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Ostschweizer Kulturmagazin Nr. 226, September 2013

Saiten

sucht Meienberg


Ein Heft auf den Textspuren von Niklaus Meienberg im Hier und Heute. Ausserdem: Kunst, die unter die Haut geht, Liechtis Film und Stahlbergers ÂŤZeugÂť. Und der Kampf um Land in Kenia.


Es gab schon einmal ein St.Galler Magazin, das sich Niklaus Meienberg widmete: die 27. Ausgabe der «Noisma»Zeitschrift von 1991. Meienberg hatte gerade den Kulturpreis der Stadt erhalten und «Noisma» schickte Fragen zu Meienberg an sechzehn Männer (!), Politiker, Kulturschaffende, Wirtschaftler. Es antworteten zwei: Richard Butz und Hans Fässler. Ruth Erat, Mitherausgeberin von «Noisma», sinnierte daraufhin, warum niemand über Meienberg schreiben wolle, und meinte: «Vielleicht, weil N.M. lebt. Und zu Lebenden, da äussert man sich besser nicht. Jedenfalls nicht schriftlich». Erat empfahl als Therapie gegen solche Schreibängste eine «Besinnung auf das, was in einem individuellen Leser vorgeht bei Texten von N.M.». Und am Ende bleibe doch dies: «Schreiben über N.M. – eine Mutprobe». Jetzt ist Meienberg seit zwanzig Jahren tot. Es wird viel über ihn geschrieben, noch mehr geredet, erinnert, psychologisiert. Die Ausstellung im Kulturraum am Klosterplatz St.Gallen empfiehlt, ganz im Sinne Erats, ein Wiederentdecken seiner Texte. Und Saiten? Wir folgen Meienbergs (Text)-Spuren in die Ostschweizer Gegenwart. Auf das Saurer-Areal nach Arbon. Stellen Fragen zum Nichtverhältnis zwischen Meienberg und der HSG, blicken kritisch auf Meienbergs festgeschriebenes Frauenbild und besuchen die Strasse, die seinen Namen trägt. Und wir reden mit Stefan Keller, dem Ausstellungsmacher und Freund Meienbergs, und fragen ihn zurück: «Warum Meienberg?» Eine Antwort darauf hat uns Hans Fässler, der «Das Schmettern des Hahns» schon immer gern hörte, geschickt:

Lessing über Klopstock (1752): Wer wird nicht einen Klopstock loben? Doch wird ihn jeder lesen? Nein. Wir wollen weniger erhoben und fleissiger gelesen sein. Fässler über Meienberg (2013): Wer wird nicht «unsern Niklaus» loben? Doch wird man auch so handeln? Nein. Es sollte weniger erhoben und fleissiger agitieret sein. PS: Mit diesem Heft und mit der Reportage aus Kenia (S. 42) verabschiede ich mich von Ihnen und hoffe, Sie hatten beim Lesen dieses wunderbaren Magazines eine so gute Zeit, wie ich beim Machen desselbigen. Mein Ruder im Redaktionszweier übernimmt die Journalistin Corinne Riedener. Ich wünsche ihr und auch Ihnen alles Gute. Und agitieren Sie fleissig! – Andrea Kessler

EDITORIAL


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Der Wechsel Positionen

11 12 12 15 15 16 16 17

Blickwinkel

von Daniel Ammann

Einspruch

von Manuel Lehmann

Redeplatz

mit Koni Bitterli

Stadtlärm Good News Bad News Unlängst im Sittertobel Damals in Neuchlen-Anschwilen

N.M. 20 «Die Schweiz hatte damals eine selbstzufriedene BetonOberschicht» Ein Gespräch mit Stefan Keller über Niklaus Meienberg. von Peter Surber

Das Coverbild zeigt Handnotizen von Niklaus Meienberg aus der Zeit des Golfkriegs. Bild: Archiv Stefan Keller

Die Katze war Meienbergs Logo für «böse» Briefe. © 2013: Verein Saiten, St.Gallen. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung. Die Urheberrechte der Beiträge und Anzeigenentwürfe bleiben beim Verlag. Keine Gewähr für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen.

Die Porträtserie S.18/19 fotografierte Gertrud Vogler um 1986. Bilder: Archiv Woz

INHALTSVERZEICHNIS

Saiten 09/2013

Saiten Ostschweizer Kulturmagazin 226. Ausgabe, September 2013, 20. Jahrgang, erscheint monatlich HERAUSGEBER Verein Saiten, Verlag, Schmiedgasse 15 Postfach 556, 9004 St.Gallen Tel. 071 222 30 66, Fax 071 222 30 77 REDAKTION Andrea Kessler, Peter Surber, redaktion@saiten.ch VERLAG/ANZEIGEN Peter Olibet, verlag@saiten.ch SEKRETARIAT Gabriela Baumann, sekretariat@saiten.ch KALENDER Michael Felix Grieder kalender@saiten.ch GESTALTUNG Samuel Bänziger, Larissa Kasper Rosario Florio, grafik@saiten.ch VEREINSVORSTAND Susan Boos, Lorenz Bühler, Heidi Eisenhut, Christine Enz, Hanspeter Spörri (Präsident), Rubel Vetsch VERTRIEB 8 days a week, Rubel Vetsch DRUCK Niedermann Druck AG, St.Gallen AUFLAGE 5600 Ex. ANZEIGENTARIFE siehe Mediadaten 2013 SAITEN BESTELLEN Standardbeitrag Fr. 70.–, Unterstützungsbeitrag Fr. 100.–, Gönnerbeitrag Fr. 280.– Tel. 071 222 30 66, sekretariat@saiten.ch INTERNET www.saiten.ch AN DIESER AUSGABE HABEN MITGEARBEITET Daniel Ammann, Ladina Bischof, Rolf Bossart, Wendelin Brühwiler, Melina Cajochen, Gyatso Drongpatsang, Bettina Dytrich, Tine Edel, Dorothee Elmiger, Anna Frei, Andrea Gerster, Brigitta Hochuli, René Hornung, Marco Kamber, Stefan Keller, Andreas Kleemann, Andreas Kneubühler, Tim Kramer, Bettina Kugler, Manuel Lehmann, Peter Müller, Charles Pfahlbauer jr., Corinne Riedener, Harry Rosenbaum, Bettina Stehli, Samuel Tanner, Daniela Vetsch, Diana Zucca KORREKTUR Patricia Holder, Florian Vetsch


Report

23 Wendehammer retour Eine kritische Besichtigung der Meienbergstrasse. von René Hornung

42 Der Kampf um Land

In Mombasa lassen sich die Bauern nicht mehr so einfach das Land wegnehmen. Text und Bilder von Andrea Kessler

26 Die Phallokraten-Rückstände im souveränen Körper Beim Schreiben über Frauen verwechselte Meienberg manchmal Zurschaustellung mit Poesie. von Bettina Dyttrich

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Weltbilder und Schlachtfelder

Zwischen Meienberg und der HSG herrschte ein Nicht-Verhältnis. von Peter Müller

34 Saurer-City, HRS-City

Wie es heute um Arbon steht, dreissig Jahre nach Meienbergs Besuch. von Peter Surber

Bilder

von Gertrud Vogler, Larissa Kasper und Andreas Kleemann

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Perspektiven 38 39 39 41 41

Rheintal Toggenburg Winterthur Appenzell Stimmrecht

von Gyatso Drongpatsang

Kultur 48 Eine Lilie für Billie Joe

In Schaffhausen hat sich Diana Zucca unter die Nadel eines polnischen Störtätowierers begeben. Ein Erfahrungsbericht.

52 Literatur

Manuel Stahlbergers «Zeug». von Andrea Gerster

55 Musik 56 Film

Peter Liechtis «Vaters Garten». von Marco Kamber

58 Theater 59 Weiss auf Schwarz von Tim Kramer

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Kalender Abgesang

82 83 85 87

Kellers Geschichten Bureau Elmiger Charles Pfahlbauer jr. Boulevard

NR. 226, SEPTEMBER 2013


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Ein Abklatsch mit drei Hopps Kommen und gehen: Das war das Motto des letzten Saiten-Hefts vom Juli/ August über das Appenzellerland. Jetzt ist auch auf der Saiten-Redaktion ein Kommen und Gehen: Andrea Kessler verlässt uns und die Ostschweiz nach drei Jahren und beginnt ein Lehrerinnenstudium an der PH Zürich. Ihre Nachfolgerin ist Corinne Riedener – Absolventin des Studiengangs Journalismus und Organisationskommunikation der ZHAW Winterthur und als Autorin bereits vielfältig auf den Saiten-Seiten aufgetaucht. Wir lassen Andrea ungern gehen und heissen Corinne gern willkommen. Und halten es statt mit Lobreden lieber mit drei Fragen – samt einer vierten.

9 Was findest Du an Saiten gut beziehungsweise: Was müsste besser werden? Und am Rest der Welt? Andrea: Die Freundinnen und Freunde von Saiten, ob schreibende oder lesende. Die find ich richtig, richtig gut. Ihre unbedingte Leidenschaft für dieses Projekt, das vor fast zwanzig Jahren startete und in St.Gallen immer lauter in den Köpfen polterte und immer mehr Küchentische eroberte. Jetzt wirds Zeit, dass Saiten auch in den Köpfen in Wattwil, Rapperswil und Kreuzlingen chröset. Der Rest der Welt kommt später dran. Corinne: Das Saiten-Konzept trifft meinen Geschmack: Raum für längere Geschichten und dafür wenig Ackerland für Verlautbarungsjournalismus, mit einem reichen Fundus an Leuten, die mitschreiben und wertvolle Inputs bringen. Und natürlich der Kalender – unverzichtbar, das Ding. Schade ist, dass Saiten, wie viele andere auch, ständig knapp bei Kasse ist. Das macht es schwer, das brachliegende Potenzial – etwa im Online-Bereich oder für längere Recherchen – auszuschöpfen. Aber das ist für den Moment völlig okay. Dem Rest der Welt geht es schliesslich ähnlich: Praktisch alle sind mehr oder weniger pleite und das menschliche, intellektuelle und kreative Potenzial wird auch viel zu selten ausgeschöpft. Ausser es geht ums Reichwerden. Magst Du St.Gallen? Und wenn ja: Warum bist Du Dir da so sicher? Oder zweifelst Du? Andrea: Machmal kann St.Gallen eine fette Kreuzspinne sein, die in einem engmaschigen, klebrigen Netz hockt, das sich vom Schattenhang bis zum Sonnenhügel spannt. Ich mag die Orte, wo die Stadt unbefangen bleibt. Unter der Autobahnbrücke, im Zwischengeschoss des Bahnhofgebäudes, im Tatlimarkt in St.Fiden, im hintersten Winkel des Gründenmoos, an Tischen mit Freunden. Corinne: Aufgewachsen bin ich in Untereggen, einem Bilderbuchdorf neben St.Gallen. Ähnlich wie Mörschwil, aber weniger vermögend. Beim ersten Trip ins grosse St.Gallen grüsste ich alle Leute auf der Strasse –

DER WECHSEL

ländlicher Anstand halt ... Im Gegensatz zu grösseren Städten wurde ich zwar amüsiert gemustert, doch auch erstaunlich oft zurückgegrüsst. Das mag ich an St.Gallen. Es ist ein StadtLand-Zwitter und mittlerweile mein Zuhause. Zweifel kommen mir nur manchmal, beispielsweise wenn einige finden, dass unsere Kulturszene ohne Geld und Räume auskomme. Oder wenn im Kantonsrat über irgendwelche sinnlosen Kopftuchverbote debattiert wird, wie es vermutlich demnächst der Fall sein wird. Wo siehst Du Dich selber in fünf Jahren? Nicht kneifen! Andrea: Weil ich gerne Heimweh nach fernen Orten habe, an denen ich fremd bleiben kann, seh ich mich in fünf Jahren kinderbuchschreibend in Nairobi. Wahrscheinlicher aber ist es, dass ich dann in Sichtweite der Aare weiterhin an meinem Leben bastle. Corinne: Dann bin ich hoffentlich Teil einer eingeschworenen Saiten-Gang, die im Analogen und auch im Digitalen hintergründige, kritische und gerne auch kontroverse Texte liefert – und so eine alternative Stimme ist in unserer überschaubaren Ostschweizer Medienlandschaft. Privat sehe ich mich weniger mit Schürze und Schoppen, sondern weiterhin mit Stift und stürmischen Zeiten. Und was muss endlich auch einmal noch gesagt sein? Andrea: Grossmut, Leute, Grossmut! Corinne: Alles Gute für dein Studium, liebe Andrea! Und glaub bloss nicht alles, was dir die Dozenten erzählen.

Corinne Riedener und Andrea Kessler


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Blickwinkel Links, tami nei, rechts

Beifahrer Michi posaunt mir während des Höllenritts ins Ohr: «Links, rechts, scharf rechts, gerade aus, 300 Meter scharf links, tami nei, rechts!» Ein Fehler und schon knallts! Die Kiste eiert in der siebten Kurve und bleibt am Nagelfluh hängen. «Heilandsack Michi!», fahr ich ihn an und halte weiter am Steuer fest. Eine Rauchsäule steigt hoch. Ein Fotograf eilt herbei. Ich steige aus und begutachte das Rennauto. Mein Rennauto! «Scheisse, scheisse, scheissss ... hilft nichts!» Weder weitere Läufe noch eine Klassierung, denke ich. Michi hält sich die Rippe. «Gohts?» Er blickt mich

schmerzverzerrt an und stöhnt. Ich ziehe ihm den Helm ab. Er schreit laut. Eine Kuh schaut vom Acker herab und furzt. Na Bravo. Tüta-tüta tönt es von weitem. Wird auch Zeit! Die Karre wird aufgeladen und Michi ins Spital gefahren, wo ihm ein Korsett mit Schlaufe angelegt wird. Drei Stunden später stehen wir als Zuschauer vereint dort oben. Die Nachmittagssonne blendet. Die Fahrer jagen ihre beste Zeit.

POSITIONEN

Daniel Ammann fotografierte beim Bergrennen Hemberg (September 2012) und schrieb den Alptraum dazu.


Als Kolumnist von Saiten und in meinem Buch Meine kleine Grossstadt Winterthur habe ich Winterthur gelobt wegen dem liberalen Geist. Selber während vielen Jahren aktiv als Kulturorganisator, empfand ich die Winterthurer Polizei immer als mit Augenmass handelnd. Wo niemand klagte, bestand nicht zwingend Handlungsbedarf. Ein gewisser Geist der Freiheit war Winterthur eigen. Wir wussten es zu schätzen. Wenn ich aber davon höre, wie die Winterthurer Polizei diesen Sommer beim Kraftfeld auf dem Lagerplatz und beim Hako in der Steinberggasse agierte (wo ohne Kläger nun Freiheiten beschnitten werden, die während vielen Jahren gegolten haben) oder wie mit Lärmreklamationen am hellheiteren Tage bei der Badi Oberi umgegangen wurde («Machen Sie doch gescheiter keine solchen Anlässe mehr»), kommt bei mir das Gefühl auf, dass in Winterthur ein neuer Wind weht. Woher dieser Gesinnungswandel kommt, kann ich nicht beurteilen. Ob es personelle Wechsel innerhalb des Korps sind oder mit der FDPStadträtin zu tun hat, die neu der Polizei vorsteht und einer Freikirche angehört? Oder unterwirft man sich schlicht dem Zeitgeist (die liberalen Neunziger liegen bereits weit zurück)? Ich weiss es nicht. Was ich aber weiss: So werden keine Probleme gelöst, sondern welche geschaffen. Wohin dies im Extremfall führen kann, lässt sich in Bern beobachten, wo ausgelöst durch die Profilierungsneurose eines CVP-Stadtrates nach der zweiten Tanzdich-frei-Demonstration und diversen Sachbeschädigungen die Situation ziemlich verkachelt ist. Oder in Basel, wo diesen Sommer sehr harte Polizeieinsätze an Kairo, New York oder Istanbul erinnerten. In Winterthur redet die Polizei zwar davon, wie wichtig das richtige Augenmass ist. Ob die Betroffenen auch noch das Gefühl haben, dass die Winterthurer Polizei mit Augenmass agiert, ist zu bezweifeln. Auf jeden Fall bekommt Winterthur noch diesen September seinen eigenen Umzug mit Tanzmusik. Toller Tanz gegen Nulltoleranz. Und gegen eine teure und öde Stadt. Jawohl! Selber frage ich mich, wie gut der Staat generell mit seinem Machtmonopol zurechtkommt. Und kann dem «NZZ»-Journalisten nur zustimmen, der geschrieben hat: Rücksicht, Offenheit und etwas mehr Bescheidenheit: «Man wünscht sie sich nicht nur von alkoholisierten Jugendlichen, renitenten Asylbewerbern und prügelnden Sportfans – sondern mitunter auch vom ganz normalen Bürger.» Nur dies kann die Grundlage eines angenehmen Miteinanders sein. Manuel Lehmann, 1974, war Kulturorganisator (Kraftfeld, Afro-Pfingsten) und ist heute soziokultureller Animator und Mit-Initiant von «DanachAllianz für unsere Zukunft».

Redeplatz «Mit billigen Ausstellungen kommt man nicht weit» Koni Bitterli über die Zukunft der Kunst in der Lokremise St.Gallen nach dem Sparbefehl des Kantons «Nenn mich nicht Stadt!» betiteln Sie die neuste Ausstellung in der Lokremise – die erste, nachdem der Kantonsrat im Juni den Kredit für die Kunstzone halbiert hat. Der Titel tönt nach Protest, im Sinn von: Nenn mich nicht mehr Stadt ... Ich bin seit zwei Jahren mit der Konzeption beschäftigt, Ausstellungen brauchen eine lange Planung und eignen sich daher nicht als Kommentar zu tagespolitischen Vorgängen. Aber es ist schon ein sinnfälliger Zeitpunkt für eine Stadt-Ausstellung ausgerechnet an dem Ort, wo St.Gallen vielleicht am urbansten ist. Die Lokremise ist so etwas wie eine Stadt in der Stadt. Was verliert diese Stadt, wenn statt 580’000 nur noch 290’000 Franken zur Verfügung stehen? Vorweg: Die Abstimmung über die Lokremise liegt noch nicht lange zurück – und damals hat das Volk auch Ja gesagt zum Betriebskredit. Mit der Kürzung ist der Betrieb der Kunstzone akut gefährdet. Mit der Hälfte des Geldes kann man nicht einfach die Hälfte der Ausstellungen realisieren. Das ist für die ganze Lokremise ein Problem, denn die Kunstzone ist ab Mittag offen, während Kino und Theater klassische Abendbetriebe sind. Warum weniger als die Hälfte? Die Fixkosten bleiben: die Miete an die Stiftung Lokremise, Heizung, Infrastruktur, Unterhalt, Löhne. Diese Fixkosten betragen fast 200’000 Franken im Jahr. Mit 90’000 Franken lässt sich hier kein vernünftiges Programm mehr umsetzen. Man muss dazu wissen: Das Kunstmuseum arbeitet mit einer Leistungsvereinbarung der Stiftung. Darin steht, dass das Programm experimentell und interdisziplinär sein soll, dass es Bezug zum Ort hat und Werke für den Ort geschaffen werden. Hinzu kommt: Der Raum ist anspruchsvoll, er muss jedes Mal neu konzipiert werden, wie jetzt, wo wir im Kleinen eine Art Stadtstruktur nachbilden. Und jede Stellwand muss auf dem unebenen Boden geschiftet werden. Das alles hat seinen Preis. Im dritten Sparpaket ist die Bildende Kunst insgesamt stärker betroffen als andere Sparten. Warum gerade die Kunst? Mag sein, dass Bildende Kunst schwieriger zu vermitteln ist als zum Beispiel klassische Events. Die Kunstzone in der Lokremise ist ein Labor, hier geht es um Dinge, die in die Zukunft weisen. Das mag schwierig sein – aber wenn eine Gesellschaft Räume für kulturelle Experimentierfelder schliesst, dann verwehrt sie sich den Blick nach vorne.

POSITIONEN

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Einspruch: Manuel Lehmann Gegen die Nulltoleranz

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Könnten andere Institutionen für das Kunstmuseum in die Bresche springen? Die Kunsthalle, Nextex, das Sitterwerk, sonstige? Sie wären mit den gleichen Kosten konfrontiert. Und ein Jekami kann ich mir nicht vorstellen – das A und O einer solchen Institution ist, dass sie ein klares Profil und Programm hat. Nur dann wird sie auch überregional wahrgenommen. Mit «billigen» Ausstellungen und Gratisarbeit kommt man hier nicht weit – und für Stadt und Kanton wäre es ein ganz schlechtes Signal. Wie geht es jetzt weiter? Das Kunstmuseum hat einen Auftrag der Stiftung – wenn dafür das Geld fehlt, können wir den Auftrag nicht mehr erfüllen. Die Kürzung betrifft insofern in erster Linie die Stiftung Lokremise. Aber es laufen intensive Bemühungen, die Finanzierung anderweitig sicher zu stellen. Es gibt Lösungsansätze. In zwei, drei Monaten werden wir mehr wissen.

Entwicklung. Die Ausstellung will solche Prozesse zwar nicht illustrieren, sie stellt Kunstwerke mit ihrer ganz eigenen Stadt-Perspektive vor. Aber in den Debatten im Begleitprogramm geht es um die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe: zu reflektieren, was in der Stadt und mit der Stadt passiert. Was müsste passieren, damit St.Gallen städtischer würde? Wenn wir die Hänge hochschauen, sehen wir – Landwirtschaft. Im Vergleich zu heutigen Megacities ist St.Gallen überschaubar und fast ländlich. Wir Schweizer sind ja irgendwie noch stark der bäuerlichen Kultur verhaftet, wie wenn wir ein Heimetli mit Umschwung bewirtschaften würden. Dabei ist die Realität die, dass sich von Brugg über Zürich bis Winterthur und St.Gallen ein einziger Metropolitanraum ausgebildet hat. Trotzdem denken und handeln wir noch immer kleinteilig – unser Denken müsste urbaner werden.

Springt die Stadt ein? Oder Private? Die Stadt ist vom Sparpaket des Kantons überproportional betroffen. Und ob Private investieren, wo der Staat eben ausgestiegen ist, scheint mir eher unwahrscheinlich. Es wird allenfalls einen Mix von Lösungen geben. Denn was jetzt droht, will niemand. Die Lokremise ist fulminant gestartet, sie ist ein Riesenerfolg, und an ihr lässt sich Stadtentwicklung ablesen. Das ist es, was mich auch an der aktuellen Ausstellung interessiert. Zum Beispiel? Zum Beispiel das Phänomen der Bahnhofrückseite. Hier wird Stadt neu definiert, und die Lokremise ist Teil dieser

POSITIONEN

Koni Bitterli ist Kurator und stv. Direktor am Kunstmuseum St.Gallen. Die Ausstellung Nenn mich nicht Stadt! zeigt Werke von Franz Ackermann, Katalin Déer, Fischli-Weiss, Andrea Geyer, Norbert Möslang und anderen. Sie dauert bis 10. November. Interview: Peter Surber Bild: Tine Edel


Ausschnitt: 2008, smoke bombs, c-print, courtesy metro pictures, new york / olaf breuning

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Stadtlärm Haltungsturnen für den Stadtrat

Mitte August entschied der St.Galler Stadtrat, die Villa Wiesental im Schutzinventar zu belassen. Zuvor gab es eine Petition mit 5000 Unterschriften, das beste Wahlergebnis aller Parlamentarier für Gallus Hufenus und diverse Kunstaktionen. Hat der Widerstand gewirkt? Man könnte den Entscheid auch opportunistisch nennen. Der Stadtrat reagiert zwar auf den öffentlichen Druck, bietet aber keine Perspektiven für eine Lösung. Wohl in der Hoffnung, dass sich das Problem von selber löst. Das Generalunternehmen HRS kann seine Strategie weiterführen, die Villa verlottern lassen und behaupten, dass keine Interessenten zu finden sind. Und alles beginnt von vorn. Darüber müsste man sich nicht länger aufhalten, wenn sich solche Null-Entscheide nicht häufen würden: Der Stadtrat verschiebt heikle Themen, er stellt sich nicht, er zeigt keine Haltung. Dabei ist man sozusagen unter sich. Ein Beispiel dafür ist das Gezänk um die Tiefgarage am Marktplatz. Da gibt es einerseits den Volksentscheid und anderseits den Druck von Investoren. Entweder verärgert man die einen oder verliert an Glaubwürdigkeit. Was tun? Es entwickelt sich ein endloses Lavieren samt Kommunikationspannen: Eine Lösung zur Parkplatzfrage wird angekündigt, dann verrät die zuständige Stadträtin, dass alles bereits beschlossen ist. Ein weiteres Beispiel sind die Poststellen. Der Stadtrat signalisiert sein Einverständnis, die Post gibt die Abbaupläne bekannt. Proteste werden laut. Plötzlich will der Stadtrat die Alternativ-Lösungen «zu gegebener Zeit und im Einzelfall» noch überprüfen. Dann gibt es das Sparprogramm «Fit13plus». Es wurde unter anderem von PriceWaterhouseCoopers ausgearbeitet und liegt seit mindestens einem Jahr auf dem Tisch. Nur: Wie viel Geld soll eingespart werden? Welche Schwerpunkte werden gesetzt? Niemand weiss es. Der Effekt: Alle Projekte, die dem Stadtrat nicht passen, können abgewürgt werden. Wegen «Fit13plus». So geschah es mit den Plänen für die Gestaltung des Kulturplatzes. Fast jede Woche werden weitere Kürzungen bekannt. Die Strategie ist bequem: Das Sparprogramm bleibt der politischen Diskussion entzogen. Die sozialen Folgen sind nicht abschätzbar. Die Opposition lässt es sich gefallen. Und alles bleibt ruhig. Andreas Kneubühler, 1963, kommentiert monatlich die Stadtpolitik.

POSITIONEN

Good News «Nebelspalter» im Aufwärtstrend

Das von vielen totgeglaubte Schweizer Satiremagazin «Nebelspalter» erlebt einen für die Printmedien eher seltenen Frühling. Von einst 70’000 sackte das Humorblatt Mitte der Neunzigerjahre auf 7000 Exemplare ab. In den letzten Jahren hat sich der Trend aber deutlich ins Gegenteil verkehrt. «Für den Nebi fliesst sehr viel Herzblut», sagt Chefredaktor Marco Ratschiller. «Wir sind zwar noch kein Renditeerzeugnis, können uns aber dank des Mäzenatentums der EngeliUnternehmensgruppe gut halten.» Unter dem 39-jährigen Zeitgeschichtler, Autor und Karikaturist, der 2005 die Führung der Redaktion des «Nebelspalters» übernahm, ist das Blatt inzwischen wieder bei einer Druckauflage von 21’000 Exemplaren angelangt und hat 229’000 Leser pro Nummer. Für den Nebi arbeiten gegenwärtig 200 regelmässige Text- und Bildautoren. Unter den Textautoren finden sich bekannte Namen wie Franz Hohler, Lorenz Keiser, Peter Stamm, Linard Bardill, Pedro Lenz, Andreas Thiel, Simon Enzler und viele andere. Seit rund zehn Jahren darf sich der «Nebelspalter», der im 139. Jahrgang erscheint, gar als älteste noch erscheinende Satirezeitschrift der Welt bezeichnen, denn 2002 gab das dreissig Jahre früher gegründete englische Satiremagazin «Punch» seinen Geist auf. Dem langjährigen Herausgeber des «Nebelspalters», dem Verlag Löpfe-Benz in Rorschach, wurden die Zukunftsaussichten für das Humorblatt zu unsicher. Er verkaufte den Titel 1996 an den Basler Friedrich Reinhardt Verlag. Diesem verleidete aber die Herausgabe schon nach zwei Jahren. Der Verlag kündigte an, mit dem Satireblatt nun endgültig Schluss zu machen. Das wiederum versetzte den Thurgauer Unternehmer Thomas Engeli, der den Nebi bereits aus Kindertagen kannte, in Wallung, und er gründete kurzerhand den Auffangverlag, der heute den «Nebelspalter» in Horn herausgibt. Inzwischen ist vieles anders geworden. Das Blatt erscheint monatlich und nicht mehr wöchentlich. Einer der Vorgänger Ratschillers versuchte in den Neunzigerjahren, den jähen Popularitätsschwund des damals vor allem in Wartezimmern aufgelegten Magazins


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Bad news Kreuzlingen: Weg von der Lesernähe Chefredaktoren der «Thurgauer Zeitung» nannten Kreuzlingen gerne die journalistische Kronregion des Kantons. Tatsächlich bietet sie viel. Zusammen mit Konstanz ist sie nicht nur demografisch, sondern auch politisch und kulturell interessant. Doch man biss sich an ihr schon früher die Zähne aus. Neben dem alteingesessenen lokalen «Thurgauer Volksfreund» gelesen zu werden, war für die TZ hartes Brot – bis sie das beliebte Käseblättchen endlich einverleiben konnte. Manche trauern ihm heute noch nach! Das war vor gut zwölf Jahren und rief das «St.Galler Tagblatt» auf den Plan. Nach jahrelangem Werben um die

Thurgauer Titel des Verlegers Paul Ruckstuhl eröffnete es in Kreuzlingen eine neue Redaktion. Zwei Redaktionen zweier Tageszeitungen kämpften fortan täglich um die beste und aktuellste Geschichte und gegen zwei Gratisangebote, die zusammen dreimal pro Woche erschienen. Die TZ sass in den ehemaligen Räumen des «Volksfreunds» an der Peripherie der Stadt, das «Tagblatt» mit Standortvorteil im eleganten Büro hautnah beim Leser im Zentrum. Nach sechs Jahren gab es auf. Die TZ übernahm. Dass die «Thurgauer Zeitung» zwischenzeitlich in die Hände der Tamedia geraten war und 2011 in jene des «Tagblatts», ist nicht Gegenstand dieser Geschichte. Hier geht es darum, dass jährlich eine halbe Million Franken eingespart, der lokale Gesamt-Seitenumfang reduziert, übers Ganze fünf Stellen abgebaut und per Ende Juni 2014 die Redaktion der «Kronregion» Kreuzlingen geschlossen werden müssen. Fortan soll sie durch die angestammte Crew von Weinfelden aus bedient werden. Ob das gut kommt? Reaktionen aus Kreuzlingen zufolge wohl eher nicht. «Bald nicht mehr lesenswert; schade, schade …», kommentiert eine alteingesessene Leserin. Redaktionsleiter David Angst begründet die Massnahme mit dem erneuten Zusammensacken der Werbeeinnahmen und den hohen Kreuzlinger Mietausgaben im Vergleich zur Anzahl der dortigen Redaktoren und Abonnenten. Insgesamt sei zwar die Auflage nach anfänglich 43’000 beim Kauf durch die Tagblatt Medien AG mit heute rund 38’300 stabil, doch die Streudichte in Kreuzlingen sei mit weniger als dreissig Prozent Haushaltanteil tief. Es sei hier wegen der hohen Ausländerzahl von über fünfzig Prozent schwierig, neue Leser zu gewinnen. Zudem habe die Stadt wegen der Grenzlage wenig ländliches Umland, wo die TZ traditionell gut verankert sei. Aber David Angst beschwichtigt: Es seien schon früher Redaktionen in Romanshorn, Bischofszell oder Amriswil geschlossen worden. «Trotzdem berichten Redaktoren bis heute über diese Regionen.» Die Crux ist: Leser wollen die Redaktion auch heute noch physisch betreten können. Regionalzeitungen leben vom Lokalen. Weinfelden ist für die Kreuzlinger aber nicht lokal. Man muss über den Berg! Konsequent, wenn auch offenbar nicht wirtschaftlich wäre: Statt mit einer Sonntagszeitung, auf die im

POSITIONEN

Thurgau nicht alle gewartet haben, wochentags vor Ort noch näher ran an den Speck! In die Stammbeizen, auf die Strasse, in die Schulen, an Kulturanlässe und – lustvoll und kommunikativ Neues probierend – ins Internet! Brigitta Hochuli

Openair Müll und Gewissen Für Saiten war es ein Kommentar-Rekord («Generation Pavillon», 1. Juli), und auch sonst gab es nach dem diesjährigen Openair viele Berichte und noch mehr Online-Reaktionen. Grund: die Müllberge im Sittertobel. Die Abfallbilder gingen um die Schweiz und erregten viele Gemüter. Die einen benutzten die Gelegenheit, ihre schmutzigsten Vergleiche loszulassen, die anderen sahen denAugenblick gekommen, Selbstanklage zu üben.

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mit dem Kopieren des deutschen Satiremagazin «Titanic» wettzumachen. Das ging total in die Hosen. Der Berufsverband der Schweizer Ärzteschaft FMH habe wegen des abrupten Stilwechsels an seine Mitglieder ein Schreiben gerichtet mit der Aufforderung, das NebiAbo zu kündigen, weil nur noch Blödsinn im Blatt stünde, erinnert sich Ratschiller. Die Kampagne habe rund die Hälfte der damaligen Abos gekostet. Laut dem aktuellen Nebi-Chefredaktor ist die Aggressivität und Schonungslosigkeit deutscher Satire nicht auf Schweizer Verhältnisse übertragbar. «Bei politischen Themen spielen bei uns der Konsens und die Vernehmlassungen eine grosse Rolle», sagt Ratschiller. «In Deutschland ist es einfacher, weil das politische Modell klarer ist. Es gibt eine Regierung und eine Opposition. Das schafft für die Satire mehr Direktheit und Akzeptanz für Aggressivität.» Ratschillers erfolgreiche BlattStrategie ist feuilletonistisch geprägt. Er lässt nicht mit dem Zweihänder, sondern mit dem Florett fechten, und der unabwendbare Wandel in der Abonnentenstruktur wurde sehr subtil und nicht radikal angegangen. Das Blatt lebe jetzt von einem guten Mix aus Humor und Satire, sagt Ratschiller. «Für diesen Spagat gibt es keine absolute Lehre. Humor ist lieblich und Satire angriffig bis aggressiv. Es braucht starkes persönliches Empfinden, um die richtige Mischung zu finden», meint der Chefredaktor. Harry Rosenbaum

Bild: Corinne Riedener

Dabei wäre in solchen Fällen nur eine Frage von kritischem Interesse: ob nämlich die Leute, die aufgeräumt haben, gut bezahlt wurden. Nach der Lektüre der gesammelten Müllempörung und mit einem rasch wieder sauber gemachten Gelände vor Augen kann man sich daher fragen: Wieso regt gerade ein für ein paar wenige Tage verschmutztes Gelände, zudem in einem ziemlich miesen und feuchten Tobel gelegen, so viele Leute zu kritischem Denken und zu Schuldgefühlen an? Was hat es auf sich mit dem kollektiven Gewissen, wenn es sich gerade hier so heftig meldet? Man kann davon ausgehen, dass nichts in Wallung geraten kann, was nicht bereits innerlich installiert ist; zum Beispiel als sogenannte eigene Meinung. Und gerade auf dem Feld von Lust und Spass sind in den letzten Jahrzehnten grosse Veränderungen bei den Meinungen zu verzeichnen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um den bekannten Dreischritt der modernen Spassimpera-


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17 tive: 1. Spass haben ist Sünde. Wer über die Stränge haut, muss es büssen. 2. Amüsier dich und lass dich gehen, du brauchst dich um nichts zu kümmern als um dein Vergnügen. 3. Hab Spass, aber schau, dass das keine Folgen hat. Der letzte Spassimperativ ist der heute vorherrschende. Er ist überall anzutreffen, vom Offizier, der den Rekruten denjenigen Soldaten als Vorbild empfiehlt, der am meisten säuft und als erster wieder auf den Beinen ist, bis zum Gipfel aller permissiven Repression, die im Slogan der Stadt Zürich ihren diabolischen Niederschlag gefunden hat: «Erlaubt ist was nicht stört.» Jeder der drei Imperative bringt seine eigene Lustökonomie hervor. Dabei gibts die wirkliche Lust bei den ersten beiden als verbotenes Vergnügen. Während beim ersten die Lust aus der heimlichen Übertretung resultiert, wird beim zweiten die kindliche Weigerung, Verantwortung für sein Tun zu übernehmen, als lustvoll erfahren. Wo aber steckt die verbotene Lust beim dritten? Hier gibt es weder die Möglichkeit zur Übertretung noch jene zur Verantwortungslosigkeit. Übrig bleibt nur das kümmerliche Lüstchen, weder dem Vergnügungsbedürfnis noch dem Ruheund Ordnungsgebot etwas schuldig zu sein. Aber – und damit kehren wir zum Problem des Openair-Mülls zurück: Bringt nicht gerade die Erfahrung, arglos an etwas teilgenommen zu haben, das sich hinterher als schmutziges Spiel entpuppt, die Lust des Verbotenen wieder ins Spiel? Ich gehe ans Openair, ich räume meine Sachen anständig auf – und doch war ich dabei bei dieser grossen Sauerei. Ich fliege nach Afrika, bezahle die Dienstleistungen anständig – und doch war ich am selben Ort wie jene Skandaltouristen, deren Verhalten mir die Schamesröte ins Gesicht treibt. Ich gehe auf Kriegsreportage, nur um zu beschreiben – und doch kenne ich jetzt Leute, die echt getötet haben. Das heisst, die Lust, schuldlos beim Schuldhaften irgendwie dabei gewesen zu sein, ist hochmodern. Die Empörung zeigt, dass es um etwas Verbotenes geht. Und das Begehren, nicht mit drin zu hängen, verrät sich in der allzu schnellen Selbstkritik. Es ist wohl nicht falsch, nebst dem neuen Lustprogramm auch ein neues Geschäftsmodell im Eventmarketing zu vermuten, bei dem es zum Kaufund Konsumerlebnis gratis noch eine

Schweinerei, die Kritik und ein schlechtes Gewissen obendrein gibt. Die Empörung über zu viel Abfall war schon immer ein Standardangebot im Supermarkt der Kulturkritik. An der grossen Empörung nach dem Openair kann man aber zusätzlich ablesen, wie diese sich zur Lustökonomie moderner Eventangebote hinzugesellt. Der Event ist nicht fertig mit seinem Ende. Er geht weiter: mit dem Hochladen der Fötelis auf Facebook und wahlweise auch mit der nachträglichen und ganz persönlichen Skandalisierung. Rolf Bossart

Neuchlen-Anschwilen Damals im Widerstand 1993, war da nicht noch etwas? Doch: 6. Juni, nationale Abstimmung über die Initiative «40 Waffenplätze sind genug – Umweltschutz auch beim Militär». Das (knappe) Nein zur Initiative war zugleich das Ja zum Waffenplatz Neuchlen-Anschwilen, oberhalb Gossau, hinter dem Walterzoo. 20 Jahre danach ist es ruhig geblieben um das Jubiläum – jetzt aber lädt eine gewisse Rosa Anschwili herzlich ein zum Erinnerungsanlass, genau: «auf die Kreuzung am Sonntag 8. September, 10 Uhr, zum grossen Neuchlen-Picknick & ArnaGona-AktivistInnen-Treffen». Erinnern lohnt sich: Was 1990 mit ersten Protesten gegen die Baubewilligung für die neue Kaserne begann und sich zur nationalen Unter-

Bild: Gaston Isoz

POSITIONEN

schriftensammlung und Kampagne auswuchs, war die bisher letzte grosse Widerstandsbewegung in unserer Region. Gewaltfrei und einfallsreich (auf dem Bild: Aktivistinnen versuchen 1990 die ersten Bagger aufzuhalten), kreativ und anarchisch. Aber auch gfürchig – die Bilder von Stacheldrahtverhau und Protectas-Bewachung mit scharfen Hunden erinnern an DDR-Verhältnisse. Gaston Isoz hat die Geschehnisse im Fotoband Wir bleiben, bis ihr geht!, 1992 im Labyrinth-Verlag Trogen, dokumentiert, daneben erschien auch das Buch Feuer in Neuchlen (Woz-Verlag). Es erschien aber auch die «Trumpf Buur Zitig». Im Mai 1990 nahmen sich die neuen Herausgeber die Übeltäter der Arna (Aktionsgruppe zur Rettung von Neuchlen-Anschwilen) und der Gona (Gewaltlose Opposition Neuchlen-Anschwilen) zur Brust: Präsident Konrad Hummler mahnte an, dass dem illegalen Widerstand auf Neuchlen «so ziemlich alle Voraussetzungen nach klassischer Lehre des Widerstandsrechts» fehlten – und die sich breitmachende lasche Interpretation dieses Rechts «etwas Totalitär-Terroristisches» in sich habe. Und der neue Chefredaktor Peter Weigelt witterte seinerseits gleich überall «totalitäre Tendenzen»: im «ökosozialistischen Fanatismus» der Rot-Grünen, in der «Emanzenbewegung» und bei den «Friedensbewegten». Lange her... Peter Surber


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Niklaus Meienbergs Leistung als Journalist und Historiker – ein Gespräch mit Ausstellungsmacher Stefan Keller. von Peter Surber

In Meienbergs Tagebuch in Sprüngen steht 1991: «Wozu noch schreiben? Alles ist gelaufen. Den Katastrophen hinterher schreiben, anstatt mit Erfolg vor ihnen zu warnen.» Anlass war der Golfkrieg und der Eindruck, «noch selten so isoliert gewesen» zu sein. Hat Niklaus Meienberg vergeblich geschrieben? Stefan Keller: Vom Tod her gesehen könnte man diesen Eindruck erhalten, aber ich finde: zu Unrecht. Er hat Texte geschrieben, die heute noch standhalten. Er hat eine wichtige Rolle im Schweizer Journalismus gespielt, in der Geschichtsschreibung und auch in der Schweizer Literatur. Und er hatte eine grosse Leserschaft, war ein Bestsellerautor. Man kann also nicht sagen, er habe vergebens geschrieben – er ist gelesen worden. Was war seine grösste Wirkung oder seine bleibende Leistung – die historischen Forschungen, allen voran Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S.? Für mich als Historiker ist das schon sehr wichtig. Weil er einfach auch innovativ war und etwas gemacht hat, wovon die akademische Geschichtsschreibung heute noch lernen könnte. Nämlich? Er hat mündliche Quellen ernst genommen, gleich ernst wie die Akten. Während die Geschichtsschreibung immer so tut, als wären schriftliche Quellen zuverlässiger – dabei sind diese ja auch immer mit einer bestimmten Absicht geschrieben. Er hat im Grunde die Perspektive «von unten» in die Schweizer Geschichtsschreibung eingeführt. Natürlich nicht allein, er war Teil einer Bewegung. Eins seiner Anliegen war, jenen Leuten, die nicht zu Wort kommen, eine Stimme zu geben. Und das rief, um bei Ernst S. zu bleiben, wahnsinnige Empörung hervor – dass er einfache Soldaten, Hilfsdienstler, die Zimmervermieterin, also alle seine Zeugen aus dem Volk gleich ernst nimmt wie die Obersten oder Regierungsräte. Die «NZZ» hat sich damals geradezu auf ihn eingeschossen, im Sommer 1977 hat sie fast wöchentlich ganzseitige Artikel über Meienberg geschrieben, und einige heute renommierte Historiker haben sich dabei ihren Ruf ruiniert – bloss, man hat es wieder vergessen.

Wer? Georg Kreis zum Beispiel hat Meienberg damals Linksfaschismus vorgeworfen. Aber er hat sich immerhin später mit seinem eigenen Vorwurf auseinandergesetzt. In der Zeitschrift «Traverse» schreibt Kreis 2001 selbstkritisch, er habe Meienbergs Leistung in den Siebzigerjahren zu wenig gewürdigt. Aber auch: Meienberg sei damals «Mainstream» gewesen im akademischen Diskurs, und seiner eigenen Karriere habe es mehr geschadet als genützt, gegen ihn anzutreten. Gut, ich will dagegen nicht polemisieren. Aber man kann festhalten, dass im Zusammenhang mit der «NZZ»-Kampagne gegen Meienberg dieser Text sehr opportunistisch war. Kreis musste sich in jenen Jahren eine Professur erschreiben, und «NZZ»-Chefredaktor Hugo Bütler war ein gewaltiger Meienberg-Hasser und ein einflussreicher Mann. Was war denn, aus heutiger Distanz beurteilt, der schmerzhafte Punkt an Meienberg? Warum gab es diesen Hass auf ihn in bürgerlichen Kreisen? Auch in St.Gallen? Die Schweiz hatte zu jener Zeit eine selbstzufriedene BetonOberschicht, die nie fürchten musste, in Frage gestellt zu werden. Und dann kommt einer und respektiert das nicht. Zur gleichen Zeit gab es auch einen Jean Ziegler, der ähnlich heftige Empörung auslöste mit seinem Buch Eine Schweiz über jeden Verdacht erhaben. Heute scheint das unglaublich. Aber damals waren die Herrschenden es nicht gewohnt, dass sie offen kritisiert werden, dass sich die Beherrschten nicht um die Konventionen kümmern und das Geschichtsbild umdrehen. Das ist die eine Seite. Die andere ist, und auch da hat Kreis nicht recht: Die linke Geschichtsschreibung war im Gefolge der Annales stark auf Strukturen ausgerichtet; es war verpönt, zu personalisieren und zu erzählen. Meienberg hingegen hat beides getan. Er hatte einen literarischen Anspruch. Es musste stimmen, es musste anschaulich und es musste gut geschrieben sein. Meines Erachtens ist sein Ernst S. eins der wichtigen literarischen Werke der Schweiz in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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«Die Schweiz hatte damals eine selbstzufriedene Beton-Oberschicht»


21 Es liest sich auch heute noch blendend ... ... aber, und das kam in St.Gallen noch als Empörungsgrund hinzu: Die St.Galler meinten immer, es gehe um sie, dabei ging es gar nicht in erster Linie um St.Gallen, sondern um die Schweizer Geschichte generell.

Zum Beispiel beim Informantenschutz? Oder beim Datenschutz. Heute bauen viele Archive unter dem Stichwort des Datenschutzes neue Hürden für die kritische Forschung auf. Also muss man sich Strategien ausdenken, das zu umgehen. Denn wenn man niemanden mehr beim Namen nennen darf, dann werden Geschichten anonym. Das war Meienbergs Haltung: Geschichte darf nicht anonym sein, alle Beteiligten haben Name und Adresse. Viele Betroffene hat das natürlich geärgert.

Um St.Gallen aber doch auch – etwa um den Klassengegensatz zwischen Sittertobel und Rosenberg. Ja, aber solche Konflikte hat Meienberg auch in Fribourg oder in Paris thematisiert, das war immer sein Thema. Viele St.Galler waren aber dennoch persönlich beleidigt. Und sind es bis heute noch.

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Wer? Stadtpräsident Scheitlin wollte leider nicht an ein Gespräch im Rahmen der Ausstellung kommen, für das wir ihn angefragt hatten; dort hätte man darüber reden können. Aber wie gesagt, Meienberg ist letztlich keine st.gallische Geschichte. Das spiegelt sich auch in dieser Gesprächsreihe wieder; Ruth Dreifuss kommt aus Genf, um über Meienberg zu reden, aber der Stadtpräsident kommt nicht … Um noch bei den drei grossen Geschichtsrecherchen zu bleiben, bei Ernst S., bei Es ist kalt in Brandenburg und beim Wille-Buch: Kann man sagen, dass die Schweiz mit diesen Büchern ihr geschichtliches Selbstbild revidieren musste? Ja. Ich finde, auch Es ist kalt in Brandenburg über den HitlerAttentäter Bavaud und Die Welt als Wille & Wahn halten einer kritischen Lektüre bis heute stand. Meienberg hat hier viel vorweggenommen, was in den Neunzigerjahren über die Schweizer Zeitgeschichte debattiert worden ist und was schliesslich zum Bergier-Bericht geführt hat. 1991 wurde ja die vergangenheitspolitische 700-Jahr-Feier der Schweiz von vielen Kulturschaffenden boykottiert. Meienberg hat diesen Boykott unterschrieben, aber er war zugleich patriotisch. Seine Forderung war: stattdessen 1998 zu thematisieren, zweihundert Jahre Befreiung vom Ancien Régime. Das Fachurteil über den Historiker Meienberg fällt also durchwegs positiv aus. Keine kritischen Einwände? Ich habe jedenfalls sehr grossen Respekt vor der Arbeit, die er geleistet hat – wobei ich nicht ganz unbefangen bin, weil ich von ihm geprägt wurde. Er war wesentlich beteiligt daran, dass ich Journalist geworden bin. Was heisst das, ein Meienberg-Schüler gewesen zu sein? Was hat man von ihm lernen können? Dass man die mündlichen Quellen ernst nehmen muss. Dass man die sogenannten «kleinen» Leute ernst nehmen muss. Dass man die Sprache ernst nehmen muss. Dass man, wenn einem die Informationen versperrt bleiben, sich nicht unbedingt davon beeindrucken lassen soll, sondern dass es Umwege gibt. Und dass man sich auch nicht immer an die Regeln halten muss. Er hat mir einmal gesagt: Bei einer guten Geschichte gibt es immer irgendwo eine Regelverletzung. Man muss immer bis an die Grenzen gehen.

