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Ausgabe 4 | 2010/11 Mai 2011 | CHF 5.– | EURO 4.–

SPIRIT Das SCB-Magazin

Larry Huras Der Coach erwartet nächste Saison einen hungrigen SCB.  Seite 11

Simon Gamache «Man war immer fair zu mir, es war eine tolle Zeit.»  Seite 28

Martin Höhener Der Verteidiger über seine ersten Eindrücke beim SCB.  Seite 37

Christian Dubé Ein persönlicher und emotionaler Rückblick auf neun Jahre beim SCB


Siegesdurstig.


Editorial

Inhalt

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Gamache nimmt Abschied

In 202 Spielen für den SCB erzielte Simon Gamache 218 Punkte. In Zukunft stürmt er für den HC Fribourg-Gottéron. Beim SCB erlebte der Kanadier viereinhalb gute Saisons, aber auch schwierige Zeiten.

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Die Moskitos in den USA

Die Spieler des Moskito-Teams von SCB Future waren aufgeregt, als sie nach Los Angeles aufbrachen, um dort zu trainieren und ein Turnier zu spielen. Zurück gebracht haben sie einen 2. Platz – und viele Eindrücke, wie ihr Tagebuch verrät. 8 11 16 24 27 31 32 37 46

Augenblick: Die Auferstehung Larry Huras über die letzte Saison und die Zukunft Der persönliche Rückblick von Christian Dubé Christian Dubé und Simon Gamache als Poster Best Player Ehrungen Küres Talk: Der ängelibeck befragt Joël Vermin Merchandising Martin Höhener und seine Ziele beim SCB Roman Josi schreibt über seine Zeit in Milwaukee

spirit

Ein paar Prozente mehr vom Ich «Wir vor Ich» – das stand im Sommer 2009 am Anfang der neuen Ära unter Trainer Larry Huras. Die Mannschaft hat diese Botschaft gut umgesetzt. Sie gewann 2010 den Meistertitel und hat auch in der Saison 2010/11 danach gelebt. Ob ihr das «Wir vor Ich» schon in Fleisch und Blut übergegangen ist, weiss ich nicht, aber das Team hat auch im zweiten Jahr unter Larry Huras Charakter gezeigt und immer an sich geglaubt. Noch haben jedoch nicht alle verinnerlicht, dass es nicht nur um die Vorbereitung der Mannschaft, sondern dass es dabei auch um jeden Einzelnen geht. Das haben wir beispielsweise im PlayoffViertelfinal gegen die SCL Tigers erlebt. Nach zwei Topspielen zu Beginn der Serie haben einige etwas nachgelassen. Langnau hat uns dafür nicht bestraft. Unser Team hat dann das erste Spiel der Halbfinalserie gegen die Kloten Flyers so begonnen, wie es den Viertelfinal beendet hat. Danach zeigte die Mannschaft ihren Charakter und hat sich aufgebäumt, vorerst allerdings ohne Erfolg in den beiden folgenden Spielen. Als es 0:3 stand, kamen Stolz und Wille der Mannschaft auf beeindruckende Weise zum Ausdruck: Ein 0:4 wollte sie sich auf keinen Fall bieten lassen. Es kam zum 3:3 und damit zur Situation, in welcher wir wieder etwas gewinnen konnten. Konzentration und Einstellung stimmten vor dem siebten Spiel, dennoch war eine gewisse Entspanntheit zu spüren. Und es hat sich dann gezeigt: Wenn unsere Mannschaft eine Sekunde lang nachlässt, ist sie nicht mehr dort, wo sie sein könnte. Das hat mit dem Finetuning des Einzelnen zu tun. Abgesehen davon müssen wir zugeben, dass Davos und Kloten im Abschluss eine etwas feinere

Klinge geführt haben. Dort gilt es für uns im Ausblick auf die kommende Saison anzusetzen. Mit Thomas Déruns, Kevin Lötscher und Byron Ritchie anstelle von Christian Dubé, Simon Gamache und Roland Gerber sollten wir uns in der Torproduktion verbessern können. Zudem erhoffe ich mir von den jüngeren Spielern eine Steigerung. Aus unserem Nachwuchs werden zudem demnächst wieder Spieler nachrücken, die den Konkurrenzdruck erhöhen werden. Im Defensivbereich müssen wir unser Transitionspiel verbessern. Ich glaube, dass wir mit den Zuzügen von Martin Höhener und Johann Morant diesbezüglich einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. Im Weiteren erhoffe ich mir von der herkömmlichen Vorbereitung ohne European Trophy einen besseren Start in die Saison. So oder so können wir mit Massnahmen der sportlichen Leitung stets nur wenige, aber möglicherweise entscheidende Prozente gewinnen. Dies gilt auch für die Spieler: Jeder Einzelne kann ein paar Prozente herausholen. Nicht beim Commitment zum Wir, da gibt es nichts zu bemängeln, sondern beim Ich. Herzlich

Sven Leuenberger, Sportchef SCB Eishockey AG

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Meistertitel für die Novizen

spirit

Virtueller SCB-Triumph

Die Novizen Elite haben mit dem Gewinn der Meisterschaft für den grössten Erfolg des SCB in der Saison 2010/11 gesorgt. Das Team von Pascal Schaller, welches die Regular Season auf dem zweiten Platz ­abgeschlossen hatte, setzte sich im Playoff-Final nach Best-of-3-Modus gegen Titelverteidiger ZSC Lions mit 2:0 durch. Mitentscheidend für den Titelgewinn war der Entscheid von SCB Future, einige Spieler im ­Novizenalter, welche während der Regular Season bei den Junioren­ Elite eingesetzt worden waren, in den Playoffs wieder bei den Novizen einzusetzen. Was den SCB-Cracks in diesem Jahr verwehrt blieb, erreichten ihre ­Vertreter an der Videospielkonsole: Das Team um Captain Daniel Wenger gewann zum ersten Mal den Schweizer Meister Titel in der Virtual National League. Auf dem Weg zum Pokal besiegten die Berner die Vertreter der Rapperswil-Jona Lakers (3:2), des HC Fribourg-Gottéron (2:1) und im Final den Qualifikationssieger EHC Biel (2:0). Damit konnte man sich gleichzeitig bei den Seeländern für das letztjährige Viertelfinal-Aus ­revanchieren. Die Meisterfeier war zwar nicht ganz so feucht-fröhlich wie diejenige des «richtigen» SCB im Vorjahr, doch der Klub wusste sich ­adäquat zu bedanken: Die Meister der Konsole wurden zu einem Halb­ finalspiel gegen die Kloten Flyers eingeladen. Leider waren Dubé, Plüss, Rüthemann und Co. nicht so erfolgreich; sie mussten den Flughafen­ städtern den Vortritt lassen.

Freiwillige Funktionärinnen und Funktionäre im Ressort Sicherheit gesucht Der SCB sucht im Bereich Ticketkontrolle beim Eingang, Verteilen der Matchprogramme, Verkauf der 105-Game-Lose, Platzanweisung, Reinigung und Sicherheit laufend freiwillige Funktionärinnen und Funktionäre. Wenn Sie sich ange­ sprochen fühlen, teamfähig und zuverlässig sind und Freude an der Mitarbeit in unserem Club haben, melden Sie sich bitte bei folgender Adresse: SCB Eishockey AG, Peter Bischoff, Mingerstrasse 12 B, 3014 Bern peter.bischoff@scb.ch oder Telefon 031 336 80 88 Als Entschädigung für Ihre Tätigkeit erhalten Sie einen persönlichen Ausweis, ein Gratis-Saisonabonnement sowie eine offizielle Jacke. Zudem können Sie bereichsspezifische Ausbildungen besuchen und werden jedes Jahr zu einem speziellen Helfer-Event eingeladen. Der SCB bedankt sich schon jetzt bei allen Interessentinnen und Interessenten und freut sich auf eine positive und effiziente ­Zusammenarbeit!

