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Schlaf Cover

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IM EINGEBETTETEN FEBRUAR 09

O S T S C H W E I Z E R K U LT U R M A G A Z I N

AUSSERDEM: LINKE HSGler SCHREIBENDER KÜNSTLER FALSCHE HEXE


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IMPRESSUM:

Saiten – Ostschweizer Kulturmagazin 176. Ausgabe, Februar 2009, 15. Jahrgang, erscheint monatlich Herausgeber: Verein Saiten, Verlag, Blumenbergplatz 3, Postfach 556, 9004 St.Gallen, Tel. 071 222 30 66, Fax 071 222 30 77, Mo-Fr, 9-12 Uhr Redaktion: Noëmi Landolt, Johannes Stieger, redaktion@saiten.ch Verlag/Anzeigen: Richard Zöllig, verlag@saiten.ch Sekretariat: Christine Enz, sekretariat@saiten.ch Gestaltung: Adrian Elsener, elsener@eisbuero.ch, Carol Pfenninger, cpfenninger@gmail.com Vereinsvorstand: Susan Boos, Lorenz Bühler, Peter Dörflinger (Präsident), Gabriela Manser, Hanspeter Spörri, Rubel Vetsch Vertrieb: 8 days a week, Rubel Vetsch Druck: Niedermann Druck AG, St.Gallen Anzeigentarife: siehe Mediadaten 1. 2005 Saiten bestellen: Standardbeitrag Fr. 60.-, Unterstützungsbeitrag Fr. 90.-, Gönnerbeitrag Fr. 250.-, Tel. 071 222 30 66, sekretariat@saiten.ch Internet: www.saiten.ch Fotografie, Illustration: Daniel Ammann, Florian Bachmann, Beni Bischof, Tine Edel, Rahel Eisenring, Georg Gatsas, Jonathan Németh, Lika Nüssli, Franziska Messner-Rast, Juri Schmid, Michael Schoch, Tobias Siebrecht, Barbara Signer, Manuel Stahlberger, Felix Stickel, D-J Stieger, Lukas Unseld Text: Marcel Bächtiger, Susan Boos, Rolf Bossart, Kurt Bracharz, Sabina Brunnschweiler, Sina Bühler, Richard Butz, Bettina Dyttrich, Marcel Elsener, Andreas Fagetti, Hans Fässler, Tin Fischer, Matthias Frei, Carol Forster, Andrea Gerster, Flori Gugger, Giuseppe Gracia, Eva Grundl, Michael Guggenheimer, Etrit Hasler, Frank Heer, Damian Hohl, René Hornung, Ralph Hug, Lea Hürlimann, Daniel Kehl, Thomas Knellwolf, Andreas Kneubühler, Fred Kurer, Manuel Lehmann, Sandra Meier, Melissa Müller, Peter Müller, Charles Pfahlbauer jr., Milo Rau, Philippe Reichen, Shqipton Rexhaj, Adrian Riklin, Mark Riklin, Roman Riklin, Harry Rosenbaum, Andri Rostetter, Andy Roth, Daniel Ryser, Kristin Schmidt, Sabin Schreiber, René Sieber, Monika Slamanig, Barnaby Skinner, Yves Solenthaler, Wolfgang Steiger, Kaspar Surber, Florian Vetsch, Roger Walch, Michael Walther, Bettina Wollinsky, Rafael Zeier © 2009, Verein Saiten, St.Gallen. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung. Die Urheberrechte der Beiträge und Anzeigenentwürfe bleiben beim Verlag. Keine Gewähr für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen.

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Es ist ein ewiger Kampf mit dem Schlaf. Kaum auf die Welt gekommen, geht er los. Erst hat das Kind mitten in der Nacht die Hosen voll, die Eltern wachen von dem Gebrüll auf und werden, je älter das Kind wird, desto müder. Dann soll das Kind beizeiten ins Bett, weil es früh in die Schule muss. Das Kind will aber lesen oder fernsehen oder spielen und es gibt wieder Probleme: «Bub, geh ins Bett, es ist schon spät, los!» Oder das Kind erwacht am Sonntag früh, aber die Eltern wollen ausschlafen, weil sie vom Erziehen müde sind. Je älter das Kind wird, desto mehr will es sich die Nacht um die Ohren schlagen. Und so geht das weiter, bis es eigene Kinder hat, die es früh ins Bett schickt und sich selber auch, wegen der Karriere und der Familie. Oder aber man kommt das Leben lang nicht zur rechten Zeit unter die Decke und sitzt in Beizen oder vor einem guten Buch. Anderen wiederum setzt der Gang der Welt dermassen zu, dass sie keine Nachtruhe finden. Der Schlaf gehört zum Intimsten und doch wird er immer wieder untersucht und analysiert. Vielleicht passt er einfach nicht so recht in diese Zeit, in der es soviel zu erledigen gibt und alles geregelt ist. Da muss auch der Schlaf geregelt sein. Gerade die Lungenliga setzt alles daran, den Schlaf zu politisieren, indem sie

nach dem Rauchen, das Schnarchen zum Problem aller macht. Bevor der Frühling kommt, die Leute laut und die Natur bunt werden, die Tiere erwachen, hat sich «Saiten» aufgemacht und gefragt, wie denn das nun ist mit dem Schlaf. Zu Wort kommen einer, der die Nacht zum Tag macht und ein Arzt, der die Folgen des Nichtschlafens kennt. Zudem haben wir in Höhlen und CD-Regale geschaut und ein Schlaflabor besucht. Tine Edel fotografierte Menschen aus ihrem Umfeld just in dem Moment, als sie aufwachten und sie erzählten ihr, was sie geträumt hatten. Johannes Stieger Neue Grafikerin. Ab dieser Ausgabe heissen wir Carol Pfenninger herzlich willkommen, die gemeinsam mit Adrian Elsener für die Gestaltung verantwortlich ist. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit. Des Weiteren. Seit diesem Monat ist auf der Rundflugseite auch Schaffhausen vertreten. Für die Berichterstattung konnten wir den Kantonsrat und Studenten Florian Keller gewinnen. Cover: Nikolaus Benda träumte von einem Hund, der das ganze Zimmer für sich eingenommen hat. Bild: Tine Edel


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INHALT 5

7 Täglich dieselben Spielchen Wie der Morgen zum Abend wird. von Silvan Lassauer

12 Der Traum vom Durchschlafen Zu Besuch im Schlaflabor. von Lea Hürlimann

17 Sleeping is the only Love Die Gefahr, mit Schlafrock Auto zu fahren. von Marcel Elsener

18 Wenn die innere Uhr stehen bleibt Ulrich Michael Hemmeter über Doping, Handystrahlen und einen Weltrekord. von Ursula Badrutt

21 Willkommen in der Winterschlaf-WG Wieso der Mensch nicht winterschläft. von Hannes Geisser

Fotografien von Tine Edel STADTLEBEN 22 25 26 29 29 30

Reiseführer. Kritik am Umgang mit der fürstäbtischen Geschichte. von Peter Müller Schlupfloch. Wo deutsches Geld gebunkert wird. von Harry Rosenbaum Forschung. Franz Schultheis, Patricia Holder und Michael Gemperle über Bourdieu. von Rolf Bossart Maag & Minetti. Lost Dream. von Keller + Kuhn Meisterstück. von Salina Schmid Flaschenpost. von Barbara Signer aus Tokyo

KULTUR 32 34 36 37 38 40 43 44

Kunst. Atelierbesuch bei Alex Hanimann. von Noëmi Landolt Literatur. Dagmar Liechti-von Braschs Biografie. von Melissa Müller Film. Die Hexe vom Albulatal. von Manuela Fey Von der Rolle. von David Wegmüller Theater. Rea Brändles «Herr Stauss malt ein Bild». von Richard Butz Musik. Soundwände im Palace. von Rafaël Zeier Musik. Presswerk. von René Sieber Rundflug. von Florian Keller, Manuel Lehmann, Carol Forster, Andreas Roth, Kurt Bracharz und Mathias Frei

KALENDER 48 Termine im Februar 73 Charles Pfahlbauer jr. 75 D'Sueballä vo Sanggallä. von Lika Nüssli

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Martin: «Ich weiss nie, was ich geträumt habe. Aber ich habe gut geschlafen und bin friedlich und erholt erwacht.» SAITEN 02/09


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Am Morgen wird aufgestanden und am Abend ins Bett gegangen. Das hat die Gesellschaft so abgemacht. SILVAN LASSAUER bevorzugt einen anderen Rhythmus: Morgens um sieben ins Bett, am Mittag wieder raus.

Der Schlaf und ich haben seit langem ein schwieriges Verhältnis. Wir mögen uns nicht besonders. Der Schlaf hätte vermutlich gerne mehr von sich und ich weniger von ihm. Ich habe nichts gegen ihn und auch nichts gegen die Leute, die ihn mögen. Er ist einfach ein bisschen langweilig. Mich reut es, ihm Tag für Tag zig Stunden zu schenken. Es ist auch eine räumliche Verschwendung, für das Schlafritual ein Zimmer bereitzuhalten, das man den ganzen Tag für nichts anderes gebrauchen kann. Klappbetten mag ich nicht. Natürlich brauche ich meine Erholung. Mein Schlaf und ich sind sich aber in dieser Beziehung noch nicht ganz einig, wieviele Stunden es sein sollen. Ich tendiere Richtung drei bis vier. Er hätte wohl lieber die inakzeptablen sieben bis acht Stunden nach Lehrbuch. Der Kompromiss liegt zurzeit bei etwa fünf bis sechs Stunden. So verlieren wir beide nicht viel.

Die Notwendigkeit zu schlafen ist unbestritten, aber oft bedeutet es eine unwillkommene Unterbrechung. Ich arbeite gern und habe, seit ich mich erinnern kann, mehr Interessen und Ideen als Zeit pro Tag. Ich nehme mir immer wieder vor, brav zu schlafen, regelmässig, mit fixen Zeiten. Häufig kommt beim Insbettgehen aber das Gefühl auf, froh zu sein,

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in ein paar Stunden wieder aufstehen zu können. Und um die Zeit bis dahin etwas zu verkürzen, gibt es noch allerlei Gedanken, die man sich machen kann. Man kann ihn halt nicht so einfach weglassen, diesen Schlaf. Er verfügt über genügend Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen und sich zu rächen, falls er zulange ignoriert wird. Deshalb habe ich einen ungefähren Zeitrahmen abgesteckt, damit ich nicht vergesse, ins Bett zu gehen. Dieser Plan scheitert regelmässig. In ein gutes Buch vertieft wäre es nun an der Zeit, den Schlaf ins Spiel kommen zu lassen. Ich kann das Buch aber nicht weglegen, nur weil das Monster wieder gefüttert werden will. Mir vorzunehmen, pro Tag nur so und so viel Seiten zu lesen, geht nicht. Oder wenn ich einen guten Film auf DVD schaue, kann ich nicht «Stopp» drücken, nur weil es an der Zeit wäre und am nächsten Tag an derselben Stelle weiterschauen. Das geht wiederum wegen der Spannungsbögen und Stimmungen eines Films nicht. Da könnte ich genau so gut Filme im Fernsehen schauen, wo mitten in der spannendsten Szene plötzlich Heidi Klum, an die Wange von Seal geschmiegt, erscheint und ihre neue Show verkauft. Und fünf Minuten später bei der Fortsetzung des Films soll die Hühnerhaut wieder erschauern, die ursprünglich dem Film und nicht der Werbung zu verdanken war? Nein.

Alptraum Früher Albtraum, wobei einem nach althergebrachter Vorstellung des Nachts Alben auf der Brust sitzen. Alben sind zwergenhafte Naturgeister, von der Kirche als böse Dämonen bezeichnet.

Und dann noch das Problem mit der Musik: Ein gutes Album muss zu Ende gehört werden. Oftmals bekomme ich Lust, ein weiteres gutes Album des gleichen Künstlers oder aus dessen Umfeld zu hören und so weiter. Es gibt es dutzende Strategien, wie der Schlaf hintangestellt und hinausgezögert werden kann. Das sind die täglich wiederkehrenden Spielchen zwischen ihm und mir. Er versucht mich dafür etwas länger ans Bett zu klammern, das gelingt ihm in den wenigsten Fällen. – Sieg nach Punkten für mich. Aber Schlaf muss sein. Einigermassen regelmässig einmal pro Tag. – Sieg nach Punkten für den Schlaf.

Aber wenn schon schlafen, dann zu der Zeit, die passt. Ich bin ein leidenschaftlicher Nachtmensch, der seine Vorliebe wegen Schule und Job lange hintanstellen musste. Meine heutigen Tätigkeiten verschaffen mir die Möglichkeit, den Tag so einzuteilen, wie es mir passt und dem persönlichen Rhythmus entspricht. Die Nacht ist eine produktive Zeit mit ihrer ungestörten Ruhe nach Mitternacht. Keine Anrufe, keine Email- und SMS-Störungen, keine Hausbesuche von Leuten mit einem Stapel Bibeln oder angestecktem CablecomPin und Clipboard im Anschlag.

Bienen Honigbienen schlafen nich t. Wenn es bissig kalt wird, bilden sie eine Traube von der Grösse eines Handballs. Sie verändern ständig ihre Position, damit die Tiere am Rand nicht erfrieren. In der Mitt e der Traube harrt die Königin bei zirka 25 Grad aus.

Calida

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Natürlich arbeite ich nicht jeden Tag und jede Nacht durch. Auch das Entspannen ist in der Nacht wesentlich entspannter. Musik kommt in einer abgedunkelten Umgebung viel schöner zur Geltung. Feine Schatten auf den Buchseiten sind einladend. Aber auch die Flimmerkiste hat zu später Stunde ihre Vorzüge: Häufig wird das Abendprogramm in der Nacht werbepausenbefreit wiederholt, zumindest bei den öffentlichen Sendern. Oder es werden alte Filme oder Wiederholungen von Dokumentationen und Ähnliches gezeigt. Die meisten Privatsender sind auch in der Nacht ungeniessbar – Teleshopping, Wahrsagerei, die üblichen Sachen halt.

Um zum Thema zurückzukommen: Ich habe dem Schlaf einen anderen Platz zugewiesen, als dies biologisch geplant war. Ich überlasse ihm die paar Stunden, mit denen ich mich sowieso nie anfreunden konnte, die am Morgen. Das heisst, meist die Zeit zwischen sieben und zwölf Uhr. Ich konnte mich noch nie an der aufgehenden Sonne und dem Gezwitscher der Vögel erwärmen. Ich bin ja auch jahrelang brav zwischen sechs und sieben Uhr aufgestanden, um rechtzeitig im Büro zu sitzen. Aber ich misstraute dem Morgen schon damals zutiefst. Irgendetwas ist faul an ihm. Ich habe nur noch nicht herausgefunden was. Vielleicht ist es die Gewissheit, dass es bis zum Eindunkeln noch furchtbar lange geht. Vielleicht ist es zu hell. Vielleicht stamme ich von einer Sippe Höhlenbewohnern ab, die den Ausgang aus der Höhle sehr lange Zeit nicht gefunden hat. Aus meiner Sicht passiert am Morgen nie etwas Erwähnenswertes. In absehbarer Zeit werde ich es wohl nicht herausfinden. Daraus ergibt sich also ein azyklischer Rhythmus: Ich schlafe am Morgen und bin ab Mittag bis tief in die Nacht irgendetwas am Werkeln. Dieser Kompromiss ist sowohl für meinen Schlaf als auch für mich gangbar. Ebenfalls bewährt er sich in der Praxis. Immerhin habe ich am Nachmittag eine zeitliche Überschneidung mit den Personen, Firmen und Institutionen mit dem Acht-bis-17-UhrArbeitsrhythmus. Auch das soziale Leben passt in mein Schema, da es sich häufig am Abend und in der Nacht abspielt. Ich bin dann

Dornröschen

ht in allerlei Texten nic Heutzutage werden hnungen, Wo n der son en, nur Prinzessinn tlichkeit (von Barack Städte und sogar Staa Die Grimms haben st. küs hge Obama) wac hoffnungslose für l rme ltsfo eine Allerwe Leute erfunden. Romantiker und PR-

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Ich bin auch jahrelang brav zwischen sechs und sieben Uhr aufgestanden, um rechtzeitig im Büro zu sitzen. Aber ich misstraute dem Morgen schon immer zutiefst.

hellwach, ich kann mich problemlos daran erinnern, was man mir um vier Uhr nachts erzählt. Es wäre wünschenswert, wenn es ein paar Läden und Cafés/Bars gäbe, die auch unter der Woche einen 24-Stunden-Betrieb anbieten, es wäre ab und zu schön, während einer Aufnahmesession mal kurz aus dem Musikstudio gehen. Ab und zu merke ich auch in der Nacht, dass ich noch Dinge einkaufen sollte, die ich brauche, um weiterarbeiten zu können, zum Beispiel Batterien, Papier und andere unspektakuläre Sachen. Ich wäre ein guter Kunde eines 24-Stunden-Shops.

Die nächtliche Realität in St.Gallen und vielen Schweizer Städten sieht unter der Woche ziemlich öde aus. Man begegnet vielleicht einem Schneeräumungsteam, einem SBB-Mitarbeiter oder einer Postangestellten. Im Sommer mal einem aufgestellten Wanderer, der die Nacht bereits hinter sich gebracht hat. Aber im Grossen und Ganzen ist man alleine unterwegs, bekommt dafür jederzeit ein freies Taxi. Insofern würde ich auch keinen Laden oder Café offenhalten. Anderseits gibt es die zu später Stunde noch beleuchteten Fenster. Mit der Zeit weiss man ziemlich gut, wo die Nachtmenschen zuhause sind. Aber ziemlich sicher geniessen sie ja auch ihre Ruhe und möchten nicht von Ausseneinflüssen gestört werden. Mir ist bewusst, dass aus medizinischer Sicht dieser Rhythmus der Nachtarbeit und den daraus resultierenden Tageslichtmangel, respektive den hohen Anteil von künstlichem Licht, nicht als gesundheitsfördernd gilt. Die «Internationale Agentur für Krebsforschung»

Elf Tage Beziehungsweise 264 Stunden blieb 1964 der siebzehnjährige Randy Gardner im Rahmen eines Experiments der Stanford University wach. Er ist offizieller Weltrekordhalter, da das Guiness-Buch diese Kategorie nicht mehr weiterführt wegen möglicher gesundheitschädigender Folgen.

der WHO zum Beispiel führt Nacht- und Schichtarbeit aufgrund der eingeschränkten Melatonin-Produktion sogar in der offiziellen «Liste wahrscheinlich krebserregender Agenzien». Ebenfalls hat die Nachtarbeit negative Auswirkungen auf den Hormonhaushalt. Allerdings sind auch viele «Tagesjobs» künstlichem Licht ausgesetzt, und in vielen Bürokomplexen kann man je nach Lage seines Arbeitsplatzes auch nur ahnen, wo das natürliche Licht sein müsste. In der Realität verbringen sowohl Tag- als auch Nachtmenschen einen guten Teil ihres Tages im Kunstlicht, respektive in Abwesenheit von Tageslicht. Aber das ist meine Theorie und ich gebe zu, meine Hautfarbe sieht ziemlich käsig aus. Ohne die medizinischen Tatsachen komplett zu ignorieren, muss ich aber zugeben, dass mich das nicht beunruhigt und überzeugt, dass die negativen Auswirkungen sicher nicht kleiner wären, wenn ich einen Rhythmus leben müsste, der mir nicht entspricht und den ich aktiv ablehne. Und im Gegensatz zu Schichtarbeiterinnen und -arbeitern mit häufig wechselnden Arbeitszeiten kann ich meinen Rhythmus beibehalten. Ausserdem habe ich ihn selbst gewählt und werde nicht durch meinen Job dazu «gezwungen». Ich fühle mich auch nicht schuldig, ich arbeite deswegen nicht weniger lang oder intensiv. Ich amüsiere mich bestens über gewisse Vorurteile gegenüber Menschen, die «erst» am Mittag aufstehen und demzufolge ja wohl einfach faul und arbeitslos sein müssen. Der Luxus, die Entscheidung über meinen Rhythmus selber treffen zu können, ist ein Genuss, und ich werde jetzt bestimmt noch nicht ins Bett gehen. Silvan Lassauer, 1974, lebt in St.Gallen.

Feng Shui

in einem neuen «Eine neue Partnerschaft sollte üsse aus vorherigen Bett beginn, da negative Einfl en können.» In EsoBeziehungen übertragen werd le Beziehungen zu terikkreisen scheint man stabi zu kaufen. führen – oder billige Betten


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Guido träumte von seiner Schwester, die plötzlich in der Türe stand, und davon, ob er ihr schon ein gutes neues Jahr gewünscht hat. SAITEN 02/09


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Janne tr채umte, dass ihr Bruder mit einem Flugzeug auf ihrem Kopf gelandet ist.

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12 Schnarchen, Depressionen, zu viel Kaffee – die Gründe für Schlafstörungen sind so vielseitig wie deren Auswirkungen. Den Weg ins Schlaflabor des Kantonsspitals St.Gallen finden die meisten Patienten über den Hausarzt. Manche auch über das Schifffahrtsamt. von

LEA HÜRLIMANN

Ein lautes Schnarchen und plötzlich fallen die oberen Atemwege in sich zusammen. Keine Luft dringt mehr in Bruno Fricks* Lunge, so sehr sich sein Brustkorb auch hebt und senkt. «Der Zustand des Schlafenden ist diesem Moment vergleichbar mit Tauchen – oder Ersticken», erklärt Doktor Otto Schoch vom interdisziplinären Zentrum für Schlafmedizin am Kantonsspital St.Gallen. «Er erstickt dann aber nicht, denn sein Körper sendet ein Notsignal ans Hirn, das ihn aufwachen und nach Luft schnappen lässt. Am nächsten Morgen kann er sich nicht daran erinnern.» Dieser Vorgang kann sich bei einem an obstruktivem Schlafapnoesyndrom leidenden Menschen wie Bruno Frick bis zu fünfzig mal pro Stunde wiederholen. Kein Wunder fühlt er sich am nächsten Morgen alles andere als ausgeschlafen. Ebenso unausgeschlafen fühlt sich oft seine Ehefrau, die vom lauten Schnarchen geweckt wird und dann die Atemaussetzer im Gegensatz zu ihrem Mann mitbekommt. «Da erschrecke ich dann schon manchmal und frage mich, ob ich ihm vielleicht einen Stoss versetzen soll, damit er wieder atmet.» Sie war es auch, die ihn überredete, sich im Schlaflabor untersuchen zu lassen. An einem Donnerstag gegen 17.30 Uhr trifft Bruno Frick also im Zentrum für Schlafmedizin im Haus 33 des St.Galler Kantonsspi-

Gähnen

Häufiges absic htliches Gähn en hilft, glaub Website www.p t man der rogaehn.ch, die Kiefermuskulat entspannen un ur zu d die Sehkraft zu stärken.

Insomnia

sigkeit. Lateinisch für Schlaflo s aus dem Jahr 1995. Dance-Hit von Faithles

tals ein. Seine Frau begleitet ihn. Er wird diese Nacht im Schlaflabor verbringen. Im Zimmer soll er gleich seinen Schlafanzug anziehen, danach wird er verkabelt. Zuerst werden an den Schienbeinen zwei Elektroden befestigt, die seine Beinbewegung im Schlaf messen werden. Zwei weitere kommen an den Brustkorb. Dann wird sein Kopf ausgemessen und mit etlichen Markierungen versehen für die etwa zwanzig Elektroden am Kopf, die die Augenbewegung messen und die Schlafstadien bestimmen werden. Ein kleines Plastikteilchen misst die Atmung an Nase und Mund. Das Ganze wird mit einer straffen Haube am Kopf befestigt, was den Patienten wie einen Kosmonauten aussehen lässt. Dazu kommt noch eine Klammer an den Finger, die die Sauerstoffsättigung im Blut misst, sowie ein Gurt um Brust und Bauch, die die Atembewegungen aufzeichnen. Daneben wird eine Videokamera mit Nachtsicht Bruno Frick die ganze Nacht filmen und auch sein Schnarchen wird dem überwachenden Pfleger dank einem Mikrofon, das über dem Bett befestigt ist, nicht entgehen. Nach einem Check, ob alles einwandfrei funktioniert, kriegt Bruno Frick sein Abendessen und vertreibt sich den Rest des Abends mit Fernsehen. Man sagt ihm, er solle etwa zur selben Zeit zu Bett gehen wie zu Hause. Um Mitternacht muss Bruno Frick aber spätestens

Jetlag Bald soll in Flugzeugen das Licht mit einem Algo rithmus gesteuert werden, damit die Zeitverschiebung nich t mehr so aufs Gemüt schlägt. Wan n wird wieder mal etwas Vernünftiges erfunden? SAITEN 02/09


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Totalüberwachung im Schlaf. Dank Kamera, Mikrofon und Elektroden entgeht dem Pfleger nicht das leiseste Schnarchen. Bilder: Christiane Dörig

schlafen, damit den Ärzten genügend Material zur Auswertung bereit steht. Die erfassten Daten ergeben auf dem Computer eine Kurve, aus der der Spezialist rasch Aufschlüsse über den Schlaf des Patienten gewinnt.

Sex liegt drin Im interdisziplinären Zentrum für Schlafmedizin am Kantonsspital St.Gallen arbeiten Lungenärzte, Neurologen und Fachärzte für Psychosomatik zusammen, ebenso Kinderärzte. Das Zentrum hat vier Betten, in denen der Schlaf der Patienten in den Nächten von Montag bis Freitag überwacht werden kann. In der Regel sind alle Betten belegt. Das Zentrum gehört zu den grössten schlafmedizinischen Institutionen der Schweiz. Achtzig Prozent der Patienten kommen wie Bruno Frick mit einem obstruktiven Schlafapnoesyndrom, bei dem eine Verengung im Bereich der oberen Atemwege vorliegt. Diese kann angeboren sein, etwa durch ein verkürztes Kinn, oder auch die Folge von durch Übergewicht bedingten Fettpolstern am Hals. Tendenziell sind davon ältere Männer betroffen, speziell Raucher. Aber auch Frauen oder junge Leute können an einem obstruktiven Schlafapnoesyndrom leiden, zu dessen Folgen auch ein erhöhter Blutdruck und die Verkalkung von Gefässen gehören können.

Koalas Schlafen bis zu zwanzig Stunden pro Tag, um Energie zu sparen. Sie schlafen somit länger als Faultiere, die in Gefangenschaft sechzehn, in freier Wildbahn nur neun Stunden schlafen. SAITEN 02/09

Allerdings ist es sehr gut behandelbar. Die häufigste Behandlung ist die mit einem Gerät, das einen kontinuierlichen Überdruck in den oberen Atemwegen erzielt, dem CPAP-Gerät (Continuous Positive Airway Pressure). Dieses verhindert Atempausen und ermöglicht das Wiedereinsetzen einer normalen regelmässigen Atmung. Es handelt sich dabei um eine Art Maske, die der Patient künftig im Schlaf tragen muss und die durch einen Schlauch mit einem Gerät verbunden ist, das konstant Raumluft in die Nase des Schlafenden «pumpt». Seit es diese Behandlung gibt, wird auch intensiv versucht, die Bevölkerung über die Krankheit aufzuklären. So sehen wir gegenwärtig an allen Ecken das Plakat der Lungenliga, das auf ihren Schlafapnoe-Risikotest hinweist mit dem Slogan «Schnarchen kann Ihre Gesundheit gefährden». Daneben werden im Schlaflabor diverse andere Schlafstörungen diagnostiziert und behandelt. Die Patienten werden meistens von ihrem Hausarzt zugewiesen, zum Teil auch vom Strassenverkehrs- oder Schifffahrtsamt, etwa nach einem Unfall im Sekundenschlaf. Im Zentrum für Schlafmedizin werden sie eingehend untersucht, unter anderem mit Befragungen über ihr Schlafverhalten und ihre Schlafhygiene. Mit Schlafhygiene sind nicht etwa saubere Bettlaken gemeint, sondern

Lungenliga

hen ihrem Slogan «Schnarc Die Liga pflastert mit voll. gefährden» die Schweiz kann Ihre Gesundheit cht Begriff Nichtraucher spri Nach dem unmöglichen Passivschnarchlern. man vermutlich bald von

regelmässiger Schlaf, also mehr oder weniger konstante Zubettgehzeiten (also kein Schlaf unter dem Tage), keine «artfremden Tätigkeiten» im Bett (das heisst kein Lesen von spannenden Krimis oder Fernsehen; Sex hingegen liegt drin), ferner komfortable Matratzen und Kissen, eine Zimmertemperatur um die achtzehn Grad, regelmässige körperliche Betätigung (allerdings nicht gerade kurz vor dem Zubettgehen), ein leichtes Abendessen, kein Alkohol und möglichst wenig Kaffee oder Cola am Abend.

Jetlag und Zähneknirschen Für Schlafstörungen wird in der Fachliteratur üblicherweise der englische Begriff «sleep disorders» verwendet. Die Amerikanische Gesellschaft für Schlafstörungen (American Academy of Sleep Disorders) unterscheidet 88 Krankheitsbilder. In der Praxis üblich ist eine phänomenologische Einteilung der Schlafstörungen in Dyssomnien und Parasomnien. Dyssomnien sind Störungen in Menge, Qualität oder Zeitpunkt des Schlafes. Dazu zählt die am häufigsten vorkommende Insomnie, die sich durch Ein-, Durchschlafstörungen und/oder schlechte Schlafqualität äussert. Ebenfalls dazu zählen die Hypersomnien, die sich durch exzessive Schläfrigkeit oder Schlafanfälle während des Tages auszeichnen. Aus-

Milben (Dermatophagoides pter onyssimus). Wohnen zu gut einer Million in jeder Matratze , da ihnen das feuchtwarme Klima im Bett gut bekommt. Sie ernähren sich von menschl ichen Hautschüppchen. Ihr Kot kann bei Allergikern nach Jahren Asthma verursachen.


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15 serdem zu nennen sind die Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen, die beim Zeitzonenwechsel (der sogenannte Jetlag) und bei Schichtarbeit auftreten. Parasomnien hingegen sind Dysfunktionen in Verbindung mit dem Schlaf, den Schlafstadien und dem partiellen Erwachen. Das können etwa Sprechen oder Zähneknirschen im Schlaf oder Störungen mit rhythmischen Bewegungen während des Schlafs sein. Hinlegen, sogleich einschlafen und bis zum nächsten Morgen nicht mehr erwachen – das wünschen wir uns alle. Tatsächlich haben aber nur wenige Menschen dieses Glück. Je nach Quelle leiden zwischen neunzehn und 46 Pro-

Mit Schlafhygiene sind nicht saubere Bettlaken gemeint, sondern mehr oder weniger konstante Zubettgehzeiten, kein Schlaf unter dem Tage, keine «artfremden Tätigkeiten» im Bett. zent der Bevölkerung an Schlafstörungen, ein Anteil von dreizehn Prozent weist sogar eine mittlere bis schwere Insomnie auf. Dafür kann es äussere Gründe geben wie lärmige Nachbarn, zu hohe Temperatur oder zu viel Licht im Schlafzimmer. Daneben können innere Gründe entscheidend sein und hier kommen die ärztlichen Abklärungen zum Zuge. Die inneren Gründe sind hauptsächlich nervlich bedingte Schlafstörungen und eben das obstruktive Schlafapnoesyndrom.

Krankheit, nicht Schicksal Was aber ist eigentlich «normaler» Schlaf? Der normale Schlaf, wie er bei neunzig Prozent der Bevölkerung vorkommt, dauert zwischen sechs und neun Stunden, wobei der Bedarf an Schlaf mit dem Alter etwas abnimmt. Daneben gibt es eine kleine Prozentzahl Kurzschläfer, die bloss vier bis sechs Stunden Schlaf pro Nacht brauchen, und ebenfalls wenige Langschläfer, die deutlich mehr als neun Stunden Schlaf benötigen. Der Schlaf selbst besteht aus verschiedenen Schlafstadien, die bei allen Säugetieren, so auch dem Menschen, gleich sind. Es sind dies der oberflächliche Schlaf, der Tiefschlaf und der Rapid-Eye-Movement-Schlaf (REM). Früher wurde letzteres auch als Traumschlaf bezeichnet, aber mittlerweile weiss man, dass man in allen Schlafstadien träumen kann. Die verschiedenen Stadien wechseln sich in der

Narkolepsie Die Krankheit kann sich in einem unwiderstehlichen Schlafdrang äussern, so dass man mitten im Gespräch oder sonstwo einnickt. Kann gefährlich sein, aber auch nützlich.

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Mit dieser Maske schläft man scheints besser.

Nacht mehr oder weniger regelmässig ab. Deshalb spricht man von Schlafzyklen. Ein Schlafzyklus beginnt mit einem oberflächlichen Schlaf, geht dann in den Tiefschlaf über und endet schliesslich mit einer Phase des REMSchlafes. In einer Nacht hat der gesunde Mensch vier bis fünf solche Zyklen. Doktor Urs Stillhard, Leitender Arzt im Bereich Psychosomatik, ist der Experte für psychologisch bedingte Schlafstörungen am Kantonsspital St.Gallen. Solche psychisch dominierte Schlaflosigkeit kommt etwa bei Depressionen sehr häufig vor, oft ist sie sogar das erste Symptom einer Depression. Allerdings können nicht nur Depressionen zu Schlafstörungen, sondern umgekehrt Schlafstörungen auch zu Depressionen führen. Aber auch posttraumatische oder seelische Störungen wie ein Burn-out können Auslöser für Schlafstörungen sein. Als Ursachen für psychologisch bedingte Schlafstörungen nennt Urs Stillhard unter anderem Stress, ungelöste

Ohropax

mannigfachen Formen Gibt es seit 1907 und in belüftung. Schon Ohr mit r soga en, und Farb hs in die Ohren, um Wac sich fte stop s Odysseu . widerstehen zu können dem Gesang der Sirenen

Bild: Christiane Dörig

Konflikte, einen depressiven Verarbeitungsstil von Problemen, den Wunsch, es allen recht zu machen, Ängste. Die Therapieansätze bei solchen Schlafstörungen sind Verhaltens- oder Psychotherapien, unter Umständen auch medikamentöse Behandlungen. Die Folgen einer psychologisch bedingten Schlafstörung sind dieselben, die auch bei Schlafstörungen aus anderen Gründen auftreten, nämlich verminderte Lebensqualität, verminderte Leistungsfähigkeit, vermehrte Absenzen am Arbeitsplatz, Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme, Gereiztheit, Gefährdung für Depressionen oder Suchtkrankheiten bis zu müdigkeitsbedingten Unfällen. Viel zu oft werden Schlafstörungen als unliebsames Schicksal angesehen statt als behandelbare Krankheit und deshalb kommen viele Patienten erst sehr spät mit ihrem Problem zum Arzt. Lea Hürlimann, 1988, kommt aus St.Gallen und studiert Geschichte und Erziehungswissenschaften in Bern.

Pyjama Pajam bedeutet in der indis chen Sprache Urdu Bein kleid. Britische Kolonialisten brac hten die leichte Hose nach Europa, wo sie erst als Freizeitbekle idung verwendet wurde, und dann mit einem Hemd kombinie rt bis Ende des Ersten Welt kriegs das Nachthemd aus den Betten verdrängte.


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Leon hat gar nichts getr채umt.

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Ein paar höchst subjektive Schlaglichter auf das Schlafen in und mit der Rockmusik. von Das böse Erwachen kam an der Tankstelle: Menschen sprangen in panischer Angst zur Seite, zeigten entsetzt mit dem Finger auf meine Kühlerhaube, aus der Rauchschwaden aufstiegen – jeder hatte sofort den Horrorfilm im Kopf, dass das Auto mitsamt der Tanksäulen gleich explodieren würde. Ich war an einem milden Abend, die Sonne hatte sich einlullend in den See gelegt, frontal mit siebzig km/h in der fünfziger Zone in eine Bauabschrankung geprallt, auf Höhe jener Goldacher Kitschvilla, die sich ein neureicher Medizinalgerätehersteller ausgeschmückt hatte. Sekundenschlaf in voller Fahrt! Natürlich war ich nach einem langen Arbeitstag auf der Lokalredaktion der «Rorschacher Zeitung» übermüdet gewesen, aber schuld am fatalen Einnicken am Steuer war die Musik im Alfasud meines Bruders Roman: Wie immer in jenen späten achtziger Jahren steckten in seinem Kassettengerät Aufnahmen der australischen Band The Church – ein einziger einschläfernder Fluss psychedelischer Gitarren, mit Texten, die mit Vorliebe in rauschhaft entrückte Welten schielten. «Under The Milky Way» ist nicht umsonst ihr berühmtester Song. Der Hohepriester der Band, der Bassist und Sänger Steve Kilbey, hatte just in jenen Wochen in einem Interview gesagt, dass ihn der Zustand zwischen Schlafen und Wachsein besonders interessiere. Nie war mir mein Bruder böse wegen dem Crash und noch heute tut es ihm Leid, dass er keine bessere Musik im Auto hatte als «solches Hippiezeugs». Unsinn – es hätte mich auch mit The Fall und ihrem Credo von den drei R erwischen können («Repetition, Repetition, Repetition!»), und erst recht mit deren Splitband Blue Orchids, den New-Wave-Doors aus Manchester, die sich mit Songs wie «Sleepy Town» (den wir in Rorschach immer persönlich nahmen), «Conscience» oder «The Long Night Out» sowieso ständig im somnambulen Raum bewegten. Zumal sich Orchids-Chef Martin Bramah wie The Church vom Heroin beflügeln liess. Ohnehin liesse sich eine prima Sammlung einschläfernder Musik erstellen, die ihre entsprechende Qualität eben genau dem H verdankt, siehe auch die amerikanischen Swell.

Vor dem Wegdriften Schlaf, Kindlein, schlaf ... Dummerweise wirkten die Valium-Sounds der Church bei mir im Auto, wo ich doch sonst – bis heute – nie und nimmer mit Musik einschlafen kann. Ganz im Gegensatz zu meinem Bruder, der das seit Pubertätsjahren in jeder Nacht pflegt, und garament schon mit Hip-Hop (und nicht mal von Black Sheep, haha). Mit Musik einzuschlafen, sei wie ein Rundflug, schwärmt er, Landschaften täten sich auf, verschwänden in Wolken des

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MARCEL ELSENER

Halbschlafs, tauchten von anderer Seite noch einmal auf, vermischten sich mit Traumfetzen, bis man endgültig hinüber gedriftet sei. Klingt gut, aber hat bei mir nie funktioniert, obwohl ichs öfters versucht habe, mit allem möglichen von Can’s repetitivem «Tago Mago» und Yo La Tengo’s Soundtrack zu einem Unterwasserfilm und allem von Nick Drake und Low und Lambchop bis Mercury Rev’s «All Is Dream» oder, fast hätte es geklappt, Boards of Canada’s «Geogaddi». Dass manche Leute jederzeit mit Musik einschlafen, fast egal welcher Gattung, ist für mich unvorstellbar. Ich muss hinhören und bleibe auch im Halbschlaf stets in jenem Rest-Wachzustand vor dem Wegdriften, auch wenn ich all die Schlaufen mitmache, etwa wenn Animal Collective so schön sedierend von der Ich-Auflösung singen: «Am I really all the things that are outside of me...?» Dass ich schon mit The Fall weggedämmert bin, ausgerechnet, einmal mit «Dragnet», einmal mit «Perverted by Language», hat nichts mit schlafstiftender Musik zu tun, sondern mit jenem wohligen Urvertrauen jahrelanger Lieblingsmusik, die längst in den Blutbahnen verinnerlicht kreist; davon könnten Dylan-Fans sicher unzählige Schlaflieder singen.

Die letzten Sekunden Jüngst glaubte ich allerdings das definitive Einschlaflied entdeckt zu haben, «Also In White» vom Bill Wells Trio (auf dem Soundtrack des schottischen Films «Hallam Foe», 2007) – eine ins Unendliche verzogene, tranig wiederholte Morricone-Melodie mit schlaftrunkener Mundharmonika. Aber der Versuch, eine fortgeschrittene Nachtrunde damit zu vertreiben, scheiterte auch nach zehnmaligem Abspielen: klar, man war sich einig, dass das schlafwandlerisch gut sei, aber zu hinterhältig, meinte der eine, letztlich zu nervig, der andere; Musik zum Einschlafen ist so intim und individuell wie das Einschlafen selbst, und jegliche Erzählungen, auch im engsten Freundeskreis, stimmen spätestens dann nicht mehr überein, wenn sie von den letzten Sekunden handeln – die man in der Regel gar nicht wahrnehmen kann. Übrigens lustig, zusammen Schlafliederlisten zu erstellen. Der Schlaf, ob versagt oder herbeigesehnt, hat einige der schönsten Lieder in der Rockmusik hervorgebracht. Und allein die Liste der Songs mit «sleep» oder «sleeping» im Titel, die der englische Guardian kürzlich von seiner Leserschaft erbat, füllte eine hübsche ZehnerCD-Box – mit, nur ein paar Beispiele, «No Sleep Till Brooklyn» (Beastie Boys), «Need Some Sleep» (The Eels), «Sleep Of The Just» (Elvis Costello), «Sleeping Lessons» (The Shins), «Sleepwalker» (The Wallflowers) oder «Sleepy Song» (Tindersticks, klar!). Meinerseits

nenne ich bei solcher Gelegenheit – nebst «Sleepy Town» – stets «Sleeping Is The Only Love» von den Silver Jews an erster Stelle; wiewohl der grosse mitfühlende Sarkast David Berman dabei nicht den Schlaf besingt, sondern die Schwierigkeit, wach zu bleiben, ohne böse zu sein; manche Leute, so Berman, nähmen sich halt nie die Zeit, zur friedlichen Ruhe zu kommen, dabei sei das Leben doch «süsser als jüdischer Wein».

Dem Wahnsinn nahe Aber natürlich landet man auf der Suche nach den besten Liedern über den Schlaf mal wieder bei den Beatles und vor allem bei John Lennon. Auf dem grandiosen Doppel «White Album», dessen Seiten jeweils mit den Lullabies «Julia» und «Good Night» (ein Schlaflied, das Lennon für seinen fünfjährigen Sohn komponierte und dann von Ringo gesungen werden durfte) aufhört, findet sich der wohl berühmteste (und vielleicht allerbeste) Rocksong über den Schlaf: John Lennons «I’m So Tired». Lennon schrieb ihn 1968, als er nicht schlafen konnte – kurioserweise nach drei Wochen unablässiger Studien in transzendentaler Meditation, die der Maharishi Mahesh Yogi mit den Beatles in Indien betrieben hatte. Lennon, man hört es, vermisst seine Yoko Ono, ist komplett genervt und dem Wahnsinn nahe. Angeblich wurde der Song im Studio nachts um drei Uhr aufgenommen, was seine fabelhaft schlafwandlerische (aber nicht schläfrige!) Qualität erhöht. Wiegenlied zum Ausgang: Der KirchenSchlafwagen hat nach dem Baustellen-Zwischenfall nicht lange überlebt. Zwar war er vom besten Freund meines Bruders, einem Mechaniker, der seinerseits gerade den Ausweis verloren hatte, weil er mit AC/DC (oder Guns N’ Roses) in den Boxen mit über hundert km/h innerorts in St.Margrethen erwischt worden war, wieder zusammengeflickt worden. Doch kurz darauf setzte ihn mein Bruder, übermüdet von einem Schreiner-Job, im Halbschlaf und natürlich mit The Church in den Lautsprechern in den Kandelaber der Verkehrsinsel zwischen Staad und Altenrhein. Totalschaden, just an jenem Abend, an dem der Mechaniker seinen Ausweis mit der Post wieder zugeschickt bekommen hatte. Im Auto, mit dem mein Bruder abgeholt wurde, lief womöglich, small chance, John Cooper Clarkes Jahrhundertliedgedicht «Beasley Street»: «Sleep is a luxury, they don’t need, a sneak preview of death». Der Schlaf, ein Luxus, eine kurze Vorschau auf den Tod, wow, das wollen wir jetzt nicht weiter vertiefen, thank you and good night. Marcel Elsener, 1964, ist Journalist in St.Gallen.


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Ulrich Michael Hemmeter ist Leitender Arzt des Bereichs Allgemeinpsychiatrie, Sucht- und Psychotherapie der St.Gallischen Psychiatrischen Dienste und ärztlicher Leiter des Psychiatrischen Zentrums St.Gallen. Er spricht über Doping, Handystrahlen und den Weltrekord im Wachbleiben. von

URSULA BADRUTT

Saiten: Hat das Schlafbedürfnis längerfristig evolutionsbedingt abgenommen? Ulrich Michael Hemmeter: Das kann ich nicht sagen. Es gibt ja die These, dass wir aufgrund verschiedener Sachzwänge, insbesondere beruflicher Tätigkeiten, aber auch sozialer Verpflichtungen, einem permanenten Schlafentzug ausgesetzt sind. Dadurch empfinden wir ein verstärktes Bedürfnis nach Schlaf. Ich denke nicht, dass sich insgesamt das Schlafbedürfnis verändert hat. Gegen diese Natur kann man nicht viel machen, wobei der Mensch sich bis zu einem gewissen Grad an die äusseren Bedingungen adaptieren kann. In jedem Fall ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass die Schulzeiten für die Kinder eigentlich zu früh angesetzt sind und nicht im Einklang mit unserer inneren Uhr stehen. Im Winter fehlt morgens dann auch noch das Tageslicht, das ein äusserst wichtiger Impuls für die Leistungsfähigkeit ist. Wird in der Pharmaindustrie daran gearbeitet, dass der Mensch immer weniger schlafen muss und leistungsfähiger wird? Aus der ganzen Dopingdiskussion ist bekannt, dass es Medikamente gibt, die der Tagesmüdigkeit entgegen wirken und die Leistung am Tag steigern. Die Langzeitwirkung einer langfristigen Therapie kennt man aber

Rohypnol Dieses Schlafmittel ist auf der Basis von Flunitrazepam aufgebaut. Da es lange Zeit keinen Geschmack hatte, wurde es als KO-Tropfen missbraucht. Die Tabletten werden auf der Gasse Ruffies, Ruppies oder Flunies genannt.

nicht. Wach machen auch Amphetamine, wie Ecstasy. Dabei wird aber die Struktur des Schlafes mit seinen harmonischen Wechseln zwischen den einzelnen Schlafphasen zerstört. Übrigens hat Schlafen selbst auch einen positiven Einfluss auf die Lernfähigkeit. Was kurz vor dem Einschlafen gelesen wird, kann am nächsten Tag besser wiedergegeben werden, als wenn man die ganze Nacht wach bleibt und liest. Schlaflosigkeit kann auch kreative Schübe bedeuten. Ich denke etwa an die «Insomnia Drawings» von Louise Bourgeois. Das ist die Frage des fliessenden Übergangs vom noch Gesunden zum Krankhaften. Es gibt sicher viele Menschen, die nachts wach bleiben und in diesen Zeiten extrem kreativ sind. Aber Schlaflosigkeit und Kreativität ist auch ein Stück weit mit psychiatrischen Krankheiten assoziiert. Bei Patienten mit manisch-depressiver Erkrankung laufen im hypomanischen bis manischen Zustand die Gedanken sehr schnell und der Mensch kann ausgesprochen kreativ sein. Das kann letztlich bis zur ausgeprägten Psychose gehen, und der Realitätsbezug geht komplett verloren. Es gibt auch Menschen mit Stimmungsschwankungen, die nicht das Ausmass einer manisch-depressiven Erkrankung erreichen.

Schweiss

Nacht gut einen Der Mensch verliert pro e hin und wieder ratz Mat Also . eiss Liter Schw n. Nützt allerehe bezi h frisc Bett , wenden en zu vertreiben. dings wenig, um > Milb

Diese Menschen erleben immer wieder kreative Phasen, die mit einer Insomnie einhergehen. Insofern hat Insomnie schon einen Bezug zur Kreativität. Wie lange hält man es denn ohne Schlaf aus? Es gibt einen Weltrekord von einem englischen Schüler, er war rund elf Tage wach. Schlafentzug ist aber auch eine verbreitete Foltermethode, die in China schon vor Jahrhunderten angewendet wurde und auch heute noch bei politischen Gefangenen praktiziert wird. Längerer Schlafentzug führt zu Unruhe und Angst, bis zu Halluzinationen und psychotischen Zuständen. Auch Störungen im Bereich der hormonellen Sekretion und des Immunsystems können auftreten. Wenn man einmal mehrere Tage wach bleibt, braucht man irgendwann Ruhe. Wie erholt man sich von diesen Strapazen? Der grösste Teil des Schlafdefizits, auch nach mehrtägigem Wachsein, wird in der ersten schlafenden Nacht kompensiert. Der Schlaf ist dann sehr tief und lange. Ab der dritten Nacht lassen sich keine Folgen des vorangegangenen Defizits mehr nachweisen. Deshalb ist das Wochenende bei Menschen, die beruflich bedingt während der Woche zu wenig schlafen, als Erholung sehr wichtig. Wenn die Schlafregulation funktioniert, kann man Schlafdefizite, die sich über einen begrenzten Zeitraum angehäuft haben, gut aufholen. Wann kommen die Patienten zu Ihnen? Das hängt sehr davon ab, wie der Mensch selber seine Schlaflosigkeit wahrnimmt. Viele Menschen, die während Wochen, aber auch Monaten oder sogar Jahren unter Schlafstörungen leiden, behandeln sich selbst. Hier finden sich deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern: Frauen lassen sich eher mal in einer Apotheke beraten, nehmen pflanzliche Mittel, aber auch Schlaftabletten; Tagtraum Hans Guck-in-die-Luft ist mit seinen Gedanken ständig woanders und fällt darum in der Geschichte des Frankfurter Arzts und Verfechter knallharter Erziehung Heinrich Hofm ann in einen Fluss. Heute wird das Aufmerks amkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung genannt. SAITEN 02/09


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19 Männer greifen eher auf Alkohol zurück. Das sind symptomatische Behandlungen, womit aber die zugrundeliegende Störung nicht kuriert wird. Also eine klar definierte organische Erkrankung oder zum Beispiel eine Folge von dauerndem Stress. Eine Depression oder Psychose ist also nicht die Folge von schlaflosen Nächten und entsprechender Erschöpfung, sondern umgekehrt? Das bedingt sich gegenseitig. Es gibt wie gesagt viele Erkrankungen, bei denen Schlafstörungen ein Symptom einer anderen Grunderkrankung sind. Das können auch kör-

Es ist bestimmt so, dass Schlafstörungen zunehmen in Phasen sozialer Veränderungen und wirtschaftlicher Verunsicherungen wie auch jetzt, wo Arbeitsplätze potentiell gefährdet sind oder finanzielle Verluste erlitten werden.

