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nazarethbrief diakonische gemeinschaft nazareth n: eachte ht b e t t i B sübersic • Jahre

Nr. 12 / Dez. 2012 119. Jahrgang www.nazareth.de

e 2013 Termin beilage sand als Ver

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest! Titelbild: Maya Armbruster, Die Könige an der Krippe; Privatbesitz P. Erich Schädler


editorial

Mache Dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!

(Jesaja, 60,1 - Monatsspruch Dez. 2012) Jetzt kann Gott kommen! Ein Mann erfuhr, dass Gott zu ihm kommen wollte. „Zu mir?“, schrie er. „In mein Haus?“ Er rannte in alle Zimmer, er lief die Stiegen auf und ab, er kletterte zum Dachboden hinauf, er stieg in den Keller hinunter. Er sah sein Haus mit anderen Augen. „Unmöglich!“, schrie er. „In diesem Dreckstall kann man keinen Besuch empfangen. Alles voller Gerümpel. Kein Platz zum Ausruhen. Keine Luft zum Atmen.“ Er riss Fenster und Türen auf. „Brüder! Freunde!“, rief er. „Helft mir aufzuräumen – irgendeiner! Aber schnell!“ Er begann, sein Haus zu kehren. Durch dicke Staubwolken sah er, dass ihm einer zu Hilfe gekommen war. Sie schleppten das Gerümpel vors Haus, schlugen es klein und verbrannten es. Sie schrubbten die Stiegen und Böden. Sie brauchten viele Kübel Wasser, um die Fenster zu putzen. Und noch immer klebte der Dreck an allen Ecken und Enden. „Das schaffen wir nie!“, schnaufte der Mann. „Das schaffen wir“, sagte der andere. Sie plagten sich den ganzen Tag. Als es Abend geworden war, gingen sie in die Küche und deckten den Tisch. „So“, sagte der Mann, „jetzt kann er kommen, mein Besuch! Jetzt kann Gott kommen. Wo er nur bleibt?“ „Aber ich bin ja da“, sagte der andere und setzte sich an den Tisch. „Komm und iss mit mir!“

(Lene Mayer-Skumanz)

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Liebe Schwestern und Brüder, liebe Leserinnen und Leser des nazarethbriefs, was für ein bemerkenswertes Bild eröffnet diese Geschichte: stell Dir vor, Gott kommt und nichts ist vorbereitet. Kennen Sie auch dieses Gefühl, dass Weihnachten schneller kommt, als Ihnen lieb ist? Noch sind längst nicht alle Geschenke gekauft, nicht alle Karten geschrieben, der Baum ist nicht gekauft, das Weihnachtsessen ist noch nicht geplant und der Weihnachtsschmuck, ja wo ist jetzt der Weihnachtsschmuck…? Gerne befällt uns diese vorweihnachtliche Atemlosigkeit. Mache dich auf!! Gott ist schon da, sagt die Geschichte; eher als geplant, vorbehaltloser als angenommen, näher als geahnt, unmittelbarer als vorgestellt. Anders eben. Dieses „anders eben“ ist der eigentliche Anlass des weihnachtlichen Feierns. Jesus Christus eben nicht der strahlende Held und Triumphator. Jesus Christus klein, unten, nahbar - dicht dran an uns allen. „Aber ich bin ja da“ – Trost und Hoffnung für alle, die sich zu Weihnachten alleine fühlen, ratlos sind, erschöpft von der emsigen Vorbereitung. Beruhigendes Signal für die Aufgedrehten und Fleißigen. Zugewandtheit für alle, die sich am liebsten abwenden wollen.

enthält. Wir hoffen, es sind einige „Überraschungspakete“ für Sie dabei, zu denen Sie sagen können: das hätte ich nicht gedacht. Das Gleiche wünschen wir Ihnen über Weihnachten hinaus auch für das neue Jahr! Wir danken Ihnen für Ihre Zugewandtheit im zu Ende gehenden Jahr. Mit allen personellen Wechseln und inhaltlichen Aufbrüchen haben wir Ihnen und uns viel zugemutet und werden hieran im neuen Jahr weiter arbeiten. Wir freuen uns auf die gemeinsamen Herausforderungen, Ihr Engagement und Ihre Begleitung! Der letzte nazarethbrief des Jahres enthält wichtige Informationen für die ersten Wochen im neuen Jahr und einige Berichte über zurückliegende Ereignisse. Bitte beachten Sie insbesondere die Termine und Veranstaltungen im ersten Halbjahr und merken Sie sich vor, an welchen Stellen Sie dabei sein können und wollen. „Mache dich auf und werde Licht“ – „aber ich bin ja da! Auch im Dunkel“, sagt Gott. Herzlich, Ihr/Euer

Im Namen von Gemeinschaftsrat und Geschäftsstelle der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth wünsche ich Ihnen viele dieser anderen Erfahrungen, die das Weihnachtsfest

Wolfgang Roos-Pfeiffer

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aus der direktion Liebe Schwestern und Brüder, „Gott kommt", mit diesen zwei Worten betitelten Grete Schneider und Wolfgang Schulte ihre „Einführung in das Alte Testament“. Zugleich sind diese zwei Worte eine zentrale Botschaft der Advents- und Weihnachtszeit. Gott kommt. Mit Dank blicken wir auf das Jahr 2012 zurück. Manches ist gelungen, manch unverhofftes Geschenk hat uns erreicht, in mancher Not und Sorge durften wir Gottes Geleit erfahren. So konnten wir erleben, wie das neue Kinder- und Jugendhospiz eröffnet wurde. In vielfacher Weise konnten wir erfahren, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Arbeit in den Einrichtungen tragen und verbessern. Wie sie zuverlässig, sorgfältig und mit Ideen ihr Engagement wahrnehmen. Wir durften erleben, dass unsere leitenden Mitarbeitenden oftmals ungeplante Problemstellungen bewältigt haben. Wir mussten auch wieder erkennen, wie nichtig die Fragen des Alltags werden, wenn Krankheit und Tod in Lebenswege einbrechen. Gott kommt. Viel zu leicht geht diese Botschaft in unserem Alltag unter. Dafür kann es viele Gründe geben. Die kleinen und großen Sorgen im Berufsalltag. Die Sorgen um das Wohlergehen wichtiger Menschen. Auch die ernüchternden Nachrichten aus aller Welt. Die Erkenntnis, dass diese Welt von ungerechter Verteilung und Profitgier durchzogen ist. Die Erfahrung von Krankheit und Einsamkeit, von Naturkatastrophen und Gewalt. Aber

