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Der 

Zahn Ratgeber Was Sie schon immer wissen wollten

Lächeln erwünscht

Wie Sie Ihre Zähne perfekt pflegen und gegen Krankheiten vorbeugen Schöne Zähne Strahlend weiße und gesunde Zähne dank professioneller Reinigung

Extra: Kinder Keine Angst vor dem Bohrer – Tipps für den nächsten Zahnarztbesuch


Für Ihre Praxis personalisiert! Hier stehen Ihre ausführlichen Kontaktdaten. Außerdem ist jede Seite dieses elektronischen imagekataloges mit Ihrem Logo personalisiert.

Dr. Musterarzt Musterstraße 123 12345 Musterort Telefon: 089 / 123 45 67 Fax: 089 / 123 45 67 Email: info@musterarzt.de Sprechzeiten: Montag: 8.00 - 12.00 Uhr / 14.00 – 18.00 Dienstag: 8.00 - 12.00 Uhr / 14.00 – 18.00 Mittwoch: Termine nach Vereinbarung Donnerstag: 8.00 - 12.00 Uhr / 14.00 – 18.00 Freitag: 8.00 - 12.00 Uhr Besuchen Sie uns auch auf unserer Homepage unter www.musterarzt.de

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Ein Lächeln ist unbezahlbar Guter Rat muss nicht teuer sein: Dieser Leitfaden liefert Ihnen alle wichtigen Infos für gesunde Zähne. Ihre Zähne sind kostbar. Sie übernehmen nicht nur bei der täglichen Nahrungsaufnahme eine lebenswichtige Funktion, sondern zählen in unserer Gesellschaft auch zu den wichtigsten Prestigeobjekten eines gesunden und erfolgreichen Menschen. Doch für ein schönes, weißes Gebiss muss man auch etwas tun – und das täglich. Wer seine Zähne nicht ausreichend pflegt und vor den Gefahren des Alltags schützt, kann schon früh sein strahlendes Lächeln einbüßen. In diesem Ratgeber lesen Sie alles Nötige, was Sie zum Erhalt Ihrer gesunden Zähne wissen müssen. Machen Sie’s gut! Ihr Zahnarzt Foto: Photos.com

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Foto: istockphoto Š Amanda Rohde


Lesen Sie in unserem Ratgeber Ein Lächeln ist unbezahlbar

Warum Sie auf Ihre Zähne besonders gut achten sollten

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Professionelle Zahnpflege Wie Sie perfekt vorbeugen + Checkliste

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Schneeweiße Beißer

So funktioniert Zahnbleaching

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Gold, Kunststoff oder Keramik?

Wählen Sie das richtige Material für Füllungen und Zahnersatz + Checkliste

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Keine Angst vorm Bohren!

Für Kinder: So wird Dein Besuch beim Zahnarzt echt cool!

38 Impressum

Fotos: Photos.com, istockphoto: © Darren Baker, © Nilgun Bostanci, © Jennifer Trenchard, © Ed Hidden

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Professionelle Zahnpflege Wie Sie perfekt vorbeugen Worte, die Sie immer wieder hören – doch was bedeuten sie wirklich? Was Sie über Zahnschmelz wissen sollten So funktioniert die professionelle Zahnpflege 6 Tipps für Ihre Zahnpflege daheim So bleiben Ihre Zähne schön und gesund

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Foto: istockphoto Š Darren Baker

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Worte, die Sie immer wieder hören – doch was bedeuten sie wirklich? Wir erklären Ihnen einige der häufigsten Zahnprobleme. Zahnbelag (Plaque)

besteht aus Speichel, Bakterien und Nahrungs­resten. Er bildet einen Film, der die Zahnober­fläche als rauer, klebriger Belag bedeckt und die Entstehung von Karies und Zahnfleischentzündungen fördert. Die einzige Prophylaxe ist eine regelmäßige gründliche Mundhygiene.

Zahnstein

entsteht aus mineralischen Bestandteilen des Speichels, die sich in vorhandenen Zahnbelag einlagern. Die raue Oberfläche bildet einen idea­len Nährboden für Mikroorganismen. Zahn­fleisch­ entzündungen sind häufig die Folge. Zahnstein entfernt in der Regel die Zahnarzt­helferin, in besonderen Fällen der Zahnarzt.

Karies

ist die häufigste Erkrankung der Zähne. Bei Karies fault der Zahn.

Ursache: Bakterien, die im Zahn­ belag enthalten sind, bilden aus den Kohlenhydraten der Nahrung aggressive Säuren, die in den Zahnschmelz eindringen und ihn zer­stören können.

Gingivitis und Parodontitis

sind Entzündun­ gen des Zahnflei­ sches bzw. des gesamten Zahn­ halteapparates, bedingt durch Anlagerungen weicher und harter Beläge. Anders als bei einer Gingivitis ist bei einer Parodontitis auch der Kieferknochen be­­fallen. Die Erkrankung schreitet oft unerkannt voran und bereitet am Anfang keinerlei Schmerzen. Folge: Lockerung der Zähne und schließlich Zahnverlust. Noch schlimmer: Bakterien gelangen in die Blutbahn und stellen dadurch einen ho­hen Risikofaktor für Herz­ erkrankungen dar. Foto: Photos.com


Was Sie über Zahnschmelz wissen sollten Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz des Körpers. Doch einige be­stimmte Nahrungs­mittel können ihn angreifen und seine Schutzfunktion außer Kraft setzen:

!_Säurehaltige Getränke wie

Orangensaft, Cola oder Tee mit Zitrone schaden dem Zahn­ schmelz. Von solchen „Säureattacken“ erholt er sich nur langsam. TIPP: Trinken Sie Milch. Sie enthält viel Calcium, einen Baustoff der Zäh­ne. Außerdem regen (zuckerfreie)

Kaugummis den Speichelfluss an, das ist gut für den Zahnschmelz.

!_Zucker ist ein „Zahn­ killer“, denn Bakterien im Zahnbelag wandeln ihn zu aggressiven Säuren um.

Vorsicht: Säurehaltige Ge­ trän­ke wie Tee mit Zitrone greifen den Zahnschmelz an

Bei dieser Entscheidung kann Ihnen (leider) kein Zahnarzt helfen... Es kommt nicht nur aufs Zähneputzen an... Besonders als Raucher können Zigaretten sind Sie schnel­ler Ihre Gift für die Zähne Zähne verlieren. Mit jeder Zigarette steigt Ihr Risiko. Ni­kotinabhängige leiden sehr viel häufiger unter: Zahnfleischbluten. Wunden im Mund, weil diese schlechter heilen. Fotos: Photos.com

Parodontitis und Zahnverlust. Komplikationen bei Zahnim­ plantaten. verfärbten Zähnen und Mund­ geruch.

Da hilft nur eins!

Weg mit den Glimm­ stengeln! Dann haben Sie zum Bei­­spiel bei Parodontitis bereits nach ­einem Jahr die Hei­­lungs­­ chancen eines Nichtrauchers.


