Issuu on Google+

Jahresbericht 2005 SAXONIA Standortentwicklungs-und-verwaltungsgesellschaft mbH


Inhalt Finanzen

6

Standortentwicklung / Immobilien

8

Altlastenprojekt

12

Projekte

16

Montanregion Erzgebirge

19

SIDAF

22


Einführung Die SAXONIA Standortentwicklungsund -verwaltungsgesellschaft mbH ist ein fester Bestandteil der Freiberger Wirtschaftsstruktur und prägt als Beteiligungsgesellschaft des Landkreises und der Stadt Freiberg durch aktive Wirtschaftsförderung sowie durch zielgerichtetes Revitalisierungs- und Umweltmanagement die Wirtschaftsregion Freiberg. Im Geschäftsjahr 2005 wurden die begonnenen Stabilisierungs- und Konsolidierungsprozesse fortgeführt. Mit der notariellen Beurkundung und dem Vollzug der Änderung des Gesellschaftervertrages durch Eintrag in das Handelsregister am 08.03.2005 konnten die Weichen für eine breitere Aufstellung des Unternehmens am Markt gestellt werden . Die vorhandene Organisationsstruktur der SAXONIA hat sich erneut bewährt. Laufende Projekte wurden zielgerichtet und zeitnah in den jeweiligen Projektteams bearbeitet. Das wesentliche Kerngeschäft des Unternehmens wurde nach wie vor geprägt durch das vom Freistaat Sachsen geförderte Altlastenprojekt sowie durch den Geschäftsbereich Erdstoffmanagement. Mit dem Erwerb von Grundstücken im Bereich der Frauensteiner Straße in Freiberg, soll der Standort „Alte Zinnhütte“ zum zentralen Standort für Erdstoffe aus dem Landkreis Freiberg planerisch aufgearbeitet werden.

4

Geschäftsführer Dipl.-Verwaltungswirt (FH) Erich Fritz

Die Aktivitäten im Immobilienbereich und der Standortentwicklung konnten erfolgreich weitergeführt werden. Neben den Grundstücksverkäufen wurden dabei insbesondere die Bemühungen vertieft, die Gewerbe- und Industriegebiete Saxonia-Areal in Freiberg und in Siebenlehn zu vermarkten.

Das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens wird besonders deutlich in der finanziellen Unterstützung des AGENDA 21–Prozesses im Hinblick auf die Initiierung von Projekten für den Landkreis und die Stadt Freiberg sowie des Vereins Himmelfahrt Fundgrube Freiberg.

Im Rahmen der Geschäftstätigkeiten in den Bereichen Wirtschaftsförderung sowie Forschung und Entwicklung sind weitere Projekte und Maßnahmen fortgeführt bzw. begonnen worden. Hierzu zählen insbesondere der Aufbau eines Brachflächenmanagements für das Regionalmanagement Erzgebirge, das Inno-Regio-Projekt „Spritzbeschichtungen“ die weitere Umsetzung des Schlüsselprojektes „Montanregion Erzgebirge/ UNESCO-Welterbe“ sowie die Erstellung eines Sportstättenentwicklungsplanes für den Landkreis Freiberg.

Ich darf an dieser Stelle den Gesellschaftern Landkreis und Stadt Freiberg, den Aufsichtsgremien der SAXONIA, den Geschäftspartnern und insbesondere den Mitarbeitern für das entgegengebrachte Vertrauen und die geleistete Arbeit im Interesse des Unternehmens herzlich Dank sagen.

Das Sächsische Informations- und Demonstrationszentrum für Abfallbehandlungstechnologien (SIDAF) hat 2005 weitere erfolgreiche Veranstaltungen durchgeführt. Neben den traditionellen Themen der Abfallwirtschaft rücken hierbei zunehmend neue inhaltliche Schwerpunkte wie Erneuerbare Energien und Stadtumbau in den Mittelpunkt.


Organe Gesellschafter

Aufsichtsrat

Geschäftsleitung

Universitätsstadt Freiberg vertreten durch die Oberbürgermeisterin Frau Dr. Uta Rensch

Frau Dr. Uta Rensch Oberbürgermeisterin der Stadt Freiberg Vorsitzende

Herr Dipl.-Verwaltungswirt (FH) Erich Fritz

50%

Herr Dipl.-Verwaltungswirt Volker Uhlig Landrat des Landkreises Freiberg Stellvertretender Vorsitzender

Landkreis Freiberg vertreten durch den Landrat Herr Dipl.-Verwaltungswirt Volker Uhlig

alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer

Frau Ass. jur. Christine Putzler 1. Kreisbeigeordnete des Landkreises Freiberg

50% Herr Ing. Jörg Kiehne Bürgermeister der Gemeinde Halsbrücke Herr Dr.-Ing. Arnd Böttcher Bürgermeister für Finanzen der Stadt Freiberg Herr Dipl.-Ing. oec. Dieter Brautzsch Mitglied des Stadtrates Freiberg

5


Finanzen Ertragslage Im Mittelpunkt der Arbeit der Geschäftsführung standen 2005 die Sicherung der Finanzierung des Geschäftsbetriebes und die Fortsetzung des Stabilisierungs- und Konsolidierungsprozesses der Gesellschaft. Das erreichte Jahresergebnis 2005 ist unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung in den wesentlichen Branchen als positiv einzuschätzen. Der Umsatz des Geschäftsjahres 2005 konnte auf 1.087 TEUR gesteigert werden. Wesentlichen Anteil an der Umsatzsteigerung hatte das Sächsische Informations- und Demonstrationszentrum für Abfallbehandlungstechnologien Freiberg. Dabei ist hervorzuheben, dass sich sämtliche Geschäftsfelder positiv entwickelt haben.

Die anderen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus dem Altlastenprojekt in Form von Erstattungen des Regierungspräsidium Chemnitz in Höhe von 90% der angefallenen Kosten der Sanierungsleistungen. Die Zuwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 211 TEUR. Mit den erreichten Einsparungen von 323 TEUR in den Material- und Personalkosten wurden positive Auswirkungen auf das Jahresergebnis erzielt. Die planmäßigen Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr im Berichtsjahr um 8 TEUR auf 57 TEUR gesunken.

Die Abschreibungen des Sonderverlustkontos aus Rückstellungsbildung gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG erhöhten sich durch vermehrte Aktivitäten bei den Sanierungsarbeiten im Geschäftsjahr 2005 auf 131 TEUR. Das Finanzergebnis konnte 2005 nur unwesentlich um 11 TEUR gesteigert werden, da das Zinsniveau nahezu auf dem Vorjahresstand geblieben ist. Das periodenfremde Ergebnis in Höhe von 147 TEUR beinhaltet im Geschäftsjahr 2005 periodenfremde Erträge in Höhe von 157 TEUR und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 10 TEUR.

1.200

1.000

800

600

400

200

Umsatzentwicklung seit dem Jahr 2000

6

0 2000

2001

2002

2003

2004

2005


Betriebsergebnis

Jahresergebnis 100

0 -100

50

-200 0

-300

T€

-400

T€

-50

-500 -100

-600 -700

-150

-800 -900

-200

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2000

2001

2002

2003

2004

2005

Vermögens- und Finanzlage Die bereits im Vorjahr zufrieden stellende Vermögenslage der Gesellschaft hat sich weiter stabilisiert. Die Verringerung der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 68 TEUR resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus der Verringerung der Sonstigen Vermögensgegenstände um 106 TEUR und dem Rückgang des Sonderverlustkontos um 131 TEUR, denen ein positiver Saldo in Höhe von 265 TEUR aus dem Anstieg der Flüssigen Mittel gegenübersteht. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 66 TEUR bedingt durch den erzielten Jahresüberschuss an, die Verringerung der Sonstigen Rückstellungen um 118 TEUR hat jedoch zu einer Verringerung der Bilanzsumme geführt. Das Anlagevermögen verringerte sich nur geringfügig. Die Zugänge zu Grundstücken in Höhe von insgesamt 21 TEUR betreffen ein Grundstück zur Sicherung der zukünftigen Erdstoffanlieferung. Die Investitionen in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von insgesamt 32 TEUR betreffen im Wesentlichen Ersatzinvestitionen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von 24 TEUR enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten vorwiegend Steuererstattungsansprüche und Forderungen aus dem Altlastenprojekt.

8

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 197 TEUR. Während die Höhe des Fremdkapitals auf Grund gegenläufiger Entwicklungen bei den Rückstellungen und Verbindlichkeiten sich um 129 TEUR verringerte. Die Rückstellungen für Umweltsanierungen, für Abrisskosten und für Entsorgungskosten für Schadstoffe erreichen 75 % des gesamten Rückstellungsbetrages von 4.998 TEUR. Zur Sicherung der notwendigen Finanzierung der Zukunftsaufgaben, Nachsorgeverpflichtungen, wurden erstmalig Rückstellungen in Höhe von 100 TEUR gebildet. Die Rückstellung betrifft Aufwendungen, die der Gesellschaft mittelfristig aus der Nachsorge der Umweltsanierungen im Rahmen des Altlastenprojektes erwachsen. Auf Grund der verbesserten Ertragslage hat sich auch die Finanzlage für die Gesellschaft verbessert. Der Finanzmittelfonds betrifft den Posten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Wertpapiere. Der Finanzmittelfonds stieg um 265 TEUR auf 10.536 TEUR an. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit 165 TEUR um 583 TEUR unter dem des Vorjahres. In Folge der Erhöhung des Finanzmittelfonds ergeben sich für alle Liquiditätsgrade verbesserte Kennzahlen.

