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nazarethbrief diakonische gemeinschaft nazareth Nr. 03 / 04 - März / April. 2011 118. Jahrgang www.nazareth.de

„... und plötzlich stellt man dann doch fest: Hier sieht es ja ganz anders aus als zuhause!“ - lesen Sie den Áldás-Bericht ab S. 16


inhalt Seite geistliches wort (Friedel Eichler) ................................................................ 3 editorial ........................................................................................................ 4 aus der fh-diakonie: Die jungen Wilden (Meike Ilmenau)… ....................................................... 5 Neue Mentor/-innen gesucht (Kathrin Sundermeier) ................................ 5 leserbriefe: Daniela Händler-Schuster ......................................................................... 7 Kollekte Epiphanias ..................................................................................... 7 aus der seniorenarbeit: Seniorentag 2011 (Wilfried Marx) ............................................................. 8 Kollekte am Seniorentag ........................................................................ 10 Ein Jubilar erinnert sich (Wulf-Dieter Gammert) ...................................... 11 aus mission und ökumene: Áldás (Uta Braune-Krah) .......................................................................... 16 Spendenaufruf (Friedrich-Wilhelm Meine / Paul-Friedrich Klein) ............... 19 nachrufe ..................................................................................................... 20 aus der personalarbeit: Neue Adressen (Uli Debener) .................................................................. 30 persönliches ............................................................................................... 30 unsere kranken geschwister ..................................................................... 31 termine ....................................................................................................... 32

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geistliches wort Der Ostermorgen. Es ist alles offen, das Grab und die Zukunft. Doch wer weiß schon davon, wer kann es fassen? Natürlich geht es weiter. Aber wie? Die Jünger, zurückgeblieben, sind voller Angst, halten sich verborgen. Sie hatten einst ihre Existenz aufgegeben, ihre Angehörigen verlassen. Und nun waren sie auf sich zurückgeworfen. Was soll nur werden? Wie Abziehbilder von uns werden sie von den Evangelisten gezeichnet. Sollten sie in ihrer Trauer nicht auch die Frage nach dem "Warum?" und "wie kann Gott das zulassen?", gestellt haben? Sie waren keine Heiligen. Von der Botschaft, so wird uns immer wieder berichtet, hatten sie wenig verstanden. Abgründe tun sich auf. Das ist der erste Ostermorgen! Drei Frauen machen sich auf, um dem Toten einen letzten Dienst zu erweisen. Das Grab ist nicht nur offen, es ist auch noch leer. Entsetzen erfasst sie. Nicht einmal der Leichnam ist ihnen geblieben. "Sollte er...?" Da gibt es mehrere Möglichkeiten: "... wenn er nicht fortgeschafft worden ist, könnte er..., das wäre..., aber..." Drei Frauen, wie ich sie sehe. Fassungslos, entsetzt und auf sich zurückgeworfen. Markus 16 endete in der ursprünglichen Fassung mit dem Vers 8. Die Verse 9-22 stammen aus dem 2.Jhd. n.Chr.. Markus schloss seinen Bericht demnach mit den Worten: "Und sie (die drei Frauen) gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten nie-

mandem etwas; denn sie fürchteten sich." - Der erste Ostermorgen! Verstörte werden uns vorgestellt. Es gibt also nichts schönzureden: mit Ostern wird der Glaube gründlich auf die Probe gestellt. Damals wie heute. Aber, und das ist mir aufgegangen, Ostern bietet Raum für unsere Ängste, unser Entsetzen, unser Zittern und Zagen und für alle unsere Fragen. Darin ist alles offen und gerade so kann sich Neues auftun. Auferstehung hat mit unserem Leben zu tun. Der Berner Pfarrer Kurt Marti formuliert das sehr eindrücklich mit folgenden Worten: ihr fragt wie ist die auferstehung der toten? ich weiß es nicht ihr fragt wann ist die auferstehung der toten? ich weiß es nicht ihr fragt gibts eine auferstehung der toten? ich weiß es nicht ihr fragt gibts keine auferstehung der toten? ich weiß es nicht ich weiß nur wonach ihr nicht fragt: die auferstehung derer die leben ich weiß nur wozu er uns ruft: zur auferstehung heute und jetzt Trotz der notwendig offenen Fragen und in aller Verstörung wünsche ich uns allen ein gesegnetes Osterfest. Ihr/Euer Friedel Eichler

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editorial

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freundinnen und Freunde Nazareths!

Atme in mir, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke. Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue. Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe. Stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte. Hüte mich, du Heiliger Geist, dass ich das Heilige nimmer verliere.

Diese Zeilen werden Augustinus (354 430) zugeschrieben und sie weisen mich auf das hin, was uns Christen in Bewegung setzt und hält. In der Vorfreude auf das Nazareth-Wochenende und in Blick auf Pfingsten grüße ich Sie ganz herzlich. Die neuste Ausgabe des Nazarethbriefes enthält wieder neue Anregungen, anregende Inhalte und viele Informationen nehmen Sie und nehmt Ihr Anteil an unserer lebendigen diakonischen Gemeinschaft,

Ihr und Euer

Friedrich-Wilhelm Meine

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aus der fh-diakonie Die jungen Wilden…

terdisziplinarität, Empathie, Inklusion, Wertschätzung und viele andere.

Seit Oktober 2010 gibt es interessierten Nachwuchs an der Fachhochschule der Diakonie. Der grundständige Studiengang "Diakonie im Gemeinwesen" startete in seine erste Runde und bietet knapp 40 jungen Erwachsenen die Möglichkeit, ein klassisches Studium der "Sozialen Arbeit" sowie die bisherigen Inhalte des Grund- und Oberseminars der Diakonenausbildung vermittelt zu bekommen.

Die Begleitung der Studierenden durch Mentorinnen und Mentoren aus den Gemeinschaftsreihen von Nazareth sowie dem Wittekindshof verbindet "Neuankömmlinge" mit der Gemeinschaft und schafft es so, eine Brücke zu schlagen zwischen Innovation und Tradition; die sich in keinem Fall gegenseitig ausschließen.

Nach acht Semestern, drei längeren praktischen Phasen und mindestens 180 Stunden Gemeinschaftspraktikum können so motivierte, gut ausgebildete und vorbereitete Absolventinnen und Absolventen den sich verändernden Arbeitsmarkt, auch in Bethel, mitgestalten.

Um jedoch beides und somit auch deren Anhänger näher zusammen wachsen zu lassen, braucht es Initiative und Mut, aufeinander zu zugehen. Diesen Schritt wagen die Studierenden der Gemeinschaft Nazareth am Gemeinschaftstag am 28. Mai, an dem sie sich der Gemeinschaft vorstellen und mit den Mitgliedern der Gemeinschaft in Kontakt treten möchten.