So funktioniert die professionelle Zahnpflege Trotz gründlicher Mundhygiene zu Hause sind Ihre Zähne anfällig für Bakterien, Plaque und Karies. Besuchen Sie deshalb mindes­ tens zweimal im Jahr Ihren Zahnarzt – Vorbeugen ist besser als Heilen. Auf Wunsch führt er bei Ihnen diese (in der Regel weit­gehend schmerzlose) Be­hand­lung durch:

So verschwinden Zahn­beläge und Verfärbungen Ein Pulverstrahlgerät entfernt Zahnbeläge. Es arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie Sandstrahlgeräte, mit denen Arbeiter Farben von Häuserfassaden entfernen. Während diese Maschinen mit hohem Druck ein Gemisch aus Wasser und Sand auf die Wän­de sprühen, spritzen aus einem Pulverstrahlgerät Wasser und feinste Pulverpartikel. Sie reinigen sehr wirkungsvoll, weil der Wasserstrahl die Zwischenräume der Zähne und den oberen Bereich der Wur­zeln erreicht. So verschwinden auch hartnäckige Verfärbun­ gen, die durch Zigaretten, Kaffee oder Tee entstehen.

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Ultraschall löst den Zah

Er weiß, was zu tun ist: Lassen Sie ihren Zahn­arzt regelmäßig Ihre Zähne reinigen

Zunächst entfernt Ihr Zahnarzt/Ihre Zahnbeläge (Zahnstein). Dazu verwen mit Druckluft betriebene Reinigungsins schied­liche Techniken. Der sogenannte hart­näcki­ge Beläge durch Schwingung Foto: Istockphoto © Lajos Répási


Zahnfleischbehandlung (Optional) Ist das Zahnfleisch schon entzündet, reinigt und desinfiziert der Zahn­­ arzt/die Zahnarzthelferin es gründlich und spült Zahnfleischtaschen aus, falls welche entdeckt werden. So kann sich die Entzündung (Parodon­­ titis) nicht weiter ausbreiten. Die Behandlung des Zahnfleisches gehört aber nicht mehr zum Stand­ardprogramm der professionellen Zahnreinigung.

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hnstein

Zahnarzthelferin die harten ndet man Ultraschallgeräte oder strumente. Dabei gibt es unter­ e Airscaler beispielsweise lockert gen. Foto: Photos.com

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Politur schützt die Oberflächen Nachdem der Zahnarzt/die Zahnarzthelferin Ihre Zähne gereinigt hat, werden sie mit einer fluoridhalti­gen Paste poliert. So bleiben die Ober­flächen von Zähnen und Füllungen länger sauber, denn an den glatten Oberflächen haften Beläge nicht so leicht. Anschließend spült man mit einer Desinfektions­lösung die Reste der Polierpaste von Zähnen und Zahn­fleisch ab.

Fluorid-Versiegelung gegen Karies Zum Schluss versiegelt der Zahn­ arzt/die Zahnarzthelferin die Zähne mit einem Lack, der Fluorid enthält. Die­ser schützt die Zähne vor Säuren, die Karies verursachen können.


Checkliste Die Zahnbürste sollten Sie mindestens alle drei Monate wechseln

6 Tipps für Ihre Zahnpflege daheim Damit Ihnen Ihre Zähne bis ins hohe Alter erhalten bleiben, soll­ ten Sie sich täglich um sie küm­ mern. So machen Sie es richtig. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kann jeder dafür sorgen, dass ihm seine Zähne ein Leben lang erhalten bleiben. Dafür ist es natürlich am wich­tigsten, sie täglich intensiv zu reinigen. Allerdings muss die Pflege unbedingt schonend erfolgen, das heißt: mit der richtigen Zahnpasta, einer nicht zu harten Bürste und der richtigen Technik. Die nebenstehen­ ­de Checkliste hilft Ihnen dabei:

Putzen Sie sich mindestens zwei­ mal täglich intensiv die Zähne. Verwenden Sie nur fluoridhaltige Zahnpasten. Vorsicht bei Zahnweiß-Pasten. Sie enthalten Partikel, die den Zahnschmelz aufrauen und Oberflächen aus Metall oder Keramik (Zahnersatz) zerkratzen können. Reinigen Sie einmal täglich die Zwischenräume der Zähne mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen nach Anweisung Ihres Zahnarztes. Verwenden Sie keine harten Zahnbürsten, um das Zahnfleisch zu schonen. Drücken Sie die Bürste nur leicht auf. Wechseln Sie mindestens alle drei Monate Ihre Zahnbürste. Foto: istockphoto © doram


!

t TfürEZus h au s e

Habe ich Zahnbelag? Wie Sie erkennen, ob Ihre Zähne gefährdet sind, und was Sie beim Test beachten sollten. Ein TV-Spot hat die kleinen Kau­ta­ bletten berühmt gemacht, die Ihren Zahnbelag zum Beispiel blau oder rot anzeigen. Das Plaquefärbemittel erhalten Sie in jeder Apotheke. Der Test ist eine gute Möglichkeit, sich schnell über den Zustand seiner Zäh­­ne zu informieren. Wenn der Zahnbelag sichtbar wird, hat das eine abschreckende Wirkung. So kann man insbesondere auch Kinder leichter davon überzeugen, wie wichtig die tägliche Zahnpflege ist, und ihnen zeigen, an welchen Stellen sie nicht richtig geputzt haben – nämlich dort, wo nach dem Putzen noch Zahnbelag zu sehen ist. Doch Achtung – ganz so einfach wie in der Werbung funktioniert der Test nicht: Plaque­färbe­tabletten ent­halten intensive Färbemittel, die auch Ihre Kleidung und ihre Lippen an­grei­fen können. Deshalb sollten Sie bei dem Färbetest die folgen­ den Tipps beachten: Foto: Photos.com

Nicht richtig geputzt? Plaquefärbetablet­ ten können Zahnbelag sichtbar machen

_1. Schützen Sie Ihre Kleidung

und Kunststoff­armaturen – denn hier gehen die Flecken nicht mehr raus.

_2. Führen Sie den Check am

besten abends durch, denn Mundschleimhaut und Lippen sind für zwei Stunden stark gefärbt.

_3. Cremen Sie Ihre Lippen mit Vaseline ein, so verfärbt sich die Haut nicht so stark.