Das ist das eine: Meienbergs Recherche-Grundhaltung. Ein anderes waren Meienbergs Recherche-Methoden. Ein Beispiel schildert Marianne Fehr in ihrer Biographie: die Stippvisite Meienbergs per Töff bei einem Nachkommen des umstrittenen Bundesrats Musy in Frankreich, den er völlig kopfscheu machte mit seiner Art. Er war halt nicht domestizierbar, erschien oft unbeherrscht, er konnte diese Unbeherrschtheit aber auch als Strategie einsetzen. Und er wurde getragen von der unbedingten Überzeugung, dass man alles mit Rationalität erhellen könne. Also die Überzeugung: Die Menschen sind gleichberechtigt, wer sich durchsetzt im Gespräch, mit Vernunft und Argumenten, der gewinnt. In diesem Zusammenhang ist seine Mutter wichtig: eine sehr katholische Frau, die aber jeden Text von ihm gelesen und (meist positiv) kommentiert hat. Sie hat ihm eingepflanzt, dass die Menschen gleichberechtigt sind und dass die Argumente zählen. Das ist etwas idealisiert, oder? Tatsächlich ging es ja nicht immer nur mit Argumenten, sondern auch mit Drohungen zu und her. In der Praxis war es so, dass die Leute oft Angst vor ihm hatten. Das Polternde gehörte zu ihm, aber nicht nur – gerade die «einfachen» Leute bringt man mit einem Zusammenschiss ja nicht zum Reden. Und ich habe nie jemanden gekannt, der die Leute so wie er zum Reden bringen konnte. Jede Serviertochter hat ihm eine Geschichte erzählt, weil er sie ernst genommen hat! Er war verbindlich. Und sehr präsent. Umgekehrt hat ihm mit der Zeit auch geschadet, dass er mehr und mehr das Hauptereignis seiner eigenen Reportagen wurde. Das ist natürlich problematisch für einen Journalisten. Kann man sich Meienberg heute noch vorstellen? Es gelingt mir nicht. Ich glaube, dass er ohnehin nicht Journalist geblieben wäre, wenn er weiter gelebt hätte. Das kommt ja in seinen letzten Texten, auch im Tagebuch in Sprüngen, zum Ausdruck. Schon 1988 sagt er in einem Interview, dass er sich wiederhole, dass er neue Formen suche. Er studierte an einem Roman herum, arbeitete an einem Theaterstück – wovon allerdings im Nachlass nichts vorhanden ist. Soll man das individuell-biografisch verstehen – oder ist es auch eine veränderte Zeit mit veränderten Konfliktlagen, die ihn nicht mehr gleich interessiert haben beziehungsweise die nicht mehr mit seinen Methoden beschreibbar waren? Er quälte sich mit der Frage, ob die Welt mit seinem Instrumentarium noch journalistisch zu beschreiben sei. Wir

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... der ihn ja heftig umgetrieben hat in der Golfkriegsdebatte ... ... richtig, und nicht erst dann, sondern schon 1967 während des Sechstage-Kriegs in Israel. Aber es gab noch eine andere Veränderung: Plötzlich stand zum Beispiel der erste Mac auf meinem Schreibtisch. Den starrte er damals an, als würde der Teufel drin hocken. Und prophezeite, dass die Maschine Einfluss auf meinen Stil haben werde. Was vielleicht auch stimmte – vielleicht sind wir ja das Opfer des Computers geworden und merken es schon gar nicht mehr. Jedenfalls: Er hätte sich in vielerlei Hinsicht neu orientieren müssen. Der Golfkrieg war nur ein Teil dieser Krise. Das Gefühl, nichts mehr ausrichten zu können, hatte möglicherweise mit den Proportionen zu tun: Wenn man Schweizer «Biotope» beschreibt, Fribourg, St.Gallen, Wagenhausen, Disentis, dann bewegt man sich in einem beschreibbaren und überschaubaren Umfeld und wendet sich an ein vorstellbares Publikum. Anders, wer sich mit Golfkrieg und General Schwarzkopf anlegt. Für einen Journalisten ist es natürlich eine merkwürdige Haltung, wenn er unversehens in weltpolitische Ereignisse eingreifen will. Man hat zwar damals viel von intervenierendem Journalismus gesprochen, aber dass einer geradewegs mit dem Uno-Generalsekretär oder mit dem USAussenminister, mit Herrn Schäuble oder Herrn Mitterrand konferieren will – ich gebe zu: Damals habe ich ihn nicht mehr begriffen. Er war ganz ausser sich. Weil die eigene Körperlichkeit und damit die eigene Rolle nicht mehr gefragt war in der globalisierten Welt? Er ist jedenfalls angestanden, selber an eine Grenze gekommen, die er nicht mehr überwinden konnte. Er hatte ja zuvor eine fulminante Karriere. Und er hatte den Ehrgeiz, sich bei jeder grossen Geschichte gewissermassen neu zu erfinden, bei Null anzufangen, mit allen Selbstzweifeln auch. Meienberg hat sich zeitlebens ungeheuer unter Druck gesetzt und sehr hohe Ansprüche an seine Arbeit gehabt. Und mit fünfzig Jahren, da geht einem vielleicht auch einfach die Kraft langsam aus. Chasch nöd immer de jung Muni sy … Bei seiner Krise hat vieles zusammengespielt. Sehr interessant fand ich eine Einschätzung von Paul Parin. Er hat Meienbergs Depression als Folge nicht bewältigter Omnipotenzfantasien bezeichnet, als Störung in der Adoleszenz, wie sie bei vielen Achtundsechzigern vorgekommen sei.

das dankbar entgegen und fragte schliesslich: Wo kauft man solche Ordner? Er hatte etwas rührend Unpraktisches – und gleichzeitig diese Brillanz. Wenn man ihn mochte und nicht mit ihm kämpfen musste, so war es höchst anregend mit ihm. Angesichts seines erbärmlichen Todes vergisst man leicht, dass er ein unglaublich lustiger Mensch war. Ich habe mit wenigen Leuten so viel gelacht wie mit ihm. Tatsächlich? Wenn Meienberg auf der «Woz» auftauchte, wusste man: Jetzt war an Arbeiten nicht mehr zu denken. Der Raum war gefüllt, kaum hatte er ihn betreten, man musste mit ihm reden, er erzählte die unglaublichsten und lustigsten Geschichten. Noch einmal zurück zum Werk: Was ist dein Lieblings-Meienbergtext? Es gibt Arbeiten, die mich heute viel mehr interessieren als damals. Etwa den Text über James Joyce. Und andere, die ich heute erstaunlich schwach finde, etwa Stille Tage in Chur, obwohl ich sie damals bewunderte. Doch wenn man Meienbergs Arbeiten mit einer normalen journalistischen Produktion vergleicht, so hatte er durchwegs einen exzellenten Standard, selbst mit den schlechteren Texten. Ernst S. ist wie gesagt für mich etwas vom Wichtigsten. Was ich sehr hübsch finde, als Nicht-St.Galler, ist auch Aufenthalt in St.Gallen. Das Bavaud-Buch ist eindrücklich, sehr düster und sehr wichtig. Und es gibt auch sonst jede Menge literarisch sehr gelungener Texte. Dazu gehört sicher sein Text über Fürst Franz Josef von Liechtenstein und Golo Mann mit dem Titel Einen schön durchlauchten Geburtstag für S. Durchlaucht – dieser brachte Meienberg ja das Schreibverbot des «Tagesanzeigers» ein, 1976. Wäre so ein Eklat heute noch denkbar? Ein Schreibverbot ist heute schwer vorstellbar. Andrerseits ist es eben auch schwer vorstellbar, dass die heutige Medienlandschaft noch einen Meienberg hervorbringen würde. Für die Ausstellung hatten wir ursprünglich die Idee, ihn stark an der Aktualität zu messen. Wir kamen dann aber zum Schluss, dass man zuerst einmal den Leuten wieder sagen muss, wer Meienberg war, was er geleistet hat. Ihn zu aktualisieren, das hiesse auch: ihn zu instrumentalisieren, gegen den heutigen Journalismus. Das fand ich zu simpel. Wir versuchen nun, offen und ohne Moralfinger eine Einladung zu machen, dass man ihn liest und sich mit ihm auseinandersetzt. Stefan Keller, 1958, ist Historiker, Autor (u.a. Die Zeit der Fabriken über Saurer in Arbon oder Grüningers Fall) und Saiten-Kolumnist.

So dass man dachte: Der könnte ja auch mal erwachsen werden. Er lebte auch zeitlebens wie ein Student und hat nie einen bürgerlichen Haushalt geführt. Er hat nicht gekocht. Sondern ging ins Rössli essen oder liess sich von seinen Freundinnen bekochen. Dazu eine Episode: Nach dem Golfkrieg hat er angefangen, seinen Nachlass zu ordnen, und hat sich bei mir informiert, wie man ein Archiv ordnet. Ich habe ihm ein System mit Ordnern empfohlen. Er nahm

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Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg? Kulturraum am Klosterplatz, bis 29.9. www.kultur.sg.ch

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hatten im Kalten Krieg gelebt, jetzt war der ganze Ostblock zusammengebrochen, alles verschob sich, plötzlich wurden andere Themen aktuell, zum Beispiel der Islam ...


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Niklaus Meienberg würde es hier nicht lang aushalten – eine kritische Besichtigung der Meienbergstrasse am Birnbäumenhang in St.Gallen. von René Hornung

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Wendehammer retour

Zu Meienbergs Zeiten war Carl Scheitlin (1919–2000) Präsident der Ortsbürgergemeinde St.Gallen. Später folgte ihm sein Sohn Thomas – der heutige Stadtpräsident. Freisinnig beide und Niklaus Meienberg mit seiner frechen Schreibe über St.Gallen gar nicht zugeneigt. Zu Zeiten von Carl Scheitlin war die Ortsbürgergemeinde noch standhaft. «Die Stadt im grünen Ring» rechnete sie sich als ihr Verdienst zu. Den Ortsbürgern gehörte der grösste Teil des «Grünen Rings», auch der Dreilindenhang. Carl Scheitlin war stolz darauf und freute sich, wenn die Zuhörer ob so viel Land in öffentlichem Besitz staunten. Der Slogan vom grünen Ring ging aber bald vergessen. Die Einkaufsstadt wurde wichtiger. «Wa meer nöd händ, hät niemert», kalauerte die City-Vereinigung in den Achtzigerjahren auf Plakaten – ein gefundenes Fressen für Niklaus Meienberg. Weit vorne in seinem Buch Die Erweiterung der Pupillen beim Eintritt ins Hochgebirge nimmt er den Spruch aufs Korn. Den Ortsbürgern blieb in der sich zunehmend ökonomisierenden Welt nicht verborgen, dass es deutlich lukrativer war, ihre Wiesen zu überbauen, als an den steilen Hängen Landwirtschaft zu betreiben. Mit neuen Schraffuren auf dem Zonenplan werden aus Landwirtschafts- bald einmal Bauzonen. Grundsätzliche politische Opposition gab es damals nicht. Nachverdichten war kein Thema, und bis heute gibt es in St.Gallen genügend Bauplätze an Hanglagen mit Ausblick. Die Investoren reissen sich solche Filetstücke unter die Nägel, denn hier lassen sich neue Eigentumswohnungen besser verkaufen als unten in der Talsohle, im dichten Quartier, ohne Aussicht. So viel Auswahl haben die Investoren heute in kaum einer anderen Schweizer Stadt mehr; oder mit der City-Vereinigung von damals: «Wa meer nöd händ, hät niemert.»

Als erstes eine Strasse

Bald war klar: Der Dreilindenhang wird überbaut. Die Lage ist zwar nicht sonderlich sonnig, aber immer noch gut und stadtnah, die Erschliessung relativ einfach. Als erstes wurde eine neue Strasse gelegt, von der Speicherstrasse einer Höhenkurve entlang bis kurz vors Tobel des Tivolibachs. Dort endet die Sackgasse. Dann bekamen die Appenzeller Bahnen fürs neue Quartier eine eigene Haltestelle: Birnbäumen. Meienbergstrasse solle die Erschliessung heissen, entschied die städtische Namenskommission, denn hier am Dreilindenhang sei genau der richtige Ort. Aus St.Fiden, wo er aufgewachsen ist, wird Niklaus Meienberg sicher auch hoch zu den Weihern gelaufen sein. Über eine der Treppen in der jetzt nicht mehr freien Wiese. Seinen Weg kann nachvollziehen, wer vom «Panoramaweg» unterhalb der Speicherstrasse über die Stadt blickt und dann – quer durch eine der neuen Überbauungen hindurch – eine offene Sichtachse entdeckt: Sie lenkt den Blick direkt auf den Kirchturm von St.Fiden und tatsächlich liest man in Aufenthalt in St.Gallen: «Wenn man vom Vaterhaus weg in den Süden geht, kommt man über eine lange Stiege zur Speicherstrasse, die ins Appenzellische führt, hat einen weiten Ausblick über den Bodensee bis ans deutsche Ufer.» 2005 wurde die Strasse gelegt und beschriftet, nicht zur Freude von Thomas Scheitlin. Damals noch Ortsbürgerpräsident und Banker, fragte er sich, ob einer, der so viel Kritisches über die Stadt geschrieben habe, diese Ehre auch verdiene. Dennoch: Scheitlin schaffte kurz darauf die Wahl ins Stadtpräsidenten-Amt. Die Strasse schaffte es nicht so weit: Sie endet in einem «Wendehammer», wie die Strassenbauer den Kehrplatz nennen. Den schweren Hammer brauchten sie damals, denn sie stiessen just beim Wendeplatz auf eine überraschende Nagelfluh-

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Später Widerstand

Als das Stadtparlament Anfang 2007 die Gestaltungspläne für die drei Baufelder an der Meienbergstrasse bewilligte, gab es doch noch Opposition. Im darunterliegenden Birnbäumenquartier wurden Referendumsunterschriften gesammelt. Die Projekte, vor allem die zwei neunzig Meter langen Mehrfamilienhäuser, seien «völlig überdimensioniert». Wer heute aus dem alten Birnbäumenquartier hangaufwärts schaut, kann das nachvollziehen. Aber im Gegensatz zu den drei vorangehenden Nein zu Gestaltungsplänen (Vogelherd 2003, Burgweiher 2004 und Güterbahnhof 2007) stimmte diesmal die Mehrheit zu. Die Überbauungen würden dicht und damit platzsparend, versprach der Stadtrat, zwei Drittel des Areals blieben grün. Und die Baukörper passten sich «vorzüglich in die Hanglage ein.» Die Konzentration der Bauten vermeide eine flächige Überbauung des Hanges, stand im Gestaltungsplan. Jetzt kann Bilanz gezogen werden. Implenia, Helvetia und der Architekt Felix Sigrist waren die Investoren. Von den insgesamt 150 Wohnungen sind mehr als die Hälfte Eigentumswohnungen oder Reihenhäuser. Der Verkauf lief gut. Und auch wer zur Miete in den langen Mehrfamilienblocks wohnt, residiert standesgemäss: Wohnungsgrundrisse mit Aussicht auf die Stadt und nach Süden, auf beiden Seiten holzverkleidete Balkone. Und dazu die passenden Gebäudenamen: «Champagner» und «Williams». Und wieder Niklaus Meienberg: «wa mer nöd gend, get niemert.» Und weiter: «niemert gsiät, wa mer gsend / wa mer gsend, gsiämer nöd». Schon vom fernen Rosenberg herüberblickend, reiben wir uns die Augen: Wie eine ausgeleerte Legoschachtel liegen die Häuser im Hang verstreut, jede der bisher drei Bauetappen mit Abstandsgrün von der nächsten getrennt. Und erst recht aus der Nähe: Moderne Minergiebauten scheinen nur mit fast geschlossenen Nordfassaden zu funktionieren, so strecken sie der Strasse das Füdli entgegen. Und noch genauer hingeschaut: Nicht einmal über die Gestaltung des Strassenrands konnten sich die unterschiedlichen Bauherrschaften einigen. Das Trottoir endet plötzlich im Nichts und ist mit schweren Betonpollern verstellt, damit niemand auf die Idee komme, hier sein Auto hinzustellen. Aber Trottoirs braucht man an der Meienbergstrasse ja auch gar nicht: In dieser Preisklasse wohnen heisst, direkt mit dem Auto in die eigene Tiefgarage zu fahren – Für 150 Wohnungen gibt es fast 200 Garagenplätze. «niemert wöt, wa mer hend / wa mer hend, wömmer nöd».

werb unter den Balkonbesitzerinnen und -besitzern. Was es in den Gartencentern nicht alles gibt! Und wie akkurat alles gepützelt ist, oder mit Niklaus Meienberg: «wa mer förbet, förbet mer». Architekt Felix Sigrist hat sich gleich schon das nächste Baufeld gesichert – am Sophie-Täuber-Weg, direkt unterhalb der Meienbergstrasse. Wieder muss ein Stück des steilen Hangs aufwendig wegbetoniert werden. Auf den Mauern entstehen vier Doppelhäuser in HolzElementbau. Und Niklaus Meienberg grüsst nochmals: «wa mer poschtet, poschtet mer». René Hornung, 1948, ist Journalist in St.Gallen.

Akkurat gepützelt

Neu ist alles und adrett. Die neunzig Meter langen Sockelgeschosse sind schamvoll mit Holzlamellen verkleidet. Blendet man die darüber liegenden Wohngeschosse weg, könnte es auch eine neue Stallfront sein. Und in der mittleren Überbauung herrscht offensichtlich ein Wettbe-

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Hend wa mer nöd hend hät niemert wa mer nöd gend get niemert wa mer nöd chönd cha niemert niemert cha wa mer chönd niemert get wa mer gend niemert tuet wa mer tönd wa mer wend wemmer nöd niemert wet wa mer wend niemert schtot wo mer schtönd wo mer schtönd schtömmer nöd niemert gsiät wa mer gsend wa mer gsend gsiämer nöd niemert wöt wa mer hend wa mer hend wömmer nöd wa mer hend hemmer emmer wa mer send semmer lenger wammer chörblet chörblet mer wa mer förbet förbet mer wa mer worschtet worschtet mer wamer poschtet postschtet mer wamer moschtet moschtet mer pitti nei taari säge nimert hät hend we mer

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schicht. Jetzt ist die Wand mit solidem Beton gesichert, ein Fussballtor mit Kreide aufgemalt. Am Rand des Platzes steht ein obligater Kehrichtsack-Unterflurcontainer, und weil im steilen Hang darunter schon eine nächste Bauetappe im Gang ist, ist ein Teil des Platzes mit Baufahrzeugen verstellt. Oder mit Niklaus Meienberg: «Wa mer nöd chönd, cha niemer.»


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Die Phallokraten-Rückstände im souveränen Körper

Es kann uns heute eigentlich egal sein. Es kann uns egal sein, dass Niklaus Meienberg ein dominanter, cholerischer Mensch mit egomanen Zügen war. Dass er neben einer Hauptfreundin oft noch eine oder zwei Nebenfreundinnen hatte und darüber die Hauptfreundin ungeniert anlog. Dass er Journalistinnen und Schriftsteller, die etwas schrieben, was ihm nicht genehm war, mit Drohungen eindeckte. Wenn es einen Grund gibt, warum Meienberg heute noch interessiert, dann sind es seine Texte. Aber lassen sich Meienbergs Texte vom Menschen – und seinen unangenehmen Seiten – trennen? 1988 schrieb die deutsche feministische Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch – ohne Meienberg persönlich zu kennen – den Text Das Schmettern des Schweizer Gockels. Eine feministische Textanalyse, in dem sie vier Sammelbände von Meienberg untersuchte. Ihr Urteil war vernichtend: «Dass Meienberg die Ausbeutung der Frau durch den Mann ignoriert, ist peinlich genug – vollends unerträglich aber wird der Widerspruch zwischen ethischem Anspruch und journalistischer Praxis, wenn Meienberg diese eigentlich Unterdrückten auch noch diffamiert.» Pusch zitierte eine Reihe von Passagen aus den vier Büchern. Sie befremden auch heute noch. Das Schmettern des Schweizer Gockels war ein Auftragstext. Die Journalistin Barbara Lukesch bestellte ihn bei Pusch für das Buch Biederland und der Brandstifter. Niklaus Meienberg als Anlass (Limmatverlag), das sie 1988 zusammen mit Martin Durrer herausgab. In einem Interview mit der «Sonntagszeitung» beklagte Meienberg damals die «Fehler, Unterstellungen und willkürlichen Zitate» in Puschs Text. Der Limmatverlag habe den Text zuerst aus

dem Buch kippen wollen, er, Meienberg, habe sich aber dafür eingesetzt, dass das nicht passiere: «Es kann ja nicht ausgerechnet bei einem Buch zensuriert werden, in dem so viel von Zensur die Rede ist.» Meienberg hätte sich keine Sorgen machen müssen: Luise F. Puschs Text schmälerte die MeienbergVerehrung unter den Schweizer Linken nicht. Marianne Fehr schreibt in ihrer Meienberg-Biografie von Puschs «seltsamen Thesen» und «fragwürdigen Mitteln»: Sie habe Meienberg «einen dargestellten Sachverhalt als eigene Meinung unterstellt».

«Eine Bank mit Vetteln»

Beim Lesen der Meienberg-Zitate, die Pusch gesammelt hat, fällt auf: Problematisch ist oft das, wofür Meienberg am meisten bewundert wird – seine Sprache. Der Schreiber freut sich daran, das ist offensichtlich, nur die Leserin kann sich nicht immer mitfreuen: «Eine Bank mit Vetteln, Rücken an Rücken sitzen die jeden Tag auf langen Zehennägeln, kommen aus dem Quartier zur Bank gehumpelt, geschlichen, auf dürren Beinchen gehinkt, sobald die Sonne scheint, kriechen wieder in ihre Unterschlüpfe, wenn es Nacht wird. (...) Wenn die Ampel auf Rot steht, hört man ihr Keifen und Schnattern, irgendeinen arabischen Dialekt. Wenn der Verkehr bei Grün wieder flüssig wird, sieht man nur noch ihre zahnlosen Mäuler auf- und zuschnappen. Manchmal kratzen sie ihre unförmigen Leiber, manchmal bekämpfen sie einander, streiten um den besten Platz, fahren einander an die Gurgel.» Hier führt Meienberg arabische Frauen vor, als wären sie seltsame Tiere. Das Zitat spricht für sich, der

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Beim Schreiben über Frauen verwechselte Niklaus Meienberg manchmal Zurschaustellung mit Poesie. Im Leben mit Frauen vermischte er Dominanz und Liebe. Dann wurde er zum Gewaltopfer, und die Dominanz bekam Risse. von Bettina Dyttrich


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27 Zusammenhang (es ist die Reportage Rue Ferdinand Duval, Paris 4e über sein Pariser Quartier) tut nichts zur Sache. Pusch merkt zu Recht an, es sei nicht die Schuld der «Vetteln», dass Meienberg kein Arabisch könne und ihre Sprache für ihn wie «Schnattern» klinge. Es ist nicht das einzige Mal, dass Meienberg Zurschaustellung mit Poesie verwechselt. Über seine Exfreundin Byrgit de Malvinsky-Buchheld schreibt er: «Ich habe damals nicht viel gehabt von der Byrgit mit ihren Zitterbrüstchen, ihren steifen Wärzchen und flaumig-schwäbischen Schenkeln, wir wurden getrennt untergebracht im ersten und im dritten Stock, der Vater wollte den Lustgarten nur auf Zifferblättern dulden.» Auch über Prostituierte – er nennt sie konsequent Huren – schreibt Meienberg in ähnlichem Stil. Wieder in der Pariser Reportage: «Hier stossen wir sofort auf Martine, die triefäugige Hur, welche an der Hinterfront des Crédit Lyonnais auf den Strich geht. Sie ist abgetakelt und musste ihren Preis auf 30 Francs senken, Hotel inbegriffen, um im Geschäft bleiben zu können. (...) Vielleicht kommt an so einem Herbstabend der König von Sizilien, Arm in Arm mit Mackie Messer, und belohnt seine treue Untertanin Martine, welche seit 1927 in Wind und Regen ausharrt. Gott mach’s ihr einmal wett.» Auf die «Huren» schaut Meienberg mit dem Blick des Freiers. Er hat Mitleid mit den Kabylen-Männern, die von den «rassistischen» französischen «Huren» abgelehnt würden, weil sie Analverkehr wollten und immer so lange blieben. Darum müssten sie ins Araberbordell, das «traurige Puff». Wie es den «Huren» dort drin geht, fragt Meienberg nicht. Dafür erinnert er sich in einem anderen Text an seinen Einsatz als junger Bürogehilfe in New York: «Damals kam man abends geil wie ein Bock aus dem Büro zu den andern Büromännern in die Strassen und wollte noch etwas erleben auf die Nacht, die Reklamen geilten uns wahnsinnig auf, aber die Frauen auf den Reklamen würde man niemals haben (...) Am Times Square billige Huren, aber schon zu teuer, und Trefzger hat gesagt, dort gibt es Tripper im Fall.»

Fasziniert von der Macht

Meienberg hat viel Spannendes und Wichtiges geschrieben, zweifellos, und auch Lustiges. Aber das, was er selber einmal selbstkritisch «Phallokraten-Rückstände» nannte, beeinflusste nicht nur sein Schreiben, sondern machte ihm auch das Leben schwer. Byrgit de Malvinsky-Buchheld, die er in den Sechzigerjahren fast geheiratet hätte, sagte Jahrzehnte später zur Meienberg-Biografin Marianne Fehr: «Er bestimmte einen fremd bis zum Geht-nicht-mehr. Es ging von ihm eine Gewalt aus, nicht im körperlichen Sinn, die Gewalt war im Bestimmenden.» Als sich seine letzte Freundin aus ähnlichen Gründen von ihm trennte, verstand er immer noch nicht, was das Problem war. Meienberg war fasziniert von der Macht, von Mächtigen, und die waren zu seinen Lebzeiten (und vorher) nun mal fast ausschliesslich männlich. Kein Wunder also, dass die Mächtigen, über die er schrieb oder mit denen er Kleinkriege führte, lauter Männer waren: vom Innerrhoder Landammann Raymond Broger zu diversen Bundesräten, von General Wille bis zum US-General Schwarzkopf.

Aber Meienberg war auch fasziniert von Aufmüpfigen, Armen, Arbeitern – da hätte sich doch die eine oder andere Frau finden können. Jene seiner Freundinnen, die Secondas waren, aus proletarischen Familien stammten, fragte er begeistert aus und ihre Mütter gleich dazu. Sie tauchen immer wieder am Rand seiner Texte auf – aber ein «richtiges» Porträt ist daraus nie geworden. Die sind auch hier Männern gewidmet: dem Rennfahrer und Arbeitersohn Jo Siffert oder dem «Landesverräter» Ernst S.

Der Überfall

Dann, fast genau ein Jahr vor seinem Tod, ein Einschnitt: Meienberg wird Opfer, konkret und körperlich. Am 11. September 1992 wird er in der Nähe seiner Wohnung in Zürich Oerlikon von zwei Unbekannten überfallen und übel zusammengeschlagen. Drei Wochen später schreibt er darüber: Der souveräne Körper – ein veräusserliches Menschenrecht. Wie oft beginnt er mit der unpersönlichen Form «man»: «... aber die Bewegungsfreiheit des eigenen Körpers möchte man nicht aufgeben. Darauf hat der demokratische Körper einen Anspruch. Der Körper ist das letzte Territorium, auf das man sich zurückziehen kann, wenn ringsum alle anderen Sicherheiten verduften (Salär, Liebe, Prestige, Freundschaften). Solange man über ihn verfügen und bestimmen darf, wohin er geht oder nicht geht. Meiner ging am 11. September 1992 vom Bahnhof Oerlikon in Richtung Eisfeldstrasse, ca. 15 Minuten nach Mitternacht, und zwar gemütlich schlendernd, weil er sich stark und gross vorkam, der angstfreie Organismus.» Meienberg wechselt vom «man» zum Körper. Er schreibt weiterhin in der dritten Person, aber es ist nicht mehr die unpersönliche Form. Er schaut sich selbst von aussen zu, vollzieht sprachlich das Trauma nach, auf das er zusteuert: «Er ging automatisch den gewohnten Weg, ohne jeden Argwohn, aber auch ohne jedes Sicherheitsbewusstsein, weil er die Unsicherheit gar nie kennengelernt hatte. Von der Gefährdung der Frauen hatte nur sein Hirn Kenntnis genommen, welches natürlich schon seit langem sich pflichtgemäss empört hatte über deren eingeschränkte Bewegungsfreiheit in der Nacht.» Ein Eingeständnis: Besonders beschäftigt hat ihn das Thema bisher nicht, er war bloss «pflichtgemäss empört» ohne emotionalen Bezug (aber wie vielen Männern geht es so?). Jetzt ist die Distanz weg: «Da lag ich, vor Sekunden noch ein grosser, kräftiger, aufrecht gehender Kerl, nun plötzlich wie ein Säugling, wie ein Haufen Dreck, wie ein Abfall, heulend und wimmernd, vollkommen wehrlos, schutzlos, mit hin und her pendelndem Kopf, mit dröhnendem Hirn, schreiend, winselnd, immer neue Fusstritte empfangend, immer wieder lauthals au au au schreiend (...), völlig preisgegeben und ausgeliefert, hingeschmettert auf den Asphalt der Heimat, kraftlos trotz meinen Kräften.» Meienberg kann sich in eine Beiz schleppen, wird von Polizisten einvernommen, ins Spital gebracht und dann allein gelassen: «Die Nacht im Notfallsaal, am Tropf. Hilflosigkeit und Abhängigkeit, kein Schlaf. Immer wieder der Stummfilm von der Eisfeldstrasse. Eine Art von Schüttelfrost, hefti-

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Das Schweigen der Linken

Heute gibt es keine solchen Texte mehr. Kaum jemand thematisiert noch von links, was es heisst, Gewaltopfer zu werden. Gewalt, auch sexuelle, ist ein Thema der Rechten geworden, untrennbar verbunden mit Forderungen nach schärferer Migrationspolitik und härteren Strafen. Das führt bei vielen Linken zu einer Erstarrung, zu Sprachlosigkeit, gerade wenn es um scheinbar ziel- und sinnlose Gewalt geht: Lieber gar nicht darüber reden, es könnte den Rechten dienen. Aber darüber zu reden – präzise und ohne auf repressive Scheinlösungen hereinzufallen –, wäre nötig, um die Opfer nicht den Rechten zu überlassen. Meienbergs Dominanz, seine Selbstgefälligkeit, die in anderen Texten irritiert, hat in Der souveräne Körper – ein veräusserliches Menschenrecht tiefe Risse bekommen. Es hätte eine Chance sein können, aber es war schliesslich wohl nur eines von vielen Desastern seines letzten Lebensjahres: Tod der Mutter, Töffunfall in Frankreich, grosser Verriss in der NZZ, Scheitern der letzten Beziehung. Opfer werden keine besseren Menschen, glücklichere schon gar nicht. Bettina Dyttrich, 1979 ist «Woz»-Redaktorin.

Aug’ um Aug’ Immer wieder der Stummfilm im Kopf. Wenn ich mit ihnen reden, ihre Biographie erforschen könnte, eventuell seien es marokkanische Verbrechertouristen auf Schweizer-Tour gewesen, sagt später Hofacher, Dirigent der Stadtpolizei, ein Grund müsste sich finden lassen, ich habe einiges über das jämmerliche Leben der nordafrikanischen Auswanderer geschrieben, den Rassismus, welcher sie aggressiv macht, ihre unerträgliche Armut. Ich möchte sie gern kennen. Ich möchte ihnen auch gern ein paar herunterhauen. Die können mir, trotz Armut und Rassismus. Aug’ um Aug’. Der entsprechende Film für Frauen. Wehrlos auf dem Trottoir liegen, verprügelt, und dann vergewaltigt werden. Das übersteigt, trotz meiner frischen Erfahrungen, die Einbildungskraft. Es wird mir übel bei dem Gedanken, noch übler. Ich möchte jetzt ganz lange schlafen, damit ich möglichst lange nicht erfahre, ob ich auf dem rechten Auge noch sehen kann. Ich möchte gar nichts mehr sehen von dieser Dreckswelt. Aber der Schlaf kommt nicht, nur immer wieder der Film, welcher an der gleichen Stelle reisst. Ich möchte unsichtbar werden. Ich möchte das nie mehr erleben. Ich muss mich zum Schläger ausbilden lassen, oder einen Hund kaufen, einen scharfen Wolfshund, auf den Mann dressiert. Bei dem Gedanken wird mir wieder übel. Dem Kynologischen Verein beitreten! Combat-Schiessen! Einen Schlagring, Pistole oder Totschläger, oder eine Stahlrute, Tränengasspray kaufen: Was darf es denn sein, eine Beretta oder Smith and Wesson? In Zürich mich bewegen wie Clint Eastwood, immer schlagbereit, sichern, nach allen Seiten witternd. Eine Vorstellung von unüberbietbarer Ekelhaftigkeit. Mein Naturell, das zur physischen Friedfertigkeit neigt, radikal verändern. Aus: Niklaus Meienberg: Der souveräne Körper – ein veräusserliches Menschenrecht, in Zunder, 1993.

Bilder: Andreas Kleemann. Die Inszenierung stammt von Anna Frei und Bettina Stehli, die für die Ausstellung «Warum Meienberg? Porquoi Meienberg?» eine queer_feministische Plakatreihe geschaffen haben.

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ges Zittern, vermutlich der verspätet eingetretene Schock. Du bist nichts, du bist Abfall, du bist wehrlos, du bist ein Dreck auf dem Trottoir, du bringst dich jetzt am besten um, du schämst dich in den Boden hinein, obwohl es ja nichts zu schämen gibt, objektiv gesehen, du bist entwürdigt, vielleicht verschafft dir die Schwester eine Selbstmordpille, sie bringt aber nur die Brunzflasche.»


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Eine Spurensuche in St.Gallen über Niklaus Meienberg und sein Nicht-Verhältnis zur HSG. von Peter Müller

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Weltbilder und Schlachtfelder

Das muss ihn doch gereizt haben. Da gibt es doch ganz sicher … Aber nein: Die Universität St.Gallen war für Niklaus Meienberg offenbar kein Thema. Es gibt keine HSG-Texte aus seiner Schreibmaschine, keine polemisch-saftige Wirtschaftsethik, keine Demontage eines Ökonomen, keine Reportage über einen HSG-Kongress. Und auch in seiner Biografie taucht die St.Galler Hochschule eher zufällig auf. Meienberg war mit Alois Riklin befreundet – Politikwissenschaftler und 1982 bis 1986 HSG-Rektor. 1990, bei der Verleihung des St.Galler Kulturpreises, begrüsste er in seiner Rede auch die «Dear Representatives of the business school of Saint Gall». Anwesend war von den damaligen HSG-Professoren allerdings nur Alois Riklin, wie dieser sich gut erinnert. 1991 – während seinem existenziellen Ausnahmezustand, der vom Golfkrieg ausgelöst worden war – hielt Meienberg in Riklins Institut unter grösster Geheimhaltung eine Pressekonferenz ab. Warum gibt es von N.M. keine HSG-Texte? Mit Blick auf seine letzten, verdüsterten Jahre drängt sich eine Antwort förmlich auf: Meienberg und die grossen Globalprobleme unserer Gegenwart, von denen sich natürlich einige mit der Universität St.Gallen verbinden lassen, haben sich gewissermassen verpasst. Letztere entwickelten sich erst nach seinem Suizid von 1993 zu ihrer vollen Form, ersterer geriet aus dem Gleis, war physisch und psychisch angeschlagen. Zuletzt beurteilte er sich gar als «Auslaufmodell». Zudem veränderte sich die Welt spätestens mit dem Mauerfall von 1989 massiv. Der Kalte Krieg ging definitiv zu Ende, die Globalisierung legte zwei Gänge zu. Die Welt präsentierte sich immer unübersichtlichter, die Probleme wurden abstrakter, die Feindlage diffuser. In den Siebziger- und Achtzigerjahren hingegen war für Niklaus Meienberg die HSG wohl zu fern. Er pflegte den lustvoll-polemischen, personalisiert-konkreten Zugriff auf die Welt. Die HSG bot ihm da zu wenig Ansatzpunkte, war zu weit weg von der politischen Arena. Das galt für die Themen, und vermutlich auch für die Personen. An der HSG fehlte offensichtlich eine markante Einzelfigur, auf die er sich ähnlich hätte einschiessen können wie auf Lokalkönig Raymond Broger (AI) oder Bundesrat Kurt Furgler (SG). Und selbst dieser wurde von ihm eher karikiert als wirklich demontiert.

Das katholische Kindheits-St.Gallen

An diese Überlegung knüpft sich eine weitere Hypothese: Meienberg hat eigentlich immer über das vergangene St.Gallen geschrieben – vor allem über das katholische. Polemisches und Aggressives vermischt sich mit Nostalgischem und Elegischem. Man denke nur an die berühmte Reportage Aufenthalt in St.Gallen (670 m ü. M.) von 1984. Das St.Gallen der Gegenwart bleibt weitgehend ausgeklammert. War es ihm zu unbedeutend? Hat es ihn nicht interessiert? Andreas Härter, Titularprofessor für Deutsche Sprache an der Universität St.Gallen, hält das für möglich. Den Hauptgrund für Meienbergs Distanz zur HSG sieht er aber anderswo: «Als Internatsschüler und dann Student an der katholisch geprägten Universität Freiburg i. Ue., wo er vor allem Zeitgeschichte belegt, aber auch einem theologischen Kreis angehört, ist Meienberg primär den traditionellen Geisteswissenschaften verpflichtet. Sein politisches Denken ist weit stärker von politischer Geschichte und Sozialtheorie bestimmt als von Wirtschaftsgeschichte und -theorie. Er war ein Historiker und Geisteswissenschaftler, dessen politische und kritische Optik im Weiteren stark durch die französische Soziologie und Philosophie beeinflusst wurde.» Dieser Meienberg war in der Welt der Siebziger und Achtziger in seinem Element: Er schrieb über sie – oder ihre Vorgeschichte – teilweise grossartige Texte, von denen wohl einige überdauern werden, das Zeug zum Klassiker haben. Für die späteren Gegenwartsfragen fand er keinen derart «energischen Zugriff» mehr, meint Härter, relativiert das aber sogleich: «Das heisst nicht, dass Meienberg den neuen Themen nichts hätte abgewinnen können. Intellektuell hätten sie ihn herausgefordert, aber die frühen Neunziger waren auch eine Zeit persönlicher Beschädigungen: der Motorradunfall, der Überfall durch Schläger. Unter anderen, besseren Bedingungen hätte er sich die politische Karriere etwa eines Christoph Blocher kaum journalistisch entgehen lassen, und dass die Finanzkrise ihn beschäftigt hätte, ist fraglos – er hätte auch diese zu personalisieren gewusst.» Das Personalisieren von Problemen wäre heute sogar zeitgemäss. Meienberg hat zu der inzwischen allenthalben beklagten Personalisierung der Politik durchaus beigetragen; seine gesellschaftskritische

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32 Hatte man das Drama dieses Menschen, der von seinen Kämpfen aufgerieben zu werden schien, nicht manchmal satt – Kämpfen, deren persönlich-privater Aspekt immer dominanter wurde? Das heisst nicht, dass man die Texte von N.M. einfach von der Person N.M. lösen soll. Eine gewisse Distanz tut hier aber sicher gut. Niklaus Meienberg und die HSG. Das Thema führt auf einige spannende und überraschende Dinge – und auf allerlei Fragen allgemeiner Art. Wie kann man verhindern, dass man von seinem eigenen Engagement für eine Sache aufgerieben wird? Wie kann man seine Erfahrungen und Einsichten an Jüngere weitergeben? Und wie oft kann und soll man sich «neu erfinden»? In unserer postmodernen, flüchtigen und fragmentierten Gegenwart sind das ziemlich wichtige Fragen. Peter Müller, 1964, ist Historiker und Journalist in St.Gallen.

«Zu früh gestorben»

Alois Riklin denkt ähnlich wie sein germanistischer HSG-Kollege Andreas Härter: «Niklaus Meienberg ist zu früh gestorben. Er könnte über die heutigen Zeitfragen schreiben, er hätte darüber schreiben sollen.» Mit N.M. verbindet er zahlreiche Erinnerungen. Die HSG spielt darin nur eine periphere Rolle. «Wir haben uns eigentlich nie über die Hochschule unterhalten. Und im Rektorat hat er mich in den vier Jahren nie besucht», sagt Riklin. Von der ominösen Pressekonferenz über den Irakkrieg, die Meienberg im Februar 1991 in der Cafeteria seines HSG-Instituts abhielt, war er völlig überrumpelt: «Ich wusste von nichts und sah dann immer mehr Journalisten die Türe hereinkommen.» Nach dem Anlass liess Hans-Ulrich Stöckling, der damalige St.Galler Erziehungsdirektor nachforschen, wie es dazu gekommen war. «Er beauftragte den damaligen Verwaltungsdirektor der HSG damit. Dieser befragte dann meine Assistenten – hinter meinem Rücken», erinnert sich Riklin. Irgendein Nachspiel hatte die Sache seines Wissens nicht.

Wandern mit dem Establishment

Einige Jahre vorher nahm Riklin N.M. zu einem Anlass eines elitären «Wander- und Fressklubs» mit. Meienberg fühlte sich dort sehr wohl. «Es waren keine Neoliberalen, sondern Leute mit einem gewissen sozialen Verständnis», erzählt Riklin. «Unter ihnen gab es sogar solche, die gerne Meienbergs Texte lasen.» Meienberg sei gerne mit Leuten des Establishments zusammengewesen. Das hört und liest man immer wieder – bis hin zur Feststellung, N.M. wäre gerne irgendwie «angekommen» beim FDP-, Rosenberg- und HSG-St.Gallen. Das ist interessant, gewiss. Irgendwie scheut man sich aber, diesen biografischen Faden aufzunehmen – insbesondere, wenn man die Meienberg-Zeit oder Teile davon noch live erlebt hat. Da melden sich eigene Erinnerungen: War man – bei aller Wertschätzung – die damalige Dauerpräsenz von N.M. in Medien und Kulturbetrieb, in Alltag und Politik nicht manchmal leid? Ging einem die Egomanie von Meienberg, der «Institution Meienberg», nicht oft auf die Nerven?

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Der Freudenberg hat seinen Namen von der Freude, welche die spazierenden St.Galler empfinden, wenn sie auf den gegenüberliegenden Rosenberg blicken, der herrschaftlich überbaut ist durch die Residenzen der reichen Mitbürger, die es durch ihre Tüchtigkeit zu einer Villa gebracht haben, während es die meisten St.Galler nur zu einem lohnenden Spaziergang bringen, etwa durch das Tal der Demut zum Wenigerweiher. Sie konnten auch aufblicken zur Handelshochschule, welche den Rosenberg krönend abschliesst, oder den Blick verweilen lassen in der Niederung bei der Strafanstalt St.Jakob, die den Rosenberg unten säumt. (...) Spazieren, bewundern, aufschauen, Erholung für das Volk: spazierend am Sonntag den Reichtum der Reichen betrachten, welchen es werktags geschaffen hatte. Aus: Niklaus Meienberg: Aufenthalt in St.Gallen (670 m. ü. M.)

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Arbeit war darauf angelegt, Milieus zu beschreiben und in diesen Milieus Personen zu exponieren, meint Härter, der 2009 (im literaturgeschichtlichen Sammelband Liebe und Zorn) einen spannenden Aufsatz über Meienberg veröffentlicht hat. Hätte N.M. das wirklich hingekriegt? Hätte aus dem «Ein-Mann-Rammbock» gegen die verkrustete und verhockte Schweiz des Kalten Krieges und die Auswüchse des Milieu-Katholizismus ein Kritiker der Globalisierung, des Neoliberalismus und der Umweltzerstörung werden können? Die Meinungen gehen hier ziemlich auseinander. Klären lassen wird sich die Frage nie. Vielleicht ist sie auch mit zu hohen Erwartungen verknüpft. Es könnte doch gut sein, dass Niklaus Meienberg mit dem Erreichten sein «Soll» mehr als erfüllt hat, dass in dieser Biografie einfach nicht mehr «drinlag». Vielleicht wäre ein Meienberg von solcher Wucht und Ausstrahlung auch gar nicht mehr möglich – ganz einfach deshalb, weil die gesellschaftlichen, politischen und medialen Rahmenbedingungen für ein solches Phänomen heute fehlen. Die Welt ist auch in dieser Hinsicht eine andere geworden.


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Dreissig Jahre nach Meienberg: Ein Besuch in Arbon, mit der Reportage Bodenseelandschaft von 1983 im Rucksack. von Peter Surber

Die Schaufenster sind leer, hier war früher ein Uhrengeschäft, daneben hat ein Möbelgrosshändler die Räume der ehemaligen Migros vollgestellt, kein Mensch im Laden. Das berühmte Metropol Arbon: Die Migros hatte den Komplex mit Hotel und Läden in den Siebzigerjahren gebaut, Architekt Arthur Baumgartner war mit dem markanten schiffartigen Bau ein Wurf geglückt. Metropol Arbon: einst ein Begriff, heute ein Streitfall. Die Migros hat 2011 an die HRS Real Estate AG verkauft, diese will auf dem Gelände Eigentumswohnungen bauen, doch damit ist Peter Gubser nicht einverstanden: Zusammen mit Mitstreitern hat der populäre SP-Parlamentarier rund 4000 Unterschriften (14’000 Einwohner zählt Arbon insgesamt) gesammelt zur Erhaltung der Hotelnutzung am See. Das HRS-Projekt sei auf maximale Rendite und auf ältere, vermögende Leute ausgerichtet, kritisiert Gubser. Zusammen mit den geplanten Wohnbauten auf dem Saurer-Areal Werk 2 und mit den bereits gebauten diversen Wohnanlagen in der Stadt sei das eine fatale Perspektive. Gubser sagt es drastisch: «Arbon wird zu einer Schlafstadt von St.Gallen und zum Altersheim der Ostschweiz». Dagegen interveniert Gubser auch juristisch. Er hat beim Kanton eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Stadt Arbon eingereicht. Worum es geht, sieht man ein paar Schritte rechts vom Metropol: Dort, wo früher die AviaTankstelle war, prangt eine Bautafel für eine Wohnüberbauung. Die Beschwerde rügt: Das Arboner Parlament habe per Motion eine Gesamtplanung für drei Parzellen verlangt. Diese Motion habe der Stadtrat unterlaufen, indem er HRS die Baubewilligung auf der Parzelle Ex-Avia erteilt habe. Den Parlamentswillen missachtet: Das ist ein happiger Vorwurf, aber Gubser steht dazu. Sein Anliegen ist grundsätzlich: Diese «Hammerlage» direkt zwischen See und Bahnhof müsse der Öffentlichkeit erhalten bleiben. Kein Zutritt zum Ufer, das kennt man am Bodensee auf Schritt und Tritt. In Arbon (noch) nicht: Badi, Schloss, Adolph-Saurer-Quai – in den Dreissiger- und Vierzigerjahren hatte die Stadt der Saurer-Familie das Schloss und das Seegelände abgekauft und der Bevölkerung zugänglich gemacht. «Das ist das Verdienst des roten Arbon», sagt Gubser. Heute ist Arbon nicht mehr rot, sondern orange, die Farbe des Gross-Investors HRS. Dieser verspricht aber auf Nachfrage: «Der öffentliche Zugang zum See wird weiterhin gewährleistet sein. Zudem prüfen wir wenige

Meter weiter westlich, im Saurer-Areal, die Ansiedlung eines für Arbon geeigneten Hotels.» Das Metropol selber hingegen «müsste für einen stolzen Preis saniert und renoviert werden. Das kommt aber nicht in Frage, zumal die wirtschaftliche Führung eines Hotels an dieser Lage nicht möglich ist. Dass viele Arbonerinnen und Arboner am Hotel Metropol emotional hängen, ist uns sehr bewusst. Deshalb werden wir auch wieder ein schönes Restaurant mit Gartenwirtschaft und einen Saal für Veranstaltungen entwickeln.»

∙ Kommt man nach Arbon im Herbst, wandert im Städtchen herum, (…) spaziert drunten an der Seepromenade, welche vor nicht allzu langer Zeit durch Aufschüttung entstanden ist und eine Betrachtung der sorgsam übergrünten Firma SAURER von hinten ermöglicht (…), schlendert man weiter zur Mole, wo heute eine Nymphengruppe aus Erz, die früher den privaten Hafen der Familie Saurer verklärte, der Öffentlichkeit zur Verfügung steht; und geht dann zurück ins Städtchen (…) : dann käme der Wanderer nicht ohne weiteres auf den Gedanken, dass er sich in einer hoch industrialisierten Gegend aufhält, in einem traditionell proletarischen Gebiet, das von der kleinen Industriemetropole Arbon so beherrscht wird, wie Arbon von SAURER. So beginnt Niklaus Meienberg seine Reportage über Arbon mit dem Titel Bodenseelandschaft. Sie erschien 1983 im Band Vorspiegelung wahrer Tatsachen, geplant war sie für ein «Merian»-Heft über den Bodensee, aber die SaurerGeschäftsleitung hielt Meienberg und Fotograf Roland Gretler mit Verzögerungen so lang hin, dass das «Merian» am Ende ohne den Text erschien. Nach seinem auf Idylle getrimmten Einstieg – er zählt im Vorbeigehn auch noch alle im See schwadernden Entenarten auf – blättert Meienberg die lokalen Zeitungen durch und stösst wie von selbst auf die Mächtigen: Wolfsberg-Direktor Ernst Mühlemann, Ständerat Heinrich Herzog, Ständerat und Saurer-VR-Präsident Hans Munz, wieder Ernst Mühlemann, diesmal als Oberst, und so weiter. «So hat auch am arbonischen Ufer des Bodensees, wie in der Schweiz überhaupt, alles seine Richtigkeit», kommentiert Meienberg «die organisch, weil historisch gewachsene

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Saurer-City, HRS-City


35 Verquickung aller Lebensbereiche». Als nächstes greift er zur «Arbeiter-Zeitung», die von Arbon als «Saurer-City» spricht und damals noch eine 1800er-Auflage hat. Bereits ein Jahr später wird es die AZ nicht mehr geben. Dafür gibt es heute «Felix», ein kleines Wochenblatt. Es hat die Petition fürs Metropol wesentlich mitgetragen. An diesem Freitag, 9. August 2013, erscheint im Blatt ein Leserbrief, der vehement Partei nimmt für die Aufsichtsbeschwerde in Sachen Metropol. Tenor: «Der Stadtrat ist nicht gewählt, um private Investoren in ihrer Gewinnoptimierung zu unterstützen.»

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∙ Vom Bahnhof aus sieht man beides, die Uferpartie mit Metropol und vis-à-vis die Industrie beziehungsweise: was vom «hoch industrialisierten» und «traditionell proletarischen» Erbe übrig ist. Saurer betreibt hier noch eine einzige Abteilung, Saurer Embroidery, der Schweizer Sitz ist in Wattwil (Saurer Heberlein), der Hauptsitz in China, 3800 Mitarbeiter machen eine Milliarde Franken Umsatz mit Textilmaschinen, aber mit Arbon hat das kaum noch etwas zu tun – die Geschichte lässt sich in Stefan Kellers Buch Zeit der Fabriken nachlesen. Die gewaltige Giesserei ist 2001 geschleift worden, weitere Gebäude fielen den Grossbränden 2003 und 2012 zum Opfer. Vom Bahnhof aus ahnt man sie schon: die grosse Leere. Saurer-Werk 2, Industriebrache, seit 2011 im Besitz von HRS Real Estate AG, 250’000 Quadratmeter Erwartungen, Platz für Visionen und enttäuschte Hoffnungen. Es lohnt sich immer, einen Ort vom Bahnhof her anzuschauen – hier, wo vor Jahren noch der Orientexpress angehalten hat in den Morgenstunden und die Reisenden sich mit Blick auf die Backsteinriesen der Industrie den Schlaf aus den Augen rieben. Das erzählt Peter Kamm auf dem Bahnhofsperron. Der Bildhauer hat seit zwanzig Jahren sein Atelier in einer der backsteinernen früheren Saurer-Werkhallen. Davor der majestätische «Hamel», ein Industriebau aus dem Jahr 1901. Die gerade neu montierten Stahlträger der Perronbedachung zerschneiden den Blick auf das stattliche Gebäude. Peter Kamm, mit dem Blick des Bildhauers für Proportionen, regt sich auf: Die künftige Visitenkarte Arbons so fürs Auge zu verunstalten, sei beleidigend. Der Hamel soll die neue Stadtmitte werden. Vorerst bildet er ein weiteres Streit-Objekt: Die Stadt, damals unter dem heutigen St.Galler Regierungsrat Martin Klöti, hatte das Gebäude von OC Oerlikon Saurer gekauft, für öffentliche und kulturelle Zwecke. Inzwischen hat die Stadt den Hamel an HRS verkauft, für 2,1 Millionen Franken. Ein Spottpreis, sagen Kritiker und fürchten, es werde nichts aus der versprochenen Kultur. Hamel, Metropol: Wie geht HRS mit dem Widerstand aus der Bevölkerung um, und wie sieht die versprochene kulturelle Nutzung des Hamel aus? Die Antwort von Michael Breitenmoser, Projektleiter Saurer-Werk 2: «Wir haben im Hamel-Gebäude die gewünschten Räumlichkeiten für die Kultur vorgesehen. Was die Opposition angeht, so meine ich, dass sich diese weitgehend gelegt hat, seit wir das Hamel-Projekt, die baulichen Schnittstellen und die öffentlichen Nutzungen näher vorstellten.»

