Issuu on Google+

SCHULE HAUSHAM I


2

MONT ES S OR I SCHULE HAUSHAM

Vorwort Schulleitung Montessorischule Hausham

4

8

Vorwort Vorstand Maria-Montessori-Schulverein Miesbach e. V.

I3

6

18

Grußwort Landrat Dr. Jakob Kreidl

G- Mira Kammerer

21

7

G- Ricarda Sommer

22

Grußwort Erster Bürgermeister der Gemeinde Hausham Hugo Schreiber

C7 Mira Kammerer

25

Lernen zieht Kreise - ein Leben lang! Agenda 21: Leitbild für nachhaltige Entwicklung

G- Familie landolino

Lehrerinnenteam der Montessorischule Hausham

Erfahrungsschule des sozialen Lebens: Die Erdkinder

G- Christi na Rothleitner

28

Visionen für eine gute Schule

Das Drei-Säulen-Prinzip: Jeder kann sich wiederfinden

Die Frage nach der Freiheit beim Lernen

Ich habe Zeit, mir die Dinge klar zu machen

G

G- Walter Röhrer

32

So wird Lernen nachhaltig

C7 Elternbeirat

36 G

Ricarda Sommer Wir brauchen Leistung aus Leidenschaft!


42

nhalt Lisa und Frederik Hilbich

G

Das Schulhaus: Von der Glühlampe zur Sparlampe 46

51

Christina Roth leitner

Lukas Neuner und Quirin Rappl

G

G

SS

Träumen wir gemeinsam, dann wird der Traum Wirklichkeit Wir mussten viel improvisieren Katharina Fichtner

G

58

Wir sind Umweltschule! johanna Keim und Annette Birkhofer

62

G

Florian Herold und Lukas Neuner

64

Die "Draußentage" der Orca-Klasse

G- Uwe Sieber

67

G

Kinderherzen öffnen auch mein Herz

G- Lisa Hilbich

70

Unser Kartoffelacker entsteht

Wenn die Giraffe mit dem Wolf spricht

Ricarda Sommer

Kosmische Erziehung: Der Kern unserer Montessorischule

G

74 G G

Gertraud Bügler

78

77

80

Martin Holzwarth

G

Lisa Hilbich

Freiarbeit in der vorbereiteten Umgebung So kommen wir in die Schule! Dank an Sponsoren, Spender, Helfer ... Impressum


,....

"Lass Dleine Augen auf den Sternen ruhen u d Deine Füße auf dem Boden ... " "Lass Deine Augen auf den Sternen ruhen und Deine Füße auf dem Boden ... ", dieses Zitat, dos Theodor Roosevelt zugeschrieben wird, wurde zu einem Motto, das die Entwicklungsarbeit unserer MOnLessorischule kontinuierlich begleitet. Eine Bereicherung der Schullandschaft im Landkreis sollte die neue Schule werden, visionör nach den Prinzipien ;\Ilaria ;\Ilontessoris, mit hohem Bewusstsein für unsere Mitwelt und Umwelt, selbstbestimmt, innovatIV, das Potential und die Bestimmung jedes einzelnen Kindes bestmöglich ausschöpfend. Zu meistern war dies nur im Sinn der PhilosophIe, die Michael Ende in Mama dem Straßenkehrer Beppo in den Mund legt.' "Es ist so: /v'Jonchmoi hot mon eine sehr longe Straße vor sich. Mon denkt, die ist so schrecklich lang; dos kann man niemals schaffen .... Jedes Mol, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gor nicht ';lIen/ger wird, was noch vor einem liegt ... ;\Ilan dorf nie on die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Mon muss nur on den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, on den nächsten Besenstrich. Und immer nur an den nächsten. " Ein herzliches und ganz großes DAf\ll<E für die unermessliche - unschätzbare unbezahlbare - ehrenamtliche Arbeit von ollen Aktiven der vergangenen zehn Jahre! Ohne sie hötte sich dos" Projekt Montessorischule Houshom" niemals verwirklichen lassen! Diese Festschrift stellt einen bunten Ausschnitt vieler Aktivitäten und Facetten seit der Gründung unserer Schule dar.

2


Der Schulaufbau schreitet voran, auch die 10. Klasse ist genehmigt. Und weiterhin wird die Arbeit im Team belebt durch die tägliche Auseinandersetzung, wie die visionäre Pädagogik von Maria Montessori innerhalb der uns gegebenen Bedingungen zeitgemäß umgesetzt werden kann. Welche Erfahrungsspielräume kann unsere Schule bieten? Wie ist dos Lernumfeld zu gestalten, damit die Kinder und Jugendlichen zukunftsfähige, "Kreise ziehende" Kompetenzen nachhaltig erwerben können, basierend auf dem Bewusstsein der eigenen Wurzeln und der individuellen Stärken? "Lass Deine Augen auf den Sternen ruhen und Deine Füße auf dem Boden" gespannt richtet sich der Blick in die Zukunft. Ich wünsche ollen gute, inspirierende Formen der Auseinandersetzung, des Austausches und des Miteinanders und freue mich auf den gemeinsamen Weg!

Gobnde Jonner Schulleitung

r~~7~ Gobriele Janner, Schulleitung

3


Die Erde dreht sich f" r d" e Kinder

Und wir drehen uns mit. Manchmal meinen wir "Großen", die Erde dreht sich für uns schneller, die Zeit vergeht zu sehne!/, wirft uns aus dem Gleichgewicht und zieht an uns vorbei. Schnitt. Nochmal: Die Erde dreht sich. Und doch empfinde ich es als Innehalten, wenn ich im Rahmen einer Hospitation in der Ecke des Klassenzimmers sitze, in dem mein Sohn Leonhard zwischen den Mitschülern konzentriert vor seinem Material sitzt und ohne Ablenkung arbeitet. Wenn es doch zu Jaut wird, steht ein Kind auf und schlägt den großen Gong. Sofort verstummen olle, verharren kurz und setzen dann ihre Arbeit fort. Ich erlebe dos schon mit meinem dritten Kind und genieße immer wieder diese Minuten. Sie geben mir aufs Neue die Gewissheit, die richtige Entscheidung getroffen zu hoben. Ich vertraue meinen Kindern, dem Schulkonzept und vor ollem dem Team, dos die Pädagogik umsetzt. Mein Sohn Kilion wechselte von der Montessorischule auf eine weiterführende Schule. Schnell renektierte und formulierte er den Unterschied beider Schulen: Auf der Montessorischule könne er sich intensiv und ohne Zeitdruck mit einem Thema beschäftigen. Er sogt: "Auf der jetzigen Schule sitzst Du auf einem Stuhl und machst, was der Lehrer sogt. An der Montessorischule hingegen konn mon selbst bestimmen, was mon Jemen will, Mon hot größeres Zutrauen zu den Lehrern, die mon in mehreren Fächern hot. Du hast auch ein größeres Vertrauen zu den Mitschülern. Mon kennt jeden und jeder kennt Dich." Als fünfköpfige Gruppe von Montessori-Eltern, die derzeit den Vorstand des Trägervereins bildet, hoben wir die Ehre, durch unsere Beiträge die Festschrift der Montes-

4


sorischule Housham und das jubiläums-Schulfest mitzugestalten. Wir wünschen uns, dass die Leser dadurch einen Einblick in unsere kleine Schule bekommen. Die Festschrift erklärt, worum wir uns mit so großer Begeisterung für die Schule und für die Entwicklung unserer Kinder engagieren. Gedanken und Arbeit vieler stecken in diesen Seiten und in den dargestellten Projekten. Dafür vielen Dank! Die Schule hot ganz viele schöne Tage erlebt. Es hot aber auch Rückschläge und intensiv diskutierte Entscheidungen gegeben. Geeint hot uns dos gemeinsame Ziel, die Montessoripädogogik in Haushom zum Wohl unserer Kinder umzusetzen. Die Erde dreht sich für die Kinder. Und jede Drehung, jeder Tag, den unsere Kinder on der Montessorischule Hausham verbringen, ist ein gelungener Tag und lohnt allen Aufwand!

J

Vurstand Mdr1r1Mon tesson-Schu!verern !vlies bach e. V.. O,ristJon Fnedl, Wo/ter Röhret; Chris!ione Ah,lhelm, Angela Ran 1/, fiI1cJ(kuS Rentzsch ('Ion Ilt'1ks).

Walter Röhrer, Mitglied des Vorstands (auch im Namen der Vorstandsmitglieder Christion Friedl, Christiane Ahlhelm, Angela Randl und Morkus Rentzsch)

5


Eine Schule für alle!

Herzlichen Glückwunsch zum jubiläum: Wos wir noch 10 jahren Montessorischule in Haushom sehen können, ist eine kleine Schule - aber mit großen Erfolgen! Der Erfolg der "Schule für olle" liegt in ihrem pädagogischen Ansotz, einem besonderen Einfühlungsvermögen mit dem Zutrauen In die eigenen Dr. jokob Kreldl Landrat

Fähigkeiten und Lernmöglichkeiten, der eine nachhaltige Entwicklung der Kinder fOrdert. So werden die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf erfolgreiche Schulabschlüsse, sondern auf ihr Leben vorbereitet. Dass die Schule Freiraum für eigenes Potential, individuelle Möglichkeiten und Interessen der Schüler lässt, ist eines der Erfolgsrezepte der Maria Montes50ri und macht die Schule so besonders. Durch das gemeinsame und praxisnahe Lernen und Forschen entwickeln sich die Kinder zu einzigartigen Menschen. Mit dieser Bildungsphilosophie ist die Schule eine große Bereicherung für unseren Landkreis. Auch Themen, die in Zukunft eine große Rolle spielen werden, wird eine hohe Priorität eingeräumt: Der feinfühlige Umgang mit der Natur hot ihr sogar schon eine Auszeichnung zur Umweltschule emgebracht. Immer mehr Eltern wünschen sich inzwischen für ihre Kinder einen Platz on der Montessorischule Die Nachfrage übersteigt mittlerweile dos Angebot, ein schöner Beweis für die Akzeptanz und den Erfolg der Schule. Mein Dank gift den Verantwortlichen der Montessorischufe Hausham und den Lehrerinnen und Lehrern, die an der Schule tätig sind. Ich wünsche ollen Schülerinnen und Schülern viel Erfolg und Spaß in ihrer Schulzeit und der Schule viele weitere johre in Haushom.

I!~~ a Dr Jakob Kre,dl

Landrat

6


,

··ckwunsc .

h n

e

Mehr 11' rl j ,1111' wurde das ehemalige Schulgebäude Ecke I~II(I)'/' IInu straße I Dr. Langenecker-Straße ander~\ I 1I1 r ~~lllIlIf. L Seit 200 I hot hier eine neue Schulll 'I 111 IIII!' 1I"irnut gefunden. Der I 111I'r/l I"~ r/( Housham ist einer von mehreren

Vötent r lI/li' di \ ürgschaft der Gemeinde wäre es schwi, i I ' 'I 'v lJr J n, so beschlossen die Gemeinderäte einstltl/rrllj', ,li 'I' . u übernehmen. Sie sohen in dieser

Hugo Schreiber I. Bürgermeister Gemeinde Haushom

,,11', IlUlr ein' Ergänzung und Bereicherung

MOnl'

i

der SI IIIJI/, Jri' I',dlufc Heute können Kinder ous dem crnZr'il 111!1I11/1'i~. 'U uns kommen. Wir Houshomer sind sr, r 111111, lonkbor.

Desh( IIJ. CCI1l )!n

Ich wllri Schült

III/Ii, 'r

'I J1

,11'

'(11

,1('/1

111111111, "

Hou~llillll, 1111

I

I

h zum 10jährigen Bestehen persönlich und nomens der

h 'I.<..lich. engagierten Lehrerinnen und Lehrern noch viele zufriedene

I'ü/er und Eltern.

111112011

Hugo '" 111/,11"'1 I. Bü, 11111'1 ,kr der Gemeinde Houshom

7


,,@oh lebe mein ~eben in waohsenden CiR.in!Jen, die sioh Ăźber die O(J)in!Je ziehn. @oh werde den letzten vielleioht nioht vollbrin!Jen, aber versuohen will ich ihn. @oh krezse um c9ott, um den uralten rcurm, kreise.jahrtausendelan!J; lind ich weiJ nooh nioht: bin ioh ein dalke, ezn Qfjturm oder ein groĂ&#x;er

cg esCfJ1!J.

11

Rainer Maria Rilke


rnen zieht Kreise Sie stehen an einem kristallklaren Bergsee. Mit glatter, glänzender Oberfläche liegt er vor Ihnen. Sie heben einen Stein vom Boden auf und werfen ihn ins Wasser. Wellen bilden sich, die in immer größer werdenden Kreisen nach ,luGen streben ...

ein Leben lang! Prozesse in Gang, und kann - als große Hoffnung I

-

die

Zukunft unseres Planeten beeinflussen. In unserem "schJlischen Kreis" möchten wir Impulse setzen, die es den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, "Ich -Stärke" und "We can I. Haltung" zu erleben und die "Verantwortung für alles Lebendige" zu empfinden. Jede Schüierin und jeder Schüler trägt die Lernerfahrungen in

Auf diesem Bild beruht unser Motto "Lernen zieht Kreise",

seinen Kreisen in die Welt.

Eine Verbindung zu dem oben beschriebenen Bild lässt

Sicher sind Ihnen bereits eigene Assoziationen in den Sinn

sich sicher leicht herstellen. Das "Leben des Einzelnen"

gekommen. Vielleicht haben Sie ähnliche Anknüpfungs-

breitet sich aus, erzeugt Wellen, vermischt sich mit dem I<osmos, Jeder von uns lernt. Vom Anfang seines Lebens an. Und jeder von uns formt so seine Kreise. Zwischen den Kreio,('n einzelner Menschen entstehen Berührungspunkte, So wie sich auch die Wellen mehrerer ins Wasser geworfener Steine durchdringen, Die Kreise der einzelnen Menschen beeinflussen sich gegenseitig. Wir lernen von- und miteinander. Jeder Mensch "lebt und lernt" in verschiedenen Kreisen. Anfänglich ist es der innerste Kreis, die Familie, in der das Kind heranwächst. Wenn es in den Kindergarten kommt, erweitert sich das Lebensumfeld um einen neuen Kreis. Die Schule ist ein Kreis, der wieder einen größeren Radius hat Eine Übernachtung bei FI-eunden, Ausflüge im eigenen Landkreis, ein Aufenthalt im Ausland - immer größer, weiter werden die Kreise. Jede Erfahrung erweitert den

Versunken

1'1

de 1 eigenen Kreisen ...

Radius, im Handeln wie im Denken. Die Pädagogik von Maria Montessori - verbunden mit den

punkte wie wir. Vielieic t auch ganz andere. Viele Assozi-

Leitgedanken der Agenda 21 - bildet das Profil unserer

ationen kamen uns sponten bel dem Motto "Lernen zieht

Schule. Nachhaltiges Lernen und Handeln Zieht Kreise. Es

Kreise" in den Sinn. Auf der nächsten Seite möchten wir

verändert Haltung und Bewusstheit des Ei"zelnen, setzt

Ihnen vier davon vorstellen.

9


Lernen zieht Kreise

Tradition und Hightech in Gmund Sicherheitspapiere aus Louisenthal verbinden langjährige Papiermacher-Tradition mit modernster Technologie. Mit mehr als 580 Mitarbeitern am Standort Gmund zählt Louisenthal zu den größten Industriebetrieben in der Region. Für Spezialisten und Fachkräfte ist Louisenthal eine attraktive Adresse. Das Angebot von mehr als 10 Ausbildungsberufen für den eigenen Nachwuchs sowie Investitionen in modernste Produktionstechnologien sichern die Wetlbewerbsfähigkeit auch in Zukunft.

Papierfabrik Louisenthal GmbH Posl'o(i, 11 85 837011 mllnd am Tegernsee

10

Telefon: +49 (0) 8022-760-01 Telefax: +49 (O) 8022-767-99 www.löuisenihal.co'fl

Das Unternehmen beschäftigt insgesamt knapp 900 Mitarbeiter, davon 290 an einem weiteren Standort in Königstein bei Dresden (Sachsen). Mehr als 100 Länder vertrauen auf Banknotenpapier von Louisenthal. Der Schutz vor Fälschung beginnt bereits beim Papier. Louisenthal ist ein Tochterunternehmen des Münchner Technologiekonzerns Giesecke & Devrient.

Louisenthal


Lernen zieht Kreise Bäume bilden Jahr'esringe. Mit jedem Jahr des Wachstums kommt ein weiterer Kreis hinzu, Der Stamm (.'

·s

wird immer stabiler, die Kreise seiner Entwicklung bleiben sichtbar, Kreise, die das Lernen zieht, bleiben

(',

f

\-'

unsichtbar und sind doch zu spüren, Der große Teppich in der Mitte des Klassenzimmers ist rund. Es ist der Kreis, in dem wir uns immer wiede '." treffen, in dem die Arbeit beginnt und endet

....,

-c

Der Jahreskreis, das Ringbrett, der I OOteilige Krei,s: In vielen Materialien taucht die Kreisform auf.

Q)

';-'

J:::: '... ) Vl

~ c:

.r

Ein Kind kennt zunächst einige Buchstaben.

bijic

<l!

-1'1

c

w

~ ::r

.:.r<;l

(D

~

,ty

~/J

.!1-

........