So bleiben Ihre Zähne schön und gesund Tägliches Zähneputzen reicht zur Vorbeugung von Karies und Parodontitis nicht aus. Ebenso wichtig ist der regelmäßige Zahnarztbesuch. Neben der Rundum-Untersuchung der Zähne bietet Ihr Zahnarzt Ihnen eine professionelle Vorsorge (Prophylaxe) an. Mit moderner Tech­nik sorgt er nicht nur für ge­sün­dere, sondern auch für schönere Zähne: Man sieht Ihrem Lächeln sofort an, dass Zahnbeläge und Verfärbungen entfernt wurden. Auch wenn Sie Ihre Zähne täglich richtig putzen, sollten Sie ihrem Zahn­arzt deshalb mindestens zweimal pro Jahr einen Besuch abstatten. Das kann sich übrigens nicht nur ge­­sund­heit­lich, sondern auch finanziell lohnen: Wer gesetzlich kranken­versichert ist, muss min­destens einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung gehen. An­sonsten erhält er später, wenn er zum Beispiel einen Zahnersatz braucht, erheblich weniger finanzielle Unterstützung von seiner Krankenkasse.

Checkliste

Vier Fakten zur Profi-Zahnpflege Nur jeder Zweite geht regel­ mäßig zum Zahnarzt. Eine der Folgen: 97 Prozent aller Deutschen leiden unter Karies. Die Kosten für eine professio­ nelle Zahnreinigung über­ nehmen die Krankenkassen nicht – aber die Investition lohnt sich: Zahnersatz ist weitaus kostspieliger. Der Zahnarzt reinigt Ihre Zähne mit Spezialge­ räten schonend und effektiver, als Sie es selbst zu Hause können. Die Behandlung dauert je nach Aufwand etwa 45 Minuten. Fotos: Photos.com


Dr. Musterarzt • Musterstraße 123 • 12345 Musterort

Checkliste

Professionelle Zahnpflege

Ihr Jahresplan für gesunde Zähne! Unsere Zähne sind wichtige Werkzeuge. Damit sie gesund bleiben, reicht bloßes Zähneputzen nicht aus. Folgende Termine sollten Sie einhalten. Meine Checkliste zum Ankreuzen: MEIN NAME ADRESSE ZAHNARZT

MEIN ZAHNARZT TELEFON ZAHNARZT

Was ist zu tun?

Wie oft?

Termin

Zahnarztbesuch

2 x im Jahr

1. Termin am

Datum

OK

2. Termin am Zahnbelagtest

2 x im Jahr

1. Termin am

2. Termin am

Zahnbürste

4 x im Jahr

1. Termin am

wechseln

2. Termin am

3. Termin am

4. Termin am

Professionelle

1. Termin am

2 x im Jahr

Zahnreinigung

2. Termin am

Meine Notizen:

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Schneeweiße Beißer Wie Zahnbleaching funktioniert

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Zahnbleaching fürs strahlende Lächeln Große und kleine Tricks für weiße Zähne Wie Zahnaufheller wirken Vorteile und Nachteile der verschiedenen Bleichmethoden


Foto: istockphoto Š Nilgun Bostanci

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Bleaching mit Peroxid: In ein bis zwei Sitzungen kann der Zahnarzt Ihre Zähne deutlich weißer machen

Zahnbleaching fürs strahlende Lächeln Worauf Sie achten müssen, wenn Sie Ihre Zähne bleichen lassen:

_1. Was untersucht der Zahnarzt?

Verfärbungen an den Zähnen haben oft ganz unterschiedliche Ursachen. Gelbe Zähne sind manch­ mal angeboren, können aber auch auf Krankheiten hindeuten. Ihr Zahn­ arzt berät Sie nicht nur kosmetisch, sondern auch medizinisch und geht den Verfärbungen auf den Grund. Anschließend berät er Sie anhand einer Farbskala, wie weit Ihre Zähne aufgehellt werden können. Gege­be­ nen­falls kann er später noch einmal nachbleichen.

_2. Wie wirkt ein Bleichmittel?

Der Wirkstoff fast aller Zahnaufhel­ ler ist Peroxid. Das kleine Molekül dringt in tiefere Schichten des Zahns

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ein und setzt bei seinem Zerfall aktiven Sauerstoff frei. Dieser Sau­ erstoff oxidiert oder zersetzt die Farbstoffe in der Zahnsubstanz. Die aufgebroche­nen chemischen Bindungen können das Licht dann nicht mehr einfangen (und für die dunkle Farbe sorgen), sondern lassen es passieren oder reflektieren es. So bekommen die Zähne ihr Weiß zurück.

_3. Welche Bleichmittel sind am besten?

Ein Vergleich verschiedener Präparate findet sich in „Ökotest“ (Jahrbuch Kosmetik 2006). Dabei schnei­ den Bleichmittel für den Zahnarzt besser ab, als frei verkäufliche Pro­dukte, die häufig ungesunde Zu­satz- und Hilfsstoffe enthalten. Foto: © Yuri Arcurs – Fotolia.com


De­ren geringere Menge an Wirkstoffen sorgt außerdem für eine schwäche­re und nur kurzzeitige Wirkung.

_4. Warum brauche

ich vor dem Bleaching eine professionelle zahnreinigung?

Beläge und Zahnstein verhindern, dass das Bleichmittel in den Zahnschmelz eindringt und dort wirkt. Deshalb muss Ihr Zahnarzt Ihr Ge­biss zunächst profes­sionell reini­ gen (PZR = Professionelle Zahn­ reinigung) und den Zahnstein entfernen, sonst hat der Zahnaufheller keine Chance. Wenn Beläge den Zahn dun­kel färben, genügt sogar häufig schon eine PZR, damit Ihre Zäh­ne wieder weiß strahlen.

_5. Was muss bei kronen

oder Füllungen beachtet werden?

Bleichmittel wirken besonders gut, wenn Sie gerade Zähne ohne Fül­ lungen oder Zahnersatz haben. Der Wirkstoff wirkt nur im Zahnschmelz und lässt Inlays, Füllungen oder Kro­nen unverändert. Sind diese an den ursprünglichen Farbton ihres Ge­bis­ses angepasst, entstehen nach dem Bleaching eventuell unerwünschte Kontraste.

_6. Welche Gefahren des bleachings sollte man kennen?

Der Zahnaufheller Peroxid ist eine aggressive Substanz. Zu Schmerzen oder auch Magenproblemen kann es kommen, wenn der Wirkstoff über Risse im Zahnschmelz oder undichte Füllungen in den Kreislauf gelangt. Deswegen sollten Sie Ihre Zähne nur aufhellen, wenn Ihr Ge­biss vollkommen in Ordnung ist. Schwangere, Ju­gend­liche und Patienten mit überempfindlichen Zähnen oder freiliegenden Zahnhälsen sollten auf die Behandlung verzichten.

_7. Was der Patient zum Erfolg beitragen KANn

Während Sie Ihre Zähne zu Hause mit einer Zahnschiene oder Strips blei­chen, ist Rauchen tabu. Denn wenn Bleichmittel und Tabak zu­sam­menkommen, können krebserregende Verbindungen ent­ste­hen. Je nachdem, wie sehr Sie Ihr Gebiss aufhellen wollen, muss eventuell mehrmals nachgebleicht werden. Außerdem hält die Wirkung des Bleich­mittels nur begrenzte Zeit. Wenn Sie nicht allzu stark rauchen oder viel Rotwein trinken, bleiben Ihre Zähne beim „Office-Bleaching“ etwa drei Jahre weiß.