Haben psychiatrisch bedingte Schlafprobleme in den letzten zwanzig Jahren zugenommen? Die Zahl der Neuerkrankungen schwankt je nach Definition und Diagnosesystemen der verschiedenen europäischen Länder und den USA zwischen 6,7 bis zwanzig Prozent der Gesamtbevölkerung. Es gibt aber zu wenige Studien, als dass ich eine wissenschaftlich zuverlässige Antwort geben könnte, ob Schlaflosigkeit zugenommen hat. Es ist aber bestimmt so, dass Schlafstörungen zunehmen in Phasen sozialer Veränderungen und wirtschaftlicher Verunsicherungen wie auch jetzt, wo Arbeitsplätze potentiell gefährdet sind oder finanzielle Verluste erlitten werden, in Zeiten, in denen sich die Leute mehr Sorgen machen und unter Stress leiden. Es konnte aber auch gezeigt werden, dass psychiatrische Erkrankungen in Deutschland in der Nachkriegszeit zurückgegangen sind. Hier bleibt die Frage, woran das liegt; ob das tägliche Bestreben zur Erfüllung der Grundbedürfnisse dabei eine Rolle spielt, oder ob man einfach keine Zeit hatte, zum Arzt zu gehen und deshalb auch weniger Erkrankungen erfasst wurden.

perliche Erkrankungen sein, zum Beispiel Schmerzen. Auch neurologische Störungen, beeinträchtigen den Schlaf, etwa das RestlessLegs-Syndrom, oder die sogenannte REMSchlafverhaltensstörung bei Parkinsonscher Erkrankung. Eine weitere körperliche Ursache für einen gestörten Schlaf findet sich bei der weitverbreiteten Schlafapnoe, die zum Fachgebiet der inneren Medizin gehört. Findet sich eine dieser organischen Störungen, herrscht in vieler Hinsicht Klarheit, wie die grundlegende Behandlung erfolgen muss.

Gibt es Schlaflosigkeit als Symptom für psychiatrische Störungen auch bei Kindern? Ja. Kinder mit psychischen Problemen weisen auch einen schlechteren und weniger effizienten Nachtschlaf auf. Ein besonderes Problem im Bereich der Kinderheilkunde ist in diesem Zusammenhang auch das Bettnässen. Interessant ist zu dieser Thematik eine in Basel laufende Studie mit Kindergartenkindern. Hier konnte ein Zusammenhang festgestellt werden zwischen Schlafproblemen, erhöhter Stresshormonausscheidung und psychischen Befindlichkeitsstörungen. Diese Studie ist als Längsschnittstudie angelegt mit dem Ziel herauszubekommen, ob bereits in der Kindheit vorliegende Störungen von Schlaf und Stressregulation – die beide übrigens eng zusammenhängen – das Auftreten späterer psychiatrischer Erkrankungen vorhersagen können.

Und wie ist es im Bereich psychiatrischer Erkrankungen? Fast alle psychiatrischen Erkrankungen sind mit Schlafstörungen verbunden. Im wesentlichen sind es Angsterkrankungen und Depressionen. Es ist häufiger, dass die Schlafstörung ein Symptom der Depression ist, als die Depression die Folge einer Schlafstörung. So fördern beispielsweise das nächtliche Gedankenkreisen aber auch die Energielosigkeit sowie die in der Depression auftretenden sozialen Rückzugtendenzen die Schlafstörung. Die Schlafstörung kann aber auch als Frühsymptom einer Depression vorausgehen.

Was machen Sie, wenn jemand mit einer massiven Schlafstörung zu Ihnen kommt? Ein Patient mit Schlafstörungen wird praktisch nie in die Psychiatrie eingeliefert, ausser er hat auch eine schwere psychiatrische Erkrankung. Wenn dies der Grund für die Schlafstörung ist, muss eine dem entsprechende Behandlung der psychiatrischen Grunderkrankung durchgeführt werden. Dadurch bessert sich in der Folge auch die Schlafstörung. Wenn man die psychiatrische Störung ausschliessen kann und auch keine organische Störung vorliegt, muss das Schlafverhalten des Patienten exakt erfasst werden. Es muss im

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Die innere gibt unseren an. Schlaf-Wach-Rhythmus rhört. Sie wird jedoch oft übe

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Valium Das 1960 von Leo Sternbach entwickelte Medikament wird gegen Angstzustände, epileptische Anfälle und als Schlafmittel verschrieben. Sternbach selbst schluckte «Mother’s little helper» nicht, da es ihn deprimiert habe.

Einklang mit unseren biologischen Rhythmen erfolgen. Schichtarbeit etwa arbeitet diesem inneren Rhythmus entgegen. Dabei gibt es Grundregeln, wie Schichtarbeit verträglicher wird, zum Beispiel sind kurze Rotation besser als lange, und die Schicht muss nach vorne mit der Uhr rotieren – Früh-, Spät-, Nachtschicht. Daran halten sich aber viele Betriebe nicht. Statt auf die innere Uhr ist die Schichtarbeit auf den Betrieb abgestimmt. Welchen Einfluss hat das Alltagsverhalten? Bestimmte Lebensgewohnheiten können ebenfalls ein Grund für Schlafstörungen sein; Kaffee, Sport, aufregende Filme am Abend, ein regelmässiger und ausgedehnter Mittagsschlaf können Schlafstörungen fördern. Dann braucht es schlafhygienische Massnahmen, eine Veränderung dieser Gewohnheiten. Der Schlaf kann damit effektiver werden. Erst wenn das alles nicht greift, kann man weitere Methoden einsetzen zum Beispiel eine Schlafrestriktion, das heisst, dass man die Zeit, die der Patient im Bett verbringt, verkürzt. Wenn das alles erfolglos ist, kommen medikamentöse Massnahmen in Frage. Was aber nicht vergessen werden darf, ist, dass hinter vielen Schlafstörungen ein Medikamentenproblem, beziehungsweise ein Substanzproblem, das heisst eine Sucht- und Abhängigkeitsproblematik steckt. Es gibt Schlafmedikamente, die abhängig machen; genau so wie Alkohol. In diesen Fällen muss man kontrolliert die Medikamente absetzen oder umstellen. Die Betroffenen rutschen oft einfach in dieses Problem hinein, ohne sich dessen bewusst zu sein, zum Beispiel indem sie jahrelang an der Schlafstörung herumdoktern und dabei auch abhängig machende und damit langfristig gefährliche Substanzen einsetzen. Was meinen Sie zu Schlafproblemen, die durch Strahlungen, Funkantennen und ähnliches ausgelöst sind? Das ist eher selten. Häufig finden sich bei diesen Menschen noch andere, auch psychiatrische Probleme. Die Diskussion um elektromagnetische Strahlungen ist jedoch nicht abgeschlossen. Es gibt immer wieder Patienten, die sich im Schlaf gestört fühlen. Bekannt ist, dass zum Beispiel das Mobiltelefon neben dem Bett die Hirnströme während des Schlafs und damit die Schlafstruktur verändert. So wird der REM-Schlaf, in dem eine hohe Traumaktivität vorherrscht und das Gehirn recht aktiv ist, in dem Sinne beeinflusst, wie dies auch bei einigen Antidepressiva beobachtet werden kann. Wie die Folgen dieser Effekte langfristig aussehen, ist aber nicht bekannt. Ursula Badrutt, 1961, ist Kunsthistorikerin und Kulturjournalistin in St.Gallen.

Wasseradern

aufgespürt. Werden mit Pendeln und Wünschelruten , gelten Verursachen Abweichungen im Erdmagnetfeld Ursache von daher als gesundheitsschädigend und als dieser Schlafstörungen. Wissenschaftlich konnte . Zusammenhang jedoch nie bestätigt werden

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Susanne tr채umte, sie schlafe auf einem Parkplatz.

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Die Tage sind kurz, grau und saukalt. Winter Menschen lebensbedrohend und mit einer Körists mal wieder so richtig. Am schönsten ist es pertemperatur wenig über dem Gefrierpunkt da im warmen Bett. Den Winter verschlafen – wären wir längst mausetot. Das Absenken von warum hat die Natur uns Menschen nicht dazu Körpertemperatur, Herzschlag- und Atemfrebefähigt? Natürlich hat der Winter seine schö- quenz im Winterschlaf hat beim Winterschläfer nen Seiten. Aber irgendwie ist auch die Vorstel- den Zweck, den Energieverbrauch des Körpers lung reizvoll, sich mit den letzten Strahlen der auf ein Minimum zu reduzieren. Was für uns Herbstsonne in eine weich gepolsterte Höhle lebensbedrohend, ist für sie lebensnotwendig. zurückzuziehen, um erst im Frühling wieder Denn nur bei minimalem Energieumsatz ist die Nase an die warme Luft zu strecken. So wie es möglich, über Monate keine Nahrung zu sich zu nehmen und einzig beispielsweise die Murvon den im Sommerhalbmeltiere im Alpstein. Von Fledermäuse senken Ende Oktober bis April während des Winterschlafs jahr angefressenen Fettpolstern zu (über)leben. Der wird im Bau geschlafen ihre Körpertemperatur Winterschlaf eines Wildund das erst noch zusamauf wenige Grad über Null tiers dauert in kalten Remen mit anderen Murmeund ihr Herz schlägt nur gionen bis zu sieben Monalis in einer Art Winterschlaf-WG. Wer soviel noch zehn bis zwanzig Mal te. Während der ganzen Zeit wird nicht nur weder Nähe und monatelang vor pro Minute. gefressen noch getrunken, sich hin schnarchende Artgenossen nicht mag, der könnte sich auch wie auch Blase und Enddarm ruhen. Man stelle Meister Pez ganz alleine in einer Höhle verkrie- sich das vor: sieben Monate, ohne ein einziges chen. Oder als eingefleischter Städter hänge ich Mal Müssen. Wie das funktioniert, ist im mich einfach an die Decke eines unterirdischen Detail immer noch nicht geklärt – wie so manWasserstollens in der Nähe meines Liebling- che andere Frage zum Winterschlaf. Fest steht scafès. So bräuchte ich beim Aufwachen nicht nur: Der Winterschlaf ist eine äusserst komplilange nach dem stärkenden Espresso zu suchen. zierte Angelegenheit. Den Körper auf SparIn St.Gallen dürfte die eine oder andere Fleder- flamme zu stellen, um die nahrungsarme Winterzeit zu überdauern, ist zweifelsohne eine maus auf diese Weise den Winter verschlafen. Leider ist die Sache nicht ganz so einfach. Die raffinierte Überlebensstrategie. Sie hat aber Wintermonate zu verschlafen, verlangt vom offensichtlich auch ihren Preis. So bleibt uns Schlafenden aussergewöhnliche Leistungen. Zweibeinern nichts anderes übrig, als die schöFledermäuse beispielsweise senken während nen Seiten des Winters zu geniessen und auf des Winterschlafs ihre Körpertemperatur auf den nächsten Frühling zu hoffen. wenige Grad über Null und ihr Herz schlägt nur noch zehn bis zwanzig Mal pro Minute. Hannes Geisser, 1966, ist Wildtierbiologe und Eine so geringe Herzschlagfrequenz wäre beim Leiter des Naturmuseums Thurgau.

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Stadtleben Februar

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FAKTENLANDSCHAFT IM WEIHRAUCHNEBEL Eine neue Publikation nimmt die Bauten der fürstäbtischen Ostschweiz unter die Lupe. Der Historiker und Autor Peter Müller schaute sich das zweibändige Werk genau an und fragt sich, was zeitgemässe Zugänge zur Geschichte der Fürstabtei sind. Es ist bekannt: Das Kloster St.Gallen hat weite Teile der Ostschweiz teilweise über Jahrhunderte politisch, wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich geprägt. In der Alten Eidgenossenschaft, die 1798 unterging, war der St.Galler Klosterstaat das viertgrösste Staatsgebilde. Von alledem sind nach über 200 Jahren noch viele Spuren vorhanden. Zu den materiellen gehören etwa Bauten, Kunstschätze und Handschriften. Immaterielle Spuren finden sich in der Tradition, der kollektiven Mentalität, den Köpfen der Menschen. Die Dimension wird einem allerdings nicht ohne Weiteres bewusst. Hier leistet nun eine neue, zweibändige Publikation des St.Galler Kunsthistorikers Johannes Huber nützliche Hilfe. Auf über 800 Seiten lässt sie die fürstäbtische Ostschweiz auferstehen. Handbuchartig listet sie Ort für Ort alle wichtige Bauten und Kunstwerke auf, die bis 1800 auf dem Gebiet des St.Galler Klosterstaates

entstanden sind: Kirchen, Kapellen, Wohnhäuser, Verwaltungsgebäude, Altäre, Gemälde. Dazu sind lexikonartige Überblickstexte zur Geschichte der Fürstabtei und ihrer Regionen gestellt. Geografisch reicht das Gebiet von Wil bis Rorschach, von Süddeutschland bis ins Rheintal und ins Toggenburg. Das ist in der Tat beeindruckend und weckt Lust auf gezielte Spaziergänge und Ausflüge. Menschenleere Ansichten Andererseits fragt man sich: Wird einem diese fürstäbtische Ostschweiz so wirklich nahegebracht? Lässt sie sich so als kulturelles Erbe unserer heutigen Alltagswelt entdecken? Zweifel tauchen beim Durchblättern auf. Bei den Fotos dominieren neben einzelnen Kunstwerken menschenleere Aussenansichten oder Innenräume von Gebäuden. Auch Autos sieht man praktisch keine. Das wirkt

auf die Dauer leicht gespenstisch: die Ostschweiz als fürstäbtisches Freilichtmuseum. Die Texte des Buches verfolgen dieselbe Optik. Die Zeit nach 1805 und Bezüge zu unserem heutigen Lebenshorizont sind weitgehend ausgeklammert. Die Gebäude und Kunstgegenstände werden Einzelteil für Einzelteil beschrieben. Über ihren «Ort im Leben» erfährt man wenig. Dabei waren alle diese Gebäude, ob Pfarrhaus, Zehntscheune, Kapelle oder Sommerschlösschen «Bühnen», die verschiedenste Funktionen hatten, auf denen unterschiedlichste Menschen anzutreffen waren. Fürs Verständnis der Gebäude wäre das grundlegend, durch dieses Leben werden sie erst interessant. Zudem fehlt heute vielen das Basiswissen über die katholische Religion: Welche «mentale Landschaft» steht hinter dieser fürstäbtischen Landschaft von Kirchen, Siedlungen, Wegen und Feldern? Auch hier erfährt der Leser wenig, was das Verständnis zusätzlich erschwert. Ähnliches gilt für die Altäre, Heiligenbilder oder Glocken. Wozu dienten sie? Wovon erzählen sie? Der Autor scheint das Wissen vorauszusetzen. Wers nicht hat, ist selber schuld. Die kunsthistorischen Ausführungen selbst sind sehr kompakt und summarisch-lexikonhaft. Das mag im Sinn der wissenschaftlichen Objektivität sein, hat aber den Nachteil, dass man vom «Geist» und der «Seele» dieser Bauwerke und Kunstgegenstände nur ansatzweise etwas mitbekommt. So etwas wie emotionale oder gar heimat-liche Verbundenheit schafft das alles nur sehr bedingt. Und genau das wäre bei einem solchen Thema doch wichtig. Bloss an Fachleute kann sich diese Publikation nämlich kaum richten. Dafür wäre der Aufwand schlicht unverhältnismässig.

FÜNF AUSFLUGSTIPPS

Sonnenuhr. Im Hof Spilhusen bei Mosnang stehen noch heute das Bauernhaus und das «Laboratorium» von Fridolin Anton Grob (1745-1807), Uhrmacher, Kunstschreiner, Porträtmaler, Lokalpolitiker, Freigeist. An der Fassade des Wohnhauses hat er eine Sonnenuhr angebracht, oberhalb derer ein Mann mit breitkrempigem Hut aus einer Wandluke schaut – wohl ein Selbstporträt.

Schlacht. In der Wallfahrtskapelle Dreibrunnen bei Wil kann man an der Decke gleich zwei Türkenschlachten besichtigen: Lepanto (1571) und Wien (1683). Die 1761-1763 entstandenen Gemälde stehen in einem interessanten Gegensatz zur idyllischen Umgebung. Als Ganzes dürfte Dreibrunnen an einen vorchristlichen Kult anknüpfen.

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Stadtleben Februar

20.1.2009

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23 Fakten Doch zurück zum Inhalt. Zur Sozial- und Alltagsgeschichte der Ostschweiz gibt es im Buch einige Perlen, insgesamt sind sie aber doch stiefmütterlich vertreten: die breite Bevölkerung und ihre Lebensbedingungen, die politischen und sozialen Spannungen, die Erzähltraditionen, aber auch die Landschaft, die Siedlungsformen oder die vorklösterlich-vorchristliche Geschichte. Gerne etwas lesen würde man auch über die finanziellen Aspekte: Was haben diese Gebäude und «Schätze des Glaubens» gekostet? Wie wurden sie finanziert? Gerade billig dürfte das alles nicht gewesen sein. Die politische Sicht der Publikation schliesslich ist ziemlich obrigkeitlichfürstäbtisch. Das zeigt sich besonders in den Kapiteln über das aufsässige Toggenburg und bei der Wahl der Personen, die ein Kurzporträt erhalten. Und über das mentalitätsgeschichtliche Erbe der Fürstabtei St.Gallen – die Spuren, die sie in den Köpfen der Menschen und den kollektiven Befindlichkeiten hinterlassen hat – findet man ebenfalls nur wenig. Nun wird der Fachhistoriker einwenden: «Eins nach dem andern. Dieses Buch stellt zunächst einmal die sauberen Faktengrundlagen zusammen. Auf ihrer Basis kann man weiterarbeiten». Da hat er Recht. Andererseits ist es doch etwas ärgerlich, wenn der Fokus derart statisch-kunsthistorisch-sakral und faktenfixiert ist. Zudem gibt es für Stadt und Kanton St.Gallen inzwischen reichlich viele solcher faktenund kunstgeschichtsfixierten Publikationen. Geschichte gehört nicht dem Kloster Muss ein zeitgemässes Handbuch über die Geschichte, Kunst und Kultur der Fürstabtei St. Gallen so aussehen? Für Nicht-Kunsthistoriker und Nicht-Kirchen-

Hexe. 1745 wurde in St.Fiden die letzte st.gallische Hexe hingerichtet: Margaretha Suser, bis 1741 Pfarrköchin in Untereggen. Eine düstere Geschichte, die das Dorf spaltete und viele Jahre beschäftigte. Das Höhenkreuz im Hinterhof ist nach mündlicher Überlieferung Sühnemal für das Unrecht.

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historiker ist «Entlang der Fürstenlandstrasse» jedenfalls nur von begrenztem Wert, zumal man vieles bereits anderswo nachlesen kann. Schon mit wenigen zusätzlichen Sätzen, Abschnitten und Kapitelchen da und dort wäre der Blick des Buches reicher, differenzierter und ganzheitlicher geworden. Kaum jedermanns Sache ist zudem die offenkundige

«Entlang der Fürstenland strasse» will offenbar, dass wir vor Ehrfurcht erstarren: vor einer buchstäblich versteinerten Geschichte, vor einer historischen «Kulturlandschaft». Verklärung des Klosters St.Gallen, die sich durch die 800 Seiten zieht. Die Fürstabtei St.Gallen war kein ostschweizerisches Shangri-La, wo edle «Gallusmönche» 1200 Jahre lang Kultur, Kunst und Wissenschaft auf europäischem Niveau betrieben und daneben ihren Untertanen ein glückseliges Leben bescherten. «Wurzel und Seele der Idee St.Gallen» und das «bauliche Erbe» der Fürstabtei, die der Autor beschwört, sind für unser heutiges Selbstverständnis nur noch bedingt von Relevanz, würden andererseits aber auch zu zeitgemässen Neuentdeckungen laden. Und die Geschichte unserer Region vor 1805 gehört nicht einfach dem Kloster St.Gallen. Sie ist die Summe

Pest. Im Rheintal gibt es vor allem für die Zeit von 1400-1500 auffallend viele Zeugnisse für die Pest, eine Auswirkung der Verkehrswege, die vom Bodensee zu den Bündner Alpenpässen führten. Besonders eindrücklich ist die St.SebastianKapelle in Berneck. Ihr Bildprogramm thematisiert die Pest ausführlich.

unterschiedlichster Geschichten: von Menschen und Tieren, Weilern, Dörfern und Städtchen, Tälern und Tobeln, von Erfahrungen, Ideen, Weltbildern und Träumen. Davon findet man in diesem Buch eindeutig zu wenig. Erbe von allen «Entlang der Fürstenlandstrasse» will offenbar, dass wir vor Ehrfurcht erstarren: vor einer buchstäblich versteinerten Geschichte, vor einer historischen «Kulturlandschaft», die der Autor als eine Art kirchlich-heilig-kunsthistorisches Territorium betrachtet. Im Grunde beschreibt er die ganze Ostschweiz wie eine einzige, grosse Kirche. Für unser postmodernes, multiperspektivisches 21. Jahrhundert ist das doch etwas viel verlangt. Man könnte auch sagen: etwas langweilig, zumal der Text insgesamt einen allzu routinierten, fliessbandhaften Eindruck macht. Vor allem aber wird nicht plausibel, warum diese Gebäude und Kunstgegenstände unbedingt schützenwert sind, was der Autor mit Nachdruck betont. Schützen will man nur, was einen irgendwie betrifft, beschäftigt, berührt. Wie lässt sich die fürstäbtische Vergangenheit unserer Region zeitgemäss vermitteln und fruchtbar machen, als «Erbe von uns allen», jenseits der altbekannten, ausgetretenen Horizonte von Kunstgeschichte bis Gallus-Verehrung? Es wäre wichtig, sich über diese Frage ausführlich Gedanken zu machen. Nur wenn wir dieses «Erbe» in all seinen Aspekten thematisieren, den positiven und den problematischen, den konventionellen und den überraschenden, können wir sein Potenzial wirklich nutzen. Johannes Huber: Entlang der Fürstenlandstrasse. Verlag am Klosterhof, St.Gallen 2008.

Strasse. Die Alte Konstanzerstrasse entstand vermutlich im 8./9.Jahrhundert. Sie war ein wichtiger Personen-, Güter- und Pilgerweg, der St.Gallen mit Konstanz verband. Heute ist sie ein beliebter Wanderweg, der über weite Teile der historischen Streckenführung entspricht.


Stadtleben Februar

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STADTLEBEN SCHLUPFLOCH

STEUERSÜND AUF DER ALPEN-BANK Die EU-Finanzminister wollen die Steueroase Schweiz trockenlegen. Ohne Kollateralschaden geht das nicht. In St.Gallen verwaltet eine Bank aus EU-Österreich mit EU-deutschem Personal Vermögenswerte von über 500 Millionen Euro von grösstenteils deutschen Staatsbürgern. von Harry Rosenbaum

Die ersten deutschen Anleger kamen als Rucksacktouristen. Nicht nach St.Gallen, aber nach Jungholz – in die österreichische 300-SeelenExklave in Bayern. Bald mal gabs drei Banken im Tiroler D��rfchen, die mit siebzig Mitarbeitern rund vier Milliarden Euro verwalteten.

«Ihr Weg zu uns – schnell und direkt. Sie können uns bequem mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug erreichen», empfiehlt sich das Bankhaus Jungholz an der Poststrasse seiner deutschen Kundschaft. Für Individualreisende sind im Routenplaner auf der Website die am günstigsten gelegenen Parkhäuser angegeben. Das Parkieren an der Poststrasse ist nicht ratsam. Es könnten sich ja Schnüffler im Staatsdienst dort herumtreiben und Autonummern mit der Landeskennung D notieren, was den Kfz-Haltern bei der Heimkehr recht unangenehm werden könnte, weil sich die Steuerfahnder so ihren Reim auf Sinn und Zweck der Visite bei den Jungholzern machen. Ist auch nahe liegend bei dem Dienstleistungsangebot auf der Website der Private Banker für das fiskalisch gerupfte EU-Volk:

Jungholz Schweiz im Jahr 2006 und verwaltete Vermögenswerte in der Höhe von 375 Millionen Franken. Der Kundenstamm ist inzwischen weiter gewachsen und die Vermögenswerte belaufen sich heute auf über 500 Millionen. Ein Blick ins St.Galler Handelsregister zeigt: Die Bank ist nach wie vor österreichisch. Geschäftsleitung und Kader sind allesamt deutsche Staatsbürger. Nach Angaben eines Jungholz-Sprechers sei das Personal in der Schweiz wohnhaft und bestens integriert. Im Visier haben die Jungholz-Migranten Landsleute mit einem Vermögen von zwei Millionen Euro aufwärts. Auf Kapitalanlagen entfällt die EUZinssteuer in der Höhe von satten 35 Prozent und bei den Erträgen die seit Anfang 2009 geltende Abgeltungssteuer, die 25 Prozent abzwackt.

«Das Bankhaus Jungholz bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten der Kapitalanlage. Die Kontoführung ist sowohl auf Namen- wie Nummernkonten möglich. Mit dem Namenkonto nutzen Sie unter dem Schutz des strengen Schweizer Bankgeheimnisses (Art. 47 BaG) sämtliche für Ihre individuellen Anlagebedürfnisse erforderlichen Anlagevarianten. Der Schutz Ihrer Privatsphäre steht – neben der Lösung Ihrer individuellen Anlagebedürfnisse – im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Auf Basis des diskreten Nummernkontos ist dieser Schutz optimal gewährleistet. Dieser Kontotyp ermöglicht ebenfalls sämtliche Anlagevarianten. Ausländer sind mit ihren Anlagen von der Verrechnungssteuer befreit, wenn der Emittent kein schweizerisches Unternehmen ist, beziehungsweise wenn das Geld nicht in der Schweiz direkt angelegt wird (fiduziarische Anlagen). Die Zurückbehaltung der Korrespondenz (z.B. Abrechnungen, Konto- oder Depotauszüge) kann vereinbart werden und ist für unsere Kunden kostenlos.»

Peitschenhiebe für deutsches Kader Die Steuersünd auf der Alpen-Bank findet in einem wenig spektakulären Ambiente aus Granit, Holz, Fell und Loden statt. Die Innenarchitektur-Beschreibung stammt aus einem Artikel im St.Galler Tagblatt vom Mai 2006. Er ist nach der Verlegung des Geldinstituts aus den zu klein gewordenen Räumlichkeiten im Union-Gebäude am Oberen Graben in das aparte Reihengeschäftshaus der früheren Bank Thorbecke an der Poststrasse erschienen. Als entschlossenster EU-Trockenleger der Schweizer Steueroase hat sich der deutsche Bundesfinanzminister Peer Steinbrück geoutet und schon mal mit der Peitsche gedroht, falls die Schwarzgeld-Eidgenossen den Wünschen nicht nachkommen würden. Dass dabei auch eine Bank gepeitscht werden müsste, die ihren Konzernsitz in Österreich hat und die Hiebe wohl auch das deutsche Kader dieses Instituts abbekäme, ist zumindest dem Mediensprecher von «Peitschen-Peer» Oliver Heyder-Rentsch so peinlich, dass er bei der Beantwortung der entsprechenden Anfrage auf diesen Umstand gar nicht eingehen mochte: «Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht auf einzelne Geldinstitute Bezug nehme. Generell kann man aber sagen, dass im Mittelpunkt das Bankgeheimnis steht. Mit dem Bankgeheimnis wird aber mit dem Unterton des Schutzes vor der Steuer geworben. In dieser Hinsicht bestehen keine grundlegenden Unterschiede zwischen Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und auch Luxemburg. Keines dieser Länder akzeptiert in vollem Umfang die OECD-Grundsätze, die verlangen, dass die Steuerbehörden Zugang zu Bankinformationen haben müssen, soweit dies zur Durchführung der Besteuerung erforderlich ist.»

Vier Millionen im Tirol «Eine Bank wie die Alpen» – rühmt sich Jungholz in der Eigenwerbung. Daran ist was Wahres. Die ersten deutschen Anleger kamen als Rucksacktouristen. Nicht nach St.Gallen, aber nach Jungholz – in die österreichische 300-Seelen-Exklave in Bayern. Bald mal gabs drei Banken im Tiroler Dörfchen, die mit siebzig Mitarbeitern rund vier Milliarden Euro verwalteten. Die österreichische Raiffeisen-Gruppe Reutte dehnte mit der Jungholz-Tochter das lukrative Private Banking auch auf die Schweiz aus. Die helvetische EU-Abstinenz schafft noch bessere Voraussetzungen für optimale Kapitalanlagen. Tausend Kunden zählte

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GESELLSCHAFTSANALYSE VON UNTEN Die Ansätze des Soziologen Pierre Bourdieu sind brandaktuell. Ein Gespräch mit dem Leiter des Soziologischen Seminars der Uni St.Gallen Franz Schultheis und seinen Assistenten Patricia Holder und Michael Gemperle über ihre Bourdieu-Veranstaltungsreihe, Prekariat, Objektivität und Feigenblätter. von Rolf Bossart

Das Seminar für Soziologie an der Universität St.Gallen betreibt Forschung in der Tradition des 2002 verstorbenen französischen Soziologen Pierre Bourdieu. In Zusammenarbeit mit der Erfreulichen Universität Palace, der Buchhandlung Comedia und dem Kinok organisiert das Seminar im Februar verschiedene Veranstaltungen zur Aktualität von Pierre Bourdieus Forschungsansatz. Ganz im Sinne der Idee des «kollektiven Forschers» von Pierre Bourdieu, wo die Erkenntnis des einen im Ergebnis immer gleichviel wiegt wie die des anderen, sind die Antworten nicht mit Namen gekennzeichnet. Saiten: Wo liegt die Aktualität dieses Soziologen? Er ist ein wichtiger Vertreter der Sozial- und Geisteswissenschaften, war sowohl Soziologe, Anthropologe als auch Ethnologe. Sein Werk ist unglaublich breit und bunt. Bourdieu hatte mit der Studie «Das Elend der Welt» eine neue Form der Gesellschaftsdiagnose vorgelegt. Kollektiv, das heisst mit zwanzig Mitarbeitern, haben sie das Alltagsleben durchforstet und den Leuten die Möglichkeit geboten, über ihre Erfahrungen und Schwierigkeiten zu reden. Diese Zeugnisse haben sie theoretisch eingeordnet und so für die Gesellschaftsdiagnose einen Beitrag geleistet, der für uns hier in St.Gallen durchaus richtungsweisend ist. Die Aktualität liegt aber auch darin, dass Bourdieu in seinen Schriften bestimmte Pervertierungen des modernen Kapitalismus, die heute handgreiflich zu Tage getreten sind, bereits früh diagnostiziert hat. Im Februar wird in der Comedia die Ausstellung «Pierre Bourdieu in Algerien» gezeigt. Was wird zu sehen sein? Die Ausstellung zeigt Fotografien, die Pierre Bourdieu während und nach seiner Militärzeit in den fünfziger Jahren in Algerien aufgenommen hat. Er hat dort unter dem Eindruck des Kolonialkriegs und der Veränderungen, die sich in der algerischen Gesellschaft und Kultur als Folge der französischen Besatzung vollzogen haben, angefangen, soziologisch zu forschen und seine Arbeit fotografisch begleitet. Diese Ausstellung ist von Januar bis März in Konstanz zu sehen und wird in St.Gallen in einer kleineren, thematisch zusammengestellten Version gezeigt. Sie trägt nach Bourdieu den Titel «Ökonomien des Elends». Es handelt sich dabei vor allem um Fotografien, die Auswirkungen der kapitalistischen Modernisierung in Algerien zeigen, beispielsweise die Industrialisierung der Landwirtschaft, die Entstehung eines städtischen Subproletariats und die Folgen der Zwangs-Umsiedlungen im Landesinnern. Die Ausstellung wird von Veranstaltungen an der Erfreulichen Universität Palace und im Kinok begleitet. Die Reihe trägt den Titel «Prekäre Zeiten». Was soll man sich darunter vorstellen? Es geht dabei in Anlehnung an Bourdieus Arbeiten um die Analyse von destabilisierten Lebensbedin-

gungen, die auch bei uns immer mehr zu beobachten sind. Darunter verstehen wir unter anderem die Tatsachen der zunehmenden Unsicherheiten im Anstellungsverhältnis oder der Armutsbetroffenheit trotz Hundert-Prozent-Stelle. Einerseits wollen wir zeigen, mit welchen Instrumenten Bourdieu solche Phänomene analysiert hat, sowohl in Algerien als auch in den französischen Vorstädten. Andererseits möchten wir den Bogen zur aktuellen Prekaritätsdiskussion schlagen. Zwei Referate behandeln die prekären Verhältnisse im Niedriglohnbereich und die Auswirkungen auf die alltägliche Lebensführung. Abschliessend diskutiert ein Podium über die politischen Implikationen dieser Art von Forschung. Prekäre Zeiten, Ökonomien des Elends – ist das für die Schweiz nicht ein wenig übertrieben? Bedingt durch die Schwäche der Arbeiterbewegung hat sich in der Schweiz seit dem Zweiten Weltkrieg ein spezifischer Umgang mit solchen Themen durchgesetzt, der stark von Ablehnung und Verdrängung geprägt ist. Als eine Forschungsgruppe um Ueli Mäder Anfang der neunziger Jahre in einer Studie über Basel feststellte, dass etwa fünfzehn Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben, wurde dies stillschweigend unter den Tisch gekehrt. Seither hat die neoliberale Politik in der Schweiz Einzug gehalten und die sozialen Ungleichheiten weiter vergrössert – zwar ein wenig später als andernorts, aber nicht weniger folgenschwer. Wir arbeiten in einem Forschungsverbund, in dem Leute aus über fünfzehn Ländern beteiligt sind. Das vergrössert den Fokus für solche Themen entscheidend. Nehmen wir nur mal die französischen Banlieues mit einer Jugendarbeitslosigkeit von zirka fünfzig Prozent oder die aktuelle Situation in Griechenland, wo viele selbst mit hohen Berufsabschlüssen keine Stelle kriegen. Bourdieu war nebst Forscher auch politischer Aktivist, der an Demonstrationen gesprochen und sich in Zeitungen zu Wort gemeldet hat. Es gibt Bücher von ihm mit Titeln wie «Interventionen» oder «Gegenfeuer». Wie passt das zusammen mit dem modernen Idealbild vom objektiven, neutralen, rein auf seine Methode konzentrierten Forscher? Wenn ich skandalöse Zustände antreffe und die nicht Skandal nenne, dann ist das nicht objektiv. Objektivität widerspricht nicht dem Umstand, dass man engagiert ist und dass man soziale Missstände und Ausbeutung auch beim Namen nennt. Aber andere Forscher würden sich da dezidiert zurückhalten und sagen, ich liefere nur Material, die Interpretation und die Schlüsse daraus überlasse ich der Politik. Die sind eben schlecht beraten. Ich kann nicht über Jugendarbeitslosigkeit forschen oder über Probleme stigmatisierter Migranten und das dann in ein Mäntelchen von Sprachzensur hüllen, nur damit ich nicht in engagierter Form Stellung beziehen muss.

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Heben sich von der neoliberalen Denkweise ab: Patricia Holder, Franz Schultheis und Michael Gemperle vom Soziologischen Seminar der Universit채t St.Gallen. Bild: Daniel Ammann

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28 Es gibt ja verschiedene Formen des Engagements. Und für Bourdieu war es eben wichtig, unabhängig von etablierten Parteien und Institutionen zu intervenieren. Gleichzeitig hat er sich sehr stark als kollektiver Intellektueller verstanden, als Bestandteil eines intellektuellen Kollektivs, das aufgrund eines gemeinsamen Forschungsfundus auch politisch agiert. Dies steht im Unterschied zu Intellektuellen, die sich eher als Einzelpersonen und aus einer grundsätzlichen Position heraus engagieren. Es war ja so, dass sich Bourdieu angesichts der Erfahrungen in Algerien von einem Philosophen, der von den Hügeln ins Tal der menschlichen Nöte hinunterguckt, zu einem Soziologen gewandelt hat. Ob ich von meinem subjektiven Standpunkt heraus philosophiere oder ob ich sagen kann, ich habe 200 Gespräche mit Alltagsmenschen geführt, ergibt einen anderen Standpunkt. Diesen Ansatz hat er später in Frankreich fortgeführt. Hinzu kommt eine Schriftenreihe mit Namen «raisons d’agir», die man als seine politische Quintessenz bezeichnen kann. Da sind auch die Reden versammelt, die er bei politischen Veranstaltungen gehalten hat, unter anderen die berühmte und oft zitierte am Pariser Gare de Lyon. Es ging ihm dabei vor allem darum, die Forschungsergebnisse auch vor den Leuten öffentlich zu machen, die am meisten davon betroffen waren. Das Bild des Philosophen, der voll Mitleid ins Tal blickt und sich dann zum Bodenarbeiter wandelt, lässt sich auch auf Ihr Seminar beziehen. Wir sind bereits unten. (Tigerbergstrasse 2, oberhalb Grabenhalle, Red.) Darauf möchte ich hinaus. Haben Sie den Auftrag, dem ökonomischen Blick von oben, einen sozialen von unten entgegenzusetzen? Gut, wenn man für Soziologie angestellt ist, dann macht man Soziologie. Aber die Soziologie ist hier ein sogenanntes Reflexionsfach, also kein Hauptfach und da hat man die Türe bei den Studierenden nicht immer weit offen. Das heisst, man muss mehr Arbeit leisten, um die Sachen rüberzubringen, was im Grossen und Ganzen auch gelingt. Zudem fühlen wir uns mit dem Ansatz der Alltagssoziologie hier unten in der Stadt sehr wohl. Die Finanzkrise macht es der vorherrschenden ökonomischen Theorie natürlich nicht einfacher, für ihre Ergebnisse eine empirische Relevanz zu beanspruchen. Aber auch wenn die Krise sich weiter zuspitzt, heisst das nicht, dass die Ökonomen dann ausgerechnet auf die Soziologie als alternative Form des Wissens und der Erkenntnis zurückgreifen. Vielleicht sagen sie eher, jetzt brauchen wir noch mehr ökonomischen Sachverstand. Zugleich spüren wir bei der Uni-Leitung ein gewisses Interesse und Wohlwollen, mindestens was die Forschungsförderung anbelangt. Dies kann damit zusammenhängen, dass wir soziale Phänomene differenzierter erklären können als die vorherrschenden wirtschaftswissenschaftlichen Paradigmen. Dann war das sozusagen wissenschaftlicher Weitblick der Wirtschaftsuni, dass man den Soziologen Franz Schultheis mit seinem Mitarbeiterstab nach St.Gallen geholt hat. Wir hoffen es. Es gibt neben dem Neoliberalismus ja auch noch eine gewisse liberale Tradition, eine Offenheit gegenüber pluralen Denkweisen und davon profi-

tieren wir auch. Zum Beispiel wird die Ausstellung und das Begleitprogramm von der Uni finanziell unterstützt. Haben Sie hier in St.Gallen nicht manchmal das Gefühl, dass Sie nur als PR-Feigenblatt fungieren? Das muss sich erweisen. Wir sind hier um kritische Sozialforschung zu betreiben. Und wir haben einen öffentlichen Auftrag, das heisst wir sind angehalten, dabei im Dienste der Bevölkerung vorzugehen. Beispielsweise arbeiten wir zu Themen wie soziale Ungleichheit, weil wir denken dadurch zu einer Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse beizutragen. Zum öffentlichen Auftrag gehört dann auch, die Ergebnisse der Forschung einem möglichst grossen Teil der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir haben diese Freiräume, wir nutzen sie und finden auch Echo. Das Medieninteresse für «Gesellschaft mit begrenzter Haftung», die Vorläuferstudie für das grosse Projekt «Transformation der Arbeitswelt», das jetzt am Laufen ist, war riesig. Wie setzen Sie diese Methode der kritischen, respektive engagierten Sozialforschung um? Woran arbeitet Sie im Moment? Es gibt Forschungsprojekte, die wir selber oder zusammen mit anderen Instituten entwickeln, und auch solche, die von aussen an uns herangetragen werden. Ein Beispiel dafür ist ein Auftrag von der eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen in Bezug auf die Einbürgerungsinitiative vom letzten Juni. Wir haben die Diskussionen in den verschiedenen Medien in drei Kantonen verfolgt und auf die identitätspolitischen Relevanzen überprüft. Zum Beispiel haben wir festgestellt, dass dabei vor allem von Seiten der SVP aber auch von anderen «die Eingebürgerten» als fixer Terminus und problematische Kategorie eingeführt wurde. Die Studie befasst sich dann auch mit den Auswirkungen solcher Setzungen auf Migrantinnen und Migranten. Das grosse Projekt, an dem wir gegenwärtig arbeiten, hat den Titel «Transformation der Arbeitswelt». Es geht darum, anhand von Gesprächen mit ausgewählten Erwerbstätigen aus verschiedensten Branchen über ihre Arbeitserfahrungen zu ergründen, ob und in welcher Form die aktuellen Veränderungen eine Gleichgerichtetheit aufweisen. Dass die Arbeitswelt sich in einem rapiden und tief greifenden Wandel befindet, ist ein Gemeinplatz. Uns interessiert jenseits von Stereotypen, wie Erwerbstätige diese Veränderungen wahrnehmen und wie sie damit umgehen. Dazu führen wir Tiefeninterviews mit rund achtzig Erwerbstätigen aus verschiedenen Arbeitswelten und Berufspositionen durch, die wir dann mithilfe soziologischer Kontextdaten analysieren. Daraus entsteht ein breites Kaleidoskop von Porträts charakteristischer Positionen und Perspektiven auf den aktuellen arbeitsweltlichen Wandel. Das Allgemeine an diesen Beispielen arbeiten wir im Rahmen der vierzigköpfigen Forschungsgruppe mit Arbeitsweltspezialisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz heraus. Das Ziel ist, ein eingehendes Verständnis für die Lage und Ansichten der dargestellten Erwerbstätigen zu bewirken – aus der Einsicht, dass dies die Quelle gesellschaftlicher Solidarität ist. Es ist qualitative Forschung und Gesellschaftsdiagnose von unten. Es geht darum, die Leute selbst zu Wort kommen zu lassen, anstatt immer nur als Intellektuelle in deren Namen zu reden, als hätten wir ein Mandat dafür.

Der Bourdieu-Februar — Ausstellung in der Buchhandlung Comedia «Ökonomien des Elends. Pierre Bourdieu in Algerien» Bis bis 28. Februar. Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9.30 – 18.30 Uhr, Do 9.30 – 20 Uhr, Sa 9.30 – 17 Uhr. Vernissage: Donnerstag, 29. Januar, 18 Uhr. Einführung von Ulf Wuggenig. Comedia Buchhandlung St.Gallen. Mehr Infos: www.comedia-sg.ch — Erfreuliche Universität Palace Franz Schultheis, Soziologisches Seminar Universität St.Gallen: Von Algerien in die Banlieue. Pierre Bourdieus Soziologie der Prekarität Mittwoch, 4. Februar, 20.15 Uhr. Alessandro Pelizzari, Regionalsekretär Unia Genf: Prekarisierung der Niedriglöhner – Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt Dienstag, 10. Februar, 20.15 Uhr. Berthold Vogel, Hamburger Institut für Sozialforschung: Der Rhythmus der Gesellschaft. Zeitgefühl und Ungleichheitsordnung bei Pierre Bourdieu Dienstag, 17. Februar, 20.15 Uhr. Panel: Prekarität und Sozialwissenschaft. Teil des Problems oder Teil der Lösung? Dienstag, 24. Februar, 20.15 Uhr. Palace St.Gallen. Mehr Infos: www.palace.sg — Filme im Kinok Pierre Bourdieu: La sociologie est un sport de combat Einführung: Franz Schultheis, Soziologisches Seminar Universität St. Gallen Donnerstag, 5. Februar, 19.30 Uhr Weitere Vorführung: Samstag, 7. Februar, 18.30 Uhr. Un monde moderne Einführung: Michael Gemperle, Soziologisches Seminar Universität St. Gallen Donnerstag, 12. Februar, 20.30 Uhr. Weitere Vorführung: Samstag, 15. Februar, 18 Uhr. Ça commence aujourd’hui Einführung: Patricia Holder, Soziologisches Seminar Universität St. Gallen Donnerstag, 19. Februar, 20 Uhr. Weitere Vorführung: Sonntag, 22. Februar, 17.30 Uhr. Kinok St.Gallen. Mehr Infos: www.kinok.ch

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STADTLEBEN 29 KELLER+KUHN: MAAG&MINETTI. STADTGESCHICHTEN

Wichtige Briefe trägt Maag grundsätzlich auf die Zentralpost, obwohl er die Dienstfertigkeit der Leute auf seiner Poststelle schätzt. Zwar weiss er, dass ein Dienst nicht umso zuverlässiger ausgeführt wird, je höher ein Amt ist. Auch ist ihm klar, dass administrationslastige Strukturen häufig viel zu lange Behandlungszeiten zur Folge haben. Diesen beiden pragmatischen Einsichten steht sein kindlicher Glaube gegenüber, ein hohes Amt sei es seiner Reputation schuldig, alles zu tun, um die Bürger zufriedenzustellen. Und Fehler könne es sich schon gar nicht leisten. Nun sieht er sich vor die Frage gestellt, ob er diese Einschätzung nicht überprüfen muss. Ursache dafür ist der Umstand, dass die Leitung seiner Poststelle neu Selinda Kantor anvertraut wurde. Unentschlossen steht er mit einem grossen Umschlag im Korridor. An der Wand neben der Garderobe zeigt eine Schwarz-WeissFotografie den Spitzengalopper Lost Dream, der mit einer Halslänge Vorsprung durchs Ziel jagt, unterstützt von Ernie Chazelle, dem sich dicht an seinen Hals schmiegenden Jockey. Machte Selinda nicht unlängst eine beiläufige Bemerkung über ihre Bewunderung für Rennpferde? Was spricht denn dagegen, nicht wieder seine gesamte Post im Viertel aufzugeben? Und warum nicht auf einem Klassehengst wie Lost Dream? Mit elegantem Schwung wird er die Briefumschläge durchs Aussenfenster hineinreichen, und nimmt sie diese sogar selbst in Empfang, kann er sie von Zeit zu Zeit galant im Damensitz vor sich aufs Pferd bitten. Entzückt sieht er sich mit ihr stadtauswärts galoppieren, begleitet von anerkennenden Spaziergängerzurufen. Irgendwo am Fluss wird sich ein Gartenrestaurant finden, in dem sie sich, nachdem sie das Pferd versorgt haben, erfrischen können. Selinda wird ihr erhitztes Gesicht an seine Brust legen und hingerissen flüstern: «Wie im Kino!» Keller+Kuhn sind Christoph Keller (St.Gallen/New York) und Heinrich Kuhn (St.Gallen/Paris).