2005

2004

TEUR

TEUR

1087

963

zu Betriebsleistungen

1247

1353

Betriebsleistungen

2334

2316

Materialaufwendungen

215

485

Personalaufwendungen

605

658

57

65

1579

1237

6

6

Sonstige Betriebsaufwendungen

2462

2451

Betriebsergebnis

-128

-135

Finanzergebnis

178

167

Unternehmensergebnis

50

32

Periodenhaftes Ergebnis

147

88

131

110

66

10

Umsatzerlöse Andere Beiträge

Abschreibungen Sonstige Betriebsaufwendungen Ergebnisunabhängige Steuern

Ordentliches

Abschreibungen Sonderverlustkonto Jahresergebnis


Chancen und Risiken Die Gesellschaft wird alle Anstrengungen unternehmen, ihre Tätigkeiten im Rahmen des Unternehmensgegenstandes unter den schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen auszudehnen. Insbesondere ist vorgesehen, im Laufe des Jahres 2006 Geschäftsanteile an einer Vermögensverwaltungs-GmbH zu erwerben.

• Abhängigkeit von Lieferanten • Auswahl der Lieferanten • Qualität der Leistungen • Verlässlichkeit der Lieferanten

Das Finanzberichtswesen wurde auch 2005 weiterentwickelt, so dass der Aufbau eines Risikoüberwachungssystems demnächst abgeschlossen werden kann Bestandsgefährdente bzw. wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung der SAXONIA sind gegenwärtig nicht erkennbar.

In unserer Planung für die folgenden Geschäftsjahre gehen wir von einer steigenden Ertragskraft aus. Dazu tragen unsere Investitionen in den Geschäftsjahren 2006/2007 bei, insbesondere die Erweiterung der bestehenden Geschäftsfelder.

• Zinssatzänderung • Refinanzierungsrisiko Beschaffungsmarkt Kapitalmarkt

Altlastenprojekt

• Unerkannte Altlast • Radioaktivität • Bergbauschäden • Sanierungskosten

Strategie und Ziele

Unternehmen Geschäftsprozesse

Mitarbeiter und Organisation

Konkurrenzunternehmen

Absatzmarkt (Erdstoffannahme Kunden)

• Auftragsrisiko • Qualität • Kundenabhängigkeit • Konkurrenz • Konjunktur Rechtliche und politische Rahmenbedingungen

• neue Wettbewerber • Preiswettbewerb • Produktwettbewerb • Kundenbindung Naturereignisse risikobehaftete Einwirkungen Einflussmöglichkeiten des Unternehmens

• Regierungswechsel • neue rechtliche Vor• Überschwemmung • Erdrutsch

schriften (Gebote, Verbote)

Darstellung der „SAXONIA-Risikolandschaft“

7


Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2005

Position

31.12.2005

31.12.2004

EUR 1.

Umsatzerlöse

2.

Bestandsveränderungen FE/ UE

3.

Sonstige betriebliche Erträge

4.

Materialaufwand a) Aufwendungen für RHB- stoffe b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

5.

EUR 1.086.913,59 -31.133,07

31.133,07

1.428.434,71

1.398.583,36

-27.069,46 -187.724,03

962.573,25

-19.621,68 -214.793,49

-465.915,59

-485.537,27

Personalaufwand a) Löhne und Gehälter

-490.714,76

-533.690,59

b) soziale Abgaben und Aufwendungen Altersversorgung und für Unterstützung 6.

-114.426,06

-605.140,82

-123.989,50

-657.680,09

Abschreibungen a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

-57.258,40

-64.890,49

b) auf das Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG 7.

Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebsergebnis

-130.598,33

-187.856,73

-110.114,89

-175.005,38

-1.589.919,78

-1.237.006,31

-113.495,59

-162.939,37

185.441,76

178.365,79

-3,20

-6,00

8.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

9.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

10.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

71.942,97

15.420,42

11.

Sonstige Steuern

-5.737,18

-5.869,83

12.

Jahresüberschuss

66.205,79

9.550,59

9


Bilanz zum 31. Dezember 2005

AKTIVA Position

31.12.2005

31.12.2004

EUR

EUR

A. Anlagevermögen I.

Immaterielle Vermögensgegenstände Gewerbliche Schutzrechte, Software

6.014,58

15.390,07

II. Sachanlagen 1.

Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten 992.492,33

1.008.037,61

2.

auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen

11.751,18

12.765,16

3.

Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausst.

76.010,01

1.080.253,52

77.731,60

1.098.534,37

III. Finanzanlagen Beteiligungen

1.000,00

1.000,00

1.087.268,10

1.114.924,44

0,00

31.133,07

B. Umlaufvermögen I.

Vorräte Unfertige Leistungen

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

132.831,29

2.

Sonstige Vermögensgegenstände

202.549,92

165.371,74 335.381,21

308.945,92

474.317,66

III. Wertpapiere Sonstige Wertpapiere

IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

C. Sonderverlustkonto Rückstellungsbildung BILANZSUMME

10

1.954.202,67

1.954.202,67

8.582.100,34

8.316.482,65

10.871.684,22

10.776.136,05

3.681.323,69

3.811.922,02

15.640.276,01

15.702.982,51


PASSIVA Position

31.12.2005

31.12.2004

EUR

EUR

A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Gewinnrücklagen

250.000,00

1.

Sonderrücklage gemäß § 27Abs. 2 DMBilG

6.585.717,45

2.

Sonderrücklage gemäß § 17Abs. 4 DMBilG

3.681.323,69

III. Gewinnvortrag aus Vorjahr

250.000,00 6.455.119,12

10.267.041,14

3.811.922,02

9.550,59

IV. Jahresüberschuß

10.267.041,14 0,00

66.205,79

9.550,59

10.592.797,52

10.526.591,73

4.997.825,63

5.116.579,74

B. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen

C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 2. Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern dav. Im Rahmen der sozialen Sicherheit

D. Rechnungsabgrenzungsposten

BILANZSUMME

15.683,52

6.730,17

33.670,41

52.867,67

(4.100,42)

(17.758,52)

(0,00)

(18.591,57) 49.353,93

59.597,84

298,93

213,20

15.640.276,01

15.702.982,51

11


2005 TEUR

2004 TEUR

Wachstum TEUR

Wachstum %

811

784

27

3,4

Planungs- und Ingnieurleistungen

100

78

22

28,2

Vermietung und Verpachtung

83

64

19

29,7

Erlöse SIDAF

92

36

56

155,6

Sonstige

1

1

0

0,0

Dienstleistungen (hauptsächlich Erdstoffannahmen)

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zur Bilanz

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2005 konnten gegenüber dem Vorjahr um 124 TEUR gesteigert werden. Die in der Tabelle dargestellten Erlösgruppen zeigen ausschließlich im Inland erzielte Umsatzerlöse.

Das Anlagevermögen der Gesellschaft ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt 150 TEUR enthalten. Sie betreffen Buchgewinne aus dem Verkauf von Grundstücken in Höhe von 131 TEUR, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 5 TEUR sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 14. Die Sonstigen betriebliche Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 10 TEUR. In den Zinserträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 7 TEUR enthalten.

Die Forderungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögens-gegenstände enthalten unter anderem Steuererstattungsansprüche und Zinsabgrenzungen. Von den insgesamt 202 TEUR sonstige Vermögensgegenstände besitzen 182 TEUR eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Das Stammkapital beträgt 250 TEUR. Die Anteile an der SAXONIA werden zu 50 % vom Landkreis und zu 50 % von der Stadt Freiberg gehalten. Die sonstigen Rückstellungen von 4.998 TEUR betreffen unter anderem Verpflichtungen aus dem Altlastenbereich wie Umweltsanierungen, Abrisskosten, Entsorgungskosten und Nachsorgekosten, ferner Verpflichtungen aus dem Personalbereich wie Resturlaub und Berufsgenossenschaftsbeiträge, Risiken und Verpflichtungen aus laufenden Aufträgen, Gewährleistungsansprüchen, Jahresabschlusskosten und ausstehende Rechnungen. Alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten von insgesamt 49 TEUR haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

12


Sonstige Angaben

2005 Personen

Die Gesellschaft besch채ftigte durchschnittlich folgende Anzahl an Mitarbeitern getrennt nach Gruppen:

M채nner

2004 Personen

9

11

Frauen 5 14

4 15

Entwicklung der Besch채ftigten und der Auszubildenden

25

Besch채ftigte

Azubi

23 22

20 20 19 18 17 16

15 15

15

15 14

10 9

6

5

6 5

5

0 1998

14

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005


Standortentwicklung/Immobilien Die Hauptproduktionsstandorte Freiberg, Muldenhütten und Halsbrücke des ehemaligen Bergbau- und Hüttenunternehmens waren dadurch geprägt, dass die Ver- und Entsorgungssysteme jeweils den gesamten Standort erschlossen und teilweise auch noch das Umfeld mit versorgt wurde. Mit der Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft 1990 wurden auch die Lebensfähigkeit und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Produktionsbereiche überprüft. Es zeigte sich, dass einzelne Unternehmensteile nicht wettbewerbsfähig waren und geschlossen werden mussten. Das wiederum hatte Auswirkungen auf die überlebensfähigen Produktionsbereiche. Bei deren Ausgründungen und den Verkäufen von Gebäuden und Flächen auf den einzelnen Standorten musste an die Entflechtung der Ver- und Entsorgungssysteme und die verkehrstechnische Erschließung und somit bereits auch an eine Neubesiedelung gedacht werden. Entwicklung in15 Jahren vom Hüttenstandort zum innovativen Industriegebiet Die Wirtschaftlichkeitsprüfung ergab für die Mehrzahl der Produktionsbereiche auf dem Standort der ehemaligen Hütte Freiberg, dem heutigen Saxonia-Areal, mit einer Bruttofläche von ca. 49,5 ha, einer betriebseigenen Infrastruktur und einer Anschlussbahn kein positi-

ves Ergebnis. Die Produktionen in den Bereichen der Zinkgewinnung und der Schwefelsäureherstellung, der Zinnverhüttung und des Heizkraftwerkes mussten eingestellt werden. Damit einher ging die Schließung der produktionsnahen Dienstleistungsbereiche. Einige wenige Produktionsbereiche hatten auf Grund ihres Profils die Chance zur Weiterführung. Der Standort sollte als Produktionsstandort erhalten werden. Die entstandene Industriebrache war durch Revitalisierung und Neuerschließung zu einem modernen Industriestandort zu entwickeln. In einem ersten Schritt bekamen die verkaufsfähigen Produktionsbereiche die notwendigen Grundstücksflächen zugeordnet, und es wurden Käufer für diese Bereiche gesucht. Erste freie Gebäude wurden vermietet. Die verbleibende Bausubstanz wurde auf die Möglichkeit der Nachnutzung überprüft. Im Ergebnis erfolgten im Rahmen von arbeitsfördernden Maßnahmen die Entkernung von Gebäuden und deren Abbruch. In dieser Phase musste die Ver- und Entsorgung der noch genutzten Grundstücke aufrechterhalten und deren schrittweise Entflechtung vorangetrieben werden. Parallel dazu erfolgte die Altlastenerkundung und die Vorbereitung und Realisierung der Maßnahmen zu Gefahrenabwehr. Zur Sicherung des Baurechtes

wurde durch die Stadt Freiberg, in Abstimmung mit SAXONIA, ein Bebauungsplan-Verfahren auf den Weg gebracht. Die SAXONIA leitete die Planung für die Neuerschließung ein. Im Rahmen dieser Neuerschließung wurden die Straßen entsprechend des B-Planes neu gebaut. Die alte betriebseigene Wasserver- und Abwasserentsorgung konnte nach Herstellung der öffentlichen Wasserversorgung und Neubau der Abwasser-entsorgungssysteme stillgelegt werden. Für die Stromversorgung wurden neue Leitungen verlegt bzw. Hochspannungsleitungen umverlegt, alte Trafostationen stillgelegt und neu aufgestellt. Während der Erschließungsarbeiten musste die Ver- und Entsorgung der bereits angesiedelten Firmen gesichert werden. Die innere und die äußere Erschließung des Standortes konnten im Jahr 2000 abgeschlossen werden. Eine weitere Erschließungsstraße wurde im Dezember 2005 an die Stadt übergeben. Es entstand ein Industriestandort mit einer modernen Infrastruktur. Von der Gesamtfläche sind ca. 26,5 ha als Nutzfläche ausgewiesen. Hiervon sind bisher bereits ca. 90% verkauft bzw. werden genutzt. Schwerpunktmäßig konnten Firmen aus der Umwelttechnik, der Recyclingindustrie und aus dem Bereich der Nutzung von regenerativen Energien und

15


Energien und nachwachsenden Rohstoffen angesiedelt werden. Die Voraussetzungen zum Erhalt der Anschlussbahn wurden geschaffen. Die drei größten Investoren besitzen 56 % der verkauften Fläche des SaxoniaAreals. Die Deutsche Solar AG produziert auf einer Fläche von ca. 6 ha in Bereichen Fertigung, Logistik und Recycling. Die B.U.S Zinkrecycling nutzt eine Fläche von 4,2 ha. Die Choren-Gruppe baut ihre Anlagen zur Gewinnung von erneuerbaren Energien (Sun-Diesel) aus nachwachsenden Rohstoffen auf einer Fläche von 3,2 ha. Aktivitäten 2005 Die Aufgaben der Standortentwicklung umfassen die Vermarktung von Gewerbeflächen mit den dazugehörigen Verhandlungen zum Verkauf sowie der Kauf und die Kommunalisierung von Grundstücken und die Abwicklung dieser Verträge. Des Weiteren sind die Vermietung von Grundstücken, die Kontrolle der Grundstücke sowie der fachgerechte Umgang mit dinglichen Rechten ständiger Bestandteil der Aufgaben. Dazu kommen Recherchen über Grundstücke, um auf Basis dieser Informationen Entwicklungskonzepte zu erarbeiten.

Es wurden insgesamt fünf Verkäufe mit einer Fläche von ca. 12.200 m² und einem Erlös von ca. 87 TEUR abgschlossen, davon befinden sich 3 Grundstücke auf dem Saxonia Areal und je eines in Halsbrücke und Muldenhütten. Neben dem Vertragsabschluss musste die Vermessung der Kaufgegenstände organisiert und nach Vorlage der Änderungsnachweise die Auflassung erklärt werden.

rechtlicher Wasservertrag mit einem auf dem Saxonia Areal angesiedelten Unternehmen ausgehandelt werden.

Die Kommunalisierung der Pochwerkshalde und einiger weiterer Nachbarflächen von insgesamt 18.878 m² in Halsbrücke konnte abgeschlossen werden. Damit befinden sich die Flächen der neu gebauten Staatsstraße S 197 und der Randbereiche im Eigentum der Gemeinde Halsbrücke.

Die Eröffnung der Kartbahn „SAXONIARing“ erfolgte im April 2005. Zur Sicherung der Fördermittel für den Kart-Club wurde die Fläche der Kartbahn vermessen und eine Grundschuld für die Saxonia auf dieses Grundstück eingetragen werden.

Für das Projekt Zinnhütte mussten für drei Grundstücke Kaufverhandlungen geführt werden. Ein Vertrag ist bereits vollzogen und für zwei Grundstücke liegen notarielle Kaufangebote vor, die bis 09/2006 angenommen werden müssen. Dadurch wird die SAXONIA Flächen von insgesamt ca. 5,3 ha erwerben und dafür ca. 195 TEUR aufwenden.

Für einige der Freiflächen konnten wir vier Pacht-/Mietverträge abschließen. Die größten Flächen, ca. 6 ha, wurden an landwirtschaftliche Betriebe (Agrargenossenschaften) verpachtet. Insgesamt wurden 7,2 ha verpachtet mit einem jährlichen Erlös von 1,2 TEUR.

Jedes Jahr sind auf dem Garagenkomplex Hammerberg Aktivitäten notwendig. Neben einer Beräumung der Fläche zwischen den Garagenreihen sind aufgebrochene Garagen wieder zu verschließen.

Bezüglich der Grundstücksrechte mussten Rangrücktritte (Vorkaufsrecht) und Leitungsrechte (Erdgasleitung) geprüft und notariell bestätigt und ein privat-

9


Die 2004 aufgestellte Schranke hat zu einer Verbesserung der Gesamtsituation auf dem Gelände beigetragen. In Auswirkungen des Schuldrechtsanpassungsgesetzes (SchuldRAnpG) fallen ab 2007 die Vergünstigungen bezüglich der Möglichkeiten der Kündigung für den Garageneigentümer weg. Zur Vermarktung der Mittelfläche im ehemaligen Betriebsteil 1 in Halsbrücke war beabsichtigt, die nicht genutzten Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, abzubrechen bzw. diese in eine

Nutzung einzubeziehen. Dazu wurden die Lösungsansätze aus einer Diplomarbeit von der Bauhaus-Universität Weimar durch eine Mitarbeiterin der TU Bergakademie Freiberg, Institut für Wissenschafts- und Technikgeschichte, mit einer Kostenschätzung untersetzt. Ein kostengünstiger Lösungsweg war nicht darstellbar. Weiterhin wurde die Überarbeitung des Bebauungsplanes für das Gewerbe- und Industriegebiet Siebenlehn fortgesetzt.

Die Bestätigung der Überarbeitung wird erst im Jahr 2006 möglich sein. Seit die Sanierung der Südseite des Haldenkomplexes begonnen wurde, haben wir uns um eine Nachnutzung des Haldenkomplexes und des Absetzbeckens durch Errichtung einer PhotovoltaikAnlage bemüht. Bislang konnten noch keine Interessenten zur Nutzung dieser Flächen gewonnen werden.