Peter Kamm, dessen Atelier diesen Frühling von Unbekannten verwüstet worden ist, zählt zumindest auch künftig zu den Künstlern auf dem Areal: Er hat einen neuen Atelierraum im alten Werkgebäude zugesichert bekommen. Jetzt sei er endgültig «im Bauch des Sauriers» angekommen, sagt Kamm.

∙ Wie kommt man ins Werk zu einem ersten Augenschein? Sturzenegger, der Arbeiterkommissionspräsident, den die beiden Reporter zuerst aufsuchten, noch vor der Direktion, wodurch die Direktion beleidigt war, sagte, er dürfe niemanden hineinlassen, habe nicht die geringste Kompetenz. Meienberg und Gretler schaffen es 1983 dennoch - dank dem Manuskript eines Saurer-kritischen Artikels, mit dem es ihnen gelingt, den Arbeitervertreter «provisorisch zu erweichen». So bekommen sie unter anderem die Giesserei zu Gesicht, die Direktor Schwarz selber noch nie gesehen hat. Und werden für ihr «Eindringen auf dem Latrinenweg» gesenkelt von Generaldirektor Roost. 1983: Da produziert Saurer noch mit Verlusten die letzten Lastwagen, und die Börsengerüchte mehren sich, die Firma werde verkauft. Berliet, Bührle, Fiat, Mercedes? Meienberg O-Ton: Herr Sturzenegger weiss von nichts, die Geschäftsleitung behalte solche Geheimnisse für sich. Herr Sturzenegger ist Präsident der Betriebskommission, von mehr als 3000 Arbeitern als Vertreter ihrer Anliegen demokratisch gewählt. (…) Das Betriebsklima sei nicht direkt schlecht, wenn auch eben diese Unsicherheit an den Arbeitern nage. Hier unten im Osten der Schweiz seien jedoch die Leute genügsam und überhaupt nicht anfällig für neue Ideen, auch bei derzeitig schlechtem Geschäftsgang. (…) Eine Mitbestimmung der Arbeiter bei den wichtigsten Entscheidungen gebe es «natürlich» nicht, jedoch, in allen arbeitstechnischen Belangen würden die Arbeiter immer von oben konsultiert. «Natürlich» hätten sie nichts zu sagen punkto Betriebsverlagerung, Verkauf der Firma, Bilanzen und grossen Linien der Geschäftspolitik. Und vielleicht sei einiges doch nicht ganz gerecht, zum Beispiel die Vermögensverteilung (…). Jedoch Auflehnung nütze nichts, es gebe nicht so viele Arbeitsplätze in der Gegend, man sei an SAURER ein ganzes Leben lang gebunden. Zahlreiche Arbeiter wohnen dazu noch in firmeneigenen Häusern, er selbst auch. Heute stellt sich in Arbon erneut eine Häuser- und eine Mitbestimmungsfrage, bloss anders: die Frage, wie viel Einfluss die Bevölkerung hat auf die Neugestaltung jenes riesigen Areals, das die Stadt geprägt hat und prägt. Die neuen Besitzer des Geländes bitten um schriftliche Fragen. 1. Das Saurer-Areal wird eine Stadt in der Stadt werden. Was für eine städtebauliche Vision hat HRS in Arbon? Wir entwickeln einen Stadtteil, in dem gewohnt, gearbeitet und die Freizeit gestaltet werden kann. Hierfür sehen wir die verschiedensten Wohnmöglichkeiten vor. Selbstver-

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ständlich wird es auch Läden und gewerbliche Nutzungen geben. Das schreiben uns der Gestaltungsrichtplan und der Gestaltungsplan zum Saurer WerkZwei so vor. Es soll aber auch Platz für öffentliche Bedürfnisse wie Schulen und Kindergärten oder für Museen und Kulturräume haben. 2. Um einen ganzen Stadtteil neu zu entwickeln: Bräuchte es dafür nicht eine von der Bevölkerung mitgetragene Auseinandersetzung mit der Frage, was Arbon und was eine Stadt im 21. Jahrhundert überhaupt sein soll? Diese Diskussion fand im Rahmen verschiedener Expertentreffen statt. Die Ausarbeitung der Testplanung und des speziellen Gestaltungsplanes, der bereits vor unserem Kauf im Jahre 2011 erlassen war, teilt das Saurer-Areal in Baufelder, Plätze, Pärke und Strassen ein. Die gewünschten Nutzungen der Baufelder wurden damals ebenfalls diskutiert und mit entsprechenden Masszahlen versehen. Auch die verschiedenen Projekt-Wettbewerbe wurden von städtebaulichen Experten aktiv begleitet. Der Stadtrat und die Bauverwaltung wirkten ebenfalls beratend mit. Somit erfolgte zwar kein direkter Dialog mit der Bevölkerung, dafür aber mit vielen Architekten, Städteplanern und Vertretern der städtischen Behörden.

∙ Vom ehemaligen Tuchherrenpalast, heute Stadthaus, ist es nur ein Katzensprung bis zum Fabriktor, Werk Nr.1. Im überschaubaren Arbon ist alles immer nur ein Katzensprung. Wie schön die Fabrik von der Altstadt eingerahmt ist! Gegenüber der Pförtnerloge – das Werk macht einen burgartigen Eindruck, man erwartet die Ziehbrücke – steht ein Arbeiter in Erz gegossen, so ein Kunstwerk aus den fünfziger Jahren. An ihm kommen strömend die Scharen morgens, mittags und abends vorbei. Viele kommen noch mit den Velos; nicht aus Liebe zur Fitness. Alte, schwarze Arbeitervelos. Der Erz-Arbeiter ist eine ruhige Figur, fast geschlechtslos, auch sozusagen muskellos, ohne Arbeitsinstrumente, gar nichts, was auf körperliche Anstrengung deutet. Eine Hand leicht in die Hüfte gestemmt, unter dem Hosenlatz nicht die kleinste Erhebung. Nichts. Das Aufrecken einer geballten Faust ist von ihm nicht zu erwarten. Vollkommene Statik, der Oberkörper nackt, aber unsinnlich. Denkmal des unbekannten Arbeiters. Das Detail als Bild fürs Ganze, polemisch unterwürzt («man erwartet die Ziehbrücke»), Fakten und Assoziationen vermischt, blendend geschrieben: die Meienberg-Methode fasziniert und irritiert bis heute beim Wiederlesen. Hier im ehemaligen Saurer-Werk 1 ist ein vitales neues Arbon entstanden und weiter am Entstehen. Mit der «Wunderbar» zum Beispiel, Hotel und Beiz unten am See in den Räumen der ehemaligen Saurer-Mensa. Über der Eingangstür prangt das Saurer-Schloss-Logo, die immensen Lampenschirme stammen aus den Fabrikationshallen. Rund um die «Wunderbar»: Lofts, Grafikerinnen, Architekten, Ärzte, herausragende Architektur wie jene des kühn geschnittenen Sichtbetonbaus an der Weitegasse, 1961 vom Freiburger Architekten Dubois für die Adolph Saurer AG er-

richtet: ein Hauch von Le Corbusier. Hier gab es bis 2011, bis zum Umbau, das Konzertlokal Cuphub, das Atelier «Wohnzimmer», die literarische Reihe «Wort und …» – Kultur komme und gehe, sagt Andrea Gerster. Die Autorin und Kulturaktivistin, in Arbon und Steinach gross geworden, kennt das Städtli und das angrenzende einstige Saurer-Werk 1 in- und auswendig, bringt Licht ins Gewimmel von vergangenen, künftigen, wechselnden Ateliers, Bars, Büros, Handwerkern. Kulturcinema, Kunsthalle, Cuphub, Galerie Adrian Bleisch, Puppentheater Marottino: Die Namen haben Arbon über die Stadt hinaus einen guten Kultur-Ruf eingebracht. Auch eine Kleinkunstreihe existierte bis im Mai, «Arbon läbt». Aber mit dem Leben, genau damit hapert es nach Ansicht von Andrea Gerster. Das Publikum ziehe zu wenig mit. Die Arboner stünden sich zu oft selbst im Weg, bei allem Potential, das hier vorhanden wäre. Und nach dem Kulturaufschwung unter Kurzzeit-Stadtpräsident Klöti sei jetzt wieder etwas «de Pfuus dusse». An Geld fehle es nicht, an initiativen Leuten auch nicht, hingegen an Räumen – auch deshalb setze man grosse Hoffnungen in das Hamel-Gebäude. Immerhin: Auf dem Areal Saurer 1 schmeckt Arbon an diesem nassen Freitagvormittag am ehesten nach Stadt, nach urbaner Mischkultur. Der Umbruch vom industriellen ins post-industrielle Zeitalter scheint hier, dank privatem Unternehmergeist, zu gelingen. Den Arbeiter in Erz, den Niklaus Meienberg beschreibt, haben wir auf unserem Rundgang allerdings nicht gesehen. Dafür den einstmals umstrittenen Brunnen der St.Galler Künstlerin Elisabeth Nembrini, ein paar wasserüberflossene Treppenstufen, die inmitten der «niedlich aufgefrischten Riegelhäuslein» (Meienberg) in einen imaginären Arboner Untergrund führen. «Tiefgang» heisst das Werk.

∙ Eine durchschnittliche Kleinstadt, ehemals rot, seit kurzem von einem rechten Bürgermeister regiert. Hier wurden etliche Wohnblöcke mitten in die Felder geknallt, wie es der Brauch ist, hohe und auch langgestreckte, 6500 Einwohner in 1600 Wohnungen. Kaputter Rasen zwischen den Blöcken, keine Sporteinrichtungen, kein Bistro weit und breit, keine Gemeinschaftsräume… Nein, das ist nicht Arbon, das ist Meienbergs Schilderung von Sartrouville, einer Kleinstadt in der Banlieue von Paris, 1993 im Band Zunder. Er diagnostiziert dort, was er «die Entkörperlichung» der Stadt nennt: den Verlust von Läden, Pissoirs, Treffpunkten, Völkergemisch, Hinterhöfen, auch von Unrat und Gerüchen. Zu hoffen ist, dass Arbon, samt seinem neuen Stadtteil, körperlich bleibt. Peter Surber, 1957, ist Saiten-Redaktor.

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Rheintal Der grosse Unverstandene

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Juli 2013, Zügelwagen vor dem Wohnhaus von Walter Grob und Familie an der Römerstrasse in Heerbrugg SG. Man kann diese Meldung auf zwei verschiedene Arten lesen – als hundsnormalen Umzugsvollzug oder als Epilog der spektakulärsten Rheintaler Wahlniederlage der letzten Jahre. Tut man letzteres, wird die Sicht frei auf einen Politiker, der an seiner Art sich mitzuteilen gescheitert ist an der Macht der Männerriege und wohl auch am Habitus der Rheintaler. Dr. Walter Grob, 48 Jahre alt, Gemeindepräsident von Au und Heerbrugg, 2006 bis 2012. Er war damals gewählt worden, weil die Leute einen Auswärtigen wollten. Auswärtige bringen frischen Wind, das ist eine der Weisheiten in der Gemeindepolitik. Grob nahm das wörtlich, mit ihm wurden mehr Projekte umgesetzt als anderswo, nur gefielen sie den Leuten zu oft nicht. Im Dorfzentrum entstand ein Kreisel, dessen Inhalt nach Hundescheisse aussieht. Beim Bahnhof Heerbrugg läuft jetzt klassische Musik aus der CD-Sammlung des Präsidenten – das Ziel war, damit herumlungernde Jugendliche zu vertreiben. Darüber erschien ein Bericht im «Tagesanzeiger». Nicht im Politikteil, sondern unter Kurioses. Dann kam das Wahljahr, 2012, die Gemeinde budgetierte eine knappe Million Franken für die Tiefgarage eines privaten Investors, der unter den Dorfplatz bauen wollte. Der Plan war, einige Parkplätze zu kaufen. Nur wusste davon bis zwei Wochen vor der Bürgerversammlung niemand. Dann war dieser Posten, versteckt im Zahlenmeer des Jahresberichts, Thema in der Männerriege. Widerstand regte sich, Wut über die Intransparenz wuchs. Die Versammlung schickte das Projekt bachab.

Und einer der Opponenten stieg dann als Gegenkandidat in den Wahlkampf ein. Stefan Suter, Treuhänder, Mitglied im Musikverein. Er stand für einen neuen Umgang, für totale Bürgernähe. Musikverein statt Doktortitel. Grob sah neben ihm aus wie ein Verwaltungsangestellter, der sich an seinen Job klammert. Walter Grob war vor allem gegen Ende seiner Amtszeit der grosse Unverstandene. Die Lokalzeitung schrieb, was sie wollte und die Bürger begriffen seine weitsichtigen Entscheide nicht: So schien er das zu sehen. Die Leute in der Gemeinde hätten Grob wohl mehr nachgesehen, wenn sie das Gefühl gehabt hätten, er sei einer von ihnen. In anderen Rheintaler Gemeinden spielt der Präsident Handorgel oder am freien Sonntag an der Kilbi den Magenbrotverkäufer. Bei Walter Grob hiess es, er bleibe an den Festen nicht lange genug. Am Anfang wollten die Leute einen Auswärtigen, am Ende wählten sie ihn ab, weil er ihnen fremd war. Samuel Tanner, 1991, ist Journalist beim «Rheintaler».

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Für die Kreiselkunst «Knoten» wurde nicht nur schöne Worte gefunden. (Bild: pd)


Toggenburg Hennehuut und Sonneblueme

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Winterthur Sei kein Schwachkopf

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Jakob Aerne baut ein Steinmannli. (Bild: Daniela Vetsch)

«Gnüss d’Heimat» lautete das Motto des diesjährigen Nordostschweizerischen Jodlerfestes vom 5. bis zum 7. Juli. Bei traumhaften Wetterbedingungen hat Wattwil drei wunderbare Tage und Nächte «gehört». Auch wenn ich mich zuerst nicht so richtig erwärmen konnte fürs Jodeln, am Ende hat es mich wirklich begeistert, samt «Hennehuut». Die aufblühende Darbietung (Marula vom Circus Rigolo) an der Mitternachtsshow, gemischt mit Folklore, volkstümlichen Jodlerbeiträgen – fantastisch! Tausende von aktiven Jodlern, die Festbetriebe, die Auftritte, Workshops und all die Trachten – eindrücklich! Im Zusammenhang mit Jodler- und Schwingfesten mit tausenden Besuchern stelle ich erfreut fest, dass es immer ein friedliches und tolerantes Beisammensein ist. Keine Ausschreitungen oder Tumulte. Es wird gefeiert und ausgetauscht. Klar, es kann hie und da einmal eine «Räblete» geben, aber sonst... Wattwil hat in diesem Jahr aber etwas mehr als Folklore zu bieten. Die Kunsthallen Toggenburg präsentieren über ein halbes Jahr verteilt ein Mehrfach-Programm. Am 1. und 2. August fand auf dem Bräkerplatz ein Sommer-Barbetrieb statt, inklusive Pirmin Baumgartner live, Boulespiel und Visionssammlung bei der Bevölkerung. Zukunftsideen können weiterhin online eingesandt werden (kunsthallentoggenburg.wordpress.com), am Ende werden sie an eine Fassade projiziert. An der Thur fanden unter Anleitung des Toggenburger Künstlers Jakob Aerne Steinmannli-Workshops statt. Gummistiefel ohne Löcher waren von Vorteil! Und schliesslich wird Wattwil durch «arthur» (den Kunstnomaden der Kunsthallen) visiert und Visionen ausgesteckt (Ja, es hätten Baueingaben gemacht werden müssen. Nein, es wurden keine gemacht. Es geht ja um Visionen, nicht um Bauten. Soviel zu Behörden, die Kunstgeschehen verstehen). Zwischen dem 14. und 21. September finden Theater- und Kinoaufführungen zum Thema statt. Die Sonnenblumen, die in vollem Gelb stehen – ein Erfolg – wurden im Mai in einer «Urban Gardening»Aktion auf einer Brache der Gemeinde ausgesät. Anfang September werden die Schönsten prämiert. Die Gewinnerinnen werden vom Vorstand der Kunsthallen Toggenburg auf den Bräkerplatz geladen und bekocht, an Ueli Bräkers Tisch, den Roman Signer zu Ehren des «Armen Mannes vom Tockenburg» geschaffen hat. Die Vision, Plätze und Orte zu beleben, die brach liegen, wird dann umgesetzt sein. Wenigstens einen Sommer lang. Daniela Vetsch,1968, Textildesignerin und Mutter von zwei Kindern, lebt in Wattwil.

Zum «Kulturherbst», der in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet, rücken siebzehn Museen, Bibliotheken, Konzert-, Film- und Theaterveranstalter den Zusammenhang von Wissenschaft und Kunst in den Fokus. Das ist in der Stadt kein ganz neues Thema. Der hier geborene Johann Georg Sulzer, dessen Portrait durch Anton Graff auch in einer der Ausstellungen zu sehen ist, hat in seiner Allgemeinen Theorie der Schönen Künste ein vergleichbares Programm umrissen. Das 1771–1774 erschienene Standardwerk der Aufklärungszeit argumentiert entschieden in Richtung einer Einheit von Kunst und Wissenschaft: «Wenn schwache, oder leichtsinnige Köpfe uns sagen, die Künste zielen blos auf Ergötzlichkeit ab, und ihr letzer Endzwek sey die Belustigung der Sinne und Einbildungskraft, so wollen wir erforschen, ob die Vernunft nichts grössres darinn entdecke.»

Johann Georg Sulzer, gemalt von Anton Graff, um 1780. (Bild: pd)

Das sind keine Komplimente für jene, die an der Kunst ihr reines Vergnügen haben. Die weitere Geschichte aber gibt diesen leichtsinnigen Schwachköpfen halbwegs recht: Die Ästhetik hat ihre Stellung als Leitwissenschaft nach 1800 rasch eingebüsst. Stattdessen hat sich im deutschen Sprachraum in der Differenzierung der Geistes- und Naturwissenschaften, im angelsächsischen Sprachraum unter dem Stichwort der «two cultures», eine Kluft aufgetan, die die vernünftige Einheit von Kunst und Wissenschaft in Frage stellt und zugleich immer wieder Versuche inspirierte, Brücken von der einen zur anderen zu schlagen. Im Kulturherbst kommt diese Idee wieder zum Zug. Die Sammlung Oskar Reinhart «am Römerholz» veranstaltet gemeinsam mit dem Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte ein Symposium, das die Wechselwirkung beider Bereiche von der Renaissancemalerei bis zur Performancekunst ausleuchten soll. Das Theater Winterthur lädt Ökonomen zu einer Podiumsdiskussion ein, wobei wohl die Frage interessieren wird, ob ihre Disziplin nun Kunst (art) oder Wissenschaft (science) ist. In der Stadtbibliothek wird Marc A. Herren aus seinen Bänden zur Science-FictionKlassikerreihe Perry Rhodan lesen. Dazu kommen einige Dutzend weitere Veranstaltungen. Sei es, damit die Vernunft Grösseres darin entdecke, oder auch zur Freude der Leichtsinnigen. Das Programm (kulturherbst.ch) beginnt Anfang September und endet Mitte November. Wendelin Brühwiler,1982, ist Historiker und freier Journalist.

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Appenzell Innerrhoden Es ist, wie es ist In letzter Zeit verspüre ich grosse, trotzige Unlust, mir über Appenzell Gedanken zu machen. Ich möchte entweder drinnen, in Innerrhoden, in Ruhe an meinem Flauder nippen, mich an dem satten Grün erfreuen und nette Gespräch über das Wetter führen, oder draussen an welterrettenden Ideengebäuden basteln. Die Kombination von beidem funktioniert nicht. Denn wie man was macht, ist hier drinnen seit langem festgelegt, frische Brisen prallen an Mauern, neue Gedanken überleben das Stadium der Geburt nicht. Es fühlt sich an, als wate man durch brusthohen Sand. Denken wir beispielsweise an die Mauschelei-Vorwürfe des früheren Innerrhoder Säckelmeisters Sepp Moser an die Adresse der Landammänner Daniel Fässler und Carlo Schmid. Ohne das Ziel haben zu müssen, jemanden unbedingt an die Wand zu stellen, wäre das doch trotzdem eine tolle Möglichkeit gewesen, politische Prozesse der Innerrhoder Bevölkerung näherzubringen. Doch der Grossrat wollte keine umfassende Aufklärung. Und sonst will eigentlich auch keiner und keine hier etwas Genaueres wissen, denn: Die da oben machen das schon richtig, so wie sie es machen, denn sonst wären sie ja nicht oben, also erfolgreich. Ein anderes Beispiel für eine solche sich in den Schwanz beissende Argumentation betrifft die Verkehrsbefreiung am Schmäuslemarkt. Im Gegensatz zum Landsgemeindeplatz, einem Parkplatz, ist der Schmäuslemarkt ein hübsches Plätzchen, Seifenblasen schweben in der Luft, ein Brunnen plätschert und Kaffees laden zum Verweilen ein. Das einzige, was die Piazza-Atmosphäre stört, ist die von Autos befahrene Strasse, die ihn in zwei Hälften teilt. Nun wurde im Frühling dieses Jahres wieder einmal darüber diskutiert – und meiner Meinung nach sogar beschlossen –, diese Strasse vom Autoverkehr zu befreien. Der Beschluss wurde jedoch zurückgezogen. Man sei bloss in der Projektierungsphase gewesen, der Widerstand der Bevölkerung sei zu gross, et cetera. Von einer offiziellen Umfrage der Anwohner und Ladenbesitzer am Schmäuslemarkt habe ich im Bücherladen nichts mitgekommen. Aber mit dem Widerstand könnten die amtlichen Stellen schon Recht haben. Denn ein junger Appenzeller meinte zu mir: Man wisse ja nicht, was passiere, wenn die Strasse geschlossen würde, weshalb man am besten alles so belasse, wie es jetzt sei. Aha. Dass er aber auch nicht wissen kann, was passiert, wenn nichts geändert wird, das kann er sich nicht vorstellen. Und ich mache mir die leicht pessimistische Denkart meines Heimatkantons zu eigen und gestatte mir, während dieser Zeilen ein wenig in dem gleichen Sand zu waten, in dem hier drinnen alles verläuft. Melina Cajochen, 1982, arbeitet im Bücherladen Appenzell.

Stimmrecht Zug des Lebens

Bei meiner Ankunft war ich sehr erstaunt, dass in der Schweiz die Menschen eher allein als in grossen Familien zusammenleben. In Tibet gibt es viel mehr Grossfamilien, meist Nomaden, die mit ihren Herden durch das Land ziehen. Es gibt auch keine Altersheime und keine Supermärkte. Alte Menschen werden von ihrer Familie selbstverständlich mitversorgt. Ich wundere mich darüber, dass in Europa die junge Generation arbeiten geht, um sich selbst zu versorgen, und keine Zeit für die alten Menschen bleibt, die sich hier meist in Altersheimen befinden. Die Landschaft in Tibet ist wie in der Schweiz von Bergen durchsetzt, allerdings ist Tibet eher eine flache Hochebene, die von einem hohen Gebirge eingerahmt ist. In Gegenden wie Kham und Amdo, in denen genug Gras wächst, wechseln die Nomaden zwischen Sommer- und Winterweide. In der Steppenlandschaft von Utsang aber müssen sie dauernd mit den Herden weiterwandern. Durch den chinesischen Raubbau an Holz und Bodenschätzen kommt es immer wieder zu Überschwemmungen und Erdrutschen, was auch die Chinesen selbst schon sehr in Nöte brachte. Eine Nomadenfamilie sichert ihre Yakherde mit riesigen Hütehunden vor Feinden ab. In jüngerer Zeit sind diese tibetischen Hunde bei Europäern und Chinesen so beliebt, dass für sie hohe Summen gezahlt werden. Auf diese Weise verdienen einige Tibeter mit dem Tierhandel gutes Geld, ebenso wie mit dem Verkauf der seltenen Raupenpilze aus den hohen Bergen, deren Wert mit dem von Gold vergleichbar ist. So muss es nicht wundern, wenn man einige Tibeter mit teuren Geländewagen in den Hochlagen umherfahren sieht. Wie in der Schweiz gibt es Bergdörfer, die sich selbst versorgen. In Tibet befinden sich Dörfer jedoch meist in der Nähe eines Klosters. Die Jungen im Kloster werden von ihren Familien mit Geld und Lebensmitteln versorgt, während ihrer schulischen und religiösen Ausbildung. Zudem betreut das Kloster die Familie in unterschiedlichen Lebenslagen. Ein Lama ist stets nicht weit, um seinen Segen zu geben oder durch eine Zeremonie (Puja) das Schicksal günstig zu stimmen. Seit der Besetzung durch die Chinesen war es den Klosterschulen jedoch für eine lange Zeit verboten, die buddhistische Religion zu lehren, ja sogar die Sprache sollte auf diese Weise ausgerottet werden – heute ist das nicht mehr so schlimm. Bis nächstes Mal und viele «Tashi Delek» – Euer Gyatso Gyatso Drongpatsang,1978, lebt seit 2011 in der Schweiz mit dem Entscheid «vorläufig aufgenommen».

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Der Kampf um Land

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Im Hinterland von Mombasa vertreibt die Regierung Bauern von ihrem Land, um Platz für Multis zu schaffen, die hier Zuckerrohr pflanzen und Mineralien abbauen. Wie Gespräche im Sommer 2011 zeigen, regt sich Widerstand. Mit steigenden Erfolgschancen. Eine Reportage aus Kenia. Text und Bilder von Andrea Kessler Es ist ein mässig heisser Juli 2011. Der UNO-Flüchtlingskommissar Antonio Guterra kehrt schockiert von einem Besuch des Flüchtlingslagers Dadaab in Kenia zurück. Er hat eine Somalierin getroffen, die auf der Flucht vor dem Hunger drei ihrer Kinder verloren hat. Sie ist eine von vielen. 10’000 Flüchtlinge kommen monatlich nach Kenia, seit einer Weile schon. Und an Kenia hat die Dürre selbst genagt, drei Millionen Menschen sind auch hier akut vom Hunger bedroht. Was am Horn von Afrika gerade passiert, nennt Antonio Guterra «die schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt». Fünfhundert Kilometer südlich der Katastrophe jagen sich vollbesetzte Matatus hupend durch Mombasas Strassen. «Nakumatt», «Nakumatt», schreit der Fahrgastbegleiter mit Surf-Shirt und Low-Hip-Jeans, schiebt die Bustür auf, klopft aufs Blech, klimpert mit den Münzen, raunt ein «Do you need company tonight?» an ein, zwei weib-

liche Hälse – macht sich nichts aus dem «No» und lacht. Klopft aufs Blech. Weiter gehts. Im klimatisierten Nakumatt-Supermarkt biegen sich die Regale, im dazugehörigen Bistro gibt es Sachertorte und Cosmopolitans, und sonntags lassen benachbarte Fastfood-Ketten die Kleidernähte ihrer Gäste krachen. Aber das Bild trügt. Von Hunger und Dürre spürt hier nur nichts, wer ein gut gefülltes Portemonnaie hat. Die Küstenregion ist auf der internationalen Skala für Nahrungssicherheit zurzeit orange eingefärbt. Das ist noch keine Katastrophe (dunkelrot) und noch kein Notfall (rot), aber eine Krise. Im Hinterland von Mombasa, eine Fähr- und eine Matatureise von den Hotelpalästen, Fastfood-Ketten und NakumattKomplexen entfernt, kämpfen Bauern für ihr Land. Wo sie noch vor kurzem Mangos und Kokosnüsse für ihre Familien und den Verkauf auf dem Wochenmarkt ernten konnten, wächst heute Zuckerrohr von Kiscol oder werden Strassen für die Lastwagen von Base Titanium gebaut.

Zuerst brannten die Pässe

Hussein durchwatet mit angehobenem Kaftan den kniehoch wasserführenden Fluss Ramisi, Asha kommt über die sich im Westen erstreckenden brachliegenden Felder, und vom Süden herauf schiebt Suleiman sein schwarzes, schweres Fahrrad. Sie sind nur drei von fast hundert Leuten, die sich täglich um vier Uhr beim grossen Baum treffen. Am Boden sitzen die Frauen, auf gefällten Baumstämmen stehen die Männer. Sie sind die ehemaligen Bewohner des Dorfes Vidziyani, das hier bis 2007 gestanden hat.

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«Hier war es voll von Leuten, während dem ersten Präsidenten. Wir waren auch während dem zweiten Präsidenten hier. Erst beim dritten Präsidenten passierte das alles» sagt Hussein. Suleiman nimmt als Spokesman den Faden auf und erzählt die Geschichte ihrer Vertreibung: «Über Jahrzehnte hatten wir hier unsere Häuser und Felder, doch dann ist die Polizei mit Gewehren und Tränengas gekommen, ohne Diskussion, ohne Anhörung. Das Land wurde an den Zuckerrohr-Produzenten Kiscol verkauft und wir mussten verschwinden. Als wir blieben, ist die Polizei wieder gekommen. Immer wieder. Nachts haben sie die Saat abgeschnitten, Bäume gefällt, die Brunnen zugeschüttet. Und dann haben sie uns eines Nachts aus unseren Betten gezerrt, zuerst unsere Pässe verbrannt und dann unsere Häuser. Wir wurden aus unserem Land vertrieben, ohne Kompensationszahlungen zu erhalten, nicht einmal Zelte oder Nahrung wurden uns gegeben.»

Die Wut bleibt

Hussein, Asha und Suleiman sind Digos, eine Volksgruppe, die mit acht anderen zusammen die Mijikenda bilden und schon seit Jahrhunderten in der Küstenregion leben. Die Geschichte ihrer Vertreibungen begann in der Kolonialzeit und hat bis heute, Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit, noch kein Ende gefunden. Bis zur Ankunft der Briten 1895 war das Land in Gemeinschaftsbesitz. Die Kolonialherren aber führten den Land Title Act ein, der den indigenen Gemeinschaften das Recht auf Landbesitz absprach. Unter dem ersten

Präsidenten der Republik Kenia, Jomo Kenyatta, änderte sich das nicht. Er gab den Landbesitz in die Hände einer kleinen Gruppe von Kikuyus, seinem Tribe. Auch das Küstenland. Asha funkelt: «Das hier ist unser Mutterland, schon immer hat es die Digo-Gemeinschaft besessen. Hier liegen unsere Ahnen begraben und hier beerdigen wir unsere Leute auch heute.» Die Wut ist auch nach den Unruhen von 2007, als nach der Wiederwahl des Präsidenten Mwai Kibaki über 1500 Personen getötet wurden und 600’000 vor der Gewalt flohen, noch da. Das spürt man nicht nur, das ist ausgesprochen. Hussein zeigt seine braunen Zahnstummel: «Wir müssen unabhängig werden! Die Kenianer vom Hochland kommen und verkaufen unser Land an Firmen, die aus dem Nichts kommen, und werden damit reich.» Auf die Wahlen 2013 hin prophezeit Hussein einen Strom von Blut. «Wir sind bereit, für unser Land zu sterben.» Sein Freund neben ihm nickt. Dann raunt er «Can you organise some guns?» – macht sich nichts aus einem «No», lacht und geht Richtung Fluss davon.

Die verschlungenen Pfade des Besitzes

So einfach, wie Hussein sagt, ist die Geschichte mit der Zuckerrohr-Firma, die aus dem Nichts gekommen sei, nicht. Ende der 1920er Jahre baute die indische Madhvani Group International die Ramisi-Zuckerfabrik auf, die sie 1988 aufgab und sich nach Uganda zurückzog. Sie hinterliess 18’000 Hektaren Land und 66 Millionen Schillinge Schulden

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bei der Bank of India. Die 18’000 Hektaren verblieben der Bank als Sicherheit. Das war die Zeit, als viele umgesiedelte Digos wieder zurück in ihr Land zogen, Häuser bauten und Nahrungsmittel anpflanzten. Bis 2006 ging das gut. Dann meldete sich die kenianische Regierung mit dem Plan, die Zuckerproduktion wieder anzukurbeln, und zahlte die Schulden der Madhvani Group. Nun sind die 18’000 Hektaren Land im Besitz des kenianischen Staates. 6000 davon verkaufte er an die Kwale International Sugar Company Limited – an Kiscol – und liess die Menschen, die darauf siedelten, vertreiben. Vidziyani ist ein Dorf von sechzehn weiteren.

Sumpfland als Kompensation

Weiter im Landesinneren des Distrikts Kwale, wo die Wälder dicht stehen und die Wege sich von roten Strassen zu schmalen Sandpfaden verengen, hatte Martin Muya nicht sehr viel mehr Glück. Sein Gemeinschaftsland wurde an die kanadische Firma Tiomin verkauft. Das Dorf erhielt von der Regierung Ersatzland zugewiesen, sagt er und schimpft dann: «Dieses Land war sumpfig. Es stand zu fünfzig Prozent unter Wasser. Als ich das gesehen habe, weigerte ich mich, dorthin zu ziehen. Ich bin ein Mensch, kein Tier. Man soll mich auch so behandeln!» Er hat sich selber auf die Suche nach Land gemacht und sich 2008 in der Nähe seiner Mutter niedergelassen, ein Teil der Dorfgemeinschaft ist ihm hierher gefolgt. Im Schatten eines Baumes vor seinem Haus zählt er Umsiedlungsprobleme auf, die über fehlende Nahr-

ung und Zelte hinausreichen: «In unserem Dorf hatten wir eine soziale Organisation, die fehlt am neuen Ort. Wer ins Spital muss, hat hier keine Gemeinschaft mehr, die ihm hilft. Bauern haben kaum mehr ein Auskommen, weil die Mangobäume und Kokosnusspalmen Jahre brauchen, bis sie gewachsen sind. Und Tischler und Schneider, die im Heimatdorf vielbeschäftigt waren, kennt am neuen Ort niemand mehr.» Martins rotgeränderte Augen wirken müde. Aber das täuscht. Er kämpft. Er fordert seit drei Jahren angemessene Kompensationszahlungen. «Bis heute habe ich kein Geld dafür bekommen. Ich bin in das Büro von Tiomin gegangen und wurde nicht empfangen, ich habe ihnen einen Brief geschrieben und keine Antwort erhalten. Als ich im Juni wieder dort war, hatte die Firma einen neuen Namen … Bloss: die Leute sind noch dieselben.»

Dreizehn Milliarden Steuern

Das Kwale-Projekt der kanadische Firma Tiomin ist durch die Hände der chinesischen Jinchuan-Gruppe und der kanadischen Vaaldiam gegangen, ehe es die australische Base Titanium Limited übernommen hat. Diese hat nun verlauten lassen, dass sie im Zeitplan liege und im dritten Quartal 2013 mit dem Abbau des Mineralsandes beginnen könne. Ende 2013 sollen die ersten Schiffe den Hafen von Mombasa verlassen. Gefüllt mit Ilmenit, Rutil und Zirkon. Das sind metallene Minerale, die zur Weissfärbung von Pillen und Zahnpasta, als Pigmente in Ölfarben (Ilmenit und Rutil) oder zum Aufbau von Zahnimplantaten (Zirkon) verwendet werden. Base Titanium rechnet mit

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Im Unwissen gehalten

In Vumbu, einem von dichtem Wald verschluckten Dorf, einige Kilometer Sandpiste von der nächsten Strasse entfernt, dachten die Bewohner eigentlich, dass sie das Land, auf dem sie leben, gekauft hätten. Als sie in den Sechzigerjahren hierher zogen, zahlten sie den bereits Ansässigen hundertfünfzig Schilling (1.50 Franken), die ihnen dafür zeigten, wo sie ihre Pflanzen ansäen konnten. Ein symbolischer Kauf, aber gültig für die beteiligten Gemeinschaften. Sie wussten damals nicht, dass das Land eigentlich der Zuckerfabrik Ramisi gehörte. Heute besitzt Kiscol die südliche Hälfte von Vumbu, Tiomin (resp. Base Titanium) die nördliche. Mwambi Mwasaru, Vorstandsmitglied des Coast Rights Forum und der kenianischen Menschenrechtskommission, verfolgt seit Jahren die Entwicklungen der Landverkäufe in der Küstenregion Kenias. Er weiss, dass viele indigenen Gemeinschaften nie über ihre Rechte aufgeklärt wurden. Und er hat auch das Land gesehen, welches die Regierung für die Tiomin-Umsiedlungen im KwaleDistrikt vorgesehen hatte. «Vorher hatten die Bauern gutes Land, bekommen haben sie zwei Hektaren sumpfiges. Egal ob jemand vorher zehn oder acht Hektaren bebaut hat: Eine Farm bekam zwei. An einem Ort, wo man gar nichts anpflanzen kann.» Den Grund, warum Bauern dennoch ein-

willigen, ihr Land zu schlechten Bedingungen zu verlassen, sieht er in ihrer Wahllosigkeit. «Wenn du arm bist, kannst du den Rechtsstaat gar nicht nutzen und dir keinen Anwalt leisten. Die Armen denken nicht einmal daran, vor Gericht zu gehen. In ihrer Realität existiert das gar nicht.» Unter dem grossen Baum in Vidziyani, bei Hussein, Asha und Suleiman, wird deutlich, wie schwer es ist, selbst eine Reise mit einem Matatu zu bezahlen. Um einzelnen Dorfmitgliedern eine Matatu-Fahrt zu ermöglichen, wird ein Hut herumgereicht, wer etwas übrig hat, wirft ein paar kenianische Schillinge hinein.

«Wir wurden stark gemacht»

Mwambi Mwasaru sieht aber auch positive Entwicklungen. «Zuerst war die Angstmache die Strategie der Regierung, um die Leute zu vertreiben, aber heute lassen sich die Gemeinschaften nicht mehr so leicht einschüchtern.» Wie das Dorf Nyumba Sita. Auch sein Land wurde von Kiscol gekauft. Rama erinnert sich noch gut, als er vom Area-Chief ins Büro gerufen wurde. «Er hat mir gesagt, ein Fremder brauche das Land, wir sollen weggehen. Aber unser Dorf hat nicht eingewilligt und die Kompensationszahlung abgelehnt.» Dann kam die Polizei, und die Geschichte von Vidziyani wiederholte sich. Doch Rama brachte den Fall von Nyumba Sita vor Gericht: «Wir kämpfen für unser Land, unsere verlorene Ernte, für das Essen, die Tiere und unsere Kleider.» Es ist ein Kampf von David gegen zwei Goliaths. Die Vertriebenen, ohne Elektrizität, Strassen und Ein-

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einer jährlichen Ausbeute von 330’000 Tonnen Ilmenit, 80’000 Tonnen Rutil und 30’000 Tonnen Zirkon und verspricht dem kenianischen Staat dreizehn Milliarden Dollar Steuereinnahmen.


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kommen auf der einen Seite, die multinationalen Firmen im Schulterschluss mit der kenianischen Regierung auf der anderen. Die Menschenrechtsorganisationen versuchen die Leute stark zu machen, sie über ihre Rechte aufzuklären. Denn obwohl es eine neue Verfassung gibt, kämpfen muss man weiterhin. Mwambi Mwasaru sagt es anschaulich: «Der politische Wille hat sich in Kenia noch nicht wirklich geändert. 2010 haben wir die neue Verfassung gefeiert – wir waren so glücklich – wir feierten bis in alle Nächte und schlafen jetzt unseren Rausch aus. Aber die Elite, die Businessclique, die Politiker, die sind schon lange wieder wach und machen ihre Deals.» Das war 2011. Seit da wurde an den neuen Gesetzen gefeilt. Es gibt eine National Land Commission, eine National Land Policy und ein National Land Act. Nebst privatem und staatlichem Land wird dort auch Gemeinschaftsland gesetzlich anerkannt und geregelt. Trotzdem stieg die Nervosität bei den Kenianern und den westlichen Medien, als das Wahljahr 2013 näher rückte. In der Küstenregion, wo die Landfrage eine grosse Rolle spielt, mobilisierte die Separatistenbewegung «Mombasa Republican Council» mit dem Slogan «Pwani Si Kenya» – die Küste ist nicht Kenia. Kikuyus, die in Mombasa lebten, fürchteten um ihr Leben.

nie die nötigen Landreformen durchführen werde. Uhuru Kenyatta, ein Sohn des ersten Präsidenten Jomo Kenyatta, am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Anstiftung zu Mord, Vertreibung und Raub nach den Wahlen 2007 angeklagt, versprach im Wahlkampf, unbedeutendes und brachliegendes Land in produktives Ackerland zu verwandeln. Die Küstenregion stimmte bereits 2007 mit 59 Prozent für Odinga. Auch 2013 erhielt er hier eine Mehrheit der Stimmen. Die Wahlen gewonnen hat Uhuru Kenyatta. Im Land blieb es ruhig. Ein gutes Zeichen. Die neue Verfassung und die Reformen haben in der kenianischen Bevölkerung offenbar Vertrauen wecken können. Dazu tragen auch Meldungen bei, wie sie die kenianische Zeitung «The Star» am 5. August 2013 vermeldete: «No mining in Kwale». Der Produktionsstart der Rohstoff-Firma Cortec wird aufgeschoben, bis die Bewohner akzeptable Kompensationszahlungen erhalten. Andrea Kessler, 1980, Saiten-Redaktorin, war im Sommer 2011 in Kenia und konnte in der Küstenregion mit Betroffenen der Vertreibungen reden.

August 2013

Zur Wahl stellten sich Raila Odinga und Uhuru Kenyatta. Odinga, der 2007 gegen Mwai Kibaki verlor, führte in seinem Wahlkampf immer wieder an, dass Uhuru Kenyatta einer der grössten Landbesitzer Kenias ist und deswegen

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KULTUR


In Schaffhausen hat sich Diana Zucca mit ihrer Tochter unter die Nadel eines polnischen Störtätowierers begeben. Ein Erfahrungsbericht.

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«Ich stelle mir vor, dass es dunkel ist in dieser Wohnung und nach Rauch stinkt», unkt meine achtzehnjährige Tochter Naomi, während wir die Treppen Richtung Altstadt hinuntersteigen. Auf ihren Wunsch begleite ich sie zu ihrer ersten Tattoo-Session. Eine Lilie auf dem rechten Unterschenkel soll es werden, die sich vom Knöchel bis zur Kniebeuge empor rankt. Inspiriert dazu hatte sie ihr Idol Billie Joe Armstrong, Sänger der Melodic Punk-Band Green Day. Seit einem Jahr wurde zielstrebig auf dieses Projekt hingearbeitet, wurden Bilder von Lilien auf dem Internet gesucht, kopiert, auf Papier gezeichnet, mit Kugelschreiber auf die Haut gemalt. Nach monatelangem Experimentieren war das Projekt genügend ausgereift. Wir vereinbarten einen Termin mit Störtätowierer Stan*, der gerade seine halbjährliche Session in Schaffhausen abhielt. Vor einigen Jahren hatten wir den sympathischen Polen kennengelernt, und die Früchte seiner Arbeit machten einen vertrauenerweckenden Eindruck.

Zeichnen und konstruieren

Dunkel ist es tatsächlich in der kleinen Altstadtwohnung, und es riecht auch ein wenig nach kaltem Rauch. Ansonsten macht das improvisierte Tattoo-Studio einen aufgeräumten Eindruck. Stans helle Augen haben einen wachen, durchdringenden Blick, gespickt mit Schalk. Der schlaksige Mittdreissiger ist ein begabter Zeichner, verfügt über eine rasche Auffassungsgabe und ein gutes Einfühlungsvermögen. In gebrochenem Englisch unterhält er sich mit Naomi über ihr Projekt, diskutiert Grösse, Position und hilft ihr mit seiner humorvollen Art über ihre anfängliche Nervosität hinweg. In Windeseile skizziert er die Lilie auf ihren Schenkel, eine kleine Korrektur, das Motiv sitzt. Zeichnen ist Stans Leidenschaft, Zeichnen und Konstruieren. Lange bevor er mit dem Tätowieren begann, zeichnete er alles, was er sah, insbesondere Blumen, sein Lieblingsmotiv, oder er konstruierte Teile für Traktoren. Gemeinsam mit seiner Frau betreibt Stan Landwirtschaft im Flachland Polens. In seiner Heimat müsse man erfinderisch sein, erzählt er, erstens gäbe es nicht alles zu kaufen, so wie hier, und wenn, dann fehlten zweitens oft die Mittel.

Schmetterlinge mit Tintenblut

Stan liebt die Natur. Sein erstes «Tattoo» machte er sich mit sechs Jahren. Gemeinsam mit seiner älteren Schwester fing er Schmetterlinge, die eine Art Farbstoff in sich trugen. Diese tauchten die Geschwister in eine Schüssel mit Wasser und klatschten sie sich dann auf die Haut. In Stans Umgebung gab es viele Tattoos, schöne und schlechte, oftmals ganze Lebensgeschichten. Ihn faszinierte, wie Tinte unter die Haut gehen und dort ein Leben lang bleiben konnte. Mit dreizehn liess er sich sein erstes richtiges Tattoo

stechen. Danach hatte es ihn gepackt. «Ich werde noch tätowieren, wenn ich blind bin. Es ist eine Leidenschaft, mehr noch, wie Luft zum Leben». Stan ist es egal, ob er als Künstler wahrgenommen wird. «Ich will gute Tattoos für gute Leute machen. Darum gehts. Ich habe keinen Facebook-Account, man findet mich nicht auf dem Internet, ich habe keine Visitenkarte. Ich mache einfach.»

Stay calm

«Cigarette, and then we go», verkündet Stan. Und immer gut durchatmen, «breathing, breathing, and breathing», rät er seiner jungen Klientin, so könne man den Schmerz gut absorbieren. Nach zwei Stunden, während denen die Luft vom Sirren der Tätowiermaschine erfüllt ist, ist das Werk vollendet. Naomi ist zwar noch etwas durch den Wind vom doch ziemlich schmerzhaften Prozedere, zeigt sich aber vollauf zufrieden mit dem Resultat. Die Lilie, inspiriert von ihrem Lieblingssänger, ist ihr persönlicher Ausdruck, soll ihr Wesen symbolisieren und unterstreichen.

Drei Punkte, eine Botschaft

Das erste Tattoo, mit dem ich in Berührung kam, waren drei schwarze Punkte zwischen Daumen und Zeigefinger auf dem Handrücken meines damaligen Freundes. Das sei ein Knast-Tattoo, erklärte er mir, und die drei Punkte stünden für «Kill The Pigs». Warum er sich diese Punkte stechen liess, wusste er auch nicht mehr so genau, eine Freundin und er hätten es gemeinsam gemacht, sie hätten das cool gefunden. Das war Anfang der Achtziger. Bastian spielte Gitarre in einer Punkband und war sonst eher ein ruhiger, scheuer Mensch. Die drei Punkte sind nicht unbedingt Ausdruck seiner Persönlichkeit, aber trotzdem damit verknüpft. Sie waren eine Botschaft, ein Commitment zum Aussenseitertum, in ihrer Unwiderruflichkeit nachhaltiger als Worte, Kleidung oder Haartrachten. Bastian war nie im Knast. Was das Tätowieren anging, liess er es bei diesen drei Punkten bewenden.

Eine Sonne aus Mexiko

Anders mein Freund Devo. Seinen Körper zieren zahllose Tattoos und wenn sein Budget es erlaubt, ist er Gast bei Stan. Von allen Motiven fasziniert mich die Sonne auf seinem linken Oberarm am meisten. Ein Mexikaner habe sie Mitte der Neunziger gestochen, erzählte er mir. Der sei auf der Durchreise gewesen und habe in der Szene einen guten Ruf gehabt. In der WG-Küche habe die Session stattgefunden, Leute seien ein- und ausgegangen, auf dem Tisch habe eine Flasche Strohrum gestanden, als Nothilfe sozusagen. Dieser Mexikaner habe dann auch eine Weile bei ihnen gewohnt und spannende Gerichte gekocht, beispielsweise Huhn mit Schokolade. Die Sonne hätten sie gemeinsam improvisiert. Mittlerweile ist das Blau der Tinte etwas ausgebleicht, die Outlines der Sonnenstrahlen sind leicht zerflossen, ebenso die eher expressionistisch denn akkurat umgesetzten Schattierungen. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, wirkt die Sonne nicht aufgemalt, sondern geht eine Verbindung mit der Haut, mit dem Körper ein, so, als sei sie schon immer dort gewesen. Für Devo symbolisiert diese Sonne Optimismus, Kraft, sie ist eine Verbeugung vor der Energie des Lebens, einem ebenso kostbaren wie vergänglichen Geschenk der Natur.

TATTOO


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Bezüglich Vergänglichkeit pflegen der belgische Konzeptkünstler Wim Delvoye und sein «Objekt», der Zürcher Tim Steiner, einen anderen Ansatz. Auf Steiners Rücken hat Delvoye ein Kunstwerk realisiert, inklusive Signatur, gestochen vom Zürcher Tätowierer Matt Powers in unzähligen, vier bis fünf Stunden dauernden Sitzungen. Tims Rücken ist verkauft. Zurzeit ist er Eigentum des deutschen Kunstsammlers Rik Reinking, welcher das Kunstwerk für 150’000 Euro erworben hat. In Steiners Testament ist festgehalten, dass das Tattoo nach seinem Ableben chirurgisch entfernt, konserviert, und wie ein normales Kunstwerk an Auktionen bei Sotheby‘s oder Christie‘s versteigert werden kann. Der Wert kann – und wird gemäss den Gesetzen des Kunstmarktes – nach Delvoyes Ableben um einiges steigen. Delvoyes Konzeptkunst ist jedoch nicht die einzige Tätowierung, die Steiners Körper ziert. Doch: «Während die anderen Tattoos immer mehr Teil meiner selbst werden, löst sich mein Rücken zunehmend von mir», konstatiert dieser einmal gegenüber einer Journalistin der «Baz».

Schlicht und klassisch

Über meinen rechten Oberarm zieht sich seit meinem einundfünfzigsten Geburtstag im Mai ein griechisches Mäandermuster. Mein erstes und vielleicht einziges Tattoo, obwohl diese Behauptung Stan zu einem herzhaften Lachen veranlasste. Das habe er auch gesagt seinerzeit, erzählt der Pole, an dessen Körper sich nicht mehr viele freie Stellen finden. Hätte ihn jemand gefragt, ob er seine rechte Hand darauf verwette, hätte er gesagt: «ja, klar, hier, nimm, du kannst sie haben». Item, mein Motiv stammt von einem metallenen Armreif, ein Künstler hatte es mir zum Abschied geschenkt. Seit Jahren hatte ich mich mit dem Gedanken getragen, mir dieses Motiv tätowieren zu lassen, hatte es mir mit Kugelschreiber aufmalen lassen, den Schritt zur Tat aber nie gewagt. Nun war ich quasi im Kielwasser meiner Tochter gesegelt. Was mir dieses Mäandermuster bedeutet oder was es der Aussenwelt signalisieren soll, kann ich nicht verbindlich in Worte fassen. Mir gefällt seine klassische Schlichtheit, und vielleicht könnte man sagen, dass in dieser mäandernden Linie Vergänglichkeit und Ewigkeit vereint sind. Eine Art Aussöhnung mit meiner Vergänglichkeit möglicherweise. Meine Haut möchte ich weder tätowiert noch untätowiert für käufliche Zwecke zur Verfügung stellen. Ich bin froh, dass meine ökonomischen Verhältnisse mir erlauben, frei darüber zu entscheiden.