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auch das geschäftige Treiben, das den nötigen Raum zur Besinnung nehmen kann. Auch in adventlicher Zeit. Gott kommt. Diese Botschaft motiviert uns, in den Einrichtungen und Arbeitsbereichen der Stiftungen Sarepta und Nazareth bewusst Freiräume zu schaffen. Freiräume für Gottes adventliche Botschaft und das Wunder des Weihnachtsgeschehens, damit beides uns erreichen und erfüllen kann. Gott kommt. So wünschen wir Ihnen Gottes Segen in den verbleibenden Adventstagen und zu den Festtagen zur Weihnacht. Möge die zentrale Botschaft "Gott kommt" unsere Herzen erreichen und die Welt erleuchten. Mit herzlichen Grüßen aus der Direktion Werner Arlabosse


impuls „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Hebräer 13,14

das neue himmlische Jerusalem, auch vor allem unser Tod wird alles Irdische als

Gedanken zur Jahreslosung 2013 von Diakon Ulrich Kalthoff Wir haben uns gut eingerichtet. Unser Reihenhaus, eine Wohnung, vielleicht ein schmuckes Einfamilienhaus mit Garten, eventuell eine Villa!? Unser Dorf soll schöner werden, unser Dorf hat Zukunft, so heißt ein Wettbewerb auf Landes- und Bundesebene. Es geht nicht nur um einen Schönheitswettbewerb, wer hat die schönsten Häuser und Plätze hergerichtet usw. sondern es geht auch vor allem um die Zukunft! Welches Dorf / Stadt hat Zukunft, welche Kommune schafft es, durch den Gemeinsinn ihrer Bürger nachhaltige Projekte zu gestalten (z. B. Mehrgenerationenhäuser)? Die Bürger und die Politik, die Verbände und Vereine und die Kirchen, sie alle sollten an der Zukunftsfähigkeit ihrer Kommunen ein besonderes Interesse haben!? So weit, so gut. Die Jahreslosung wirkt da wie eine kalte Dusche?! Wir haben hier keine bleibende Stadt… Selbst die größten Bauten und Monumente, die überragenden Kirchen und was ein Stadtbild prägt, es vergeht, nicht nur durch Krieg oder Naturkatastrophen, sondern grundsätzlich, weil es Gott so beschlossen hat. Das neue Reich Gottes,

Vergänglichkeit hinter sich lassen müssen und hat die Sehnsucht nach Ewigkeit. „Alle Lust will Ewigkeit…“ so sprach ein Philosoph das Problem an. Wir wollen uns ein Denkmal setzen, wenn wir als ehrgeiziger Politiker oder Kirchenmann / Frau, als Kulturschaffender oder einfach, wenn wir uns in den Kindern „verewigen“ wollen, etwas was Zukunft hat, fällt uns schon ein?! Ich schreibe gerne Gedichte und Geschichten, dokumentiere durch Fotos und Filme alles, was mir wichtig erscheint.Und doch hat das alles einen Haken, ich sehe wie ein Tornado ganze Städte und Landstriche verwüstet, ich sehe die Hilflosigkeit der Menschen, solchen Naturkatastrophen etwas entgegenzusetzen. Wir haben hier keine bleibende Stadt … Die zukünftige Stadt, von der hier die Rede ist, ist die Vollendung der heiligen Stadt Jerusalem, für die Christen die Vollendung ihrer Hoffnungen und für andere eine Fiktion, eine Projektion unserer Wünsche, wie Feuerbach das formuliert hat. Und dennoch haben wir eine tiefe Sehn-

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impuls sucht nach Beständigkeit (auch Feuerbach hat man in meiner Nachbarstadt Denkmäler gesetzt). Es ist nicht von der Hand zu weisen, das schon Paulus und seine Apostel auf die Vollendung des Reiches Gottes und auf das Wiederkommen des Messias eingestellt waren. Doch spätestens mit der Offenbarung des Johannes und der Aussage von Jesus in seinen Abschiedsreden in Math.24 / 25 wissen wir von einem offenen Prozess, den Gott im Kontext der Menschheitsgeschichte entscheiden wird. Es macht keinen Sinn, zu rechnen und zu spekulieren, auch nicht, wenn im Dezember dieses Jahres der Kalender der Azteken zu Ende sein sollte. Wir leben in das neue Jahr hinein mit dem Gedanken, Gott gibt uns Zukunft und Hoffnung, auch über den Tod hinaus. Unsere Endlichkeit vor Augen lesen wir die Jahreslosung richtig, wenn wir uns die Gewissheit der zukünftigen Stadt vor Augen halten. Künstler hat das zu allen Zeiten in ein hohes Maß an Kreativität und Spiritualität versetzt. Auch ich sehe diese Vision des alten und neuen Jerusalems mit den Symbolen von A+O im Lichte der Königsherrschaft Christi mit dem Königsblau als Vollendung meines Glaubens! Nachdem nun über 2000 Jahre der neuen Zeitrechnung, die mit dem irdischen Dasein von Jesus begann und mit seiner Wiederkunft vollendet wird, so viele Spekulationen verbunden sind, möchte ich einen Gedanken wiederholen, den ich vor längerer Zeit in meinem Buch „ZEIT-LOS“ so auf die Rückseite verfasst habe: „Wann wird diese „Blaue Stunde“ sein? Die Zeugen Jehovas rechnen immer! Die Adventisten hoffen immer! Was machen die anderen Chris-

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ten? Sie warten fatalistisch in Geduld!? Doch wir sind Schuld, wenn Gott die Geduld verliert!? Eine Religionslehrerin sagte einmal zu mir: „aber Gott verliert nicht die Geduld!?“ Ich sehe und interpretiere die Johannesapokalypse anders. Wir leben ohne Frage in der sogenannten Endzeit und schauen auf Jerusalem und das Volk Israel mit dem bangen Blick, dass da eine Stadt ist, wo wir Christen, Juden und Moslems einen Konflikt haben, der nicht wirklich befriedigend gelöst werden kann. Es sei denn, der lebendige, auferstandene Christus kommt wieder! Ja, komm doch Herr!? MARANATHA!!

Bruder Ulrich Kalthoff, eingesegnet 1984, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler, Maler, Fotograf, Filmemacher, Buchautor im fränkischen Weidenbach. Im Dezember 2012 erscheint sein zweites Buch: ZEITEN-(W)ENDE Meditative Bild und Wortbetrachtungen 100 Seiten mit 50 Fotos Freimund Verlag, Neuendettelsau, Preis ca. 15 €


aus dem gemeinschaftsrat Projekt „Netzwerk Diakonische Gemeinschaft Nazareth“ Wie geht es weiter? Bericht Der Gemeinschaftsrat hat sich in den zurückliegenden Sitzungen mit den Ergebnissen des Gemeinschaftstages und den anstehenden Projektaufgaben beschäftigt. Die im Jahresbericht des Gemeinschaftsrates beschriebenen Zielsetzungen wurden durch den Gemeinschaftstag weitgehend bestätigt, an vielen Stellen angereichert und präzisiert. Einige Geschwister haben bereits ihr Interesse an der Mitarbeit in einzelnen Teilprojekten angeboten. Wir freuen uns über jede und jeden, die zum Gelingen der anstehenden Aufgaben beitragen!

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Der Gemeinschaftsrat hat die folgenden Aufgabenpakete festgelegt: y Neues Mitgliederverzeichnis: wird auf Grundlage des bestehenden schriftlichen „Kataloges“ erarbeitet; darüber hinaus soll es auch ein Mitgliederverzeichnis im Internet auf den Seiten des Nazareth-Forums geben, das mind. halbjährlich aktualisiert wird. y Profil: Erarbeitung und Veröffentlichung einer Profilbroschüre zur Diakonischen Gemeinschaft (woher kommen wir, wer sind wir, was wollen/machen wir, wie wird man/frau Mitglied? etc.) y Beitragsordnung: Klärung und schriftliche Niederlegung aller Beitragsfragen, insbesondere der Ausnahmeregelungen, damit diese für alle Mitglieder

