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Juni 2018 Ausgabe 2 Das Kundenmagazin von Sanitas

Care4Cardio

Unterstützung bei Herzschwäche

Psychokardiologie

Wie die Psyche aufs Herz wirkt

Was das Herz bewegt


Unsere Wochenenden haben wir bisher meist auf dem Sofa verbracht.

Zeit fĂźr neue Gewohnheiten

Bewegen und proďŹ tieren mit der neuen Sanitas Active App sanitas.com/activeapp

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Liebe Leserin, lieber Leser Blicken sich zwei Verliebte in die Augen, synchronisiert sich ihr Herzschlag. In einer solchen Situation hüpft das Herz wortwörtlich vor Freude. Ob das Herz deshalb als Symbol der Liebe gilt? Jedenfalls ist das vielseitige Wunderwerk eng mit unseren Gefühlen verknüpft. Das Herz ist unser Lebensmotor, der unseren Körper tagein tagaus mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt – es ist aber noch viel mehr als das.

lichkeiten stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe vor. Ein guter Tipp ist etwa, ab und zu auszuspannen. Auch wer die Arbeit mit Freude erledigt, schont das Herz. Wir bei Sanitas investieren jeden Tag viel Herzblut in neue digitale Services, gute Beratung, speditive Abrechnungen und vieles mehr, damit wir Ihren Ansprüchen gerecht werden und noch besser auf Ihre Bedürfnisse eingehen können. Denn: Ihre Zufriedenheit liegt uns am Herzen!

Umso ratsamer ist es, darauf zu achten, was unser Herz für Bedürfnisse hat – sei es am Arbeitsplatz, in einer Beziehung oder in der Freizeit. Viele wissen, dass ein gesunder Lebensstil mit aktiver Bewegung, Sport und gesunder Ernährung dem Herzen gut tut. Die Tatsache, dass sich emotionale Belastungen wie eine schmerzvolle Trennung, aber auch die Freude über den Sieg der Lieblingsfussballmannschaft negativ auf das Herz auswirken können, ist hingegen weniger bekannt.

Ich wünsche Ihnen eine spannende und infor­mative Lektüre.

Freundliche Grüsse Otto Bitterli

Erstaunlich ist, wie viel jeder Mensch dazu beitragen kann, dass es seinem Herzen gut geht. Einige Mög-

Mehr zum Thema Wie die Psyche die Herzgesundheit beeinflusst Medizintechnik – das Herz aus dem 3D-Drucker Warum das Herz Bewegung liebt

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Mehr als ein Text: Ruth Jahn | Illustration: Yehteh

Beständiger Taktgeber Rund 70-mal schlägt unser Herz pro Minute. Pro Tag pumpt es 100 000-mal. Und in einem ganzen Menschenleben schlägt der Herzmuskel etwa 3 000 000 000-mal. Das Herz ist der Antriebsmotor unseres Blutkreislaufes. Aber es ist mehr als nur eine Pumpe. Und es ist eng mit Hirn und Psyche verknüpft. Es hat eine ganz eigene Muskulatur und besitzt eine Art eigenes Elektrizitäts­werk. Das Herz ver­teilt das Blut im ganzen Körper und versorgt somit alle möglichen Körperteile mit Sauerstoff und allerlei Nährstoffen. Dazu muss es das Blut in seinen vier Herzkammern rhythmisch stauen, ihm Impulse geben, seinen Fluss und seine Richtung lenken. Unser wichtigstes Organ justiert seine Bewegungsmuster anhand verschiedenster Signale und Botenstoffe. So kann es auf körperliche Anstrengung, geistige Tätigkeit, aufs Schlafen, Wachen und unsere Gefühle reagieren.

Am richtigen Fleck Unser Herz ist so gross wie eine Faust und ungefähr 280 Gramm schwer. Sie meinen, es sitze links? Falsch: Das Herz liegt fast genau in der Mitte der Brust.

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Organ

Gebrochenes Herz Das Herz bricht nicht nur im übertragenen Sinn. Der Tod eines nahestehenden Menschen oder ähnliche traumatische Erlebnisse können Symptome eines Herzinfarkts auslösen. Mediziner nennen dies «Gebrochenes-Herz-Syndrom» oder «Tako-Tsubo-Syndrom». Meist sind Frauen betroffen. Vereinzelt sterben die Betroffenen fast, obwohl die Herzkranzgefässe nicht verengt sind. Trotzdem pumpt das Herz nicht mehr richtig.

Ein Herz und eine Seele «Ich liebe dich, mein Herz schlägt mit deinem!» Unmöglich? Mitnichten! Sitzen sich zwei Verliebte gegenüber und schauen sich in die Augen, hüpfen ihre Herzen nämlich bald synchron. Wer hingegen nichts für sein Vis-à-vis übrig hat, bei dem schlägt das Herz im eigenen Takt weiter. Für die Angleichung der Herzfrequenzen bei Liebespaaren ist übrigens mehrheitlich die Frau verantwortlich. Dank einem Quäntchen mehr Empathie, so mut­massen die Forscher.

Einzigartig wie ein Fingerabdruck Das Herz ist in seiner Grösse und Form nahezu so indi­ viduell wie ein Fingerabdruck. Keines gleicht dem andern. Ingenieure haben deshalb kürzlich ein neues biometrisches Erkennungssystem entwickelt, das aus bis zu 30 Metern Entfernung schlagende Herzen im Inneren des Körpers misst und erkennt. So könnte man sich beispielsweise zukünftig beim Einloggen in einen Computer oder an einer Türe identifizieren.

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Das Herz fühlt mit! Die Psychokardiologin Mary Princip über Herzklopfen, warum unserem zentralsten Organ neben Stress auch Depressionen zu schaffen machen und welche Streichel­ einheiten unser Herz schätzt. Interview: Ruth Jahn | Foto: Hans Schürmann

Wann haben Sie persönlich das letzte Mal körperlich gespürt, dass Herz und Psyche eng miteinander gekoppelt sind? Mary Princip: Da fallen mir zwei ganz unterschiedliche Situationen ein: In der einen ist mein Herz vor Freude gehüpft, als mir mein Freund einen Heiratsantrag gemacht hat. In der anderen sass ich im Flugzeug und sah wegen starker Turbulenzen vor meinem geistigen Auge bereits die Sauerstoffmasken von der Decke purzeln. Was haben die beiden Situationen gemeinsam? Gefühle wirken sich unmittelbar auf unser Herz aus, das Herz fühlt sozusagen mit. Bei Freude wie auch bei Angst. Das ist evolutionär bedingt: Angesichts eines Säbelzahntigers oder einer anderen Gefahr, war es früher überlebenswichtig, dass das Herz schnell und zuverlässig schlägt: So konnten Gefahren blitzschnell eingeschätzt und der Körper mobilisiert werden, um zu fliehen oder zu kämpfen. Hierbei spielt das auf Anspannung spezialisierte Nervensystem Sympathikus eine wichtige Rolle. Hormone lassen die Herzfrequenz, den Blutdruck und den Blutzucker ansteigen und das Blut verdickt sich, was die Gefahr, bei einem Kampf zu verbluten, verringert.

Heute kämpfen wir nicht mehr gegen Säbelzahntiger. Genau. Aber vielleicht mit Aktenbergen oder um Anerkennung im Beruf. Und unser Herz reagiert noch ähnlich wie zu Urzeiten. Bei Stress lassen sich dann genau diese Phänomene beobachten: Der Blutdruck und die Herzfrequenz sind erhöht, die Blutgerinnung steigt und das Herz schlägt statischer. Das sind alles Faktoren, die sich chronisch ungünstig auf das Herz auswirken können.

