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Ostschweizer Kulturmagazin Nr. 236, Juli/August 2014

Saiten

bleibt im Land und sucht das Sommergl端ck im Chor, im Stall und im Casino.


10 Texte über das Glück. 20 mal Kultur im Sommerführer. Und ein Stück Erinnerung: Yuri Forster über Peter Liechti.


Wer Lotto spielt, sucht das Glück. In aller Regel vergeblich. Aber der Spieltrieb hat trotzdem sein Gutes: Ohne Lotto gäbe es weniger Kultur. Die Einnahmen aus dem Spiel fliessen in die Lotteriefonds der Kantone und von dort zurück: in die Denkmalpflege, in Sozial-und Entwicklungsprojekte, in die Kulturförderung. Rund 500 Millionen Franken kommen so jährlich zusammen, davon gehen 150 Millionen allein in der Deutschschweiz an die Kultur. Und die zweckgebunden sprudelnden Gelder haben einen weiteren Vorzug: Ihre Verteilung ist transparent. Im Kanton St.Gallen entscheidet gar das Parlament über den Lotteriefonds, im Thurgau ist gerade ein juristisches Gefecht um diese Kompetenzen im Gang: Das Bundesgericht entscheidet in Kürze darüber, ob die Regierung wie bisher weiterhin über den Geldsegen verfügen kann oder nicht – Anstoss dazu gab der Streit um den geplanten Neubau des Kunstmuseums in Ittingen, für das die Regierung tief in den Lotterietopf greifen wollte. Wie auch immer der Konflikt ausgeht: Leute, spielt Lotto! Versucht Euer Glück! Glück brauchen wir alle, Glück erhoffen wir uns ein Leben lang, manche wollen es erzwingen, viele glauben genau zu wissen, was sie glücklich macht, andere wissen vom Glück des Nie-ganz-glücklich-Seins – doch wenn man genauer am Glück herumzuhirnen beginnt, erweist es sich als gar nicht so leicht fassbar. Das haben auch die Studierenden der Medienschule St.Gallen erlebt. Als Abschlussarbeit ihres Kurses haben sie sich mit Saiten für dieses Kooperationsheft zusammengetan. Und sind dem Glück nachgejagt, haben es bei Fachleuten, in der Werbung, im Chor oder in der Religion gesucht, sind im Happy Maker

Huus und bei den glücklichen Hühnern vorbeigegangen. Den Auftakt macht ein Interview mit Glücksforscher Mathias Binswanger – und zum Titelthema passt auch der Report aus dem Casino St.Gallen, wo Suche und Sucht, Unglück und Glück besonders heftig zusammenprallen. Nicht zuletzt deshalb, weil die sogenannten Spielbanken in den letzten zehn Jahren rund 4,7 Milliarden Franken in die AHV spülten. Und noch ein Glücksfall, aus traurigem Anlass: Yuri Forster schreibt in diesem Heft einen Erinnerungstext an seinen Vater, den im April verstorbenen Filmemacher Peter Liechti. Schliesslich, wie immer im JuliAugust-Doppelheft: der Kultursommer. Suchen und finden Sie hier Ihr Ausgeh- und Kulturglück, im Hinterkopf den lebensklugen Satz von Arthur Schnitzler: Glück ist alles, was die Seele durcheinander rüttelt. Katharina Flieger, Corinne Riedener, Peter Surber

EDITORIAL


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Reaktionen Positionen

9 10 11 13 13

Blickwinkel

von Sebastian Stadler

Redeplatz

mit Angelo Zehr

Einspruch

von Alex Bänninger

Stadtpunkt

von Dani Fels

Abgänge I und II

Zehn Mal Glück 18

«Die Globalisierung ist unserem Glücksempfinden nicht förderlich»

Was sagt die Glücksforschung? Ein Gespräch mit Mathias Binswanger. von Felix Mätzler und Peter Huesmann

20 Die Ungewissheit am Ende Charles Frey alias Akron hat seine eigene Vorstellung vom Glück. von Melissa Jetzer

22 Dem Krieg entkommen

Eine syrische Familie spricht über das Glück zuhause und in der Fremde. von Fabienne Bolz

25 Es liegt an uns!

Zu Besuch im Tibet-Institut in Rikon. von Patrik Marti

26 Gib mir Freunde und Adrenalin! Glücksversprechungen in der Werbung. von Nadja Hipp

28 Glück ist wie ein Vogel © 2014: Verein Saiten, St.Gallen. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung. Die Urheberrechte der Beiträge und Anzeigenentwürfe bleiben beim Verlag. Keine Gewähr für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen.

Ein Gespräch zwischen Grossvater und Enkelin. von Priska Scherrer

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Saiten Ostschweizer Kulturmagazin 236. Ausgabe, Juli/August 2014, 21. Jahrgang, erscheint monatlich HERAUSGEBER Verein Saiten, Verlag, Schmiedgasse 15 Postfach 556, 9004 St.Gallen Tel. 071 222 30 66 REDAKTION Corinne Riedener, Peter Surber, Katharina Flieger, redaktion@saiten.ch VERLAG/ANZEIGEN Peter Olibet, verlag@saiten.ch SEKRETARIAT Gabriela Baumann, sekretariat@saiten.ch KALENDER Michael Felix Grieder kalender@saiten.ch GESTALTUNG Samuel Bänziger, Larissa Kasper, Rosario Florio, Kasimir Femalewitsch, grafik@saiten.ch VEREINSVORSTAND Lorenz Bühler, Zora Debrunner, Heidi Eisenhut, Christine Enz, Christoph Schäpper, Hanspeter Spörri (Präsident), Rubel Vetsch VERTRIEB 8 days a week, Rubel Vetsch DRUCK Niedermann Druck AG, St.Gallen AUFLAGE 5600 Ex. ANZEIGENTARIFE siehe Mediadaten 2014 SAITEN BESTELLEN Standardbeitrag Fr. 70.–, Unterstützungsbeitrag Fr. 100.–, Gönnerbeitrag Fr. 280.– Tel. 071 222 30 66, sekretariat@saiten.ch INTERNET www.saiten.ch AN DIESER AUSGABE HABEN MITGEARBEITET Sandra Biberstein, Ladina Bischof, Fabienne Bolz, Wendelin Brühwiler, Tine Edel, Heidi Eisenhut, Dorothee Elmiger, Dani Fels, Yuri Forster, Georg Gatsas, Doris Gross, Nadja Hipp, René Hornung, Peter Huesmann, Lorena Isepponi, Melissa Jetzer, Marco Kamber, Leyla Kanyare, Stefan Keller, Andreas Kneubühler, Bettina Kugler, Fred Kurer, Patrik Marti, Felix Mätzler, David Nägeli, Charles Pfahlbauer jr., Priska Scherrer, Rebecca C. Schnyder, Stefan Späti, Sebastian Stadler, Kaspar Surber, Samuel Tanner, Daniela Vetsch, Roger Walch, Franz Wismer KORREKTUR Patricia Holder, Florian Vetsch


30 Zwei wie Glück und Schwefel Das Happy Maker Huus in Romanshorn. von Doris Gross

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Hosianna!

Ein Abend mit dem St.Galler Dom-Chor. von Nadja Hipp

32 Das Gras ennet dem Hag

Können Tiere glücklich sein? Eine Spurenlese. von Franz Wismer

Lorena Isepponi zeichnet den Juli/August-Comic. Kultur

48 Kultursommer

Musik, Theater, Kino, Kunst & Co. im Juli und August.

Die Bilder zum Titelthema fotografierte Peter Huesmann.

59 Artist in Residence

Report

60 Die Liebe meines Vaters

von Georg Gatsas

von Yuri Forster

34 Faites vos jeux.

Hinter den Kulissen des Casinos St.Gallen. von Corinne Riedener und Ladina Bischof

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Flaschenpost 40 Hosono

von Roger Walch

Perspektiven 42 42 43 44 44

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Winterthur Rheintal Appenzell Toggenburg Stimmrecht

Kalender Abgesang

von Leyla Kanyare

Cover: Beni Bischof, romantischer Sonnenuntergang (romantika sunsubiro), 2013

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Kellers Geschichten Bureau Elmiger Charles Pfahlbauer jr. Boulevard

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Olfaktorische Verstimmung Liebe Saiten-Redaktion Inhaltlich lese ich Ihre Zeitschrift immer wieder gerne, wenn nur das Papier nicht so eklig riechen würde. Dies vermiest mir regelmässig den Genuss der Texte – oder sind die Saiten wirklich nur mit Chlüpperli an der Nase geniessbar? Ich hoffe, dass sich irgendwann bei der Saitenlektüre das Olfaktorische nicht mehr in den Vordergrund drängt. Vitus Gämperli, Jonschwil Die Saiten-Redaktion empfiehlt 48 Stunden gut lüften, mit dem Chlüpperli an der Wäscheleine statt am Nasenspitz. In der Zwischenzeit sei die Lektüre unserer garantiert geruchsfreien Webseite empfohlen.

Sparen auf Kosten der Kultur Online warfen im Juni die Tagblatt-Medien hohe Wellen: mit dem bis Saiten-Redaktionsschluss allerdings nicht bestätigten Plan, die Seite «St.Galler Kultur» der Stadtausgabe und die Kulturseite der Thurgauer Zeitung zu einer Seite Regionkultur zusammenzuführen. Nach einem ersten Bericht auf saiten.ch am 6. Juni nahm der Pfyner Künstler Alex Meszmer den Ball auf und lancierte eine Petition für den Erhalt der Kulturseiten. Sie ärgern sich? Sie freuen sich? Kommentieren Sie unser Magazin und unsere Texte auf saiten.ch oder schreiben Sie uns einen Leserbrief an redaktion@saiten.ch.

Innert einer Woche unterschrieben über 1500 Personen, in zahlreichen Kommentaren bedauerten sie die drohende Kürzung der Kulturberichterstattung. Stellvertretend einige Kommentare: ein Auszug aus dem Leserbrief von Visarte-Präsident Josef Felix Müller sowie Reaktionen auf der Petitions-Website. (Siehe auch Seite 11.) Das «St.Galler Tagblatt» hat in den letzten Jahren Schritt um Schritt alle kleinen Regionalblätter geschluckt. Dabei wurden viele Versprechungen gemacht in Bezug auf die Berichterstattung für die Regionen. Das Wachstum hat leider keine Qualitätssteigerung gebracht. (...) Nun sollen die Seiten Stadtkultur und die Kulturseite Thurgau zusammengelegt und damit gekürzt werden. Das ist eine weitere Sparübung auf Kosten der regionalen Kulturszenen. Kultur hat die Kraft, die Gesellschaft zu bewegen, Verständnis zu schaffen und die Menschen für neue Gedanken zu öffnen. An eine Tageszeitung, die eine so grosse Region bedient, stelle ich die Anforderung, dass das vielfältige Kulturgeschehen reflektiert und einem breiten Publikum fundiert vermittelt wird. Josef Felix Müller Präsident visarte Schweiz Schon Picasso sagte: «Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen.» Als Kunstvermittlerin sehe ich täglich, dass ein allgemeines geistiges Verstauben stattfindet. Trockene Infos, Fakten, Zahlen, alles grau. Kunst regt an, macht neugierig und fördert das Denken. Kulturseiten reichen dem Leser dabei die Hand und zeigen ihm, das Kunst/Kultur nichts exotisches ist, sondern Teil unserer Lebenswelt. Dorothee Haarer, St.Gallen Leider sind Zeitungen zu reinen Spekulationsobjekten verkommen, die ihren ursprünglichen Auftrag dadurch aus den Augen verloren haben. Zukünftiges obligatorisches Fach an der Journalisten-Schule: «Wie organisiere ich einen landesweiten Streik?!» Jürgen Schoop, Kreuzlingen Gegen die kapitalistischen Profitmaximierer an den Schalthebeln der Macht, denen die Qualität ihre Zeitung scheissegal ist, sollten wir uns mit Kündigungen der Abonnements wehren. Vielleicht könnten dann wieder kleinere

REAKTIONEN

Zeitungen gegründet werden, die dem Bedürfnis der Menschen gesamtheitlich entsprechen. Wenn die Grossen zu mächtig und zu abgehoben werden, blühen Neue auf. Leopold Huber, Altnau Es ist hinlänglich bekannt, dass Identität und Kultur eng zusammenhängen. Würde die Kultur im St.Galler Tagblatt beschnitten, so nehmen die Verantwortlichen zugleich auch eine Beschneidung der Ostschweizer Identitätsbildung in Kauf. Schon nur der Gedanke erscheint mir absurd. Wie meinte ein Bekannter so treffend: «Das schlägt dem Fass den Boden aus, wo doch eh schon keiner mehr ist!» Matthias Flückiger, St.Gallen

Neue «Blickwinkel» Mit dieser Doppelausgabe wechselt auch unser Blickwinkel: Wir bedanken uns herzlich bei Michael Bodenmann für seine Bilderserie The Others der letzten fünf Ausgaben. Neu begrüssen wir Sebastian Stadler, der für das kommende halbe Jahr die Rubrik bespielen wird. Der 26jährige ist in Wilen bei Wil aufgewachsen, mit St.Gallen verbandelt und lebt in Zürich. Stadler gestaltet 2014 auch das Monatsprogramm für den Kunstverein St.Gallen.

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Sebastian Stadler Beute Nr. 1

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BLICKWINKEL


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Angelo Zehr, Co-Autor des Films A Little Mountain Village, plädiert für eine städtische Kulturzone. A Little Mountain Village – den Film über die kulturelle Situation in St.Gallen – hast Du zusammen mit Matthias Fässler gedreht. Was habt Ihr herausgefunden? Wir zwei bewegen uns natürlich schon relativ lange in der Stadt, und deshalb sind die Überraschungseffekte nicht so riesig. Wir wollten aber auch bewusst ein breites Publikum ansprechen und sensibilisieren. Sensibilisieren wofür? Für Themen wie Stadt- und Quartierentwicklung. Aber auch dafür, zu sehen, wie unglaublich viel Einsatz und Herzblut hinter vielen Kulturorten steckt – das machen sich die Besucher oft nicht bewusst. Wenn einer wie Daniel Weder vom Kugl im Film sagt: Ohne die zwanzig, dreissig Leute, die hier freiwillig unentgeltlich arbeiten, wäre ein solcher Betrieb undenkbar … Das hat mich bewegt.

sen Sommer eine Lösung abzeichnet. Und: Der Spardruck ist sicher in den nächsten Jahren weiter ein Thema. Bisher sind die Institutionen geschont worden, aber für Kleinanlässe ist weniger Geld da. Man muss auf der Hut sein. Trotzdem entstehen immer wieder neue Orte. Was habt Ihr entdeckt? Gute Frage … Wir haben nicht eigentlich Neues gesucht, sondern uns auf ein paar bekanntere Orte konzentriert: Grabenhalle, Palace, Kugl, Rümpeltum und als Exot das Backstage. Doch es kamen auch neue Orte zur Sprache: Tivoli, Theater 111, Buena Onda, Tankstell und andere. Man muss sich neue Räume erkämpfen, Orte, wo Unvorhergesehenes passiert. Es geht ja auch um den öffentlichen Raum und die Frage, wer wo was machen darf und ob es wirklich für alles eine Bewilligung braucht.

Die Botschaft lautet also: Es gibt viele Kultur-Orte, in denen tolle Arbeit geleistet wird … … ja, St.Gallen hat für seine Grösse ein gutes Kulturangebot. Klar, das Stichwort Reithalle fällt auch im Film, ein Kulturraum dieser Grössenordnung fehlt, doch sonst betonen alle durchs Band, das Angebot sei gut – aber: Es ist nicht in Stein gemeisselt.

In Winterthur gab es Krawalle, Bern hat sich «freigetanzt», explizit ohne Bewilligung. Was ist in St.Gallen los, dass hier nichts los ist? Ich glaube, die Themen sind überall die gleichen. Womöglich ist in St.Gallen der Leidensdruck kleiner. Wenn man an den Polizeieinsatz jüngst in der Berner Reithalle denkt, als die Polizei bewaffnet in die Küche eindrang: So etwas ist hier noch nicht vorgekommen. Man darf die Wegweisungen aber nicht vergessen, ein Thema, das im Film auch angeschnitten wird. Dass ein Grundrecht wie das Aufenthaltsrecht völlig eingeschränkt wird, das darf nicht sein.

Was heisst das? Klar ist ja, dass das Rümpeltum einen neuen Standort finden muss. Das Kugl ist in Gefahr, auch wenn sich für die-

Insgesamt überwiegt im Film aber das Positive? Der Film will keine simple Botschaft haben, sondern ein Stück Bewusstseinsarbeit leisten, vor allem auch in Be-

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Redeplatz «Entscheidend ist: Ab welchem Zeitpunkt wird wer verdrängt?»


11 zug auf die Gentrifizierungs-Prozesse in der Stadt. Ich wohne im Linsebühl. Dort ist es wichtig, die Entwicklung genau zu beobachten und zu reagieren, wenn die Verdrängung einsetzt. Im Film zeigen wir das Thema der Verdrängung, Ökonomisierung, Aufwertung am Beispiel des Gebiets Bahnhof Nord. Vorher gab es günstigen Wohnraum, es war viel Leben im Quartier, und jetzt ist es einfach tot.

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Wie schätzt Du die Situation im Linsebühl ein? Die entscheidende Frage ist immer: Ab welchem Zeitpunkt wird wer verdrängt? Solange es ein gutes Nebeneinander gibt, ist das Problem weniger da. Eine gewisse Verteuerung hat im Linsebühl schon stattgefunden. Aber der Umbruch ist langsam, man sieht ihn nicht so direkt wie am Bahnhof. Orte wie das Kugl oder die Buena Onda sind durch Lärmklagen bedroht. Lärm: Das ist vermutlich eins der brennenden Stadt-Probleme? Auf jeden Fall. Erlaubt sind in diesen Zonen «mässig störende Betriebe», und die Frage ist dann immer: Was ist mässig, was übermässig? Das sind Gesetze auf Bundesebene, entsprechend schwierig ist es, lokal anzusetzen. Irgendwann werden sich die Städte untereinander vernetzen müssen, um klar zu machen: Die Gesetze sind nicht mehr zeitgemäss für ein heutiges Verständnis von urbanem Leben. Es kann nicht sein, dass das Interesse von Einzelpersonen höher gewichtet wird als das öffentliche Interesse einer ganzen Stadtbevölkerung. Öffentliches Interesse, das heisst: Party? Natürlich nicht total, ausser Rand und Band. Es ist eine Abwägensfrage. Aber wer in einer Stadt wohnt, muss bereit sein, einen gewissen Pegel zu akzeptieren. Der TagNacht-Rhythmus ist nicht mehr derselbe wie früher. So weit ich es verstehe, müsste man sich auf Bundesebene mit der Zonenordnung dafür einsetzen, dass Kulturbetriebe einen für sie angemessenen Status bekommen. Eine Kulturzone? Das ist kein schlechter Begriff, ja. Wenn Du über St.Gallen nachdenkst: Hast Du eine Vergleichsstadt? Aufgewachsen bin ich in Waldstatt …St.Gallen ist für mich also schon ein bisschen Grossstadt. Aber neulich war ich in Kopenhagen. Es war ein Feiertag, wir sassen mit vielen anderen auf einer Brücke, es gab Musik in ordentlicher Lautstärke, und ich fragte: Braucht man dafür eine Bewilligung? Die Antwort war: Nein, das macht man spontan! Das könnten wir in St.Gallen auch brauchen. Angelo Zehr, 1990, hat bald den Bachelor als Multimedia-Produzent und sitzt für die Juso im St.Galler Stadtparlament.

Einspruch: Alex Bänninger Gegen Kulturabbau Jede Zeitung von Rang besitzt einen kompetent betreuten Kulturteil. Einen solchen verdient auch die Ostschweiz. In ihr sind kluge, kreative und kräftige Kulturschaffende und Kulturvermittler aktiv. Sie verdienen für ihre Arbeit die gleiche journalistische und redaktionelle Aufmerksamkeit wie die Wirtschaft, die Wissenschaft, der Sport und die Politik. Theater, Museen, Orchester und Bibliotheken sind KMUs, die Arbeitsplätze bieten und notwendige Dienstleistungen erbringen. Der Auftrag der Kulturredaktionen ist weitaus anspruchsvoller, als einzelnen Künstlerinnen und Künstlern zu Gefallen zu sein. Es geht darum, Kultur im gesellschaftlichen Zusammenhang zu beleuchten, kritisch Relevanz einzufordern und über die Befunde unabhängig zu informieren. Dafür braucht es in den Zeitungen auch Platz. (...) Ob die Kultur mehr als lediglich Insiderzirkel anspricht, hängt nicht allein von der Kultur, sondern entscheidend auch davon ab, wie sie von den Zeitungen aufbereitet wird: ob in Häppchen und oberflächlich oder ausführlich, argumentativ und packend geschrieben. Die Frage, ob hier Verbesserungsbedarf auszumachen wäre, würde weiterführen, nicht jedoch die Überlegung, wie weit sich die «Rationalisierung» treiben lässt, um dem «Tagblatt» und der «Thurgauer Zeitung» gerade noch knapp den Vorwurf der völligen Kulturlosigkeit zu ersparen. Wir stehen vor einem Teufelskreis. Die Zeitungen verarmen inhaltlich, weil wir sie nicht im genügenden Umfang abonnieren und dadurch unsererseits verarmen lassen. Fatalerweise beschleunigt jeder Leistungsabbau der Zeitungen die Teufelsfahrt. So wenig wie die Kultur, so wenig lebt auch ein Printmedium von Bekenntnissen. Es genügt nicht, an einer Vernissage die Gläser zu erheben, sich in einer Buchhandlung durch die Neuerscheinungen zu blättern, Schauspieler um Autogrammkarten zu bitten, dem Film höhere Bundessubventionen zu wünschen und Musik kostenlos herunterzuladen. Wenn wir keine Bilder, Bücher, CDs und Eintrittskarten kaufen, läuft die Kultur ins Leere. Wir sind im Recht, von der «Thurgauer Zeitung» und dem «Tagblatt» ein starkes Kulturengagement zu verlangen. Die beiden Zeitungen sind im Recht, uns als Abonnenten gewinnen zu wollen. Solidarität ist keine Einbahnstrasse. Auszug aus dem Kommentar, den Alex Bänninger, Publizist in Wigoltingen TG, auf dem Portal thurgaukultur.ch geschrieben hat. Anlass ist die Petition gegen den befürchteten Abbau der lokalen Kulturseiten.

A little Mountain Village hatte am 19. Juni in der Grabenhalle seine Premiere. Interview: Peter Surber, Bild: Tine Edel

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Stadtpunkt Die Nacht erobern

Die kulturelle Dürrezeit setzt immer dann ein, wenn das Kultur- und Diskussionslokal meiner Wahl die Drohung «Saisonschluss» wahrgemacht hat und die Freundinnen und Freunde der Nacht sich in die sommerliche Vereinzelung oder in die Badhütte nach Rorschach verlustiert haben. Dank der FIFAWohltätigkeitsspiele ist der Palast diesen Sommer zwar noch länger offen, die Futebol-Übertragungen sind jedoch bestenfalls eine vergnügliche Ersatzhandlung, nie aber eine adäquate Kompensation nächtlicher Emanzipation von den Rhythmen der Natur. Was gibt es Erfreulicheres, als die Nacht zum Tag zu machen und die Jahreszeiten für die nächtlichen Aktivitäten irrelevant werden zu lassen. Frühling, Sommer, Herbst oder Winter? Egal, die Nacht ist sich selber Jahreszeit genug und wir, als Entdeckungsreisende in ihr, haben ein gutes Gespür dafür, woher der Wind weht. Die Eroberung der Nacht ist immer auch ein Gegenentwurf gegen die Zwänge sozial strukturierter Zeit, welcher wir Städterinnen und Städter im Alltag unterworfen sind: Arbeiten – Pendeln – Fitness – Schlafen. Zwar ist diese Strukturierung von Zeit ein Aspekt der Urbanisierung, allerdings müssen wir aufpassen, dass sie uns neben dem Tag nicht plötzlich auch die Nacht fragmentiert. Dem Kapitalismus ist eigen, dass er jede kulturelle Regung umgehend auf ihre Markttauglichkeit prüft und absorbiert. Besonders beliebt sind hierbei Jugend-, Alternativ- und Subkulturen, die einen idealen Hintergrund für allerhand Marketingverrenkungen bieten. Wenn irgendwann das Nachtleben so kommerzialisiert ist, dass keine Veranstaltung und kein Club mehr ohne ein Sponsoring durch ein Modelabel, einen Getränke- oder Telecomkonzern auskommt, wird es zu spät sein, sich mit der Forderung nach selbstbestimmten, weitgehend nicht-kommerziellen Räumen Gehör zu verschaffen. Zur Überbrückung des Sommerlochs fordere ich die Stadtpolitik deshalb auf, sich neben dem Städtewettbewerb, dem Tourismus und der Rücksichtnahme auf Ruhebedürftige auch mit dem Raumbedarf nicht-gewinnorientierter Gruppen zu beschäftigen. Geeignete Räume dafür gibt es, und darüber nachdenken lässt es sich auch am Bodensee oder auf Lummerland. Ich wünsche Ihnen unruhige Sommernächte. Dani Fels, 1961, ist Dozent an der FHS St.Gallen und Fotograf. Er schreibt monatlich die Stadtkolumne in Saiten.

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Abgang I Herzogs Interesse an der Öffentlichkeit

In der Zeit von Madeleine Herzog als Kulturbeauftragter der Stadt St.Gallen hat die Kultur im St.Galler Stadtraum selbstverständlich Platz gefunden. Wenn man mit dem Bus nach St.Fiden fährt, von der Waldegg nach St.Georgen kommt oder mitten auf dem Marktplatz: Überall stehen Plakatsäulen, die über kulturelle Anlässe informieren und Botschaften fern des Kommerzes verkünden. So hat es mich diebisch gefreut, als plötzlich überall in der Stadt unsere magischen Pilze wuchsen, mit denen wir das Herbstprogramm des Palace illustrierten. Auch sonst war Madeleine Herzog die Herstellung von Öffentlichkeit wichtig: Die Werkbeiträge und Kulturpreise wurden nicht mehr im privaten Rahmen vergeben, sondern an einem Anlass für die ganze Bevölkerung. Als Madeleine Herzog vor neun Jahren ihr Amt antrat, steckte die Kulturszene in einer entscheidenden Situation: An vielen Orten herrschte Aufbruchstimmung. Doch die passive Haltung in der Kulturpolitik hatte St.Gallen zu einer Provinzstadt werden lassen. Provinz im Sinn: wenig Anschlüsse in die Schweiz und die Welt hinaus. Dass es St.Gallen damals zum Beispiel verschlafen hatte, eine künstlerische Ausbildungsstätte zu fördern, rächt sich bis heute. Madeleine Herzog verstand es, den Geist des Aufbruchs zu nutzen. Sie hat gezielt die einzelnen Kulturbetriebe gefördert, ohne sie gegeneinander auszuspielen: vom Theater über die Kellerbühne bis zu kleinen Nischen. Als Dramaturgin, wie sie vom Theater kam, hat sie geschickt Türen geöffnet: Der Probebetrieb, mit dem das Palace überhaupt eröffnet werden konnte, machte später Schule bei der Lokremise und jetzt bei der Bibliothek. Auch die nach der verlorenen Abstimmung verfahrene


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Situation um die Museen hat sich mittlerweile geklärt. Herzog ging dabei mit radikalem Pragmatismus vor, wohlwissend, dass sich so der typische St.Galler Skeptizismus am besten vertreiben lässt: Dieser Skeptizismus, der immer schon im vornherein weiss, warum etwas im Nachhinein nicht gelungen sein wird. Sie führte ihr Amt transparent und interessiert an den Entwicklungen. Im Gespräch mit den Kulturschaffenden, oft unkompliziert bei einem Kaffee, zählte bei ihr die inhaltliche Beschäftigung und nicht das Verkaufsargument. So hat sie die Kultur nicht nur gefördert, sondern auch geschützt. Stets hat sie die Freiheit der Kunst verteidigt, wenn im Stadtparlament wieder einmal ein Vorstoss eingereicht wurde, mit der sich ein Politiker und eine Politikerin über Gebühr ins Programm der Kulturhäuser einmischte – so beispielsweise die FDP-Frau, die nun Stadträtin werden möchte. Nun geht Madeleine Herzog nach Zürich, um dort das kantonale Kulturamt zu leiten. Bei der Bestimmung der Nachfolge erinnert sich St.Gallen hoffentlich daran, was ihre Arbeit ausgezeichnet hat: Es braucht eine Persönlichkeit, die die Kultur unterstützt, damit sie nicht vom Marketing – ob aus der Politik oder aus der Wirtschaft – vereinnahmt wird. Ganz im Sinn der Öffentlichkeit. Kaspar Surber

Abgang II Theater mit Kultcharakter

Tobias Ryser mit Figuren aus «Schneewittchen». Bild: pd

Tobias Ryser, der langjährige Leiter des Figurentheaters St.Gallen, übergibt Ende Juni den Theaterschlüssel an Frauke Jacobi und Stephan Zbinden. Weiter im Leitungsteam bleibt die bisherige CoLeiterin Alexandra Akeret. Die Lobrede auf einen leidenschaftlichen Spieler und Experimentator soll beginnen wie jedes Märchen: Es war einmal … Bereits mit vierzehn begann Tobias Ryser als Spieler und Sprecher am damaligen Puppentheater. Und schon 1971, als Neunzehnjährigem, gab ihm der damalige Leiter Hans Hiller die Chance zu einer ersten Eigeninszenierung: Brüderchen und Schwesterchen (nach Grimm). Text, Regie, Gesamtleitung, alles inklusive. Nach einer zweiten Inszenierung mit Marionetten brachte Ryser bereits einen eigenen Stoff auf die Bühne: Die seltsame Reise, den er realisierte mit Hand-, Stab- und Stockpuppen. Daran schloss sich eine Arbeit mit Ruedi Stössel an, dem Rorschacher Physiker, Mathematiker und Chemiker, einem prägenden Altmeister des Puppenspiels. 1956 hatte das St.Galler Puppenspiel Urständ gefeiert mit Goethe im Examen: Das Puppentheater war auch in St.Gallen beim ErwachsenenPublikum angekommen. Ryser nahm den Faden auf – und führte das kleine Theater im Lämmlisbrunn von Erfolg zu Erfolg, öffnete es kontinuierlich neuen Stoffen und Formen, wagte sprachlich und darstelle-

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risch Ausserordentliches, Experimentelles, immer wieder unter Einbezug von befreundeten Theatern – Basel vor allem, Winterthur – und international renommierten Künstlern. Aus dem auch aus heutiger Sicht noch wunderbaren Puppentheater (mit dem von Kindern bejubelten Kaspar) wurde unter der Leitung von Tobias Ryser und seiner Crew – den gewöhnlich um die vierzig zumeist unbezahlten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – ein Figurentheater mit Kultcharakter, mit immer wieder neuen Ausdrucks- und Stilformen, ein Magnet für Kinder an Mittwoch-, Samstag- und Sonntagnachmittagen mit fast ständig ausverkauften Vorstellungen. Und ein Treffpunkt für Erwachsene mit dem Bedürfnis nach dem Speziellen, Besonderen, Unkonventionellen. Mit seinem über vier Jahrzehnte langen Einsatz, mit seinem Kunstsinn, seinem technischen und spielerischen Können hat Tobias Ryser erreicht, was wenigen von uns vergönnt ist: Zuneigung, Anerkennung und Herz zu gewinnen eines grossen kleinen Publikums. Plus theatergeschichtlich einen Markstein zu setzen. Fred Kurer


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Wer im Lotto gewinnt, ist nicht lange glücklich. Wer Kinder hat, ist glücklicher als ohne – aber erst im Alter. Das sagt die Glücksforschung, das sagt Wirtschaftsprofessor Mathias Binswanger. von Felix Mätzler und Peter Huesmann Immer wieder liest man von Lottomillionären, die später bei der Sozialhilfe landen. Warum ist das so? Mathias Binswanger: Lottogewinner sind interessant für die Glücksforschung, da hier Menschen in kurzer Zeit sehr reich werden. Die Glücksforschung untersucht ja unter anderem den Zusammenhang zwischen Einkommen und Glück, und da stellt man bei den Lottomillionären Erstaunliches fest: Es gibt Leute, bei denen ist innert kürzester Frist alles Geld weg – das sind die, die dann manchmal bei der Sozialhilfe landen. Bei anderen findet man nach dem Tod den ganzen Lottogewinn unangetastet auf dem Bankkonto. Lottogewinner sind meistens kurzfristig glücklich, doch nach einem Jahr sind sie wieder so glücklich oder unglücklich wie vor dem Lottogewinn. Kann man den Umkehrschluss machen und sagen: Wirtschaftliche Prosperität trägt nicht zu höherem Glücksempfinden bei? Nein, das kann man so auch nicht sagen, die Sache ist komplexer. Die Forschung hat herausgefunden, dass das Glück bis zu einer gewissen Einkommensgrenze steigt. Ländervergleiche zeigen, dass solange das Durchschnittseinkommen in einem Land unterhalb eines Schwellenwertes von rund 20’000 Dollar pro Kopf im Jahr liegt, mehr durchschnittliches Einkommen zu mehr Lebenszufriedenheit führt. Wenn dieser Wert in einem Land erreicht ist, gibt es allerdings keinen Zusammenhang mehr zwischen Einkommen und Zufriedenheit. In der Schweiz, wo das Durchschnittseinkommen weit über 20’000 Dollar liegt, führt Wirtschaftswachstum deshalb nicht mehr dazu, dass die Menschen im Durchschnitt glücklicher oder zufriedener werden. Jetzt gebrauchen Sie den Begriff Zufriedenheit als Synonym. Ist Glück und Zufriedenheit für die Glücksforschung das Gleiche? Glück ist ein vielschichtiger Begriff. Glücksforscher unterscheiden im Wesentlichen zwei Arten: Das eine ist Glück – im Deutschen verwenden wir in diesem Zusammenhang eher den Begriff Zufriedenheit – in einer selbstanalytischen Betrachtung über einen längerfristigen Zeitraum. Das andere ist das emotionale Wohlbefinden, das im Tagesverlauf stark schwankt. Sie haben Hunger und essen, dann sind Sie glücklich. Nachher stehen Sie aber im Stau und sind

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«Die Globalisierung ist unserem Glücksempfinden nicht förderlich»

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19 wieder unglücklich. Die beiden Komponenten werden unterschieden, sie hängen aber auch zusammen und bedingen sich gegenseitig. Die Forschung beschäftigt sich mit beiden Komponenten.

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Warum verspricht uns die Werbung dauernd Glück? Weil die Hersteller Argumente brauchen, um ihre Waren zu verkaufen. In einem Land wie der Schweiz sind die absoluten Bedürfnisse der Bevölkerung weitgehend gesättigt, das macht es schwierig für die Anbieter, noch weiter zu wachsen. Nehmen wir als Beispiel das Auto: Bei uns kann sich fast jeder ein Auto leisten. Dieses Auto muss zwar von Zeit zu Zeit ersetzt werden, aber das ist kein Wachstumsmarkt mehr. Also macht die Werbung aus dem Auto ein Statussymbol, nach dem Motto, wer dieses tolle Auto besitzt, ist erfolgreicher als andere. Dabei werden relative Bedürfnisse angesprochen, aber relative Bedürfnisse sind nie gesättigt. Und was mit dem Auto funktioniert, funktioniert auch mit dem Glücksversprechen von Schönheitsprodukten, mit anderen Gütern. Gibt es Tricks zum Glück? Wohl kaum, denn längerfristig können wir uns nicht selbst übertölpeln. Was aber funktioniert: Wir können systematisch die Dinge aus unserem Leben eliminieren, die uns daran hindern, glücklich zu sein. Das gelingt aber nicht allen Menschen gleich gut, das ist auch von der Persönlichkeit abhängig. Und dann gibt es äussere Faktoren, die das Glück oder Unglück fördern, etwa die Gesundheit… … die wir aber erst als Glück empfinden, wenn wir nicht mehr gesund sind. Das ist so. Solange etwas selbstverständlich ist, spielt es in unserer Wahrnehmung keine grosse Rolle. Bei jungen Menschen ist Gesundheit kein typischer Glücksfaktor, weil junge Menschen normalerweise gesund sind. Im Alter aber, wo die Gesundheit nicht mehr selbstverständlich ist, wird sie zum Glücksfaktor.

Alter nimmt die Zufriedenheit wieder zu. Junge Menschen haben viel Zeit, ihnen stehen noch alle Möglichkeiten offen, das zu tun, was ihnen Freude macht. Später kommen dann die äusseren Zwänge, Familie, Karriere. Es fehlen die Zeit und die Freiräume, das zu machen, was man gerne täte. Im Alter wird das wieder besser. Kommt dazu, dass sich ältere Menschen meistens auch mit den Begebenheiten und Einschränkungen des Lebens abgefunden haben und versuchen, daraus das Beste zu machen. Da sind wir dann wieder bei etwas mehr Gleichmut. Auch können wir im Alter Rückblick auf das Leben halten, welches im Nachhinein dann doch geglückt erscheint. Dazu hat die Forschung Spannendes herausgefunden: Wenn man Menschen im mittleren Alter miteinander vergleicht, spielt es für ihr subjektives Glücksempfinden keine Rolle, ob sie Kinder haben oder nicht. Wenn man die Alten untersucht, stellt man fest, dass Menschen mit Kindern nun plötzlich glücklicher sind als solche ohne. Sie haben einmal gesagt: Besser ein local hero als ein global looser. Können Sie das ausführen? Das hat wieder mit Status zu tun und kommt im englischen Ausspruch zum Ausdruck, der da sagt: Es ist besser, ein grosser Frosch im kleinen Teich zu sein als ein kleiner Frosch im grossen Teich. Als grosser Frosch hat man Renommee, Geld und Ansehen, der kleine Frosch ist ein Niemand. So gesehen wäre es schön, wir würden in einer Gesellschaft leben mit vielen kleinen Teichen. Aber im Zeichen der Globalisierung ist genau das Gegenteil der Fall, wir vergleichen uns nur noch mit den Schönsten, den Reichsten, den Erfolgreichsten. In dieser Hinsicht ist die Globalisierung unserem Glücksempfinden also nicht gerade förderlich.

Die Buddhisten sagen ja, je mehr wir das Glück festhalten wollen, umso weniger stellt es sich ein. Können Sie diese Beobachtung mit Ihrer Forschung bestätigen? Ja, dabei geht es um die grundlegende Frage, was eine gute Lebensführung beinhaltet. Buddhisten, auch einige der klassischen Philosophen kommen zum Schluss, es gehe darum, ein Leben in einer Art Gleichmut zu führen, wenig beeinflusst von äusseren Ereignissen. Das führt dann zu einer grundlegenden Zufriedenheit mit dem Leben, und das Pendel – Glück oder Unglück – schlägt nicht mehr so stark aus. Dann gibt es aber andere Philosophen, die der Meinung sind, man müsse die extremen Glücksmomente suchen. Nietzsche war so einer – er wurde selbst allerdings nicht besonders glücklich. Diese grundlegende Zufriedenheit bestätigen ja auch viele alte Menschen. Sind die Alten glücklicher als die Jungen? Viele Menschen sind glücklich, wenn sie jung sind. In der Mitte des Lebens geraten sie dann in ein Wellental, und im

GLÜCK

Mathias Binswanger, Dr. rer. pol., 1962, ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Finance an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten und Privatdozent an der Universität St.Gallen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der Erforschung des Zusammenhangs zwischen Einkommen und Glück. Dazu hat er im Jahr 2006 das Buch Die Tretmühlen des Glücks – Wir haben immer mehr und werden nicht glücklicher. Was können wir tun? veröffentlicht, das in der Schweiz zum Bestseller wurde. Felix Mätzler, 1962, Leiter der Medienschule St.Gallen, ist jetzt gerade sehr glücklich, dass er fertig ist mit dem Text. Medienschüler Peter Huesmann, 1970, ist glücklich, wenn er mit seiner Band auf der Bühne steht.


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Ein junger Mann drückt die Klingel eines alten, mit Efeu verwachsenen Turmhäuschens. Ihn quälen dämonische Erlebnisse aus seinem Heimaturlaub in Afrika. Der Okkultist Akron, wohnhaft an der Ruhbergstrasse in St.Gallen, so glaubt der junge Mann, ist die passende Ansprechperson für seine Todesangst, denn er kennt Akron – zumindest seine Bücher. Es ist nicht alltäglich, dass fremde Menschen auf Akrons Klingel drücken, dort, hinter dem Grünzeug neben dem Schild mit Akrons bürgerlichem Namen: Carl-Friedrich Frey. «In solchen Momenten fühle ich mich glücklich», sagt der Okkultist und sinkt nachdenklich in den schwarzen Bürosessel. «Ich kann etwas von meiner Erfahrung an Jüngere weitergeben, das ergibt schon Sinn.» Stundenlang hätten sie miteinander geredet, bedingungslos, vom Schicksal zusammengeführt. Im Bücherregal hinter ihm blitzt der Name «H.R. Giger» hervor, zwischen Dutzenden von Büchern über Astrologie, Psychologie und Akrons eigener Interpretation von Alighieris Göttlicher Komödie; seinem 12-teiligen Lebenswerk Dantes Inferno. Giger und Frey standen sich nahe. Verrückt sei es, dass sein Künstlerfreund ausgerechnet an dem gestorben sei, was er selbst vor zwei Jahren überlebt habe – ein Schädel-Hirntrauma. Im Unterschied zu Giger, der im Mai nach einem Treppensturz seinen Verletzungen erlag, wurde Akron damals von einem Unbekannten angefahren, mit Vollgas. Ob es Glück oder Unglück war, sei jedoch eine Frage der Definition, sagt der mittlerweile fast wieder Genesene.

Glück und Unglück als Motor

Wie aber würde Akron das Glück definieren? Während er überlegt, streicht er durch sein langes, graues Haar. Der Duft alten Holzes liegt in der Luft. Sein leicht aufgeknöpftes, weisses Hemd gibt den Blick frei auf seine Brust, auf die Kette mit dem Akron-Symbol, das er selber entworfen hat; ein Kreis in einem Quadrat, umrahmt von einem Dreieck, umschlungen von einem Dreiviertelkreis – das gibt es auch als Bleiglasfenster in seinem Büro. Als glücklich würde er sich nicht bezeichnen, sagt er schliesslich, aber auch nicht als unglücklich. «Wenn ein Mensch sagt, er sei glücklich, meint er wahrscheinlich einen vorübergehenden Zustand, der sich ihm als positive Phase einprägt, Liebe beispielsweise, Schwangerschaft oder materieller Gewinn.» Wenn er glücklich wäre, würde er das Unglücklichsein zumindest nicht

Carl Frey alias Akron ist bekannt dafür, anders zu denken. Auch in Sachen Glück hat der Okkultist eine eigene Vorstellung: Wer das Ende akzeptieren kann, ist glücklich. von Melissa Jetzer

ausschliessen wollen, sagt der 66-Jährige, «um den Motor nicht abzuwürgen, der die menschliche Entwicklung vorantreibt». Menschen bräuchten nämlich beides.

