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DRESDNERWOCHE Digital Edition

14. Jahrgang Ausgabe 16/2014 16. April 2014

ISSN 1862 - 2755

Namen sind Nachrichten

Ein wunderschönes Osterfest

Kurz notiert berlinlinienbus.de baut mit dem Sommerfahrplan sein Angebot deutlich aus. So wird die Strecke Dresden-Berlin jetzt zehnmal täglich bedient.

Niko Pavlidi, Chef der Karl May Bar im Hotel Taschenbergpalais Kempinski, erhielt den „Glenfiddich Award für Barkultur“ und wurde gleichzeitig zur „Bar des Jahres 2013“ gewählt. Die Karl May Bar setzte sich deutschlandweit gegen neun weitere nominierte Bars durch und wurde als erste Bar in den neuen Bundesländern mit dem Award ausgezeichnet.

Vergangenen Freitag begann die Brunnensaison 2014. Dresden besitzt 71 städtische Brunnenanlagen.

Kemang Wa Lehuleren, Künstler aus Südafrika, erhält erstmals den „International Tiberius Art Award Dresden“ (gestiftet vom Forum Tiberius und den Staatlichen Kunstsammlungen), der mit 20.000 Euro dotiert ist.

Foto: PR

Fotobegeisterte können sich mit selbstgemachten Aufnahmen zum Motto „Augenblick & Ewigkeit“ am Fotowettbewerb zum Tag des Friedhofs am 21. September beteiligen. Einsendeschluss 16. Mai mit maximal zwei Fotos im JPEG-Format und dazugehörigen Texten an: Stadtgruen-und-Abfallwirtschaft@dresden.de

Jeffrey Pötzsch, „Elbezeit“-Geschäftsführer der Sächsischen Dampfschiffahrt, wurde für seine heimische Küche (vom Dresdner Küchenhaus Hillig geplant) mit der Auszeichnung „Schönste Küche des Jahres 2014“ von der Zeitschrift „Zuhause wohnen“ geehrt. Volker Busskamp, 33-jähriger Biotechnologe im DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden, hat eine Technik entwickelt, aus ungeprägten Stammzellen Nervenzellen zu machen und daraus menschliche Nerrvenschaltkreise aufzubauen. Arnim Proft ist Künstlerischer Leiter der Sächsischen Volksbühne, die in der Centrum-Galerie entsteht und am 11. September mit dem Stück „Es bleibt in der Familie“ Premiere feiert. Erik Lehmann, 30-jähriger Dresdner Kabarettist, ist am 10. Mai in Duisburg im Finale „Das schwarze Schaf 2014“. 16. April 2014

Wir wünschen allen Lesern wunderschöne Osterfeiertage mit vielen bunter Ostereiern. Hoffentlich bringt ein skeptischer Osterhase nicht die halbe Möhre, sondern der freundliche einen Korb voller Süßigkeiten. Fotos (3): SachsenGAST

Wahrheit über den Osterhasen Osterhasen sind Feldhasen und überzeugte Einzelgänger: Sie leben nicht in einer Familie. Die Häsin säugt den Nachwuchs, doch schon von der fünften Woche an sind Junghasen selbstständig. Eine Hasenfamilie, die zusammen einträchtig über den Acker hoppelt, gibt es nicht! Die Junghasen aus einem Wurf können übrigens auch mehrere Väter haben: Bei der Hasenhochzeit bemühen sich nämlich viele Rammler um eine Häsin. Häufig wird die Häsin für eine schlechte Mutter gehalten, nur weil sie ihren Nachwuchs allein auf dem Acker liegen lässt. Doch die Häsin ist keine Rabenmutter – im Gegenteil: Sie schützt ihren Nachwuchs vor Fressfeinden, wenn sie erst spät am Abend oder in der Nacht kommt, um die Kleinen zu säugen. Tagsüber würden Greifvögel, Füchse und andere Feinde nur durch die Häsin auf

