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INNSBRUCK Die Anlage am Bergisel in Innsbruck ist einzigartig: Die Athleten fliegen in einen runden Hexenkessel hinein, in dem der Auslauf wieder bergauf führt. Im 2. Weltkrieg wurde die Schanze ziemlich in Mitleidenschaft gezogen, weshalb sie 1949 nach den ursprünglichen Plänen aus dem Jahr 1930 wieder aufgebaut wurde. Für die Olympischen Winterspiele 1964 und 1976 wurde die Anlage um- und ausgebaut.

Anlage als reine Naturschanze, für die der hängende Auslauf charakteristisch war. Im Laufe der Jahre fanden durch Modernisierungsarbeiten Anpassungen statt, unter anderem wurde 1991 der hängende Auslauf begradigt. In ihrer heutigen Form existiert die Paul-Außerleitner-Schanze seit 2003.

Der Modus

Bischofshofen

Der Ablauf der Tournee und ihrer Wettkämpfe unterscheidet sich von jenem der anderen Weltcup-Veranstaltungen. Zwar stehen auch in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen zwei Wertungs-Durchgänge auf dem Programm. Welche 30 Springer aber in den jeweiligen zweiten Durchgang einziehen, wird hier im ersten Durchgang im K.O.-System ermittelt. 50 Springer treffen im direkten Duell aufeinander. Wer sich durchsetzt, kommt ebenso weiter wie die fünf besten Verlierer. Für die Gesamtwertung werden die erreichten Punkte aus allen einzelnen Wettkampfsprüngen aufaddiert. Kein Wunder also, wenn Wellinger sagt: „Ein Sprung reicht nicht, um die Tournee zu gewinnen, aber ein Sprung reicht, um die Tournee nicht mehr gewinnen zu können.“

Das Dreikönigsspringen in Bischofshofen beschließt alljährlich die Tournee. Die Schanze ist nach Paul Außerleitner benannt, der hier 1952 im Training stürzte und wenige Tage darauf seinen Verletzungen erlag. Lange Zeit galt die

Die Favoriten Bis Redaktionsschluss fand noch kein Weltcup-Springen statt, was die Suche nach einem Favoriten deutlich erschwert. Mit den altbekannten Namen aus dem vergangenen Winter sollte aber gerechnet werden: Ryoyu Kobayashi (Japan), Kamil Stoch (Polen) und Stefan Kraft (Österreich). Auch die Norweger, Polen und Slowenen sollte man auf der Rechnung haben. Aus deutscher Sicht ruhen die größten Hoffnungen wohl auf Markus Eisenbichler, Karl Geiger und Richard Freitag. Severin Freund sucht noch immer die Form, die ihm unter anderem zum Gewinn des Gesamtweltcups 2014/15 verhalf. Andreas Wellinger fällt aufgrund einer schweren Knieverletzung für die gesamte Saison aus und David Siegel muss sich nach überstandener Verletzung erst wieder zurück kämpfen. / Tobias Ebner // Fotos: Vierschanzentournee

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Sportecho Dez 19/ Jan20  

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