Besiedlung Saxonia-Areal

10


Käufe in Verbindung mit dem Projekt Zinnhütte lfd. Nr. Fläche (m²) Verkäufer Lage 1 19.520 Rheinbraun Frauensteiner Straße Brennstoff GmbH 2 3.312 Eisenwerke Fried. Wilh. Fläche neben Zinnhütte Düker GmbH & Co. KGaA 3 30.000 Hr. Preiss-Daimler Zinnhütte Summe 52.832

Verkäufe lfd. Nr. Fläche (m²) Käufer 1 1.600 B.U.S Zinkrecycling Freiberg GmbH & Co. KG 2 765 Wasserzweckverband Freiberg 3 1.424 Saxonia Edelmetall GmbH 4 5.000 Immobilien Freiberg Ltd neben Neutra 5 3.400 Popp und Lauser GbR Summe 12.189

Vermietung

Teilfläche HF Teil Kernfläche Teilfläche HF Wasserbehälter Halsbrücke BT 1, Weg Teilfläche HF Parkfläche MH

lfd. Nr. Fläche (m²) Mieter 1 7.800 Herr Fritze 2 34.000 Agrargenossenschaft Niederschöna 3 28.300 Agrargenossenschaft Am Zellwald 4 2.000 Popp & Lauser GmbH Summe

Lage

Lage östlich Davidschacht östlich Davidschacht Halsbrücke Erzstraße Muldenhütten

72.100

11


Altlastenprojekt SAXONIA Mit dem Jahr 2005 erlebte das Altlastenprojekt SAXONIA bereits sein zwölftes Jahr. Entstanden als eines von 23 Ökologischen Großprojekten in den Neuen Bundesländern wurde es im September 1993 gegründet. Das Vorhaben dient der Sicherung von Altlasten sowie der Realisierung von Gefahrenabwehrmaßnahmen auf den Flächen des ehemaligen Bergbau- und Hüttenunternehmens. Schwerpunkte setzen hierbei die Standorte Saxonia-Areal Freiberg, Muldenhütten und Halsbrücke. Der finanzielle Gesamtrahmen beträgt 18.0 TEUR. Auf der Grundlage der durchgeführten Erkundungs- und Sanierungsmaßnahmen wurden in den zurückliegenden 12 Jahren nahezu alle betreffenden Objekte nach der Sächsischen Altlastenmethodik untersucht und gesichert. Nach Abschluss des Altlastenprojektes im Jahr 2007/2008 werden 55 Einzelprojekte bearbeitet sein, darunter ca. 20 ha Schlackenhalden. Die Belastungen der Umwelt, welche durch die ehemaligen berg- und hüttenmännischen Aktivitäten in der Region verursacht wurden sowie die damit einhergehenden Emissionen, sind dann beseitigt bzw. entscheidend reduziert.

12

1993 1993 1993/94 1994 1994 1995 1996/97 1998 ab 1999 1999 - 2006 2003

Klausurtagung unter Federführung der Treuhandanstalt am 01. und 02. September zur Begründung des Ökologischen Großprojektes SAXONIA SAXONIA wird von den Kosten für gefahrenabwehrende Maß- nahmen auf allen Flächen, die den Betrieben zugeordnet waren, zu 90 % freigestellt erstes Rahmensanierungskonzept, erste Maßnahmen zur grund- sätzlichen Erkundung der Gefahrenlage, Projektgruppensitzungen Rahmensanierungskonzept SAXONIA wird beschlossen, Umfang: 30.0 TEUR Durchführung des Rahmensanierungskonzeptes geht an das Land- Sachsen über, SAXONIA wird Projektsteuerer, GEOS wird Projekt- controller, weitere Erkundungsmaßnahmen Erste große Sicherungsmaßnahme: Arsenhütte (Asphaltversiegel- ung), Überarbeitung Rahmensanierungskonzept Neuer Projektcontroller ARGE AFC, Fertigstellung Sanierungsrahmenkonzept, Beginn Pauschalierungsverhandlungen zwischen Land Sachsen und BvS, Reduzierung Umfang auf ca. 18.0 TEUR Abschluß des Sanierungsvertrages zwischen Land Sachsen und SAXONIA, Pauschalierungsvereinbarung zwischen BvS und Land Sachsen, Umbenennung in Altlastenprojekt SAXONIA SAXONIA ist Projektsteuerer, regelmäßige Projektgruppensitzungen mit Beteiligten RP Chemnitz, StUFA Chemnitz, Land ratsamt Freiberg, Projektcontroller und Projektsteuerer Verwirklichung von Sicherungsmaßnahmen an den definierten Schwerpunktaltlasten Festkolloquium zum 10-jährigen Bestehen des Altlastenprojektes

Ausblick 2008

Die Laufzeit des Altlastenprojektes ist nach Sanierungsvertrag auf das Jahr 2008 begrenzt. Bis dahin sind alle wesentlichen Sicherungsaufgaben abzuarbeiten. Für eventuelle Überhänge an Sicherungsmaßnahmen besteht die Möglichkeit, eine entspre- chende Vereinbarung zur Fortführung des Altlastenprojektes mit dem Land Sachsen abzuschließen.


Wesentliche Sicherungsmaßnahmen im Altlastenprojekt SAXONIA 1996 bis 2004 1996 - Arsenhütte Muldenhütten Sicherung der Arsenhütte durch Aufbringen einer Asphaltabdeckung, Sicherung der Böschungen mit Bentonitmatten 2000 - Bekämpfung der Glimmbrände auf dem Haldenkomplex Hütte Freiberg

2002 - Absetzbecken Hütte Freiberg Das Absetzbecken der Hütte Freiberg war eine der wesentlichsten Altlasten des Projektes. Es wurde 1969 in Betrieb genommen und enthielt bei seiner Stilllegung 1990 ca. 150.000 m³ schwermetallhaltige Neutralisationsschlämme. Nach einer Teilentwässerung der Schlämme über eine Auflastschicht wurde die Oberfläche mit einer Kunststoffdichtungsbahn abgedeckt. 2003 – 500 m³-Becken

Bereits 1995 wurde von einem führenden deutschen Unternehmen eine aufwändige Methode der Glimmbrandbekämpfung für ca. 2.9 TEUR angeboten. Unter Verwendung des Vorschlags eines Freiberger Ingenieurbüros konnte der Gesamtaufwand zur effektiven Bekämpfung der Brände wesentlich gesenkt werden. 2001/02 Sicherung der Schlackenhalde Halsbach Die Schlackenhalde Halsbach ist eine kleine sehr alte Halde in Muldennähe. Sie stammt aus der Zeit des Betriebes der Turmhofer Hütten zwischen 1570 und 1750. 2001 - Sicherung der Otto-Deponie Muldenhütten

Das 500 m³Becken war Stapelbecken für saure Abwässer der Zink- und Schwefelsäureproduktion. Der Schlamm enthielt neben den üblichen Schwermetallen vor allem erhebliche Mengen Quecksilber. Zur Sicherung wurde eine Immobilisierung mit anschließender Vollkapselung und Überbauen mit einer ca.5m mächtigen Erdschicht gewählt. 2003 – Nordseite Haldenkomplex Die Nordseite des Haldenkomplexes umfasste eine Sicherungsfläche von knapp 5 ha. Aus logistischen Gründen ist die Sicherung der Halde in zwei Bauabschnitte geteilt worden. Die Nordseite erhielt wiederum eine hochwertige mineralische Abdichtung.

2004 – Sicherung der Schlackenhalde Hilbersdorfer Tor Bei der Sicherung der Schlackenhalde „Hilbersdorfer Tor“ wurde erstmals bei der Sicherung einer Altlast in Sachsen der Dichtbaustoff TRISOPLAST® verwendet. TRISOPLAST® erlaubt ein platzsparendes Bauen, da der Baustoff weder austrocknungs- noch frostgefährdet ist. Da die Halde für Umlagerungen und damit die Herstellung standsicherer Böschungen nur begrenzt geeignet war, musste zu dieser platzsparenden Variante gegriffen werden. Außerdem garantiert dieser hochwertige Baustoff eine vollkommene Unterbrechung des Wasserpfades, da Durchlässigkeitsbeiwerte von 10 bis 12 m/s erreicht werden. Um die Halde, die als Industriedenkmal unter Schutz gestellt ist, vor weiteren Hochwasserereignissen zu sichern, musste eine Zyklopenwand errichtet werden, die ca. 2 m tief in das Flussbett eingegraben ist. Außerdem wurde die Böschung durch ein Großpflaster gesichert, das 50 cm über die Hochwasserlinie reicht. Damit ist die Böschung gegen weiteren Materialaustrag gesichert , in ihrem Anblick als Denkmal der jahrhunderte alten Hüttenindustrie erhalten geblieben.

2003 – Pochwerkshalde Halsbrücke Die Otto-Deponie enthielt ca.180.000 t Schlacken und Flugstäube aus der Bleiproduktion. Sie wurde mit einer hochwertigen mineralischen Abdichtung gesichert. 2002 - Bau der Entwässerung für die Nordseite des Haldenkomplexes Vorlaufend zur Sicherung des Haldenkomplexes musste eine Möglichkeit zur Ableitung des Oberflächenwassers über den Hüttenbach geschaffen werden. Dazu wurde unter anderem an der Hüttenstraße ein Regenrückhaltebecken gebaut.

Schwerpunkt der Sanierung der Pochwerkshalde war die denkmalsgerechte Wiederherstellung von den in die Halde integrierten Bauteilen bei gleichzeitiger standsicherer Verwahrung der Altlast. 2004 – Hochwassersicherung der Schlackenhalde Muldenbogen Das Augusthochwasser 2002 hat an der Schlackenhalde Muldenbogen ca. 3.600 m³ Material abgetragen. Der Wasserstand betrug 5,24 m über normal, der Wasserdurchgang am Schachtofen I in Muldenhütten wurde mit 223 m³/s bestimmt. Die Schwermetallbelastung war in den stromab liegenden Mulde- und Elbeauen deutlich nachweisbar.