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transparent und nachvollziehbar sind. Vorstellung und Verabschiedung bei einem der folgenden Gemeinschaftstage. Aufträge und Rollen in den Leitungsgremien der Gemeinschaft: Klärung für Gemeinschaftsrat und Gemeinschaftstagsleitung sowie die Zusammenarbeit beider Gremien (Auftrag aus dem Frühjahrsgemeinschaftstag 2012) Begleitung / Seelsorge: Klärung von Wünschenswertem und Möglichem, Sicherstellung von Begleitung / Seelsorge in Krisensituationen (wenn gewünscht), Gewinnung von Mitgliedern zur Mitarbeit in Begleitung und Seelsorge von / an Geschwistern, Unterstützung der Geschwister, die sich hier engagieren, Auftrags- und Konzeptklärung, Transparenz in der Gemeinschaft und Verfahrenssicherheit (wer wird wann begleitet? wird das dokumentiert und wenn ja, wie?). Zukunft der Bezirksarbeit: Überprüfung der bestehenden (ordnungsgemäßen und gelebten) Strukturen, Impulse zur Verbesserung, Bezirkskonferenzen, Regionalkonvente und Delegiertenversammlung nutzen/einbeziehen. Am Ende des Klärungsprozesses ggf. Vorschläge zur Anpassung der Ordnung entwickeln und entsprechendes Verfahren einleiten (Gemeinschaftstag) Offene Angebote/Einladende Gemeinschaft: welche Angebote können wir für Mitarbeitende in Kirche und Diakonie machen? Wie können wir bestehende Angebote für (noch)

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aus dem gemeinschaftsrat und der geschäftsstelle Nicht-Mitglieder öffnen? Wie können wir Interesse an uns wecken/auf uns aufmerksam machen? Entwickeln und Erproben von Maßnahmen. y Medien der Gemeinschaft: nazarethbrief, monatlicher Newsletter („Nazareth aktuell“), elektronischer Postversand, Internetseiten (Gestaltung, Inhalt, Aktualität und Pflege) Alle genannten Arbeitspakete können weder gleichzeitig noch sofort bearbeitet werden. Darum wird der Gemeinschaftsrat in seiner nächsten Sitzung daran arbeiten, die beschlossenen Aufgabenpakete weiter zu beschreiben, sinnvolle Strukturen der Bearbeitung zu finden und Fristen festzulegen. Hierüber werden wir weiter berichten. In jedem Fall ist die Beteiligung von und Unterstützung durch interessierte Geschwistern in allen Aufgabenpaketen wichtig und ausdrücklich erwünscht. Können Sie sich die Mitarbeit an einem der Themenschwerpunkte vorstellen? Dann melden Sie sich bitte bei uns in der Geschäftsstelle (Tel. 0521 144 4152)! Wolfgang Roos-Pfeiffer Uta Braune-Krah

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„Zwischen den Jahren“ – ruht auch die Arbeit in der Geschäftsstelle In der Zeit vom 22. Dezember 2012 bis zum 01. Januar 2013 ist das Büro der Geschäftsstelle nicht besetzt. Der Anrufbeantworter wird einmal täglich (gegen Mittag) abgehört. Bei dringenden Fragen werden Sie umgehend zurückgerufen. „Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens.“ (John Steinbeck)


aus der gemeinschaft Delegiertenversammlung, Jahrgangssprechertreffen und Forum der Gemeinschaften Am 26. Oktober tagte im Assapheum die Delegiertenversammlung der Nazareth-Gemeinschaft. Die Sprecherinnen und Sprecher der Einsegnungsjahrgänge waren ebenfalls zu diesem Treffen eingeladen. 35 Delegierte befassten sich vor allem mit der Zukunft der Bezirksarbeit in Nazareth. Aus unterschiedlichen Bezirken gibt es seit längerem Rückmeldungen dazu, dass die Beteiligung stark zurückgeht und nicht selten Bezirksleitungsmandate nicht oder nur mühsam besetzt werden können. Auch die derzeitigen Grenzen der Bezirke, z.B. in Ostwestfalen-Lippe und in Rhein-Ruhr-Sieg, sind nicht überall förderlich. Auf der Grundlage der bestehenden Ordnung unserer Gemeinschaft diskutierten die Delegierten und Jahrgangssprecherinnen und -sprecher, welche Regelungen für eine gelingende Bezirksarbeit hilfreich und förderlich sind und welche dem eher entgegenstehen. Vereinbart wurde zum Ende dieses Treffens, dass sich alle Bezirke im kommenden Jahr mit der eigenen Arbeit und den Entwicklungsbedarfen beschäftigen werden. Die Mitglieder des Gemeinschaftsrates unterstützen diesen Klärungsprozess und können zu Bezirkskonferenzen eingeladen werden. Am Abend des 26.10. fand in der Kellerkneipe Nazareth ein gemeinsamer Grillabend der Delegierten mit Vertreterinnen der Sarepta Schwesternschaft statt. Dieses Treffen war ein sehr stimmungs-

voller und gelungener Auftakt für das am nächsten Tag beginnende Forum der Gemeinschaften. Das Forum der Gemeinschaften ist das Treffen der Leitungsgremien der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth (Gemeinschaftsrat, Gemeinschaftstagsleitung, Delegiertenversammlung, Jahrgangssprecher/ -innen) und der Sarepta Schwesternschaft. Annähernd 60 Vertreterinnen und Vertreter nahmen zunächst den Jahresbericht der Direktion der Stiftungen Sarepta und Nazareth entgegen. Der Jahresbericht ist allen Mitgliedern der beiden Gemeinschaften zugegangen (siehe Anlage zum nazarethbrief). Die Direktion (Werner Arlabosse, Carsten Böhrnsen, Ulrich Strüber sowie mit beratender Stimme Anke Frickmann und Wolfgang Roos-Pfeiffer) hat in umfassender Weise über die einzelnen Schwerpunkte und Entwicklungen der unterschiedlichen Arbeitsfelder beider Stiftungen und der Gemeinschaften berichtet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums der Gemeinschaften nahmen mit großer Zustimmung und Dank den ausführlichen Bericht zur Kenntnis. Im zweiten Teil der Tagesveranstaltung setzten sich die Vertreterinnen und Vertreter beider Gemeinschaften mit dem Stand der Kooperation auseinander. In Arbeitsgruppen wurde das Ergebnispapier von Schwesternrat und Gemeinschaftsrat diskutiert und einhellig unterstützt. Verabredungen zur konkreten Ausgestaltung der Kooperation wurden getroffen (Entwicklung gemeinsamer Einkehrangebote, Prüfung der Zusammenlegung von Jahresfesten, gemeinsame Arbeit am

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aus der gemeinschaft

aus der frauenarbeit

Thema diakonische Bildung). Der Wortlaut dieses Papiers findet sich in der Dokumentation zum zurückliegenden Gemeinschaftstag im letzten nazarethbrief. Wolfgang Roos-Pfeiffer

Ich darf … / ich soll …/ Ich muss …/ ich will … - Was erlaube ich mir eigentlich?!

termine

Der Tag fand wieder großen Zuspruch. Besonders schön war es, dass wir eine ausgewogene Altersmischung hatten und so viele Sarepta-Schwestern da waren. Mit der Begrüßung durch Heidrun SchulzScharmberg wurde auf das Thema des Tages hingeführt. Es sollte um Werte und Normen gehen. Wir tun, was wir für wichtig erklären. Liebes und Wertes bleiben oder verändern sich. Ansprüche verändern sich. Wir sind immer in Bewegung in dem Spannungsbogen zwischen Freiheit und Verantwortung. Erlaube ich mir da etwas? Und was erlaubst du dir eigentlich? Ich nehme mir die Freiheit, ich selbst zu sein. Dann erklang unvermittelt Hildegard Knefs Stimme mit dem Lied „Für mich soll´s rote Rosen regnen“. Rosenblätter aus Papier, bedruckt mit den einzelnen Versen des Liedes, die Ansprüche und Wünsche in unterschiedlichen Lebensphasen benennen, regneten auf die Tische. Zunächst erstaunte, dann erfreute Gesichter – an den Tischen begannen die ersten angeregten Gespräche.

