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Verbindungsstraße in Ingolstadt während (li.) und nach der Sanierung.

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Straßen effektiv und wirtschaftlich erhalten Aufgrund verbreitet leerer Kassen sparen Bund, Länder und Kommunen meistens vielfach an der Unterhaltung des Straßennetzes. Wichtige Erhaltungsmaßnahmen wären im Frühstadium des beginnenden Verfalls mit einfachen Mitteln durchzuführen. Oft werden allerdings zu Anfang keine oder nur zu wenig Mittel in präventive Maßnehmen investiert. Als eine schnelle und effektive Methode der modernen Straßenunterhaltungsbauweisen gelten sogenannte dünne Asphaltschichten wie der von der VSI Sanierungs- und Baugesellschaft aus Kaiserslautern verwendete Dünnschichtasphalt. ie Spezialisten für Sanierung und Instandhaltung von Verkehrswegen aus der Pfalz haben sich über Jahre hinweg intensiv mit der Spezialbauweise beschäftigt. Der VSI-Dünnschichtasphalt ist kurzfristig und schnell einzubauen und, so betont man bei VSI, beeinträchtigt den fließenden Verkehr kaum. Dabei wird die bestehende Oberfläche versiegelt und eine erforderliche griffige Textur hergestellt. Als ein Hauptvorteil gelte – neben dem kostengünstigen Preis – die Verlängerung der Lebensdauer der zu sanierenden Straße über Jahre. Hierbei wird das Asphaltmischgut direkt auf der Baustelle in dafür konzipierten Verlegemaschinen hergestellt und mittels Verteilerkästen bedarfsgerecht ein- oder zweilagig eingebaut. Den Anforderungen und der Beschaffenheit der alten Oberfläche entsprechend werden Mischgutsorten unterschiedlicher Gesteinskörnung 0/3, 0/5 oder 0/8 angewendet.

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Praxisbeispiel Ingolstadt Der VSI-Dünnschichtasphalt kann unter fließendem Verkehr 4/2017

eingebaut werden. Die Freigabe der erneuerten Oberfläche für den Verkehr erfolgt meist nach 15 Minuten. So hatte beispielsweise die Stadt Ingolstadt 2016 innerorts mehrere tausend Quadratmeter sowohl auf Verbindungs- als auch auf Anliegerstraßen einbauen lassen. Aufgabenstellung war hier eine Versiegelung der Strecken, sowie die Wiederherstellung der Oberflächeneigenschaften. Bereits im Jahre 2010 wurde hier die zentral gelegene Kothauerstraße auf ca. 10 000 m² durch VSI saniert. VSI verweist zudem auf weitere positive Erfahrungen mit dieser Sanierungsmethode in weiteren Kommunen im Bundesgebiet. Üblicherweise wird nach Reinigung der Fahrbahnen, je nach Anforderung der Unterlage, unmittelbar vor dem Einbau der ersten Schicht (Vorprofil) ca. 200g/ m² bis 300 g/ m² einer Spezial-Bitumenemulsion vorgespritzt. Dadurch wurde die vorhandene, ausgemagerte Asphaltdecke an der Oberfläche optimal mit Bindemittel angereichert. Dieses führte außerdem zu einem wesentlich besseren Schichtenverbund zwischen der vor-

handenen Oberfläche und der ersten Lage Dünnschichtasphalt. Die Technologie des Emulsionvorspritzens vor dem Verteilerkasten während des Einbaus ist seit relativ kurzer Zeit möglich. VSI setzt hier auf einen Fertiger mit integriertem Spritzbalken. Als Vorteil dieses Systems gilt, dass die Bitumenemulsion bei Bedarf auch in geringen Mengen und bei geringen Arbeitsgeschwindigkeiten fein dosiert aufgesprüht werden kann. Da im System ein geringer, konstanter Spritzdruck vorherrscht, lassen sich die Vorspritzarbeiten bei minimaler Vernebelung und Verschmutzung durchführen. Abschließend wurde auf gleiche Art und Weise eine maximal 1 cm dicke Verschleißschicht aufgetragen, die nicht nur beste Griffigkeitswerte verspricht, sondern auch die Nutzungsdauer der instandgesetzten Straße wesentlich verlängern helfen soll. §

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bauMAGAZIN April 2017  

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