Impressum spirit Nr. 4, Mai 2011 Erscheint 4 x jährlich Herausgeber SCB Eishockey AG Mingerstrasse 12 B 3014 Bern Tel. 031 336 80 80 www.scb.ch

Verlag, Layout, Redaktion und Anzeigenakquisition: IMS SPORT AG Gartenstadtstrasse 17 3098 Köniz Tel. 031 978 20 20 www.ims-sport.ch Verlagsleiter: Martin Erpen

Produktionsleitung: Michel Bongard IMS SPORT AG

Layout/Litho: Ralf Küffer, Reto Fiechter, Kevin Ryser

Textmitarbeiter: Christian Dick (dk) Andy Maschek (am) Matthias Müller (mm)

Fotos: Brigitte Batt & Clemens Huber, Pius Koller, Reto Fiechter, Daniel Wenger, photopress

Anzeigenakquisition: Sven Zbinden, Michael Dähler IMS SPORT AG

Verlags-/Inseratekoordination: Björn Siegenthaler IMS Sport AG

Druck: Stämpfli Publikationen AG Wölflistrasse 1, Postfach 8326 3001 Bern

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Antti Törmänen neuer Assistenztrainer beim SC Bern Der SC Bern hat für die kommende Saison den Finnen Antti Törmänen als Assistenztrainer verpflichtet. Nachdem der SCB Hans Kossmann aus seinem weiterlaufenden Vertrag entlassen hatte, um ihm die Chance zu ermöglichen, Headcoach beim HC Fribourg-Gottéron werden zu können, folgte die intensive Auseinandersetzung mit der Nachfolgeregelung. Unter mehr als einem Dutzend Kandidaten ist nun der 40-jährige Finne Antti Törmänen ausgewählt worden. Der ehemalige NHL-Spieler, der auch in den höchsten Ligen Finnlands und Schwedens tätig war und in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre mit der finnischen Nationalmannschaft an vier Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen 1998 teilgenommen hat, ist in der Saison 2010/11 als Headcoach des finnischen Clubs Vaasan Sport Meister in der zweithöchsten Spielklasse geworden. Törmänen verfügt über weit reichende Eishockey-Kennt­ nisse, gilt in Finnland als Trainer mit ausgezeichneten Perspektiven und arbeitet insbesondere mit jungen Spielern ebenso fordernd wie erfolgreich. Der neue Assistenztrainer wird Ende Juli ­gleichzeitig mit den ausländischen Spielern zum SC Bern stossen.

spirit

«SCB» am Strand von Rai Leh In den klassischen Eishockey-Ländern ist das Kürzel SCB ein Begriff. Das ist kein Wunder, schliesslich kann der SCB in der Saison 2010/11 zum zehnten Mal in Folge das grösste Publikumsinteresse Europas ausweisen. Zu den 30 Heimspielen kamen 480 673 Zuschauer, im Durchschnitt 16 022. Doch der SCB ist auch in weiter Ferne ein Thema – sogar auf einem Longtail-Boot am thailändischen Strand von Rai Leh, der nur per Schiff erreicht werden kann. Die Liebe zum SCB bezieht sich allerdings in diesem Fall nicht aufs bernische Eishockey, sondern auf die Siam Commercial Bank…

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spirit

Augenblick

Hollywood@PostFinance-Arena Wir schreiben die 30. Minute in Spiel 6 des Playoff-Halbfinals gegen die Kloten Flyers, der SCB führt in der PostFinance-Arena mit 2:0. Was nun geschieht, könnte einem HollywoodFilm entstammen. Der Puck kommt in den Torraum der Zürcher, wo nach einem Gestocher und Gewühl insgesamt sechs Spieler auf einer Fläche von knapp 3 Quadratmetern aufeinandergestapelt liegen. Plötzlich erhebt sich Brett McLean aus dem Knäuel, helmlos und mit breitem Grinsen. Er hat als einziger den Überblick behalten und den Puck irgendwie über die Torlinie bugsiert. Es ist das vorentscheidende 3:0 (Schlussresultat 5:1), der SCB hat in der Serie einen 0:3-Rückstand aufgeholt – über 17 000 Zuschauer toben. Leider war Hollywood danach nicht mehr auf Berner Seite: Das entscheidende Spiel 7 ging mit 1:0 an die Zürcher.


Larry Huras

spirit

«Wir werden im Herbst alle hungrig sein»

Larry Huras zieht im Interview Bilanz über die Saison 2010/11 und sieht dabei im Vergleich zur Meistersaison nur minimale Unterschiede, allerdings mit starker Wirkung. Der Headcoach will im Hinblick auf die kommende Saison vor allem einen besseren Start anstreben.

Mit etwas Distanz: Wie beurteilst Du das ­Abschneiden des SCB in den Playoffs? Es ist klar, ich bin enttäuscht. Das Team hat sich zusammengefunden, ist seit Jahresbeginn ­immer besser geworden und befand sich in den Playoffs in guter Form. Die Qualität war da, aber die beiden letzten Viertelfinalspiele gegen die SCL Tigers haben uns etwas vom Weg ab­ gebracht. Wir haben dort nicht unser bestes Eishockey gezeigt, sondern zahlreiche Fehler begangen, die aber nicht bestraft worden sind. Kloten war dann ein deutlich stärkerer Gegner, aber nur in Spiel 1 und Spiel 7 besser als wir. Besonders das zweite, aber auch das dritte Halbfinalspiel hätten wir gewinnen können bzw. sollen. So bleibt die Saison im Rückblick eine gute, aber keine grossartige.

Du hast das Spiel 7 angesprochen. Warum ­konnte die Mannschaft die sehr guten ­Leistungen während der Aufholjagd vom 0:3 zum 3:3 nicht fortsetzen? Nach dem 0:3 standen wir mit dem Rücken zur Wand. Man kann unsere Situation mit einem Radfahrer vergleichen, der einen steilen Berg hinauffährt und Platz um Platz gutmacht. Kommt er auf dem Gipfel an, hat er ein Teilziel erreicht und neigt dazu, erst einmal zu relaxen, durchzuschnaufen. Wenn er aber bergab nicht sofort wieder Vollgas gibt, wird er abgehängt. Grundsätzlich hatten Kloten und wir aber in Spiel 7 die gleiche Ausgangslage. Nur, die Zürcher kamen sofort mit Vollgas und waren dann mehrheitlich einen Schritt schneller.

Du hast stets darauf hingewiesen, wie schwierig es sei, den Titel zu verteidigen. Was hat dem SCB zum Erreichen dieses Ziels, zu einer grossartigen Saison gefehlt? Es hat nicht viel gefehlt. Die Saison ist so ge­ laufen, wie ich erwartet habe. Das Team war zuletzt sehr konzentriert. Dennoch gibt es Grund, sich zu ärgern, denn wir haben uns mit Wechselfehlern, Strafen und unnötigen Puck­ verlusten selbst geschlagen. Ein Meisterteam macht das nicht. Anderseits war bei Spiel 2, welches wir in der Verlängerung verloren, in der regulären Spielzeit ein Puck von Ivo Rüthemann zu zwei Dritteln über der Torlinie – aber eben nicht ganz. Ein paar Millimeter machen manch­ mal den entscheidenden Unterschied. Könntest Du die Saison nochmals von vorne beginnen. Würdest Du etwas anders machen? Ich glaube nicht. Sicher war die European ­Trophy für den Meisterschaftsstart nicht ideal. Wir

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EIN STARKES TEAM AUCH IN DER FREIZEIT.


Larry Huras

spirit

h­ atten in dieser Vorbereitung viele gute Spiele und die sehr schöne Erfahrung, das Turnier als drittbestes Team Europas abzuschliessen. Aber das hat Kraft gekostet und vor allem haben wir in dieser Phase nicht gezielt für den Meister­ schaftsbeginn trainieren können. Davos und Kloten haben die Regular Season dominiert und sich auch für den Playoff-­ Final qualifiziert. Warum waren sie besser als der SCB? Die Kloten Flyers haben einen ausgezeichneten Saisonstart erwischt, in der zweiten Qualifika­ tionshälfte haben wir dann nur einen Punkt ­weniger erzielt als die Zürcher. Gegen Davos haben wir zwei von vier Spielen gewonnen. Auf unserem Konto stehen total fünf Punkte­ weniger als im Meisterjahr, bei gleich vielen ­Gegentoren und sogar besserer Tordifferenz. Wir waren 2009/10 auswärts etwas stärker. Doch die Differenzen sind minimal. Vor allem haben sich Davos und Kloten gesteigert. In der kommenden Saison müssen wir von Beginn an den Rhythmus finden. Wir wollen auf jeden Fall unter die ersten Drei kommen und werden sehr gerne auch den ersten Platz beanspruchen. Wie sehr hat Roman Josi gefehlt? Natürlich hat er gefehlt. Wir haben in den ­Playoffs kein einziges Verteidiger-Tor erzielt. Ivo Rüthemann hat zwar von der blauen Linie aus getroffen, von unseren Verteidigern jedoch niemand. Gibt es in Deiner Beurteilung Spieler, die in der vergangenen Saison positiv heraus­ geragt haben? Joël Vermin hatte eine sehr gute Saison, aber das war für mich keine Überraschung. Ander­ seits waren einige nicht ganz so stark wie in der Meistersaison, das macht dann den Unterschied zwischen grossartig und gut. Vor einem Jahr waren Du und die Fans nicht nur von Roman Josi, sondern auch von den Leistungen von Pascal Berger, Etienne Froide­vaux und Tristan Scherwey begeistert. In dieser Saison ist vor allem Joël Vermin positiv aufgefallen. Wie beurteilst Du die Entwicklung der andern jungen Spieler? Nun, etwas mehr habe ich mir von ihnen erhofft, aber nicht soviel, dass man es negativ verste­ hen sollte. Es ist für junge Spieler immer schwierig, eine gute Saison zu bestätigen. Doch wir werden im Herbst alle hungrig sein und ich

