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r o m u H Satire & n e i g o l o h Ant & e n a Rom e n h ü b e s Le & m a l S Poetry

HERBST 2018


Juni

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Diasporadialoge: Das Missverständnis

Ali versucht, Petra Arabisch beizubringen. Ali: »Aber du musst aufpassen. Das Wort hat eine doppelte Bedeutung, wie im Deutschen hässlich und hässlich will­ kommen. Da wird das gleiche Wort verwendet, aber es bedeutet etwas ganz anderes!« Petra: »Verstehe. Aber, Ali, es heißt herzlich willkommen, wie von Herzen.« Ali: »Ach so, und ich dachte immer, es heißt hässlich will­kommen, weil alle willkommen sind, auch die Hässlichen.«

Fotos: Katja Heinemann

Herausgegeben von: Karsten Lampe (im oberen Foto rechts) ist Poetry-Slammer, Lesebühnenautor, Sprecher und Kabarettist aus Berlin. Auftritte u. a. bei »zdf.kultur« und der »Fritz Nacht der Talente« (rbb). 2016 BerlinBrandenburg-Meister im Poetry Slam. Zwei Buchveröffentlichungen: »WAZZEFAK – 29 Dinge, die ich nicht verstehe« (Lektora: 2013) und »Erkläranlage« (Satyr: 2016). Zudem ist er Mitglied der Lesebühne »Couchpoetos«. Im Herbst 2015 hatte sein erstes Soloprogramm »Erkläranlage« Premiere. Petra Lampe (unteres Foto Mitte) ist Poetry-Slammerin, Moderatorin und Veranstalterin des »Dichter­ asse Slams« in Schöneberg sowie Teil der Sommerlesebühne »Dichterasse auf der Dachterrasse«. Sie ist außerdem verantwortlich für die Junge-Erwachsenen-Arbeit des CVJM Berlin e. V., wo sie 2016 die »Schreibwerkstatt« ins Leben rief, ein Projekt, das Schreibworkshops für junge Geflüchtete organisiert.

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Juni

Jungen Geflüchteten eine Stimme geben Obwohl das Thema Flucht den medialen Diskurs in den letzten Jahren dominierte, wird viel zu oft von »denen« gesprochen, statt »ihnen« – den Geflüchteten selbst – Gehör zu schenken. Die Texte in diesem Buch bieten die Gelegenheit dazu: eindrucksvoll, authentisch, unverkrampft und nicht zuletzt sogar unterhaltsam.

Die Geflüchteten, die in den letzten Jahren zu uns kamen, sind kein philosophisches Problem, das man lösen kann, wenn man es nur intensiv genug durchdenkt. Sie sind kein Projekt, dessen Gelingen von ausreichender Förderung abhängt, und sie sind kein Rohmaterial für neue Deutsche, das man nur in die rechte Form kneten muss. Sie sind vielmehr Menschen mit Hoffnungen, Träumen, Erfahrungen und eigenen Gedanken, die leider zu selten Gehör finden. Dabei sind es gerade die Jüngeren unter ihnen, die in Zukunft Teil unseres Landes und unseres Lebens sein wollen. Aber was genau heißt das eigentlich?

Karsten & Petra Lampe (Hrsg.) HÄSSLICH WILLKOMMEN Texte über Flucht und Heimat Klappenbroschur, 104 S. inkl. zahlreichen S/W-Fotos ISBN: 978-3-947106-08-0, 12 EUR GENRE: Politisches Buch Belletristik erscheint in Kooperation mit dem CVJM-Ostwerk e. V. neuer ET: 4. Juni 2018

Kuratiert von Karsten und Petra Lampe – beide in der Berliner Poetry-Slam-Szene verwurzelt und in der Jugend- und Flüchtlingsarbeit des CVJM-Ostwerks engagiert –, lädt dieses Buch dazu ein, sich mit jungen Geflüchteten zu identifizieren, mit ihnen zu lachen, sich zu sorgen, zu schmunzeln oder sich über dieses merkwürdige Deutschland zu wundern, in dem keiner tanzt, aber alle ihre Wände weiß streichen.

