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Ausgabe 5 / 2013 www.leonhard.at

Being Female willkommen

fast wie zuhause Kleine Details mit groSSer Wirkung, Die neuen zimmer im Sanatorium St. Leonhard

f端r Ihr pers旦nliches Wohlbefinden

und Ihre medizinische Sicherheit im leben

xxx 端ber eine selbstbestimmte geburt

Unliebsame VENEN?

Verlagspostamt 8010 Graz, P.b.b., GZ 05Z036501

Dr. med. univ. Birgit Baumgartner 端ber Venenerkrankungen

fast wie zuhause Kleine Details mit groSSer Wirkung, Die neuen zimmer im Sanatorium St. Leonhard


MUSIVANA – Zentrum für Musik und Bewegung Geidorfgürtel 38 • 8010 Graz Tel: +43 316 22 80 37 • Mobil: +43 664 422 07 37 Email: office@musivana.at www.musivana.at

Musivana – Zentrum für Musik und Bewegung

„Das Beste, was es in unserem Leben gibt, kommt aus der Begeisterung“ Kinder erleben Musik nicht nur mit ihren Ohren sondern vielmehr mit ihrem ganzen Körper. Die Freude, das Strahlen, das Staunen und das Lachen Ihres Kindes sind das schönste Feedback, das wir bekommen können! Im Mittelpunkt steht der gemeinsame Spaß und selbstverständlich Ihr Kind!

Kursstart Herbsttrimester 16.09.2013 Anmeldung auf www.musivana.at 㻌


editorial

Werte Leserin, liebe Patientin!

D

as Sanatorium St. Leonhard steht für heimeligen Flair und persönliche und individuell abgestimmte Betreuung während der gesamten Aufenthaltsdauer

– einfach ein schönes Hotel mehr in Graz. Und die medizinische Versorgung ist immer auf dem neuesten Stand. Lesen Sie auf Seite 4 mehr über unsere Art, nüchterne Patientin-

nenzimmer in gemütliche Rückzugsorte auf Zeit zu verwandeln – fast wie zuhause. Sie gewinnen Einblick in die Tätigkeit als Hausärztin in unserem Sanatorium und können die Varianten der Anästhesie und der Schmerzminderung im Geburtsverlauf kennenlernen. In dieser Ausgabe informieren wir Sie auch über aktuelle Behandlungsmethoden zur Brustkrebstherapie und bei Venenerkrankungen. Über die Möglichkeiten der Traditionellen Chinesischen Medizin, Homöopathie und Aromatherapie in der Geburtshilfe berichten Ihnen eindrücklich unsere ExpertInnen. Vielleicht haben Sie auch schon mit den Gedanken gespielt, Nabelschnurblut bei der Geburt abzunehmen, um später bei Krankheiten Ihres Kindes versorgt zu sein. Wir haben dazu eine kleine Überraschung für werdende Mütter vorbereitet. Interessantes gibt es auch zu lesen zu den besonderen Bedürfnissen in den Wechseljahren (S. 26) und zu den Behandlungsmethoden bei Schlafstörungen (S. 34) Erfahren Sie noch mehr über die Zeit der Schwangerschaft, die Arbeit einer Hebamme während einer selbstbestimmten Geburt und die Betreuung Ihres Kindes durch den Kinderarzt. All das macht diese Ausgabe zu einer besonderen: Wir haben das 25-Jahr Jubiläum hinter uns und werden in den kommenden Jahren weiter Vorreiter im Bereich Geburtshilfe und Frauenheilkunde mit besonderem Flair sein. Herzlichst, Mag. David Kleiner Prokurist, Sanatorium St. Leonhard, david.kleiner@leonhard.at

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Impressum Medieneigentümer und Herausgeber Sanatorium St. Leonhard Schanzelgasse 42, 8010 Graz Tel. 0316/3607

Stille POST Abonnement

Redaktion Sanatorium St. Leonhard Für den Inhalt verantwortlich Dipl.-Dolm. Dr. jur. Fritz Kleiner Anzeigenverkauf Ulrike Lechner, lechner@leonhard.at Bildmaterial bigshot.at, shutterstock, Getty Images, Fotolia, Ana Radulovic, Robert Illemann, beigestellt Titelseite: shutterstock, Deklofenak

Ausgabe 4 / 2012 www.leonhard.at

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Layout UND PRODUKTION www.taska.at

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Bezug Über Abonnement bzw. im Sanatorium aufliegend

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Auflage 5000 Stück Änderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Nachdrucke jeglicher Art sind untersagt.

2013 © Sanatorium St. Leonhard

Graz, P.b.b., GZ 05Z036501 Verlagsposta mt 8010

druck Druckerei Scharmer Altenmarkt 106, 8280 Fürstenfeld

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Die Stille Post informiert Sie über Themen wie Frauengesundheit, Geburtshilfe und Babypflege mit medizinisch-wissenschaftlich fundierten Beiträgen. Möchten Sie unser Magazin kostenlos nach Hause zugeschickt bekommen? Schreiben Sie uns eine E-Mail mit Ihrem Namen, Anschrift und Telefonnummer an: baby@leonhard.at Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

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in dieser Ausgabe

In dieser Ausgabe Editorial Mag. David Kleiner

Das Haus 04 Fast wie zuhause

Im Portrait 07 Unsere Hausärztin Dr. Eva Unterberger im Interview

Medizin 09 Im Brennpunkt: Brustkrebs, Dr. Gero Luschin-Ebengreuth 12 Venenerkrankungen, Dr. med. univ. Birgit Baumgartner 14 TCM und ihre Perspektiven, Dr. Elisabeth Mödritscher 16 Was ist Anästhesie, Dr. Janusz Tarkowski 18 Wertvolles Gut Nabelschnurblut

Thema 20 Willkommen im Leben! Die selbstbestimmte Geburt

Gesundheit 24 Erste Hilfe bei Kindernotfällen 26 Hormontherapie im Wechsel, Dr. Alfons W. Kowatsch 28 Aus der Kinderarztpraxis: Impfen, Priv. Doz. Dr. Peter Fritsch 30 Homöopathie in Schwangerschaft und Stillzeit, Dr. med. Michael Koppitz 32 Schwanger sein, was jetzt? 34 Wenn der Schlaf den Tag beherrscht, Dr. med. univ. René Yazdani 36 Stillambulanz 38 Die Kraft der Pflanzen: Aromatherapie

Wellness 40 Fit mit Babybauch 44 Shiatsu für‘s Baby 46 Das 1x1 der Babypflege

Babys 2012

47 Yoga für Frauen mit Brustkrebs

22 Geburten im Sanatorium St. Leonhard 2012

Veranstaltungen 48 Unser Informations- und Kursangebot

Unsere Hebammen

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FAST WIE ZUHAUSE

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das haus

Warme Farben und eine sanfte Lichtstimmung sorgen dafür, dass sich Mutter und Kind in den neu gestalteten Zimmern des Sanatoriums St. Leonhard rundum wohlfühlen.

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ie sucht sich denn eine Frau den Ort aus, an dem sie ihr Kind zur Welt bringen will? Sie bespricht dies mit ihrer Familie, sie fragt ihre Freundinnen, sie informiert sich bei den Privatkliniken und im Sanatorium oder überlegt eben auch öffentliche Krankenhäuser zu besuchen. Jedenfalls gehören die Tage rund um die Geburt zu den schönsten, spannendsten und auch intensivsten Phasen im Leben einer Frau. Das Sanatorium St. Leonhard hat als erstes privates Haus in Graz im Jahre 1990 die Hotelkomponente eingeführt, weil wir der Meinung sind, dass eine Frau, die ein Kind erwartet, nicht krank ist und wie ein Hotelgast betreut werden sollte. Von Beginn an haben wir nur Einzelzimmer gestaltet, dazu drei Zimmer mit 1-Klasse-Ausstattung und ein Familienzimmer. Unsere Gäste sollten während ihres Aufenthaltes auf keinerlei Hotelkomfort verzichten müssen. Behaglichkeit statt Krankenhausatmosphäre.

In den letzten beiden Jahren haben wir in diesem Haus nicht nur die Medizintechnik, sondern auch sämtliche von unseren Gästen genutzte Räume neu gestaltet. Wir haben auch diesmal wieder mit Astrid Walenta-Burger gearbeitet. Sie kennt unser Haus schon und wir haben gesehen, wie kompetent sie mit Licht, Farbe und Atmosphäre umzugehen weiß. Bei Böden, Wänden und der Einrichtung hat sie auf eine betont warme Farbgebung gesetzt, ein individuell steuerbares Beleuchtungssystem in jedem Raum kann vom Gast aus selbständig bedienbar, diese Akzente unterstützen.

Farbe Astrid Walenta-Burger setzte bei der Neugestaltung der Räumlichkeiten bewusst auf warme Farbtöne und eine sanfte Lichtgebung. Damit wurde eine besonders behagliche Atmosphäre geschaffen.

Kleine Details mit groSSer Wirkung.

Astrid Walenta-Burger hat sich in der Raumgestaltung mit den Themenbereichen „Geborgenheit“, „Licht und Wasser“ und „Leben und Wachsen“ auseinandergesetzt und hat sich, selbst Mutter, an ihren Vorstellungen von Behaglichkeit und Lebensgefühl anlässlich der Geburt leiten lassen. S T I L L E P O S T — 5/2 01 3

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Unser Haus Das Sanatorium St. Leonhard ist speziell auf die Wünsche und Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten. Es ist ein von der UNICEF ausgezeichnetes geburtshilfliches Sanatorium, eine Frauenklinik auf dem neuesten technischen Stand.

Räume mit besonderem Flair

Dem Element Wasser ist der „Blue Room“ gewidmet. Ein wellenförmiges Wandpaneel und ein wunderschöner Holzoptikboden unterstreichen dieses Gefühl. Das Element Leben und Wachsen repräsentieren Jahresringe an den Wänden, kunstvoll in Szene gesetzt durch indirektes Stimmungslicht. Ein Deckensegel direkt über dem Bett der Patientin vermittelt Geborgenheit, das dritte Thema unserer Zimmer mit besonderem Flair. BÄDER WIE ZUHAUSE

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Wir haben auch jedes einzelne Badezimmer umfangreich saniert und noch stärker dem Bedürfnis von schwangeren Frauen anlässlich der Geburt angepasst. Auch Patientinnen in der Post-OP-Phase können die sanitären Anlagen völlig barrierefrei nutzen. 3

Mag. Astrid Walenta-Burger — maccarena.at Geboren am 16.02.1964 in Graz, Matura 1982 in Graz 1990 Studienabschluss an der Universität für Musik und darstellende Kunst

Geburt der Kinder Carmen (1991), Roman (1993) und Antonia (1995) Parallel dazu diverse Aus- und Weiterbildungen für Gestaltung und Inneneinrichtung/Planung Ab 1995 selbständig tätig, seit 2001 Anstellung in exklusiven Einrichtungsgeschäften.

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Fotos: Ana Radulovic

Unterrichtstätigkeit


im portrait

VERTRAUEN IST ALLES. Dr. Eva Unterberger leitet die fachspezifische Gruppe der Hausärztinnen im St. Leonhard seit über 20 Jahren. Wir haben mit ihr gesprochen:

Dr. Eva Unterberger

Foto: Robert Illemann

Hausärztin Tel. 0316 / 3607 DW 621, E-Mail: unterberger@leonhard.at

— Frau Dr. Unterberger, Sie sind seit 1992 Hausärztin im St. Leonhard, welche Änderungen haben Sie miterlebt? Ja doch sehr viele. Im November 1992 kam ich ins Sanatorium, kurz nach der Übernahme und dem Umbau. Plötzlich fand ich mich in einem Hotelbetrieb wieder, so völlig anders als in einem öffentlichen Krankenhaus. Die wesentlichste Änderung in den vielen Jahren war der Trend zur „schmerzlosen“ Geburt. Während vor meiner Zeit im Leonhard bei einsprechendem Patientenwunsch noch weitgehend unter Vollnarkose entbunden wurden, werden heute fast 95 % der Geburten unter Spinal- oder Periduralanästhesie schmerzfrei durchgeführt.

kontrollen und der Verabreichung von Therapien. Ich bin also während des gesamten Aufenthalts für die Patientinnen da und kann den Belegärzten jederzeit Auskunft über ihren Zustand geben. Falls Komplikationen auftreten kann ich rasch und gezielt handeln.

— Diese schmerzfreie Geburt, Frau Dr. Unterberger, was ist neben der Linderung des Geburtsschmerzes der wesentlichste Vorteil dieser Methode? Im Gegensatz zur Vollnarkose ist die Mutter wach und kann die Geburt so bei vollem Bewusstsein miterleben. Das ist vor allem für die Kontaktaufnahme zwischen Mutter und Kind wesentlich. Nach der Geburt wird ihr das Kind sofort auf die Brust gelegt. Sie kann es spüren, hören und berühren. dieser Erstkontakt ist enorm wichtig für die Entwicklung des Kindes auf allen Beziehungsebenen.

— Was ist für Sie das Schönste an Ihrem Beruf? Am zufriedensten bin ich wenn ich sehe, dass sich die Beziehung zwischen Mutter und Kind positiv entwickelt und ich sie dabei aktiv unterstützen kann – wie zum Beispiel bei meiner Stillberatung, die ich seit vielen Jahren im Sanatorium St. Leonhard durchführe. Auch auf diesem Gebiet hat sich im Haus ja sehr viel verändert. Die Ausbildung in unserem Haus für die Qualifikation der UNICEF „Stillfreundliches Krankenhaus“ war für unsere Diplomkrankenschwestern ein wesentlicher Wissenszuwachs. Trotzdem bestehen wir darauf, dass jede Mutter in der Stillphase ihre eigenen Wünsche realisieren kann.

— Auch der Trend zum Kaiserschnitt scheint zuzunehmen ... Das stimmt. Das ist ein Trend, den wir sehen, geprägt vom Wunsch nach einer schmerzfreien Geburt und durchaus auch häufiger, aus Gründen medizinischer Sicherheit für Mutter und Kind. Für uns Frauen ist natürlich der kosmetische Aspekt dabei unverzichtbar.

— Womit sind Hausärztinnen im 24 Stunden Rhythmus ihrer Anwesenheit hauptsächlich beschäftigt? Als Hausärztin bin ich sowohl für medizinische als auch für — Was ist der wichtigste Ratschlag, den Sie Müttern organisatorische Belange zuständig. Das beginnt mit dem Auf- aufgrund Ihrer jahrelangen Erfahrung geben würden? nahmegespräch und reicht bis zur Durchführung von Labor- Nicht nur in Bezug auf das Stillen.

