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Ostschweizer Kulturmagazin Nr. 227, Oktober 2013

Saiten

spricht 端ber Missbrauch.


Ein Heft über Opfer und Täter – Erlittenes und Bewältigtes – alte und neue Formen der Gewalt.Und darüber, wer hilft. Ausserdem: der Bücherherbst. Nachrufe. Und ein Architektengespräch.


Fall Adeline M., Fall Carlos: Die Schweiz debattiert über Gewalttäter. Es sind die grausamen, die spektakulären Taten, welche die Öffentlichkeit erregen. Täter im Scheinwerferlicht, die Volksseele in Aufruhr, Experten im MedienDauereinsatz – hinter all dem steht je nach Temperament das Entsetzen oder das «Schon immer gewusst» über die Grausamkeit, die im Menschen steckt, über die dünne Zivilisationshaut und wie schnell sie reissen kann. Diese Ausgabe von Saiten beschäftigt sich mit dem Thema Gewalt. Aber im Vordergrund stehen nicht die lautstark verhandelten Fälle, sondern die Dramen abseits der öffentlichen Wahrnehmung, die Geschichten aus dem Schattenbereich des Alltags, die Geschichten, die nicht in Genf und nicht in Hollywood spielen, sondern hier in der Ostschweiz. Zwei Frauen berichten im Titelbeitrag von Corinne Riedener von jahrelangem sexuellem Missbrauch in ihrer Kindheit und von der peinigenden Verarbeitung ihres Traumas nach Jahren des Schweigens. Weniger dramatisch, aber manchmal nicht minder existentiell sind die Erfahrungen von Jugendlichen mit CyberMobbing und anderen «zeitgemäss» elektronischen Formen der psychischen Gewaltausübung – Julia Kubik hat sich umgehört. Harry Rosenbaum beleuchtet die Täterseite (die selbstverständlich auch eine Täterinnenseite sein könnte), Rolf Bossart leuchtet den Opferbegriff religionsgeschichtlich aus. Schliesslich die Frage, ob unsere Gesellschaft immer mehr zu Gewalt neigt – wir stellen sie Brigitte Huber und Urs Edelmann von der Stiftung Opferhilfe SG-AR-AI.

Der Zusammenarbeit mit dieser Institution verdankt sich dieses Saiten-Heft. Die Opferhilfe wurde vor zwanzig Jahren gegründet; das Jubiläum gab den äusseren Anstoss zu einer Kooperationsnummer. Saiten bedankt sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Opferhilfe für die vielfältigen Hinweise, Informationen und Hintergründe. Weiter in diesem Heft: sieben Seiten zum Bücherherbst, mit Neuerscheinungen und mit einer Lobrede auf eine Bücher-Institution – die Genossenschaftsbuchhandlung Comedia in St.Gallen, die ihr 30-Jahr-Jubiläum begeht. Zwanzig Jahre, dreissig Jahre: Runde Geburtstage soll man feiern. Vor allem wenn sie Leute betreffen, die mit ungebrochenem Enthusiasmus an der Vision einer friedlichen Gesellschaft arbeiten. Peter Surber, Corinne Riedener

EDITORIAL


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Reaktionen Positionen

9 10 11 13 13

Blickwinkel

von Jiajia Zhang

Redeplatz

mit Raphael Bucheli

Einspruch

von Ursula Taravella

Stadtlärm

von Andreas Kneubühler

Nachrufe: auf die Solidarität, die Ledi, das Thaiboxen

Opfer und Täter Saiten 10/2013

Saiten Ostschweizer Kulturmagazin 227. Ausgabe, Oktober 2013, 20. Jahrgang, erscheint monatlich HERAUSGEBER Verein Saiten, Verlag, Schmiedgasse 15 Postfach 556, 9004 St.Gallen Tel. 071 222 30 66, Fax 071 222 30 77 REDAKTION Corinne Riedener, Peter Surber, redaktion@saiten.ch VERLAG/ANZEIGEN Peter Olibet, verlag@saiten.ch SEKRETARIAT Gabriela Baumann, sekretariat@saiten.ch KALENDER Michael Felix Grieder kalender@saiten.ch GESTALTUNG Samuel Bänziger, Larissa Kasper Rosario Florio, grafik@saiten.ch VEREINSVORSTAND Susan Boos, Lorenz Bühler, Heidi Eisenhut, Christine Enz, Hanspeter Spörri (Präsident), Rubel Vetsch VERTRIEB 8 days a week, Rubel Vetsch DRUCK Niedermann Druck AG, St.Gallen AUFLAGE 5600 Ex. ANZEIGENTARIFE siehe Mediadaten 2013 SAITEN BESTELLEN Standardbeitrag Fr. 70.–, Unterstützungsbeitrag Fr. 100.–, Gönnerbeitrag Fr. 280.– Tel. 071 222 30 66, sekretariat@saiten.ch INTERNET www.saiten.ch AN DIESER AUSGABE HABEN MITGEARBEITET Philipp Baer, Ladina Bischof, Rolf Bossart, Kurt Bracharz, Richard Butz, Diana Dengler, Claudio Donati, Gyatso Drongpatsang, Bettina Dyttrich, Tine Edel, Dorothee Elmiger, Christian Erne, Etrit Hasler, Brigitta Hochuli, René Hornung, Stefan Keller, Daniel Klingenberg, Andreas Kneubühler, Julia Kubik, Manuel Kuster und Andrea Reinwald, Charles Pfahlbauer jr., Harry Rosenbaum, Tatjana Stocker, Wolfgang Steiger, Ursula Taravella, Florian Vetsch, Ueli Vogt, Jiajia Zhang KORREKTUR Patricia Holder, Esther Hungerbühler

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Du kannst. Nicht. Weg.

Zwei Frauen sprechen über ihren Missbrauch in der Kindheit und die Auseinandersetzung damit. von Corinne Riedener

24 Bomben entschärfen Wie Täter ticken: Fachleute berichten aus ihrer Erfahrung mit gewalttätigen Männern. von Harry Rosenbaum

27 Sägez mer doch is Gsicht!

Berufsschülerinnen und -Schüler erzählen vom «Cybermobbing-Space». von Julia Kubik

© 2013: Verein Saiten, St.Gallen. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung. Die Urheberrechte der Beiträge und Anzeigenentwürfe bleiben beim Verlag. Keine Gewähr für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen.

INHALTSVERZEICHNIS


Kultur

29 Die Logik des Opfers Annäherung an einen schwierigen Begriff. von Rolf Bossart

32 «Dort, wo man sich kennt, passiert es»

Ein Gespräch mit Brigitte Huber und Urs Edelmann von der Opferhilfe SG-AI-AR. von Peter Surber Die Bildstrecke zum Titelthema ist eine Arbeit der Fotografin Ladina Bischof und der Schauspielerin Diana Dengler.

46 Bücherherbst Alte Hasen und neue Bücher

Ein Lob auf die Comedia, Romane von Gregory McDonald, Martin Hamburger und Gerold Späth, Krimis der anderen Art, Alpleben – und eine Architektur-Website

55 Theater

Die Kellerbühne erinnert an Clément Moreau. von Peter Surber

Perspektiven 36 Flaschenpost

Saiten 10/2013

Eine literarische Postkarte aus der Quinta das Figueiras in Zentralportugal. von Andrea Reinwald und Manuel Kuster

38 39 39 41 41

Vorarlberg Rapperswil-Jona Schaffhausen Thurgau Stimmrecht

56 Film

Kaboom-TV geht nächstens auf Sendung. von Corinne Riedener

von Gyatso Drongpatsang

Interview 42 «Wir sind ja gerade erst angekommen» Die Architekten Peter Hutter und Ivo Barão sprechen über ihren Umzug nach St.Gallen, den gescheiterten Kulturplatz und den Bibliotheksumbau. von René Hornung

57 Kunst

St.Gallen zeigt das heftige Werk von Mona Hatoum. von Kristin Schmidt

58 Musik

Unterwegs mit Pedro Lehmann. von Claudio Donati

59 Weiss auf Schwarz von Etrit Hasler

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Kalender Abgesang

82 83 85 87

Kellers Geschichten Bureau Elmiger Charles Pfahlbauer jr. Boulevard

NR. 227, OKTOBER 2013


Saiten Nr. 226, September 2013

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Blaue Stunde Wir drehten gestern ganz schön auf Auf der Saiten-Redaktion zu San Gallo Dass unser Fussballklub In Putins heiligem Scheissloch Moskau Die Russen 4:2 plattgemacht hatte Hob die Stimmung von manch einem

Einträge im Handelsregister sind immer zeitverzögert. Wieviel Zeit darf jedoch verstreichen bevor man von einem unrechtmässigen Zustand, nicht tatsachengerechte Einträge im HR, sprechen kann? Ist das nur eine Nachlässigkeit? Mutationen müssen, ausser bei amtlichen Vorgängen (Konkurese Urteile,...) von der Firma selber angemeldet werden. Hat hier der VR der City Parking St.Gallen AG um Gebühren zu sparen die Anmeldung noch nicht erledigt? Elmar Jud (ein Jurist) ist VR-Präsident, hätte mit einem weiteren Mitglied gemäss HandelsregisterV die Mutationen melden müssen. Das Gesetz verlangt, dass die einzutragenden Tatsachen anzugeben seien. Es ist schon eine geraume Zeit verstrichen, seit Elisabeth Beéry aus dem Stadtrat ausgetreten ist und Patrizia Adam als Nachfolgerin Einsitz in den VR genommen hat. Ist es schon ein Fall für die eidgenösische HR-Aufsicht? Ist es ein Versehen oder Irrtum? Die Öffentlichkeit muss sich auf die Einträge im Handelsregister verlassen können. Nur so kann sie Vorgänge, Entscheidungen, Beeinflussungen den jeweiligen Personen eindeutig zuordnen. (Tek Berhe auf Saiten-Online, zum Beitrag «Der Countdown vor dem Kniefall» von Andreas Kneubühler, 14. September)

Sie ärgern sich? Sie freuen sich? Kommentieren Sie unser Magazin und unsere Texte auf saiten.ch oder schreiben Sie uns einen Leserbrief an redaktion@saiten.ch.

Verbieten sollte man das & endlich Die Richtigen hinter Gitter stecken Mitsamt ihren syrischen Seilschaften In Putins heiligem Scheissloch Moskau Auf der Saiten-Redaktion zu San Gallo Hoben meine Stimmung zur blauen Stunde Definitiv nur der japanische Whisky & das Taumelkraut & Anders Trentemøllers Technovibes, ongoing ... Hätte noch bis in die Puppen weiterlabern können ... Florian Vetsch, 30. August 2013 (Saiten lädt monatlich zum Heftapéro – dieses Gedicht entstand nach dem Apéro für das Septemberheft, mit der Widmung: für A. & C.)

Prophet im fremden Land St.Gallen hat (zurzeit) seinen Niklaus Meienberg. Der Thurgau hat Stefan Keller. Ohne Keller kein Meienberg – wenigstens nicht in der Form, wie er 20 Jahre nach seinem Tod wieder zu Wort kommt. «Warum Meieinberg? Pourquoi Meienberg?» heisst eine Ausstellung unter Kellers Federführung, die ab 21. September auch in den Thurgau ausstrahlt. Stefan Keller ist ein Thurgauer, hat ein Buch über das rote Arbon verfasst, war Stiftungsratsmitglied der Kulturstiftung des Kantons und ist erfolgreicher Programmleiter des Bodman-Literaturhauses in Gottlieben. Das ist schon viel, und ich bin als Thurgauerin fast ein wenig stolz auf diesen kritischen Geist. Gebührend wahrgenommen wird er im Heimatkanton aber weniger. Dazu braucht es St. Gallen und sein Kulturmagazin «Saiten». Im aktuellen Heft ist Stefan Keller in einem grossen Interview und einem

REAKTIONEN

gelungenen Text über Johann Heinrich Suter präsent, der 1901 ein Luftschiff gebaut und schliesslich in die Steinacher Bäume gesetzt hat. Wir tun uns schwer mit den Propheten im eigenen Land. Dabei könnten wir ein paar Kult(ur)figuren durchaus brauchen. Dezentral, wie wir uns ausrichten, vernebeln wir uns aber die Sicht. So geschehen zum Beispiel beim Abgang von Kulturamtchef René Munz: der war von einer lobenden Umfrage dermassen überrascht, dass er sie sofort vom Netz nehmen wollte. Kultfigur Keller? Kultfigur Munz? Nicht doch, sie würden sich vehement dagegen wehren. Aber schätzen und hätscheln sollten wir die Thurgauer Kulturbauer halt schon etwas mehr. Sonst wandern sie ab und arbeiten für St.Gallen und Zürich. Brigitta Hochuli (Blog von thurgaukultur.ch, zum Saitenheft über Niklaus Meienberg, 15. September)

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Versehen oder Irrtum?

Meine nur, weil sie dort eine extrem Hohe Rate an Frauengewalt Reproduzieren, die Gay Pride aufmischen Pussy Riot einbuchten & freie Berichterstatter knebeln


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Blickwinkel Gib Bananen zur Bratwurst

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Jiajia Zhangs ironischer Bildkommentar zum Olma-Monat Oktober, in Anlehnung an das diesjährige Motto des Gastkantons Solothurn: «Mir gäh dr sänf dezue». Das Bild wurde im Flushing Meadows – Corona Park, Quees, NY, aufgenommen. Der Park wird am Wochenende hauptsächlich von der latino-amerikanischen Gemeinschaft benutzt. POSITIONEN


Raphael Bucheli hat an der St.Galler Kantonsschule am Burggraben eine Maturaarbeit über die rechtliche und menschliche Lage abgewiesener Asylbewerber geschrieben. Was war für Dich der Anstoss, Dich mit der Situation abgewiesener Asylbewerber zu beschäftigen? Ein erster Auslöser war, als wir in der zweiten Kanti-Klasse einen Vortrag über Sans-papiers machten. Dabei ist mir bewusst geworden, wie unwürdig diese Menschen behandelt werden. Bis dahin hatte ich das Bild gehabt, die Schweiz sei in fast allen Belangen ein perfektes Land. Dieses Bild hat dann einen Riss bekommen, mir wurde klar, dass auch bei uns nicht alles Gold ist, was glänzt. Jetzt ist Deine Maturaarbeit plötzlich hoch aktuell – es gab den Hungerstreik des Kurden Mehmet Ergezen in St.Margrethen oder das Protestcamp von Asylbewerbern in Solothurn. Du hast selber ein Ausreisezentrum besucht, Valzeina im Kanton Graubünden. Was hast Du dort gesehen? Was mich sehr beschäftigt hat, ist die Lage des Hauses, es liegt quasi auf der Hinterseite einer Felswand, man ist ab von der Welt. Für Ferien wäre der Ort toll, aber die Asylsuchenden sind dort völlig isoliert. Sie können spazieren, sich die Zeit totschlagen; aber wenn man nur schon zum Arzt muss...

Haben sich die Leute über die Situation beklagt? Ich konnte mit einigen reden, die Stimmung war sehr gedrückt. Verzweiflung, keine Lebensfreude, kaum Lust zum Erzählen. Am ausführlichsten hat ein Mann aus Albanien berichtet: Er sei hierher gekommen, um zu studieren, weil er in seiner Heimat keine Chance dazu habe. Aber hier schrumpften seine intellektuellen Fähigkeiten zusammen, weil es keine Arbeit und auch sonst keine Herausforderung gebe. Du schreibst in Deiner Arbeit von «unwürdigen und äusserst belastenden Umständen». Das Nichtstun ist, glaube ich, das Schlimmste, zusammen mit dem wenigen Geld der Nothilfe, acht Franken im Tag reichen ja nirgendwo hin. Man ist eigentlich verloren im Nichts. Eine absolute Verlorenheit. Motivieren Dich diese Eindrücke dazu, Dich selber politisch zu engagieren? Ich habe sicher vor, mich noch besser zu informieren und zu schauen, ob ich irgendwo helfen kann. Gerade über die Nothilfe müsste man eine öffentliche Debatte führen – diese Prekarisierung finde ich ganz schlimm. Die Leute haben zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben. Haben im Unterricht an der Kanti solche tagespolitischen Themen überhaupt Platz gehabt? Ich konnte mit verschiedenen Lehrern gut diskutieren, aber in der Regel ausserhalb der Lektionen. In der Schule selber gab es meist nur Mini-Diskussionen. Ausser in der Philosophie, wo wir zum Beispiel die Menschenrechte

POSITIONEN

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Redeplatz «Man ist eigentlich verloren im Nichts»

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11 behandelt haben, oder in der Wirtschaft – da sind auch ab und zu tagespolitische Themen aufgeflammt.

Einspruch: Ursula Taravella Verpasste Schulreform

Und in Deiner Klasse? Sehr verschieden. Es gab schon politisch engagierte Leute, aber auch andere, denen man mit Politik überhaupt nicht kommen musste. Mit der Maturaarbeit ging es mir in dieser Hinsicht seltsam: Meine Lehrerinnen und Lehrer, die ich anfragte, ob sie das Thema betreuen würden, habe mich alle an den Historiker Max Lemmenmeier verwiesen, der gar nicht mein Lehrer war. Er hat die Arbeit dann betreut. Man ist sich offensichtlich solche Themen nicht gewohnt.

Noch bis Ende Jahr bleibt Zeit, sich einzumischen: Dann läuft die Vernehmlassung zum Lehrplan 21 ab. Der Lehrplan 21 ist ein Harmonisierungsprojekt der 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone – und ausdrücklich keine Schulreform. Er folgt den politischen Vorgaben, diese folgen dem bisherigen Fächerkanon. Die Folge ist, dass sich der Lehrplan nicht auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ausrichtet, sondern den bisherigen modernisiert. Das ist schade für die wertvolle Arbeit. Aber, trotz allem, kein Grund, sich nicht einzumischen. Die wesentlichste Änderung betrifft die Umstellung auf das Kompetenzmodell und die Standards, durch die das Wissen und Können der Kinder vergleichbar wird. Sicher: wenn schon Leistungsvergleiche, dann transparente! Aber dabei ist zu bedenken, dass mehr Messungen nicht bessere Bildung bedeuten. Und dass die Angst berechtigt ist, dass Rankings den Druck auf die Kinder und auf die Schule erhöhen. «Die Schule fördert die Beziehungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler, die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und das Übernehmen von Verantwortung für die Gemeinschaft. Gegenseitige Wertschätzung, Lebensfreude und Musse stellen wichtige Werte dar», steht im Lehrplan. So weit, so wahr. Sollen diese Werte gelernt und gelebt werden, dürfen die Fachinhalte jedoch nicht wie geplant siebzig Prozent der verfügbaren Zeit besetzen. Das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen, die Individualisierung und Globalisierung stellt zukünftige Erwachsene vor grosse Herausforderungen. Da braucht es – neben Wissen und Können – Beziehungsfähigkeit, Empathie, Verantwortung, Kreativität und Kommunikationsfähigkeiten. Dass der Lehrplan 21 überfachliche Kompetenzen einbezieht, ist begrüssenswert. Die Themen heissen: 1. Berufliche Orientierung, 2. Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) und Medien sowie 3. Nachhaltige Entwicklung. Auch da aber gilt: Diese Themen müssten für den Kampf um die Stundenplanzeit verbindlicher sein – sonst drohen sie unterzugehen. Alles in allem ist der Lehrplan 21 typisch schweizerisch: pragmatisch, vorsichtig, der Tradition verpflichtet. Und dabei hätte ich so gerne noch den wirklichen Innovationsschub der Schule erlebt: von der Idee des 19. über die Anpassungen des 20. in das 21. Jahrhundert. Ursula Taravella, ist Mitbegründerin und Leiterin der Privatschule SBW Primaria St.Gallen.

Was wurde in Geschichte durchgenommen? Ging es da bis zur Gegenwart? Das ging vom Mittelalter bis etwa 1991. Lange beschäftigt haben wir uns ausserdem mit Russland und dem Kaukasuskonflikt. Die Schweizer Tagespolitik kommt nach meiner Meinung an der Kanti aber viel zu kurz. Das ist vermutlich ein heisses Eisen für die Lehrer, weil da schnell der Vorwurf kommt, die Schüler würden politisch beeinflusst.

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Wenn Du Dich politisch engagieren würdest: Was wäre Dein wichtigstes Anliegen? Das Wichtigste wäre mir mehr Gerechtigkeit auf der Welt, vor allem Nahrungssicherheit für alle. Es gibt so viel Hunger, während wir in der Migros im Essen ersaufen. Raphael Bucheli, 1994, hat im Sommer an der St.Galler Kantonsschule am Burggraben die Matura gemacht. Seine Maturaarbeit hiess «Die Situation abgewiesener Asylbewerber in der Schweiz». Interview: Peter Surber Bild: Tine Edel

«Einspruch» ist der monatliche Gastkommentar zu einem aktuellen Thema.

POSITIONEN


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Stadtlärm Bremsfallschirm beim Güterbahnhof

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Alles klar beim Güterbahnhof? Mit der Teilspange, der Südspange? Aber sicher. Zumindest bis vor kurzem. Seit der Bund den Ausbau der Stadtautobahn mit einer dritten Tunnelröhre und einem unterirdischen Abzweiger bis zum Areal des Güterbahnhofs favorisiert, ist die Genugtuung im bürgerlichen Lager gross. Stadtrat und Kantonsregierung wurden zu einer Art Glaubensbekenntnis gedrängt: Es sei «die Bestvariante», bestätigten sie. In Bern musste der Eindruck entstehen: In St.Gallen steht Mann und Maus hinter dem Vorhaben. Seither geht alles seinen Gang: Der Bund begann zu projektieren, der Kanton plant und auch die Stadtingenieure erhielten Aufträge. Natürlich gibt es auch Gegner: Eine eigentliche Kampagne von Links-Grün existiert bisher aber nicht. Eigentlich könnte es nun so weitergehen: Irgendwann würde das konkrete Projekt vorgestellt, irgendwann würden die Gelder bewilligt, irgendwann wäre Baubeginn. Ohne dass in der Stadt jemals darüber diskutiert worden wäre. Will die Bevölkerung eine Autobahnausfahrt mitten im wichtigsten städtischen Entwicklungsgebiet? Dazu kommt: Jeder, der jemals zu Stosszeiten rund um die Kreuzbleiche unterwegs war, weiss, dass das Projekt keine Lösung wäre. Die Prognose ist risikolos: Bei einer Abstimmung in der Stadt gäbe es ein klares Nein. Da ist es natürlich praktisch, dass ein Urnengang nur über Umwege zustande kommen würde – und der Entscheid nicht bindend wäre. Je ruhiger es in der Stadt bleibt, desto einfacher kann das Projekt realisiert werden. Der Widerstand schwelt, aber er bricht nicht aus. Dabei gäbe es inzwischen eine ideale Startrampe für eine Gegenkampagne. Ende August wurde parteiübergreifend ein Postulat eingereicht. Vertreten sind CVP, GLP, FDP, SP, SVP. Verlangt wird nichts weniger als eine neue Planung. Die Rede ist von einem unterirdischen Kreisel nach der Kreuzbleiche. Im Vorstoss steht: «Wir erachten es als nicht sinnvoll, die städtebauliche Entwicklung des Güterbahnhofareals mit einer Autobahn-Zu- und Ausfahrt zu verunmöglichen.» Und vorbei ist es mit der demonstrativen Einigkeit im bürgerlichen Block. Das Ganze tönt nach Marschhalt. Eigentlich müsste man Bremsen kreischen hören. Andreas Kneubühler, 1963, kommentiert monatlich die Stadtpolitik.

POSITIONEN

Nachruf 1 Die Herrschaft des Ressentiments Läppisch: Jetzt will nach der Thurgauer auch die St.Galler SVP ein kantonales Kopftuchverbot. Man könnte das ignorieren – oder fragen, was hinter solchen Ausgrenzungen an politischer oder moralischer Verwirrung steckt. Stichworte dazu gibt das eben erschienene Buch «Solidarität» von Erich Otto Graf. Ein Auszug aus dem Vorwort. Man muss sogenannte «Ausländer» – wer immer das auch sein mag – nicht mögen, aber man darf deswegen nicht zwei Sorten von Strafrecht einführen, indem ein spezielles Strafrechtsverhältnis für «Ausländer» begründet wird. Man kann zum Islam stehen wie man will, aber man darf deswegen nicht in die Verfassung schreiben, dass der Bau von Minaretten zu verbieten ist. Man kann diese Beispiele erweitern, sie umfassen dann die Scheininvalidendebatte, die dazu geführt hat, dass jeder Mensch, der heute in der Schweiz seine rechtlichen Ansprüche auf eine Unterstützung durch die Invalidenversicherung – deren Name selbst ein Skandal ist – beansprucht, tendenziell unter dem Generalverdacht steht, betrügen zu wollen. Der neoliberalisierte Staat baut die Unterstützung für die Bedürftigen ab, um sich gleichzeitig in alle möglichen Aspekte des privaten Lebens der Menschen einzumischen, die auf dem von ihm kontrollierten Territorium leben. Das gefährdet die durch die Kampfbewegungen verschiedener Interessengruppen (Arbeiter, Frauen, Migrantinnen, Behinderte) erkämpften sozialstaatlichen Garantien und Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen. (...) Was allen diesen – an ihrer Oberfläche verschiedenen – Beispielen gemeinsam ist, ist der Umstand, dass in ihrem politischen Diskurs stets das Ressentiment eine entscheidend wichtige Rolle spielt. Die Entstehung des Ressentiments und seine Instrumentalisierung für Herrschaft in der Massengesellschaft müssen als Teil des Herrschaftsdiskurses verstanden werden. (...) Auszug aus: Erich Otto Graf: Solidarität. Selbstaufklärung, autonomes Denken, Handeln und Subjektivität, acta empirica – nomade 2, Berlin 2013


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Nachruf 2 Ein Abschieds-Hurra auf die Ledi

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Bild: Gabriela Falkner

Gespukt hat es schon immer in den Voralpen, mehr als im Rest des Landes. Auf den Hügeln und in den Töbeln hocken die Geister vermutlich besonders gern. Und lassen sich hervorlocken. So zumindest kam es einem diesen Sommer immer mal wieder vor auf der Wanderbühne namens Ledi. Auf diesem ungefügen Holzgestell, mit leichter Plane überdacht, trafen sich über die Monate an wechselnden Orten in Ausser- und Innerrhoden die Kulturgeister zum Rendezvous. Das Ergebnis war manchmal bekannt, meist aber überraschend, unvorhersehbar, unerhört. Schon die Veranstaltungsrubriken hatten es in sich – «Mutmassungen» zum Beispiel, oder die «Ahnenreden», wo Lebende über Verstorbene redeten, Junge über Alte, Heutige über Einstige sinnierten und darüber, was sie uns heute zu sagen haben. Marco Fritsche nahm sich Raymond Broger zur Brust, Annette Hug brillierte über Elisabeth Pletscher, Sabine Wang erinnerte an Sophie Taeuber-Arp, und die letzte Ahnenrede hält am 3. Oktober der Slammer Renato Kaiser mit Robert Walser. Daneben gab und gibt es auf der Ledi aber auch andere Kaliber: «Strickereien» und Ratzliedli, chinesisch-appenzellische Schattenspiele und «Tanz dich frei» für Jugendliche, Brass und Jazz und Tanz, Kunst und Handwerk. All das ist hier einen herzhaften Nachruf wert. Vorerst steht die Ledi noch bis 6. Oktober in Oberegg. Das Holzgestell hat gelitten. Aber man müsste es

unbedingt erhalten, zumindest als Idee und Haltung. Aus dem Ledi-Holz könnte etwas Nachhaltiges geschnitzt werden. Nämlich Einsichten. Erstens die Einsicht, dass die Trennung zwischen sogenannter Hochund sogenannter Volkskultur überholt ist: Auf der Ledi trieben es die beiden munter miteinander. Zweitens die Einsicht, dass wir den Kulturinfarkt grad noch einmal überlebt haben – so viel wie 2013 war zwischen Säntis und Steinach seit Jahren nicht los, und dennoch strömte das Publikum. Oder drittens die Einsicht: Kultur schafft gesellschaftliche Verbindlichkeit in einer Zeit, da überall von der grossen Vereinzelung die Rede ist. Das Banden-Motto der Ledibühne war kein leeres Versprechen. So ist zu hoffen, dass das Appenzellerland die Geister, die es gerufen hat, so schnell nicht mehr los wird. Peter Surber

Nachruf 3 Eins, zwei, Boxerei Ich habe immer befürchtet, dass dieser Moment irgendwann kommen würde – jetzt ist er da, der Abschied. 2005 hat dich Bashkim Berisha bereits hart getroffen, letzten Monat haben dich «Carlos» und der Jugendanwalt Gürber endgültig auf die Bretter geschickt. Auf Druck der Öffentlichkeit nahm man dir deine Daseinsberechtigung wegen eines völlig falschverstandenen Manö-

POSITIONEN

vers. Ab sofort ist im Kanton Zürich Kampfsport für Jugendstraftäter verboten – ausser in bewilligten Ausnahmesituationen. Liebes Thaiboxen, ich hatte fünf tolle Jahre mit dir. 2007, als unser Verhältnis begann, war ich nicht gerade eine Sonntagsschülerin. Ganz im Gegenteil: Ich hatte mich nicht unter Kontrolle, war schwieriger und starrsinniger, als ich es heute bin. Doch bereits nach wenigen Augenblicken mit dir merkte ich, dass du mich vielleicht zähmen könntest, dass du nichts mit Gewalt und Aggression zu tun haben willst. Vielleicht verstehen das nur jene, die dich wirklich kennen – und damit meine ich nicht aus Filmen oder aus Spiegel-TV. Du legst Wert auf Technik, Timing, Taktik, Präzision, Kondition, Disziplin, Willen und nicht zuletzt auf Kreativität und Talent. Wenn ich nach den Stunden mit dir alleine im Bett lag und mein ganzer Körper schmerzte, galten die einzigen Vorwürfe mir selbst. Ich grübelte nicht darüber, wie ich es dir am besten heimzahlen könnte, sondern überlegte vielmehr, wie ich dir gerecht werden könnte, suchte nach Wegen, dich stolz zu machen. So ging es vielen aus dem Gym. Ich kenne etliche, die dank dir ihr Leben, ihren Drogenkonsum oder ihren Jähzorn unter Kontrolle brachten. Auch später, als ich selber einige Junge unter meine Fittiche nehmen durfte, hast du mir immer wieder eindrücklich bewiesen, welch enorme Wirkung du auf Menschen haben kannst. Sie sagen, du machest aus jedem eine tödliche Waffe, du seist schuld, wenn Unschuldige auf offener Strasse verprügelt werden. Dabei würde ich lieber gegen einen Thaiboxer kämpfen als gegen einen Besoffenen mit abgebrochener Flasche. Sie sagen, dass Karate oder Jiu-Jitsu anders seien als du. Das ist, wie wenn ich sagen würde, dass Andrea eine andere ist als Sophie: völlig logisch. Wir sind alle anders, einige mögen Yoga und Kunstturnen, andere Schwingen oder eben Boxen. Wie überall gilt: Das Umfeld ist entscheidend. Und der Verstand. In diesem Sinne bedanke ich mich bei Franco Manzan vom Arena Thai Gym in Rorschach für die tolle Zeit von 2007 bis 2012. Und bei dir, liebe Boxerei, für deine wertvollen Lektionen. Corinne Riedener


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OPFER


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Du kannst. Nicht.Weg. TĂ„TER


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Über Kindesmissbrauch zu sprechen, braucht Mut. Doch auch mit dem, was darauf folgt, haben viele Opfer zu kämpfen – langwieriger Prozess, aufgerissene Seelen, familiäre Zerwürfnisse oder sogar ein Selbstmord. Zwei Frauen sprechen über damals und heute. von Corinne Riedener

«Dieser Mann ist mir heute gleichgültig. Das meine ich ernst», sagt Bea*. «Eine andere Wahl habe ich gar nicht, denn der Hass würde mich auffressen.» Unser Schweigen überbrückt sie mit einem schüchternen Lächeln. Irgendwie ist mir klamm ums Herz nach dem, was sie in der letzten Stunde in einem Zimmer der Opferhilfe SG-AR-AI berichtet hat. Doch die vierzigjährige Bea wirkt geerdet. Irgendwie stark. Nüchtern und ohne Stocken fährt sie fort: «Ich wohne nur einige hundert Meter weit weg von dem Mann, der mich in der vierten Klasse missbrauchte.» Dieser Mann ist Beas Onkel, der Immer-nochMann ihrer Tante. Er war 38 und hat die damals Achtjährige über zwei Jahre wiederholt vergewaltigt. Ebenso ihre jüngere Schwester. Davon erfuhr Bea aber erst Jahre später, als sie endlich darüber zu reden begann. Von Schicksalen wie ihrem hören oder lesen wir immer wieder. Einige werden verfilmt. Doch die reale Begegnung mit Menschen, die das durchmachen mussten, wirkt tagelang nach. Die Gespräche wühlen auf, brennen sich ein. Mich hat die Auseinandersetzung mit diesem Thema bis in die Nacht verfolgt. Ich bezweifelte, dass sich ein Mensch jemals von so etwas erholen kann.

Angesehen und bewundert, aber manipulativ

Der Täter – wobei man korrekterweise «der Angeschuldigte» schreiben müsste, da es nie zu einer Verurteilung gekommen ist – streitet bis heute alles ab. Er drohte Bea sogar mit einer Anzeige, wenn sie die Vorwürfe nicht zurückziehe.

Heute ist er etwa siebzig und lebt sein Leben, als wäre nie irgendwas gewesen. Er grüsst Bea sogar, wenn sie sich per Zufall irgendwo treffen. Er sei ein angesehener, erfolgreicher Mann, zu dem die gesamte Familie stets aufgeschaut habe, sagt Bea. Er war der bewunderte Götti ihrer Schwester, mit dickem Auto, hübscher Frau und repräsentativem Haus. Ein manipulativer Mensch, von dem man nie denken würde, dass er junge Mädchen vergewaltigt. Mit System. Über Jahre hinweg. Das ist auch der Grund, wieso sich bis heute eine grosse Kluft durch Beas Familie zieht. Einige wollen ihr bis heute nicht zuhören. Als Bea ihrer Familie gegenüber 2007 endlich auspackte, befand sich ihre Verwandtschaft in einem Erbstreit. Auch ihr Peiniger sollte etwas von diesem Geld abbekommen. Beas Vorwürfe kämen ja gerade recht, fanden einige Tanten und Onkel sarkastisch. Sie selber bedauerte den Zeitpunkt, denn am Geld war sie nicht interessiert – sondern am Wohl ihrer Tochter, die damals in die Pubertät kam. «Das war der Auslöser für meine Entscheidung», sagt Bea. «Aber ich wusste ja nicht, wie ich in so einer Situation vorgehen musste. Darum wandte ich mich an die Opferhilfe. Das brachte den Stein ins Rollen.» Bis zu diesem Zeitpunkt wusste nur ein einziger Mensch vom Missbrauch durch ihren Onkel: Beas Ehemann Sebi*. Ihm schilderte sie ihre Erlebnisse, als sie vor mehr als fünfzehn Jahren zusammengekommen waren. Die beiden, damals sechzehn und schwer verliebt, machten ihre ersten sexuellen Erfahrungen gemeinsam und sind bis heute ein Paar. «Ausführlich über den Missbrauch gesprochen

OPFER


19 haben wir damals aber nicht», sagt Sebi. «Wir waren ziemlich überfordert mit der Situation.» «Und ich wollte das auch nicht lang und breit diskutieren», wirft Bea ein. «Ich war einfach nur froh, dass ich es bei dir deponieren konnte.» Sie schaut Sebi an, berührt ihn kurz am Oberschenkel. Auch heute, Jahre später, kann man spüren, wie eng dieses Geheimnis die beiden zusammengeschweisst hat. Genaugenommen war Sebi nicht der Einzige. «In der vierten Klasse habe ich einer Schulfreundin davon erzählt. Als mich ihre Mutter am nächsten Tag abfing nach dem Unterricht, habe ich aber alles abgestritten. Ich habe gesagt, dass ich das nur erfunden habe, dass alles eine Lüge sei. Was sollte ich auch machen? Diese nette Frau wollte mir helfen, mit meinen Eltern sprechen, ihnen alles erzählen. Wenn das rausgekommen wäre! Ich hätte unsere Familie zerstört. Jedenfalls dachte ich damals so ...»

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Warten auf die Dunkelheit

Solche Ängste seien nicht ungewöhnlich, sagt Silvia Vetsch. Sie ist Sozialarbeiterin FH und Beas Beraterin bei der Opferhilfe. Oft sei genau das der Grund, wieso Kinder nichts sagen. «Und in meiner Familie wurde sowieso immer viel Wert auf die intakte Fassade gelegt», räumt Bea ein. «Ich hätte es mir niemals verziehen, wenn ich meine Familie zerstört hätte.» Ihr Onkel machte weiter. «Er nutzte jede Gelegenheit. Wenn wir zum Beispiel bei unserer Grossmutter übernachteten, musste ich oft die ganze Nacht mit ihm verbringen, richtig mit ihm schlafen. Sobald alle in ihren Zimmern waren, stieg er in mein Bett. Das kam oft vor. Meiner jüngeren Schwester erging es gleich, nur habe ich das damals natürlich nicht gewusst. Dann gab es auch immer wieder ‹kleinere› Übergriffe. Etwa wenn die Erwachsenen in der Küche waren, oder auf dem WC – irgendwo halt. Dann musste ich ihn berühren und küssen. Oder er fasste mich an und streichelte mich dort, wo ich es nicht wollte.» Als sie zehn war, liess er plötzlich von ihr ab. Bea vermutet, dass sie ihm zu alt geworden war, dass sich ihr Onkel andere, jüngere Mädchen aus der Umgebung gesucht hatte. Sie ist sich ziemlich sicher, dass er noch andere missbraucht und vergewaltigt hat. «Anders kann ich mir nicht erklären, dass es immer wieder Familien gab, die den Kontakt zu ihm so abrupt abbrachen.» Beweisen kann sie das nicht. Sie hätte es vielleicht gekonnt, wenn sie ihn früher angezeigt hätte und sich daraufhin vielleicht noch weitere Opfer gemeldet hätten. Doch für eine solche Tortur fand sie damals keine Kraft, zu tief sassen die Scham und der Schock. Als sie endlich bereit war, mit ihrer Vergangenheit aufzuräumen, waren seine Taten längst verjährt, denn die Unverjährbarkeit von Sexualdelikten an Kindern unter zwölf Jahren gilt in der Schweiz erst seit dem 1. Januar 2013. Sie gilt rückwirkend nur für Straftaten, die am 30. November 2008 noch nicht verjährt waren. Sie habe vieles verdrängt, sagt Bea. Die ersten Sitzungen bei der Opferhilfe vor vier Jahren hätten einiges an die Oberfläche gespült. Sie habe realisiert, dass sie ihre Erlebnisse aufarbeiten muss, und sich daraufhin für ein Offenlegungsgespräch entschieden. Bea suchte die Konfrontation mit dem Täter – gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester und Silvia Vetsch von der Opferhilfe. Sie war es auch, die den Brief mit der Einladung an ihren Onkel ver-

fasst hatte. Die ersten zwei Einladungen blieben unbeachtet. Stattdessen erhielt Bea böse Anrufe und Drohungen. Zum dritten Termin tauchte der Onkel schliesslich auf.

Opfer und Täter brauchen Unterstützung

«Hääl und aalglatt war er. Zu allen freundlich, nur mir wollte er die Hand nicht geben. Mir war das egal. Ich habe ihm alles an den Kopf geworfen, was mich belastet hat. Habe Dampf abgelassen, 45 Minuten lang das Kind in mir sprechen lassen. Aber er blieb hochmütig und hat alles abgestritten. Danach war meine Schwester an der Reihe. Bei ihr sei er etwas sanfter geworden, hat sie mir im Nachhinein erzählt. Ich vermute, dass es mit ihren Tränen zu tun hatte. Zugegeben hat er auch bei ihr nichts. Es war eine intensive Erfahrung, die mir rückblickend viel gebracht hat. Obwohl wir im Vorfeld abgesprochen hatten, dass ein Tätertherapeut dabei sein wird, hat es mich irritiert, dass mein Onkel beim Gespräch jemanden dabei hatte. Ich verstand nicht, wieso er einen Betreuer braucht. Schliesslich war ich doch das Opfer, obwohl ich mich nie als das gesehen habe.» Die männliche Fachperson in Beas Fall war Karl Weilbach. Der Kriminologe und forensische Prognostiker aus St.Gallen beschäftigt sich seit Jahren mit Formen schwerster Gewalt und dem sogenannten Bedrohungsmanagement. Seine Dissertation schrieb er über den Zuger Amokläufer Friedrich Leibacher, der im September 2001 während einer Kantonsratssitzung vierzehn Menschen das Leben nahm und sich anschliessend selber erschoss. In Bezug auf Offenlegungsgespräche sagt der Fachmann: «Wenn Opfer und Täter einander nach vielen Jahren wieder begegnen, braucht es eine hohe Aufmerksamkeit aller Beteiligten. Gerade auch Täter müssen da begleitet, aber auch ‹gebremst› werden. Denn oft sind sie Meister der Manipulation. Manche versuchen bei der Konfrontationssitzung, ihr Opfer einzulullen und seine Schwächen auszunutzen. In solchen Fällen ist es von Vorteil, wenn neben der Opferberaterin auch jemand mit Tätererfahrung dabei ist und intervenieren kann, damit die Wahrheit auf den Tisch kommt. Manche Täter berufen sich oft auf Erinnerungslücken und drücken sich vor der Verantwortung. Die Opfer ihrerseits sorgen sich, ob ihr Missbraucher nicht auch heute noch eine Gefahr für andere ist.» Wenn Weilbach von Tätern spricht, sagt er nicht Perverse oder Kinderschänder. In der Fachsprache heissen sie pädosexuelle Täter. «Im Bereich der pädosexuellen Delikte gibt es zwei Arten», erklärt er. «Kernpädophile und Ersatzpädophile. Während erstere ausschliesslich Lust für Kinder empfinden, sind letztere sexuell nicht auf Kinder fixiert, sondern leben auch andere Formen sexueller Beziehungen.» Nach einer Offenlegung stehe dann die Frage im Raum, welche Konsequenzen der Täter nun aus der Konfrontation zieht und wie es weitergehen soll. Weilbach bietet dem Täter nach der Konfrontation weitere Gespräche an.

Wie oft kann man jemanden missbrauchen?

Bei Sophie* lag der Fall etwas anders. Auch der Täter in ihrem Leben hatte Beistand – allerdings in Form eines Rechtsanwalts. «Dieser Anwalt war ein echtes Arschloch, wenn

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Sophie war sieben Jahre alt, als der Busenfreund und Angestellte in der Werkstatt ihres Vaters sie zum ersten Mal begrapschte. Erst als sie dreizehn war und in die Oberstufe ging, hörte er damit auf. Nicht weil sie langsam erwachsen geworden wäre, sondern weil sie sich ihm entzog, weil sie ihren Weg ging – und ihm aus dem Weg. Denn sie wusste, dass er etwas Unrechtes tat. «Er hing dauernd bei uns rum, kam zum Mittagessen oder nach Feierabend vorbei. Natürlich spürte er, dass bei uns zu Hause vieles schief gelaufen ist. Mein Vater war alkoholabhängig und schlug meine Mutter regelmässig. Die Verantwortung für meinen elf Monate älteren Bruder blieb meist an mir hängen, darum war ich anfangs froh, dass der Täter gewisse väterliche Pflichten übernahm. Er half mir bei den Hausaufgaben oder montierte meine Möbel. Vergewaltigt hat er mich nie, aber er fasste mich bei jeder Gelegenheit an. Mit der Zeit wurde das zum Ritual: Er kam zum Essen und danach drehte er mit mir eine Runde auf dem Töff und befummelte mich. Früher liebte ich Motorräder, heute hasse ich sie.» Ähnlich wie Bea hat auch Sophie lange nicht darüber gesprochen. Schliesslich vertraute auch sie sich mit sechzehn einer Freundin an. Ein paar Jahre später, 2004, hatte Sophie eine schwere Zeit. Damals schrieb sie jener Freundin dieses Mail: «Mein Vater hatte einen guten Freund, der jeden Samstag bei uns war... Er war ja ganz nett eine Zeit lang, doch dann begann er, mich überall anzufassen. Am ganzen Körper. An den Brüsten, zwischen den Beinen... überall... und ich habe nichts getan. Ich fühlte mich nicht wohl und traute mich auch nicht, das jemandem zu erzählen, weil ich mich immer schuldig fühlte.» Die beiden Freundinnen behielten die Sache für sich. Das Mail sollte erst beim Prozess wieder eine Rolle spielen. Nur kurz nach dieser Nacht war Sophie verunsichert, wusste nicht, ob sie sich das alles nur eingebildet hatte. Dieses Phänomen komme oft vor, sagt Monika Kohler. Sie

ist ebenfalls Sozialarbeiterin FH und bei der Opferhilfe angestellt. Sophie wollte Gewissheit und suchte den Freund ihres Vaters kurzerhand auf. Die ganze Wohnung sei tapeziert gewesen mit nackten Frauen. Damals verging er sich ein letztes Mal an Sophie. «Er zog mich aus, berührte mich wieder, massierte und küsste meine Brüste. Dann sagte er, dass er niemals gedacht hätte, dass es zwischen uns wieder einmal soweit kommt. Da wusste ich, dass ich mir das nicht eingebildet hatte. Ich war zwar mittlerweile Zwanzig, doch ich fühlte mich noch genauso machtlos wie damals. Ich sagte nichts, wehrte mich nicht. Es war genau wie früher.» Sophie hatte in dieser Zeit hart mit sich zu kämpfen. Sie habe sich oft wertlos gefühlt und das Gefühl gehabt, dass es egal sei, was mit ihr passiert. Sie wollte Nähe – und gab dafür ihren Körper. «Damals hatte ich viele Affären. Ich war der Meinung, dass ich nur so eine Art Geborgenheit erleben konnte. Aber das war okay. Ich wusste, dass ich meinem Leben früher oder später ein Ende setzen wollte.» Es kam zum Selbstmordversuch. Eines Abends kaufte sich Sophie eine Flasche Schnaps und leerte ihren Medizinschrank, schluckte alles, was sie finden konnte. Danach legte sie sich ins Bett. «Als ich am Morgen aus meinem tiefen Schlaf erwachte, verstand ich zuerst nicht, wieso ich noch lebe. Doch dann dachte ich, dass es wohl einfach noch nicht an der Zeit war für mich. Ich holte mir psychologische Hilfe. Erst dann ging es wieder bergauf mit mir.»

«Meine Tochter war Freiwild»

2007 machte die gelernte Bäckerin ein Praktikum in einem Kinderheim und lernte dort Mädchen kennen, die ebenfalls missbraucht wurden. «Da wurde mir klar, dass ich ihn anzeigen musste. Ich wollte dabei helfen, andere Kinder zu schützen. Am 25. August ging ich auf den Polizeiposten. Hätte ich gewusst, was danach passiert, hätte ich mich wohl besser vorbereitet. Alle Erinnerungen kamen hoch. Jedenfalls sass ich dann da und musste stundenlang dieselben Fragen beantworten. Immer und immer wieder. Erst da fiel mir auf, wie viel ich eigentlich verdrängt hatte. Kurz darauf fiel ich wieder in ein Loch.» Sophie wusste, dass im Zuge des Prozesses auch ihre Eltern befragt würden. Sie versuchte also mit der Hilfe einer Tante, ihren Eltern vom Missbrauch zu berichten und sie auf den Prozess vorzubereiten. Getrennt voneinander, denn die Eltern waren mittlerweile geschieden. «Mir war bewusst, dass das nicht einfach wird. Ich hatte immer ein kühles Verhältnis zu ihnen. Die beiden glaubten mir zwar, ihre Reaktion war aber eine herbe Enttäuschung. Mein Vater war bedrückt, sagte aber nur: ‹Ist okay, und was machst du später noch so?› Meine Mutter fing an zu weinen, warf mir vor, dass ich nicht früher etwas gesagt habe. Ich fühlte mich verurteilt von ihr. Ich hatte es nicht anders erwartet – mein Bruder und ich waren Schlüsselkinder. Später wurde ich noch einmal von meiner Mutter enttäuscht. Sie war voller Selbstmitleid, ging an die Medien und verkaufte allen meine Geschichte.» Das «Tagblatt» publizierte damals einen Artikel mit dem Titel «Das Leiden einer Mutter», der «Blick am Abend» mochte es noch plakativer und titelte «Meine Tochter war Freiwild für ihn». Das Bild neben dem Artikel zeigt eine Badewanne mit einer Kinderpuppe darin.