bin überzeugt, dass die jungen Spieler einen weiteren Schritt machen werden. Wie hat es sich aus Deiner Sicht bewährt, die ganze Saison mit fünf Ausländern zu ­bestreiten, obwohl nur vier zum Einsatz kommen können? Wir hatten fünf Ausländer mit guter Qualität und konnten deshalb auch taktische Varianten ­anwenden. Zudem war Lee Goren ein Glücks­ fall. Nun werden wir mit vier Ausländern in die Saison starten. Aber sobald ein guter Spieler auf den Markt kommt, sollten wir ihn als fünften Ausländer verpflichten. Wartet man bis Weihnachten oder länger, weiss man nie, was man dann bekommt. Aus Zuschauerkreisen war vor allem ­während der Regular Season regelmässig zu vernehmen, der SCB spiele nicht besonders attraktiv. Wie siehst Du das?

Was wir machen, ist nicht Eiskunstlaufen. Damit gewinnt man keine Punkte. Attraktiv ist, wenn man gewinnt. Wir werden auch in der kommen­ den Saison versuchen, gradlinig und schnell zu spielen. Im Hinblick auf die kommende Saison werden im Kader bei den Schweizern Christian Dubé, Roland Gerber, Justin Krueger und Martin Stettler durch die Verteidiger Martin Höhener, Johann Morant sowie Stürmer ­Kevin Lötscher ersetzt. Was erwartest Du von den neuen Spielern? Sie haben unterschiedliche Qualitäten, die wir alle gut brauchen können. Martin Höhener hat ein gutes Auge, ist abgeklärt und stabil. Johann Morant muss viel lernen, aber er kann sehr hart spielen und könnte in der Liga ein gefürchteter Checker werden. Kevin Lötscher hat ein gutes Passspiel, schiesst Tore, ist defensiv sehr ­verlässlich und körperlich stark.

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Auf ein neues!

Athleticum w端nscht eine erfolgreiche saisonvorbereitung.


Larry Huras

Bei den Ausländern kommt neu der kanadische Stürmer Byron Ritchie, der zuletzt Topscorer beim schwedischen Club Modo Hockey und vor zwei Jahren auch in der NL A bei Servette tätig war. Was erwartest Du von ihm? Ganz einfach: Tempo, Kampfgeist und Tore.

Was muss sich beim SCB ändern, damit er in der kommenden Saison wieder ganz vorne mitspielen kann? Wir müssen unsere Effizienz vor dem Tor verbes­ sern und auch im direkten Abschluss von der blauen Linie erfolgreicher werden. Und das Spiel fünf gegen fünf müssen wir stärker bestimmen. Worauf wirst Du das Hauptaugenmerk bei der Vorbereitung der nächsten Saison legen? Die richtige Einstellung steht über allem. Zugespitzt formuliert müssen wir verhindern, die Saison erst nach 20 Runden richtig zu beginnen. Ich rechne damit, dass die Kon­ kurrenz gesamthaft stärker wird. Davos, Kloten und Zug erwarte ich etwa gleich gut, Servette wird sicher besser, das gilt auch für Gottéron, Lugano und die ZSC Lions. Ich glaube nicht, dass sich wieder jemand absetzen kann, so wie es Davos und Kloten gelungen ist.

spirit

Es wird für den SCB im kommenden Sommer keine internationale Vorbereitung wie im letzten Jahr mit der European Trophy geben. Siehst Du das als Vorteil? Die Nachteile der European Trophy habe ich bereits erwähnt. Trotzdem war sie ein reizvoller Wettbewerb, den man einfach etwas anders gestalten sollte. Zum Beispiel, indem man das Finalturnier statt anfangs September im Dezember durchführt. So oder so ist es eine Energiefrage, an zwei Wettbewerben teilzunehmen. Man sieht das jeweils beim HC Davos nach dem Spengler Cup, aber erstens kontrol­ lieren die Bündner diese Herausforderung inzwischen gut und zweitens hatten sie am letzten Spengler Cup nur drei statt wie gewohnt vier oder gar fünf Spiele. Für die konkrete Vorbereitung auf den Start in die nationale Saison ist es sicher kein Nachteil, wenn die Konzentration auf einen VorsaisonWettbewerb wegfällt. (dk) l

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spirit

Sport

«Ich werde diese Fam Christian Dubé gehörte schon zum Inventar, nun verlässt er den SCB nach neun Jahren. In all dieser Zeit gehörte er bei den SCBAnhängern zu den beliebtesten Spielern. Zum Abschied blickt Dubé noch einmal selbst zurück.

Christian Dubé – was für ein Spieler! Blickt man zurück auf seine neun Jahre beim SC Bern, fällt es schwer, Worte zu finden, die ihm würdig sind. Man könnte ihn einfach als beauty care (Schönheitspflege) des rauen Eishockeyspiels bezeichnen. Zu seinem Abschied soll aber vor allem er selbst zu Wort kommen. spirit hat ihm einige Stichworte gegeben und dazu viel Positives, Emotionales und Professionelles erfahren: Bern. Bern ist eine grossartige Stadt, die Archi­ tektur, die Geschichte, und ich liebe in dieser Stadt das Shopping, vor allem Kleider. Zuerst haben wir in der Gerechtigkeitsgasse gewohnt, nachdem mein Sohn Liam auf die Welt gekom­ men ist, sind wir umgezogen. Nun wohnen wir in der Nähe des Marzilis und der Aare. Im Sommer gehe ich dort gerne ein­ bis zweimal pro Woche schwimmen. Auch gehe ich gerne mit meiner Frau Julie auswärts essen, zum Beispiel ins Sassafraz oder ins Grissino. 9 Jahre SCB. Ich gelte ja offiziell nicht als Ausländer, aber es gibt wohl nicht viele «imports», die solange beim SCB geblieben sind. Der SCB und ich hatten eine gute Bezie­ hung und es war eine lange Zeit, die sehr schnell vorbei gegangen ist. Ich erinnere mich noch, als

Saison 2002/03

Saison 2003/04

Saison 2004/05

57 Spiele, 19 Tore, 44 Assists. Rang 3 in der Qualifikation, Halbfinal-Out gegen den HCD.

50 Spiele, 17 Tore, 51 Assists. Rang 2 in der Qualifikation, Schweizer Meister.

45 Spiele, 16 Tore, 30 Assists. Rang 8 in der Qualifikation, Halbfinal-Out gegen den HCD.


Christian Dubé

spirit

milie sehr vermissen» ich an Weihnachten 2001 meinen Vertrag beim SCB unterschieben hatte. Im ersten Spiel des neuen Jahrs spielte ich mit Lugano in Bern und erzielte drei Tore. Die Leute im Stadion haben gejubelt. Den SCB werde ich als professionelle Organisation in Erinnerung halten, eine der besten, die es gibt. In Bern wird wirklich alles dafür getan, um Erfolg zu haben, auch wenn es unmöglich ist, immer erfolgreich zu sein. Die Mentalität beim SCB ist beeindruckend. Die Fans. Ja, was soll ich sagen? Sie waren sehr gut zu mir und haben mich immer unter­ stützt. Ich hatte immer ein gutes Gefühl gegen­ über den Fans. Selbst nachdem ich in Freiburg unterschrieben hatte, blieb die Unterstützung nicht aus. Ein Beispiel werde ich nicht verges­ sen: Ein 75­jähriger Mann ist zu mir gekommen und hat sich per Handschlag bei mir bedankt. Während der Spiele sind die SCB­Fans sehr fordernd. Natürlich, sie dürfen das, schliesslich bezahlen sie. Aber es gab Spiele, in denen sie uns besser hätten unterstützen und wohl auch

helfen können, wenn es uns nicht lief. Wir sagen zwar immer, wir hören das Publikum nicht, aber wir hören die Pfiffe schon. Die Mitspieler. Ich habe es geliebt und genossen, mit ihnen in der Garderobe zu sein. Ich könnte viele aufzählen, wirklich, aber ich nenne nur einige. Ivo Rüthemann, Marco Bührer,

Saison 2005/06

44 Spiele, 8 Tore, 27 Assists. Rang 1 in der Qualifikation, Viertelfinal-Out gegen Kloten.

Saison 2006/07

57 Spiele, 16 Tore, 54 Assists. Rang 2 in der Qualifikation, Vize-Meister nach der 3:4-Finalniederlage gegen den HC Davos.

