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FA H R Z E U G E

| DIENSTLEISTUNGEN | TRENDS

1.2013

#1

WWW.SCANIA.CH

BEWEGT

Ecolution Ecolution by Scania gehört die Zukunft Seite 8

Scania Öl

Neues LDF3-Öl hilft Kosten sparen

Saubere Mittelklasse

Scania stellt Euro-6City King vor

Seite 17

Buses & Coaches

Die nächste Generation Scania Busse Seite 20

Scania Nights

Rückblick auf Euro-6-OffroadNights Seite 14


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Editorial

inhalt

Wir setzen auf langfristige Partnerschaft mit unseren Kunden und auf den gemeinsamen Erfolg.“

Scania bewegt 1.2013

10 Wind

aus dem Rechner

 Ingenieure tauchen in die virtuelle Welt ab. Der Computer hilft, neue Lkw noch schneller zu entwickeln.

16 Glasklare

Liebe Leserinnen und liebe Leser, UNSERE Kunden sind und bleiben unser wichtigstes Thema

Sache

S  cania Werkstätten reparieren oder ersetzen Frontscheiben im Handumdrehen.

25 Neues Center in Schaffhausen A  ls zehnte Niederlassung für VW Nutzfahrzeuge eröffnete die Scania Schweiz AG das neue Center in Schaffhausen.

Ausserdem Nachrichten: Kurzmitteilungen aus der Schweizer Scania Organisation. Seite 4 Porträt: Toggenburger Unternehmungen. Seite 12 Service: Scania Schweiz AG in Emmen. Seite 18 Porträt: Erster Euro 6 im Waadtland. Seite 22 Porträt: Scania mit 42-5-Putzmeister-Aufbau. Seite 23 VW Nutzfahrzeuge: Sattelzug feiert Premiere. Seite 24 Scania Family: Marco Menghini. Seite 26

16

Gerhard Waser, Generaldirektor der Scania Schweiz AG

25

im Jahr 2013. Um Sie bei Ihrer täglichen Arbeit bestmöglich unterstützen und entlasten zu können, bauen wir unser Dienstleistungsangebot kontinuierlich aus und entwickeln es nach Ihren Bedürfnissen und Wünschen weiter. In unserem Netz mit 26 Werkstätten bieten wir Ihnen den Rundum-Service für Ihren kompletten Fuhrpark an. Wir kümmern uns um Ihre leichten und schweren Nutzfahrzeuge, um alle Anhänger, Auflieger, Aufbauten und Anbaugeräte - egal welcher Marke. Scania kümmert sich mit umfassender Servicekompetenz um Ihren Fuhrpark. Wir bieten zahlreiche Dienstleistungspakete rund um Nutzfahrzeuge, Reise- und Linienbusse an, die Sie und Ihr Team bei der täglichen Arbeit unterstützen: z. B. Fahrertraining, FahrerNachbetreuung, Frontscheibenreparatur, Hydraulikschlauchund Hebebühnen-Service, um nur einige wenige zu nennen.

SIE SOLLEN SICH AUF IHR KERNGESCHÄFT KONZENTRIEREN

FÜR SCANIA HABEN DIE PFLEGE UND DER AUSBAU der Kundenbe-

ziehung höchste Priorität. Eine für beide Seiten profitable Partnerschaft ist die Basis für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Sie müssen in Ihrem Geschäft erfolgreich sein und wir unterstützen Sie dabei. Lassen Sie sich von unserer Leistungsfähigkeit und von unseren massgeschneiderten Lösungen überzeugen. Ich wünsche Ihnen viele nützliche Informationen beim Lesen der aktuellen Ausgabe von SCANIA BEWEGT. HERZLICHST, IHR GERHARD WASER

Impressum

SCANIA bewegt · 16. Jahrgang · 1. ausgabe 2013

10

Herausgeber Scania Schweiz AG Verantwortlich für den Herausgeber Tobias Schönenberger Anschrift Scania Schweiz AG Steinackerstrasse 57 CH-8302 Kloten Internetadresse www.scania.ch info@scania.ch Realisation/Projektleitung Paul Göttl paul.goettl@etmservices.de ETMservices – Ein Geschäftsbereich des ETM Verlags

Jetzt auch bei Facebook und Twitter:

Anzeigen Oliver Trost oliver.trost@etmservices.de

Verlag EuroTransportMedia Verlag Handwerkstrasse 15 D-70565 Stuttgart Telefon: +49 (0) 7 11/7 84 98-80 Telefax: +49 (0) 7 11/7 84 98-0

Fotos Jacek Bilski, Dan Bodman, Curt Bühlmann, Andy Bürgi, Thomas Hällqvist, Beat Keiser, Manuel Manser, Carmen Martinez, Marco Menghini, Scania, Tobias Schönenberger, Rolf Skedelius

Internet www.etmverlag.de Redaktion Paul Göttl Autoren dieser Ausgabe Markus Bauer, Kurt Bahnmüller, Bettina Bowitz-Popp, Curt Bühlmann, Thomas Paul Göttl, Ursi Hug, Beat Keiser, Per-Ola Knutas, Åke R Malm, Scania, Tobias Schönenberger

Druck Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG D-34121 Kassel

Grafik und Produktion Simone Strobel, Stephanie Tarateta facebook.com/scania.schweiz

twitter.com/scaniaschweiz

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, und elektronische Verarbeitung nur mit ausdrücklicher Genehmigung von Scania Schweiz AG. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder übernimmt die Redaktion keine Haftung.

1.2013 • SCANIA BEWEGT 3


News Wir bieten Ihnen ein breites Scanrent-Fahrzeugangebot.

Scanrent-Fahrzeuge noch näher bei Ihnen Neuerdings können Sie unsere Scanrent-Fahrzeuge nicht mehr nur in Kloten buchen und abholen, sondern auch an unseren vier Scania Standorten Kloten, Ohringen, Pratteln und Urtenen-Schönbühl. Über die Gratisnummer 0800 24 80 00 werden Sie direkt an den für Sie nächsten Scanrent-Stützpunkt weitergeleitet und kompetent beraten. Vom „kleinen“ 16Tonner über die bekannten und äusserst leichten Baufahrzeuge bis zur 730-PS-Sattelzugmaschine – bei uns finden Sie jederzeit ein passendes Fahrzeug. Für Fahrzeugmieten ab zwölf Monaten können Sie sich direkt mit Claudio Albrecht unter 044 800 14 43 oder claudio.albrecht@ scania.ch in Verbindung setzen.

5-Achsen + Euro 6 = Schweizer Premiere

Der erste in der Schweiz zugelassene Scania 5-Achser mit Euro-6-Motor konnte noch im Dezember 2012 an Peter Hess, Inhaber der Hess Muldenservice AG in Reiden, übergeben werden. Als Basis-Fahrzeug wurde ein Scania G480 LB 10x4/6 mit lift- und lenkbarer Vorlaufachse gewählt. Aufgebaut wurde dem neuen Mulden-Fahrzeug ein Hakengerät der Firma Notter in Boswil. Die Firma Hess Muldenservice AG wurde 1988 durch Peter Hess gegründet und verfügt in der Zwischenzeit bereits über den ­6. Scania im Fuhrpark. Wie der Firmenname schon sagt, liegt das Kerngeschäft im Bereich Entsorgung und Recycling, Muldenservice und Transporte.

Wechsel im VW-Nutzfahrzeuge-Verkauf Stefan Mani hat im Oktober 2012 die Nachfolge von Walter Senn im Verkauf von VW-Nutzfahrzeugen bei der Scania Schweiz AG in Murgenthal angetreten. Stefan Mani war bis zu diesem Zeitpunkt VW-NFVerkaufsberater bei Scania in Kloten und hat dort das Verkaufsgebiet nordwestlich von Kloten auf- und ausgebaut. Für Fragen oder eine unverbindliche Beratung er­reichen Sie Herrn Mani am besten unter 079 356 18 13.

4 SCANIA BEWEGT • 1.2013

Lukas Hediger ist Schweizer Meister! Vom 22. bis 24. November 2012 fand parallel zur Berufsmesse „Cité des Métiers“ in Genf die Schweizer Meisterschaft der Automobil-Mechatroniker statt. Mit Lukas Hediger von der Scania Schweiz AG in ­Emmen konnte sich erstmals ein Scania ­Mitarbeiter für die Endausscheidung qualifizieren. Wir wollten von Lukas Hediger wissen, wie er denn seinen riesigen Erfolg erlebt hat. SCANIA bewegt (Sb): Lukas, die Scania Schweiz AG gratuliert dir zu deinem ­Schweizer Meistertitel als AutomobilMechatroniker. Was war dein erster Gedanke, nachdem du realisiert hast, dass du gewonnen hast? Lukas Hediger (LH): Zuerst konnte ich es gar nicht glauben, dass ich mich gegen die anderen elf Teilnehmer durchgesetzt habe und ich nun Schweizer Meister bin. Auch jetzt, zwei Tage später, kann ich es noch kaum glauben. Die Freude ist einfach riesig. Sb: In welchen Bereichen wurdet ihr während den Schweizer Meisterschaften denn geprüft? LH: Insgesamt gab es sechs Aufgaben zu lösen: Bremsen und ABS, Motor-Mechanik, elektrische Ausrüstung, Federung-Aufhängung-Lenkgeometrie, Dieselmotor und Getriebe. Für jede Aufgabe standen 90 Minuten Zeit zur Verfügung. Sb: Mal ehrlich, nach Absolvierung aller sechs Aufgaben, mit welcher Rangierung hast du gerechnet?