Psychosoziale Faktoren machen fast ein Drittel aller Risiken für Herz-KreislaufErkrankungen aus. Wie merkt das Herz, ob man einen Heiratsantrag bekommt, sein Flugzeug abzustürzen droht oder man seine Aktenberge wieder einmal nicht bewältigt? Das merkt das Herz gar nicht! Den Unterschied macht, wie ich die Situation bewerte und was ich dabei denke und fühle: Nach dem Heiratsantrag war ich entspannt und habe viel gelacht. Herzschlag und Hormone normalisieren sich wieder

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Die Psyche kann sich positiv wie auch negativ auf die Herzgesundheit auswirken.

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Am Puls der Zeit Bücher Rüegg, Johann Caspar Die Herz-Hirn-Connection. Wie Emotionen, Denken und Stress unser Herz beeinflussen. Schattauer Verlag 2018 De Botton, Alain Gelassenheit – Training gegen Stress, Wut und Panik. (The School of Life) Verlag Süddeutsche Zeitung 2018 Schröder, Felix, und Weber, Nina Was das Herz begehrt. Wie wir unser wichtigstes Organ bei Laune halten. Edel Verlag 2017 Bopp, Annette, Breitkreuz, Thomas u. a. Das Herz stärken. Das ganzheitliche Programm Gräfe und Unzer Verlag 2014

Das eigene Herz in der Hand: Mit einem gesunden Lebensstil kann man dem Herzen viel Gutes tun.

und der Gegenspieler des Sympathikus, der Parasympathikus, wird angekurbelt. Wichtig ist, dass nach grosser Anspannung wieder eine Entspannung folgt. Wenn wir hingegen chronisch Stress, Ärger oder Sorgen haben, wird die bedrohliche Situation quasi zum Normalzustand. Das kann sich ungünstig auf unser Herz auswirken. Aber nicht jeder Stress ist ungesund. Eine kurzfristige Stressreaktion ist für den Körper nicht schädlich. Kritisch wird es, wenn über längere Zeit ein Ungleichgewicht herrscht. Ein Unterschied zwischen dem, was andere und ich selbst von mir fordern, und dem, was ich aufgrund meiner Ressourcen leisten kann.

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Gibt es Anzeichen dafür, dass ich meinem Herz zu viel zumute? Unter Dauerstress sind wir nervös, unausgeglichen oder gereizt und können uns schlecht konzentrieren. Auch der Körper schickt Warnsignale: etwa Herzklopfen, Atembeschwerden, Schwitzen, Appetitlosigkeit oder Müdigkeit. Typisch ist auch, dass man sich sozial zurückzieht, öfter Alkohol trinkt und raucht oder sich weniger bewegt. Dass zu wenig Bewegung oder eine falsche Ernährung dem Herz schaden kann, ist allgemein bekannt. Lässt sich der Einfluss der Psyche auf unsere Herzgesundheit beziffern? Psychosoziale Faktoren machen fast ein Drittel aller Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Ihr Einfluss ist somit vergleichbar mit Übergewicht oder Diabetes. Nur Rauchen schadet dem Herz noch mehr.

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Was schlägt sonst noch aufs Herz? Zum einen sind es der Mangel an sozialer Unterstützung sowie Persönlichkeitsmerkmale wie beispielsweise eine Tendenz zu Feindseligkeit. Zum anderen bergen negative Gefühlszustände wie Depressivität und Angst oder Erschöpfungszustände wie Burn-out und chronische Schlafstörungen ein gewisses Risiko. Verwunderlich, dass auch eine Depression das Herz schädigen kann. Die Zusammenhänge zwischen Depression und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind gut untersucht: Eine Depression kann sowohl die Entwicklung einer Herzkrankheit begünstigen, als auch die Prognose bei einer Herzkrankheit verschlechtern. Bei Depressiven zeigen sich denn auch ähnliche körperliche Veränderungen wie bei chronischem Stress: Das Herz schlägt statischer und es finden sich mehr Anzeichen für Entzündungen im Blut. Betroffene ziehen sich zurück, rauchen mehr und sind körperlich inaktiver. Auch nehmen sie ihre Medikamente öfters nicht korrekt ein und holen sich seltener medizinische Hilfe. Das alles zusammengenommen, kann sich negativ auf das Herz auswirken. Bekommen Menschen, die sich alles gleich zu Herzen nehmen, eher eine Herzkrankheit als solche, die gelassen durchs Leben gehen? Die Persönlichkeit spielt sicher mit. Früher hatte man den wettbewerbsorientierten Managertyp im Blick. Neuere Forschungen zeigen, dass viel eher Menschen gefährdet sind, die feindselig und misstrauisch sind, diese Gefühle aber nicht zum Ausdruck bringen.

Wie lässt sich erklären, dass Fussballspiele, wie derzeit an der WM 2018 in Russland, bei Zuschauern Herzinfarkte auslösen? In der Psychologie sprechen wir von Triggern. Dazu gehören zum Beispiel Unfälle, Krankheitsdiagnosen, Naturkatastrophen, Streit oder eben auch Sportveranstaltungen. In solchen Situationen führt dem Anschein nach eine starke emotionale Belastung zu einer Überlastung des Herz-Kreislauf-Systems. Gibt es typisch männliche und typisch weibliche Auslöser? Es ist auffallend, dass deutlich mehr Frauen ein BrokenHeart-Syndrom erleiden, wenn ein Angehöriger stirbt (siehe Beitrag «Gebrochenes Herz», Seite 5). Während Männer womöglich eher während einem Fussballmatch einen Herzinfarkt bekommen. Zumindest legen nachträgliche Befragungen diese ursächlichen Begründungen nahe. Es kann aber auch daran liegen, dass Männer und Frauen emotionale Belastungen anders bewerten: Frauen sind womöglich nachträglich eher bereit, Zwischenmenschliches als Auslöser für den eigenen Herzinfarkt zu sehen und dies als möglichen Grund zu nennen. Braucht unser Herz Streicheleinheiten? Auf jeden Fall! Entspannung, Freude, Zusammensein mit anderen, Bewegung, sich Gutes tun!

Erfahren Sie mehr zum Thema im Videobeitrag auf sanitas.com/psychokardiologie

Dr. phil. Mary Princip, 35, ist Psychologin FSP und spezialisiert auf Psychokardiologie. Am Inselspital Bern berät sie ambulante Herzpa­ tienten. Sie interessiert sich nicht nur dafür, wie die Psyche das Herz beeinflusst, sondern auch umgekehrt: Wie lernen Herzpatienten, mit psychischen Problemen besser umzugehen? Dazu ist Mary Princip in Rheinfelden AG als Psychotherapeutin tätig.

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Ruhig Blut bei WM-Spielen! Wie bei jeder grossen körperlichen Anstrengung kann sich auch beim Fussball­ spielen ein plötzlicher Herztod ereignen. Das gilt nicht nur für das Spielfeld. Als Zuschauer im Stadion oder vor dem Fernseher mitzufiebern, ist ein klassischer Trigger, also ein Auslöser für einen Herzinfarkt (siehe Interview auf Seite 6). Paradebeispiel Fussball-WM 1998 in Frankreich: Nach einem nervenaufreibenden Elfmeterschiessen verpassten die Engländer den Einzug ins Viertelfinale. Im heimischen England schoss daraufhin die Anzahl der Infarktpatienten um 25 Prozent in die Höhe. Ruhig Blut also, wenn sich Ihre Lieblingsmannschaft diese Tage spannende Spiele liefert oder sie zu einem Elfmeter verknurrt wird!

