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nazarethaktuell diakonische gemeinschaft nazareth

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Nr. 07 / 08 - Juli / Aug. 2010 117. Jahrgang www.nazareth.de

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Aufruf in eigener Sache Die Leitung des Gemeinschaftstages wird turnusgemäß im Herbst 2010 neu gewählt und wir suchen noch weitere Geschwister, die an der Mitarbeit in diesem Gremium interessiert sind! Bei dieser Tätigkeit handelt es sich um eine vielseitige und anspruchsvolle Aufgabe, die viel Spaß macht und Einblicke in die und Gestaltungsmöglichkeiten für die Gemeinschaft bietet. Weitere Informationen erteilen gerne: • Karsten Schepe, Tel.: 0251/ 210997 • Rüdiger Noelle, Tel.: 0521/ 772-78701

Alles hat seine Zeit

Ein jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: Studieren hat seine Zeit, und Ruhen hat seine Zeit, Tanzen hat seine Zeit, und Wehklagen hat seine Zeit Miteinander feiern und Stille sein hat seine Zeit.

Die Westfälische Diakonenanstalt Nazareth 1914 1954, Jahrzehnte der Krise Das vorgelegte Buch zur Geschichte Nazareths ist nunmehr z.B. in der Buchhandlung Bethel erhältlich. Reinhard Neumann Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte, ca. 240 Seiten, € 24,90 [D] ISBN 978-3-7858-0453-7 Lesen Sie den Bericht zur EnglandReise im Juni ab S. 4


editorial

aktuelles

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freundinnen und Freunde Nazareths!

Neue Mitarbeiterin der Bildungsstätte

Folgt mir nach, ...

... ruft Jesus seinen Jüngern zu. Das heißt: folge dem lebensfreundlichen Traum, der Sehnsucht, die Gott in unser Herz gießt. Denn vom Herzen her wissen wir, was dem Leben dient. Und wir haben viele Fähigkeiten, die dazu beitragen, dass dieser Traum Wirklichkeit wird. Den Spuren Jesu nachzufolgen heißt, sich einzusetzen für Menschen, die am Rande stehen, heißt aufmerksam für den Anderen zu sein. Einzustehen für einen Umgang, der auch dem anderen würdig ist. Und das hat immer seine Zeit. Und nun bitten wir Sie wieder um Ihre Zeit und Aufmerksamkeit für unser neues nazarethaktuell, mit vielen Informationen, Terminen und Anregungen aus der Gemeinschaft. Es ist auch ein Querschnitt der Dinge, mit denen wir uns in Nazareth zurzeit befassen. Mit einem lieben Gruß Ihr Friedrich-Wilhelm Meine

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Diakonin Kathrin Sundermeier (32) verstärkt ab September das Kollegium der Ev. Bildungsstätte für Diakonie und Gemeinde. Zu ihren Aufgaben wird die Mitarbeit in Fortbildungsveranstaltungen gehören; zunächst und schwerpunktmäßig wird sie sich der Umsetzung des Mentoringprogramms zur Begleitung der Studierenden an der Fachhochschule der Diakonie im Studiengang "Diakonie im Gemeinwesen" widmen. Kathrin Sundermeier hat im Anschluss an das Studium der Sozialpädagogik und die Ausbildung zur Diakonin in der Erwachsenenbildung, zuletzt in der Freiwilligenagentur der vBS ("Betheljahr") gearbeitet und berufsbegleitend Religionspädagogik studiert. Am Gemeinschaftstag wird sie die nächsten Schritte in der Gewinnung und Begleitung von Mentor/inn/en vorstellen; das erste Treffen der Mentor/inn/en wird am 24. September, am Vorabend des Gemeinschaftstages, stattfinden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Kathrin Sundermeier und wünschen ihr einen guten Start. Klaus Hillringhaus


geistliches wort

Jesus Christus spricht: Ihr urteilt, wie Menschen urteilen, ich urteile über keinen. ( Joh. 8, 15)

