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r o m u H Satire & ne h ü b e s e L & m a l S Poetry n e i g o l o h Ant & e n a Rom

FRÜHJAHR 2018


Review Gesamtprogramm auf www.satyr-verlag.de

»Es geht um Liebe und um Angst, um Skurriles und Ernstes. Und um Feminismus.« (Emma) »Dieses Buch ist laut. Es ist einfühlsam. Es gibt an der richtigen Stelle einen Arschtritt, es lädt zum Nachdenken ein. Es besänftigt und rührt auf.« (Urbanite Magazin)

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»Starke Geschichten von starken Frauen. Überaus lesenswert.« (FFM Rock)

»Ein bunter, schräger Mix der besten Poetry-Slammerinnen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Die Texte und Reime zeigen eine riesige Bandbreite, sie sind poetisch, wütend, laut, leise, nachdenklich, witzig, banal und genial. Eine starke Anthologie.« (Günter Keil, Literaturkritiker) Clara Nielsen, Nora Gomringer (Hrsg.) LAUTSTÄRKE IST WEIBLICH. Texte von 50 Poetry-Slammerinnen Klappenbroschur, 288 S., inklusive Audiolinks ISBN: 978-3-944035-91-8, 15 EUR (September 2017)

»Pointiert mit scharfer Zunge geschrieben und reichlich bebildert ist es das richtige Buch für alle Poetry-Slammer und alle, die es werden wollen.« (Soundchecker.koeln)

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plus Interviews in WDR5 und Deutsche Welle TV Vorabdrücke in Jungle World und Neues Deutschland

Frank Klötgen SLAMMED! 1 Jahr, 149 Poetry Slams zwischen Hawaii und Madagaskar Hardcover, 296 S., inkl. 16 Farbseiten und 29 Audiolinks ISBN: 978-3-944035-95-6, 20 EUR (Oktober 2017)

»So entlarvend er seine Mitmenschen beschreibt, so spart er nicht an Momenten der Selbstdarstellung, die dem Leser ein Lächeln entlocken.« (Neue Westfälische) »So irrwitzig wie lakonisch.« (Die Glocke) »Scheffler reißt den scheinbar geregelten Alltag auf wie eine Papiertüte, aus der dann plötzlich der ganze Einkauf auf den Asphalt knallt. Schöne Sauerei!« (Neues Deutschland) »Er sieht sie alle: die kleinen und großen Macken seiner Mitmenschen, die eigenen natürlich eingeschlossen, und kommentiert Kurioses so entwaffnend süffisant, dass man gut unterhalten wird.« (ekz-Bibliotheksservice) Andreas Scheffler ALLE SPINNEN. ICH STRICKE. Geschichten, Klappenbroschur, 176 S. ISBN: 978-3-944035-98-7, 13 EUR (August 2017)

»Die Texte vereinen spitzen Humor und beißende Ironie. Eine kurzweilige Lektüre, die Lust macht, sich näher mit den griechischen Dramen zu beschäftigen, die einen erstaunlichen Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Themen haben.« (ekz-Bibliotheksservice)

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»Poesie für jeden Tag: Eine Art mythischer Poetry Slam.« (Bunte)

»Die Werke bewegen sich zwischen unterhaltend und tiefsinnig und schaffen immer wieder kluge Verbin­ dungen zwischen antikem Mythos und aktuellem Zeitgeschehen.« (Agentur für Bildungsjournalismus/news4teachers.de)

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Nik Salsflausen (Hrsg.), Moritz Konrad (Illustrationen) AFTERWORK MIT SISYPHOS. Alte Mythen – neue Texte im Poetry Slam Klappenbroschur, 144 S., inkl. 7 Audiolinks ISBN: 978-3-944035-87-1, 12,90 EUR (Juni 2017) 2


Dezember/ Januar

Berliner Kiezgeschichten vom Feinsten Berlins umtriebigste Lesebühne legt ihr fünftes Buch vor: neue Berliner Geschichten, satirische und humo­ ristische Short Storys über den Wedding und andere Problembezirke – also über die ganze Stadt: Denn ein unfertiger Flughafen, das ist doch Berlins geringstes Problem.