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im portrait

Dass sie mehr an sich glauben und auf ihre von der Natur gegebenen Fähigkeiten vertrauen sollen. Viele Frauen machen sich viel zu viele Sorgen – um die Gesundheit ihres Babys, ob sie auch alles richtig machen und es nicht zu sehr verwöhnen. Dabei besteht in den meisten Fällen überhaupt keine Veranlassung dazu. Es braucht zu Beginn immer eine gewisse Zeit, bis sich Mutter und Kind auf einander einstellen – aber im Normalfall sind die beiden innerhalb kürzester Zeit ein eingespieltes Team. Das zu beobachten ist immer wieder so beeindruckend.

auch in den Tagen danach enorm unterstützen, sie stärken und ihr Mut machen.

— Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere am Sanatorium St. Leonhard? Was das Sanatorium St. Leonhard auszeichnet ist vor allem die Zeit, die wir uns hier für die Patientinnen nehmen – vor allem im Gespräch. Wir hören aufmerksam zu und versuchen dann so individuell wie möglich auf die Bedürfnisse unserer Patientinnen einzugehen. — Dabei darf natürlich auch der Vater nicht fehlen... Ein weiterer Punkt ist sicherlich auch das positive „GrundkliNatürlich, deshalb bietet unser Haus auch seit 1990 das „Roo- ma“, das hier im Sanatorium herrscht und das sich natürlich auf ming in“ an, bei dem der Vater die Möglichkeit hat, diese für die Patientinnen überträgt. Sie fühlen sich hier entspannt und eine Familie so wichtigen ersten Tage nach der Geburt gemein- geborgen. sam mit Mutter und Kind zu erleben. Das finde ich sehr wichtig. Denn der Vater kann die Frau bei der Geburt selbst, aber Bei uns steht die Frau im Mittelpunkt! 3 (ANZEIGE)

ichtig schön schwanger Eine Schwangerschaft verändert vieles in Ihrem Leben – vor allem Ihren Körper. Deshalb ist in dieser Zeit eine intensive Pflege der Haut besonders wichtig. Bübchen Mama Produkte beugen mit dem Hydro-Lipid-Komplex Dehnungsstreifen vor und wirken mit ihrem Wellnessduft nachweislich harmonisierend. So können Sie sich ganz entspannt auf Ihr Baby freuen.

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IM BRENNPUNKT Brustkrebs ist ein Thema, das sich gerade in letzter Zeit immer häufiger in den Schlagzeilen findet. Doch wie gefährlich ist die Erkrankung wirklich? Und was kann man tun, um sein persönliches Risiko zu minimieren? BrustkrebsExperte Dr. Gero Luschin-Ebengreuth klärt auf. Dr. Gero Luschin-Ebengreuth im Interview

— Herr Dr. Luschin-Ebengreuth, in den Medien wird fast täglich von neuen Brustkrebsfällen berichtet. Ist die Krankheit wirklich am Vormarsch? Im Sanatorium St. Leonhard behandeln wir viele Frauen mit Brustkrebs, diese Behandlung hat bei uns eine sehr hohe Priorität. Allerdings wird das Thema Brustkrebs meiner Meinung nach viel zu sehr gehypt. Wenn man diverse Journale durchblättert, hat man ja manchmal den Eindruck, als wäre die Erkrankung omnipresent. Das ist für mich absolut nicht gerechtfertigt.

Foto: Shutterstock, Sheldunov Andrew

— Stichwort Alter – wie sehr beeinflusst das Alter die Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken? Das Alter ist tatsächlich ein wesentlicher Faktor. Die Häufigkeit von krankhaften Zellveränderungen - durch die Brustkrebs ja entsteht - steigt im Alter an. Eine 20-jährige Frau hat daher ein wesentlich geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkanken, als eine 70-jährige. Und da unsere Lebenserwartung ständig ansteigt, nimmt natürlich auch die Häufigkeit der Erkrankung zu. — Sind Frauen in den Wechseljahren, die mit Hormonersatztherapie behandelt werden, besonders betroffen? Die Hormonersatztherapie ist in den ersten drei bis fünf Jahren ab Beginn der Therapie vollkommen unbedenklich. Wenn die Therapie jedoch zehn Jahre angewendet wird, steigt das Brustkrebsrisiko um 30 %. Bei mehr als fünfzehn Jahren dann um zirka fünfzig Prozent.

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MEDIZIN IM BRENNPUNKT

Allerdings muss hier erwähnt werden, dass wenn die Hormontherapie beendet wird und fünf Jahre verstrichen sind, das Risiko – unabhängig von der Dauer einer vorherigen Anwendung der Präparate – wieder exakt gleich ist, wie bei Frauen die niemals eine Hormonersatztherapie gemacht haben. — Da wir gerade über den Einfluss von Hormonen sprechen – Wie sieht es mit der Pille aus? Trägt sie zur Steigerung des Brustkrebsrisikos bei? Zu diesem Thema wurde 2002 eine große Studie veröffentlicht, an der über 9000 Frauen teilgenommen haben. Die Hälfte von ihnen hatte Brustkrebs, die andere war völlig gesund. Hierbei konnte unter den gesunden Frauen keine Zunahme der Brustkrebserkrankungen festgestellt werden. Frauen, die bereits Brustkrebsfälle in der Familie hatten, würde ich vom Gebrauch der Pille jedoch abraten, da bei dieser Gruppe ein geringfügig erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht.

bar. Also beispielsweise inwieweit sich Plastikverpackungen tatsächlich auf die Qualität der Nahrung auswirken. Fest steht allerdings, dass Übergewicht – das ja gerade in den westlichen Industrieländern sehr weit verbreitet ist – auch beim Thema Brustkrebs eine Rolle spielt. Mit Bewegung und gesunder Ernährung lässt sich also eine ganze Menge tun. So kann man sagen, dass eine junge Frau, die zweimal in der Woche zwei Stunden intensiv Sport betreibt – zum Beispiel bei Aerobic - das Risiko an Brustkrebs zu erkranken um vierzig Prozent senken kann. Das haben Studien an amerikanischen College-Studentinnen, die regelmässig Leistungssport betrieben haben, deutlich gezeigt. Die Frage der Ernährung ist aber – wie gesagt – nicht ganz geklärt. Ein bewusster, achtsamer Umgang mit unserem Körper ist aber generell etwas, das wir in unserer westlichen Gesellschaft vielfach erst wieder lernen müssen. Nicht nur, was das Essen anbelangt. Milchprodukte sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet, jedoch für unsere Gesundheit sicherlich nicht zuträglich.

— Man liest oft, dass Frauen, die früh schwanger werden weniger häufig an Brustkrebs erkranken? Stimmt das? Das stimmt. Frauen, die mehrere Kinder bekommen – besonders jene, die ihr erstes Kind in einem frühen Lebensalter zur Welt bringen – haben ein etwas niedrigeres Brustkrebsrisiko als Frauen, die weniger oder keine Kinder bekommen. Und wenn Sie ihr Baby mindestens zwölf Monate lang stillen, wird das Risiko ebenfalls herabgesenkt. Jedoch nur minimal. — Ist die sogenannte „Zivilisationsgesellschaft“ gefährdeter? Hängt das auch mit den unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten zusammen? Natürlich auch – nur ist das wissenschaftlich sehr schwer mess10

— Gibt es einen Zusammenhang zwischen der psychischen Konstitution eines Menschen und dem Ausbruch der Krankheit? Sind ängstlichere Charaktäre gefährdeter? Die Krebspersönlichkeit „per se“ gibt es eigentlich nicht. Es werden ja seit Jahrzehnten Untersuchungen gemacht, wo man nachweisen will, dass ein gewisser Persönlichkeitstypus prädestinierter für eine Krankheit ist. Da hat man noch keinen Zusammenhang gefunden. Wobei das sehr schwer nachzuweisen wäre, man kann ja nicht messen, wieviel Angst jemand hat. Was ich aber aus meiner Erfahrung sagen kann ist, dass jene Frauen, die an Brustkrebs erkranken – das weiß ich aus zahlreichen Gesprächen in den letzten 20 Jahren – meistens sehr, sehr belastete Frauen sind. Sowohl mit Beruf, Partnerschaft und Haushalt als auch mit der Kindererziehung. Das alles zu schaffen ist oft sehr schwierig. Stress scheint also – wie bei allen anderen Krankheiten auch – eine nicht geringe Rolle zu spielen.

Foto: Shutterstock, Gabi Moisa

Das stimmt. Durch Stress und Hektik im Alltag geht das Gefühl für den eigenen Körper und seine Bedürfnisse ja oft verloren... Richtig. Deshalb sollten gerade Frauen die Beruf, Haushalt, Partnerschaft und sehr häufig Kinder unter einen Hut bringen müssen, lernen, auf den eigenen Körper zu hören und auf dessen Signale zu achten. Das ist gerade im Bezug auf die Früherkennung besonders wichtig. Ich lege bei der Diagnose zum Beispiel größtes Augenmerk auf die Körperwahrnehmung der Frauen. Wenn eine Patientin sagt, ich habe das Gefühl, in meiner linken Brust ist irgendeine Veränderung aufgetreten, sie ist viel härter und geschwollener und fühlt sich anders an – dann werde ich, auch wenn man nichts sieht, eine Mammographie veranlassen. Die dabei entstehende Strahlenbelastung ist übrigens minimal. Es gibt also keinen Grund, sich Sorgen zu machen.


MEDIZIN IM BRENNPUNKT

— Kommen wir zum Abschluss des Interviews zum wichtigsten Thema: den Heilungschancen. Wie wahrscheinlich ist es, die Erkrankung zu besiegen? Zwei Drittel bis achzig Prozent der Brustkrebserkrankungen sind heilbar. Heute sterben also nicht mehr so viele Frauen an Brustkrebs. Zudem hat man Brustkrebs früher oft als akute Krankheit gesehen. Nach dem Motto: Jetzt hab ich einen Knoten in der Brust, jetzt muss ich ihn möglichst schnell operieren lassen. Heute wird Brustkrebs – bei den internationalen Klassifikationen – als chronische Krankheit eingestuft. Das liegt daran, dass ein Knoten, der heute ein bis zwei Zentimeter groß ist, sich im Normalfall schon drei bis fünf Jahre in der Brust befindet. Nur sehr aggressive Tumore wachsen schneller. Selbstabtastungen der Brust, sowie laufende Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt sind daher anzuraten. Ab dem vierzigsten Lebensjahr sollten Frauen zusätzlich im Abstand von etwa zwei Jahren eine Mammographie durchführen lassen. Bei einer bestehenden Brustkrebserkrankung steht – zusätzlich zur Standardtherapie – die Stressverminderung an erster

Dr. Gero Luschin-Ebengreuth Ärztlicher Leiter im Sanatorium St. Leonhard

Stelle. Konsequent müssen Belastung reduziert werden: falsche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel und psychische Belastungen. Für die Stressminderung und Genesung nach der Operation spielt die optimale Betreuung durch ÄrztInnen, Diplomkrankenschwestern und das weitere Personal im Einzelzimmer im Sanatorium St. Leonhard eine herausragende Rolle. 3 (ANZEIGE)

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MEDIZIN Unliebsame VENEN

Unliebsame VENEN? Venenerkrankungen – ein unliebsames und häufig auftretendes Thema unserer gesellschaft. Sie reichen von kosmetisch störenden Besenreisern, über unschöne Krampfadern bis hin zu schweren Bindegewebs- und Hautveränderungen mit der schlimmsten Folge – dem offenen Bein. Text Dr. med. univ. Birgit Baumgartner

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nsere Venen, v. a. die Beinvenen, leisten harte Arbeit. Sie müssen das Blut, das in die Beine gepumpt wird, gegen die Schwerkraft zum Herzen zurück transportieren. Dies gelingt mit Hilfe der Venenklappen und der Muskelpumpe. Wenn infolge des orthostatischen Druckes bei aufrechter Köperhaltung und einer ererbten Venenschwäche die Venenwand schrittweise nachlässt, wird die Vene immer weiter und weiter – eine Krampfader entsteht. Der Name Krampfader (Varize) stammt vom mittelhochdeutschen Wort „Krumpader“ ab und beschreibt eine „krumme“, geschlängelte Vene. Durch die Erweiterung der Vene können die Klappen, die im Inneren den Rückfluss des Blutes verhindern sollen, nicht mehr richtig schließen und es kommt zum Rückströmen des Blutes. Der Abtransport herzwärts wird somit erschwert. Die Schwellungstendenz nimmt zu – Ödeme entstehen. Blutbestandteile wandern durch die undicht werdende Venenwand, lösen dort Entzündungsreaktionen aus. Operative Methoden oder Verödung. Je nach vorliegendem Befund sollte die individuell beste Methode für jeden Patienten gewählt werden.

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Besenreiservarizen hingegen sind kleine oberflächliche ausgeweitete Venen, die nur ein kosmetisches, jedoch kein medizinisches Problem darstellen. Begünstigende Einflüsse für die Varizenentstehung

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Genetische Veranlagung Bewegungsmangel Übergewicht Schwangerschaften Hohe Schuhe


MEDIZIN Unliebsame VENEN

Dr. med. univ. Birgit Baumgartner

„Lieber liegen und laufen – statt stehen und sitzen.“ Rechtzeitig abklären und behandeln

Nimmt die Varizenerkrankung ihren Lauf, erweitern sich durch den fortgesetzten Druck Segment für Segment der betroffenen Vene. Durch Flüssigkeitsaustritt ins Gewebe entstehen zunehmend Ödeme (Wasseransammlungen), die zu unangenehmen Beschwerden wie schwere Beine, Druckgefühl führen können, die somit gespannte Haut verursacht mitunter auch Juckreiz und Schmerzen. Entzündungen im Unterhautgewebe laufen ab und führen zu Rötung, eventuell zu juckenden Ekzemen und Hyperpigmentierungen. Diese Dunkelverfärbung der Haut zeigt den fortschreitenden Hautschaden an. In weiterer Folge kann es zu einem venösen Geschwür (Ulcus cruris venosum) kommen. Durch die exakte Abklärung mittels Duplexsonographie lässt sich feststellen, ob Venenabschnitte einen Rückfluss des Blutes zulassen, d.h. die Venenklappen in diesem Bereich nicht mehr in Ordnung sind. Durch diese Ultraschalluntersuchung kann somit eine individuelle Therapie, die exakt auf die jeweilige Patientin zugeschnitten ist, geplant werden. Manchmal ist zusätzlich eine Röntgendarstellung der Venen, die Phlebographie zur weiteren eingehenden Abklärung erforderlich.