-0

'chr'eibt und liest es ein Wort, einen Satz. eihen Text.

p;

.c...,

<l! /'"

d'

'3"

.'2J"',

Die "Lern kreise" breiten sieh aus.

laq <:J\f'-"

I. men zieht Kreise - ein Leben lang, über Ge~erationen hinweg, dur'eh die Welt.

Q)

.t.)

G

Mira Kammerer, stellvertretende Schulleiterin

.....\

r'

Die Z,Iwte in (jen

,K.reisen oben stammen von Ulrike Bauer,

Lehrerin in der "_uchs·-Klosse.

II


5

Kreisspa rkasse M"esbac RTegernsee

Für dlie Kinder und Enkel vorsorgen: ID·er neue LBS-Junilorbonus. Wer jetzt mit LBS-Bausparen für später vorsorgt, erhält ab sofort eine Starthilfe: Junge Bausparer unter 16 Jahren können siech bis zu 300€ LBS-Juniorbonus' sichern. LBS·Bausparen ist der ideale Grundstein für spätere Wohn- und Extra-Wünsche.

Sprechen Sie jetzt mit Ihrem Berater in der Sparkasse oder LBS-Geschäftsstelle.

'Die Gutschrift erfolgt frühestens 7 Jahre nach Vertragsabschluss.

www.lbs-bayern.de

Wir geben Ihrer Zukunft ein Zuhause. Sparkassen-Fina nzgruppe

12


genda 21: eitbild für nachhaltige Entwicklung Für Maria Montessori war es ein zentrales Anliegen, das Gleichgewicht der Natur zu erkennen, zu begreifen und somit zu bewahren. Dieses Bestreben ist auch die Grundlage für ihre "Kosmische Erziehung" (siehe auch Seite 70). Aufgrund vieler inhaltlicher Entsprechungen können die zentralen Anliegen der Agenda 21 als Weiterführung von Montessoris Konzept der kosmischen Erziehung gesehen werden.

Im Einklang mit der 'Natur Wir gehen hinaus in die Natur, wann immer es sinnvoll erscheint. So können wir ökologische Zusammenhänge begreifen. Intensive Naturerfahrungen sollen ein Gespür für die Umwelt entwickeln helfen. Laut Maria MonteS$ori ist das Ziel der E iehi.,J 19, "ein ,:,elbständiger und glücklicher Mensch zu werden, de:l- im Einklang mit seiner Umwelt und i lehend gem Ai,Jst",us.ch mit seinen Mitmenschen sein Leben und die Welt verant· wortltch gestaltet"

13


A

gen

d a

2

I

Leitbild fOr nachhaltige Entwickl I1g

o

e f" r fremde Kulturen ...

Wir werfen einen Blick 端ber unseren rellerrand und finden Kulturen, Weltbilder und Lebensstile, die unseren Horizont erweitern, Wie leben Menschen in anderen Klima- und Vegetationszonen auf unserer Erde? Wie befriedigen sie ihl-e Grundbed端rfnisse?

"Nos

SIlK!

mer$ch,ltche GruncJbecJDrfr]isse? Sind

Guf der Weit die G!eichen?

14

j2

iibero!1


Leitbild fĂźr nachhaltige Entwicklung

2

I

an ere an er, an ere itten Durch intensives Befassen und Verstehen mit dem Fremden, dem Anderen, entsteht differenziertes soziales EinfĂźhlungsvermĂśgen. Wir lernen zu integrieren und wir' ver;;tehen, dass man ein und dieselbe Sache von Grund auf unterschiedlich angehen kann.

ln

d~r

indischen Kultur kieidet und schrnLid<c mon sich

15


Agenda

21

Gewohnhe'

ü

renken ...

Schwere Lasten könne gut auf dem Kopf -- oder balancierend auf den Schultern - getragen werden, manchmal viele Kilometer weit ... Indem wir unser alltägliches Verhalten und unseren

e-

bensstil kritisch überdenken und über uns selbst reflektieren, finden wir gemeinsam zukunftsfähige Lebensweisen. Diese erproben wir in der Schule.

Wie gehen wir mit uns und unserer Erde um? Wiellieie ~imer Wosser verbrauchen wir töglich - und was hoben unsere Großeltern verbraucht?

OSS€'f u • 'l"!" ;

'fXl

GcPti.:li'rt \la~sef~ ~,n

b t1Ll nm

p;;!:JD

1

[0 I

25 L,

"j

l' 12 r,~ t-

16

S!~lt r:;...

~e'we,L~ ~

i

I

~ v'l~


Leid:Jild für nachhaltige. Entwicklung

Agenda

2

I

..&.:...u.·,unft entgegen gehen Denn schließlich ist Bildung auch Steigerung von Selbstständigkeit! Die Welt von morgen braucht Phantasie und Kreativität. Und prozessbegleitend geht es um die Entwicklung von Visionen und Ideen für eine lebenswerte Zukunft.

Wenn wir von einer Sache begeistert sind, dann leisten wir am meisten ... c:3> Ricarda Sommer

17


Erfahrungsschule Wie könnte sie aussehen -

. . -.-

lisa hilbic'h konzepte Dipl sc. pol. Univ.

inter jedem E lolg stehen Know-How, Erfahrung

und Persönlichkeit.

Eine Schule, welche die Jugendlichen in ihrem Bedürfnis ernst nimmt, die eigene Rolle in der Gesellschaft zu entdecken und sich in ihr zu erproben. Eine Schule, die ihnen die Möglichkeit gibt, in einem geschützten Rahmen selbstwirksam und unabhängig zu handeln. Wie könnte so eine Schule heute aussehen? Maria Montessori hat ein Gesamtkonzept für die Erziehung von Kindern und jugendlichen im Alter von drei bis achtzehn jahren entwickelt. International in der Praxis etabliert haben sich ihre Vorstellungen über die Erziehung in Kinderhaus und Grundschule. Dagegen ist die von ihr entworfene jugendschule der Erdkinder nur wenig bekannt. Die "Erfahrungsschule des sozialen Lebens" für zwölf- bis achtzehnjährige beschreibt Maria Montessori als ~in Arbeits- und Studienzentrum auf dem Land, das aus einem

oturschule • rllen

r ~

Ul'

Katharina Fichtner Natud'reundestr. 4 . 83734 Hausham Tel. 08026-9296580 wildwechsel.naturschule@t-online.de www.wildwechseJ-naturschule.de

Bauernhof, einem Geschäft und einem Gasthaus besteht. Praktische Tätigkeiten und Studien, die in einem Bezug zueinander stehen, wechseln sich ab. In kleinen Schritten bewegen wir uns auf eine "Schule für jugendliche" zu. Das spiegeln auch die "Halbjahresbriefe" wieder, in denen die Schüler ihre Arbeiten und Lernfortschritte in Abstimmung mit den Lehrkräften selbst beurteilen. Hier ein Beispiel:

"Zu den Arbeiten, die mir in diesem HalbJohr gelungen sind, gehört unsere Arbeit über dos Haushomer Bergwerk feh habe auch dos ,Dekonomische Quadrat' entdeckt. Dos ,Dekanomische Quadrat' fordert mich heraus."

18

~


des sozialen Lebens: Die Erdl<inder die "Schule f端r Jugendliche" nach Maria Montessori?

\Va~w

~

E; nW'eJ' hLA tj

'. ~5J,uLev

p


Erfahrungsschule des sozialen Lebens: Die Erdkinder Auch die B _,-jchte der Kinder und Jugendlichen, die ihre ersten Praktika, große eigene Vorhaben und Forschungen beschreiben, können einen Eindruck vermitteln, mit welchem Interesse, welcher Ausdauer und Kreativität die jungen Menschen die Welt und ihren eigenen Platz darin erkunden, Emil Ahlhelm aus der Adler-Klasse schreibt

kauft sich besser KIR C H GAS S E :I

I 8 3 7 1 I. M I E 5 B 'A C H

a.n~DSI Fvent:~ für ,-md El wachs~Ee

TiJinterproqralt:;n 201_120:,2 Skischule Alpin und Nordic

"Ich war vom 5, bis 7, Mai 20 I 0 beim Architekten. Dort habe ich verschiedene Pläne mit Computer, Schablone, Geodreieck und Lineal erarbeitet, .. ... Der Beruf umfasst folgende Leistungen: - Entwerfen von Gebäuden: Der Architekt entwirft ein Haus und bespricht den Entwurfmit dem Bauherren. Außerdem schätzt er, wie viel das Haus kostet. - Zeichnen der Pläne für die Behörden (Genehmigungsplanung): Die Plöne und die Formblätter werden bei der Gemeinde und dem Landrotsamt eingereicht. Wenn olles in Ordnung ist, bekommt mon die Erlaubnis, das Haus zu bauen. - Zeichnen der Pläne rur die Handwerker (Ausführungsplanung). In den Plänen müssen alle Angaben sein, die die Handwerker benötigen. Also olle Maße und olle Angaben über das Material ... " Lukas Randl aus der Adler-Klasse hat in der 5. Jahrgangsstufe an drei Vormittagen mit viel Begeisterung ein Praktikum bei Zoo Alber in Hausham absolviert:

Sc neeze

Erlebnisse im Schnee

"Das Praktikum hat mir sehr großen Spaß gemocht. Ich durfte sehr viel selbermachen. Es war viel besser als ich es mir vorgestellt habe. Ich habe festgestellt, dass ich noch andere Praktika machen will. Ich fände es gut wenn wir dos KJassentier bei Zoo Alber kaufen würden. U

www.schnee-zelt.de C7 Mira Kammerer, stellvertretende Schulleiterin

20


wird Lernen nachhaltig Lehrerinnen und Lehrer der Montessorischule Hausham über ihre Aufgabe I lir' Lehrkräfte als Wegbegleiter der Schüler l.Jartner der Eltern - sollte so nicht Schule ."in? An der Montessorischule liegt uns dieses 1Ilil at ~ehr am Herzen und wir haben die MöglichI, I ,tl n, dieses Ziel zu verwirklichen. AI Ir kindgerechte Weise helfen wir Lehrerinnen I I, '11 Schülern zu lernen.

l Iltl

I 1,11 i.1 Montessori sagte dazu: "Das Kind ist kein zu fülI 'r ILi"5 Gefäß, sondem ihm muss zur selbst gefundenen W,tlirheit verholfen werden,"

I ill uns Verantwortliche wird der Unterricht damit eben',( i "I dnnend wie für die Kinder: Wir dürfen ihr Potenzial rlld~cken und ihre Individualität sehen Wir dürfen die 111" r am eigenen Fortschritt messen. ohne Noten verIl'il 'n zu müssen. AIII h müssen die Lehrkräfte keinen Zeitdruck aufbauen, "1I1L1crn können den Kindern die Zeit für i,re Vorhaben 1llllbglichen, die sie brauchen. I •'I len und dabei anderen beim Lernen helfen: Dieses

I,

'I'w~ihrte

Montessori-Prinzip ermöglicht es den Kindern 1111 111. nur, ihr Wissen zu festigen, sondern auch soziale ~ '1llil~kejten direkt im Unterricht zu erlernen. Ij,ij, L~icht Verantwoliung, I<onfliktbewältigung und wei[igenschaften können angewandt und geübt werIlt'll. Und wenn etwas besprochen werden muss, wird ''', Ilcsprochen. Denn dafür haben wir Zeit und nehmen i. I Ins auch. h'!!'

Dos Kollegium der Montessorischule Houshom. Petrcr Colfirnici, U/nke !3o..Jer, \l1nette Bnkho(er; Ulrike Scheiter-SchIGrer, Johonno ge/rn (hinten, von links).

Gobi Neuner, Stepl10rlle

Löt1ler,

Gobne!e jonner, Ulnch

Trümper, Miro KOrrlnierer ('forne, von links). auch die Materialien, die die Montessori-Bewegung entwickelt hat und die sich bewährt haben. Jedes Kind ist anders, eine individuelle Persönlichkeit. Deshalb richten wir das Unterrichten auf diese Individualität der Kinder aus, Es wird nicht das Gleiche für aUe angeboten. So wird lernen nachhaltig.

Wil I ~hrkräfte können uns in diesem Umfeld Gedanken ," "jedes einzelne Kind machen. Dabei unterstützen uns

G

Das

Leh~erl

rerteam der Montessol-ischulc I lausham

.I


Ich habe Zeit, rrdr die Dinge klar zu machen Die Frage "Warum Montessorischule?" begegnet Eltern. Schülern und Lehrkräften oft. Immel- wieder kommen Situationen, In denen man seinen Standpunkt für sich klären und anderen erklären muss. Familie landolino aus Miesbach hat ihre Überlegungen formuliert. Die Kinder Constantin (6. Klasse), Felicitas (2. Klasse) und Laetitia (I. Klasse) von Astrid und Nino landolino besuchen die Montessorischule Hausham.

werden ihre Stärken gesehen und anerkannt. auch wenn diese aur3erhalb des Lehrplanes liegen wie künstlerische Begabungen, soziale Stärken etc. Die Kinder lernen in ihrer eigenen Geschwindigkeit. Das gefä:l"': Mir besonders, denn so wie niemand von einem Kleinkind erwartet, genau mit zwölf Monaten mit dem Laufe'I zu beginnen, lernt das eine Kind das Lesen schon m,t ~jnf und ein anderes erst mit sieben Jahren. Allerdings sind wir Eltern immer wieder sehr gefordert: es ist :";l2nchmal nicht ganz leicht. das Vertrauen in die

Astrid: Die Kinder können ihre eigene Persönlichkeit ent-

Entwicklung der eigenen Kinder zu haben und auch bei

wickeln und als gefestigte Personen später mit Leistungs-

vermeintlichen "Nichts-Tu-Phasen" nur zuzuschauen. Im

druck und Zwängen besser umgehen. In dieser Schule

Rückb ick auf die Grundschulzeit von Constantin sehe ich,

ERNTEFRISCHE GLÜCKWÜNSCHE ZUM 10JÄHRIGEN BESTEHEN! BIOGlTr

WALLENBURC ~111::Sil.\CH

BioMarkt auf Gut Wallenburg MO.-Sa. 8.30-12.30 Uhr, zusätzlich Mi. & Fr. 1400-18.00 Uhr Wallenburger BioKorb Frische frei HeHlS - kostenlos im Landkreis Miesbach! Komfortabler Online-Biomarkt unter: \v\.vw.biogllr-wallenhurg.de

BIOGUT WA L

RG

ioFlei eh &ßjoGemOse aus eigener Erzeugung 8:;714 i'vliesb<lch . 'Ie!. OS02)-!-+ü()· I'a.' OB02)-:271)

22


•LJ"~ dieses Vertrauen gerechtfertig war, denn er hat alles

;"1 mt hat. was im Lehrplan stand. lIlIa: Die Montessorischule trägt dazu bei, dass unsere 1111 I,·,. zu selbstbewussten, selbstbestimmten Kindern

I

"'I 'i ,I~II. Die soziale Kompetenz wird gefördert \ irllLig ist. dass Lernen ohne Zwang und aus innerem b heraus passiert. Motivation kommt aus einem

11111

.1,11,·,1.. Der Auslöser für diese Motivation ist die Sinnhaftig~ eigenen Tuns, das "Wollen" und "Können" muss

I, 11

11'" lI11menwachsen.

I

Kinder gehen gerne in die Schule und zu Hause

'11'. 'I I:;

PiLI

l;S

wegen Noten keine Konflikte.

lIn~[;)ntin"

Man kann frei arbeiten ohne Zeitdruck. Es gibt

Ili dene Angebote wie Werkstatt oder Ausflüge. Die

VI 1'11

I I. iI r rialien sind gut und ich bin froh, dass es sie gibt. I 11 Ilas: Mir gefällt es, dass es keine Noten gibt und dass I11

II1 ~i(h seine Arbeit selber suchen kann. Ich mag die

Will

k' Latt, die Ausflüge und die Zusammenarbeit mit den

Illuhn. Wir haben einen guten Pausenhof I [ 111.: Ich find gut, dass es als Erstklässler keine HausIllt~I.,lll 11 gibt. Man kann Experimente machen und wir

I,. d"'n

inen Gong, falls es mal zu laut ist.

•m[.)lltin" Man kann die Lehrer auch mal für sich alleine

1,,11 H'II. Ich muss die Dinge nicht sofort können, sondern I., I," 7 ~it. es mir klar zu machen. I

1llltas: Mit den Materialien kann man sich zum Beispiel

! 1", I'L nJ Jfgaben gut vorstellen - und man kann sie fühlen! t I(lJ:

s ist gut, dass es das Goldene Perlenmaterial

,jl JI,.onst könnte ich nicht so gut rechnen. Für die großen

rI 11, :1) I"eichen meine Finger sonst nicht aus ... ( • 'Il"lo

I"'fi I

ntin: Kinder und Lehrer können eigene Schwä-

Ik7 _ptieren.

II( It,lS:

Die Lehrer helfen das zu finden, was ich machen

'Id\' 1,le und auch machen kann! 11/1' l:

ntln- Ich finde nichts Schlechtes an der Schule!

Im Interview Constontin. FeJicitos und Loetitio londolino (von oben).

•• • • •• • •• •• ••


Sachverständiger für die Bewertung von Immobilien

Martin HoJzwarth Ipl,·Gc:ogral Uni'.'.