In den vergangenen Urlaubswochen sind meine Familie und ich wieder einer beliebten Ferienbeschäftigung nachgegangen: Leute beobachten: Wir sitzen im Cafè, am Strand, in der Stadt und beobachten Menschen, die vorübergehen oder in der Nähe sitzen. Dann stellen wir uns vor, wie sie wohl sind. "Der ist bestimmt Bankkaufmann und hat ein Magengeschwür." "Die Frau dort vorne hatte heute Morgen Streit mit ihrem Mann.", "Der dort ist ein verhinderter Künstler und würde viel lieber in Paris leben.", "Die beiden sind frisch verliebt."… Wir sehen die Menschen und fällen ein Urteil. In diesen Fällen wissen wir natürlich, dass es Spaß ist und dass wir nicht wirklich wissen können, wie es um die Leute steht.

Wie ist es denn aber im wirklichen Leben? Wie schnell geschieht es mir - und vielleicht geht es Ihnen ähnlich? -, dass ich Menschen be- und vielleicht auch verurteile! Auch als aufgeklärt und tolerant denkende Frau ertappe ich mich manchmal bei meinen eigenen Vorurteilen und Schubladen-Denken. (Hier möchte ich keine Beispiele aufzählen, das ist mir selber peinlich. Aber vielleicht können Sie ja auch einmal ehrlich in ihre Schubladen gucken….! Muss ja nicht erzählt werden!).

Die Aussage Jesu erscheint mir nun auf zweierlei Weise erleichternd und Mut machend: 1. Jesus klagt nicht an, sondern stellt fest: wir Menschen urteilen, wie Menschen eben urteilen. Das heißt, im besten Falle geben wir uns als Christinnen und Christen Mühe, nicht in unseren Rastern, in unseren Werten und Normen, in Vorurteilen und Schubladen-Denken verhaftet zu bleiben. Wenn es dann aber mal nicht gelingt, ist es menschlich, und nicht verachtenswert oder unchristlich oder in die Hölle verbannend. 2. Jesus urteilt über keinen. Was für eine Erleichterung! Jesus begegnet uns Menschen offen und vorurteilsfrei. Er steht uns gegenüber mit allem, was uns selbst unschön, unfertig, unklug, unreif oder unvernünftig erscheint und uns selbst vielleicht bis auf die Knochen quält. Für Jesus spielt das alles überhaupt keine Rolle. Er nimmt uns wie wir sind, mit unseren Schwächen, unseren Ängsten und unseren (Fehl-)Urteilen - und er selber urteilt nicht.

Gott sei Dank! Mit geschwisterlichen Grüßen aus Nazareth Uta Braune-Krah Referentin der Gemeinschaft

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bericht Seniorenreise England vom 20. Juni bis 30. Juni 2010 Am 20. Juni, in früher Morgenstunde, fand sich unsere fast komplette Reisegruppe von 14 Personen an der Lukaskapelle zum Reisesegen zusammen. Unser Ziel waren Südengland und London. Zunächst fuhren wir mit unserem Bus nach Dortmund, wo die letzte Teilnehmerin zustieg, dann zum Fährhafen Calais in Frankreich. Die Überfahrt dauerte knapp 1 1/2 Std. bis Dover im Südosten von England. Dort empfing uns die großartige Silhouette der mächtigen Kreidefelsen, außerdem musste hier in Pfund gerechnet werden, die Uhr 1 Std. zurückgestellt und auf Linksverkehr umgestellt werden. Da stieß eine kleine, quicklebendige Frau zu uns, die in fast perfektem Deutsch für die kommenden elf Tage unsere Reiseleiterin war. Obwohl wir schon ziemlich müde waren, weckte sie unsere volle Aufmerksamkeit, indem sie von Land und Leuten erzählte und immer wieder auf die Schönheiten dieses ersten Küstenabschnittes bis Brighton hinwies. England hat 42 Mio. Einwohner und ebenso viele Schafe. Das begründet auch die großen gepflegten Weideflächen dieser leicht hügeligen Landschaft. In Brighton besuchten wir am zweiten Tag den Royal Pavillon, den exotischsten Palast Europas. Weiter führte uns die Reise über kleine Küstenstädte mit herrlichen englischen Blumengärten bis nach Winchester. Wir besichtigten den imposanten Dom. Nach dem Petersdom in Rom besitzt er das längste Kirchenschiff Europas. Jane Austen fand dort ihre letzte Ruhestätte. Der nächste Tag führte uns nach Stonehenge, dem bekann-