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gr »Integration bedeutet, dass aus der Fremde ein Stück Heimat wird. Und aus dem Fremden auch. Wir hoffen, mit diesem Buch dazu beizutragen. Der Weg von hässlich zu herzlich ist kürzer, als man denkt!« (Karsten und Petra Lampe)

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September

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Foto: Clemens Menne

Michael Marten wurde im vergangenen Jahrtausend in Lünen am Rande des Ruhrgebiets geboren. Ein handelsüblicher Lebenslauf mit Abitur, Zivildienst, Universität. Auf das Studium folgten Flucht ins Ausland (Griechenland) und reumütige Rückkehr. Seitdem wohnhaft in Berlin-Neukölln und an einer Berliner Schule tätig. Sein erster Roman »Drei Klausuren und ein Todesfall« erschien 2012 bei Satyr und 2014 als AufbauTaschenbuch. Der Autor steht für Lesungen gerne zur Verfügung.

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Im Wohnzimmer saß ein Afrikaner. ***

Marianne war in der Küche, und ich fragte sie, wer der Kerl sei und was er hier in unserer Wohnung mache. Sie wusste es nicht. Er sei halt auf einmal da gewesen. Am Morgen sei sie zum Wochenmarkt gegangen, Wolfsbarsch kaufen, Schalotten und Knoblauchzehen, wie nahezu jeden Freitag, dann auf eine Tasse Kaffee zu Ariane, die habe Beziehungsprobleme, das wüsste ich doch, da gebe es Gesprächsbedarf, die Beziehung zu Harald sei nicht frei von Spannungen, da … Ich seufzte laut und verschränkte die Arme vor der Brust. Als sie heimkam, die Ein­kaufs­taschen abstellte und ins Wohn­zimmer ging, um durchzulüften, da saß er halt schon da. Im Fernsehsessel. Ich fragte sie, warum sie nicht die Haus­ verwaltung kontaktiert oder die Polizei an­ ge­rufen habe. Wegen Hausfriedensbruchs und so. Aber der sitze doch einfach nur da, ganz friedlich, und tue niemandem was. Wahr­scheinlich werde er sowieso bald verschwinden. Vielleicht wolle er sich einfach nur etwas aus­ruhen. Es sei schließlich ein weiter Weg von Afrika nach GüterslohNord. Außerdem soll­te ich nicht wegen jeder Kleinigkeit gleich so einen Aufstand machen. Sie zeigte auf die Kartoffeln, die auf dem Tisch lagen, und drückte mir ein Messer in die Hand. Marianne hasst es, Kartoffeln zu schälen, ich mag Oreganokartoffeln.


September

Satire über Projektionen und Klischees Michael Martens neuer satirischer Roman schaut hinter die Kulissen deutscher Bürgerlichkeit. Dabei schont er rechtsnationale Gesinnungen ebenso wenig wie linksliberales Bürgertum. »Besuch« ist eine bissige und komische Parabel über Vorurteile, Klischees und Projektionen der Wohlstandsgesellschaft.

Georg Schubert kommt nach Hause, und plötzlich ist alles anders. Denn was macht man, wenn das »Flüchtlingsproblem« plötzlich im heimischen Wohnzimmer sitzt? Noch dazu im innig geliebten Fernsehsessel – als überraschender »Besuch«? Was, wenn sich die Ehefrau erst engagiert und dann afrikanisiert? Und sich dieser »Besuch« ganz anders verhält, als man erwartet, weder zum »edlen Wilden« noch zum traumatisiertem Opfer taugt, sondern einfach nur fernsehen will? Was, wenn sich dann noch der Nachbar als Neonazi herausstellt und man merkt, dass man selbst »das Problem« am liebsten loswerden würde, dies aber unter keinen Umständen zugeben möchte?