Bürostandorte: • zertifiziert gem. DIN EN ISO/lEG 17024 • Bewertung von Immobilien für gerichtliche Miesbach und steuerliche Anlässe Ledererstraße 10 • international gerichtsfähige Gutachten • von privater Werteinschätzung bis Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV ~~..;....-• Mitglied im Ring deutscher Gutachter

Tel: 08026 924953 Mobl: 01781321230

holzwartll@cenprogeo.de '/ww.con'lrogeo.de

24


Idee, ein Interview zu führen, fand sofort Anklang und

wenig zu erklären, wie ich in der Montessorischule lernen

der einen oder anderen Diskussion.

die Themen Freiwilligkeit und Hausaufgaben führten zu

Zwei "Ehemolige": Felix von WoJbeek und A!ino Kern

terview mit zwei ehemaligen Montessorischülern

Die Frage nach der Freiheit beim Lernen

I

11('

I )Il,' Frage nach der Freiheit beim Lernen stellt ", 11 ein Leben lang. Eine besonders große BeIIr'utung hat das Thema natürlich während der ,\.hulzeit. Als Mutter eines Montessorischulkindes 11 r1ec 4. Klasse interessiert mich besonders, weiI Ile "Spuren" die Grundschulzeit an der Montes,,)nschule Hausham bei ehemaligen, nun großen lt hülern hinterlassen hat, wie viel verinnerlicht worden ist und was sie immer noch begleitet. I ", kam zum Treffen mit Alina Kern, 7. Klasse, Kunstzweig, .Illd Felix van Walbeek, 8. Klasse. Französischzweig. ßeide l'Suchen die Realschule in Miesbach. Wie kam es zu der Entscheidung. dass Ihr in die l"1.ontessorigrundschule in Hausham gehen konntet?

Alioa Kern; Ich wurde nach dem Kindergarten von mei-

k.:lnn. Die Reaktionen von Nachbarkindern, Kindern aus

dass man nichts lernt.

Alina.: Ja, das stimmt Die meisten Leute denken dann,

lien Eltern gefragt, bzw. haben sie versucht, mir auch ein

ilem sozialen Umfeld waren zum Teil eher negativ.

negativ, aber die Freunde und Bekannten meiner Fami-

rechnen kann und dass wir letztendlich wid<lich "lernen"

bekommen haben, dass ich ja auch lesen, schreiben und

Felix: Ab dem Zeitpunkt, an dem dann die Leute mit-

Härten diese Fragen und Zweifel denn mit der Zeit auf?

I dix varl W;ilbeek: Also, bei mir ist es einfach passiert und es war auch irgendwie logisch, nach dem Montes\ol'ikindergarten an die Montessorischule zu gehen. Die

lie waren einfach unsicher, wie eine Schule funktionieren

H,eaktionen aus meinem Umfeld waren nicht unbedingt

kann nach dem Motto: "Hilf mir, es selbst zu tun". Auch

M

o

N

T

E S S

o

R I

25


Interview mit zwei ehemaligen Montessorischülern

Festnetz 08025 - 4 09 98 48 Mobil 0172 -8638565

Interessenschwerpunkte · Naturheilkunde, Homöopathie, zytopl. therapie · Akupunktur, auch mit Laser (IVAS-zertifiziert) · Schulmedizin, Röntgen, Ultraschall, Labor, OP

Dr. Reglna Seemülter Kleintierpraxis Sc Pferde Schmiedgasse 2·83714 Miesbach

wwwtierarztpraxis-seemuellerde

Termine jederzeit noch Absprache!

I' - - - - - - _ .

---------------------

L eh n; irm h n

---------_._--~

r

Dr. Paul Bingier Dr. Bernhard Hebbeker Kieferorthopädische Gemeinschaftspiraxis Münchner Str. 56a 83607 Holzkirchen

26

Tel.: 08024/6688

Fax: 08024/6088660


Interview mit zwei ehemaligen MOI"lt@ssorischütlcrn 1111

I J • IWeLS "können", haben die Fragen aufgehört. Wichtig

Du ve:sLanden hast oder nicht; dei' Lehrer muss meistens

11, dass immer geduldig über die Sc,u.e informiert

auch sofort we er u d dabei geht eigentkh viel verloren.

11

1I1(

111111, 'I /:thlt

wurde, Abläufe erklärt worden sind. Wie war der Übertritt in ein staatliches Schulsystem?

IM

11,11 '/\ dass wir auch hali arbeiten und imlTler die Ver1"11' I dung, etwas zu tun, bei uns suchen müssen.

Allna: Ich kam ein Jahr' an die Hauptschule. an der es

I h , Ic.h nnde schon. dass wir einiges geleistet haben in

o

mir ganz gut gefallen hat. Eine große Umstellung war für

k h habe den Freunden auch immer versucht zu

1111

I,

in.mdschule, Wenn ich daran denke, dass ich schon

mich zunächst der Umgang mit den Lehrern und die Art

11' I, 'I ersten Klasse Referate gehalten habe, ., nur manch-

zu lernen. An der Montessorischule war ich es gewohnt,

d "V.tl' e.s Stress für mich, weil ich, obwohl ich etwas I, 1111", geschafft hatte, nicht mit Noten angeben konnte,

jederzeit nachfragen zu ,<önnen und meine Themenbe-

I

11

" ,L, bei den anderen Kindem der Fall war.

reiche doch selbstständig zu erarbeiten, Ich kann mich erinnern, dass ich einmal zu ßeginn in einer Arbeit eine

N

T E

schlechte Note bekommen hatte, weil ich nicht wort,

W

Ihr euch die Tagesabläufe der Montessorischule

wörtlich reproduziert hatte, sondern die Antworten in

h. Il'i nerung ruft, woran denkt ihr da besonders gerne?

eigenen Worten formulierte. Nach einem jahr hatte ich

111)

einen guten Notenschnitt und konnte dann an die Real, I, 11

[5 war super, am Nachmittag mehr Zeit zu haben,

schule wechseln.

111M: F:s war beim Arbeiten mehr Ruhe, man konnte sich ., d di einzelnen Themenfelder viel mehr einlassen. Total

Fel1x: Für mich war der Übertritt an die Realschule fach-

Itl~"'ll-'hm

lich und vom sozialen Umfeld her kein Problem. Ich hatte

fand ich auch die kleinen Klassen, man kannte

,11 I1 Iintereinander und den Lehrer viel besser.

schnell Freunde, mehr Kontakte und genieße es jetzt auch,

lix. Es gab an der Montessorigrundschule klare Regeln

an einer großen Schule zu sein. Klar, am Anfang wurde

"1111 wenn es zu einem Problem kam, dann wurde es im

auch nachgefragt, wie das denn so gewesen sei, an der

'"I/kr-eis besprochen, und jeder spürte. dass er zu dieser

Montessorischule. Es gib": schon einige Vorurteile, die

I

I

'li 'I

pe dazugehörte und seinen Teil leisten musste.

"UI'~I

j,

Die Lehrer sind auch ganz persönlich auf das Kind

R [

aber, so g:aube ich, die Montessorischüler an den weimich auch erinnern, dass zu Begirm des ersten Schuljahres

nlich genau. wo ich stand und was noch zu tun oder

eine Lehrerin angenommen hatte, ich würde keine Haus-

w,) noch zu unterstützen war,

o

terführenden Schulen gründlich widerlegt haben. Ich kann

,gegangen. sie haben mehr "nachgefühlt" und wussten

. I'"

S S

aufga':)en machen - was aber nicht stimmte. Ich glaube, diese Lehrerin hat einfach gedacht: Montessori heißt kei-

nntlhr den letzten Punkt etwas näher erläutern?

ne Hausaufgaben machen, Ich vermisse an der Realschule, dass man an den Themen dranbleiben kann. Jetzt verliere

l"I.x: An der Montessorischule konnte ich im Un"Lerricht ,111

ich manchmal die Lust.

',;Inem Thema dranbleiben und es zu Ende bl-ingen.

I' 'ln

ist es so: Wenn es läutet ist die Stunde aus, egal, ob

0> Christina Rothleitner

27


Das Drei-Säulen-Prinzip: Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die in Zusammenhang mit dem Betrieb der Montessorischule Hausham stehen und an der Schule selbst oder beim Mai'ia-Montessori-Schulverein Miesbach als Träger anfallen, sind zwischen den drei Säulen Pädagogisches Personal, Elternbeirat und Vorstand aufgeteilt und hängen eng mit dem Status als Privatschule zusammen.

erische Lehrplan definieren die Erziehungs- und Bildungsziele. Die Schuliei~ung und das gesamte pädagogische Team tragen "professionell" Sorge für die Umsetzung und den täglichen Schulablauf. Insofern gibt es viele Gemeinsamkeiten mit anderen Schulen. Erster, aber grundlegender Unterschied unserer Schule gegenüber staatlichen Schulen ist das rechtliche Konstrukt des gemeinnützigen Trägervereins. Dieser Verein, der schon einige Jahre älter ist als die Schule, stellt den Rahmen

Wesentlich für den erfolgreichen Fortbestand der Schu-

zur Verfügung: Er betreibt die Schule, ist vergleichbar mit

le ist darüber hinaus die engagierte Mitarbeit aller Eltern I

einer kleinen Firma mit Angestellten, gemieteten Räumen,

Dieses Thema soll im Mittelpunkt dieses Beitrags stehen.

:::innahmen und Ausgaben usw. Nur eben nicht gewinn-

In der von den Schulvereinsmitgliedern verabschiedeten

orientiert. Seit Bestehen der Schule wird der ehrenamtli-

Geschäftsordnung haben Velireter der drei Säulen die

che Vorstand des Vereins zunehmend stärker von Eltern

Einzelheiten festgeschrieben, soweit sie nicht durch die

gebildet. die parallel zu ihrem Vorstandsamt auch eigene

Satzung geregelt sind.

Kinder an der Montessorischule angemeldet haben. Die

Das pädagogische Konzept unserer Schule und des Mon-

Vereinssatzung legt fest, dass der Vorstand von der Mit-

tessori-Landesverbandes Bayern sowie der Amtliche Bay-

gliederversammlung aus den eigenen Reihen gewählt wird.

Vorstand· AG Material AG Haus & Handwer-k ' AG Garten

28


Jede Jeder I<ann sich wiederfinden I 11' litern sind in der Regel Mitglieder und stellen die gra-

Auch der Elternbeirat, der sich aus den je zwei KlasseneI-

d•• r (~hrheit des Vereins. Da sie ein großes Interesse an

ternsprechern zusammensetzt, hat in erster Linie ein mit

1111'

n reibungslosen Ablauf von Verein und Schule haben,

'1111 I diese Entwicklung nicht von ungefähr.

anderen Schulen vergleichbares Aufgabenfeld: nämlich die Wahrnehmung der Elternbelange zu schulischen Themen.

I J~ ~ Vorstand wird für zwei Jahre gewählt und bekommt

Dieses "Amt" ist unerlässlich und ein erstes Bindeglied

11'1111 den Mitgliedern die Verantwortung für die in der

zwischen Schule, sprich dem pädagogischen Team und

I,

aufgefü hrten Aufgaben übertragen. Er ist verant-

den Eltern. Klassenelternsprecher und Elternbeirat sind

Ilich für den finanziellen Rahmen, den wirtschaftlichen

jedoch keine klassenbezogenen Vertreter der Vereinsmit-

i l W Ig

Wrl

1'"lrii:.:.b und die Weiterentwicklung der Schule. Er ver-

glieder gegenüber dem Vorstand.

11111 den Schulverein, der auch als Arbeitgeber fungiert.

Alle Eltern sind darüber hinaus gefordert: nämlich in den

',ind die Lehrkräfte teilweise vom bayerischen Staat an

vielen Arbeitsgruppen, die für den Schulbetrieb unerläß-

11 Schule abgeordnet, zum überwiegenden Teil sind sie

lieh sind und im Verein koordiniert werden. Und dies ist

!, jch beim Trägerverein angestellt. Per Arbeitsvertrag

der zweite große Unterschied: Bei der Schuleinschreibung

d

I"

I Ir den Verein tätig sind ebenfalls die Geschäftsführerin

ihrer Kinder verpflichten sich die Eltern im mit dem Schul-

r~ina Schneider und die Sekretärin Petra Callimici. Mäg-

verein abgeschlossenen Schulvertrag zur Mitarbeit in den

I

1'1 11 wird dies durch staatliche Zuschüsse und das von den

1111'rn entrichtete Schulgeld. Rechenschaftspfiichtig ist der Vtlrsl:and gegenüber der Mitgliederversammlung.

AG Mittagsbetr uung . A

Ganz wesentlich {Ur den erfolgreichen Fortbestand der Schule ist die engagierte Mitarbeit oller Eltern.

Putzdienst Lehrer· A

Sehn

29


Das Drei-Säulen-Prinzip ---.~..~_ .._-----_.-_._._.....,,--...--~----------

Energie, die Zukunft hat. Niemand weiß, was die Zukunft bringt. Wir wissen, was die Zukunft braucht: Effiziente, zuverlässige und klimaneutrale Energie. Mehr im Internet unter www.e.sL.de oder telefonisch: 01801/ 6 758·

Energie Südbayern GmbH I www.esb.de

30


Das Drei-Säulen 111,.i I'. ',I uppen. Ohne diese vielen ehrenamtlichen stun-

Ei

Profi führt die Gesc äfte

d, I , weit über das erwartete Minimum hinaus, wäre die ',.IlId,· nie ins Laufen gekommen und hätte nie eine Zu-

Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Professio-

11-1 :11 '.',' 'habt. Die Montessorischule Hausham bietet kei-

nalisierung der Montessorischule Hausham, war die Ein-

I" 1I1'~ld,'lgogische Dienstleistung" gegen Entgelt, sondern

richtung der Position eines Geschäftsführers. Ende 2006

I b VI In Lind mit dem Engagement aller Eltern. Und dies

übernahm die Diplomkauffrau Regina Schneider die Tä-

1,.1 ßerhalb der AGs, wenn es z. B. um Zusatzangebo-

tigkeit als Geschäftsführerin. Bis dahin regelte Marille Zettl

O)~ 'I

Projekte geht, die weder Schulleitung und Team

die Finanzen - hierfür herzlichen Dank! Dadurch wurden

I I H I\ der Verei n in Person der Vorstände leisten können.

Vorstand und Schulleitung entlastet und ein Teil der bis

1111 ,

I olge der festgelegten Verantwortlichkeiten ist die

'I"

dahin ehrenamtlich geleisteten Aufgaben übernommen.

eines Gremiums wie des Dreisäulenge-

Im Hintergrund sorgt Regina Schneider mit großem En-

1,1,1, hs: Hier treffen sich Vertreter von Schul leitung und

gagement für die Rahmenbedingungen, damit der Schul-

I, ,1111 sowie Elternbeirat und Vorstand regelmäßig oder

betrieb funktioniert, Dazu gehört vor allem das Finanzvve-

II~ Wunsch Es werden Informationen ausgetauscht und

sen. Sie hält Kontakt zur Regierung von Oberbayern, dem

11,/ Illen diskutiert, die von allen Seiten eingebracht wer-

Landratsamt oder der Gemeinde Hausham und hat ein

llien. Im Dreisäulengespräch können Hintergründe

wachsames Auge darauf, dass alle Genehmigungen pünkt-

f)ffcner Entscheidungen dargestellt oder Sichtweisen

lich vorliegen. Kontakt mit den Eltern der Montessorischü-

11 Jlwndigkeit

11 I' " 11

',I

1I ,(

,I, 'vanten Fragestellungen abgeglichen werden,

rinzip

ler hat die Geschäftsführerin meist bei der Organisation der Schülerbeförderung und der Mittagsbetreuung.

G- Walter Röhrer,

V, VI "'land Maria-Montessori-schulverein Miesbach e. V.

G- Lisa Hilbich

Indraising & Öf~ ntlichk it . Geschäftsführung' AG Feste' AG Büro

31


Visionen Ein aktiver Elternbeirat ... I 0 Jahre Montessorischule Hausham: Viel ist geschafft, große Hürden sind überwunden, unsere Kinder können nun bis zum Abschluss bleiben und dennoch bleibt viel zu tun. Das Schöne an einer Montessorischule ist, dass sich die Eltern aktiv in die Entwicklung und Gestaltung der Schule einbringen können. Neben den Arbeitsgruppen wird allfl,'el

brosch u "en

r,o-[}(',r"

jährlich ein Elternbeirat mit zwei Vertretern je Klasse gewählt. Auch dieses Gremium macht sich Gedanken über die Zukunft der Schule und wie die Eltern bei der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes mitwirken können.

aumkonzept Für Lernen in einer vorbereiteten Umgebung

"... Dar-über hinaus muss die ,vorbereitete Umgebung' kontinuierlich weiter ent\lolickelt werden (Motenal (Ur ganzheitliche, praktische und experimentelle komplexe Arbeiten, Bibliotheks- und Fachroumbenutzung während der Freioroeit .. .)" "... Für den Unterricht in Werken / Textilarbeit sowie in den naturwissenschaftlichen Fächern Chemie, Physik, Biologie wird es Werkstätten bzw. spezielle Räumlichkeiten geben ... " (Pädagogisches Konzept für eine Montessori Hauptschule in Hausham, Seite 8 und 23) Eine gute Schule geht einher mit guten Räumlichkeiten. Mit dem Aufbau der Sekundarstufe ist es nötig, die räumliche Gesta!lung anzupassen, sowohl die Innenräume, als auch die Außennäche mit dem Pausenhof.