Seit 15 Jahren lesen die Brauseboys im Wedding ihre Geschichten vor und sind aus ihrem Kiez und der Berliner Lesebühnenszene nicht mehr wegzudenken. Nun blicken sie rein ins pralle, unvollendete Berlin: »Auskunftsberliner« führen Touristen in die Irre, Yogakriege verwüsten den Friedrichs­hain, und die Suche nach einem funktionierenden Bürgeramt führt ins ferne Bies­ »Abwechslungsreich dorf. Was tun, wenn sich der und über­durch­ Prenz­lauer Berg für unabhängig schnitt­­lich gut.« erklärt? Oder sollte Berlin gleich (taz) den »Berxit« anstreben? Nicht zuletzt geben die Autoren ganz lebens­ praktische Ratschläge: Wie funktioniert Degentri­fizierung? Was tun, wenn das Paket beim Killernietenmann abge­ge­ben wurde? Wie genießt man Döner im Wandel der Tageszeiten, und was sollte man einen Berliner niemals, wirklich niemals fragen?

Brauseboys (Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning) BERLIN MIT SCHARF Geschichten aus einer unvollendeten Stadt Klappenbroschur, 200 S. ISBN: 978-3-944035-97-0, 14 EUR auch als E-Book für 8,99 EUR GENRE: Humor/Satire, Lesebühne Regionalia Berlin

ET: 4. Dezember 2017

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Die Brauseboys sind Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning. Als eine der produktivsten Lese­bühnen der Stadt sind sie aus der Berliner Literaturszene nicht mehr weg­­zu­denken, aus ihrer Heimat, dem Wedding, schon gar nicht. Seit 2003 treten sie wöchentlich auf, seit 2006 präsentieren sie zudem den satirischen Jahresrückblick »Auf Nim­mer­wiedersehen« im Comedyclub Koo­ka­burra. Zahlreiche Publikationen, zuletzt »Geschichten aus der Müllerstraße« (be.bra: 2015). Im Frühjahr 2018 feiert die Lesebühne ihr 15-jähriges Bestehen. Die Autoren stehen für Lesungen sehr gerne zur Verfügung. 3


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Foto: Afra Bauer

Piet Weber wurde an einem Sonntag im November 1986 in Berlin geboren, was zu einem großen »Hurra« führte. Er absolvierte Kindheit und Schulzeit ohne größere Zwischenfälle und studierte danach irgendwas mit Medien und Journalismus. Seit 2014 reist er als Poetry-Slammer und Lesebühnenautor durch den deutschsprachigen Raum. Darüber hinaus ist er gelegentlich als Moderator verschiedener Veranstaltungen tätig. Im Jahr 2015 wurde er Vizemeister der Berlin-Brandenburg-Meisterschaft im Poetry Slam. 2016 war er Halbfinalist der deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam in Stuttgart. Piet Weber ist Gründungsmitglied der Berliner Lesebühne »Zentralkomitee Deluxe«. Der Autor steht für Lesungen gerne zur Verfügung.

Alexanderplatz. Es schien ein ganz normaler Tag zu sein. Alles wie immer, dachte ich. An der Weltzeituhr trafen sich Menschen und be­ wunderten diese ausgefuchste aber sehr hässli­ che DDR-Ingenieurskunst. Andere Menschen hetzten von der Tram zur S-Bahn, obwohl die S-Bahn natürlich gar nicht fuhr. Berlin liegt schließlich fast auf einem Breitengrad mit No­ wosibirsk. Und wenn es in Nowosibirsk kalt wird, fahren in Berlin keine S-Bahnen mehr. Für uns Berliner ist das mittlerweile sehr lo­ gisch geworden. Zumindest logischer als die Erklärung, dass jedes Jahr die Türen der Wa­ gons zufrieren und die Heizung ausfällt, wenn das Thermometer die 10-Grad-Marke unter­ schreitet. Ich beobachtete, wie zwei Kinder miteinander stritten. Der etwas Größere trat auf den Fuß des etwas Kleineren, der laut aufjaulte, dem Größeren mit der Faust ins Gesicht schlug und ein Messer zog. Doch dann passierte etwas, was für Berlin au­ ßergewöhnlich ist: Die Eltern der beiden Kin­ der störten sich an dem rabiaten Verhalten ih­ rer Sprösslinge und hielten sie davon ab, noch weiter auszurasten. »Was ist denn jetzt los?«, dachte ich. »Das grenzt ja schon fast an Erzie­ hung. Wir sind hier doch nicht in München!«

