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IIIIIIIIIIIII Namen und Neuigkeiten

O SAF-HOLLAND – Zwei neue Mitglieder hat der Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland in sein Management berufen: Seit März ist Dr. Matthias Heiden Chief Financial Officer (CFO). Bereits im Oktober hatte Arne Jörn die Position des Chief Operating Officer (COO) übernommen.

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er Finanzexperte Matthias Heiden verantwortet als CFO und Mitglied des Managements künftig die Bereiche Finanzen, Rechnungswesen und Controlling, IT, Recht und Compliance, Human Resources sowie Investor Relations und Corporate Communications der SAFHolland-Gruppe. Er folgt auf Wilfried Trepels, der den Nutzfahrzeugzulieferer Ende 2016 verlassen hat. Heiden ist Diplom-Kaufmann und Doktor der Wirtschaftswissenschaften. Nach mehreren beruflichen Stationen war er zunächst als Vorstandsassistent und anschließend in leitenden FunkMatthias Heiden (43). tionen bei der SAP SE tätig, unter anderem im Corporate Financial Reporting, als CFO der SAP Svenska sowie als Head of Global Treasury von SAP. Seit Ende 2014 zeichnete er verantwortlich als CFO der deutschen Landesgesellschaft von SAP und schließlich als Regionaler CFO Middle and Eastern Europe.

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Neuer COO mit SAF-Holland-Erfahrung Der Fertigungs- und Lean Management-Spezialist Arne Jörn war in den letzten vier Jahren in mehreren fertigungsnahen Führungspositionen bei SAF-Holland tätig. Als COO übernimmt Jörn die globale Verantwortung für die Organisation und Steuerung der Fertigungs- und Betriebsabläufe im Produktionsverbund des Konzerns. Er soll außerdem dazu beitragen, das operative Geschäft des Konzerns auf die Wachstumsziele der Strategie 2020 auszurichten, mit der SAF-Holland den Umsatz bis 2020 auf 1,5 Mrd. Euro ausweiten will. Zu den Kernaufgaben des ausgebildeArne Jörn (48). ten REFA-Ingenieurs für Industrial Engineering zählt neben Global Operations die Koordination der weltweiten Einkaufs-, Engineering und Qualitätsmanagementaktivitäten. Mit den beiden Neuzugängen zählt das Management Board von SAF-Holland sechs Mitglieder: Neben CEO Detlef Borghardt, Matthias Heiden und Arne Jörn führen und kontrollieren Alexander Geis als President Region EMEA/Indien, Steffen Schewerda als President Region Amerika und Guoxin Mao als President Region China die SAF-Holland S.A. Das Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern und Anbietern hochwertiger Systeme und Bauteile vorrangig für Trailer sowie für Lkw, § Busse und Campingfahrzeuge.

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Faymonville-Gruppe übernimmt Cometto

O FAYMONVILLE – Das norditalienische Unternehmen Industrie Cometto gehört seit kurzem zu Faymonville. Der bisher als Hersteller von Aufliegern für den Spezial- und Schwertransport bekannte Anbieter mit Hauptsitz in Luxemburg steigt damit als hundertprozentiger Anteilseigner in das Segment der selbstangetriebenen Modulfahrzeuge ein.

FAYMONVILLE

Nutzfahrzeugzulieferer erweitert Management

Gehören jetzt zusammen: Paolo Ghinamo, Iose Olmo, Aldo Faccenda, Anne Faymonville, Alain Faymonville und Yves Faymonville (v. li.). Im Hintergrund ein Bild der Transportmodule für das NASA-Space-Shuttle, mit denen das 1954 gegründete Unternehmen Industrie Cometto in den 1980er-Jahren weltweite Beachtung erlangte.