32


~r

eine gute Schule

plant die Zukunft der Schule mit

I"

eativität und Bewegu ng 'ine lebendige Schule

IIIi I

,

Im Musikunterricht erarbeiten die Schülerinnen Referote n im Chor oder haben Instrumentolunterricht,"

,

, ',in,p,

[I"\II.-tgogisches Konzept für eine Montessorj Hauptschule H I 1.lllsham, Seite 22)

,I

1lIllchor. Trommlergruppe, Theaterensemble, Akroba-

111

lind Tanzvorführungen - Ideen gibt es genug!

I I, -ukünftigen Sommerfeste können eine Gelegenheit " 111,

die Arbeiten und Projekte des abgelaufenen Schul-

I iI 111 '5

vorzustellen, Gerade wir in unserer Schule ha-

11'11 ,die Möglichkeiten, neue Wege zu einer lebendigen '11 1\1

lIe zu gehen, Auch können Eltern bei Werkstatt-und

, I" r ngeboten Unterstützung bieten,

achm ittagsangebote w mehr Zeit'in der Schule und ind'ividuelle Förderung

..111 der aufgebauten Hauptschule wird auch NachmittagsIlfllt'uicht stattfrnden. Weiter können innerhalb sogenanhter f 'I< 'I :ktnachmittage besondere Aktivitöten '" von den Eltern , 111\:1 'boten werden ," " (Pädagogisches Konzept für eine 1 Ii liltessori Hauptschule in Hausham, Seite 3 I) I 1110 Umfrage an den Elternabenden am Anfang des '" Iluljahres ergab, dass sich die Eltern im sportlichen und

I 111< It ticke aus dem Fotografre-Wol1<.shop von CarOl'm ßecker

33


Visionen für eine gute Schule

Gebu risvorberei Lu 9 c wangerenb gleit ng Ha usg bu iLSh i IF(' Nachsorge Rückbi lau ngsqy 11 il S Li!< tillbe dung 8: 5 illcafe Yoga für SCh\Na gere & M er

SEE r f e

PEI<IP Pilates rür MUtter

HE AMMEN

R A X I 5

Manllardtwlnld 1 . 83714 Miesbach Tel. 08025/31 00 . Fax 08025 t 5849 Termine nach persönlicher Vereinbarung

H

Termine nur noch Vereinbarung Marlen Morskl

lel.08025-9264154 lellprak~lkerln, trad, chlnesis

Tel. 0 80 25 ~ 997569

\ Medizin,

r

Chri$toph Sommer

Tal. 0 80 25 - 99 75 65 Hellpr ktll'er, Polfing. VIszerale Osfeo othJe

Ricarda Sommer

Tel. 0 80 25 • 997566

lellprald FranzIska stocker

in Rof

1

nlosouClI

I heraole

Stru u'eill?,' Körper hcrapie - Be .....ogun

Tel.. 0 6025-6052 He 1:.H:.Jn rne

S gIld Slögermolr

Tel. 0 80 25 - 9 97 12 B8

Hallprakt kerln. chinesische Med :t.'r. la5slscl-,

34

f.

HClmöop Ihle


IIr,llcrischen Bereich ein weitergehendes Unterrichtsan, I'i ,l wünschen.

I, t 'i'1"m ersten Schritt wollte der Elternbeirat deshalb Wintersporttag und einen Fotokurs organisieren.

1111 11

I ; .1, 'I er fiel dem Schneemangel zum Opfer, der Fotokurs I 11, I h fand statt. Caroline Becker, unsere Fotografin aus I l'IlI'.hcun, führte die Workshops rnit sieben Schülern aus

, ,', Adler-Klasse durch. Die Kinder wurden dabei in Porti 1I11( I lografie, Sportaufnahmen und der Bildbesprechung I

I

hult. Viel Wert legte Caroline Becker darauf, dass die

I JI"!(" den "richtigen Blick" für ein gutes Foto bekommen.

'I ,d'. machte den Teilnehmern auch, sich als Model in ver11I~'d nen Posen ablichten zu lassen. Die Ergebnisse des

I

,I,

,I, I Jrses werden zur I O-Jahres-Feier präsentiert.

11/1 I, r 11 nmenden Schuljahr soll es weitere Kurse geben: An-

, ,1,1 111. sind Sporttage, an denen die I<inder verschiedene I"

Illdrten ausprobieren können, sowie ein Workshop im

W,drl, der den Kindern näher bringt, warum und welche 11 'l'll n in einem natürlich gehaltenen Wald anfallen.

I " .,' viele Eltern gibt, die ihr Wissen an die Schüler i i 1.1 ..eben könnten, wird an einer Organisationsforrn

I

, -", II(:itet, die es ermöglicht, solche Workshops ohne

" "I', n Aufwand durchzuführen und rechtliche und versiI1 1 'l'lngstechnische Aspekte berücksichtigt.

I,il 11. viele Ideen und wir hoffen, dass diese gemeinsam .1 "'

,,(

hulleitung, Lehrerinnen, Vorstand und Eltern auch

" dl'.tr:rt werden können. Arbeiten wir an unserer guten I

IlIlle. damit sie noch besser wird und das Lernen immer

" , ,I h 'rp Kreise zieht!

(3)

I I, Jt I'

Der Elternbeirat 20 I 0/2.0 I I

I 'der Kraus, Erol Dumon, Klaus Schomagl, Peter Herr-

"1111, i

llaf Fries, Cloudio Ammerer (von oben).


Wir brauchen Leistung aus _e·denschaft! Interview mit Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München Helmut Lind, seit 2006 Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München, hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, den Blick für den Menschen in seiner Einzigartigkeit zu schärfen Die Montessoripädagogik ist ihm bestens bekannt: Seine Söhne besuchten die Montessorischule Kaufering bei Landsberg am Lech während ihrer Grundschulzeit. Sechs Jahre lang war Helmut Lind dort im Vorstand aktiv. Wir sind neugierig, wie er als Vertreter der Wirtschaft die Zukunft unserer Montessori-Kinder einschätzt.

Herr Lind, Sie sind Vorstandsvorsitzender der SpardaBank München. Wie erklären Sie, wie Banken funktionieren und was die Besonderheit Ihrer Bank ist?

Helmut Lind: Banken dienten seit Jeher dazu, dass man Kapital gesammelt hat, von denen, die es übrig hatten, um es anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Ich nenne das immer ganz gern "Brot und Butter-Geschäft" ... es ist ein ganz normales Geschäft. Das Entscheidende ist - und das konnten wir während der Finanzkrise beobachten, dass man von dem klassischen Bankgeschäft weggerücl<t ist hin zum Investmentbanking, wo es nur noch darum geht: Wie mache ich aus Geld noch mehr Geld?

36


dere unserer Bank ist, dass wir eine Genossen-

, ,)1

I

,ild In den Wurzeln der GenossenschafL stehen

1I1

I I! 111I wichtige Aussagen:

..... Helmut Lind

I 1 ,IIIL iU Selbsthilfe, 2. Selbstverantwortung und Eigen-

I 11' wUltung, 3 Solidarität. Wir kommen hier weg vom 11)1 werb

I

I

I

11,

1,

~lipt

und hin zur Gemeinschaft, hin zur Solidari-

nicht wenige Anteilseigner, sondern viele Mit-

Die Besonderheit der Sparda-Bank Münche'l ist,

i,

W~I uns immer mehr den Genossenschaftsgedanken

1I

11

1l,lIlf'rung rufen. Wir besinnen uns unserer Wurzeln

iI 111 WI'," , n: Wir sind Teil einer Gesellschaft und desweI1 11,jIK~n

wir auch Verantwortung für diese Gesellschaft

111"'1 I1t nur für uns selbst und unsere

11

W

l h

'11

Rendite,

Beitrag leisten dazu Ihre Mitarbeiter,

arten Sie von ihnen?

nen Stärken. Das wird in den Schulen zu wenig gefördert. Wenn wir einen Auszubildenden bekommen, fragen wir: "Was sind Deine Stärken 7". Viele Berufsanwärter sagen

I'

IIIIII(

Lind: Es geht nicht um einen großen Starken, son-

dann: "Das und das kann ich nicht so gut ... ". Die wissen

'I , "

peht um die Gemeinschaft und es geht darum

genau wo ihre Schwächen und Fehler liegen. Aber das

I " 1, luen in wie weit Jeder Einzelne sich da einbringen 11111

[)ie Mitarbeiter sind das Fundament und das wich-

Wissen darum, wo ihre Stärken liegen, ist verschwindend gering.

11' 11' P,inrleglied zum Kunden. Wir erwarten auch im Sin11

rcs Mottos "freundlich und fair", dass das fur die

'11 \',

I 1'1111, '11 erlebbar ist.

Erlernt man diese Eigenschaften in unseren Kindergärten, Schulen und Universitäten? Welche Erfahrungen haben Sie?

I Itllden in Ihrem Unternehmen auch junge AngestellWelche Schlüsselkompetenzen erwarten Sie)

I

,1\1',

11,

1IIIIIt

HelmuT. Und: Unser Schulsystem ist eines, das noch der Industriegesellschaft angemessen ist, wir leben aber mitt-

Lind: Das sind Teamfähigkeit, Respekt - und zwar

lerweile in einer Informationsgesellschaft. Was ich erlebe

, 'I,"H vor der Einzigartigkeit des Anderen, Eigenverant-

an den SC;'Jlen, ist am Wettbewerb orientiert, schon al-

I

111\11~c,

die Wahrhaftigkeit und die Kenntnis der eige-

lein durch das Notensystem. Diese ausgeprägte Neigung

37


Interview mit Helmut Und

~NnEN.

Das beste Angebot an BMVV und MINI Gebrauchtwagen im Oberland auf www.kathan.de. Surf doch mal rein!

~

Munchnel Str, 47

M0nc'hner 511. 39

83707 Bad Wiessee Te' , 08022 8604 0

83714 Miesbach

Als einer der führenden Spezialisten für

Tel.: 08025 9939 0

Fal~chachtel-Verpackungenund

WNN.kalhan.de ;nio@kathan.de

Packungsbeileger in Deutschland besitzen wir vor allem

im Bereich Pharma durch unseren hohen Qualitätsstandard einen anerkannt gllten Namen. Durch neueste Technik. modernste Logistik. Innovation und Erfahrung setzen wir ständig neue Maßstäbe.

Wir gratulieren der Montessori-Schule Hausham ganz herzlich zum 10-jährigen Jubiläum! Kroha GmbH· Pharma-Packmittel . Maxlralner Straße 1 . 83714 M,esbach

Email: info@Kroha.de www.kroha de

38

Fal~chachtelwerke


Interview mit Helmut Lind 111' Tr'ennung, '11111

zum Zerlegen, Bewerten, zum Vergleichen,

Leider bleibt oft für die wichtigen Dinge, die "Lernen-

Be- und Verurteilen, zur Fehlerfokussierung finden

durch-Leben-Fächer". keine Zeit in den heutigen Schulen

wil in den Unternehmen, aber auch schon in den Schu-

- und dann werden die Kinder zu guten, braven Soldaten

l, 'lI. Und der Blick fürs Leben, für den Menschen in scin~r

geformt.

I

Jnzheit, seiner Einzigaliigkeit, bleibt da ein Stück auf der

',lI'

rke.

Sie kennen die Montessoripädagogik durch Ihre eigenen Kinder. Wie schätzen Sie die Art und die Inhalte dieses

Wie sähe Ihrer Meinung nach eine ideale Lernsituation ,111';!

Lernens ein?

Und kennen Sie Einrichtungen, in denen diese Art

Il('s Lernens möglich ist?

Helmut Lind: Was ich toll finde ist, dass im Mittelpunkt

dieser Pädagogik i<ooperation statt Wettbewerb steht.

1I Imut Und: Die Lernsituation sollte näher sein an den

Es geht um eine ganzheitliche Ausrichtung am Kind, um

llitinissen der Informations- und Bewusstseinsgesell-

Eigenverantwortung und um den Respekt der Einzigar-

·1 /lliFt und nicht an dem was an der Vergangenheit. dei'

tigkeit eines jeden Menschen. Es kommt hier auf etwas

II,rlustriegesellschaft, ausgerichtet ist.

an, vergleichbar mit einem Kapitän auf hoher See: Frü-

h11 Mittelpunkt steht für mich die Entwicklung einer "po-

her hat sich der Kapitän auf seine Sinne verlassen und

'll/i,I1en Entfaltungskultur", So sage ich zu meinen Füh-

nicht nur auf den' Verstand gebaut. Dass man so weit

11111!',skräften: Ihr müsst mehr zum Forscher und Entdecker

wie möglich bel seinen Sinnen bleibt und lernt ihnen zu

,11 Potentialen, Talenten und Stärken Eurer Leute wer-

vertrauen, Dass nicht abtrainiert wird, was hinterher wie-

,j'n und Euch entfernen von den Kontmlleuren, Überwa-

der mühsam erlernt werden muss. Aber ich sage auch

I,

I

kritisch: Es darf keine Wohlfühlschule sein. Es geht nicht

11, 'I n und Reglementierern.

W,I', ich gut fände wäre, wenn

in diesen Schulen "Lernen-

,11111.1 -Leben-Fächer" entstehen würden. Ich nenne sie

um Romantik und alles "soft', Wir brauchen Leistung aus Leidenschaft.

nE.: "Herzensbildung", "Menschen- und Seelenkunde",

Die Herausforderung ist, die Leistung mit Leidenschaft

It,!dligenz und Energiemanagement" und "Umgang mit

zusammen zu bringen. Immer wieder zu suchen, wo die

I Illlllikten". Dies sehe ich als Basis. um hinterher im Leben

Leidenschaft wohnt. Und: Jedes Kind ist aus meiner Sicht

I. 1

III t'cht

zu kommen. Es wäre schön, wenn dann die Ne-

kld,cher Mathematik und Englisch angedockt würden,

nicht unbedingt ein Montessorikind. Es gibt auch Kinder, bei denen die Eltern nicht dahinter stehen und auch das

I, I1 habe selbst eine Kindheit gehabt, in der über Gefühle

Kind mehr Struktur und Regeln braucht. Dann ist es auch

111I 111. gespmchen wurde. Ich habe später durch Selbst-

für die Schule eine Frage der Toleranz: "o.K. - für dieses

1,·lli:I(tion, Supervision und Coaching umiemen müssen,

Kind ist der andere Weg besser."

39


Interview mit Helmut Lind

Wir schwärmen für Ihre Gesundheit!

Wir schwärmen für Ihre Gesundheit!

Neu; Die ßienen·l~arte Premium Sichern Sie sich JD. % QnhaufsvQ.rteij allf Ihre Einkäufe im Online-Shop und in allen Bienen-Apotheken';'

Bienen-Apotheke Miesbach Angela Maier e. K., Bahnhofplatz 3,83714 Miesbach Telefon: 08025/99 1520, Fax: 08025/99 1521 Unsere Öffnungszeiten Mo-Fr 8.00-19.00 Sa 8.00-13.00

Zum roßwerde gehören Beulen und Sehr mmen/ Wir sin da, falls Sc I"mmeres passiert. Mit dem K derse ~aket von AXA geben Sie Ihrem Kind eine umfassende Absicherung mit auf den Weg. Denn sollte es schwer erkranken oder einen schweren Unfall erleiden, sorgen wir für finanzielle Sicherheit und unterstützen Ihre Familie mit vielfältigen Service-Leistungen und einem professionellen Reha-Management.

40

So können Sie ganz sicher sein, gut vorgesorgt zu haben. Wir beraten Sie gerne ausführlich.

Maßstäbe/lieu .fln


Interview mit Helmut lind IIc Eltern wünschen sich das Beste für ihre Kinder-,

W 'lehen Rat geben Sie den Eltern für die schulische I ,lllfbahn ihrer Sprösslinge?

111'lrnut L"nd; Tja - Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen in I 01',

I<ind! Sie werden. auch als Eltern, in der Phase immer

wi! '. J ,r an eigene Vertrauensprozesse herangeführt, Sie 1,1I1·'.Jen herausfinden: Wo ist es wichtig. dass ich in meine I ',{lnverantwortung gehe und wo muss ich gucken, dass ,I,,·, I<ind in seiner Eigenverantwortung lebt. Sie können "I' I,L erwarten'. Jetzt habe ich eine andere Schule und l'lllit all meine Probleme gelöst. Viele Eltern geben die 1IIIIIcr ab und denken sich: Jetzt kümmert sich jemand 111<!l'r'€r um die Erziehung - das ist für die Pädagogen zu'ill'll schwer. I Iwl was raten Sie den Kindern - den Schülern unserer

tl .ntessorischule Hausham?

I .lmut Lind: Was mir am besten gefällt, ist der Vergleich 111 tLm inneren Bauplan. In wie weit bin ich auf dem

!VI 'I~I

Dass man sich immer wieder besinnt: Was ist wirk-

11, 11 11 :cin innerer Seelenplan? Aber das Leben findet hier 1,11 und nicht im Himmel: Ich denke, dass Beharrlichkeit 11 I' I

11, I'

I ,in Stück Disziplin dazugehören und nichts Schlech-

o,ind. Im Grunde muss jeder seine Inspiration erkennen I heharrlich weiterverfolgen ... 0> Ricarda Sommer

Dos Gemälde rechts hot lv10nrz Sieber ,,;;e;nc.it.