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ten prähistorischen Steinkreis, dessen Herkunft und Bedeutung bis heute rätselhaft sind. Dann fuhren wir in die mittelalterliche Stadt Salisbury und sahen uns die wunderschöne Kathedrale an, die in 40 Jahren in rein frühgotischem Stil erbaut wurde. Über sie wurde geschrieben: „Wir sehen so viele Fenster, wie das Jahr Tage hat, so viele Säulen, wie das Jahr Stunden hat und so viele Türen, wie das Jahr Monate hat.“ Unsere Reise führte durch den Dartmoor Nationalpark, bekannt wegen seiner vielen Wildponies. Ein Anstieg auf die Felsen ermöglichte uns bei herrlichem Sonnenschein einen Blick bis zum Meer. Für die nächsten drei Nächte waren wir in Exeter. Von dort starteten wir eine Tagesfahrt nach Land´s End, an den westlichsten Zipfel Großbritanniens. Wir standen am Scheitelpunkt der Meere Nordsee und Atlantik. Besonders begeistert hat uns die einzigartige Landschaft Cornwalls mit ihren steilen Klippen, Sandstränden und verträumten Dörfern. Über St. Ives, beliebt bei Malern wegen des besonderen Lichtes, fuhren wir zurück nach Exeter. Ein freier Tag stand uns dort zur Verfügung. Er wurde vielfältig genutzt. Am Abend besuchten wir gemeinsam einen gesungenen Abendmahlsgottesdienst in der Peters Kathedrale. Der Gesang der Domknaben und -männer war wunderschön. Unsere Reise führte uns weiter nach Tintagel. Ein kleines Herrenhaus aus dem 14. Jahrhundert, mit gewelltem Schieferdach, faszinierte uns, 1870 wurde es zur ersten Poststation. Die Burg von Tintagel ist angeblich der Geburtsort von König Artus. In einer kleinen Kirche aus dem 12. Jahrhundert, hoch auf den Klippen, mussten wir einfach singen. Weiter ging´s nach Bath,


bericht einer eleganten Kur- und Badestadt, das einzige Bad in England mit heißen Quellen. Auf der ganzen Reise war es für uns besonders schön, dass wir immer wieder die Gelegenheit bekamen, für 1-2 Stunden den eigenen Bedürfnissen nachzugehen, entweder zu wandern, etwas zu besichtigen oder gemütlich einen guten englischen Tee mit Scones zu genießen. Die berühmte Universitätsstadt Oxford war unser nächstes Ziel. Zu unserem Erstaunen fanden wir kein Universitätsgebäude, sondern 37 verschiedene Colleges, nebst Lesehalle, Bibliothek und Kirche. Anschließend standen uns drei Tage London bevor. Nach dem beschaulichen Cornwall eine echte Herausforderung, da wir ganz zentral wohnten. Den Sonntag begannen wir mit einem Gottesdienst in der deutschen Gemeinde, die jetzt 104 Jahre besteht und in der auch Bonhoeffer zu Gast gewesen war. Ganz England hat 22 deutsche Gemeinden mit 7 Pfarrstellen. Die anschließende Fahrt im London Eye, dem größten Riesenrad der Welt, 135 m hoch, ermöglichte uns einen phantastischen Blick über die 8-Mio.-Metropole. In den nächsten zwei Tagen beka-