Ein Glaube ohne Religion

Es fällt ihm schwer, eine Definition für Glück zu finden. Zuerst zerteilt er es in Einzelstücke, dann schweift er ab, philosophiert über die Krise in der Ukraine und die korrupten Banken unseres Wirtschaftssystems. Die Dämmerung bricht ein, der einsame Lichtstrahl einer Strassenlaterne dringt durch das Fenster und erhellt sein Gesicht. «Glück ist ein grosses Wort – wie Gott, der wiederum den Teufel voraussetzt», sagt er. Ähnlich wie Gott und Teufel seien auch Glück und Unglück zwei Extreme auf der Achse der Entwicklung, die die Menschen antreiben. «Der Mensch strebt stets nach einem Gleichgewicht, das er im Grunde gar nicht erreichen will», erklärt Akron. Würde er es erreichen, stünde er still, «dabei ist es doch genau dieses Ungleichgewicht zwischen Glück und Unglück, Erfolg und Niederlage, das die Entwicklung antreibt». Die innere Mitte zu finden, sei das eigentliche Ziel, das «grosse» Glück. Sie komme, wenn die äusseren Ziele des Lebens erfüllt sind – oder eben nicht. «Wahres Glück ist die Reife und Gelassenheit am Ende der Entwicklung», fasst er zusammen und unterstreicht die Worte mit der für ihn typisch wirbligen Gestik. «Wenn der Mensch sein Ende akzeptiert hat und loslassen kann, hatte das Leben einen Sinn.»

Bis zum Ende

Bereits zwei Gefährtinnen hat Akron in den Tod begleitet, beides langjährige Partnerinnen. «Ich bin doch noch zu jung zum Sterben», hätten sie geklagt – bis sie es akzeptieren konnten. Ihre Gefühlswelt von damals könne er nur erahnen, «denn die innere Mitte ist undefinierbar.» Seit seinem Unfall sei er seiner eigenen Mitte jedoch ein Stück nähergekommen. «Ich bin auf dem Weg dorthin», sagt Akron, «auf dem Weg zur absoluten Zufriedenheit, zum Ende eines sinnvollen Lebens». Ob sich dieser «Traum» am Ende aber wirklich erfülle, könne er natürlich nicht wissen. Danach verabschiedet er sich herzlich, nimmt beide Hände, als ob er ein Stück seines Gleichgewichts weitergeben möchte.

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Medienschülerin Melissa Jetzer, 1991, findet Glück im kindlichen Zeitvertreib.

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Die Ungewissheit am Ende


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Dem Krieg entkommen

Die Familie will unerkannt bleiben. Keine Namen, keine Vornamen und auch die mittelgrosse Stadt in Syrien, wo sie gewohnt haben, soll nicht erwähnt werden. Zu gross sei die Gefahr, erkannt zu werden, zu gefährlich für Familie und Verwandtschaft, die noch dort ist, im Krieg in Syrien. Das sagt er. Die Frau hält ihren Mann für übervorsichtig, doch er meint es ernst, sein Blick wird eindringlich: «Ich muss darauf bestehen.» Mit etwas Verspätung trifft die vierköpfige Familie an unserem Treffpunkt in einer Wohnung in der St.Galler Altstadt ein. Der Familienvater, etwas über vierzig, in Jeans und mit einem karierten Hemd, das er ordentlich in der Hose trägt. Die Frau, etwas jünger, trägt eine Sonnenbrille auf dem Kopf, die ihre ungestümen Locken im Zaum hält. Ihre Kleidung ist sommerlich, der Schal auf die Bluse abgestimmt – eine ausdrucksstarke Frau. Schüchtern treten auch die kleine Tochter und der etwas ältere Bruder ein. Er, bereits Schüler, ist auffallend ruhig, will nichts zu trinken, nichts zu essen, beschäftigt sich lieber mit einer Topfpflanze in der Ecke. Später im Gespräch wird der Vater erzählen, wie der Junge damals in Syrien einmal sagte: «Es ist besser, die Flugzeuge, die Bomben abwerfen, zu hören und Angst zu haben, anstatt sie nicht zu hören und zu sterben.» Alle haben Platz genommen und Kuchen wird verteilt. Über Glück soll geredet werden. Darüber, was es heisst, wenn einem als kleine Familie innert wenigen Wochen der Boden unter den Füssen weggerissen wird. Ob es so etwas wie Glück noch gibt, wenn Krieg ist. Und darüber, wie gross das Glück ist, wenn man in die Schweiz kommt und von vorne beginnen muss.

Plötzlich war nichts mehr wie vorher

Bevor es losging in Syrien, damals im März 2011, zuerst mit der Revolution, bald darauf mit dem Bürgerkrieg, führte die Familie ein angenehmes Leben. Ein eigenes Haus und

Auf Arabisch heisst Glück «El Hadh» – davon hatten sie eher wenig in den letzten Jahren: Die vier Mitglieder einer begüterten Familie aus Syrien leben heute als Kriegsflüchtlinge in einem Schweizer Asylzentrum. Doch sie sehen das anders: «Wir leben. Wir hatten Glück – und wir sind glücklich.» von Fabienne Bolz

ein Auto gehörten dazu, in den Ferien zu verreisen, war selbstverständlich. Alles hart erarbeitet, wie der Mann sagt: «Wir kommen beide aus armen Familien. Aber in Syrien hatte jeder Zugang zur Bildung, die Ausbildungskosten waren tief.» Diese Chance haben sie beide genutzt. Er liess sich zum Pfleger ausbilden, sie studierte Wirtschaftwissenschaften und arbeitete dann bei einer Bank. Man sieht es ihrer Haltung an, sie sind stolz auf das, was sie erreicht haben. Im Frühling 2011 änderte sich alles, zuerst schleichend und dann auf einen Schlag. So verfolgten sie anfangs die Demonstrationen, die immer gewalttätiger, immer blutiger wurden, noch am Fernseher. Dann kam der 4. April 2011, ein Tag, an den er sich genau erinnert: «Ich war in Homs, einige hundert Kilometer von unserem Zuhause entfernt. Da hörte ich plötzlich Schüsse aus Maschinengewehren, gleich in der Strasse nebenan. Da wusste ich, jetzt ist nichts mehr wie vorher.» Die sonst so fröhliche Miene der Frau wird ernst: «Ich habe am Fernsehen gesehen, dass in Homs Sicherheitskräfte auf Demonstrierende schossen, da habe ich ihn angerufen und gesagt, er soll sofort nach Hause kommen.» Doch auch Zuhause kam der Krieg bald an. Eines Abends wurde er in das Spital gerufen, in dem er arbeitete. Schon auf dem Weg begegneten ihm überall Sicherheitskräfte. Im Spital waren Männer mit Maschinengewehren positioniert, und in den Gängen lagen verletzte Menschen. Er, der sonst Essen brachte oder einen gebrochenen Arm bandagierte, musste jetzt Explosionsopfer versorgen, Sterbende betreuen. Es hatte ein Massaker in der Nähe der Stadt gegeben.

Glücklich, wenn die Kinder leben

Seit sechs Monaten lebt die Familie in einem Ostschweizer Asylzentrum. Der Krieg in Syrien ist weit weg und doch ganz nah. Die Frau erzählt, dass die Tochter noch heute beim Geräusch eines Flugzeuges zittert. «In Syrien hat das Geräusch nur eines bedeutet – sie bombardieren die Stadt»,

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die Mauern leer geräumt.» Sie ergänzt: «Meine Mutter schaut ab und zu bei unserem Haus vorbei, aber es wurde alles geklaut, Mikrowelle, Kühlschrank, alles ist weg.» Der Familienvater schaut in die Runde: «Nein wir gehen nicht mehr zurück. Wenn eine Bombe in deinem Zimmer explodiert, dann kannst du dort nicht mehr wohnen. Auch wenn es vorher noch so schön war.» Ihr Leben sei jetzt in der Schweiz, in einem sicheren Land, und dafür seien sie dankbar. Sie wollten jetzt Deutsch lernen, damit sie hier ein Leben aufbauen könnten. Dass sie im Asylzentrum einen Deutschkurs besuchen dürften, dafür seien sie dankbar. Er weiss, dass er wohl noch lange nicht als Pfleger in der Schweiz wird arbeiten können, obwohl er daraus früher so viel Bestätigung bezog. Auch sie wird wohl lange warten müssen, bis sie vielleicht wieder in einer Bank arbeiten kann. Aber sie sind in Sicherheit, noch reicht ihnen dieses Glück. Es rücken bereits die ersten Stühle, die Kinder werden nun unruhig, und es folgt die letzte Frage: Wann wird in ihrer Heimat, in Syrien wieder das Glück einkehren? Er holt noch einmal Luft: «Das wird wohl mehrere Generationen dauern, bis in Syrien Hass und Zerstörung wieder dem Glück weichen werden, bis Syrien wieder ein Zuhause sein kann.»

Die Schweizer sind ein glückliches Volk

So leben sie also zu viert in einem Zimmer im Asylzentrum. Zwanzig Kilogramm Erinnerung durften sie aus Syrien mitnehmen, alles andere musste zurückbleiben oder war sowieso zerstört. Sie wissen nicht, wie es weiter geht mit ihnen. Wie glücklich wirken die wohlsituierten Schweizer auf sie, die auch einmal alles hatten und alles verloren? «Mir scheinen die Schweizer ein sehr glückliches Volk», sagt er. «Das sehe ich, wenn ich durch die Strassen spaziere. Es ist alles sauber, die Häuser sind gepflegt, überall hat es Blumen in den Gärten. Nur glückliche Menschen richten sich ihre Welt so schön ein.» Ob sie denn wüssten, dass die Schweiz eine der höchsten Suizidraten der Welt habe? Die beiden schauen sich an, er legt seine Hände wieder in den Schoss und sie zupft an ihren Locken. Es scheint ihnen unangenehm zu sein, über die Schweizer und ihre Beziehung zum Glück zu reden. Er räuspert sich. Vielleicht hätten Leute, deren materielle Wünsche alle erfüllt seien, auch einfach zu viel Zeit, um nachzudenken. Er wisse es nicht. Und sie meint, auch hier sei das Glück wohl relativ – auch hier passe es sich den Lebensumständen an. Inzwischen sind die beiden Kinder wieder zu den Erwachsenen gekommen, zwei Stunden sind vergangen, es scheint ihnen langsam langweilig zu werden. Zeit, zu einem Ende zu kommen. Ob sie denn wieder zurück nach Syrien gehen wollten? Er hebt den Kopf: «Wohin denn? Unsere Stadt liegt in Schutt und Asche, unser Haus wurde bis auf

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Medienschülerin Fabienne Bolz, 1993, ist glücklich, wenn sie Musik hört und nur noch tanzen will.


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Es liegt an uns!

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Das Klischee: In der Schweiz herrscht ein hoher Lebensstandard, viele definieren sich über Arbeit und Statussymbole. Erfolg ist wichtig. Dinge und Ereignisse sollen uns glücklich machen – der Mercedes, der Uni-Abschluss oder das eigene Haus. Das Leben ist schnell, die Zeit knapp. Work-LifeBalance, vegane Ernährung, Wellness und Yoga sollen uns den nötigen Ausgleich bringen. Die Schweiz ist eines der reichsten Länder überhaupt, hat ein erfolgreiches Bildungssystem und innovative Unternehmen. Doch was fehlt zum Glück? «Die emotionale Intelligenz. Die bringt uns niemand bei – nicht der Staat und auch nicht Schule. Unsere Gier, sagt Buddha, verwehrt uns zudem das Glück», zitiert Loten Dahortsang, Meditationslehrer am Tibet-Institut in Rikon bei Winterthur.

Weder Geld noch Macht

Liegt hier das Glück? Das tibetische Zentrum im kaum besiedelten Tal strahlt eine gewisse Ruhe aus. Die Hektik in der nahe gelegenen Stadt Winterthur scheint weit weg zu sein. Vögel zwitschern, ansonsten ist es still. «Alle Menschen, egal wo in der Welt und welcher Religion sie angehören, suchen nach Glück, Wohlbefinden und Zufriedenheit. Auch Buddha hat sich damit beschäftigt und herausgefunden, dass Glück mit Besitz, Geld, Macht und sozialem Status nichts zu tun hat, denn nichts davon ist beständig. Alle diese Dinge sind vergänglich», erklärt Dahortsang. Buddha habe nach sechs Jahren das innere Glück, nach dem alle streben, das sogenannte Nirvana gefunden. «Dieser höchste Glückzustand bedeutet für uns Buddhisten Leidlosigkeit», fährt er fort. Was hindert uns im Alltag daran, das Nirvana zu erreichen? Die Unzufriedenheit, das Streben nach mehr, die Gier, wie Buddha es nennt? Der Buddhismus weiss, warum uns Statussymbole scheinbar nicht glücklich machen. Materie und Gefühl sind zwei total verschiedene Kategorien: «Glück ist eine emotionale Angelegenheit, während Häuser und Autos keine Emotionen, sondern Materie sind. Würden materielle Dinge glücklichen machen, sollten dann die Schweizer nicht ein sehr glückliches Volk sein? Das Gegenteil scheint der Fall zu sein, die Schweiz hat eine der höchsten Suizidraten», hält Dahortsang fest. «Das Glück finden wir also nicht draussen, sondern in uns selber. Wir müssen herausfinden, was uns glücklich macht und was uns Sorgen bereitet.» Buddha geht noch weiter und sagt, dass uns die Gier nach materiellen Dingen vom Glück trennt. «Nur wer mit dem zufrieden ist, was er hat, kann Glück erleben. Oder umgekehrt: Wer nicht schätzen kann, was ihn umgibt – zum Beispiel die schöne Natur im Frühling – der kann nicht glück-

Bescheidenheit statt Besitztum: Liegt das wahre Glück in Buddhas Lehre? Ein Besuch im Tibet-Institut in Rikon. von Patrik Marti lich sein», bestätigt der Lehrer. Er nimmt einen Schluck Apfelsaft, hält kurz inne und fährt weiter.

In diesem Moment

Leben im Hier und Jetzt und mit diesem Leben zufrieden zu sein, sei Sinn und Kern des meditativen Lebens. «Auf der einen Seite können wir glückliche oder leidvolle Erinnerungen haben, doch diese liegen in der Vergangenheit. Auf der anderen Seite haben wir eine Vorstellung von der Zukunft, doch auch die besteht nur aus Wünschen. Das einzige, was zählt, ist das Jetzt. Entweder man schafft es, im Moment glücklich zu sein, oder nicht. Eine andere Möglichkeit, Glück zu erleben, gibt es nicht», bringt es der gebürtige Tibeter auf den Punkt und schildert folgende Situation: «Wenn man am Morgen unter der Dusche steht, kurz inne hält und sich dann nicht glücklich fühlt, wen macht man dann dafür verantwortlich? Sicherlich nicht den Partner, den Arbeitgeber oder das Land. Die Verantwortung liegt alleine bei einem selbst.» Schwierige Sache, das Glück in sich selber zu finden. Der Besuch im tibetischen Zentrum geht zu Ende – der nächste Termin steht an. Weg vom Tal nimmt der Verkehr in Richtung Stadt Winterthur stetig zu. Trotz der aufkommenden Hektik fallen die intensiven Farben der vorbeiziehenden Felder auf und wirken beruhigend: «Es gibt keinen Weg zum Glück – glücklich sein ist der Weg», klingt die Stimme des Lehrers nach.

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Medienschüler Patrik Marti, 1985, glückt es immer wieder, glücklich zu sein.


Ohne Freunde wären wir einsam, weil beste Freunde glücklich machen – diese Botschaft verkünden Firmen wie Coca-Cola. Der Konzern stellt sein Getränk als weltweites Symbol für Freundschaft in die Regale. Auf den Flaschen steht: «Share a coke with a friend.» Diese Strategie verfolgt Coca-Cola seit den Fünfziger-Jahren. Neben Freunden gehören auch Familie und Liebe zu den sozialen Bedürfnissen. Sie stehen über den Grundbedürfnissen wie Essen beispielsweise, aber vor dem Verlangen nach Wertschätzung und Anerkennung. Diese Hierarchie definierte Abraham Maslow in den Sechziger-Jahren. Der amerikanische Psychologe setzte sich auch mit der Motivation auseinander. Heute finden Kritiker seine Theorie zu einfach, weil sie Statusdenken voraussetzt und kulturelle Unterschiede nicht berücksichtigt. Trotzdem: Firmen bewerben nicht mehr allein das Produkt und dessen Funktion, sondern versprechen der Käuferin und dem Käufer nichts weniger als glückliche Momente. In der Marketing-Abteilung von Coca-Cola ist jetzt «Happiness» angesagt. Das meint der Getränkeriese so ernst, dass er sogar ein Institut zur Glücksforschung in Berlin gründete.

Das Geschäft mit der Sehnsucht

Mit Glücksgefühlen beschäftigen sich auch andere Getränkehersteller. «Red Bull verleiht Flügel» – der Energie-Drink steht vor allem für Extremsport. So finanzierte Red Bull den Stratosphären-Sprung. Ein Vorhaben, das nie zuvor gewagt wurde. Felix Baumann hätte dabei sterben können. So ein Ereignis liefert sensationelle Bilder. Das Zuschauen alleine ist schon Adrenalin pur; es selbst zu tun erst recht, denn nach einer gefährlichen Aktion fährt ein gigantischer Adrenalinstoss durch den Körper. Ein Rausch, der dem Glücksgefühl sehr nahe kommen soll. Abgesehen davon ist Baumann mit dem Sprung zum Held geworden. Weltweite Aufmerksamkeit, Spannung und hoffentlich: Erfolg und Ruhm. All das sind Vorteile, die der Konzern für seine Markenwirkung ausnutzt. Warum werben Konzerne mit Wünschen und Sehnsüchten? «Was Sehnsüchte weckt, verkauft sich natürlich leichter. Es gibt Produkte im Überfluss. Marken bauen sich ein Image, damit sie sich von der Konkurrenz unterscheiden», erklärt Rafael Egli von der St.Galler Werbeagentur Kraftwerk. «Autos zum Beispiel sind doch vergleichbar und austauschbar. Am Ende unterscheiden sie sich nur noch in ihrem Image.» Die persönliche Einstellung bestimmt, welches Auto gekauft wird. «Ziel ist, dass Werbung positiv und emotional auffällt und in Erinnerung bleibt», sagt Mariana Germann, Grafikdesignerin bei der Werbeagentur redchili in Mörschwil. Das Produkt soll in die Wunschwelt des Käufers passen. Dabei werden Probleme

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Glücksversprechen in der Werbung: Marken spielen mit Wünschen und Sehnsüchten. von Nadja Hipp konsequent überspielt: Werbung nimmt keine Rücksicht auf unsere Finanzen, Produktmängel werden nicht gezeigt. So verspricht uns die Reklame für Anti-Faltencreme ewige Jugend, die Wirkung ist meist enttäuschend verglichen mit den Versprechungen. Werbung zeigt also, was den Käufer oder die Käuferin (vermeintlich) glücklich macht. Werden wir also von der Werbung manipuliert? «Manipuliert ist das falsche Wort. Vielmehr beeinflusst sie uns», findet Michèle Mohn, Marketingfachfrau und Geschäftsführerin eines Onlineshops für Möbel, «auch wenn Reklame nicht zum Kauf führt, so kann sie doch die Wahrnehmung der Marke positiv beeinflussen. Aber es ist fraglich, wie viel wir überhaupt noch aufnehmen können. Werbung ist überall. Sogar der Bus ist voll davon.»

Elf Freunde, gut beworben

Das Ausmass der Werbeflut zeigt sich beklemmend im Kurzfilm Kapitaal der niederländischen Künstlergruppe Studio Smack. Der Film zeigt einen siebenminütigen Fussmarsch vom Bahnhof durch eine Einkaufsstrasse. Fast alles ist geschwärzt bis auf Werbung und Schriften. Beim Betrachten wird klar: Im Alltag sind wir umzingelt von Glücksversprechungen. Nicht anders bei Sportanlässen: An der Fussball-WM in Brasilien gibt es kaum einen Gegenstand, ja praktisch keinen Menschen, der frei von Werbung wäre. Vor dem Spiel beantworten die Fussballer in der Pressekonferenz Fragen – hinter ihren Köpfen ist die Wand mit Marken lückenlos überzogen. Aber jetzt fängt das nächste Spiel an. Her mit den Getränken! Die Freunde warten schon, und wenn der Adrenalinstoss kommt beim Penalty, dann sind wir richtig glücklich. Medienschülerin Nadja Hipp, 1976, verwirklicht sich beruflich selbst und ist glücklich dabei.

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Gib mir Freunde und Adrenalin!

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Glück ist wie ein Vogel

Grossvater, was heisst für Dich Glück? Ich denke, es handelt sich dabei, egal ob im Kindes- oder Erwachsenenalter, immer um dasselbe: um Anerkennung – im Sinn von zu Hause sein – bei den anderen und in sich selber. Es geht um das «geliebt werden» und vielleicht noch viel mehr darum, «jemanden zum Lieben» zu haben. Heute bist Du 87 Jahre alt. Was machte Dich früher glücklich, als Kind? Damals erfüllten mich vor allem meine Eltern und meine Geschwister mit Glück. Und klar; auch mein Teddy machte mich glücklich. Kuscheltiere – manche Dinge ändern sich wohl nie. Wie ist es mit der Auffassung von Glück? Hat sich Deine mit den Jahren verändert? Sicher, als ich älter wurde zum Beispiel, machte mich der schulische Erfolg glücklich, die Bestätigung. Als Jugendlicher trat ich der Jungwacht bei; dort waren es wiederum die Erlebnisse, die mich glücklich stimmten. Ein Ausflug in die Westschweiz war damals wohl ähnlich aufregend für uns wie heute ein Transatlantik-Flug für euch junge Menschen. Später spielten zunehmend auch Freundschaften eine grosse Rolle in meinem Leben und natürlich die erste grosse Liebe. Im Erwachsenenalter fand ich das Glück dann vor allem mit meiner eigenen Familie, unseren Kindern, unserem Haus und nicht zuletzt im beruflichen Erfolg. Ich denke, das Glück wird mit dem Älterwerden generell bewusster wahrgenommen und wohl auch dankbarer angenommen. Du sprichst mir aus der Seele: Ein Langstreckenflug lässt mein 21-jähriges Herz, ehrlich gesagt, schon höher schlagen als die Zugfahrt nach Genf. Ist die Welt heute schwieriger zu beglücken als früher? Es geht uns gut, hier in der Schweiz. Der Mensch gewöhnt sich ja auch daran, es gut zu haben, obwohl «es gut haben» nicht gleichbedeutend ist mit «glücklich sein». Ob jemand viel oder wenig braucht, um glücklich zu sein, hängt meiner Meinung nach von der Familie ab, in der man aufwächst. Ein familiärer Sonntagsspaziergang etwa gehörte in unserer Familie zum Pflichtprogramm, schon seit meiner Kindheit. Heute genügt ein Spaziergang vielleicht nicht mehr allen – manche laufen vielleicht lieber einen Marathon…

«In jungen Jahren bist du glücklich, wenn du etwas erreichst – in älteren Jahren, wenn dir nichts fehlt», sagt mein Grossvater A. R. Wie sich mit dem Leben auch das Glück wandelt. von Priska Scherrer Und jetzt, mit fast neunzig Jahren, in welchen Momenten bist Du heute glücklich? Es macht mich glücklich, wenn ich in die Familiengemeinschaft eingebunden bin, wenn ich mit meinen zwei Töchtern und deren Familien eine schöne Zeit verbringen kann. Ausserdem spielt die Gesundheit eine immer wichtigere Rolle in meinem Alter, ganz klar, und was diese anbelangt, habe ich allen Grund, glücklich zu sein. So lange ich gesund bin, bleibe ich unabhängig und kann auch meine Töchter und Enkel besser geniessen – das macht mich glücklich und dankbar, schliesslich braucht man auch im Alter jemanden zum Gern-Haben. Das Alter ist für viele auch die Zeit des Bilanzziehens. Kannst Du zusammenfassen, wie sich Deine Gefühlswahrnehmung von Glück seit Deiner Kindheit verändert hat? Rückblickend würde ich sagen, dass sie sich mit zunehmendem Alter weiterentwickelt hat; von himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt in der Jugend, hin zu einem ausgewogeneren, stetigeren Glücksempfinden. Was genau meinst Du damit? Mein Glücksgefühl ist konstanter geworden, übrigens spreche ich heute lieber von Zufriedenheit. Glück ist wie ein Weg, glücklich sein der Lebensweg, so würde ich es zusammenfassen. Mit dem Alter wird man geduldiger. Junge Frauen und Männer jagen dem Glück viel eher nach als ich heute, denn es fehlt ihnen noch an Erfahrungen. Von Zeit zu Zeit spaltet sich nämlich der Pfad, manche Wege trennen sich. Solche Gabelungen und Abzweigungen werden mit dem Alter kleiner, weniger beängstigend, man wird zufriedener. Das Glück ist für mich ein Hafen; Du als heute 21-Jährige zum Beispiel verlässt gerade jenen Deiner Ursprungsfamilie, gehst eigene Wege und wirst in den kommenden Jahren eher dank neuer Erfahrungen glücklich. Wenn Du einst pensioniert wirst, kehrst Du in den «sicheren Hafen» zurück, wo es wieder vermehrt die Menschen sind, die Dich glücklich machen. Apropos: Du hast die Kriegsjahre zwischen 1933 und 1945 in der Schweiz miterlebt. Konntest Du damals so etwas wie Glück empfinden? Während des Zweiten Weltkriegs besuchte ich die Sekundar-

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29 schule. Nicht Glück, sondern Gefühle wie Betroffenheit und Wut standen für mich im Vordergrund. Bis heute muss ich mir gelegentlich in Erinnerung rufen, dass die jetzige Generation nicht für die Gräuel von damals verantwortlich ist. Die Taten von damals lassen sich nicht erklären – auch das musste ich während des Älterwerdens akzeptieren lernen; dass es nicht auf alles eine Antwort gibt.

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Ein Grund zum unglücklich sein? Nicht für mich. Als meine Frau, Deine Grossmutter, damals psychisch erkrankte – wieso gerade sie? –, musste ich mich auch einer grossen Belastung stellen. Die Situation lastete nicht nur auf unserer Partnerschaft, sondern auch auf unseren Kindern; plötzlich musste ich die Rolle der Mutter übernehmen, für die Kinder da sein, ihnen bei den Hausaufgaben helfen, für mich war das neu. Unsere Töchter gewöhnten sich jedoch schnell daran, was meine Frau wiederum unglücklich stimmte. Ausserdem war ich nebenbei noch hundert Prozent in einer Gemeindeverwaltung tätig, funktionierte aber zu 130 Prozent. Arbeit, Familie und Freizeit unter einen Hut zu bringen, war zwar sehr stressig, aber immer noch kein Grund, unglücklich zu sein. Ich stelle mir das sehr schwierig vor – Arbeit und Freizeit ist mir da bereits genug. Wie wichtig ist es Dir eigentlich, glücklich zu sein? Jeder Mensch, auch Du und ich verfügen über die innere Anlage, glücklich sein zu wollen. Der Mensch strebt nach Glück. Dies ist in uns verankert. Religion hat mir immer viel bedeutet, mich auch «beschäftigt». Wenn ich von Religion spreche, meine ich weniger Theologie als eher Mystik. Es ist schwierig, dies in Worte zu fassen. Der Satz eines Kirchenliedes hilft mir dabei: «Weit wie das Meer ist Gottes grosse Liebe, wie Wind und Wiese, ewiges Daheim.» Dieses «ewige Daheim», das in unserem Leben hier auf Erden beginnen will, das ist letztlich das Glück, nachdem ich strebe, das ich erwarte. Rätst Du mir, nach meinem Glück zu streben? Ich rate Dir, nicht allzu verbissen nach Deinem Glück zu suchen. Lass dir Dein Glück schenken, denn sobald Du es haben willst, entschwindet es. Glück ist wie ein Vogel: Man muss ihn halten, sonst fliegt er davon. Aber nicht zu fest, sonst zerdrückt man ihn. Über mein monatliches Gehalt freue ich mich jeweils aber schon, wenn ich ehrlich bin… Sicher, aber das finanzielle Glück ist von kurzer Dauer. Investiere lieber in die Partnerschaft, in Freundschaften, und dein Glück wird Bestand haben, so hoffe ich.

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Das Glück aus der Sicht des 87-Jährigen: Glück im Alter ist eher still, nicht mehr himmelhoch jauchzend, und die Erkenntnis, dass man nicht dauernd nur glücklich sein kann. Glück ist die Balance, der Ausgleich zwischen Wunsch und Erfüllung, Wollen und Können, Traum und Wirklichkeit, vielleicht auch zwischen Resignation und Freude. Glück ist die Erkenntnis, dass das Leben «so ist» (im Rückblick war nicht alles gut, aber es war wohl gut, dass es so war), oder anders gesagt: Glück im Alter ist vor allem Zufriedenheit. Oder Abgeklärtheit – diese sieht man manchmal im Gesicht, in den Augen, im ruhigen und doch wachen Blick vieler alter Menschen. Das Glück aus der Sicht der heute 21-Jährigen: Glück für mich ist Freude am Leben in all seinen Facetten. Ich bin glücklich, wenn ich etwas erreicht habe, sei dies schulisch, beruflich oder sportlich. Eine erfolgreiche Prüfung, beispielsweise, oder die Aussicht eines bestiegenen Berges lässt mich Glücksgefühle erleben. Glücklich bin ich aber auch, wenn ich mich mit Freundinnen treffe, wobei vor allem auch die Vorfreude auf das Treffen mich glücklich stimmt. Solche Anlässe tragen dazu bei, dass ich spüre: Jetzt gerade bin ich glücklich. Diese Wahrnehmung ist jedoch meist eher von kurzer Dauer, und dass es mir gut geht und ich Grund zum glücklich sein hätte – daran muss ich mich doch ab und zu erinnern. Medienschülerin Priska Scherrer, 1992, wohnt in Wil. Die gelernte Bankkauffrau arbeitet zurzeit als Redaktionsvolontärin bei den «Wiler Nachrichten». Im Herbst 2014 wird sie ein Wirtschaftsstudium beginnen. Für ihr persönliches Glück sorgen Wanderungen in den Bergen, Jogging, Biken oder Reisen. A.R. ist 87 Jahre alt. Der Pensionär ist ehemaliger Grundbuchverwalter und war lange Zeit als Gemeinderatsschreiber tätig. Zudem ist er patentierter Rechtsagent und war Mitglied des Bezirksgerichts. Seine Zeit verbringt er gerne mit Lesen (religiöse, geschichtliche, wirtschaftliche Bücher), Musik hören und Wandern. Er hat stets einen guten Spruch oder Witz auf Lager und philosophiert gerne über Gott und die Welt.


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Die Webseite macht mich neugierig: Sie zeichnet das Bild einer Welt voller Lebensfreude. Das Happy Maker Huus in Romanshorn vermittelt den Eindruck, ein Ort für garantiertes Glück zu sein. Schon am Eingang zeigt sich, dass hier viel gewerkelt wird. Acrylbilder in knalligen Farben vor einem türkisfarbenen Vorhang schmücken das Schaufenster. Monika Bänziger öffnet die Tür und bittet mich herzlich herein. Fester Händedruck, ein Strahlen, das sich über beide Ohren zieht, die blonden Haare locker zusammengebunden.

In der Sinnkrise

In der Werkstätte rieche ich die Acrylfarben, mit denen hier wohl vor kurzem gearbeitet wurde. Überall stehen Farben, Staffeleien und Pinsel herum. Auf dem Nebentisch liegen zwei Kunstwerke, die von Malschülern (zehnjährigen Buben) mit Sand und Muscheln beklebt wurden. Wenige Augenblicke später kommt Vero Züllig dazu, die andere Hälfte des Happy Maker-Gespanns, eine gestandene Frau, die mich ebenfalls freundlich begrüsst. Sie hat ihr graues schulterlanges Haar mit einem Haarreifen gezähmt, trägt ein schwarz-weiss geflecktes T-Shirt und eine lockere Leinenhose. Wir setzen uns an den grossen Arbeitstisch inmitten des Raumes. «Wir haben uns vor über zehn Jahren kennengelernt, als ich mich in einer Sinnkrise befand und Vero sich nach dreissig Jahren von ihrem Mann trennte. Beide waren wir unglücklich mit unseren Lebensumständen und wollten etwas ändern», erzählt Monika Bänziger. «Wir waren beide selbständig, Vero mit einem Reise-Wandermagazin, ich war Therapeutin – wir fühlten uns jedoch eingeengt, wie in einem Korsett.» Viele Stationen hätten sie durchgemacht und ausprobiert. Angefangen beim Vertrieb von Infrarotheizungen über Ernährungsergänzung bis hin zum Handel mit Wundergetränken. Nichts habe sie glücklich gemacht. «Wir empfanden grossen gesellschaftlichen Druck und hatten kaum Zeit für uns. Jedem haben wir einen Gefallen getan, nur nicht uns selbst», bilanziert Vero Züllig mit ruhiger Stimme, dann übernimmt Monika Bänziger: «Über Umwege lernten wir eine Frau aus dem Tessin kennen. Deren Bekannter sagte damals, er sei ein Happy Maker. Dieser Begriff prägte sich in unseren Köpfen ein und wir waren uns einig, dass wir daraus etwas machen mussten.» Verspricht das Happy Maker Huus denn echtes Glück? «Wir sagen nicht, dass alle, die rein kommen, garan-

Monika Bänziger und Vero Züllig haben viel erlebt und viel verloren. Vor über zehn Jahren beschlossen sie, für sich und andere da zu sein. Und eröffneten das Happy Maker Huus in Romanshorn. von Doris Gross

tiert glücklich wieder raus gehen. Das Maker Huus steht für den Raum, den wir Menschen geben, wo sie aus ihren Alltagssituationen fliehen und ihren Gedanken und Gefühlen freien Lauf lassen können. Bei uns können sie seelische Blockaden lösen oder einfach nur kommen, um kreativ zu sein. Den Zeitrahmen dazu bestimmen alle für sich selbst.»

«Da sein, wenn man uns braucht»

«Die Idee war, eine Art Begegnungswerkstätte zu erschaffen, wo sich Freude und Glück gepaart mit Kreativität vereinen können. Kreativität löst sehr viele Prozesse in einem Menschen aus», sagt Monika Bänziger. «Früher war es üblich, bei Frust in den Boxsack zu treten. Heute bin ich der Meinung, dass es auch andere Wege gibt, um Schmerz, Trauer und Ängste zu verarbeiten. Wir haben keine festen Sprechzeiten oder einen Therapieplan. Wir sind einfach da, wenn man uns braucht – selbst am Abend oder am Wochenende.» Das grösste Problem heutzutage sei, dass die Menschen nicht mehr miteinander kommunizierten. Während ich den beiden Frauen zuhöre, kommt es mir vor, als würden sie sich unterhalten und ich sei nur eine unsichtbare Person am Rande des Geschehens. Die Blicke wandern von der einen zur anderen – als wollten sie sich gegenseitig bestätigen, das Richtige zu tun. Auf die Frage, ob sie das Gefühl des Unglücklichseins noch kennen, wo sie sich ja täglich mit dem Glück auseinandersetzen, bekomme ich ein klares Ja. «Wir haben nach wie vor unsere Tiefs. Wenn es uns mal nicht gut geht, können wir uns aber jetzt auch das Recht rausnehmen, uns zurückzuziehen. Schliesslich sind wir nun unsere eigenen Chefinnen», lacht Vero Züllig. «Unseren Lebenswandel empfinden wir als pures Glück. Wir haben uns, unsere Freundschaft, unsere zwei Hunde, und wir leben unseren Traum der Unabhängigkeit. Das haben wir aber erst durch unsere Durststrecken und unsere emotionalen Tiefs gelernt. Heute hat Glück für uns viel mit innerer Zufriedenheit und Dankbarkeit zu tun», schliesst Monika Bänziger.

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Medienschülerin Doris Gross, 1986, ist glücklich, wenn sie im Ausland realisiert, wie gut sie eine Fremdsprache doch noch spricht.

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Zwei wie Glück und Schwefel


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Hosianna!

Im Innenhof der St.Galler Kathedrale probt der Domchor. Die Mitglieder kommen mit dem Fahrrad oder zu Fuss zur Probe. Sie nicken einander zu und winken kurz. Vorbei an der Figur der Maria und weiter in den Vorraum: Dort bedienen sie sich am Tisch, der mit Notenblättern bedeckt ist. Im Saal nebenan stehen schlichte Holzstühle in Reih und Glied geordnet. Sie verteilen sich um einen schwarzen Flügel. Daneben steht Kimberly Brockmann. Sie leitet die Probe und vertritt Domkapellmeister Hans Eberhard. Chorleiterin Kimberly lässt alle aufstehen und macht Übungen vor. Dehnen und die Arme in die Luft strecken. Die Stirn massieren. «Löst euren Rücken», sagt sie und singt vor. Der Chor wiederholt. Die Stimmen füllen den Raum laut und klar. Wortgewalt, die sich im Raum über vierzig Stimmen verteilt und die Körper im Saal vibrieren lässt. Kimberly nutzt eine kurze Atempause und fragt: «Macht euch das Singen glücklich?» Darauf antwortet die Gruppe wie aus einem Mund: «Ja, oh ja!» Es folgt leises Gelächter. Dann werden die Kirchenlieder geprobt. Sie lässt die Frauen alleine singen, dann wieder die Männer, bis jeder Ton sitzt.

Singen reguliert Emotionen

Nach der Probe löst sich die Gruppe schnell auf. Zwei Sängerinnen sitzen aber noch da. «Das Singen gibt mir ein inneres Glücksgefühl. Das ist wie Balsam für die Seele», erklärt Bea Brechbühl. Die beiden Frauen bestätigen, Singen helfe ihnen Abstand zu gewinnen zu Problemen. Damit beschäftigt sich auch die Wissenschaft. So konnte der Musikpädagoge Karl Adamek belegen, Singen helfe, den Alltag zu bewältigen. Er nimmt an, dass nahezu alle Emotionen durch das Singen reguliert werden können. So führt das Singen zu einem Gleichgewicht der Gefühle. «Singen ist doch ein Gefühlsverstärker», widerspricht Bea, «Wenn ich traurig bin, empfinde ich auch Wehmut beim Singen». Esther Züst erklärt, wie sie zum Singen gekommen ist: «Fast alle in meiner Familie sind musikalisch. Schon mein Vater sang im Chor.» Auch in der Familie von Eckart Altenmüller spielte Musik eine grosse Rolle. Der Neurologe und Musiker erforscht, wie das Gehirn Musik verarbeitet. In seiner Publikation «Musik hören – Musik entsteht im Kopf» beschreibt er, wie Lieder den Kindern bereits in die Wiege gelegt werden. So speichern Kinder und Jugendliche gehörte Musik im Langzeitgedächtnis ab, oft eng verknüpft mit Emotionen. Zum Beispiel Glücksmomente aus der Kindheit.

Ein Abend mit dem St.Galler Dom-Chor: Sängerinnen und Sänger erzählen, wie sie das Singen erleben. Die positive Wirkung bestätigt auch die Wissenschaft. von Nadja Hipp Die Kirchenlieder finden die beiden Frauen nicht schwermütig, sondern harmonisch. «Mit Musik werden Gefühle ausgedrückt. So ist es doch auch in der Oper. Und ein Halleluja zu singen am Osterfest reisst dich mit!», erzählt Bea begeistert. «Das muss nichts mit dem Glauben zu tun haben», fährt sie fort, «Vielmehr klingt es sphärisch in der Kirche, denn die Klänge sind dort viel eindrücklicher.» Als sie zum ersten Mal in einer Kirche singen durfte, sagte Hans Eberhard vor der Probe zu ihr: «Ich wünsche dir eine gute Reise, Bea!»

Die Befriedigung nach dem Adrenalinstoss

Im Vorraum steht der Präsident des Dom-Chors Uli Kugler. Sein Glück beim Singen beschreibt er so: «Es sind die Schauermomente. Es stellt mir die Härchen auf und die Musik ergreift mich.» Auch Neurologe Altenmüller befasste sich mit der Gänsehaut, die durch starke Emotionen ausgelöst wird. Begleitet werden diese «Chills» von Dopamin, welche das Belohnungszentrum anregen. Dies steigert wiederum die Motivation und Erregung. «Nach einem gelungenen Auftritt bin ich befriedigt und glücklich», erklärt Uli Kugler, «Am Anfang hältst du dich zurück, dann gehst du im Singen auf.» Zeit, den Saal zu verlassen und in die kühlen Abendstunden einzutauchen. Auf dem Heimweg erzählt Alexandra Weiss, warum sie das Singen glücklich macht: «Vor dem Auftritt kommt das Adrenalin. Das ist richtige Konzertatmosphäre!» Nach dem Konzert fühle sie sich glücklich. Das Arbeiten unter professioneller Anleitung gefalle ihr. Schliesslich liebe sie die klassische Musik. «Wo sonst als in St.Gallen würde ich so einen schönen Chor finden, direkt hinter der einzigartigen Kathedrale?», sagt sie lächelnd. Die Menschen, die sich im Dom-Chor engagieren, scheinen ihre Art vom Glück im Singen gefunden zu haben.

GLÜCK

Medienschülerin Nadja Hipp, 1976, macht das Schreiben glücklich.


Das Gras ennet dem Hag

Der Mensch glaubt in der Regel leichthin, Tiere seien glücklich, wenn sie in einem optimalen Biotop leben und geeignetes Futter erhalten. Zu Recht? Walter Gamper, Tierarzt und aktiver Jäger aus Flawil, gibt Auskunft: «Glücklich sein und Glück haben ist etwas Subjektives. Wahrscheinlich auch bei Tieren.» Immerhin: Die Freiheitsliebe der Pferde etwa könne man auf der Weide gut erkennen. «Pferde sind glücklich, wenn sie grossen Auslauf haben. Wenn die Tiere schlecht gehalten werden und ihnen die Zuneigung fehlt, entarten sie häufig, was sich meist in einer Psychose zeigt.» Wann sind Tiere denn unglücklich? «Der Mensch ist schnell unglücklich, weil er nach mehr und Höherem strebt. Beim Tier gibt es das nicht.» Aber Tiere fressen unter dem Zaun hindurch, sie wollen mehr? «Das stimmt so nicht. Tiere streben nicht nach Höherem. Das Gras hinter dem Zaun schmeckt einfach besser, weil es unberührt und frisch ist.» Kühe seien anders, einfacher gestrickt. «Wenn die Tiere zu wenig Auslauf und Standplätze an der Futterkrippe haben, wird Unruhe in die Herde einkehren und das einzelne Tier kann eine Aggression entwickeln», erklärt der Veterinär. Solche Tiere befänden sich in einer andauernden Stresssituation. Das drücke sich rasch in unterschiedlichen Krankheiten und Minderleistungen aus. Und die Schweine? Sie werden als Glückssymbol verwendet, aber sind die für den Fleischverzehr gehaltenen Tiere glücklich? «Schweine müssen nicht glücklich sein. Sie müssen art- und tiergerecht gehalten werden», stellt der Fachmann klar. Bei Wildtieren muss er oft insistieren, dass die Tiere in ihrer Ruhe nicht gestört werden.