Aber nicht erst dann, denn bereits während des Studiums arbeiten die Studierenden in Einrichtungen von Bethel, dem Wittekindshof oder anderen Einrichtungen im Sozialwesen. Dabei reicht die Bandbreite von der Senioren- und Behindertenhilfe bis zur Kinder- und Jugendhilfe. Es werden Wochenendehelferstellen sowie halbe Stellen als Betreuungspersonal, Freizeitbegleitung u.ä. angenommen und das theoretische Wissen wird direkt im Praxisfeld getestet. Die Dreier-Kombination von Sozialer Arbeit, Diakonie und der Möglichkeit, bereits in der Praxis tätig zu sein, eröffnet neue Wege für Dozenten, Studenten und Klienten. Dazu fallen Stichworte wie Theorie-Praxistransfer, (Selbst-)Evaluation, In-

Meike Ilmenau

Neue Mentor/-innen gesucht Wie Sie sicher gehört haben, startete im letzten Oktober zusammen mit dem neuen Studiengang "Soziale Arbeit und Diakonik - Diakonie im Gemeinwesen (B.A.)" an der Fachhochschule der Diakonie in Bethel das Mentoring-Programm der Ev. Bildungsstätte für Diakonie und Gemeinde. In diesem Mentoring-Programm begleiten erfahrene Diakone/-innen Nazareths Studierende der FHdD von Beginn bis zum Abschluss des Studiums (4 Jahre).

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aus der fh-diakonie Für diese spannende Aufgabe suchen wir für den Herbst 2011 wieder engagierte, berufstätige Diakone/-innen! Sie erfordert einen Aufwand von ca. 20 Stunden pro Halbjahr für Einzelkontakte und gemeinsame Veranstaltungen.

Und was hat man davon? Statements von Mentor/-innen y Einen guten Einblick in die neue Ausbildungsstruktur und ein zeitlich gut kalkulierbares Nazareth-Amt mit der Perspektive, eine/n künftige/n klasse Nazarener/in zu gewinnen. y Setze mich mit mir und meinen Überzeugungen auseinander, werde angefragt und muss Dinge neu durchdenken y Ich reflektiere mein eigenes Verhältnis zu Nazareth, mein Selbstverständnis als Diakon/in und werde angeregt durch die Studienthemen meines/r Mentee/s. Statements einer Studierenden: y Es ist gut, eine/n Ansprechpartner/in außerhalb der FH zu haben, der/die vom Fach ist und mir einen Einblick in die Gemeinschaft Nazareth gibt.

Haben Sie Lust, Interesse und Zeit als Mentor/in ab Herbst 2011 mitzumachen? Dann melden Sie sich gern! Ev. Bildungsstätte für Diakonie und Gemeinde / Mentoring-Programm Martina Delbrügge; T.: 0521-144/4112 martina.delbruegge@bethel.de Kathrin Sundermeier

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leserbriefe Zürich, 24.02.2011

Liebe Geschwister der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth, im Jahr 2009 habe ich eine Anzeige im nazarethbrief veröffentlicht und mich auf die Suche gemacht nach Gesprächspartnerinnen, die bereit waren, über ihre Zeit in damaligen Hauselternfamilien zu berichten. Es haben sich viele Geschwister gemeldet und insgesamt habe ich mit 42 Personen zum Thema der Hauselternfamilie sprechen können. Ich konnte im Rahmen von Interviews und persönlichen Briefen spannende Einblicke in verschiedene Lebensentwürfe nehmen. Nach den ersten Analysen konnte ich herausfinden, dass das Erleben der Frau in damaligen Hauselternfamilien in der Literatur nur geringfügig berücksichtigt wurde. Daraufhin legte sich mein Forschungsschwerpunkt auf die Frage, wie Frauen an der Seite des Diakons ihren Aufgaben- und Verantwortungsbereich erlebten und wie gemeinschaftliches Leben mit den Mitgliedern damaliger Hauselternfamilien möglich war bzw. wie es sich gestaltet hatte. Ich freue mich, Ihnen heute mitzuteilen, dass meine Arbeit einen Abschluss gefunden hat und erste Publikationen in (internationalen) Fachzeitschriften auf dem Weg sind. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen nicht nur Wirtschafterinnen waren, sondern auch Pflegende, die vielfach dazu beigetragen haben, dass sich Bedingungen in den Häusern veränderten. Im 20. Jahrhun-


leserbriefe dert hatte die diakonietypische Hausmutter in Deutschland in Institutionen für "Kranke und Pflegebedürftige" eine wegbereitende Funktion eingenommen, was sich anhand der in Gesprächen geäußerten Erinnerungen früherer Hausmütter zeigte. Ebenfalls zeigen die Ergebnisse, dass die Hausmütter in ihrer Erinnerung vielfach unter mangelnder Anerkennung ihrer Hausmutter-Funktion an der Seite des Diakons litten. Im Rahmen ihrer meist mehrere Jahrzehnte dauernden Tätigkeit durchliefen Hausmütter folgende Phasen im Rahmen ihrer Entwicklung: 1. "Sich als Braut auf den Weg machen geliehene Macht und Herrschaft"; 2. "Sich als Hausmutter verwirklichen umgesetzte Macht und Herrschaft" und 3. "Aus der Funktion als Hausmutter ausscheiden - verlorene und enttäuschte Macht und Herrschaft". Mit den Phasen zur Hausmutter-Funktion werden wichtige Erkenntnisse geliefert, die in die aktuelle Diskussion um neue Wohn- und Versorgungsformen sowohl in der Altenarbeit als auch in der psychiatrischen Versorgung einfließen können. Die Ergebnisse laden zu kritischen Überlegungen ein, denn in vielen "Familien" war kein Mitglied nur krank, pflegebedürftig oder wurde pflegerisch, therapeutisch oder seelsorgerlich und hauswirtschaftlich betreut. Die Mitglieder damaliger Hauselternfamilien waren vielmals alle Leistungsträger und wurden als solche gebraucht. Bei allen Nebenwirkungen und Missbräuchen gilt es, das betriebsfamiliale System der Hauselternfamilie dahin-

gehend zu reflektieren, ob es nicht auch heute zukunftsweisend ist. Gerne stehe ich Ihnen für Rückfragen zur Verfügung. Herzlich, Ihre/Eure Daniela Händler-Schuster Kontakt: s. „persönliches“

Kollekte Epiphanias

Die Übergabe der Epiphanias-Kollekte von € 770,00 an den "Bielefelder Tisch" für das Projekt "Löwengrube" fand am 1. März 2011 statt. Sie ist bestimmt für Kinder mit Migrationshintergrund und/oder sozialen Problemen; ihnen wird dort in beeindruckender Weise geholfen. Nach einer interessanten und nachdenklich stimmenden Führung durch die Einrichtung des Bielefelder Tisches durch den Leiter, Herrn Ulrich Wienstroth, gab es bei der Übergabe nur zufriedene Gesichter. Nachdenklich stimmte die dort erlebte Armut der Gäste, die so im Stadtbild nicht sichtbar ist. Um so mehr ist die Unterstützung der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth an der richtigen Stelle angekommen. Friedrich-Wilhelm Meine

