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Jedes Spiel hat 40 Minuten Oder anders ausgedrückt: Es macht wieder Spaß, diese Jungs anzufeuern. Wenngleich die „Frankenhölle“ noch nicht lichterloh brennt. Aber der Reihe nach: Nach dem unvergesslichen Auftaktspiel der Legenden zum 50-jährigen Basketballjubiläum in der Domstadt setzten die „neuen Brose Bamberg“ im Oberfrankenderby gegen Bayreuth am 24. September ein Ausrufezeichen. Der 88:75-Auswärtssieg ließ die Fans jubeln, der befürchtete Fehlstart blieb aus und so konnte Roel Moors, der belgische Chefcoach an der Bamberger Linie, erst einmal tief durchatmen. Im Pokal qualifizierten sich seine Jungs mit einem 72:66 in Gießen für die nächste Runde, bevor das Kultduell gegen Berlins Albatrosse im Spielplan stand. Und hier wurde den Fans eine mitreißende Partie geboten: Kampf, Tempo, schöne Einzelaktionen, Systemangriffe, erfolgreiche Distanzwürfe und Kampf unter beiden Körben. Basketball, wie man ihn in Bamberg sehen möchte. Bis auf das Ergebnis, denn bei der Schlusssirene hatten die Hauptstädter das bessere Ende für sich: 74:78. Trotzdem wurde das Team mit Standing Ovations verabschiedet, verlieren darf man in Bamberg, es kommt nur auf die Art und Weise an.

Apropos gewinnen und verlieren: Die ersten Auftritte auf internationalem Parkett waren mehr als holprig, in Nymburg (91:71) und zu Hause gegen Nizhny Novgorod (58:73) setzte es deftige Niederlagen. Doch auch in der Championsleague wurde der Schalter längst umgelegt. Mit drei Siegen in Folge gegen Gaziantep Basketbol, Mornar Bar und zuletzt in Riga halten die Bamberger Anschluss an die Tabellenspitze und laufen aktuell auf Kurs. Wettbewerbsübergreifend feierten die Bamberger sechs Siege in Folge, nicht immer souverän, aber meistens doch mehr als verdient. Vor allem die Partie am 7. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga in bei den Telekom Baskets Bonn war bemerkenswert. Souverän mit 106:81 sicherten sich Lee & Co. vorübergehend Platz 2 in der Tabelle. Roel Moors: „Ich bin sehr glücklich mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben. Die Jungs haben das für 33 Minuten umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Natürlich gibt es auch Kritikpunkte, aber die sind eher für die Kabine und nicht für die Öffentlichkeit, denn es ist klar, die letzten sieben Minuten haben wir viel zu viel zugelassen. Aber, alles in allem, war das heute ein sehr gutes Spiel von uns – offensiv als auch defensiv. Vorne haben wir den Ball gut bewegt, hinten haben wir nur schwere Würfe zugelassen.“

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Ja, aktuell wird hinter den Kulissen sehr konzentriert gearbeitet und an Details gefeilt. Roel Moors und sein Trainerstab wirken ruhig, souverän, die große Show ist nicht ihr Ding. Und das ist gut so. Neue Spielsysteme und das nötige Selbstvertrauen bei jedem einzelnen Spieler stehen im Mittelpunkt der täglichen Arbeit – immer mit dem Ziel, sich selbst und das Team kontinuierlich zu verbessern. Denn eines ist klar: In dieser Mannschaft steckt noch ungeheuer viel Potenzial. Dieses nach und nach zu entfalten, darauf freuen sich die treuen Fans schon heute. / Bernd Oelsner // Fotos: Bernd Oelsner

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Sportecho Dez 19/ Jan20  

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