Hühner-Untugenden

Glückliche Hühner verspricht die Werbung – ist folglich das gute Gefühl beim Verzehr von «Bio-Eiern» gerechtfertigt? Der Besuch bei der Biobäuerin und Hundetrainerin Anita Brunner in Degersheim soll Klarheit schaffen. Der Hof liegt abseits vom Hauptverkehr und gibt den Blick auf den Säntis frei. Warum sollen die Hühner hier glücklich sein? «Die Hühner sind domestiziert und hoffentlich glücklich, jedenfalls sind sie zufrieden» antwortet Brunner. «Das Huhn kommt ursprünglich aus dem Wald. Das heisst, Hühner verkriechen sich gerne im Gebüsch und Schatten. Damit hat das Federvieh bei mir optimale Scharr-, Fressund Lebensmöglichkeiten.» Niemand könne immer glücklich sein. Aber wenn sie sehe, dass sich ein Tier wohlfühlt, mache sie das selbst glücklich, sagt Anita Brunner. Tiere, die sich nicht wohlfühlen, seien gestresst und machten Dummheiten. «Bei den Hühnern kann das bedeuten, dass

Können Tiere glücklich sein? Anklopfen beim Tierarzt, ein Besuch auf dem Biobauernhof und ein Gespräch mit der Tierpsychologin. von Franz Wismer sie Federn oder Zehen picken, herumflattern oder andere Artgenossen plagen, Eier fressen und derartige Untugenden entwickeln.» Und wie ist es mit dem Glück bei Hunden? «Ein Hund ist glücklich, wenn er uns gefallen und dienen kann. Das zeigt sich an seinem ausgeglichenen Wesen. Er schläft entspannt und ist auch bereit, mit uns etwas zu unternehmen, das seinem Wesen angepasst ist.» Unter den hiesigen Lebensbedingungen seien die meisten Hunde überfordert, sie hätten lieber ihr Fressen und ihre Ruhephase. Leider sei es so, dass viele Hundehalter nicht wüssten, welche Bedürfnisse das Tier hat – etwa, dass ein Hund achtzehn Stunden Ruhezeit täglich braucht. «Oft wird der Vierbeiner in der brütenden Hitze von den Haltern auf dem heissen Asphalt spazieren geführt» sagt die Trainerin. «Oder das Tier wird an einen Ausflug mitgenommen, wo es viele Beine, Parfüms und Lärm ertragen muss.» Ein Hundeleben…

Mit der Nase ins Glück

Gibt es eine Art mentales Glück bei den Tieren, und wie zeigt es sich? Manuela Albrecht, Tierpsychologin aus Wittenbach, gibt ein paar Hinweise: Am Gesichtsausdruck und an der Körperhaltung könne man erkennen, ob ein Hund glücklich sei, sagt die quirlige Fachfrau. «Hunde sind Nasentiere. Sie wollen durch den Menschen beschäftigt und gefordert werden», sagt sie. «Bei Katzen ist es ähnlich. Wenn sie nicht ins Freie können, sollten sie nicht alleine gehalten werden», so Albrecht weiter. Traurige Zustände sind für die Psychologin, wenn sich Herrchen oder Frauchen unterwegs mit dem Hund durch langes Telefonieren ablenken lassen, oder wenn das Tier tagelang im Zwinger mit wenig Freigang eingeschlossen ist. Ihre eigene Hündin Lana hat es gut. Sie hält sich selbst auf Trab und frisst am liebsten eine warme Bratwurst.

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Medienschüler Franz Wismer, 1945, ist glücklich, wenn er die Freizeit selbst gestalten kann

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Faites vos jeux: Das Leben im Casino

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Text Corinne Riedener

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Die beiden Männer auf der Bühne tanzen sich von Minute zu Minute nackter. Vor ihnen steht eine beachtliche Menge Damen, die meisten um die vierzig, Eheringe sind kaum zu sehen, dafür hie und da ein lackierter Fingernagel, der auf eine besonders attraktive Körperpartie zeigt – es ist Ladies, Night im Casino St.Gallen. Wie jeden dritten Mittwoch im Monat ist frau geduldig Schlange gestanden für einen kostenlosen Blick auf die Fantasie inklusive Prosecco und Chips. Es ist einer der beliebtesten Events im Casino und offensichtlich auch für die Besucherinnen lohnend: Sie staunen, sie applaudieren, sie tuscheln und kichern, wenn eine von ihnen auf die Bühne geholt wird, um die Muskelberge zu streicheln. Croupière Manuela Bär lacht wissend beim Gedanken an die Ladies, Night, wie schon ihr Chef einige Tage zuvor. Die 25-Jährige arbeitet seit vier Jahren im Casino – etwa gleich lang, wie es dort die Frauenabende gibt –, und hat schon viele verzückte Gesichter gesehen. Die Atmosphäre sei stark von den Gästen abhängig, sagt sie. «In der Regel ist die Stimmung nicht ganz so ausgelassen.» Für die Croupière ist das Casino nicht nur eine Spielbank, sondern auch ein sozialer Treffpunkt verschiedener Kulturen und Milieus. «Unsere Welt hier drin ist eigentlich viel grösser als die echte». Die Ladies ordnet sie tendenziell dem Ausgangspublikum zu, vergleichbar mit den jungen Erwachsenen am Wochenende. An den Nachmittagen, besonders am Sonntag, seien viele Hausfrauen im Casino, an den Mittagen wiederum treffe man vor allem ältere und pensionierte Menschen. «Gerade für sie erfüllt das Casino eine wichtige soziale Funktion», sagt Bär, «dasselbe gilt für einzelne Kulturkreise, in unserem Fall für die Gäste aus Asien und dem Balkan.»

Croupiers mit Sozialkompetenz

Montag ist Zocker-Tag, ruhig in der Regel, mit gutbesetzten Black-Jack-Tischen. Auch diese Abende schätzt Manuela Bär. Heute sitzt sie seelenruhig am Table, mischt virtuos ihre Karten, bevor sie das Deck mit flinken Fingern verteilt. Als sie sich vor dreieinhalb Jahren für die interne Schulung zur Croupière entschied, hatte sie Zweifel, was Fingerfertigkeit

und Geschick anbelangen. Ihr Bruder, ebenfalls Croupier, überzeugte sie aber und so wechselte sie von der Casino-Bar an die Tische. Als erstes stand Black Jack auf dem Programm. «Üben, üben, üben», erinnert sie sich und lacht, «notfalls auch zu Hause. Nur so wird man schnell». Nach einigen Monaten am Black-Jack-Tisch kam Roulette hinzu – ein anspruchsvolles Spiel mit verschiedenen Auszahlungsarten und zwei Croupiers pro Tisch, oder vier bei der französischen Variante. Zum Schluss lernte Bär die verschiedenen Poker-Formen, das dritte Tischspiel des Casinos. Fingerfertigkeit und Spielkenntnisse allein machen aber noch keinen guten Croupier. Auch der visuelle Auftritt spielt eine Rolle: dezent soll er sein, gepflegt, aber nicht zu auffällig. Piercings oder künstliche Nägel beispielsweise sind ein No-Go. «Und es braucht eine hohe Sozialkompetenz», ergänzt Bär, «schliesslich hängt die TischAtmosphäre von uns ab». Manche Croupiers seien für ihre Kontaktfreude bekannt, andere für ihre Schweigsamkeit. «Ich persönlich bin recht flexibel, passe mich gerne der Stimmung meiner Gäste an.» Die junge Croupière ist längst ein Profi, so viel ist klar. Schwer zu sagen, was hinter ihrer schönen Fassade steckt, ob sie den Blonden beim Black-Jack wirklich mag oder ob die Routine lacht. «Letztlich geht es ums Geld», so die Erklärung, «das kann aus gestandenen Männern wieder Vorschulkinder machen, egal ob arm oder reich.» Es sei ein Emotionsverstärker, man brauche ein dickes Fell, als Croupier sei man eine Art Katalysator. «Manche würden mich am liebsten umarmen, wenn sie zwanzig Franken gewinnen, andere lassen sich auch bei 2000 Franken kein Lächeln entlocken.» An der Ladies, Night braucht es nur etwas Prosecco und Fantasie. Am Ende des ersten Blocks stehen die Männer mit nichts als einem Tanga und einigen Schweisstropfen vor den entzückten Damen. Auf dem Weg zur Garderobe zieht eine am Slip des dunkelhaarigen Strippers und lässt ihn auf seinen durchtrainierten Hintern schnippen. Er lächelt routiniert. Sie tauscht ein verstohlenes Grinsen mit ihrer Nachbarin und entlässt ihn dann mit einem weiteren Klaps auf den Allerwertesten in die Pause. Vermutlich gehört sie nicht zu den Frauen, die «Sexismus» schreien, wenn

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Es geht zwar um Geld, aber das Casino in St.Gallen ist auch ein sozialer Raum mit mehreren Dimensionen: rechtlichen, gesellschaftlichen und kulturellen.


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ein weiblicher Profi ähnlich fleischlich behandelt wird, was in diesem Beruf schon mal vorkommt. Ob ihr bewusst ist, wie viel Schweiss und Lebenszeit diese eine Pobacke in der Woche so kostet? Am Pendant der Ladies, Night, dem «Männerabend», werden die Tänzerinnen respektvoller behandelt, wie es scheint. Das Altersspektrum ist breiter, die Show dasselbe in Pink. Hier wagt es allerdings keiner, allzu lüstern auf die sexy Kurven zu starren, geschweige denn sie ungefragt zu betatschen ausserhalb der Show-Blöcke. Auch am Männerabend wird fleissig applaudiert, gepfiffen und gezwinkert. Anders als die Frauen geniesst Mann die erotischen Darbietungen lieber vom Ledersessel aus. Weiter hinten wird fast schon demonstrativ weitergepokert, nur hie und da schielt ein Augenpaar über die Karten zur Bühne. Verkehrte Welt. Würde man das atypische Verhalten der Ladies mit jenem der Gentlemen vergleichen, könnte man denken, das Patriarchat sei nur ein Gerücht und die Welt bestehe aus Lustmölchinnen und Anstandsherren. Weil die Puppen ohnehin rund um die Uhr und auf allen Kanälen tanzen, anders als die Chippendales? «Vielleicht», meint Manuela Bär. Jedenfalls sei man hier bestens vertraut mit diesem Phänomen, fügt Gaming Manager Richard Frehner lachend hinzu. Die Männer seien in der Tat zurückhaltender, der Sicherheitsdienst habe kaum etwas zu tun. «Bei den Frauen schon. Eingreifen musste er aber nur ein einziges Mal, weil eine zu weit ging.»

Spielen für die Sozialwerke

Klar ist: In einem Casino trügt weit mehr als nur der Geldschein, egal wo. Der Ort an sich ist schon Fassade, eine einzige Verheissung. Sie verspricht das Unmögliche, hat diesen Hauch von Halbwelt, in der sich Taschenspieler, schöne Frauen und allerhand andere Mysterien tummeln, und gleichzeitig doch die ganze Welt verkehrt. Alles scheint möglich, hier wo vielleicht das Geld, aber nie die Zeit ausgeht. Weil die Sonne nicht untergeht in einer Welt ohne Fenster und Uhren, gemacht um den Glücklichen zu Füssen zu liegen. Casinos sind Träume und somit auch popkultureller Stoff. Die Oceans-Trilogie, Leaving Las Vegas, Rounders oder Casino Royale gehören nur zu den jüngeren KinoErfolgen, in den 70er-Jahren hiessen sie The Sting, California Split oder The Gambler. An ebendiesen Seventies-Glamour erinnert auch das Casino St.Gallen mit seinem überdimensionalen Spannteppich, den Licht-Linien, dem Steinbrunnen beim Eingang und der gerundeten Bar im 1200-QuadratmeterSpielbereich. Konzipiert wurde es vom US-amerikanischen Casinoarchitekten Paul Steelman, der auch für das propere Mirage in Las Vegas verantwortlich ist. Aber das ist dann auch der einzige reale Bezug zur Casino-Romantik. Hinter der Fassade herrscht rigide Ordnung. Hier gibt es nichts, was nicht organisiert, rapportiert, aufgezeichnet oder konzipiert wird – von den Personalausweisen der Casino-Gäste über simple Arbeitspläne bis zum morgendlichen Money-Check: «Wenn ich komme um halb acht», sagt Casino-Direktor Massimo Schawalder, «prüfe ich immer zuerst die Zahlen vom Vortag». Laut dem neusten Bericht der Swiss Casinos Holding AG sind das im Durchschnitt knapp 560 Gäste und 90’000 Franken Umsatz. «Wir haben noch Potenzial», meint der Boss. Das Wort passt zu ihm. Schawalder ist eine Figur, ein eloquenter Mann, der die Anglistik einst für die Praxis verlassen hat. Er kennt

die internationale Uhren- und Modebranche, war Geschäftsführer eines Indianerstammes und flippert, seit er vierzehn ist. Heute ist er 58. Man glaubt es dem gebürtigen Rheintaler, dass er die Welt kennt. Die Leitung der St.Galler Swiss Casinos-Tochter hat er 2006 übernommen. Im letzten Jahr hat Schawalder 32,2 Millionen umgesetzt, die Zahlen sind rückläufig, seit fünf Jahren schon. «2007 waren es noch 52 Millionen», sagt er und zählt Ursachen auf: veränderte Gesetzeslage, Konkurrenz durch Online- und illegale Angebote, Finanz- und Bankenkrise und schliesslich das Rauchverbot, mittlerweile im Kanton St.Gallen wieder gelockert. Alleine ist der Direktor damit nicht. Seit 2007 kämpfen alle der mittlerweile 21 Schweizer Casinos mit kontinuierlich schrumpfenden Umsätzen und Marktanteilen. Im Endeffekt ist die ganze Bevölkerung betroffen, wenn man bedenkt, dass 100 Prozent der A-Casino-Abgaben und 60 Prozent der B-Casino-Abgaben an die AHV gehen. Insgesamt 4,7 Milliarden seien in den letzten zehn Jahren von den Spielbanken in die Solidarwerke geflossen, heisst es beim Schweizer Casino Verband. Die Ansätze der einzelnen Spielbanken bewegen sich zwischen 26 und 58 Prozent, St.Gallen liegt mit 44 Prozent im untersten Bereich der A-Klasse. Anders als die B-Casinos, deren Abgaben zu 40 Prozent den Standortkantonen gehört, gehen Schawalders Abgaben also vollumfänglich an den Bund, abgesehen von der regulären Unternehmenssteuer. Aus St.Gallen kamen 2013 demnach gut 14 Millionen Franken für die AHV zusammen. So war es geplant, als das alte Casinoverbot von 1928 per 2000 aufgehoben wurde von den Stimmberechtigten – unter der Bedingung, dass das Geld aus den Spielbanken in der Schweiz bleibt. Wenig später erhielten die ersten ihre Konzession, 2003 auch das Swiss Casinos St.Gallen. Die Casino-Welt boomte, besonders in den ersten Jahren. Das neue Spielbankengesetz enthielt jedoch auch einen Massnahmenkatalog «zur Prävention und Früherkennung» der Spielsucht. Dass heisst: Jedes Casino muss ein Sozialkonzept haben, das regelmässig von der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) überprüft wird. «Weil Casino-Betreiber nicht für die Sucht an sich haftbar gemacht werden können, wohl aber für deren Folgen», erklärt Schawalder. Dieser Verantwortung sei man sich bewusst, auch wenn die entsprechenden Schweizer Gesetze zu den strengsten der Welt zählten. «Leider haben sich die Anforderungen an das Sozialkonzept ständig erhöht seit der Einführung», sagt er und wird deutlich: «Das vernünftige Mass ist überschritten.» Im Fall von St.Gallen führte es dazu, dass viele Gäste nach Bregenz oder Konstanz abwanderten, weil man dort weniger restriktiv sei, was wiederum einer der Gründe für den Umsatzrückgang in St.Gallen sei. «Kommt hinzu, dass bei uns gesperrte Spieler einfach in Bregenz weiterspielen können, wo das Geld dann nicht mehr in unsere AHV fliesst.» Schawalder und mit ihm die ganze Branche fordern deshalb seit Jahren eine pragmatischere Regelung von der ESBK, wollen ein grenzüberschreitendes Sozialkonzept. Zwei entsprechende Vorstösse des Basler CVP-Politikers Markus Lehmann liegen derzeit im Nationalrat, ausserdem befindet sich ein neues Geldspielgesetz in der Vernehmlassung.

REPORT


Als Gaming Manager leitet Richard Frehner die operativen Geschäfte auf dem sogenannten Floor, dem Spielbereich. Er ist an vorderster Front in Sachen Prävention. Fünf Jahre war der 39-Jährige im Bankensektor tätig, bevor er sich in Pfäffikon vom Croupier zum obersten Saalchef hochgearbeitet hat. Es war Schawalder, der den gebürtigen Flawiler vor zwei Jahren abgeworben und wieder nach St.Gallen geholt hat. Seither ist Frehner für das Sozialkonzept verantwortlich. Den Aufwand findet er «gerade noch vertretbar – solange er nicht weiter steigt». Laut Spielbankenverordnung muss der Gaming Manager: Beobachtungskriterien festlegen, um Suchtgefährdete zu erkennen, Massnahmen ergreifen aufgrund dieser Checkliste und diese anschliessend samt der vorangegangenen Beo-bachtungen rapportieren. Ausserdem muss er die entsprechende Aus- und Weiterbildung aller Angestellten gewährleisten und den Kontakt mit Fachstellen und Therapieeinrichtungen pflegen. «Laufend alle Statistiken, Protokolle und Rapporte nachzuführen ist allerdings nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung», räumt Frehner augenzwinkernd ein. Zu seinen Hauptaufgaben gehört der tägliche Kontakt mit den Gästen, und das passt zum aufmerksamen Gesellschafter. Ein kurzer Blick genügt und schon kann er sagen, ob er eher einen Wochenend-, einen Gelegenheits-, oder einen regelmässigen Spieler vor sich hat. Das Gespräch habe er schon immer geschätzt, sagt der Gaming Manager, «auch wenn es früher unbefangener lief». Heute habe er stets das Sozialkonzept im Hinterkopf, da die Alarmsignale sehr unterschiedlich seien. «Wir achten zum Beispiel darauf, wie oft jemand spielt, wie er Geräte und Personal behandelt, wie gepflegt er ist und wie hoch der Einsatz.» Wenn die Person negativ auffalle, suche er immer zuerst das Gespräch, weil die Gründe dafür auch völlig andere sein können. «Einen, der mit 25’000 Franken Roulette spielt, kenne ich ohnehin», sagt Frehner und fügt lachend an: «Wenn nicht, lerne ich ihn kennen.» Die Gespräche mit potenziell Süchtigen beginnt er mit einer Standardfrage. Dann tastet er sich vor, fragt, wie es ihm hier gefalle, ob er gerne spiele, oder wieso er in letzter Zeit häufiger komme. «Wenn ich jemanden besser kenne, spreche ich ihn ganz konkret auf meine Beobachtungen an. Vielleicht rechne ich vor, was er in den letzten Stunden ausgegeben hat, oder wie oft er am Geldautomaten wartet, bis das Bezugslimit umstellt um Mitternacht.» Fachleute schätzen, dass etwa 50’000 Spielsüchtige in der Schweiz leben und rund 125’000 gefährdet sind. Allerdings ist das Thema wenig erforscht im Vergleich zu anderen Suchtproblematiken. Casino-Boss Schawalder erinnert sich an die ersten Diskussionen Ende der 80er-Jahre: «Ähnlich wie damals die Tabakindustrie, hat auch die Spielbranche ihr Suchtpotenzial bestritten, vor allem in den USA.» Jörg Häfeli und sein Team der Hochschule für Soziale Arbeit in Luzern entwickelten im Frühling 2000 eines der ersten Sozialkonzepte der Schweiz, anlässlich dreier Konzessionsgesuche nach der Legalisierung der Spielbanken. Ihre Erkenntnisse haben sie laufend aktualisiert, auf careplay.ch. Suchtpolitik müsse kohärent sein und nicht nur Drogenpolitik beinhalten, schreibt Häfeli 2005 im «SuchtMagazin». Und er schreibt auch: «Es wäre blauäugig zu glauben, dass die innovativen Regulierungen im Präventionsbereich in der Glücksspielpolitik keine negativen

Auswirkungen auf die Konsumierenden haben werden.» Gaming Manager Frehner ist für ebendiese Auswirkungen zuständig: Er durchleuchtet die Finanzlage der Gefährdeten, fragt nach Lohn- und Banknachweisen oder fordert Betreibungsregisterauszüge. «Angenehm ist das für beide Seiten nicht, aber notwendig», sagt er. «Einige geben sogar erstaunlich breitwillig Auskunft.» «Ich bin kein Psychologe», hält Frehner fest, «kann also nicht sagen, ob jemand süchtig ist oder nicht». Sein Job sei es, ein gesundes Verhältnis von Vertrauen und Kontrolle zu schaffen, für den therapeutischen Teil arbeite man mit der Suchtfachstelle St.Gallen zusammen. «Wer uneinsichtig ist, wird von uns gesperrt, wer nicht, verhängt sich eine Selbstsperre.» Im vergangenen Jahr musste er siebzig Sperren anordnen, etwa 180 Personen haben sich freiwillig gesperrt. Falls die Suchtfachstelle einer Aufhebung zustimmt, folgt zuerst eine zweimonatige Beobachtungsphase. Wer gesperrt ist, muss jedoch mindestens ein Jahr warten und hat schweizweit Casino-Verbot – ausser er oder sie besucht das nahe Ausland oder illegale Runden. «Die meisten realisieren übrigens, dass sie ein Problem haben», sagt Frehner. «Es kommt sogar vor, dass sich jemand bedankt. Dann weiss ich, dass sich unsere Anstrengungen lohnen.» Wie weit er gehen würde mit seinen Nachforschungen, kann der Gaming Manager nicht sagen. «Ich finde, es reicht. Gezockt wird auch an anderen Orten, die weit weniger restriktive Gesetze haben oder eben überhaupt keine, wie die illegalen Spielrunden.» Tatsächlich ist es so, dass die grösste und härteste Konkurrentin der Spielbanken, die Lotterie- und Wettbranche, derzeit grössere Freiheiten geniesst und auch kaum Schutzmassnahmen gegen Spielsucht kennt. Das liegt unter anderem daran, dass die Lotterien und Wetten Sache der Kantone sind und zudem einem eigenen Gesetz unterstehen. Mit dem neuen Geldspielgesetz, das sich derzeit in der Vernehmlassung befindet, könnte sich das ändern. Bestimmte Lotterien und Sportwetten wären dann neu auch dem Geldwäschereigesetz unterstellt, was bei den Spielbanken bereits seit jeher der Fall ist, Casinos wiederum dürften Teile ihres Angebots auch online anbieten. Eines wird sich trotz der geplanten Zusammenführung beider Gesetze wohl nicht so schnell ändern: dass die Spielernaturen in den Casinos zeit- und kostenintensiv überwacht werden, während potenzielle Spielernaturen in der Markt- und Finanzwirtschaft so gut wie nie Rechenschaft ablegen müssen. Beide können andere in den Ruin zocken, aber nur einer riskiert in der Regel dabei sein Privatvermögen. So gesehen ist die reale Halbwelt-Romantik wohl eher an den Börsen und Märkten zu finden als in den Casinos.

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Corinne Riedener, 1984, ist Saiten-Redaktorin.

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Im Hinterkopf das Sozialkonzept

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Fotografie Ladina Bischof

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Im

japanischen

Hinterland

Pünktlich um sieben Uhr morgens ertönen von überall her die Sirenen und markieren den Arbeitsbeginn für die Bauern, die in der fruchtbaren Ebene des Kizu-Flusses zwischen den alten Kaiserstädten Kyoto und Nara Reis und Gemüse anbauen. Immer Anfang Juni, dem Beginn der Regenzeit, werden in Zentraljapan die länglichen Felder für den Reisanbau vorbereitet und geflutet. Ein verzweigtes Kanalsystem sorgt für gleichmässige Bewässerung. Das ohrenbetäubende Konzert der Frösche und Kröten dominiert von nun an die schwülheissen Sommernächte. Die vielen Lurche und Amphibien in den Reisfeldern ziehen Schlangen an. Kürzlich entdeckten wir eine gut eineinhalb Meter lange (ungiftige) Shimahebi, die sich in unserem Garten sonnte. Nach über vierzehn Jahren in der Millionenstadt Kyoto sind wir vor zwanzig Monaten aufs Land gezogen. Zum einen wollten wir unseren zwei Kindern eine natürliche Umgebung zum Aufwachsen bieten, zum anderen wollten wir unser eigenes Gemüse anbauen. Nicht zuletzt spielte dabei die Sorge um die Sicherheit der Lebensmittel nach dem AKW-Unglück in Fukushima eine Rolle. Verschiedene Skandale um falsch deklarierte Esswaren haben unser Vertrauen erschüttert.

gen für den Katastrophenfall. Zusammen werden Strassen gewischt, Kinderspielplätze gesäubert, Wegränder gejätet und die Bewässerungskanäle von Schmutz

die Betreuung des buddhistischen Wegaltars, für das Aufräumen des Müllsammelplatzes, und es gibt eine Feuerwache. Der Müll muss übrigens mit dem eigenen Namen und der Nummer der Nachbarschaftsvereinigung beschriftet sein und in durchsichtigen Plastiktüten rausgestellt werden. Man ist im wahrsten Sinne des Wortes transparent. Der Beitritt zur Nachbarschaftsvereinigung ist zwar nicht obligatorisch, aber wer nicht dabei ist, darf nicht an den Aktivitäten teilnehmen und muss den Müll selber entsorgen, getreu dem japanischen Sprichwort: «Dervorstehende Nagel wird eingeschlagen.» Freunde aus der ehemaligen DDR vergleichen das System der Nachbarschaftsvereinigung gern mit den damaligen Hausgemeinschaften und weisen darauf hin, dass es in Japan nicht unüblich sei, «verdächtige» Personen anonym bei der Polizei oder der Regierung zu denunzieren.

In der Nachbarschaftsvereinigung

Natürlich sind wir auch Mitglieder der Nachbarschaftsvereinigung. Immer etwa zwanzig bis dreissig Häuser sind in sogenannten Chonaikai zusammengefasst. Es werden gemeinsame Sportanlässe, Altentage und Kinderfeste organisiert, es gibt eine Bürgerfeuerwehr und Übun-

Trümmer aus Nordostjapan

befreit. Wer nicht selber an diesen meist am Wochenende stattfindenden Aktivitäten teilnehmen kann, muss einen Ersatz schicken. So musste auch schon der über eine Stunde entfernt lebende Grossvater daran glauben, als wir an einem Sonntagmorgen verhindert waren. Die Mitgliedschaft bedeutet auch die Übernahme verschiedener Ämter, die in wöchentlichem, monatlichem oder jährlichem Turnus reihum von Haus zu Haus gehen: Das Kassieramt beinhaltet das Einziehen der Jahresbeiträge oder das Sammeln von Spenden für die Tombola am Kinderfest. Es gibt Ämter für

FLASCHENPOST

Die von Erdbeben und Tsunami hinterlassenen Trümmer Nordostjapans werden immer noch in den Kehrichtverbrennungsanlagen des ganzen Landes verbrannt. Die Regierung versichert, dass nur nicht-radioaktive Trümmer verbrannt würden. Unabhängige Journalisten weisen hingegen darauf hin, dass neben der Radioaktivität auch Asbest und andere toxische Substanzen in den Trümmern enthalten seien. Es gibt kritische Stimmen, die der Regierung unterstellen, sie wolle damit die Krebsrate im ganzen Land auf das gleiche Niveau bringen, um den in Zukunft wegen gesundheitlicher Folgen der AKW-Katastrophe zu erwartenden

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Flaschenpost aus Hosono, Japan

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41 Schadenersatzklagen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Andere bezeichnen diese Bedenken als abstruse Verschwörungstheorie. Tatsache ist, dass die Luftqualität in Japan merklich abgenommen hat. Fast täglich wird in den Medien von der Feinstaubbelastung (PM 2.5) berichtet. Aber man schiebt den Schwarzen Peter China zu, von wo die toxischen Partikel vor allem herkommen sollen.

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Atomtechnologie und Olympia-Lüge

Die demokratische Partei Japans hatte nicht lange nach der Fukushima-Katastrophe den kompletten Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Doch die vor zwei Jahren wieder an die Macht gekommene Liberaldemokratische Partei (LDP) hat dieses Versprechen vor einigen Wochen offiziell zurückgenommen, obwohl sich laut einer Umfrage des stattlichen Fernsehsenders NHK fast achtzig Prozent der Japanerinnen und Japaner kritisch zur Nuklearenergie geäussert hatten. Aber zu verflochten sind die Interessen der LDP mit der Atomlobby. So erstaunt es nicht, dass die Tepco, die für den Atomunfall verantwortliche Elektrizitätsfirma, nach enormen Geldspritzen der Regierung kürzlich wieder einen grossen Gewinn eingefahren hat – eine Ohrfeige ins Gesicht der immer noch 267’000 Evakuierten, von denen viele wahrscheinlich noch für Jahre in abgelegenen Containersiedlungen ausharren müssen. Atomkraft bedeutet für die Regierung billigen Strom. Heute müssen die fossilen Brennstoffe teuer im Ausland eingekauft werden, was beim zurzeit niedrigen Yen-Kurs eine bittere Pille für die Elektrizitätsfirmen ist. Premierminister Abe ist unterdessen munter auf Promotionstour und möchte japanische Reaktoren und Atomtechnologie ins Ausland verkaufen. Einige südostasiatische Staaten haben Interesse angemeldet. Die Türkei hat im Mai 2014 tatsächlich ein japanisches Kernkraftwerk bestellt. Gerade wegen der Fukushima-Katastrophe verfüge Japan momentan weltweit über die höchsten Sicherheitsstandards, so das Argument.

Vor dem Internationalen Olympischen Komitee erklärte der japanische Premier selbstbewusst, Fukushima sei komplett unter Kontrolle. Seine Versicherung war einer der Hauptgründe, weshalb die Olympischen Spiele 2020 nach Tokio vergeben wurden. Vor allem von linker Seite wurde Abe daraufhin unverblümt als Lügner bezeichnet. Die riskante Bergung von 1500 Brennstäben, die sich immer noch in rund dreissig Metern Höhe im trümmerübersäten Abklingbecken des Reaktorgebäudes 4 in Fukushima befinden, hat noch nicht einmal richtig begonnen und wird voraussichtlich über zwanzig Jahre in Anspruch

nehmen. Auch das Problem mit dem radioaktiven Wasser, das nach wie vor ins Grundwasser und in den Pazifik leckt, ist weit von einer Lösung entfernt.

Ein Gesetz gegen die Pressefreiheit

Die japanische Regierung verabschiedete Ende 2013 ein höchst umstrittenes Gesetz zum «Schutz besonders gekennzeichneter Staatsgeheimnisse». Diese «Secrecy Bill» erlaubt es dem Staat, unliebsame Informanten und Whistleblower einzukerkern. Der Verrat solcher Geheimnisse kann mit bis zu zehn Jahren

FLASCHENPOST

Gefängnis bestraft werden. Vor allem Medienschaffende hatten das neue Gesetz heftig bekämpft und die Einschränkung der Pressefreiheit beklagt. Grundsätzlich kann die Regierung eigenmächtig irgendwelche Informationen zu Staatsgeheimnissen erklären. Dadurchwird es für Journalistinnen und Journalisten schwierig, über kritische Inhalte zu berichten. Viele befürchten, dass die Regierung damit die unabhängige Berichterstattung über Fukushima verhindern möchte. Aber das neue Gesetz ist auch ein Eckpfeiler in Abes neuer Sicherheitsstrategie. Ein grosser Streitpunkt ist der Artikel 9 der japanischen Verfassung, der kriegerische Aktivitäten sowie den Unterhalt von Streitkräften verbietet. Japan fühlt sich von China und Nordkorea bedroht. Japans Rechte träumt deshalb von einer starken Armee mit dem Recht auf einen präventiven Erstschlag. Vordergründig wird eine mögliche Verfassungsänderung zwar damit legitimiert, dass man global grössere sicherheitspolitische Verantwortung wahrnehmen und sich vermehrt an friedenssichernden Missionen beteiligen wolle. Hintergründig geht es aber darum, dass Japan aufrüsten und sich von seiner pazifistischenVergangenheit verabschieden will. Ob das japanische Volk das ohne weiteres hinnehmen wird, ist allerdings sehr fraglich. Einige in unserer Nachbarschaft haben Plakate aufgehängt, auf denen sie gegen die Abschaffung von Artikel 9 protestieren. Das idyllische japanische Hinterland hat doch was für sich. Roger Walch, 1965, ist in St.Gallen geboren, studierte Japanologie und Ethnologie, leitete u.a. das Kinok und war SaitenRedaktor. Seit 1998 lebt er in Japan als Filmemacher und Publizist.


Winterthur Ausgeschieden

Der Satz leuchtete mir unmittelbar ein: «Bücher», so notierte der Blogger – und Buchautor – Günter Hack kürzlich in die endlosen Weiten des Internet, «sind verteilte Denkmäler. Der materielle Aufwand validiert immer stärker als der geistige.» Einige Tage später leuchtete er mir allerdings wieder halbwegs aus, als mir ein Buch aus dem Ausschussregal der Stadtbibliothek Winterthur in die Hände kam. Ich kannte das Buch, ich hatte es vor einiger Zeit selbst ausgeliehen, in einer anderen Bibliothek allerdings, denn sonst hätte es auch gar nicht im Ausschussregal landen können. Dies tun nämlich alle jene Titel, die drei Jahre lang niemand nachfragt. Den Band, der 2011 erst erschienen war, hat aller Wahrscheinlichkeit nach also nie jemand angerührt, ausser den Bibliotheksangestellten, die ihn katalogisierten, einbanden und bereitstellten. Die eigentliche Ironie allerdings liegt im Titel: Was waren Medien? Die Frage ist polemisch. Denn es scheint nach wie vor irgendwie klar: Medien sind Bücher, Zeitungen, Filme usw., Informationsträger und -kanäle halt. Davor waren es Wachstafeln und Schriftrollen, Inschriften vielleicht, allenfalls Engel. Man könnte die Fragerichtung auch umdrehen: Was werden sie in Zukunft sein? Digitale Endo-Parasiten? Dem Band geht es aber um all das nicht. Es geht ihm vielmehr darum, so zu tun, als gäbe es keine Medien mehr, weil sich tatsächlich nicht (mehr) sagen lässt, was diese «wirklich» sind. Ein reger Gebrauch hat die Plausibilität des Ausdrucks im Alltag einerseits gestärkt, während andererseits seine begrifflichen Konturen undeutlich blieben. Während sich also kaum geklärt hat, womit man es bei Medien eigentlich zu tun hat, weiss man sehr wohl etwas mit ihnen anzufangen: man liest, hört, schaut sie, man gibt sie heraus, stellt sie her, sortiert, kopiert, programmiert, meldet an, bearbeitet, manipuliert, verzerrt, belichtet usw. Zu diesem Schluss kommt das Büchlein – und insofern passt, dass eine Bibliothek, die sich eher auf handfeste Verfahren versteht als auf ontologische Würdigung, nicht verlegen wird. Sie kauft das Büchlein ein, um es einige Jahre später ungelesen wieder auszuscheiden. Der materielle Aufwand ist damit geleistet. Aber validiert er auch tatsächlich? Dazu muss man wissen, dass die Autoren des Buches profilierte Kulturwissenschaftler sind, deren Forschungsprogramme in Deutschland hohe Priorität geniessen und entsprechende Mittelzuteilung erfahren. Was mit dem Buch geschehen ist, welchen Weg es durchs Bibliothekssystem genommen hat, ist unbedeutend. Der Titel ist auch aus dem Katalog bereits wieder verschwunden. So gut wie alle Spuren der Anwesenheit des Gegenstands in der Stadtbibliothek sind getilgt. Seine unscheinbare öffentliche Existenz, welche die Wahrnehmungsschwelle von auch nur einem Leser wohl nie überschritten hat, ist ausgelöscht. Wenn dieses Buch ein Denkmal sein sollte, dann vielleicht als Beispiel für den intellektuellen Rückzug der Stadtbibliothek zugunsten einer Nachfrageorientierung. Eine solche Instrumentalisierung aber haben wir nicht im Sinn, denn auch für Denkmäler gilt die Frage, die nun einmal gestellt ist: Was waren Medien? Wendelin Brühwiler, 1982, Historiker, arbeitet an der Universität Zürich. Er ist Mitglied der Forschergruppe «Medien und Mimesis».

Rheintal I feel so hot In dieser Spalte geht es darum zu zeigen, wie das Rheintal tickt – manchmal geht das am besten, indem man zeigt, wie es nicht tickt. Als das letzte Mal Sommer war, lebte ich für einen Monat in Brighton, Südengland, ich wollte eigentlich nur mein Englisch etwas verbessern und lernte dann eine neue Welt kennen. Eine Welt, in der einen die karibische Verkäuferin im Supermarkt nach dem Wohlergehen fragt und einem der Putzmann erklärt, er sei zu beschäftigt, um Fussball zu schauen, you know. Eine Welt, in der man im Weg steht, sobald man sich nicht bewegt. Am ersten Augustwochenende trafen sich die Schwulen und Lesben in Brighton, Gay Parade, die zweitgrösste der Welt, sagten die Leute in der Stadt. Die Zahl der Einwohner vervierfachte sich von einem Tag auf den anderen, statt hundertfünfzigtausend gingen sechshunderttausend Menschen durch die engen Gassen der früheren Fischerstadt, die Parks sahen aus wie Bienenhäuser. Schon am Freitag kamen die homosexuellen Partygänger an, sie spazierten Hand in Hand am Strand – im Rheintal hätten einige Politiker gemeint, die Welt sei aus den Fugen geraten und das Abendland nicht mehr zu retten. In der kühlen Samstagnacht, auf dem Höhepunkt des Fests, sass ich mit zwei spanischen Freunden, einer Türkin und einer Südtirolerin auf irgendeiner Wiese, die eigentlich abgesperrt war. Wir tranken selbstgemachten Sangria, teilten die Welt in Gut und Böse auf und schauten in die Sterne. Die sehen ja überall gleich aus. Als ich weit nach Mitternacht zu meinem Zimmer lief, kam ich noch einmal an der Festmeile vorbei. Ein Mann sagte zum anderen: I feel so hot – wahrscheinlich dauert es noch zwanzig Jahre, bis man so was auf dem Fussballplatz in Widnau hört. Wir freuen uns auf die Leute aus aller Welt, hatte meine Lehrerin am Tag davor gesagt. Nun war die Party schon fast vorbei, die Leute waren betrunken – in ihren farbigen Kleidern sahen sie aus wie Sacha Baron Cohen in Borat. Die Polizisten auf den Pferden und mit ihren grossen Hüten schienen ein Teil der Kulisse zu sein. Am Boden lagen zersplitterte Flaschen; Wodka, Whiskey, Bier – und es schien keinen zu interessieren. Im Rheintal wäre das nicht passiert, da hätte es ein Abfallkonzept gegeben, die Organisatoren hätten ausnahmslos Plastikbecher verteilt, zwei Franken Depot pro Stück. Samuel Tanner, 1991, ist Inlandreporter bei der «Basler Zeitung».

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Appenzell Ausserrhoden Teufen hat sein Herz verloren

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1932

1944

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Blick auf das Roth-Thürer-Grundstück im Herzen von Teufen via LUBIS Datenviewer 1932, 1944 und 2005. 1977 verschwand die Villa Roth direkt an der Strassenkreuzung, im Mai 2014 die Parkanlage.

«Wo die Strasse von Speicher in die Teufener Dorfstrasse einmündet, steht rechts am Wege ein herrschaftliches Wohnhaus, dem gegen Norden ein wohlgepflegter Park vorgelagert ist. Das Haus war bis zu dessen Tode Eigentum des Schweizerischen Gesandten beim Deutschen Reich Dr. Arnold Roth, dem es als Feriensitz diente. Es war seinerzeit von dessen Vater, Landammann Dr. Johannes Roth, erbaut, und vom Sohn erweitert worden. Dem vornehmen Aeussern entsprach der Geist, der im Hause herrschte. Schon zu seines geistig hochstehenden und gebildeten Erbauers Zeiten war es ein Mittelpunkt gemeinnützigen, künstlerischen und feinen gesellschaftlichen Lebens, worin Gelehrte und Künstler als vorübergehende Gäste weilten.» Mit diesen Worten beginnt der Nachruf auf Otto Roth, den Bruder von Arnold (1836–1904), im Appenzellischen Jahrbuch 1928. Neben den Familien Grubenmann und Oertli ist es die Familie Roth, deren Erinnerung in Teufen wach bleiben muss. Zum gemeinsamen Erinnern gehören Orte, die über die Jahrzehnte hinweg die Menschen zum Nachfragen und Staunen anregen und dazu einladen, sich bei und in ihnen aufzuhalten. «Er pflegte mit väterlicher Sorgfalt seinen blumen- und baumreichen Garten», heisst es im lesenswerten Lebensbild über Minister Roth im Jahrbuch 1905. Dieser «blumen- und baumreiche Garten», vor 130 Jahren angelegt, ist jetzt weg, geschleift in einer Nacht- und Nebelaktion im Mai 2014, mitten im Frühling, zur Brutzeit unzähliger Vögel und vieler weiterer Tiere, die in und unter den alten Bäumen im Zentrum von Teufen lebten. Wenige Wochen vorher war das Grundstück verkauft worden. Nach dem Tod der früheren Besitzerin Maria Thürer-Tobler im Juli 2013, Witwe des

Historikers und Germanisten Georg Thürer, sah sich die Erbengemeinschaft vor die Wahl gestellt, das Grundstück zu überbauen oder die Liegenschaft aus dem Baugebiet hinausfallen zu lassen. Nachdem 1977 schon die Villa Roth «im Hinblick auf den Bau eines Postgebäudes» abgebrochen worden war und in Eugen Steinmanns Kunstdenkmälerband II, obwohl sie schon nicht mehr existierte, als «vorzüglicher klassizistischer Bau», der wahrscheinlich in den beiden erwähnten Bauphasen von Johannes Roths Vertrauensarchitekten Felix Wilhelm Kubly geplant worden war, eine wehmütige Würdigung erhalten hatte, ist mit dem Verschwinden des Parks nun die letzte Johannes- und Arnold-Roth-Spur in Teufen getilgt. «So lange das Volk in seinen Beamten so redliches, ernstes Bemühen um sein Wohl, solch edle Gesinnung und selbstlose Hingabe in seinem Dienste und so humanen Gebrauch des Reichtums ehrt, so lange wird auch Roths Name fortleben im Lande.» Mit diesen Worten endet der Nachruf auf Johannes Roth im Jahrbuch 1877. Im Fall von Teufen hat wohl niemand gegen ein Gesetz verstossen, weder die Erbengemeinschaft noch die Behörden noch die neuen Besitzer des Grundstücks. Und trotzdem hat Teufen sein Herz verloren. Das Wohl einer Gemeinschaft hängt auch von anderem ab. Von Georg Thürer stammt der Aphorismus: «Der Mensch steht zwischen Steinen und Sternen. Die Steine geben Stand und die Sterne Licht – wir brauchen beides.» Heidi Eisenhut, 1976, Historikerin und Leiterin der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden.

PERSPEKTIVEN


Toggenburg Inklusionsklang Es war mehr als ein Klangfestival – es waren berührende Momente von Menschen mit Menschen aus aller Welt. Nicht Worte haben das Naturstimmen-Klangfestival bestimmt, sondern Töne, Klänge und Naturgeräusche. Mein schönster und sicher auch bleibender Eindruck: der madegassische Kinderchor, der zusammen mit den Alt St.Johanner Kindern gejodelt und gesungen hat. Verständigungssprache: Singen und Jodeln. Tief berührt hat mich die madegassische Gruppe von behinderten und nicht behinderten Kindern. Was sie vorleben, ist nicht Integration, sondern Inklusion – alle machen alles zusammen. Genauso muss es sein – ohne Diskussionen! Die Kinder haben sich nach dem Konzert umarmt und geweint. Es gibt aber auch kritische Stimmen: Wie kann man diese Kinder in die Schweiz holen – in unser reiches Land, und sie nachher wieder nach Madagaskar zurückschicken – zurück in die Armut? Natürlich sind diese Fragen berechtigt – sie rückten aber für mich in den Hintergrund in dem Moment, als ich diese Harmonie von Musik und Lebensfreude gespürt habe. Klangtourismus? Das Stichwort eignet sich als Übergang zum Hotel Arthur der Kunsthallen Toggenburg. Die Kunst-Woche im ehemaligen Hotel Post in Ebnat-Kappel war ein voller Erfolg: ausgebuchtes Restaurant und viele Übernachtungen in den von Ostschweizer Kunstschaffenden gestalten Zimmern. Inzwischen hat das Hotel Post ausgetrunken, ausgegessen, ausgeklungen, ausgelärmt... eigentlich schade! Der Zeitgeist und die Besitzer des Hauses wollen eine Optimierung – erst Abriss, dann Neubau, und dann soll es umsatzmässig rocken. Das Hotel wird zur Bank. Rund um den Bahnhof Ebnat-Kappel entsteht eine Grossbaustelle, deren Sinn und Zweck Modernisierung und optische Vergrösserung ist. Optische Vergrösserung ist auch ein Thema zwischen Ebnat-Kappel und Wattwil. Sitzt man im Zug Richtung Rapperswil, entdeckt man links vor dem Rickentunnel einen modernen, hölzernen Neubau: den Königreichsaal. Die Zeugen Jehovas haben unter sich und für sich ein Schulungs- und Versammlungslokal gebaut. Nicht schlecht gestaunt habe ich vor ein paar Wochen, als an die hundert Frauen, Männer, Kinder, Alte und Junge, mit bunten Bauhelmen bestückt, gemeinsam dieses Haus beziehungsweise diesen Saal aufgebaut haben. Sehr organisiert lief alles ab, und bald ist die Bevölkerung eingeladen zur Eröffnung. Banken und Königreiche: Was alles geschaffen wird im Toggenburg – klingt gut! Daniela Vetsch, 1968, ist Textildesignerin, umweltpolitisch aktiv und Mutter von zwei Kindern.