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Was glaubt er denn, wie oft man jemanden sexuell missbrauchen kann während sieben Jahren?

ich ehrlich bin», sagt Sophie in unserem Gespräch bei der Opferhilfe. «Während des Prozesses löcherte er mich mit Fragen, wollte dauernd wissen, wie viele Übergriffe es insgesamt gegeben hat. Was glaubt er denn, wie oft man jemanden sexuell missbrauchen kann während sieben Jahren? Dieser Mann, der Täter, war ein enger Freund meines Vaters, war ständig bei uns zu Hause. Eine genaue Zahl kann ich beim besten Willen nicht nennen.»


21 Mittlerweile versteht sich Sophie wieder besser mit ihrer Mutter. Der Kontakt zwischen den beiden Frauen ist langsam wieder am Entstehen. Am 24. August 2009 wurde Sophies Peiniger schliesslich vom Kantonsgericht wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern für schuldig befunden und zu neun Monaten unbedingter Freiheitsstrafe und 5000 Franken Genugtuung verurteilt. Bereits im Vorfeld hatten die Beamten bei ihm pornografisches Material sichergestellt. Allerdings wurden aufgrund der Verjährbarkeit nur die Delikte von August 1994 bis 1997 berücksichtigt. Schuldig bekannt hat er sich während des ganzen Prozesses nicht. «Dafür hat er sich immer wieder verraten», sagt Sophie. Das Gericht sah das ähnlich. In der Akte steht: «Die diversen Erklärungen des Angeklagten, wieso es nicht zu Übergriffen gekommen sei, erscheinen gesucht und unnatürlich für jemanden, der sich tatsächlich nichts zu schulden kommen liess.» Solche Erklärungen und Ausflüchte seien gar nicht nötig, wenn nichts passiert sei, befand das Gericht. Zudem hätten sich die Aussagen der polizeilichen Befragung und jene der Verhandlung teilweise widersprochen. Im Gegensatz zum Täter habe die Geschädigte authentisch und glaubhaft geschildert, was vorgefallen sei. «Weil ich wusste, dass ich im Recht bin», ergänzt Sophie.

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Ein Selbstmord und seine Folgen

Ausgestanden war die Sache aber noch nicht, denn der Verurteilte und sein Anwalt gingen in Berufung. Der Fall wurde neu aufgerollt. Gut ein Jahr später, im September 2010, wurde das Urteil aus erster Instanz vom Obergericht bestätigt und die mittlerweile 27-jährige Sophie hatte endlich ihre Ruhe. Allerdings nur für kurze Zeit: «Ich war gerade bei meinem Freund, der im Aargauischen wohnte, und wollte mit dem Zug nach Bern. Unterwegs schaltete ich mein Mobiltelefon an und stolperte über eine Nachricht von meiner Tante. Sie schrieb, dass der Teufel endlich seine Strafe bekommen habe. Er hatte sich erschossen.» Das war im September 2011. Für Sophie sollte erneut eine schwere Zeit anbrechen. Sie machte sich Vorwürfe, fühlte sich schuldig an seinem Tod. «Die Rückfahrt im Zug war der reinste Horror-Trip. Ich war mutterseelenallein, weinte, versuchte, jemanden zu erreichen, doch niemand antwortete. Zum Glück rief dann mein Therapeut zurück und ich konnte direkt nach meiner Ankunft zu ihm. Ich stand unter Schock und kann mich nur noch an folgende Worte meines Therapeuten erinnern: ‹Du hast eine Anzeige gemacht, er hat den Tod gewählt. Du kannst nichts dafür.› Das wurde zu meinem Mantra. Ich ging dann noch eine ganze Zeit lang einmal pro Woche zur Therapie, sortierte mein Leben neu. Jetzt kann ich damit umgehen.» Heute wirkt Sophie aufgeräumt und fröhlich. Sie erzählt zwar relativ leise, aber gefasst und differenziert. Während der letzten drei Jahre studierte sie Soziale Arbeit in einer Schweizer Grossstadt. Seit einigen Monaten arbeitet sie in einer geschlossenen Einrichtung für junge Menschen, die auffällig sind. Sie unterstützt sie bei Problemen und hilft ihnen, den Weg zurück ins Leben zu finden. «Ähnlich wie mir mein Therapeut und die Opferhilfe damals geholfen haben.» Sophie lacht, wirft ihrer ehemaligen Beraterin einen wissenden Blick zu. Mittlerweile ist Sophie selber Sozialarbeiterin. Daran geglaubt hatte Sophie

jedoch nicht immer. «Ich war mir lange nicht sicher, ob ich diese Zweitausbildung wirklich machen sollte, ob ich das durchziehen kann.» Seit 2012 hat sie ihr Diplom.

Wie sinnvoll ist eine Anzeige?

Fragen drängen sich mir trotzdem auf: Ob etwa der Rattenschwanz, den eine Anzeige nach sich zieht, nicht zum Endlos-Flashback wird. Und was Frauen machen, die nicht so stark sind wie Sophie oder Bea. Oder was passiert, wenn die Beweislage zu dürftig ist, wenn ein Täter trotz Prozess freikommt. Trotz Unverjährbarkeit; wie gross sind denn die Chancen, dass man 20 Jahre später noch etwas beweisen kann? Eine Aufgabe der Opferhilfe ist die Unterstützung in der Frage, ob die Betroffenen Strafanzeige einreichen wollen. Wie Monika Kohler erklärt, gehört dazu auch die Abklärung, was die Frauen sich von einem Verfahren erhoffen und ob diese Erwartungen überhaupt erfüllt werden können. «Bei einem Strafverfahren, gerade bei sexueller Gewalt und wenn die Tat lange zurückliegt, besteht immer das Risiko, dass die Beweise für eine Verurteilung nicht reichen und es zu einem Freispruch kommt. Das ist eine grosse psychische Belastung. Es gibt durchaus Situationen, in denen eine Strafanzeige nicht sinnvoll ist. Diese Entscheidung müssen die Frauen jedoch selber fällen.» Bea hätte ihren Onkel wahrscheinlich auch nicht angezeigt, wenn die Taten nicht verjährt gewesen wären, sagt sie heute. «Eine Therapie habe ich nie gemacht. Aber ich wollte die Sache trotzdem anpacken. Früher fühlte ich mich tot, ohnmächtig und machtlos meinem Onkel gegenüber. Ich kann nicht sagen, wieso ich diesen Situationen nie aus dem Weg gegangen bin. Ich war wie eingefroren und dachte immer nur: Du kannst. Nicht. Weg.» Für sie sei der Weg über das Offenlegungsgespräch der richtige gewesen. Dadurch, dass sie über alles sprechen konnte, auch mit ihrer Schwester, hätten sich viele Knöpfe gelöst. «Als ich ihn mit seinen Taten konfrontierte, sprach zwar das Kind in mir, doch ich fühlte mich weder machtlos noch ohnmächtig. Im Gegenteil. Ich gab den Ton an, begegnete ihm auf Augenhöhe. Seit dem Nachgespräch mit meiner Beraterin und Karl Weilbach ist auch endlich der penetranteste aller Gedanken verschwunden: Ich lüge nicht. Man glaubt mir.» Heute ist Bea Mutter von vier Kindern. Alle haben sich bestens entwickelt. Manchmal sei sie zwar noch etwas übervorsichtig, sagt sie. Doch sie habe es geschafft, ihre Älteste ziehen zu lassen, ihr ihren Freiraum zu gewähren. «Abgesehen davon, ist meine Tochter eh viel zu tough, um sich von irgendeinem anfassen zu lassen.» Sie lacht. Sebi nickt. «Das haben wir, glaube ich, ganz gut hingekriegt, wir zwei. Du bist eine tolle Frau.» Dann verabschieden sich die beiden. Brechen auf Richtung Leben. In diesem Moment wird mir bewusst, dass ich unnötigerweise gezweifelt habe. Es gibt die Menschen, die auch an den schrecklichsten Erlebnissen noch wachsen. Während der ganzen Zeit, in der mich dieses Thema begleitet hat, fragte ich mich, wie jemand das überstehen kann. Erklären kann ich es nicht. Aber ich weiss jetzt, dass es möglich ist – und bin beeindruckt von Beas und Sophies Überlebenswille und ihrem Lebensmut. *Namen geändert.

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Bomben entschärfen

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Wer sind die Täter und wie funktionieren sie? Andreas Hartmann von der Beratungsstelle «Konflikt.Gewalt» arbeitet mit ihnen. Brigitte Huber, Geschäftsführerin bei der Opferhilfe SG-AR-AI, kennt sie aus den Schilderungen der Opfer. von Harry Rosenbaum

Der Raum im Erdgeschoss des sorgfältig renovierten Altbaus an der St.Galler Vadianstrasse 40 ist hell und schmucklos. Ein Ort ohne Ablenkung, ein Ort zur Konzentration. Hier berät und therapiert Andreas Hartmann Männer, die ihre Frauen oder Partnerinnen physisch, psychisch und sexuell misshandeln. Er muss zusammen mit seinen Klienten Wege finden, häusliche Gewalt genau dort zu stoppen, wo sie auszubrechen droht. Das ist wie Bomben entschärfen. «Es gibt Männer, die sich sorgen, gewalttätig zu werden, weil sie mit der Spannung, die in ihrer Beziehung herrscht, nicht zurechtkommen», sagt Hartmann. «Diese Männer fühlen sich provoziert, eingeengt und überfordert. An diesem Punkt kommen sie zu uns. Andere wiederum sagen, sie hätten in den letzten acht Jahren ihre Frau zweimal geohrfeigt; vor acht Jahren das erste Mal und jetzt wieder. Obwohl sie sich sicher gewesen seien, dass es nie wieder vorkommt, sei es nun wieder passiert. Diese Männer suchen bei uns Unterstützung, um weitere Gewalt zu verhindern. Wieder andere sind seit Jahren regelmässig und meist steigend gewalttätig.» Wie fängt das an? «Manchmal beginnt das sehr plötzlich, manchmal relativ langsam», sagt der Berater und Therapeut. «Der Vorlauf einer solchen Entwicklung ist meistens vielschichtig. Allgemeine Fragen der Beziehungsqualität spielen dabei eine wichtige Rolle. Beispielsweise wie mit der persönlichen Nähe in einer Liebesbeziehung

umgegangen werden soll. Dabei stösst man auch immer wieder an die eigenen Grenzen, und jene der Partnerin werden überschritten.»

Je länger, umso brutaler

Kommen die Hilfesuchenden aus eigenem Antrieb in die Beratung, oder sind es Dritte, die zu diesem Schritt raten? «Das ist unterschiedlich», sagt Hartmann. «Es gibt Männer, denen wird empfohlen, mit uns Kontakt aufzunehmen, von den eigenen Frauen oder Freundinnen, manchmal von Familienangehörigen oder Bekannten. Es kommen auch solche, die von uns beraten werden wollen, wie sie mit ihrer schwierigen Frau umgehen sollen. Im Gespräch wird dann aber schnell klar, dass die Ehefrau zum dritten Mal auf der Intensivstation liegt, weil ihr Mann sie mit dem Gartenschlauch derart gewürgt hat, dass sie ums Überleben kämpfen muss. Dahinter steckt vielleicht eine zwanzigjährige Geschichte. Solche Geschichten können kurz oder lang sein. Je länger jedoch häusliche Gewalt andauert, umso kürzer werden die Abstände zwischen den Ausbrüchen und umso brutaler werden tendenziell auch die Attacken.» Was geschieht in der Beratung? «Der Mann, der zu uns in die Beratung kommt, will nicht mehr gewalttätig werden», sagt Hartmann. «Im Fokus steht damit nicht unbedingt die detaillierte Schilderung der Gewalt, sondern die Dynamik, mit der die Klienten bis zur Gewaltanwendung

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25 funktionieren. Wir müssen das Vorfeld der Gewalthandlung beachten, weil die Dynamik hier stattfindet: wenn sich Überforderung einstellt, Druck herrscht, Hilflosigkeit und Ohnmacht um sich greifen. Von solchen Situationen erzählt uns der Mann in der Regel auch. Tut er es nicht, sprechen wir ihn darauf an, denn genau dort braucht es neue Handlungsfähigkeiten und Instrumente, die das Wieder-Abgleiten in die Gewalt verhindern.»

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Gibt es Milieu-Unterschiede?

«Wir beobachten, dass Täter aus der Oberschicht etwas geschickter sind in der psychischen Unterdrucksetzung ihrer Partnerin», sagt der Fachmann. «Der wesentliche Milieu-Unterschied liegt wohl im prozentualen Anteil: Die Oberschicht ist kleiner als die Unterschicht, deshalb gibt es hier weniger Täter.» In der Oberschicht gelinge es besser, häusliche Gewalt zu kaschieren. Die Wohnsituation sei bei den Gutsituierten weniger offen. «Es dauert auch länger, bis häusliche Gewalt in diesen Kreisen bekannt wird. In einem Wohnblock sind solche Fälle viel offensichtlicher, weil durch die Nähe der Bewohner und die Hellhörigkeit der Häuser die soziale Kontrolle automatisch grösser ist.» In allen Gesellschaftsschichten trifft man auf häusliche Gewalt. Verschiedene Studien kommen zum Schluss, dass der Deckel in der Oberschicht länger drauf bleibt, die Opfer demnach länger schweigen, weil sie einen Statusverlust befürchten. Ist das so? «Frauen versuchen oft und lange, das Bild der intakten Familie aufrecht zu erhalten», sagt Brigitte Huber von der Opferhilfe. «Die Angst vor Statusverlust mag in diesem Zusammenhang mit ein Grund sein. Aber wie in allen Situationen von häuslicher Gewalt gibt es verschiedene Aspekte, die eine Frau dazu veranlassen, in der Beziehung zu bleiben. Da gehört auch dazu, dass Frauen Angst haben, aussenstehende Personen glaubten ihnen nicht, wenn sie über die Gewalt des Mannes erzählen. Ökonomisch gesehen erscheint es für vermögende Paare leichter, sich zu trennen, im Gegensatz zu Menschen, bei denen das Einkommen kaum für den Lebensunterhalt reicht. Da sich aber die Gewaltdynamiken und die damit verbundenen Ängste und Abhängigkeiten in allen Milieus gleichen, ist in den meisten Situationen von häuslicher Gewalt eine Trennung schwierig.» Opfer häuslicher Gewalt ziehen Anzeigen gegen die Täter oft zurück oder unterlassen sie ganz. Dafür gebe es verschiedene Gründe, sagt Huber. «Wenn eine Frau zur Polizei geht, dann oft mit dem Ziel, die Gewalt des Mannes zu stoppen und Schutz zu erhalten. Nach einer polizeilichen Intervention beteuern viele Männer, dass die Attacken nie mehr vorkommen würden. Andererseits empfindet manche Frau immer noch etwas für ihren gewalttätigen Mann, es bestehen ökonomische Abhängigkeiten oder die Frauen wollen sich wegen der Kinder nicht trennen.» Auch die Angst, dass die Gewalt eskalieren könnte, spiele eine wichtige Rolle. »Das kann letztlich zur Unterlassung oder zum Rückzug einer Anzeige führen. Häusliche Gewalt ist also auch immer eine Interaktion zwischen Opfer und Täter.» Harry Rosenbaum,1951, ist freier Journalist in St.Gallen.

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Opferhilfe SG-AR-AI Die Stiftung Opferhilfe SG-AR-AI ist ein gemeinschaftliches Angebot der drei Kantone. Sie unterstützt und berät gewaltbetroffene Frauen und Männer sowie Angehörige und Bezugspersonen. Sie tut dies unabhängig davon, ob eine Strafanzeige erfolgte oder wie lange die Tat zurückliegt. Die Mitarbeitenden der Opferhilfe unterstehen der Schweigepflicht, die Dienstleistungen sind unentgeltlich. Die Beratungen können auch anonym erfolgen. An die Opferhilfe wenden sich Personen in folgenden Situationen: – Raubüberfall oder Körperverletzung – Hinterbliebene bei Tötungsdelikten – Drohung, Nötigung und Freiheitsberaubung – Körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt in Ehe und Partnerschaft – Sexuelle Gewalt in der Kindheit und in Abhängigkeitsbeziehungen – Sexuelle Belästigung in der Öffentlichkeit und am Arbeitsplatz – Stalking – Verkehrsunfall – Fahrlässigkeitsdelikte am Arbeitsplatz oder im Gesundheitswesen – Menschenhandel Weitere Informationen: ohsg.ch

Konflikt.Gewalt. Das Beratungs- und Therapieangebot «Konflikt. Gewalt.» ist ein privates Unternehmen, das 2001 entstand und Niederlassungen in St.Gallen, Rapperswil-Jona, Weinfelden und Winterthur hat. Am Anfang stand die Institution «Männer gegen Männer-Gewalt Ostschweiz». Damals waren fast ausschliesslich Männer und männliche Jugendliche mit ihrer Gewaltproblematik im Blickfeld. Inzwischen wurde das Modell auch auf Frauen und Mädchen sowie auf allgemeine Konfliktsituationen ausgeweitet. Wer im Kanton Thurgau wohnt, kann die Beratung in den ersten zwei Monaten kostenlos in Anspruch nehmen. Weitere Informationen: konflikt-gewalt.ch Die Bilder zur Titelgeschichte fotografierte Ladina Bischof.


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Sägez mer doch is Gsicht!

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Acht Berufsschülerinnen und -schüler erzählen über Rufmord, Gruppenchat und Partypics: ein Spaziergang durch den «Cybermobbing-Space». Von Julia Kubik Ein letzter Sommertag am See, kurz vor Mittag. Fünf junge Frauen, alle zwischen 17 und 22. Alle im gleichen Beruf, mit unterschiedlichen Erfahrungen – aber alle mit Facebookprofil. Aber sie würden keine Bilder vom Ausgang posten, sagen sie. Nur solche, die auch ein Chef sehen dürfte. Bilder, die sie in einem guten Licht zeigten. Weil alles im Netz irgendwo hängen bleibe, das wüssten sie. Und vielleicht ist es genau darum manchmal ein bisschen egal. Wenn so viele Leute so viel Zeug ins digitale Irgendwo pflastern, wer soll sich noch für das, was ich dort treibe, interessieren? Alle kennen Geschichten über Freunde und Feinde, denen Facebook, Instagram und Co. zum Verhängnis wurde. «Ich wohne in einem Dorf, da wissen sowieso alle alles. Und im Internet ist es dasselbe, nur verbreitet es sich viel schneller und über die Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus.» Einmal, als eine gemeinsame Bekannte der fünf Schülerinnen ein Selbstauslöser-Badezimmerfoto von sich im Bikini hochlud, sammelten sich haufenweise spöttische, bösartige Kommentare unter dem Bild. Sie sei eingebildet, schlampig, armselig und brauche Aufmerksamkeit, hiess es. Das Bild nahm sie schnell vom Netz, schrieb aber in ihren Status: «Lönd mi doch, weni Freud dra ha!» «Selbertschuld. Me mue halt wüsse, wame macht und däzue chöne stoh», so die Antwort der Facebook-Freunde. Eine andere Geschichte: die vom Freund einer Kollegin, den niemand mag. Seit diese Kollegin mit ihm zusammen sei, habe sie viel weniger Bekannte. Es gab eine Läster-Gruppe darüber auf Whatsapp, einem Gratis-SMSDienst. «Mir hetteds ihre scho direkt gseit, aber Liebi macht blind.» Der Freund sei schlicht unsympathisch.

Lieber mal ein Kompromiss

Wo beginnt Mobbing? Bei Sticheleien, negativen Kommentaren, Beleidigungen? Spricht man erst dann von Mobbing, wenn eine grosse Gruppe gezielt eine Einzelperson schikaniert? Wahrscheinlich sehen das Opfer und Täter unterschiedlich. Online kann ich sein, wer ich wirklich bin. Oder wer ich sein will, sagen sie. Ist man im Internet der gleiche Mensch wie auf der Strasse, zu Hause und in der Schule? Wieso authentisch sein, wenn es viel schöner ist, mit den Rollen zu spielen? Im Netz können alle selbst entscheiden, wie ihre Persönlichkeit gegen aussen wirken soll. Ausser man trifft die Leute aus der Onlinewelt real. Dann wird es kompliziert: «Ich kenne ein ziemlich dickes Mädchen. Auf ihren Facebook-Fotos sieht man das aber nicht, da sieht man immer nur das Gesicht oder alles ist extrem bearbeitet», sagt eine. «Und wenn ihr dann irgendwelche Typen schreiben und sie dann vielleicht auch mal treffen – spätestens dann funktioniert es halt nicht mehr. Weil sie erschrecken.» Sowieso ist das Aussehen ein grosses Thema bei den Schülerinnen.

«Es langet scho, wenn öper chli e hochi Stirn hät oder en eggige Chopf.» Das könne ihr doch egal sein, findet die Kollegin. Schon, aber manchmal denke man halt doch: «Nai, so cha doch niemert umelaufe!» In der Primarschule habe es andere Gründe gegeben, jemanden cool oder scheisse zu finden.Wenn jemand Knetgummi hatte, war es cool. Oder die schöneren Farbstifte. Später wurden es Kleider oder Erfahrungen. Wer hat zuerst mit wem was gehabt? Wer ist schöner, stärker, klüger? Survival of the fittest, wie in Darwins Theorie. Es ist wichtig, dazuzugehören. «Uhuere wichtig», sagen sie. «Gohsch halt mol en Kompromiss i.»

Nur für harte Kerle

Am Nachmittag ein Gespräch mit drei Männern im gleichen Alter wie ihre Schulkolleginnen am Morgen. Auch hier herrscht Einigkeit darüber, was sie im Netz veröffentlichen würden und was nicht. Einer erzählt, dass sie in der fünften Klasse einen Mitschüler online fertigmachten. Sie haben sich mit seinem Passwort eingeloggt und den Mädchen schlüpfriges Zeug geschrieben. Warum? «Will er immer mit Wiiber umeghängt isch. Und er hätt so ä höchi Stimm, irgendwiä schwul.» Dann habe sich der Schüler Hilfe geholt. Die Polizei kam ins Spiel, durch die IP-Adresse flogen die Täter auf. In der Schule sei es danach thematisiert worden. Wie man sich schützt? «Nur wennd so hart bisch, dases bim einte Ohr inegoht und bim andere use.» Wahrscheinlich bleibe aber immer irgendwas hängen. «Wehrsch di nöd, lohschs über di ergo. So isch da halt.» Es sei immer einfach, negativ über andere zu sprechen, sagen sie. «Isch jo bi de Medie au so, oder? So zücht me d’Ufmerksamkeit uf sich.» Hauptsache, man finde eine Zielscheibe, ein Opfer – jemanden, um von sich selbst abzulenken. Die Devise laute: «I mach anderi fertig, denn gsends mini eigene Problem nöd.» Bei schlechten Noten seien die Besseren dann einfach Streber. Man wolle sein Ego aufblasen, sagen die Berufsschüler. Egal, ob im Netz oder im realen Leben. Und am Arbeitsplatz? «Min Chef mue mi so neh, wieni bin.» Ein wenig Anpassung sei okay, aber nicht total. Ob eher Frauen oder Männer gemobbt werden, wissen sie nicht. «Aber Fraue mached mengmol usme Chiselstei en riese huere Berg. Und denn gits Grüppli und alles isch verstrickt und hinedure. Bidä Schue fangets a und höred bim Charakter uf. I klär da lieber uf altmodischi Art, live und direkt.» Alle sind sich einig: Es ist scheisse, gemobbt zu werden. Doch selbst wenn man weiss, wie sich das anfühlt, sei man oft lieber ruhig, als ein Opfer zu verteidigen und zu riskieren, selbst unter die Räder zu kommen. Julia Kubik, 1994, ist Slampoetin aus St.Gallen und mit Facebook aufgewachsen.

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Die Logik des Opfers

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Wie der Mensch in den Kreislauf der Schuld geraten ist – und nicht wieder hinaus findet. Von Rolf Bossart «Opfer» ist jetzt ein Schimpfwort auf dem Schulhof. Aber nicht eines wie «Nutte» oder «Wixer», das dem, der es ausspricht, zur spontanen Triebabfuhr verhilft, sondern eines, das auf die Erniedrigung des anderen zielt. Wer es ruft, holt auch die Erinnerung an die Anfänge der Menschheit hervor. An die Urerfahrung der ersten Menschen von der totalen Einbindung in einen ausweglosen Schicksalszusammenhang, wo alles, was man bekommt, mit gleicher Münze zurückgegeben werden muss, und wo die notwendigen Bedürfnisse nur zu befriedigen sind, indem man der Natur, den Göttern oder den Nächsten etwas wegnimmt. Aus dem Schuldgefühl, das sich daraus ergab, suchte man zu entkommen, indem man jemanden aus der eigenen Mitte auswählte, zum Opfer bestimmte und für die Schuld aller bezahlen liess. Dies brachte zwar Entlastung, aber nicht die Lösung. Ja schlimmer noch: Durch das, was man dem Opfer antat, geriet man nur noch tiefer in den Schuldkreislauf hinein, wogegen wiederum nur ein Opfer helfen konnte. Seither hat die menschliche Gattung einige Fortschritte gemacht. Die Religionen setzten Gott als Bündnispartner gegen den verschuldenden Schicksalslauf ein, als Prinzip dafür, dass Gleiches nicht um jeden Preis mit Gleichem vergolten werden muss, sondern dass Schuld auch durch eine Art göttliche Gratisenergie, die den Menschen in der Fähigkeit zur Liebe gegeben scheint, ohne Opferungen vergeben werden kann. Im modernen Rechtssystem, das sich zu einem guten Teil da herleitet, hat sich diese Versöhnungsidee im Prinzip «Gnade vor Recht» erhalten.

das Recht auf Gnade, die humanistischen Ideale, das Recht auf Befriedigung der Grundbedürfnisse, usw. – in kurzer Zeit zu zerstören. Wie systemerhaltend es ist, dass das Opfer die Zeche bezahlt, zeigt zum Beispiel die anhaltende Weigerung der EU, den Griechen ihre Schulden zu erlassen. Der Ablass scheint die Hauptsünde dieser Tage zu sein.

Das unschuldige Opfer

Das Opfer muss Opfer bleiben, indem es seinen Status akzeptiert und keine Forderungen stellt. Verweigert es dies, wird es zum Täter gestempelt, der nicht für die Entschuldung der Gesellschaft, sondern für seine Bosheit leiden muss. Doch dann, wenn das Opfer seinen Part klaglos spielt, geschieht eine wundersame Verwandlung. Es wird plötzlich zum begehrten Objekt einer bis zur Halskrause verschuldeten Gesellschaft und zur Figur der Reinheit in einer unerlösten Welt. Das unschuldige Opfer ist die uralte Projektionsfläche für die Schuldgefühle der Menschen. Nicht selten wird daher in seinem Namen die Ohnmacht gegen die Verhältnisse zum personifizierten Hass auf die Täter, und in seinem Namen revitalisiert man die archaischen Bestrafungsfantasien. Die Festlegung des Opfers auf seine Reinheit und die Härte gegen die Täter sind beides Folgen der brutalen Opferlogik. Der erste Schritt, diese zu brechen, besteht daher immer darin, auch dem Opfer ein fehlbares Verhalten zuzubilligen, ohne dass es sein Recht auf Schutz und Anerkennung deswegen verwirkt.

Gnadenlose Konkurrenzgesellschaft

Doch die Vorzeit ist noch da. Zum einen, weil die Menschen immer noch Bedürfniswesen sind, die alles, was sie brauchen, von irgendwoher nehmen müssen. Zum anderen, weil die Machtverhältnisse immer wieder den Schicksalszusammenhang der Urmenschheit reproduzieren. Die permanente Fokussierung auf Sieger und Verlierer im Wettbewerbssystem des Hyperkapitalismus bringt die alte Opferlogik zu neuen Blüten. Der Schüler, der auf dem Schulhof den anderen als «Opfer» beschimpft, hat diese Lektion gelernt. Er hat sich in die gnadenlose Gemeinschaft der kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft eingefügt und kompensiert diese Kapitulation, indem er lustvoll das Verdikt über Sieg und Niederlage vorwegnimmt und schon mal auf Probe die zukünftigen Opfer des Systems stigmatisiert. Wer das Opfer bezeichnet, kann es nicht selber sein. Die Furcht vor dem Verlieren schlägt um in Aggression. Das totalisierende kapitalistische Dogma, dass jedes Ding seinen Preis hat, droht alles, was die Menschen in Jahrtausende währender Kleinstarbeit gegen die urzeitliche Opferlogik aufgebaut haben –

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Rolf Bossart,1970, ist Theologe und Autor in St.Gallen.


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«Dort, wo man sich kennt, passiert es» 20 Jahre Opferhilfe – ein Gespräch über Gewalt im öffentlichen und privaten Bereich mit Brigitte Huber und Urs Edelmann. Von Peter Surber

Urs Edelmann: Der Vergleich der Kosten ist auch deshalb schwierig, weil neben dem Staat auch Versicherungen Leistungen erbringen – anders als bei Tätern. Alles in allem ist die Schweiz mit ihrem Jugendstrafrecht erfolgreich, auch im internationalen Vergleich. Inwiefern? Im Sinn von Abschreckung? Edelmann: Nein, im Hinblick auf Eingliederung, auf Sozialisierung beziehungsweise Resozialisierung der Täter. Besonders bei Jugendlichen tragen Massnahmen entscheidend dazu bei, sie auf den richtigen Weg zu bringen –Strafen allein bringt nichts. Der «Fall Carlos» ist wahrscheinlich nicht der Regelfall, aber ein Jugendstrafvollzug würde möglicherweise genau so viel kosten. Huber: Ich verstehe, wenn sich Betroffene über den Fall aufregen, die um vieles kämpfen müssen, gerade auch um finanzielle Leistungen. Aus Opfersicht kann man die kritischen Reaktionen also gut nachvollziehen. Aber wir sehen auch im Bereich der häuslichen Gewalt, wie wichtig es ist, dass auf Seiten der gewaltausübenden Person gut interveniert wird. Dass man die Täter zu Verhaltensänderungen bewegen, in Täterprogramme einbeziehen kann. Täter werden also nicht «gehätschelt» oder besser behandelt. Umgekehrt gefragt: Sind für die Opferhilfe genug Möglichkeiten und Mittel vorhanden? Huber: Blickt man auf die Anfänge des Opferhilfegesetzes und unserer Arbeit zurück, so lag das Hauptgewicht vorerst in der Beratung. Seither ist auf Gesetzesebene sehr viel passiert, es gibt eine Vielzahl von Massnahmen, etwa die Wegweisung bei häuslicher Gewalt – da muss man schauen, dass die Beratung die nötigen Ressourcen weiter erhält, um die Betroffenen zu unterstützen. Insgesamt ist das Netz der Opferhilfe heute aber gut gestrickt.

Mit welchen Taten und Opfern – und Opferzahlen – hat es die Opferhilfe zu tun? Huber: In unserer Beratungsarbeit überwiegen die Fälle von häuslicher Gewalt. Sie betreffen zu rund neunzig Prozent Frauen als Opfer. Es folgen Gewalttaten im öffentlichen Raum, Prügeleien, Raubüberfälle, Körperverletzung etc., an dritter Stelle sexuelle Gewalt, wie Missbrauch in der Kindheit, aber auch sexuelle Nötigung, Vergewaltigung oder sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Edelmann: Zu erwähnen sind dann die Fahrlässigkeitsdelikte: Verkehrsunfälle, Arbeitsunfälle, Kunstfehler. Die Opferhilfe betreut dabei nicht nur Opfer, sondern auch Angehörige. Pro Jahr sind das ingesamt rund 1200 neue Beratungssituationen; zu siebzig bis fünfundsiebzig Prozent betreffen sie Frauen. Und zu ergänzen ist: Das sind die Fälle, von denen wir Kenntnis haben – daneben gibt es jedoch eine grosse Dunkelziffer, besonders bei den Sexualdelikten. Hat die Gewalt zugenommen in den letzten Jahren? Edelmann: Schwer zu beurteilen. 1993, im ersten Jahr unserer Tätigkeit, hatten wir 183 neue Fälle – heute sind es über tausend. Aber das bedeutet noch nicht zwingend eine reale Zunahme an Gewalttaten. Sondern es heisst auch: Das Angebot ist bekannter bei Betroffenen, Fachpersonen und Behörden. Huber: Und die Gesellschaft ist stärker sensibilisiert für das Thema, etwa was sexuelle Gewalt oder häusliche Gewalt betrifft. Zudem gibt es Formen der Gewalt wie Stalking, welche durch die neuen Technologien gefördert werden. Was nach meiner Beobachtung zunimmt, ist das unmotivierte Zuschlagen - den Frust herauslassen, besonders unter dem Einfluss von Alkohol. Da ist die Hemmschwelle gesunken. Eine Brutalisierung im Umgang miteinander? Edelmann: Ich bin mir nicht sicher. Auch dabei spielt die stärkere öffentliche und mediale Wahrnehmung eine Rolle. Man soll die Sache nicht bagatellisieren, aber: Jugendliche haben sich auch früher schon geschlagen. Viele Menschen fühlen sich laut Umfragen nicht sicher im öffentlichen Raum. Ist die Angst berechtigt? Huber: Das können viele Frauen bestätigen: Sie haben Angst vor nächtlichen Übergriffen. Dabei geschehen objektiv gesehen die weitaus meisten Übergriffe und sexuellen Delikte im persönlichen Nahraum und nicht auf der Gasse

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Der Zürcher «Fall Carlos» hat im September die Öffentlichkeit erregt. Einer der Vorwürfe hiess: Täter würden besser behandelt als Opfer. Stimmt das? Brigitte Huber: Wenn man die Kosten anschaut, dann ist es allerdings so, dass der Strafvollzug gerade bei Jugendlichen teuer ist, im Vergleich zu den Beträgen in der Opferhilfe, sei es für Beratung, Beiträge für Therapie und Anwälte, Entschädigung oder Genugtuungszahlungen. Und im Strafprozess steht die Tat und damit die Fokussierung auf den Täter im Mittelpunkt. Mit der neuen Strafprozessordnung wurde die Opferposition sogar geschwächt. Aber wirksame Täterarbeit ist auch Opferschutz – die Rückfallgefahr kann verringert werden.


33 oder auf einer nächtlichen Treppe in der Stadt. Wo man sich kennt, im Ausgang, in der Gruppe, am Arbeitsplatz, beim Betriebsausflug: Dort passiert es. Edelmann: Gewaltakte im öffentlichen Raum geschehen regelmässig – auch in St.Gallen: dass einmal einer im Bahnhofpärkli zuschlägt. So, wie es Niklaus Meienberg erlebt hat, der nachts auf offener Strasse in Zürich-Oerlikon zusammengeprügelt wurde. «Mir kann das nicht passieren»: Diesen Satz, mit dem die Opferhilfe wirbt, den hätte auch Meienberg damals unterschrieben, bis zum Überfall. Über Gewalt zu debattieren in der Öffentlichkeit, ist schwierig. Wer sie thematisiert, spielt der Rechten in die Hände, die nach Repression ruft, nach mehr Polizei und Überwachung. Wie stellen Sie sich dazu? Edelmann: Man kann die Diskussion ja nicht unter dem Deckel halten. Die Rechte thematisiert, was die Linke lange Zeit lieber nicht tat – damit kommen wir nicht weiter.

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Huber: Entscheidend ist, welche Fragen wir stellen, wie wir das Ganze thematisieren. Wer über sexuelle Gewalt redet, kann nicht bei Strafen und Repression stehenbleiben, sondern muss auch über Rollenverständnisse und Geschlechterverhältnisse in der Gesellschaft reden. Dann sind solche Debatten fruchtbar. Wie kann frau sich vor Übergriffen schützen, im privaten Nahraum? Huber: Das erste ist: seine Gefühle wahr- und ernstnehmen – zu merken, etwas stimmt nicht, ich fühle mich nicht wohl. Das zweite: lernen, nein zu sagen. Und wenn Gewalt geschehen ist: Hilfe holen, erzählen, Öffentlichkeit herstellen. Das Schwierige an solchen Erlebnissen ist ja das Schamgefühl: das Gefühl, «ich bin schuld» oder «ich bin nicht richtig». Es geht darum, seinen Gefühlen zu vertrauen und Grenzen zu setzen. Edelmann: Dieses Schamgefühl ist auch stark ausgeprägt bei Männern. Denn auch Männer können Opfer werden, Opfer von sexuellen Übergriffen oder von häuslicher Gewalt.

Huber: Die Rollenmuster widerspiegeln sich auch in der Art, wie Männer und Frauen Opfererfahrungen verarbeiten. Bei Frauen geht es darum, Zugang zu ihrer eigenen Stärke und ihren aggressiveren Anteilen zu bekommen. Bei Männern sind es umgekehrt die Gefühle, die verletzlichen Teile, die mehr Platz bekommen müssen in der Aufarbeitung. Grundsätzlich sehen wir unsere Hauptaufgabe darin, die Ressourcen der Betroffenen zu stärken und zu stabilisieren. Damit sie im Alltag Boden finden und merken: Die Opfergeschichte ist ein Teil meiner Persönlichkeit, aber es gibt noch andere Teile. Stalking, Cybermobbing: Wie steht es um diese neuen Formen der psychischen Gewaltanwendung? Huber: Stalking tritt meistens nach Trennungen von Beziehungen auf. Und dazu kommen die technischen Möglichkeiten, das Internet als neues Feld, um jemanden unter Druck zu setzen oder fertigzumachen. Darüber ist besonders bei jungen Menschen das Bewusstsein noch lange nicht genug ausgebildet. Edelmann: Wer mit dem Handy praktisch 24 Stunden online ist, der ist entsprechend verletzlich. Schützen gegen solche Übergriffe könnte man sich nur, wenn man das Gerät ausschaltet. Huber: Zudem ist es für die Strafverfolgungsbehörden schwierig, solche Taten nachzuweisen. Nötigung, Drohungen und so weiter: Das sind generell die Delikte, bei denen die Beweislage schwierig ist. Ein Stalker kann jemanden verfolgen, ohne eine fassbare Straftat zu begehen. Da gibt es eine grosse Grauzone. Und in der Schweiz fehlt bisher ein Stalking-Artikel im Gesetzbuch. Wie kann man in solchen Fällen die Opfer schützen? Huber: Es gibt Annäherungs- und Kontaktverbote – Verstösse dagegen werden allerdings nur mit Busse geahndet, und das schreckt die Täter kaum ab. Ebenso wichtig wie eine griffige Gesetzgebung ist aber die präventive Arbeit. Die Jungen müssen den Umgang mit den neuen Medien und mit deren Übergriffs-Potential lernen. Sie haben täglich mit Gewalt zu tun. Belastend? Huber: Was mich schon sehr beschäftigt, ist, wie viel Destruktivität es im alltäglichen Umgang der Menschen miteinander gibt. Wie viel Respektlosigkeit. Zu was der Mensch alles fähig ist ...

Huber: Das ist eines der grossen Tabuthemen. Edelmann: Als Mann zum Opfer zu werden ist ein besonders schwerer Makel. Männer sind Täter, aber doch nicht Opfer, schon gar nicht Opfer eines Sexualdelikts. Die Schwelle bei Männern, Hilfe, auch psychotherapeutische, anzunehmen, ist entsprechend hoch. Männer melden sich eher mit konkreten Fragen – was habe ich für Ansprüche, für Rechte? Frauen kommen mit der Unsicherheit, mit Ihrem Nicht-weiter-Wissen, mit der Angst.

Edelmann: Wichtig ist ein geeigneter Ausgleich zu dieser Tätigkeit. Wenn mir meine Arbeit ein zu düsteres Menschenbild vermitteln würde – dann müsste ich sofort aufhören in diesem Beruf.

Dahinter stehen offensichtlich noch immer starke Rollenbilder und gesellschaftliche Traditionen. Edelmann: Sie zu verändern, braucht Zeit. Auch zu Beginn der Arbeit in der Opferhilfe war das Bewusstsein für das Thema noch nicht wie heute da. «Frau gleich Opfer»: So lange dieses Rollenmuster nicht überwunden ist, auch gesellschaftlich, ist es schwierig.

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Brigitte Huber und Urs Edelmann leiten gemeinsam die Opferhilfe SG-AR-AI. Peter Surber, 1957, ist Saiten-Redaktor.


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Flaschenpost aus Portugal

Wie ein Ungetüm zwängt sich der schwarze Pick-up durch die enge Gasse in Castelo Branco, der «Weissen Burg»; fast bedrohlich – wie müsste die Szenerie auf die Bewohner der mittelalterlichen Stadt gewirkt haben, für die bei der Konstruktion dieser Strassen ein derartiges Anschwellen der Transportmittel innerhalb von dreihundert Jahren nicht einmal zu erahnen war? Für uns moderne Schweizer Beobachter ist jedenfalls bereits die nur allzu gute Bekanntschaft mit den portugiesischen Fahrkünsten Grund genug, dass es uns den Angstschweiss auf die ohnehin verschwitzte Stirn treibt. Aufatmen – die Frau am Steuer scheint ihr Ross bestens im Griff zu haben. Behände steuert sie in der Manier ihrer lusitanischen EntdeckerVorfahren das Schiff durch die Enge; fein säuberlich neben den Tischen des Gartenrestaurants vorbei, wo wir uns zur Rast niedergelassen haben. Andrea entfernt dennoch einen störenden Schirm, was von der Portugiesin mit einem lächelnden «obrigada» und einem interessierten Blick quittiert wird. Und wieder einmal nehmen die Dinge ihren Lauf: Wir kommen ins Gespräch – in gebrochenem Portugiesisch wohlgemerkt, was aber von Einheimischen stets in den höchsten Tönen gelobt wird –, stolpern über Gemeinsamkeiten, werden zur Besichtigung von Haus und Hof und schliesslich zum gemeinsamen «Jantar» (Abendessen) eingeladen.

Die Grosszügigkeit der Feigen

Abenteuer wie dieses erleben wir öfters seit dem Moment, wo wir uns gemeinsam auf das grösste Wagnis unserer beider Leben eingelassen haben: auszuwandern in ein unab-

hängigeres, selbstbestimmteres Leben in Portugal; ein naturnahes Leben, wie es sich unser Geist, unser Körper und unsere Seele herbeigesehnt haben. Dem Flüstern des Westwinds folgten wir, welches uns in Zentralportugal, ausserhalb des Dörfchens Vale de Prazeres (Tal der Freuden), unsere Quinta das Figueiras finden liess. Die namensgebenden Feigenbäume sind so grosszügig und edelmütig wie das Land, in welchem sie gedeihen. Zu ihren Füssen wollen wir die Erde in ein Paradies voll natürlicher Ästhetik und Philosophie verwandeln; ja, gross und edel sind auch unsere Ideale: Nichts Geringeres als ein Stück des Planeten zu heilen gedenken wir, und der Konsumgesellschaft soll eine Alternative aufgezeigt werden – ein Leben im Luxus, den die Natur für jeden bereit hält, der sie nicht beraubt. Doch winzig fühlen wir uns zuweilen als Menschen, hilflos den Kräften des Universums ausgeliefert, die zu entschlüsseln einen gereinigten Geist verlangen würde – gereinigt vom Unrat aus Fernsehen, Werbung, Arbeitsalltag, der wie Sand aus den Badeferien auch nach Monaten noch in den Socken hockt und das Getriebe unserer Gedanken zum Stocken bringt.

Amanhã!

«Quanto custa?» – Was kostet es, frage ich, und Ungläubigkeit breitet sich aus im von stetigem Wind und zuweilen erbarmungslos niederbrennender Sonne gezeichneten Gesicht unserer Nachbarin. «Amanhã», lautet die Antwort, was wörtlich soviel heisst wie «morgen (könnt ihr zahlen)»; gemeint ist aber – das verheissen die in verengten Höhlen aufblitzenden Augen der alten Frau – «gar nichts». So treten

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Krise? Sicher keine Krise der Herzlichkeit!


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wir unseren kurzen Heimweg an, mit Gemüsemengen für eine Grossfamilie ausgerüstet, die wir immer wieder von neuem erfolglos zu bezahlen versuchen. Portugal in der Krise? Sicher keine Krise der Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft. Wir revanchieren uns, indem wir bei der Kartoffelernte tatkräftig mithelfen. In Aussicht stand ein Sack Kartoffeln für etwa sieben Stunden Arbeit. Mieser Stundenlohn, beinahe Fronarbeit? Nein, sondern ein erlebnisreicher Tag, kostenloser Sprachkurs, Integrationshilfe – wofür andere Leute zahlen würden, wurden wir reich entlohnt, Frühstück und Mittagessen inbegriffen, und am Ende waren es drei Säcke Härdöpfel, womit wir wohl ein halbes Jahr versorgt sind.

Ein Meer aus Träumen

Die Quinta das Figueiras ist ein kleiner Hof in Zentralportugal, den die beiden St.Galler Andrea Reinwald und Manuel Kuster bewirtschaften; im Bild ein prächtiger Olivenbaum auf dem Gelände. Oberstes Ziel der beiden ist es, einen möglichst hohen Grad an Selbstversorgung nach den Prinzipien der Permakultur zu erreichen. Doch auch sanfter Tourismus soll einen Platz finden, und es kursieren viele weitere Ideen in den Köpfen der Emigranten. Interessierte finden auf Facebook unter «Quinta das Figueiras» weitere Informationen. Der Flaschenpost-Beitrag wurde redaktionell leicht bearbeitet.

Die eingebildete Geborgenheit im Vorzeige-Vorstadt-Dorf Eggersriet haben wir zurückgelassen wie ein Neugeborenes den Mutterleib; die Illusion von Sicherheit im Job und im Gesundheitssystem haben wir weggewischt von den Schiefertafeln auf der Innenseite unserer Augenlider. In den Schatten, die uns seither umgeben, ist Licht, denn hell und neuartig ist das Leben, seit wir uns ihm ausgeliefert haben. In unserem Innern wogt ein Meer aus Träumen, das tröpfchenweise an die Oberfläche der Realität sickert. Gemeinsam kosten wir den Moment aus, wo die untergehende Sonne flüchtig den dunkeln Kuss der Nacht erwidert – in der Dämmerung findet sich oft mehr Wahrheit als am helllichten Tage. Die Konturen verschmelzen und öffnen den Blick für das, was zwischen den Welten liegt: das schwindende Licht der goldenen Erkenntnis. Manuel Kuster

PERSPEKTIVEN


Vorarlberg Streit um ein Sammelsurium

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Das berühmte Bregenzer Kunsthaus von Peter Zumthor, das die Kleinstadt am Bodensee zumindest laut Presseberichten seit 1997 zu einem «Wallfahrtsort für Kunst- und Architekturliebhaber» gemacht hat, gefiel mir nie so recht – im Gegensatz zu anderen Zumthor-Bauten wie der Kolumba in Köln, die mir gleich ins Auge sprang, als ich einmal zufällig vorbeikam, oder dem Schweizer Pavillon «Klangkörper» auf der Expo 2000 in Hannover, von dem ich hellauf begeistert war, was nicht gerade oft vorkommt. Anders als mit dem KUB erging es mir mit dem neuesten, vom ihm durch das Landestheater getrennten «baukünstlerischen Highlight» (auch wieder das Urteil der Presse), dem vorarlberg museum (ja, klein geschrieben, während das Logo aus grossen M und/oder V besteht). Dieser Bau von Andreas Cukrovicz und Anton Nachbaur beeindruckt aussen wie innen auf angenehme Weise. Aussen wegen der die nahtlos gegossene weisse Fassade schmückenden blütenartigen Gebilde, die mittels PET-Flaschenböden geformt wurden, innen wegen einer grosszügigen, rationalen und einleuchtenden Architektur unter Einbeziehung des alten, denkmalgeschützten Bezirkshauptmannschaftsgebäudes, das zwar physisch immer noch da, optisch aber verschwunden ist, nämlich ins Ensemble mit dem neuen Teil zum Kornmarktplatz hin aufgegangen. Zur Eröffnung am 21. Juni ging ich nicht, aber ein paar Tage später schlenderte ich durch die Sammlungen, eines ersten Eindrucks wegen. Der fiel ambivalent aus. Man hatte ja schon irgendwie mitgekriegt, dass die von den Politikern gewünschte strikte Einhaltung des Eröffnungstermins den neuen Museumsdirektor unter Zeitdruck gesetzt habe. Die Abteilung mit den römischen Funden aus der Zeit, als Bregenz noch Brigantium hiess, präsentierte sich wie erwartet – für meinen Geschmack geht man heute in den meisten Museen allzu museumspädagogisch vor, ein paar halbwegs gebildete erwachsene Besucher wird es ja doch auch noch geben. Die Ausstellung «Lustenau – Lagos African Lace», die sich mit den Geschäftsbeziehungen der Lustenauer Sticker zu Nigeria beschäftigt, ist absolut professionell gestaltet – allerdings auch vom Kunsthistorischen Museum in Wien übernommen. Die Hörausstellung «Sein und Mein» erschien mir

als unverdauliches Konglomerat von Wandsprüchen, Videos, Objekten und ständig aktiven Lautsprechern («Menschen erzählen aus ihrem Leben») in einem kleinen Labyrinth verwinkelter Gänge. Und dann gibt es noch die beiden Ausstellungen zur Vorarlberger Geschichte «buchstäblich vorarlberg» und «Vorarlberg – ein Making of». Die hätte ich nun beide unter «Sammelsurium» abgelegt, ein Wort, auf das ich dann auch in der nächsten Zeit bei der Lektüre von Leserbriefen im Regionalblatt stiess. Und in einem Interview des Wiener «Standard» mit dem Museumsdirektor, der sagte: «Sammelsurium ist letztlich ein guter Begriff. Die Ausstellung ist laborartig.» Ich hätte eher angenommen, dass das Sammelsurium mit dem vorhin erwähnten Zeitdruck zu tun hatte, dass man hier halt ohne roten Faden einfach einmal ausbreitete, was man auf Lager hatte. Wenige Tage nach der Eröffnung, an der er teilgenommen hatte, klagte der ehemalige Museumsdirektor Tobias G. Natter (jetzt museologischer Direktor des Leopold Museums in Wien) zur allgemeinen Verblüffung den neuen Direktor Andreas Rudigier wegen Urheberrechtsverletzung an, insbesondere wegen der Ausstellung «buchstäblich vorarlberg». In der «Neuen Vorarlberger Tageszeitung» sagte er: «Ich war sehr überrascht, dass Andreas Rudigier Idee und Konzept des Schaulagers für sich in Anspruch nimmt. Ich habe dem Museum dieses Konzept bis ins kleinste Detail übergeben. Da war Rudigier noch gar nicht an Bord. Das heisst, er hat kein Recht, sich für Idee und Konzept verantwortlich zu machen.» Rudigier erwiderte, Natters Konzept zum Schaulager sei «noch nicht vollständig ausgearbeitet» gewesen, und ausserdem sei Natter in allen Texten zur Ausstellung namentlich angeführt worden. Das stimmt, genügt aber Natter offenbar nicht. Noch ist gerichtlich nichts entschieden – aber dass Natter so grossen Wert auf die Urheberschaft an einem Konzept legt, das viele Museumsbesucher für weniger gelungen halten, verwundert doch. Kurt Bracharz,1947, arbeitet als Schriftsteller, Kolumnist und Übersetzer in Bregenz.