Illustration: Beni Bischof

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Illustration: Rahel Eisenring

LOST DREAM

MEISTERSTÜCK

ROMY RAAS-BICKEL «Romy war eine gute Tanzlehrerin und super Pädagogin. Sie begleitete mit dem Klavier. Und ihre Geschichten waren immer sehr spannend Wir waren ihre ‹Kinderli›. Damals nannte sie uns so», erzählt Kerstin Frick. Seit der zweiten Klasse war sie Romy Raas-Bickels Schülerin, heute ist sie 26 und führt seit Ende 2008 die Tanzschule ihrer Lehrerin weiter. Romy Raas-Bickel ist 76: «Und du warst meine Biene Maja. Ich sehe dich noch vor mir als kleines Mädchen in deinem gelb-schwarzen Body.» Entspannt sitzt Romy Raas-Bickel im Schneidersitz auf dem Bett im Nebenzimmer ihrer ehemaligen Tanzschule. Auf die Frage, wie sie Tanz mit Worten umschreiben würde, antwortet sie: «Seele, Körper, Ausdruck. Vor allem Ausdruck. Tanz ist die Verinnerlichung des Ausdrucks.» Sie habe viel von ihrer Mutter gelernt. Ilse Bickel hatte eine Gymnastikschule und deren Mutter eine für Gesellschaftstanz. Mit zwei Jahren wurde Romy von den Bickels adoptiert, weil sie die Beinchen so lustig zwischen den Gitterstäben des Bettes hervorgestreckt habe, als Ilse und Paul ins Bieler Waisenhaus Pouponnière kamen. «Schon früh durfte ich einige von Mutters Kursen übernehmen. Sie sagte immer ‹Jetzt mach mal ein paar Bodenübungen mit deinen Schülerinnen.› Ich sagte nur: ‹Ich mache, was ich will.›» Mit achtzehn verliess Romy ihr Elternhaus in Basel. Sie ging für drei Jahre nach Essen an die FolkwangSchule. Einer ihrer Lehrer dort war Kurt Jooss, Wegbereiter des deutschen Tanztheaters. Eines Abends, nach zu langem Üben, brach sie sich den linken

Fuss. Jooss meinte, jetzt seis vorbei mit der Karriere. «Ich habe mir aber gedacht ‹Wart nur ab› und hab fleissig weiter trainiert.» Danach folgten weitere Ausbildungen in Paris bei Madame Nora, in London bei Sigurd Leeder, einem der Begründer des Ausdrucktanzes, sowie Engagements unter anderem für die Bayreuther Festspiele. 1957 kam Romy Bickel ans Stadttheater St.Gallen, wo sie ihren Ehemann, den Klarinettisten Hanspeter Raas, kennen lernte. «Als ich 1963 meine eigene Tanzschule an der Hinteren Schützengasse eröffnen wollte, war meine Mutter nicht begeistert. Doch als sie mich bei der Eröffnungsfeier tanzen sah, wusste und akzeptierte sie, dass ich nicht nach Basel zurückkehren würde.» Romy Raas-Bickels eigene Karriere war geprägt von Bekanntschaften mit grossen Tanzkünstlern wie Maurice Béjart, Harald Kreutzberg und Mary Wigman, die während der von Mutter Ilse organisierten Sommerkurse ihren Anfang nahmen. Damals lernte Romy Raas-Bickel auch Hans Züllig kennen, einst Rorschacher Metzgersohn, dann Professor für Tanz in Essen. «In den achtziger Jahren hatte ich zwei sehr begabte Schüler, Gregor Zöllig und Urs Dietrich. Hans Züllig kam extra nach St.Gallen, um deren Aufnahmeprüfung für die Folkwang-Schule abzunehmen.» Beide wurden zugelassen. Heute ist Zöllig Leiter des Tanztheaters Osnabrück, Dietrich Leiter des Tanztheaters Bremen. Romy Raas-Bickel betont: «Das war nicht mein Verdienst, die kamen zu mir und konnten es einfach schon.» Das sehen so manche ein wenig anders. Salina Schmid


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Bild: Michael Bodenmann

Bild: Barbara Signer

30 FLASCHENPOST von Barbara Signer aus Tokyo

Gibt es etwas Einsameres als eine Neonrรถhre?

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YAKUZA-ROCK

Bild: Michael Bodenmann

Bild: Barbara Signer

«Erschreckt nicht. Ich bringe meinen Bodyguard mit, einen riesigen, tätowierten Ex-Yakuza», sagte Jake, unser Landlord, am Telefon, als Michael und ich ihn Ende September vom Bahnhof in Shimokitazawa aus anriefen, damit er uns abholen kommt. Jake übertreibt zwar stets ein wenig, denn er ist ungemein stolz auf seine Geschichten und sein Wissen über die Yakuza. Doch würde man Mochizuki-san, dem erwähnten Leibwächter, begegnete man ihm Nachts in einer dunklen Gasse, ungern widersprechen. Entschuldigung für Unentschuldbares Ein einziges winziges Wölkchen bedeckt den strahlend blauen Himmel. Doch vom schönen Wetter merkt man nicht das Geringste, kein einziger Sonnenstrahl dringt in die verqualmte, in Neonlicht getauchte Stube, während Mochizuki-san im Wohnzimmer amerikanischen Filterkaffee kocht und eine HopeZigarette nach der andern raucht. Vom Tatamiraum nebenan tönt unaufhörlich die nervtötende Melodie eines Plastikspielzeugs herüber, das seinem einjährigem Sohn Jin gehört. Mochizuki-san hat ohne Zweifel spannendere Zeiten hinter sich. Gerne und stolz erzählt er, wie er sich qualvolle 400 Stunden lang tätowieren liess und betont immer wieder, dass das eigenhändige Abschneiden des kleinen Fingers seiner linken Hand bedeutend weniger schmerzte. «Please accept a token of my apology», sagte auch Robert Mitchum alias Harry Kilmer in Sydney Pollaks Film «The Yakuza» von 1975 und überreicht seinen Finger in ein Taschentuch gewickelt dem Yakuza Takakura Ken – als Entschuldigung für Unentschuldbares. Danach war alles vergessen. Mit Gitarrespielen war für Ta-chan, so Mochizuki-sans Übername, hingegen Schluss. 1975 war er für kurze Zeit Bandmitglied bei Gedo, den japanischen Led Zeppelin. Allen voran sieht man ihn im Videoclip auf einer Harley. Aber Yakuza und Rockband passe nicht recht zusammen, meint er. Er sei schon immer ein wenig zu durchgeknallt gewesen, für so eine ernste Sache wie die Yakuza. Dabei fährt er sich mit der Hand über die Wange, als würde er sie mit einem Messer filettieren. Am Ende der Welt Anfang November fahren wir nach Aburatsubo, an die Spitze der Miura-Halbinsel südlich von Tokyo. Dort bekommt man den besten Negitoro-don, gehacktes Thunfischfleisch mit Frühlingszwiebeln auf Reis, dazu Meersicht und Ruhe, denn in Aburatsubo steht die Zeit still, während der Rost nagt. An der Endstation steigt ein einziger Fahrgast aus, dem wir wenig später an einem einsamen Flecken unten am Meer wiederbegegnen. Er trägt einen schwarzen Anzug, einen Aktenkoffer in der Rechten, und blickt gedankenverloren aufs Meer. Ein seltsames Bild inmitten der Natur. Ob er sich wohl des Lebens müde in die Wogen stürzen möchte? Später begegnen wir ihm noch einmal, während er von einer Tafel die Telefonnummer einer Firma abschreibt, die Land verkauft. Möglicherweise hat ihn Aburatsubo vor dem Tod durch Ertrinken gerettet.

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400 Stunden lang liess sich Mochizuki-san tätowieren.

Bild: Michael Bodenmann

Oberhalb des stillen Plätzchens am Strand ragt das Hotel Aburatsubo aus dem Unterholz. Ein stattliches Hotel aus den Sechzigern, das vor kurzem noch in Betrieb gewesen sein muss, mittlerweile jedoch von wucherndem Unkraut in Besitz genommen und von der salzigen Meeresluft zerfressen wird. Als ich die Fotos später Mochizuki-san zeige, sagt er überrascht, dass in ebendiesem Hotel Zeremonien seiner YakuzaFamilie, der Mochizuki-gumi des Inagawa-kai, stattgefunden hätten. Genau da. In Aburatsubo. Am Ende der Welt. Vielleicht mag er deshalb das Meer auf den Fotos nicht. Überhaupt scheint er meine Bilder seltsam zu finden. Wieso ich die Neonröhre im Gang eines alten Industriegebäudes fotografiere, möchte er wissen. Ob das Bild eine Bedeutung habe. Es sei irgendwie einsam und traurig. Ja, einsam ist es. Gibt es etwas Einsameres als eine Neonröhre?

Die einsamen Neonröhren. Jedes Mal wenn ich vom sechsten in den siebten Stock renne, erwartet mich ein neues Spektakel. Ein Meisterwerk des Zufalls oder die subtile Inszenierung eines unbekannten japanischen Innenarchitekten? Die Schönheit alltäglicher Dinge. Auf der Busfahrt durch Shinjuku sieht man die riesigen Bürowolkenkratzer in der Nacht. Auf jedem Stock machen die Angestellten Überstunden und leuchten die Neonröhren aus den Fenstern. Sie bilden geometrische Muster, die sich wie Ornamente über die gesamte Häuserfassade legen. Die flackernde Melancholie einer defekten Strassenlaterne, die nicht aufgibt, während eine japanische Katze mit ihrem weisen Gesicht durch ihr letztes Licht huscht. Dieselben weisen Katzen legen sich an einem sonnigen Dezembertag im Aoyama-Friedhof um Michael herum in die Sonne, während er «Ich, der Kater» von Natsume Sôseki liest.

Die Schönheit anonymer Architektur Gleichzeitig ist das alte Industriegebäude eines der schönsten Bauwerke in Tokyo. Mein Lieblingsgebäude sozusagen, in dem sich die Galerie befindet, in der ich zurzeit arbeite. Es steht in Kiyosumi-Shirakawa, umgeben vom Sumida-Fluss, der pastellorangen Asano-Zementfabrik und der Toto Musen Taxizentrale mit ihren beigen Taxis, in denen die Fahrer vor sich hin dösen, die Sitze heruntergelassen, die Füsse aufs Armaturenbrett gelegt. Das Gebäude selbst ist im Grunde genommen interessanter als der Grossteil der darin ausgestellten Kunst. Die eigenwillige Geometrie der Gebäude, die in diesem Stil gebaut wurden, ist bemerkenswert. Die ungewollte Kombination der Farben in ihren feinen Nuancen. Die gewachsten, petrolfarbenen Linoleumböden. Das Licht, das durchs Fenster fällt, um ein helles Rechteck an die mintgrüne Wand zu werfen, als sei es ein Bild. Das Treppenhaus, das zu einer kantigen Spirale wird, wenn man vom siebten Stock nach unten blickt.

Mordende Tigerzüchter Ich hätte gerne einen Koi in der Badewanne. Ich würde duschen und er würde neben mir in der Badewanne schwimmen. Jedenfalls wäre dies um einiges besser als Jakes Shabu-Shabu-Bad. Jake, der «Representative Director and President» seiner Ein-MannFirma «Japan Subterranean Economy Research LLC», der vier Mal am Tag badet und in seinem dunklen Zimmer, das wunderschön wäre, machte man die Schiebetüren auf und liesse etwas Licht herein, Polizeigeschichten schreibt. Über Mätressen von ermordeten Yakuza-Bossen, die sich in heissen Sommernächten angenehm kühl anfühlen, weil sie am ganzen Körper tätowiert sind. Und über mordende Tigerzüchter. Ich hätte lieber einen Koi in der Badewanne.

Barbara Signer, 1982, ist Japanologiestudentin und Fotografin aus St.Gallen.


32 Kultur KUNST

Rückkoppelungen in deR konseRvenfabRik Alex Hanimann zeigt im Kunsthaus Aarau seine bisher grösste Ausstellung mit Textarbeiten der letzten fünfzehn Jahre. Noëmi Landolt besuchte den St.Galler Künstler in seinem Atelier.

Bild: Georg Gatsas

Alex Hanimanns Atelier ist nicht einfach zu finden. Es liegt auf dem Gelände einer ehemaligen Kon­ servenfabrik im Westen der Stadt St.Gallen, oben an einer schmalen Holztreppe, die nirgends hinzu­ führen scheint. Es riecht nach Farbe im Atelier des Künstlers Eddie Läng, durch das man schliesslich in Hanimanns Atelier gelangt. Ein hoher Raum, einige Fenster sind mit Karton verdunkelt. «Es ist unglaublich, wie schnell sich das Papier unter Licht­ einfluss verändert», sagt Alex Hanimann. Trotz der Pappe wirkt das Atelier hell, die Fenster sind hoch, der Raum aufgeräumt. Auf grossflächigen Arbeits­ tischen an der Fensterfront und in der Raummitte stehen Papierstapel, liegen Japanmesser und Line­ ale auf schnittfester Unterlage. Die Satzfragmente «Alles, was», «Leere», «unerklärlich» auf Klebefolie lassen erahnen, wie sie einmal zusammengefügt werden könnten. «Normalerweise gibt es hier mehr zu sehen», sagt der Künstler. «Viele Arbeiten sind bereits in Aarau.» Im Aargauer Kunsthaus wurde Ende Januar Alex Hanimanns bisher grösste Einzelausstellung eröffnet. In vierzehn Räumen zeigt er seine Text­

arbeiten. Im Innenhof kommt eine Voliere mit Papa­ geienarten zu stehen. Anders als in der Ausstellung «Birdwatching» in der Kunsthalle St.Gallen vor fünf Jahren kann man diesmal nicht an das Gitter heran­ treten. Eine Glaswand versperrt den Zugang zum Innenhof. Man sieht die Vögel, hören kann man sie aber nicht. «Die Glasscheibe wird zur Kommunikati­ onsbremse», sagt Alex Hanimann. Papageien sind bekanntlich sehr intelligent und sprachbegabt. «Forscher haben herausgefunden, dass es verschie­ dene Papageiendialekte gibt und Pärchen unter­ einander sogar individuelle Koseworte erfinden.» Kunst als Sprachspiel Sprache ist ein wichtiger Bestandteil in Hanimanns Werk. Er spielt mit Sprachkonventionen und irritiert damit unser normiertes Denken; Sinn kehrt sich in Unsinn, Beiläufiges wird zur Hauptsache, Gewöhn­ lichkeit zur Ausserordentlichkeit. Behutsam holt Hanimann ein Vorabexemplar des Buches aus einer Kartonhülle, das zur Ausstellung erscheint, der Ein­ band ist noch nicht angeklebt. Während im Kunst­ haus Aarau vor allem grossflächige Wandarbeiten,

Tische, Leuchtkästen und eine raumfüllende Diapro­ jektion zu sehen sind, zeigt das Buch einen gross­ zügigen Überblick der kleinen und mittleren Papier­ arbeiten. Alex Hanimann zeigt auf eine Arbeit, die in Aarau zu sehen ist, «Die Ursache der Wirkung» so heisst die Arbeit, besteht aus einer Reihe von «Je­ desto­Sätzen»: «Je gösser der Hunger, desto ärmer der Mensch»; «Je grösser der Hunger, desto schneller isst man», «Je schlechter das Wetter, desto besser die Luft». Knapp zweihundert solcher Sätze sind auf kleine MDF­Streifen gemalt – und zwar so, dass der Je­ und der Desto­Teil auf separaten Teilen stehen. Durch zufälliges Nebeneinanderliegen entstehen so sinnvolle wie unsinnige Aussagen. Kunst als Sprach­ spiel. So heisst die Ausstellung denn auch «Con­ ceptual Games». Zufällige Kombinationen Die Sprache hat sich vor zwanzig Jahren, als der Künstler noch ausschliesslich figurativ zeichnete, leise ins Werk geschlichen. Plötzlich tauchten in sei­ nen Arbeiten Worte auf, die nichts mit der Abbildung zu tun haben. «Die Bezüge zwischen den Dingen

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Sichten und ordnen Der Entschluss, in Aarau ausschliesslich Textar­ beiten zu zeigen, kommt daher, dass der Künstler auch sich selbst einen Überblick über seine Sprach­ arbeiten schaffen wollte, sie sichten und ordnen. Dabei habe er Themen und Gruppen entdeckt, nach denen sich die Arbeiten ordnen lassen. Alex Hani­ mann führt zwei Archive, eines für Zeichnungen und eines für Textarbeiten. Zwei breite Planschränke stehen vor der Fensterfront, darauf ebenfalls eine Arbeitsplatte. Der rechte beherbergt das Bildarchiv, der linke jenes für die Textarbeiten. Er zieht eine Schublade auf. Darin sind zwei Papierbeigen mit Deckblättern, auf denen je ein Schlagwort steht: «Handlung», «Sprechen». Hanimanns Arbeiten sind nach Stichworten und Themen geordnet, nicht chronologisch, sie sind auch nicht datiert. Während seiner Arbeit nimmt er immer wieder, auch bereits ausgestellte, Arbeiten hervor, ändert hier und dort etwas, legt sie zurück in die Schublade oder schmeisst sie weg. Einzig auf Fotos werden sie in eine definitiven Form gebannt oder wenn eine Arbeit verkauft ist. «Im Grunde mache ich als Künstler nur einen Teil der Arbeit», sagt Alex Hanimann. «Erst im Kopf der Kunstbetrachtenden wird sie zu Ende gedacht und kann als abgeschlossen betrachtet werden.» Kunsthaus Aarau. Bis 3. Mai. Öffnungszeiten: Di bis So 10–17 Uhr, Do 10–20 Uhr. Mehr Infos: www.aargauerkunsthaus.ch Alex Hanimann: Textarbeiten 1986–2008. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 2009.

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schaufenster

Feines Unbehagen. Wir sind es uns mittlerweile nur allzu gewohnt, Bilder von Unbekannten zu betrachten. Zur Schau gestellt werden sie zuhauf in sozialen Netzwerken und Videoplattformen im Internet, wo wir beliebig lange zusehen können, ohne selbst entdeckt zu werden. Vera Ida Müller vermag es indes, diese Gewohnheit aufzulösen und den voyeuristischen Aspekt der Bildbetrachtung erneut ins Bewusstsein zu rücken. Indem die in St.Gallen geborene Künstle­ rin eine alltägliche Erfahrung des modernen Men­ schen umsetzt, gelingt ihr in doppeltem Sinne die zeitgemässe Kunst. Die Begegnung mit der Bildreihe «Selbst» ist intimer Art: Darf ich so unverhohlen schauen, wenn mein Blick nicht erwidert werden kann? Vier Ölbilder zeigen je einen sitzenden Men­ schen. Im Fokus dessen Hände, die Kleidung wirkt der Zeit entrückt, nicht sichtbar ist das Gesicht. In der Bildreihe «Blickpunkte» sind es nicht nur Nahaufnahmen von Personen, sondern eine famili­ äre Tischszene, die dem Besucher in den gross­ zügigen Räumen des Forum Vebikus ausgesetzt ist. Doch wiederum sind die gezeigten Figuren identi­ tätslos. Die in kräftigen und grellen Grüntönen ge­ haltenen Bilder erwecken im Betrachter trotz des vermeintlichen Idylls ein subtiles Unbehagen. Insge­ samt sind in der Werkschau unter dem Titel «Cut» zwölf Bilder von Müller zu sehen. Neben Müller ist Bernd R. Salfner ausgestellt. Er zeigt aus geschred­ derten Karteikarten zusammengesetzte Frauenfi­ guren. Michel Kolb Forum Vebikus Kammgarn Schaffhausen. Bis 8. Februar. Öffnungszeiten: Do 18–20 Uhr, Fr/Sa 16–18 Uhr, So 12–16 Uhr. Mehr Infos: www.vebikus.ch

Bilder: pd

und Worten waren nicht so direkt und linear, wie das beispielsweise bei herkömmlichen Comics der Fall ist», sagt Alex Hanimann. «Ich wollte sowohl dem konkreten Objekt wie auch dem Wort, der ab­ strakten Sprache ihre Autonomie zugestehen.» Die Kombinationen kamen eher zufällig zustande. Bei­ spiel hierfür ist eine Arbeit von 1990: sechzehn gezeichnete Männerköpfe, angeordnet wie auf einem Fahndungsplakat, darüber steht: «Darum ist jede Spülmaschine verrückt.» Alex Hanimann pendelte zwischen Sprach­ und Bildwelt hin und her. «Beson­ ders interessant wurde es, wenn aus einer Zufällig­ keit gewisse Rückkoppelungen zustande kamen. Auch da, wo die Sprache bildhaft und die Zeichnung inhaltlich abstrakt gebrochen wurde, schien es mir aussichtsreich, weiter zu arbeiten.» So begann Hanimann Text und Zeichnung immer klarer vonei­ nander zu trennen und eigenständige Textarbeiten zu schaffen. Vom alltäglichen Sprach­ und Bildfluss inspiriert, hat Hanimann ein riesiges Archiv an Bil­ dern zusammengetragen. In einem Nebenraum des Ateliers stehen Büchergestelle, die fast bis zur Decke reichen. In ihnen reihen sich Ordner voll gesammelter Zeitungsbilder, Bücher mit Zitatsamm­ lungen und solche über Kunst und Tiere. Eines trägt den schönen Titel «Seltsame Tiere sehen dich an». Hier ist auch eine grossformatige Zeichnung aufge­ hängt, ein junger Mann mit Pistole.

MonUMentaler gUckkasten. Der Wiener Künstler Markus Schinwald ist gerade mal 36 Jahre alt und bekommt bereits die Schlüssel für das Kunsthaus Bregenz. Im Februar wird dort seine grosse Einzelausstellung eröffnet. Schinwald wird aber laut Vorankündigung nicht aus Demut vor dem renommierten Haus kleinlaut einfach ein paar Sachen zeigen, sondern fährt mit der grossen Kelle nach Bregenz. Wundert einem auch nicht, war er doch schon bei der Tate Gallery in London oder der Kunsthalle Wien zu Gast. Er wird in den drei Ober­ geschossen je ein regelrechtes Sitcom­Studio einbau­ en. Bühnen für jenes Fernsehform0at also, das sich durch in die Dramaturgie eingebaute Gag­Salven und mit der Zeit ziemlich nervende Publikumslacher aus­ zeichnet. A la «Eine schrecklich nette Familie», «Roseanne» oder aber wirklich lustig «Seinfeld» also. Guckkastenbühne, Publikumstribüne mit Platz für achtzig Personen, drei aufgehängte Flatscreens, drei Studiofernsehkameras und der Bühnenhinter­ grund; so hat das traditionellerweise auszusehen. Vor der Ausstellungseröffnung und während der ersten Wochen werden nach Schinwalds Regie zirka zwan­ zig Minuten dauernde sitcomartige Szenen aufge­ zeichnet. Während der laufenden Ausstellung werden die Szenen auf den Flatscreens gezeigt. Der Künstler gibt aber nicht nur die Anweisungen, sondern gestaltet auch die Bühnenausstattung und Kostüme der jeweils fünfköpfigen Darstellergruppe. (js) Kunsthaus Bregenz. 14. Februar bis 13. April. Öffnungszeiten: Di bis So 10–18 Uhr, Do 10–21 Uhr. Vernissage: Freitag 13. Februar, 20 Uhr. Mehr Infos: www.kunsthaus-bregenz.at


Bild: Limmat Verlag

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Dagmar Liechti-von Brasch am täglichen Rapport Mitte der fünfziger Jahre.

Im Schatten von onkel max Dagmar Liechti-von Brasch war Chefärztin, Mutter, Pionierin und Nichte des «Birchermüesli»-Erfinders. In einer aufwändig recherchierten Biografie zeichnen Marina Widmer und Kathrin Barbara Zatti das Bild einer charismatischen und bewegten Frau. von Melissa Müller

Der Titel klingt etwas spröd. «Zwischen Birchermüesli und Lebensphilosophie» erinnert an «Gschpürschmi», Haferschleim und selbstgestrickte Wollsocken. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, wird jedoch belohnt. Denn die porträtierte Dagmar Liechti-von Brasch war eine Frau mit schillerndem Lebenswandel. In einer Zeit, in der Frauen nach gängiger Meinung am Herd zu bleiben hatten, führte sie als Chefärztin die Geschicke einer noblen Privatklinik am Zürichberg. 36-Jährig übernahm sie 1947 die BircherBenner-Klinik, damals eine Institution von Weltrang, in der illustre Künstler, Intellektuelle, indische Gurus und Literaten wie Hesse und Rilke abstiegen und sich kurieren liessen. Die Ärztin verhalf der Klinik zum Aufschwung, zog nebenbei vier Kinder auf und publizierte Bücher über Schwangerschaft und Geburt. «Sie war eine Frau mit modernen Ansichten», sagt die St.Galler Biografin und Mitbegründerin des Frauenarchivs Marina Widmer, die das Buch mit der in Trogen lebenden Historikerin Kathrin Barbara Zatti geschrieben hat. «Ihrem Mann stellte sie eine Bedingung: Sie werde ihn nur heiraten, wenn sie nach dem Kinderkriegen erneut als Ärztin tätig sein

könne.» unterstützt wurde sie darin stets von «Onkelpapa Max», wie sie ihren Verwandten Max Bircher-Benner liebevoll nannte. Der weltberühmte Arzt, der das Birchermüesli erfand, erkannte früh das Talent seiner Nichte und förderte sie. er war ihr ein väterlicher Mentor und schenkte Dagmar mehr Zuwendung als seinen leiblichen Kindern. Flucht in die Schweiz Das Buch beginnt traurig im hohen Norden – in estland, wo Dagmar 1911 geboren wird. Als sie vier ist, stirbt ihre Mutter. Im Baltikum verschärft sich die politische Situation, der deutsch-baltische Adel wird von ermordung bedroht. Dagmars Vater, der adlige Gutsherr Allo von Brasch, beschliesst, seine drei Kinder zu Verwandten nach Zürich zu schicken. Mehrere Wochen dauert die Flucht. Die Kinder reisen in einem Zug mit Kriegsgefangenen. Schon damals erwacht Dagmars Interesse an Medizin. Davon zeugen erinnerungen, die sie später schilderte: «Ich fand es besonders lustig, durch den Zug zu wandern und mit den verwundeten deutschen Soldaten zu plaudern. Sie lagen mit verbundenen blutigen Armen

und Köpfen auf den Pritschen und schienen ganz munter zu sein. So oft ich konnte, ging ich sie besuchen. Auf dieser Fahrt habe ich gelernt, wie man Verbände anlegt. Besonders fasziniert war ich vom Kopfverband.» In Zürich finden die drei Kinder bei ihrem Onkel Max Bircher-Benner und seiner Frau Betty Asyl. Dies, obschon Birchers mit ihren eigenen sieben Kindern Mühe haben, über die Runden zu kommen, und die Klinik während des Kriegs rote Zahlen schreibt. Zürich wird für Dagmar zur Heimat. Gebannt lauscht das Mädchen am Familientisch den vielen Krankengeschichten aus dem Klinikalltag. Onkel Max nimmt sie unter seine Fittiche und bestärkt sie darin, Medizin zu studieren, später macht er sie zu seiner persönlichen Assistentin. Am Sterbebett verspricht sie ihm, seine Klinik in seinem Sinne weiterzuführen. Dramatische Szenen Hinter der Biographie, vor kurzem im Limmat Verlag erschienen, steckt eine aufwändige und hervorragende Recherche, die vier Jahre in Anspruch nahm. Dutzende von kleinen und teils wunderlichen episo-

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35 den machen die Spannung des Buchs aus. Eine Passage über Dagmars Jugendzeit etwa: Sie litt an Depressionen und neigte zu dramatischen Szenen: Vor der Matura kaufte sie sich einen kleinen Revolver, damit sie sich im Falle eines Nichtbestehens die Kugel geben könne. Sie schrieb die beste Prüfung. Als die Medizinstudentin dann zum ersten Mal einer Leichenobduktion zuschaute, fiel sie in Ohnmacht – was ihr furchtbar peinlich war, worauf sie vom Anatomieprofessor zum Essen eingeladen wurde. Trotz moralischer Bedenken traf sie sich heimlich mit dem verheirateten Mann und unterhielt parallel eine Liaison mit einem gutaussehenden, oberflächlichen Studenten. Gefühle von innerer Zerrissenheit stürzten Dagmar in eine tiefe Krise, ihr halbes Gesicht wurde gelähmt. Einmal mehr war es Onkel Max, der ihr half und sie heilte. Je länger sich Marina Widmer und Kathrin Barbara Zatti mit dieser Frau befassten, desto faszinierter waren sie. Sie führten lange Gespräche mit ihren Angehörigen, interviewten ehemalige Patienten und Krankenschwestern. Und sie transkribierten einen Stapel von Kassetten. Dagmar Liechti-von Brasch hatte ihre Memoiren im Alter auf Tonband gesprochen. Zatti und Widmer zeichnen das Bild einer charismatischen Persönlichkeit, die Birchers Erbe weiterführte und die Klinik mit viel Hingabe und Engagement zu ihrem Lebenswerk machte. «Eine wie sie hätte ich gern als Hausärztin gehabt», sagt Marina Widmer. «Sie war sehr empathisch und bevormundete ihre Patienten nie.» Umso seltsamer, dass die leidenschaftliche Chefärztin jahrzehntelang in Vergessenheit geraten war: An einem Symposium zum hundertjährigen Jubiläum der Klinik wurde Dagmar Liechti-von Brasch mit keinem Wort erwähnt. Nur von Max Bircher-Benner war die Rede. Nostalgische Fotografien in Schwarzweiss begleiten das Buch. Die alten Porträts vermitteln einen lebendigen Eindruck von vergangenen Zeiten. Die Erzählung kommt zwar stellenweise fast wie ein Arztrapport daher, doch die Geschichte von Dagmar Liechti-von Brasch hat ohnehin einen starken Sog. Das Buch ist nur schwer aus der Hand zu legen. Marina Widmer und Kathrin Barbara Zatti: Zwischen Birchermüesli und Lebensphilosophie. Dagmar Liechti-von Brasch 1911–1993. Chefärztin der Bircher-Benner-Klinik. Limmat Verlag, Zürich 2008.

literatour mit Alice Schönenberger

Wichtigtuer. Klaus Uhltzscht, der Junge mit dem unaussprechlichen Namen, wird am 20. August 1968, genau dann, als das Panzerregiment Richtung Tschechoslowakei losrollt, in eine Welt der Politik geboren. In «Helden wie wir» erzählt er von seiner Kindheit in der DDR und wie er immer ein bisschen aussergewöhnlicher war, als die anderen Kinder. Diese dürfen nur mit ihm spielen, wenn sie die Pluralformen von Lexikon, Atlas und Kompass kennen. Sicher wird Klaus Uhltzscht auch irgendwann einen Nobelpreis erhalten. Denn er ist wirklich etwas Besonderes, schliesslich hat er ganz alleine die Berliner Mauer zu Fall gebracht – mit seinem Penis. Und dann ist da noch das Thema Sex, das er erst etwas später begreift als seine Altersgenossen. Was für arme Eltern er doch habe, die nur um ihn auf die Welt zu setzen, intim werden mussten. Ein kleiner Wichtigtuer, so besonders wie der Sozialismus, ein irrsinnig komisches Stück DDR. Thomas Brussig: Helden wie wir. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2002.

giftschnüffler

. Gerade wenn uns wieder die Grippewelle heimsucht und die Nase trieft, sehnen wir uns nach Düften, die uns den Winter vergessen lassen. «Duftfallen» entführt uns in den Frühling, nach Tokio. Zur Zeit des Kirschblütenfestes kehrt Aromaexperte Takeo Takamura nach über dreissig Jahren im Ausland in seine Heimatstadt zurück. Trotz Wirtschaftskrise boomt die Metropole. Plötzlich wird Takeo als Hauptverdächtiger eines Giftgasanschlags gehandelt. Nun hat er die Nase voll, doch beim Versuch, seine Unschuld zu beweisen, stolpert er immer wieder über seine eigene mysteriöse Vergangenheit. Aber Takeo bleibt nicht der einzige Verdächtige. Da wären noch eine Geisha, zwei Vertreter von konkurrierenden Getränkekonzernen und eine Sekte, die hinter den seltsamen Vorfällen stecken könnten. Ein skurriler Krimi, mit einem Kommissar, der stets die passenden Haikus zitiert und vielerlei Duftnoten bereit hält, die man buchstäblich riechen kann. Bernhard Jaumann: Duftfallen. Aufbau Verlag, Berlin 2004.

lügenfallen. Warum wir unserer Umwelt überhaupt etwas vorschwindeln und welchen Platz Lügen in unserer Gesellschaft einnehmen, erklärt uns Maria Bettetini in ihrem kleinen Vademecum der Lüge. Mit Beispielen aus der Philosophie, der Geschichtsschreibung und der Literatur skizziert sie die Lüge an sich und versucht uns dabei näherzubringen, was für Folgen Lügen haben können, wie man einen Lügner auf frischer Tat ertappt, oder weshalb eine Lüge auch Heiterkeit stiften kann. Für alle, die nicht in die nächste Lügenfalle geraten wollen. Maria Bettetinti: Eine kleine Geschichte der Lüge – Von Odysseus bis Pinocchio. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2003.

fantasyschmöker. Über 200 Jahre lang lebten die Menschen in Thale in Frieden, und die junge Kyani wird nach Nimrod geschickt, um dort ihre Ausbildung als Priesterin der gütigen Göttin zu beginnen. Doch es geschehen seltsame Dinge, und die Menschen erkennen die Gefahr nicht. Selbst die Warnung der Elfen kommt zu spät. Zu lange hat die gütige Göttin in ihren Gärten geträumt, als die Welt von dem rachsüchtigen Magier Asco-Bahrran, der im Dienste des finsteren Herrschers steht, heimgesucht wird. Mit einem Heer von blutrünstigen Kriegern bricht er den Frieden, und nichts scheint ihn aufhalten zu können. Kann die Göttin noch rechtzeitig helfen? Schaffen es die Menschen in Nimrod, sich zu verteidigen? Ein spannender Schmöker, den man nicht mehr beiseite legen kann. Monika Felten: Macht des Elfenfeuers. Piper Verlag, München 2002.

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36 Kultur FILM Bild: Sven Bösiger

Die Hexe vom AlbulAtAl In «Bal a’lüna» dokumentiert der Werdenberger Filmemacher Kuno Bont das Leben der Wirtin, Heilerin und Künstlerin Paula Roth, die vor zwanzig Jahren in ihrem Gasthaus im Albulatal ermordet wurde. von Manuela Fey

Z u P h e m i z d d h b s w d s

W M U m R m

S u e b D e N z s d b m Kuno Bont mit Paula Roths umfangreichen Gästebuch.

Saiten: Wer war Paula Roth? Kuno Bont: Paula Roth war eine schillernde Persönlichkeit, die schon zu Lebzeiten für Schlagzeilen sorgte und nationale Bekanntheit erlangte. Noch heute erinnern sich viele Menschen an die verschrobene Alte aus dem Albulatal. Sie war ein Original und lebt als Mythos weiter. Welche Erzählungen ranken um diese Frau? Über Paula Roth gibt es viele Geschichten. Die gebürtige Thurgauerin war von 1965 bis zu ihrer Ermordung durch drei Räuber im Jahr 1988 Wirtin des abgelegenen Gasthauses «Bellaluna» zwischen Filisur und Bergün. Sie unterhielt ihre vielen illustren Gäste mit Geschichten und ihrem Harmonium. In der Einsamkeit dort lebte sie Geselligkeit, trotz ihres Misstrauens Menschen gegenüber. Ihr Geld vertraute sie keiner Bank an, sondern steckte es zu Hause in Büchsen und sagte das auch jedem. Eines Tages beherbergte sie zum Beispiel eine Sekte, die auf den Weltuntergang wartete, und rettete mit einer geheimnisvollen Tinktur die Sektenmitglieder vor dem Tod, als diese sich mit verdorbener Ziegen-

milch vergifteten. Wie durch ein Wunder entging Paula Roth auch einem Felssturz direkt bei der «Bellaluna». Später sagt man, sie habe mit ihrer geistigen Kraft das Unheil selbst abgewendet. Sie haben sich während Ihrer Recherchen intensiv mit Paula Roth auseinander gesetzt. Was zeichnete diese Frau besonders aus? Sie vertrat ihre eigene Meinung stets offen und direkt. Als ehrliche und mutige Frau glaubte Paula Roth immer an ihren Weg – trotz aller Widrigkeiten in ihrem Leben wie etwa die häufigen Umzüge in ihrer Kindheit und die Aufenthalte in der psychiatrischen Klinik. Worauf haben Sie bei der Verfilmung speziell geachtet? Meine oberste Prämisse war von Anfang an, dem Mensch Paula Roth gerecht zu werden. Zur Biografie von Lucette Achermann und zu Paula Roths Gästebüchern habe ich die Jugendjahre und ihre Zeit im Appenzeller Vorderland erschliessen und mit Zeitzeugen aus dem nahen Umfeld reden wollen. So

kommen im Film nebst anderen Personen ihr ExMann und ihre Tochter zu Wort sowie der Gemeindepräsident und der Posthalter von Filisur. Hat es auch ablehnende Stimmen gegeben? Ja. Einige Leute haben aus Angst nichts sagen wollen. Paula Roth sei eine Hexe gewesen, meinten sie. Und war sie eine Hexe? Ich habe nicht den Eindruck. Einer alten Überlieferung zufolge haben früher vor der «Bellaluna» nachts um ein Uhr die Hexen getanzt, was romanisch «Bal al’üna» heisst. Der Film beginnt im Vorspann mit fiktionalen Aufnahmen dieses Hexentanzes, die immer wieder im Doku-Drama vorkommen. Erstmals vermischen Sie in einem Film Dokumentar- und Spielfilmszenen gleichwertig miteinander. Als weiteres Novum informieren die Protagonisten im BBC-Stil zum Teil direkt aus der Handlung heraus. Was bewirken diese mutigen Neuerungen? Einerseits behält der Film seine Spannung die ganze Spieldauer hindurch. Anderseits werden die

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Sie haben den Film an Originalschauplätzen gedreht und landschaftlich eindrückliche Stimmungen eingefangen. Welche Aufnahme gefällt Ihnen am besten? Diejenige, in der der Traktor mit Anhänger auf einer einsamen Nebenstrasse durch den morgendlichen Nebel fährt. Diese Szene steht für Paula Roths vierzig Umzüge bis zu ihrem fünfzigsten Lebensjahr und symbolisiert die stets ungewisse Zukunft. Beim Dreh dieser Szene war ich stur. Ich wollte sie unbedingt bei diesem Wetter aufnehmen, obwohl der Kameramann seine Bedenken anmeldete. Die starken Bilder und der direkte Schnitt werden musikalisch von Flurin Caviezel begleitet. Seine fröhlichen Lieder fallen auf. Wieso diese Musikwahl? Sie setzt einen schönen Kontrapunkt zu der manchmal trüben Lebensgeschichte von Paula Roth. Flurin Caviezel hat alte Schlager aus der Musikbox der «Bellaluna» eigenwillig arrangiert, teilweise mit von Saxophon und Handorgel. Der Film ist fertig produziert. Wie hat sich Ihr Bild von Paula Roth verändert? Gar nicht. Ich habe zuvor gewusst, dass sie ein Original ist. Mehr nicht. Bei der Recherche hat sich mein Bild von dieser Frau bestätigt. Das ist ein Glücksfall. Ich habe für Paula Roth und ihre Handlungen Verständnis bekommen.

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Wieso fällt das Gericht dieses fragwürdige Urteil? Man weiss es nicht. Mich persönlich stimmt dieses Urteil nachdenklich. Es bewegt mich sehr, wie machtlos viele Leute dem gegenüber stehen. Paula Roth hat immer versucht, das Beste daraus zu machen.

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Zuschauer sozusagen in das Geschehen reingeholt und sind aktiv mit dabei. Dadurch wird die Haupt figur Paula Roth besonders nahbar. Die neue Filmform habe ich bewusst gewählt, da sie Gegensätze nebeneinander stehen lässt. Ich erachte die Zuschauer als mündig; sie sollen sich selbst ein Bild machen und interpretieren. Zum Beispiel in der Szene der Kinderzuteilung, als sich Paula Roth von ihrem Mann scheiden lässt. Ein Gerichtsgutachter kommt zum Schluss, dass diese Frau nicht fähig sei, ihre Kinder zu erziehen. Sie seien dreckig und schlecht gekleidet. Nachbarn und die Ortsgemeinde hingegen bestätigen schriftlich, dass Paula Roth dazu in der Lage sei. Sie war auch Schneiderin und es existieren Bilder, welche die Kinder in Sonntagshosen zeigen. Das Gericht spricht die Kinder dennoch dem Mann zu.

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von David Wegmüller

Die «GenerAtion DreissiG». In keinem Alter wird soviel Selbstreflexion betrieben wie an der Schwelle zu dreissig. Die plötzliche Bereitschaft, über gewisse seltsame Aspekte des Lebens (zum Beispiel die eigene Fortpflanzung) nachzudenken, führt zu einem Bedürfnis nach Analyse und Kommunikation. Diese gesteigerte geistige Aktivität der «Generation Dreissig» hat vor kurzem auch die Schweizer Filmszene befruchtet. Gleich drei Produktionen mit einschlägigem Inhalt stehen in der Deutschschweiz vor dem Kinostart. Eine davon, «Tag am Meer» von Moritz Gerber (Jahrgang 1977), hat mich ziemlich mitgenommen. Nicht, dass es ein besonders spektakulärer Film wäre. Aber zum ersten Mal habe ich mein eigenes Alter als Zustand wahrgenommen. Eine völlig neue Erfahrung. Der Film handelt vom DJ und Schwerenöter Dave (Dominique Jann), der von seiner Freundin Sarah (Doris Schefer) dazu gedrängt wird, endlich eine gemeinsame Wohnung zu beziehen. Gerade als die pragmatischen Ratschläge seines Mitbewohners Matthias (Manuel Löwensberg) zu greifen scheinen («für gewisse Dinge ist man nie bereit im Leben, die muss man einfach tun»), lernt er die junge Französin Alice (Patricia Mollet-Mercier) kennen. Die reist grad durch Europa und hat sich für ein paar Nächte im leer stehenden Penthouse ihres Vaters eingenistet. Dorthin zeukelt sie nun Dave. Und dort muss er sich auch entscheiden: Durchbrennen mit der Jungen oder schaffe schaffe Häusle baue. Wo die Geschichte von «Tag am Meer» – über weite Strecken ein wirklich gelungenes Spielfilmdebüt – in den letzten zwanzig Minuten durch dramaturgische Haken verbogen wird, bleibt Vincent Pluss (1969) in «Du bruit dans la tête» konsequenter. Bis zum Ende zeigt der Genfer Regisseur die neuen Verbindlichkeiten des Erwachsenenlebens als bedrückendes Gefühl. Die Geschichten indes gleichen sich – unter umgekehrten Vorzeichen. Laura (Céline Bolomey) hat gerade ihr Auslandstudium beendet und versucht nun, selbständig ins Leben zu finden. Die Beziehung zu ihrem Ex-Freund ist erkaltet, und in der ersten eigenen Wohnung fällt ihr das Dach auf den Kopf. Also gewährt sie dem jungen Zeitungsverkäufer Simon (Gabriel Bonnefoy) Asyl. In einer Mischung aus Mutterinstinkt und Wunsch nach Zuneigung nähert sie sich dem zwanzig jährigen Kiffund Siffkopf. Gleichzeitig führen sie ihre Selbstgespräche aber zu einer zunehmenden Verstörtheit. Zuletzt «Sunny Hill» des Baslers Luzius Rüedi (1973). Er schickt nach dem «Robinson»-Prinzip eine Gruppe junger Erwachsener in eine Berghütte. Bald stellt sich heraus, dass es sich bei den Wandervögeln um eine Zweckgemeinschaft handelt, die sich im Suizidforum kennengelernt hat; nun will man gemeinsam von einer Klippe springen. Dass dies für eine Filmlänge von achtzig Minuten ein etwas dünner Plot ist, wird bald klar. Und so erwischt man sich auch bald schon beim Rätseln, wer wohl bei wem als erstes in den Schlafsack kriechen wird. Als es dann soweit kommt, ist man wenig überrascht – und über die Konsequenzen doch erstaunt. Offenbar mangelt es der «Generation Dreissig» nicht an psychischer, sondern physischer Hygiene. Sie scheint der Schlüssel zum zentralen Bewusstsein ihrer Lebensphase: der Erkenntnis der eigenen Lächerlichkeit.

Hätten Sie Paula Roth gerne schon zu Lebzeiten kennen gelernt? Ja! Wir hätten Wein in der «Bellaluna» getrunken und uns gut unterhalten.

Bild: pd

«Bal a’lüna» kommt Anfang Februar in die Bündner und im März in die übrigen Deutschschweizer Kinos.

Still aus «Du bruit dans la tête» von Vincent Pluss.

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Bild: pd

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Futuristisches WattWil «Metropolis» von Traugott Stauss, 1924.

Der Toggenburger Traugott Stauss war Design-Pionier und Künstler. Im Stück «Herr Stauss malt an einem Bild» von Rea Brändle tritt er nicht als Person auf, sondern als Metapher für Umbruch und Wagnisse. von Richard Butz Das theaternetz toggenburg hat für seine erste eigenproduktion einen auftrag an die in Zürich lebende rea Brändle vergeben, die im tal aufgewachsen und mit ihm immer noch verbunden ist. Sie hat sich verschiedentlich publizistisch mit dem toggenburg befasst, so auch in ihrem Buch über den Sonderling Seluner. Ihr Stück «herr Stauss malt an einem Bild» wird im Chössi-theater Lichtensteig uraufgeführt.

Auf der Suche nach «Metropolis» Im Gespräch mit der autorin ist zu erfahren, dass der vielseitige toggenburger Design-Pionier und Künstler traugott Stauss (1898–1952) eher der Vorwand, denn eigentliches thema des Stücks ist. Steigen wir ein und blicken auf die Bühne: Im hintergrund ist eine Vergrösserung der «Metropolis», gezeichnet 1924 von traugott Stauss, zu sehen. Sie stellt ein futuristisches Wattwil, mit den Churfirsten im hintergrund, dar. Der raum wirkt provisorisch, scheint eine art mit erinnerungen und Materialien vollgestopftes Zwischenlager zu sein, möglicherweise eine Brockenstube oder ein archiv. Was genau, bleibt offen. Da ist ein hinterraum, der vor, hinter oder neben der Bühne sein kann und über den wenig zu erfahren ist. Im Vorderraum treffen aufeinander: eine Frau mittleren alters – sie scheint das Depot, oder archiv oder die Brockenstube zu verwalten – und ein um einiges jüngerer Mann, der auf der Suche

nach der «Metropolis» von Stauss ist. Jedenfalls interessieren ihn Visionen, er blättert in Büchern, so in der Publikation «Von Wagnissen». Dabei stösst er auf toggenburger Namen wie den naiven Künstler ernst Kummer aus Wattwil, dessen Werk noch zu Lebzeiten von angehörigen entsorgt wurde, oder auf den »Sonnenstadt»-Utopisten Jakob Vetsch. Und auch auf traugott Stauss. ... und unser Haus ist auch drauf Stauss selber kommt im Stück nicht als handelnde Figur vor. er ist eine Metapher, denn der autorin geht es um Veränderungen, Umbruch, Identität, Visionen, entvölkerung – alles auch toggenburger themen. am Beispiel von textilien – Nastücher waren einst eine toggenburger Spezialität – lassen sich Geschichten erzählen, von der Industrialisierung des tals und vom fast gänzlichen Verschwinden der textilindustrie. als 1924 das Volkshaus in Wattwil,

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39 ein Geschenk der einst weltweit bekannten Textilfirma Heberlein, eröffnet wurde, machte das halbe Dorf bei einem Festspiel mit. Auch Traugott Stauss war theaterbegeistert, hat Festspiele und Kasperlitheater geschrieben. Später in Brändles Stück tauchen Laien auf, rezitieren Texte von Stauss, reden über ihn, über seine Möbel, moderne Kunst, Mut und Wagniss und Veränderungen im Tal. Dazu gehört das Pendeln, die Frage des Weggehens oder des Bleibens. Gegen Ende des Stücks wird deutlicher, was der Mann sucht. Er bezeichnet sich als Berater, in einem kleinen Büro arbeitend, und ist überzeugt, dass man Visionen nicht erzwingen könne, man zuerst schauen müsse, was da sei. Seine Absicht ist es, eine Powerpoint-Präsentation der «Metropolis» herzustellen. Auch die Idee einer «Staussiade» wird diskutiert, aber nicht in St.Gallen wie die gleichnamige Ausstellung von 1996 im Historischen Museum, sondern im Toggenburg, vielleicht freakig, vielleicht in einer der leeren Fabrikhallen, wie sie sich im Tal zahlreich finden lassen. Möglicherweise wird der Titel der Staussiade «Herr Stauss malt an einem Bild, und unser Haus ist auch drauf» heissen. Rea Brändle betrachtet die im Stück behandelte Thematik nicht bloss für das Toggenburg zutreffend. Es greift in seiner Vielschichtigkeit gesellschaftliche Fragen auf, die vielerorts in der sich zersiedelnden und verändernden Schweiz zu beobachten sind. Chössi-Theater Lichtensteig. Donnerstag 19. Februar (Premiere), Freitag 20. Februar, Samstag 21. Februar und Freitag 27. Februar, jeweils 20.15 Uhr.