Michael Marten BESUCH Roman Hardcover, ca. 128 S. ISBN: 978-3-947106-11-0, ca. 16 EUR auch als E-Book für 10,99 EUR GENRE: Gesellschaftssatire ET: 3. September 2018

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Vom selben Autor: DREI KLAUSUREN UND EIN TODESFALL Roman Broschiert, 205 S. ISBN: 978-3-9814475-9-0 14,90 EUR (2012)

»locker und witzig geschrieben« (Ruhrnachrichten)

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»eine bitterböse Satire« (Berliner Morgenpost) 5


September

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Foto: privat

Florian Ludwig geboren 1972 im Szenebezirk Ra­ the­now/Brandenburg (damals noch DDR), veröffentlicht seit den frühen Nullerjahren in Blogs und diversen Punk- und Fußball-Fanzines (»Messe­blatt«, »all to nah«, »Saufen aktu­ell«). Seit 2015 Gastautor bei der Ostberliner Dissidentenzeitschrift »telegraph«. Ludwig hat sich politisch engagiert, deshalb im Gefängnis gesessen und absolvierte diverse Lesebühnenauftritte zwischen Münster und Berlin, Kaisers­lautern und Jena vor Fußballrabauken, Trinkern und weiterem Fach­publikum. Im Oktober 2014 erschien sein Debütroman »Mit Fußfesseln bin ich nicht so flott« im Trolsen-Verlag. Für Lesungen steht der Autor gerne zur Verfügung.

Das Wummern an der Wohnungstür ist laut, schnell und fordernd. Ein Blitzbesuch der Eltern ist unwahrscheinlich, die benutzen die funktionierende Klingel. Für Bullen oder Faschos ist es noch zu früh. »Ach, Oimel. Komm rin! Bier is aber keens mehr da.« »Schon vajessn, Alter? Heut fahrn wa nach Berlin.« »Wattn, jetz schon? Is ja noch so früh.« Oimel entert Berndtes Wohnzimmer und entsorgt sich auf dem Sofa: »Wir sind Zeeecken, asoziale Zeeecken, wir schlafen unter Brüüücken oder in der Baaahnhofsmission ... Na, fällts dir jetz wieder ein?« Berndte juckt sich die unfrisierte Rübe. Irgendwas war. Da Kati in den letzten Wochen aber viel Raum in Berndtes Alltag einnimmt, neigt er auch schon mal zur Vergesslichkeit. Oimel reagiert pikiert: »Ey, Berndte, watn los?! Kaum ne Olle, schon wirste schrullich, oder wat? Darf man schon zum Heiratstermin und zur Schrankwand gratuliern?« »Oimel, is jut. Mir fällts wieder ein. Pauli spielt heut bei Hertha. 500 Fans werdn in der ollen Nazischüssel im Auswärtsblock erwartet.« »Jenau! Und wir mittndrin!«

»Florian Ludwig flippert trockenhumorig vom Punkrock über die Unterklassenjobs zur Fußballfolklore. Sinnsuchen und Spaß haben. Die Sprache ist klar, die Dialoge trocken. Flo ist ein Zeckenhoolteddy, zu dem sich in der Kneipe die Mädchen setzen.« (Andreas Gläser)

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September

»Dorfpunks« mit Nachwendeblues Eine Jugend im ländlichen Brandenburg, Unterklassen­ fußball, prekäre Arbeitswelten und jede Menge obskure Charaktere. Florian Ludwig nimmt den Wandel Berliner Subkulturen ebenso in den Blick wie die Punkbewegung der Nachwendezeit – pointiert, authentisch und mit großer Sympathie für schräge Vögel.

Nach dem Ende der DDR brennt im Osten nicht nur die Luft. Berndte ist Punk. Er ist jung, verliebt, neugierig. In einer Kleinstadt erlebt er den Nachwendeblues seiner Freunde, seiner Eltern, seines ganzen Umfelds. Wie im Rausch stürzen sich Berndte, Oimel, Lukas und Kati in die »neue Freiheit«: Partys, Konzerte, FC St. Pauli und Auseinandersetzungen mit Naziskins. Gemeinsam träumen sie von »großem Punk« im provinziellen Brandenburg und stellen sich irgendwann die Frage: »Gehen oder bleiben?«

Florian Ludwig BRANDENBURG MUSS BRENNEN, DAMIT WIR GRILLEN KÖNNEN Roman Klappenbroschur, ca. 176 S. ISBN: 978-3-947106-12-7, 14 EUR auch als E-Book für 8,99 EUR GENRE: Humor/Satire, Popliteratur Regionalia Berlin

In diesem Leben zwischen Ödnis und Ausnahmezustand sucht Florian Ludwig die empathische Nähe zu seinen Charakteren und ent­deckt den versteckt lauernden Witz im nicht alltäglichen Alltag. Geschickt verknüpft er Berndtes Story mit einem Heute, in dem der Erzähler seinen Alltags­boogie­woogie als Vater, subkultureller »Altlinker«, Karriereverweigerer und Fußballfan durchlebt, nicht ohne dabei Berndte und der eigenen Punkvergangenheit immer wieder über den Weg zu laufen.