Epiphaniastreffen am Sonntag, 6. Januar 2013

Liebe Geschwister, wir erinnern Sie herzlich an das Epiphaniastreffen am 6. Januar 2013! Beginn ist um 10.00 Uhr mit dem Gottesdienst in der Zionskirche. (Predigt: Pfarrer Dr. Jean Gottfried Mutombo, EKvW, Dortmund; Liturgin: Pastorin Jutta Beldermann). Anschließend findet das Epiphaniastreffen im Haus Nazareth statt. Regine Buschmann und Jörg Oelmann werden Ergebnisse und Diskussionen von der Vollversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) zum Thema: „Zusammenleben mit Menschen anderen Glaubens“ einbringen. Natürlich werden auch der Austausch, die Begegnungen miteinander und das Gedenken an die Geschwister außerhalb Deutschlands ihren Platz haben. Bitte melden Sie sich, falls noch nicht geschehen, umgehend an unter Tel: 144-4152, Fax: NEU 144-4151, oder gemeinschaft-nazareth@bethel.de.

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Unter diesem Thema fand der diesjährige Frauentag am 1. November statt.

Die Bibelarbeit am Vormittag hielt uns Pastorin Jutta Beldermann. Wir hatten uns in der Vorbereitungsgruppe für „Die Salbung in Betanien“ (Matt. 26 ,6-13) entschieden. Eine Männerrunde, wie es damals der Kultur entsprach, traf sich. Die Welten von


aus der frauenarbeit Männern und Frauen waren sehr unterschiedlich. Frauen waren hilfreiche Dienerinnen. Da bricht diese Frau in die Männerrunde ein. Eine Ungehörigkeit! Eine Grenze wird überschritten! Sie stört! Nachdem die Frau die Nardenölflasche aufgebrochen hat, erfüllt der Duft das ganze Haus. Damit beansprucht sie die Sinne aller Anwesenden und ruft Ärger und Unmut hervor. Jesus wehrt sich nicht, er lässt es geschehen. Jesus weist die Frau nicht zurück, er nimmt sie sogar in Schutz. Die Frau wird nicht nach dem Grund ihres Handelns gefragt, Jesus übernimmt die Deutungshoheit. In Tischgesprächen berieten wir die unterschiedlichen Aspekte dieser Geschichte: 1. Das Gute Werk – was bedeutet es? 2. Die Salbung als Leidensankündigung und Hinweis auf den Tod Jesu. 3. Die Grenzüberschreitung der Frau als Hinweis auf die Grenzüberschreitungen Jesu und das Evangelium an sich. Die Ausschüttung des Öles ist Sinnbild für die Verschwendung Gottes an uns. Die Tat dieser Frau ist Sinnbild des Evangeliums.

Die Feier des Agapemahls und der Abschlusssegen entließen uns nach einem erfüllten Tag – wir freuen uns schon auf den Frauentag 2013! Adelheid Rieffel / Uta Braune-Krah

In den Arbeitsgruppen am Nachmittag wurden unterschiedliche Aspekte des Gehörten, des Diskutierten und des Erlebten wieder aufgenommen und/oder vertieft. Wir danken den Referentinnen für Bibliodrama (Anne Held), Salbungsrituale (Waltraud Bäcker, Beate Balzer, Adelheid Rieffel), Klangmassage (Christa Gräßlin, Bärbel Renner–Sinz), Lieder singen (Heidrun Schulz-Scharmberg, Dorothea Sandmeyer) und Bibel-Nachgespräch (Jutta Beldermann) für ihre Ideen und ihr Mittun. Für das Mädchenhaus Bielefeld wurden 471,-- Euro gesammelt.

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aus der gemeinschaft Einkehrtage 2013 Die gelungenen Erlebnisse der unterschiedlichen Einkehrtage im zu Ende gehenden Jahr machen Mut und Lust, auch im kommenden Jahr unterschiedliche Einkehrangebote zu gestalten und anzubieten. Bitte beachten Sie die Termine und versäumen Sie es nicht, sich rechtzeitig – d.h. so früh wie möglich -, für den jeweiligen Termin in der Geschäftsstelle der Gemeinschaft anzumelden. Das erleichtert Ihnen und den vorbereitenden Geschwistern die inhaltlichen Planungen. In manchen Tagungshäusern steht außerdem nur eine begrenzte Platzzahl zur Verfügung. 15./ 16. März 2013: Pilgern in Lippe Einkehrwochenende im Forsthaus Eschenbruch, Winterbergstraße 15, 32825 Blomberg, Die Anzahl der Teilnehmenden ist aus Platzgründen auf insg. 25 Personen beschränkt. 13. Juli 2013: Pilgern im Pott Vorbereitet durch die Mitglieder des Konvents B 1, nähere Informationen folgen 19. / 20. Oktober 2013: Geh-Denken (Besuche an denkwürdigen Orten) Tagungsort ist das Stadtkloster Segen, Schönhauer Allee 161, 10435 Berlin Für Übernachtungen vom 19. / 20. Okt. stehen insgesamt 17 Betten in 7 Zimmern zur Verfügung. Eine Teilnahme ohne Übern. ist ebenfalls möglich. 23. November 2013: Einkehrtag in Nazareth, Bethel Haben Sie / hast Du ein besonderes Thema / Anliegen / Wunsch für die Gestaltung des Einkehrtags? Gibt es eine besondere Zielgruppe, die wir einladen sollen? Nähere Informationen zur Gestaltung des Tages erfolgen im Frühsommer 2013.

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Anregungen, Wünsche etc. nehme ich gerne entgegen unter uta.braunekrah@bethel.de oder 0521/ 144 5081. Uta Braune-Krah

Das Weite suchen! Einkehrtag für die Aufnahme- und Einsegnungsjahrgänge 2003 bis 2012 in Bethel am 24. November (in vier Wochen ist Weihnachten). Tiefes Rheinland und Berlin trifft sich in Bethel. Geschwister suchen das Weite. Nein, sie sind nicht auf der Flucht, sondern suchen die Zuflucht bei Gott. Der sagt uns zu, dass er unsere Füße auf weiten Raum stellt.Ganz theoretisch durch das Erarbeiten des Psalms 31 wird der Boden für unsere „Körperarbeit“ vorbereitet. Aus der Bewegung im weiten Raum seinen Stand(punkt) finden. So gut es tut innezuhalten, lässt es sich nicht vermeiden, dass im Innehalten Gefühle und damit auch Gedanken der Sorge und Angst Raum nehmen. Es ist egal, ob Karl (84) oder Robin (23) in den Kleingruppen erzählen. Jeder der 29 Geschwister kennt Situationen in seinem oder in ihrem Leben, die mehr als „nicht einfach“ waren. Mein weiter Raum ist bislang in diesen Lagen das Paar Hände meines Gottes gewesen. Möge dies für uns TeilnehmerInnen mit in die Enge des Alltags gehen und möge dies dem einen oder anderen Leser / Leserin sich neu erschließen! Wiktorija Nebel