Von Freakshow zu Kunst und umgekehrt

Das ist nicht selbstverständlich. Anzunehmen ist, dass sich Tim Steiner freiwillig für dieses Projekt zur Verfügung gestellt hat. Den Vorwurf der Prostitution muss er dennoch über sich ergehen lassen. Wobei man sich dann fragen könnte, als was der Transfer von Fussballern oder anderen Sportlern zwischen den Clubs zu bezeichnen ist. Von der Jahrhundertwende bis in die Dreissigerjahre des letzten Jahrhunderts waren sogenannte Freakshows populär. Menschen mit körperlichen Besonderheiten oder Verunstaltungen wurden der Öffentlichkeit vorgeführt. Zu den gern gesehenen Besonderheiten zählten Tattoed Ladies. Eine davon war Jean Carroll. Diese begann ihre

Karriere in den Zwanzigern als Bärtige Lady in einer «Circus Side Show». Dort verliebte sie sich in den Schlangenmenschen John Carson. Dieser schaffte es jedoch nicht, eine Frau mit Damenbart zu heiraten. So liess sich Jean den Damenbart entfernen, und, da sie ihre Side-Show-Karriere nicht aufgeben wollte, ihren Körper mit grossflächigen Tattoos verzieren. Carson und Caroll heirateten und blieben ein Leben lang zusammen. Obwohl Carolls Tattoos kunstvoll ausgeführt waren, ging es ihr weder um künstlerische Verwirklichung noch um einen individuellen Ausdruck, sondern um Existenz. Jean trug ihre Haut im wahrsten Sinne des Wortes zu Markte.

Dialog rund um die Haut

Susanna Kumschick, die Ausstellungskuratorin des Gewerbemuseums Winterthur, interessiert sich im Zusammenhang mit dem Thema Tätowieren in erster Linie für die Konzepte dahinter. Mit dem Phänomen der Körperbemalung, insbesondere in anderen Kulturen, befasste sich die Kulturanthropologin schon seit geraumer Zeit. Und fand es an der Zeit, dem Phänomen Tätowieren eine Ausstellung zu widmen. Tattoo greift verschiedene Aspekte auf: Die moderne Tattookunst, die sich im westlichen Kulturraum seit Mitte der Achtziger aus dem Milieudunst herausgeschält hat, ist nur ein Teil. Die menschliche Haut wurde seit jeher und durch alle Kulturen hindurch als Leinwand benutzt. Tradition und Innovation sollen sich in den Räumen des Gewerbemuseums begegnen – das Sirren der Tattoo-Maschinen soll zu hören sein. Zu erwarten sei ein lebendiger Dialog zwischen Lust und Schmerz, Knast und Kunst, Individualisierung und Deindividualisierung rund um ein Handwerk, das unter die Haut geht.

Arbeiten und Träumen

Stan wird im September nicht in Winterthur sein. Auch nicht in Schaffhausen. Die Zeit zwischen seinen Roadtrips nutzt er für seinen Hof und seine Familie. Ein Tattoo-Studio in Polen zu eröffnen kommt für ihn nicht in Frage. Er habe einmal in einem Studio gearbeitet, aber das sei ihm zu langweilig geworden. «Eines Tages riegelte ich die Tür zu, zog den Stecker des Telefons raus, kündigte die Nummer und begann ein neues Kapitel.» Als Störtätowierer unterwegs zu sein findet er cool, man verschwende seine Zeit nicht und lerne viel. Im nördlichen Teil Europas ist Stan schon herumgekommen. Nach Italien möchte er gerne einmal reisen, da seien die besten Designer, und in den Vatikan. Bis dahin: «Dreaming and dreaming, doing and doing, you know. Stay calm». * Name geändert

TATTOO

Tattoo. Gewerbemuseum Winterthur. Vom 7. September 2013 bis 9. Juni 2014. gewerbemuseum.ch Tim Steiner ist am Freitag, 6. September, 19 bis 22 Uhr und am Sonntag, 8. September, 14 bis 17 Uhr, als Kunstwerk «Tim» in der Ausstellung anwesend.

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Verkauft und losgelöst


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KULTUR TATTOO


Von Legoplänen, Rittern und Ameisen

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Manuel Stahlberger ist für die einen ein Mundart-Liederpoet, mitunter gar ein Kafka der Mundartmusik, für die anderen ein Kabarettist. Er ist aber auch Comiczeichner und Illustrator. Wobei bei ihm das eine immer auch mit dem anderen zu tun hat, aktuell gerade sein Programm Innerorts mit seiner neusten Publikation, dem Typotron Heft 31 mit dem Titel Zeug. Ohne das Programm Innerorts gesehen zu haben und ohne Manuel Stahlberger persönlich zu kennen, soll hier gefragt werden: Was macht Zeug mit der Betrachterin, mit dem Leser? Ummantelt ist die Publikation von einem in Blau gehaltenen Piktogramm: helle und dunkle Wellen und mittendrin im Nirgendwo ein Schwimmer, Titel und Autorenname in Weiss. Fällt auf, gefällt, macht neugierig. Das Vorwort (von Peter Surber) ist bereits eine Art Rezension, ginge aber auch als Gebrauchsanweisung auf hohem Niveau durch. Wobei Gebrauchsanweisungen meistens nötig sind, aber kaum gelesen werden. Hier ist sie nicht unbedingt nötig, wird aber sehr gern gelesen. Ein paar Seiten davor geht es mit einer farbigen Bildergeschichte zur Sache, die von den Abenteuern des Ritters Karl berichtet. Ritter Karl kämpft sich vom Mittelalter bis mindestens in 20. Jahrhundert durch. Zumindest jenen, die mit Brüdern aufgewachsen sind, fällt jetzt ein Wort ein: Buebezüüg (Jungszeug).

Der Moment des Kippens

Wir können ihn uns vorstellen, den kleinen Manuel. Er ist ein ernster, ein nachdenklicher Bub. Seine Lieblingsdinge hat er im Hosensack verstaut oder sonst mindestens immer in Griffnähe: einen schönen Kieselstein, ein leeres Schneckenhäuschen, einen grünen Radiergummi, den Stummel eines Bleistifts, die letzte Ausgabe von Junior mit der Bildergeschichte von Papa Moll. Er stellt wenig Fragen, blickt aber immer fragend oder beobachtet. Am liebsten zeichnet er still und versunken in einer Ecke. Er will die Dinge möglichst genau abzeichnen. So unsere Vorstellung. Das genaue Abzeichnen ist heute noch seine Vorliebe. Aber jetzt scheint er sich mittendrin einen Schubs zu geben, um dann die geordnete Welt von Piktogrammen und immer gleich bleibenden Kantonswappen mit sparsamen Mitteln völlig zu verändern. Dieser Moment des Kippens ins Absurde, Skurrile, Groteske, ins Witzige und in das eben auch Mögliche, in die Alternative ist genial. Das hat Manuel Stahlberger hundertprozentig drauf. Hinterlist im positiven Sinn. Falls es das gibt. Ganz pointiert kommt das in jenem Comic zum Ausdruck, in welchem sich Ameise Paul auf eine abenteuerliche Reise begibt und beinahe alles unbeschadet überlebt. Aber eben nur beinahe.

In den Siebzigerjahren wähnt man sich im Comic mit dem Titel «Plötzlich». Ein gesetztes Ehepaar beim Essen und Schweigen, im Nebenzimmer ein Wellensittich im Vogelkäfig. Hier sind es kleine Explosionen mit für uns grosser Wirkung. Auch das ist typisch für Manuel Stahlberger. Wenn er seine Figuren in den Abgrund führt, und das tut er oft und gern, dann macht er das still und leise. Die Wirkung von laut und heftig und blutig findet im Kopf des Betrachters statt, selten auf dem Papier. Das zieht sich durch das ganze Heft. Auch im Kapitel «Pantomime»: drei Fotobildergeschichten mit Manuel Stahlberger als Hauptfigur, festgehalten von einer Überwachungskamera. Hier ist die Stille zuerst nahezu greifbar und dennoch entsteht das Gefühl von laut. Herrlich aberwitzig sind die Piktogramme, die in der Bildergeschichte «Jesus» zur Höchstform auflaufen. Leise sind auch die zwischen die Kapitel gesetzten gereimten Mundart-Geschichten, die erst in uns lauter werden, sehr schön illustriert bei «Zahsiide».

Eine Nummer ziehen

Manuel Stahlberger ist einer von uns (Jungs), auch er hat sich als Bub mit Legobauplänen herumgeschlagen und wird als Vater, Götti oder Onkel wohl auch nicht darum herumkommen. Früher hat er das entweder extrem gern gemacht oder überhaupt nicht und hat sie lieber abgezeichnet. Im Kapitel Pläne lassen sich naturgetreue Legobaupläne finden, leicht abgewandelt natürlich. Wie gesagt, Manuel Stahlberger ist einer von uns, und auch er muss bei der Post eine Nummer ziehen und warten. Während wir uns aber nur gerade die Nummer merken und den Zettel danach sofort entsorgen, sammelt er diese. Unter dem Kapitel «Sammeln» sind sie nun im Heft angeordnet, und sie wirken. Das gesamte Heft wirkt und es beglückt, denn alles was da geschieht an Merkwürdigem oder Seltsamem, kann uns nicht passieren. Das kommt daher, dass die Figuren nicht die Wirkung von Menschen haben, sondern eher die von Dingen. Diese Distanz ist eine grosse Leistung, die Manuel Stahlberger erbringt, und die ihm seine weite, künstlerische Spielwiese überhaupt möglich macht.

LITERATUR

Manuel Stahlberger: Zeug. Typotron St.Gallen, 2013. Buchvernissage Paul Grüninger-Stadion St.Gallen. Donnerstag, 5. September, 19.30 Uhr.

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Das Typotron Heft 31 Zeug ist von Manuel Stahlberger. Ein Heft mit Wirkung: lachen, leer schlucken, nachdenken. Stahlberger eben. von Andrea Gerster


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LITERATUR


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Dark Fake Folk Country

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Man muss aufpassen, dass sie sich einem beim Hören nicht und der hinkende Tape-Sound kommen den beiden zugute unter die Haut krallen, um sie dann ganz langsam abzuzie- und runden Gone West zum grossen Werk ab. Dieses funktiohen, mit ihrem Banjo, den Reverb-Gitarren, ihren Stimmen. niert übrigens auch live sehr gut – neu jeweils mit UnterstütSchnell baut sich die Leinwand auf – und der Film beginnt zung von Dominik Oppliger (Legendary Lightness, Doomenschon nach den ersten Sekunden des ersten Stücks auf dem fels). Marco Kamber gerade erschienenen Album Gone West der Berlin-Zürcher Gruppe Anaheim. Anaheim: Gone West – Tape, 2013, Die beiden Exil-Ostschweizerinnen Caro Baur und Eigenvertrieb (erhältlich bei Bro Records) Gessica Zinni tragen ihre Zuhörer seit sechs Jahren an SchauLive: 13.11.2013 als Support plätze weit weg vom Hier und Jetzt; etwa in staubige Prärievon Scout Niblett, Palace St.Gallen käffer mit verlassenen Holzhütten, röchelnden alten Hunden und traurigen Trinkern. Man denkt an James Szalapskis Film Heartworn Highways; an die Szene, in der Outlaw-Country-Movement-Kopf Townes Van Zandt auf der Veranda seine Lieder voller Sehnsucht spielt und dabei billigen Bourbon aus der Tasse trinkt. Alter Folk und Country mit ihrer latenten Mischung aus Melancholie und Sehnsucht sind stark hörbare Einflüsse von Anaheim, sowohl klangästhetisch als auch in den Texten. Gone West fällt aus der Zeit und Anaheims Album Gone West ist nur als Tape erhältlich. Bild: pd geht dadurch auf schmalem Grat. Denn man kennt es ja: Viele Bands, die sich aus der Stilschublade vergangener Strömungen bedienen, wirken Neuer Konzertschwung schnell einmal fahl und verstauben als musikalische MottoParty hinten im Plattengestell. Nicht so Anaheim, die trotz «Musik im Bahnhof»: Die frühere langjährige Koneinem gewissen Hang zur Vergangenheit musikalisch aktuelzertreihe im Hauptbahnhof St.Gallen wird neu bele Themen behandeln. Man hört bei ihnen neben Country lebt. Die Klubschule startet im September einen und Folk auch immer die gute Prise Punk oder könnte breithauseigenen Zyklus mit vier Lehrerkonzerten. Das bandige Vergleiche zu Aktuellerem wagen, zu Timber Timbre Markus Bischof Trio macht den Anfang mit Jazz, oder Scout Niblett. später folgen Klassik und Pop. Die «ganze BandGone West klingt frisch und voller Blut und Herz, breite des Musikzentrums» soll so hörbar werden das sich offenbar bewusst ist, in welchem Jahr es schlägt. – ergänzt um ein Weihnachtskonzert und ein Som«Wenn man sich vornimmt, einfach eine Platte zu machen, merfest der Schülerinnen und Schüler. die so klingt wie einer der grossen Künstler damals, ist das Ergänzung zur Migros bietet die städtischon zu viel Konzept. Man verliert an Ausdruck und bleibt sche Musikschule. Sie hat soeben ihr neues Rockstumm», sagen die beiden Musikerinnen. Eine Einschätzung, und Pop-Center im Lachen-Schulhaus eröffnet die überzeugt. Und die beiden sind denn auch alles andere als und kündigt ihrerseits regelmässige Gigs im dortistumm – die Dringlichkeit in den zehn Liedern droht zeitweigen Konzertsaal an – mindestens einmal im Monat lig schier überzukochen. treten künftig eigene und auswärtige Bands in der An Ausdruck mangelt es keineswegs, auch wenn sie sich auf St.Galler «School of Rock» auf. Su. dem Markt bewusst begrenzen: Gone West gibt es nämlich nur auf Tape. Dahinter stecken allerdings weniger Style- als GeldMarkus Bischof Trio. fragen. «Zuerst wollten wir einfach ein paar Kassetten selber Freitag, 27. September, 20 Uhr, im Schlafzimmer bespielen, sagen die beiden. Später habe Musikzentrum St.Gallen eine serielle Produktion in grösserer Auflage für die beiden doch mehr Sinn ergeben – nur wären CDs oder Vinyl zu teuer Infos zum Rock und Pop-Center: gewesen. Zum Glück, denn die mechanischen Beigeräusche stadt.sg.ch

MUSIK


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Die Suche nach den verlorenen Eltern

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Filmemacher Peter Liechti wühlt in Vaters Garten in vergangenen Wertesystemen, erforscht die Lebensrealität seiner Eltern und entblösst sich dabei selber. von Marco Kamber

Schlüsselmomente lässt Liechti von Puppen-Hasen sprechen – eine präzise Setzung. Bild: pd

Die Kamera ist Peter Liechti und das Leben ist der Plot. Oder ein Kapitel daraus. Oder vielleicht noch genauer: die stets begleitenden Fussnoten, mit denen jede Biografie gespickt ist. Vaters Garten – Die Liebe meine Eltern: So heisst Liechtis neustes Werk, das Ende September in den Kinos anläuft. Es ist ein dokumentarischer Essay geworden, von allen bisherigen LiechtiFilmen wohl derjenige, der am meisten am Mark kratzt – an seinem eigenen und an dem einer ganzen Generation. Die Stimme aus dem Off erklärt gleich in der ersten Spielminute die Sachlage und reibt das innere Auge des Betrachters auf. Mit der groben Feile, sodass nichts mehr, was nachher kommt, vorbeigleiten kann, sondern konsequent hängen bleibt.

«Wie zwei Ertappte»

«Vor einigen Jahren entdeckte ich meinen Vater auf der Strasse. Wir haben uns lange nicht mehr gesehen. Ich hatte meinen Vater noch nie zufällig getroffen, draussen, im öffentlichen Raum. So verloren kam er mir vor, der alte Mann dort, mein Vater, inmitten der fremden Menschen». Es sei eine beklemmende Situation gewesen, beide seien sie verlegen dagestanden. «Warum konnten wir uns nicht umarmen bei diesem

Wiedersehen? Warum verhielten wir uns wie zwei Ertappte?» Zwei Jahre nach dieser Begegnung entschliesst sich Liechti, einen Film über seine Eltern Max und Heidi Liechti und ihre Liebe zueinander zu machen. Während einem Jahr fährt er regelmässig von Zürich nach St.Gallen und besucht sie mit der Kamera in ihrer bescheidenen Wohnung am Ostrand der Stadt. Dort, wo sie leben, seit bald fünfzig Jahren. Dort, wo man sich über den Zaun grüsst, es Schrebergärten gibt und Quartierfeste unter dem Vordach des Mehrfamilienblocks. Max und Heidi sind einfache Leute. Sie gehen auf die Neunzig zu und auch ihr Sohn wird langsam älter. Es sind windstille Jahre verstrichen in der Eltern-Kind-Beziehung. Die Konflikte, das Bohren, das Rebellieren bei Unverständnis kann Peter seit einigen Jahren stehen lassen. Schliesslich mischt man sich irgendwann nicht mehr ein, man muss ja auch selber zurechtkommen. Das Paradox der grossen ideologischen Klippe zwischen zwei Generationen aus demselben Fleisch und Blut ist das tragende Element in Vaters Garten. Peter Liechti behandelt damit ein Thema, das beim Zuschauer Unbehagen auslöst. Man ist voll drin, weil selber auch betroffen. Er zeigt seine Eltern; die Leute, die damals ein Problem hatten, als ihr Sohn

FILM


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plötzlich mit langem Haar und zerrissener Jeans nach Hause kam. Wie sie ausgeschüttete Blumenerde vom Teppich saugen, die Mutter Hemden bügelt, der Vater immer wieder im Garten steht und mit dem Rechen akribisch Rillen ins Beet klöpfelt, oder wie die beiden am Küchentisch eine Schlachtplatte verspeisen.

ohne Groll, und ohne einen Anflug von Zynismus, ist eine grosse Leistung. Peter Liechti ist diese Gratwanderung geglückt. Und er hat damit nicht zu Unrecht bereits mehrere Festival-Preise, unter anderem einen Publikumspreis an der letzten Berlinale, gewonnen.

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Alte und neue «Möödeli»

Er führt mit ihnen elementare Diskussionen, die ihre Wertvorstellung skizzieren – Werte, die aus der Zeit gefallen scheinen. Man erhält Einblick in eine über Jahrzehnte beständige, wie in Stein gemeisselte Zweisamkeit, die ohne eine grosse Portion Akzeptanz, Bescheidenheit und Selbstlosigkeit heute wohl nicht mehr existent wäre. Gleichzeitig deckt der Film en passant viele aktuelle Gesellschaftsthemen ab – nicht zuletzt das der Gleichberechtigung. Den Liechtis scheint dies bewusst; Max weiss auch Bescheid über «neue Möödeli», bekennt sich aber immer wieder zum Konservativen. Was man ihm auch nicht übel nimmt, denn niemand verlangt von einem bald Neunzigjährigen, dass er seine Meinungen noch einmal revidiert. Vaters Garten muss für den Ostschweizer Filmemacher ein harter Brocken gewesen sein, bei dessen Resultat auch er sich auf eine Weise entblösst vor dem Publikum. Man meint zu spüren, wie Liechtis Motivation hinter dem Filmen ständig zwischen dem künstlerischen Auftrag und dem persönlich-emotionalen Bezug oszilliert. Zwischen ihm und den Eltern läuft stets die Kamera. Sie muss eine Hilfe gewesen sein, oder eine Legitimation, diese Annäherung an seine engsten Verwandten zu wagen. Sie treibt speziell die reflektierende Mutter zeitweise etwas in die Enge. Aber Liechti nimmt kleine Schritte. Mit viel Feingefühl hat er es geschafft, seine Eltern dem Publikum nie vorzuführen, sie nie in schlechtem Licht zu zeigen, auch wenn gewisse ihrer Ansichten bei moderneren Menschen Kopfschütteln provozieren. Peter Liechtis Respekt ist gross. Als sei ihm bewusst, dass diese Generation von aussterbenden Mitmenschen einen Grundstein für uns, für ihn, und nicht zuletzt auch für diesen Film gelegt hat.

Geliebte Angsthasen

Vaters Garten will genau sein, und das schafft er auch deswegen so gut, weil er vieles offen lässt. Manche Fragen bleiben unbeantwortet, oft weicht gerade der Vater aus. Nicht aus Scham, sondern weil er und sein Sohn oft aneinander vorbeireden, ihr Wertesystem grundverschieden ist. Schlüsselmomente, quasi die heute so suspekt klingenden Leitsätze der Generation des frühen 20. Jahrhunderts, werden nicht direkt von seinen Eltern gesprochen, sondern von Hasen – von seinen Eltern als Puppen-Hasen, vom St.Galler Puppentheater gekonnt inszeniert. Das ist kein Zufall, sondern eine präzise Setzung: Der Angsthase, der zwar niemandem Böses will, und trotzdem irgendwie störend im Gesellschaftsbild hängt, weil er dem Progress, dem Zugwind der neuen Welt im Wege steht. Man hat ihn trotzdem gern, wenn auch zuletzt nur aus Mitleid. Und so erscheint auch Liechti selber einmal als Puppe, und zwar mit einem fein ausgewählten Auszug eines Robert-Walser-Gedichts: «Feigheit, bist du noch da? Und Lüge – auch du? Ich hör’ ein dunkles Ja: Das Unglück ist noch da, und ich bin noch im Zimmer wie immer». Eine unauflösbare Problematik derart poetisch auf den Punkt zu bringen,

FILM

Peter Liechti: Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern. Kinostart: 26. September. Banden und Seilschaften im Film mit Peter Liechti und Ruth Waldburger. Wanderbühne Ledi Teufen. Samstag, 7. September, 16 Uhr.

Das Buch zum Film Klartext sei das ergreifende Protokoll einer Forschungsreise, die der Filmemacher Peter Liechti unternehme, schreibt die Schriftstellerin Ruth Schweikert im Klappentext zum Buch. Eine Reise «zur Terra Incognita einer Liebe, die ihm ebenso rätselhaft erscheint wie bedrückend, so unergründlich wie eigensinnig, so faszinierend wie kostbar», sei «die Liebe seiner Eltern, ihr Leben als Ehepaar seit mehr als sechzig Jahren.» Darin zusammengefasst sind Notizen und Recherchegespräche zwischen dem Filmemacher und seinen Eltern. So fragt Liechti seine Mutter beispielsweise, warum sie ihre Kleider alleine und nicht gemeinsam mit ihrem Mann einkaufe. «Er sagt es mir schon, wenn ihm etwas nicht gefällt, das ich heimbringe. Aber das ist höchst selten...», so die Antwort der Mutter. «Er merkt es ja nicht einmal, wenn ich etwas Neues anhabe.» Peter Liechti: Klartext. Fragen an meine Eltern. Vexer Verlag St.Gallen. Fr. 34.–


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«Vom Herzen!» Pierre Massaux, Kathrin Bosshard und Nathalie Hubler arbeiten künftig mit fester Adresse: Im alten Kinok in St.Fiden eröffnen sie ihr Theater 111. von Bettina Kugler

Gegen den Effizienz-Zwang

«Beethoven aux deux mains», Skulptur von Antoine Bourdelle. Bild: pd

In seiner Klaviersonate Nr. 23 f-Moll mit dem Beinamen Appassionata nimmt Ludwig van Beethoven Bezug auf das Theater, genauer auf Shakespeares Stück Der Sturm. Mit der Neugründung des Theaters 111 gehen Pierre Massaux, Kathrin Bosshard und Nathalie Hubler den umgekehrten Weg. In den ehemaligen Räumen des Kinok an der Grossackerstrasse 3 wollen sie einem Theater Heimat geben, das sich künstlerisch an Beethovens letzter Klaviersonate orientiert, der Nummer 111 – ein Werk «ohne Überflüssiges, Zufälliges», wie der Pianist Jörg Demus schreibt. Das entspricht einer Linie, wie sie Pierre Massaux seit Jahren verfolgt. Sein Name steht für konzentrierte Theaterprojekte abseits des Kommerziellen: Stücke wie Eros, Gott und Ausschwitz – Etty Hillesum, L’insoumise Simone Weil oder Stimme der Erde. Gespielt wurde zuletzt vor allem im Keller zur Rose, «unterirdisch, wie die ersten Christen», sagt Pierre Massaux lächelnd. Zum Ernst freilich und der Suche nach Wahrhaftigkeit, die er mit seiner Regiearbeit verfolgt, passt es durchaus. Er ist überzeugt davon, dass Theater wie Medizin wirken kann. «Wenn man auf Banales verzichtet, dann ist so ein Abend wie ein Quellengang.»

So hofft Pierre Massaux darauf, dass das Haus zur Vernetzungsstätte für Künstler wird und zum Begegnungsort für ein bunt gemischtes Publikum, Kinder und Jugendliche eingeschlossen. «Vom Herzen! Möge es wieder zu Herzen gehen!», so lautet der Untertitel der Eröffnungsproduktion, in der sich Pierre Massaux, selbst ausgebildeter Pianist, einmal mehr in Beethovens Gedankenwelt vertieft – ohne sich auf den Kopf zu beschränken. Das Herzliche, das Feuer im Dienst für Freiheit und Wahrheit, wie es in der Musik Beethovens eine Form gefunden hat, fehle zunehmend in einer auf Effizienz gerichteten Gesellschaft, auch im Kulturbetrieb, sagt Massaux. «Wir wollen der Kunst Zeit zum Reifen geben. Dann nährt sie auch das Publikum.»

THEATER

Beethoven Theater 111 St.Gallen. Premiere: Mittwoch, 11. September, 20.15 Uhr, weitere Vorstellungen bis 22. September.

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Glücksfall Kinok

Was ihm und den mit ihm zusammenarbeitenden Schauspielerinnen bislang fehlte, war ein fester Spielort: ein in der Grösse geeigneter, bezahlbarer Theaterraum, der nicht für jedes Projekt eigens angemietet, technisch angepasst und bestuhlt werden muss wie der Keller zur Rose, die Offene Kirche, die Grabenhalle. Jetzt ist dieser Raum gefunden und soll ein Kleintheater mit besonderer Ausstrahlung werden, unterstützt durch Stadt, Kanton und private Stiftungen, mitgetragen durch einen Verein. Viel Infrastruktur ist bereits vorhanden: Bühne und Saal in idealer Grösse, ein Foyer, sanitäre Anlagen, Lagerräume. Detailplanungen für die Umbauarbeiten laufen seit April; während der Sommerwochen hat das neue Haus Gestalt angenommen. Auf das Eröffnungswochenende Ende August folgt am 11. September die Premiere der ersten hauseigenen Produktion Beethoven mit dem Bündner Mario Pacchioli, dem Théâtre du Sacré und dem Ensemble «présent». Für die Saison 2013/14 sind vier weitere Premieren geplant, unter anderem ein Parzival mit Nathalie Hubler und Otto Edelmann. Daneben wird das Theater 111 offen sein für weitere Theaterschaffende der Region, etwa die Compagnie Buffpapier. Ebenfalls mit im Boot sind Claudia Wirth, Joséphine François und Thomas Fuhrer; Gäste sind willkommen.


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143 Schnapsideen und Grenzgänge

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«O Tannenbass» ist eins der schönsten Wagnisse: Kontrabassist Patrick Kessler klettert samt Bass auf eine alte Wettertanne und spielt dort in luftiger Höhe einen riskanten Tannenblues. Prächtig auch «Heisssociety» von Ruth Stadelmann und Franz Breitenmoser, die sich in altmodischer Bemantelung, als wären sie aus dem 19. Jahrhundert ins 21. geraten, ins sommerliche Einkaufsgewimmel der St.Galler Multergasse wagen. Oder die Mutprobe von Angela von Rotz, die sich bei 5,6 Grad kaltem Wasser im Gummiboot auf den See setzt und dann die Luft ablässt... Das sind drei von insgesamt 143 Wagnissen, die die Tänzerin und Filmerin Claudia Römmel über die letzten rund vier Jahre hinweg gesammelt und gefilmt hat. Lauter kurze, kecke Privat-Experimente, Dinge, die man schon immer mal machen wollte aber sich bisher nie zugetraut hatte – Schnapsideen neben Grenzgängerischem, Humoristisches neben Existentiellem. Und, fast immer am Schluss: Erheiterung, Lachen über sich selber, ob geglückt oder missraten. Wasser und Feuer haben, wenig überraschend, ihre besondere Anziehungskraft. Aber, erstaunlicherweise, auch rohe Eier: Das so perfekte wie fragile Ding scheint den Nerv im Neugierwesen Mensch ganz direkt zu treffen, siehe Bild. Das Wagnis, es sei verraten, ging schlecht aus, zumindest für die Eier. Aus dem reichen Fundus von 143 Zwei-bis-Dreiminuten-Wagnissen hat Claudia Römmel jetzt eine Best-ofAuswahl jurieren lassen. Am Wochenende vom 20. bis 22 September ist Filmvernissage am St.Galler Mühlensteg, nah an der Stelle, wo schon Gallus einst das Experiment Stadtgründung gewagt hatte... Claudia Römmels Wagnisse sind möglicherweise etwas weniger folgenreich, aber überaus lohnend. Su. Freitag, 20. bis Sonntag, 22. September, Atelier Margrit Edelmann, Mühlensteg 3, St.Gallen 143wagnisse.ch

25 inspirierte Theaterjahre Die Kultur- und Polit-Initiativen des schwungvollen Achtzigerjahr-Aufbruchs kommen ins Feier-Alter, sofern sie überlebt haben. Das gilt auch für das Thurgauer Theater Bilitz: Die kommende Spielzeit steht im Zeichen des 25-Jahr-Jubiläums. 1988 von Roland Lötscher gegründet, bietet das Bilitz heute Stücke für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an und ist, wie das Online-Portal Thurgaukultur schreibt, aus der Kinder- und Jugendarbeit im Kanton nicht mehr wegzudenken. Jubiliert wird aber nicht mit einem rauschenden Fest, sondern mit einer Vielzahl kleinerer Aktionen, darunter einer Fotoausstellung, die Mitte August eröffnet worden ist, aber selbstredend auch mit Theater: Lutz Hübners Stück Aussetzer hat im Oktober Premiere. Su. Infos: bilitz.ch

THEATER

Weiss auf schwarz: Tim Kramer Die eigene Nase Das Theater greift sich ab und zu einmal an die eigene Nase, und nicht nur wenn Cyrano de Bergerac auf dem Programm steht, sondern um den Botschaften seiner Aufführungen auch im eigenen Tun Folge zu leisten. So geschehen mit einer grösseren Auseinandersetzung zum Thema: mangelnde Anwesenheit von Immigranten auf deutschsprachigen Bühnen und Zuschauerräumen. Es wurde viel geschrieben, leider auch viel Propaganda in eigener Sache betrieben, geändert hat sich de facto nichts, und das vermutlich, weil das Ganze nur als Scheingefecht auf dem Parkett der eigenen Systemrelevanz geführt wurde. Auf einem anderen Gebiet ist das deutschsprachige Theater jedoch ein Erfolgsmodell, über das kaum geredet wird. In den letzten Jahren hat die Anzahl der Frauen in leitenden Positionen rasant zugenommen. Auch in St.Gallen konnten wir erreichen, dass in den Leitungsteams fünfzig Prozent Frauen sind. Ab und an wechsle ich selber vom Regiepult auf die Bühne und arbeite wieder in meinem gelernten Beruf als Schauspieler, wie jetzt als Cyrano im Stück von Rostand, das am 20. September Premiere hat. Es ist ein unbezahlbarer Seitenwechsel, der mir viele Aspekte der Theaterarbeit aus einer anderen Perspektive zeigt. Von Beginn an war mir klar, dass ich die Regie Elisabeth Gabriel anvertrauen wollte, «unter der» (ja, so hierachiebewusst hat man das früher am Theater bezeichnet) ich schon den George in Wer hat Angst von Virginia Woolf spielte, und die zuletzt mit Paul Grüninger ein schwere Aufgabe zu einem Triumph geführt hat. Jeden Tag kann ich nun beobachten, was für eine grundsätzlich andere Lesart eine Frau in die Probenarbeit mitbringt. Sie hat uns sofort klar gemacht, dass dieses Männerstück, wie sie es nennt, das vom Raufen, Fechten und Reimen durchdrungen ist, vor allem als Ventil für die eigenen männlichen Unzulänglichkeiten, Stichwort Nase, zu sehen ist. Das ist keine neue Erkenntnis, aber in der sympathischen Umsetzung durch eine Frau eine Befreiung für das Stück. Die Gleichberechtigung ist vermutlich immer da am stärksten, wo der eigene, subjektive Blick ganz von selbst und damit auf eine unbestechliche Art bereichert wird. Tim Kramer ist Schauspieldirektor am Theater St.Gallen.


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Grusel-Comico-Theater

Stabübergabe

Wahnwitz in Bern

Poesie der Bewegung

«Ein musikalisches Waldgegrusel mit Herz & Harz» steht im Untertitel dieser Bühnenproduktion, die das Warten auf das neue Theaterhaus in Aarau verkürzen wird. In der Alten Reithalle geht im September in einer Inszenierung von Mark Wetter ein schräges, wildpoetisches GruselComicoTheater mit Musik von Tom Waits und C. M. von Weber ab – mit: Werner Bodinek, Heidi Gautschi, Michael Glatthard, Fabian Guggisberg, Marco Käppeli, Andrea Kirchhofer, Claude Meier, Fredi Spreng, Diego Valsecchi und Isa Wiss. Black-Magic-Bullet Mi., 4., Do., 5., Sa., 7., Mi., 11., Fr., 13. und Sa., 14. September, jeweils 20 Uhr, Alte Reithalle Aarau. spielträume.ch

Seit 1995 gibt es das Figuren-TheaterFestival in Basel – nun reicht der Gründer Christian Schuppli den Stab an den Figurenkünstler Marius Kob weiter. So werden auch in Zukunft die Puppen auf allerlei Nasen rumtanzen – und tun es auch heuer wieder mit einem farbigen Programm. Vom guten alten Kasper, der gegen Tod und Teufel kämpft, bis zu Alltagsthemen reicht der Bogen auf Bühnen, in Ausstellungen und Workshops. Selbst auf die Strassen treibts die bunte Schar. (Foto: Giorgio Cossu) 7. FigurenTheaterFestival Basel Freitag, 6. bis Sonntag, 8. September, diverse Orte in Basel. figurentheaterfestival.ch

Alle zwei Jahre findet in Bern das Musikfestival statt. Während rund zwei Wochen spannen Institutionen und Ensembles unter einem gemeinsamen Motto zusammen. 2013 lautet es «Wahnwitz» und präsentiert unter anderem die Uraufführung der Oper «Das kalte Herz». Mitgeschrieben am Libretto hat Lukas Hartmann, die Musik stammt von Tausendsassa Simon Ho (Bild). Ausserdem gibt es Symphonieund Kammerkonzerte, alte und neue Musik, Performances, Lesungen und und und. Musikfestival Dienstag, 3. bis Sonntag, 15. September, diverse Orte Bern. musikfestivalbern.ch

Es ist in der Schweiz das einzige seiner Art und es jährt sich bereits zum zwölften Mal: Das Internationale Performance Art Festival. Unter den zehn eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern ist die Norwegerin Agnes Nedregard: Sie nutzt Performance-Situationen, um kulturelle Hintergründe aufzudecken. Oder Kineret Haya Max aus Israel, die die Spannung zwischen einer nützlichen Tätigkeit und einer willkürlichen poetischen Handlung thematisiert. Performance-Art vom Feinsten! 12. Internationales Performance Art Festival Samstag, 14. September, 15 Uhr, Turbine Giswil. performanceart.ch

Ein Wortspiel-Buffet

Übers Kuckucksnest

Kunstkurven

Die Schweizerischste aller Errungenschaften steht in keinem Reiseführer: Apéros. Der Oltner Slam-Poet Kilian Ziegler ist schon an unzähligen Apéros aufgetreten und kennt somit deren Geheimnisse. In seinem ersten Programm «The Phantom of the Apéro – ein Wortspielbuffet» ist er bereit, diese mit dem Publikum zu teilen. Begleitet wird die SlamKabarett-Show vom Pianisten Samuel Blatter. Kilian Ziegler – The Phantom of the Apéro Samstag, 21. September, 20.30 Uhr, Theater Studio Olten. lavachekili.ch

Das Alte Kino Mels nimmt sich in seiner neuen Eigenproduktion dem Roman des US-amerikanischen Schriftstellers Ken Kesey an. An Aktualität hat das Stück bis heute nichts eingebüsst. Im Gegenteil: Die gezeigten positiven wie negativen Züge des Menschen machen «Einer flog über das Kuckucksnest» zu einer zeitlosen Charakterstudie. In der Inszenierung von Romy Forlin kommen auch die humorvollen Elemente nicht zu kurz. Einer flog über das Kuckucksnest Premiere: Donnerstag, 12. September, 20.15 Uhr, Altes Kino Mels. Weitere Aufführungen bis 22. September. alteskino.ch

Die Kulturhäuser der Stadt stehen wieder in den Startlöchern mit ihren Boliden und kleinen Flitzern. Wer bei der Kleinkunstralley mitfahren möchte, kann sich an eine der Touren anschliessen und durch die Kulturlandschaft kurven. Boxenstopps sind im Marionettentheater, dem Musikkollegium, dem Casinotheater, der Villa Sträuli, der Alten Kaserne, dem Albani, dem Theater Winterthur, dem Kellertheater und dem Theater am Gleis eingeplant. Winterthurer Kleinkunstrallye Samstag, 7. September, Start um 10 Uhr am Oberen Graben Winterthur. kleinkunstrallye.ch

KULTURSPLITTER

Mit Saiten zusammen bilden diese unabhängigen Kulturmagazine die Werbeplattform «Kulturpool» und erreichen gemeinsam eine Auflage von über 200’000 Exemplaren. kulturpool.biz

Saiten 09/2013

Monatstipps der Magazine aus Aarau, Basel, Bern, Luzern, Olten, Vaduz und Winterthur


Kalender September 2013

61 Wird unterstützt von Schützengarten Bier

KULTURPROGRAMME 2 4 8 10 14 30 40 54

62 66 72 80 88

Konzert und Theater St.Gallen. Jüdisches Museum Hohenems. Schloss Wartegg Rorschacherberg. Zeughaus Teufen. Lokremise St.Gallen. Kunstmuseum St.Gallen. Zentrum Paul Klee Bern. Kunst Halle St.Gallen. Kinok St.Gallen. Museum im Lagerhaus St.Gallen. Nextex St.Gallen. Städtische Ausstellung Lagerhaus St.Gallen. Gare de Lion Wil. Grabenhalle St.Gallen. Salzhaus Winterthur. Figurentheater St.Gallen. Palace St.Gallen. Diogenes Theater Altstätten. Kellerbühne St.Gallen. Ledi – die Wanderbühne. Kulturraum am Klosterplatz St.Gallen.

Saiten 09/2013

So 01. KONZERT

Abschlusskonzert II. Uttwiler Meisterkurse 2013. Evang. Kirche Uttwil, 11 Uhr When cello meets percussion. Reise von der Neuen Musik zum Tango. Palais Bleu Trogen, 16:30 Uhr Christoph Stiefel & Lisette Spinnler. Beflügelter Gesang, Singender Flügel. Schloss Wartegg Rorschacherberg, 17 Uhr Dido and Aeneas. Oper von Henry Purcell. Kleine Oper Märstetten, 17 Uhr Duo FiVola. 40-Jahr-Jubiläum der Jugendmusikschule Frauenfeld. Kirche St.Laurentius Frauenfeld-Oberkirch, 17 Uhr Anna Frank: A Living Voice. 40 Jahre St.Galler Singschule. Kirche Linsebühl St.Gallen, 18 Uhr Appenzeller Kammerorchester. Mit dem Trio Anderscht. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 19:30 Uhr Chris Witschi Band. Folk & More. Esse Musicbar Winterthur, 19:30 Uhr Serenade to Music. 40 Jahre St.Galler Singschule. Kirche Linsebühl St.Gallen, 19:30 Uhr Die Schlagernacht des Jahres 2013. Mit Semino Rossi, Hansi Hinterseer, Nik P. & Band, uvm. Festspielhaus Bregenz, 20 Uhr

FILM

Cesars Grill. Ein Vegetarier muss ein Grill-Restaurant retten. Kinok St.Gallen, 11 Uhr Mr. Morgan’s Last Love. Ein alter Amerikaner in Paris findet zu neuem Lebensmut. Kinok St.Gallen, 13 Uhr Feuchtgebiete. Nach dem Roman von Charlotte Roche. Cinewil Wil, 17 Uhr und 20 Uhr Halb so wild. Ein Urlaub wird

zum verstörenden Beziehungsreigen. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr La Grande Bellezza. Rom im sommerlichen Glanz. Kino Rosental Heiden, 19:15 Uhr und Kinok St.Gallen 19:30 Uhr Cesars Grill. Eine Reise von Deutschland nach Ecuador. Gaswerk Winterthur, 19:30 Uhr Zeitzeugnisse. Live vertont von den Geschwistern Küng. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 21 Uhr

BÜHNE

Tanzperformance Teil 1 und 2. Schwarz-weiss wird mir zu bunt. Clienia Littenheid, 13:30 Uhr Habe nun, ach… Faust in Weinfelden. Ein Stationentheater nach Faust von Goethe. Theaterhaus Thurgau Weinfelden, 17:15 Uhr Clowns & Kalorien – Ein Fest für alle Sinne. Das himmlische Verzehrtheater. Messeplatz im alten Riet Schaan, 18:30 Uhr Johana vom Trüeterhof. Wirtschaftliche und familiäre Facetten einer Winzerfamilie. Areal des alten Trüeterhof Thal, 19 Uhr

AUSSTELLUNG

Dauerausstellung und Jüdisches Viertel. Führung. Jüdisches Museum Hohenems, 10 Uhr Ernst Keller. Museum Wolfhalden, 10 bis 12 Uhr Das Reh – durch Anpassung zum Erfolg. Führung. Naturmuseum Thurgau Frauenfeld, 10:30 Uhr Bilck ins Schlüsselloch. Führung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Gerda Steiner / Jörg Lenzlinger. Bündner Kunstmuseum Chur, 11 Uhr Jan Kaeser. Rundgang. Galerie Adrian Bleisch Arbon, 11 Uhr Schloss Werdenberg mit Kinderaugen. Vernissage. Fabriggli Buchs, 11 Uhr Sexperten – Flotte Bienen und tolle Hechte. Führung. Liechtensteinisches Landesmuseum Vaduz, 11 Uhr What a boom – What a bang. Führung. Kunstverein Konstanz, 11 Uhr Analoges und digiales Gestalten – Begegnungen. Matinée. Kunst(Zeug)Haus Rapperswil, 11:30 Uhr Familienaufstellung. Israelische Porträts. Führung. Jüdisches Museum Hohenems, 11:30 Uhr This Infinite World – Set 10. Führung. Fotomuseum Winterthur, 11:30 Uhr Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg? Führung. Kulturraum am Klosterplatz St.Gallen, 16 Uhr Die Gewissheit und andere Illusionen – Mutmassung #5. Von Jost Hochuli, Buchgestalter und Type Designer. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 17:30 Uhr Annemarie Graf. Sonntagsapéro. Galerie im Rank Sirnach, 19 Uhr

VORTRAG

Wo hockt Gott im Jahr 2033. Mit Stephan Guggenbühl und Marilene Hess. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 11 Uhr

KINDER

Detektive im Schloss. Spielfest für Kinder. Schloss Dottenwil

01.– 04.09.

Wittenbach, 10 Uhr Die fürchterlichen Fünf. Kinderkonzert. Rudolf Steiner Schule Kreuzlingen, 11 Uhr GschichteChischteFäscht 13. Saisonstart. Fabriggli Buchs, 11 Uhr Ritter Rost – Eisenhart & voll verbeult. Der bekannte Blechritter als Kinospass für die Kleinen. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr und Kinok St.Gallen, 15:30 Uhr

DIVERSES

Freakwave Festival. Musik, Sport und junge Kultur. Strandbad Bregenz, 10 Uhr Rakubrenntag. Tonwaren glasieren, Brunch, und offene Türen. Komturei Tobel, 10 Uhr

Mo 02. KONZERT

Canned Heat. Blues-Rock aus den USA. Kammgarn Schaffhausen, 19:30 Uhr Frölein Da Capo. Mit Gitarre, Trompete und Nachttischlämpli. Portier Winterthur, 20 Uhr

FILM

The Sapphires. Aborigines-Soul. Cinewil Wil, 17 Uhr Mr. Morgan’s Last Love. Ein alter Amerikaner in Paris findet zu neuem Lebensmut. Kinok St.Gallen, 18 Uhr Feuchtgebiete. Nach dem Roman von Charlotte Roche. Cinewil Wil, 20 Uhr The Look of Love. Über das SexBusiness im London der Swinging Sixties. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

LITERATUR

Dichtungsring #79. Lesebühne mit Kerzenschein und Absinth. Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr

VORTRAG

Farbe. Referentin: Katrin Trautwein. Architektur Forum Ostschweiz St.Gallen, 19:30 Uhr

Di 03. KONZERT

Timeshares, Antiillectual. Punk aus den USA und den Niederlanden. Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr

FILM

Feuchtgebiete. Nach dem Roman von Charlotte Roche. Cinewil Wil, 17 Uhr Cesars Grill. Ein Vegetarier muss ein Grill-Restaurant retten. Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr Mr. Morgan’s last Love. Über den einsamen, lebensmüden Witwer Matthew Morgan. Cinewil Wil, 20 Uhr First Position. Tanz-Dokumentation. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Halb so wild. Ein Urlaub wird zum verstörenden Beziehungsreigen. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Tokyo Monogatari. Meisterwerk des japanischen Kinos. Kino Loge Winterthur, 20:30 Uhr

BÜHNE

Schön&gut: Schönmatt. Satire. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Nenn mich nicht Stadt! Führung. Kunstzone Lokremise St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Auf den Spuren der weiblichen Sexualität. Referat. Kath. Pfarreiheim Waldkirch, 19:30 Uhr Politisches Frauenforum Winterthur. Frauenquote – Männerquote. Alte Kaserne Winterthur, 19:30 Uhr

DIVERSES

Informationsanlass. Zum Masterstudium in sozialer Arbeit. FHS St.Gallen, 18:15 Uhr

Mi 04. KONZERT

Mendelssohn zur Saisoneröffnung. Musikkollegium Winterthur. Stadthaus Winterthur, 19:30 Uhr Gabriel Rivano. Tango Argentino im Bistro. Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr Okta Logue. Support: All Ship Shape. Kula Konstanz, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Havana Night. Salsa-Party mit DJ Osman el Duque. K9 Konstanz, 21:30 Uhr

FILM

Feuchtgebiete. Nach dem Roman von Charlotte Roche. Cinewil Wil, 17 und 20 Uhr The Look of Love. Über das SexBusiness im London der Swinging Sixties. Kinok St.Gallen, 18 Uhr La grande bellezza. Berückende Ode auf Rom und seine reichen Nichtstuer. Kinok St.Gallen, 20 Uhr Les oiseaux migrateurs_wer fragt wer du bist? Kurzfilm von Regula Engeler und Jochen Heilek. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 21:30 Uhr Banden in weiter Welt. Beautiful New World. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 22 Uhr

BÜHNE

Johana vom Trüeterhof. Wirtschaftliche und familiäre Facetten einer Winzerfamilie. Areal des alten Trüeterhof Thal, 19 Uhr Clowns & Kalorien – Ein Fest für alle Sinne. Das himmlische Verzehrtheater. Messeplatz im alten Riet Schaan, 19:30 Uhr Ein fliehendes Pferd. Schauspiel von Martin Walser. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Ein Sommernachtstraum. Mit der Theater Gruppe St.Otmar. Curling Center St.Gallen, 20 Uhr Knuth & Tucek: Freiheit! Eine Misere in fünf Akten. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr


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Fr 06.

Saiten 09/2013

KONZERT

Ledi-Fusion

Lob und Begräbnis

Ab in den Wald!

Trio Anderscht und Kammerorchester Appenzeller Volksmusik im Wechsel mit tänzerischer Barockmusik, Jazz, Improvisationen und Salonmusik: Im Rahmen der Feierlichkeiten ARAI500 gestalten das Trio Anderscht und das Appenzeller Kammerorchester unter Leitung von Jürg Surber erstmals ein gemeinsames Programm. Sogar ein eigens komponiertes Ledi-Zäuerli wird zu hören sein. Das Projekt setzt auf Offenheit und Einfühlungsvermögen in verschiedenste Musikstile. Und auf den Spass am grenzüberschreitenden Musizieren – für Ausführende wie für das Publikum. Sonntag, 1. September, 19.30 Uhr, Ledi-Bühne Teufen. Sonntag, 15. September, 18 Uhr, Ev. Kirche Wolfhalden. kammerorchester-ar.ch

Mendelssohn zur Saisoneröffnung Im «Begräbnisgesang» von Johannes Brahms klingt die von Gott verheissene Zuversicht auf ein ewiges Leben an. Um diesseitige, sehr weltliche Dinge geht es in Mendelssohns «Lobgesang», nämlich um das 400-Jahr-Jubiläum der Erfindung des Buchdruckes Ihren Beinamen erhielt die Sinfonie wegen ihres Schlusssatzes, der mit einem strahlenden Gotteslob beginnt: «Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.» Es singen Lisa Larsson und Malin Hartelius (Sopran), Jörg Dürmüller (Tenor) und der Chor Ensemble Corund, die Leitung hat Douglas Boyd (Bild). Mittwoch, 4. September, 19.30 Uhr, Stadthaus Winterthur. musikkollegium.ch

Das Fest für Familien im Hagenbuch Die Waldkinder laden ein zum Feiern und Entdecken. Barfussweg, Basteln, Schminken, Klettern, Seilschaukel oder Konzert: Für grosse und kleine Menschen gibt es vieles zum Ausprobieren und Staunen. Die kulinarische Entdeckungsreise reicht vom Feendrink, Zaubersirup, Waldkaffee über den Baumkuchen bis zum Risotto vom Feuer! Der Wald als Lebens- und Erlebnisraum für alle Sinne: Das lässt sich an diesem Samstag erkunden.Die Anreise erfolgt mit der Trogenerbahn bis Notkersegg. Samstag, 7. September, 14 bis 19 Uhr, Hagenbuchwald Notkersegg St.Gallen. waldkinder-sg.ch

Ohne Rolf – Blattrand. Comedy. Kino Theater Madlen Heerbrugg, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Geliebt, verhätschelt, verstossen – unsere Haustiere. Mittagstreff: «Blindenführhunde ausbilden» Naturmuseum St.Gallen, 12:15 Uhr Wildes Indien – Himalaya zwischen Tibet und Burma. Reiseberichte. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 17:30 Uhr Junge Kunst 8. Vernissage. Flon St.Gallen, 18 Uhr Home! Sweet Home! – Vom (un) heimeligen Zuhause in der Kunst. Führung. Kunstmuseum St.Gallen, 18:30 Uhr This Infinite World – Set 10. Führung. Fotomuseum Winterthur, 18:30 Uhr Nativité apparente d’Artaud le Momo. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Geistige Hierarchien im Lichte der Anthroposophie. Vortrag von Lieven Moerman. Oberstufenzentrum Reutenen Frauenfeld, 19:30 Uhr Das Glück des Augenblicks. Mark Riklin erzählt vom Beobachten des Alltags. Restaurant Park Flawil, 20 Uhr Stammtischgespräch. BerufsFischerei – Zwischen Berufung und Geldverdienen. Restaurant Brauhaus Sternen Frauenfeld, 20 Uhr

KINDER

Hans im Glück. Kinderstück nach den Gebrüdern Grimm. Theater St.Gallen, 14 Uhr Rapunzel. Kindertheater. Wasserschloss Hagenwil, 15 Uhr

DIVERSES

Ein Farbeimer, zwei Sticks und eine Portion Groove. Workshop mit den Bubblebeatz. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 15 Uhr

Do 05. KONZERT

Schaulust – Musik und Circuskunst. Wolfgang Haffner Trio. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Kapelle Kessler. Jazz. Esse Musicbar Winterthur, 20:15 Uhr Spittin’horns. Sax-Quartett. Eisenwerk Frauenfeld, 20:15 Uhr

NACHTLEBEN

Tango Tivoli. Tangonacht genderfrei. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr Hallenbeiz. PingPong mit DJSounds. Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr Tanzboden. Oben am Berg trifft Square. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 21:30 Uhr

FILM

Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 und 20 Uhr

Mr. Morgan’s Last Love. Ein alter Amerikaner in Paris findet zu neuem Lebensmut. Kinok St.Gallen, 17 Uhr To the Wonder. Das neue, betörende Epos von Meister Terrence Malick. Kinok St.Gallen, 19:15 Uhr Son de mar. Ulises heiratet die schöne Martina. Kinok St.Gallen, 21:15 Uhr

BÜHNE

Johana vom Trüeterhof. Wirtschaftliche und familiäre Facetten einer Winzerfamilie. Areal des alten Trüeterhof Thal, 19 Uhr Clowns & Kalorien – Ein Fest für alle Sinne. Das himmlische Verzehrtheater. Messeplatz im alten Riet Schaan, 19:30 Uhr Karneval. Thriller von Jordi Galceran. Theater Kanton Zürich Winterthur, 20 Uhr Schertenlaib & Jegerlehner: Schwäfu – ein stilles Glück. Lieder und Irrsinn. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Der zerbrochene Krug. Komödie von Heinrich von Kleist. Wasserschloss Hagenwil, 20:30 Uhr

LITERATUR

Frühschicht. Lesung mit Manfred Heinrich. Alte Kaserne Winterthur, 06:30 Uhr Ahnenreden #5. Mit Annette Hug mit Elisabeth Pletscher. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 20 Uhr Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg? Gespräch mit Ruth Dreifuss und Otmar Hersche. Kulturraum am Klosterplatz St.Gallen, 20 Uhr

04.– 06.09.