ET: 17. September 2018

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Plötzlich schaut sich mein Sohn um und betrachtet die Mit­rei­ senden in der Tram. Mit einem lauten »Paaapi!« ver­sucht er, den Höhenunterschied wettzumachen. »Was isn?« »Hier sind überall Opferpunks!«

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Oktober

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Foto: Matthias Kling

Severin Groebner wurde 1969 in Wien geboren und lebt in Frankfurt/Main. Seit 1995 als Kabarettist tätig mit über 100 Gastspielen pro Jahr in Deutschland und Österreich, der Schweiz und Südtirol. Regelmäßige TVAuf­tritte bei »Schlachthof« und »Vereins­heim« (BR) oder »Was gibt es Neues?« (ORF). Zahlreiche Auszeichnungen: u. a. »Deut­scher Kabarettpreis«, »Deutscher Klein­ kunst­preis«, »Salzburger Stier«, »Öster­reichischer Kabarettpreis«. Seit 2012 schreibt er eine wöchent­ liche Kolumne in der »Wiener Zei­­tung«. Zudem liefert er regelmäßige Satirebeiträge für Radio Öster­reich 1, Bayern 2, HR 1, WDR 5 so­wie die taz. Daneben immer wieder Lesungen (»Festival der Komik«, Frankfurt; »Unter Sternen«, Freiburg u. a.). Er ist Mitglied der »Lesebühne Ihres Vertrauens« in Frankfurt (zusammen mit Tilman Birr und Elis) und der »Letzten Wiener Lesebühne« (zusammen mit Stefanie Sargnagel und Hosea Ratschiller). 2011 erschien sein erstes Buch »Ser­vus Piefke« (Südwest Verlag). Der Autor steht für Lesungen sehr gerne zur Verfügung. 8

W wie »Wahrheit«

Die Wahrheit ist eine ansteckende Krankheit. Zunächst ist ihr Verlauf unscheinbar. Der Wahrheit-Erkrankte wirkt zuerst ruhig und zurückgezogen. In der Inkubationszeit wirkt er (es sind meist Männer) nachdenklich, fast ein wenig melancholisch. Er verbringt viel Zeit im Internet, und in ihm breitet sich der Zwang aus, »hinter die Dinge« schauen zu müssen. Dort sieht er aber nicht deren Rückseite, sondern neue Dinge, hinter die er wieder blicken will. So verliert er langsam den Kontakt zur realen Welt, und das Einfachste, Offensichtlichste ist für ihn nicht mehr erkennbar. Was man nun als harmlose Wahr­neh­mungs­ störung abtun könnte, mutiert bald zu einem gefährlichen Magen-Darm-Virus. Denn plötz­ lich muss alles raus. Das Virus will ans Licht. Und natürlich nicht im stillen Kämmer­lein, sondern in der Öffentlichkeit. Es kommt zum Sprechdurchfall. Und der ist laut. So wird nach jedem öffentlichen Aussschei­ dungs­­vorgang »Und das ist die Wahrheit!« gebrüllt. Leider ist der von der Wahrheit Befallene ab dem Augenblick der Infektion unfähig, seine mentale Behinderung zu erkennen. Im Gegenteil glaubt er sogar, alle, die nicht seine Meinung teilten, wären geistig zu beschränkt, seine Hellsichtigkeit zu erkennen.

»Gedankenblitze, die einschlagen, Aperçus, die man sich merkt.« (DIE ZEIT über Severin Groebner)


Oktober

Wörterbuch der Zeiterscheinungen Severin Groebner hat sich Gedanken gemacht. Über die Welt. Sich selbst. Und die Menschen. Auch die, die er nicht so gerne mag. Dieses Buch vereint die besten Glossen und Satiren des bekannten deutschösterreichischen Kabarettisten zu einem Alphabet des modernen Irrsinns.