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aus der seniorenarbeit Seniorentag 2011 Wenn der Seniorenbeirat zum Seniorentag einlädt, kann man getrost davon ausgehen, dass das Assapheum gut gefüllt wird. So war es auch in diesem Jahr. Die Ankommenden wurden mit Posaunenmusik begrüßt. Es ist erstaunlich und bewundernswert, dass Hans Eisenberg mit kurzer Übungszeit eine große Schar von Bläsern wieder musikalisch anspruchsvoll zusammenführen konnte. "Jetzt ist es soweit," so begann Martin Kreutz die Begrüßung mit Nennung der Namen von Kranken in unserer Gemeinschaft und der Geschwister, die Geburtstag haben. Erfreulich ist die Nachricht aus Christchurch / Neuseeland, dass es Familie Busch gut geht. Besonders begrüßt wurden externe Gäste, darunter auch eine Gruppe von Schülern der Laborschule, die wegen des Themas und aus Anlass des Bielefelder Abrahamsfestes unsere Gäste waren. Zu Beginn der Morgenandacht mit Eberhard Westenfelder sangen wir den Kanon "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind." Es fiel nicht schwer, den Bezug dieses Textes aus Matth. 18 zusammenzubringen mit dem Gemeindehaus der Zionsgemeinde, wo sich seit der Eröffnung im Jahre 1897 Gesunde und Kranke zu Festen und Feiern, zum Loben und Danken treffen gemäß dem Motto "Singet und spielet dem Herrn in Euren Herzen." Das Thema des Tages Was glaubt mein Nachbar? - Juden, Christen und Muslime stand im Mittelpunkt des Seniorentages. Ein Trialog mit Podiumsdiskussion. Dazu stellte Hans-Martin Gräßlin als Moderator

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die Podiumsteilnehmer vor: y Herrn Paul Yuval Adam von der jüdischen Gemeinde in Bielefeld und Mitarbeiter. y Herrn Cefli Ademi, ehrenamtlicher Öffentlichkeitsreferent der muslimischen Gemeinden in Bielefeld und Laientheologe. y Wilfried Diekmann als ev. Diakon. Eingangs wurde das Publikum aktiviert mit der Frage: Wie viele Mitbürger jüdischen, christlichen, muslimischen Glaubens vermuten Sie in Bielefeld? Die durch Zurufe geschätzten Zahlen differierten mit den Angaben der Podiumsteilnehmer: 300 Mitbürger jüdischen Glaubens sind eingetragen (250- 300 kommen geschätzt hinzu). 25 000 muslimische Mitbürger werden geschätzt. 139 959 Mitbürger Bielefelds sind ev. Christen und 54 000 katholische. Menschen unterschiedlicher Religionen leben heute in Bielefeld zusammen. Unter ihnen sind Juden, Christen und Muslime in besonderer Weise miteinander verbunden, durch ihre Geschichte, durch ihren jeweiligen Glauben an einen Gott und auch dadurch, dass sie sich alle auf den einen Stammvater Abraham beziehen. Wichtig ist ihnen die wöchentliche Feier ihrer Glaubensgemeinschaft. Für die Juden ist es der Schabbat als Erinnerung an den 7. Schöpfungstag, an dem Gott ruhte.


aus der seniorenarbeit Schabbat beginnt am Freitagabend mit geselligem Gottesdienst und anschließendem Essen. Am Samstagmorgen ist der zentrale Gottesdienst mit Lesung aus der Thora überall auf der Welt mit dem gleichen Textabschnitt üblich. Für die Christen hat der Sonntagsgottesdienst als Auferstehungserinnerung zentrale Bedeutung. Im Mittelpunkt steht die Predigt, die Verkündigung des Evangeliums. Lob und Anbetung, Sakramente und die Erfahrung von Gemeinschaft, Segen und Fürbitte machen den Gottesdienst reich. Zur Stärkung der Gemeinschaftsfähigkeit treffen sich die Muslime zum Freitagsgebet. Nach ihrem Verständnis ist alles, was sie im Alltag in Erwähnung Gottes tun im weiteren Sinne auch Gottesdienst. Wir erfuhren etwas über die Lehre der christlichen Gemeinschaften und über die Ausbildung der Imame und Rabbiner. Die "Einfuhr" ausgebildeter Imame ohne den kulturellen deutschen Hintergrund wurde als problematisch angesehen. Nach der Frühstückspause luden die Bläser mit 2 jüdischen Einstimmungen wieder ins Plenum. Frau Pastorin Maske - ehrenamtliche Islambeauftragte im Kirchenkreis Bielefeld - hatte als "Podiumssekretärin" Fragen aus dem Plenum gesammelt und diese an die Podiumsteilnehmer weiter geleitet. Eine spannende und informative Fragerunde war das, u. a. zur Rolle der Frau in den 3 Religionsgemeinschaften. Welche Möglichkeiten für eine konstruktive Gestaltung des Neben- und Miteinanders der verschiedenen Religionsgemeinschaften werden gesehen? Was verbindet sie, was könnten sie künftig zusammen tun? Was würde wohl Stammvater Abraham zu unseren Ideen, Hoffnungen, Träumen und Ängsten sagen?

Eine Antwort erhielten wir von Pastor Dr. theol. Heinrich Jürgenbehring, unserem Mitbruder, der uns mit dem Dialog mit Abraham eine Bibelarbeit der besonderen Art schenkte. Der Text kann im Büro der Diakonischen Gemeinschaft angefordert werden oder im Internetforum aufgerufen werden. Nach dem Mittagessen und lebendiger gemeinschaftlicher Begegnung wurden wir im Plenum wieder von wunderbarer Posaunenmusik empfangen.

Nazareth heute - Wie erlebe ich das? Miriam Schlimgen aus dem Grundseminar 2009 / 2010 und jetzt Studierende an der Fachhochschule der Diakonie ließ uns teilhaben an dem, was für die junge Generation dran ist. Und sie tat das mit sehr persönlichen Aussagen.