Traugott Stauss (1898–1952) Nach dem Besuch der Zürcher Kunstgewerbeschule und einem Auslandsaufenthalt in Berlin und Leipzig kehrt der in Oberhelfenschwil geborene Traugott Stauss im Jahr 1922 ins toggenburgische Lichtensteig zurück. Hier wirkt er als Grafiker, Künstler (Linolschnitte und Malerei), Bühnenbildner, Textil-, Schmuck-, Raum- und Möbelgestalter. Für Bauten des Toggenburger Architekten Fritz Engler entwirft er Farbkonzepte, so 1928 für das Café Huber in Lichtensteig und 1929/30 für das Lichtspieltheater Eos in Wattwil, beide sind nicht erhalten. Die von Stauss entworfenen Möbel sind von klarer Form, gemäss dem Prinzip «Vom Element zur Kombination». So wird ein Nähtisch durch Schubladen, Fächer, Vertiefungen und Ablageflächen zu einer Werkbank, zurückverwandelt gleicht er einem braven Stubenmöbel. 1931 eröffnet Traugott Stauss die Verkaufsstelle «Raumkunst Lichtensteig», die er nach einem Jahr wieder schliessen muss. Seine Modernität ist zu wenig gefragt. Stauss muss sich anpassen, aber als Pionier der Moderne hat er in der Ostschweiz eine wichtige Spur hinterlassen. (rb)

theaterland Auf schnitzelJAgd. Zwei Ekelpakete gemeinsam auf Reisen im tiefsten Thurgau, von Gasthof zu Gasthof, von Schnitzel zu Schnitzel. Die beiden sind Gastroprüfer. Der eine – prollig und derb – blöfft beim Jassen, der andere – versnobt und besserwisserisch – gibt an mit seinem Wissen über Buckelwale und Indien. Sie sind derart unsympathisch, dass sich einem Witz und Tragik des Stücks erst nach einer Weile erschliessen. Hinter allem lauert die Einsamkeit. «Indien» heisst das Erfolgsstück der österreichischen Kabarettisten Josef Hader und Alfred Dorfer. Im Eisenwerk Frauenfeld wird das «Meisterwerk des komischen Schreckens» von der Compagnie Hertzblut aufgeführt. Der Schauspieler Uwe Schuran hat die ur-wienerische Originalfassung auf Schwäbisch und Winterthurerisch umgeschrieben. Der Dialektunterschied der Schnitzeltester lässt die gegenseitige Abneigung noch deutlicher werden. Doch als sich unerwartet der Tod heranschleicht, entsteht so etwas wie Freundschaft. (nol)

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Eisenwerk Frauenfeld. Freitag, 6. Februar, 20 Uhr. Mehr Infos: www.eisenwerk.ch

Jeder ist ein terrorist. Das Stadttheater Konstanz setzt seine Russlandreihe fort und inszeniert das Stück «Terrorismus» der Brüder Presnjakow aus Jekaterinenburg. In sechs zunächst voneinander unabhängig erscheinenden Szenen befassen sie sich nicht mit dem politischen sondern mit dem ganz alltäglichen Terror: Mobbing im Grossraumbüro, Rache am Ehebruch in der Eigentumswohnung, Gespräche in der Garderobe einer Zivilschutzanlage. Am Schluss fügt sich alles zu einem grossen Ganzen. Jeder ist ein Terrorist. Das sagen uns die Brüder Presnjakow, in dieser tiefschwarzen Komödie. Auch die netten Omas auf dem Spielplatz, die einen Plan aushecken, den unliebsamen (Schwieger-)Sohn aus dem Weg zu räumen, während der Enkel mit der Plastikpistole auf seine Grossmütter ballert. (nol) Stadttheater Konstanz. Freitag, 6. Februar, 20 Uhr (Premiere). Weitere Aufführungen siehe Veranstaltungskalender. Mehr Infos: www.theaterkonstanz.de

legAlize it. Trent kifft. Vier Joints pro Tag, manchmal auch mehr, und eigentlich war alles gar kein Problem, bis an einer Party mit seinen Kumpels und deren Kumpels die Polizei einfährt und Trent verhaftet. Ja klar Trent hat auch hie und da Gras verkauft, aber nur an gute Freunde, nicht um Profit zu machen. Verraten hat ihn ausgerechnet sein Vater. Das Jugendstück «Big Deal», das vom Theater Bilitz als Schweizer Erstaufführung inszeniert wird, spielt sich im Büro einer jungen Drogenberaterin ab, die zwischen dem Teenager und seinem Vater zu vermitteln versucht. «‹Big Deal› ist weder ein Themen- noch ein Problemstück. Niemand soll hier verändert oder belehrt werden», sagt der kanadische Autor David S. Craig. «Das Drogenproblem dient lediglich als Folie vor der sich das Ganze abspielt.» Es geht um persönliche und politische Weltanschauungen. Auf der einen Seite der besorgte, überdrehte Vater, der glaubt, sein Sohn starte eine grosse Drogenkarriere, auf der anderen der Teenager, der die ganze Aufregung nicht versteht. Sind doch bloss ein paar Joints. No big deal. (nol) Theaterhaus Thurgau Weinfelden. Freitag, 27. Februar (Premiere), Samstag, 28. Februar, jeweils 20.15 Uhr. Ab 13 Jahren. Mehr Infos: www.bilitz.ch

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40 Kultur musik

Introvertierte Rocker: Crystel Stilts.

Mit deM Kopf durch die Gitarrenwand Die Crystal Stilts aus Brooklyn sind die Speerspitze eines neues Musiktrends: reduziert und an Wave sowie Punk orientiert. Sie spielen zusammen mit den skandalumwitterten Selfish Cunt im Palace. von Rafaël Zeier

schnell gehts in der musikwelt. Noch bevor ein Trend seinen Höhepunkt erreicht hat, folgt bereits der nächste, wie Wellen, die sich auf den strand werfen. Der indie-sound mit Elektro- und AchtzigerJahre-Einflüssen hat noch nicht mal seinen Zenith erreicht, da schwillt in Brooklyn bereits die nächste Trendwelle an. Wie auf die These die Antithese, folgen nun auf die immer poppigeren und opulenteren Bands aufs Nötigste reduzierte und minimalistische, die dabei ein spektrum von (New) Wave, (Post) Punk bis zu Velvet underground abdecken. Allen voran die Vivian Girls, dicht gefolgt von den Crystal stilts, die klingen, als würden sie den Faden dort aufnehmen, wo ihn interpol spätestens nach ihrem Debütalbum zwar nicht verloren, aber doch für

einen anderen liegengelassen hatten – nur kompromissloser, roher und mit mehr Hall-Effekt. kein Wunder, dass sich bei den lethargisch dahinschmierenden Gitarren und dem verzweifelten Gesang von Brad Hargett Vergleiche mit Joy Division anbieten. Bassist Andy Adler hat kürzlich in einem interview aber ausdrücklich New Order den Vorzug gegeben. Ein weiterer unüberhörbarer Einfluss sind unbestritten The Velvet underground. mit der Band um Lou Reed und John Cale verbindet die Crystal stilts nebst dem ähnlich minimalistischen Ansatz nicht zuletzt auch ihre schlagzeugerin Frankie Rose, die an den konzerten vorzugsweise hinter ihrem instrument steht und damit für ähnliches Aufsehen sorgt, wie damals die legendäre moe Tucker

bei den grossen Vorbildern. keinen Hehl machen die Crystal stilts auch aus ihrer Bewunderung für die Produzentenlegende Phil spector, der in den sechziger Jahren mit der sogenannten «Wall of sound» nicht nur zu einem der erfolgreichsten, sondern auch bis in die Neuzeit einflussreichsten Produzenten wurde, auch wenn er in den letzten Jahren mehr wegen eines obskuren mordprozesses für schlagzeilen sorgte. Zerstörung und Publikumsbeschimpfung Der vermutlich wichtigste Fixstern am musikalischen Firmament der Crystal stilts sind aber Jesus And The mary Chain. Die mitbegründer des shoegazings, jener musikrichtung also, die ihren Namen davon

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Klatschpresse-kompatible Vorband Genau diese zwei Seiten von Jesus And The Mary Chain werden an diesem Palace-Konzertabend zu finden sein. Auf der einen Seite die live eher passiven und musikfixierten Crystal Stilts und auf der anderen Seite die bis zum Exzess aufgedrehten, skandalumwitterten, aber auch etwas kalkulierten Selfish Cunts. Deren Sänger Martin Tomlinson haftet der Ruf an, einer der besten oder wenigstens auffälligsten Frontmänner der letzten Jahre zu sein. Er wirkt auf der Bühne, begleitet von harten Gitarren und seiner agressiven Art, seinem ins Schreien kippenden Gesang und seinen von Kajal und Wimperntusche geränderten Augen ähnlich unberechenbar und bedrohlich wie ein Alan Vega (Suicide), Johnny Rotten (Sex Pistols) oder Iggy Pop. Oder um diesen Vergleich auf Palace-Niveau herunterzubrechen: Wenn jemand den auf der Bar spielenden und vom Balkon springenden Monotonix aus dem Vorjahr auf absehbare Zeit den Rang als gefährlichstes Konzert ablaufen könnte, dann sind es Selfish Cunt oder vor allem ihr unberechenbarer Sänger. Dass hinter all dieser Unberechenbarkeit aber auch ein Fünkchen Kalkül stecken könnte, deuten allerdings Klatschpresse-kompatible Aktionen wie das Zerstören der Instrumente von Snow Patrol oder das Bewer fen von Pete Doherty mit Pferdemist an. Die Sex Pistols lassen grüssen – nicht nur musikalisch. Es wird sich zeigen, ob all die Rückbezüge und Déjà-vus mehr sind als blosse Masche. Wenn die zwei jungen Bands die Altmeister ehrenhaft wiedergeben, kann man schon sehr zufrieden sein. Umso besser, wenn sie dem Ganzen noch eine eigene Note verleihen. Palace St.Gallen. Freitag, 6. Februar, 22 Uhr. Mehr Infos: www.palace.sg

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forward

Bilder: pd

ableitet, dass Bands während Konzerten der Bedienung ihrer unzähligen Effektpedale mehr Aufmerksamkeit schenken als dem Publikum, was dann so aussieht, als würden sie pausenlos auf die Schuhe starren. Die Schotten von Jesus And The Mary Chain verbanden bereits Mitte der achtziger Jahre spectorsche Gitarrenwände mit eingängigen Melodien, Noise und Surf-Rock so beeindruckend, dass heute nebst den Crystal Stilts auch Bands wie Black Rebel Motorcycle Club oder Raveonettes davon zehren. Aber nicht nur dank diesen musikalischen Errungenschaften haben sie sich einen Eintrag im Musikgeschichtsbuch verdient, Jesus And The Mary Chain waren auch berüchtigt für ihre Auftritte, bei denen sie weit über das übliche Shoegazing-Klischee hinausschossen und dem Publikum an ihren nicht selten gerade mal fünfzehn Minuten dauernden Konzerten konsequent den Rücken zukehrten und auch vor Zerstörungsorgien und Publikumsbeschimpfungen nicht zurückschreckten. Unterstützt wurden sie dabei massgeblich von ihrem Manager Alan McGee, der sein Talent für die Kombination von Skandal und Erfolg später mit Bands wie Oasis oder den Libertines noch erfolgreicher unter Beweis stellte.

Tausend samples.

eine sTimmgewalTige.

Wenn im Februar die Sturmglocke im Hafen von Rorschach bimmelt und die Bojen pink blinken, dann kann es dafür fast nur einen Grund geben: Max Tundra bringt in den Gewölben des Mariabergs die Stimmung zum Dampfen, und ja, es wird getanzt. Er ist der Nerd unter den britischen Elektromusikern und seit zehn Jahren im Geschäft. Seine Musik klingt sehr bunt und retrospektiv. So tönt der Song «Orphaned» vom aktuellen Album «Parallax Error Beheads You» als ob über fünfzig verschiedene TV-Jingles und Werbefilme der achtziger Jahre zusammengeschnippelt worden wären. Alles begann auf einem «Amiga 500» als Ben Jacobs aka Max Tundra noch ein kleiner Junge war. So auch die Musik: kindlich, verspielt, mit frechen Basslinien und nervösen Beats. Im Jahr 2000 kommt sein Debütalbum «Some Best Friend You Turned Out to Be» bei Domino Records heraus. Mit Erfolg. Zwei Jahre später setzt er auf «Mastered By Guy At The Exchange» zum ersten Mal Gesang ein. In eine Schublade passen weder er noch seine Musik. Mal klingt sie nach Achtziger-Elektrofunk à la Herbie Hancock oder dann nach einer ZapOrgie quer durchs britische Fernsehen. So wurden in «Song For Alan R. Splet» laut «Pitchfork» bis zu tausend Samples in eine Minute eingedampft. Max Tundra ist ein Allrounder, der als Remixer oder Radiomacher auf vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzt. Apropos: «You will need your experimental dancing shoes!», wie der Veranstalter sagt. Fragt sich nur, wer im Konzertpublikum solche Schuhe anziehen wird, geschweige denn welche hat. Milos Mihajlovic

Als das Duo Dresden Dolls vor gut vier Jahren ihr Debut «Coin-operated Boy» veröffentlichten, ging ein erstaunter Aufschrei durch die WG-Zimmer der Nachzwanzigjährigen. Zumindest derer, die mit Postpost-Punk aufgewachsen sind und sich zum Indie, allenfalls Folk emanzipiert hatten. Theatrale, leicht morbide Musik schwappte aus den Lautsprechern. Amanda Palmers eindringliche Stimme und Klavierspiel prägten den Sound, der so viele verzückte. Nach zwei Alben hat sich Palmer vom Duo und ihrem Schlagzeuger Brian Viglione weg weiter Richtung orchestrale Virtuosität und Pomp bewegt. Ihr Soloalbum wollte sie innerhalb zweier Wochen in ihrem Schlafzimmer aufnehmen. Die Legende besagt, dass just in diesem Moment Ben Folds angerufen und sich als Produzent angeboten habe. Der also, der den pompösen Klavierpop perfektionierte, ohne dass man an Elton John denken muss. Auch auf auf dem Konzeptalbum «Who Killed Amanda Palmer» stehen Stimme und Piano breitbeinig im Vordergrund. Der Titel des Albums lehnt an die in David Lynchs «Twin Peaks» verfolgte Frage «Who killed Laura Palmer?» an. Die Melancholie der Songs jagt einem im einen Moment Hühnerhaut über den Rücken. Im nächsten kann aber wieder alles viel zuviel sein und man ist satt und möchte nur noch abschalten. Live dürfte Palmer stark und äusserst kraftvoll sein. Also: hingehen. Auch, weil es beim Dresden-Dolls Konzert vor drei Jahren nur an die 200 Zuhörerinnen und Zuhörer gehabt habe und diese Frau viel mehr verdient hat. (js)

Mariaberg Rorschach. Freitag, 20. Februar, 22 Uhr. Mehr Infos: www.maberg.ch

Gaswerk Winterthur. Sonntag, 8. Februar, 20.15 Uhr. Mehr Infos: www.gaswerk.ch


Siebers presswerk 43 PlATTe DeS MonATS

newCoMer DeS MonATS

InDIe-MäDCHen DeS MonATS

AnimAl ColleCtive.

GlAsveGAs.

AlelA DiAne.

Beim Zwiebel häuten und schneiden einmal nicht an Günter Grass denken. Und auch nicht an die Tränen danach. Sondern zum Beispiel an eine Popmelodie unter Dutzenden von Schichten. Die wir langsam, sehr langsam von diesen Schalen befreien wollen. Geduldig, hör-geduldig. Auf den ersten Platten des tierischen Kollektivs aus New York waren bloss Schichten vorhanden. Die Melodien lösten sich zwischen abstrakten Lärmexplosionen und schwelgerischem Dröhnen beinahe in Luft auf. Spätestens seit «Feels» (2005) aber, oder sagen wir seit «Strawberry Jam» (2007), haben die Jungs auf eine kalkulierte Präzision ihrer musikalischen Visionen umgesattelt. Und versuchen, «richtige» Songs zu schreiben. Auf ihrem in diesem blutjungen Jahr erschienenen neunten Album finden sich sogar atemberaubend entschlackte Melodien. Nur eben hinter Zwiebelschichten versteckt. Eine weitere Eigenart der Band ist eine ausgefeilte Wiederholungstechnik («Guys Eyes» und «Taste» hören!), wie sie etwa Thomas Bernhard in den achtziger Jahren zu Weltliteratur verdichtete. Wirkt immer gegen das Vergessen von Essentiellem. Philosophisch betrachtet ist Animal Collective eine Band für alle Linken und subversiv Denkenden. Eine Band für alle das Aussergewöhnliche/Verrückte Liebenden, die sich letztlich nach der Welt des geordneten Chaos sehnen, in dem alles seine Kausalität hat. Und genau diese Ursächlichkeit im Werk der Amerikaner zu finden, ist die grosse Kunst, die sie bei ihren Zuhörerinnen und Zuhörern voraussetzen. «Merriweather Post Pavilion» (Musikvertrieb) verweigert sich den Uneingeweihten schon mal im herrlichen Titel (so heisst eine Konzertarena in Baltimore) und der suggestiven Covergestaltung. Da muss mehr dahinter stecken, fragt man sich unwillkürlich. Hier klingen doch subtil Afro- und Beach-Boys-Verschnitte durch die rauhen Zwiebelschalen? Oder zwei der Lieblingsbands des Kollektivs, die Pink Floyd und Grateful Dead heissen? Richtig! Die New Yorker gehören ja auch zu jenen Romantikern, die einen letzten Feuerrauch der Hippie-Kultur ins 21. Jahrhundert retten. In diesem Sinne ist «Merriweather» das erste «Sgt. Pepper’s» (mindestens) dieses Jahres. Hinter Dutzenden von Zwiebelschalen versteckt. PS: Siebers Lieblingssong: «Bluish».

Schon der Opener «Flowers And Football Tops» (auch «You Are My Sunshine» betitelt) legt die Messlatte hoch. Da sind Himmelsstürmer am Werk, die bald die Charts knacken möchten. Wie immer, wenn es um Neuentdeckungen geht, war das britische Musik- und Hypemagazin NME unter den ersten Gratulanten und verlieh Glasvegas im Februar 2008 einen der begehrten Newcomer-Awards. So viele Vorschusslorbeeren liessen das Debüt der vier Schotten auf viele Bestenlisten des vergangenen Jahres klettern. Bei uns ist «Glasvegas» (Sony/BMG) erst Ende Januar erschienen. So überrissen es ist, Glasvegas als «beste Band seit The Jesus And Mary Chain» (Musik-Mogul Alan McGee) zu bezeichnen, so falsch wäre es, diese junge Band einfach zu übergehen. Denn im vermeintlich aufgeblasenen Pathos dieser britpoppigen Hymnen liegen viele musikalische Qualitäten vergraben, von denen andere Neustarter nur träumen können. Phil Spectors legendärer «Wall of Sound» durchtränkt die zehn Songs garantiert mehr als die metallischen Gitarren à la Jesus And The Mary Chain, und das Schwelgen wiederum liegt Glasvegas mehr als ein psychotischer Zerrsound. Rab Allan an der Gitarre, Paul Donoghue am Bass und Drummerin Caroline McKay unterfüttern die klagende Stimme von James Allan mit einem Teppich aus flirrenden Gitarren, hallenden Tamburinklängen und einem ordentlich lauten, präzisen Schlagzeugspiel. So kommt am Ende alles ein bisschen zu dick aufgetragen daher und lässt auch Skepsis aufkommen: Hat sich die ambitiöse Band nicht etwas verausgabt mit diesem Erstling? Und was folgt nach den Schneelawinen dieser Monstersongs? Für die Glasgower wird es ziemlich schwer werden, ohne Absturzgefahr an dieses atmosphärisch dichte Album anzuknüpfen. Erinnert sei da nur an Coldplay, die ihr Debüt «Parachutes» aus dem Jahr 2000 nie mehr toppen konnten.

Liedermacherinnen kommen im Wald zur Welt. In einer einsamen Hütte. Unter ihrem Bett verstecken sie einen Koffer, falls sie mal wieder auf Tournee gehen sollten. Des Weiteren gehört ein bescheidener Schreibtisch zu ihrem Besitz. Darauf stehen das Tintenfass, die Feder und ein paar weisse Blätter. Telefon brauchen sie keines. Das Handy wurde in einem Wutanfall entsorgt. Wenn die Feen von der Muse geküsst werden, hetzen sie in ihr Stübchen, wo ein altes Aufnahmegerät verstaubt in der Ecke vor sich hindöst. Dann ist der Bann jeweils für ein paar göttliche Stunden gebrochen. So etwa stelle ich mir das abenteuerliche, jedoch unspektakuläre Leben der Kalifornierin Alela Diane vor. Nicht dass dieses Zauberwesen keine leiblichen Eltern hätte. Das DebütAlbum «The Pirate’s Gospel» von 2007 widmete die Künstlerin ihrer Mutter. Die Produktion übernahm der Vater. Doch ein paar begeisterte Rezensionen reichten damals nicht aus, um aus dem GeheimtippSchatten herauszutreten. Nun will sich Alela Diane nicht mehr länger hinter ihren Freundinnen wie Joanna Newsom verstecken und hat mit ihrem Zweitling «To Be Still» (Irascible) ein bergbachklares Kleinod geschaffen. Ihre Musik atmet ausser der heissen kalifornischen Wüstenluft die klassischen uramerikanischen Musikstile: Folk, Gospel und Soul. Irgendwo im Hintergrund erklingen ein Klavier, eine Slidegitarre oder eine Mandoline, natürlich von der selbstbewussten Frau mit den zwei langen Zöpfen selbst eingespielt. Und ganz vorne geistert Alelas Stimme durch den Winternebel. So viel musikalische Kargheit ist ja seit längerer Zeit schwer in Mode, und die amerikanische Folk-Szene wird auch 2009 weiterleben. Doch die 26-jährige Geschichtenerzählerin läuft nicht einfach kopflos einem Trend nach. Dafür ist ihr äusserst eigenwilliges Opus «To Be Still» Beweis genug. (Erscheint am 20. Februar.)

René Sieber, Autor und Pop-Aficionado.

sAITeN 02/09

siebers FebruAr-PoDestli: {1} {2} {3} {4} {5} {6} {7} {8} {9}

Joni Mitchell Hejira (1976) Thelonious Monk Genius Of Modern Music, Vol. 1 (1947) Anthony And The Johnsons I Am A Bird Now (2005) Animal Collective Merriweather Post Pavilion Glasvegas Glasvegas Scott Matthew Scott Matthew (2008) Alela Diane To Be Still Peter Broderick Home (2008) Jennifer Hudson Jennifer Hudson (2008)


44 rundflug

schaffhausen

OstintegratiOn von Florian Keller aus Schaffhausen Gerade dieser Tage, vor dem Hintergrund der Volksabstimmung über die Weiterführung der Personenfreizügigkeit mit der EU, wird viel und gerne über die historischen Errungenschaften der europäischen Integration oder aber, weniger wohlwollend, über die damit einhergehenden Demokratie-Defizite debattiert. Gleichzeitig hat sich, ganz still und heimlich, im Schatten der eu ropäischen Integration sozusagen, die Ostschweizer Integration vollzogen. Und ja, ich glaube, man muss an dieser Stelle festhalten: Schaffhausen gehört jetzt zur Ostschweiz! Das wird den Schaffhausern auf den ersten Blick natürlich gar nicht gefallen, haben sie bis jetzt doch insgeheim gedacht, sie könnten die Bezeichnung Nordschweiz in Anspruch nehmen und zwischen Ost- und Westschweiz switchen, wie es ihnen gerade gefällt. Sowohl politisch als auch gesellschaftlich scheint die Integration Schaffhausens in die Ostschweiz aber seit längerem in vollem Gange. Dass Schaffhausen jetzt Aufnahme in diese Saiten-Rubrik gefunden hat, gibt dem Ganzen einfach noch den offiziellen Anstrich. Die Ostintegration erstreckt sich nicht mehr nur auf die plausiblen Bereiche, wie die Vermarktung von Tourismusangeboten à la Ostschweizer Wein-Route (Schaffhausen – St.Gallen) oder auf eine Ostschweizer Stellenbörse, sondern hat auch bereits handfeste politische Formen angenommen. So darf zum Beispiel die Schaffhauser Regierungsrätin die Ostschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz EDK Ost präsidieren. Ausserdem scheint es vor allem auf dem Gebiet der öffentlichen Sicherheit, ganz nach dem europäischen Vorbild, Wille zur Zusammenarbeit zu geben. Schon seit einiger Zeit besteht das

Gehört nun auch zur Ostschweiz: der Rheinfall. Bild: pd

Ostschweizer Strafvollzugskonkordat, und die Ostschweizer Polizeischule in Amriswil brevetiert seit zwei Jahren jeden Sommer gegen hundert nigelnagelneue Polizisten. Auch auf der privaten Ebene frönen die neuen Regionalgenossen bereits auf ungezwungene Art und Weise der Freundschaft. Stellvertretend sei hier auf die Austragung des 31. Ostschweizer Jungschützen-Gruppenmeisterschaftsfinals in Schaffhausen hingewiesen: «Auf dem idyllisch gelegenen Schiessplatz konnte der Kant. Jungschützenchef Willi Flammer einen tadellos organisierten Schiessbetrieb feststellen … Im Einzelwettkampf lag für den Sieger je Kategorie und Region ein von der Militärdirektion gespendetes Buch bereit.» Es darf also zuversichtlich in die Zukunft geschaut werden. Um der Schaffhauser Ostintegration weiteren Vorschub zu leisten, werde ich künftig an dieser Stelle pflichtbewusst die eine oder andere Geschichte aus dem Schaffhausischen zum Besten geben. Florian Keller, 1983, ist Jus-Student und Schaffhauser Kantonsrat für die Alternative Liste.

Winterthur

Die Wut Der jungen Männer von Manuel Lehmann aus Winterthur Die Stimmung ist gelinde gesagt gereizt. Flaschen klirren. Stimmen, mal lauter, mal leiser, aber immer mit einer gewissen, nicht überhörbaren Aggressivität. Junge Männer ziehen in Horden durch die Strassen, die meisten sind noch keine 25 Jahre alt, schwarz gekleidet, viele mit kahl rasierten Schädeln. Ich weiche ihnen aus, wenn sie mir zu mehreren entgegenkommen. Hätte ich nicht ein klares Ziel, würde ich mich kaum hier draussen rumtreiben. Es ist ein normaler Freitagabend in einer normalen Schweizer Stadt und ich bin unterwegs zu einer der wenigen Inseln der Glückseligkeit. Gut, das ist ein wenig übertrieben. Es handelt sich dabei um ein Nachtlokal mit einem Publikum über 25. Die Anspannung bleibt draussen vor der Tür, ich lehne mich erstmal zurück und frage mich, ob diese Aggressivität auch früher da war. Früher – damit meine ich vor fünfzehn bis zwanzig Jahren. Vielleicht habe ich die Aggressivität einfach nicht wahrgenommen, als ich selber noch keine zwanzig war. Nun wird man aber zwangsläufig damit konfrontiert, wenn man eine dieser Inseln besuchen will. Die Inseln selber brauchen kein oder nur wenig Sicherheitspersonal, während die Klubs, die von den jungen Männern besucht werden, mit uniformiertem, grimmigem Security-Personal aufwarten. Vielleicht fühlen sie sich nur dann ernst genommen

Endlich ein freundlicher junger Mann. Bild: pd

und dies ist quasi ein Teil des Services: Den jungen Kerlen vermitteln, dass man Respekt vor ihnen hat und damit ihr Selbstwertgefühl aufmöbeln. Unter der Woche im Berufsleben müssen sie oft genug «unten durch». Die Sängerin, die nun im Nachtlokal auftritt, hat ein Album aufgenommen, inspiriert von den Jugendunruhen in Frankreich. In Griechenland brannten in den letzten Wochen Autos und Banken. In den Medien sind sie sich nicht einig, ob die Triebkräfte Wut und Frustration sind, oder ob konkrete politische Forderungen dahinter stehen. Ist das die gleiche Wut, die auch auf unseren Strassen spürbar ist? Irgendwo im Kanton Zürich haben zwanzig junge Männer randaliert und wahllos auf Passanten eingeschlagen. Auch in Winterthur kam es an jenem Wochenende zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Sind die Sachbeschädigungen und Schlägereien auch Revolte? Braucht es auch in der Schweiz nur einen kleinen Funken, um das Pulverfass zum Explodieren zu bringen? Ein Polizist, der einen Fehler macht und plötzlich ist alles nur noch Wut? Später gehe ich auf den Nachtzug. Die Menschenmasse am Bahnhof ist bunt gemischt, die Stimmung aufgekratzt, aber nicht unbedingt schlecht. Zwei uniformierte Sicherheitsmänner haben sich beim Treppenaufgang positioniert. Als der Zug einfährt, schreiten sie schnellen Schrittes den Perron ab und machen darauf aufmerksam, dass man in der Mitte des Zuges einsteigen müsse. Es wird nur eine Türe geöffnet und die Billette werden direkt am Eingang kontrolliert. Stress und gereizte Stimmung sind nun die direkten Folgen. Sicherheitspersonal im Club mag zum Service gehören, im öffentlichen Raum ist es aber kaum die passende Antwort auf die Wut der jungen Männer. Manuel Lehmann, 1974, orientiert sich neu und ist weiterhin im Vorstand des Arealverein Lagerplatz.

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rundflug 45

Appenzell

Kulturgruppe auf Wanderschaft von Carol Forster aus Appenzell Dieses Jahr feiert die GFI, die Gruppe für Innerrhoden. Vor vierzig Jahren wurde dieser Verein in Appenzell gegründet. Einige Jungbürger taten sich damals zusammen, um gemeinsam für das Frauenstimmrecht einzutreten. Es gab damals noch keine Parteien im Kanton. Die Gruppe lag politisch eher links und das tut sie heute noch. Anfangs war das Ganze eine reine Männersache. Als eine der ersten Frauen kam die Kunstmalerin Verena Broger dazu und mit ihr kam ein frischer Wind auf. Im Jahr 1983 wurde auf Brogers Initiative hin eine Kulturgruppe gegründet. Das kam so: Nach einer GFI Versammlung traf man sich zu einem Glas Wein im Ditze Rössli und am Wirtshaustisch wurde über Kultur und Kunst debattiert. Schnell war klar, dass es damals in Appenzell ein einseitiges kulturelles Angebot gab: Laientheater, Volksmusik, eher traditionelle Anlässe. Man beschloss, dieses Angebot sozusagen zu erweitern. Die Kulturgruppe empfand sich niemals als Konkurrenz zum Bestehenden, sondern als zeitgemässe, offene Ergänzung. Sie wollte Lesungen, Kabarett, Kleinkunst, Liederabende, Filme zeigen. So wurde mit einer Art Probelauf begonnen. Als erster Künstler überhaupt trat Hans Fässler in Appenzell auf, gefolgt von Rolf Hörler, der Lyrik las, und Albrecht Ehl, der dazu Klavier spielte. Danach war der Thurgauer Liedermacher Alex Kappeler zu hören. Die Resonanz auf diese ersten Gehversuche war gross und ebenso wie die Motivation, weiterzumachen. Verena Broger war die erste Päsidentin dieser Kulturgruppe und blieb es für 23 Jahre. Die Veranstaltungen fanden damals im Hoferbad, in Wirtshäusern oder in einem der Säle im Dorf statt. Die ersten Filmnächte – Openair! – gab es 1998 im Kronengarten. Leider war die Besucherzahl in den vergangenen Jahren rückläufig und man beschloss, auf diese wunderbaren Filmvorführungen zu verzichten. Was Kultur angeht, wurde in den letzten 26 Jahren in Appenzell viel bewegt. Heute gibt es ein umfangreiches, vielfältiges Angebot im Dorf. Das Drei Eidgenossen mit Kleinkunst, die Ziegelhütte mit herausragenden Konzerten, das Openair am Postplatz, das Rock In, die Kabarett-Tage im Frühjahr und den Bücherladen mit Lesungen. Es gibt ausserdem zahlreiche Veranstaltungen in den ortsansässigen Museen, so zum Beispiel immer sonntags das Kunstfrühstück in der Ziegelhütte. Die GFI Kulturgruppe bietet heute sechs Anlässe jährlich an und das Stammpublikum kommt regelmässig in Scharen. Problematisch wurde aber in den letzten Jahren die Suche nach geeig-

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Keine Openair-Filmnächte in Appenzell mehr. Bild: pd

neten Räumlichkeiten. Den Kronensaal gibt es nicht mehr, der Hechtsaal steht nicht mehr zur Verfügung, lediglich der Löwensaal kann ab und zu genutzt werden. Die Aula Gringel ist zu gross, und viele Wirtsleute gewähren der Kulturgruppe kein Gastrecht mehr, weil es sich für sie nicht «lohne». Da ist er nun, der Wermutstropfen. Lohnend ist für viele Leute bloss, was sich sofort in Zahlen rechnen lässt. Dass aber kulturelles Engagement auch beste Werbung für das eigene Geschäft sein könnte, und viele Gäste gerade deswegen vielleicht gerne wiederkommen, wird vergessen. So führen die Anlässe der GFI Kulturgruppe immer noch ein Wanderleben, und wer ein Stück weit mitwandern möchte, der findet die Koordinaten auf www.gfi-appenzell.ch. Ohne die Geschichte dieser unentwegt engagierten Kulturgruppe sähe das kulturelle Leben in Appenzell heute mit Sicherheit ärmer aus. Ein grosses und herzliches Dankeschön an dieser Stelle!

Lächeln ignorieren. Urchige Ausdrücke sind wieder in – jeder redet so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Auch an unserer Bar im Funpark Wildhaus: Für einen Kaffee-Schnaps zum Beispiel scheint es unzählige Namen und Macharten zu geben. Rundum bekannt sind wohl «Kaffee Lutz» oder «Kaffee mit Schuss». Bei Bestellungen funktioniert aber auch «Kaffee für Erwachsene», «Kaffee für Einheimische», «Kaffee mit Pfiff» oder «Kaffee mit Güx». Dann haben wir noch notiert «Kaffee mit Zwick», «Kaffee mit Anlauf», «Kaffee mit Schurbel» und ganz abgedroschen «Kaffee mit Trash». Über die Macharten wollen wir hier gar nicht länger diskutieren. Man kann es keinem recht machen – schon gar nicht, wenn man auf überteuerte Kapseln verzichtet. Auch Medienschaffende müssen ihren Dialekt nicht mehr verstecken. Bei Meteo Schweiz gibts ab und zu einen «Sprutz» Regen, wenn Jürg Zogg aus Wil berichtet. Und beim Schweizer Fernsehen finden gar urchige Walliser einen Job zu besten Sendeplätzen. Derweilen sind Anglizismen vielen Hiesigen weiterhin ein Dorn im Ohr. Ein Mann schickte uns unseren Saisonprospekt von Snowland retour – feinsäuberlich waren alle englischen Ausdrücke darauf unterstrichen und mit der Bitte versehen, wir sollten uns doch in Zukunft wieder vermehrt der deutschen Sprache widmen. «Back to Dialekt» heisst also das Phänomen. Auch Büezer Gölä hat auf den Pfad der Tugend zurückgefunden und singt jetzt wieder auf Schweizerdeutsch. Nur eins bleibt uns hoffentlich erspart: der erste Mundart-Song von DJ Bobo.

Carol Forster, 1961, führt den Bücherladen in Appenzell. Andreas Roth, 1983, lebt in Wildhaus und arbeitet bei Snowland.ch und der Klangwelt Toggenburg.

Toggenburg

sprutz Kafi güx von Andreas Roth aus Wildhaus Seit der Sendung «Die grössten Schweizer Hits» im Schweizer Fernsehen ist mein Selbstvertrauen heimlich gewachsen. Wir Bergler haben mit Ruedi Rymann und Oesch’s den Dritten gleich zwei Mal abgeräumt. Trachten, Schellen und Jodel zählen wieder. Gewusst haben wir es ja schon immer irgendwie, aber die lauten Trends der Grossstädte haben unseren Berglercharme übertönt. Jetzt möchten die Unterländer plötzlich von uns abkupfern. Rapper Bligg missbraucht die Streichmusik Alder für seinen KommerzHip-Hop und Francine Jordi steigt mit «Das Feyr vo dr Sehnsucht» vom Schlager- auf den Volksmusik-Zug um. Ja, jetzt darf man wieder stolz sein auf seine Berglerherkunft. Selbst seinen Dialekt – meiner ist ein glasklarer «Sanggaller» Dialekt – braucht man nicht mehr zu verstecken; die Hänseleien von Zürchern kann man mit einem selbstbewussten

vorArlberg

recht auf freie VerWirrungsäusserung von Kurt Bracharz aus Bregenz Prozesse wegen Verhetzung im Internet wurden bislang kaum geführt. Schon deswegen ist jener am Landesgericht in Feldkirch vom vergangenen Januar bemerkenswert: Fünf Männer im Alter von 28 bis 53 Jahren müssen nun 200 bis 400 Euro Busse bezahlen. Türken hatten lezten Juni in Bregenz den Sieg über die Kroaten bei der Fussball-EM lautstark gefeiert und daraufhin hatte jemand mit einer Luftdruckpistole auf einen dieser Fans geschossen. Zu diesem Vorfall hatten die fünf Verurteilten auf dem Internetportal des Vorarlberger Medienhauses Sprüche gepostet wie «Schade, dass er kein richtiges Gewehr genommen hat», «Mauthausen wird neu eröffnet und du bist Ehrengast» und «Kennst du den Unterschied


rundflug 47 zwischen Juden und Moslems? Die Juden haben es schon hinter sich». Dieser Tonfall ist bei den Postings vor allem zu kriminellen Vorfällen, in die «Menschen mit Immigrationshintergrund» angeblich oder tatsächlich verwickelt sind, leider nichts Unge­ wöhnliches. Schon bei einer Schlägerei vor einer Disco – alle Medien vermeiden Hinweise auf Namen und Nationalitäten – schreibt ganz ver­ lässlich einer, da hätten wieder einmal Türken/ Serben/Kosovaren/Albaner angefangen, worauf mindestens einer von den so Angegriffenen erwi­ dert, die Österreicher vergewaltigten bekanntlich die eigenen Töchter im Keller, dann «antwortet» wieder ein anderer mit dem Alter von Moham­ meds letzter Ehefrau und danach dreht sich die Spirale steil nach ganz, ganz unten. Angezeigt war aber bisher in Vorarlberg noch niemand worden. Klar, dass die Dauerposter nach diesem Urteil das in Gefahr sehen, was sie mit dem Recht auf freie Meinungsäusserung verwechseln. Nicht in Foren, sondern in den Bregenzer Seean­ lagen fand am 11. Januar eine Demo statt, an der um die 4000 Personen teilnahmen. Demonstriert wurde gegen die israelische Offensive im Gaza­ streifen, Organisator war die Österreichische Islamische Föderation (AIF), die in Österreich die Milli­Görüs­Moscheevereine koordiniert. Milli Görüs ist eine übernationale islamische Bewegung, deren Parteigründungen in der Türkei mehrmals verboten wurden und die in Deutsch­ land vom Verfassungsschutz beobachtet wird. In Österreich wird sie nicht überwacht und in Bregenz hat sie eine Art Mahnmal, auf dem aller­ dings nicht Milli Görüs, sondern Yimpas, steht. – Der seit den neunziger Jahren leer stehende Super­ markt ist ein Mahnmal für viele «Gastarbeiter» der ersten Generation, die damals in von Milli Görüs propagiert «Islamische Holding» inve­ stierten, in denen die Gelder schnell und unwi­ derbringlich versickerten. Das nur nebenbei. Es ist gutes demokratisches Recht, gegen den Militärschlag der Israelis gegen die Hamas zu demonstrieren, selbst wenn die Demonstration von einer Gruppe organisiert wird, die mit Demokra­ tie nichts im Sinn hat. Sprüche auf mitgeführten Schildern wie «Israil’s Lieblings Speise Palästi­ ner Blut» sind aber in keiner Weise politisch, sondern nur hetzerisch antisemitisch. Sie erin­ nern nicht zufällig an die Ritualmordlegenden der christlichen Antisemiten, sondern stammen aus derselben Tradition. Milli Görüs war von Anfang an offen antisemitisch; die Führung des deutschen Ablegers hat sich zwar schon einmal verbal vom Antisemitismus distanziert, aber das war in Deutschland reiner Pragmatismus. In Österreich ist das nicht nötig, und die Demo vom 11. Januar wurde von Polizei und Medien wegen ihrer Friedlichkeit und Disziplin gelobt. Der stellvertretende Sicherheitsdirektor sagte, es sei ja auch kein Thema, bei dem Gegendemonstra­ tionen oder Ähnliches zu erwarten gewesen seien. Er meinte damit zwar nicht den Antisemitismus, aber seine Äusserung war unfreiwillig treffend.

SAITEn 02/09

Keine Kunst, aber auch schön: der Supermarkt. Bild: pd

Das oben erwähnte Internetportal titelte am 14. Januar über den Vorstoss der israelischen Soldaten nach Gaza­Stadt: «Israel sticht in Gazas Herz.» Kurt Bracharz, 1947, arbeitet als Schriftsteller, Kolumnist und Übersetzer in Bregenz.

Thurgau

Kunst Kaufen, auch im thurgau von Mathias Frei aus Frauenfeld Heute Abend öffnet der Kunstsalon von Kunst Thurgau in Weinfelden für einen Sonderverkauf seine Türen, morgen gibts im Neuen Shed im Eisenwerk in Fraui am zweiten Kunstnacht­ flohmarkt Kunst, Kitsch und Krimskrams zu erstehen. Mit dem ersten europäischen Supermarkt im Jahre 1948 in Zürich hat die Migros die Kon­ zepte «Wohlstand» und «Konsum» demokrati­ siert. Der Schweizer Selbstbedienungsladen, in den aber Mässigung in der Greifzone grossge­ schrieben wird, steht gleichbedeutend für unein­ geschränkten Zugang zu Konsumgütern. Bürger wurden als Konsumenten konstituiert, das Recht auf Konsum propagiert. Der Zugang ist nieder­ schwellig, man kauft je länger, je lieber ein. Vor acht Jahren war ich an der zweiten Ausgabe des Kunstsupermarktes in Solothurn Konsument. Damals habe ich mir für 199 Stutz das Produkt 53.2.8, eine Fotografie, erstanden. Ungerahmt. Die Idee des Kunstsupermarktes soll es aber schon in den neunziger Jahren in Deutschland und Spanien gegeben haben. Kunst wurde damit zum Gebrauchsgut, gleich einer Kunstleder­

Polstergruppe oder dem neuen DVD­Player oder dem fast nigelnagelneuen Citybike von der Sci­ entology­Velobörse für den guten Zweck oder der Nachttischlampe. Vielleicht sogar: Kunst als Verbrauchsgut? Abbeissen, kauen (nicht immer nötig), runterschlucken, verdauen, ausscheiden. Weil sie nicht lange haltbar ist, zu schnell ver­ dirbt. Oder Kunst, während sie ausgeschieden wird, als performative Kunst deklarieren. Scheiss­ Kunst­Performances. In Weinfelden gibts während vier Tagen Bildende Kunst zu Festpreisen von 250 und 500 Franken. Viel mehr freue ich mich aber auf Überraschungen am Kunstnachtflohmarkt. Gute Erreichbarkeit, klare Preisstrukturen (maximal 499 Franken), Tiefpreisangebote (viele), sehr grosse Produk­ teauswahl (die dreissig Standplätze sind ausge­ bucht, eine Warteliste wird geführt) und kauf­ animierendes Ambiente (Alkohol): Was will man mehr? Nicht gern gesehen sind Kunsthandwerk und Esswaren. Für ersteres ist man am Frauen­ felder Weihnachtsmarkt besser aufgehoben, für günstige Verpflegung sorgen die Veranstalter. Beschwipste Feigen und Limoncello auf Grappa­ Basis dürfen verkauft werden, hoffentlich. Und vorher noch schnell in der Kunsthalle vom wilden Csögl reinschauen. Denn da ist noch Vernissage des zweiten Teils des Skizzenbuches. Während «Skizzenbuch 1 von 4» konnte man da für wenig Geld hochwertiges Material teils Original, teils Reproduktion kaufen. Toll. Da muss ich auf jeden Fall mal noch mein Kässeli plündern. Und wer das alles verpasst, soll sich am besten ein Tischli mit Damien Hirsts Diamantenschädel vorne drauf kaufen. Kostet gerade mal läppische 45 britische Pfund und gibt es bis Grösse L. Kommt für mich also nicht in Frage. Trotzdem schön, dass sich alle so hinreissend für die Demokratisierung des Kunstkonsums einsetzen. Mathias Frei, 1980, Student, Kulturveranstalter, Slampoet, Texter und SP-Gemeinderat.