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spirit

Sport

Philippe Furrer, Beat Gerber, David Jobin und Marc Reichert, mit ihnen habe ich am längsten zusammengespielt. Wir haben grosse Erinne­ rungen, wir haben zwei Titel gewonnen, wir haben Freuden geteilt, wir hatten Ärger, wir haben Tränen vergossen, wir sind wie eine Familie. Ich werde diese Familie sehr vermissen (Christian Dubé kommen einige Tränen). Ich bin ein sehr emotionaler Mensch. Es gibt Leute, die behaupten, ich sei ein Egoist. Aber ich habe mich in dieser Gruppe sehr wohl gewohlt. Es gibt einen, der das genau weiss: Zu «Fräne» Kehrli, unserem Materialchef, hatte ich ein besonderes Verhältnis. Er hat sich von Anfang an sehr um mich gekümmert und wir hatten immer Spass. Und ich habe mich in diesem Team entwickelt. Ich kam als Topscorer und

Christian Dubé Geboren: Nationalität: Position: Stockhand:

25. April 1977 Kanada Mittelstürmer rechts

Stationen: Sierre, La Chaux­de­Fonds (Junioren), Martigny (Junioren, NLB), Sher­ brooke Faucons, Hull Olympiques (QMJHL), NY Rangers (NHL) / Hartford Wolf Pack (AHL), Lugano, Bern Beim SCB: 2002 bis 2011 Bilanz: 2 Meistertitel (2004 und 2010) Statistik: 431 Spiele, 124 Tore, 347 Assists, 471 Punkte

Saison 2007/08

Saison 2008/09

53 Spiele, 11 Tore, 46 Assists. Rang 1 in der 52 Spiele, 18 Tore, 43 Assists. Rang 1 in der Qualifikation, Viertelfinal-Out gegen Fribourg. Qualifikation, Viertelfinal-Out gegen Zug.

Saison 2009/10

18 Spiele, 3 Tore, 13 Assists. Rang 1 in der Qualifikation, Schweizer Meister.


Christian Dubé

eleganter Spieler, aber ich habe erkannt, dass wir im Team viele gute Scorer haben und es genau so wichtig ist, Schüsse abzublocken. Das Spiel. Ich liebe es, ich liebe den Wett­ bewerb. Als ich jung war, wollte ich Profi werden und mein Geld mit Eishockey verdienen. Ich weiss noch, wie es war, als ich mit 16 angefan­ gen habe. Nun bin ich 17 Jahre älter und habe gelernt, was ein Team braucht. Heute sind die Mannschaften viel besser vorbereitet als damals. Die Coaches machen auf alle Details aufmerksam, man kann nichts mehr verstecken. Und das Niveau der Schweizer Spieler ist deut­ lich gestiegen, auch bezüglich Härte. Wenn man schaut, wie die Schweizer in Vancouver an Olympia aufgetreten sind. Sie haben gegen Kanada mehr Checks gemacht als der Gegner. Teamgeist. Das ist eine Voraussetzung, um Erfolg zu haben. Wir haben das 2004 erlebt. Und die Mannscaften von 2010 und 2011 waren die diesbezüglich die besten, nicht nur, weil wir 2010 erneut einen Titel gewonnen haben. Trainer. Ich hatte einige. Mein Vater, Jim Koleff, Kent Ruhnke, John van Boxmeer, sie alle haben mich besser gemacht. Mein Vater Normand war der erste und jener, der mich am meisten ge­ fordert hat. Er hat 24 Stunden Eishockey im Kopf gehabt, für ihn zählte nur das Perfekte. Dann kam Jim Koleff. Ich war damals jung, aber er hat mein Selbstvertrauen stark gefördert und mich unglaublich viel spielen lassen. Kent Ruhnke war grossartig mit mir, er liess mir alle Freiheiten und nannte Sébastien Bordeleau, Ivo Rüthemann und mich seine Rennpferde.

Saison 2010/11

John van Boxmeer ist ein sehr harter Coach, ich musste zuerst sein Vertrauen gewinnen. Nach dem ersten Training unter ihm hat er Sébastien Bordeleau, Simon Gamache und mich in sein Büro zitiert und uns gefragt, ob wir gut trainiert hätten. Wir sagten: «Ja.» Er antwortete, das sei Pferdemist gewesen. Bei ihm steht man immer unter strenger Aufsicht. Auch von Larry Huras habe ich gelernt: Er hat mir beigebracht, geduldiger zu werden. Kampfgeist. Wer nicht kämpft, kann nichts gewinnen. Es gibt nichts gratis, denn bei gleichem Talent gewinnt der grössere Kämpfer. Geduld. Es wird besser und besser mit dem Alter. Wenn Larry Huras meint, ich sei ungedul­ dig, hätte er mich in Lugano erleben sollen. Ungeduld. Sie ist immer noch da, sie gehört zu mir und meinem Leben. Ivo Rüthemann weiss das am besten. Er ist mein bester Freund, aber wir haben grosse Kämpfe ausgetragen, sogar auf dem Eis. Dort haben wir uns sogar einmal geschlagen. Manchmal bereue ich meine Ungeduld im Nachhinein und muss mich entschuldigen. Aber sie ist einfach da. Meine Grossmutter ist 89. Man kann ihr etwas er­ zählen, das 50 Jahre her ist und sie braust auf, als sei es gestern geschehen. Die schönsten Erinnerungen. Ich glaube, der erste Titel ist immer der schönste. 2004, als wir mit dem SCB in Lugano das fünfte Finalspiel gewonnen hatten, bleibt für mich die schönste Erinnerung. Ich stand damals zum dritten Mal in einem Final und gewann endlich meinen ersten

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Journalisten über Christian Dubé Ich habe Christian Dubé im Zusammen­ hang mit der Arbeit an meinem Porträt­ Band «Direktabnah­ me» näher kennen­ gelernt. Er hat mir damals die Türe zu seiner Wohnung und in sein Innenleben bereitwillig geöffnet. Angetroffen habe ich einen Menschen, der viel komplexer ist, als er öffentlich immer wieder dargestellt wird. Christian Dubé geniesst seither meinen Respekt – als Eishockeyspieler, vor allem aber auch als Mensch. Daniel Germann, Journalist, Neue Zürcher Zeitung

Christian Dubé trägt sozusagen die Ab­ kürzung des Kantons Bern in seinem Na­ men. Er wird immer mit dem SC Bern in Verbindung bleiben. Was man in seinen neun Jahren beim SCB gesehen hat, entsprach dem Bild eines Vorzeigesportlers. Er war der filigrane Techniker, der Kampf, Leidenschaft und Geschwindigkeit in perfekter Weise vermischt hat. Sein vorbild­ liches Verhalten liess sich auch nach seinen Treffern ablesen: Aus Respekt vor den Gegenspielern verzichtete er auf ausgiebi­ gen Torjubel. Ich hoffe, dass Dubé auch nach seinem Abgang in der PostFinance­ Arena von den SCB­Fans so begrüsst wird, wie er es verdient: mit gehörigem Respekt vor einem grossen Eishockey­Spieler. Albert Staudenmann, Kommunikationschef BSC Young Boys, zuvor Sportchef Berner Zeitung und Sportredaktor am «Bund»

55 Spiele, 16 Tore, 39 Assists. Rang 3 in der Qualifikation, Halbfinal-Out gegen Kloten.

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Christian Dubé

Titel. 2010 habe ich nach meiner langwierigen Verletzung nur am Schluss gespielt. Aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis, nicht zuletzt weil wir ein grossartiges Team waren. Die schwierigsten Momente. Vermutlich war das 2007, als wir das siebente Playoff­Finalspiel in Davos mit 0:1 verloren. Das war ein bitteres, intensives Erlebnis, vor allem weil wir damals gleich gut waren wie Davos. Das 0:1 im siebten Halbfinal gegen Kloten am Ende meiner letzten Saison in Bern war anders. Es war für mich persönlich nach dem Spiel zwar auch sehr emotional, weil es mein Abschied vom SCB war. Aber im Spiel war Kloten besser, das müssen wir uns einge­ stehen. Zu den negativen Momenten gehören natürlich auch die Viertel­ final­Niederlagen gegen Gottéron und Zug. Vor allem gegen die Freiburger war es schmerzhaft, weil wir während der gesamten Serie unglaublich dominant waren und doch mit 2:4 ausgeschieden sind.