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aus der seniorenarbeit "Warum bin ich nach Nazareth gekommen?" und "warum bin ich geblieben?" Kann heute nur Diakon/Diakonin werden, wer auch Sozialarbeit studieren will? Ganz wichtig ist ihr die Verbindung zwischen Studierenden und der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth. Das wird von Martin Kreutz sehr bestärkt.

positive Erfahrungen. "Was kann von Nazareth Gutes kommen?. Komm und sieh es." Wir haben es wieder gesehen und erlebt und das Abschlusslied aus vollem Herzen mitgesungen, ehe wir uns dankbar auf den Heimweg gemacht haben. "Wir haben Gottes Spuren festgestellt." Wilfried Marx

Kollekte am Seniorentag

Der Gruß an die Eintrittsjubilare der Jahrgänge 1931/1951/1961 wurde festlich eingerahmt durch den Nazarethchor unter Leitung von Roland Müller. Bei der Ehrung der Jubilare gab es durch Friedrich-Wilhelm Meine jeweils eine kurze zeitgeschichtliche und politische Rückblende; in besonderer Weise wurde der Mauerbau vom 13.08.1961 erwähnt. Ein Jubilar erinnert sich, so heißt es alle Jahre wieder nach der Ehrung der Eintrittsjubilare. In diesem Jahr nahm uns Wulf-Dieter Gammert mit auf seinen Weg der Erinnerungen, humorvoll und nachdenkenswert. Die Väter in der Bruderschaft gaben die Richtung vor. Nicht alle Hausväter waren Autoritäten, aber alle hatten Macht. Gleichwohl hat Bruder Gammert die Erfahrung und brüderliche Begleitung der Älteren als segensreich und prägend erlebt. Er wünschte der jungen Generation ähnlich

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Es wurde eine Kollekte zur Unterstützung der Arbeit von Bruder Jürgen Stemkowicz und seiner Kollegin Andrea Wähmann gesammelt. Beide arbeiten in der Gemeindearbeit in Dormund. Konkret ging es um die Unterstützung des Angebots "Schularbeiten-Hilfe für Grund- und Realschüler und ein warmes Mittagessen" Regelmäßig von Montag bis Donnerstag, jeweils von 13.00 - 16.00 Uhr, werden 20 junge Menschen unterschiedlicher Nationalitäten betreut. Die religiösen Hintergründe der Einzelnen sind vielfältig. Dieses ist für den Dortmunder Norden keine Seltenheit und eine große Herausforderung an die Gemeindearbeit. Alle Möglichkeiten, öffentliche Gelder zu bekommen, werden ausgenutzt, und auch die gespendeten Lebensmittel der Dortmunder Tafel reichen nicht aus. Die Kollekte des Seniorentags betrug 1.197,57 € und wird dabei helfen, dass das Projekt fortgeführt werden kann.


aus der seniorenarbeit Ein Jubilar erinnert sich Wulf-Dieter Gammert beim Seniorentag am 7. März 2011 Über die von mir sehr verehrte Schauspielerin Therese Giehse gibt es einen Lebensbericht mit dem Titel: "Ich hab nichts zum Sagen". Diese Aussage ist mir sehr sympathisch, denn wer mich kennt, der weiß, dass ich kein Freund langer Reden bin und Diskussionen nicht mein Ding sind. In der damaligen Oberklasse habe ich mich vor allem durch mein positives Schweigen hervor getan. Trotzdem denke ich, im Rückblick auf 50 Jahre Nazareth habe ich etwas zu sagen. An erster Stelle danke ich Gott, dass er mich diesen Weg geführt hat, dass er mir Begegnungen mit vielen wunderbaren Menschen geschenkt hat und dass er mich bewahrt hat.

Mein Weg nach Nazareth Meine geistlichen Wurzeln liegen in der Herrnhuter Brüdergemeine. Das ist mir wichtig, es zu erwähnen, weil ich später in Nazareth und Bethel manche Elemente wieder gefunden habe, die ich aus meiner Kindheit und Jugend kannte: In beiden Institutionen gab es prägende Gründerpersönlichkeiten. Gemeinschaftlich gestaltetes Leben in einer christlichen Ortschaft war mir sehr vertraut. Brüderrat und Ältestenrat waren jeweils für die Gemeinschaft verantwortlich. Die Anrede "Bruder und Schwester" machte eine gewisse Verbundenheit deutlich. Mitarbeiter wurden von der Leitung an ihren Einsatzort entsandt. Brüderbrief und Brüderbote

vermittelten geistliche Themen und persönliche Nachrichten. Bethel-Backstein und Gesangbuch der Brüdergemeine waren sich von Umfang und Inhalt ähnlich. Den Begriff "Bethel" habe ich durch meine Großmutter in mir aufgenommen. Sie schickte mich als kleinen Jungen zu ihren Freundinnen, um ihnen den Bethel-Boten zu überbringen und die Münzen für den Pfennig-Verein einzusammeln. Sie las uns das Buch "Aus einer hellen Kinderzeit“ vor und verstand es, ihre eigene Begeisterung auf uns Kinder zu übertragen. Nach meiner Schulzeit erlernte ich den Beruf eines Industrie-Kaufmanns. Da mein Vater gefallen - und ich der einzige Sohn einer Kriegerwitwe - war brauchte ich laut Gesetz nicht zur Bundeswehr. Ich wollte aber eine Auszeit von meinem Beruf nehmen. Ein Lichtbildervortrag über Bethel setzte in mir einen Prozess in Gang, der mich schließlich nach Nazareth führte. Im weiteren Verlauf wusste ich mich von Jesus Christus dazu berufen, Diakon zu werden.

Die Väter Bei der Vorbereitung dieses Vortrags, wurde mir bewusst dass im Jahr meines Eintritts in Nazareth das Kriegsende ja erst 16 Jahre zurück lag. Im Gegensatz dazu kommen mir die zwanzig Jahre seit der deutschen Wiedervereinigung viel kürzer vor.

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aus der seniorenarbeit Die Aufarbeitung der Vergangenheit kam nach 1945 nur ganz allmählich in Gang. Gesellschaftliche Strukturen waren veraltet. Die Erneuerung begann schrittweise. Viele Menschen waren noch vom Krieg traumatisiert. Nazareth war ein Ort, an dem man Orientierung und Geborgenheit fand. Väter in der Bruderschaft gaben die Richtung vor. Wenn Pastor Tegtmeyer das Abendmahl vor dem Brüdertag hielt, war die Zionskirche nicht nur bis auf den letzten Platz gefüllt, sondern ich spürte in dieser Feier auch die Nähe Gottes. Nicht alle Hausväter waren Autoritäten, aber alle hatten Macht über die ihnen anvertrauten Menschen. Die Auswirkungen erlebte ich selber oder hörte in Jungbrüderkreisen von manchen Absonderlichkeiten. Ich habe Hausväter erlebt, die ich als Autoritäten achtete, bei denen ich aber auch sehr stark den Bruder an meiner Seite spürte. Die Hierarchie in den Häusern war klar strukturiert. Nach dem Hausvater kam der Vorstehende Bruder, dann folgten die eingesegneten Brüder. Die Diakonenschüler unterschied man als solche vor und nach dem Kleinen Kurs. Nach dem Kleinen Kurs durfte man die sogenannte Gelbe Jacke tragen mit den Johanniterkreuz-Knöpfen. Manche Diakonen-Söhne traten in diesem Status noch eine Idee bewusster auf als die anderen. Die Freien Helfer waren Schlusslichter. Auf diese Ordnung wurde auch bei Tisch im Speisesaal peinlich geachtet. Als Neuling erlebte ich Väter als Stationsleiter in Neu-Ebenezer. Gestandene Männer, die zum Teil durch die Kriegsfolgen wortkarg geworden waren, die durch frü-