48

Kalender Februar WIRD UnteRstützt Von

häUseR UnD FestIVAls – IhRe PRogRAMMe

SO 01.02 KonzeRt

2 8 42 46 50 52 54 58 60 64 66 68 76

theater und Konzert st.gallen Appenzell kulturell Werkbeiträge sg und AR Bachstiftung DVD Band-X nachwuchsfestival Kunstmuseum liechtenstein schloss Wartegg Rorschacherberg Bachstiftung st.gallen Volkskundemuseum stein AR

«early Music east and West» Chinesische und abendländische Traditionen. > Stadttheater Konstanz, 18 Uhr Cuong Vu. vietnamesischer Trompeter > Kastanienhof St.Gallen, 20:30 Uhr Forum Alte Musik – Kommentiertes Cembalorecital. > ev. Kirche St.Mangen St.Gallen, 17 Uhr tösstaler Kammerchor und Chor Voce. Konzert > kath. Kirche Goldach, 17 Uhr sonntags um 5. Ensemble Settecento. > Tonhalle St.Gallen, 17 Uhr Wendy Mcneill & Band. Support: Pierre Omer. > Salzhaus Winterthur, 20 Uhr

FIlM

lIteRAtUR libertäre Buchmesse Winterthur. Mit Lesungen und Referaten. > Alte Kaserne Winterthur, 10 Uhr

VoRtRAg Fantastische schweiz. Diashow von Chri­ stian Oeler. > Stadtsaal Wil SG, 15 Uhr Können wir von tieren lernen?. Mit Prof. Dr. Barbara König, Zoologisches Institut Uni Zürich. > Alte Kaserne Winterthur, 11 Uhr

KInDeR s’Bersiäneli. Figruentheater für Kinder ab 5.Jahren. > Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr schellenursli. Mit Musik und Schauspiel > Casinotheater Winterthur, 14 Uhr

DIVeRses

Australia. Mit Nicole Kidman und Hugh Jackmann. Ab 12 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 19 Uhr Rettet trigger. Ab 7 Jahren. > Kino Rosen­ tal Heiden, 15 Uhr solaris. Ein Psychologe wird zum Planeten Solaris geschickt, um unerklärlichen Vor­ kommnissen auf der dortigen Forschungs­ station nachzuspüren. Andrej Tarkowskijs Meisterwerk nach dem Roman von Stanis­ lav Lem. > Kinok St.Gallen, 17 Uhr tausend ozeane. Meikel lässt besten Freund auf den Malediven zurück. Während seiner Abwesenheit ist zuhause etwas pas­ siert, über das niemand sprechen will. Das berührende Drama erhielt den Berner Film­ preis 2008. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

MO 02.02

theAteR

KonzeRt Vasella e solimine. Summersongs. > Nef’s Rössli Flawil, 20 Uhr

Museum im lagerhaus sg Kunstmuseum st.gallen

Bärenjagd. Komödie von Bruno Pellandini. > Theater St.Gallen, 14:30 / 19.30 Uhr Der Process. Nach dem Roman von Franz Kafka. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr himmel sehen. Stück von Ann­Christin Focke. >Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr l’insoumise simone Weil - Eine Philoso­ phie der Arbeit. > Keller der Rose St. Gallen, 11 Uhr tmbh Improtheater. «HolterdiePolter». > Kulturzentrum K9 Konstanz, 20 Uhr Vogel Bulbul. Ein musikalisches Märchen > Theater am Kirchplatz Schaan, 17 Uhr Weisse nächte. Von Fjodor Dostojewskij. > Stadttheater Konstanz, 20:30 Uhr

nordklang Festival sg

KUnst/AUsstellUngen

Casinotheater Winterthur Kellerbühne st.gallen natur- und tierfilmfestival st.gallen Mariaberg Rorschach Kugl st.gallen Palace st.gallen Bruchteil grabenhalle sg Jetzt saiten bestellen KIK-Festival Kreuzlingen Kinok st.gallen grabenhalle st.gallen salzhaus Winterthur

Kälte, hunger, heimweh. Führung; > Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr limitiert. Führung. > Städtische Wessen­ berg­Galerie Konstanz, 11 Uhr Martin Frommelt. Führung. > Kunstmuse­ um Liechtenstein Vaduz, 11 Uhr

gespräch. mit Patrick Frey im Rahmen der Ausstellung Gabriela Gerber / Lukas Bardill > Kunstraum Kreuzlingen, 11 Uhr Kochen & essen: Vietnam. Binh Nguyen und Hung Nguyen stellen Rezepte vor. > Alte Kaserne Winterthur, 15 Uhr sonntagszopf. Zmorgebuffet mit Musik, Zeitungen und Geplauder. > Kulturcinema Arbon, 9:30 Uhr

loKAl ABeR AUCh DIAMetRAl Gambrinus Jazz Plus im Kastanienhof

In der herrschaftlichen Jazz­Villa bei der Kreuzbleiche werden im Februar Regionen zusam­ mengebracht. Vom 12. bis 14 Februar ist das Suisse Diagonales Festival zu Gast. Die Moetzgroup Extended featuring Alba Carmona & Michael Neff Group verbinden Flamenco, Jazz und Appen­ zell. NK & Jazzcafé präsentieren ein Live­Tribute to Behard and Spacebop (Obacht: dieses Konzert findet bei Kultur im Bahnhof statt) und Cowboys From Hell und Red Note Jazz Trio spielen Sax­Bass­Drums am selben Abend diametral. Des Weiteren spielen Cuong Vu und Scratch Electro­Trumpet­Jazz (1. Februar), Magnus Fra Gaarden im Rahmen des Nord­ kang­Festivals ein Punk­Ska­Jazz­Special (6. Februar, siehe Bild), Philipp Fankhauser bluest (21. Februar) und Klassik­Plus präsentiert «California» – Streichquartette und Gäste. sonntag 1. Februar, Freitag 6. Februar, Donnerstag 12. Februar, Freitag 13. Februar, samstag 14. Februar, samstag 21. Februar, jeweils 20.30 Uhr, Kastanienhof st.gallen. Mehr Infos: www.gambrinus.ch

theAteR Der Process. Nach dem Roman von Franz Kafka. > Stadttheater Konstanz, 11 Uhr

lIteRAtUR Dichtungsring nr.34. Kerzenschein und Absinth vorhanden. > Grabenhalle St.Gallen, 20 Uhr

VoRtRAg Anarchietage . Der Antisemitismus der Schweizer Fröntler > Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr

DIVeRses

tage in tianjin. Filmabend und Künstlerge­ spräch mit Artist­in­Residence Cristina Ohlmer. > Villa Sträuli Winterthur, 20 Uhr the Prison and the Priest. Eindrucksvolles Porträt des 80­jährigen Ostschweizer Be­ nediktiners Peter Meienberg, des Bruders von Niklaus Meienberg, dessen Arbeits­ platz die modrigen Gefängnisse von Nairobi sind. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

theAteR Romeo und Julia. In englischer Sprache. > Theater am Kirchplatz Schaan, 20 Uhr Vogel Bulbul. Ein musikalisches Märchen. > Theater am Kirchplatz Schaan, 10 Uhr

MUsICAl hairspray. Musical von Marc Shaiman. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr

Montagstalk. Colette Gradwohl und Paul Burkhalter im Gespräch mit Gästen. > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

KUnst/AUsstellUngen

Blue Monday. DJ Johnny Lopez. > Relax Lounge St.Gallen, 21 Uhr

DI 03.02

l’affiche strapazin. Vernissage. > Alte Kaserne Winterthur, 19 Uhr Vom Auftauchen und Verschwinden. Ver­ nissage. > Kunstraum Engländerbau Vaduz, 18 Uhr

FIlM

KonzeRt

VoRtRAg

Religulous. Originalversion, ab 14 Jahren. Produktion: USA, 2008. Regie: Larry Charles. Darsteller: Bill Maher, Jose Luis De Jesus Miranda. > Kino Theater Madlen Heerbrugg, 20:15 Uhr the World Unseen. Romantisches Drama um die Liebe zweier Frauen im Südafrika der fünfziger Jahre. Ein Bravourstück mit überzeugenden Charakteren, Spannung, Humor und hinreissender Romantik. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

Dä ziischtig. mit Funjazztic. > Kugl St.Gallen, 21 Uhr

Anarchietage . Bilderschau direkten Akti­ onen gegen Agro­Gentechnik . > Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr Mit dem Mountainbike von den Alpen zu den höchsten Singletrails der Welt. > Eisenwerk Frauenfeld, 19 Uhr

ClUBBIng/PARty

ClUBBIng/PARty Disaster.bar. Post Potatos. Finest Indie Tunes. > Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Juicy tuesday. DJ Elkaphone. > Relax Lounge St.Gallen, 21 Uhr

FIlM

DIVeRses sinn und Unsinn eines autonomen Kultur­ zentrums. Diskussion.> Spielboden Dorn­ birn, 19:30 Uhr

nacht vor Augen. Filmreihe Psychische Krankheiten. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr

SAITEN 05/08 02/09


KAlENdEr 49

MI 04.02 Konzert ensemble für neue Musik zürich & Friends. > Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr Jazz am Mittwoch. Mit Omri Ziegele, Noisy Minority > Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Mittwoch-Mittag-Konzert. Rudolf Lutz und Bernhard Ruchti am Klavier. > ev. Kirche St. Laurenzen St.Gallen, 12:15 Uhr oldseed & Ad Hoc. Folk, Country. > Rümpeltum St.Gallen, 20 Uhr trioseph. Chanson francais orientale. > Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr

Clubbing/PArty Midweek Session. DJ Don Philippo. > Relax Lounge St.Gallen, 21 Uhr

FilM blues ischt mi leaba. Vorarlbergs RockUrgestein Walter Batruel. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr offret. Ein Intellektueller zieht angesichts einer angedeuteten atomaren Katastrophe eine radikale Konsequenz. Andrej Tarkowskijs letztes Werk ist eine bildgewaltige Vision, die dem Materialismus der Welt eine spirituell erfüllte Gegenwelt gegenüberstellt. > Kinok St.Gallen, 20 Uhr

tHeAter Maria Stuart. Schauspiel von Friedrich Schiller. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr theaterhock. Zu «Terrorismus» der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 18:30 Uhr türkisch gold. Für Jugendliche ab 12 J. > Stadttheater Konstanz, 11 Uhr

KAbArett Andreas thiel & Anne Lena Fröhlich. > Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Michael Krebs. Die Erotik Exploschn Road Show. > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

KunSt/AuSStellungen Kultur am nachmittag. Führung. > Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14 Uhr

VortrAg Anarchie und Sex. Referat und Diskussion. > Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr nordischer glanz in staubigen Büchern. > Stiftsbibliothek St.Gallen, 12:30 Uhr raben - schlaue Biester im schlechtem Ruf. Referent: Ueli Iff. > Naturmuseum St. Gallen, 12:15 Uhr Von Algerien in die banlieues. Pierre Bourdieus Fragestellung. Mit Franz Schultheis. > Palace St.Gallen, 20.15 Uhr

Kinder MeerJungsFrauen. Stück nach Hans Christian Andersen. > Theater am Kirchplatz Schaan, 20 Uhr offenes Studio im power_up radio. von und für Kinder und Jugendliche. > Kinderdorf Pestalozzi Trogen, 14 Uhr Schneeweisschen und rosenrot. > Puppentheater Rietlistall Wildhaus, 14 Uhr

SAITEN 02/09

natürlich Vernetzt – Vielfalt des lebens. Führung. > Naturmuseum St.Gallen, 14 Uhr s’bersiäneli. Figruentheater für Kinder ab 5.Jahren. > Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr

dO 05.02 Konzert 2 Fishes in the big big Sea. klassische Instrumente mit Elektroloops > Krempel Buchs, 21:30 Uhr 6. tonhallekonzert. Anton Bruckner Sinfonie Nr.7 E-Dur. > Tonhalle St.Gallen, 19:30 Uhr Costo rico. Geheimtipp der Mestizoszene. > Spielboden Dornbirn, 21 Uhr tony renold Quartett. melodiöser Jazz. > Eisenwerk Frauenfeld, 20:15 Uhr oldseed & Ad - hoc. Folk, Country. > Cuphub Kultur Café Arbon, 21 Uhr tony renold Quartett. > Eisenwerk Frauenfeld, 20:15 Uhr

Clubbing/PArty 6PM-After-Work-Party. DJ EDI – Partytunes > Relax Lounge St.Gallen, 18 Uhr Appetizer. Get hungry for the Weekend. > Salzhaus Winterthur, 21 Uhr bade.wanne. Häägen Dazed. > Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Hallenbeiz. PingPong, Musik / Tanz mit Hans. > Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr «Screaming Masterpiece» Nachtbar Special. mit Film.> Palace St.Gallen, 20 Uhr

FilM borderline. Filmreihe Psychische Krankheiten. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr Film des Monats. > Viertel Trogen, 20 Uhr Kurzfilme. mit Simon Oberlis «Napoléon Bonaparte». > Kugl St.Gallen, 20:30 Uhr la sociologie est un sport de combat. Spannendes Porträt des französischen Soziologen Pierre Bourdieu, der immer klar Stellung zu politischen Fragen bezog. Einführung Prof. Franz Schultheis. > Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr

tHeAter Faust - von J.W. von Goethe. > Puppentheater Rietlistall Wildhaus, 20:15 Uhr Kasper, tod & teufel. Kasperspiel für Erwachsene > Figurentheater St.Gallen, 20 Uhr türkisch gold. Für Jugendliche ab 12 J. > Stadttheater Konstanz, 11 / 18 Uhr

KAbArett Andreas thiel. Sekundiert von der Pianistin Anna Lena Fröhlich. > Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr oropax. «Molkerei auf der Bounty». > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Science busters. Liebe geht durch den Magen. >TaK Schaan, 20:09 Uhr Simon enzler. Phantomschmerz. > Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr

KunSt/AuSStellungen Matti braun. Vernissage. > Kunstmuseum Liechtenstein Vaduz, 18 Uhr Über dem bett. Vernissage. > Kunstraum Winterthur, 19 Uhr

literAtur beat glogger. Lauf um mein Leben. Lesung. > Freihandbibliothek St.Gallen, 19:30 Uhr brüder Presnjakow. «Terrorismus»-Autoren zu Gast. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Frühschicht mit Manfred Heinrich. Thema Ewigkeit & Unendlichkeit. > Alte Kaserne Winterthur, 06:30 Uhr Weiss. Lesung mit Hans Platzgumer. > Vrlbg. Landesbibliothek Bregenz, 20 Uhr

let’s dance. Party für Leute vor und nach 40. > Alte Kaserne Winterthur, 21 Uhr Milonga - tanznacht. Mit DJ und Barbetrieb. > Club Tango Almacén St.Gallen, 21:30 Uhr nachtbar. mit oder ohne Party. > Theater am Kirchplatz Schaan, 22:30 Uhr oliver Wilkensen. Fresh and Lovely HouseMix > BBKing Herisau, 20 Uhr tribute to bob Marley. DJ Kephas Selector und DJ Shanti-Roots. > Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr

VortrAg

FilM

Anarchietage . Tierrechte und soziale Revolution. > Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr Sibirien, Multimediereportage. > Hotel Römertor Winterthur, 20 Uhr

1 1/2 ritter. Auf der Suche nach der hinreissenden Herzelinde. Ab 12 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr der Spiegel. Ein Mann denkt darüber nach, sich von seiner Frau und seinem Sohn zu trennen. Andrej Tarkowskijs stark autobiographisch geprägter Film ist eine melancholische, assoziative Reise durch das Gedächtnis eines Menschen. > Kinok St.Gallen, 21 Uhr Scent of a woman. Regie: Martin Brest, USA 1992. > Kulturcinema Arbon, 20:30 Uhr Sneakers Stories. Der Film begleitet drei Jugendliche in Wien, Brooklyn und Ghana auf dem Weg Basketballstars zu werden. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr tausend ozeane. Meikel lässt besten Freund auf den Malediven zurück. Während seiner Abwesenheit ist zuhause etwas passiert, über das niemand sprechen will. Das berührende Drama erhielt den Berner Filmpreis 2008. > Kinok St.Gallen, 19 Uhr the Prison and the Priest. Eindrucksvolles Porträt des 80-jährigen Ostschweizer Benediktiners Peter Meienberg, des Bruders von Niklaus Meienberg, dessen Arbeitsplatz die modrigen Gefängnisse von Nairobi sind. > Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr

Kinder MeerJungsFrauen. nach Hans Christian Andersen > TaK Schaan, 10 Uhr

diVerSeS Splitter nacht. Die offene Bühne. > Kulturzentrum K9 Konstanz, 20:45 Uhr youtube-Wunschdisko. Videoclips von Kunst bis Scheisse. > Kulturbeiz Kaff Frauenfeld, 20 Uhr

Fr 06.02 Konzert 2 Fishes in the big big sea. Klassische Instrumente und Elektroloops. > Kulturzentrum K9 Konstanz, 21 Uhr 5 rhythmen tanzen . mit Beatrice Fischer. > Kultur-Werkstatt Wil SG, 20 Uhr Clap your Hands. Feat. DJs Haitian Star, DJ Esik, Ham-E. > Kugl St.Gallen, 23 Uhr Crystal Stilts & Selfish Cunt. «Alight of Night» > Palace St.Gallen, 22 Uhr das Projekt. Pianist Andreas Huber, Künstler Felix Epprecht > Pfalzkeller St.Gallen, 20 Uhr der Hitzige Appenzeller Chor. Preisträger IBK. > ev. Kirche Speicher, 20:15 Uhr King ubus Farewell ensemble ii. Neue Musik > Altes Kino Mels, 20:15 Uhr Five on Fire. Frisch erfundene Bläsersätze. > Jazzclub Rorschach Rorschach, 21 Uhr giannmaria testa. Der italienische Gitarrist. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr good old blues-rock. D*Biters. > Bogenkeller Rotfarb Bühler, 20:30 Uhr Klavierduo thomet / Huber. Klassisch bis zeitgenössische Musik. > Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell, 20 Uhr Magnus Fra gaarden. Frech-frischer Funjazz. > Restaurant Kastanienhof St.Gallen, 20:30 Uhr nowhere & Astronauts of inner space. Alternative Rock. > Kraftfeld Winterthur, 21 Uhr Palkomuski. Polka, Gipsy und Disco. > Salzhaus Winterthur, 20 Uhr Stemmeisen & zündschnur. musizieren, fabulieren, blödeln und jodeln > Theater am Saumarkt Feldkirch, 20:15 Uhr

Clubbing/PArty 20 Jahre Sub Pop. DJ Hellgun. > Kulturbeiz Kaff Frauenfeld, 20 Uhr Klangfenster. DJ Claude Frank > Relax Lounge St.Gallen, 22 Uhr

AnArCHy in Winti

Anarchietage in der Alten Kaserne Zum fünften Mal versammeln sich in Winterthur die Anarchistinnen und Libertären. Die Anarchietage stehen vor der Tür. Zum ersten Mal werden die Tage von der libertären Buchmesse eingeläutet. Aber hopp, denn nur bis und mit 1. Februar sind die Kostbarkeiten der libertären Verlage zu sichten. Danach werden an den Anarchietagen Vorträge gehalten. Zu Themen wie «Praktische Aspekte des Anarchokommunismus» oder aber «Tierrecht und soziale Revolution», «Mythos Schule – Warum Schule entstaatlicht und entschult werden muss». Am vielversprechendsten ist aber der Vortrag von Rudolf Mühland über «Anarchie und Sex». Mit Referaten, Filmvorführungen und Diskussionen soll eine offene, undogmatische Debatte über die anstehenden Fragen entstehen. Sonntag 1. Februar, 10–18 uhr, 2. bis 7. Februar, jeweils 20 uhr, Alte Kaserne Winterthur. Mehr Infos: www.altekaserne.ch

King ubuS FAreWell enSeMble ii Ensemble für neue Musik im Alten Kino

Dieses Ensemble sucht immer wieder gezielt die Zusammenarbeit mit bildenden und darstellenden Künstlerinnen und Künstlern. Ensemble-Leiter Hans-Peter Frehner öffnet diesmal seinen musikalischen Zettelkasten und outet sich als verhinderter Schlagersänger und Rockund Jazzfan. Er bringt in diesem genreübergreifenden Projekt das Ensemble für Neue Musik Zürich mit den Sängerinnen Kornelia Bruggmann und Anna Trauffer sowie den Jazzern Lucas Niggli, Philipp Schaufelberger (Zoom), Mats Spillmann (Matsup) und Raphael Camenisch zusammen, um diese «Frühwerke» (Songs & Melodies) aufzuführen. Das Ganze steht unter dem Titel King Ubus Farewell Ensemble II. Freitag, 6. Februar, 20.15 uhr, Altes Kino Mels. Mehr Infos: www.alteskino.ch


KAlENdEr 51 TheaTer Carmen. Oper von Georges Bizet. > Stadtsaal Wil SG, 19:30 Uhr Der Mann von La Mancha. Musical von Mitch Leigh. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr Die Meister des Shaolin Kung Fu. Kämpfer der Eröffnungsfeier, Olympische Spiele Beijing. > Pentorama Amriswil, 20 Uhr Indien. Eine Tragikomödie von Alfred Dorfer und Josef Hader. > Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Kasper, TOD & Teufel. Kasperspiel für Erwachsene. > Figurentheater St.Gallen, 20 Uhr Pique Dame. Oper von Peter Iljitsch Tschaikowsky. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Zapzarap. Privatsphäre. > Kreuz Jona, 20 Uhr Terrorismus. Premiere. Tiefschwarze Komödie der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Türkisch Gold. Für Jugendliche ab 12 J. > Stadttheater Konstanz, 18 Uhr Weisse Nächte. Von Fjodor Dostojewskij. > Stadttheater Konstanz, 20:30 Uhr

KabareTT albi büchel: Vom Zauberlehrling zum Zauberfuzzi. > Schlösslekeller Vaduz, 20 Uhr andreas Thiel Sekundiert von der Pianistin Anna Lena Fröhlich. > Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Martina Schwarzmann. Musik-Komik-Kabarett. > Kultur i de Aula Goldach, 20 Uhr Michel Gammenthaler: Zeitraffer. > Kulturforum Amriswil, 20:15 Uhr Simon enzler. Phantomschmerz. > Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr

KuNST/auSSTeLLuNGeN 11:1 elf Sammlungen für ein Museum. Vernissage. > Kunstmuseum St.Gallen, 18:30 Uhr Junges Design. Finissage; > Jugendkulturraum flon (Lagerhaus) St.Gallen, 17 Uhr Vanishing Lessons. Führung; > Kunsthaus KUB Bregenz, 20:15 Uhr

LITeraTur emil und Steinberger. 200 mal Lachen in 100 Minuten. > Diogenes Theater Altstätten SG, 20 Uhr

VOrTraG anarchietage . Mythos Schule. > Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr

KINDer Jugendzimmer. ...und ne Buddel voll Rum. Moderiert von Felix Strasser. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr

SA 07.02 KONZerT attila Vural. mit der perkussive Gitarre. > Cuphub-Design Café Arbon, 21 Uhr Dámaris-Trio. Kammermusik. > fabriggli Buchs SG, 20 Uhr Forza unite Squad. Live-Reggae, -Ragga und -HipHop aus St.Gallen. > Kulturbeiz Kaff Frauenfeld, 21:30 Uhr

SAITEN 02/09

George Schuller’s . New Yorker Freunde. Jazz. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr hackbrettjugendorchester Schweiz. Traditionelle Melodien, Filmmusik und Rock. > ev. Kirche Walzenhausen, 17 Uhr Illusion room XXXIII. Mit Marc Fuhrmann. > Kugl St.Gallen, 23 Uhr Knickerbocker. Scharfe Grooves. > Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Mad Sin. Psychobilly. > Kulturlokal Mariaberg Rorschach, 21:45 Uhr Marc Sway & band. Die Sonne Brasiliens im Herzen.> Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr Montys Loco, bergtatt und Vincent Van Go Go. Nordklangfestival. > Grabenhalle St.Gallen, 20 Uhr Choir Of Young believers, annika aakjaer, Kira Kira. Nordklangfestival. > Kellerbühne St.Gallen, 19:30 Uhr Morild, Jouhiorkesteri. Nordklangfestival. > Restaurant National St.Gallen, 20 Uhr hafdis huld & Lift. Nordklangfestival. > Palace St.Gallen, 20 Uhr Opéra sans Frontières. Puccini, Verdi, Beethoven > Tonhalle St.Gallen, 20 Uhr Pirat Love. Black Voodoo Space Blues aus Norwegen. > Gaswerk Winterthur, 20 Uhr rita Chiarelli. Die «Königin des Kanadischen Blues». > Kultur im Bären Häggenschwil, 20:15 Uhr Superstar DJs. Hip Hop, Funk, Elektro. > Gare de Lion Wil SG, 22 Uhr

CLubbING/ParTY bunny Lake. Blues Electro, Rave-a-billy. > USL Amriswil, 21 Uhr In the Mix. DJ Hörmann - Partytunes > Relax Lounge St.Gallen, 22 Uhr Karaokenacht. Gesang und Geschwätz. > Viertel Trogen, 20 Uhr Nacht.tanz. DJs Silence & Trivbal Zoa. > Kraftfeld Winterthur, 22 Uhr Ladies gone wild. She DJs Miss Leema, Mad Madam & Jewl. > Salzhaus Winterthur, 22 Uhr

Mozart und Salieri. Von Nikolaj RimskijKorsakow. > Stadttheater Konstanz, 20:30 Uhr Steiner’s Theaterstadel: Wo die Liebe hinfällt. > Theater Winterthur, 19:30 Uhr Tamara’s Serious Sex Talk. Georg Melich & Thomas Ecke zu Gast im Chambre séparée. > Stadttheater Konstanz, 22:30 Uhr Terrorismus. Tiefschwarze Komödie der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr The five elements. Tanz- und Musikperformance. > Kultur-Werkstatt Wil SG, 20 Uhr

KabareTT albi büchel: Vom Zauberlehrling zum Zauberfuzzi. > Schlösslekeller Vaduz, 20 Uhr andrea händler: Das Schweigen der Händler. > Theater am Saumarkt Feldkirch, 20:15 Uhr ex-hübenwiedrüben. Ueli Bichsel und Silvana Gargiulo. > Diogenes Theater Altstätten SG, 20 Uhr Martina Schwarzmann. Musik-KomikKabarett. > Kultur i de Aula Goldach, 20 Uhr Oropax. «Molkerei auf der Bounty». > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Simon enzler. Phantomschmerz. > Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr

Der St.Galler Pianist Andreas Huber und der bildende Künstler Felix Epprecht sind zusammen «Das Projekt». Seit fünfzehn Jahren bringen sie zeitgenössische neue Musik gleichzeitig mit einer Bildinstallation zur Aufführung. In ihrer bereits zehnten gemeinsamen Arbeit verbinden sie das Stück «Triadic Memories» für Klavier solo des amerikanischen Komponisten Morton Feldman (1926–1987) mit Bildern von den Rändern der Welt, die auf ein Minimum reduziert sind: Himmel, Wasser, Licht und Stille, Raum und Zeit. Sie korrespondieren mit der Musik Feldmans; eine Musik der leisen, sparsamen Töne und Tonkonstellationen, der klangfarblichen Reduktion. Die Klänge und die Bilder lassen Zeit und Stille ihren Raum. Freitag 6. Februar, 20 uhr, Forum Pfalzkeller St.Gallen. Mehr Infos: www.das-projekt.ch

ali Sinani. Vernissage; Assoziative- und abstrakte Malerei. > Atelier und Galerie Die Schwelle St.Gallen, 19 Uhr Vanishing Lessons. Führung. > Kunsthaus KUB Bregenz, 20:15 Uhr

LITeraTur Vodka und absinth. mit Yagmur Korell & Philipp Röding. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr

VOrTraG

1 1/2 ritter. Auf der Suche nach der hinreissenden Herzelinde. Ab 12 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr australia. Mit Nicole Kidman und Hugh Jackmann. Ab 12 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr blues ischt mi leaba. Vorarlbergs RockUrgestein Walter Batruel. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr La sociologie est un sport de combat. Spannendes Porträt des französischen Soziologen Pierre Bourdieu, der immer klar Stellung zu politischen Fragen bezog. > Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr rennschwein rudi rüssel. Andere Kinder halten sich Goldhamster oder Meerschweinchen, bei der Familie Gützkow muss es ein Hausschwein sein. Vergnüglicher Filmspass für klein und gross mit Ulrich Mühe und Iris Berben. > Kinok St.Gallen, 14:30 Uhr Solaris. Ein Psychologe wird zum Planeten Solaris geschickt, um unerklärlichen Vorkommnissen auf der dortigen Forschungsstation nachzuspüren. Andrej Tarkowskijs Meisterwerk nach dem Roman von Stanislav Lem. > Kinok St.Gallen, 21 Uhr

anarchietage . Praktische Aspekte des Anarchokommunismus. > Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr einführung in die bibliotheksbenützung. Recherchieren, Bestellen und Ausleihen. > Kantonsbibliothek Vadiana St.Gallen, 10 Uhr

Die aufgabe. Mafob Theatercompagnie. > ev. Kirche Wolfhalden, 19:30 Uhr Die lustige Witwe. Operette von Franz Lehár. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr himmel sehen. Stück von Ann-Christin Focke. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr Kasper, TOD & Teufel. Kasperspiel für Erwachsene. > Figurentheater St.Gallen, 20 Uhr

«Das Projekt» im Pfalzkeller

KuNST/auSSTeLLuNGeN

FILM

TheaTer

rauM Für ZeIT uND STILLe

KINDer Der fuchsrote und der mausgraue hund. Für Kinder ab 5 Jahren. > Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr Der Igel und der hase. Theater für Kinder ab fünf Jahren. > TaK Schaan, 16 Uhr Die dumme augustine. Nach dem Klassiker von Ottfried Preussler. > Spielboden Dornbirn, 15 Uhr

SO 08.02 KONZerT adjiri Odametey. Afrikanische Weltmusik. > Kulturzentrum K9 Konstanz, 20 Uhr amanda Palmer & The Danger ensemble. Sängerin der Dresden Dolls. > Gaswerk Winterthur, 20 Uhr antonio Malinconico. Akustische Gitarrenklänge. > Psychiatrie Münsterlingen, 17:30 Uhr Chorkonzert des Oratorienchores. Werke von W.A. Mozart. > kath. Kirche St.Stephan Konstanz, 17 Uhr

aKuSTISChe GITarreNKLäNGe Malinconico in Münsterlingen

Der junge St.Galler mit der Gitarre begann mit elf, Saiten zu zupfen und schloss vor drei Jahren ausgezeichnet sein Musikstudium ab. Die meisten Meister der Gitarre sitzen aber in fernen Ländern. So reiste Antonio Malinconico mehrmals nach Lateinamerika, wo er inspiriert südamerikanische Folklore aufgesogen und in seine Kompositionen einfliessen lassen hat. Und immer wieder drücken auch seine neapolitanischen Wurzeln und Spielfreude durch. An diesem Abend wird er seine Eigenkompositionen zusammen mit den befreundeten Musikern Gabriele Zanetti, Gitarre, und Martin Lorber, Bass, vortragen. Sonntag, 8. Februar, 17.30 uhr, Gemeinschaftszentrum Psychiatrische Klinik. Münsterlingen. Mehr Infos: www.pkm-kultur.ch

Forum alte Musik – Inspiration für Bach. > ev. Kirche St. Mangen St.Gallen, 17 Uhr Nordklang Festival. Gottesdienst Choir Of Young Believers & Morild. > ev. Kirche St.Laurenzen St.Gallen, 10 Uhr bertlmütter. Schubert: Winterreise: Mütter. > alte Kirche Romanshorn, 17 Uhr Trio Fontane. Beethofen, Turina, Dvorak. > Oberstufenschulhaus Wolfhalden, 11 Uhr

FILM australia. Mit Nicole Kidman und Hugh Jackmann. Ab 12 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 19 Uhr Der Spiegel. Ein Mann denkt darüber nach, sich von seiner Frau und seinem Sohn zu trennen. Andrej Tarkowskijs stark autobiographisch geprägter Film ist eine melancholische, assoziative Reise durch das

Gedächtnis eines Menschen. > Kinok St.Gallen, 18 Uhr The World unseen. Romantisches Drama um die Liebe zweier Frauen im Südafrika der fünfziger Jahre. Ein Bravourstück mit überzeugenden Charakteren, Spannung, Humor und hinreissender Romantik. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Tintenherz. Nach dem Fantasybestseller von Cornelia Funke. Ab 10 Jahren. Deutsh. > Kino Rosental Heiden, 15 Uhr

TheaTer Carmen. Oper von Georges Bizet. > Stadtsaal Wil SG, 15:30 Uhr Der Mann von La Mancha. Musical von Mitch Leigh. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 16 Uhr Die Kerze brannte. zum 119. Geburtstag von Boris Pasternak. > Stadttheater Konstanz, 11 Uhr


KAlENdEr 53 Mozart und Salieri. Von Nikolaj RimskijKorsakow. > Stadttheater Konstanz, 20:30 Uhr Talk im Theater. Einführung zu «Amoklauf mein Kinderspiel» > Theater St.Gallen, 11 Uhr Terrorismus. Tiefschwarze Komödie der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 18 Uhr

KunST/AuSSTellungen Sammlungsschätze. Führung; > Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell, 14 Uhr Z’Alp fahre. Führung. > Museum im Lagerhaus St.Gallen, 10:30 Uhr

VorTrAg rabindranath Tagore. Lesung und Vortrag von Martin Kämpchen. > Kunstmuseum Liechtenstein Vaduz, 18 Uhr

Kinder der fuchsrote und der mausgraue Hund. Für Kinder ab 5 Jahren. > Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr die Brunnenhexe. für die ganze Familie. > Puppentheater Marottino Arbon, 11 Uhr Federschmuck der Amazonas-indianer. Führung ab 4 Jahren. > Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr rennschwein rudi rüssel. Andere Kinder halten sich Goldhamster oder Meerschweinchen, bei der Familie Gützkow muss es ein Hausschwein sein. Vergnüglicher Filmspass für klein und gross mit Ulrich Mühe und Iris Berben. > Kinok St.Gallen, 14:30 Uhr

MO 09.02 KonZerT Tonee. Brazil-afrobeat-jazz. > Nef’s Rössli Flawil, 20 Uhr

CluBBing/PArTy Blue Monday. DJ Johnny Lopez. > Relax Lounge St.Gallen, 21 Uhr Vollmondbar. Begegnungen, Gespräche und Kulinarik. > Kulturforum Amriswil, 20 Uhr

FilM indischer Filmabend mit indischem Buffet. In Zusammenarbeit mit dem Restaurant Hecht veranstaltet das Kinotheater einen indischen Filmabend. Vorhe gibt es ein indisches Buffet. > Kino Theater Madlen Heerbrugg, 19 Uhr Solaris. Ein Psychologe wird zum Planeten Solaris geschickt, um unerklärlichen Vorkommnissen auf der dortigen Forschungsstation nachzuspüren. Andrej Tarkowskijs Meisterwerk nach dem Roman von Stanislav Lem. > Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr

THeATer der Process. Nach dem Roman von Franz Kafka. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr der Talisman. Lustspiel von Johann Nestroy. > Stadttheater Schaffhausen, 20 Uhr Maria Stuart. Schauspiel von Friedrich Schiller. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr

KABAreTT

Kinder

Fritsches Künstler-Kantine. Comedy-Stars von morgen. > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

der igel und der Hase. Theater ab fünf Jahren. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr

liTerATur

VorTrAg

drachensaat. Lesung mit Jan Weiler. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr

ist natur was nicht nach Mensch aussieht? mit Dr.Ludwig Hasler. > Lyceumclub St.Gallen, 15 Uhr Kanada – Alaska. Diashow mit Thomas Sbampato. > Kongresshaus Thurpark Wattwil, 20 Uhr Prekarität der niedriglöhner. Mit Alessandro Pelizzari. > Palace St.Gallen, 20.15 Uhr

VorTrAg Kanada – Alaska. Diashow mit Thomas Sbampato. > Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs SG, 20 Uhr Prekarität der niedriglöhner. Mit Alessandro Pelizzari. > Palace St.Gallen, 20.15 Uhr

diVerSeS Frauengesprächskreis. Thema: Humor > ev. Kirchgemeindehaus Kreuzlingen, 9 Uhr

dI 10.02

KonZerT liebeleien, ein musikalisch-poetisches Menu. > B-Post St.Gallen, 20 Uhr The Haunted, All that remains. Support: Deadlock. > Salzhaus Winterthur, 19 Uhr

CluBBing/PArTy

KonZerT

Midweek Session. DJ Don Philippo. > Relax Lounge St.Gallen, 21 Uhr

dä Ziischtig. mit Funjazztic. > Kugl St.Gallen, 21 Uhr

FilM

CluBBing/PArTy disaster.bar. The Las Vegas cover Show. > Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Mittagsmilonga . Tanzen über Mittag. > Club Tango Almacén St.Gallen, 12 Uhr Juicy Tuesday. DJ Elkaphone. > Relax Lounge St.Gallen, 21 Uhr

FilM diamantenbilliard. Ironisch inszenierte Kriminalkomödie. Ab 12 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 14:15 Uhr emoticons. Filmreihe Psychische Krankheiten. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr offret. Ein Intellektueller zieht angesichts einer angedeuteten atomaren Katastrophe eine radikale Konsequenz. Andrej Tarkowskijs letztes Werk ist eine bildgewaltige Vision, die dem Materialismus der Welt eine spirituell erfüllte Gegenwelt gegenüberstellt. > Kinok St.Gallen, 20 Uhr

THeATer der Mann von la Mancha. Musical von Mitch Leigh. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr der Talisman. Lustspiel von Johann Nestroy. > Stadttheater Schaffhausen, 20 Uhr die lustige Witwe. Operette von Franz Lehár. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Turandot. Puccinis letzte Oper. > Festspielhaus Bregenz, 20 Uhr

KABAreTT emil Steinberger. 100 Minuten lachen. > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

liTerATur James Sacre französischer Dichter der Landschaft, der Tiere, der Kindheit. Lesung. > Kult-Bau St.Gallen, 20 Uhr

SAITEN 02/09

MI 11.02

Sneakers Stories. Drei Jugendliche die Basketballstars werden wollen. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr Stadion trifft Stadt: Filmvorführung. «Champion 2000 FCSG». > Grabenhalle St.Gallen, 20 Uhr Tausend ozeane. Meikel lässt besten Freund auf den Malediven zurück. Während seiner Abwesenheit ist zuhause etwas passiert, über das niemand sprechen will. Das berührende Drama erhielt den Berner Filmpreis 2008. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr The Prison and the Priest. Eindrucksvolles Porträt des 80-jährigen Ostschweizer Benediktiners Peter Meienberg, des Bruders von Niklaus Meienberg, dessen Arbeitsplatz die modrigen Gefängnisse von Nairobi sind. > Kinok St.Gallen, 19 Uhr

THeATer Himmel sehen. Stück von Ann-Christin Focke. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr Terrorismus. Tiefschwarze Komödie der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Turandot. Puccinis letzte Oper > Festspielhaus Bregenz, 20 Uhr Türkisch gold. Für Jugendliche ab 12 J. > Stadttheater Konstanz, 11 Uhr

KABAreTT Heinz de Specht. musikalische Kurztherapien und plausible Lösungen. > Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr

KunST/AuSSTellungen limitiert. Führung; > Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz, 15 Uhr

liTerATur gertrud Widler. liest aus «In China geboren». > Schulhaus Au Urnäsch, 19 Uhr ina Boesch. liest aus «Grenzfälle». > Buchhandlung Comedia St.Gallen, 19:30 Uhr

HoCHMuSiKAliSCH PerSönliCH Schubert:Winterreise:Mütter in Romanshorn

Posaunist Bertl Mütter setzt sich als improvisierender Musiker mit der eigenen musikalischen Tradition auseinander. Mütter spielt nicht nur virtuos, er ist auch ein multimediales Ereignis, bei dem sich vieles vielschichtig und assoziativ um Musik, Stimme, Sprache und Kommunikation dreht und wendet. Das lockere Parlieren in den «Mütterbriefen» oder die Zusammenarbeit mit prominenten Schriftstellern wie Gert Jonke und Franzobel haben darin ebenso Platz wie seine Projekte mit den bekannten Stimmakrobatinnen Lauren Newton und Erika Stucki. Bertl Mütter wurde schlagartig bekannt mit seiner «Winterreise», die er 2001 im Schubertsaal des Wiener Konzerthauses zur Uraufführung brachte. Seine Nachkomposition der «Winterreise» mag im ersten Moment irritieren, fasziniert aber als hochmusikalische, persönlich empfundene und mit grossem Atem gespielte Performance. Sonntag, 8. Februar, 17 uhr, Alte Kirche romanshorn. Mehr Infos und Reservation: www.klangreich.ch

VorTrAg Kanada – Alaska. Diashow mit Thomas Sbampato. > Casino Frauenfeld Frauenfeld, 20 Uhr Mittwoch-Mittag-impulse. Mit Ina Bösch, Journalistin DRS. > ev. Kirche St.Laurenzen St.Gallen, 12:45 Uhr Zwischen Säntis und Kanchendzonga. Vortrag von Hansjörg Bodenmann > Mehrzweckgebäude Waldstatt, 20 Uhr

Kinder der fuchsrote und der mausgraue Hund. ab 5 Jahren. > Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr der räuber Hotzenplotz. von Otfried Preussler. > Theater St.Gallen, 14 Uhr der Zauberer von oz. Kindertheater ab 5 J. > Altes Kino Mels, 14 Uhr die Brunnenhexe. für die ganze Familie. > Puppentheater Marottino Arbon, 16 Uhr gameboy, Teddy, Wunderstein - Was hilft Kindern beim Einschlafen?. > Hist. & Völkerkundemuseum St.Gallen, 18:30 Uhr Märchen hören und spielen. Volksmärchen zum nachspielen. > fabriggli Buchs SG, 14 Uhr Märchen im Museum. «Geschichten aus Südamerika». > Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14 Uhr offenes Studio im power_up radio. von und für Kinder und Jugendliche. > Kinderdorf Pestalozzi Trogen, 14 Uhr Schneeweisschen und rosenrot. Grimms Märchen > Puppentheater Rietlistall Wildhaus, 14 Uhr uorsin und seine Freunde. Frei nach Selina Chönz. > TaK Schaan, 18 Uhr

dO 12.02 KonZerT Antonio Malinconico / Sandro Schneebeli. Doppelkonzert. > Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Chicago – luzern – exchange. Free-JazzImprovisation. > Palace St.Gallen, 21 Uhr ein kleines Konzert # 71. t.b.a. > Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr gustav & Band. Politisch tanzen! > Spielboden Dornbirn, 21 Uhr Jürgen Waidele Quartett. > Eisenwerk Frauenfeld, 20:15 Uhr Kanti lädt ein.. Isabel und Patrizia Bösch > Kanti a. Burggraben St.Gallen, 17:15 Uhr Patent ochsner. «The Rimini Flashdown». > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr Suisse diagonales Jazzfestival. Mit: Michael Naef Group, Cowboys from Hell & Red Note Jazz Trio u.a. > Kastanienhof St.Gallen, 20.30 Uhr

CluBBing/PArTy 6PM-After-Work-Party. DJ EDI - Partytunes > Relax Lounge St.Gallen, 18 Uhr Bade.wanne. DJ Pfaff Cäsi. > Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Tanzbar: dJ nicola. Hausmannskost > Krempel Buchs SG, 20:30 Uhr Who the fuck are: The Doors. > Kulturbeiz Kaff Frauenfeld, 20 Uhr

FilM Blues ischt mi leaba. Vorarlbergs RockUrgestein Walter Batruel. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr Charulata (The lonely Wife). Von Satyajit Ray, Indien 1966. Bengalisch mit englischen Untertiteln. > Kunstmuseum Liechtenstein Vaduz, 18 Uhr Kurz und Knapp. Filmsalon für Kurzfilme. > Salzhaus Winterthur, 19:30 Uhr


KAlENdEr 55 Un monde moderne. Die Werftarbeiter in Saint-Nazaire, wo das grösste Passagierschiff der Welt, die Queen Mary 2, gebaut wurde, erzählen von ihren prekären Arbeitsbedingungen. Michael Gemperle, Soziologisches Seminar Universität St.Gallen in den Film ein. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Une journée d’Andrei Arsenevitch. Der französische Dokumentarfilmer Chris Marker porträtiert seinen Freund Andrej Tarkowskij und macht Lust auf dessen grandioses Werk. Dazu wird Tarkowskijs Abschlussfilm an der Filmhochschule WGIK «Die Walze und die Geige» gezeigt. > Kinok St.Gallen, 18 Uhr

TheATer Amoklauf mein Kinderspiel. Jugendstück von Thomas Freyer. > Theater St.Gallen, 20 Uhr Carmen. Oper von Bizet. > Festspielhaus Bregenz, 20 Uhr Der Mann von La Mancha. Musical von Mitch Leigh. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr Faust – von J.W. von Goethe. > Puppentheater Rietlistall Wildhaus, 20:15 Uhr La Traviata. Oper von Giuseppe Verdi. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr rico Leitner - Zaubershow. > QuimbyHuus St.Gallen, 19:30 Uhr Terrorismus. Tiefschwarze Komödie der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 19:30 Uhr Türkisch Gold. Für Jugendliche ab 12 J. > Stadttheater Konstanz, 18 Uhr Wer sucht mich? Herr Friedli auf Brautschau. > Kulturzentrum K9 Konstanz, 20 Uhr

MUsiCAL Das Phantom der Oper. v. A.L. Webber. > Fürstenlandsaal Gossau SG, 20 Uhr

KUnsT/AUssTeLLUnGen Markus schinwald. Live-Performance. > Kunsthaus Bregenz, 19 Uhr Über dem Bett. Künstlergespräch. > Kunstraum Winterthur, 19 Uhr

VOrTrAG Costa rica - Reportage von Tobias Hauser. > Park Casino Schaffhausen, 20 Uhr Kanada - Alaska. Diashow mit Thomas Sbampato. Abenteuerliche Reisen zu Gletschern. > Stadtsaal Wil SG, 20 Uhr Zur Bedeutung von Darwins Werk für Zoologie und Botanik, Referent: Toni Bürgin und Janspeter Schumacher. > Naturmuseum St.Gallen, 19 Uhr

KinDer Uorsin und seine Freunde. nach Selina Chönz. > TaK Schaan, 14 Uhr

Fr 13.02 KOnZerT Maple Creek & Guests. Bluegrass, Irish & New Acoustic. > Restaurant Adler Mörschwil, 20 Uhr BMV 18 «gleich wie der regen». Für Sopran, Tenor und Bass. > ev. Kirche Trogen, 19 Uhr

SAITEN 02/09

Cécile Verny Quarett. Elfenbeinküste > Jazzhuus Lustenau, 21 Uhr Chris & Mike. «Nightlive». > Kulturforum Amriswil, 20:15 Uhr Contrapunktkonzert. Gitarrenquartett qausi fantasia. > Pfalzkeller St.Gallen, 20 Uhr Die Granate XXVi. Feat. Chris Secundo aka C.B.72. > Kugl St.Gallen, 23 Uhr Favez. Rock aus Lausanne. > Kulturlokal Mariaberg Rorschach, 21:30 Uhr Francis international Airport & Ben Martin solo. Indie-Pop. > Kulturbahnhof Gare de Lion Wil SG, 21 Uhr Jalazz. Bebop, Hardbop, Free-Jazz. > Kulturcinema Arbon, 20 Uhr Musik aus dem sudan. Mit Mohamed Badawi. > K9 Konstanz, 20 Uhr Patent Ochsner. «Bälpmoos» ist unvergessen > Casino Herisau Herisau, 20:30 Uhr Paul Amrod. Zeitreise durch die russische Musik von 1880 bis 1930. > Stadttheater Konstanz, 20:30 Uhr suisse Diagonales Jazz mit NK und JAZZCafé. > Klubschule im Hauptbahnhof St.Gallen, 20:30 Uhr Unhold. Support: Verwaltzen. Noise-Rock. > Gaswerk Winterthur, 20 Uhr

KABAreTT

FiLM

emil steinberger. 100 Minuten lachen. > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr heinz de specht. musikalische Kurztherapien. > Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr

1 1/2 ritter. Auf der Suche nach der hinreissenden Herzelinde. Ab 12 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Chandni Chowk to China. Der neue Film von Nikhil Advani (Kal Ho Naa Ho) ist echtes Crossover-Kino: Es vereint Bollywood und Martial Arts auf höchstem Niveau zu einem geistreichen Actionkomödienmusical, mit spektakulären Tanz- und Kampfszenen. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Der spiegel. Ein Mann denkt darüber nach, sich von seiner Frau und seinem Sohn zu trennen. Andrej Tarkowskijs stark autobiographisch geprägter Film ist eine melancholische, assoziative Reise durch das Gedächtnis eines Menschen. > Kinok St.Gallen, 18 Uhr Tintenherz. Nach dem Fantasybestseller von Cornelia Funke. Ab 10 Jahren. Deutsh. > Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr Von Alpköniginnen und eisbärenkindern. Das Natur- und Tierfilmfestival. – Hier treffen sich wilde Haifische, diebische Affen aus Indien und abgerichtete Ratten zum Stelldichein. > Naturmuseum St.Gallen, 12 Uhr

MUsiCAL Power of Africa. South Africa Musical Group. > Tonhalle Wil SG, 20 Uhr

KUnsT/AUssTeLLUnGen Markus schinwald. Vernissage; «Vanishing Lessons».> Kunsthaus Bregenz, 20 Uhr rahel ilona eisenring. Trickfilme & Installationen. Vernissage. > Galerie vor der Klostermauer St.Gallen, 19 Uhr

VOrTrAG Kanada - Alaska. Diashow mit Thomas Sbampato. > Restaurant Adler (St. Georgen) St.Gallen, 20 Uhr

CLUBBinG/PArTy

KinDer

94 Anni Acquari. con Enzo, Oli, Jessy > BBKing Herisau, 20 Uhr Back to the 80’s Clubbing. Ö3-DJ Mario Poscharnig. > Festspielhaus Bregenz, 21 Uhr Dance Free. Tanzen, bewegen, begegnen. > Alte Kaserne Winterthur, 20 Uhr Dancehall reggae. Vibes Galaxy Sound alongside Baddis Crew. > Salzhaus Winterthur, 22 Uhr Duell der Plattenleger. FC Winterthur vs. Velokurier Winterthur. > Kraftfeld Winterthur, 21 Uhr Klangfenster. DJ B.Gahan - Knackige Beats von A-Z > Relax Lounge St.Gallen, 22 Uhr Milonga - Tanznacht. Mit DJ und Bar. > Tango Almacén St.Gallen, 21:30 Uhr Tarantino-night. Titty Twister-Soundsystem. > Kaff Frauenfeld, 20 Uhr

Uorsin und seine Freunde. nach Selina Chönz. > TaK Schaan, 10 Uhr

FiLM Australia. Mit Nicole Kidman und Hugh Jackmann. Ab 12 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Chandni Chowk to China. Der neue Film von Nikhil Advani (Kal Ho Naa Ho) ist echtes Crossover-Kino: Es vereint Bollywood und Martial Arts auf höchstem Niveau zu einem geistreichen Actionkomödienmusical, mit spektakulären Tanz- und Kampfszenen. > Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr The World Unseen. Romantisches Drama um die Liebe zweier Frauen im Südafrika der fünfziger Jahre. Ein Bravourstück mit überzeugenden Charakteren, Spannung, Humor und hinreissender Romantik. > Kinok St.Gallen, 21 Uhr

TheATer Carmen. Oper von Bizet. > Festspielhaus Bregenz, 20 Uhr Company Mafalda «presque rien». Verbindung von Tanz und Raum. > Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Der Process. Nach Franz Kafka. > Stadttheater Konstanz, 11 & 20 Uhr Die lustige Witwe. Operette von Franz Lehár. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr himmel sehen. Stück von Ann-Christin Focke. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr Maskulin - ein stück Männlichkeit. zwergenHAFT. > fabriggli Buchs SG, 20 Uhr

SA 14.02 KOnZerT Assurd. Musik aus Napoli. > ChössiTheater Lichtensteig, 20:15 Uhr Circuit. Folk, Funk und Jazz. > CuphubDesign Kultur Café Arbon, 21 Uhr Dickes B. «Mama Berlin, Backstein und Benzin. > Krempel Buchs SG, 22:30 Uhr eggBigBand. Covers aus der guten alten Zeit. > Spielboden Dornbirn, 20 Uhr Flashdigga & Drüklang. Harte Zeiten brechen an. > Kraftfeld Winterthur, 21 Uhr hank shizzoe. Vom sanften Zupfen bis zum heftigen Schlag. > Alte Turnhalle Engelburg, 20:15 Uhr James yorkston & support. Singer-Songwriter. > Palace St.Gallen, 21 Uhr Little rock. Pop, Grunge, Singer-/Songwriter. > Rümpeltum St.Gallen, 21 Uhr sicorion. Metalcore. Support: All life ends und Franky four fingers. > Grabenhalle St.Gallen, 20 Uhr Upper Class Bastards. Mitreissende Rockshow. > Cultbar St.Gallen, 21 Uhr Wheels on Fire. Blues, Garage und Rock’n’Roll. > Kulturlokal Mariaberg Rorschach, 22 Uhr Workshopkonzert . Mit den Teilnehmern des Workshop und Bertl Mütter. > alte Kirche Romanshorn, 17 Uhr

CLUBBinG/PArTy Dancers night. tanzen zu Zweit > Tanzschule Wingling St.Gallen, 21 Uhr Die Plattenspieler. Kuschelrock trifft Umberto Tozzi. > Stadttheater Konstanz, 22:30 Uhr electronic Valentine. Festival für elektronische Musik. > Salzhaus Winterthur, 23 Uhr in the Mix. DJ Djane-ad – Partytunes > Relax Lounge St.Gallen, 22 Uhr Kingston Vibes. Dancehall, Reggae und Hip Hop. > Kugl St.Gallen, 22 Uhr shake it up. Funk. > Kulturbahnhof Gare de Lion Wil SG, 22 Uhr

TheATer Carmen. Oper von Bizet. > Festspielhaus Bregenz, 20 Uhr Chilte und Wybe. musikalisches Erzählstück mit Christine Lauterburg. > 3Eidgenossen Appenzell, 20 Uhr Der Mann von La Mancha. Musical von Mitch Leigh. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr simone Weil - Gedanken einer Arbeiterin. > Museum Herisau Herisau, 20:15 Uhr Terrorismus. Tiefschwarze Komödie der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Weisse nächte. Von Fjodor Dostojewskij. > Stadttheater Konstanz, 20:30 Uhr

KABAreTT Alex Porter: Gluck. > Kammgarn Schaffhausen, 20:30 Uhr emil steinberger. 100 Minuten lachen. > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr heinz de specht. musikalische Kurztherapien. > Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Karim slama. bittet um Aufmerksamkeit». > Altes Zeughaus Herisau, 20:30 Uhr Magic Comedy Festival schweiz. Comedy und Zauberei. > Tonhalle St.Gallen, 20 Uhr Mammutjäger: urgeknallt. > Löwenarena Sommeri, 20:30 Uhr Weiterleuchten: Duo Hinderletscht - Lieder, die die Welt verändern. > Kulturtreff Rotfarb Uznach, 20:30 Uhr

MUsiCAL hairspray. Musical von Marc Shaiman. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr

KUnsT/AUssTeLLUnGen Künstlerfrühstück. Mit Markus Schinwald. Gespräch mit Jörg Heiser vom «frieze». > Kunsthaus KUB Bregenz, 10 Uhr Markus schinwald. Führung; «Vanishing Lessons». > Kunsthaus Bregenz, 14 Uhr

LiTerATUr Die fabelhaften heldentaten des weisen Narren Mulla Nasrudin. musikalisch umrahmte Lesung. > Schloss Wartegg Rorschacherberg, 20 Uhr