41


Das Schulhaus der Montessorischule: Es weht wieder ein Schulgeist im Haus! Mit einer Schule nahezu untrennbar verbunden ist das Schulhaus, in dem der Unterricht stattfindet. Der Maria-Montessori-Schulverein hatte nach langem Suchen ein Gebäude gefunden, das ideal war - es wurde ursprünglich als Schulhaus errIchtet. Nach grundlegender Sanierung erhielten die Räume ihre frühere Größe und Helligkeit zurück.

ham kamen, um hier am wirtschaftlichen Aufschwung der Bergwerks-Gemeinde teil zu haben. Seit 1860 wurde in Hausham S:ein:<ohle abgebaut. Die Menschen kamen aus Böhmen,

T"üi,

Schlesien, Polen, Kroatien, dem Ruhrge-

biet und Italien. Damals konnte ein Drittel der Kinder bei Eintritt i" die erste Klasse der Volksschule kein Deutsch. Aus Italien kamen auch geschickte Bauleute, die in der Ge· gend viele HäJser errichteten. So auch das 1902 eröffnete

Bereits I 888 eröffnete die Gemeinde Hausham das erste

zweite Schulhaus. Es ist ein sogenanntes "Italiener-Haus"

Schulgebäude im heutigen "Danzer-Haus". Doch es wurde

mit dicken Mauem, hohen Fenstern und den typischen

bald zu klein angesichts der vielen Familien, die nach Haus-

kleinen Rundfenstern. Nach dem Krieg war in dem Schul-

Dos Foto ous dem Johr 1936 ze.igt. die ErsUdössier rnit der lehl'enn Frduk'!I:)1 EU oberh Fenl<. Unter den Schulonföngern wor Georg Högl (siehe Pfeil). Sein Enk-I Frederik (rechts) wurde genou 71 johr." s(iö(er in der Montcssorischule eingeschult

42


Von der Glühlampe zur Sparlarr~pe s Gebäude hat eine lange, wechselvolle Geschichte hinter sich

11,llIS

für einige Zeit die amerikanische Kommandantur

I" Ii ei-gebracht. Die jüngeren Klassen lernten im "Danzer-

I IdUS", die höheren Jahrgangsstufen in der heutigen MonI' orischule. 1956 baute die Gemeinde das neue SchulIldUS am Agatharieder Weg. Die beiden Schulhäuser in h'r Naturfreundestraße standen zum Verkauf.

Maschinen im Klassen raum dieser Zeit suchte der Unternehmer Albert Seiler, der

,'1.1

1')07 geboren wurde, nach einem Gebäude. in dem er I'i'le Glühlampenfabrik eröffnen könnte. Der Unterneh111

'r stammte aus Thüringen, wo die Glasverarbeitung

,ine lange Tradition hat. Als Albert Seiler das Schulhaus

Oben: 50 sah dos Gebäude vor etwa ]0 Jahren aus, ols die Glühlampenfobnk "Primus" darin untergebracht war. Links: Christophorus Ceppo, der heutige Hauseigentümer.

YQn der Gemeinde Hausham erwarb, bekam er die AuflaI~c,

Leute einzustellen, die ohne Ausbildung waren und so

Iluf dem Arbeitsmarkt wenig Chancen hatten. Diese Auf-

Ilge entlastete auch den Sozialetat der Gemeinde. Bereits IIJch kurzer Zeit stellte die "Primus-Glühlampenfabik" Illit

großem Erfolg Spezialglühlämpchen her. Sie waren

in Märklin-Eisenbahnen zu finden, in Autoarmaturen und ',rhaltern. Mit dieser Spezialisierung war die Primus-Glüh-

Unten und 5. 44 unten: Zeit/eiste von Emil Ahlhefm

1,IIT1pen-Fabrik ein gesuchter Partner auch von großen

I Ierstell ern wie Osram.

J

"l: 4'!L3 Lt: "'&02

Es

w....l

.... 9~S

2O

04s UQclf ,-,;,.1 -1. Wt{~1Y; e9 -'1902 gebou! brieh <:AIIr als S,l.vLe ~ ~vhJ.

-1[30

~J.iD

]

-(~

-U3c:,

"2. ~lIkt;e,

,Io";cht

QtJJ

43


Das Schulhaus: Von der Glühlampe zur Sparlarnpe --------~----------------------

Zu ihren besten Zeiten in den 60er U',G 70er jahren des vorigen jahl-hunderts beschäftigte die Glühlampen-Fabrik bis zu 70 Angestellte und zwischen 35 u'ld 40 Heimarbeiterinnen. Die Mitarbeiter waren angemeldet und so renten- und krankenversichert. Gerade für Frauen war das nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Der Betrieb wurde sogar als "Musterbetrieb für Heimarbeit" ausgezeic"l et. An den Weihnachtstagen 1993 erhielt Christophorus Ceppa, Jahrgang 1957, der heutige Eigentümer des Hauses, einen Anruf von seinem Onkel Albert. Er solle bitte dringend nach Hausham kommen, man müsse etwas besprechen. Albert Seiler war mit der Schwester von Christophorus sieh~

Ceppas Mutter, Elvira Rübsam, in zweiter Ehe verheiratet.

So

Nachfolger gesuc t!

aus und fanG ein Unternehmen in japan, das die Primus-

"Der Onkel eröffnete mir, dass keiner da sei, der das Un-

man es in Hausham je gekonnt hätte. Der Unternehmer

ternehmen so übernehmen könne, wie er sich das wün-

verlagerte die Produktion nach japan und betreut heute

sche und ich das machen solle", erzählt Christophorus

noch von Hausham aus den Vertrieb. 1999 stand das Ge-

dos GebrJude heute (Jus.

Speziallämpchen in viel besserer Qualität herstellte, als

Ceppa. .,von Lämpchen hatte ich damals keine Ahnung.

bäude an der Naturfreundestraße dann leer.

Ich arbeitete als Trainer im Vertrieb der Dresdner Bank

"Der damalige Bürgermeister Arnfried Färber kam eines

in München und meine Familie lebte noch in Tübingen,

Tages auf mich zu und meinte, aus dem Haus könne

wo ich studiert hatte." Lange Zelt zu überlegen hatte der

man doch was machen", erinnert sich der Vermieter. "Im

damals 36jährige nicht. Kurz nachdem er zugesagt hatte,

Schlepptau hatte er fünf Damen. Man einigte sich und un-

verstarb sein Onkel.

terschrieb Anfang 200 I einen Mietvertrag. Im Herbst be-

Zunächst führte Christophorus Ceppa die Glühlampen-

gann der Unterricht im heutigen "Adler-Klassenzimmer".

Fabrik weiter. Dann musste er Sich mit taiwanesischen

Doch vorher gab es noch viel zu tun. Es wurde entrüm-

Kommandantisten auseinander'Setzen. Er zahlte diese

pelt und entkernt: Neue Leitungen gezogen, die Heizungs-

-19"

D~ "bva-{Jl

44

; Y1

DetAl,J,(""cl.

\.


Das Schulhaus: Von der Glühlampe zur Sparlampe .\lilage komplett erneuert eine Feuertreppe, die für den .,eh ul betrieb als zweiter Rettungsweg vorgeschrieben war, -In das Gebäude angebaut und die alten Doppelkastenknster aus dem Jahr 1902 durch energiesparende Fenster l'l"Setzt. Im Laufe der Jahre wurde dann Raum für Raum I1

ir den Schulbetrieb renoviert. In Kürze werden weitere

I .,lume für die Hauptschule mit M-Zug dazukommen. "IL h bin sehr zufrieden mit der Entwicklung bis heute", 11

ieint der stolze Hausherr. Er wohnt mit seiner Familie

ill

einem schmucken, an das Schulhaus angebaute Wohn-

II;·IUS.

Sein Onkel ließ es 1963 errichten.

,.I'~

ist eine ideale Symbiose entstanden. Ich freue mich

,11I

den Kindern und dass sie auch gerne in diese Schule

~'-'hen.

Ich bin froh, dass im Haus wieder ein Schulgeist

w >ht, der ja irgendwie immer spürbar war." G- Lisa und Frederik Hilbich

," 'F:hen die Klassenzimmer heute ous (siehe oben) und der Pousenho( ist onsprechend und 1<indgereeht gestaltet. \111 h die Kinder halfen beim Anlegen des Noturgortens mit.

45


Träumen wir gemeinsam ... Interview mit AI'exandra Braunmiller und Sylvia Schaffner Wenn einer allein tröumt, bleibt es ein Traum. Tröumen wir olle gemeinsam, wird er Wirklichkeit". Mit diesen Worten begrüßte vor zehn Jahren 5ylvia Scha er, 'e damalige Vorsitzende des MariaMontessori-ScHulvereins, die Festgäste im Haushamer Bu 1ietsaal. Gefeiert wurde die Eröffnung der- Montessorigrundschule. Heute - 10 Jahre später - sitze ich mit Alexandra Braunmiller und Sylvia Schaffner zusammen, am Tisch der Ordner mit Dokumenten aus der Gründungszeit: Bilder, Zeitungsartikel, Briefe und vieles mehl-. Dieser Ordner birgt viele Erinnerungen und Emotionen, das sieht man den beiden an.

11

Sie leiteten den lv1orio-Montessoriveren ~ . .vöhrend der Storrphose eier Schule. Alexonclro .ßrounmiiler lind SylViO Schaffner (von links).


• • •

dann wird der Traum Wirl<lichl<eit Zwei Vertreterinnen der Gründer-Generation blicken zurück

Ii • ndra und Sylvia, was war der Grund für Euch, 11 [~iner derartig mutigen Sache mitzumachen?

gierung, ausschlaggebend für die Genehmigung der Schule war. Der nächste Schritt war es, Basisarbeit zu leisten die Einarbeitung in viele Bereiche, die zur Gründung einer

I

I1 .Indri\ BrO'llJnmilier. Mein berufliches Umfeld war da-

Schule notwendig sind. Sich Wissen anzueignen, Gleich-

,11. uer Montessorikindergarten in Miesbach, in dem ich

gesinnte zu finden und zu motivieren, Veranstaltungen

I.·il nder Funktion tätig war. Die tägliche Arbeit mit den

durchzuführen, Geldgeber zu finden - wir könnten diese

I1

I 111' 1t~1T1 machte mir klar, wie wichtig eine Weiterführung

I, I

Montessoripädagogik an einer Grundschule wäre und i, 11 war mit diesem Wunsch nicht allein!

Liste endlos weiter führen. Schön war das Gefühli, das mit der Zeit kam und einem klar mitteilte: Man kann etwas entwickeln - wenn das Ziel für ALLE wichtig ist.

tl'o'M Schaffner,: Ich habe als Sonderschullehrerin selber

I"

Montessorizusatzausbildung gemacht und die Idee,

, 'I '

Welche Aufgaben mussten bewältigt werden?

Montessorigrundschule zu gründen, hatte für mich

, 1,1 '11 zweifachen Reiz: Auf der eine Seite stand der Beruf

Alexandril Braunmlller: Zunächst war das Hauptproblem

die Auseinandersetzung mit dieser tollen Pädagogik,

für uns, überhaupt ein geeignetes Gebäude zu finden, ge-

lid

1I1I ;-tuf der anderen Seite stand der Nutzen für die eige-

nügend Kinder zu haben und natürlich die Genehmigung

Kinder, die dann auch diese Schule besuchen sollten.

für die Schule, die durfte ja auch nicht fehlen! Letztend-

; Ir I'

lich bekamen wir unser schönes Gebäude über Mund",)nd am Anfang nur die Idee, oder gab es schon ein 'l\rüst, auf das man zurückgreifen konnte?

1'14 xandn Braunmiller und Sylvia Schaffner: Das, was /1 1II Anfang an da war, war ganz viel pädagogische KomI "Lenz, die ja dann auch, laut der Rückmeldung der Re-

-_.----------.

-------------------.

ont SS Ve~ in~./I detkeinSch -...:.J1...,a s / ihde Van 0-

.ey vermietet altes Ge ..

IHIUel ..

Sch

I I "h, M: warz-Stein , ,11' ",'11I • on.tessot'i Schule' l'l~ ~~ .wlrd es nicht g::: I ,l'l d cr G ur~enneister Josef ~I Ir .. eme,oderatssitzu , I( offentlieh . ng "" "li

ID.I.tgeteilt.

baUde nicht i

I treppe müsste dan·· i treppe gemacht we~d7~u emer Stein_I amte Obergeschoss Innund das ge-I aut werden Usste ausge_ i Meh h . : I "h r ;'tlich abgelehnt ,I

b

H.

propaganda, Herr Färber, der damalige Bürgermeister in


Interview mit All!xandra Braunmiller und Sylvia Schaffner Hausham, stellte einen Kontakt mit Familie Ceppa her, die

Wie war es nun, das Gefühl beim Start der Schule?

seit 200 I unsere wohlwollenden Vermieter sind und die Alexandra Braunmiller: Es war irgendwie unglaublich!

Montessorischulgemeinschaft unterstützen.

di~sen

In Hausham wurden wir- mit unserem Anliegen einer

LiJ;nge Zeit arbeitest Du auf

Montessorigrundschule

Schule, aie nun Wirklichkeit werden soll. Und plötzlich ist

VOI;!

Anfa g an sehr herzlich

einen Punkt hin, die

aufgenommen. Sei es bei Harrn Färber, dem damali-

er da., der Punkt, wo Du die Verantwortung übernehmen

gen Bürgermeister, dem dam li

n Gemeinderat sowie

musst. Es ist eine finanzielle Verantwortung und auch eine

dem früheren Schulleiter der Grund- und Hauptschule in

moralische Verantwortung gegenüber vielen Menschen,

Hausham, Herrn Stephan. Sie hatten immer ein offenes

den Kindern, den Eltern, den Lehrkräften, der Familie

Ohr, immer wurden wir als positive Ergänzung der Schul-

Ceppa. Für mich fühlte es sich an wie eine Mischung aus

landschaft gesehen.

Freude und Angst - kann ich die Erwartungen, die so viele Menschen in mich setzen, erfüllen?

Sylvia. Sc:ha

er: Der Traum, den man hat, wird zur Reali-

tät - zu einer Realität mit allen Konsequenzen. Wenn ich daran denke, was die Eltern der ersten Jahrgänge alles geleistet haben, damit dieser Start und auch der weitere Weg funktionieren konnte! Tägliche Fahrdienste, wöchentliche Putzaktionen, das Erstellen von Materialien, das Umbauen von Schulklassen - unglaublich, was da alles passiert ist. Aber das war auch das schönste Gefühl - zu sehen, dass sich die Leute darauf eingelassen haben, dass es ein Ziel gibt, das ALLE vereint hat' Es waren unterschiedlichste EItern - und eine Pädagogik, unterschiedlichste Menschen, die an einem Traum gearbeitet haben. Gab es ein Durchatmen nach der Eröffnung? Sylvia Schaffner: Nach der langen Zeit des Investierens, Denkens und Arbeitens war für mich im Jahr nach der Eröffnung aus beruflichen und persönlichen Gründen der Zeitpunkt gekommen, auszuscheiden. Ich war ja nicht nur

.Montessori-Schule öUnet Anmeldungen

ruf das neue Schuljahr möglich

J.andkrds Miesbuch _ nll~ I"f'P".rMonl..~s.sQri-SchuJe Im Land. ki'd.1I öHr,.:"1. im Sl'llt.c:n~>eril\ ,Haus-

h~lm In$rC'h.elfl;)bl~c.n Vül.li::-::Kh\lLe m ~r NiJ.lur(r(lIU1d:ltmBe h.ü " rVIIK~l.n~lcneteR$\.Imell fh~n.

r'li'!'l teih der

~chult;'ll!ffin

MontC'.nlIri~

im ers

öl

a\l~ d,'lYl

atmen war aber bis zu meinem Abschied keine Spur. Bis gfiniIJn

t.andk;rcb, die UIl'(" 1<:1lJroifr von S~pt~mber "n U'I dill I.lrm- oder

Kl~e fiel' "''''W'I! Sehul( sC'hick~~n olrn;:hten, !tonnen ihfT' Kind.:-J' ilD'J 1"T'€'it<II~. <11'.11 :t.1 Muni

zwe1tc von

l~

t!lbI ,. Uhr JI11

Mon'~

m qmem PresU:!!l:31

Kind~ auf oel' Wo.ldoc-ki!''' l"hohe J Jn t.'lesb:.lch p'n~{j rtil:.cn

J<lhr werden 25

O(i!.U m'UÄ.fnl ;si~ ~n ClrtbUf'1..':vr-· kunut' d.. KJnd-.. ~L1btlflRfft. l~is

mit,

der die

ael s.e-m ß::lt('j"T1.

me

und

:>:'U:I~ilC'

Kin~

Klilsw

j:).hrg.:l~~(fnjschtbf.sul·h~n }l:l()~l-

zur o

atraJ~lIen ßBWIHiwlp:€ ~l Il(lri-~hulc

Ist (:s

I. Vorsitzende des Montessori Schulvereins, sondern auch Elternteil mit einem Kind an dieser Schule. Von Durch-

7.U.J3'7.~

zum Schluss galt es, I 50 Prozent zu geben.