aus der gemeinschaft Eine außergewöhnliche „Reise“ Im Oktober 2012 waren wir dabei: „Bläser-Begegnungs-Fahrt in die Pfalz“; mit 70 Bläserinnen und Bläsern unseres „Senioren-Posaunenchor-Ost-Westfalen“. Dabei waren auch einige Nazareth-Geschwister; auch Johanna und Martin Braune. Martin berichtete mir, dass er nach der Pfalzfahrt einen Ford-Transit-Bus als Spende nach Bulgarien überführen werde, der dort beim Roten Kreuz Sliven dringend benötigt werde. Den Bus hatte er in Lobetal, respektive in Blütenberg „organisiert“. „Haste Lust, den Ford-Bus als Fahrer mit nach Bulgarien zu überführen“? Na klar hatte ich „Lust“, für so´n Abenteuer bin ich immer noch sofort zu gewinnen. Am Dienstag, den 30. Oktober um 6.00Uhr früh ging´s los ab Heidestraße in der Senne. Martin und Johanna fuhren den VW-Bus, der für Martins Dienst für Osteuropa zur Verfügung steht. Beide Fahrzeuge waren voll beladen, vor allem mit Bettwäsche und gebrauchten Rollstühlen als Spende für eine Behinderten-Einrichtung in Bulgarien. Befehl des „Chefs“ der Reise an mich: „So, du fährst jetzt erst mal voraus, damit du ein Gefühl für das Fahrzeug kriegst und ich merken kann, was du für einen Fahrstil hast....!“ „Das werde ich dir schon beweisen!“, dachte ich, der ich über 34 Jahre schon ein nicht gerade winziges Wohnmobil fahre… Für Martin Braune war es die 102. Reise in seiner Mission „Ost-Europa-Hilfe“. Sicherheit und Professionalität zeichnen ihn dabei aus. Sechs Tage waren wir unterwegs; durch sieben Länder sind wir gefahren. In Bul-

garien waren Anfang November noch 21° Wärme. Das „Unternehmen“ war keine Vergnügungsreise; am ersten Tag sind wir, meistens „volle Pulle“, 10 Stunden am Stück bis Szeged in Ungarn, längst an Budapest vorbei,- nicht mehr weit bis zur Rumänischen Grenze,- durchgefahren. Auf dem Hinweg haben wir mehrere Projekte und die dazugehörigen Menschen in Rumänien / Siebenbürgen besucht; vor allem in- und um Sibiu (Hermannstadt) und Brasov, (Kronstadt). Wir waren tief beeindruckt zu sehen und zu erleben, was aus verschiedenen Einrichtungen, vor allem für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, geworden ist. Von früher unglaublich menschenunwürdigen Verhältnissen zu heute echten „Orten zum Leben“! Viele dieser Veränderungen haben mit Martin und Johanna Braunes Engagement dort zu tun.

Wir kommen zu einem wichtigen Anliegen an die Nazarethgeschwister: Unter anderem sind wir in dem Dorf Sura Mica (deutsch: Klein-Scheuern), unweit von Hermannstadt gewesen. Dort gibt es seit über 20 Jahren eine Einrichtung für suchtkranke, vor allem alkoholabhängige, Menschen. Die Arbeit dort wurde seinerzeit mit initiiert vom Nazareth-Diakon Friedhelm Maßmann in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Stuttgart. Träger ist ein Verein, „Blaues Kreuz“. Es ist nach wie vor die einzige Christliche Heilstätte in Rumänien. Damals hat man ein altes, nicht mehr ganz „taufrisches“ Pfarrhaus angemietet und konnte dort „schlecht und recht“

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aus der gemeinschaft Hilfe für 20 Menschen aufbauen. Das alte Pfarrhaus wurde immer maroder und vor allem die sanitären Einrichtungen entsprachen schon gar nicht mehr heutigen Ansprüchen. Mit Spenden vom Internationalen „Blauen Kreuz“, vor allem durch eine Großspende aus Norwegen, wurde es möglich, auf dem benachbarten Gelände ein neues Haus zu errichten, welches für 30 Patienten ausgelegt ist. Wir haben uns mit dem leitenden Mediziner und ärztlichen Psychotherapeuten, Dr. Holger Lux, (deutschsprachig), bei / in dieser Einrichtung getroffen. Martin Braune, der sich seit vielen Jahren auch in und für diese Einrichtung mit vielerlei Hilfe engagiert hat, wollte sich einen Eindruck verschaffen, wie weit die baulichen Gegebenheiten gediehen seien. Das Haus ist inzwischen so weit fertig, dass man (meines Erachtens) eventuell in einem viertel Jahr mit Patienten dort um- und einziehen könnte. Auf Martins Frage, woran es jetzt vor allem noch „hapert“, was noch am dringendsten fehlt, wurde durch Dr. Lux dargelegt, dass kein Geld mehr für Schränke und die Küche vorhanden sei. Auf dem Rückweg von dort nach Hermannstadt fragt Martin mich (Johannes) ganz direkt, ob ich mir wohl vorstellen könne, in unserer NAZARETH-Gemeinschaft, was „in Gang“ zu setzen, was zu schreiben, um diese dringend benötigte Küche mit zu finanzieren? Das Blaue-Kreuz- Haus dort hat nämlich nicht nur zufällig den Namen „NAZARETH“. Nach Braunes erfahrener Schätzung werden für die Küche etwa 15.000,-€ benötigt. Sigrid und ich sind vorige Woche ein paar Stunden bei Fried-

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helm Maßmann in Paderborn gewesen. Es war anrührend, bewegend, erstaunlich, zu hören, zu erleben, wie viel „Herzblut“ er besonders für dieses von ihm mit gegründete Haus noch übrig hat. Nach vielen Enttäuschungen, auch mit den Verantwortlichen dort in Rumänien, sagte er dennoch zum Schluss: „Wenn Martin Braune der Garant dafür ist, dass das Geld für die Küche, auch wirklich für die Küche (und nicht für andere natürlich auch noch vorhandene „Lücken“) dort ankommt, gebe sogar ich noch einen richtig großen Betrag dazu!“ Euch, liebe Nazareth-Geschwister, legen wir diese Spendenaktion ganz besonders an Herz. Bitte prüft all Eure Möglichkeiten, die Beschaffung der Küche im Haus Nazareth in Sura Mica mit einer großzügigen Spende zu unterstützen. Wirklich und ernsthaft: es geht hier nicht nur um „kleine Beträge“, das „hört“ Ihr doch schon heraus, woll!? Da müsste schon „was überwiesen“ werden..... Wir können davon ausgehen, dass Martin Braune der verlässliche Garant dafür ist, dass Ihre / Eure Spende dort ankommt, um die wir Euch bitten! Selbstverständlich bekommt jeder eine entsprechende Spendenbescheinigung, wenn gewünscht. Ein richtig spannender und bewegender Teil der Reise waren dann noch die zwei Tage in Bulgarien; der Besuch der Einrichtung für Menschen mit Behinderungen in Tvardiza und von der Übergabe des gespendeten Ford-Bus in Sliven, mit der Aufschrift „Lobetal – eine gute Adresse“... Wie gern würden wir noch erzählen von


aus der gemeinschaft den verschiedenen, für uns „gewöhnungsbedürftigen“ Übernachtungen; von den sehr berührenden, freundlichen Begegnungen und Besuchen bei Freunden von Braunes in Hermannstadt und Kronstadt; von den erschütternden Eindrücken, was wir (auch unterwegs auf der Fahrt) an Armut gesehen haben...; von den z. T. wunderschönen Landschaften und Ländern, die wir durchfahren haben...aber das würde den Rahmen dieses Briefes sprengen...