PArLeZ-VOUs FrAnçAis? Karim Slama im Alten Zeughaus

Die schüchterne Einstiegsfrage des Lausanner Komikers Karim Slama ist mehr rhetorisch als wirklich von Bedeutung: «Parlez-vous français?» Denn die Sprachbarriere löst sich während seiner Performance in Lachen auf. Er begeistert das Publikum mit entwaffnendem Charme und Herzlichkeit und seinen gekonnt unbeholfenen Übersetzungen auf Deutsch. Slamas vor Mimik und Gestik sprühende Körpersprache verstehen alle. Mit unglaublicher Präzision beherrscht der Bewegungskünstler seinen energiegeladenen Körper, fällt zu Boden, schnellt wie ein Gummiball hoch, tanzt, bewegt sich perfekt synchron zu eingespielten Ton- und Lichteffekten. Mit scharfem Auge richtet Slama in seinem zweiten Programm die ganze Aufmerksamkeit auf unsere kleinen Ängste und kindlichen Hemmungen. samstag, 14. Februar, 20.30 Uhr, Altes Zeughaus herisau. Mehr Infos: www.kulturisdorf.ch

Bruder Benno Kehl. Lesung. > Bibliothek Goldach, 11 Uhr Philosophische Vitamine. Musikalische Lesung mit Theo Ross.> Theater am Kirchplatz Schaan, 20:09 Uhr slamshow: Fitzgerald & rimini. Berner Popliteratur, Slampoetry, Geräusche. > Kulturbeiz Kaff Frauenfeld, 21 Uhr

KinDer Der Wassermann vom säntis. eine Geschichte aus dem Appenzellerland. > Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr Der Zauberer von Oz. ab fünf Jahren > Asselkeller Schönengrund, 14 Uhr Dudels schatzsuche. Figurentheater für Kinder ab 4 Jahren. > Eisenwerk Frauenfeld, 15 Uhr Pettersson und Findus. Kinderstück ab fünf Jahren. > Theater St.Gallen, 14 Uhr rennschwein rudi rüssel. Andere Kinder halten sich Goldhamster oder Meerschweinchen, bei der Familie Gützkow muss es ein Hausschwein sein. Vergnüglicher Filmspass für klein und gross mit Ulrich Mühe und Iris Berben. > Kinok St.Gallen, 14:30 Uhr Workshop. Für Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren. Unter der Leitung eines Museumspädagogen. > Kunsthaus KUB Bregenz, 14 Uhr

DiVerses Tour de Trogen. Diaabend. > Viertel Trogen, 20 Uhr


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SinGSonG ALonG

Yorkston, Trouble und Bill im Palace Die Singer-Songwriter glänzten in dieser Palace-Saison durch Abstinenz. Nun kommen an einem Abend grad drei. Angeführt wird das Trio von einem Grossen: James Yorkston ist Schotte und beim legendären Label Domino untergebracht. Seine fast wie Landschaftsmalerei hingetupfte Musik wurde oft von Radio-DJ-Legene John Peel gespielt und erinnert an Arab Strap oder auch Lambchop. Auf seinem vierten Album «When The Haar Rolls In» besingt er würdevoll den Haar, den über die schottische Küste rollenden Nordsee-Nebel. Den Auftakt macht die Zürcher Songwriter-Sängerin mit Punk-Vergangenheit Evelinn Trouble, die schon mit Björk und Coco Rosie oder auch mit ihren Schweizer Kolleginnen Sophie Hunger und Heidi Happy verglichen wurde. Und nicht minder gespannt darf man den Weg des jungen St.Gallers Sebastian Bill verfolgen, der am ehesten dem Ostschweizer Conor Oberst nahe kommt. Samstag, 14. Februar, 21 uhr, Palace St.Gallen. Mehr Infos: www.palace.sg

Von Alpköniginnen und Eisbärenkindern. Das Natur- und Tierfilmfestival. – Hier treffen sich wilde Haifische, diebische Affen aus Indien und abgerichtete Ratten zum Stelldichein. > Naturmuseum St.Gallen, 10:45 Uhr

MO 16.02

ThEATEr

Puppetmastaz. Die erste Toy-HipHop Band der Welt. > Grabenhalle St.Gallen, 20 Uhr Sul Palco - Kammermusik.> Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr The bps rio. Mit Robert Bossardt, Hans Sander, und Peter Pattynama. > Nef’s Rössli Flawil, 20 Uhr

Carmen. Oper von Bizet. > Festspielhaus Bregenz, 15 & 20 Uhr Das Shiwago Projekt. nach Boris Pasternak. > Stadttheater Konstanz, 19:30 Uhr Der Mann von La Mancha. Musical von Mitch Leigh. > Theater am KornmarktBregenz, 20 Uhr jugendclub momoll theater: Werkstatt 11. > Probebühne Cardinal Schaffhausen, 17 Uhr Siebente reise. Sterntagebücher S. Lems. > Stadttheater Konstanz, 20:30 Uhr Talk im Theater. Einführung zu «Die stumme Serenade» > Theater St.Gallen, 11 Uhr Türkisch Gold. Für Jugendliche ab 12 J. > Stadttheater Konstanz, 15 Uhr

MuSiCAL hairspray. Musical von Marc Shaiman. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr

KunST/AuSSTELLunGEn «Gib uns unser tägliches Brot – Alltag im Lager». Führung. > Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Kunststück / Frühstück. > Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell, 11 Uhr LED - Licht und Farbe inszenieren. Führung. > Gewerbemuseum Winterthur, 11 Uhr Markus Schinwald. Führung; «Vanishing Lessons». > Kunsthaus Bregenz, 16 Uhr rahel ilona Eisenring. Trickfilme & Installationen. Sonntagsapero. > Galerie vor der Klostermauer St.Gallen, 10 Uhr

LiTErATur Theo und Vincent van Gogh. Zwei Künstler der Menschlichkeit. > Bibliothek Herisau Herisau, 11 Uhr

urKnALLErEiEn

Mammutjäger in der Löwenarena

VorTrAG

Die Mammutjäger befassen sich mit der Geschichte der Menschheit und all ihrem komischtragischen Potential. Dabei überwinden sie mühelos die Grenzen zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, zwischen Realität, Fiktion und Fantasie: gespielte, gesprochene, gesungene, gekrächzte, gehüpfte und gesprungene Expressionen vom Urknall, von der Evolution, von schwarzen Löchern in Waschmaschinen, von Gravitationsfeldern auf Achterbahnen, von Quanten-Fallschirm-Sprüngen aus Hubschraubern, von teilchenbeschleunigten Bobfahrern, von Ursäugern im Nagewahn, von Primaten im Futterneid und vom Rest des Universums. Samstag, 14. Februar, 20.30 uhr, Löwenarena Sommeri. Mehr Infos: www.loewenarena.ch

Spielerischer Vortrag: Tösstaler Marionetten. > Historisches Museum des Kantons Thurgau Frauenfeld, 14 Uhr

SO 15.02

Tönet ihr Pauken. Konzert zum 60.Geburtstag von Mario Schwarz. > Tonhalle St.Gallen, 17 Uhr

KonzErT

FiLM

2. orgelkonzert. Stücke von A.Heiller, J.S.Bach, O.Dienel, G.A.Merkel u.a. > Münster Allerheiligen Schaffhausen, 17 Uhr Antonio Malinconico. Akustische Gitarrenkläng. > Restaurant Bären Hundwil, 10 Uhr Gunna Wendt und Monika FaltermeierPrestl: Lisa Della Casa.. > BodmanLiteraturhaus Gottlieben, 11 Uhr Johannes Kobelt Quantett: Fabulös Tabulös. > ev. Kirche Oberuzwil, 17 Uhr Klassik zom z’morge . Mit Antonio Malinconico & friends. > Restaurant Bären Hundwil, 10 Uhr

Buddenbrooks. ab 12 Jahren. > Kino Rosental Heiden, 19 Uhr Chandni Chowk to China. Der neue Film von Nikhil Advani (Kal Ho Naa Ho) ist echtes Crossover-Kino: Es vereint Bollywood und Martial Arts auf höchstem Niveau zu einem geistreichen Actionkomödienmusical, mit spektakulären Tanz- und Kampfszenen. > Kinok St.Gallen, 19 Uhr Tintenherz. Nach dem Fantasybestseller von Cornelia Funke. Ab 10 Jahren. Deutsh. > Kino Rosental Heiden, 15 Uhr un monde moderne. Die Werftarbeiter in Saint-Nazaire, wo das grösste Passagierschiff der Welt, die Queen Mary 2, gebaut wurde, erzählen von ihren prekären Arbeitsbedingungen. > Kinok St.Gallen, 17 Uhr

KinDEr Audiovisionen. Hörspielreihe im Jungen Theater. > Stadttheater Konstanz, 16 Uhr Däumelinchen. Theater für Kinder ab vier Jahren. > fabriggli Buchs SG, 16 Uhr Der Wassermann vom Säntis. eine Geschichte aus dem Appenzellerland von Beatrice Dörig. Für Kinder ab 4 Jahren. > Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr rennschwein rudi rüssel – Andere Kinder halten sich Goldhamster oder Meerschweinchen, bei der Familie Gützkow muss es ein Hausschwein sein. Vergnüglicher Filmspass für klein und gross mit Ulrich Mühe und Iris Berben. > Kinok St.Gallen, 14:30 Uhr uorsin und seine Freunde. Frei nach Selina Chönz. > TaK Schaan, 16 Uhr

DiVErSES Pflanzen räuchern. Das älteste Heilwissen neu entdeckt. > Kultur-Werkstatt Wil SG, 20 Uhr «Sammeln als Profession», Podiumsgespräch. > Appenzeller VolkskundeMuseum Stein AR, 10:30 Uhr

KonzErT

CLuBBinG/PArTy Blue Monday. DJ Johnny Lopez. > Relax Lounge St.Gallen, 21 Uhr

FiLM one. Originalversion ab 14 Jahren. Produktion: Deutschland, 2007. Regie: Ward M. Powers. Darsteller: Barbara Marx Hubbard, Thich Nhat Hahn, Deepak Chopra. > Kino Theater Madlen Heerbrugg, 20:15 Uhr Tausend ozeane. Meikel lässt besten Freund auf den Malediven zurück. Während seiner Abwesenheit ist zuhause etwas passiert, über das niemand sprechen will. Das berührende Drama erhielt den Berner Filmpreis 2008. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

FiLM Koolhaas houselife. Architekturfilm einmal anders: Der witzige Film begleitet die Haushaltsangestellte Guadalupe Acedo auf ihrer täglichen Putzrunde durch Rem Koolhaas berühmtes «Maison à Bordeaux». > Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr Übergeschnappt. Filmreihe Psychische Krankheiten. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr

ThEATEr Amoklauf mein Kinderspiel. Jugendstück von Thomas Freyer. > Theater St.Gallen, 20 Uhr Der Mann von La Mancha. Musical von Mitch Leigh. > Theater am KornmarktBregenz, 20 Uhr Der Process. Nach Franz Kafka. > Stadttheater Konstanz, 11 & 20 Uhr Maria Stuart. Schauspiel von Friedrich Schiller. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Pussy’n’Pimmel. Eine Aufklärungsshow für Teens’n’Oldies! > TaK Schaan, 20 Uhr

KABArETT ursus & nadeschkin. «Weltrekord». > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

ThEATEr

KunST/AuSSTELLunGEn

Der Process. Nach dem Roman von Franz Kafka. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr one Language – Many Voices. American Drama Group Europe & TNT Theater Britain. > Stadttheater Konstanz, 16&20 Uhr

Swiss Embroidery, Farbräume - Network Quilters, Vision. Vernissage. > Textilmuseum St.Gallen, 10 Uhr z’Alp fahre. Führung. > Museum im Lagerhaus St.Gallen, 18 Uhr

KABArETT

VorTrAG

Alf Poier. «Satsang». > Spielboden Dornbirn, 20 Uhr Maria neuschmid: Alles Gute. > Theater am Kirchplatz Schaan, 20:09 Uhr

Der rhythmus der Gesellschaft. Zeitgefühl und Ungleichheitsordnung bei Pierre Bourdieu. Mit Berthold Vogel. > Palace St.Gallen, 20.15 Sibirien. Multimediereportage von Peter Eichenberger. > BZB Halle Buchs, 20 Uhr

MuSiCAL hairspray. Musical von Marc Shaiman. Baltimore 1962. Die Corny-Collins-Show > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr

KinDEr Wie Kinder die Sprache entdecken. Referentin: Barbara Zollinger. > Bibliothek Teufen, 20 Uhr uorsin und seine Freunde. Frei nach Selina Chönz. > TaK Schaan, 14 Uhr

DiVErSES TechTreff openwireless St.Gallen. Vortrag und Diskussionsrunde. > Jugend Elektronik Zentrum St.Gallen, 19 Uhr

MI 18.02 KonzErT

DI 17.02 KonzErT «pièces pittoresques» Mit Harry White, Pi-Chin Chien und Edward Rushton. > Villa Sträuli Winterthur, 20 Uhr

CLuBBinG/PArTy Disaster.bar. DJ Hallosager. > Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Juicy Tuesday. DJ Elkaphone > Relax Lounge St.Gallen, 21 Uhr

Gémeaux Quartett. Werke von J.Haydn, F.Schubert und A.v.Webern. > Casino Herisau, 20 Uhr Jazz am Mittwoch. accent – figure – layer. > Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Mark and the Spies. Garage beat pop. Support: Choo Choo. > Gaswerk Winterthur, 20 Uhr Max raabe & Palast orchester. Lieder, Schlager und Couplets. > Festspielhaus Bregenz, 20 Uhr Mittwoch-Mittag-Konzert. J.S. Bach: die Solosuiten. > ev. Kirche St. Laurenzen St.Gallen, 12:15 Uhr

CLuBBinG/PArTy Jam Session. Winterthurs Musikszene. > Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Midweek Session. DJ Don Philippo. > Relax Lounge St.Gallen, 21 Uhr

SAITEN 02/09


KAlENdEr 57 Film The Prison and the Priest. Eindrucksvolles Porträt des 80-jährigen Ostschweizer Benediktiners Peter Meienberg, des Bruders von Niklaus Meienberg, dessen Arbeitsplatz die modrigen Gefängnisse von Nairobi sind. > Kinok St.Gallen, 19 Uhr The World Unseen. Romantisches Drama um die Liebe zweier Frauen im Südafrika der fünfziger Jahre. Ein Bravourstück mit überzeugenden Charakteren, Spannung, Humor und hinreissender Romantik. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

TheaTer Die Wanze. Insektenkrimi. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr Dinner für Spinner. Dialekt-Komödie. > Stadttheater Schaffhausen, 19:30 Uhr Pussy’n’Pimmel. Eine Aufklärungsshow für Teens’n’Oldies! > Theater am Kirchplatz Schaan, 10 Uhr Terrorismus. Tiefschwarze Komödie der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Türkisch Gold. Für Jugendliche ab 12 J. > Stadttheater Konstanz, 11 Uhr

KabareTT bodo Wartke. wort- und reimverspielte Lieder. > Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr Ursus & Nadeschkin. «Weltrekord». > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

KUNST/aUSSTellUNGeN 11:1 elf Sammlungen für ein museum. Führung mit Konrad Bitterli, Kurator. > Kunstmuseum St.Gallen, 18:30 Uhr KunstGenuss über mittag. Führung. > Suva Winterthur, 13:15 Uhr Schweizer bergleben um 1950. Führung. > Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14:30 Uhr

VorTraG Der meister der materie: leo Perutz – ein Porträt. Vortrag von Prof. H.H. Müller. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr madagaskar & la réunion. Multivision. > Regierungsgebäude St.Gallen, 20 Uhr Septemberweizen. Schwerpunkt Gentechnologie. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr

KiNDer Der räuber hotzenplotz. von Otfried Preussler. > Theater St.Gallen, 14 Uhr mary Poppins. Die berühmteste Kinderfrau der Welt im Kino. Ab 6 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 14:15 Uhr Xasper und Wimbel im Weltall. von Beatrice Dörig nach dem Kinderbuch von Ursula Poznanski. Für Kinder ab 5 Jahren. > Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr

DiVerSeS Sammeln als leidenschaft. Marcel Zünd im Gespräch mit F. S. > Appenzeller Volkskunde-Museum Stein AR, 10:30 Uhr

dO 19.02 KoNzerT 7. Tonhallekonzert. «Britain and Britten Musik aus England». > Tonhalle St.Gallen, 19:30 Uhr barbetrieb. > Kulturbahnhof Gare de Lion Wil SG, 20 Uhr Dunnschtix-Jazz. LA-Quintett. > Kulturbeiz Kaff Frauenfeld, 20 Uhr Jazz-aggregat. «power generating unit». > Theater am Saumarkt Feldkirch, 20:15 Uhr lichter / Gisbert zu Knypshausen. Deutschpop. > Spielboden Dornbirn, 21 Uhr Schülerkonzert. «Enigma? – Edward Elgars versteckte Freunde». > Tonhalle St.Gallen, 10 Uhr

lyrisch Nitraat. Film und Videokunst von Peter Delpeut > Kunstmuseum Liechtenstein Vaduz, 20 Uhr markus Schinwald. Führung; Vanishing Lessons. > Kunsthaus KUB Bregenz, 19 Uhr matti braum. Kola. Führung; Mit Christiane Meyer-Stoll. > Kunstmuseum Liechtenstein Vaduz, 18 Uhr Super Furz. Vernissage; Mischa Camenzind, Objekte & Installation. > Kunstraum Winterthur, 19 Uhr

liTeraTUr Frühschicht mit manfred heinrich. Thema: Familien. > Alte Kaserne Winterthur, 06:30 Uhr hans-Christian Dany. Drogen-Exkurs. > Palace St.Gallen, 20 Uhr

ClUbbiNG/ParTy

VorTraG

6Pm-after-Work-Party. DJ EDI > Relax Lounge St.Gallen, 18 Uhr bade.wanne. She-DJ Joan Landor. > Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr hallenbeiz. mit DJ Crimp. > Grabenhalle St.Gallen, 20:30 Uhr Stadtkind musiziert. Live: Jesh mit Überraschungsgast. > Salzhaus Winterthur, 20 Uhr Tanzbar: DJ Don8. Break Beat Electro > Krempel Buchs SG, 20:30 Uhr

mehr Sprache. Sprachwelten der Wissensgesellschaft. > Vorarlberger Landesbibliothek Bregenz, 19:30 Uhr Sibirien, Multimediereportage von Peter Eichenberger. > Restaurant Adler (St.Georgen) St.Gallen, 20 Uhr

«Die FabelhaFTeN helDeNTaTeN DeS WeiSeN NarreN mUlla NaSrUDiN» Keller und Galli auf Wartegg

Astrid Keller und Hans Galli setzen G.I. Gurdjieffs Geschichte von Mulla Nasrudin musikalisch um: Nasrudin ist zugleich Weiser und Narr, Meister und Bettler, Richter und Lehrer – eine hintergründige Figur, welche den Sufi-Meistern dient, ihren Schülern (aber auch westlichen Leserinnen und Lesern) die Augen für das Wesentliche zu öffnen: «Sufismus bedeutet, nichts zu besitzen und von nichts besessen zu werden.» In der Gestalt Nasrudins begegnet uns ein humorvoller Islam, der ob dem Lärm der kulturkämpferischen Klischees leicht vergessen geht. Der Autor/Musiker Gurdjieff war Lehrer und Mystiker im 20. Jahrhundert. Sein Wirken war inspiriert von seinen Pilgerreisen durch den Orient. Astrid Keller (Burgtheater Wien, Schauspielhaus Zürich, See-Burgtheater Kreuzlingen) liest, Hans Galli spielt Klavier. Samstag, 14. Februar, 20 Uhr, Schloss Wartegg rorschacherberg. Mehr Infos: www.wartegg.ch

Fr 20.02

Film 13. lichtspieltage. Das Programm der 13. Lichtspieltage bewegt nicht nur Bilder. Winterthur wird während drei Tagen zum Nationalen Zentrum der unabhängigen Low-Budget-und Underground Filmszene. > Gaswerk Winterthur, 10 Uhr Ça commence aujourd’hui. Im wirtschaftlich maroden Norden Frankreichs setzt sich ein Schulleiter für die Kinder arbeitsloser Eltern ein und legt sich mit Behörden und Polikern an. Patricia Holder, Soziologisches Seminar Universität St.Gallen, in den Film ein. > Kinok St.Gallen, 20 Uhr Nostalghia. Der russische Schriftsteller Andrej reist durch Italien auf den Spuren eines russischen Komponisten, dessen Biografie er schreiben will. Tarkowskijs mit vollendeter Meisterschaft inszenierte Traumreise durch die Bruchstellen der abendländischen Kultur. > Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr Nur ein Urlaubsvideo. Mit zwei Gitarren, einem Fotoapparat und zwei Kameras durch Österreich. > Spielboden Dornbirn, 20 Uhr

TheaTer Die Wanze. Insektenkrimi. > Theater am KornmarktBregenz, 20 Uhr Faust – von J.W. von Goethe. > Puppentheater Rietlistall Wildhaus, 20:15 Uhr herr Stauss malt an einem bild. von Rea Brändle. Premiere.> Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr jugendclub momoll theater: Werkstatt 11. > Probebühne Cardinal Schaffhausen, 18 Uhr

KabareTT Schnitzelbank-abende. mit Speis, Trank und Guggen. > Kellerbühne St.Gallen, 18:30 Uhr Simon enzler. «Feldversuche». > Schloss Dottenwil Wittenbach, 20 Uhr Ursus & Nadeschkin. «Weltrekord». > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

SAITEN 02/09

KUNST/aUSSTellUNGeN

KoNzerT 2. mittagskonzert. Alun Francis, Leitung. Benjam Britten Simple Symphony op.4. > Tonhalle St.Gallen, 20 Uhr 5 rhythmen Tanzen . mit Alexa Schmid. > Kultur-Werkstatt Wil SG, 20 Uhr apoptygma berzerk. Electro, Techno, Future Pop. > Club Conrad Sohm Dornbirn, 21 Uhr Chickenhouse blues band. Bluesig angehauchter Rock. > Bogenkeller Rotfarb Bühler, 20:30 Uhr Jazzbar. mit «Jalazz». > Kulturbar RAB-Bar Trogen, 20:30 Uhr max Tundra. Jetzt, mit neuem Album. > Mariaberg Rorschach, 22 Uhr Patent ochsner. «Bälpmoos» bleibt unvergessen. > Altes Kino Mels, 20 Uhr rap-SG Night Vol.12. Etter, Dreckige Oschte und Lycon*. DJ’s Pac-Man & E.S.I.K. > Jugendkulturraum flon St.Gallen, 21 Uhr Starch. Hochenergetische Musik. > Grabenhalle St.Gallen, 20 Uhr Ten years after. Support: Hank Shizzoe. > Salzhaus Winterthur, 19 Uhr The Gaptones. Pure Funk vom Bodensee. > Kulturbeiz Kaff Frauenfeld, 21:30 Uhr

ClUbbiNG/ParTy ansaugen zum rundlauf. Der Klassiker unter den Spielwiesen. > Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Klangfenster. DJ B.Gahan > Relax Lounge St.Gallen, 22 Uhr milonga – Tanznacht. Mit DJ und Bar. > Tango Almacén St.Gallen, 21:30 Uhr SeaSightParty. Electronic Dancemusic & Visuals. > Stadttheater Konstanz, 22 Uhr

GröSSeNWahNSiNNiGe WiNzliNGe Puppetmastaz in der Grabenhalle

Auf dem Parkplatz vor der Grabenhalle landet endlich wieder ein Ufo. Auch die Chauffeure dieser fliegenden Untertasse wollen die Weltherrschaft an sich reissen. Klar! Allen voran Mr. Maloke. Der und seine Genossen Snuggles, Panic und Wizard sind aber weder aus Schleim, noch schwingen sie Laserkanonen. Sie sind aus Stoff, also Puppen und, ja, sie rappen. Von diesem (Puppen-)Musikstil träumen Sun Ra und Bootsy Collins vermutlich: Creature Funk! Endlich macht die Puppen tanzen lassen Sinn. Manchmal schaut sogar Meister Joda Konzert vorbei. Kermit der Frosch sei auch schon gesehen worden. montag, 16. Februar, 21 Uhr, Grabenhalle St.Gallen. Mehr Infos: www.grabenhalle.ch

Film besuch und Film: Jungregisseur lukas Fehr. 30KMH - Das Roadmovie (CH2008). > Kulturcinema Arbon, 20:30 Uhr buddenbrooks. ab 12 Jahren. > Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Chandni Chowk to China. Der neue Film von Nikhil Advani (Kal Ho Naa Ho) ist echtes Crossover-Kino: Es vereint Bollywood und Martial Arts auf höchstem Niveau zu einem geistreichen Actionkomödienmusical, mit spektakulären Tanz- und Kampfszenen. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr Jungregisseur lukas Fehr. > Kulturcinema Arbon, 20:30 Uhr Koolhaas houselife. Architekturfilm einmal anders: Der witzige Film begleitet die Haushaltsangestellte Guadalupe Acedo auf ihrer täglichen Putzrunde durch Rem Kool-

haas berühmtes «Maison à Bordeaux». > Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr lebenszeichen. Filmreihe Psychische Krankheiten. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr

TheaTer Der mann von la mancha. Musical von Mitch Leigh. > Theater am KornmarktBregenz, 20 Uhr Die Geschichte vom Soldaten. Theater Spalanzani. > Löwenarena Sommeri, 20:30 Uhr Die stumme Serenade. Musikalische Komödie. > Lokremise St.Gallen, 20 Uhr herr Stauss malt an einem bild. von Rea Brändle > Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr


KAlENdEr 59 RosaLena «Endegut? - ein Lebensabend». > Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Simone Weil - Gedanken einer Arbeiterin. > Museum Herisau Herisau, 20:15 Uhr Terrorismus. Tiefschwarze Komödie der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 19:30 Uhr Theater Marie: Schilten. > Kammgarn Schaffhausen, 20:30 Uhr Theaterverein Eisbrecher, Komödie in 3 Akten. > Kirchenzentrum Steinacker Kradolf, 20 Uhr

KabaRETT Schnitzelbank-abende. Fasnachtsbeiz mit Speis, Trank und Guggen. > Kellerbühne St.Gallen, 18:30 Uhr Sebastian 23. «Gude Laune hier!» > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr Strohmann/Kauz: Ungerdüre. > Eisenwerk Frauenfeld, 20 Uhr

KunST/auSSTELLungEn ankäufe des Landes Vorarlberg. Vernissage; > Vorarlberger Landesmuseum VLM Bregenz, 17 Uhr Leidenschaft und Widerspruch – Iris und Peter von Roten. > Regierungsgebäude St.Gallen, 18.30 Uhr

SA 21.02 KonzERT 3 Feet Smaller. «December 32nd» > Carinisaal Lustenau, 21 Uhr aki Takase & Louis Sclavis Duo. Piano, Klarinette, Bassklarinette und Sopransax. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr bliss: SuperStern. Accapella. > Kulturzentrum Dreispitz Kreuzlingen, 20:15 Uhr Parne gadje. Support: Zeilos. > Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr Cubanischer Abend mit der Gruppe um Christoph Gsell. > Kul-tour auf Vögelinsegg Speicher, 18 Uhr Feine Musik präsentiert: Traumraum. > Gare de Lion Wil SG, 22 Uhr Les amuse bouches. Jazz, Pop, Zigeunerund Balkanmusik. > Restaurant Bären Hundwil, 21 Uhr Little Rock. Metal, Rock. > Cuphub-Design Kultur Café Arbon, 21 Uhr Living Room. Singer/Songwriter und Minimalpop. > Kulturbeiz Kaff Frauenfeld, 21:30 Uhr Lombego Surfers. Outlaw Rock’n’Roll. > Schwarzer Engel St.Gallen, 21 Uhr Lovebugs. Support: Rambling Wheels. > Salzhaus Winterthur, 19 Uhr Marc Sway & band. Die Sonne Brasiliens im Herzen. > fabriggli Buchs SG, 20 Uhr Philipp Fankhauser. Jazz. > Kastanienhof St.Gallen, 20:30 Uhr Pubside Down. Luzerner Folkrock Band. > USL Amriswil, 21 Uhr Sealand. Acoustic Pop Rock. Support: Mara. > Cultbar St.Gallen, 21 Uhr Sebastian bill. Beeinflusst vom Amerikanischen Folk. > Viertel Trogen, 20 Uhr Shakeadelic. Tanzen zu Funk. > Kugl St.Gallen, 22 Uhr Sonus brass Ensemble. Ohrwürmer aus Klassik bis Jazz,.> Hotel Linde Heiden, 20 Uhr

CLubbing/PaRTy Electronic Music Review. DJs Impact, Finestile, Cut the Weazle. > Kraftfeld Winterthur, 22 Uhr Fasnachtsmilonga. Tangueros erwünscht. > Stadttheater Konstanz, 21 Uhr in the Mix. DJ Claude Frank - Partytunes > Relax Lounge St.Gallen, 22 Uhr Shakeadelic. Tanzen zu Funk. > Kugl St.Gallen, 22 Uhr

FiLM buddenbrooks. ab 12 Jahren. > Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr Chandni Chowk to China. Der neue Film von Nikhil Advani (Kal Ho Naa Ho) ist echtes Crossover-Kino: Es vereint Bollywood und Martial Arts auf höchstem Niveau zu einem geistreichen Actionkomödienmusical, mit spektakulären Tanz- und Kampfszenen. > Kinok St.Gallen, 21 Uhr Monsanto. Schwerpunkt Gentechnologie. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr Tandoori Love. Eine helvetisch-indische Liebeskomödie in Bollywood-Manier. ab 12 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr Tausend ozeane. Meikel lässt besten Freund auf den Malediven zurück. Während seiner Abwesenheit ist zuhause etwas passiert, über das niemand sprechen will. Das berührende Drama erhielt den Berner Filmpreis 2008. > Kinok St.Gallen, 19 Uhr The World unseen. Romantisches Drama um die Liebe zweier Frauen im Südafrika der fünfziger Jahre. Ein Bravourstück mit überzeugenden Charakteren, Spannung, Humor und hinreissender Romantik. > Kinok St.Gallen, 17 Uhr

ThEaTER Der (letzte) Kosmonaut. Von Susanne Hinkelbein. Premiere. > Stadttheater Konstanz, 20:30 Uhr Die Wanze. Insektenkrimi. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr herr Stauss malt an einem bild. von Rea Brändle. > Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr jugendclub momoll theater: Werkstatt 11. > Probebühne Cardinal Schaffhausen, 20 Uhr Pique Dame. Oper von Peter Iljitsch Tschaikowsky. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr RosaLena «Endegut - ein Lebensabend». > Theater am Gleis Winterthur, 20:15 Uhr Simone Weil – Gedanken einer Arbeiterin. > Museum Herisau Herisau, 20:15 Uhr Terrorismus. Tiefschwarze Komödie der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr

KabaRETT Schnitzelbank-abende. Fasnachtsbeiz mit Speis, Trank und Guggen. > Kellerbühne St.Gallen, 18:30 Uhr Simon Enzler. «Feldversuche». > Schloss Dottenwil Wittenbach, 20 Uhr ursus & nadeschkin. «Weltrekord». > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

Tanz havana Rumba!. Tanz- und Musik-Show. > Stadttheater Schaffhausen, 17:30 Uhr

KunST/auSSTELLungEn bignia Corradini. Vernissage; Phasmiden. > Galerie Adrian Bleisch Arbon, 16 Uhr Lucio Fontana. Vernissage; Zeichen und Zeichnung. > Museum Liner Appenzell, 17 Uhr

SAITEN 02/09

Markus Schinwald. Führung; Vanishing Lessons. > Kunsthaus Bregenz, 14 Uhr

LiTERaTuR Reeto von gunten – revolutioniert den Dia-Abend. > ZiK Arbon, 20:30 Uhr

KinDER Chasperli-Theater. Tritratrallalla > kath. Pfarreisaal Bühler, 15 Uhr Die Piraten sind los. Singnachmittag mit Mai Cocopelli ab vier Jahren. > Spielboden Dornbirn, 15 Uhr Rennschwein Rudi Rüssel. Andere Kinder halten sich Goldhamster oder Meerschweinchen, bei der Familie Gützkow muss es ein Hausschwein sein. Vergnüglicher Filmspass für klein und gross mit Ulrich Mühe und Iris Berben. > Kinok St.Gallen, 14:30 Uhr Traumberufe – Schauspielerin und Theaterpädagogin. > Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14 Uhr Pettersson und Findus. Kinderstück ab fünf Jahren. > Theater St.Gallen, 14 Uhr Workshop. für Kinder von 5 bis 10 Jahren. > Kunsthaus KUB Bregenz, 10 Uhr Xasper und Wimbel im Weltall. ab 5 Jahren. > Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr

«MuSiC» TauFEn

Starch in der Grabenhalle Die grösste fleissigste/fantasievollste WG der Ostschweiz ist wieder unterwegs. Starch taufen in der Grabenhalle ihr zweites Album «Music». Schwierig zu sagen, was die sieben Freunde für Musik machen: Sie verwerten den Soundtrack einer Generation, die gleichermassen mit Rock, Hip-Hop und Funk aufgewachsen ist, zu einer eigenständigen, energetischen Musik. Schweisstreibend (tanzen), euphorisch (wilder tanzen), durchgedreht (nicht aufhören zu tanzen). Freitag, 20. Februar, 22 uhr, grabenhalle St.gallen. Mehr Infos: www.grabenhalle.ch

ThEaTER

SO 22.02 KonzERT Edith de Camargo und band. Poesie, Melodie und Geschichten am Klavier. > Grabenhalle St.Gallen, 20 Uhr Forum alte Musik – Orphée rencontre l’Ange-Le Sieur de St.Colombe... > ev. Kirche St.Mangen St.Gallen, 17 Uhr Musica aperta. Doppelkonzert... con voce.. > Theater am Gleis Winterthur, 17 Uhr organ Spectacular. Heitere Orgelmusik. > Kathedrale St.Gallen, 17:30 Uhr

FiLM bedtime Stories. Ein Familienspass von Walt Disney. Ab 8 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 15 Uhr Ça commence aujourd’hui. Im wirtschaftlich maroden Norden Frankreichs setzt sich ein Schulleiter für die Kinder arbeitsloser Eltern ein und legt sich mit Behörden und Polikern an. Koolhaas houselife. Architekturfilm einmal anders: Der witzige Film begleitet die Haushaltsangestellte Guadalupe Acedo auf ihrer täglichen Putzrunde durch Rem Koolhaas berühmtes «Maison à Bordeaux». > Kinok St.Gallen, 11 Uhr ninotchka. Aus der Reihe Raritätien und Klassiker zeigt das Kiwi den 1939 entstandenen Film Ninotchka. Regie und Produktion Ernst Lubitsch, mit Greta Garbo und Melvyn Douglas. In englischer Originalfassung mit deutschen und französischen Untertitel. > Kino Kiwi Schaffhausen, 17:30 Uhr nostalghia. Der russische Schriftsteller Andrej reist durch Italien auf den Spuren eines russischen Komponisten, dessen Biografie er schreiben will. Tarkowskijs mit vollendeter Meisterschaft inszenierte Traumreise durch die Bruchstellen der abendländischen Kultur. > Kinok St.Gallen, 20 Uhr Qué tan lejos – so weit weg. Das sympathische Roadmovie mit zwei starken Frauen. Ab 12 Jahren. O / d / f. > Kino Rosental Heiden, 19 Uhr

Das Shiwago Projekt. nach Boris Pasternak. > Stadttheater Konstanz, 19:30 Uhr Der Mann von La Mancha. Musical von Mitch Leigh > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr DinnerKrimi. Mörderisches Klassentreffen. > Gasthof zum Goldenen Kreuz Frauenfeld, 17:30 Uhr Maria Stuart. Schauspiel von Friedrich Schiller. > Theater St.Gallen, 14:30 & 19.30 Uhr Siebente Reise. Sterntagebücher S. Lems. > Stadttheater Konstanz, 20:30 Uhr Theaterverein Eisbrecher, Komödie in 3 Akten. > ev. Kirchgemeindehaus Amriswil, 14 Uhr

Tanz havana Rumba!. Tanz- und Musik-Show. > Stadttheater Schaffhausen, 17:30 Uhr

KunST/auSSTELLungEn LED – Licht und Farbe inszenieren. Führung. > Gewerbemuseum Winterthur, 11 Uhr Markus Schinwald. Führung; Vanishing Lessons. > Kunsthaus KUB Bregenz, 16 Uhr Markus Schinwald. Live-Perfomances. > Kunsthaus KUB Bregenz, 19 Uhr Rahel ilona Eisenring. Trickfilme & Installationen. Sonntagsapero. > Galerie vor der Klostermauer St.Gallen, 10 Uhr Tierglocken aus aller Welt. Vernissage. > Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 11 Uhr Walter angehrn. Vernissage; «Ich hatte viel Bekümmernis ...» > Schloss Dottenwil Wittenbach, 11 Uhr

VoRTRag Eindrücke meiner Weltraumreisen. Prof. Dr. h.c. Claude Nicollier, Astronaut & Physiker. > Alte Kaserne Winterthur, 11 Uhr

DiE Dia-REVoLuTion Reeto von Gunten in Arbon

Er hat muffige Lesungen in hippe Veranstaltungen verwandelt, jetzt revolutioniert er auch noch den Dia-Abend. Reeto von Gunten (Radiolegende, begnadeter Erzähler, Schriftsteller und Unterhalter) erzählt, schwelgt, schwärmt und unterhält wie immer auf höchstem Niveau. Zum ersten Mal nicht nur live und in Farbe, sondern inklusive eines umfassenden Einblicks in sein visuelles Œuvre. Oder einfach guter alter Rock‘n‘Roll in Wort und Bild. Samstag, 21. Februar, 20.30 uhr, ziK arbon. Mehr Infos: www.phonomene.ch

KinDER bruno hächler mit dem Tierli Walter. Zebra-Geschichten. > Salzhaus Winterthur, 14 Uhr bruno Reise Fieber. Ab 5 Jahren. > Chössi-Theater Lichtensteig, 17 Uhr Rennschwein Rudi Rüssel. Andere Kinder halten sich Goldhamster oder Meerschweinchen, bei der Familie Gützkow muss es ein Hausschwein sein. Vergnüglicher Filmspass für klein und gross mit Ulrich Mühe und Iris Berben. > Kinok St.Gallen, 14:30 Uhr Spielend durch die Welt. Familienführungen durch die Ausstellung. > Kinderdorf Pestalozzi Trogen, 11 Uhr


62

DI 24.02 Konzert Dä ziischtig. mit Funjazztic. > Kugl St.Gallen, 21 Uhr Stahlberger und band. mit Debut-CD «Rägäbogesiedlig» im Gepäck auf Tour. > Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr

Clubbing/Party Juicy tuesday. DJ Elkaphone. > Relax Lounge St.Gallen, 21 Uhr

FilM

«nellie gooDbye»

Junges Theater Tuchlaube im Fabriggli Seit Wochen gibt es für Nellie, Cora, Tina, Jonny und Danny, die Useless Beauties, nur ein Ziel: den grossen Bandwettbewerb Battle of the Bands. Doch dann kippt Nellie während einer Probe um. Cora schleppt ihre Freundin zum Arzt. Die Ungewissheit legt die Nerven im Proberaum blank. Ein Tumor dringt in die geschlossene Welt des Proberaums ebenso unverhofft ein wie kurz zuvor in Nellies Kopf. Er stellt die Band vor eine Zerreissprobe und drückt jeden einzelnen an die Wand. – Eine Geschichte um eine jugendliche Rockband, mit Tiefgang, Humor und viel Livemusik. Von Lutz Hübner. Ab 13 Jahren. Freitag, 27. Februar, 20 uhr, Werdenberger Kleintheater fabriggli buchs. Mehr Infos: www.fabriggli.ch

hirtenreise ins 3. Jahrtausend. Schweizer Filmpreis: bester Dokumentarfilm. Ab 12 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 14:15 Uhr Septemberweizen. Schwerpunkt Gentechnologie. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr tausend ozeane. Meikel lässt besten Freund auf den Malediven zurück. Während seiner Abwesenheit ist zuhause etwas passiert, über das niemand sprechen will. Das berührende Drama erhielt den Berner Filmpreis 2008. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

theater Die Wanze. Insektenkrimi. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr Pique Dame. Oper von Peter Iljitsch Tschaikowsky. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Solo-theater mit Suna baldinger. «Ich Paula Becker Modersohn». > Hotel Linde Heiden, 20:15 Uhr

FilM nacht vor augen. Filmreihe Psychische Krankheiten. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr nostalghia. Der russische Schriftsteller Andrej reist durch Italien auf den Spuren eines russischen Komponisten, dessen Biografie er schreiben will. Tarkowskijs mit vollendeter Meisterschaft inszenierte Traumreise durch die Bruchstellen der abendländischen Kultur. > Kinok St.Gallen, 20 Uhr une journée d’andrei arsenevitch. Der französische Dokumentarfilmer Chris Marker porträtiert seinen Freund Andrej Tarkowskij und macht Lust auf dessen grandioses Werk. Dazu wird Tarkowskijs Abschlussfilm an der Filmhochschule WGIK «Die Walze und die Geige» gezeigt. > Kinok St.Gallen, 17:30 Uhr

theater Der Mann von la Mancha. Musical von Mitch Leigh. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr terrorismus. Tiefschwarze Komödie der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 15 Uhr

KunSt/auSStellungen Dialogführung mit Jo Molitoris. Kamera von Markus Schinwald. > Kunsthaus Bregenz, 19 Uhr limitiert. Führung. > Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz, 15 Uhr

literatur

Micheal elsener. kein Geheimtipp mehr. > Casinotheater Winterthur, 20 Uhr

buchvernissage «Mimosa fliegt». von Andrea Gerster. > Galerie Adrian Bleisch Arbon, 19:30 Uhr Pia Waibel, graziella rossi, helmut Vogel. snach Eveline Haslers «Stein bedeutet Liebe». > Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr

KunSt/auSStellungen

Vortrag

MutigeS unD ernSthaFteS haha

# 11 Markus Müller. Schaukasten-Vernissage. > Altes Zeughaus Herisau, 18.30

In Kreuzlingen gibt es viel zu lachen. Das Festival Kabarett in Kreuzlingen hat sich in den letzten Jahren seinen Platz als verlässlicher Gradmesser der Kabarettszene gesichert. Auf sauglatte Blödeler verzichten die Macherinnenn und Macher, und bewiesen in den letzen Jahren Mut und dass sie ihre Nase im Wind haben, indem sie zum Beispiel letztes Jahr Stermann und Grissemann an den See holten. Auch in diesem Jahr glänzt das Programm. Die Eröffnungsveranstaltung mit Ohne Rolf sei innerhalb weniger Stunden ausverkauft gewesen. Am zweiten Abend (28. Februar) steht Joachim Rittmeyer auf der Bühne. – Neben Stahlberger ein anderer St.Galler, der mit feiner hintergründiger Komik schon den Salzburger Stier eingesackt hat. Im März gehts mit Josef Hader und anderen weiter! Kreuzlingen, 26. Februar bis 19. März. Mehr Infos: www.kik-kreuzlingen.ch

literatur

Mittwoch-Mittag-impulse. Mit Stefan Kölliker, Vorsteher Bildungsdepartement. > St.Laurenzen St.Gallen, 12:15 Uhr Mongolei. Diashow mit Romy Müller. > Stadtsaal Wil SG, 20 Uhr theater & Psychoanalyse. Rainer Rehberger zu «Der Process». > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr

Kabarett

Kabarett in Kreuzlingen

MO 23.02 Konzert Meng tian. Singer, Songwriter Abend. > Nef’s Rössli Flawil, 20 Uhr

Clubbing/Party blue Monday. DJ Johnny Lopez. > Relax Lounge St.Gallen, 21 Uhr

FilM Chandni Chowk to China. Der neue Film von Nikhil Advani (Kal Ho Naa Ho) ist echtes Crossover-Kino: Es vereint Bollywood und

Martial Arts auf höchstem Niveau zu einem geistreichen Actionkomödienmusical, mit spektakulären Tanz- und Kampfszenen. > Kinok St.Gallen, 19:30 Uhr

theater amoklauf mein Kinderspiel. Jugendstück von T. Freyer. > Theater St.Gallen, 20 Uhr

Kabarett Cabaretduo Divertimento: Plan B. > Hotel Thurgauerhof Weinfelden, 20 Uhr

Vortrag Kanti lädt ein.. Schellenursli in Japan. mit Urs Bürki. >Kanti am Burggraben St.Gallen, 17:15 Uhr

Jürg acklin. liest aus «Vertrauen ist gut». > Lyceumclub St.Gallen, 15 Uhr

Vortrag andreas Kramer. Photographie, Multivision, Jurten, Jaks & Joghurt. > Kammgarn Schaffhausen, 20 Uhr Prekarität und Sozialwissenschaft. Podiumsdiskussion. > Palace St.Gallen, 20.15 the lazy gardener – Wie man sein Glück im Garten findet. Mit Remo Vetter > Volksbibliothek Gossau, 9:30 Uhr

MI 25.02 Konzert egotronic. Elektro-Punk aus Berlin. > Schwarzer Engel St.Gallen, 21 Uhr

KinDer Das tapfere Schneiderlein. Für Kinder ab 5 Jahren. > Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr Figurentheater lupine . 1 + 1 = Kopfsalat. > Kultur i de Aula Goldach, 14:30 Uhr Kunstdrache. erzählt Kunstgeschichten > Kunsthaus KUB Bregenz, 15 Uhr Schellenurslis glocke. Kinderführung mit Madeleine Antener. > Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 14 Uhr Schneeweisschen und rosenrot. Grimms Märchen > Puppentheater Rietlistall Wildhaus, 14 Uhr zauberlaterne. Filmclub für Kinder von 6 bis 12 J. > Alte Kaserne Winterthur, 14 & 16 Uhr

DO 26.02 Konzert barbetrieb mit Frantic. folkiger Indiepop. > Gare de Lion Wil SG, 20:30 Uhr Christian Muthspiel . mit Posaune, Klavier, Stimme, Electronics und Toys. > Psychiatrisches Zentrum Herisau, 20 Uhr ein kleines Konzert # 72. Helicobakter. Progressiver Rock. > Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr Farlow. Indie-Rock. > Salzhaus Winterthur, 19:30 Uhr Freestyle-bar. OpenMic. > Jugendkulturraum flon St.Gallen, 19 Uhr

Clubbing/Party 6PM-after-Work-Party. DJ EDI – Partytunes > Relax Lounge St.Gallen, 18 Uhr bade.wanne. DJs Funkfu und Soulfill Franklin. > Kraftfeld Winterthur, 20 Uhr Sitzdiskothek. Musik mit Schnauz. > Kulturbeiz Kaff Frauenfeld, 20 Uhr DJ Mistah Direct. Mash-up, Reggae > Krempel Buchs SG, 20:30 Uhr

FilM Koolhaas houselife. Architekturfilm einmal anders: Der witzige Film begleitet die Haushaltsangestellte Guadalupe Acedo auf ihrer täglichen Putzrunde durch Rem Koolhaas berühmtes «Maison à Bordeaux». > Kinok St.Gallen, 18:30 Uhr Sneakers Stories. Der Film begleitet drei Jugendliche in Wien, Brooklyn und Ghana auf dem Weg Basketballstars zu werden. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr the World unseen. Romantisches Drama um die Liebe zweier Frauen im Südafrika der fünfziger Jahre. Ein Bravourstück mit überzeugenden Charakteren, Spannung, Humor und hinreissender Romantik. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

theater amoklauf mein Kinderspiel. Jugendstück von T. Freyer. > Theater St.Gallen, 20 Uhr Faust - von J.W. von Goethe. > Puppentheater Rietlistall Wildhaus, 20:15 Uhr himmel sehen. Stück von Ann-Christin Focke. «Schwabenkinder» wurden die Kinder > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr terrorismus. Tiefschwarze Komödie der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr zinnober. Puppentheater für Erwachsene. Nach E.T.A. Hoffmann und Robert Gernhardt. > Figurentheater St.Gallen, 20 Uhr

Kabarett KiK-Festival 2009: ohne rolf - Blattrand. > Theater a.d. Grenze Kreuzlingen, 20 Uhr

KunSt/auSStellungen Markus Schinwald. Live-Perfomances. > Kunsthaus KUB Bregenz, 19 Uhr Matti braum. Kola. 30 min. Kurzführung. > Kunstmuseum Vaduz, 12:30 Uhr Vom auftauchen und Verschwinden. Künstlergespräch. > Kunstraum Engländer bau Vaduz, 18 Uhr

Clubbing/Party Midweek Session. DJ Don Philippo. > Relax Lounge St.Gallen, 21 Uhr

SAITEN 02/09


KAlENdEr 63 Literatur Frauke Meyer-Gosau: Einmal muss das Fest ja kommen.. > Bodman-Literaturhaus Gottlieben, 20 Uhr

Diverses Leidenschaft & Widerspruch. Gespräch von Hortensia von Roten & Wilfried Meichtry. > Regierungsgebäude St.Gallen, 20 Uhr

the Prison and the Priest. Eindrucksvolles Porträt des 80-jährigen Ostschweizer Benediktiners Peter Meienberg, des Bruders von Niklaus Meienberg, dessen Arbeitsplatz die modrigen Gefängnisse von Nairobi sind. > Kinok St.Gallen, 19 Uhr the World unseen. Romantisches Drama um die Liebe zweier Frauen im Südafrika der fünfziger Jahre. Ein Bravourstück mit überzeugenden Charakteren, Spannung, Humor und hinreissender Romantik. > Kinok St.Gallen, 20:30 Uhr

tHeater

Fr 27.02 Konzert appenzeller abend. Streichmusik Edelweiss,u.a. > Klubschule Migros im Hauptbahnhof St.Gallen, 20 Uhr California. Stücke von Steve Reich, John Cage, Dave Brubeck u.a. > Kastanienhof St.Gallen, 20:30 Uhr Chico Freeman & Fritz Pauer trio. Jazz. > Jazzhuus Lustenau, 21 Uhr Kammerkonzert. Folk und Traditionals. > Kantonsschulhaus Trogen, 19:30 Uhr Liederabend mit Wandula-Trio. > Landgasthaus Hörnli Trogen, 20:30 Uhr nils althaus. Berner Liedermacher. > Alte Mühle Gams, 20 Uhr reggae revolution Part 4. Sebastian Sturm & Jin Jin Band. > Grabenhalle St.Gallen, 21 Uhr son of the velvet rat: Loss & Love. > Theater am Saumarkt Feldkirch, 20:15 Uhr son, ambulance. vom Saddle Creek Label. > Kulturlokal Mariaberg Rorschach, 21:30 Uhr türkce ve almanca sarkilar. «Türkisch/ vorarlberger lockerer Singabend». > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr

CLubbinG/Party Caravan-Disco. Mit Moulinex, Louis La Roche und Pimpthesystem. > Palace St.Gallen, 23 Uhr DJ Maraton 5. Techno, Minimal. > Kugl St.Gallen, 23 Uhr Guggenparty. X-Large Wiesendangen. > Alte Kaserne Winterthur, 19:15 Uhr back from leave. Milesahead Flashbeats. > Kulturbeiz Kaff Frauenfeld, 20 Uhr Klangfenster. DJ B.Gahan - Knackige Beats von A-Z > Relax Lounge St.Gallen, 22 Uhr Milonga - tanznacht. Mit DJ und Bar. > Tango Almacén St.Gallen, 21:30 Uhr thirtylicious . mit DJ CKDT & DJ Jetstream. > Salzhaus Winterthur, 21:30 Uhr vocal House. D.J. Nick Kasil > BBKing Herisau, 20 Uhr

FiLM 9. Kulinarische Filmnacht Winterthur. Film ab. > Gaswerk Winterthur, 20 Uhr Gucha. Regie: Dusan Milic, Ser / D / Bul 2006. > Kulturcinema Arbon, 20:30 Uhr Monsanto. Schwerpunkt Gentechnologie. > Spielboden Dornbirn, 20:30 Uhr tandoori Love. Eine helvetisch-indische Liebeskomödie in Bollywood-Manier. ab 12 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr tausend ozeane. Meikel lässt besten Freund auf den Malediven zurück. Während seiner Abwesenheit ist zuhause etwas passiert, über das niemand sprechen will. Das berührende Drama erhielt den Berner Filmpreis 2008. > Kinok St.Gallen, 22:30 Uhr

SAITEN 02/09

big Deal. Ein Stück über Gras. > Theaterhaus Thurgau Weinfelden, 20:15 Uhr Hase Hase. Schauspiel von Coline Serreau. > Theater am Kirchplatz Schaan, 20 Uhr Herr stauss malt an einem bild. von Rea Brändle. > Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr nellie Goodbye. Junges Theater. > fabriggli Buchs SG, 20 Uhr siebente reise. Sterntagebücher S. Lems. > Stadttheater Konstanz, 20:30 Uhr terrorismus. Tiefschwarze Komödie der Brüder Presnjakow. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr theaterverein eisbrecher, Komödie in 3 Akten. > evangelisches Kirchgemeindehaus Erlen, 20 Uhr zinnober. Puppentheater für Erwachsene. Nach E.T.A. Hoffmann und Robert Gernhardt. > Figurentheater St.Gallen, 20 Uhr

Kabarett ohne rolf: Blattrand. > Oberstufenzentrum Goldach, 20 Uhr

Kunst/aussteLLunGen ilkka Halso. Vernissage; > Galerie/Christian Roellin (Lagerhaus) St.Gallen, 14 Uhr nedko solakov. Vernissage; Emotions. > Kunstmuseum St.Gallen, 18:30 Uhr

Literatur Pia Waibel, Graziella rossi, Helmut Vogel. nach Eveline Haslers «Stein bedeutet Liebe». > Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr raul zelik. Liest aus «Der bewaffnete Freund». > Palace St.Gallen, 20:30 Uhr

Diverses Der Lagerplatz. Informationen, Videoarbeiten und DJ Dr.Brunner. > Kraftfeld Winterthur, 20:30 Uhr

SA 28.02 Konzert and still i bleed . Support: Stand Fast. Hardcore und Alternative Music. > Grabenhalle St.Gallen, 21:30 Uhr anna Warzinek. Lieder über Liebe. > Altes Kino Mels, 20:15 Uhr art 2 o. Rock, Pop, Indie. > Cultbar St.Gallen, 21 Uhr astronauts of inner space & Keenloch. Alternative Rock und Postrock. > Kulturbeiz Kaff Frauenfeld, 21:30 Uhr betina Castano mit de alder buebe. Flamenco trifft Zäuerli. > Hotel Linde Heiden, 20:15 Uhr bligg. Die 0816-Tour. > ZiK – Zentrum für integrierte Kreativität Arbon, 21 Uhr Coal & band. »masquerade» . > Eisenwerk Frauenfeld, 21 Uhr

Goraniska – stimme und akkordeon. Auf den Spuren der Zigeuner. > Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell, 20 Uhr Handsome Hank and his Lonesome boys Support: Tom Combo & DJ elMex. > Palace St.Gallen, 22 Uhr Heinz de specht. Neue Lieder aus der Vogelperspektive. > Diogenes Theater Altstätten SG, 20 Uhr Mat Callahan & yvonne Moore. New Folk Songs. > Kultur in Mogelsberg Mogelsberg, 20:15 Uhr nacht ist wie ein stilles Meer. Mendelssohn, Brahms. > Pförtnerhaus Feldkirch, 20 Uhr rock am Weier newcomer-Contest. > Gare de Lion Wil, 19:30 Uhr zehnder kraah trio. aussergewöhnlicher Stimmkünstler. > Chössi-Theater Lichtensteig, 20:15 Uhr

CLubbinG/Party 3 years Cuphub-Party. Happy Birthday. > Cuphub-Design Café Arbon, 21 Uhr endstation Club. Wave-Gothic-ElectroParty. > Alte Kaserne Winterthur, 21 Uhr Girls, Girls, Girls!. Hip Hop Party Tunes. > Kugl St.Gallen, 22 Uhr Finest rock selection. Adi&Stois > BBKing Herisau, 20 Uhr Fire & ice. Ziegelhöttler Guggenmusik. > Casino Herisau Herisau, 19:30 Uhr Global Dance. She-DJ m/Lou und g-ri. > Kraftfeld Winterthur, 21 Uhr in the Mix. DJ Hörmann - Partytunes > Relax Lounge St.Gallen, 22 Uhr smells like twen spirit. Mash up the 90s. > Salzhaus Winterthur, 20 Uhr

«auF Den sPuren Der ziGeuner» Kovacevic und Schildknecht unterwegs

Die beiden laden ein zum Stimmenfeuer und Akkordeonrauschen. Goran Kovacevic drückt seine Quetsche und Franziska Schildknecht trägt ihr Herz auf der Zunge. Wenn die beiden in ihre Musik eintauchen, fliesst ihre Liebe. Sequenzen aus dem Leben des Liebespaares quer durch die Zigeunergeschichte zaubern ein buntes, genussvolles, berührendes Musiktheater auf die Bühne. Premiere feiert das Programm im Hotel des ehemaligen Leiters des Amts für Kultur des Kantons St.Gallen, Hans Schmid. Freitag, 27. Februar, 20 uhr, Hotel Piz Linard Lavin. Mehr Infos: www.pizlinard.ch samstag, 28. Februar, 20 uhr, ziegelhütte appenzell. Mehr Infos: www.museumliner.ch Donnerstag, 5. März, 20 uhr, Figurenthater st.Gallen. Mehr Infos: www.figurentheater-sg.ch

FiLM 9. Kulinarische Filmnacht Winterthur. Film ab! > Gaswerk Winterthur, 20 Uhr Koolhaas Houselife. Architekturfilm einmal anders: Der witzige Film begleitet die Haushaltsangestellte Guadalupe Acedo auf ihrer täglichen Putzrunde durch Rem Koolhaas berühmtes «Maison à Bordeaux». > Kinok St.Gallen, 17 Uhr Qué tan lejos – so weit weg. Das sympathische Roadmovie mit zwei starken Frauen. Ab 12 Jahren. O / d / f. > Kino Rosental Heiden, 17:15 Uhr stalker. Unter der Führung des «Stalkers» begeben sich ein Wissenschaftler und ein Schriftsteller in eine mysteriöse Zone, in der die geheimsten Wünsche in Erfüllung gehen sollen. Andrej Tarkowskijs grandioses Meisterwerk. > Kinok St.Gallen, 21 Uhr tandoori Love. Eine helvetisch-indische Liebeskomödie in Bollywood-Manier. ab 12 Jahren. Deutsch. > Kino Rosental Heiden, 20:15 Uhr tausend ozeane. Meikel lässt besten Freund auf den Malediven zurück. Während seiner Abwesenheit ist zuhause etwas passiert, über das niemand sprechen will. Das berührende Drama erhielt den Berner Filmpreis 2008. > Kinok St.Gallen, 19 Uhr trickfilmabend. Animationsfilme. > Viertel Trogen, 20 Uhr

tHeater big Deal. Ein Stück über Gras. > Theaterhaus Thurgau Weinfelden, 20:15 Uhr Das shiwago Projekt. nach Boris Pasternak. > Stadttheater Konstanz, 19:30 Uhr Feuriger schnee. Aus den Notizbüchern von Daniil Charms. > Stadttheater Konstanz, 20 Uhr Himmel sehen. Stück von Ann-Christin Focke. > Theater am Kornmarkt Bregenz, 20 Uhr Kleine eheverbrechen. Schauspiel von Eric-Emmanuel Schmitt. > Tonhalle Wil SG, 20 Uhr

CaLiForniCation

aMeriKanisCHe GesCHiCHte

Klassik Plus heisst die Konzertreihe, wo klassische Musik frisch serviert wird, ohne Dresscode und Graben zum Publikum. Dafür mit fantastischer Musik auf höchstem Niveau und sympathischen Musikerinnen und Musikern. In «California» werden Stücke von Steve Reich, John Cage, Dave Brubeck oder Terry Riley präsentiert von einem Streichquartett und deren Überraschungsgästen, übrigens alles Musiker mit Bezug zu Kalifornien, die in der Ostschweiz leben und wirken. Also surft in die charmante Atmosphäre des Jazzclubs im Kastanienhof. Saitenleserinnen und -leser im Holzfällerhemd erhalten fünf Franken Ermässigung auf den Eintritt. Freitag, 27. Februar, 20.30 uhr, Kastanienhof st.Gallen. Mehr Infos: www.gambrinus.ch

Yvonne Moore, Soul- und Bluesinterpretin mit Schaffhauser Wurzeln, und Mat Callahan, Sänger und Songwriter aus San Francisco, können gemeinsam auf über sechzig Jahre Bühnenerfahrung zurückblicken. Ihre Lieder – sparsam mit Gitarre und Bluesharp begleitet – erzählen amerikanische Geschichten von Rebellen, Aussenseitern und Verfolgten. Aber auch von der Schwierigkeit, dem Leben und sich selber in die Augen zu sehen, aus Fehlern zu lernen, von der Suche nach Wahrheit, Ehrlichkeit und Tiefe. Die New-FolkSongs kombiniert mit R’n’B-, Funk- und Bluesstücken lassen einen abtauchen in die Zeit der musikalisch protestierenden siebziger und achtziger Jahre, führen aber immer wieder in die Gegenwart zurück. samstag, 28. Februar, 20.15 uhr, Gasthaus rössli Mogelsberg. Mehr Infos: www.kultur-mogelsberg.ch

Streichquartette und Gäste im Kastanienhof

Moore und Callahan im Rössli


AuSSTElluNgEN 65 «Kasperle braucht Hilfe» & «Kasperle und der kleine Eskimo Anawak». > Spielboden Dornbirn, 15 Uhr Krscht. Ein Stück für Kinder ab vier Jahren. > Theater am Saumarkt Feldkirch, 15 Uhr

KuNST

BEFREITE ALPHöRNER

Mytha feat. Betty Legler in Romanshorn Mytha befreit die Alphörner aus ihrer naturbedingten Begrenzung von spielbaren Tönen und emanzipiert sie zu vollwertigen Vehikeln ungehörter Polyphonien. Hans Kennel, Marcel Huonder, Phil Powell und Marc Unternährer spielen gleichzeitig Hörner verschiedener Grundstimmungen, verweben traditionelle Schweizer Volksmusik mit zeitgenössischen Einflüssen. Seit einiger Zeit ist die Sängerin und Songschreiberin Betty Legler Special-Guest bei Mytha und beeinflusst das Ensemble mit ihrem eigenwilligen Jodelgesang nachhaltig. Scheinbar schwerelos wechselt Legler zwischen ihrer ätherischen Feenstimme und halsbrecherisch rasantem Jodel und webt ihre Stimme zwischen die Klänge der Naturhörner. Sonntag, 1. März, 17 Uhr, Alte Kirche Romanshorn. Mehr Infos und Reservation: www.klangreich.ch

Alte Fabrik Halle. Klaus-Gebert-Strasse 5, Rapperswil SG, +41 55 210 51 54, www.alte-fabrik.ch > Danh Vo and his American Friends. Die Arbeit von Danh Vo untersucht den Schaffungsprozess einer Identität und wie sie durch die Gesellschaft und ihre Codes definiert wird. Für diese Ausstellung hat Danh Vo andere Leute, die mit seiner Arbeit oder seinem Leben verbunden sind, zu einer Zusammenarbeit eingeladen. Durch das Aktivieren von schon existierenden Verbindungen zwischen ihm und diesen Personen gestaltet er eine Arbeitsgemeinschaft. Hier wird die Art der Verbindung zwischen einem Kunstwerk und seiner Umgebung in Frage gestellt. Diese Situation unterstreicht das Phänomen einer Gruppenausstellung als temporär sichtbare Gemeinschaft. > bis 01.03. Forum Vebikus. Baumgartenstr. 19, Schaffhausen > Vera Ida Müller/Bernd Salfner. Malerei und Zeichnungen. > bis 08.02. Fotomuseum Winterthur. Grüzenstrasse 45, Winterthur, +41 52 234 10 60, www.fotomuseum.ch > Alec Soth. Sleeping by the Mississippi, Diagara, Dog Days Bogotà. > bis 08.02. > Die Romareisen des dänischen Fotografen Joakim Eskildsen. Und in der Galerie: So Blue – Bilder des Mittelmeeres des holländischen Fotografen Ad Van Denderen. In der Sammlung: Printed Matter – Set 6 aus der Sammlung des Fotomuseum. > 28.02. bis 17.05.

SCHRITTE INS OFFENE

Frauen-Vernetzungs-Werkstatt in St.Gallen Hunderte von Frauen treffen sich mit hochkarätigen Referentinnen zur bereits Tradition gewordenen Frauen-Vernetzungs-Werkstatt an der Universität St.Gallen. Kommunikationsberaterin Beatrice Tschanz verrät, was Frauen beachten müssen, damit sie in der Wirtschaft Wertschätzung erfahren, ohne sich zu verbiegen. Die Philosophin Annemarie Pieper zeigt auf, wie Frauen für sich neue Denkräume erschliessen können, während die Politologin Regula Stämpfli jungen und älteren Politikerinnen auf den Zahn fühlt: alt Bundesrätin Elisabeth Kopp, alt Nationalrätin Judith Stamm, Regierungsrätin Monika Knill, den Nationalrätinnen Yvonne Gilli und Evi Allemann. Für den akustischen Höhepunkt sorgt Sina mit klugen Liedern und einem Gesangsworkshop. Zehn offene Foren stehen zur Wahl. Samstag, 14. März, 9 Uhr, Universität St.Gallen. Mehr Infos und Anmeldung (bis 6. März): www.frauenvernetzungswerkstatt.ch

La Traviata. Oper von Giuseppe Verdi. > Theater St.Gallen, 19:30 Uhr Theaterverein Eisbrecher, Komödie in 3 Akten. > evangelisches Kirchgemeindehaus Erlen, 20 Uhr

KABARETT Bern ist überall. Spoken word. > fabriggli Buchs SG, 20 Uhr KIK Festival: Joachim Rittmeyer. hintergründige Satire. > Theater an der Grenze Kreuzlingen, 20 Uhr Ohne Rolf: Blattrand. > Oberstufenzentrum Goldach, 20 Uhr Jakob Stickelberger & Charles Lewinski – Gipfelkonferänz. > Kulturtreff Rotfarb Uznach, 20:30 Uhr

SAITEN 02/09

KUNST/AUSSTELLUNGEN Über dem Bett. Finissage; > Kunstraum Winterthur, 17 Uhr Vanishing Lessons. Führung; > Kunsthaus KUB Bregenz, 14 Uhr

LITERATUR Emil . liest aus «Drei Engel». > Stadttheater Schaffhausen, 17:30 Uhr Pia Waibel, Graziella Rossi, Helmut Vogel. nach Eveline Haslers «Stein bedeutet Liebe». > Kellerbühne St.Gallen, 20 Uhr

KINDER Das tapfere Schneiderlein. Für Kinder ab 5 Jahren. > Figurentheater St.Gallen, 14:30 Uhr

Fotostiftung Schweiz. Grüzenstrasse 45, Winterthur, +41 52 234 10 30, www.fotostiftung.ch > Henriette Grindat - Méditerranées. «Méditerranées» widmet sich einem zentralen Aspekt von Grindats Werk, das in den fünfziger und sechziger Jahren auch in mehreren Büchern der Lausanner Buchreihe «Guilde du livre» Verbreitung fand. . > bis 15.02. > Joël Tettamanti. «Local Studies» ist die erste umfassende Präsentation seiner Arbeten in der Schweiz. > 28.02. bis 17.05. Galerie 60. Ardetzenbergstrasse 60, Feldkirch, +43 5522 757 01 Galerie Feurstein. Johannitergasse 6, Feldkirch, +43 5522 210 34, www.galeriefeurstein.at Johanniterkirche. Marktplatz , Feldkirch Kunstverein A4. Gymnasiumgasse 7, Feldkirch, +43 664 240 67 95 Palais Liechtenstein. Schlossergasse 8, Feldkirch, +43 5522 304 11 62, www.palaisliechtenstein.at > Gemeinschaftsausstellung: Jenseits von grossen Mauern und kleinen Zäunen. Südchinesische Kunst in der Postmoderne. Die Arbeiten der elf Künstler ergeben zusammen betrachtet eine Vorstellung davon, mit welchen Themen sich südchinesische Kunst derzeit beschäftigt. Wenn man sagt, dass die nordchinesische Kunst über mehr Eigendynamik, einen stärkeren Bezug zu Realität und eine moderne Ästhetik verfügt, so sind die Arbeiten dieser Künstler in ihrer Entziffe-

rung der Welt zugänglicher: Sie stehen dem Kunstbetrieb fern, beschäftigen sich jedoch alle mit der Wirklichkeit, ohne sich dabei im Realen zu verlieren und interessieren sich für die Geheimnisse von Beziehungen. > bis 08.02. Hallen für Neue Kunst. Baumgartenstrasse 23, Schaffhausen, +41 52 625 25 15, www.modern-art.ch > Sammlung. Joseph Beuys, Donald Judd, Jannis Kounellis, Sol LeWitt, Mario Merz, Bruce Nauman und viele andere. > bis 31.12.

> Markus Schinwald. «Vanishing Lessons». Thematisch geht es Schinwald um die psychologische Auseinandersetzung mit Raum und Körper, um das Unbehagen und die irrationalen Tiefen des individuellen und kollektiven Seins. Spielerisch verschmelzen in seinem Werk die Medien – von beklemmenden Filmen zu marionettenhaften Skulpturen, von überarbeiteten historischen Gemälden zu prothetischen Design- und Kleiderentwürfen –, die subtil miteinander choreografiert werden. > 14.02. bis 13.04.

Kesselhaus Josephsohn (Sitterwerk). Sittertalstrasse 34, St.Gallen, +41 71 278 87 47, www.kesselhaus-josephsohn.ch > Hans Josephsohn. Das Werk des Bildhauers spielt seit dem Ende der 90er-Jahre auf der internationalen Bühne der zeitgenössischen Kunst eine immer wichtigere Rolle. Das Kesselhaus Josephsohn zeigt in ständigem Wandel eine Auswahl von Gipsmodellen und Bronzen des Zürcher Künstlers. > bis 31.12.

Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis. Gallusstr. 10, Bregenz, +43 5574 427 51, www.kuenstlerhaus-bregenz.at > Balkandemokraci. > 28.02. bis 29.03. > Hans Trippolt, Christoph Luger und neue Mitglieder. > bis 15.02.

Kunst(Zeug)Haus. Schönbodenstrasse 1, Rapperswil SG, +41 55 220 20 80, www.kunstzeughaus.ch > Alexander Hahn. > bis 03.05. > Annelies Strba. > bis 01.03. Kunsthalle. Marktgasse 25, Winterthur, +41 52 267 51 32 > Peter Del Fabro. > bis 01.02. Kunsthalle Frauenfeld. Grabenstrasse 36, Frauenfeld, +41 78 687 93 72, www.kunsthallefrauenfeld.ch > Das Skizzenbuch No II. Bei der 4-teiligen Ausstellungsreihe «Das Skizzenbuch» machen über 40 Künstlerinnen und Künstler mit und lassen den Blick «ein wenig» hinter den Kulissen zu. Die KünstlerInnen präsentieren «Das Skizzenbuch» nicht nur als Arbeitsinstrument der künstlerischen Selbstreflexion, sondern auch als unerschöpflicher Fundus der Kreativität. Als zusätzliche Attraktion können vergrösserte Ausschnitte aus den Skizzenbüchern limitiert und signiert als Digitaldrucke erworben werden. > bis 08.02. > Das Skizzenbuch No III. > 13.02. bis 08.03. Kunsthalle St.Gallen. Davidstrasse 40, St.Gallen, +41 71 222 10 14, www.k9000.ch > Mariana Castillo Deball / Jürg Lehni & Alex Rich. Mariana Castillo Deball ist insbesondere an Ordnungssystemen und der Geschichte der Wissenschaft interessiert. Ihr Projekt für St.Gallen interagiert mit den Archiven des Sitterwerks und des Textilmuseums und so direkt mit der Historie und Tradition der Gallusstadt. Dazu bespielen Jürg Lehni und der Grafikdesigner Alex Rich zwei Räume der Kunsthalle mit Arbeiten, die sich auf spielerische Weise mit der Entwicklung von Drucktechnologien sowie den Schnittstellen zwischen Maschine und Nutzer beschäftigen. Zu sehen sein werden z.B. der Graffiti zeichnende Roboter Hektor. > 14.02. bis 12.04. Kunsthalle Ziegelhütte. Ziegeleistrasse 14, Appenzell, +41 71 788 18 60, www.museumliner.ch/khz > Sammungsschätze. Erstmals zeigt die Stiftung Liner Appenzell öffentlich, welche künstlerischen Schätze sie seit der Eröffnung des Museums Liner 1998 in ihren Depots bewahrt. > bis 19.04. Kunsthaus KUB. Karl-Tizian-Platz , Bregenz, +43 5574 485 94 0, www.kunsthaus-bregenz.at

Kunstmuseum. Museumstrasse 32, St.Gallen, +41 71 242 06 74, www.kunstmuseumsg.ch > 11:1 = Elf Sammlungen für ein Museum. Von Monet bis Warhol, von Hodler bis Taeuber-Arp . Obwohl kein Anspruch auf kunsthistorische Vollständigkeit besteht, zeichnet sich die Sammlung des Kunstmuseums St.Gallen durch dichte Werkgruppen und Meisterwerke von höchster Vollendung aus. > 07.02. bis 16.08. > Franz Ackermann. Für Franz Ackermann ist Reisen essentieller Teil der künstlerischen Praxis. Die private Erfahrung des Unterwegs-Seins trifft sich mit gesellschaftspolitischen Fragen von Globalisierung und internationalem Tourismus, Mobilität und Migration. In der inhaltlichen Überlagerung bilden sie die intellektuelle Grundlage für ein Werk, das sich u.a. in Form von umfangreichen Photo- und Zeichnungsserien, grossformatigen Gemälde, von Architekturmodellen sowie raumgreifenden Inszenierungen präsentiert. Die Arbeiten bilden ein offenes System, in dem sich einzelne Werkaspekte wie Teile eines umfassenden Netzwerks verorten und in Ausstellungen zu eigentlichen Erlebnisräumen auf Zeit verdichten. > bis 08.02.

Auch für Städter…

ST. GALLER LANDBIER St.Galler Landbier in der Bügelflasche wird mit bestem Aromahopfen, Gersten- und Weizenmalz vom Gutsbetrieb Schloss Watt in Mörschwil bei St.Gallen sowie Mais aus dem Rheintal gebraut. Zusammen mit einer behutsamen Gärung und Lagerung, bekommt St.Galler Landbier seine hellgoldene Farbe und sein einmaliges samtig-bieriges Aroma.

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AuSSTElluNgEN 67 Kunstmuseum des Kantons Thurgau (Kartause Ittingen). Warth, +41 52 748 41 20, www.kunstmuseum.tg.ch > Konstellation 1. Die Sammlung neu gesehen. Gezeigt wird Beliebtes und Bekanntes neben Neuem und Ungewohntem. Werke von über fünfzig Künstlerinnen und Künstler geben lebendige Einblicke in die Kunstgeschichte der letzten hundert Jahre. > bis 17.05. > Michel Nedjar. Animo. Puppen und Zeichnungen des herausragenden französischen Künstlers der Art Brut. Zudem wird erstmals in einer Ausstellung eine Auswahl der bis heute kaum bekannten Experimentalfilme von Michel Nedjar vorgestellt. > 05.04. bis 13.09. Kunstmuseum Liechtenstein. Städtle 32, Vaduz, +41 423 235 03 00, www.kunstmuseum.li > Martin Frommelt. Alte und neue Malerei > bis 15.02. > Matti Braun. Das Kunstmuseum widmet Matti Braun (*1968) die erste umfassendere Ausstellung. Sie gibt Einblicke in die Entwicklung seines bisherigen Werkes, in die Spanne seiner vielseitigen Erkundungsfelder und werkspezifischen Formsprache und sie wird Neues und Unbekanntes vorstellen. > 06.02. bis 26.04. Kunstraum Engländerbau. Städtle 37, Vaduz, +41 423 233 31 11, www.kunstraum.li > Vom Auftauchen und Verschwinden. Mit Bianca Dugaro, Gertrud Kohli, Kurt Matt, Aldo Mozzini. Kuratorin: Silylle Omlin. > 04.02. bis 15.03. Kunstraum Kreuzlingen. Bodanstrasse 7 a, Kreuzlingen, +41 71 688 58 30, www.kunstraum-kreuzlingen.ch > Gabriela Gerber / Lukas Bardill. Landschaft als zentraler Topos der Kulturgeschichte ist seit jeher einem Wandlungsprozess unterworfen, um gleichzeitig auch Ausdruck von Transformationsprozessen zu sein. In ihren Videos, Installationen und Fotografien greifen die Künstler auf ein Motivrepertoire aus landwirtschaftlich oder gewerblich geprägten Formulierungen im voralpinen und alpinen Landschaftsraum der Ostschweiz zu. > bis 01.03. Kunstraum Winterthur. Wildbachstrasse 7, Winterthur > Super Furz. Mischa Camenzind, Objekte & Installation. > 20.02. bis 14.03. > Über dem Bett. Rebekka Gnädiger, Zora Berweger, Simone Monstein. > 06.02. bis 28.02. Kunstverein Konstanz. Wessenbergstrasse 41, Konstanz, +49 7531 223 51, www.kunstverein-konstanz.de > Das Spiel mit der Angst – Zwischen Allmacht und Ohnmacht. Die BodenseeRegion als Ziel terroristischer Anschläge? Ja – verübt von den vier Fotografen Claudia Knupfer, Hubl Greiner, Mohamed Badawi und Stefan Postius zu gleicher Zeit an vier verschiedenen Orte, präsentiert als Zusammenstellungen gesellschaftlicher Organisationsformen. Positionswechsel: Zum Schutz dieses verwundbaren Organismus «Gesellschaft» wird der Einzelne überwacht, verfolgt, gerastert, durchleuchtet, in digitalen Schnipseln gespeichert. Das Spiel mit der Angst läuft. > bis 15.02.

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Magazin 4. Bergmannstrasse 6, Bregenz, +43 5574 439 71, www.magazin4.at > Die Politik der Umverteilung. Künstlerische Positionen erforschen Folgewirkungen neoliberaler Politik, wie Armut, Bildungsarmut, Perspektivelosigkeit von Jugendlichen etc. Weiters wird versucht, alternative Umverteilungssysteme wie Parallelmärkte, das Grundeinkommen oder selbstorganisierte Kooperativen zu erforschen und die Frage nach dem Sozialen zu stellen. > 28.02. bis 17.05. > Heike Kati Barath. Blonde Mädchen – trotzig, stark und verletzlich zugleich – stehen einem ebenso entgegen wie grimmig dreinschauende pubertierende Spaghetti-Esser oder surreal anmutende Yetis. Baraths Bildwelten erinnern ebenso an Bullerbü wie an deutsche Spiessergesellschaft oder B-Movie-Horror. Entsprechend bewegen sich die Farbpaletten der Bilder zwischen himmelbau-infantiler Laura-Ashley-Ästhetik und schwärzester Abgründigkeit. > bis 08.02. Museum Appenzell. Hauptgasse 4, Appenzell, +41 71 788 96 31, www.museum.ai.ch > Josef Fässler. De Genglis Sepp, wie Josef Fässler in Appenzell Innerrhoden genannt wird, wurde am 30. September 1939 als Bauernsohn auf der Liegenschaft Bascheheemed in Brülisau geboren. Die Bilder von Josef Fässler unterscheiden sich nicht nur wegen der unüblichen Motivauswahl von der herkömmlichen Bauernmalerei; sie sind auch in einer ganz anderen Maltechnik ausgeführt. So verwendet er fast immer Tusche in Verbindung mit transparenter Wasserfarbe, Bleistift und Farbstiften, wobei ihm Zeichnungspapier als Malgrund dient. Versuchsweise hat er sich in jüngster Zeit an zwei andere Techniken herangewagt: Enstanden sind aussagekräftige Bilder mit farbiger Kohle und in Öl. > bis 15.03. Museum im Lagerhaus. Davidstrasse 44, St.Gallen, +41 71 223 58 57, www.museumimlagerhaus.ch > Ignacio Carles-Tolrà zum 80. Geburtstag. Die Ausstellung spiegelt die langjährige Freundschaft zwischen Ignacio CarlesTolrà und dem Museum im Lagerhaus. So werden ausschliesslich Arbeiten aus dem eigenen Bestand gezeigt. Frühe Blätter und spätere Werke spannen den Bogen über vierzig Jahre künstlerisches Arbeiten bis heute. Doch er zählt nicht nur zu den bekanntesten und von Jean Dubuffet schon früh entdeckten Künstlern der Outsider Art, sondern er ist selbst begeisterter Sammler von Art Brut und Outsider Art. > bis 16.03. > Z’Alp fahre. Zeigt die Bedeutung der Bäuerlichen Naiven aus dem Appenzellerland und dem Toggenburg für den weiten Bereich Schweizer Aussenseiter-Kunst und bestätigt einmal mehr die Verankerung des Museums im Lagerhaus in der Ostschweiz. Neben Arbeiten aus dem eigenen Sammlungsbestand sind zahlreiche Leihgaben sowohl aus den Museen der Region zu sehen als auch von den Privatsammlern und Mitbegründern des Museums im Lagerhaus, Mina und Josef John, Wittenbach. > bis 22.02. Museum Liner. Unterrainstrasse 5, Appenzell, +41 71 788 18 00, www.museumliner.ch > Julius Bissier. Der metaphysische Maler. Das künstlerische Oeuvre von Julius Bissier (1893–1965) durchläuft während seines über 50jährigen Schaffens formal sehr unterschiedliche Phasen; ihnen liegt ein konsequentes Konzept, eine sich kontinuierlich entwickelnde Geistigkeit zugrunde, die erstmals in diesem Ausstellungsprojekt thematisiert wird. > bis 15.02.

Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten. Stadthausstrasse 6, Winterthur, +41 52 267 51 72, www.museumoskarreinhart.ch > Zeichnungen, Plastiken 18. bis 20. Jahrhundert. > bis 31.12. Museum zu Allerheiligen. Klosterstrasse , Schaffhausen, +41 52 633 07 77, www.allerheiligen.ch > Klodin Erb. Das Mädchen, der Bär, das Tier auf dem Möbel. In ihrer ersten Ausstellung zeigt Klodin Erb neueste Bilder, die sich im Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Gegenwart bewegen. > bis 08.02. Otten Kunstraum. Schwefelbadstrasse 2, Hohenems > Russische Avantgarde – Wurzeln der Sammlung Otten. Die Sammlung der Familie Otten wurzelt in der Russischen Avantgarde. Die Ausstellung zeigt mit Arbeiten und Werkgruppen von 26 Kunstschaffenden die Anfänge und das Fundament der Sammlungstätigkeit. > bis 05.02. Otto-Bruderer-Haus. Mittelstrasse 235, Waldstatt, +41 71 351 67 42, www.ottobruderer.ch > Doppelausstellung Erika Ackermann (1943–2008) und Otto Bruderer (1911–1994). Bilder von Erika Ackermann und Otto Bruderer in einem imaginären Dialog. Zeichnungen der kürzlich verstorbenen Künstlerin. > bis 07.03. Sammlung Oskar Reinhart am Römerholz. Haldenstrasse 95, Winterthur, +41 52 269 27 40, www.roemerholz.ch > Europäische Kunst von der Spätgotik bis zur klassischen Moderne. > bis 31.12. Schaukasten Herisau. Poststrasse 10, Herisau, +41 79 648 32 24, www.schaukastenherisau.ch > Markus Müller. > 25.2. bis 17.5. > Yeliz Palak. Angeregt durch den «Schaukasten Herisau» als kulturelle Nische und temporäre, teilautonome Zone im Alltag von Herisau, entwickelt Yeliz Palak ein Projekt, das dem Thema der Nische als gesellschaftliches Phänomen und Bedürfnis nachgeht. Ihre Recherchen zielen sowohl in Untersuchungen über gesellschaftliche Strukturen und Verhaltensweisen in einer Ortschaft mit Vorort-Charakter, aber auch in eine grundlegende Thematisierung der Definition von und des Bedürfnisses nach Nischen, nach Rückzugsorten, Verstecken in einer zunehmend durchorganisierten, überreglementierten, ökonomisierten und privatisierten Öffentlichkeit. > bis 15.02. Schloss Dottenwil. Dottenwil , Wittenbach, +41 71 298 26 62, www.dottenwil.ch > Walter Angehrn. «Ich hatte viel Bekümmernis in meinem Herzen, aber Deine Tröstungen erquicken meine Seele.» Dieses eindrückliche Kantatenwerk von Johann Sebastian Bach (BWV 21) inspirierte den St.Galler Arzt und Künstler Walter Angehrn, und es entstanden Blätter voller Zeichen und Symbole. > 22.02. bis 19.04. Schloss Wartensee. Postfach 264, Rorschacherberg, +41 71 858 73 73, www.wartensee.ch > Stefan Rohner. Fotografien. > bis 24.05.

Städtisches Museum. Krummebergstrasse 30, Überlingen > Pferde. Kunst von Dürer bis Dali. > 04.04. bis 31.10. Villa Arte Nuova. Kerbelring 9, Flawil, +41 71 393 55 45, www.artenuova.ch > Ulrich Bleiker, Hans Krüsi, Jakob Müller. > bis 31.12. Villa Claudia (Kunst.Vorarlberg). Bahnhofstrasse 6, Feldkirch, +43 5572 414 80, www.kunstvorarlberg.at > Transpersonal. > 14.02. bis 08.03.

MuSEuM Appenzeller Brauchtumsmuseum. Dorfplatz , Urnäsch, +41 71 364 23 22, www.museum-urnaesch.ch > Bäuerliche Kultur, altes Handwerk, Brauchtum. > bis 28.03. Appenzeller Volkskunde-Museum. Postfach 76, Stein AR, +41 71 368 50 56, www.avm-stein.ch > So Züüg .... Populäre Objektkultur im Appenzellerland heute. > bis 29.03. Gewerbemuseum Winterthur. Kirchplatz 14, Winterthur, +41 52 267 51 35, www.gewerbemuseum.ch > LED - Licht und Farbe inszenieren. Die Ausstellung fokussiert das dynamische Verhältnis von LED Beleuchtungen und farbigen Oberflächen in seinem bisher wenig erforschten räumlichen Kontext. Sie inszeniert den Umgang mit LED-Licht und Farbe praxisnah und gibt Einblick in ein neuartiges Gestaltungspotenzial. Gleichzeitig präsentiert die Ausstellung umfangreich Fachinformationen über die aktuellen Entwicklungen im Bereich LED. > bis 03.05. Henry-Dunant-Museum. Asylstr. 2, Heiden, +41 71 891 44 04, www.dunant-museum.ch > Henry Dunants Vision heute. Vor fast anderthalb Jahrhunderten hat Henry Dunant den Rotkreuzgedanken ins Leben gerufen. Das Schweizerische Rote Kreuz, 1866 gegründet, hilft heute mit 24 Kantonalverbänden und seinen verschiedenen Organisationen ? vom Samariterbund bis zur Rettungsflugwacht, von der Lebensrettungs-Gesellschaft bis zum Blutspendedienst – im In- und Ausland Menschen in Not. > bis 31.03. Historisches Museum des Kantons Thurgau. Schloss , Frauenfeld, +41 52 724 25 20, www.historisches-museum.tg.ch > Thomas Bornhauser: Freiheit als Lebensblut. > bis 31.12. > Tri tra trallala. Die Ausstellung präsentiert historische Puppenspielfiguren mit Thurgauer Bezug. Erika Scanferla trug in Eschlikon eine der grössten Sammlungen der Schweiz zusammen. Schwerpunkte sind Figuren des klassischen europäischen Kaspertheaters der letzten 150 Jahre sowie Marionetten böhmischer Herkunft. In den 40er-Jahren begann in Frauenfeld Fred Schneckenburger Puppenspielfiguren herzustellen. Er schrieb zeitkritische Stücke, führte Regie und spielte sie mit Freunden. Seine in den 50er-Jahren geschaffenen Figuren gehörten in ihrer abstakten Moderne zur Avantgarde des künstlerischen Puppenspiels der Schweiz. > bis 13.04.

Historisches Museum Heiden. Kirchplatz 5, Heiden, +41 71 898 50 50, www.museum.heiden.ch > ver-rückt. Bilder aus der Psychiatrie > bis 31.03. Historisches und Völkerkundemuseum. Museumstrasse 50, St.Gallen, +41 71 242 06 42, www.hmsg.ch > Kälte, Hunger, Heimweh. In sowjetischer Kriegsgefangenschaft 1941–1956. Zwischen 1941 und 1945 gerieten ungefähr 3.5 Millionen Angehörige der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS in russische Kriegsgefangenschaft. Darunter befanden sich auch Schweizer und Auslandschweizer, die sich aus unterschiedlichen Gründen freiwillig für den Kriegseinsatz gemeldet hatten. > bis 13.09. > Peter Ammon – Schweizer Bergleben um 1950. Peter Ammon reiste in den 50er Jahren durch die Schweizer Bergtäler, um Leben und Arbeiten der Bergbevölkerung fotografisch festzuhalten. Ihn interessierten vor allem traditionelle Betriebe und Lebensformen, wie sie nach dem Krieg in abgelegenen Gegenden noch anzutreffen waren. Damals fanden seine Bilder wenig Anerkennung, sehnten sich die Menschen doch nach Fortschritt und Moderne. Heute sind Peter Ammons Fotografien Zeitzeugen einer beinahe vergessenen Welt. > bis 07.06. Johanna-Spyri-Museum. Dorfstr. 48, Hirzel, +41 44 729 95 66, www.johanna-spyri-museum.ch > Leben und Werk der Schweizer Dichterin. > bis 31.12. Jüdisches Museum. Schweizerstrasse 5, Hohenems, +43 5576 739 89 0, www.jm-hohenems.at > HIER. Gedächtnisorte in Vorarlberg. 38–45. Fotografien von Sarah Schlatter, Hörstationen von Markus Barney. Mit dieser Ausstellung öffnen das Jüdische Museum Hohenems und erinnern.at die Erinnerungslandschaft des Nationalsozialismus in Vorarlberg als Raum eigener Auseinandersetzung, Assoziation und Recherche. > bis 29.03. Militärmuseum. Randenstr. 4, Schaffhausen, +41 52 632 72 89 > Ausrüstung der Schweizer Armee im 19. und 20. Jahrhundert. > bis 31.12. Museum für Lebensgeschichten. Zaun 5 bis 7, Speicher, +41 71 343 80 00, www.hof-speicher.ch > Anna-Barbara Zellweger-Zuberbühler. (1775-1815). Eine Frau im Brennpunkt ihrer Zeit. > bis 19.03. Napoleonmuseum Thurgau Schloss & Park Arenenberg. , Salenstein, +41 71 663 32 60, www.napoleonmuseum.tg.ch > Die Familie Bonaparte. > bis 31.12. Naturmuseum. Museumstrasse 32, St.Gallen, +41 71 242 06 70, www.naturmuseumsg.ch > Natürlich vernetzt – Vielfalt des Lebens. Gegenwärtig kennen wir rund 1,5 Millionen verschiedene Lebewesen mit Namen. Diese reichen von winzigen Bakterien und Einzellern über Algen und Pilze bis hin zu Pfanzen und Tieren. Die Sonderausstelung «natürlich vernetzt» zeigt anhand eindrucksvoller Beispiele den Wert der natürlichen Vielfalt. Sie veranschaulicht welche Leistungen diese Artengemeinschaften für uns Menschen erbringen und weshalb es sich lohnt, diese auch für künftige Generationen zu erhalten. > bis 08.03.


AUSSTELLUNGEN 69 > Raben - Schlaue Biester mit schlechtem Ruf. Rabenvögel zählen zu den intelligentesten Tieren und sind zu wahren Kunststücken in der Lage. Dennoch verbindet sie mit uns Menschen eine Art Hassliebe: Während die einen sie für ihre Leistungen bewundern, möchten sie andere wegen den durch sie verursachten Schäden am liebsten ausrotten. > bis 03.05. Naturmuseum und Museum für Archäologie des Kantons Thurgau. Freie Strasse 26, Frauenfeld, +41 52 724 22 19, www.naturmuseum.tg.ch > Bevor die Römer kamen. Späte Kelten am Bodensee. Die letzte Phase der jüngeren Eiszeit ist in der Nordostschweiz und im angrenzenden Ausland überraschend lückenhaft vertreten. Neben dem seit langem bekannten Doppel-oppidum Altenburg/Rheinau kamen allerdings in den letzten Jahren vermehrt spätlatè nezeitliche Siedlungsspuren im Bodenseeraum zum Vorschein. Mit dem Fundmaterial werden in der Ausstellung die Themen Siedlungen, Wirtschaft, Religion, Tod und Bestattung sowie das Ende der keltischen Eigenständigkeit veranschaulicht. Prunkstücke der Ausstellung sind wertvolle Kultgegenstände wie etwa die Bronzekrieger von Balzers, das Eberfigürchen von Altenburg, Teile des Hortfundes von Bad Buchau-Kappel und der Silberschatz von Lauterach. > bis 29.03. Rosgartenmuseum. Rosgartenstrasse 3, Konstanz, +49 7531 900 24 5, www.konstanz.de > Menschen am Rand des Eises. Erst am Ende der Eiszeit trat der Mensch bei uns in Erscheinung. Die späteiszeitlichen Bestände des Rosgartenmuseums stammen von den Ausgrabungen des Reallehrers Konrad Merck, die er 1874 am Kesslerloch, einer Höhle im heutigen Kanton Schaffhausen bei Thayngen, begonnen hatte. Es handelte sich dabei um die frühesten Belege für die Anwesenheit des Menschen in unserer Region, etwa aus der Zeit vor 15’000 Jahren. > bis 12.04. Textilmuseum. Vadianstrasse 2, St.Gallen, +41 71 222 17 44, http//www.textilmuseum.ch > Swiss Embroidery – Broderies Suisses – St.Galler Stickereien. Dauerausstellung. > 18.02. bis 01.07. > Treppenhaus - Ausstellung. Farbräume - Network Quilters. > 18.02. bis 22.03. > Vision. Präsentation von moderner Schweizer Stickereien und Geweben aus heutiger industrieller Produktion. > 18.02. bis 01.10. Vorarlberger Landesmuseum VLM. Kornmarkt 1, Bregenz, +43 5574 460 50, www.vlm.at > Ankäufe des Landes Vorarlberg. > 21.02. bis 17.05.

GALERIE Atelier und Galerie Die Schwelle. Zimmergartenstrasse 4 a, St.Gallen, +41 79 797 53 83, www.die-schwelle.ch > Ali Sinani. Assoziative- und abstrakte Malerei. > 08.02. bis 28.02. Erker-Galerie. Gallusstrasse 32, St.Gallen, +41 71 222 79 79, www.erker-galerie.ch > Exklusive Originalgrafik aus der

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Erker-Presse. Die Erker-Galerie zeigt in einer ständig wechselnden Werkschau grafische Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern wie Piero Dorazio, Günther Förg, Hans Hartung, Antoni Tàpies, Günther Uecker etc., die diese in den letzten 50 Jahren in der Erker-eigenen Lithographiewerkstatt geschaffen haben. > bis 31.12. Galerie Adrian Bleisch. Schmiedgasse 5, Arbon, +41 71 446 38 90 > Bignia Corradini. Phasmiden. > 22.02. bis 21.03. Galerie am Landsgemeindeplatz (Verein art-trogen). , Trogen, +41 79 307 59 29, www.art-trogen.ch > Werner Meier: Silvesterchlausen. bildnerischer Nachklang aus erlebter Innensicht auf den Appenzeller Silvesterbrauch > bis 14.02. Galerie Christian Roellin (Lagerhaus). Davidstr. 40 42, St.Gallen, +41 71 246 46 00, www.christianroellin.com > Follow-up. > bis 21.02. > Ilkka Halso. > 28.02. bis 28.03. Galerie Kunst am Hof. Engelgasse 7, Appenzell, +41 71 780 03 86 > Lothar Eugster. Ruhe (Bilder) > bis 28.02. Galerie Lisi Hämmerle. Anton-SchneiderStrasse 4 a, Bregenz, +43 5574 524 52, www.galerie-lisihaemmerle.at > Marko Zink. > bis 21.02. Galerie Rebhüüsli. Hauptstr. 55, Kreuzlingen, +41 71 672 14 70, www.rebhuesli.ch > Susanne Zeitz-Uschi Steidle. «Literatur im Bild, Bild in der Literatur». Acryl Collagen-Sandbilder, dazu Texte. > 20.02. bis 07.03. Galerie vor der Klostermauer. Zeughausgasse 8, St.Gallen, +41 78 775 56 49, www.klostermauer.ch > Rahel Ilona Eisenring. «Aus drei Anekdoten ist es möglich, das Bild eines Menschen zu geben» (F. Nietzsche) – Trickfilme und Installationen. > 13.2. bis 8.3. Galerie Werkart. Teufenerstrasse 75, St.Gallen, +41 79 690 90 50, www.galerie-werkart.ch > Louis Gross. Gezeigt werden Wegskizzen, Aquarelle sowie Malereien der letzten 10 Jahre, des aus St.Gallen stammenden Künstlers Louis Gross. Als gelernter Textilentwerfer und Grafiker bildete er sich gestalterisch in St.Gallen sowie Brüssel stets weiter. Sein Skizzenbuch als ständiger Begleiter, hat es ihm ermöglicht auch auf Reisen und unterwegs die Eindrücke gleich festzuhalten. Nebenberuflich war er als Zeichnungslehrer an der Gewerblichen Berufsschule St.Gallen, als Nachfolger seines Vorbilds Fredi Kobel, tätig. > bis 13.02. Galerie Wilma Lock. Schmidgasse 15, St.Gallen, +41 71 222 62 52 > ad hoc. Mark Francis, Bernard Frize, Xavier Noiret-Thomé u.a. > bis 07.02. Macelleria d´Arte. Bankgasse 14, St.Gallen, +41 71 220 10 35, www.macelleria-darte.ch > Saltamontes de Caracas – Kunst aus Venezuela. Die Galerie präsentiert mit den sieben Künstlern aus Venezuela (Carlos Zerpa, Antonio Castillo, Eliuo Urdanetta,

Norma Morales, Samantha Mesones, Cecilia Hecht und Lihie Talmor) eine interne Betrachtung des urbanen Dschungel Caracas, wo Nostalgie mit dem Unberechenbaren vermengt ist. Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der Galerie Ardizón & Editionswerkstatt aus Bregenz statt. > bis 06.02. Städtische Galerie. Seepromenade 2, Überlingen > Impressionismus und Japanmode: Edgar Degas – James Whistler. 2009 feiert die Kunstwelt den 175.Geburtstag von Edgar Degas (1834–1917) und James McNeill (1834–1903). Die Auseinandersetzung der beiden grossen Maler und Grafiker mit japanischer Kunst steht im Mittelpunkt der Überlinger Ausstellung. Zum ersten Mal sind unter diesem Aspekt Gemälde , Aquarelle, Handzeichnungen und Druckgrafiken der beiden Künstler einander gegenüber gestellt. > 11.07. bis 13.09. Städtische Wessenberg-Galerie. Wessenbergstrasse 43, Konstanz, +49 7531 900 92 1, www.stadt-konstanz.de > Limitiert! Druckgraphik des 20. Jahrhunderts. Holzschnitt, Radierung, Lithographie, Siebdruck - die Vielfalt der druckgraphischen Techniken und ihrer Möglichkeiten ist gross. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Druckgraphik zur führenden künstlerischen Gattung; es gab und gibt kaum einen modernen Künstler, der sich nicht mit diesem faszinierenden Medium beschäftigt hat. Die Ausstellung, die vornehmlich Werke aus der Sammlung der Städtischen Wessenberg-Galerie versammelt, stellt nicht nur die technische Vielgestaltigkeit der Druckgraphik vor, sondern bietet zugleich auch einen facettenreichen Einblick in die Kunst des 20. Jahrhunderts aus dem deutschsprachigen Raum. > bis 12.04. > Marlies Pekarek. Im Zentrum ihres vielseitigen künstlerischen Schaffens stehen in jüngster Zeit religiöse und geschichtliche Gestalten. Unter dem Titel «Madonnas, Queens and other Heroes» greift sie berühmte Vorlagen aus der Kunstgeschichte auf und interpretiert diese sowohl durch gestalterische Eingriffe als auch Übersetzungen in andere mediale Erscheinungsformen neu. > bis 12.04.