LH: Sicher nicht mit einem Spitzenplatz, denn bei jeder Aufgabenbesprechung fiel mir auf, was ich vergessen oder nicht gemacht hatte. So habe ich mit einem Rang im hin­ teren Mittelfeld gerechnet, aber sicher nicht mit einem Rang auf dem Podest. Sb: Würdest du diese Anstrengungen noch einmal auf dich nehmen und deinen gleichaltrigen Kollegen auch empfehlen? LH: Ja, auf jeden Fall. Nur schon allein deswegen, weil ich bei der Vorbereitung und an der Meisterschaft extrem viel lernen ­konnte. Gerade aus diesem Grund würde ich es jedem Lehrabgänger empfehlen, bei diesen Meisterschaften mitzumachen. Aber nur so lange, wie es auch Spass macht und kein Muss ist. Sb: Wir wünschen dir beim nächsten Schritt zu den Worldskills Competitions (Berufsweltmeisterschaften) viel Glück und drücken dir ganz fest die Daumen!

www.scania.ch


Rochaden im Scania Verkauf Anstehende Pensionierungen haben die Verkaufs­ leitung der Scania Schweiz AG bewogen, die Gebietsverantwortung einzelner Standorte zu analysieren und die Besetzung diverser Verkaufs­ gebiete neu zu organisieren. Bei der Garage Vetterli AG in Ohringen wird Michael Geisser nach einer sorgfältigen Einarbeitung nach und nach die beiden Verkaufsgebiete von Christoph Perrin und Samuel Frei übernehmen. Michael Geisser ist ge­lernter Lastwagen-Mechaniker und arbeitete bisher als

Serviceberater bei der Scania Schweiz AG in Kloten. Christoph Perrin wir ab März die Nachfolge von Alfred Held bei der Hächler AG Nutzfahrzeuge in Othmarsingen antreten, der seinerseits nach Schönbühl wechselt und dort nach der Pensio­ nierung von Heinz Müller dieses Gebiet betreuen wird. Samuel Frei wird neu als Projektleiter Fahrzeugverkauf sein Fachwissen den Verkäufern in den Betrieben Jona, Kloten, Ohringen und St. Gallen-Winkeln zur Verfügung stellen.

Scania Reise 2013 Ende August ist es wieder so weit! Die bereits traditionelle Reise ins Mutterland der Scania Trucks steht vom 23. bis 26. August 2013 auf dem Programm. Verbunden mit dem Besuch im Scania Werk und Demo-Center werden Sie am Samstag auch das Nordic Trophy Festival im bekannten Mantorp Park erleben. An vier Tagen erwartet Sie das Beste der skandinavischen (Trucker)-Welt!

3.000

und mehr Fachbesucher verzeichneten die Scania Nights im August und September 2012 in der Schweiz.

Am Freitag, dem 23. August 2013, fliegen Sie von Zürich nach Stockholm und werden von dort mit einem modernen Reise­ bus nach Mjölby gefahren. Nach einer ersten Übernach­ tung steht am Samstag der Besuch der Nordic Trophy mit vielen einzigartigen Trucks an, bevor es dann gegen Abend Richtung Stockholm geht. Der Sonntag steht Ihnen zur freien Verfügung und kann individuell verbracht werden. Am Montagmorgen besichtigen Sie das Scania Werk in Södertälje und am Nachmittag fahren Sie im Scania Demo-Center auf der Teststrecke mit den unterschiedlichsten Scania Fahrzeugen von 250 bis 730 PS oder von 18 bis 60 Tonnen. Nach diesem Höhepunkt geht es mit dem Flugzeug von Stockholm wieder zurück nach Zürich. Interessiert? Mehr Informationen über diese aussergewöhnliche Reise finden Sie unter www. scania.ch/about-scania/reisen.

Gabriel Warde gewann YETD 2012 Gabriel Warde aus Irland ist Sieger des Scania Fahrerwettbewerbs und damit der beste Lkw-Fahrer Europas. Er darf sich jetzt „Young European Truck Driver 2012“ nennen und ist ausserdem Gewinner einer Scania Sattelzugmaschine im Wert von 130.000  CHF. Als bester Schweizer LkwFahrer ging Ernst-Jan Nyffeler (Bild) an den Start. Nach hervorragenden Leistungen im Wettkampf schied er leider im Viertelfinal www.scania.ch

unglücklich aus. Die Vorausscheidungen des Wettbewerbs haben in 24 Ländern Europas stattgefunden und weltweit in 15 weiteren Ländern. Neu dabei waren in diesem Jahr Chile, Peru und Russland. Insgesamt haben sich weltweit 70.000 Lkw- und Busfahrer für die Scania Fahrerwettbewerbe angemeldet. Europaweit waren es 17.000 junge Lkw-Fahrer, in der Schweiz verzeichneten wir etwas mehr als 800 Teilnehmer. 1.2013 • SCANIA BEWEGT 5


TITELGESCHICHTE

Text: Beat Keiser, Tobias Schönenberger, Bilder: Scania, Tobias Schönenberger

Saubere Mittelklasse In vier Leistungsvarianten stellt Scania den City King Euro 6 vor. Damit ist die Voraussetzung gegeben, ökologisch in die Agglomerationen zu fahren – da, wo saubere Luft erst recht willkommen ist. Wie erwartet, beeindruckt der neue Mittelschwere in allen Konfigurationen durch sein zähes Drehmoment. Apropos schwer oder eben nicht: Der City

King ist für seine Robustheit ein echtes Leichtgewicht. Im Vergleich zu seinen Mitbewerbern bleibt er schlank und rank, mit Idealmassen sozusagen. Das bewährte Baukastensystem passt sich mit einer Vielzahl an Chassis-Konfigurationen und Kabinenmodellen fast jedem Einsatzzweck an. Zudem spart es Geld bei Produktion, will heissen Investition und Reparatur. Letzteres vor allem dann, falls der Wagen eine unliebsame Begegnung mit einem andern festen Gegenstand erfahren sollte … Der City King meistert nicht nur den klassischen Verteilerverkehr, sondern kunterbunte mittelschwere Einsätze vom Stückgut über den Baubedarf bis zur Brandbekämpfung. Der neue 9-liter im Euro-6-Trimm wird in vier

Leistungsstufen angeboten. Die Motoren mit 250 und 280 PS verfügen über eine variable Turbogeometrie und EGR-(Exhaust Gas Recirculation-) Ab­gasrückführung. Die 320 und 360 PS 6 SCANIA BEWEGT • 1.2013

starken 9-Liter-Motoren haben dagegen eine fixe Geometrie des Laders und erreichen die Euro6-Norm mit SCR (Selective Catalytic Reduction). Alle vier Leistungsstufen behandeln die Abgase mit SCR nach, im alltäglichen Sprachgebrauch unter dem Stichwort und Markennamen AdBlue

bekannt. Alle vier Motoren überzeugen durch besonders hohe Drehmomente und ein breites, tief liegendes Drehzahlband. Im Unterschied zu ihren Kameraden mit 13 Liter Hubraum sind sie mit einer Lufteinlassklappe ausgerüstet, die elektronisch anstatt pneumatisch angesteuert wird. Die neuen Euro 6 für die Mittelklasse

stehen pünktlich zum Frühling zur Verfügung. Zuerst werden die Modelle mit EGR und variabler Turbogeometrie lieferbar sein, dann die

9-Liter-Euro-6-SCR:

Bei den beiden neuen 9-LiterEuro-6-Motoren mit 320 und 360 PS kommt ausschliesslich die SCR-Technologie zum Einsatz.

www.scania.ch


9-LiterEuro-6-SCR-EGR:

Die beiden neuen Euro-6-Motoren mit 250 und 280 PS verfügen über eine Abgasrückführung (EGR) und Abgasnachbehandlung (SCR), wie dies auch bei den 13-Liter-Motoren mit 440 und 480 PS der Fall ist.

Leistung Die vier neuen 9-Liter-Euro-6-Motoren mit 250, 280, 320 und 360 PS weisen ein für diese Leistungsklasse sehr hohes Drehmoment auf.

