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August 2017

www.bausicherheit-magazin.de

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FACHTAGUNG ZU ABSTURZSICHERUNG

SCHUHE MIT NEUER DÄMPFUNG

Wie sich Hymer-Leichtmetallbau auf die geänderte EN 131 vorbereitet

bauSICHERHEIT beim PSAgASeminar von SpanSet in Nürnberg

Spezielle Schuh-Serie von Elten soll die Füße besser entlasten

SICHERHEIT 08/17

IM BLICKPUNKT: NEUE EU-LEITERNORM

TOP-THEMA

WAS BAUSTELLEN SICHERER MACHT


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AUF EIN WORT

Petra reger

JEDER UNFALL IST EINER ZU VIEL Das arbeiten auf der Baustelle sicherer machen – dieses anliegen verfolgt das Fachmagazin bauSICHerHeIt, dessen zweite ausgabe heute vor Ihnen liegt, ebenso wie Verbände, Berufsgenossenschaften und Versicherungen. Obwohl das risiko, einen arbeitsunfall zu erleiden, im vergangenen Jahr nochmals leicht gesunken ist, zeigen die jüngst von der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DgUV) vorgelegten Zahlen: Bis zur »Vision Zero« ist es noch ein weiter Weg.

Die Zahlen von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, deren Verband die DGUV ist, weisen bei den Arbeitsunfällen zwar ein Plus von 1,3 % aus. Weil aber gleichzeitig in der boomenden Baubranche die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden gestiegen ist, ergibt sich bei der Quote ein leichtes Minus von 0,4 %. Deutlicher ist der Rückgang bei den tödlichen Arbeitsunfällen: Deren Zahl ist um 46 zurückgegangen, 424 Menschen starben an den Folgen eines Arbeitsunfalls – »so wenig wie nie zuvor«, merkte DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer bei der Präsentation der Jahresbilanz 2016 an. Gleichzeitig stellte er fest: »Jeder tödliche Unfall ist einer zu viel.« Die Zahlen nimmt er zum Anlass, die »Vision Zero« weiter zu verfolgen mit dem Ziel, tödliche und schwere Unfälle gänzlich zu vermeiden. Bei den meldepflichtigen Wegeunfällen gab es indes 2016 einen deutlichen Anstieg von 3,8 % auf 186 070. Davon endeten 311 tödlich – immerhin 37 weniger als im Vorjahr.

Oberkörper arbeiten, die Gefahr direkter Sonneneinstrahlung nicht bewusst, beklagte Breuer. Erst seit Anfang 2015 taucht der weiße Hautkrebs auf der Liste der Berufskrankheiten auf, und die Liste wird von Jahr zu Jahr länger: Dieses Jahr wurden fünf weitere Krankheiten dieser Liste hinzugefügt. Welche das sind und welche Tipps Hautschutz-Hersteller sowie die BG BAU zum wirkungsvollen Schutz vor UV-Strahlung geben, lesen Sie ebenso in dieser Ausgabe wie alles Wichtige rund um das Top-Thema im August: Baustellensicherheit. Eine anregende Lektüre, die Sie mit Sicherheit gut informiert, wünscht

Jan Rieken Chefredakteur

Bei den Berufskrankheiten gab es 22 % mehr Anerkennungen. Dieser Anstieg wird zu einem wesentlichen Teil vom weißen Hautkrebs verursacht, der durch UV-Strahlung entsteht. Viele der Fälle, die heute gemeldet werden, haben eine lange Vorgeschichte. Noch sei vielen Menschen, die im Freien ohne Kopfschutz und mit freiem

SICHERHEIT

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8/17 INHALT 003 006 008 010

AUF EIN WORT » Editorial

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TITELTHEMA » Wie Event-Technik von Adam Hall die Baustellensicherheit unterstützt NEUES ZUERST » Arbeitssicherheit aktuell IM BLICKPUNKT » Steigtechnik-Spezialist Hymer-Leichtmetallbau zeigt sich »startklar« für die neue EU-Leiternorm

TOP-THEMA BAUSTELLEN-SICHERHEIT 014

GÜNZBURGER STEIGTECHNIK » BG Bau fördert Kauf der weiterentwickelten BaustellenLeiter aus der »ML«-Serie

014

ZARGES » Unsicherheiten vermeiden, die die neue EN 131-1 und 2 mit sich bringen

016

EUROLINE » Trapezförmige Sprosse sorgt für mehr Sicherheit

017

MEA » Vielfältige Produkte für mehr Sicherheit an Bau und Haus

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HAILO PROFESSIONAL » Steigschutz nach Maß für verschiedenste Einsatzbereiche

019

KRAUSE » Eigene Homepage und »Update-Service« zur neuen EU-Leiternorm

020

SIFATEC SIMON » Temporärer Seitenschutz hilft Kosten sparen und gibt Sicherheit

021

ST QUADRAT » Per App die Montage der Absturzsicherung lückenlos dokumentieren

022

PERI » Die Arbeitssicherheit mit dem Montage-Tempo in Einklang bringen

024

PALFINGER » »Jumbo«-Klasse mit neuem Kranmodus noch vielseitiger

026

KIESEL » Dank »Multi-Lifter« auf den Einsatz eines Spezialkrans verzichten

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FLIEGL » Arbeitsbühnenportfolio ausgebaut AFI » Der Schulungspflicht für die Bediener von Arbeitsbühnen nachkommen

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PFEIFER » Tragklemme »KL« für das Heben, Wenden und Anschlagen von Blechen, Stahlplatten und Trägern

030

SEILFLECHTER » Neue textile Schwerlastrundschlinge für bis zu 100 t Tragfähigkeit

17 30 42

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ADOLF WÜRTH » Professionelle Ladungssicherung für die flexible Güter-Befestigung

034 035

RAINER » Fässer sicher transportieren CAPRA » Neues mobiles Sicherheitszaunsystem schützt auch Baustellen

036

CAMELOT » »Watch Tower« schützt vor ungebetenen Gästen

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PELI » Licht in allen Gefahrenbereichen

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ENGELBERT STRAUSS » Die Werkstatt im Kofferraum verstauen

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DENIOS » Wassergefährdende Stoffe mit »Poly Safe«-Depots vorschriftskonform lagern

STANLEY BLACK & DECKER » Alles am Platz, alles gut geschützt

PERSÖNLICHER SCHUTZ

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SPANSET » Fachtagung bringt Fachleuten für Arbeitssicherheit das Neueste rund um die PSA näher

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MSA » Auffanggurt in V-Form für mehr Komfort SICHERHEIT

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DEB STOKO » Wie Bau-Profis sich vor dem Berufsrisiko Hautkrebs schützen sollten

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BG BAU » Aktionstag »Rette Deine Haut« gibt Infos zum Schutz vor UV-Strahlen

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HONEYWELL » Bluetooth ermöglicht Kommunikation trotz Gehörschutz

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3M » Analog und digital kommunizieren ohne Verzicht auf Gehörschutz

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INSTA-MOLD – 2PLUXX » Zeit und Geld sparen bei individuell angepasstem Gehörschutz

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AS ARBEITSSCHUTZ » Arbeitshandschuh: Strickmaterial statt Leder für mehr Tragekomfort

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STEITZ SECURA » »Elchtest« für Sicherheitsschuhe ELTEN » Neue Technologie dämpft Füße jetzt auch auf der Baustelle

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ISM » Sicherheitsschuhlinie will Maßstäbe setzen

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FRISTADS KANSAS » Fluoreszierendes Langarm-Shirt punktet mit Reflexstreifen

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INITIAL » Kleidung vereint Optik und Schutz

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MASCOT » Bequeme Arbeitshosen-Leichtgewichte aus Stretch

061 062

DBL » Berufsmode – vom Blaumann bis High-End

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SICHERER STAND AUF SCHRITT UND TRITT.

WÜRTH MODFY » Orthopädische Einlagen helfen Beschwerden zu vermeiden

PIONIER WORKWEAR » »Tools«-Kollektion wartet mit sieben Farbkombinationen auf

WILLIAMSON-DICKIE » Workwear-Sortiment in elf Farbvarianten CERASCREEN » Studie zum betrieblichen Gesundheitsmanagement veröffentlicht

RUBRIKEN 066

AUF EINEN BLICK » Redaktionsverzeichnis

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SERVICE » Impressum, Vorschau

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Professionelle Steigtechnik für Industrie und Handwerk Hymer-Leichtmetallbau GmbH & Co. KG Käferhofen 10 | D-88239 Wangen im Allgäu www.hymer-alu.de


adam hall

TITELTHEMA

WIE EVENT-TECHNIK AUF BAUSTELLEN FÜR SICHEREN D KABELSCHUTZ SORGEN KANN [ adam hall ] Während bei Veranstaltungen die augen meist auf die Bühne

gerichtet sind, liegt ein stiller Star dem Publikum nicht selten unbemerkt zu Füßen: die gelb-schwarzen »defender«-Kabelbrücken. die verschiedenen Serien mit unterschiedlicher Belastbarkeit schützen Strom- und Signalleitungen oder Brandschläuche längst auch auf Baustellen vor Fußgängern und Fahrzeugen.

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ie Adam Hall Group, ein deutsches Unternehmen für Event-Technik-Lösungen weltweit, bietet »Defender«-Systeme als eine eingetragene Marke seit 1995 als Standard bei Events und in der Industrie an. »Fast jeder Profi kennt ›Defender‹Kabelbrücken, schließlich sind wir Marktführer in Europa«, sagt Markus Jahnel, COO/Geschäftsführer der Adam Hall Group. Die weltweit patentierten Kabelbrücken sind »made in Germany« und haben laut Hersteller sicher verriegelnde Deckel mit selbstreinigenden Scharnieren. In unterschiedlichen Ausführungen sind die modular einsetzbaren Schutzsysteme für Kabel- oder Schlauchdurchmesser bis zu 113 mm erhältlich. Auf Großveranstaltungen, Konzerten, Baustellen, bei Film und Fernsehen und im weiten Umfeld der industriellen Anwendungen gehört »Defender« schon lange dazu. Und sogar RettungsSICHERHEIT

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Die weltweit patentierten Kabelbrücken sind »made in Germany« und haben laut Hersteller sicher verriegelnde Deckel mit selbstreinigenden Scharnieren.

dienste schätzen die Robustheit dieser zuverlässigen Kabelbrücken. Die in Deutschland konstruierten und hergestellten »Defender«-Produkte werden aus besonders robustem, wiederverwertbarem TPU (thermoplastisches Polyurethan) in der Brandschutzklasse B2 gefertigt und sind öl-, säure- und benzinbeständig. Optional erhältlich sind sie auch als B1, schwer entflammbar nach DIN 4102. Der Arbeitsbereich ist – 40 °C bis + 60 °C. Der Härtebereich ist 88 Shore ± 4A. Strengste Rohstoff- und Produktionskontrollen gewährleisten laut Hersteller, dass die Kabelbrücken anspruchsvolle Spezifikationen und höchste Qualitätsstandards erfüllen. »Defender«Kabelschutzsysteme sind nach DIN 31 000 und EN 61 537 mit dem DEKRA-Siegel (Zertifizierung) ausgezeichnet.

»Defender Custom Service« für individuelle Lösungen »Defender« bietet neben dem umfassenden Lieferprogramm auch Einzelanfertigungen und speziell nach Kundenwunsch entwickelte Systemlösungen inklusive Erstellung der kompletten Werkzeuge (Tooling) an. Der »Defender Custom Service« setzt fast alle Wünsche um: spezielle Winkelungen, besondere Radien oder Kreuzungen. Selbst kleine Mengen stellen für individuelle Lösungen kein Problem dar. Als eine der wenigen Marken bietet »Defender« laut Hersteller einen hauseigenen Roboter Kunststoff-Schweiß-Service. Möglich sind hier alle Arten von Sonderlängen, Modifikationen bestehender

Kabelbrücken, Winkelelemente oder Endstücke. Die soliden Kunststoff-Verschweißungen sorgen für dauerhafte und stabile Verbindungen. Auch komplett individualisierte Kabelschutz-Systeme sind mit dem Custom Service möglich. Als erfolgreiche Beispiele nennt der Hersteller »Defender Subterra« für unterirdische HydraulikLeitungen der »Halliburton Oilfield Services« in Argentinien oder »Defender Race Result« zur Integration von Transpondern für die Zeitmessung bei professionellen Rennveranstaltungen. Die innovative »Defender Lux«-Serie lässt sich mit optional erhältlichen LED-Lichtschläuchen zu einer sicheren Lösung für den Innen- wie Außenbereich aufrüsten. Hochtransparente gelb getönte Abdeckungen ermöglichen maximale Leuchtkraft in dunklen Umgebungen. »Wir sind sehr flexibel, wenn es um Kundenwünsche geht und bieten bei ›Defender‹ eine einzigartige Garantie von fünf Jahren. Darüber hinaus sind wir sehr nah am Marktgeschehen und haben großes Verständnis für die unterschiedlichsten Bedürfnisse unserer Kunden«, sagt Geschäftsa führer Jahnel.

»Fast jeder Profi kennt ›Defender‹-Kabelbrücken, schließlich sind wir Marktführer in Europa.« Markus Jahnel, COO/Geschäftsführer der Adam Hall Group

DAS UNTERNEHMEN Die Adam Hall Group ist nach eigenen Angaben ein führender deutscher Hersteller und ein Vertriebsunternehmen, das Event-Technologie-Lösungen für Geschäftskunden weltweit anbietet. Die Zielgruppen sind unter anderem Einzelhändler, B2B-Händler, Live-Event- und Verleihunternehmen, Rundfunkstudios, AV- und Systemintegratoren, private wie öffentliche Unternehmen sowie industrielle Flightcase-Hersteller. Die Firma bietet eine große Palette von professionellen Audio- und Lichttechnologien sowie Bühnenequipment und FlightcaseHardware unter den Marken »LD Systems«, »Cameo«, »Gravity«, »Defender«, »Palmer« und »Adam Hall«. Gegründet 1975, hat sich die Firmengruppe zu einem modernen Unternehmen für Event-Technologie entwickelt; dazu gehört ein 13 000 m² großes Lager und Logistikcenter am Standort des Corporate Headquarters nahe Frankfurt am Main. Mehr Informationen zu den »Defender«-Systemen unter defender-protects.com.

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NEUES ZUERST

QUALITÄTSOFFENSIVE IM ARBEITSSCHUTZFACHHANDEL

VTH/KOllAxO

ZUM ZWEITEN MAL UNTER DEN »TOP 100«

Die Vertreter der 15 ausgezeichneten Arbeitsschutzfachhändler bei der Zertifikatsübergabe in Düsseldorf. [ VTH ] Der Verband Technischer Handel (VTH) hat 15 Arbeits-

schutzfachhändlern das neue Prüfsiegel »Zertifizierter Fachbetrieb für PSA nach VTH-Standard« verliehen. Dem Prüfsiegel liegen zehn objektive Kriterien zugrunde, die ein vom VTH zertifizierter Fachhändler für Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) erfüllen muss.

PFeiFer

Das Zertifizierungsangebot ist Teil einer Qualitätsoffensive, dank der die in der VTH-Fachgruppe »Persönliche Schutzausrüstungen« organisierten Arbeitsschutzfachhändler ihre Leistungsfähigkeit und Kompetenz noch deutlicher gegenüber Abnehmern und Anwendern von PSA darstellen können. Kunden sollen durch das Siegel auf den ersten Blick erkennen, dass sie bei dem zertifizierten Fachhändler qualitativ hochwertige PSA sowie eine hochkompetente Beratung erhalten. Der 1998 gegründeten VTH-Fachgruppe gehören derzeit 30 Arbeitsschutzfachhändler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Als Vorbild für das neue Prüfsiegel dient die Registrierung von »Zertifizierten Fachbetrieben für Schlauch- und Armaturentechnik«, die von der VTH-Fachgruppe »Schlauch- und Armaturentechnik« seit mehreren Jahren durchgeführt wird. x

[ PFEIFER ] Mehr als 1

PFEIFER EXPANDIERT IN DEN USA

Mio. US-Dollar investiert die Memminger Pfeifer-Gruppe in eine neue Niederlassung in Texas. Mit dem Standort in Houston will der Spezialist für Seil- und Hebetechnik seine Geschäfte mit Kran- und Baumaschinenseilen im US-Markt weiter vorantreiben und neue Absatzregionen erschließen. Das neu errichtete Service-Center mit Bürotrakt, Fertigung und Lagerhalle ist die erste Filiale der 2008 gegründeten US-Gesellschaft Pfeifer Wire Rope & Lifting Technology mit Sitz in Hampton (Virginia). »Unsere amerikanische Tochtergesellschaft ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen«, sagt Geschäftsführer Michael Pels. Der Umsatz habe sich seit 2013 mehr als verdoppelt. Von der rund 1 000 m² großen Niederlassung sollen vor allem Kunden im Süden der USA und in anderen Landesteilen fernab des bisherigen Standorts an der Ostküste profitieren. x

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KD BUSCH.COM

»Top100«-Mentor Ranga Yogeshwar (Mi.) überreichte Denios-Geschäftsführer Horst Rose (re.) und Abteilungsleiter Maik Rodenberg die Auszeichnung.

[ DENIOS ] Zum zweiten Mal hat Denios das Benchmark-Siegel »Top 100« erhalten. Der Preis ehrt seit über 20 Jahren alljährlich die innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands. Denios, Anbieter von Produkten für Umweltschutz und Sicherheit, sieht in besonderem Maße sein Engagement als Entwickler und Produzent gewürdigt. Bei der Neuentwicklung von Produkten und der Weiterentwicklung seiner mehr als 10 000 Produkte setzt Denios auf klar strukturierte Innovationsprozesse. Eine eigene Abteilung im Haus ist hiermit betraut. »Unser zehn Mann starkes Innovationsteam arbeitet tagtäglich an der Weiterentwicklung unserer Produkte und Services«, sagt der Gründer und Vorstandsvorsitzende Helmut Dennig. Dazu greift das IdeenmanagementTool »Quality Gates« kontinuierlich Mitarbeitervorschläge auf – und fordert diese auch aktiv ein. a

MATECO UND GARDEMANN KÜNFTIG UNTER EINEM DACH VEREINT [ MATECO/GARDEMANN ] Seit 2012 ist die TVH-Gruppe

alleinige Gesellschafterin des deutschen Arbeitsbühnenvermieters Mateco. Jetzt übernimmt die Gruppe auch die deutschen Aktivitäten der zu lOxAM gehörenden lavendon Group. Alle Anteile der lavendon (Deutschland) Holding, und damit ebenso von Gardemann Arbeitsbühnen, gehen auf TVH über. Die Akquisition ermöglicht es TVH, künftig die beiden führenden Arbeitsbühnenmarken – Mateco und Gardemann – unter einem Dach zu vereinen. »TVH ist überzeugt davon, dass diese Verbindung ein außerordentlich erfolgreiches Team hervorbringen wird, mit klarem Fokus darauf, dem Kunden jederzeit einen exzellenten und zufriedenstellenden Service zu bieten«, sagt Pascal Vanhalst, CEO bei TVH Equipment. »Wir heißen das erfahrene und motivierte Team von Gardemann herzlich willkommen und laden sie dazu ein, gemeinsam bei der Erschaffung des größten Niederlassungsnetzes für die Vermietung von Arbeitsbühnen in Deutschland mitzuwirken.« Die TVH-Gruppe ist in mehr als 30 Ländern aktiv und verfügt über Kunden in über 170 Ländern. Die Mietflotte von TVH umfasst etwa 25 000 Maschinen, die aus mehr als 70 Betriebswerken in den Benelux-Ländern, Deutschland, Mittel- und Osteuropa, Spanien, Mexiko und Malaysia gesteuert werden. TVH Equipment bietet darüber hinaus auch Service- und Reparaturarbeiten in Belgien an. x SICHERHEIT

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NEUES ZUERST

RAt füR foRMGEBUNG

AUSGEZEICHNETES SPONSORING-KONZEPT [ BLÅKLÄDER ] Der schwedische Workwear-Hersteller erhält zum ersten Mal den »German Brand Award« in der Kategorie »Industry Excellence in Branding-fashion«.

Die Jury des Rats für Formgebung hat das Familienunternehmen für die FC-St.Pauli-Story »The Team behind the Team« ausgezeichnet. Blåkläder Deutschland Bei der Preisverleihung stattet als offizieller Workwear-Partner des »German Brand die Stadion-Crew des FC St. Pauli aus. Award« in Berlin: Das Sponsoring-Konzept ist gemeinsam Marketing-Managerin Anja Lyrmann und Maik mit dem Verein und seinem VermarkFriedrichs, Geschäftstungspartner »U! Sports« entstanden. führer Blåkläder »Die Auszeichnung im Bereich Fashion Deutschland. ist für uns etwas Besonderes. Neben Qualität, Funktionalität und Nachhaltigkeit ist Design ein sehr wichtiger Aspekt bei unseren Kleidungsstücken«, erklärt Maik Friedrichs, Geschäftsführer bei Blåkläder Deutschland. Das ganze Konzept spiegele die Werte der Marke Blåkläder gut wider. »Wir möchten uns auf die Leute im Hintergrund konzentrieren. Es ist ihre harte Arbeit, die den Erfolg auf dem Feld möglich macht. Wir statten St. Paulis wertvolle Facility-Manager mit Arbeitskleidung aus und liefern ihnen die Bedingungen, die sie verdienen«, sagte Kalle Larsson, Global Marketing Manager bei Blåkläder. a

EU-LEITFADEN ZU ARBEITSSCHUTZ [ DGUV ] Die Umsetzung von

Arbeitsschutzmaßnahmen erleichtern – das ist das Ziel des neuen Praxisleitfadens »Arbeitsschutz geht jeden etwas an – Praktischer Leitfaden für Arbeitgeber« der EU-Kommission. Auf 27 Seiten gibt der Leitfaden einen Überblick über die wichtigsten rechtlichen Verpflichtungen, aber auch konkrete Tipps, die bei der Anwendung der Arbeitsschutzvorschriften helfen, teilt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in ihrem Newsletter mit. Erläutert werden zum Beispiel wichtige Schritte bei der Gefährdungsbeurteilung sowie die Bedeutung von Präventionsund Schutzmaßnahmen als auch Arbeitsschutzschulungen. Die jüngste Evaluation der EU-Rechtsvorschriften zum Arbeitsschutz hatte ergeben, dass es bei deren Umsetzung noch viel Potenzial gibt. In allen Unternehmen seien dafür aber mehr und bessere Informationen notwendig. Der Leitfaden soll diese Betriebe daher unterstützen. Ihn gibt es im Internet zum Herunterladen: http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId= 738&langId=de&pubId=7960&furtherPubs=yes. a

SCHULUNGEN AUS- UND WEITERBILDUNG IN SACHEN PSA UND BETRIEBLICHEM ARBEITSSCHUTZ [ HONEYWELL SAFETY PRODUCTS AKADEMIE ] Die ordnungsgemäße PSA-Nutzung, das Sicherheitsmanagement, die Gefahrenprävention und Compliance sowie die Ausrüstungsinstandsetzung und auch -instandhaltung stehen im Mittelpunkt der von der »Honeywell Safety Products Akademie« angebotenenen Aus- und Weiterbildungen. Seit über zehn Jahren können sich Sicherheitsfachkräfte, Einkäufer oder Endanwender aus den Unternehmen in der Akademie weiterbilden. Die Schulungen sind vom VDSI anerkannt.

Das Hauptziel aller Seminare ist dabei die Aus- und Weiterbildung im PSA-Bereich und betrieblichen Arbeitsschutz. So können Teilnehmer in den Seminaren ihre eigene Situation analysieren und einen entsprechenden Maßnahmenkatalog erstellen. »Wir wollen eine nachhaltige Sicherheitskultur fördern«, sagt Marcus Dinse, Zone Manager Honeywell General Safety DACH. »Mit jahrelanger Erfahrung im Arbeitsschutzbereich möchten wir unser Wissen an Sicherheitsfachkräfte weitergeben, um die Verletzungsrisiken zu minimieren und für einen gesunden und produktiven Arbeitsplatz zu sorgen. Vor allem die praktischen Beispiele und der Erfahrungsaustausch in unserer vom TÜV zertifizierten Akademie sorgen dafür, dass das Erlernte auch wirklich in die Praxis umgesetzt werden kann.«

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Handschutz ist dabei eine der Kernkompetenzen von Honeywell am Standort Eichenzell, Produktionsstandort für Schutzhandschuhe der zu Honeywell gehörenden Marke KCL. In den Seminaren werden nicht nur Grundlagen des Handschutzes thematisiert, sondern auch praxisnahe Anwendungsaufgaben wie zum Beispiel die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung angeboten. So hat Honeywell mit ChemPro Plus auch eine SchutzhandschuhSoftware entwickelt, die Sicherheitsfachkräfte bei der Suche nach dem richtigen Schutzhandschuh optimal unterstützt. Auch eine Besichtigung der Handschuhproduktion und des eigenen Labors steht dabei auf dem Programm. Im laufenden Jahr bietet die Honeywell-Akademie noch folgende Seminare an: Termin Inhalte / Schwerpunkte 21. bis 22.9. Basis Endkunde / Schutzhandschuhe und Sicherheitsschuhe 28. bis 29.9. Basis Handel / Schutzhandschuhe und Augenschutz, Gehörschutz 16. bis 17.11. Advanced Endkunde / Schutzhandschuhe und Gehörschutz, Augenschutz 30.11. bis 1.12. Advanced Handel / Schutzhandschuhe und Chemikalienschutzkleidung Anmeldungen werden unter kcl-akademie@honeywell.com entgegengenommen. x

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Im BLICkPUNkT

HYMER-LEICHTMETALL UND DIE NEUE EU-LEITERNORM: »WIR SIND STARTKLAR« [ HYMER-LEICHTMETALLBAU ] Was die neue EU-Leiternorm (EN 131) angeht,

haben die Hersteller noch einmal eine Schonfrist bekommen: Erst zum Jahresbeginn 2018 (und nicht schon, wie geplant zum kommenden November) werden die Änderungen wirksam. Trotzdem laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die bauSICHERHEIT hat bei einem der führenden Steigtechnikhersteller nachgefragt, was sich für wen und ab wann ändert.

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JAN RIEKEN (5)

Von Jan Rieken

Eine Standverbreiterung ist neu für Anlegeleitern ab einer Leiterlänge von 3 m vorgeschrieben, wie Volker Jarosch demonstriert.

ie Norm besteht aus mehreren Teilen, die aktuelle Änderung bezieht sich zunächst auf zwei davon: Teil 1 betrifft auch die Anwender, regelt aber vor allem konstruktive Anforderungen, Bauarten und Funktionsmaße; Teil 2 definiert neue Prüfanforderungen für die Hersteller. Volker Jarosch, Leitung Produktentwicklung Steigtechnik bei Hymer Leichtmetallbau, erklärt: »Neu ist, dass Anlegeleitern ab einer Leiterlänge von 3 m mit einer Standverbreiterung ausgerüstet sein müssen. In den meisten Fällen wird das eine Traverse sein, deren Länge abhängig von der Leiterlänge ist und maximal 1,2 m beträgt.« Daraus ergeben sich einige konstruktionsbedingte Änderungen, an denen die Produktentwickler in Wangen-Käferhofen (Baden-Württemberg) seit einiger Zeit feilen. So müssen beispielsweise mehrteilige Schiebe- oder Mehrzweckleitern so gebaut sein, dass sich kein einzeln abnehmbares Teil als separate Leiter verwenden lässt – zumindest, wenn es 3 m lang ist. »Denn dann würde ja wiederum eine Standverbreiterung benötigt«, erläutert Jarosch. Ist diese nicht vorhanden, soll

DAS UNTERNEHMEN Hymer-Leichtmetallbau wurde 1962 von Camping-Pionier Erwin Hymer gegründet. Heute ist das Unternehmen mit Sitz in Wangen im Allgäu ein führender Hersteller für Steigtechnik und Automotive-Systemkomponenten: Entwickelt und produziert werden Steighilfen aus Aluminium für Industrie und Handwerk sowie den Privatsektor, vertrieben über den Fach- und Einzelhandel. Neben den Bereichen »Serien-Steigtechnik« und »Hymer Project« für individuelle Steigtechnik-Lösungen ist das Unternehmen in der Sparte »Automotive« erfolgreich. Zum Unternehmen gehört seit 2016 das zuvor als Joint Venture geführte türkische Tochterunternehmen FarHym. Der in Ankara ansässige Anbieter ist Lieferant für Bus-Deckensysteme.

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künftig ein Bolzen das Abnehmen des oberen Leiterteils verhindern.

Erstmals Einteilung in zwei Leiterklassen Teil 2 der veränderten Leiternorm definiert neue Prüfanforderungen. So wird die Festigkeit künftig nicht mehr nur in liegendem Zustand auf zwei Böcken, sondern in Anlegeposition und mit höheren Prüflasten ermittelt. »Neu ist aber in erster Linie, dass bei Leitern künftig zwischen professioneller und nicht-professioneller Nutzung unterschieden wird«, erklärt Jarosch. Die Prüfanforderungen für gewerblich genutzte Profi-Leitern sind entsprechend höher als bei Leitern für den nicht beruflichen Gebrauch. Bei der Dauerhaltbarkeitsprüfung steht ein Leiterholm 2 cm erhöht und die Leiter wird abwechselnd an der obersten Sprosse (bzw. Plattform) sowie in der Mitte mit einer Prüflast von 1 500 N (entspricht ca. 153 kg) belastet. Profi-Stehleitern müssen bei diesem »Stampftest« künftig 50 000 Prüfzyklen überstehen, Haushaltsleitern nur 10 000. SICHERHEIT

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HYMER (1)

Auch die Festigkeitsprüfung wird strenger: Statt bisher 112 kg Prüflast in liegendem Zustand erfolgt die Prüfung jetzt in Gebrauchsstellung und mit 275 kg (Profi-Leitern) bzw. 229 kg (HeimwerkerLeitern). Diesen Lasten muss die Leiter eine Minute standhalten. Dabei darf sie sich laut neuer Norm zwar verformen, nicht aber brechen oder reißen. Neu ist auch eine Verdrehungsprüfung für Stehund Anlegeleitern, deren an den jeweiligen Leitertyp angepassten Prüfverfahren für mehr Sicherheit beim Arbeiten in der Höhe sorgen sollen. In Sachen Rutschhemmung müssen Anlegeleitern künftig auch einen Test bestehen und beweisen, dass Leiterfüße und -schuhe zumindest auf einer Glasplatte bei einer Belastung mit 150 kg um nicht mehr als 4 cm verrutschen.