den Hasennachwuchs aufmerksam. Obwohl die meisten Menschen in Deutschland schon Feldhasen gesehen haben, werden diese häufig mit Wildkaninchen verwechselt. Doch der Osterhase ist kein Kaninchen! Feldhasen sind keine Wanderer: Sie gelten als standorttreu und verbringen ihr Leben – das mit viel Glück bis zu sieben Jahre dauert – auf einer Fläche von etwa 30 Hektar. Sie müssen sich allerlei Gefahren stellen, denn die Zahl ihrer Feinde ist groß. Aus der Luft lauern Angriffe von Greifvögeln, Krähen und Rabenvögeln, am Boden warten FüchFoto:PR PR se, Marder, Hunde Foto: und Katzen. Der Mensch verfolgt den Feldhasen ebenfalls. Entweder wird er geschossen und landet als Braten auf dem Tisch oder er kommt als Verkehrsopfer unter die Räder.

DRESDNER WOCHE

Die TU Dresden hat vor dem derzeit anlaufenden Sommersemester rund 3.100 Studierende exmatrikuliert, weil sie ihren Semesterbeitrag nicht fristgerecht überwiesen haben. Mit der Wiedereröffnung eines sanierten und neu bepflanzten Teils des Lustgartens startete der Schlosspark Pillnitz in die Saison 2014. Höhepunkt war die erste Inbetriebnahme einer neuen Fontäne in der Mitte des Gartens, die das Wasser bis zu einer Höhe von 15 Metern speit. Die Kriminalität ist in Dresden stark angestiegen. Autodiebstähle stiegen seit 1998 um 44 Prozent, der Fahrradklau um 191 Prozent und die DrogenKriminalität nahm um103 Prozent zu. Ministerpräsident Stanislaw Tillich besucht am Donnerstag u.a. die f6 Cigarettenfabrik, eine DRK-Beratungseinrichtung sowie ein Training der DSC-Volleyballerinnen. Seite 1


UMSCHAU

Osterflieger ab Dresden Von Gründonnerstag bis Ostermontag starten an den Flughäfen Leipzig/Halle Airport und Dresden International 77 Flugzeuge in Urlaubsregionen. Die beliebtesten Sonnenziele sind Antalya (21 Starts), Palma de Mallorca (15) und die Kanarischen Inseln (14). Dresden International bietet

22 Urlaubsflüge an. Die Hälfte der Verbindungen entfällt auf Antalya (7 Starts) und Palma de Mallorca (4). Je zwei Flugzeuge starten nach Barcelona, Gran Canaria und Hurghada. Je einmal werden Korfu, Kreta, Teneriffa, Fuerteventura und Sármellék/ Balaton. Foto: PR

Osterfahrt mit dem Lößnitzdackel

Die Traditionsbahn Radebeul bietet gemeinsam mit der SDG Lößnitzgrundbahn einmalige Ausflugserlebnisse für die ganze Familie. Vom Ostersamstag bis zum Ostermontag verkehren täglich zwei historische Sonderzüge von Radebeul Ost zur Ostereierwiese, wo es für alle kleinen Fahrgäste eine kleine Überraschung zu finden geben wird. Mit dabei sind der Osterhase und das Maskottchen Lößnitzdackel. Informationen auf www.traditionsbahn-radebeul.de

Die Anmeldefrist ist leider schon vorbei

16. April 2014

DRESDNER WOCHE

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DRESDEN REIST

In Baden-Baden beginnt die Badische Weinstraße Baden und Wein - das ist eine harmonische Einheit. Vor 60 Jahren wurden die Weingüter und Restaurants zur Badischen Weinstraße vereint. Sie ist rund 200 Kilometer lang und Startpunkt ist Baden-Baden. Baden-Baden ist im In- und Ausland vor allem als Kur- und Kulturstadt bekannt, und doch ist es so viel mehr als das. Natürlich - da sind die Thermalquellen, die die 2000 Jahre alte Bädertradition der Stadt begründet haben und deren Wasser Gesundheit und Wohlbefinden schenkt. Und da sind die bevorzugte, ruhige Lage der Stadt und ihr mildes Klima, die zum Abschalten und zur Erholung die besten Voraussetzungen schaffen.