Stimmrecht Spielball der Mächte

Somalia, im Osten des afrikanischen Kontinents gelegen, ist Teil des Horns von Afrika. Seine geostrategische Lage unmittelbar an der Meeresküste (mit 2720 Kilometer die längste aller Länder Afrikas) macht dieses Land für ausländische Mächte besonders interessant, zum Beispiel für Ölförderungen und -transporte oder für die militärische Kontrolle Vorderasiens durch die USA. Schon während der Kolonialzeit war Somalia Anziehungspunkt für die Kolonialmächte Italien, Grossbritannien und Frankreich. Somalia grenzt im Süden an Kenia, im Westen an Äthiopien und im Norden an Djibouti. Die Hauptstadt Mogadischu liegt im Süden des Landes mit direktem Zugang zum Meer. Die beiden grossen Flüsse Jubba und Shabeelle entspringen in Äthiopien und münden in den Indischen Ozean. Die Flüsse und das durch Monsunwinde beeinflusste warme Klima ermöglichen zwei reichhaltige Ernten jährlich, für die Versorgung der gesamten somalischen Bevölkerung und mit dem Potential, einen Grossteil der Bevölkerung Afrikas ernähren zu können. Bis zu Beginn des Krieges 1991 lebten schätzungsweise 70 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Der grösste Teil davon waren Nomaden oder Halbnomaden mit Kamelen, Schafen und Ziegen. 20 Prozent lebten von der Fischerei. Viehzucht, Ackerbau und Fischfang ermöglichten den Somaliern von der ertragreichen Ernte auch den Export von tierischen und landwirtschaftlichen Produkten wie zum Beispiel Bananen, Tierhäuten oder Thunfisch. Die etwa 10 Millionen Somalier sind zu 99 Prozent islamischen Glaubens. Die gemeinsame Landessprache ist Somalisch. Daneben wird Arabisch, Italienisch und Englisch gesprochen. Heute ist die Lebenssituation für die somalische Bevölkerung unerträglich. 2011 war eines der trockensten Jahre. Zu anhaltender Dürre, Viehsterben, Ernteausfällen und Überfischung kam die weltweite Erhöhung der Lebensmittelpreise hinzu. Hunger und Tod von Tausenden Menschen war die Folge. Der durch den Westen initiierte Krieg um Öl, sonstige Ressourcen und Nahrungsmittel ist der hauptsächliche Grund für die Probleme im Land. Ein armes Land wie Somalia ist überhaupt nicht in der Lage, einen Krieg zu finanzieren, der jetzt schon 22 Jahre lang dauert. Äthiopien führte für die Interessen der USA einen Stellvertreterkrieg – jetzt auch Kenia? Clanführer werden bezahlt, um sich gegenseitig zu bekämpfen, und die westlichen Länder verdienen am Waffengeschäft mit Somalia. Leyla Kanyare, 1971, kam 1991 aus Somalia in die Schweiz. Sie lebt und arbeitet in St.Gallen und schreibt monatlich in Saiten.

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Kultursommer

Seit runden zwanzig Jahren gibt es unser Heft nun – Zeit also, wieder einmal eine vernünftige Party zu schmeissen. Gemeinsam mit der grossen Schwester Grabenhalle, die sage und schreibe dreissig wird in diesem Jahr, feiern wir im Bullenpärkli (ugs. für St.Leonhardspark) ein zweitägiges Fest: den «Saiten» zuliebe mit viel Livemusik, dem Heft zuliebe mit Lesungen, und der Zukunft zuliebe mit einer Gant von Trouvaillen aus zwanzig Jahren Ostschweizer Kulturschaffen. Den Auftakt macht am Freitagabend der wunderbare Ex-Dead Brother Delaney Davidson aus Neuseeland, der singt, als hätte er den Galgen vor Augen und die Kavallerie im Nacken. Sein Soloprojekt wird auf der aktuellen Swim Down Low-Tour zum ersten Mal von einer Band begleitet. Unterstützt wird Davidson von seinem langjährigen Partnerin-Crime Pierre Omer am Akkordeon, Landsmann Ben Woolley und dem MojomaticsMitglied Davide Zolli. Am Samstag gehts früh weiter: ab 15 Uhr lesen Saiten-Autorinnen und -Auto-

ren Texte, der Örtlichkeit zuliebe kann man sich bei Pétanque-Spiel und Getränken einstimmen auf die nächste Band. Lufthans spielen Musik auf Schweizerdeutsch, «mit echten Instrumenten in der Freizeit vorgetragen, gut gemeint, nicht schlecht gemacht» laut offiziellem Tour-Post-it. Das ist natürlich untertrieben, also lassen wir uns überraschen ... Weiter mit Herr Bitters Splatterpop: trotzig-rockig, skurril und unverschämt poppig. Dann folgt eine Weltpremiere, die VideoKolumne «Schäfers Stunde», und vor der GuteNacht-Geschichte spielt nochmals ein alter Bekannter aus der Saiten-Historie mit seiner aktuellen Band. Danach lassen wir das Fest ausklingen bei säuselnden Beats und HeadBang-Schnulzen von Sunshine Katie und Bad Vibes Corti in der nahen Tankstell-Bar. Saiten freut sich auf viel Publikum. Und auf die nächsten zwanzig Jahre. Sieht man sich, bei Tag oder bei Nacht, die hiesige Medienlandschaft an, so ist man leicht einmal, wie einst Heinrich Heine, um den Schlaf gebracht. Und hat umso mehr Grund, mit Saiten auf eine gloriose Zukunft anzustossen! Michael Felix Grieder

Der Comic auf den vorangehenden Seiten stammt von Lorena Isepponi. Die Zeichnerin, geboren 1992, wohnt in Arbon und besucht zur Zeit den Gestalterischen Vorkurs (Propädeutikum) in St.Gallen. Sie interessiert sich für Illustration und sequenzielle Kunst / Comics.

St.Leonhardspark St.Gallen. 8. August und 9. August. saiten.ch

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Den Galgen vor Augen und die Kavallerie im Nacken Saiten ist zwanzig und feiert


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Alter neuer Charme Drei Tage Kultur zur Eröffnung: Die Militärkantine St.Gallen geht auf «Das alte Haus hat jene Zuneigung erfahren, die es verdient», sagt einer der Architekten. Das Publikum kann vom 4. bis 6. Juli erproben, was das heisst: Dann eröffnet die Militärkantine mit einem dreitägigen musikreichen Fest. Auf dem Programm u.a.: Lufthans, Theater am Tisch, Balders Ross, Wazemba Overdrive Orchestra, Neoangin. Am Anfang der Idee stehen vier Namen: Anna Tayler, Angelica Schmid, Martin Kappenthuler und Jacques Erlanger setzten sich in den Kopf, die Militärkantine, die in den letzten Jahren als Restaurant «Kastanienhof» bekannt war, neu zu beleben: zwei Etagen Restaurant, der berühmte Garten unter den Kastanien, im ersten Stock die grosse Terrasse, darüber 21 Hotelzimmer. Viereinhalb Jahre haben sie am Projekt gearbeitet, Stadtrat, Parlament und Stimmvolk überzeugt, eine Aktiengesellschaft gegründet, viel Geld aufgetrieben – jetzt ist das Ziel erreicht.

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Diskretes und Ausrufezeichen

Was für ein Déjà-vu! Auf den ersten Blick hat sich im Restaurant im Parterre kaum etwas verändert. Hoch war der Raum immer – und hölzig. «Den Architekten hätte es eigentlich gar nicht gebraucht», scherzt Hansueli Rechsteiner, der im Auftrag der Stadt St.Gallen, der das Haus gehört, die Renovation der Hülle, des Parterres und des ersten Stocks plante. Halt! Den Architekten hat es sehr wohl gebraucht. Da steht diese Theke mit der dreiseitig zugänglichen Bar im Raum und setzt ein lautes, buntes Ausrufezeichen. Drauf eine in Florenz gebaute Kaffeemaschine. Unter der Barkante hat Martin Leuthold, Chefdesigner des Stoffherstellers Jakob Schlaepfer, eine Tapete angebracht, die mit vorgefundenen Elementen spielt. Blumen und Wappen, Gallus-Darstellungen und Militärdecken – ein fröhliches Durcheinander. Im Kontrast dazu die restaurierte Decke mit ihrem floralen Fries, der erst beim Abtragen der verschiedenen Farbschichten zum Vorschein kam. Er schmückt nun wieder die Felder zwischen den Holzbalken – die in Wirklichkeit bemalte Gipsbalken sind. Die Saalbeleuchtung wiederum ist aus der heutigen Zeit. Der Saal geht nahtlos ins einsehbare Office über, dahinter die Profiküche. Die Details beachten lohnt sich: Die Metallkanten des Buffets finden sich auch im Vitrinenmöbel wieder. Der neu gegossene Terrazzo im Durchgang zu den Toiletten ist ebenfalls mit feinen Metallbändern gefasst: subtil eingesetzte neue Elemente. Das historische Treppengeländer hat eine Absturzsicherung bekommen, ausgeklügelt entworfen. Der obere Saal mit der markanten Säule präsentiert sich in neuer Farbe: grau gestrichenes Täfer, darüber grüne Wände und vier historisierende Kronleuchter. «Darf man das?» fragten sich Bauherrschaft, Architekt und Denkmalpflege und fanden: «Ja, wir wagen hier integrative Denkmalpflege.» Das 1901 gebaute Offizierskasino, geplant vom damaligen St.Galler Stadtbaumeister Albert Pfeiffer, erträgt das. Schon das Original ist eine krude Mischung: ein bisschen Schloss, ein bisschen

Waldhotel, ein bisschen Villa, mit gesuchter Asymmetrie, mit Erkern, Vorsprüngen, einem wild geformten Dach samt Turm. An der Fassade die bemalten Fensterläden, die an Fahnen erinnern, dazu drei Käppi tragende Soldatenköpfe und ein Löwenkopf.

Schlafen in Stilzitaten

Das Gastrokonzept will Überraschungen bieten: Allein 140 Plätze unter den berühmten Kastanien und auf der Terrasse im 1. Stock sind im Sommer ein sicherer Wert. Der Garten ist wieder frei einsehbar – und umgekehrt ist der Ausblick auf das bunte Treiben auf der Kreuzbleiche wieder frei. Mittagsmenüs werden im ersten Stock im Saal mit der massiven marmorierten Säule serviert, «in der Kantine, aber wie bei Muttern», wie es Jacques Erlanger umschreibt. Im Parterrerestaurant herrscht eher Café-Atmosphäre. Bio aus der Region wird serviert, auf eine «Label»-Küche bewusst verzichtet. Eine feste Karte ist nicht geplant. Der Saal im 1. Stock steht am Abend Gesellschaften zur Verfügung, dahinter befindet sich auch die ausgeräumte ehemalige Küche, die in ihrer Rohheit fast so geblieben ist, wie sie das Militär einst hinterlassen hat, samt riesigem Tellerwärmeschrank. Die Renovation ab dem zweiten Geschoss haben die Hotelbetreiber finanziert und mit dem Zürcher Architekturbüro Flury und Furrer realisiert. Sie sind in St.Gallen keine Unbekannten. Beide haben zu Studienzeiten in der Kunstgiesserei gearbeitet und im Sittertal als Architekten schon mehrmals geplant und gebaut: die Bibliothek, das Kesselhaus Josephsohn, den Wohn-Pavillon auf dem Fabrikdach. Die Architekten zitieren für die Hotelzimmer Stile vergangener Jahrzehnte. Jedes ist anders, und doch ist kein heute so in Mode gekommenes Vintage-Hotel daraus geworden. Die Möbel sind sorgfältig ausgewählt, es durfte kein «shabby chic» sein. Die alten Sessel sind alle neu gepolstert. Die Trennwände zu den Bädern zieren Schablonenmalereien, in Eiche gerahmt. Die Füsse der freistehenden Badewannen, die farbigen Punkte auf den Griffen der Wasserhahnen – Lukas Furrer hat selbst hergestellt, was fehlte. Die Betten sind made in St.Gallen, in der Werkstatt der Valida hergestellt, massiv und rutschsicher. Fünf Parteien sassen jeweils am Tisch: Hochbauund Liegenschaftenamt, die Betreiber und die beiden Architekturbüros. Dass trotz dieser eher komplizierten Organisation ein Haus mit viel Charme entstanden ist, ist dem gegenseitigen Respekt der Beteiligten zu verdanken. Bleibt zu hoffen, dass sich die Zahlen des Businessplans erfüllen. Die Militärkantine jedenfalls hat trotz ihres martialischen Namens eine liebenswert zivile Ausstrahlung bekommen. René Hornung Eröffnung Militärkantine St.Gallen. 4. bis 6. Juli. militaerkantine.ch

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Pop im Pool Namen und Nischen in Feldkirch

Zum Ende der Spielzeit rührt das Theater Konstanz nochmals mit der grossen Kelle an: Im Rahmen der Werkstatt Europa findet im Juli das erste Autorenlabor für europäische Dramatikerinnen und Dramatiker statt. Mentor und Leiter des einwöchigen Workshops ist der renommierte US-Gegenwartsdramatiker Neil La Bute. Als «waghalsiges Experiment» bezeichnet Andreas Bauer, Leiter der Werkstattbühne am Theater Konstanz, das Autorenlabor. Während der Mentor aus den USA anreist, kommen die Eingeladenen aus den verschiedensten Ecken Europas: Laura Forti aus Italien, Rafael Kohn aus Luxembourg, Vedrana Klepica aus Kroatien, Nathan Vecht aus der Niederlande und Natalia Vorozhbit aus der Ukraine. «It’s a workshop dealing with the monologue and working quickly from inspiration to performance while collaborating with actors», umschreibt Neil La Bute sein Vorhaben. Während einer Woche erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Monolog, ihnen zur Seite nicht nur La Bute, sondern auch das Ensemble des Theaters, um den eigenen Text fortlaufend in der Praxis zu überprüfen. Die so entstandenen Monologe werden am 5. Juli auf der Werkstattbühne des Theater Konstanz präsentiert. Ein anschliessendes Gespräch mit den Autorinnen und Autoren sowie Neil La Bute gibt dem Publikum Einblick in die gemeinsame Arbeit und die Erfahrungen während des Workshops. Während der Workshopwoche geben zwei Abende (2. und 4. Juli) weiteren Einblick in das Schaffen der eingeladenen Dramatiker: In szenischen Lesungen werden Ausschnitte aus einem früheren Stück gezeigt, umrahmt von kurzen Einführungen in das jeweilige Land und Gesprächen mit den Autorinnen und Autoren mit Fokus auf die Situation von Kultur und Theater im Heimatland. Das Autorenlabor bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über ihre Erfahrungen, Arbeitsweisen und das Schreiben fürs Theater generell auszutauschen. Es ist ein kleiner Versuch, ein bisschen Europa zusammenzubringen. «The future is now. It’s time to grow up and be strong. Tomorrow may well be too late» – Neil La Bute. Rebecca C. Schnyder Autorenlabor, Theater Konstanz. 2. Juli, 20 Uhr: Szenische Lesungen I, Werkstattbühne. 4. Juli, 20 Uhr: Szenische Lesungen II, Hofhalde 1. 5. Juli, 22 Uhr: Abschlusspräsentation Monologe, Werkstattbühne. theaterkonstanz.de

Sommer, Sonne, See – während andere ins Freibad gehen, pilgern Pop-Preisträger und Kulturfans in die überdachte Badi. Denn alljährlich wird das alte Hallenbad von Feldkirch, der heimlichen Hauptstadt von Vorarlberg, zum Epizentrum der europäischen Popkultur. Der Grund: das Poolbar-Festival – eine Kulturcollage aus Musik, Tanz, Architektur, Malerei, Film und Freundlichkeit. Vor zwanzig Jahren begann das Festival in einer nahe gelegenen Turnhalle mit Tanz-, Video- und ähnlichen Workshops. Mit den Jahren folgten Konzerte, Ausstellungen, ein Openair-Kino. Aus einer kulturellen Sommer-Universität wurde ein Gesamtkunstwerk: ein Potpourri, welches in weiter Umgebung einzigartig bleibt und die Künstler der nahen Umgebung fördert. Das Motto des Poolbar-Festivals: «Von Nischen bis Pop». Namhafte musikalische Gäste sind die Goth-RockBand HIM, die schottisch-kanadischen Folk-Punker The Real McKenzies, die Alternative-Rock-Grössen Maximo Park oder The Dandy Warhols aus dem amerikanischen Indie-Mekka Portland, Oregon. Aber das Spannende am Festival bieten die Nischen: Zum Beispiel die Queer-Pop-Band The Hidden Cameras, die bereits zwei Mal den Pool mit fröhlichen Melodien gefüllt hat. Oder Bilderbuch, Österreichs jüngste Art-Pop-Lieblinge (und Reinkarnationen von Falco). Oder das Projekt poolbar/generator: Im Februar haben Workshop-Teilnehmer gemeinsam mit der Wiener Band Sofa Surfers Remixes, Bühnenbilder und ähnliches entworfen. Das Resultat zeigt und spielt die TripHop- und Pop-Band am Poolbar-Festival. Der Pool wechselt bekanntlich jährlich sein Kleid, auserlesen mit einem Architektur-Wettbewerb. Einige Beispiele aus vergangenen Jahren: ein Zauberwald im Hallenbad, interaktive Dada-Kunst an den Wänden, rustikale «Holz-Hüsle» mit Höhlenmalereien. Auf ein fröhliches Eintauchen in einen Pool voller Popkultur! David Nägeli Poolbar-Festival Altes Hallenbad Feldkirch. 4. Juli bis 17. August. poolbar.at

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Theater Europa? 1. Autorenlabor in Konstanz


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Gepäckausgabe Kunst-Ereignisse in Glarus Einst wurden im Güterschuppen des Bahnhof Glarus Stückguttransporte aus ganz Europa abgefertigt, der anfallende Papierkram wurde im Büro der Gepäcksausgabe erledigt. Nach langer Zeit des Leerstands weht ein frischer Wind durch das SBB-Areal im Glarnertal. Heute wird hier gehämmert und zersägt, verklebt und bepinselt, kurz: gestaltet. Wenige Meter vom Glarner Kunsthaus entfernt ebnet der nicht kommerzielle Raum das Terrain für zeitgenössische künstlerische Positionen: Während eines halben Jahres, von April bis September, laden die beiden Kuratorinnen Katharina Lang und Martina Jakober junge Künstlerinnen und Künstler ein, auf den geschichtsträchtigen Ort zu reagieren. Das Versuchsprojekt hat in der ersten Hälfte grossen Anklang gefunden. Das Prinzip ist einfach, erlaubt (fast) alles: Statt weisser Leere gilt es einen älteligen Büroraum mit Fächern und Schränken, Korpus und Tresor zu bespielen. Den Künstlern und Künstlerinnen bleiben jeweils sechs Tage Zeit, auf das Bestehende und die Interventionen der Vorgänger zu reagieren. Das Ergebnis: stete Transformation mit unbekanntem Ausgang. Seit zwei Jahren funktioniert der lange Zeit ungenutzte kleine Raum an der Nordfassade des Güterschuppens als erweitertes Aktionsfeld des Glarner Kunstvereins. Dabei dient er nicht nur der Vermittlung eines kunstinteressierten Publikums, die zentrale Lage provoziert den Austausch mit Menschen, die den öffentlichen Raum rund um den Bahnhof als ihr Freizeitrevier betrachten. Der Aktionsradius wird diesen Sommer zusätzlich erweitert dank der Triennale im Klöntal: «A Place Like This» zeigt gegen 25 internationale Positionen im Kunsthaus Glarus und an ausgewählten Orten hinten im Klöntal. Das oberhalb von Glarus gelegene Tal fern von jeglichem Massentourismus nährt bis heute Vorstellungen einer idealen Utopie, denen «A Place Like This» nachspürt. Grund genug also, diesen Sommer das Glarnerland zu besuchen. Es warten überraschende künstlerische Interventionen, und bei den Vernissagen der Gepäckausgabe herrscht eine lockere Atmosphäre mit Wurst vom Grill. Katharina Flieger 5. Juli, Gepäckausgabe 4 / Louise Guerra 2. August, Gepäckausgabe 5 / Denis Handschin 6. September, Gepäckausgabe 6 / Maja Hürst / TIKA gepaeckausgabe.wordpress.com A Place like this – Klöntal Triennale. bis 10. August. kunsthausglarus.ch

Geschichtsträchtig unanständig Götz Widmann ist auf Durchreise Vergangenen Sommer traf ich Götz Widmann zufällig in Schwellbrunn in einer Scheune, weit ab von der Hauptstrasse. Der Liedermacher aus Heidelberg besuchte auf einem Kleinst-Openair, das wegen des Regens nach drinnen verschoben werden musste, seine Liedermacherfreunde Panne Bierhorst, die an diesem Abend eben gerade da spielten. Daher dieses überraschende, skurrile Set-up: der Godfather des Liedermaching im Kuhstall. Eher skurril ist auch seine neue Single «Bärndütsch isch ä huere schwäri Sprach», eine Reggae-Nummer, die er in besagter Schwellbrunner Scheune zum Besten gab. In einem, zumindest für Ostschweizer durchaus annehmbaren Berner Dialekt, singt er ironisch lachend «Jaja, i weiss, dr SVP geiht dass i hie bi uf dr sack – Dr Tütsch isch am Schwitzer sin Pollack», um gleich darauf zu erklären, dass er wegen der Geschwindigkeitsbegrenzung bei 120 km/h auf der Autobahn inzwischen nur noch Fahrrad fahre – da wirft einer mit Klischees um sich, dass einem Angst werden könnte. Der Ex-Joint-Venture Musiker, der sich, wenns ihm schlecht geht, Politiker beim Ficken vorstellt, hat inzwischen seinen Lebensmittelpunkt ins beschauliche bernische Biglen verlegt. Doppelbödige Ironie ist ein viel verwendetes Stilmittel seiner deutschen Lieder, er singt von Liebe, Alkoholismus, Kiffen und entdeckt dabei plötzlich, dass er schwanger ist, aber nicht weiss, wer die Mutter ist. Mit kreisrunden Gedankengängen erzählt er vom Saufen, das man zwar lassen soll, aber dabei was verpassen würde. Und: Beim morgendlichen, verkaterten Blick in den Spiegel wird ihm klar, dass, wer morgens ausschaut wie er, abends einfach saufen muss. Ein andermal wird er zum Dieb, weil er auf einem guten Weg etwas Gutes fand. Solch humorvolle Lebensweisheiten bringt Widmann seit nunmehr 21 Jahren unter die Leute und ist damit zum Fixstern des deutschen Liederhimmels geworden. Er hat keine Berührungsängste, kleine Konzerte vor zwanzig Leuten in einer Schwellbrunner Scheune zu spielen, und dies macht ihn wirklich gross. Äuuää dä schoo – potztuusig! Michael Felix Grieder Götz Widmann Löwenarena Sommeri. Im Garten. 19. Juli. Musikfestwochen Winterthur. Kirchplatz. 17. August. Burg Clanx Open Air. Appenzell. 31. August.

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Azteken-Giraffen-Techno-Tai-Chi Feuer und Flamme für Magiska und Sonnentanz

Indigenes Elektro-Volk

«Your journey begins deep in a riddle to find a new mysterious world to open the gates of dance.» Das ist nicht etwa eine Anspielung auf Huxleys berauschte Pforten – obwohl die Wahrnehmung in der Degenau sicher auch versinnlicht werden kann bei Interesse –, sondern der Slogan des Sonnentanz-Trailers. Dieser kommt etwas martialisch daher mit all dem Feuer und seinem Gladiatoren-Soundtrack, will aber auf die Dekoration des Geländes verweisen. Erdacht wurde sie von einem belgischen Fachmann. Spektakulär soll sie sein, seine südamerikanische Aztekenwelt, meint der Veranstalter. Dazu gibt es zwei Tage lang die passenden Rhythmen für alle möglichen Sonnen- und Regentänze: Electro, Deep House, Drum’n’Bass, Minimal – EDM halt, Electronic Dance Music (darf man dieses Wort heute überhaupt noch benutzen?). Zwei der insgesamt vier Bühnen werden unter anderem von Ostschweizern gehostet (Klangwelt7, Raumstation), auf der Main Stage feiern dann die grossen Nummern wie Techno-Legende DJ Rush, die etwas jüngeren DJ-Jungs von Moonbootica aus Hamburg und Achtung, leider geil: Deichkind, die Punks mit TechnoRap aus ebenda. Für St.Gallen in Jonschwil: Phunksta & Wodka mit ordentlich Bass.

Dort, wo die Sitter lebt

viil vodä Region för d’Region: Flieder ist da, Kafi-D ist da, Odium & The Dawn haben sich angemeldet und der Klangforscher und Bass(t)art.os und Shoudelistix und, und, und irgendwann sind auch die hungrigsten Ohren gestopft.

Nur Tier-Parkplätze

Alles in allem wird das wohl ein sehr magisches Wochenende mit den umtriebigen Open Air-Müttern und -Vätern. Unterstützt werden sie unter anderem vom Jugendsekretariat St.Gallen, dem H.E.A.R. Kollektiv und den jungen UnraumKunstmenschen. Was das ganze Feiern eigentlich bringen soll, erklären die acht Liebespiraten aber selber: «Mit diesem Fest setzen wir einen Samen in unsere Welt, um den sonst oft so grau scheinenden Alltag aufzugrünen und einen stark verwurzelten und lebendigen Baum wachsen zu lassen.» Aha, und dieser Baum steht? «… für eine Kultur der Verantwortung, Toleranz, Naturverbundenheit, Nachhaltigkeit und zu guter Letzt natürlich dem freien intuitiven Spiel.» Geil. Bei so viel Elan und Farben und Liebe und Zuversicht braucht man sich auch nicht mehr zusätzlich zu berauschen im schönen Bernhardzell. Bei den Magiskas, so scheint es, sind die Pforten der Wahrnehmung auch so schon weit offen. Für alles, was kommt – nur nicht für Autos, weil Parkplätze hats keine. Überflüssig, wenn auch der Rest auf Zebra-Giraffen daherreitet. Corinne Riedener Magiska. Schöntal bei Bernhardzell. 10. bis 13. Juli. magiska.ch Sonnentanz. Degenaupark Jonschwil. 8. und 9. August. sonnentanz-festival.com

Wer will, kann die beiden Drum’n’Bass-Verständigen schon im Juli befeiern: am zweiten Open Air-Kind, dem MagiskaFestival, zu finden in einem verwunschen-schönen Tal bei Bernhardzell, wo die Sitter lebt. Organisiert wird die viertägige Hippie-Sause von «acht jungen Piraten, die öfters gemeinsam auf Zebras und Giraffen dem Sonnenuntergang entgegen reiten, Abenteuer erleben und Liebe streuen», berichten jene, die sie vorbeireiten gesehen haben. Ziel des MagiskaVereins: die Welt verbessern. Mit ganz viel Magie, Seifenblasen-, Tai Chi-, und Blüämli-Sex-Workshops, Yoga-Sessions, Visuals, Vorträgen und Body-Painting – got the Hippie-picture? Wie es sich für echte Wald-und-WiesenblumenKinder gehört, will das straffe Kreativ-Programm mit Musik abgerundet sein. Aber Grenzen sind wie BHs, sie schränken die Bewegungsfreiheit ein, und so lässt sich auch das Line Up nicht in ein einziges Genre quetschen. Das akkustische Programm ist sozusagen multimusikulturell. Da ist der Balkan genau so vertreten wie die Rastafaris oder die Ostschweiz. Ganz

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Saiten 07/08/2014

Diesen Sommer werden gleich zwei neue Musik-Festivals das Licht der Welt erblicken. Geboren im ewigen Feuer werden sie die Tanzwut entfachen und die Erdlinge in eine fremde Welt entführen – zumindest ein Festival, wenn man dem YouTube-Trailer glauben darf: das Sonnentanz in Jonschwil. Mit dem gleichnamigen Saxophon-Synthi-Gedudel der österreichischen Elektroproducer von Klangkarussell hat es allerdings wenig zu tun, abgesehen vom Musikstil.


Saiten 07/08/2014

Raus auf die Gass! Livemusik der Winterthurer Clubs Dass Sommer ist, merkt man in Winterthur, wenn es keinen Platz mehr in den Gartenbeizen hat, wenn die Kinder im Judd-Brunnen plantschen und keiner mehr Konzertlokale besuchen mag. Also nichts wie raus an die laue Sommernachtluft! Das tun auch die vier Winterthurer Clubs Albani, Kraftfeld, Gaswerk und Salzhaus. Zum Saisonschluss bringen sie die Musik unter dem Motto Musik on Thur hinaus auf die Gasse. Am 12. Juli spielen ab 14 Uhr auf dem Kirchplatz vier Bands, die das Programm der vier Clubs repräsentieren. Das Kraftfeld hat seine Lieblingsrapperin eingeladen: Yarah Bravo aus Schweden zeigte bereits einmal auf dem Sulzerareal eine energiegeladene Show und zog das Publikum mit viel Soul und Sympathie in ihren Bann. Gloria Volt stehen für den Winterthurer Hardrock, den es sonst vor allem im Gaswerk zu hören gibt. Mit dem DJ Unda aus Zürich steht auch ein Vertreter der elektronischen Musik, wie sie regelmässig im Salzhaus aufgelegt wird, auf dem Programm. Und auch Velvet Two Stripes aus St. Gallen – von «20 Minuten» als die coolste Band der Schweiz betitelt – folgten dem Ruf des Albani. Dass der freche Soundmix aus Blues, Grunge, Rock, Punk und Pop auch an Openairs funktioniert, bewiesen die drei Musikerinnen letztes Jahr an den Musikfestwochen. Diese haben auch 2014 Entdeckungen zu bieten. Am 13. August eröffnet die Livesensation der Stunde, Kakkmaddafakka aus Norwegen, mit ihrem charmanten Indierock das zehntägige Festival auf der Steinberggasse. Auf dem Kirchplatz machen gleichzeitig Stahlberger und Band den Auftakt. Das Programm hat für jeden Musikgeschmack etwas dabei: Hip-Hop von Käptn Peng, Indie von Balthazar oder Elektronisches von Sohn, Rock’n’Roll und Soul mit Nick Waterhouse, Elektroswing von Klischée & Band, Afrobeat mit Ebo Taylor, Balkan und Gypsy mit Berlinskibeat und Rock mit East Cameron Folkclore. Daneben werden an der WintiNight am 17. August mit Death Of A Cheerleader, MyKungFu, Phumaso & Smack und Rabbit Lesson vier Perlen aus Winterthur präsentiert. Mit den Rockbands Triggerfinger und Airborne und den wunderbaren Folk-Klängen von Damian Rice, Other Lives und Broken Twin bieten die Musikfestwochen weitere spannende Programme, bevor sie die zehn Tage mit Elbow, Nada Surf und James Walsh von Starsailor ausklingen lassen. Da gibt es nur eines: raus auf die Gasse. Sandra Biberstein

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Malerisch und weltoffen Das Kulturfestival im Museumshof Es ist ja Sommer, und wenn alles sinngemäss verläuft, klatscht die Sonne die Leute in der Stadt tagsüber zu halbtoten Fliegen – in die Balkonliegestühle, in die Weihern oder in den Rumpelzug, runter an den grossen See. Wenn’s dann abends wieder erträglicher wird, ist das Kulturfestival in St.Gallen eine gäbige Sache. Na gut, das Programm: Für Musikverbissene könnte es etwas seicht und ungefährlich daherkommen. Doch denkt man sich die kulinarischen Eckpunkte hinzu, die wunderbar malerische Lage im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums, lohnt es sich alleweil. Beim beliebten Kulturfestival, das nach einer renovationsbedingten Zwangspause jetzt wieder stattfindet, geht’s ums Ganze, und nicht nur um die Bühne. So werden im Vorlauf auch noch die WM-Viertelfinals übertragen, wie auf so manchen Aussensitzplätzen. Doch jetzt zur Bühne, und was darauf so passiert: ein bisschen Cabaret (Ennio Marchetto, der lustig in verschiedene Rollen des Musik-Bizz von früher bis heute schlüpft, sodass man erst schmunzelt und sich dann kritisch fragt: Was für Spielchen treibt der Pop mit uns?) und sehr viel Musik. Und zwar aus sehr vielen Ecken dieser Welt. Rupa & The April Fishes (23. Juli) ist symbolisch dafür: Die heutige in Amerika lebende Frau hat indische Wurzeln, lebte aber in Frankreich, Spanien und den Staaten. Entsprechend weltoffen und bunt klingt auch ihre Musik. Ein weiteres farbiges Highlight ist bestimmt Skip & Die (30. Juli). Das Zusammenspiel zwischen der südafrikanischen Sängerin Cata Pirata und dem holländischen Produzenten Jori Collignon mischelt an der Grenze zwischen Mainstream und experimentellem Sound mit. Und da mischeln sie ganz schön fest: Mexikanischer Cumbia trifft auf afrikanische Beats, jamaikanischer Reggae oszilliert in der Kombination mit europäischem Pop. Doch es passiert noch so viel anderes während den drei vollgepackten Wochen, mitten im Stadtpark. Man schaue und höre und staune am besten selbst. Marco Kamber Kulturfestival Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen. 15. Juli bis 2. August. kulturfestival.ch

Tag der Livemusik. Kirchplatz Winterthur. Music OnThur mit Gloria Volt (W’thur), Yarah Bravo (SWE), Velvet Two Stripes (SG) & Unda (ZH). Samstag 12.Juli, 14 Uhr. Musikfestwochen. Steinberggasse und Kirchplatz Winterthur. 13. bis 24. August. musikfestwochen.ch

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Seinen Höhepunkt erreicht das Spiel aus Sonnenlicht und Schatten jeweils im Sommer, wenn dank neuster Solartechnik das Kino wieder zum eigentlichen Lichtspiel wird. Die beiden Winterthurer Reto Schmid und Christof Seiler haben vor sieben Jahren ein solarbetriebenes Kino gebaut, das seither die Schweiz erobert – verstaut in zwei Anhängern, die sich einfach per Velo und ÖV transportieren lassen. Das Prinzip des «Cinéma Solaire» besticht durch seine Einfachheit: Das tagsüber eingefangene Sonnenlicht wird abends wieder freigelassen und durch den Projektor auf die Leinwand geschickt. Sessel, Schemel, Decken und Kissen muss das interessierte Filmpublikum selber mitbringen. Dank der mobilen Anlage lassen sich nicht bloss (ost-)schweizerische urbane Nischen bespielen: Das solarbetriebene Wanderkino ist über Stadt und Land bereits bis Georgien und Nepal gereist. Die 2012 gegründete Genossenschaft Solar St.Gallen hat von «Cinéma Solaire» erst ein Kino gemietet, letztes Jahr hat sie sich ihr eigenes Kino zusammengebaut, welches auch diesen Sommer die Stadt St.Gallen belichtspielt. Gezeigt werden Schweizer Dokumentar- und Spielfilme sowie Kurzfilme aus dem Programm der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur 2013. Wie der Sonnenstand wandert auch das Kino: Sofern das Wetter mitspielt, finden die St.Galler Vorführungen auf dem Gallusplatz (More than Honey, Akte Grüninger), in der Frauenbadi Dreilinden (Adams Äpfel), auf dem St.Mangen-Platz (Kurzfilme) und im Schulhaus Blumenau (The World’s fastest Indian, Hasta la vista) statt. Bei Regen und Sturm wird das Kino in der Offenen Kirche zu Gast sein. In Winterthur fördern die nomadisierenden Kinobetreiber des «Cinéma Solaire» den Filmgenuss im von Platanen bedeckten Graben in der Altstadt (The Straight Story, Like Father Like Son, Les Petites Fugues, The Philadelphia Story) und beim Bistro Portier am Rande des Lagerplatz-Areals (Wadjda, Fantastic Mr. Fox, North by Northwest, La délicatesse). Hochsommerlicher Filmzauber ist garantiert. Katharina Flieger Cinema Solaire. Winterthur. 30. Juni bis 2. August. cinema-solaire.ch

Die Nacht wird rot Der Sommer im Kinok: von Kieslowski bis Lynch Freiluft-Kino? Eigentlich ein schrecklicher Irrtum. Eine Fehlinterpretation. Der Reiz des Kinos ist ja gerade, dass man die Umgebung ausblendet, alles um sich vergisst und sich ganz auf die Bilder auf der Leinwand konzentriert. Dafür braucht es einen Saal. Am besten einen halbleeren. Aber draussen? Mücken, unbequeme Stühle, Leute mit grossen Köpfen. Und dann beginnt es (in St.Gallen) meistens auch noch zu regnen. Oder es ist (in St.Gallen) kühl. Faserpelz und Regenjacke, so heisst der Openair-Kino-Dresscode. Andererseits: Es hat dafür genug Publikum. Immer. Im Sommer ist in St.Gallen sonst nichts los. Grabenhalle, Palace, Theater; alles in der grossen Pause. Und es gibt bei Freiluftvorstellungen diesen besonderen Moment: Dann, wenn es endlich dunkel genug geworden ist, niemand mit der Regenjacke raschelt – und die ersten Bilder auf die Leinwand projiziert werden. Die alte Magie des Kinos. Funktioniert immer. Das Kinok ist neben dem Xenix noch das einzige Programmkino in der Schweiz, das im Sommer Freilichtvorführungen anbietet. Sie höre immer wieder, wie sehr die besondere Atmosphäre von Besucherinnen und Besuchern geschätzt werde, erklärt Kinok-Leiterin Sandra Meier. Hauptgrund für den sommerlichen Effort dürfte aber die Lokremise sein: Der Ort sei einfach schön und brauche keine Inszenierung, sagt sie. Thema des Freilichtprogramms ist dieses Mal die Farbe Rot. Rot wie im Filmtitel des letzten Werks von Krzysztof Kieslowski: Trois Couleurs: Rouge. Rot wie die Haare der rennenden Lola in Tom Twykers Grossstadt-Film, rot wie die Kleider von Emmanuelle Béart und Fanny Ardant in Nathalie. Es gibt aber auch das andere Rot, das der Wut. Wie in Taxi Driver. Natürlich ist Rot im Film vor allem die Farbe für Blut: Besonders in Sin City. Ausserdem gehört Rot zu den starken Farben, die Aki Kaurismäki in seinen Filmen einsetzt, in Drifting Clouds beispielsweise. Dann gibt es auch einen Film, der ganz in Rot getaucht zu sein scheint, weil die Farbe Gefahr bedeutet: Twin Peaks von David Lynch. Andreas Kneubühler Kinok. Lokremise St.Gallen. 10. Juli bis 9. August. kinok.ch

Solarkino. St.Gallen. 21. bis 23. und 28. bis 30. August. solarkino-sg.ch

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Honig und Äpfel Lichtspiele mit der Sonne – Solarkino in Winterthur und in St.Gallen

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Ohne Favelas Out in the Green Garden im Botanischen Garten Von Nationalfeiertag die Nase voll? Zum fünften Out in the Green Garden verwandelt sich der Botanische Garten Frauenfeld in einen Dschungel aus Lichterketten und Kulturblüten. Am 1. und 2. August wird am KAFF-Openair im Garten auf der Gegenfahrbahn musiziert: Die Schaffhauser «Geischterfahrer» Papst & Abstinenzler fahren mit trockener Mundart-Musik gegen den Strom der Welt. Und nach den «Geischterfahrern» im schwarzen Oldtimer folgt das BassMobil: Erwin Stereo sind mit dem Dub-Bus auf Tour und besuchen den Garten. Offbeats aus dem Transporter – mit dem genialsten Rider der Welt: 1 x 230 Volt. Das freut den (Tief-)Tontechniker. Zurück zum 1. August: Rütlischwur und so… – am Out in the Green Garden werden bevorzugt andere Mythen kolportiert. Zum Beispiel nie veröffentlichte Grimm-Märchen des St.Galler Electroblues-Duos Loreley & Me. Oder Space-Stories von der Breakbeat- und Reggae-Band BUMshankar. Oder die Sagen des Señor Magia Obscura – erzählt von der Stoner-Rock-Band Addicthead. Und noch viele mehr. Hübsche Alternativen zu Rütli-Reden sind auch auf der offenen Kleinkunstbühne in der Rondelle zu erwarten. Moderiert wird die sogenannte «Pseudosphäre» von Jünther Bauch, bekannt aus verschiedenen Formaten des Live-Trash-TV. Darbietungen aller Art sind willkommen – und werden von Jünther Bauch vielleicht mit Brandy bejubelt. Ab nächtlicher Stunde kann man den Botanischen Garten im Zweikanalton erkunden: Zur Kopfhörerparty gibts allzeit zwei DJs auf zwei Kanälen – um mit Techno oder Balkan Beats durch die Bäume zu streifen. Und vielleicht hört man auch mal eine Gruselgeschichte auf dem einen Kanal – ein klein wenig Walpurgisnacht darf sein. Leider kann sich das geneigte Publikum – anders als am Openair Frauenfeld – am Out in the Green Garden keine Favelas fürs Wochenende mieten. Und Villen mit WLAN gibts auch nicht. Aber unter Bäumen ist Kultur sowieso besser gebettet. David Nägeli Out in the Green Garden. Botanischer Garten.Frauenfeld. 1. und 2. August. kaff.ch