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Bild: Hanspeter Schiess


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Rapperswil-Jona Die Krux mit der elitären Kunst

Schaffhausen Contemporary my ass!

Im April hatte das Kunstzeughaus in Rapperswil-Jona ungewöhnlichen Besuch erhalten: Eine fünfzehnköpfige Kommission des Kantonsrates wandelte durch die Kulturstätte; die Räte hatten einen Bericht der Regierung zu prüfen. Was war geschehen? Der für seine Architektur und sein Kunstvermittlungsangebot ausgezeichnete «kulturelle Leuchtturm» (CVPKantonsrätin Yvonne Suter), der die Stadt zum zweitwichtigsten Kulturzentrum des Kantons macht, war in Schieflage geraten. Sinkende Besucherzahlen und eine Erhöhung der öffentlichen Beiträge hatten im Frühling 2012 die Bürgerlichen aufgeschreckt. Die SVP-Fraktion des Kantonsrats stellte an der Juni-Session gar die Existenzberechtigung des Kunstzeughauses in Frage. Wie konnte eine Kulturinstitution dieses Rangs derart in Kritik geraten? Die Bedeutung der Sammlung des Ehepaars Bosshard, von dem die Initiative für das Museum ausgegangen war, ist unbestritten. Sie umfasst einige tausend Werke Schweizer Gegenwartskunst: Zeichnungen, Malerei, Objekte, Skulpturen, Installationen, Fotografien und Videos. Entzündet hatte sich der Konflikt, wie so oft, am Geld. Der Kanton zahlt, wie die Stadt Rapperswil-Jona, jährlich 165’000 Franken an den Betrieb; den Rest steuern die Stiftung Kunst(Zeug)Haus sowie Gönner bei. Doch es wurden vermehrt Stimmen laut, die dem Kunstzeughaus unterstellten, (zu) elitär zu sein. Der neue Direktor, seit Juli im Amt, kennt den Vorwurf. Gegenwartskunst gelte gemeinhin als abgehoben. Sport werde immer mehr Anhänger finden als Gegenwartskunst, sagt Peter Stohler. Diese Tatsache lasse sich leider nicht ausblenden. Also braucht es Vermittlung, um das Kunstzeughaus breiter in der Bevölkerung zu verankern. Führungen und Gespräche mit den Künstlern sollen ausgebaut werden. Auch der neugründete Verein «Freunde des Kunstzeughauses» soll dem Museum mehr Bodenhaftung verleihen. Präsident Wisy Vorburger, selber Künstler und Lehrer, will frischen Wind ins Haus bringen und Berührungsängste abbauen helfen. Dabei ist allein schon die Architektur sehenswert. Die Zürcher Architekten Wolf und Stürm, die auch die St. Galler Lokremise umbauten, haben dem ehemaligen Zeughaus Form und Charakter belassen. Ebenerdig – und auch für Leute mit Schwellenangst zu empfehlen – sind der Museumsshop und die Cafeteria, die einen ausgezeichneten Cappuccino serviert und sich an warmen Tagen auf den mediterran anmutenden Vorplatz ausdehnt. Und wer genau hinsieht, entdeckt, dass es zwischen banalem Alltag und hehrer Kunst durchaus Berührungspunkte gibt: Der Abdruck im Zementboden des Museums stammt vom Nagelschuh eines Soldaten. Ein schönes Symbol für die Symbiose beider Welten. Tatjana Stocker, 1970, ist freie Journalistin und lebt in Rapperswil-Jona. Fotografien von Cécile Wick und Werke von Andreas Hofer; beide ab 29. September. www.kunstzeughaus.ch

An einem Abend im Frühling dieses Jahres klingelte mein Telefon. Stefan Kiss war am Apparat, ein befreundeter Künstler, und sprach feierlich: «Euer Blog, Verfaulte Geschichten, ist für den Contempo-Preis nominiert!» Ich bedankte mich und fragte, wer die anderen Nominierten seien, doch Kiss sagte, das dürfe er nicht verraten. Nur soviel: Die Findungskommission des mit 5000 Franken dotierten Kulturförderpreises, der alljährlich im Herbst verliehen wird, hatte sich für die Kategorie «Journalismus» entschieden. Nun ist Schaffhausen eine «Stadt, wo ein de ander kennt» (Dieter Wiesmann), und in einem solchen Kaff lassen sich Informationen wie diese nur schwer geheim halten. Es verging keine Woche und ich kannte die Namen: Anna Rosenwasser («SN»), Susi Stühlinger («Woz»), Alfred Wüger («Neuhauser Woche»), das Radio Schaffhauser Alternative und das Magazin für Alternative Politik aka «LAPPI – Tue d’Augen uf». Als der Contempo-Preis 1993 zum ersten Mal vergeben wurde, waren die Damen und Herren des gleichnamigen Vereins mit dem Zweck, die kulturelle Nutzung der Kammgarn finanziell und ideell zu unterstützen, nicht nur contemporary. Sie waren ihrer Zeit voraus. Damals gab es weder Kulturförderbeiträge noch Atelierstipendien von Stadt und Kanton, und ihr Kulturförderpreis war in Schaffhausen der einzige weit und breit. Zwanzig Jahre später hinken die Kulturförderer aus dem Umfeld der Kammgarn ihrer Zeit jedoch hinterher. Einerseits hat der Contempo-Preis durch die Einführung staatlicher Fördergelder Anfang der Nullerjahre an Stellenwert verloren. 5000 Franken sind zwar nicht wenig, angesichts der bis zu 25’000 Franken von Stadt und Kanton jedoch ein Pappenstiel. Andererseits verspielt der Kammgarn-Förderverein durch seine Geheimniskrämerei jedes Jahr aufs Neue die Chance, schon Monate im Voraus auf sich und die nominierten Kulturschaffenden aufmerksam zu machen. Um dem Contempo-Preis wieder zu jener Bedeutung zu verhelfen, die er einst hatte, gerade unter jungen Kulturschaffenden und ihrem Umfeld, wäre es eine Überlegung wert, das Preisgeld zu erhöhen. Oder sogar auf 10’000 Franken zu verdoppeln? Damit bliebe der Kulturförderpreis nicht nur ein netter Zustupf, sondern wäre auf einen Schlag wieder heiss begehrt. Zudem sollte in Betracht gezogen werden, die Nominierten öffentlich bekannt zu geben. Die mediale Aufmerksamkeit und die so erzeugte Spannung im Vorfeld der Preisverleihung am Contempo-Fest gäbs geschenkt. Es wäre Gratiswerbung für die Aktivitäten eines Fördervereins, von dem die wenigsten jungen Leute heutzutage noch wissen, dass es ihn gibt. PS: Kurz vor Redaktionsschluss wurde bekannt, dass mit Alfred Wüger der mit Abstand älteste aller Nominierten den Preis zugesprochen bekam. Der Blog Verfaulte Geschichten nahm sich schon vorher aus dem Rennen, indem der Betrieb Anfang August endgültig eingestellt wurde. Christian Erne, 1980, ist Lehrer, Kulturschaffender und Ex-Blogger.

PERSPEKTIVEN


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Samstag, 19.10.2013, 20.00 Uhr

Zapzarap // Ochsentour Mittwoch, 23.10.2013, 20.00 Uhr

Alessandro Zuffelato // Sau Guät (Tryout) Freitag, 25.10.2013, 20.00 Uhr

Sarah Hakenberg // Der Fleischhauerball Samstag, 02.11.2013, 14.00 Uhr

Philothea Figurentheater // De chly Drache Samstag, 02.11.2013, 20.00 Uhr

Max Lässer und das kleine Überlandorchster // Überland

Diogenes Theater Kugelgasse 3 9450 Altstätten www.diogenes-theater.ch


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Thurgau Mostindisch, spoken Wir Thurgauer finden ja nicht nur Touris doof, diese automobilen Lahmsüder, die im Sommer die ganze Seestrasse von Romanshorn bis Schaffhausen tempoberuhigen. «Klaus Rüdiger, guck mal, diese Aussicht!» – «Ja, Elfriede, gaanz toll, wie die Sonne auf dem Wasser tanzt… ich nehm mal Gas weg...». Nervenlos hängt man hintendran und wünscht sich eine Phaserkanone der Admiral-James-T.-Kirk-Klasse. Halt, das ist kein Bashing unserer geschätzten Nachbarn. Nein, wir lieben ihr Pils, das Altbier sowie die günstigen Kinobillette ennet der Grenze. Und Kreuzlingen ohne Konstanz wäre beispielsweise wie, mhh, aktuell das Schweizer Jugendstrafrecht ohne integrales Thaiboxtraining. Wär nöd vill los. Sowieso versteht eine Thurgauerin eine Badenserin besser als etwa dieses Volk hinterm Lötschberg. Stockkatholisch, heissen alle Zurbriggen, löten Fendant und hören Sina. Geläufige Alltagssätze wie «Der Käfer an der Decke bewegt sich» tönen so: «Dr Güegu a ner Welbi mottut schi». Noch furchtbarer als Basler, die Peanuts für «e klaineri Sach» halten und «Griezi» statt «Grüezi» sagen. Womit wir beim Thema wären. Dieser hueren Intoleranz gegenüber Dialekten. Besonders wir Thurgauer werden gopfertori nicht geliebt für unsere Mundart. In einem Sanggaller Magazin müsste man sowas ja nicht schreiben, nur schon wegen der Brodworscht ohne Senf, you know. Die Umfragen sagen aber auch: lieber noch Carlo Schmid und Matthias Hüppi als Anita Burri. Nie würde eine hiesige Band eine Scheibe «Gern z’Frauefeld» nennen, so wie Chica Torpedo «Gärn z’Bärn». Besser gleich bei den nationalen Gmüetsmohren niederlassen wie der Weinfelder Steeph (kekseproduktion.ch), der nach Bern emigriert ist. Oder ganz zum Zürcher mutieren. Wie TAFKA «WW» alias Blues Max: Werner Widmer, einst Thurgauer Liedermacher mit hellen A-Lauten («Zyt zum go»). Bisness, waiiisch. «Wir brauchen Brückenbauer, keine Mineure», pflegte der Thurgauer FDP-Nationalrat Ernst Mühlemann selig zu sagen. Also nicht Lara Stoll, die Texte gern hochdeutscht, weil sie ihren Dialekt schrecklich findet, sondern Mona Vetsch, die ihn als Brand vermarktet. Kommerziell gescheit auch Bligg (ZH!), der auf MundART schmissig den Kantönligeist bespielt (obwohl: Der Thurgau kommt nicht vor, tami!). Ich selbst sehe das unaufgeregt. Habe in der Restschweiz nie bewusst einen Anti-Öpfel-Reflex erlebt. Öfters dagegen von Zürchern im Thurgau. Frech, so öppis! Aber als Bürger von Windisch... kratzt mich das ned. Rolf Müller,1967, macht Kommunikation im Thurgau.

Stimmrecht Das Leben hier und dort

Ergänzend zur letzten Kolumne möchte ich hier einige weitere Unterschiede zwischen dem Leben im Hochland von Tibet und in der Schweiz aufzeigen. Bildung hat hier einen hohen Stellenwert, es gibt gute Schulen und Universitäten sowie Ausbildungsmöglichkeiten für handwerkliche Berufe. Obwohl dies eine erfolgreiche Zukunft und materiellen Wohlstand für alle eröffnet, sind dennoch viele Menschen hier unglücklich. Es fehlt ihnen eine gute Beziehung zu ihrem Umfeld. In Tibet gibt es kaum Schul-Möglichkeiten, und trotzdem erfahren wir eine wunderbare Erziehung durch unsere Eltern und die ganze Familie. Im Buddhismus finden wir Erfüllung für dieses Leben vor allem im altruistischen Handeln, also der guten Beziehung zu den Mitmenschen und unserem Umfeld, und nicht überwiegend in der Verwirklichung persönlicher Interessen. Die heiligen Lamas und unsere Eltern lehren uns Liebe, Mitgefühl und Hingabe – nur so erfahren wir Glück und erkennen einen Sinn im jetzigen und im weiteren Leben. Aus diesem Grund haben wir auch eine sehr gute Beziehung zur Familie, zu anderen Menschen, der Natur und allen Lebewesen. Glück ist echt und andauernd, wenn es gelingt, andere glücklich zu machen. Heute steht man durch elektronische Geräte mit der ganzen Welt in Kontakt, echte Freundschaften sind jedoch selten geworden. In Tibet ist man zwar nicht auf dem neuesten Stand der Technik, aber es ist niemand allein. In den Dörfern lebt man wie in einer grossen Familie. Hat jemand Probleme oder bereitet ein Fest vor, kommen alle, um zu helfen. Die Schweiz tut viel gegen die Zerstörung der Umwelt. Auch den Tibetern ist die Natur heilig, sie verehren und schützen ihre Berge, das Wasser, die Erde, die Tiere und Pflanzen. Unglücklicherweise leidet dies alles seit der chinesischen Besatzung. Unsere heiligen Berge werden durch die Strassen für Touristen entweiht, Wälder werden abgeholzt, das Wasser und die Luft beim Raubbau von Mineralien verschmutzt. Im Gegensatz zur demokratischen Schweiz haben wir in Tibet kein Recht mehr, uns dagegen zu wehren. Ich freue mich darum sehr, dass die Verantwortung zur Erhaltung der Landschaft hier so gewissenhaft wahrgenommen wird. Nächstes Mal erzähle ich über den Buddhismus. Euer Gyatso. Gyatso Drongpatsang,1978, arbeitete in Tibet als Lehrer in einer Klosterschule. 2011 ist er in die Schweiz geflüchtet. Heute lebt er mit dem Entscheid «vorläufig aufgenommen» in Romanshorn.

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Ivo Barão im Atelier in St.Gallen, rechts ein Modell des Umbaus Haus Huber in Buchs.

Die beiden jungen Architekten Ivo Barão und Peter Hutter haben hintereinander drei Architekturwettbewerbe in der Ostschweiz gewonnen: das Südkultur-Modul, den inzwischen abgesagten Kulturplatz und den Bibliotheksumbau in der Hauptpost St.Gallen. Jetzt haben sie ihr Büro von Zürich nach St.Gallen gezügelt. Von René Hornung

INTERVIEW

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«Wir sind ja gerade erst angekommen»


43 Wie seid Ihr eigentlich zu diesem Auftrag gekommen? Hutter: Ausgeschrieben war ein anonymes Planer-Wahlverfahren für die Gestaltung und die Signaletik des Eingangsbereichs der künftigen Bibliothek. Dabei hatten wir überlesen, dass es danach auch um die Planung mehrerer hundert Quadratmeter Bibliothek gehen kann. Das wurde uns erst bei der Auftragsvergabe klar. Jetzt sind wir gefordert.

Aber das Projekt musste überarbeitet werden. Hutter: Wir hatten es recht unkonventionell präsentiert. Es gab kaum genaue Pläne, Präzisierungen waren nötig. Die Überarbeitung war sehr spannend, zumal alle massgebenden Fachleute mit am Tisch sassen, auch Leute aus der Jury und aus dem Sachverständigenrat. Das war eine neue Erfahrung für uns. Hier hat man sehr rasch mit der Chefin oder dem Chef zu tun. In Zürich bekommen junge Architekten einen Stadt- oder Kantonsbaumeister nie zu Gesicht. Wir schätzen es, dass das hier anders ist. Und am Modell kam übrigens nach einem Jahr intensiver Arbeit der fachliche Konsens zustande. Trotzdem kam dann der Absagebrief vom Stadtrat. Wisst Ihr inzwischen mehr zu den Gründen? Hutter: Nein, aber wenn der Stadtrat in den Medien sagt, er habe einen Platz bestellt, aber etwas anderes bekommen, dann entgegnen wir ihm, dass wir – und die Jury – klar gemacht haben, dass die politische Forderung nach einem Platz hier keinen Sinn macht. Damit sind wir jetzt eben auf die Nase gefallen. Der Stadtrat hat entschieden. Hat er Euch auch angehört? Hutter: Nein, wir konnten uns nicht erklären. Immerhin hat unser Vorschlag – behaupte ich – doch einen gewissen Einfluss. Die Sanierung der Notkerstrasse erfolgte inzwischen so, wie wir es vorgeschlagen haben, als Strasse, nicht als eingeebnete Begegnungszone. Jetzt geht es los mit dem Umbau in der Hauptpost. Ist das Euer erstes grosses Projekt? Hutter: Ja, und wir wollen nah dabei sein. Ein solches Projekt braucht viel Austausch. Wir wollen die verschiedenen Phasen beherrschen lernen, denn vieles rund ums praktische Bauen lernt man an der ETH nicht.

Wenn wir eine Idee haben, gehen wir in einem frühen Stadium zu den Handwerkern und klären die Machbarkeit ab.

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Reden wir zuerst über dieses Kulturplatz-Projekt. Die Stadt schrieb einen Wettbewerb für einen Platz zwischen Theater, Tonhalle und Kunstmuseum aus. Ihr habt gesagt, da wird nie ein Platz draus – und habt trotzdem den Wettbewerb gewonnen. Hutter: Wir sahen bald, dass die drei Parkgebäude, zusammen mit dem wunderbaren Baumbestand, alles andere als einen Platzraum bilden, und haben deshalb eine neue Gestaltung der Strassen und Wege vorgeschlagen. Das überzeugte auch die Jury.

Ivo Barão

Junge Architekten zügeln ihr Büro von Zürich nach St.Gallen – das kam in den letzten Jahren so gut wie nie vor. Aber kaum seid Ihr da, wird das Kulturplatz-Projekt abgesagt. Habt Ihr den Umzug schon bereut? Peter Hutter: Nein! Es gab verschiedene Gründe für den Umzug, berufliche und private. Mit dem KulturplatzProjekt haben wir den Bezug zur Stadt bekommen. Und jetzt läuft die Bibliotheksplanung. Kommt dazu, dass Ivo nach St.Gallen gezogen ist, einfach so. Und ich dann mit der Familie hinterher.

Was werden wir in diesem ehrwürdigen Haus später antreffen? Ivo Barão: Das Postgebäude ist ja aussen sehr delikat gestaltet und die Schalterhalle hat einen repräsentativen Charakter. Doch hinter den Kulissen und in den Obergeschossen ist es eine riesige technische Maschinerie, ein früher, sehr pragmatischer Eisenbeton-Skelettbau. In der Bibliothek wird man solche Gegensätze spüren: die grossen Hallen mit den Bücherregalen und kleinere, gemütlichere Räume wie das Lesezimmer im Turm oder die Cafeteria. Insgesamt aber wird das Haus mit seiner räumlichen Wucht dominieren. Bibliotheken sind ja aber oft stille, fast sakrale Orte. Kann man das in diesen Hallen erreichen? Hutter: Diese Bibliothek wird einen ganz anderen Charakter haben als die Vadiana oder die Freihandbibliothek in Katharinen. Wir können und wollen nicht gegen dieses starke Haus arbeiten. Noch ringen wir mit Details und einiges müssen wir noch erforschen, denn es gibt kaum mehr Originalpläne. Insgesamt haben wir ein gutes Gefühl. Und ab wann werden wir dort lesen und Bücher ausleihen können? Hutter: Das Ziel, im Sommer 2014 in Betrieb zu gehen, ist ehrgeizig und für alle Beteiligten eine Herausforderung. Heisst das, dass Ihr Euch jetzt ganz auf dieses Projekt konzentriert?

INTERVIEW


44 Barão: Wir haben uns selbst zumindest bis Ende 2013 ein Verbot auferlegt, an weiteren Wettbewerben teilzunehmen – auch wenn uns das schwer fällt und die Versuchungen gross sind. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass wir uns an die Abmachung werden halten können.

In St.Gallen redet man oft von der verlorenen Baukultur. Was fällt Euch Neuzugezogenen auf? Barão: Ich schaue natürlich hin, aber ich rede mich heraus: Wir sind noch neu hier. Im Moment ist mein Rayon kaum grösser als die Innenstadt. Doch mir ist auch die Umgebung sehr wichtig. Ich komme aus einer kleinen Stadt in Portugal. Dort ist die Landschaft komplett flach. Hier hat man im Tal immer den Bezug zu den Hügeln – wunderbar. Aber wenn man sich von den Hügeln her der Stadt nähert, sieht man schon, dass Neubauten dominieren. Sie fallen auf, mit ihrer meist aufdringlichen Originalität und Andersartigkeit, zum Beispiel mit ihrer Körnigkeit und ihrer Farbe. Sind diese Neubauten gut oder schlecht? Barão: Ich weiss es nicht. Die Situation in St.Gallen scheint mir aber auch nichts Besonderes zu sein. Solche Brüche gibt es überall. Auch wenn man durch Lissabon fährt, sieht man sehr viel Durchschnittliches.

Peter Hutter

Hutter: Ich bin mit vielem neu Gebautem unzufrieden, aber ich lasse das nicht an mich heran. Wir versuchen es besser zu machen, aber das ist nicht einfach. Selber hat man ja immer auch das Gefühl, den Ansprüchen von aussen nicht zu genügen.

Eure Projekte sind kaum klassische Architekturentwürfe. Oft findet man da auch Vorschläge für die Umgebung oder Toninstallationen. Barão: Ich denke, die meisten Architekten haben heute eine grosse Distanz zur Herstellung von Dingen. Wir arbeiten anders: Wenn wir eine Idee haben, gehen wir in einem frühen Stadium zu den Handwerkern und klären die Machbarkeit, die Möglichkeiten ab. In Zürich war das nicht einfach. Kaum jemand hatte dort Zeit für uns. Hier aber ist es spannend. Wir kennen schon verschiedene Schreinereien, Schlossereien und so weiter. Bei denen in der Werkstatt vorbeizugehen ist eine Freude. Wir spüren, dass die Leute hier Lust haben, sich auch auf kleine Projekte einzulassen. So entwerfen wir Leuchten, Tische, Glasobjekte und mehr. Ihr seid also auch Designer … Barão: … und Landschaftsgestalter – das ist auch so eine Leidenschaft von uns. Als junge Architekten haben wir nicht gleich Bauprojekte, die wir realisieren können. Deshalb entwerfen wir Objekte und üben daran den Herstellungsprozess und die Kommunikation. Das Südkultur-Modul geht ja auch in diese Richtung: ein Buswartehäuschen inklusive Kulturprogramm. Barão: Wir wollen auch im kleinen Massstab arbeiten. Und wir wollen bis zur letzten Fuge verstehen, wie so etwas

Kann man als Architekt überhaupt gegen den Mainstream arbeiten? Hutter: Wir versuchen es. Wenn ich nur schon diese Tiefgarageneinfahrten sehe, weiss ich, welche Lebensvorstellungen die Investoren und die Architekten haben. Wir machten bisher noch nie an Wettbewerben mit, bei denen 200 Wohnungen verlangt wurden. Wir beherrschen das nicht. Deshalb sind wir auch mit der Kritik zurückhaltend. Barão: Kommt dazu, dass es rundum Normen und Vorschriften hagelt. Alles ist brutal reglementiert. Das ist für uns oft ein Problem. Ich glaube, dass man die Nutzer und Bewohner beeinflussen kann, wenn man für sie anders baut. Hutter: Das hat auch mit unseren Vorbildern zu tun. Ich habe zwei Jahre lang bei Peter Zumthor gearbeitet. Er, Gion A. Caminada und Peter Märkli sind für uns wichtige Vorbilder. Zu ihnen gehen wir manchmal mit ganz praktischen Fragen – Fragen, die wohl jedes junge Büro hat. Haltet Ihr das Kleinräumige in St.Gallen aus? Ist es hier spannend genug? Immerhin wart Ihr auch schon nach Barcelona und Porto eingeladen. Hutter: Mein Gefühl sagt mir, ja, das geht hier gut. Es ist eine schöne Vorstellung, am gleichen Ort zu leben und zu arbeiten. Aber ich reise auch gerne. Nach Euren Wettbewerbsgewinnen nochmals die Frage: Ist St.Gallen mehr als eine Zwischenstation? Hutter: Moment! Wir sind ja erst grad angekommen.

INTERVIEW

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Wenn ich nur schon diese Tiefgarageneinfahrten sehe, weiss ich, welche Lebensvorstellungen die Investoren und die Architekten haben.

Müsst Ihr das Büro ausbauen? Hutter: Wir haben zuerst mal einige Räume neu gestrichen. Wir arbeiten mit einem Kollegen aus den USA und brauchen dann vielleicht noch mehr Leute.

funktioniert, zum Beispiel das Zusammenspiel von rohem Stahl, mundgeblasenem Glas und Föhrenholz, und wie man darin ein Stromkabel verstecken kann.


45 Ivo Mendes Barão Teixeira ist in Faro im Süden Portugals aufgewachsen, er hat in Porto und Mendrisio Architektur studiert. Peter Hutter aus Thal (SG) hat in Heerbrugg die Mittelschule absolviert, an der ETH Architektur studiert und bis vor kurzem auch in Zürich gelebt. Ihr erstes gemeinsames Büro richteten sie in einem Baucontainer in der Zürcher Binz ein und danach in einer ehemaligen Metzgerei. Jetzt arbeiten sie in der St.Galler Innenstadt. www.barao-hutter.com

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Ivo Mendes Barão Teixeira (*1986) und Peter Hutter (*1984) kennen sich von einem Austauschsemester in Mendrisio, wo sie beide an Projekten für Bissone (TI) arbeiteten. Beim Wettbewerb für das «Südmodul», dem Busunterstand mit Kulturprogramm für die Region WerdenbergSarganserland, testeten sie noch während des Studiums ihre Zusammenarbeit und gewannen. Weitere Wettbewerbe entschieden sie beim Umbau der Reithalle Aarau zu einem Theaterhaus für sich, und zusammen mit Vogt Landschaftsarchitekten gewannen sie das Planerwahlverfahren zur Gestaltung des öffentlichen Raums im historischen Bäderquartier von Baden. In St.Gallen setzten sie sich beim Projekt «Kulturplatz» und beim Umbau der Hauptpost zur Bibliothek durch.

Peter Hutter bei der Arbeit am Modell; im Vordergrund die künftige HauptpostBibliothek mit Eingangsbereich und Cafeteria. Bilder: Barão-Hutter.

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Der Trick mit der Vielfalt

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Die Genossenschaftsbuchhandlung Comedia in St.Gallen behauptet sich seit dreissig Jahren – auch im Zeitalter von Amazon und anderen Monopolisten. Von Wolfgang Steiger

Das Comedia-Team: Pius Frey, Sandra Tschümperlin, Vince Heeb, Lea Aeple. Bild: Philipp Baer

Die Steinplatte mit der Textgravur von 1993 steht immer noch in meinem Werkstatt-Areal. Das Material Stein für das Plakat sollte das zehnjährige Bestehen der Comedia ironisch kommentieren: Es verlieh dem Jubiläum Ewigkeitsanspruch. Die Comedia war ja unser aller Projekt; Peter Kamm entwarf die Schrift, ich meisselte sie in Buntsandstein, Budaz Keller fotografierte und Röbi Baumgardt druckte schliesslich das Plakat zweifarbig. Auch die 20-Jahr-Feierlichkeiten sind unvergessen. Die verstorbene Sabin Schreiber war in jener Zeit Mitarbeiterin in der Comedia. Sie war über die Berichterstattung in

Saiten empört: Da wurden nur die Männer abgefeiert und die Leistungen der Frauen wieder einmal geschmälert. Aber statt sich in den Schmollwinkel zurückzuziehen, kniete sie sich von da an erst recht in ihr Engagement beim Kulturmagazin. Und jetzt also dreissig Jahre. Wie steht es mit der Genossenschaftsbuchhandlung an der Katharinengasse heute? Gleich vorweg: Der Buchhandlung Comedia geht es gut. Vielleicht so gut wie noch nie, sagt Pius vom geschäftsführenden Dreierteam, dem ich im Hinterraum des Ladens zum Gespräch gegenübersitze. Zweimal stand die Comedia vor dem Konkurs. Heute aber hat die Kerngruppe mit Lea Aeple, San-

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dra Tschümperlin und Pius Frey antizyklisch den Dreh raus. Dabei droht Konkurrenz wie noch nie zuvor: Immer mehr Leute bestellen Bücher der Bequemlichkeit halber im Internet oder verzichten gar ganz auf das physische Buch und laden sich E-Books herunter, während finanzstarke Buchhandels-Monopolisten ihre Kunden in trendige Shops an bester Lage locken.

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Die letzte ihrer Art

Der Trick heisst Vielfalt, verrät Pius. In dieser Stunde vor Ladenschluss an einem gewöhnlichen Wochentag zeigt sich das beispielhaft: Draussen im Geschäftsbereich bedient Vince Heeb eine Kundschaft, die sich die Klinke der altväterlichen Ladentüre in die Hand gibt, vom jungen Langhaarigen bis zum angegrauten Intellektuellen auf der Suche nach einem Comicband, einem neu erschienenen Buch, der besonderen Musik-CD oder gar Vinyl-Schallplatte. Der buntgemischte Kundenkreis ist das Ergebnis über Jahre hinweg gepflegter Beziehungen. Konstanz im Ladenteam gehört deshalb ebenfalls zum Erfolgsrezept, und Pius ist darunter das Leitfossil. Er war mit wechselnder Besetzung die ganze Zeit über dabei. Pius legt Wert auf die Feststellung, dass seit Bestehen noch nie so lange die gleichen Leute hinter dem Ladentisch waren wie jetzt. War die Comedia bei ihrer Gründung noch Teil einer Bewegung von Kollektivbetrieben, so steht sie heute als Genossenschaftsbuchhandlung in der Deutschschweiz allein da. Manche Klippen mussten umschifft werden, um als nichthierarchisch strukturierter Betrieb bestehen zu können. Andere Buchhandlungen aus dem linken Spektrum gebärdeten sich früher geradezu als Zensurbehörde. Nur was nach Ansicht des Kollektivs ideologisch einwandfrei war, durfte in das Sortiment. Dieses Geschäftsmodell funktionierte nur so lange, wie eine gleichgesinnte Käuferschaft den Weg in den Laden fand.

«AfriKaribik» gegen Mainstream

Die Comedia setzte dem damaligen hochpolitisierten Klima von Beginn weg einen kulturellen Schwerpunkt entgegen. Der liegt – inzwischen schon zu einer eigentlichen Tradition geworden – in Afrika und in der Karibik, aber nicht bei irgendwelchem Mainstream-Ethno-Kitsch, sondern bei sonst von der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend ignorierter Literatur und Musik. Etwas bitter beklagt Pius die Tatsache, dass die Lesegemeinde Literatur von jenseits der Grenzen viel zu wenig wahrnehme. Nach seiner Meinung ist man hierzulande viel zu stark auf das einheimische Schaffen fixiert. Die Wertung der Schweizer Literatur sei oft höher, als sie es verdiene, da aus der Schweiz nur selten wirklich gute Texte kommen. Er lobt die NZZ, deren Feuilleton viele gute Bücher auch aus anderen Kulturen bespricht.

Linke Betriebswirtschaftslehre

schon rettete die Beratung eines Buchhalters den Laden vor dem Untergang. Die Gruppe erkannte, dass eine Planung über längere Zeit unmöglich ist. Flexibilität und grösstmögliche Vielfalt ist als betriebswirtschaftliche Grundregel die Devise. Das stellt hohe Anforderungen an die Drei, die ihr Letztes geben, jedoch ohne sich schonungslos selbst auszubeuten. Der Gesamtarbeitsvertrag für den Detailhandel stellt unerschütterlich die Richtlinie für die Angestellten der ComediaGenossenschaft dar. Da wenig Geld vorhanden ist, muss sich die Crew sehr genau überlegen, welche Ankäufe wirtschaftlichen Erfolg erzielen. Dazu ergänzen sich die Drei mit ihren verschiedenen Interessensgebieten bestens: Fussball, Kinder- und Jugendbücher, Philosophie, Soziologie, Krimis et cetera. An den gemeinsamen Besprechungen zu den neuen Einkäufen hinterfragen sie sich wechselseitig und minimieren damit das Risiko von Ladenhütern. Nichts ist im Buchhandel wirtschaftlich schädigender und ärgerlicher als unverkaufte Bücher, die nach zwei Jahren in den Ramschkisten landen. Die Monopolisten im Buchhandel verzichten immer mehr auf das spezielle Fachwissen des Buchhändlerberufes. In letzter Zeit suchen die grossen Läden in den Stelleninseraten vermehrt nur noch Detailhandelsangestellte. Das Berufsbild verändert sich in Richtung reiner Verkäuferinnen oder (seltener) Verkäufer, die im Laden die stapelweise vorhandenen Bestseller einpacken und einkassieren. Von Beratung ist da keine Rede mehr.

Gemischtwarenladen zum Glück

In die Comedia gehen Jugendliche ihre Mangas posten. Später im Studium kaufen sie dort ihre Fachbücher. Einzelne der im Quartier in grosser Zahl arbeitenden Banker kommen in den Laden, um sich eine hippe Graphic Novel auszusuchen. Die Comedia ist an Veranstaltungen wie aktuell der Meienberg-Ausstellung präsent, zum Palace besteht eine enge Beziehung. Für Pius erfüllt seine Buchhandlung einen kulturellen Auftrag, ohne dass die Gesellschaft sie dafür speziell entlohnt. Ganz Geschäftsmann, wünscht er sich deshalb als Gegenleistung öfters mal einen grösseren Auftrag für Schulbücher. Der junge Langhaarige mit dem Fantasy-Motiv auf dem schwarzen T-Shirt holt sich kurz vor Ladenschluss noch eine Packung Magic-Sammelkarten. Er trifft sich am Feierabend mit seinem Spielkreis. Später versteigert er vielleicht die Karten zu Höchstpreisen im Internet. Wenn sich die Verehrer der hohen Literatur auch daran stören mögen: Die Comedia ist eben auch ein Gemischtwarenladen. Von Oktober bis Dezember feiert die Comedia mit einer Reihe von Anlässen ihr 30-Jahr-Jubiläum. Zum Auftakt: Lesung mit Alain Mabanckou aus Zerbrochenes Glas: Freitag, 25. Oktober, 20 Uhr. Moderation: David Signer.

Wenn es in all den Jahren im linken Buchhandel etwas zu lernen gab, dann dies, dass Geschäftsdenken nicht grundsätzlich etwas Schlechtes ist. Eine Schliessung wegen betriebswirtschaftlicher Inkompetenz nützt niemandem ausser den Monopolisten. Aber der Umgang mit den Zahlen muss gelernt sein. Beistand erhält die geschäftsführende Kerngruppe der Comedia vom Verwaltungsrat der Genossenschaft. Auch

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Dieses Buch braucht nur wenige Seiten, um seine Leserschaft in Bann zu ziehen, in einen Lesesog, der bis zum Schluss ungebrochen anhält. Annette Lorenz hat Gregory Mcdonalds Roman The Brave (engl. «der Tapfere, der Mutige, der indianische Krieger») aus dem Amerikanischen übersetzt und dabei mit sicherer Hand die spannungsgeladene Lakonie des Originals getroffen. Der Roman erzählt die Geschichte von Rafael, genauer: die seiner letzten Tage. Rafael, indianischer Abstammung, 28-jährig, dem Alkohol seit Kindsbeinen verfallen, praktisch illiterat, lebt mit seiner jungen Familie in der nicht-registrierten Wohnwagensiedlung Morgantown am Rand einer Müllkippe im Nirgendwo des Mittleren Westens der USA. Seine Chancen, den Seinen je verlässlich Ernährung, ein wirkliches Dach über dem Kopf, Bildung, medizinische Versorgung etc. zu garantieren, sind gleich null. Aus dieser niederschmetternden Perspektivlosigkeit unterschreibt er in einer Lagerhalle in der nahen Stadt einen obskuren Vertrag, der ihn für 30’000 Dollar dazu verpflichtet, sich in einem Snuff-Movie vor laufenden Kameras zu Tode foltern zu lassen; Vorschuss: 200 Dollar. Damit kauft Rafael Geschenke für seine Frau Rita und die drei Kinder sowie einen riesigen Truthahn, den er und Rita mit der Bewohnerschaft von Morgantown teilen. Licht fällt durch solche menschlichen Gesten auf das düstere Gemälde, insbesondere durch die Zärtlichkeit von Rafaels Frau, aber auch durch Figuren wie den geistlichen Vater Stratton. In der Nacht vor dem tödlichen Dreh erschliesst sich noch eine weitere Ebene: Rafael, der von jeder indianischen Überlieferung vollkommen abgeschnitten aufgewachsen ist, geht an einen Fluss, bleibt die ganze Nacht lang wach und vollzieht ein Erde-Wasser-Feuer-Ritual. Eine mentale Vorbereitung auf die Stunde der Marter? Eine Reinigung? Eine symbolische Antizipation seines Begräbnisses, seines Erlöschens? Oder all dies zusammen? Auf jeden Fall zeichnet das zweitletzte Kapitel eine unerwartete spirituelle Dimension aus, die dem erschreckend authentischen Roman zusätzliche Tiefe verleiht. Zweifellos eine unvergessliche Lektüre, ein harter Brocken und – ein Meisterwerk. The Brave wurde 1997 mit Johnny Depp in der Hauptrolle verfilmt; Marlon Brando gab in einer seiner letzten Rollen den widerlichen Snuff-MovieProduzenten, Iggy Pop verantwortete den Soundtrack (der Streifen ist auf Youtube in voller Länge zu sehen). Erschienen ist die deutsche Übersetzung im Songdog Verlag, welchen der Exil-St.Galler Andreas Niedermann in Wien seit Jahren mit Verve unterhält. Florian Vetsch

Die Fahrt aus der Haut, der neue Roman des 1951 in St.Gallen geborenen Schriftstellers, Schauspielers, Kabarettisten und Sprechers Martin Hamburger beginnt mit diesem Bekenntnis seines Protagonisten Dieter Lantmann: «Bevor mir Lina über den Weg gelaufen ist, habe ich mich nie mit Prostituierten eingelassen.» Es wird schnell klar warum. Er hat ein seltenes Leiden, einen Brustkorb, der aussieht wie eine Burgruine. «Eine Picassobrust», wie sein Arzt spöttisch sagt. Sie macht ihn zu einem Einsamen, der deswegen verspottet wird und sich schämt. Aufgewachsen ist Lantmann, gleich wie der Autor, in einem als miefig dargestellten St.Gallen, in einer Krämerfamilie auf dem Rosenberg mit allerhand interessanten Verwandten, zum Teil mit jüdischem Hintergrund. Der St.Galler Zweig versucht ihn zu verdrängen, wird aber bei einem dramatisch beschriebenen Leichenmahl im Hotel Ekkehard mit ihm konfrontiert. Wie der Autor wird Lantmann Schauspieler und Sprecher, autobiografische Vermutungen liegen also nahe. Dennoch, dies ist ein Roman und keine Autobiografie. Hamburger erzählt die Geschichte einer schmerzhaften Häutung. Lantmann verfällt der drogensüchtigen Lina. Er will die tschechische Ex-Psychologiestudentin heiraten, fährt mit ihr nach Prag, arbeitet dort als Fremdenführer im ehemaligen Judenviertel. Nach einem Drogendesaster lässt Lina Lantmann vor der Rückreise am Bahnof sitzen. Am Ende des Romans ist er verheiratet, versöhnt mit seiner «Picassobrust» und seinem Leben. «Die Liebe», so seine Einsicht, «ist ein Glück, das einem zufällt wie das Unglück.» Miterzählt wird die Geschichte der Familie Lantmann, lebendig wird damit auch ein Stück St.Galler Stimmung. Sie wirkt allerdings in ähnlicher Weise leicht angestaubt wie inzwischen bei Niklaus Meienberg oder Andreas Niedermann. Hamburgers Schreibstil ist schnell, ja fast rasant, süffig auch, und sprachlich gekonnt. Das Lesevergnügen ist aber nicht ganz ungetrübt. Hamburger arbeitet mit zum Teil vielfach abgehandelten Versatzstücken (Drogen, St.Galler Mief, Jüdisches, Osteuropa-Prostituierte etc.), Klischees also, die dem Buch nicht gut tun. Trotz diesem Einwand: ein Buch, das streckenweise auch echt komisch ist – und berührt! Richard Butz Martin Hamburger: Die Fahrt aus der Haut. Roman. Edition 8 Zürich 2013. Fr. 26.–

Gregory Mcdonald: The Brave (übersetzt und mit einem Nachwort von Annette Lorenz). Songdog Verlag Wien 2013. Fr. 25.–

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48 Schmerzhafte Häutung

Ein harter Brocken


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Spät(h)e Fabulierlust

Der Rapperswiler Schriftsteller Gerold Späth hat eine neue Erzählung veröffentlicht. Schauplatz ist einmal mehr «Barbarswila» aka Rapperswil. Von Tatjana Stocker

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Auch wenn er in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten ist – aus Rapperswil ist Gerold Späth, der einst zu den grossen Stimmen der deutschsprachigen Literaturszene zählte, nicht wegzudenken. Eine auffällige Figur, gross, stattlich, mit weissem Bart und blauer Schiffermütze, spaziert der 74-Jährige stundenlang durch sein «Barbarswila», seine emotionale Heimat, obwohl er seit Jahrzehnten nur noch wenige Wochen im Jahr am Zürichsee weilt. Den Sommer verbringt Späth mit seiner Frau am irischen Lough Corrib bei Galway, um zu fischen, den Winter in der italienischen Maremma, mit Blick aufs Meer. Er brauche zwei Dinge, sagte er einmal: Ruhe und Wasser. Die Ruhe zum Schreiben, das Wasser für die Seele; wo Wasser sei, da sehe man weit.

Spiessbünzen und Molchgüllen

Gerold Späths Verhältnis zur Rosenstadt ist nicht unbelastet. In seinen drei zentralen Werken, mit denen er Berühmtheit erlangte (Unschlecht, Balzapf oder als ich auftauchte und Barbarswila), steht das mittelalterliche Städtchen Modell für satirische Kleinstadtdarstellungen. Rapperswil, sagt Gerold Späth, sei sein Topos. Als «Spiessbünzen» und «Molchgüllen» karikierte der Dichter seine Heimat, als leicht unterbelichtete Kleinkrämer deren Bewohner. Verständlich, dass er sich damit nicht nur Freunde machte (immerhin hat die Stadt die jüngste Erzählung Späths mitfinanziert). Die Distanz zur Heimat hat seinen Blick geschärft. Jedes Mal, wenn er zurückkomme, entdecke er in «Barbarswila» eine weitere Dummheit, sagt er am Telefon. Er mischt sich ein, schreibt Leserbriefe, gegen den Tunnel, das Polenmuseum im Schloss, gegen «den verfluchten Lärm» in der Altstadt. Erst diesen Sommer wieder störte sich der seltene Gast am nächtlichen Lärm in den Gassen. Ein junger Musiker schrieb darauf eine Replik, lud den Älteren auf einen Umtrunk ein. Auch in Späths jüngstem Buch, der Erzählung Drei Vögel im Rosenbusch, eben erschienen im Basler Lenos-Verlag, wo der ehemalige Suhrkamp-Autor nach einigen Umwegen gelandet ist, lässt sich wieder viel Lokalkolorit ausmachen: Plätze, Gassen, der See, alles wohlbekannt. Gerold Späth erzählt, in barocker Manier, aberwitzige Anekdoten aus dem Kleinstadtkosmos, einem Universum an skurrilen Gestalten und Geschichten. Er schweift ab und schmückt wortgewaltig aus, wie dies Heinrich von Kleist zur Kunstform erhoben hat; von Kleist stammt auch das Motto in Späths Erzählung («In einem bei Jena liegenden Dorf erzählte mir, auf einer Reise nach Frankfurt, der Gastwirt, dass …»).

Als sprachmächtige Erzählerin tritt die stadtbekannte Mademoiselle Marie Rose Hoggh auf, die «in luftig flirrendem Vielfarbentuch als Paradiesvogel daherwallt». Die reife Dame erzählteinemjungenSchriftstelleran sechs sommerlich-heissen Nachmittagen eine Geschichte, die er, wie sie vorschlägt, für seinen nächsten Roman verwenden könne. Während sie spricht – Einwände oder Unterbrechungen duldet sie keine –, tischt sie ihm in ihrem stattlichen Altstadthaus «Allhier Zum Blühenden Rosenbusch» Wein, Leckereien und Zigarren auf. Der junge Mann, der sich anfangs nur unwillig auf das Abenteuer eingelassen hat, ist zunehmend fasziniert; die Familiengeschichte der Hogghs, die es in «Barbarswila» als Spenglerund Schlossermeister zu Wohlstand gebracht haben, ist an Prallheit und Dramatik kaum zu überbieten.