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Gastkolumne

Von Lachern und Seufzern Text: Federico Emanuel Pfaffen

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nser Alltag ist in vielen Belangen strukturiert, schematisiert, ste­ reotypisiert. Und unser Herz schlägt, pumpt. In der Kardiologie misst man die Herzfrequenzen. Aber das Leben hat auch die andere Seite – und wie! Wie erfrischend, das Buch über die soge­ nannte Kordiologie des Arztes und Lite­ raten Frank Nager zu lesen, namentlich das eine Zitat tut es mir an: «Das Herz der Kardiologie pumpt, versagt, de- und re­ polarisiert, rupturiert, fibrilliert. Das Herz der Kordiologie singt, lacht, weint, klagt, blutet.» Wenn wir in unserem schwimmenden Salontheater Herzbaracke (ja, der Name ist herzensfrohes Programm!) unseren Spielplan aufstellen und unsere Finanzen planen, dann messen wir – und dies seit 20 Jahren: Wir tragen die Arbeitszeiten unserer Mitarbeitenden ein, bestellen die richtigen Mengen für das Menü unserer

Gäste, teilen die Theatersitzplätze zu, schauen auf die Uhr. Aber damit ist weder unser Theateralltag bestanden noch un­ ser Theaterleben für unsere Gäste und für uns Künstler selber erfüllt. Wir bleiben auf dem Boden, ja. Aber dieser Boden un­ serer «Herzbaracke» schwankt, je nach Wellen- und Gemütsgang des Zürichsees, je nach Frequenzen unserer Klarinettis­ ten und Pianisten, unserer Drehorgel und unseres Orchestrions, unserer Arien und Rezitative. Und wir schwanken mit, auf unserer bewegten Insel zwischen Himmel und Wasser, lassen unsere Herzen pochen und rasen, still stehen schier, denn der dramaturgische Takt ist voller Überra­ schungen, schön, abgründig, sich über­ stürzend, fliegend … Ich bin überzeugt, dass es die Herzensan­ gelegenheiten sind, die unser Leben mass­ geblich bestimmen. Auch die Sprache legt Zeugnis ab: Eine Herzensnot beispiels­ weise darf keine Worthülse sein, sondern sie will und muss gelebt – oder auf der Bühne erlebt – werden. Herzlich und herz­ haft sind zweierlei, und herzlos ist einerlei.

Unsere ausverkauften Veranstaltungen und wohlwollenden Kritiken zählen, aber noch viel mehr zählen die Jauchzer und Schluchzer unserer Musiker und Künst­ ler, die Lacher und Seufzer unserer Gäste. Spüren wir, dass ein Theaterbesucher traurig oder nervös ist, dann teilen wir mit ihm unser Herz, heitern ihn auf. Denn das Leben ist eine Herzensangelegenheit. Das Herz ist das Gefäss der Seele, des Le­ bens, des Traumes. Es ist viel mehr als nur körperliches Organ und kulturbestim­ mendes Symbol. Es gibt den Takt durch unser Leben an. Cordialement Federico Pfaffen, Theaterregisseur und Direktor des schwimmenden Salonthea­ ters Herzbaracke.

Buchtipp Frank Nager Das Herz als Symbol. Editiones Roche 1993

Federico Emanuel Pfaffen, 70, gebürtiger Walliser, schloss 1976 sein Studium der Regie an der Schauspielakademie Zürich ab. Er arbeitete fortan als Regisseur für das Stadt­theater und gründete 1977 das Freie Theater Komedi. 1998 startete der Theatermann mit dem selbst geplanten und erbauten schwimmenden Salontheater Herzbaracke auf dem Zürichsee und pendelt mit Gastaufenthalten von Ort zu Ort. herzbaracke.ch

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Gastkolumne

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Revolution in der Medizin? Zurzeit entwickeln Forscher der ETH Zürich mithilfe von 3D-Druck ein künstliches Herz aus Silikon, das pumpt wie ein echtes. In einigen Jahren könnte diese Erfindung die Herzchirurgie revolutionieren. Text: Robert Wildi | Fotos: ETH Zürich

Das Silikonherz der ETH hält schon mehrere 10 000 Pumpschläge aus.

Ein Auto im 24-Stunden-Dauerbetrieb müsste bereits nach Monaten verschrottet werden. Intensiv genutzte Computer geben den Geist nach mehreren Jahren auf – moderne Technologien leisten heute vieles; punkto Zuverlässigkeit, Ausdauer und Beständigkeit sind sie diversen Schöpfungen der Natur indes unterlegen. Zum Beispiel dem menschlichen Herz. «Es ist eine unglaubliche Maschine, leistet zuverlässig Milliarden von Pumpzyklen, Schlag für Schlag, ein ganzes Menschenleben lang», sagt Wendelin Stark, Forscher an der ETH Zürich.

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Er weiss, wovon er spricht. Denn vor sechs Jahren hatte Professor Volkmar Falk, damaliger Leiter der Herzklinik am Unispital Zürich, einige Wissenschaftler der ETH und der Universität Zürich zu einem interdisziplinären Team formiert. Grund: Die bis heute gängigen Implantate zur Herzunterstützung sind hart, da nach wie vor aus Metall und Plastik, und stressen das Blut. Patienten müssen oft Medikamente schlucken, um Blutgerinnung vorzubeugen, was wiederum gefährliche Nebenwirkungen verursachen kann. Professor Falks Überzeugung: «Es müsste doch möglich sein, ein neues und besseres Kunstherz zu entwickeln, das dem Original viel näher kommt.»

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«Weit entfernt von einsetzbarem Resultat» Und so nahm im Jahr 2013 Starks Forschungsgruppe in Kollaboration mit dem Team um Mirko Meboldt, ETH-Professor für Produktentwicklung und Konstruktion, die Arbeit auf. «Wir hatten das Glück, zu diesem Zeitpunkt bereits mit 3D-Druck arbeiten zu können, und waren rasch in der Lage, mittels Gussformen weiche Objekte mit fast beliebiger Geometrie herzustellen», sagt Stark. Es entstand ein künstliches Herz aus Silikon, das dem menschlichen Herz in Form und Funktion nachkonstruiert wurde. Das 400 Gramm schwere Silikonherz besteht aus einer rechten und linken Herzhälfte, die nicht durch eine Scheidewand, sondern durch eine zusätzliche Kammer getrennt sind. Diese Kammer wird mittels Luftdruck bewegt, um die Pumpfunktion eines echten Herzens zu imitieren. Mit der Entwicklung dieses Prototyps dank 3D-Drucker ist den ETH-Forschern ein erster Durchbruch gelungen. Gleichwohl warnt Wendelin Stark vor allzu übertriebenen Erwartungen. «Wir sind noch weit entfernt von einem einsetzbaren Resultat.» Fortschritte werden indes laufend erzielt. Beim ersten Modell konnten die weichen Silikonpumpen 30-mal betrieben werden, ehe sie rissen. Mittlerweile sind die Forscher bei über 1000 Versuchen bei einigen 10 000 Pumpschlägen angelangt, die das digital konstruierte Kunstherz ohne Beschädigung schlägt. Testreihen zur Entwicklung von immer noch reissfesteren Materialien laufen unter Hochdruck. «Es wird aber noch einige Jahre dauern, bis wir an eine Marktreife denken können.» Exakte Messungen statt Blindflug 1969 wurde einem Menschen erstmals ein Kunstherz implantiert. Es bestand aus Polyester und Silikon und war mittels Schläuchen, die aus dem Körper führten, mit einem externen Kompressor verbunden. «Die Welt hat sich seither massiv verändert», bestätigt Wendelin Stark. Neue Materialien, neue Herstellverfahren sowie riesige Rechenleistungen haben die Möglichkeiten vervielfacht. Die Biochemie sowie das Verständ-