In Zeiten, wo die Orientierungslosen in Gruppen durch die Straßen marschieren und »Olé­ olé­oléolé« schreien, will Groebner helfen. Mit einem Buch für die Sinn- und Unsinnsuchenden. Das »Lexikon der Nichtigkeiten« ist ein klassisches Rundumschlagwerk für alle, die schon immer wissen wollten, was Familie mit Körperflüssigkeiten zu tun hat, warum der Rentner als solcher eine Massenvernichtungswaffe ist oder warum die Wahrheit ansteckender ist als das Ebola-Virus.

Severin Groebner LEXIKON DER NICHTIGKEITEN Ein Rundumschlagwerk für Zeitgenossen Klappenbroschur, ca. 160 S. inklusive Audiolinks ISBN: 978-3-947106-13-4, vsl. 13 EUR auch als E-Book für 8,99 EUR GENRE: Humor/Satire, Lesebühne humoristisches Sachbuch

Von A wie »Architektur«, über C wie »Cyberwar« und T wie »Tatortkommissare« bis hin zu Z wie »Zukunftsprognosen«: Hier bekommt keiner sein Fett weg, dafür jeder eins auf die Zwölf. Also auch der Autor. Schließlich ist der auch ein Mensch und somit ein … ach, schlagen Sie einfach selbst nach. Unter M.

ET: 10. Oktober 2018

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C »Aufrüttelnd, provokativ, böse, genau beobachtend, vor allem aber einschüchternd intelligent ist dieser Severin Groebner.« (Süddeutsche Zeitung) »Severin Groebner ist einer der vielseitigsten Kleinkünstler, die Österreich in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Und seine experimentierfreudige Leidenschaft gehört dabei der Suche nach humoristischem Neuland. Dabei bleibt er zwar zumeist in Sicht­weite zum Mainstream, aber stets weit abseits ausgetretener Pfade.« (Österreich 1/Silvia Lahner)

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»Es ist Metropolenprosa ..., eine neue und vergleichsweise anspruchsvolle Form der Unterhaltung jenseits von RTL – und ein sichtbarer Aufstand des Echten, Absurden, Hässlichen gegen die leer drehende Hochglanzwelt der Medienvirtualität ... eine neue Form von Öffentlichkeit, wenn man will: Urbanität, die Funken schlägt.« DER SPIEGEL über Berliner Lesebühnen (2000)

Foto: Sarah Bosetti

Herausgegeben von:

Foto: Daniel Hoth

Foto: Bodo Kumbatzki

Foto: Martin Herz

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Sarah Bosetti (geboren 1984) ist Kabarettistin, Autorin und radioeins-Kolumnistin. Sie liest bei den »Couchpoetos«, tourt mit ihrem Soloprogramm »Ich will doch nur mein Bestes« und veröffentlichte zuletzt »Ich bin sehr hübsch, das sieht man nur nicht so« (Rowohlt: 2018). Ihr erstes Buch »Wenn ich eine Frau wäre« erschien bei Satyr. Andreas Scheffler wurde 1966 in Gütersloh geboren. Er gilt als einer der Väter der Berliner Lesebühnen und liest noch heute allsonntäglich beim »Frühschoppen«, 1989 gründete er die »Zeitschrift für komische Literatur Salbader, Belehrung und Erbauung« mit. Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt »Alle spinnen. Ich stricke« (Satyr: 2017). Volker Surmann (geboren 1972) ist Autor, Satiriker und Verleger des Satyr Verlags. Er veröffentlicht Romane, Kurzgeschichten und Antho­­logien, schreibt für Titanic, Siegessäule, die taz-Wahrheit und andere Printmedien und liest seit 2003 bei der Berliner Lesebühne »Brauseboys«. Zuletzt erschienen: »Bloßmenschen. Schöner schämen für alle« (Satyr: 2017).