Hersteller-Frist bis zum Jahreswechsel Bis Ende 2017 gelten die Teile 1 und 2 der EN 131 noch in neuer und alter Fassung, zum Jahresbeginn 2018 ist dann nur noch die neue Fassung gültig. Ab dann dürfen Hersteller nur noch Leitern SICHERHEIT

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ausliefern, die der neuen Norm entsprechen. »Wir werden unsere Produktion im Herbst umstellen und so gewährleisten, dass bis zum Stichtag alle Leitern der neuen Normfassung entsprechen«, erläutert Jarosch. Für den Handel ergeben sich keine Änderungen, betont Jarosch: Lagerbestände an Leitern, die der bisherigen Norm entsprechen, dürfen ganz normal auch nach dem 1. Januar 2018 weiterverkauft werden. »Leitern, die nach der bisherigen Norm produziert wurden, gelten ja nicht als unsicher«, stellt Jarosch klar. Der Handel sehe sich ja in vielen Sortimenten ständigen Normänderungen ausgesetzt und müsste sonst ständig seinen Bestand ändern, gibt er zu bedenken. »So geschieht die Angleichung ohne Zeitdruck – und führt damit mittelfristig zu einer Verbesserung der im Gebrauch befindlichen Leitern«, erläutert Jarosch. Auch die Verwender, weder berufliche noch private, treffe keine Verpflichtung, alte Leitern gegen neue auszutauschen. Aber: »Für gewerbliche Verwender gilt unverändert die Betriebssicherheitsverordnung, die sie dazu verpflichtet,

Hymer-Leichtmetallbau fertigt eine enorme Bandbreite an Leitern und Steigsystemen. Konstruktionen und Prüfverfahren müssen für die geänderte »Leiternorm« EN 131 angepasst werden, das Prüflabor wurde dafür schon entsprechend umgebaut. Das Markenzeichen, den roten Streifen, gibt es schon seit 1971. Bei der Fertigung werden die Sprossen mit dem Holm verbördelt – ein Verfahren, das die Wangener vor fast 40 Jahren eingeführt haben (Bild re. unten).

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ihren Leiterbestand in Schuss zu halten«, betont Jarosch. Konkret heißt das: In regelmäßigen Abständen müssen die Leitern im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung auf ihre Eignung und ihren Zustand hin bewertet werden.

50 000 Zyklen Profi-Stehleitern müssen in einem »Stampftest« künftig 50 000 Prüfzyklen überstehen, Haushaltsleitern nur 10 000.

Seminar zu Leiterund Gerüsteprüfung »Worauf es bei der Leiterprüfung ankommt, vermitteln wir regelmäßig in unseren Seminaren«, erklärt Jarosch. Referenten, auch externe von TÜV und Berufsgenossenschaften, vermitteln Profis in Theorie und Praxis, worauf es zu achten gilt und wie vor allem die wasserdichte Dokumentation der Leiterprüfungen auszusehen hat – was besonders im Schadensfall enorme Wichtigkeit hat. »Bei diesen Veranstaltungen begrüßen wir derzeit hauptsächlich Teilnehmer aus der Industrie und dem kommunalen Bereich – Handwerker sind eher unterrepräsentiert«, bedauert er. Auf großes Interesse stößt das Angebot auch beim Fachhandel, der zunehmend seine Kompetenz erweitere und Betriebsmittelprüfungen immer mehr auch als direkte Dienstleistung anbiete. »Besonders für kleinere Unternehmen ist das eine echte Alternative«, sagt Jarosch. Im Jahr 2017 sind Seminare noch geplant am 21. September, 19. Oktober und 30. November, jeweils von 9 Uhr bis 16 Uhr.

Alle Änderungen zur neuen Leiternorm EN 131 hat der Hersteller in einer Broschüre zusammengefasst. Erhältlich ist diese über den Fachhandel a oder zum Download unter hymer-alu.de.

IM GESPRÄCH

JAN RiEkEN

Vier Fragen von bauSiCHERHEiT-Chefredakteur Jan Rieken an Volker Jarosch, Leitung Produktentwicklung Steigtechnik bei Hymer Leichtmetallbau, zu den Änderungen der EU-Leiternorm EN 131

»Grundsätzlich begrüßen wir die Änderung der EN 131. Alles, was dazu beiträgt, das Arbeiten in der Höhe noch sicherer zu machen, ist ein Schritt in die richtige Richtung.« Volker Jarosch, Leitung Produktentwicklung Steigtechnik bei Hymer Leichtmetallbau

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bauSICHERHEIT: Herr Jarosch, wie beurteilen Sie die Änderung der EU-Leiternorm aus Herstellersicht? Volker Jarosch:Grundsätzlich begrüßen wir die Änderung der EN 131. Alles, was dazu beiträgt, das Arbeiten in der Höhe noch sicherer zu machen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die meisten LeiterUnfälle passieren aus einer Höhe von 2 m, häufigste Ursache sind Benutzerfehler oder Vorschäden. Etwa die Hälfte aller Schäden zeigen ein Einknicken eines Leiterholms, was häufig Folge eines Transportschadens ist. Die neuen Standverbreiterungen können solche Vorschädigungen verhindern. bauSICHERHEIT: Das war sicher nicht der Aspekt, der bei dieser Neuregelung im Vordergrund stand… Jarosch: Wahrscheinlich nicht, aber es ist ein willkommener Nebeneffekt. Grundsätzlich macht eine veränderte Norm ja auch keine Baustelle sicherer, sondern erst das erfolgreiche Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Wir als Hersteller haben jetzt unsere Hausaufgaben fürs Erste gemacht – im nächsten Schritt geht es darum, dass sich das Plus an Sicherheit auch in der Praxis bemerkbar macht.

Hier sind nach wie vor die Anwender gefordert, erstens ihr Material in Schuss zu halten und zweitens dafür zu sorgen, dass wirklich professionelle Technik zum Einsatz kommt. bauSICHERHEIT: Den Einsatz von Profitechnik unterstützt die Norm ja durch ihre neue klassifizierung. Jarosch: Richtig. Die Profiklasse mit ihren erhöhten Prüfanforderungen wird es gewerblichen Anwendern leichter machen, die Qualität zu finden, die sie benötigen. bauSICHERHEIT: Also bringt die neue Norm den Herstellern mehr als nur einen erhöhten Produktions- und Prüfaufwand? Jarosch: Wir rechnen schon auch mit einer steigenden Nachfrage für Profi-Produkte, zumal wir durch die neue Differenzierung eine noch bessere Verkaufsargumentation bekommen. Möglicherweise verschwinden auch Hersteller vom Markt, weil ihre Produkte die strengen Prüfnormen nicht erfüllen können. Und: Die europaweite Angleichung der Norm erleichtert uns den Export. Es gibt kaum ein Land in Europa, das wir nicht beliefern.

SICHERHEIT

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AFI

BAUSTELLEN-SICHERHEIT

LEITERN, ARBEITSBÃœHNEN, HEBEZEUGE LADUNGSSICHERUNG, BAUSTELLENEINRICHTUNG


BAUSTELLEN-SICHERHEIT

BG Bau fördert Kauf der weiterentwickelten Baustellen-Leiter [ güNZBurger steIgtechNIK ] Der bayerische hersteller

günzburger steigtechnik hat seine beim handwerk beliebte »ML«-Leiternserie erweitert und verspricht ein leichtes und handliches Modell für den einsatz auf der Baustelle. Die Bg Bau fördert den Kauf einer »ML«-Bauleiter. ank gekröpfter Holme und Standplattform (bis 400 mm x 425 mm) verspricht Günzburger Steigtechnik mit der neuen »ML«Bauleiter« den Profis am Bau sicheren Stand und einen sehr großen Arbeitsbereich. Eine 1 m hohe Umwehrung sowie beidseitige Handläufe stehen für optimale Sicherheit beim Arbeiten in der Höhe. Für hohe Stabilität und Langlebigkeit sorgt das laut Hersteller optimierte Leitern-Gelenk »safe-

güNZBurger steIgtechNIK

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Die »ML«-Bauleiter der Günzburger Steigtechnik bietet Profis auf der Baustelle einen sicheren Stand und einen großen Arbeitsbereich beim Arbeiten in der Höhe. Beidseitige Handläufe und eine 1 m hohe Umwehrung sorgen für ein Sicherheits-Plus vor Ort.

Unsicherheiten D durch die neue EN 131-1 und 2 vermeiden standards eN 131-1 und 2 veröffentlicht (siehe auch »Im Blickpunkt«, ab seite 10). Die Vorgabe beschreibt neue Konstruktions- und Prüfanforderungen, damit Leitern in Betrieben ab kommendem Januar sämtliche Kriterien für standsicherheit und Belastbarkeit erfüllen. Bereits heute bietet der steigtechnikspezialist Zarges Leitern an, die den neuen Normen entsprechen.

Chancen nutzen Nicht alle Leitern müssen im Rahmen der EU-Norm ausgetauscht werden. Diejenigen, die dem Stand der Technik entsprechen, können auch künftig weiter be-

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Zarges

[ Zarges ] Der europäische Normenausschuss hat kürzlich die

ie EN 131 verbietet nicht ausdrücklich, bereits genutzte Leitern weiter zu verwenden. Firmen, Handwerker oder Behörden in Europa werden lediglich angehalten, sich an die jeweiligen Betriebsvorschriften zu halten. Zarges hat nach eigenen Aussagen frühzeitig in die Produktion seiner Leitern investiert und diese umgestellt. Die normkonformen Steiglösungen sind seit Frühjahr am Markt verfügbar.

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Optionale Transporthubrollen ermöglichen ein einfaches und rückenschonendes Ziehen der »ML«-Bauleiter.

Bodenunebenheiten, Absätze und Stufen lassen sich dank der als Zubehör erhältlichen Holmverlängerungen mit dem »Nivello«-Leiterschuh ausgleichen.

nutzt werden. Um diese Modelle zu identifizieren und somit auch finanzielle Sicherheit zu schaffen, sollten Unternehmen frühestmöglich eine Gefährdungsbeurteilung durch den Sicherheitsbeauftragten ihres Betriebs durchführen lassen. Dieser muss entscheiden, ob die bestehenden Leitern weiterhin benutzt werden dürfen. »Wer langfristig auf der sicheren Seite sein will, sollte sich bemühen, die Vorgaben des Ge-

cap« mit sechsfach-Vernietung und höherer Wandstärke. Auf Wunsch kann die Stufenstehleiter mit den rutschhemmenden Trittauflagen »clip-step« und »clip-step R13« nachgerüstet werden. Auch Transporthubrollen und Holmverlängerungen mit einem maximalen Verstellbereich von bis zu 375 mm sind als Zubehör erhältlich. »Die neue ›ML‹-Bauleiter ist nicht nur stabil und robust, sondern auch besonders leicht und schnell zur Hand – also perfekt geeignet für den täglichen Einsatz und den schnellen Standortwechsel«, sagt Ferdinand Munk, Geschäftsführer der Günzburger Steigtechnik. Dass der Hersteller auf Qualität und Sicherheit setzt, zeigt sich laut eigenen Angaben auch bei der »ML«-Bauleiter: 80 mm tiefe, geriffelte Stufen sowie ein beidseitiger Handlauf versprechen ein sicheres Aufsteigen. Zusätzliche Querverstrebungen, eine Spreizsicherung mit zwei hochfesten Perlongurten sowie die konische Bauweise sorgen demnach für eine hohe Standsicherheit der Leiter.

setzgebers dauerhaft zu berücksichtigen. Aufwand und Kosten sind nicht so umfassend wie befürchtet«, erläutert Rainer Üblacker, Head of R&D bei Zarges. Er

Fünf Größen Die neue Aluminium-Stufenstehleiter ist in fünf Größen für Arbeitshöhen von bis zu 3,83 m erhältlich und überzeugt auch die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft: Die BG Bau unterstützt ihre Versicherten beim Kauf einer vier-, fünf- oder sechsstufigen »ML«-Bauleiter und übernimmt 50 % der Anschaffungskosten, maximal 250 Euro. Mit dem Förderprogramm will die BG Bau die Gefahr von Absturzunfällen von Anlege- und Stehleitern auf Baustellen minimieren. Infos über weitere Fördermöglichkeiten durch die BG gibt es im Internet unter bgbau.de/ praev/arbeitsschutzpraemien.a

»Die neue ›ML‹-Bauleiter ist nicht nur stabil und robust, sondern auch besonders leicht und schnell zur Hand.« Ferdinand Munk, Geschäftsführer Günzburger Steigtechnik

DAS UNTERNEHMEN Günzburger Steigtechnik zählt nach eigenen Angaben zu den bedeutendsten Anbietern von Steigtechnik aller Art. Das Sortiment umfasst Leitern für den gewerblichen und privaten Gebrauch, aber auch Roll- oder Klappgerüste sowie Rettungstechnik, Podeste und Sonderkonstruktionen für industrielle Anwendungen. Auf alle Serienprodukte gewährt das Unternehmen eine Garantie von 15 Jahren. Der Anbieter fertigt ausnahmslos am Standort Günzburg, beschäftigt dort über 250 Mitarbeiter und ist eigenen Angaben nach im 118. Jahr seines Bestehens weiter auf Wachstumskurs.

rät, alle Systeme im Rahmen der jährlich vorgeschriebenen Leiterprüfung auf Schwachstellen zu testen und regelmäßig anzupasx sen.

SERVICE Der richtige Umgang mit Leitern gemäß EN 131-1 und 2 – Um sicherzustellen, dass die in Lager oder Fabrikhalle genutzten Systeme dem geforderten Stand der Technik und den Vorgaben entsprechen, müssen Handwerker, Firmen und Co. ihre Leitern alle zwölf Monate überprüfen. – Die Prüfung gilt nur dann als gesetzeskonform, wenn sie ein firmeneigener, zertifizierter Sicherheitsbeauftragter oder ein geschulter Fachbetriebsmitarbeiter durchführt.

Neben strengeren Prüfanforderungen in Bezug auf Holmfestigkeit und Rutschfestigkeit legt die EN 131-2 zusätzliche Regelungen für mechanische Dauerbelastungstests und Torsionstests fest.

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– Steigsysteme lassen sich regelkonform erweitern, indem beispielsweise entsprechend EN 131-1 eine Quertraverse bei Anlegeleitern montiert wird. – Zusätzlich zu jährlichen Überprüfungen sollten Unternehmen die Sicherheit ihrer Leitern und Steigsysteme im Blick haben. Fachbetriebe und Hersteller wie Zarges bieten entsprechende Anleitungen und Informationen.

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EuroLinE

[ EuroLinE ] Trapezförmige Sprossen, die bei angelehnter Leiter eine waagerechte Trittfläche bieten, Sicherheitsgelenke, die automatisch arretieren, rutschfeste Gummifüße, die mit der Leiter verschraubt sind und vieles mehr: Hochwertige Leitern aus dem Fachhandel, z. B. von Euroline (Bad Pyrmont), werden immer sicherer. Weitere Sicherungsmaßnahmen wie eine Antirutschmatte bieten zusätzlich einen festen, sicheren Stand und minimieren das risiko bei Arbeiten in der Höhe.

»Hochwertige Leitern bestehen aus stranggepressten Profilen und Aluminiumlegierungen mit besonders hoher Festigkeit. So ist das Durchbiegen kein Thema und die Leitern verziehen sich nicht.« Ralf Nöltker, Ingenieur und Entwicklungsleiter bei Euroline

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EuroLinE

Trapezförmige Sprosse sorgt für mehr Sicherheit

Euroline setzt auf Trapezsprossen: Diese sind leicht gewinkelt in die Holme eingebaut, sodass durch das Aufstellen der Leiter eine waagerechte Trittfläche entsteht. Das erhöht den Komfort und die Sicherheit.

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ie meisten Absturzunfälle geschehen noch immer auf Anlege- und Stehleitern. Häufige Ursachen: Wegrutschen glatter Leiterfüße, nicht standsicheres Aufstellen, seitliches Herauslehnen oder unsicherer Halt, Abrutschen von Leitersprossen und manchmal auch einfach ungeeignete Leitern – die Liste der Fehlerquellen ist lang. Wer auf qualitativ hochwertige Leitertechnik aus dem Fachhandel setzt, schließt zumindest die materialbedingten Ursachen für Abstürze weitgehend aus. Die einwandfreie Verarbeitung gewährleistet eine lange Lebensdauer. Besonders sicher arbeitet, wer bei Leitern auf Details achtet: »Hochwertige Modelle bestehen aus stranggepressten Profilen und Aluminiumlegierungen mit besonders hoher Festigkeit. So ist das Durchbiegen kein Thema und die Leitern verziehen sich nicht«, weiß Ralf Nöltker, Ingenieur und Entwicklungsleiter bei Euroline. Die Sprossen sind einzeln in die Holme eingelassen und mehrfach gebördelt – so können sie weder herausgleiten noch instabil werden. Diese Technik erkennt der Nutzer beim Blick ins Innere der Sprosse an einer Innen- und Außenwulst. Die Sprossen sind kräftig geriffelt,

mit einer tiefen Auftrittsfläche (32 mm) und in einem festen Abstand von 28 cm eingebaut.

»Trapezsprossen«: mehr Sicherheit und Komfort Euroline setzt außerdem nach eigenen Angaben auf sogenannte Trapezsprossen: Diese sind nicht, wie üblich, waagerecht in die Holme eingebaut, sondern leicht gewinkelt, sodass durch das Anlegen der Leiter eine waagerechte Trittfläche entsteht. Das erhöht nicht nur den Komfort bei längerem Stehen auf der Leiter, sondern auch die Sicherheit gegen Abrutschen. Zudem setzt Hersteller Euroline bei seinen Produkten standardmäßig auf weitere Sicherheitsmerkmale wie stabile Beschläge und Anbauteile mit Sicherheitsverschraubung (M8) sowie hochwertige, rutschfeste und fest am Holm montierte Leiterschuhe. Als zusätzliche Sicherung erlaubt die Anti-Rutschmatte den sicheren Einsatz auf sonst ungeeigneten Untergründen. Reißfeste Sicherheitsspanngurte gehören bei Stehleitern zur Standard-Ausstattung. Bei langen Aluminium-Schiebeleitern erhöhen stabile und leichtgängige Wandlaufrollen Komfort und Sicherheit. Die Schiebeteile wer-

den durch Steckhaken mit Feststeller sicher arretiert. Euroline verspricht für seine Leitern eine Belastbarkeit von 150 kg – dafür sorgen nach eigenen Angaben großformatige, geschlossene Holme aus hochwertig verarbeitetem Aluminium mit solider Materialstärke und ohne scharfe a Kanten.

SERVICE Erster Platz bei Beliebtheits-Umfrage Euroline ist das beliebteste Unternehmen für Betriebsausstattungen im Fachhandel – Platz 1 bei der Wahl zum »Partner des PVH 2016«. Damit setzte sich das Unternehmen in dieser Sparte gegen 25 Mitbewerber durch. Die Wahl wird jährlich vom Arbeitskreis Werkzeuge (AKW) im Zentralverband Hartwarenhandel (ZHH) durchgeführt, um besonders fachorientierte Lieferanten zu würdigen.

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Produkte für mehr Sicherheit an Bau und Haus

Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz

[ MEA ] Rund um’s Haus herrscht Bewegung, erst beim Bau und später bei der Nutzung. Um die geforderte Sicherheit für alle Beteiligten zu gewährleisten, hat MEA Metal Applications seine Produkte für die Sicherheit am Bau und rund um das Haus entwickelt. Die »Meastep«-Treppenstufen und Treppenbausätze zählen dazu, die Gitterrostauflagen »Meafloor« und nicht zuletzt die MEA-Schiebeschläge-Komponenten für Schutzgitter und Schutzvorhänge, um beispielsweise risikobehaftete Substanzen zu schützen.

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Bis zu elf Spreizstifte halten die Gitterrostauflage »Meafloor« sicher in dem Gittergeflecht der Treppenstufen und Podeste.

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ft muss an der Bausubstanz nachträglich eine Außentreppe oder auf der Baustelle ein vorübergehender Zugang zu höheren Stockwerken errichtet werden. Hier spielt der Treppenbausatz »Meastep« seine Stärken aus: Mit geteilten Stahlwangen und separatem Geländer lässt er sich im Lkw transportieren (auch quer) und auf der Baustelle zügig montieren, zusätzliche Bohrungen oder Nacharbeiten entfallen. »Die Elemente sind passgenau aufeinander abgestimmt und vorgebohrt und müssen nur noch miteinander verschraubt werden«, sagt Geschäftsführer Jens Ulbrich. Durch den einstellbaren Neigungswinkel der Wangen lassen sich mit »Meastep« Höhen bis zu 5,8 m überwinden. Fester Bestandteil des Treppenbausatzes sind die auch einzeln erhältlichen »Meastep XSL«Treppenstufen. Die Breite der voll verzinkten Stufen ist zwischen SICHERHEIT

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500 mm und 1 600 mm wählbar. Eine Sicherheitsantrittskante mit versetzten Bohrungen sowie rutschhemmende Roste gewähren laut Hersteller die notwendige Trittsicherheit. Gleiches gilt für die »große Schwester«, die »Meastep XXL«: sie ist mit einer freitragenden Stützweite von bis zu 3 000 mm lieferbar.

Sicher und leise: Rutschfeste Auflagen Gitterroststufen und -podeste sind zwar robust und belastbar. Doch alles, was Rollen oder kleine Aufstandsflächen hat, reagiert auf die Maschenbauweise ebenso empfindlich wie sensible Naturen beim Durchblick in die Tiefe. Deshalb hat MEA Metal Applications die Gitterrostauflagen »Meafloor« entwickelt. Mit Eisen- oder Kunststoffrollen ausgerüstete Wagen lassen sich so wesentlich leichter über Gitterroste schieben, auch das gefährliche Verkanten der Rollen ist kein

Thema mehr. Zum anderen sind die Abrollgeräusche erheblich leiser, und der Blick durch Treppenstufen und Podeste ist Vergangenheit. Die rutschfesten Platten werden im Standardmaß von 8000 mm x 200 mm gefertigt und lassen sich auch auf andere Maße individuell zuschneiden. Bis zu elf Spreizstifte halten sie sicher in dem Gittergeflecht. Ihre Abstände sind so ausgelegt, dass die Auflagen herstellerunabhängig auf alle gängigen Gitterroste mit den Maschenweiten 30/10 und 30/30 passen. Die Standardfarbe von »Meafloor« ist RAL 7015/schiefergrau, darüber hinaus sind auf Anfrage auch alle anderen RAL-Farben lieferbar. Je nach Einsatzzweck sind die Auflagen mit angerauter oder mit genoppter Oberfläche erhältlich.

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Hinter Gittern mit Schiebeschlägen Für Sicherheit ganz anderer Art sorgen ME-Schiebebeschläge beispielsweise in Verbindung mit Schutzgittern oder Vorhängen. Sie schützen Menschen, Güter und Gefahrstoffe vor Funkenflug, Witterungseinflüssen oder vor unberechtigtem Zugriff. Zum Beispiel im Lager lassen sich die Schutzgitter an die unterschiedlichen Regalformate anpassen, ihre untere Führung ist auf verschiedene Traversenstärken einstellbar. Bei Schutzvorhängen sorgt eine Doppelrolle mit Stopper für eine präzise Führung in der Laufschiene. a

Mehr erfahren:

www.krause-systems.de/bs KRAUSE-Werk GmbH & Co. KG Am Kreuzweg 3 • D-36304 Alsfeld Tel.: 06631 / 795 - 0 Fax: 06631 / 795 - 149 info@krause-systems.de


Steigschutz nach Maß für verschiedenste Einsatzbereiche

Mit Hailo-Steigschutzsystemen sicher nach oben.

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lle Objekte von Hailo Professional befinden sich vielfach im Dauereinsatz und entsprechen deshalb nach eigenen Angaben strengsten Sicherheitsund Qualitätsstandards. Neben der Sicherheit spielen bei der Entwicklung und Produktion auch individuelle Kundenwünsche eine zentrale Rolle. Hailo entwickelt auch maßgefertigte Lösungen.

Für jeden Bedarf die passende Steiglösung Für die Logistikbranche bietet der Hersteller Leitersysteme sowohl für automatisierte als auch für manuelle Lagertechnik, also Regalbediengeräte, sowie Überstiege und Geländer. Das Systemgeländer von Hailo verspricht maßgefertigte Lösungen für normkonforme Absturzsicherungen an Bauwerken und maschinellen Anlagen und ergänzt das Sicherheits-Portfolio von Hailo Professional. Die Module sind laut Hersteller in jedem Winkel montierbar und beliebig erweiterbar. Auch extrem belastbare Schachtabdeckungen sind bei Hailo erhältlich. Kanäle und Schachtbauwerke sind ein wesentlicher Teil unserer modernen Infrastruktur, die regelmäßig gewartet werden müssen. Dabei sind sie und insbesondere auch ihre Abdeckungen unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt: Von hohen Verkehrsbelastungen über starke und gar aggressive Abwässer bis hin zu klimatischen Einflüssen – sie müssen einiges aushalten. Auch Gas- und Elektri-

HAILO

[ HAILO PROFESSIONAL ] Sicher nach oben und unten: Hailo Professional präsentiert maßgeschneiderte vielseitige Produkte für Gebäude, Zugänge und Arbeitsplätze aller Art. Darunter Produkte wie ortsfeste Leitern mit Steigschutzeinrichtungen, Überstiege, Systemgeländer und Schachtabdeckungen für verschiedenste Einsatzbereiche.

Leiternsysteme und Steigtechnik für Gebäude und Zugänge aller Art werden nach Kundenwunsch und Anforderung individuell geplant und gefertigt.

zitätswerke oder Telefongesellschaften benötigen komfortabel zu bedienende und sichere Zugänge zu ihren Versorgungsleitungen. Gleiches gilt für Servicelifte und Befahranlagen, die dem Personen- und Materialtransport dienen. Da sich diese oftmals im Außenbereich befinden, wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, die Technik gegen Wind und Wetter zu schützen. Mit diesen und einigen weiteren Produkten verspricht Hailo professionelle Steigtechnik für fast alle Einsatzbereiche und will damit seinen Kunden – egal aus welcher Branche – die passende Lösung für ihre Steigaufgaben garantieren.

Klassiker aus Alu hat rutschfeste Sprossen Der Klassiker unter den HailoSteigleitern ist die Version aus Aluminium/natur. Sie zeichnet sich durch rutschfeste Sprossen

mit Quer- und Längsprofilierung und eine sichere, doppelt verwulstete Holm-Sprossen-Verbindung aus. Die handfreundlichen Holme haben ein rechteckiges Profil und ein Maß von 72 mm x 25 mm, die Sprossen messen 30 mm x 30 mm. Die Außenbreite beträgt 490 mm, der Sprossenabstand ist mit 280 mm bemessen. Die Leiter ist in Längen von 560 mm bis maximal 4200 mm erhältlich, wobei die individuell gewünschte Länge laut Hersteller durch spezielle Verbinder leicht realisierbar ist. Für den Einsatz unter härteren Bedingungen bietet Hailo Professional das gleiche Modell mit EV-1 eloxierter Oberfläche. Durch diese Veredelung erhält das Aluminium eine größere Oberflächenhärte und verbesserten Korrosionsschutz. Zusätzlich ist die Leiter laut Hailo vor Umwelteinflüssen geschützt, einfach zu reinigen und hat eine lange Lebensdauer bei leichter PfleSICHERHEIT

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ge. Positiver Nebenaspekt: Beim EV-1-Verfahren wird die Oberfläche farblos behandelt und erhält einen optisch ansprechenden Glanz. Die feuerverzinkte Steigleiter aus Stahl ist in den gleichen Längen erhältlich und hat bis auf die etwas schmaleren Holme in einem Rechteckprofil von 40 mm x 20 mm die gleichen Abmessungen. Als Rutschschutz auf den Sprossen dient bei dieser Bauart ein gelochtes U-Profil. Die Zinkschicht schützt laut Hersteller jahrzehntelang und ohne Wartungsaufwand vor Korrosion. Für Bereiche, in denen die Beanspruchung der Leitern besonders hoch ist, gibt es diesen Typus auch aus gebeiztem und passiviertem Edelstahl, der besonders widerstandsfähig gegen mechanische Einflüsse und aggressive Stoffe ist. Der Hersteller verspricht solide Verarbeitung und Leitern, die alle aktuellen europäischen Richtlinien erfüllen.

Mit Steigschutzsystemen sicher nach oben Bei allen ortsfesten Leitern an hohen Gebäuden und Anlagen

ist ein Steigschutzsystem gesetzlich vorgeschrieben. Beim schienenbasierten Steigschutzsystem »H 50« ist über den gesamten Steigweg in der Mitte der Leiter eine Schiene montiert, an der die aufsteigende Person ihren persönlichen Steigschutzläufer einfädelt. Im Falle eines Absturzes hakt sich der Läufer fest und sichert damit die Person vor dem Absturz. Damit dieses nicht zu abrupt geschieht, ist das Steigschutzsystem mit einem Bandfalldämpfer ausgestattet, der das Auffangen der stürzenden Person bremst und dämpft. Auf ähnliche Weise sorgt das Hailo-Steigschutzsystem »H 8« für Sicherheit: Die aufsteigende Person ist in das Auffanggerät »SSL-8« eingeklinkt und damit durch ein 8 mm starkes Steigschutzseil aus Stahl, wahlweise Edelstahl, gesichert. Die Seilspanneinheit und der Seilanschlag oben und unten am Bauwerk oder an der Leiter sorgen laut Hersteller dafür, dass das Steigschutzseil immer die optimale Spannung hat und keine Verwicklungen entstehen können. Der abfedernde Seilan-

schlag oben und unten ist entweder auf dem Holm oder auf der Sprosse zu befestigen, für die Seilführung gibt es die entsprechenden Elemente. Für den Fall der Fälle hat das Steigschutzsystem »H 8« auch ein zwei- oder einteiliges Ruhepodest integriert. Das zweiteilige Podest (mit Aussparung für das Seil in der Mitte) findet seinen Einsatz bei Seilführung auf den Sprossen, das einteilige ist für die Seilführung am Holm vorgesehen. An Gebäuden mit mehr als 5 m Steighöhe und bei maschinellen Anlagen ab 3 m Steighöhe ist ein Steig-/Rückenschutz vorgeschrieben. Basierend auf den Grundmodellen aus Aluminium und feuerverzinktem Stahl hat Hailo einen Rückenschutz entwickelt. Hier geht es um größere Längen, daher sind die lieferbaren Leitern zwischen 5 040 mm und 10 080 mm lang. Spezielle Verbinder können Leiterteile auf individuell abgestimmten Höhen kombinieren. Bei einer Steighöhe von mehr als 10 m müssen die Steigwege mehrzügig ausgeführt werden.

5 Meter An Gebäuden mit mehr als 5 m Steighöhe und bei maschinellen Anlagen ab 3 m Steighöhe ist ein Steig-/Rückenschutz vorgeschrieben.

Die entsprechend notwendigen Verbindungsteile bietet der Hersteller ebenso an wie einen Schwenkverschluss, wenn der Steigweg gesichert werden muss. Mit einem Vorhängeschloss verriegelt, verhindert er unbefugtes Benutzen des Steigweges. Jedes Hailo-Professional-Sicherungssystem ist für jede Leiter einsetzbar. Je nach den vorgeschriebenen Normen, Vorgaben, Einsatzmöglichkeiten und individuellen Wünschen der Kunden wird das passende System zusammengestellt. a

[ KRAuSe ] Steigtechnikhersteller

Krause reagiert auf die veränderte eu-Leiternorm mit einer eigenen Homepage sowie einem kostenlosen »update-Service«.