Josef Frey AG Sursee Die Josef Frey AG findet ihre Wurzeln im Jahr 1927 und wird heute durch Bruno Frey in der dritten Generation geführt. Zu den Stärken im Transportbereich zählen heute Bauund Muldentransporte, Kehrichtabfuhr, Winterdienste und unter dem Namen Pfenninger Entsorgungs AG auch Kanal- und Strassenreinigungen. Im Bereich Recycling werden für verschiedenste Gemeinden diverse Sammelhöfe betrieben und das gesammelte Material sauber getrennt und für die Weiterverwertung aufbereitet.

250 PS: 1.250 Nm bei 1.000–1.350 U/min 280 PS: 1.400 Nm bei 1.000–1.350 U/min

320 PS: 1.600 Nm bei 1.050–1.300 U/min 360 PS: 1.700 Nm bei 1.100–1.350 U/min

beiden leistungsstärkeren Typen. Alles in allem ein umweltfreundliches Angebot. Und da die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe LSVA für Euro-6-Lastwagen um zehn Prozent reduziert ist, kann sich die Investition in saubere Luft am Ende auch rein wirtschaftlich lohnen. Kundenakzeptanz und Imagevorteil dank ökologischem Verhalten sind zwar schwer zu quantifizieren, aber in vielen Fällen doch ein Thema, das in den Markt hineinspielt. www.scania.ch

Heggli AG Kriens Der traditionelle Familienbetrieb Heggli AG in Kriens bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen an: Die rund 200 Mitarbeiter sind in den Bereichen Transporte, Entsorgung, Arbeitsbühnen, aber auch Carreisen und Linienverkehr tätig. Mit über 100 leichten und schweren Motorfahrzeugen ist die Heggli AG ein bedeutender Arbeit­ geber in der Zentralschweiz.

1.2013 • SCANIA BEWEGT 7


ECOLUTION

Text und Fotos: Beat Keiser

Eine kleine

Zeitreise Auf einem Fest der Transportfirmen Stoll und Steiner treffen ein Ecolution-Scania und ein frisch restaurierter Saurer-Kipper aufeinander. 30 Jahre liegen zwischen den Baujahren der beiden Lastwagen. Vieles hat sich in dieser Zeit geändert. Passion und schöne Freundschaften sind geblieben.

D

as sei wohl der letzte Lastwagen, den er restauriert habe,

meint Rainer Stoll mit Blick auf den Allrad-Frontlenker-­Saurer D330B, Jahrgang 1982. Es ist auch nicht der Erste. In den markanten Firmenfarben der Stoll Transport AG strahlt bereits ein Haubenwagen der Serie C aus dem Jahre 1956. Vom jeweiligen Anschaffungspreis abgesehen, erfordern solche Sammlerstücke teure Restaurationen und Zeit, Zeit und nochmals Zeit. Aber zum Glück gab es kundige und fleissige Helfer wie Werner Beyeler und seinen Sohn Dominic. ­Werner Beyeler war 17 Jahre lang Fahrer bei Stoll. Eines Tages verab­schiedete er sich vom zeitaufwendigen Stückgutbetrieb und trat in eine andere ­Firma mit Nahverkehr ein, wo er pünktlicher Feierabend machen konnte. Das änderte aber nichts an der Freundschaft und den gemeinsamen Interessen. „Wir ­hatten es immer gut gehabt miteinander und das soll auch so bleiben“, sind sich die beiden Saurer-Freunde einig. Der frisch restaurierte Saurer steht heute gemeinsam mit einem

Ecolution-Scania im Hof. Anlass ist das alljährliche Fest der beiden Transportfirmen Stoll und Steiner in Pfungen, die seit 2003 zusammengehören. Zwei Namen, ein Team, ein Auftrag, ein Ziel für beide Firmen: professionelle Dienstleistungen im Transport und bei der Lagerung zu erbringen. In einem Stil, den man als familiär bezeichnen darf. So trägt diese Veranstaltung auch den Titel „Musik-Nachmittag“. An die 200 Personen treffen sich hier. Mit dabei sind die Angehörigen der Teams, Kinder, Hunde sogar. Die Band spielt. Das Buffet ist eröffnet. Die Stimmung ist ausgelassen. Die Chefs sind dankbar und ermuntern ihre Leute, so weiterzumachen. Ja, vor 30 Jahren war der Saurer D330B topmodern und ein richti-

ges Flaggschiff. Zur Frage, was denn dieser Kipper mit dem Ecolution-­ Scania gemeinsam habe, überlegt Rainer Stoll einen Augenblick und sagt: 8 SCANIA BEWEGT • 1.2013

Zukunft vor Geschichte. So kann man die beiden Fahrzeuge miteinander vergleichen.“ Rainer Stoll, Mitinhaber der Steiner Transport AG und Stoll Transport AG www.scania.de


Werner Beyeler (li.) und Rainer Stoll auf einer kleinen Zeitreise der Lkw-Technik.

Werner Beyeler war massgeblich an der Restaurierung des Saurer D330B beteiligt.

Dominic Beyeler will Lastwagen­ mechaniker werden.

„Eigentlich gar nichts, ausser eben, dass es tolle Autos sind.“ Dieser Funke der Faszination ist auch auf den jungen Dominic Beyeler übergesprungen. Der Bub ist jetzt schon recht angefressen. Auf die Berufswahl angesprochen, gibt es nichts zu zaudern: Lastwagen-Mechaniker. Endlich eine Korrekturmeldung zum viel beklagten Nachwuchsmangel. Jürg, der jüngste der Gebrüder Stoll, leitet den Standort Pfungen. Er bezeichnet die heutige Lage im Transportgeschäft als hart, aber herzlich. Diese Branche sei in den letzten Jahren immer mehr unter Druck geraten. Das kann man sich auch anhand der Fahrzeuge hier auf dem Platz vor Augen führen. Denn zwischen dem Saurer von damals und dem Scania von heute liegt eine kleine Zeitreise. Symbolisch gesehen: weg vom ruppigen Zwischengas und hin zum sparsamen, feinen Automatengetriebe. Zum herzlichen Teil der Lage meint Jürg Stoll, man solle als Unternehmer trotz aller Sachzwänge eine Portion Menschlichkeit mit auf den Weg nehmen, auch in Zukunft. Selbst wenn man Sachen transportiert, sind doch immer Personen am Werk, die gemeinsam für andere arbeiten. Den grünen Ecolution-Scania bezeichnet Jürg Stoll als eine gute Sache. Die Kunden geben ein interessiertes und freundliches Echo. Man sei im Gespräch. Ja, dieses Konzept habe unbestritten eine positive Imagewirkung. Dass ein weiterer Scania Schlepper als Ausführung „Limited“ und im grau-blauen Livree der Firma Stoll praktisch gleich niedrige Verbrauchswerte aufweist wie der grüne, tut dem Konzept Ecolution keinen Abbruch. Im Gegenteil: Der scheinbar normale Stoll-Scania ist bis auf ganz wenige Details exakt gleich konfiguriert wie sein auffälliger Bruder. Um Zahlen zu nennen: Wir reden von Werten um die 25 Liter Diesel pro 100 Kilometer Wegstrecke im Stückgutverkehr mit einem Citytrailer. Natürlich variiert der Verbrauch je nach Einsatz, ob es zum Beispiel ins Berner Oberland geht oder ob man auf der Autobahn rollen kann. Ecolution ist eine Botschaft - ein Sinnbild für sparsame Trucks, die auf die Umwelt Rücksicht nehmen, egal in welcher Kabinenfarbe. www.scania.de

1.2013 • SCANIA BEWEGT 9


Hintergrund

Wind aus dem Rechner

Die Ingenieure in der Chassis-Entwicklung tauchen in die virtuelle Welt ab, um Luftströme zu berechnen. Der Computer hilft, neue Lkw noch schneller zu entwickeln.

Text: Per-Ola Knutas, Markus Bauer Illustration: Thomas Hällqvist Fotos: Dan Boman, Jacek Bilski

Was früher mehrere Monate

„Wir greifen schon früh in den Entwicklungsprozess ein, gewöhnlich direkt in der Konzeptphase eines neuen Lkw-Modells oder einer neuen Komponente“, erklärt Thomas Hällqvist, Ingenieur in der Scania Chassis-Entwicklung. „Die Idee dahinter ist, dass unsere Berechnungen und Analysen schon in einer frühen Phase der Entwicklung die richtige Marschrichtung vorgeben.“

gedauert und mehrere Menschen beschäftigt hat, ist nun nach nur einer einzigen Woche erledigt, von den ersten Skizzen auf dem Reissbrett bis zu komplett analysierten Ergebnissen.