Dauerpfupfertierende Milchbuben

Doch eigentlich wartet er – und warten mit ihm die Leser – nur ungeduldig darauf, dass Madame endlich die zu Beginn angekündigte brisante Story über ihren Bruder Ernst erzählt. Der ehemalige Lehrling des Sprengmeisters Steinfels hat mit den Jahren eine Vorliebe für Dynamit und damit verbundene, verbotene Experimente entwickelt. Dieser Enthüllungsgeschichte wegen hat der Schriftsteller sich überhaupt erst in den «Rosenbusch» locken lassen – zu Madame und ihrem Bruder, zwei merkwürdigen Vögeln (der dritte Vogel aus dem Titel der Erzählung wäre wohl der junge Schriftsteller). Diese explosive Episode ist es auch, die dem jungen Mann zum Verhängnis wird. Details seien hier nicht verraten; die 136 flüssig und zügig erzählten Seiten sind jedenfalls vergnüglich zu lesen, zumal Gerold Späth gewohnt erfindungsreich mit Sprache umgeht – und gewohnt hart ins Gericht geht mit den Einwohnern von Barbarswila und mit den «dauerpfupfertierenden Milchbuben» und «hohlen Köpfen» von Polizei und Militär. Der Stoff (und der Zoff) wird Gerold Späth in Rapperswil so schnell nicht ausgehen. Gerold Späth: Drei Vögel im Rosenbusch. Lenos-Verlag 2013. Fr. 32.90 Lesung: Dienstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr, Raum für Literatur St.Gallen

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Die Alp ist weiblich

Trotzdem: Was hier wie in vielen anderen Publikationen fehlt, sind Blicke über die Alp hinaus, die auch die Talbetriebe und die Agrarpolitik einbeziehen. Da es auch im Berggebiet immer weniger Höfe gibt, fehlen in Alpgenossenschaften zunehmend die Menschen für die aufwändigen Organisations- und Unterhaltsarbeiten. Vielerorts fehlt auch das Vieh – manch ein Milchproduzent behält seine heiklen Hochleistungskühe lieber das ganze Jahr daheim, als ihnen die Strapazen einer Alp zuzumuten. Aber ohne Alpung, ohne Bergbauernhöfe gibt es irgendwann auch keine Alpleute zum Porträtieren mehr. Bettina Dyttrich Daniela Schwegler, Vanessa Püntener: Traum Alp. Älplerinnen im Porträt. Rotpunktverlag Zürich 2013. Fr. 42.90

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Marisa Heller, Bäuerin auf der Bödmerenalp (SZ). Bild: Vanessa Püntener

Kein Bratschenwitz

Alpbücher, Alpfilme, Anlässe wie das «Prättigauer Alpspektakel»: Der Traum vom Alpleben boomt. Diverse Porträtbücher und Erlebnisberichte sind in den letzten Jahren erschienen. Traum Alp stellt nun Frauen in den Mittelpunkt, die auf Alpen arbeiten – allein, mit der Familie oder in Teams. Der Untertitel «Älplerinnen im Porträt» stimmt nicht ganz. Die Texte sind keine Porträts: Autorin Daniela Schwegler lässt die Frauen selber reden. Dass Frauen auf die Alp gehen, erregt heute kein Aufsehen mehr. Einige Älplerinnen thematisieren ihre Rolle auch gar nicht. Andere schon, am offensivsten Renate Telser, Sennin der riesigen Ziegenalp Malschüel und ehemalige Vorsitzende des Südtiroler Frauenarchivs. «Als Frauen mussten wir mehr leisten, um respektiert zu werden», sagt sie am Ende des Sommers – sie hat die Maximalpunktzahl in der Käseprämierung erreicht. Nachdenklich macht die Geschichte von Hirtin Susanne Gross, deren Ehe mit einem Bergbauern auch am Streit um Rollenverteilung und Haushalt scheiterte. Wie vielfältig die Alplandschaft Schweiz ist, wird beim Lesen bald klar. Auf Malschüel melken zwei Frauen (mit Maschine) 256 Geissen, und die Hirtin sagt: «Hier geht alles zack, zack, wie im Industriebetrieb. Es bleibt kaum Zeit, aufs einzelne Tier einzugehen.» Im Kontrast dazu steht die Bödmerenalp mit einer Hütte ohne Strom und Wasser, wo zwei Frauen (von Hand) 16 Geissen melken und einige Rinder und Mutterkühe betreuen. Manche Frauen gehen aus Spass und Idealismus z’Alp, für andere ist der Alplohn ein wichtiger Teil des Einkommens: Auf der Muttneralp kommt die Älplerin immerhin auf 165 Franken Tageslohn – bei zwölf Stunden Arbeit aber auch nicht sehr viel. Eine Erklärung der verschiedenen Strukturen – die viel mit dem Unterschied zwischen Privatalpen und Gemeinschaftsalpen zu tun haben – und Lohnvergleiche wären spannend gewesen. Doch Schwegler liefert kaum Hintergrundinfos, sie konzentriert sich ganz auf die Personen. Auch das ist spannend; eindrücklich etwa der Text über Sennin Maria Müller, die auf der Alp ein nüchternes, Zen-meditatives Glück gefunden hat: «Wenn du nicht denkst, denkst du auch nicht, dass du müde wirst.» Eindrücklich sind auch die Fotos von Vanessa Püntener.

Das Opfer heisst Ulhart Sansheimer. Ungewöhnlich wie der Name ist auch seine Todesart: Der Bratschist (sechstes Pult) im örtlichen Sinfonieorchester wird nächtens vor dem BachDenkmal im thüringischen Arnstadt erschossen aufgefunden. Die Tat führt Kommissarin Karin Rogner und ihre Leserinnen in die Abgründe des Klassikbetriebs – eine Branche, welche Autorin Inge Lütt als Musikalienhändlerin in St.Gallen aus dem Effeff kennt. Das ist denn auch der Reiz ihres Krimis Eine Bratsche geht flöten: Im Haifischbecken des Orchesters und im Umkreis ehrgeiziger Festivalintendanten, unfähiger Dirigenten, eitler Tenöre und einsamer Harfenistinnen ist fast jede und jeder tatverdächtig – umso mehr, als der Tote so unsympathisch wie unmusikalisch war und mit Frauengeschichten um sich warf. Man lernt allerhand übers Musikerleben und -lieben, amüsiert sich über den humorigen Stil der Autorin – auch wenn sie auf die legendären Bratschenwitze sogar verzichtet – und erdauert mit einiger Ungeduld die immer neu im Sand beziehungsweise im Orchesterkeller verlaufenden Spuren. Die richtige Spur führt schliesslich in die DDR-Vergangenheit zurück. Im ehemals ostdeutschen Thüringen ist auch nach der Wende das Stasi-Trauma noch nicht überwunden, und Ulhart Sansheimer spielte zwar lausig Bratsche, aber brillant auf der Klaviatur des Erpressers. Peter Surber Inge Lütt: Eine Bratsche geht flöten, Querverlag Berlin 2013, Fr. 18.90

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In Costentz geht der Teufel um

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Zum Jubiläum des Konzils von Konstanz gibt es einen historischen Krimi mit dem beliebten Mix aus Religion, Sex und Machtpolitik. Von Daniel Klingenberg und die Papstwürde wird ihm samt Name aberkannt. Nur so ist es möglich, dass 1958 der Reformpapst Angelo Roncalli wiederum Johannes XXIII. heisst. Ach ja, dann werden noch Ketzer verbrannt, zum Beispiel Jan Hus. Und 700 Prostituierte sind am Konzil auch dabei, Teilzeitlerinnen nicht gerechnet. Und es prallen die Weltbilder von Renaissance und Mittelalter aufeinander.

Das Konstanzer Konzilsgebäude.

Konstanz zieht seinen Trumpf im Standortkrieg der Städte: Mit einer fünf Jahre dauernden Konzil-Jubiläumssause will die Bodenseestadt auf die «Landkarte Europas». Zwölf Millionen Euro sollen es richten, Joachim Gauck wird erwartet, und als krönender Abschluss droht ein Integrationsfest mit Slam Poetry und Minnesang. Das klingt nach Standardplanung aus der Marketing-Mottenkiste. Aber das Konstanzer Konzil, das von 1414 bis 1418 stattfand, ist ein faszinierendes Ereignis mit dem heute so beliebten Cocktail aus Religion, Sex und Machtpolitik. Und die Jubiläums-Macherin Ruth Bader klingt nicht wie eine PR-Tante, sondern zieht gleich mal über den Konstanzer Tatort mit Klara Mauerblümchen und Schlaftablette Perlmann her.

Monika Küble/Henry Gerlach: In Nomine Diaboli. Gmeiner Verlag Messkirch 2013. Fr. 19.50

Ein Papst auf der Flucht

In Konstanz gibt es ausserdem Menschen, die sowohl historisch beschlagen sind als auch erzählen können. Das sind Fähigkeiten, die leider selten zusammen gehen. Henry Gerlach ist eine Ausnahme, Monika Küble auch. Darum sind sie ein Krimiautoren-Ehepaar geworden und haben pünktlich zum Jubiläum den Kriminalroman In Nomine Diaboli veröffentlicht, der in der Konzilzeit spielt. Die Konzilstadt heisst damals Costentz und die Kirche hat drei Päpste. Das sind zwei zu viel, und weil der deutsch-römische König Sigismund endlich Kaiser werden möchte, will er mit dem Konstanzer Konzil Ordnung schaffen. Anwesend ist Papst Johannes XXIII. – als der merkt, dass die Bischöfe ihn absetzen wollen, flieht er bei Nacht und Nebel nach Gottlieben und weiter Richtung Schaffhausen. Es nützt nichts, die Kirchenführer wollen ihn nicht mehr und erlassen trickreich das Dekret «Haec Sancta» – ein Text, der konservative Katholiken noch sechshundert Jahre danach ärgert. Denn damit ist beschlossen, dass ein Konzil mehr Autorität hat als der Papst. Dem bedauernswerten Johannes XXIII. wird später vorgeworfen, er habe 200 Nonnen vergewaltigt,

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Geschichte und Gifte

Das ist der zeitgeschichtliche Rahmen, in dem Monika Küble und Henry Gerlach Cunrat den Stotterer über den See nach Costentz fahren lassen, wo er vom Schiff aus den «Säntis mit seiner Doppelspitze» sieht. Der Krimi ist mit gegen 800 Seiten für Menschen mit einer Vorliebe für Verdichtung etwas lang geraten. Aber er lässt eine Welt aus einer anderen Zeit erstehen, deren Schauplätze gleich vor der Haustüre liegen und in zwei Jahren mit dem ÖV in 35 Minuten erreichbar sein sollen. Tipp: Zuerst den Nachspann lesen, er bietet einen guten geschichtlichen Überblick. Und liefert mit der Anmerkung, woher das Wissen über den damaligen Umgang mit Schlangengiften stammt, einen Hinweis auf den Inhalt.


Der Baumeister und die Fliege

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Der Ausserrhoder Architekt Johannes Waldburger wird besichtigt – nicht im Buch, sondern im Netz. Von Ueli Vogt nachlass des Architekten entsorgt. So musste nun alles noch Vorhandene neu zusammengetragen werden. In der Menüliste kann man das Wesentlichste über den Werdegang erfahren, so auch in wenigen Sätzen den Hinweis auf die Anhängerschaft zur Mazdaznan-Lehre, einer zarathustrischen Mischreligion, deren Anhänger sich vegetarisch ernähren und die tägliche Meditation pflegen. Vielleicht kann damit die gelassene Anmut der Waldburgerschen Häuser erklärt werden. Weiter im Netz: ein bebildertes Werkverzeichnis, ein kleiner Exkurs zum Wesen des Appenzellerhauses und eine Einbettung von Waldburgers Schaffen in die Arbeit regionaler Zeitgenossen; einerseits Otto Glaus, der als moderner Architekt überregionale Johannes Waldburger: Schulhaus Weier 96, Schwellbrunn, vor 1948. Bedeutung erlangt hat, aber auch eine Waldburger? Nein, das ist kein Witzwort für Fastfood mit Pil- Feriensiedlung in Walzenhausen erbaute, andererseits der zen. Vielmehr könnte, wer achtsam durchs Appenzellerland Pestalozzi-Dorf-Initiant und -Erbauer Hans Fischli. Bei den geht oder fährt, Waldburger beiläufig wahrgenommen haben. zahlreichen Projekten, welche unter «Highlights» aufgelisJohannes Waldburger, 1903 in Teufen geboren, hat sich auto- tet sind, haben die Herausgeber wie in klassischen Archididaktisch zum Architekten ausgebildet und vorwiegend in tekturmonografien gewichtet und erleichtern somit den dieser Gegend sein Werk entwickelt. Er baut circa 60 Projek- Zugang. te, kleine und grosse, private und öffentliche Bauten, baut da Zukunftsträchtig ein Geschoss auf, dort um, halt das, was gefragt ist. Sein Stre- Ein vorbildlicher Umgang mit einem ebensolchen Werk – die ben gilt der guten Lösung, der Integration und nicht dem so Homepage ist dafür eine sehr passende Form der Präsentatihäufig fatalen Drang, Aufmerksamkeit erregen zu wollen. Er on, handelt es sich doch um das Festhalten eines Forschungsorientiert sich an der Tradition, auf dem Lande tragen seine stands, der jederzeit ausbaubar ist. Und das ist wertvoll, denn Häuser typisch appenzellische Merkmale, in Herisau darfs so sorgfältig arbeitende Berufsleute tragen wesentlich zur auch mal ganz scheu modern sein. Baukultur bei. Pikant ist die Fliege auf dem Bildschirm: Sie spielt mit dem Medium, ist doch die virtuelle Aufarbeitung nur hinter einer Scheibe verborgen und jederzeit aktualisierAugenzwinkernd Vor knapp dreissig Jahren ist er in Herisau verstorben, jetzt bar. Auf einem Tablet irritiert die Fliege doch sehr, denn sie wird Waldburgers Werk publik gemacht. Hinter dem Projekt fliegt bei Berührung nicht weg und lässt uns die Virtualität steht zum einen die Johannes-Waldburger-Stiftung, die der der Oberfläche wieder bewusst werden. Architekt neben seinen Bauten hinterlassen und die sich dem Schutz von Natur und Kultur verschrieben hat. Andrerseits ist johanneswaldburger.ch die ausserrhodische kantonale Denkmalpflege mit Fredi Altherr im Boot. Unter ihren Fittichen wurde die Architektin Rahel Lämmler mit der Sichtung des Werks beauftragt. Das Neuartige: Als Medium wurde nicht ein Buch, sondern eine Homepage gewählt. Diese ist ausserordentlich schön gestaltet: Mit einem Augenzwinkern sind die als wichtigste befundenen Bauten in einer virtuellen Panoramalandschaft eingebettet; der Standort kann gleich auf Google-Maps eruiert werden. Die spärlich verfügbaren Daten können abgerufen werden, meist sind es historische Bilder und Scans von Originalplänen. Das entspricht auch der Dokumentenlage, wurde doch der Büro-

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C.M., Gebrauchsgrafiker

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Die Kellerbühne erinnert mit zwei Theaterstücken an den vor 25 Jahren verstorbenen Holzschnitt-Künstler Clément Moreau. Von Peter Surber

C.M. – Clément Moreau oder Carl Meffert, 1903 in Koblenz geboren, 1988 in St.Gallen gestorben. Ob der Name noch ein Begriff ist? Ja doch, meint Matthias Peter, Leiter der Kellerbühne. Er hat Moreau noch persönlich kennengelernt bei den Feiern zu dessen 85. Geburtstag in St. Gallen: Peter reiste als Gymnasiast eigens zur Jubiläums-Ausstellung. Und erlebte einen charismatischen Menschen und blendenden Erzähler. Heute sitzt Matthias Peter im Stiftungsrat der Clément Moreau: Holzschnitt Clément-Moreau-Stifzu Ignazio Silone. tung. Sie pflegt und verbreitet dessen Werk auf generöse Art und Weise: Seine Bilder sollen allen, die sich dafür interessieren, zur Verfügung stehen, ohne Tantiemen. «Ich bin kein Künstler, ich bin Gebrauchsgrafiker»: An dieser Devise Moreaus orientiert sich die Stiftung; sie sorgt dafür, dass das Werk «in Gebrauch» bleibt.

Kunst der Aufklärung

Kunst für den Gebrauch – das bedeutete für Clément Moreau zeitlebens: Kunst als Mittel der politischen Aufklärung und Agitation. In Erziehungsanstalten aufgewachsen und siebzehnjährig zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt, findet er in den Zwanzigerjahren im Umfeld der KPD in Berlin Anschluss an kritische Künstler wie Käthe Kollwitz, Emil Orlik oder John Heartfield. Ab 1930 hat er Kontakt zur Tessiner Landwirtschaftskooperative Fontana Martina. 1933 flieht er vor den Nazis in die Schweiz, zwei Jahre später nach Argentinien. Dort im Exil, 1937 und 1938, entsteht sein bekanntester Bildzyklus Nacht über Deutschland. In 107 Holzschnitten erzählt er vom Terror der Nazis und von der Flucht eines Gefangenen, der schliesslich den Stacheldraht der Grenze überwindet – so wie Moreau selber. Erschienen sind die Bilder, eine Art Agitprop-Comic-Strip, damals in argentinischen Zeitungen. Kunst für die Unterdrückten, für die Opfer des Faschismus, gegen den Zynismus der Mächtigen: Dieser Haltung blieb Moreau / Meffert zeitlebens treu. «Das ist bis heute aktuell», findet Matthias Peter und setzt alles daran, einer jüngeren Generation den engagierten Künstler neu zu vermitteln. In der Kellerbühne richtet er diesen Herbst, im 25. Todesjahr, gleich zwei Stücke rund um das Werk von Clément Moreau ein.

Von Argentinien nach St.Gallen

Das erste, Nacht über Deutschland, mit Premiere im Oktober, zeichnet Leben und Werk nach. Dazu gehören auch Szenen aus dem Zöglingsleben, dessen Unterdrückungsregime zum Trotz der junge Meffert seinen eigenständigen Weg fand. Dass ihn dieser Weg im Alter nach St. Gallen führte, war die Folge des Militärputschs in Argentinien 1962 – Moreau konnte nicht in das Land seines Exils zurückkehren, liess sich in St. Gallen nieder und arbeitete als Theaterzeichner und Lehrer.Das zweite Stück folgt im November: eine Dramatisierung des Romans Fontamara von Ignazio Silone. Moreau hatte Silone in den 1930er-Jahren in der Schweiz kennengelernt, beide waren engagierte Antifaschisten. Silone brachte den Roman, der ihn weltberühmt machte, vorerst illegal in Italien heraus; 1933 erschien er dann erstmals auf Deutsch und war in Kürze in elf Sprachen übersetzt. Clément Moreau schuf dazu neun Linolschnitte. Die Bilder zeigt die Kellerbühne gegenwärtig im Foyer. Sie zeichnen das entbehrungsreiche bäuerliche Leben in den Abruzzen nach, in dessen Alltag der Faschismus einbricht, mit tödlichen Folgen. Fontamara ist von drei Hauptfiguren getragen; Vater, Mutter und Sohn, Angehörige der «Cafoni», der Ärmsten unter den Bauern. Matthias Peter spielt das «vielstimmige Panoptikum» des Romans solo – jene Form reduzierten Erzähltheaters, das zum Markenzeichen des Kellerbühnen-Leiters und Schauspielers geworden ist, zuletzt 2012 in Andreas Sauters Der Mann im Turm. Diese Theaterform ermögliche es ihm, «mir eine Geschichte in allen Facetten einzuverleiben», sagt Peter im Gespräch. Regie führt Nicole Knuth. Den Rang von Fontamara und seiner Schöpfer umschreibt Guido Magnaguagno in einem Begleittext zu einer späteren Ausgabe der Linolschnitte so: «Wie Silone und Moreau ein Leben lang allen Anfechtungen Stand gehalten haben und Sozialisten blieben, weil sie Humanisten sind, verkörpern ihre Figuren etwas wahrhaft Zeitloses und Unzerstörbares: menschliche Würde.»

THEATER

Nacht über Deutschland. Zum 25. Todestag von Clément Moreau. Montag, 21. und Mittwoch, 23. Oktober, 20 Uhr Sonntag, 27. Oktober, 17 Uhr, Kellerbühne St.Gallen Fontamara von Ignazio Silone: ab Mittwoch 13. November kellerbuehne.ch


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Falsche Schnäuze und echte Kameras

Die Ostschweiz bekommt ein neues Fernseh-Format: Kaboom TV. Von Corinne Riedener Produzent, DJ und Rapper Khaled Aissaoui. So ähnlich wie Tele Ostschweiz also? «Bestimmt nicht. Die Sendung soll ein Gegenstück zum monotonen Fernsehen sein, das für Junge oft langatmig oder gar langweilig ist. Und wir wollen unabhängig sein.» Kaboom TV habe das Ziel, eine innovative, authentische und progressive Form der Berichterstattung und Unterhaltung zu servieren. Hehre Ziele also – doch wie muss man sich das vorstellen? Wer ist angesprochen? Und was sind die Themen? «Interaktiv soll die Sendung natürlich sein», heisst es. «Damit die Leute jederzeit mitreden und auch mitbestimmen können. Und wir wollen noch mehr witzige Charaktere wie den Basketballer erschaffen.» Thematisch ist der Fokus offen: Brandaktuelles, gesundheitliche Aspekte, Hinweise auf Partys, Konzerte und andere Anlässe, aber auch Interviews mit Leuten von nah und fern, Gerüchte, Gossip oder Halbwahrheiten sollen die Sendungen beinhalten. Das alles in einem witzigen, kompakt geschnittenen und trendigen Format.

Die letzten September-Sonnenstrahlen geniessen viele auf dem St.Galler Klosterplatz. Überall sitzen Leute auf Zeitungen im feuchten Rasen, essen ihre Schnitzelbrote, Salate oder Kebabs. Einige lesen Bücher, andere tunken ein letztes Mal ihre Füsse in den Brunnen vor dem Regierungsgebäude. Soweit so normal. Doch irgendwo in der hinteren Ecke tummeln sich vier kurlige Gestalten, die so gar nicht in dieses Postkartenidyll passen wollen: mit gelbem Lakers-Basketball-Trikot (von Kareem Abdul-Jabbar, einem der grossartigsten Sportler überhaupt, der sich neben seiner Basketball-Karriere leidenschaftlich mit amerikanischer Geschichte auseinandersetzt, mehrere Bücher schrieb, sich für die Rechte von Schwarzen einsetzt und in Bruce Lees letztem Film seinen Gegner spielte), weissen Kniesocken, aufgeklebtem Hipster-Schnauz und 70er-Jahre-Turnhosen. Auf der Nase riesige Sonnenbrillen, im Gepäck einen mobilen Verstärker, eine Filmkamera und ausgesprochen gute Laune. Kein Zweifel, die Truppe zieht Aufmerksamkeit auf sich. Weil sie an «Müslüm» oder auch an «Borat» erinnert. Und auch weil die vier wie wild winken und alle möglichen Leute auf der Wiese anquatschen.

Alles aus eigener Tasche

Die Musik geht an, die Truppe bläst zum Angriff. Für den ersten Beitrag sollen die Mittagsgäste auf dem Klosterplatz «hinderschi laufä» und dabei SMS tippen. Wer am wenigsten Fehler macht, gewinnt. Ein skurriles Bild, das aber auch aufzeigt, wie wenig man von der Umgebung wahrnimmt, während man seinen Kopf im iPhone vergräbt. Und wie schwierig es ist, noch andere Dinge nebenher zu tun. Das war der letzte Teil des Puzzles. Nun ist sie im Kasten, die erste Sendung, und die einzelnen Beiträge werden geschnitten. Eine gute Mischung aus ernsthaft und humorig soll der Startbeitrag sein, sagen die vier, die sich bereits von anderen Projekten her kennen. Der Youtube-Kanal ist bereits eingerichtet, am 16. Oktober soll die erste Sendung online gehen. Im Moment realisieren sie ihre Sendungen von A bis Z selber, berappen das Ganze aus eigener Tasche. «Wenn Kaboom TV Erfolg hat, können wir uns aber durchaus vorstellen, nach Geldern von ausserhalb zu suchen», sagt Khaled Aissaoui. «Vorausgesetzt natürlich, dass wir weiterhin unabhängig bleiben.»

Alternative zur Monotonie

Auf Nachfrage stellt sich heraus, dass die Gang, die auch einem Oldschool-Rap-Video entsprungen sein könnte, durchaus ins Stadtbild passt. Es sind alte Bekannte: Der Basketballer ist Khaled Aissauoi aka E.S.I.K, und seine drei Compagnons sind Georgios Kotsaridis, besser bekannt als Funker Gee-K, Stuntperformer Manuel Schweizer und Filmemacher Martin Wohlgensinger. Sie sind unterwegs in interaktiver Mission für ihr neustes Projekt, das sich für einmal nicht (nur) um Musik dreht: «Kaboom TV». Was das ist? «Eine WebTV-Sendung aus St.Gallen für die Region Ostschweiz», sagt

FILM

youtube.com/kaboomtivi gee-k.ch esik.ch stunti.ch woptic.ch

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Kaboom-Team, von links nach rechts: Manuel Schweizer, Martin Wohlgensinger, Georgios Kotsaridis, Khaled Aissauoi


Mit Blut und Haar

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Das Kunstmuseum St.Gallen widmet Mona Hatoum eine grossangelegte Ausstellung. Für einmal gibt es keinen poetischen Ausstellungstitel, denn der Name der Künstlerin ist Aussage genug. Von Kristin Schmidt

Haare sind schön. Haare sind eklig. Je nachdem, wo sie sich kung und erinnert an die nicht-perspektivische, ornamentierte befinden. Ob auf dem Kopf oder in der Suppe – Haare rufen Gestaltung in der abbildlosen Kultur des Islam, an die geomeReaktionen hervor. Das frisierte Haar unterscheidet Frau trischen und arabesken Muster in Moscheen, an Balkongittern und Mann und wird in einigen Religionen bedeckt. Es stiftet und auf Fliesen. Identität und kann ZugehörigTücher aus dem keit demonstrieren. Entführten Flüchtlingscamp oder Gefangenen wurde (und Diese Tradition ist in der Auswird unter manchen Regimen stellung auch ganz direkt pränoch immer) das Haar abrasiert, sent im Werk «Twelve Windows». um sie zu entwürdigen und ihre Auf verspannten Stahldrähten Individualität zu untergraben. hängen zwölf bestickte Tücher in Zudem wird ihnen im übertrafein abgestimmten sonoren Fargenen Sinne ihre Kraft geben. Sie sind das Werk palästinommen. Seit dem Altertum ist nensischer Frauen in libanesidas Haar ein Symbol für Kraft schen Flüchtlingscamps. Jedes und Schönheit. Im Haar vereiFenster stellt mit seinen Musnen sich sinnlich ästhetische tern eine Region Palästinas dar. Qualitäten und BedeutungsanSeit Jahrhunderten lehren die Mona Hatoum mit Inaash: Twelve Windows spruch. Mütter ihren Töchtern die Sti2012 – 2013. Bild: Stefan Rohner Mona Hatoum arbeitet ckerei. Die Arbeit präsentiert seit langem mit menschlichem Haar. Die palästinensisch-briti- also ein Stück palästinensischer Kultur und tut dies, ohne dische Künstlerin hat es zu einer Kufiya (ein von Männern getra- rekte politische Aussagen damit zu verknüpfen. genes Kopftuch) verwoben oder zu tumbleweed-artigen Bäll- Oft werden Hatoums Werke politisch interpretiert. Wenn sie chen verzwirbelt, hat ein Schamhaardreieck auf der Sitzfläche Soldatenbetten stapelt oder Stacheldraht in den Raum hängt, eines Gartenstuhls ausgelegt. Und sie zeichnet mit Haar auf mag das nahe liegen. Auch manche ihrer frühen Arbeiten weiPapier. Diese stillen Arbeiten sind Teil der Ausstellung im sen in diese Richtung. Etwa «Roadworks», ausgestellt im Foyer Kunstmuseum St.Gallen. Mal kringeln sich auf dem weissen, des Kunstmuseums: Das Video dokumentiert eine Perforvon der Künstlerin handgeschöpften Papier einzelne Haare zu mance in Brixton. Dort gab es 1984 gewalttätige Rassenunrukleinen Nestern, mal sind sie zu zarten Gespinsten verknotet hen, und Hatoum lief ein Jahr später barfuss durch jene Strasund verflochten. sen und hatte sich – Verfolgern gleich – Doc Martens mit den Schnürsenkeln an ihre Fesseln gebunden. Diese frühen Arbeiten sind noch immer gültig und von grosser Präsenz. HinzugeSchön irritierend Beides zeigt im Kleinen, was die Künstlerin auch in ihren kommen ist in den vergangenen Jahrzehnten aber eine stärkeraumfüllenden Installationen beschäftigt: Mona Hatoum ar- re inhaltliche Ambivalenz der Werke und eine perfektionierte beitet körperbezogen und mit starken formalen Lösungen. formale Durcharbeitung und Inszenierung. Mona Hatoums Ihre Werke wirken sinnlich und geistig. Die Haarbilder etwa Werke prägen sich ein. weisen all die Zwischentöne von schön bis irritierend auf. Genauso die Zeichnungen mit Blut. Oder «Paravent» und «DayMona Hatoum. bed», zwei Werke aus dem Jahr 2008: Die Künstlerin Hatoum Kunstmuseum St.Gallen, bis 12. Januar 2014 vergrössert eine klappbare Käsereibe zu einem überkopfhohen Raumteiler und eine Reibe mit geschwungenen Enden zu einer zwei Meter langen Ruhestätte. Aber einladend wirkt diese nicht. Die scharfen, hochstehenden Zacken sind nicht länger geeignet, Lebensmittel zu zerkleinern, sondern jede ist für sich zum bedrohlichen Werkzeug mutiert. In der Vergrösserung verlieren die Haushaltsgeräte ihren harmlosen Charakter. Es wäre jedoch verfehlt, nur dem Unbehagen angesichts der Arbeiten nachzuspüren. Wie immer bei Mona Hatoum haben die Dinge mindestens zwei Seiten. Die ausgestanzten Ecken der Reiben fügen sich zu einem gleichmässigen Raster. Er entfaltet sowohl grafische als auch räumliche Wir-

KUNST


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Blumen im Dezember

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Es gibt nichts Billigeres, als eine Stimmung, eine Person, eine Band mit dem Wetter zu beschreiben. Aber, verdammt nochmal, Pedro Lehmann ist ohne Wetter unvorstellbar. Ausser man fährt mit dem Musikduo zu einer verlassenen Raststätte am Walensee. Von Claudio Donati

Yannik Gächter und Sven Wüst am Eingang zu «ihrer» Raststätte. Bild: Claudio Donati.

Dreizehn Grad, trüb und grau, der Regen steckt in den Startlöchern – ein Tag, an dem jede Hoffnung auf die Rückkehr heisser Tage stirbt. Eine Hoffnung, die Pedro Lehmann ohnehin fremd ist. Dieser Lehmann – ein Name, zwei Gesichter. Sie gehören Yannick Gächter (Gesang, Gitarre) und Sven Wüst (Schlagzeug). Im März ist «Hurricane» aus ihrer EP «Lost Control» am m4music Festival zum Demotape of the Year gekürt worden. Seitdem spielen, singen, schreien sich die beiden 23-jährigen Musiker aus Altstätten langsam aus dem UntergrundihresKellerlochsaufdieBühnenderDeutschschweiz. Wintereinbruch im Spätsommer, das ist für Pedro Lehmann die perfekte Zeit zum Aufbrechen. Oder Ausbrechen. Denn Pedro Lehmann ist ein lichtscheues Wesen, das sich gern verschanzt. Betritt er die Bühne, ist es fast immer dunkel. Einmal, am diesjährigen Openair St.Gallen, war es das nicht. Ein Glück, dass dafür der Regen aus den Startlöchern geschossen kam. Wie an diesem ersten Wintertag Mitte September, als Pedro Lehmann nach Basel aufbricht. Im elterlichen Skoda, aus der Anlage erklingt «I was meant for the stage».

Die rastlose Raststätte

230 Kilometer, statt über St.Gallen via Sargans, ein kleiner Umweg. Der Umweg hat einen tiefen Grund. Dieser Grund

heisst Walensee. Die Gegend scheint für Wüst und Gächter wie geschaffen – und für Pedro Lehmann. Liegt es an der Tiefe (des Sees), an der Höhe (der Churfirsten) oder an beidem? Eins ist klar: Für den Bodensee oder den Zürichsee würden die zwei Musiker keinen Umweg nehmen. Dieser Umweg führt über eine Raststätte. Nein, er führt über die Raststätte. Sie ist die Hauptsache. Hier machen die beiden Musiker vor jedem Konzert in Zürich (oder diesmal in Basel) Halt, auch wenn man hier seit zehn Jahren keine Pommes und kein Poulet im Chörbli mehr bekommt (dafür gibt es ein mitgebrachtes Bier und eine Zigarette). Das Restaurant Walensee ist eine verlassene Raststätte, an der man rastlos vorbeifährt, eine moderne Ruine der Autobahn. Sie ist zur Randstätte mutiert, ein bisschen auch zur Grabstätte. Noch immer hängt im Schaukasten bei der Treppe die kurze Verabschiedung des früheren Pächters von den «werten Gästen». Noch immer säumen Blätter vom letzten, vielleicht auch vorletzten Herbst und Blumentöpfe voller Unkraut den Weg. Und noch immer befinden sich vor der verschlossenen Eingangstür der Briefkasten und das Schild mit den Öffnungszeiten: eine zwecklos gewordene Insel in einer Welt der Zweckmässigkeit.

MUSIK


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Scheinbar unscheinbarer Ort

An diesem toten Ort lebt Pedro Lehmann auf. Hier, wo nichts mehr funktioniert, scheint er zu funktionieren. Auf dieser Bühne würde er spielen. Yannick Gächter und Sven Wüst wissen das. Ihr Video zu «Hurricane» entstand vor dieser Kulisse. Im Sommer, auf einer Töfftour, richteten sie hier bei strömendem Regen ihr Nachtlager ein. Wie viel Lebensfreude steckt hinter all dieser ernsten, bedrückenden, ja fast bedrohlichen Umgebung – dasselbe gilt für die Musik des eigenwilligen Alternativ-Duos. Aussenstehende beschreiben sie als düster, melancholisch und traurig. Melodien, in denen jede Hoffnung verloren scheint. Sie selbst sehen das anders. So, als würden ihre Lieder erst dann Sinn machen, wenn rundherum jede Hoffnung verloren scheint. Glück in der Traurigkeit, Trost in der Trostlosigkeit, Blumen im Dezember – ein grosses Trotzdem. Yannick Gächter und Sven Wüst arbeiten zurzeit an ihrem neuen Album, das voraussichtlich nächstes Frühjahr erscheint. Infos auf: pedrolehmann.com

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Claudio Donati, 1985, ist freischaffender Journalist und fährt Taxi zu seinem Vergnügen.

Weiss auf schwarz Kniescheiben wegschiessen «Ich muss mich mit dieser schäbigen Scheisse nicht herumschlagen! Ich bin Journalist!» Dieser Satz entstammt dem Schandmaul des letzten wahren Investigativ-Journalisten, Spider Jerusalem, der in einer von der Zeit losgelösten Grossstadt (die einfach nur «die Stadt» genannt wird) sein Unwesen treibt. Jerusalem kehrt nach einer Auszeit in der Wildnis widerwillig zurück in diese Stadt und schreibt dort eine Kolumne namens «Ich hasse es hier», in der er dem «neuen Abschaum» eine Stimme gibt und den Reichen und Mächtigen auf die Zehen tritt. Inklusive der «Bestie»: dem Präsidenten der USA. Denn er weiss: «Journalismus ist eine Knarre. Da steckt nur eine Patrone im Lauf, aber wenn du richtig zielst, ist das alles, was du brauchst. Ziel richtig, und du kannst der Welt die Kniescheiben wegschiessen.» Klingt wild? Ist es auch. Transmetropolitan, geschrieben vom schottischen Comicautor Warren Ellis und wunderbar gezeichnet von Darrick Robertson, erschien erstmals 1997 und ist die vielleicht grossartigste Persiflage auf das amerikanische Polit- und Mediensystem seit den Fear & Loathing-Büchern von Hunter S. Thompson. Und der Vergleich ist berechtigt: Hauptfigur Spider Jerusalem, das drogensüchtige, brilliante Schandmaul, ist eine kaum versteckte Hommage an den grossen Gonzo-Journalisten, nur dass dieser eben in eine verrückte neue Welt der Zukunft gesetzt wird, in der fast alles möglich ist. In der geklontes Menschenfleisch als Fast Food verkauft wird, Karibu-Augen als Fernsehsnacks dienen und alle paar Sekunden eine neue Sekte gegründet wird. Und bei allem Wahnsinn ist Transmetropolitan immer auch eine Geschichte über soziale Ungerechtigkeit. Darüber, wie Stadtviertel verlottern, weil ihre Bewohner den falschen Kandidaten unterstützt haben. Über Waisenkinder auf dem Strassenstrich. Obdachlose. Wahnsinnige. Eben: den «neuen Abschaum». Auf Deutsch war das Werk seit dem Konkurs des Speed Verlages nicht mehr erhältlich. Acht Jahre später wagt Panini nun eine Neuauflage von Transmetropolitan in monströsen Hardcover-Ausgaben. Es hat nichts an Aktualität eingebüsst: Die Politik erscheint abgekarteter als jemals zuvor, in den USA oder auch hierzulande. Und an investigativen Journis mangelt es an allen Ecken und Enden. Etrit Hasler Warren Ellis, Darrick Robertson: Transmetropolitan (bisher 2 Bände), erhältlich in jeder guten Comicbuchhandlung. Insbesondere in der Comedia. «Weiss auf schwarz» schreiben Kunstschaffende monatlich zu einem frei gewählten Thema.

MUSIK


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Monatstipps der Magazine aus Aarau, Basel, Bern, Luzern, Olten, Vaduz und Winterthur

«Argovia philharmonic» tritt mit einem Kammerensemble im Meyerstollen unter dem Aarauer Bahnhof auf. Die Konzertreihe «Wege zur Seidenstrasse» ist eine musikalische Reise von Europa durch den Kaukasus bis nach China. Den Meyerstollen liess der Unternehmer Johann Rudolf Meyer Ende des 18. Jahrhunderts für seine Färberei bauen. Mit dem Neubau des Aarauer Bahnhofs wurde ein Stück des Tunnels für das Publikum zugänglich gemacht. Wege zur Seidenstrasse Sonntag, 27. Oktober, 17.00 Uhr, Aufschluss Meyerstollen beim Bahnhof Aarau argoviaphil.ch meyerstollen.ch

Für Wörter und gegen Sätze Die Gästeschar für die kommende Late Night Show «Nachtfieber» verspricht vieles: Einen omnipräsenten Hip-Hopper (Knackeboul), einen freestylenden Knecht (Viktor Vögeli) und dazu die fantastische Balkanband «Musique en Route». Was sich aus diesen vermeintlichen Gegensätzen entwickelt – wir sind gespannt! Strohmann-Kauz, Strub und Wyss kümmern sich um den Rest. Es bleibt offen, wer moderieren, musizieren, servieren oder auch dazwischen parlieren wird. Nachtfieber mit Knackeboul, Viktor Vögeli und Musique en Route 24. Oktober, 22 Uhr, Schützi Olten schuetzi.ch

Basler Blätterrauschen

Herta Müllers Collagen

Nach dem definitiven Messe-Aus und dem Nomadisieren der letzten Ausgabe hat die «BuchBasel» 2013 wieder ein Festivalzentrum, das Volkshaus Basel. Doch auch ringsum wird an teils kuriosen Orten – wie dem Veloladen «Obst&Gemüse» oder in Privatküchen – gelesen. Die Partnerschaft mit «Zürich liest», der Showdown des Schweizer Buchpreises, viele Lesungen und Specials wie etwa ein Podium zum Finanzplatz Schweiz, Herbstgedichte, Slampoetry oder der Auftritt der Rock’n’Roma-Band «KAL» aus dem Balkan sorgen für ein buntes und abwechslungsreiches Programm. BuchBasel 2013 Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. Oktober, diverse Orte Basel buchbasel.ch

Auf Einladung der Hochschule der Künste liest die rumäniendeutsche Nobelpreisträgerin Herta Müller aus ihrem Werk. In letzter Zeit hat sie vor allem Collagen veröffentlicht, mit aus der Presse ausgeschnittenen Wörter, die sie in – häufig skurril anmutende – Texte verwandelt hat. So akribisch wie sie diese Bilder zusammenstellt, ist dann auch ihre Sprache. Die Miniaturen der Collagen gehören zu den Höhepunkten ihres Schaffens. Nach der Lesung unterhält sie sich mit dem Germanisten Thomas Strässle über ihre Arbeit. Herta Müller liest Sonntag, 20. Oktober, 11.00 Uhr, Kornhausforum Bern kornhausforum.ch

Rock meets Classic Unter dem Titel «Rääs Symphonic» betritt die Liechtensteiner Mundartband «Rääs» Neuland und erfüllt sich gleichzeitig einen lange gehegten Wunsch: Das eher klassisch ausgerichtete Orchester Liechtenstein Werdenberg lässt sich auf das Wagnis ein, die rockigen Mundartsongs symphonisch zu begleiten. Das Experiment zwischen Rock und Klassik verspricht also einen interessanten und energiegeladenen Konzertabend im «Ländle». Rääs Symphonic Freitag, 25. Oktober, 20 Uhr, SAL Schaan mundart.li

Zeichnen bis zum Umfallen Innerhalb von 24 Stunden schreiben und zeichnen alle 60 Zeichnerinnen und Zeichner einen 24-seitigen Comic von A bis Z. Die Krux: Es wird ohne Vorarbeit gestartet, die Storys werden vor Ort geschrieben und gezeichnet, koloriert und ausgeschmückt. Erfunden vom Amerikaner Scott McCloud, wird dieser von «ComicsPro» definierte Zeichenmarathon einmal im Jahr an mehr als hundert Orten auf der ganzen Welt durchgeführt. Medaillen gibt’s keine. 24-Stunden-Comics Ab Samstag, 19. Oktober, 12 Uhr, Alte Kaserne Winterthur 24stundencomics.ch

KULTURSPLITTER

Weiches Herz, scharfer Blick Als Karambolagen-Fotograf wurde der pensionierte Polizist Arnold Odermatt überraschend berühmt. Jetzt wird sein Schaffen erstmals auch im Museum seiner Heimat gewürdigt. Die Ausstellung zeigt bekannte Bilder aus dem Polizeialltag, aber auch bisher ungesehene Bilder aus dem privaten Umfeld. Sie zeugen von einem aussergewöhnlichen Sinn für die Ästhetik des Alltags und dürften bei einigen für nostalgische Gefühle sorgen. Grosse Fotografie aus einem kleinen Dorf: Das ist ein Ausflug in die Innerschweiz wert. Arnold Odermatt: Das Dorf als Welt. 22. September bis 15. Dezember, Nidwaldner Museum Stans nidwaldner-museum.ch

Mit Saiten zusammen bilden diese unabhängigen Kulturmagazine die Werbeplattform «Kulturpool» und erreichen gemeinsam eine Auflage von über 200’000 Exemplaren. kulturpool.biz

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Europa – Kaukasus China


Kalender Oktober 2013

61 Wird unterstützt von Schützengarten Bier

KULTURPROGRAMME 2 4 30 40 50 54 64 70 76 80

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Konzert und Theater St.Gallen. Kinok St.Gallen. Kunsthalle St.Gallen. Zeughaus Teufen. Diogenes Theater Altstätten. Museum im Lagerhaus St.Gallen. Kunstmuseum St.Gallen. Kunstmuseum Thurgau. Kellerbühne St.Gallen. Ledi – die Wanderbühne. Palace St.Gallen. Grabenhalle St.Gallen. Löwenarena Sommeri. Salzhaus Winterthur. Kulturstiftung Thurgau. Figurentheater St.Gallen. Gare de Lion Wil. Nextex St.Gallen. Schloss Wartegg Rorschacherberg. Kulturraum am Klosterplatz St.Gallen. Universität St.Gallen.

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Di 01. NACHTLEBEN

El Ramun. Rock’o’Skop – Lieber gute Musik als keine. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr

FILM

The Sapphires. Aborigines-Soul. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr Die Akte Aluminium. Das Zeitalter des Aluminiums, ein Portrait. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr What Maisie Knew. Ein kleines Mädchen leidet unter einem Scheidungskrieg. Kinok St.Gallen, 20.30 Uhr

BÜHNE

Cyrano de Bergerac. Romantische Komödie von Edmond Rostand. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Mutter Courage und ihre Kinder. Schauspiel mit Musik von Bertolt Brecht und Paul Burkhard. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19.30 Uhr Tosca. Oper von Puccini. Theater Winterthur, 19.30 Uhr Divertimento – Gate 10. Kabarett. Frauenfelderstrasse Wiesendangen, 20 Uhr Theatersport Gastspiel mit Improphil. Zwei Teams im Duell um die besten Theaterszenen. Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Adelheid Sandhof – StilllebenBilder. Alte Kaserne Winterthur, 19 Uhr

VORTRAG

Nordamerikanische und Britische Literatur. The Short Story. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Sinnfindung und Spiritualität in der Pflege. Vortrag von Schwester Liliane Juchli. Stiftung Vita Tertia Gerbhof und Weiher Gossau, 19 Uhr

Erfreuliche Universität. Erschütterungen in SG. Geologie, Untergrund, Aufbrüche. Palace St.Gallen, 19.30 Uhr Fairer Handel. Gestern – heute – morgen. Referat von Ursula Brunner. evangelisches Kirchgemeindehaus Frauenfeld, 19.30 Uhr Stadt und Region St.Gallen – Theater/Kultur. Der auf Tonträger dokumentierte Gesang im Wandel. Universität St.Gallen, 20.15 Uhr

DIVERSES

Salben und Heilen. Workshop rund um Kräuter. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 14 Uhr Exkursion. Wanderung zum Kraftort «Chindlistein». Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 16.30 Uhr Geschichten von St.Galler Juden. Kulturgeschichtliche Stadtwanderung. Broderbrunnen St.Gallen, 18 Uhr

Mi 02. KONZERT

Appenzeller Musik. Streichmusik. Hof Weissbad, 20 Uhr MoonRise. Banjo, Bass, Gitarre und eine strahlende Stimme. Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr Platzkonzert. Musikgesellschaft Helvetia Mettlen. Lanterswil Stehrenberg, 20 Uhr RG3. Exzentrischer Jazz, jazziger Pop und poppige Exzentrik. Stickerei St.Gallen, 20 Uhr Schubertiade. Lieder, Duette und Terzette von Franz Schubert. Sittikus-Saal Hohenems, 20 Uhr Stowell – Junker Gitarren-Duo. Zwei Gitarristen verschiedener Generationen und Backgrounds. Kulturzentrum am Münster Konstanz, 20 Uhr Tobias Preisig – In Transit. Jazz am Mittwoch. Theater am Gleis Winterthur, 20.15 Uhr Hör Bar. Jam-Session. Dreiegg Bar Frauenfeld, 21 Uhr Layla Zoe. Canada’s Darling of the Blues. Kula Konstanz, 21 Uhr

FILM

Portugal, mon amour. Witzige Komödie über die Portugiesen von Paris. Kinok St.Gallen, 15.30 Uhr Araf – Somewhere in Between. Berührendes Porträt der türkischen Jugend. Kinok St.Gallen, 18 Uhr Antonias Welt. Familiensaga um das Schicksal von fünf Frauengenerationen. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr L’inconnu du lac. Schwimmen, Gespräche, Sex und Gefahr. Kinok St.Gallen, 20.30 Uhr Banden in weiter Welt. Film in die Nacht. Bal – Honey, Türkei. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 21 Uhr

BÜHNE

Parsifal. Regie Jo Fabian. Stadttheater Konstanz, 15 Uhr Das Rainald Grebe Konzert. Kabarett. Palace St.Gallen, 19 Uhr Die besseren Wälder. Stück von Martin Baltscheit. Stadttheater Konstanz, 19 Uhr

01.– 03.10.

Cyrano de Bergerac. Romantische Komödie von Edmond Rostand. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Anet Corti. Win-win. Die perfekte Fehlbesetzung in der Chefetage. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Das Reich der Mitte. Stück von Max Lang. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Divertimento – Gate 10. Kabarett. Frauenfelderstrasse Wiesendangen, 20 Uhr George Kaplan. Stück von Frédéric Sonntag. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Past is Present. Ein Stück dokumentarisches Theater. Tak Schaan, 20.09 Uhr

AUSSTELLUNG

Bilck ins Schlüsselloch. Führung. Historisches undVölkerkundemuseum St.Gallen, 17.30 Uhr Nativité de Sa Magnificence Opach. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Seniorenakademie Berlingen. Albert Schweitzer, der Arzt und Mensch. Kronenhof Berlingen, 14.20 Uhr Deutsche Sprache und Literatur. Heinrich von Kleists dramatisches Werk. Hauptpost St.Gallen, 18.15 Uhr Kulturgeschichte. Chinesische Frauen in Geschichte und Gegenwart. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Grossstadt Winterthur. Wachstum und Finanzen. Alte Kaserne Winterthur, 19 Uhr Theologie. Gott, das Leid und das Böse. Universität St.Gallen, 20.15 Uhr

DIVERSES

Ein Farbeimer, zwei Sticks und eine Portion Groove. Workshop mit Bubble Beatz. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 15 Uhr Jugendliche im öffentlichen Raum. Stadtrundgang mit dem Jugensekretariat. Talhof St.Gallen, 19.30 Uhr

Do 03. KONZERT

Ingolf Wunder. Werke von Beethoven, Chopin, Schubert und Liszt. Sittikus-Saal Hohenems, 16 Uhr MGO und Seraina. Volksmusik. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 18 Uhr Konzertante Appenzeller Musik. Kapelle Settertal-Buebe. Kleiner Ratsaal Appenzell, 18.30 Uhr Freestylebar. Open Mic. Flon St.Gallen, 19 Uhr Blues Max. light. Es werde leicht! Theater an der Grenze Kreuzlingen, 20 Uhr Wagner, Mahler, Beethoven. Mahler Chamber Orchestra, Daniele Gatti und Matthias Goerne. Vaduzer-Saal, 20 Uhr Jentekveld & DJ Shadow Puppet. Starke Stimmen, tolle Songs. Oya St.Gallen, 20 Uhr Modigliani Quartett & Sabine Meyer. Werke von Haydn, Weber und Beethoven. Sittikus-Saal

Hohenems, 20 Uhr Adrian Mira Group. World-Jazz Trio. Esse Musicbar Winterthur, 20.15 Uhr Stobete. Mit Quartett Laseyer und Musik Gruppe Oberegg. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Gare Tango. Milonga Tango Argentino. Gare de Lion Wil, 19 Uhr Santstrahl. For Robots and Humans. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Tango Tivoli. Tangonacht genderfrei. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr Hallenbeiz. PingPong mit DJSounds. Grabenhalle St.Gallen, 20.30 Uhr Back To The 70’s. Musik der 70er-Jahre mit DJ Häzy. Dance Inn Münchwilen TG, 21 Uhr

FILM

Von heute auf morgen. Bewegendwitziger Dokumentarfilm über das Altern. Kinok St.Gallen, 17.15 Uhr An Episode in the Life of an Iron Picker. Lebensmut und Überlebenskunst einer Roma-Familie. Kinok St.Gallen, 19.15 Uhr Kurz & Knapp. Corto y Breve – Kurzfilme aus Lateinamerika. Kugl St.Gallen, 19.30 Uhr Raising Resistance. Dokumentarfilm vom Kampf der Campesinos. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr Shadow Dancer. Eine Mutter gerät in Nordirland zwischen die Fronten. Kinok St.Gallen, 21 Uhr

BÜHNE

Past is Present. Ein Stück dokumentarisches Theater. Tak Schaan, 14 Uhr Perform Now! #3. Plattform und Bühne für Kunst- und Kulturschaffende. Gaswerk Winterthur, 19 Uhr Die schöne Magelone. 15 vertonte Gedichte von Brahms/Tieck. Psychiatrische Klinik Münsterlingen, 19.30 Uhr 88. SplitterNacht im K9. Offene Bühne für Profis, Amateure und Dilettanten. K9 Konstanz, 20 Uhr Das Reich der Mitte. Stück von Max Lang. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Simon Enzler. Vestolis. Mit Daniel Ziegler. Schwanen-Bühne Stein am Rhein, 20 Uhr Theater Marie. Von der schleichenden Vanillisierung der Gesellschaft. Theater am Gleis Winterthur, 20.15 Uhr Comedy Club 13. Rob Spence, Karim Slama und Hellness. Frauenfelderstrasse Wiesendangen, 20.30 Uhr

LITERATUR

Frühschicht. Thema Tätigkeiten, mit Marianna Vlieland und Musik. Alte Kaserne Winterthur, 06.30 Uhr


62

Seltene Gelegenheit

Beethoven-Totale

Lina Buttons Welt

Die Urfassung von Brahms’ Requiem In der Kirche St.Laurenzen in St.Gallen wird das Werk «Ein Deutsches Requiem» von Johannes Brahms in der sehr selten aufgeführten Urversion für Chor und Klavier zu zwei Händen gespielt. Als Pianist konnte Götz Payer verpflichtet werden, für den Gesang die beiden Spitzenchöre Gli Scarlattisti und Cantissimo unter der Leitung von Jochen Arnold und Markus Utz. Das deutsche Requiem gehört zu den rätselhaftesten und zugleich bedeutendsten Werken von Brahms. Alle Einnahmen aus der Abendkasse gehen an die Krebsforschung Schweiz. Samstag 5. Oktober, 19.30 Uhr, Kirche St.Laurenzen St.Gallen.

