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Die Vierschanzentournee hsel c e w s e r h a J m u z t sport-Highligh seine eigenen Aufgaben zu konzentrieren. Der Stellenwert, vor allem der öffentliche Fokus auf uns Sportler, ist bei allen Großevents ähnlich groß“, erklärt Wellinger. Der Knackpunkt für eine erfolgreiche Tournee ist damit die Konstanz. Doch den Spagat zu schaffen zwischen erfolgreichem Einzelwettkampf und erfolgreicher Tournee, gestaltet sich aufgrund des dicht gestaffelten Wettkampf-Kalenders, der unterschiedlichen Schanzenprofile und möglicher äußerer Einflüsse äußerst schwierig. „Jeder Wettkampf ist für sich ein eigener Wettkampf - abgerechnet wird die Tourneewertung aber erst nach zehn Tagen“, unterstreicht Wellinger. Was in der öffentlichen Wahrnehmung der Vierschanzentournee ein wenig untergeht: Bei allen vier Wettkämpfen werden auch Punkte für den Gesamtweltcup vergeben. Nach der Tournee liegt bereits ein gutes Drittel der WeltcupSaison 2019/20 hinter allen Beteiligten.

Sie ist nach wie vor ein Mythos: Die Vierschanzentournee. Immer zum Jahreswechsel trifft sich die Elite des Skisprung-Zirkus, um in vier dicht aufeinander folgenden Wettkämpfen auf vier unterschiedlichen Schanzen den Besten ihrer Zunft zu ermitteln.

Die Bedeutung Das Wettbewerbs-Quartett in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen rund um den Jahreswechsel zählt zu den bedeutendsten Ereignissen im Wintersport und besitzt für die Springer einen ähnlichen Stellenwert wie der Gesamtweltcup, die Olympischen Winterspiele und Weltmeisterschaften. Zudem befinden sich die meisten anderen Sportarten zu diesem Zeitpunkt in der Winter- oder Weihnachtspause. Klar, dass gerade dann das Skispringen und die Vierschanzentournee noch stärker in den öffentlichen Fokus rücken.

Die Historie Zum 68. Mal trifft sich in diesem Winter die Elite des Skisprungsports zum Jahreswechsel, um den Gesamtsieger der prestigeträchtigen Vierschanzentournee zu ermitteln. Die Tournee ging aus einer 1949 entstandenen Idee von Mitgliedern der Skiclubs aus Partenkirchen und Innsbruck hervor, drei Jahre später stand der Organisationsplan für die „Deutsch-Österreichische Springertournee". Da zunächst nur Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen als Austragungsorte feststanden, sollte der Skiclub Partenkirchen eine zweite deutsche Tournee-Station ausfindig machen. Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur

Einer, der es wissen muss, ist Andreas Wellinger. Trotz seiner erst 24 Jahre kann Wellinger bereits auf zwei Olympiasiege (2014 mit der Mannschaft, 2018 im Einzelwettbewerb von der Normalschanze) zurückblicken. „Die Tournee hat eine große Tradition im Skispringen und dadurch einen enorm hohen Stellenwert. Die Herausforderung dabei ist es, über vier Stationen konstant Leistung zu bringen und sich auf

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Sportecho Dez 19/ Jan20  

Sportecho Dez 19/ Jan20  

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