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GESCHÄFTSBERICHT 2011

ENERGIEEFFIZIENZ. INNOVATION. ZUKUNFT.

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INHALT UNTERNEHMENSGRUPPE................................ 6

INNOVATION................................................. 36

Vorstand und Aufsichtsrat........................... 8

Elektromobilitätsprogramm....................... 38

Vorstellung der Unternehmensgruppe....... 11

Pilotprojekt Multi Utility Smart Metering................................................... 40

Bericht des Vorstandes.............................. 12

Bericht des Aufsichtsrates.......................... 14

LED-Technik in der Straßen beleuchtung.............................................. 41

KUNDENORIENTIERUNG............................... 16

NACHHALTIGKEIT.......................................... 44

Stromversorgung im freien Markt............... 18

Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern.............................................. 46

Stromversorgung im USP-Bereich............... 19

Kundenkommunikation.............................. 20 Kundendienst............................................ 21

Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.............................................. 51 Verantwortung gegenüber unserer Umwelt..................................................... 56

VERSORGUNGSSICHERHEIT.......................... 22 DIVERSITY.................................................... 58 Stromverteilung........................................ 24 JAHRESABSCHLÜSSE..................................... 62

Qualitätsverbesserung der Stromver ­teilung........................................ 25

Investitionen für eine erhöhte Versor­gungssicherheit............................... 27

Analyse des konsolidierte Jahresabschlusses..................................... 76

Verbesserung der Versorgungssicherheit durch schnelle Entstörung......................... 29

Bericht des unabhängigen Wirtschaftsprüfers.................................... 88

Analyse des Jahresabschlusses.................. 63

ENERGIEEFFIZIENZ....................................... 30

Energieeffizienz bei Geschäftskunden........ 32

Energieeffizienz bei Privat- und Gewerbekunden........................................ 35

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Unternehmensgruppe EMASZ_GER.indd 6

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„Im Interesse unserer Zukunft ist Nach­haltigkeit – somit auch Energieeffizienz und Innovation – unser wichtigstes Ziel.” Dr. Marie-Theres Thiell, Vorstandsvorsitzende

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VORSTAND

DR. MARIE-THERES THIELL Vorstandsvorsitzende

DR. ARNDT BRANDENBERG Mitglied des Vorstandes

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HANS-GÜNTER HOGG Mitglied des Vorstandes

DR. ZOLTÁN ENDRE KÖVESDI Mitglied des Vorstandes

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Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand DR. MARIE-THERES THIELL Vorstandsvorsitzende

DR. ARNDT BRANDENBERG

HANS-GÜNTER HOGG

DR. ZOLTÁN ENDRE KÖVESDI

Aufsichtsrat

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EMMERICH ENDRESZ * Vorsitzender (ab dem 11. Januar 2011)

TIBOR GEMBICZKI Vertreter der Arbeitnehmer, ÉMÁSZ Nyrt.

MARTIN HERRMANN RWE EAST s.r.o. (ab dem 14. April 2011)

DR. MARTIN KONERMANN * Energie Baden-Württemberg AG

HERMANN LÜSCHEN * Energie Baden-Württemberg AG

JÁNOS TAKÁCS Vertreter der Arbeitnehmer, ÉMÁSZ Nyrt.

DR. DEZSŐ VASANITS

(*Mitglied des Auditausschusses)

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Vorstellung der Unternehmensgruppe Die ÉMÁSZ Nyrt. nimmt unter Einhaltung der euro­ päischen und nationalen Rechtsvorschriften nach der im Jahr 2007 vollzogenen Entflechtung von Netz und Vertrieb folgende Hauptfunktionen wahr: • Strategische Steuerungsfunktion: Die ÉMÁSZ Nyrt. ist im Zusammenwirken mit dem Schwes­ terunternehmen ELMŰ Nyrt. für die strategische Ausrichtung der gesamten Unternehmensgruppe ELMŰ-ÉMÁSZ verantwortlich. • Anteilseignerfunktion: Die ÉMÁSZ Nyrt. ist zu 100% Eigentümerin des Verteilnetzbetreibers, der ÉMÁSZ Hálózati Kft., welche die Aufgaben in den Bereichen Entwicklung, Planung, Bau und Erneuerung von Stromnetzen wahrnimmt. Sie ist Anteilseignerin der gemeinsamen Tochterunternehmen mit der ELMŰ Nyrt. Die ELMŰÉMÁSZ Hálózati Szolgáltató Kft. sorgt als Ge­win­ nerin des Vergabeverfahrens der ÉMÁSZ Hálózati Kft. für die Wahrnehmung der Aufgaben im Bereich des Betriebs, Baus und der Rekonst­ ruk­tion von Netzen. Die ELMŰ-ÉMÁSZ Ügyfél­ szolgálati Kft. sorgt als Gewinnerin der öffentlichen Ausschreibung der ÉMÁSZ Nyrt. und der ÉMÁSZ Hálózati Kft. für die Wahrnehmung der Aufgaben im Bereich des Kundendienstes und des Billings. Die MÁSZ Kft. ist im Energieeinkauf und im Vertrieb auf dem freien Markt und die Sinergy Kft. im Bereich von Energielösungen tätig.

• Vertriebsfunktion: Die ÉMÁSZ Nyrt. verfügt über zwei Handelslizenzen des Ungarischen Energieamtes: Eine für den Stromvertrieb auf dem freien Markt und eine für den Stromvertrieb auf dem geschlossenen Strommarkt, dem Universal Service. Die ÉMÁSZ Nyrt. versorgt über 0,7 Millionen Kunden mit ihren Produkten und Dienstleistungen. • Bereitstellen von Querschnittsfunktionen: Die ÉMÁSZ Nyrt. erbringt in Zusammenarbeit mit ihrem Schwesterunternehmen ELMŰ Nyrt. unter­ nehmensgruppenübergreifend Dienstleistungen, wie Personalverwaltung, Finanzen, Rechnungswesen, Einkauf, Logistik, Rechtsberatung, Informationsmanagement, Facility Management, Kommunikation, Marketing, interne Revision, Arbeitssicher­heit und betriebliches Gesund­heits­ wesen sowie netztechnische Dienstleistungen (Telekommunikation, Diagnostik, Straßenbeleuchtung). Zur Aufgabe der ÉMÁSZ Nyrt. gehört es auch, gemeinsam mit der ELMŰ Nyrt. die Tätigkeit der Mitglieder der Unternehmensgruppe zu bündeln und zu koordinieren. So wird eine effiziente und sichere Energieversorgung ihrer Kunden und die verantwortungsvolle Vertretung der Interessen der Mitarbeiter und der Anteilseigner ermöglicht. Die folgende Abbildung zeigt die Mitglieder der ELMŰ-ÉMÁSZ Unternehmensgruppe:

ÉMÁSZ Nyrt.

ELMŰ Nyrt.

ÉMÁSZ Hálózati Kft.

ELMŰ Hálózati Kft. Magyar Áramszolgáltató Kft. ELMŰ–ÉMÁSZ Hálózati Szolgáltató Kft. ELMŰ–ÉMÁSZ Ügyfélszolgálati Kft. Sinergy Kft.

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Bericht des Vorstandes Sehr geehrte Damen und Herren, Sehr geeherte Aktionärinnen und Aktionäre,

Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückblicken, sehen wir zwar ein bewegtes Jahr mit vielen Her­ ausforderungen, aber auch ein Jahr in dem wir bewiesen haben, dass die ÉMÁSZ Nyrt. auch in schwierigen Zeiten für Stabilität steht. Es ist uns in 2011 gelungen – trotz der anhalten – den Auswirkungen der europaweiten Wirtschafts­ krise, der geänderten energiepolitischen Rahmen­ bedingungen sowie der negativen internationalen Beurteilung des Wirtschaftsstandortes Ungarn – die ELMŰ-ÉMÁSZ Gruppe auf geplan­ tem Kurs zu halten. In Zeiten der konjunkturellen Talfahrt müssen die richtigen Weichen rechtzeitig gestellt werden. Aus diesem Grund haben wir schon Ende 2010 ein intensives Effizienzsteigerungsprogramm aufgesetzt um unsere Kosten schnellstmöglich und auch dauerhaft zu senken und so den negativen Trends frühzeitig entgegenzuwirken. Das Netzgeschäft stellt weiterhin den Kern un­se­ rer Geschäftsaktivitäten dar und trägt jedes Jahr erneut in hohem Maße zum positiven Ergebnis der ELMŰ-ÉMÁSZ bei. Aus diesem Grund haben wir es als richtig angesehen, unseren Inves­ titions­aufwand – trotz der sich hinziehenden Krise – nicht zu senken. Vielmehr sahen wir Chancen im Netzservice-Bereich, wo wir erfolgreich ein Effizienzsteigerungsprogramm umgesetzt haben und infolgedessen sowohl zum Endjahresergebnis als auch zur Erhaltung der Arbeitsplätze der Unternehmensgruppe beigetragen haben.

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Trotz Auswirkungen der Wirtschaftskrise sowie des zunehmenden Preiswettbewerbs haben wir unsere Chancen im Vertriebsgeschäft bestmöglich genutzt und konnten unseren Marktanteil weiterhin behaupten. Darüber hinaus eröffnete die Magyar Áramszolgáltató Kft. im Frühjahr 2010 ihre erste Niederlassung in Oradea, um ihre Vertriebs­ aktivität auch auf das benachbarte Rumänien zu erweitern. Schon zum Jahresanfang 2011 erhöhte sich die Dynamik auf dem Strommarkt auf Grund der günstigen Entwicklung von Strompreisen im freien Markt, was zu einem intensiven Wettbewerb führte. Nach intensiven Vorbereitungen hat die ELMŰÉMÁSZ Gruppe im Sommer 2011 ein getrenntes SAP IS-U Abrechnungssystem für Netz und Vertrieb in Betrieb genommen und ist somit das erste Stromversorgungsunternehmen Ungarns, welches den europäischen gesetzlichen Auflagen bezüglich des informatischen Unbundlings er­füllt und auch den aktuellen Marktanforderungen vollständig entspricht. Neben wirtschaftlichen Aspekten ist Nachhaltigkeit von grundlegender Relevanz für unser Unter­ nehmen. Wir nehmen die Verantwortung und Verpflichtung für unser natürliches und gesellschaftliches Umfeld an, und genau darum stellt Nachhaltigkeit ein langfristiges strategisches Prinzip dar. In diesem Geiste haben wir im Sommer 2011 das E-Mobility Network gegründet und übernehmen in Sachen Elektromobilität eine Pionierrolle in Ungarn. Das Fahren mit Elektroautos trägt ebenso zum sinkenden Ausstoß von CO2 wie zur Verbesserung der Luft in Großstädten wie Budapest bei. Zum Schutz unserer Umwelt haben wir auch mit der Einführung des Grünen

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Tarifs beigetragen, mithilfe dessen wir, als erster Anbieter in Ungarn Kunden mit Strom aus 100% erneuerbaren Energien beliefern wollen. Auch hinsichtlich der sozialen Verantwortung sind wir weiter auf dem eingeschlagenen Weg vorangegangen. In enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Hilfsdiensten, Krankenhäusern und Stiftungen haben wir viele gemeinsame Projekte realisiert, um Menschen in der Not zu helfen. Diesen Weg wollen wir auch in Zukunft fortführen. Diese vielen guten Entwicklungen und Ergebnisse stimmen uns optimistisch, die Herausforderungen der Zukunft anzugehen. Im Namen des gesamten Vorstandes möchte ich mich auf diesem Wege bei allen unseren Mitarbeiterinnen

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und Mitarbeitern sowie Führungskräften für ihr Engagement, Durchhaltevermögen und Kompetenz bedanken. Unser Dank gilt auch den Vertretern des Betriebsrates und der Gewerkschaften für ihre konstruktive Zusammenarbeit im gesamten Jahr. Budapest, 15. Februar 2012 Mit freundlichen Grüßen

Dr. Marie-Theres Thiell Vorsitzende des Vorstandes

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Bericht des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach dem Gesetz und der Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich schriftlich und mündlich über die Entwicklung der Geschäfte und die grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik umfassend durch den Vorstand unterrichten lassen. Im Geschäftsjahr 2011 fanden drei Aufsichtsratssitzungen statt. Schwerpunkte der Beratungen waren dabei: • Jahresabschluss 2010, • Tagesordnung der Hauptversammlung einschließlich Beschlussvorschläge, • Entwicklung des politischen und regulatorischen Umfelds, • Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft, • Wichtigste Aktivitäten des Netz- und des Vertriebsgeschäftes und • Geschäftsplan 2012 und die Mittelfristplanung bis 2014. Der Aufsichtsrat fasste die erforderlichen Beschlüsse in seinen Sitzungen auf der Basis aus­ führlicher schriftlicher und mündlicher Informationen. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrates in ständigem Kontakt mit dem Vorstand, um geschäftspolitische Fragen, strategische Ziele und Einzelvorgänge zu erörtern. Der aufgestellte Jahresabschluss nach den Regeln der ungarischen Rechnungslegung und der konsolidierte Abschluss nach den Regeln der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) sowie der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2011 wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers

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geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Auditausschuss hat den Jahresabschluss und den konsolidierten Abschluss für das Geschäftsjahr 2011 einschließlich des Geschäftsberichtes sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und hat sein Einverständnis gegeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den konsolidierten Abschluss sowie den Geschäftsbericht und den Vorschlag für die Ergebnisverwendung geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers sowie die Stellungnahme des Auditausschusses zustimmend zur Kenntnis genommen und sowohl den Jahresabschluss als auch den konsolidierten Abschluss zum 31. Dezember 2011 gebilligt. Er empfiehlt der Hauptversammlung, die Abschlüsse und den Lagebericht anzunehmen. Der Aufsichtsrat schließt sich außerdem dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Ergebnisses an. 2011 gab es folgende personelle Änderungen und folgende Mandate wurden verlängert: Nachdem Herr Dr. Ulrich Jobs sein Amt als Vorsitzender sowie sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrates mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2010 niedergelegt hatte, wählte die Hauptversammlung Herrn Martin Herrmann zum Mitglied des Aufsichtsrates mit Wirkung ab dem 14. April 2011. Zum 30. September 2011 endete das Vorstandsmandat von Frau Dr. Marie-Theres Thiell im Vorstand der ÉMÁSZ Nyrt. Am 14. April 2011 wählte die Hauptversammlung der Gesellschaft Frau Dr.

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Marie-Theres Thiell zum Mitglied des Vorstandes für weitere drei Jahre mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2011. Zum 30. April 2011 endete das Vorstandsmandat von Herrn Dr. Zoltán Kövesdi. Die Hauptversamm­ lung der Gesellschaft wählte Herrn Dr. Zoltán Kövesdi zum Mitglied des Vorstandes für weitere drei Jahre mit Wirkung ab dem 1. Mai 2011. Zum 30. Juni 2011 endete das Vorstandsmandat von Herrn Hans-Günter Hogg. Die Hauptversammlung der Gesellschaft wählte Herrn HansGünter Hogg zum Mitglied des Vorstandes für weitere drei Jahre mit Wirkung ab dem 1. Juli 2011. Zum 24. April 2011 endete das Aufsichtsratsmandat von Herrn Dr. Martin Konermann. Die Hauptversammlung der Gesellschaft wählte Herrn Dr. Martin Konermann zum Mitglied des Aufsichtsrates und des Auditausschusses des Aufsichtsrates für weitere drei Jahre mit Wirkung ab dem 25. April 2011.

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Nach Ablauf des Wirtschaftsprüferauftrages der PricewaterhouseCoopers Kft. zum 31. Mai 2011 wurde dieselbe Gesellschaft von der Hauptversammlung für weitere drei Jahre zum Wirtschaftsprüfer der ÉMÁSZ Nyrt. mit Wirkung ab dem 1. Juni 2011 gewählt. Die mit der Wirtschaftsprüfung beauftragte Person ist Herr Péter Biczó. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie beim Vorstand für die im Geschäftsjahr 2011 geleistete Arbeit.

Budapest, 12. März 2012

Emmerich Endresz Aufsichtsratvorsitzender

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Kundenorientierung EMASZ_GER.indd 16

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„Wir stehen unseren Kunden jederzeit mit Energieberatung zur Verfügung, denn die günstigste Energie ist die, die wir nicht verbrauchen.” Tamás Varga, Energieberater

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Stromversorgung unserer Kunden im freien Markt Die auf dem Gebiet der Stromversorgung tätigen Vertreibesgesellschaften der Unternehmensgruppe – ELMŰ Nyrt. in Budapest und im Komitat Pest, ÉMÁSZ Nyrt. im Nord-Ungarn, sowie das Tochter­ unternehmen dieser beiden Gesellschaften, die Magyar Áramszolgáltató Kft. – versorgen unsere Geschäftspartner landesweit mit Strom. Auch unter den mit der allgemeinen Wirtschaftskrise und mit dem zunehmenden Preiswettbewerb erschwerten Umfeldbedingungen des Jahres 2011 konnten unsere Gesellschaften im freien Marktsegment der Stromwirtschaft erfolgreich bestehen. Der Freimarktanteil der ÉMÁSZ Nyrt. beläuft sich bei einem Absatz von 490 GWh auf 2,2%. Zugleich beträgt der Marktanteil unserer Tochter­ gesellschaft, der Magyar Áramszolgáltató Kft 15%. Sie setzte im letzten Jahr insgesamt 3 310 GWh Strom ab. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ent­ fal­tete sich im Jahr 2011 ein intensiver Preiswettbewerb um die Gewinnung der öffentlichen und der PuG-Kunden aus dem USP-Segment. Auslöser des Wettbewerbs war vor allem die günstige Entwicklung der Preise auf dem freien Markt zu Anfang des Jahres. Der Wettbewerb für die Behaltung der bereits am freien Markt versorg­ ten Kunden hat sich zu dem weiter verschärft. Nach der Novellierung der Pflichtabnahme-Vorschriften (KÁT) ist der KÁT-Anteil an der Gesamtmenge des abgesetzten Stromes ab Mitte des Jahres rund auf die Hälfte (von 25% in 2010 auf 13% in 2011) gesunken. Neben dieser Entwicklung des KÁT-Anteiles stellten der gestiegene Großhandelspreis (u.a. Fukusima-Effekt) und der ungünstige Wechselkurs zwischen Euro und Forint

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weitere wesentliche Einflußfaktoren dar. Diese Entwicklungen wirken sich vor allem auf die 2012-er Preise ungünstig aus. In Reaktion auf die Änderungen der Marktvolatilität und der Kundenbedürfnisse auf dem freien Markt konzentrierten sich unsere Vertriebsgesell­ schaften im Jahr 2011 auf die Entwicklung neuer Produkte. Anfang Oktober 2011 starteten wir auf dem freien Markt eine Akquisitionskampagne, bei welcher wir partnerschaftlich mit einem der führenden ungarischen Bürobedarfhändler kooperieren, der gewerblichen Kunden mit einem Stromliefervertrag für 2012 von über 100 Tsd. kWh/Jahr einen Bezugsrabatt von 15% bietet. Daneben haben wir unsere Website www.aramszolgaltato.hu erweitert und den Kunden auf dem freien Markt den schnellen und bequemen Abschluss von Verträgen ermöglicht. Mit den online abschließbaren Verträgen bieten wir unseren Partnern eine weitere Dienstleistung, welche die Entscheidung für unsere Unternehmensgruppe noch attraktiver macht. Nach wie vor betreiben wir erfolgreich das persönliche Kundenmanager-System. Damit hat jeder Key Account Kunde seinen persönlichen Kundenmanager, der in jeder Angelegenheit gerne zur Verfügung steht. Magyar Áramszolgáltató Kft. eröffnete im April 2010 in Rumänien ihre erste Niederlassung und will ihre Aktivität sukzessive auf das gesamte Gebiet Rumäniens erweitern. Ziel ist es, auch in Rumänien mittelfristig einen nenneswerten Marktanteil zu erreichen.