Die Akte Auguste D. Ulrike Hofmann und Basil Dorn, Berlin. Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr

AUSSTELLUNG

Gerda Steiner / Jörg Lenzlinger. Bündner Kunstmuseum Chur, 18 Uhr Kunstgeisterbahn. Projektion von Virginie Vabre: «sombre». Nextex St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Erfolgreich lehren. Referat von Wolfgang Beywl. PHSG St.Gallen, 17 Uhr Baumriesen. Eine eindrückliche Fotoreise. Kantonsbibliothek Thurgau Frauenfeld, 19:30 Uhr Rückenschmerzen. Vortrag. Restaurant Alpsteinlift Gonten, 20 Uhr

KINDER

Albanische Erzählstunde. Märchenstunde. Freihandbibliothek St.Gallen, 17 Uhr

DIVERSES

Erzählcafé. Begegnungen am Nachmittag. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 15 Uhr After Work. Bei schönem Wetter mit Grill und Salat-Buffet. Bolero Club & Lounge Winterthur, 17 Uhr Wie das Dorf beim Galluskloster zur Stadt wurde. Kulturgeschichtliche Altstadtwanderung mit Walter Frei. Kathedrale St.Gallen, 18 Uhr

Weihern unplugged. Blues Max, Manuel Stahlberger, uvm. Frauenbadi Drei Weihern St.Gallen, 19:30 Uhr Blu Bantu. World Music Afrobeat-Jazz. Jazzclub Rorschach, 20 Uhr Brendan Adams. Cape Urban Folk aus Südafrika. Fabriggli Buchs, 20 Uhr Ensemble Kammermusik Bodensee. Werke von Mendelssohn und Schönberg. Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell, 20 Uhr Festliche Kammermusik aus Barock und Klassik. Für Sopran, Trompete, Streicher und Orgel. Evang. Kirche Tägerwilen, 20 Uhr Infantrie. Plattentaufe der Dialektrapper aus Winti. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Konstanz Nice Again. Reggae – Konzert & Party. K9 Konstanz, 20 Uhr The London Quartet Cantabile. A-cappella vom Feinsten. Gasthaus zum Trauben Weinfelden, 20 Uhr Warp5. Jazz. Esse Musicbar Winterthur, 20:15 Uhr Deiner Gegenwart Gefühl. Begegnungen und Gesang in romantischer Zeit. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 20:30 Uhr Feya Faku Johannisburg Quintet. Balladen aus Südafrika. Kulturcinema Arbon, 20:30 Uhr George Kay Band. Big Fun Groove & Blues-Rock Kracher. Bluesclub Bühler, 20:30 Uhr Kabaka Pyramid. Reggae Dancehall aus Jamaica. TapTab Schaffhausen, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Backyard 13. HipHop – Electro. Salzhaus Winterthur, 17 Uhr Dance free. Tnzen ohne Strassenschuhe. Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr

FILM

La grande bellezza. Berückende Ode auf Rom und seine reichen Nichtstuer. Kinok St.Gallen, 17 Uhr Mr. Morgan’s last Love. Über den einsamen, lebensmüden Witwer Matthew Morgan. Cinewil Wil, 17 Uhr und Kinok St.Gallen 19:45 Uhr Jäger des Augenblicks. Einführung mit Tilo Marschke, Expeditionsarzt. Kino Rosental Heiden, 19:45 Uhr Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 20 Uhr Jäger des Augenblicks. Expedition zum sagenumwobenen Tafelberg Roraima. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Las edades de Lulú. Lulú wird von einem reifen Mann in die Liebe eingeführt. Kinok St.Gallen, 22 Uhr

BÜHNE

Johana vom Trüeterhof. Wirtschaftliche und familiäre Facetten einer Winzerfamilie. Areal des alten Trüeterhof Thal, 19 Uhr Tanzclown. Making-of-Performance. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 19 Uhr


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LITERATUR

Markus Krebs. Literatur unter Betäubung. Kursaal Heiden, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Cross Over. Vernissage. Fotomuseum Winterthur, 17 Uhr Kunstbar. Die Falten der Sonne – Eva Zuberbühler. Rab-Bar Trogen, 17 Uhr Willi Oertig. Vernissage. Galerie Christian Roellin St.Gallen, 17:30 Uhr Mona Hatoum. Vernissage. Kunstmuseum St.Gallen, 18:30 Uhr

VORTRAG

Burn-out bei Frauen. Kurzreferat von Nicole Wendland. Frauenpavillon im Stadtpark St.Gallen, 19 Uhr Bericht Studienaufenthalt. Nordwärts in Varkaus, Finnland. Ochsen Bühler, 20 Uhr

DIVERSES

Verschwellfest. Altes Brauchtum wiederbelebt. Berneck, 17 Uhr 4.Trogener Kulturtage. Vernissage & Special Event. Kulturhaus Trogen, 18 Uhr 2 Stunden Lauf-Charity-Night. Für sauberes Wasser für Schulen in Guatemala. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Alpsegen…Stadtsegen…Betruf. Mitmachabend, natürlich outdoor, unter freiem Himmel. Freudenberg St.Gallen, 20 Uhr

Sa 07. KONZERT

Weihern unplugged. Neckless, Kapnorth uvm. Frauenbadi Drei Weihern St.Gallen, 13 Uhr In dem Dornbusch blüht ein Röslein. Romantikkonzert. Evang. Kirche Grossacker St.Gallen, 17 Uhr Festival Kammermusik Bodensee. Eröffnungskonzert. Seemuseum Kreuzlingen, 18 Uhr Orgel-Flügel. Mit Jonathan Schaffner und Stephan Giger. Kirche Haldenbüel Gossau, 18:10 Uhr

4.Trogener Kulturtage. Lisa Stoll & Goran Kovacevic. Kulturhaus Trogen, 19:15 Uhr Appenzeller Jazzkapelle. Aufeinandertreffen alter und neuer Volksmusik & Jazz. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 20 Uhr Buckshot. Wiedervereinigung im gewohnten Ambiente. Conrad Sohm Dornbirn, 20 Uhr Herr Wempe & Carlo Cannone. Raw Soul & Funk Music. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Schaulust – Musik und Circuskunst. Gabby Young & Other Animals. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Canti di lavoro e d‘autore. Dodo Hug & Efisio Contini. ChössiTheater Lichtensteig, 20:15 Uhr Pirmin Baumgartner. Alternativer Gitarren-Pop der letzten 10 Jahren. Oya St.Gallen, 20:30 Uhr Die K9 Disco mit DJ TeeCee. Die Kult-Disco ab 30 Jahre. K9 Konstanz, 22 Uhr Pulp Fiction. Neuauflage des Party-Klassiker. Salzhaus Winterthur, 22 Uhr Worldy Savages. Cigani Disko. TapTab Schaffhausen, 22 Uhr Downhill. Musikalisches Late-night-Project. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 22:30 Uhr

NACHTLEBEN

Pop & Wave Party. Sommerspecial. Spielboden Dornbirn, 21 Uhr Pink Club Party. Baroque Odyssey. Grabenhalle St.Gallen, 22 Uhr

FILM

Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 und 20 Uhr Rebelle. Das Schicksal einer Kindersoldatin. Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr The Look of Love. Über das Sex-Business im London der Swinging Sixties. Kinok St.Gallen, 17:15 Uhr To the Wonder. Das neue, betörende Epos von Meister Terrence Malick. Kinok St.Gallen, 19:15 Uhr The Sapphires. Aborigines-Soul. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Halb so wild. Ein Urlaub wird zum verstörenden Beziehungsreigen. Kinok St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Kleinkunstrallye. Zwischenhalt. Alte Kaserne Winterthur, 13:15 Uhr Festival Jups. Für junges Publikum. Kammgarn Schaffhausen, 14 Uhr Wann tun wir, was wir tun und wie tun wir es? Zeitgenössisches Tanztheater. Theater am Gleis Winterthur, 17:15 Uhr Opera rogata. Tanz aus der Werkstatt. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 17:30 Uhr Martin O. – Cosmophon. Kabarett. Ekkharthof LengwilOberhofen, 18 Uhr Habe nun, ach… Faust in Weinfelden. Ein Stationentheater nach Faust von Goethe. Theaterhaus Thurgau Weinfelden, 18:15 Uhr Johana vom Trüeterhof. Wirtschaftliche und familiäre Facetten einer Winzerfamilie. Areal des alten Trüeterhof Thal, 19 Uhr

Clowns & Kalorien – Ein Fest für alle Sinne. Das himmlische Verzehrtheater. Messeplatz im alten Riet Schaan, 19:30 Uhr Ein fliehendes Pferd. Schauspiel von Martin Walser. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Ein Sommernachtstraum. Mit der Theater Gruppe St.Otmar. Curling Center St.Gallen, 20 Uhr Michel Gammenthaler: Wahnsinn. Magie. Ein zaubernder Kabarettist. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Regula Esposito. Mit dem Programm: «Hellness»-Diogenes Theater Altstätten, 20 Uhr Tanztheater. Für Junge & Junggebliebene. Gemeindehaus Rebstein, 20 Uhr Der grosse Coup. Cargo-Theater. Primarschulhaus Rebsamen Romanshorn, 20:15 Uhr Saga B. Eine Abfahrt in die Krise und den Cyberspace. Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Der zerbrochene Krug. Komödie von Heinrich von Kleist. Wasserschloss Hagenwil, 20:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Anastasia Katsidis – Jiajia Zhang «Im Innenraum ist das Ausland». Durchmischt und verschoben, Musik. Kornhaus Museum Rorschach, 11 Uhr Heike Müller – Diptychon und andere Paare. Vernissage. Galerie Stefan Rutishauser Frauenfeld, 14 Uhr Julia Bornefeld «Final Play». Vernissage. Galerie Paul Hafner St.Gallen, 16 Uhr Ingrid Tekenbroek / Urs Fritz. Vernissage. Schloss Dottenwil Wittenbach, 17 Uhr AugenBlicke. Museumsnacht. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 18 Uhr Bienen-Werte. Museumsnacht. Botanischer Garten St.Gallen, 18 Uhr Geliebt, verhätschelt, verstossen – unsere Haustiere. Museumsnacht. Naturmuseum St.Gallen, 18 Uhr Hommage à la vache. Museumsnacht. Macelleria d’Arte St.Gallen, 18 Uhr Junge Kunst 8. Museumsnacht und Finissage. Flon St.Gallen, 18 Uhr Mona Hatoum. Museumsnacht. Kunstmuseum St.Gallen, 18 Uhr Museumsnacht. Führungen, uvm. Sitterwerk St.Gallen, 18 Uhr Oben durch – Unten durch. Museumsnacht. Architektur Forum Ostschweiz St.Gallen, 18 Uhr Sommeratelier: Sasha Huber. Vernissage. Eisenwerk Frauenfeld, 18 Uhr St.Galler Museumsnacht. Kaffeehaus & Quimby Huus. Kaffeehaus St.Gallen, 18 Uhr Zeitsprung. Bilder und Skulpturen von Liz Gehrer. Wyborada Frauenbibliothek St.Gallen, 18 Uhr Kunstgeisterbahn. Museumsnacht. Nextex St.Gallen, 19 Uhr Nenn mich nicht Stadt! Museumsnacht. Kunstzone Lokremise St.Gallen, 19 Uhr Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg? Museumsnacht mit Marcus Schäfer, Wurst und Most. Kulturraum am Klosterplatz St.Gallen, 20 Uhr

06.– 08.09.

VORTRAG

Dialog der Generationen. Podiumsdiskussion. Pflegeheim St.Otmar St.Gallen, 14:30 Uhr Zwiegespräch. Mit Peter Liechti und Ruth Waldburger. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 16 Uhr

KINDER

Ab in den Wald. Das Fest für Familien. Notkersegg St.Gallen, 14 Uhr

DIVERSES

Mummenschanz. Maskenbauund Theater- Workshop. Diogenes Theater Altstätten, 09 Uhr 40-Jahre-Jubiläum. Tag der offenen Türe. Pflegeheim St.Otmar St.Gallen, 10 Uhr Solihausfest. Mit NR Yvonne Gilli. Solidaritätshaus St.Gallen, 11–17 Uhr 4.Trogener Kulturtage. Kinderprogramm. Kulturhaus Trogen, 14:30 Uhr Torkelfest. Brauchtum, Weinfest. Berneck, 18 Uhr Schachturnier. Fressen und Gefressen-werden. Viertel Bar Trogen, 20 Uhr

So 08. KONZERT

5-Jahr-Jubiläum. Mit Brunch und Akkordeonist Willi Häne. Studio 8 St.Gallen, 10 Uhr 4.Trogener Kulturtage. Matinée «Die vier Helden». Kulturhaus Trogen, 10:30 Uhr Cembalokonzert mit Sophie Nawara. Werke von Bach, Mozart, Forqueray und Schönberg. Sport- und Kulturzentrum Dreispitz Kreuzlingen, 11 Uhr Festival Kammermusik Bodensee. Nachwuchskonzert. Seemuseum Kreuzlingen, 11 Uhr Jazz meets Bläss. Jazzkonzert mit dem Chor Gais. Lokremise St.Gallen, 11:30 Uhr Karin Enzler. Mit den Geschwistern Küng. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 14 Uhr Weihern unplugged. Stiller Has, Goodnight Circus, uvm. Frauenbadi Drei Weihern St.Gallen, 14 Uhr Festival Kammermusik Bodensee. Camerata Bregenz. Restaurant Schloss Seeburg Kreuzlingen, 16 Uhr Merecumba. Salsa Band. Habsburg Widnau, 16 Uhr Orgel-Velo-Tour. Bernhard Bischof, Orgel. Kirche St.Kolumban Rorschach, 16 Uhr Orgel-Velo-Tour. Arthur Hüberli, Orgel. Evang. Kirche Goldach, 17 Uhr Schmaz und Duo Calva. Ein Schubert-Abend der besonderen Art. Kulturforum Amriswil, 17 Uhr Jugendorchester Oberthurgau. Werke von Zbinden, Sarasate, Glazunov, Larsson und Rutter. Evang. Kirche Steckborn, 18 Uhr Jersey Julie Band. Folk & More. Esse Musicbar Winterthur, 19:30 Uhr

FILM

La grande bellezza. Berückende Ode auf Rom und seine reichen Nichtstuer. Kinok St.Gallen, 10:30 Uhr

To the Wonder. Das neue, betörende Epos von Meister Terrence Malick. Kinok St.Gallen, 13:15 Uhr Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 und 20 Uhr Cesars Grill. Ein Vegetarier muss ein Grill-Restaurant retten. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Hier und Jetzt. Dramödie über selbst geschaffene Widrigkeiten des Alltags. Kino Rosental Heiden, 19:15 Uhr Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. Dindos und Meienbergs Film löste heftige Kontroversen aus. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Que tan lejos. Reisefilm aus Ecuador. Gaswerk Winterthur, 19:30 Uhr

BÜHNE

Festival Jups. Für junges Publikum. Kammgarn Schaffhausen, 11 Uhr Habe nun, ach… Faust in Weinfelden. Ein Stationentheater nach Faust von Goethe. Theaterhaus Thurgau Weinfelden, 17:15 Uhr Clowns & Kalorien – Ein Fest für alle Sinne. Das himmlische Verzehrtheater. Messeplatz im alten Riet Schaan, 18:30 Uhr Karneval. Thriller von Jordi Galceran. Theater Kanton Zürich Winterthur, 19 Uhr

LITERATUR

Poetry Slam Teamwettkampf. Die Königsdisziplin. Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Gerda Steiner / Jörg Lenzlinger. Bündner Kunstmuseum Chur, 11 Uhr Marcella Lassen. Vernissage. Galerie Schönenberger Kirchberg, 11 Uhr What a boom – What a bang. Finissage. Kunstverein Konstanz, 11 Uhr Cross Over. Kuratorenführung. Fotomuseum Winterthur, 11:30 Uhr

VORTRAG

Sonntagsrede. Theater und Bühne im Jahr 2033. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 11 Uhr Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. Rundgang im Industrieareal Sittertal. Sitterwerk St.Gallen, 17 Uhr

KINDER

Die Schlümpfe 2. Trickfilm. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr Kinderzirkus Ro(h)rspatz. Durchführung nur bei guter Witterung. Seeufer Horn, 15 Uhr Ritter Rost – Eisenhart & voll verbeult. Der bekannte Blechritter als Kinospass für die Kleinen. Kinok St.Gallen, 15:30 Uhr

DIVERSES

Mummenschanz. Maskenbauund Theater-Workshop. Diogenes Theater Altstätten, 09 Uhr 40 Waffenplätze sind genug. 20 Jahre Jubiläum, AktivistInnenTreff. Neuchlen Gossau, 10 Uhr Jubiläumsfest. Grilladen, Salatbuffet, musikalische Unterhaltung. Pflegeheim St.Otmar St.Gallen, 11 Uhr

Saiten 09/2013

Clowns & Kalorien – Ein Fest für alle Sinne. Das himmlische Verzehrtheater. Messeplatz im alten Riet Schaan, 19:30 Uhr Don Giovanni. Oper von W.A. Mozart. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr 1513 – oder was das Land Appenzell dazu beitrug, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Schattenspiel zum Appenzeller Jubiläum. FigurenTheater St.Gallen, 20 Uhr Coirason: Wortakrobatisches Tonturnfest. Musik-Kabarett. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Ein Sommernachtstraum. Mit der Theater Gruppe St.Otmar. Curling Center St.Gallen, 20 Uhr Zieher & Leeb – Impro-Kabarett. «Wer weiss was?». Theater an der Grenze Kreuzlingen, 20 Uhr Saga B. Eine Abfahrt in die Krise und den Cyberspace. Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Der zerbrochene Krug. Komödie von Heinrich von Kleist. Wasserschloss Hagenwil, 20:30 Uhr


65

Saiten 09/2013

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Die Königsdisziplin

Heroisches Quartett

Liebesillusion

Clever mobil

Slam-Teamwettkampf in der Grabenhalle Nach den Teamshows an der Museumsnacht messen sich die Poetry-Slam-Teams am Sonntag im grossen Teambattle untereinander. Er gilt nicht umsonst als Königsdisziplin des Slam. Teams zeigen, was ein einzelner Slammer kaum schafft: Geschichten und Texte, die zu mehrstimmigen Sprechgesängen werden, Musik ganz ohne Instrumente. Um den Titel des St. Galler Teamchamps kämpfen Harry & Jakob, Trio Logorrhö (Bild), Die Agile Liga, Team Interrobang, Grossraumdichten und Team Pink im Park. Moderation: Richi Küttel & Ralph Weibel. Sonntag, 8. September, 20.30 Uhr, Grabenhalle St. Gallen. slamgallen.ch

Die vier Helden in Trogen Der frühere St.Galler Opernsolist Stefan A. Rankl zündete die Idee für ein heroisches A-CappellaQuartett. Und fand drei heldenhafte Mitstreiter: Jens Weber (Tenor), Bernhard Bichler (Bariton) und Tijl Faveyts (Bass). «Die vier Helden» waren geboren. Sie erarbeiteten sich einen Pool an Liedern, dann holten sie die Dramaturgin Susanne Schemschies zu den Proben dazu. Entstanden ist ein kurzweiliges, launiges Programm über die Höhen und Tiefen im Leben von Männern, die auf der Bühne, aber auch im Leben wahre Helden sind. Sonntag, 8. September, 10.30 Uhr, Kulturhaus Trogen. kulturhaustrogen.ch

Nicol Ljubić im Raum für Literatur «Wo es Richter gibt, braucht es Verbrecher. Das sind die Spielregeln unserer Gesellschaft. Er hat sie akzeptiert, er hat daraus eine göttliche Ordnung gemacht.» 49 Jahre muss Friedrich seine Strafe verbüssen, bevor er im Gefängnis verstirbt. Er ist ein Frauenmörder, den die deutsche Nachkriegsgesellschaft für immer wegschliessen will. Doch da gibt es noch sie: Sie verliebt sich in ihn, teilt die wenigen Stunden in Freiheit. Nicol Ljubić lotet in «Als wär es Liebe» sensibel eine Liebesillusion aus, die dem Hass geschuldet ist und die Liebende isoliert. Moderation: Joachim Bitter. Dienstag, 10. September, 19.30 Uhr, Raum für Literatur, Hauptpost St.Gallen. gdsl.ch / hauptpost.ch

E-Bikes und E-Scooter am Testtag Der Testtag bei der Empa in St.Gallen bietet eine grosse Auswahl an Elektromotorrädern und E-Bikes. Interessierte können sich bei einer Probefahrt von dieser umweltfreundlichen und cleveren Form der Mobilität überzeugen lassen. Die Empa bietet darüberhinaus Informationen zum Elektroantrieb, und um 17.30 Uhr erzählt der Schweizer Pionier Louis Palmer von seinen Abenteuern auf der Weltumrundung mit einem solarbetriebenen Fahrzeug. Donnerstag, 12. September, 12 bis 19 Uhr, Empa St.Gallen. umwelt.stadt.sg.ch

4.Trogener Kulturtage. MusikschülerInnen Kanti Trogen. Kulturhaus Trogen, 15:30 Uhr und Verleihung Kulturpreis, 16 UhrFahneneinzug und Stabübergabe. Schlussparty. Ledi – Die Wanderbühne Teufen, 18 Uhr

Mo 09. KONZERT

Karo. Ein grandioses Stück Trauer-Pop. Portier Winterthur, 20:30 Uhr

FILM

Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 Uhr To the Wonder. Das neue, betörende Epos von Meister Terrence Malick. Kinok St.Gallen, 18 Uhr Mr. Morgan’s last Love. Über den einsamen, lebensmüden Witwer Matthew Morgan. Cinewil Wil, 20 Uhr The Look of Love. Über das Sex-Business im London der Swinging Sixties. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

Di 10. KONZERT

Seniorenchor Amriswil. Volksmusik. Alters- und Pflegezentrum Amriswil, 14 Uhr

Nostalgiechörli Horn singt. In Gewändern wie vor hundert Jahren. Altersheim Rorschach, 14:30 Uhr

FILM

Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg? Gespräch mit Roger de Weck und Paul Rechsteiner. Kulturraum am Klosterplatz St.Gallen, 20 Uhr

The Sapphires. Aborigines-Soul. Cinewil Wil, 17 Uhr Son de mar. Ulises heiratet die schöne Martina. Kinok St.Gallen, 18 Uhr La grande bellezza. Berückende Ode auf Rom und seine reichen Nichtstuer. Kinok St.Gallen, 20 Uhr Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 20 Uhr Wilbur Wants To Kill Himself. Tragikomödie von einem depressiven Schotten. Cinema Luna Frauenfeld, 20 Uhr Jäger des Augenblicks. Expedition zum sagenumwobenen Tafelberg Roraima. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Karumen Junjosu. Satirisches japanisches Kino der 50er Jahren. Kino Loge Winterthur, 20:30 Uhr

DIVERSES

BÜHNE

FILM

Ein fliehendes Pferd. Schauspiel von Martin Walser. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Nenn mich nicht Stadt! Führung. Kunstzone Lokremise St.Gallen, 19 Uhr

LITERATUR

Als wäre es Liebe. Nicol Ljubic. Raum für Literatur St.Gallen, 19:30 Uhr

Bürgermeister Vadian und die Radikalität der St.Galler Reformation. Religionsgeschichtliche Altstadtwanderung mit Walter Frei. Kirche St.Mangen St.Gallen, 18 Uhr

Mi 11. KONZERT

Things to Sounds. Jazz am Mittwoch. Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr

NACHTLEBEN

Havana Night. Salsa-Party mit DJ Osman el Duque. K9 Konstanz, 21:30 Uhr Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 und 20 Uhr Cesars Grill. Ein Vegetarier muss ein Grill-Restaurant retten. Kinok St.Gallen, 17:15 Uhr Der Meienberg. Tobias Wyss’ Porträt über Niklaus Meienberg. Kinok St.Gallen, 19:15 Uhr Kurzfilme. Tattoos im Film. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Las edades de Lulú. Lulú wird von einem reifen Mann in

08.–12.09.

die Liebe eingeführt. Kinok St.Gallen, 21 Uhr

BÜHNE

Clowns & Kalorien – Ein Fest für alle Sinne. Das himmlische Verzehrtheater. Messeplatz im alten Riet Schaan, 19:30 Uhr Das Versprechen. Schauspiel nach dem Roman von Friedrich Dürrenmatt. Theater Winterthur, 19:30 Uhr Moses – Die 10 Gebote. Musical von Michael Kunze und Dieter Falk. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Alex Porter: TrancePorter – Best of 30 Jahre Alex Porter. Zauberei. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Un piccolo circo. Poetisches Körper– und Clowntheater. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Beethoven. Stück des Théâtre du Sacré. Theater 111 St.Gallen, 20:15 Uhr

LITERATUR

Nacht ist der Tag. Peter Stamm liest aus seinem druckfrischen Roman. Kantonsbibliothek Thurgau Frauenfeld, 19:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Bilck ins Schlüsselloch. Märchen im Museum. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14 Uhr Mona Hatoum. Führung. Kunstmuseum St.Gallen, 18:30 Uhr Geliebt, verhätschelt, verstossen – unsere Haustiere. Vortrag: «Amphibien & Reptilien». Naturmuseum St.Gallen, 19 Uhr

Lucien de Samosate, voyageur. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Verehrt, verboten, vergessen. Der Komponist Walter Braunfels. Villa Rychenberg Winterthur, 18 Uhr Ich habe Epilepsie – Wie gehen meine Angehörigen und ich damit um? Gespräch unter Gleichgesinnten. Restaurant Dufour St.Gallen, 18:30 Uhr Erziehung zur Individualität und Solidarität. Vortrag von Remo H. Largo. Rudolf Steiner Schule St.Gallen, 19:30 Uhr

KINDER

Hans im Glück. Kinderstück nach den Gebrüdern Grimm. Theater St.Gallen, 14 Uhr Geschichtenzeit. Erzählstunde in Mundart. Freihandbibliothek St.Gallen, 14:15 Uhr Russische Erzählstunde. Märchen & Geschichten. Freihandbibliothek St.Gallen, 16 Uhr

DIVERSES

Kinderkleider- und Spielsachenbörse. Des Familienzentrums Winterthur. Alte Kaserne Winterthur, 09 Uhr

Do 12. KONZERT

Freestyle Bar. Freestylen zu DJ Sounds. Flon St.Gallen, 19 Uhr


67 1. Tonhallekonzert. Mit Werken von Schnyder, Beethoven und Brahms. Tonhalle St.Gallen, 19:30 Uhr Festival Kammermusik Bodensee. Abendkonzert. Napoleonmuseum Salenstein, 19:30 Uhr Floating Tamina Musicnight mit Pocket Rockers. Das Ausgehvergnügen im 36.5° warmen Thermalwasser. Tamina Therme Bad Ragaz, 19:30 Uhr Stimmen aus dem 20. Jahrhundert. Werke von Braunfels, Martin, Strawinsky. Stadthaus Winterthur, 19:30 Uhr Cannonsoul. Jazz. Esse Musicbar Winterthur, 20:15 Uhr Dukush. Audio-visuelles Gesamtkunstwerk. Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr Jazz Jam Session. Mit dem Trio Huter – Zartea – Carella. K9 Konstanz, 20:30 Uhr

FILM

Saiten 09/2013

Gloria. Diese Frau muss man lieben. Cinewil Wil, 17 und 20 Uhr Halb so wild. Ein Urlaub wird zum verstörenden Beziehungsreigen. Kinok St.Gallen, 17:15 Uhr What Moves You. Über ein Internationales Eurythmieprojekt. Kinok St.Gallen, 19 Uhr Huevos de oro. Javier Bardem will das grösste Haus der Stadt bauen. Kinok St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Clowns & Kalorien – Ein Fest für alle Sinne. Das himmlische Verzehrtheater. Messeplatz im alten Riet Schaan, 19:30 Uhr Moses – Die 10 Gebote. Musical von Michael Kunze und Dieter Falk. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr 1513 – oder was das Land Appenzell dazu beitrug, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Schattenspiel zum Appenzeller Jubiläum. FigurenTheater St.Gallen, 20 Uhr Duo Calva. Cello Kabarett. Rathaus Weinfelden, 20 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr Un piccolo circo. Poetisches Körper– und Clowntheater. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Einer flog über das Kuckucksnest. Humorvolle Inszenierung von Romy Forlin. Altes Kino Mels, 20:15 Uhr Beethoven. Stück des Théâtre du Sacré. Theater 111 St.Gallen, 20:15 Uhr Ich werd nicht mehr, ich bin ja schon. Comedy mit Käthe Lachmann. Ristorante il Boccone Konstanz, 20:30 Uhr

LITERATUR

Armin Thurner. Republik ohne Würde. Theater am Saumarkt Feldkirch, 20:15 Uhr

AUSSTELLUNG

Hinter der Bar. Kunsttreffpunkt. Nextex St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Musikwissenschaftliches Symposium. Vorträge zu Werk und Lebenswelt Walter Braunfels’. Villa Rychenberg Winterthur, 09 Uhr

Mit Musik geht alles besser. Musik als Lebenshilfe für Krebskranke. Sokrates Gesundheitszentrum Güttingen, 19 Uhr Caravaggio, der VerdammteLicht und Schatten in seinen Werken. In italienischer Sprache. Kantonsschulhaus Frauenfeld, 19:30 Uhr

KINDER

Nicole und Martin. Von dem Fischer und seiner Frau. Rudolf Steiner Schule St.Gallen, 14:30 Uhr

DIVERSES

E-Bikes, E-Scooter und solare Weltumrundung. Der Testtag. Empa St.Gallen, 12 Uhr

Fr 13. KONZERT

1. Tonhallekonzert. Mit Werken von Schnyder, Beethoven und Brahms. Tonhalle St.Gallen, 19:30 Uhr Frölein Da Capo: «Gemishtes Plättli». Einfrauorchester. Theater an der Grenze Kreuzlingen, 20 Uhr Nicole Durrer Band. Traditioneller Jazz neu komponiert. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr Reto Zeller – «SchonZeit». Der Geschichtenerzähler mit der Gitarre. Alte Mühle Gams, 20 Uhr Blue Exercise. Jazz. Esse Musicbar Winterthur, 20:15 Uhr Stimmrecht. A-cappella-Gesang. Pädagogische Hochschule Kreuzlingen, 20:30 Uhr Fishhead: «225». Plattentaufe feat. The Caroloregians & Jar. Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr Geffin Brothers & Walter Benjamin. Songwriter & Folkrock. Spielboden Dornbirn, 21 Uhr Erobique. Hamburger Discodampfer. Palace St.Gallen, 22 Uhr Prezident, Kamikazes. Whiskeyrap aus Wuppertal. TapTab Schaffhausen, 22 Uhr Tonjuwelen. Juwelen der elektronischen Tanzmusik. Kula Konstanz, 22 Uhr

NACHTLEBEN

Let’s Dance. Party für Leute um 40. Alte Kaserne Winterthur, 21 Uhr Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr Das House. House Music. Kraftfeld Winterthur, 23 Uhr

FILM

Mr. Morgan’s Last Love. Ein alter Amerikaner in Paris findet zu neuem Lebensmut. Kinok St.Gallen, 17 Uhr, Cinewil 17 Uhr und Kino Rosental Heiden 20:15 Uhr The Look of Love. Über das Sex-Business im London der Swinging Sixties. Kinok St.Gallen, 19:15 Uhr Gloria. Diese Frau muss man lieben. Cinewil Wil, 20 Uhr The artist is present. Verführerisch, furchtlos und unverschämt. Kulturcinema Arbon, 20:30 Uhr Jamón, jamón. Penélope Cruz und Javier Bardem als umwerfendes Liebespaar. Kinok St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Celebration. Tanz, Musik und Gesang. Stadttheater Schaffhausen, 19:30 Uhr Clowns & Kalorien – Ein Fest für alle Sinne. Das himmlische Verzehrtheater. Messeplatz im alten Riet Schaan, 19:30 Uhr Das Versprechen. Schauspiel nach dem Roman von Friedrich Dürrenmatt. Theater Winterthur, 19:30 Uhr 1513 – oder was das Land Appenzell dazu beitrug, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Schattenspiel zum Appenzeller Jubiläum. FigurenTheater St.Gallen, 20 Uhr Alex Porter: TrancePorter – Best of 30 Jahre Alex Porter. Zauberei. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Auch nicht schlimmer. Uta Köbernick singt Rabenlieder. Fabriggli Buchs, 20 Uhr Ein fliehendes Pferd. Schauspiel von Martin Walser. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Mixtape. Eine szenisch-musikalische Performativität. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr TmbH – die Show. Theater auf Zuruf, Klamauk, Spiele, Rosen, Schwämme, alles. K9 Konstanz, 20 Uhr Un piccolo circo. Poetisches Körper– und Clowntheater. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Einer flog über das Kuckucksnest. Humorvolle Inszenierung von Romy Forlin. Altes Kino Mels, 20:15 Uhr Schalmeiala tütü – und andere unmögliche Tatsachen. Lebhaft und kapriziös, zart und heimlich. Phönix-Theater Steckborn, 20:15 Uhr Beethoven. Stück des Théâtre du Sacré. Theater 111 St.Gallen, 20:15 Uhr

AUSSTELLUNG

Veronika Bischoff: «Dazwischen». Vernissage. Galerie vor der Klostermauer St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Die Vermessung der Frau. Von Botox, Hormonen und anderem Unsinn. Weinstube Heerbrugg, 19 Uhr

KINDER

Nicole und Martin. Hänsel und Gretel. Rudolf Steiner Schule St.Gallen, 10:30 Uhr

DIVERSES

Englisches Sprachencafé. Sprachkenntnisse praktizieren. Kino Rosental Heiden, 18:30 Uhr

Sa 14. KONZERT

Rock Benefiz-Konzert. The White Fences, A Phobic Smile, Painhead. Evang. Kirchgemeindezentrum Rorschach, 19 Uhr Barockkonzert Vesperae. Mehrchörige und monodische Musik aus dem 17. Jahrhundert. Kathedrale St.Gallen, 19:30 Uhr Bettagskonzert. Werke von Franz Schubert. Stadtkirche Winterthur, 19:30 Uhr Misa Buenos Aires. Mit Kolumbanschor und Quinteto nuevo

12.–14.09.

del arco. Herz-Jesu-Kirche Rorschach, 19:30 Uhr Animals & Friends. Wiedergeburt der Blues-Ikone. Gare de Lion Wil, 20 Uhr Garrett Kato. Sommerlich-leichte Töne aus Byron Bay, Australien. Viertel Bar Trogen, 20 Uhr Helga Schneider. Mit ihrem zweiten Soloprogramm «Hellness». Kultur-Werkstatt Wil, 20 Uhr Klavierabend zu vier Händen. Schubert, Herzogenberg, Brahms, Huber und Liszt/Bendel. Kursaal Heiden, 20 Uhr Ostschweiz trifft Westschweiz. Belcanto-Chor Frauenfeld und Choeur Neuf aus Lutry. Evang. Kirche Aadorf, 20 Uhr Swing Dance Orchestra. Best of Swing – Deutsche und Amerikanische Swinghits. Tonhalle Wil, 20 Uhr Duo Cassard. Zwei HerzblutMusiker. Theater am Saumarkt Feldkirch, 20:15 Uhr Gion Stump & The Lighthouse Project: Rail Tracks. Ein Abend mit emotionalen und energievollen Liedern. Alte Turnhalle Engelburg, 20:15 Uhr Jazz&. Christian Muthspiel 4 feat. Steve Swallow. Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr Luuk. CD-Taufe: «Coitus». Fabriggli Buchs, 20:30 Uhr Bombino. Tuareg Rock aus Nigeria. Palace St.Gallen, 21 Uhr Tremors. Support: Bitterness. Kula Konstanz, 21 Uhr Kalabrese & Rumpelorchester. Tanzabend mit Anstand und Stil. TapTab Schaffhausen, 21:30 Uhr

NACHTLEBEN

Röräheizär. Bad-Taste-Party. Café Schnell Rorschach, 19 Uhr Remady & Manu-L. Electro, House. Kugl St.Gallen, 20 Uhr Schlaflos in Winterthur. Disco, HipHop, Funk & Soul. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Inspirationen von Herr Bitter am DJ Pult. Oya St.Gallen, 20:30 Uhr K9 Disco. Mit DJ Bernd, Die Kult-Disco ab 30 Jahre. K9 Konstanz, 21 Uhr Live It Up. Indie, Electro, MashUp. Salzhaus Winterthur, 22 Uhr Monkey Safari. Support: Pa-Tee & Maria Blessing, S.Q.U.A.R.E. Grabenhalle St.Gallen, 22 Uhr

FILM

Cesars Grill. Ein Vegetarier muss ein Grill-Restaurant retten. Kinok St.Gallen, 17 Uhr Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 Uhr The Sapphires. Aborigines-Soul. Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr To the Wonder. Das neue, betörende Epos von Meister Terrence Malick. Kinok St.Gallen, 19 Uhr Gloria. Diese Frau muss man lieben. Cinewil Wil, 20 Uhr La Grande Bellezza. Rom im sommerlichen Glanz. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr und Kinok St.Gallen 21:30

BÜHNE

Celebration. Tanz, Musik und Gesang. Stadttheater Schaffhausen, 17:30 Uhr Habe nun, ach… Faust in Weinfelden. Ein Stationentheater nach Faust von Goethe.

Theaterhaus Thurgau Weinfelden, 18:15 Uhr Clowns & Kalorien – Ein Fest für alle Sinne. Das himmlische Verzehrtheater. Messeplatz im alten Riet Schaan, 19:30 Uhr Don Giovanni. Oper von W.A. Mozart. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr 1513 – oder was das Land Appenzell dazu beitrug, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Schattenspiel zum Appenzeller Jubiläum. FigurenTheater St.Gallen, 20 Uhr Alex Porter: TrancePorter – Best of 30 Jahre Alex Porter. Zauberei. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Ein fliehendes Pferd. Schauspiel von Martin Walser. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Karneval. Thriller von Jordi Galceran. Theater Kanton Zürich Winterthur, 20 Uhr Lisa Catena. Wäutfriede. Diogenes Theater Altstätten, 20 Uhr Sarah Hakenberg: der Fleischhauerball. Klavier-Kabarett voll treffender Pointen. Restaurant Alpstein Appenzell, 20 Uhr Un piccolo circo. Poetisches Körper– und Clowntheater. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Bravebühne: «Die Verschwundenen». Berührendes Jugendtheaterstück. Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Einer flog über das Kuckucksnest. Humorvolle Inszenierung von Romy Forlin. Altes Kino Mels, 20:15 Uhr Innerorts. Das erste Soloprogramm von Manuel Stahlberger. Rössli Mogelsberg, 20:15 Uhr Ritus. Compagnia Teatro Daruma. Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr Beethoven. Stück des Théâtre du Sacré. Theater 111 St.Gallen, 20:15 Uhr

LITERATUR

Integrational. Feldversuch mit Renato Kaiser und Enrico Lenzin. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr Eva & Maria: «Silbenzischen». Wort-Poetinnen mit eigensinnigen Textkreationen. Asselkeller Schönengrund, 20:15 Uhr

AUSSTELLUNG

Jan Kaeser. Finissage. Galerie Adrian Bleisch Arbon, 14 Uhr «Isola della Fruta» von Mario Merz. Vernissage. Hallen für Neue Kunst Schaffhausen, 16 Uhr Die zweite Dekade. Führung. Kunsthalle Arbon, 16 Uhr Museumsnacht 2013. Videokunst von Katja Loher. Kammgarn Schaffhausen, 18 Uhr

VORTRAG

Die Heilkraft der Farben. Vortrag. Kath. Kirchgemeinde Romanshorn, 09 Uhr

KINDER

Kinderzirkus Ro(h)rspatz. Durchführung nur bei guter Witterung. Rheinpark St.Margrethen, 14 Uhr Kasperletheater. Neue Abenteuer. Spielboden Dornbirn, 15 Uhr Nicole und Martin. Die Bremer Stadtmusikanten. Rudolf Steiner Schule St.Gallen, 15 Uhr Johannes und Margarete. Ein Fest für Mutige. Theater Winterthur, 17 Uhr


68 Schnitt. Workshop. Kulturbüro St.Gallen, 10 Uhr Arthur visiert. Stadtrundgang, Apéro, Theater, Kurzfilme. Kino Passerelle Wattwil, 15 Uhr Schlossfest. Konzerte, Kinderspielangebote, Führungen, uvm. Schloss Dottenwil Wittenbach, 18 Uhr Dance for Kenya. Mit Massai Tanz, Akrobatik, Limbo, uvm. Alte Kaserne Winterthur, 19 Uhr

So 15. KONZERT

Matinée-Benefizkonzert mit Maurice Steger. Zugunsten des Projektes «Afri’Ca». Grand Hotels Resort Bad Ragaz, 10:30 Uhr Festival Kammermusik Bodensee. Abendkonzert auf der MS Sonnenkönigin. Kreuzlingen, 16 Uhr Amine & Hamza Quartett. Weltmusik aus Tunesien. Kleinaberfein St.Gallen, 17 Uhr Jugendorchester Oberthurgau. Mit Seth Quistad (Solo Posaune). Bitzihalle Bischofszell, 17 Uhr Orgelsinfonie für drei Organisten. Orgelsinfonie «St.Florian» von Michael Floredo. Kathedrale St.Gallen, 17 Uhr Appenzeller Kammerorchester. Mit dem Trio Anderscht. Kirche Wolfhalden, 18 Uhr Kirchenkonzert. Musikverein Herisau und Chor Amazonas. Evang. Kirche Herisau, 18 Uhr Bettagskonzert. Mit dem Gospelchor Yes. katholische Kirche Aadorf, 19 Uhr Kanti Wattwil Big Band Konzert. A tribute to Peter Herbolzheimer. Lokremise St.Gallen, 19 Uhr Folk & More. Surprise Act. Esse Musicbar Winterthur, 19:30 Uhr Bombino. Tuareg Rock aus Nigeria. Salzhaus Winterthur, 20 Uhr Nils Kercher Ensemble. Mit Batou Kouyate aus Mali. K9 Konstanz, 20 Uhr

FILM

Mr. Morgan’s Last Love. Ein alter Amerikaner in Paris findet zu neuem Lebensmut. Kinok St.Gallen, 11 Uhr What Moves You. Über ein Internationales Eurythmieprojekt. Kinok St.Gallen, 13:30 Uhr Gloria. Diese Frau muss man lieben. Cinewil Wil, 17 Uhr und Kino Rosental Heiden 19:15 Uhr Laure Wyss – Ein Schreibleben. Die engagierte Journalistin und Medienpionierin im Porträt. Kinok St.Gallen, 17 Uhr Der Meienberg. Tobias Wyss’ Porträt über Niklaus Meienberg. Kinok St.Gallen, 18:15 Uhr Das bessere Leben ist anderswo. Drei Biographien, ein Film. Gaswerk Winterthur, 19:30 Uhr La grande bellezza. Berückende Ode auf Rom und seine reichen Nichtstuer. Kinok St.Gallen, 20 Uhr Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 20 Uhr

BÜHNE

Mondmusig. Puppentheater Zwergenbühne. Primarschulhaus Rebsamen Romanshorn, 09:45 Uhr

Beethoven. Stück des Théâtre du Sacré. Theater 111 St.Gallen, 11 Uhr Handwerk, Wissenschaft und Gottvertrauen. Theatertour «Medizingeschichten» mit Bruno Riedl. Schloss Werdenberg, 11 Uhr Das Versprechen. Schauspiel nach dem Roman von Friedrich Dürrenmatt. Theater Winterthur, 14:30 Uhr Mixtape. Eine szenisch-musikalische Performativität. Eisenwerk Frauenfeld, 17 Uhr Habe nun, ach… Faust in Weinfelden. Ein Stationentheater nach Faust von Goethe. Theaterhaus Thurgau Weinfelden, 17:15 Uhr Celebration. Tanz, Musik und Gesang. Stadttheater Schaffhausen, 17:30 Uhr Clowns & Kalorien – Ein Fest für alle Sinne. Das himmlische Verzehrtheater. Messeplatz im alten Riet Schaan, 18:30 Uhr 1513 – oder was das Land Appenzell dazu beitrug, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Schattenspiel zum Appenzeller Jubiläum. FigurenTheater St.Gallen, 20 Uhr Bravebühne: Die Verschwundenen. Berührendes Jugendtheaterstück. Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr

AUSSTELLUNG

Welt bewegen». Fliegermuseum Altenrhein, 09 Uhr Schlossfest. Konzerte, Kinderspielangebote, Führungen, uvm. Schloss Dottenwil Wittenbach, 10 Uhr

Mo 16. KONZERT

Lars Jonsson & Dock Moses. Superunknown, aber unverblümt gut. Portier Winterthur, 20:30 Uhr

FILM

Mr. Morgan’s last Love. Über den einsamen, lebensmüden Witwer Matthew Morgan. Cinewil Wil, 17 Uhr Huevos de oro. Javier Bardem will das grösste Haus der Stadt bauen. Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr Gloria. Diese Frau muss man lieben. Cinewil Wil, 20 Uhr To the Wonder. Das neue, betörende Epos von Meister Terrence Malick. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

LITERATUR

Laure Wyss (1913-2002): Leben und Werk. Lesung von Diana Dengler und Barbara Kopp. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr

Geliebt, verhätschelt, verstossen – unsere Haustiere. Führung. Naturmuseum St.Gallen, 10:15 Uhr Das Reh – durch Anpassung zum Erfolg. Kinderführung ohne Eltern. Naturmuseum Thurgau Frauenfeld, 10:30 Uhr Bilck ins Schlüsselloch. Führung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Kunstmenschen – Menschenkunst. Finissage. Kulturzentrum am Münster Konstanz, 11 Uhr Cross Over. Führung. Fotomuseum Winterthur, 11:30 Uhr Sexperten – Flotte Bienen und tolle Hechte. Führung. Liechtensteinisches Landesmuseum Vaduz, 14 Uhr Carl Roesch 1884 bis 1979. Führung. Museum Rosenegg Kreuzlingen, 15 Uhr

AUSSTELLUNG

VORTRAG

Gloria. Diese Frau muss man lieben. Cinewil Wil, 17 Uhr What Moves You. Über ein Internationales Eurythmieprojekt. Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr Antonias Welt. Grandiose Familiensaga. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 20 Uhr Mr. Morgan’s last love. Lebensfreude und Optimismus. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Jamón, jamón. Penélope Cruz und Javier Bardem als umwerfendes Liebespaar. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Ugetsu Monogatari. Meisterwerk von Mizoguchi. Kino Loge Winterthur, 20:30 Uhr

Cyrano de Bergerac. Einführung in das Schauspiel. Lokremise St.Gallen, 11 Uhr Roman Hähne: Versuch einer Hügeltheorie. Bericht aus dem Archiv. Zeughaus Teufen, 14 Uhr Podium zur UN-Behindertenkonvention. Diskussion mit verschiedenen Akteuren. Katharinensaal St.Gallen, 17 Uhr

KINDER

Nicole und Martin. Das Mädchen ohne Hände. Rudolf Steiner Schule St.Gallen, 11 Uhr Die Schlümpfe 2. Trickfilm. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr Kinderzirkus Rohrspatz. Durchführung nur bei guter Witterung. Schloss Arbon, 15 Uhr Ritter Rost - Eisenhart & voll verbeult. Der bekannte Blechritter als Kinospass für die Kleinen. Kinok St.Gallen, 15:15 Uhr

DIVERSES

Historische Verkehrsschau 2013. Mit dem Motto: «Räder die, die

Anastasia Katsidis – Jiajia Zhang «Im Innenraum ist das Ausland». Finissage. Kornhaus Museum Rorschach, 11 Uhr

VORTRAG

Planen – Bauen – Politisieren. Mit Herbert Oberholzer. Architektur Forum Ostschweiz St.Gallen, 19:30 Uhr

Di 17. KONZERT

Michel Tabachnik & Raschèr Saxophone Quartet. Brussels Philharmonic. Vaduzer-Saal, 20 Uhr

FILM

BÜHNE

Bunbury. Oscar Wildes erfolgreichstes Theaterstück. Werkgebäude Elgg, 20 Uhr Ein fliehendes Pferd. Schauspiel von Martin Walser. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr

14.–19.09.