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enn zum Januar 2018 umfangreiche Normänderungen für alle Leitern in Kraft treten, stehen Unternehmen, Dienstleister und Anwender möglicherweise vor einem ganzen Berg wichtiger Fragen. Aus diesem Grund hat Krause eine themenbezogene Internetseite erstellt. Unter krausesystems.de/neuenorm stehen alle Informationen zum Thema, ein »Whitepaper« mit allen wichtigen Fakten und eine Checkliste zur Prüfung der eigenen Bestände bereit.

SICHERHEIT

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Das Whitepaper erläutert die Zusammenhänge und behandelt ausführlich wichtige Informationen. Die nötigen Berechnungen zur Umrüstung von Bestandsleitern werden anhand einer einfachen Formel erläutert. Die Informationsseite wird regelmäßig aktualisiert und durch eine Experten-Hotline für individuelle Beratungen komplettiert. Zudem hat Krause einen kostenlosen UpdateService ins Leben gerufen. Unabhängig von dieser Normänderung ist die Bereitstellung aktueller Informationen und das umfassende Informieren der Unternehmen über aktuelle Aspekte der Arbeitssicherheit ein Anliegen der Steigtechnik-Spezialisten. Der »Update-Service« kann ebenfalls auf der Internetseite abonniert werden. Der Hersteller informiert damit alle Interessierten, wenn wichtige Norm-Änderungen oder Ergänzungen rund um das Thema Steigtechnik in Kraft treten. a

KRAuSe

»Update-Service« zur neuen EU-Leiternorm

Krause bietet seinen Kunden einen »Update-Service« zur neuen Norm DIN EN 131-1 für Leitern.

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Sifatec Simon

Beim Seitenschutz auf Stahlhallen setzt »Sifatec« auf ein System, das sich bei Flachdächern bewährt hat und von den Bau-Berufsgenossenschaften zertifiziert ist.

Temporärer Seitenschutz spart Kosten und gibt Sicherheit [ Sifatec Simon ] Bau-Berufsgenossenschaften fordern, dass am Rand eines Gebäudes Sicherungsmaßnahmen gegen absturz ergriffen werden müssen. als Seitenschutz bei Stahlhallen hält nun auch das »Sifatec«-flachdachseitenschutzsystem, das bislang im konventionellen flachdachbereich eingesetzt wird, einzug.

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Das »Sifatec«Flachdachseitenschutzsystem – hier eine Variante für Montage – verspricht eine freie Dachfläche ohne Behinderungen durch gewichte oder Rollen.

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as sich bei Flachdächern schon lange bewährt hat, ist auch für Stahlhallen als Seitenschutzeinrichtung hervorragend geeignet, schreibt die Simon GmbH in einer Mitteilung. Die meisten, auf dem Markt befindlichen Produkte seien laut Hersteller unpraktikabel oder so aufwendig zu montieren, dass häufig darauf verzichtet werde. Dieses Problems hat sich der Hersteller nach eigenen Angaben schon vor Jahren angenommen und ein System entwickelt, das einfach zu montieren ist und nahezu keine Störstellen auf der Dachfläche erzeugt. Herzstück dieses Seitenschutzsystems ist das patentierte Einhängesystem, bestehend aus einer Stahlblechplatte, die am Bauwerk verbleibt, und ein spezieller selbstsichernder Einhängebügel. Die Stahlblechplatte kann an jegliche Aufbausituati-

on angepasst und oftmals – speziell im Industrie- und Stahlbaubereich – schon im Voraus angebracht werden, sodass beim Aufbau nur noch die Konsole eingehängt werden muss. Das Ergebnis: Freie Dachflächen – ohne Behinderungen durch Gewichte und Rollen auf der Dachfläche – das nennt der Hersteller als Besonderheit, ebenso das Prädikat »Geprüfte Sicherheit« der BauBerufsgenossenschaften.

Ergänzende Services Wer den Aufbau des Systems erfahrenen Fachleuten überlassen will oder kein Kapital in Schutzeinrichtungen »parken« möchte, bestellt einfach die Dienstleistung »Flachdachseitenschutz« bei der Firma Simon. Bundesweit und im benachbarten Ausland kann diese Absturzsicherung zu Festpreisen gemietet werden, Auf- und Abbau inklusive. a SICHERHEIT

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Innovative Steigtechnik

Montage der Absturzsicherung lückenlos dokumentieren [ ST QUADRAT ] Mit »Quick

Doku« stellt ST Quadrat Fall Protection den Verarbeitern eine elektronische Applikation für die geforderte Dokumentation der Befestigung von »Lux-Top«Absturzsicherungen zur Verfügung.

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eben einer einfachen und ebenso übersichtlichen Dokumentation der Befestigung der »Lux-Top«-Anschlageinrichtungen bietet das digitale Werkzeug laut Anbieter außerdem eine bequeme Erfassung und Auswertung aller wichtigen Montagedaten, inklusive Fotodokumentation am PC oder Smartphone. Die Dokumentation der Montage der Absturzsicherung wird seit einigen Jahren gefordert. Diese muss zwingend Angaben

über das Objekt, die Montagefirma, den Namen des verantwortlichen Monteurs, die Produktbezeichnung sowie die eingesetzten Befestigungsmittel enthalten. Außerdem ist ein Dach-Schemaplan mit der Angabe, wo sich die nummerierten Anschlagpunkte befinden, obligatorisch. Auf diese Nummern bezieht sich auch die vom Monteur zu erstellende Montagedokumentation. Somit ist es jederzeit möglich, jeden einzelnen Anschlagpunkt zu identifizieren. Damit ist die Montage auch noch Jahre später im Detail nachvollziehbar.

Dachaufsichtsplan Der Dachaufsichtsplan ist zwingend den Unterlagen beizulegen. Der Dachdecker wird hier per Norm in die Pflicht genommen, auch für den Fall, dass die Dokumentation vom Bauherrn oder Investor nicht ausdrücklich verlangt wird. Sie ist nachträglich nicht möglich. Auch die spätere Prüfung der Anschlageinrichtung durch sachkundige Personen ersetzt in keinem Fall die Dokumentationspflicht.

Inbetriebnahme

Die App »Quick Doku« für »Lux-Top« ermöglicht dem Monteur, alle wichtigen Montagedaten zu erfassen und auszuwerten. Die Ausgabe erfolgt im pdf-Format und kann somit unverzüglich an den Auftraggeber übergeben werden.

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Nach Abschluss der Arbeiten an den Sicherungssystemen wird vor Erstbenutzung die Inbetriebnahme durchgeführt. Diese erfüllt gleichzeitig die Erstprüfung und ist wie die Jahresprüfung für ein Jahr gültig. Hierunter fallen auch die Prüfung der Befestigung am Baukörper (soweit möglich) sowie die Montage der Seilsysteme. Zu einer vollständigen Dokumentation gehört außerdem die Betriebsanweisung der Sicherungssysteme auf dem Flachdach.

Betriebsanweisung In der Betriebsanweisung wird z. B. dargestellt, bei welchen Seilsystemen es sich um ein Auffangbzw. auf Grund zu geringer Absturzhöhe um ein Rückhaltesystem handelt. Des Weiteren sind Maßnahmen zur Rettung und Alarmierung des Notdienstes aufgeführt. Die Betriebsanweisung ist Pflicht und muss daher auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

180 verschiedene Varianten an Rollund Klappgerüsten im Baukastensystem, das kompakte ML Gerüst, die ML Bauleiter, Stufenleitern mit ergo-pad®-Griffzone, Sprossenleitern mit ‚roll-bar‘-Traverse und die rutschhemmende Trittauflage clip step R13 für unsere Stufenleitern, die für den Einsatz in R13Arbeitsbereichen zertifiziert ist: Wir bieten Ihnen Steigtechnik mit Mehrwert für Ihre Projekte am Bau.

Jährliche Prüfungen Die Absturzsicherung sollte einmal pro Jahr geprüft werden. Das gilt für die Anschlagpunkte und Seile als auch für die Gurte und Verbindungsmittel. Des Weiteren müssen Mitarbeiter atypischer Dachberufe wie z. B. Elektriker und Lüftungstechniker ebenfalls jährlich einmal im Jahr im Umgang mit Anseilschutz geschult werden. Dadurch erhalten sie vor allem bei niedriger Klassifizierung nach DGUV-I 201056 die Befähigung, die auf den Dachflächen vorgehaltenen Sicherungssysteme benutzen zu dürfen. Entspricht der Befestigungsuntergrund nicht der gewählten Montage- bzw. Systemvariante, sind laut ST Quadrat Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Verarbeiter vorprogrammiert. Im Schadensfall wird sich der Hersteller immer auf seine der Produktlieferung beigelegte Montageanweisung berufen. Mit einer regelsicheren Fachmontage nach Angaben des Herstellers und mit einer ordnungsgemäßen Dokumentation sind die Verarbeiter immer auf der sicheren Seite. Schließlich hängen Menschenleben davon ab. a

Nicht verpassen: Die BG Bau fördert den Kauf einer neuen ML Bauleiter Aktuelle Infos: http://www.bgbau.de/praev/ arbeitsschutzpraemien

Wir bieten Ihnen 15 Jahre QualitätsGarantie auf unsere Produkte „Made in Germany“.

GÜNZBURGER STEIGTECHNIK GMBH D-89312 Günzburg Phone +49 (0) 82 21 / 36 16 - 01 E-Mail info@ steigtechnik.de www.steigtechnik.de


Arbeitssicherheit und Montage-Tempo im Einklang [ PERI ] Trotz stetig wachsenden Termin- und Kostendrucks steigen die Anforderungen in Sachen Ausführungsqualität. Eine durchdachte Taktplanung und der Einsatz aufeinander abgestimmter Schalungs- und Gerüstsysteme von PERI haben in Frankfurt einen raschen und gleichzeitig sicheren Baufortschritt auf der Grundlage einer konsequenten Sicherheitsphilosophie ermöglicht.

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er im Grundriss trapezförmige, teilunterkellerte Neubau weist sechs Vollgeschosse und ein zusätzliches Technikgeschoss mit Hubschrauberlandeplatz auf. Bei 143 m Länge, 86 m bis 121 m Breite sowie bis zu 33 m Höhe beträgt die Bruttogesamtfläche rund 79 000 m². Die Funktionsbereiche und Labore befinden sich in den unteren drei Geschossen, die drei darüber angeordneten Etagen bieten Platz für insgesamt 664 Betten. Der Klinikkomplex setzt sich aus vier riegelartig angeordneten Gebäudeteilen zusammen, die durch eine Magistrale in Längsrichtung miteinander verbunden

sind. Die Rohbauausführung als Stahlbeton-Skelettbau soll bereits im Herbst abgeschlossen sein, Baubeginn war im Frühsommer letzten Jahres. Neben dem ebenfalls derzeit im Bau befindlichen Uniklinikum Kiel stellt das Frankfurter Klinikprojekt das derzeit größte Auftragsvolumen von BAM Deutschland dar. Herausforderungen für beide Projekte sind, dass die umfangreichen Baumaßnahmen auf Grund der knappen Bauzeitvorgabe einen hohen Personalund Materialeinsatz erfordern – ohne dabei den unmittelbar angrenzenden Krankenhausbetrieb zu beeinträchtigen. SICHERHEIT

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PERI

Hohe Sicherheit von Anfang bis Ende: »Skydeck«-Stirnseitengeländer dienen als rasch montierbare Absicherung der jeweils freien Deckenränder.

Die umfassende PERI-Lösung auf Basis der »Maximo«-Rahmenschalung, der »Quattro«Säulenschalung und der »Skydeck«-PaneelDeckenschalung unterstützt den raschen Baufortschritt mit hoher Sicherheit.

Getaktete Sicherheit Insgesamt werden in Frankfurt 55 000 m³ Beton und 9 000 t Baustahl angeliefert und verbaut. Neben der logistischen Herausforderung spielen die auf Einsatzzahlen und Vorhaltemengen optimierten Taktungen der Wandund Deckenabschnitte eine maßgebliche Rolle. Dabei unterstützt eine projektspezifisch abgestimmte Schalungs- und Gerüstplanung der PERI-Ingenieure die rasche Bauausführung – gepaart mit einer termingerechten, dem Bauverlauf angepassten Materialbereitstellung. Zusätzlich erhöht die sichere Anwendung der eingesetzten Systeme laut HerSICHERHEIT

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werden mit der »Quattro«-Säulenschalung geschalt. Diese kann als komplette Einheit mit jeweils einem Kranhub umgesetzt werden – inklusive Betonierplattform und Leiteraufstieg mit Rückenschutz. Der Vorteil dabei: Der sichere Verkehrsweg dient gleichzeitig auch zum einfachen Schließen und Lösen der Schalungssegmente.

Deckenschalung Über 5 000 m² der »Skydeck«-Paneel-Deckenschalung ermöglichen auf Grund der systematischen Montagefolge und der aluleichten Einzelteile laut PERI die

rasche und sichere Herstellung der Geschossdecken. Zudem sorgt das Fallkopfsystem dafür, dass Paneele und Längsträger bereits nach wenigen Tagen in den jeweils nächsten Deckenabschnitt umgesetzt werden können. Die Absicherung der freien Deckenränder erfolgt mit »Skydeck«-Stirnseitengeländern. Diese lassen sich als komplette Geländereinheiten an beliebiger Position auf den Längsträgern montieren – aus gesicherter Position und ganz ohne Werkzeug. Die Geländer verriegeln selbsttätig a dank spezieller Mechanik.

steller die Effizienz und macht das Gesamtprojekt mit Sicherheit wirtschaftlicher.

Sicher und schnell Beim Schalen der Stahlbetonwände verspricht die »Maximo«Rahmenschalung Vorteile hinsichtlich Arbeitssicherheit und Montagegeschwindigkeit. Mithilfe der einseitig bedienbaren »MX«-Ankertechnik und dem gleichzeitigen Wegfall von Hüllrohren kann nicht nur schneller geschalt werden; zudem sind weder zusätzliche Arbeitsschritte noch die Montage von Arbeitsgerüsten an der Stellschalung notwendig. Die Stahlbetonstützen

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Kranmodus für die »Jumbo«-Klasse

PalFiNger

[ PalFiNger PlatForms ] Die »Jumbo«-Klasse der »NX«Hubarbeitsbühnen von Palfinger gibt sich jetzt dank neuem Kranmodus noch vielseitiger: Hebearbeiten bis zu einer traglast von 900 kg können praktischerweise gleich mit der Hubarbeitsbühne erledigt werden. Damit sollen Betreiber ein zusätzliches gerät auf der Baustelle einsparen können.

PalFiNger PlatForms

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»Für einfache Hebearbeiten erübrigt sich mit dem neuen Kranmodus für die ›Jumbo‹-Klasse der ›NX‹-Hubarbeitsbühnen ein zusätzlicher Kran auf der Baustelle.« Dominic Ulrich, Technischer Leiter bei Palfinger Platforms

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ine Hubarbeitsbühne, die sich für kleinere Hebearbeiten auch als Kran verwenden lässt – mit dieser Lösung will Palfinger seinen Kunden bei kombinierten Arbeiten an der Baustelle helfen, Zeit und Geld zu sparen. Erstmals sei, so das Unternehmen, eine Hubarbeitsbühne – konkret die »Jumbo«-Klasse »NX« – mit einem praktischen Kranmodus ausgestattet. Die neue Funktion erlaubt es, Lasten bis zu 900 kg am Lasthaken zu heben. An der zum System gehörenden Seilwinde beträgt die Traglast bis zu 460 kg. Eine Messeinrichtung verhindert, dass es zu Überlastungen kommt. Der Kranmodus macht die Hubarbeitsbühne flexibler und vielseitiger. »Für einfache Hebearbeiten erübrigt sich damit ein zusätzlicher Kran auf der Baustelle«, nennt Dominic Ulrich, Techni-

scher Leiter bei Palfinger Platforms, den Vorteil für die Nutzer. Per Kranmodus können beispielsweise Werkzeuge an den Montageort gehoben werden. Auch das Transportieren von Klimaanlagen oder Antennen auf das Dach eines Hauses, um sie dort zu montieren, sind typische Einsatzmöglichkeiten für den Kranmodus. Für Lasten ab 1 t oder aufwendigere Arbeiten kann der Kranmodus aber einen Ladekran nicht ersetzen.

Einfache Bedienbarkeit Der Kranmodus ist optional zur Hubarbeitsbühne erhältlich. Die Traglast wird auch bei maximal möglicher Reichweite der Hubarbeitsbühne voll ausgeschöpft. Konkret können bei der Arbeitsbühne »P 570« Lasten bis zu 900 kg in 38,3 m transportiert

Der Kranmodus ist optional zur Hubarbeitsbühne erhältlich. Die Traglast wird auch bei maximal möglicher Reichweite der Hubarbeitsbühne voll ausgeschöpft. Konkret können bei der Arbeitsbühne »P 570« Lasten bis zu 900 kg in 38,3 m transportiert werden.

werden. Die Seilwinde ist auf der Ladefläche unter der Bühne verstaut und wird mit einer Automatikfunktion aus der Transportposition aufgenommen. Die Steuerung des Kranmodus erfolgt normalerweise über die kabelgebundene Zweitbedienung der Hubarbeitsbühne. Auf Wunsch ist auch eine Funkfernbedienung erhältlich. Sobald der Modus aktiviert ist, wird aus der Hubarbeitsbühne ein Kran, der den Anforderungen der Norm EN 13 000 für Fahrzeugkrane entspricht. Während der Kranmodus aktiviert ist, dürfen keine Personen im Arbeitsx korb sein. SICHERHEIT

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Mit Radlader und Bagger zum Kran-Einsatz [ Kiesel ] Mit dem »Multi-lifter« von Kiesel, einem Ausleger für

Bagger und Radlader, erledigen Bauunternehmer auch Arbeiten in großen Höhen über 50 m ohne einsatz eines spezialkrans. Der Multi-lifter aus der Kiesel-ideenschmiede K-TeG wird direkt am vorhandenen Bagger oder Radlader des Kunden angebracht.

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60 Grad Dank einer drehbaren Funktionseinheit schwenkt der Maschinenführer den Ausleger in einem Winkel von ± 60° in beide Richtungen.

ast jedes Bauunternehmen verfügt über einen älteren Bagger oder Radlader im Fuhrpark und soll damit künftig zusammen mit dem Kiesel-MultiLifter sein Leistungsspektrum beträchtlich erweitern können, ohne für die klassischen Teleskop-Arbeiten einen separaten Kran oder eine Hubarbeitsbühne anschaffen zu müssen. Viele Einsatzbereiche, die bisher nur mit einem Turmkran bearbeitet werden können, sind durch diese Kiesel-Speziallösung nun auch per Multi-Lifter zugänglich.

Variable Drehpunkte und zwei voneinander unabhängige Teleskopeinheiten machen den Kiesel-Multi-Lifter besonders flexibel. Die Darstellung zeigt: Drehpunkt in 18 m Höhe, oberer Arm gestreckt 18 m lang, Schwenkbereich rechts und links rund 60°.

sich die obere Teleskopeinheit auf und erreicht die maximale Arbeitshöhe. Am Ende des Auslegers lassen sich zusätzliche Anbauten wie eine Kraneinheit oder eine Hub- bzw. Hubarbeitsbühne an-

bringen. Dank einer drehbaren Funktionseinheit schwenkt der Maschinenführer den Ausleger in einem Winkel von ± 60° in beide Richtungen und manövriert punktgenau zum gewünschten Arbeitsbereich.

Geländegängige und kompakte Teleskoplösung Durch die Geländegängigkeit der Trägermaschine sollte auch unwegsames Gelände, wie es häufig auf Baustellen oder in der Umgebung von Windrädern vorkommt, ein leichtes Spiel für die abgestimmte Kombination aus Ausleger und Trägermaschine sein. Dank zweier unabhängig voneinander betriebener Teleskopeinheiten kann ein Drehpunkt in 18 m Höhe gesetzt werden, was eine Querreichweite von 20 m ergibt. Falls es noch weiter hinaufgehen soll, richtet

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Kiesel

Der Kiesel-Multi-Lifter mit Bagger oder Radlader als Grundgerät ist als kompakte Kran-Lösung für große Höhen konzipiert.

SICHERHEIT

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Bündig an die Dachkante fahren

Vorteile gegenüber bekannten Kran-Systemen

[ Fliegl Agro-center ] Mit

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bhängig vom Frontlader, an den sie angebaut wird, erreicht sie bis 6,5 m Arbeitshöhe – gut 1 m mehr als Arbeitsbühnen ohne Erhöhung und ein wesentliches Reichweitenplus für Montage- oder auch Reparatur- und Reinigungsarbeiten. Der Korbboden besteht aus einem rutschfestem Gitter, die Tragkraft beträgt 250 kg, bei einem Eigengewicht von rund 280 kg. Standardmäßig werden eine Werkzeugablage und eine Haltekette mitgelie-

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fert; Schutzgitter, Holzaufsatz, Fallschutz-Set, Schwerlastlenkrollen, Funksprechgeräte und ein Rohrbruchsicherungsset gibt es als Zubehör. Bei Fliegls neuer Arbeitsbühne mit mittigem Einstieg und inklusiver Erhöhung zählt eine Gabelstapleraufnahme zur Serienausstattung, man kann aber auch eine Euronorm-, Hof-, Rad- oder Teleskopladeraufnahme wählen.

»Arbeitsbühne Light« Mit der neuen »Arbeitsbühne Light« nimmt das Fliegl AgroCenter ein Produkt für gelegentliche Nutzer ins Sortiment. Die Konstruktion der »Light«-Bühne ist geschweißt, ihr Einstieg befindet sich ebenfalls in der Frontmitte und auch sie schützt den Anwender mit einem rutschfesten Gitterboden vor Unfällen. Die »Ar-

Die Bühne mit erhöhter Korbposition wird künftig neben seitlichem Einstieg auch mit mittigem Fronteinstieg angeboten.

SICHERHEIT

Für gelegentliche Nutzer ist die »Arbeitsbühne Light« gedacht.

zwei neuen Ausführungen ergänzt jetzt Fliegl das eigene Arbeitsbühnenportfolio. Die Bühne mit erhöhter Korbposition wird künftig neben seitlichem einstieg auch mit mittigem Fronteinstieg angeboten. Der Fronteinstieg bzw. -ausstieg ist vor allem bei Dacharbeiten von Vorteil, weil die Bühne bündig an die Dachkante gefahren werden kann. Mit der neuen »Arbeitsbühne light« bietet das Fliegl Agro-center zudem ein Produkt für gelegentliche nutzer an.

Fliegl Agro-center

Die Konstruktion des Multi-Lifters macht sich nicht nur die Kompaktheit und Wendigkeit des Baggers oder Radladers zunutze: Gleichzeitig dient die Trägermaschine als Gegengewicht zum Ausleger. Das erspart dem MultiLifter einen komplexen Unterbau, was Kiesel als weiteren Pluspunkt im Vergleich zu herkömmlichen Kransystemen anführt. Zusätzliche Standsicherheit bekommt die Maschine durch die im System integrierten Stützen. Falls während der Arbeit die Position des Multi-Lifters verändert werden muss, erfolgt das durch einfaches und schnelles Manövrieren des Baggers oder Radladers – bei halbstationären Kransystemen dauere das, so unterstreicht Kiesel, wesentlich länger und gelte viel aufwendiger. Auch beim Transport ist eine Demontage der Einheiten nicht notwendig. Der Maschinenführer legt den Kiesel-Multi-Lifter direkt auf einen Lkw-Aufleger und trennt ihn lediglich noch vom Trägergerät. Mit dem Multi-Lifter können Bauunternehmer ihr Leistungsspektrum beträchtlich erweitern, ohne dabei einen eigenen Kran anschaffen oder mieten zu müssen. Einmal mehr beweist die Kiesel-Ideenschmiede K-TEG damit ihr tiefes Verständnis von den Anforderungen in der Baubranche und bietet eine kompakte innovative Lösung für Arbeiten in großer Höhe. x

beitsbühne Light« bringt 109 kg auf die Waage und wird serienmäßig mit einer Stapleraufnahme geliefert. Die Arbeitsbühnen aus dem Fliegl Agro-Center sind alle feuerverzinkt. x

DAS UNTERNEHMEN Am Standort Kastl fertigt und vertreibt das Fliegl Agro-Center auf mehr als 10 000 m² Produktionsund 18 000 m² Hallenfläche Anbaugeräte für Schlepper, Hof-, Rad- und Teleskoplader, Wiegesysteme, Ersatzteile für den Fahrzeugbau, Hydraulik und Werkstattausrüstung. Das Angebot umfasst etwa 30 000 Artikel aus rund 1 400 Warengruppen.

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[ AFI ] Hubarbeitsbühnen sind ein beliebtes Hilfsmittel, wenn es darum geht, Tätigkeiten in der Höhe auszuführen. Sie sind als Höhenzugangstechnik flexibel einsetzbar, stehen auch kurzfristig zur Miete zur Verfügung und bieten dank verschiedener Typen für jeden Einsatzbereich die passende Lösung. Aber: Es gibt eine Schulungspflicht für die Bediener solcher Geräte.

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o leicht und intuitiv Hubarbeitsbühnen auch zu bedienen sind, durch z. B. mangelndes Fachwissen und hohen Zeitdruck kann ein nicht zu unterschätzendes Unfallpotenzial entstehen. Daher sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass das Thema Sicherheit nicht zu kurz kommt. Nicht nur, um Unfälle zu vermeiden und Mitarbeiter zu schützen, sondern auch, um das Unternehmen vor strafrechtlichen Konsequenzen zu schützen. Grundsätzlich gilt: Für Hubarbeitsbühnen gibt es eine Schulungspflicht. Eine Schulung muss einmalig durchlaufen und von einem IPAF-zertifizierten Schulungszentrum durchgeführt werden (IPAF = International Powered Access Federation). Ein Kurs dauert in aller Regel einen Tag. Mit dem IPAF-eLearning bietet sich alternativ die Möglichkeit, einen Teil des Seminars online, d. h. zeitlich und örtlich unabhängig, zu absolvieren

AFI

Arbeitsbühnen: Schulungen sorgen für (Rechts-) Sicherheit und somit die Dauer des Aufenthalts im Schulungszentrum auf wenige Stunden zu reduzieren. »Die Teilnehmer erlernen die elementaren theoretischen und praktischen Grundlagen für die qualifizierte und rechtskonforme Bedienung mobiler Hubarbeitsbühnen«, erklärt Ingo Steinberg, Leiter der Riwal-AFI-Akademie, dem IPAF-zertifizierten Schulungszentrum des bundesweit tätigen Arbeitsbühnenvermieters AFI.

PSAgA-Schulung inklusive Die Bedienerschulung deckt auch die Schulungspflicht zum Tragen einer Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) ab. »Nicht alle wissen, dass jeder, der eine PSAgA trägt, auch im Umgang mit ihr geschult sein muss«, weiß Steinberg aus Erfahrung. »Das kann entweder im Rahmen einer Bedienerschulung geschehen oder in einer separaten PSA-Schu-

lung.« Fehlt dieser Nachweis, können Unternehmen im Schadensfall große Probleme bekommen. Nach bestandener Abschlussprüfung wird die international gültige IPAF PAL-Card ausgehändigt (PAL = Powered Access Licence), die zum Führen der geschulten Bühne berechtigt. »In Deutschland ist sie als Befähigungsnachweis unbefristet gültig«, erklärt Steinberg. »Aber ihre internationale Gültigkeit verliert sie nach fünf Jahren und muss dann erneuert werden.« Zusätzlich zum Sicherheitsaspekt dienen die Schulungen der Einhaltung gesetzlicher Verpflichtungen und Anforderungen nach DGUV 308-008, DGUV 100-500, DGUV 208-019 sowie dem Arbeitsschutzgesetz.

Unterweisung einmal pro Jahr unerlässlich Trotz unbefristeter Gültigkeit muss der Arbeitgeber seine Beschäftigten regelmäßig, das bedeutet jährlich, hinsichtlich der

SERVICE Checkliste »Arbeitsplatz Überprüfung« Bediener einer Hubarbeitsbühne sollten vor dem Gebrauch das Umfeld auf mögliche Gefahren überprüfen:

6. Die Umgebung und gefährliche Bereiche

1. Kantsteine und Bodenhindernisse

8. Unberechtigte Personen im Umfeld

2. Schutt und Geröll

9. Angemessene Bodenverhältnisse und Abstützungen, die allen Lasten, die durch Hubarbeitsbühnen in jeder Betriebssituation verursacht werden, widerstehen

3. Steigerungen und Gefälle Ingo Steinberg (li.), Leiter der Riwal-AFI-Akademie, erklärt den Teilnehmern, worauf es beim sicheren Einsatz von Hubarbeitsbühnen ankommt.

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4. Löcher und Hohlräume; auch diejenigen, die durch Wasser, Eis oder Schlamm verdeckt sind 5. Wind- und Wetterkonditionen

7. Hochgelegene Behinderungen und elektrische Leitungen

10. Weitere mögliche unsichere Bedingungen

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DAS UNTERNEHMEN Die Riwal-AFI-Akademie ist das Schulungszentrum des bundesweit tätigen Arbeitsbühnenvermieters AFI, der seit Mai Mitglied der niederländischen Riwal-Gruppe ist. Die Akademie bietet bundesweit an neun Standorten Schulungen zum Thema Sicherheit und zum Erwerb von Bedienerlizenzen und Scheinen für Hubarbeitsbühnen und Flurförderzeuge. Darüber hinaus unterrichten IPAF-zertifizierte Trainer den sicheren Umgang mit Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) und führen jährliche Unterweisungen nach DGUV Vorschrift 1 durch. Für Unternehmer und Führungskräfte gibt es einen Extra-Kurs, der zusätzlich Aspekte wie Arbeitsplanung und Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung bis zur Auswahl der geeigneten Technik und Vermeidung von Risiken beinhaltet. Infos über Veranstaltungsorte und -termine unter www.afirent.de/schulung/ schulungstermine/

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MESSE-VORSCHAU

A+A 2017: Der Mensch zählt [ 17. bis 20. oktober ] in

Düsseldorf dreht sich im oktober wieder alles um die themen Persönlicher schutz, betriebliche sicherheit und Gesundheit bei der arbeit. Dann treffen sich auf dem messegelände fachbesucher aus der ganzen Welt zur internationalen fachmesse mit kongress a+a. rund 1 900 aussteller werden an der leitmesse teilnehmen

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ür alle Experten aus dem betrieblichen Arbeitsschutzund Sicherheitsmanagement, für Personalverantwortliche und Betriebsräte, Einkäufer aus der Industrie, Fachhändler, Betriebsärzte, Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Polizei, Mitarbeiter aus Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sowie Inhaber kleinerer Betriebe gilt die A+A als wichtigste Veranstaltung im Zwei-Jahres-Turnus. Auf der Messe wird in diesem Jahr die gesamte Bandbreite an Produkten und Services für den persönlichen Schutz und die Realisation gesunderhaltender, sicherer Betriebsabläufe präsentiert. Das Angebot reicht von Corporate Fashion und ergonomischen Büromöbeln über Schutzausrüstungen bis zu Brandschutz- und Notfallmanagement sowie betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen.

Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Parallel zur A+A-Fachmesse wird der 35. Internationale Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin umfassend über

Constanze tillmann / messe DüsselDorf

Bedienung von Hebebühnen unterweisen. Gemäß DGUV Vorschrift 1 wird darüber hinaus ein schriftlicher Nachweis gefordert. »Die Unterweisungen haben das Ziel, das in den Bedienerschulungen erlernte Wissen aufzufrischen und wieder ins Bewusstsein zu rufen«, so Steinberg. »Außerdem wird über gesetzliche und technische Neuerungen bzw. Änderungen, z. B. in der Sicherheitstechnik, sowie über den Arbeits- und Gesundheitsschutz informiert.« Denn klar ist: Erlerntes, sicherheitsrelevantes Wissen wird langfristig im Detail wieder vergessen, vor allem dann, wenn lange keine Probleme aufgetreten sind – was ja letztendlich auch das Ziel ist. Wird die Unterweisungspflicht verletzt, kann das für Unternehmen teuer werden: Sollte der Unternehmer die Unterweisung seiner Mitarbeiter nicht dokumentiert nachweisen können, drohen neben der Baustellenstilllegung durch die Berufsgenossenschaften im Schadensfall sogar strafrechtliche Konsequenzen. a

aktuelle Themen und Herausforderungen der Branche informieren. Er wird erneut organisiert von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi). Erneut werden wieder über 50 Veranstaltungsreihen angeboten werden, mehr als 300Referenten werden auf aktuelle Fragestellungen eingehen und Problemlösungen aufzeigen. Fester Bestandteil des A+AKongresses ist erneut die Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). In drei Sessions befassen sich Arbeits-, Sicherheits- und Gesundheitsexperten mit den Themen »Arbeitssicherheit und -gesundheit in der globalen Lieferkette«, »Wie Unternehmen und Arbeitnehmer Daten zu Arbeitssicherheit und -gesundheit erheben und auswerten können, um betriebliche Sicherheit und persönlichen Schutz zu verbessern« und »Gewalt und psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz«. Neben der Fachmesse und dem Kongress zählen zu den etablierten Programmelementen der A+A auch die Foren, Themenparks und Sonderschauen. Sie zeigen spezifische Lösungen für einzelne Bereiche und Bran-

Die A+A bietet einen kompletten Überblick über die weltweiten Trends und Produkte in den Bereichen des Arbeitsschutzes, der betrieblichen Gesundheitsförderung und des Sicherheitsmanagements im Betrieb.

chen auf und machen Wissen für die Fachbesucher erlebbar.

Partnerland Großbritannien Ergänzt wird das Programm zur A+A durch die Aktivitäten rund um das Partnerland Großbritannien, die den deutsch-britischen Arbeitsschutzdialog unter Beteiligung wichtiger Branchenverbände, Institutionen und der Politik zum Ziel haben. »Zwar erfolgte die Wahl des Partnerlandes bereits während der A+A 2015, also zeitlich deutlich vor dem Brexit-Referendum, doch angesichts der veränderten Gegebenheiten gewinnt der grenzüberschreitende Erfahrungsaustausch umso mehr an Bedeutung. So ergeben sich aus der aktuellen politischen Situation heraus auch für die Anbieter von Schutzartikeln und Sicherheitsausrüstungen viele Fragen«, wie Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, betont. Die Ausstellerbeteiligung aus Großbritannien zählt traditionell zu den stärksten bei der A+A: 2015 beteiligten sich 85 Aussteller und präsentierten auf mehr als 3 700 m2 innovative Produkte und Dienstleistungen. a

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stellt die Pfeifer seil- und Hebetechnik aus Memmingen eine neue Vertikalklemmengeneration zum Heben, wenden und anschlagen von Blechen, stahlplatten, trägern und weiteren stahlbauelementen vor. Für die neuheit im Unternehmensgeschäftsbereich Hebetechnik wurde die bewährte tragklemme »MPC« überarbeitet und weiterentwickelt.

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arblich setzt Pfeifer bei der neuen »KL«-Klemme auf die etablierte Optik der PfeiferTragklemmen in Orange und Schwarz. Der Einsatz von Beschriftungslasern und Laserbrennschneidern unterstützt eine bessere Lesbarkeit der Produktinformationen. Das Design habe man, so informiert der Anbieter, im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen zudem ergonomischer und moderner gehalten. Das Gehäuse ist zudem klei-

Neue Rundschlinge zum leichten Heben schwerer Lasten [ seiLFLeCHteR ] eine neue textile schwerlastrundschlinge

für bis zu 100 t tragfähigkeit hat jetzt das Unternehmen seilflechter tauwerk vorgestellt. das Kraftpaket soll höchste ansprüche erfüllen, auch beim transport von Maschinen, Bauteilen oder Gerüsten im Hoch- oder tiefbau.

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ner, leichter und handlicher als bisher. Durch den Einsatz neuester Werkstoffe sei die Klemme »KL« dennoch stabil und langlebig, was sie auch im Dauerzugversuch beweise: Selbst nach mehr als 300 000 Lastspielen blieben Maße und Funktion des Materials unverändert

Anschlag- und Schrägzugwinkel Die schwenkbare Aufhängöse – das sogenannte Kardangelenk – steht für einen universellen Einsatz der Klemme und ermöglicht auch das seitliche Anschlagen von Lasten. Das Anheben der vollen Traglast ist bis zu einem Winkel von 45° möglich. Beim direkten Anschlagen von Lasten wird sicheres Heben bis zu einem Winkel von 120° ermöglicht – oh-

ne Tragfähigkeitsverlust, wie der Anbieter betont. Durch den optimierten Sicherungshebel wurde das Schließen der neuen Tragklemme für Anwender vereinfacht. Die Klemme ist sowohl offen als auch geschlossen arretierbar, was zusätzlichen Komfort verspricht. Bei geschlossener Sicherung wirkt eine Federspannung auf die Greifnocke, sodass sich die Klemme auch bei unbeabsichtigter Entlastung nicht von der Last lösen kann.

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m Vergleich zu herkömmlichen Polyester-Rundschlingen weist die neue Schwerlastrundschlinge laut Hersteller ein um rund 60 % reduziertes Gewicht auf. Gefertigt aus der Hightech-Faser »Novoleen«, verspricht das ergonomische Leichtgewicht höchste Sicherheit, optimales Handling und extreme Verschleißfestigkeit. Der Schlauch aus hochwertigem »Birolen«-Spezialpolyester in der Signalfarbe Orange schützt die Rundschlinge und minimiert die Faltenbildung auch bei hohen Traglasten. Die Rundschlinge ist serienmäßig mit einem RFID-Chip ausgestattet. Das erleichtert die exakte Zuordnung der einzelnen Schlingen in Verbindung mit dem SeilflechterPrüfsystem. Der Hersteller bietet die Schwerlastrundschlinge in kun-

Die neue SeilflechterSchwerlastrundschlinge für bis zu 100 t Gewicht.

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[ PFeiFeR seiL- Und HeBeteCHniK ] Mit der tragklemme »KL«

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Schlanker, leichter und ergonomischer

SICHERHEIT

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Die Ladungssicherung zum Kinderspiel machen

Die neue Pfeifer-Vertikalklemme »KL« kombiniert die Eigenschaften der vorangegangenen Modelle und will diese mit einer schlankeren Form, einfacherer Handhabung sowie verbessertem Material ergänzen.

DAS UNTERNEHMEN Für spezielle Lasten wie Edelstahl oder extrem harte Bleche gibt es optional zusätzliche Greifelemente. Kostengünstige Ersatzteilboxen ermöglichen darüber hinaus eine noch längere Nutzungsdauer der neuen Pfeifer-Klemme. Es werden Modelle in mehreren Größen angeboten. Die Bandbreite der Tragfähigkeiten reicht dabei von 600 kg bis hin zu 2 t, die Greifbereiche von x 1 – 21 mm bis 1 – 35 mm.

denspezifischen Nutzlängen und Tonnagen von 20 t bis 100 t Gewicht an. Sie wurde in Anlehnung an die DIN EN 1492-2 »Textile Anschlagmittel« produziert. Als Stroppenversion ist die Schwerlastrundschlinge an den Enden mit verstärkten Schlaufen (Länge: 500 mm bzw. 1 000 mm) konfektioniert. Für Komfort sorgt ein austauschbarer Schutz in Kö-

Die Pfeifer Seil- und Hebetechnik in Memmingen ist Stammhaus der international tätigen Pfeifer-Gruppe und kann auf eine über 430-jährige Familientradition in der Herstellung von Seilen zurückblicken. Pfeifer zählt zu den führenden Unternehmen im Seilbau, in der Schutzverbauung sowie in der Seil-, Hebe- und Bautechnik in Europa. Die Unternehmensgruppe ist mit 31 Gesellschaften in 19 Ländern in Europa, Asien und Nordamerika aktiv und beschäftigt etwa 1 400 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz lag 2016 bei rund 250 Mio. Euro.

Seilflechter Tauwerk bietet Qualitätstauwerk »Made in Germany« für die Bereiche Industrie und Wassersport sowie über den Fachhandel für den Baumarkt-Sektor an. Am Firmensitz im niedersächsischen Braunschweig werden pro Tag rund 140 000 m Seil produziert. Der Familienbetrieb wurde im Jahre 1745 gegründet und hat eine lange Tradition in der professionellen Seilerei. Die heutigen Gesellschafter Wolfgang Halle und Andreas Halle führen das Unternehmen in neunter bzw. zehnter Generation. Das Unternehmen ist gemäß ISO-DIN EN 9001:2015 zertifiziert.

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urch Dreifachausschub erreicht das Palcover-Abdecksystem eine vorteilhafte Arbeitshöhe, die eine Beschädigung der Abdeckplane während des Abdeckvorganges verhindert.

perbindung mit einem Klettverschlusssystem in der Farbe Blau. Durch die farbliche Kennzeichnung können Anwender den Kran- und Last-Aufhängepunkt leicht unterscheiden. Im Schadensfall können die Schlingen aus dem Satz einzeln repariert werden. Seilflechter bietet eine Ersteinweisung für die Handhabung der Schlingen. a

DAS UNTERNEHMEN

SICHERHEIT

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Bei Leerfahrten bzw. Nichtbenützung des Abdecksystems wird der Planeneinzug automatisch unter Fahrerhausniveau abgesenkt. Ein durchdachtes Einbzw. Auszugsystem der Abdeckplane erlaubt das komfortable und schnelle Sichern der Ladung, auch bei Verwendung unterschiedlicher Behälterlängen (5,5 m bis 7,25 m). Seitlich angebrachte Laschen an der Abdeckplane stehen für eine optimale Befestigung während des Einsatzes. Dank der speziellen Oberflächenbehandlung mit hohem Korrosionsschutz will das Palcover-System auch mit einer langen Lebensdauer und hoher Zuverx lässigkeit aufwarten.

Palfinger

Sondermodelle und verschiedene Größen

[ Palfinger ] Mit dem Palcover-abdecksystem für abrollkipper aus dem Hause Palfinger soll die ladungssicherung beinahe zum Kinderspiel werden. Das neue abdecksystem steht für ein sicheres, einfaches und unkompliziertes Schließen von abrollbehältern.

Einfache Montage, wenig Platzbedarf und nach Anbieterangaben niedrige Wartungskosten kennzeichnen das Palcover-Abdecksystem.

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Perfekt gestapelt und automatisch gesichert D

ie Rungen mit seitlicher Flachstahlführung bieten Schalungstafeln – beispielsweise der Größe 2 400 x 2 700 mm – formschlüssigen Halt. Bei einer Rungenhöhe von 2 100 mm lässt sich eine auf Nutzlast und Ladungshöhe abgestimmte Ladungseinheit mit dem System transportieren. Müller Mitteltal unterstreicht die Nutzervorteile des Ladungssicherungssystems: Die Beladung kann zügiger erfolgen, da die Schalungselemente bei der Beladung durch die Rungen zwangsgeführt werden. So entsteht ein ordentlich ausgerichte-

Müller Mitteltal

ladungssicherungssystem für schalungstafeln bietet das Fahrzeugbauunternehmen Müller Mitteltal aus dem schwarzwald für die Baubranche an. Das system besteht aus sechs Paar steckrungen für die im außenrahmen rungentaschen eingelassen sind.

Müller Mitteltal hat ein neues Ladungssicherungssystem vorgestellt, mit dem sich Schalungstafeln schnell und einfach verladen lassen. Die verzinkten Rungen bieten sicheren und formschlüssigen Halt.

ter Stapel, der gleichzeitig gegen seitliches Verrutschen gesichert ist. Die Rungen sind gemäß der Qualitätsstrategie der Schwarzwälder feuerverzinkt, sodass auch ein langjähriger Einsatz keine großen Gebrauchsspuren hin-

Ladungssicherungsnetz gewinnt »Techtextil Innovation Award« [ V. Fraas solutions in textile ] seit 1880 steht der name V. Fraas für

hochwertige gewebte, gestrickte oder geraschelte schals und textile accessoires. Die tochtergesellschaft V. Fraas solutions in textile bietet in industrieller serienfertigung 2D- und 3D-Hochleistungs-Gittergelege der Marke »sitgrid« zur Bewehrung und Verstärkung von Beton an, u. a. aus Carbon und ar-Glas. Das ladungssicherungsnetz »sitnet« hat jetzt den »techtextil innovation award 2017« gewonnen.

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ie »SITnet«-Technologie vereint als Netz-Fertigungsverfahren die Wirk- und Webtechnologie. Zur Messe »Techtextil« ist das Ladungssicherungsnetz »SITnet« mit dem »Techtextil Innovation Award« in der Kategorie »New Technology« ausgezeichnet worden. Den Preis verleiht die Messe Frankfurt für

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terlassen sollte. Ein schnelles und einfaches Niederzurren des Schalungsstapels mit Spanngurten am serienmäßigen Loch-Außenrahmen bildet den Abschluss der vorschriftsmäßigen Verladung. x

V. Fraas solutions

[ Müller Mitteltal ] ein

Das »SITnet«-Ladungssicherungsnetz ist in beliebiger Länge und bis zu 3,25 m Breite erhältlich. Anwendung fand die Technologie bereits als Niederzurr-, Trenn-, Abdeck- und Seitenschutznetz.

herausragende Entwicklungen im Bereich technische Textilien, Vliesstoffe und funktionale Bekleidungstextilien. Die Innovation des Netzes »SITnet« besteht in dem vollautomatischen Verbinden der Wirkbänder in 0°-Richtung und Webbänder in 90°Richtung mittels Wirktechnologie. Somit hat die Maschenstruktur des Ladungssicherungsnetzes keine Verbindungsnähte und ist im Vergleich zu herkömmlichen Ladungssicherungsnetzen, die an den Kreuzungspunkten übereinander vernäht sind, flach und homogen. Das soll eine gleichmäßige Aufnahme der in die Maschenstruktur eingeleiteten Kräfte gewährleisten und die Belastbarkeit erhöhen. x

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Professionelle Ladungssicherung für die flexible Güter-Befestigung

[ ADOLF WÜRTH ] Bei der Ladungssicherung ist eine wichtige Anforderung die Flexibilität, um mit einem Produkt möglichst viele konkrete Befestigungsaufgaben abdecken zu können. Auf dieser Basis hat Würth sein Programm an professionellen Lösungen für die Ladungssicherung komplett überarbeitet.

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ür Speditionen und Transportunternehmen muss die risikolose und perfekte Ladungssicherung auf Lkw oberste Priorität haben. Würth bietet hierfür Lösungen mit bewährten Produkten wie Spannbrettern, Zurrgurten, Sperrbalken und -stangen als auch Neuheiten wie Spannbretter mit patentiertem Verschlusssystem und Ratschen-Zurrgurte in 35 mm Breite. Ergänzend bietet Würth 50 mm breite ErsatzSpanngurte mit Doppelspitzhaken in 7,5 m und 9,5 m Länge, die ebenfalls über einen Leistungsnachweis nach DIN EN 12 195-2 verfügen.

Spannbrett Zur Sicherung schwerer Lasten im Fahrzeug-Innenbereich eignet sich das für die horizontale Montage vorgesehene Spannbrett »PAT«. Dessen Besonderheit liegt laut Hersteller unter anderem in einem patentierten Verschlusssystem für ein einfaches und sicheres Aufsetzen sowie Verriegeln. Das Produkt ist in einund zweiteiliger Ausführung verfügbar – und zwar jeweils wahlweise mit einem Haken und eiSICHERHEIT

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WÜRTH

Die Spanngurte sind in unterschiedlichen Breiten erhältlich und verfügen je nach Ausführung über Doppelspitzhaken.

oberen Ende ermöglicht es, die Stangen ohne Hilfe auf einfache Weise zu montieren. Sämtliche Sperrstangen haben einen großen Verstellbereich, besitzen einen geschmiedeten Teleskopbolzen und sind aus hochfestem Aluminiumrohr für eine hohe Belastbarkeit und eine lange Lebensdauer gefertigt.

Sperrbalken Die flexible wahlweise vertikale oder horizontale Ladungssicherung und Laderaumtrennung lässt sich laut Hersteller mithilfe des Sperrbalkens »SAM Profi« realisieren. Er ist dank seines patentierten Spannmechanismus einfach bedienbar und bietet einen maximalen Klemmbereich von 3 100 mm bei einer Blockierkraft bis 140 daN. Speziell zur Doppelstockbeladung wurde der Sperrbalken »KAT Combi« entwickelt, der einen Klemmbereich bis 2 530 mm bei einer Blockierkraft bis zu 1 000 daN ermöglicht. a

nem Spannelement (Blockierkraft bis 625 daN) für Bordwände mit 25 mm Dicke bzw. mit zwei Spannelementen (Blockierkraft bis 1 000 daN) für 18 mm bis 35 mm starke Bordwände. In allen Fällen beträgt der maximale Klemmbereich 2 520 mm. Das Spannbrett aus verstärktem, hochfestem Aluminiumrohr ist laut Hersteller langlebig und recyclingfähig, leicht hochbelastbar.

Zweierlei Sperrstangen Für das sichere Halten schwerer Lasten mittels vertikal montierter Sicherungselemente bietet das Unternehmen die Sperrstangen »KIM 55« und »KIM 55 Profi«. Erstere verfügt über einen maximalen Klemmbereich von 2 510 mm und eine Blockierkraft bis zu 450 daN. Die Sperrstange »KIM 55 Profi« ist in zwei Ausführungen mit Klemmbereichen von 2 800 mm bzw. 3 100 mm erhältlich, die maximale Blockierkraft beträgt jeweils 350 daN. Die »Profi«-Varianten integrieren außerdem noch ein Maßband zur bequemen Voreinstellung des Verstellbereichs. Ein Bediengurt am

Ladungssicherung für: LKW, Pritschen, PKW, Kastenwagen, ...

Gurtbandnetz

BG-geprüfte Gurtbandnetze zur Ladungssicherung Gurtbandnetze in Anlehnung an VDI 2700 ff und DIN EN 12195-2.

www.huck.net Manfred Huck GmbH 33


Sichere Fässer – auch unterwegs [ RaineR LadungssicheRung ] Fässer, die auf einer Palette

stehen, kämpfen grundsätzlich mit einem ungünstigen schwerpunkt. ein grund mehr, diese Ladeeinheit einmal etwas intensiver zu betrachten, schließlich geht man doch besser in deckung, wenn ein volles 220-l-stahlfass auf der Palette »tanzt« und ins Rollen kommt. das Kölner unternehmen Rainer hat jetzt eine nach eigenem Bekunden elegante und zuverlässige Lösung zur Ladungssicherung von stahlfässern entwickelt. Sichere Stahlfässer – im Regal und auf dem Transport.

er Definition nach VDI 3968, Blatt1, haben der Ladungsträger – meist die Palette – und die Ladung eine Einheit zu bilden. In der Praxis sollten also Fass und Palette zuverlässig miteinander verbunden sein. Das Fass darf weder auf noch von der Palette »hüpfen« – die beiden gehören zusammen. Die Umsetzung dieses Wissens gestaltet sich häufig gar nicht so einfach, muss es doch zügig gehen und unkompliziert sein. Auf Grund seiner speziellen Form liegt der Schwerpunkt eines Stahlfasses in der Mitte und kann so, z. B. während einer Kurvenfahrt mit dem Stapler auf einem Betriebsgelände, schnell aus dem Gleichgewicht geraten und vom Ladungsträger kippen. Sobald Fass und Ladungsträger stabil miteinander verbunden sind, verlagert sich dieser Schwerpunkt ein wenig nach oben. Wichtiger ist allerdings,

dass sich damit die Auflagefläche der Palette auf dem Boden deutlich vergrößert und das Gebinde durch den größeren Abstand zur Kippkante signifikant stabiler wird. Nicht nur auf kurviger Piste, auch im Lager empfiehlt sich eine ordnungsgemäße Ladeeinheitenbildung. Fässer, die aus dem Hochregal purzeln, hinterlassen meist keinen guten, aber dafür einen bleibenden Eindruck.

Gängige Methoden Die Rainer GmbH aus Köln ist auf die Ladungssicherung im Container spezialisiert. Seit fast 30 Jahren im Zeichen der Sicherheit unterwegs, fokussierten die Experten des Unternehmens von Anfang an die Optimierung der Methoden zur Fasssicherung. Entsprechend verweisen sie Spezialisten auch auf die Schwächen der üblichen Maßnahmen wie Stretchung oder Bänderung

SERVICE Fasssicherung in unter zehn Sekunden Mit »LES (LadeEinheitenSicherung)« will das Unternehmen Rainer die Fasssicherung in weniger als zehn Sekunden ermöglichen: – Zuerst das Fass mittig auf der Palette platzieren (EPAL). Nun die Halteplatte zwischen den Palettenbrettern hindurchführen und wieder leicht anheben. Darauf achten, dass die Platte waagerecht unter den Brettern hält und das Gurtband ein wenig gespannt ist. Auf der anderen Seite wiederholen. – Mit dem Fuß noch die Position der Halteplatten korrigieren – das Gurtband sollte möglichst parallel zum Fass nach unten geführt sein – den Verschluss spannen und fertig!

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zur Fixierung eines Fasses auf Palette. Bei der Standard-Stretchung bestehe die Schwierigkeit darin, dass die Folie eine vergleichsweise hohe Dehnungsfähigkeit haben könnte. Dadurch reagiere sie unter Spannung sehr flexibel. Mehrere Wicklungen mit einer dehnbaren Folie würden zwar zwei bis vier Fässer erst einmal beisammenhalten, erwiesen sich aber im Crashtest als wenig zuverlässig. Beim Bremstest rutschten die Fässer samt Folie von der Palette. Auch die Methode der Standard-Bänderung zeige, so die Rainer-Spezialisten, Schwachstellen. Nur ein paar Millimeter Spiel und die Bänder könnten vom Fass gleiten. Würden die Bänder über die Palette gespannt, zeigten sich meist die äußeren Palettenbretter als Schwachstelle des Systems.

sches, zertifiziertes Werkzeug, das jeden Crashtest bestehen soll. In weniger als zehn Sekunden kann die »LES« kräfteschonend angebracht werden. Das Portfolio umfasst unterschiedliche Versionen für individuelle Bedürfnisse. Je nach Anforderung können ein Fass oder ein Duo gesichert werden. Außerdem gibt es Modelle, um beispielsweise stabile Kisten und Kartons auf Palette zu sichern. x

Elegante Lösung »Früh haben wir festgestellt, dass eine zuverlässige Ladeeinheitensicherung nicht nur das Stauen und die spätere Ladungssicherung im Container erleichtert, sondern auch im Lager und im innerbetrieblichen Verkehr eine immense Rolle für die Sicherheit spielt. Unsere Forschung ist seither auf die Lösung dieses Problems konzentriert«, so Heinz Rainer, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens. Das Ergebnis von Forschung und Tests ist die »LES (LadeEinheitenSicherung)«: Ein prakti-

RaineR LadungssicheRung

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Die Beine sprichwörtlich in die Hände nehmen sollte man, wenn Fässer wie auf den Bildern zu sehen in Bewegung geraten.

SICHERHEIT

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Sicherheitszaun schützt Baustellen [ Capra ] Ein Dauerthema

unter allen Betreibern von Großbaustellen, Transitzonen und außenlagern: Wie sichert man einen bestimmten Bereich stark, aber trotzdem flexibel und veränderbar ab? Der Zaunhersteller Capra aus dem emsländischen Lingen bietet jetzt eine Lösung für diese Herausforderungen an: ein neues mobiles Sicherheitszaunsystem.

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portieren. Der Zaun kann laut Hersteller jederzeit versetzt und abtransportiert werden. Auf diese Weise lässt sich das zu umzäunende Areal beliebig in der Größe oder Form verändern. »Capra Protection« soll die sonst üblichen Absperrungen oder Bauzäune überall dort ersetzen, wo zwar öfter Änderungen erforderlich sind, jedoch deutlich mehr Sicherheit als bei den herkömmlichen Systemen vonnöten ist. Der Hersteller bietet diverse Variationen der »Capra Protection«-Zaunelemente: das Grundelement aus Doppelstabmatten (»Double«) ist auch mit einfa-

chem Ausleger oder Y-Ausleger inklusive Stacheldraht verfügbar (»Boom« bzw. »Y-Boom«). Zusätzlich ist es möglich, die Zaunele-

mente mit Natodraht auszustatten oder auch individuelle Tore und Durchfahrten einbauen zu a lassen.

Capra

ie Idee dahinter ist so einfach wie einleuchtend: Es handelt sich um ein System aus einzelnen Zaunelementen, die zu einer beliebigen Zaunlänge zusammengefügt werden können. Ein 880 kg schwerer Betonfuß an jedem Element gibt dabei laut Hersteller maximale Stabilität. Das Besondere daran sind laut Capra die patentierten, seitlich am Fuß angebrachten Verzahnungen, die ein Auseinanderziehen der Zaunelemente unmöglich machen. Durch die eingebauten Staplertaschen an jedem Element lässt es sich, trotz seines Gewichts, mühelos und schnell per Gabelstapler trans-

»Capra Protection Y-Boom« heißt das mobile Zaunelement mit Y-Ausleger.

Die Capra-Elemente sind flexibel und mit einem Gabelstapler beliebig verstellbar.

SICHERHEIT

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Camelot

Mobiler Turm schützt vor ungebetenen Gästen Abschreckende Wirkung: Der 7 m hohe »Watch Tower« hat laut Hersteller Camelot eine abschreckende Wirkung und erfasst alle Bewegungen auf der Baustelle – auch nachts.

[ Camelot ] auf den Bereich

Sicherheit, Verwaltung und entwicklung leer stehender Immobilien spezialisiert, bringt Camelot mit dem neuen »Watch tower« einen Überwachungsturm auf den markt, der mit zwei RundumKameras mit Nachtsichtoptik und »Geofence«-Funktion ausgestattetet ist.

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ie zweite Generation des »Watch Towers« zur Außenbereichs- und Baustellenüberwachung soll als Rundum-Videoüberwachung eine effektive und kostengünstige Überwachungslösung für Baustellen und Freiflächen sein, um insbesondere der steigenden Zahl an Diebstählen von Baumaterialien und Baugeräten zu begegnen.

Rundumüberwachung auch in der Nacht Auf Grund seiner zwei 360°-PTZKameras mit Nachtsichtoptik verspricht das System auch bei Dun-

DAS UNTERNEHMEN Neben Beratungsdienstleistungen rund um leer stehende Immobilien ist das niederländische Unternehmen Camelot auf Hauswächterlösungen, Hausverwaltungs- und private Wachdienstleistungen, Baustellen-Videoüberwachung sowie die Installation und Wartung von Alarmanlagen spezialisiert. Deutscher Hauptsitz von Camelot ist Düsseldorf.

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kelheit optimale Sicht und Bildqualität und kann gleichzeitig unterschiedliche Bereiche überwachen. Die integrierte Software »Smart Tracking« unterscheidet laut Hersteller zwischen unerwünschten Eindringlingen (Menschen und Fahrzeuge) und kleinen Tieren und vermeidet dadurch Fehlalarme. Bei Bedarf kann die angeschlossene Wachdienstzentrale das Geschehen per Live-View verfolgen und gegebenenfalls Sicherheitsdienst, Polizei oder Feuerwehr einschalten. Das auffällige Äußere des »Watch Towers« hat eine abschreckende Wirkung, die durch den Einsatz der integrierten Lautsprecher verstärkt werden kann. Optional kann eine zusätzliche LED-Beleuchtung von 2 x 100 W nachgerüstet werden.

»Geofence«-Funktion für große Areale Jede Kamera verfügt, unabhängig von den Lichtverhältnissen,

über eine Reichweite von bis zu 80 m. Mit seinem bis zu 7 m hohen Mast kann »Watch Tower«ein Areal von ca. 20 000 m² und bis zu 160 m Durchmesser überwachen. Mittels seiner »Geofence«Funktion können genaue Überwachungsbereiche programmiert werden. Somit werden laut Hersteller auch höchste Datenschutzanforderungen eingehalten und unnötige Fehlalarme ebenso vermieden. Bei Stromausfall arbeitet das System dank der integrierten Akkus noch nach Anbieterangaben mindestens 24 Stunden weiter.

Einfache Bedienung per Mobile App Der »Camelot WatchTower« verfügt über eine dazugehörige App, mit der er bei Betreten und Verlassen des Geländes bequem anund ausgeschaltet werden kann, sodass die Überwachung der Baustelle permanent gewährleisa tet ist. SICHERHEIT

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iese neuen LED-Lampen werden durch einen neuen wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akku versorgt, der laut Hersteller eine Lebenserwartung von mehr als 2 000 Zyklen bietet statt der üblichen 500 Zyklen, die ein Akku üblicherweise hält. Zudem sind die Modelle für die Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 0 entwickelt und eignen sich laut Hersteller für den Einsatz in den Bereichen Öl und Gas, Brandschutz und Rettung, Offshore, Bergbau,

Petrochemie, Pharmaindustrie, um nur einige Segmente der Gefahrgutindustrie zu nennen. Die Lampe verspricht bei geringem Gewicht und einer kleinen, kompakten Ausführung drei Leuchtmodi (hoch/niedrig/blinkend) und leuchtet mit bis zu 132 Lumen klaren, brillanten Lichts. Sie bietet laut Hersteller eine Leuchtdauer von bis zu 34Stunden und eine durchgängige Batterieladezustandsanzeige, die im Schalter integriert ist. Der ergonomische Korpus dieser Modelle aus Polymer ist mit einer griffigen Textur ausgeführt und bietet eine Schlaufe für zusätzliche Sicherheit. Die »3315RZ0-RA« (rechtwinklig) LED-Lampe ist mit einem beweglichen Kopf ausgeführt, der eine integrierte Edelstahlklammer für die handfreie Verwendung enthält. Beide Lampen bieten einen Ingressionsschutz der Stufe IPX7 zum Schutz vor anspruchsvollen Umgebungsbedingungen im Freien und haben eine lebenslange Peli-Garantie (nach geltendem Recht). a

die richtige Entscheidung als EMEA-Hauptsitz war. Barcelona hatte eine ausgezeichnete Unternehmensinfrastruktur, hochwertige Einrichtungen und einen Hafen für effiziente Logistik.« Durch diese Expansionsstrategie sei Peli führend in so vielfältigen Schlüsselmärkten wie Öl & Gas, Feuerwehr & Rettung, Strafver-

folgung, Militär, Luft- und Raumfahrt, Petrochemikalien, Übertragungen und Outdoor, wird Ermeti in einer Pressemitteilung zitiert. Laut Piero Marigo, Peli Products EMEA Geschäftsführer, hat das Unternehmen derzeit mehr als 90 Mitarbeiter, die für die EMEA-Region arbeiten. a

Neue Lampen für den Einsatz in allen Gefahrenbereichen [ Peli ] leuchtenhersteller Peli Products ergänzt sein Sortiment

um die lampenmodelle »3315RZ0« und »3315RZ0-RA«. Beide verfügen über eine ATeX-Zertifizierung für Zone 0 (Kategorie 1) und versprechen 300 % mehr lebenserwartung.