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Stromversorgung im USP-Bereich Die Preisbildung im USP-Bereich erfolgt unter Aufsicht der Behörden. Das Ministerium für Nationale Entwicklung legt auf dem Wege von Verordnungen den Preis und die Möglichkeiten zur Inanspruchnahme des Universal Services fest. Neben dem Privathaushalts- und Kleingewerbesegment bilden öffentlichen Einrichtungen den maßgeblichen Kundenkreis, der je nach Interesse zwischen einer Versorgung im freien Markt bzw. im Universal Service wählen kann. Der Verbrauch der Haushalte nahm im Vergleich zum Vorjahr ab. Im Haushaltskundenbereich kam auf dem Markt noch keine wesentliche Bewegung auf, aber einzelne Lieferanten sind– vorerst eher versuchsweise – auch in diesem Segment mit ihren Angeboten präsent. Die im Februar vollzogene amtliche Preisfeststellung hat – im Einklang mit den erklärten Absichten – die ab dem zweiten Halbjahr erwartete Änderung des KÁT-Anteiles, sowie die individuell erwartete Margensituation der einzelnen USP-Dienstleister berücksichtigt. Dabei wurde auch vor Augen gehalten, dass die Energiepreise für eine möglichst lange Zeit stabil bleiben sollten.

ÉMÁSZ Nyrt. setzte 2011 im Rahmen des Universal Service insgesamt 1 574 GWh Strom ab. Eine der traditionsreichsten hiesigen Verbrau­cher­ schutzorganisationen, der Verband ungarischer Energieverbraucher hat der Strom- und Gasversor­ gungsqualität eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Bei der jährlichen Untersuchung der Kundenzufriedenheit setzt das Ungarische Energie­ amt wissenschaftlich fundierte Erhebungs­metho­ den ein. Auf Grund der Ergebnisse dieser Untersuchung verleiht der Verband dem besten Dienst­leister Jahr für Jahr einen Preis. In 2011 hat in der Kategorie USP-Versorgung die ÉMÁSZ Nyrt. den Preis für seine Leistungen im Jahr 2010 bekommen.

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Danach schrieb die zweite, ab Juli geltende Preis­änderung eine Strompreissenkung von 0,96 Ft/kWh vor. Zeitgleich wurde für die Schaffung von effizienteren Energieerzeugungskapazitäten – durch Novellierung des Stromgesetzes – die sog. „Strukturumwandlungsgebühr“ eingeführt. Im Ergebnis der beiden Maßnahmen blieb der Bruttoabsatzpreis für die Haushalte unverändert.

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Kundenkommunikation Zum Erfolg der Unternehmensgruppe tragen ebenso unsere vielfältigen Dienstleistungen bei. Zu unseren Grundprinzipien gehören neben Zuverlässigkeit und eine korrekte Betreuung der Vertragsbeziehungen auch eine proaktive und umfassende Information unserer Kunden. Wir treffen uns regelmäßig mit unseren Großkunden: Im Jahr 2011 haben wir zahlreiche Fachtagungen und Workshops in kleinen Gruppen, sowie andere Businessevents organisiert, an denen unsere Partner in großer Zahl teilnahmen und die eine ausgesprochen gute Plattform für die Pflege unserer Geschäftsbeziehungen darstellen. Unser Kundenmagazin Energia Trend Magazin und seine Internetversion Energia Trend Online bedient die Geschäftskunden mit tagesaktuellen Informationen und interessanten Neuigkeiten aus der Welt der Energie. Diese Publikationen bieten den Entscheidungsträgern des genannten Kundenkreises wichtige fachliche und kommerzielle Inhalte. Im Kreis unserer Groß- und Key Account Kunden führten wir das in der Branche noch einzigartige Portal „EnergiaNet“ ein, das Geschäftskunden eine Möglichkeit des direkten Kundenkontakts gewährt. Mit unserem Energia Magazin werden die Haushaltskunden über Neuigkeiten und Entwicklungen der Energiebranche informiert. Unser Rundschreiben Híráram erreicht alle Haushaltskunden. Es wird alle zwei Monate der Strom­ rechnung beigefügt. Mit noch ausführlicheren Informationen dient unsere elektronische Post „Online Híráram“, die wir monatlich einmal den in unserer Datenbank erfassten Haushaltskunden zuschicken.

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Es gilt als unser vorrangiges Ziel, unsere Dienstleistungsinformationen bzw. aktuelle Informationen zum Kundendienst einem möglichst breiten Kreis von Privatkunden mitzuteilen bzw. die Privathaushalte zur aktiven Nutzung unserer Dienst­ leistungen anzuregen. Ein wichtiges Forum hierfür bleiben nach wie vor unsere Kundenbüros für die persönliche Betreuung, das CallCenter als Form der telefonischen Betreuung sowie unsere zunehmend populärer werdenden Internetseiten. Unsere erneuerten Websites (www.elmu.hu und www.emasz.hu) bieten unseren Kunden nicht nur die Möglichkeit der Online-Bearbeitung, sondern auch nützliche Informationen und Energiesparberatung auf Internet­schnittstellen (www.energiapersely.hu). Dort sind die Konditio­ nen des Grünen Tarifs und des GEO Tarifs sichtbar (www.aram.hu) und für die zukünftige Generation gibt es Informationen zur umweltbewussten Erziehung (www.energiasuli.hu). Unter den ungarischen Stromversorgungsunternehmen entwickelte in 2011 die ELMŰ-ÉMÁSZGruppe als Erste eine SmartPhone-Anwendung, die bereits ab Sommer auf iPhones und iPads heruntergeladen werden konnte und seit dem Jahresende auch für Anwender der Android Betriebssysteme verfügbar ist. Sie ist in Ungarn die erste SmartPhone-Applikation, welche mehr Trans­parenz im Bereich Stromversorgung bietet. Die kostenlose Anwendung unterstützt unsere Kunden nicht nur in der Erledigung ihrer Stromrechnungsangelegenheiten, sondern hilft auch bei der sparsamen Anwendung der Energie: u.a. kann mit ihr berechnet werden, wie hoch die Stromrechnung alleine durch den StandbyBetrieb der im Haushalt befindlichen Geräte wäre. Seit Sommer wurde die Applikation von über fünftausend Anwendern heruntergeladen.

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Kundendienst Unter den ungarischen Stromversorgungsunternehmen nahm am 25. Juli 2011 die ELMŰ-ÉMÁSZ Gruppe als Erste ein vollständig EU-konformes Abrechnungssystem in Betrieb, welches die Netzund Vertriebsdaten in zwei separaten Systemen bearbeitet. Das neue System erfüllt die ungarischen und europäischen gesetzlichen Auflagen bzw. die Erwartungen des Ungarischen Energieamtes. Unsere Kundenbüros sind gewöhnlich 36 Stunden pro Woche geöffnet. Die Büros in den Einkaufszentren stehen unseren Kunden noch länger, wöch­ entlich 42 Stunden zur Verfügung, wohingegen unsere Filialbüros wöchentlich zweimal jeweils vier Stunden (am Vormittag und am Nach­mittag) geöffnet sind. Auf Grund der ab dem 1. Juli 2011 geltenden Änderung des Stromgesetzes wurde ein Teil der Kundenbüro-Zweigstellen zu­sam­men gezogen und dadurch ihre Arbeit effektiver gestaltet. In den Kundenbüros wurde der Bargeldverkehr erst minimiert und später, zum 20. Juni 2011 komplett eingestellt. Zeitgleich fand eine Um­stel­ lung auf die moderneren, einfacheren elektronis­chen Zahlungstechniken statt. Versuchsweise stellten wir die Barzahlung bereits ab 2009 im Kundenbüro Szentendre ein. Ab dem 1. Januar 2011 folgten nun die Kundenbüros Dunaharaszti, Vác und Pólus Center. Dafür stehen in allen unserer Kundenbüros Zahlungsmöglichkeiten mit der Bankkarte bzw. mittels Postüberweisung nach wie vor zur Verfügung.

Zur Verbreitung der elektronischen Kundenbetreuung wird bereits in 14 Kundenbüros die Möglichkeit der Bearbeitung übers Internet ermöglicht. Dabei unterstützen kompetente Mitarbeiter die Nutzung der aufgestellten Terminals. Die für die Erhöhung der Kundenzufriedenheit und zur Motivierung unserer Mitarbeiter aufgesetzte „Smiley-Kampagne“ wurde auch im Jahr 2011 fortgesetzt. Jeweils einmal im Quartal wird das von den Kunden am meisten anerkannte Kundenbüroteam – das Büro mit den meisten Smilies – ausgezeichnet. Die Kampagne diente im vergangenen Jahr auch zu karitativen Zwecken. Die ausgezeichneten Mitarbeiterteams konnten sich über ein karitatives Ziel ihrer Gemeinde oder ihres Stadtbezirkes auswählen, für dessen Umsetzung und Unterstützung unsere Unternehmensgruppe jeweils 250 Tsd. Ft spendete.

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In den Kundenbüros – und auch in den Zweigstellen – können sich die Kunden im Vorfeld einen Termin reservieren lassen. So können sie ihre Angelegenheiten ohne Wartezeit bequemer erledigen. Im Jahr 2011 haben deutlich mehr Kunden diese bequemere Lösung in Anspruch genommen. Die Anzahl der reservierten Termine hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt.

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Versorgungssicherheit EMASZ_GER.indd 22

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„Die Zukunft unserer Versorgungssicherheit liegt in unserer Innovationskraft.”

András Pintér, Referent für Smart Metering

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Stromverteilung Die Versorgung mit Strom – gleich ob es sich um Industriebetriebe, öffentliche Einrichtungen oder Haushalte handelt – gilt in unserer heutigen Welt als selbstverständliche Dienstleistung. Die Aufgabe der Netzbetreiber ist die Bereitstellung einer hoch­­ wertigen technischen Infrastruktur zu gleichen Bedingungen, welche zur Versorgung der Kunden mit Strom notwendig ist. Seitens der Kunden und der Regulierungsbehörde werden immer höhere und strengere qualitative Erwartungen an die Netzdienstleistungen gestellt. Die Unternehmens­gruppe ELMŰ-ÉMÁSZ versteht

die Erfüllung der Qualitätsansprüche ihrer Kunden auf einem hohen Niveau als eine ihrer wesentlichsten Aufgaben und Verpflichtungen. Die ÉMÁSZ Hálózati Kft. versorgt über das in ih­rem Eigentum befindliche Verteilernetz mehr als 700 Tausend Kunden mit Strom. Im Jahre 2011 betrug die in das Netz eingespeiste Strommenge 5 600 GWh. Die Auswirkung der Wirtschaftskrise war im Jahr 2011 weiterhin noch spürbar. Die verteilte Strommenge erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr, blieb aber immer noch weit hinter der des letzten Vorkrisenjahres 2008 zurück.

Gesamtdurchleitung der ÉMÁSZ Hálózati Kft. 2007 bis 2011 (GWh)

6 200

6 000

5 800

5 600

5 400

5 200

5 000 2007

2008

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Gesamtdurchleitung der ÉMÁSZ Hálózati Kft. 2007 bis 2011 [GWh]

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Qualitätsverbesserung der Stromverteilung Trotz der unerfreulichen wirtschaftlichen Entwicklungen hat ÉMÁSZ Hálózati Kft. mehr Investitionen als im Vorjahr vorgenommen und konnte so die Dienstleistungsqualität weiter verbessern. Die Qualitätsparameter der Netzdienstleistungen werden von uns fortlaufend verfolgt. Wir messen systematisch zum einen die Qualität der mit den Kundenkontakten zusammenhängende Tätigkeiten (z.B. Arbeiten am Zählerort, Ablesen, Vertragsabschlüsse) und zum anderen die Qualität des Netzbetriebes (z.B. Entstörungszeit, Anzahl und Dauer der geplanten Instandhaltungsarbeiten bzw. Abschaltungen).

für die Stichprobe ausgewählten Zähler die Prüfung bestehen, können diese weitere 5 Jahre im Netz bleiben. Im Einklang mit den EU-Vorschriften haben wir in Zusammenarbeit mit unseren Mutterhäusern ein Pilotprojekt zur Einführung des „Smart Meterings“* begonnen. Die Untersuchung erstreckt sich auch auf die Bereiche IT-Systeme, Regulierung und Technologie. Von der Umsetzung des Programms Smart Metering erwarten wir – wie auch die EU – die Stärkung des Energiebewusstseins der Kunden und dadurch die Senkung ihres Energieverbrauchs und -kosten, sowie längerfristig die Senkung der CO2-Belastung der Umwelt.

Die Qualität der Kundenbeziehungen wird insbesondere durch die korrekte Abrechnung mit den Kunden bestimmt. Dazu sind geeichte Zähle und ihre präzise Ablesung erforderlich. Ab 2011 werden von allen Zählern bei der Ablesung Fotos angefertigt und die dokumentierten Informationen elektronisch verarbeitet. Das vereinfacht die Prozesse im Reklamations- und Beschwerdenmanagement, weil der Zählerstand von beiden Parteien akzeptiert und eindeutig dokumentiert ist. Die Verarbeitung der fotografisch festgehaltenen Informationen trägt auch zur Kontrolle und Vervollständigung der Zählerdatenbank im Abrechnungssystem bei. Um die Zuverlässigkeit der Messung zu gewährleisten, dürfen auf dem Netz nur geeichte Zähler montiert sein. Das Austauschprogramm der Zähler mit abgelaufener Eichung wurde auch im Jahr 2011 wie geplant durchgeführt. Auch hier konnten wir durch die Erfüllung der strengen Voraussetzungen der Stichprobenprüfung eine wesentliche Effizienzverbesserung erzielen. Wenn die

* Der Smart Meter bietet Echtzeitinformationen über den Energieverbrauch der Kunden, welche die individuellen Gas- und Stromverbrauchsdaten, die Kosten und Auswirkung des Verbrauchs auf die Emission der den Treibhauseffekt verursachenden Gase beinhalten. (Europäischer Smart Meter Verband, ESMA)

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Die Senkung der Netzverluste galt auch im Berichtsjahr als eine unserer vorrangigen Auf­ gaben. In den vergangenen Jahren und auch im Berichtsjahr haben wir Zielprogramme aufgesetzt (z.B. Bau neuer zusätzlicher Einspeisungen), die neben der Verbesserung der Dienstleistungsquali­ tät auch zur Senkung der Netzverluste beigetragen haben. Die nicht-technischen Verluste konnten mit gezielten Zählerkontrollen reduziert werden. Ein Schwerpunkt in der ELMŰ-ÉMÁSZ-Unter­neh­ mens­gruppe ist die Effizienzsteigerung der Arbeiten in der Netzentwicklung und im Netzbetrieb. Die Vorbereitung der Netzprojekte wurde weiter verbessert und in den Beschaffungsverfahren wurde der Preiswettbewerb durch die Einbeziehung neuer, Anbieter gestärkt. Damit konnten wir die negativen Auswirkungen der Materialpreiserhöhungen auf dem Weltmarkt und der Währungskursentwicklungen teilweise kompensieren und aus den verfügbaren Ressourcen mehr technische Inhalte realisieren. Als Erstes der ungarischen Stromversorgungsunternehmen haben wir ab Ende September 2011

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die Einmannarbeit eingeführt und können schon über sehr gute Praxiserfahrungen berichten. Es werden für den jeweiligen Auftrag nicht mehr zwei Mitarbeiter eingesetzt, wenn die Arbeiten unter Berücksichtigung der technischen Erforder­ nisse und Einhaltung der Arbeitssicherheitsvorschriften auch von einer Person sicher ausgeführt werden können. Die frei werdenden Kapa­zitäten werden bei Instandhaltungs- und Betriebsaufgaben eingesetzt, die bisher von Fremddienstleitern wahrgenommen worden sind. Dies trägt zu einer wesentlichen Steigerung der Effizienz bei. In Vertretung unserer Unternehmensgruppe hat der Verteilernetzbetreiber eine Kooperations­ vereinbarung mit der Ungarischen Katastrophenschutzdirektion abgeschlossen, um in Extrem­ situationen wie Überschwemmung, Sturmwetter usw. die Stromversorgung der Bürger möglichst schnell wieder herstellen zu können. Es ist unser gemeinsames Interesse, dass die Zusammenarbeit reibungslos verläuft. Mit der Vereinbarung wird bezweckt, dass die gemeinsam verfügbaren Kräfte, Ressourcen und Erfahrungen in Sondersituationen optimal genutzt werden.

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Investitionen für eine erhöhte Versorgungssicherheit Die Qualität der Netzdienstleistungen konnten wir infolge der Investitionen weiter verbessern. Zur Befriedigung des Leistungssbedarfs unserer Kunden und der Optimierung unserer Netze hat die ÉMÁSZ Hálózati Kft. im Jahre 2011 insgesamt 10,8 Mrd. HUF investiert. Investitionen der ÉMÁSZ Hálózati Kft. im Jahr 2011 (%)

18% 44%

31%

Im Berichtsjahr wurde die im Vorjahr vorbereitete Vollrekonstruktion des 120/20 kV-Umspannwerks Balassagyarmat begonnen. Laut Plan wird die Maßnahme im Jahr 2012 abgeschlossen. In 2011 wurden die Vorbereitung der Zielprojekte der nächsten Jahre fortgesetzt, die Umbauplanung der Umspannwerke Miskolc-West und Miskolc-Mitte ausgearbeitet, und die Optimierung der 120 kVFernleitungen um Miskolc vorbereitet. Ebenso begann auch die Bauplanung der neuen 120 kVFernleitung zwischen Eger-Nord und Eger-Süd. Im Rahmen unseres Mittelfristprogrammes wurde die Erneuerung der Alarm- und Feuerschutzanlagen in den Umspannwerken fortgesetzt.

7% Hauptverteilnetz

Messsystem

Verteilnetz

Sonstiges

Investitionen derweiteren ÉMÁSZ Hálózati Kft. im Jahr [%] Aufgrund des Rückgangs der2011 Kunden­ anforderungen für Anschlusserweiterungen und Neuanschlüsse konnten wir im Geschäftsjahr 2011 in erhöhtem Umfang Netzinvestitionsmittel zielgerichtet zur Verbesserung des Zustands der Netze verwenden. Die in den früheren Jahren begonnenen Entwicklungs- und Rekonstruktions­ programme wurden fortgesetzt, in deren Ergebnis die Versorgungssicherheit weiter erhöht werden konnte.

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Entwicklungsmaßnahmen im Verteilernetz Auf dem Mittelspannungsnetz (10 kV, 20 kV, 35 kV) wurde das Verbesserungsprogramm der Betriebs­ sicherheit in einem höheren Volumen, als in den Vorjahren fortgesetzt. Dabei wurden Netzkomponenten, die die meisten Störungen verursachen (MS- und NS-Leitungen, Kabel, veraltete Trafostationen), ausgetauscht.

Wesentliche Netzentwicklungs- und Rekonstruktions­projekte im Hauptverteilernetz

Für das Straßenbahnprojekt „Grüner Pfeil“ der Stadt Miskolc haben wir die Rekonstruktions­ arbeiten des Miskolcer Mittelspannungskabelnetzes von 2012-13 vorverlegt und bereits in 2011 durchgeführt.

Im Jahr 2011 haben wir die Vollrekonstruktionsarbeiten des 120/20 kV-Umspannwerkes Károlyfalva abgeschlossen und damit die Stromversorgung des Raumes wesentlich verbessert bzw. die Anzahl der Kundenstörungen spürbar gesenkt.