13


Im Altlastenprojekt SAXONIA wurden 2005 zwei weitere wesentliche Objekte fertiggestellt. 1. Obere Schlackenhalde in Halsbrücke Die Schlackenhalde befindet sich am Ostrand des Geländes der Feinhütte unmittelbar an der Mulde. Es handelt sich um eine Halde, die bereits auf historischen Karten zum Ende des 18. Jahrhunderts in ihren Anfängen nachweisbar ist. Sie wurde profiliert und mit einer Abdeckung unter normalen Anforderungen an den Grad der Emissionsminderung (Typ „A“) versehen. Die übrigen Flächen wurden höherwertig abgedichtet. Der Abdeckboden weist Durchlässigkeitsbeiwerte von 10-7 –10-8 m/s auf. Dadurch konnte das Gesamtsanierungsziel erreicht werrden. Die Restdurchsickerung beträgt nach der Abdeckung nur noch 30 – 35 %. Abschließend wurde die Halde mit einem Oberboden abgedeckt und erhielt die typische Begrünung für Haldentrockenstandorte.

14

Eine Besonderheit dieser Schlackenhalde sind die außergewöhnlich reichen Bestände an Schwermetallflechten. Die Böschungen sind aus diesem Grund als besonders wertvolle Biotope nach dem europäischen Naturschutzrecht eingestuft. Aus diesem Grund konnten die Böschungen zur Mulde nicht abgedeckt werden.Die Gesamtkosten für die Sanierung der Oberen Schlackenhalde einschließlich aller Ingenieurleistungen belaufen sich auf 220 TEUR. Durch die Sanierung der Oberen Schlackenhalde erfuhr das Ortsbild von Halsbrücke erneut eine wesentliche Verbesserung.

Für die Sicherung der Halde wurden: - ca. 5.800 m³ Schlackenmaterial umgelagert, - ca.11.000 m² Haldenoberfläche profiliert - ca. 5.400 m³ Abdeckboden und - ca. 2.400 m³ Oberboden eingebaut sowie - ca. 670 m Entwässerungsgräben und Gerinne gebaut.


2. Haldenkomplex Hütte Freiberg – Südseite Mit der Sanierung der Südseite konnten die Baumaßnahmen zur Gefahrenabwehr am Haldenkomplex abgschlossen werden, die mit der Bekämpfung der Glimmbrände im Jahre 2000 begannen und mit dem Bau der Entwässerung an der Nordseite, der Sicherung der Nordseite, der Sicherung des 500 m³ Beckens, dem Bau der Südentwässerung sytematisch fortgesetzt wurden. An der Südseite des Haldenkomplexes setzte SAXONIA die guten Erfahrungen fort, die sie mit der Verwendung des Dichtbaustoffs TRISOPLAST ® bereits an der Schlackenhalde am Hilbersdorfer Tor im Jahre 2004 sammeln konnte. Der sparsame Auftrag des Dichtbaustoffes mit einem eigens dafür eingerichteten Straßenfertiger ist ein wesentlicher Vorteil für den Gesamtpreis einer solchen Maßnahme.

Die Vorprofilierung durch die Verwertung freibergtypischer Bauaushübe erfolgte in den Jahren 2003/04. Um dem Bedarf an der Verwertung solcher Bauaushübe folgen zu können, wurde die Gestalt der Halde im Verlaufe der Planung nochmals geändert. Außerdem wurden die Böschungen in Vorbereitung einer rationellen Gestaltung der Abdichtung nur mit einem Anstieg von 1:4 geplant. Um den Schichtaufbau so gering wie möglich zu halten, wurde an Stelle einer Dränageschicht aus Kies eine Dränmatte verwendet. Da TRISOPLAST® nicht frost- und austrocknungsempfindlich ist, genügt eine Überdeckung mit einer Speicherschicht von 0,80 – 1,00 m. An der Südseite der Halde beträgt die gesamte Schichtstärke ca. 1,10 m.

Gemeinsam mit der Haldensanierung wurde als Bestandteil des Programms „Erschließung der Hütte Freiberg“ eine Zufahrtsstraße für weitere Ansiedler gebaut. Nutzer dieser Straße sind die CHOREN Fuel GmbH und die SUC GmbH, die auf dem Gelände der ehemaligen Neutralisationsanlage eine Wasseraufbereitung betreibt und damit auch die in Freiberg angesiedelte elektronische Industrie bedient. Zusätzlich wurden mehr als 300 m Straße gebaut. Der Kostenaufwand betrug für die Haldensüdseite einschließlich aller Ingenieurleistungen ca.1.0 TEUR und für die Straße nochmals 150,0 TEUR.

Für die Sicherung der Haldensüdseite wurden: - 21.000 m³ Haldenmaterial profiliert - 26.000 m² mit TRISOPLAST ® abgedichtet und - 9.900 m² mit einem einfachen Abdecksystem gesichert.

15


Projekte Brachflächenmanagement Erzgebirge Wertschöpfung durch Sicherung der innerstädtischen Standorte muss auch in Zukunft stattfinden. Hier kommt den Brachflächen eine besondere Bedeutung zu, die als Chance einer nachhaltigen Standortentwicklung verstanden werden muss. Die Handlungsprozesse und Instrumente der Revitalisierung von Brachflächen werden von neuen Anforderungen bestimmt. Es bedarf einer ganzheitlichen und fachübergreifenden Betrachtung und Darstellung der Probleme und Chancen der Brachflächenentwicklung. Im Rahmen des Regionalmanagements Erzgebirge wurde der Arbeitskreis „Brachflächen“ eingerichtet. Themenbeauftragter für diesen Arbeitskreis ist der Geschäftsführer der SAXONIA. Kühlerbau Nach Erwerb des Standortes Kühlerbau am Forstweg erfolgte der Abbruch der Gebäude und der noch vorhandenen technischen Anlagen. Gemeinsam mit Planungsbüros wurden verschiedene Nutzungsvarianten entwickelt. Dabei legten die Planer besonderen Wert darauf, dass sich die entwickelten Konzepte in das Umfeld Sporthalle, Gymnasium und Wohnen einpasst. Es sollte der Ausgangspunkt zur Umgestaltung des mitt-

16

leren Wasserberges unter Berücksichtigung der Schließung des Gymnasiums und der Umnutzung der stillgelegten Schwimmhalle werden. Bislang konnte für keine dieser Varianten ein Investor gefunden werden. AGENDA 21 Das Ziel einer nachhaltigen Wirtschaft im Einklang mit der Umwelt rückt zunehmend in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. In vielen kommunalen Handlungsfeldern hat Nachhaltigkeit bereits Eingang gefunden und wird im fachspezifischen Handeln umgesetzt. Dennoch stehen die verschiedenen Nachhaltigkeitsansätze häufig unvernetzt nebeneinander, ohne ein gemeinsames strategisches Konzept zu verfolgen. Neben der Umsetzung der Grundgedanken einer nachhaltigen Entwicklung in den Kommunalverwaltungen ist es sinnvoll, das bürgerschaftliche Engagement, strukturell und inhaltlich vertreten durch den Verein Freiberger AGENDA 21 e.V., effizient und zukunftssicher mit bestehenden Kommunal- und Wirtschaftsstrukturen zu verbinden. Die SAXONIA bietet aufgrund ihrer Beteiligungsverhältnisse beste Voraussetzungen, den AGENDAProzess zu stabilisieren, auf den Landkreis Freiberg auszudehnen und dabei für alle Partner Synergieeffekte zu erschließen. Der AGENDA-Prozess wird für zwei Jahre durch SAXONIA finanziell unterstützt und inhaltlich begleitet.

Inno-Regio-Projekt „Spritzbeschichtungen“ Ziele der InnoRegio-Projekte RIST sind es, Prozesse in den praktischen Einsatz zu bringen, mit denen Stoffkreisläufe geschlossen werden und damit natürliche Ressourcen geschützt werden und/ oder neue Werkstoffe zu entwickeln, die gleichfalls zur Einsparung von Rohstoffen oder von Energie beitragen sollen. Diese Prozesse sollen sich kurzfristig in die Produktion überführen lassen und damit zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region beitragen. In Kooperation mit der Fa. Sulzer Metco Coatings GmbH, der TU Bergakademie Freiberg und der Fa. GTT Technologies wurde das BMBF- Forschungsprojekt „Entwicklung thermischer Spritzbeschichtungen und Spritzverfahren zur Begrenzung der Hochtemperatur-Korrosion in Verbrennungsanlagen, insbesondere bei der Verbrennung und Mitverbrennung von Abfällen in Feuerungen“ fertigge-stellt und beim Projektträger BEO Jülich eingereicht. Das Projekt hat einen Gesamtförderaufwand von 572 TEUR.