LITERATUR

Männer & Frauen – Ein Reigen. Susanna Schwager liest und Pascal Steiner spielt. Rotfarbkeller Aadorf, 19:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Nenn mich nicht Stadt! Führung. Kunstzone Lokremise St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Günstiger Wohnraum – was macht Zürich, was St.Gallen? Diskussion zur angespanten Lage auf dem Wohnungsmarkt. Restaurant Dufour St.Gallen, 19:30 Uhr

Mi 18. KONZERT

Konzert Musikschule. Mit Jaroslav Netter. Haus zum Seeblick Rorschacherberg, 18:30 Uhr Nicnikas. Neu arrangierte Songs aus der heutigen Zeit. B-Post Bar St.Gallen, 20 Uhr Session-Room. Selber musizieren ohne Justin Bieber. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr

FILM

Gloria. Diese Frau muss man lieben. Cinewil Wil, 17 und 20 Uhr Halb so wild. Ein Urlaub wird zum verstörenden Beziehungsreigen. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Das weisse Band. Der Philosoph Martin Booms diskutiert Hanekes Film. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Cinéclub: «Le Havre». Humanistisches und poetisches Sozialmärchen. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Peter Madsen and CIA play Silent Movies. Shen nu: Die Göttliche. Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr

BÜHNE

Die Schaulust Revue. Circus, Clowntheater und Comedy. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Ein fliehendes Pferd. Schauspiel von Martin Walser. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Johanna Orsini-Rosenberg & Paul Skrepek: Bentley fahren von Bruno Pellandini. Schauspiel mit Musik. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Bravebühne: Die Verschwundenen. Berührendes Jugendtheaterstück. Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Beethoven. Stück des Théâtre du Sacré. Theater 111 St.Gallen, 20:15 Uhr

LITERATUR

Thilo Kraus liest Gedichte. Randgebiete, verkrautete Winkel. Bodman-Literaturhaus Gottlieben, 20 Uhr Daniel Ryser & Slime. Lesetour & Akustik Set. Palace St.Gallen, 21 Uhr

AUSSTELLUNG

Familienaufstellung. Israelische Porträts. Führung. Jüdisches Museum Hohenems, 18 Uhr Home! Sweet Home! – Vom (un) heimeligen Zuhause in der

Kunst. Gespräch. Kunstmuseum St.Gallen, 18:30 Uhr This Infinite World – Set 10. Führung. Fotomuseum Winterthur, 18:30 Uhr Frank Louis. Führung und Künstlergespräch. Kunsthalle Wil, 19 Uhr Purée, sportswoman. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

KINDER

Johannes und Margarete. Ein Fest für Mutige. Theater Winterthur, 17 Uhr

DIVERSES

Eine Runde Deutsch. Zusammen Deutsch sprechen und üben. Freihandbibliothek St.Gallen, 19 Uhr

Do 19. KONZERT

As They Burn. Metal aus Frankreich, mit Support aus der CH. Gare de Lion Wil, 19:30 Uhr Christian Muthspiel 4. Feat. Steve Swallow. Jazz aus den USA. Kammgarn Schaffhausen, 20 Uhr Emilio Solla & Afines. Mischung aus Tango, argentinischem Folk und Jazz. Fabriggli Buchs, 20 Uhr Oscar & The Wolf. Indie aus Belgien, feat. One Sentence. supervisor. Salzhaus Winterthur, 20 Uhr Get the vibes. Jazz. Esse Musicbar Winterthur, 20:15 Uhr Sleepy House. Grooviges aus Luzern. Varieté Tivoli St.Gallen, 20:15 Uhr Danças Ocultas. AkkordeonQuartett aus Agueda, Portugal. Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr Raviindra New Space Ensemble. Ein Klangkosmos exotischer Rhythmen und Klänge. K9 Konstanz, 20:30 Uhr

Saiten 09/2013

DIVERSES


69 NACHTLEBEN

Hallenbeiz. PingPong mit DJSounds. Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr

FILM

Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 und 20 Uhr Es ist kalt in Brandenburg. Die Geschichte des Westschweizer Hitler-Attentäters Bavaud. Kinok St.Gallen, 18 Uhr Eine Couch in New York. Polyglott-luftige, subtile Beziehungskomödie. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr The Look of Love. Über das Sex-Business im London der Swinging Sixties. Kinok St.Gallen, 21 Uhr

Saiten 09/2013

BÜHNE

Matze Knop. «Platzhirsche»Tour. Conrad Sohm Dornbirn, 19:30 Uhr Die Schaulust Revue. Circus, Clowntheater und Comedy. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Hutzenlaub & Stäubli – MusikKabarett. Reif für den Oskar. Theater an der GrenzeKreuzlingen, 20 Uhr Beethoven. Stück des Théâtre du Sacré. Theater 111 St.Gallen, 20:15 Uhr Bravebühne: «Die Verschwundenen». Berührendes Jugendtheaterstück. Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Einer flog über das Kuckucksnest. Humorvolle Inszenierung von Romy Forlin. Altes Kino Mels, 20:15 Uhr

LITERATUR

Frühschicht. Lesung mit Manfred Heinrich und einem Gast. Alte Kaserne Winterthur, 06:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Stephan Hasslinger und Gela Samsonidse: «Fremde Figuren». Preview. Kunstverein Konstanz, 18:30 Uhr Hinter der Bar. Kunsttreffpunkt. Nextex St.Gallen, 19 Uhr Sommeratelier: Sasha Huber. Shedgespräche. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr

VORTRAG

Plastisches Wachs. Werkstattgespräch. Sitterwerk St.Gallen, 18 Uhr

KINDER

Geschichtenzeit. Erzählstunde in Mundart. Freihandbibliothek St.Gallen, 14:15 Uhr

Fr 20. KONZERT

BeLïJo: Harfe, Alphorn, Gesang, Gaumenfreude. Drei junge Musikerinnen. Kath. Kirche St.Laurentius Flawil, 19 Uhr Wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden. Kantate BWV 47 von J.S. Bach. Evang. Kirche Trogen, 19 Uhr Ein Deutsches Requiem. Von Johannes Brahms. Evang. Stadtkirche Frauenfeld, 19:30 Uhr Hulk City, Hathors, Miracle Flair. Alternatic Rock, Industrial

Dark Streamingly Punk. Grabenhalle St.Gallen, 19:30 Uhr Altstadt Swing. No Marching Band & Lindy Hop Crash Kurs. Alte Kaserne Winterthur, 19:45 Uhr Bogalusa New Orleans Jazzband. New Orleans Revival-Stil der 40er Jahre. Casino Herisau, 20 Uhr Ein Abend am Hofe: Barocklieder und Lautenmusik. Musik für Countertenor, Laute & Barockgitarre. Modelhof Müllheim Dorf, 20 Uhr Peet Project. Funk Jazz Pop. Jazzclub Rorschach, 20 Uhr The Impressive Life of J-Dilla. Hip Hop-Event. Kugl St.Gallen, 20 Uhr The Red Hot Serenaders. Acoustic Blues & Jazz. 3Eidgenossen Appenzell, 20 Uhr Christoph Irniger Trio. Jazz. Esse Musicbar Winterthur, 20:15 Uhr Chor Gais mit Jazz Quartett. Jazzige, brasilianische und Appenzeller Lieder. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 20:30 Uhr Pepejazz. King Pepe & Le Rex. TapTab Schaffhausen, 21 Uhr Rock am See – Warm up Party. Der ultimative Bauch, Beine, Po – Warm Up. Kula Konstanz, 21 Uhr Guorio Hansdóttir. Sängerin und Songschreiberin von den Färöer Inseln. Oya St.Gallen, 22 Uhr Beizafestival mit Puck & Tatti. Karin Ospelt & Roger Szedalik. Tak Schaan, 22:30 Uhr

NACHTLEBEN

Dance Free Freudentanz. Musikalische Leckerbissen zum tanzen und lauschen. Alte Kaserne Winterthur, 19 Uhr Disco Diverso. Anschliessend Kugl-After-Party. Flon St.Gallen, 19 Uhr Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr Hinterhaus Records Geburtstagsfeier. Selecta Maas, Doublechin & Soulfill Franklin. Kraftfeld Winterthur, 22 Uhr Geteert & Gefedert, Catz ‘N Dogz. House, Techno Salzhaus Winterthur, 23 Uhr

FILM

Filme für die Erde. Filmfestival. Stadthaussaal Winterthur, 09 Uhr Gloria. Diese Frau muss man lieben. Cinewil Wil, 17 und 20 Uhr La grande bellezza. Berückende Ode auf Rom und seine reichen Nichtstuer. Kinok St.Gallen, 17 Uhr To the Wonder. Das neue, betörende Epos von Meister Terrence Malick. Kinok St.Gallen, 19:45 Uhr Rebelle. Das Schicksal einer Kindersoldatin. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr The angels share. Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht immer ernst. Kulturcinema Arbon, 20:30 Uhr The Hands that sew your Shirt. Über eine Näherin in Bangladesh. Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr Tatuaje. Unterhaltsame Krimijagd durch das Europa der 70erJahre. Kinok St.Gallen, 22 Uhr Nocturne. Best of Fantoche. Kino Loge Winterthur, 23 Uhr

BÜHNE

Pat Perry: Magic Dinner. Bankett mit grosser Zauberei. Restaurant

Henessenmühle Gossau, 19 Uhr Cyrano de Bergerac. Romantische Komödie von Edmont Rostand. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr DGTO Tambouren. Musik mit Performance. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 19:30 Uhr Der Ausflug. Kabarett von Maria Neuschmid und Jörg Adlassnigg. Altes Kino Rankweil, 20 Uhr Der Handwerker als Edelmann. Intermezzo in drei Teilen von Johann A. Hasse. Kartause Ittingen Warth, 20 Uhr Die Schaulust Revue. Circus, Clowntheater und Comedy. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Fritz Bisenz & Jasmin Clamor. Reif für den Oskar. Diogenes Theater Altstätten, 20 Uhr Johanna Orsini-Rosenberg & Paul Skrepek: Bentley fahren von Bruno Pellandini. Schauspiel mit Musik. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Michel Gammenthaler: Wahnsinn. Zaubernder Kabarettist. Oberstufenzentrum Bünt Waldkirch, 20 Uhr Toxi.Man. Solo-Theaterstück. K9 Konstanz, 20 Uhr Beethoven. Stück des Théâtre du Sacré. Theater 111 St.Gallen, 20:15 Uhr Carrington-Brown. Mit Schirm, Charme und Cellone. Bären Häggenschwil, 20:15 Uhr Einer flog über das Kuckucksnest. Humorvolle Inszenierung von Romy Forlin. Altes Kino Mels, 20:15 Uhr 1513 – oder was das Land Appenzell dazu beitrug, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 21:30 Uhr Nachtzug. Open Night, Tanz. Lokremise St.Gallen, 22 Uhr

LITERATUR

Odyssee. Lesung von Joachim Bliese und Hajo Kurzenberger. Tak Schaan, 19 Uhr Welche Rolle spielt die Liebe? Lesung mit Sina Bardill. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

143 Wagnisse. Vernissage. Atelier-Galerie am Mühlensteg St.Gallen, 18 Uhr Palatti-Schopf. Vernissage. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 19 Uhr Stephan Hasslinger und Gela Samsonidse: «Fremde Figuren». Vernissage. Kunstverein Konstanz, 19 Uhr

DIVERSES

Jassbar. 9. Raben-Preis-JassAbend. Rab-Bar Trogen, 17 Uhr Bühne Frei. Fahnenaufzug, Reden, Fanfaren und Rucksackbuch. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 18 Uhr Pat Perry. Magic Dinner – Kulinarik und Magie. Henessen Kulturtenne Gossau, 19 Uhr Om Singkonzert. Interaktives, harmonisierendes Erlebnis. Klang und Gesang Trogen, 19:45 Uhr 5-Rhythmen Tanzen. Mit Beatrice Fischer. Kultur-Werkstatt Wil, 20 Uhr Alpsegen…Stadtsegen…Betruf. Mitmachabend, natürlich outdoor, unter freiem Himmel. Freudenberg St.Gallen, 20 Uhr

19.–21.09.

Sa 21. KONZERT

4. Jazz In. Marco Marchi & The Mojo Workers. August Bar St.Gallen, 15 Uhr 4. Jazz In. Nationales Festival für Swing, Funk, Soul und Acid Jazz. Lokremise St.Gallen, 19 Uhr Orgelherbst 2013. Werke von Liszt, Karg-Elert, Rheinberger, uvm. Kirche St.Maria Neudorf St.Gallen, 19:15 Uhr Oratorienchor St.Gallen. Werke von Bernstein und Rutter. Evang. Kirche Heiden, 19:30 Uhr Electro Swing Night. Feat. Alice Francis. Kugl St.Gallen, 20 Uhr Rub A Dub Club. Real Rock Sound aus Schaffhausen. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Dschané. Lieder der Roma. ChössiTheater Lichtensteig, 20:15 Uhr Bubble Beatz. Trash Percussion. Casino Herisau, 20:30 Uhr Deiner Gegenwart Gefühl. Begegnungen und Gesang in romantischer Zeit. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 20:30 Uhr Idle Class. Feat. Überyou, Chelsea Deadbeat Combo. Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr Meduoteran. Musikalische Authentizität und Innovation. Altes Zeughaus Herisau, 20:30 Uhr Stimmrecht. A-cappella-Gesang. Löwenarena Sommeri, 20:30 Uhr GUZ solo. Der beste Freund des Menschen. Galerie Stefan Rutishauser Frauenfeld, 21 Uhr Me and my Drummer. Die Dinge auf das Wesentliche zu reduzieren. Kula Konstanz, 21 Uhr Nideröst & Söhne: Und & und. Stilvolle und tiefgründige Mundartsongs. Eisenwerk Frauenfeld, 21 Uhr Stobete. Stobete mit Trachtenchor Heiden. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 22 Uhr

NACHTLEBEN

Ready2party.ch-Night 2013. Mit Tanja La Croix. Ebnet-Saal Bronschhofen, 20 Uhr Good HipHop Music. DJs Rocksteady, Pfund 500, Mack Stax. TapTab Schaffhausen, 22 Uhr The Masterplan. Indie, Alternative, Britpop & Indietronic. Gare de Lion Wil, 22 Uhr We love 80s. Wenn Kim wild tanzt & Samantha foxt. Salzhaus Winterthur, 22 Uhr

FILM

Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. Eine dokumentarische Recherche. Cinema Luna Frauenfeld, 17 Uhr Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 und 20 Uhr What Moves You. Über ein Internationales Eurythmieprojekt. Kinok St.Gallen, 17 Uhr Gloria. Diese Frau muss man einfach lieben. Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr Mr. Morgan’s Last Love. Ein alter Amerikaner in Paris findet zu neuem Lebensmut. Kinok St.Gallen, 19 Uhr Hier und Jetzt. Dramödie über selbst geschaffene Widrigkeiten des Alltags. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr

La teta y la luna. Vergnügliche Ode an die weibliche Brust. Kinok St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Die Kiste. Einzug Appenzeller Jukebox. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 17 Uhr Moses - Die 10 Gebote. Musical von Michael Kunze und Dieter Falk. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Clowns und Streicherinnen. Clowntheater & neue Volksmusik. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Divertimento – Gate 10. Kabarett. Frauenfelderstrasse Wiesendangen, 20 Uhr Fritz Bisenz & Jasmin Clamor. Reif für den Oskar. Diogenes Theater Altstätten, 20 Uhr Johanna Orsini-Rosenberg & Paul Skrepek: Bentley fahren von Bruno Pellandini. Schauspiel mit Musik. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Tiltanic. Theatersport. FigurenTheater St.Gallen, 20 Uhr Andreas Thiel mit Les Papillons: Macht, Politsatire 4. Es ist unsicherer geworden in der Hölle. Alte Turnhalle Engelburg, 20:15 Uhr Beethoven. Stück des Théâtre du Sacré. Theater 111 St.Gallen, 20:15 Uhr Carrington-Brown. Mit Schirm, Charme und Cellone. Bären Häggenschwil, 20:15 Uhr Das Alter der Welt. UnterwasserOper. Hallenbad Geiselweid Winterthur, 20:15 Uhr Kirchenfrauenkabarett. Uns reichts! Theater am Saumarkt Feldkirch, 20:15 Uhr Zapzarap. Die Ochsentour, Songs und so. Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr

AUSSTELLUNG

Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg? Führung. Kulturraum am Klosterplatz St.Gallen, 12 Uhr Palatti-Schopf. Führung. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 13:30 Uhr Bilck ins Schlüsselloch. Kinderclub. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14 Uhr

VORTRAG

Notfälle bei Kleinkindern. Samariterverein Romanshorn. Mehrzweckgebäude Romanshorn, 08 Uhr Der weibliche LandsgemeindeDegen. Diskussion mit Julia Mensch, Kaffee und Kuchen. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 15 Uhr

KINDER

Arabische Erzählstunde. Märchenstunde. Freihandbibliothek St.Gallen, 13 Uhr Il Segreto di Pulcinella. Reise zu den bachkrontischen Inseln. Spielboden Dornbirn, 15 Uhr Johannes und Margarete. Ein Fest für Mutige. Theater Winterthur, 17 Uhr

DIVERSES

Arthur visiert. Stadtrundgang, Apéro, Theater, Kurzfilme. Kino Passerelle Wattwil, 15 Uhr Contempofest 2013. Kulturbazaar & Contempo-Preisverleihung. Kammgarn Schaffhausen, 19 Uhr


Barock, mehrchörig

Wüstenstürme

Tango und Folklore

In der Trashvilla

Cappella Vocale in der Kathedrale Nach dem grossen Erfolg ihres ersten Konzertes bietet die Cappella Vocale, das professionelle Vokalensemble der St.Galler Dommusik unter Leitung von Domkapellmeister Hans Eberhard, wieder ein exquisites Programm. Die acht Sängerinnen und Sänger bringen zusammen mit einem Bläserconsort und reich besetzter Continuogruppe mehrchörige Motetten aus dem 17. Jahrhundert von Giovanni Gabrieli (Bild), Ignazio Donati, Francesco Soriani und Paolo Agostini und anderen zum Klingen. Das Konzert wird live aufgenommen und erscheint in der CD-Reihe «Musik aus der Kathedrale St.Gallen». Samstag, 14. September, 19.30 Uhr, Chorraum der Kathedrale St.Gallen. dommusik-sg.ch

Bombino im Palace Das neue Album «Nomad» von Bombino hat es in sich. Produziert von den Indie-Helden The Black Keys fegen einem der Wüstenblues und die TuaregGitarren um die Ohren. Schnell wird klar, hier ist eine handfeste Rockband am Werk, auf deren Gitarrenkoffer vermutlich JimiHendrix-Sticker kleben. Dass Bombino heute durch die Welt touren, ist jedoch nicht selbstverständlich, denn der Gitarrist und Sänger, aufgewachsen in der krisengeschüttelten Region von Agadez in Niger, hat im Bürgerkrieg gekämpft und war jahrelang auf der Flucht. Samstag, 14. September, 21 Uhr, Palace St.Gallen. palace.sg

Emilio Solla & Afines im Fabriggli Emilio Sollas Werke decken eine breite Palette von Stilen ab, vom traditionellen argentinischen Tango bis Klassik, von Rock bis Jazz. Mit seinem Hauptprojekt Emilio Solla & Afines, das 1996 in Barcelona seinen Ursprung gefunden hat, verwirklichte Emilio Solla seinen Wunsch, die Essenz der beiden authentischen Sprachen der argentinischen Musik zu verbinden: Tango und Folklore. Die Besetzung: Emilio Solla, piano & compositions; Gorka Benítez, tenor sax and flute; Carlos Morera, bandoneon; David González, double-bass; David Xirgu, drums. Donnerstag, 19. September, 20 Uhr, fabriggli Buchs. fabriggli.ch

Premiere der neuen BubbleBeatz-Show Nach fünf Jahren mit «Don’t Litter» präsentieren Bubble Beatz ihre neue Show. Und daran gegangen sind sie mit aller Konsequenz: Die Entwicklung des Programms begann mit einer leeren Bühne. Alle Bühnenteile und «Instrumente» wurden neu geplant und gebaut, Erfahrungen aus der alten Show verwertet und neue Wünsche und Visionen der Musiker verwirklicht. Bubble Beatz trommeln ihren Zuschauern auf einer zweistöckigen «Trashvilla» eine spektakuläre, abendfüllende Show um die Ohren. «All you can Beat» ist Power à discrétion aus der Bubble Beatz-Grooveküche. Samstag, 21. September, 20.30 Uhr, Casino Herisau. dominoevent.ch

So 22. KONZERT

Liederabend. Werke von Robert Schumann. Sittikus-Saal Hohenems, 16 Uhr Christoph Pfändler & Die Metal Kapelle: Fuckbrett. Konzert & CD-Taufe. Kellerbühne St.Gallen, 17 Uhr Oratorienchor St.Gallen. Werke von Rutter und Bernstein. Dreifaltigkeitskirche Heiligkreuz St.Gallen, 17 Uhr Un peu Bohème. Lieder und Klavierwerke. Werke von Dvorak, Milhaud, Debussy, Honegger, De Falla. Schloss Wartegg Rorschacherberg, 17 Uhr Klassikkonzert. SOL a la carte. Grand Hotel Quellenhof Bad Ragaz, 17:30 Uhr Benefizkonzert. 100 Jahre Albert Schweitzer Spital Lambarene. Evang. Kirche Teufen, 19 Uhr Comme la nature chante. Werke von Telemann, Giamberti, van Eyck, Baldwin, uvm. Kirche Oberglatt Flawil, 19 Uhr Modern Pipes. Grosses Kino auf der Orgel. Andreaskirche Hüttlingen, 19 Uhr Tom Huber. Folk, Rock und Country – One-Man-Band. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 19 Uhr Samirah. Folk & More. Esse Musicbar Winterthur, 19:30 Uhr

FILM

Der Meienberg. Dokumentarfilm von Tobias Wyss. Cinema Luna Frauenfeld, 11 Uhr What Moves You. Über ein Internationales Eurythmieprojekt. Kinok St.Gallen, 11 Uhr Mr. Morgan’s Last Love. Ein alter Amerikaner in Paris findet zu neuem Lebensmut. Kinok St.Gallen, 13 Uhr, Kino Rosental Heiden, 19:15 Uhr und Cinewil 20 Uhr Es ist kalt in Brandenburg. Ein filmisches Essay über Maurice Bavaud. Cinema Luna Frauenfeld, 17 Uhr La grande bellezza. Berückende Ode auf Rom und seine reichen Nichtstuer. Kinok St.Gallen, 17 Uhr Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 Uhr Same same but different. Reisen, lieben, Kambodscha. Gaswerk Winterthur, 19:30 Uhr La femme de chambre du Titanic. Eine Liebesnacht mit dem Zimmermädchen der Titanic. Kinok St.Gallen, 20 Uhr

BÜHNE

Beethoven. Stück des Théâtre du Sacré. Theater 111 St.Gallen, 11 Uhr Performance mit Frank Lettenewitsch. Rahmenveranstaltung zur Ausstellung «Theaterfotografien». Sport- und Kulturzentrum Dreispitz Kreuzlingen, 11 Uhr Cyrano de Bergerac. Romantische Komödie von Edmont Rostand. Theater St.Gallen, 14:30 Uhr

Hallo. Mit Graham Smart und Regula Inauen. Fabriggli Buchs, 16 Uhr Schalmeiala tütü – und andere unmögliche Tatsachen. Ensemble Spielfrauen – Literarisches Musikprogramm. Eisenwerk Frauenfeld, 17 Uhr Theater Fallalpha. Nach «Serafin und seine Wundermaschine». Chössi-Theater Lichtensteig, 17 Uhr Cyrano de Bergerac. Romantische Komödie von Edmont Rostand. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr 1513 – oder was das Land Appenzell dazu beitrug, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Schattenspiel zum Appenzeller Jubiläum. FigurenTheater St.Gallen, 20 Uhr Ein fliehendes Pferd. Schauspiel von Martin Walser. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Das Alter der Welt. UnterwasserOper. Hallenbad Geiselweid Winterthur, 20:15 Uhr Einer flog über das Kuckucksnest. Humorvolle Inszenierung von Romy Forlin. Altes Kino Mels, 20:15 Uhr

Geliebt, verhätschelt, verstossen – unsere Haustiere. HaustierRevue. Naturmuseum St.Gallen, 10:30 Uhr Mona Hatoum. Führung. Kunstmuseum St.Gallen St.Gallen, 11 Uhr Wildes Indien – Himalaya zwischen Tibet und Burma. Führung. Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Palatti-Schopf. Palatti-Tag. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 12 Uhr AugenBlicke. Kunst-KaffeeKuchen mit Künstlergespräch. Museum im Lagerhaus St.Gallen, 15 Uhr David Renggli. Führung. Kunsthalle St.Gallen, 15 Uhr Die zweite Dekade. Finissage. Kunsthalle Arbon, 16 Uhr Tanzröhren-Clown. Videoinstallation von Philip Amann. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 18:30 Uhr

Kinderzirkus Rohrspatz. Durchführung nur bei guter Witterung. Goldach, 14 Uhr Johannes und Margarete. Ein Fest für Mutige. Theater Winterthur, 15 Uhr Ritter Rost - Eisenhart & voll verbeult. Der bekannte Blechritter als Kinospass für die Kleinen. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr und Kinok St.Gallen, 15:15 Uhr

VORTRAG

KONZERT

Die Erbschaft. Zsuzsanna Gahse und Christoph Rütimann. Bodman-Literaturhaus Gottlieben, 11 Uhr

Sonntagsrede. Familienbanden im Jahr 2033. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 11 Uhr Die Gewissheit und andere Illusionen – Mutmassung #6. Von Nadja Baldini und Evelyne Bucher, Kunsthistorikerinnen. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 17:30 Uhr

AUSSTELLUNG

KINDER

LITERATUR

Veronika Bischoff: «Dazwischen». Sonntagsapéro. Galerie vor der Klostermauer St.Gallen, 10 Uhr

22.–23.09.

Bruno Hächler – «Stadtfüchs». Familienprogramm zum Tanzen und Träumen. Alte Mühle Gams, 10 Uhr

DIVERSES

Marroni vom Walensee. Führung auf dem wunderschönen Kastanienweg. Bahnhof Murg, 09:15 Uhr Arthurs Prämierung der schönsten Sonnenblume. Sieger-Essen an Roman Signer’s Tischskulptur. Bräkerplatz Wattwil, 12 Uhr

Mo 23. Jamie Mac Dowell & Tom Thum. Symbiose aus Folk, Hip-Hop und Reggae. Portier Winterthur, 20:30 Uhr

FILM

Gloria. Diese Frau muss man lieben. Cinewil Wil, 17 Uhr Mr. Morgan’s Last Love. Ein alter Amerikaner in Paris findet zu neuem Lebensmut. Kinok St.Gallen, 18 Uhr Der Meienberg. Dokumentarfilm von Tobias Wyss. Cinema Luna Frauenfeld, 19:30 Uhr

Saiten 09/2013

70

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71 Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 20 Uhr Halb so wild. Ein Urlaub wird zum verstörenden Beziehungsreigen. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

BÜHNE

Serse. Oper von Händel. Stadttheater Schaffhausen, 19:30 Uhr

LITERATUR

Franz Hohler: Gleis 4. Autorenlesung. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr

Di 24. KONZERT

Seniorenchor Amriswil. Volksmusik. Alters- und Pflegezentrum Amriswil, 14 Uhr The Flying Eyes. Support: Golden Animals. Kula Konstanz, 21 Uhr

Saiten 09/2013

FILM

Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 Uhr La teta y la luna. Vergnügliche Ode an die weibliche Brust. Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr Es ist kalt in Brandenburg. Ein filmisches Essay über Maurice Bavaud. Cinema Luna Frauenfeld, 19:30 Uhr Gloria. Diese Frau muss man lieben. Cinewil Wil, 20 Uhr The Hands that sew your Shirt. Über eine Näherin in Bangladesh. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr La Grande Bellezza. Rom im sommerlichen Glanz. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Onibaba. Zart poetisch, andererseits brutal realistisch. Kino Loge Winterthur, 20:30 Uhr To the Wonder. Das neue, betörende Epos von Meister Terrence Malick. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

BÜHNE

Serse. Oper von Händel. Stadttheater Schaffhausen, 19:30 Uhr Divertimento – Gate 10. Kabarett. Frauenfelderstrasse Wiesendangen, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Alexandra Navratil – This formless thing. Künstlergespräch. Kunstmuseum Winterthur, 18:30 Uhr Andreas Thiel – Wenn Ajatollahs trinken. Vernissage. Alte Kaserne Winterthur, 19 Uhr Nenn mich nicht Stadt! Führung. Kunstzone Lokremise St.Gallen, 19 Uhr Das Reh – durch Anpassung zum Erfolg. Lesung. Naturmuseum Thurgau Frauenfeld, 19:30 Uhr

KINDER

Konzert der Jüngsten. Bunt gemischtes Konzertprogramm. Jugendmusikschule Frauenfeld, 19 Uhr

DIVERSES

6. Ostschweizer Generationentag. Öffentlicher Raum – Schauplatz der Generationen. FHS St.Gallen, 13:30 Uhr Italienisches Sprachencafé. Sprachkenntnisse praktizieren.

Kino Rosental Heiden, 18:30 Uhr Gesuche stellen. Workshop. Kulturbüro St.Gallen, 19 Uhr Jassabend «Trente». Alter Appenzeller Jass. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 20 Uhr

Mi 25. KONZERT

Konzert. Mit der Internationalen Musikakademie. Liechtensteinisches Landesmuseum Vaduz, 18 Uhr Fascinating Percussion. Mit dem Percussionsensemble Rehetobel. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 19 Uhr Annamateur & Aussensaiter: Screamshots. In deinem Leben sind 5 Fehler versteckt. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Bullaugenkonzert #35. Take Berlin aus den USA/D. Grabenhalle St.Gallen, 20 Uhr ZHdK Kammermusikakademie. Werke von Mozart und Strauss. Rathaus Frauenfeld, 20 Uhr Jazz:now. Feigenwinter 3. Eisenwerk Frauenfeld, 20:15 Uhr Strom & Wasser feat. The Refugees. Heinz Ratz und seine Band. Kula Konstanz, 21 Uhr

FILM

Gloria. Diese Frau muss man lieben. Cinewil Wil, 17 Uhr The Look of Love. Über das SexBusiness im London der Swinging Sixties. Kinok St.Gallen, 18:15 Uhr Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. Eine dokumentarische Recherche. Cinema Luna Frauenfeld, 19:30 Uhr Le Havre. Flüchtlingsdrama. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 20 Uhr Tatuaje. Unterhaltsame Krimijagd durch das Europa der 70er-Jahre. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Banden in weiter Welt. Film in die Nacht: Premierefilm. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 22 Uhr

BÜHNE

Cabaret Freudenhaus. Circustheater und Musik–Comedy. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Divertimento – Gate 10. Kabarett. Frauenfelderstrasse Wiesendangen, 20 Uhr Ein fliehendes Pferd. Schauspiel von Martin Walser. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Monty Python Songs und andere Verbrechen. Scharfes Licht auf unseren heutigen, grotesken Alltag. Tak Schaan, 20:09 Uhr

LITERATUR

Wünsche. Judith Kuckart liest aus ihrem neuen Roman. Freihandbibliothek St.Gallen, 19:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Home! Sweet Home! – Vom (un) heimeligen Zuhause in der Kunst. Kinder Kunst Club. Kunstmuseum St.Gallen, 14 Uhr Wildes Indien – Himalaya zwischen Tibet und Burma. Parcours für Kinder. Histori-

sches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14 Uhr Flûtes de Pan. Museumsnacht. Point Jaune Museum St.Gallen, 19 Uhr

La grande bellezza. Berückende Ode auf Rom und seine reichen Nichtstuer. Kinok St.Gallen, 21 Uhr

VORTRAG

Tosca. Oper in drei Akten von Giacomo Puccini. Theater Winterthur, 19:30 Uhr Bänz Friedli live. Satire, die das Leben schreibt. Fabriggli Buchs, 20 Uhr Cabaret Freudenhaus. Circustheater und Musik–Comedy. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Das Reich der Mitte. Stück von Max Lang. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Der Gott des Gemetzels. Von Yasmina Reza. Theater Kanton Zürich Winterthur, 20 Uhr Mixtape. Eine szenisch-musikalische Performativität. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Monty Phython Songs. Ein Liederabend mit schrägen Szenen. Stadttheater Schaffhausen, 20 Uhr Tivoli-Bar. Philosophieren, kapitulieren, brillieren. Varieté Tivoli St.Gallen, 20 Uhr Gardi Hutter. Die tapfere Hanna. Linde Heiden, 20:15 Uhr

Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. Gespräch, anschliessend Filmvorführung. Cinema Luna Frauenfeld, 18:30 Uhr Der Mond als Heimat der Engel. Vortrag von Wolfgang Held. Oberstufenzentrum Reutenen Frauenfeld, 19:30 Uhr

KINDER

Hans im Glück. Kinderstück nach den Gebrüdern Grimm. Theater St.Gallen, 14 Uhr Zauberlaterne. Filmclub. Alte Kaserne Winterthur, 14 Uhr Johannes und Margarete. Ein Fest für Mutige. Theater Winterthur, 17 Uhr Märchenstunde. Es erzählen: Kathrin Raschle und Karin Arter. Freihandbibliothek St.Gallen, 17 Uhr

DIVERSES

Aussatz und Pest bei unseren St.Galler Vorfahren. Stadtwanderung bis ins Linsebühl. VadianDenkmal St.Gallen, 18 Uhr

Do 26. KONZERT

Konzert der Teens. Bunt gemischtes Konzertprogramm. Jugendmusikschule Frauenfeld, 19 Uhr Tendencies #002. Low-Fi Electronic and Avant Pop. Grabenhalle St.Gallen, 20 Uhr Manfred Junker & John Stowell Duo. Jazz. Esse Musicbar Winterthur, 20:15 Uhr Go4Hubauer. Blues-Konzert. Dance Inn Münchwilen, 20:30 Uhr Lake Side Art Jazz Orchestra. Kraftvolle Bläsersätze, groovige Rhythmen. K9 Konstanz, 20:30 Uhr Scottish Folk Night. Mit Rura und Joy Dunlop. Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr Jonas Alaska. Folk-AmericanaPop aus Norwegen. Oya St.Gallen, 21:15 Uhr

NACHTLEBEN

Tanzboden. Oben am Berg trifft Blue Sofa. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 21:30 Uhr

FILM

Der Geschmack von Apfelkernen. Zurück in der Heimatstadt Bootshaven. Cinewil Wil, 17 Uhr Laure Wyss – Ein Schreibleben. Die engagierte Journalistin und Medienpionierin im Porträt. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Vaters Garten. Peter Liechtis Protrait seiner Eltern. Kinok St.Gallen, 19 Uhr Best of Fantoche 2013. Auswahlschau der besten Trickfilme des Jahres. Cinema Luna Frauenfeld, 19:30 Uhr Der Geschmack von Apfelkernen. Zurück in der Heimatstadt Bootshaven. Cinewil Wil, 20 Uhr

23.–27.09.

BÜHNE

LITERATUR

Zwischen Klo und Kreuzgang. Vortrag von Hansjörg Brem und Simone Benguer. Ittinger Museum Warth, 19 Uhr Impulsvortrag – Ganzheitliche systemische Kieferorthopädie. Sind unsere Kinder wirklich immer behandlungspflichtig? Begegnungszentrum im Löwen Walzenhausen, 19:30 Uhr Sinn. Eine inszenierte Lesung. Schulhaus St.Leonhard St.Gallen, 20 Uhr Alles Worte oder was? Mit Eva Philipp & René Oberholzer. Restaurant Mühle Feilen Arbon, 20:30 Uhr

AUSSTELLUNG

Sammlungswelten – Die Welt in Schachteln. Führung. Textilmuseum St.Gallen, 18:30 Uhr Hinter der Bar. Kunsttreffpunkt. Nextex St.Gallen, 19 Uhr

VORTRAG

Erzählcafé. Begegnungen am Nachmittag. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 15 Uhr The league of leading ladies / Gipfeltreffen. Das internationale Netzwerk für einflussreiche Frauen. Grand Hotels Resort Bad Ragaz, 16 Uhr Handwerk, Wissenschaft und Gottvertrauen. Ein Abend mit den Ärzten. Schloss Werdenberg, 19:30 Uhr Ahnenreden #6. Sabine Wang mit Sophie Taeuber-Arp. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 20 Uhr

Fr 27. KONZERT

Jazzbar. Bettina Klöti, Christoph Seitler, Baldur Stocker. Rab-Bar Trogen, 17 Uhr Emporenkonzert. Mit Jürg Kindle. Kath. Kirche Goldach, 19 Uhr Adrian Emanuel Egli 5tett. Jazz. Bistro Panem Romanshorn, 20 Uhr

Annamateur & Aussensaiter: Screamshots. In deinem Leben sind 5 Fehler versteckt. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Christian Wenk. Humorvolle Liädliobig. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr Risk it. HC, Punkrock. TapTab Schaffhausen, 20 Uhr 6th Scottish Folk Night. Mit Joy Dunlop Band und Rura. ChössiTheater Lichtensteig, 20:15 Uhr Mario Schenker Quartett. Jazz. Esse Musicbar Winterthur, 20:15 Uhr Freestyle Battle. Im Boxring batteln sich MC’s verbal. Flon St.Gallen, 20:30 Uhr The Mears Madsen Duo. Posaune, Didgeridoo, Madsen. Kulturcinema Arbon, 20:30 Uhr Jive The Night. Tanzabend von Rumba bis Walzer mit DJ Volker. K9 Konstanz, 21 Uhr Wallace Roney Quintet. Kräftig, unverblümt, spontan und raffiniert. Jazzhuus Lustenau, 21 Uhr

NACHTLEBEN

Milonga. Tangotanznacht. Tango Almacén St.Gallen, 21 Uhr Spread the Love. Elektronische Live-Musik, Deep & Tech-House. Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr 10 Jahre Thirtylicious. Das grosse Jubiläum. Salzhaus Winterthur, 21:30 Uhr

FILM

Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 Uhr Mr. Morgan’s Last Love. Ein alter Amerikaner in Paris findet zu neuem Lebensmut. Kinok St.Gallen, 17 Uhr Best of Fantoche 2013. Auswahlschau der besten Trickfilme des Jahres. Cinema Luna Frauenfeld, 19:30 Uhr Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. Dindos und Meienbergs Film löste heftige Kontroversen aus. Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Der Geschmack von Apfelkernen. Zurück in der Heimatstadt Bootshaven. Cinewil Wil, 20 Uhr The Sapphires. Aborigines-Soul. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Tattoos im Film. Flammend Herz. Kraftfeld Winterthur, 21 Uhr The Look of Love. Über das Sex-Business im London der Swinging Sixties. Kinok St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Moses – Die 10 Gebote. Musical von Michael Kunze und Dieter Falk. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Cabaret Freudenhaus. Circustheater und Musik–Comedy. Millenium Park Lustenau, 20 Uhr Der Ausflug. Kabarett von Maria Neuschmid und Jörg Adlassnigg. Altes Kino Rankweil, 20 Uhr Ein fliehendes Pferd. Schauspiel von Martin Walser. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr Mixtape. Eine szenisch-musikalische Performativität. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Simon Enzler. Kabarett aus Appenzell. Vaduzer-Saal, 20 Uhr Rainald Grebe. Dasrainaldgrebekonzert. Tak Schaan, 20:09 Uhr Oropax: Chaos Royal. Die neue Show voller Wortwitz und Spontaneität. Altes Kino Mels, 20:15 Uhr


73

Saiten 09/2013

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Psalmfest

Der öffentliche Raum

Reif für den Oskar

Vom Ding her

Oratorienchor St. Gallen mit Rutter und Bernstein Der Oratorienchor St. Gallen und ein Instrumentalensemble bringen unter der Leitung von Uwe Münch zeitgenössische Psalmen-Vertonungen zu Gehör. Das «Psalmfest», komponiert 1993 vom populären englischen Komponisten John Rutter, wird begleitet von Orgel, Harfe, Holzbläsern und Schlagzeug. Ähnlich besetzt sind die 1965 entstandenen «Chichester Psalms» des Amerikaners Leonard Bernstein. Gesangsolisten sind Hanna Ramminger (Sopran) und Markus Kaiser (Tenor). Samstag, 21. September, 19.30 Uhr, Ev. Kirche Heiden. Sonntag, 22. September, 17 Uhr, Dreifaltigkeitskirche Heiligkreuz St.Gallen. oratorienchorsg.ch

6. Generationentagung an der FH Öffentliche Räume werden einerseits spontan durch Gruppen angeeignet, andererseits wird deren Nutzung von Gemeinden gezielt geplant. An der 6. Ostschweizer Generationentagung werden am Beispiel verschiedener Gemeinden Umsetzungsformen für gelingende Generationenbeziehungen präsentiert. In Kurzvorträgen werden erfolgreiche Modelle zur Aneignung des öffentlichen Raumes, zu partizipativer Generationenpolitik sowie integrative Massnahmen zur nachhaltigen Quartierentwicklung vorgestellt. Die Tagung richtet sich sowohl an ein Fachpublikum als auch an die interessierte Öffentlichkeit. Dienstag, 24. September, 13.30–17.30 Uhr, FHS St.Gallen. fhsg.ch/generationentagung

Hutzenlaub & Stäubli im Chössi-Theater Keine Frage: Schon optisch machen die Damen etwas her. Und auch inhaltlich-musikalisch und allgemein-menschlich gesehen sind Hutzenlaub & Stäubli definitiv auf der Spitze des Olymps angekommen: «Reif für den Oskar». So heisst das Programm der beiden ehemaligen Acapickels Barbara Hutzenlaub und Lotti Stäubli. Und man kann sicher sein: Sie zeigen sich wieder von ihrer schönsten Seite, geschmackvoll, hochtoupiert und in vollem Glanz. Samstag, 28. September, 20.15 Uhr, Chössi-Theater Lichtensteig. choessi.ch

Egersdörfer erzählt Geschichten Neulich hörte Egersdörfer jemanden sagen: «Das ist ja unmöglich vom ganzen Ding her.» Als ihn dann jemand fragte, wie sein neues Programm heissen solle, überlegte er nur kurz und sagte: «Vom Ding her.» In diesem Programm erzählt Egersdörfer meist im Stehen unmögliche Geschichten. Es ist gut möglich, dass darin sprechende Singvögel vorkommen und drei Gerüstbauer. Das Publikum darf gerne lachen, wenn es möchte. Es soll aber nicht erschrecken, wenn Egersdörfer keine gute Laune hat. Trotzdem kann es vom ganzen Ding her vielleicht lustig werden. Samstag, 28. September, 20.30 Uhr, Löwenarena Sommeri. loewenarena.ch

LITERATUR

Poetry Slam – Jam on Poetry. Plaudern, lauschen, slammen. Spielboden Dornbirn, 20 Uhr Sinn. Eine inszenierte Lesung. Schulhaus St.Leonhard St.Gallen, 20 Uhr Wo die Sau aufhört. Slam Poetry Lesung von Gabriel Vetter. Hechtremise Teufen, 20 Uhr

VORTRAG

The league of leading ladies / Gipfeltreffen. Das internationale Netzwerk für einflussreiche Frauen. Grand Hotels Resort Bad Ragaz, 16 Uhr

DIVERSES

Café des Signes – Extra. Kulturelle Überraschungen für Gehörlose und Hörende. Alte Kaserne Winterthur, 18 Uhr Verbunden – Verbandelt – Verbindet. Mit BSV Behindertensport Vorderland. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 18:30 Uhr

Sa 28. KONZERT

Jubiläumskonzert. RheinSingphoniker Stein am Rhein. Stadtkirche Stein am Rhein, 18 Uhr BandXost. Vorausscheidung. Pontem Kultur am Viadukt Herisau, 19 Uhr

Orgelherbst 2013. Werke von Marin Marais, César Franck, uvm. Kirche St.Maria Neudorf St.Gallen, 19:15 Uhr Festliches Sommerkonzert. Nikos Ormanlidis mit Ensemble. Michaelskirche Aawangen, 19:30 Uhr Annamateur & Aussensaiter: Screamshots. In deinem Leben sind 5 Fehler versteckt. Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Eluveitie & Abinchova. New Wave of Folk Metal. Casino Herisau, 20 Uhr Frölein Da Capo: «Gemischtes Plättli». Ein-Frau-Orchester. Diogenes Theater Altstätten, 20 Uhr Lina Button & Band. Blues-Pop aus ZH. Theater an der Grenze Kreuzlingen, 20 Uhr Peter J. Birch. Geheimtipp aus Polen. Viertel Bar Trogen, 20 Uhr Frick / Helbock Duo. Unerhörte, unkonventionelle Klangwelten. Tak Schaan, 20:09 Uhr Jazz in Winterthur. Caine Bennink Duo. Alte Kaserne Winterthur, 20:15 Uhr The Joe McHugh Band. Traditional Irish Folk. Rössli Mogelsberg, 20:15 Uhr Heinz de Specht: schön. Drei Wunderheiler. Kulturtreff Rotfarb Uznach, 20:30 Uhr Local Now. Monsieur Brisebard, Parrot to the moon, Addicthead. Eisenwerk Frauenfeld, 20:30 Uhr JA/CK. Explosive AC/DC Coverband. K9 Konstanz, 21 Uhr

Nicole Bernegger. Gewinnerin von «The voice of switzerland». Eintracht Kirchberg, 21 Uhr Hack & Nick. Live-Konzi, anschliessend DJ Set. Bankk Wildhaus, 22 Uhr Downhill. Musikalisches Late-night-Projekt. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 23 Uhr

NACHTLEBEN

Lux Rec. D Cosmo & Faber, Raw Analog Underground. Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Peer Kusiv. Electro & Deep House. Kugl St.Gallen, 20 Uhr Clouds. Deep Tech House. Kammgarn Schaffhausen, 23 Uhr Glow, Ian Pooley. Party / House. Salzhaus Winterthur, 23 Uhr Simple. Elektronische Eventreihe. Gare de Lion Wil, 23 Uhr

FILM

Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 Uhr Rebelle. Das Schicksal einer Kindersoldatin. Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr Vaters Garten. Peter Liechtis Portrait seiner Eltern. Kinok St.Gallen, 17:15 Uhr La femme de chambre du Titanic. Eine Liebesnacht mit dem Zimmermädchen der Titanic. Kinok St.Gallen, 19:15 Uhr Best of Fantoche 2013. Auswahlschau der besten Trickfilme des Jahres. Cinema Luna Frauenfeld, 19:30 Uhr Der Geschmack von Apfelkernen. Zurück in der Heimatstadt

27.–28.09.