»Schon wieder ist es dem Satyr Verlag gelungen, einen jungen, aufstrebenden Autor abzugreifen, nach dem sich die großen Verlage dieses Landes in wenigen Jahren die Finger lecken werden.« (Paul Bokowski)

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Die Leiden des jungen Webers Ohne die anderen lässt es sich oftmals besser aushalten. Piet Weber ist die wohl wichtigste neue Stimme in der Berliner Vorleseszene: ein junger Autor mit Liebe am Fabulieren und Pointieren, gestählt durch unzählige Auftritte bei Lesebühnen und Poetry Slams und geprägt durch seine Geburts- und Heimatstadt Berlin.

Wie konservativ sind Katzen? Warum sind Berliner konsequent unfreundlich? Ob ein Spiele­abend mit seinem Neffen, eine telefoni­ sche Pizzabestellung oder die Internetnachhilfe für seine Mutter aus dem Ruder laufen: Ohne die anderen wäre die Welt für Piet »›Papperlapapp‹ ist Weber manchmal eine bessere. das ›Deine Mudda‹ der Nachkriegszeit.« In seinen Geschichten analysiert er

die Hintergründe deutscher Schla­ ger- und Kindermusik, fragt sich, warum im Deutschen Fernsehen noch kein »Goldener Panzer« verliehen wird, und kann mit Über­ zeugung sagen: »Berlin, das J steht für Freund­ lichkeit.« Komische Geschichten aus dem Herzen der Hauptstadt, satirische Betrachtungen, ausge­ feilte Poetry-Slam-Texte und bärbeißiges, büh­ nenliterarisches Kabarett – Piet Webers Debüt stellt die Vielfalt eines Autors unter Beweis, von dem man sicher noch viel hören wird.

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Was einmal überfahren wurde, verliert auto­ matisch den Status des Süßseins. Das betrifft Katzen ebenso wie Babypandas. Nur Zucker bleibt auch im überfahrenen Zustand süß.

Piet Weber OHNE DICH IST MANCHMAL GANZ GUT. Geschichten Broschiert, ca. 144 S. inklusive Audiolinks ISBN: 978-3-947106-04-2, 12 EUR auch als E-Book für 8,99 EUR GENRE: Humor/Satire, Lesebühne Regionalia Berlin ET: 12. März 2018

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»Piet Webers großartige Erzähler­­ stimme liegt in einem Frequenz­ bereich, den nur wenige Tierarten wahrnehmen können. Zum Glück gibt es seine herrlich satirischen Texte nun als Buch.« (Lisa Eckhart) 5


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Tief im Wald, hinter dem Nebel, wo kein Handymast mehr steht, liegt ein Land versteckt in Träumen, Fern von der Realität. Es ist ein Ort, an dem zu jeder Zeit im Jahr die Schäfchenwölkchen rosa tragen und die Edelsteingebirge stolz in himmlische Türkise ragen. Es ist ein Land, wo Wiesel noch wild wieseln können, Feenkinder Zwerge nerven oder unter Purpurpilzen Sternenstaubkonfetti werfen.

Foto: Moritz Jendral

Alex Simm (Jahrgang 1981) lebt und schreibt am Bodensee. Seit 2011 ist er auf Poetry-Slam-Bühnen unterwegs und wurde 2017 baden-württembergischer Landesmeister. Irgendwann war er deutscher Vize­ meister im Wushu und studierte Germanistik, Philosophie und Biologie. Zum Ausgleich veröffentlichte er Spielhilfen für das Rollenspielsystem »Cthulhu« (Pegasus Spiele) und spielte in Independentfilmen und Dokumentationen mit. 2014 gewann er den Literaturwettbewerb »Literarisch Reisen«. Aktuell bemüht er sich als Lehrer um die Bildung der Jugend und ermutigt Kinder unermüdlich zum Dichten. Der Autor steht für Lesungen gerne zur Verfügung.