Die langfristige Netzstrategie und der mittel­ fristige Netzentwicklungsplan wurden unter Berücksichtigung der neuen Umwelt- und Kunden­ anforderungen ausgearbeitet. Die zur neuen Netzstrategie angepassten Projekte wurden

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begonnen bzw. fortgesetzt. Dank des Projektes Automatisierung im Verteilernetz und der hier eingesetzten neuen Technik wird der schnelle Zugriff aus den Schaltzentralen, sowie bei Störungen eine wesentlich schnellere Wiederherstellung der Stromversorgung ermöglicht. Zu unseren grundlegenden Aufgaben gehört die Durchführung der geplanten Rekonstruktionen und Instandhaltungen, die früher größtenteils nach Freischaltung, bei mehrstündiger Unter­ brechung der Stromversorgung durchgeführt werden mussten. Ziel ist es, geplante Arbeiten bei minimaler Störung der Kunden durchzuführen. Deshalb haben wir in 2010 mit der Technologie Arbeit unter Spannung begonnen und diese Arbeitsweise wurde sukzessive ausgeweitet. Dank Einführung der Technologie kann die Abschaltdauer beim Kunden bei geplanten Arbeiten Jahr für Jahr erheblich gesenkt werden. Bei unseren Programmen wurden im Jahr 2011 im Einklang mit unserer mittelfristigen Netz­ strategie auch die „Smart Grid“* Aspekte unseres Zielnetzes berücksichtigt. In 2011 wurde das Projekt Modernisierung der Netzführung fort­ gesetzt (SCADA Projekt). Ziel ist die vollständige Erneuerung unserer bestehen­den Leittechnikund Telekommunikationssysteme.

Mit Einführung des neuen Systems werden auch die früheren 5, voneinander unabhängigen Netzleitstellen abgelöst und an Standorten Miskolc und Gyöngyös integriert. Die neue Technik ermög­ licht den schnellen Zugriff aus den Schaltzentralen und erlaubt bei Störungen durch Fernsteuerung eine wesentlich schnellere Wiederherstellung der Stromversorgung. Das Gesamtsystem soll Anfang 2012 in Betrieb gehen. Im Jahr 2011 wurde die Telekommunikations­ strategie nach einem komplett neuen Anforderungs­ gefüge fertig gestellt. Sie steht auch im Einklang mit den Anforderungen der Smart Grid und Smart Metering Technologie. Auf dem Versorgungsgebiet der ELMŰ-ÉMÁSZGruppe befinden sich Leitungen unterschiedlicher Spannungsebenen in mehreren 10 Tsd. km Länge. In der Vergangenheit wurden die Leitungsnetze auf der Grundlage der damals geltenden Rechtsund Eigentumsverhältnisse erstellt. Das aktuelle Stromgesetz verpflichtet die Netzeigentümer, bis zum 31. Dezember 2012 die katasteramtliche leitungsrechtliche Eintragung ihrer Leitungen zu beantragen. Unsere Unternehmensgruppe führt die entsprechenden Maßnahmen durch, um die Eintragung in der gesetzlich vorgeschriebenen Frist erreichen zu können.

* Im Verlauf des Ausbaus des Smart Grid werden die traditionellen Elemente des Stromnetzes mit computertechnischen und informationstechnischen Fähigkeiten ausgestattet.

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Verbesserung der Versorgungssicherheit durch schnelle Entstörung Die Versorgungssicherheit – d.h. immer weniger Störungen, die immer schneller beseitigt werden – stellt eine grundsätzliche Erwartung unserer Kunden dar. Im Ergebnis unseres Rekonstruktions­ programms, der Entwicklungsprojekte früherer Jahre zur Automatisierung der Netze sowie einer modernen, mit Informationstechnologien unterstützten Arbeitsorganisation sind im Jahre 2011 – wenn man einmal die wegen der außerordentlich schlechten Witterungsbedingungen auftretenden Störungen ausklammert – deutliche Verbesse­run­ gen gegenüber den Vorjahren bei den anerkannten Qualitätskennzahlen für Störungen zu verzeichnen. Im Jahre 2011 haben wir die früher begonnenen kabeldiagnostischen Untersuchungen fortgesetzt. Im Ergebnis konnten wir vielen, aus Materialfehlern herrührenden Störungen vorbeugen. Im Nieder­ spannungsnetz haben wir das sog. Spannungsmonitoringsystem eingeführt. In diesem Zusammenhang messen wir an ausgewählten Stellen beim Kunden die Einhaltung der definierten Parameter der Spannungs- und Stromversorgung und analy­ sieren die Ursachen von Abweichungen von der Norm ggf. führen wir notwendige Eingriffe durch und können so Störungen und Kundenbe­schwer­ den vermeiden.

Zur wirksamen Vorbeugung von Diebstählen und Beschädigungen wurden zahlreiche Gesetz­än­de­ rungsvorschläge erarbeitet und teils auch ange­ nommen. Dank unserer Maßnahmen in der Entwicklung und Rekonstruktion, einer verbesserten Arbeits­ organisation und der Qualitätssicherung bei unseren Fremddienstleister konnten wir erreic­hen, dass unsere Kennziffern zur Betriebssicherheit dem europäischen Durchschnitt entsprechen und weit über den durch das Ungarische Energie­ amt vorgeschriebenen – in Europa als äußerst streng anzusehenden – Qualitätsanforderungen rangieren.

Die Behebung und Prävention der Diebstähle und mutwilligen Beschädigungen in Netzvorrichtungen erforderten eine große Aufmerksamkeit und bedeutende finanzielle Aufwendungen. Durch Verstärkung der Vermögensschutzmaßnahmen ist es gelungen in 2011 die Anzahl von diesartigen Delikten einigermaßen einzudämmen. Hauptziel von Buntmetall- und Öldiebstählen waren die Mittel- und Niederspannungs-Trafostationen, an denen Schäden in der Größenordnung von 70 Mio. HUF verursacht wurden.

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„Mit unserer Energieaudit-Dienstleistung helfen wir Geschäftskunden Einsparungspotentiale zu identifizieren und sich so für die Zukunft zu wappnen.” Lajos Lovász, Referent für Energieaudit

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Energieeffizienz bei Geschäftskunden Wirtschafts- und Umweltschutzaspekte machen den sparsamen Umgang mit Energie notwendig. Sowohl für Geschäftskunden als auch für Privatkunden ist Energieeffizienz von hohem Interesse. Unsere Unternehmensgruppe will durch ihre viel­ fältigen und umfassenden Beratungs-, Dienst­leis­ tungs- und Informationsaktivitäten alle Verbra­u ­ cher ganz bewusst darauf hinweisen, effizient und umweltbewusst mit der Energie umzugehen. In diesem Sinne stehen für unsere Geschäfts­ kunden zwei Dienstleistungen zur Verfügung: Die Prüfung des Ener­gie­verbrauchs vor Ort und ein Portal, was die Analyse ihrer Last- und Verbra­u­chs­­ daten ermöglicht. Im Rahmen des im Jahr 2008 eingeführten Pro­ duk­­tes Energieaudit führen wir eine Durch­le­uch­ tung der energetischen Infrastruktur unserer Kunden durch, auf deren Grundlage wir einen umfassenden Vorschlag zu einem effizienteren Betrieb der Anlagen und Maschinen unterbreiten. Ziel der Dienstleistung ist, unsere Kunden für die Möglich­­keiten der Energieeinsparung, die Einhaltung der Energieeffizienzvor­schriften und den umwelt­be­wussten Umgang mit Strom zu sensibili­sieren. Wir bieten nützliche Informationen zu Einsparpo­tenzialen, zur Erhöhung der Energieeffizienz und damit zu Lö­sun­gen, die zu einer Verrin­gerung der CO2-Emissionen führen, sowie zu den Mög­lich­keiten, wie sie ihre Energie­ kos­ten bei weiter steigenden Energiepreisen optimieren können. Die jährlichen Einsparungen unserer Kunden können das 4 bis 5-fache der Auditgebühr betragen und unsere Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass die durchschnittliche Renditezeit nicht länger als 1 bis 1,5 Jahre ist. Die Rationalisie­rung des Energieverbrauchs hat neben der Kosten­

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einsparung auch eine Verbesserung des Unter­ nehmensimages zur Folge. Im Jahr 2011 führten unsere Experten bei mehreren Unternehmen eine umfassende Durchleuch­ tung ihrer elektroenergetischen Anlagen und Maschinen durch, um den Energieverbrauch zu erfassen und Effizienzpotenziale zu erschließen. Das im Jahr 2010 eingerichtete Unternehmenskundenportal „EnergiaNet” ist eine Internetanwendung zur Energieeffizienz, die für unsere Key Account Geschäftskunden entwickelt wurde. Auf dieser passwortgeschützten Webseite können un­sere Unternehmenskunden die Last-, Verbra­uchsund Rechnungsdaten ihrer Firma analysi­e­ren. Außerdem finden sie dort aktuelle Markt­ informationen, die ihnen dabei helfen, ihren Energieverbrauch zu rationalisieren. Das EnergiaNet-Portal wurde letztes Jahr fortlaufend optimiert und für die Zukunft sind weitere Entwicklungen vorgesehen. Unsere Unter­ nehmens­kunden konnten das EnergiaNet-Portal auch in diesem Jahr kostenlos nutzen. Durch die unseren Geschäftskunden gebotenen Dienstleistungen im Bereich der Energieeffizienz machen wir einen weiteren wichtigen Schritt in die Richtung, um uns nicht nur durch unsere Prei­se, sondern auch durch unsere hochwertigen, ergänzenden Dienstleistungen von unseren Mitbewerbern zu differenzieren. Die Sinergy Kft., als gemeinsame Tochtergesell­ schaft der ELMŰ Nyrt. und der ÉMÁSZ Nyrt., bietet ihren Partnern Dienstleistungen an, die mit der Energieversorgung, der Erhaltung und Ent­ wicklung von Energiesystemen und der Verwirk­ lichung neuer Investitionen in Verbindung stehen.

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Sie übernimmt dabei die mit diesen Aufgaben verbundenen Risiken und sichert die dafür notwendigen technischen Mittel und den Finanzie­ rungsrahmen. Das schließt die Vorbereitung der Investitionen über das komplette Projektmanagement bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe der Objekte sowie den Betrieb und die Instandhaltung der Anlagen ein. Die Gesellschaft verwirklicht Energieinvestitio­nen für Industrieunternehmen, Kommunalverwaltungen, öffentliche Einrichtungen und Handelsimmo­ bilien, koordiniert Investitionen zur Erhöhung der Energieeffizienz im Rahmen der Modernisi­erung bestehender Energiesysteme, bewirt­schaftet und wartet bestehende oder durch Investitionen, Erneue­ rungen realisierte Energiesysteme und bietet für diese integrierte Energiedienstleis­tungen an. Die Sinergy Kft. ist aufgrund der von ihr betriebenen oder in ihrem Eigentum befindlichen

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Energieerzeugungsanlagen im Bereich der Energiedienstleistungen für Gewerbe und Industrie und der auf dem Wärmebedarf der Fernwärme­ versorgungssystemen basierenden KWK-Energie­ erzeugung marktführend. Die Gesellschaft trägt durch die möglichst weite Verbreitung der kombinierten Wärme- und Stromerzeugung und der erneuerbaren Energien zum effizienten Umgang mit Energieträgern sowie zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bei. Durch die Kraftwärme­ kopplung wird – im Vergleich zur herkömm­­lichen Energieerzeugung, wobei die Wärme- und elektrische Energie durch getrennte Technologien erzeugt wird – für die gleiche Menge an erzeugter Wärmeund elektrischer Energie wesentlich we­ni­­ger Brenn­ stoff benötigt, d.h. weniger Primär­energie vebraucht. Durch die Anwendung dieser modernen Techno­ logie trug die Sinergy Kft. auch im Jahr 2011 bei den in ihrem Eigentum stehenden bzw. von ihr betriebenen Anlagen zu einer erheblichen

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Einspa­rung von Primärenergie und damit zur Reduzierung der CO2-Emission bei. Die Sinergy Kft. veröffentlichte bereits drei mal einen Nachhaltigkeitsbericht über ihre Aktivi­tä­ ten in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Bericht fasst die Ereignisse der vergangenen Jahre im Zeichen der Nachhaltigkeit zusammen. Dieser Bericht wurde von der Firma Deloitte Zrt. zertifiziert. Die Nachhaltigkeitsaktivitäten lassen sich durch verschiedene Kennzahlen messen. Die Sinergy Kft. – als Vorreiter in der Branche – wendete erstmals die Methode des ökologischen Footprints an, um die Auswir­kungen auf die Umwelt zu identifizieren. Die Sinergy Kft. nutzt im Rahmen ihres neuen, im Herbst 2011 verwirklichten Projekts Wasser­stoff als Kraftstoff, um Dampf zu erzeugen. Diese Investition ist die erste ihrer Art in Ungarn und stellt nicht nur unter günstigeren Bedingungen

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Wärmeenergie für die Firma BorsodChem bereit, sondern ist auch durch die Reduzierung der Treibhausgasemissionen ein wichtiger Schritt im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Die Sinergy Kft. erhielt im Jahr 2011 Fördermittel aus dem Operativen Programm für Umwelt und Energie (KEOP) für die Modernisierung des Wasser­­ kraftwerks von Felsődobsza. Im Rahmen der Inves­­ tition wurden in dem 100 Jahre alten Wasser­kraft­­ werk moderne, leistungsfähigere Turbinen instal­­liert, wobei der Denkmalcharakter erhalten blieb. Die unterjährigen energiepolitischen Veränderungen haben sich ungünstig auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Jahr 2011 ausge­ wirkt. Die Veränderung des verbindlichen Abnahmesys­tems (KÁT) und die Neuregelung der Fernwär­me­preise hatten eine deutliche Verschlechterung der Rentabilität der SynergieFern­wär­me­projekte zur Folge.

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Energieeffizienz bei Privat- und Gewerbekunden Die Stärkung des Verantwortungsbewusstseins für die Umwelt bei den Privat- und Gewerbe­kun­den ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Unsere re­gel­mäs­­ sigen Informationsaktivi­täten, periodisc­hen Kam­ pagnen und neuen Dienstleistungen dienen einem gemeinsamen Ziel: die Frage der nachhal­ti­gen Ent­ wicklung soll im Alltag mehr Aufmerksam­keit erhalten. Das Interesse unserer Kunden für unseren Wärme­­ pumpentarif, den GEO-Tarif, war auch im Jahr 2011 ungebrochen. Der Tarif wird in Ungarn nur durch unsere Unternehmensgruppe angeboten. Mit dem GEO-Tarif wird das Ziel verfolgt, dass effiziente, auf erneuerbaren Energien basierende Technologien in der Bevölkerung eine größere Verbreitung finden. Die GEO-Tarifkunden können die für den Wärme­ pum­penbetrieb benötigte elek­trische Energie zu einem gegenüber dem normalen Strompreis günstigeren Tarif kaufen. Das zentrale Element unseres Energiesparprog­ ramms ist die Webseite „Energiapersely“ – Energie­ spardose, die im vorigen Jahr vollständig erneuert wurde. Die Webseite wurde im Herbst beim eFes­tival mit einem Preis ausgezeichnet und darf den Titel “Kiváló Magyar Tartalom” – Ausgezeichneter Ungarischer Inhalt – tragen. Die Webseite steht mit interaktiven Elementen, einem virtuell begeh­baren Muster-Heim, Energie­­spartests, Online-Beratung, einem Strompreis­kalkulator und noch vielen weiteren nützlichen Informationen für unsere Kunden bereit.

die Möglichkeit, das Energierad auszuprobieren. Das Energierad ist ein Fahrrad, mit dem durch Treten Strom erzeugt wird. Mit den umgebauten Fahrrädern haben wir die Menschen zu einem bewussten Umgang mit Energie inspiriert: die Ener­gieradler erfuhren am eigenen Leib, wie viel Anstrengung nötig ist, um eine einzige Ener­gie­ spar­lampe wenige Minuten zum Leuchten zu bringen. Der Erfolg des Energieberatungsbüros im Erdge­ schoss der Firmenzentrale der ELMŰ war auch im Jahr 2011 ungebrochen. Unsere Firmengruppe entschied deshalb, im Juni ein zweites EnergieBeratungsbüro im Versorgungsbereich der ÉMÁSZ, in Miskolc zu eröffnen. In den Energieberatungsbüros werden den Verbra­u­ chern an interaktiven Präsentationsmodulen der Energieverbrauch einzelner, in den privaten Haus­ halten genutzter Systeme auf greifbare Weise dargestellt und die Möglich­keiten der Ener­gie­­ein­ sparung vorgestellt. Unsere Experten stehen für unsere Kunden mit kostenloser per­sönlicher Bera­ tung im effizienten Umgang mit Energie bereit.

takarékoS MegoLDÁSok energiahatékonysági tanáCsok Önnek

Im Rahmen des Programms Energiespardose brachten wir in diesem Jahr den Verbrauchern die Bedeutung der Energiesparsamkeit bei einer Energierad-Roadshow näher. Bei den Roadshows gaben wir den Verbrauchern im Rahmen unserer Energieeffizienzberatungen vor Ort unzählige Tipps, wie sie ihren Energieverbrauch und dadurch ihre Kosten senken können, und wir boten ihnen

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„Innovation ist die beste Investition in die Zukunft und somit ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung unserer Wettbewerbsfähigkeit. ” Szabolcs Tőkei, Referent für E-Mobility

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Elektromobilitätsprogramm

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In der Verantwortung eines modernen und verant­ wortungsvollen Stromversorgers liegt es, Innovationen zu fördern, anzuregen und zu initiieren. Unsere Unternehmensgruppe legt in diesem Sinne neuartige Initiativen auf, die eine zukunfts­ weisende Richtung repräsentieren und langfristig zu unserem Markterfolg beitragen.

stoffe aus. Die Unternehmensgruppe begann bereits im Jahr 2010 mit dem Ausbau der zum Aufladen von Elektroautos erforderlichen, öffentlich zugänglichen Infrastruktur in Budapest, und entschied bis heute den Kauf von fünf Elektroautos und ist damit in Ungarn das Unter­ nehmen mit der größten Elektrofahrzeug-flotte.

Unsere Unternehmensgruppe startete im Jahr 2010 ihr Elektromobilitätsprogramm, das den effizienten Umgang mit Energie und die Verbreitung einer umweltfreundlichen Verkehrsart vor allem in der Großstadt zum Ziel hatte. Neben der Zunahme des öffentlichen Verkehrs könnte die Verbreitung elektrisch betriebener Fahrzeuge ähnlich wie in anderen europäischen Großstädten zu sauberer Luft in unseren Städten führen, denn diese Fahrzeuge stoßen lokal keine Schad-

Damit Elektroautofahren auch in Ungarn noch mehr Zuspruch findet, ist es wichtig, dass die Elektroautos auf den Straßen in Budapest sichtbar werden. Auf Initiative der ELMŰ-ÉMÁSZ Unternehmensgruppe wurde im Sommer 2011 das „E-Mobility Network“ gegründet, das 25 Mitglie­der hat und mit den beteiligten Wirtschaftsund institutionellen Akteuren zur Vergegenwärtigung und Verbreitung dieser umwelt­freund­ lichen Verkehrsart beiträgt.

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Dieser Initiative hat sich in Vertretung der Haupt­ stadt Budapest auch das Budapester Verkehrs­ zentrum (BKK) angeschlossen, das ähnlich wie andere bedeutende europäische Städte durch kostenlose Parkplätze zur Verbreitung dieser neuen Technologie in Budapest beitrug. Aufgrund der Zusammenarbeit zwischen unserer Unter­ neh­mensgruppe und der BKK stellten wir auf den angebotenen Parkplätzen Ladesäulen auf, an denen bis Ende 2012 Elektroautos kostenlos aufgeladen werden können. Die Ladesäulen, von denen insgesamt sechs installiert wurden, befinden sich an zentralen Stellen in Budapest (Oktogon, Bajcsy-Zsilinszky Straße, Istenhegyi Straße, Fő Straße, Clark Ádám Platz, Margareteninsel). Die offizielle, feierliche Übergabe der Ladesäulen erfolgte am 20. Dezember 2011 im Beisein der Medien und der Mitglieder des Netzwerks E-Mobilität. Damit die E-Mobilität auch in Ungarn im Fokus steht, ist es wichtig, dass eine Flotte mit elektrischen Fahrzeugen auf den Strassen Ungarns sichtbar ist. Besonders wichtig ist das in Budapest und in den größeren Städten, welche die Zentren der Verbreitung von E-Autos sein können. Durch die Mitglieder des E-Mobility Networks werden daher einerseits elektrische Autos gekauft und Ladesäulen installiert und andererseits materielle oder sonstige Unterstützung gewährleistet. Die Gemeinschaftsmitglieder kaufen ihre elektrischen Fahrzeuge von den Fahrzeugherstellern, welche im ungarischen Markt elektrische Fahrzeuge in Serienherstellung anbieten.