Die Technik für solche virtuellen Versuche nennt sich numerische Strömungssimulation (computational fluid dynamics, CFD). Mit CFD und den passenden Com-

Früher haben die Entwicklungsingenieure bei Scania neue Konzepte praktisch nur mit Modellen im Windkanal getestet – massstabsgetreu verkleinert oder 1 : 1. Heute übernimmt der Computer solche Messversuche. Die Leistung der Rechner reicht dabei sogar für noch genauere Tests aus, als bisher im Windkanal möglich sind.

putern lassen sich verschiedene Luft- und Wasserströmungen virtuell berechnen. „In den vergangenen Jahren haben wir ganze Lastzüge mit Anhängern simuliert. Dabei können wir fast alles untersuchen, angefangen bei der Strömungscharakteristik und Temperaturverteilung im Motorraum. Wir können mit CFD auch vorausberechnen, wie die Luftströmungen um die Rück-

„Wie die Nase einer Spitfire – eine sanfte, schlanke Form.” Entwicklungsingenieur Thomas Hällqvists Traum von einem Lkw-Motor

Hohe Strömungsgeschwindigkeiten der Luft erscheinen in der Simulation rot, niedrige blau.

Vorteile von CFD • Luftströmung im Kühler und um Motor und Getriebe beobachten. • Temperaturverteilung sowie die Wärmestrahlung im Motorraum analysieren. • Die Form des Motorraums optimieren: Ein gut gestalteter Motorraum bietet geringere Druckunterschiede und erhöht damit den Durchfluss von kühler Luft. • Lärmquellen identifizieren, die aus Turbulenzen im Luftstrom hervorgehen. • Verbrennungsprozess und Russbildung im Zylinder beobachten. • Auspuff- und Ansaugsysteme optimieren.

10 SCANIA BEWEGT • 1.2013

www.scania.ch


Ausgefeilte Aerodynamikbauteile leiten den Luftstrom gezielt und mit wenig Widerstand um den Lkw herum.

„Dank des Computers können wir ganz genau hinsehen.” Entwicklungsingenieur Thomas Hällqvist spiegel das Geräuschniveau im Fah­ rerhaus beeinflussen“, sagt Hällqvist. „Mit den heutigen Mitteln können wir die Zeit auch einfach einfrieren. Dank des Computers können wir ganz genau hinsehen und den Luft­ strom oder das Temperaturfeld um eine bestimmte Komponente bis ins ­kleinste Detail nachverfolgen.“ www.scania.ch

Der typische Entwicklungsprozess beginnt bei Scania nach wie vor beim Design-Ingenieur. Der Ingenieur lässt im CAD-Konstruktionspro­ gramm (Computer Aided Design) ein dreidimensionales Modell des ganzen Lkw oder nur einer Kompo­ nente entstehen. Dann muss sich das neue Konzept im virtuellen Wind­ kanal beweisen. Die CFD-Ingenieure speisen die Konstruktionsdaten in ihre Computer ein und starten die Berechnung. Der Rechner wirft die virtuelle Turbine an und sammelt alle Messwerte. Anhand der CFD-

Computersimulation können die Inge­ nieure entscheiden, was sie an der Konstruktion noch verfeinern müssen. Für diesen Prozess verlangen

die Ingenieure den Rechnern eine massive Rechenleistung ab: 128 Prozessoren müssen durchschnittlich etwa 96 Stunden auf Hochtouren laufen. Oder etwas anders erklärt: Ein Scania Hochleistungsrechner braucht in etwa genauso lang wie 128 schnelle Homecomputer, die parallel die gleiche Aufgabe berechnen. 1.2013 • SCANIA BEWEGT 11


DACHZEILE

Text: Vorname, Name, Fotos: Vorname Name

Aktiver Umweltschutz wird nicht nur mit unseren neuen Euro-6-Fahrzeugen betrieben.” Truls Toggenburger, Geschäftsführer der Toggenburger Unternehmungen

Wertvolle Ressourcen umweltgerecht wiederverwenden Die im Baugewerbe tätigen Toggenburger Unternehmungen legen grossen Wert auf ein umweltgerechtes Recycling von Baumaterialien, denn Umweltschutz hat einen hohen Stellenwert im Unternehmen. Das gilt auch für die Beschaffung moderner Scania Kipper mit Euro-6-Motoren, wie Geschäftsführer Truls Toggenburger unterstreicht. Text: Kurt Bahnmüller, Fotos: Tobias Schönenberger 12 SCANIA BEWEGT • 1.2013

www.scania.ch


Drei Säulen Drei Geschäftsbereiche prägen die Toggenburger Unternehmungen, die rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen: In der Abteilung Kies und Beton werden in drei Kieswerken, fünf Betonwerken und auf zwei Recyclingplätzen die vom Kunden gewünschten Produkte gefertigt. Diese reichen vom gewaschenen und gebrochenen Kies über den wärmedämmenden Leichtbeton bis zum recycelten Bauschutt. Mit rund 100 Vertriebsfahrzeugen werden diese Produkte an die Kunden ausgeliefert.

I

n der Schweiz wird derzeit überall kräftig gebaut.

Jedes Jahr entstehen Tausende von Neuwohnungen. Strassen werden saniert und ausgebaut, Brücken und Staudämme errichtet. Für alle diese Aktivitäten braucht es Beton, Kies sowie professionelle Bauunternehmen. Rah­ menbedingungen, welche die verschiedenen Tätigkeiten der Toggenburger Unternehmungen in Winterthur beflügeln. Geschäftsführer Truls Toggenburger geht denn auch davon aus, dass die gute Konjunktur im Schweizer Baugewerbe 2013 anhalten wird.

In der Abteilung Rückbau, Erdbau und Umwelttechnik werden mit 28 Baumaschinen, darunter ein 26-Meter-Abbrucharm, Bauten rückgebaut und die Baustoffe recycelt. In der eigenen Bodenwaschanlage in Frauenfeld werden diese Altlasten fachgerecht behandelt und einer Wiederverwertung zugeführt.

Die Firma Toggenburger ist allerdings nicht nur als wichtiger Lieferant von Baustoffen in der Schweiz aktiv. Müssen Krane aufgestellt oder schwere Lasten transpor­ tiert werden, gelangen die gelben Toggenburger-Krane in Einsatz. Der Grösste kann rund 500 Tonnen heben. Für kleinere Hebeaufgaben stehen verschiedene ­Pneukrane zur Verfügung, die heute von Genf bis Chur im Einsatz sind. Daneben werden auch Spezialaufgaben im Ausland übernommen.

in verschiedenen Bereichen der Baubranche, insbesondere im Rückbau und im Recy­ cling von Baustoffen, entwickelten sich die Toggenburger Unternehmungen in den vergangenen Jahren erfreulich. Allerdings ist auch hier ein heftiger Wettbewerb feststell­ bar. „Wir verfolgen eine gemischte Strategie, bestehend aus organischem Wachstum und Akquisitionen“, betont Truls Toggenburger. Dank des umfassenden Know-hows in den Bereichen Kies und Beton sowie im Rückbau und in der Wiederverwertung von Baustoffen erarbeitete sich das Unternehmen eine führende Stellung in diesen Sektoren in der Schweiz. Stolz ist Truls Toggenburger auch auf sei­ ne motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihrem professionellen Einsatz einen entscheidenden Bei­ trag zum positiven Geschäftsgang leisten. Auf die berufli­ che Nachwuchsförderung legt das Unternehmen ebenfalls grossen Wert und beschäftigt mehrere Auszubildende.

Dank der Spezialisierung Die Materialien alter Gebäude, die abgerissen

oder rückgebaut werden, landen nicht mehr auf einer Kies­ grube oder Deponie, sondern werden umfassend in einen Kreislauf eingeschleust, der eine praktisch hun­ dertprozentige Wiederverwertung der Materialien ermöglicht. „Wir wollen bewusst die Kreisläufe im Rück­ bau und im Bau neuer Häuser schliessen“, stellt Truls Toggenburger fest. Ein spezielles Augenmerk wird dabei auf den sogenannten Mischabbruch gelegt. Dar­unter versteht man ein Gemisch aus mit Mörtel verbundenen Backsteinen und Verputzen, das ebenfalls gebrochen und wiederverwertet werden kann. Der Anteil an wiederverwerteten Mate­rialien im Baubereich steigt ­kontinuierlich an und wird etwa bis zum Jahr 2050 einen höheren Anteil aufweisen als die primär abge­ bauten Kiesmengen.

www.scania.ch

Im Bereich Heben und Transportieren stehen 27 Pneu- und Raupenkrane und 220 Hubarbeitsbühnen im Einsatz. Die grössten Krane können bis zu 500 Tonnen auf 48 Meter Höhe heben. Die Hauptaktivität umfasst das Aufstellen und Abbauen von Baukränen, Hebeleistungen bei Element- und Industriebauten sowie die Errichtung von Windkraftanlagen.

Als Demnächst nach ISO 14001 zertifizier­ tes Unternehmen legt die ­Firma Toggenburger Wert auf einen umweltgerech­ ten Umgang mit den vor­ handenen Ressourcen und dazu zählt auch die Flot­ tenpolitik. So kommen in den nächsten Wochen im Rahmen einer kontinuier­ lichen Flottenerneuerung zehn neue Scania Baufahr­ zeuge in den Betrieb, die mit Motoren ausgerüstet sind, die bereits die Euro6-Norm erfüllen. Fahrzeu­ ge, die dank ihrer äusserst niedrigen Emissionswerte einen wichtigen Beitrag zu umweltgerechten Trans­ porten leisten.