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Große und kleine Tricks In welchen Momenten weiße Zähne den Unterschied machen... Promi-Schick: Ob Julia Roberts, George Clooney oder Jennifer Lopez – ohne strahlend weiße Zähne kommt heute niemand mehr bei seinem Publikum an. Ein erstklassi­ ger Zahnarzt gilt deshalb bei Hollywood-Stars als genauso wichtig wie ein knallhar­ter Agent. Entsprechen­de Insider-Empfehlungen sind in diesen Kreisen deshalb auch der absolute Renner. Das US-amerikani­ sche Fachmagazin „Enter­tain­ment“ fand heraus: Eine der beliebtesten Partyfragen unter Promis ist: „Bei welchem Zahnarzt bist Du?“. Erst, wenn das geklärt ist, tauschen die VIPs die Adressen ihrer Friseure aus.

„Photoshop“ gelingen dabei Farbkorrekturen, die niemand erkennt.

vorher

Karriere-Trick: Weiße Zähne sind für den beruflichen Aufstieg oft genauso wichtig wie die Fachqualifikation. Personalberater Cars­ ten Springer von der Münchner Beratungsfirma „Innovation Partners Munich“ warnt: „Mit dunklen Zähnen oder gar einem schwar­zen Stumpen ist eine Top-Karriere so gut wie ausgeschlossen.“

nachher vorher

Foto-Blick: Zeitschriften- und Werbegrafiker helfen beim weißen Gebiss oft künstlich nach. So ist das perfekte Lächeln auf ei­nem Titel­ blatt oder einer Anzeige nicht im­­ mer ­echt. Mit gekonnter Retuschearbeit bleachen die Pixelkünstler am Bildschirm. Dank der Profi-Software

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Liebes-Tick: Mehr als 80 Prozent aller Singles achten auf die Zähne des Flirtpartners – ein hässliches Ge­biss ist für sie mindestens ge­nau­so abschreckend wie der Gedanke an Socken im Bett.

Fotos: Photos.com


Mit weißen Zähnen lässt es sich viel unbeschwerter lächeln.

Im Überblick

Fakten zu gelben und weißen Zähnen

Die Vorteile des Profi-Bleachings Was der Zahnarzt besser macht Ein schöner Mund, aus dem weiße Zähne blitzen – kaum jemand kann einem solch sympathischen Lä­cheln widerstehen. Bevor Sie jedoch zu teuren Kosmetikprodukten mit nur kurzfristiger Wirkung greifen, sollten Sie lieber Ihren Zahnarzt konsultieren: Er bringt Ihre Zähne auf schonende Art wieder zum Leuchten. In neben­ stehendem Überblick zeigen wir Ihnen, warum Zahnbleaching beim Zahnarzt die bessere Wahl ist und was Sie beachten müs­sen, da­mit Ihre Zähne lange weiß bleiben. Foto: istockphoto© Valentin Casarsa

Kaffee, Rotwein, Medika­ mente und Zigaretten verfär­ ben Ihre Zähne im Laufe der Zeit zusätzlich zum natürlichen Alterungsprozess. „Zahnbleaching“ mit Bleich­ mitteln entfernt Verfärbun­ gen im Zahnschmelz. Nach einigen Tagen sind Ihre besten Stücke wieder weiß statt gelb – und das ohne schädliche Ne­ben­wirkun­gen. Ihr Zahnarzt berät Sie über die schonendste und zu­­gleich effektivste Methode, mit der Sie zu einem strahlenden Ge­biss kommen. Gleichzeitig geht er Verfärbungen auf den Grund. Denn nicht selten verrät ein dunkler Zahn eine Entzündung oder eine Infektion, die sofort behandelt werden muss. Die Behandlung ist zwar auf­ wändiger und teurer als das Zahnweiß vom Drogeriemarkt, hält aber dafür sehr viel län­ ger: Erst nach etwa drei Jahren ist eine Auffrischung nötig.

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Wie die Zahn­ aufheller wirken Überblick über die Wirkungs­wei­ sen, Vorteile und Nachteile der verschiedenen Bleichmetho­ den, mit denen man seine Zähne weißer machen kann – ohne und mit Hilfe des Zahnarztes.

Ohne Kontrolle des Zahnarztes Präparat/Methode

anwendung

Werden meist aufgeklebt oder Zahnaufheller Aus der Drogerie oder Apotheke: Gel, aufgepinselt. Strips, Pflaster oder Zahnlack.

Bleichstudios Kommerzielle Bleichstudios ohne Zahnarzt.

Bleichmittel werden in hoher Kon­ zentration aufgetragen.

Hausmittel Salz, Backpulver, Mehl, Raucher-Zahncreme.

Schrubben mit der Zahnbürste.

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Am längsten bleiben die Zähne nach dem Bleaching beim Zahnarzt weiß.

Vorteile

Günstig; Wirkstoff nicht so hoch konzentriert; keine Trägerschiene notwendig.

Nachteile

Wirkt nur einige Wochen bis Monate; oft nur ungleichmäßige und schwache Bleichung; erzeugt in einigen Fällen gefährliche Chlorverbindungen; weitere Nebenwirkungen möglich.

Starke Bleichwirkung; lang andau­ Hohe Kosten; Zahnschäden und mögernde Wirkung; kurze Behandlungs- liche Nebenwirkungen können übersedauer. hen werden und bleiben unbehandelt. Kurzfristige Aufhellung.

Foto: istockphoto© Jacob Wackerhausen

Fast alle Mittel schädigen bei dauerhafter Anwendung den Zahn­ schmelz oder das Zahnfleisch.

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Zusammen mit Ihrem Zahnarzt Präparat/Methode

Homebleaching mit Zahnschiene

Office Bleaching Aufhellung lebender Zähne

Office Bleaching Aufhellung toter Zähne

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, seine Zähne aufzuhellen. Anhand unserer Tabelle können Sie die für Sie richtige Methode auswählen. Die Do-it-yourself-Verfahren müssen bereits nach sechs Mo­naten wie­der­holt werden, um ein konstant strahlend weißes Lä­cheln zu garantieren. Das ursprüngliche Zahnweiß kann nur um bis zu

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anwendung

Nach Abdruck wird eine Schiene angefertigt, die einen engen Kontakt von Bleichmittel und Zahn garantiert. Der Patient trägt die Schiene mit dem Bleichmittel meist über Nacht.

Der Zahnarzt trägt das Bleichmit­ tel direkt auf die Zähne auf. Das Zahnfleisch wird dabei abgedeckt. Wärme und Licht verstärken und beschleunigen die Bleiche.