Interview mit Alexandra Braunmiller und Sylvia Schaffner I )(tlndra Braunmiller: Die Arbeit ging weiter, die InhalI waren anders geworden. Es galt Pädagogik und auch ..... ill"chaftliche Aspekte unter einen Hut zu bringen. Übert ,t I~~J), v@rmiUeln und weitergeben waren unsere Aufga1I 'fl. Irgendwie spürten wir auch, dass unser Pmjekt, un0'1 "Baby" Montessorigrundschule, begonnen hatte, den I IIlclerschuhen zu entwachsen, sich weiter zu entwickeln li,ll:ürlich auch mit allen Kinderkrankheiten, die aber unI" 'dingt dazu gehören.

Wie immer natürlich - die wichtige Frage, die man l'lunieren stellt: "Würdet Ihr es wieder machen?"

yl",1 Schaffner: Die Arbeit war toll, ich würde es wieder III Ichen! Alcxandra Braun illel-~ Ich auch! Es ist einfach unglaub1II h, dass diese Idee mit der Gründung der Schule so einen p,(.:~,tand gefunden hat, dass es die Möglichkeit für Familien Imd ihre Kinder gibt, diese Schule zu besuchen. ')ylvfa Schaffner: Ja, auch selber zu sehen - wenn ich einen 11 dum habe und ich finde gleichgesinnte Leute - ich kann ('S schaffen! Aus reinem Idealismus an etwas zu arbeiten, ,IU5 einem Traum, einer Idee Wirklichkeit werden zu last

',,~n! Irgendetwas auch im

I\cstand hat.

Alexandra Braunmiller: an lemt bei einem solchen Pmjekt, man wächst über sich hinaus, man lernt sich selbst neu kennen. Das ist eine Erfahrung, die man gewonnen hat, die einem keiner mehr nehmen kann' Und was ist Euer Kernsatz der Montessoripädagogik? Sylvia Schaffner: Bei mir steht dieser Kernsatz in engem Zusammenhang mit meinem Beruf, ist gut bekannt und verliert nie an Aktualität: "Hi'f mir, es selbst zu tun!" Mit diesem Motto kann ich selbstständige, selbst denkende und se bst h delnde Menschen ins Leben entlassen. Alexandra Braunmill r: Für mich ist es die Besonder-heit, dass da,s Kind, der Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen, mit allem, was ihn ausmacht. im Mittelpunkt: stehen dart dass alles seinen Raum, seinen Platz findet. Was wi' brauchen, sind Menschen mit Verantwortung, Verantwortung für sich und für andere Menschen - dieses r

Potential trägt die Montessoripädagogik in sich, 0> Christina Rothleitner

-----\

....... ...,0 ------~

~

-----------~--=-A.

Leben gemacht zu haben, was

. 'ErötitlU1J..2:'

SChU1e. " ·er\. r----ieSSOn'gele\! N\o:n 1~11 .IDil\ Fe:S~1U _~~~~~~it -------.

11\1t

l'J

amer Gewel."nS

. •"

~_lrt

Trau1ll wurd~---------

\


Wir bieten Ihnen Beratung, Auswahl und das passende Konto für Ihren Nachwuchs. w

Geld sparen mit Lerneffekten für kleine Kunden Flexibilität und Kontrolle: bargeldlos zahlen, aber keine Überziehungsmöglichkeit

Eltern bestimmen was geht und was nicht

Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne!

Raiffeisenbank im www.ober.andbank.de

~\JRKÄS~

~~

\.

,.::;

~

Ober~and

eG

R

~/

Tegernseei;.1

LanueG

pezialität n aus frischer eumilch Laden' Brotzeitstüberl Schaukäserei Rcif~enbichlweg 1 . 83708 Kreuth am Tegernsee Telefon: +49 (0)8022 - 188352-0 . Fax: +49 (0)8022 - 188 :;:;2-~ . inl'lfu1Hillllfk;1

\vwvv.naturkH serei.d·

50

·~~crci.de


Wir mussten viel in1provisieren i Gespräch mit Schulleiterin Gabriele Janner I );lS zehnjährige Schuljubiläum ist ~mrner auch Anlass zurückzublicken. So beschäftigten sich auch I ukas Neuner und Quirin Rappl aus der 6. JahrI',elngsstufe der Adler-Klasse mit den Anfängen \Itr Montessorischule. Sie planten und führten ein Interview mit der Schulleiterin Gabriele Janner.

II

Frau Janner, Sie haben die Schule mit gegründet. Wer war noch dabei? G;jbriele Janner. Im Gründungsvorstand waren: Alexandra Braunmillel-, Antonia Corsepius, Sylvia Schaffner, Doris

Wie und wann kam die Idee, eine Schule zu gründen?

Die Erstklässler des Schuljohrgongs 200312004 mit Lehrerin Gobriele Jonner (links) und Erzieherin Anne/iese Stoudinger (rechts).

Gi! riele Janner: Mich hat schon früh interessiert, wie

Wer unterstützte Sie noch?

13rinkies, C1audia Huber und ich.

Kinder am besten lernen. So machte ich eine Montessoriausbildung. Später gab es eine Elterninitiative, die eine

Gabrie1e Janner: Viele Leute, die die Idee unserer Schule

Montessorischule gründen wollte. Über Freunde wurde

gut fanden und ihre Fähigkeiten einbr-achten, unterstütz-

ich angefragt, ob ich bereit wäre, sie zu unterstützen.

ten uns in vielen verschiedenen Aufgabengebieten. Auch

Mich begeisterte deren Engagement, ich fand die Leute

das Schulamt Miesbach, der damal.ige Bürgermeister von

sehr sympathisch und so begann meine Mitarbeit am Auf-

Hausham, Henr Färber, und der Gemeinderat zeigten sich

bau der Schule.

sehr hilfsbereit.

Woher hatten Sie das Geld?

Wie viele Kinder und Klassen waren es am Anfang bei der Schulgründung?

Gabriele janner: Am meisten Geld bekamen wir durch sehr großzügige Sponsoren, die aber anonym bleiben

Gabriele Janner: Am Anfang war es eine Klasse mit lauter

wollten.

Erstklässlern.

51


Vorstände Int· rvjew mit Gabriele Janner

Maria-Monte.ssori-&.hulverei 1 Miesba·ch e. V. S}'b.ll~

ire S, l... 11 KillJ m8 n

Waren die Klassen von Anfang an jahrgangsgemischt?

;j

Gabriele Janner: Nein, zuerst nicht. Ab dem vierten Jahr Petra Poschi

A

f;X;J.

dann schon.

Ir<! Brau 1mi er

~

Wie ging es nac d$r

j

rm~r.

"ndung weiter?

Ir mussten viel improvisieren, jedes

Sylvra S hilffner

Gabrie:le

Alexandra Braunmiller

Jahr musste ein komplett neues Klassenzimmer hergerichtet und ausgestattet werden. Es war jedes Schuljahr

Petra Fmd..: Ancreas Er cf er AJr=xi"lndr.t Blll nmrller

wieder spannend bis zum ersten Schultag, ob alles fertig wetden würde. Aber dank vieler, vieler Leute, die mithalfen, schafften wir es, die Schule zu erweitern.

,..11 -ill~ Zett.1 Ein paar Jahre lang konnten die Kinder nur bis zur vierten Klasse bleiben. Jetzt gibt es hier auch ältere Kinder.

Petra Ernde Sus nne MOS2r

Wie kam es dazu?

AI·axa.n r(l Braun

litt!

M rille Zel

Gabriele J Ilner: Der WUhsch kam von Eltern, die sich für ihre Kinder auch nach aer vierten Klasse eine Montessorischule wünschten. Der Schulaufbau war mit viel Arbeit verbunden. Bei der

r:-h ~u n· A 1Ih.:::1 '1/ ItC? R ·t11 r r

1-1,\- I,us iN

Regierung musste ein erweitertes Schul konzept eing reicht werden und es mussten viele Auflagen für die Ge-

R~11W"1J

'(J~J~:'7 nehmigung erfüllt werden.

h",- KG.r-n Was gefällt Ihnen an der Arbeit in der Montessorischule

ogl

besonders?

Gabriele Jannei: Es ist eine sehr spannende Arbeit, unser Schulkonzept mit Leben zu füllen. Kein Tag ist wie der

!ml;]

p,~

·n

andere und es ist sehr schön, jedes Kind in seinem indivi-

nfO ,il1o Ja dolir hmr an~ f 111 V",'JILel He' r '..:

MI

52

0

~Irn

duellen Lernweg zu beobachten. C7 Lukas Neuner und Quirin Rappi,

Schüler der Adler-Klasse


Interview mit Gabriele Janner

Jede Familie ist anders. Und doch gleich!

PUSL 83727 Schliersee

SkodaService

W 08026-606560 53


Praxis tür Hypnosetherapie

Konflikte wollen nicht gelöst,

Bioresonanz und Homöopathie

.

sondern verstanden werden!

Ich habe die Wahl, die Welt zu verändern. Nicht die Welt an sich, sondern meine Wahrnehmung von ihr.

.

~. •

I

:

••

.

I

I

...

;

Gewaltfreie Kommunikation HP Brigitte Zieren-Kobsa Kommunikation. Mediation Telefon 089 - 774432

: I

lI!derer:sIJl30~

10

83714 Mie,tlach

b.l'Iolzwarth@gmll.nl!! ~ hypn1J5IH11ia9bacf1_tie .

• •

I

I

~..

ALPEN-IMMO GmbH Geschäftsführer: Eva M. Skofitsch Miesbacher SIr. 9 ß , 83727 Schliersee Tel. 08026/922665 [Mobil 0151114611135 info@alpen.immo.net ! www.ALPEN-1MMO.NET

Regional bodenständig-

ALPEN-1MMO.NET I r Sch le seer

Global verneLzt

Im obi e-P tner

Immobilien-Verkauf 1 Vermietung EINMAL ANDERS. BESSER. ERFOLGREICH,

S4

I

a "

~

• .&.:l..s_


Im Herbst 20 10 bekam die Montessorischule Hausham

"Biologische Vielfalt" wird der Kartoffelacker in Schliersee-

erstmalig die Auszeichnung "Umweltschule in Europa 1

Neuhaus, dem sich alle Klassen in diesem Schuljahr wid-

Internationale Agenda 21 Schule" verliehen. Umweltpä-

men, eines der Projekte sein.

dagogin Katharina Fichtner und die Montessorischüler Jo-

Über 170 Länder der Erde riefen die Jahre 2005 bis 2014

nathan Sommer, Emil Ahlhelm und Adam Fichtner nahmen

zur "UN-Dekade der Bildung zur Nachhaltigen Entwick-

bei einer Feierstunde die Anerkennung aus den Händen

lung (BNE)" aus. Dem liegt die Einsicht zugrunde, dass

des bayerischen Umweltministers Markus Söder entgegen.

die großen globalen Probleme nicht nur mit linearer, fach-

Die Präsentation unserer Schulprojekte bei der Preisver-

spezifischer Bildung gelöst werden können. Die Umwelt-

leihung erntete bei vielen Vertretern anderer Schulen ein

schulen sind ein Ansatz von vielen, dies in der weltweiten

herzliches Echo. Bislang wurden über 14000 Schulen aus

Bildungslandschaft zu verankern. Bei genauem Hinsehen

38 Ländern ausgezeichnet. Der Titel gilt für ein Jahr, dann

geht es nicht um rein mechanische "guten Taten" für die

kann eine Neubewerbung folgen.

Umwelt. Ziel ist vielmehr, Kindern und Jugendlichen soge-

Für das Schuljahr 20091 I0 wurde die Schule für die Pro-

nannte Gestaltungskompetenzen zu vermitteln. Mit deren

jekte "Energiesparfüchse", "Vogelbazar" und "BNE-Ent-

Hilfe lernen sie unter anderem, über den Tellerrand der

wicklung (Bildung zur nachhaltigen Entwicklung) an der

eigenen Kultur zu blicken, interdisziplinär zu denken und

Schule" ausgezeichnet. Die neue Bewerbung für das lau-

zu handeln, und somit eine neue Lern- und Streitkultur zu

fende Schuljahr ist bereits unterwegs. Unter der Vorgabe

entwickeln. Schließlich sollen sie als künftige Erwachsene

55


Vvir

sind Umweltschule!

Gelassen Lernen und Leben - durch die Evolutionspädagogik Verhaltensauffälligkeiten ? Angste? Konzentrationsschwäche? Lernschwierigkeiten ? Die EvolutionspMagogik ermöglicht Lern- und Stressblockaden aufzuspüren und zu lösen durch eine Kombination aus: .:. .:. .:.

Neurologie (Gehirnvernetzung) KinesioJogie (Blockaden aufspüren) und Evolutionsstufenmodell (Wahrnehmungs- und Verhaltensstufen der Gehirnentwicklung) Man bekommt wieder Zugang zu seinen Talenten und rahigkeiten!

Stephanie Gebhart - Heilpraktikerin für Psychotherapie, lernberaterin Praktische Pädagogik, Evolutionspädagogin Ignaz-Günther-Str. 10 - 83629 Weyarn - Tel: 0178 - 380 88 99 - www,evo-gebhart.de Angela Lichius - Ergotherapeutin. lernberaterin Praktische Pädagogik, Evolutionspädagogin Lindenstr. 10 - 83043 Bad Aibling - Tel: 08061 - 34 600 20 - www,lernberatung-coaching,de

56


Wir sind Urnweltschule! fdhig sein, die globalen- heute noch ungelösten - Proole-

- Dokumentation der Projekte

rne ihrer Zeit konstruktiv angehen zu können.

Dokumentation er-folgL durch die schuleigene ~'Iome­

Die PI"inzipien der BNE p,chcn I-and in Hand mit der

page, die Schulzeitung, diver-se Pt-esseal1:ikel sowie

MontessOI·ipädagogik. Unter dem LetsaLL "HM mir, es selbst zu tun" soll nach Maria Montessol-i das Kind kompe-

dUITh FOlopräsentationen an [Iternabenden. - Ein Nachhaltigkeitsprozess an der Schule

tent werden für seine eigenen Bedürfnisse und ein echtes

muss sichtbar sein

Interesse an seinel- Umwelt entwickeln. Betrachtet man

Seit Jahren wird im Unterricht an Themen der Nachhal-

die Kriterien für die Auszeichnung, so wird ersichtlich, wie

tigkeit gearbeitet (z.8. ,.Kinder in aller Weit", "Wasser",

viele dieser Voraussetzungen bereits GI'undlage des Ler-

.,Meine Sinne", "Feuer", "Fairer Handel", ",-nergiespat--

nens und Lebens an unserel- Schule verwirklicl,t sind.

füchse"). Nachhaltigkei[ ist sogar im Schulpmfil verankert. Zudem ist Bildung

Einige Beispiele für die Kriterien als Umweltschule:

ZlW

nachha.ltigen Entwicklung

I halt von LehrerfOI1:bildungen und Elternabenden.

Projekte müssen mehrere Klassen/Gruppen einbinden Dies geschieht an unserer Schule durch die Teilnahme

Dies gibt uns nic t nur die Möglichkeit anzuerkennen, was

aller Klassen an den Projekten, durch Einbindurg der

wir bereits als Umwetschule geleistet haben, sondern

Eltern sowie Fortbildungen des Leh.rerteams.

auch die Verantwortung. uns in Zukunft noch mehr anzu-

Projekte müssen partizipativ gestaltet werden

strenge:1, alles Lebendige zu respektieren und schonend

Mitbestimmung am Lemstoff und an Entscheidungen sind Grundlage der pädagogischen Arbeit

an der Schule.

mit den Ressourcen der Erde umzugehen. Damit folgende Worte aus der Rede einer 13jährigen

Zusammenarbeit mit außerschulischen

Kanadierin an die Delegierten der Weltumweltkonferenz

Einrichtungen

2009 nicht an unserem Gew;ssen nagen: "... in meinem Leben hobe ich getröumt von großen Herden

Zusammenarbeit erfolgt unter anderem mit dem Lan-

Fächerübergreifender Unterricht

wi!der Tiere, Dschunge! und eegenwöldem voll mit Vögeln und Schmetteriingen, ober jetzt {foge ich mich, ob sie noch existieren, bis rrleine eigenen Kinder sie sehen können ... ... Ail dos passiert vor unseren Augen und immer noch hon-

Durch projektbezogenen UntelTic' t wel-den Themen

:~/n wir ols hö~ten.wir olle 7e~t und olle Lösun~~ ,@#J.Jl~/.

der Nachhaltigkeit in verschiedene Fächer einbezogen

,co': bin nur ern K,nG und fch nODe rJlche ol! die

desbund für Vogelschutz, der Naturschule Wildwechsel, der Ökologischen Akademie Linden, Erdgas Südbayern sowie dem Wasmeier-Musec.Jln.

~~

tI

(beispielsweise der Adventsbazar 2009 zum Thema Gartenvögel). Außerdem kann ein überschaubal-es Lehrerteam für kurze Informatiu"1swege sorgen.

r-:-;

Lile

/

~ ~

;:

,$

c.