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Familie. Sie ist das Wichtigste in meinem Leben. Und ich fühle mich hier in Bern mit meiner Familie sehr wohl, so dass ich mir

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Journalisten über Christian Dubé Der SCB mit Christi­ an Dubé, das war eine schöne und lan­ ge Liebesgeschichte mit Höhen und Tie­ fen. Kompliziert und manchmal fröstelnd, aber mit dem ge­ meinsamen Willen, die Ärmel nach Enttäu­ schungen wieder hochzukrempeln. Der SCB ohne Christian Dubé, das wird ein bisschen sein wie der Graben ohne Bären, die Alpen ohne Eiger, Heidi ohne Grossvater. Christian Dubé ohne den SCB wird ein verwaister Profisportler sein. Ein Mann, der seine Zeiten beim SCB nie vergessen wird. Ein Spieler, der tosenden Applaus verdient, auch wenn er künftig im Dress des HC Gottéron in der Post­ Finance­Arena einlaufen wird. Emmanuel Favre, Sportchef «Le Matin»

79 Tore, 123 Assists in 158 Spielen: Wer in Lugano Christian Dubé geliebt hat, erinnert sich an ihn allein aufgrund die­ ser aussergewöhn­ lichen Zahlen. Wer ihn nicht geliebt hat, bringt ihn mit dem dreifachen Flop (zwei verlorene Finalserien und ein Halbfinal­Ausscheiden, immer ge­ gen die ZSC Lions) in Verbindung. Die Wahrheit ist auch hier in der Mitte: Im weiss­schwarzen Dress schoss der damals noch blutjunge Dubé viele Tore in der Regular Season, weniger in den wichti­ gen Playoff­Matches und gewann nichts. Im Gegensatz zum HC Lugano hat Dubé in diesen Jahren bestimmt die Tugend der Geduld gelernt. Bekanntlich ist die Geduld eine Tugend der Starken. Tatsächlich habe ich nie im geringsten daran gezweifelt, dass Christian Dubé stark war und noch ist, auch wenn ich ihn nur im SCB­Dress als Meister erleben durfte... Piergiorgio Giambonini, Sportchef Giornale del Popolo

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Christian Dubé mit Frau Julie und Sohn Liam. Am 9. Dezember 2010 wurde die Familie durch die Geburt des zweiten Sohnes Sky zu einem Quartett.

v­ orstellen kann, für immer hier zu bleiben. Ich bin nun seit zwölf Jahren in der Schweiz und fühle mich inzwischen mehr als Schweizer denn als Kanadier. Mit meinen Angehörigen in Kanada bin ich aber wöchentlich per Skype in Kontakt. Zukunft. Ich weiss nicht, was auf mich zukommt. Ich bin noch jung. Nun kommt der Wechsel nach Freiburg in eine neue, völlig andere Orga­ nisation. Es wird ein Start bei Null. Selbst wenn ich einige meiner neuen Mitspieler kenne, werden ungewohnte Gefühlen aufkommen, nachdem ich neun Jahre lang in Bern gewesen bin. Ich hoffe, noch ein paar Jahre Eishockey spielen zu können. Danach werde ich sicher in irgendeiner Weise mit dem Eishockey verbunden bleiben. (dk) l

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Simon Gamache

«Schwierigkeiten sind eine Herausforderung» Nach viereinhalb Saison verlässt der Kanadier Simon Gamache den SCB und zieht wie Christian Dubé zum HC Fribourg-Gottéron. Gamache spricht rückblickend von einer «tollen Zeit».

An ihm scheiden sich die Geister. Simon Gamache hat wegen seiner unkonventionellen Spielweise, mit welcher er bei jedem Gegner, aber manchmal auch in den eigenen Reihen Unruhe stiften konnte, oft Polemik verursacht. Im SCB, in dessen Umfeld, unter den SCBAnhängern, in den Medien. Aber ob man ihn

liebte oder nicht: Gamache verdient für seinen stets hundertprozentigen Einsatz auf dem Eis und für seine professionelle Einstellung, wenn er manchmal wochenlang nicht spielen durfte, grossen Respekt. Und auch die Zahlen sprechen für

ihn: Für den SCB hat er in viereinhalb Jahren 202 Spiele absolviert und ist dabei auf die stolze Ausbeute von 218 Punkten (75 Tore/ 143 Assists) gekommen. Noch in Erinnerung ist sein erstes Jahr, als der Kanadier in der Saison 2006/07 die Herzen der Fans im Sturm eroberte und unter John van Boxmeer eine Leaderrolle spielte, die ihn bis zum siebten Playoff-Finalspiel in Davos führte. Dort unterlag der SCB dann 0:1. Van Boxmeer sagte in jener Saison des öftern: «Wir haben Spieler mit viel mehr Talent, aber wir haben keinen, der soviel aus sich herausholt wie Gamache.» Der Kanadier wollte es nach der für ihn ausgezeichneten Saison nochmals wissen und verliess den SCB Richtung NHL. Bei den Toronto Maple Leafs konnte er sich jedoch nicht durchsetzen. Der Dank von Plüss Nach Weihnachten kehrte er zum SCB zurück, erfüllte aber die grossen Erwartungen nicht mehr. Typisch für ihn, dass er trotzdem kämpfte und dabei manchmal auch überborderte. So zettelte er einmal als einer der kleinsten Berner ausgerechnet gegen Gottérons Shawn Heins eine Schlägerei an – in der Absicht, ein Zeichen zu setzen. Die Wirkung blieb bescheiden, und der SCB scheiterte trotzdem im Playoff-Viertelfinal an den Freiburgern. Es wurde nicht besser. Auch in der folgenden Saison konnte Gamache das Ausscheiden im Viertelfinal (gegen Zug) nicht verhindern. Dann kam mit Larry Huras ein neuer Trainer, der die Prioritäten anders setzte. Gamache musste in der Meistersaison manchmal wochenlang zuschauen. Als er jedoch gebraucht wurde, war er da. So wie im zweiten Playoff-


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Halbfinal, als er in Kloten drei Tore zum 6:4-Sieg erzielte. Captain Martin Plüss griff auf der anschliessenden Heimfahrt im Car zum Mikrofon und dankte Gamache für seine Leistung und seinen Teamgeist, den er zuvor auch in der Zuschauerrolle bewiesen habe. Der Respekt von Leuenberger Es ist kein Geheimnis, dass der SCB Gamache während dessen zweiter, dreieinhalb Jahre dauernder Vertragszeit das eine oder andere Mal abgeben wollte. Ebenso deutlich beharrte der Stürmer jeweils darauf, seinen Vertrag erfüllen zu wollen. Als er zu Beginn der abgelaufenen Saison die Position 5 unter den SCBAusländern einnehmen musste, nahm er zwar die Chance wahr, sich für sieben Spiele an den HC Fribourg-Gottéron ausleihen zu lassen. Doch obwohl er dort sofort einschlug und auch bei den Freiburger Anhängern grosse Sympathie gewann, schlug er später die Gelegenheit aus, bereits vor dem Saisonende definitiv zu den Saanestädtern zu wechseln. «Es war jeweils knallhart, wenn wir verhandelt haben, aber es ist dabei immer fair geblieben. Wir konnten uns am Ende immer in die Augen schauen», sagt Sportchef Sven Leuenberger ebenso schmunzelnd wie respektvoll. Das Lob von Gamache «Es waren fünf Saisons professionelle Arbeit, auch vom SCB. Man ist immer fair zu mir gewesen und ich kann nichts anderes sagen, als dass es unter dem Strich eine tolle Zeit gewesen ist», sagt Simon Gamache zum Abschied lobend. Er verschweigt allerdings nicht, dass es für ihn oft sehr, sehr hart gewesen sei, keine Chance zu erhalten. «Aber das gehört zum