Schicht für Schicht fertigt der 3D-Drucker innert kurzer Zeit ein Kunstherz.

nis von Blutgerinnung seien erst in den letzten Jahrzehnten entstanden. «Heute können wir etwas exakt sehen und ausmessen, wo vor 50 Jahren praktisch nur Blindflug herrschte.» Gegenüber den Implantaten, die Herzchirurg Volkmar Falk (seit 2014 am Deutschen Herzzentrum Berlin) und seine Berufskollegen bis heute einsetzen, könnte das neue Silikonherz aus dem 3D-Drucker dereinst eine wichtige Rolle spielen. Ärzte könnten es Patienten aufgrund der reduzierten Nebenwirkungen früher einsetzen als andere Kunstherze.

Lesen Sie im Web über die Enstehungs­geschichte der Kunstherzen auf sanitas.com/kunstherz

Wendelin Stark, 42, ist seit 2004 Professor an der ETH Zürich. Seine Forschungsgruppe arbeitet unter anderem an Biosensoren zur Detektion von Bakterien, Giftstoffen und energiesparenden industriellen Prozessen. Stark hatte die Idee zum Projekt «Kunst­herz aus dem 3D-Drucker» lanciert und ist seit 2013 zusammen mit der ETH-Forschungsgruppe um Mirko Meboldt an dessen Umsetzung.

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Gesundes Herz. Tipps für die Partnerschaft •• Unterstützen Sie sich bei einem Rauchstopp, bei Vorsätzen zu mehr Bewegung oder beim Abnehmen. •• Hören Sie gemeinsam Musik. •• Verabreden Sie sich anstatt zum Apéro zu einem Wald- oder Wiesenspaziergang. •• Pflegen und geniessen Sie einen offenen und wertschätzenden Umgang. •• Denken Sie nicht nur an Ihre Kinder, sondern auch an sich selbst und an sich als Paar.

Weitere Tipps für die Herzgesundheit auf sanitas.com/herztipps

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Wie rettet man Leben? Wenn jemand einen Herzinfarkt erleidet, zählt jede Sekunde. Doch welche Notfallmassnahmen muss ich in welcher Reihenfolge aus­führen? Und was mache ich, wenn mein Herz nicht mehr will? Vom stechenden Schmerz bis zu gar keinen Beschwerden: Die Symptome für einen Herzinfarkt sind bei jedem Menschen anders.

Medgate: In der Schweiz sind pro Jahr circa 200 von 100 000 Einwohner von einem Herzinfarkt betroffen. Der Verlauf eines Herzinfarkts ist sehr individuell. Selten spürt der Betroffene gar keine Beschwerden, bei den meisten Menschen treten heftige Symptome auf. Dazu zählen ein Druck und plötzliche Schmerzen in der Brust, die in Kopf, Kiefer, Hals, Genick, Rücken, den linken Arm und Bauch ausstrahlen können. Auch eine blasse Gesichtsfarbe, ein starker Schwächezustand, Angstgefühle, Schweissausbrüche, Atemnot sowie ein beklemmendes Gefühl sind mögliche Anzeichen für einen Herzinfarkt.

4. Falls der Patient bei Bewusstsein ist, lagern Sie den Oberkörper des Patienten erhöht in einem Winkel von circa 30 Grad. 5. F ühren Sie bei einem Atemstillstand eine Herzmassage durch.

Schnell handeln hat oberste Priorität Erleidet jemand in Ihrem Umfeld einen Herzinfarkt, bleiben Sie ruhig und handeln Sie unverzüglich. Schnelles Handeln kann Leben retten:

Keine Sorge, Sie können nichts falsch machen: •• Knien Sie neben die betroffene Person auf der Höhe des Brustkorbs. •• Platzieren Sie beide Handballen übereinander auf das untere Drittel des Brustbeins und strecken Sie Ihre Arme. •• Drücken Sie durch die Gewichtsverlagerung Ihres eigenen Oberkörpers den Brustkorb circa 5 Zentimeter tief. •• Führen Sie so zwischen 100 bis 120 Kompressionen pro Minute durch. •• Eine Mund-zu-Mund-Beatmung ist nicht notwendig.

1. Rufen Sie sofort einen Notarzt (Tel. 144) oder den allgemeinen Notruf (Tel. 112). 2. Sagen Sie am Telefon, dass beim Patienten womöglich ein Herzinfarkt vorliegt. 3. Beruhigen Sie die betroffene Person und öffnen Sie bei ihr eng anliegende Kleidung.

Und wenn ich selbst betroffen bin? Wenn Sie selber das Gefühl haben, einen Herzinfarkt zu erleiden, rufen Sie sofort den Notarzt oder den allgemeinen Notruf. Geben Sie Ihre Koordinaten durch und sagen Sie, dass Sie vermutlich einen Herzinfarkt haben. Fahren Sie nicht selbst ins Krankenhaus, da sich Ihr Gesundheitszustand schnell verschlechtern könnte.

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Gesundheit

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Medgate: Gratis-Service für Sanitas Kunden Medgate bringt den Arzt dahin, wo Sie ihn brauchen. Die Medgate Tele Clinic ist Tag und Nacht das ganze Jahr über für Sie da. Egal, wo Sie gerade sind – die über 70 erfahrenen Ärztinnen und Ärzte von Medgate kümmern sich per Telefon und Video um Sie. Dank dem Service von Medgate haben Sanitas Versicherte jederzeit kostenlos Zugang zu ärztlicher Beratung und Behandlung. So vermeiden Sie unnötige Arztbesuche und sparen Zeit und Geld. Die Ärzte von Medgate sind unter der Telefonnummer 0844 124 365 rund um die Uhr (7×24 h) für Sie da. Weitere Informationen: medgate.ch

Kennen Sie die Sanitas Medgate App bereits? Auf Seite 19 erfahren Sie mehr.


