mehl und 2,5 dl Bier verrühren, bis die Masse glatt wird. 2 Eiweisse halbsteif schlagen und vorsichtig unter die Masse einziehen. Vier frische halbe Feigen mehlen und durch den Bierteig ziehen. Bei 175 Grad frittieren, mit der Suppe servieren.

Die Tomaten 20 g gehackte Schalotten und 10 g gehackter Knoblauch in 20 g Olivenöl weichdünsten, 30 g in feine Streifen geschnittene trockene Tomaten mitdünsten, 20 g Tomatenpüree und 500 g gewürfelte Tomaten beigeben und sanft mitkochen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.

5 g Schnittlauch Pfeffer und Muskatnuss

ZUBEREITUNG Gagglon mit einer Knoblauchzehe ausreiben, Knoblauch in der Pfanne ziehen lassen. Käse beifügen, erhitzen und permanent umrühren. Das Maizena im Weisswein auflösen und mit dem Schnaps beifügen. Schnittlauch und Blattpeterli zugeben, mit Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.


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11.10.2012

15:38:32 Uhr

Herbst / Winter 2012 Ab 16. November 2012 erwartet Sie wieder eine märchenhafte Atmosphäre in Monika’s liebevoll eingerichtetem Weihnachtsstübli.

Weihnachtsfeier…

…im Kreise von Freunden, Bekannten, Verwandten, Mitarbeitern oder Kollegen… Von 10 bis 140 Personen bieten wir die passenden, weihnachtlich geschmückten Räume, einen guten Service und Feines aus Küche und Keller. Verlangen Sie unsere spezielle Adventskarte. Metzgete • Fr./Sa., 26./27. Oktober 2012 musikalische Unterhaltung mit Theo von Büren

mit Jessy & Niki ab November neu im Café Süd: Club Süd by night Jeden Donnerstag, Freitag & Samstag ab 18.00 h bis 00.30 h Apéro, Afterwork, Antipasti, Bar, Drinks & Musik Tanzen bis zum umfallen! ✷

Halloween Party

Opening-Event am Mittwoch, 31. Oktober 2012 weitere Events unter www.suedbynight.ch Süd by night ✷ Riedenmatt 1 ✷ CH-6370 Stans ✷ Telefon 041 618 05 15 info@suedbynight.ch ✷ www.suedbynight.ch ✷ facebook.com

Lichterball mit DJ Muiri • Freitag, 16. November 2012 Balche-Ässe im Fischerstübli • Freitag, 30. November 2012 Fondueplausch • Freitag, 7. Dezember 2012 im schneebedeckten Hexenwald mit DJ Muiri Guetzlibache für Chind • Mittwoch, 12. Dezember 2012 Heilig Abend geschlossen • Montag, 24. Dezember 2012 Silvester • Montag, 31. Dezember 2012 5. Chuchifäscht mit Chäbu Ming 8. Uisässete • Dienstag, 1. Januar 2013 Seehotel Baumgarten, Monika & Wilfried Hoffmann-Breisacher 6365 Kehrsiten Dorf, Telefon 041 610 77 88, Fax 041 610 76 21, seehotel.baumgarten@bluewin.ch, www.seehotel-baumgarten.com


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Nr. 4, Oktober 2012

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Tourismus: wie weiter? Ihre Meinung ist gefragt! Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Kanton Nidwalden. Deshalb helfen die Mitglieder von Gastro Nidwalden mit, den vom Landrat zurückgewiesenen Vorschlag zum Tourismusförderungsgesetz zu überarbeiten. Der neue Lösungsvorschlag soll breit abgestützt sein.

© Bannalpsee, perretfoto.ch

Wer wandert oder spaziert, kehrt gerne ein: Bergidylle auf der Banalp.

Wie geht es in Nidwalden weiter? Die Mitglieder von Gastro Nidwalden engagieren sich zurzeit in einer Arbeitsgruppe, um den Vorschlag für ein neues Tourismusförderungsgesetz anzupassen. Damit der Regierungsrat dem Landrat von Nidwalden einen noch breiter abgestützten Vorschlag präsentieren kann, ist auch Ihre Meinung wichtig. Gastro Nidwalden

Feriengäste brauchen gute Hotels.

© Langlauf auf Melchsee-Frutt, perretfoto.ch

Bis vor einigen Jahren vermarktete die regionale Tourismusorganisation Vierwaldstättersee Tourismus die Region rund um den Vierwaldstättersee inklusive Nidwalden und Obwalden. Seit dem Weggang der Tourismus­ gebiete auf der anderen Seite des Vierwaldstättersees und der Einführung der neuen Tourismusgesetze in verschiedenen Zentralschweizer Kantonen verringerte sich die Mitgliederzahl laufend, weshalb der Verein per 30. Juni 2012 aufgelöst wurde. Seit dem 1. Juli 2012 ist die «Übergangsorganisation Nidwalden / Obwalden» vorübergehend unter der Aufsicht und Verantwortung der Volkswirtschaftsdirektion Nidwalden für die Kontinuität und Erhaltung bisheriger Anstrengungen verantwortlich. So werden in Stans weiterhin telefonische und persönliche Anfragen beantwortet, Buchungen vorgenommen und die Homepage aktualisiert.