Hier die Angaben für eine Überweisung: Kontoinhaber: Stiftung Bethel, Osteuropahilfe Braune Konto-Nr. : 4077 BLZ: 480 501 61 Spk.Bielefeld Verwendungszweck: Rumänien, Blaues Kreuz, Küche

Was uns aber doch noch wichtig ist zu erwähnen: Braunes Engagement haben wir beschrieben und vielen von Euch ist das nicht unbekannt, wir haben aber „am eigenen Leib“ erfahren, welch ein unglaubliches „unsichtbares“ Engagement auch dazu gehört, wenn Martin berichtet: „...Ich habe gerade meine 102. Reise auf den Balkan gemacht!“ Solch eine Reise (fast 5000 km !)bedeutet ja auch jedes Mal Kraftanstrengung und ein großes Risiko einzugehen. Wir können Gott dankbar sein, dass er bisher immer wieder ohne Unfall „oder so“... zu Hause gelandet ist. Martin ist im Sommer 2012 78 Jahre alt geworden!!! „Hut ab!“ Als wir von dieser „Wahnsinns-Reise“ wieder zurück in Bad Meinberg sind, fällt uns ein Zitat von Eva v. Tiele-Winckler „vor die Füße“: „Willst du reich werden, so gib. Geben macht reich, Festhalten arm. Benutze jede Gelegenheit, um mitzuteilen und Liebe zu geben!“ Johannes Schumacher

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aus der seniorenarbeit Glaubensfrüchte Gibt es bei uns etwas zu ernten? Bilder / Anregungen zum Nachdenken / Gespräch / Bibelarbeit zum Gleichnis vom Vierfachen Acker, Matthäus 13,3 ff

Herzliche Einladung

15.40 Dank, Kollekte, Segen Posaunen 16.00 Ende des Seniorentages Zwischen den Programmpunkten wollen wir viel miteinander singen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Diakonische Gemeinschaft Nazareth

zum Seniorentag der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth Montag, 4. März 2013 im Assapheum und im Haus Nazareth Eine Veranstaltung nicht nur für Senioren. Auch jüngere Geschwister sind willkommen. Programm: 9.00 Posaunen (Leitung: Diakon Hans Eisenberg) Begrüßung Besinnung 9.30 Einstieg in das Thema 9.40 Gruppengespräche an den Tischen 10.30 Frühstück 11.15 Der Vierfache Acker / Bibelarbeit (Pastorin Jutta Beldermann) 12.30 Mittagessen 13.30 Kaffeetrinken 14.15 Nazareth Heute - Wie erlebe ich das? (Karin Bormann-Voss) 14.30 Gruß an die Eintrittsjubilare 1933/1943/1953/1963 Nazarethchor: Leitung: Diakon Roland Müller 15.15 Ein Jubilar erinnert sich (Diakon Siegfried Ibelings) Posaunen Lied 648 Wir haben Gottes Spuren festgestellt

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Für den Seniorenbeirat Martin Kreutz

Hinweise für den Seniorentag 1. Wir bitten herzlich um Anmeldung mit dem Anmeldezettel (gegenüber) 2. Parkmöglichkeit besteht in der Tiefgarage / Bethelplatz. Für Bläser auch Sonntagabend. 3. Einladung an alle Bläser: Wir bilden zum Seniorentag einen Posaunenchor, der sich zum Einüben am Sonntagabend, 3. März 2013, um 19.30 Uhr in Nazareth trifft. 4. Auswärtige Teilnehmerinnen und Teilnehmer können am Sonntag, 3. März 2013, anreisen und sind um 18.30 Uhr zum Abendessen eingeladen. 5. Übernachtungsmöglichkeit wird angeboten.




rückmeldungen Anmeldung

Veranstaltungen

Seniorentag 4. März 2013 (Bitte auch für die Bläserinnen und Bläser)

der Nazareth-Seniorenarbeit

Ich nehme/wir nehmen am Seniorentag mit ____ Person(en) teil: Ich benötige/wir benötigen Nachtquartier für _____ Person(en) für den ‰ 03./04.03.2013 ‰ 04./05.03.2013

Ich bin / wir sind an folgenden Veranstaltungen der Nazareth-Seniorenarbeit 2013 interessiert und bitte / n um Zusendung der Ausschreibung: ‰ 18.03. – 22.03. 2013 Seniorenseminar in Rietberg

‰ Teilnahme am Abendessen am Sonntag, 3. März 2013, um 18.30 Uhr erwünscht

‰ 19.05. – 25.05. 2013 „Gemeinsam unterwegs“ ins Lechtal / Kay Werner Marxen

‰ Ich blase im Posaunenchor mit Meine Stimme ist: ‰ Sopran / ‰ Alt / ‰ Tenor / ‰ Bass

‰ 03.07. – 12.07. 2013 „Gemeinsam unterwegs“ durch das Baltikum-Naturwunder und Kulturschätze / Kay- Werner Marxen

Für die Teilnehmenden aus Bielefeld: ‰ Ich bitte um Mitfahrgelegenheit ‰ Ich biete ………. Plätze Mitfahrgelegenheiten im PKW

_______________________________________________________________________ Name: Vorname: _______________________________________________________________________ Anschrift: Telefon: _______________________________________________________________________ Datum: Unterschrift: Rückmeldung bis spätestens zum 22. Februar 2013 an: Diakonische Gemeinschaft Nazareth Frau Cornelia Bilan Nazarethweg 7 33617 Bielefeld

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(v.l.n.r.: Hรถdl, Drese, Rackwitz-Busse, Schwennen, Eschen, Roos-Pfeiffer, Stengler, Klein)

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aus dem vedd Hauptversammlung 2012 Die Jahreshauptversammlung des Verbandes der Ev. Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften in Deutschland e.V. (VEDD) hat vom 13. bis 15. November dieses Jahres im Martinshof (Rothenburg/ Neiße) stattgefunden. Etwa 50 Delegierte der unterschiedlichen diakonischen Gemeinschaften nahmen an dieser Versammlung teil, für Nazareth Diakonin Margit Hullmeine und der Älteste der Gemeinschaft, Wolfgang Roos-Pfeiffer. Wichtigster Programmpunkt der diesjährigen Hauptversammlung war die Wahl eines neuen Vorstands des VEDD. Diese Schwestern und Brüder sind für die kommenden vier Jahre gewählt worden: y Andreas Drese (Martinshof, Rothenburg/Neiße) y Andrea Heußner (Rummelsberger Diakoninnengemeinschaft) y Dieter Hödl (Karlshöhe) y Claudia Rackwitz-Busse (Rauhes Haus, Hamburg) y Wolfgang Roos-Pfeiffer (Diakonische Gemeinschaft Nazareth) y Christian Schwennen (Wittekindshof) Neben den Genannten gehören (mit beratender Stimme) zum Vorstand: y Juliane Spengler als Studierendenvertreterin y Pastorin Barbara Eschen (Hephata) für die Konferenz der Leitungen von Diakonenanstalten und y Prof. Dr. Thomas Zippert (Fachhochschule der Diakonie) für die Konferenz der Ausbildungsstätten.