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here, teils verantwortliche Tätigkeiten verbraucht waren, die sich nun einem viel jüngeren Hausvater unterordneten und ihren Dienst in aller Stille taten. Teilweise waren sie uns Vorbilder, an denen wir uns orientierten. Es beeindruckt mich noch heute, dass altgediente Diakone uns Jungbrüder ab und zu abends zu sich nach Hause zum Essen einluden. Nach einer kurzen geistlichen Einleitung trug die Hausfrau Köstlichkeiten auf, an denen sich 10 - 15 junge Männer satt essen konnten. Stellvertretend möchte ich zwei Namen nennen, die sicher noch Vielen von Ihnen bekannt sind: Bruder Rudolf Haacke und Bruder Adolf Kuhlmann. Auf meiner ersten Station Ebenezer 4. wurde ich Bruder Rudolf Haacke zugeordnet. Krankheitsbedingt hatte er die Leitung eines Lehrlingsheimes aufgeben müssen. Ich erlebte einen Mann, der mir aus dem reichen Erfahrungsschatz seines Lebens und mit großer Umsicht half, mich in die völlig neue Situation einzuleben. Seine innere Weite hat mich fasziniert. Als am ersten Tag einer der Männer einen epileptischen Anfall bekam, war Bruder Haacke an meiner Seite, handelte wortlos und sicher. Immer wieder spürte ich in Gesprächen seinen Schmerz, die geliebte Arbeit im Lehrlingsheim aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr tun zu können. Da Nazareth sich verpflichtet hatte, für die Brüder Heimat zu sein und für sie zu sorgen bis zu ihrem letzten Stündlein, hieß das für Bruder Haacke in Ebenezer 4 Dienst zu tun. Das war für ihn in Ordnung, auch wenn es ihm schwer fiel. Er sagte mir öfter: "Bruder Gammert, Gottes Segen geht mit!" Diese Erkenntnis gab ihm Halt.


aus der seniorenarbeit Dieser Satz begleitet mich bis heute. In den verschiedenen Stationen meines Lebens habe ich diese Realität erfahren und auch jetzt in dem Dorf Messel, wo meine Frau und ich wohnen, spüren wir, wie sich der Segen in Familie, Ort und Kirchengemeinde auswirkt. Der Stationsleiter von Ebenezer 6 war Bruder Adolf Kuhlmann. Heute würde man wohl sagen, er war eine Ikone der Diakonie. Die Lasten, die er gesundheitsbedingt und familiär trug, hatten ihn zum gebeugten Mann gemacht. Er hatte ein profundes Wissen, was den Umgang mit kranken Menschen betraf. "Seinerzeit in Bremen..." so fing er oft seine Ausführungen an. Sein Humor und die große Ruhe, die er ausstrahlte, machten den Umgang mit ihm zum Erlebnis. Er hat mich in meinem späteren Tun geprägt. Manchmal saß er in der Stationsküche und war vor Erschöpfung eingeschlafen. Wir Jungbrüder haben ihn schlafen lassen und darauf geachtet, dass niemand in die Küche ging. Mit der 68er Bewegung verschwanden die Vaterfiguren aus der Gesellschaft. Die nachfolgenden Leiter wehrten sich teilweise vehement dagegen, Väter zu sein. In den neunziger Jahren hat mir ein kluger Mann, bei dem ich Supervision in Anspruch genommen hatte, gesagt: "Haben Sie den Mut, Vater zu sein!" Unsere Gesellschaft braucht Väter!

Der Alltag Unter heutigen Gesichtspunkten wurde die diakonische Arbeit auf einfachstem Niveau getan. Diskussionen über Menschenbild und Leitbilder gab es nicht. Statt Dienstbesprechungen gab es Wochenschluss und Brüderabend, in denen es aber nicht um

dienstliche Belange ging. Die Teilnahme war verpflichtend. Das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter war für Viele prägend. Mein Anfang in Bethel stand unter dem Motto: "Geh hin und tue desgleichen!" Mit "unseren Kranken" ging man nach bestem Wissen und Gewissen um. Der Tag begann im Brüderkreis mit einer Andacht. Die Ausführungen wurden nicht vom Kalenderblatt abgelesen, sondern mussten von dem, der dazu eingeteilt war, ausgearbeitet sein. Das anschließende Gebet fand kniend statt. Die Vorbereitung auf solch eine Andacht empfand ich immer als Herausforderung. Im Austausch mit meinem Zimmerkollegen entstand das, was ich sagen wollte. Ich vergesse nicht den Morgen, an dem niemand begann. Der Hausvater erhob sich, nahm den Zettel zur Hand, auf dem die Namen der für die Andacht Verantwortlichen standen, nannte den Namen dessen, der die Andacht hätte halten sollen, schaute den Errötenden durchdringend an und begann mit einer freien Andacht über die Tageslosung. Das fand ich beeindruckend. Eines Morgens hing ein großer Zettel an der Wand des Brüderzimmers, "Willst du deiner Seele nutzen, musst du putzen, putzen, putzen!" Innerlich belustigt und wortlos sahen wir den Zettel, den der Vorstehende Bruder beherzt abriss, bevor der Hausvater den Raum betrat! Nach der Andacht begann der Stationsdienst. Die Bewohner schliefen zu 14. in einem Raum. Für die Nacht stand ein Toilettenstuhl in der Mitte des Schlafraums. "Westfalenblatt" und "Freie Presse" waren zu handlichem Toilettenpapier umfunktioniert worden. Die Station bestand

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aus der seniorenarbeit aus Schlaf-, Tages und Waschraum. Wenn ich im Bekanntenkreis erzählt habe, dass ich zum Betten machen einen Eimer, eine Kehrschaufel und eine Forke brauchte, wurde ich entsetzt angesehen. Die Torfbetten waren damals noch in Gebrauch und man war stolz darauf, dass sie nicht nur hygienisch waren, sondern auch den Geruch minderten. Tagsüber waren sich die Männer weitgehend selber überlassen. Nachdem die notwendigen Stationsarbeiten abgeschlossen und die Räume geputzt waren, wurden wir Jungbrüder vom Hausvater anderweitig eingesetzt: "Sie hacken das Rosenbeet vor dem Haus, Sie jäten Unkraut im Gemüsegarten, Sie putzen Fenster, und Sie können heute Nachmittag frei machen!", hieß es in knappen Worten. Widerstände gegen die Anordnungen gab es nur hinter vorgehaltener Hand. Nach einem Vierteljahr wurde mir mitgeteilt, dass ich für die nächsten vier Wochen Nachtwache zu machen habe. Eine Ausbildung hatte ich nicht, meinen dienstlichen Erfahrungsschatz hatte ich in 12 Wochen Gruppendienst erworben. Ich packte meinen Koffer, zog aus dem Doppelzimmer aus und bezog das Nachtwachenzimmer. Nun saß ich vier Wochen lang Nacht für Nacht im Waschraum der Station 2. Die Klappen über den verschlossenen Schlafräumen waren hochgezogen, so dass man das Schnarchen der Schlafenden hörte und manchmal auch Geräusche, die auf einen Epileptischen Anfall hinwiesen. Dem ging man nach. In das Nachtwachenheft trug man ein, welcher Mitarbeiter nach 22.00 Uhr nach Hause kam, bzw. wer nach diesem Zeitpunkt das Haus verließ. Dieses Heft wurde dem Hausvater am anderen Morgen vorgelegt.