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Im kommenden Jahr wollen wir das Netzwerk E-Mobilität durch Unternehmen erweitern, die Elektrofahrzeuge in ihre Flotte aufnehmen oder auf ihrem Betriebsgelände eine sichere Ladevorrichtung installieren wollen. Wir haben eine Webseite mit Nachrichten und aktuellen News zum Thema Elektroautofahren und Netzwerk E-Mobilität eingerichtet, auf der alle Beteiligten oder Interessierten weitere Informationen zum Elektroautofahren finden.

Autózás Az energiájávAl. Közösség a hazai elektromos autózásért

Partnereink:

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Pilotprojekt Multi Utility Smart Metering Die Unternehmensgruppe ELMŰ-ÉMÁSZ ist offen für technische Innovationen, sie testet neue Technologien und führt technische Reformen ein. Im Januar 2011 hat sie in Zusammenarbeit mit den Experten der Budapester Gaswerke und der Budapester Wasserwerke einen Vorschlag zur Vorbereitung und Umsetzung der Pilotphase des Multi-Utility Smart Metering erarbeitet. Die rechtlichen und technischen Unterlagen und die Anfor­derungslisten wurden im Herbst 2011 fertig gestellt, auf deren Grundlage der Beginn des Pilotprojekts technischerseits möglich wurde. Im Oktober 2011 unterzeichneten die Projekt­ beteiligten eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit beim Aufbau eines Multi-Utility Smart Metering. Ziel des Pilotprojektes ist es, Erfahrungen zur automatisierten, intelligenten Fernablesung des Strom-, Gas- und Wasserverbrauchs sowie zur Datenverarbeitung zu sammeln. Wichtig ist außerdem, dass die technische, wirtschaftliche und organisatorische Zusammenarbeit der Akteure im Energiesektor zwecks Ausbau zukünftiger langfristiger Beziehungen untersucht wird. In Ungarn obliegt es dem Ungarischen Energie­ amt MEH, die mit dem Smart Metering verbundenen Regelungen auf die Umsetzung der EURichtlinie vorzubereiten. Das Ungarische Ener­gie­amt hält groß angelegte Pilotprojekte in diesem Thema für sehr wichtig, da dadurch das Risiko, das mit den angewendeten Mess-, Daten­ übermittlungs- und Datenverarbeitungstechno­ lo­gien einhergeht, verringert und das Regulier­ungs­ umfeld präzisiert werden kann. Aufgrund der Erfahrungen aus dem Pilotprojekt und der bis

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dahin voraussichtlich neuen Normen, kann die Regulierung und die Technologie des Smart Metering fertig gestellt werden. Das Ziel besteht letzten Endes darin zu bestimmen für welchen Kundenkreis Smart Meter geeignet sind, um die Effizienz der Energieverwendung zu erhöhen und die Energiekosten der Kunden zu senken. Aufgrund des Pilotprojektes erhalten wir ein zuverlässigeres Bild über die voraussichtliche Entwicklung des Verbraucherverhaltens. Der Energiezähler von morgen macht durch die Möglich­ keit der Zählerfernablesung eine Ablesung vor Ort überflüssig. Die Daten der fernabgelesenen Energiezähler können über das Mobilfunknetz, das Internet, das WiFi oder sogar über elektrische Fernleitungen gesandt werden. Die Arbeitsgruppe hat nach Konsultation mit den Vertretern des Ungarischen Energieamtes das Konzept und die sinnvolle Größe des Pilotprojekts festgelegt und die Anforderungen an die einzubauenden Smart Meter und die Kommunikationsinfrastruktur erarbeitet. Ort des Pilotprojektes ist der Großraum Budapest. Die von dem Pilotprojekt betroffenen Kunden sind: kleinere Kunden im Gewerbe- und Handelsbereich, Kunden aus Wohnsiedlungen, Kunden mit Einfamilienhäusern (Wohnpark, Reihenhaus) und Kunden mit einem niedrigem Verbrauch (Garagen, Wochenendgärten und -häuser). Das Projekt wird mit seinen technischen Lösungen und Betriebserfahrungen bei der Vorbereitung einer behördlichen Entscheidung über den Umfang und den Zeitpunkt der Einführung des Smart Metering helfen.

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LED-Technik in der StraSSenbeleuchtung Die Unternehmensgruppe ELMŰ-ÉMÁSZ legt einen beson­deren Schwerpunkt auf die Erfor­ schung neuer Technologien und die Auflegung innovativer Pilotprojekte. Neben der E-Mobilität und der Entwicklung intelligenter Netze (Smart Grid, Smart Metering) ist die Unter­neh­mens­ gruppe ein wichtiger Akteur bei der Umsetzung neuer Straßenbeleuchtungstechnologien in die Praxis und der Einführung von Pilotanwendungen. LED-Lampen haben eine wesentliche Bedeutung für die Energieeffizienz in der Straßenbeleuchtung. In den letzten Jahren haben wir bei mehreren Straßenbeleuchtungspro­jekten diese Technologie eingesetzt, um dadurch unser Umweltbewusstsein zu unterstreichen. Bei unserer Unternehmensgruppe wurden vor drei Jahren Projekte zur LED-Beleuchtung

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be­gonnen, in deren Rahmen erst in Miskolc (Arany János Straße, Mártírok Straße, Búza Platz) und später dann in Piliscsaba LED-Lampen installiert wurden, um Betriebserfahrungen zu sammeln. Darüber hinaus messen wir auch der Forschung und Ent­wicklung eine wichtige Rolle bei. Wir haben ein dreijähriges LED-Forschungsund Entwicklungsprogramm mit einem von der Budapester Technischen und Wirtschafts­wissen­ schaftlichen Universität geleiteten Konsortium unterzeichnet. Am 27. Januar 2011 haben wir in Budapest die LED-Beleuchtung für die bis dahin nur teilweise beleuchteten Laufbahn auf der Margareteninsel übergeben. Die Bele­uchtung der Laufbahn wurde im Rahmen einer Investition von mehr als 40 Millionen Forint fertig gestellt, bei der rund

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2700 m Straßenbeleuchtungskabel verlegt, 72 Straßenbeleuchtungsmasten aufgestellt und anstelle der ursprünglich geplanten 70 W Natrium­ lampen 18 W LED-Lampen eingebaut wurden. Die Leistungsverringerung hat – auf die Gesamt­ investition gerechnet – eine jährliche Einsparung von rund 20 000 kWh zur Folge. Im Dezember 2011 haben wir im Zentrum von Miskolc, in der Palóczy Straße und im SzemereGarten, die erste intelligente und energiespa­ren­de LED-Straßenbeleuchtung in Ungarn in Betrieb genommen, die an einem Fernüber­wachungs­ system angeschlossen ist. Die Straßenbeleuchtungskosten legen den Städten und Gemeinden immer höhere Lasten auf. Bei diesen Problemen hilft die neue ferngesteuerte Straßenbeleuch-

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tung. Sie ermöglicht die Steuerung der Außenbeleuchtung durch eine zentral installierte Software. Im Rahmen der sich auf etwa 35 Millionen Forint belaufenden Investition wurden 36 intelligente LED-Lampen (davon 14 im Szemere-Garten und 22 in der Palóczi Straße), 1 Fernüberwachungs­ system und 0,5 km neue Straßenbeleuchtungs­ kabel in Betrieb genommen. Dank der Entwicklung der LED-Technologie kann durch die Moder­nisie­ rung im Vergleich zur früheren Straßenbeleuchtung eine Energieeinsparung von zirka 35% bei Erhöhung des ursprünglichen Beleuchtungs­ niveaus realisiert werden. Die Steuerung über das Fernüberwachungssystem aber birgt weitere Energieeinsparpotenziale: durch die Verringe­rung der Lichtstärke der 85 W LED-Lampen auf das von der Norm geforderte Beleuchtungsniveau kann

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eine weitere Einsparung von 10-15 Prozent erzielt werden, bzw. in der Nacht oder in der Zeit, wenn weniger Verkehr herrscht, sind durch einen an den Verkehr angepassten, reduzierten Beleuchtungsbetriebsmodus weitere Einsparungen möglich. Um die Parkbeleuchtung in der Tat intelligenter zu machen, wird das System durch Bewegungssensoren ausgeweitet. Wenn das Licht einer Lampe im Park auf 25% reduziert wird, erkennt es bereits aus 15 Metern Entfernung eine dort vorbeilaufende Person und erhöht die Licht­stärke sofort auf 100%. Energieeinsparung und öffent­ liche Sicherheit schließen sich folglich nicht gegenseitig aus. Durch das Fernüberwachungs­ system besteht im Vergleich zu den bisher

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verwendeten sog. Spannungsreglersystemen die Möglichkeit, die Lampen einzeln zu regeln, infolgedessen ist eine Leistungsreduzierung unabhängig vom Stromkreis und von der Trafo­ umgebung möglich. Die Bedeutung dessen in der Praxis zeigt sich darin, dass unterschiedliche Beleuchtungsniveaus an Fußgängerübergängen und Straßenkreuzungen im Vergleich zum übrigen Straßenabschnitt eingestellt werden können. Das Fernüberwachungssystem informiert das Betreibungspersonal ständig über den Betriebs­ zustand und eventuelle Fehler. Der Betriebszustand und die Verbrauchsdaten stehen für jede einzelne Lampe zur Verfügung, wodurch die Arbeit der Betreiber unterstützt wird.

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„Nachhaltigkeit ist Verantwortung. Deshalb schreiben wir verantwortliches Handeln gegenüber unserer Umwelt, unseren Mitarbeitern und der Gesellschaft ganz groß.” Gabriella Szucsik-Kiss, Referentin für Umweltschutz und Arbeitssicherheit

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Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern Unsere Unternehmensgruppe spielt durch die Beschäftigung von mehr als 3 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Budapest und in den Komitaten Pest, Heves, Nógrád und BorsodAbaúj-Zemplén eine wichtige Rolle auf dem Arbeitsmarkt. Durch die Schaffung sicherer Arbeitsplätze wollen wir einen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität dieser Regionen leisten. Im Rahmen des im Jahr 2010 aufgelegten Diversity Programms haben wir große Fortschritte bei der Ausweitung der atypischen Beschäftigungsformen und der Schaffung der hierfür erforderlichen infrastrukturellen Voraussetzungen gemacht. Wir haben für die Mitarbeiterinnen und Mitarbei­ ter, bei denen es aufgrund ihrer Tätigkeit und Kundendienstaufgaben möglich war, kontinuierlich die gleitende Arbeitszeit eingeführt. Anhand der Erfahrungen, die wir im Jahr 2010 aus dem Pilotprojekt gesammelt haben, wurden die informations- und telekommunikations­technischen Voraussetzungen für die Möglichkeit zum Home Office geschaffen. Infolgedessen können einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Schriftverkehr mit den Massenkunden tätig sind, ihre Tätigkeit als Telearbeiter von zu Hause aus erledigen. Desweiteren erledigt im Call Center ein Teil des für ungewöhnliche Vorfälle benötigten Personals seine Aufgaben auf diese Weise. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass durch diese Beschäftigungsform die Motivation und dadurch die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich gesteigert wird, weshalb eine kontinuierliche Erweiterung des Kreises der in Telearbeit Beschäftigten vorgesehen ist. Die Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet für uns auch sie bei der Lösung ihrer persönlichen Probleme – soweit

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dies für uns möglich ist – zu unterstützen. Ein Element dieser Verantwortung ist die für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgeschlossene Risiko-Lebens- und -unfallversicherung, die ihnen dabei helfen soll, unfallbedingte finanzielle Belas­ tungen abzumildern. In diese Reihe fügt sich auch ein neues Element unseres Cafeteria-Systems ein. Infolge der Wirtschaftskrise sind in Ungarn viele Menschen aufgrund der Entwicklung des Forintkurses und der gestiegenen Tilgungsraten für Devisenkredite in eine schwierige finanzielle Situation geraten. Das neue Element bietet die Möglich­ keit, dass all die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die gesetzlichen Bedingungen für eine Endtilgung erfüllen, eine einmalige Unterstützung erhalten, die durch eigene oder ihnen aus einem Kredit zur Verfügung stehende Mittel ergänzt wird. Unsere Unternehmensgruppe betrachtet die Arbeits­sicherheit und das betriebliche Gesund­ heits­wesen als ein wichtiges Element der Unter­ nehmenskultur. Unser Engagement wird in unserer Arbeits- und Gesundheitsschutzpolitik zusammengefasst. In der Praxis bedeuten die Maßnahmen der Arbeitssicher­heit vor allem Maßnahmen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen, während die Arbeits­hygiene dazu dient, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Infromationen über mögliche Gesundheitsgefahren zu vermitteln sowie berufsund beschäftigungsbedingte Erkrankungen vorzubeugen. Unsere Aktivitäten in der Arbeitssicherheit werden in dem sich jährlich erneuernden Arbeits­ sicherheitsprogramm zusammengefasst, bei des­

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sen Ausarbeitung auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitwirken. Die wichtigsten Fragen werden mit den Arbeitnehmervertretern im Rahmen des paritätischen Ausschusses für Arbeits­ sicherheit erörtert. Wir unterhalten aus einem freiwilligen Engagement heraus ein Gesundheitsund Arbeitssicherheitsmanagementsystem (MEBIR), das jährlich auditiert wird. Eine besondere Bedeutung messen wir der Beispielfunktion unserer Führungskräfte bei, weshalb diese Themen vom Vorstand und von unseren Führungskräften auf­merksam verfolgt werden. Der Vorstand verschafft sich jährlich einen Überblick über die Erfüllung des Arbeits­ sicherheitsprogramms und unterstützt seine Durchfüh­rung dadurch, indem er gemeinsam mit den Führungskräften bei den regelmäßigen Arbeits­sicherheitsbegehungen und -besichtigungen persönlich mitwirkt. Diese Begehun­gen bieten dem Vorstand eine gute Möglichkeit, um sich ein unmittelbares Bild über die Arbeitssicherheit zu machen, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit direkt betrifft. Als positive Erfahrung lässt sich anführen, dass den Begehungen unzählige Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Arbeitsumfeldes folgten.

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nere Arbeitsunfälle ereigneten und sich unsere Unfallkennzahlen positiv entwickelt haben. Wir wollen diese Tendenz auch in Zukunft beibehalten, deshalb unternehmen wir weitere Anstren­gungen, damit Arbeitssicherheit und gegenseitige Auf­ merksamkeit auf allen Ebenen - Führungs­kräfte, Büromitarbiter, körperlich arbeitende Mitarbeiter – ein untrennbarer Bestandteil der täglichen Arbeit werden. Infolge der Maßnahmen, die im vergangenen Jahr bei der ELMŰ-ÉMÁSZ Hálózati Szolgáltató Kft. zur Effizienzsteigerung durchgeführt wurden, stellen die neuen Tätigkeiten, die von den Fremd­ dienstleistern in unsere Unternehmensgruppe zurückgegliedert wurden, hinsicht­lich der Arbeits­ sicherheit eine weitere Herausforderung für uns dar.

Wir konsultieren auch unsere Fremddienstleister regelmäßig zu Fragen, die die Arbeitssicherheit betreffen, und unternehmen gemeinsame Anstren­ gungen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit. Unsere Mitarbeiter, die im Netzbetrieb tätig sind, führen jährlich mehrere zehntausend gefährliche Arbeiten in Spannungsnähe oder in der Höhe aus. Gerade deshalb können wir mit Stolz feststellen, dass sich im Jahr 2011 bei unserer Unternehmensgruppe nur wenige klei-

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Den größten Teil unseres Lebens verbringen wir am Arbeitsplatz. Der Arbeitsplatz darf heute nicht mehr nur eine Wirtschaftsorganisation sein, sondern muss auch zu einer verantwortungsvollen sozialen Institution werden. Die Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz stellt für uns die Umsetzung einer modernen Unternehmens­ strategie dar. Durch die Unterstützung von Reihen­untersuchungen bezüglich häufig auf­ tretender und schwerer, aber durch Früherkennung gut behandelbarer Krankheiten sowie der Betreuung an solchen erkrankter Kolleginnen und Kollegen drückt der Arbeitgeber seine Wertschätzung und Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus. Diese Gedanken gaben den Anstoß, ein Programm zur Erhaltung der Gesundheit ins Leben zu rufen, das 4,5 Monate dauerte und sich auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erstreckte. In diesem Rahmen haben wir als ersten Schritt eine allgemeine Reihenuntersuchung für unsere Kolleginnen und Kollegen organisiert, um eventuelle Gesundheitsprobleme zu erkennen und rechtzeitig die notwendigen Schritte zu unternehmen. Das Ziel des im Jahr 2011 aufgelegten Programms zur Erfassung des Gesundheitszustandes ist ein umfassendes sog. Unternehmensgesundheitsbild hinsichtlich der körperlichen Verfassung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten. Ziel unserer Unternehmensgruppe ist es, einen umfassenden und komplexen Gesundheitsplan aufzustellen, um in den nächsten Jahren die Gesundheit im Unternehmen sowie des Einzelnen zu einem der wichtigsten Werte zu machen. Wir möchten die Mitarbeiter unterstützen, die fähig und gewillt sind, ihre Lebensweise zu ändern, um ihre Gesundheit zu erhalten und zu verbessern.

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Im Jahr 2012 wollen wir nach erfolgreichem Ab­schluss des Gesundheitsprogramms auf Grund­ lage des Gesundheitsplans den Mitarbeitern über die einzelnen Kommunikationskanäle mit weiteren Ratschlägen und Ideen zur Seite stehen, um dadurch zur Schaffung einer gesunden Lebensweise oder ihrer Erhaltung beizutragen. Seit Dezember 2010 haben wir unsere drei Bet­ riebs­kantinen erneuert und tragen durch eine moderne Ernährung zur Erhaltung der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei. Um unsere Ziele zu erreichen, ist nicht nur gesundes, sondern auch angemessen qualifi­zi­ertes und motiviertes Personal unerlässlich. Darauf bauen wir unsere Zukunft auf und dies bestimmt unsere Personalentwicklungspolitik. Im Jahr 2011 haben wir mehrere Programme im Zeichen der bewussten kompetenzbasierten Entwicklung in die Wege geleitet: im Frühjahr wurden 22 talentierte Kolle­ginnen und Kollegen für das Programm „Entdeckungen” ausgewählt. Ferner wurden neun Leiter der mittleren Leitungsebene in den Kreis der Führungskräfte mit Potenzial aufgenommen. Für sie wurden im Rahmen eines umfassenden Konzeptes persönliche Entwicklungspläne erstellt. Wir wenden nach wie vor mit Erfolg das Bewertungszentrum (Assessment Center) als Auswahltechnik für die Aufnahme in unser Trainee Programm an, aufgrund dessen sich im September 2011 sieben talentierte Hochschulabsolventen mit einem technischen oder wirtschaftlichen Abschluss dem Programm bei unserer Unternehmensgruppe angeschlossen haben. Darüber hinaus wurden acht „Absolventen” des vorjährigen

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Programms als hauptbeschäftigte Mitarbeiter bei der für sie geeigneten Organisationseinheit eingestellt. Wir haben unsere Zusammenarbeit mit den unga­ rischen Hochschuleinrichtungen, die eine Schlüsselrolle in der Sicherung von talentierten jungen, für unsere Unternehmensgruppe beson­ders wichtigen Nachwuchskräften innehaben, auf eine neue strategische Grundlage gestellt, neu definiert und erneuert. Wir wollen Studenten im Alter zwischen 20 und 25 Jahren, die sich für ihren Beruf engagieren, bereits in der Phase der Berufswahl bewusst machen, dass unsere Unter­ nehmensgruppe ihnen eine stabile und langfristige fachliche Entwicklung und eine internationale Karriere bietet. Wir wollen mit ihnen direkt in Kontakt treten und diese Beziehung langfristig aufrecht erhalten. Daher haben wir im Herbst 2011 das sog. „Employer Branding” Projekt aufgelegt.