Herzinsuffizienz und Übergewicht hatten Marcel Wunderlin, 62, Probleme bereitet. Mithilfe des Sanitas Gesundheitsprogramms Care4Cardio reduzierte er sein Gewicht und das Risiko fürs Herz. Text: Susanne Wagner | Fotos: Sven Germann

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n den Weihnachtsferien 2016 hatte Marcel Wunderlin Mühe, die Skischuhe anzuziehen. «Der Bauch war im Weg», sagt er rückblickend. Zudem hatte ihn schon länger gestört, dass er beim Bergaufgehen oder Radfahren kaum mehr Luft bekam. Als Sanitas ihm nach den Weihnachtsferien anbot, beim Gesundheitsprogramm Care4Cardio mitzumachen, meldete er sich sofort an. Der Grund für die Kurzatmigkeit war nicht nur der Bauchumfang, sondern auch eine Herzinsuffizienz: eine Seite seines Herzens arbeitet nur noch zu 30 Prozent. In der Folge bewegte sich Marcel Wunderlin immer weniger. Vor neun Jahren erhielt er

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Lösungen

Die Weichen neu gestellt dann einen Herzschrittmacher, vor fünf Jahren einen Herzschrittmacher mit einem eingebauten Defibrillator. Das Übergewicht blieb – ein Risikofaktor für den Herzpatienten. Denn: Je mehr Gewicht man mit sich herumträgt, desto mehr muss das Herz arbeiten. Zudem erhöht Übergewicht das Risiko für einen Herzinfarkt oder Diabetes Typ 2. Rückblickend war es für Marcel Wunderlin eine sehr gute Entscheidung, bei Care4Cardio mitzumachen. Mithilfe des Programms hat er 15 Kilogramm abgenommen. Er spielt wieder Tennis, geht stundenlang spazieren, fährt Velo und hat seine Ernährung konsequent umgestellt. «Das Programm ist einfach und

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motiviert mich, dranzubleiben. So hat man jemanden im Rücken, der immer etwas stupft.» Regelmässige Betreuung Den entscheidenden Motivationskick gibt ihm täglich die elektronische Waage neben dem Bett. Nach dem Wiegen beantwortet er jeden Morgen auf einem kleinen Monitor Fragen zum allgemeinen Befinden, zu Schlafqualität, Atembeschwerden, Morgenmüdigkeit, Hustenanfällen oder geschwollenen Beinen. Alle vier Wochen ruft ein Gesundheitscoach an und gibt Tipps, wie er den Lebensstil weiter verbessern könnte. Zeigt die Waage zwei Kilo mehr an, reagiert

Das Gesundheitsprogramm Care4Cardio Besser leben mit Herzschwäche Mit Care4Cardio unterstützen und begleiten wir Menschen mit Herzschwäche im Alltag. Verfügen Sie über eine Grundversicherung und eine stationäre Zusatzversicherung bei Sanitas, können Sie diesen Service kostenlos nutzen. Die wichtigsten Vorteile: •• Mehr Sicherheit im Umgang mit Herzschwäche •• Zuverlässige Erkennung von Frühwarnzeichen •• Telefonische Unterstützung und Beratung durch einen Gesundheitscoach •• Verbesserung der Lebensqualität durch gezielte Gesundheits­förderung

Interessiert? Wenden Sie sich an Ihr Service Center, Ihren Kundenberater oder via E-Mail an gesundheitscoach@sanitas.com

der Coach prompt mit einem Anruf und fragt nach den Ursachen. «Es geht darum, ob ich Wassereinlagerungen in den Beinen habe. Das kann gefährlich werden für das Herz», sagt Wunderlin. Der Bauch ist mittlerweile nicht mehr im Weg, sondern weg. Heute fällt ihm seine körperlich anstrengende Arbeit im Maschinenbau viel leichter. Marcel Wunderlin hat auch wieder genug Ausdauer für Renovationsarbeiten im eigenen Haus und Garten: «Mein Kardiologe meinte, es sei erstaunlich, wie viel Energie ich heute habe.»

Fühlt sich heute wieder wohler: Marcel Wunderlin hat dank reduziertem Gewicht wieder mehr Ausdauer. Sogar im Garten kann er wieder anpacken.

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Laufcoaching gewinnen

Wir bringen Sie in Form!

Sie wollen sich mehr bewegen? Und sich gesünder ernähren? Aber Ihnen fehlt der letzte Kick, die entscheidende Motivationsspritze? Dann sind Sie hier richtig. Wir suchen zwei Personen, die motiviert sind, ihren Lebensstil zu ändern und an einem 10-km-Lauf teilzunehmen. Während den nächsten Monaten stellen wir Ihnen professionelle Coaches zur Seite, die Ihnen helfen, sich optimal auf den Lauf vorzubereiten. Wir bieten von der Ernährungsberatung über Trainingsplanung bis hin zur Ausrüstung alles, was Sie dazu benötigen. Ganz nach dem Motto: das Ziel ist klar, wir zeigen Ihnen, wie Sie es erreichen. Teilnahmevoraussetzungen: Sie sind 25- bis 40-jährig, gesund und körperlich belastbar. Ausserdem sind Sie bereit, dass wir über Ihre Fortschritte und Herausforderungen in unserem Kundenmagazin, den sozialen Medien und auf unserer Website berichten (in Bild, Ton und Text). Sie erhalten kostenlos: •• Sportausrüstung •• Fitnesstests •• T rainingsplanung •• I ndividuelles, abwechslungsreiches Training •• Ernährungsberatung

Nehmen Sie die Herausforderung an? Dann nichts wie los: Bewerben Sie sich über das Online-Formular und schreiben Sie uns mit einem Bild, warum gerade Sie die richtige Person für das Coaching sind. Anmeldeschluss ist der 13. Juli 2018.

Hier geht es zum Bewerbungsformular: sanitas.com/laufcoaching

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Was bringt das zunehmende Datentracking?

Neue Sanitas Active App-Gutscheine

Das digitale Messen und Aufzeichnen von persönlichen Aktivitäten ist auf dem Vormarsch. Dazu tragen wir selber bei, wenn wir Apps zum Gesundheitsverhalten oder zur Mobilität nutzen, online einkaufen und anderes mehr. Welche Chancen und Gefahren entstehen dadurch für jeden Einzelnen? Und was heisst das für die Gesellschaft? Kommt die Solidarität unter Druck oder werden neue Solidargemeinschaften gefördert?

Neu können Sie in der Sanitas Active App verdiente Münzen in Gutscheine von m-way und myClubs umtauschen. Die Migros-Tochter m-way bietet die schweizweit grösste E-Bike-Auswahl mit rund 30 000 Zubehörartikeln. Das Unternehmen myClubs bietet ein flexibles Sportabo: Mitglieder können online bei über 250 Sportanbietern in diversen Schweizer Städten Kurse und sonstige Sportangebote buchen.

sanitas.com/partner-active m-way.ch myclubs.com/ch/de

Die Stiftung Sanitas Krankenversicherung will die Diskussion zu solchen Fragen fördern. Dafür beauftragte sie die Forschungsstelle Sotomo mit einer Befragung der Schweizer Bevölkerung zum Thema «Digitale Lebensvermessung und Solidarität» – die Resultate der repräsentativen Umfrage finden Sie auf sanitas.com/lebensvermessung

Gutes Geschäftsjahr 2017

Sanitas Medgate App: Per Fingertipp zum Arztkontakt Fieber? Husten? Windpocken? Im Krankheitsfall können Sie sich jetzt über die neue Sanitas Medgate App schnell und unkompliziert beraten und behandeln lassen: von einem der 70 erfahrenen Ärzte von Medgate. Hilfreiche Zusatzservices Die App gibt Ihnen die Möglichkeit, wahlweise per Telefon oder Video mit einem Arzt zu sprechen. Es kann bis 48 Stunden im Voraus direkt online ein Termin für eine telemedizinische Arztkonsultation ausgewählt werden. Sie können mit der App auch Fotos – zum Beispiel von Haut- oder Augenveränderungen – sowie Video- und Tonaufnahmen gesichert an Medgate übermitteln. Für Compact- und CallMed- Versicherte sind Behandlungspläne und Termine

in der App jederzeit einseh- und anpassbar. Zudem erreichen Sie via App bequem den Sanitas Kundendienst, wenn Sie beispielsweise Fragen zu Ihrer Versicherung haben.