Landhotel Traube

Fotos (3): SachsenGAST

Das Baden-Badener Rebland ist Ausganspunkt der Badischen Weinstraße. Im Brenner’s Park-Hotel & Spa kann man starten. Fotos (5): PR

Wo sich Spitzenweine wohl fühlen Das Kurhaus Baden-Baden

Doch wer denkt bei Baden-Baden nicht auch an das berühmte Casino, die großen Pferderennen im nahen Iffezheim, an glanzvolle Bälle und Konzerte? Nicht zu vergessen das Festspielhaus, das einzigartige Museum Frieder Burda mit angrenzender Kunsthalle, die Sportmöglichkeiten vom Wandern und Golfen bis zum Ballonfahren, die zum exquisiten Schaufensterbummel einladenden Innenstadt-Gässchen… die vorzügliche badische Küche und die dazugehörigen Weine... das nahe Frankreich und den Schwarzwald... Baden-Baden hat so viele Facetten, dass es genug Gründe gibt, immer wieder zu kommen. Viele Hotels haben einzigartige Spa-Einrichtungen geschaffen: zum Beispiel Brenner’s Park-Hotel & Spa mit dem klassischen Spa und der Spa-Suite. Mit 12 Thermalquellen, dem angenehmen Klima und dem großen Angebot an Lebensfreude spendenden Plätzen zählt BadenBaden als der Spa-Ort Deutschlands. 16. April 2014

Apropos Wein: Genießer schnalzen mit der Zunge, wenn sie über die hervorragenden Lagen dieses berühmten Weinanbaugebietes reden. Auf über 300 Hektar Rebfläche wird überwiegend Riesling, der „König der Weißweine“ angebaut. Urkundlich gesichert ist der Weinbau durch die Zisterzienserinnen aus Burgund, die vor 755 Jahren das Kloster Lichtenthal gründeten. Die fruchtbaren Urgesteinsverwitterungsböden, das milde Klima, lange Sonnentage und die optimale Feuchte an den Westhängen des Schwarzwaldes lassen Rieslingweine in kaum überbietbarer Geschmacksvielfalt gedeihen. Das gilt auch für Burgunder, Müller-Thurgau, Bacchus, Sauvignon und Merlot bis zu Gewürztraminer, Kerner und Scheurebe. Nicht ohne Grund sind die Winzer des Baden-Badener Reblandes mit Auszeichnungen verwöhnt. Sie genießen zudem das verbriefte Recht, ihren Wein in Bocksbeutelflaschen abzufüllen.

Ausgangspunkt für eine Weinwanderung ist Neuweier. Der Weg führt in mäßiger Steigung auf sieben Kilometern vorbei an Reblandschaften, Wiesen und dem Granitfelsen „Heiligenstein“. Einen weiten Blick genießt man auf der Yburg ( Burggaststätte).

Das Ehepaar Baumann erwartet im Landhotel Traube von B.-B.-Neuweiher die Gäste. Mit dem Begriff Landleben verbindet man Idylle, Überliefertes und Gemütlichkeit im besten Sinne. Im Landhotel Traube erlebt man Tradition und muss auf den Komfort nicht verzichten. Hier verschmelzen Altes und Neues zur angenehmen Lebensart. Addiert man hierzu noch familienfreundliche Gastlichkeit und guten Service, ist man schon in der Traube in Neuweier im schönen Badischen Land. Gäste schätzen dies idyllische Lage am Fuße von Weinbergen und das niveauvolle Essen. Mit der Buslinie 214 oder 216 erreicht man die „Traube“ direkt vom Bahnhof Baden-Baden.