men wir die Möglichkeit einer Stadtrundfahrt, einer Schifffahrt auf der Themse, der Besichtigung des Towers sowie St.-PaulsKathedrale und vieler anderer Sehenswürdigkeiten, die einen Eindruck von dieser imposanten Stadt vermittelten. In Westminster Abbey standen wir an der Ruhestätte von Georg Friedrich Händel. Über dem Portal stehen in einer Reihe als Statuen Märtyrer des 20. Jahrhunderts aus allen 5 Kontinenten. Wir entdeckten darunter Dietrich Bonhoeffer. Es ist der Kontrast zwischen Tradition und Moderne, der den Reiz der englischen Hauptstadt ausmacht. Mit Erlebnissen, Eindrücken und Informationen angefüllt, nahmen wir in einem typisch englischen Pub von unserer originellen, wirklich guten Reiseleiterin Abschied. Sie hat es verstanden, uns versteckte Schönheiten ihres Landes zu zeigen, so dass es eine wunderbare Reise wurde. An Martin Foede herzlichen Dank für die exzellente Vorbereitung! Unserem Gott danken wir für alle Bewahrung und für das herrliche Wetter. Monika + Margret Leber

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termine

september

September 03. Gemeinschaftsrat/ Schwesternrat 03. Vertretungsausschuss 04. BZK Süd 08. Gemeinschaftsabend Schillingshof: Rückblick auf das erste Jahr im Amt des Ältesten der Diakonischen Gemeinschaft 13. Examen Oberseminar 2009/2010 15. Erzählkneipe - Franziska Funke 16. Nazareth-Stammtisch 20. - 22. Vorbereitungstage zur Einsegnung 24. - 26. Nazarethwochenende 26. Aufnahme und Einsegnung

oktober

Oktober 04. Beginn des Oberseminars 2010 / 2011 08. Nazarethkreis EckardtsheimErinnerungsabend 11. - 23. Herbstferien NRW 13. Gemeinschaftsabend Schillingshof: Über die letzten Lebensjahre von Pastor Eberhard Warns 20. Erzählkneipe 21. Nazareth-Stammtisch 22. Gemeinschaftsrat 23. Einkehrtag 29. Vertretungsausschuss 30. BZK Nordwest 30. BZK Nordost

november

November 01. Frauentag 05. Gemeinschaftsrat 05. Delegiertenversammlung/ Jahrgangssprecher

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06. 10.

Forum der Gemeinschaften Gemeinschaftsabend Schillingshof: Neue Arbeit im alten Betheler Missionshaus 13. Nazarethkreis Eckardtsheim Der Älteste kommt, anschl. Abendmahl 13. BZK R/R/S 17. Erzählkneipe 18. Nazareth-Stammtisch (Feuerzangenbowle) 26. Mitgliederversammlung (Vetretungsausschuss) 26. - 29. 3 Tagesfahrt: Advent in Berlin und Lobetal

dezember

Dezember 02. Seniorenadvent 04. Einkehrtag 15. Erzählkneipe 16. Nazareth-Stammtisch (Weihnachtsmarkt) 17. Gemeinschaftsrat/Schwesternrat 17. Vertretungsausschuss 27. Nazarethkreis Eckardtsheim: Singen an der Krippe 24. Weihnachtsferien NRW bis 08.01.2011

Der nazarethbrief aus der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth/Bethel wird kostenlos an alle Mitglieder der Gemeinschaft versandt. Herausgeber: Gemeinschaftsrat der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth in der Stiftung Nazareth in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel; verantwortlich: F.-W. Meine © 2010 Anschrift: Diakonische Gemeinschaft Nazareth, 33546 Bielefeld, Postfach 13 03 49. Telefon: 0521/ 1444118, Fax: 0521/914 6226, http:// www.nazareth.de. Bankverbindung: 2 101 660 012 bei der KD-Bank (BLZ 350 601 90)


Nazarethbrief-2010_07-08_AKTUELL