Zeitenwenden Theater im Palazzo und im Botanischen Garten Freies Theater zum Ersten, Zeitenwende zum Ersten – und einen Trip in den Süden wert, zu Barone Utopia. Tommaso Francesco Maria de Bassus, Bündner Adliger und Aufklärer, will im 18. Jahrhundert von seinem Palazzo Massella in Poschiavo aus die Welt verändern und lässt sich unter anderem mit dem Orden der Illuminati ein. Heute ist der Palazzo ein Hotel, und dort setzt der St.Galler Regisseur Oliver Kühn von Theater Jetzt die Lebensgeschichte des Barons in Szene. Zur Seite steht ihm ein Laienensemble mit Spielern aus dem Tal, aus Norditalien und aus dem Unterland. Trägerschaft ist die «Filodrammatica Poschiavina», mit der Kühn schon 2006, in der Produktion Bernina Express 65, gearbeitet hat. Was Oliver Kühn am Stoff interessiert? Zum einen ist es die Figur des Barons, die er nicht mit dem ganzen historischen «Ballast» auf die Bühne bringen will, sondern mit Fragen wie: Wie macht, wie modelliert einer seine Karriere? Was ist das überhaupt, eine Karriere? Hat sie ein Eigenleben, hat sie eine Moral? Kühn lacht: «Bei uns ist die Karriere eine rechte Schlampe geworden …». Ob das im Puschlav allen so ganz passen werde, sei nicht sicher. Zum andern interessiert den Regisseur der Umbruch Ende des 18. Jahrhunderts: «Es ist eine Epoche, in der die Welt nicht mehr wusste, wie es weitergehen soll.» Vieles wurde neu gedacht, neu organisiert, Aufklärung und Scharlatanerie liegen nahe beieinander – eine «gesellschaftliche Freakshow», sagt der Regisseur und schlägt daraus seine theatralischen Funken. Freies Theater zum Zweiten, Zeitenwende zum Zweiten – diesmal ganz nah: Parfin de Siècle widmet seine traditionelle Sommerproduktion im Botanischen Garten St.Gallen den 1930-Jahren. Jazz und Swing, Depression und aufkommender Faschismus, Galgenhumor und Ängste: Bittersüsse Schokolade heisst das Programm mit Liedern, Fakten und Texten von Tucholsky, Horváth, Kraus, Ringelnatz und anderen. Arnim Halter und Regine Weingart stellen wiederum mit der Autorin Ruth Erat die Texte zusammen. Es spielt das bewährte Parfin-Team. Und von ihm sind, laut Vorankündigung, auch Seitenblicke und -hiebe vom Damals auf die heutige Zeitenwende, auf aktuelle Umbrüche zwischen Immobilienblase und Rechtspopulismus zu erwarten. Peter Surber Barone Utopia. Hotel Albrici Poschiavo. 15. bis 31. August. theaterjetzt.ch Bittersüsse Schokolade. Botanischer Garten St.Gallen. 13. bis 30. August. parfindesiecle.ch

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Saiten 07/08/2014

Gut gebrüllt Die Wiler Kulturlöwen feiern im Gare de Lion ihr Vierteljahrhundert Seit 1985 brüllen in Wil die Löwen, 1989 haben sie sich mit der Remise einen Raum für Alternativkultur erkämpft. Für den Verein Kulturlöwen gab es damals viele Sticheleien von Wiler Medien und Meinungsträgern: Von einem «Lärmzentrum» war die Rede, von «unheimlicher Zustimmung» seitens der Kulturinteressierten. Und von «jugendlichen Vandalen», als Unruhen in der Stadt mit einer Besetzung endeten. (Der «Kampf» ist hier keine leere Kriegsmetapher.) Ein langer Dialog mit der Stadt, eine alte Remise – und unzählige Stunden Freiwilligenarbeit später zog Kultur in den heutigen Gare de Lion ein. In den Bahnhof der Löwen. Diesen August brüllen die Löwen voller Stolz zum Vierteljahrhundertfest – mit einer Ausstellung in alten SBBWagen, die einen Blick auf die letzten dreissig Jahre Wiler Alternativkultur bietet. Und bei der man merkt: Die Hindernisse für Kulturlokale haben sich bis heute wenig verändert. Gefeiert wird auch laut: Mit fröhlichem (Electro-) Pop von We Have Band und The Lanskies, mit verträumtem Folk von der irländischen Musikerin Wallis Bird. Und natürlich auch mit Freunden der Löwen: Mit den Offbeat-Liebhabern Drops, die ihr erstes Album in der Remise getauft haben, oder der Wiler Rockband Shelta Flares. Und noch vielen mehr. Die Ostschweiz kann sich freuen, dass die Forderungen der Kulturlöwen erfüllt wurden, die sie 1985 von der Laderampe der Löwenbräu-Brauerei brüllten. Damals sang die Band der Löwen über den Klassiker von Marmor, Stein und Eisen bricht: «Au tanzä wömmer noch allne Regle / doch ohni Ort do gömmer go chegle / mer bruuched Platz zum Bei verrenke / dä chönd er üs doch wirklich schenke». Gut gebrüllt, ihr Löwen! David Nägeli Gut gebrüllt, Löwe! Gare de Lion. Wil. 8. und 9. August. garedelion.ch

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Grenzen durchtanzen Der TanzplanOst startet in St.Gallen und Herisau Tanz lässt sich nicht auf blosse Bewegung einengen. Er durchbricht sprachliche Barrieren und experimentiert mit verschiedensten Ausdrucksweisen. Die tänzerische Verschmelzung mit anderen Kunstformen ist Thema der diesjährigen Ausgabe von TanzPlan Ost: Nach dem «Spagat zwischen Publikum und Bühnen» 2010 und dem «Sprung über Generationen» 2012 lädt das Festival ab August zu «Tanz im Schrittwechsel». Im Rahmen einer Tournee zeigen zehn Kompanien an jeweils zwei Abenden ausgewählte Stücke an unterschiedlichen Orten. Speziell für den Anlass geschaffen wird das Tanzprojekt «dazwischen» der Vorarlberger Choreographin Renate Graziadei. Es entsteht in Zusammenarbeit mit 10 Tänzerinnen, dem Musiker Enrico Lenzin und dem Soundtüftler Strottr Inst. alias Christoph Hess. Alle Stücke haben in ihrer individuellen Grenzüberschreitung eines gemeinsam: Sie setzen sich mit Kommunikation und Partnerschaft auseinander. Premiere ist in St.Gallen, wo TanzPlan Ost vom 14. bis 17. August in der Lokremise gastiert. Weitere Stationen sind Herisau, Steckborn, Chur, Dornbirn und Schaan. In Winterthur fällt am 22. November der Schlussvorhang. Bezeichnend für das Festival sind laut Aline Feichtinger von der Projektleitung Bandbreite sowie Gemeinsamkeiten der beteiligten Kompanien: «Sie alle haben Bezug zur Ostschweiz oder sind hier tätig – ein Anlass aus der Region für die Region.» Weitere Vielfalt verspricht in St.Gallen das Rahmenprogramm: In Zusammenarbeit mit dem Kinok findet ein Kurzfilmabend statt, der Tänzer und Performancekünstler beleuchtet und dabei Unterschiede sowie Berührungspunkte dieser beiden Kunstformen dokumentiert. Eine Live-Performance der Zeichnerin Lika Nüssli im Foyer der Lokremise zeigt auf, wie global und vernetzt der Tanz ist – auch in der Ostschweiz. Schliesslich feiert die Museumsnacht St.Gallen am sechsten September ihr zehnjähriges Bestehen unter dem Motto «Tanz». Damit ist die Liste der Rahmenanlässe des Tanzfestivals jedoch nicht zu Ende – ganz im Sinne der interdisziplinären Vielfalt. Stefan Späti TanzplanOst Lokremise St.Gallen. 14. bis 17. August. Tanzraum Herisau. 22. und 23. August. Weitere Stationen im Oktober und November. tanzplanost.ch

KULTURSOMMER


«H.R. Fricker hat 9 Fotos hinzugefügt.» Das war der Satz, dann folgten Datum und Zeit und die Bilder, und man war wieder, wörtlich, im Bild. Das ganze Jahr 2013 lang hat Fricker von seinem Trogner Wohnhaus und Büro für künstlerische Umtriebe aus mehr als hundert Wanderungen unternommen. Der praktische Anlass: Fricker musste abnehmen. Und entschloss sich für die Strategie «Aufnehmen beim Abnehmen». Die Ernte seiner Wanderungen, immer schön neunfach, stellte der Künstler jeweils auf Facebook. Und erntete reichlich Kommentare – Ahs und Ohs und «Wo ist das denn?» und «Ah, ihr habt Sonne» und so weiter. Erst ist es Winter auf den Bildern, die Fricker jetzt im von ihm konzipierten Museum für Lebensgeschichten in Speicher gesammelt ausstellt. Dann wird es Frühling, und Fricker macht seine Gänge zum «Landschaftsdienst» für Freundinnen und Freunde. Mal ist es neblig, und die Bilder schieben «die Welt vor sich her». Mal gibt es ein «morgendliches Lustwandeln», eine Schlamm- oder Kompressorwanderung, die nähere und weitere Region kommt ins Bild und zwischendurch Berlin, manchmal wirft der Fotograf seinen Schatten, widmet einem verstorbenen Freund eine «Trauerwanderung», entdeckt Natur- und Hausschönheiten, seltsame Steine, Bodenmuster. Menschen kommen fast nie ins Bild – umso facettenreicher ist Fricker selber für seine Facebook-Freunde präsent im Verlauf dieses wegreichen (und am Ende 15 Kilo leichteren) Jahrs. Die Ausstellung in Speicher mit dem Titel «Nur Sender kann man orten» ergänzt Fricker durch eine kleine Retrospektive. Einen frühen Startpunkt markiert die MailArt-Show 1982 in der Hüttschwendi in Trogen. Es folgen die Anagramm-Arbeiten mit dem Höhepunkt Glasnost – Angstlos, danach der Einsatz fürs Frauenstimmrecht, die Ortsbeschilderungen, das Alpstein-Museum, der Heidener Tisch für Friedensgespräche 2010 – und schliesslich: Facebook. Frickers nächster Gang gilt seiner eigenen Lebensgeschichte, herausgegeben im Rahmen der Schriften des Museums. Im August ist Buchvernissage; die Ausstellung dauert bis Oktober, nicht ganz so lang wie Frickers Wanderdienst. Peter Surber Museum für Lebensgeschichten. Speicher. Bis 26. Oktober Buchvernissage. Obergerichtssaal Trogen. 22. August, 19.30 Uhr. museumfuerlebensgeschichten.ch

Affen und Mönche Ein Familienausflug nach Salem und Unteruhldingen Für den Tierpark allein wäre der Weg ans nördliche Bodenseeufer etwas weit. Zumal der Affenberg, Deutschlands grösstes Freigehege mit über 200 Berberaffen, südwestlich von Salem liegt – ein wenig abseits also. Dennoch zieht er wie ein Magnet, was sich auf dem Parkplatz ebenso bemerkbar macht wie in der Warteschlange vor dem Kassenhäuschen. Zu sehen gibt es auch hier schon genug: eine frei fliegende Brutkolonie von Weissstörchen. Zwanzig Horste, in jedem sitzen ein paar Jungvögel und schauen auf die in der Schlange schwitzenden Besucher herab. Die Eltern klappern und füttern die Jungen. Darauf freuen sich die Kinder am meisten: Oben im Wald, wo die Berberaffen frei herumrasen, dürfen sie selber Futter austeilen – ungesalzenes Popcorn. Weswegen die Affen auch nicht so sehr rasen, sondern meistens gemütlich herumsitzen und leicht gelangweilt die Popcornhäppchen von der flachen Hand abgreifen. Menschlich verpflegen kann man sich im Biergarten mit Selbstbedienung; einen Spielplatz gibt es ebenfalls – allerdings wenig Schatten. Einen halben Tag hat man anschliessend noch übrig. Gut, wenn es ein Sonntag ist. Bis November stehen im benachbarten Kloster und Schloss Salem Kinderführungen auf dem Programm. «Auf den Spuren der weissen Mönche» erfahren Kinder ab sechs Jahren dabei einiges über das Leben im ehemaligen Zisterzienserkloster. Sogar wie es sich anfühlte, im Habit der Zisterzienser durch die Gänge des Klosters zu wandeln, können kleine Mönche auf Zeit ausprobieren: Dafür steht ein Kleiderständer mit Ordensgewändern in Kindergrösse am Eingang. Der Rundgang in weissem Chorhemd mit schwarzem Skapulier und Kordel um den Bauch führt durch den Kräutergarten ins einstige Refektorium, die Klausur und das Chorgestühl des Münsters. Eine Tonsur wird zum Glück nicht auch noch gleich rasiert. Wer kein Auto hat, nutzt für den Weg zwischen Salem und Affenberg den Erlebnisbus – Gelegenheit, noch einen Abstecher in die Steinzeit zu machen und «Uhldi», den Steinzeitmann aus der Pfahlbausiedlung in Unteruhldingen zu besuchen. Das archäologische Freilichtmuseum bietet während der Sommermonate neben Führungen für Familien mit «Steinzeitparcours» auch Workshops an: sonntags beispielsweise Kochen auf steinzeitliche Art – und Feuermachen mit Uhldi. An heissen Tagen springt man anschliessend am besten in den Bodensee. Oder bleibt in der Nähe von Salem und badet im Schlosssee bei Mimmenhausen. Bettina Kugler Kloster und Schloss Salem: Kinderführung bis 1. November jeden Sonntag 15 Uhr. salem.de Affenberg: täglich 9–18 Uhr. affenberg-salem.de Museum Unteruhldingen: April – September täglich 9 –18.30 Uhr. pfahlbauten.de

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Landschaftsdienst H.R. Frickers Facebook-Wanderungen und Lebensgeschichte als Ausstellung und Buch

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Georg Gatsas: Brixton/Pope,s Road

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Ghosts of my Life heisst der neue Essayband des britischen Kulturtheoretikers Mark Fisher. An der Buchvernissage in London verwies Fisher auf Burial, den Hyperdub-Produzenten, dessen Sounds sich in den Bildern meiner gesamten Signal The Future-Serie stark ausdrücken. Neben geisterhaften Dancefloor-Zitaten hört man in Burials Sound beispielsweise das Knistern einer Vinylscheibe. Dieses Knistern macht deutlich, dass wir uns in der Vergangenheit befinden, die Zeit zerfallen und die Zukunft nicht mehr möglich ist. In seinen zutiefst melancholischen Tracks verarbeitet er die Gespenster einer Zukunft, die nie eingetreten ist. Seine entpersonalisierte, hoch emotionelle Musik ist auch ein Abbild Londons im kapitalistischen Realismus – wo lässt sich dieser desolate Zustand besser nachempfinden als nachts an einer menschenleeren, verregneten Strassenecke? Der Künstler Georg Gatsas arbeitet als Artist in Residence von Appenzell Ausserrhoden ein halbes Jahr in London. Er schickt Saiten monatlich eine fotografische Postkarte aus London.

ARTIST IN RESIDENCE


Unkonventionell aber bedingungslos. Die Liebe meines Vaters.

Es ist schon spät. Zu spät eigentlich, um zu schreiben, hier allein im Zürcher Studentenwohnblock. Mit einem halb leeren Bier als Hilfe versuche ich zu realisieren, was schlussendlich das sein soll, was es eben nicht sein soll: ein weiterer schöner, würdigender und guter Artikel über den Filmemacher Peter Liechti, der am vierten Vierten Zweitausendvierzehn gestorben ist. Ich könne schreiben, was ich wolle, wurde mir gesagt. Gar nicht so einfach, auszuwählen, was ich der Öffentlichkeit über meinen Vater erzählen möchte – und was nicht. Möchte ich gewisse Sachen lieber unausgesprochen lassen oder möchte ich etwas beschönigen? Ein schwieriger Auftrag. Und dennoch ist es eigentlich ganz einfach. Er war mein Vater. Ich muss nur erzählen, wer er war. Aus meiner Sicht. Aus der Sicht des Sohnes. Die Sicht eines Kindes ist einfach, voller Gefühle und echt. Ich muss mich nicht zurückhalten, wenn ich meinen Vater beschreibe, es gibt für mich nichts, was ich verheimlichen müsste.

Die erweiterte Familie

Dennoch ist Peter Liechti nur schwer in Worte zu fassen. Er war kein einfacher Charakter, ich denke, das spiegelt sich auch in seinen Werken. Ein unruhiger Geist, der sich stets selbst weiterentwickeln wollte und musste. In seinem letzten Film Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern zeigt er seine persönliche Beziehung zu seinen Eltern, die Eltern als Sinnbild einer ganzen Generation, die am Verschwinden ist. Er versucht, wie in so vielen seiner Werke, aus seinem persönlichen Umfeld eine allgemein gültige Geschichte zu erzählen, doch mir eröffnete sein Film eine neue

Sicht auf meinen Vater, er erklärte mir viel über sich, sein Wachsen und Werden. Er erzählt keine blosse Geschichte, nein: Er zeigt mir seine ganz persönliche Geschichte, unter was für Umständen er aufwuchs, womit er zu kämpfen hatte und was ihn bis zum Schluss noch beschäftigt hat. Ich schreibe das, damit man verstehen kann, woher er kam und bis wohin er es geschafft hat. Seine eigenen frühen Jahre beschrieb er mir als «verpasste Jugend», «depressive Kindheit», als Zeit voller Unverständnis und Unterdrückung. In einem Brief, den er mir zum 1. Geburtstag geschrieben hat, schreibt er: «In der Her-kunft liegen die Wurzeln der Zu-kunft». Seine Herkunft ist für mich nur sehr schwer vorstellbar. Ich wuchs auf mit einer Mutter, einem Vater, Grosseltern, Freunden, eben allen Leuten, die man so um sich hat, wenn man ein kleines Kind ist. Alle diese Leute waren stets eine Stütze und nie ein Hindernis für mich. Daher masse ich mir nicht an, zu verstehen, wie es ist, wenn man ohne all das aufwächst. Getrieben von seinem unruhigen Geist suchte er mehr, suchte seine Zukunft, versuchte auszubrechen aus der Unterdrückung, sich zu wehren gegen das Unverständnis, begann sein eigenes Leben, jenes Leben, welches er selbst gestalten wollte. Er schuf sich eine erweiterte Familie, die er von Tag zu Tag ergänzen und verändern konnte – und musste. In dieser erweiterten Familie durfte ich dann schliesslich aufwachsen. Wenn ich zu Beginn schreibe, dass Peter Liechti kein einfacher Charakter war, dann meine ich das insofern, dass er ein sehr fordernder, meist kri-

ERINNERUNG AN

Von Yuri Forster

tischer, teils ein wenig rechthaberischer, analytischer, vielfach fast kindlicher, manchmal etwas nerviger, aber immer ein wahnsinnig grosszügiger, witziger, warmer, herzlicher und vor allen Dingen liebender Charakter war. Er liebte die Musik, die Literatur und die Malerei/ die Bilder, und er versuchte diese drei Formen von Kunst im Film zu vereinen. Die einzelnen, voneinander abgesonderten Formen waren ihm schlicht zu wenig. Er hatte ständig diese Vision der Verschmelzung der Genres zu etwas Neuem. Die Vision auszubrechen aus der Unterdrückung der vorgegebenen Formen der Kunst. Die Vision der Zu-kunft.

Mit dem Vater im Auto

Immer noch sitze ich hier in meinem Zimmer, jetzt ist es zu früh zum Schreiben, mein Bier ist leer und es ist keines mehr da. Kein Grund sich zu ärgern, es ist auch zu früh, um zu trinken. Es ist schön draussen, die Sonne geht gerade auf und die Idylle verschmilzt wieder mit Flug-, Autobahn- und Schienenlärm, alles unterstrichen durch erstes Vogelgezwitscher und das nervtötend laute Rumtreiben meiner Mitbewohner morgens früh. Das Verschmelzen oder das Zusammenführen war sicherlich eines der grossen Talente meines Vaters. Nicht nur verschiedene Formen von Kunst zu etwas Neuem zu formen, auch Menschen zusammenzubringen, war eine seiner Begabungen. Meine Eltern kannte ich nie als Liebespaar, doch es gelang ihnen, gemeinsam dennoch eine tiefe Freundschaft, eine Art Liebe zueinander aufrechtzuerhalten. Auch die Beziehung seiner Partnerin zu mir und zu meiner Mutter war wunderbar

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und wurde immer stärker. Mein Vater und ich lebten nie unter demselben Dach, doch im Nachhinein waren wir uns einig, dass es so wohl für beide besser war. Mein Vater hätte oft gerne einen familiären Alltag gehabt, doch es war ihm schlicht nicht möglich, und er fühlte sich durch seine eigene Geschichte auch nicht fähig dazu. Vielleicht hatte er ja sogar Recht. In einem Gespräch, ein paar Wochen vor seinem Tod, haben wir uns darüber unterhalten. Er dachte, er habe mir etwas vorenthalten durch seine teilweise Abwesenheit, und er hatte das Gefühl, den gleichen Fehler wie seine Eltern begangen zu haben. Seine wohl schlimmste Vorstellung seiner selbst. Er wollte mir erklären, dass er wohl kein guter Boden für ein Kind gewesen sei, dass er versucht habe, auf andere Weise Vater zu sein. Ich weinte und lachte gleichzeitig, als ich ihm antwortete, dass ich das alles doch schon längst wisse. Mein ganzes Leben habe ich genau das erlebt: einen Vater, der zwar nicht jeden Tag in unserer Stube hockte und fernsah, wenn ich von der Schule nach Hause kam, aber einen Vater, der mich immer besuchen kam, so oft wie es ihm eben möglich war. Einen Vater, der mich auf Reisen mitnahm, mir alles Mögliche beibrachte und mich bereits mit acht Jahren das erste Mal in den Ferien ein Auto bei achtzig Stundenkilometern lenken liess. Einen Vater, der mir ständig Neues zu lernen gab in Form von Filmen und Büchern, durch prägnante Fragen oder nervenaufreibende Diskussionen. Ich hatte einen Vater, der mit mir und meiner Mutter stundenlang CharlieChaplin-Filme auf einem alten Schwarz-Weiss-Fernseher an Weih-

nachten schaute, nachdem wir gemeinsam einen Truthahn auf den Tisch gezaubert hatten. Er lachte fast mehr als ich über die Filme, die er selbst bereits schon unzählige Male gesehen hatte.

Der Boden hält

In einem Brief zu meinem 16. Geburtstag schreibt er mir: «In meinem Leben gibt es nur wenige, dafür umso wichtigere Konstanten: Du, deine Schwester Zorah, die Eltern, meine Partnerin, deine Mutter, ein paar Freunde und Freundinnen, gewisse Künstler, ein paar liebste Orte/Landschaften und ein paar Bücher.» In meiner Welt war mein Vater ebenfalls eine Konstante, so wie für viele seiner Freunde auch, in irgendeiner Form. Sein Tod lässt bei mir tiefe Wunden zurück und doch hinterlässt er mir eines der schönsten Geschenke. All diese Erinnerungen nämlich, die ich hier aufliste, und noch viele mehr. All diese Erinnerungen an ihn als Vater, als Menschen und als Künstler geben mir genau den Boden, von dem er dachte, ihn nicht ausgelegt zu haben. Peter Liechti beeinflusste fast jeden Menschen, mit dem er zu tun hatte, auf die eine oder andere Weise. Durch seine unermüdliche Konfrontationslust, ständig die Diskussion über Weissichnichtwas suchend, forderte er stets sein ganzes Umfeld, doch er schöpfte immer aus dem Vollen, wenn es ums Zurückgeben ging. Zurück gab er letztendlich auch an die Gesellschaft, welche er ein Leben lang zu verändern versucht hat: Sein Werk bleibt mir, bleibt uns erhalten. Ab und zu können wir ihn für 90 Minuten oder einen Abend lang zurückholen in unsere Stube, in unser Zimmer, hier zu

PETER LIECHTI

uns, und wir sehen und hören ihm zu. Wir hören, was er uns zu sagen hat, tauchen ein in seine sonderbar schönen, gleichzeitig provozierenden Bilderwelten. Wir versuchen zu verstehen, sagen ihm in Gedanken unsere Meinung dazu. Und dann legen wir uns hin, hirnen nochmals der imaginären Diskussion nach, fragen uns, was er dazu sagen würde, und schlafen endlich ein – etwas klüger vielleicht. Yuri Forster, 1991, ist in Appenzell bei seiner Mutter Carol Forster aufgewachsen, lebt heute in Zürich und studiert dort Politikwissenschaften. (Bilder: Familienarchiv)


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Monatstipps der Magazine aus Aarau, Basel, Bern, Luzern, Olten, Vaduz und Winterthur

Bunte Mischung

Das Museum Langmatt in Baden zeigt neben seiner Sammlung impressionistischer Malerei jeweils über die Sommermonate eine Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst. Dieses Jahr hat Nadia Schneider Willen eine Schau mit dem Titel Salon distingué – Hausrat in guter Gesellschaft eingerichtet. Die Kunstschaffenden setzen sich mit dem LangmattInterieur auseinander und loten die Grenzen zwischen Gebrauchsgegenstand und Kunstwerk aus. Salon distingué – Hausrat in guter Gesellschaft Bis Sonntag, 30. November, Museum Langmatt, Baden langmatt.ch

Stimmen 2014 steht wieder für einen bunten Mix: jünger und urbaner mit Nachwuchs-Plattformen, traditionsbewusst mit Rock bis Protestsongs, oder mit einem Fokus auf weibliche Stimmen – insgesamt eher westlich Geprägtes. Grenzgänge gibt es zum Schluss im Römertheater Augst: bei den Noites Portuguesas, dem Crossover der Fado-Sängerin Carminho und der Basel Sinfonietta. Stimmen 2014 Dienstag, 15. Juli bis Sonntag, 3. August, verschiedene Orte im Raum Basel stimmen.com

Auf Spurensuche in Meiringen Die diesjährige Musikfestwoche Meiringen trägt das Motto «Spuren». Der künstlerische Leiter Patrick Demenga setzt einen Schwerpunkt auf Johannes Brahms und folgt seinen musikalischen Spuren im Berner Oberland. Am Galakonzert wird «Der Goldene Bogen» an die amerikanische Geigerin Kim Kashkashian verliehen. Sie spielt mit der Camerata Zürich Werke von Mendelssohn, Britten, Hindemith und Elgar. Musikfestwoche Meiringen Freitag, 4. bis Samstag, 12. Juli, verschiedene Orte in Meiringen musikfestwoche-meiringen.ch

Waidmannsheil!

Dort ist das Leben

Yesterday – Tomorrow

Wald, Wiese und Vogelgezwitscher, Kletterer am Fels, Wildschweine warten auf die Dämmerung und auf dem Hochsitz die Jäger. Die schiessbereiten Nörgler Frank (Rhaban Straumann) und Bänz (Matthias Kunz) üben sich in kaum vorhandener Geduld. Das Duo StrohmannKauz zeigt mit seiner schwarzen Komödie ein mutiges Zeitbild von bestechender Doppelbödigkeit. Das Stück ist gespickt mit Seitenhieben, bitterböse oder eben very british. Strohmann-Kauz Sonntag, 31. August und Montag, 1. September, 20.30 Uhr, Schlosshof Niedergösgen, Samstag, 6. September, 20.30 Uhr, Bornwald Olten strohmann-kauz.ch

Das Musikfestival Life geht am 4. und 5. Juli in Schaan über die Bühne und hat auch in diesem Jahr allerhand Musik, Kunst und Kultur zu bieten. Neben den beiden Hauptacts Ronan Keating und Al Jarreau gibt es viele weitere Besonderheiten für Auge und Ohr – zum Beispiel die weltbekannte französische Strassentheater-Compagnie Transe Express und ihre Show Mobile Homme. Musikfestival Life Freitag, 4. und Samstag, 5. Juli, Lindaplatz und SAL, Schaan yourlife.li

Der Wandel vom Gestern zum Morgen ist das Thema der rund 60 Kunstschaffenden von visarte Zürich, die in Park und Galerie im Weiertal ausstellen. Der Park ist so schön, dass es fast ein Muss ist, auf die Umgebung einzugehen. Nicht nur Bilder, auch Objekte, Skulpturen und ganze Installationen sind in «Yesterday – Tomorrow» zu sehen. Ein Weiher wird zum Jacuzzi, ein Kuhfladen erhält einen goldenen Anstrich, Monster und singende Kartoffeln sind ebenfalls vertreten. Yesterday – Tomorrow Sonntag, 25. Mai bis Sonntag, 7. September, Galerie Wiesental Winterthur galerieweiertal.ch

KULTURSPLITTER

Luzern macht blau Jetzt geht es wieder los, das Blue Balls Festival. Auch auf den kleineren Bühnen hält es dieses Jahr viele Glanzlichter bereit, wie zum Beispiel Julia Holter (Bild). Das aktuelle Album der amerikanischen Sängerin wurde von der internationalen Presse gefeiert. So schrieb «die Zeit» über Loud City Song: «Julia Holter schickt sich gerade an, der Popmusik ein neues Role-Model für gehobenes Songwriting zu schenken.» Ihren Auftritt sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Blue Balls Festival 2014 Freitag, 18. Juli bis Samstag, 26. Juli, verschiedene Orte in Luzern blueballs.ch

Mit Saiten zusammen bilden diese unabhängigen Kulturmagazine die Werbeplattform «Kulturpool» und erreichen gemeinsam eine Auflage von über 200’000 Exemplaren. kulturpool.biz

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In guter Gesellschaft


Kalender Juli/August 2014

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Wird unterstützt von Schützengarten Bier

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TanzPlan Ost Ostschweiz Spinnenoper Heiden/Wil. Kunsttage Weissbad. Zentrum Paul Klee Bern. Theater Spektakel Zürich. Saiten Jubiläum St.Gallen. Kunsthalle St.Gallen. Museum im Lagerhaus St.Gallen. Zeughaus Teufen. Museumsnacht St.Gallen. Open Air Kino St.Gallen. Kunstmuseum St.Gallen. Naturmuseum St.Gallen. Schloss Wartegg Rorschacherberg. Kinok. St.Gallen. Weihern Unplugged St.Gallen. Art-Thur Weinfelden. Diogenes Theater Altstätten. Gare de Lion Wil. Poolbar Festival Feldkirch. Salzhaus Winterthur. Clanx Festival Appenzell. Lokremise St.Gallen.

Di 01. KONZERT

St.Galler Festspiele: Forum für alte Musik. Barocke Tanzmusik aus Spanien und Italien. Schutzengelkapelle St.Gallen, 19 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. The Dillinger Escape Plan & Support. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Double Jeu. Jazz-Manouche nach Django Reinhardt, aus Wien. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. Dj 5PM: A let’ em spin special. Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr

FILM

Gabrielle. Die behinderte Gabrielle erlebt ihre erste Liebe. Kinok St.Gallen, 18 Uhr Ein Brief für dich. Schweizer Premiere. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr

BÜHNE

Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr Cats. Musical von Andrew Lloyd Webber. Ambach Kulturbühne Götzis, 20 Uhr Das Spiel ist aus. Schauspiel nach Jean-Paul Sartre. Spiegelhalle Konstanz, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

David Maljkovic. Führung. Kunstzone Lokremise St.Gallen, 18:30 Uhr Öffentliche Führung. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 18:00 Uhr

Mi 02. KONZERT

Flying K. Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr

FILM

Roots-Foods. LGBT-GrooveReggae-Night-Strictly-AgainstHomophobia. CMC St.Gallen, 19:30 Uhr Havana Night. Mit DJ Osman el Duque. K9 Konstanz, 21:30 Uhr

Siddarth. Ein Vater sucht in Indien nach seinem verschwundenen Sohn. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr L'intrepido. Gianni Amelios neustes Werk: Antonio ist ein Unverzagter. Kinok St.Gallen, 19:15 Uhr Poolinale Musikfilmfestival on Tour. Fuck the Atlantic Ocean & DJ Turntable Babes. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr Le démantèlement. Ein Farmer verkauft seinen Hof, um seiner Tochter zu helfen. Kinok St.Gallen, 21:15 Uhr

FILM

BÜHNE

MusicaMundo. Polly’s Garden. Alte Kaserne Winterthur, 19 Uhr Forum am Mittwoch. Konzert mit den Saxophonschülern von Anselm Wagner. Musikschule Weinfelden, 19:30 Uhr

NACHTLEBEN

Ilo Ilo. Ein Bub findet in der philippinischen Nanny eine Verbündete. Kinok St.Gallen, 18:15 Uhr Gabrielle. Die behinderte Gabrielle erlebt ihre erste Liebe. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

BÜHNE

Autorenlabor mit Neil LaBute. Eröffnungsabend. Werkstatt Inselgasse Konstanz, 20 Uhr La Favorita. Oper von Gaetano Donizetti. Festspiele Klosterhof St.Gallen, 20:30 Uhr

VORTRAG

Das Sammlungszentrum des Schweiz. Nationalmuseums. Vortrag von Bernard A. Schüle. Stadtmuseum Rapperswil, 19 Uhr Der Seelenweg. Mit Christina Wiesner Sonnenbaum. Alte Kaserne Winterthur, 19 Uhr

Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr Das Spiel ist aus. Schauspiel nach Jean-Paul Sartre. Spiegelhalle Konstanz, 19:30 Uhr Die Zimmerschlacht. Stück von Martin Walser – Theater Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr Splitternacht. Offene Bühne für Amateure, Profis & Dilettanten. K9 Konstanz, 20 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Seeschulhausplatz Steckborn, 20:30 Uhr

LITERATUR

KINDER

Leierchischte – Muh. Konzert für Kinder ab fünf Jahren. Zeltainer Unterwasser, 16 Uhr

Frühschicht. Lesung mit Manfred Heinrich. Villa Flora Winterthur, 06:30 Uhr Gesundes Gift. Franz Kabelka liest aus seinem neuen Roman. Theater am Saumarkt Feldkirch, 20:15 Uhr

AUSSTELLUNG

VORTRAG

Sexperten – Flotte Bienen und tolle Hechte. Mittagstreff mit Dieter Ebert. Naturmuseum St.Gallen, 12:15 Uhr Sangomas – Traditionelle Heiler in Südafrika. Führung mit Peter Müller. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 17:30 Uhr Roman Signer. Tour du Patron mit Apéro. Kunstmuseum St.Gallen, 18:30 Uhr Ralph Hauswirth. Künstlergespräch. Kunsthalle Wil, 19 Uhr Visitation de mère Ubu. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

Do 03. KONZERT

Musikverein unterwegs durch’s Dorf. Iltenriet, Schlossguet, Unterhospert. Untereggen, 19:30 Uhr St.Galler Festspiele: Forum für alte Musik. Giacomo Puccini: Messa di Gloria. Kathedrale St.Gallen, 20 Uhr Útidúr. Die isländische Band ist wahrhaftig ein Phänomen. Kula Konstanz, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. Fliegerova: The Eclectic Soundsystem of

01.– 04.07.

Die Maschine Mensch. Vortrag von Herbert Molderings. Kunstmuseum Liechtenstein Vaduz, 18 Uhr

AUSSTELLUNG

Konstanz um 1414 – Städtischer Alltag zur Zeit des Konzils. Führung. Rosgartenmuseum Konstanz, 16 Uhr Bibliotheksführung. Blick hinter die Kulissen. Kantonsbibliothek Thurgau Frauenfeld, 17:30 Uhr Acht ohne Gegenstand. Ausstellungsgespräch. Otten Kunstraum Hohenems, 18 Uhr Offenes Projektatelier. Vernissage. Sitterwerk St.Gallen, 18 Uhr Thomas Blumenberg. Finissage. Nextex St.Gallen, 19 Uhr

Fr 04. KONZERT

Sommerfest mit Los Yukas. Reggae-World-Latin-Sound. Eisenwerk Frauenfeld, 18 Uhr Wildes Haus Open Air. Schlager. Wildhaus, 18 Uhr Blues Nights. 10cc, Manfred Mann’s Earth Band, Procol Harum, uvm. Gossau, 19 Uhr Kultur pur. Flutissimo, Leitung Tony Heidegger. Peter’s Greenhorn, uvm. Pavillon am See Rorschach, 19 Uhr

Sommernachtfest. Mit der Hgh-Band. Bären Häggenschwil, 19 Uhr Eröffnung Militärkantine. Mit Lufthans, Balders Ross u.a. Militärkantine St.Gallen, 19:30 Uhr Baro Drom Orkestar. CD-Präsentation. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr Schweizer Klaviertrio mit Robert Plane. Das altbekannte Schweizer Klaviertrio. Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell, 20 Uhr Poolbar-Festival. Farewell Dear Ghost. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr Jam Session. Rock, Blues, Funk, Soul, auch mal Country oder etwas Jazz. Rest. Espenmoos St.Gallen, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr

FILM

Ilo Ilo. Ein Bub findet in der philippinischen Nanny eine Verbündete. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Poolinale Musikfilmfestival on Tour. The Punk Singer & Pendler Live. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr Die zwei Gesichter des Januars. Regie: Hossein Amini. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Até ver a luz. Basil da Cunhas eigenwilliges Lissaboner Nachtepos. Kinok St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Das Spiel ist aus. Schauspiel nach Jean-Paul Sartre. Spiegelhalle Konstanz, 19:30 Uhr Autorenlabor mit Neil LaBute. Präsentation. Werkstatt Inselgasse Konstanz, 20 Uhr Chatroom. Theatergruppe der Kanti. Kantonsschule am Burggraben St.Gallen, 20 Uhr Die Welle. Junges Theater Winterthur. Theater am Gleis Winterthur, 20 Uhr Die Zimmerschlacht. Stück von Martin Walser – Theater Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr Hof-Theater: Die Chorprobe. Eine Komödie von Dietmar Bittrich. Hof Bommes Fam. Langenegger Gais, 20 Uhr Schräge Vögel. Ein komödiantischer Abend voll clownesker Skurrilitäten. K9 Konstanz, 20 Uhr La Favorita. Oper von Gaetano Donizetti. Festspiele Klosterhof St.Gallen, 20:30 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Seeschulhausplatz Steckborn, 20:30 Uhr

VORTRAG

SWR2 Zeitgenossen – Welt der Musik im Mittelalter. Konzil Konstanz, 18 Uhr

AUSSTELLUNG

Tanz mit Bruce Nr. V. Finissage. Eisenwerk Frauenfeld, 18 Uhr


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Dance, Slam, Film...

Floating-Music

Nostalgische Wanderbühne Inspiriert durch den Film «Das Kabinett des Dr.Parnassus», spielt das Variété Pavé ein Dreipersonenstück im nostalgischen Gewand rund um den Magier Herr Ferdinand, der die alten Zauberzeiten noch einmal aufleben lassen will. Das Trio Rafael Kost, Diana Schönholzer und This Zogg zeigt Magie, Witz und spektakuläre Artistik auf der nostalgischen Wanderbühne. 3. bis 5. Juli, Seeschulhausplatz Steckborn 9. bis 13. Juli, Gallusplatz St.Gallen 16. und 17. Juli, Dorfplatz Amriswil 6. bis 9. August, Oberer Graben Winterthur facebook.com/varietepave

Freidenker auf «Bärndütsch» «Bärndütsch isch e huere schwäri Sprach», singt Götz Widmann, Wahlemmentaler und einer der bekanntesten deutschen Liedermacher, in seinem ersten Song in Schweizer Mundart. Auf charmante Weise erzählt er von den Freuden und Nöten eines Einwanderers aus dem «Grossen Kanton», gesteht seine Liebe zu Mani Matter und zu Vermicelles –hat aber ausser «Bärndütsch» auch seine ganzen Highlights auf hochdeutsch im Programm. Ein menschenfreundlicher Freidenker. Samstag, 19. Juli, 20.30 Uhr Löwen Sommeri loewenarena.ch

JungKult Festival in St.Gallen Die «heutige Jugend» präsentiert sich am 23. August 2014 in der St.Galler Innenstadt. Mit dem JungKult Festival will sie den oft negativen Berichterstattungen entgegenwirken. Das Festival zeigt auf, was alles in der Freizeit geleistet wird und wie vielfältig die heutige Jugendkultur ist. Auf dem Bärenplatz gibt es Theater, Tanz, Politik & Musik, in der Marktgasse Kunst & Film, vor dem Waaghaus Breakdance, Graffiti & Hip Hop und auf dem Blumenmarkt. Livemusik & Poetry Slam. Samstag, 23. August, 10 bis 18 Uhr Innenstadt St.Gallen flon-sg.ch

Klavier auf dem Mannenweiher Jeden Morgen wird der Deckel geöffnet. Schwarz-weisse Tasten glänzen im Sommerlicht. Fingerabdrücke lassen Saiten tanzen. Klänge fliessen übers Wasser – zart perlend und wuchtig triefend… Ein Klavier steht auf einem Floss im Mannenweiher. Vom 6. bis zum 14. August macht Marc Jenny den Weiher zur Kunstzone, zum Experimentierfeld, zur Bühne und zum Zuschauerbecken. Bei schönem Wetter ist das Klavier geöffnet – dazu gibt es drei Konzerte. Mittwoch 6. August, ca. 19 Uhr Sonntag 10. August, ca. 11 Uhr Donnerstag 14. August, ca. 19 Uhr Mannenweiher St.Gallen Saiten 07/08/2014

Variété Pavé

Guido von Stürler – before and after effects. Nachtessen mit Guido von Stürler und Erwin Schatzmann. Galerie Adrian Bleisch Arbon, 19 Uhr

Sa 05. KONZERT

Nehad El-Sayed & Bahur Ghazi. Arabische Laute. Villa Sträuli Winterthur, 11 Uhr Open Air Stadtpark. Grabenhalle geht aus, mit Terranova. Stadtpark St.Gallen, 14 Uhr Wildes Haus Open Air. Schlager. Wildhaus, 15:15 Uhr Blues Nights. 10cc, Manfred Mann’s Earth Band, Procol Harum, uvm. Gossau, 16:30 Uhr Kultur pur. Singasong Horn, Leitung A. Bruderer, JIST Jazzensemble. Pavillon am See Rorschach, 19 Uhr Dänu Wisler. Tour-Eröffnungskonzert. Weinbau Genossenschaft Berneck, 20 Uhr Eröffnung Militärkantine. Mit Wazomba Overdrive Orchestra, Neoangin u.a. Militärkantine St.Gallen, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. The Uncomfortable Silence & Dr. Brunner. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Die K9-Disco. Mit Djane Gaby. K9 Konstanz, 22 Uhr

FILM

L'intrepido. Gianni Amelios neustes Werk: Antonio ist ein Unverzagter. Kinok St.Gallen, 15:45 Uhr The Face of Love. Regie: Arie Posin. Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr Le démantèlement. Ein Farmer verkauft seinen Hof, um seiner Tochter zu helfen. Kinok St.Gallen, 17:45 Uhr Gabrielle. Die behinderte Gabrielle erlebt ihre erste Liebe. Kinok St.Gallen, 20 Uhr Poolinale Musikfilmfestival on Tour. Mistaken for Strangers & DJ Miss Nozzle. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr The Fault in Our Stars. Das Schicksal ist ein mieser Verräter. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr

BÜHNE

Identity Switch. Mehrspielerlive-Rollenspiel. Kunstraum Engländerbau Vaduz, 18 Uhr Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr Die Welle. Junges Theater Winterthur. Theater am Gleis Winterthur, 20 Uhr Die Zimmerschlacht. Stück von Martin Walser – Theater Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr Hof-Theater: Die Chorprobe. Eine Komödie von Dietmar

Bittrich. Hof Bommes Fam. Langenegger Gais, 20 Uhr Nora & The Gang. Bühne frei für Theaterfreaks. Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Seeschulhausplatz Steckborn, 20:30 Uhr Autorenlabor mit Neil LaBute. Abschlusspräsentation. Werkstatt Inselgasse Konstanz, 22 Uhr

KINDER

Kinder stattPlan. Mach mit – Zeichne Winterthur. Alte Kaserne Winterthur, 13 Uhr

DIVERSES

«Winti isst» zu Gast. Duftnoten und würzige Geschichten. Villa Sträuli Winterthur, 12 Uhr

AUSSTELLUNG

Men at Work – Frank Züblin. Vernissage mit dem Künstler. Silberschmuckatelier O’la la Herisau, 09 Uhr Sven Bösiger. Führung. Kunsthalle Arbon, 16 Uhr Gepäckausgabe 4. Louise Guerra. Güterschuppen Bahnhof Glarus, 17 Uhr Save the Last Dance in der Drawinghell. Fight-Painting, Disco&Sound von Nikon. Hauptpost St.Gallen, 20 Uhr

05.– 07.07.