Foto: Fotolia, unpict

Therapiemöglichkeiten

Konservativ: • Kompressionsstrümpfe sind die Stütze, die ich meinen Venen geben kann. Moderne Designs und diverse Anziehhilfen machen sie zu regelmäßigen Wegbegleitern. • Auch medikamentöse Unterstützungsmöglichkeiten für ein

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kränkelndes Venensystem sind vorhanden und sinnvoll. Operativ: • Stripping-OP: die varikös veränderten, nicht mehr funktionsfähigen Venen werden unterbunden und entfernt. • Phlebektomie: sichtbare Seitenastvarizen werden über kleinste Hautschnitte entfernt. • Perforansvenenligatur: sonographisch angezeichnete Verbindungsvenen in die Tiefe werden unterbunden und durchtrennt. • endoluminale Verfahren: Radiofrequenz oder Lasertherapie: die Venen werden von innen verschweißt. Verödung: durch Injektion eines Verödungsmittels wird die Innenwand der nicht mehr funktionstüchtigen Vene geschädigt und „verklebt“ • Sklerosierung kleiner Venen wie Besenreiservarizen • Schaumsklerosierung größerer sichtbarer Varizen • Ultraschallgezielte Schaumsklerosierung nicht sichtbarer Varizen Im Sanatorium St. Leonhard kann die passende Methode für jede Patientin gewählt und durchgeführt werden. Zusammenfassend ist zu sagen

Tun wir doch unseren Beinen immer wieder mal etwas Gutes: lagern wir sie hoch, geben ihnen eine Stütze, gönnen wir ihnen Bewegung. Sie tragen uns ein Leben lang! … und sollten sich unsere Beine doch einmal mit Beschwerden melden, bestehen sehr gut Möglichkeiten einer individuellen Abklärung und einer eventuell notwendigen Therapie. 3

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Dr. Elisaebth Mödritscher Hausärztin im Sanatorium St. Leonhard Frau Dr. Mödritscher hat für sich selbst sehr positive Erfahrungen mit TCM gemacht. Durch eine fundierte Ausbildung kann Sie dieses Wissen nun in unserem Haus anbieten. Die Therapie ist eine Bereicherung und sinnvolle Ergänzung zur westlichen Schulmedizin.

„Das Leben des Menschen ist Sammeln von Qi, sobald es sich sammelt, entsteht neues Leben“.

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ie Therapie mit TCM wird nicht als Widerspruch, sondern als eine Bereicherung und sinnvolle Ergänzung zur westlichen Medizin gesehen. Mit ihrem breiten Spektrum an Diagnose- und Therapiemöglichkeiten wird sie zunehmend als ein ganzheitliches Heilsystem anerkannt, und kann im Sanatorium St. Leonhard auf Wunsch der Patientin eingesetzt werden. Nach dem Motto: „Alles wandelt sich“, ist auch dieser Wandel äußerst sichtbar. Es lohnt sich jedenfalls ein fundierter Blick auf ihre Komplexität, um einerseits differenziert therapieren und um sie andererseits angemessen an westliche Bedingungen adaptieren zu können. Mit Hilfe verschiedenster diagnostischer Methoden gelingt es Disharmoniemuster aufzuzeigen und diese gezielt zu behandeln. Der wesentlichste Schwerpunkt der TCM ist neben der Arzneimitteltherapie und Diätetik wohl die Akupunktur, durch deren Anwendung die Selbstheilung des Körpers in Gang gebracht wird. Sie wird als nociceptive Reiztherapie aufgefasst, die, aufgrund der Wiederholung der Nadelreize, zu einer Aktivierung körpereigener schmerzhemmender Mechanismen führt.

„Alles wandelt sich“ TCM und ihre Perspektive Das zunehmende Interesse an Akupunktur und anderen Verfahren der Traditionell Chinesischen Medizin(TCM) und auch deren Akzeptanz zeigen sich durch verstärkte

Text Dr. Elisaebth Mödritscher

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Foto: Shutterstock, holbox

Anwendung in der Praxis sowie im klinischen Alltag verschiedener Fachrichtungen.


MEDIZIN TCM

Eine der wichtigsten Säulen ist dabei das Qi (kosmische Lebens- und Schöpferkraft). „Das Leben des Menschen ist Sammeln von Qi, sobald es sich sammelt, entsteht neues Leben“. Die Chinesische Medizin kann dabei unterstützen, gute Bedingungen für neues Leben zu schaffen, sowie während der Schwangerschaft und der Geburt den Weg ins Leben zu erleichtern. Die Aufmerksamkeit liegt auf dem Prozess und dem Weg, wobei die „Pflege des Qi“ und das „Wachstum der Sprösslinge des Herzens“ miteinander verknüpft sind. Um nun gerade in der Schwangerschaft und rund um die Geburt viel Energie und Kraft zu haben, ist es wichtig dem Körper ausreichend feste und flüssige Nahrungsmittel zu bieten. Das werdende Kind sollte als optimale Vorbereitung auf das „ nachhimmlische Dasein“ (Sein Leben nach der Geburt) jede der „Vorhimmlischen Phasen“ (die Zeit der Schwangerschaft) gut versorgt vollenden können. Damit, und ebenso um entstandene Dysbalancen auszugleichen, beschäftigt sich die chinesische Diätetik im engeren Sinne. Auch im Wochenbett ist es wichtig auf eine angemessene Schonzeit und Diätetik großen Wert zu legen, um positiv auf

das Stillen, die Rückbildung der Gebärmutter und die Befindlichkeit des Neugeborenen einzuwirken. Tipp I:

So wirken ein warmer Saft aus roter Beete, Holunder, Kirschen oder Johannisbeeren, Säfte- und blutbildend sowie verdauungsfördernd bei Trockenheit. Tipp II:

Laktationsstörungen, die durch einen nicht geschmeidigen QiFluss und damit unzureichenden Bluttransport, als materielle Basis für die Muttermilch bedingt sind, kann man mit Kraftbrühen aus Huhn oder Rind und Eiern gut ausgleichen. Weiters eignen sich Kompotte, Nüsse und vollwertige Nahrungsmittel mit süßem Geschmack hervorragend um die Milchbildung anzuregen. In diesem Sinne wünsche ich allen Mamas und Papas viel Kraft und Ruhe um ihren „Sprössling des Herzens“ in vollen Zügen zu genießen.

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MEDIZIN Anästhesie

Was ist Anästhesie? Das Wort Anästhesie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Empfindungslosigkeit“. Das Ziel der Anästhesie ist die komplette Schmerzausschaltung während eines Operationseingriffes. Text Dr. Janusz Tarkowski

U

nser Anästhesieteam begleitet unsere Patientinnen vor, während und nach einer Operation. Im sogenannten Narkoseaufklärungsgespräch wird in Bezug auf den geplanten Eingriff das Anästhesieprogramm festgelegt.

Welche Arten von Anästhesie gibt es?

zur Schmerztherapie bei Geburten und für die postoperative Schmerzbehandlung angewendet. Dabei wird das Lokalanästhetikum mittels eines Katheders in die Rückenmarkshaut (Periduralraum) instilliert. Die Periduralanästhesie wird bei uns auch im Kreissaal zur Linderung der Schmerzen während der Geburt eingesetzt.

Allgemeinanästhesie: Wird auch Narkose genannt und versetzt Sie in einen tiefschlafähnlichen Zustand. Am Operationstag wird Ihnen ein leichtes Beruhigungsmittel verabreicht, um Sie auf die Narkose vorzubereiten. Sie werden Lokalanästhesie: Nur ein kleiner Teil des Körpers wird empfindungslos gemacht. Die Lokalanästhesie wird bei uns vom operierenden Arzt durchgeführt.

Regionalanästhesie: Die Regionalanästhesie ist die örtliche Betäubung nur einer Körperregion. Möchten Sie trotzdem schlafen werden wir Ihnen ein Beruhigungsmittel verabreichen oder eine leichte Allgemeinanästhesie durchführen. Wir können Ihnen mehrere Regionalanästhesieverfahren anbieten. in Ihrem Zimmer vom Pflegepersonal begrüßt und in den Operationssaal gebracht. Die Überwachung Ihrer KörperfunktioSpinalanästhesie: Die Spinalanästhesie eignet sich für Eingrif- nen (Puls, Atmung, Blutdruck und Sauerstoffsättigung) wird fe im Unterbauch, Becken und Beine. Dabei wird ein Lokalan- während der gesamten Operation durchgeführt. ästhetikum im Bereich der Lendenwirbelsäule eingespritzt. Nach dem Eingriff werden Sie in das Aufwachzimmer gePeriduralanästhesie (PDA): Die PDA wird für Eingriffe am bracht, wo sich speziell geschultes Personal um Sie kümmert. Oberkörper, Bauch, Becken, Unterleib und Beinen durchge- Wenn Sie vollständig erwacht sind, werden Sie wieder auf Ihr führt. Sie wird vor allem bei lang dauernden Operationen, Zimmer verlegt. 16

Foto: Shutterstock, Marko Poplasen

„Sechs Stunden vor der Anästhesie sollte nichts mehr gegessen werden.“


MEDIZIN Anästhesie

Verhaltensregeln vor der Anästhesie:

• Sechs Stunden vor der Anästhesie nichts mehr essen. • Vier Stunden vor der Anästhesie nichts mehr trinken (Ausnahme: Vorbereitungstablette mit einem Schluck Wasser) • Am Operationstag nicht mehr rauchen. • Bitte schminken Sie sich ab (Make-Up, Nagellack, u.s.w.) und lassen Sie alle Schmuckstücke (Ohrringe, Ringe, Halskette, u.s.w.) sowie Zahnprothesen/Brücken, künstliche Haarteile auf der Station. • Hörgeräte können nach Absprache mit dem Anästhesisten belassen werden. • Kontaktlinsen bitte entfernen, Brillen sind nur bei starker Fehlsichtigkeit erlaubt. • Wenn Sie Medikamente einnehmen, halten Sie Rücksprache mit ihrem Anästhesisten, ob Sie diese auch am Operationstag einnehmen sollen.

Dr. Janusz Tarkowski Leitung der Anästhesie im Sanatorium St. Leonhard Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie Anästhesie-Sprechstunde jeden Dienstag 13:00 bis 15:00 Uhr nach telefonischer Vereinbarung

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Die häufigsten Fragen zur Anästhesie:

Warum darf ich vor einer Operation nichts mehr essen und nichts mehr trinken? Durch die Allgemeinanästhesie werden neben dem Bewusstsein und der Schmerzempfindung auch die Schutzreflexe (Schluck- und Hustenreflex) ausgeschaltet. Es besteht daher die Gefahr, dass Mageninhalt in den Rachen gelangt, eingeatmet wird und eine schwere Lungenentzündung hervorruft (je mehr Mageninhalt, desto größer ist diese Gefahr). Wie schnell wirkt die Allgemeinanästhesie? Die modernen Medikamente ermöglichen ein rasches und sanftes Hinübergleiten in einen schlafähnlichen Zustand. Der Anästhesist überprüft neben den lebensnotwendigen Organfunktionen auch die Narkosetiefe. Wann kann ich wieder essen und trinken? Generell sollten Sie damit 3-6 Stunden nach der Narkose warten, da eine frühzeitige Zufuhr von Flüssigkeiten und fester Nahrung nach einer Narkose häufig zu Übelkeit und Erbrechen führen kann. Wie ist die Verträglichkeit der Narkose? Eine Garantie für eine Aufwachphase ohne Übelkeit können wir nicht geben, bei bekannter Veranlagung werden vorbeugende Maßnahmen angewandt. Durch die ständige technische und medizinische Weiterentwicklung, sowie die Fortbildung unseres Teams, können wir eine anästhesiologische Betreuung auf höchstem Niveau für Sie gewähren. 3

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MEDIZIN Nabelschnurblut

Wertvolles Gut Nabelschnurblut

Immer häufiger entscheiden sich werdende Eltern, Nabelschnurblut einzulagern. Warum? Es enthält wertvolle Stammzellen, die später zur Behandlung ernsthafter Erkrankungen dienen können. lung von Diabetes mellitus Typ 1 und Zerebralparese (zerebrale Kinderlähmung). Auch in der regenerativen Medizin wird derzeit intensiv geforscht. Zum Beispiel könnten bald durch Schlaganfall, Herzinfarkt, Lebererkrankungen oder Querschnittslähmung zerstörte Zellen durch körpereigene Stammzellen ersetzt werden. Stars sorgen vor

Im Alter von 11 Monaten verschluckte sich der kleine Alex beim Essen, es kam zum Atemstillstand und folglich zur Gehirnlähmung. Zwei Jahre lang versuchten seine Eltern durch unterschiedlichste Therapien seinen Zustand zu verbessern. Ohne Erfolg. Vor fünf Monaten erhielt Alex an der Duke University in den USA erstmals Eigenstammzellen, die seine Eltern vorsorglich bei Cord Blood Center einlagern ließen. Der behandelnde Arzt, Prim. Univ. Doz. Dr. Günther Bernert unterstützte damals diesen Entschluss: „Die Transplantation der Stammzellen aus dem Nabelschnurblut wird langfristig ein Erfolg. Sie kann zur Verbesserung des Gesundheitszustands zur Rehabilitation der Kinder mit Gehirnschädigungen beitragen.“ Und er hatte Recht: Langsam, aber sicher macht Alex Fortschritte. Gehirnlähmung, Leukämie, Tumore, Immun- und Stoffwechselerkrankungen – Blutstammzellen werden mittlerweile zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen erfolgreich eingesetzt. Das beweisen auch aktuelle Studien aus den USA und Deutschland mit körpereigenen Stammzellen aus Nabelschnurblut zur Behand18

Prinz William und Herzogin Kate haben Nabelschnurblut gespendet. Skispringer Christian Morgenstern und Fußballprofi Robert Almer haben sich für die private Einlagerung von Nabelschnurblut bei der Geburt ihrer Babys entschieden. „Die medizinischen Möglichkeiten entwickeln sich rasch weiter und wir möchten, dass unsere Tochter diese später auch nutzen kann“, sind sich Österreichs Sportlerpaar Robert Almer und Dominique Nadarajah einig. Gesundheitsvorsorge für die Familie

In Österreich lagern immer mehr Eltern, zur Vorsorge ihrer Kinder das Nabelschnurblut. Eigene Stammzellen haben den Vorteil, dass keine schwerwiegenden Abstoßungsreaktionen zu erwarten sind. Allerdings sind noch zu wenig Paare über das Potenzial des Nabelschnurbluts informiert. In Deutschland zum Beispiel besteht eines der zukünftigen Konzepte der Herzchirurgischen Klinik am Klinikum Großhadern unter der Leitung von Prof. Reichart (www.herzklinik-muenchen.de) darin, angeborene Herzfehler bereits vor der Geburt zu erkennen. Die Eltern sollten sich dann dafür entscheiden, die Nabelschnurblut-Stammzellen ihres Kindes aufbewahren zu lassen. Ziel der Forscher ist es, später mit Hilfe der Nabelschnur-

vorsorge im St. Leonhard

Kosten: Entnahmegebühr ab 1290,– und jährliche Lagergebühr ab EUR 59,– Weitere Infos: Tel.: 0800 / 30 03 99 www.cordbloodcenter.at Cord Blood Center bietet nicht zusatzversicherten Schwangeren eine Geburt im Sanatorium St. Leonhard inklusive 4-Tages Aufenthalt, Bereitstellung von Gynäkologen und Hebamme und Nabelschnurblutentnahme zur Eigenvorsorge um nicht mehr als EUR 3.300,— (zuzüglich jährliche Lagerungsgebühr ab EUR 59,—)

zellen einen körpereigenen Herzklappenbzw. Gefäßersatzersatz für diese Kinder herzustellen und zu implantieren. schmerz­­­los und risikofrei

Die Nabelschnurblut- und Plazentablutentnahme erfolgt erst nachdem das Baby von der Nabelschnur getrennt wurde und ist sogar bei einer Wasser- oder Kaiserschnittgeburt möglich. Direkt nach der Geburt wird aus der Nabelschnur das Blut entnommen und in einem Blutbeutel aufbewahrt. Auch aus der Plazenta kann Blut entnommen werden. Anschließend wird das Blut in einem Labor aufbereitet und in einer Gewebebank in mit flüssigem Stickstoff gefüllten Tanks nahe den -196°C dauerhaft konserviert. Dort steht es für den Einsatz für das Kind oder seine Geschwister jederzeit zur Verfügung. 3


SHORTCUTS

gesundheit und wohlbefinden

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„Gesundheit und Glück sind kein Zufall“ … … sagte einst Dr. Edward Bach, der Entdecker der Bachblüten-Therapie. Bachblüten helfen bei Ängsten, Unsicherheiten, Erschöpfung oder daraus resultierenden körperlichen Störungen – einfach, kostengünstig, nebenwirkungsfrei und vor allem wirksam für Groß und Klein. Mag. Sandra Stopar, der Gründerin von BaBlü® und Inhaberin der Bachblüten­praxis Graz ist es ein Anliegen, dieses Wissen wieder zu verbreiten. Vereinbaren Sie ein kostenloses Infogespräch! Die BaBlü® Bachblütenpraxis & Akademie, Schillerplatz 10, 8010 Graz Tel.: 0664 25 85 949, facebook.com/bachbluetenpraxis, www.bablü.at

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willkommen im leben die selbstbestimmte geburt Die Geburt eines kleinen Menschen soll heute mehr denn je ein selbstbestimmtes Ereignis sein. Aber wie sieht diese Selbstbestimmung aus?