Mit einem positiven Ergebnis von 11,5 Millionen Franken blickt Sanitas auf ein gutes Geschäftsjahr 2017 zurück. In der Grundversicherung weist Sanitas ein Ergebnis von 1,0 Million Franken aus. In der Zusatzversicherung liegt das Ergebnis bei 11,2 Millionen Franken. Mit einem konsolidierten Eigenkapital von 824,2 Millionen Franken verfügt Sanitas über eine solide Finanzbasis und ist gut gerüstet für die Zukunft.

Weitere Informationen finden Sie im Online-Geschäftsbericht auf sanitas.com/gb-2017

Die Sanitas Medgate App können Sie im iTunes Store oder im Google Play Store kostenlos herunterladen.

Weitere Informationen unter sanitas.com/medgate_app

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Sani findet ein Gspänli Es ist herrlich warm, die Blumen blühen, draussen spielen macht wieder richtig Spass. Sani hat ein Gspänli zum Wettbewerb: Herumtollen gefunden. Die beiden Gewinne ein Kindervelo sind schon dicke Freunde. Nur inklusive Helm! fehlt für das Gspänli noch der passende Spitzname. Hilfst du Finde einen passenden Spitznamen für Sani dabei, einen zu finden? Sanis Gspänli. Sende deinen Vorschlag bis zum 20. Juli 2018 an redaktion@sanitas.com. Unter allen Einsendungen verlosen wir ein tolles Kindervelo mit Helm für Kinder von 5 bis 8 Jahren.

Illustration: Michael Meister

Die Preise wurden gestiftet von Ochsner Sport. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird schriftlich informiert. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen.

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Jedes Herz liebt Bewegung

Viele Faktoren beeinflussen die Herzgesundheit. Kardiologen sind sich einig: Sport und Bewegung tun dem gesunden und dem kranken Herz gleichermassen gut. Wie so oft kommt es aber auf die richtige Dosierung an. Text: Clau Isenring

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er sich ausreichend bewegt, verhindert Folgeschäden, die für das Herz gefährlich werden können. «Übergewicht, Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin sind grosse Risikofaktoren für koronare Herzerkrankungen wie Verstopfungen der Herzkranzarterien und Herzinfarkte», erklärt Kardiologe Christophe Wyss von der Herzklinik Hirslanden. Alle vier Risikofaktoren lassen sich durch Bewegung sowie eine gesunde Ernährung und Nichtrauchen positiv beeinflussen. Wie viel ist genug? Doch wie intensiv und wie oft soll man sich bewegen, wenn man weder Supersportlerin noch Trainingsfanatiker ist? Um das Risiko für das Herz-Kreislauf-System zu senken und die Herzgesundheit zu erhalten, empfiehlt die europäische Gesellschaft für Kardiologie 150 Minuten moderates Training oder alternativ 75 Minuten intensives Training pro Woche. Moderat heisst zum Beispiel: Tanzen, zügiges Gehen, Staubsaugen, Rasenmähen oder Golfen. Als intensive Aktivitäten gelten Joggen, Fahrradfahren, Längen schwimmen oder auch ein Einzel auf dem Tennisplatz. Was nach wenig klingt, wird im Alltag schnell zur Herausforderung. «30 Minuten moderate aerobe Bewegung an fünf Tagen pro Woche – das ist für viele kaum machbar», bestätigt Wyss. Deshalb empfiehlt er Sportmuffeln, so viel Bewegung wie möglich in den Alltag einzubauen. «Treppe statt Lift» oder auch «eine Station früher aussteigen» seien bewährte Klassiker. Nicht von null auf hundert Wer mit 50 plötzlich auf die Idee kommt, sich für den Marathon in New York anzumelden, weil der Körper in den letzten zehn

René Rindlisbacher leidet seit Geburt an einem Herzfehler. Wie er damit lebt, erfahren Sie auf sanitas.com/herzfehler

Jahren zu kurz gekommen ist, geht ein Risiko ein. «Hohe Belastungen aus dem Stand sind für einen untrainierten Körper gefährlich», stellt Wyss klar. Der Herzinfarktpatient ist aber beileibe nicht immer der rauchende, übergewichtige Diabetiker im fortgeschrittenen Alter. Eine harte körperliche Anstrengung kann auch bei gut trainierten Sportlern einen Herzinfarkt provozieren. Zum Beispiel wenn unentdeckte angeborene Fehlverläufe von Herzkranzarterien oder unentdeckte Herzmuskelerkrankungen bestehen. «40 Prozent der Herzinfarkte sind auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen», erläutert Christophe Wyss. Und über die genetischen Ursachen weiss die Kardiologie trotz intensiver Forschung bis heute nur wenig. Das individuelle Risikoprofil Das individuelle Herzinfarktrisiko lässt sich in einer Herz-Kreislauf-Beratung untersuchen. Dabei gleicht der Kardiologe Blutdruck, Cholesterinprofil, Familiengeschichte, Raucherstatus und weitere Faktoren mit umfassenden Datenbanken ab und ermittelt so ein statistisches 10-Jahre-Risikoprofil. «Diese Profile sind statistische Wahrscheinlichkeiten, keine absoluten Prognosen», betont Wyss, «dennoch können sie für Männer ab 40 und für Frauen ab 50 sinnvoll sein.» Wie weiter nach einem Herzinfarkt? Während Ärzte den Herzpatienten früher automatisch Ruhe und Schonung verordneten, weiss man heute: Herzinfarkt und Sport schliessen sich nicht aus. Im Gegenteil. «Bewegung vermindert das Rückfallrisiko, verkürzt die Genesungszeit und fördert die Gesundheit ganzheitlich», betont Wyss. Das Training sollte aber unter Anleitung und in Absprache mit dem behandelnden Arzt stattfinden, denn die Art und Ausprägung des Herzinfarktes oder des Herzleidens bestimmt die Intensität. Eine sehr gute Wirkung nach einem Herzinfarkt zeigen auch die sogenannten Herzgruppen (Verzeichnis siehe swissheartgroups.ch). Diese Gruppentrainings sind laut Wyss aber nicht nur nach einem Infarkt sinnvoll, sondern gerade für Menschen mit einem hohen Risikoprofil auch als wirksame Vorsorge.

PD Dr. med. Christophe Wyss, 43, ist Facharzt FMH für Kardio­logie und Leiter Akutkardiologie an der Herzklinik Hirslanden in Zürich. Er ist Spezialist für invasive Kardiologie (Herzkatheter und Stents) sowie Experte für Tauchmedizin. 21

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Seien Sie aktiv!

Wer sich bewegt und regelmässig Sport treibt, tut seinem Herz-Kreislauf-System einen Gefallen. Wir haben uns mit Sportmediziner Didi Schmidle einige Sportarten angeschaut. Text: Clau Isenring | Illustrationen: Yehteh

«Die beste Sportart für das Herz-Kreislauf-System gibt es nicht», stellt Sportmediziner Didi Schmidle klar, «das ist je nach Mensch komplett verschieden.» Zugegeben: Wandern ist in aller Regel wohl weniger anstrengend als ein Squash-Match. Doch weil unzählige Faktoren – persönliche Fitness, Alter, Intensität, Dauer, Erholungszeiten – eine Rolle spielen, ist eine generelle Aussage für den Luzerner Sportmediziner unrealistisch. Ausgleich statt Auspowern Wichtiger als die eigentliche Sportart ist ihm, dass man sich ganz bewusst Zeit für

seinen Sport nimmt: «Viele rasen über Mittag ins Fitnesscenter und essen womöglich noch auf dem Laufband ihr Sandwich. Danach geht’s gleich wieder im Büro weiter.» Doch gerade in der heutigen Leistungsgesellschaft wäre eine Pause vor und nach dem Sport ideal. Denn Entspannungseinheiten mit tiefem Ruhepuls sind für Herz, Kreislauf und das gesamte Wohlbefinden ebenso wichtig wie die Bewegung selbst. «Damit Sport gesund ist und bleibt, sollte er ein Ausgleich sein zur Arbeit und nicht ein weiterer Pflichttermin, der permanent Höchstleistungen provoziert», resümiert Schmidle.