Gesamtaufführung mit Hecker und Helmchen Das deutsche Künstlerpaar Marie-Elisabeth Hecker am Cello und Martin Helmchen am Klavier präsentiert im Stadthaus Winterthur eine integrale Aufführung von Ludwig van Beethovens Oeuvre für Violoncello und Klavier. Die vorgetragenen Werke repräsentieren sowohl den Beginn als auch den ersten Höhepunkt dieser kammermusikalischen Gattung. Mit dieser Gesamtaufführung setzt das Musikkollegium Winterthur seinen mehrjährigen BeethovenZyklus (seit 2008) fort. Samstag, 5. Oktober, 19.30 Uhr und Sonntag, 6. Oktober, 17 Uhr, Stadthaus Winterthur. musikkollegium.ch

Die Thurgauerin mit dem neuen Album «Copy & Paste» Gleich mit ihrem 2011 erschienenen Debutalbum «Homesick» schaffte Lina Button den Sprung in die Charts und wurde im selben Jahr in der Kategorie «Best Talent» für einen Swiss Music Award nominiert. Auch auf ihrem zweiten Album, «Copy & Paste», zeigt Lina Button ihre grosse musikalische Bandbreite und vereint Pop mit Blues, Soul und Folk zu ihrem ganz eigenen Stil. Ein Highlight ist der Titelsong «Copy & Paste», den die 30-jährige, im Thurgau geborene Lina Button im Duett mit Matt von «77 Bombay Street» singt. Samstag, 12. Oktober, 20 Uhr, Werdenberger Kleintheater fabriggli Buchs. fabriggli.ch

Erzählcafé. Begegnungen am Nachmittag. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 15 Uhr Endo Anaconda. Lesung «Walterfahren». Kulturhotel Jägerhof St.Gallen, 18.30 Uhr

AUSSTELLUNG

Handwerker im Museum. Trachtennäherin und Rosenmacherin. Museum Appenzell, 14 Uhr Transkriptionen. Sechs Kunstschaffende aus Moskau. Austellungsgespräch. Otten Kunstraum Hohenems, 16 Uhr Kunstgeisterbahn. Finissage. Nextex St.Gallen, 19 Uhr Sommeratelier. Sasha Huber. Führung. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr

VORTRAG

Trans.Script. Symposium zum Thema Raum & Alltag. Kunsthalle Winterthur, 11 Uhr Französische Literatur. Sprache, Literatur und nationale Identität in F und D. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Gesellschaft und Geschlecht. Aktuelle St.Galler Forschung zur Bedeutung von Geschlecht. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Spanische Sprache und Literatur. Los cuentos de Roberto Bolano. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Ahnenreden #7. Renato Kaiser mit Robert Walser. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 20 Uhr Gerhard Wannder & Johannes Spies. Kindheit, Jugend und Familie in Vorarlberg 1861 bis

1938. Theater am Saumarkt Feldkirch, 20.15 Uhr

DIVERSES

Strickereien. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 14 Uhr

Fr 04. KONZERT

Acies Quartett. Werke von Haydn, Dvorák und Schubert. Sittikus-Saal Hohenems, 16 Uhr Bogalusa New Orleans Jazzband. Jazz aus Winterthur. Dixieund Jazz-Club Sargans, 19 Uhr Hund. Loreley & Me und One Sentence. Supervisor. Diogenes Theater Altstätten, 19.30 Uhr Alumni Sinfonieorchester Zürich. Mit Benjamin Engeli, Piano. Sport- und Kulturzentrum Dreispitz Kreuzlingen, 20 Uhr Daniel Behle & Sveinung Bjelland. Schuberts «Winterreise». Sittikus-Saal Hohenems, 20 Uhr Five on Fire strings attached. Jazz – Classics. Kultur Punkt Flawil, 20 Uhr Live & Pasta. Mit der Band Final-Cut. Wasserschloss Hagenwil, 20 Uhr Max Lässer und das kleine Überlandorchester. Unerhörte Alpenmusik. Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell, 20 Uhr Stägriif. Mit Gigämaa Matthias Lincke und Stegräfler Gonten.

Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 20 Uhr Kimm Trio. Klezmer-Anklänge, Wehmuts-Gerumpel, eine Prise Orient. Esse Musicbar Winterthur, 20.15 Uhr Sweet November. Bluesrock aus der CH. Bluesclub Bühler, 20.30 Uhr Automatic Sam & Who’s Elektra. Psychedelic Rock’n’Roll. Kraftfeld Winterthur, 21 Uhr Swing & more. Jazzabend. Einstein St.Gallen, 21 Uhr Karaoke Night. Die Nacht der Goldkehlchen und Rockstars. Gare de Lion Wil, 21.30 Uhr Bubble Gum. Eine musikalische Explosion. Salzhaus Winterthur, 22 Uhr Dub Corner. Afrikan Simba, Dixie Peach, Justice Rivah. Grabenhalle St.Gallen, 22 Uhr House Rebellion. DJ Privat und DJ Manic. Basement Amriswil, 22 Uhr Otto Normal. Synthipop, HipHop, Rock. TapTab Schaffhausen, 22 Uhr

NACHTLEBEN

Dance Free. Tanzen ohne Strassenschuhe. Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr DJ Prad Beatt. Nu Disco French-House, Indie-Dance. Oya St.Gallen, 20.30 Uhr Let’s Dance. Party für Leute um 40. Alte Kaserne Winterthur, 21 Uhr Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr

03.– 04.10.

Märchen für Erwachsene Boho Dancer in der Grabenhalle Das dänische Trio Boho Dancer, eines der Highlights am Nordklang-Festival, präsentiert sein Debütalbum «Gemini» in der Grabenhalle: Folk-Pop, der stets von einem Hauch Magie und Dunkelheit umgeben ist. Dennoch liefern Boho Dancer auch schmissige Pop-Momente und hand-gemacht-traditionelle FolkMusik – ein hochemotionales, dennoch sehr zugängliches Album. Die nordisch-melancholische Note ihrer Songs beschreibt die Band sehr passend als «Märchen für Erwachsene»: Süss und doch messerscharf, kindlich naiv und dennoch erschöpfend. Mittwoch, 16. Oktober, 20.15 Uhr, Grabenhalle St.Gallen. grabenhalle.ch

Tanznacht 40. Die Disco für alle ab 40 Jahren. Dance Inn Münchwilen, 21 Uhr Soul Gallen. Mit Keb Darge aus Schottland. Palace St.Gallen, 22 Uhr

FILM

Portugal, mon amour. Witzige Komödie über die Portugiesen von Paris. Kinok St.Gallen, 19.30 Uhr Lovely Louise. Über einen Taxifahrer und Tüftler. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr Schulden GmbH. Zwischen Schuldnern und Inkassanten. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr What Maisie Knew. Ein kleines Mädchen leidet unter einem Scheidungskrieg. Kinok St.Gallen, 21.30 Uhr

BÜHNE

Perform Now! #3. Gaswerk Winterthur, 19 Uhr Parsifal. Regie Jo Fabian. Stadttheater Konstanz, 19.30 Uhr Tosca. Oper in drei Akten von Giacomo Puccini. Theater Winterthur, 19.30 Uhr Anet Corti. Win-win. Die perfekte Fehlbesetzung in der Chefetage. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Die besseren Wälder. Stück von Martin Baltscheit. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Ein Wiener (B)engerl. Ein Koffer voll Lieder, Texten, Sketchen. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr Frau Schwarz und Frau

Blankenberg. 2 Frauen – 4 Ellenbögen. K9 Konstanz, 20 Uhr George Kaplan. Stück von Frédéric Sonntag. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Pandoras Jukebox. Theater Fleisch & Pappe. Theater 111 St.Gallen, 20 Uhr Theater Marie. Von der schleichenden Vanillisierung der Gesellschaft. Theater am Gleis Winterthur, 20.15 Uhr Gunkl. Die grossen Kränkungen der Menschheit. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr

AUSSTELLUNG

Nenn mich nicht Stadt! Kunst über Mittag. Kunstzone Lokremise St.Gallen, 12.30 Uhr Sie und Er. Führung. Museum Appenzell, 14 Uhr

VORTRAG

Trans.Script. Symposium zum Thema Raum & Alltag. Kunsthalle Winterthur, 10 Uhr Indische Dimensionen mit Wolf-Dieter Storl. Vortrag und Filmabend. Kirchgemeindehaus St.Mangen St.Gallen, 19 Uhr

DIVERSES

Zirkus Stey. Marktplatz Frauenfeld, 16 und 19.30 Uhr Circolino Pipistrello. Warwankutta. Werkstatt Oberfeldstrasse Weinfelden, 16.30 Uhr Ballnacht. Ping Pong-, Beer PongTische und Tschüttelikästen. Kammgarn Schaffhausen, 21 Uhr

Saiten 10/2013

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Sa 05.

Saiten 10/2013

KONZERT

Yaara Tal & Andreas Groethuysen. Werke von Franz Schubert. Sittikus-Saal Hohenems, 16 Uhr BandXost. Vorausscheidung. Gare de Lion Wil, 19 Uhr Ein Farbeimer, zwei Sticks und eine Portion Groove. Schlusskonzert mit Bubble Beatz. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 19 Uhr Beethoven-Totale. Gesamtaufführung mit Hecker und Helmchen. Stadthaus Winterthur, 19.30 Uhr Brahms. Ein deutsches Requiem. Für Chor, Soli und Klavier. Kirche St.Laurenzen St.Gallen, 19.30 Uhr Blessed Images. Klavierrezital mit Peter Waters. Modelhof Mülheim Dorf, 20 Uhr Renaud Capuçon, Clemens Hagen, Nicholas Angelich. Werke von Brahms und Schubert. Sittikus-Saal Hohenems, 20 Uhr A Little Green. Irish Folk und mehr. Restaurant Frohsinn Weinfelden, 20.15 Uhr Fabe Vega. Wieder einmal lokale Kost. Viertel Bar Trogen, 20.30 Uhr West Coast Swing. Mit DJ Tommy. Dance Inn Münchwilen, 20.30 Uhr Gloria Volt. Hardrock. T.O.M. – Temple of Music Kreuzlingen, 21 Uhr Michael Wespi. Popmusic with groove, passion & soul. Cuphub Arbon, 21 Uhr Mr. Leader and Orchestra. Energievolle Melodien gespickt mit würzigem Gesang. Z88 Kreuzlingen, 21 Uhr Tha Alkaholics. Heads in Action. Kammgarn Schaffhausen, 21 Uhr ¡Más Shake! Support. The Fools. Grabenhalle St.Gallen, 21.30 Uhr JFB & Support. Funky Breaks & Turntablism Madness. TapTab Schaffhausen, 23 Uhr

NACHTLEBEN

Cafetango. Kaffee geniessen & Tango argentino. Kaffeehaus St.Gallen, 16 Uhr Sputnik. DJs Lounge Lizard & Malcolm Spector. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr African Dance Party. Nigerian Independence Day. Spielboden Dornbirn, 21 Uhr Bunter Abend. Abend mit der Appenzeller Trachtenjugend. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 21 Uhr Dance All Saturday Night Long. Wunschkonzert mit DJ Sigi. Dance Inn Münchwilen, 21 Uhr Husfäscht. Party mit Pascal Brugger und seinen Jungs. Dreiegg Bar Frauenfeld, 21 Uhr K9 Disco. Mit DJ TeeCee. K9 Konstanz, 21 Uhr Tanzbeischwingete. Disco. Flon St.Gallen, 21 Uhr Electric Station, KlangKuenstler, Kellerkind. House Party. Salzhaus Winterthur, 22 Uhr Nachtbar. Mit Jamaica-Reiseleiter Pius Frey. Palace St.Gallen, 22 Uhr Tanzmusik. Electro Event. Pontem Kultur am Viadukt Herisau, 22 Uhr

FILM

Portugal, mon amour. Witzige

63 Komödie über die Portugiesen von Paris. Kinok St.Gallen, 17.15 Uhr What happiness is. Über das unabhängige Königreich Bhutan. Kino Rosental Heiden, 17.15 Uhr Manhattan. Woody Allens Liebeserklärung an New York. Kinok St.Gallen, 19.15 Uhr Lucy’s Fair. Filmpremière und Konzert. Schlösslekeller Vaduz, 20 Uhr Disconnect. Ein trauerndes Ehepaar. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr L’inconnu du lac. Schwimmen, Gespräche, Sex und Gefahr. Kinok St.Gallen, 21.30 Uhr

BÜHNE

Perform Now! #3. Gaswerk Winterthur, 14 Uhr Moses – Die 10 Gebote. Musical von Michael Kunze und Dieter Falk. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Anet Corti. Win-win. Die perfekte Fehlbesetzung in der Chefetage. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Clown Pic. Der Schlüssel. Komödie der Gefühle. Thurgauerhof Weinfelden, 20 Uhr Das Reich der Mitte. Stück von Max Lang. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Die besseren Wälder. Stück von Martin Baltscheit. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr George Kaplan. Stück von Frédéric Sonntag. Werkstatt Inselgasse Konstanz, 20 Uhr Pandoras Jukebox. Theater Fleisch & Pappe. Theater 111 St.Gallen, 20 Uhr Parsifal. Regie Jo Fabian. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Late Night Lok. Mit Romeo Meyer und Dominik Kaschke. Lokremise St.Gallen, 22 Uhr

AUSSTELLUNG

Übergänge. Führungen. OttoBruderer-Haus Waldstatt, 10 Uhr Lange Nacht der Museen. Quadrart Dornbirn, Kunstraum Engländerbau Vaduz, Jüdisches Museum Hohenems, Liechtensteinisches Landesmuseum Vaduz, jeweils 18 Uhr

VORTRAG

Trans.Script. Symposium zum Thema Raum & Alltag. Kunsthalle Winterthur, 10 Uhr Zwiegespräch. Mit Simon Enzler und Stefan Sonderegger. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 16 Uhr

KINDER

Kasperletheater. Mit Unterstützung von Gretl und Seppl. Spielboden Dornbirn, 15 Uhr

DIVERSES

Kathedrale erleben. Führung. Markus Kaiser. Kathedrale St.Gallen, 10.30 Uhr Ratzliedli. Gemeinsam singen. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 11 Uhr Circolino Pipistrello. Warwankutta. Werkstatt Oberfeldstrasse Weinfelden, 14 Uhr Zirkus Stey. Marktplatz Frauenfeld, 15 und 19.30 Uhr Einfach Tanzen. Tanzanlass. Linde Heiden, 19.30 Uhr Hoher Kasten, Finale. Menschenpyramiden, von Rolf

Graf und Costa Vece. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 20 Uhr

So 06. KONZERT

Minetti Quartett & Paul Meyer. Werke von Haydn, Reger und Mendelssohn. Sittikus-Saal Hohenems, 16 Uhr Beethoven-Totale. Gesamtaufführung mit Hecker und Helmchen. Stadthaus Winterthur, 17 Uhr Jenny Chi – Nosso mar. Bossa Nova – schlicht, berührend, poetisch. Esse Musicbar Winterthur, 19.30 Uhr Neil Taylor. Songwriter und Gitarrist. S-ka Altnau, 19.30 Uhr Martin Stadtfeld. Werke von Bach, Schubert und Chopin. Sittikus-Saal Hohenems, 20 Uhr

FILM

Von heute auf morgen. Bewegendwitziger Dokumentarfilm über das Altern. Kinok St.Gallen, 11 Uhr What Maisie Knew. Ein kleines Mädchen leidet unter einem Scheidungskrieg. Kinok St.Gallen, 13 Uhr Araf – Somewhere in Between. Berührendes Porträt der türkischen Jugend. Kinok St.Gallen, 17.30 Uhr Der Geschmack von Apfelkernen. Nach dem Roman von Katharina Hagenas. Kino Rosental Heiden, 19.15 Uhr Hippie Masala. Gemeinsam am Rand. Gaswerk Winterthur, 19.30 Uhr L’inconnu du lac. Schwimmen, Gespräche, Sex und Gefahr. Kinok St.Gallen, 20 Uhr

BÜHNE

Perform Now! #3. Gaswerk Winterthur, 10 Uhr Don Giovanni. Oper von W.A. Mozart. Theater St.Gallen, 14.30 Uhr Tosca. Oper in drei Akten von Giacomo Puccini. Theater Winterthur, 14.30 Uhr Geführter Sonderzug. Mit Romeo Meyer und Dominik Kaschke. Lokremise St.Gallen, 17 Uhr Noru Ka Soru Ka. Musik- und Tanztheater Quartett. Theater am Gleis Winterthur, 19 Uhr Das Reich der Mitte. Stück von Max Lang. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Die Odyssee. Schwarzlicht Theater Konstanz. K9 Konstanz, 20 Uhr

LITERATUR

Schlussbouquet. Mit Slam-Poet Richi Küttel. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 14 Uhr

AUSSTELLUNG

Bienen-Werte. Finissage. Botanischer Garten St.Gallen, 09 Uhr Dauerausstellung und Jüdisches Viertel. Führung. Jüdisches Museum Hohenems, 10 Uhr Veronika Bischoff. Dazwischen. Sonntagsapéro. Galerie vor der Klostermauer St.Gallen, 10 Uhr AugenBlicke. Führung. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 11 Uhr Familienaufstellung. Israelische Porträts. Führung. Jüdisches

05.– 09.10.

Museum Hohenems, 11.30 Uhr Josef Ebnöther – Himmel und Erde. Führung. Museum Liner Appenzell, 14 Uhr Carl Roesch 1884 bis 1979. Führung. Museum Rosenegg Kreuzlingen, 15 Uhr

Hohenems, 16 Uhr Viviane Hagner, Daniel MüllerSchott, Jonathan Gilad. Werke von Mozart, Debussy und Schubert. Sittikus-Saal Hohenems, 20 Uhr

VORTRAG

The Hero Brothers DJ-Team. Drinkin’, Stinkin’, Never Thinkin’. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr

Sonntagsrede. Regieren und Jubilieren im Jahr 2033. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 11 Uhr

KINDER

Ich, einfach unverbesserlich 2. Trickfilm. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr Dick und Doof – Die Doppelgänger. Ein Filmspass für die ganze Familie. Kinok St.Gallen, 15.15 Uhr

DIVERSES

Rakubrand. Glasurbrandtechnik. Komturei Tobel, 10 Uhr Zirkus Stey. Marktplatz Frauenfeld, 10.30 und 15 Uhr Uralter Passweg, rätische Sagen. Nachmittagswanderung Ragaz – Porta Romana – Pfäfers. Bahnhof Bad Ragaz, 14.30 Uhr Die Gant zum Schopf. Ueli Tanner vergantet die Gegenstände vom Schopf. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 16 Uhr Fahneneinzug und Stabübergabe. Schlussparty auf der Ledi. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 18 Uhr

Mo 07. KONZERT

Marie-Elisabeth Hecker & Martin Helmchen. Werke von Beethoven. Sittikus-Saal Hohenems, 16 Uhr Kate Royal, Paul Meyer, Malcolm Martineau. Werke von Schubert, Strauss und Mahler. Sittikus-Saal Hohenems, 20 Uhr Mandrake. Akustisch, mediterran und reich an Instrumenten. Portier Winterthur, 20.30 Uhr

FILM

Portugal, mon amour. Witzige Komödie über die Portugiesen von Paris. Kinok St.Gallen, 18.30 Uhr

LITERATUR

Lesemon Tag. Das Geheimnis der Katzen. Theater am Gleis Winterthur, 20.15 Uhr Dichtungsring St.Gallen #80. St.Gallens erste Lesebühne. Grabenhalle St.Gallen, 20.30 Uhr

VORTRAG

Italienische Sprache und Literatur. Parole e immagini. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Soziologie. Aufbruch in St.Gallen 1895 bis 1915. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Holz – Material, Ort und Mensch. Mit Bernardo Bader. Architektur Forum Ostschweiz St.Gallen, 19.30 Uhr

Di 08. KONZERT

Igor Levit. Beethoven. Klaviersonaten. Sittikus-Saal

NACHTLEBEN

FILM

Mein Name ist Eugen. Über Berner Lausbuben. Kino Rosental Heiden, 14.15 Uhr Urbanized. Über die Entwicklung von Grossstädten. Kinok St.Gallen, 18.30 Uhr Z’Alp. Vorpremiere mit Regisseur und Jodlerclub. Kino Rosental Heiden, 19.30 Uhr Eine Couch in New York. Subtile Beziehungskomödie. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr Von heute auf morgen. Bewegendwitziger Dokumentarfilm über das Altern. Kinok St.Gallen, 20.15 Uhr

BÜHNE

Die besseren Wälder. Stück von Martin Baltscheit. Stadttheater Konstanz, 10 Uhr

VORTRAG

Nordamerikanische und Britische Literatur. The Short Story. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Erfreuliche Universität. Erschütterungen in SG. Geologie, Untergrund, Aufbrüche. Palace St.Gallen, 19.30 Uhr Stadt und Region St.Gallen – Theater/Kultur. Der auf Tonträger dokumentierte Gesang im Wandel. Universität St.Gallen, 20.15 Uhr

Mi 09. KONZERT

Bregenzer Meisterkonzert. Camerata Salzburg. Festspielhaus Bregenz, 19.30 Uhr Appenzeller Musik. Streichmusik. Hof Weissbad, 20 Uhr Platzkonzert. Musikgesellschaft Helvetia Mettlen. Schmidshof Rothenhausen, 20 Uhr The Allpeseed Cast & June Miller. Postrock mit Proganleihen. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr

NACHTLEBEN

Jazz-Stickerei ab Vinyl. By Sir Dancealot. Stickerei St.Gallen, 20 Uhr

FILM

What Maisie Knew. Ein kleines Mädchen leidet unter einem Scheidungskrieg. Kinok St.Gallen, 15.30 Uhr An Episode in the Life of an Iron Picker. Lebensmut und Überlebenskunst einer Roma-Familie. Kinok St.Gallen, 18.45 Uhr L’inconnu du lac. Schwimmen, Gespräche, Sex und Gefahr. Kinok St.Gallen, 20.30 Uhr La vida secreta de las palabras. Geheimnisse, Sehnsüchte, Trauer, Schmerz und Freude. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr

BÜHNE

Die besseren Wälder. Stück von


65

Saiten 10/2013

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Guter, böser, alter Hase

Die perfekte Show

Stiller Has im Chössi Theater Stiller Has tourt mit «Böses Alter» – wortgewaltig und immer noch hochgradig lampenfiebrig – durch die Schweiz und das deutschsprachige Ausland und macht dabei Halt in Lichtensteig. Frontmann Andreas Flückiger aka Endo Anaconda hat in all den Jahren viele Redewendungen geschaffen, die manchmal sogar in unseren Sprachgebrauch eingeflossen sind: «I hane Moudi, lueg nid so lut...» oder, «Dir müesst lose wasi säge, wen is scho säge...». Im Gepäck hat er Schifer Schafer, das «linke Ohr» des Hasen, Schlagzeuger Markus Fürst und «Juniorin» Salome Buser an Bass und Keyboard. Sonntag, 20. Oktober, 19.15 Uhr Chössi Theater Lichtensteig. choessi.ch

Ursus & Nadeschkin in Wil Ihr 25-jähriges Jubiläum feiern die beiden Bühnenkünstler Ursus & Nadeschkin mit einem durch und durch aufgepimpten Stück Theater: Es startet fulminant, atemberaubend, spektakulär – und ist schneller zu Ende, als einem lieb ist. Der Vorhang fällt und die Vorstellung beginnt; dann, wenn man alles oder nichts mehr erwartet. Ein Abend voller Wendungen, skurriler Ein- und Reinfälle. Ein Gang zwischen absurd genialem oder einfach nur völlig verrücktem Humor – «Sechsminuten» ist die Show, die ihrer Zeit vorauseilt. Mittwoch, 23. bis Samstag, 26. Oktober, 20 Uhr, Stadtsaal Wil. dominoevent.ch ticketcorner.ch

Martin Baltscheit. Stadttheater Konstanz, 19 Uhr Andreas Thiel. Politsatire 4 – Macht. Politik, Tod und Champagner. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Der Ausflug. Kabarett von Maria Neuschmid und Jörg Adlassnigg. Altes Kino Rankweil, 20 Uhr Parsifal. Regie Jo Fabian. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Berthe de Courrière, égérie. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Mittagstreff. Aus dem Alltag des Tierheims Sitterhöfli. Naturmuseum St.Gallen, 12.15 Uhr Seniorenakademie Berlingen. Bruno Sutter über Pflanzenzüchtung. Kronenhof Berlingen, 14.20 Uhr Deutsche Sprache und Literatur. Heinrich von Kleists dramatisches Werk. Hauptpost St.Gallen, 18.15 Uhr Kulturgeschichte. Chinesische Frauen in Geschichte und Gegenwart. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Naturwissenschaft / Gesellschaft. Mensch – Meilensteine der Entwicklungsgeschichte. Universität St.Gallen, 20.15 Uhr

KINDER

Das Reh – durch Anpassung zum Erfolg. Familienführung. Naturmuseum Thurgau Frauenfeld, 10.30 Uhr

DIVERSES

Circolino Pipistrello. Warwankutta. Tagesschule Schönengrund Winterthur, 16.30 Uhr

Do 10. KONZERT

Konzertante Appenzeller Musik. Kapelle «Alpstää-Nixe». Kleiner Ratsaal Appenzell, 18.30 Uhr Folk Klub. Folk Singer & Songwriterabend. Oya St.Gallen, 20 Uhr Seven Things. Klaus Koenig Quintett, Jazz. Esse Musicbar Winterthur, 20.15 Uhr Jazz Jam Session. Mit dem Philipp Eden Quartett. K9 Konstanz, 20.30 Uhr Kassette. Ein kleines Konzert # 40. Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr TellMeFairytale. Plattentaufe. Eisenwerk Frauenfeld, 21 Uhr

FILM

Meine keine Familie. Eine Kindheit in der Kommune von Otto Mühl. Kinok St.Gallen, 17.30 Uhr L’écume des jours. Michel Gondrys hinreissender Film nach Boris Vian. Kinok St.Gallen, 19.15 Uhr Breve y Corto. Kurzfilme aus Lateinamerika. TapTab Schaffhausen, 20 Uhr Le Havre. Flüchtlingsdrama von Aki Kaurismäki. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr Portugal, mon amour. Witzige

Highlights aus 55 Jahren

Jubiläumstournee mit den All Stars

Dimitri im Alten Kino Mels Clown Dimitri präsentiert die schönsten Szenen aus seinen drei Soloprogrammen «Porteur», «Teatro» und «Ritratto» der letzten 55 Jahre. Im neu zusammengestellten Programm ertönen liebgewonnene Melodien aus kuriosen Gerätschaften und klassischen Musikinstrumenten, spielt der «Homme Orchestre» auf, fliegen Pingpongbälle durch die Luft, verliert Pierrot seine Zähne, bekommt die Tuba ein Baby, klemmt der Teufel seinen Schwanz ein und die Probleme mit dem legendären Liegestuhl sind noch immer nicht gelöst. Und da ist doch noch etwas mit einer Banane... Donnerstag, 24. Oktober, 20.15 Uhr, Altes Kino Mels. clowndimitri.ch

Irish Folk Festival 2013 Nach dem Motto «Der Weg ist das Ziel» ist das Original Irish Folk Festival seit vierzig Jahren erfolgreich auf Tournee. Dieses Jahr dabei. Dermot Byrne & Floriane Blancke (der Altan-Akkordeonist mit der Harfenistin Floriane Blancke), FullSet (Live Ireland’s Best New Group 2012), The Outside Track (Live Ireland’s Best Vocal & Instrumental Group 2012) und Declan O’Rourke (eine der grossen Stimmen Irlands). Höhepunkt ist jeweils die Festival-Session – dann treten alle Künstler gemeinsam auf. Donnerstag, 24. Oktober, 20 Uhr, Casino Herisau. dominoevent.ch, ticketcorner.ch

Komödie über die Portugiesen von Paris. Kinok St.Gallen, 21 Uhr

BÜHNE

Die besseren Wälder. Stück von Martin Baltscheit. Stadttheater Konstanz, 10 Uhr Andreas Thiel. Politsatire 4 – Macht. Politik, Tod und Champagner. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Das Reich der Mitte. Stück von Max Lang. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Der Ausflug. Kabarett von Maria Neuschmid und Jörg Adlassnigg. Altes Kino Rankweil, 20 Uhr Parsifal. Regie Jo Fabian. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr Many to many. Junge Luzerner Theaterformation Mimito. Gare de Lion Wil, 20.30 Uhr

AUSSTELLUNG

David Renggli. Kunst über Mittag. Kunsthalle St.Gallen, 12 Uhr Handwerker im Museum. Mina Inauen, Schmuck aus Menschenhaar. Museum Appenzell, 14 Uhr Hinter der Bar. Kunsttreffpunkt. Nextex St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Französische Literatur. Sprache, Literatur und nationale Identität in F und D. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Gesellschaft und Geschlecht. Aktuelle St.Galler Forschung zur

10.–11.10.

Bedeutung von Geschlecht. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Spanische Sprache und Literatur. Los cuentos de Roberto Bolano. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Homöopathie bei Krebserkrankung. Vortrag von E. Demirelli, Homöopathin. Sokrates Gesundheitszentrum Güttingen, 19 Uhr

DIVERSES

Denn ewig schleichen die Erben. Tatort-Dinner. Wasserschloss Hagenwil, 19 Uhr

Fr 11. KONZERT

Manuel Reiter. Songwriter aus Bayern. Kultur Punkt Flawil, 20 Uhr The Appleseed Cast. Support. June Miller & The Bad Shakes. Grabenhalle St.Gallen, 20 Uhr Zar Quartett. Mit Marcus Wyatt aus Johannesburg. Esse Musicbar Winterthur, 20.15 Uhr Buddha Scheidegger Trio. Stride-Piano, Boogie-Woogie, Blues, Ragtime und Swing uvm. Zunfthaus zum Löwen Sargans, 20.30 Uhr Global Sounds. Klezzmates, aus Krakau. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr Patricia Vonne. Latin-Wurzeln mit Rockabilly-Seele. Eintracht Kirchberg, 21 Uhr The Razorblades, Shitface. 21st

Century Surfmusic, Punkrock. TapTab Schaffhausen, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Tanznacht40. Disco mit Hits von alt bis neu. Flair Cocktail Lounge Rapperswil, 20 Uhr DJ Hooli. Indie, Pop/Rock, Britpop. Oya St.Gallen, 20.30 Uhr Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr DJ Marcelle. Another nice mess. Palace St.Gallen, 22 Uhr ZHAW-Diplomfeier. DJs JYX, Maxence & Sophos. Kraftfeld Winterthur, 22 Uhr Colors, Pan-Pot (Mobilee). Techno. Salzhaus Winterthur, 23 Uhr

FILM

Von heute auf morgen. Bewegendwitziger Dokumentarfilm über das Altern. Kinok St.Gallen, 17 Uhr Metropolis. Fritz Langs berühmter Stummfilmklassiker. Kinok St.Gallen, 19 Uhr Portugal, mon amour. Komödie über eine portugiesische Familie in Paris. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr Die Akte Aluminium. Das Zeitalter des Aluminiums, ein Portrait. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr Shadow Dancer. Eine Mutter gerät in Nordirland zwischen die Fronten. Kinok St.Gallen, 22 Uhr

BÜHNE

Das kleine Ich bin Ich. Nach dem Kinderbuch von Mira Lobe und Susi Weigel. Ambach Kulturbühne Götzis, 14.30 und 16 Uhr


66

LITERATUR

Akron. Die 7 Pforten des Geistes. Lesung mit Live-Songs. Kaffeehaus St.Gallen, 19.30 Uhr

AUSSTELLUNG

Handwerker im Museum. Die Stickerin zeigt ihr Kunsthandwerk. Museum Appenzell, 14 Uhr Sie und Er. Führung. Museum Appenzell, 14 Uhr

DIVERSES

ArtDesign-Messe. ReichenfeldAreal Feldkirch, 12-22 Uhr Circolino Pipistrello. Warwankutta. Tagesschule Schönengrund Winterthur, 19 Uhr Denn ewig schleichen die Erben. Tatort-Dinner. Wasserschloss Hagenwil, 19 Uhr Klang und Tanz. Interaktives Spielen, Tanzen und Klingen. Klang und Gesang Trogen, 19.45 Uhr

Sa 12. KONZERT

BandXost. Vorausscheidung. Club Brennerei Mels, 19 Uhr Müslüm. Balkanpop. Salzhaus Winterthur, 19 Uhr Nüdallgraaduus. Wolfgang Sieber und Geschwister Küng. Kirche St.Maria Neudorf St.Gallen, 19.15 Uhr Musicals, Pop, sakrale Lieder. Aurin Girls Chor aus Kecskemét in Ungarn. Kirche St.Remigius Sirnach, 19.30 Uhr Fallout & No Brain Justice. Rock aus der Region. Pontem Kultur am Viadukt Herisau, 20 Uhr Jacobee. Deep Funkrock. Kultur Punkt Flawil, 20 Uhr Jeffrey’s Choice. Zeitloser Pop/Rock. Grabenhalle St.Gallen, 20 Uhr Lina Button. Copy & Paste. Fabriggli Buchs, 20 Uhr Jazz&. Erika Stucky. Black Widow. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr Liaison Lalier. Aftershow mit Radio Baghdad. Tankstell-Bar St.Gallen, 21 Uhr Rock City Battle. Schaffhausen vs. Winterthur. Kammgarn Schaffhausen, 21 Uhr Tour de France. Die französische Disco mit DJ tb. K9 Konstanz, 21 Uhr Wire. Die grossen Korrespondenten, Visionäre des Postpunk. Palace St.Gallen, 22 Uhr

NACHTLEBEN

Kaboom. Enter the Future Bass Zone. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Minimal Attack feat. Louie Cut. Minimal aus Lissabon. Kugl St.Gallen, 20 Uhr DJ Badrockar. Indie Britpop & Elektro. Oya St.Gallen, 20.30 Uhr Dubstep. Disco. Flon St.Gallen, 22 Uhr James Bond Party. Sixties-Kram, Funk, Bondsound. TapTab Schaffhausen, 22 Uhr

FILM

Araf – Somewhere in Between. Berührendes Porträt der türkischen Jugend. Kinok St.Gallen, 17 Uhr Lovely Louise. Über einen Taxifahrer und Tüftler. Kino Rosental Heiden, 17.15 Uhr Portugal, mon amour. Witzige Komödie über die Portugiesen von Paris. Kinok St.Gallen, 19.30 Uhr Freier Fall. Debütfilm von Stephan Lacant. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr L’écume des jours. Michel Gondrys hinreissender Film nach Boris Vian. Kinok St.Gallen, 21.30 Uhr

BÜHNE

Das kleine Ich bin Ich. Nach dem Kinderbuch von Mira Lobe und Susi Weigel. Ambach Kulturbühne Götzis, 14.30 und 16 Uhr Mutter Courage und ihre Kinder. Schauspiel mit Musik von Bertolt Brecht und Paul Burkhard. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19.30 Uhr Andreas Thiel. Politsatire 4 – Macht. Politik, Tod und Champagner. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Das Reich der Mitte. Stück von Max Lang. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Anet Corti. Win-win. Die perfekte Fehlbesetzung in der Chefetage. Altes Kino Mels, 20.15 Uhr Die JTW Late Night Show. Junges Theater Winterthur. Theater am Gleis Winterthur, 20.15 Uhr

KINDER

Der Froschkönig. Figuren- und Schauspieltheater. Spielboden Dornbirn, 15 Uhr

DIVERSES

ArtDesign-Messe. ReichenfeldAreal Feldkirch, 10–21 Uhr Circolino Pipistrello. Warwankutta. Tagesschule Schönengrund Winterthur, 14 Uhr Abtbischof Salomo und die Asketin Wiborada. Kulturgeschichtliche Stadtwanderung. Kathedrale St.Gallen, 15 Uhr Denn ewig schleichen die Erben. Tatort-Dinner. Wasserschloss Hagenwil, 19 Uhr

So 13. KONZERT

Aurin Girls. Musicals, Pop, sakrale Lieder. Evang. Kirche Amriswil, 17 Uhr - Kath. Kirche Weinfelden, 20 Uhr Adam Bomb. Rock-Konzert. T.O.M. – Temple of Music Kreuzlingen, 18 Uhr

Gitarrenspiel. Mit Mariachi Alfredo Quesnel. Restaurant Tres Amigos St.Gallen, 19 Uhr Marco Marchi & the Mojo Workers. Bluesquartett aus der Schweiz. Esse Musicbar Winterthur, 19.30 Uhr

FILM

Von heute auf morgen. Bewegendwitziger Dokumentarfilm über das Altern. Kinok St.Gallen, 13 Uhr L’inconnu du lac. Schwimmen, Gespräche, Sex und Gefahr. Kinok St.Gallen, 17.45 Uhr What Maisie knew. Rocksängerin streitet mit Kunsthändler um Sorgerecht. Kino Rosental Heiden, 19.15 Uhr Bombay Beach. Gemeinsam am Rand. Gaswerk Winterthur, 19.30 Uhr True Stories. David Byrne trifft auf komische Gestalten. Kinok St.Gallen, 20 Uhr

BÜHNE

Spatz Fritz. Schauspiel/Klassenzimmerstück von Rudolf Herfurtner. Theater am Kornmarkt Bregenz, 15 Uhr Aus dem Western kommt man nur im Sarg. Theaterprojekt von der William Steaksbeer Company. Stars and Stripes St.Gallen, 17 Uhr Die Csárdásfürstin. Operette vom Musiktheater Vorarlberg. Ambach Kulturbühne Götzis, 18 Uhr Irish Celtic – Spirit of Ireland. Tanz, Live-Musik und irische Lebenslust. Festspielhaus Bregenz, 18 Uhr Spirit of Ireland. Die übermütige Geselligkeit eines Pubs. Festspielhaus Bregenz, 18 Uhr Das Reich der Mitte. Stück von Max Lang. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Josef Brustmann. K9 Konstanz, 20 Uhr Schwabenhatz. Welten prallen aufeinander, wenn Berlin auf Schwaben trifft. Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Die JTW Late Night Show. Junges Theater Winterthur. Theater am Gleis Winterthur, 20.15 Uhr

LITERATUR

18. Lesebühne Tatwort. Spannender als jeder Sonntagabendkrimi. Baracca Bar St.Gallen, 18.30 Uhr

AUSSTELLUNG

Fredi Bissegger – Werkgruppen. Rundgang mit dem Künstler. Galerie Adrian Bleisch Arbon, 11 Uhr Nenn mich nicht Stadt! Führung. Kunstzone Lokremise St.Gallen, 13 Uhr

VORTRAG

Der fliegende Holländer, Matinée. Einführung in die Oper. Theater St.Gallen, 11 Uhr

KINDER

Wildes Indien – Himalaya zwischen Tibet und Burma. Familienführung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Ich, einfach unverbesserlich 2. Trickfilm. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr Dick und Doof – Die Doppelgänger. Ein Filmspass für die

11.–16.10.

ganze Familie. Kinok St.Gallen, 15.15 Uhr

DIVERSES

ArtDesign-Messe. ReichenfeldAreal Feldkirch, 10-19 Uhr Denn ewig schleichen die Erben. Tatort-Dinner. Wasserschloss Hagenwil, 19 Uhr

Mo 14. KONZERT

Hackbrett-Abend. Volksmusik. Restaurant Marktplatz Appenzell, 19 Uhr Ödland. Theatermusik im Tutu und sehr französisch. Portier Winterthur, 20.30 Uhr

FILM

What Maisie Knew. Ein kleines Mädchen leidet unter einem Scheidungskrieg. Kinok St.Gallen, 18.15 Uhr An Episode in the Life of an Iron Picker. Lebensmut und Überlebenskunst einer Roma-Familie. Kinok St.Gallen, 20.30 Uhr

VORTRAG

Geographie. Geographie in der Öffentlichkeit. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Italienische Sprache und Literatur. Parole e immagini. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Musik/Musikgeschichte. Johnny Cash und die Countryund Folk-Tradition. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Soziologie. Aufbruch in St.Gallen 1895 bis 1915. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr

DIVERSES

Türme und Tore im alten St.Gallen. Kulturgeschichtliche Stadtwanderung. Kathedrale St.Gallen, 18 Uhr

Di 15. KONZERT

Ten Years After. Still Going Strong Tour 2013. Altes Kino Rankweil, 20 Uhr

NACHTLEBEN

DJ Johnny Guitar. Lässt die Nerdbrillen wippen. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr

FILM

Manhattan. Woody Allens Liebeserklärung an New York. Kinok St.Gallen, 18.15 Uhr Disconnect. Ein trauerndes Ehepaar. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr Angel’s Share. Ein erdiges Loblied auf Solidarität. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr Ein Stück Wahnsinn. Psychisch Kranke proben ein Theaterstück. Kinok St.Gallen, 20.30 Uhr

BÜHNE

Regula Esposito. Hellness. Satire. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Der Ausflug. Maria Neuschmid und Jörg Adlassnig. Bühne Marbach, 20.15 Uhr

VORTRAG

Nordamerikanische und Britische Literatur. The Short Story. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Erfreuliche Universität. Erschütterungen in SG. Geologie, Untergrund, Aufbrüche. Palace St.Gallen, 19.30 Uhr Stadt und Region St.Gallen – Theater/Kultur. Der auf Tonträger dokumentierte Gesang im Wandel. Universität St.Gallen, 20.15 Uhr

Mi 16. KONZERT

Karma to burn. Support. Hellroom Projectors. Salzhaus Winterthur, 19.30 Uhr Appenzeller Musik. Streichmusik. Hof Weissbad, 20 Uhr Session-Room. Anstatt «Guitar Hero» zu Hause spielen. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Ursina. Romanisches «amuse oreilles» aus dem Norden. Stickerei St.Gallen, 20 Uhr Boho Dancer. Support. A Crashed Blackbird Called Rosehip. Grabenhalle St.Gallen, 20.15 Uhr

FILM

Meine keine Familie. Eine Kindheit in der Kommune von Otto Mühl. Kinok St.Gallen, 18.30 Uhr L’écume des jours. Michel Gondrys hinreissender Film nach Boris Vian. Kinok St.Gallen, 20.30 Uhr Raising Resistance. Dokumentarfilm vom Kampf der Campesinos. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr

BÜHNE

Die Csárdásfürstin. Operette vom Musiktheater Vorarlberg. Ambach Kulturbühne Götzis, 18 Uhr Der Herr der Fliegen. Nach William Golding. Theater am Gleis Winterthur, 20 Uhr Don Quichotte. Live-Übertragung aus dem Royal Opera House, London. Cinewil Wil, 20 Uhr Regula Esposito. Hellness. Satire. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Der Ausflug. Maria Neuschmid und Jörg Adlassnig. Bühne Marbach, 20.15 Uhr

LITERATUR

Was weisst denn Du in Deinem Dorado von meinen Schmerzen. Buchvorstellung mit Gabriel Heim. Jüdisches Museum Hohenems, 19.30 Uhr

AUSSTELLUNG

Handwerker im Museum. Handstickstobete. Museum Appenzell, 14 Uhr Wildes Indien – Himalaya zwischen Tibet und Burma. Führung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 17.30 Uhr Home! Sweet Home! – Vom (un)heimeligen Zuhause in der Kunst. Gespräch mit Patrick Müller und Daniela Mittelholzer. Kunstmuseum St.Gallen, 18.30 Uhr Sortie de St L. Cranach, apoca-

Saiten 10/2013

Die Csárdásfürstin. Operette vom Musiktheater Vorarlberg. Ambach Kulturbühne Götzis, 19.30 Uhr Wir lieben und wissen nichts. Stück von Moritz Rinke. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19.30 Uhr Andreas Thiel. Politsatire 4 – Macht. Politik, Tod und Champagner. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Die JTW Late Night Show. Junges Theater Winterthur. Theater am Gleis Winterthur, 20.15 Uhr Many to many. Junge Luzerner Theaterformation Mimito. Gare de Lion Wil, 20.30 Uhr Nachtzug. Ein Bericht für eine Akademie nach Franz Kafka. Lokremise St.Gallen, 22 Uhr


67 lypticien. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Seniorenakademie Berlingen. Mit Hans Jöhr. Kronenhof Berlingen, 14.20 Uhr Deutsche Sprache und Literatur. Heinrich von Kleists dramatisches Werk. Hauptpost St.Gallen, 18.15 Uhr Kulturgeschichte. Chinesische Frauen in Geschichte und Gegenwart. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Experimentieren mit Farbe um 1900 und 2013. Doppelvortrag mit Monika Faber und Hans Danuser. Fotomuseum Winterthur, 19.30 Uhr

Do 17.