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Foto: Shutterstock, Vitalinka

TEXT Mag. Karin Hochreiter, Hebamme


Thema selbstbestimmte geburt

W

ie komme ich als Frau zu meiner gewünschten Geburt? Und wie gehe ich körperlich und emotional unversehrt aus dieser Situation heraus? Von einer selbstbestimmten Geburt kann dann gesprochen werden, wenn ich als Frau selbst entscheiden kann, wie ich mein Kind bekommen möchte. Das Sanatorium St. Leonhard bietet gemeinsam mit einfühlsamen GeburtshelferInnen die Rahmenbedingungen, die es ermöglichen zu wählen. Frau und Kind werden in ihrer körperlichen und emotionalen Ganzheit wahrgenommen und akzeptiert. Wünsche, Bedürfnisse, Risiken und Befindlichkeiten

Um die jeweils „richtigen“ Entscheidungen treffen zu können und seinen eigenen Weg durch Schwangerschaft und Geburt zu finden, ist es notwendig, ausreichende und möglichst objektive Informationen zu erhalten. Auf dieser Basis können unter Akzeptanz von Wünschen, Bedürfnissen, Risiken und Befindlichkeiten dann eigene Wege gegangen werden. Dies erfordert jedoch auch ein gewisses Maß an Eigenverantwortung und Mut. Auch im Notfall steht jeder gebärenden Frau grundsätzlich das Recht auf Selbstbestimmung und Eigenverantwortung zu. Das beinhaltet ein freies Verfügungsrecht über den eigenen Körper, und die Entscheidungskraft über das Wohl des Kindes. In weniger dringlichen Fällen wird ausreichend Zeit vorhanden sein, um den Nutzen einer Maßnahme gegen die Risiken abzuwägen und zu einer Entscheidung zu finden. In der Praxis überfordern solche Situationen die werdenden Eltern jedoch in ihrer Entscheidungsfähigkeit und je nach Dringlichkeit der Situation wird die Verantwortung für das subjektive Wohl von Mutter und Kind zur Gänze oder teilweise auf den Arzt/die Ärztin und Hebamme übertragen. Jede Frau sollte für sich entscheiden, welches Maß an Eigenverantwortung sie zu tragen bereit ist. Was kann meine Hebamme tun, um mich in meiner Selbstbestimmung zu unterstützen und gleichzeitig das Wohl des Kindes zu fördern? • Zunächst sollte ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen den werdenden Eltern und der Hebamme bestehen, das es ermöglicht, über die eigenen Wünsche, Vorstellungen, Ängste und Probleme zu sprechen. • Die Hebamme kann für liebevolle Rahmenbedingungen in der Schwangerschaftsbetreuung und während der Geburt sorgen, die es ermöglichen, sich zu öffnen und loszulassen. • Eine achtsame, aufmerksame und empathische Begleitung ermöglicht den Respekt der individuellen Bedürfnisse, auch wenn diese non-verbal geäußert werden. • Eine wertschätzende respektvolle Haltung seitens der Hebamme ermöglicht fürsorgliche Hinwendung und Hilfe, ohne dass diese als bevormundend erlebt werden. • Die Kompetenz der werdenden Eltern wird geschätzt, gefördert und respektiert.

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Mag. Karin Hochreiter, Hebamme Freipraktizierende Hebamme, Kultur- und Sozialanthropologin Erste Geburt: 1997 Tel.: 0664 / 510 57 17, www.hebamme-hochreiter.at

• Die Hebamme stellt ihr Wissen und Können zur Verfügung, um gemeinsam zu Entscheidungen zu finden, die das Wohl von Mutter UND Kind zum Ziel haben. • Medizinische Maßnahmen werden besprochen, alle Informationen bereitgestellt und die Zustimmung der Frau eingeholt. Dadurch gibt es auch keine Routinemaßnahmen, die bei allen Frauen gleichermaßen durchgeführt werden. Die Geburt ist ein auSSergewöhnlicher und intimer Moment

Die Situation der Geburt trägt das Potential zur Stärkung, aber auch zur Traumatisierung in sich. Gestärkt gehen Frauen aus dieser Situation hervor, wenn sie ihrem eigenen Körper vertrauen dürfen und können, wenn sie unterstützt werden, nach ihren Bedürfnissen zu handeln. Die meisten Menschen verspüren vor und während der Geburt das Bedürfnis, sich anderen Menschen anzuvertrauen und von ihnen begleitet und unterstützt zu werden. Insofern stellt die Geburt eine große zwischenmenschliche Herausforderung dar, die in der westlichen Welt von professionellen GeburtshelferInnen (Hebammen und ÄrztInnen) angenommen wurde. Für die werdenden Eltern besteht die Herausforderung darin, fremden Menschen Vertrauen entgegenzubringen und sich bis zu einem gewissen Grad auch „auszuliefern“ ohne zu wissen, was auf sie zukommt (zumindest beim ersten Kind). Für die betreuenden GeburtshelferInnen bedeutet es eine große Verantwortung, da in der Situation der Geburt sowohl die medizinische Sicherheit von Mutter und Kind wie auch deren emotionale Verwundbarkeit gleichermaßen berücksichtigt werden müssen. Besteht zwischen GeburtshelferInnen und werdenden Eltern ein respektvolles, achtsames und vertrauensvolles Verhältnis, so können selbst schwierige Situationen gemeistert werden, ohne emotionale Narben zu hinterlassen. Die Delegation eines gewissen Maßes an Verantwortung für das eigene und des Kindes Wohl wird dann nicht als Entmachtung und Entmündigung erlebt, sondern als Entlastung und Hilfe. 3

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unsere

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gesundheit Kindernotfälle

Erste Hilfe bei Kindernotfällen Meist ist es harmlos, wenn sich Kinder Verletzen. doch wie geht man damit um, wenn es doch einmal ernster sein sollte. Text rotes kreuz

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ine unfallfreie Kindheit ist leider ein fast nicht realisierbarer Traum. Statistisch gesehen, verunfallt ein Kind bis zu seinem 15. Lebensjahr vier bis fünf Mal. Meist sind es harmlose Verletzungen, um die es sich handelt. Es passieren aber leider auch immer wieder schwere Unfälle bei denen sich Kinder in akuter Lebensgefahr befinden. Gerade in den Sommermonaten passieren immer wieder Badeunfälle, die eine besondere Problematik darstellen. Bei solchen Notfällen zählt jede Sekunde zur Rettung des Lebens. Dabei sind es einfache Handgriffe, die im Rahmen der Erste-HilfeLeistung notwendig sind. Erste Hilfe ist einfach!

„Es sind einfache Handgriffe, die im Rahmen der Erste-HilfeLeistung notwendig sind.“ (ANZEIGE)

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Unfallverhütung

Natürlich ist es uns ein großes Anliegen Unfälle zu vermeiden. Aus diesem Grund ist die Elimination von Gefahrenquellen in der häuslichen Umgebung oder im Fahrzeug ein wesentlicher Bestandteil des Kurses. Was gibt es für Kindersicherheitseinrichtungen für zu Hause? Wie sichere ich mein Kind im Fahrzeug richtig? Diese und ähnliche Fragen werden ebenfalls im Kurs beantwortet. 3 Sie können Leben retten!

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Mit dem Besuch eines Kindernotfallkurses können Sie Leben retten! Das Rote Kreuz bietet laufend Erste Hilfe Kurse an. Informieren Sie sich unter http://ausbildung.st.roteskreuz.at oder der Service Nummer 0800 / 222 144.

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Viele Menschen haben bei Erste-Hilfe-Maßnahmen Angst etwas Falsches zu tun. Im Rahmen eines Erste-Hilfe-Kurses für Kindernotfälle können wir vom Roten Kreuz Ihnen beweisen, wie einfach die Leistung Erster-Hilfe eigentlich ist. Bereits in einem vierstündigen Kindernotfall-Kurs sind Sie in der Lage die notwendigen Handgriffe zu beherrschen!


SHORTCUTS

gutes für babys und mamas ob persönliche trageberatung oder neues für babys füsschen. wir haben für sie die besten tipps.

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Die beste Alternative zum BarfuSSlaufen Vor allem Kinder sollen möglichst viel barfuß laufen, um ihre Fußmuskulatur zu kräftigen und ihre korrekte Zehenstellung lebenslang zu behalten. Die Lauflernschuhe von soccci stellen die perfekte Alternative zum Barfußlaufen dar. soccci Lauflernschuhe — entwickelt mit einem Orthopädieschuhmacher und handgearbeitet aus pflanzlich gegerbtem, chromfreiem Bioleder. In vielen lustigen Motiven, bereits ab Größe 19/20 bis 35/36.

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gesundheit Hormontherapie

Hormontherapie im Wechsel „Die Östrogentherapie verbessert die Lebensqualität der Frauen im Wechsel und schützt sie vor Alterserkrankungen.“ – Diese Feststellung traf die International Menopausensociety (IMS), in der die führenden Menopausengesellschaften aus Europa, Amerika und Asien vereinigt sind. Text Dr. ALfons W. Kowatsch

Wir unterscheiden klimakterische Symptome, die sofort und markant die Lebensqualität beeinträchtigen und Krankheiten, die zunächst kaum Beschwerden bereiten und sich erst nach Jahren präsentieren und dann umso schwieriger zu behandeln sind. Vegetative und psychische Symptomatik.

Ein Östrogendefizit verursacht bei 80 % der Frauen Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Angstzustände, Depressionen, Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen, sexuelle Störungen mit Interesseverlust an Sexualität, Schmerzen und Trockenheit der Scheide und an den anderen Schleimhäuten. Unter dieser Symptomatik leiden nicht nur die Betroffenen selbst, sondern indirekt auch ihre Partner, bzw. Familienangehörige, sowie das soziale Umfeld. Durch den Einsatz von Östrogen tritt innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen eine Besserung ein. Die pflanzliche (Phyto-) Therapie ist nur bei leichten Beschwerden hilfreich und die als Notlösung verwendeten Antidepressiva haben starke Nebenwirkungen und führen häufig zu Gewichtszunahme.

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Spätfolgen des Hormonmangels:

Osteoporose: Ein Östrogenmangel verursacht einen raschen Knochenabbau, der zu Wirbelkörper- und Hüftgelenksknochenbrüchen führen kann. Durch die Verkleinerung des Brustkorbes nach einer oder mehreren Wirbelfrakturen wird die Lungenfunktion beeinträchtigt und die Herzarbeit erschwert. Ein Schenkelhalsbruch bei osteoporotischen Knochen ist insofern folgenschwer, da die Hüftprothesen in solchen schlecht halten. Im hohen Prozentsatz führt die Bettlägrigkeit der Patienten innerhalb eines Jahres zum Tode. Die Behandlung sollte vor dem Auftreten der Knochenbrüche eingeleitet werden. Wesentlich für die Therapieindikation sind die Informationen über

Foto: Shutterstock, MJTH

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m Konsensuspapier der IMS sind die Leitlinien für die individualisierte und kontrollierte Östrogenbehandlung im Klimakterium zusammengefasst. Die neuen Studienergebnisse haben gezeigt, dass eine richtig eingesetzte Hormontherapie die Folgeerkrankungen des Östrogenmangels verhindern kann. Durch die Erhöhung der Lebenserwartung der Frauen, resultiert eine ca. 30-jährige, folgenschwere Versorgungslücke für das lebenswichtige Hormon. Seit der Existenz der Menschheit bis zur Generation unserer Großmütter war der Östrogenmangel kein Problem – bei einer Lebenserwartung unter 55 Jahren erlebten nur wenige Frauen die Zeit nach ihrem Wechsel.