Die neuen Lithium-Ionen-Akkus der neuesten Lampenmodelle haben laut Hersteller eine Lebenserwartung von mehr als 2 000 Ladezyklen.

Peli

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Peli: Seit 20 Jahren auf dem europäischen Markt Vor 20 Jahren hat Peli Products in Barcelona das erste Büro in europa als strategische Ausgangsbasis für internationale expansion eröffnet. Dieses Büro ist inzwischen der Hauptsitz für europa, den Nahen Osten und Afrika.

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eute kümmert sich die Hauptniederlassung von Pelican Products Inc., nach eigenen Angaben weltweit führendes Unternehmen für die Entwicklung und Herstellung von hochleistungsfähigen Schutzkofferlösungen und tragbaren Beleuchtungssystemen, um nahezu 100 Länder. Ein internationales Team betreut und berät Kunden in Sachen Ver-

SICHERHEIT

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kauf, Finanzierung, Marketing, Kundendienstleistungen, Logistik, Qualität und Personal. Die Bilanz von Scott Ermeti, Senior Vice President von Pelican Products International Business und Gründer der EMEANiederlassung in Barcelona, fällt positiv aus: »Als ich das Projekt begann, den Ausbau von Pelican in Europa voranzutreiben, wurde schnell deutlich, dass Barcelona

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Alles am Platz, alles gut geschützt StanLey BLack & Decker

[ StanLey BLack & Decker ] Zwei neue mobile werkzeugboxen, die die aufbewahrungsserie »essential« erweitern, hat Stanley Black & Decker vorgestellt. neben handwerkzeugen, kleinteilen und Zubehör können auch große, schwere elektrowerkzeuge in den mobilen Boxen platzsparend verstaut werden und sind dann auch beim transport geschützt. Die Serie glänzt mit Design – funktionale einteilungen und Fächer sorgen dafür, dass alles an seinem platz bleibt.

Mit funktionaler Aufteilung bietet »Stanley Essential« als »rollende Werkstatt« besonderen Schutz für Werkzeug und Zubehör.

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tanley bietet mit »Essential« drei praktische Funktionen in einem – eine rollende Basis für schweres Elektrowerkzeug, eine herausnehmbare Werkzeugtrage und eine verschließbare Werkzeugbox mit Kleinteilfach. Über der 46 l großen Basisbox mit Rädern befindet sich die Trage, in

der sich die gängigen Handwerkzeuge wie Hammer, Zangen, Schraubendreher übersichtlich

Ladungssicherung für Pritschen L [ Bott ] Das gaildorfer Unternehmen

www.anjinphotography.com

Bott bietet für die Ladungssicherung auf pritschenfahrzeugen neue praktische hilfsmittel an. Dazu gehören das strapazierfähige Ladungssicherungsgewebe und das pritschenstaufach.

Ladungssicherungsgewebe von Bott für Pritschenfahrzeuge.

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oses Transportgut auf der offenen Ladefläche, wie beispielsweise feiner Sand oder Grünabfälle, ist bei starkem Fahrtwind oder heftigen Bremsmanövern nicht ohne weiteres auf der Pritsche festzuhalten. Umherfliegende Ladung kann für andere Verkehrsteilnehmer leicht zur Gefahr werden. Bott bietet hierfür das Ladungssicherungsgewebe als praktische Lösung. Das Ladungssicherungsgewebe bietet darüber hinaus den Vorteil, dass von außen nicht erkennbar ist, was sich darunter befindet. Das blickdichte, anthrazitfarbene Gewebe schützt so vor

verstauen lassen. Bei Bedarf kann die Trage von der »rollenden Werkstatt« abgeclippt und sepa-

Diebstahl. Erhältlich ist das Ladungssicherungsgewebe von Bott in vier Abmessungen und passt so auf alle gängigen Pritschengrößen.

Pritschenstaufach Eine neue Möglichkeit für die Ladungssicherung auf der offenen Ladefläche bietet Bott mit dem Pritschenstaufach an. Es ist einfach zu montieren und bewahrt Schaufeln, Besen und anderes Werkzeug sauber auf. Bei hochgeklappten Bordwänden wird der Inhalt sicher eingeschlossen und vor unbefugten Zugriff geschützt. x

SICHERHEIT

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Ein Baukasten mit System

rat zum Einsatzort getragen werden. Das oberste Segment bietet gut erreichbare Fächer für Zubehör und Kleinteile sowie weitere 46 l Raum für Hand- oder Elektrowerkzeuge. Auch dieses Segment kann vom Rest der »rollenden Werkstatt« getrennt werden und dient dann separat als vollwertige Werkzeugbox. Insgesamt kann die »rollende Werkstatt« mit bis zu 20 kg beladen werden. Trotz ihres geräumigen Innenraums ist sie äußerst kompakt und lässt sich dank ihres einziehbaren Griffs platzsparend in Werkstatt oder Fahrzeug unterbringen.

Für größere Lasten bis 40 kg ist die mobile Montagebox »Essential« ausgelegt. Ein Scharnier an ihrer Rückseite erlaubt es, den Deckel im 90°-Winkel zu öffnen – das unterstützt den bequemen und uneingeschränkten Zugriff auf den Innenraum. Die Montagebox hat – ebenso wie die »rollende Werkstatt« – zwei praktische Organizer im Deckel und eine herausnehmbare Trage, sodass Handwerkzeuge und Kleinteile jederzeit griffbereit sind. Und auf ihren stabilen, leichtgängigen Rädern lässt sich die Box überall hin rollen, wo sie gerade gebraucht wird. Beide neuen Modelle sind für hohe Sicherheit mit Metallverschlüssen und einer zusätzlichen Vorrichtung für ein Vorhängeschloss ausgerüstet. Die beiden mobilen Boxen komplettieren die vorhandene »Essential«Serie, deren Werkzeugboxen in drei Größen (32 cm, 41 cm und 49 cm Breite) und wahlweise mit Kunststoffschließen oder mit Metallschließen erhältlich sind. Die Stanley-»Essential«-Serie richtet sich insbesondere an Anwender, die sich ein professionelles und dennoch preisgünstiges Ordnungssystem für Werkstatt, Garage und Hobbykeller wünschen. Aus den derzeit fünf Modulen der Serie lässt sich ein Ordnungssystem zusammenstellen, das genau auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten ist und bei Bedarf flexibel erweix tert werden kann. SICHERHEIT

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[ EngElbErt StrauSS ] Im »nullkommanichts« die gesamte Werkstatt im Kofferraum verstauen, das will Engelbert Strauss dank eines speziellen »Klicks« künftig ganz einfach mit der mobilen arbeitsstation »e.s. Workmo« möglich machen.

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ie neue »e.s. Workmo«-Serie will die Werkzeugsammlung zu einer perfekt organisierten Werkstatt auf Rädern verwandeln. Mit dem modularen Stapelsystem werden die unterschiedlichen Bausteine einfach zusammengeklickt. Dadurch ergeben sich zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten, bei denen Profis aller Gewerke ihre persönliche Wunschzusammenstellung finden dürften.

»Boxxenstopp« Das System fügt sich in die Werkzeugwelt von Engelbert Strauss ein, so kann beispielsweise der Elektriker seine »Werkzeug-Boxx 136« in der ausziehbaren Multislide parken. Auch die »e.s. Boxx i-72« oder die »e.s. Boxx mini« harmonieren mit »Workmo«. Durch weiteres Zubehör wie Alulochbleche unterschiedlicher Größe, Ablagefächer und einer Arbeitsplatte bauen sich Klempner eben-

EngElbErt StrauSS

Mobile Montagebox

Ordentlich Flexibilität verspricht Engelbert Strauss mit seiner mobilen Arbeitsstation »e.s. Workmo«.

so leicht wie Elektroinstallateure eine Arbeitsstation, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. »Workmo« ist zwar eine Arbeitsstation, aber sie ist alles andere als stationär: In Verbindung mit Transportroller oder Transportkufen ist das Werkzeug auf der

Baustelle schnell von A nach B gebracht. Dank des flexiblen Klicksystems sind die Module außerdem schnell auseinandergebaut, sicher im Fahrzeug verladen und – in bester Ordnung – bereit für den nächsten Einx satz.

Videoüberwachung LIVEYE® ▪ 24/7 Dauer-Überwachung möglich ▪ 360° Rundumsicht inkl. Nachtsicht ▪ Aufschaltung zur Leitstelle inklusive ▪ ca. 60% Ersparnis gegenüber Wachpersonal

www.liveye.de Telefon: 06502-9969991

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[ DEnioS ] Für die vorschriftenkonforme Lagerung von wassergefährdenden Stoffen der Klassen 1 bis 3 sowie aggressive Chemikalien wie Säuren oder Laugen bietet Hersteller Denios »Poly Safe«-Depots. Die Kleingebinde-Depots sind korrosionsfrei, witterungsbeständig und stabil.

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efahrstoffdepots bilden eine kompakte Lösung für alle Unternehmen, die wassergefährdende oder aggressive Gefahrstoffe wirtschaftlich und platzsparend im Außenbereich oder in der Werkshalle lagern müssen. Das Sortiment der komplett aus Polyethylen (PE) gefertigten »Poly Safe«-Depots umfasst Modelle zum Einstellen von Kleingebinden, Fässern und IBC.

Gefahrstoffe vorschriftsmäßig lagern Die »Poly Safe«-Depots sind sowohl zur Innen- als auch zur Außenaufstellung geeignet. Dank fertig montierter Anlieferung sind sie sofort einsatzbereit. Um

DEnioS

KunststoffDepot zur Lagerung von Gefahrstoffen

Das »Poly Safe«-Depot ist in fünf Ausführungen erhältlich. »Typ K« hat serienmäßig ein integriertes Regalsystem für Kleingebinde.

die Sicherheit zusätzlich zu erhöhen, bereitet der Hersteller die Depots für die Bodenverankerung vor. Alle Modelle verfügen über eine integrierte Auffangwanne gemäß Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Die »Poly Safe«-Depots sind in fünf Ausführungen erhältlich: Typ »C«, »D«, »D L«, »2C« und »K« mit serienmäßig integriertem Regalsystem. In alle anderen Depots können je nach Ausführung auf Euro- oder Chemiepaletten gelagerte Fässer oder IBC eingestellt werden. Der neue »Typ D L« ermöglicht das Einstellen einer

Europalette für zwei Fässer à 200 l hintereinander. Die Depots sind mit Flügeloder Schiebetüren ausgestattet. Alle Typen zur Fass- und IBC-Lagerung verfügen laut Hersteller über eine komfortable Innenhöhe und unterstützen eine effiziente wie sichere Beschickung mit Gabelstapler oder Hochhubwagen. Integrierte Einfahröffnungen machen die »Poly Safe«-Depots im leeren Zustand einfach und problemlos transportabel. Denios gewährt auf alle Modelle eine Herstellergarantie von fünf a Jahren.

SEMINAR

»Brandschutz im Brennpunkt 2017« [ FEUERTRUTZ ] Der bereits »12. Brandschutztag – Brand-

schutz im Brennpunkt 2017« findet am 21. September in Erwitte zusammen mit einer Live-Großbrandprüfung statt. Die Fachvorträge behandeln die bisherigen Erfahrungen und die neuen bauordnungsrechtlichen Regelungen zur Verwendung von Bauprodukten wie auch die aktuellen Änderungen der Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR).

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rei Jahre BauPVO – wo stehen wir und was wird noch kommen? Der erste Block der Veranstaltung beschäftigt sich mit den bisherigen Erfahrungen und den neuen bauordnungsrechtlichen Regelungen zur Verwendung von Bauprodukten. Der Umgang mit Abweichungen von europäisch harmonisierten Bauprodukten wirft immer wieder Fragen auf, das Seminar versucht hierzu Antworten

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zu geben. Neben den europäischen Regelungen greifen die Referenten ebenfalls die aktuellen Änderungen der MLAR auf. Neben Fachvorträgen werden im Rahmen einer Live-Großbrandprüfung typische Mängel und Abweichungen bei der Anwendung und Verwendung von Bauprodukten nachgestellt. Zu den Programmpunkten zählen folgende Referentenveranstaltungen: »Drei Jahre EU-BauPVO – Erfahrungen und aktuelle Entwicklung«, »Konkretisierungen von materiellen Anforderungen – ein Weg durch die MVV-TB«, »Europäisches Bauproduktenrecht im Spannungsfeld zu nationalem Baurecht«, »Abweichungen bei der Verwendung von europäisch harmonisierten Bauprodukten«, »MLAR, Stand 2016 – Was ändert sich in der Praxis bzw. immer wieder (k)ein Problem mit dem Funktionserhalt?«. Weitere Inforx mationen unter feuertrutz.de/brandschutztag

SICHERHEIT

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INITIAL TEXTIL SERVICE

PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNG (PSA)

ABSTURZSICHERUNG, HAUTSCHUTZ, GEHÖRSCHUTZ, SICHERHEITSSCHUHE, ARBEITSKLEIDUNG


VOR ORT

PSA-Fachtagung: Rettungskette zu Ende denken verhindert Absturz MatthIaS MERz

[ SpanSEt ] Ende Mai hat SpanSet zur Fachtagung »persönliche Schutzausrüstung gegen absturz« in das nürnberger praxiszentrum der BG Bau eingeladen. alltagsnahe theorie und anschauliche praxis-Vorführungen brachten 100 Fachleuten für arbeitssicherheit das neueste rund um die persönliche Schutzausrüstung näher. aber: Die vorgestellten Innovationen entfalten ihren nutzen nur in einem Gesamtkonzept, das die Rettungskette zu Ende denkt.

Falltests im Praxiszentrum demonstrierten die verkürzten Fallhöhen der neu entwickelten Verbindungsmittel.

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»Denken Sie die Rettungskette zu Ende.« Ralf Sonnenschein, BG Bau

as Unternehmen aus ÜbachPalenberg hat eine komplette Fachtagung der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz, kurz PSAgA, gewidmet und unter das Motto gestellt »Wir fangen Sie auf«. Und dann erklärt der Referent von der BG Bau gleich im ersten Vortrag: »Individuelle Schutzmaßnahmen sind nachrangig.« Niemand widerspricht. Die über 100 Teilnehmer, samt und sonders Fachleute in Sachen Arbeitsschutz, verstehen, was Ralf Sonnenschein zum Ausdruck bringt: Erstens kommt die Absturzsicherung, etwa

durch Abdeckungen oder Seitenschutz. Zweitens folgen kollektive Auffangeinrichtungen wie Netze, Schutzwände und Gerüste. Erst wenn eins und zwei nicht ausreichen oder aus der Arbeitssituation heraus untauglich sind, rückt die – nachrangige – PSAgA in den Vordergrund.

Akzeptable PSAgA, aber kein Rettungskonzept Aber auch mit der Schutzausrüstung ist »der Fall« längst nicht erledigt. Die alarmierenden Erfahrungen der Berufsgenossenschaft zeigen, dass Baustellen

SERVICE »DSL2« – »DSL2« (Dynamic Self-retracting Lanyard), ein neu konzipiertes Verbindungsmittel, soll die Vorteile von Höhensicherungsgeräten und Verbindungsmitteln mit Bandfalldämpfer kombinieren (die bauSICHERHEIT berichtete bereits in Heft 6/17, Seite 44). Es passt seine Länge nicht nur der jeweiligen Arbeitssituation flexibel an, sondern es verkürzt sich auch bei einem Sturz und fängt den Fallenden schnell und effektiv ab. – »DSL« lässt sich in voller Länge ausgezogen anschlagen, passt die Länge aber dann dennoch wie ein Autosicherheitsgurt der jeweiligen Arbeitssituation flexibel an. Das überschüssige Gurtband wird eingezogen und bei Bedarf wieder frei gegeben. Dieses Prinzip reduziert laut Hersteller die Gefahr des Verhakens und bietet dem Arbeiter gleichzeitig größtmögliche Bewegungsfreiheit.

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zwar oft mit akzeptabler PSAgA ausgestattet sind. Doch wenn man die Frage nach dem Rettungskonzept aufwirft, herrscht große Ratlosigkeit. Die Botschaft von Sonnenschein war demnach unmissverständlich: Wer Verantwortung trägt, muss den Notfall planen. Schon nach 15 Minuten im Auffanggurt drohen Ohnmacht, bleibende Schäden oder sogar der Tod des Abgestürzten. Selbst der sicher abgeseilte Mensch ist längst noch nicht außer Gefahr: Legt man ihn zu früh flach auf den Boden oder bettet man in fataler Unkenntnis seine Beine hoch, kann das zu Kreislaufkollaps und Herzschlag führen. »Denken Sie die Rettungskette zu Ende«, appellierte Sonnenschein. Dazu gehöre es auch, die Gesundheit der Helfer zu schützen.

Unverzichtbar: der schlüssige Plan Thomas Riegler, Fachkraft für Arbeitssicherheit in der Dillinger Hütte, berichtete aus der Praxis. Auch er widmete sich dem Gesamtkonzept Rettung und unter-

SICHERHEIT

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Bausicherheit / andreas Becherer (1)

strich, dass es längst nicht ausreiche, den Mitarbeitern Schutzausrüstungen auszuhändigen. »Unser Konzept setzt nicht bei dem an, was der Mitarbeiter machen soll. Vielmehr muss das Unternehmen vorarbeiten, indem es Stürze verhindert und einen Plan für die Maßnahmen im Falle eines Absturzes festlegt.« Zur unternehmerischen Verantwortung gehöre es selbstverständlich, die individuelle Kompetenz der Helfer regelmäßig zu schulen. Das Saarbrücker Unternehmen kann elf Höhenretter vorweisen, drei von ihnen durchlau-

www.matthiasmerz.com (7)

Rob Hinton, Höhensicherungsmanager bei SpanSet UK, präpariert sich für den Praxistest und legt die Verbindungsmittel an.

Das »SP-140« verkürzt die maximale Falldistanz um 0,65 m, selbst bei einer Prüfung mit 140 kg.

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fen derzeit eine Qualifikation zum Ausbilder. Montage- und Wartungsarbeiten in 10 m oder 20 m Höhe gehören bei Europas führendem Grobblechproduzenten zur Tagesordnung. Deshalb sieht das Dillinger-Konzept vor, dass immer drei Spezialisten im Werk und somit unverzüglich zur Stelle sind.

Neuentwicklungen für kürzere Fallstrecke »100 kg Prüfgewicht« – SpanSetSchulungsleiter und Anwendungstechniker Jörg Scheilen erläuterte Hintergründe und Bedeutung des Prüfgewichtes in Bezug auf Auffanggurt und Verbindungsmittel sowie die Auswirkungen auf den Anwender: Schwere Menschen benötigen nicht nur auf ihre Körpermaße abgestimmte Auffanggurte, sondern auch besonders angepasste Verbindungsmittel, die dieser Fallenergie gewachsen sind. Scheilen: »Bei 140 kg Körpergewicht verlängert sich sonst die

Länge der Fallstrecke über das maximal Erlaubte hinaus, und im Extremfall wird die Auffangkraft von 6 kN überschritten. Das kann dann ein gesundheitliches Problem werden.« Seit Beginn des Jahres hat SpanSet nach eigenen Angaben deshalb seine Verbindungsmittel überarbeitet. Sie erfüllen nun alle die Norm EN 355 auch für Anwender bis zu 140 kg Körpergewicht. Auch die Gefahr, dass die Anwender die Verbindungsmittel vertauschen, ist demnach damit beseitigt. Ein weiteres Problem ergibt sich bei den Sturzhöhenberechnungen, die davon ausgehen, dass der Nutzer sein 2-m-Verbindungsmittel vollständig ausnutzt und 100 kg wiegt. Aber was, wenn er leichter oder schwerer ist? SpanSet hat nach eigenen Angaben als einziger Anbieter von PSAgA verschiedene Sturzstrecken stufenweise für die Körpergewichte 60 kg bis 140 kg getestet. Die dabei ermittelten Werte sind Bestandteil der Ge-

»schwere menschen benötigen nicht nur auf ihre Körpermaße abgestimmte auffanggurte, sondern auch besonders angepasste Verbindungsmittel, die dieser Fallenergie gewachsen sind.« Jörg Scheilen, SpanSet-Schulungsleiter und Anwendungstechniker

SERVICE »Gotcha«-Rettungssystem Das Hängen im Auffanggurt nach einem Absturz kann ein Hängetrauma verursachen und binnen 15 Minuten durch die Behinderung der Blutzirkulation zur Ohnmacht oder gar zum Tode führen. Eine schnelle, sichere Rettung durch die eigenen Kollegen kann hierbei den Zeitverlust verringern. SpanSet bietet dafür sein »Gotcha«-Rettungssystem an. Damit kann die Rettung auch durch nur einen eingewiesenen Laien erfolgen. – Zum System »Gotcha Basic« gehört eine Teleskopstange. Damit erreicht man den Verunglückten, ohne selbst zu ihm herunterzuklettern. Die Stange verfügt über Das Rettungssystem »Gotcha« ist einfach zu handhaben, den Schnappverschluss »Frog«, der in für Laien geeignet und erfordert nur eine kurze den Haltepunkt des Auffanggurtes praktische Einweisung. einrastet. Der Abgestürzte wird durch Hochziehen oder Abseilen geborgen. Der Vorteil laut SpanSet: Helfer brauchen ihre sichere Position nicht zu verlassen. – Ist unmittelbarer Kontakt zum Verunglückten erforderlich, verspricht der Hersteller mit der »Gotcha Shark« eine Lösung. Der »Rope Rider« regelt die Abseilgeschwindigkeit des Retters. Das System stoppt den Vorgang automatisch bei Fehlbedienung und verhindert so, dass er wertvolle Zeit für die Bergung verliert. Der Retter sichert die abgestürzte Person und durchtrennt mit einem klingenlosen Drahtseilschneider das ausgelöste Verbindungsmittel. Dann folgt der kontrollierte, langsame Abstieg.

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VOR ORT

Thomas Riegler, Fachkraft für Arbeitssicherheit in der Dillinger Hütte

brauchsanweisungen und helfen dem Träger seinen individuellen Freiraum zu berechnen.

Praxistest simuliert Absturz und Rettung Mit dem Start der Praxistests am Nachmittag wurde klar, warum die Veranstaltung im mehrgeschossigen Praxiszentrum Nürnberg der BG Bau stattfand. Dort ist es indoor möglich, den Sturz vom Baugerüst zu simulieren und anschließend vorzuführen, wie man mit den richtigen Instrumenten einen »Ohnmächtigen« sicher auf den Boden bringt. Die Falltests mit den verschiedenen neuen Verbindungsmitteln haben den Teilnehmern gezeigt: SpanSet ist es gelungen, die Fallstrecke wirkungsvoll zu

Mehr als 100 Fachleute für Arbeitssicherheit konnte die SpanSet-Geschäftsleitung bei der BG Bau in Nürnberg begrüßen.

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Auffanggurt in V-Form für mehr Komfort bei Absturzsicherung [ MSA ] Mit der Einführung des neuen »V-Form«-Auffanggurts verspricht Hersteller MSA einen hochwertigen und innovativen Absturzsicherungsgurt mit vollem Komfort und einer Lebensdauer von zehn Jahren.

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er »V-Form«-Auffanggurt ist das erste Produkt der neuen V-Produktreihe und wurde nach dem bekannten »V-Gard«Schutzhelm benannt, den MSA im Jahr 1962 entwickelt hat und dem viele Millionen Nutzer weltweit vertrauen. Entwickelt, um eine komfortable, leichte und einfache Nutzung zu gewährleisten, kombiniert der »V-Form«-Auffanggurt laut Hersteller Einfachheit mit Sicherheit. Der Auffanggurt kann

MSA

»Das Unternehmen muss vorarbeiten, indem es Stürze verhindert und einen Plan für die Maßnahmen im Falle eines Absturzes festlegt.«

verkürzen. Möglich macht das unter anderem die Neuentwicklung »DSL2« (siehe auch Service-Kasten »DSL2«, Seite 42). Im Fall eines Sturzes zieht sich das Gurtband des Verbindungsmittels blitzschnell ein und reduziert in Verbindung mit dem neu entwickelten Bandfalldämpfer die Fallhöhe deutlich. Dadurch wird der Stürzende frühzeitig aufgefangen. Selbst bei einem Testgewicht von 140 kg lässt sich die Fallstrecke so um mehr als einen Meter verkürzen. Wie aber geht es weiter, wenn der Verunglückte im Seil hängt? Zur anschaulichen Klärung dieser Frage zeigten Jörg Scheilen und Rob Hinton (Höhensicherungsmanager im Hause SpanSet UK), wie man in wenigen Minuten einen Abgestürzten mit dem »Gotcha«-Rettungssystem in Sicherheit bringt. Das System wird in zwei Ausführungen angeboten (siehe Service-Kasten »›Gotcha‹Rettungssystem«, Seite 43). Spätestens nach der »Gotcha«-Demonstration war den Zuschauern klar, dass SpanSet den Titel seiner Fachtagung »Wir fangen Sie auf« nicht nur wörtlich genommen, sondern auch noch erweitert hat. Vollständig hätte es heißen müssen: »Wir fangen Sie auf – und lassen Sie anschließend nicht lange hängen.« a

»Wir möchten gewährleisten, dass unsere Sicherheitslösungen für zahlreiche Nutzer verfügbar sind und haben daher ein Produkt entwickelt, das die MSA-Standards zu einem erschwinglichen Preis anbietet.« Alastair Hogg, Direktor Vertrieb Absturzsicherungen und Geschäftsentwicklung, international

sicher an- und schnell abgelegt werden. Ein intuitives Design stellt richtiges Anlegen sicher. Der »V-Form«-Auffanggurt ist in drei Versionen mit Drei- oder Fünfpunkteinstellung erhältlich und verfügt über eine Anzeige, die nach einem erfolgten Sturz warnt, sowie einen Unterbeckengurt für gleichmäßigere Gewichtsverteilung. Er ist zertifiziert für eine Tragkraft von 140 kg, hat eine Lebensdauer von zehn Jahren und ist laut Hersteller komfortabel zu tragen, um den ganzen Tag darin zu arbeiten. a

Der »V-Form«-Auffanggurt ist in drei Versionen mit Drei- oder Fünfpunkteinstellung erhältlich, ist zertifiziert für eine Tragkraft von 140 kg und hat eine Lebensdauer von zehn Jahren.

SICHERHEIT

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Berufsrisiko Hautkrebs: Wie Bau-Profis sich schützen sollten

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iner hohen UV-Belastung sind vor allem Bauarbeiter ausgesetzt: In der vom Institut für Arbeitsschutz der deutschen gesetzlichen Unfallversicherungen (IFA) erhobenen »Top Ten« der Berufe mit der höchsten UVStrahlenbelastung befinden sich allein acht aus dem Baugewerbe. Sonnenschutz wäre für die Angehörigen dieser Branchen eigentlich oberstes Gebot, doch sind in den Sommermonaten wieder viele Bauarbeiter mit freiem Oberkörper zu sehen. Die Unfallversicherung rechnet bis 2020 jährlich mit einem finanziellen Mehraufwand von rund 20,5 Mio. Euro.

DAS UNTERNEHMEN

Deb Stoko gehört nach eigenen Angaben zu den weltweit führenden Unternehmen für beruflichen Hautschutz und Handhygiene mit dem Ziel, berufsbedingte Hautkrankheiten und die Verbreitung von Infektionen weltweit zu bekämpfen. Mit der Aktion »Jede Hand zählt bei der Arbeit« unterstützt das Unternehmen Firmen und Organisationen, die ihre Mitarbeiter bestärken möchten, der Gesundheit ihrer Haut die angemessene Bedeutung beizumessen. Deb engagiert sich zudem in Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Organisationen und Präventionsbeauftragten, um das Thema berufliche Hautkrankheiten in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. Hauterkrankungen stellen eine der häufigsten berufsbedingten Krankheiten in Deutschland dar.

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Für viele Bauarbeiter gehört der freie Oberkörper zur Berufskleidung wie der gelbe Schutzhelm. Wer in der Hitze arbeitet, der schwitzt, und der Verzicht auf ein Hemd verschafft wenigstens etwas Linderung. Dass man zudem schön braun wird, wenn man sich acht Stunden lang im Freien aufhält, wird als schöner Bonus angesehen. Eincremen kommt für viele Arbeiter nicht in Frage. Tatsächlich gehen Bauarbeiter damit ein hohes Risiko ein, an Hautkrebs zu erkranken. Der zeigt sich nicht unmittelbar, oft dauert es mehrere Jahre, bevor die Veränderungen im Hautbild sichtbar werden. Die Ergebnisse erster UV-Messungen mit sogenannten Dosimetern sind erschreckend: Kanalbauarbeiter sind im Jahr durchschnittlich einer Belastung ausgesetzt, die dem 581-fachen jener Dosis entspricht, die einen Sonnenbrand verursacht.

und sicherzustellen, dass wirklich alle jederzeit im Schatten arbeiten. Eine andere Möglichkeit ist die entsprechende Organisation des Arbeitstages: So sollte während der besonders strahlungsintensiven Mittagszeit am besten pausiert oder der Betrieb in weniger stark sonnenbeschienene Bereiche verlegt werden. Später am Tag anzufangen und dafür abends länger zu machen, ist eine weitere Option.

Schutzkleidung vor Sonnencreme Als nächstes greift der persönliche Sonnenschutz, und zwar zuerst durch das Tragen geeigneter Kleidung. Exponierte Körperteile – Gesicht, Arme, Schultern, Rücken, aber auch die Augen – sollten stets bedeckt sein. »Schatten und Kleidung bieten immer noch den effektivsten Schutz gegen

www.EfrEn.DE

[ DEb Stoko ] Hautkrebs ist mit jährlich rund 240 000 neuerkrankungen die am häufigsten auftretende krebsart. In mehr als 80 % der fälle ist UV-Strahlung die Ursache. besonders betroffen sind Menschen, die viel im freien arbeiten. Um dem erhöhten risiko rechnung zu tragen, wurden bestimmte formen des weißen Hautkrebs 2015 in Deutschland in die Liste der berufskrankheiten aufgenommen.