Wandern

«Wandern ist eine gute Art, sich zu bewegen, weil sich die Intensität durch Routenwahl und Tempo jederzeit dosieren lässt. Für alle Fitnesslevels gilt: Ein guter Flüssigkeitshaushalt ist enorm wichtig! Bei Wassermangel steigt der Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System wird zusätzlich belastet. Auch die Temperatur beeinflusst die Belastungsintensität. Nehmen Sie deshalb bei besonders kalten oder heissen Temperaturen entsprechende Kleidung mit und bauen Sie genügend Pausen ein.» Intensität: 

Wanderwelt auf sanitas.com/wandern

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Velofahren

«Velofahren ist auf jeden Fall gesund, denn die Belastung für Herz und Kreislauf lässt sich wunderbar auf die eigene Fitness und das persönliche Wohlbefinden anpassen. Vielleicht auch mit einem E-Bike, allerdings erfordert hier die ungewohnte Geschwindigkeit erhöhte Aufmerksamkeit. Vergessen Sie die Tour de France, Sie müssen keinen Gipfelpreis gewinnen! Bleiben Sie aufmerksam und leisten Sie sich den Luxus, die Landschaft bewegt zu geniessen und auch einfach mal geradeaus zu pedalen. Wichtig: Nehmen Sie genügend Flüssigkeit mit.» Intensität: 

Weitere Sportarten «im Herzcheck» mit Didi Schmidle auf sanitas.com/sportarten

Fussball

«Verschiedene Studien legen nahe, dass Fussball für Herz und Kreislauf durchaus gesund sein kann. Doch damit die Belastungsspitzen und das beachtliche Verletzungsrisiko für Gelegenheitskicker nicht zum Problem werden, braucht’s eine gute Grundfitness und eine solide Technik. Steigern Sie die Intensität langsam und achten Sie auf genügend Erholung. Tipp: Jog your mind too – beim Sport immer auch daran denken, auch den Geist zu bewegen.» Intensität: 

Dr. med. Didi Schmidle, 66, Facharzt für Innere Medizin und Sportmedizin, ist Verbandsarzt bei Swiss Olympic (Schweizer Schützen, Ringer und Innerschweizer Schwinger) und betreut zahlreiche Spitzensportler aus verschie­denen Disziplinen. Zudem ist er Vertrauensarzt für den Zirkus Knie, beratender Arzt in tibetisch-buddhistischen Klöstern und war fast 25 Jahre lang Gefängnisarzt in Luzern.

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Dank als Ansporn Kann er mit Herzblut etwas erschaffen, freut er sich gewaltig. Seit drei Jahren packt Ursin Spreiter jeden Winter kräftig mit an, wenn es darum geht, das Küblisser Eisfeld zu erstellen. Es bietet für alle Einwohner des Prättigauer Dorfes einen grossen Mehrwert. Text: Susanne Wagner | Fotos: Beda Schmid

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ie Sonne hat im Winter keine Chance im Dorfkern von Küblis: Zwei Monate lang reichen ihre warmen Strahlen nicht bis zum Platz hinter der Kirche. Genau der richtige Ort für ein Eisfeld, sagten sich Ursin Spreiter und zwei weitere Familienväter aus dem Dorf und gründeten kurzerhand den Familienverein Küblis. Dieser Moment ist drei Jahre her. Dazwischen liegt eine Erfolgsgeschichte. Ein gemeinsames Werk Der Erstaufwand für das Eisfeld war gewaltig. Sämtliches Material musste organisiert werden. Aber alle im Verein halfen engagiert mit, damit der Traum vom kostenlos benutzbaren Eisfeld mitten im Dorf wahr wurde. Die einen schrieben Sponsorenbriefe, die anderen schreinerten das Podest oder organisierten die Eisfeldbanden und die Schlittschuhe, Eishockeytore und -stöcke. Er habe ursprünglich nur aushelfen wollen, aber nach zwei Wochen habe es ihn gepackt, erzählt der 30-jährige Ursin Spreiter und lacht. Es sei ein

Ursin Spreiter, 30 «Ohne viel Herzblut wäre dieses Projekt nicht möglich.» Begegnungsort für alle entstanden, der dem Dorf gut tue. Wenn die Schulklassen das Eisfeld für ihre Turnstunden nutzen, tummeln sich 18 Kinder auf der gut 240 Quadratmeter grossen Fläche. Auch die Familienväter sind an den Winterabenden häufiger im Freien. Sie treffen sich nach Feierabend und lüften beim Hockeyspielen den Kopf.

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Für eine gute Sache «Ohne viel Herzblut wäre dieses Projekt nicht möglich», sagt Ursin Spreiter, der als Disponent in einer lokalen Baufirma arbeitet. Im Winter seien es pro Woche jeweils an die sechs Stunden ehrenamtliche Arbeit. Jeden Abend reinigen die Mitglieder des Familienvereins das Eisfeld mit der Putzmaschine, fräsen wenn nötig Schnee weg und spritzen mit dem Feuerwehrschlauch Wasser aufs Feld, um das Eis aufzubauen. Es sei nicht immer einfach, sich nach dem 100-Prozent-Job abends noch zu motivieren, nach draussen in die eisige Kälte zu gehen, sagt Ursin Spreiter. Für ihn lohnt sich der Einsatz aber auf jeden Fall: «Ich engagiere mich, weil es eine gute Sache ist und von den Kindern viel Dankbarkeit zurückkommt. Das motiviert und freut mich enorm.»


Pascal Lochmann, 13 «Ich finde das Eisfeld mitten im Dorf cool. Und auch, dass man gratis Schlittschuhe ausleihen kann. Am liebsten spiele ich Eishockey. Die letzte Saison bin ich etwa viermal pro Woche auf dem Eis gewesen.»

Adrian Bersorger, 13 «Dank dem Eisfeld können wir auch im Winter abends draussen sein und mit den Kollegen Eis­hockey spielen. Im letzten Winter habe ich ab und zu geholfen, mit dem Schaber den Schnee vom Eis zu putzen.»

Ella Schnyder, 10 «Früher konnte ich nicht so gut Schlittschuh laufen. Jetzt finde ich es ganz einfach und es macht mir Spass. Manchmal gehe ich auch am Mittwoch­ nachmittag oder am Abend nach der Schule aufs Eisfeld.»

Der Familienverein Küblis Die Kinder und Jugendlichen von Küblis, ein 860-Seelen-Dorf in Graubünden, hatten im Winter kaum eine Bewegungsund Begegnungsfläche auf öffentlichem Boden. So kamen ein paar findige Küblisser auf die Idee mit dem Natureisfeld.