1.2013 • SCANIA BEWEGT 13


SCANIA NIGHTS

Text: Tobias Schönenberger Fotos: Andy Bürgi und Carmen Martinez

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PRÄSENTATION EURO-6 OFFROADFAHRZEUGE 3

An insgesamt 13 Standorten führte die Scania Schweiz AG ihre Offroad-Nights durch. Für die über 3.000 Fachbesucher standen dabei die neuen Euro-6-Motoren sowie die vielen Neuerungen bei der Scania Offroad-Baufahrzeugreihe im Mittelpunkt.

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Scania Nights 2012 10 11

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1. Der Scania G480 LA 6x4 auf Probefahrt. 2. Dank überwiegend trockener Witterung wurde mancherorts mächtig Staub aufgewirbelt. 3. Transportlogistik zwischen den einzelnen Veranstaltungsorten. 4. Steigungen liessen die neuen Euro-6-Motoren erst richtig „erfahren“. 5. Zum Teil mussten gar die Längs- und Quersperren zu Hilfe genommen werden. 6. Bis zum Eindunkeln wurden die Fahrzeuge auf Herz und Nieren getestet. 7. Imposante Kulissen boten sich an manchen Orten. 8. In diesem Umfeld fühlen sich die Scania Offroad-Trucks erst richtig wohl. 9. Die Fahrwerksverbesserungen konnten dank unbefestigter Teststrecken optimal aufgezeigt werden. 10. Ein Teil der Scania Testfahrzeuge. 11. Im Gleichschritt voraus. 1.2013 • SCANIA BEWEGT 15


SERVICES

Text und Fotos: Beat Keiser

glasklare Sache Scania-Werkstätten reparieren oder ersetzen Frontscheiben im Handumdrehen. Es sind immer Mitarbeiter da, die sich in diesem Metier auskennen. Mechanische Arbeiten und Frontscheiben-Service werden so bei einem einzigen Garagenbesuch erledigt.

➏ Nach der Reparatur wird die Scheibe innen und aussen mit einem Lappen und Aktivreiniger gereinigt und noch einmal sorgfältig kontrolliert.

➌ Die Folie wird zum Aushärten über den Steinschlag geklebt.

➏ ➍

Eine spezielle UVLampe beschleunigt das Aushärten des Harzes.

➌ ➊ Mit der Druck-/Saugpumpe wird das Harz in die Schadenstelle hineingepresst.

➋ Durch das langsame Erwärmen der Innen­ seite wird das Harz noch ­flüssiger.

H

and aufs Herz: So ganz glasklar ist die Situa­ tion beschädigter Frontscheiben nicht immer. Soll das ganze Glas ersetzt werden oder lässt es sich reparieren? Speziell geschulte Scania ­Mechaniker kennen in jedem Fall die richtige Antwort. In rund 80 Prozent der Fälle handelt es sich um einen Steinschlag, der die Frontscheibe beschädigt hat. Wichtig ist, dass sofort reagiert wird: Die betroffene Stelle sollte mit einem durchsichtigen Klebeband abgedeckt werden. Andernfalls geraten Schmutz und Feuchtigkeit in den kleinen Krater und könnten die Reparatur erschweren. Ausserdem kann sich die Beschädigung ausdehnen und zusätzliche Risse verursachen, wenn sie nicht unverzüg­ lich und fachmännisch behandelt wird. Befindet sich der Schaden im Sichtfeld des Fahrers, ist eine Reparatur aus strassenverkehrsrechtlichen Gründen ausgeschlossen. Das heisst, die Scheibe muss zwingend ersetzt werden. Als Sichtfeld gilt eine quadratische Fläche mit 30 Zenti­ meter Seitenlänge direkt vor den Augen des Fahrers. In der Praxis werden beschädigte Frontscheiben etwa in der Hälfte der Fälle repariert statt ersetzt. Der Auf­

16 SCANIA BEWEGT • 1.2013

➍ ➎

Das überschüssige Harz lässt sich mit einer Abziehklinge sorgfältig entfernen.

wand eines kompletten Ersatzes mit den erforderlichen Ausbau- und Montagearbeiten lohnt sich wahrhaftig nicht, wenn ein Steinschlagschaden in der Grösse einer Fünf-Franken-Münze und ausserhalb des Gesichtsfelds in weniger als einer Stunde behoben werden kann. Schliess­ lich ist ein Ersatz rund fünf Mal teurer als eine Reparatur. Zuerst wird die Scheibe um die Bruchstelle her­ um gereinigt und allfällige lose Glassplitter entfernt. Ein Kontrollspiegel auf der Innenseite der Scheibe wird ­angebracht. Damit kann beobachtet werden, wie das Spezialharz über einen Injektor die Bruchstelle langsam auffüllt. Über den Injektor lassen sich Druckphasen zum Einbringen des Harzes aufbauen und Vakuumphasen, um eventuelle Luftbläschen abzusaugen. Eine spezielle Folie zusammen mit einer UV-Lampe bewirkt, dass das Harz an der gewünschten Stelle aushärtet. Zum Schluss wird überschüssiges Harz mit einer Abziehklinge vorsichtig entfernt. Nachdem die Scheibe innen und aussen mit Aktivreiniger geputzt worden ist, kann die Wette losgehen: Wer findet die Stelle, wo das Loch gewesen ist? www.scania.ch


Hintergrund

Text: Scania, Markus Bauer, Foto: Scania

Neues Öl hilft sparen

Scania LDF3 ist für Euro-6-Motoren entwickelt worden. Der grösste Vorteil für den Kunden sind die niedrigeren Betriebskosten.

Scania hat ein neues hochwertiges Motorenöl vorgestellt. Es wurde nach dem LDF3Standard entwickelt und ist speziell für Euro-6-Motoren ausgelegt. Hauptziel: Wartungsintervalle verlängern und Kosten senken. In jahrelangen Testreihen haben Ölexperten von Scania nachgewiesen, dass das richtige Öl den Kraftstoffverbrauch senken und die Laufzeit der Motoren sowie der Service­ intervalle verlängern kann. „Es ist ein Unter­ schied wie Tag und Nacht zwischen den besten und den schlechtesten Motorölen“, sagt Mattias Berger, Chef der Abteilung Schmiersysteme im Scania Technical Centre. Bereits seit 1996 führt Scania Langzeit-­ Feldversuche gemäss dem sogenannten LDF-Standard durch. Ziel ist es sicherzu­ stellen, dass Öle, die in Scania Motoren ver­ wendet werden, allen Belastungen unter den verschiedensten Klimabedingungen wider­ stehen. Das bedeutet, dass das Öl richtig zusammengesetzt ist, um auch längere Ölwechselintervalle zu ermöglichen. Das funktioniert mit „normalen“ Motorölen nicht. Mit der Einführung von Euro-6-Motoren ver­

www.scania.ch

Mehr als nur ein Schmierstoff Öl hat neben der Reduzierung der Reibung im Motor viele weitere ­Funktionen. Dazu gehören: • Kühlung von Motorteilen wie ­Kolben, die nicht vom normalen Kühlsystem gekühlt werden • Reinigung des Motorinneren durch die Beseitigung von Russ, der bei der Verbrennung entsteht • Versiegelung des Raumes zwischen Kolben und Zylinder­ wänden für eine effektivere Kompression • Schutz des Motors vor sauren Verbindungen, die bei der Ver­ brennung entstehen

öffentlicht Scania den neuen LDF3Standard. Scania definiert innerhalb dieses Standards Motoröle, die für verlängerte Ölwechselintervalle freigegeben sind. Das senkt naturgemäss die Kosten. Des­ halb empfiehlt Scania LDF3 für alle Euro-6Motoren. Dieses Öl kann aufgrund seiner Eigenschaft der Rückwärtskompatibilität für Motoren verwendet werden, bei denen bis dato LDF2- oder LDF-Öl vorgegeben ist. LDF3 ersetzt aber nicht Motoröle, bei denen Scania das aschearme Öl „Low Ash“ vorschreibt. Sie haben selbstverständlich die Möglichkeit, bei Ihrem Scania Partner dieses neue Öl in der für Sie passenden Menge, vom 5- oder 20-Liter-Gebinde über das 200-Liter-Fass bis zum 1.000-Liter-Container zu beziehen. Verlangen Sie ein unverbindliches Angebot.

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SERVICE

Text: Curt Bühlmann, Fotos: Scania

Wir verstehen unsere

Kunden als Partner

In der heutigen hektischen, arbeitsmässig und finanziell angespannten Zeit ist es doppelt wichtig, dass wir in Form einer Partnerschaft mit unseren Kunden gemeinsam Lösungen finden und letztlich eine gegenseitige Win-Win-Situation erreichen. So die gelebte Geschäftsphilosophie von Daniel Kaufmann, Betriebsleiter Services bei der Scania Schweiz AG in Emmen.