So 06. KONZERT

Kultur pur. Buremusig Engelburg, Leitung Ruth CozzioStuderus. Pavillon am See Rorschach, 11:30 Uhr Sommerkonzert. Mit dem Acappella-Chor Zürcher Vokalisten. Kirche St.Laurentius Frauenfeld-Oberkirch, 17:30 Uhr

FILM

Robert Walser. Niklaus Meienberg und Adolf Muschg zu Robert Walser. Kinok St.Gallen, 11 Uhr Gabrielle. Die behinderte Gabrielle erlebt ihre erste Liebe. Kinok St.Gallen, 13 Uhr Ilo Ilo. Ein Bub findet in der philippinischen Nanny eine Verbündete. Kinok St.Gallen, 15:15 Uhr L'intrepido. Gianni Amelios neustes Werk: Antonio ist ein Unverzagter. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Siddarth. Ein Vater sucht in Indien nach seinem verschwundenen Sohn. Kinok St.Gallen, 20 Uhr

BÜHNE

Die Welle. Junges Theater Winterthur. Theater am Gleis Winterthur, 14 Uhr Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr

VORTRAG

Rundgang in Konstanz. Kirchen, Klöster, Synagogen, Moschee. Schweizerbahnhof Konstanz, 14:15 Uhr

DIVERSES

Reiseziel: Museum. Auf die Reise. Fertig. Los. Kunstmuseum Liechtenstein Vaduz, 10 Uhr Eröffnung Militärkantine. Mit Edgar Hund, Westmusik u.a. Militärkantine St.Gallen, 10:30 Uhr Wanderungen durch das alte Flawil. Ortsmuseum Lindengut Flawil, 14 Uhr

AUSSTELLUNG

Das optische Unbewusste. Führung. Alte Fabrik Rapperswil, 14 Uhr Roman Signer. Workshop für die ganze Familie. Kunstmuseum St.Gallen, 14 Uhr Schwänberg-Ausstellung. Jeden ersten Sonntag im Monat. Altes Rathaus Schwänberg Herisau, 14 Uhr

Mo 07. KONZERT

Prader & Knecht. Die grosse Wehmut. Portier Winterthur, 20:30 Uhr

FILM

Até ver a luz. Basil da Cunhas eigenwilliges Lissaboner Nachtepos. Kinok St.Gallen, 18:15 Uhr


65

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Vagabunden in allen Stilen

Saiten 07/08/2014

Till & Mirko in Sommeri Seit sich die Band Gypsy Mother im Jahre 2010 aufgelöst hat, sind die Barden Till & Mirko als Duo unterwegs. Von einheimischen, volkstümlichen über bluesig angehauchten Singer-Songwriter Stücken bis hin zu mirakulösen Rastafaritäten spielen sie ihre Lieder mit Herz, Hand und einem Minimum an Verstand. Samstag, 9. August, 20.30 Uhr Löwen Sommeri loewenarena.ch

Le démantèlement. Ein Farmer verkauft seinen Hof, um seiner Tochter zu helfen. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

LITERATUR

Lesezirkel. Diskussion über «Das Meer in Gold und Grau» von V. Peters. Regionalbibliothek Weinfelden, 19:30 Uhr

Di 08.

Hoher Wellengang

Tüftler, Gaukler & Co.

Das System Mode

«I wanna surf» in Arbon Surfen – nicht wirklich die erste Assoziation, die der Name dieses kleinen Binnenlandes in der Mitte von Europa hervorruft. Und doch, es tut sich was in der Schweiz. Ob auf stehenden Flusswellen, hinter hochgezüchteten Motorbooten oder mit gepacktem Rucksack am Flughafen – die Schweizer Surfer machen das fehlende Meer durch viel Innovation und Motivation wett. Der Film begleitet die interessantesten Exponenten der Schweizer Surfszene auf ihrer Suche nach der perfekten Welle und ihrem Traum, das zu tun, was sie am liebsten machen: surfen. Dienstag, 12. August, 21.15 Uhr Quaianlagen Arbon open-air-kino.ch

Neuer Markt auf dem Gallusplatz Künstler, Kunsthandwerker, Bastler, Tüftler, Bildhauer, Schreiberlinge, Spieleerfinder, Duftmischer, Näher, Sticker, Stricker, Schweisser, Schmieder, Giesser, Gaukler, Musikartisten, Akrobaten & Innen usw. treffen sich zum ersten 1. Kunst-Handwerk & Kuriositäten Markt mit Verkaufsständen und Koffermarkt, Kleinbühne mit akustischen, poetischen und akrobatischen Darbietungen und Restaurant auf dem Gallusplatz. Samstag 23. August 8–17 Uhr Gallusplatz St.Gallen kunst-und-kuriositäten.ch 077 452 00 54

Fashion Talks in Winterthur Mode ist immer und überall. Sie ist die Freiheit, mit der wir spielen und das Diktat, dem wir uns unterwerfen oder gegen das wir uns auflehnen. Mode ist Abgrenzung und Zugehörigkeit. Bundfaltenhose oder zerschlissene Jeans, High Heels oder FlipFlops – mit der Überlegung «Was ziehe ich an?» stellen wir uns Tag für Tag zugleich die Frage «Wer möchte ich sein?» Die Ausstellung beleuchtet den individuellen und kollektiven Umgang mit Mode und zeigt, wie das komplexe und raffinierte System Mode insgesamt funktioniert. 12. Juli 2014 bis 8. März 2015 Gewerbemuseum Winterthur gewerbemuseum.ch

Mi 09. NACHTLEBEN

Roots-Foods. LGBT-GrooveReggae-Night-Strictly-AgainstHomophobia. CMC St.Gallen, 19:30 Uhr Havana Night. Mit DJ Osman el Duque. K9 Konstanz, 21:30 Uhr

FILM

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. DJ Midnight Maurauder – Make it Funky! Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr

Ilo Ilo. Ein Bub findet in der philippinischen Nanny eine Verbündete. Kinok St.Gallen, 18 Uhr L'intrepido. Gianni Amelios neustes Werk: Antonio ist ein Unverzagter. Kinok St.Gallen, 20 Uhr

FILM

BÜHNE

Der Vormund und sein Dichter. Robert Walser und sein Vormund Carl Seelig in Herisau. Kinok St.Gallen, 20 Uhr

BÜHNE

Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Das Spiel ist aus. Schauspiel nach Jean-Paul Sartre. Spiegelhalle Konstanz, 19:30 Uhr

VORTRAG

Geschichten von Juden in St.Gallen. Klostermönche, Emigranten, Textilfirmen. Broderbrunnen St.Gallen, 18 Uhr

Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr Das Spiel ist aus. Schauspiel nach Jean-Paul Sartre. Spiegelhalle Konstanz, 20 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Gallusplatz St.Gallen, 20:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Comics, Cartoons & Karikaturen im Bistro: Winterthurer stattPlan. Finissage mit Signierstunde. Alte Kaserne Winterthur, 19 Uhr

St Bouffre, pontife. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

Do 10. KONZERT

Open Air. Skor, 257ers, Glanton Gang, Earl Sweatshirt, uvm. Grosse Allmend Frauenfeld, 12 Uhr Magiska Festival. Open Jam Festival. Schöntal bei Bernhardzell, 18 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. Talente Nacht – Diverse Acts. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Morgen muss ich fort von hier. Vokalensemble vox feminae. Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Jazz Jam Session. Mit der Jazzcombo der Uni Konstanz. K9 Konstanz, 20:30 Uhr Poolbar-Festival. Gerard. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr Sham 69. UK- Punk- Urgestein. Kula Konstanz, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Franz Müller & Hermes Conrad. Durch die Hafenkneipen der sieben Weltmeere! Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr

FILM

Suzanne. Die junge Suzanne verliebt sich in einen Kleinkriminellen. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr

08.–11.07.

L'amour est un crime parfait. Mathieu Amalric sammelt als Professor erotische Abenteuer. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand. Regie: Felix Herngren. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr Lola rennt. Openair: Franka Potente wirbelt durch Tom Tykwers Kultfilm. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr Die Zimmerschlacht. Stück von Martin Walser – Theater Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Gallusplatz St.Gallen, 20:30 Uhr

KINDER

Roman Signer. Workshop für 5-7j. Kunstmuseum St.Gallen, 10 Uhr Roman Signer. Workshop für 8-11j. Kunstmuseum St.Gallen St.Gallen, 14 Uhr

DIVERSES

Sommerspiel Festival 2014. Diverse Filme, DJ’s & Liveacts. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Willi Keller. Der Bauernmaler zeigt sein Kunsthandwerk. Museum Appenzell, 14 Uhr Konstanz um 1414 – Städtischer Alltag zur Zeit des Konzils. Führung. Rosgartenmuseum Konstanz, 16 Uhr Kirschblüte & Edelweiss. Der Import des Exotischen. Kuratorenführung mit Janina Hauser. Textilmuseum St.Gallen, 18:30 Uhr

Fr 11. KONZERT

Open Air. Ahzumjot, Vic Mensa, YG, Angel Haze, ASAP Ferg, uvm. Grosse Allmend Frauenfeld, 12 Uhr Magiska Festival. Baumeister, Flieder,Tengu Collective, Just Buzz Bass u.a., Schöntal bei Bernhardzell, 12 Uhr Kultur pur. Bodensee DixieStompers, Bandleader Horst Püschel. Pavillon am See Rorschach, 19 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. Dope D.O.D. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr 4. Konstanzer Chorfestival. Männerchor und Mädchenchor des Suso Gymnasiums. K9 Konstanz, 20 Uhr


67 Morgen muss ich fort von hier. Vokalensemble vox feminae. Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Poolbar-Festival. Sofa Surfers feat. Poolbar/Generator. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr Jam Session. Rock, Blues, Funk, Soul, auch mal Country oder etwas Jazz. Rest. Espenmoos St.Gallen, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr

FILM

Gabrielle. Die behinderte Gabrielle erlebt ihre erste Liebe. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Le démantèlement. Ein Farmer verkauft seinen Hof, um seiner Tochter zu helfen. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Fack ju Göhte. Regie: Bora Dagtekin. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr Nathalie. Openair: Erotikthriller mit Emmanuelle Béjart, Fanny Ardant. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

Saiten 07/08/2014

BÜHNE

Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr Das Spiel ist aus. Schauspiel nach Jean-Paul Sartre. Spiegelhalle Konstanz, 19:30 Uhr Die Zimmerschlacht. Stück von Martin Walser – Theater Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Gallusplatz St.Gallen, 20:30 Uhr

DIVERSES

Sommerspiel Festival 2014. Diverse Filme, DJ’s & Liveacts. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Art Bodensee. Führungen. Dornbirner Messe, 14 Uhr

Sa 12. KONZERT

13. Musiktage für tiefe Streicher. Violoncello und Kontrabass, Schlusskonzert. Schloss Wartegg Rorschacherberg, 10:15 Uhr Jodel-Solo. Im Kerker mit Ruedi Roth. Museum Appenzell, 11:30 Uhr Open Air. Isaiah Rashad, Joey Bada, One Track live, Danny Brown, uvm. Grosse Allmend Frauenfeld, 12 Uhr Magiska Festival. Against Babylon Corporation, Blue Sofa, Shoedelistix, The Fools, Tigershead u.a., Schöntal bei Bernhardzell, 12 Uhr Tag der Livemusik. Gloria Volt, Velvet Two Stripes u.a. Kirchplatz Winterthur, 14 Uhr Blues-Rock Openair. Diverse internationale Bluesacts. Fabrik

am Rotbach Bühler, 16 Uhr Morgen muss ich fort von hier. Vokalensemble vox feminae. Theater am Gleis Winterthur, 18 Uhr Kultur pur. Mac Mathis & LOK Husmusig, The Oeark Seekers Pavillon am See Rorschach, 19 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. A.G. Trio. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Poolbar-Festival. Gilles Peterson’s Sonzeira. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr

NACHTLEBEN

Sebastian Carter. Deep-/TechHouse. Kaff-Kulturlokal Linde Frauenfeld, 20 Uhr Überleb-Bar. Sir Oliver Peter & Malcolm Spector. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Die K9-Disco. Mit DJ Bernd. K9 Konstanz, 22 Uhr

FILM

Suzanne. Die junge Suzanne verliebt sich in einen Kleinkriminellen. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr L'amour est un crime parfait. Mathieu Amalric sammelt als Professor erotische Abenteuer. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Akte Grüniger. Live zu Gast: Anatole Taubman. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr Les amours imaginaires. Openair: Xavier Dolans betörende Dreiecksgeschichte. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr Die Revolution. Gastspiel Geschwister-Scholl-Schule. Werkstatt Inselgasse Konstanz, 20 Uhr Die Zimmerschlacht. Stück von Martin Walser – Theater Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Gallusplatz St.Gallen, 20:30 Uhr

LITERATUR

Lesung mit Carlos Greull. Mit musikalischer Begleitung. Kunstschür Stein am Rhein, 20 Uhr

DIVERSES

Zahlensymbolik in der Kathedrale St.Gallen. Führung: Markus Kaiser. Kathedrale St.Gallen, 10:30 Uhr Sommerspiel Festival 2014. Diverse Filme, DJ’s & Liveacts. Spielboden Dornbirn, 14 Uhr

AUSSTELLUNG

Art Bodensee. Führungen. Dornbirner Messe, 14 Uhr

So 13. KONZERT

Frühschoppenkonzert. Blaskapelle Furtbächler. Freihof Braue-

rei & Hofstube Gossau, 10 Uhr Musik-Brunch. Mit Country Stew. Kundelfingerhof Schlatt, 11 Uhr Kultur pur. S’Trio, Gäste: Tony Heidegger und Andy Leumann. Pavillon am See Rorschach, 11:30 Uhr Magiska Festival. Klangforscher, Invasion BarBar, Leroyu.a., Schöntal bei Bernhardzell, 12 Uhr Barock am See. Alte Musik in neuem Gewand. Kapuzinerkirche Überlingen, 15 Uhr Sommerkonzert. Les Pochettes – Ernste Musik mit unterhaltsamem Intermezzo. Kirche St.Laurentius Frauenfeld-Oberkirch, 17:30 Uhr

FILM

Siddarth. Ein Vater sucht in Indien nach seinem verschwundenen Sohn. Kinok St.Gallen, 11 Uhr L'amour est un crime parfait. Mathieu Amalric sammelt als Professor erotische Abenteuer. Kinok St.Gallen, 17 Uhr Até ver a luz. Basil da Cunhas eigenwilliges Lissaboner Nachtepos. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Her. Regie: Spike Jonze. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Die Revolution. Gastspiel Geschwister-Scholl-Schule. Werkstatt Inselgasse Konstanz, 18 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Gallusplatz St.Gallen, 20:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Fliessende Welt. Verborgene Schönheit. Schätze aus Japan. Führung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Art Bodensee. Führungen. Dornbirner Messe, 12 Uhr Carl Walter Liner – 100 Jahre (Pendler zwischen den Welten). Führung. Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell, 14 Uhr Das optische Unbewusste. Führung. Alte Fabrik Rapperswil, 14 Uhr Carter Mull & Tobias Kaspar. Finissage mit Führung. Kunsthalle St.Gallen, 15 Uhr

Mo 14. KONZERT

Barock am See. Alte Musik in neuem Gewand. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr

FILM

L'intrepido. Gianni Amelios neustes Werk: Antonio ist ein Unverzagter. Kinok St.Gallen, 18:15 Uhr Alphabet. Regie: Erwin Wagenhofer. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr The Secret Life of Walter Mitty. Regie: Ben Stiller. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Die Revolution. Gastspiel Geschwister-Scholl-Schule. Werkstatt Inselgasse Konstanz, 20 Uhr

12.–17.07.

Di 15. KONZERT

Nils Petter Molvaer / Box. Jazz & Elektronika. Kulturfestival St.Gallen, 20 Uhr

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. DJ Sysyphus Interruptus. Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr

FILM

Gabrielle. Die behinderte Gabrielle erlebt ihre erste Liebe. Kinok St.Gallen, 18:15 Uhr Ilo Ilo. Ein Bub findet in der philippinischen Nanny eine Verbündete. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Blue Jasmine. Regie: Woody Allen. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr Der Koch – Vorpremière. Regie: Ralf Huettner. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr

BÜHNE

Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr

Mi 16. KONZERT

3. Conrad Sohm Kultursommer. Austra. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Julia Biel / The Sibyl’s Promise. Singer / Songwriter. Kulturfestival St.Gallen, 20 Uhr Poolbar-Festival. The Dandy Warhols. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr

NACHTLEBEN

Roots-Foods. LGBT-GrooveReggae-Night-Strictly-AgainstHomophobia. CMC St.Gallen, 19:30 Uhr Havana Night. Mit DJ Osman el Duque. K9 Konstanz, 21:30 Uhr

FILM

Der Gehülfe. Thomas Koerfer nach Robert Walsers Roman. Kinok St.Gallen, 18 Uhr L'amour est un crime parfait. Mathieu Amalric sammelt als Professor erotische Abenteuer. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Super-Hypochonder. Regie: Dany Boon. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr

BÜHNE

Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr

Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Dorfplatz Amriswil, 20:30 Uhr

VORTRAG

Ein Geheimnisträger oder eine Geheimnisträgerin der Vereinsabende ist im Museum. Führung. Kunstmuseum Liechtenstein Vaduz, 14 Uhr

KINDER

Rio 2. Animationsfilm. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Bilck ins Schlüsselloch. Faszination Eisen: Führung und Vortrag. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 17:30 Uhr Ste Crapule, puriste et St Fantomas, archange. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

Do 17. KONZERT

3. Conrad Sohm Kultursommer. Ok Kid. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Los Fastidios. Streetpunk / Oi! aus Italien. Das Contrast Konstanz, 20 Uhr Amsterdam Klezmer Band. Klezmer / Balkan / Elektronika. Kulturfestival St.Gallen, 20:30 Uhr Subroto Roy Chowdhury & Florian Schiertz. Klassische nordindische Musik. K9 Konstanz, 20:30 Uhr Foen-X-Festival: Ernst Molden & Willi Resetarits. CD-Präsentation «Ho Rugg». Kammgarn Hard, Vorarlberg, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. Santstrahl – For Robots And Humans Alike. Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr

FILM

Le démantèlement. Ein Farmer verkauft seinen Hof, um seiner Tochter zu helfen. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Miele. Die junge Irene zweifelt an ihrer Arbeit als Sterbehelferin. Kinok St.Gallen, 19:45 Uhr Vaterfreuden. Regie: Matthias Schweighöfer. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr Z’Alp. Regie: Thomas Rickenmann. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr Mujeres al borde de un ataque de nervios. Openair: Pedro Almodóvars kultige Frauenkomödie. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Die Zimmerschlacht. Stück von Martin Walser – Theater Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Dorfplatz Amriswil, 20:30 Uhr


LITERATUR

Poolbar-Festival: Poetry Slam. Feat. Markus Köhle, Mieze Medusa & Gäste. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr

VORTRAG

Ein Geheimnisträger oder eine Geheimnisträgerin der Vereinsabende ist im Museum. Führung. Kunstmuseum Liechtenstein Vaduz, 17 Uhr

AUSSTELLUNG

Konstanz um 1414 – Städtischer Alltag zur Zeit des Konzils. Führung. Rosgartenmuseum Konstanz, 16 Uhr

Fr 18.

Saiten 07/08/2014

KONZERT

Poolbar-Festival, Open Air – Tag 1. Cody ChesnuTT. Altes Hallenbad Feldkirch, 17 Uhr Kultur pur. Upwärts, Mundartsongs. Pavillon am See Rorschach, 19 Uhr Kreidler / Soda. Elektronika / Postrock. Kulturfestival St.Gallen, 20:30 Uhr Foen-X-Festival: Ernst Molden & Willi Resetarits. CD-Präsentation «Ho Rugg». Kammgarn Hard, Vorarlberg, 21 Uhr Jam Session. Rock, Blues, Funk, Soul, auch mal Country oder etwas Jazz. Rest. Espenmoos St.Gallen, 21 Uhr

FILM

Siddarth. Ein Vater sucht in Indien nach seinem verschwundenen Sohn. Kinok St.Gallen, 17:45 Uhr Suzanne. Die junge Suzanne verliebt sich in einen Kleinkriminellen. Kinok St.Gallen, 19:45 Uhr Rush. Regie: Ron Howard. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr The Wolf Of Wall Street. Regie: Martin Scorsese. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr The Cook, the Thief, His Wife & Her Lover. Openair: Peter Greenaways Meisterwerk mit Helen Mirren. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

Wecke niemals einen Schrat. Gastspiel. Werkstatt Inselgasse Konstanz, 18 Uhr Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Die Zimmerschlacht. Stück von Martin Walser – Theater Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr TmbH – die Show. Improvisationstheater. K9 Konstanz, 20 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr Maria Neuschmid: Die Kur. Kabarett. Altes Kino Rankweil, 21 Uhr

DIVERSES

Mittagsimpuls. Mit Eduard

69 Brun. Kathedrale St.Gallen, 12:15 Uhr

AUSSTELLUNG

Führung durchs Haus. Museum Appenzell, 14 Uhr

Sa 19. KONZERT

Poolbar-Festival, Open Air – Tag 2. Bonaparte / Shout Out Louds. Altes Hallenbad Feldkirch, 16 Uhr Kultur pur. D’Muulörgeler Zampanos Herisau. Pavillon am See Rorschach, 19 Uhr Götz Widmann. Bärndütsch isch e huere schwäri Sprach. Löwenarena Sommeri, 20:30 Uhr Meshell Ndegeocello / Laquartett. Soul / Jazz / Funk. Kulturfestival St.Gallen, 20:30 Uhr

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. Da Carlo Del Phine (ProPro). Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Die K9-Disco. African Beat, Reggae and more. K9 Konstanz, 22 Uhr

FILM

Miele. Die junge Irene zweifelt an ihrer Arbeit als Sterbehelferin. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr L'amour est un crime parfait. Mathieu Amalric sammelt als Professor erotische Abenteuer. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Eyjafjallajökull – Der Vulkan. Regie: Alexandre Coffre. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr Fack ju Göhte. Regie: Bora Dagtekin. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr Le fabuleux destin d'Amélie Poulain. Openair: Amélie träumt sich fantasievoll durch Paris. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

Wecke niemals einen Schrat. Gastspiel. Werkstatt Inselgasse Konstanz, 18 Uhr Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Die Zimmerschlacht. Stück von Martin Walser – Theater Mephisto & Co. Schloss Seeheim Konstanz, 20 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr

So 20. KONZERT

Barock am See. Alte Musik in neuem Gewand. Kapuzinerkirche Überlingen, 11 Uhr Jodel-Solo. Mit Fredi Stricker im Kerker. Museum Appenzell, 11:30 Uhr Kultur pur. The Riverstones, Leitung Jack Ströher. Pavillon

am See Rorschach, 11:30 Uhr Sommerkonzert. Werke von Telemann, Bach, Mozart u.a. Kirche St.Laurentius Frauenfeld-Oberkirch, 17:30 Uhr The Durgas. Rock des amerikanischen Untergrunds. K9 Konstanz, 20 Uhr

FILM

Ilo Ilo. Ein Bub findet in der philippinischen Nanny eine Verbündete. Kinok St.Gallen, 11 Uhr Gabrielle. Die behinderte Gabrielle erlebt ihre erste Liebe. Kinok St.Gallen, 17:45 Uhr Her. Regie: Spike Jonze. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr Philomena. Regie: Stephen Frears. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Wecke niemals einen Schrat. Gastspiel. Werkstatt Inselgasse Konstanz, 11 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 13:30 Uhr Die Chorprobe. Musikalisches Lustspiel. Nüenalp ab Talstation Filzbach, 14 Uhr Fräulein Julie. Schauspiel von August Strindberg. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr

VORTRAG

Di 22.

Überleb-Bar. Shellack Holmes – Legt unplugged auf. Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr

Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr Pimpimone. Unterhaltsames Opernintermezzo. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Geschichten aus dem Wiener Wald. Oper in drei Akten von HK Gruber. Festspielhaus Bregenz, 19:30 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Fahr. Werk. Ö. «Campieren verboten», Jugendtheater. Schloss Wartegg Rorschacherberg, 20:15 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr

FILM

KINDER

KONZERT

Kadebostany / Kaltehand & Natasha Waters. Elektro Pop. Kulturfestival St.Gallen, 20 Uhr Poolbar-Festival. Anna Calvi. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr William Fitzsimmons. Unendlich zärtliche Songs. Kula Konstanz, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Robert Walser. Niklaus Meienberg und Adolf Muschg zu Robert Walser. Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr La Grande Bellezza. Film von Paolo Sorrentino. Gaswerk Winterthur, 19:30 Uhr Le démantèlement. Ein Farmer verkauft seinen Hof, um seiner Tochter zu helfen. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Dallas Buyers Club. Regie: JeanMarc Vallée. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr The Grand Budapest Hotel. Regie: Wes Anderson. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr

BÜHNE

Fliessende Welt. Verborgene Schönheit. Schätze aus Japan. Führung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Das optische Unbewusste. Führung. Alte Fabrik Rapperswil, 14 Uhr

Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr Pimpimone. Unterhaltsames Opernintermezzo. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Fahr. Werk. Ö. «Campieren verboten», Jugendtheater. Schloss Wartegg Rorschacherberg, 20:15 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr

Mo 21.

Mi 23.

Carl Roesch ein Schaffhauser Künstler? Vortrag von Gérard Seiterle. Museum Kunst und Wissen Diessenhofen, 18 Uhr

AUSSTELLUNG

KONZERT

8. Internationales Domorgelkonzert. Orgel: Frédéric Blanc, Paris. Kathedrale St.Gallen, 19:15 Uhr Grosses Geburtstagskonzert. Gedrat goes 60. K9 Konstanz, 19:30 Uhr

FILM

Sein letztes Rennen. Regie: Kilian Riedhof. Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr Siddarth. Ein Vater sucht in Indien nach seinem verschwundenen Sohn. Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr Gabrielle. Die behinderte Gabrielle erlebt ihre erste Liebe. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Achtung, Fertig, WK. Live zu Gast: Marco Rima. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr On The Way To School. Regie: Pascal Plisson. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr

KONZERT

Chris Cubeta & the Liars Club. Indie-Rock. Brasserie Treffpunkt Herisau, 20 Uhr Rupa & The April Fishes. Folk / Gipsy / Chanson. Kulturfestival St.Gallen, 20:30 Uhr

NACHTLEBEN

Roots-Foods. LGBT-GrooveReggae-Night-Strictly-AgainstHomophobia. CMC St.Gallen, 19:30 Uhr Havana Night. Die Salsa Party mit DJ Osman el Duque. K9 Konstanz, 21:30 Uhr

FILM

L'intrepido. Gianni Amelios neustes Werk: Antonio ist ein Unverzagter. Kinok St.Gallen, 18:15 Uhr Até ver a luz. Basil da Cunhas eigenwilliges Lissaboner Nachtepos. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

BÜHNE

Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott.

18.–24.07.

Rio 2. Animationsfilm. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr The Lego Movie. Regie: Phil Lord & Christopher Miller. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Roman Signer. Führung. Kunstmuseum St.Gallen St.Gallen, 18:30 Uhr Sts Pieds Nickelés, trinité. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr Du hast es in der Hand. Sommerworkshop. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 13:30 bis 17:00 Uhr

Do 24. KONZERT

3. Conrad Sohm Kultursommer. Koenigleopold. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Poolbar-Festival. The Hidden Cameras. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. DJ Diamond Skull & Silver Sister – Karma Police. Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr

FILM

Molière à bicyclette. Geistreiche Komödie mit Fabrice Luchini und Lambert Wilson. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr La belle vie. Bildstarkes Comingof-Age-Drama in Frankreichs wilder Natur. Kinok St.Gallen, 19:45 Uhr Der Medicus. Regie: Philipp Stölzl. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr Eyjafjallajökull – Der Vulkan. Regie: Alexandre Coffre. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr Drifting Clouds. Openair: Aki Kaurismäkis lakonisches Meisterwerk. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr Pimpimone. Unterhaltsames Opernintermezzo. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr


71

See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr Ennio Marchetto. The Living Paper Cartoon. Kulturfestival St.Gallen, 21 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21:15 Uhr

VORTRAG

Via Hrabal. Multimediale Präsentation zum Leben und Wirken. K9 Konstanz, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Maurus Fässler. Der Goldschmied zeigt sein Handwerk. Museum Appenzell, 14 Uhr Konstanz um 1414 – Städtischer Alltag zur Zeit des Konzils. Führung. Rosgartenmuseum Konstanz, 16 Uhr

Fr 25.

Saiten 07/08/2014

KONZERT

Klassisches Konzert. Mit dem Ensemble Donne del Vento. Pflegeheim St.Otmar St.Gallen, 15 Uhr Kultur pur. Höfler Musig, Leitung Peter Fässler. Pavillon am See Rorschach, 19 Uhr Summer Opening. Junes, Baba Shrimps, Otto Normal, Nick Mellow. Bütschwil, 19 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. Luke 4000. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Max Petersen Trio. Finest Jazz. K9 Konstanz, 20:30 Uhr Poolbar-Festival. Maximo Park. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr The Beauty of Gemina / Miracle Flair. Acoustic Night. Kulturfestival St.Gallen, 20:30 Uhr Foen-X-Festival: Pullup Orchestra. Hoi zämä. Kammgarn Hard, Vorarlberg, 21 Uhr Jam Session. Rock, Blues, Funk, Soul, auch mal Country oder etwas Jazz. Rest. Espenmoos St.Gallen, 21 Uhr

FILM

Suzanne. Die junge Suzanne verliebt sich in einen Kleinkriminellen. Kinok St.Gallen, 17:45 Uhr Miele. Die junge Irene zweifelt an ihrer Arbeit als Sterbehelferin. Kinok St.Gallen, 19:45 Uhr Der Koch – Vorpremière. Live zu Gast: Hanspeter Müller-Drossaart. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr The Other Woman. Regie: Nick Cassavetes. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr Sin City. Openair: Comicverfilmung von Frank Miller, Robert Rodriguez. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

Feldkircher Gauklerfestival. Mit Strassenkünstlern aus der ganzen Welt. Feldkirch, 14 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater

mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21:15 Uhr

AUSSTELLUNG

Führung durchs Haus. Museum Appenzell, 14 Uhr Maria Anwander. Vernissage. Kunsthalle St.Gallen, 18 Uhr

Sa 26. KONZERT

Summer Opening. Junes, Baba Shrimps, Otto Normal, Nick Mellow. Bütschwil, 12 Uhr Kula Sommerfest. Kula Konstanz, 18 Uhr Kultur pur. Bright Night / Woodbridge, Vintage Rock. Pavillon am See Rorschach, 19 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. Effi, Support: Olympique. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Combineharvester / Roy & The Devil’s Motorcycle. Drone / Noise / Psychedelic Rock. KaffKulturlokal Linde Frauenfeld, 20 Uhr The Jam. Jazz-Quartett. K9 Konstanz, 20 Uhr Iyeoka / Sika Lobi. Soul / R’n’B. Kulturfestival St.Gallen, 20:30 Uhr Poolbar-Festival. Dena / Yasmo / Struboskop. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. Late Night: Elektro Guzzi. Conrad Sohm Dornbirn, 23 Uhr

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. Herman and the Gang. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr

FILM

Ilo Ilo. Ein Bub findet in der philippinischen Nanny eine Verbündete. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr La belle vie. Bildstarkes Comingof-Age-Drama in Frankreichs wilder Natur. Kinok St.Gallen, 19:45 Uhr 12 Years a Slave. Regie: Steve McQueen. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr Mamma mia – 40 Jahre Abba. Regie: Phyllida Lloyd. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr 2046. Wong Kar Wais Farbrausch über Liebe, Trauer und Verlust. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

Feldkircher Gauklerfestival. Mit Strassenkünstlern aus der ganzen Welt. Feldkirch, 10 Uhr Konstanz am Meer. Ein Himmelstheater. Stück von Theresia Walser und Karl-Heinz Ott. Münsterplatz Konstanz, 19 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21:15 Uhr

So 27. KONZERT

Festmesse: Wiener Symphoniker. Musikalische Leitung: Benjamin Lack. Stadtpfarrkirche St.Gallus Bregenz, 09:30 Uhr Frühschoppenkonzert. Blaskapelle Slunicka. Freihof Brauerei & Hofstube Gossau, 10 Uhr 8. Kammerkonzert als Matinée. Beate Marienfeld (Blockflöte) und Christoph Lang (Klavier). Christengemeinschaft der Gemeinde St.Gallen, 11 Uhr Kultur pur. Upwärts. Pavillon am See Rorschach, 11:30 Uhr Poolbar-Festival. Him (His infernal Majesty). Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr

FILM

Molière à bicyclette. Geistreiche Komödie mit Fabrice Luchini und Lambert Wilson. Kinok St.Gallen, 11 Uhr Siddarth. Ein Vater sucht in Indien nach seinem verschwundenen Sohn. Kinok St.Gallen, 18 Uhr L'amour est un crime parfait. Mathieu Amalric sammelt als Professor erotische Abenteuer. Kinok St.Gallen, 20 Uhr The Secret Life of Walter Mitty. Regie: Ben Stiller. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr Tracks – Spuren. Regie: John Curran. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Opera Viva – Charity Event «Der Freischütz». Grand Hotels Resort Bad Ragaz, 10:30 Uhr Geschichten aus dem Wiener Wald. Oper in drei Akten von HK Gruber. Festspielhaus Bregenz, 11 Uhr Allein in der Sauna. Theaterstück nach einem Text von Pinkus Frank. K9 Konstanz, 20:30 Uhr Foen-X-Festival. Philipp Weber – Durst, warten auf Merlot. Kammgarn Hard, Vorarlberg, 21 Uhr

AUSSTELLUNG

Fliessende Welt. Verborgene Schönheit. Schätze aus Japan. Schnupperkurs in japanischer Kalligraphie. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 12:30 und 14 Uhr Das optische Unbewusste. Führung. Alte Fabrik Rapperswil, 14 Uhr Die Welt der Möbelrestaurierung begleitet durch die Restauratorin D. Warger. Sonntagsspaziergang im Zeughaus. Zeughaus Teufen Teufen, 14 Uhr Profile und Gesichter. Führungen bis 17h. Otto-Bruderer-Haus Waldstatt, 14 Uhr

Mo 28. KONZERT

War Requiem: Wiener Symphoniker. Festspielhaus Bregenz, 19:30 Uhr

FILM

Le démantèlement. Ein Farmer verkauft seinen Hof, um seiner Tochter zu helfen. Kinok

25.– 31.07.

St.Gallen, 18 Uhr Gabrielle. Die behinderte Gabrielle erlebt ihre erste Liebe. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Alphabet. Regie: Erwin Wagenhofer. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr Blue Jasmin. Regie: Woody Allen. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr

Di 29. KONZERT

From John Dowland to John Lennon. Vokalensemble Cantemus. Rathaus Frauenfeld, 20 Uhr Fatoumata Diawara & Roberto Fonseca. World Music / Jazz. Kulturfestival St.Gallen, 21 Uhr Foen-X-Festival: Soneros de Verdad. Die zweite Generation des Buena Vista Social Club. Kammgarn Hard, Vorarlberg, 21 Uhr Karamelo Santo. LatinSka, Reggae, Cumbia, Rock und Punk. Kula Konstanz, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. Music with taste & style by DJ Ghost (Ventilator Records). Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr

FILM

L'intrepido. Gianni Amelios neustes Werk: Antonio ist ein Unverzagter. Kinok St.Gallen, 18:15 Uhr Le Fate ignoranti. Film von Ferzan Ozpetek. Gaswerk Winterthur, 19:30 Uhr Até ver a luz. Basil da Cunhas eigenwilliges Lissaboner Nachtepos. Kinok St.Gallen, 20 Uhr Fading Gigolo. Vorpremière. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr Tracks – Spuren. Regie: John Curran. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr

BÜHNE

Pimpimone. Unterhaltsames Opernintermezzo. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21:15 Uhr

VORTRAG

Kloster und Stadt am Vorabend der Reformation. Niedergang und Neubeginn des Klosters. Vadian-Denkmal St.Gallen, 18 Uhr

AUSSTELLUNG

Der Geist der Benediktiner wirkt weiter. Führung: Eduard Brun. Kathedrale St.Gallen, 16 Uhr

Mi 30. KONZERT

Skip&Die / Yes I’m Very Tired Now. Dub / Elektronika / Afrobeat. Kulturfestival St.Gallen, 20 Uhr

NACHTLEBEN

Splügentango 2014. DJ Andreas

& DJ Markus. Splügeneck St.Gallen, 19 Uhr Roots-Foods. LGBT-GrooveReggae-Night-Strictly-AgainstHomophobia. CMC St.Gallen, 19:30 Uhr Havana Night. Mit Osman el Duque. K9 Konstanz, 21:30 Uhr

FILM

Ich stehe immer noch vor der Tür des Lebens – Robert Walser und die schöne Kunst des Unterlie... Robert Walsers Lebensstationen mit Schweizer Autoren. Kinok St.Gallen, 18 Uhr La belle vie. Bildstarkes Comingof-Age-Drama in Frankreichs wilder Natur. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr The Straight Story. Regie David Lynch. Cinema Solaire. Grabenplatz Winterthur, 21 Uhr The Grand Budapest Hotel. Regie: Wes Anderson. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Pimpimone. Unterhaltsames Opernintermezzo. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21:15 Uhr

KINDER

The Lego Movie. Animationsfilm. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Ste Flamberge, voyante. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

Do 31. KONZERT

Gabby Young / Pedro Lehmann. Circus Swing. Kulturfestival St.Gallen, 20 Uhr Musig uf dä Gass Rorschach: Teen. Treppenhaus Rorschach, 20 Uhr Poolbar-Festival. Ja, Panik. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr Foen-X-Festival. Twana Rhodes. Kammgarn Hard, Vorarlberg, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. Zunami & P-Tess – Oriental Bass Music. Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr Sommerloch. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr

FILM

Molière à bicyclette. Geistreiche Komödie mit Fabrice Luchini und Lambert Wilson. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Suzanne. Die junge Suzanne verliebt sich in einen Kleinkriminellen. Kinok St.Gallen, 19:45 Uhr Like Father Like Son. Regie Hirokazu Kore-eda. Cinema Solaire. Grabenplatz Winterthur, 21 Uhr 12 Years a Slave. Regie: Steve McQueen. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr


73

Super-Hypochonder. Regie: Dany Boon. Kantipark St.Gallen, 21:30 Uhr Trois Couleurs: Rouge. Openair: Kieslowskis Meisterwerk mit Irène Jacobs. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

Pimpimone. Unterhaltsames Opernintermezzo. Kapuzinerkirche Überlingen, 19 Uhr Gloria von Jaxtberg. Alpenjodler, Frösche und ein Metzgerladen. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19:30 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr See-Burgtheater: Carmen. Theater mit Musik von Georges Bizet. Seeburgpark Kreuzlingen, 20:30 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21:15 Uhr

VORTRAG

St.Galler Reaktionen auf den Nationalsozialismus. Hoffnung und Angst, Anpassung und Widerstand. Rathaus St.Gallen, 18 Uhr

Saiten 07/08/2014

AUSSTELLUNG

Theres Tobler. Die Bauernmalerin zeigt ihr Kunsthandwerk. Museum Appenzell, 14 Uhr

Fr 01. KONZERT

Out in the Gurin. Ala, Back to the Hostel, Flowermouth, Watch my Hair, uvm. Sargans, 12 Uhr Kultur pur. X-Large. Pavillon am See Rorschach, 19 Uhr Out in the Green Garden. Openair mit Dub-Bus, Jam-Jurte, Kleinkunstbühne uvm. KaffKulturlokal Linde Frauenfeld, 20 Uhr Painhead / Bit-Tuner / Dachs. St.Galler Nacht. Kulturfestival St.Gallen, 20 Uhr Poolbar-Festival. 5/8erl in Ehr’n. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr Jam Session. Rock, Blues, Funk, Soul, auch mal Country oder etwas Jazz. Rest. Espenmoos St.Gallen, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Sommerloch. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr

FILM

Ilo Ilo. Ein Bub findet in der philippinischen Nanny eine Verbündete. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Tom à la ferme. Das neueste Werk des Filmwunderkindes Xavier Dolan. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Les Petites Fugues. Regie Yves Yersin. Cinema Solaire. Grabenplatz Winterthur, 21 Uhr Taxi Driver. Openair: Martin Scorseses New-York-Epos mit Robert De Niro. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

Das Leben am Rande der Milch-

strasse. Eine Sitcom-Oper / Season 1 (Uraufführung). Festspielhaus Bregenz, 20 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr Foen-X-Festival. Michael Krebs – Zusatzkonzert. Kammgarn Hard, Vorarlberg, 21 Uhr

Sa 02. KONZERT

1. Orgelsommer. Orgel: Antal Váradi, Stuttgart. Kathedrale St.Gallen, 11:30 Uhr Out in the Gurin. Ala, Back to the Hostel, Flowermouth, Watch my Hair, uvm. Sargans, 12 Uhr Out in the Green Garden. Openair mit Dub-Bus, Jam-Jurte, Kleinkunstbühne uvm. Kaff-Kulturlokal Linde Frauenfeld, 20 Uhr Bassekou Kouyate & Ngoni Ba / Jackson Wahengo. World Music. Kulturfestival St.Gallen, 20:30 Uhr Poolbar-Festival: Irie Révoltés. Wütend, kontrastreich und tight. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr

NACHTLEBEN

Sommerloch. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Überleb-Bar. Auntone & Napoleton (Afterhour). Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr

FILM

La belle vie. Bildstarkes Comingof-Age-Drama in Frankreichs wilder Natur. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr L'amour est un crime parfait. Mathieu Amalric sammelt als Professor erotische Abenteuer. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr The Philadelphia Story. Regie George Cukor. Cinema Solaire. Grabenplatz Winterthur, 21 Uhr Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg. Regie: Felix Herngren. Kantipark St.Gallen, 21:15 Uhr Fack ju Göhte. Regie: Bora Dagtekin. Quaianlagen Arbon, 21:30 Uhr American Beauty. Openair: Satire mit Kevin Spacey und Annette Bening. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

Gloria von Jaxtberg. Alpenjodler, Frösche und ein Metzgerladen. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19:30 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr Foen-X-Festival. Michael Krebs – Zusatzkonzert. Kammgarn Hard, Vorarlberg, 21 Uhr

AUSSTELLUNG

Gepäckausgabe 5. Denis Handschin. Güterschuppen Bahnhof Glarus, 17 Uhr

So 03. KONZERT

Out in the Gurin. Ala, Back to the Hostel, Flowermouth, Watch my Hair, uvm. Sargans, 12 Uhr Tag der Wiener Symphoniker. Orchestra in Residence. Festspielhaus Bregenz, 14 Uhr Musik & Poesie. Kammermusik & Literatur im Seestudio. Festspielhaus Bregenz, 19 Uhr Poolbar-Festival. Maschek.redet. drüber. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr

FILM

All This Can Happen. Stummfilmaussschnitte evozieren Robert Walsers Welt. Kinok St.Gallen, 11 Uhr Er, der Hut, sitzt auf ihm, dem Kopf. Sieben Lebensgeschichten von Robert Walser. Kinok St.Gallen, 12:15 Uhr Siddarth. Ein Vater sucht in Indien nach seinem verschwundenen Sohn. Kinok St.Gallen, 18 Uhr Tom à la ferme. Das neueste Werk des Filmwunderkindes Xavier Dolan. Kinok St.Gallen, 20 Uhr Dr Goalie bin ig. Live zu Gast: Pedro Lenz. Kantipark St.Gallen, 21:15 Uhr Mikrokosmos Gassenschau. 30 Jahre Karl’s Kühne Gassenschau live zu Gast. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr

BÜHNE

Geschichten aus dem Wiener Wald. Oper in drei Akten von HK Gruber. Festspielhaus Bregenz, 11 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 13:30 Uhr Das Leben am Rande der Milchstrasse. Eine Sitcom-Oper / Season 1 (Uraufführung). Festspielhaus Bregenz, 20 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

VORTRAG

August 1914 – St.Gallen rückt ein. Die Zeit der Mobilmachung in Berichten und Fotografien. Mit Christine Odermatt. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Ein Geheimnisträger oder eine Geheimnisträgerin der Vereinsabende ist im Museum. Führung. Kunstmuseum Liechtenstein Vaduz, 15:30 Uhr

DIVERSES

Reiseziel: Museum. Auf die Reise. Fertig. Los. Kunstmuseum Liechtenstein Vaduz, 10 Uhr

AUSSTELLUNG

Das optische Unbewusste. Führung. Alte Fabrik Rapperswil, 14 Uhr

Mo 04. KONZERT

HK Gruber im Fokus. Wiener Symphoniker. Festspielhaus Bregenz, 19:30 Uhr

01.– 07.08.