Mit Beiträgen von: Ahne Mareike Barmeyer Michael Bittner Tilman Birr Bov Bjerg Thilo Bock Daniela Böhle Paul Bokowski Sarah Bosetti Micha Ebeling Elis Horst Evers Kirsten Fuchs Andreas Gläser Uli Hannemann Nils Heinrich Falko Hennig André Herrmann Daniel Hoth Hinark Husen Wladimir Kaminer Noah Klaus Marc-Uwe Kling Frank Klötgen Johannes Krätschell Karsten Lampe

Sebastian Lehmann Felix Lobrecht Clint Lukas Maik Martschinkowsky Manfred Maurenbrecher Eva Mirasol Jacinta Nandi Robert Naumann Meikel Neid Klaus Nothnagel Milena Reinecke Robert Rescue Dan Richter Susanne Riedel Christian Ritter Andreas Scheffler Sarah Schmidt Stephan Serin Frank Sorge Michael Stein Lea Streisand Volker Surmann Piet Weber Heiko Werning Michael-André Werner u. v. a.


November

Der große Lesebühnen-Schmöker Berlin ist die Stadt der Lesebühnen. Hier wurde das Format gegründet und populär gemacht. Hier hat es namhafte Autorinnen und Autoren hervorgebracht, hier lesen nach wie vor ein gutes Dutzend Ensembles regelmäßig ihre neuen Texte vor. Der Reiz der Lese­büh­ nen ist ungebrochen. Zeit für eine Hommage!

Was mit der Gründung der legendären »Höhnenden Wochenschau« um Wiglaf Droste im Frühjahr 1989 begann, fand im Laufe der Jahrzehnte unzählige Nachahmerinnen und Nachahmer. Sie nennen sich »LSD – Liebe statt Drogen«, »Lesedüne« oder »Rakete 2000«, sie sind »Brauseboys«, »Couchpoetos« oder »Surfpoeten«, sie bilden eine »Chaussee der Enthusi­ asten«, »Fuchs & Söhne« oder die »Spree vom Weizen«. Sie laden zum »Frühschoppen«, »Kantinenlesen« oder zur »Reformbühne Heim & Welt«. – Lesebühnen haben die Literaturszene der Hauptstadt entscheidend geprägt und sind aus dem Berliner Kulturprogramm nicht mehr wegzudenken. Sie bilden eine Szene, die sich fortlaufend erneuert. Dieses monumentale Lesebuch versammelt Geschichten, Satiren, Glossen und Traktate von beinahe allen zurzeit in Berlin aktiven Lesebühnenautorinnen und -autoren sowie vielen wichtigen Stimmen, die die Szene mitbegründet, über viele Jahre geprägt haben oder noch prägen werden.

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Sarah Bosetti, Andreas Scheffler, Volker Surmann (Hrsg.) MIT EUCH MÖCHTEN WIR ALT WERDEN 30 Jahre Berliner Lesebühnen Hardcover, ca. 320 S. ISBN: 978-3-947106-14-1, ca. 20 EUR auch als E-Book für 14,99 EUR GENRE: Humor/Satire, Lesebühne Regionalia Berlin ET: 26. November 2018

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Tschüss, ihr wart ein Publikum. Mit euch möchten wir alt werden.« Micha Ebeling (traditioneller Abschiedsgruß der Lesebühne »LSD – Liebe statt Drogen«) 11


Review

Frühjahr 2018: Pressestimmen

»Die Brauseboys sind stets dem humoristisch-skeptischen Blick auf die Stadt verpflichtet.« (Berliner Zeitung) »Satirische und humoristische Miniaturen des alltäglichen Ausnahmezustands einer Stadt.« (Neues Deutschland) »Die Prosa der Brauseboys funktioniert in Buchform wunderbar. ... Ein witziges, sich selbst nicht zu ernst nehmendes Buch. Gerne breit empfohlen!« (ekz-Bibliotheksservice) »Die Brauseboys sind die humoristischen Berlin-Chronisten.« (BZ) Brauseboys (Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning) BERLIN MIT SCHARF. Geschichten aus einer unvollendeten Stadt Klappenbroschur, 204 S. ISBN: 978-3-944035-97-0, 14 EUR (Dezember 2017)

»Sehr viel Berliner Schnauze, aber immer witzig und charmant. Mit überraschenden Wendungen und kritischen Tönen ... kann man die 158 Seiten nur genießen, und es empfiehlt sich, in die Au­ diolinks reinzuhören, denn Piet Weber ist auch ein hervorragender Vorleser.« (Soundchecker.koeln) »Mir entlockte dieser Sammelband witziger Alltagsbeobachtungen nicht selten ein Schmunzeln, zuweilen ein fettes Feixen und mehr als einmal lautes Gelächter.« (WESTZEIT, Karsten Zimalla) »Piet Weber kann alles, was ein Künstler können muss, der in Berlin etwas werden will.« (Neues Deutschland) »Geschichten über die Hauptstadt, satirische Texte und scharfsinnige Poesie« (rbb – Radio Fritz)