Bootshaven. Cinewil Wil, 20 Uhr Gloria. Diese Frau muss man einfach lieben. Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Mr. Morgan’s Last Love. Ein alter Amerikaner in Paris findet zu neuem Lebensmut. Kinok St.Gallen, 21:30 Uhr

BÜHNE

Queenz of Piano. Virtuoses Feuerwerk von Konzert und Kabarett. Kul-tour auf Vögelinsegg Speicher, 18 Uhr Moses – Die 10 Gebote. Musical von Michael Kunze und Dieter Falk. Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Tosca. Oper in drei Akten von Giacomo Puccini. Theater Winterthur, 19:30 Uhr Das Freudenhaus will den Kaffeeröster. Benefiz Theater. Kaffeehaus St.Gallen, 20 Uhr Der Ausflug. Kabarett von Maria Neuschmid und Jörg Adlassnigg. Altes Kino Rankweil, 20 Uhr Der Bär und die Nadel. Schattentheater zum Appenzeller Jubiläum. FigurenTheater St.Gallen, 20 Uhr TapTab B-Boy Battle. Der erste Battle der besten Breaker. TapTab Schaffhausen, 20 Uhr Oropax: Chaos Royal. Die neue Show voller Wortwitz und Spontaneität. Altes Kino Mels, 20:15 Uhr Philipp Galizia: Gratis zum Mitnehmen. Ein Erzähltheater. Restaurant Löwen Sirnach, 20:15 Uhr

Reif für den Oskar. Hutzenlaub & Stäubli. Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr Matthias Egersdörfer. «Vom Ding her», Kabarett. Löwenarena Sommeri, 20:30 Uhr

LITERATUR

IsraeLiteratur. Ein israelisches Literaturfest. Salomon Sulzer Saal Hohenems, 11 Uhr Sinn. Eine inszenierte Lesung. Schulhaus St.Leonhard St.Gallen, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg? Führung. Kulturraum am Klosterplatz St.Gallen, 12 Uhr

VORTRAG

The league of leading ladies / Gipfeltreffen. Das internationale Netzwerk für einflussreiche Frauen. Grand Hotels Resort Bad Ragaz, 16 Uhr Zwiegespräch. Banden und Seilschaften in der Wirtschaft. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 16 Uhr

KINDER

Griechische Erzählstunden. Mit Kiriaki Christoforidou. Freihandbibliothek St.Gallen, 10:30 Uhr

DIVERSES

Frauen und Kinder im alten St.Gallen. Kulturgeschichtliche Stadtwanderung mit Walter Frei. Rathaus St.Gallen, 15 Uhr


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So 29. KONZERT

Five on Fire Strings Attached. Jazz meets Klassik. Grabenhalle St.Gallen, 16 Uhr Stegreif-Überraschung. Bea & Nadja, Rosi Zeiter, SchötzeChörli Stein. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 16 Uhr Ensemble Tritonus. Schwyzer, Schwede, Wyn & Wyb. Schloss Wartegg Rorschacherberg, 17 Uhr Exquisite Klangdelikatessen. Werke von Mozart, Fauré und Ravel. Stadthaus Winterthur, 17 Uhr The Voyageurs. Folk & More. Esse Musicbar Winterthur, 19:30 Uhr

FILM

Lovely Louise. Matinée in Anwesenheit der Regisseurin. Kino Rosental Heiden, 10:30 Uhr Vaters Garten. Peter Liechtis Portrait seiner Eltern. Kinok St.Gallen, 11 Uhr What Moves You. Über ein Internationales Eurythmieprojekt. Kinok St.Gallen, 13 Uhr Der Geschmack von Apfelkernen. Zurück in der Heimatstadt Bootshaven. Cinewil Wil, 17 Uhr Es ist kalt in Brandenburg. Die Geschichte des Westschweizer Hitler-Attentäters Bavaud. Kinok St.Gallen, 17 Uhr The Sapphires. Aborigines-Soul. Kino Rosental Heiden, 19:15 Uhr Best of Fantoche 2013. Auswahlschau der besten Trickfilme des Jahres. Cinema Luna Frauenfeld, 19:30 Uhr Samsara. Reisefilm. Gaswerk Winterthur, 19:30 Uhr Gloria. Diese Frau muss man lieben. Cinewil Wil, 20 Uhr To the Wonder. Das neue, betörende Epos von Meister Terrence Malick. Kinok St.Gallen, 20 Uhr Zeitzeugnisse. Appenzeller Geschichten, live vertont. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 20 Uhr

BÜHNE

Libero. Von einem auf der Bühne vergessenen Schrank verzaubert. Tak Schaan, 16 Uhr Don Giovanni. Oper von W.A. Mozart. Theater St.Gallen, 17 Uhr Mixtape. Eine szenisch-musikalische Performativität. Eisenwerk Frauenfeld, 17 Uhr Der Gott des Gemetzels. Von Yasmina Reza. Theater Kanton Zürich Winterthur, 19 Uhr Orthopädie or to be. Tanz von Kilian Haselbeck und Meret Schlegel. Theater am Gleis Winterthur, 19 Uhr Das Reich der Mitte. Stück von Max Lang. Theater Kosmos Bregenz, 20 Uhr Ein fliehendes Pferd. Schauspiel von Martin Walser. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr

TmbH – das Match. TmbH vs. Kaktussen aus Würzburg. K9 Konstanz, 20 Uhr

LITERATUR

Literaturbrunch. Mit Autorinnen aus der Region. Tak Schaan, 11 Uhr IsraeLiteratur. Ein israelisches Literaturfest. Salomon Sulzer Saal Hohenems, 11:30 Uhr Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg? Finissage mit Dorothee Elmiger und Peter Weber. Kulturraum am Klosterplatz St.Gallen, 20 Uhr

AUSSTELLUNG

This Infinite World – Set 10. Führung. Fotomuseum Winterthur, 11:30 Uhr

VORTRAG

Sonntagsrede. Kochen im Jahr 2033, mit Gallus Knechtle. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 11 Uhr

KINDER

Die Schlümpfe 2. Trickfilm. Kino Rosental Heiden, 15 Uhr Ritter Rost – Eisenhart & voll verbeult. Der bekannte Blechritter als Kinospass für die Kleinen. Kinok St.Gallen, 15 Uhr

Mo 30. KONZERT

Five on fire. Strings Attached. Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Neo & Neo. Frische Lagerfeuernostalgie und Lichterkettenromantik. Portier Winterthur, 20:30 Uhr

FILM

Lovely Louise. Es ist nie zu spät, mit dem Leben zu beginnen. Cinewil Wil, 17 Uhr La grande bellezza. Berückende Ode auf Rom und seine reichen Nichtstuer. Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Der Geschmack von Apfelkernen. Zurück in der Heimatstadt Bootshaven. Cinewil Wil, 20 Uhr Mr. Morgan’s Last Love. Ein alter Amerikaner in Paris findet zu neuem Lebensmut. Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

BÜHNE

Libero. Von einem auf der Bühne vergessenen Schrank verzaubert. Tak Schaan, 10 Uhr Der Bär und die Nadel. Schattenspiel zum Appenzeller Jubiläum. Alte Stuhlfabrik Herisau – Das Kleintheater, 19:30 Uhr

KINDER

Forum zum Quartalsende. Kinder und Jugendliche der Musikschule Untersee und Rhein. Schulhaus Zentrum Diessenhofen, 19:30 Uhr

Kunst ALTE KASERNE. Technikumstrasse 8, Winterthur, +41 52 267 57 75, altekaserne.ch Andreas Thiel – Wenn Ajatollahs

trinken. Wer Andreas Thiels Texte liest, weiss nie genau, ob das, was da geschrieben steht, ernst gemeint ist oder ob er gerade wieder über Thiels schwarzen Humor gestolpert ist. Umso befreiender sind Thiels Cartoons. 24.09.2013 bis 26.10.2013 ANGELIKA KAUFFMANN MUSEUM. Brand 34, Schwarzenberg, +43 55 122 64 55, angelika-kauffmann.com Angelika Kauffmann: «Heimat Schwarzenberg». Die in Schwarzenberg und im Bodenseeraum entstandenen Frühwerke Angelika Kauffmanns stehen im Zentrum der Ausstellung. Ausgewählte Exponate der ursprünglichen Sammlung werden gezeigt, um die Anfänge des Museums sichtbar zu machen. 01.05.2013 bis 27.10.2013 ARCHITEKTUR FORUM OSTSCHWEIZ. Davidstrasse 40, St. Gallen, +41 71 371 24 11, a-f-o.ch Oben durch – Unten durch. Installation von Andrea Vogel. 06.09.2013 bis 29.09.2013 ARIONWIESE. Rorschach, Sandige Kunstwerke. Unter dem Motto «Es gibt immer einen der grösser ist oder kleiner als Du» modellieren neun internationale Künstlerteams vom 10. bis 18. August 2013 am Seeufer aus 250 Tonnen feinstem Quarzsand vergängliche Kunstwerke 10.08.2013 bis 08.09.2013 ATELIER-GALERIE AM MÜHLENSTEG. Mühlensteg 3, St. Gallen, 143 Wagnisse. Viereinhalbjährige videografische Vermessungsarbeit über Zivilcourage, Poesiefähigkeit und Schabernackpotenzial von 143 beherzten Menschen. 20.09.2013 bis 22.09.2013

Kunstmuseum. 22.06.2013 bis 21.12.2013 CLIENIA. Littenheid, +41 71 929 60 60, clienia.ch Claudia Frick. Malen und Zeichen ist der aktuelle Schwerpunkt des Schaffens von Claudia Frick. Mit unglaublich detailreichen Kunstwerken schafft sie es, den Betrachter immer wieder von Neuem in den Bann zu ziehen. 10.08.2013 bis 18.10.2013 The Weird Chalet. The Weird ist ein Zusammenschluss von 10 jungen, international aufstrebenden Künstlern und Illustratoren, aus Deutschland und Österreich. Die Gruppe wurde nach zahlreichen gemeinsamen Ausstellungen und Wandmalereien 2011 gegründet. 01.09.2013 bis 14.09.2013 EISENWERK. Industriestrasse 23, Frauenfeld, +41 52 728 89 82, eisenwerk.ch Sommeratelier: Sasha Huber. Medien in denen sie unter anderem arbeitet sind Video, Fotografie, Zeichnung, Intervention, Installation, Graphic Design, Publikation und Tackern. Sasha Huber ist Mitglied des transatlantischen Komitees Démonter Louis Agassiz (1807-1873). 07.09.2013 bis 19.10.2013 FLON. Davidstrasse 42, St. Gallen, +41 71 224 55 05, flon-sg.ch Junge Kunst 8. Carol Müller, Caroline Lüber, Fabian Wagner, Flavio Hodel, Gregory Rietdijk, Ladina Bösch, Lynn Kogler, Michael Scotch, Nico Kast, Norbert Schlüchter, Raphael Reichert, Ronja Bösch, Sven Berger. 04.09.2013 bis 07.09.2013

BIBLIOTHEK HERISAU. Poststrasse 9, Herisau, +41 71 351 56 16, biblioherisau.ch Hans Schweizer. 28.08.2013 bis 17.11.2013

FOTOMUSEUM WINTERTHUR. Grüzenstrasse 44 & 45, Winterthur, +41 52 234 10 60, fotomuseum.ch Cross Over. Fotografie der Wissenschaft & Wissenschaft der Fotografie. Von der Dokumentation zur Taxonomie, über das Ordnungschaffen bis hin zur wissenschaftlichen Inszenierung und zum Theater der Wissenschaft. 07.09.2013 bis 17.11.2013 This Infinite World – Set 10. Mit der Austellung aus der Sammlung des Fotomuseum Winterthur, der zweiten Jubiläumsausstellung, geht der britische Künstler Paul Graham dem Wechselspiel von Fotografie und Wirklichkeit nach. 08.06.2013 bis 09.02.2014

BÜNDNER KUNSTMUSEUM. Postplatz, Chur, +41 81 257 28 68, buendner-kunstmuseum.ch Gerda Steiner / Jörg Lenzlinger. Die Ausstellung «Nationalpark» ist die letzte, grosse Hommage an den Sulserbau. 60 Jahre lang diente das vom Architekten Walther Sulser entworfene Gebäude als «Naturhistorisches und Nationalparkmuseum», dann benutzte es das Bündner

FOTOSTIFTUNG SCHWEIZ. Grüzenstrasse 45, Winterthur, +41 52 234 10 30, fotostiftung.ch Emil Schulthess – Retrospektive. Emil Schulthess hat die Fotografie immer wieder eingesetzt, um neue Territorien zu erkunden. Die intensive Beobachtung der Natur gehörte ebenso zu seinen Schwerpunkten wie die Erforschung anderer Kulturen. 07.09.2013 bis 16.02.2014

BERNERHAUS (KUNSTVEREIN FRAUENFELD). Bankplatz 5, Frauenfeld, kunstverein-frauenfeld.ch Willi Tobler «gefundene – erfundene Landschaften». Skizzen, Zeichnungen, Aquarelle nach der Natur bilden konkrete, «gefundene» Landschaften ab und werden als recherchiertes Rohmaterial Ausgangspunkt für «erfundene» Landschaften. 22.09.2013 bis 20.10.2013

28.–30.09.

GALERIE ADRIAN BLEISCH. Schmiedgasse 4, Arbon, +41 71 446 38 90, galeriebleisch.ch Jan Kaeser. 17.08.2013 bis 14.09.2013 GALERIE CHRISTIAN ROELLIN. Talhofstrasse 11, St. Gallen, +41 71 246 46 00, christianroellin.com Willi Oertig. Einer der aktivsten und unabhängigen Landschaftsmaler der Schweiz. Als Autodidakt malte der Künstler bisher über tausend Werke und malt weiter. Als Aussenseiter entdeckt und gefeiert, hat sich der Künstler seither zum Realisten entwickelt. 07.09.2013 bis 16.11.2013 GALERIE FEURSTEIN. Johannitergasse 6, Feldkirch, +43 5522 210 34, galeriefeurstein.at Schwarzmalen – Schwarzsehen. Schwarz ist als Sinneswahrnehmung eine Farbqualität. Physikalisch bedeutet Schwarz die Abwesenheit von sichtbarem Licht jeglicher Wellenlänge. Schwarz ist der Schmelztiegel der Farben in Abwesenheit des Lichtes. 17.08.2013 bis 21.09.2013 GALERIE IM BAHNHOF. Bahnhofplatz 2, St. Gallen, +41 71 228 15 00, klubschule.ch Benno Meier. Bei Benno Meier trifft heftig-pastoser Pinselstrich auf zarte Akzente, die wie mit dem Bleistift gesetzt wirken. Kunterbunteste Farbmischungen treffen auf monochrome Bildflächen. 24.08.2013 bis 20.10.2013 GALERIE IM RANK. Wilerstrasse 4, Sirnach, galerieimrank.ch Annemarie Graf. Mit Malen, Zeichnen, dreidimensionalem Gestalten, Schaufensterentwürfen auf Papier als Modell und Ausführung hat ihr kreatives Schaffen begonnen, erzählt die Künstlerin. 23.08.2013 bis 14.09.2013 GALERIE KUNST-TRANSFER. Oststrasse 8 a, Frauenfeld, +41 79 774 08 27, kunst-transfer.ch Galerie Kunst-Ausstellung «grenzenlos». Werner Bösch präsentiert unter anderem seine allerneusten Acrylbilder und Aquarelle auf einem sehr hohen Niveau. Peter Joschika ist mit seinen lebensfrohen Skulpturen, die einzigartig sind, präsent. John Hesselar ist bekannt durch seine Lyrik. 30.08.2013 bis 13.10.2013 GALERIE MARGRIT OERTLI. Mühlensteg 3, St. Gallen, Larry Peters. 01.09.2013 bis 15.09.2013 GALERIE PAUL HAFNER (LAGERHAUS). Davidstrasse 40, St. Gallen, +41 71 223 32 11, paulhafner.ch Julia Bornefeld «Final Play». Die Künstlerin verbindet Malerei, Objekte und Fotoarbeiten zu einer mehrstimmigen Rauminstallation. Der Klang der Musik

Saiten 09/2013

20 Jahre Die Faehre. Aus der Sucht ins pralle Leben. Spielboden Dornbirn, 18 Uhr Bim Grill. Mit Michael Bodenmann, Stefan Inauen und Barbara Signer. Ledi – Die Wanderbühne Oberegg, 18 Uhr Tanzfrei. Freies Tanzen. Lokremise St.Gallen, 20 Uhr


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Saiten 09/2013

der Murg stehen im Zentrum. 27.07.2013 bis 15.09.2013 KORNHAUS MUSEUM. Hafenplatz 2, Rorschach, museum-rorschach.ch Anastasia Katsidis – Jiajia Zhang «Im Innenraum ist das Ausland». Kreisend um das Thema der Entwurzelung installieren Jiajia Zhang und Anastasia Katsidis Objekte, Zeichnungen und Videos im Raum. 31.08.2013 bis 15.09.2013

Vierzig Künstler zum zwanzigsten

Kauzig genialer Botaniker

Die Kunsthalle Arbon jubiliert Die Kunsthalle Arbon ist zwanzig Jahre alt – und zeigt ein Panoptikum mit aktuellen Arbeiten der Künstlerinnen und Künstlern die in den letzten zehn Jahren in der Kunsthalle ausgestellt haben. Pikant: Statt die gesamte, 600m2 grosse Halle steht für jede Position genau ein Quadratmeter in einer rasterartigen Ausstellungsarchitektur zur Verfügung. Für die Finissage am 22. September (16 Uhr) kommt der «Kunstblitzer», ein Projekt der Kunsthalle Winterthur, in die Kunsthalle. Es begleitet die Besucherinnen und Besucher mit Fragen wie «Was bedeutet mir Kunst?» auf eine Reise, um den eigenen Kunsttyp zu erkunden. Bis 22. September, Kunsthalle Arbon. kunsthallearbon.ch

Eugen Baumann in Frauenfeld Von 1905 bis 1911 erforschte der Botaniker Eugen Baumann die Pflanzenwelt des Untersees. Sein wissenschaftliches Werk war Grundlage für zahlreiche botanische Forschungsarbeiten am Bodensee. Im Bild, mit Veston, Taschenuhr und Botanisierbüchse: Eugen Baumann bei der Feldarbeit im meterhohen Schilf vor der Insel Reichenau im Jahr 1906. Die Kabinettausstellung porträtiert den eigenwilligen Menschen Eugen Baumann, würdigt seine wissenschaftliche Leistung und zeigt eindrücklich, wie sich Landschaft und Pflanzenwelt des Untersees in den Hundert Jahren seit Baumanns Arbeit verändert haben. Bis 27. Oktober. Naturmuseum Thurgau, Frauenfeld. naturmuseum.tg.ch

ertönt lautlos in dieser Werkreihe «Final Play». 07.09.2013 bis 12.10.2013 GALERIE SCHÖNENBERGER. Florastrasse 7, Kirchberg, +41 71 931 91 66, galerie-schoenenberger.ch Marcella Lassen. Malerei. 08.09.2013 bis 29.09.2013 GALERIE STEFAN RUTISHAUSER. Marktstrasse 6, Frauenfeld, stefanrutishauser.ch Heike Müller – Diptychon und andere Paare. Grosse Schicksale oder unbedeutende Gegebenheiten verbinden die Figuren auf den Bildern von Heike Müller. Sie stehen immer in einem Bezug zu oder gegeneinander, füllen den Raum aus oder sind nur ein Detail am Rande. 07.09.2013 bis 22.09.2013 GALERIE VOR DER KLOSTERMAUER. Zeughausgasse 8, St. Gallen, +41 78 775 56 49, klostermauer.ch Veronika Bischoff: «Dazwischen». 13.09.2013 bis 06.10.2013 GOLDENER EBER. Marktgasse 11, Rapperswil, goldener-eber.ch Maiglück – Collagen von Tatiana Witte. Die Künstlerin sammelt Bilder und ordnet sie in erfrischend und witzig wirkenden Collagen neu an. Die Originale ihrer Maiglück-Postkarten sind

nun in der Kulturbeiz Goldener Eber in der Rapperswiler Altstadt zu sehen. 16.05.2013 bis 01.09.2013 HALLEN FÜR NEUE KUNST. Baumgartenstrasse 23, Schaffhausen, +41 52 625 25 15, modern-art.ch «Isola della Fruta» von Mario Merz. Abstrakte Phänomene in ihrer vollen Vielfalt: Zeit, Vergänglichkeit, der Zyklus der Jahreszeiten, die Schönheit und der Verfall der Natur. 14.09.2013 bis 06.10.2013

IG HALLE. Postfach, Rapperswil, +41 55 214 10 14, ighalle.ch «Analoges und digitales Gestalten – Begegnungen» 100 Jahre Schweizerischer Werkbund. Die Ausstellung soll die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Gestaltung anregen, sowie den Austausch zwischen den Gestaltern selbst und ihren verschiedenen Disziplinen fördern. 26.05.2013 bis 15.09.2013

HÄNKITURM. Diessenhofen, Chrissy Angliker und Juri Borodatchev. Juri Borodachev (19452011) war ein bekannter Künstler der russischen Kunstszene, der 2011 in der Schweiz verstarb. Chrissy Angliker war drei Jahre lang seine Schülerin, bevor sie mit 16 Jahren die Schweiz verliess und nach Amerika auswanderte. 01.09.2013 bis 30.09.2013

KLINIK AM ROSENBERG HIRSLANDEN. Hasenbühlstrasse 11, Heiden, +41 71 898 52 52, hirslanden.ch Maya Bärlocher. Lichte Bilder der abstrakt malenden Künstlerin aus Mörschwil. Ihre ganze persönliche Energie fliesst unreflektiert ins werdende Gemälde ein und verleiht diesem somit ein hohes Mass an künstlerischer Authentizität. 04.05.2013 bis 14.09.2013

HAUS ZUM KOMITEE. Frauenfelderstrasse 16 a, Weinfelden, +41 71 626 83 85, Erna Hürzeler und Gabriele Jerke. Spielerisch, poetisch und respektvoll nähern sich die beiden Künstlerinnen den Spuren der Remise. Wie der Titel andeutet ist ihre Arbeitsweise einem PingPong-Spiel gleich. 24.08.2013 bis 08.09.2013

KLOSTER FISCHINGEN. Hauptstrasse, Fischingen, +41 71 978 72 20, klosterfischingen.ch Fredi Buchli. Fredi Buchli zeigt Bilder des Klosters Fischingen und Umgebung in Öl und Eitempera. Das Kloster, die Landschaft, der Wald, das Tannzapfenland, die Iddaburg und der Weg zwischen Frauenfeld und dem Kloster entlang

KUNST

KULTURZENTRUM AM MÜNSTER. Wessenbergstrasse 43, Konstanz, +49 7531 900 90 0, konstanz.de Kunstmenschen – Menschenkunst. Der Künstler Dieter Preiß wird seine Schwarz-Weiß-Fotografien von Zirkussen und Varietés aus den 70er bis frühen 90er Jahren präsentieren. Als Pressefotograf hat er das Universum der Artisten und Schausteller kennen und lieben gelernt. 10.08.2013 bis 15.09.2013 KUNST(ZEUG)HAUS. Schönbodenstrasse 1, Rapperswil, +41 55 220 20 80, kunstzeughaus.ch Analoges und digiales Gestalten – Begegnungen. Der Schweizerische Werkbund ist eine Plattform für Auseinandersetzung in Fragen der Gestaltung und feiert im Jahr 2013 sein 100-jähriges Bestehen. Es wird bewusst gemacht, wie Design und Kreativität zu unserem Alltag und zur Lebensqualität beitragen. 26.05.2013 bis 15.09.2013 Bob Gramsa. Im Zusammenspiel von Werk, Ausstellungsraum und Besucher entsteht ein Wechselspiel von Einbettung und Verdrängung, temporärer Fixierung und genuiner Beweglichkeit. Hier zeigt sich, was Raum ist: ein Ein-räumen, Platz-machen und Platz-schaffen. 26.05.2013 bis 15.09.2013 Christoph Draeger. Zero. Christoph Draeger untersucht, was sich aus postapokalyptischem Sondermüll heben lässt und entwickelt daraus eine Installation, die der Besucher durch seine Bewegung zur katastrophischen Klanglandschaft werden lässt. 26.05.2013 bis 15.09.2013 KUNSTHALLE WIL. Grabenstrasse 33, Wil, +41 71 911 77 71, kunsthallewil.ch Frank Louis. Bizarre und teils surreale Installationen. Zu sehen sind neben riesig vergrösserten Wattestäbchen oder mit Kunstpelz überzogene Bettflaschen auch keramische Plastiken, die an zusammengesunkene Tragtaschen mit Henkeln erinnern. 01.09.2013 bis 13.10.2013 The wizard’s chamber. The Wizard’s Chamber versteht sich als Hommage an Nikola Tesla. Die Ausstellung untersucht die kognitiven und kreativen Aspekte von Denkprozessen und Fragestellungen der Wissenschaft im Verhältnis zur zeitgenössischen Kunst. 07.09.2013 bis 10.11.2013

KUNSTHALLE ARBON. Grabenstrasse 6, Arbon, +41 71 446 94 44, kunsthallearbon.ch Die zweite Dekade. 20 Jahre Kunsthalle Arbon: Ein Panoptikum mit aktuellen Arbeiten der Künstlerinnen und Künstlern, die in den letzten zehn Jahren in der Kunsthalle ausgestellt haben. 18.08.2013 bis 22.09.2013 KUNSTHALLE ST. GALLEN. Davidstrasse 40, St. Gallen, +41 71 222 10 14, k9000.ch David Renggli. Die unerwartete Verbindung von einer Vielzahl verschiedener Alltagsmaterialien und -motiven charakterisieren die skulpturalen Objekte und räumlichen Installationen von David Renggli. 17.08.2013 bis 27.10.2013 KUNSTHALLE ZIEGELHÜTTE. Ziegeleistrasse 14, Appenzell, +41 71 788 18 60, kunsthalleziegelhuette.ch Stefan Steiner – «Efach Einfach». Die Kunst Stefan Steiners, die im ersten Augenblick expressiv aufgeladen erscheint, beruht auf einem stringenten konzeptuellen, auf wenige Grundbedingungen reduzierten Raster, dessen Umsetzung dennoch eine sinnliche Vielfältigkeit erlaubt. 08.05.2013 bis 01.09.2013 KUNSTHAUS GLARUS. Im Volksgarten, Glarus, +41 55 640 25 35, kunsthausglarus.ch Yorgos Sapountzis. Mit choreografierten Performances, Video, aber auch flüchtigen Installationen setzt er den geschichtsbeladenen Statuen, Monumenten und Denkmälern im Stadtraum seine eigene, subjektive Perspektive entgegen. 31.08.2013 bis 24.11.2013 Yorgos Sapountzis & Martin Beck. Beide Künstler zeigen ihre erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz. 01.09.2013 bis 24.11.2013 KUNSTMUSEUM ST.GALLEN. Museumstrasse 32, St. Gallen, +41 71 242 06 71, kunstmuseumsg.ch Home! Sweet Home! – Vom (un)heimeligen Zuhause in der Kunst. Die Ausstellung befragt unsere Vorstellung vom trauten Heim, der Idylle im Kreise der Familie anhand signifikanter Werke aus verschiedenen Epochen. 06.07.2013 bis 27.10.2013 Mona Hatoum. Die provozierte Ambivalenz verweist auf Orientierungsverlust an Vertrautem und Fassbarem. In ihren Skulpturen erweitert sie die formalen Möglichkeiten der Minimal Art um die entscheidende Dimension des Politischen und Existentiellen. 07.09.2013 bis 12.01.2014 KUNSTMUSEUM THURGAU. Kartause Ittingen, Warth, +41 58 345 10 60, kunstmuseum.tg.ch Joseph Kosuth. Eine verstummte Bibliothek. Die aussergewöhnliche Installation vom amerikanischen Konzeptkünstler wurde im Frühling 2013 wieder in den ehemaligen Weinkeller


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KUNSTMUSEUM WINTERTHUR. Museumstrasse 52, Winterthur, +41 52 267 51 62, Alexandra Navratil – This formless thing. Neben eigenen filmischen und fotografischen Aufnahmen verwendet die Künstlerin auch historisches Bildmaterial aus Filmarchiven, Zeitschriften oder Büchern. All ihren Werken geht eine Phase intensiver Recherche voraus. 24.08.2013 bis 08.12.2013 Herni Michaux. Sowohl seine Dichtungen wie seine Bilder sind durch einen unbedingten Willen zur Unabhängigkeit von Schulen und Stilen, durch die Auflehnung gegen jede Form von Konvention charakterisiert. 07.09.2013 bis 24.11.2013 KUNSTVEREIN KONSTANZ. Wessenbergstrasse 41, Konstanz, +49 7531 223 51, kunstverein-konstanz.de Stephan Hasslinger und Gela Samsonidse: «Fremde Figuren». Hasslingers Arbeiten wirken abstrakt, bei näherer Betrachtung rufen sie aber dinglich körperhafte Assoziationen hervor. Samsonideses Malerei ist figürlich, löst sich dann aber beim zweiten Blick in ihre Bestandteile von Form, Farbe und Struktur auf. 21.09.2013 bis 24.11.2013 What a boom – What a bang. Benjamin Bronni, Priyanka Jain, Salome Kuon, Bettina Leib, Annkatrin Liebig, Jinsue Rhee, Katharina Volkmer, zeigen Malerei, Skulptur, Zeichnung, Fotografie, Video und Installation. 13.07.2013 bis 08.09.2013 KUNSTZONE LOKREMISE. Grünbergstrasse 7, St.Gallen, +41 71 277 82 00, lokremise.ch Nenn mich nicht Stadt! Künstlerische Positionen zur Urbanität heute. Die Ausstellung findet bewusst in der Lokremise statt, einem Brennpunkt der Stadtentwicklung mitten in St.Gallen. 17.08.2013 bis 10.11.2013 KURSAAL HEIDEN. Seeallee 3, Heiden, +41 71 898 33 33, kursaalheiden.ch Skulpturale Urformen. Im Schaukasten des Kursaales sind die Skulpturalen Urformen von Tilly Neuweiler ausgestellt. Die ausgestellten «objets trouvés» schlagen einen grossen Bogen von der Entstehung des Gesteins zu dessen Veränderung und

Formgebung durch Erosion. 01.08.2013 bis 31.10.2013 LEDI – DIE WANDERBÜHNE. Zeughausareal, Teufen, Emmanuel Geisser: Vergessene Museen – Appenzell World Fair. Wie es sich für eine Weltausstellung gehört, werden traditionsgemäss wichtige Kulturgüter und in die Zukunft weisende Errungenschaften präsentiert, Visionen und Utopien skizziert, grosse Fragen gestellt und Zusammenhänge erklärt. 30.08.2013 bis 08.09.2013 Kirchenplatz, Oberegg, Palatti-Schopf. Von Mirya Gerardu, Mako Ishizuka, Aurelio Kopainig, Julia Mensch, Nicolas Novali, Betty Ras, Paul Steenberghe, Chih Ying. 20.09.2013 bis 06.10.2013 LOKREMISE. Silostrasse 2, Wil, +41 71 913 53 53, Ohm41. 04.09.2013 bis 09.09.2013 MAGAZIN 4. Bergmannstrasse 6, Bregenz, +43 5574 410 15 11, magazin4.at Six memos for the next… Vol.1–3. Pointierte Ereignisse, vielschichtige Inszenierungen oder ruhige Langzeitprojekte entwickeln sich aus dem jeweils Vorherigen, reagieren in direkter oder indirekter Form aufeinander, greifen ineinander. 22.03.2013 bis 06.10.2013 MUSEUM IM LAGERHAUS. Davidstrasse 44, St. Gallen, +41 71 223 58 57, museumimlagerhaus.ch AugenBlicke. In Werken von Hans Weder, Berta Balzli, Walter Casanova, Manuel Müller, Otto Gilli steht das menschliche Antlitz im Zentrum. In solchen AugenBlicken begegnen wir nicht allein dem Anderen, sondern in dieser Konfrontation auch dem eigenen Ich. 26.08.2013 bis 17.11.2013 MUSEUM LINER. Unterrainstrasse 5, Appenzell, +41 71 788 18 00, museumliner.ch Josef Ebnöther – Himmel und Erde. Ebnöther feiert die Sichtbarkeit, ohne diese in ihrer Erscheinung zu spiegeln bzw. zu verdoppeln. Im späteren Werk werden die künstlerischen Einflüsse, in ein eigenes farbharmonisches und zugleich metaphorisches Bildsystem überführt. 30.06.2013 bis 05.01.2014 MUSEUM OSKAR REINHART AM STADTGARTEN. Stadthausstrasse 6, Winterthur, +41 52 267 51 72, museumoskarreinhart.ch Anton Graff (1736-1813). Gesichter einer Epoche. Der Winterthurer Anton Graff war im deutschsprachigen Raum der bedeutendste Porträtist um 1800. Er prägte das Bild von Bürgertum und Adel, von Dichtern und Denkern an der Schwelle zur Moderne. 22.06.2013 bis 29.09.2013 MUSEUM ROSENEGG. Bärenstrasse 6, Kreuzlingen, +41 71 672 81 51, museumrosenegg.ch

Carl Roesch 1884 bis 1979. Der menschliche Körper steht in der Kunst Carl Roeschs nicht für das einzelne Subjekt, sondern er ist das vom Künstler auserwählte Objekt eines künstlerischen Formfindungspozesses. 07.07.2013 bis 20.10.2013 NEXTEX. Blumenbergplatz 3, St. Gallen, +41 71 220 83 50, nextex.ch Kunstgeisterbahn. Gruppenausstellung / Interventionen im Raum. Projektleitung: Mirjam Kradolfer / Stefan Rohner / Martina Weber / Birgit Widmer. 22.08.2013 bis 03.10.2013 POINT JAUNE MUSEUM. Linsebühlstrasse 77, St. Gallen, +41 71 222 14 91, postpost.ch Collection permanente. Le musée éduque de manière ludique; c’est un lieu d’initiation sans obligation. Les dispositifs de conservation s’améliorent et le musée devient un véritable laboratoire où les techniques de travail ne cessent d’évoluer. 08.09.2013 bis 07.09.2014 RESTAURANT BÄREN SCHLATT. Appenzell, +41 71 787 14 13, baeren-schlatt.ch Linda van Gelderen. Linda van Gelderen stellt ihre Ölbilder, Aquarelle und Lithographien im Restaurant Bären aus. Sie war in Amerika bei der Greeting Cards Company als Kartendesignerin und zuletzt in St.Gallen bei Fischbacher als Textilentwerferin tätig. 28.07.2013 bis 28.01.2014 RIET. Zuzwil, Skulpturen im Riet. Über zwanzig internationale Künstler zeigen ihre aktuellen Arbeiten im Naturschutzgebiet. 05.05.2013 bis 31.10.2013 SAMMLUNG WÜRTH. Churerstrasse 10, Rorschach, +41 71 225 10 70, wuerth-haus-rorschach.ch Klassiker der Moderne. Anlässlich der Eröffnung des Forum Würth Rorschach werden Höhepunkte der Sammlung Würth auf rund 600 Quadratmetern spannende Kapitel der Kunstgeschichte illustrieren. 21.04.2013 bis 21.04.2014 SCHLOSS DOTTENWIL. Dottenwil, Wittenbach, +41 71 298 26 62, dottenwil.ch Ingrid Tekenbroek / Urs Fritz. Grafische und plastische Werkgruppen geben einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Der Titel «Depot» nimmt Bezug zur Konzeption der Ausstellung und setzt die Werke in einen Dialog zu den räumlichen Gegebenheiten. 07.09.2013 bis 20.10.2013 SILBERSCHMUCKATELIER O’LA LA. Oberdorfstrasse 32, Herisau, +41 71 351 35 70, Women at Work 2013.

KUNST

Dunkelbilder von Naomi Giewald. 07.08.2013 bis 31.10.2013 SPORT- UND KULTURZENTRUM DREISPITZ. Pestalozzistrasse 17, Kreuzlingen, +41 71 677 62 09, dreispitz-kreuzlingen.ch Guido Kasper, Theaterfotografie 1979-1993. Die ausschliesslich schwarzweissen Barytabzüge dokumentieren die Theaterarbeit der Intendanten Hans Jakob Ammann und Ulrich Khuon am Stadttheater Konstanz von 1980 bis 1993. 06.09.2013 bis 22.09.2013 STÄDTISCHE WESSENBERGGALERIE. Wessenbergstrasse 43, Konstanz, +49 7531 900 37 6, konstanz.de Leidenschaften - gemalt und radiert. Hans Meid zählt zu den herausragenden deutschen Graphikern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Meister der Radierung und der Buchillustration kann er in einem Atemzug mit Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt genannt werden. 30.01.2013 bis 31.12.2013 STADTMUSEUM LINDAU. Marktplatz 6, Lindau, lindau.de Joan Miró. Die Ausstellung versammelt Arbeiten aus verschie-de-nen Schaffensphasen und Themenkreisen. Neben Zeichnungen, Aquarellen, Gouachen, Ölarbeiten und Collagen werden dabei auch einige Plastiken zu sehen sein. 24.03.2013 bis 01.09.2013 TILLY’S ATELIER. Seeallee 4, Heiden, buob.werner@bluewin.ch Skulpturengarten. Zwei Heidener Künstler präsentieren einen Auszug ihres Schaffens. 16.08.2013 bis 13.10.2013 VENENKLINIK BELLEVUE KREUZLINGEN. Brückenstrasse 9, Kreuzlingen, +41 71 678 22 66, venenklinik.ch Jürg Schoop. Werkschau In & Out. Bilder aus 60 Jahren Schaffen. 23.08.2013 bis 24.01.2014 VILLA FLORA. Tösstalstrasse 44, Winterthur, +41 52 212 99 60, villaflora.ch Bonnard, Vallotton, Vuillard im Bann des japanischen Holzschnitts. In einer Gegenüberstellung von Werken der drei Nabiskünstler Bonnard, Vallotton und Vuillard und japanischen Holzschnitten wird erhellt, wie unmittelbar einzelne Stilmittel oder Motive in die Bildwelt der europäischen Künstler Eingang fanden. 07.09.2013 bis 02.02.2014 Cézanne, Van Gogh, Vallotton. Ausgewählte Bilder sollen nun – in einem ersten Teil der Präsentation – in den Räumen der Villa Flora, in die sie auch von der Atmosphäre her vorzüglich passen, in neuem Kontext gezeigt werden. 18.04.2013 bis 01.09.2013

WASSERTURM LOKREMISE. Grünbergstrasse 7, St. Gallen, +41 71 277 88 40, lokremise.ch Christoph Büchel: «The House of Friction». 05.07.2013 bis 10.11.2013 XAOX-ART. Langgasse 16, St. Gallen, xaoxart.ch.vu XaoX-Art: By Bobby Moor. Ein Delirium im Wachzustand, geäussert mit allen Sinnen. Gebündelt das Leben, in Schüben, in Schlaufen, in Pirouetten, in Albträumen und auf langen Strecken in tiefsten Abgründen. 01.05.2013 bis 31.12.2013 ZEUGHAUS. Hauptstrasse 65, Teufen, Annäherung an deine Landschaft. Kollektive und individuelle Topografie. Mit Ulrich Binder, Ralf Bruggmann, Sven Bösiger, Monika Ebner, Roman Häne, Andres Sulzer, Vera Marke, Christian Ratti, Jürg Rohr, Verena Schoch, Christian Schwager, Felix Stickel, Hans Zeller. 29.05.2013 bis 15.09.2013

Weitere Ausstellungen BISCHOFSZELL. Bischofszell, Museums-/Kulturnacht. «Kunterbunt», diverse Orte. 14.09.2013 bis 15.09.2013 APPENZELLER VOLKSKUNDEMUSEUM. Postfach 76, Stein, +41 71 368 50 56, avm-stein.ch Appenzeller Auswanderung – Von Not und Freiheit. Die Auswanderung ist ein bedeutender Teil der Appenzeller Geschichte, beginnend ab dem 15. Jahrhundert mit den Schweizer Truppen in Fremden Diensten. In den Regimenten waren auch viele junge Appenzeller engagiert, um Ihr Auskommen zu finden. 06.04.2013 bis 27.10.2013 BIBLIOTHEK HERISAU. Poststrasse 9, Herisau, +41 71 351 56 16, biblioherisau.ch Nicht ohne (m)eine Handtasche! Ausstellung in der Vitrine; auch zum Mitmachen. 30.07.2013 bis 31.10.2013 Tierische Vitrine. Ausgestopft aber poetisch: Jedem Tierchen sein Gedichtchen. 31.03.2013 bis 31.12.2013 BOTANISCHER GARTEN. Stephanshornstrasse 4, St. Gallen, +41 71 288 15 30, botanischergarten.stadt.sg.ch Bienen-Werte. Die Honigbienen sind die wichtigsten Bestäuber unserer Obst- und Beerenkulturen sowie vieler Wildpflanzen. Durch diese Leistung gelten sie nach Kühen und Schweinen als dritt wichtigstes landwirtschaftliche

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eingebaut, diesmal definitiv. 04.05.2013 bis 13.10.2014 Peggy und Thomas Henke. Film der Antworten. Eine filmische Installation. Der «Film der Antworten» basiert auf Gesprächen mit zwölf Schwestern der Benediktinerinnenabtei Mariendonk am Niederrhein. 11.01.2013 bis 06.10.2013 Tadashi Kawamata. Scheiterturm / Log Tower. Der japanische Künstler Tadashi Kawamata entwickelte im Auftrag des Kunstmuseums Thurgau ein Kunstprojekt für den Aussenraum der Kartause Ittingen. 24.03.2013 bis 02.02.2015


77 Nutztier. 30.05.2013 bis 06.10.2013 BRAUCHTUMSMUSEUM. Dorfplatz, Urnäsch, +41 71 364 23 22, museum-urnaesch.ch Appenzeller Auswanderung – Von Not und Freiheit. Die Auswanderung ist ein bedeutender Teil der Appenzeller Geschichte, beginnend ab dem 15. Jahrhundert mit den Schweizer Truppen in Fremden Diensten. In den Regimenten waren auch viele junge Appenzeller engagiert, um Ihr Auskommen zu finden. 06.04.2013 bis 13.01.2014 EVANGELISCHE KIRCHE HUNDWIL. Hundwil, Niklaus von Flüe: Friedensstifter der Eid-Genossen. Rauminstallation; täglich 9.00 bis 17.00 (ausser bei Gottesdiensten) 09.06.2013 bis 17.12.2013

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FABRIGGLI. Schulhausstrasse 12, Buchs, +41 81 756 66 04, fabriggli.ch Schloss Werdenberg mit Kinderaugen. Kinderzeichnungen, entstanden in einer Projektwoche von Kindergarten und Primarschule Hanfland. Die Zeichnungen sind während des ganzen Monats September anlässlich sämtlicher Fabriggli-Anlässe zu sehen. 01.09.2013 bis 30.09.2013 GEWERBEMUSEUM WINTERTHUR. Kirchplatz 14, Winterthur, +41 52 267 51 36, gewerbemuseum.ch No Name Design – die Wunderkammer des Franco Clivio. Eine Liebeserklärung an die unscheinbaren Dinge, die uns im Alltag begleiten und ihr Dasein meist im Schatten der grossen Namen fristen, die selten im grellen Rampenlicht stehen und kaum je aufmerksame Blicke auf sich ziehen 05.05.2013 bis 06.10.2013 Tattoo. Die Ausstellung widmet sich alten Traditionen und neuen Geschichten und beleuchtet diverse Aspekte des Massenphänomens, das für die Wissenschaft noch weitgehend Terra Incognita ist. 07.09.2013 bis 09.06.2014 HISTORISCHES MUSEUM THURGAU. Rathausplatz, Frauenfeld, +41 52 724 25 20, historisches-museum.tg.ch Dekorationen aus dem Wirtshaus «Brückenwaage» in Sirnach. Wer heutzutage das Wort «Beizenfasnacht» liest, hat gewisse Vorstellungen von den schmückenden Elementen in den Wirtshausstuben. Noch 1981 zogen Journalisten durch die Ostschweiz, um die originellsten Fasnachtsdekorationen ausfindig zu machen. 28.02.2013 bis 31.12.2013 HISTORISCHES UND VÖLKERKUNDEMUSEUM. Museumstrasse 50, St. Gallen, +41 71 242 06 42, hmsg.ch Bilck ins Schlüsselloch. Eine

Erlebnisausstellung zu Schloss und Schlüssel. 31.08.2013 bis 09.03.2014 Wildes Indien – Himalaya zwischen Tibet und Burma. «Dieses Land ist nicht wie unser Land, sein Himmel nicht wie unser Himmel...» schrieb vor 300 Jahren der König von Assam über die undurchdringlichen Bergwälder des indischen Osthimalaya. 03.05.2013 bis 19.01.2014 INATURA. Jahngasse 9, Dornbirn, +43 5572 232 35, inatura.at Krummer Schnabel, spitze Krallen – Greifvögel und Eulen. Ihre Schnelligkeit, Kraft und Größe beflügeln seit jeher unsere Fantasie. Als Wappentiere verkörpern sie Macht und Stärke. Und dennoch sind sie verletzlich. Gegen das Wirken der Menschen bieten die Waffen der Greifvögel und Eulen keinen Schutz. 15.03.2013 bis 15.09.2013 ITTINGER MUSEUM. Warth, +41 52 748 41 20, ittingermuseum.tg.ch Bauen vor der Industrialisierung. Was sich heute als harmonisches und geschlossenes Gebäudeensemble präsentiert, ist das Resultat eines unablässigen Bau- und Veränderungsprozesses, mit dem die Bauten immer wieder den Bedürfnissen der Nutzer angepasst wurden. 22.06.2013 bis 01.05.2014 JÜDISCHES MUSEUM. Schweizerstrasse 5, Hohenems, +43 5576 739 89 0, jm-hohenems.at Dauerausstellung und Jüdisches Viertel. Entdecken Sie unbekannte Seiten des jüdischen Alltags und der jüdischen Geschichte im Jüdischen Museum und im Jüdischen Viertel von Hohenems, mit seinem einzigartigen Ensemble von der Synagoge bis zur unlängst sanierten jüdischen Schule. 01.01.2013 bis 31.12.2013 Familienaufstellung. Israelische Porträts. Zehn Jahre lang durchquerten Reli Avrahami und Avner Avrahami das Land Israel, fotografierten zufällig ausgewählte Familien und befragten sie nach ihrem alltäglichen Leben. 23.04.2013 bis 06.10.2013 KAFFEEHAUS. Linsebühlstrasse 77, St. Gallen, +41 71 534 34 24, kaffeehaus.sg Heute speziell: Alltag. Wir haben den Alltag und seine Schätze erforscht. Dabei wurden wir «Helden des Alltags» auch zu Entdeckern des Alltags. Schauen Sie mit uns genauer hin, und begleiten Sie uns auf unserer Reise durch die Poesie des Alltags. 03.09.2013 bis 28.09.2013 KÜEFER-MARTIS-HUUS. Giessenstrasse 53, Ruggell, +41 423 371 12 66, kmh.li Holzfäller Architekt Baumeister. Der Biber ist zurückgekehrt. Biber sind intelligente Baumeister. Entfernt man einen Biber-

damm mitsamt dem Biber aus einem Gewässer, wird der Damm vom nächsten Biber an der gleichen Stelle wieder aufgebaut. 17.03.2013 bis 01.09.2013 KULTURRAUM AM KLOSTERPLATZ. Klosterhof 1, St. Gallen, sg.ch Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg? Seine engagierten, angriffigen und sprachlich geschliffenen Texte gelten bis heute als Musterbeispiele eines investigativen Journalismus und geniessen in Journalistenschulen grossen Stellenwert. 16.08.2013 bis 29.09.2013 LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM. Städtle 43, Vaduz, +41 423 239 68 20, landesmuseum.li Im Dienste d.Friedens-Überwindet d.Böse mit Gutem. Im September 1927 überschwemmte der Rhein weite Teile von Liechtenstein. 1928 wurde ein international aufgerufenes Hilfsprojekt zur Wiederfruchtbarmachung der Rheinebene realisiert. 13.06.2013 bis 29.09.2013 Sexperten – Flotte Bienen und tolle Hechte. Die Sonderausstellung zeigt auf über 350m2 zu welcher Vielfalt und Farbenpracht die geschlechtliche Fortpflanzung bei Tieren geführt hat und erklärt die Frage nach dem Warum. 09.05.2013 bis 12.01.2014 MUSEUM APPENZELL. Hauptgasse 4, Appenzell, +41 71 788 96 31, museum.ai.ch Sie und Er. Im Mittelpunkt stehen Appenzellerinnen und Appenzeller auf dem Weg durch die vergangenen fünf Jahrhunderte; den Frauen begegnen Sie im Museum Herisau, den Männern im Museum Appenzell. 08.06.2013 bis 03.11.2013 MUSEUM FÜR LEBENSGESCHICHTEN. im Hof Speicher, Speicher, 071 343 80 80, museumfuerlebensgeschichten. ch 8 Biografien von Menschen aus Speicher und Trogen. Das Museum für Lebensgeschichten in Speicher dokumentiert in Wort und Bild die Lebensgeschichten von Menschen, die in Speicher und Trogen oder im Hof Speicher leben oder gelebt haben. 20.04.2013 bis 29.09.2013 MUSEUM HERISAU. Oberdorfstrasse 2 b, Herisau, +41 79 377 34 43, museumherisau.ch Sie und Er. Im Mittelpunkt stehen Appenzellerinnen und Appenzeller auf dem Weg durch die vergangenen fünf Jahrhunderte; den Frauen begegnen Sie im Museum Herisau, den Männern im Museum Appenzell. 08.06.2013 bis 29.12.2013 NATURMUSEUM. Museumstrasse 32, St. Gallen, +41 71 242 06 70, naturmuseumsg.ch Geliebt, verhätschelt, verstossen – unsere Haustiere. Gefiedert

oder geschuppt, kurz- oder langhaarig, begleiten sie uns seit Jahrtausenden. In der Schweiz leben rund anderthalb Millionen Hauskatzen und etwa eine halbe Million Hunde. 26.04.2013 bis 13.10.2013 NATURMUSEUM THURGAU. Freie Strasse 26, Frauenfeld, +41 52 724 22 19, naturmuseum.tg.ch Das Reh – durch Anpassung zum Erfolg. Film- und Fotoaufnahmen zeigen die Tierart in ausgewählten Verhaltensweisen und selbstverständlich besteht die Möglichkeit, in der Ausstellung auch vieles selber auszuprobieren. 14.06.2013 bis 20.10.2013 Kauzig genialer Botaniker. Von 1905 bis 1911 erforschte der Schweizer Botaniker Eugen Baumann die Pflanzenwelt des Untersees. Sein wissenschaftliches Werk beeindruckt bis heute und war Grundlage für zahlreiche botanische Forschungsarbeiten am Bodensee. Eine Kabinettausstellung im Naturmuseum Thurgau würdigt Baumanns Lebenswerk. 03.07.2013 bis 27.10.2013 OTTO-BRUDERER-HAUS. Mittelstrasse 235, Waldstatt, +41 71 351 67 42, ottobruderer.ch Übergänge. Bilder zu Texten von Otto Bruderer. Der thematische Bogen spannt sich weit: Von zeit- und sozialkritischen Bildern, märchenhaften Figuren, zarten Landschaften bis zu Clowns und Engeln. 04.05.2013 bis 31.12.2013 PROPSTEI. Dorf 9, St. Peterzell, +41 71 377 13 24, ereignisse-propstei.ch Heimat, Dorfgeschichten und Bauernweisheiten. Die Ausstellung will das Phänomen menschlicher Verbundenheit zum Lebensmittelpunkt mittels verschiedener Lupen fokussieren und zu einer Annäherung der etwas andern Art einladen. 16.08.2013 bis 15.09.2013 SCHLOSS WERDENBERG. Werdenberg, +41 81 599 19 35, schloss-werdenberg.ch Handwerk, Wissenschaft und Gottvertrauen. Sonderausstellung zur Medizingeschichte aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums des Ärztevereins Werdenberg-Sargans. 28.04.2013 bis 31.10.2013 SEEMUSEUM. Seeweg 3, Kreuzlingen, +41 71 688 52 42, seemuseum.ch 20 Jahre Seemuseum. Eine kleine eigene Ausstellung erinnert an Vor- und Baugeschichte, Wechselausstellungen und mehr. 01.08.2013 bis 30.09.2013 50 Jahre Seegfrörni. Friert der (Ober-)See jemals wieder vollständig zu? Den Gemeinden Altnau und Münsterlingengebührt das Verdienst, mit einer kleinen Ausstellung an dieses Jahrhundert-Ereignis zu erinnern. 01.08.2013 bis 30.09.2013

WEITERE AUSSTELLUNGEN

STADTMUSEUM. Herrenberg 40, Rapperswil, +41 55 210 71 64, ogrj.ch Stadt in Sicht – Rapperswil in Bildern. Die Austellung vereinigt eine Auswahl an eindrücklichen und qualitätsvollen Stadtansichten aus dem reichen Fundus des Stadtmuseums, des Stadtarchivs und anderer Institutionen. Zeitlich spannt sie den Bogen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. 26.04.2013 bis 01.09.2013 STADTSAAL. Bahnhofplatz 6, Wil, 071 913 52 00, stadtsaal-wil.ch Mineralien- und Bergkristallausstellung. Mineralien, Fossilien, Edelsteine aus aller Welt, Zubehör. Restaurationsbetrieb. 21.09.2013 bis 22.09.2013 STIFTSBIBLIOTHEK. Klosterhof 6 d, St. Gallen, +41 71 227 34 16, stiftsbibliothek.ch Im Anfang war das Wort – Die Bibel im Kloster St. Gallen. Mehr als die Hälfte aller rund 500 Pergamenthandschriften in der Stiftsbibliothek überliefern in reiner oder kommentierter und bearbeiteter Form das Wort Gottes. Nirgendwo lässt sich die Beschäftigung mit der Heiligen Schrift besser studieren. 31.03.2013 bis 10.11.2013 TECHNORAMA. Technoramastr. 1, Winterthur, +41 52 244 08 44, technorama.ch Der vermessen(d)e Mensch. Über 30 Experimentierstationen stehen bereit, um tatkräftig das eigene Herz, Lungen, Augen, Muskulatur, Haut, Stimmbänder und Nerven zu testen. 01.01.2013 bis 31.12.2013 TEXTILMUSEUM. Vadianstrasse 2, St. Gallen, +41 71 222 17 44, textilmuseum.ch Sammlungswelten – Die Welt in Schachteln. Ein Wäschekorb gefüllt mit liebevoll bewahrten Kinderkleidern und Tischdecken findet hier ebenso seinen Platz wie kaum bekannte Textilien der Sammlung Leopold Iklé oder die Garnrollen der Restauratorin des Museums. 26.06.2013 bis 30.12.2013 Traum und Realisation – Stoffe aus der Ostschweiz. Die Sammlungsausstellung gibt einen Einblick in die facettenreiche Textilproduktion der Ostschweiz vom 16. Jahrhundert bis heute. 01.01.2013 bis 31.12.2013 TOLLE – ART UND WEISE. Dorf 11, Rehetobel, +41 79 538 86 61, tolle.ch Kinderbilder zur Viehschau. 20.09.2013 bis 21.09.2013


Lassen Sie uns Varianten aufzeigen.

Exklusivität trifft Perfektion. Nespresso sucht den edlen Auftritt und wählt Laminage als Schutz der Haut. Flexibilität im Handling durch Wahl einer Flügelöse ist ein zweites wichtiges Element der Lösung, kombiniert mit der speziellen Registerstanzung für die optimale Übersicht. Und uns haben sie gewählt für die Umsetzung. Darauf sind wir stolz.