Saiten 10/2013

KONZERT

Konzertante Appenzeller Musik. Quartett Laseyer. Kleiner Ratsaal Appenzell, 18.30 Uhr No Age. A record needs a home, a sound needs a place to go. Palace St.Gallen, 20 Uhr French Connection. Deutschschweizer und französischer Jazz. Esse Musicbar Winterthur, 20.15 Uhr Rolf Raggenbass & Country Heart Band. Country-BenefizKonzert zugunsten TAB. Pfarreizentrum St.Johannes Weinfelden, 20.15 Uhr Threelandstrio. Ein modernes Jazz Trio. K9 Konstanz, 20.30 Uhr Abby. Vier Jungs aus Berlin. Kula Konstanz, 21 Uhr Francis International Airport. Weitblickende Ingenieure des Pop. Spielboden Dornbirn, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Hallenbeiz. PingPong mit DJSounds. Grabenhalle St.Gallen, 20.30 Uhr

FILM

Helsinki, Forever. Berührende Liebeserklärung an Helsinki. Kinok St.Gallen, 17 Uhr Araf – Somewhere in Between. Berührendes Porträt der türkischen Jugend. Kinok St.Gallen, 18.45 Uhr L’inconnu du lac. Schwimmen, Gespräche, Sex und Gefahr. Kinok St.Gallen, 21 Uhr

BÜHNE

Wir lieben und wissen nichts. Stück von Moritz Rinke. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19.30 Uhr Der Herr der Fliegen. Nach William Golding. Theater am Gleis Winterthur, 20 Uhr Geld elai macht nöd glücklich. Schwank der Theatergruppe des Gemischten Chors Friltschen. Turnhalle Märwil, 20 Uhr Regula Esposito. Hellness. Satire. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr Der Ausflug. Maria Neuschmid und Jörg Adlassnig. Bühne Marbach, 20.15 Uhr

LITERATUR

Frühschicht. Lesung mit Manfred Heinrich und einem Gast. Alte Kaserne Winterthur, 06.30 Uhr Erica Pedretti – Heute. Literatur am Donnerstag. Bodman-Literaturhaus Gottlieben, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Handwerker im Museum. Mina Inauen, Schmuck aus Menschenhaar. Museum Appenzell, 14 Uhr Aby Warburg. Mnemosyne. Vernissage mit Roberto Ohrt und Philipp Schwalb. Kulturraum am Klosterplatz St.Gallen, 18 Uhr Hinter der Bar. Kunsttreffpunkt. Nextex St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Gesellschaft und Geschlecht. Aktuelle St.Galler Forschung zur Bedeutung von Geschlecht. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr

DIVERSES

Wasser im alten St.Gallen. Kulturgeschichtliche Stadtwanderung. Talstation Mühleggbahn St.Gallen, 18 Uhr Powerpoint Karaoke. Next Level – 3. Kugl St.Gallen, 19 Uhr 10-Jahr-Jubiläum. Geburtstagsparty. Schlösslekeller Vaduz, 20 Uhr

Fr 18. KONZERT

5 Instrumente. Klangreise durch die wilden Weiten. Kultur Punkt Flawil, 20 Uhr Harry Marte & Big Pit. Geprägt von den Rhythmen und Bildern der 60er Jahre. Altes Kino Rankweil, 20 Uhr No Age. Aus den USA. Salzhaus Winterthur, 20 Uhr Oldtime Jazz am See. 7 Bands in 7 Restaurants. Rorschach, 20 Uhr Stella Matutina Romantica. Werke von Beethoven und C. M. von Weber. Ambach Kulturbühne Götzis, 20 Uhr The Shanks & Aimee Cares. Rock’n’Roll aus Kanada. Pontem Kultur am Viadukt Herisau, 20 Uhr Gianni Spano & The Rockminds. Poprock. Asselkeller Schönengrund, 20.15 Uhr Mark Soskin Quartett. Jazzpianist aus den USA, mit Band. Esse Musicbar Winterthur, 20.15 Uhr Borsalino. Jazz Manouche aus Paris. Zunfthaus zum Löwen Sargans, 20.30 Uhr Heavy Night II. Watchdog Society & Slone Curby. Grabenhalle St.Gallen, 20.30 Uhr Hiss. Das Gesetz der Prärie. K9 Konstanz, 20.30 Uhr MonomoKonzert. Rue Royal. Portier Winterthur, 20.30 Uhr Milky Chance. Der Singer-Songwriter-Überflieger 2013. Kugl St.Gallen, 21 Uhr Motèl Mari & Nick Porsche. João Orecchia & BLK JKS Members Meets Puts Marie. Kraftfeld Winterthur, 21 Uhr Netnakisum. Ein singendes Streichtrio aus Österreich. Altes Kino Mels, 21 Uhr Peter Eigenmann. Ken Cervenka Nonet. Jazzhuus Lustenau, 21 Uhr

The Computers. Rock’n’RollHardcore-Indie-Garagen-(Post-) Punker. Kula Konstanz, 21 Uhr Black Cracker. Futuristic HipHop. TapTab Schaffhausen, 22 Uhr

NACHTLEBEN

5-Rhythmen Tanzen. Mit Gabriella Johanns. Kultur-Werkstatt Wil, 20 Uhr Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr Nordic by Nature. DJ-Set. Oya St.Gallen, 21 Uhr Rap History 2001. Jay-Z’ und Nas’ Sternstunden. Palace St.Gallen, 22 Uhr

FILM

Von heute auf morgen. Bewegend-witziger Dokumentarfilm über das Altern. Kinok St.Gallen, 17.30 Uhr Portugal, mon amour. Witzige Komödie über die Portugiesen von Paris. Kinok St.Gallen, 19.30 Uhr Der Geschmack von Apfelkernen. Nach dem Roman von Katharina Hagenas. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr Shadow Dancer. Eine Mutter gerät in Nordirland zwischen die Fronten. Kinok St.Gallen, 21.30 Uhr

BÜHNE

Cyrano de Bergerac. Romantische Komödie von Edmond Rostand. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Das Reich der Mitte. Stück von Max Lang. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Der Herr der Fliegen. Nach William Golding. Theater am Gleis Winterthur, 20 Uhr Regula Esposito. Hellness. Satire. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Schweizerreize. Kabarett und Bewusstseinserweiterung. 3Eidgenossen Appenzell, 20 Uhr

LITERATUR

Poetry Slam – Kampf der Dichter. Poetry Slam ist die aktive Seite der Poesie. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Handwerker im Museum. Die Stickerin zeigt ihr Kunsthandwerk. Museum Appenzell, 14 Uhr Sie und Er. Führung. Museum Appenzell, 14 Uhr Kunstbar. Skizzen von Heinz Zellweger. Rab-Bar Trogen, 17 Uhr Die gute Nachbarschaft. Zur Aktualität von Aby Warburg. Kunstbibliothek Sitterwerk St.Gallen, 19 Uhr

KINDER

Schneewittchen. Theater nach dem Märchen der Brüder Grimm. Ambach Kulturbühne Götzis, 14.30 und 16.15 Uhr

DIVERSES

Alpsegen ... Stadtsegen ... Betruf. Mitmachabend, natürlich outdoor, unter freiem Himmel. Freudenberg St.Gallen, 17 Uhr

16.–19.10.

Sa 19. KONZERT

24h Jazz – Round 4. Von 12 bis 12 Uhr Live-Jazz mit diversen Acts. Habsburg Widnau, 12 Uhr Coro Tricolore. 50. Jubiläum. Pentorama Amriswil, 17 Uhr BandXost. Jugendcafé Camäleon Vaduz, 19 Uhr Musikstadl. Mit Monika Kälin, Raphael Jost, Comedyroli u.a. Rodenberghalle Schlattingen, 19 Uhr Akkordeonorchester Wittenbach. Jubiläum 15 Jahre Schloss Dottenwil. Schloss Dottenwil Wittenbach, 20 Uhr Fabe Vega. Singer Songwriter Funk / Soul. Kultur Punkt Flawil, 20 Uhr Hot Running Blood, Woodbridge & Pieronero. Rocktober im Pontem. Pontem Kultur am Viadukt Herisau, 20 Uhr Johnny Hurt. CD-Taufe. Schlösslekeller Vaduz, 20 Uhr Klezmer-Musik. Ensemble Shoshana – Jiddische Lieder und Tänze. Emuna Begegnungsraum Guntershausen, 20 Uhr Michel Weber – Mike Goetz Swingtet. Swing im Stil der Count Basie Combo. Casino Herisau, 20 Uhr Netnakisum. Ein singendes Streichtrio, aus Österreich. Evangelische Kirche Walzenhausen, 20 Uhr Zapzarap – Ochsentour. Theater/A-cappella-Ensemble. Diogenes Theater Altstätten, 20 Uhr Frölein Da Capo. Das Einfrauorchester. Die Demoiselle im Petticoat serviert Geschichten. Kulturtreff Rotfarb Uznach, 20.30 Uhr All Ship Shape & Zayk. Plattentaufe. Palace St.Gallen, 21 Uhr Furu. Akustische Mundartsongs. Eisenwerk Frauenfeld, 21 Uhr Jazz trifft auf Volksmusik. Swiss-German-Dixie-Corporation und Nicolas Senn. Dancing Tanzbödeli Kreuzlingen, 21 Uhr Bauchklang. Vocal Groove Machine. Kammgarn Schaffhausen, 22 Uhr Finnebassen. Support. Friends With Displays, Pedro Pereira, MaxImHouse. Grabenhalle St.Gallen, 22 Uhr

NACHTLEBEN

Le Schwu. DJ Mad Dad & Natasha Waters. Kugl St.Gallen, 20 Uhr Rocksteady Bang-A-Rang. Hot Reggae, Sharp Soul, Ska & Rocksteady. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Rough days for diamond trade. Live-Set. Oya St.Gallen, 21 Uhr Schwoof.ch. Treffpunkt für Tanzfreaks von 33 bis 3x33. Lagerhaus St.Gallen, 21 Uhr Silent Party. Mit Bass(t)art.os aus St.Gallen. Kulturhaus Rose Stein, 21.30 Uhr 90s Are Now! Mash up the 90s. Salzhaus Winterthur, 22 Uhr GdL Bad Taste Party. Auch schon Flugzeuge im Bauch? Gare de Lion Wil, 22 Uhr Get Up And Boogie. Funky Breaks, NuFunk, Nu Disco. TapTab Schaffhausen, 22.30 Uhr

FILM

L’écume des jours. Michel Gondrys hinreissender Film nach Boris Vian. Kinok St.Gallen, 17.15 Uhr What happiness is. Über das unabhängige Königreich Bhutan. Kino Rosental Heiden, 17.15 Uhr What Maisie Knew. Ein kleines Mädchen leidet unter einem Scheidungskrieg. Kinok St.Gallen, 19.15 Uhr Lovely Louise. Über einen Taxifahrer und Tüftler. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr L’inconnu du lac. Schwimmen, Gespräche, Sex und Gefahr. Kinok St.Gallen, 21.30 Uhr

BÜHNE

Der Herr der Fliegen. Nach William Golding. Theater am Gleis Winterthur, 11 Uhr Geld elai macht nöd glücklich. Schwank der Theatergruppe des Gemischten Chors Friltschen. Turnhalle Märwil, 13.30 und 20 Uhr My Fair Lady. Musical nach George Bernard Shaw’s. Stadttheater Schaffhausen, 17.30 Uhr Der Herr der Fliegen. Nach William Golding. Theater am Gleis Winterthur, 18 Uhr Der fliegende Holländer. Oper von Richard Wagner. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Die Csárdásfürstin. Operette vom Musiktheater Vorarlberg. Ambach Kulturbühne Götzis, 19.30 Uhr Katja Baumann. Im Bett mit Sisyphos. Ein Ein-Frauen-Stück. Kul-tour auf Vögelinsegg Speicher, 19.30 Uhr Das Reich der Mitte. Stück von Max Lang. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Joachim Rittmeyer. Zwischensaft. Kabarett. Fabriggli Buchs SG, 20 Uhr TmbH. Die goldene Banane. Entstauben Sie Frack und Abendkleid. K9 Konstanz, 20 Uhr Um die Kante kurven. Duo Bildhübsch. Theater 111 St.Gallen, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Fredi Bissegger – Werkgruppen. Finissage Galerie Adrian Bleisch Arbon, 14 Uhr


68 Schneewittchen. Theater nach dem Märchen der Brüder Grimm. Ambach Kulturbühne Götzis, 14.30 und 16.15 Uhr Die Martha im Koffer. Clowneskes Musik-Theater. Spielboden Dornbirn, 15 Uhr

DIVERSES

Pilze – nur scheinbar unscheinbar. Exkursion ins Reich der Pilze. Bushaltestelle Romanshorn Spitz, 12.45 Uhr Einfach tanzen. Tanzanlass. Linde Heiden, 19.30 Uhr

So 20. KONZERT

Chorkonzert. Kammerchor der Zuger Kantorei. Schloss Wartegg Rorschacherberg, 11.30 Uhr Stiller Has. Böses Alter. ChössiTheater Lichtensteig, 19.15 Uhr Famous October. Zwei Songwriter, mit Gitarren und Cello. Esse Musicbar Winterthur, 19.30 Uhr Hans Söllner. Er jault und flüstert – schreit und schimpft. Altes Kino Rankweil, 20 Uhr

FILM

Z’Alp. Öberefahre. Kino Rosental Heiden, 10.30 Uhr Von heute auf morgen. Bewegendwitziger Dokumentarfilm über das Altern. Kinok St.Gallen, 11 Uhr Ein Stück Wahnsinn. Psychisch Kranke proben ein Theaterstück. Kinok St.Gallen, 16.45 Uhr An Episode in the Life of an Iron Picker. Lebensmut und Überlebenskunst einer Roma-Familie. Kinok St.Gallen, 18.15 Uhr Portugal, mon amour. Komödie über eine portugiesische Familie in Paris. Kino Rosental Heiden, 19.15 Uhr Darwin. Gemeinsam am Rand. Gaswerk Winterthur, 19.30 Uhr L’écume des jours. Michel Gondrys hinreissender Film nach Boris Vian. Kinok St.Gallen, 20 Uhr

BÜHNE

My Fair Lady. Musical nach George Bernard Shaw. Stadttheater Schaffhausen, 17.30 Uhr Die Csárdásfürstin. Operette vom Musiktheater Vorarlberg. Ambach Kulturbühne Götzis, 18 Uhr Moses – Die 10 Gebote. Musical von Michael Kunze und Dieter Falk. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Mutter Courage und ihre Kinder. Schauspiel mit Musik von Bertolt Brecht und Paul Burkhard. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19.30 Uhr Chippendales. Die unerreichten Originale. Festhalle Rüegerholz Frauenfeld, 20 Uhr Das Reich der Mitte. Stück von Max Lang. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Sia Korthaus. VorLieben. Dorthin, wo es in Beziehungen am meisten knistert. K9 Konstanz, 20 Uhr

LITERATUR

TAK / Lesung. Judith Kuckart

liest aus ihrem Roman «Wünsche». Tak Schaan, 17 Uhr

AUSSTELLUNG

Appenzeller Auswanderung – Von Not und Freiheit. Simon Krummenacher – Schweizergardist im Vatikan. Appenzeller Volkskunde-Museum Stein, 10.30 Uhr Das Reh – durch Anpassung zum Erfolg. Führung. Naturmuseum Thurgau Frauenfeld, 10.30 Uhr Neues aus den Ateliers. Galerie Schönenberger Kirchberg, 11 Uhr Visarte.ost jetzt. Führung. Museumbickel Walenstadt, 11.30 Uhr Gertrud Kohli. Flüchtiges – Zeichen vom Leben. Finissage mit Lesung der Autorin Barbara Hampel. Kunstraum Engländerbau Vaduz, 13 Uhr Ingrid Tekenbroek / Urs Fritz. Finissage. Schloss Dottenwil Wittenbach, 14 Uhr Carl Roesch 1884 bis 1979. Finissage. Museum Rosenegg Kreuzlingen, 15 Uhr

KINDER

Dick und Doof – Die Doppelgänger. Ein Filmspass für die ganze Familie. Kinok St.Gallen, 15 Uhr Die Schlümpfe 2. Trickfilm. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr

Mo 21. KONZERT

French For Rabbits. Dream Folk from New Zealand. Portier Winterthur, 20.30 Uhr

FILM

Anna in Switzerland. Vorpremiere des Dokumentarfilms. Regierungsgebäude St.Gallen, 18.15 Uhr L’écume des jours. Michel Gondrys hinreissender Film nach Boris Vian. Kinok St.Gallen, 18.30 Uhr Shadow Dancer. Eine Mutter gerät in Nordirland zwischen die Fronten. Kinok St.Gallen, 20.30 Uhr

BÜHNE

Der Junge mit dem Koffer. Schauspiel von Mike Kenny. Sal Schaan, 19 Uhr Cyrano de Bergerac. Romantische Komödie von Edmond Rostand. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Carl Meffert alias Clément Moreau. Nacht über Deutschland. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr

VORTRAG

Italienische Sprache und Literatur. Parole e immagini. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Musik/Musikgeschichte. Johnny Cash und die Countryund Folk-Tradition. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Themenabend. Bahnareale – Urbanisierungsprozesse. Nenn mich nicht Stadt, Podiumsgespräch. Lokremise St.Gallen, 19 Uhr Kurs am Montag. Folgen von Stress während der Schwangerschaft. Galerie im Bahnhof St.Gallen, 19.30 Uhr G. Tammann – G.Schatz. Das Wunder «Schöpfung», Talk-

Runde. Fürstenlandsaal Gossau, 20 Uhr Stadt und Region St.Gallen – Medien. Ostschweizer Medienlandschaft – digitalisiert. Universität St.Gallen, 20.15 Uhr

Di 22. KONZERT

Seniorenchor Amriswil. Volksmusik. Alters- und Pflegezentrum Amriswil, 14 Uhr Barnakustica. Ethno-Jazz aus Barcelona. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr

NACHTLEBEN

DJ Goodbye Schellack. Fine Tunes from Rock’n’Roll to Indie. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr

FILM

Die Brücken am Fluss. Liebesfilm mit Clint Eastwood. Pro Senectute St.Gallen, 14 Uhr More than Honey. Dokumentarfilm von Markus Imhoof. Kino Rosental Heiden, 14.15 Uhr Meine keine Familie. Eine Kindheit in der Kommune von Otto Mühl. Kinok St.Gallen, 18.30 Uhr Freier Fall. Debütfilm von Stephan Lacant. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr The hands that sew your shirt. Doku über Kleiderfabriken in Bangladesh. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr True Stories. David Byrne trifft auf komische Gestalten. Kinok St.Gallen, 20.30 Uhr

BÜHNE

Der Junge mit dem Koffer. Schauspiel von Mike Kenny. Sal Schaan, 10 Uhr Don Giovanni. Oper von W.A. Mozart. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Die Marquise von O. Schauspiel nach Heinrich von Kleist. Casino Frauenfeld, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

AugenBlicke. Führung. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 18 Uhr

VORTRAG

Schweizer Ärzte in der Mongolei. Referat. Lyceumclub St.Gallen, 15 Uhr Kulturgeschichte. Demokratie und Autokratie in der Geschichte Russlands. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Nordamerikanische und Britische Literatur. The Short Story. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Zeitgeschichte. Das Werden der modernen Schweiz - 1. Teil. 1845 bis 1918. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Deine Wahrheit finden und leben. Referent. Thomas Joller. Katharinen St.Gallen, 19.30 Uhr Erfreuliche Universität. Erschütterungen in SG. Geologie, Untergrund, Aufbrüche. Palace St.Gallen, 19.30 Uhr Neue Spielräume – Franz Eder. Terrorismus und Überwachung. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr Reisebericht mit Bildern über den Westen Kanadas. Von und mit Peter Reich. Kirchgemeindehaus Neuwies Berg, 20 Uhr Stadt und Region St.Gallen –

19.–24.10.

Theater/Kultur. Der auf Tonträger dokumentierte Gesang im Wandel. Universität St.Gallen, 20.15 Uhr

LITERATUR

DIVERSES

AUSSTELLUNG

Kathedrale erleben. Führung. Barbara Walser. Kathedrale St.Gallen, 16 Uhr

Mi 23. KONZERT

Appenzeller Musik. Streichmusik. Hof Weissbad, 20 Uhr Flieder-Loop. Melancholische Landschaften zwischen Postrock und Triphop. B-Post Bar St.Gallen, 20 Uhr Grünes Blatt / Netnakisum feat. Matthias Schriefl. Konstanzer Jazzherbst. Kulturzentrum am Münster Konstanz, 20 Uhr Aurora Trio. Jazz, CD-Taufe. Theater am Gleis Winterthur, 20.15 Uhr Iva Nova. Slawische Seele trifft auf Cabaret und Jazz-Punk. K9 Konstanz, 20.30 Uhr

NACHTLEBEN

Jazz-Stickerei ab Vinyl. By Michael Neff. Stickerei St.Gallen, 20 Uhr

FILM

Araf – Somewhere in Between. Berührendes Porträt der türkischen Jugend. Kinok St.Gallen, 15 Uhr Ein Stück Wahnsinn. Psychisch Kranke proben ein Theaterstück. Kinok St.Gallen, 17.15 Uhr Portugal, mon amour. Witzige Komödie über die Portugiesen von Paris. Kinok St.Gallen, 18.30 Uhr Amour. Berührendes Drama von Michael Haneke. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr Auf- und Abbruch in St.Güllen. Akribisch verfolgt der Film die Veränderungen St.Gallens. Kinok St.Gallen, 20.30 Uhr Peter Madsen and CIA play Silent Movies. Ich wurde geboren, aber... Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr

BÜHNE

Theatersport mit Tiltanic. Lebensträume, Geldverdienen, Zusammenleben. GBS Riethüsli St.Gallen, 18.30 Uhr Monsieur Chasse. Komödie von Georges Feydeau. Stadttheater Schaffhausen, 19.30 Uhr Wir lieben und wissen nichts. Stück von Moritz Rinke. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19.30 Uhr Alessandro Zuffellato. Sau guät. Actiontheater für jung und alt. Diogenes Theater Altstätten, 20 Uhr Carl Meffert alias Clément Moreau. Nacht über Deutschland. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Ursus & Nadeschkin. «Sechsminuten». Stadtsaal Wil, 20 Uhr F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig. Figurentheater von S. Meusburger und N. Habjan. Tak Schaan, 20.09 Uhr Chin Meyer. Grundlos optimistisch. Kulturforum Amriswil, 20.15 Uhr

Arno Camenisch. Lesung aus «Fred und Franz», Buchhandlung zur Rose St.Gallen, 20 Uhr Nativité de Sa Magnificence le baron Mollet (*St Pipe). Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Seniorenakademie Berlingen. Mit Bernhard Lehmann. Kronenhof Berlingen, 14.20 Uhr Deutsche Sprache und Literatur. Heinrich von Kleists dramatisches Werk. Hauptpost St.Gallen, 18.15 Uhr Kulturgeschichte. Chinesische Frauen in Geschichte und Gegenwart. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Mineralien im Weltall? – Geist wahrnehmen. Mit Marcus Schneider. Oberstufenzentrum Reutenen Frauenfeld, 19.30 Uhr Architektur. Architektur im Film – Klassiker und Geheimtipps. Universität St.Gallen, 20.15 Uhr Naturwissenschaft / Gesellschaft. Mensch – Meilensteine der Entwicklungsgeschichte. Universität St.Gallen, 20.15 Uhr

KINDER

Bilck ins Schlüsselloch. Kinderführung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14 Uhr Hans im Glück. Kinderstück nach den Gebrüdern Grimm. Theater St.Gallen, 14 Uhr Mitmach-Theater. Workshop. Eisenwerk Frauenfeld, 14 Uhr Zauberlaterne. Filmclub. Alte Kaserne Winterthur, 14 und 16 Uhr AugenBlicke. Atelier KinderKunst. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 14.30 Uhr Russische Erzählstunde. Märchen & Geschichten. Freihandbibliothek St.Gallen, 16 Uhr

DIVERSES

24 Stunden Comics 2013. In 24 Stunden einen 24-seitigen Comic zeichnen. Alte Kaserne Winterthur, 12 Uhr Eine Runde Deutsch. Zusammen Deutsch sprechen und üben. Freihandbibliothek St.Gallen, 19 Uhr Schulangebote. Infoabend. Ortega Schule St.Gallen, 19 Uhr

Do 24. KONZERT

Ken Hensley & Live Fire. Hard Rock Legende. Gare de Lion Wil, 19 Uhr 2. Tonhallekonzert. Mit Werken von Borodin und Tschaikowsky. Tonhalle St.Gallen, 19.30 Uhr Gipsy and More. Mit dem Duo Vibrolino. Trotte Pfyn, 20 Uhr Grand Cannon. Pfuri Baldenweg, Zach Prather und Kniri Knaus. Kammgarn Schaffhausen, 20 Uhr Irish Folk Festival. Jubiläumstournee. Casino Herisau, 20 Uhr Volplane & Undiscovered Soul. Im Gleitflug durch Rock und Elektro. Salzhaus Winterthur, 20 Uhr

Saiten 10/2013

KINDER


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Saiten 10/2013

Verre Cassé – zerbrochenes Glas

Kittelmänner

Alain Mabanckou in der Comedia Comedia wird Dreissig und lädt zur Reihe AfriKaribik. Im Oktober. Alain Mabanckou, der 1966 in der Republik Kongo geboren ist und heute in Paris und Los Angeles lebt. Der preisgekrönte Autor nähert sich seinem Kontinent mit viel Witz, Selbstironie und virtuoser Sprache. Zum Buch. Verre Cassé ist Stammkunde einer heruntergekommenen Bar in Brazzaville, in der sich Tag für Tag skurrile Gäste tummeln. Als er die Historie der Bar niederschreiben will, erzählt jeder Gast nur allzu gerne die Geschichte seines Lebens... Die deutschen Texte liest Etrit Hasler, Moderator ist der Ethnologe David Signer. Freitag. 25. Oktober, 20 Uhr, Comedia Buchhandlung St.Gallen. comedia-sg.ch

Welcome. CD-Präsentation. Ambach Kulturbühne Götzis, 20 Uhr Jochen Aldingers Downbeatclub. Modern-Jazz, Funk, AfroBeat und Drum&Bass. Esse Musicbar Winterthur, 20.15 Uhr Hilaria Kramer Quartett / Six, Alps & Jazz. Jazzherbst Konstanz. K9 Konstanz, 20.30 Uhr Konstanzer Jazzherbst. Matthias Schriefl & Hilaria Kramer Quartet. Kulturzentrum am Münster Konstanz, 20.30 Uhr Yes I’m very tired now. Ein kleines Konzert #41. Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Napoleton. Digital Maximalism. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr

FILM

An Episode in the Life of an Iron Picker. Lebensmut und Überlebenskunst einer Roma-Familie. Kinok St.Gallen, 17.30 Uhr L’écume des jours. Michel Gondrys hinreissender Film nach Boris Vian. Kinok St.Gallen, 19.15 Uhr Die Donnervogelfrau. Der Herbst im Zeichen von Visionärinnen. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr What Maisie Knew. Ein kleines Mädchen leidet unter einem Scheidungskrieg. Kinok St.Gallen, 21 Uhr

BÜHNE

Faust_Requiem. Sprechoper nach Johann Wolfgang Goethe.

«Free Reign»: Clinic aus Liverpool im Palace Ein Fast-Grammy, Touren mit Radiohead und Arcade Fire – und doch haben Clinic immer nur mit dem grossen Erfolg geflirtet. Die Band aus Liverpool spielt clever-verspulten Art-Psychedelic-Pop und klingt, trotz Verweisen von Garage bis Kraut und von den Residents bis zu Velvet Underground, unverwechselbar. Das liegt auch am unverkennbaren Gesang von Ade Blackburn, der auch auf dem mittlerweile siebten Album «Free Reign» vor sich hin näselt, dass es eine wahre Freude ist. Wer jetzt zurückschreckt, kann aber beruhigt sein: «Clinic shows are really about dancing and having a good time». Freitag, 25. Oktober, 22 Uhr, Einlass 21 Uhr, Palace St.Gallen. palace.ch

Laurenzenkirche St.Gallen, 19.30 Uhr Ass-Dur. 1. Satz, Presto. Hochvirtuoses Musik-Kabarett. Kath. Kirche St.Laurentius Flawil, 20 Uhr Der Schienentröster. BeziehungsWaise. Man kann nicht keine Beziehung haben. Altes Kino Rankweil, 20 Uhr Tina Teubner. Männer brauchen Grenzen. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr Ursus & Nadeschkin. «Sechsminuten». Stadtsaal Wil, 20 Uhr Zum Ausgang bitte. Thomas Beck und Nicolas Biedermann. Schlösslekeller Vaduz, 20 Uhr Dimitri. Die schönsten Szenen aus seinen drei Soloprogrammen. Altes Kino Mels, 20.15 Uhr

LITERATUR

In Küstennähe. Mit dem Bündner Autor Joachim B. Schmidt. Kulturforum Amriswil, 20 Uhr Schürzennäherinnen. Lesung mit Jolanda Spirig. Wyborada Frauenbibliothek St.Gallen, 20 Uhr Neue Texte. Franz Kabelka, Bastian Kresser und Liko. Theater am Saumarkt Feldkirch, 20.15 Uhr Max Goldt. Die Chefin verzichtet. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr

Kochen ist Kunst ist Hingabe

Ein Mann mit vielen Gesichtern

Buchvernissage im Kraftwerk Was die Energie und Fähigkeiten betrifft, ist das Kochen mit jeder anderen Kunst vergleichbar. Kochrezepte reichen wie kein anderes Medium weit in die Vergangenheit zurück – und sind zugleich höchst individuell. Die liebsten Rezepte von neun Menschen des Tageszentrums Toggenburg liegen nun in einem Kochbuch von Nicolas Sourvinos und Marlis Frei vor. Die limitierte Auflage kann in den Räumlichkeiten des Ateliers in Krummenau erworben werden. Freitag, 25.Oktober von 15 bis 19 Uhr. Samstag, 26. Oktober von 10 bis 16 Uhr, Tageszentrum, Kraftwerk Krummenau. tageszentrumtoggenburg.ch

David Bröckelmann solo Auch in seinem zweiten Soloprogramm «Ausser Plan» zieht Imitator und Schauspieler David Bröckelmann alle Register: Das Saallicht geht aus, der Vorhang öffnet sich, doch der Künstler erscheint nicht. Alles ausser Kontrolle? Nein, nur ausser Plan. Kurzerhand springt Ersatz ein. Es sprechen Prominente aller Gattungen, Politiker treffen auf Fussballer, Unterhaltungskönige messen sich mit Schlagerstars und selbst der unverwüstliche Kasperli gibt sich samt Märchenensemble die Ehre. Ein kabarettistischer-musikalischer Theaterabend der anderen Art – unerwartet, abwechslungsreich und skurril. Samstag, 26. Oktober, 20.30 Uhr, Löwenarena Sommeri. loewenarena.ch

AUSSTELLUNG

Sammlungswelten – Die Welt in Schachteln. Gespräch mit Elmira Claude. Textilmuseum St.Gallen, 18.30 Uhr Josef Ebnöther – Himmel und Erde. Künstlergespräch. Museum Liner Appenzell, 19 Uhr Olga Titus, Martina Gmür, Fränzi Mädorin, Mia Diener. Vernissage. Nextex St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Französische Literatur. Sprache, Literatur und nationale Identität in F und D. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Gesellschaft und Geschlecht. Aktuelle St.Galler Forschung zur Bedeutung von Geschlecht. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Psychologie / Psychotherapie. Parallelwelten im Kindesund Jugendalter. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Spanische Sprache und Literatur. Los cuentos de Roberto Bolano. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr

KINDER

Geschichtenzeit. Erzählstunde in Mundart. Freihandbibliothek St.Gallen, 14.15 Uhr Petterson und Findus. Nach den Bilderbüchern von Sven Nordqvist. FigurenTheater St.Gallen, 14.30 Uhr

DIVERSES

Emita Kreativ Tage. Workshops Weihnachtsdekorationen. Alte Kaserne Winterthur, 10 Uhr

24.–25.10.

Worst Case Szenarios. Sachbücher. Palace St.Gallen, 20 Uhr

Fr 25. KONZERT

1. Mittagskonzert. Musik und Lunch mit Borodin. Tonhalle St.Gallen, 12.15 Uhr Musik-Ess-Bar. Songperlen von «More than Honey». Rab-Bar Trogen, 17 Uhr Blue Sugar. Blues, urban und modern. Zunfthaus zum Löwen Sargans, 19 Uhr Was soll ich aus dir machen, Ephraim. Kantate BWV 89 von J.S. Bach. Evang. Kirche Trogen, 19 Uhr Budapest Festival Orchestra. Werke von Mozart, Beethoven und Brahms. Tonhalle St.Gallen, 19.30 Uhr Blackbird Acoustic Night Vol. V. Das Festival. Flon St.Gallen, 20 Uhr Bodan Art Orchestra, feat. Peter Madsen. Jazz. Fürstenlandsaal Gossau, 20 Uhr Intimacy. Erfrischender VocalJazz, erdenschöne Balladen und Bossas. Fabriggli Buchs, 20 Uhr Irish Folk Festival 2013. Das Original. Casino Herisau, 20 Uhr Kammerkonzert. Mit dem Streichtrio Oreade. Katharinen St.Gallen, 20 Uhr Konstanzer Jazzherbst. Ersatzbrüder / Villerd/Ayler Quartet. Kulturzentrum am Münster

Konstanz, 20 Uhr Niconé. DeepHouse. Kugl St.Gallen, 20 Uhr On The Rocks. Covers zeitloser Rocksongs der vergangenen 40 Jahre. Quimby-Huus St.Gallen, 20 Uhr Portulak. Pop erfrischend anders. Kultur Punkt Flawil, 20 Uhr Seat Music Session. Mit Phil Dankner, Myron, Johannes Oerding, uvm. Einstein St.Gallen, 20 Uhr Who’s foolin’ who. Risk It!, Daily Riot, Scars Come Clean, Rabbit Lesson. TapTab Schaffhausen, 20 Uhr Harri Stojka Gypsysoul Quintett. Schloss Wartegg Rorschacherberg, 20.15 Uhr Nina Bradlin & Band. Schauspielerin und Sängerin aus Detroit. Esse Musicbar Winterthur, 20.15 Uhr The Boerderij Kamps Orchestra. Musik aus allen Windrichtungen. Kulturbar Baradies Teufen, 20.15 Uhr Urstimmen. Szenisches, Textliches und Musikalisches. Bären Häggenschwil, 20.15 Uhr Georg Breinschmid/Thomas Dobler/Emil Spanyi. 20 Years Without Frank Zappa. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr Niño. Singer, Songwriter. Theater 111 St.Gallen, 20.30 Uhr Barnakustica. Ethnojazz aus Barna. Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr Clinic & Venera 4. Cleververspulter Art-Psychedelic-Pop. Palace St.Gallen, 21 Uhr


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Saiten 10/2013

Jukebox-Juwelen Meinecke und Meliàn im Alpenhof Im Zeitalter von iTunes ist Vinyl ein so seltsames Relikt wie der prähistorische «iPod» namens Jukebox, der im Alpenhof regelmässig mit Musik aus der hauseigenen Sammlung bestückt wird. Die «Kuration» wird jeweils von Musikverrückten und Plattensüchtigen vorgenommen. Die aktuelle Jukebox (u.a. Tom Tom Club, Freda Payne, Yoko Ono, The Kinks, Tuxedomoon, Yello) bestückten die Musikerin und Künstlerin Michaela Meliàn und der Musiker und Schriftsteller Thomas Meinecke – er liest, und sie zeigt ihre Bilder. Samstag, 26. Oktober, 20 Uhr, Bar ab 19 Uhr. Kulturfrachter und Herberge Alpenhof Oberegg. alpenhofalpenhof.ch

Frank McComb. Intensives Soul- und Jazz-Feuerwerk. Jazzclub Rorschach, 21 Uhr Herrenmagazin. Hier darf der Mensch noch selber denken. Kula Konstanz, 21 Uhr Mephistosystem. Pop & Rock. Gare de Lion Wil, 21 Uhr The Saints Jazz Band. Dixieland, Boogie Woogie, und swingender Mainstream-Jazz. Grand Hotels Resort Bad Ragaz, 21 Uhr New York Wannabes. Ehrlicher, dreckiger Blues. Restaurant Schwarzer Engel St.Gallen, 22 Uhr

NACHTLEBEN

Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr Nachflohmarkt. DJ ???, Stöbern im Dunkeln. Kraftfeld Winterthur, 21 Uhr Thirtylicious. Disco ab 30. Salzhaus Winterthur, 21.30 Uhr

FILM

L’inconnu du lac. Schwimmen, Gespräche, Sex und Gefahr. Kinok St.Gallen, 17.30 Uhr Kurz in der Stadt. Kurzweiliges zur Stadt. Kinok St.Gallen, 19.30 Uhr Der Geschmack von Apfelkernen. Nach dem Roman von Katharina Hagenas. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr Schulden GmbH. Zwischen Schuldnern und Inkassanten. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr L’écume des jours. Michel Gondrys hinreissender

Die Hexe und der Maestro Daniela Lager erzählt eine Orchestergeschichte Eine aufregende Geschichte, für Kinder und Erwachsene gleichermassen spannend. Denn die Musik sorgt sozusagen für die Bilder zur Geschichte, sodass man alles ganz genau vor sich sieht und hört: ein Dorf mit etwas merkwürdigen Bewohnern, einen mutigen Maestro, einen dunklen Wald, in dem eine kleine Hexe ganz allein lebt – nur mit ihrer Katze und einem grossen Geheimnis, das hier noch nicht verraten sei. Die Leitung hat Howard Griffiths, Musik kommt von Fabian Künzli, und erzählt wird von Daniela Lager. Samstag, 26. Oktober, Zvieri ab 16.15 Uhr, Beginn 17 Uhr, Stadthaus Winterthur. musikkollegium.ch

Film nach Boris Vian. Kinok St.Gallen, 21.30 Uhr

BÜHNE

Der fliegende Holländer. Oper von Richard Wagner. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Mutter Courage und ihre Kinder. Schauspiel mit Musik von Bertolt Brecht und Paul Burkhard. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19.30 Uhr Patrik Cottet Moine. Emmoh‘L Nonac. Theater Schauwerk Schaffhausen, 19.45 Uhr Andreas Thiel – Macht. Erstaunliche Gedankengänge. Schlösslekeller Vaduz, 20 Uhr Ass-Dur – 1. Satz. MusikKabarett. Oberstufenzentrum Goldach, 20 Uhr Ass-Dur (D). 1. Satz – Presto. Kultur i de Aula Goldach, 20 Uhr Frida – Viva la vida. Stück von Leopold Huber mit Astrid Keller. Theater an der Grenze Kreuzlingen, 20 Uhr Game Over. Dance Artistic Company Deep Emotions. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Kathak. Indischer Tanz. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr Nora & the Gang. Bühne frei für Theaterfreaks, Rockgören, Sprachjongleure. Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr Sarah Hakenberg. Der Fleischhauerball. Liedermacherin und Geschichtenerzählerin. Diogenes Theater Altstätten, 20 Uhr Tina Teubner. Männer brauchen Grenzen. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr

Dynamit und drei Vögel

Junge Schweizer Kunst

Gerold Späth liest im Raum für Literatur Geschichtenerzähler sind für ihn soviel wie Geschichtenerfinder: kleine Schwindler oder grosse Lügner. Doch in den Geschichten von Gerold Späth über «seine» Stadt Rapperswil ist neben der lustvoll herbeifabulierten Fiktion eben immer auch ein Fakt versteckt. Danach darf man im neusten Roman «Drei Vögel im Rosenbusch» über Mademoiselle Hoggh und ihre Sippe aus dem Haus «Allhier Zum Blühenden Rosenbusch», in der mit einer Kiste Dynamit die «Milchbuben vom Landesverteidigungs-Circus» aufgeschreckt werden, gerne suchen. Dienstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr, Raum für Literatur Hauptpost St.Gallen. hauptpost.ch gdsl.ch

Ausstellung mit Shop, Bar, Lounge und Musik Bereits zum achten Mal lädt die Jungkunst zur Ausstellung mit jungen, wilden, sensiblen und leidenschaftlichen Künstlerinnen und Künstlern des zeitgenössischen Kunstgeschehens. 27 aufstrebende Schweizer Talente zeigen auf dieser einzigartigen Plattform für junge Schweizer Kunst ihre Bilder, Fotos und Installationen. Der Shop, die Bar, die gemütliche Lounge und die herrliche Infrastruktur versprechen entspannte Atmosphäre und interessante Momente. Zudem sorgt die Jungkunst mit toller Live-Musik und DJ’s für Flair bis spät in die Nacht. Los, Leute! Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. Oktober, Halle 52, Winterthur. jungkunst.ch

Ursus & Nadeschkin. «Sechsminuten». Stadtsaal Wil, 20 Uhr Barocco. Eine getanzte Reise durch ein Zauberschloss. PhönixTheater Steckborn, 20.15 Uhr Duocalva. Zauberflöte. CelloComedy mit Alain Schudel und Daniel Schaerer. Neuhaus Wängi, 20.15 Uhr Theatersport. Die Freischwimmer vs. Gastmannschaft. Theater am Gleis Winterthur, 20.15 Uhr

LITERATUR

Buch-Bühne des Appenzeller Verlags. Iisfee. Ein Märchen aus dem Gontner Hochmoor. Alte Stuhlfabrik Herisau, 19.30 Uhr Alain Mabanckou. AfriKaribik – Lesung, zum 30-Jahr-Jubiläum. Comedia St.Gallen, 20 Uhr Renato Kaiser / Enrico Lenzin. Integrational. Poetry Slam. Restaurant Löwen Sirnach, 20.15 Uhr

AUSSTELLUNG

Sie und Er. Führung. Museum Appenzell, 14 Uhr

DIVERSES

Emita Kreativ Tage. Workshops Weihnachtsdekorationen. Alte Kaserne Winterthur, 10 Uhr Kochbuchvernissage. Kochen ist Kunst, Kunst ist Hingabe. Kraftwerk Krummenau, 15 Uhr Italienisches Sprachencafé. Sprachkenntnisse praktizieren. Kino Rosental Heiden, 18.30 Uhr

25.–26.10.

Sa 26. KONZERT

Musikbar. accoeurdéoniste. Chansons mit Herz und Akkordeon. Rab-Bar Trogen, 17 Uhr BandXost. Vorausscheidung. Z88 Kreuzlingen, 19 Uhr Klangpodium vokal – instrumental. Vokale und instrumentale Soli. Alte Kaserne Winterthur, 19 Uhr Odeon Quintett. Brasilianischer Tango. Katharinensaal St.Gallen, 19 Uhr Schwyzer Lieder. Egger HobbyChor, Wiezikon. evangelische Kirche Wängi, 19.30 Uhr Bettina Castaño & Alder Buebe. Es durchdringen sich die verschiedenen Musikstile. KulturWerkstatt Wil, 20 Uhr Blackbird Acoustic Night Vol. V. Das Festival. Flon St.Gallen, 20 Uhr Bodan Art Orchestra, feat. Peter Madsen. Jazz. Jazzseminar Dornbirn, 20 Uhr Cosmic Space Girl. Feat. The Don’t Knows & The Gegus. Bankk Wildhaus, 20 Uhr Konstanzer Jazzherbst. Matthias Schriefl Festivalband. Kulturzentrum am Münster Konstanz, 20 Uhr Landstreichmusik. Ländler, Polkas, Walzer. Kultur Punkt Flawil, 20 Uhr Seat Music Session. Mit Phil Dankner, Myron, Johannes Oerding uvm. Einstein St.Gallen, 20 Uhr

Steff la Cheffe. First Lady des Mundart Rap. Kammgarn Schaffhausen, 20 Uhr Yes I’m very tired now. Support. St.Kitts Royal Orchestra. Pontem Kultur am Viadukt Herisau, 20 Uhr Duo Calva. Heute Abend – Zauberflöte. Grosse Oper für zwei Celli. Schulhaus Sandbänkli Bischofszell, 20.15 Uhr Neue Musik aus Europa. Mdi Ensemble aus Milano. Theater am Gleis Winterthur, 20.15 Uhr Urstimmen. Szenisches, Textliches und Musikalisches. Bären Häggenschwil, 20.15 Uhr Balkan Night. Prekmurski Kavbojci, Dexter Doom & The Loveboat Orchestra. Eisenwerk Frauenfeld, 21 Uhr Dust Covered Carpet. Nicht mehr bildhaft, sondern deutlich und direkt. Spielboden Dornbirn, 21 Uhr Luk von Berge. Mundart-Liedermacher aus Zürich. Cuphub Arbon, 21 Uhr Nö Mercy & Razzmattazz. Rock-Konzerte. T.O.M. – Temple of Music Kreuzlingen, 21 Uhr Das Leben ist kein Ponyhof, Saalschutz. Additonal RaveMukke. Salzhaus Winterthur, 22 Uhr Nachtbar. Sophia Egerova am Flügel & DJ Franz Friedrich. Palace St.Gallen, 22 Uhr

NACHTLEBEN

35+ Party. Disco. Kantonsschulhaus Romanshorn, 20 Uhr


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FILM

Von heute auf morgen. Bewegendwitziger Dokumentarfilm über das Altern. Kinok St.Gallen, 15.30 Uhr Portugal, mon amour. Komödie über eine portugiesische Familie in Paris. Kino Rosental Heiden, 17.15 Uhr L’écume des jours. Michel Gondrys hinreissender Film nach Boris Vian. Kinok St.Gallen, 19.30 Uhr Z’Alp. Öberefahre. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr Shadow Dancer. Eine Mutter gerät in Nordirland zwischen die Fronten. Kinok St.Gallen, 21.30 Uhr

BÜHNE

Barocco. Eine getanzte Reise durch ein Zauberschloss. Phönix-Theater Steckborn, 19 Uhr Moses – Die 10 Gebote. Musical von Michael Kunze und Dieter Falk. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Ass-Dur – 1. Satz. Musik-Kabarett. Oberstufenzentrum Goldach, 20 Uhr Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde. Komödie des Spielkreis Götzis. Ambach Kulturbühne Götzis, 20 Uhr Frida – Viva la vida. Stück von Leopold Huber mit Astrid Keller. Theater an der Grenze Kreuzlingen, 20 Uhr Patrik Cottet Moine. Geradlinig wie ein Strommast. Thurgauerhof Weinfelden, 20 Uhr Pozoriste. One Stvari. Stadthof Rorschach, 20 Uhr Sarah Hakenberg. Der Fleischhauerball. Literarisch-musikalisches Kabarett. Alte Mühle Gams, 20 Uhr Tina Teubner. Männer brauchen Grenzen. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Um die Kante kurven. Duo Bildhübsch. Theater 111 St.Gallen, 20 Uhr Ursus & Nadeschkin. Fulminant, atemberaubend, spektakulär. Stadtsaal Wil, 20 Uhr Zum Ausgang bitte. Thomas Beck und Nicolas Biedermann. Schlösslekeller Vaduz, 20 Uhr Bänz Friedli. Satire, die das Leben schreibt. Chällertheater im Baronenhaus Wil, 20.15 Uhr Gangster – Gören – Grossmama. Kriminalkomödie. Altes Kino Mels, 20.15 Uhr Perpetuo Mobile Teatro. Und es bewegt sich doch. ChössiTheater Lichtensteig, 20.15 Uhr David Bröckelmann. Ausser Plan. Löwenarena Sommeri, 20.30 Uhr

AUSSTELLUNG

Sie und Er. Führung. Museum Herisau, 10 und 16.30 Uhr Werkschau TG 2013. Stafettenvernissage. Neuer Shed Frauenfeld, Kunstmuseum Thurgau Ittingen, Kunstraum Kreuzlingen, Kunsthalle Arbon, Galerie Bleisch Arbon, ab 14 Uhr Best of 24 Stunden Comics 2013. Alte Kaserne Winterthur, 17 Uhr Ruedi Sutter – Fotografien. Schloss Dottenwil Wittenbach, 17 Uhr Resonanzmomente. Michaela Stuhlmann und Marc Jenny, Klangperformance, Kunsthalle Arbon, 18 Uhr

KINDER

Arabische Erzählstunde. Märchenstunde. Freihandbibliothek St.Gallen, 13 Uhr Hans im Glück. Kinderstück nach den Gebrüdern Grimm. Theater St.Gallen, 14 Uhr Hörbe mit dem grossen Hut. Eine Geschichte von Otfried Preussler. Stadttheater Schaffhausen, 14 und 17 Uhr Kasperletheater. Mit Unterstützung von Seppl und Gretl. Spielboden Dornbirn, 15 Uhr Grimm & Co.. Dornröschen. Erzähltheater frei nach den Brüdern Grimm. Tak Schaan, 16 Uhr Die Hexe und der Maestro. Eine märchenhafte Orchestergeschichte. Stadthaus Winterthur, 16.15 Uhr

DIVERSES

Natureinsatz. Hecken pflanzen. Pflanzung einer Hecke zur Förderung der Artenvielfalt. Im Simmelacker Wittenwil, 9 Uhr Emita Kreativ Tage. Workshops Weihnachtsdekorationen. Alte Kaserne Winterthur, 10 Uhr Kochbuchvernissage. Kochen ist Kunst, Kunst ist Hingabe. Kraftwerk Krummenau, 10 Uhr Nellenkapf – ein aussergewöhnlicher Wald. Führung durch das Sonderwaldreservat Nellenkapf. Haltestelle Mohren Reute, 10.30 Uhr Jukebox. Lesung von Thomas Meinecke und Bilder von Michaela Meliàn. Alpenhof Oberegg, 20 Uhr Ratzliedli singen. Für Jedermann. Gasthaus Rössli Brülisau, 20 Uhr

So 27. KONZERT

Schwyzer Lieder. Egger HobbyChor, Wiezikon. Evang. Kirche Sirnach, 16 Uhr Aurora Trio. Mit Augusti Fernandez, Barry Guy und Ramon Lopez. Kleinaberfein St.Gallen, 17 Uhr Bodan Art Orchestra, feat. Peter Madsen. Jazz. Aula Gringel Appenzell, 17 Uhr Chor- und Orgelkonzert. Kath. Kirche Romanshorn, 17 Uhr Ensemble Quizas. Werke von Milhaud, Villa-Lobos u.a. Klosterkirche Paradies Schlatt, 17 Uhr Johannes Brahms. Ein Deutsches Requiem op. 45. Mit dem Madrigalchor Wetzikon. Tonhalle St.Gallen, 17 Uhr

Joseph Haydn. Die Jahreszeiten. Mit Chor und Orchester Cantores Corde. Kath. Kirche Weinfelden, 17.15 Uhr Fürstenlandquartett und junge Solisten. Werke von Mendelssohn Bartholdy, Händel, uvm. Kirche Haldenbüel Gossau, 19 Uhr Herbstkonzert. Harfe, Oboe und Orgel. Kath. Kirche Oberegg, 19 Uhr Luca Hänni. Living the dream. Casino Herisau, 19 Uhr Schön wie es begann. Lisa Berg, David Ruosch & Curdin Janett. Esse Musicbar Winterthur, 19.30 Uhr Julia Holter. Rock, Indie, Alternative aus Los Angeles. Salzhaus Winterthur, 20 Uhr Walter Trout. Bluesrock aus den USA. Eisenwerk Frauenfeld, 20.15 Uhr

Grenzüberschreitend Das Festival Perform now! In Winterthur Vom 3. bis 6. Oktober 2013 ist Perform now! bereits zum dritten Mal in Winterthur Plattform und Bühne für Kunst- und Kulturschaffende, die an möglichen oder unmöglichen Grenzziehungen zwischen Kunst, Tanz, Theater und Musik arbeiten. Perform now! wartet dieses Jahr mit über 25 Produktionen auf. Zum Programm gehören u.a. auch das diskursive Festival trans:script in der Kunsthalle und trans:formator, die Nachwuchsplattform. Donnerstag, 3. Oktober bis Sonntag, 6. Oktober, Gaswerk Winterthur, Kunsthalle Winterthur und andere Orte perform-now.ch

FILM

Portugal, mon amour. Witzige Komödie über die Portugiesen von Paris. Kinok St.Gallen, 11 Uhr Schwemmholz, Mais und Torf – Das Rheintal im Film. Mit einem Kommentar von Markus Kaiser. Kinok St.Gallen, 13 Uhr Meine keine Familie. Eine Kindheit in der Kommune von Otto Mühl. Kinok St.Gallen, 18 Uhr What happiness is. Über das unabhängige Königreich Bhutan. Kino Rosental Heiden, 19.15 Uhr Annelie. Gemeinsam am Rand. Gaswerk Winterthur, 19.30 Uhr Urbanized. Über die Entwicklung von Grossstädten. Kinok St.Gallen, 20 Uhr

Saiten 10/2013

Electronic Music Review. Jungle & Drum’n’Bass. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr SwingInnovation. Swing, Boogie und Westcoastswing mit DJ Walter. Dance Inn Münchwilen, 20.30 Uhr Bravo Hits Party Nr.4. Mit den legendären DJ s’Gerät und DJ Dark Diggler. Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr Radio Rasa Birthday Party. 15 Years On Air. TapTab Schaffhausen, 22 Uhr The Moustache. Electroswing Party. Gare de Lion Wil, 22 Uhr

BÜHNE

Don Giovanni. Oper von W.A. Mozart. Theater St.Gallen, 14.30 Uhr Aus dem Western kommt man nur im Sarg. Theaterprojekt von der William Steaksbeer Company. Stars and Stripes St.Gallen, 17 Uhr Carl Meffert alias Clément Moreau. Nacht über Deutschland. Kellerbühne St.Gallen, 17 Uhr Du gehst mir nicht nach Paris. Szenische Hommage an den Maler Martin Frommelt. Tak Schaan, 17 Uhr Gangster – Gören – Grossmama. Kriminalkomödie. Altes Kino Mels, 17 Uhr Traumschiff. Mit Voci Eleganti. Gemeindehaussaal Ennenda, 17 Uhr How to Pray. Tanzpremiere. Grabenhalle St.Gallen, 19 Uhr Ezem. Tanztheater mit Lesung. Kartause Ittingen Warth, 19.30 Uhr Um die Kante kurven. Duo Bildhübsch. Theater 111 St.Gallen, 20 Uhr Zum Ausgang bitte. Thomas Beck und Nicolas Biedermann. Schlösslekeller Vaduz, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Home! Sweet Home! – Vom (un) heimeligen Zuhause in der Kunst. Führung. Kunstmuseum St.Gallen St.Gallen, 11 Uhr Sammlungswelten – Die Welt in Schachteln. Führung. Textilmuseum St.Gallen, 11 Uhr Wildes Indien – Himalaya zwischen Tibet und Burma. Führung.