gesundheit Hormontherapie

das familiäre Vorkommen der Osteoporose, Risikofaktoren und vor allem die Messung der Knochendichte. Auch hier ist der Einsatz von Östrogen und Vitamin D (auch ein Hormon!) am stärksten wirksam. Sollte die Behandlung der Osteoporose erst nach dem 60. Lebensjahr begonnen werden, so stehen die Bisphosphonate zur Verfügung, die allerdings nur 4-5 Jahre wirksam sind und in der Depotform in seltenen Fällen zu Kiefernekrosen und atypischen Knochenfrakturen führen können. Eine Immuntherapie mit Prolia® stellt eine Innovation in der Osteoporosebehandlung dar. Herzkreislauferkrankungen: Die häufigsten Todesursachen bei Frauen nach dem Wechsel sind Herzinfarkt und Schlaganfall. Diese treten in viel größerem Ausmaß auf, als alle Krebserkrankungen zusammen. Die primäre Prävention sollte das Nichtrauchen, die regelmäßige Körperbewegung und die Verminderung der Risikofaktoren, wie Übergewicht, Blut­ hochdruck, erhöhte Blutfette und Blutzucker sein. Jede Hormonersatztherapie beeinflusst diese Risikofaktoren günstig. Unter der Östrogensubstitution steigt das Körpergewicht im Klimakterium weniger stark, als ohne Behandlung; der Blutdruck sinkt, das Risiko einer Diabetesneuerkrankung nimmt ab und auch das Risiko für Alzheimerdemenz wird signifikant reduziert. Diese Therapie ist zu Beginn des Klimakteriums oder innerhalb der ersten 10 Jahre danach, spätestens jedoch bis zum 60. Lebensjahr einzuleiten und zwar bevor es zu Verkalkung und Schädigung der Gefäße kommt. Vorsicht unter der Östrogentherapie ist bei Gefäßerkrankungen und erblicher Neigung zu Thrombosen angezeigt. Hier ist die Anwendung von Östrogen durch Haut bzw. Schleimhäute (Gel, Tropfen) vorteilhaft. Krebserkrankungen: Die Sexualhormone verursachen keinen Krebs. Sie beschleunigen das Wachstum eines schon vorhandenen östrogensensitiven Karzinoms. Bei Brustkrebs wird durch die rasche Zunahme des Tumorvolumens die Diagnose erleichtert, bevor es zu Absiedelung (Metastasierung) kommt. Ein tatsächliches Risiko für die Entstehung eines Karzinoms ist auch hier durch ein starkes Übergewicht, Alkoholkonsum, mangelnde Bewegung und Rauchen gegeben. Als im Jahre 2002 die Women´s Health Initiative durch einen falschen Aufbau und Interpretation der Studienergebnisse den Verdacht äußerte, Östrogene verursachten Brustkrebs, ging der Einsatz der Hormonersatztherapie weltweit um 80 % zurück, aber die Brustkrebsrate stieg trotzdem weiter an. Die Ärzte wurden ver-

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Dr. Alfons W. Kowatsch St. Peter Hauptstraße 35/F3, 8042 Graz Tel.: 0316 / 47 56 12, office@hormoninstitut-kowatsch.at www. hormoninstitut-kowatsch.at

unsichert, die Frauen verängstigt und den unter den klimakterischen Beschwerden leidenden Patientinnen wurde diese essentielle Therapie vorenthalten. Schließlich zeigte eine Nachuntersuchung dieser Studie nach 12 Jahren, dass die Brustkrebsrate unter alleiniger Östrogenbehandlung, deutlich niedriger war, als beim Vergleichskollektiv ohne Östrogentherapie. Somit bietet diese Behandlung einen gewissen Schutz vor Brustkrebs. Das Gleiche gilt auch für Dickdarm- und bestimmte Formen von Lungenkrebs. Ein hartes Kriterium für Nutzen und Risken einer bestimmten Behandlung ist die Gesamtsterblichkeit. Alle großen Studien brachten die gleichen Ergebnisse. Die Sterblichkeit unter der Hormonersatztherapie bei Frauen mit klimakterischen Beschwerden und Erkrankungen war geringer als bei der Kontrollgruppen ohne diese Therapie. Eine Hormonersatztherapie sollte nur der bekommen, der sie braucht. Als Entscheidungshilfe dienen die Erstellung eines individuellen Risikoprofils (Vorerkrankungen, familiäre Belastung, usw.) und die Einschätzung des Heilungserfolges durch die eingeleitete Therapie, und die Wahl des geeigneten Präparates oder einer Hormonkombination. Die Dosierung sollte möglichst niedrig sein und die Therapiedauer unbegrenzt, entsprechend der Notwendigkeit. Vor Beginn jeder Hormontherapie sollte ein Hormonstatus erstellt, und während der Behandlung einmal im Jahr kontrolliert werden. Die Beurteilung der Befindlichkeit der Patientin, sowie eine gynäkologische- und Ultraschalluntersuchungen des Genitale 2xjährlich werden empfohlen. Eine Mammographie verhindert den Brustkrebs nicht. Durch diese Untersuchung kann ein Karzinom im Frühstadium entdeckt und durch eine brusterhaltende Operation entfernt werden. Je nach Befund ist die Mammographie ab dem 45. Lebensjahr in einem Abstand von 1-2 Jahren angezeigt. 3

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Impfen

Alles was Sie schon immer über Impfungen wissen wollten! Text Priv. Doz. Dr. Peter Fritsch

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Das Impfen ist ein der Natur nachempfundener Vorgang bei dem es zur Aktivierung des Immunsystems kommt. Säuglinge sollten deshalb mit Beginn des 3. Lebensmonats geimpft werden. Wann soll ich mein Neugeborenes Impfen lassen?

Die erste Schluckimpfung gegen Rotavirus sollte ab der 6. Lebenswoche durchgeführt werden. Mit dem abgeschlossenen 2. Lebensmonat sollte der Säugling dann die 6-fach-Impfung (Diphterie, Hämophilus influenza, Pertussis, Tetanus, Hepatitis B und Poliomyeltitis) und am selben Tag auch die Pneumokokken-Impfung erhalten. Die Impfungen am selben Tag sind gut verträglich und es gibt keine Hinweise, dass junge Säuglinge Impfungen schlechter vertragen als ältere. Selbst Frühgeborene werden bereits im 3. Lebensmonat geimpft, allerdings sollten extreme Frühgeborene (< 28. SSW) nach der Impfung überwacht werden.

Fotos: Shutterstock, Dmitry Naumov

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ährend der Schwangerschaft werden über die Plazenta mütterliche Antikörper auf den Embryo übertragen, zusätzlich erhält der Säugling auch noch mütterliche Abwehrstoffe über die Muttermilch. Es besteht daher beim Neugeborenen der sogenannte „Nestschutz“. Diese Antikörper werden allerdings in den ersten Wochen nach der Geburt abgebaut, weshalb ab dem Ende des 2. Lebensmonats, bei erst einsetzender eigener Antikörperproduktion beim Neugeborenen, nur mehr ein minimaler „Nestschutz“ besteht. Zusätzlich haben bestimmte Infektionserkrankungen im Säuglingsalter einen schwereren Verlauf als bei älteren Kindern. Hier sind speziell Infektionen mit Rotaviren („Darminfektion“), Hämophilus influenza („Hirnhautentzündung, Kehlkopfdeckelentzündung“) und Pneumokokken („Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, Blutvergiftung“), sowie Keuchhusten und Tetanus zu erwähnen.


gesundheit Neues aus der Kinderarztpraxis

Nur so ist der Säugling ausreichend geschützt! In weiterer Folge sollen Kinder nach den Empfehlungen des österreichischen Impfplans geimpft werden. Welche Nebenwirkungen oder Folgekrankheiten können nach Impfungen auftreten?

Prinzipiell werden Impfungen von den Kindern gut vertragen, Reaktionen im Sinne von Impfnebenwirkung oder Impfkrankheiten können aber nie ganz ausgeschlossen werden. In der Verantwortung der Eltern liegt, wann und wogegen das Kind geimpft werden soll und ob sie bereit sind die Folgen einer „natürlichen Erkrankung“ dem möglichen Impfrisiko gegenüberzustellen. Eltern sollten vor der Impfung allerdings ausführlich von Ihrer Kinderärztin/ Ihrem Kinderarzt über Nebenwirkungen aufgeklärt werden. Impfnebenwirkungen sind meist harmlose Reaktionen, welche rasch vorüber gehen. Solche Nebenwirkungen sind z.B. erhöhte Temperatur, Abgeschlagenheit oder Unruhe, Fahrigkeit, sowie lokale Rötung, Schwellung und Schmerzen über einige Tage. Selten kann einige Stunden nach der Impfung auch Fieber auftreten, welches mit den üblichen Fiebermitteln behandelbar ist und nicht länger als 2-3 Tage dauert. In seltenen Fällen können auch so genannte Impfkrankheiten auftreten. Das sind Symptome, wie sie bei der natürlichen Krankheit vorkommen (z.B. Ausschlag, Lymphknotenschwellungen, Gelenksschmerzen, Kopfschmerzen, allgemeines Krank­heitsgefühl). Sie heilen aber immer ohne bleibende Folgen aus. Von einem Impfschaden spricht man, wenn nach einer Impfung eine bleibende Schädigung auftritt. Die Republik Österreich haftet für solche Impfschäden, sofern die Impfung sachgerecht und entsprechend den Empfehlungen des Impfausschusses des Obersten Sanitätsrates verabreicht wurde.

Priv. Doz. Dr. Peter Fritsch Facharzt für Kinder- und Jugenheilkunde, Wahlarzt, Additivfach Neonatologie und Intensivmedizin, Additivfach pädiatrische Kardiologie

gut“ oder „Gleich ist es vorbei“. Am meisten helfen Sie Ihrem Kind, wenn Sie es während der Impfung beruhigen und trösten. Nehmen Sie es in den Arm, streicheln Sie es, reden Sie mit ihm und geben Sie ihm seinen Schnuller, falls es sich damit sicherer fühlt. Wenn Sie sich selber vor Spritzen fürchten, dann kann es eine gute Idee sein, Ihr Kind mit der Kinderärztin/ dem Kinderarzt und der Arzthelferin allein zu lassen, denn Kinder sind sehr sensibel und Ihr Baby könnte Ihre Angst spüren und dadurch ebenfalls nervös werden. 3 Den aktuellen Impfplan finden Sie unter: http://dr-fritsch.at/elterninfo.php oder http://bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Praevention/Impfen/ Oesterreichischer_Impfplan_2013

Wann sollte nicht geimpft werden?

Ihr Kind sollte nicht im Rahmen einer akuten, fieberhaften Erkrankung mit Temperaturen über 38 ° oder bei bestehenden Allergien gegen Bestandteile des Impfstoffes geimpft werden. Bitte informieren Sie Ihre Kinderärztin/ Ihren Kinderarzt auch über • Allergien • ob Vorerkrankungen bestehen und wie bisherige Impfungen, vertragen wurden und • ob Ihr Kind in Kontakt mit ansteckenden Kindern war. Bei Schnupfen und/oder leicht erhöhter Temperatur wird Ihre Ärztin/Ihr Arzt nach der Untersuchung entscheiden, ob das Kind geimpft werden kann. Wie kann ich meinem Kind die Angst und den Schmerz nehmen?

Eine Impfung tut weh. Versprechen Sie Ihrem Kind daher nicht, dass es nicht weh tun wird. Sagen Sie lieber „Alles wird

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gesundheit Homöopathie

Homöopathie in der Schwangerschaft und Stillzeit Um funktionelle Beschwerden während Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit ganzheitlich und natürlich behandeln zu können, wird im Sanatorium St. Leonhard seit Mai 2013 ein homöopathischer Konsiliardienst angeboten.

Foto: Shutterstock, Africa Studio

Text Dr. med. Michael Koppitz

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gesundheit Homöopathie

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esonders während der Schwangerschaft und Stillzeit ist es wichtig, den Organismus bei funktionellen Erkrankungen oder Beschwerden nicht mit nebenwirkungsreichen Therapien zu belasten, sondern ihn mit einer ganzheitlichen Therapie in seiner Selbstheilung zu unterstützen. Die homöopathische Medizin geht genau diesen Weg. Entdeckt wurde das Grundprinzip der Homöopathie, das Ähnlichkeitsprinzip, bereits 1790 durch Samuel Hahnemann. Im Rahmen vieler tausend Arzneimittelprüfungen wurde das Wissen um die Heilwirkung der verschiedenen pflanzlichen, mineralischen und tierischen Arzneien seit damals deutlich erweitert und bestätigt. Sanfte und individuelle Behandlung

Bei einer homöopathischen Behandlung ist nicht nur die Diagnose von Wichtigkeit, sondern es kommt vor allem auf die individuellen Krankheitssymptome an. Trotz vieler Gemeinsamkeiten bei einem bestimmten Krankheitsbild reagiert jeder Mensch doch auf seine eigene Art und Weise. Wie man heute weiß, stimulieren und regulieren homöopathische Arzneimittel die Selbstheilungsprozesse. Zur Anwendung kommen potenzierte Arzneien, die exakt die individuelle Symptomatik der Patientin widerspiegeln. Ablauf der Behandlung

Im Sanatorium St. Leonhard besteht die Möglichkeit die Behandlung durch Homöopathie zu unterstützen. Auf Wunsch von Patientinnen vereinbart unsere Hausärztin einen Termin mit Dr. Koppitz.

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Im Rahmen eines ausführlichen Anamnesegesprächs werden dann die Symptome in ihrer Gesamtheit erhoben. D. h. es wird bei jeder Beschwerde nach dem tageszeitlichen Verlauf, der genauen Empfindungsqualität, der Ausstrahlung, möglichen Begleitsymptomen sowie nach auslösenden Ursachen gefragt. Mittels der Repertorisation wird das am besten passende Arzneimittel gefunden. Die Höhe der verabreichten Potenz hängt von der Beschwerdesymptomatik

Mit Homöopathie sanft und natürlich heilen ab: Körperliche Leiden werden mittels mehrmaliger Gaben von Niederpotenzen ( D6 oder D12) behandelt, psychische Beschwerden erfordern hingegen Einmalgaben von Hochpotenzen ( C200 oder C1000). Bewährte Anwendungsgebiete

Gerade während der Schwangerschaft, im Wochenbett und in der Stillzeit treten häufig funktionelle Beschwerden auf, die sich mittels der Homöopathie rasch, natürlich und nebenwirkungsfrei behandeln lassen. Bei Beschwerden direkt nach der Geburt haben sich Arnica C30 (Leitsymptom: Zerschlagenheitsgefühl am ganzen Körper) oder China D6 (Leitsymptom: Erschöpfung durch Blutverlust) bewährt. Die postnatal depressive Verstimmung lässt sich mittels

Dr. med. Michael Koppitz Ordination für ganzheitliche Medizin Heinrichstraße 47, 8010 Graz drmichaelkoppitz.at

Aurum D12 (Leitsymptom: Gefühl der Wertlosigkeit, event. Lebensüberdruss), Sepia D12 (Leitsymptom: Apathie und Gereiztheit) sowie Cimicifuga D12 (Leitsymptom: Panik- und Angstgefühle) deutlich lindern. Wird die Brust nach einem Milchstau rot, heiß, hart und schmerzhaft lassen sich die Beschwerden mit Belladonna D12 (Leitsymptom: starke Berührungsempfindlichkeit der Brust), Bryonia D6 (Leitsymptom: die geringste Bewegung ist unerträglich), Phytolacca D6 (Leitsymptom: beim Stillen schießt der Schmerz durch den ganzen Körper) sowie Hepar sulphuris D12 (Leitsymptome: heiße, pochende Brust) heilen. (ANZEIGE)

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Schwanger sein, was jetzt? Wie kann ich mich auf die Geburt vorbereiten?

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Foto: Getty Images, George Doyle

TEXT Susanne Brandst채tter, Hebamme


gesundheit Schwanger sein, was jetzt?