FILM

Molière à bicyclette. Geistreiche Komödie mit Fabrice Luchini und Lambert Wilson. Kinok St.Gallen, 18:15 Uhr Suzanne. Die junge Suzanne verliebt sich in einen Kleinkriminellen. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr On The Way To School. Regie: Pascal Plisson. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr

Di 05. KONZERT

KAZ Konzert: Übergänge. Kunsthaus KUB Bregenz, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. DJ Opac – Low End Cosmic. Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr

FILM

Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Oberer Graben Winterthur, 20:30 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

KINDER

How To Train Your Dragon 2. Animationsfilm. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr

AUSSTELLUNG

Roman Signer. Einführung für Lehrpersonen. Kunstmuseum St.Gallen, 17:30 Uhr St Pissedoux, caporal des hommes libres. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

Do 07.

Miele. Die junge Irene zweifelt an ihrer Arbeit als Sterbehelferin. Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr L'intrepido. Gianni Amelios neustes Werk: Antonio ist ein Unverzagter. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Philomena. Regie: Stephen Frears. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr

KONZERT

BÜHNE

NACHTLEBEN

Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

AUSSTELLUNG

Wer darf den Berg des Herrn besteigen. Führung: Markus Kaiser. Kathedrale St.Gallen, 16 Uhr

Mi 06. KONZERT

Stars in Town. Status Quo, Uriah Heep, Dewolff. Herrenacker Schaffhausen, 18:30 Uhr Floating Music. Piano auf dem Floss. Mit Marc Jenny. Mannenweiher St.Gallen, 19 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. Hatebreed. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Poolbar-Festival. Raketkanon / The Subways. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr

NACHTLEBEN

Roots-Foods. LGBT-Groove-Reggae-Night-Strictly-Against-Homophobia. CMC St.Gallen, 19:30 Uhr

FILM

Der Vormund und sein Dichter. Robert Walser und sein Vormund Carl Seelig in Herisau. Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr La belle vie. Bildstarkes Comingof-Age-Drama in Frankreichs wilder Natur. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Wadjda. Regie Haifaa AlMansour. Cinema Solaire. Lagerplatz Winterthur, 21 Uhr

BÜHNE

Circus Royal. Der grosse Schweizer Circus. Kreuzbleiche St.Gallen, 15 und 20 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical.

Stars in Town. Hurts, Birdy, Yokko. Herrenacker Schaffhausen, 18:30 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. Anti-Flag & Donots. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Poolbar-Festival. The Real McKenzies. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr Überleb-Bar. DJ Pfaff Caesi & Lefthand – Música brasileira. Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr Sommerloch. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr

FILM

Aimer, boire et chanter. Silberner Bär Berlinale 2014: Alain Resnais letzter Film. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Institute Benjamenta, or This Dream People Call Human Life. Impressionistische Annäherung an «Jakob von Gunten». Kinok St.Gallen, 19:45 Uhr The Fantastic Mr. Fox. Regie Wes Anderson. Cinema Solaire. Lagerplatz Winterthur, 21 Uhr Dr Goalie bin ig. Live zu Gast: Pedro Lenz. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr Hero. Openair: Kampfkunstepos mit Tony Leung, Maggie Cheung. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Oberer Graben Winterthur, 20:30 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

AUSSTELLUNG

Hampi Fässler. Der Sennensattler zeigt sein Kunsthandwerk. Museum Appenzell, 14 Uhr Bauernkunst – Appenzeller und Toggenburger Bauernmalerei von 1600 bis 1900. Kunstcafé. Kunstmuseum St.Gallen St.Gallen, 14:30 Uhr Bibliotheksführung. Blick hinter die Kulissen. Kantonsbibliothek Thurgau Frauenfeld, 17:30 Uhr


KONZERT

Sonnentanz-Festival. Degenau Jonschwil, 14 Uhr 20 Jahre Saiten! Mit Delaney Davidson (Dead Brothers). Leonhardsplatz St.Gallen, 17 Uhr Open Air. Hotlegsgang, Pearlbreakers, Famara, Bandit & Band. Malans, 18:30 Uhr Stars in Town. Jan Delay, Tom Odell, The Pride. Herrenacker Schaffhausen, 18:30 Uhr Sommerfest mit «Compañía Flamenca Antonio Andrade». Flamenco. Kulturcinema Arbon, 19 Uhr Bourbon Street Jazz Band. Jazz. Alte Mühle Wolfhalden, 20 Uhr Preisträgerkonzert. Die jungen Gewinner des Rahn Musikpreises 2014. Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell, 20 Uhr Poolbar-Festival. Wallis Bird. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr Foen-X-Festival. Fowokan. Kammgarn Hard, Vorarlberg, 21 Uhr Jam Session. Rock, Blues, Funk, Soul, auch mal Country oder etwas Jazz. Rest. Espenmoos St.Gallen, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Sommerloch. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr

FILM

Molière à bicyclette. Geistreiche Komödie mit Fabrice Luchini und Lambert Wilson. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr L'amour est un crime parfait. Mathieu Amalric sammelt als Professor erotische Abenteuer. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Appenzeller Filmnächte. Vergnügliches und bildgewaltiges Kino-Programm. Töpferei & Galerie zur Hofersäge Appenzell, 21 Uhr North by Northwest. Regie Alfred Hitchcock. Cinema Solaire. Lagerplatz Winterthur, 21 Uhr Vaterfreuden. Regie: Matthias Schweighöfer. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr Twin Peaks: Fire Walk with Me. Openair: David Lynchs fiebrighypnotisches Meisterwerk. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Oberer Graben Winterthur, 20:30 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

DIVERSES

25 Jahre Remise Wil. Freitag: Ausstellung, Samstag: Konzerte. Gare de Lion Wil, 17 Uhr

Sa 09. KONZERT

Stars in Town. Family Festival mit Clown Pepe und Marius &

die Jagdkapelle. Herrenacker Schaffhausen, 10 Uhr 2. Orgelsommer. Orgel: Giampaolo Di Rosa, Rom. Kathedrale St.Gallen, 11:30 Uhr Jodel-Solo. Mit Josef Rössli im Kerker. Museum Appenzell, 11:30 Uhr Sonnentanz-Festival. Degenau Jonschwil, 14 Uhr 20 Jahre Saiten! Mit Lufthans, Herr Bitter, Lesungen, Überraschungsgästen und einer grossen Gant. Leonhardsplatz St.Gallen, 15 Uhr Open Air. Hotlegsgang, Pearlbreakers, Famara, Bandit & Band. Malans, 15:45 Uhr Musig am See. On the Rocks, Anderscht, Nano Blues Band, Al Pride. Staad, 16:25 Uhr Stars in Town. Amy MacDonald, Alex Hepburn, Ira May. Herrenacker Schaffhausen, 18:30 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. Shantel & Bucovina Club Orkestar. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Bluesonix. Bluesonix Blues und Rock mit Simone JohnsonDrexel. Schloss Dottenwil Wittenbach, 20 Uhr Machine Head (USA). Metal. Salzhaus Winterthur, 20 Uhr Poolbar-Festival. WhoMadeWho. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr Till & Mirko. Vagabunden und Poeten. Löwenarena Sommeri, 20:30 Uhr

NACHTLEBEN

Sommerloch. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Überleb-Bar. Les Pédaleurs de Charme: Rhythm and Soul Delivery Services. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Saitenjubiläum Aftershowparty. Mit Sunshine Katie und Bad Vibes Corti. Tankstell-Bar St.Gallen, 23 Uhr

FILM

Aimer, boire et chanter. Silberner Bär Berlinale 2014: Alain Resnais letzter Film. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Tom à la ferme. Das neueste Werk des Filmwunderkindes Xavier Dolan. Kinok St.Gallen, 19:45 Uhr La Délicatesse. Regie D. und St. Foenkinos. Cinema Solaire. Lagerplatz Winterthur, 21 Uhr The Wolf Of Wall Street. Regie: Martin Scorsese. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr Moulin Rouge! Openair: Opulentes Jukebox-Musical mit Nicole Kidman. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

Circus Royal. Der grosse Schweizer Circus. Kreuzbleiche St.Gallen, 15 und 20 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Oberer Graben Winterthur, 20:30 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

DIVERSES

25 Jahre Remise Wil. Freitag: Ausstellung, Samstag: Konzerte. Gare de Lion Wil, 12 Uhr

So 10. KONZERT

Frühschoppenkonzert. Eulach Musikanten. Freihof AG Brauerei & Hofstube Gossau, 10 Uhr Musik-Brunch. Mit der Samy Keller Band (nur bei guter Witterung). Kundelfingerhof Schlatt TG, 11 Uhr Floating Music. Piano auf dem Floss. Mit Marc Jenny. Mannenweiher St.Gallen, 11 Uhr Musik & Poesie. Pianist Aaron Pilsan. Festspielhaus Bregenz, 19:30 Uhr

FILM

Molière à bicyclette. Geistreiche Komödie mit Fabrice Luchini und Lambert Wilson. Kinok St.Gallen, 11 Uhr L'intrepido. Gianni Amelios neustes Werk: Antonio ist ein Unverzagter. Kinok St.Gallen, 13:15 Uhr Suzanne. Die junge Suzanne verliebt sich in einen Kleinkriminellen. Kinok St.Gallen, 15:30 Uhr Miele. Die junge Irene zweifelt an ihrer Arbeit als Sterbehelferin. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Der Gehülfe. Thomas Koerfer nach Robert Walsers Roman. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Die schwarzen Brüder. Regie: Xavier Koller. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr

BÜHNE

Circus Royal. Der grosse Schweizer Circus. Kreuzbleiche St.Gallen, 11 und 15 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr Foen-X-Festival. Lisa Fitz – Mut, vom Hasen zum Löwen. Kammgarn Hard, Vorarlberg, 21 Uhr

VORTRAG

Tagesausflug ins Flüeli-Ranft zu den Spuren von Bruder Klaus. Treff Schalterhalle. Bahnhof St.Gallen, 07:45 Uhr

AUSSTELLUNG

Das optische Unbewusste. Führung. Alte Fabrik Rapperswil, 14 Uhr Szenische Führung. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 14:00 Uhr

Mo 11. KONZERT

Zauberhafte Melodien. Wiener Symphoniker. Festspielhaus Bregenz, 19:30 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. Machine Head. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr

FILM

L'amour est un crime parfait. Mathieu Amalric sammelt als Professor erotische Abenteuer. Kinok St.Gallen, 18 Uhr Aimer, boire et chanter. Silberner Bär Berlinale 2014: Alain Resnais letzter Film. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Dallas Buyers Club. Regie: Jean-Marc Vallée. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr

08.–14.08.

Di 12. KONZERT

Poolbar-Festival. Fink. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr

NACHTLEBEN

Überleb-Bar. DJ 1.0037 – Elektronika. Kraftfeld Winterthur, 19 Uhr

FILM

…Und Äktschn! Gerhard Polt at his best: wortwitzig und skurril. Kinok St.Gallen, 18 und 20:45 Uhr I Wanna Surf. Regie: Timon Rupp. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr

BÜHNE

Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

VORTRAG

Gespräch. Mit den Künstler/ innen bei gemeinsamer Tafelrunde. Kunstraum Engländerbau Vaduz, 18 Uhr

Mi 13. KONZERT

Musikfestwochen. Schultz an forever, Kakkmaddafakka. Steinberggasse Winterthur, 18:45 Uhr Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr Poolbar-Festival. Kadavar / The Bloodeegles. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr

NACHTLEBEN

Roots-Foods. LGBT-GrooveReggae-Night-Strictly-AgainstHomophobia. CMC St.Gallen, 19:30 Uhr

St.Gallen, 14:15 und 15 Uhr

DIVERSES

Paracelsus im Schicksalsjahr 1531 in St.Gallen. Altstadtwanderung bis zum Klosterplatz. Vadian-Denkmal St.Gallen, 18 Uhr

AUSSTELLUNG

Roman Signer. Führung. Kunstmuseum St.Gallen, 18:30 Uhr Sexperten – Flotte Bienen und tolle Hechte. Referat von Toni Bürgin. Naturmuseum St.Gallen, 19 Uhr St Zebb, passe-partout. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

Do 14. KONZERT

My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

Musikfestwochen. Skor, Manillio, Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi. Steinberggasse Winterthur, 18:45 Uhr Floating Music. Piano auf dem Floss. Mit Marc Jenny. Mannenweiher St.Gallen, 19 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. Devin Townsend Project. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr Main Street Jazz Trio. Dezent und unaufdringlich. Grand Hotel Quellenhof Bad Ragaz, 20:30 Uhr Foen-X-Festival: GMH Orkestar. Das Grossmütterchen Hatz Salon Orkestar. Kammgarn Hard, Vorarlberg, 21 Uhr

VORTRAG

NACHTLEBEN

FILM

Zwischen Tanz und Performance. Kurzfilmprogramm aus dem Grenzbereich der beiden Künste. Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr Tanja – Life in Movement. Bewegende Hommage an eine Ausnahmetänzerin. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Akte Grüniger. Live zu Gast: Stefan Kurt. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr

BÜHNE

Ein Geheimnisträger oder eine Geheimnisträgerin der Vereinsabende ist im Museum. Führung. Kunstmuseum Liechtenstein Vaduz, 14 Uhr

KINDER

Märchen im Museum. Geschichten aus Ferienländern. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14 Uhr Geschichtenzeit. Mit Monika Enderli. Freihandbibliothek

Sommerloch. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr

FILM

La belle vie. Bildstarkes Comingof-Age-Drama in Frankreichs wilder Natur. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr The Way He Looks. Teddy Award Berlinale 2014 für die Comingof-Age-Geschichte Kinok St.Gallen, 19:15 Uhr Unter the Skin. Scarlett Johans-

Saiten 07/08/2014

Fr 08.

74


75 son reist als Alien durch Schottland. Kinok St.Gallen, 21 Uhr Jersey Boys. Regie: Clint Eastwood. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr

BÜHNE

TanzPlan Ost. Tanzprojekt TPO'14 und weitere Produktionen. Lokremise St.Gallen, 18:30 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

AUSSTELLUNG

Willi Keller. Der Bauernmaler zeigt sein Kunsthandwerk. Museum Appenzell, 14 Uhr

Fr 15.

Saiten 07/08/2014

KONZERT

Musikfestwochen. Death of a Cheerleader, Mykungfu & Gäste, uvm. Steinberggasse Winterthur, 18:45 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. The Young Punx. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr Poolbar-Festival: William Fitzsimmons. Ein Mann der leisen Töne. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr Jam Session. Rock, Blues, Funk, Soul, auch mal Country oder etwas Jazz. Rest. Espenmoos St.Gallen, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Saisonstart. Musikfestwochenende – Trottles Of The Dead. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Sommerloch. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr

FILM

Miele. Die junge Irene zweifelt an ihrer Arbeit als Sterbehelferin. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Molière à bicyclette. Geistreiche Komödie mit Fabrice Luchini und Lambert Wilson. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Der Imker. Regie Manu Khalil. Kulturcinema Arbon, 20 Uhr Gravity. Regie: Alfonso Cuarón Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr Tom à la ferme. Das neueste Werk des Filmwunderkindes Xavier Dolan. Kinok St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr TanzPlan Ost. Fünf Kurzstücke. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Bliss: Die Premiere. A-cappellaComedy-Concert. Kino Theater Madlen Heerbrugg, 20 Uhr The Table. Episches Puppenspiel inspiriert von Samuel Beckett. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr

Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

DIVERSES

Sprachencafé. Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Deutsch. Restaurant Dufour St.Gallen, 18:30 Uhr St.Gallerfest. Musik, Bühnenprogramm & Restauration. Altstadt St.Gallen, 19 Uhr

AUSSTELLUNG

Mittagsimpuls. Mit Franz Kreissl. Kathedrale St.Gallen, 12:15 Uhr

gramm & Restauration. Altstadt St.Gallen, 11 Uhr Workshop: Feuer und Flamme. Steinzeitliche Methoden des Feuermachens. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Nachmittagswanderung Ragaz – Porta Romana – Pfäfers. Mit Walter Frei. Bahnhof Bad Ragaz, 14:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Quartier hinter dem Rathaus. Führung im Rahmen der Ausstellung. Museum Herisau, 10 Uhr

So 17.

Sa 16. KONZERT

3. Orgelsommer. Orgel: Johannes Skudlik, Landsberg. Kathedrale St.Gallen, 11:30 Uhr Marius & die Jagdkapelle. Radio Waldrand. Kulturhaus Trogen, 15 Uhr Musikfestwochen. Sohn, Balthazar, uvm. Steinberggasse Winterthur, 18:45 Uhr Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr Poolbar-Festival. The Intersphere. Altes Hallenbad Feldkirch, 20:30 Uhr

NACHTLEBEN

Sommerloch. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr

FILM

…Und Äktschn! Gerhard Polt at his best: wortwitzig und skurril. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Körper erinnern! Aktuelle Kunstpraktiken des Erinnerns in Perfomance und Tanz. Videovortrag der Performancekünstlerin Pascale Grau. Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr The Way He Looks. Teddy Award Berlinale 2014 für die Comingof-Age-Geschichte Kinok St.Gallen, 20 Uhr Fading Gigolo. Regie: John Turturro. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr Unter the Skin. Scarlett Johansson reist als Alien durch Schottland. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

TanzPlan Ost. Kinderbühne. Lokremise St.Gallen, 10 Uhr TanzPlan Ost. Tanzprojekt TPO'14 und weitere Produktionen. Lokremise St.Gallen, 18:30 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Duo Lapsus: Klaut. Eines ist klar: «(Ge)klaut» ist nur der Titel. Alte Turnhalle Engelburg, 20:15 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

KINDER

Englische Erzählstunde. Mit Jenny Ro und Helen Moody. Freihandbibliothek St.Gallen, 10:30 Uhr

DIVERSES

St.Gallerfest. Musik, Bühnenpro-

KONZERT

Stage Dogs Jazzband. Matinée mit Jazzbrunch. Huber & Suhner Herisau, 10 Uhr Musikfestwochen. Nick Waterhouse, Luca Sapio, uvm. Steinberggasse Winterthur, 16:30 Uhr Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 18 Uhr Musik & Poesie. Meccorre Streichquartett. Festspielhaus Bregenz, 19:30 Uhr Götz Widmann. Liedermaching. Kirchplatz Winterthur, 20:15 Uhr

Herisau – Grossbauten/Siedlungsentwicklung. Führung. Museum Herisau, 10:30 Uhr Bilck ins Schlüsselloch. Familienführung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Carl Walter Liner – 100 Jahre (Pendler zwischen den Welten). Finissage. Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell, 15 Uhr

Mo 18. KONZERT

Musikfestwochen. Lamuzgeule, Klischée & Band. Steinberggasse Winterthur, 18:45 Uhr

FILM

Miele. Die junge Irene zweifelt an ihrer Arbeit als Sterbehelferin. Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr Tom à la ferme. Das neueste Werk des Filmwunderkindes Xavier Dolan. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

BÜHNE

Le Rossignol / L’Hirondelle inattendue. Entzückend, exotisch, märchenhaft. Festspielhaus Bregenz, 19:30 Uhr

Di 19.

FILM

Tanja – Life in Movement. Bewegende Hommage an eine Ausnahmetänzerin. Kinok St.Gallen, 11 Uhr Aimer, boire et chanter. Silberner Bär Berlinale 2014: Alain Resnais letzter Film. Kinok St.Gallen, 13:15 Uhr …Und Äktschn! Gerhard Polt at his best: wortwitzig und skurril. Kinok St.Gallen, 15:30 Uhr L'amour est un crime parfait. Mathieu Amalric sammelt als Professor erotische Abenteuer. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Zwischen Tanz und Performance. Kurzfilmprogramm aus dem Grenzbereich der beiden Künste. Kinok St.Gallen, 20 Uhr Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand. Regie: Felix Herngren. Quaianlagen Arbon, 21:15 Uhr

BÜHNE

Le Rossignol / L’Hirondelle inattendue. Entzückend, exotisch, märchenhaft. Festspielhaus Bregenz, 11 Uhr TanzPlan Ost. Listen mit Theatertraum und Fritz Hauser. Lokremise St.Gallen, 17 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:15 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

DIVERSES

Rundgang in Konstanz. Auf den Spuren von Minnesängern, Glockengiessern, Malern. Schweizerbahnhof Konstanz, 14:15 Uhr

AUSSTELLUNG

Sexperten – Flotte Bienen und tolle Hechte. Führung mit Toni Bürgin. Naturmuseum St.Gallen, 10:15 Uhr

15.–21.08.

KONZERT

Musikfestwochen. Ebo Taylor, Imperial Tiger Orchestra. Steinberggasse Winterthur, 18:45 Uhr Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr

FILM

Er, der Hut, sitzt auf ihm, dem Kopf. Sieben Lebensgeschichten von Robert Walser. Kinok St.Gallen, 18 Uhr All This Can Happen. Stummfilmaussschnitte evozieren Robert Walsers Welt. Kinok St.Gallen, 19:15 Uhr Aimer, boire et chanter. Silberner Bär Berlinale 2014: Alain Resnais letzter Film. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

BÜHNE

Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

AUSSTELLUNG

Exkursion zu Roman Signers Kunst im Stadtraum. Führungen bis 20:30. Kunstmuseum St.Gallen, 17 Uhr Maria Anwander. Führung. Kunsthalle St.Gallen, 18 Uhr Öffentliche Führung. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 18:00 Uhr

Mi 20. KONZERT

Musikfestwochen. Gypsy Hill, Berlinskibeat, Deine Freunde. Steinberggasse Winterthur, 18:45 Uhr

Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr Les amuse bouches. Songs aus der Innerschweiz bis hin zum Westen Amerikas. B-Post Bar St.Gallen, 20 Uhr

NACHTLEBEN

Roots-Foods. LGBT-GrooveReggae-Night-Strictly-AgainstHomophobia. CMC St.Gallen, 19:30 Uhr

FILM

The Way He Looks. Teddy Award Berlinale 2014 für die Comingof-Age-Geschichte Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr Unter the Skin. Scarlett Johansson reist als Alien durch Schottland. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

BÜHNE

My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

KINDER

Ungarische Erzählstunde. Mit Eva Csokona. Freihandbibliothek St.Gallen, 15 Uhr

AUSSTELLUNG

Faszination Archäologie. Führung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 17:30 Uhr Bauernkunst – Appenzeller und Toggenburger Bauernmalerei von 1600 bis 1900. Vortrag «Die Entdeckung der Volkskunst». Kunstmuseum St.Gallen, 18:30 Uhr Ste Nitouche, orante. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19:30 Uhr

Do 21. KONZERT

Jodel-Solo. Im Kerker mit Willi Rohner. Museum Appenzell, 18 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. Tito Larriva. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Bittersüsse Schokolade. Die 30erJahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr Musikfestwochen. East Cameron Folkcore, Baby in Vain. Steinberggasse Winterthur, 20 Uhr Pullup Orchestra. Brass/Jazz/ HipHop. Kirchplatz Winterthur, 20:15 Uhr

FILM

Molière à bicyclette. Geistreiche Komödie mit Fabrice Luchini und Lambert Wilson. Kinok St.Gallen, 17:15 Uhr Vom Matriarchat auf der Südseeinsel Palau. Filmvorführung mit U. Madeisky und D. Margotsdotter-Fricke. Frauenpavillon im Stadtpark St.Gallen, 18 Uhr Mittsommernachtstango. Humorvolle Hommage an den finnischen Tango. Kinok St.Gallen, 19:15 Uhr More Than Honey. Regie Markus Imhoof. Solarkino, Gallusplatz


77 St.Gallen, 20:15 Uhr La belle vie. Bildstarkes Comingof-Age-Drama in Frankreichs wilder Natur. Kinok St.Gallen, 21 Uhr

BÜHNE

Trans-Maghreb. Musik von Peter Herbert. Festspielhaus Bregenz, 18:30 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

KINDER

Geschichtenzeit. Mit Marianne Wäspe. Freihandbibliothek St.Gallen, 14:15 und 15 Uhr

DIVERSES

Infoabend Change Makers. Einblick in die Inhalte des Lehrgangs. Ostsinn – Raum für mehr St.Gallen, 19 Uhr

AUSSTELLUNG

Was frag ich nach der Welt. Vernissage. Nextex St.Gallen, 19 Uhr

Saiten 07/08/2014

Fr 22. KONZERT

5. JazzIn. Nationales Festival für Swing, Funk, Soul & Acid-Jazz. Lokremise St.Gallen, 19:30 Uhr KAZ Konzert. Abschlusskonzert der internationalen Sommerakademie. Festspielhaus Bregenz, 19:30 Uhr Musikfestwochen. Airbourne, Triggerfinger, The Family Rain. Steinberggasse Winterthur, 19:30 Uhr 14. Klassik-Openair-Konzert. Sinfonieorchester St.Gallen. Tonhalle St.Gallen, 20 Uhr 3. Conrad Sohm Kultursommer. Keziah Jones. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr My Cup of Tea. Singer/Songwriter aus Winti. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr Jam Session. Rock, Blues, Funk, Soul, auch mal Country oder etwas Jazz. Rest. Espenmoos St.Gallen, 21 Uhr The Red Hot Serenaders. Sweet oder Hot? Grand Hotels Resort Bad Ragaz, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr

FILM

…Und Äktschn! Gerhard Polt at his best: wortwitzig und skurril. Kinok St.Gallen, 17:15 Uhr L'amour est un crime parfait. Mathieu Amalric sammelt als Professor erotische Abenteuer. Kinok St.Gallen, 19:15 Uhr Sagrada. Film von Stefan Haupt. Kulturcinema Arbon, 20 Uhr Adams Äpfel. Regie Thomas Anders Jensen. Solarkino, Frauenbadi St.Gallen, 20:15 Uhr Unter the Skin. Scarlett Johansson

reist als Alien durch Schottland. Kinok St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr TanzPlan Ost. Fünf Kurzstücke. Tanzraum Herisau, 20 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

AUSSTELLUNG

Barbara Stirnimann. Vernissage. Galerie im Bahnhof St.Gallen, 19 Uhr

DIVERSES

H.R. Fricker – Buchvernissage. Obergerichtssaal Trogen,19:30 Uhr

Sa 23. KONZERT

4. Orgelsommer. Orgel: Simon Menges, Arbon. Kathedrale St.Gallen, 11:30 Uhr Musikfestwochen. Damien Rice, Other Lives, Broken Twin. Steinberggasse Winterthur, 18:45 Uhr Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr

FILM

Mittsommernachtstango. Humorvolle Hommage an den finnischen Tango. Kinok St.Gallen, 16 Uhr Aimer, boire et chanter. Silberner Bär Berlinale 2014: Alain Resnais letzter Film. Kinok St.Gallen, 17:15 Uhr Unter the Skin. Scarlett Johansson reist als Alien durch Schottland. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Akte Grüninger. Regie Alain Gsponer. Solarkino, Gallusplatz St.Gallen, 20:15 Uhr Tom à la ferme. Das neueste Werk des Filmwunderkindes Xavier Dolan. Kinok St.Gallen, 21:45 Uhr

BÜHNE

TanzPlan Ost. Kinderbühne. Tanzraum Herisau, 10 Uhr TanzPlan Ost. Tanzprojekt TPO'14 und weitere Produktionen. Tanzraum Herisau, 18:30 Uhr Trans-Maghreb. Musik von Peter Herbert. Festspielhaus Bregenz, 18:30 Uhr My Fair Lady. Openair-Musical. Walenseebühne Walenstadt, 19:45 Uhr Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

KINDER

Buchstart. Reim und Spiel mit Marianne Wäspe. Freihandbibliothek St.Gallen, 09:30 und 10:30 Uhr Arabische Erzählstunde. Mit Selma Mechergui. Freihandbibliothek St.Gallen, 13 Uhr Kinderopenair-Festival. Mit Marius & die Jagdkapelle, Radio Waldrand. Urnäsch, 16 Uhr

DIVERSES

1. Kunst – Handwerk & Kuriositäten Markt. Gallusplatz St.Gallen, 08 Uhr

Nachmittagswanderung von Heiden zum Chindlistein. Alte Ritualplätze. Schwimmbad Heiden, 14 Uhr

So 24. KONZERT

Abschiedskonzert David Pountney. Symphonieorchester Vorarlberg. Festspielhaus Bregenz, 11 Uhr Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 18 Uhr Musikfestwochen. Elbow; Rock/ Folk. Steinberggasse Winterthur, 19:45 Uhr

FILM

…Und Äktschn! Gerhard Polt at his best: wortwitzig und skurril. Kinok St.Gallen, 11 Uhr The Way He Looks. Teddy Award Berlinale 2014 für die Comingof-Age-Geschichte Kinok St.Gallen, 13:15 Uhr Mittsommernachtstango. Humorvolle Hommage an den finnischen Tango. Kinok St.Gallen, 15:30 Uhr Ich stehe immer noch vor der Tür des Lebens – Robert Walser und die schöne Kunst des Unterliegens. Robert Walsers Lebensstationen mit Schweizer Autoren. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Tom à la ferme. Das neueste Werk des Filmwunderkindes Xavier Dolan. Kinok St.Gallen, 20 Uhr

BÜHNE

Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr

VORTRAG

Brokate des Frühlings: Frühe Buchillustrationen aus Edo. Mit Sabine Bradel. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr

KINDER

Bauernkunst – Appenzeller und Toggenburger Bauernmalerei von 1600 bis 1900. Bauerngeschichten für die ganze Familie. Kunstmuseum St.Gallen, 14 Uhr

AUSSTELLUNG

Kunst-Kaffee-Kuchen mit japanischer Fantasy. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 15:00 Uhr

Mo 25. FILM

Mittsommernachtstango. Humorvolle Hommage an den finnischen Tango. Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr La belle vie. Bildstarkes Comingof-Age-Drama in Frankreichs wilder Natur. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

Di 26. KONZERT

Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und

22.– 29.08.

Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr Bliss: Die Premiere. A-cappellaComedy-Concert. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr

FILM

Unter the Skin. Scarlett Johansson reist als Alien durch Schottland. Kinok St.Gallen, 18:15 Uhr Mittsommernachtstango. Humorvolle Hommage an den finnischen Tango. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

DIVERSES

Von Gallus bis Paul Grüninger – Heilige, Heiler, Mutmacher – St.Galler Vorbilder. Stadtrundgang. Kathedrale St.Gallen, 18 Uhr

AUSSTELLUNG

Ganz schön heilig. Führung: Barbara Walser. Kathedrale St.Gallen, 16 Uhr Offene Künstlerateliers. Bruno Jakob, Aglaia Konrad, Willem Oorebeek. Sitterwerk St.Gallen, 18 Uhr

Mi 27. KONZERT

Do 28. KONZERT

Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr Bliss: Die Premiere. A-cappellaComedy-Concert. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr O segredo das Mulheres. CDTaufe von Eduardo Nascimiento. Freihandbibliothek St.Gallen, 20 Uhr

FILM

…Und Äktschn! Gerhard Polt at his best: wortwitzig und skurril. Kinok St.Gallen, 17:15 Uhr Mittsommernachtstango. Humorvolle Hommage an den finnischen Tango. Kinok St.Gallen, 19:15 Uhr Kurzfilme. Solarkino. St.MangenPlatz St.Gallen, 20:15 Uhr Unter the Skin. Scarlett Johansson reist als Alien durch Schottland. Kinok St.Gallen, 21 Uhr

BÜHNE

Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Herrenacker Schaffhausen, 20:30 Uhr

Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr Bliss: Die Premiere. A-cappellaComedy-Concert. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr

Koala. Der neue Roman von Lukas Bärfuss. Kantonsbibliothek Thurgau Frauenfeld, 19:30 Uhr

NACHTLEBEN

KINDER

Splügentango 2014. DJ Andreas & DJ Markus. Splügeneck St.Gallen, 19 Uhr Roots-Foods. LGBT-GrooveReggae-Night-Strictly-AgainstHomophobia. CMC St.Gallen, 19:30 Uhr

FILM

The Way He Looks. Teddy Award Berlinale 2014 für die Comingof-Age-Geschichte Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr Unter the Skin. Scarlett Johansson reist als Alien durch Schottland. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

BÜHNE

Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Herrenacker Schaffhausen, 20:30 Uhr

KINDER

Fliessende Welt. Verborgene Schönheit. Schätze aus Japan. Museum für Kinder: Das japanische No-Theater. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14 Uhr Märchenstunde in Mundart. Mit Karin Arter und Kathrin Raschle. Freihandbibliothek St.Gallen, 17 Uhr

AUSSTELLUNG

Fliessende Welt. Verborgene Schönheit. Schätze aus Japan. Führung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 17:30 Uhr Führung. Sitterwerk St.Gallen, 17:30 Uhr Ste Gallinacée, cocotte. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

LITERATUR

Spanische Erzählstunden. Mit Lourdes Tito de Cantwell. Freihandbibliothek St.Gallen, 17 Uhr

AUSSTELLUNG

Hampi Fässler. Der Sennensattler zeigt sein Handwerk. Museum Appenzell, 14 Uhr Was frag ich nach der Welt. Vortrag von Thomas Stricker. Nextex St.Gallen, 19 Uhr

Fr 29. KONZERT

Enderlin Chicks – Beautiful. Pop-Country mit Spassfaktor und Balladen mit Tiefgang. 3Eidgenossen Appenzell, 20 Uhr Sommer-Konzert. Italianita zum Träumen, Mitsingen und Tanzen. Linde Heiden, 20:30 Uhr Jam Session. Rock, Blues, Funk, Soul, auch mal Country oder etwas Jazz. Rest. Espenmoos St.Gallen, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr

FILM

Mittsommernachtstango. Humorvolle Hommage an den finnischen Tango. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Unter the Skin. Scarlett Johansson reist als Alien durch Schottland. Kinok St.Gallen, 19:15 Uhr The World's fastest Indian. Regie Roger Donaldson. Solarkino, Blumenau-Schulhaus St.Gallen, 20:15 Uhr


Tom à la ferme. Das neueste Werk des Filmwunderkindes Xavier Dolan. Kinok St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Herrenacker Schaffhausen, 20:30 Uhr

VORTRAG

Freitags in der Fabrik. Barbara Bürer im Gespräch mit Gästen. Alte Fabrik Rapperswil, 19:30 Uhr

DIVERSES

St.Galler Hexen im 17. Jahrhundert. Stadtrundgang. VadianDenkmal St.Gallen, 18 Uhr

AUSSTELLUNG

Franziska Etter: farbräuschig. Vernissage. Eisenwerk Frauenfeld, 18 Uhr Tinissima – Tina Modotti (1896-1942). Vernissage. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 18:30 Uhr

Sa 30.

Saiten 07/08/2014

KONZERT

5. Orgelsommer. Orgel: Ferruccio Bartoletti, La Spezia. Kathedrale St.Gallen, 11:30 Uhr Bittersüsse Schokolade. Die 30er-Jahre in Liedern und Texten. Botanischer Garten St.Gallen, 20 Uhr Serenade. Ensemble des Concentus Rivensis. Kapellgasse / St.Wolfgang Walenstadt, 20:30 Uhr

NACHTLEBEN

Cafetango. Kaffee geniessen & Tango argentino. Kaffeehaus St.Gallen, 16 Uhr

FILM

Tanja – Life in Movement. Bewegende Hommage an eine Ausnahmetänzerin. Kinok St.Gallen, 16 Uhr Aimer, boire et chanter. Silberner Bär Berlinale 2014: Alain Resnais letzter Film. Kinok St.Gallen, 17:45 Uhr Unter the Skin. Scarlett Johansson reist als Alien durch Schottland. Kinok St.Gallen, 20 Uhr Hasta la vista. Regie Geoffrey Enthoven. Solarkino, BlumenauSchulhaus St.Gallen, 20:15 Uhr The Way He Looks. Teddy Award Berlinale 2014 für die Comingof-Age-Geschichte Kinok St.Gallen, 22 Uhr

BÜHNE

Variété Pavé. Luftartistik, Komik und Magie. Herrenacker Schaffhausen, 20:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Schaufensterausstellung. Ausstellungsfeier, Musik ab 16. Basar Bizarr am Zebraplatz St.Gallen, 14 Uhr Maura Fazzi / Peter Kühner. Vernissage. Schloss Dottenwil Wittenbach, 17 Uhr

So 31. FILM

Aimer, boire et chanter. Silberner Bär Berlinale 2014: Alain Resnais letzter Film. Kinok St.Gallen, 11 Uhr Mittsommernachtstango. Humorvolle Hommage an den finnischen Tango. Kinok St.Gallen, 13:30 Uhr The Way He Looks. Teddy Award Berlinale 2014 für die Comingof-Age-Geschichte Kinok St.Gallen, 15:30 Uhr Tom à la ferme. Das neueste Werk des Filmwunderkindes Xavier Dolan. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Institute Benjamenta, or This Dream People Call Human Life. Impressionistische Annäherung an «Jakob von Gunten». Kinok St.Gallen, 19:45 Uhr

KINDER

Stärneföifi. Die dienstälteste Kinderband der Schweiz. Fabriggli Buchs, 11 und 16 Uhr

AUSSTELLUNG

Roman Signer. Führung. Kunstmuseum St.Gallen, 11 Uhr Hugo Sutter, Steven Schoch, Othmar Eder. Vernissage. Kunst(Zeug)Haus Rapperswil SG, 11:30 Uhr «Dieser Kasten gehört mir...», auf sozialhistorischen Spuren mit dem Historiker T. Fuchs. Sonntagsspaziergang im Zeughaus. Zeughaus Teufen, 14 Uhr

Kunst ALTE FABRIK. Klaus-Gebert-Strasse 5, Rapperswil SG, +41 55 225 74 74, alte-fabrik.ch Das optische Unbewusste. Als viertes Kapitel ihrer Ausstellung erarbeiten Fredi Fischli und Niels Olsen zusammen mit Bob Nickas eine thematische Ausstellung, die auf einem neuen Konzept beruht. 06.06.2014 bis 10.08.2014 ALTE KASERNE. Technikumstrasse 8, Winterthur, +41 52 267 57 75, altekaserne.ch Comics, Cartoons & Karikaturen im Bistro: Winterthurer stattPlan. Sieben Winterthurer Comiczeichnerinnen und Comiczeichner haben je einen der sieben Stadtkreise neu illustriert. 26.05.2014 bis 11.07.2014 ALTERSHEIM AM ROTBACH. Am Rotbach, Bühler, +41 71 791 06 06, Ölbilder, Aquarelle und Lithographien von Linda van Gelderen. 26.04.2014 bis 15.10.2014 ANGELIKA KAUFFMANN MUSEUM. Brand 34, Schwarzenberg, +43 55 122 64 55, angelika-kauffmann.com Angelika Kauffmann. Blütezeit London. 01.05.2014 bis 26.10.2014

79 ART-ROOM. Schneckenburgstr. 11, Konstanz, Weltenmaler. Kunstausstellung von Miro Zett. Künstlerischer Streifzug durch die teilnehmenden Nationen der Fussball-WM. 11.06.2014 bis 11.07.2014 ATELIER-GALERIE DEMARMELS. Amriswilerstrasse 44, Romanshorn, +41 71 463 18 11, Ludwig Demarmels. Ölgemälde, Aquarelle, Reliefs, Holzschnitte und Lithographien. 01.06.2014 bis 06.07.2014 BETAGTENZENTRUM SCHWALBE. Schwalbenstrasse 3, Gossau, +41 71 388 12 88, sanafuerstenland.ch/betagtenzentrum-schwalbe Abstrakte Perspektiven. Suzanne Blaser. 06.06.2014 bis 20.08.2014 CLIENIA LITTENHEID AG Littenheid, +41 71 929 60 60, clienia.ch Fabio Fella Rossa / Ursula Kainz. Der 31jährige Fabio Della Rossa stellt in seiner 7. Ausstellung rund 15 seiner farbenprächtigen Bilder aus. 24.05.2014 bis 18.07.2014 COALMINE. Turnerstrasse 1, Winterthur, +41 52 268 68 82, coalmine.ch Anja Niedringhaus. Ihre Fotos kennt man, ohne es zu wissen. Sie erscheinen weltweit auf den Titelseiten von Tageszeitungen und Zeitschriften und prägen unser Bild von Krisen und Kriegen. 10.04.2014 bis 11.07.2014 DORNBIRNER MESSE. Messestrasse 4, Dornbirn, +43 5572 305 0, dornbirnermesse.at Art Bodensee. Rund 70 Galerien und Institutionen auf 5.000 m2. 11.07.2014 bis 13.07.2014 EISENWERK. Industriestrasse 23, Frauenfeld, +41 52 728 89 82, eisenwerk.ch Dialog. Ausstellung mit Werken von Giancarlo Bolzan, Ursula Bollack, Ursula Fehr, Betty Kuhn, Marianne Jost, Martin Mäder, Stefan Rutishauser und Eva Stucki. 08.05.2014 bis 14.09.2014 Franziska Etter: farbräuschig. Mit Franziska Etter wird eine Malerin in den Shed eingeladen, deren Bilder einerseits sehr der Tradition der Ölmalerei verbunden sind, die aber andererseits neue und zeitgenössische Farb/ Bild – und Denkräume eröffnen 29.08.2014 bis 04.10.2014 FOTOMUSEUM WINTERTHUR. Grüzenstrasse 44 & 45, Winterthur, +41 52 234 10 60, fotomuseum.ch Robert Adams – The Place We Live. Die Wanderausstellung zeigt einen grossen Teil aus der bisherigen Schaffenszeit dieses zeitgenössischen, amerikanischen Fotografen. 07.06.2014 bis 31.08.2014

KUNST

Surfaces – Neue Fotografie aus der Schweiz. Ein Merkmal der aktuellen Fotografie ist die Beschäftigung mit Oberflächen und die Befragung ihrer vermeintlichen Undurchdringlichkeit. Hat sich die Fotografie durch den digital turn weiterentwickelt und wie macht sich dies bemerkbar? 08.03.2014 bis 24.08.2014 FOTOSTIFTUNG SCHWEIZ. Grüzenstrasse 45, Winterthur, +41 52 234 10 30, fotostiftung.ch 1914/18 – Bilder von der Grenze. Porträts im Freien, Szenen aus der Küche oder im Lazarett, Männer in geselliger Runde und im Kontakt mit der Zivilbevölkerung. 07.06.2014 bis 12.10.2014 1914/18 – Stephan Schenk, Kreuzweg. Eine Installation mit grossformatigen Werken von Stephan Schenk (geb. 1962), in welcher der Künstler die Darstellbarkeit der Weltkriegs-Katastrophe hinterfragt. 07.06.2014 bis 12.10.2014 GALERIE ADRIAN BLEISCH. Schmiedgasse 4, Arbon, +41 71 446 38 90, galeriebleisch.ch Conrad Steiner. 16.08.2014 bis 20.09.2014 Guido von Stürler – before and after effects. Erstmals seit gut 20 Jahren zeigt Guido von Stürler einen Einblick in sein Schaffen. Der Titel der Ausstellung «Before & After Effects» nimmt das Zitat von Jeff Wall auf: «Ein Bild ist etwas, das sein Vorher und Nachher unsichtbar macht». 14.06.2014 bis 19.07.2014 GALERIE CHRISTIAN ROELLIN. Talhofstrasse 11, St.Gallen, +41 71 246 46 00, christianroellin.com Manon. Seit den 70er Jahren ist die in St. Gallen aufgewachsene, in Zürich lebende Manon mit Performances, Installationen und Fotografien die kaum fassbare Pionierin weiblicher Selbstinszenierung und Selbstbestimmung geworden. 07.06.2014 bis 06.09.2014 GALERIE EDITION RB. Steinenbachstrasse 1, Ebnat-Kappel, +41 71 993 93 33, edition-rb.ch Hommage an das Toggenburg. Unter dem Titel «Impression – Expression: Eine Hommage an das Toggenburg» lädt der Autor und Illustrator Ralph Brühwiler zur Eröffnung der Galerie seiner Edition RB zu einer Ausstellung. 14.06.2014 bis 13.07.2014 GALERIE FEURSTEIN. Johannitergasse 6, Feldkirch, +43 5522 210 34, galeriefeurstein.at Farbkörper / Bildobjekte. Künstler der Galerie. 14.06.2014 bis 31.07.2014 GALERIE IM BAHNHOF. Bahnhofplatz 2, St.Gallen, +41 71 228 15 00, klubschule.ch Barbara Stirnimann. Objekte und Installationen. 22.08.2014 bis 26.10.2014