26.–28.10.

Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr

VORTRAG

Fragebogen I-XI. Einführung in das Max Frisch-Projekt. Lokremise St.Gallen, 11 Uhr Monatsgast. Die Teufnerin Bettina Castaño. Kaffeehaus St.Gallen, 11 Uhr

KINDER

AugenBlicke. Familien-Kunstplausch. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 14 Uhr Hörbe mit dem grossen Hut. Eine Geschichte von Otfried Preussler. Stadttheater Schaffhausen, 14 Uhr Petterson und Findus. Nach den Bilderbüchern von Sven Nordqvist. FigurenTheater St.Gallen, 14.30 Uhr Ich, einfach unverbesserlich 2. Trickfilm. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr Dick und Doof - Die Doppelgänger. Ein Filmspass für die ganze Familie. Kinok St.Gallen, 15.15 Uhr Kiko 15. Sagen und Geschichten des Mittelalters. Chössi-Theater Lichtensteig, 16 Uhr

Mo 28. KONZERT

Neo Barock. Virtuose Kammermusik aus Österreich und Süd-

deutschland. Rathaus Frauenfeld, 20 Uhr The Desoto Caucus. So gut! Uns fehlen die Worte. Portier Winterthur, 20.30 Uhr

FILM

Shadow Dancer. Eine Mutter gerät in Nordirland zwischen die Fronten. Kinok St.Gallen, 18.15 Uhr Portugal, mon amour. Witzige Komödie über die Portugiesen von Paris. Kinok St.Gallen, 20.30 Uhr

BÜHNE

Moses – Die 10 Gebote. Musical von Michael Kunze und Dieter Falk. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr

VORTRAG

Geographie. Geographie in der Öffentlichkeit. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Italienische Sprache und Literatur. Parole e immagini. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Kunstgeschichte. Kopie, Zitat und Aneignung. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Musik/Musikgeschichte. Johnny Cash und die Country- und FolkTradition. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Hildegard von Bingen. Mensch, Musik & Medizin. Sokrates Gesundheitszentrum Güttingen, 19.30 Uhr Kurs am Montag. Folgen von Stress während der Schwanger-


73

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Eine gute Dosis Kunst

Saiten 10/2013

ArtDesign-Messe in Feldkirch Die ArtDesign Feldkirch verbindet als Plattform mehrere Disziplinen im Gestaltungsbereich: zeitgenössische angewandte und bildende Kunst, Design, Mode, Produktgestaltung und Architektur. Die Messe mit über 100 Ausstellern aus dem In- und Ausland findet im Landeskonservatorium, dem Pförtnerhaus, im alten Hallenbad und in der Musikschule statt. Für alle, die ein etwas dünneres Portemonnaie haben, ist auch dieses Jahr der Kunstautomat installiert – dort kann man sich Kunst und Design für kleines Geld ziehen. Freitag, 11. bis Sonntag, 13. Oktober, Reichenfeld-Areal Feldkirch. artdesignfeldkirch.at

schaft. Psychiatrische Klinik Wil, 19.30 Uhr ÜberLebensWille. Live-Reportage. Casino Frauenfeld, 19.30 Uhr Stadt und Region St.Gallen – Medien. Ostschweizer Medienlandschaft - digitalisiert. Universität St.Gallen, 20.15 Uhr

KINDER

Petterson und Findus. Nach den Bilderbüchern von Sven Nordqvist. FigurenTheater St.Gallen, 14.30 Uhr

Di 29. KONZERT

Grigory Sokolov. Werke von Schubert. Vaduzer-Saal, 20 Uhr

NACHTLEBEN

Editanstalt. Phonographic Transmissions from the Wardenclyffe Plant. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr

FILM

L’écume des jours. Michel Gondrys hinreissender Film nach Boris Vian. Kinok St.Gallen, 17.30 Uhr Metropolis. Fritz Langs berühmter Stummfilmklassiker. Kinok St.Gallen, 19.30 Uhr What Maisie knew. Rocksängerin streitet mit Kunsthändler um Sorgerecht. Kino Rosental Heiden, 20.15 Uhr La vida secreta de las palabras.

Flüchtiges – Zeichen vom Leben

Durch Anpassung zum Erfolg

Werkschau in fünf Räumen

Gertrud Kohli mit Tusche auf Japanpapier In ihrer Ausstellung für den Kunstraum Engländerbau zeigt Gertrud Kohli ihre neueste Werkgruppe: schwarze Tuschezeichnungen auf grossformatigem Japanpapier. Die Arbeiten nehmen Bezug auf ihre reduzierte zeichenhafte Bildsprache der letzten Jahre, knüpfen gleichzeitig aber auch an frühe Aktzeichnungen und Kompositionen aus den Jahren 1994 und 1998 an. Die Tiefen des Lebens auszuloten, dem Wesentlichen der Dinge und der Menschen auf die Spur zu kommen, ist Gertrud Kohlis künstlerische Obsession. Bis 20. Oktober, Kunstraum Engländerbau Vaduz. kunstraum.li

Sonderausstellung im Naturmuseum Thurgau Mit wenigen Wildtierarten scheinen wir so vertraut zu sein wie mit dem Reh. Die Sonderausstellung «Das Reh – Durch Anpassung zum Erfolg» im Naturmuseum Thurgau gibt neue und überraschende Einblicke in das Leben dieses Wildtiers. Biologie, Lebensweise und Zusammenleben der Rehe mit uns Menschen sind die thematischen Schwerpunkte. Lebensechte Präparate, Filme und Fotos zeigen das Reh in ungewöhnlichen Lebensräumen, und eine Computersimulation erklärt die Folgen der Bejagung. Bis 20. Oktober, Naturmuseum Thurgau Frauenfeld. Dienstag bis Samstag, 14 bis 17 Uhr und Sonntag, 12 bis 17 Uhr. naturmuseum.tg.ch

Die Thurgauer Werkschau zeigt aktuelle Arbeiten von über 50 Kunstschaffenden der Region. Ziel ist es, deren Werke und ihre Facetten der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Verteilung auf fünf Kunsträume, welche die Ausstellung auch kuratorisch betreuen, entspricht dem dezentralen Profil des Kantons. Das Rahmenprogramm umfasst Künstlergespräche, Performances und Festanlässe. Eröffnet wird mit einer Staffettenvernissage am 26. Oktober um 14 Uhr im «neuen shed» im Eisenwerk Frauenfeld. Von dort geht die Reise per Bus weiter zu den anderen Räumen und endet mit einem Fest in der Galerie Adrian Bleisch in Arbon. Samstag, 26. Oktober bis Sonntag, 17. November, Diverse Orte. werkschautg.ch

Geheimnisse, Sehnsüchte, Trauer, Schmerz und Freude. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr

BÜHNE

Der fliegende Holländer. Oper von Richard Wagner. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Wir lieben und wissen nichts. Stück von Moritz Rinke. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19.30 Uhr Der Ausflug. Kabarett von Maria Neuschmid und Jörg Adlassnigg. Hofsteigsaal Lauterach, 20 Uhr Milena Moser. Das wahre Leben. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr

DIVERSES

Englisches Sprachencafé. Sprachkenntnisse praktizieren. Kino Rosental Heiden, 18.30 Uhr

Mi 30. KONZERT

Drei Vögel im Rosenbusch. Von Gerold Späth, Lesung. Raum für Literatur St.Gallen, 19.30 Uhr

Adrian Emanuel Egli 5tett. Live Jazz uvm. Stickerei St.Gallen, 20 Uhr Appenzeller Musik. Streichmusik. Hof Weissbad, 20 Uhr Jazz Now. Box Quartett mit Gästen. Eisenwerk Frauenfeld, 20.15 Uhr Bullaugenkonzert #36. Wolfman. Electronic, Pop und Blues. Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr

VORTRAG

FILM

LITERATUR

Kulturgeschichte. Demokratie und Autokratie in der Geschichte Russlands. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Nordamerikanische und Britische Literatur. The Short Story. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Zeitgeschichte. Das Werden der modernen Schweiz - 1. Teil. 1845 bis 1918. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr

KINDER

Grimm & Co.. Dornröschen. Erzähltheater frei nach den Brüdern Grimm. Tak Schaan, 10 Uhr

Von heute auf morgen. Bewegend-witziger Dokumentarfilm über das Altern. Kinok St.Gallen, 14.15 Uhr Meine keine Familie. Eine Kindheit in der Kommune von Otto Mühl. Kinok St.Gallen, 16.15 Uhr What Maisie Knew. Ein kleines Mädchen leidet unter einem Scheidungskrieg. Kinok St.Gallen, 18.15 Uhr Kurz & Knapp. Corto y Breve – Kurzfilme aus Lateinamerika. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Helsinki, Forever. Berührende Liebeserklärung an Helsinki. Kinok St.Gallen, 20.30 Uhr

28.–31.10.

Walter Makes Money. Der Herbst im Zeichen von VisionärInnen. Spielboden Dornbirn, 20.30 Uhr

BÜHNE

Don Giovanni. Oper von W.A. Mozart. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Gala Bolshoi Brasil. Ballett-Gala mit der «Companhia Jovem do Bolshoi Brasil». Stadttheater Schaffhausen, 19.30 Uhr An Einspänner bittschen! Lieder & Geschichten aus der Welt des Kaffeehauses. Parfin de siècle St.Gallen, 20 Uhr Elzéard Bouffier – der Mann der Bäume pflanzte. Schauspiel von Jean Giono. Theater 111 St.Gallen, 20 Uhr Hohe Stirnen. I bi meh aus eine. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Aussetzer. Ein Stück über Druck und Gegendruck. Theaterhaus Weinfelden, 20.15 Uhr

AUSSTELLUNG

J.-P. Brisset,philologue, prince des penseurs. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Seniorenakademie Berlingen. Risiken des Klimawandels. Kronenhof Berlingen, 14.20 Uhr Kulturgeschichte. Chinesische Frauen in Geschichte und Gegenwart. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Ostasiens Staatenwelt und der Aufstieg Chinas. Mit Peter Forster. Berufsschul- und Kurs-

zentrum Rosenegg (Torggel) Kreuzlingen, 19.30 Uhr Erfolg in der Schule. Vortrag von Heidi Wolf und Urs Wolf. Schulhaus Auen Frauenfeld, 20 Uhr Ihr eigener Strom. Energiestrategie 2050. Restaurant Hirschen Bütschwil, 20 Uhr Architektur. Architektur im Film – Klassiker und Geheimtipps. Universität St.Gallen, 20.15 Uhr

KINDER

Hans im Glück. Kinderstück nach den Gebrüdern Grimm. Theater St.Gallen, 14 Uhr Nenn mich nicht Stadt! Kinder Kunst Klub. Kunstzone Lokremise St.Gallen, 14 Uhr Märchenstunde. Es erzählen. Kathrin Raschle und Karin Arter. Freihandbibliothek St.Gallen, 17 Uhr

Do 31. KONZERT

Pepe Lienhard Big Band. It’s Swing Time. Tonhalle St.Gallen, 19.30 Uhr Papermoon. Akustik-Folk-Duo. Ambach Kulturbühne Götzis, 20 Uhr Big Band Liechtenstein. Feat. James Morisson. Tak Schaan, 20.09 Uhr Cara. Irish Music. Theater am Saumarkt Feldkirch, 20.15 Uhr


74 tur. Los cuentos de Roberto Bolano. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Grossstadt Winterthur. Wachstum und Bauen. Alte Kaserne Winterthur, 19 Uhr

NACHTLEBEN

Petterson und Findus. Nach den Bilderbüchern von Sven Nordqvist. FigurenTheater St.Gallen, 14.30 Uhr

DJ Pfaff Caesi. Universoul. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Tendencies #003. TBA. Grabenhalle St.Gallen, 22 Uhr

FILM

Portugal, mon amour. Witzige Komödie über die Portugiesen von Paris. Kinok St.Gallen, 17 Uhr An Episode in the Life of an Iron Picker. Lebensmut und Überlebenskunst einer Roma-Familie. Kinok St.Gallen, 18.45 Uhr Hasta la vista. Unterhaltsame Komödie um Solidarität. Spielboden Dornbirn, 19 Uhr What Maisie Knew. Ein kleines Mädchen leidet unter einem Scheidungskrieg. Kinok St.Gallen, 20.15 Uhr L’écume des jours. Michel Gondrys hinreissender Film nach Boris Vian. Kinok St.Gallen, 22 Uhr The Peacemaker. Actionfilm mit George Clooney und Nicole Kidman. Kino Rosental Heiden, 22 Uhr

BÜHNE

Aussetzer. Ein Stück über Druck und Gegendruck. Theaterhaus Weinfelden, 14.15 Uhr Rochade Varieté. Bierhof ist Tivoli, Tivoli ist Bierhof. Restaurant Bierhof St.Gallen, 19 Uhr Moses – Die 10 Gebote. Musical von Michael Kunze und Dieter Falk. Theater St.Gallen, 19.30 Uhr Mutter Courage und ihre Kinder. Schauspiel mit Musik von Bertolt Brecht und Paul Burkhard. Theater am Kornmarkt Bregenz, 19.30 Uhr Kultur- und Theatertage. Susanne Kunz. Schlagzeugsolo – eine Frau am Höhepunkt. Bühne Marbach, 20 Uhr Behind the body. La Verita Dance Company. Theater am Gleis Winterthur, 20.15 Uhr

LITERATUR

Bettina Spoerri – Konzert für die Unerschrockenen. Literatur am Donnerstag. Bodman-Literaturhaus Gottlieben, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Sammlungswelten – Die Welt in Schachteln. Gespräch mit Ursula Karbacher. Textilmuseum St.Gallen, 18.30 Uhr Hinter der Bar. Kunsttreffpunkt. Nextex St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Französische Literatur. Sprache, Literatur und nationale Identität in F und D. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Gesellschaft und Geschlecht. Aktuelle St.Galler Forschung zur Bedeutung von Geschlecht. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Psychologie / Psychotherapie. Parallelwelten im Kindesund Jugendalter. Universität St.Gallen, 18.15 Uhr Spanische Sprache und Litera-

KINDER

DIVERSES

Von Gallus bis Paul Grüninger. Kulturgeschichtliche Stadtwanderung. Kathedrale St.Gallen, 18 Uhr Töggeliturnier. Töggele, Bier & Schnaps. Salzhaus Winterthur, 20 Uhr

Kunst ALTE KASERNE. Technikumstrasse 8, Winterthur, +41 52 267 57 75, altekaserne.ch Andreas Thiel – Wenn Ajatollahs trinken. Wer Andreas Thiels Texte liest, weiss nie genau, ob das, was da geschrieben steht, ernst gemeint ist oder ob er gerade wieder über Thiels schwarzen Humor gestolpert ist. Umso befreiender sind Thiels Cartoons. 24.09.2013 bis 26.10.2013 Best of 24 Stunden Comics 2013. Die besten Originalbilder, die am 24-Stunden-Comics 2013 gezeichnet worden sind. 27.10.2013 bis 16.11.2013 BERNERHAUS )KUNSTVEREIN FRAUENFELD*. Bankplatz 5, Frauenfeld, kunstverein-frauenfeld.ch Willi Tobler «gefundene – erfundene Landschaften». Skizzen, Zeichnungen, Aquarelle nach der Natur bilden konkrete, «gefundene» Landschaften ab und werden als recherchiertes Rohmaterial Ausgangspunkt für «erfundene» Landschaften. 22.09.2013 bis 20.10.2013 BIBLIOTHEK HERISAU. Poststrasse 9, Herisau, +41 71 351 56 16, biblioherisau.ch Hans Schweizer. 28.08.2013 bis 17.11.2013 CLIENIA. Littenheid, +41 71 929 60 60, clienia.ch Claudia Frick. Malen und Zeichen ist der aktuelle Schwerpunkt des Schaffens von Claudia Frick. Mit unglaublich detailreichen Kunstwerken schafft sie es, den Betrachter immer wieder von Neuem in den Bann zu ziehen. 10.08.2013 bis 18.10.2013 EISENWERK. Industriestrasse 23, Frauenfeld, +41 52 728 89 82, eisenwerk.ch Sommeratelier. Sasha Huber. Medien in denen sie unter anderem arbeitet sind Video, Fotografie, Zeichnung, Intervention, Installation, Graphic Design, Publikation und Tackern. Sasha Huber ist Mitglied des

transatlantischen Komitees Démonter Louis Agassiz (1807– 1873). 07.09.2013 bis 19.10.2013 Werkschau TG 2013. Max Bottini & Räto Harder, Gabi Deutsch, Cécile Hummel, Roland Iselin, Ute Klein, Valentin Magaro, Raoul Müller, Meinrad Schade, Conrad Steiner, Nadja Wüthrich. 26.10.2013 bis 17.11.2013

Benno Meier. Malerei. 23.08.2013 bis 20.10.2013 Benno Meier. Bei Benno Meier trifft heftig-pastoser Pinselstrich auf zarte Akzente, die wie mit dem Bleistift gesetzt wirken. Kunterbunteste Farbmischungen treffen auf monochrome Bildflächen. 24.08.2013 bis 20.10.2013

KULTURRAUM AM KLOSTER+ PLATZ. Klosterhof 1, St.Gallen, +41 58 229 38 73, kultur.sg.ch Aby Warburg. Mnemosyne Bildertafeln Atlas. Das Hauptwerk des Kulturhistorikers in Rekonstruktionen und Debatten. 17.10.2013 bis 17.11.2013

FOTOMUSEUM WINTERTHUR. Grüzenstrasse 44 & 45, Winterthur, +41 52 234 10 60, fotomuseum.ch Cross Over. Fotografie der Wissenschaft & Wissenschaft der Fotografie. Von der Dokumentation zur Taxonomie, über das Ordnungschaffen bis hin zur wissenschaftlichen Inszenierung und zum Theater der Wissenschaft. 07.09.2013 bis 17.11.2013 This Infinite World – Set 10. Mit This Infinite World – Set 10 aus der Sammlung des Fotomuseum Winterthur, der zweiten Jubiläumsausstellung, geht der britische Künstler Paul Graham dem Wechselspiel von Fotografie und Wirklichkeit nach. 08.06.2013 bis 09.02.2014

GALERIE PAUL HAFNER )LAGERHAUS*. Davidstrasse 40, St. Gallen, +41 71 223 32 11, paulhafner.ch Julia Bornefeld «Final Play». Die Künstlerin verbindet Malerei, Objekte und Fotoarbeiten zu einer mehrstimmigen Rauminstallation. Der Klang der Musik ertönt lautlos in dieser Werkreihe «Final Play». 07.09.2013 bis 12.10.2013

KUNSTHALLE WIL. Grabenstrasse 33, Wil SG, +41 71 911 77 71, kunsthallewil.ch Frank Louis. Bizarre und teils surreale Installationen. Zu sehen sind neben riesig vergrösserten Wattestäbchen oder mit Kunstpelz überzogene Bettflaschen auch keramische Plastiken, die an zusammengesunkene Tragtaschen mit Henkeln erinnern. 01.09.2013 bis 13.10.2013 The wizard’s chamber. The Wizard’s Chamber versteht sich als Hommage an Nikola Tesla. Die Ausstellung untersucht die kognitiven und kreativen Aspekte von Denkprozessen und Fragestellungen der Wissenschaft im Verhältnis zur zeitgenössischen Kunst. 07.09.2013 bis 10.11.2013

FOTOSTIFTUNG SCHWEIZ. Grüzenstrasse 45, Winterthur, +41 52 234 10 30, fotostiftung.ch Emil Schulthess – Retrospektive. Emil Schulthess hat die Fotografie immer wieder eingesetzt, um neue Territorien zu erkunden. Die intensive Beobachtung der Natur gehörte ebenso zu seinen Schwerpunkten wie die Erforschung anderer Kulturen. 07.09.2013 bis 16.02.2014 GALERIE ADRIAN BLEISCH. Schmiedgasse 4, Arbon, +41 71 446 38 90, galeriebleisch.ch Fredi Bissegger – Werkgruppen. 21.09.2013 bis 19.10.2013 Werkschau Thurgau 2013. 26.10.2013 bis 17.11.2013 GALERIE CHRISTIAN ROELLIN. Talhofstrasse 11, St. Gallen, +41 71 246 46 00, christianroellin.com Willi Oertig. Einer der aktivsten und unabhängigen Landschaftsmaler der Schweiz. Als Autodidakt malte der Künstler bisher über tausend Werke und malt weiter. Als Aussenseiter entdeckt und gefeiert, hat sich der Künstler seither zum Realisten entwickelt. 07.09.2013 bis 16.11.2013 GALERIE GEIGER. Fischmarkt 5 a, Konstanz, +49 7531 917 53 1, galerie-geiger.de Rupprecht Geiger. Seine aktuelle Präsenz in den Museen spricht für sich. Allein in den letzten sechs Monaten waren Werke von Rupprecht Geiger in großen Ausstellungen in Göppingen, Hannover, Düsseldorf und Paris zu sehen. 31.08.2013 bis 09.10.2013 GALERIE IM BAHNHOF. Bahnhofplatz 2, St. Gallen, +41 71 228 15 00, klubschule.ch

KUNST

GALERIE SCHÖNENBERGER. Florastrasse 7, Kirchberg SG, +41 71 931 91 66, galerie-schoenenberger.ch Neues aus den Ateliers. 20.10.2013 bis 10.11.2013 GALERIE VOR DER KLOSTERMAUER. Zeughausgasse 8, St. Gallen, +41 78 775 56 49, klostermauer.ch Katrin Mosimann. 25.10.2013 bis 17.11.2013 Veronika Bischoff. «Dazwischen». 13.09.2013 bis 06.10.2013 GALERIE.Z. Landstrasse 11, Hard, +43 650 648 20 20, galeriepunktz.at Gottfried Bechtold. Gottfried Bechtold zeichnet «Akte» – an Barren und Reck unbedarft Gymnastik treibend. Ganz bei sich. Unter Glühbirnen Onanierende. Unter Lustern schlaff an Ringen hängend, oder mit Reifen spielende Frauen. Wesen von Leibesfülle und Körperlichkeit. 05.09.2013 bis 05.10.2013 HALLE 52. Katharina Sulzer Platz, Winterthur, jungkunst.ch Jungkunst. Junge Schweizer Kunst 2013. 24. bis 27. 10.2013 K12 GALERIE. Kirchstrasse 12, Bregenz, +43 664 123 32 12, k12galerie.at Junge Malerei - Fünf Positionen. Anlässlich der “ORF Langen Nacht der Museen” wird die Ausstellung mit Malerei der jüngeren Generation eröffnet. Leitgedanken der ausgestellten Werke sind sowohl das Ausloten des Raums der Leinwand sowie das Verhältnis der Malerei zum «realen» Raum. 06.10.2013 bis 02.11.2013 KLINIK AM ROSENBERG HIRSLANDEN. Hasenbühlstrasse 11, Heiden, +41 71 898 52 52, hirslanden.ch Charles Thomann. Seine Bilder enthalten Sensibilität, Dynamik und spontane Ausdruckskraft. «Ich male das – was mich in meinen Gedanken und Gefühle bewegt, ohne mich an Trends zu orientieren». 27.09.2013 bis 31.12.2013

KUNSTHALLE ARBON. Grabenstrasse 6, Arbon, +41 71 446 94 44, kunsthallearbon.ch Werkschau Thurgau 2013. 26.10.2013 bis 17.11.2013 KUNSTHALLE ST. GALLEN. Davidstrasse 40, St. Gallen, +41 71 222 10 14, k9000.ch David Renggli. Die unerwartete Verbindung von einer Vielzahl verschiedener Alltagsmaterialien und -motiven charakterisieren die skulpturalen Objekte und räumlichen Installationen von David Renggli. 17.08.2013 bis 27.10.2013 KUNSTHALLE ZIEGELHÜTTE. Ziegeleistrasse 14, Appenzell, +41 71 788 18 60, kunsthalleziegelhuette.ch Dankeschön – Kreatives Arbeiten im Unterricht. Die Ausstellung ist ein visuelles Dankeschön an alle Schüler und Schulen, die das Kunst-Angebot der beiden Häuser der Stiftung Liner, Kunsthalle Ziegelhütte und Museum Liner, nicht nur nutzen, sondern auch beleben. 15.09.2013 bis 27.10.2013 KUNSTHAUS KUB. Karl-Tizian-Platz, Bregenz, +43 5574 485 94 0, kunsthaus-bregenz.at Barbara Kruger – Believe & Doubt. Wie kaum einer anderen Künstierin gelingt es Barbara Kruger bereits seit über vier Jahrzehnten, überzeugend und vielfältig die ambivalente Wirkung der Massenmedien und deren Verführungskraft in eindrücklichen Kunstwerken zu verhandeln. 19.10.2013 bis 12.01.2014 Dora Garcia – Die SinthomePartitur. Die konzeptuellen Arbeiten der spanischen Künstlerin setzen sich aus Texten, Fotografien, Filmen, Performances und Installationen zusam-

Saiten 10/2013

Fast Eddys Blues Band. BluesKonzert. Dance Inn Münchwilen, 20.30 Uhr Florian Favre Trio. Jazz-Nachwuchsformationen aus der Schweiz. Esse Musicbar Winterthur, 20.30 Uhr


75 men und beziehen häufig Akteure aus den Bereichen Performance und Schauspiel oder das Publikum mit ein. 19.10.2013 bis 12.01.2014

Saiten 10/2013

KUNSTMUSEUM LIECHTENSTEIN. Städtle 32, Vaduz, +41 423 235 03 00, kunstmuseum.li Ilja Tschaschnik. Jung verstorben, hinterliess der Künstler ein kleines, doch sehr originelles und kraftvolles Œuvre, das sich in einer visionären Art zwischen Malerei, Grafik, Bühnenbild, Architektur, Urbanistik und Design bewegt. 06.09.2013 bis 15.12.2013 KUNSTMUSEUM ST.GALLEN. Museumstrasse 32, St. Gallen, +41 71 242 06 71, kunstmuseumsg.ch Home! Sweet Home! – Vom (un)heimeligen Zuhause in der Kunst. Die Ausstellung befragt unsere Vorstellung vom trauten Heim, der Idylle im Kreise der Familie anhand signifikanter Werke aus verschiedenen Epochen. 06.07.2013 bis 27.10.2013 Mona Hatoum. Die provozierte Ambivalenz verweist auf Orientierungsverlust an Vertrautem und Fassbarem. In ihren Skulpturen erweitert sie die formalen Möglichkeiten der Minimal Art um die entscheidende Dimension des Politischen und Existentiellen. 07.09.2013 bis 12.01.2014 KUNSTMUSEUM THURGAU. Kartause Ittingen, Warth, +41 58 345 10 60, kunstmuseum.tg.ch Joseph Kosuth. Eine verstummte Bibliothek. Die aussergewöhnliche Installation vom amerikanischen Konzeptkünstler wurde im Frühling 2013 wieder in den ehemaligen Weinkeller eingebaut, diesmal definitiv. 04.05.2013 bis 13.10.2014 Konstellationen 6. Begriffe, Räume und Prozesse. Die Ausstellung inszeniert Werke von über 30 Künstlerinnen und Künstlern über die gesamte Klosteranlage. Begrüsst wird das Publikum schon auf dem Weg vom Parkplatz ins Kloster von Hemauer und Kellers singendem Tannenbaum. 15.09.2013 bis 23.03.2014 Tadashi Kawamata. Scheiterturm / Log Tower. Der japanische Künstler Tadashi Kawamata entwickelte im Auftrag des Kunstmuseums Thurgau ein Kunstprojekt für den Aussenraum der Kartause Ittingen. 24.03.2013 bis 02.02.2015 Werkschau Thurgau 2013. 26.10.2013 bis 17.11.2013 KUNSTMUSEUM WINTERTHUR. Museumstrasse 52, Winterthur, +41 52 267 51 62, Alexandra Navratil – This formless thing. Neben eigenen filmischen und fotografischen Aufnahmen verwendet die Künstlerin auch historisches Bildmaterial aus Filmarchiven, Zeitschriften oder Büchern. All ihren Werken geht eine Phase intensiver Recherche voraus. 24.08.2013 bis 08.12.2013

Herni Michaux. Sowohl seine Dichtungen wie seine Bilder sind durch einen unbedingten Willen zur Unabhängigkeit von Schulen und Stilen, durch die Auflehnung gegen jede Form von Konvention charakterisiert. 07.09.2013 bis 24.11.2013

LEDI , DIE WANDERBÜHNE. Kirchenplatz, Oberegg, Palatti-Schopf.Von Mirya Gerardu, Mako Ishizuka, Aurelio Kopainig, Julia Mensch, Nicolas Novali, Betty Ras, Paul Steenberghe, Chih Ying. 20.09.2013 bis 06.10.2013

KUNSTRAUM. Jahngasse 9, Dornbirn, +43 5572 550 44, kunstraumdornbirn.at Gabriela Gerber / Lukas Bardill. Das Schweizer Künstlerpaar schliesst in der spektakulären Videoinstallation «Dornröschen» die Besucherinnen und Besucher des Kunstraums Dornbirn mit wuchernden Pflanzen ein. 13.09.2013 bis 03.11.2013 Jérôme Chazeix. «Ursprung der Berge – une théorie des sphères» ist ein ortspezifisches und interaktives Projekt in Zusammenarbeit mit Jugendlichen der Rudolf SteinerSchule Kreuzlingen. 14.09.2013 bis 13.10.2013 Werkschau Thurgau 2013. 26.10.2013 bis 17.11.2013

MAGAZIN 4. Bergmannstrasse 6, Bregenz, +43 5574 410 15 11, magazin4.at Six memos for the next... Vol.1–5. Pointierte Ereignisse, vielschichtige Inszenierungen oder ruhige Langzeitprojekte entwickeln sich aus dem jeweils Vorherigen, reagieren in direkter oder indirekter Form aufeinander, greifen ineinander. 22.03.2013 bis 14.02.2014

KUNSTRAUM ENGLÄNDERBAU. Städtle 37, Vaduz, +41 423 233 31 11, kunstraum.li Gertrud Kohli. «Flüchtiges – Zeichen vom Leben». Schwarze Tuschezeichnungen auf grossformatigem Japanpapier. Die transparenten Papierbahnen schweben frei im Raum und ermöglichen eine raumgreifende, sich ständig wandelnde Bilderfahrung. 03.09.2013 bis 20.10.2013 KUNSTVEREIN. Wessenbergstrasse 41, Konstanz, +49 7531 223 51, kunstverein-konstanz.de Stephan Hasslinger und Gela Samsonidse. «Fremde Figuren». Hasslingers Arbeiten wirken abstrakt, bei näherer Betrachtung rufen sie aber dinglich körperhafte Assoziationen hervor. Samsonideses Malerei ist figürlich, löst sich dann aber beim zweiten Blick in ihre Bestandteile von Form, Farbe und Struktur auf. 21.09.2013 bis 24.11.2013 KUNSTZONE LOKREMISE. Grünbergstrasse 7, St. Gallen, +41 71 277 82 00, lokremise.ch Nenn mich nicht Stadt! Künstlerische Positionen zur Urbanität heute. Die Ausstellung findet bewusst in der Lokremise statt, einem Brennpunkt der Stadtentwicklung mitten in St.Gallen. 17.08.2013 bis 10.11.2013 KURSAAL HEIDEN. Seeallee 3, Heiden, +41 71 898 33 33, kursaalheiden.ch Skulpturale Urformen. Im Schaukasten des Kursaales sind die Skulpturalen Urformen von Tilly Neuweiler ausgestellt. Die ausgestellten «objets trouvés» schlagen einen grossen Bogen von der Entstehung des Gesteins zu dessen Veränderung und Formgebung durch Erosion. 01.08.2013 bis 31.10.2013

MUSEUM IM LAGERHAUS. Davidstrasse 44, St. Gallen, +41 71 223 58 57, museumimlagerhaus.ch AugenBlicke. In Werken von Hans Weder, Berta Balzli, Walter Casanova, Manuel Müller, Otto Gilli steht das menschliche Antlitz im Zentrum. In solchen AugenBlicken begegnen wir nicht allein dem Anderen, sondern in dieser Konfrontation auch dem eigenen Ich. 26.08.2013 bis 17.11.2013 MUSEUM LINER. Unterrainstrasse 5, Appenzell, +41 71 788 18 00, museumliner.ch Josef Ebnöther – Himmel und Erde. Ebnöther feiert die Sichtbarkeit, ohne diese in ihrer Erscheinung zu spiegeln bzw. zu verdoppeln. Im späteren Werk werden die künstlerischen Einflüsse, in ein eigenes farbharmonisches und zugleich metaphorisches Bildsystem überführt. 30.06.2013 bis 05.01.2014

OTTEN KUNSTRAUM. Schwefelbadstrasse 2, Hohenems, +43 5576 904 00, ottenkunstraum.at Transkriptionen. Sechs Kunstschaffende aus Moskau. Die Austellung zeigt Werke von sechs Kunstschaffenden aus Moskau, die nicht als Gruppe auftreten, sondern in der Kunst eigene Wege gehen. Diese KünstlerInnen, fühlen sich dem geistigen Erbe der Russischen Avantgarde verbunden. 05.09.2013 bis 07.11.2013 PFALZKELLER. Klosterhof, St. Gallen, +41 71 229 38 97, Fotoausstellung Herberge am Pilgerweg. Fotos von Herberge-Situationen auf dem Pilgerweg. 23.09.2013 bis 06.10.2013 POINT JAUNE MUSEUM. Linsebühlstrasse 77, St.Gallen, +41 71 222 14 91, postpost.ch Collection permanente. Le musée éduque de manière ludique; c’est un lieu d’initiation sans obligation. Les dispositifs de conservation s’améliorent et le musée devient un véritable laboratoire où les techniques de travail ne cessent d’évoluer. 08.09.2013 bis 07.09.2014 QUADRART DORNBIRN. Sebastianstrasse 9, Dornbirn, +43 5572 909 95 8, quadrart-dornbirn.com Am Anfang war das Wort... ???. Mit Holger Schmidhuber, Horst Haack, Ina Holitzka, Carlo Invernizzi & Nelio Sonego / Bruno Querci, Horst Keining, Vollrad Kutscher, Laura J. Padgett, Marc Peschke, Vera Röhm, Klaus Schneider. 21.09.2013 bis 27.11.2013

MUSEUM ROSENEGG. Bärenstrasse 6, Kreuzlingen, +41 71 672 81 51, museumrosenegg.ch Carl Roesch 1884 bis 1979. Der menschliche Körper steht in der Kunst Carl Roeschs nicht für das einzelne Subjekt, sondern er ist das vom Künstler auserwählte Objekt eines künstlerischen Formfindungspozesses. 07.07.2013 bis 20.10.2013

RATHAUS BISCHOFSZELL. Marktgasse 11, Bischofszell, +41 71 424 24 24, bischofszell.ch Monique Chevremont. Gemäldeund Skulpturen. Die Treue zur menschlichen Figur, die Atmosphäre der alten Fresken, die Erosion der Zeit, können die klassische Inspiration ihres Werkes beweisen. 19.10.2013 bis 03.11.2013

MUSEUMBICKEL. Zettlereistrasse 9, Walenstadt, +41 81 710 27 77, museumbickel.ch Visarte.ost jetzt. Rik Beemsterboer, Christian Hörler, Marianne Rinderknecht, Haviva Jacobson, Jan Kaeser, Elisabeth Nembrini, Marlies Pekarek, Andrea Vogel, Hans Thomann, Steffenschöni. 22.09.2013 bis 24.11.2013

RESTAURANT BÄREN SCHLATT. Appenzell, +41 71 787 14 13, baeren-schlatt.ch Linda van Gelderen. Linda van Gelderen stellt ihre Ölbilder, Aquarelle und Lithographien im Restaurant Bären aus. Sie war in Amerika bei der Greeting Cards Company als Kartendesignerin und zuletzt in St. Gallen bei Fischbacher als Textilentwerferin tätig. 28.07.2013 bis 28.01.2014

NEXTEX. Blumenbergplatz 3, St. Gallen, +41 71 220 83 50, nextex.ch Kunstgeisterbahn. Gruppenausstellung / Interventionen im Raum. Projektleitung. Mirjam Kradolfer / Stefan Rohner / Martina Weber / Birgit Widmer. 22.08.2013 bis 03.10.2013 Olga Titus, Martina Gmür, Fränzi Mädorin, Mia Diener. 24.10.2013 bis 05.12.2013

KUNST

RIET. Zuzwil, Skulpturen im Riet. Über zwanzig internationale Künstler zeigen ihre aktuellen Arbeiten im Naturschutzgebiet. 05.05.2013 bis 31.10.2013

SAMMLUNG WÜRTH. Churerstrasse 10, Rorschach, +41 71 225 10 70, wuerth-haus-rorschach.ch Klassiker der Moderne. Anlässlich der Eröffnung des Forum Würth Rorschach werden Höhepunkte der Sammlung Würth auf rund 600 Quadratmetern spannende Kapitel der Kunstgeschichte illustrieren. 21.04.2013 bis 21.04.2014 SCHAUKASTEN. Poststrasse 10, Herisau, +41 79 648 32 24, schaukastenherisau.ch Hans Schweizer – Huber+Suhner AG. Weder den Künstler noch das Objekt der titelgebenden Zeichnung braucht man hier, an diesem Ort vorzustellen. Beide sind auf ihre Weise weit über die Region hinaus bekannt und bedeutsam, wichtige und gewichtige Institutionen. 28.08.2013 bis 17.11.2013 SCHLOSS DOTTENWIL. Dottenwil, Wittenbach, +41 71 298 26 62, dottenwil.ch Ingrid Tekenbroek / Urs Fritz. Grafische und plastische Werkgruppen geben einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Der Titel «Depot» nimmt Bezug zur Konzeption der Ausstellung und setzt die Werke in einen Dialog zu den räumlichen Gegebenheiten. 07.09.2013 bis 20.10.2013 Ruedi Sutter – Fotografien. 26.10.2013 bis 15.12.2013 SILBERSCHMUCKATELIER O’LA LA. Oberdorfstrasse 32, Herisau, +41 71 351 35 70, Women at Work 2013. Dunkelbilder von Naomi Giewald. 07.08.2013 bis 31.10.2013 STÄDTISCHE WESSENBERG+GALERIE. Wessenbergstrasse 43, Konstanz, +49 7531 900 37 6, konstanz.de Leidenschaften – gemalt und radiert. Hans Meid zählt zu den herausragenden deutschen Graphikern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Meister der Radierung und der Buchillustration kann er in einem Atemzug mit Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt genannt werden. 30.01.2013 bis 31.12.2013 Rolf Escher – Erinnerungsräume. Verlassene Theater, alte Bahnhöfe, Treppenhäuser in aufgelassenen Villen, italienische Zeitungskioske, Klosterbibliotheken oder der Leinersaal des Rosgartenmuseums zählen zu den Schauplätzen, die er festgehalten hat und zu stillen Bildern verdichtet. 07.09.2013 bis 17.11.2013 TILLY’S ATELIER. Seeallee 4, Heiden, buob.werner@bluewin.ch Skulpturengarten. Zwei Heidener Künstler präsentieren einen Auszug ihres Schaffens. 16.08.2013 bis 13.10.2013 VENENKLINIK BELLEVUE KREUZLINGEN. Brückenstrasse 9, Kreuzlingen, +41 71 678 22 66, venenklinik.ch


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saiten.ch W E R K S C H A U // TG 26.10 . – 17.11.2013 Galerie Adrian Bleisch Arbon Frosan Akbarzada · Othmar Eder · Johannes Gees · Sarah Hugentobler · Simone Kappeler · Rachel Lumsden · Elisabeth Nembrini · Matthias Restle · Kerstin Schiesser-Werner · Maya Spuhler · Olga Titus · Mirjam Wanner · Armin Wydler · Kunsthalle Arbon Hannes Brunner · Urs Eberle · Co Gründler · Daniel Hausig · Nicolas KerKsieck · Anita Kuratle · Guido von Stürler · Micha Stuhlmann · Markus Zeller ·

Kunstraum Kreuzlingen Max Ammann · Renate Flury · Andrea Gerster & Lika Nüssli · Nicola Grabiele · Lara Gysi · Christoph Hauri · Karen Kägi · Peter Kamm · Herbert Kopainig · Christine Müller · DanIELA Siebrecht · Sebastian Stadler · Ernst Thoma · Herbert Weber ·

Kunstmuseum Thurgau Kartause Ittingen Fredi Bissegger · Daniela Gugg · huber.huber · Stafettenvernissage Rahel Müller · Andri Stadler · mit Busfahrt von steffenschöni · Frauenfeld nach Arbon Judit Villiger · Helmut Wenczel · Anmeldung erforderlich

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Neuer Shed Im Eisenwerk Frauenfeld Max Bottini & Räto Harder · Gabi Deutsch · Cécile Hummel · Roland Iselin · Ute Klein · Valentin Magaro · Raoul Müller · Meinrad Schade · Conrad Steiner · Nadja Wüthrich ·

26.10.2013 Eröffnung:

BIS 25.10.2013 T 052 202 29 19


77 Jürg Schoop. Werkschau In & Out. Bilder aus 60 Jahren Schaffen. 23.08.2013 bis 24.01.2014 VILLA FLORA. Tösstalstrasse 44, Winterthur, +41 52 212 99 60, villaflora.ch Bonnard, Vallotton, Vuillard im Bann des japanischen Holzschnitts. In einer Gegenüberstellung von Werken der drei Nabiskünstler Bonnard, Vallotton und Vuillard und japanischen Holzschnitten wird erhellt, wie unmittelbar einzelne Stilmittel oder Motive in die Bildwelt der europäischen Künstler Eingang fanden. 07.09.2013 bis 02.02.2014 WASSERTURM LOKREMISE. Grünbergstrasse 7, St.Gallen, +41 71 277 88 40, lokremise.ch Christoph Büchel. «The House of Friction». 05.07.2013 bis 10.11.2013

Saiten 10/2013

WYBORADA FRAUENBIBLIO+ THEK. Davidstrasse 42, St. Gallen, Zeitsprung – Bilder und Skulpturen von Liz Gehrer. Geprägt vom Leben und den Umwelteinflüssen, einem ständigen Wandel unterzogen sein, Altersspuren hinterlassend - im Körper und Gesicht. 07.09.2013 bis 23.10.2013 XAOX+ART. Langgasse 16, St.Gallen, xaoxart.ch.vu XaoX-Art. By Bobby Moor. Ein Delirium im Wachzustand, geäussert mit allen Sinnen. Gebündelt das Leben, in Schüben, in Schlaufen, in Pirouetten, in Albträumen und auf langen Strecken in tiefsten Abgründen. 01.05.2013 bis 31.12.2013 ZEUGHAUS. Hauptstrasse 65, Teufen, Zwischenstellung mit Birgit Widmer, papernews. Birgit Widmer ist die erste Stipendiatin des Ausserrhoder Artist-in-Residence-Programms. Ihr Projekt führte sie nach Finnland. 22.09.2013 bis 13.10.2013 Zwischenstellung mit Syntharp – Entwicklung bis zur Musik. Zwischen 2 Ausstellungen, Ab- und Aufbau, vom Verschwinden, Zerstören und Weiterentwickeln. 20.10.2013 bis 03.11.2013

BIBLIOTHEK HERISAU. Poststrasse 9, Herisau, +41 71 351 56 16, biblioherisau.ch Nicht ohne (m)eine Handtasche!. Ausstellung in der Vitrine; auch zum Mitmachen. 30.07.2013 bis 31.10.2013 Tierische Vitrine. Ausgestopft aber poetisch. Jedem Tierchen sein Gedichtchen. 31.03.2013 bis 31.12.2013 BOTANISCHER GARTEN. Stephanshornstrasse 4, St.Gallen, +41 71 288 15 30, botanischergarten.stadt.sg.ch Bienen-Werte. Die Honigbienen sind die wichtigsten Bestäuber unserer Obst- und Beerenkulturen sowie vieler Wildpflanzen. Durch diese Leistung gelten sie nach Kühen und Schweinen als dritt wichtigstes landwirtschaftliche Nutztier. 30.05.2013 bis 06.10.2013 BRAUCHTUMSMUSEUM. Dorfplatz, Urnäsch, +41 71 364 23 22, museum-urnaesch.ch Appenzeller Auswanderung – Von Not und Freiheit. Die Auswanderung ist ein bedeutender Teil der Appenzeller Geschichte, beginnend ab dem 15. Jahrhundert mit den Schweizer Truppen in Fremden Diensten. In den Regimenten waren auch viele junge Appenzeller engagiert, um Ihr Auskommen zu finden. 06.04.2013 bis 13.01.2014 EVANGELISCHE KIRCHE HUNDWIL. Hundwil, Niklaus von Flüe. Friedensstifter der Eid-Genossen. Rauminstallation; täglich 9.00 bis 17.00 (ausser bei Gottesdiensten) 09.06.2013 bis 17.12.2013