Dank dem grossen Einsatz der Dorfbewohner und den Beiträgen von Sponsoren sowie der Gemeinde konnten sie das Vorhaben umsetzen. Gross und Klein waren vom Eisfeld begeistert. Nach der ersten Saison 2015 gründeten acht enga-

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Challenge-Preis

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gierte Dorfbewohner den Familienverein Küblis, um weitere Aktivitäten wie etwa ein Sommerfest zu planen. Der Familienverein Küblis gewann 2017 den regionalen Sanitas Challenge-Preis der Region Ostschweiz.


Fitzi weiss es

Check-up: Wer bezahlt? Ich bin gesund, es ist aber an der Zeit, mal einen Check-up zu machen. Wird das von Ihnen aus Grund- oder Zusatzversicherung übernommen?

Denise Fitzi, Leiterin Sanitas Kundenberatung, Winterthur

«Ohne Beschwerden gilt ein Check-up als Vorsorge.»

Denise Fitzi: Sanitas übernimmt die Kosten eines Check-up, wenn Sie über eine entsprechende Zusatzversicherung verfügen. Wie Sie in Ihrer Anfrage bereits selber erwähnen, ist der Check-up eine Untersuchung, die man am gesunden Menschen macht. Das heisst, Ihre Untersuchung beim Arzt gilt dann als Vorsorge, wenn Sie ohne Beschwerden oder Verdacht zu Ihrem Hausarzt gehen und dieser dann auch keine Diagnose feststellt. Entsprechend erfolgt die Abrechnung als «Vorsorge». Der Untersuchungsumfang eines Check-up kann aus folgenden Elementen bestehen: a) Anamneseerhebung Die familiären Risiken und Risikofaktoren werden abgeklärt.

So erreichen Sie uns

b) Körperliche Untersuchung Hautstatus wird überprüft, das Herz und die Lunge abgehört, der Bauch abgetastet, Blutdruck gemessen usw.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Versicherung? Wünschen Sie eine Beratung oder eine Offerte? Unsere Kundenberatung ist gerne für Sie da.

c) Labor Blut- und Urinuntersuchung werden durchgeführt.

Rufen Sie Ihr Service Center an oder 0844 150 150 (maximal 7 Rp./Min.). Oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@sanitas.com (Privat und halbprivat versicherte Kunden: Wenden Sie sich bitte an Ihren persönlichen Kundenberater oder an 0844 170 170.)

d) Besprechung der Untersuchungsresultate Der Arzt bespricht mit Ihnen das Ergebnis der Untersuchung.

Wie alt ist Ihr Herz wirklich? In diesem Test der Schweizerischen Herzstiftung erfahren Sie das wahre Alter Ihres Herzes. Beantworten Sie online Fragen zu Ihrer Ernährung, Ihrem Gewicht, Ihren Blutfettwerten oder Stress. Und behalten Sie das, was Ihre persönliche Herz-Kreislauf-Gesundheit entscheidend beeinflusst, im Blickfeld. sanitas.com/herzalter

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Forum

Sagen Sie uns Ihre Meinung! «Sex sells»

Schon wieder singen Sie das Hohelied der verschiedenen virtuellen Kommunikationsmittel. Dann finde ich auch das Titelbild daneben: Es geht im Heft vor allem um Selbst­ inszenierung, das Titelbild legt eher ein Stalking nahe. Und immer noch wird nach der Devise «sex sells» ein Titelbild gestaltet.  R. A.

Influencer?

Influencer sind nicht «Menschen, die beeinflussen wollen», oder «über eine grosse Reichweite verfügen». Influencer sind Menschen, die in sozialen Netzwerken bereits eine grosse Reichweite haben und dann und darum von Firmen als Werbeträger für ihre Produkte auserkoren werden. Eine umstrittene Sache, da die Gefahr des Vertrauensmissbrauchs aufgrund des teilweise sehr hohen Vertrauens der Konsumenten zum Social-Media-Star gross ist. Vor diesem Hintergrund wirkt der Editorialtitel «Werden Sie Influencer und beeinflussen Sie uns!» grotesk.  C. A.

Denglisch

Mit Befremden habe ich Ihr Kundenmagazin durchgeblättert. In meinen neun Jahren Grundschule von 1953 bis 1962 lernte ich vor allem Deutsch und in den letzten drei Jahren zusätzlich Französisch und Italienisch. Jetzt wollen Sie uns Senioren noch Englisch aufzwingen und uns die Vorteile der heutigen Kommunikationsmittel und Zahlungsmöglichkeiten schmackhaft machen. Ich werde bestimmt kein «Follower»! Bitte das nächste Magazin wieder in unserer Landessprache.  P. R.

Antwort der Redaktion Wir benutzen in unserer Kommunikation nur Fremdwörter, die sich im schweizerischen Sprachgebrauch eingebürgert haben. Anglizismen ersetzen wir, wo ein ebenso treffender deutscher Begriff zur Verfügung steht. Begriffe wie Influencer oder Social Media sind in der Bevölkerung weit bekannt und akzeptiert. Zudem ist Englisch die im Internet am häufigsten verwendete Sprache. Bei einem Thema wie Influencer, das in unserem Kontext eng an das Internet geknüpft ist, sind solche englischen Begriffe daher leider unvermeidbar.

Schreiben Sie uns!

Ihre Meinung interessiert uns. Schreiben Sie uns an redaktion@sanitas.com oder an Sanitas, Redaktion Kundenmagazin, Postfach, 8021 Zürich.

Impressum Herausgeber: Sanitas, Jägergasse 3, 8021 Zürich, sanitas.com  Kontakt: redaktion@sanitas.com, Telefon 0844 150 150  Redaktions­leitung: Michael Suter  Redaktionsstab: Claudia Sebald, Denise Fitzi, Stefanie Heller, Valentin Hüsser, Riccarda Schaller, Felix Steinhauer  Übersetzungen: Sanitas Über­setzungsdienste  Realisation: Leo Burnett Schweiz AG, leoburnett.ch  Druck: Swissprinters AG, swissprinters.ch  Bildnachweise: Alle nicht gekennzeichneten Bilder sind Eigentum von Sanitas oder von Sanitas lizenziert  Gesamtauflage: ca. 460 000; 10. Jahrgang; gedruckt auf umweltfreundlichem FSC-Papier  Erscheinungsweise: 4× jährlich in D, F, I  Vorschau: Das nächste Magazin erscheint im September 2018.

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sanitas.com/shop Jogging-Leuchtband CHF 17.50

Fitnessarmband Fitbit CHF 139.–

Beurer-Blutdruckmessgerät CHF 59.–

Rucksack Herschel 25 l: CHF 112.–  CHF 139.– 16 l: CHF 84.–  CHF 99.–

Kühltuch CHF 24.90

Erste-Hilfe-Set CHF 69.– 

Twister (Spiel) CHF 24.90 

Uno-Kartenspiel, wasserfest CHF 19.90  CHF 24.90

CHF 89.–

CHF 31.90

Alle Angebote sind gültig solange Vorrat. Die Aktion dauert bis Mitte September 2018. Preise inklusive Mehrwertsteuer, zzgl. Versandkosten von CHF 7.90. Lieferfrist ca. 14 Tage. Abwicklung durch Careware AG. Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Careware AG. Sämtliche Vergünstigungen sind Angebote Dritter und verursachen Sanitas keinerlei Kosten. Wir danken allen Beteiligten.

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Jogging-Leuchtband WOWOW

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Fitbit Charge 2, inkl. Pulsmesser

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Rucksack Herschel Post, 16 Liter

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Sanitas Magazin 2/18  

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