Sagen Sie uns Ihre MEINUNG Schreiben Sie uns, wie die touristische Vermarktung des Kantons Nidwalden aus Ihrer Sicht aussehen sollte. • Welches sind Ihre Wünsche, Bedürfnisse, Erwartungen an die zukünftige Tourismusorgani- sation von Nidwalden? • Wie wichtig ist Ihnen eine touristische Auskunftsstelle im Kanton Nidwalden? • Welche Attraktionen sollten Ihrer Meinung nach von der kantonalen Tourismusorganisation gefördert werden? • Kennen Sie in- oder ausländische Tourismusorganisationen, welche Ihrer Meinung nach eine besonders gute Arbeit leisten? • Und teilen Sie uns mit, was Sie schon lange sagen wollten. Senden Sie uns Ihre Meinung bis Ende November 2012 an: Redaktion Menu 1 Bahnhofstrasse 1 6370 Stans menu1@gastronidwalden.ch Es wird keine Korrespondenz geführt.


Wir wünschen einen guten

aPPetit!

Gasthof Schützenhaus Wil Ottilia und Urs Zimmermann Wilstrasse 2, 6370 Oberdorf/NW Telefon 041 619 09 20, Fax 041 619 09 28 E-Mail: info@schuetzenhaus-wil.ch Ruhetag: Samstag und Montag

Willkommen im Herzen von Nidwalden •

• • • • •

Traditionell und aktuell: Kalbsleberli mit Rösti, Cordon Bleu, Mais-Kroketten, Saison- und vegetarische Gerichte Heimeliges Restaurant und ideale Räumlichkeiten für Ihren Anlass (12 / 40 / 70 Personen) Kegelbahn Gartenterrassen und Kinderspielplatz Komfortable Hotelzimmer Grosser Parkplatz

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Der richtige Entscheid Die radikale Rauchverbots-Initiative wurde vergangenen September mehr als deutlich abgelehnt. Die Nidwaldner Gastgeber atmen auf: Das hätte die jetzt schon angespannte Lage nur noch schwieriger gemacht. «Nun, Tatsache ist, dass Menschen rauchen», sagte der amerikanische Schriftsteller Paul Auster einst in einem Interview über den Film «Smoke», in dem es ausschliesslich ums Rauchen geht. Am vergangenen Sonntag, 23. September, entschied das Schweizervolk an der Urne über die Initiative «Schutz vor Passivrauchen» – und schickte das Begehr der Lungenliga klar und deutlich bachab: Im Schweizer Durchschnitt stimmten 66 Prozent der Wählerinnen und Wähler Nein – in den Urkantonen lag der Nein-Stimmen-Anteil gar bei 72 Prozent.

Ein Zeichen der Vernunft Das eindeutige Resultat macht klar, dass mit der ersten Rauchverbots-Initiative von vor zwei Jahren längst eine gangbare und auch für Nichtraucher befrie­­ digende Lösung gefunden wurde und das Service-personal genügend vor Passivrauchen geschützt ist. Und dass sich die Menschen nicht noch weiter von den Gesundheitsaposteln in ihrem Alltag einschränken lassen: Sie wollen lieber selbstverantwortlich handeln. Und das ist gut so. Oder wie es die Vereinigung

Rauchfrei: Blumige Version.

Gastro Suisse auf den Punkt bringt: «Indem die Schweizerinnen und Schweizer der Extremlösung der Lungenliga eine Abfuhr erteilen, setzen sie ein starkes Zeichen der Vernunft». Wir Wirtinnen und Wirte von Nidwalden sind froh über den Ausgang der Abstimmung. Ein radikales Rauchverbot hätte die wirtschaftliche Situation vieler RestauRaucher machen einen grossen Teil der Gäste im Restaurant aus. rants und vor allem der Trinkbeizen verNidwalden möchten Ihnen, liebe Gäste, schärft. Denn auch wenn einige Ess­ dafür danken. Wir suchen lieber gemeinrestaurants seit dem Rauchverbot sam eine für alle annehmbare Lösung, durchaus mehr Gäste bedienen dürfen: als uns bevormunden zu lassen. Das Viele andere Restaurants erlitten seither haben wir schon immer so gemacht. ­ einen Umsatz-Rückgang von 10 bis 20 Schliesslich war Nidwalden von allen Prozent, weil die Raucher nicht mehr Kantonen, die seinerzeit über ein kanto«zuechesitzid». Einige Restaurants haben deshalb für nales Rauchverbot abgestimmt hatten, der einzige, der die Vorlage verwarf. teures Geld und oft mit viel Aufwand beUnd natürlich werden wir Restauradiente Fumoirs eingerichtet, um ihrer teure als verantwortungsvolle Arbeitgerauchenden Gastig ein Minimum an ber weiterhin unser möglichstes tun, um Komfort bieten zu können. All diese Resunsere Angestellten vor ungewollten taurateure hätten bei einer Annahme der schädlichen Einflüssen zu schützen. zweiten Rauchverbots-Initiative vergeOder um noch einmal auf Paul Auster bens investiert und hätten damit rechim eingangs erwähnten Interview zunen müssen, dass noch mehr rauchende rückzukommen: «Ich sage ja nicht, dass Gäste lieber zu Hause bleiben, als für die Rauchen gesund ist, aber im Vergleich gemütliche Geselligkeit in ein Restauzu den politischen, sozialen und ökonorant zu gehen. mischen Ungeheuerlichkeiten, wie sie Vreni Sigrist vom Restaurant Rössli in sich tagtäglich ereignen, ist Tabak doch Hergiswil, seit jeher eine klassische Beiz, gibt sogar unumwunden zu, dass kaum ein Thema.» sie bei Annahme der Initiative «ihren Im Namen aller Restaurateure: Laden» hätte dichtmachen können. Urs Emmenegger, Nun bleibt also alles so, wie es seit zwei Präsident Gastro Nidwalden Jahren ist. Wir Wirtinnen und Wirte von