BW Classic in Dresden Das Bundesland Baden-Württemberg kann mit zwei exzellenten Weinanbaugebieten aufwarten. Das ist einmal Baden aber zum anderen auch Württemberg, die beide durch eigenständige Weinbauverbände geführt werden. In Dresden gibt es die einmalige Gelegenheit, Weine aus beiden Anbaugebieten zu probieren. Die Weinmesse „Baden-Württemberg Classics“ bietet über 500 Weine aus Deutschlands sonnigem Süden am 24. und 25. Mai, jeweils von 11 bis 18 Uhr, im Internationalen Congress Center. Rund 40 Winzer und Genossenschaften entkorken an diesen

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beiden Tagen ihre besten Tröpfchen und laden dazu ein, über den Weingenuss zu fachsimpeln. Dabei bieten die Baden-Württemberg Classics Weinliebhabern eine in Deutschland einzigartige Vielfalt an erlesenen Weinen, Schaumweinen sowie Wein- und Obstbränden. Wir bieten ein exklusives Weinpaket zu diesem besonderen Event an. Zwei Eintrittskarten und je eine Flasche badischen und württembergischen Wein kann gewinnen, wer in einer E-Mail seinen Lieblingswein schreibt an: verlag@sachsengast.com Seite 3


WOCHENBLI CK

Gesichter der Woche

Hans Rudolf Wöhrl (hier mit Ehefrau Dagmar, einst Miss Germany) kam vergangene Woche mit dem Jungfernflug von Zürich mit der Fluggesellschaft Inter Sky nach Dresden.Der gelernte Einzelhandelskaufmann stieg zunächst 1970 in das elterliche Modehaus ein. Seine große Leidenschaft ist aber das Fliegen. Als 18-Jähriger erwarb er seinen ersten Pilotenschein. Jetzt besitzt er 74,9 % der Anteile bei der österreichischen Regionalfluggesellschaft InterSky. Unlängst wurde bekannt, dass er mit seiner Firma Intro Aviation noch die Fluggesellschaften CityJet und VLM Airlines von Air FranceKLM kaufen will. Sie sollen mit Inter Sky vereinigt werden und zu einer europäischen Regionalfluglinie ausgebaut werden.

Kerstin Müller, 1969 in Halle (Saale) geboren, ist eine ehemalige Ruderin, die 1992 Olympiasiegerin im Doppelvierer wurde. Sie trat für den SC DHfK Leipzig an und gehörte nach der Wende zur Rudergemeinschaft Wiking im SC DHfK Leipzig. 1987 war sie Juniorenweltmeisterin im Doppelvierer. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona gewann das Boot in der Besetzung Kerstin Müller, Sybille Schmidt, Birgit Peter und Kristina Mundt Gold mit vier Sekunden Vorsprung auf die Rumäninnen. Seit Montag hat Kerstin Müller ihren Arbeitsplatz in der neuen Geschäftsstelle der BARMER GK, im Margonhaus an der Budapester Straße. Dort ist sie für die Gesundheitsberatung zuständig.

Unser Top der Woche Am Montag begannen die Bauarbeiten am Kraftwerk Mitte. Die SPD-Fraktion im Stadtrat jubelt: Das Projekt, auf das vor allem Staatsoperette und tjg so viele Jahre gewartet haben, wird in den nächsten Monaten Gestalt annehmen. Endlich erfolgte der offizielle Baustart. Beide Häuser benötigen dringend neue Spielstätten, verfielen ihre ohnehin am Rande der Stadt gelegenen derzeitigen Bühnen zunehmend. Nun sollen sie eine neue Heimat im alten Kraftwerk finden. Es wird eine sicherlich reizvolle Kombination aus alter Industriearchitektur und neuem kulturellem Leben entstehen, die sowohl der Friedrichstadt als auch der Dresdner Kreativwirtschaft einen Impuls geben kann. Dazu Wilm Heinrich, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion: „Die Kultur in der Stadt muss gerade abseits der breiten Pfade 16. April 2014

gefördert werden, denn sie bereichert die Stadt und macht sie vielfältig. Diese Vielfalt wollen wir unterstützen, damit Dresden sich kulturell auch über seine barocke Tradition hinaus weiterentwickeln kann. Kulturelles Leben braucht Bewegung.“ Auch die Initiative der SPD-Fraktion, eine Bewerbung Dresdens zur Kulturhauptstadt Europas zu prüfen, zielt in diese Richtung. Peter Lames, Fraktionsvorsitzender, ergänzt: „Ein lebendiges kulturelles Leben war und ist das Herz von Dresden, das sich gern und zu Recht als Kulturstadt bezeichnet. Das Kulturangebot zieht Menschen in die Stadt, sei es als Bürgerinnen und Bürger, sei es als Besucherinnen und Besucher. Ich bin überzeugt, dass das Kraftwerk Mitte einer dieser Magneten wird. Wir freuen uns sehr, dass das lang geplante Projekt nun Realität wird.“