Weitere Ausstellungen

GEWERBEMUSEUM WINTERTHUR. Kirchplatz 14, Winterthur, +41 52 267 51 36, gewerbemuseum.ch No Name Design – die Wunderkammer des Franco Clivio. Eine Liebeserklärung an die unscheinbaren Dinge, die uns im Alltag begleiten und ihr Dasein meist im Schatten der grossen Namen fristen, die selten im grellen Rampenlicht stehen und kaum je aufmerksame Blicke auf sich ziehen 05.05.2013 bis 06.10.2013 Tattoo. Die Ausstellung widmet sich alten Traditionen und neuen Geschichten und beleuchtet diverse Aspekte des Massenphänomens, das für die Wissenschaft noch weitgehend Terra Incognita ist. 07.09.2013 bis 09.06.2014

APPENZELLER VOLKSKUNDE+MUSEUM. Stein, +41 71 368 50 56, avm-stein.ch Appenzeller Auswanderung – Von Not und Freiheit. Die Auswanderung ist ein bedeutender Teil der Appenzeller Geschichte, beginnend ab dem 15. Jahrhundert mit den Schweizer Truppen in Fremden Diensten. In den Regimenten waren auch viele junge Appenzeller engagiert, um Ihr Auskommen zu finden. 06.04.2013 bis 27.10.2013

HISTORISCHES MUSEUM THURGAU. Rathausplatz, Frauenfeld, +41 52 724 25 20, historisches-museum.tg.ch Dekorationen aus dem Wirtshaus «Brückenwaage» in Sirnach. Wer heutzutage das Wort «Beizenfasnacht» liest, hat gewisse Vorstellungen von den schmückenden Elementen in den Wirtshausstuben. Noch 1981 zogen Journalisten durch die Ostschweiz, um die originellsten

Fasnachtsdekorationen ausfindig zu machen. 28.02.2013 bis 31.12.2013 HISTORISCHES UND VÖLKERKUNDEMUSEUM. Museumstrasse 50, St.Gallen, +41 71 242 06 42, hmsg.ch Bilck ins Schlüsselloch. Eine Erlebnisausstellung zu Schloss und Schlüssel. 31.08.2013 bis 09.03.2014 Wildes Indien – Himalaya zwischen Tibet und Burma. «Dieses Land ist nicht wie unser Land, sein Himmel nicht wie unser Himmel...» schrieb vor 300 Jahren der König von Assam über die undurchdringlichen Bergwälder des indischen Osthimalaya. 03.05.2013 bis 19.01.2014 ITTINGER MUSEUM. Kartause Ittingen, Warth, +41 52 748 41 20, ittingermuseum.tg.ch Bauen vor der Industrialisierung. Was sich heute als harmonisches und geschlossenes Gebäudeensemble präsentiert, ist das Resultat eines unablässigen Bau- und Veränderungsprozesses, mit dem die Bauten immer wieder den Bedürfnissen der Nutzer angepasst wurden. 22.06.2013 bis 01.05.2014 JÜDISCHES MUSEUM. Schweizerstrasse 5, Hohenems, +43 5576 739 89 0, jm-hohenems.at Dauerausstellung und Jüdisches Viertel. Entdecken Sie unbekannte Seiten des jüdischen Alltags und der jüdischen Geschichte im Jüdischen Museum und im Jüdischen Viertel von Hohenems, mit seinem einzigartigen Ensemble von der Synagoge bis zur unlängst sanierten jüdischen Schule. 01.01.2013 bis 31.12.2013 Familienaufstellung. Israelische Porträts. Zehn Jahre lang durchquerten Reli Avrahami und Avner Avrahami das Land Israel, fotografierten zufällig ausgewählte Familien und befragten sie nach ihrem alltäglichen Leben. 23.04.2013 bis 02.02.2014 LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM. Städtle 43, Vaduz, +41 423 239 68 20, landesmuseum.li Sexperten – Flotte Bienen und tolle Hechte. Die Sonderausstellung zeigt auf über 350m2 zu welcher Vielfalt und Farbenpracht die geschlechtliche Fortpflanzung bei Tieren geführt hat und erklärt die Frage nach dem Warum. 09.05.2013 bis 12.01.2014 MUSEUM APPENZELL. Hauptgasse 4, Appenzell, +41 71 788 96 31, museum.ai.ch Sie und Er. Im Mittelpunkt stehen Appenzellerinnen und Appenzeller auf dem Weg durch die vergangenen fünf Jahrhunderte; den Frauen begegnen Sie im Museum Herisau, den Männern im Museum Appenzell. 08.06.2013 bis 03.11.2013

MUSEUM HERISAU. Oberdorfstrasse 2 b, Herisau, +41 79 377 34 43, museumherisau.ch Sie und Er. Im Mittelpunkt stehen Appenzellerinnen und Appenzeller auf dem Weg durch die vergangenen fünf Jahrhunderte; den Frauen begegnen Sie im Museum Herisau, den Männern im Museum Appenzell. 08.06.2013 bis 29.12.2013 NATURMUSEUM. Museumstrasse 32, St.Gallen, +41 71 242 06 70, naturmuseumsg.ch Geliebt, verhätschelt, verstossen – unsere Haustiere. Gefiedert oder geschuppt, kurz- oder langhaarig, begleiten sie uns seit Jahrtausenden. In der Schweiz leben rund anderthalb Millionen Hauskatzen und etwa eine halbe Million Hunde. 26.04.2013 bis 13.10.2013 NATURMUSEUM THURGAU. Freie Strasse 26, Frauenfeld, +41 52 724 22 19, naturmuseum.tg.ch Das Reh – Durch Anpassung zum Erfolg. Film- und Fotoaufnahmen zeigen die Tierart in ausgewählten Verhaltensweisen und selbstverständlich besteht die Möglichkeit, in der Ausstellung auch vieles selber auszuprobieren. 14.06.2013 bis 20.10.2013 Kauzig genialer Botaniker. Von 1905 bis 1911 erforschte der Schweizer Botaniker Eugen Baumann die Pflan-zenwelt des Untersees. Sein wissenschaftliches Werk beeindruckt bis heute und war Grundlage für zahlreiche botanische Forschungsarbeiten am Bodensee. 03.07.2013 bis 27.10.2013 OTTO+BRUDERER+HAUS. Mittelstrasse 235, Waldstatt, +41 71 351 67 42, ottobruderer.ch Übergänge. Bilder zu Texten von Otto Bruderer. Der thematische Bogen spannt sich weit. Von zeitund sozialkritischen Bildern, märchenhaften Figuren, zarten Landschaften bis zu Clowns und Engeln. 04.05.2013 bis 31.12.2013 POSTMUSEUM VADUZ. Städtle, Vaduz, +41 423 239 68 46, landesmuseum.li Briefe und Texte – Juwelen von Dichterhandschrifte. Die Sonderausstellung zeigt eigenhändig verfasste und unterzeichnete Briefe von 16 Dichterfürsten, darunter Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Jeremias Gotthelf, Gerhart Hauptmann und Rainer Maria Rilke. 01.09.2013 bis 19.01.2014 SCHLOSS WERDENBERG. Werdenberg, +41 81 599 19 35, schloss-werdenberg.ch Handwerk, Wissenschaft und Gottvertrauen. Sonderausstellung zur Medizingeschichte aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums des Ärztevereins Werdenberg-Sargans. 28.04.2013 bis 31.10.2013

WEITERE AUSSTELLUNGEN

STADTBIBLIOTHEK. Säntisstrasse 4 a, Gossau SG, Anne Frank – Eine Geschichte für heute. Die Ausstellung erzählt von Anne Frank, ihrem Leben und ihrer Zeit aus verschiedenen Perspektiven. Zu sehen sind bisher unveröffentlichte Fotos und Dokumente. 08.09.2013 bis 05.10.2013 STADTMUSEUM RAPPERSWIL/JONA. Herrenberg 40, Rapperswil SG, +41 55 210 71 64, stadtmuseum-rapperswil-jona.ch Stadt in Sicht – Rapperswil in Bildern. Die erste Wechselausstellung im neuen Stadtmuseum widmet sich dem Bild der Stadt Rapperswil. Sie vereinigt eine Auswahl an eindrücklichen Stadtansichten aus dem reichen Fundus des Stadtmuseums, des Stadtarchivs und anderer Institutionen. 01.08.2013 bis 06.10.2013 STIFTSBIBLIOTHEK. Klosterhof 6 d, St. Gallen, +41 71 227 34 16, stiftsbibliothek.ch Im Anfang war das Wort - Die Bibel im Kloster St. Gallen. Mehr als die Hälfte aller rund 500 Pergamenthandschriften in der Stiftsbibliothek überliefern in reiner oder kommentierter und bearbeiteter Form das Wort Gottes. Nirgendwo lässt sich die Beschäftigung mit der Heiligen Schrift besser studieren. 31.03.2013 bis 10.11.2013 TECHNORAMA. Technoramastr. 1, Winterthur, +41 52 244 08 44, technorama.ch Der vermessen(d)e Mensch. Über 30 Experimentierstationen stehen bereit, um tatkräftig das eigene Herz, Lungen, Augen, Muskulatur, Haut, Stimmbänder und Nerven zu testen. 01.01.2013 bis 31.12.2013 TEXTILMUSEUM. Vadianstrasse 2, St. Gallen, +41 71 222 17 44, textilmuseum.ch Sammlungswelten – Die Welt in Schachteln. Ein Wäschekorb gefüllt mit liebevoll bewahrten Kinderkleidern und Tischdecken findet hier ebenso seinen Platz wie kaum bekannte Textilien der Sammlung Leopold Iklé oder die Garnrollen der Restauratorin des Museums. 26.06.2013 bis 30.12.2013 Textile Kreationen 1965 – 1995. Lisbet und Robert J. Schlaepfer. 16.10.2013 bis 30.12.2013 Traum und Realisation – Stoffe aus der Ostschweiz. Die Sammlungsausstellung gibt einen Einblick in die facettenreiche Textilproduktion der Ostschweiz vom 16. Jahrhundert bis heute. 01.01.2013 bis 31.12.2013

Kurse KÖRPER

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der Stille, die entspannt. Ein zeitgemässer Yogi, der inspiriert. 071 440 20 02, www.sundariyoga.ch Hatha-Yoga. SchwangerschaftsYoga, Rückbildungs-Yoga. Tanja Rohweder, TCM-Praxis, Vadianstr. 33, St.Gallen, tanja.rohweder@gmx.ch, 078 615 47 85, www.akupunktur-sg.ch Biodynamische Körperarbeit bietet z.B. Übersetzungshilfe für Ihre Körpersprache. Barbara Tobler, 071 220 83 66, www.emindex.ch/barbara.tobler Von Frau für Frau. Teil- oder Ganzkörpermassage. Über den Dächern St.Gallens, Ruth Weber, 078 749 34 30, immer Sonntags Umgang mit Stress durch Achtsamkeit (MBSR). Meditation, Achtsame Körperübungen, Gruppenaustausch. adrianabuechler@yahoo.de, www.adrianabuechler.ch, jew. Montagmorgen Im Fluss sein / Im Körper sein. Achtsame Körperarbeit, Lomi Lomi Massage, Tai Chi Chuan, Meditation. ankasurber@bluewin.ch, adrianabuechler@yahoo.de, 7.–9.02.14, Gais

MUSIK / GESANG

KlangWelt Toggenburg. Erfahrene KursleiterInnen bieten ein Programm in inspirierender Umgebung. In eine besondere Klangwelt eintauchen, sich während mehreren Tagen dem Naturjodel, der Stimme, dem Alphorn oder einem anderen Instrument intensiv widmen und die eigene Musik erleben. KlangWelt Toggenburg, 9656 Alt St. Johann, 071 998 50 00, info@klangwelt.ch, www.klangwelt.ch Neue Klangerfahrung mit Monochorden. Klangmeditationen, Verkauf, Bau- und Spielkurse für den ungezwungenen Umgang mit Obertönen. Heinz Bürgin, Im Uttenwil, 9620 Lichtensteig, 071 988 27 63, www.pythagoras-instrumente.ch Stimmräume. Raum für eine spielerische Entfaltung des Stimmpotenzials. Raum für einen umfassenden stimmlichen Ausdruck. Raum für eine Selbsterfahrung durch und mit der Stimme. Bitte Kursprogramm anfordern. Bea Mantel, Hadwigstr. 4, St.Gallen, 079 208 98 02, bea@stimmraeume.ch, www.stimmraeume.ch Stimmenfeuer. Frauentempel – Naturtage – Einzelsessions, St.Gallen und Teufen AR, 078 722 78 15, info@stimmenfeuer.ch, www.stimmenfeuer.ch, Naturtag Guggenloch, 17.11. Afrikanisches DjembeTrommeln. Yamoussa Sylla aus Guinea. Anfänger. Mi. 19–20.30 Uhr, Fortgeschrittene. Mo. 18.30–20 Uhr, Einzel auf Anfrage. Info. afrikakultur@hotmail.com, 079 450 33 75, www.yamoussasylla.com Charly’s Musikschule. Saxophon, Tin-Whistel, IrishBouzuki. Für Anfänger und Fortgeschrittene. Charly Rütsch. 071 260 15 30 oder 079 744 47 21,

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TANZ / THEATER

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KURSE

möglich. Intensivkurse, Shows und Gitarrenunterricht. Gallusplatz 32, SG. Bettina Castano, 079 708 13 41, b.castano@interbook.net., www.castano-flamenco.com AFRO. Afrikanisch inspirierter Tanz. Wir tanzen zu versch. Rhythmen. Tanja Langenauer, St.Gallen, 079 783 68 70, Katrin Wüthrich, Wil, 079 303 88 26, www.afrikata.ch St.Gallen jew. Do. 18.30–20 Uhr (Mittel-Fortgeschr.) und 20.15–21.35 Uhr (Anfänger), Amriswil jew. Di. 9–10.30 Uhr und 20–21.30 Uhr Contact Improvisation. Tanz mit Körperkontakt. Die Bewegung entsteht aus dem Moment heraus. Zu zweit, zu mehreren, alleine. Mit Musik und ohne. Felsenstr. 33, Rhythmikraum der HPS, SG, Leitung. Katharina Schwander, Tanzpädagogin, 079 267 56 17, 071 222 72 65, kschwander@ gmx.ch, Jeden Do. 19.15–21 Uhr, Einstieg auch für Anfänger möglich. Körperwahrnehmung, Bewegung, Tanzimprovisation. Annlies Stoffel, Bewegungsund Tanztherapeutin, St.Gallen, Auskunft und Anmeldung. 079 790 97 53, www.annliesstoffel.ch Tanzschule. raumbewegen bewegungsraum. Kindertanz, Streetdance, Zeitgenösssischer Tanz, Ballett, Gymnastik. Kerstin Frick, Merkurstr. 2, St.Gallen, 071 223 30 12, info@raumbewegen.ch, www.raumbewegen.ch Tanz, Improvisation, Bewegung, Körperarbeit. Kurse und Workshops mit Wilma Vesseur, SubsTanz, 9043 Trogen, 071 344 91 16, www.subsTanz.ch Zauberland im Theaterwerk. Theaterkurse für Kinder, 5–12J. Sandra Sennhauser, Teufenerstr. 73b, St.Gallen, 079 677 15 89, www.theaterwerk.ch, jew. Mi.

IG – TANZ TRAINING Weiterbildung für Tanz- und Bewegungsschaffende. Theatertanzschule, Notkerstrasse, St.Gallen. Infos. www.igtanz-ostschweiz.ch, Cordelia Alder, 071 793 22 43, alder.gais@gmx.ch

FERNOST

Wen-Do. Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen. Verein Selbstverteidigung Wen-Do, Bühlbleichestr. 2, St.Gallen, 071 222 05 15, wendo.sg@bluewin.ch, Mädchen. 22.10., 17–19.30 Uhr Frauen. 22.10., 19–20.30 Uhr. Tai Chi Chuan. Körper und Geist in Fluss bringen. Anka Surber, Multergasse 31, St.Gallen. 079 508 36 59, ankasurber@bluewin.ch. AnfängerInnen. Do. 19.30–20.30 Uhr, Fortgeschrittene. Mo. 18–19 Uhr. Escrima. Philippinische Stockkampfkunst. Claudia Fantelli, Felsenstrasse 33, 1. Stock, 071 277 90 42, cfantelli@gmx.ch, jeden 2. Mittwochabend, 18– 19.30 Uhr. Ab 9.01.2013 I Ging Kurs. der richtige Zeitpunkt. Michael Zwissler, 071 534 33 23, fengshui@ www.zeitimraum.ch

MALEN

kleine Kunstschule. Gestaltungsschule für Kinder und Jugendliche St.Gallen. Verein kleine Kunstschule, Lucia Andermatt-Fritsche, 071 278 33 80 Atelier Sonja Hugentobler. Mal- und Zeichnungskurse wöchentlich / diverse Themensamstage als Experiment. Infos & Anmeldung. www.sokunst.ch, 071 260 26 86. Begleitetes Malen für Kinder / Erwachsene. In Gruppen oder Einzel. Karin Wetter, 071 223 57 60 Malatelier für Kinder und Erwachsene. Marlis Stahlberger, Museumstr. 41, St.Gallen. 071 245 40 30, p.stahlberger@bluewin.ch Farbpinsel tanzen lassen. Malen über die Mittagspause, Bernadette Tischhauser, Brühlgasse 39, SG, 071 222 49 29, jew. Do. 12.15 – 13.30 Uhr Kurs im Malatelier. Arbeiten mit Öl, Acryl, Spachtel. Gruppen und Einzel. Vera Savelieva, Schwertgasse 23, St.Gallen, 078 768 98 07, info@doma-sg.ch Vorbereitungskurs für gestalterische Berufsrichtungen. Lisa Schmid, Atelier Galerie, St.Gallen. 071 222 40 88 oder 071 223 37 01, www.atelier-lisaschmid.ch.

DREIDIMENSIONAL

kleine Kunstschule. Gestaltungsschule für Kinder und Jugendliche St.Gallen. Verein kleine Kunstschule, Lucia Andermatt-Fritsche, 077 414 10 94 Komturei Tobel. Rakubrand. Faszinierende Glasurbrandtechnik. catherine_stillhart@ bluewin.ch, 079 324 29 47, www.komturei.ch. Am 6.10. ab 10 Uhr. Atelier Keramik Plus. Atelier für Kunst-Keramik und ausdrucksorientiertes Gestalten mit div. Materialien. Tages und Wochenkurse, Ferienangebote. Margrith Gyr, Degersheim, 071 371 54 32, www.keramik-plus.ch Offenes Atelier für freies Malen und Gestalten. In Kleingruppen für Jugendliche und Erwachsene. AtelierPraxis, Brigitta Bertozzi, Im Lagerhaus, Davidstr. 40, St.Gallen 077 476 49 25, www.kunsttherapiepraxis.ch Landart und NaturKunst Kurse. Patrick Horber, Altstätten, 071 222 32 33, patrick.horber@ gmail.com, www.streuwerk.ch Modellieren. Anfänger bis Fortgeschrittene. Natalia Kaya Zwissler. Filzen. für Kinder und Erwachsene. Yukiko Kawahara, Atelier Oberstrasse 167, St.Gallen, 071 277 26 36

NATUR

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ihre Wirkung. Naturheilpraxis Jacqueline Vogel, Rehetobel, 071 877 30 90, www.der-ganze-mensch.ch

Saiten 10/2013

DIVERSES

Stress bewältigen durch Achtsamkeit MBSR. Nach Jon Kabat Zinn. 8-Wochen-Kurs. Kleingruppen oder Einzel nach Vereinbarung. Beatrice Held. trice.held@bluewin.ch, 079 731 33 23 Ägyptischarabisch. Kurse für Fortgeschrittene und Anfänger, mit oder ohne Alphabet. Filmvorträge über das Alltagsleben der Ägypter, vor, während und nach der Revolution. Interkulturelle Beratung, Übersetzungen. DAR ägyptischarabisch, Evelyn Karlen, Montaser Ali, Goldbrunnenstr. 31, 9000 St.Gallen, 076 502 28 28, www.aegyptischarabisch.com Atelier am Harfenberg – Der Ort fürs Wort und Werken. Das Wort – gelesen oder geschrieben wird im Atelier am Harfenberg, Harfenbergstr. 15, St.Gallen mit Sorgfalt gepflegt. Der Austausch über Geschriebenes beflügelt zum weiterschreiben. Kurse vermitteln das Rüstzeug dazu. Infos unter www.schreibwerk.ch PaTre. Väter in Trennung / Scheidung. 1x monatlich Austausch. Info. 079 277 00 71 oder www.forummann.ch/patre.html Systemisches Aufstellen. Bernadette Tischhauser, Brühlgasse 39, SG, 071 222 49 29, www.praxis-tischhauser.ch, Legen und Lesen der Zigeunerkarten. Für Anfänger und Fortgeschrittene. Maria Fischer, 079 543 79 67, www.zigeunerkarten-maria.ch Kulturbüro. Kurse, Infoveranstaltungen und Workshops für Kulturschaffende. Blumenbergplatz 3, St. Gallen, 071 222 60 77, www.kulturbuero.ch/sg

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GBS ST.GALLEN

Gewerbliches Berufs- und Weiter-bildungszentrum, Demutstrasse 115, St.Gallen, 058 228 26 00, gbs.info@sg.ch, www.gbssg.ch Schule für Gestaltung. Kurse und Lehrgänge HF Visuelle Kommunikation. Typografie. HF Fotografie und Video. HF Bildende Kunst. Farbdesigner – FFR Farbe Form Raum. Gestalterische Vorkurse für Jugendliche. Gestalterischer Vorkurs Erwachsene Propädeutikum Vollzeit und Teilzeit. Digitale Medien. Zwei- & Dreidimensionales Gestalten. Malen, Drucken, Aktzeichnen etc. Baukaderschule. Kurse und Lehrgänge Allgemeine Weiterbildung. Kurse und Lehrgänge, BMS-Vorbereitungskurse.

Lokale Adlersaal. St.Georgenstrasse 84, St.Gallen Alpenhof. St. Antonstrasse 318, Oberegg, 071 890 08 04, alpenhofalpenhof.ch Alte Fabrik. Klaus-GebertStrasse 5, Rapperswil, 055 210 51 54, alte-fabrik.ch Alte Kaserne. Technikumstrasse 8, Winterthur, 052 267 57 75, altekaserne.ch Altes Hallenbad. Reichenfeldgasse 10, Feldkirch Altes Zeughaus. Poststrasse 13, Herisau Ambach. Am Bach 10, Götzis, +43 5523 640 60, ambach.at B-Post Bar. Demutstrasse 2, St.Gallen Bluesclub. Bogenkeller Rotfarb, Bühler, bluesclubbuehler.ch Bodman-Literaturhaus. Am Dorfplatz 1, Gottlieben, 071 669 34 80, bodmanhaus.ch Bühne Marbach. Obergasse 5, Marbach, 071 755 88 17, buehnemarbach.ch Casino. Poststrasse 9, Herisau, 071 351 10 97, casinoherisau.ch Chössi-Theater. Bahnhalle, Lichtensteig, 071 988 13 17, choessi.ch Conrad Sohm. Boden 1, Dornbirn, +43 5572 354 33, conradsohm.com Dorfzentrum Bottighofen. Schulstrasse 1, Bottighofen Dornbirner Messe. Messestrasse 4, Dornbirn, +43 5572 305 0, dornbirnermesse.at Eisenwerk. Industriestrasse 23, Frauenfeld, 052 728 89 82, eisenwerk.ch Esse Musicbar. Rudolfstrasse 4, Winterthur, 052 202 57 46, esse-musicbar.ch Evang. Kirche. Am Dorfplatz, Teufen, 071 333 13 11, ref-teufen.ch Evang. Kirche Sulgen. Rebbbergstrasse 16, Sulgen, 071 642 44 90 Fabriggli. Schulhausstrasse 12, Buchs, 081 756 66 04, fabriggli.ch FHS. Rosenbergstrasse 22, St.Gallen, 071 226 16 08, fhsg.ch FigurenTheater. Lämmlisbrunnenstrasse 34, St.Gallen, 071 222 60 60, figurentheater-sg.ch Flon. Davidstrasse 42, St.Gallen, 071 224 55 05, flon-sg.ch Fotomuseum Winterthur. Grüzenstrasse 44 & 45, Winterthur, 052 234 10 60, fotomuseum.ch Freihandbibliothek. Katharinengasse 11, St.Gallen, 071 223 60 23, freihandbibliothek.ch Galerie vor der Klostermauer. Zeughausgasse 8, St.Gallen, 078 775 56 49, klostermauer.ch Galerie zur Hofersäge. Weissbadstrasse 7a, Appenzell, 071 787 18 88, form-kunst.ch Gare de Lion. Silostrasse 10, Wil, garedelion.ch Gaswerk. Untere Schöntalstrasse 19, Winterthur, 052 203 34 34, gaswerk.ch Grabenhalle. Unterer Graben 17, St.Gallen, 071 222 82 11, grabenhalle.ch Habibi. Zürcherstrasse 42, St.Gallen, 079 636 41 13,

81 facebook.com/habibi.st.gallen Habsburg. Rheinstrasse 70, Widnau, 071 722 21 56, habsburg-bar.ch Haffterhaus. Frauenfelderstrasse 8, Weinfelden Historisches und Völkerkundemuseum. Museumstrasse 50, St.Gallen, 071 242 06 42, hmsg.ch Hotel Schloss Wartenstein. Pfäfers, 081 302 40 47, schloss-wartenstein.ch Insieme Piadineria. Steinberggasse 24, Winterthur, 052 203 26 28, insieme-piadineria.ch Jazzclub. Churerstrasse 28, Rorschach, 071 855 03 88, jazzclub-rorschach.ch Jüdisches Museum. Schweizerstrasse 5, Hohenems, +43 5576 739 89 0, jm-hohenems.at K9. Hieronymusgasse 3, Konstanz, +49 7531 167 13, k9-kulturzentrum.de Kaffeehaus. Linsebühlstrasse 77, St.Gallen, 071 534 34 24, kaffeehaus.sg Kammgarn. Baumgartenstrasse 19, Schaffhausen, 052 624 01 40, kammgarn.ch Kantonsratssaal. Klosterhof 3, St.Gallen Katharinen. Katharinengasse 11, St.Gallen Kathedrale. Gallusplatz, St.Gallen, bistum-stgallen.ch Kellerbühne. St. Georgen-Strasse 3, St.Gallen, 071 223 39 59, kellerbuehne.ch Kino Rosental. Schulhausstrasse 9, Heiden, 071 891 36 36, kino-heiden.ch Kinok. Grünbergstrasse 7, St.Gallen, 071 245 80 89, kinok.ch Kleinaberfein. Auf dem Damm 17, St.Gallen, 071 227 33 38, gambrinus.ch Komturei Tobel. Tobel, 071 917 17 57, komturei.ch Kornhaus. Hafenplatz 2, Rorschach Krempel. Wiedenstrasse 48, Buchs, 081 756 50 10, krempel.ch Kugl. Güterbahnhofstrasse 4, St.Gallen, 076 420 38 45, kugl.ch Kultur Punkt. St. Gallerstrasse 15, Flawil, kulturpunkt-flawil.ch Kultur-Werkstatt. Churfirstenstrasse 5, Wil, 071 912 22 66, kultur-werkstatt.ch Kulturcinema. Farbgasse, Arbon, 071 440 07 64, kulturcinema.ch Kulturzentrum am Münster. Wessenbergstrasse 43, Konstanz, +49 7531 900 90 0, konstanz.de Kundelfingerhof. Schlatt TG, 052 657 11 22, kundelfingerhof.ch Kunst(Zeug)Haus. Schönbodenstrasse 1, Rapperswil, 055 220 20 80, kunstzeughaus.ch Kunsthalle Arbon. Grabenstrasse 6, Arbon, 071 446 94 44, kunsthallearbon.ch Kunsthalle St. Gallen. Davidstrasse 40, St.Gallen, 071 222 10 14, k9000.ch Kunsthalle Ziegelhütte. Ziegeleistrasse 14, Appenzell, 071 788 18 60, kunsthalleziegelhuette.ch Kunstmuseum St.Gallen. Museumstrasse 32, St.Gallen, 071 242 06 71, kunstmuseumsg.ch

LOKALE

Kunstmuseum Winterthur. Museumstrasse 52, Winterthur, 052 267 51 62 Kunstraum. Bodanstrasse 7 a, Kreuzlingen, 071 688 58 30, kunstraum-kreuzlingen.ch Kunstverein. Wessenbergstrasse 41, Konstanz, +49 7531 223 51, kunstverein-konstanz.de Laurenzenkirche. Marktgasse 25, St.Gallen, 071 222 67 92 Ledi – Die Wanderbühne. Kronengarten, Appenzell, arai500.ch/ledi Liechtensteinisches Landesmuseum. Städtle 43, Vaduz, 0423 239 68 20, landesmuseum.li Lokremise. Grünbergstrasse 7, St.Gallen, 076 325 82 51, lokremise.ch Lokremise Wil. Silostrasse 2, Wil, 071 913 53 53 Löwenarena. Hauptstrasse 23, Sommeri, 071 411 30 40, loewenarena.ch Mediathek. Seestrasse 104, Steckborn, 052 761 13 73, mediaborn.ch Metro-Kino. Rheinstrasse 25, Bregenz, +43 5574 71843 0 Museum Herisau. Oberdorfstrasse 2 b, Herisau, 079 377 34 43, museumherisau.ch Museum im Lagerhaus. Davidstrasse 44, St.Gallen, 071 223 58 57, museumimlagerhaus.ch Museum Liner. Unterrainstrasse 5, Appenzell, 071 788 18 00, museumliner.ch Naturmuseum. Museumstrasse 32, St.Gallen, 071 242 06 70, naturmuseumsg.ch Nextex. Blumenbergplatz 3, St.Gallen, 071 220 83 50, nextex.ch Oberstufenzentrum Sproochbrugg. Zuckenriet, 071 948 70 10, sproochbrugg.ch Offene Kirche St. Gallen. Böcklinstrasse 2, St.Gallen, 071 278 54 29, oksg.ch Otto-Bruderer-Haus. Mittelstrasse 235, Waldstatt, 071 351 67 42, ottobruderer.ch Oxyd Kunsträume. Wieshofstrasse 108, Winterthur, 052 316 29 20, oxydart.ch Oya. Schwertgasse 27, St.Gallen, 071 244 23 43, oya-bar.ch Palace. Blumenbergplatz, St.Gallen, palace.sg Point Jaune Museum. Linsebühlstrasse 77, St.Gallen, 071 222 14 91, postpost.ch Rab-Bar. Landsgemeindeplatz 8, Trogen, 071 340 08 55, rab-bar.ch Raum für Literatur. St.Leonhardstrasse 40, St.Gallen, gdsl.ch Regierungsgebäude. Klosterhof, St.Gallen, 071 229 32 60, sg.ch Restaurant Bierhof. Rorschacherstrasse 34, St.Gallen, 071 535 00 75, bierhof.ch Restaurant Schwarzer Engel. Engelgasse 22, St.Gallen, 071 223 35 75, schwarzerengel.ch Rössli. Dorfstrasse 16, Mogelsberg, 071 374 15 11, roessli-mogelsberg.ch Rösslitor. Multergasse 1 3, St.Gallen, 071 227 47 47, books.ch Rudolf Steiner Schule. Rorschacherstrasse 312, St.Gallen, 071 282 30 10, steinerschule.ch

Sal. Landstrasse 19, Schaan, 0423 792 53 09, sal.li Salzhaus. Untere Vogelsangstrasse 6, Winterthur, 052 204 05 54, salzhaus.ch Schloss Arbon. Schlossgasse, Arbon, 071 447 15 20 Schloss Dottenwil. Dottenwil, Wittenbach, 071 298 26 62, dottenwil.ch Schloss Seeheim. Eichhornstrasse 86, Konstanz, +49 7531 692 26 00, schloss-seeheim.com Schloss Wartegg. Von Blarer-Weg 1, Rorschacherberg, 071 858 62 62, warteggkultur.ch Schutzengelkapelle. Klosterhof 2, St.Gallen, 071 222 34 64 Solidaritätshaus. Fidesstrasse 1, St.Gallen, 071 244 68 10, solidaritaetshaus.ch Spiegelhalle. Hafenstrasse 12, Konstanz, +49 75 319 00 150, theaterkonstanz.de Spielboden. Färbergasse 15, Dornbirn, spielboden.at Stadthaus. Stadthausstrasse 4a, Winterthur, 052 267 51 15 Stadtmuseum. Herrenberg 40, Rapperswil, 055 210 71 64, ogrj.ch Stadttheater Konstanz. Konzilstrasse 11, Konstanz, +49 7531 900 10 6, theaterkonstanz.de Stickerei. Oberer Graben 44, St.Gallen, 071 222 62 32, cafebarstickerei.ch Stiftung Friedheim Weinfelden. Burgstr. 7 a, Weinfelden, 071 626 59 59 Talhof. St.Gallen, talhof.sg Tango Almacén. Davidstrasse 42, St.Gallen, 071 222 01 58, tangoalmacen.ch Tankstell-Bar. Teufenerstrasse 75, St.Gallen, 071 222 77 67, tankstell.ch TapTab. Baumgartenstrasse, Schaffhausen, 079 601 99 40, taptab.ch Textilmuseum. Vadianstrasse 2, St.Gallen, 071 222 17 44, textilmuseum.ch Theater St.Gallen. Museumstrasse 24, St.Gallen, 071 242 05 05, theatersg.ch Theater am Gleis. Untere Vogelsangstrasse 3, Winterthur, 052 212 79 54, theater-am-gleis.ch Theater am Kornmarkt. Seestrasse 2, Bregenz, +43 5574 428 70, landestheater.org Theaterhaus. Bahnhofplatz, Weinfelden, 071 622 20 40, theaterhausthurgau.ch Tonhalle. Museumstrasse 25, St.Gallen, 071 242 06 32, sinfonieorchestersg.ch Varieté Tivoli. Tivoliweg 5, St.Gallen, 071 244 85 87, varioli.net Varwe. Hubstrasse 101, Wil, 071 912 16 76, varwe.ch Werkstatt Inselgasse. Inselgasse, Konstanz, +49 753 19 00 150, theaterkonstanz.de Zeltainer. Iltiosbahn Talstation, Unterwasser, 071 993 36 39, zeltainer.ch


Kellers Geschichten

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Die Grossmutter hatte einst einen Wald gepflanzt, damals in der Krisenzeit, und viele Jahre später konnten die Enkel darin spazieren. Im Wald standen Tannen in Reih und Glied, wenn man hineinrief, tönte es zurück, trat man hinein, verirrten sich die Stimmen. Auch ein Jagdhaus stand im Wald, allerdings auf dem Nachbargrundstück, mit einem HirschFoto: E. Koch, Schaffhausen (Zeitungsausschnitt 1926) geweih über der Tür, obwohl es schon lange keine Hirsche mehr gab. Beim Jagdhaus hatte die Mutter einmal Bundesrat Minger getroffen und ihm einen Most serviert, einen Landjäger oder einen Schüblig, als junges Mädchen trug sie dazu die Thurgauer Tracht oder vielleicht die abgeänderte Berner Tracht der Grossmutter, dem Bundesrat wird es gefallen haben. Während die Grossmutter den Wald anpflanzte, starb der Grossvater an Magenkrebs, unermüdlich pflanzte sie weiter. Die Enkel interessierten sich später für zwei andere Erlebnisse fast noch stärker: Wie eine Hornisse sie ins Gesicht gestochen hatte, und wie ihr ein Wildschwein begegnet war. Sieben Hornissen töten ein Pferd, eine Hornisse tötet einen Mann. Doch Grossmutter überlebte und zeigte den Enkeln die Stelle, an der sie gestochen worden war. Nach dem Tod des Grossvaters sass jetzt hin und wieder der Förster in ihrer Stube, zusammen tranken sie Kräuterschnaps und berieten das Pflanzen von weiteren Wäldern. Das Wildschwein, ein Eber, begegnete ihr in der Dämmerung. Es verharrte kurz und nahm dann Reissaus. Das ist schon die ganze Geschichte, doch für die Enkel war sie phantastisch genug. Im Wald achteten sie künftig auf jedes Rascheln. Wenn es hier Wildschweine gab, warum nicht auch Wölfe und Auerochsen? Oder Hyänen wie jene auf dem Foto, die 1926 bei Schlatt TG erlegt worden ist. Sie war aus einer Menagerie in Uster ausgebrochen, nachts hörte man sie bis nach Winterthur hinein heulen; kurz darauf brach aus derselben Menagerie, die mittlerweile in Schaffhausen gastierte, auch noch ein Panther aus, und es war einiges los in den Ostschweizer Wäldern. Grossmutter hat nie etwas davon erzählt. Stefan Keller, 1958, ist Journalist und Historiker aus dem Thurgau.

ABGESANG

Saiten 10/2013

Jägerlatein


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Bureau Elmiger

Saiten 10/2013

Bonjour Monsieur C. aus Berlin erzählte mir am Telefon, sie werde sich vielleicht eine Wohnung kaufen. Aha, sagte ich. Ich sah mich im Bureau um. Die Zimmerpflanze blühte und hatte sich endlich dazu entschieden, kleine Ableger zu gründen. In Berlin hatte ich selbst mit J. zusammengewohnt, die ihren Lebensunterhalt zu einem grossen Teil mit den Einnahmen aus der Vermietung einer Wohnung in Barcelona bestritt. C. fragte, ob ich der Ansicht sei, sie trage zur Gentrifizierung der Stadt bei, wenn sie diese Wohnung nicht selbst bewohne, sondern vermiete und ob ich glaube, dass sie es im gegebenen Fall übers Herz bringen würde, Eigenbedarf anzumelden. Wahrscheinlich schon, sagte ich. Einige Tage später fuhr ich nach Paris. Im TGV dachte ich über die Geschwindigkeit nach, mit der sich ein im fahrenden Zug in Fahrtrichtung fliegendes Papierflugzeug wohl bewegte. Ich hatte die Wohnung einer Innenarchitektin im 13. Arrondissement gemietet. An der Innenseite der Wohnungstür waren vier Schlösser angebracht, die ich auf der Stelle verriegelte, man hatte sie mit Sicherheit nicht ohne Grund angebracht. Im Flur hörte ich die Stimmen der Mieter und Mieterinnen: Bonjour Monsieur!, Bonjour Madame! riefen sie fröhlich. Das Küchenfenster führte zum engen Hof, ich öffnete es, und als es gegen Abend in der Küche schon dunkel wurde, war weit oben noch ein helles Stück Himmel zu sehen, dazwischen die erleuchteten Fenster der anderen Wohnungen, Kochtöpfe klapperten und jemand spielte Klavier. Neben dem Bett der Innenarchitektin lagen die Tristes Tropiques, ich begann zu lesen von der Reise des Lévi-Strauss auf die Antillen und schlief dann ein. Am nächsten Tag spazierte ich durch die Rue Ferdinand Duval. Im Erdgeschoss der Nr. 7, in der Niklaus Meienberg einmal wohnte, eine nackte Schaufensterpuppe hinter dunklen Fenstern: DESTOCKAGE TOUTE L’ANNÉE, -20% -50% -70%. In der gleichen Woche fuhr ich in die Picardie. Nachdem der Zug seine Endstation erreicht hatte, stieg ich um in einen Bus, der fast leer und in keinem guten Zustand war. Nur ein älterer Mann mit Einkäufen in zwei Plastiktüten war mit mir auf der Fahrt, die auf schlecht unterhaltenen, schmalen Strassen durch ein Dutzend Dörfer führte. Der sorglose Fahrstil des Busfahrers war auf eigenartige Weise bestechend, Zweige klatschten gegen die Scheiben, Sonne und Regen wechselten sich ab. Bereits von weitem sah ich das Familistère von Guise, das Ziel meiner Reise mit dem heimlichen Thema «Wohnen». In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vom Unternehmer und Fourieristen Jean-Baptiste André Godin errichtet, sollte es den Familien seiner Fabrikarbeiter eine neue Form des Wohnens ermöglichen. Das

Bild: Ladina Bischof

palais social, bestehend aus dem pavillon central und seinen zwei Flügeln, ein jeder um einen mit Glas überdachten Hof gebaut, umfasste 500 Wohnungen, erreichbar über Galerien, die zu jeder Jahreszeit im Trockenen lagen und bei Festen in Tribünen umgewandelt wurden. In unmittelbarer Nähe liess Godin Schulen, ein Theater (statt einer Kirche), ein Wasch- und Badehaus, Markt und Kantine bauen. Gleich jenseits des Flüsschens Oise lag Godins Ofenfabrik. Ich betrat den Lichthof des grossen Pavillons und war dort ganz allein, jedes Geräusch hallte im leeren Raum wieder, ich stieg die gewundenen Holztreppen hoch und ging über die Galerien, war jetzt nah beim Dach. Eine «Halb-Utopie» nannte der Architekturhistoriker Julius Posener das Bauwerk, das Godin einige Jahre vor seinem Tod der genossenschaftlich organisierten Association du Capital et du Travail du Société du Familistère überschrieb. Auch heute ist das Familo noch bewohnt. Allerdings, so sagt der Wirt des benachbarten Café des sports, treffen sich die Mieter nicht mehr in den Cafés nach der Schicht: zéro client! In der ehemaligen Wohnung Godins im rechten Seitengebäude, damals grösser und opulenter als die Arbeiterwohnungen, kann im Digitalisat des FamilistèreGästebuchs geblättert werden. Bis in die 1970er-Jahre wurde es geführt und zeigt Einträge von Gästen, die aus dem Kongo, aus Nordamerika oder Russland anreisten. Auch ein St. Galler ist aufgeführt, der den Ort zu Beginn des 20. Jahrhunderts besuchte. Bonjour Monsieur!

ABGESANG

Dorothee Elmiger,1985, Autorin des Romans Einladung an die Waghalsigen, schreibt monatlich in Saiten.


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Pfahlbauer. Nachrichten aus dem Sumpf.

Saiten 10/2013

Der totale Kürbis

Es musste so kommen nach diesem hysterischen Sommer, in meinem seit jeher erklärten Lieblingsmonat September, mit seinem flau abgehängten Charme – hier noch die Badehose aufgehängt, dort schon die Pullis gerichtet; morgens ein Sprung in den See, abends dann aber sicher das ersehnte erste Fondue, alles möglich, wenn auch vieles im Abschied, und immer wieder fein gelaunt Blumfelds Version von Hüschs Gutnachtlied auf den Lippen: Kabeljau schwimmt nach Haus, Ameise rennt nach Haus... In diesem Melanchoswing eines Septembernachmittags ein letztes Mal den verwelkenden Sonnenblumen auf die Felder gefolgt, weit weg von Reizwörtern wie Standortfaktor, Sparmassnahme oder Cocktailbar. Und prompt unwiderruflich abgetaucht. Tschuldigung, werte Leserschaft! Seit Wochen auf der Kürbisfarm. Schon immer ein Liebhaber von kürbisgenährten Suppen, Gratins oder Pasta, und sowieso ein Fan von Horrorfilmen, in denen Pumpkins eine böse Hauptrolle spielen, hat es mich, nochmals tschuldigung, komplett erwischt. Nur noch Kürbis im Kopf. Allein die endlosen Sorten, zum Rappen schön: Chicago Warted Hubbard! Blue Hubbard! Rondini! Baby Boo!

Jack be little! Wee be little! Lil Pump Ke Mon! Small Fancy! Sweet Dumpling! Kamo-Kamo! Golden Pumpkin! Harvest Princess! Kumi-Kumi! Kuri Kabocha! Sugar Bell! Und so weiter. Ob ich den dunkelgrünen Furor dem gestreiften Eight Ball vorziehe? Schwierige Frage. Sehr cool ist auch der feinkörnige, längliche Kürbis, den sie hier auf der Farm allen Ernstes Friedrich Nietzsche nennen. Und mit Abstrichen auch die nicht essbaren Dekorationszwerge in allen Wucherformen. Okay, okay, schon gut, ich hör jetzt auf. Ausführliche Sumpfnachrichten nicht kürbischer Natur dann wieder im November.

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Charles Pfahlbauer jr.


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Boulevard

Saiten 10/2013

Das Saiten-Amt für Statistik meldet: Der Altersmedian in der Stadt St.Gallen liegt bei 39 Jahren. Das heisst: Die Hälfte aller Leute ist unter, die andere Hälfte über vierzig. Ausgewogen also. Im Stadtparlament jedoch liegt der Median bei 49 Jahren. Von den 63 Parlamentsmitgliedern sind 45 über vierzig und 18 unter vierzig. Das heisst: Die Generation U40 wird prozentual von etwa 28.5 Prozent vertreten, Ü40 von 71.5 Prozent. Auch wenn die Älteste (CECILE FEDERER) und die Jüngste (FRANZISKA RYSER) progressiv grün sind – wir sehen schwarz bei so viel Überalterung. Das ziemt sich einfach nicht.

Was sich gehört und was nicht, weiss die SVP des Kantons St.Gallen. Sie reichte Mitte September einen Vorstoss ein mit dem Ziel «an der Volksschule das Tragen von unziemlicher Bekleidung, demonstrativen Symbolen und Kopfbedeckungen zu untersagen». Es geht nicht etwa um geschmacklose Shirts oder Ausschnitte, es geht um das Kopftuch – zumindest wenn es von muslimischen Mädchen getragen wird. Ob es auch einen Vorstoss gäbe, wenn das «demonstrative Symbol» von einer Schweizerin getragen würde, ist unsicher. Sicher hingegen ist, dass «unziemliche Bekleidung» in der Volksschule ziemlich dazugehört – in den 80ern und 90ern zumindest war es noch so.

Ziemlich erfolgreich, wenn auch mit Fuss statt Kopf, war Saiten-Verlagsleiter PETER OLIBET. Er belegte am Schlussturnier der Alternativen Fussball-Liga mit seinem Team «Torpedo Irina» den vierten Platz. Rosario Florio, der zusammen mit Larissa Kasper und Samuel Bänziger Saiten sein unverwechselbares grafisches Profil verleiht, überbot dieses Resultat sogar noch: Mit seinem Team «Charlie Schienbeinschoner» kickte er sich zuoberst aufs Podest und verbannte die «Los Señores» auf Platz zwei. Zweimal Jubel und herzliche Gratulation an dieser Stelle – wir haben uns ziemlich gefreut und nie an euch gezweifelt.

Ehre, das Design von Saiten. Das Fazit: «Robin Kinross sagte einmal, Rudolf Hostettler und Jost Hochuli seien der Grund, dass St.Gallen überhaupt auf der typografischen Landkarte erscheine. Als junge Gestalter in dieser kleinen Stadt hoffen wir, dass St.Gallen auch in Zukunft einen Punkt im Weissraum dieser Karte darstellt.» Ziemlich cooler Satz.

Die Buchstabenfans holten sich ausserdem «Die schönsten Schweizer Bücher» in die Stadt. Die Ausstellung mit den 2013 prämierten Büchern gastierte im Rahmen des Typografie-Kongresses an der Schule für Gestaltung. Eröffnet wurde sie vom kantonalen Bildungschef STEFAN KÖLLIKER, der, sonst ein gutes Händchen für Ghostwriter haben soll. An diesem Tag war das offenbar nicht der Fall: Wie man aus gut unterrichteten Quellen hört, wusste der SVP-Regierungsrat nämlich nicht, dass er über bereits prämierte Bücher spricht, und glaubte, er gebe Nominierungen bekannt.

Ziemlich informiert und vielversprechend tönt dafür die Ankündigung des Ex-St.Galler Theatermanns JONAS KNECHT: Er arbeitet mit der Autorin BEATRICE FLEISCHLIN an einem Projekt mit dem Titel «Willkommen in der Tyrannei meiner Intimität!». Willkommen geheissen wird vorerst die heimische Bevölkerung: Knecht bespielt vom 16. bis 19. Oktober eins der grünen Markthäuschen beim Blumenmarkt mit Live-Hörspielen. Marktplatz-Parkplatz-Streit, Kopftuch-Irrwitz, Polit Überalterung: Ein paar ziemlich intime Themen liegen jedenfalls schon parat.

Zweifel hatte auch niemand, dass unsere drei Grafistas an der Tÿpo St.Gallen, dem Gipfeltreffen der Typografie-Nerds, ein gelungenes Referat halten. Neben Kalibern wie Erik Spiekermann oder dem St.Galler JOST HOCHULI waren BÄNZIGER-KASPER-FLORIO eingeladen, von ihrer Arbeit zu berichten. Ein Schwerpunkt ihres Referats war, grosse

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N°227 · Missbrauch  

Oktober 2013 · Ein Heft über Opfer ud Täter - Erlittenes und Bewältigtes - alte und neue Formen der Gewalt. Und darüber, wer hilft.