Cora Otté (Illustration) wurde in München geboren und erwarb dort ihr Diplom bei Professor Karel Fron. Ihre erste Ausstellung beschäftigte sich mit der Romantisierung von Insekten. Außerdem hat sie schon einmal ein richtig cooles Pferd gemalt. Aktuell lebt sie am Bodensee und ist freiberuflich als Illustratorin tätig. 6

Kunterbuntes Farbenspiel, das auf keinen Pinsel passt. »Hier hat keiner Angst vor Kitsch!«, ruft ein Wicht und fällt vom Ast. Alles glitzert. Alles glänzt. Alles funkelt irgendwann. Doch im Einhornparadies lebt eine, die nicht glitzern kann. Wo alle Regenbogen kotzen, kommt bei ihr nur grüner Brei. Sie speit auch in hohem Bogen, doch die Bröckchen in den Wogen schmecken nicht nach Zauberei, nicht nach Feenstaub und Honig, sondern Wodka-O und Rüpelei. Alle andern heißen Twinky, Flauschischnute, Schnupsidupsi, heißen Erdbeerflöckchen oder Stubsiglitzipupsi. Und wo diese Namen alle, nach Parfait mit Sahne klingen, heißt das Emoeinhorn Erna – das klingt mehr nach Zwiebelringen.


März

Dichtkunst mit Augenzwinkern Eine Sonne mit Burn-out, ein adipöses Walross, das Ger­ many’s Next Topmodel werden möchte, und ein Emo­ einhorn mit Gewichtsproblemen – allerlei be­fremd­liche Gestalten tummeln sich in Simms Balladen. Erzählende Lyrik mit Hintersinn und Witz zu den Problemen unserer Zeit – und natürlich alles andere als traurig!

Kaum eine Schülergeneration, die nicht we­ nigstens eine Ballade in der Schulzeit auswen­ dig lernen musste. Ob »Erlkönig«, »Zauber­ lehrling«, »John Maynard« oder »Herr von Ribbeck«. Balladen gehören zu den faszi­ nierendsten Dichtungen. Aber Balladen von Schnapsdrosseln, Schluckspechten, HipsterSündenböcken oder fleischfressenden Pflan­ zen, die Veganer werden wollen? Alex Simm gibt den Zeiterscheinungen des 21. Jahrhunderts eine absurde Gestalt. Ob Schönheitsideale, Ernährungsverhalten, Me­ dienkonsum oder andere Fragen balladesk überzeichnet werden: Simms komische Dich­ tungen berühren, weil sie unser eigenes Leben spiegeln.

Alex Simm VOM EINSAMEN EMOEINHORM ERNA, DAS WIE ALLE SEIN WOLLTE Traurige Balladen Klappenbroschur, ca. 96 S. inklusive Audiolinks ISBN: 978-3-947106-06-6, 11 EUR auch als E-Book für 7,99 EUR GENRE: Poetry Slam, Lyrik ET: 24. März 2018

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mit Illustrationen von Cora Otté

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Ich war eine Kartoffel. Als Kartoffel hat man ein schwieriges Leben. Als ich, begraben in der Erde, heranwuchs, kam jemand zu mir und hat mich herausgeholt. Die anderen nannten ihn »Bauer«. Damals war ich schmutzig, weil es so viel Staub auf meinem Körper gab, aber ich wurde gesäubert und habe plötzlich schön ausgesehen. So wie meine Seele. Dafür war ich sehr dankbar.

Fotos: Katja Heinemann

Karsten & Petra Lampe (Hrsg.) Karsten Lampe (im oberen Foto rechts) ist Poetry-Slammer, Lesebühnenautor, Sprecher und Kabarettist aus Berlin. Auftritte u. a. bei »zdf.kultur« und der »Fritz Nacht der Talente« (rbb). 2016 BerlinBrandenburg-Meister im PoetrySlam. Zwei Buchveröffentlichungen: »WAZZEFAK – 29 Dinge, die ich nicht verstehe« (Lektora: 2013) und »Erkläranlage« (Satyr: 2016). Zudem betreibt er den »Über-Blog« und ist Mitglied der Lesebühne »Couchpoetos«. Im Herbst 2015 hatte sein erstes Soloprogramm »Erkläranlage« Premiere. Petra Lampe (unteres Foto Mitte) ist Poetry-Slammerin, Moderatorin und Veranstalterin des »Dichterasse Slams« in Schöneberg sowie Teil der Sommerlesebühne »Dichterasse auf der Dachterrasse«. Sie ist außerdem verantwortlich für die Junge-Erwachsenen-Arbeit des CVJM Berlin e.V., wo sie 2016 die »Schreibwerkstatt« ins Leben rief, ein Projekt, das Schreibworkshops für junge Geflüchtete organisiert.