Der Zahnarzt bringt das Bleichmit­ tel direkt in den toten Zahn ein. Der Wirkstoff entfärbt den Zahn von innen und außen. drei Nuancen aufgehellt werden. Wer die Verfärbun­gen in einem kommerziellen Bleaching- oder Kos­ metikstudio entfernen lässt, sollte sicher sein, dass keine Zahnfleisch­ entzündungen oder Defekte der Zähne vorliegen. Als erster Schritt ist deshalb ein zahnärztlicher Check-up zu empfehlen, um Komplikationen und ungleichmäßige Foto: xxxxxxx


Vorteile

Nachteile

Geringere Kosten als beim „Office Bleaching“ in der Zahnarztpraxis; der aggressive Wirkstoff ist geringer konzentriert; die Erfolgsquote ist hoch – durch optimale Vor- und Nachbehandlung und regelmäßige Zahnarzt-Kontrolle.

Viele (bis zu fünfzehn) Anwendungen und regelmäßige Zahnarztkontrolle notwendig, um die gewünschte Wirkung zu erzielen; Disziplin und eigene Mitarbeit sind Vorausset­ zung für den Erfolg; die maximale Auf­hellung ist etwas geringer als beim Office-Bleaching.

Die Behandlung hilft auch bei star­ ken Verfärbungen. Der Zahnarzt kann das Ergebnis sofort kontrollieren. Für eine langandauernde Wirkung sind nur wenige Zahnarztsitzungen notwendig.

Das Bleichmittel (Peroxid) wird in hoher Konzentration (etwa 30 Prozent) verwendet. Das Risiko bei un­vollständigem Zahnfleisch-Schutz und Rissen im Zahnschmelz ist dabei höher.

Mit der Behandlung lassen sich oft Kronen oder Verblendungen als ästhetische Kor­rektur-Maßnahmen vermeiden.

Häufiges Bleichen schädigt die Fes­ tigkeit und Struktur des Zahns. Das Bleichmittel wird leichter in den Körper aufgenommen.

Aufhellungen zu vermeiden. Möglicherweise lässt sich der Grauschlei­er aber auch schon durch eine pro­ fessionelle Zahnreinigung entfernen. Falls nicht: Fragen Sie Ihren Zahnarzt, wie stark das Bleichmittel ist. Die Konzentration des Aufhellers Wasser­ stoff­pero­xid darf nicht über 30 Prozent liegen, damit der Zahnschmelz nicht angegriffen wird.

Bei den längerfristigen Methoden, wie etwa dem professionellen InOffice-Bleaching beim Zahnarzt, hält das Ergebnis bis zu drei Jahre. Hierbei ist eine Aufhellung um neun Nuancen möglich. Wer sich für diese Variante entscheidet, findet in der obigen Tabelle eine Übersicht über die verschiedenen Bleaching-Methoden.

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Gold, Kunststoff oder Keramik Wählen Sie das richtige Material für Füllungen Füllungen und Kronen im Überblick Was gehört zum Zahnersatz Wer die Wahl hat

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Foto: istockphoto Š Jennifer Trenchard

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Füllungen im Überblick Amalgam Inlays

Wenn Ihr Zahn zum größten Teil noch in Ordnung ist, aber ein Loch („Kavität“) hat, das dauerhaft geschlos­ sen und versiegelt werden muss, dann haben sie die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Füllungsmaterialien. Wir nennen Ihnen in nebenstehender Tabelle die Vorund Nachteile von Amalgam, Kunst­ stoff, Gold und Keramik.

Kunststoff

Die Vor- und Nachteile der unter­ schiedlichen Materialien vom Amalgam bis zum Gold

beschreibung

Manchmal muss der Zahnarzt leider bohren – dabei müssen Sie sich für ein Füllungsmaterial entscheiden.

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Seit 100 Jahren ein Klassiker und auch heute noch oft verwendet. (Die Krankenkasse übernimmt die Kosten.)

Kompomere Häufig verwendete KunststoffAlternative zu Amalgam, besonders bei den Frontzähnen. (Die Krankenkasse übernimmt meist die Kosten.) Komposite Wie Kompomere eine KunststoffAlternative zu Amalgam. (Füllungen im sichtbaren Bereich übernimmt die Krankenkasse, sonst mit Zuzahlung.) gold Gegossene Füllungen, die nahtlos in den Zahn eingepasst werden. Inlays mit hohem Goldanteil gelten bei vielen Experten als die beste Amalgam-Alternative. Keramik Werden wie Gold-Inlays nahtlos in den Zahn eingepasst, sind jedoch etwas teurer.

Foto: istockphoto © Jacob Wackerhausen


vorteile

Lange Haltbarkeit, auch für große Defekte geeignet.

nachteile

Amalgam ist umstritten – denn es enthält Quecksilber und stellt für den Körper möglicherweise ein Ri­­siko dar. Eine grundsätzliche Schäd­lichkeit ist wissenschaftlich jedoch nicht erwiesen. Optisch keine elegante Lösung (silbrig, dunkel).

Sehr natürliche Farbe (ähnelt dem Hält nur zwei bis maximal fünf natürlichen Schmelz), nur wenig Jahre, für stark arbeitende Backengesunde Zahnsubstanz wird entfernt. zähne eher nicht geeignet. Es kann ein Randspalt zwischen Zahn und Füllung entstehen. Zeichnen sich durch die gleichen Vorteile aus wie Kompomere, halten allerdings länger.

Etwas teurer und schwieriger zu verarbeiten als Kompomere.

In der Regel gut verträglich, seit 100 Jahren in der Zahnmedizin bekannt, selbst bei großen Löchern geeignet. Gute Mund­hygiene verlängert die lange Haltbarkeit zusätzlich.

Ihr Zahnarzt muss für Inlays relativ viel gesunde Zahnsubstanz aus­ bohren. Außerdem optisch sehr auffällig.

Lange Haltbarkeit. Anders als Inlays Wie bei Gold wird relativ viel gesunde aus Gold vom echten Zahn kaum zu Zahnsubstanz geopfert. Höhere unterscheiden. Gut verträglich, auch Bruchgefahr gegenüber Gold. geeignet bei Metall­allergie oder Me-­ tallun­ver­träglichkeit.

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Kronen im Überblick Wenn Ihr Zahn „tot“ ist und sich unweigerlich schwarz färbt oder ein Teil des Zahns abgebrochen ist, sorgt eine „Ummantelung“ me­ dizinisch und kosmetisch für Abhilfe. Generell gilt: Jeder kranke Zahn kann überkront werden. Allerdings muss er noch ausreichend fest im Kieferknochen verankert sein und die Wur­ zelspitze sowie das Zahnfleisch müs­ sen gesund sein. Deshalb steht eine Beschreibung

Vollgusskrone Die häufigste Lösung, wenn der Zahn ab­­gestorben ist und vom Körper nicht mehr versorgt wird.

Kunststoffverblendung Ebenfalls eine sehr beliebte Variante, aber teurer.