»Die Eigenschutzzeit eines sehr hellhäutigen Menschen beträgt bei Sonnenhöchststand nur etwa fünf bis zehn Minuten.« Dr. Wolfgang Röcher, Scientific Communications Manager von Deb Stoko

UV-Strahlung«, weiß Dr. Wolfgang Röcher, bei Deb Stoko für die wissenschaftliche Kommunikation verantwortlich. Erst danach kommen Sonnencremes zum Einsatz, die ebenfalls guten Schutz bieten. Damit sie den gewünschten Effekt erzielen, müssen der Lichtschutzfaktor (LSF) beachtet und das regelmäßige Erneuern der Schutzschicht mit der ausreichenden Menge an Sonnenschutz sichergestellt

Schatten schützt am besten vor Sonnenbrand Geeigneter Sonnenschutz erstreckt sich über mehrere Stufen und bindet sowohl technische wie organisatorische Maßnahmen ein, bevor er den einzelnen Bauarbeiter persönlich in die Verantwortung nimmt. Sonnensegel oder sonstige Schutzdächer bieten Schutz, haben aber den Nachteil, dass sie lokal meist nur beschränkt eingesetzt werden können: Es ist unmöglich, eine komplette Baustelle abzudecken

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werden. Wolfgang Röcher: »Der LSF gibt an, wie viel länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies mit der jeweils individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre. Die Eigenschutzzeit ist vom Hauttyp abhängig. Die Eigenschutzzeit eines sehr hellhäutigen Menschen beträgt bei Sonnenhöchststand nur etwa fünf bis zehn Minuten.«

Aktionstag »Rette Deine Haut«: Info zum Schutz vor UV-Strahlen [ BG BAU ] Weißer Hautkrebs

durch UV-Strahlen ist die häufigste Berufskrankheit. Wie man sich im Freien schützt hat die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) bei einem Aktionstag im Bau-ABC rostrup in Bad zwischenahn informiert.

BG BAU / SHAHnAz TAHerI

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Mit »Stokoderm Sun Protect 50 Pure« hat Deb Stoko eine Sonnenschutzcreme auf den Markt gebracht, die mit Lichtschutzfaktor 50, Schutz vor UV-Strahlung wie auch vor künstlichen UV-C-Strahlen bietet. Darüber hinaus verspricht sie sehr gute Gebrauchseigenschaften: Die Creme ist wasserfest und schweißresistent, wirkt feuchtigkeitsspendend und ist silikon-, parfüm- sowie farbstofffrei. Wird sie 15 bis 20 Minuten vorher auf alle offen liegenden Hautstellen aufgetragen und regelmäßig erneuert, bietet sie laut Hersteller optimalen Schutz. Idealerweise sollte sie zusätzlich zu schützender Kleidung verwendet werden.

Sonnencreme richtig auftragen Das bedeutet auch, dass der Schutz, den Sonnencremes bieten, nicht ewig hält. Der Lichtschutzfaktor hängt zudem mit der Dicke der aufgetragenen Cremeschicht zusammen. Experten raten, sich immer zweimal einzucremen, um die erforderliche Menge aufzutragen und wirklich alle Körperstellen zu schützen. Das größte Hindernis für die Hautkrebsvorsorge am Bau ist aber nach wie vor die Einstellung der Bauarbeiter: Es gilt, sie mit regelmäßiger Aufklärung, aber auch der Bereitstellung der geeigneten Maßnahmen zu unterstützen. a

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»Der Arbeitsschutz soll als Selbstverständnis im alltäglichen Handeln etabliert werden.« Prof. Dipl.-Ing. Frank Werner, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG Bau

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onnenschein macht Laune – und wird gebraucht, etwa zur Bildung von Vitamin D für Knochen und Gewebe. Doch zu viel Sonne schadet Haut und Augen und kann sogar Krebs auslösen. Durch ultraviolette (UV) Strahlung verursachter Hauttumor war 2016 die am häufigsten angezeigte Berufskrankheit in der Baubranche. In dem Ausbildungszentrum haben Fachleute der BG Bau den Baunachwuchs mit praktischen Aktionen angesprochen und gezeigt, wie man sich schützen kann. »Damit soll das Bewusstsein für Gefahren durch natürliche UV-Strahlung und notwendige Schutzmaßnahmen gefördert werden«, sagte Professor Frank Werner, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG Bau.

UV-Strahlen schädigen Haut und Erbmaterial Eine zu hohe Dosis an UV-Strahlen kann bei Menschen zu ausgeprägten Hautschäden führen. Wenn die Strahlen entsprechend langfristig einwirken, wird das Erbmaterial der menschlichen Zellen geschädigt und es entsteht Hautkrebs, so die BG Bau. Zudem können das Immunsystem und die körpereigene Tumorkontrolle beschädigt werden. Die häufigste Erkrankung ist der weiße Hautkrebs (Plattenepithelkarzinom oder multiple aktinische Keratose). Weniger verbreitet, aber bösartiger noch als der wei-

ße Hautkrebs ist schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom). Laut Deutscher Krebsgesellschaft erkranken in der Bundesrepublik jährlich 21 000 Menschen am schwarzen Hautkrebs. Anzeichen des sehr häufigen weißen Hautkrebses sind kleine gerötete und schuppende Flecken auf einer verdickten Hornschicht. Deutschlandweit erkranken laut Stiftung Deutsche Krebshilfe jährlich rund 90 000 Menschen an Plattenepithelkarzinomen. Besonders gefährdet sind Personen, die im Freien arbeiten, besonders Beschäftigte der Bauwirtschaft, wie Straßenbauer oder Dachdecker. Das konnte das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung kürzlich belegen. Allein im Jahr 2016 wurden der BG Bau fast 2 700 neue Verdachtsanzeigen der Berufskrankheit »weißer Hautkrebs« gemeldet. Außerdem schädigen zu viele UV-Strahlen auch die Augen. Kurzfristig kann es zu Entzündungen der Binde- und Netzhaut kommen. Bei jahrzehntelanger Einwirkzeit kann auch eine Linsentrübung, ein »Grauer Star«, entstehen und zur Erblindung führen.

Aktionstag soll Bewusstsein schärfen Wie das IFA betont, haben viele Studien gezeigt, dass bei den Beschäftigten oft das Bewusstsein für die Gefährdung fehlt. Deshalb ist der Aktionstag Teil des Präventionsprogramms »Bau auf Sicherheit. Bau auf Dich« der BG Bau. »Der Arbeitsschutz soll als Selbstverständnis im alltäglichen Handeln etabliert werden«, betonte Professor Werner. Der Fokus des Programms liege auf dem individuellen Verhalten der Beschäftigten. Und die Aufklärung über die Folgen solarer UV-Strahlung sollte aus Sicht der BG Bau so früh wie möglich und schon beim Branchennachwuchs beginnen. Die Arbeitgeber stehen in der Pflicht, Gefährdungsbeurteilungen vorzunehmen und bei Bedarf technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten festzulegen und umzusetzen. SICHERHEIT

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Wer den weißen Hautkrebs vermeiden will, sollte verschiedene Maßnahmen ergreifen. Etliche davon werden von der BG Bau bezuschusst.

»Bei den notwendigen Maßnahmen liegt der Vorrang auf technischen Lösungen, wie das Beschatten von Arbeitsplätzen«, so Professor Werner. Hierfür können etwa Sonnensegel, Sonnenschutzzelte oder spezielle Sonnenschirme dienen. Außenarbei-

Allein im Jahr 2016 wurden der BG Bau fast 2 700 neue Verdachtsanzeigen der Berufskrankheit »weißer Hautkrebs« gemeldet.

ten sollten in den sonnenintensivsten Zeiten – im Hochsommer zwischen 11 Uhr und 15 Uhr – ausschließlich gut geschützt ausgeführt und Pausen nur im Schatten gemacht werden. Persönlicher UV-Schutz bedeutet kopf- und körperbedeckende Kleidung aus dicht gewebtem Material, also langärmelige Hemden und lange Hosen. Außerdem müssen Kopf, Nacken

Fünf neue Berufskrankheiten anerkannt [ dGuV ] Anfang Juli hat der Bundesrat einer Änderung der

Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) zugestimmt. das teilt die deutsche Gesetzliche unfallversicherung in ihrem newsletter »dGuV Kompakt« mit.

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amit werden aktuell fünf Krankheiten neu in die »Anlage 1« zur Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) aufgenommen. Die Anpassung trägt neuen medizinischwissenschaftlichen Erkenntnissen des Ärztlichen Sachverständigenbeirats »Berufs-

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krankheiten« (ÄSVB) beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Rechnung und soll seit August in Kraft sein. Zu den neu aufgenommenen Krankheiten gehört Harnblasenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). PAK entstehen arbeitsbedingt

und Ohren bedeckt sein, denn der weiße Hautkrebs tritt zu fast 87 % in der Kopf-Hals-Region und zu fast 8 % an Armen und Beinen auf. Außerdem sollten Sonnenbrillen mit UV-Schutz nach der Norm EN 166 und EN 172 mit seitlicher Abschirmung genutzt werden. Auf alle Körperregionen, die nicht mit Textilien geschützt werden können, wie beispielsweise

Handrücken oder Gesicht, müssen alle zwei Stunden UV-Schutzcremes mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 aufgetragen werden. Beim Kopfschutz, insbesondere Helme mit UV-Schutz und individuellem Sonnen- und Hitzeschutz, fördert die BG Bau einen ganzen Warenkorb an Maßnahmen zur Prävention mit ihren Arbeitsschutzprämien. a

vor allem in Kokereien und Teerraffinerien, in der Elektrographitindustrie, im Straßenbau sowie bei der Schornsteinreinigung. Weiterhin wurden zwei Berufskrankheiten erweitert: Die Berufskrankheit Nummer 4113 (Lungenkrebs durch PAK) um die Erkrankung »Kehlkopfkrebs« und Berufskrankheit 4104 (Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs in Verbindung mit Asbest) um »Eierstockkrebs«. Als Berufskrankheiten kommen nur Erkrankungen in Frage, die nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft durch besondere Einwirkungen verursacht sind, denen bestimmte Personengruppen durch ihre Arbeit in erheblich höherem Maß als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind. Liegt eine Berufskrankheit vor, besteht das vorrangige Ziel der gesetzlichen Unfallversicherung darin, mit allen geeigneten Mitteln die Folgen der

Erkrankung zu mildern und eine Verschlimmerung zu vermeiden. a

RAineR StuRm / pixelio.de

Technische Lösungen und persönlicher Schutz

2 700 Verdachtsfälle BG BAu / tHomAS lucKS

Auch darauf hat die BG Bau hingewiesen. Hilfreich beim Festlegen der nötigen Schutzmaßnahmen sind die vorhergesagten Werte für den UV-Index. Er gibt die sonnenbrandwirksame solare Bestrahlungsstärke an. In Deutschland ist zwischen April und Oktober mittags ein Index zwischen fünf und acht üblich. Ohne Schutz geht dann gar nichts. Der UV-Index wird in den Wettervorhersagen angegeben und kann online aktuell abgerufen werden.

Zu den neu aufgenommenen Krankheiten gehört Harnblasenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). PAK entstehen arbeitsbedingt auch im Straßenbau.

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Bluetooth ermöglicht Kommunikation trotz Gehörschutz

D »Mit Sync Wireless können Mitarbeiter, die in lauter Umgebung auf ihr Smartphone angewiesen sind oder mit ihren Kollegen bzw. Vorgesetzten in Verbindung bleiben müssen, ohne Sicherheitseinbußen in Verbindung bleiben und produktiv arbeiten.« Nimil Nelson David, Produktmanager Gehörschutz EMEAI, Honeywell Industrial Safety

ie neuen »Howard Leight Sync Wireless«-Kapselgehörschützer integrieren drahtlose Bluetooth-Technologie, sodass Mitarbeiter telefonieren, eine Verbindung mit Kollegen aufbauen, Anweisungen erhalten und Aufgaben ausführen können, ohne in gefährlich lauter Umgebung auf ihren Gehörschutz zu verzichten. »Lärminduzierter Gehörverlust stellt im industriellen und gewerblichen Bereich ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Es ist also von entscheidender Bedeutung, dass die Mitarbeiter ihren Gehörschutz niemals abnehmen«, sagt Nimil Nelson David, Produktmanager Gehörschutz EMEAI, Honeywell Industrial Safety. Dies gelinge mit »Sync Wireless«, weil Mitarbeiter, die in

HoneyWell

[ HoneyWell ] Honeywell präsentiert einen neuen Gehörschutz mit integrierter Bluetooth-Technologie. Damit können Mitarbeiter telefonieren, während ihr Gehör im lärmbereich weiterhin geschützt wird.

Mit integrierter Bluetooth-Funktion wird der Gehörschutz zum Telefon oder Funkgerät: Die integrierte Technologie für das Lautstärkemanagement begrenzt die Leistung tragbarer Audiogeräte auf 82 dB und die Luftstromsteuerungstechnik optimiert die Rauschunterdrückung auf allen Frequenzen bis SNR 32 dB. Der Akku erlaubt mehr als 16 Stunden Laufzeit (Anbieterangabe).

lauter Umgebung auf ihr Smartphone angewiesen sind oder mit ihren Kollegen bzw. Vorgesetzten in Verbindung bleiben müssen, ohne Sicherheitseinbußen in Verbindung bleiben und produktiv arbeiten könnten, so David. Die Headsets verbinden sich drahtlos über Bluetooth 4.1 mit den meisten Smartphones und verfügen über ein Bügelmikrofon, damit die Anwender Anrufe beantworten und gut verständlich telefonieren können, ohne das Telefon aus der Tasche nehmen zu müssen. Auf Grund der Drahtlostechnologie entfallen Leitun-

gen und Kabel, durch die ansonsten Stolper- und Rutschgefahren sowie das Risiko von Handverletzungen steigen. Das ergonomische Design bietet laut Hersteller eine einfache Bedienung mit Lautstärketasten und blinkenden Farbleuchten, die verschiedene Einstellungen anzeigen. »Ein Headset abzunehmen, um einen Anruf zu beantworten, schafft Sicherheitsrisiken«, ergänzt Nimil Nelson David. Honeywell arbeite intensiv daran, neue Technologien anzupassen, damit Anwender stets verbunden und sicher bleiben. a

Angebot für den Arbeitsschutz ausgebaut [ WolFF ] Der Werkzeughersteller Wolff hat sein Produktsortiment optimiert

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as lediglich 500 g wiegende Überdruck-Atemschutzgerät »Clean Space« ermöglicht laut Hersteller ein müheloses und komfortables Arbeiten mit Filtrationsleistung P3 für maximalen Schutz am Arbeitsplatz. Das Gerät kann einfach gereinigt werden und ist wartungsfrei, die Betriebsdauer beträgt bis zu acht Stunden. a

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MarK nolan

und im Bereich arbeitsschutz erweitert: neu im Sortiment sind die Knieschoner »200 Pro« sowie das atemschutzgerät »Clean Space«. Mit diesen artikeln möchte Wolff den Bereich arbeitsschutz vermehrt abdecken.

Das Atemschutzgerät »Clean Space« wiegt nur 500 g, der Akku muss mit einer Betriebsdauer von acht Stunden nicht gewechselt werden während einer Schicht.

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[ 3M ] gehörschutz und kommunikationsgerät in einem: Der

neue »3M Pletor Ws liteCom Pro iii« verspricht mit programmierbarem analog-/Digital-Funkgerät sowie neuer bluetooth-Funktion maximale Flexibilität für den anwender. Die niveauabhängige elektronische regelung soll ebenfalls zu mehr sicherheit und bedienkomfort beitragen.

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ie neue Generation der Headset-Serie vereint laut Hersteller die heute gängigen Kommunikationsstandards erstmals in einem Gerät. Der Gehörschutz mit integriertem analogem und digitalem Funkgerät (nach DMRStandard) ermöglicht die ZweiWege-Kommunikation und lässt sich einfach in vorhandene Funksysteme eingliedern. Dank der neuen Bluetooth-Schnittstelle

mit Multipoint sind ebenfalls simultane Anschlüsse möglich. Über elektronisch geregelte Außenmikrofone können wichtige Umgebungsgeräusche wahrgenommen werden und der Anwender kann mit umstehenden Menschen kommunizieren, ohne dabei auf die Gehörschutzfunktion zu verzichten.

Hoher Bedienkomfort Der Hersteller verspricht komfortable Features, vom hohen Tragekomfort bis zur intuitiven Menüführung mit Sprachauswahl. Die sogenannte »Vox«-Funktion aktiviert das integrierte Mikrofon, sobald der Träger zu sprechen

3M / Ola DaMberg

Analog und digital kommunizieren ohne Verzicht auf Gehörschutz

Das neue »3M Peltor WS LiteCom Pro III« vereint analoge und digitale Funktechnik sowie die Möglichkeit der Kommunikation per BluetoothStandard in einem Gerät.

beginnt. Der aufladbare Li-IonAkkupack hat genug Energiereserven für den Arbeitstag, zudem informiert eine Ladezustandsansage über den Status des Akkus.

Für Bauwesen geeignet Das neue »Peltor WS LiteCom ProIII«-Headset mit seinen vielfältigen Optionen zur Funkkommunikation in lärmbelasteten Umgebungen ist geeignet für den Einsatz in Industrieumgebungen und im Bauwesen, wo sowohl die Freisprechkommunikation als auch ein wirksamer Gehörschutz erforderlich sind. Das Headset entspricht den der PSA-Richtlinie 89/686/EWG und der RED-Richtlinie 2014/53/EU. a

DAS UNTERNEHMEN Der Multitechnologiekonzern 3M wurde 1902 in Minnesota (USA) gegründet und zählt heute nach eigenen Angaben zu den innovativsten Unternehmen weltweit. 3M ist mit mehr als 90 000 Mitarbeitern in 200 Ländern vertreten und erzielte 2016 einen Umsatz von über 30 Mrd. US-Dollar. Das Portfolio von 3M umfasst mehr als 50 000 Produkte für fast jeden Lebensbereich. 3M hält über 25 000 Patente und macht rund ein Drittel seines Umsatzes mit Produkten, die weniger als fünf Jahre auf dem Markt sind.

Original Wohltat Knieschoner … 3M / FreDrik MårtensOn

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Mit dem neuen Headset kann der Anwender mit umstehenden Menschen kommunizieren, ohne dabei auf die Gehörschutzfunktion zu verzichten.

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www.nierhaus-knieschoner.de

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Insta-Mold erlaubt dank seiner besonderen Mischung eine schnelle aushärtung binnen fünf bis zehn Minuten. das silikon macht es deshalb möglich, otoplastiken – individuell angepassten Gehörschutz – vor ort im jeweiligen Einsatzbetrieb her- und fertigzustellen. Hier setzt der in der schweiz ansässige anbieter 2pluxx mit einem für unternehmen interessanten Konzept an. dabei muss ein Mitarbeiter seinen arbeitsplatz lediglich für nur rund 15 Minuten verlassen und nach maximal ein bis zwei stunden ist dann sein individuell angepasster Gehörschutz fertig.

VERBAND VOR ORT

Technischer Handel nimmt neue PSA-Verordnung unter die Lupe [ vtH ] die Fachgruppe »persönliche schutzausrüstungen«

(FG psa) im vtH – verband technischer Handel hat sich bei einem führenden psa-Hersteller über neuerungen der psa-verordnung informiert. dabei ging es um neuerungen bei schutzhandschuhen sowie beim Gehörschutz, die aus dem Inkrafttreten der europäischen psa-verordnung und der neuen dIn En 388:2017-01 resultieren. Hintergrund ist der anspruch der in der Fachgruppe vereinten arbeitsschutzfachhändler, ihre Kunden in Industrie, Handwerk und Kommunalwirtschaft besser als jeder andere lieferant zu beraten.

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ei KCL in Eichenzell nahe Fulda, zum Konzern Honeywell gehörend, besuchten die PSAExperten das europaweit größte Labor im Handschuhbereich. Im

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Insta-Mold-Produkte sind CEzertifiziert und gemäß EN 352-2 konform als Gehörschutz. InstaMold ist besonders flexibel in der Herstellung, es unterliegt wie jede Otoplastik den anatomischen Veränderungen des individuellen Ohres. Die erwartete Lebensdauer von Insta-Mold-Gehörschutz liegt im Bereich von drei Jahren. Insta-Mold-Silikone sind in elf Farben und in einer »glowin-the-dark«-Version verfügbar. Unifarben, zwei- oder dreifarbige Kombinationen sind möglich. Insta-Mold wird in Europa von 2pluxx aus der Schweiz angeboten, um innerbetrieblich ein firmeneigenes Gehörschutzprogramm für Mitarbeiter zu ermöglichen. Die Materialkosten sind nach Anbieterangaben so be-

rechnet, dass für die Unternehmen dank Insta-Mold Kostenvorteile entstehen.

Kontrollgruppe In einem ersten Schritt besucht 2pluxx ein Unternehmen und stattet eine Kontrollgruppe mit Gehörschutz aus. Die Gruppe beläuft sich auf mindestens 25 % der Belegschaft, maximal 200 Personen. Nachdem die Gruppe ausgestattet wurde, findet ein Training mit einer qualifizierten Person aus dem Unternehmen

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[ 2pluxx ] das Zweikomponentensilikon

Insta-Mold – 2pluxx

Zeit und Geld sparen bei individuell angepasstem Gehörschutz

Beim zu Honeywell gehörenden Unternehmen KCL in Eichenzell bei Fulda haben sich die PSA-Experten das europaweit größte Labor im Handschuhbereich angesehen und sich über neue Anforderungen im Gehörschutz ausgetauscht.

Austausch mit Florian Stolz, Verkaufsleiter D-A-CH bei Honeywell Safety Products, erörterte die FG PSA die wichtigsten Veränderungen, die mit der ab April 2018 verbindlich anzuwendenden PSA-Verordnung einhergehen. Dazu zählt die Höherstufung des Gehörschutzes in die Risikokategorie 3: Der Schutz gegen die schädlichen Auswirkun-

gen von Lärm wird von der neuen Verordnung offiziell als irreversible Gesundheitsgefahr anerkannt. Dies stellt höhere Anforderungen an die PSA-Hersteller – aber auch die Anbieter von Persönlichen Schutzausrüstungen: Diese müssen zukünftig kontrollieren, ob die Ware qualitätsgesichert und entsprechend gekennzeichnet ist sowie über die not-

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Strickmaterial statt Leder für mehr Tragekomfort [ AS ArBeitSSchUtz ] Die Anforderungen an den modernen Arbeitsschutzhandschuh gehen mittlerweile über die reine Funktionalität hinaus. Dem will jetzt AS Arbeitsschutz mit dem handschuh »8800 – Flexible Fit« der marke »nitras« rechnung tragen.

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Die bereits mit dem Gehörschutz ausgestattete Kontrollgruppe ermöglicht dann Unternehmen, den selbst hergestellten Gehörschutz mit dem von 2pluxx bezüglich Qualität und Lebensdauer zu vergleichen. Und hier ist man bei 2pluxx davon überzeugt, mit dem betriebseigenen InstaMold-Gehörschutz nicht nur mit günstigeren Konditionen als bisherige Laborotoplastiken punkten zu können. x

wendigen Bescheinigungen verfügt.

Beratungskompetenz und Dienstleistungen Der VTH ist der Fach- und Berufsverband von rund 300 Großhändlern für industriellen und technischen Bedarf im deutschsprachigen Raum. In ihrer Mitgliederversammlung hat die FG PSA unter dem Vorsitz von Wolfgang Möwius (Firma Möwius, Hamburg) und im Beisein von VTH-Hauptgeschäftsführer Thomas Vierhaus beschlossen, die Beratungsqualität im Arbeitsschutzfachhandel durch die Aus- und Fortbildung »Geprüfter Fachberater für Persönliche Schutzausrüstungen« weiter voranzubringen. Die Fortbildung wird zusammen mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und weiteren Partnern im Arbeitsschutzbereich angeboten. a

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michAel hilgerS

Qualität und Lebensdauer

Der anpassungsfähige »8800 – Flexible Fit« von »Nitras« eignet sich durch seine schaumhaltige Spezialbeschichtung laut Hersteller für grobe und feine Handwerksarbeiten.

ie Einkäufer des technischen Handels orientieren sich immer häufiger weg vom klassischen Leder- und hin zum flexiblen Mechanikerhandschuh. Die »Nitras 8800 – Flexible Fit«-Handschuhe sind laut Hersteller die Allrounder im SchutzhandschuhSegment. Strapazierfähiges Trägermaterial und eine abriebfeste Beschichtung qualifizieren sie für eine lange Einsatzdauer. Ob Gerüstbauer, Dachdecker, Maurer, Boden- oder Fliesenleger – anspruchsvolle Hand-

werksarbeit bedarf nicht nur der geeigneten Geräte und Werkzeuge, sondern auch passender Arbeitsschutzprodukte. Der klassische Lederhandschuh bekommt in den letzten Jahren immer größere Konkurrenz von flexiblen, gestrickten Handschuhen, die sich der Form der Hand anpassen.

Gründe für den Wandel Strickhandschuhe können laut Hersteller mit unterschiedlichsten Beschichtungen ausgeliefert werden, die passgenau auf die jeweils zu verrichtende Arbeit zugeschnitten sind. Maschinell hergestellte Strickhandschuhe sind waschbar und versprechen bei der Fertigung Vorteile gegenüber dem Naturprodukt Leder. Ein weiteres Merkmal moderner Mechanikerhandschuhe ist die Passgenauigkeit und die einhergehende Fingerfertigkeit. Der anpassungsfähige »Nitras 8800 – Flexible Fit« eignet sich durch seine schaumhaltige Spezialbeschichtung laut Hersteller für grobe und feine Handwerksarbeiten. Die hohe Abriebfestigkeit ermöglicht mehrere Einsätze vor Ort. a

Vielseitiger Allrounder [ Wilhelm Fitzer ] Jeder dritte Betriebsunfall führt zu einer Finger-, hand- oder Unterarmverletzung. mit innovativen und qualitativ einwandfreien wie auch zertifizierten Arbeitshandschuhen der marke »Pro Fit« will das Unternehmen Wilhelm Fitzner den wirksamen und nachhaltigen Schutz der hände unterstützen. Der Arbeitshandschuh »hit 091« ist beispielsweise ein vielseitiger Allrounder des Unternehmens aus Preußisch Oldendorf.

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er Arbeitshandschuh »Hit 091« wurde für den Einsatz in den Bereichen Bau, Werkstatt, Montage, Lager und Logistik entwickelt. Der nahtlose Feinstrickträger mit Strickbund aus Polyamid und Spandex ist mit einer Nitrilschaum-Beschichtung in der Handinnenfläche bis zur Fingerkuppe ausgestattet und in sieben verschiedenen Größen erhältlich. Und ganz gleich, ob man »richtig anpacken« muss oder filigrane Arbeiten mit Feingefühl zu erledigen hat, der Handschuh verspricht wie eine zweite Haut einen besonders hohen Tragekomfort sowie ein sehr gutes Tastgefühl. Da der Handschuh at-

Wilhelm Fitzner

statt, die künftig den unternehmenseigenen Gehörschutz im eigenen Betrieb fertigen wird. Die Ausbildung beinhaltet in Theorie und Praxis wie eine korrekte Ohrabformung erstellt wird. »Vorzugsweise bilden wir einen Betriebsarzt oder eine Betriebskrankenschwester aus. Es kann aber auch der Sicherheitsverantwortliche des jeweiligen Betriebes sein. Natürlich können auch Akustiker jederzeit einen InstaMod-Gehörschutz herstellen«, sagt 2pluxx-Geschäftsführer Patrick Keller.

Der Arbeitshandschuh »Hit 091« ist atmungsaktiv und nach Ökotex 100 zugelassen.

mungsaktiv und nach Ökotex100 zugelassen ist, punktet er auch im Dauereinsatz mit hautfreundlichen Eigenschaften. Nicht nur trockene, sondern auch ölige, fettige oder leicht feuchte Umgebungen hat der nach EN 388 zertifizierte Arbeitshandschuh »Hit 091« im Griff. x

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[ Steitz Secura ] umknicktraumen führen zu bedeutenden Fehlzeiten durch krankheitsausfälle. Wirken unkontrollierte kraftspitzen auf den Fuß, kann das ursache sein für knie-, rücken-und Fußbeschwerden. Hersteller Steitz Secura hat das Problem erkannt und fordert einen »elchtest« für Sicherheitsschuhe.

Beim Barfußlaufen wird die Achillessehne vor dem Bodenkontakt der Ferse angespannt und verliert schlagartig die Spannung. Schuhe können die sogenannte Winkelgeschwindigkeit (Pronationsgeschwindigkeit) beim Auftreten beschleunigen. Das Ergebnis ist dann eine deutliche Drehung im Kniegelenk.

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m zeitlichen Vergleich seiner Evolution schützt der Mensch erst seit kurzem seine Füße mit Schuhen. Darin liegt die Crux: Im Grunde ist der Fuß des Menschen mit seinem komplexen Aufbau noch nicht an die »Verpackung« gewöhnt, schreibt der Hersteller in einer Mitteilung. Die erzwungene und kaum zu variierende Haltung in einem herkömmlichen Schuh beeinflusst die natürliche Bewegung des Fußes. Bei jedem natürlichen Schritt wird die Achillessehne vor dem Bodenkontakt der Ferse angespannt und verliert schlagartig die Spannung. Jeder Schuh, der diesen Bewegungsablauf nicht in seiner Konstruktion berücksichtigt, beschleunigt dabei die sogenannte Winkelgeschwindigkeit (Pronationsgeschwindigkeit)

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beim Auftreten. Ergebnis: Eine deutliche Drehung im Kniegelenk. Dieser Ablauf wird bei jedem Schritt und damit mehrere tausend Mal am Tag wiederholt. Hochgerechnet auf Jahre kann sich auch der medizinische Laie vorstellen, dass das zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Hebelarme wirken kraftverstärkend Verantwortlich dafür sind die sogenannten Hebelarme: unnatürliche Hebelkräfte, die zu unkontrollierten Belastungen im Fußund Sprunggelenk führen. Mit aktuellen Messverfahren konnten diese ungünstigen biomechanischen Faktoren identifiziert werden, schreibt Steitz Secura. Hebelarme spielen demnach beispielsweise durch erhöhte Dreh-

kogge – Fotolia

Hebelarme: Unterschätzte Stolperfallen der Fußbewegung Umknicktraumen verursachen oftmals Kniebeschwerden.

momente der Innen- und Außenrotation im Knie bei Umknicktraumen (Distorsionstraumen) eine zentrale Rolle. Hebelarme wirken kraftverstärkend und können in einem herkömmlichen Schuh doppelt so hoch ausfallen wie beim natürlichen Barfußlaufen. Diese Erkenntnisse haben führende Sport-und Outdoorschuhhersteller dazu bewogen, sich Gedanken zur Reduktion der berüchtigten Hebelarme zu machen. Das Ziel ist dabei klar: Die Druckverteilungen in der Sohle sollen sich dem Barfußgang annähern. Weichere Zwischensohlenmaterialien, stoßdämpfende Crashpads oder die mobile Lagerung des Fersenteils reduzieren Hebelarme und verringern die Kraftvektoren. Dünnere Sohlenmaterialien lassen die Ferse tiefer über den Boden kommen. Beim Versuch, den Lastaufbau im Schuh zu managen, zeigten laut Hersteller klassische Konzepte wie beispielsweise unterschiedliche Härtegrade in der Zwischensohle oder abstützende Einlagen zu geringe Effekte. Bei der Vermeidung von Schmerzen im Kniebereich setzt der Hersteller deshalb auf eine deutliche Reduktion der Winkelgeschwindigkeit. Sicherheitsschuhe werden oftmals länger als zehn Stunden am Tag getragen. Und das mindestens fünf Tage die Woche, ca. 220 Tage im Jahr. Die Herausforderung liegt darin, ihn so zu designen, dass neben dem primäSICHERHEIT

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ren Fußschutz Spitzenbelastungen unter der Ferse reduziert werden. Wichtig dabei ist der sogenannte harmonische Lastaufbau. Dieser reduziert aktiv Hebelarme und fördert einen natürlichen Gang.