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Im Rahmen dieses Programms debütierte die „ELMŰ-ÉMÁSZ Akademie” mit Erfolg an drei technischen Hochschuleinrichtungen, bei der die Stu­denten Vorträge über viele interessante und aktuelle fachliche Themen hörten. Das „Energielaufbahn” Programm erweiterte die Palette un­se­rer Möglich­keiten für Berufspraktika, und wir erarbeiteten unser Programm „Stipendium Ingenieur der Zukunft”, um die talentiertesten Elektro­ingenieur-Studenten für unsere Unternehmensgruppe zu gewinnen. Im Januar 2011 legten wir im Rahmen des Diversity Programms unser Mentorenprogrammm mit 15 Mentoren­teams auf, das auf die Weitergabe des Wissens der älteren Generation an die jüngere Generation gerichtet ist. Ein wichtiges Element in der Ausbildung von Fach- und Führungs­nach­wuchskräften ist nach

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wie vor die „Jobro­tation”. Unsere Unter­ nehmens­gruppe nahm auch in diesem Jahr junge Kolleginnen und Kollegen vom deutschen Mutterunternehmen auf, und einige unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten die Möglichkeit, Erfahrungen an einem Arbeits­platz im Ausland zu sammeln. Bei der Umsetzung unseres Personalentwick­ lungs­­­konzepts streben wir durch die ständige Erwei­te­rung und Aktualisierung unseres Fachwissens sowie durch die Auswahl fachlich hoch­ wertiger Lieferanten nach höchster Qualität. In diesem Sinne haben wir im Herbst 2011 – als eine auch in der ungarischen HR-Praxis neue Initia­tive – eine zweitägige Trainings­börse, veranstaltet, bei der unsere leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ent­deck­ten Kolleginnen und Kollegen auf 4 Bühnen 32 Fachvorträge hören und ein Demo-Training sehen konnten. Unsere Unternehmensgruppe beteiligt sich seit Jahr­zehnten aktiv an der Ausbildung von Lehrlingen. Gegenwärtig bilden wir an drei Standorten 83 junge Elektriker in unseren Lehr­ werkstätten aus. Im Sommer erwarben 30 Auszubildende ihren Facharbeiterbrief.

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Die Traditionen in der Sport- und Freizeit­ beschäf­tigung wurden auch im Jahr 2011 fortgesetzt. Mit Unterstützung der Firmen­ leitung und der Arbeitnehmervertretungen fand wieder der Familien­tag der ELMŰ-ÉMÁSZ Unternehmensgruppe statt, an dem unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre Familienangehörigen und un­sere Pensionäre einen angenehmen Tag mit vielen interessanten und nützlichen Programmen in einer ange­ nehmen Atmosphäre verbringen konnten. Auch in diesem Jahr durften die ÉMÁSZ-ELMŰ Sporttage und die sportlichen Wettkämpfe im Elek­trizitätssektor im Leben der Unternehmensgruppe nicht fehlen, bei denen unsere sport­ begeisterten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Können und ihre Kräfte in verschiedenen Sport­arten wie beispiels­weise in athletischen Diszip­linen, im Tisch­tennis, Orientierungslauf, Paddeln, Fußball, Drachen­bootfahren usw.­ miteinander messen konnten. Für die Kinder unserer Kolleginnen und Kollegen haben wir auch in diesem Jahr Sportcamps in der Segleranlage in Alsóörs und in der Sportanlage in der Népfürdő utca in Budapest veranstal­tet.

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Verantwortung gegenüber der Gesellschaft Die Unternehmensgruppe ELMŰ-ÉMÁSZ sorgt nicht nur für die sichere und unterbrechungsfreie Stromversorgung ihrer Kunden, sondern leistet auch einen Beitrag zur Lösung von Problemen der ihre Dienstleistungen in Anspruch nehmenden Gesellschaft. Die Unternehmensgruppe ELMŰ-ÉMÁSZ zahlte im vergangenen Jahr über 50 Mrd. HUF Steuernund leistete Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 5 Mrd. HUF an den ungarischen Haushalt. Die Unternehmensgruppe beschäftigte über 3 000 Arbeitnehmer. Über ihre Tätigkeit garan­ tierte sie bei ihren Fremddienstleistern indirekt weitere Tau­sende von Arbeitsplätzen. Sie zahlte über 70 Mrd. HUF an ihre ungarischen Zulieferanten, die zur Er­hal­tung von einheimischen Arbeitsplätzen beitrugen.

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Im Jahr 2011 haben wir unsere bereits traditio­ nel­len karitativen Aktivitäten im Zeichen der Schaffung und des Erhalts von Werten fortge­setzt. Bei diesen Projekten wurden in besonde­rer Weise die örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse berücksichtigt. Eine besondere Beachtung schenk­ten wir den gesellschaftlichen Gruppen, die in Nordungarn leben und sich in einer schwie­rigen Lage befinden. Ein Schlüsselge­dan­ke unserer Unterstützungspolitik ist, im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit durch die Einbeziehung von Mitarbeitern – und ihre Bewusstseinsförderung – bei jeweils einem Unterstüt­zungs­ projekt umzusetzen. Wir fühlen uns seit Jahren besonders verantwort­ lich für die Unterstützung des Ungarischen Vereins des Internationalen Kinderrettungsdienstes.

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Die gemeinnützige Stiftung kümmert sich um körperlich und geistig behinderte, Waisen- und andere bedürftigen Kinder. Sie hilft mit, deren Lebensumstände zu verbessern und ihnen eine Zukunft zu geben. Unter den Hauptprogram­men finden sich Aufgaben des Gesundheitswesens, der Kinderernährung, der Erziehung, Erholung, Bildung und Weiterbildung, es werden aber auch Samm­ lungen für Hilfssendungen organisiert. Im Jahr 2011 wurde mit Unterstützung unserer Unternehmensgruppe die Beleuchtung auf einer Reitbahn für Therapiezwecke fertig gestellt, wozu wir sowohl fachlich Unterstützung, als auch finanziell beitrugen. Wir haben mit dem ungarischen Malteser Hilfs­ dienst eine strategische Zusammenarbeit ent­ wickelt und helfen ihre Ziele nicht nur durch eine

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jährlich einmalige, sondern eine den gegebenen Zielen zugeordnete längerfristige Unterstützung zu verwirklichen. So sehen und spüren wir besser, wofür diese Mittel eingesetzt werden. Hand in Hand mit dem Hilfsdienst konnten wir bedürftigen Menschen in den Städten und Geme­inden von Nordungarn unmittelbar helfen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Frühjahr und im Herbst Kleider gesammelt und beteiligten sich an deren Verteilung in der Wohnsiedlung Ózd-Hétes. Bei der Veranstaltung „Fest des Lichts” wurden nicht nur Kleider verteilt, sondern gemeinsam Bäume gepflanzt und Essen gekocht sowie durch die feierliche Übergabe der bereits früher wiederhergestellten öffentlichen Beleuchtung gaben wir der dortigen

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Bevölke­rung, die unter äußerst schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen lebt, neue Hoffnung. In Tarnabod und in den Grundschulen in Ózd wurden mehrere hundert Pakete zum Schuljahresbeginn verteilt, um den Kindern den Schulbeginn im September zu erleichtern. Die Renovierung eines von der ungarischen Ökumenischen Hilfsorganisation unterhaltenen Über­ gangswohnheims für Familien haben wir nicht nur finanziell unterstützt, sondern dabei auch tatkräftig bei der Renovierung mit angepackt. Noch vor dem Weihnachtsfest haben wir nicht nur für die Abdichtung des Daches und den Anstrich der Gemeinschaftsräume, Küchen und Speiseräume gesorgt, sondern auch durch neue Möbel und Geschenkpakete das Fest der in dem Wohnheim lebenden Menschen verschönert. Die Hilfsorganisation organisiert seit Jahren vor Weihnachten Spenden- und Essensverteilungen. In diesem Jahr nahmen am 21. Dezember auch die Mitglieder des Women’s Network der ELMŰ, ÉMÁSZ und FŐGÁZ an dieser Aktion auf dem Béke tér in Budapest teil, bei der 1000 warme Mahlzeiten, heißer Tee verteilt wurden. In den Firmenzentralen wurde ebenfalls eine Spendenaktion zu Gunsten bedürftiger Menschen organisiert, bei der Kleidung und haltbare Lebensmittel gesammelt wurden. Ein weiteres Element unserer weihnachtlichen Wohltätigkeitsaktion war die Unterstützung der Eilika-Habsburg-Stiftung, die durch ihre Initiative des therapeutischen Reitens behinderten Kindern hilft. In der Reihe unserer traditionellen Kultursponsoring-Projekte durfte im Jahr 2011 auch das Internationale Opernfestival in Miskolc nicht

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fehlen. Nach 2001 lud das Opernfestival in diesem Jahr die Opernliebhaber unter dem Titel „Bartók + Verdi” ein. Es wurden fünf Opern und sechszehn Konzerte, darunter Kammerkonzerte und Solistenabende, sowie vier Kindervorstel­ lungen aufgeführt und es fanden elf Filmvorfüh­ rungen, Ausstellungen und fast hundert Begleit­ programme statt. Wir haben ebenfalls die Veranstaltungen der dreitägigen Veranstaltungsreihe „Lange Nacht der Museen“ im Ottó Herman Museum in Miskolc unterstützt. In diesem Rahmen wurde - als Anerkennung für die langjährige Zusammenarbeit – eine Gedenktafel eingeweiht, mit der das Museum unserer Gesellschaft seinen Dank für die finanzielle Unterstützung des Museumsbetriebs und der Veranstaltung von mehreren periodischen Ausstellungen aussprechen wollte. Das Symphonieorchester Miskolc ist als einzigstes Berufsgroßorchester in der Region der Garant für die Präsenz von Symphoniemusik. Das Orchester gibt weltweit jährlich 70-80 Konzerte. Dank seiner weitreichenden internationalen Kontakte gastiert es häufig bei hochrangigen Festivals im Ausland. Das Symphonieorchester wird seit Jahren von uns unterstützt. Im Dezember 2010 erhielt das Borsod-AbaújZemplén Komitatskrankenhaus und Kindergesund­ heits­zent­rum des Universitätslehrkrankenhauses eine größere Spende. Von den Spen­den­geldern wurden Multifunktions-Monitore sowie Medikamenten- und Infusionspumpen gekauft. Die dies­ jährige Unterstützung bedeutete jedoch eine noch größere Hilfe. Von den rund 10 Millionen Forint Spenden­geldern wurde ein Ultraschall­gerät ge­ka­ uft, das es ermöglicht, eine kardiologische Ultra­ schall­untersuchung über die Fontanelle sowie des

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Bauches, der Weichteile, der Gelenke und bestimmter Gefäße bei Säuglingen durchzuführen.

stützt sowie der Spielplatz im Kindergarten am Vörösmarty Platz erneuert.

Wir haben auch die Städte und Gemeinden, die kurz vor dem Bankrott stehen, nicht vergessen. In Vilmány haben wir zur Wiederaufnahme der Gasversorgung und der Gemeinschaftsverpflegung die Gemeinde bei der Bereinigung ihrer Schulden unterstützt und gemeinsam mit der Mátrai Erőmű Zrt. Kohle für die Beheizung öffent­licher Einrichtungen bereitgestellt.

Bei einer Wohltätigkeitstombola, die ebenfalls von den im Kundendienst tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern organisiert wurde, wurden Spenden gesammelt, die in Form von Lebensmitteln an das Kinderheim in Hernádvécse gingen. Außerdem wurden das Projekt Boróka Autista Majorság in Karácsond, das Staatliche Blinden­institut, die Miskolcer Unterstiftung der unga­risc­hen Stiftung für die Rettung von früh- und neugebo­renen Kindern, die Stiftung „Hilf zu leben”, der Kindergarten Hétszínvirág in Gyöngyös und das Kinderheim in der Cseppkő utca in Budapest unterstützt.

Die Gewinner des Wettbewerbs „Smiley-Kampagne“, der unter den in den Kundenbüros der Unternehmensgruppe tätigen Mitarbeiterteams ausgeschrieben wurde, können jeweils eine Organisation oder Stiftung auswählen, die für sie wichtig sind und deren Arbeit sie unterstützen wollen. Im Rahmen dieser Unterstützungs­form wurden das Heim Pál Kinderkrankenhaus, der Ruderergometer-Wettbewerb des Pető Instituts und die 3. Ergometer-Heimmeisterschaft unter-

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Die Unternehmensgruppe hat sich mit rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der landes­ weiten Müllsammelaktion „Mach mit! Freiwillig für ein sauberes Ungarn” beteiligt, bei der im Csanyik-Tal in Miskolc, am Donauufer im 13. Buda­ pester Bezirk und in der Umgebung von Dobogókő

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Müll gesammelt wurde. Insgesamt wurden meh­rere Hundert Säcke voller Müll gesammelt und die Gegenden wieder zu einem angenehmen Ausflugsort gemacht. Im vergangenen Jahr war die insgesamt 18 Stati­ o­nen zählende Energierad-Roadshow auf nachhaltige Entwicklung fokussiert. Die Roadshow diente auch einem karitativem Zweck: Mit der Energie, die von den Energieradfahrern in diesem Jahr erzeugt wurde, haben wir eine der größten Wohltätigkeitsaktionen in Ungarn, die Nikolausfabrik, unterstützt. Die Energieräder wurden im Laufe des Jahres von 5 500 Menschen ausprobiert und so wurden zu Weihnachten 5 500 Pakete der Nikolausfabrik mit einem 3er Pack Energiesparlampen an bedürftige Menschen verteilt, damit die Beleuchtung auch bei ihnen zu Hause kosten- und ernergiesparend ist.

ihre Mitmenschen und die sie umgebende Gesellschaft bestärkt. Unsere Unternehmensgruppe wurde bei der Ausstellung “CSR Piac” im Juni 2011 auch mit einem hochrangigen Preis belohnt. Die Fachjury erkannte uns den Preis „Beste CSR-Lösung 2011” für unser Programm Energiespardose-Energie­ schule zu. Das im Jahr 2006 in die Wege geleitete Programm „Energieschule” wurde im Jahr 2007 durch die Initiative „Energiespardose” erweitert, die dem Ziel diente, die energiespa­ rende und energieeffiziente Lebensweise zu popularisieren. Das wohl bekannteste Element des Programms ist der „Physik-Bus”, der in den letzten Jahren mehr als einhunderttausend Schü­lerinnen und Schülern an rund 700 Grund­ schulen die Lösungen für den umweltbewussten Umgang mit Energie spielerisch näher gebracht hat.

Die ganzjährige karitative Tätigkeit der Unter­ nehmensgruppe ELMŰ-ÉMÁSZ wurde durch eine Anerkennung des Ungarischen Spender-Forums (MAF) gekrönt. Beim Preisausschreiben des MAF unter dem Titel “Soziale Investitionen” wurde das Programm der ÉMÁSZ Nyrt. „Plusenergie” mit den Hauptpreisen „Für die erfolgreichste partnerschaftliche Zusammenarbeit” und „Soziales Investitionsprogramm des Jahres” ausgezeichnet. Dieses Programm umfasste die Elemente unserer einjährigen Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst. Bei der Bewertung wurden die soziale Sensibilität und die aufopfe­rungs­volle Arbeit des Unternehmens zur Ver­bes­serung der Lebensbedingungen für lokale Gemeinschaften hervorgehoben, die die Bedürf­tigen in ihrem Glauben an

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Verantwortung gegenüber unserer Umwelt Die Unternehmensgruppe ELMŰ-ÉMÁSZ ist als Stromversorger in erster Linie in der Stromver­tei­ lung und im Stromvertrieb engagiert. Als lang­fristig planendes Unternehmen müssen wir aber auch eine Verantwortung gegenüber unserer Um­welt übernehmen. Dadurch, dass Umwelt- und Klima­ schutzaspekte in Vordergrund treten, ist es auch unsere Aufgabe, unsere Kunden zum effizienten Stromverbrauch zu ermuntern. Durch Reduzieren des Energieverbrauchs unserer Kunden sinken deren Kosten. So leisten wir einen Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissio­nen und zur Aufrech­ terhaltung unserer Umwelt. Seit Jahren unterstützen wir durch populärwissenschaftliche Energie sparprogramme und effiziente Energielö­sungen den Schutz der Umwelt bei unse­rer gesamten Kundenpalette von den Grund­schulen über die Privathaushalte bis hin zu den Großkunden. Die Schaffung einer nachhaltigen Energiewirtschaft ist ein Schlüsselelement der langfristigen Strategie der Unternehmensgruppe. Eine Neuheit des Jahres 2011 ist der von unserer Unternehmensgruppe im Herbst eingeführte Grün-Tarif, mithilfe dessen wir die Kunden, die diesen Tarif wählen, mit Strom aus 100% erneuerbaren Energien beliefern. Das grüne Haushaltstarif-Paket der Unternehmens­ gruppe nahm seinen Anfang mit dem Verkauf des in einem 2x250 kW-Kleinkraftwerk am Fluss Hernád erzeugten Stroms. Mit dem Grün-Tarif bieten wir sauberen Strom an: Während ein Großteil des Stroms für Privat­haus­halte und Industrie im Atom­ kraftwerk und in Wärmekraftwerken erzeugt wird, in denen fossile Brennstoffe (Öl, Kohle und Gas) verbrannt werden, wird die mit dem Grün-Tarif angebotene Energie ausschließlich auf der Basis erneuerbarer Energien produziert. Im Gegensatz zum in Wärmekraftwerken produzierten Strom entstehen bei der Erzeugung sauberer Energie weder verbrauchte Brennstoffe noch Verbren-

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nungsgase, die die Atmosphäre oder die Umwelt belasten. Unsere Unternehmensgruppe will gemein­ sam mit ihren umweltbewussten Verbra­uchern erreichen, dass mehr Strom aus erneuer­baren Energien in den Handel kommt. Ziel des Grün-Tarifs ist, die Rolle der erneuerbaren Energien (Wasser-, Wind-, Solar­energie) in der ungarischen Energie­ erzeugung zu stärken. Der Grün-Tarif ist eine Initiative, die sich positiv auf die ganze Gesellschaft und den einheimischen Energieverbrauch als Gan­zes auswirkt und in dessen Rahmen ein Energie­dienst­ leister nicht nur rein erneuerbare Energie zu­gänglich macht, sondern deren Verbrauch auch anregt. Der Grün-Tarif ist eine Investition in die Zukunft. Die Unternehmensgruppe ELMŰ-ÉMÁSZ will durch die kontinuierliche Reduzierung der Umwelt­be­las­ tung einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Erhaltung der Umwelt leisten. In diesem Sinne engagiert sich unsere Unternehmensgruppe für die lückenlose Einhaltung aller mit ihrer Tätigkeit verbundenen Umweltschutzvorschriften und unterhält zur kontinuierlichen Verbesserung seit 2004 ein Umweltmanagementsystem nach der Norm ISO 14001:2005. Das System wird jährlich durch eine externe Organisation geprüft. Bei dem Audit im Jahr 2011 wurde festgestellt, dass unser Umweltmanagementsystem den An­for­derungen der Norm ISO 14001:2005 entspricht, das Überwachungsaudit war erfolgreich. Im Jahr 2012 sehen wir wieder einem Zertifizie­ rungsaudit entgegen. Zum Schutze der Umwelt achtet die Gesellschaft auf den Schutz von Flora und Fauna, auf die Vermeidung von Boden- und Luftverschmutzungen, auf den entsprechenden Umgang mit Gefahrgutabfällen und auf das Senken der Lärmpegel.