Termin der Woche Der Stadtrat tagt am heutigen Mittwoch, 16 Uhr, im Kulturrathaus, Königstraße 15. U.a. stehen diese Themen auf der Tagesordnung: + Ergebnisse der Einwohnerversammlung vom 17. Januar zum Ausbau der Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee + Verkehrsbauvorhaben Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee + Runder Tisch „Künstlerinnen, Künstler und Kulturwirtschaft brauchen Raum“ + Medizinische Versorgung für Asylbewerberinnen und Asylbewerber verbessern - Krankenversichertenkarten einführen + Unterstützung der SG Dynamo Dresden beim Lizenzierungsverfahren für den Spielbetrieb der Saison 2014/2015 + Stadtratsbeschlüsse umsetzen – Dynamo-Stadionverträge endlich überarbeiten, Sicherheit und Klarheit für alle Vertragspartner schaffen! + Ergebnisse der Dresdner Debatte zum Entwurf des Verkehrsentwicklungsplans 2025plus (VEP 2025plus) der Landeshauptstadt Dresden + Verlängerung der Konzessionsverträge für die Thematischen Weihnachtsmärkte Prager Straße, Neumarkt, Hauptstraße, Postplatz und Taschenberg bis zum Jahr 2016 Hinweis: Den Livestream der Sitzung sehen Sie unter www.dresden.de/livestream

Zum Haare raufen...

... welches Immage unsere Stadt in anderen Bundesländern manchmal hat.

Ich war vergangene Woche im Weserbergland unterwegs und machte u.a. in Holzminden Station. Meine Redakteure werden sicher noch von dieser Reise berichten. In einem sehr schönen Restaurant kam ich mit dem Ober ins Gespräch. Der fragte mich woher ich komme. „Ach Dresden“, meinte er. „Das liegt doch ganz im Norden von Deutschland. Ich klärte ihn über die genaue Lage von Dresden auf. Er meinte, Dresden gut zu kennen, weil er ein Fußballfan sei. „Dort sind doch die schlimmsten Chaoten zu Hause, die zu Dynamo Dresden gehören“, meinte er. Ich war erschüttert. So prägt sich also das Image unserer Kulturstadt in das Hirn von Menschen ein, die sicher noch nicht hier waren. Da können wir Millionen Euro für das Marketing eines besonders gefragten Tourismuszieles ausgeben, wenn Fußballraudies diese Schlagzeilen verursachen, ist doch fast alles umsonst.

Unser Flop der Woche Wegen ihres angeblich schlechten Zustandes und um weiteren Substanzverlust zu verhindern wurden die acht Sandsteinskulpturen aus der Mittelachse der Hauptstraße vergangenen Donnerstag abgebaut und ins Lapidarium transportiert. DerAbbau und die anschließende Einlagerung im städtischen Lapidarium (Ruine Zionskirche) geschah laut Mitteilung des Rathauses in engerAbstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Bei den Skulpturen handelt es sich um sieben Originale und eine Kopie eines Originals aus dem Zwin-

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ger. Es sind Werke von Johann Baptist Dorsch, Thaddäus Ignatius Wiskotschill, Johann Ferdinand Feige (1785/90) und Ernst Hähnel (1860). Die acht Skulpuren kamen 1979 auf die neu gestaltete Hauptstraße. Im Zwinger wurden die sieben Originale durch Kopien ersetzt. Sie machten diesen Fußgängerboulevard besonders attraktiv. Auf den Bänken konnte man verweilen und fühlte sich in eine Kunstszene versetzt. Wenn die Skulpturen rechtzeitig gepflegt wären, müssten sie jetzt nicht abgetragen werden. Seite 4