D

azu gehört sicherlich auch das in

allen Scania Stützpunkten angewandte One-Stop-Konzept „Alles aus einer Hand und unter einem Dach“. Eine deutliche Erleichterung und vor allem Zeitund Geldgewinn für die Kunden. Vorteilhaft auch für Beratung und Verkauf für Scania und VW-Nutzfahrzeuge. Das Angebot erstreckt sich vom leichten VW Caddy über alle T5-Modelle, den VW Amarok und den VW Crafter bis hin zum bärenstarken Scania V8 mit eindrucksvollen 730 PS. Dazu gehören entsprechend auch Wartung und Reparaturen für alle Marken und nicht zuletzt der angebotene Anhängerund Auflieger-Service. Bei länger dauernden Reparaturen können allenfalls Ersatzfahrzeuge angeboten werden.

tente und fachgerechte Arbeiten. Und dies zu herstellerseitig vorgegebenen Festpreisen, ohne Wenn und Aber. Die MFK-Bereitstellung sei eine wichtige und von den Kunden geschätzte Dienstleistung (Vermeidung unnötiger Standzeiten und LSVAKilometer), die sowohl für Motorfahrzeuge als auch für Anhänger und Auflieger angeboten werde, so Daniel Kaufmann. Zu den Pluspunkten zählen sicher auch unsere Stützpunkte für ­Wabco und Knorr-Bremssysteme, SAF- und BPW-Achsen, Doll-Auflieger/Anhänger sowie für die Hebebühnen-Marken Mammut, Dhollandia, Trösch und Dautel. An- und Umbauten von Aufbauten. Die Tat-

vorrichtung und modernsten Diagnoseeinrichtungen wie die Josam-Achs- und Chassisvermessung, Abgasmessungen u.a.m. stehen für zuverlässige Ergebnisse. Dazu entsprechende Geräte für das Erstellen der Tacho-EmotachPrüfberichte usw. Alle diese modernen Einrichtungen und Gerätschaften, zusammen mit einem gut gerüsteten Lager an Ersatzteilen, kommen unseren Kunden im Sinne fachlich kompetenter und zeitsparender Arbeitsweise zugute.

sache, dass Emmen über einen eigenen ausgebildeten Fahrzeugschlosser und über die entsprechenden Einrichtungen und Gerätschaften verfügt, steht für die kompetente und professionelle Ausführung von An- und Umbauten an Kundenfahrzeugen. Der Scania Stützpunkt verfügt über einen eigenen Inhouse-Reifendienst. Damit muss der Kunde nicht zusätzlich zum „normalen“ Service noch ein spezielles Reifenhaus anfahren (Zeit und km/LSVA). Der eigene Reifendienst umfasst ein breites Angebot an renommierten Markenpneus zu marktkonformen Preisen.

Besonders ausgebildete Mitarbeiter,

Mit einem komplett ausgerüsteten

ausgerüstet mit spezifischen VW-Werkzeugen und -Geräten, gewährleisten den VW Kunden an vier separaten VW-Arbeitsplätzen kompe-

Servicefahrzeug für Reparaturen vor Ort und einem grossen Abschleppfahrzeug für Abschlepp- oder Bergungsarbeiten gewähr-

Eine Bremsprüfstrasse mit Niederspann-

18 SCANIA BEWEGT • 1.2013

Alles aus einer Hand und unter einem Dach – eine Win-WinSituation für alle Beteiligten.“ Daniel Kaufmann, Betriebsleiter Services in Emmen leistet der Scania Stützpunkt Emmen einen wirkungsvollen 24-h-Pikettdienst für alle Kunden. „Im Sinne einer gelebten Partnerschaft

und der angestrebten Win-Win-Situation sind wir Tag für Tag aufs Neue bestrebt, unseren Kunden gute Arbeit und gute Leistungen zu erbringen“, so Daniel Kaufmann mit Überzeugung. www.scania.ch


Hinter der Leistungsfähigkeit und dem Erfolg einer Unternehmung stehen immer Menschen, wie hier abgebildet das Team der Scania Schweiz AG in Emmen.

Die Scania Schweiz AG in Emmen ist ein etablierter Vertriebs- und Servicepartner für VW Nutzfahrzeuge.

Ein breites Boutique-Angebot steht vor Ort zur Auswahl und Anprobe zur Verfügung.

www.scania.ch

Alles unter einem Dach – so vertrauen immer mehr Kunden auch ihre gezogenen Einheiten einer Fachwerkstatt an.

1.2013 • SCANIA BEWEGT 19


Buses & Coaches

Die nächste

generation Wie werden die neuen Scania Busse in zehn Jahren aussehen? Entscheidend dafür wird sein, wie sich die Wahrnehmung der Busreise ändert. Dies weist den Weg in die Zukunft, sagt Ingrid NilssonCzornyj von Scania Research and Development. Text: Åke R Malm, Bettina Bowitz-Popp, Illustrationen: Rolf Skedelius

20 SCANIA BEWEGT • 1.2013

W

enn Fahrer und Hersteller heute über

die Zukunft der Busreise sprechen, geht es zunehmend um die wahrnehmbare Reiseerfahrung und darum, dass eine Busreise immer weniger als notwendige, sondern als die gewünschte Reiseform gewählt wird.

„Wir müssen an der Vorstellung der Busreise als eine fühlbar positive Erfahrung arbeiten“, meint Ingrid ­Nilsson-Czornyj, die verantwortlich ist für das Bus- und Reisebus-Styling bei Scania. „Reisende erwarten ein Gefühl von Privatsphäre, während sie gleichzeitig die www.scania.ch


Die Scania Familie Scania busse sind wie alle Scania Produkte wichtige Boten für die Marke Scania, die die Werte der Firma in sich tragen. Deshalb müssen sie die Scania „DNA“ besitzen, d. h. alle typischen Merk­ male und Charakteristiken von Scania in sich tragen und immer den klaren Bezug zum Produkt trans­ portieren. Scania Busse müssen auf den ersten Blick und aus grosser Ent­ fernung sofort als Scania Produkt erkennbar sein.

Positives Erleben. Scania wird die Busreise für Reisende so attraktiv wie möglich machen.

Die Modularisierung Modularisierung bietet Flexibilität in Bezug auf die von Reisenden und Fahrern gewünschte Atmosphäre. Fahrzeuge können effizient an Kundenwünsche angepasst werden wie z. B. eine erweiterte Instrumentenblende.

Die Passagiere sollten die Markenqualität erleben und dabei alle Scania Eigen­ schaften und Qualitäten wahrnehmen. Auch die Fahrer sollten diese Werte spüren und sich überall auf der Welt in jedem Scania Bus zu Hause fühlen.

Die Antriebsstation

Bus fahren bedeutet grosse Verantwor­ tung und deshalb stehen Sicherheit und Ergonomie an erster Stelle. Der Arbeits­ bereich des Fahrers muss professionell und zweckmässig gestaltet und die Marke Scania auf den ersten Blick iden­ tifizierbar sein.

Die Umwelt helle und grosszügige Ausstattung der Busse geniessen. Dieser Anspruch muss ins Design eingehen.“ Und weiter erklärt Nilsson-Czornyj: „Wir können Reisenden die Vision eines transparenten Dachhimmels geben, durch den stimmungsvolle Szenen gleiten wie z. B. eine belebte Stadtlandschaft oder Baumkronen, die sich im Wind bewegen.“

Die Stadtbusse der Zukunft müssen leise, emissionsfreie Fahrzeuge werden, die sich in die Umgebung einpassen. Sie müssen einen sauberen und freundlichen Transport gewähr­ leisten, sodass die Passagiere Ruhe in der Hektik des Alltags verspüren.

„Am visuellen und materiellen Aussehen eines

­ usses zu arbeiten ist mein Job“, sagt sie. „Dabei kann man B mit Licht, Ton, Form, Material und Grafik viel erreichen.“ Die Qualität einer Busreise geht alle an: Passagiere, Fahrer, Betreiber und Transportbetriebe. Jeder mag unterschiedliche Anforderungen an den Bus haben, ein ergonomisch optimales Fahrerhaus, ein aerodynamisches Design oder den integrierten Biotank. Die Anforderungen an Stadtbusse unterscheiden sich klar von denen an Überlandbusse. „Dies und die Tatsache, dass Busse in relativ kleinen Serien produziert werden, macht die Herausforderung aus“, sagt ­Nilsson-Czornyj. Dazu kommt, dass viele Karosseriebauer die Module für die Fahrzeugchassis von Scania zukaufen. „Wir sind dabei, ein Busdesign zu entwickeln, das möglichst viel Aufbau- und Ausstattungsmöglichkeiten offenlässt. Wir arbeiten an einer Serieneinheit, die das echte Scania Feeling mit dem Design vereint.“ www.scania.ch

Das buserlebnis

Die Seele

Die Beleuchtung transportiert die Marke. Lichter sind die Augen der Busse und das Fenster zur Seele.