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Piet Weber OHNE DICH IST MANCHMAL GANZ GUT. Geschichten Broschiert, 160 S., inkl. Audiolinks ISBN: 978-3-947106-04-2, 12 EUR (März 2018)

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»Die mit viel Wortwitz gedichteten Balladen sind nur auf den ersten Blick lustig. Der ernste Unterton macht sie noch besser.« (Frankenpost)

Lesen

»[Seine] Dichtungen [sorgen] für ein Schmunzeln. Wenn auch ein Schmunzeln der traurigen Selbstnv e l h o f erkenntnis. Alex Simm gelingt es, eine Brücke zwischen p em der Kunst des Dichtens, der Herausforderung der Satire und der Bedeutung des gesellschaftlichen Handelns oder eben Nicht-Handelns zu schlagen.« (Stiftung Lesen)

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»Mit großer Ironie kommt uns der komische Dichter Simm auf die Schliche.« (Soundchecker.koeln)

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Alex Simm VOM EINSAMEN EMOEINHORM ERNA, DAS WIE ALLE SEIN WOLLTE. Traurige Balladen Klappenbroschur, 96 S., inkl. Audiolinks (illustriert von Cora Otté) ISBN: 978-3-947106-06-6, 11 EUR (März 2018)


Backlist

Backlist: Longseller Gesamtprogramm auf www.satyr-verlag.de

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erweit

Katinka Buddenkotte: ICH HATTE SIE ALLE ISBN: 978-3-947106-09-7, 12 EUR Bas Böttcher/Wolf Hogekamp (Hrsg.): DIE POETRY SLAM FIBEL ISBN: 978-3-944035-38-3, 14,90 EUR

2 Jahre)

h (10–1 gendbuc

Ju Felix Lobrecht/Malte Rosskopf: 10 MINUTEN? DIT SIND JA 20 MARK ISBN: 978-3-944035-55-0, 12,90 EUR

Daniela Böhle: MEIN BISHER BESTES JAHR ISBN: 978-3-944035-73-4, 12,95 EUR

Daniela Böhle/Paul Bokowski (Hrsg.): DIE LETZTEN WERDEN DIE ÄRZTE SEIN ISBN: 978-3-944035-29-1, 12,90 EUR

Marvin Ruppert: ICH MAG REGEN ISBN: 978-3-944035-31-4, 8,90 EUR 13


Backlist

Backlist: Poetry Slam & Lesebühne

Frank Klötgen: SLAMMED! ISBN: 978-3-944035-95-6, 21 EUR

Clara Nielsen/Nora Gomringer (Hrsg.): LAUTSTÄRKE IST WEIBLICH ISBN: 978-3-944035-91-8, 15 EUR

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Nik Salsflausen (Hrsg.): AFTERWORK MIT SISYPHOS ISBN: 978-3-944035-87-1, 12,90 EUR

Lars Ruppel: DIE KUH VOM EIS ISBN: 978-3-944035-85-7, 10,90 EUR

Lars Ruppel (Hrsg.): GEBLITZDINGST ISBN: 978-3-944035-75-8, 11,90 EUR

Volker Surmann: BLOSSMENSCHEN ISBN: 978-3-944035-83-3, 15,90 EUR

Andreas Scheffler: ALLE SPINNEN. ICH STRICKE. ISBN: 978-3-944035-98-7, 14 EUR

Sarah Bosetti: WENN ICH EINE FRAU WÄRE ISBN: 978-3-944035-42-0, 11,90 EUR


Backlist

Backlist: Romane Gesamtprogramm auf www.satyr-verlag.de

»Unser Buch der Woche: Katinka Buddenkotte schafft es, über die letzten Fragen des Lebens mit Tiefgang und Klugheit zu schreiben und dabei durchgehend schreiend komisch zu bleiben.« (WDR5 »Bücher«, Mithu Sanyal)