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WOCHENS CHAU

Österliches, Bauendes, Ausstellendes und Fliegendes

Die hübschen Osterhäsinnen freuen sich auf Besucher im Dresdner Zoo. Foto: PR Am Ostersonntag und -montag startet der Dresdner Zoo seine Veranstaltungssaison mit einem bunten Osterfest. Alle kleinen und großen Zoobesucher sind von 10 bis 17 Uhr zu einem abwechslungsreichen Programm eingeladen. Auf der Bühne kann „Pan Panazehs zauberhafter Osterzirkus“ erlebt und in der Zauberwerkstatt ein Zauberhase gebastelt werden. Im Osterhasendorf können echte Osterhasen entdeckt und mit etwas Glück gestreichelt werden. Niedliche Osterhasen auf zwei Beinen sind im Zoo unterwegs und verteilen leckere Süßigkeiten an die kleinen Besucher. Im Streichelgehege kann man beobachten, wie kleine Küken schlüpfen und die lustigen Veranstaltungen des Zookaspers (Spielzeiten 10:30, 11:30, 14, 15, 16 und 17 Uhr) runden den perfekten Zootag ab.

Die Geschäftsführerin der ASB Dresden & Kamenz gGmbH Kristiane Wedekind und die Leiterin des Seniorenheimes Gabriele Loßner studieren die Pläne für den neuen Anbau. Foto: PR

Im ASB- Seniorenheim „Am Gorbitzer Hang“ begann ein umfangreiches Bauvorhaben. Bis Weihnachten entsteht ein Anbau für vielfältige Begegnungs- und Therapieangebote. Dafür wird eine bisherige Terrasse umbaut, die mit einem Clubraum verschmolzen wird. Insgesamt wird ca. eine Mio. Euro investiert, darunter 300.000 Euro Fördermittel der Deutschen Fernsehlotterie. Anlass für den Anbau ist der hohe Platzbedarf für individuelle Betreuungsangebote. Derzeit haben 175 der 243 Bewohner laut Gesetzgeber Anspruch auf diese zusätzlichen Betreuungsleistungen. Mit dem Therapie- und Begegnungsbereich wird die räumliche Situation entspannt.

Rekord beim Dampfloktreffen Dampfende Lokomotiven sind immer noch ein besonderer Anziehungspunkt. Das zeigte sich am Wochenende wieder beim 6. Dresdner Dampfloktreffen, das rund 14.000 Besucher anzog. Bahnen in alles Größen waren zu bestaunen, auch aus Tschechien und Österreich. Acht Sonderzüge verkehrten am Wochenende, etwa 2.500 Fahrgäste nutzen die Chance in einem historischen Zug mitzufahren. Sehr beliebt war auch die 5 PS starke Dampfdraisine aus Leipzig. Das Dampfloktreffen war Abschluss der Festwoche „175 Jahre Leipzig Dresdner Eisenbahn“. Im Verkehrsmuseum ist eine Sonderausstellung allerdings noch bis September zu sehen. 16. April 2014

Er gehörte zu den Stars der Messe Baby plus Kids am Wochenende. Foto: PR

„Wir wollen ein Kind“ – „Wir bekommen ein Kind“ – „Wir haben ein Kind“: die Messe Baby plus Kids war erneut der Treffpunkt in Deutschlands Geburtenhauptstadt. Ob werdende oder junge Eltern, die Besucher fanden bei 100 Ausstellern von der Schwangerschaftsberatung bis zum kompletten Equipment für den Schulbeginn alles, was das Eltern- oder Kinderherz begehrt. Für die werdenden Eltern waren, gemeinsam mit drei Kliniken aus dem Umland, alle Dresdner Geburtskliniken vertreten. Erstmals war das Städtische Krankenhaus Dresden-Neustadt dabei. Dr. med. Georg Heubner, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, resümierte erfreut: „Die Messe ist eine sehr gute Möglichkeit, sich den interessierten Familien zu präsentieren.“ Freizeit in der Familie wurde groß geschrieben. Die Angebote reichten vom Fitnesskurs Mamirobic über Bastel- und Malangebote bis hin zu Brett- und Kreativspielen.