57


Die "Draußentage" der Orca-Klasse In diesem Schuljahr haben wir Lehrerinnen der Orca-Klasse uns vorgenommen, das Schulprofil "Bildung für Nachhaltigkeit" noch mehr im Schulalltag zu verwirklichen. Unser Schulkonzept beinhaltet ausführliche Überlegungen dazu. Wir wollen hier die wichtigsten Begründungen für unsere Draußentage kurz aufführen und dann unsere schönen Erfahrungen aus der Praxis erzählen.

.-

Einen wichtigen Stellenwert haben die intensiven Naturerfahrungen, die die Kinder machen sollen, damit sie ein Gespür für die Umwelt entwickeln können. Es soll ihnen möglich gemacht werden, ökologische Zusammenhänge zu begreifen. Indem die Kinder Grunderfahrungen im Umgang mit Pflanzen und Tieren in ihren Lebensräumen machen, können sie deren Vemetzungen und auch die Vernetzungen zu uns Menschen besser erfahren. Verstehen, wie stark der Mensch in die Natur eingebunden ist und welche Bedeutung die natürlichen Lebensgrundlagen für ihn haben, soll bei den Kindern einen Grundstein setzen für zukunftsfahiges, verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln. Soweit ein bisschen Theorie. Konkret heißt das nun, dass wir versuchen, regelmäßig einen Schulvormittag im Wald oder auf einer Wiese zu verbringen. Dabei kommt auch der Mathematik- und Sprachunterricht nicht zu kurz. Draußen kann man eben alles lernen und das in einer noch entspannteren Stimmung und mit noch empfänglicheren Sinnen.

l";'"

. 11,

einen Nadel-

baum mit 111"1 Umfang


An einem Septembertag

Wenn ein Stein an der Schfieroch zur Schulbank wird: Julia Bürger beim Lösen ihrer Aufgaben im Rahmen der "Droußentoge ". mehr. Ja, Bäume brauchen eine

· de einen T ann enFIn zapfen mit 5 cm Länge

sehr lange Zeit, bis sie mal eine stattliche Größe haben. vor allem die Laubbäume. Nadelbäume wachsen schneller. Oie Kinder wissen bereits, dass

--

----

die Bäume den Sauerstoff

p"

produzieren, den wir zum Atmen brauchen und man nicht unnötig einen Baum

. Tannen_ " zapfen mIt 10 an I " .ange

Inde einen

fällen darf. Nun verstehen sie auch, wie lange es dauert, bis ein Baum nachgewachsen ist.

59


Oie "Draußentage" der Orca-Klasse

,_._--------- -------i

i

Wir Lehrerinnen breiten nun die Picknickdecken aus und legen die Kärtchen mit den Arbeitsaufträgen, ·die Maßbänder, Stifte, Papier und Lupen darauf aus. Die Aufgabenkärtchen sind beliebt. Die Kinder sammeln. zählen, rechnen, schätzen und messen. Zwisch~nI wird etwas im Erdreich oder auf Blättern entdeckt Dann werden die Lupen geholt. es wird beobachtet und gestaunt, was der Waldboden so alles an Insekten, Pflanzen und Pilzen hergibt. Einige Kinder zeichnen ihre entdeckten Dinge auf Manche tragen auch gefundenen Müll herbei. Den wollen wir nachher mitnehmen und ir:t

n Müllei-

mer schmeißen. Nun zeigt uns die Uhr Ie;d

r

bald zurück in die Schule müssen. Zum Abschluss lassen wir uns auf den der. Jetzt ist der Hunger groß!

ähren

len wir von unseren Entdeckungen. Nun

WI

von unserem Waldplätz ,en zu verabschieden,

Gesundheit und Wellness! Wie können wir helfen? Kommen Sie einfach bei uns vorbei!

Bis zum nächsten Mal!

A e e Heute sind die Blätter schon viel bunter! Unterwegs bestimmen wir die ""erschiedenen aumarten, an denen wir vorbeikommen, anhand ihrer BI sonders schöne bunte Blätter, die s

r und ihrer Rinde. Beon am Boden liegen

nehmen wir mit. Auf der Treppe, die in den Wald

HOLZKIRCHEN ATRIUM A08024-6165 HOLZKIRCHE HEP A08024-3030459 HAUSHAM 08026-8576 SCHUERSEE 1108026-94722

www.seemueller-apotheke.de

60

uns ein Kind

ganz aufgeregt zusammen.

rtige Ent-

deckung gemacht! Auf einer

deckt von

Blättern, hat sich ein Feuersalamander obachten ihn, bis er sich verkriecht. Beim We merkt man, wie sich die Kinder nun noch auf! umschauen. Jedes will au

etwas entdecken.

ir be-

--.. -..


Die "Draußentage" der Orca-Klasse

Lernen om Vorbild der Notur. Moritz Fichtner, Thereso 8emäcker undJoser Schomogl on der Schlieroch (von links). Schließlich haben wir unseren Wald hügel erreicht und set-

ten. Die Erstklässler sammeln zu jedem Buchstaben des

zen uns zuerst wieder auf unsere mitgebrachten Decken,

ABC ein Herbstwort, oder schraffieren bunte Blätter ab

um ruhig zu werden und an unserem Platz anzukommen.

und beschriften sie. Die Zeit ist immer all zu schnell wieder

Wir lassen unseren Blick schweifen und sehen die Verfär-

um. Wir versammeln uns auf unseren" Decken zur Brot-

bungen der Blätter, wie sie langsam zu Boden fallen, die

zeit. Einige Kinder tragen ihre Gedichte vor. Die Kulisse

Pilze, Zapfen und Moose mit ihren Farben. Wir schließen

passt perfekt. Wo könnte man wohl besser ein Herbstge-

die Augen und können das herbstliche Geschehen hören:

dicht zum Besten geben, als hier im bunten Herbstwald!

Die leisen Geräusche der fallenden Blätter. den Wind in

Auf dem Rückweg in die Schule sammeln wir noch mehr

den Ästen, Vogelgezwitscher, Rascheln. Wir öffnen un-

bunte Blätter, die später zu Phantasietieren werden: Ein

sere Augen und haben viele Ideen zum Schreiben von

Herbstvogel, ein Phönix, ein Elch ... aufgeklebt auf festem

Gedichten und Geschichten. Wir legen das mitgebrachte

Papier als Erinnerung an unseren literarischen Draußentag.

Papier und Stifte bereit. Schon bald sitzt auf jedem Baumstumpf und jeder Wurzel ein Kind mit Papier und Stift. Es entstehen wunderbare Herbstgedichte und Geschich-

G

Johanna Keim und Annette Birkhofer, Lehrerinnen der Orca-Klasse

61


"

Unser Kartoffelacker entsteht Alles begann mit einer Idee: Die Schule soll einen Acker bekommen! Als die Kinder von der Idee härten, waren sie sofort Feuer und Flamme und begannen Bilder von ihrem Traumacker zu malen.

Pferde waren "Kaltblüter" und gehören dem Sebastian Holzer vom Asenbauemhof in Fischhausen. Er ist Mitglied in der Pferderegion Oberbayem-Tirol eV Die Pferde wurden zum ersten Mal zum Pflügen eingesetzt. Wir Kinder durften auch ein paar Mal pflügen. Dabei brauchte

62

Doch wer gibt freiwillig ein Grundstück für den Acker her?

man viel Muskelkraft! Als Nächstes lockerten wir die Erde

Nach langem Suchen und Fragen bekamen wir, was wir

auf und entfemten die Graswasen. Leider schafften wir es

wollten. Die Schule bekam dank Henrn und FI'au Was-

nicht an einem Tag. Deshalb fuhr am nächsten Tag eine

meier einen Acker direkt neben dem Markus Wasmeier

kleine Gruppe noch einmal hin. Die Kinder entfernten die

Freilichtmuseum.

Graswasen fast vollständig und legten Furchen an, um in

Als wir am 4. Mai zum ersten Mal dorthin kamen, wurde

den Boden hinein zu kommen. Doch diese Gruppe schaff-

die Wiese auf alte Art mit Pferd und Pflug gepflügt. Die

te es auch nicht komplett.


Deshalb fuhr die Adler-Klasse am 9. Mai wieder hin, dieses Mal mit professioneller Verstärkung! Kar! Dirscherl von der Miesbacher Gärtnerei Dirscherl kam mit einer MotorFräse und fräste ein paar Mal drüber. Dann war der Acker fertig und wir mussten wieder Furchen machen, aber das machte nichts, denn Hauptsache. es war gescheite Erde. G

Florin Herold und Lukas Neuner, Schüler der Adler-Klasse

Während Sebastian Holzer pflügt. erkunden wir dos Museum. Tafeln erklären Besuchem unser Projekt und benennen die Kartoffelsorten. Das Bild links hot FeJicitas landolino gemalt.

,, I

63


1

Kinderherzen ... Ein Gespräch mit Gitti Wasmeier

I I

Kind rzahnheiIkunde am Tegernsee Ki.ndgerechte zahnärztl iehe Behandlung Kinderhypnose . Sedierung. Narkose

"Kinderherzen öffnen auch mein Herz", antwortet Gitti Wasmeier auf die Frage, wie denn der Kontakt zur Montessorischule Hausham zustande gekommen ist. Der Herzens-Öffner war in diesem Fall ein Brief der Mon-

KariessehutzprogramJTI für Kinder

/}7//~\.

1/1//

!

,

I

f----------,O'

I

/

tessorischüler, mit dem diese um die Bereitstellung eines Ackers für das Projekt "Kartoffelanbau" angefragt hatten. Aus dem netten Anschreiben sei schon ein wenig Verzweiflung herauszulesen gewesen, dass man noch keinen Platz dafür gefunden habe. "Über den Brief hab ich mich so g'freut, da hat man einfach nicht ,naa' sagen können", verrät die Museumsfrau.

)j/

~-""-/-'-----_

~

un zehnjäh igen Jubilo'um h zlicl e Glückwünsch . Dr. Sigrid Weisshaar Adelhofstrar~e 1 . 83684 Tegernsee Telefon 08022/5221 Fax 08022/662907 prax is@kinderzahn-tegernscc.de www.kinderzahn-tegernscc.de

64

Anfang Mai diesen Jahres war es soweit: Für die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte der Montessorischule Hausham, ging ein großer Wunsch in Erfüllung: Auf dem Gelände des Markus Wasmeier Freilichtmuseums in Schliersee-Fischhausen wurde mit einem Pferd ein Stück Land gepflügt. Darauf durften die Kinder einen Kartoffelacker anlegen.

I

"Wo Freud' ist und wo was entsteht, gibt es neue Energie, neue Kraft: und neues Zusammenkommen". Diesem Ausspruch von Gitti Wasmeier entsprechend, entstand auf dem Gelände des Markus Wasmeier Freilichtmuseums der Kartoffelacker der Montessorischule Hausham.


. .. öffnen auch mein Herz Das Projekt Kartoffelanbau beim Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee Mit Hilfe der Erklärungstafel sollen die Schüler ihr Projekt erläutern. Auch die Montessorischule Hausham kann sich dort präsentieren - etwa als vom bayerischen Staatsminister für Umwelt und Gesundheit prämierte Umweltschule oder als Schule, welche sich den Zielen der Agenda 21 verpflichtet sieht. Die Zusammenarbeit mit Schulen ist der Familie Wasmeier nicht fremd: Mit der ortsansässigen Grundschule wurde ein "Museums-Kinderführer" entwickelt, der kleinen unQ großen Besuchern das Museum aus der Sicht der Kinder erklärt. Mit anderen Klassen wurde das Projekt "Schnittlauchbrot" durchgeführt. Dabei wird das aus der museumseigenen Bäckerei stammende dunkle Brot mit

Ende Mai ist der Apfel noch größer 0/5 unsere Kartoffelpßonzen - ober dos ändert sich boid!

von den Schülern selbst gebutterter Bauernbutter bestrichen und mit aus dem Kräutergarten geernteten frischem

sind einfach hin, hab'n den Pflug a biss'l g'radgstellt und

Schnittlauch bestreut - und anschließend mit Begeisterung

glei is' losganga. Die hab'n instinktiv alles genau richtig

gegessen. Damit wird auf praktische und wohlschmecken-

g'macht", hat Gitti Wasmeier beobachtet.

de Weise einer Entwicklung entgegengetreten, die Gitti

Und wenn nicht alles perfekt gelingen sollte, so sieht das

Wasmeier erstaunt und erschreckt: "Es gibt Kinder aus

die gebürtige Südtirolerin, selbst Mutter dreier Söhne,

der Stadt, die gar keinen Schnittlauch mehr kennen!"

ganz entspannt und pragmatisch: "Bei einem Kartoffel-

Die Montessorikinder sind da naturverbundener ... was

acker kann nicht alles hundertprozentig sein. Und wenn

der zum Bestellen des Ackers mit Pferden und Pflug abge-

einmal eine Reihe nicht so ganz grad is', dann find' ich das

ordnete Museum~-Braumeister (,:a mordstrumm Manns-

eher spannend".

bild ... ") nur mit schierer Kraft und unter großer Anstrengung erwirkte. gelang den Kindern spielerisch. "Die Kinder

,,

G

Uwe Sieber

,..

o

( I

65


SP E

US

Schwimmbadstraße 13 • 83043 Bad Aibling Tel.: (08061) 938 86 33 • Fax: (08061) 938 8635

ww . ro odo. e·

66


Wenn die Giraffe mit dem Wolf spricht Gewaltfreie Kommunikation (GfK) als Alternative zu üblichen Konfliktmustern Hellhörig wurde ich, als unsere Tochter Lena beim Mittagessen erzählte, dass sie jetzt in der Luchs-Klasse so komisch streiten würden. Erst müssten die Kinder denken, sie seien eine Giraffe und dann müsse man überlegen was der andere brauche ...

"Das ist ja ganz nett, aber so an rengend ... ", e ldrte Lena. Beim nächsten Elternabend erfuhr idi rn hr: Die Lehrerinnen der Luchs-Klasse hatten d e

I(mder

it OOIl Gewa!tfreien Kommunikation (G bekan ~m cht. Diese sollte etwas mehr Ruhe in eie lasse brirtge in der es seit kurzer Zeit Konfliktpotential gab: Ältere gegen Jüngere, Buben gegen Mädchen untl natOrlich auch umgekehrt und klassenübergreifend ... "Konflikte müssten nicht schwieri

sen" ist Media orin

Brigitte Zieren-Kobsa überzeugt, ,Eine G:hance ur Verständigung liegt darin, wie wir da it umgehen," DenR ,ein Konflikt werde erst dann schmerzlich, wenn Sich keine Strategie finden ließe, die alle Konfliktparteien zufrieden stelle. Selbst Mutter von drei Buben, die PI<;) essorischulen besucht haben, kam Brigitte Zi r~n-K~b$a vor einl~ Jahren zur Methode "Gewaltfreie t<;mmunil<.a 'on"

"G I.y

des amerikanischen Psychologen Marshall B. Raren

r.

>

Heute ist sie eine gesuchte Trainerin. Zunehmen' WIrd sie von Schulen angefragt, deren tehrem es wichtig' ist, dass Schüler lemen Konflikte und

useinandersetzunge

konstruktiv zu lösen. Seit einigen Semestern bietet aU<Eh die Vofkshochschule Hausham (vhs) in Kooperatiom mit der Morttessorischule Workshops mit Brigitte Zi ren-K9bsa an. "D~s ist eine wertvolle Bereicherung für user Pr:Qgra:mm", freut sich vhs-Leiter Rudolf Geidner." enschen aus den unterschiedlichsten Bereichen intere sieren sich für unselle Kurse über Gewaltfreie Kommun ka on". Da sitzen EI~

Für Kinder ist die Schule ein wichtiger Ort, den Umgang mit

Konrikten zu üben.

tern und Lehrlinge neben Perso alentwicklem, Ab~ei­ lungsleitern und Angestellten aus den verschied

sten

67


Kosmische Erziehung: Der Kern unserer Montessorischule Kosmisch - das hört sich nach Großartigem an. Ein Ausdruck, den wir im Alltag meiden, der ein bisschen befremdlich ist, auch weil er sich mit Halbheiten nicht abzufinden versucht. Kosmisch - endlos, allumfassend und sogar hei (-'g), weil es in sich eins und gleichzeitig alles

integrierend ist

Wir leben auf einem sehr besonderen Planeten und haben als Menschheit viel Schönes und Gutes kreiert. Wir Menschen sind - mit Hand und Verstand - die begünstigte Spezies. Wir können gestalten. In die Zukunft denken. Pläne durchsetzen. Maria Montessoris Vision war keine geringere als der Weltfrieden. Ihre zentrale Frage war, wie Weltfrieden

machbar werden kann. Wie Kinder schon darauf vorbe· et werden ön Dass alles davon -agt, ob es

gelingt. die Kinder m Rahmen ihrer Eritwld<Iung dafbr ZU et"e$$leren Wie können Zusatnmer.\närl $0 geIern erfahren gefu'hlt werde ,dass daraus i es nd selbstbewusstes Denken und Handetn ~,st1

n - au h in el md? er ewu

so ch große Wört in de.l Mund zu nehherli von ner Resigna on er, die ich 2U Seite stellen 11. Ich den e, große Ziele

könne große neue Wege schaffen, weil sie allein durch ihre Artikula on i Frage stellen, was geme'nh n routiniert schulterzuckend, bisweilen schmerzlich hingenommen beziehungsweise ertragen wird. U e Kinder werden eines Tages die Erde erben und die hat ihre ureigenste Ordnung. Diese Ordnung zu "erstaunen", zu begreifen, zu erkennen undl.l.uu~~:~~~ ist ei we F1 sie gelingt ei


unermesslicher Gewinn. Die Ordnung zu begreifen und dann in der Lage zu sein sie zu vermitteln, ist ein sehr besonderes Geschenk an unsere Erben. Und an uns seIber auch. Wenn Weltfrieden möglich ist, dann im Wissen dieser grundlegenden Ordnung. Da wir die einzigen Wesen dieser Erde sind, die diese Ordnung erkennen können, sind wir in der Position, Verantwortung zu übernehmen. Wenn unsere Kinder vemetzt denkend aufwachsen dürfen, wenn sie Fragen stellen können und begleitet - nicht bevormundet - werden ... wenn sie ihren sensiblen Phasen nach, sich für Dinge interessieren, diese erfassen und verstehen dürfen, wenn sie für die Wunder dieser Welt offen bleiben dürfen, wird sich ihnen diese Ordnung Stück für Stück erschließen.