Verblendmetallkrone Der Kern besteht aus Metall, die Verblendung aus Keramik.

ausführliche zahnärztliche Untersuchung an erster Stelle, bevor ein Zahn ummantelt werden kann. Wir geben Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Kronen: Vorteile Die preiswerteste Lösung und gut verträglich, falls die Krone einen hohen Goldanteil hat.

Kein durchgängig auffälliges Gold, sondern weiße Kronen, die der natürlichen Zahnfarbe ähneln. In der Regel gut verträglich. Kein auffälliges Gold, sondern der ganze Zahn glänzt weiß. In der Regel gut verträglich.

Keramik- oder Porzellankrone Besonders natürlicher optischer Kommt ganz ohne Metall aus. Ihre Wände sind allerdings relativ dick, um haltbar zu sein.

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Eindruck. In der Regel gut verträg­ lich.


Im Überblick Fakten zum Zahnersatz

Nachteile Wie auch die Füllung aus Gold optisch sehr auffällig.

Die Kauflächen sind wie bei der Vollgusskrone aus Gold und ebenfalls optisch sehr auffällig.

Im Laufe von 50 Jahren zermal­ men unsere Zähne rund 18 Tonnen Nahrungsmittel. In Fleisch und Brot entspricht dies einer Menge von 45 Schweinen und einem 4,5 km langen Brot. Diese Schwerstarbeit hat Fol­ gen. Fast jeder Erwachsene benötigt im Laufe seines Lebens Zahnersatz. Die wichtigsten Funktion­en des Zahnersatzes bei einem oder mehreren fehlenden Zähnen sind: Er schließt die Lücken. Das Gebiss ist wieder eine vollständige Einheit. Er erhält die verbliebenen Zähne und das Zahnfleisch. Er entlastet die gesunden Zähne. Er verbessert die Kaufunktion erheblich. Er verbessert die Artikulation.

Etwas teurer als die Kunststoffver­ blendungen.

Der Zahn muss relativ stark ab­­geschliffen werden, weil die Wände dieser Krone relativ dick sind und entsprechend Platz brauchen. Fotos: istockphoto © Marge Ross, Photos.com

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Was gehört zum Zahnersatz? Das sind alle Maßnahmen zur Wiederherstellung eines vollständi­gen und funktionsfähigen Gebisses, wenn dem Patienten einer, mehrere oder sogar alle Zähne fehlen. Festsitzender Zahnersatz Implantate: Diese künstlichen Zahnwurzeln werden im Kiefer unter örtlicher Betäubung ein­ gesetzt. Die meisten Implantate be­stehen aus dem äußerst verträgli­ chen Material „Titan“. Hieran wird der festsitzende oder herausnehmbare Zahnersatz verankert. Die zur-

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zeit beste Methode, einen Zahn voll­ständig zu ersetzen. Brücken: Ein Brückenglied ersetzt fehlende Zähne. Es leitet die Kaukräfte auf die Brücken­pfeiler ab. Das Zahntechnik-Labor stellt die Brückenglieder aus einer Metall-Le­gierung her. Sie können, Foto: Photos.com


Prothese mit Biss

Welcher Zahnersatz ist der richtige für mich? Ob festsitzend oder heraus­nehm­­­ bar, ob Brücke oder Krone – welcher Zahnersatz im Einzelfall in­frage kommt, hängt in erster Linie vom Zustand des Restgebisses ab – und von der Sorgfalt bei der Mund- und Prothe­­sen­ hygiene. Aber auch das Alter des Patien­ten und die Anpassungsfähigkeit an den Zahnersatz sind wichtige Entscheidungs­kriterien. Ihr Zahnarzt ist Ihnen gerne bei der Auswahl behilflich.

Herausnehmbarer Zahnersatz Bei zahnlosen Patienten können die Zähne durch implantatgetra­ gene Vollprothesen ersetzt wer­ den. Diese werden nach einem Kieferabdruck individuell angefertigt. Sind noch einige eigene Zäh­ne vorhanden, besteht die Möglichkeit eines „kombinierten Zahnersatzes“ aus einem Teil festsitzenden und einem Teil abnehmbaren Zahnersatzes. Der abnhembare Zahnersatz besteht aus Brücken oder Teilprothesen, die an fixen Teleskopkronen befestigt sind.

ästhetisch hochwertig, keramisch voll verblendet werden. Anschließend werden Brücken fest auf die be­­schliffenen Pfeilerzähne zementiert. Kronen: Eine Überkronung ist die Ummantelung eines Pfeiler­ zah­nes (beschliffener Restzahn) mit einem geeigneten Werkstoff. Mögliche Werk­stoffe sind Metalllegierungen, Keramik oder Kunststoff. Aufgabe einer Einzelkrone ist es, den Zahn wiederherzustellen. Kronen kommen vor al­lem dann zum Einsatz, wenn Großteile eines Zahns zerstört sind. Foto: istockphoto © andres balcazar

Was darf es sein? Auch beim Zahnersatz sollte man sich gut überlegen, welches Material man im Mund haben möchte.

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Wer die Wahl hat... Gold, Kunststoff, Keramik – die Auswahl ist groß. Der nebenste­ hende Vergleich zeigt, welches Material Ihren Ansprüchen ge­ recht wird. Ihr Zahnarzt berät Sie sicher und umfassend.

Beschreibung

Nem Nichtedelmetall ist eine Edelstahllegie­ rung und meistens aus Kobalt-/­Chrom-/ Molybdänlegierungen. Sie ist als Regel­ versorgung von den Krankenkassen vor­ gesehen.

Gold Verschiedenste Legierungen sind auf dem Markt: „Spargold“ hat weniger als 50 Pro­ zent Goldanteil (Rest: Palladium, Silber, Platin etc.). Hochgoldhaltige Legierungen wie „Biogold“ sind frei von Palladium.

Keramik Aus Keramikmasse.

Kunststoff Komposite (Kunststofffüllungen) beste­ hen aus verschiedenen Kunststoffen, Quarz und Glas. Die Füllung wird schicht­ weise aufgetragen und mit einem speziel­ len Licht gehärtet.

Titan Gut beraten ist man, wenn man sich vor der Behandlung ausgiebig von seinem Zahnarzt aufklären und informieren lässt.

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Metall mit guter Korrosionsbeständigkeit sowie guter Bioverträglichkeit.

Foto: istockphoto © Valentin Casarsa


Vorteile

Nachteile

Sehr haltbar, wird bei Teilprothesen als Gerüst für die Prothesenbasis eingesetzt. Als verstärkte Metallbasis auch bei Vollprothesen verwendbar. Kann mit Kunststoff oder Keramik verblendet werden.

Silbrig dunkles Aussehen. Materialzusammensetzung umstritten, obwohl potenzielle Schädlichkeit nie wissenschaftlich nachgewiesen (Unverträglichkeiten und Allergien sehr selten!). Theoretisch möglich: elektrische Spannungs­unter­schiede in Verbindung mit Gold.

Sehr gute biologische Verträglich­ keit.