Mit dem Bus zu fahren sollte ein positives Erlebnis sein, das Nutzen und Vergnügen miteinander verbindet. Passagiere sollten ein erhabenes Raumgefühl geniessen und sich wohlfühlen. Dies kann durch Licht, Ton, Form, Material, Farbe und Design erreicht werden.

1.2013 • SCANIA BEWEGT 21


Porträt

Text und Fotos: Curt Bühlmann

Erster Euro-6Scania im Waadtland Das renommierte Transportunternehmen Giobellina SA in Leysin hat für seine Tochter­ firma Trabal SA in Aigle einen Scania Euro 6 beschafft. Dabei betont Jean-Pierre Giobellina nicht ohne Stolz, es handle sich um den ersten Euro 6 im Kanton Waadt.

D Modernste Geräte unterstützen den Fahrer beim Einsammeln von Haushaltsabfällen und Kehricht.

Der Scania G440 LB 6x2*4 der Firma Trabal SA in Aigle ist der erste Euro6-Lastwagen im Waadtland. 22 SCANIA BEWEGT • 1.2013

as Unternehmen, welches in diesem Jahr auf sein 103-jähriges Bestehen zurückblicken kann, wurde seinerzeit von Grossvater Fortu­ nato gegründet. Und wie der Name (der Glückliche) besagt, war dieses Unterfangen denn auch von Glück gekennzeichnet. Die Firma vermochte sich in all den Jahren einen guten Namen zu schaffen und gilt heute bei ihrer Kundschaft in der Region als erfolgreicher und zuverlässiger Geschäftspartner. Das Unternehmen in Leysin wird seit 1984 in dritter Generation von Jean-Pierre Giobellina als Alleininhaber und Geschäftsführer geleitet und verfügt mit der Trabal SA in Aigle über eine erfolgreiche Tochterfirma. Mit 15 Mitarbeitenden und einer respektablen Flotte von 18 schweren Fahrzeugen (davon elf Scania) liegt das Schwergewicht der Tätigkeiten der Giobellina SA vorwiegend in Transportaufgaben in und für die Region des Chablais.

Eine wichtige Aufgabe stellen die vielfältigen Transpor-

te in Hoch-, Tief- und Strassenbau für die regionalen Bauunternehmen dar. Nicht zuletzt aber auch Terrassierungsarbeiten mit Trax und Bagger für die öffentliche Hand und den Bausektor. Dazu kommt ein flächendeckendes Angebot im Sektor Muldenservice, das sowohl von der Industrie als auch von den Gemeinden regelmässig benützt und entsprechend geschätzt wird. Nicht zu vergessen die Winterdienste der Giobellina SA für Kanton und Gemeinden und für Staatsstrassen und Autobahnstrecken im Chablais. Das Einsammeln und die fachgerechte Entsorgung von Haushaltsabfällen und Kehricht ist hingegen das Fachgebiet der Trabal SA, der Tochter der Giobellina SA. Sie bedient mit vier Kehrichtfahrzeugen fünf Gemeinden der Region mit insgesamt 20.000 Einwohnern. Das Kehrichtfahrzeug Scania G440 LB 6x2*4 MNA Euro 6 ist ausgestattet mit Allison+4-Automatengetriebe, CG14-Kabine mit den üblichen Scania Standards und einem italienischen Spezialaufbau der Firma FARID mit 22 m3 Lade­kapazität und Container-Hebevorrichtung. Zum Entscheid – so Jean-Pierre Giobellina – hätten mehrere Aspekte beigetragen. So in erster Linie die Tatsache, dass zum Zeitpunkt des Kaufentscheides Scania als einzige Marke einen Euro 6 anbieten konnte. Dazu kämen die generell guten Erfahrungen mit dieser Marke. Entscheidend sei aber neben der bekannten Wirtschaftlichkeit auch die Wendigkeit dieses Fahrzeugtyps gewesen, da diese in den engen Strässchen von Aigle einen wichtigen Aspekt darstelle. www.scania.ch


Text und Fotos: Curt Bühlmann

Erster Scania mit 42-5 Putzmeister-Aufbau Vor Kurzem konnte die G. Kolly SA, Scania Vertretung im freiburgischen Le Mouret, den ersten Aufbau Putzmeister 42-5 in der Schweiz mit fünf Gelenk­armen und einer Ausladung von beeindruckenden 42 Metern ihrem Kunden, der Savary SA in Vesin/FR, übergeben.

D

ie Garage G. Kolly SA, zwischen

Fribourg und Bulle gelegen, wurde 1979 als Vertretung der Marken Saurer und OM gegründet. Mit der späteren Übernahme der schwedischen Mar­ ke Scania setzte die Firma ihren Erfolgskurs fort. Was seinerzeit mit einer kleinen Garage und fünf Personen begann, stellt heute ein respektables Unternehmen mit 50 Mitarbeitenden dar. Seit 1996 leitet Dominique Kol­ ly die Geschicke der Firma. Die Aufgaben der G. Kolly SA erstrecken sich vom Verkauf der Marken Scania und ­Iveco über Umwelttechnik, KOLLYgram Präzisionswäge­ system und Pöttinger Entsorgungstechnik bis hin zum Bau und Umbau von Zisternenfahrzeugen. Dazu kommt mit KOLLYrent ein dynamischer Mietservice mit Fahr­ zeugen von 3,5 bis 40 t.

Die Savary Beton Frais et Gravières SA hat ihren Sitz in Vesin/FR. Sie beschäftigt derzeit 18 Mitarbeitende und verfügt über eine Flotte von 13 schweren Fahrzeu­ gen, davon drei Scania. Die Firma wurde 1954 gegründet

und wird heute in zweiter Generation von Olivier Savary geleitet. Ihre Haupttätigkeit ist die Fabrikation und die Lieferung von Frischbeton. Letzteres mit dem Einsatz von Fahrmischern und Betonpumpen. Die Abnehmer sind Kunden im Baugewerbe generell, insbesondere im Hochund Tiefbau im Bezirk Broye, aber auch übergreifend in den Kantonen Freiburg und Waadt. Ein Scania G480 CB 8x4 Euro 5 ist ausgestattet mit Retar­ der und manuellem 12+2-Getriebe, CG16-Tageskabine mit den Scania üblichen Komfortoptionen wie Klimaautomatik etc. Der Aufbau ist ein Putzmeister 5-Arm mit der gewal­ tigen ­Ausleger-Reichweite von 42 Metern und damit der erste ­Scania in der Schweiz mit diesen Spezifikationen. Die Gründe für den Kaufentscheid seien vor allem der umwelt­ freundliche Euro-5-Motor ohne AdBlue, die hohe Nutz­ last des Fahrzeugs, die bekannte Robustheit – diese zählt in dieser Branche mit der täglichen Baustellenbelieferung besonders –, so Olivier Savary, aber auch die gute Beratung und der Kundendienst der G. Kolly SA.

Olivier Savary führt heute die Savary SA in Vesin in der zweiten Generation.

“Hohe Nutzlast, robustes Fahrgestell und 42 Meter Ausleger-Reichweite,  eine wahrhaft eindrück- liche Kombination.” Dominique Kolly, Geschäftsführer der G. Kolly SA in Le Mouret

www.scania.ch

1.2013 • SCANIA BEWEGT 23


VW Nutzfahrzeuge

Text: Beat Keiser, Fotos: Andy Bürgi

Tüchtiger Sattelzug feiert Premiere Der VW Crafter hat sich als Nutzfahrzeug innert Kürze einen guten Namen gemacht, für Handwerk und Transport, in vielen Varianten und mit unzähligen Aufbauten, für jeden Einsatzzweck. Gibt es einen Crafter, der als Sattelschlepper seine Arbeit tut? – Früher nein, jetzt ja.

W

as hier vorgestellt wird, ist eine Schweizer Lösung. Europa ist einheitlich und doch nicht so ganz. Gerade in Bezug auf leichte bis mittelschwere Nutzfahrzeuge variieren die Vorschriften auf geografisch engem Raum. In der Schweiz ist Tatsache: Zugmaschinen bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht dürfen schwere Auflieger ansatteln und immer noch mit dem Führerschein für Personenwagen plus Anhänger (Kat. B + BE) bewegt werden. Ein unanständiges Angebot? Sicher nicht. Ausserdem wird für den „schweren“ Auflieger LSVA bezahlt, nicht aber für die Zugmaschine, da sie selber vom Gesetzgeber als „leicht“ taxiert wird. Alles in allem eine fiskalisch erträgliche Sache. Also sieht man sie auf Schweizer Strassen: die Sattelmotorfahr-

zeuge light. Im Vergleich zu den leichten Anhängerzügen mit 3,5 Tonnen Gesamtgewicht am Motorwagen und derselben Tonnage am Anhänger offeriert der Schlepper mit Auflieger grosse Ladefläche am Stück und einen günstigen Anschaffungspreis. 24 SCANIA BEWEGT • 1.2013

Sauber aufgeräumt und gut erreichbar ist die gesamte Sattelschlepper-Technik hinter dem Fahrerhaus angebracht.