y C.-Christian Klein ist als Geschäftsführer des VEDD ebenfalls Mitglied des Vorstandes. Als neuer Vorstandsvorsitzender des VEDD wurde Dieter Hödl gewählt. Seine Stellvertreterin ist Andrea Heußner. Zuvor war der alte Vorstand mit herzlichem Dank verabschiedet worden. Das große Engagement unserer Schwester Marlis Seedorff, die acht Jahre das Amt der Vorstandsvorsitzenden des VEDD ausgeübt hat, wurde dabei besonders gewürdigt. Auch seitens unserer Nazareth-Gemeinschaft gilt Marlis Seedorff großer Dank für diese vielen arbeitsreichen Jahre und die vielen guten Erträge für den VEDD und unsere Gemeinschaft! Die wichtigste Aufgabe des neuen Vorstandes in den nächsten Monaten wird die Findung einer neuen Geschäftsführerin / eines neuen Geschäftsführers des VEDD sein, da unser Nazareth-Bruder CarlChristian Klein, der dieses Amt seit vielen Jahren wahrgenommen hat, Ende 2013 in den Ruhestand geht. 2013 ist übrigens auch das Jahr des 100jährigen Bestehens des VEDD! Wolfgang Roos-Pfeiffer

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aus der personalarbeit 1. BAG-Urteil vom 20.11.12 (Arbeitskampf in kirchlichen Einrichtungen – Dritter Weg) Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat am 20.11.12 in zwei Entscheidungen grundlegende Aussagen zum Selbstbestimmungsrecht der Kirchen bzw. zum kirchlich-diakonischen Arbeitsrecht getroffen. Es hat den Dritten Weg als kollektives Arbeitsrechtssetzungsverfahren bestätigt und einen Streikausschluss im Dritten Weg an Bedingungen (Beteiligung der Gewerkschaften, etc.) geknüpft. Die Klagen der Kirchen wurden jedoch letztlich abgewiesen. „Arbeitskampf in kirchlichen Einrichtungen – Dritter Weg Verfügt eine Religionsgesellschaft über ein am Leitbild der Dienstgemeinschaft ausgerichtetes Arbeitsrechtsregelungsverfahren, bei dem die Dienstnehmerseite und die Dienstgeberseite in einer paritätisch besetzten Kommission die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten gemeinsam aushandeln und einen Konflikt durch den neutralen Vorsitzenden einer Schlichtungskommission lösen (sog. Dritter Weg), dürfen Gewerkschaften nicht zu einem Streik aufrufen. Das gilt jedoch nur, soweit Gewerkschaften in dieses Verfahren organisatorisch eingebunden sind und das Verhandlungsergebnis für die Dienstgeberseite als Mindestarbeitsbedingung verbindlich ist.“ (Auszug Pressemitteilung BAG Nr. 81/12) „Arbeitskampf in kirchlichen Einrichtungen – Zweiter Weg Entscheidet sich die Kirche, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten ihrer diakonischen Einrichtungen nur dann durch Tarifverträge auszugestalten, wenn eine

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Gewerkschaft zuvor eine absolute Friedenspflicht vereinbart und einem Schlichtungsabkommen zustimmt, sind Streikmaßnahmen zur Durchsetzung von Tarifforderungen unzulässig.“ (Auszug Pressemitteilung BAG Nr. 82/12) Dienstnehmer- und Dienstgeber-Vertreter bewerten die Urteile unterschiedlich positiv. Es bleibt abzuwarten, wie die Diskussionen zu diesem Thema sich weiter entwickeln und die Gewerkschaften sich positionieren. Wir werden die schriftliche Urteilsbegründung abwarten müssen, um weitere Erkenntnisse aus dem Urteil zu ziehen.

2. Urlaubsstaffelung (Auswirkungen zum BAG-Urteil vom 20.03.12 (AZ 9 AZR 529/12)) In seinem Urteil vom 20.03.2012 entschied das BAG, dass eine Staffelung der Urlaubsdauer nach dem Lebensalter gegen das Diskriminierungsverbot wegen Alters in §§ 7 Abs. 1 und 2 Allgemeines GleichbehandlungsGesetz (AGG) verstößt. Bislang sahen die tariflichen Regelungen des BAT-KF und des AVR-DW EKD vor, dass Mitarbeitenden bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres 26 Tage Urlaub, bis zur Vollendung des 40. Lebensjahres 29 Tage Urlaub, und nach Vollendung des 40. Lebensjahres 30 Tage Urlaub zustehen. Urlaub 2012 Für die Zukunft hat die Arbeitsrechtliche Kommission Rheinland-Westfalen-Lippe (BAT-KF) bereits eine entsprechende neue tarifliche Regelung getroffen (29 Tage für alle, Mitarbeitende über 55 Jahren erhalten 30 Tage), die ab dem 01.01.2013 gilt. Für das Jahr 2012 gilt die Zusage des Vor-


aus der personalarbeit stand der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel vom 23. Mai 2012 und somit ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen. Die Arbeitsrechtliche Kommission der AVRDW-EKD hat nach wie vor keine entsprechende Tarifregelung getroffen. Der Vorstand erweitert seine Zusage auf den Bereich der AVR DW EKD. Auch diese Mitarbeitenden steht für das Kalenderjahr 2012 ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen zu. Urlaub 2011 Für diese Urlaubsansprüche ist nach den Tarifwerken zu differenzieren: BAT-KF: Die Übertragungsregelung des BAT-KF sieht eine vorbehaltlose Übertragung des Urlaubs auf den 31.03. des Folgejahres vor. Auf der Grundlage der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts hatten alle Mitarbeitenden einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen im Jahr 2011. Voraussetzung für die nachträgliche Urlaubsgewährung im Sinne des Bundesarbeitsgerichts ist, dass der Arbeitgeber den rechtzeitig verlangten Urlaub nicht gewährt hat und der Urlaub deshalb verfallen ist. Hat der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber rechtzeitig, aber erfolglos die Freistellung im Urlaubsjahr verlangt, hat der Arbeitgeber den Schaden zu ersetzen. Mitarbeitende mit denen die Geltung des BAT-KF vereinbart worden ist und die unter die unwirksame Urlaubsstaffel fallen, haben einen ergänzenden Urlaubsanspruch nur dann, wenn sie diesen bis zum Ablauf des 31.03.2012 geltend gemacht haben. AVR-DW-EKD: Für eine Übertragung des Urlaubsanspruchs 2011 in das nächste Kalenderjahr ist ein sachlicher Grund erforderlich. Nur Urlaub, der (aus betrieblichen oder dienstlichen Gründen) nicht genom-

men werden konnte, verfällt nicht, sondern wird übertragen. Die Geltendmachung eines Anspruchs aus der unwirksamen Urlaubsstaffel hätte somit bis zum 31.12.2011 erfolgen müssen.

3. Gesetzliche Veränderungen Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung wird zum 01.01.2013 von 19,6 % auf 18,9 % gesenkt. Damit werden Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen entlastet. Die Verdienstgrenze für geringfügig Beschäftigte wird zum 01.01.2013 von 400 auf 450 € und für Beschäftigte in der Gleitzone von 800 auf 850 € erhöht. Außerdem wird die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung für geringfügig Beschäftigte (Minijobber) geändert. Der Arbeitgeber zahlt auch weiterhin einen pauschalen Rentenversicherungsbeitrag von 15 % für den Minijobber. Bisher kann der Minijobber diesen Pauschalbetrag durch freiwillige eigene Zuzahlungen bis zum allgemeinen Beitragssatz (derzeit 17,9 %) der gesetzlichen Rentenversicherung ergänzen. Ab dem 01.01.2013 wird die Zuzahlung grundsätzlich stattfinden. Wer keine Zuzahlung möchte, kann sich dann mit einem schriftlichen Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Damit wird die bisherige Versicherungsfreiheit mit der Möglichkeit der vollen Versicherungspflicht in eine Rentenversicherungspflicht mit Befreiungsmöglichkeit umgewandelt. Für Beschäftigungsverhältnisse, die bereits vor dem Inkrafttreten des Gesetzes bestanden haben, gelten unterschiedliche Übergangsregelungen.