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Eines Abends kam ein Stationsleiter und sagte mir beim Hinausgehen, es könne sein, dass heute Nacht Herr "So und So" sterben werde. Noch nie war ich mit Tod und Sterben konfrontiert worden. Er beruhigte mich mit den Worten: "Sie brauchen nichts weiter zu machen. Ich bin ja morgen früh wieder da." Gegen 1 Uhr nachts hörte ich schlurfende Schritte näher kommen. Der Wasserhahn am Waschbecken tropfte wie immer, große und kleine Kakerlaken liefen eilig durch den Raum. Dann stand der Mitbewohner von Herrn "So und So" verschlafen im Türrahmen: "Jetzt is' er kaputt!" krächzte er. Da er eine deftige Ausdrucksweise hatte, war mir alles klar und ich hielt mich am Tisch fest. "Wer ist kaputt?", fragte ich ängstlich. "Der Pinkeleimer ist ausgelaufen!" Na zum Glück, wenn es nur das ist!!! Ich möchte in dieser Stunde auch an einen Mann denken, der in Bethel Zuflucht gefunden hatte. Es war Bruder Hermanni. Er gehörte nicht zur Bruderschaft, war Freier Helfer. Sicher gab es eine Reihe von diesen Menschen in den von Bodelschwinghschen Anstalten, die dankbar waren, einen Platz gefunden zu haben, an dem sie versorgt waren und an dem sie mit körperlichen Einschränkungen oder mit schwierigen biographischen Hintergründen leben und arbeiten konnten.


aus der seniorenarbeit Bruder Hermanni hatte als junger Mann Theologie studiert. Er war stark sehbehindert und machte über viele Jahre Dauernachtwache im Kleinen Haus von Ebenezer, in dem 28 schwer geistig behinderte und teilweise aggressive Männer lebten. Das bedeutete im Klartext: er wachte vier Wochen lang am Stück, hatte drei Tage frei und wachte weiter. In den drei freien Tagen ging er in die Bielefelder Stadtbücherei, holte sich Kriminalromane in Großdruck, fuhr zum Sennefriedhof, wo er sich im Cafe Tränenkrug stärkte, und kam zurück in sein Zimmer, das sich in einem Nebengebäude von Ebenezer befand. Das war sein Leben! Für ihn war diese Situation offensichtlich so in Ordnung. Am brüderschaftlichen Leben im Haus oder an Veranstaltungen nahm er bis auf das gemeinsame Abendessen im Speisesaal nicht teil. Ein Kuriosum will ich noch erwähnen: Anfang der sechziger-Jahre wurden die ersten Kriegsdienstverweigerer vom Bund einbestellt. Hinter dem Haus Arafna gab es eine Baracke, in der sie wie in einer Kaserne wohnten. Als einigen von ihnen bewusst wurde, auf was sie sich mit ihrem Einsatz in Bethel eingelassen hatten, meldeten sie sich doch lieber zur Bundeswehr. Ich denke gerne an die Zeit meines Lebens in Bethel zurück. Es waren für mich prägende Jahre. Das menschliche Miteinander, Fürsorge für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Gestaltung christlichen Lebens in den Häusern, Leuten eine Chance geben, die es schwer hatten, im Beruf Fuß zu fassen

und im Gebet für anvertraute Menschen einzustehen. Das habe ich in Nazareth gelernt. Das war mir wichtig und ich habe versucht, es in "meine aktive Zeit" mit einzubringen. Ich wollte damit deutlich machen: es gab in den alten Strukturen nicht nur Unmögliches, das mit überheblichem Lächeln abgetan wurde, sondern auch viel Gutes. Mein letzter Chef pflegte mich gelegentlich etwas scherzhaft als "Fossil" oder "altes Schlachtross" zu bezeichnen. Er gehörte als junger Mann für einige Jahre der Bruderschaft JohannesStift an. Er wusste, von was er sprach. Ich habe diese Titel als Kompliment verstanden. Ich weiß, dass Leben, Institutionen und Lebensformen ständigem Wechsel und Weiterentwicklung unterworfen sind. Das ist ein organischer Prozess. Sie kennen alle das Gedicht von Hermann Hesse: "Stufen". Darin geht es um Abschied und Neuanfang bis zu unserm letzten Atemzug. Ich wünsche uns Alten, dass wir offen sind für die Jungen, für deren Gedanken und Anliegen - und - dass wir, wenn es dran ist, Väter und Mütter sein können. Ich wünsche den Jungen, dass sie Werte aus Nazareth als Chance erkennen, sie in ihrem Leben und Dienst umsetzen so, dass Nazareth jung bleibt. Der Dialog, das Hören aufeinander und die Akzeptanz des Andersdenkenden beinhalten zwar Reibungsflächen, können aber befruchtend sein. Es ist und bleibt ein lebenslanger Lernprozess.

Was kann aus Nazareth Gutes kommen? Komm und sieh es! Wulf-Dieter Gammert

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aus mission und ökumene Áldás Besuche und Eindrücke Am Ende eines erfüllten und erfüllenden Seniorentages machten wir uns auf den Weg: Martin Braune, ehrenamtlicher Osteuropabeauftragter der vBS Bethel, mein Vater und Mitdiakon; Friedhelm Orscheg, langjähriger Mitarbeiter der Kfz-Werkstatt Bethel und Freund meines Vaters; und ich, als Referentin Nazareths zuständig für das ProjektÁldás. Ziel der Reise sollte es sein, die im Rahmen des Projekts Áldás in der Slowakei, in Ungarn und in Rumänien bereits bestehenden Projekte zu besuchen und uns vor Ort zu informieren. Mit der veränderten Struktur des Projekts Áldás ergaben sich auch für die Kooperationspartner vor Ort verständliche Fragen und Unsicherheiten, auf die wir teilweise während der Besuche eingehen konnten. Zuallererst sei gesagt, dass die Reise sehr gut verlaufen ist, es gab keine Pannen, keine Unfälle, keine unvorhergesehenen Zwischenfälle. Die langjährigen, von Bruder Reinhard Fischbach geknüpften und gepflegten Kontakte sorgten dafür, dass wir überall herzlich aufgenommen wurden. Die beiden o.g. älteren Herren, die sich bereits nach kurzer Zeit als meine Fahrer und Bodyguards vorstellten, ließen sich nichts zuschulden kommen und wir drei waren ein gutes Gespann. Die Fahrt in einem Bulli Richtung Osteuropa vermittelt beides: einerseits eine unglaubliche Entfernung, da ja jeder der 2.000 Kilometer wirklich gefahren werden

