Discover Germany, Issue 86, Architecture Special, October 2021

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ARCHITEKTUR FÜR EINE OFFENE GESELLSCHAFT Intervention, Artikulation, Kunst und Innovation: auf diesen vier Säulen basiert die Arbeitsphilosophie des Wiener Architekturbüros Albert Wimmer ZT-GmbH. Das Resultat ist eine klare, zukunftsorientierte Architektur, die Städte klima-fit macht und einen hohen Identifikationswert bringt – und zwar für alle in unserer Gesellschaft.

Das Atelier Architekt Albert Wimmer wurde 1977 gegründet. Durch jahrzehntelange, professionelle Arbeit, und dank eines hochqualifizierten Teams von 70 MitarbeiterInnen (mit einem Frauenanteil von 50 Prozent), kann die Albert Wimmer ZT-GmbH auf einen reichen Erfahrungsschatz im In- und Ausland zurückgreifen. Die Schwerpunkte des preisgekrönten Architekturbüros liegen darauf, Städte weiterzubauen, damit sie den zukünftigen Ansprüchen gerecht werden sowie ambitionierte, architektonische Qualität zu liefern und eine verlässliche Projektabwicklung bezüglich Kosten und Terminen zu leisten. Große Wettbewerbserfolge prägen den Tätigkeitsbereich. So zum Beispiel der Wiener Hauptbahnhof, die T3-Süderweiterung des Wiener Flughafens, das neue Konferenzzentrum bei der Wiener UNO-City, die Masterpläne EUROGATE, Belvedere und Monte Laa, die Klinik Floridsdorf und das Krankenhaus ‚Südspidol‘ in Luxemburg. Weitere Beispiele sind das Kraftwerk Freudenau, das Werftdreieck in Rostock sowie die EM-Stadien in Innsbruck, Salzburg Wals-Siezenheim, Klagenfurt und Lviv (Lemberg, Ukraine) und aktuell die Gesamtentwicklung Haunstetten Südwest in Augsburg. Momentan arbeiten Wimmer und sein kreatives Team an der Kinder- und Jugendklinik, die zurzeit in Freiburg gebaut

und 2023 eröffnet wird. Auch in Rostock gibt es zwei sehr spannende Wohnbauprojekte: das ‚Werftdreieck‘ und die Thierfelderstraße. Das Atelier beschäftigt sich mit komplexen Aufgabenstellungen. Das engagierte Architektenteam seziert diese sorgfältig und antwortet in einer einfachen und verständlichen Architektursprache. Die Herangehensweise ist neben den qualitativen Ansprüchen primär von sozialen, stadtplanerischen und ökologischen Gesichtspunkten geprägt, erklärt Wimmer. „Wir wollen einen innovativen Zugang zur Architektur, eine Art ‚universal design‘, damit alle zukünftigen NutzerInnen zu gleichen Teilen profitieren“, so der Architekt. „Luxus für alle, nicht nur für jene Teile der Gesellschaft, die es sich leisten können. Das trifft vor allem auf den Wohnungsbau zu, aber natürlich auch auf Bauten im Gesundheitswesen, Infrastrukturbauten, Sportstadien oder Kulturbauten.“ Er führt weiter aus: „Die vielfältigen Bedürfnisse und Anforderungen der zukünftigen NutzerInnen eines Gebäudes stehen im Mittelpunkt unseres Planungsprozesses. Denn schließlich bauen wir für die Menschen und nicht an ihnen vorbei!“ www.awimmer.at

Preyer’sche Höfe.

Kinder- und Jugendklinik Freiburg. Foto: Health Team Vienna / zoom vp

Werftdreieck Rostock, Luftbild.

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