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s gibt unzählige Informationen über die häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden, was frau dagegen machen kann und wie sich eine werdende Mama mit Hilfe von natürlichen Mitteln und alternativen Maßnahmen, wie zum Beispiel diverse Teemischungen oder geburtsvorbereitende Akkupunktur, Homöopathie, Dammmassage und so weiter, vorbereiten kann. Werdende Mütter holen sich die verschiedensten Tipps aus Büchern, den vielen Internetforen oder auch von Frau zu Frau wird genauestens über hilfreiche Mittelchen Rat weitergeben. Frauen haben sobald sie wissen, das ein Baby unterwegs ist ein ganz starkes Gefühl, sie wollen das Bestmögliche für ihr Baby tun, um ihrem Kind einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Gesunde, ausgewogene Ernährung sind ein Teil, aber auch ausgeglichen zu leben, das heißt auf reichlich Schlaf zu achten, Bewegung an der frischen Luft und ein liebevolles Umgehen mit sich und ihrem Umfeld, wird sich positiv und schön für das Baby anfühlen. Wir Hebammen denken, dass Frauen heute sehr gut informiert sind. Bei unserer Arbeit möchten wir Frauen dahingehend stärken, ihr Vertrauen wieder zu finden – in dieses ihnen innewohnende Wissen ein Baby zu gebären. Viele Frauen brauchen Unterstützung „ja“ zu sagen zu diesem Ereignis Geburt und ihre Wahrnehmungswachheit zu verfeinern. Sehr wichtig ist dabei unsere Sprache. Wir sprechen hierbei nicht von Wehen, sondern von der intensiven Kraft mit der ein Kind geboren wird oder von Lebenswellen. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Ist es nicht auch schöner von dem „Himmelstor“ zu sprechen, als von der Vagina, Scheide oder Scham? Durch genaues Beobachten oder in sich hören, „was tut sich bei mir wenn ich stehe, gehe, sitze...“ und einfache Übungen, kann jede Frau mehr über sich erfahren und genau diese Wachheit und diese feine Einstimmung auf sich, ist „das Mittel“ zu einem schönen Geburtserlebnis. Im Sanatorium St. Leonhard möchten wir jede Mama beglückwünschen, dass sie an diesem Wunder der Geburt teilnehmen darf und auch wir Hebammen fühlen uns reich beschenkt durch unsere Arbeit. Die richtige Vorbereitung auf eine Geburt erfahren Sie persönlich in einem Geburtsvorbereitungskurs im Sanatorium St. Leonhard.

Susanne Brandstätter, Hebamme Erste Geburt: 1990 Praxis Bauchgefühl, Stiftingtalstraße 268c, 8010 Graz Tel.: 0650 / 43 22 663, susanne.brandstaetter@gmail.com www.bauchgefuehl.co.at

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In unserer traditionsreichen Apotheke werden Sie von Fachleuten kompetent beraten. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Anliegen Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden liegen uns am Herzen. Mag. pharm. Alice Poier und ihr Team freuen sich auf Ihren Besuch!

Apotheke zum Granatapfel der Barmherzigen Brüder Annenstrasse 4, 8020 Graz Tel.: 0316 713 289

Geburtsvorbereitungskurse im Sanatorium St. Leonhard Aktuelle Termine: www.leonhard.at

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apotheke@bbgraz.at www.bbgraz.at

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gesundheit schlafstörung

SCHLAF

Wenn der Schlaf den Tag beherrscht Für 10–20 % der Bevölkerung westlicher Industrienationen ist gesunder Schlaf keine Selbstverständlichkeit. Was sind die ursachen und welche therapien gibt es? Text Dr. med. univ. René Yazdani

Die meisten Menschen wissen Schlaf zu schätzen und können das angenehme Gefühl genießen, nach einem Tag voller Bewegung müde ins Bett zu sinken und in völliger Entspannung hinüberzugleiten. In der heutigen Gesellschaft stellt der Schlaf für manche Menschen Zeitverschwendung dar, die ihn abhält noch mehr zu leisten. Wenn man seinen Körper und Geist dem Schlaf hingibt, heißt es jedoch durchaus nicht, dass man nichts tue. Das schlafende Gehirn ist äußerst aktiv und sorgt neben der geistigen Regeneration durch die Freisetzung unterschiedlichster Botenstoffe für Zellwachstum, Muskel- und Knochenaufbau, Immunabwehr und Wundheilung. Für 10-20 % der Bevölkerung westlicher Industrienationen ist gesunder Schlaf keine Selbstverständlichkeit. Mehr als 80 unterschiedliche Schlafstörungen (Insomnien) sind in der Fachliteratur bekannt. Die Beschwerden reichen von Ein- und/oder Durchschlafstörungen, frühmorgendlichem Erwachen, nicht erholsamem Schlaf, Schlafapnoe, Schlafwandeln, RestlessLegs, Zähneknirschen, Alpträumen bis zu einem krankhaft gesteigerten Schlafbedürfnis. Chronische Insomnien erhöhen deutlich das Risiko, später an einer psychischen Erkrankung, im speziellen an einer Depression oder an einer Angststörung zu erkranken. Nicht selten kommt es auch zur Entwicklung einer Alkohol- oder Suchtmittelabhängigkeit. Laut WHO, der Weltgesundheitsorganisation, sind Schlafstörungen als krankhaft zu betrachten, wenn sie über einen Zeitraum von einem Monat zumindest 3 x pro Woche auftreten. Die schlechte Schlafqualität beeinträchtigt nicht nur das Tagesempfinden durch ständige Müdigkeit, Konzentrations- und 34

Foto: Shutterstock, Monkey Business Images

Symptomatik


gesundheit schlafstörung

Leistungsstörungen, auch eine depressive Verstimmung und verstärkte Reizbarkeit sind häufige Folgen. Das Thema dominiert den Alltag, sodass sich die Betroffene bereits am Tag beginnt vor der folgenden Nacht zu fürchten. Diagnostik

Zur Diagnosefindung sind psychiatrische Erkrankungen, die laut groß angelegter Studien etwa 35 Prozent der Ursachen ausmachen, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, neurologische Erkrankungen wie ein Restless-Leg-Syndrom, Erkrankungen des Atmungsorgans, wie ein Schlafapnoe-Syndrom, eine COPD oder Asthma, aber auch kardiologische (Arrhythmien) oder gynäkologische Ursachen (Menopause, Schwangerschaft) abzuklären. Auch eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Medikamenten können als Nebenwirkung eine deutliche Störung des Schlafvermögens verursachen. Diagnostische Wege zur Erfassung der Insomnie sind neben einer ausführlichen Anamnese, Schlaftagebücher sowie Schlaffragebögen, in denen Fragen zu Schlafhygiene erfasst werden. Sehr häufig klären sich hier bereits die notwendigen therapeutischen Schritte. Spricht ein Patient auf die vorgeschlagene Therapie nicht an, oder handelt es sich bereits um eine chronifizierte Insomnie, wird eine Polysomnographie d.h. eine Untersuchung im Schlaflabor vorgenommen. Hierbei werden die verschiedenen Schlafstadien, die Beinbewegungen und die Atmung während des Schlafes registriert und ausgewertet. Therapie

Sollten bei einer Patientin während eines Aufenthalts in unserem Haus Schlafstörungen auftreten, kann ein Termin mit Dr. Yazdani durch unsere Hausärztin vereinbart werden. Es gibt mehrere Medikamentengruppen, die bei primären Insomnien wirksam sind. Diese müssen möglicherweise zum Unterbrechen der quälenden Schlafstörung vorübergehend verordnet werden. Als langfristige Intervention sollte jedoch nach Möglichkeit einem nichtmedikamentösen Verfahren der Vorzug gegeben werden. Neben einer ausführlichen Aufklärung über die Natur des Schlafes ist das Einhalten klarer, oft einfachster Grundsätze, die unter der Bezeichnung “Schlafhygiene” subsummiert werden, zu beachten. Zu diesen zählen, dass Schlaf am Tag vermieden werden sollte und zu regelmäßigen Zeiten aufgestanden, wie auch zu Bett gegangen werden sollte. Es wird empfohlen Schlafrituale einzuführen und in Nächten, in denen man sich im Bett schlaflos wälzt, aufzustehen, eventuell zu lüften, sich umzuziehen und nach einiger Zeit wieder ins Bett zurückzukehren. Das Schlafzimmer sollte weder zum Fernsehen, Rauchen, Trinken noch Zeitunglesen benutzt werden. Weiters sind Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen, sowie die Schlafrestriktion verhaltenstherapeutische Interventionen, die zu einer deutlichen Besserung des Schlafverhaltens führen können. 3

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Dr. med.univ. René Yazdani FA für Psychiatrie Sparbersbachgasse 26, 8010 Graz, Tel.: 0316 / 23 20 45, www.yazdani.at

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Foto: Shutterstock, Svetlana Fedoseyeva

Wenn die Milch kommt...


gesundheit Wertvolle Tipps für leichteres Stillen

„Bekommt mein Kind von Geburt an genug zu essen, wenn ich es ausschlieSSlich stille?“ „ja natürlich!“ Text Nicole Glinz, DKKS

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ielfach habe ich in meiner beruflichen Praxis beobachtet, dass der Begriff des Milcheinschusses zu einer Verunsicherung bei Müttern führt, da überall nachzulesen ist, dass mit diesem Vorgang zirka zwischen dem zweiten und fünften Tag nach der Geburt zu rechnen ist. Meiner Ansicht nach

Was hat es NUN mit DIESEM Milcheischuss auf sich?

Als „Milcheinschuss“ wird meist der Beginn der reichlichen Milchbildung genannt, der mit einer Brustdrüsenschwellung einhergeht. Da alle Menschen einzigartig sind, lässt sich nicht eindeutig vorhersagen, wie es bei jeder einzelnen

und Kälte nach dem Stillen, die möglichen Symptome des Milcheinschusses lindern können. 3 Stillambulanz im Sanatorium St. Leonhard Montag – Donnerstag, 10:00 bis 12:00 Uhr

„In der frühen Lebensphase des Babys ist häufiges Stillen in einer angenehmen Position sehr wichtig.“ ist dieser Begriff aber nur unglücklich gewählt, da er uns glauben lassen kann, dass wir Mütter davor noch keine Milch für unsere Kinder hätten. Dem ist aber eindeutig nicht so! Die Milch, die wir ab Geburt für unsere Babys bereit haben, nennt man Vormilch oder Kolostrum. Diese wertvolle Nahrung ist eher dickflüssig, reich an Eiweiß und Immunglobuline sind darin hoch konzentriert enthalten. Beim ersten Saugen an der Mutterbrust wird der Darm des Babys ideal ausgekleidet und die Verdauung startet unter den besten Bedingungen. Somit ist das Kolostrum perfekt an die Bedürfnisse eines Neugeborenen angepasst. Man kann davon ausgehen, dass ein gesundes Baby pro Stillmahlzeit am ersten Lebenstag ca. 10 ml davon erhält – und wenn man bedenkt, dass der Magen des Kindes zu dieser Zeit so groß wie eine Glasmurmel ist, ist das durchaus ausreichend. Die Natur hat normalerweise alles ideal vorbereitet!

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Frau ablaufen wird. Meistens ist mit einem Höhepunkt der Schwellung am dritten oder vierten Tag nach der Geburt zu rechnen. Viele Frauen beschreiben, dass ihre Brust in dieser Zeit sehr empfindlich ist und sie ein Spannungsgefühl wahrnehmen. Der Drüsenkörper wird praller und die Brust wird insgesamt größer und wärmer. Mit einer Besserung der Symptome ist nach zwei bis drei Tagen zu rechnen. Unterstützung durch stillberaterinnen

Wir im Sanatorium St. Leonhard unterstützen Sie gerne in dieser Zeit und zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Baby ideal an der Brust saugen lassen und wie Sie gerade auch nachts bequem stillen können. Denn in dieser frühen Lebensphase Ihres Babys ist häufiges Stillen in einer angenehmen Position sehr wichtig. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie mit einer sanften Brustmassage und der richtigen Anwendung von Wärme vor dem Stillen

Beratung von Schwangeren und deren Angehörigen zu allen Fragen rund um das Stillen und Themen wie etwa: Brustentzündung (Mastitis), Milchstau, Trink- und Saugproblemen des Kindes, zuviel oder zuwenig Milch, Anlegeproblemen, Frühgeburten, Zwillingen, Kindern mit besonderen Bedürfnissen, Beikostbeginn, Hilfe beim Umstellen vom Pumpen auf Stillen, Lasertherapie bei wunden Mamillen, Mastitis und anderen Beschwerden. Ambulanzgebühr € 25,– für Eltern die im Sanatorium St. Leonhard entbunden haben unentgeltlich! Telefonische Voranmeldung erbeten unter 0316 / 3607 Eltern-Kind-Treff im Sanatorium St. Leonhard Wenn Sie Hilfe brauchen, Fragen haben oder einfach nur zum Informations- und Erfahrungstausch. Die Aufnahme in das Sanatorium St. Leonhard ist in Krisensituationen jederzeit möglich. (ANZEIGE)

Das Beste aus der Natur. Das Beste für die Natur.

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Die Kraft der Pflanzen Aromatherapie Unter Aromatherapie versteht man die kontrollierte Anwendung von natテシrlichen, テ、therischen テ僕en, um die kテカrperliche und psychische Gesundheit zu erhalten und Wohlbefinden zu erzeugen.

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Foto: Shutterstock, Lilyana Vynogradova

Text EVA-MARIA LEHR, DKKS


wellness aromatherapie

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therische Öle sind Kohlenwasserstoffverbindungen, die die Pflanze mit Hilfe von Licht, Wasser, Erde und Luft erzeugt. Aromatherapie ist eine besondere Form der Kräuterheilkunde. Der Einsatz von Kräutern bzw. ätherischen Ölen ist jedoch keine neuzeitliche Erfindung. Duftstoffe und Heilpflanzen werden verwendet, seit es Menschen gibt. Leider gerät dieses Wissen – um die Heilkraft der Pflanzen – immer mehr in Vergessenheit. Bei der Aromatherapie wird der Mensch als Ganzes gesehen, da ätherische Öle einen ganzheitlichen Einfluss auf unseren Körper nehmen. Ätherische Öle wirken einerseits über die Haut und Schleimhaut, andererseits wirken sie über den Geruchsinn auf unser vegetatives Nervensystem. Sie besitzen z.B. entzündungshemmende, keimtötende und schmerzstillende Eigenschaften um nur einige davon zu nennen. Um jedoch in den vollen Genuss ihrer Wirkung zu kommen, ist es wichtig, beim Kauf eines ätherischen Öls auf die Qualität zu achten. Nur die Bezeichnung „100 % naturrein“ oder „echtes ätherisches Öl“ steht für ein unverfälschtes Öl ohne weitere Beimengung Das Etikett sollte weiters detaillierte Informationen über den deutschen und lateinischen Pflanzennamen, das Herkunftsland der Pflanze, die Gewinnungsart sowie das Verfallsdatum und die Bezeichnung „zur Aromatherapie geeignet“ beinhalten. In der Aromatherapie wird aber nicht nur mit ätherischen Ölen gearbeitet sondern auch mit Hydrolaten und fetten Pflanzenölen. Fette Pflanzenöle unterstützen den Körper und die Haut in wichtigen Funktionen. Da ätherische Öle nur ganz selten pur auf die Haut aufgetragen werden, mischt man sie mit einem fetten Pflanzenöl. Die Bandbreite reicht von dem allseits bekannten Mandelöl über Jojobawachs bis hin zu Kokosöl, Wildrosenöl und Nachtkerzenöl. Auch hier sollte man eine gute Qualität bevorzugen und ein natives (naturbelassenes) Öl verwenden. weniger ist mehr

Eine weitere hervorragende Ergänzung zu den ätherischen Ölen sind die Hydrolate. Das Hydrolat enthält die wasserlöslichen Wirkstoffe der jeweils destillierten Pflanze. Sie können wunderbar zur Babypflege, oder als Gesichts- bzw. Rasierwasser eingesetzt werden und finden auch Anklang in der Therapie. Wichtig ist dennoch zu sagen, dass die Aromatherapie die Behandlung bei einem Arzt weder unterbricht noch diese ersetzt. Was die Anwendung betrifft – im speziellen die von ätherischen Ölen – sollte man sich bewusst machen, dass es sich hierbei um eine geballte Kraft der Natur handelt und das man ätherische Öle sehr sparsam dosiert. Nach dem Motto: „Weniger ist mehr“.