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Bei der Planung von Investitionen werden die Auswirkungen auf Flora und Fauna berücksich­tigt und die zuständigen Naturschutzbehörden bereits in die Vorbereitungen, die die Grundlage für die Planung der Arbeiten sind, mit einbezogen. Bei be­­reits verwirklichten Investitionen werden nach­träglich Techniken und Methoden eingesetzt, die dem besseren Schutz der Flora und Fauna dienen. Der Schutz der Vögel ist im Bereich der Fernleitungsnetze eine herausragende Aufgabe im Umweltschutz. Wir halten die Erfüllung des mit dem Ministerium für Ländliche Entwicklung bzw. seinen regionalen Organen unterzeichneten Vogelschutzabkommens „Hindernisfreier Luft­ raum” nach wie vor für wichtig. Die Ölverschmutzung der Böden stellt eine große Gefahr für die Umwelt dar. Deshalb wird be­son­ ders darauf geachtet, dass das in den Anlagen eingesetzte Öl nicht in den Boden dringen kann oder in das Grundwasser gelangt. Alle unsere ölhaltigen Anlagen sind mit isolierten Auffangwannen ausgerüstet. Die Reinigung von ölverschmutztem Schotter unter den Anlagen erfolgt mithilfe eines Kohlenwasserstoff­abscheiders. Das gereinigte Regenwasser aus den Anlagen

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auf den Betriebsgeländen wird regelmäßig kontrolliert. Ein Hauptproblem bei unserem Unter­ nehmen ist die mutwillige Beschädigung der Mittel- und Niederspannungstransformatoren. Die angerichteten Schäden werden umgehend und fachgerecht beseitigt, wobei die endgültige Reinigung und Depo­nie­rung von verschmutztem Boden eine wichtige Aufgabe ist. Wir haben technische Maßnahmen getroffen und die Zusam­­menarbeit mit der Polizei weiter ausgebaut, um in Zukunft weitere Schäden zu vermeiden. Unsere Gesellschaft muss auch im Hinblick auf die Abfallbehandlung verantwortlich handeln. Deshalb wurde das System der Abfallbewirt­ schaf­tung bereits 2007 auf die gesamte Unter­ neh­mens­gruppe ausgeweitet. Die in den Netzen und Bet­riebsstätten anfallenden Abfälle werden selektiv erfasst, lizenzierte Partnerunternehmen über­neh­men die Entsorgung und Behandlung. In den Bürogebäuden anfallende Abfälle werden ebenfalls in bereitstehenden „Abfall-Sammelinseln“ selektiv erfasst. Durch die Förderung der Verwer­tung tragen wir zur Wiederverwertung unserer Abfälle sowie zur Verringerung von kommunalen Abfällen bei. Der Anteil der selektiv erfassten und wiederverwerteten Abfälle steigt von Jahr zu Jahr.

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„Mit einem vielfältigen – sprich diversem – Team, sind Herausforderungen leichter zu bewältigen.” Mária Pató, Koordinatorin des ELMŰ-ÉMÁSZ Senior Women’s Networks

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DIVERSITY Für unseren geschäftlichen Erfolg sind nicht nur innovative Ideen und Lösungen, sondern auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese hervorbringen und umsetzen, unabdingbar. Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass ein hinsichtlich ethnischer und kultureller Zugehörigkeit, Geschlecht und Alter gemischtes Team bessere und zukunftsweisendere Ergebnisse erzielt. Unsere Vielfalt gewährleistet einerseits, dass wir die individuellen Erwartungen und Bedürfnisse unserer Kunden besser befriedigen können, und wir als ein für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktiver Arbeitsplatz unsere Konkurrenzfähigkeit erhöhen. Wir würdigen und unterstützen die Anstrengungen und Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – unabhängig von Geschlecht, Alter, ethnischer, kultureller und religiöser Zugehörigkeit – auf der Basis der Vielfalt ihres fachlichen Wissens und ihrer unterschiedlichen Erfahrungen. Wir bemühen uns, ein solches Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem unsere Mitarbeiter im Zeichen der gegenseitigen Achtung und Wertschöpfung miteinander arbeiten können. Ziel unserer Unternehmensgruppe ist es, das Vielfalt und rezeptive Unternehmenskultur ein fester Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit werden. Das im Geschäftsjahr 2010 aufgelegte Diversity Programm hat drei Themen im Fokus: Internationalität, Geschlecht und Alter. Hierfür wurde im Jahr 2011 ein konkreter Aktionsplan umgesetzt. Mit Fokus auf Internationalität haben wir unser Programm „Jobrotation” fortgesetzt, bei dem talentierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit hatten, an einem Erfahrungsaustausch im Ausland bei unseren Mutterunternehmen teil-

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zunehmen. Desweiteren wurden Praktikantinnen und Praktikanten der Mutter­un­ter­nehmen bei uns aufgenommen. Darüber hinaus setzten wir uns zum Ziel, bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern unsere Aufmerksamkeit verstärkt auf solche hochqualifizierte und erfahrene Kandidaten zu richten, die an einer internationelen Arbeit im Rahmen der Kooperation mit unseren Mutter- und Schwesterunternehmen im Ausland iterssiert sind. Im Jahr 2011 stieg die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine Fremdsprache beherrschen. Auf der Basis unseres Programms mit Fokus auf „Geschlecht” haben wir zur Sicherung des Gleich­ gewichts zwischen Arbeit und Privatleben im Jahr 2010 das Pilotprojekt Home Office gestartet, dessen Teilnahme im Jahr 2011 bereits mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angeboten wurde. Unsere Unternehmensgruppe verpflichtete sich im Rahmen dieses Programms, unsere aus dem Mutterschutz zurückkehrenden Kolleginnen weiter zu beschäftigen, wobei die Telearbeit und die Teilzeitbeschäftigung eine große Hilfe für unsere zurück­ kehrenden Kolleginnen darstellen. Im Jahr 2011 haben wir bei unserer Unternehmensgruppe die gleitende Arbeitszeit vollumfassend eingeführt. Im Rahmen unseres Programms Start wird unseren aus dem Elternurlaub zurückkehrenden Kolleginnen und Kollegen eine persönliche Beratung zuteil, die eine Prüfung des Arbeitsbereiches und der Arbeitszeit, die Suche nach einer möglichen neuen Stelle, die Festlegung des Zeitpunktes ihrer Rückkehr und eine Konsultation über Kurse und Weiterbildungsmaßnahmen umfasst. Die Tradition fortsetzend werden wir auch im Jahr 2011 Sommercamps für die Kinder unserer Kolle­

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ginnen und Kollegen veranstalten und haben diese Möglichkeit auch im Raum Miskolc angeboten. Im Jahr 2010 wurde unter aktiver Mitwirkung unserer weiblichen Führungskräfte das Women’s Network gegründet, das durch regelmäßige Treffen und fachliche Workshops neue Initiativen und Ideen für unsere Geschäftstätigkeit oder bei­ spielsweise auf dem Gebiet der sozialen Verantwortung liefert. Auf Initiative unserer Unternehmensgruppe haben sich bei zwei anderen Beteiligungen der RWE in Ungarn – dem Kraftwerk Mátra und der FŐGÁZ – die weiblichen Führungskräfte ebenfalls zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, wodurch die Möglichkeiten für einen Erfahrungsaustausch erweitert werden. Im Sommer 2011 fand – in Zusammenarbeit dieser

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drei Netzwerke – in Budapest die internationale Women’s Network Konferenz des RWE statt. Das grundlegende Ziel dieser Konferenz war es, neben dem Austausch fachlicher Erfahrungen und der gegenseitigen Unterstützung Gedanken auszutauschen, Geschäftsvorschläge zu machen und Ziele zu setzen, die der Karriere und den Unter­ nehmensinteressen gleichermaßen dienen. Die Hauptelemente des Themas „Alter” sind das im Jahr 2011 in die Wege geleitete Mentorenprog­ ramm und das Projekt „Employer Branding”, sowie deren Bestandteile die Vortragsreihe „ELMŰ-ÉMÁSZ Akademie”, das Programm „Stipendium Ingenieur der Zukunft” und unser „Programm Energielaufbahn”, das eine weitgefächerte Skala von Möglich­ keiten für Berufs­praktika bietet.

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JAHRESABSCHLÜSSE 2011

Analyse des Jahresabschlusses Das Ergebnis laut Einzelabschluss der ÉMÁSZ Nyrt. hat sich im Geschäftsjahr 2011 trotz der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise günstig entwickelt. Die Gesellschaft hat auf die Veränderungen des Marktes flexibel reagiert. Die Umsatzerlöse betragen 78 494 Mio. HUF und das Ergebnis vor Steuer liegt bei 6 644 Mio. HUF.

Eckpunkte der Einzelbilanz der Gesellschaft Der Wert des Anlagevermögens stieg um 995 Mio. HUF (1,04%) an und belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 97 034 Mio. HUF. Die Erhöhung ist maßgeblich dadurch begründet,

Stammkapital

Beteiligung der ÉMÁSZ

Mio. HUF

Mio. HUF (Buchwert)

%

84 503

84 503

100,00

ELMŰ - ÉMÁSZ Ügyfélszolgálati Kft.

3

1

30,00

ELMŰ - ÉMÁSZ Hálózati Szolgáltató Kft.

3

1

35,00

34 246

13

0,04

200

225

50,00

Sinergy Kft.

1 708

857

50,00

BC-Erőmű Kft.

1 930

1 618

74,00

TVK-Erőmű Kft.

2 630

1 947

74,00

ÉMÁSZ Hálózati Elosztó Kft.

Mátrai Erőmű Zrt. Magyar Áramszolgáltató Kft.

Insgesamt

EMASZ_GER.indd 63

dass der Nettowert der immateriellen Vermögenswerte - infolge der Investitionen in Verbindung mit dem neunen Abrechnungssystems ISU 2010 - im Vergleich zu 2010 um 1 173 Mio. HUF (181,02%) erhöhte. Daneben stieg auch der Wert der Sachanlagen (6 036 Mio. HUF) im Vergleich zum Vorjahr um 68 Mio. HUF (1,14%) leicht an. Als maßgebenden Teil des Anlage­vermögens in Höhe von 89 165 Mio. HUF weist der Wert der Beteiligungen – wegen Herabsetzung des gezeichneten Kapitals der TVK Erőmű Kft. – eine Senkung um 246 Mio. HUF (0,28%) im Vergleich zum Vorjahr auf. Am Ende des Geschäftsjahres hat die ÉMÁSZ Nyrt. an fol­genden acht Gesellschaften eine Beteiligung gehalten:

89 165

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64

JAHRESABSCHLÜSSE 2011

Das Umlaufvermögen in Höhe von 19 310 Mio. HUF umfasst vor allem die bestehenden Forderungen in Höhe von 17 505 Mio. HUF. Der Wert der Forde­ rungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 512 Mio. HUF (3,01 %) erhöht. Der Schlussbestand der mit dem Kerngeschäft der Gesellschaft verbun­ denen Forderungen aus Lieferungen und Leistun­ gen (ohne Wertberichtigung) als maßgebender Teil der Forderungen übersteigt den Vorjahreswert. Der Schlusswert der Forderungen im Gerichtsverfahren und der auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnete Wertverluste stieg gegenüber dem Vorjahr ebenfalls an. Die beiden letztgenannten Veränderungen sind auf die sich verschlechternde Zahlungsbereitschaft der Kunden zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Gesellschaften liegen im Berichtsjahr – wegen Erhöhung der Finanzforderungen gegenüber der ÉMÁSZ Hálózati Kft. aus dem cashpool System – um 1 194 Mio. HUF höher. Der Schlussbestand der Vorräte hat sich geringfügig zurückgegangen und der der flüssigen Mittel hat sich um 141 Mio. HUF (16,61%) erhöht und beträgt 990 Mio. HUF.

Die Gesellschaft hat zu Lasten ihres Ergebnisses vor Steuern Rückstellungen in Höhe von 2 086 Mio. HUF gebildet, die um 1 673 Mio. HUF über dem Wert des Vorjahres liegen. Der wesentliche Teil der Rückstellungen des Vorjahrs betraf die erzielte Marge im USP, die über dem behördlich genehmigten Niveau lag. Diese Rückstellungen wurden mehrheitlich verwendet. Da die Gesellschaft aber auch im Berichtsjahr eine Marge über die behörd­ lich festgelegte maximale Höhe realisiert hat, die zurückzuerstatten ist, hat sie zu diesem Zweck weitere Rückstellungen gebildet.

Das Eigenkapital der ÉMÁSZ Nyrt. belief sich am 31. Dezember 2011 auf 88 971 Mio. HUF. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Eigenkapitalstruktur der Gesellschaft:

Der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft hat auch die Inanspruchnahme von kurzfristigen und langfristigen Krediten erforderlich gemacht. Der Schlussbestand der kurzfristigen Kredite in Höhe von 14 648 Mio. HUF ist um 3 641 Mio. HUF (19,91%) zurückgegangen. Der langfristige Kreditbestand in Höhe von 2 747 Mio. HUF hingegen ist – maßgeblich wegen einem 2011 abgeschlossenen Forint Darlehens - um 1 743 Mio. HUF angestiegen.

Mio. HUF Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Ergebnisrücklage Bilanzergeibnis Summe Eigenkapital

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30 504 159

Die Verbindlichkeiten enthalten die kurzfristigen und die langfristigen Verbindlichkeiten der Gesell­ schaft in Höhe von 23 219 Mio. HUF, die im Vergleich zum Vorjahr um 2 419 Mio. HUF (9,44%) zurückgegangen sind. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen mit dem Rückgang des Gesamtwertes des kurzfristigen und langfristigen Kredit­ bestandes um 1 898 Mio. HUF, der sonstigen kurz­ fristigen Verbindlichkeiten um 229 Mio. HUF sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 238 Mio. HUF zu begründen.

55 935 2 373 88 971

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JAHRESABSCHLÜSSE 2011

Kreditbestand – Schlusswert zum Monatsende – in den Jahren 2010-2011 (Mio. HUF)

2010

2011

30 000

Mio. HUF

25 000 20 000 15 000 10 000 5 000 0 1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

Monat Monat

Das nachstehende Diagramm zeigt die Zusammensetzung des Schlussbestandes der Aktiva und Passiva der Gesellschaft 2011.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der ÉMÁSZ Nyrt. am 31.12.2011 (%)

Aktive Rechnungsabgrenzungen 3,29% (Vorjahr 3,26%)

100%

Umlaufvermögen 16,05% (Vorjahr 15,75%)

90% 80%

Passive Rechnungs abgrenzungen 5,01% (Vorjahr 5,00%)

100% 90%

Verbindlichkeiten 19,30% (Vorjahr 21,62%)

80%

70%

70% Rückstellungen 1,73% (Vorjahr 0,35%)

60%

60%

50%

50% Anlagevermögen 80,66% (Vorjahr 80,99%)

40% 30%

30%

20%

20%

10%

10%

0%

0% Aktiva

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40%

Eigenkapital 73,96% (Vorjahr 73,03%)

Passiva

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JAHRESABSCHLÜSSE 2011

Ergebnis der Gesellschaft laut Einzelabschluss Die Umsatzerlöse der Gesellschaft belaufen sich im Geschäftsjahr auf 78 494 Mio. HUF. Eine wesentliche Auswirkung auf die Entwicklung der Umsatzerlöse haben die Stromumsatzerlöse, die 91,36% der Umsatzerlöse ausmachen. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was vorwiegend auf einen Absatzrückgang zurückzuführen ist. Die Umsatzerlöse aus sonstigen Tätigkeiten liegen unter dem Vorjahreswert. Diese Erlöse resultieren überwiegend aus Leistungen, die die Mitgliedsunternehmen innerhalb der Gesellschaftsgruppe untereinander erbringen. Diese sind zentrale Dienstleistungen wie z.B. IT, Immobilienverwaltung oder Telekommunikations-dienstleistungen. Desweiteren sind auch die Erlöse aus der Instandhaltung der öffentlichen Beleuchtung zurückgegangen. Die sonstigen Erträge, die 1,35% aller Betriebseinnahmen ausmachen, zeigen im Vergleich zur Basisperiode einen Rückgang um 108 Mio. HUF (9,14%). Der Rückgang der zurückgeschriebenen Wertverluste auf inländische Forderungen sowie der Umsatzerlöse aus der Veräußerung von imma­ teriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr sind maßgebende Faktoren der Änderung. Der Wert der erhaltenen Vertragsstrafen, Verzugszinsen, Schadenersatzleistungen und der aus der Verwen­ dung von Rückstellungen stammenden Erlöse ist angestiegen. Die Materialaufwendungen, welche als wesentliche Posten die Strombeschaffungskosten umfassen, liegen mit 74 722 Mio. HUF um 7 196 Mio. HUF (8,78%) unter dem Vorjahreswert.

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Die Materialkosten der Gesellschaft betragen im Berichtsjahr 326 Mio. HUF, dies entspricht einem Rückgang von 126 Mio. HUF (27,88%) gegenüber dem Vorjahr. Die Veränderung lässt sich durch den Rückgang der Treibstoffkosten der Fahrzeuge und durch den für den Eigenverbrauch gekauften Strom zu erklären. Der Wert der bezogenen Leistungen beträgt 4 454 Mio. HUF und liegt um 258 Mio. HUF (6,15%) über dem Vorjahreswert. Dies resultiert in erster Linie aus den Kostenerhöhung der von verbundenen Unternehmen bezogenen Leistungen sowie der Reparatur- und den Instandhaltungskosten. Die Kosten der Forschung und Entwicklung betragen in der Berichtsperiode 27 Mio. HUF. Die sonstigen Leistungen weisen eine Erhöhung um 106 Mio. HUF (12,88%) auf. Diese Änderung resultiert grundsätzlich aus dem Anstieg der Bankspesen. Der Wareneinsatz liegt um 7 285 Mio. HUF (9,57%) unter dem Vorjahreswert und umfasst zum Großteil die Strombeschaffungskosten (ohne Eigenverbrauch). Diese sind im Berichtsjahr um 7 096 Mio. HUF wesentlich zurückgegangen. Die Personalaufwendungen sind 2011 insgesamt um 81 Mio. HUF (10,23%) gesunken. Der Rückgang resultiert aus der Kosteneinsparung auf Grund des niedrigeren durchschnittlichen Personalbestandes. Die Abschreibungen der Gesellschaft in Höhe von 1 200 Mio. HUF sind um 80 Mio. HUF (7,14%) gegenüber dem Vorjahr angestiegen, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände zurück­ zuführen ist.

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JAHRESABSCHLÜSSE 2011

Die sonstigen Aufwendungen betragen im Berichtsjahr 5 527 Mio. HUF und liegen damit um 1 992 Mio. HUF (56,35%) über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Rückstellungsbildung sowie aus dem höheren Betrag der auf inländische Forderungen verrechneten Wertverluste, was durch den Rückgang des abgeschriebene Betrages der uneinbringlichen Forderungen und durch niedrigeren Steuerzahlungsverpflichtungen teilweise kompensiert wurde. Das Finanzergebnis in Höhe von 9 278 Mio. HUF ist im Vergleich zum Vorjahreswert um 2 869 Mio. HUF (44,77%) gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Finanzerträge um 2 724 Mio. HUF erhöht, und die Finanzaufwendungen haben sich um 145 Mio. HUF verringert. Die Veränderung Finanzerträge resultiert in erster Linie aus dem Anstieg der erhaltenen Dividenden um 2 809 Mio. HUF. Den Rückgang der Finanzaufwendungen begründet der Rückgang der zu zahlenden Zinsen und ähnlichen Aufwendungen um 371 Mio. HUF

(32,40%), was auf den durch die erfolgreiche Anlagetätigkeit sinkenden Finanzierungsbedarf und auf den dadurch zurückgegangenen zu zahlenden Zinsen zurückzuführen ist. Der niedrigere Wert der zu zahlenden Zinsen überkompensierte die Erhöhung der sonstigen Aufwendungen für Finanztransaktionen um 226 Mio. HUF, die sich aus den realisierten Kursverlusten des Geschäftsjahres ergeben. Das außerordentliche Ergebnis beträgt -41 Mio. HUF, und ist im Vergleich zum Vorjahr um 83 Mio. HUF gestiegen. Die außerordentlichen Erträge machen 246 Mio. HUF aus, und beinhalten den Gegenwert der Herabsetzung des gezeichneten Kapitals der TVK-Erőmű Kft. Die Summe der außerordentlichen Aufwendungen beträgt 287 Mio. HUF, davon entfallen 246 Mio. HUF auf die Ausbuchung des Buchwerts der TVK-Erőmű Kft. in Verbindung mit der Herabsetzung des gezeichneten Kapitals. In der Berichtsperiode hatte die Gesellschaft keine Körperschaftsteuerzahlungspflicht.