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will, andererseits auch eine gewisse Nähe. Die Landschaften verändern sich nur unmerklich und plötzlich stellt man dann doch fest: Hier sieht es ja ganz anders aus als zuhause! Unser erster Halt führte uns nach Tôn in die Slowakei (ca. 120 km nordöstlich vor Budapest). Dort wurden wir bereits von Pastor Gyuri Csik erwartet. Pastor Csik war im Herbst 2010 mit mehreren Männern aus drei verschiedenen Gemeinden in Bethel gewesen, um Dachziegel, Fenster, Heizkörper etc. vom ehemaligen JochenKlepper-Haus abzubauen und einer neuen Bestimmung zuzuführen. Tôn ist eine kleine ca. 800 Personen fassende Gemeinde. Die Ev. Reformierte Kirche gehört zu der ungarischen Minderheit in der Slowakei (ca. 10% der Gesamtbevölkerung). Die Gemeinde ist klein, aber sehr lebendig und wachsend. Nach den vielen Jahrzehnten des Kommunismus beginnen die Leute langsam wieder damit, sich der Kirche und einem Gemeindeleben zuzuwenden (Foto oben) Auf Initiative von Pastor Csik und seinem Presbyterium ist die Gemeinde jetzt damit beschäftigt, ein kleines Gemeindehaus zu bauen, in dem sich Gruppen aus der (Kirchen-) Gemeinde treffen und Kinderfrei-


aus mission und ökumene zeiten während der Ferien stattfinden können. In einem zusätzlichen Raum soll die Möglichkeit geschaffen werden, Menschen mit Behinderungen aus der Umgebung tagsüber - evtl. im Rahmen einer Tagesfördermaßnahme - sinnvoll zu beschäftigen. Den Rohbau konnten wir bereits begehen, nach dem sehr strengen Winter wird der Frühling sehnsüchtig erwartet, um weiterarbeiten zu können. Gemeindemitglieder mit handwerklichem Geschick bringen ihr Können ein, letztendlich fehlt es aber vielfach an Geld, um erforderliche Dinge, wie z. B. Waschbecken, Toiletten, Küchengeräte kaufen zu können. Im Rahmen der diakonischen Arbeit der Gemeinde werden bereits jetzt bedürftige Familien aus dem Umland sowie eine kleine staatliche Altenhilfeeinrichtung unterstützt und, wenn vorhanden, mit Sachgütern versorgt. Die Bildung eines Hilfesystems, das im Falle von Überschwemmung (durch die Nähe zur Donau) technische und menschliche Unterstützung in betroffene Dörfer bringt, ist auch in Vorbereitung. Eine besondere Freude war es, in der ca. 120 Km entfernt liegenden Gemeinde Ipolysag, die Dachziegel und Fenster des Jochen-Kleppers in ihrer neuen Funktion an Kirche, Gemeindehaus und Pfarrwohnung wiederzufinden! (Foto o.r.). Auch hier befindet sich das Haus noch im Rohbau, optimistische Schätzungen gehen aber davon aus, dass zumindest der Pfarrer, der zurzeit noch bei einem Presbyter unter dem Dach wohnt, bis Weihnachten in seine neue Wohnung ziehen kann.

Der nächste Tag führte uns für einen kurzen Besuch nach Kömlöd in Ungarn. Die dortige Einrichtung für 40 teils schwerbehinderte Menschen machte auch einen sehr guten Eindruck. Besonders gefreut hat mich, dass die Angebote, die Schwester Susanne Jordan während ihres Aufenthalts im letzten Jahr eingeführt hatte, auch weiterhin durchgeführt werden. Auch die Angebote in der Werkstatt, die Bruder Dieter Thane dort eingerichtet hat, werden fortgeführt. Dieter Thane wird im April / Mai wieder in Kömlöd sein und die Mitarbeitenden und Bewohner im Rahmen der Werkstattarbeit weiter schulen. Er wird bereits mit großer Vorfreude erwartet. Wir setzten die Reise von Ungarn nach Rumänien fort. Unterwegs überquerten wir die teilweise noch schneebedeckten Berge mit sehr idyllischen Landschaften (Foto rechts). In Cluij / Klausenburg trafen wir auf den Pfarrer der Ev. Refor-

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aus mission und ökumene mierten Gemeinde, Herrn Pfarrer Andras Kozma, und seine Familie, die uns sehr gastfreundlich in ihr Haus aufnahm. Die Gemeinde dort besteht seit 1977. Inmitten einer großen Plattenbausiedlung ist die Kirche mitsamt einem Kindergarten und dem Pfarrhaus eine kleine Oase im Großstadtleben. Aufgrund der Erfordernisse hat die Gemeinde in Eigenarbeit ein kleines Altenheim mit 17 Plätzen gebaut, das mittlerweile auch vom Staat akkreditiert wurde. Aufgrund einer größeren Geldspende im Jahr 2001 konnte ein Grundstück erworben werden, auf dem zurzeit jedoch nur das Kellergeschoß des neu geplanten Altenheims steht (Foto r.o.). Der Bedarf an Plätzen in einem Altenpflegeheim steigt ständig. Die Gemeinde wünscht sich, ein Heim für ca. 50 BewohnerInenn, vorwiegend mit Einzelzimmern und eigener Nasszelle, bauen zu können. Hierbei gibt es unterschiedliche Ideen zur Finanzierung. Die veranschlagte Summe von ca. 1,5 Mio. Euro liegt jedoch noch in weiter Ferne. Wir hoffen, dass es möglich sein wird, mit der Koordination über Áldás sowie durch die Mithilfe zweier Partnergemeinden in Deutschland den Abbau eines Altenheims in Hannover (Bethel im Norden / Birkenhof) tatkräftig zu unterstützen und so mit Baumaterialien den Aufbau des neuen Altenheims in Klausenburg zu ermöglichen. Auf der Weiterfahrt nach Hermannstadt / Sibiu machten wir noch einen Zwischenstopp in Fageras, wo wir Rüdiger Frodermann und Bruder Heinrich Fallner bei der Schulung ihrer Mitarbeitenden störten. Rüdiger Frodermann nahm sich trotzdem Zeit und führte uns durch einen jüngst