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Nr. 4, Oktober 2012

GUTES AUS DER HEIMAT Nächsten Frühling startet Gastro Nidwalden die Aktion «Guets vo hie»: In den Restaurants werden feinste Menüs serviert, deren Zutaten allesamt aus unserem Kanton stammen. Die Aktion dauert bis Ende 2013.

Hochwertig, gesund, schmackhaft: Nahrungsmittel aus Nidwalden sind von erster Güte. Das wissen die Köche zu schätzen .

Die Nidwaldner Nahrungsmittel-Produzenten haben in Sachen neue Ideen und beste Qualität in den letzten Jahren mächtig aufgeholt: Viele Betriebe produzieren heute nicht mehr «von allem ein bisschen», sondern sind auf einen klar definierten Zweig der Landwirtschaft spezialisiert. Ihre Lebensmittel sind hochwertig, gesund und von höchster Güte. Entsprechend geniessen Feinschmecker in der ganzen Schweiz und im Ausland 1AProdukte aus unserem Kanton. AngusFleisch von der Holzen in Ennetbürgen zum Beispiel, Straussenfleisch vom Drachenried in Ennetmoos, Kräutertee vom Hof Neufallenbach in Grafenort, Weisswein aus der Juchen in Ennetbürgen, die Käsespezialitäten vom Meierschälen und der Käserei Barmettler in Stans und, und.

Natürlich haben die einheimischen Küchenchefs immer schon viele ihrer Zutaten von hiesigen Produzenten bezogen. Man kennt sich, man vertraut sich gegenseitig, und man weiss die gute Qualität der Produkte und den vorzüglichen Service zu schätzen.

Einheimisch in allen Varianten Aber jetzt geht Gastro Nidwalden, die Vereinigung der Nidwaldner Restaurants und Hotels, einen Schritt weiter. Die Zusammenarbeit der «Partners in Food» soll intensiviert werden zur Freude der Restaurantbesucher. Mit der Aktion «Guets vo hie» kreieren die Köche und Köchinnen ab kommendem Frühling feine Menüs aus Zutaten, die ausschliesslich aus Nidwalden stammen.

Das können traditionelle Gerichte sein oder neu erfundene, Hausmannskost oder Haute Cuisine, vegetarisch oder mit Fleisch. Dabei steht es jedem Restaurant frei, ob es einzelne Menüs dauerhaft auf die Karte nehmen oder Spezialwochen anbieten will. In der Fülle aller Angebote aber können Gerne-Esser, Feinschmecker und Neugierige jederzeit aus mehreren Möglichkeiten auswählen – und mehrmals auswärts essen gehen. Denn die Aktion «Guets vo hie» dauert bis Ende 2013, also rund neun Monate. Der Startschuss fällt im kommenden Frühling mit dem Erscheinen der nächsten Ausgabe von Menu1: Dann ist das ganze Heft der Aktion «Guets vo hie» gewidmet. Christian Hug


SUPPLEMENT

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nidwalden,12.10 Uhr An den vermeintlich einfachen Menus erkennt man am besten, ob der Koch sein Metier auch wirklich beherrscht. Zum Beispiel Spaghetti Napoli. Bilder: Jesco Tscholitsch

Badi-Restaurant, Hergiswil.

Café Pizzeria Piccadilly, Buochs.

Restaurant Pizzeria Bodärotli, Stans.

Restaurant Al Galeone, Ennentbürgen.

Restaurant Pizzeria Antica, Buochs.

Restaurant Tropicana, Stans.


«Teigwaren heissen Teig­ waren, weil Teigwaren vor­ her aus Teig waren.»