Empfehlung zur Gewinnverwendung Der Vorstand der ÉMÁSZ Nyrt. schlägt vor, aus dem positiven Ergebnis nach Steuern in Höhe von 6 644 Mio. HUF einen Betrag in Höhe von 4 271 Mio. HUF, das entspricht 1 400 HUF/Aktie, als Dividende an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Gewinn von 2 373 Mio. HUF in die Gewinnrücklage einzustellen.

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JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Bilanz Aktiva Postenbezeichnung

Vorjahr

Berichtsjahr

A. ANLAGEVERMÖGEN

96 039

97 034

I. Immaterielle Vermögengegenstände

648

1 821

1. Gründungs- und Erweiterungskosten

2. Forschungs- und Entwicklungskosten

3. Rechte vom Vermögenswert

256

1 537

4. Geistige Produkte

392

284

5. Geschäfts- oder Firmenwert

6. Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

7. Wertberichtigung zu immateriellen Vermögensgegenständen

5 968

6 036

4 522

4 704

1 028

999

361

330

II. Sachanlagen

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Angaben in Mio. HUF

1. Grundstücke und Gebäude und verbundene verkehrsfähige Rechte

2. Technische Einrichtungen, Maschinen und Fahrzeuge

3. Sonstige Einrichtungen, Ausstattungen und Fahrzeuge

4. Zuchttiere

5. Anlagen im Bau, Erneuerungen

50

3

6. Anzahlungen auf Anlagen

7

7. Wertberichtigung Sachanlagen

III. Finanzanlagen

89 423

89 177

1. Langfristige Beteiligung in verbundenen Unternehmen

89 411

89 165

2. Langfristige Darlehen an verbundenen Unternehmen

3. Sonstige langfristige Beteiligungen

4. Langfristige Darlehen an sonstige Beteiligungsunternehmen

5. Sonstige langfristige Darlehen

12

12

6. Langfristiges Kreditverhältnis verkörpernde Wertpapiere

7. Wertberichtigung Finanzanlagen

8. Bewertungsdifferenz Finanzanlagen

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JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Angaben in Mio. HUF Postenbezeichnung

Vorjahr

B. UMLAUFVERMÖGEN

18 669

I. Vorräte

Berichtsjahr 19 310

827

815

817

805

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

2. Unfertige und halbfertige Erzeugnisse

3. Jung-, Mast- und sonstige Tiere

4. Fertige Erzeugnisse

5. Waren

10

10

6. Anzahlungen auf Vorräte

II. Forderungen

16 993

17 505

9 159

8 761

6 913

8 107

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

3. Forderungen gegenüber sonstigen Beteiligungsunternehmen

4. Wechselforderungen

5. Sonstige Forderungen

921

637

6. Bewertungsdifferenz Forderungen

7. Bewertungsdifferenz von Derivativen

III. Wertpapiere

1. Beteiligungen in verbundenen Unternehmen

2. Sonstige Beteiligungen

3. Eigene Aktien und Anteile

4. Kreditverhältnis verkörpernde Wertpapiere zu Handelszwecken

5. Bewertungsdifferenz Wertpapiere

IV. Flüssige Mittel

849

990

1. Kassenbestand und Schecks

2

2. Bankguthaben

847

990

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JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Angaben in Mio. HUF Postenbezeichnung

Berichtsjahr

C. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

3 868

3 952

1. Aktive Abgrenzung der Erträge

3 642

3 908

226

44

3. Abgegrenzte Aufwendungen

SUMME AKTIVA

118 576

120 296

2. Aktive Abgrenzung der Kosten und Aufwendungen

Passiva Postenbezeichnung

Angaben in Mio. HUF

Vorjahr

Berichtsjahr

D. EIGENKAPITAL

86 598

88 971

I. Gezeichnetes Kapital

30 504

30 504

zurückgekaufter Eigentumsanteil zum Nennwert

II. Gezeichnetes aber noch nicht eingezahltes Kapital (-)

– –

III. Kapitalrücklage

159

159

IV. Gewinnrücklage

54 701

55 935

V. Gebundene Rücklage

– –

VI. Bewertungsrücklage

– –

1. Bewertungsrücklage Wertberichtigung

2. Bewertungsrücklage Fair Value

1 234

2 373

E. RÜCKSTELLUNGEN

413

2 086

1. Rückstellungen für zu erwartende Verbindlichkeiten

413

2 086

2. Rückstellungen für zukünftige Aufwendungen

3. Sonstige Rückstellungen

VII.Bilanzergebnis

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Vorjahr

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JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Angaben in Mio. HUF Postenbezeichnung

Berichtsjahr

F. VERBINDLICHKEITEN

25 638

23 219

I. Nachrangige Verbindlichkeiten

1. Nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

2. Nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Beteiligungsunternehmen

3. Nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Wirtschaftsorganisationen

II. Langfristige Verbindlichkeiten

1 004

2 747

1. Langfristige Darlehen

2. Umwandelbare Obligationen

3. Verbindlichkeiten aus Emission von Obligationen

4. Investitions– und Entwicklungskredite

1 004

2 747

6. Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

7. Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Beteiligungsunternehmen

8. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

III. Kurzfristige Verbindlichkeiten

24 634

20 472

1. Kurzfristige Darlehen

Umwandelbare Obligationen

2. Kurzfristige Kredite

18 289

14 648

3. Erhaltene Anzahlungen von Kunden

26

14

547

309

5. Sonstige langfristige Kredite

4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5. Wechselverbindlichkeiten 6. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

3 818

3 783

7

8. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

1 947

1 718

9. Bewertungsdifferenz Verbindlichkeiten

10. Negative Bewertungsdifferenz von Derivativen

7. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Beteiligungsunternehmen

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Vorjahr

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72

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Angaben in Mio. HUF Postenbezeichnung

G. PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Berichtsjahr

5 927

6 020

8

31

5 554

5 699

3. Abgegrenzte Erträge

365

290

SUMME PASSIVA

118 576

120 296

1. Passive Abgrenzung der Erträge 2. Passive Abgrenzung der Kosten und Aufwendungen

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Vorjahr

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73

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Gewinn- und Verlustrechnung, Variante „A“ nach dem Gesamtkostenverfahren

Angaben in Mio. HUF Postenbezeichnung

Berichtsjahr

01. Umsatzerlöse Inland

85 405

78 494

02. Umsatzerlöse Ausland

I. Umsatzerlöse (01+02)

85 405

78 494

03. Bestandsveränderung der selbsterstellten Vorräte

04. Aktivierter Wert der selbsterstellten Vorräte

II. Aktivierte Eigenleistungen (±03+04)

III. Sonstige Erträge

1 181

1 073

davon: rückgeschriebene Wertverluste

496

245

05. Materialaufwand

452

326

4 196

4 454

823

929

76 116

68 831

331

182

81 918

74 722

10. Lohnkosten

494

441

11. Sonstige Personalkosten

153

136

12. Ergänzende Lohnabgaben

145

134

V. Personalbezogene Aufwendungen (10+11+12)

792

711

VI. Abschreibungen

1 120

1 200

VII. Sonstige Aufwendungen

3 535

5 527

davon: Wertverluste

670

1 505

A. BETRIEBSERGEBNIS (I±II+III-IV-V-VI-VII)

-779

-2 593

13. Erhaltene Dividende und Gewinnanteile

7 100

9 909

davon: von verbundenen Unternehmen

7 100

9 909

14. Kursgewinne aus Verkauf von Anteilen

06. Aufwendungen für bezogene Leistungen 07. Sonstige Dienstleistungen 08. Anschaffungskosten der verkauften Waren 09. Verkaufte (vermittelte) Dienstleistungen IV. Materialbezogene Aufwendungen (05+06+07+08+09)

EMASZ_GER.indd 73

Vorjahr

davon: von verbundenen Unternehmen

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74

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Angaben in Mio. HUF Postenbezeichnung

Berichtsjahr

15. Zinserträge und Kursgewinne aus Finanzanlagen

473

295

21

114

davon: Bewerttungsdifferenz

VIII. Finanzerträge (13+14+15+16+17)

7 594

10 318

18. Kursverluste aus Finanzanlagen

davon: verbundenen Unternehmen

19. Zinsaufwendungen

1 145

774

112

178

40

266

davon: Bewertungsdifferenz

IX. Finanzaufwendungen (18+19±20+21)

1 185

1 040

B FINANZERGEBNIS (VIII-IX)

6 409

9 278

C. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (±A±B)

5 630

6 685

X. Ausserordentliche Erträge

386

246

XI. Ausserordentliche Aufwendungen

510

287

D. AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS (X-XI)

-124

-41

E. ERGEBNIS VOR STEUERN (±C±D)

5 506

6 644

XII. Steueraufwand

1

F. VERSTEUERTES ERGEBNIS (±E-XII)

5 505

6 644

23. Bewilligte Dividenden und Gewinnanteile

4 271

4 271

BILANZERGEBNIS (±F+22-23)

1 234

2 373

davon: von verbundenen Unternehmen

16. Sonstige Zinserträge

davon: von verbundenen Unternehmen

17. Sonstige Finanzerträge

davon: verbundenen Unternehmen

20. Kursverluste aus Anteilen, Wertpapieren und Bankguthaben 21. Sonstige Finanzaufwendungen

22. Entnahmen aus der Gewinnrücklage für Dividenden und Gewinnanteile

EMASZ_GER.indd 74

Vorjahr

4/6/12 5:02 PM


75

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

CASHFLOW

Angaben in Mio. HUF

2011

6 644

Index (%)

1. Korrigiertes Vorsteuerergebnis (+/- Kompensierungsposten)

5 506

1/A Ergebniswirksame Posten (+/-) (-16 - 20 -24 Zeilen)

-7 011

2. Verrechnete Abschreibung (+)

1 120

1 200

7,14

3. Verrechneter Wertverlust (+)

174

1 260

624,14

4. Differenz der Bildung und Auflösung von Rückstellungen (+/-)

198

1 673

744,95

5. Ergebnis aus der Veräußerung des Anlagevermögens (-/+)

-159

-9

94,34

6. Änderung der Kreditorenverbindlichkeiten (+/-)

-168

-238

-41,67

7. Änderung der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (+/-)

-1 070

-283

73,55

8. Änderung der PRAP (-/+)

736

93

-87,36

9. Änderung der Debitorenforderungen (-/+)

-50

-862

-1 624,00

10. Änderung des Umlaufvermögens (ohne Debitoren und flüssige Mittel) (-/+)

-641

-898

-40,09

11. Änderung der ARAP (-/+)

-1 234

-84

93,19

12 Abgeführte/abzuführende Steuer (für den Gewinn) (-)

-1

-

100,00

13. Abgeführte/abzuführende Dividende

-4 271

-4 271

0,00

I. Casflow aus der gewönlichen Tätigkeit (Betriebs-CF)

-9 874

-6 871

20,67 -40,84

-5 649

17,78

14. Beschaffung von Anlagevermögen (-)

-426

-2 195

-415,26

15. Veräußerung von Anlagevermögen (+)

162

9

-94,44

16. Erhaltene Dividende (+)

7 100

9 909

39,56

6 836

7 723

12,98

II. Casflow aus der Investitonstätigkeit

EMASZ_GER.indd 75

2010

17. Einnahmen aus Aktienemission, Kapitalzufuhr (+)

-

-

N/A

18. Einnahmen aus Emission von Wertpapieren (+)

-

-

N/A

19. Aufnahmen von Krediten und Darlehen (+)

17 766

11 430

-35,66

20. Endgültig übernommene Geldmittel (+)

36

-

21. Einzug von Aktien, Kapitalherabsetzung (-)

-

-

N/A

22. Rückzahlung von Wertpapieren (-)

-

-

N/A

23. Tilgung, Rückzahlung von Krediten, Darlehen (-)

-17 271

-13 328

22,83

24. Endgültig übergebene Geldmittel (-)

-125

-35

72,00

25. Langfristige Darlehen und Geldeinlagen

-10

-

100,00

III. Casflow aus Finanztransaktion

396

-1 933

-588,13

IV. Casflow - Veränderung aus Finanztransaktion

361

141

-60,94

Eröffnungsbestand Finanzmittel

488

849

Schlussbestand Finanzmittel

849

990

-100,00

4/6/12 5:02 PM


76

JAHRESABSCHLÜSSE 2011

Analyse des konsolidierten Jahresabschlusses Der konsolidierte Jahresabschluss wurde im Einklang mit den internationalen Finanzabschlussstandards (IFRS) aufgestellt. Die Anwendung von IFRS ist ab 2005, mit Ungarns EU-Beitritt, für die an der ungarischen Börse noti­erten Gesellschaften – in Bezug auf den konso­lidi­erten Jahresabschluss – verpflichtend. Dementsprechend stellt die Gesellschaft ihren konsolidi­erten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 nach den IFRS-Standards auf.

gestiegen. Maßgebender Teil des Anstieges betrifft die Investitionen des Berichtsjahres, die vorwiegend zur weiteren Verbesserung der Versorgungsqualität für die Modernisierung des Netzes verwendet wurden. Der Nettowert der immateriellen Vermögenswerte ist um 1 813 093 Tsd. HUF (76,49%) auch angestiegen. Diese Änderung resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der mit der Einführung des neuen Abrechnungssystems verbundenen Entwicklungen.

Eckpunkte der Bilanz der Gruppe Der Schlussbestand des Anlagevermögens ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010 um 5 302 014 Tsd. HUF (6,56 %) auf 86 120 190 Tsd. HUF gestiegen. Der Nettowert der Sachanlagen ist gegenüber dem Vorjahr um 4 342 381 Tsd. HUF (6,98%)

Stammkapital

Beteiligung von ÉMÁSZ

Tsd. HUF

%

84 503 000

100,00

ELMŰ - ÉMÁSZ Ügyfélszolgálati Kft.

3 000

30,00

ELMŰ - ÉMÁSZ Hálózati Szolgáltató Kft.

3 000

35,00

200 000

50,00

Sinergy Kft.

1 707 500

50,00

BC-Erőmű Kft.

1 930 400

74,00

TVK-Erőmű Kft.

2 630 100

74,00

34 245 640

0,04

ÉMÁSZ Hálózati Kft.

Magyar Áramszolgáltató Kft.

Mátrai Erőmű Zrt.

EMASZ_GER.indd 76

Der Kreis der in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften und die Methode der Einbeziehung haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010 nicht verändert. Die ÉMÁSZ Nyrt. hat als Muttergesellschaft an folgenden Gesellschaften eine Beteiligung gehalten:

4/6/12 5:02 PM


77

JAHRESABSCHLÜSSE 2011

Entsprechend den Vorschriften von IFRS wird die ÉMÁSZ Hálózati Kft., an der die ÉMÁSZ Nyrt. eine Beteiligung von 100% hält, als Tochterunternehmen qualifiziert, weil die Muttergesellschaft das Kontroll­ recht hat sowie die Finanz- und die Geschäftsspoli­tik der Gesellschaft steuern kann. Dementsprechend wurde die Gesellschaft vollkonsolidiert. Entsprechend den Vorschriften von IFRS hat die Gruppe nachstehende Unternehmen als Unter-

nehmen unter gemeinsamer Leitung und als assoziiertes Unternehmen qualifiziert: • • • • • •

ELMŰ-ÉMÁSZ Ügyfélszolgálati Kft. ELMŰ-ÉMÁSZ Hálózati Szolgáltató Kft. Magyar Áramszolgáltató Kft. Sinergy Kft. und ihre Tochterunternehmen TVK-Erőmű Kft. BC-Erőmű Kft.

Darstellung der Hauptzeilen der Jahresabschlüsse (IFRS) der in die Konsolidierung mit der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen unter gemeinsamer Leitung und des assozierten Unternehmens: Bilanz 31.12.2011 Sinergy Gruppe

Magyar Áram­ szolgáltató Kft.

BC-Erőmű Kft.

TVK-Erőmű Kft.

ELMŰ-ÉMÁSZ Hálózati Szolgáltató Kft.

ELMŰ-ÉMÁSZ Ügyfélszolgálati Kft.

Insgesamt

Angaben in Tsd. HUF

Umlaufvermögen

8 876 242

24 571 655

4 312 333

4 526 762

3 214 135

2 981 217

48 482 344

Anlagevermögen

8 981 337

8 673 082

6 339 798

9 330 922

5 334

34 244

33 364 717

17 857 579

33 244 737

10 652 131

13 857 684

3 219 469

3 015 461

81 847 061

Verbindlichkeiten

9 521 122

23 244 405

6 405 837

9 536 023

1 883 370

2 489 373

53 080 130

Summe Passiva

9 521 122

23 244 405

6 405 837

9 536 023

1 883 370

2 489 373

53 080 130

Netto Aktiva

8 336 457

10 000 332

4 246 294

4 321 661

1 336 099

526 088

28 766 931

Summe Aktiva

Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2011

EMASZ_GER.indd 77

Angaben in Tsd. HUF

Erträge

14 114 301

132 410 490

17 947 734

17 435 165

17 837 571

14 461 248

214 206 509

Kosten

13 467 173

119 364 506

16 853 025

14 884 663

16 816 831

14 194 283

195 580 481

Beteiligungsergebnis

-41 355

-

-

-

-

-

-41 355

Finanzergebnis

-55 468

-268 713

-194 586

-774 805

33 932

384

-1 259 256

Steueraufwand

162 014

3 531 099

457 518

595 327

381 729

240 244

5 367 931

Bilanzergebnis

388 291

9 246 172

442 605

1 180 370

672 943

27 105

11 957 486

4/6/12 5:02 PM


78

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Darstellung der Hauptzeilen der Jahresabschlüsse (IFRS) der in die Konsolidierung mit der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen unter gemeinsamer Leitung und des assozierten Unternehmens im Verhältnis zum Eigentumsanteil der ÉMÁSZ Nyrt.: Bilanz 31.12.2011 Magyar Áram­ szolgáltató Kft.

BC-Erőmű Kft.

TVK-Erőmű Kft.

ELMŰ-ÉMÁSZ Hálózati Szolgáltató Kft.

ELMŰ-ÉMÁSZ Ügyfélszolgálati Kft.

Umlaufvermögen

4 438 121

12 285 828

3 191 126

3 349 804

1 124 948

894 365

25 284 192

Anlagevermögen

4 490 669

4 336 541

4 691 451

6 904 882

1 867

10 273

20 435 683

Summe Aktiva

8 928 790

16 622 369

7 882 577

10 254 686

1 126 815

904 638

45 719 875

Verbindlichkeiten

4 760 561

11 622 203

4 740 319

7 056 657

659 180

746 812

29 585 732

Summe Passiva

4 760 561

11 622 203

4 740 319

7 056 657

659 180

746 812

29 585 732

Netto Aktiva

4 168 229

5 000 166

3 142 258

3 198 029

467 635

157 826

16 134 143

Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2011

EMASZ_GER.indd 78

Insgesamt

Sinergy Gruppe

Angaben in Tsd. HUF

Angaben in Tsd. HUF

Erträge

7 057 151

66 205 245

13 281 323

12 902 023

6 243 150

4 338 374

110 027 266

Kosten

6 733 587

59 682 253

12 471 239

11 014 651

5 885 891

4 258 285

100 045 906

Beteiligungsergebnis

-20 678

-

-

-

-

-

-20 678

Finanzergebnis

-27 734

-134 356

-143 994

-573 356

11 876

115

-867 449

Steueraufwand

81 007

1 765 550

338 563

440 542

133 605

72 073

2 831 340

Bilanzergebnis

194 145

4 623 086

327 527

873 474

235 530

8 131

6 261 893

4/6/12 5:02 PM


79

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Der Wert der Beteiligungen an assoziierten Unter­nehmen und an Unternehmen unter gemeinsamer Leitung beträgt 15 366 876 Tsd. HUF und ist im Ver­gleich zum vergangenen Geschäftsjahr um 852 942 Tsd. HUF (5,26%) zurückgegangen. Der vom 2011 realisierten Ergebnis der assoziierten Unternehmen und der Unternehmen unter gemein­samer Leitung auf die Gruppe entfallende Teil hat den Wert der Beteiligungen um 6 258 943 Tsd. HUF erhöht, dagegen haben die von den assozii­erten Unternehmen und den Unternehmen unter gemeinsa-

mer Leitung erhaltene Dividende den Wert der Beteiligungen um 6 030 545 Tsd. HUF sowie die Kapitalherabsetzung der TVK-Erőmű Kft. um 246 420 Tsd. HUF reduziert. Ferner führt die interne Konsolidierung der nach Equity-Methode konsolidierten ELMŰ-ÉMÁSZ Hálózati Kft. und der vollkonsolidierten ÉMÁSZ Hálózati Kft zu einer Wert­ anpassung von -53 194 Tsd. HUF. Da der Buchwert der BC-Erőmű Kft. um 781 726 Tsd. HUF höher ausfiel als der diskontierte Zeitwert der erwarteten Cashflow, wurde im Berichts­zeit­ raum bei dieser Beteiligung ein Wertverlust verbucht.

