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IIIIIIIIIIIII Im Blickpunkt

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ERKET

»Diese neue Herausforderung habe ich gesucht« Mitte Januar hat die schwedische Atlas-Copco-Gruppe den Anbaufräsenspezialisten Erkat mit Hauptsitz im thüringischen Hämbach übernommen. Das 1999 von Klaus Ertmer gegründete und als Geschäftsführender Gesellschafter geführte Unternehmen, das vor allem Bagger-Anbaufräsen produziert, die hauptsächlich bei Bau- und Abbrucharbeiten sowie im Tunnelbau und in Steinbrüchen eingesetzt werden, hatte mit weltweit gut 100 Mitarbeitern im Jahr 2015 einen Umsatz von 12 Mio. Euro erwirtschaftet und war auf Wachstumskurs. Warum er die Erkat Spezialmaschinen und Service GmbH – die mittlerweile von Atlas Copco in Anbaufräsen PC GmbH umbenannt wurde – verkauft hat und welche Ziele er mit der Marke KEMROC der bisherigen Tochterfirma Erket verfolgt, das hat Klaus Ertmer im bauMAGAZIN-Interview mit Chefredakteur Michael Wulf näher erläutert.

DAS bauMAGAZIN-INTERVIEW MIT KLAUS ERTMER,

bauMAGAZIN: Herr Ertmer, Erkat ist so

FALKO HAUSS (2)

etwas wie Ihr Lebenswerk. Warum haben Sie Erkat samt den Auslandsgesellschaften in den USA und in Brasilien verkauft?

Erket Freigelände, Stand FGL T407

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Klaus Ertmer: Ja, warum wohl (lacht). Atlas Copco hat mir ein Angebot gemacht, das man, wie es so schön heißt, nicht ablehnen kann. Nein, im Ernst: Durch diesen Verkauf erhalte ich die Chance, in neue und innovative Produkte investieren zu können, diese zu entwickeln und weltweit zu vermarkten. Außerdem bin ich mittlerweile auch schon 55 Jahre alt, und in meiner Familie gibt es niemanden, der meine Nachfolge in der Erkat-Gruppe antreten wollte. bauMAGAZIN: Das Geschäft mit den Quer- und Längsschneidkopffräsen haben Sie abgegeben, die Tochtergesellschaft Erket GmbH & Co. KG, in der die »neueren Produkte« wie Kettenfräsen, Schneidräder oder Bohrantriebe gebündelt sind, führen Sie weiter. Warum behalten sie ausgerechnet diesen Teil Ihres Unternehmens?

ERKET

Geschäftsführer der Erket GmbH & Co. KG

Die Erkator-Kettenfräse gehört zu den Produkten von Erket, die jetzt unter dem Namen KEMROC vermarktet werden. Ertmer: Wie schon gesagt: Atlas Copco wollte unbedingt den Unternehmensbereich Baggeranbaufräsen übernehmen. Und mit Erket kann ich interessante und neue Produkte entwickeln und vermarkten, die sicherlich ein gutes Umsatzpotenzial bieten. Das ist für mich eine spannende Aufgabe, und solch eine neue Herausforderung habe ich gesucht. bauMAGAZIN: Sie haben angekündigt, das Produktportfolio von Erket massiv auszubauen und die Geräte unter dem Namen KEMROC zu vermarkten. Was werden das für neue Produkte sein – und wofür steht KEMROC?

Ertmer: KEMROC steht für Klaus Ertmer Maschinenbau und Roc, also für Gestein. Wir haben neben den schon erwähnten Kettenfräsen, Schneidrädern oder

Bohrantrieben jetzt auch schon Universal- und Asphaltfräsen im Portfolio. Zunächst einmal ist vorgesehen, die einzelnen Produktreihen mit weiteren Modellen auszubauen. Des Weiteren planen wir, neuartige und spezielle Schneidräder zu entwickeln. Da möchte ich aber jetzt noch nicht mehr verraten. Der Standort Hämbach soll jedenfalls gestärkt und weiter ausgebaut werden. So bauen wir eine neue Lagerhalle, die von KEMROC/Erket und Erkat gemeinsam genutzt werden wird und Teil der Expansionsstrategie beider Unternehmen ist. bauMAGAZIN: Nicht zum von Atlas Copco übernommenen Erkat-Paket gehört die Tochterfirma Erkat Middle East in Qatar, die in dieser Region weiterhin Erkat-Anbaufräsen vertreiben wird.

4/2017

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bauMAGAZIN April 2017  

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