V.l.: Bettina Ganghofer, GF Flughafen Dresden GmbH, Roger Hohl, Leitung Sales & Marketing InterSky Luftfahrt GmbH, Markus Kopp, Vorstand Mitteldeutsche Airport Holding, Renate Moser, GF InterSky Luftfahrt GmbH, Hans Rudolf Wöhrl, GF Gesellschafter Intro Gruppe und Crew-Mitglieder nach der Landung des Jungfernfluges. Foto: Weimer

Die von Tourismus und Wirtschaft stark nachgefragte Flugverbindung nach Zürich steht ab 5. Mai wieder auf dem Dresdner Flugplan, sechsmal wöchentlich mit InterSky. Das neue Angebot wurde vergangene Woche vorgestellt. Das Potenzial der Linie ist hoch, was jetzt schon die Buchungen zeigen. InterSky startet in Dresden montags bis freitags um 14 Uhr nach Zürich, samstags bereits um 8 Uhr. Der Flug aus Zürich landet montags bis freitags und sonntags um 21:35 Uhr in Dresden. Die Flugzeit beträgt 95 Minuten mit dem Flugzeug Dash 8-300 mit einer Kapazität von 50 Plätzen. Den einfachen Flug gibt es ab 99 Euro.

Die Woche in Dresden © Freistaat Sachsen Mit 14.000 Teilnehmern erfuhr das 6. Dampfloktreffen am Wochenende einen neuen Besucherrekord. Besonders attraktiv war auch wieder die legendäre Nachtfotoparade. Der MDR Sachsenspiegel war mit seinen Kameras dabei. Wenn Sie auf folgenden Link klicken, sehen Sie den Film: http://bit.ly/1m4xyKj

Heute: Um 17 Uhr beginnt eine öffentliche Führung durch das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, Pfotenhauerstraße 108. Anmeldungen: Tel. 0351- 501 931 81 Donnerstag: Der Neubau des Technikum für Fahrzeugtechnik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden wird um 10 Uhr feierlich ünergeben. Freitag: Samstag: Die Preisverleihung des 26. Filmfestes Dresden erfolgt um 20 Uhr im Kleiner Haus des Staatstheaters.

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Sonntag: Die Frauenkirche ist an diesem Ostersonntag von 12:30 bis 16:30 Uhr und von 19:30 bis 21:30 Uhr für Besichtigungen geöffnet. Um 11 Uhr und um 18 Uhr gibt es Gottesdienste mit Kirchenmusik. Montag:Ein Kammerkonzert zum Ostermontag mit „ Romantischen Klängen im Frühling“ beginnt um 17 Uhr im Lingnerschloss. Es spielt das Trio Chiaro. Dienstag: Rudi Kania bittet von 15 bis 18 Uhr im Kurfürstenzimmer des Italienischen Dörfchens zum Tanz. Seite 5


S E H E N , H Ö R E N, L E S E N

DRESDENEINS und Bienerts Erben Er wuchs in einfachsten Verhältnissen auf und wurde doch zum wohlhabendsten Bürger Sachsens, dessen Reichtum nur vom König übertroffen wurde: Gotthilf Traugott Bienert. Vom Müller zum Millionär. Der Publizist und Herausgeber der Dresdner Hefte Hans-Peter Lühr berichtet von einer beispiellosen sächsischen Familiengeschichte, die in einem kleinen Dorf bei Dresden ihren Anfang nahm. Seine Erfolgsgeschichte ist eng mit der Hofmühle Dresden Plauen verbunden, die Bienert 1852 gepachtet und 20 Jahre später gekauft hat. Hier brachte er es zum Großindustriellen und schaffte den Sprung von der handwerklichen zur modernen industriellen Produktion, die Müllerei und Bäckerei verband. Dresdner Wissenschaftler aus den Bereichen Kunst, Kultur und Technik sprechen über das Wirken der Familie Bienert. Die mär-