Sanierung Posttankstelle Auf der Grundlage eines Geschäftsbesorgungsvertrages zwischen SAXONIA und der Verkehrsbetriebe Kreis Freiberg GmbH hat SAXONIA die Sanierung der Altlast Posttankstelle an der Ehernen Schlange koordiniert. Diese Aufgabe ist gemeinsam mit dem Bau eines Mischwasserrückhaltebeckens, das im Zuge der Sanierung des Münzbaches errichtet wird, durchgeführt worden. Es wurden mehr als 1.000 t mineralölkontaminierte Böden geborgen und entsorgt und die ca. 5,60 m tiefe Baugrube wieder ordnungsgemäß verfüllt. Die Sanierung der Posttankstelle an der Ehernen Schlange konnte im Frühjahr 2005 abgeschlossen werden. Im Nachgang wurde die Erkundung eines BTEXSchadens am gleichen Ort konzipiert und beauftragt. Verhandlungen über die weitere Entwicklung des Standortes (einschließlich des Rückbaus der alten Bausubstanz) sind zwar geführt worden, aber bis heute noch nicht abgeschlossen. Regionalentwicklung Nordungarn Im Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit mit Partnern in der nordungarischen Region Miskolc wurden die SAXONIA und ihr Projektpartner Interessenverband Chemnitzer Maschinenbau

e.V. durch die EU-Koordinierungsstelle für Nordungarn (NORDA) um Unterstützung bei der Erarbeitung des regionalen Entwicklungskonzeptes gebeten. Begleitet wurde das Projekt durch das sächsisch-ungarische Wirtschaftsforum sowie durch die Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Sachsen. Nachfolgend wurde zwischen den ungarischen und sächsischen Partnern ein Vertrag geschlossen, der die Erstellung einer Studie „Revitalisierung von Brachflächen und Einführung der Umweltschutzindustrie in der nordungarischen Region“ zum Ziel hat. Mit der Ausarbeitung einer Programmdokumentation zur Entwicklung der Umweltindustrie unter besonderer Beachtung der Brachflächenrevitalisierung soll der Auftraggeber in die Lage versetzt werden, die EU-Förderperiode 2007 – 2013 mit entsprechenden Projektanträgen zu untersetzen. Die Programmdokumentation zielt insbesondere auf die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und die Erhaltung bzw. Schaffung von Beschäftigung ab. Als Partner der SAXONIA sind weiterhin die TU Bergakademie Freiberg, vertreten durch das CIF, und die ProCon GmbH Chemnitz in das Projekt eingebunden. Darüber hinaus hat SAXONIA eine ergänzende Projektstudie im Auftrag der Wirtschaftsförderung Sachsen erstellt, welche die Absatzchancen sächsischer KMU aus den Zulieferbereichen Maschinen- und Anlagenbau, Energietechnik,

Umwelttechnik, industrielle Infrastrukturentwicklung und Ingenieurdienstleistungen untersucht. Stadtumbau Im Rahmen der Kooperation zwischen SAXONIA und TU Bergakademie Freiberg wurde im Jahr 2005 eine sehr intensive Zusammenarbeit mit dem Institut für Geotechnik und Bergbau, hier insbesondere dem Kompetenzzentrum für interdisziplinäres Flächenrecycling (CIF), in gemeinsamen Projekten zu den Themen Stadtumbau und nachhaltiges Flächenrecycling umgesetzt. Zum Förderschwerpunkt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement (REFINA)“ wurde ein gemeinsam entwickeltes Modellkonzept für ein Netzwerk zur nachhaltigen Standortentwicklung für Erneuerbare Energien als Projektskizze eingereicht. Die Realisierung dieses Projektvorhabens beinhaltete die Bildung von interdisziplinären Netzwerken zur nachhaltigen Standortentwicklung. Vor dem Hintergrund der nationalen Diskussion zur Nachhaltigkeitsstrategie ist die nachhaltige Siedlungsstruktur ein zentrales Element für die ökologische, wirtschaftliche und soziale Zukunftsfähigkeit.

17


Durch die Bundesregierung werden Kommunen im Rahmen der Städtebauförderung beim notwendigen Umbau der städtischen Infrastrukturen unterstützt. Im Rahmen des Forschungsprogramms REFINA erfolgte im Jahr 2005 die Vergabe der Durchführung einer zentralen Auftaktveranstaltung sowie die damit verbundene Herausgabe einer Fachpublikation durch die Bundesministerien für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie für Bildung und Forschung. SAXONIA erhielt hier den Zuschlag, in Kooperation mit dem CIF, der Stadt Freiberg und der reconsite TTI GmbH, Stuttgart. Erdstoffverwertung Das Geschäftsfeld „Erdstoffverwertung“ entstand einerseits aus der Sicherung des Absetzbeckens, andererseits aus dem dringenden Bedürfnis der Bauindustrie und der kommunalen Auftraggeber, den geogen und anthropogen belasteten Freiberger Boden ordnungsgemäß und relativ kostengünstig entsorgen zu können. Für die Sicherung des Absetzbeckens der Hütte Freiberg war geplant, über eine Trennfolie und die eingebaute Vertikalentwässerung die etwa 150.000 m³ Neutralisationsschlämme teilweise zu entwässern, indem eine Auflastschicht aufgebracht wird. Da diese Auflast-

18

schicht unter der Dichtschicht liegt, sind Abfälle mit höheren Grenzwerten für den Einbau zugelassen worden. Zunächst war daran gedacht, den kontaminierten Bauschutt vom Abbruch von Teilen der Produktionsanlagen in der Hütte Freiberg, in Muldenhütten und Halsbrücke kostengünstig auf diese Weise zu verwerten. In der praktischen Handhabung stellte sich aber heraus, dass die Auflastschicht viel zu gering berechnet worden war, im Gegensatz dazu aber mit wesentlich mehr kontaminiertem Bauschutt gerechnet wurde, als tatsächlich angefallen ist. Daraus ergab sich die Zwangslage, weiteres Material für die Auflastschicht zu akquirieren. Damit konnte ein dringendes Bedürfnis der in Freiberg und Umgebung tätigen Bauindustrie befriedigt und ein wesentlicher Kostennachteil, der in der Entsorgungspflicht belasteter Bauaushübe bestand, gemildert werden. Alte Zinnhütte Im Jahre 2005 wurde die Südseite des Haldenkomplexes auf dem Saxonia-Areal saniert. Die Verwertung von freibergtypischen Erdstoffen bei der Altlastensicherung ging damit auf die Abbrandhalde über, die das letzte mögliche Objekt auf dem Gelände war. Da die Vorhaltezeit der Abbrandhalde aber auch nur zwei Jahre (2005/2006) betrug, musste umgehend ein neues Objekt vorbereitet werden.

Es wurde ein Konzept zur Sicherung der Alten Zinnhütte unter Verwendung von ca. 1.560.000 m³ Erdstoffen erarbeitet, die altlastenseitigen Grundlagen dafür mit der zuständigen Behörde, dem Regierungspräsidium Chemnitz, abgestimmt und die erforderlichen Genehmigungsverfahren mit der Stadt Freiberg und dem LRA eingeleitet (Wasserrecht, Baurecht, Naturschutz). Außerdem wurden weitere rechtliche Voraussetzungen für einen Baubeginn ab 2007 geschaffen. Freiberger Innovationspreis Der Freiberger Unternehmerverein und SAXONIA würdigen jährlich mit dem Innovationspreis besonders herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Studenten und jungen Wissenschaftlern der TU Bergakademie Freiberg auf dem gebiet der Ingenieurwissenschaften, die sich durch besondere Praxisrelevanz auszeichnen. Der Preis ist mit 2,5 TEUR dotiert. 2005 wurde der Innovationspreis an Herrn Andreas Braun für seine Arbeit im Rahmen des Ingenieurpraktikums „Einfluss von Wasserstoff auf Lötverbindungen nichtrostender austenitischer Edelstähle“ vergeben.


Montanregion Erzgebirge Facetten eines Projekts - Chancen für Wirtschafts- und Regionalentwicklung sowie Tourismus Das Erzgebirge ist ein bekanntes Mittelgebirge. Der Name leitet sich von seinem Erzreichtum ab. Über 800 Jahre war der Bergbau aktiv. Die (vorerst) letzte Abbauperiode endete 1990. Über Jahrhunderte war das Interesse vor allem auf die Gewinnung von Silbererzen gerichtet, später auf eine Vielzahl von Buntmetallerzen, nach 1945 zusätzlich auf Uran. Mit dem Bergbau unmittelbar verbunden waren das Hüttenwesen und die weitere Verarbeitung. Erst dadurch lassen sich die gewünschten Produkte erzeugen: Zunächst Silber als Münzmetall und Grundlage landesherrlichen Reichtums. Darüber hinaus Metalle und Legierungen mit vielfältiger Verwendung in Handwerk und Industrie. In Verbindung mit dem Montanwesen vollzog sich in der gesamten Region eine alle gesellschaftlichen Bereiche und die Umwelt prägende Entwicklung. Diese ist heute an vielen originalen Sachzeugen erlebbar. Dabei sind die Vielfalt und die Verteilung im gesamten Erzgebirge hervorzuheben.

Die bemerkenswerte Dichte und Qualität von unter Schutz stehenden Sehenswürdigkeiten bildet die hochrangige Kulturlandschaft Erzgebirge und ist zugleich ihr einmaliges touristisches Potenzial. Das ist jedoch nicht alles. Über Jahrhunderte wurden im Montanwesen durch kreative Menschen wegweisende Erfindungen gemacht. Diese schufen Grundlagen für die herausragende Rolle Sachsens in der Industriellen Revolution und zeigen sich heute in einem breiten gewerblichen Spektrum mit innovativen Leistungsträgern. Zu nennen sind der Maschinenbau, der zur Industrialisierung der Textilherstellung beitrug, und der hochspezialisierte Werkzeugmaschinenbau. Weiterhin der Automobilbau mit seiner Zulieferindustrie. Aber auch Traditionen des Montanwesens werden auf hohem wissenschaftlich-technischem Niveau weitergeführt. So in der Metallurgie bei Prozessen und Verfahren zur Erzeugung von Halbleiter- und Solarmaterial sowie des Recyclings. Bergbautechnologien sind eingegangen in die Umwelt- und Geotechnik. Viele weitere Beispiele lassen sich nennen. Damit ist die oben charakterisierte Kulturlandschaft zugleich eine lebendige sich fortentwickelnde Industrieregion. Der Bogen spannt sich von der Vergangenheit in die Gegenwart.