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Danach wusste ich eigentlich nicht, warum ich zu einem Laden gefahren wurde, um mit einigen anderen Kartoffeln in einer Tüte verpackt und verkauft zu werden. (aus »Entwurzelt« von Wael Ase)

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Wir haben auf dem Weg nach Deutschland sehr viel gelitten, da wir ständigen Gefahren ausgesetzt waren. Wir fürchteten insbesondere die militanten Gruppen, die Menschen auf der Flucht ausnutzten, bedrohten, entführten oder gleich umbrachten. Unser Startpunkt war in Hama. Es war sehr schwierig, die umkämpfte Stadt zu verlassen und die syrisch-libanesische Grenze zu erreichen. Vom Libanon aus sind wir in die Türkei eingereist, wo man Geflüchtete nicht eben mit offenen Armen erwartete. Von dort brachten uns Schmuggler zum Meer, wo ein Schlauchboot uns erwartete, mit dem wir nach Griechenland gelangen sollten. Auf dem Weg zu diesem Boot wurden wir in einem Tiertransport-Lkw mit ca. 70 Leuten für acht Stunden eingepfercht. Es gab kaum Platz im Anhänger. Alle mussten die Fahrt im Stehen, teilweise nur auf einem Bein, er- und überleben. Es gab auch kaum Luft. (aus »Unser Weg nach Deutschland« von Andrieh Elyas­ botrous)


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Jungen Geflüchteten eine Stimme geben Obwohl das Thema Flucht den medialen Diskurs in den letzten Jahren dominierte, wird viel zu oft von »denen« gesprochen, statt »ihnen« – den Geflüchteten selbst – einmal Gehör zu schenken. Die Texte in diesem Buch bieten die Gelegenheit dazu: eindrucksvoll, authentisch, unverkrampft und nicht zuletzt sogar unterhaltsam.

Die Geflüchteten, die in den letzten Jahren zu uns kamen, sind kein philosophisches Problem, das man lösen kann, wenn man es nur inten­ siv genug durchdenkt. Sie sind kein Projekt, dessen Gelingen von ausreichender Förderung abhängt, und sie sind kein Rohmaterial für neue Deutsche, das man nur in die rechte Form kneten muss. Sie sind vielmehr Menschen mit Hoffnungen, Träumen, Erfahrungen und ei­ genen Gedanken, die leider zu selten Gehör finden. Dabei sind es gerade die Jüngeren unter ihnen, die in Zukunft Teil »Dieses Buch ist auch unter­ unseres Landes und un­ haltsam. Nicht weil wir Flucht seres Lebens sein wollen. und Vertreibung lustig finden, sondern weil wir glauben, Aber was genau heißt das dass gemeinsam zu lachen der eigentlich? kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist.«

Kuratiert von Karsten und Petra Lampe – beide in der (Karsten und Petra Lampe) Berliner Poetry-Slam-Szene verwurzelt und in der Jugend- und Flüchtlings­ arbeit des CVJM Ostwerks engagiert –, lädt dieses Buch dazu ein, sich mit jungen Geflüch­ teten zu identifizieren, mit ihnen zu lachen, sich zu sorgen, zu schmunzeln oder sich über dieses merkwürdige Deutschland zu wundern, in dem keiner tanzt, aber alle ihre Wände weiß streichen.