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Kurse

Saiten 09/2013

KÖRPER

Atem. Bewegung.Raum. Bewusstheit durch den Atem und die Bewegung. Doris Willi, Multergasse 31, St.Gallen, 071 222 47 59, dowilli@bluemail.ch, www.emindex.ch/doris.willi Entspannungsgymnastik für Frauen ab 40. B. Schällibaum, Felsenstrasse, Sala, 071 277 37 29. Do. 18.15–19.15 Uhr Felicebalance. Biosynthese und Craniosacrale Behandlung für Erwachsene und Kinder. Astrid Bischof, Vadianstrasse 40, St.Gallen, 078 609 08 09, 071 344 29 56, Sandra Töngi, 076 596 58 86, 071 877 45 77, www.felicebalance.ch Hatha Yoga. Vanessa Schmid, Sa. 9–10.30 Uhr. Schule für Ballett und Tanz, St.Gallen. 071 222 28 78, www.ballettundtanz-haindl.ch Feldenkrais. Bewusstheit durch Bewegung, Gruppen in St.Gallen, Claudia Sieber Bischoff, Dipl. Feldenkrais Lehrerin SFV, 071 222 95 68, Di. 19.10– 21.10 Uhr. Feldenkrais kombiniert mit kreativem Tanz, Do. 18.05– 19.30 Uhr, Fr. 17–18.20 Uhr Tanz- und Contact-Improvisation/ Stocktraining. Regelmässige Abendkurse und Workshops mit Claudia Roemmel, St.Gallen. 071 277 13 24, www.tanztheatertext.ch, Dein Körper weiss es. Innehalten – Impulse wahrnehmen und umsetzen,. Individuelle Einzelbegleitung. Erika Friedli, dipl. Tanz- und Bewegungstherapeutin, Gais, 076 376 36 77 und 071 793 33 06 Nia / GymAllegro, Dance / Fitness / Wellness. Ganzheitliche Fitness für Körper, Geist und Seele. Nia / Rückentraining / Bodybalancing / Beckenbodentraining / Meditation. Studio Nia / GymAllegro, Buchentalstr. 27, SG, 071 244 44 38, Alexandra Kunz, Esther Thürlimann, info@gymallegro.ch, www.gymallegro.ch Kultur-Werkstatt Wil. Zentrum für Musik, Bewegung, Gestaltung, Begegnung. 5 Rhythmen, FreiTanz, Yoga, Qi Gong, Tai Chi, Modern, Rhythmik, Kindertanz, Feldenkreis, Klangtanz, Bühne am Gleis, Seminare, Raumvermietung. 071 912 22 66, www.kultur-werkstatt.ch, www.buehne-am-gleis.ch Yogaschule. Hatha-Yoga, Atem, Haltungstherapie, Norma de Luca, Turmgasse 8, St.Gallen, Tel. / Fax 071 222 80 71, info@yogaschule-de-luca.ch, www.yogaschule-de-luca.ch, Mo .–Fr., Gruppen / Privat Studio 8. Hatha Yoga, Pilates, Bewegung & Tanz. Susanna Koopmann, 078 623 06 43, Christine Enz, 076 458 10 66. Teufenerstr. 8, St.Gallen, info@studio-8.ch, www.studio-8.ch Körperarbeit, Bewegung, Tanz, Improvisation. Kurse und Workshops mit Wilma Vesseur, SubsTanz, 9043 Trogen, 071 344 91 16, www.subsTanz.ch Mehr Ruhe und Gelassenheit. Meditative Wege zu physischem und psychischem Wohlbefinden.

79 Naturheilpraxis Jacqueline Vogel, Rehetobel, 071 877 30 90, www.der-ganze-mensch.ch Meditation. Kurse in Hefenhofen / TG. www.achtsamerleben.ch SundariYoga. Ein kraftvolles Yoga, das bewegt. Eine Oase der Stille, die entspannt. Ein zeitgemässer Yogi, der inspiriert. 071 440 20 02, www.sundariyoga.ch Hatha-Yoga. SchwangerschaftsYoga, Rückbildungs-Yoga. Tanja Rohweder, TCM-Praxis, Vadianstr. 33, St.Gallen, tanja.rohweder@gmx.ch, 078 615 47 85, www.akupunktur-sg.ch Biodynamische Körperarbeit bietet z.B. Übersetzungshilfe für Ihre Körpersprache. Barbara Tobler, 071 220 83 66, www.emindex.ch/barbara.tobler Von Frau für Frau. Teil- oder Ganzkörpermassage. Über den Dächern St.Gallens, Ruth Weber, 078 749 34 30, immer Sonntags Umgang mit Stress durch Achtsamkeit (MBSR). Meditation, Achtsame Körperübungen, Gruppenaustausch. adrianabuechler@yahoo.de, www.adrianabuechler.ch, jew. Montagmorgen Im Fluss sein / Im Körper sein. Achtsame Körperarbeit, Lomi Lomi Massage, Tai Chi Chuan, Meditation. ankasurber@bluewin.ch, adrianabuechler@yahoo.de, 7.–9.02.14, Gais

MUSIK / GESANG

KlangWelt Toggenburg. Erfahrene KursleiterInnen bieten ein Programm in inspirierender Umgebung. In eine besondere Klangwelt eintauchen, sich während mehreren Tagen dem Naturjodel, der Stimme, dem Alphorn oder einem anderen Instrument intensiv widmen und die eigene Musik erleben. KlangWelt Toggenburg, 9656 Alt St. Johann, 071 998 50 00, info@klangwelt.ch, www.klangwelt.ch Neue Klangerfahrung mit Monochorden. Klangmeditationen, Verkauf, Bau- und Spielkurse für den ungezwungenen Umgang mit Obertönen. Heinz Bürgin, Im Uttenwil, 9620 Lichtensteig, 071 988 27 63, www.pythagoras-instrumente.ch Stimmräume. Raum für eine spielerische Entfaltung des Stimmpotenzials. Raum für einen umfassenden stimmlichen Ausdruck. Raum für eine Selbsterfahrung durch und mit der Stimme. Bitte Kursprogramm anfordern. Bea Mantel, Hadwigstr. 4, St.Gallen, 079 208 98 02, bea@stimmraeume.ch, www.stimmraeume.ch Stimmenfeuer. Frauentempel – Naturtage – Einzelsessions, St.Gallen und Teufen AR, 078 722 78 15, info@stimmenfeuer.ch, www.stimmenfeuer.ch, Frauentag Guggenloch, 22.09. Afrikanisches DjembeTrommeln. Yamoussa Sylla aus Guinea. Anfänger: Mi. 19–20.30 Uhr, Fortgeschrittene: Mo. 18.30–20 Uhr, Einzel auf Anfrage. Info:

afrikakultur@hotmail.com, 079 450 33 75, www.yamoussasylla.com Charly’s Musikschule. Saxophon, Tin-Whistel, IrishBouzuki. Für Anfänger und Fortgeschrittene. Charly Rütsch. 071 260 15 30 oder 079 744 47 21, charly.sax@hotmail.com Djembekurs in Herisau. Traditionell westafrikanische Rhythmen und Eigenkreationen. Einstieg in die Gruppe jederzeit möglich. Win-Win Markt, Herisau, Heiner Bolt, 079 293 59 50, www.bergbolt.ch, jeweils Do. 20–22 Uhr Schlagzeugunterricht im Rheintal. Trommeln mit Händen und Füssen. Enrico Lenzin, Rebstein, 077 424 87 33, enrico.lenzin@gmx.ch Frauen-Chant. Gemeinsam Kraft- und Heillieder singen. Sandra Sennhauser-Spörri, Teufenerstrasse 73a, St.Gallen, 079 677 15 89, www.theaterwerk.ch

TANZ / THEATER

Theatertanzschule. Notkerstr. 40, St.Gallen. Ballett, Breakdance, Contemporary, Hip Hop, Jazz, Modern Jazz, Tanz & Spiel, Yoga, Workshops. Künstlerische Leitung. Marco Santi, Schulleiterin. Aliksey Schoettle, Information im Tanzbüro, Gina Besio, 071 242 05 25, tanzschule@ theatersg.ch, www.theatersg.ch ChoRa – Plattform für Tanz und Bewegung. Diverse Tanztage in Sitterdorf, Tanzimprovisation, Kreistanz, Volkstanz, meditativer Tanz, u.a. Infos: 071 422 57 09, www.chora.ch Tanzschule Karrer. Zeitgenössischer Kindertanz, Kinderjazz, Rhythmik, Teeny-Dance, Jazz, Improvisation, Flamenco, Pilates Matwork. Regina M. Karrer, Schule 071 222 27 14, P. 071 352 50 88, reginakarrer@bluewin.ch, www.rhythmus-tanz.ch Hilal Dance. Moderner Ägyptischer Tanz. Tanz-Zentrum, Haggenstr. 44, St.Gallen, Yvette Blum, 0049 7531 65418, yvette@blum-tanz.de Tanzimprovisation und Körperarbeit für Frauen. B. Schällibaum, 071 277 37 29, Sala, Do. 19.45–21.15 Uhr, Fr. 17.30–19 Uhr Taketina – Rhythmische Körperarbeit. Urs Tobler, 071 277 37 29, Mi. 18.30–21 Uhr Tango Argentino. Kurse für alle Niveaus. Tango Almacèn, Lager-haus 42, St.Gallen, 071 222 01 58, www.tangoalmacen.ch Schule für Ballett und Tanz. St.Gallen, Workshop für Anfänger bis Fortgeschrittene, 071 222 28 78, www.ballettundtanz-haindl.ch Tanz, Bewegung & Ausbildung. Danielle Curtius. Laienkurse Erwachsene: Jazz- / Moderndance, Pilates, Bewegungstraining, FlamencoJazz modern. Jetzt anmelden für Ferienwoche in Spanien. Kinderkurse: Modern Kidsdance ab 4J., Modern Teendance ab 7J., HipHop ab 8J., HipHop/Streetdance ab 10J., STAR Dance ab 12J. Ausbildung Bewegungstrainer. Schachenstrasse 9, 9016 St.Gallen,

KURSE

071 280 35 32, www.curtius-tanz.ch, info@curtius-tanz.ch Flamencoprojekt Schweiz Bettina Castano. Flamencotanz für Anfänger bis Fortgeschrittene. Systematischer fortlaufender Unterricht. Einstieg jederzeit möglich. Intensivkurse, Shows und Gitarrenunterricht. Gallusplatz 32, SG. Bettina Castano, 079 708 13 41, b.castano@interbook.net., www.castano-flamenco.com AFRO. Afrikanisch inspirierter Tanz. Wir tanzen zu versch. Rhythmen. Tanja Langenauer, St.Gallen, 079 783 68 70, Katrin Wüthrich, Wil, 079 303 88 26, www.afrikata.ch St.Gallen jew. Do. 18.30–20 Uhr (Mittel-Fortgeschr.) und 20.15–21.35 Uhr (Anfänger), Amriswil jew. Di. 9–10.30 Uhr und 20–21.30 Uhr Contact Improvisation. Tanz mit Körperkontakt. Die Bewegung entsteht aus dem Moment heraus. Zu zweit, zu mehreren, alleine. Mit Musik und ohne. Felsenstr. 33, Rhythmikraum der HPS, SG, Leitung. Katharina Schwander, Tanzpädagogin, 079 267 56 17, 071 222 72 65, kschwander@ gmx.ch, Jeden Do. 19.15–21 Uhr, Einstieg auch für Anfänger möglich. Körperwahrnehmung, Bewegung, Tanzimprovisation. Annlies Stoffel, Bewegungsund Tanztherapeutin, St.Gallen, Auskunft und Anmeldung. 079 790 97 53, www.annliesstoffel.ch Tanzschule. raumbewegen bewegungsraum. Kindertanz, Streetdance, Zeitgenösssischer Tanz, Ballett, Gymnastik. Kerstin Frick, Merkurstr. 2, St.Gallen, 071 223 30 12, info@raumbewegen.ch, www.raumbewegen.ch Tanz, Improvisation, Bewegung, Körperarbeit. Kurse und Workshops mit Wilma Vesseur, SubsTanz, 9043 Trogen, 071 344 91 16, www.subsTanz.ch Zauberland im Theaterwerk. Theaterkurse für Kinder, 5–12J. Sandra Sennhauser, Teufenerstr. 73b, St.Gallen, 079 677 15 89, www.theaterwerk.ch, jew. Mi.

IG – TANZ TRAINING Weiterbildung für Tanz- und Bewegungsschaffende. Theatertanzschule, Notkerstrasse, St.Gallen. Infos: www.igtanz-ostschweiz.ch, Cordelia Alder, 071 793 22 43, alder.gais@gmx.ch

FERNOST

Wen-Do. Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen. Verein Selbstverteidigung Wen-Do, Bühlbleichestr. 2, St.Gallen, 071 222 05 15, wendo.sg@bluewin.ch, Mädchen: 3.09. & 17.09 jew. 17–19.30 Uhr Frauen: 17.09., 19–20.30 Uhr. Tai Chi Chuan. Körper und Geist in Fluss bringen. Anka Surber, Multergasse 31, St.Gallen. 079 508 36 59, ankasurber@bluewin.ch. AnfängerInnen: Do. 19.30–20.30 Uhr, Fortgeschrittene: Mo. 18–19 Uhr. Escrima. Philippinische Stockkampfkunst. Claudia Fantelli, Felsenstrasse 33,

1. Stock, 071 277 90 42, cfantelli@gmx.ch, jeden 2. Mittwochabend, 18– 19.30 Uhr. Ab 9.01.2013 I Ging Kurs. der richtige Zeitpunkt. Michael Zwissler, 071 534 33 23, fengshui@ zeitimraum.ch, www.zeitimraum.ch

MALEN

kleine Kunstschule. Gestaltungsschule für Kinder und Jugendliche St.Gallen. Verein kleine Kunstschule, Lucia Andermatt-Fritsche, 071 278 33 80 Atelier Sonja Hugentobler. Mal- und Zeichnungskurse wöchentlich / diverse Themensamstage als Experiment. Infos & Anmeldung. www.sokunst.ch, 071 260 26 86. Begleitetes Malen für Kinder / Erwachsene. In Gruppen oder Einzel. Karin Wetter, 071 223 57 60 Malatelier für Kinder und Erwachsene. Marlis Stahlberger, Museumstr. 41, St.Gallen. 071 245 40 30, p.stahlberger@bluewin.ch Farbpinsel tanzen lassen. Malen über die Mittagspause, Bernadette Tischhauser, Brühlgasse 39, SG, 071 222 49 29, jew. Do. 12.15 – 13.30 Uhr Kurs im Malatelier. Arbeiten mit Öl, Acryl, Spachtel. Gruppen und Einzel. Vera Savelieva, Schwertgasse 23, St.Gallen, 078 768 98 07, info@doma-sg.ch Vorbereitungskurs für gestalterische Berufsrichtungen. Lisa Schmid, Atelier Galerie, St.Gallen. 071 222 40 88 oder 071 223 37 01, www.atelier-lisaschmid.ch.

DREIDIMENSIONAL

kleine Kunstschule. Gestaltungsschule für Kinder und Jugendliche St.Gallen. Verein kleine Kunstschule, Lucia Andermatt-Fritsche, 077 414 10 94 Komturei Tobel. Rakubrand. Faszinierende Glasurbrandtechnik. catherine_stillhart@ bluewin.ch, 079 324 29 47, www.komturei.ch. Am 1.09. und 6.10. ab 10 Uhr. Atelier Keramik Plus. Atelier für Kunst-Keramik und ausdrucksorientiertes Gestalten mit div. Materialien. Tages und Wochenkurse, Ferienangebote. Margrith Gyr, Degersheim, 071 371 54 32, www.keramik-plus.ch Offenes Atelier für freies Malen und Gestalten. In Kleingruppen für Jugendliche und Erwachsene. AtelierPraxis, Brigitta Bertozzi, Im Lagerhaus, Davidstr. 40, St.Gallen 077 476 49 25, www.kunsttherapiepraxis.ch Landart und NaturKunst Kurse. Patrick Horber, Altstätten, 071 222 32 33, patrick.horber@ gmail.com, www.streuwerk.ch Modellieren. Anfänger bis Fortgeschrittene. Natalia Kaya Zwissler. Filzen. für Kinder und Erwachsene. Yukiko Kawahara, Atelier Oberstrasse 167, St.Gallen, 071 277 26 36

NATUR

WWF Naturlive Naturerlebnisse & Kurse. Exkursionen, Ferien- und sanfte Reiseangebote für Kinder, Familien und


81 Erwachsene. WWF-Regiobüro AR / AI-SG-TG, Merkurstrasse 2, Postfach 2341, 9001 St.Gallen, 071 223 29 30, Kursangebote und Infos unter: www.wwfost.ch/naturlive Heilpflanzen und gesundheitliche Selbstkompetenz. Sie erkennen und erleben Heilpflanzen, ihr Wesen und ihre Wirkung. Naturheilpraxis Jacqueline Vogel, Rehetobel, 071 877 30 90, www.der-ganze-mensch.ch

Saiten 09/2013

DIVERSES

Stress bewältigen durch Achtsamkeit MBSR. Nach Jon Kabat Zinn. 8-Wochen-Kurs. Kleingruppen oder Einzel nach Vereinbarung. Beatrice Held. trice.held@bluewin.ch, 079 731 33 23, Beginn: 5.09. Ägyptischarabisch. Kurse für Fortgeschrittene und Anfänger, mit oder ohne Alphabet. Filmvorträge über das Alltagsleben der Ägypter, vor, während und nach der Revolution. Interkulturelle Beratung, Übersetzungen. DAR ägyptischarabisch, Evelyn Karlen, Montaser Ali, Goldbrunnenstr. 31, 9000 St.Gallen, 076 502 28 28, www.aegyptischarabisch.com Atelier am Harfenberg – Der Ort fürs Wort und Werken. Das Wort – gelesen oder geschrieben wird im Atelier am Harfenberg, Harfenbergstr. 15, St.Gallen mit Sorgfalt gepflegt. Der Austausch über Geschriebenes beflügelt zum weiterschreiben. Kurse vermitteln das Rüstzeug dazu. Infos unter www.schreibwerk.ch PaTre. Väter in Trennung / Scheidung. 1x monatlich Austausch. Info. 079 277 00 71 oder www.forummann.ch/patre.html Systemisches Aufstellen. Bernadette Tischhauser, Brühlgasse 39, SG, 071 222 49 29, www.praxis-tischhauser.ch, Legen und Lesen der Zigeunerkarten. Für Anfänger und Fortgeschrittene. Maria Fischer, 079 543 79 67, www.zigeunerkarten-maria.ch Kulturbüro. Kurse, Infoveranstaltungen und Workshops für Kulturschaffende. Blumenbergplatz 3, St. Gallen, 071 222 60 77, www.kulturbuero.ch/sg

DACHATELIER

Verein Dachatelier. Teufenerstr. 75, St.Gallen, 071 223 50 66, Clownpädagogik/ClownBasic Fortbildung, 8 Seminare, 23 Tage, 08.05.13–05.01.14. Infos und weitere Kurse. sekretariat@ dachatelier.ch,www.dachatelier.ch

GBS ST.GALLEN

Gewerbliches Berufs- und Weiter-bildungszentrum, Demutstrasse 115, St.Gallen, 058 228 26 00, gbs.info@sg.ch, www.gbssg.ch Schule für Gestaltung. Kurse und Lehrgänge HF Visuelle Kommunikation. Typografie. HF Fotografie und Video. HF Bildende Kunst. Farbdesigner – FFR Farbe Form Raum. Gestalterische Vorkurse für Jugendliche. Gestalterischer Vorkurs Erwachsene Propädeutikum Vollzeit und Teilzeit. Digitale Medien. Zwei- &

Dreidimensionales Gestalten. Malen, Drucken, Aktzeichnen etc. Baukaderschule. Kurse und Lehrgänge Allgemeine Weiterbildung. Kurse und Lehrgänge, BMS-Vorbereitungskurse.

Lokale Adlersaal. St.Georgenstrasse 84, St.Gallen Alpenhof. St. Antonstrasse 318, Oberegg, 071 890 08 04, alpenhofalpenhof.ch Alte Fabrik. Klaus-GebertStrasse 5, Rapperswil, 055 210 51 54, alte-fabrik.ch Alte Kaserne. Technikumstrasse 8, Winterthur, 052 267 57 75, altekaserne.ch Altes Hallenbad. Reichenfeldgasse 10, Feldkirch Altes Zeughaus. Poststrasse 13, Herisau Ambach. Am Bach 10, Götzis, +43 5523 640 60, ambach.at B-Post Bar. Demutstrasse 2, St.Gallen Bluesclub. Bogenkeller Rotfarb, Bühler, bluesclubbuehler.ch Bodman-Literaturhaus. Am Dorfplatz 1, Gottlieben, 071 669 34 80, bodmanhaus.ch Bühne Marbach. Obergasse 5, Marbach, 071 755 88 17, buehnemarbach.ch Casino. Poststrasse 9, Herisau, 071 351 10 97, casinoherisau.ch Chössi-Theater. Bahnhalle, Lichtensteig, 071 988 13 17, choessi.ch Conrad Sohm. Boden 1, Dornbirn, +43 5572 354 33, conradsohm.com Dorfzentrum Bottighofen. Schulstrasse 1, Bottighofen Dornbirner Messe. Messestrasse 4, Dornbirn, +43 5572 305 0, dornbirnermesse.at Eisenwerk. Industriestrasse 23, Frauenfeld, 052 728 89 82, eisenwerk.ch Esse Musicbar. Rudolfstrasse 4, Winterthur, 052 202 57 46, esse-musicbar.ch Evang. Kirche. Am Dorfplatz, Teufen, 071 333 13 11, ref-teufen.ch Evang. Kirche Sulgen. Rebbbergstrasse 16, Sulgen, 071 642 44 90 Fabriggli. Schulhausstrasse 12, Buchs, 081 756 66 04, fabriggli.ch FHS. Rosenbergstrasse 22, St.Gallen, 071 226 16 08, fhsg.ch FigurenTheater. Lämmlisbrunnenstrasse 34, St.Gallen, 071 222 60 60, figurentheater-sg.ch Flon. Davidstrasse 42, St.Gallen, 071 224 55 05, flon-sg.ch Fotomuseum Winterthur. Grüzenstrasse 44 & 45, Winterthur, 052 234 10 60, fotomuseum.ch Freihandbibliothek. Katharinengasse 11, St.Gallen, 071 223 60 23, freihandbibliothek.ch Galerie vor der Klostermauer. Zeughausgasse 8, St.Gallen, 078 775 56 49, klostermauer.ch Galerie zur Hofersäge. Weissbadstrasse 7a, Appenzell, 071 787 18 88, form-kunst.ch Gare de Lion. Silostrasse 10, Wil, garedelion.ch

Gaswerk. Untere Schöntalstrasse 19, Winterthur, 052 203 34 34, gaswerk.ch Grabenhalle. Unterer Graben 17, St.Gallen, 071 222 82 11, grabenhalle.ch Habibi. Zürcherstrasse 42, St.Gallen, 079 636 41 13, facebook.com/habibi.st.gallen Habsburg. Rheinstrasse 70, Widnau, 071 722 21 56, habsburg-bar.ch Haffterhaus. Frauenfelderstrasse 8, Weinfelden Historisches und Völkerkundemuseum. Museumstrasse 50, St.Gallen, 071 242 06 42, hmsg.ch Hotel Schloss Wartenstein. Pfäfers, 081 302 40 47, schloss-wartenstein.ch Insieme Piadineria. Steinberggasse 24, Winterthur, 052 203 26 28, insieme-piadineria.ch Jazzclub. Churerstrasse 28, Rorschach, 071 855 03 88, jazzclub-rorschach.ch Jüdisches Museum. Schweizerstrasse 5, Hohenems, +43 5576 739 89 0, jm-hohenems.at K9. Hieronymusgasse 3, Konstanz, +49 7531 167 13, k9-kulturzentrum.de Kaffeehaus. Linsebühlstrasse 77, St.Gallen, 071 534 34 24, kaffeehaus.sg Kammgarn. Baumgartenstrasse 19, Schaffhausen, 052 624 01 40, kammgarn.ch Kantonsratssaal. Klosterhof 3, St.Gallen Katharinen. Katharinengasse 11, St.Gallen Kathedrale. Gallusplatz, St.Gallen, bistum-stgallen.ch Kellerbühne. St. Georgen-Strasse 3, St.Gallen, 071 223 39 59, kellerbuehne.ch Kino Rosental. Schulhausstrasse 9, Heiden, 071 891 36 36, kino-heiden.ch Kinok. Grünbergstrasse 7, St.Gallen, 071 245 80 89, kinok.ch Kleinaberfein. Auf dem Damm 17, St.Gallen, 071 227 33 38, gambrinus.ch Komturei Tobel. Tobel, 071 917 17 57, komturei.ch Kornhaus. Hafenplatz 2, Rorschach Krempel. Wiedenstrasse 48, Buchs, 081 756 50 10, krempel.ch Kugl. Güterbahnhofstrasse 4, St.Gallen, 076 420 38 45, kugl.ch Kultur Punkt. St. Gallerstrasse 15, Flawil, kulturpunkt-flawil.ch Kultur-Werkstatt. Churfirstenstrasse 5, Wil, 071 912 22 66, kultur-werkstatt.ch Kulturcinema. Farbgasse, Arbon, 071 440 07 64, kulturcinema.ch Kulturzentrum am Münster. Wessenbergstrasse 43, Konstanz, +49 7531 900 90 0, konstanz.de Kundelfingerhof. Schlatt TG, 052 657 11 22, kundelfingerhof.ch Kunst(Zeug)Haus. Schönbodenstrasse 1, Rapperswil, 055 220 20 80, kunstzeughaus.ch Kunsthalle Arbon. Grabenstrasse 6, Arbon, 071 446 94 44, kunsthallearbon.ch Kunsthalle St. Gallen. Davidstrasse 40, St.Gallen, 071 222 10 14, k9000.ch

LOKALE

Kunsthalle Ziegelhütte. Ziegeleistrasse 14, Appenzell, 071 788 18 60, kunsthalleziegelhuette.ch Kunstmuseum St.Gallen. Museumstrasse 32, St.Gallen, 071 242 06 71, kunstmuseumsg.ch Kunstmuseum Winterthur. Museumstrasse 52, Winterthur, 052 267 51 62 Kunstraum. Bodanstrasse 7 a, Kreuzlingen, 071 688 58 30, kunstraum-kreuzlingen.ch Kunstverein. Wessenbergstrasse 41, Konstanz, +49 7531 223 51, kunstverein-konstanz.de Laurenzenkirche. Marktgasse 25, St.Gallen, 071 222 67 92 Ledi – Die Wanderbühne. Kronengarten, Appenzell, arai500.ch/ledi Liechtensteinisches Landesmuseum. Städtle 43, Vaduz, 0423 239 68 20, landesmuseum.li Lokremise. Grünbergstrasse 7, St.Gallen, 076 325 82 51, lokremise.ch Lokremise Wil. Silostrasse 2, Wil, 071 913 53 53 Löwenarena. Hauptstrasse 23, Sommeri, 071 411 30 40, loewenarena.ch Mediathek. Seestrasse 104, Steckborn, 052 761 13 73, mediaborn.ch Metro-Kino. Rheinstrasse 25, Bregenz, +43 5574 71843 0 Museum Herisau. Oberdorfstrasse 2 b, Herisau, 079 377 34 43, museumherisau.ch Museum im Lagerhaus. Davidstrasse 44, St.Gallen, 071 223 58 57, museumimlagerhaus.ch Museum Liner. Unterrainstrasse 5, Appenzell, 071 788 18 00, museumliner.ch Naturmuseum. Museumstrasse 32, St.Gallen, 071 242 06 70, naturmuseumsg.ch Nextex. Blumenbergplatz 3, St.Gallen, 071 220 83 50, nextex.ch Oberstufenzentrum Sproochbrugg. Zuckenriet, 071 948 70 10, sproochbrugg.ch Offene Kirche St. Gallen. Böcklinstrasse 2, St.Gallen, 071 278 54 29, oksg.ch Otto-Bruderer-Haus. Mittelstrasse 235, Waldstatt, 071 351 67 42, ottobruderer.ch Oxyd Kunsträume. Wieshofstrasse 108, Winterthur, 052 316 29 20, oxydart.ch Oya. Schwertgasse 27, St.Gallen, 071 244 23 43, oya-bar.ch Palace. Blumenbergplatz, St.Gallen, palace.sg Point Jaune Museum. Linsebühlstrasse 77, St.Gallen, 071 222 14 91, postpost.ch Rab-Bar. Landsgemeindeplatz 8, Trogen, 071 340 08 55, rab-bar.ch Raum für Literatur. St.Leonhardstrasse 40, St.Gallen, gdsl.ch Regierungsgebäude. Klosterhof, St.Gallen, 071 229 32 60, sg.ch Restaurant Bierhof. Rorschacherstrasse 34, St.Gallen, 071 535 00 75, bierhof.ch Restaurant Schwarzer Engel. Engelgasse 22, St.Gallen, 071 223 35 75, schwarzerengel.ch Rössli. Dorfstrasse 16, Mogelsberg, 071 374 15 11,

roessli-mogelsberg.ch Rösslitor. Multergasse 1 3, St.Gallen, 071 227 47 47, books.ch Rudolf Steiner Schule. Rorschacherstrasse 312, St.Gallen, 071 282 30 10, steinerschule.ch Sal. Landstrasse 19, Schaan, 0423 792 53 09, sal.li Salzhaus. Untere Vogelsangstrasse 6, Winterthur, 052 204 05 54, salzhaus.ch Schloss Arbon. Schlossgasse, Arbon, 071 447 15 20 Schloss Dottenwil. Dottenwil, Wittenbach, 071 298 26 62, dottenwil.ch Schloss Seeheim. Eichhornstrasse 86, Konstanz, +49 7531 692 26 00, schloss-seeheim.com Schloss Wartegg. Von Blarer-Weg 1, Rorschacherberg, 071 858 62 62, warteggkultur.ch Schutzengelkapelle. Klosterhof 2, St.Gallen, 071 222 34 64 Solidaritätshaus. Fidesstrasse 1, St.Gallen, 071 244 68 10, solidaritaetshaus.ch Spiegelhalle. Hafenstrasse 12, Konstanz, +49 75 319 00 150, theaterkonstanz.de Spielboden. Färbergasse 15, Dornbirn, spielboden.at Stadthaus. Stadthausstrasse 4a, Winterthur, 052 267 51 15 Stadtmuseum. Herrenberg 40, Rapperswil, 055 210 71 64, ogrj.ch Stadttheater Konstanz. Konzilstrasse 11, Konstanz, +49 7531 900 10 6, theaterkonstanz.de Stickerei. Oberer Graben 44, St.Gallen, 071 222 62 32, cafebarstickerei.ch Stiftung Friedheim Weinfelden. Burgstr. 7 a, Weinfelden, 071 626 59 59 Talhof. St.Gallen, talhof.sg Tango Almacén. Davidstrasse 42, St.Gallen, 071 222 01 58, tangoalmacen.ch Tankstell-Bar. Teufenerstrasse 75, St.Gallen, 071 222 77 67, tankstell.ch TapTab. Baumgartenstrasse, Schaffhausen, 079 601 99 40, taptab.ch Textilmuseum. Vadianstrasse 2, St.Gallen, 071 222 17 44, textilmuseum.ch Theater St.Gallen. Museumstrasse 24, St.Gallen, 071 242 05 05, theatersg.ch Theater am Gleis. Untere Vogelsangstrasse 3, Winterthur, 052 212 79 54, theater-am-gleis.ch Theater am Kornmarkt. Seestrasse 2, Bregenz, +43 5574 428 70, landestheater.org Theaterhaus. Bahnhofplatz, Weinfelden, 071 622 20 40, theaterhausthurgau.ch Tonhalle. Museumstrasse 25, St.Gallen, 071 242 06 32, sinfonieorchestersg.ch Varieté Tivoli. Tivoliweg 5, St.Gallen, 071 244 85 87, varioli.net Varwe. Hubstrasse 101, Wil, 071 912 16 76, varwe.ch Werkstatt Inselgasse. Inselgasse, Konstanz, +49 753 19 00 150, theaterkonstanz.de Zeltainer. Iltiosbahn Talstation, Unterwasser, 071 993 36 39, zeltainer.ch


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Kellers Geschichten

Gross ist die Häme, wenn einer zu fliegen versucht und scheitert. Im vorliegenden Fall hatte der Pionier das Glück, dass er kein Einheimischer war. Er konnte Arbon sofort verlassen und am Zürichsee, wo es weniger Augenzeugen der Niederlage gab, seiner ansonsten erfolgreichen Tätigkeit als Erfinder weiter nachgehen. Johann Heinrich Suter stammte aus Kappel am Albis, er war 38 Jahre alt, als er nach Jauchepumpen und Obstpressen, Getreideelevatoren und Bodenreinigungsmaschinen ein Luftschiff patentieren liess, das sich durch mehrere Besonderheiten von den gleichzeitig in Friedrichshafen entwickelten Zeppelinen unterschied: Bei Suters Fluggerät hing die Kabine an einem Drehgelenk frei unter dem Auftriebskörper. Während der Ballon – so der Plan – dank seiner Bild: Historisches Museum Schloss Arbon Form sich wie eine Wetterfahne stets in die Windrichtung drehte, war die Gondel mit zwei verstellbaren Propellern ausgestattet, die Suter über ein aufmontiertes Fahrrad in Bewegung setzte und steuerte. Die fünfkammrige Ballonhülle liess er in Paris anfertigen, das Gestell wurde von der Firma G. A. Saurer, Velofabrik in Arbon, produziert, die Montage erfolgte in einer Bretterbude, die zwischen dem Hotel Baer und dem Hotel du Lac «hart am See» in Arbon errichtet worden war. Im März 1901 beginnen Probefahrten. Auf ein Boot geschraubt, fährt das Gerät samt Ballon kreuz und quer über den Bodensee, vorläufig ohne aufzufliegen. Am 19. April 1901 erhebt sich das Schiff in die Lüfte, doch es gerät ihm zum Nachteil, dass die Pariser Ballonhülle hundert Kilo schwerer geworden ist als bestellt. Nach einem Flug von zirka drei Kilometern erfasst ein Wind die Maschine und treibt sie ans Ufer. Dort wird sie kaputt aus den Steinacher Bäumen gezogen. Die Geldgeber sind enttäuscht, ein zweiter Versuch mit einem 5-PS-Benzinmotor kommt nicht zustande. Bis nach Berlin erscheinen in den Illustrierten die Fotos vom grotesken Flugunfall in Arbon, doch davon lässt sich Suter nicht lange verdriessen. Er kehrt an den Zürichsee zurück und baut einen Helikopter. Stefan Keller, 1958, ist Journalist und Historiker aus dem Thurgau.

ABGESANG

Saiten 09/2013

Suter fliegt auf


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Bureau Elmiger

Saiten 09/2013

Die Bremgarter Wirklichkeit Zurzeit bahne ich mir den Weg durch die letzten Seiten eines Manuskripts. Oder vielmehr: Ich fülle Seiten, von denen ich denke, dass sie die letzten Seiten des Manuskripts bilden werden, an dem ich seit vielen Monaten arbeite. Die ersten Zeilen schrieb ich vor über zwei Jahren in einer Gegend namens Rummelsburg, jeden Morgen fuhr ich mit dem Velo aus der Stadt hinaus und am Heizkraftwerk vorbei zum ehemaligen Funkhaus, in dem ich mir mit einer Fotografin ein Zimmer teilte, ich schrieb, die Fotografin zimmerte Kulissen, baute Maschinen und las Bücher, manchmal stiegen wir die Stufen hinunter zur Milchbar und bestellten eine Rösti mit Lachs oder Kaffee. Im April des letzten Jahres bezog ich vorübergehend eine neue Schreibstube, dieser Arbeitsort war am Pazifik gelegen, durch das Haus schlichen Komponisten, Maler, Tonkünstlerinnen. Wenn ich müde war, wanderte ich mit dem tunesischen Schriftsteller, der morgens im Erdgeschoss schrieb, nachmittags Western schaute und abends viel Wein trank, zur Küste hinunter, wir schirmten die Augen mit der Hand ab und lobten die Aussicht, der Schriftsteller erklärte, die Form seines Romans werde radikal brechen mit der Tradition, ich recherchierte viel, nervös fuhr ich mit meinem Blöcklein und dem Mikrofon Richtung Malibu, um diese oder jene Frage zu stellen. Und hier, wo sich das angebliche Herz der Schweiz befindet, wird nun der dritte Teil des Manuskripts verfasst, an der Wand hängt nach wie vor die goldene Fanfare aus Nordafrika. War das Schreiben zu Beginn eine punktuelle Angelegenheit, dem Errichten eines Kartenhauses ganz ähnlich – langsam und vorsichtig, eine nächste, eine nächste, eine nächste Karte drauf, dazwischen lange Pausen –, hat sich die Arbeit am Text mit dem fortschreitenden Bau verändert: Die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit des Textes, der Aufenthalt im Innern des entstandenen Gebäudes, verlangt eine ganz umfassende Aufmerksamkeit. Peter Weiss schreibt über seine literarische Arbeit: «Tatsächlich besitzt dies alles die gleiche Wahrheit wie die Erlebnisse der sogenannten Wirklichkeit.» Der Wechsel vom Text in den Tag und umgekehrt dauert lang, nicht selten verlasse ich das Haus und stehe plötzlich im Sonnenlicht: Als hielte ich einen Feldstecher verkehrt in den Händen, scheint die Stadt in ganz weiter Ferne zu liegen. Über den Umgang mit dem Erfundenen und dem tatsächlich Erlebten schreibt Weiss: «... das ist etwas schwieriger, als das gewöhnliche Wandern durch den Tag, es fordert eine doppelte Logik, ich muss ja alles was ich mir denke, zusammenhalten, den meisten andern genügt, das zusammenzuhalten, was der äussere Tag ihnen aufgibt ...»

Bild: Ladina Bischof

Das überraschende Zusammenfallen des Erdachten mit der sogenannten Wirklichkeit ist beglückend und beunruhigend zugleich: Am 2. August liegen auf meinem Schreibtisch die Bremgarter Neujahrsblätter aus dem Jahr 1960, darin ein Beitrag über Französische Flüchtlinge in Bremgarten zur Zeit der Revolution, ein weiterer berichtet über jenen Bremgarter Apotheker und Naturforscher, der mit seiner Sammeldose auch durch mein Manuskript spaziert und der 1869 nach dem neuen Erdteil, genauer: nach Texas, übersiedelte. Das grosse Um- und Ausziehen, die Flucht, das Reisen und – als Beispiel für die Schweiz als Auswanderungsland – der Bremgarter Emigrant beschäftigen mich seit Monaten, als ich an diesem 2. August die Zeitung aufschlage und darin das Bremgarter Badi-Verbot finde, das auf geradezu unheimliche Weise anschliesst an die kleine, von mir geschriebene Bremgarter Geschichte. Ob ich mich gerade im Kartenhäuschen befinde oder im äusseren Tag, ist auf einmal nicht mehr genau festzustellen – das ist in diesem Fall wahrscheinlich ein gutes Zeichen für den Text, ein weniger gutes aber für die Wirklichkeit, die sogenannte. In der Ortschronik, die den Neujahrsblättern angehängt ist, findet sich ein weiterer kleiner Hinweis auf Bremgarten als Ort in der weiten Welt: 1. Dezember 1985 – Hans Schaufelbühl, genannt «Juanito, el Suizo», reist in seine zweite Heimat Saragossa zurück, diesmal mit dem Zug.

ABGESANG

Dorothee Elmiger, 1985, Autorin des Romans Einladung an die Waghalsigen, ist in Appenzell aufgewachsen und schreibt monatlich im Saiten.


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Pfahlbauer. Nachrichten aus dem Sumpf.

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Diese selbstgenähte Riesentuchfühlung Es war ein erfreulicher Sommer gewesen, soweit; meine Seele floss rundum beruhigt, wie es jeweilen eine Bekannte ausdrückt. Ich hatte in Berlin Gärten gewässert, am Langen See fette Fische gebraten und zu dicke Bücher gelesen, in Novartis City einen Feigenbaum gepflanzt, auf einer Innerschweizer Alp Kühe gestreichelt und einem Bergmolch das Leben gerettet; ich hatte viel Fussball und Pingpong gespielt, war mit Scorpütz, der Kralle und der türkischen Muräne nackig ins mittelrheintalische Matz gesprungen und die ganze Zeit nett zu Kleinkindern und zu Grosshunden gewesen, wo immer ich solche traf. Und ich benahm mich zu guterletzt sogar auf einer pompösen Bankerhochzeit in einem Jugendstilhotel, wo mir allerdings die von einer entschlossenen Onkelgang zwangsweise umgebundene silbrige Krawatte zum orangen Hemd aufstiess. Dann kam ich, zufrieden verkatert, am heissesten Tag des Jahres nach Hause in die Ostrandzone, schaute ein wenig CH-Ligafussball und döste dem Alltag entgegen. Nebenbei blätterte ich mich durch die Post der letzten Wochen: erwartbare Hiobsbotschaften von Steuermahnungen bis zu Park- und Tempobussen. Sowie die üblichen Werbungen, Fettabsauger, Pizzakuriere und Zumbatanten – und dann, interessant, ein Bittschreiben in Form einer Einladung: Geschätzter Herr Pfahlbauer, wir wollen Sie und brauchen ihr Tuch! Wir haben eine Vision! Wir laden Sie ein zur gemeinsamen unmöglichen Utopie! Tausende machen bereits fröhlichstens mit! Jeder Ausserrhodengallenbodensee-Regionseinwohner ein Tuch, also 252’140 Tücher! Sie haben doch sicher einen vorigen Bettanzug zuhause und wollten schon immer mal nähen … Am Ende winke ein Gemeinschaftserlebnis in Form eines Massenpicknicks auf hundert Fussballfeldern! Aha, wieder eine spezielle Kleidersammlung. Ich las genauer. Nicht nur von Tüchern war die Rede, auch von Fieber und Wahn, von Identität und Generationenprojekt; man müsse zusammenrücken, um zusammenzuwachsen, in allen Modulen an einem Strang ziehen; der beschwingte Ton wurde bedrohlicher, fast wie ein Marschbefehl, und alles hiess Bignik. Wie bitte? Sicher eine Sekte, dachte ich, die Beschwörung eines grossen Nickens und Nickerchens, die wollen uns im früheren Textilland alle wieder unter Tüchern haben. Passenderweise war der Absender ein notorisches Gallenraumvermarktungsbüro; unterzeichnet war das Schreiben von regional bekannten Chinesen wie Scheit Lin, Rik Lin, Tschr Ky sowie einem Dorfhäuptling namens Götti-Götti alias Gao Ming Kai, der allerdings auf dem Foto eine sehr amerikanische Weisszahngrimasse zog. Im Postskriptum wollten sie mir, ich sei doch ein gewitzter Kopf, zur Arbeit in der kleinchinesischen Nähfabrik noch einen landestypischen Namen aufbinden: Charles Pfahlbauer, das hiesse dann: Bei Shuo Huan. Rik Scheit Lin? Identitätsfindungs-Gruppenschmusen? Ich schreckte auf. Um Gottes willen, durchzuck-

te es mich: Das ist nicht die zunächst vermutete Animationsagentur Komm & Komm, sondern es sind die nicht weniger gefürchteten Kuschelzwillinge! Sie sind wieder aktiv und legen ein Scheit-li nach! Und haben offenbar schon vielen gutgläubigen Menschen den Kopf verdreht, vor allem hart arbeitenden Landfrauen. Sie meinen es ernst: Die erste Auslegung habe erst drei Prozent gezeigt, 97 Prozent fehlten noch. Es sei der Prolog der Vision, sagte Kuschelzwilling F, jetzt geht es erst richtig los! Du meine Güte, mir schwante Böses, wie damals, als die beiden Zirkusclowns in der verlassenen Industriesiedlung am Grossen Pfahlbauersiedlung zusammen mit Tanzbären und erlebnishungrigen Studentinnen die leidgeprüfte Bevölkerung mit Butlern, Liegestühlen, Siestas und Schatzsuchereien gequält hatten. Ich schüttelte den Kopf: Kaum ist man mal ein paar Wochen weg, lassen sie sich in ihrem Standortelend wieder um den Finger wickeln und sedieren, hier draussen. Es isch ä Süüch, wie mein Grossmami immer sagte. Dabei hatten sie doch auf den frisch gepflästerten Gassen ihr Gallenfest und ihre Hunnenspiele! Und so viele Schlagerfestivals von Arbon bis Wildhaus! Und jetzt brauchen die noch diese selbstgenähte Riesentuchfühlung? Eine Blitzumfrage unter Pfahlgenossen offenbarte das Ausmass: Viele hatten den Marschbefehl erhalten, manche auch schon hartnäckigen Besuch von Standortbeamten. Aber erfreulicherweise läuteten bei allen bereits alle Hafechäs-Alarmglocken, und zum Glück haben wir ja gute Freunde in der Tierseuchengruppe. Wir werden also parat sein, bei der nächsten Auslegung; wir bringen die Pfähle, die Seuchenbekämpfer die Schutzanzüge und Güllenwagen mit Gegengift. Und dann werden wir das Tuch mal kuschelig zusammenfalten und schauen, wie es sich auf dem Grossen Pfahlbauersee macht. Und ob die Kuschelzwillinge tatsächlich auf dem Wasser laufen können. Hütet euch am Ruggisberg! Charles Pfahlbauer jr.

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Boulevard

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Bei der Vernissage Anfang Juli lagen zehn Zentimeter Neuschnee, und in die Ausstellung hatte sich auch eine Gruppe von rund dreissig Japanern verirrt. Nein, das war nicht hier, sondern auf dem Eggishorn im Wallis. Aber St.Gallen sollte sich ruhig dafür interessieren – dort auf 2926 Meter über Meer nämlich, Blick auf den Aletschgletscher, zeigt HANS FÄSSLER bis Oktober seine Ausstellung Gletscherforscher und Rassist: Louis Agassiz (1807–2013). Sie bietet kritische Informationen zum Vordenker der Apartheid und der faschistischen Rassenhygiene – samt einem nochmaligen Protest gegen den ST.GALLER STADTRAT, der 2011 einen Werkbeitrag für die Ausstellung abgelehnt hatte.

Aber hoppla: Im Herbst 2014 kommt die Ausstellung mit dem Sklaven RENTY als Aushängeschild doch noch in die Ostschweiz – zwar nicht ins Historische und Völkerkundemuseum, das sich dafür aus unerfindlichen Gründen so wenig zuständig fühlt wie das Naturmuseum – sondern ins Zeughaus Teufen, wie dessen Kurator UELI VOGT bestätigt. Stark gemacht dafür hat sich, wie man hört, ausgerechnet einer, dem sich Fässler «herzlich verbunden in Feindschaft» fühlt: alt «Tagblatt»-Chefredaktor GOTTLIEB F. HÖPLI. Sklaverei verbindet links und rechts.

Und bereits jetzt ist Agassiz in Frauenfeld Thema: Die schweizerisch-haitianische Künstlerin SASHA HUBER arbeitet im Shed im Eisenwerk diesen Sommer «in residence» an Louis Agassiz – eine Heimsuchung. Zur Ausstellung gehören Leseperformances und Debatten: etwa am 19. September mit Hans Fässler und Sasha Huber. Frauenfeld und Teufen: Dagegen ist St.Gallen geradezu die museale Oberprovinz.

Dann lieber noch Trogen: Dort wird das Kulturhaus, das freundliche frühere Schulhaus, nach kurzem Dornröschenschlaf jetzt von FRANZISKA SCHILTKNECHT neu belebt. Die ehemalige Vokalistin von «Hop o’ my thumb» bietet Kurse unter dem Titel «Stimmenfeuer» und zusammen mit anderen Theater- und Bewegungsfrauen diverse weitere Kinder- und Erwachsenenprogramme an, zudem auch Konzerte und Kleinkunst.

Genug von der Öffentlichkeit hat indes ein stadtbekanntes Schwergewicht: VADIAN. Einige munkeln, er wolle über die Wintermonate an die Wärme, vielleicht sogar eine weitere Stadt reformieren, auf jeden Fall sich selber Gutes tun. Die Wahrheit liegt näher: Ab Ende August verbringt der Zweieinhalbtönner vom Marktplatz einige Zeit im Kurhotel Kunstgiesserei im Sittertobel, um im Frühling, befreit von Konfettikrusten und Taubenscheisse, in neuem Glanz zu erstrahlen.

Keine Konfettikrusten von Statuen, sondern Risse und Löcher von Kleidern entfernt dafür ab September IRIS BETSCHART gleich bei Vadian ums Eck. Sie wird eines der grünen Markthäuschen beziehen und dort Gutes tun: Sie wird eine Flickeria betreiben.

Gutes tun zum Dritten: Saiten-Autorin MONIKA SLAMANIG und Tagblatt-Redaktor RETO VONESCHEN pflegen nach eigenem Bekunden regelmässig eine Art QuartierbeizenGastro-Erlebnis-Tour. Eine wunderbare Idee; man kann bloss hoffen, dass ihre Erkenntnisse irgendwann zu lesen sein werden. Vermutlich allerdings nicht in der FünfSterne-Fress-Rubrik «Zu Tisch» der «Tagblatt»-Gourmets.

Gutes zum Vierten: Der mit 20’000 Franken dotierte Menschenrechtspreis der Berner Stiftung für Freiheit und Menschenrechte ging dieses Jahr an TILLA JACOMET vom HEKS und LEYLA KANYARE vom somalischen Integrationsverein Ostschweiz für ihr Engagement für Asylsuchende. Das berichtete «Tagblatt»-Online am 21. August. In den Kommentaren stand kurz darauf folgendes: «Und beide Frauen beziehen Lohn für ihre Tätigkeiten, also machen jeweils nur Ihren Job. Und kriegen nun noch einen Bonus??» In einem zweiten «Erguss» fordert derselbe Kommentator (RESZAUGG) einen Preis, der einer «uneigennützigen» Person oder Organisation verliehen werden soll für ihren Einsatz für notleidende Schweizer. Wir finden, Herr Zaugg soll sich gleich selbst uneigennützig nützlich machen. Als Bonus gibts Lebenserfahrung, eine Portion Toleranz und einen kostenlosen Blick über den eigenen Gartenhag. Den beiden engagierten Frauen sei hiermit herzlich gratuliert.

ABGESANG


Kanton St.Gallen Amt für Kultur

Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg? 16. August bis 29. September 2013

Kulturraum am Klosterplatz Klosterhof 1, 9001 St. Gallen T +41 58 229 38 73 www.kultur.sg.ch Öffnungszeiten Mittwoch bis Sonntag 12 bis 17 Uhr Donnerstags 12 bis 20 Uhr

Veranstaltungen Aufenthalt in St. Gallen. Gespräch mit Ruth Dreifuss und Otmar Hersche Donnerstag, 5. September, 20 Uhr Museumsnacht mit Marcus Schäfer, Wurst und Most Samstag, 7. September, ab 18 Uhr Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. Rundgang im Industrieareal Sittertal mit Richard Dindo und Felix Lehner Sonntag, 8. September, 17 Uhr Treffpunkt: Kunstbibliothek Sitterwerk Anschliessend (19.30 Uhr) Filmvorführung und Gespräch mit Regisseur Richard Dindo im Kinok, Cinema in der Lokremise, St. Gallen Vom Heidi, seiner Reinheit und seinem Gebrauchswert. Gespräch mit Roger de Weck und Paul Rechsteiner Dienstag, 10. September, 20 Uhr Niklaus Meienberg. Journalist, Historiker, Dichter Gespräch mit Friedrich Kappeler und Christof Stillhard. Mittwoch, 25. September, 18.30 Uhr, im Cinema Luna, Frauenfeld Anschliessend Filmvorführung «Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S.» C'est la lutte finale. Gespräch mit Dorothee Elmiger und Peter Weber Sonntag, 29. September, 16 Uhr In Zusammenarbeit mit dem Bodmanhaus Gottlieben TG

Die Gespräche führt Stefan Keller. Adrian Riklin liest als Einstieg Meienberg-Texte. Führungen siehe www.kultur.sg.ch

Profile for Kulturmagazin Saiten

N°226 · N.M.  

September 2013 · Ein Heft auf den Textspuren von Niklaus Meienberg.

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September 2013 · Ein Heft auf den Textspuren von Niklaus Meienberg.

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