Aus der Tradition ist ersichtlich, wie strukturelle Veränderungen gemeistert und wirtschaftliche Entwicklung vorangetrieben wurden. Das Erzgebirge hat auch heute alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft. Die Menschen sind hochmotiviert und ihrer Heimat verbunden. Ausgehend von diesem Potenzial der Region wurde die Montan- und Kulturlandschaft Montanregion Erzgebirge für die deutsche Tentativliste zum UNESCOWelterbe vorgeschlagen, wobei das Vorhaben als ein grenzüberschreitendes gemeinsam mit der Tschechischen Republik verwirklicht werden soll. Die SAXONIA GmbH steht selbst in der Traditionslinie des Montanwesens, sie revitalisiert ehemalige Hüttenstandorte und strebt Nachnutzungen ihrer denkmalgeschützten Industrie-Immobilien an. Deshalb wurde frühzeitig in Abstimmung mit den Gesellschaftern die Verbindung zum UNESCO-Projekt hergestellt. Die SAXONIA GmbH gehört zu den Initiatoren für die Gründung eines Fördervereins, der sich der Unterstützung dieser Projektidee annimmt. Sie gehörte 2003 zu den Gründungsmitgliedern und unterstützt seither sehr wirkungsvoll die Arbeit des „Fördervereins Montanregion Erzgebirge e. V.“, z. B. durch die Einrichtung der Geschäftsstelle.

19


2005 wurde das Projekt Montanregion Erzgebirge zum Schlüsselthema des Regionalmanagements Erzgebirge erklärt. Die SAXONIA GmbH erhielt den Auftrag, dafür die Projektsteuerung zu übernehmen. Gemeinsam mit dem Förderverein und der wissenschaftlichen Begleitung durch die TU Bergakademie Freiberg soll das Projekt vorangebracht werden. Bei der Umsetzung des Projekts konnten im Jahr 2005 einige Maßnahmen durchgeführt bzw. abgeschlossen und weitere Vorhaben auf den Weg gebracht werden. Weiterhin erfolgen konzeptionelle Vorarbeiten, um die Weiterführung des Projekts zu sichern und es mit der Wirtschafts- und Regionalentwicklung im Erzgebirge zu verbinden.

europäische Integration“. Es dient der Erarbeitung methodischer Grundlagen und der datentechnischen Bearbeitung bei der Erfassung und Bewertung potenzieller Sachzeugen des Montanwesens und ist in drei Teilprojekte gegliedert. Mit Abschluss des Komplexprojekts soll ein Arbeitsstand erreicht sein, der in weiteren Projekten auf das gesamte sächsische und böhmische Erzgebirge übertragbar ist und die Auswahl der Objekte und Sachgesamtheiten für das Netzwerk UNESCO-Welterbe ermöglicht. Auftragnehmer für die Maßnahme sind Beak Consultants GmbH, Freiberg, und das Institut für Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Bergakademie Freiberg. Im Mittelpunkt der Arbeiten standen der Aufbau und die Weiterentwicklung der Datenbank und des GISbasierten Informationssystems MontE.

LEADER+ im Osterzgebirge Leader+ ist ein Förderprogramm für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Die Fördermittel werden durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Lokalen Aktionsgruppe Osterzgebirge, die Teile des Weißeritzkreises und des Landkreises Freiberg umfasst, wurde durch den Förderverein als Träger ein umfassendes Projekt in Angriff genommen: „Nutzung der Traditionspflege in der ‚Montanregion Erzgebirge’ für die Vernetzung von Regional- und Wirtschaftsentwicklung, Imagegewinn und

20

Teilprojekt 1 mit dem Schwerpunkt „Erfassung, Beschreibung und Bewertung geologischer und geotouristischer Potenziale der Montanregion Erzgebirge“ wurde im Frühjahr 2005 abgeschlossen. Das anschließende Teilprojekt 2 „Erfassung, Beschreibung und Bewertung der Denkmale des Bergbaus und des Hüttenwesens (einschließlich der bergmännischen Wasserwirtschaft, der Schaubergwerke und Lehrpfade) im Hinblick auf die Entwicklung und Ausgestaltung des Projektes ‚Montanregion Erzgebirge’ im Osterzgebirge und angrenzenden Gebieten“ wurde Ende

2005 abgeschlossen. Vorbereitet wurde das abschließende 3. Teilprojekt „Erfassung und Bewertung der vom Montanwesen beeinflussten Bereiche wie Städte und Siedlungen, Architektur, Kunst und Kultur, Wissenschaft, Museen, Archive und Sammlungen, Impulse für die Industrialisierung und die Nachfolgeindustrien, Landschaftsschutzgebiete im Osterzgebirge und angrenzenden Gebieten“. Jedes Teilprojekt hat einen Umfang von ca. 50 TEUR. INTERREG III A Zur Realisierung des Schlüsselthemas Montanregion Erzgebirge im Rahmen des Regionalmanagements Erzgebirge durch den Projektsteuerer SAXONIA GmbH wurden 2005 umfangreiche Vorarbeiten geleistet. Die methodischen und datentechnischen Grundlagen aus dem LEADER-Projekt wurden für die Entwicklung eines Konzepts zu ihrer Übertragung auf das gesamte sächsische Erzgebirge und eine stärker touristisch orientierte Ausrichtung genutzt.


Schwierig gestaltete sich die Einordnung in ein Förderprogramm und die entsprechende Sächsische Förderrichtlinie, die Gewinnung eines Trägers für das Projekt sowie die Sicherstellung der Eigenmittel. In enger Abstimmung mit dem Staatsministerium des Innern sowie dem Regionalkonvent wurde der Landkreis Freiberg beauftragt, einen INTERREG III A-Antrag für die Maßnahme „Touristische Erlebbarkeit der Kultur- und Industrielandschaft Montanregion Erzgebirge“ zu stellen. Kooperationspartner sind das Bezirksmuseum in Most und der Förderverein Montanregion Erzgebirge. Die Eigenmittel werden durch die Mitglieder des Regionalmanagements Erzgebirge, die Landkreise Annaberg, Freiberg und Mittlerer Erzgebirgskreis sowie die Städte Annaberg-Buchholz, Aue, BrandErbisdorf, Flöha, Freiberg, Marienberg, Olbernhau, Schneeberg, Schwarzenberg und Zschopau aufgebracht. Außerdem trägt der Förderverein zu den Eigenmitteln bei. Die Abstimmungen mit der Sächsischen Aufbaubank, Gemeinsames Technisches Sekretariat, trugen zur Qualifizierung der Antragsunterlagen und Antragstellung bei.

Pilotstudie Angeregt von Dr. Buttolo, Staatminister des Innern im Freistaat Sachsen, beim Workshop 2005 in Freiberg, wurde durch die SAXONIA GmbH ein Konzept für eine Pilotstudie entwickelt. Diese verfolgt das Ziel, mögliche Konfliktpunkte zwischen den für das Welterbe vorgesehenen Objekten und, deren Puffersowie Sorgfaltszonen frühzeitig zu erkennen. Damit sollen die für die langfristige wirtschaftliche und infrastrukturelle Entwicklung notwendigen Vorraussetzungen herausgearbeitet und gesichert werden. Davon ausgehend können Alternativen bei der Auswahl von Objekten für das Welterbe entwickelt werden. Das ist angesichts von aufgetretenen Kontroversen bei UNESCO-Welterbestätten eine wichtige Vorarbeit bei der Entscheidungsfindung und dient der Entscheidungssicherheit hinsichtlich der Unterstützung des Projekts UNESCOWelterbe durch die Staatsregierung.

Das Konzept wurde dem Staatsministerium des Innern (SMI) übergeben. Die Aktivitäten bezüglich „Montanregion Erzgebirge“ bündeln die Interessen und Verpflichtungen des Unternehmens und seiner Gesellschafter, Landkreis und Stadt Freiberg, hinsichtlich des Potenzials an herausragenden Schutzgütern. Sie unterstützen zugleich ein Projekt, welches das Erzgebirge unabhängig von administrativen Strukturen eint und auf die Zusammenarbeit mit Tschechien orientiert.