Lösung: Individuelle Passform des Schuhs

STEITZ SECURA

Die Passform des Schuhs spielt dabei eine wichtige Rolle, denn ein auf den Träger individuell angepasstes Dämpfungssystem trägt aktiv zur Reduktion von Hebelarmen bei. Dem trägt die Lösung des Herstellers Rechnung. Mit der Technologie »Vario Multiflex« will Steitz Secura die gewichtsangepasste

Der Sicherheitsschuh »VD Pro 1500 Boa« ist so konzipiert, dass Hebelarme vermieden werden.

Prävention zahlt sich aus

Die neuen ATTIX 33 & 44 Entstauber sind völlig neu konstruiert und für Profis ausgelegt. Dank ihrer gesteigerten Saugkraft mit verbesserter Strömungsgeschwindigkeit in Schlauch, Düse und Schlauchanschluss liefern sie echte Höchstleistungen. Durch die bessere Staubaufnahme und höhere Produktivität setzen die Maschinen neue Maßstäbe in puncto Funktion und Leistungsfähigkeit. Die neuen Sicherheitssauger sorgen für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz und werden sogar von der BG-Bau gefördert! www.nilfisk.de

Fersendämpfung des »Secura Vario«-Systems in fünf auf den Träger angepassten Abstufungen mit einer multiflexiblen Sohle mit vollflächiger Dämpfung verbinden. Zusätzlich werden besonders schmale abgerundete Laufsohlenkanten mit einem optimierten Umknickschutz im Fersenbereich kombiniert. Die Absatzhöhe ist dabei reduziert und die Eintauchtiefe wird durch weicheres Material erhöht.

Mehrweitensystem für individuelle Maße Ein Mehrweitensystem berücksichtigt dabei Längen- und Weitenausdehnungen des Fußes unter reellen Tragebedingungen. Denn jeder Fuß ist anders. Das bewährte Messschalensystem vermittelt laut Hersteller dem Träger ein subjektives Tragegefühl unter objektiven Bedingungen. Der Träger trifft eine »Wohlfühlentscheidung« bei der Auswahl seines passenden Schuhs. Nach einer solchen Messung entscheiden sich

durchschnittlich 25 % der Träger für eine Größe kleiner, aber einem breiteren Schuh. Die Passform des Schuhs wird dabei als deutlich angenehmer empfunden. Eine optimale Flexibilität des Schuhkonzepts verspricht der Hersteller, indem der mögliche Durchtrittschutz flexibel angepasst, das Obermaterial atmungsaktiv und tragefreundlich gestaltet ist. Niedriges Gewicht und eine Kompatibilität mit einer möglichen Einlage spielt dabei eine wesentliche Rolle. Nicht zuletzt das Absatzdesign, das flach und nicht zu steif ausgelegt wird. Somit wird die Ferse näher zum Boden geführt. Der Schwerpunkt liegt tiefer. Zusätzlich führt eine Abrundung der Sohlenelemente zur deutlichen Reduktion von Hebelarmen. Diese Erkenntnisse hat Steitz Secura in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Markus Walther, Ärztlicher Direktor & Chefarzt der Schön Klinik München Harlaching, in sein Ergonomie-Konzept integriert. a


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Neue Technologie dämpft Füße jetzt auch auf der Baustelle [ EltEn ] Wer in der Baubranche viele Stunden auf harten oder

häufig wechselnden Böden läuft, benötigt bequemes und passendes Schuhwerk. Denn die berufliche Dauerbelastung der Füße kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken und zu dauerhaften Beschwerden führen. Eine immer älter werdende Belegschaft und häufiges Übergewicht von Mitarbeitern sind weitere Faktoren, warum es für Unternehmer immer wichtiger wird, in puncto Gesundheit vorbeugend tätig zu werden.

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ur Prävention kann auch die richtige Auswahl von Fußschutz gehören. Denn Hersteller von Sicherheitsschuhen entwickeln inzwischen moderne Dämpfungskonzepte, die den Bewegungsapparat entlasten und die Leistungsfähigkeit erhalten. Ob im Hoch- oder Tiefbau, im Trocken- oder Innenausbau: Auf den verschiedenen Baustellen kann es überall zu Unfällen und Verletzungen kommen, wenn etwa schweres Baumaterial auf den Fuß fällt oder die Zehen unter eine schwere Maschine geraten. Häufig liegen zudem Nägel oder andere spitze oder scharfe Gegenstände auf den Arbeitswegen herum. Aus gutem Grund sind Beschäftigte daher zum Tragen von Sicherheitsschuhen der Schutzklasse S3 verpflichtet, bei denen Zehenschutzkappen und

Dank des hohen Rückstellungsvermögens der Zwischensohle soll der Träger des Sicherheitsschuhmodells »Miles« einen Großteil seiner eingesetzten Energie beim Laufen wieder zurückerhalten.

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Zwischensohlen mit Durchtritthemmung zur Standardausstattung gehören. Heutzutage muss Fußschutz aber mehr können. Denn die Träger erwarten auch bestmöglichen Komfort, wie sie ihn aus dem Sport- und Freizeitbereich kennen – nur dann werden die nötigen Sicherheitsschuhe auch wirklich akzeptiert und gerne getragen.

Hohe Belastungen auf der Baustelle Wenn es um die Entwicklung neuer Fußschutzkonzepte geht, stehen weniger modische Features und Trends im Fokus, sondern vielmehr Fragen nach der Gesundheitsprävention. Wer in der Bauwirtschaft arbeitet, kennt das Problem: Der Job ist körperlich anspruchsvoll. Die Auswirkungen machen sich nicht nur bei dem immer größer werden Anteil älterer Beschäftigter bemerkbar, sondern auch wesentlich jüngere Mitarbeiter haben mit Einschränkungen zu kämpfen. Die Gesundheitsprobleme, die durch lange Arbeitstage und falsches Schuhwerk ausgelöst werden können, sind zahlreich – von Fuß- und Gelenkbeschwerden über Nacken- bis hin zu Kopfschmerzen. Das liegt daran, dass der Körper durch permanentes Stehen, Gehen oder auch Knien auf den harten und wechselnden

Elten hat seine Fußschutzserie »Wellmaxx« um ein S3-Modell erweitert. Damit profitieren auch Beschäftigte auf der Baustelle von der innovativen Dämpfungstechnologie.

Untergründen der Baustellen einer erhöhten Belastung ausgesetzt sind. Zusätzliches Problem: Fußbeschwerden entwickeln sich bei vielen Menschen auch deshalb, weil das Gewicht zunimmt. Mittlerweile ist ein Drittel der Erwachsenen übergewichtig. Ein langer Arbeitstag in unbequemen Sicherheitsschuhen kann also zur großen Belastung werden. Das gilt besonders dann, wenn das Schuhwerk den hohen Anforderungen des Arbeitsplatzes nicht gerecht wird.

Moderne Dämpfungstechnologien Um den Träger zu entlasten, geht es den Herstellern deshalb auch darum, im Arbeitsalltag größtmöglichen Tragekomfort zu verschaffen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die richtige Dämpfung. Diese kann die Folgen der körperlichen (Fehl-)Belastungen reduzieren und zugleich der Tatsache entgegenwirken, dass die überwiegend harten Böden auf Baustellen in der Regel keine stoßabsorbierenden Eigenschaften besitzen. Wie das erreicht wird? Bislang kam bei Zwischensohlen häufig Polyurethan zum Einsatz – ein Kunststoff, der aus vernetzten Polymeren besteht. Als angenehm elastisch und lange haltbar erwies sich in den Zwischensohlen auch TPU (thermoplasti-

sches Polyurethan), ein Granulat, das thermisch verformt wird. In der Vergangenheit erfüllte dieser Kunststoff die Anforderungen in Bezug auf hohe Belastbarkeit und mechanisches Verhalten sogar besser – und bot zudem mehr Designmöglichkeiten beim Sohlenbau. Doch noch überzeugendere Eigenschaften zeigt jetzt ein ganz neues Hightech-Material – das Resultat einer sich schnell weiterentwickelnden Technologie und kontinuierlicher Forschung: »Infinergy« heißt das innovative Material, das von BASF entwickelt und bislang ausschließlich im Sport eingesetzt wurde. Dabei handelt es sich um das weltweit erste expandierte thermoplastische Polyurethan (E-TPU), schreibt Hersteller Elten in einer Mitteilung. Erstmals verwendet der Fußschutzspezialist »Infinergy« in Sicherheitsschuhen – ein absolutes Novum für den Arbeitsschutz, heißt es weiter. Bisher wurde es nur bei Modellen mit Schutzklasse S1 und S2 eingesetzt, nun können auch Beschäftigte auf der Baustelle davon profitieren. Denn mit dem Modell »Miles« ist nun auch ein Sicherheitsschuh in der Schutzklasse S3 erhältlich, der mit der innovativen Dämpfungstechnologie ausgestattet ist. »Infinergy« ist ein neuer elastischer Partikelschaum, bei dem SICHERHEIT

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die Vorteile von TPU erhalten bleiben und das gleichzeitig um die typischen Eigenschaften von Schaumstoffen ergänzt wird. Dadurch ist es elastisch wie Gummi, aber federnd leicht. Das Material dämpft nicht nur den Aufprall des Fußes beim Laufen, sondern federt ihn auch wieder zurück. Durch das enorme Rückstellungsvermögen erhält der Träger des Schuhs einen Großteil seiner eingesetzten Energie beim Laufen wieder zurück. Untersuchungen bei der BASF haben gezeigt, dass keine

andere Zwischensohle mehr Energierückstellung erzeugt. Das spüren auch die Träger: Gerade Mitarbeiter, die bei ihrer Arbeit sehr viel laufen und auf harten Untergründen unterwegs sind, können damit Ermüdungserscheinungen und Gelenkproblemen deutlich besser vorbeugen.

Robuster, widerstandsfähiger Fußschutz Sicherheitsschuhe wie »Miles« haben laut Elten weitere positive Eigenschaften: Sie sind aus ro-

bustem Material wie Rind- und wasserabweisendem Nubukleder gefertigt, damit sie sich leicht von Dreck befreien lassen und nicht allzu schnell verschleißen. Ein atmungsaktives Textilfutter soll überdies dafür sorgen, dass sich der Schuh auch bei warmen Temperaturen nach mehrstündigem Tragen am Fuß noch angenehm anfühlt. Fußschutz, der Beschäftigte auf der Baustelle zusätzlich belastet, gehört mittlerweile also der Vergangenheit an. Schließ-

lich gibt es inzwischen Lösungen, mit denen die Profis am Bau angenehmer durch den anspruchsvollen Arbeitsalltag kommen. Dazu gehören Sicherheitsschuhe mit innovativen Dämpfungstechnologien, die etwa bei Elten zum Einsatz kommen. Von der Investition in guten Fußschutz profitiert übrigens auch der Arbeitgeber. Denn er leistet damit einen wesentlichen Beitrag dazu, die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu fördern und damit auch ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten. a

[ ISM ] Inspiriert durch moderne Laufschuhe hat Albatros mit »Dual-Impulse« die nach eigenen Angaben erste Sicherheitsschuhlinie mit einer direkt angespritzten Mittelsohle vorgestellt, die aus zwei Lagen unterschiedlicher Dichte »Impulse-Foam« besteht. Dieses intelligente Sohlenkonzept verspricht ein hohes Maß an Dämpfung mit Energierückgewinnung und Stabilität.

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ie »Impulse-Foam«-Schicht, die dem Fuß am nächsten ist, besteht aus einem deutlich festeren Material und soll so das Fußgewölbe optimal unterstützen. Direkt darunter befindet sich die sehr weiche, extrem dämpfende zweite Lage. Diese Konstruktion arbeitet mit der individuellen Biomechanik des Trägers, indem die Energie, die während der Kompression beim Gehen aufgenommen wird, bei der Entlastung wieder freigesetzt wird. Je länger man arbeitet, desto mehr soll SICHERHEIT

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man die Wirkung der »AntiFatigue«-Technologie des »Impulse-Foam« spüren können. Einen perfekten Bodenkontakt unterstützt die an den stark beanspruchten Stellen im Fersen- und Vorfußbereich mit rutsch- und abriebfestem, bis zu 300 °C hitzebeständigen (HRO) Gummi ausgestattete Laufsohle. Da das Gummi nicht durchgehend angespritzt wurde, versprechen breite Flexkerben eine optimale Flexion und bringen außerdem eine Gewichtsersparnis mit sich. Sorgen, mit der in den Aussparungen der Außensohle offen zutage tretenden Zwischensohle in Scherben oder etwa einen Nagel zu treten, soll man sich nicht machen müssen: Auch mit einem spitzen scharfen Messer wird ein tieferes Eindringen in das Sohlenmaterial ausgeschlossen.

Gleichzeitig komfortabler Halt und Flexibilität Als besonders gelungen wird die Passform angekündigt, als innovativ gelten die Schaftmateria-

ISM

Sicherheitsschuhlinie will Maßstäbe setzen Die Sicherheitsschuhlinie »Dual-Impulse« setzt auf eine direkt angespritzte Mittelsohle.

lien. Der »Impulse Energy« verfüge, so der Anbieter, sozusagen mit der »Fitframe«-Technologie über ein Exo-Skelett. Zehen- und Fersenkappe sind wie die seitlichen Verstärkungselemente samt dem »Speedlace«-Schnürsystem nahtlos auf das Textilgewebe des Schafts aufgebracht und bieten gleichzeitig komfortablen Halt und Flexibilität. Beim »ImpulseLift« unterstützt ein atmungsaktives Mesh-Gewebe das richtige Fußklima. Alle Modelle der neuen »Dual-Impulse« sind mit einer Fiberglaskappe sowie metallfreiem, flexiblen FAP-Durchtrittschutz ausgestattet, erfüllen die ESD-Anforderungen und verfügen über ein atmungsaktives Funktionsfutter. Als weiteres

Plus an Komfort wird die neue, anatomisch geformte, feuchtigkeitsregulierende Einlegesohle »Albatros Comfit Air« mit rutschfester Textiloberfläche angekündigt. Sie verfügt über Erhöhungen im Fersen- und Ballenbereich sowie eine Längsgewölbeunterstützung, die die natürliche Haltung des Fußes im Schuh unterstützen. So wird der Fuß entlastet und die Muskulatur beim Gehen stimuliert. In Bezug auf Design ist für jeden Geschmack etwas dabei. Vom zeitlosen, schwarzen »Impulse Vigor« (S3 ESD HRO SRC), erhältlich als Halbschuh und Stiefel, über den feuerroten »Impulse Lift Red« S1P ESD HRO SRC (auch in Blau verfügbar) bis hin zum »Impulse Energy«. x

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[ WüRth moDyF ] Sicherheitsschuhe verringern nicht nur das

Verletzungsrisiko am Arbeitsplatz. mit den richtigen orthopädischen einlagen können zusätzlich berufskrankheiten oder arbeitsbedingte gesundheitsgefahren wie Rücken- und kniebeschwerden vermieden werden. Würth modyf bietet zertifizierte Schuhe und entsprechende einlagen an, die sich individuell anpassen lassen.

Die orthopädische Sohle wie diese von Würth Modyf muss für den jeweiligen Schuhhersteller zertifiziert sein.

DesignPreis für Sicherheitsstiefel

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er Fuß ist das Fundament unseres Körpers und dadurch eines der am meist belasteten Körperteile – vor allem beim Stehen und Gehen im Arbeitsalltag. Häufige Schmerzen resultierend aus Fehlstellungen wie Senk-, Spreizoder Hohlfüßen können zum Problem werden. Der Gang zum Orthopäden bleibt für betreffende Personen oft nicht aus. Doch was tun, wenn man Sicherheitsschuhe am Arbeitsplatz tragen muss? Auch hier gibt es eine Lösung, die das Tragen von orthopädischen Einlagen ermöglicht. Alle Arbeitnehmer, die orthopädische Einlagen bzw. Schuhzurichtungen auch im Berufsalltag benötigen, dürfen nur geeignete Sicherheitsschuhe gemäß gültiger DGUV 112-191 »Benut-

Einlage und Schuh müssen zusamenpassen Einige Schuhhersteller oder Händler – darunter auch Würth Modyf – bieten deshalb zertifizierte Schuhe zusammen mit entsprechenden Einlagen an, die durch ein Sanitätshaus orthopädisch individuell anpassbar sind. Das Sanitätshaus muss ebenfalls vom jeweiligen Schuhhersteller zertifiziert sein und darf die Einlagen nur gemäß den Herstellerangaben (Baumusterprüfung) anbieten. Die Einlagen dürfen von Schuhherstellern untereinander nicht getauscht werden. Die Verwendung anderer Schuheinlagen, die nicht vom Schuhhersteller angeboten werden, ist somit unzulässig. Der Sicherheits-

[ Dunlop ] Dunlop protective Footwear hat

mit dem »purofort Reliance«-Stiefel einen iF Design Award gewonnen. Der preis gilt international als eine der bekanntesten Auszeichnungen für herausragendes Design.

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er modische Stiefel, der Mode und maximalen Schutz miteinander vereint, wurde von der Jury zum besten Produkt in der Kategorie »Industrie« gekürt. Mehr als 5 500 Einsendungen aus 59 Ländern versuchten, dieses Qualitätssiegel für sich zu gewinnen. Der Stiefel kombiniert zwei Technolo-

Dunlop

AngelikA Smile – Stock.ADobe.com

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zung von Fuß- und Knieschutz« tragen. Solche Schuhe unterliegen einer Baumusterprüfung und werden mit einer speziellen Einlage geprüft. Andere Einlagen wie die aus Straßen- oder Freizeitschuhen dürfen dann nicht mehr verwendet werden.

ViAcheSlAV iAkobchuk – Stock.ADobe.com

Orthopädische Einlagen zur Vermeidung von Beschwerden

Entsprechende Einlagen verschreibt der Orthopäde. Mit ihnen können Berufskrankheiten oder arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren wie Rücken- und Kniebeschwerden vermieden werden.

schuh darf gegenüber dem geprüften Baumuster in keinem Fall verändert werden. Ist ein Sicherheitsschuh mit entsprechender DGUV-Kennzeichnung ausgewählt, geht der Träger damit einfach zum nächsten örtlichen Orthopädieschuhmacher und legt das vom Orthopäden ausgestellte Rezept vor. Daraufhin wird die Einlegesohle vom jeweiligen Hersteller nach dem Abdruck des Orthopädieschuhmachers hergestellt und anschließend von diesem eingebaut. Die Einlagenversorgung ist bundesabhängig. So muss entweder der Arbeitnehmer selbst für die Kosten aufkommen oder die Rentenkasse übernimmt teilweise einen Betrag. a

Ausgezeichnet mit einem iF-Award: Der »Purofort Reliance« vereint Stiefel und Schuh, also Sicherheit und Komfort.

gien: »Purofort« sorgt für das leichte Gewicht und die thermische Isolierung bis zu – 20° C, die Außensohle »Vibram XS Work« macht den Stiefel laut Hersteller extrem rutschfest. Durch die Kombi der Eigenschaften verspricht der »Reliance« den Schutz eines Stiefels mit dem Komfort eines Schuhs. a

SICHERHEIT

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Fristads Kansas

Sicherheit und Komfort kombinieren

Vielseitig einsetzbares Warnschutz-Shirt in vier Farben.

[ Fristads Kansas ] Einen

vielseitig einsetzbaren neuzugang stellt Fristads Kansas in Form eines fluoreszierenden Langarm-shirts vor. dank reflexstreifen aus stretch-Material bleibt das shirt flexibel und will mit extremer Bewegungsfreiheit sowie hohem tragekomfort aufwarten.

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as Shirt ist aus dem FristadsKansas-Gewebe TPR (84 % Polyester, 16 % Baumwolle) gefertigt. Die Baumwollausstattung auf der Innenseite steht für ein angenehmes Hautgefühl, die reflektierenden Stretch-Transfers hingegen für maximale Flexibilität ohne kratzende Innennähte. »Das Modell ist eine logische Erweiterung des WarnschutzSortiments von Fristads Kansas. Immer mehr Kunden von Fristads Kansas interessieren sich für Warnschutzkleidung, mit denen sie ihre Sicherheit am Arbeitsplatz verbessern können. Und SICHERHEIT

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selbstverständlich sollte zertifizierte Warnschutzkleidung die gleichen hohen Ansprüche an Funktionalität, Qualität und Design erfüllen wie alle anderen Kleidungsstücke von Fristads Kansas auch«, erklärt Lene Jul, Produktmanagerin bei Fristads Kansas. Das T-Shirt ist wie alle Warnschutz-Modelle von Fristads Kansas gemäß der Warnschutznorm EN ISO 20 471 zertifiziert. Es erreicht die Sicherheitsklasse 2 bei der Größe XS und die höchste Sicherheitsklasse 3 bei den Größen S-4XL. Das Modell ist in vier Farbkombis erhältlich, die die Sichtbarkeit am Arbeitsplatz erhöhen, und kann von Frauen und Männern getragen werden. Als weitere Neuheiten in seinem Warnschutz-Sortiment kündigt das Unternehmen zudem ein strapazierfähiges, für gewerbliche Waschverfahren geprüftes Warnschutz-Shirt mit Zertifizierung gemäß EN ISO 20 471 Klasse 2 und eine Profifunktionsweste mit Zertifizierung gemäß EN ISO 20471 Klasse 2 mit Corduraverstärkten Nageltaschen an. x

HI-VIS + immer gut sichtbar + EN - zertifiziert + Klassifikationen 1-3 + Tragekomfort + und Sicherheit

www.snickersworkwear.de


Schutzkleidung: Neue Generation vereint Optik und Schutz

»Mit der großen Bandbreite an neuen Kollektionen können wir Unternehmen modernste PSA für verschiedene Berufsgruppen und fachmännischen Service aus einer Hand liefern.« Michael Stielow, Marketing-Direktor, Rentokil Initial

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ie Kollektionen für unterschiedliche Gefahrenprofile kombinieren laut Anbieter normgerechten, zertifizierten Schutz mit aktueller Optik: Moderne Schnitte, mehrfarbiges Design und perfekte Passformen sind das Markenzeichen von »Delta« und nach eigenen Angaben bislang einzigartig im Leasing-Segment. Die »Delta«-Kollektionen lassen ein einheitliches Corporate Design erkennen und eignen sich damit für große Betriebe, die ein einheitliches Erscheinungsbild der Mitarbeiter wünschen. Alle Kollektionen sind in der Kombination aus Bundjacke und -hose, als Overall oder in der Ausführung als Latzhose in verschiedenen Farbvarianten verfügbar. »Mit der großen Bandbreite an neuen Kollektionen können wir Unternehmen modernste PSA für verschiedene Berufsgruppen und fachmännischen Service aus einer Hand liefern. Dies unterstreicht unseren Anspruch als Qualitätsführer«, erklärt Michael Stielow, Marketing Direktor von Rentokil Initial. Der Anbieter setzt auf hochwertige Textilien, die teilweise exklusiv bei Initial im Einsatz sind. Dazu zählen zertifizierte Gewebe mit umfassender Schutzwirkung, die nicht nur strapazierfähig, reißfest und formbeständig, sondern nach eigenen Angaben auch angenehm zu tragen sind. Die ergonomische Formgebung und durchdachte Details wie große Taschen mit leichtem Zugriff, verschließbare Stehkragen, weitenregulierbare Ärmel und anpassbare Bundweiten bieten hohe Funktionalität, Tragekomfort und

InItIAl textIl ServIce

[ rentoKIl InItIAl ] Der textil-leasing-Spezialist Initial bietet mit »Delta« fünf PSAKollektionen in den Kategorien Multinorm-, Schweißer- und Warnschutzkleidung an. Die Kollektionen lassen ein einheitliches corporate Design erkennen und sind damit für große Betriebe geeignet, die über verschiedene Arbeitsplätze hinweg ein einheitliches erscheinungsbild der Mitarbeiter wünschen.

Die »Delta«-Kollektionen sind in der Kombination aus Bundjacke und -hose, als Overall oder in der Ausführung als Latzhose in verschiedenen Farbvarianten verfügbar.

Bewegungsfreiheit beim Arbeitseinsatz. Gute Wascheigenschaften und die Abriebfestigkeit der Textilien machen die Ausrüstung besonders langlebig – auch bei hoher Belastung.

Entflammbare Rückstände werden entfernt Die fachgerechte Wäschepflege durch Initial gewährleistet, dass entflammbare Rückstände vollständig aus der Kleidung entfernt werden und der Isolationsschutz, die Ableitfähigkeit und Sichtbarkeit der Schutzkleidung über den

gesamten Einsatzzeitraum erhalten bleiben. Regelmäßige Inspektionen auf Faserschäden, Funktionsstörungen der Verschlusssysteme, Überwachung des Waschschrumpfes, fachgerechte Reparaturen sowie die Dokumentation der Waschhistorie gewährleisten laut Anbieter eine dauerhaft normgerechte Schutzkleidung. Sämtliche gesetzlich verpflichtenden Anweisungen für Lagerung, Reinigung, Wartung, Überprüfung und Desinfizierung der persönlichen Schutzkleidung werden nachweislich eingehalten. a

DAS UNTERNEHMEN Rentokil Initialunterhält Standorte in Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik und Afrika. Der in England gegründete Konzern, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1903 zurückreichen, beschäftigt weltweit rund 66 000 Mitarbeiter in 56 Ländern. Mit insgesamt 40 verschiedenen Berufskleidungskollektionen bietet Initial Textiles Unternehmen aller Branchen und Größen ein Vollsortiment im Mietservice an. Das Angebot umfasst Anschaffung und Finanzierung der Kleidung, die Abholung verschmutzter und die Anlieferung wieder aufbereiteter Textilien sowie deren Pflege, und auch deren Reparatur oder Austausch.

SICHERHEIT

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»Tools«-Kollektion wartet mit sieben Farbkombis auf [ Pionier WorkWear ] Der in Herford ansässige Berufs-

bekleidungsspezialist Pionier Workwear bietet in seiner aktuellen kollektion »Tools« für Handwerker eine zweifarbige Bundjacke, Bundhose und das dazu passende arbeitshemd. »Tools« ist in den sieben Farbkombinationen Marine/Schwarz, Braun/Schwarz, Schwarz/Grau, Grau/Schwarz, nordic/Blue, Beige/Braun und Weiß/Grau erhältlich. außerdem gibt es die ergänzung »Tools Plus« in der Farbkombination Grün/Schwarz mit Cordura-Verstärkung im kniebereich.

ie Kollektion will mit zeitgemäßen Schnitten und funktionalen Details wie besonderen Taschenlösungen oder Reflexpaspeln punkten. Zum Einsatz kommt ein Mischgewebe aus Polyester und Baumwolle in einer Stärke von 285 g/m², das sich nach Anbieterangaben besonders durch Strapazierfähigkeit sowie eine leichte und angenehme Tragbarkeit auszeichnet. Augenmerk legte Pionier Workwear zudem auf die Passform, die bei

Pionier WorkWear

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Die Tools-Kollektion will mit zeitgemäßen Schnitten und funktionalen Details wie besonderen Taschenlösungen oder Reflexpaspeln punkten und damit jedem Handwerksberuf gerecht werden.

allen Herausforderungen des Arbeitsalltags ausreichend Komfort verspricht.

Bundjacke Die Bundjacke punktet vor allem mit Funktionalität. So wurde eine neue Brusttaschenlösung mit Stiftfach und applizierter Handytasche entwickelt. Weitere Details umfassen zwei Seiten- und eine weitere Brusttasche mit verdecktem Reißverschluss sowie zwei Innentaschen. Ein verlängerter Rückenteil, ein verdeckter Frontreißverschluss und Reflexpaspeln vorn und hinten bieten Schutz. Ein Stehkragen mit Klettverschluss sowie anatomisch geformte Ärmel mit verstellbaren Strickbündchen sichern ein angenehmes Tragegefühl. Ergänzend spendet eine einknöpfbare Steppweste Wärme an kalten Tagen.

Bundhose

»Tools Plus« ergänzt die Handwerker-Kollektion »Tools« in der Farbkombination Grün/Schwarz mit Cordura-Verstärkung im Kniebereich.

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Die Bundhose wartet u. a. mit einem hochgezogenen Bund mit Stretch-Einsatz auf. Platzierte Reflexpaspeln sorgen am Bein für Sichtbarkeit bei Wind und Wetter.

Aufgesetzte Schenkeltaschen mit Blasebalgfunktion und Patte, eine Reißverschlusstasche an der Front, vorgeformte Kniepolstertaschen, zwei Gesäßtaschen sowie applizierte Handytaschen mit Fächern für Stifte und Zollstock bieten Stauraum. Ein Stretch-Einsatz im Schritt bietet extra Bewegungsfreiheit. Ein schwarzes Arbeitshemd aus Baumwollmischgewebe mit Kontrastnähten und einer modernen Passform komplettiert die »Tools«-Kollektion von Pionier Workwear. x

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Arbeitshosen: Bequeme Leichtgewichte aus Stretch Die neuen Hosen der »Mascot Advanced«-Kollektion sind in sieben Farben erhältlich. [ MASCOT ] Mit drei Bundhosen und einer Dreiviertel-Hose aus Vierwege-Stretch-Material will Hersteller Mascot die Revolution der Arbeitskleidungsbranche einläuten. In den neuen Produkten werden darüber hinaus hohe Strapazierfähigkeit, innovatives Kniedesign und Bewegungsfreiheit miteinander vereint.