Dass der Schweizer Markt einen Crafter in Schlepper-Version haben darf, ist auf Kundenwunsch zustande gekommen. Wirtschaftliche Grundlage dafür, so Daniel Gräni von der Scania Schweiz AG in Emmen, sei das gute Preis-Leistungs-Verhältnis für die leichte Sattelzugmaschine. Dazu kommen die hohe Zugkraft und der niedrige Treibstoffverbrauch. Es ist eine 163-PS-Maschine mit 400 Newtonmeter Drehmoment. Der Zwei-­ Liter-Diesel lässt sich durch ein Biturbosystem aufladen. Will heissen, in jedem Drehzahlbereich der richtige Durchzug. Mit dem neuen Crafter-Schlepper erobert Volkswagen Nutzfahrzeuge einen Meilenstein in einem Segment, das für den Schweizer Markt Bedeutung hat. Und zwar hinsichtlich Nutzlast, Fahrleistung und Sicherheit. ESP, elektronische Stabilitätsregulierung im Kurvenverhalten, und ASR, Antischlupfhilfe bei rutschigem Untergrund, unterstützen den Fahrer in Extremsituationen und machen den leichten Sattelzug zum leichten Spiel im Alltag. www.scania.ch


Text und Fotos: Beat Keiser

präsent In

Schaffhausen Als zehnte Niederlassung für VW Nutzfahrzeuge hat die Scania Schweiz AG das neue Center in Schaffhausen eröffnet. Die Synthese der Schweren aus Schweden mit den Leichten aus Deutschland funktioniert hervorragend.

Das leistungsfähige Team der Garage Vetterli AG in Schaffhausen steht für Sie bereit.

J

etzt gibt es VW Nutzfahrzeuge mit allen dazugehörigen Dienstleistungen auch in Schaffhausen. Das neu eröffnete VW Nutzfahrzeuge-Center richtet sich an das regionale Gewerbe sowie Kunden mit professionellen Transportaufträgen, aber nicht nur. Gerade wegen der Modelle Amarok und T5, Nachfolger des legendären VW-Bus, trifft man auch Privatkundschaft an der Gennersbrunnenstrasse an. Zwar sind hier zu einem grossen Teil Industrie und Transpor­teure angesiedelt. Aber Namen wie Landi und Aldi machen das Quartier familiär. Alles in allem ein idealer Standort für VW Nutzfahrzeuge „Ja, wir haben auch schon einige Autos verkauft, zeigen immer ein paar aktuelle Neuwagen und haben auch interessante Gebrauchte bereit“, bestätigt Cristiano Lopes und fügt an: „Ein Kunde der ersten Stunde ist zum Beispiel die Firma Keller aus Dörflingen, ein bekanntes Baugeschäft.“ Der Name Vetterli bleibt weiterhin an den Gebäuden angeschrieben. Eigentümer der gesamten Infrastruktur ist die Scania Schweiz AG. Gewartet werden hier neben Scania auch leichte Nutzfahrzeuge von Iveco und neuerdings www.scania.ch

von VW. Der Name Vetterli soll nicht einfach verschwinden, zumal er ein Begriff für kompetente Betreuung von Last- und Lieferwagen in der nordöstlichen Schweiz ist. Exakt diese Kompetenz kommt auch den Besitzern von VW-Nutzfahrzeugen zugute. In Betrieben der Scania Schweiz AG ist man gewohnt, dass die sogenannte Uptime, die Verfügbarkeit, möglichst tagtäglich aufrechterhalten wird. „Wir haben natürlich auch Ersatzfahrzeuge, die verschiedenste Einsatzsparten abdecken, vom Kombi bis zum Kipper“, unterstreicht Cristiano Lopes den kundenspezifischen Service. Es sei, so Cristiano Lopes, nicht der Fall, dass die Kunden nahe der Landesgrenze ihre Autos gelegentlich lieber in Deutschland kaufen und warten lassen würden. Gerade bei Nutzfahrzeugen sei die Fahrzeugspezifikation je nach Einsatz und Equipment schon eher eine nationale Angelegenheit. Und zu seinen persönlichen Präferenzen befragt, meint der Familienvater. „Was zählt, ist die Qualität. Viele Deutsche kommen in die Schweiz, um die Produkte einzukaufen, die sie für besser halten und umgekehrt.“ Je freier der Markt, desto mehr entscheidet die Leistung.

Cristiano Lopes ist bei der Scania Schweiz AG in Schaffhausen der Ansprechspartner für VW Nutzfahrzeuge.

Was zählt, ist die Qualität. Je freier der Markt, desto mehr entscheidet die Leistung.“ ­ ristiano Lopes, ­ C Verkaufsberater ­ VW Nutzfahrzeuge

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SCANIA Family

Text: Ursi Hug, Fotos: Marco Menghini, Manuel Manser

das wichtigste Kapital

Unsere Mitarbeiter

Bei einem schönen und stressfreien Skitag kann Marco Menghini so richtig abschalten.

Wer sind unsere Mitarbeiter, die Tag für Tag, Woche für Woche dafür sorgen, dass unsere Kunden ihre Fahrzeuge schnellstmöglich und wieder „topfit“ ihren eigentlichen Aufgaben zuführen können? Was machen unsere Mit­ arbeiter in ihrer Freizeit und welche Hobbys pflegen sie?

7 Fragen an Marco Menghini von der Scania Schweiz AG in Emmen

Welche Tätigkeit übst du bei Scania aus? Seit wann?

Ich arbeite seit zehn Jahren bei der Scania Schweiz AG in Emmen und konnte in dieser Zeit auch ein Jahr in Irland für Scania tätig sein. Als Chefmechaniker bin ich in Emmen für die VW-Abteilung verantwortlich und übernehme die Stellvertretung von unserem Werkstattchef bei dessen Abwesenheit. Was gefällt dir an deiner Arbeit bei Scania?

Als Verantwortlicher für die VW-Abteilung kann ich meinen Arbeitstag selbstständig einteilen und kann die meisten Entscheidungen eigenhändig treffen. Das macht mir Spass und motiviert mich. Die Stellvertretung des Werkstattchefs ist für mich eine anspruchsvolle Herausforderung und bringt zusätzliche Abwechslung in meinen Alltag.

lich ausbezahlt und es wird viel für die Arbeitssicherheit unternommen. Geleistete Überzeiten sowie Ferienguthaben können meist problemlos bezogen werden. Anstehende Probleme werden hier in Emmen so rasch wie möglich besprochen und behoben. Welchen Ausgleich hast du zu deinem Beruf? (Hobby)

Im Sommer fahre ich, sofern das Wetter mitmacht, mit dem Fahrrad zur Arbeit. Das hilft mir, nach einem intensiven Arbeitstag das Erlebte zu verarbeiten und herunterzufahren. Im Winter spiele ich aktiv Hockey, ebenfalls bin ich ein angefressener Skifahrer.

Marco arbeitet bereits seit zehn Jahren bei der Scania Schweiz AG in Emmen.

Was finden wir über dich bei Facebook?

Facebook finde ich okay, sofern man das Medium benutzt, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben. Das „ganze Leben“ in Facebook preiszugeben empfinde ich als vollkommen daneben. Aus diesem Grund findet man über mich keine Informationen auf Facebook.

Was macht dich richtig glücklich?

Nach einem langen Tag den Abend mit meiner Freundin zu verbringen. Einen schönen stress­ freien Skitag zu erleben.

Worin siehst du die Stärken in unserer Organisation?

Welche Verrückte sache würdest du

Wir geniessen eine gute finanzielle Unterstützung bei Weiterbildungen. Wir können von sehr guten Sozialleistungen und einer gesunden Pensionskasse profitieren. Der Lohn wird immer pünkt-

Mein grosser Traum ist, eine Heliskiing-Tour in Kanada geniessen zu können. Ich möchte mir diesen Traum 2015 erfüllen.

26 SCANIA BEWEGT • 1.2013

gerne mal machen?

Marco Menghini verantwortet in der Werkstatt in Emmen den Bereich VW Nutzfahrzeuge. www.scania.ch


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Wir schnüren übrigens auch Finanzierungspakete. Kein Wunder, wenn unsere Finanzierungsideen neugierig machen. Als Scania Servicegesellschaft sind wir nicht nur in der Lage, gute Angebote für neue und gebrauchte LKW zu machen. Wir hängen auf Wunsch auch gleich noch welche für Auflieger, Anhänger oder Aufbauten hinten dran. Fesselnder Vorschlag, oder? Scania Finance. Immer an Ihrer Seite.

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Scania Bewegt 01 2013