Goldenes Aussehen, zu weich für Prothesengerüste und viel zu teuer für große Basisplatten. Wird nur im Ausnahmefall bei Allergikern verwendet.

Verblendungen aus Keramik (VMK) sind optisch schön, technisch sehr haltbar und langlebig.

Wird für herausnehmbaren Zahnersatz nicht verwendet: höhere Bruch­ gefahr.

Industriell hergestellte Kunststoffzähne sind optisch perfekt, sehr haltbar und leicht zu reparieren. Zudem sind sie sehr verträglich. Kunststoffallergien sind sehr selten. Und wenn, kann man auf andere Kunststoffe ausweichen.

Können mit der Zeit verfärben, aber kein Problem: Herausnehmbarer Zahnersatz kann im Labor leicht nachgearbeitet werden.

Noch verträglicher, wird in der Regel für Implantate verwendet. Kann wie Gold oder NEM eingesetzt werden. Relativ preisgünstig.

Sehr schwierig zu verarbeiten, deshalb teurer als NEM. Nur wenige zahntechnische Labore können Titan verarbeiten.

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Checkliste Zahnersatz

Was ist drin im Mund? Hier erhalten Sie eine Übersicht über Gold, Keramik, Kunststoff und Co. So können Sie testen, was für Sie in Frage kommt. Material-Check Material

Vorteile

NEM Kein Edel-Metall. Hierbei handelt es sich um eine Edelstahllegierung.

Sehr haltbar, wird auch als Teilprothese verwendet und kann mit anderen Materia­ lien verblendet werden.

GOLD Sehr gut biologisch verträglich. Verschiedenste Varianten sind erhältlich, z.B. „Spargold“ (weniger als 50 Prozent Goldanteil) KERAMIK

Optisch schön. Sehr langlebig.

KUNSTSTOFF (ACRYLATE)

Optisch perfekt, sehr haltbar, gut verträglich, leicht zu reparieren, kaum Allergiegefahr.

TITAN

Preisgünstig, gut verträglich.

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Dr. Musterarzt • Musterstraße 123 • 12345 Musterort

Meine Notizen:

Nachteile

Silbrig dunkel in der Optik. Mate­ rial ist um­­stritten, obwohl die Schädlichkeit nie wissenschaftlich nach­gewiesen wurde. Goldene Optik. Sehr teuer (25€/g). Zu weich für Prothesen­gerüste.

Nicht für heraus­nehm­­­baren Zahn­ersatz geeignet, weil die Bruchgefahr zu groß ist. Können mit der Zeit verfärben.

Meine Notizen, z.B. mir bekannte Allergien oder Kas­ senübernahme

Für mich geeignet?

JA NEIN

JA NEIN

JA NEIN

JA NEIN

Schwer zu verarbeiten, ist deshalb teuer und wird selten eingesetzt.

JA NEIN

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Keine Angst vorm Bohren! So wird Dein Besuch beim Zahnarzt echt cool!

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Komm mit Johnny Eckzahn in die Praxis Die Zahnfabrik Gesunde Zähne – wie sehen sie aus? Gemüsedschungel und Bonbonwiese


Foto: istockphoto Š Ed Hidden

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Besuch beim Zahnarzt? So etwas kann Euch jetzt nicht mehr schrecken. Denn wenn Ihr Johnny Eckzahn begleitet, dann blickt Ihr nicht nur durch, was der Zahnarzt in Eurem Mund macht. Ihr wisst dann auch Be­scheid,

was Euren Zähnen guttut, und wie ihr es schafft, den Bohrer beim Zahnarzt gar nicht erst in Euren Mund zu lassen. Wollt ihr auch so ein Durchblicker wie Johnny Eck­ zahn werden? Na dann los:

Gemüsedschungel und Bonbonwiese Um den Kampf gegen den Bohrer zu gewinnen, musst Du den Gemüsedschungel durchqueren.

Gemüsedschungel Um Deine Zähne auf dem Weg zum Zahnarzt kräftig zu erhalten, musst Du aus dem Dschungel möglichst viel mitnehmen. Brokkoli und Spinat enthalten viel wichtiges Kalzium. Das ist ein Stoff, der in die Zähne eingebaut wird und sie hart macht. Am meisten Kalzium ist aber in der Milch und im Joghurt. Vitamine sorgen dafür, dass der Motor in Deinem Körper immer wie geschmiert läuft. Wenn Du für jeden Tag genug Äpfel, Orangen oder auch Paprika mitnimmst, kann Deinen Zähnen auf dem langen Weg nichts passieren.

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Foto: istockphoto © Renáta Kivanová, photos.com


Hast Du alles zusammen? Dann komm weiter zur Bonbonwiese.

Bonbonwiese Hast Du alles zusammen? Dann komm weiter zur Bonbonwiese. Siehst Du die Bonbons in allen Farben leuchten? Dort stehen ein paar Gummibärchen, hier blüht schwarzer Lakritz. Und ganz hinten das braune, das ist das Schokoladenfeld. Hier darfst Du zwar etwas mitnehmen, aber nur ganz wenig. Warum? All die süßen Sachen kleben an Deinen Zähnen fest und laden die bösen Kariesbakterien ein, mitzuschmarotzen. Über die erfährst Du später bei Johannes Weisheitszahn mehr. Jedes Mal, wenn Du von der Bonbonwiese etwas isst, musst Du schnell weiter zur Zahnputzfabrik. Dort kriegst Du den Klebstoff und die Kariesbakterien wieder weg. Siehst Du dort die Limonadenquelle? Sie enthält leider kein klares, gesundes Wasser, sondern auch den Zucker, der in den Bonbons ist. Also gilt das gleiche Prinzip: Du darfst Dich an der Quelle erfrischen, musst aber danach zur Zahnputzfabrik.

Rätselstand 1

Geschafft? Du hast Dich im Gemüsedschungel mit Proviant versorgt und hast das Bonbonfeld überwunden. Bevor es jetzt zur Zahnputzfabrik weitergeht, musst Du noch drei Rätselfragen beantworten. _1. Wo steckt besonders viel Kalzium drin? _2. Aus welchen drei wichtigen Teilen besteht ein Zahn? _3. Warum musst Du zur Zahnputzfabrik, wenn Du Schokolade isst? Foto: Photos.com

Weißt Du´s noch? Wenn nicht, kannst Du noch einmal zurückgehen zur vorherigen Station. Wenn Du wie Johnny Eckzahn ein Durchblicker bist, dann komm weiter. Er zeigt Dir, wie die Leute in der Zahnputzfabrik arbeiten.