Karsten & Petra Lampe (Hrsg.) HÄSSLICH WILLKOMMEN Texte über Flucht und Heimat Klappenbroschur, ca. 96 S. inkl. zahlreichen S/W-Fotos ISBN: 978-3-9947106-08-0, 12 EUR GENRE: Politisches Buch Belletristik erscheint in Kooperation mit dem CVJM Ostwerk e.V. ET: 2. Mai 2018

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Katinka Buddenkotte (geboren 1976 in Münster) lebt und schreibt in Köln, beides meist komisch. Ihr Debüt »Ich hatte sie alle« wurde von Jürgen von der Lippe in »Was liest du?« präsentiert und avancierte daraufhin zum Bestseller. Drei weitere Kurzgeschichtenbände und zwei Romane folgten bei Knaus, dtv und Penguin, zuletzt »Früher war wenigstens Sendeschluss« (2017). Ihr dritter Roman »Eddie muss weg« erschien vor wenigen Monaten bei Satyr. Zudem schreibt sie satirische Beiträge u. a. für Titanic und taz und tritt zusammen mit der Kabarettistin Dagmar Schönleber als Duo »Wüst’n’Rot« auf. Aus ihrem Werk liest sie, wann und wo sie gebraucht wird, aber auch stets regelmäßig bei der Kölner Lesebühne »Rock’n’Read«. Die Autorin steht für Lesungen gerne zur Verfügung. Foto: Martin Rottenkolber

Sensationelles Echo auf »Eddie muss weg«! »Unser Buch der Woche. Was anfängt wie eine hyste­ri­ sche Midthirtiescomedy entwickelt sich rasch zu einem Höllentrip. Katinka Buddenkotte schafft es, über die letzten Fragen des Lebens mit Tiefgang und Klugheit zu schreiben und dabei durchgehend schreiend komisch zu bleiben.« (WDR5 »Bücher«, Mithu Sanyal) »Buddenkotte gelingt es, jeder drohenden Rührselig­ keit mit einem reifenquietschenden U-Turn auszu­wei­ chen.« (Titanic-»Humorkritik«)

Katinka Buddenkotte EDDIE MUSS WEG Roman, Hardcover, 285 S. ISBN: 978-3-944035-96-3 20 EUR (Okt 2017)

»Am Anfang des vielschichtigen Romans erkennt der Leser die Handschrift von Katinka Buddenkotte sofort: respektlos, lustig, amüsant. Dann aber schleicht sich ein leiser Unterton ein, der ihren neuen Roman von seinen Vorgängern abhebt ... Eine unkonventionelle, teilweise absurde Geschichte, die man nicht bereut, gelesen zu haben.« (ekz-Bibliotheksservice) »Verrückter Roadtrip und Lovestory.« (SuperIllu)

Leser*innen-Stimmen auf Lovelybooks.de: »Die Mischung aus Dramatik, Spannung, Romantik und Emotionen macht diesen Roman so lesenswert. Mich hat die Lektüre einfach begeistert.« | »Definitiv kein Klamauk von der Blödelfront, sondern vielmehr ein wahrhaftiger Schicksalsroman mit Raffinesse.« | »Mich hat das Buch total gepackt und sehr berührt.« | »Ein total abgefahrener Roadtrip, total unberechenbar und voller Überraschungen.« | »Eine lebendige Mischung aus Humor und Tragik.« | »Das überraschende Ende war hoch dramatisch und hat mich sehr berührt.« 10


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Neu und gut aufgelegter Humor Charmant und fies, urkomisch und lakonisch sagt Katinka Buddenkotte nichts als die Wahrheit. Bis man heult. Oder sich totlacht. Jürgen von der Lippes »Was liest Du?« machte Buddenkottes Debüt 2007 zum Bestseller. Nun erscheint es bei Satyr noch einmal als erweiterte Neuausgabe.

Sie hatte sie alle: die schlimmsten Jobs, die miserabelsten Lebensabschnittsgefährten, die abgefahrensten Ideen und Krankheiten – und alle miesen weiblichen Eigenschaften sowieso. Katinka Buddenkottes Erzählungen lassen uns keine Chance: Lachen ist die einzige adäquate Reaktion. Mit »Ich hatte sie alle« schrieb sich Katinka Buddenkotte ins Gedächtnis der deutschspra­ chigen humoristischen Literatur. Die Neuaus­ gabe des Erfolgstitels bei Satyr erscheint mit etwa fünf neuen Texten der Kölner Humoristin.