I

n Bezug auf Ergonomie, Komfort und Strapazierfähigkeit haben die Neuheiten nur wenig gemein mit der traditionellen Arbeitshose, verspricht der Hersteller in einer Mitteilung. Auf der Baustelle halten sie so gut wie jeder Herausforderung stand und nach Feierabend möchte man sie gar nicht mehr ausziehen, so das Urteil der Testträger.

Bewegungsfreiheit ohne Einschränkungen

MASCOT

Mascot setzt Akzente in der Workwear-Kollektion mit neuen Farbtönen wie beispielsweise »Dunkelpetroleum«.

Bei der Entwicklung der neuen Hosen verfolgte Mascot von Beginn an ein klares Ziel: Die Produkte sollten nicht nur Stretch enthalten, sondern zu 100 % aus Vier-

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wege-Stretch bestehen, um die Bewegungsfreiheit für Handwerker auf ein ganz neues Niveau zu bringen. Beim hauseigenen Labor, der Entwicklungs- und der Tragetestabteilung bei Mascot stand nicht nur die Dehnbarkeit des Stoffes im Mittelpunkt, sondern auch Strapazierfähigkeit, Tragekomfort und die Leichtigkeit des Stoffes. In einem monatelangen Entwicklungsprozess wurde das Material nach eigenen Angaben getestet und so lange optimiert, bis das gewünschte Resultat erreicht wurde: Hosen aus einem elastischen und weichen Material mit wasserabweisendem Finish, das extrem strapazierfähig ist und ein geringes Gewicht hat.

Flexibel und luftig im Kniebereich Testträger aus dem Handwerk und vom Bau wurden in den Entwicklungsprozess aller Details der neuen Arbeitshosen miteinbezogen. Speziell in Bezug auf den Kniebereich wurde vielfach der Wunsch nach mehr Flexibilität und Belüftungsmöglichkeiten geäußert. Dies führte schließlich zu einem neuen Knietaschendesign, bei dem auch die Knietasche aus Stretch-Materialien besteht und uneingeschränkte Bewegungsfreiheit gewährleistet. Derweil lässt sich der Knieschutz im Laufe des Arbeitstages sehr einfach durch eine seitliche Reißverschlussöffnung je nach Bedarf einsetzen beziehungsweise herausnehmen. Der Reißverschluss an der Knieinnenseite hat dabei noch eine weitere Funktion: In geöffne-

tem Zustand sorgt er für Luftzirkulation zum Kniebereich, wo sich sonst viel Wärme anstaut und zu unangenehmer Schweißbildung führt. Die Weite am Saum der ergonomisch geformten Hosenbeine lässt sich außerdem mittels Druckknopfregulierung verstellen.

Neues Material: Stärker als Stahl Für die neuen Hosen hat Mascot eigenen Angaben zufolge ein völlig neues Material entwickelt, das »Cordura« und »Kevlar« mit »Dyneema« vereint, einer Faser, die laut Hersteller stärker als Stahl ist. Die Hosen verfügen über Zollstocktasche, integrierte und abnehmbare ID-Kartenhalter, robuste Werkzeugschlaufen sowie Schenkeltaschen mit Handytasche samt Magnetverschluss. Die Hosen lassen sich im Laufe eines Arbeitstages variierenden Bedürfnissen anpassen. Wird die Hose gewaschen, können vorher die Hängetaschen dank Reißverschluss abgenommen werden.

Teil der neuen Kollektion Die neue Generation an Arbeitshosen gehört zur neuen Kollektion »Mascot Advanced«. Sieben Farben stehen zur Auswahl, darunter neue Töne wie »Petroleum« und »Moosgrün«. Die drei Bundhosen sind in drei unterschiedlichen Beinlängen und einer breiten Spanne an Bundweiten erhältlich. Sowohl die Bundhosen als auch die DreiviertelHose haben eine Passform, die Männern wie auch Frauen den a perfekten Sitz verspricht. SICHERHEIT

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Berufsmode – vom Blaumann bis High-End [ DBL – Deutsche BerufskLeiDer-Leasing ] Mode, und

dazu gehört heute auch die Berufsmode, ist ein emotionales thema. Das bestätigt Maren Wüstefeld, ingenieurin für Bekleidungstechnik, die u. a. moderne Workwear-kollektionen entwickelt. »gerade Berufskleidung für das handwerk muss heute ganz klar funktionell, aber optisch cool sein.« Die hamburgerin designt für WeitBLick | gottfried schmidt. Zu den kunden des unternehmens im fränkischen kleinostheim gehören große textile Mietdienstleister wie die DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing.

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aren Wüstefeld weiß um das weite Spektrum und die unterschiedlichen Ansprüche in Handwerk und Industrie. »Hier gibt es traditions- und preisbewusste Unternehmer, die nach wie vor Klassiker wie die blaue Latzhose für ihre Monteure ordern. Und andere, die eine sehr moderne, High-End designte Workwear wünschen.« Ähnliches nimmt auch der textile Mietdienstleister DBL wahr und reagiert mit einem breiten Sortiment von Basis- bis Premiumkollektionen für Profis aus unterschiedlichsten Bereichen. Eindeutige Trends zu definieren ist hier laut Thomas Krause, Verkaufsleiter des DBL-Vertragswerkes Böge

Textil-Service, kaum möglich. »Es kommt immer auf die Branche und zudem auf den einzelnen Betriebsinhaber an.«

Tendenzen gibt es dennoch, beliebt ist es aktuell laut Krause, firmeneigene Farben als Mix aus farbstarken Basics, also T-Shirts oder Sweatshirts, und dezenter Oberbekleidung zu zeigen. Und eine wachsende Begeisterung für »cooles« Workwear sieht der DBL-Experte ebenfalls. »Selbst im traditionsreichen Handwerk wie bei den Dachdeckern sind neben klassischer Cord-Kleidung heute Workwear-Kollektionen, wie wir sie beispielsweise mit ›Roofing Xperts‹ bieten, sehr beliebt. Das kommt gut an – und nicht nur bei den Jüngeren.«

DBL – Deutsche BerufskLeiDer-Leasing

Was zeichnet moderne Workwear aktuell aus?

Wärmende Softshell-Jacke mit Warnschutz in Leuchtorange im Mietservice – für die fachgerechte Aufbereitung der Mietkollektion sorgt der textile Mietdienstleister DBL.

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Moderne Workwear kommt auch im Traditionshandwerk an – hier die Dachdecker-Innungskleidung »Roofing Xpert«. Die gibt es bei der DBL – Deutsche BerufskleiderLeasing exklusiv im Mietservice.

Verhaltene Farben

»Zum einen die sehr moderne, sportlich ergonomische Schnittund Linienführung – gerne auch figurbetont. Und dann sind es vor allem Details wie Stretchelemente, modernes Canvas-Gewebe, auch strukturierte Oberstoffe, sowie Verstärkungen durch Cordura-Einsätze oder auch Reflexelemente, die von vielen Trägern erwartet werden«, erläutert Designerin Wüstefeld. Und bei den Farben und Materialien? Hier sieht die Expertin gebrochene Farben im Trend, die im Premium-Bereich die gewünschte Wertigkeit

vermitteln. Angesagt sind im Workwear-Bereich ebenso strukturierte Oberstoffe. Zu Lieblingsteilen der Branche entwickelten sich in den letzten Jahren Funktionstextilien wie Fleece- und die Softshell-Jacke. Gerade letztere fehle laut Krause heute in fast keiner Kollektion und ersetze bei einigen Handwerkern mittlerweile die Bundjacke. Konsequent also, dass es auch Winter-SoftshellJacken mit wärmender Fütterung und Kapuze gibt.

»Unsere Kunden werden immer sensibler« Wen wundert da, dass es die komfortablen Funktionstextilien auch in den PSA-Bereich schaffen. Beispielsweise als normgerechter Warnschutz ausgestattet mit Reflexstreifen. Auch hier sieht Krause eine klare Tendenz. »Bedingt durch entsprechend verschärfte Vorschriften ist das Thema normgerechte Kleidung längst im Handwerk angekommen. Unsere Kunden werden immer sensibler – und sie wissen, dass norm-

gerechte PSA auch nach der Wäsche den Anforderungen entsprechen muss.« Das gilt vom schwer entflammbaren Schweißerschutzanzug mit entsprechendem Logo bis eben hin zur Softshell-Jacke mit Warnschutz. Hier fällt es vielen Unternehmern schwer, bei einem unübersichtlichen Angebot die passende Schutzkleidung auszuwählen. Ein Grund, warum laut Thomas Krause der Beratungsbedarf in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. »Hinzu kommt, dass die technologisch hochwertigen Gewebe eine fachgerechte und vom Gesetzgeber auch eingeforderte Aufbereitung benötigen, um die dauerhafte Sicherheit der Arbeitsschutzkleidung zu gewährleisten.« Womit der DBL-Experte auch das textile Leasing weiter wachsen sieht. »Kaum ein Betrieb oder ein Unternehmen kann Ausstattung, Aufbereitung und Dokumentation selber leisten – hier unterstützen wir unsere Kunden als textiler Vollversorger in allen Bereichen.« x

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Workwear-Sortiment in elf Farbvarianten DickiEs

stEfan Bau

»Everyday 24/7« von Dickies setzt Akzente und will in Sachen Funktion keine Wünsche offen lassen.

[ WilliaMson-DickiE ] Wer auf der suche nach einem

kompletten Workwear-outfit in der firmen-, Branchen- oder lieblingsfarbe ist, soll jetzt bei Dickies (Williamson-Dickie) fündig werden: Mit »Everyday 24/7« bietet der Hersteller ein breites und funktionelles Produktsortiment in elf farbkombinationen.

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ehr als 100 Artikel umfasst das Dickies-Everyday-Sortiment im zweifarbigen Design. Hierzu gehören Bundhosen und -jacken, Shorts, Softshell- und Kapuzen-Jacken, T-Shirts, Hoodies, Fleecepullover, Westen sowie Polo-Shirts. Eine Auswahl farblich abgestimmter Sicherheitsschuhmodelle rundet das Sortiment perfekt ab. »Wir bieten mit ›Everyday 24/7‹ Dickies-Markenqualität zum Einstiegspreis«,

sagt Marcel Hlawatsch, Director Sales bei Dickies. Auch in Sachen Funktion will der Hersteller dabei keine Kompromisse machen. So bietet etwa die Bundhose Cargo- und Gesäßtaschen mit Patte sowie Handy-, Zollstockund Kniepolstertaschen. Sie wird in über 30 Hosengrößen, auch in schlanken und untersetzten Größen, ohne Größenzuschlag angeboten. Ihr robustes Mischgewebe mit einem Gewicht von 240 g/m² besteht aus 65 % Polyester und 35 % Baumwolle. Es gilt als besonders pflegeleicht, bei bis zu 40 °C waschbar und trocknergeeignet. Darüber hinaus sind alle Reißverschlüsse und Knöpfe an Bundhosen, -jacken und Westen verdeckt.

»Wir bieten mit ›Everyday 24/7‹ Dickies-Markenqualität zum Einstiegspreis.« Marcel Hlawatsch, Director Sales bei Dickies

Damit man beim Fachhändler das passende Outfit rasch findet, hat Dickies das Produktposter »What’s your colour?« entworfen. Es zeigt alle erhältlichen Artikel, Farben und Größen übersichtlich auf einen Blick. Das »Everyday-Sortiment« lässt sich darüber hinaus mit den ebenfalls zweifarbigen Kollektionen »Industry 260« kombinieren. x

[ HElly HansEn ] Die neue »chelsea Evolution«kollektion von Helly Hansen will im kommenden Herbst nicht nur Maßstäbe beim komfort setzen.

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Die Kollektion bietet Vier-Wege-Stretch-Gewebe, überarbeitete Passformen sowie neue technische Materialien und Details. Die »Chelsea EvolutionPant«, eine robuste Arbeitshose aus Vier-WegeStretch-Polyamidgewebe, passt sich beispielsweise allen Bewegungen an und bietet auch an wärmeren Tagen Atmungsaktivität. a

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Mehr Komfort durch neues Gewebe

Die Shell-Jacke der Kollektion kommt mit DreiLagen-Stoff, abnehmbarer Kapuze, verstärkten Schultern und Sturmklappen-Reißverschlüssen.

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BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

Studie: Gesundheit erfolgreich managen und Kosten reduzieren [ CERASCREEN ] Obwohl Studien belegen, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement

(BGM) die Krankheitstage von Mitarbeitern um bis zu 40 % senken kann, ist BGM in deutschen Unternehmen noch nicht etabliert. So führen beispielsweise lediglich 10 % der Klein- und mittelständischen Unternehmen solche Maßnahmen durch, dabei entstehen jährlich Kosten in Höhe von mehr als 60 Mrd. Euro durch Fehlzeiten von Mitarbeitern. Aus diesem Grund hat Cerascreen eine Studie zum betrieblichen Gesundheitsmanagement in Deutschland durchgeführt.

Bisher existieren mehr als 20 Tests in Form von Blut-, Speichel-, Urin- sowie Atemgastests. Sie sind in einer Vielzahl von Kombipaketen erhältlich.

F CERASCREEN

ür die Studie wurden 1 841 BGM-Dienstleister zu einer Onlinebefragung eingeladen, von denen 131 teilgenommen haben. »Mit der Befragung wollten wir die häufigsten Gründe dafür herausfinden, warum Unternehmen Maßnahmen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement nicht effektiv umsetzen, um so BGM-Dienstleister und Firmen mit maßgeschneiderten Lösungen zu unterstützen«, erklärt Katja Rohde, die Verantwortliche für betriebliches Gesundheitsmanagement bei Cerascreen.

Unternehmen scheuen Kosten Die durchgeführte Studie zeigt, dass die Implementierung von BGM-Maßnahmen stark von der Größe der Unternehmen abhängt: je größer die Firma, desto umfangreicher das Wissen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement, aber desto schwieriger auch die Implementierung der entsprechenden Maßnahmen. So schätzen mehr als 56 % der BGM-Dienstleister den Aufwand für die Umsetzung von BGM-Maßnahmen als hoch ein.

DAS UNTERNEHMEN Cerascreen ist nach eigenen Angaben der führende Anbieter für ganzheitliche Gesundheit aus einer Hand und spezialisiert sich auf die Bereiche Gesundheitsdiagnostik, -beratung und -vorsorge. Hierfür bietet das Unternehmen Selbsttests für alle wichtigen Biomarker an und begleitet die Kunden bis zu den entsprechenden Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit sowie zur Steigerung der Leistungsfähigkeit. Bisher existieren mehr als 20 Tests in Form von Blut-, Speichel-, Urin- sowie Atemgastests. Diese Einzeltests sind zudem in einer Vielzahl von Kombipaketen erhältlich. Die jeweiligen Proben werden im Fachlabor ausgewertet. Anschließend erhalten Kunden individuelle Ergebnisberichte sowie Informationen von Cerascreen, die sie online einsehen können.

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Generell gilt, dass Unternehmen bei der Kosten-Nutzen-Analyse von betrieblichem Gesundheitsmanagement dieses als nicht notwendig, zu aufwendig und zu teuer wahrnehmen. Wenn Unternehmen sich dennoch für BGM entscheiden, verfolgen sie primär das Ziel, den Krankenstand zu reduzieren. Dabei bevorzugen sie in der Regel krankenkassenunterstützte Einzelmaßnahmen, da sie die Kosten für Gesamtkonzepte als zu hoch empfinden. Dabei vertreten 77 % der befragten BGM-Dienstleister die Auffassung, dass eine langfristige Verbesserung der Mitarbeitergesundheit nur durch ein ganzheitliches Konzept möglich ist.

Blick in die Zukunft Nur gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter können ein Unternehmen mit Produktivität für mehr Wettbewerbsfähigkeit unterstützen. Cerascreen hat das Ziel, mithilfe gezielter Diagnostik in Form von unkompliziert anwendbaren Selbsttests und dazugehörigen Dienstleistungen mehr Unternehmen die einfache Umsetzung von betrieblichem Gesundheitsmanagement zu ermöglichen. a

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Diagnose Rückenschmerzen

[ INOTEC ] Die körperlichen Belastungen für Fliesenleger, Maler, Stuckateure, Fußbodenspezialisten und andere Bauhandwerker sind enorm, was sich besonders im hohen Krankenstand in der Bauindustrie widerspiegelt. Immer mehr Handwerksmeister investieren deshalb in moderne Maschinentechnik, um die körperlichen Belastungen wo immer möglich zu reduzieren.

Die neue Mischpumpe »Picco Power« von Inotec schont den Rücken und den Geldbeutel: das Säcke-Schleppen entfällt ebenso wie das Anrühren von Hand, und schneller ist es auch noch.

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urch den demografischen Wandel werden gerade die Berufe, in denen die Beschäftigten wegen körperlicher Belastungen kaum bis zum Renteneintritt arbeiten können, zunehmend problematisch. Insbesondere die Berufsgruppen aus dem Bauhandwerk erweisen sich als »alterskritische« Berufe, schreibt Hersteller Inotec in einer Pressemitteilung. Je nach Beruf sind die Beschäftigten in Deutschland unterschiedlich lange krank. Bei den männlichen Beschäftigen im Baugewerbe war der Krankenstand 2013 einmal mehr mit 21,2 Ausfalltagen extrem hoch. Nur die Metallindustrie hatte mit 21,8 Ausfalltagen eine noch höhere Quote. Im Vergleich dazu fielen Verwaltungsangestellte mit durchschnittlich 9,1 Fehltagen am seltensten aus.

Arbeit nach einer Stunde beendet Bisher hat Bucher zusammen mit seinem Gesellen für das Nivellieren einer Fläche von 75 m2 ca. einen halben Tag veranschlagt: Immerhin hätten über 50 Materialsäcke mit Muskelkraft transportiert, ausgegossen und mit ei-

Nach nur einer Stunde waren 50 Materialsäcke Ausgleichsmörtel in gleichbleibender Qualität auf den 75 m² verteilt.

INOTEC

Maschinentechnik entlastet Rücken und Geldbeutel gleichermaßen

Rückenschmerzen führen bei den Männern auf dem Bau zunehmend zu höheren Fehlzeiten. Diese Diagnose belegt damit bei den männlichen Arbeitern in Deutschland, nach den Erkältungskrankheiten, Rang Zwei (Quelle: Gesundheitsreport der Techniker-Krankenkasse 2014). Das hat auch Florian Bucher, Fliesenlegermeister und Chef eines Zweimann-Betriebes aus Grenzach-Wyhlen, erkannt und in eine kompakte 230-V-Mischpumpe für mineralische und pastöse Materialien investiert. Mit 3 kW und 230 V kann je nach Material eine Förderweite von 80 m und eine Förderhöhe von bis zu 30 m – also bis in den zehnten Stock – erreicht werden. Ihren ersten Einsatz hatte die neue Mischpumpe »Picco Power« von Inotec in einem Gebäude, wo früher Kosmetik- und Körperpflegeartikel produziert wurden und nach mehrmonatigem Umbau hochwertiger Wohnraum entstanden ist. Die Firma Bucher hat dort über fünf Monate hinweg für viele Gewerke den Zuschlag bekommen. Von den Fliesenarbeiten in Bädern und Küchen bis hin zu verschiedenen Betonierarbeiten im Außenbereich. Als eine der letzten Arbeiten sollten 75 m2 Betonboden einer Doppelgarage mit Ausgleichsmörtel auf Kunststoff-Zementbasis nivelliert werden. Über 1 t Material in Form von Sackware wurde am Vorabend angeliefert und alle Vorarbeiten, wie das Setzen der Randdämmstreifen und das Ausnivellieren mithilfe von Nivellierböcken, wurden fachgerecht ausgeführt.

Das Material muss nicht mehr per Handrührgerät gemischt werden. Einfach nur die Sackware in den Behälter der Mischpumpe füllen.

nem Rührwerk von Hand angemischt werden müssen. Diese körperliche Belastung wollte Bucher sich und seinem Gesellen nicht mehr länger zumuten. So spielten bei der Investition in erster Linie die gesundheitlichen Aspekte eine Rolle, aber auch die erhöhte Wirtschaftlichkeit. Nach dem Anschluss der Strom- und Wasserversorgung wurde das vom Hersteller empfohlene Fließmaß überprüft und nach einem weiteren Test konnte mit dem Vergießen des Materials gestartet werden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Nach nur einer Stunde war die Doppelgarage topfeben ausgegossen und der Chef konnte sich gleich zur nächsten Baustelle aufmachen. a SICHERHEIT

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Dampfsaugsystem: Freie Sicht für ein Plus an Arbeitssicherheit [ beAm ] Zeit ist Geld! Das gilt in der Industrie und auf der baustelle für alle Prozesse und schließt neben der Produktion auch die innerbetriebliche Logistik ein. Hersteller beam liefert einen Dampfsauger, der an entscheidenden stellen schnell für Durchblick und sauberkeit sorgt. so strahlen am ende nicht nur Arbeitsgeräte, sondern auch der Controller und der sicherheitsbeauftragte.

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m industriellen Einsatz und auf der Baustelle haben sich kraftvolle Dampfsaugsysteme bewährt wie zum Beispiel die Geräte der in drei Varianten erhältlichen »Blue-Evolution«-Serie des bayerischen Herstellers beam. Die Kraftstrom-Variante »XL+« erreicht mit einer Leistung von 7 200 W einen Dampfdruck von 10 bar und eine Dampftemperatur von bis zu 180°C. »In vielen Unternehmen ist bei der Arbeitssicherheit noch Luft nach oben. Dabei kann man oft mit wenig Aufwand leicht für

Jensen ImAGes

Auch saubere Trittflächen, wie hier an einer Treppe, erhöhen die Arbeitssicherheit im Unternehmen.

ein Plus an Sicherheit sorgen«, sagt Robert Wiedemann, Hygieneexperte des Herstellers aus Altenstadt. Er ergänzt: »Der große Vorteil von leistungsstarken Dampfsaugsystemen ist die Verbindung von Effizienz und hohem Reinigungsgrad. Weil die Geräte in einem Arbeitsgang dampfen und saugen, sparen sich die Anwender 60 % der Zeit, die bisher fürs Reinigen nötig war. Der gelöste Schmutz wird direkt aufgesaugt, landet im Wasserfilter und wird am Ende einfach ausgeleert. Außerdem sind die gereinigten Flächen gleich wieder trocken und damit ohne Zeitverlust nutzbar. Die betrieblichen Abläufe werden also laut Hersteller nicht behindert.« Die leistungsstarken Multifunktionsgeräte eignen sich nicht nur für die Reinigung von Schallschutz- und SichtschutzVorhängen aus PVC im Industriebereich, sondern auch auf der

SERVICE »Blue Evolution« ist in drei Varianten erhältlich - Der »Blue Evolution S« dampft mit einem Druck von maximal 6 bar und einer Dampftemperatur von maximal 160 °C, bei einer Leistung von 3 500 W. Das Modell »Blue Evolution S+« leistet 8 bar, 170 °C. Die Kraftstrom-Variante »Blue Evolution XL+« hat eine Leistung von 7 200 W, einen Dampfdruck von bis zu 10 bar und eine Dampftemperatur von bis zu 180 °C. - Die Dampfsaugsysteme verfügen über Edelstahl-Gehäuse und vier frei bewegliche Lenkrollen. Der Hersteller liefert zudem eine Vielzahl an Aufsatzdüsen für verschiedenste Oberflächen. Alle Modelle der Serie verfügen auch über ein zusätzliches Heißwassermodul für härteste Verschmutzungen.

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Baustelle für sämtliche Arbeitsbereiche wie Steigtechnikanlagen oder Arbeitsbühnen. Die Investition in den Arbeitsschutz zahlt sich aus, denn jeder investierte Euro kommt 2,2-fach zurück. Das ergab eine Studie der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS), der Deutschen Gesetzlichen Unfall-

»Weil die Geräte in einem Arbeitsgang dampfen und saugen, sparen sich die Anwender 60 % der Zeit, die bisher fürs Reinigen nötig war.« Robert Wiedemann, beam-Hygieneexperte

versicherung (DGUV) und der Berufsgenossenschaft Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM). Gerade Unternehmen, die sich Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung auf die Fahnen geschrieben haben, fahren mit ökologischen Dampfsauggeräten besonders gut, denn die kraftvollen Multifunktionssysteme arbeiten ausschließlich mit Wasserdampf – es wird komplett auf den Einsatz von Chemie verzichtet. Das kommt nicht nur der Umwelt und dem Unternehmensimage zugute, sondern auch den Finanzen der Firma. a

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AUF EINEN BLICK | VORSCHAU | IMPRESSUM

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Firma 2pluxx GmbH 3M Deutschland GmbH Adam Hall GmbH Adolf Würth GmbH & Co. KG AFI GmbH AS Arbeitsschutz GmbH beam GmbH BG BAU Blakläder Deutschland GmbH Bott GmbH & Co. KG Camelot Deutschland GmbH Capra GmbH Cerascreen GmbH DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH Deb-STOKO Europe GmbH DENIOS AG Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Dunlop Elten GmbH Engelbert Strauss GmbH & Co. KG Euroline GmbH FeuerTRUTZ Network GmbH Fliegl Agro-Center GmbH Fristads Kansas Deutschland GmbH Gardemann Arbeitsbühnen GmbH Günzburger Steigtechnik GmbH Hailo-Werk Rudolf Loh GmbH & Co. KG Helly Hansen Deutschland GmbH Honeywell Safety Products Deutschland GmbH & Co. KG Hymer Leichtmetallbau GmbH + Co. KG Initial Textil Service GmbH & Co. KG INOTEC GmbH ISM Heinrich Krämer GmbH & Co. KG Karl Müller GmbH & Co. KG Kiesel GmbH Krause-Werk GmbH & Co. KG Mascot International A/S mateco GmbH MEA Metal Applications GmbH Messe Düsseldorf GmbH MSA Deutschland GmbH Palfinger GmbH Peli Products Germany GmbH Peri GmbH Pfeifer Seil- & Hebetechnik GmbH Pionier Berufskleidung GmbH Rainer GmbH Seilflechter Tauwerk GmbH Sifatec Simon GmbH & Co. KG SpanSet GmbH & Co. KG ST Quadrat s.a. Stanley Black & Decker Deutschland GmbH STEITZ SECURA GmbH + Co. KG V. Fraas Solutions in Textile GmbH Verband Technischer Handel (VTH) Wilhelm Fitzner Arbeitschutz e.K. Williamson-Dickie Europe Ltd Wolff GmbH & Co. KG Würth MODYF GmbH & Co. KG Zarges GmbH & Co. KG

Seite 50 49 6 33 28 51 65 46 9 38 36 35 63 61 45 8, 40 9, 47 56 54 39 16 40 27 57 8 14 18 62 9, 48 10 58 64 55 32 26 19 60 8 17 29 44 24, 31 37 22 8, 30 59 34 30 20 42 21 38 52 32 8, 50 51 62 48 56 14

www 2pluxx.ch 3M.com/de adamhall.com wuerth.de afirent.de nitras.de dampfsauger-beam.de bgbau.de blaklader.de bott.de cameloteurope.com capra-protection.de cerascreen.de dbl.de debgroup.com denios.com dguv.de dunlopboots.com elten.com engelbert-strauss.de euroline-leitern.de feuertrutz.de agro-center.de fristadskansas.de gardemann.de steigtechnik.de hailo.de hellyhansen.com honeywellsafety.com hymer-alu.de rentokil-initial.de inotec-gmbh.com puma-safety.com mueller-mitteltal.de kiesel.net krause-systems.de mascot.de mateco.de mea.de messe-duesseldorf.de msasafety.com palfinger.de peli.com peri.de pfeifer.de pionier-workwear.com rainer-gmbh.de seilflechter.de sifatec.de spanset.de st-quadrat.lu stanleyworks.de steitzsecura.com fraas.com vth-verband.de fitzner.de dickiesworkwear.de wolff-tools.de wuerth.de zarges.de

IM OKTOBER HAUPTAUSGABE ZUR WELTLEITMESSE A+A PERSÖNLICHER SCHUTZ GESUNDHEIT BAUSTELLENSICHERHEIT SOFTWARE, DIENSTLEISTUNGEN, BERATUNG, KOMMUNIKATION

Redaktionsschluss: Anzeigenschluss: Erscheinungstermin:

14.9. 18.9. 7.10.

BEILAGE Dieser Ausgabe liegt eine Beilage der Firma Mascot bei.

IMPRESSUM VERLAG

GESAMTVERANTWORTLICH

SBM Verlag GmbH Hermann-von-Barth-Straße 2 87435 Kempten Tel.: (08 31) 5 22 04-0 Fax: (08 31) 5 22 04-50 info@bausicherheit-magazin.de www.bausicherheit-magazin.de

Markus Holl (-40) Joachim Plath (-41)

ISSN 2566-882X

VERLAGSLEITUNG

Tobias Haslach (-39) CHEFREDAKTION

Jan Rieken (-25)

LESER- UND ABONNENTENSERVICE

Simone Frank (-38) Meike Gottmann (-24) Alexandra Kastl (-23)

Claudia Maguire (-29) Susanne Traub (-30) DRUCKVORSTUFE UND DRUCK

ANZEIGENLEITUNG

Norman Zenzinger (-33)

REDAKTION

ANZEIGENDISPOSITION

Thomas Schürger

Andreas Becherer (-47) Stephan Berchtold (-42) Dominik Peller (-44) Elmar Romanesen (-16) Stephan Schöpf (-22)

OBJEKTLEITUNG

Stephan Berchtold (-42) MAGAZIN-LAYOUT

Brigitte Weixler www.weixler-schuerger.de

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REDAKTIONSASSISTENZ – ANZEIGEN-LAYOUT

AZ Druck und Datentechnik GmbH, Kempten www.az-druck.de BEZUGSPREIS

Einzelheft: 6,– Euro Jahresabo (sechs Ausgaben pro Jahr): Inland: 36,– Euro, Ausland: 45,– Euro

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung des Verlages. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1 vom 1. April 2017. Namentlich gekennzeichnete Beiträge kennzeichnen nicht die Ansicht der Redaktion. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Jahresabonnements können nur bei Einhaltung der Frist (drei Monate vor Ablauf des Bezugszeitraumes) schriftlich beim Verlag gekündigt werden. Titelbild: Adam Hall

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Teilnahmeberechtigt am Gewinnspiel sind volljährige Personen. Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie das Kontaktformular auf dem Internet-Portal bauMAGAZIN-ONLINE ausfüllt. Der Teilnehmer ist für die Richtigkeit seiner angegebenen Kontaktdaten, insbesondere seiner E-Mail- und/oder Postadresse, selbst verantwortlich. Jeder Teilnehmer wird nur einmal gezählt. Das Ausfüllen des Kontaktformulars hat innerhalb der im Gewinnspiel genannten Frist zu erfolgen. Zur Überprüfung der Fristwahrung dient der elektronisch protokollierte Eingang der E-Mail bei der SBM Verlag GmbH. Eine Barauszahlung, Änderung oder ein Umtausch des Gewinns ist nicht möglich. Der Gewinner des Gewinnspiels wird per E-Mail oder postalisch benachrichtigt. Die ausführlichen Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.baumagazin-online.de.


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