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bezogenen Neubau, in dem Jugendliche und junge Erwachsene mit schweren autistischen Störungen leben. In der Gestaltung und Atmosphäre dieser Einrichtungen konnte man die bewundernswerten Früchte von zwanzig Jahren harter, ausdauernder und intensiver Arbeit sehen! Einen weiteren Halt machten wir in SuraMica im "Haus Nazareth", einer Rehabilitationseinrichtung für zurzeit 20 Alkoholund Drogensüchtige (Foto unten). Bruder Friedhelm Maßmann war Anfang der 90er Jahre maßgeblich an der Gründung der Einrichtung beteiligt. Im Büro des leitenden Arztes, Dr. Holger Lux, fanden sich auch Grüße aus Nazareth-Bethel zur Einweihung des Hauses 1996: "Was kann aus Nazareth Gutes kommen? - Komm und sieh es!". Dr. Lux berichtete von den Planungen für einen Neubau für 30 Patienten, der im Sommer dieses Jahres beginnen soll und vom norwegischen Blauen Kreuz finanziert wird. Die folgenden zwei Tage besuchten wir Bekannte in Hermannstadt und Kronstadt. Ich flog von Hermannstadt zurück nach


aus mission und ökumene Deutschland, während meine Begleiter weiter nach Belgrad und von dort zurück nach Deutschland fuhren. Aber das ist eine andere Geschichte…. Ich fand es beeindruckend, mit wie viel Initiative und Ideen die Kooperationspartner von Áldás daran arbeiten, ihre Gemeinden mit Leben zu füllen und diakonische Arbeitsfelder weiterzuentwickeln. Als Sozialarbeiterin in der BRD habe ich in meinen bisherigen Berufsjahren immer wieder erfahren, wie der Staat, bei aller Kritik, als verlässliches Gegenüber im Rahmen der bestehenden Gesetze und Verordnungen Gelder zur Verfügung stellt, um bedürftigen Bürgern Hilfe zukommen zu lassen. Dieses, für uns selbstverständlich erscheinende, Hilfesystem ist in den ehemaligen Ostblockstaaten noch lange nicht etabliert. Der Staat ist, gerade auch gegenüber Kirche und Diakonie, weiterhin ein unzuverlässiges Gegenüber, bei dem mit hierarchischer Willkür und Korruption zu rechnen ist. Dass dies auch zwanzig Jahre nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" und trotz Eintritt in die EU noch der Fall ist, damit hätte ich nicht gerechnet! Das teilweise resignative Schulterzucken bei unseren Hinweisen auf Rechtstaatlichkeit und EU-Gesetze wies uns immer wieder darauf hin, dass Europa noch längst nicht eins ist, und wir in viele "Umstände", seien sie nun rechtens oder nicht, keinen Einblick haben. Um den Kontakt und die gegenseitige Unterstützung der Gemeinden im Rahmen des Gemeindeaufbaus zu fördern und zu pflegen, entstand der Gedanke, für die Gemeinden in der Slowakei einen Bulli

anzuschaffen. Mit diesem Fahrzeug (z.B. Modell Mercedes Sprinter, Neupreis: ca. 20.000,--€.) können bereits vorhandene Baumaterialien und Helfer von einer Gemeinde zur anderen transportiert werden. Das Fahrzeug könnte ebenfalls genutzt werden, um Hilfsgüter aus Deutschland abzuholen, die hier wohl gesammelt, aber nur schlecht länger gelagert werden können und vor Ort dringend gebraucht bzw. verteilt werden können. Ich würde mich freuen, wenn dieser Bericht Ihr / Euer Interesse an den Projekten im Rahmen von "Áldás = Segen" wach hält oder geweckt hat und Ihr / Sie die Arbeit gedanklich und finanziell unterstützt. Für evtl. Rückfragen stehe ich gerne zu Verfügung! Uta Braune-Krah Der Gemeinschaftsrat hat in seiner Sitzung vom 18. März 2011 beschlossen, die Gemeindearbeit in der Slowakei durch die Anschaffung eines Fahrzeugs zu unterstützen. Aus den Mitteln der Gemeinschaft wird der Gemeinschaftsrat einen Sockelbetrag bereitstellen, sowie bei Treffen der Gemeinschaft (Rogate, Bezirkstreffen etc.) zur Kollekte aufrufen. Der Gemeinschaftsrat begrüßt ebenfalls ausdrücklich individuelle Spenden auf das Konto der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth, - Konto Nr. 2101 660 012 bei der KD Bank (BLZ 350 601 90), Verwendungszweck: Áldás . Friedrich-Wilhelm Meine / Paul-Friedrich Klein

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April

april Osterferien 18. - 30.

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Mai 06. 06.

maiGemeinschaftsrat

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32 Erzählkneipe mit Frank Maas

juni Juni Nazarethkreis Eckardtsheim: Haus Kana im Wandel der Zeiten (Frau Bärbel Bitter - hist. Sammlung Bethel u. Herr Bruno Reinke - Teamleiter des Hauses) Vertretungsausschuss Bezirkstreffen Süd Bezirkstreffen Nordwest Gemeinschaftsabend Schillingshof: Erinnerungen an die Zeit der Anstaltsleitung Erzählkneipe mit Heinrich Jürgenbehring Taizé- Andacht Basiskurs Diakonie Abend vor dem Gemeinschaftstag Frühjahrsgemeinschaftstag Rogate

Gemeinschaftsabend Schillingshof: Felix Mendelssohn-Bartholdy - Ein Komponist zwischen Judentum und Christentum Erzählkneipe mit Hans Jaekel, Neinstedt Taizé- Andacht Nazarethkreis Eckardtsheim: "Mendelssohn-Bartholdy" - Eine Biographie mit musikalischen Beispielen aus seiner Kirchenmusik (Herr Hartmut Stippich) Gemeinschaftsrat Vertretungsausschuss

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Der nazarethbrief aus der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth/Bethel wird kostenlos an alle Mitglieder der Gemeinschaft versandt.

Herausgeber: Gemeinschaftsrat der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth in der Stiftung Nazareth in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel; verantwortlich: F.-W. Meine; Redaktion: Uta BrauneKrah; Layout + Satz: Martin Eickhoff-Drexel; Druck: Zum Stickling, Avenwedder Straße 72, 33335 Gütersloh; © 2011

Anschrift: Diakonische Gemeinschaft Nazareth, 33546 Bielefeld, Postfach 13 03 49. Telefon: 0521/ 1444118, Fax: 0521/914 6226, http:// www.nazareth.de.

Bankverbindung: 2 101 660 012 bei der KD-Bank (BLZ 350 601 90)

Nazarethbrief-2011_03-04  

Der Nazarethbrief ist das Mitteilungsheft der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth in Bielefeld-Bethel. Ausgabe 2011_03-04 | März-Apr 118. Jah...

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