Katinka Buddenkotte ICH HATTE SIE ALLE Erweiterte Neuausgabe Geschichten Broschiert, ca. 176 S. ISBN: 978-3-947106-09-7 (Print), 12 EUR auch als E-Book für 8,99 EUR GENRE: Humor/Satire ET: 22. Mai 2018

»Muskelkater vom Dauergrinsen garantiert!« (Jürgen von der Lippe) »Wie oft muss es noch gesagt werden, dass Katinka Buddenkotte einfach nur großartig ist? Ausnahmslos jedes ihrer Bücher ist ein Schlag ins Gesicht der Humorlosen, Engstirnigen und Kleinherzigen.« (Jess Jochimsen, SWR-»Nacht der Poeten«)

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Verlag Volker Surmann Auerstr. 23–25 10249 Berlin Tel.: 030/3250 9029 | Fax: -9046 www.satyr-verlag.de

Lesungen & Poetry Slams:

Lektorat und Leitung: Dr. phil. Volker Surmann lektorat@satyr-verlag.de Vertrieb: Friederike Christoph vertrieb@satyr-verlag.de Presse: Mirco Drewes presse@satyr-verlag.de Rezensionsexemplare (Buch oder PDF) können gerne per E-Mail angefordert werden. Satyr auf der Leipziger Buchmesse (15.–18.3.2018): Halle 5(G-107) Vertretung Berlin Friederike Christoph (Kontakt s. o.) Vertretung NRW und Hessen: Achim Kleine Jageplatz 54 58300 Wetter/Ruhr Tel.: 02335/844 822 | Fax: 70899 vv@achimkleine.de Vertretung Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Luxemburg: Michel Theis c/o büro indiebook Bothmerstr. 21 80634 München Tel.: 089/12284-704 | Fax: -705 theis@buero-indiebook.de Vertretung Österreich: Elisabeth Anintah-Hirt Mobil: +43-676/610 58 03 Tel.: +43-1/319 18 42 | Fax: +43-1/173 810 anintah@msn.com Auslieferung Deutschland und EU: Runge Verlagsauslieferung Bergstraße 2 33803 Steinhagen Tel.: 05204/998-123 | Fax: -111 satyr-verlag@rungeva.de Auslieferung Österreich: Medienlogistik Pichler A-2355 Wiener Neudorf Tel.: +43-2236/63535-245 | Fax: -271 mlo@medien-logistik.at

Der Satyr Verlag unterstützt die Arbeit der Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene. 12

Seit November 2017 neue deutschsprachige Poetry-Slam-Meister: Julian Heun und die Satyr-Autoren Foto: Marvin Ruppert Alex Burkhard und David Friedrich.

All unsere Autorinnen und Autoren haben vielfältige Bühnenerfahrung, sie tragen gerne vor, ob bei Sololesungen oder Gemeinschaftsauftritten, ob im Rahmen einer Lesebühne oder auch eines Poetry Slams. Sie wollen in Ihrer Buchhandlung oder Ihrer Bibliothek eine Lesung oder einen Slam veranstalten oder sind an einem entsprechenden Workshop interes­ siert? Sprechen Sie uns an! Wir stellen gerne Kontakte her und unterstützen Sie bei der Vorbereitung der Veranstaltung.

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Meistert

Alex Burkhard BENUTZ ES! Von der Kunst, es unnötig kompliziert zu machen Geschichten Broschiert, 160 S. ISBN: 978-3-944035-89-5, 11,90 EUR (März 2017)

David Friedrich SOLANGE ES DRAUSSEN BRENNT Slam Poetry Klappenbroschur, 112 S. ISBN: 978-3-944035-79-6, 11,90 EUR (November 2016)

Verlagsvorschau Frühjahr 2018  

Vorschau auf das nächste Frühjahrsprogramm des Berliner Indieverlags Satyr für Humor, Satire, Lesebühne, Poetry Slam und allgemeine Belletri...

Verlagsvorschau Frühjahr 2018  

Vorschau auf das nächste Frühjahrsprogramm des Berliner Indieverlags Satyr für Humor, Satire, Lesebühne, Poetry Slam und allgemeine Belletri...

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