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DKKS Eva-Maria Lehr Seit August 2011 im Sanatorium St. Leonhard als Kinderkrankenschwester tätig, hat sie Fortbildungen zu den Themen Stillberatung und Babymassage erfolgreich absolviert.

Wohlbefinden und Entspannung

Ätherische Öle können nicht nur in der Duftlampe verwendet werden, sondern auch – in Verbindung mit einem fetten Pflanzenöl – bei der Massage (Babymassage) zur Hautpflege zur Aromadusche aber auch als Raumspray zum Einsatz kommen. Eine weitere gute Möglichkeit um in den Genuss der Öle zu kommen, ist die Rhythmische Aromaeinreibung, die im Sanatorium St. Leonhard seit kurzem angeboten wird. Bei der Rhythmischen Aromaeinreibung werden sanfte, rhythmische Streichungen am Körper durchgeführt um Wohlbefinden und Entspannung zu erzeugen, das innere Gleichgewicht wird wieder hergestellt und Ängste gelöst. Anspannung, unterdrückte Gefühle und gestaute Energien können leichter losgelassen werden. Somit wirkt die Rhythmische Aromaeinreibung stresslösend und kann den Genesungsprozess beschleunigen. Da qualitativ hochwertige fette und ätherische Pflanzenöle auch kosmetische Eigenschaften besitzen, wird begleitend zur Entspannung auch die Haut gepflegt. Die ätherischen Öle werden zusätzlich über die Nase aufgenommen und lassen die Anwendung zu einem Dufterlebnis werden. Zur Entspannung des gesamten Körpers erfolgen immer nur Teilanwendungen. Es werden z.B. nur die Hände und Arme oder nur der Nacken massiert. Die Einreibung erfolgt in rhythmischen Bewegungen – vor und zurück – vergleichbar mit dem Meereswasser. Die Dauer der Einreibung ist variabel, empfehlenswert sind jedoch mindestens 20 Minuten. Die Berührungen sollten fließend und sanft mit der ganzen Handfläche durchgeführt werden Die Anzahl und Dauer der Streichungen ist variabel (je nach Gefühl). Die Aromatherapie ist für jede Altersstufe geeignet und bietet gerade in der heutigen Zeit, die oftmals sehr stressig ist, eine gute Möglichkeit um Körper und Geist in Einklang zu bringen. 3

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Foto: Shutterstock, wavebreakmedia

Fit

mit Babybauch


wellness Fit mit Babybauch

„Ein Training für werdende Mamas, die nicht als Coach-Potatoe enden wollen!“ Text Mag. Birgit Leinweber

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o Sports“ – so lautete das Motto des britischen Premierministers Winston Churchill. Doch nach diesem Motto verfahren leider auch immer noch viele Gynäkologen. Sie raten werdenden Mamas, sobald sich deren Bauchdecke wölbt, nicht nur von Sex sondern auch von Sport ab. Dabei ist die Geburt an und für sich eine sportliche Höchstleistung. Da kann es eigentlich nicht schaden, wenn man sich mit etwas Training darauf vorbereitet. Moderates Training ist dazu gut geeignet – wie beispielsweise Schwangerschafts-Yoga oder Schwimmen. Als optimale Vorbereitung gilt aber auch ein Intervalltraining mit leichten Kräftigungsübungen für die Brust, den Rückenbereich, die Arme, die Beine und den Po, angereichert mit Ausdauerelementen wie bei Fit mit Babybauch. Auch Schwangerschaftsbeschwerden wie Wasserablagerungen, Rückenschmerzen oder Wadenkrämpfe können mit Bewegung etwas gebessert werden. Den Schluss einer Einheit bildet leichtes Stretching – dieses ist allerdings nicht dehnungssteigernd, sondern nur mehr dehnungserhaltend. Der Grund dafür ist das Hormon Relaxin, das eine Auflockerung des Beckengürtels und des gesamten Bandapparates bewirkt. Dies geschieht bereits in den ersten 6-8 Wochen der Schwangerschaft. Deshalb ist hier besondere Vorsicht geboten.

schen oder sich bei Mamas mit Kindern zu informieren, was nach der Geburt auf die frischen Eltern zukommt. Und wer sich schon vor und während der Schwangerschaft gerne bewegt hat, kann dies auch relativ bald nach der Geburt wieder machen. Sechs bis acht Wochen sollte eine frischgebackene Mama allerdings warten, bevor sie beispielsweise mit Kangatraining beginnen kann. Kangatraining ist ein Workout für Mamas mit dem Baby im Beutel. Dabei kann sich die Mutter auspowern, muss sich aber keine Gedanken über die Kinderbetreuung machen. Und während Mama an ihrer Fitness arbeitet, kann sich das Baby in seiner Trage voll entspannen und die Nähe zu seiner Mutter genießen. Auch dieses Training wird von Birgit Leinweber angeboten, die somit viele Mamas sowohl vor als auch nach der Geburt sportlich begleitet. 3 Training für Mamas im Sanatorium St. Leonhard Mag. Birgit Leinweber, ausgebildete Kanga- und Fitnesstrainerin Kangatraining jeden Mittwoch von 9:30 bis 10:30 Uhr Information und Anmeldung unter www.kangatraining.at oder birgit@kangatraining.at

Training im Sanatorium St. Leonhard

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Fit mit Babybauch jeden Dienstag von 18:00 bis 19:00 Uhr Information und Anmeldung unter http://www.leonhard.at oder fitmitbabybauch@leonhard.at (ANZEIGE)

Das einzigartige Workout für die Mama mit dem Baby im Beutel

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Fit mit Babybauch bietet noch einen weiteren Vorteil, denn vor allem Mamas, die bereits vor der Schwangerschaft trainiert haben, möchten sich auch während einer Schwangerschaft bewegen. Sie sind sich aber oft unsicher, welche Art von Training oder von Übungen sie als Schwangere machen dürfen. Dafür bietet sich das Training im Sanatorium St. Leonhard von Birgit Leinweber an. Die Kursleiterin ist nicht nur langjährige, ausgebildete Fitness- und Kanga-Trainerin, sondern selbst Mutter von zwei kleinen Kindern (ein und drei Jahre alt) und hat bis zum Schluss der Schwangerschaft den Kurs abgehalten. Daher weiß sie auch aus eigener Erfahrung, dass sich die Mamas nach dem Training viel besser fühlen. An die Situation der Schwangerschaft angepaßt ist das Training natürlich dahingehend, dass keine Übungen für den Bauch mehr gemacht werden. Dennoch sollten vor allem Mamas aufpassen, die ein frühgeburtliches Risiko oder bereits sehr früh Wehen haben. Ihnen könnte die lange aufrechte Trainingsposition möglicherweise Probleme bereiten. Dass es bei dem Kurs aber nicht nur um das bloße Training geht, liegt auf der Hand – der Kontakt zu anderen werdenden Mamas ist toll, um sich über die Schwangerschaft auszutau-

® Kangatrainerin: Mag. Birgit Leinweber

www.kangatraining.at

Tel: 0650 5533382

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wellness Marie — Beste Freundin

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Zurück zur

Wunschfigur

Fotos: Blendpunkt

In der Schwangerschaft verändert sich der Körper — viele Frauen sind deswegen besorgt. Die neue Shaping-Panty „Marie“ sorgt jetzt dafür, dass Sie sich nach der Geburt ausschlieSSlich auf die schönen Momente im Leben konzentrieren können.

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wellness Marie — Beste Freundin

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ährend einer Schwangerschaft wird die Haut am Bauch – aber auch an Beinen und Po stark gedehnt. Auch Cellulite ist für viele Frauen nach einer Schwangerschaft erstmalig ein Problem. Eine Studie der Uniklinik Tübingen zeigt zudem: Etwa 10 % aller Frauen kämpfen ein Jahr nach der Entbindung noch mit Übergewicht. Im Umgang mit den Veränderungen, die der Körper vor, während und nach der Entbindung durchmacht braucht frau vor allen Dingen eines: Geduld. Aber auch eine „beste Freundin“ an der Seite zu haben, ist auf dem Weg zur Wunschfigur von Vorteil.

Schön im Schlaf

Die innovative Shapewear „Marie – beste Freundin“ ist für den Rückbildungsprozess die optimale Unterstützung. Neben dem stark figurformenden Effekt während des Tragens reduziert die Panty in Kombination mit dem Forming Spray auch den Oberschenkel-, Bauch- und Poumfang und bekämpft Cellulite. Dr. Hans-Joachim Günther, Facharzt für Gefäßchirurgie, ist überzeugt: „Marie ist nach einer Schwangerschaft die optimale Unterstützung auf dem Weg zurück zur Ursprungsfigur.“ Und auch der Gynäkologe Dr. Peter Schrödl weiß aus Anwendungsbeobachtungen: „Die Ergebnisse sind hervorragend. Ein Meilenstein in der Celluliteforschung!“

Jede junge Mutter weiß: Sport direkt nach der Schwangerschaft ist tabu. Die ersten sechs Wochen nach der Geburt gilt die Mutter als „Wöchnerin“ und sollte sich schonen. Sechs bis acht Wochen nach der Geburt kann und sollte frau an einem Rückbildungskurs teilnehmen. Mit richtigem Training sollte frühestens drei Monate nach der Geburt begonnen werden. Marie hingegen ist eine verlässliche Begleiterin, die ihre figurformende Funktion ganz bequem zu jeder Tages- und Nachtzeit entfaltet. Egal ob tagsüber, zu Hause auf dem Sofa oder während des Schönheitsschlafes. „Um die medizinischen Erfolge wie Cellulitereduktion, Fettabbau und Verbesserung der Hautelastizität erreichen zu können, sollte die Panty mindestens sechs Stunden getragen werden. Dieses Ergebnis wird selbstverständlich auch erreicht, wenn man die Panty in der Nacht oder abends vor dem Fernseher trägt“, erklärt Dr. Günther. Entdecken auch Sie Marie als Ihre beste Freundin! 3

Einzigartige Wirkung — wissenschaftlich bewiesen

Erhältlich in Ihrer Apotheke und unter

Shapen und mehr

Diese einzigartige, patentierte Kombination wurde in Zusam- www.marie-bestefreundin.at menarbeit mit einem erstklassigen Expertenteam entwickelt und wird in ihrer Wirksamkeit sowohl medizinischen als auch Die Nummer 1 in den österreichischen Apotheken* kosmetischen Ansprüchen gerecht. Die Power-Panty verleiht jeder Frau eine atemberaubende Figur und wirkt darüber hinFigurformung durch Shape-Effekt aus langfristig gegen Cellulite und reduziert Fettdepots. (Po-Push-up und Bauch-weg-Effekt) Verantwortlich dafür ist der Marie-Formingspray, denn Marie ist das erste Produkt auf dem Markt, bei dem die Wirkstoffe direkt auf die Panty gesprüht werden. Während des Tragens dringen diese Wirkstoffe durch die entstehende Wärmeentwicklung in die Haut ein und sorgen für bessere Durchblutung und gleichzeitig einen verbesserten Abtransport der Schlacken­stoffe. „Durch das Aufbringen der Wirkstoffe vor jedem Tragen unterscheidet sich Marie von imprägnierten Produkten, bei denen der Effekt der Wirkstoffe nur etwa 30 Wäschen anhält oder gänzlich verschwindet“, so Dr. HansJoachim Günther.

S T I L L E P O S T — 5/2 01 3

Cellulitevorbeugung und –bekämpfung** Reduktion von Oberschenkel-, Bauch- und Poumfang** Verbesserung der Hautelastizität und Hautfeuchtigkeit** Imprägnierte Produkte waschen sich aus. Marie hat jeden Tag die volle Wirkungspower! *meistverkaufte Shapewear in Österreichs Apotheken ** Ergebnis zahlreicher Studien, Details unter www.marie-bestefreundin.at

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Foto: Shutterstock , SvetlanaFedoseyeva

Ankommen Shiatsu für‘s Baby


wellness shiatsu für babys

Berührende Shiatsu Behandlungen unterstützen Neugeborene sich besser an die neue Umgebung auSSerhalb des Uterus zu gewöhnen und die veränderten Bedingungen anzunehmen. Text gudrun kupfer, dipl. shiatsu praktikerin

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e nachdem wie die Schwangerschaft und die Geburt verlaufen sind, steht die körpereigene Homöostase des Säuglings im Vordergrund. Daher hat die Behandlung von Neugeborenen sehr viel mit Beobachten zu tun. Eventuelle Dysbalancen im Körper zeigen sich sehr rasch an der Oberfläche, zumal sich Babys durch Freiwindungs Bewegungen immer in die, für sie optimale Behandlungsposition begeben. Auf diese Weise können auch genau die betreffenden Körperregionen und Meridiane behandelt werden, die Priorität haben. Das Baby zeigt sozusagen, wo es Unterstützung braucht – sei es auf physischer oder auf psychischer Ebene. Aus diesem Grund lässt sich auch die Behandlungsdauer nicht starr festlegen. Für manche Säuglinge mögen fünf Minuten schon genug sein, andere lieben es eine halbe Stunde und länger berührt zu werden. In jedem Fall stehen streichende und fließende Bewegungen im Vordergrund. Sollte jedoch eine traumatische Erfahrung des Säuglings spürbar sein – z.B. durch einen belastenden Geburtsverlauf – sind auch haltende Techniken von Vorteil. So ist durch die Verbindung von Kreuzbein und Hinterhaupt ein Freiwinden der Dura möglich. Durch die Geburt ist diese oftmals verdreht und komprimiert und kann sich durch die sanfte haltende Berührung verbinden, entwinden und freischaukeln. Auf diese Weise können schmerzliche Muster aufgelöst werden.