Alle Di ge der Welt haben ine Wech eleziehung Kinder können diese Wechselbeziehung im geschützten

MO/folter, gemalt von jora- Toru Schramm.

Religion, des sozialen, moralisch-ethischen Miteinander. Wie wunderbar ist es, Erfahrungen und die daraus resultierende Methodik sich zu Eigen machen zu können,

Raum der Montessorischule betrachten. Aber wie lässt

ohne wieder ganz von vorne anfangen zu müssen! Wie

sich die Komplexität der Welt in ein Klassenzimmer stop-

gut, dass wir Geschichte haben. Wie schön, dass es Buch-

fen? Die Cosmic Tales, zum größten Teil mündlich über-

staben gibt, mit denen wir schreiben (lernen) können und

lieferte Geschichten Maria Montessoris (und ihres Sohnes

wie hilfreich, sie nicht erst neu erfinden zu müssen ... Und

Mario), vermitteln zunächst einmal eine spannende und

wie besonders ist der Moment, in dem ich nun schreiben

zugleich wissenschaftlich fundierte Dichte an Information.

kann - ich auf der Schwelle der Evolution stehe und selbst

Sie sind so aufbereitet, dass sie die Zuhörer mit ins Boot

diejenige bin, die diese Dinge fortführt. Weiter, hinein in

holen. Zugleich schaffen sie eine Atmosphäre, in der Kin-

die Zukunft trage.

·dem - und Erwachsenen - ermöglicht wird, diese Infor-

Die philosophische Besonderheit der kosmischen Erzie-

begreifen und Wechselwirkungen zu erspüren, zu verste-

vom Ganzen zum Detail. Kosmische Erziehung verschafft

heR.

Überblick, m·

-11 mationen wirken zu lassen, sich ein Bild zu machen, zu

ie Cos 'e Tales erzählen von der Entstehung der

hung und damit der Montessoripädagogik ist der Weg

Qj ':

We " der Evolution, der Geschichte der Menschheit und

denken.

der Entw~kJungunsererkulturellen Errungenschaften: der

blick verse'

Entstehl;lng der Schrift, de~ f'1athematik, der Kunst Llnd der

E:~k r"Sio0~n

etit auf mehr, regt an zum Weiter-

-•.

mit ihrem Angebot ei .aus jeder Schül~

pian n uRd

rnehmen k

.

r] Über-


Kosmische Erziehung: Der Kern unserer Montessorischule

Wasserbehandlung &: Wasseraufbereitung System reinigungen Desinfektion Anlagentechnik

Benna LI HÖR

Rathausstr'aße Ib . 83727 Schliersee Telefon 08026-6475 . Fax 08026-6755 Denl~o.lincinel'(~j)t-on! ine.de

www.benno-lindner.de

------I·

e

roclcenbau Trennwände· Bra d-,SchalhWärmesc utz· olz-/Metall- u d Gipskartondecken . Trockenputz . Dachgeschossausbau . Stuckarbeiten

72


r Kem unserer Montessorischule

Das Schwarze Band Ein methodisches Unterrichtsbeispil'l ddtlll I cl

1',

ze Band: Das Schwarze Band stellt li" L iltl.,ll( I

)'

"W,II

I(JI

1111

wicklung der Erde dar, Es ist 50 m lang und 30 bis 40 crn brdt. ter steht für eine Million Jahre, da

I 'd 'I I

'I ihl

Milliarden Jahre. Nur der letzte Zentlrn

:J1till

,I 'JCl m fi'1I1f r h . t h'l dUS

einem roten Streifen, der die Entwicklun de Menschen symbolisiert. Was, ein Zentimeter sind ein' Million Jahre? Boah! Eine 50 m lange Stoffbahn auszurollen dauert ganz schön lang.

"Sie reich weit. Von unten im Treppenhaus, da wo die Garderoben sind, also am Anfang der Treppe. die Treppe hinauf, durch dia Adler- und dann noch durch die ganze Luchsklasse. Und dann zurück bis auf den Gong" Oakob). Einen Eindruck von diesem immensen Zeitabschnitt zu bekommen, erleichtert ihn zu fassen und bringt einen in die Lage, Fragen nach dem Woher und dem Wohin steilen zu können. Die unbeschreibliche Größe wird veranschaulicht. Zunächst ist das Band leer. Die Erde formt sich. Nach vielen Metern entwickeln ~<;h die ersten Bakterien, wieder ein langes Stück und erstmals be reiben OI'gMismen Photosynthese.,. Wir gehen das ganze Band ab und erz~hten in grobllln Zügen die Entstehungsgeschichte, Es tauchen Fragen auf; Was war am Anfang? Was kam zuerst? Woraus en~ den wir? Wohin gehen wir? Was für ein Wunder

"dIe 'rerOOrgenen I<räfte

und fUr bewundern und ihnen

ein großes Geschenk doch unsere Welt ist! Deutsch. Mathematik. Biologie, Geschichte, Physik, Englisch, Religion. Geographie - diese Fächer s'nd Ausdruck verschiedener Facetten eines Großen Ganzen, Durch das Angebot einer umfassenderen Sicht der Welt für die Kin~

es Kii'KIes zu ei'ken

zu CJ~enen und demütig zur 5~ite zu

treten, mit der InTention der /J,'1itorbM, so dass die Personalität des Kindes mit seiner inneren G~_genwart Immer vor uns-~. ~'~~_"'" steht. Wir müssen uns darauf einstellen, die verborgenen. ..,.~:'~.U~'iji~~ Wunder im Kind zu sehen und ihm zu f;,1f.en~ sje zu entfalten. Dos muss die Grundlage von Erzi~hung sein. "

Wir .. We.:geöffnet. Der ureige-

der, was erklärtes Ziel der kosmischen Erziehung die Tür zum Wissen un

._.

G

__o

. _ .__ • • •

-'"-""--'_

Ricarda Sommer


Freiarbeit in der vorbereiteten Umgebung Handelnd und erfahrend begreifen Das Lernen in einer Montessorischule geschieht zu einem großen Teil in der "Freiarbeit". Während dieser Zeit können die Kinder entsprechend ihrem Interesse, ihrem Entwicklungsstand und ihrer individuellen Lernstruktur frei wählen. woran sie "arbeiten" - also lernen und üben - möchten. In den offenen Regalen liegen die Unterrichtsmaterialien zum Lesen, Schreiben, Rechnen und zur Kosmischen Erziehung bereit. Die Kinder können in ihrem Tempo und ihrem Wissensstand entsprechend an Herausforderungen herangehen. ie nehmen sich Material und suchen sich im Klassenzimmer einen Platz zum Arbeiten, gerne auf dem großen runden Teppich. Auf Nachfrage der Kinder beantworten die Lehrkräfte Fragen und geben Hilfeste!lung. Voraussetzung für die "Freiarbeit" ist die "vorbereitete Umgebung", wie Maria Montessori es bezeichnet Die Umgebung - also das Klassenzimmer - soll über eine "äußere Ordnung" verfügen: Es ist aufgeräumt und die hochwertigen, ansprechenden Materialien sind übersichtlich angeordnet. Diese äußere Ordnung soll dem kindlichen Geist als Orientierung dienen und letztendlich auch zu einer inneren Ordnung führen. 0> Lisa Hilbich ,

I

Ii

Die Fotogrofin Corofine Becker beobochtete Joro-Toru

,I

Schramm bei der Arbeit mit dem "Goldenen Per/enmoterio/" - dem Rechnen im Zohlenroum bis 1000.

I

11

I'

11

I

74


75


Dle Verbindung ist gut.

Praxis für Eva tionspädagogik und Prak j c e Pädagog"k

Lernblockaden erkennen und aufläsen Lemprobleme und Schulfrust, Prüfungsstress, Konzentrationsstörungen, Ängste und Unsicherheiten - diese Verhaltensweisen haben ihre Ursachen in einer unzureichenden Gehirnvernetzung. Durch spezielle Bewegungsübungen werden die Gehirnbereiche neu vernetzt. Das Kind bekommt wieder Zugang zu seinen Talenten und Fähigkeiten, die Basis für' str-essfreies Lernen.

Johanna Lechner . Miesbacher' Straße 40 . 83734 Hausham Telefon 08026 - 929 1990 . evopaed-Lechncl'@web.de

76


So I<ommen wir in die Schule! Die Schülerbeförderung der Montessorischule basiert auf drei, Trarnsportmäglichkeiten

-

BOB: Zug für alle Kinder wohnhaft entlang der Bahnlinie, Färderschulbusse: Da die Färderschule auch in Hausham liegt und der gesamte Landkreis Einzugsgebiet ist. kann die Montessorischule die Buslinien mitnutzen,

- Taxibus: Momentan fahren zwei mit je sieben Kindern. die zu weit entfernt von Zug- und Buslinie wohnen. Jedes Jahr wird den neuen Schülern eine dieser Möglichkeiten zugeordnet, meist wird ein bissehen umstrukturiert und die Kosten werden neu kalkuliert, Auf der Karte sind die Orte markiert, an denen die derzeitigen Montessorischüler wohnen, Die Zahl im Kreis gibt an, wieviele Schüler an der jeweiligen Stelle einsteigen.

Q) Waakirchen

CD

Bad Wiessee

CD CD

Großpienzenau Wachlehen

CZ)Gmund

@ Miesbach

CD CD CD

® CD CD

Rottach-Egern Tegernsee Warngau

Hausham Schliersee Neuhaus

® Holzkirchen

(0 Fischbachau

CD

CD

Mühltal

(DValley

CD

Hohendilching

Bayrischzell

CI) Irschenberg C7 Gertraud Bügler

77


U'nverZ'itl1tbarür eine Privatschule: D~s

Konzept einer Montessorischule, so auch unserer Schule in Haosham, lebt von und mit dem Engage ent d~r Eltern, Viele Aktivitäten wären jedoch ic ' ö>glich, wenn sich nicht immer wied~r Gö, ner un' Sp,onsoren fänden, die gerade für eine p~vat IDetriebene Schule unverzichtbar sind und so_einen großen Beitrag leisten.

Zu unseren treuen Sponsoren gehören die Firmen, die

Deshalb möcnten wir an dieser Stelle all unseren Spon-

gerei Schwaiger in Tegernsee und die Holnburger Fleisch-

soren und auch all jenen danken, die sich zum Teil durch

waren GmbH in Miesbach. Und wie weit gestreut der

sachliche, zum Teil durch finanzielle Unterstützung, aber

Kreis unserer Förderer ist, sieht man daran, dass wir auch

auch einfach durch die kostenlose Überlassung von "Raum

auf die Unterstützung durch Der PscholT I Jürgen Lochbih-

und Zeit" an der Verbesserung der Ausstattung und damit

ler KG aus München am Viktualienmarkt zählen.

<

unsere Schule durch die Überlassung von Lebensmitteln für unsere Schulfeste unterstützen. Da sind zu nennen die Backereien Weinhart und Rudolf Stocker in Hausham sowie Ratschiller in Holzkirchen und das Cafe Kandlinger in Hausham. Ebenso wichtig für das Gelingen der Feste sind die Metzgereien unter unseren Sponsoren, etwa die Wurstkutschn und s'Metzgerladl in Hausham, die Metz-

der pädagogischen Qualität, der Verschönerung des Schul-

Damit wir Abwechslung in unsere Feste bekommen, durf-

gebäudes und Stärkung der sozialen Bindung zwischen

ten wir auch schon ein Sommerfest bei Familie Maier in

Schülern, Eltern, Pädagogen und dem Umfeld - Stichwort

der Kirschner-Stuben in Rottach-Egern feiern. Auch Fa-

Feste und Veranstaltungen - beteiligen. Vielen Dank -

milie Betz vom Hotel Schnitzer in Bad Wiessee steht uns

auch all jenen, die jetzt nicht namentlich genannt sind!

immer mit Rat und oft kulinarischen Taten zur Seite.

Am Anfang war die Idee - und deren Umsetzung wäre

Die Feste sind also gesichert - ein schönes und anspre-

ohne die äußerst großzügigen Spenden zweier Gönner,

chendes Schulambiente ist jedoch mindestens genauso

die nicht genannt werden möchten, unmöglich gewesen.

wichtig. Eingebettet in das pädagogische Konzept der

Wir sind diesen "bildungsnahen" Spendern zu unschätz-

Kosmischen Erziehung legt die Montessorischule Haus-

barem Dank

verpflichtet l

Gemeinsam mit einer Bürgschaft durch die Kreisspar-

78

ham großen Wert darauf, ihre Außenbereiche und den Garten schön zu gestalten. Dafür kann sie regelmäßig auf

kasse Miesbach-Tegernsee, die bis heute unsere Schule

Sachspenden durch die Gärtnerei Jähne. das Sägewerk

tatkräftig unterstützt, bedeutete das den Startpunkt für

Andreas Eham und Ludwig Leidgschwendner (alle aus

die Montessorischule in Hausham. Auch die Gemeinde

Hausham) zurückgreifen.

Hausham und die Katholische Pfarrei Sankt Anton in

Um eine gute und kreative Lernatmosphäre schaffen zu

Hausham gehören zu den langjährigen Unterstützern; sie

können, ist eine zeitgemäße. hochwertige und schöne

stellen immer wieder "Platz und Raum" zur Verfugung,

Ausstattung einer Schule unverzichtbar. Deshalb danken

welche Schulgebäude und Grundstück derzeit nicht bie-

wir der Firma Rieder Dionys Raumgestalter. Hausham

ten können.

und der Griemert-MEDIA GmbH, Grub, für hilfreiches


Sponsoren, Spender, Helfer Sachsponsoring sowie der DAB-bank AG. München, und der Papierfabrik Louisenthal GmbH, Gmund, für gesponserte Finanzmittel, die auch in die Ausstattung investiert werden konnten. Nicht zu vergessen die Büttenpapierfabrik Gmund, die unsere Schule regelmäßig mit hochwertigen Papierwaren versorgt, und die Herbaria Kräuterparadies GmbH, Fischbachau. Ausflüge und Unternehmungen mit den Schülern fallen viel leichter, weil der Transport l-egelmäßig durch die Bayerische überlandbahn GmbH aus Holzkirchen gesponsert wird.

Unterstützung rwünscht!

79


Impressum Redaktion: Lisa Hilbich (Leitung), Christina Rothleitner, Ricarda Sommer, Uwe Sieber. Mitarbeit: Marie-Luise Sieber, Kick van Walbeek, Gertraud Bügler, Martin Holzwarth. Autoren: Nennung mit vollem Namen bei den jeweiligen Artikeln. Graphisches Konzept und Umsetzung: Eva Egginger ©, Christian-Schad-Bogen 12, 83714 Miesbach. Bildnachweis: Alle Fotos Caroline Becker ©, Kaiserweg 21 , 83734 Hausham, mit Ausnahme von: Seite 3, 5, 6,7, 16 oben, 17,23,25,31 Mitte, 35,36,42,43,46,51,55,58,59,61,63 innen, 65 (privat). Seite 77: Geobasisdaten© Bayerische Vermessungsverwaltung 20 I I. Hintergrund Seite 59, 60 (pepipepper); 70, 71, 73 (murphy70); 67, 69 (soulstormer): photocase.com. Au~erdem Arbeiten der Schülerinnen und Schüler der Montessorischule Hausham.

Anzeigen: Martin Holzwarth, Ledererstraße 10, 83714 Miesbach. Schrift: Gill Sans Light 10,5 I 14 Punkt. Papier: Gmund Chamois, Büttenpapierfabrik Gmund. Druck: GG-media GmbH, Weißenfelder Straße 4a, 8555 I Kirchheim bei München. V.i.S.d.P.: Lisa Hilbich, Badstraße 20, 83714 Miesbach, www.pressebuero-hilbich.de. Herausgeber: Maria-Montessori-Schulverein Miesbach e.v., vertreten durch Christiane Ahlhelm (Vorsitzende), Naturfreundestr. 4, 83734 Hausham, www.montessorischule-hausham.de. Eine Verwendung der urheberrechtlich geschützten Publikation und aller in ihr enthaltenen Beiträge sowie Abbildungen, insbesondere durch Vervielfältigungen und lader Verbreitung ohne vorherige schriftliche Zustimmung der jeweils Berechtigten ist unzulässig und strafbar. Alle Rechte vorbehalten.

80

Hausham, Juli 20 I I



Montessori - Lernen zieht Kreise