Katinka Buddenkotte: EDDIE MUSS WEG ISBN: 978-3-944035-96-3, 20 EUR

Anselm Neft: VOM LICHT ISBN: 978-3-944035-77-2, 19,90 EUR

Anselm Neft: HELL ISBN: 978-3-044035-03-1, 15 EUR

Dagmar Schönleber: VIERZIG FIEBER ISBN: 978-3-944035-27-7, 12,90 EUR

Micha-El Goehre: JUNGSMUSIK ISBN: 978-3-9814475-1-4, 14,90 EUR

Micha-El Goehre: HÖLLENGLÖCKEN (Jungsmusik II) ISBN: 978-3-944035-07-9, 14,90 EUR

Micha-El Goehre: STRASSENKÖTER (Jungsmusik III) ISBN: 978-3-944035-66-6, 14,90 EUR 15


Verlag Volker Surmann Auerstr. 23–25 10249 Berlin Tel.: 030/3250 9029 | Fax: -9046 www.satyr-verlag.de

Lesungen & Poetry Slams:

Lektorat und Leitung: Dr. phil. Volker Surmann lektorat@satyr-verlag.de Vertrieb: Friederike Christoph vertrieb@satyr-verlag.de Presse: Mirco Drewes presse@satyr-verlag.de Rezensionsexemplare (Buch oder PDF) können gerne per E-Mail angefordert werden. Satyr auf der Frankfurter Buchmesse (10.–14.10.18): Halle 4.1, vsl. D57 Vertretung Nord, West und Ost: Christian Geschke Buchkoop Konterbande Luppenstr. 24b 04177 Leipzig Tel./Fax: 0341/263 08 033 geschke@buchkoop.de Vertretung Süd (Bayern, Baden-Württemberg, RheinlandPfalz, Saarland und Luxemburg): Michel Theis c/o büro indiebook Bothmerstr. 21 80634 München Tel.: 089/12284-704 | Fax: -705 theis@buero-indiebook.de Vertretung Österreich: Elisabeth Anintah-Hirt Mobil: +43-676/610 58 03 Tel.: +43-1/319 18 42 | Fax: +43-1/173 810 anintah@msn.com Auslieferung Deutschland und EU: Runge Verlagsauslieferung Bergstraße 2 33803 Steinhagen Tel.: 05204/998-123 | Fax: -111 satyr-verlag@rungeva.de Auslieferung Österreich: Medienlogistik Pichler A-2355 Wiener Neudorf Tel.: +43-2236/63535-245 | Fax: -271 mlo@medien-logistik.at Onlineshop: www.shoptyr.de

Der Satyr Verlag unterstützt die Arbeit der Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene. 16

Die amtierenden deutschsprachigen Poetry-Slam-Meister: Julian Heun (Team) und die Satyr-Autoren Foto: Marvin Ruppert Alex Burkhard (Einzel) und David Friedrich (Team).

All unsere Autorinnen und Autoren haben vielfältige Bühnenerfahrung, sie tragen gerne vor, ob bei Solo­ lesungen oder Gemeinschaftsauftritten, ob im Rahmen einer Lesebühne oder auch eines Poetry Slams. Sie wollen in Ihrer Buchhandlung oder Ihrer Bibliothek eine Lesung oder einen Slam veranstalten oder sind an einem entsprechenden Workshop interes­ siert? Sprechen Sie uns an! Wir stellen gerne Kontakte her und unterstützen Sie bei der Vorbereitung der Veranstaltung.

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Meistert

Alex Burkhard BENUTZ ES! Von der Kunst, es unnötig kompliziert zu machen Geschichten Broschiert, 160 S. ISBN: 978-3-944035-89-5, 11,90 EUR (März 2017)

David Friedrich SOLANGE ES DRAUSSEN BRENNT Slam Poetry Klappenbroschur, 112 S. ISBN: 978-3-944035-79-6, 11,90 EUR (November 2016)

Vorschau Herbst 2018 Satyr Verlag, Berlin  

Vorschau des Berliner Indiependent-Verlages Satyr auf die Neuerscheinungen des 2. Halbjahres 2018

Vorschau Herbst 2018 Satyr Verlag, Berlin  

Vorschau des Berliner Indiependent-Verlages Satyr auf die Neuerscheinungen des 2. Halbjahres 2018

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