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aus der personalarbeit 4. Vorankündigung Standortbestimmungsseminar 2013 Am 09./10.11.2013 findet das nächste Standortbestimmungsseminar innerhalb unserer Personalentwicklung statt. Anmeldungen sind ab sofort über Bildung Beratung Bethel (siehe Jahresprospekt 2013) möglich.

5. BAG-Urteil vom 14.11.12 (Vorlage einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung am ersten Arbeitstag) Das BAG hat entschieden, dass ein Arbeitgeber bereits am ersten Tag der Erkrankung des Arbeitnehmers eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verlangen kann, ohne dass daran besondere Voraussetzungen geknüpft sind. „Vorlage einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Nach § 5 Abs. 1 Satz 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) ist der Arbeitgeber berechtigt, von dem Arbeitnehmer die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer schon von dem ersten Tag der Erkrankung an zu verlangen. Die Ausübung dieses Rechts steht im nicht an besondere Voraussetzungen gebundenen Ermessen des Arbeitgebers.“ (Pressemitteilung Nr. 78/12) Es bleibt abzuwarten, ob sich die derzeitige Praxis (z.B. Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung nach dem dritten Tag) der Träger verändern wird. Joachim Hood Personalreferent

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aus bbb-bethel Noch freie Plätze: Ausbildung zum Coach Start: 11. Februar 2013 Diese Weiterbildung ist bereits ein Klassiker: im Februar 2013 bietet Bildung & Beratung Bethel die „Ausbildung zum Coach“ an. Hier sind noch Plätze frei. Coaching ist Begleitung, Reflexion und Unterstützung im beruflichen Alltag durch eine darin erfahrene Beratungsfachkraft. In der Zielsetzung der Ausbildung ist Coaching ein professionelles Begleitangebot zur Stabilisierung und Qualifizierung beruflichen Handelns in kirchlichen und sozial-diakonischen Systemen. Diese Weiterbildung richtet sich an Menschen in beratenden, leitenden und begleitenden Funktionen. Sie ist zertifiziert nach den Standards der DGfC und hat einen Umfang von 245 Stunden. Weitere ausführliche Informationen hierzu finden Sie unter www.bbb-bethel.de oder direkt bei Bildung & Beratung Bethel, Tel. 0521/144-5139.


buchtipp „Liebende müssen Künstler sein, so wie der Dreijährige im Spiel ein Künstler ist. Die variierende Wiederholung, das ist die geheime Regel der Kunst des Lebens.“ (Eberhard Warns)

Zweites Buch zum künstlerischen Werk Eberhard Warns’ erschienen Eberhard Warns (1927-2007), Pastor der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth und Leiter der Westfälischen Diakonenanstalt Nazareth von 1980 bis1989, war zeit seines Lebens der Malerei sehr zugetan. Besondere Bedeutung gewann seine Kunst, als er in Folge einer fortschreitenden Demenz über immer weniger Möglichkeiten verfügte, sich seinem Umfeld verständlich zu machen. Mit aufopferungsvoller Liebe wurde er, solange es irgend ging, von seiner Frau Else Natalie Warns zu Hause betreut. Else Natalie Warns, selbst Theaterpädagogin, Gründerin der Theaterwerkstatt Bethel und bedeutende Bibliodrama-Leiterin, kümmert sich seit Jahren um den künstlerischen Nachlass ihres Mannes, der insbesondere bei Veranstaltungen wie „Kunst trotz(t) Demenz“ bundesweite Verbreitung und Beachtung findet. Jetzt ist im EB-Verlag Berlin das zweite Buch zum Werk von Eberhard Warns erschienen. Der Bildband enthält viele beeindruckende Werke, die die unterschiedlichen Schaffensperioden und Entwicklungsstufen der Demenz-Erkrankung widerspiegeln. In „Standpunkten“ suchen Wegbegleiter und Wissenschaftler, mit viel Achtsamkeit dieses künstlerische Wirken nachzuvollziehen und zu beschreiben, wie die Bildersprache von Eberhard Warns vor dem Hintergrund der Demenz-Erkrankung zu verstehen ist. Eine liebevolle Würdigung auf höchstem Niveau.

Aus dem Buchtitel: „Dieses Buch stellt 80 der 250 abstrakten Bilder von Pfarrer i. R. Eberhard Warns vor, die er in den letzten vier Jahren seines Lebens gemalt hat. Der Titel dieses Buches „! Mut u. Wut !!“ stammt von Eberhard Warns selbst. 2003 schuf er diese Wortkombination als Titel für ein Bild und hat damit eine begriffliche Metapher geprägt, die für die gesamte Breite seines Schaffens steht.“ Die Diakonische Gemeinschaft Nazareth und die Stiftung Nazareth haben mit anderen Förderern zur aufwendigen Herstellung und Ausstattung des Buches beigetragen. Mut u. Wut Eberhard Warns – Bilder 2003 – 2007 Herausgegeben von Else Natalie Warns und Günter Meyer EB-Verlag Dr. Brandt Berlin 2012 ISBN: 978-3-86893-098-6

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Dezember 27. Nazarethkreis Eckardtsheim 21. Weihnachtsferien NRW bis 04.01.2013

dezember

Januar 2013 06. Epiphaniastreffen 09. Gemeinschaftsabend Schillingshof 09. Zeit.Punkt 13. >>Klassik um 3<< 18. Gemeinschaftsrat 25. Vertretungsausschuss 25. Nazarethkreis Eckardtsheim

januar 2013

Februar 03. >>Klassik um 3<< 06. Erzählkneipe mit Mariana Spellbrink und Tobias Birmes 15. Gemeinschaftsrat/gem. Sitzung Schwesternrat und Vorstand 21. Bezirkstreffen OWL 22. Vertretungsausschuss

februar

März 02. 04. 06. 06.

märz Bezirkstreffen Nordost

08./09. 13.

15./16. 16. 18.-22. 22.

April 25.03.

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Seniorentag Zeit.Punkt Erzählkneipe (Hans Bensiek, Seemannsmission in Amsterdam) Klausur Gemeinschaftsrat Gemeinschaftsabend Schillingshof Einkehrtag Lippe Bezirkstreffen Ost Seniorenseminar in Rietberg Vertretungsausschuss

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termine

april Osterferien NRW - 06.04.2013

Der nazarethbriefaus der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth/Bethel wird kostenlos an alle Mitglieder der Gemeinschaft versandt.

Herausgeber: Gemeinschaftsrat der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth in der Stiftung Nazareth in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel; verantwortlich: Wolfgang Roos-Pfeiffer; Redaktion: Uta Braune-Krah; Layout + Satz: Martin EickhoffDrexel; Druck: Zum Stickling, Avenwedder Straße 72, 33335 Gütersloh; © 2012

Anschrift: Diakonische Gemeinschaft Nazareth, 33546 Bielefeld, Postfach 13 03 49. Telefon: 0521/ 1444118, Fax: 0521/914 6226, http:// www.nazareth.de.

Bankverbindung: 2 101 660 012 bei der KD-Bank (BLZ 350 601 90)


Nazarethbrief-2012_12