Leben. Schwierigkeiten sind eine Herausforderung. Ich habe in jeder Situation versucht, mein Bestes zu geben.» Er habe viel Geduld

Die 5 Saisons von Simon Gamache beim SCB Saison 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 Total

Spiele 60 17 52 40 33 202

Tore 27 3 19 15 11 75

Assists 55 15 36 17 20 143

Punkte Strafminuten 82 50 18 6 55 94 32 24 31 24 218 198

gebraucht, aber die Mitspieler hätten es ihm leichter gemacht. «Es war ein wirklich gutes Team.» Er habe auch seinen Entscheid, den Club nicht früher zu wechseln, nicht bereut. Es sei richtig gewesen zu bleiben. «Nun gehe ich in Frieden, werde meine Haare nicht schneiden und Ende Juli aufgeregt in die Schweiz zurückkehren», witzelt er. Gamache hat beim SCB eine professionelle Einstellung gezeigt und war dabei immer für ein Spässchen zu haben. Auch als er sich beim Abschlussessen der Mannschaft von seinen Mitspielern verabschiedete, versuchte er dies locker und humorvoll zu tun. Es gelang ihm nicht. Es kamen Tränen. Tränen, die nicht gegen Simon Gamache sprechen. (dk) ●

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ängelibeck, der Bärner Bio-Beck. Kurt Sahli ist als «ängelibeck» in Bern ein bekanntes Gesicht und seit 40 Jahren eingefleischter SCB-Fan. Für spirit unterhielt sich der SCB-Partner mit Jungstürmer Joël Vermin (19) über seine erste Saison in der NL A.

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Joël, du hast deine erste volle Saison in der NL A hinter dich gebracht und bist zum Schluss fast schon ein wenig zum Publikumsliebling aufgestiegen. Wie fühlt sich das an? (Schmunzelt) Es ist schon speziell... Ich bin seit meiner Kindheit ein grosser SCB-Fan und als Eishockeyjunior war es deshalb ein grosser Traum, eines Tages mit der 1. Mannschaft einzulaufen. Dies zu schaffen, war schon ein tolles Gefühl. In den Playoffs an der Seite von Martin Plüss und Ivo Rüthemann zu spielen, war noch eine zusätzliche Ehre. Hast du von den beiden speziell profitiert? Natürlich. Sie haben mir im Training und während den Spielen immer wieder wertvolle Tipps gegeben. Auf dem Eis gaben mir die beiden eine gewisse Sicherheit. Ich konnte mich darauf verlassen, dass sie mir auch in defensiver Hinsicht halfen, so dass ich hin und wieder mal etwas in der Offensive versuchen konnte. Wir wissen, dass Larry Huras ein Erfolgscoach ist. Doch wie geht er mit jungen Spielern um? Grundsätzlich werden wir genau gleich behandelt wie alle anderen. Ich selber hatte zu Beginn aber grossen Respekt vor ihm, schliesslich wusste ich, was er schon alles erreicht hat. Mit der Zeit hat sich das gelockert. Als ich in der ersten Phase der Saison verschiedene Fehler in der Defensive gemacht hatte, hat er mich aber zum Videostudium vorgeladen. Da habe ich dann Einzellektionen erhalten.

Der SCB ist im Playoff-Halbfinal gegen Kloten in extremis ausgeschieden? Woran hat es aus deiner Sicht gelegen? Dieses Spiel 7 war so knapp. Nur ein Tor hat letztlich diese Serie entschieden. Das zeigt, dass es an den kleinen Details gelegen hat. Die Kloten Flyers haben halt einfach diese kleinen Dinge besser gemacht als wir. Wir müssen uns da alle an der Nase nehmen, auch ich habe Spiele gehabt, die nicht gut waren. Ich hatte das Gefühl, dass euch heuer einer wie Roman Josi stark gefehlt hat... Ja klar, einen so talentierten Verteidiger wie Roman Josi kann man schliesslich nicht einfach so ersetzen. Aber daran hat es nicht gelegen, damit müssen wir umgehen können. Man darf ebenfalls nicht vergessen, dass wir damals Meister geworden sind und einfach alles zusammengepasst hat. Übrigens werden wir ja in der nächsten Saison ohne Christian Dubé antreten. Das ist auch ein Spieler, den man nicht einfach so ersetzen kann. Du hast in diesem Jahr ähnlich schöne ­Erfahrungen gemacht, wie dein Freund ­Tristan Scherwey im Jahr zuvor. Dieser hatte wiederum in dieser Saison – derjenigen der Bewährung – einen schweren Stand. Ist das für dich auch ein Warnschuss? Natürlich bin ich mir bewusst, dass die Saison der Bestätigung schwierig werden wird. Nicht nur die Erwartungen von aussen werden

grösser, sondern auch diejenigen, die du an dich selbst stellst. Das war für Tristan sicher nicht einfach. Nächstes Jahr werde ich in dieser Situation sein. Ich versuche aber, mir deswegen keinen grossen Kopf zu machen und einfach weiter hart zu arbeiten. Du hast eingangs erwähnt, dass du früher ein grosser SCB-Fan gewesen bist. Gab es einen Spieler, den du speziell bewundert hast? Da gibt es einige... Yves Sarault, Ivo Rüthemann oder natürlich Christian Dubé. Umso schöner war es, mit den beiden letzteren nun in einem Team zu spielen. Als bekannt wurde, dass Dubé nach Fribourg gehen wird, war ich schon ein wenig betroffen. Aber so läuft halt das Geschäft. Gibt es auch einen Spieler, gegen den du nicht gerne spielst? Shawn Heins von Fribourg wäre wohl so einer. Der sticht nur schon von seiner Postur heraus – irgendwie ist er auch eine Reizfigur, wie einst Sarault. Wenn man den im Nacken spürt, fühlt es sich nicht gut an. Du machst derzeit die Matur. Bist du in der Schule ebenso gut wie im Eishockey? (Lacht) Ich bin kein schlechter, aber auch kein Musterschüler. Für das Eishockey habe ich aber sicherlich immer mehr Leidenschaft aufbringen können. Deshalb bin ich auch froh, dass ich jetzt dann bald voll auf die Karte Eishockey setzen kann.

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Martin Höhener

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Das schöne Hockeyleben in Bern

Drei Mal stand Martin Höhener (30) bisher in einem Playoff-Final, drei Mal ist er gescheitert. Mit dem SCB will der letztjährige Genfer nun endlich Meister werden. Gegenüber spirit gibt er die ersten Eindrücke über seinen neuen Arbeitsort preis.

Komplett ist der Stamm der SCB-Spieler zwar noch nicht, doch bereits jetzt schwitzt eine Gruppe von rund einem Dutzend Spielern im Kraftraum im Bauch der PostFinance-Arena. Unter ihnen findet sich auch ein neues Gesicht: Martin Höhener, im letzten Jahr noch in Diensten von Genf-Servette. Der 30-jährige Zürcher Verteidiger lebt zwar erst seit drei Wochen in der Region, mit seiner Freundin und den beiden Kindern (1 und 2-jährig) hat er in Ostermundigen eine Wohnung bezogen. Doch die kurze Zeit

genügte bereits, um sich einen ersten (guten) Eindruck zu machen. «Viele Zürcher tragen immer noch das Vorurteil mit sich, dass Bern ein wenig eine Vorstadt Zürichs sei. Nach nur wenigen Tagen kann ich definitiv sagen, dass dem nicht so ist. Bern ist nicht so verschlafen wie sie in Zürich gerne behaupten», sagt er lachend. Er habe zwar bei weitem noch nicht alles gesehen, doch für einen Familienausflug in den Bärengraben, den Rosengarten und in die Altstadt hat es bereits gereicht. «In Genf und