GALERIE SONJA BÄNZIGER. Magnihalden 17, St.Gallen, +41 78 841 57 27, galerie-sonjabaenziger.ch Auswärts // Daheim. Werke von Anne Kampschulte, james Tatum, Raquel Corona und Marc Moser. 29.08.2014 bis 19.09.2014 GALERIE.Z. Landstrasse 11, Hard, +43 650 648 20 20, galeriepunktz.at Busy Lines. Sabine Freitag, Ilka Guba, Dora Kuthy, Vika Prokopaviciute, Enar de Dios Rodríquez, Hessam Samavatian, Lena Sieder-Semlitsch, Nana Thurner. 12.06.2014 bis 12.07.2014 GEMEINDEHAUS. Hauptstr. 22, Bronschhofen, +41 71 913 20 50, bronschhofen.ch Kunst im Foyer. Michelle Grob – Home. 09.06.2014 bis 30.08.2014 GOSTOMUNDO. Feldlistrasse 31a, St. Gallen, Dialog der Kontraste. JohannaS: Photopainting – Digital Art, Eva Fuss: Foto – Malerei – Grafik, Roman Wirth: Holzkunst. 05.06.2014 bis 31.08.2014 KLINIK AM ROSENBERG HIRSLANDEN. Hasenbühlstrasse 11, Heiden, +41 71 898 52 52, hirslanden.ch Heiner Speck-Solinski – Farbe als Spannungsfeld. Bilder in Oel, Pigment, Acryl. 17.05.2014 bis 31.07.2014 KULTURBÜRO. Blumenbergplatz 3, St. Gallen, +41 71 222 60 77, kulturbuero.ch/sg Ansichten aus dem Aquarium – Lika Nüssli. Schaufensterausstellung im Kulturbüro St.Gallen am Blumenbergplatz: «Bilder und Nachrichten aus der Welt prallen auf mich ein – ich zeichne – jetzt schauen sie vom Fenster des Kulturbüros wieder in die Welt hinaus. 05.06.2014 bis 31.07.2014 KUNST(ZEUG)HAUS. Schönbodenstrasse 1, Rapperswil SG, +41 55 220 20 80, kunstzeughaus.ch Hugo Sutter, Steven Schoch, Othmar Eder. 31.08.2014 bis 09.11.2014 Karim Noureldin. Arbeiten des Zeichners und Installationskünstlers im Obergeschoss. 04.06.2014 bis 10.08.2014 KUNSTHALLE. Grabenstrasse 33, Wil SG, +41 71 911 77 71, kunsthallewil.ch Ralph Hauswirth. In der Ausstellung «Kleine fliegende Berge» führt der Basler Künstler zum einen seine intensive und langjähre Auseinandersetzung mit Steinen fort und bringt diese in einen spannenden Dialog mit den Ausstellungsräumen der Kunsthalle Wil. 15.06.2014 bis 20.07.2014


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bietet diese Kabinettausstellung einen Blick aus anderer Perspektive auf Richters Werk. 18.01.2014 bis 27.07.2014 Wie aus dem Gesicht geschnitten. 06.05.2014 bis 26.10.2014

Saiten 07/08/2014

«Was frag ich nach der Welt»

Poetische Abstraktion

Malerei im Nextex Zora Berweger, El Frauenfelder und Judith Villiger bewegen sich im weiten Feld der Malerei Berweger entwickelt ihre Arbeit aus dem Nichtwissen durch Achtsamkeit zur Präzision. El Frauenfelder begreift Malerei als Prozess, Schnittstelle. Judith Villiger experimentiert neugierig. Zur Ausstellung fügt sich eine Arbeit von Thomas Stricker, Urheber von 108 skulpturalen Fragen. In der Museumsnacht wagt sich zudem die Zeichnerin Katrin Keller mit «Profilbild», einer Nacht- und Nebelaktion, aufs Terrain des Portraits. 21. August bis 2. Oktober Nextex St.Gallen nextex.ch

KUNSTHALLE ARBON. Grabenstrasse 6, Arbon, +41 71 446 94 44, kunsthallearbon.ch Sven Bösiger. 01.06.2014 bis 06.07.2014 KUNSTHALLE ST.GALLEN. Davidstrasse 40, St.Gallen, +41 71 222 10 14, k9000.ch Carter Mull & Tobias Kaspar. Die strenge Kodifizierung der jugendlichen Modewelt mit ihren Subkulturen und ihrer Vermittlung durch Bilder sind die zentralen Themen der zwei parallel in der Kunst Halle Sankt Gallen präsentierten Einzelausstellungen von Tobias Kaspar und Carter Mull. 26.04.2014 bis 13.07.2014 Maria Anwander. Die Vorarlbergerin Maria Anwander weiss die Wände der berühmtesten Museen der Welt so innig zu küssen, dass sie nicht nur ein Werk in Form einer illegalen Performance hinterlässt, sondern vor allem die Hierarchien in der Kunstwelt hinterfragt. 26.07.2014 bis 05.10.2014 KUNSTHALLE ZIEGELHÜTTE. Ziegeleistrasse 14, Appenzell, +41 71 788 18 60, kunsthalleziegelhuette.ch Carl Walter Liner – 100 Jahre (Pendler zwischen den Welten). Am 17. August 2014 wäre der Appenzeller Maler Carl Walter Liner hundert Jahre alt geworden. Aus Anlass dieses Jubiläums

Wols im Museum Liner Das Museum Liner porträtiert einen Einzelgänger der Kunst: Wols (Wolfgang Schulze; 1913 – 1951) entwickelte über knapp zwei Jahrzehnte, von 1932 bis 1951, eine visuelle Sprache, die man als Überblendung von abstrakter Malerei und Surrealismus bezeichnen kann, die aber, darin Paul Klee verwandt, vor allem eine eigenwertige Poesie transportiert. Zum 100. Geburtstag des Künstlers kommt. «Wols – Das Grosse Mysterium» in die Schweiz: Photographien, Druckgraphiken, Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde. Bis 28. September Museum Liner Appenzell museumliner.ch

zeigt die Kunsthalle Ziegelhütte eine Retrospektive, die mit ausgewählten Hauptwerken das Œuvre des Künstlers neu beleuchtet. 09.03.2014 bis 17.08.2014 KUNSTHAUS EGNACH. Buch, Egnach, +41 79 335 08 12, Ludy Bauer and kuk featured by Erwin Feurer. Repräsentative Ausstellung von Werken der beiden Ostschweizer Künstler Ludy Bauer (Herisau) und kuk (Degersheim). Ludy Bauer und kuk zeigen auch Gemeinschaftswerke. Besonderer Ausstellungsaspekt: Künstler als Hofnarren der Gesellschaft? 20.11.2012 bis 31.12.2015 KUNSTHAUS GLARUS. Im Volksgarten, Glarus, +41 55 640 25 35, kunsthausglarus.ch A Place Like This – Klöntal Triennale 2014. Das Klöntal steht seit Mitte des 17. Jahrhunderts immer wieder im Fokus der Kunst: Fernab vom Massentourismus nährt das Tal mit seiner intakten Landschaft bis heute Vorstellungen einer idealen Utopie. 25.05.2014 bis 14.09.2014 KUNSTHAUS KUB. Karl-Tizian-Platz, Bregenz, +43 5574 485 94 0, kunsthaus-bregenz.at Neuerwerbungen von Ai Weiwei bis Zobernig. Zum ersten Mal in der 17-jährigen Geschichte der Institution präsentiert das

Eine Rose namens Apfel Sonderschau im Naturmuseum Die Apfelblüte war in diesem Frühling früher als sonst. Wer es verpasst hat, träumend unter einem blühenden Apfelbaum zu liegen, der kann dies in der Ausstellung «Der Apfel» im Naturmuseum Thurgau nachholen: Mostindiens Naturmuseum beschäftigt sich in seiner neusten Eigenproduktion mit dem König der Früchte. Wobei der Apfel, botanisch betrachtet, eine Rose ist. Und kulturgeschichtlich ein unerschöpfliches Thema. Bis 26. Oktober Naturmuseum Thurgau, Frauenfeld naturmuseum.tg.ch

Kunsthaus Bregenz einen Ausschnitt aus seiner Sammlung zeitgenössischer Kunst. 22.02.2014 bis 07.09.2014 KUNSTMUSEUM LIECHTENSTEIN. Städtle 32, Vaduz, +41 423 235 03 00, kunstmuseum.li Vereinslokal Utopia. Eine begehbare Installation von Goldproduktionen. Wie soll unser Lebensraum in 100 Jahren aussehen? Die Zukunft ist kein Versprechen mehr. Die Zukunft ist bedroht und bedrohlich. Wo wir auch hinschauen, die Krisen haben uns fest im Griff. 06.06.2014 bis 17.08.2014 KUNSTMUSEUM ST.GALLEN. Museumstrasse 32, St. Gallen, +41 71 242 06 71, kunstmuseumsg.ch Bauernkunst – Appenzeller und Toggenburger Bauernmalerei von 1600 bis 1900. Die Ausstellung führt Schlüsselwerke der Bauern-malerei zusammen, um an wenigen, aber entscheidenden Künstlerpersönlichkeiten, die Entwick-lung und den hohen Rang dieses einzigartigen Kulturerbes sichtbar zu machen. 22.03.2014 bis 07.09.2014 Roman Signer. 07.06.2014 bis 26.10.2014 KUNSTMUSEUM THURGAU. Kartause Ittingen, Warth, +41 58 345 10 60, kunstmuseum.tg.ch

KUNST

Joseph Kosuth: Das Dasein und die Welt. Die Ausstellung versammelt wichtige Arbeiten des Künstlers, die einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten umfassen: von 1965 bis heute. 19.01.2014 bis 24.08.2014 Konstellation 7. Höhepunkte der Sammlung. Neben wohlbekannten Hauptwerken werden auch noch nie präsentierte Neuerwerbungen gezeigt. Ein besonderer Leckerbissen bildet die Zusammenstellung von mehreren Arbeiten von Ernst Kreidolf, die vor kurzer Zeit als Schenkung in die Sammlung kamen. 25.04.2014 bis 19.10.2014 Tadashi Kawamata. Prekäre Konstruktionen. Weltweit entstandene Konstruktionen im öffentlichen Raum werden in Form von Filmen, Modellen, Skizzen und Fotografien anschaulich gemacht. Für die Präsentation konzipiert und baut Kawamata eigenhändig eine einzigartige Ausstellungsarchitektur. 13.04.2014 bis 19.10.2014 KUNSTMUSEUM WINTERTHUR. Museumstrasse 52, Winterthur, +41 52 267 51 62, kmw.ch Fred Sandback: Drawings. 10.05.2014 bis 27.07.2014 Gerhard Richter: von Elbe bis November. Richters Zeichnungen sind keine Studien, es sind selbständige Arbeiten, die in Stimmung und Musikalität den Gemälden nahe sind. Damit

KUNSTRAUM ENGLÄNDERBAU. Städtle 37, Vaduz, +41 423 233 31 11, kunstraum.li Down the Rabbit Hole – Begehbare Installation. Anita Zumbühl, Anna Hilti, Klaus Fromherz, Martin Geel und KünstlerInnen-Freunde. 17.06.2014 bis 15.08.2014 KUNSTZONE LOKREMISE. Grünbergstrasse 7, St.Gallen, +41 71 277 82 00, lokremise.ch David Maljkovic. In seinen Collagen, Videos und Installationen beschäftigt sich der 1973 im kroatischen Rijeka geborene und in Zagreb lebende Künstler mit dem politischen Vermächtnis des ehemaligen Jugoslawien und den Utopien einer vergangenen Epoche. 15.02.2014 bis 03.08.2014 MACELLERIA D’ARTE. Gartenstrasse 11, St. Gallen, +41 71 220 10 35, macelleria-darte.ch Götz Friedewald – Glas klar. Der in München lebende Künstler zeigt neue Werke. 20.06.2014 bis 31.07.2014 MAGAZIN 4. Bergmannstrasse 6, Bregenz, +43 5574 410 15 11, magazin4.at Six memos for the next...Vol. 7 – in Halt. Die Inszenierung mit Werken des polnischen Bildhauers Miroslaw Balka, der belgischen Konzept- und Medienkünstlerin Ana Torfs und der deutschen Lyrikerin Anja Utler eröffnet eine abschließende Trilogie des zweijährigen Projekts. 14.06.2014 bis 24.08.2014 MUSEUM FÜR LEBENSGESCHICHTEN. im Hof Speicher, Speicher, 071 343 80 80, museumfuerlebensgeschichten.ch H.R. Fricker «Nur Sender kann man orten». Von Mail Art bis Facebook. 10.05.2014 bis 26.10.2014 MUSEUM IM LAGERHAUS. Davidstrasse 44, St. Gallen, +41 71 223 58 57, museumimlagerhaus.ch Art Brut – Japan – Schweiz. 2014 feiern die Schweiz und Japan das 150-Jahr-Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen. Das Museum im Lagerhaus greift diesen Anlass auf, um in der Gegenüberstellung einen Dialog zwischen den Outsider-Welten Japans und der Schweiz zu eröffnen. 22.03.2014 bis 09.11.2014 MUSEUM KUNST UND WISSEN. Museumsgasse 11, Diessenhofen, diessenhofen.ch 130 Jahre Geburtstag Carl Roesch. Einblick in das zeichnerische Werk des Künstlers. Mit wenig hingeworfenen Strichen und Schattierungen schafft er


83 Stimmung und Atmosphäre. Die Zeichnungen lassen vieles offen, regen an. Faszinierend. 09.05.2014 bis 09.08.2014 MUSEUM LINER. Unterrainstrasse 5, Appenzell, +41 71 788 18 00, museumliner.ch Wols – Das grosse Mysterium. Wols, im Grund ein Einzelgänger und dennoch äussert gut vernetzt, hatte trotz einem durch die Zeit bedingten nomadischen Leben die Kraft, nicht nur auf das künstlerische und intellektuelle Zeitgeschehen zu reagieren. 29.06.2014 bis 28.09.2014

Saiten 07/08/2014

MUSEUMBICKEL. Zettlereistrasse 9, Walenstadt, +41 81 710 27 77, museumbickel.ch Der Grafiker Karl Bickel. Das grafische Werk Karl Bickels (1886 bis 1982) umfasst zahlreiche Plakate, Illustrationen von Modekatalogen und werbegrafische Produkte für den Kulturbetrieb im Zürich der 1910er- und 20erJahre. 15.06.2014 bis 31.08.2014 NEXTEX. Blumenbergplatz 3, St.Gallen, +41 71 220 83 50, nextex.ch Was frag ich nach der Welt. Weites Feld Malerei – Suche, Kampf, Forschung und Experimente – Zora Berweger, El Frauenfelder und Judith Villiger bewegen sich in diesem Raum. 21.08.2014 bis 02.10.2014 OTTEN KUNSTRAUM. Schwefelbadstrasse 2, Hohenems, +43 5576 904 00, ottenkunstraum.at Acht ohne Gegenstand. Acht KünstlerInnen zeigen in ihren, großteils eigens für die Ausstellung gestalteten Zeichnungen, Malereien, Reliefs, Skulpturen und Installationen vielfältige Zugänge zur Gegenstandslosigkeit auf. 29.04.2014 bis 31.12.2014 OTTO-BRUDERER-HAUS. Mittelstrasse 12, Waldstatt, 043 537 03 00, ottobruderer.ch Profile und Gesichter. 25.05.2014 bis 30.10.2014 POINT JAUNE MUSEUM. Linsebühlstrasse 77, St. Gallen, +41 71 222 14 91, postpost.ch Collection permanente. Le musée éduque de manière ludique; c’est un lieu d’initiation sans obligation. Les dispositifs de conservation s’améliorent et le musée devient un véritable laboratoire où les techniques de travail ne cessent d’évoluer. 08.09.2013 bis 07.09.2014 QUADRART DORNBIRN. Sebastianstrasse 9, Dornbirn, +43 5572 909 95 8, quadrart-dornbirn.com Ansichten XIX «Am Abgrund». Sabine Dehnel, Alexander Gehring, Eckart Hahn, Axel Hoedt, Jochen Klein, Sebastian Meschenmoser, Juan Miguel Pozo, Daniel Richter, Jan Schmelcher, Marco Wagner. 24.05.2014 bis 11.07.2014

RATHAUS-GALERIE. Hauptstrasse 2, Goldach, +41 71 841 09 33, Iris Mäder-Luchsinger. In ihren Scherenschnitten finden sich Motive wie Alpaufzüge, textile Muster und Ornamente und auch religiöse Darstellungen, wie sie zum Beispiel im späten 17. Jahrhundert von Klosterfrauen bevorzugt wurden. 08.05.2014 bis 31.08.2014 SAMMLUNG WÜRTH. Churerstrasse 10, Rorschach, +41 71 225 10 70, wuerth-haus-rorschach.ch Klassiker der Moderne. Anlässlich der Eröffnung des Forum Würth Rorschach werden Höhepunkte der Sammlung Würth auf rund 600 Quadratmetern spannende Kapitel der Kunstgeschichte illustrieren. 21.04.2013 bis 15.01.2015 SCHAUKASTEN. Poststrasse 10, Herisau, +41 79 648 32 24, schaukastenherisau.ch Roman Signer. Ein Versuch, drei Regenschirme im Schaukasten gleichzeitig zu öffnen. 28.05.2014 bis 17.08.2014 SCHLOSS DOTTENWIL. Dottenwil, Wittenbach, +41 71 298 26 62, dottenwil.ch Maura Fazzi / Peter Kühner. Kaleidoskop. 30.08.2014 bis 19.10.2014 Urs Hochuli. Zeichnungen – vom Alpstein bis zum Bodensee. 14.06.2014 bis 24.08.2014 SILBERSCHMUCKATELIER O’LA LA. Oberdorfstrasse 32, Herisau, +41 71 351 35 70, Men at Work – Frank Züblin. Fabel- und andere Wesen. 05.07.2014 bis 30.09.2014 SITTERWERK. Sittertalstrasse 34, St.Gallen, +41 71 278 87 09, sitterwerk.ch Offenes Projektatelier. Workshop Präsentation ETH, Professur Gramazio & Kohler, Architektur und Digitale Fabrikation. 04.07.2014 bis 11.07.2014 WIDMERTHEODORIDIS. Fallackerstrasse 6, Eschlikon TG, 0010.ch Aus gutem Stoff. Widmertheodoridis eröffnet mit sechzehn Künstlern die neuen Galerieräume: «Aus gutem Stoff» macht den Auftakt einer Trilogie, die sich um die Begriffe Stofflichkeit, Argument und Herkunft dreht. 07.06.2014 bis 19.07.2014 XAOX-ART. Langgasse 16, St. Gallen, xaoxart.ch.vu XaoX-Art: By Bobby Moor. Ein Delirium im Wachzustand, geäussert mit allen Sinnen. Gebündelt das Leben, in Schüben, in Schlaufen, in Pirouetten, in Albträumen und auf langen Strecken in tiefsten Abgründen. 01.01.2014 bis 31.12.2014 ZEUGHAUS TEUFEN. Zeughausplatz 1, Teufen AR, +41 71 335 80 30,

zeughausteufen.ch Bauernkunst? Appenzeller Möbelmalerei 1700 – 1860. Fünfzig ausgesuchte, bemalte Möbel aus dem Appenzellerland. 26.03.2014 bis 07.09.2014 Hans Zeller. Die Hans ZellerBilder, das Werk des bedeutenden Appenzeller Malers, der in Teufen gelebt und gearbeitet hat, werden hier im Rahmen einer Stiftung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 18.11.2013 bis 31.12.2014

Weitere Ausstellungen ALTES ZEUGHAUS. Zürcherstrasse 221, Frauenfeld, August Künzler. Thurgau Tanzania. Die Sonderausstellung zeigt multimedial Leben und Wirken eines schillernden Thurgauers im Spannungsfeld der afrikanischen Dekolonisation. Künzler zog 1929 nach Tanzania und wurde dort als Weizenkönig und Grosswildhändler bekannt. 04.04.2014 bis 26.10.2014 APPENZELLER VOLKSKUNDEMUSEUM. Postfach 76, Stein AR, +41 71 368 50 56, avm-stein.ch Tröcklichrömer & Verkaufsberater. Die Ausstellung gibt einen kulturhistorischen Einblick in die Welt des Tür-zu-Tür-Verkaufs vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Das ambulante Gewerbe war lange Zeit der vierte Pfeiler der ländlichen Wirtschaft. 12.04.2014 bis 28.02.2015 BASAR BIZARR AM ZEBRAPLATZ. Linsebühlstrasse 76, St.Gallen, basarbizarr.ch Das Prinzessinnen Ferienschloss. Kleine Schaufensterausstellung vom Maitlitreff Kinderlokal tiRumpel. 05.07.2014 bis 09.08.2014 Schaufensterausstellung. Wortspielereien und andere Werke von Antoinette Mauerer. 27.08.2014 bis 30.09.2014 BOTANISCHER GARTEN. Stephanshornstrasse 4, St.Gallen, +41 71 288 15 30, botanischergarten.stadt.sg.ch Edelweiss – Mythos & Paradox. Wer den Botanischen Garten jetzt besucht, wird bei den Eingängen von bepflanzten Schweizerwappen begrüsst. 31.05.2014 bis 05.10.2014 GEWERBEMUSEUM WINTERTHUR. Kirchplatz 14, Winterthur, +41 52 267 51 36, gewerbemuseum.ch Fashion Talks. Mode ist immer und überall. Sie ist die Freiheit, mit der wir spielen und das Diktat, dem wir uns unterwerfen oder gegen das wir uns auflehnen. Mode ist Abgrenzung und Zugehörigkeit. 12.07.2014 bis 08.03.2015

KUNST

HISTORISCHES UND VÖLKERKUNDEMUSEUM. Museumstrasse 50, St.Gallen, +41 71 242 06 42, hmsg.ch Sangomas – Traditionelle Heiler in Südafrika. Sangomas gelten als Menschen, die mit den Geistern und Ahnen in Verbindung treten können, und als Hüter von uralten Rezepten und Ritualen. Damit sind sie Anlaufstelle für verschiedenste Lebensprobleme. 22.02.2014 bis 19.10.2014 Tinissima – Tina Modotti (1896– 1942). Emigrantin, Fotografin, Revolutionärin. 30.08.2014 bis 04.01.2015 JÜDISCHES MUSEUM. Schweizerstrasse 5, Hohenems, +43 5576 739 89 0, jm-hohenems.at Die ersten Europäer. Habsburger und andere Juden – eine Welt vor 1914. Ein Blick zurück in die Lebenswelt der «Habsburger Juden» und erzählt von ihren Erfahrungen, ihren transnationalen Netzwerken, ihrer Mobilität, ihren Hoffnungen auf eine europäische Einigung und ihren Illusionen über das Habsburger Vielvölkerreich. 25.03.2014 bis 05.10.2014 LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM. Städtle 43, Vaduz, +41 423 239 68 20, landesmuseum.li Die letzten Romantiker. Sonderausstellung: Die letzten Romantiker – Der liechtensteinische Komponist Josef Gabriel Rheinberger und sein musikalisches Netzwerk. 18.03.2014 bis 21.09.2014 Die Spuren Roms in der Provinz. Archäologische Funde aus Liechtenstein. 23.05.2014 bis 07.09.2014 Gladiatoren und Kolosseum – Helden und Architektur. Originale Bestandteile und Kunstwerke aus dem Kolosseum von Rom. 20.02.2014 bis 24.08.2014 MUSEUM LINDENGUT. Römerstrasse 8, Winterthur, +41 52 213 47 77, museum-lindengut.ch Stadtväter – Stadtmütter. Wer ist Winterthur? Wer hat die Stadt erschaffen? Ein Porträt der Stadt Winterthur aus der Perspektive von Menschen aus Vergangenheit und Gegenwart. 12.04.2014 bis 26.10.2014 NATURMUSEUM. Museumstrasse 32, St. Gallen, +41 71 242 06 70, naturmuseumsg.ch Sexperten – Flotte Bienen und tolle Hechte. Neben der natürlichen Selektion, ist der Erfolg bei der Fortpflanzung eine der wesentlichen Triebkräfte in der Evolution. Dabei sind im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten Strategien entstanden. 03.05.2014 bis 19.10.2014 POSTMUSEUM. Städtle, Vaduz, +41 423 239 68 46, landesmuseum.li In Hochachtung gewidmet. Im Jahr 2014 feiert der liechtensteinische Komponist Josef

Gabriel Rheinberger (1839–1901) seinen 175. Geburtstag. Das Postmuseum zeigt aus diesem Anlass Autographen, Briefe und Werke aus den Rheinberger-Beständen im Amt für Kultur/Landesarchiv. 23.05.2014 bis 17.08.2014 STADTMUSEUM. Herrenberg 40, Rapperswil SG, +41 55 210 71 64, stadtmuseum-rapperswil-jona.ch Raus aus dem Depot – Was und wie sammelt das Stadtmuseum. Was sich hinter den Kulissen des Museums verbirgt, ist Thema der Wechselausstellung. Welche Arbeiten sind notwendig, um eine Sammlung zu unterhalten und der Nachwelt zu bewahren? 01.05.2014 bis 12.10.2014 STIFTSBIBLIOTHEK. Klosterhof 6 d, St. Gallen, +41 71 227 34 16, stiftsbibliothek.ch Schafe für die Ewigkeit – Handschriften und ihre Herstellung. Viele mittelalterliche Texte wurden auf Pergament, auf speziell bearbeitete Häute von Schafen, Kälbern und Ziegen geschrieben. 01.12.2013 bis 09.11.2014 TEXTILMUSEUM. Vadianstrasse 2, St. Gallen, +41 71 222 17 44, textilmuseum.ch Kirschblüte & Edelweiss. Der Import des Exotischen. Anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und der Schweiz zeigt das Textilmuseum St. Gallen die Ausstellung, die sich dem Einfluss Ostasiens auf die Schweizer Textilgestaltung widmet. 23.03.2014 bis 30.12.2014 Vision – Sommer 2015. 23.03.2014 bis 30.12.2014 VORARLBERGER LANDESMUSEUM. Kornmarkt 1, Bregenz, +43 5574 460 50, vlm.at Römer oder so. «Römer oder so» folgt den Spuren der Wissenschaft und wirft einen neuen Blick auf die Funde, die in den vergangenen 150 Jahren in einem der größten Gräberfelder der Region gemacht worden sind. Dabei stellt sich heraus: Viele Fragen bleiben offen. 21.06.2013 bis 31.12.2015 ZEUGHAUS TEUFEN. Zeughausplatz 1, Teufen AR, +41 71 335 80 30, zeughausteufen.ch Baumeister Grubenmann. Das Grubenmann-Museum schafft im Bereich der Architektur, des Holz-, Brücken- und Kirchenbaus, der Siedlungsgestaltung, der Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte eine Verbindung zwischen dem 18. Jahrhundert und der Gegenwart. 18.11.2013 bis 31.12.2014


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Kellers Geschichten

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Der Mann mit der weissen Fahne heisst Max Daetwyler und ist ein Hotelierssohn aus Arbon, der selber in Bern gewirtet hat. Am achten Tag des Ersten Weltkriegs verweigert er auf dem Kasernenplatz in Frauenfeld jenen Eid, den Soldaten im Aktivdienst leisten müssen. Er drückt einem Nebenmann das Gewehr in die Hand, läuft nach vorn und ruft, dass er nicht schwören werde, weil er gegen den Krieg sei. Man nimmt ihn sofort in Arrest, reisst ihm die Abzeichen von der Uniform wie einem Verräter. Daetwyler sei bisher «ein tadelloser Soldat und guter Patriot gewesen», schreibt die «Thurgauer Zeitung» am 7. August 1914. Es scheine sich also «um eine geistige Störung zu handeln». Er kommt nach Münsterlingen in die Anstalt. Der Mann, dessen Name auf dem Transparent weiter hinten steht, wurde von meinem Grossvater am zweitletzten Tag des Ersten Weltkriegs mit vorgehaltener Waffe angehalten: Am Bild: Acklin/Schweizerisches Sozialarchiv, Zürich 10. November 1918 zwischen Schaffhausen und Zürich, als der Thurgauer Kavallerist Paul Keller im Auftrag des Bundesrates die Schweiz gegen streikende Linke verteidigte und beim Kontrollieren eines Autos Fritz Platten entdeckte, einen Anführer des Streiks. Auch der Arbeitersohn Platten, geboren in Tablat SG, ist gegen den Krieg der Staaten, aber für einen Krieg der Klassen. 1917 hat er die Rückreise Lenins nach Russland organisiert. Ohne Platten hätte die russische Oktoberrevolution eventuell gar nicht stattgefunden. Die Weltgeschichte wäre anders verlaufen. Bei einer Feier für diese Revolution wird Max Daetwyler 1917 in Zürich verhaftet, weil er gegen Rüstungsexporte protestiert. Die Menge will ihn befreien. Die Armee schiesst. Vier Tote liegen auf dem Platz. Daetwyler bleibt sein Leben lang Friedensapostel, auch im Atomzeitalter. Platten rettet Lenin bei einem Attentat das Leben. Keller bleibt sein Leben lang Bauer, gegen Arbeiter wird er nie mehr eingesetzt. Als das abgebildete Transparent 1948 durch Zürich getragen wird, ist Platten längst tot. Erschossen in einem sibirischen Lager. Stefan Keller, 1958, Historiker aus dem Thurgau, lebt in Zürich.

ABGESANG

Saiten 07/08/2014

Max, Fritz, Paul


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Bureau Elmiger

Saiten 07/08/2014

Wenn in der Fremde alles so ist wie zu Hause Als die Belegschaft des Bureau Elmiger (ich) kürzlich die Türen des kleinen Schreibzimmers zusperrte, in den Zug nach St.Gallen stieg und den Feierabend mit der Bestellung und anschliessenden Verspeisung einer grossen Pizza im Schwanen einläutete, wurde ebendiese Belegschaft vom ebenfalls speisenden Gegenüber darauf aufmerksam gemacht, es sei in der letzten Botschaft des Bureaus an dieser Stelle der Sommer doch etwas zu gut weggekommen, etwas zu hymnisch sei hier gepredigt worden, ohne Rücksicht auf die Beschwerlichkeiten, die der Sommer mit sich bringe. Die Belegschaft nickte, sie wisse schon: die kurzen Hosen, die Hakuna Matata schreienden Sonnenpriester an allen Ufern. (Noch wusste sie nicht, dass sie die folgenden zwei Tage glückselig in einem Liegestuhl dösend ob Urnäsch zubringen würde, nur ab und zu den Feldstecher zur Hand nehmend, um die in der Hitze bergauf schnaufenden Wanderer und Velofahrerinnen ein Stück auf ihrer beschwerlichen Reise zu begleiten, um dann in der Küche einen dunklen Espresso zu brühen und kurz danach wieder glücklich in den Tiefen des Liegestuhls zu versinken. Seit zwei Wochen hörte sie bei der Arbeit heimlich The Heat, das Lied eines Londoner Duos namens Jungle, sie hatte selbst sogar bereits eine Wanderung durch die ganz kühle Verena-Schlucht unternommen, vorbei an der Einsiedelei, schliesslich sogar eigenhändig ein Feuer entfacht, um dann, ja, eine Wurst zu bräteln.) Die Belegschaft weiss um des Sommers Schattenseiten. Kürzlich wurden im Bureau Elmiger die Monologe auf Mallorca gezeigt. Thomas Bernhard sitzt im Jahr 1980 auf der Insel, trinkt Kaffee und spricht, im Hintergrund geht die Sonne auf und unter über dem Meer, sieht schön aus. Als der zweite Teil, das sechs Jahre später in Madrid geführte Bernhard-Interview Ein Einwand: Die Ursache bin ich selbst begann, war die Belegschaft bereits in einen halben Schlaf gefallen, mit Bernhards Stimme im Ohr pendelte sie zwischen Schlaf und Interview, und wachte schliesslich nur noch in genau jenen Momenten auf, in denen Bernhard in einer Stierkampfarena sitzend gezeigt wurde, oder besser: der Stier selbst und im Hintergrund die laut jubelnde Menge, dann sank die Belegschaft schon wieder in den Schlaf hinab, in dem sich die Szene fortführte auf diese oder jene Weise, bis sie die Augen wieder öffnete, weil gerade dem Stier ein weiteres Messer in den Nacken gerammt wurde, dem leicht torkelnden Stier, der sich wieder auf die Beine stemmte, die applaudierende Menge, die Blasmusik, der Torero, bis das Tier schliesslich tot war und von einem Pferdegespann aus der Arena gezogen wurde, der Bernhard wendete das Gesicht von der Kamera ab. (Zur Beruhigung des Gemüts einen zweiten Film eingelegt, Godards Film Socialisme, der zu einem grossen Teil auf der nun havarierten Costa Concordia gedreht

Bild: Ladina Bischof

wurde, rasch wieder schläfrig geworden, einige Male aufgewacht, Filmsekunden mitgeschnitten, Gottesdienst auf dem Kreuzfahrtschiff, Zitate, leise klimpernde Spielautomaten.) Eine, die dem Sommer ganz direkt ins Auge sah, weiss die Belegschaft, ist die grosse Elfriede Gerstl aus Wien, deren Spielräume hiermit allen ans Herz gelegt seien. Der zweite Teil des dünnen Buches ist mit zum Beispiel Länder oder ich bin so frei überschrieben, und darin lässt sich alles finden, was über und gegen die Ferienzeit gesagt werden muss, zum Beispiel beisst jemand in eine Muschel dieses warmen Landes, aber da ist ja Grit und Wannemacher und Nebhut und die anderen alle, das ist aber fein, wenn in der Fremde alles so ist wie zu Hause. Die Grossmutter sagt eine Seite früher, es müsse alles seine Grenzen haben und ich, erklärt einer namens Krenberger, erhalte Melonen, Tomaten, Pervitin, Präservative sowie den «Spiegel» durch einfaches Hinweisen mit meinem einfachen Finger. Die Armbanduhr wird gleich Prag schlagen auf Seite 20 und habe ich gesagt Grit sitzt schon wieder in der Bahn um mit dem Städtewechseln (sich) ihr Leben zu ändern. So ist der Sommer. Frau Gerstl weiss: Man ändert sich doch schon (wenig) genug, wenn man zu Hause bleibt.

ABGESANG

Dorothee Elmiger, 1985, stammt aus Appenzell und lebt in Zürich. Im Frühling ist ihr zweiter Roman Schlafgänger erschienen. Sie schreibt monatlich in Saiten.


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Pfahlbauer. Nachrichten aus dem Sumpf.

Saiten 07/08/2014

Tino mit dem grauen Schäferhund. Ein paar Stunden langten, und wir hatten schon den Koller. Ich war mit Gugi, meinem Abroad-Bro, oder manche Familienmitglieder sagen auch: Abderstrassenbruder, im schnuckeligen Voralpenexpress ins Landesinnere gereist, ein guter, ja sehr geschätzter Onkel geburtstagete, erfreuliches Verwandtschaftsgettogether, wenn auch eben am falschen Ort, wir hatten vergessen, wie schlimm die Innerschwyz wirklich ist, aber nichts gegen den Friedhof der Immenseer Missionare über der doppelt hohlen Gasse. Wer auch immer hier draussen in der Ostrandzone über enge Talschaften und Bretterkopfschläge klagt, sollte vielleicht mal wieder ein paar Stunden in Schwyz oder Nidwalden verbringen. Ich will hier nicht weiter ins Detail gehen, aber allein der glubschäugige Stumpenheini, der uns an der Bushaltestelle am Osttrakt vermutlich irgendwelchen linken Gedankenguts verdächtigte… Uff, selten so froh, so schnell wieder im Gallenland gewesen zu sein, und einige Nächte später freudigst ein Grillfestchen in Pepes berüchtigtem leicht abschüssigen Garten, in ansteigender internationaler Fussballhochstimmung. Ich hatte als einziger Englandfan unter etlichen Latinos, Italienern und Germaniern zwischenzeitlich eher schlechte Laune, obwohl die ja alle keinen Sterling oder Sturridge haben. Thanksalot, ich habs langsam genug gehört, dass Rooney nur noch ein Sack seiner selbst

und Hart «unser Tod» sei. Lasst stecken, Feinde. Am Grill war ich klar im Vorteil: Meine Industriemerguez gerieten einfach viel knackiger als ihre Kalbskotellets, Schweinsnierstücke, Biopouletschenkel und gemeinen Gallenbratwürste. Ha! Und dazu der weltbeste sizilianische Weisswein einer Genossenschaft auf Ländereien, die der Mafia entzogen worden sind – zum Anfang einer rauschhaften Nacht, die für fast alle zwei Dutzend Beteiligten in einem beglückenden Delirium endete. Was ich von jener Nacht noch weiss: Irgendwann muss eine Frau geschrien und vor Schreck steif und fest behauptet haben, sie habe jetzt am Rand des abschüssigen Gartens einen Wolf gesehen, einen echten, grauslig habe der seine Zähne gefletscht. Worauf sich alle anschauten und dann lange schief lachten, aber natürlich niemand die verängstigte Frau über Tino und seinen Super-Garagentrick mit dem grau gespritzten Schäferhundbastard aufklärte. Dabei geht das jetzt schon über ein Jahr, dass Tino mit seinem falschen Wolf in der Gegend seinen Schabernack treibt. Was hat er schon Wanderer, Schafhirte und Waldhüttenbesitzer in den Wahnsinn getrieben! Dass der lange Zeit verbitterte Freak auf seine alten Tage noch soviel Spass hat, gehört in unserer Pfahlbauergesellenschaft zu den heitersten Momenten der jüngsten eher schwierigen Zeit. Es ist nicht viel, was ich von diesem Sommer erwarte. Aber ganz sicher möchte ich mal dabei sein, wenn Tino seinen lustigen Wolfschreck-Rundgang macht. Äxgüsi, wenn ich sonst nicht viel zu berichten habe. Ich habe unruhig geschlafen, schon wieder, eine Mischung aus Ozon, englischem Bier, WMHysterie und die lauteste Amsel der Welt vor meinem Küchenfenster lösen alle Zeitbegriffe auf. Und schon muss ich zum nächsten Match. Nur dies noch, zum Mitnehmen gegen die Hysterie und gegen die Wölfe, von denen die schlimmsten sowieso die Menschen sind, uralte Erkenntnis, also dies noch, mit der weiter dauerrotierenden Platte des Jahres gesagt: Wobble wobble wobble, get out of it. Charles Pfahlbauer jr.

ABGESANG


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Boulevard Es war ein Juni, in dem alles zusammenkam, was zusammengehört. Auf dem Grabenparkplatz kam die St.Galler Kulturszene zur Filmpremiere von A Little Mountain Village zusammen und diskutierte über das Lebendige und Tote am Kulturbergdorf namens St.Gallen. Auf dem Standesamt kamen MARCUS SCHÄFER und TINE EDEL zusammen. Der Schauspieler und die Fotografin, seit vielen Jahren ein Paar, Eltern von zwei Kindern und am Theater St.Gallen engagiert, haben geheiratet. Saiten gratuliert und freut sich mit den beiden über das Geschenk, das sie wie alle Frischvermählten vom Stadtrat erhalten haben: einen Theatergutschein. Pikanterweise ist der Bon zwar fürs Sprechtheater unbeschränkt gültig, aber für Musicals nur halb und für die Festspiele gar nicht. Schauspieler Schäfer wird sich über die subtil dokumentierte Hierarchie der Theatersparten nicht sehr gewundert haben.

Bilder: leicht-sinn.ch, tagblatt.ch, zhdk.ch, Katalin Deér, rro.ch, klangwelt.ch, schaukasten.ch, theatersg.ch, cba.fro.at

Saiten 07/08/2014

Vielleicht lässt seine Tine die fehlenden Batzen fürs Festspiel springen, schliesslich darf sie sich über einen der zehn kantonalen Werkbeiträge freuen. Mit je 20’000 Franken unterstützt der Kanton eigenständige Kunst – und ist dabei auch im weiteren Saiten-Umfeld fündig geworden: bei ANNA FREI und JIAJIA ZHANG. RICHARD BUTZ und LIKA NÜSSLI haben ihrerseits vom städtischen Kulturamt Werkbeiträge erhalten. Befördert wird dieses Jahr auch Saiten-Schreiber MARCO KAMBER – nach Rom, in die kantonale Atelierwohnung an der Via dei Latini 18, die die Parlaments-Sparwut überlebt hat dank der «Freunde der Kulturwohnung Rom».

In Basel kam die Avantgarde der Kunst und des Designs zusammen. Unter den Preisträgern der am Rande der Art Basel vergebenen Swiss Art Awards war das aus St.Gallen gebürtige Bitnik!-Mitglied DOMAGOJ SMOLJO. Bei den Design Awards schwangen sie zwar nicht ganz obenauf, waren aber immerhin unter den Nominierten: die SaitenGrafiker Larissa Kasper und Rosario Florio.

Und im August kommt es zum grossen Zusammenstoss. Wörtlich. Vor 28 Jahren – Kulturgrufties haben es noch in lebhaftester Erinnerung – wurde an der damaligen Sommeruniversalität auf der Wiese vor der «Rose» in Stein der «Zusammenstoss» von Kurt Schwitters gespielt. Der verstorbene Christian Bleiker war der wichtigste Anstoss-Geber, Regie führte DODO DEER, die Musik schuf PETER ROTH, MARIA WALPEN sang solo. Nun das Déjà-Vu: In Kappel am Albis wird die Weltuntergangs-Groteske vom selben Team neu inszeniert zum Jubiläum der dortigen Ämtlerbühne. Premiere ist am 2. August, Pilgerreisen aus der Ostschweiz sind zu erwarten.

Am Tag darauf wiederum kann die Ostschweiz dann etwas erwarten: gepflegten Journalismus aus der Feder von SINA BÜHLER. Sie ist mit dem Pressebüro zusammengekommen. Ausserdem plant die umtriebige Ostschweizerin ihre Erfahrung weiterzugeben und wird Schreibkursleiterin bei den Change Makers, dem neuen Labor-Netzwerk-Lehrgang-Modul von KATJA RUFF-BREITENMOSER und THOMAS GHELFI.

Zum Schluss der Blick in die Zukunft: Wenn im September die Kunstinteressierten wieder zusammenfinden an der (zehnten!) Museumsnacht, wird auch die angeblich kommerzielle Kultur nach jahrelanger Abwesenheit wieder in die Reithalle finden. Am gleichen Wochenende soll es nämlich dort ein Konzert geben. Gelegenheit, dass sich Pferde und Kultur locker beschnuppern und vielleicht sogar näherkommen. Wo das Glück der Erde liegen soll, ist ja bekannt: auf dem Rücken der Pferde.

ABGESANG


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N°236 · Glück  

Juli/August 2014 · 10 Texte über das Glück. 20 mal Kultur im Sommerführer. Und ein Stück Erinnerung: Yuri Forster über Peter Liechti.

N°236 · Glück  

Juli/August 2014 · 10 Texte über das Glück. 20 mal Kultur im Sommerführer. Und ein Stück Erinnerung: Yuri Forster über Peter Liechti.

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