ELMŰ-ÉMÁSZ Ügyfélszolgálati Kft

ELMŰ-ÉMÁSZ Hálózati Szolgáltató Kft.

50%

74%

74%

35%

30%

Stimmenanteil von ÉMÁSZ Nyrt.

50%

50%

50%

50%

50%

50%

3 977 034

5 595 253

3 350 358

2 847 719

299 759

149 695

16 219 818

191 195

4 623 086

327 527

873 474

235 530

8 131

6 258 943

Erhaltene Dividenden

-

-5 218 173

-535 628

-276 744

-

-

-6 030 545

Eliminierung von Zwischenergebnissen

-

-

-

-

-53 194

-

-53 194

Sonstige Veränderungen im Eigenkapital

-

-

-

-246 420

-

-

-246 420

Wertverlust

-

-

-781 726

31.12.2011

4 168 229

5 000 166

2 360 531

Gewinnanteile aus 2011

Insgesamt

TVK-Erőmű Kft.

50%

Magyar Áram­ szolgáltató Kft.

Inhaberanteil von ÉMÁSZ Nyrt.

31.12.2010

EMASZ_GER.indd 79

Angaben in Tsd. HUF

BC-Erőmű Kft.

Sinergy Csoport

Wert der Beteiligungen an den in die Konsolidierung mit der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen

-781 726 3 198 029

482 095

157 826

15 366 876

4/6/12 5:02 PM


80

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Der Wert der in den Konsolidierungskreis nicht einbezogenen Beteiligungen hat sich im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr nicht verändert. Der Schlusswert der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente stimmt mit dem Wert der an der Mátrai Erőmű Zrt. gehaltenen Beteiligung in Höhe von 12 690 Tsd. HUF überein. Der Wert des Umlaufvermögens i.H.v. 17 324 259 Tsd. HUF ist im Vergleich zum Vorjahr um 629 541 Tsd. HUF (3,51%) zurückgegangen. Der Schlussbestand der flüssigen Mittel hat sich im Vergleich zum Stand am 31. Dezember 2010 um 161 878 Tsd. HUF erhöht und der Wert der Vorräte hat sich geringfügig geändert.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert der Debitoren­forderungen i.H.v. 13 247 160 Tsd. HUF um 142 389 Tsd. HUF (1,09 %) gestiegen. Diesen Anstieg begründet die Erhöhung der mit dem Kerngeschäft der Gruppe verbundenen Forderungen sowie der eingeklagten Forderungen – in erster Linie infolge der Finanzkrise. Andererseits vermindern diesen Wert die angestiegenen, auf die Debitorenforderungen verrechneten Wertverluste. Der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen in einem sonstigen Beteiligungsverhältnis sind im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 95 459 Tsd. HUF (22,25%) zurückgegangen.

Am 31. Dezember 2011 betrug das konsolidierte Eigenkapital der Gruppe 66 441 677 Tsd. HUF und setzt sich wie folgt zusammen: Angaben in Tsd. HUF Gezeichnetes Kapital

30 504 210

Kumuliertes Ergebnis

35 937 467

Eigenkapital insgesamt

66 441 677

Die langfristigen und kurzfristigen Verbindlichkeiten der Gruppe belaufen sich auf 37 002 772 Tsd. HUF und liegen damit um 373 660 Tsd. HUF (1,02%) über dem Wert des Vorjahres. Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten um 2 707 691 Tsd. HUF, die vorwiegend aus dem Anstieg der langfristigen Kredite und des latenten Steueraufwandes resultiert, konnte durch den Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 2 334 031 Tsd. HUF nur teilweise kompensiert werden. Die

EMASZ_GER.indd 80

letztgenannte Änderung ist im Wesentlichen auf den Rückgang der kurzfristigen Kredite und des Kreditorenbestandes zurückzuführen. Der Finanzierungsbedarf der Gruppe hat die Inanspruchnahme von langfristigen und kurzfristigen Krediten erforderlich gemacht. Der kurzfristige Kreditbestand beträgt 14 648 294 Tsd. HUF. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahreswert um 3 640 905 Tsd. HUF (19,91 %) zurückgegangen,

4/6/12 5:02 PM


81

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

wobei der langfristige Kreditbestand um 1 743 212 Tsd. HUF anstiegen ist. Im Vergleich zur Basisperiode hat die Gruppe für die zu erwartenden Verbindlichkeiten um 1 711 528 Tsd. HUF höhere Rückstellungen zu Lasten ihres Ergebnisses vor Steuern gebildet, die im Berichts­ jahr auch langfristige Rückstellungen enthalten. Der Kreditorenbestand ist im Vergleich zum Vorjahr – zusammen mit den Verbindlichkeiten gegen-

über verbundenen Unternehmen und Unternehmen in einem sonstigen Beteiligungsverhältnis – um 333 612 Tsd. HUF (4,31%) gesunken. Der Schlusswert der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beträgt 1 084 532 Tsd. HUF und ist im Vergleich um 70 677 Tsd. HUF (6,12%) unter dem Wert des Vorjahres. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber dem Staatshaushalt ist der maßgebende Faktor der Änderung.

Das nachstehende Diagramm zeigt die Zusammensetzung des Schlussbestandes der Aktiva und Passiva der ÉMÁSZ-Gruppe im Jahre 2011: Vermögens- und Kapitalstruktur der ÉMÁSZ-Gruppe 31.12.2011 (%)

100% Umlaufvermögen 16,75%

90% 80%

90% 80%

Langfristige Verbindlichkeiten 11,33%

70%

70%

60%

60%

50%

50% Anlagevermögen 83,25%

40% 30%

40% Eigenkapital 64,23%

30%

20%

20%

10%

10%

0%

0% Aktiva

EMASZ_GER.indd 81

100%

Kurzfristige Verbindlichkeiten 24,44%

Passiva

4/6/12 5:02 PM


82

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Ergebnis der Gruppe Das laut IFRS konsolidierte Ergebnis der Gruppe liegt im Geschäftsjahr 2011 unter dem Vorjahreswert. Die Umsatzerlöse sind in der Berichtsperiode auf 92 677 818 Tsd. HUF zurückgegangen, das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf 11 544 548 Tsd. HUF. Der Umsatzerlös liegen um 5 029 265 Tsd. HUF (5,15%) unter dem Wert des Jahres 2010. 92,77% der Umsatzerlöse entfallen auf den Stromumsatz­

erlöse und Erlöse aus den Netznutzungsgebühren. Diese sind im Vergleich zu der vergangenen Berichtsperiode gesunken. Die mit dem Stromabsatz nicht verbundenen sonstigen Umsatzerlöse sind auch niedriger als im vergangenen Geschäftsjahr. Die Summe der Kosten und Aufwendungen der Gruppe belief sich 2011 auf 87 759 972 Tsd. HUF und liegt damit um 2 537 020 Tsd. HUF (2,81%) unter dem Vorjahreswert.

Angaben in Tsd. HUF

2011

Änderung (%)

Materialaufwendungen

71 071 636

77 266 563

-8,02

Personalaufwendungen

1 770 762

1 803 718

-1,83

Abschreibung

6 818 535

6 286 934

8,46

Sonstige betriebliche Aufwendungen

8 099 039

4 939 777

63,96

87 759 972

90 296 992

-2,81

Insgesamt

Das Beteiligungsergebnis das die anteilige Summe des in der Berichtsperiode realisierten Ergebnisses der mit der Equity-Methode verrechneten Unternehmen beinhaltet, beträgt 6 205 749 Tsd. HUF und ist damit um 2 286 315 Tsd. HUF (26,92 %) niedriger als im vergangenen Geschäftsjahr. Zu diesem Ergebnis hat Magyar Áramszolgáltató Kft. maßgeblich beigetragen. Das Finanzergebnis in Höhe von -1 011 809 Tsd. HUF liegt um 80 855 Tsd. HUF unter dem Vorjahreswert. Parallel zum Rückgang der Finanzerträge um 292 614 Tsd. HUF sind auch die Finanz­ aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 211 759 Tsd. HUF zurückgegangen.

EMASZ_GER.indd 82

2010

Die Ertragsteuer in Höhe von 2 975 146 Tsd. HUF enthält die Körperschaftsteuer, die Gewerbesteuer und die laut IFRS konsolidierte latente Steuerverbindlichkeiten. Der Gewinn je Aktie beträgt 2011 aufgrund des Quotienten aus dem Gewinn der Berichtsperiode und der Zahl der Stammaktien 2 809 HUF. Der gestreckte Gewinn pro Aktie stimmt bei der Gruppe mit dem mit den Stammaktien gerechneten Wert überein, weil sie keine Aktienoption hat. Die Gruppe hat keine zurückgekauften eigenen Aktien. Das Ergebnis der Gruppe belief sich 2011 auf 8 569 402 Tsd. HUF.

4/6/12 5:02 PM


83

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Konsolidierte Bilanz

Angaben in Tsd. HUF AKTIVA

31.12.2011

31.12.2010

Anlagevermögen

86 120 190

80 818 176

Sachanlagen

66 543 441

62 201 060

4 183 347

2 370 254

15 366 876

16 219 818

Veräußerbares Finanzmittel

12 690

12 690

Darlehen

13 836

14 354

17 324 259

17 953 800

895 044

872 116

13 247 160

13 104 771

327 261

422 420

6 300

6 600

1 693 335

1 652 479

Finanzderivate (Finanzvermögen)

43 533

-

Ertragsteueransprüche

96 555

1 042 221

1 015 071

853 193

103 444 449

98 771 976

Immaterielle Vermögensgegenstände Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Unternehmen unter gemeinsamer Leitung

Umlaufvermögen Vorräte Debitorenforderungen Forderungen gegen verbundenen Unternehmen Forderungen gegen sonstigen Beteiligungsunternehmen Sonstige Forderungen

Flüssige Mittel SUMME AKTIVA

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4/6/12 5:02 PM


84

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Angaben in Tsd. HUF PASSIVA

31.12.2011

31.12.2010

66 441 677

62 142 864

Gezeichnetes Kapital

30 504 210

30 504 210

Kumuliertes Ergebnis

35 937 467

31 638 654

11 721 557

9 013 866

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und langfristige Leasingverbindlichkeiten

2 746 712

1 003 500

Latente Steuerverbindlichkeit

1 265 047

208 460

Langfristige Rückstellungen

365

-

Aufgeschobene Einnahmen

7 709 433

7 801 906

Kurzfristige Verbindlichkeiten

25 281 215

27 615 246

14 648 294

18 289 199

Kurzfristige Rückstellungen

2 139 367

428 204

Kreditorenverbindlichkeiten

3 928 598

4 877 303

Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen

3 480 424

2 858 694

-

6 637

1 084 532

1 155 209

103 444 449

98 771 976

Eigenkapital

Langfristige Verbindlichkeiten

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und kurzfristige Leasingverbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegen sonstigen Beteiligungsunternehmen Sonstige Verbindlichkeiten SUMME PASSIVA

EMASZ_GER.indd 84

4/6/12 5:02 PM


85

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben in Tsd. HUF 31.12.2011

31.12.2010

92 677 818

97 707 083

Aktivierter Wert der selbsthergestellten Vermögensgegenstände

504 504

94 699

Sonstige Erträge

928 258

1 379 150

Abschreibungen

-6 818 535

-6 286 934

Materialbezogene Aufwendungen

-71 071 636

-77 266 563

Personalbezogene Aufwendungen

-1 770 762

-1 803 718

Sonstige Aufwendungen

-8 099 039

-4 939 777

Betriebsergebnis

6 350 608

8 883 940

Beteiligung aus dem Ergebnis der mit Equity-Methode abgerechneten Unternehmen

6 205 749

8 492 064

394 916

687 530

-1 406 725

-1 618 484

-1 011 809

-930 954

11 544 548

16 445 050

Ertragsteuer

-2 975 146

-1 682 755

Periodenergebnis

8 569 402

14 762 295

-

-

8 569 402

14 762 295

2 809

4 839

Umsatzerlöse

Finanzerträge Finanzaufwendungen Finanzergebnis Ergebnis vor Steuern

Sonstiges Gesamteinkommen Gesamteinkommen Gewinn und gestreckter Gewinn pro Aktie (HUF/Aktie)

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JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Konsolidierter Cashflow

Angaben in Tsd. HUF 31.12.2011

31.12.2010

11 544 548

16 445 050

885 078

898 153

Abschreibungen

6 818 535

6 286 934

Verrechneter Wertverlust (Debitoren + Beteiligungen)

2 188 257

298 939

Differenz aus Bildung und Auflösung von Rückstellungen

1 711 528

136 561

-10 364

-175 329

Sonstige ergebnisbeeinflussende Titel

-6 205 749

-8 492 064

Verändertes Ergebnis vor Steuerzahlung

16 931 833

15 398 244

Kreditorenverbindlichkeiten

-948 705

-1 352 615

Sonstige Verbindlichkeiten

451 943

-1 204 935

-1 548 920

-15 337

Umlaufvermögens (ohne Debitoren und flüssige Mittel)

925 271

96 737

Erhaltene Zinsen

394 916

687 530

Geleistete Zinsen

-1 279 994

-1 585 683

Abgeführte/abzuführende Steuer (für den Gewinn)

-1 918 559

-1 926 299

Abgeführte/abzuführende Dividende

-4 270 589

-4 880 674

8 737 196

5 216 968

-12 974 009

-11 453 530

Flüssige Mittel aus dem Verkauf der Anlagevermögen

10 364

175 329

Auslage / Rückzahlung der geleisteten Darlehen (-/+)

518

-11 231

246 420

340 020

6 030 545

5 533 270

-6 686 162

-5 416 142

Kreditaufnahmen

11 429 945

17 766 467

Kreditzurückzahlung

-13 327 638

-17 271 869

-1 897 693

494 598

8 537

-32 276

161 878

263 148

853 193

590 045

1 015 071

853 193

Ergebnis vor Steuern Finanzergebnis außerhalb der realisierten Kursdifferenz

Beteiligung aus dem Ergebnis der mit Equity-Methode abgerechneten Unternehmen

Debitorenforderungen

Betriebscashflow Geldauszahlung aus Anlagenbeschaffung

Herabsetzung des gezeichneten Kapitals der Beteiligungen Erhaltene Dividende Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Cashflow aus den Finanztransaktionen Nicht realisirtes Kursgewinn/-verlust der Finanzmittel (+/-) Netto Zuwachs der Finanzmittel Finanzmittel zum Jahresanfang Finanzmittel zum Jahresende

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87

JAHRESABSCHLÜSSE 2011 – ANLAGE

Änderung des konsolidierten Eigenkapitals

Angaben in Tsd. HUF Gezeichnetes Kapital

Kumuliertes Ergebnis

Eigenkapital

30 504 210

21 757 033

52 261 243

Periodenergebnis

-

14 762 295

14 762 295

Gesamteinkommen

-

14 762 295

14 762 295

Dividendenausschüttung

-

4 880 674

4 880 674

Buchwert 31.12.2010

30 504 210

31 638 654

62 142 864

Buchwert 01.01.2011

30 504 210

31 638 654

62 142 864

Periodenergebnis

-

8 569 402

8 569 402

Gesamteinkommen

-

8 569 402

8 569 402

Dividendenausschüttung

-

4 270 589

4 270 589

30 504 210

35 937 467

66 441 677

Buchwert 01.01.2010

Buchwert 31.12.2011

Anmerkung: Der vorliegende Geschäftsbericht entspricht dem in dem Rechnungslegungsgesetz definierten Geschäfts­ bericht und enthält die Einzel- und konsolidierten Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft.

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88

JAHRESABSCHLÜSSE 2011

Bericht des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über die summierten Finanzaufstellungen Für die Aktionäre der Észak-magyarországi Áramszolgáltató Nyrt. Die beiliegenden summierten Finanzaufstellungen – bestehend aus der Einzel- und der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011, aus der Gewinn- und Verlustrechnung des mit dem selben Stichtag endenden Jahres, aus der Einzel- und der konsolidierten Cash-Flow-Aufstellung, aus der konsolidierten Gewinnund Verlustrechnung sowie aus der Summendarstellung der Eigenkapitaländerung – wurden aus den wirtschaftsgeprüften Einzel- und konsolidierten Finanzaufstellungen des mit dem 31. Dezember 2011 endenden Jahres der Észak-magyarországi Áramszolgáltató Nyrt. abgeleitet. In unseren Berichten vom 15. Februar 2012 wurde eine wertfreie Beurteilung in Bezug auf diese Finanzaufstellungen erteilt. Die summierten Finanzaufstellungen beinhalten nicht alle in den von der EU übernommenen Internationalen Finanzberichtstandards vorgeschriebenen Veröffentlichungen. Deswegen ersetzt das Lesen der summierten Finanzaufstellungen nicht das Lesen der wirtschaftsgeprüften summierten Finanzaufstellungen der Észak-magyarországi Áramszolgáltató Nyrt. Verantwortung des Managements für die summierten Finanzaufstellungen Das Management ist für die auf Grundlage der Anmerkung auf der vorherigen Seite erfolgende Ausfertigung der Summendarstellung der wirtschaftsgeprüften Finanzaufstellungen verantwortlich. Verantwortung des Wirtschaftsprüfers Unsere Verantwortung besteht in der Beurteilung der summierten Finanzaufstellungen aufgrund unserer Vorgehensweise. Diese wurde vor dem Hintergrund des Ungarischen Nationalen Wirtschaftsprüfungsstandards Themennummer 810 „Aufträge auf die Erstellung von Berichten über die summierten Finanzaufstellungen“ und der anderen – in Ungarn geltenden – buchprüfungsspezifischen Gesetze und anderen Rechtsvorschriften wahrgenommen. Meinung Unserer Meinung nach sind die aus den wirtschaftsgeprüften Einzel- und konsolidierten Finanzaufstellungen des mit dem 31. Dezember 2011 endenden Jahres der Észak-magyarországi Áramszolgáltató Nyrt. abgeleiteten Summendarstellungen auf Grundlage der Anmerkung auf der vorherigen Seite mit diesen Finanzaufstellungen in jeder wesentlichen Hinsicht konsistent. Budapest, 15. Februar 2012

Péter Biczó Partner PricewaterhouseCoopers Kft. 1077 Budapest, Wesselényi u. 16. Registrierungsnummer: 001464 eingetragener Wirtschaftsprüfer Kammer-Mitgliedsnummer:004957

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Észak-Magyarországi Áramszolgáltató Nyrt. 3525 Miskolc, Dózsa György u. 13. www.emasz.hu

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ÉMÁSZ Annual Report 2011  

Annual report of the Northern Hungarian Electricity Supplier (ÉMÁSZ), 2011 in german

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