Zürich hat es zwar einen See, aber ich freue mich jetzt schon auf die Aare. Vielleicht fahre ich mit meiner Familie mal nach Thun und lasse mich dann in der Aare bis nach Bern treiben», meint er scherzhaft. Dass Höhener dieser Tage so gut aufgelegt ist, hat jedoch nicht nur mit der schönen Stadt Bern zu tun. Auch die Bedingungen beim SCB haben es ihm angetan. Er schätze das Umfeld des Klubs sehr, praktisch alles sei sehr modern und professionell. «Es ist für mich wirklich angenehmer als in Genf. Hier kann man einfach das schönere Hockeyleben führen», fasst er zusammen. Von den neuen Teamkameraden sei er gut aufgenommen worden: «Ich kenne ja schon einige aus früheren Zeiten, mit Byron Ritchie wird noch einer zu uns stossen, mit dem ich in Genf sehr gut befreundet war.» Und auch trainingstechnisch, hat für ihn eine neue Zeit begonnen. «Das geführte Training hat durchaus seine Vorteile. Wenn ich so trainiere wie die Jungs hier, dann kann ich in der nächsten Saison bestimmt etwas reissen.» Seine Rolle im Team sieht er dort, wo der SCB im letzten Jahr Defizite hatte: «Ich bin ein Verteidiger, der sich ab und zu auch in die Offensive einschalten kann.» Das wird man von Seiten der SCB-Verantwortlichen gern hören, schliesslich verfolgen hier alle ein Ziel: den Meistertitel. «Ich bin jetzt drei Mal im Final gescheitert. Es war sicher ein wichtiger Grund für meine Entscheidung, nach Bern zu kommen, dass man hier jedes Jahr um den Titel spielen kann», erklärt Martin Höhener. Ein weiteres Argument war auch Coach Larry Huras, unter dem er in der Saison 2006/07 in Ambrì nach einer kurzen Baisse wieder zu seinem besten Hockey gefunden hat. Doch Argumente hin oder her: «Wenn du im Herbst deiner Karriere stehst und der SCB fragt dich an, dann musst du nicht mehr gross überlegen.» (mm) ●

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SCB Future

Das Los Angeles-Tagebu der SCB-Moskitos

len zurück, bevor wir in Los Angeles landeten. Dort konnten wir Herrn Stefan Bachofner, der uns an das Turnier eingeladen hatte, begrüssen. Mit Kleinbussen wurden wir in unser Hotel transferiert. Beim Abendessen wartete noch eine grosse Überraschung auf uns: ein mit Namen bedrucktes T-Shirt für jeden Spieler.

Das Moskito-Team von SCB Future war im Februar am «Golden State Presidents Cup Hockey Tournament» in Los Angeles eingeladen. Die Spieler haben während des Aufenthaltes in Los Angeles ein Tagebuch geführt und ihre Eindrücke festgehalten.

12. Februar Am Samstag, 12. Februar, trafen sich Betreuer, Trainer und Spieler um 7.30 Uhr bei der PostFinance-Arena, um das Abenteuer «Los Angeles» in Angriff zu nehmen. Pünktlich um 8 Uhr startete der Marti-Car Richtung Zürich Flug-

hafen. In Zürich angekommen, erwartete uns bereits Frau Nicole Szalai von Globetrotter Reisen, welche uns beim Check-In half. Bald darauf hoben wir mit dem Flug Swiss LX40 ab. Wir legten bei einer Flugdauer von ca. 12 Stunden eine Strecke von 9545 km oder 5931 Mei-

13. Februar Heute haben wir den Venice Beach besucht. Wir haben es am Strand genossen und konnten uns gut von der Reise erholen. Am Abend stand dann schon ein Trainingsspiel gegen die LA Kings auf dem Programm. Unser erstes Eishockeyspiel auf amerikanischem Eis. Etwas nervös starteten wir in die Partie und lagen bald einmal 0:2 zurück. Von Minute zu Minute lief es uns auf dem engeren Spielfeld besser und wir gewannen noch mit 5:3. Nach dem intensiven Spiel waren wir bei Stefan Bachofner im Chalet Edelweiss zum Pizza-Essen eingeladen. 14. Februar Wir waren in den Universal Studios. Dort hatte es viele coole Achterbahnen wie z.B. Jurassic Park, Revenge of the Mummy und Simpsons,


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uch die wir teilweise mehrmals benützten. Dazu gab es eine Studio-Rund­fahrt und viele Filme wie Shrek und Terminator in 4D zu sehen. In einer Spezialeffekt-Show wurde gezeigt, wie die ­verschiedenen Tricks angewendet werden. Der Tag hat uns sehr viel Spass gemacht. 15. Februar Wir liessen uns vom schlechten Wetter nicht ­beeindrucken und fuhren nach Hollywood zum Walk of Fame. Der Walk of Fame ist ein Gehweg in Los Angeles, auf welchem berühmte Per­ sonen einen Stern erhalten und somit geehrt werden. Natürlich gibt es dort auch zahlreiche Shopping-Gelegenheiten. Gegen Abend berei­ teten wir uns mit gezielten Kraft- und Beweglichkeitsübungen auf das Eistrai­ning mit den LA Kings im Toyota Sport Center vor. Das Training war dann gut und lehrreich. 16. Februar Am Morgen hatten wir erneut ein Training, diesmal aber ohne die Kings. Zuerst wärmten wir uns auf der Inline-Hockeyanlage mit Übungen und einem Unihockeymatch auf, danach ging es aufs Eis. In diesen 75 Minuten erlebten wir ein sehr intensives Eistraining mit vielen interes­santen Übungen. Nach einer kleinen Stärkung gingen wir in ein riesiges Einkaufscenter zum Shopping. Danach gingen wir noch in einen riesengrossen Eishockeyshop, wo wir uns fast nicht satt sehen


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17. Februar Heute waren wir im Disneyland. Darauf hatten wir uns sehr gefreut. Allerdings merkten wir rasch, dass die Bahnen im Disneyland eher für kleinere Kinder sind. Entsprechend waren wir ein bisschen enttäuscht. Wir haben aber das Beste daraus gemacht und dennoch einen lus­ tigen Tag verbracht. Am Abend gin­gen wir ­erneut zu Stefan Bachofner ins Chalet Edelweiss. Dort erwartete uns ein feines Pasta-Buffet sowie die Vorführung vom Schweizer Animationsfilm «Drachen zähmen – leicht gemacht». Der CoAnimator Simon Otto zeigte uns die Aufgabe eines Animators. Dies war interessant. 18. Februar Nach dem morgendlichen Off-Ice-Training in der Unihockeyhalle, das viel Spass gemacht hat, mussten wir uns am Nachmittag in unseren Zimmern etwas ausruhen und uns auf den ­Turnierbeginn konzentrieren. Uns erwar­tete im ersten Gruppenspiel der gleiche Gegner wie im Testspiel. Die einheimische Mannschaft wollte dabei unbedingt Revanche für die Niederlage nehmen. Das Startspiel erwies sich als sehr ausgeglichen und eng. Nach sechs Pfosten- und Lattenschüssen konnten wir in den letzten zwei Minuten noch zwei Tore erzielen und besiegten die LA Junior Kings 2:0. NHL-Goalie Jonas Hiller und SCB-Moskito-Verteidiger Nicolas Schärmeli.

konnten. Damit nicht genug. Es stand uns ein besonderes Highlight bevor: der Besuch des NHL-Spiels Anaheim Ducks – Washington Capitals im Stadion «Honda Center» mit 17 193 (Sitz-)Plätzen. In der Mitte hängt ein grosser Videowürfel. Alle Szenen und Spiel­züge werden mehrmals wiederholt, so dass wir jeden Schiedsrichterentscheid über­prüfen konnten. Die Caps

mit Alexander Ovechkin haben das Spiel mit 7:6 gewonnen. Im Team der Ducks stehen auch die beiden Schweizer Jonas Hiller und Luca Sbisa. Leider konnte Jonas Hiller wegen seiner Erkrankung nicht spielen. Beide Stars kamen aber nach dem Spiel noch zu uns und haben Fragen beantwortet und Unterschriften gegeben. Es war ein eindrückliches Erlebnis.