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Die Zahnputzfabrik Johnny Eckzahn kommt hier regel­ mäßig vorbei. Jedes Mal, wenn er etwas gegessen hat, lässt er hier seine Zähne wieder sau­ bermachen.Außerdem wird hier immer vor dem Zubettge­ hen geputzt. Du möchtest wis­ sen, wie das alles funktioniert? Aus der großen Tube kommt die Zahncreme. Sie macht das Gleiche, was die Seife mit Deinen Händen macht. Außerdem enthält sie so wichtige Stoffe wie Fluor. Fluor ist so etwas wie Ze­ment, der wie Kalzium Deine Zähne hart und widerstandsfähig macht. Du brauchst gar nicht viel davon. Ein Stück, so groß wie eine Erbse, reicht völlig aus. Mit der Zahncreme auf der Bürste kann das Saubermachen beginnen. Bist Du bereit?

Bürste mit kleinen Kreisen über die Zähne. Pass auf, dass Du immer von ROT nach WEISS fährst, also vom Zahn­ fleisch zum Zahnschmelz. Am besten, Du fängst hinten an und arbeitest Dich dann nach vorne bis zu den Schneidezähnen. Achtung, jetzt kommen die In­nen­flächen dran: Hinten anfan­gen und die Zahnbürste quer halten. Hast Du aufgepasst, von wo nach wo man putzen muss? Richtig: immer von ROT nach WEISS und von hinten nach vorne. Zuerst oben und dann unten. Ganz am Schluss kommen noch die Kauflächen dran: Einfach oben hin und herbürsten, von hinten nach vorn. Du putzt ungefähr vier Minuten. Deine Zähne sind nun wieder ganz sauber und bereit, sich mit Johnny auf den Weg zu Doktor Weisheitszahn zu machen.

Rätselstand 2

Bevor Du zum Zahnarzt kommst, musst Du wieder zwei Aufgaben lösen. Bereit? Los gehts´s

_1. Warum braucht man Zahncreme zum Zähneputzen? _2. In welche Richtung muss man seine Zahnbürste beim Putzen bewegen? Von ______________ nach ________________ ? Hast Du´s gewusst? Dann komm weiter zu Dr. Weisheitszahn.


Gesunde Zähne Wie sehen sie aus? Hier seht ihr Johnny Eckzahn. Er erklärt Euch, wie ein gesunder Zahn aussieht. Wie eine Haselnuss besitzt er außen ein harte Hülle, den Zahnschmelz. Er sorgt dafür, dass der Zahn nicht Wenn die Milchzähne ausfallen, entstehen zerbricht, wenn Ihr auf einen Knolustige Lücken in Deinem Gebiss. chen oder auf etwas anderes Hartes beißt. Wisst Ihr, dass Ihr mit 7-12 Jaren Wie bei der Nuss befindet sich Eure ersten Zähne verliert? da­runter das weiche Zahnbein. Die Adern im Zahnbein versorgen den Die Milchzähne sind genau richtig für die kleinen Kinder, können aber Zahn mit wichtigen Stoffen, damit das Essen von Erwachsenen nicht so er nicht stirbt, und die Nerven sorgut zerkauen. Deswegen wachsen gen dafür, dass Ihr es auch spürt, bei Euch unter den Milchwenn Ihr zubeißt. Damit zähnen dauerhafte der Zahn nicht Zahnschmelz Zähne nach und he­rausfällt, muss er schieben die fest verankert Zahnbein ersten Zähne sein. solange nach Die Zahnwur­ außen, bis sie zel sorgt genau ausfallen. Wenn wie bei einem Zahnihr Eure dauer­ Baum dafür, wurzel haften Zähne dass der Zahn gut pflegt, könnt nicht he­rausfällt, Ihr sie das ganze wenn er ein paar Leben lang erhalten. Stöße abbekommt. Foto: Photos.com

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Komm mit Johnny Eckzahn in die Praxis Er und Dr. Weisheitszahn zei­ gen Dir alles, was es dort zu se­ hen gibt. Und das sind eine ganze Menge spannender Dinge: Als Erstes setzt Du Dich in den Behandlungsstuhl und legst den Kopf nach hinten. Mit einem Spiegel kann der Zahnarzt Deine Zähne von innen anschauen und untersuchen, ob sie noch in Ordnung sind. Wenn er ein bisschen am harten Zahnschmelz kratzt, dann tut das nicht weh. Er will bloß wissen, ob sich vielleicht unter dem Zahnfleisch noch ein kleines Loch befindet. Noch genauer sieht

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er das, wenn er ein Röntgen­ bild von Deinen Zähnen macht. Dazu musst Du in einen anderen Raum. Du legst Deinen Kopf auf ein Gestell und beißt auf ein Mundstück. Dann dreht sich die Röntgenkamera im Halbkreis um Dein Gesicht. Und schon ist das Röntgenbild fertig. Du spürst gar nichts davon. Mit Röntgenstrahlen kann man unter das Zahnfleisch sehen. Dr. Weis­ heitszahn erkennt dann, ob die Wurzeln Deiner Zähne noch in Ordnung sind. Außerdem zeigt ihm das Röntgenbild, ob Zähne schief stehen oder ob die dauerhaften Fotos: Photos.com


Zähne unter den Milchzähnen alle da sind. Jetzt möch­ test Du natürlich wissen, was Karies ist und was es mit den Kariesbakte­ rien auf sich hat. Du hast ja schon ge­lernt, dass sie sich in der klebrigen Zuckermasse wohlfühlen, die in Deinem Mund bleibt, wenn Du die Zähne nach dem Essen nicht putzt. Wie eine faulige Stelle im Apfel fangen sie dann an, Deine Zähne mürbe und weich zu machen und ganz zum Schluss können sie ihn richtig aushöhlen. Du siehst dann genau wie beim Obst braune Flecken auf Deinen Zähnen. Und was kann der Zahnarzt dann dagegen machen? Hast Du schon einmal zugeschaut, wie Deine Mutter eine faulige Stelle im Apfel wegschneidet? Genauso macht es Johannes Weisheitszahn. Statt des Messers braucht er aber einen Foto: istockphoto © Kacso Sandor, photos.com

Bohrer, um die fauligen Stellen zu entfernen. Damit es Dir nicht wehtut, bekommst Du manch­mal eine Spritze, einen kurzen Pieks. Dann spürst Du keine Schmerzen mehr. Mit einem Loch im Zahn kannst Du aber nicht zubeißen. Deswegen füllt der Zahnarzt das Loch wieder mit einer Füllung. Diese Füllung ist ge­nauso hart wie Dein Zahn, so dass Du da­nach wieder alles essen kannst.

Rätselstand 3

Na, hast Du alles ge­­ checkt? Dann ist ja der letzte Rätselstand auch kein Problem mehr für dich. _1. Was machen Kariesbakterien? _2. Was sieht man auf einem Röntgenbild? _3. Wozu braucht der Zahnarzt den Bohrer? Du hast alles richtig beant­ wortet? SUPER ! Dann hast Du den Kampf gegen den Bohrer gewonnen ! Wenn Du aber noch Fragen hast: Dein Zahnarzt oder Zahnärztin kann sie Dir alle beantworten.

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Foto: istockphoto Š branislav ostojic


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