WEITERE Alte Kaserne. Technikumstrasse 8, Winterthur, +41 52 267 57 75, www.altekaserne.ch > L’affiche Strapazin. Siebdruckplakate der Strapazin-Zeichnerinnen. > 03.02. bis 28.02. > Stefan Heinichen. Portraits von Jugendlichen. > bis 28.02. Badehaus Mann-o-Mann. St.Jakobstrasse 91, St.Gallen > Juerg Kilchherr. Bilder- und Fotoausstellung: «Ein sinnliches Abenteuer durch Farben und Männer». > bis 27.02. Bibliothek Herisau. Poststrasse 9, Herisau, +41 71 351 56 16, www.biblioherisau.ch > Barbie & Co.. Idol, Klischee, Ärgernis, Feindbild – Eine Kultpuppe wird 50 > bis 28.03. > Paul Schlotterbeck: Objekte. > bis 23.03.

Brauerei Schützengarten. St. Jakobstrasse 37, St.Gallen > Bierflaschenmuseum. Christian Bischofs Sammlung von 2000 Flaschen. Das erste Museum seiner Art in der Schweiz. > bis 31.12. Frauenbibliothek Wyborada. Davidstrasse 42, St.Gallen > Kunstkiosk. Die St.Galler Künstlerin Marlies Pekarek zeigt ihre Werke. > bis 14.02. Gemeindehaus Ebnat-Kappel. Hofstrasse 1, Ebnat-Kappel, +41 71 992 64 00, www.ebnat-kappel.ch > Abfallsackstark. Die beiden Künstler Axel von Wehrden und Martin Giger zeigen ihren künstlerischen Umgang mit «Gefundenem» > bis 10.04. Genossenschaft Hotel Linde. Poststrasse 11, Heiden, +41 71 898 34 00, www.lindeheiden.com > Ralf Nussmüller, Bilderausstellung. > bis 28.02. Haus Blume. , Gais > Museum am Dorfplatz. Gais in über 200 Ortsansichten aus der Zeit von Ende 18. bis Anfang 20. Jahrhundert. Zeichnungen von Johann Ulrich Fitzi. Wechselausstellung: Hermann Fitzi von Gais, in Florenz. Eintritt frei. > bis 20.10. Klinik St. Georg. Klosterstrasse 19, Goldach, +41 71 844 04 04, www.klinikstgeorg.ch > Wiltrude Halter-Nagel. Die Bilder der Künstlerin zeichnen sich durch ihre bemerkenswerte Beobachtungsgabe sowie malerisches Können aus. In ihren romantischen Arbeiten sind Menschen, Landschaften und Blumensträusse festgehalten. > bis 31.03.

DARWIN TRIFFT WARHOL TRIFFT TOMATE

Prêt-à-manger im Naturmuseum Frauenfeld Die Rufe nach der Revolution sind trotz Krise ganz verschwunden. Aus allen Blättern und von allen Bildschirmen schallt es täglich: Evolution! 150 Jahre Evolutionstheorie! 200 Jahre Darwin! Nichts Adam und Eva! Am 12. Februar ist der Geburtstag des Naturwissenschaftlers. Am selben Datum startet das Naturmuseum Frauenfeld mit seiner Huldigung des Erneuerers. Es eröffnet zum einen die Rauminstallation «Darwin trifft Warhol». Zum anderen startet das gemeinsame Projekt mit dem Thurgauer Künstler Max Bottini: Sieben Gärtnereien ziehen Tomatensetzlinge zu Jungpflanzen gross, die jede und jeder nach der Anmeldung dort abholen kann und zuhause grossziehen muss. Im August dann laden Künstler und Museum zur grossen Degustation ein und die Artenvielfalt am Beispiel der Tomate kann bestaunt werden. Übrigens, nicht nur die Evolutionstheorie wird 150, sondern auch das Museum mit seiner immer sehenswerten und preisgekrönten Dauerausstellung. Naturmuseum Thurgau Frauenfeld. Mehr Infos: www.naturmseum.tg.ch, www.tomarten.ch

Klubschule Migros im Hauptbahnhof. Bahnhofplatz 2, St.Gallen, +41 71 228 16 00, www.klubschule.ch > Marijan Stanisic. Appenzellerland: Brauchtum - Landschaft. > bis 22.03. > Sonja Wey. Fotografie und Bilderwürfel. > bis 20.03.

Regierungsgebäude. Klosterhof , St.Gallen, +41 71 229 32 60, www.sg.ch > Leidenschaft und Widerspruch – Iris und Peter von Roten. «50 Jahre Frauen im Laufgitter» – 50 Jahre erste nationale Abstimmung zum Frauenstimmrecht – 10 Jahre Archiv für Frauen- und Geschlechtergeschichte Ostschweiz. > 21.02. bis 05.04.

Küefer-Martis-Huus. Giessenstrasse 53, Ruggell, +41 423 371 12 66, www.kmh.li > Magie des Wassers. Spannende Fragen nach den Rätseln und Mythen des Wassers werden in der Ausstellung aufgegriffen > bis 29.03.

Roothuus. , Gonten > Zentrum für Appenzeller Volksmusik. vom 16. bis 30. Juni 2008 geschlossen > bis 15.06.

Naturwissenschaftliche Sammlungen. Museumsstr. 52, Winterthur, +41 52 267 51 66 > Keralas Kindermuseum. > bis 31.10.

Stiftsbibliothek. Klosterhof 6 d, St.Gallen, +41 71 227 34 16, www.stiftsbibliothek.ch > Das Kloster St.Gallen und seine Schulen. Jahresaussellung 2008/2009. Zum 200.Geburtstag der Katholischen Kantonsschule. > bis 08.11.

Panorama-Halle Säntis. c/o SäntisSchwebebahn AG , Schwägalp, +41 71 365 65 65, www.saentisbahn.ch > Winterausstellung «Öberefahre». Wollten Sie schon immer wissen, welche Menschen und Tiere eine Alpfahrt so besonders machen? Dann besuchen Sie unsere einzigartige Ausstellung – Sie werden begeister sein! > bis 18.04. Propstei St. Peterzell. Dorf 9, St. Peterzell, +41 71 377 13 24, www.ereignissepropstei.ch > Die Welt im Hirn. eine Expedition ins Universmum der Notizen und Skizzen > bis 21.09.

Technorama. Technoramastr. 1, Winterthur, +41 52 244 08 44, www.technorama.ch > Naturwissenschaft und Technik. > bis 31.12. Wildpark Bruderhaus. Eschenberg , Winterthur, www.bruderhaus.ch > Wildtiere. > bis 31.12.


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KURSE KÖRPER Aku–Yoga. Dehnung und Lockerung aus Ost und West > Hetti Werker, Studio 8,Teufenerstrasse 8, St.Gallen, 071 222 75 58, hettiwerker@pobox.ch, /// Di 10–11 Uhr, 12:20–13:20 Uhr Dynamic Hatha Yoga. Fortlaufende Gruppenkurse in St.Gallen und Trogen, Privatlektionen, Workshops an Wochenenden > Yogashala, Martin Eugster, 079 590 22 75, www.yogashala.ch,mail@yogashala.ch /// Mittwoch 17:15 und 19 Uhr Bewegungs- u. Ausdrucksspiel für Kinder. 5–9 Jahre > B. Schällibaum, 071 277 37 29 /// Sala, Do 16:45–18 Uhr Entspannungsgymnastik für Frauen ab 40. > B. Schällibaum, 071 277 37 29, Sala Felsenstrasse, /// Do 18:30–19:30 Uhr Felicebalance. Biosynthese und Craniosacrale Behandlung für Erwachsene und Kinder, Vadianstrasse 40, St.Gallen, > Astrid Bischof, 078 609 08 09, 071 344 29 56 > Sandra Töngi 076 596 58 86, 071 877 45 77, www.felicebalance.ch Pilates. > Katja Rüesch /// Mo/Mi 12:10– 13 Uhr Hatha Yoga. > Vanessa Schmid /// Sa 9–10:30 Uhr, Schule für Ballett und Tanz, St.Gallen, 071 222 28 78, www.ballettundtanz-haindl.ch Feldenkrais. Bewusstheit durch Bewegung, Gruppen in St.Gallen > Claudia Sieber Bischoff, Dipl. Feldenkrais Lehrerin SFV, 071 222 95 68 /// Di 19:10-21:10 Uhr Feldenkrais kombiniert mit kreativem Tanz, Do 18:05-19:30 Uhr, Fr 17-18:20 Uhr Stocktanz. Neuer Einführungskurs. Felsenstrasse 33, St.Gallen > Claudia Roemmel, 071 222 98 02, www.tanztheatertext.ch /// Do 19-20:30 Uhr, 14-täglich Tanz und Bewegung. Eine Reise nach Innen.> Erika Friedli, Gais, 071 793 33 06 /// ein Samstag/Monat 10:00–14:00 Uhr Nia©-Getanzte Lebensfreude. Ganzheitliche Fitness für Körper, Geist und Seele. Nia ist Tanz, Kampfsport, Entspannung und Lebensfreude. Kurse in St.Gallen, Gossau > Alexandra Kunz, Ausbildnerin FA/Bewegungspäd. BGB, Cert. Nia-Teacher Brown Belt, 076 325 64 05, www.gymallegro.ch Bewegung, Gesang, Tanz, Meditation, Keltenkultur, Keltenkraft. Gruppe > Thomas Studer, Niederteufen, 071 333 19 11, www.rütiholz.ch /// Di 19:30 Uhr Kultur Werkstatt Wil. Barfussdisco, Yoga, Sing- und Rhythmuskreis, Qi Gong, Moderntanz, Afro, Rhythmik, Feldenkrais, kreativer Kindertanz, PeKiP, 5 Rhythmen u.a. Info: 071 912 22 66, www.kultur-werkstatt.ch

MUSIK/GESANG Klangwelt Toggenburg. Info: 071 999 19 23, www.klangwelt-toggenburg.ch, Djembe. Westafrikanische Rhythmen und «Swiss Made» > Heiner Bolt, Win-WinMarkt, Cilanderstr. 17, Herisau, 071 374 10 38 /// Do 20:15–22 Uhr Neue Klangerfahrung mit Monochorden. Klangmeditationen, Verkauf, Bau- und Spielkurse für den ungezwungenen Umgang mit Obertönen > Heinz Bürgin, Im Uttenwil, 9620 Lichtensteig, 071 988 27 63, www.pythagoras-instrumente.ch Stimmräume . Entfaltung des Stimmpotenzials, Selbsterfahrung mit der Stimme > Bea Mantel, Hadwigstrasse 4, St.Gallen, 079 208 98 02,bea@stimmraeume.ch

Cellounterricht. Erfahrene Cellistin und Pädagogin erteilt Cellounterricht für Anfänger und Fortgeschrittene > Bettina Messerschmidt, 071 278 50 09, b.messerschmidt@bluewin.ch Djembe – Westafrikanische Handtrommel. Fortlaufender Gruppenunterricht, Workshops, Einzelunterricht > Markus Brechbühl, Djembeplus Musikstudio, Bahnhof Bruggen, St.Gallen, 071 279 22 25, Mobil 076 42 42 076, www.djembeplus.ch EWB Sekretariat. 071 344 47 25, www.ewb-ar.ch, Kurse anfragen Schlagzeugunterricht im Rheintal. Trommeln mit Händen und Füssen /// Enrico Lenzin, Rebstein, 077 424 87 33, enrico.lenzin@gmx.ch Stimmlokal.ch. Die frische Gesangsschule >Miriam Sutter 076 577 30 34 und Nathalie Maerten 076 571 30 34, Adlerberg 6, St.Gallen, post@stimmlokal.ch

TANZ Theatertanzschule. Ballett, Modern, Jazz, Tanz&Spiel, Hip-Hop, Yoga, Bodystyling. > Künstlerische Leitung: Philip Egli, Schulleitung: Denise Welten, Notkerstrasse 40, St.Gallen, Information im Tanzbüro, Museumstrasse 2, 071 242 05 25, tanzschule@theatersg.ch Afro Tanz mit Live Percussion. Westafrika und Karibik> Birgit Bolt, WinWin Markt, Cilanderstrasse 17, Herisau, 079 240 62 65 /// Do 18:15–19:30 Uhr TanzRaum Bischofszell-Vielfältiges Tanzangebot! Afro,Bauchtanz, Kindertanz, Kreistanz, Yoga, Körperarbeit, Tanzimprovisation, Seniorentanz, Stocktanz u.v.m. > Infos: 071 422 57 09, www.tanzraumbischofszell.ch Tanzschule Karrer. moderner und zeitgenössischer Kindertanz, Rhythmik, Teeny-Jazz, Jazztanz, Pilates Matwork, Flamenco. > Regina Manser Karrer, Studio 071 222 27 14, P: 071 352 50 88, reginakarrer@bluewin.ch Freier Tanz zwischen Himmel und Erde. Improvisation und Wahrnehmnung > Nicole Lieberherr, Ref. Kirche Riethüsli, St.Gallen, 071 351 37 82 /// Do 18:15–20:00 Uhr Tanzimprovisation und Körperarbeit für Frauen. > B. Schällibaum, 071 223 41 69, Sala /// Do 20–21:30 Uhr, Fr 17:30–19 Uhr Taketina – Rhythmische Körperarbeit. > Urs Tobler, 071 277 37 29 /// Mi 18:30–21 Uhr Orientalischer Tanz, Bauchtanz. > Petra Kralicek, Callanetics und Orientalisches Tanzstudio, Rorschacherstr. 127, St.Gallen, 071 244 05 24 Tango Argentino. Kurse für alle Niveaus > Tango Almacèn, Lagerhaus 42, St.Gallen, 071 222 01 58, www.tangoalmacen.ch Tango Argentino. Kurse und Workshops für Singles und Paare > Johanna Rossi, St.Gallen, 071 223 65 67, rossi1@freesurf.ch Workshop - Neuer Tanz. Tanztechnik und Improvisation > Beatrice Burkart, Tänzerin und Lehrerin F.M. Alexander Technik, Mei Shin Dojo St.Gallen, Info: Nadja Hagmann 071 244 22 24 /// 28./29.3. oder 9./10.5. Ballett und Bewegungserziehung im Vorschulalter. Klassisches Ballett. > alle Niveaus für Kinder, Jugendlische, Erwachsene, Schule für Ballett und Tanz, St.Gallen, 071 222 28 78, www.ballettundtanz-haindl.ch ///Tap Dance Workshop.Anfänger und Fortgeschrittene> Stephan Grühn 13.–15.2.

Ballett, Modern/ Contemporary Dance, Jazz, Yoga. CDSP Berufsausbildung für zeitgenössischen Bühnentanz. (2–6 Semester) Dance Loft Rorschach, 071 841 11 33, info@danceloft.ch, www.danceloft.ch Indischer Tanz. Bollywood und klassicher Südindischer Tanz > Andrea Eugster Ingold, Tanzschule Karrer, St.Gallen, 071 244 31 48 /// Mi 18:00–19:15Uhr Tanz/Rhythmus/Improvisation. > Gisa Frank, Tanzpädagogin und Performerin, 071 877 49 37, info@franktanz.ch, www.frank-tanz.ch /// Mo 18– 19:30 Uhr St.Gallen für Erwachsene, Do 16–17 Uhr Trogen für Kinder Tanz, Bewegung & Ausbildung, Danielle Curtius: Jazz-/Moderndance, Dance Aerobic, Pilates & Dance, Bewegungstraining, HipHop für Jugendliche und Erwachsene, Ballett für Kinder. Ausbildungen: Bewegung, Gymnastik & Tanz; NEU Bewegungstrainer. Zusatzausbildung Tanzpädagogik. Die Ausbildungen sind BGB Schweiz anerkannt.> Schachenstrasse 9, St.Gallen, 071 280 35 32, www.curtius-tanz.ch Schule für Tanz und Performance in Herisau. 2-jähriger berufsbegleitender Lehrgang, öffentliche Wochenendkurse > Christine von Mentlen, Claudia Roemmel, TanzRaum Herisau, 071 351 34 22, www.tanzraum.ch/schule, schule@tanzraum.ch Bettina Castano Flamenco. Neues Flamencotanz-projekt in St.Gallen mit fundamental-systematischem Unterricht > Bettina Castano, 0034 954 901 001, b.castano@interbook.net., www.castano-flamenco.com /// fortlaufende und Wochenendkurse Kindertanz. Zeitgenössischer Tanz für Kinder und Jugendliche. Erleben Wiederholen Gestalten. Technik und Improvisation. versch. Altersgruppen ab Kindergarten > Maja Bindernagel, Niederteufen, 071 367 11 64 /// Di Jazztanz. FunkyJazz. HipHop. Gymnastik. Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in St.Gallen und Degersheim > Nicole Baumann, dipl. Tanz- und Gymnastikpädagogin SBTG, St.Gallen, 071 393 22 43 Afrikanisch inspirierter Tanz. Nach Aufwärmübungen tanzen wir zu versch. Rhythmen >Tanja Langenauer, Felsenstrasse 33, St.Gallen, 071 411 48 12, ta.ste@bluewin.ch /// jeden 2. Mi und Do 18:15–19:45 (AnfängerInnen) und 20 –21:30 Uhr (Mittel), Amriswil wöchentlich Di 9–10:30 Uhr Contact Improvisation Jam. Gemeinsames Warm-up, keine Anmeldung nötig, 10Fr./Abend /// Do 20:15–22:15 Uhr 5.2., 19.2.,5.3., 19.3. Einführung in die Contact Improvisation. Do 20:15–22:15 Uhr 6.2., 12.3., 26.3. jeder Abend ist in sich abgeschlossen, Anmeldung bitte an> Kathrin Schwander, Teufenerstrasse 8, Studio 8, St.Gallen, 071 222 72 65, kschwander@gmx.ch Körperwahrnehmung, Bewegung, Tanzimprovation. > Annlies Stoffel Froidevaux, St.Gallen, Auskunft und Anmeldung: 071 340 01 12 /// neue Gruppe beginnt am 18.Februar 2009

IG – TANZ TRAINING Weiterbildung für Tanz– und Bewegungsschaffende, jeweils freitags, 9–11 Uhr Theatertanzschule, Notkerstrasse, St.Gallen, Information: www.ig-tanz.ch, Cordelia Alder, 071/ 793 22 43, alder.gais@gmx.ch Pilates. > Isabel Bertenstein 6.2. Spiraldynamik im Tanz. > Cordelia Alder13.2. Zeitgenössisch. > Ursula Sabatin 20./27.2.

FERNOST

DIVERSES

Wen-Do. Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen > Katharina Fortunato-Furrer, Verein Selbstverteidigung WenDo, Bühlbleichestrasse 2 St.Gallen, 071 222 05 15, wendo.sg@bluewin.ch /// Mädchen ( 8–10 Jahre) 21./22.3., Frauen 25./26.4., Mädchen (10–12 Jahre) 21./22.11. Aikido Einführungskurs. www..aikido-meishin-sg.ch /// Einführungskurs 18:30–19 Uhr, Fortgeschr. Mo/Mi/Fr 19:30–21 Uhr Qi Gong. Atem, Bewegung, Konzentration > Gisa Frank, Qi Gong Trainerin, 071 877 49 37, info@frank-tanz.ch, www.frank-tanz.ch /// Mo 19:45–20:45 Uhr St.Gallen, Do 17:15–18:15 Trogen SundariYoga. Ein kraftvolles Yoga, das bewegt. Eine Oase der Stille, die entspannt. Ein zeitgemässer Yogi, der inspiriert. 071 440 20 02, www.sundariyoga.ch

Systemische Familienaufstellung. > Bernadette Tischhauser, St.Gallen, 071 222 49 29, bt@praxis–tischhauser.ch Standortbestimmungsseminar. «Heut hier! und Morgen?» > Berufs–Laufbahnberatung, St.Gallen, 071 229 72 11, blbstgallen@ed-blb.sg.ch PaTre. Väter in Trennung/Scheidung. 1x monatlich Austausch > Info: 079 277 00 71 oder www.forummann.ch/patre.html Mehr sich selbst. Balance, Gelassenheit, Zufriedenheit und ab wie die Rakete. Selbstmanagement mit dem Zürcher Ressourcenmodell ZRM > Urs Eisenbart, Zepra, St.Gallen, 071 223 25 25, www.ressourcennetz.ch Wochenend-Näh-Workshop mit Vollpension im Toggenburg. Arbeiten unter erfahrener Anleitung am eigenen Projekt, AnfängerInnen und Fortgeschrittene > Kathrin Peters, 071 983 33 65, www.ackerwis.ch /// 6.-8.3. Atelier Keramik Plus. handwerkliches und ausdruckorientiertes Gestalten mit Tonerde, Workshops, Kurse, Ferienangebote > Margrith Gyr, Degersheim, 071 371 54 32, www.keramik-plus.ch

MALEN kleine kunstschule. Gestaltungsschule für Kinder und Jugendliche St.Gallen > Verein kleine kunstschule, Lucia Andermatt-Fritsche, 071 278 33 80 Begleitetes Malen für Kinder/Erwachsene. In Gruppen oder Einzel> Karin Wetter, 071 223 57 60 Malatelier für Kinder und Erwachsene. > Marlis Stahlberger, Schwalbenstr. 7 (beim Hotel Ekkehard) St.Gallen, 071 222 40 01 oder 071 245 40 30, p.stahlberger@bluewin.ch Ausdrucksmalen. Malatelier für Kinder und Erwachsene > Silvia Brunner, Brühlgasse 39, St.Gallen, 071 244 05 37, malatelier.brunner@bluewin.ch Wenn Farbenpinsel tanzen, erweitert sich der Horizont. Ausdrucksmalen > Bernadette Tischhauser, St.Gallen, 071 222 49 29, bt@praxis–tischhauser /// Do Abend Kurs im Malatelier. Arbeiten mit Öl, Acryl, Spachtel. Gruppen und Einzel. > Vera Savelieva, Schwertgasse 23, St.Gallen, 078 768 98 07, info@doma-sg.ch Vorbereitungskurs für gestalterische Berufsrichtungen. > Lisa Schmid, Atelier Galerie, St.Gallen, 071 222 40 88 oder 071 223 37 01, www.atelier-lisaschmid.ch

DREIDIMENSIONAL

DACHATELIER Verein Dachatelier, Teufenerstrasse 75, St.Gallen, Verein Dachatelier, Teufenerstrasse 75, St.Gallen, 071 223 50 66 Das Feuer und die Unschuld der Mohnblume. 6.2. Sitzen auf Filz. 7.2. Kein Anfang und kein Ende in vier Jahreszeiten. 14.2. Hühner, Güggel aus Ton und Glas. 24.2.

GBS ST.GALLEN Gewerbliches Berufs- und Weiterbildungszentrum, Davidstrasse 25, St.Gallen, 071 226 58 00, weiterbildung@gbssg.ch Sprachen. Englisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch Mediendesign. Mac Kurse, Video, Trickfilm, Digitalfotografie Schule für Gestaltung. Kurse und Lehrgänge Handwerk und Technik. Schweissen, Schmieden, Drucken Baukaderschule. Kurse und Lehrgänge Informatik auf PC. Europäischer ComputerFührerschein ECDL

kleine kunstschule. Gestaltungsschule für Kinder und Jugendliche St.Gallen > Verein kleine kunstschule, Lucia Andermatt-Fritsche, 071 278 33 80 Mosaik Kurse. > Maiken Offenhauser, Bühler, 071 793 27 63 /// Wochenendkurse auf Anfrage ÜBUNGS RAUM KUNST. Gestaltungsschule, Trogen «Palais Bleu» > Sonja Hugentobler 071 260 26 86 oder St.Gallen > Gabriela Zumstein 071 244 77 20 Modellieren. Anfänger bis Fortgeschrittene > Natalia Kaya Zwissler Filzen. für Kinder und Erwachsene > Yukiko Kawahara, Atelier Oberstrasse 167, St.Gallen, 071 277 26 36 Zauberland im Theaterwerk. Theaterkurse für Kinder, > Sandra Sennhauser, Teufenerstrasse 73b, St. Gallen, 079 677 15 89, sandra_spoerri@yahoo.com /// 12 mal ab 18. Februar jeweils Mittwochs, 13:30– 14:45 Uhr Kinder 7-9 Jahre, 15–16 Uhr Kinder 4-6 Jahre, 16:15 –17:45 Uhr Kinder 10-12 Jahre

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KURSE/LOKALE 71

LOKALE Albani. Steinberggasse 16, 8400 Winterthur, 052 212 69 96, www.albani.ch Alte Fabrik, IG Halle, Klaus Gebertstr. 5, 8640 Rapperswil, 055 210 51 54, www.ighalle.ch Altes Hallenbad. Reichenfeldgasse 10, 6800 Feldkirch, 0043 6763 348 576, www.feldkirch.at Alte Kaserne. Technikumstr. 8, 8400 Winterthur, 052 267 57 75, www.altekaserne.ch Altes Kino Mels. Sarganserstr. 66, 8887 Mels, 081 723 73 30, www.alteskino.ch Assel-Keller. Hauptstr. 53, 9105 Schönengrund, 071 361 13 54, www.assel.ch Bar Breite. Breite, 9450 Altstätten, 071 755 05 15 Bodman-Literaturhaus. Am Dorfplatz 1, 8274 Gottlieben, 071 669 28 47, www.bodmanhaus.ch Buchhandlung Comedia. Katharinengasse 20, 9004 St.Gallen, 071 245 80 08, www.comedia-sg.ch Casa Latinoamericana. Eisengasse 5, 9000 St.Gallen, info@casalatinoamericano.ch Casino Frauenfeld. Bahnhofplatz, 8500 Frauenfeld, 052 721 40 41, www.casino-frauenfeld.ch Casino Herisau. Poststr. 9, 9100 Herisau Casinotheater. Stadthausstr. 119, 8400 Winterthur, 052 260 58 58, VVK: 052 260 58 58, www.casinotheater.ch Chällertheater im Baronenhaus. Marktgasse 70, 9500 Wil SG, 071 911 51 68 Cinevox Theater. Poststr., Neuhausen am Rheinfall, cinevox@artco.ch, www.artco.ch Chössi-Theater. Bahnhalle, 9620 Lichtensteig, 071 988 13 17, VVK: 071 988 57 57, www.choessi.ch Club Chez Fuchs. Reichenaustr. 212, 78467 Konstanz, 0049 7531 697 05 12, www.chez-fuchs.de Conrad Sohm. Boden 16, 6850 Dornbirn, 0043 5572 33 606, www.adl.at CULT Bar. Kräzernstr. 12a, 9014 St.Gallen, 079 673 07 43, www.cultbar.ch Diogenes Theater. Kugelgasse 3, 9450 Altstätten SG, 071 755 49 47, VVK: 071 755 19 65, www.diogenes-theater.ch Eisenwerk. Industriestr. 23, 8500 Frauenfeld, 052 728 89 82, VVK: 052 721 99 26, www.eisenwerk.ch Erica der Club. Grenzstr. 15, 9430 St.Margrethen SG, 071 744 15 55, www.erica.ch FassBühne. Webergasse 13, 8200 Schaffhausen, 052 620 05 86, VVK: 052 620 05 86, www.schauwerk.ch Festspiel- und Kongresshaus. Platz der Wiener Symphoniker 1, 6900 Bregenz, 0043 5574 41 33 51, www.festspielhausbregenz.at Figurentheater. Lämmlisbrunnenstr. 34, 9004 St.Gallen, 071 223 12 47, VVK: 071 222 60 60, www.figurentheater-sg.ch Gasthaus Rössli /Kultur in Mogelsberg. Dorfstr. 16, 9122 Mogelsberg, 071 374 15 11, www.roessli-mogelsberg.ch, www.kultur-mogelsberg.ch Gaswerk. Untere Schöntalstr. 19, 8401 Winterthur, 052 203 34 34, www.gaswerk.ch

SAITEN 02/09

Genossenschaft Hotel Linde. Poststr. 11, 9410 Heiden, 071 891 14 14, www.lindeheiden.com Grabenhalle. Unterer Graben 17, 9000 St.Gallen, 071 222 82 11, www.grabenhalle.ch Hotel Hof Weissbad. Parkstr., 9057 Weissbad, 071 798 80 80, www.hofweissbad.ch Jazzclub Rorschach. Churerstr. 28, 9400 Rorschach, 071 858 39 96, www.jazzclub-rorschach.ch Jazzhuus (Jazzclub). Rheinstr. 21, 6890 Lustenau, www.jazzclub.at Jugendkulturraum flon (Lagerhaus). Davidstr. 42, 9001 St.Gallen, 071 224 55 05, www.flon-sg.ch K 9 Kulturzentrum. Hieronymusgasse 3, 78462 Konstanz, 0043 7531 16 713, www.k9-kulturzentrum.de KAFF. Zürcherstr. 185, 8500 Frauenfeld, 052 720 36 34, www.kaff.ch Kammgarn. Baumgartenstr. 19, 8200 Schaffhausen, 052 624 01 40, www.kammgarn.ch Kantonsbibliothek Vadiana. Notkerstr. 22, 9000 St.Gallen, 071 229 23 21, www.kb.sg.ch Katharinensaal. Katharinengasse 11, 9000 St.Gallen Keller der Rose. Klosterplatz, 9000 St.Gallen, 071 222 90 20 Kellerbühne. St.Georgen-Str. 3, 9000 St.Gallen, 071 223 39 59, VVK: 0901 56 06 00, www.kellerbuehne.ch Kellerbühne Grünfels. Molkereistr. 12, 8645 Jona, 055 212 28 09, VVK: 055 212 28 09, www.gruenfels.ch Kino Loge. Oberer Graben 6, 8400 Winterthur, 052 208 12 41, www.hotelloge.ch Kino Namenlos. Mühletorplatz, 6800 Feldkirch, 0043 55 2272 895, www.taskino.at Kino Rosental. Schulhausstr. 9, 9410 Heiden, 071 891 36 36, www.kino-heiden.ch Kinok. Grossackerstr. 3, 9000 St.Gallen, 071 245 80 68, VVK: 071 245 80 68, www.kinok.ch Kraftfeld. Lagerplatz 18, 8400 Winterthur, 052 202 02 04, www.kraftfeld.ch Kraftwerk. 9643 Krummenau, 071 993 36 32, www.kraftwerk-club.ch Krempel (Zentrum Neuhof). Wiedenstr. 48, 9470 Buchs SG, 081 756 50 10, www.krempel.ch kubus. Mooswiesstr. 30, 9200 Gossau SG, www.myspace.com/imkubus Kugl - Kultur am Gleis. Güterbahnhofstr. 4, 9000 St.Gallen, 076 420 38 45, www.kugl.ch Kult Bau. Konkordiastr. 27, St.Gallen, 071 244 57 84, www.kultbau.org Kultur i de Aula. Schülerweg 2, Goldach, 071 841 49 91, www.kulturideaula.ch Kultur im Bären. Unterdorf 5, 9312 Häggenschwil, 071 243 20 83, www.kultur-im-baeren.ch Kulturcinema. Farbgasse, 9320 Arbon, 071 440 07 64, www.kulturcinema.ch Kulturforum. Bahnhofstr. 22, 8580 Amriswil, 071 410 10 93, www.kulturforum-amriswil.ch Kulturladen. Joseph-Belli-Weg 5, 78467 Konstanz, 0049 7531 529 54, www.kulturladen.de Kulturlokal Mariaberg. Hauptstrasse 45, 9400 Rorschach www.maberg.ch

Kultur Psychiatrie Münsterlingen. 8596 Münsterlingen, 071 686 41 41, www.stgag.ch Kulturwerkstatt. Churfistenstr. 5, 9500 Wil, 071 912 22 66, www.kultur-werkstatt.ch Kulturzentrum Gaswerk. Untere Schöntalstr. 19, 8401 Winterthur, VVK: 052 203 34 34, www.gaswerk.ch Kunst- und Kulturzentrum K9. Obere Laube 71, 78462 Konstanz, 0049 7531 167 13, www.k9-kulturzentrum.de Löwenarena. Hauptstr. 23, 8580 Sommeri, 071 411 30 40, www.loewenarena.ch Lokremise. Grünbergstr. 7, 9000 St.Gallen Lyceumclub. Rorschacherstr. 25, 9000 St.Gallen Marionettenoper. Fischergasse 37, 88131 Lindau, 0049 8382 94 46 50, VVK: 0049 8382 94 46 50, www.lindauer-mt.de Metrokino.Rheinstr. 25, 6900 Bregenz, 0043 5574 71 843, www.filmforum.at Montforthaus. Leonhardsplatz 8, 6800 Feldkirch, 0043 5522 760 01 31 10 Offene Kirche. Böcklinstr. 2, 9000 St.Gallen, 071 278 49 69, VVK: 071 278 49 69, www.okl.ch Palace. Rosenbergstr. 2, 9000 St.Gallen, 079 347 04 21, www.palace.sg Phönix Theater 81. 8266 Steckborn, www.phoenix-theater.ch Projektraum exex. Oberer Graben 38, 9000 St.Gallen, 071 220 83 50, www.visarteost.ch Printlounge. Schwertgasse 22, 9000 St.Gallen, 071 222 07 52, www.printlounge.ch Propstei. 6722 St.Gerold, 0043 5550 21 21, www.propstei-stgerold.at Raum für innere Kultur. Frongartenstr. 8, 9000 St.Gallen, 071 340 03 25, www.cre-do.info Remise. Am Raiffeisenplatz 1, 6700 Bludenz, 0043 5552 334 07, www.remise-bludenz.at Remise. Silostr. 10, 9500 Wil SG, 071 912 26 55, www.klangundkleid.ch/remise Restaurant Eintracht. Neudorfstr. 5, 9533 Kirchberg SG, 071 931 10 92, www.eintracht-kirchberg.ch Restaurant Freihof. Rorschacherstr. 2, 9450 Altstätten SG, 071 755 86 20, www.freihof-altstaetten.ch Restaurant Kastanienhof. Militärstr. 9, 9000 St.Gallen, 071 278 41 42, www.kastanienhof.ch Restaurant Rössli. Dorf 42, 9103 Schwellbrunn, 071 352 21 22 Restaurant Splügeneck. St.Georgenstr. 4, 9000 St.Gallen, 071 222 16 29 Rosenegg. Das Haus mit kulturellen Aktivitäten, Bärenstrasse 6, 8280 Kreuzlingen, www.museumrosenegg.ch Rudolf-Steiner-Schule. Rorschacherstr. 312, 9016 St.Gallen, 071 282 30 10, www.steinerschule.ch Salzhaus. Untere Vogelsangstr. 6, 8400 Winterthur, 052 204 05 54, VVK: 052 204 05 54, www.salzhaus.ch Schlachthaus Kulturcafé. Dornbirn, 0043 5572 36 508, www.café-schlachthaus.at Schloss Dottenwil. Postfach 1094, 9303 Wittenbach, 071 298 26 62, www.dottenwil.ch Schloss Hagenwil. Hagenwil, 8580 Amriswil, 071 411 19 13 , VVK: 071 411 41 98, www.schloss-hagenwil.ch

Schloss Wartegg. Von-Barler-Weg, 9404 Rorschacherberg, 071 858 62 62, www.wartegg.ch Schloss Wolfsberg. Wolfsbergstr. 19, 8272 Ermatingen, 071 663 51 51, VVK: 071 663 51 51, www.wolfsberg.com Schlösslekeller. Fürst-Franz-Josef-Str. 68, 9490 Vaduz, 0041 423 230 10 40, www.schloesslekeller.li Sonderbar/Rauch. Marktgasse 12-14, 6800 Feldkirch, 0043 5522 76 355, www.sonderbar.ch Spielboden. Färbergasse 15, 6850 Dornbirn, 0043 5572 219 33 11, www.spielboden.at Stadtsaal. Bahnhofplatz 6, 9500 Wil SG, 071 913 70 07, www.stadtwil.ch Stadttheater Konstanz. Konzilstr. 11, 78462 Konstanz, 0049 7531 90 01 08, VVK: 0049 7531 90 01 50, www.stadt.konstanz.de Stadttheater Schaffhausen. Herrenacker 23, 8200 Schaffhausen, VVK: 052 625 05 55, www.stadttheater-sh.ch Tango Almacén. (Lagerhaus). Davidstr. 42, 9000 St.Gallen, 071 222 01 58, www.tangoalmacen.ch TanzRaum Herisau. Mühlebühl 16a, 9100 Herisau, 071 352 56 77, www.tanzraum.ch Theagovia. Sun Areal, 8575 Bürglen, 071 622 44 33, www.theagovia.ch Theater Kosmos. Mariahilfstr. 29, 6900 Bregenz, 0043 5574 440 34, www.theaterkosmos.at Theater St.Gallen. Museumstr. 24, 9000 St.Gallen, 071 242 05 05, VVK: 071 242 06 06, www.theatersg.ch Theater am Kirchplatz. Reberastr. 10, 9494 Schaan, 0041 0423 237 59 60, VVK: 0041 0423 237 59 69, www.tak.li Theater am Kornmarkt. Seestr. 2, 6900 Bregenz, 0043 5574 428 70, VVK: 0043 5574 420 18, www.theater-bregenz.at Theater am Saumarkt. Mühletorplatz 1, 6800 Feldkirch, 0043 5522 728 95, www.saumarkt.at Theater an der Grenze. Hauptstr. 55a, 8280 Kreuzlingen, 071 671 26 42, www.kreuzlingen.ch Theaterwerk. Teufenerstr. 73a, 9000 St.Gallen, 079 677 15 89 Tonhalle. Museumstr. 25, 9000 St.Gallen, 071 242 06 32, VVK: 071 242 06 06, www.sinfonieorchestersg.ch Trottentheater. Rheinstrasse, Neuhausen am Rheinfall, 052 672 68 62 USL-Ruum. Schrofenstr. 12, 8580 Amriswil, www.uslruum.ch Vaduzer-Saal. Dr. Grass-Str. 3, 9490 Vaduz, 0041 0423 235 40 60, VVK: 0041 0423 237 59 69, www.vaduz.li Vollmondbar. Stadtgärtnerei, Glashaus beim Sallmanschen Haus, 8280 Kreuzlingen, 071 672 69 25 Werdenberger Kleintheater fabriggli. Schulhausstr. 12, 9470 Buchs SG, 081 756 66 04, VVK: 081 756 66 04, www.fabriggli.ch ZAK. Werkstr. 9, 8645 Jona, 055 214 41 00, VVK: 055 214 41 00, www:zak-jona.ch ZiK - Zentrum für integrierte Kreativität. Weitegasse 6, 9320 Arbon, 071 714 402 792, www.zik-arbon.ch Änderungen und Ergänzungen bitte an: sekretariat@saiten.ch Die Adressen der Museen und Galerien sind unter «Ausstellungen» aufgeführt.


Pfahl-Nüssli

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NACHRICHTEN AUS DEM SUMPF PFAHLBAUER 73

Ich stand nackt am Schlafzimmerfenster, huhuh, nein, das war überhaupt nicht erotisch, sondern ziemlich verdattert, die vergessene Kerze irrlichterte wie verrückt, im Blubbern des schon seit längerem komplett verkalkten Luftbefeuchters schwangen Chorstimmen mit, und der dicke Nachbar schnarchte mal wieder so laut, dass er durch alle Hauswände zu hören war. Aber das war nicht das Problem. Dumpfe Explosionen hatten mich aus dem Schlaf gerissen und ihre Herkunft war am feuerroten Himmel über der Stadt schnell auszumachen: Im Westen brannte es lichterloh, aber es war nicht schon wieder die unglückliche Kirche, sondern, uff, nur die Neubauten gegenüber. Ich rieb mir die Augen und machte erstmal – jahrhundertelang bewährtes Winternachtmittel – einen heissen Whisky mit einem Löffel Honig und einem Schuss Zitrone, damit hatte ich schon den Bronchialhusten überwunden und das sollte es auch gegen diese Explosionen tun. Die Rauchschwaden hatten sich nun etwas gelichtet und man konnte klar erkennen, dass es sich offenbar um eine Übung rund ums sogenannte Sanktleopardhaus handeln musste: Da standen jedenfalls überall Feuerwehrler und Polizeier, quasi eine generalstabsmässige Abfackelung, oder, wenn man so will, Offizialbrandstiftung. Bevor ich bedauern

mit gewaltigen Abrissbirnen waren aufgefahren, die nun ihre zerstörerischen Muskeln spielen liessen: Im Minutenabstand prallten die Stahlkugeln in die Fassaden, wuomm, wuuomm, Glas klirrte, Wände stürzten ein, und der Lärm hatte nun die halbe Nachbarschaft an die Fenster gelockt. Irgendwo spielte einer Trompete, das echote wie der himmeltraurige Suffabgang eines letzten Fasnächtlers in den Gassen, und ein anderer schrie, als ob er direkt in ein Hieronymus-Bosch-Höllenbild gebeamt worden sei. Jetzt waren Geräusche wie von einem unvorstellbar riesigen Staubsauger zu hören, und erst als strafraumgrosse Fetzen roten Gummigranulats über die Dächer flogen, wussten wir schlaftrunkenen Beobachter: Hoppla, da fliegt Pipis Wunderteppich.

Fetzen roten Gummigranulats flogen über die Dächer. konnte, dass sich mein schon lange geplanter Besuch in der dort eingerichteten Golf Lounge mit Indoor-Golfangebot nun erübrigt hatte, ganz abgesehen davon, dass die Zimmergolfer angeblich sowieso Konkurs gegangen sind, also ich weiss nicht viel davon, aber vermutlich muss man ja auch indoor anständig angezogen sein, das kostet halt sofort, oder es gab einen Toten, weil so ein Golfball an die Schläfe, aua extrema, oder vielleicht hat sich einfach kein Schwein interessiert, aber item – bevor ich also nur einen Gedanken fassen konnte, gabs gleich unter meinem Haus einen ungeheuren Knall, der die ganze Umgebung erzittern liess. Hopplaschorsch, das musste die arme Raiffeisen sein. Wuomm! Monströse Bagger

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Also von Stadtlounsch kann da auch nicht mehr die Rede sein, da werden sie aber schön weinen müssen beim Teevaunull, wenn sie wieder so eine lustige Sommersendung machen. Aber für Empathie war keine Zeit, denn, heilandzack, wers glaubt, wird gerettet, das war noch nicht mal alles: Plötzlich knallte es wieder, und auf den Balkonen über unserer Strasse zeigten alle Richtung Osten, nach einiger Verwirrung war klar: Da flog grad die Kapozentrale in die Luft, also die schicke Calatrava-Muschel, und jene, die zunächst auf das Stadttheater getippt hatten, lagen auch richtig, da flog auch das Stadttheater in die Luft, prima Sprengung, konnte man aus dieser Distanz sagen, wobei wir nicht wussten, ob

die Tonhalle auch wirklich noch stand. Und nun gings am Rosenberg los, aber da rief einer: Sie fluten, sie fluten! Das Letzte, was wir hörten, war ein Rauschen, wie es die Ostrandzonenwelt noch nie vernommen hatte. Am nächsten Morgen war alles ruhig. Nur dass einer im Radio sagte, er finde es eigentlich schon recht mutig von einer Stadt, das Bauwerk eines Stararchitekten nach wenigen Jahren wieder abzureissen, und er hätte da, falls es ein Abbruchwunschprogramm gäbe, also noch ein paar andere Vorschläge, nur das erinnerte mich irgendwie fern an einen Traum von letzter Nacht. Sonst entsprach alles einem stinknormalen Januartag, wie ich ihn schon immer gemocht habe, nur schon als bekennender Gucklockfahrer. Ich zog mir die Bärenmütze über den Kopf, fütterte wie gewohnt die Raben vor dem Haus, warf dem Nachbar die nächste Staffel Sopranos in den Milchkasten und sprach im Bushäuschen noch ein kurzes Gebet für jenen Fuchs, der seit einigen Wochen des Nachts so jämmerlich um unser Haus irrt und bellt, oder eher jault, wie wenn er seinen Liebsten verloren hätte (bellen Füchse?). Im Bus griff ich zum Blablatt, und nein, da hatte sich nichts getan, nicht der leiseste Change, zwar wunderte ich mich bei der Kopfsalatsammlung vom Stadtparlament über einen Frischling namens Eckstein, aber sonst, ganz die Alten, auch der Roschee Dornimauge hockt noch immer dort, der will einfach nicht aufgeben. Ich beschloss, erstmal eine Schale zu trinken, in der Raucherzone der Metro-Bar, ehemals Metropol, einem rauchig beseelten Ort von grosser Heiterkeit. Charles Pfahlbauer jr.


Pfahl-Nüssli

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D’SUEBALLÄ VO SANGGALLÄ

SAITENLINIE 75 Es geschehen seltsame Dinge dieser Tage. Ein gefiederter Yeti tanzte in der Multergasse und am Bärenplatz zu unhörbarer Musik und liess sich dabei von Hunden anbellen, um die Leute ans Konzert von Lamont Prince zu locken. Merkwürdige tanzende Gestalten sah man an jenem Abend auch andernorts, in Amriswil im USLRuum am wunderbaren, aber schlecht abgemischten Konzert von Ja, Panik!, wo zwei Frauen mittleren Alters die Hände in die Luft warfen und wie wild ihre blondierten Haare schüttelten, während sich der Rest der Konzertbesucher mehr für den Flying Hirsch an der Bar für vier Franken zu interessieren schien als für die Jungs aus Wien. Ebenfalls fehl am Platz ist ja scheints auch das Baumhaus von Marcel Ferrier, das bekanntlich um 36 Zentimeter gekürzt werden muss. Gerhard Mack schrieb dazu in der «NZZ am Sonntag» unter dem Titel «St.Gallen macht sich lächerlich»: «Das passt zu dem allgemeinen Desinteresse an einer Baukultur. St.Gallen ist alles andere als ein Ruhmesblatt zeitgenössischer Architektur. Da möchte die Stadt lieber nicht mit einem qualitätvollen Gebäude Aufmerksamkeit erregen.» Und darum muss wohl auch die Wartehalle von Santiago Calatrava vom Bohl verschwinden. Es kursieren schon so einige Gerüchte über ihre neue Funktion: Zum Beispiel als Schulzimmer für die Waldkinder, wenn es nun einmal so strätzt, dass wirklich das Wetter und nicht die Kleidung schlecht ist. Oder auch für die kürzlich vom wahnsinnigen Thurgauer Textperfomance-Künstler Michael Stauffer gegründete Sekte, die sich des Nachts im Wald trifft, um sich gemeinsam in die Hosen zu machen. Man könnte die Wartehalle aber auch zum Schiff umfunktionieren und auf dem Bodensee die «Sonnenkönigin» kapern, auf der Startenor José Carreras am «Ball der Königin» seine Arien singt. Nicht zu kontrollierende Urängste weckt die neue Markthalle mit dem Projekt-Namen Josy und Orazio beim scheidenden «Tagblatt»-Chefredaktor G.F.H. Die Ankündigung, es könnte da drin nur noch je einen Gemüse-, Fisch- oder Käseanbieter geben, bringt G.F.H. in einem «Salzkorn» unweigerlich zum Schluss, dass hier «planwirtschaftlich organisiert» wird. Obacht Sozialismus! Ein Monopol! Gschpässig nur, wer hier ruft. Schliesslich überzieht der «Tagblatt»-Konzern die Region seit Jahren mit geballt-monopolistischer Zeitungs-, Radio-, TV- und Online-Macht. Dass nun, wie aus gut unterrichteten Quellen bekannt wurde, schon bald auch die neuen Bildschirme in den VBSG-Bussen mit Tagblatt-Schlagzeilen gefüllt werden, wäre womöglich ebenfalls ein «Salzkorn» Wert: Schliesslich gab es für diesen Auftrag nicht einmal eine öffentliche Ausschreibung, von einem Wettbewerb ganz zu schweigen. Eine andere weit vergnüglichere Form des Kräftemessens gabs am Abschiedsfest des Hauses an der Rosenbergstrasse, wo in einem Freiluft-Boxring Pushy Skin gegen Mary Nice antrat und sich mit Orangenschnitzen im Mund gegenseitig ordentlich auf die Rübe gaben, bis beide zeitgleich K.O. gingen. Und es war so voll, dass man kaum das Tanzbein schwingen konnte. Übrigens haben wir diesbezüglich unlängst eine Anfrage von einer Saitenleserin bekommen, ob es in St.Gallen Tanzparties für Leute über vierzig gebe. Wir haben offengestanden keine Ahnung. Vielleicht in Amriswil.

Lika Nüssli

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N°176 · Im Schlaf gestört