19. Februar Bereits um 4.45 Uhr hiess es Tagwache und um 5.15 Uhr war Frühstück angesagt. Denn ­morgens um 6.30 Uhr stand der Match gegen die California Waves auf dem Programm. Im Team der Waves standen sehr grosse Spieler, die teilweise sogar grösser sind als unser Coach Daniel Meier. Sie spielten sehr aggressiv und hart auf den Körper. Nach einem anfänglichen 0:2-Rückstand konnten wir uns jedoch wieder

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herankämpfen und ausgleichen. Leider hat es am Schluss doch nicht ganz gereicht und wir verloren das Spiel mit 2:3. Nach diesem Spiel sind wir ins Firehouse am Venice Beach gefahren und anschliessend am Strand noch spazieren gegangen. Am Nachmittag stand schon das nächste Spiel gegen die Blackhawks aus Santa Clara, eine weitere kalifornische Mannschaft, an. Auch in dieser Mannschaft waren die Spieler sehr gross. Wir waren ihnen aber läuferisch überlegen. Die Blackhawks hatten einige starke Einzelspieler. Da unser Team aber sehr ausgeglichen ist, hatten wir das Spiel im Griff und gewannen mit 3:2. 20. Februar Wir mussten erneut früh, um 6:30 Uhr, aufstehen und die Hockeytasche packen. Um 8:15 Uhr hatten wir unser viertes und letztes Vorrundenspiel. Der Gegner kam aus Seattle. Wir wussten, dass wir dieses Spiel unbedingt

gewinnen mussten, um eine Chance auf die Finalteilnahme zu haben. Wir erwischten zum Glück einen guten Start, konnten das Spiel von Beginn an dominieren und gingen sehr früh in Führung. Anschliessend gelang uns Tor um Tor, wir gewannen schliesslich 11:2 und qualifizierten uns für den Final. Wir waren alle sehr stolz und glücklich. Am Nachmittag gingen einige von uns nochmals zum Shopping in einem Outlet-Store. Andere fuhren nach Beverly Hills, in der Hoffnung, dort Stars und Sternchen anzutreffen. Am Abend waren wir wieder bei Stefan Bachofner im Swiss Chalet zu Gast. 21. Februar Es war soweit: Wir standen gegen die California Waves im Final des Golden State Presidents Cup Hockey Tournament. Gegen diesen Gegner hatten wir im Gruppenspiel knapp verloren. Trotz sehr guter Vorbereitung auf das Spiel konnten wir unsere Nervosität nicht ablegen

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und unterlagen im Final 1:5. Die Stimmung danach war natürlich entsprechend mies. Nachdem wir uns am Nachmittag am Pool ausgeruht hatten, fuhren wir noch zum Hermosa Beach und spielten dort Volleyball und Football. Dabei besserte sich die Stimmung wieder und wir empfanden Stolz auf den erreichten 2. Platz! Beim gemeinsamen Abendessen in einem feinen italienischen Restaurant nahmen wir Abschied von unserem Freund Stefan Bachofner und seiner Familie. Mit Reto Schürch war an diesem Abend ein weiterer ehemaliger Hockeyspieler mit uns zusammen. P.S.: Auf dem Eis zu stehen und die Nationalhymne der Schweiz zu hören war das coolste Gefühl überhaupt. Unvergesslich! 22. Februar Nach dem Morgenessen hiess es Auschecken und Abreisen. Einige verbrachten den sonnigen Tag noch am Pool, andere schrieben

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Wir sind, wie wir sind. Und darauf sind wir stolz.

Arbeitsort ist Lebensort: Roland Wegner, Lehrlingsbetreuer Polygrafen, Fritz Streit, Kundenprojektleiter, ihr Hobby ist Fussball.

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A­ nsichtskarten und einige be­reiteten sich mit Schlafen auf die lange Reise vor. Eine Gruppe spielte hinter dem Hotel noch mit einem Rugby-Ball. Bald einmal fuhren die Busse vor und es hiess Abschied nehmen von unserem Hotel Hilton Garden Inn. Trotz unserer getätigten ­Einkäufe verlief das Einchecken problemlos. An Bord der Swiss LX41 wurden wir vom Pilot über das Mikro­fon begrüsst und zu unserem 2. Platz beglückwünscht. Dies war ein tolles Erlebnis. 23. Februar Pünktlich um 15.45 Uhr sind wir in Zürich gelandet und anschliessend mit dem Marti Car sicher zu un­serem Ausgangspunkt, der PostFinance-Arena, zurückgekehrt. Dort wurden

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wir von Eltern und Geschwistern, welche bei dieser Reise nicht dabeisein konnten, freudig in Empfang genommen. Die Tage in Los Angeles gingen viel zu schnell vorbei. Wir haben viel gesehen, viel erlebt und werden diese Reise wohl nie vergessen und uns immer gerne wieder daran erinnern. Im Hockey haben wir von unseren USA-Kameraden punkto Einsatz extrem viel lernen können. Das Turnier hatte hohes Niveau, was uns in Zukunft sicher zugute kommen wird. Wir möchten es nicht unterlassen, und uns bei allen, die diese Reise ermöglicht haben, recht herzlich be­danken.  l Das Team Moskito SCB Future

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Freude auf Bern und die Aare Meine erste Saison in Nordamerika ist zu Ende. Der Abschluss war sehr schmerzhaft. Wir standen mit den Milwaukee Admirals im Final der West Division gegen die Houston Aeros. Im alles entscheidenden siebten Spiel glichen wir im letzten Drittel zum 2:2 aus. Kurz vor Schluss setzten wir unseren Gegner stark unter Druck, wirbelten während 45 Sekunden in dessen Drittel und kamen zu zahlreichen Torchancen, aber das Führungstor gelang uns nicht. Im Gegenzug traf Houston 81 Sekunden vor Schluss zum 3:2 und danach noch ins leere Tor zum 4:2. Wir waren am Boden zerstört, die Enttäuschung war riesengross. Denn wir hatten alle Möglichkeiten, um diese Partie zu gewinnen und in den Halbfinal des Calder Cups einziehen zu können. Persönlich habe ich eine gute, aber nicht überragende Saison erlebt. Es war ein Lehrjahr, ich musste mein Spiel anpassen und hatte in der Regular Season vor allem Probleme mit der Konstanz. In den Playoffs lief es mir dann deutlich besser. Nach dem Saisonende gab es noch Teammeetings und Einzelgespräche, danach blieb ich noch einige Tage in Milwaukee, um meine Sachen in Ordnung zu bringen. Ich musste die gemieteten Möbel zurückgeben, mein Auto in die Garage bringen und Kleinigkeiten wie beispielsweise mein Besteck loswerden. Apropos Besteck: Gegen Schluss der Saison kam Etienne Froidevaux mit zwei Teamkameraden aus der Juniorenzeit zu Besuch. Ich habe mein Versprechen gehalten und für die drei sogar gekocht: Poulet mit Teigwaren. Meine Gäste haben nicht reklamiert, im Gegenteil, sie waren offensichtlich zufrieden mit dem, was ich aufgetischt habe. Mit dem Kochen geht es tatsächlich immer besser, auch wenn sich meine Künste auf die Zubereitung von Fleisch,

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Teigwaren und Gemüse beschränken. Aber ich habe zuletzt häufiger und gerne zuhause gegessen. Wenn Sie diese Zeilen lesen, werde ich wieder in meinem richtigen Zuhause in Bern sein. Darauf freue ich mich sehr. Ich habe zwar geplant, irgendwann im Juni nach Mexiko zu verreisen, vor allem aber freue ich mich auf die Zeit im Kreise meiner Familie und Freunde. Bern und die Aare habe ich vermisst. Ich werde beides sehr geniessen. Natürlich werde ich auch meine ehemaligen Teamkameraden vom SCB treffen. Die Playoffs meines Stammclubs habe ich natürlich intensiv mitverfolgt. Leider konnte ich jedoch keine LiveSpiele, sondern nur die Zusammenfassungen

sehen. Die Aufholjagd im Halbfinal gegen die Kloten Flyers hat mich beeindruckt. Aber im siebten Spiel mit 0:1 auszuscheiden, das muss bitter gewesen sein. Zuerst werde ich mich nun einmal richtig erholen. Doch danach hoffe ich, am Sommertraining des SCB teilnehmen zu dürfen. Und dann geht es mit dem Trainingscamp in Nashville im kommenden September wieder von vorne los...

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Peugeot und der SC Bern. Starke Partner Seit vielen Jahren. Bereits seit 1989 unterstützt der Peugeot-löwe die Mutzen. auf diese langjährige, erfolgreiche Partnerschaft sind wir sehr stolz. Zusammen mit den Fans freuen wir uns jetzt schon auf die nächste Saison und auf viele spannende Spiele.


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