Industrie Cometto gilt als ein führender Hersteller von Schwerlastmodulen und besonders von selbstangetriebenen Modulfahrzeugen. Außerdem bietet das Unternehmen spezielle selbstangetriebene Schwerlasttransporter für industrielle Anwendungen wie Werften- und Stahlwerktransporter sowie Beförderungstechnik an. Weltweite Beachtung erlangte das 1954 gegründete Unternehmen durch den Auftrag für die Transportmodule der NASA-Orbiter-Weltraumfähre in den 1980er-Jahren sowie durch das Mitwirken bei den Ariane-Projekten Anfang der 1990er. Durch die Bündelung von Faymonville und Cometto unter einer Marke investiert die FaymonvilleGruppe in ein neues Produktsegment und will damit seine Palette komplettieren. Das FaymonvilleAngebot beginnt künftig mit Max Trailer, ausgelegt für Nutzlasten zwischen 15 t und 60 t, Faymonville selbst gilt als ein führender Spezialist für Transportlösungen von 30 t bis 1000 t auf nicht angetriebenen Aufliegern. Die Marke Cometto soll künftig den Bereich der selbstangetriebenen Fahrzeuge abdecken. Das Einbinden von Cometto in die Faymonville-Gruppe verspricht Vorteile für beide Unternehmen: Faymonville will sein Wissen im Bereich der Produktionsprozesse mit der vorhandenen Fachkenntnis von Cometto im Segment der selbstangetriebenen Modulfahrzeuge kombinieren. Das Qualitätsmanagement von Faymonville soll dabei nicht nur im Produktionsablauf einwirken, sondern auch im Bereich von Forschung und Entwicklung, dem weltweitem Service sowie der Ersatzteilbelieferung, um entsprechend den Kunden die besten Produkte mit erstklassigem Service zu bieten. »Eine höhere Produktionskapazität und eine verbesserte Qualität werden das Resultat sein. Diese Übernahme wird unsere Marktposition beträchtlich anwachsen lassen«, ist Alain Faymonville, Präsident der Faymonville-Gruppe, überzeugt. §

Umsatz 2016 entgegen Marktentwicklung leicht gesteigert – Positiver Ausblick für das Geschäftsjahr 2017

O DEUTZ – Die Deutz AG hat ihre Konzern-Geschäftszahlen für das Jahr 2016 bekanntgegeben. Der Auftragseingang erreichte 1,261,4 Mrd. Euro und lag 2,9 % über dem Vorjahreswert von 1,225,9 Mrd. Euro. Dabei legten für den Motorenhersteller die Anwendungsbereiche Baumaschinen, Material Handling und Landtechnik sowie das Servicegeschäft zu. Der Absatz belief sich auf 132539 Motoren (– 3,8 5 zum Vorjahr). Insbesondere in den Anwendungsbereichen stationäre Anlagen und Automotive wurden weniger Motoren verkauft. Der Umsatz lag mit 1,260,2 Mrd. Euro um 1 % über dem Vorjahreswert. Dabei legten die Umsatzerlöse in den Regionen EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) um 3,3 % und Asien/Pazifik um 15,9 % zu, wohingegen in Amerika 13 % weniger erlöst wurde. Das operative Ergebnis (EBIT) ist im Geschäftsjahr 2016 deutlich um 18,5 Mio. Euro auf 23,4 Mio. Euro gestiegen. Die EBIT-Rendite verbesserte sich auf 1,9 % nach 0,4 % im Vorjahr. Das Konzernergebnis hat sich von 3,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015 auf 16 Mio. Euro erhöht. »Die Ergebnisverbesserung haben wir aufgrund geringerer Materialkosten

und Abschreibungen erzielt. Zudem haben wir 2016 bereits von ersten Ergebniseffekten der Standortoptimierung profitiert. Die Maßnahmen sind weit fortgeschritten und werden im laufenden Geschäftsjahr 2017 einen positiven Ergebnisbeitrag von rund 10 Mio. Euro erbringen – bei höherer Auslastung in zukünftigen Jahren auch mehr«, so Deutz-Finanzvorstand Margarete Haase. Für 2017 erwartet Deutz ein überwiegend stagnierendes bis leicht wachsendes Marktumfeld, sieht jedoch auch frühe Signale für eine mögliche Verbesserung. Ein positiver Basiseffekt ergibt sich aus dem weitgehenden Abbau von Lagerbeständen bei den europäischen Kunden. Vor diesem Hintergrund prognostiziert Deutz einen deutlichen Umsatzanstieg. §

4/2017

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bauMAGAZIN April 2017  

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