21


SIDAF Innovation und Zukunft sind untrennbar verbundene Komponenten der Geschäftstätigkeit der SAXONIA GmbH. Industriebrachflächensanierung, Umweltschutz, Ansiedlung neuer Hochtechnologieunternehmen sowie die Entwicklung neuer Geschäftsideen sehen wir nicht nur als Chance für das Unternehmen sondern auch als wichtigen Bestandteil der Wirtschaftsstruktur des Landkreises und der Stadt Freiberg. Die Nutzung des wissenschaftlichen Potenzials Freiberger Forschungseinrichtungen, insbesondere der Technischen Universität Bergakademie, ist hierbei von zentraler Bedeutung. Das Sächsische Informations- und Demonstrationszentrum „Abfallbehandlungstechnologien“ Freiberg (SIDAF) gibt uns die Möglichkeit, Kompetenzen der Wirtschaft mit denen der Wissenschaft und der Behörden zu verbinden. Mit dem im Dezember 1998 in Trägerschaft der SAXONIA eröffnetem SIDAF wurde eine zentrale und kompetente Einrichtung geschaffen, deren Aufgaben zunächst das breite Spektrum der Darstellung und Information moderner Abfallbehandlungstechnologien umfasste. Die Anregung zur Gründung des SIDAF geht auf eine Initiative des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft sowie der TU Bergakademie Freiberg zurück. Die SAXONIA erklärte sich spontan bereit, dieses Zentrum, vor dem Hintergrund

22

großer Sachkompetenzen der Region in der wissenschaftlichen Betreuung und der Demonstrationsmöglichkeit bestehender Betriebsanlagen, in Freiberg aufzubauen. Der Standort des SIDAF, das Saxonia-Areal an der Frauensteiner Straße in Freiberg, ist ein traditioneller Industriestandort, der sich durch grundlegende Umwandlung in den vergangenen Jahren zu einem Forum hochmoderner und innovativer Unternehmen der Umweltbranche entwickelt hat. Er bot insbesondere auch darum ideale Bedingungen für das geplante Zentrum, welches Bindeglied zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden, Verbänden und Bürgern sein sollte. In zahlreichen Veranstaltungen wurden Fachleute aus den verschiedensten Zweigen der Umweltindustrie, der Entsorgungsindustrie, der Fachbehörden und der Wissenschaft über aktuelle Entwicklungen informiert. Insbesondere die mit dem Sächsischen Umweltministerium veranstalteten Sächsischen Abfall- und Kreislaufwirtschaftstage haben für Freiberg als Kompetenzstandort deutschlandweit und international geworben. Mit dem Jahr 2005 wurde zunehmend eine Neuausrichtung der inhaltlichen Tätigkeit des SIDAF notwendig, da die grundsätzlichen Rahmenbedingungen der Abfallwirtschaft in Deutschland und in Sachsen geregelt sind, und es allgemein erwartet wird, dass keine

nennenswerten Neuerungen erforderlich werden. In diesem Kontext werden sich die klassischen Veranstaltungen zur Abfallwirtschaft neu aufstellen und ihr bisheriges Themenspektrum erweitern bzw. synergetisch zu anderen Veranstaltungen ergänzen. Neue inhaltliche Schwerpunkte aus Sicht der Umweltbranche werden mit den Themen der erneuerbaren Energien und der nachwachsenden Rohstoffe gesetzt. Daneben erfolgt verstärkt die Konzentration auf fachübergreifende Themen aus der aktuellen Geschäftstätigkeit des Unternehmens SAXONIA, wie Flächenrecycling, Brachflächenmanagement und Wirtschaftsförderung.


688

Teilnehmerstatistik SIDAF 554

386

383 269

250

1999

2000

378

2001

2002

2003

2004

2005

Im Geschäftsjahr 2005 wurden die nebenstehenden Schwerpunktveranstaltungen durchgeführt: Zur Begleitung der vom SIDAF und der SAXONIA durchgeführten Veranstaltungen sowie zur Publikation von Fachliteratur, erfolgte 1999 die Eintragung der SAXONIA als Verlag bei der Deutschen Buchhändler Vereinigung. Damit einher geht die Vergabe von verlagseigenen ISBN-Nummern. Sämtliche im SAXONIA-Verlag erschienen Publikationen werden somit im Lieferverzeichnis des Deutschen Buchhandels gelistet. Der Vertrieb der Publikationen erfolgt ausschließlich durch die SAXONIA selbst. Im Zeitraum seit Bestehen des SAXONIA-Verlages erschienen bisher 30 Titel, von denen 17 direkte tagungsbegleitende Publikationen sind.

Veranstaltungsschwerpunkte 2005 Veranstaltung 5. Sächsische Abfalltage 3. Freiberger Wirtschaftstag 2. Freiberger Solartage Flächenrecycling in Stadtumbauregionen Abfallkolloquium 2. Diskussionsforum Rauchgasseitige Dampferzeugerkorrosion

Darüber hinaus wurden mehrere Sonderpublikationen verlegt. Hierfür seien beispielhaft genannt: • Dissertationen und Diplomarbeiten in Zusammenarbeit mit der TU Berg- akademie

Teilnehmer 143 148 71 146 87 93

• Kalender NEPAL 2005 in Zusammenarbeit mit Freiberger Agenda 21 und Schulen der Stadt Freiberg • Fachbuch Rauchgasseitige Dampfer- zeugerkorrosion Band 1 und 2

• Buch zum Festkolloquium 10 Jahre Altlastenprojekt SAXONIA

• Fachbuch Flächenrecycling in Stadt- umbauregionen in Zusammenarbeit mit TU Bergakademie Freiberg, Umweltbundesamt, Projektträger Jühlich, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung sowie dreier Bundesministerien.

• Kavernenkraftwerk Drei-Brüder- Schacht, 2. Auflage

• Gedichtband „Vom Wir zum Ich“ Autor: Joachim Link

• Fachpublikationen zum Stadtumbau Wasserberg und Eherne Schlange Freiberg in Zusammenarbeit mit der TU Dresden

23


Ausblick 2006 Das avisierte Ziel der Gesellschaft, ein positives Jahresergebnis 2005 zu erzielen ist aufgegangen. Mit der Aufnahme neuer Geschäftsfelder in der Zukunft wird eine Fortsetzung dieses Trends erwartet. Die SAXONIA wird auch 2006 alle Anstrengungen unternehmen, ihre Tätigkeiten im Rahmen des Unternehmensgegenstandes auszudehnen. Wichtigstes Vorhaben im Jahr 2006 ist der Erwerb der Geschäftsanteile an der DBI Vermögensverwaltungs-GmbH. Hierzu haben die Gesellschafter und der Aufsichtsrat entsprechende Beschlüsse gefasst. Die Aufsichtsgremien Kreistag und Stadtrat werden ordnungsgemäß informiert und das Vorhaben zur Entscheidung gebracht. Mit der Geschäftsanteilsübernahme ergeben sich positive Synergien, und die Geschäftsfelder Standortentwicklung und Immobilienmanagement können weiterentwickelt werden. Nach wie vor ist es erklärtes Ziel der Gesellschaft, ihre Stellung als Dienstleister auszubauen. Dafür werden künftig folgende strategischen Ziele verfolgt: - Erweiterung und Aufbau neuer Ge- schäftsfelder, insbesondere im Bereich Consulting und Immobilienmanage- ment - Entwicklung und Weiterbearbeitung von Problemlösungen als Dienstleister sowohl für den privaten als auch für den öffentlichen Bereich

24

- Erhöhung der nationalen wie inter- nationalen Akzeptanz speziell auf den Gebieten des Liegenschaftsrecyclings und des Brachflächenmanagements

- Durchführung von Projekten im Zuge der EU-Osterweiterung, gemeinsam mit Partnern des Landkreises und der Stadt Freiberg.

Schwerpunkte der Tätigkeiten des Unternehmens im Jahr 2006 bilden:

Hauptziel der Unternehmenspolitik der Gesellschaft SAXONIA für die langfristig positive Unternehmensentwicklung bleibt die Expansion vor allem auf dem Gebiet der Standortentwicklung, des Liegenschaftsrecyclings und des Liegenschafts- und Immobilienmanagements. Ein neu aufzubauender Schwerpunkt wird künftig das Facility-Management bilden. Der Ausbau von Aufgaben im Bereich der Wirtschaftsförderung wird zudem ein weiteres Standbein der SAXONIA bilden. Die Gesellschaft wird sich den neuen Gegebenheiten der EU anpassen und dies im Rahmen neuer Geschäftsfelder umsetzen.

- Fortsetzung der Maßnahmen im Rah- men des Altlastenprojektes SAXONIA entsprechend der mit der Projektgrup- pe abgestimmten Maßnahmen und deren Finanzierung - Projekt „Alte Zinnhütte“ mit dem Auf- bau eines Bodenmanagements für den Landkreis Freiberg - Akquisition von Unternehmen zur Ansiedlung in der Wirtschaftsregion Freiberg und deren Betreuung wäh- rend der Ansiedlungsphase - Projektentwicklung von Industriebra- chen - Aufbau eines Liegenschafts- und Immobilienmanagements u.a. für ein kommunales Facility Management sowie Energiecontracting - Projektmanagement im Rahmen des Regionalmanagements Erzgebirge für das UNESCO-Welterbe-Projekt

Die Behauptung des Unternehmens SAXONIA auf dem Markt als Dienstleister unterstreicht deutlich die richtige Geschäftspolitik des zurückliegenden Geschäftsjahres. Zuversichtlich geht die SAXONIA Standortentwicklungs- und -verwaltungegesellschaft auch in das neue Geschäftsjahr 2006.


25


Finanzen

Standortentwicklung / Immobilien

Altlastenprojekt

Projekte

Montanregion Erzgebirge

SIDAF

www.saxonia-freiberg.de Herrausgeber: SAXONIA Standortentwicklungsund - verwaltungsgesellschaft mbH verantwortlich: Dipl.-Verwaltungswirt (FH) Erich Fritz D-09599 Freiberg, Alfred - Lange-Straße 15 Telefon: 03731 39 5010 Telefax: 03731 395042 E-mail: saxonia@saxonia-freiberg.de Gestaltung/Redaktion: Alexander Eisenblätter Susann Müller Fotos: SAXONIA Jens Kugler Detlef Müller Photocase.com


Jahresbericht 2005