Verbindung zwischen dem unteren Rücken und dem Hara des Kindes helfen bei Verdauungsproblemen, wie Blähungen, Verstopfung und Koliken. Über den Magen Meridian Punkt Nr. 25, der sich rechts und links des Nabels befindet kann auch ein Ausgleich der Energie im Verlauf des Magenmeridians erfolgen.

Berührung über den Bauch

In jedem Fall ist eine Shiatsu Behandlung für Säuglinge eine wunderbare Begegnung. Das Kind erfährt durch die Berührung Stärkung und Unterstützung auf mehreren Ebenen. Nicht

Eine weitere Möglichkeit Neugeborene zu behandeln ist die Berührung über den Bauch oder das Hara. Kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn und die

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Über die Beine des Säuglings wird die körperliche Verfassung spürbar, während die Arme eher das emotionale Gleichgewicht des Babys stärken. So hilft eine Bein- und Fußbehandlung mit streichenden Bewegungen, das Kind zu erden und an die veränderten Bedingungen außerhalb des Mutterleibes zu gewöhnen. An den Beinen kann die Behandlung wiederum über den Magenmeridian und vorallem den Magen Punkt Nr. 36 erfolgen.

nur in dem Prozess des Ankommens auf der Welt und der Akzeptanz an die veränderten Lebensbedingungen außerhalb des Mutterleibes, sondern auch in der Beziehung zu den Eltern. Denn in jeder Shiatsu Behandlung werden auch die begleitenden Eltern miteinbezogen und sozusagen mitbehandelt. Auf diese Weise entspannt sich der Säugling und die Mutter, Vater, Kind Beziehung wird gestärkt. 3 (ANZEIGE)

shiatsu

die emotionale seite des menschen

Im Gegensatz zu den Beinen stehen die Arme für die emotionale Seite des Menschen. Bei Säuglingen ist die schützende Embryonalstellung mit den Armen vor der Brust gut sichtbar. Auch hier bestimmt das Baby, wann es sich der Welt öffnet. Auch hier kann man durch streichende Bewegungen an der Innenseite der Arme, entlang des Herzkreislaufmeridians, unterstützen. Über den Herzkreislaufpunkt Nr. 8, der auch als „Palast der Schüchternheit“ bezeichnet wird, wird das Kind emotional gestärkt.

Gudrun Kupfer Dipl. Shiatsu Praktikerin Praxis Ruckerlberggürtel 27, 8010 Graz Sanatorium St.Leonhard, 8010 Graz Tel: 0650 8888 215 gudrun.kupfer@gmx.at www.shiatsu-kupfer.at

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wellness Babypflege

1x1

Das der Babypflege Unter dem Motto „Weniger ist oft mehr“ werden im Sanatorium St. Leonhard die Babys gepflegt.

Renate Schinnerl, DGKS Seit August 2001 im Sanatorium St. Leonhard als Kinderkrankenschwester tätig, hat sie Fortbildungen zu den Themen Stillberatung und Babymassage erfolgreich absolviert.

Text Renate Schinnerl, DGKS

Ein Ausschlag ist bei den Neugeborenen in den ersten Wochen sehr häufig zu sehen, der auch als Neugeborenenexanthem bezeichnet wird. Dieser ist harmlos und klingt ohne jegliche Maßnahmen von selbst wieder ab.

BADEN

NÄGEL

Es reicht, wenn das Baby zweimal pro Woche bei 37 °C gebadet wird, da die Haut durch das tägliche Bad zu stark austrocknet und der Säureschutzmantel verloren geht. Als Zusätze für das Badewasser eignen sich am besten natürliche Öle, Bademilch oder ganz einfach die eigene Muttermilch. Ansonsten reicht es, wenn das Gesicht und die Hände mit Wasser und Waschlappen einmal am Tag gereinigt werden. Damit das Baby in den Hautfalten nicht wund wird, ist gutes Abtrocknen am Hals, unter den Achseln und in der Leiste sowie in den Arm- und Kniebeugen wichtig.

Die Nägel sind in den ersten vier bis sechs Wochen sehr weich und brechen von selbst ab. Schneiden sollte man sie erst, wenn sie fester sind, um das Nagelbett in dieser Zeit nicht zu verletzen. Bei älteren Babys kann man die Nägel einmal pro Woche rund abschneiden.

WICKELN

Auch viel Luft und häufiges Wickeln, d. h. alle 3 bis 4 Stunden tagsüber schützen vor dem Wundwerden im Gesäßbereich! Am besten reinigt man den zarten Babypopo mit klarem warmen Wasser und einem weichen Einmalwaschlappen. Hautschutzcremen sind nur dann notwendig, wenn das Gesäß gerötet oder sogar wund ist. Ob man mit Wegwerfwindeln oder waschbaren Windeln wickelt, soll jeder für sich entscheiden. Ein Vorteil von waschbaren Windeln ist, dass sie hautfreundlicher und kostengünstiger sind als Wegwerfwindeln. Häufiges Wickeln ist notwendig, damit die zarte Haut am Gesäß nicht von den nassen Windeln wund wird. Einmalwindeln sind die praktische Alternative und halten gut trocken. 46

HAUTREIZUNGEN

NABELPFLEGE

Der Nabelschnurstumpf wird nach der Geburt mit Octenisept, das ist ein Schleimhaut- und Desinfektionsmittel, und mit Wecesinpuder einmal am Tag gepflegt. Damit kann dieser gut austrocknen und nach ca. einer Woche fällt der Nabelschnurstumpf ab. 3

Babypflege und Stillworkshop im Sanatorium St. Leonhard Jeden 1. Donnertag im Monat von 10:30 bis 12:30 Uhr Unter der Leitung von DGKS Renate Schinnerl und DKKS Nicole Glinz, international geprüfte Stillberaterinnen. Anmeldungen unter 0316 / 3607 oder persönlich an unserer Rezeption

Foto: Bigshot

D

ie zarte Haut eines Neugeborenen soll man gut beobachten, aber nicht mit parfumierten Lotions und Cremen bedecken. Natürliche Pflegeprodukte sind eine gute Basis für die Aufrechterhaltung der gesunden Babyhaut.


wellness wellness Babypflege Yoga

Öffne dein Herz Yoga für Frauen mit Brustkrebs

Text Mag. Marietheres Arvay

Y

oga ist eine uralte Tradition, die aus Indien kommend, auch bei uns immer mehr Menschen begeistert. Yoga bedeutet übersetzt „verbinden“. Wieder „verbunden werden“ sollen laut den alten Überlieferungen Körper, Geist und Seele. Der Mensch ist gesund, wenn diese drei Aspekte im Gleichgewicht und in Harmonie miteinander sind.

Foto: Shutterstock , courtyardpix

Bewegung stärkt und macht freude

Die Muskulatur wird aufgebaut, Spannungen im Körper können aufgespürt und gelöst werden. Das physische Wohlbefinden wirkt sich unmittelbar auf Gemütsverfassung und seelischen Zustand aus. Ein starker, beweglicher Körper vermittelt ein Gefühl von Kraft und Durchhaltvermögen. Bewegung und Atmung sind im Yoga untrennbar miteinander verbunden. Es werden dabei Atemtechniken erlernt, die tief in den Körper hinein spüren lassen. Indem der Atem zuerst beobachtet wird, hebt man ihn von einem meist unbewussten Vorgang ins Bewusstsein und damit kann man ihn kontrollieren und steuern. Tiefes, bewusstes Atmen entspannt auf physischer und auf psychischer Ebene. Eine Krebserkrankung ist eine lebensbedrohende Krise, die einen tiefen Einschnitt im Leben eines Menschen bedeu-

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tet. Der feste Boden, auf dem man sein Leben aufgebaut hat, wird sprichwörtlich unter den Füssen weggezogen. yoga als hilfsmittel zur genesung

In dieser Zerrissenheit zwischen Schmerz, Depression und Hoffnung kann Yoga ein Mittel sein, wieder in die eigene Mitte zurück zu finden. Yoga stärkt nicht nur die Muskeln und das Nervensystem, sondern verringert Angst und stärkt das Vertrauen in die eigene Genesung. Bewusste Atmung führt zu tiefer Entspannung und damit zur Regeneration von Körper und Seele. Begleitend zur Therapie vermittelt die Yogapraxis zudem das Gefühl, selbst aktiv zu werden und den Heilungsprozess zu beschleunigen. Zahlreiche Studien bestätigen, dass Nebenwirkungen von Therapien deutlich abgeschwächt werden können. Speziell Brustkrebspatientinnen können einem Lymphstau und Ödemen mit gezielten Yogaübungen entgegenwirken, sowie die Beweglichkeit in Schultergürtel und Brustwirbelsäule zurückgewinnen. Regelmäßige Yogapraxis bringt Körper, Geist und Seele wieder ins Gleichgewicht und steigert die Lebensqualität speziell in einer schwierigen und herausfordernden Phase des Lebens. 3

Yoga für Frauen mit Brustkrebs Yoga ist eine uralte Bewegungsform, die helfen kann wieder in die Mitte zu kommen. Es stellt eine wunderbare Ergänzung zur Therapie dar und vermittelt das Gefühl, selbst aktiv zur Heilung beitragen zu können. Gelenkte, bewusste Atmung führt in Tiefe Entspannung und damit zur Regeneration von Körper und Seele. Das Herz zu öffnen bedeutet viel Raum in den Brustkorb zu bringen. Es bedeutet aber auch, sich wieder den schönen Dingen zuzuwenden, die das Leben für bereit hält. Die Teilnahme am Kurs sollte vorab mit dem behandelnden ARZT besprochen werden. Mag. Marietheres Arvay aktiver „Yogi“ seit 2001, Yogalehrerin seit 2010

Yoga für Brustkrebspatientinnen im Sanatorium St. Leonhard Anmeldung und Informationen: Mag. Marietheres Arvay, 0650 / 21 11 972 marietheres_arvay@yahoo.de

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Aktuelle Termine INFORMATIONSABEND „BABY IN GRAZ" Was sich werdende Eltern von einer Geburt im Sanatorium St. Leonhard erwarten können: • Über die Infrastruktur unseres Hauses • Die Wahl der Hebamme • Medizinische Aspekte und Möglichkeiten • Betreuung nach der Geburt • Verwaltungs- und Versicherungsfragen Nach einer Pause mit Buffet und Erfrischungen findet eine Führung durch das Haus statt. Jeweils am Donnerstag um 18:30 Uhr im Veranstaltungsraum im 3. Stock. Dauer: ca. 2 Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos.

workshops Ernährung in der Schwangerschaft — Richtig Essen von Anfang an! Das Sanatorium St. Leonhard und die Steiermärkische Gebietskrankenkasse setzen mit dem kostenlosen Workshop auf eine gesunde und richtige Ernährung von Anfang an. Babys erstes Löffelchen: Ernährung in der Stillzeit und im Beikostalter Das Sanatorium St. Leonhard und die Steiermärkische Gebietskrankenkasse helfen Ihnen

und Ihrem Baby in einem 3-stündigen Workshop auf dem Weg in die Selbstständigkeit mit gesunder Nahrung.

unser laufendes Kursangebot Geburtsvorbereitungskurse im Sanatorium St. Leonhard, Informationen und Anmeldung direkt bei Ihrer Hebamme. Fit mit Babybauch Moderne Schwangerschaftsgymnastik für werdende Mütter. Dienstags von 18 bis 19 Uhr Mag. Birgit Leinweber, Tel. 0650 / 55 33 382 Yoga in der Schwangerschaft Jeden Donnerstag von 9:00 bis 10:15 Uhr und von jeden Dienstag 16:00 bis 17:15 Uhr. Einstieg jederzeit möglich! Karin Neumeyer, Tel. 0664 / 149 35 33 Schwangerenschwimmen Mittwochs von 18:00 bis 19:00 Uhr. im Erlebnisbad Kalsdorf b. Graz Ursula B. Otreba, Hebamme, Tel. 0676 / 927 50 99 Kangatraining Workout für Mamas mit Baby in seiner Tragehilfe (Tragetuch oder Babytrage).

Mittwoch von 9:30 bis 10:30 Uhr Mag. Birgit Leinweber, Tel. 0650 / 55 33 382 Rückbildungsgymnastik Kurse und Termine auf Anfrage. Jutta Tauderer, Tel. 0650 / 517 06 14 Die Babymassage Kurse und Termine auf Anfrage. Jutta Tauderer, Tel. 0650 / 517 06 14 Babyschwimmen Im Erlebnisbad Kalsdorf b. Graz aktuelle Kurse auf Anfrage Ursula B. Otreba, Hebamme Tel. 0676 / 927 50 99 Eltern-Kind-Treff Jeden Donnerstag in der Zeit von 14:00 bis 17:00 Uhr bieten unsere diplomierten Stillund Laktationsberaterinnnen, eine Still- und Elternberatung im Haus an. Informationen unter 0316 / 3607-0 und infoabend@leonhard.at. ÖFFNE DEIN HERZ — Yoga für Frauen mit Brustkrebs Termine auf Anfrage. Mag. Marietheres Arvay, Tel. 0650 / 21 11 972 (ANZEIGE)

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Eva Derler „Ich betreue, behüte und umsorge meine Frauen so, wie ich selber behandelt werden möchte.“ Erste Geburt: 1997 T. 0664 / 522 29 45, eva.derler@gmx.net

Karin Hochreiter „Das Vertrauen der Schwangeren in ihren Körper zu stärken, ist mir ein wichtiges Anliegen.“ Erste Geburt: 1997 T. 0664 / 510 57 17 www.hebamme-hochreiter.at

Heidrun Jahn „Ich bin für einen guten Mittelweg zwischen der Schulmedizin und alternativen Methoden.“ Erste Geburt : 1995 T. 0676 / 436 81 13

Andrea Kahr „Auch nach über 20 Jahren Hebammentätigkeit ist die Geburt eines Menschen für mich immer noch ein erhebendes Erlebnis.“ Erste Geburt: 1977 T. 0664 / 380 77 48

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Judith M. Wikgolm „Es ist für mich eine Ehre und erfüllt mich mit Dankbarkeit in dieser besonderen Zeit als Hebamme an der Seite der Frauen und Familien sein zu dürfen. Dafür lieb ich meinen Beruf jeden Tag.“ Erste Geburt: 2002 T. 0664 / 85 96 628

Christine Wenger „Nach der Geburt meines ersten Kindes im Wiener AKH stand für mich fest: So nicht, das sollte man anderen Frauen ersparen.“ Erste Geburt: 1985 T. 0664 / 185 69 79 www.hebamme-wenger.at


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Leonhard stille post 05 2013