Wenn Sie auf das Foto klicken, erzählt Ihnen HansPeter Lühr bei DRESDENEINS die Erfolgsgeschichte von Gotthilf Traugott Bienert. chenhafte Gründerzeitgeschichte um das Bienert-Brot wird ebenso skizziert wie das soziale Engagement seines Erfinders und sein weitgespanntes Mäzenatentum. Mit Ida Bienert wurde das Haus der Familie in den 20er Jahren zu einem Ort der künstlerischen Avantgarde - Ida Bienerts Kollektion moderner Kunst mit Kandinsky, Picasso, Mondrian und vor allem Paul Klee gehörte damals zu den bedeutendsten Privatsammlungen Deutschlands.

Der Dresdner Polizeifunk ist täglich aktuell auf dem Portal der „Dresdner Woche“ zu lesen. Hier gibt es auch Tipps, wie man sich vor kriminel. len Elementen schützt. Wenn Sie erfahren wollen, wo wer was gestohlen hat oder welche Verkehrsunfälle registriert werden mussten, Klicken Sie auf: http://bit.ly/1fObcEq

Osterferienkino im UFA-Palast Wenn nach dem Osterwochenende alle Eier und Überraschungen versteckt und hoffentlich gefunden wurden, beginnen die heißersehnten Ferien. Während der schulfreien Tage (18. - 27. April) gibt es im Kristallpalast für die Ferienkinder wieder jede Menge spannender Kinoerlebnisse zum Sonderpreis: Denn der UFA-Palast Dresden veranstaltet an allen regulären Wochentagen der Osterferien wieder sein Ferienkino, bei dem Kinder und Jugendliche vormittags aktuelle Filmhits zum Preis von nur 4,50 Euro sehen können (Montag bis Freitag (außer Feiertage), alle Vorstellungen bis einschließlich 13:00 Uhr). Abgesehen vom nass-kalten Wetter, gibt es auch reichlich Gründe, ins Kino zu gehen: Denn hier können sich große und kleine Kino16. April 2014

Dresden wirbt auf Briefen

Das berühmte Elbpanorama Dresden ist jetzt auf einer Briefmarke der Deutschen Post zu sehen. Foto: SachsenGAST

Die Deutsche Post widmet Dresden ein Briefmarkenpaar „Dresden – Elbpanorama“. Unterstützt wurde dieses Vorhaben durch den CDU-Bundestagsabgeordneten und das Mitglied im Kunstbeirat im Bundesfinanzministerium, Klaus Brähmig MdB. Insgesamt 70 Millionen selbstklebende und weitere 6,6 Millionen nassklebende Briefmarken werden als Werbeträger Postkarten und Briefe zieren. „Diese Panoramabriefmarke ist ein großartiger Botschafter, der auf Briefen ins In- und Ausland für unsere wunderschöne Heimat werben wird“, erklärte Brähmig. Das Briefmarkenpaar mit einem Wert von zwei mal 45 Cent zeigt jeweils einen Teil des Elbpanoramas und fügt sich zu einem Gesamtbild zusammen.

Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz, wies darauf hin, dass das Dresdner Elbpanorama nun in zweifacher Hinsicht zum Botschafter für die „Marke Dresden“ werde: als Briefmarke und als boomender Tourismus-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. „Der Blick auf die Dresden-Silhouette ist eine der bekanntesten Ansichten der Stadt und zählt zu den am meisten fotografierten Motiven. Die Ehrung dieses Ensembles mit einer Doppelbriefmarke ist für die Stadt etwas ganz besonderes und für uns als Dachmarketingorganisation der Stadt Bestätigung für die Stärke unserer Stadtmarke Dresden“, sagt Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH.

Unsere Bücherecke „Seeherzen“, Roman, Margo Lanagan, 16,99 Euro, Rowohlt Verlag, ISBN 978-3-499-21160-7. www.rororo.de

fans von dem Papageien Blu in RIO 2 vom Dschungelfieber anstecken lassen, mit dem LEGOMännchen Emmett eigene Welten erbauen, mit SPIDERMAN 2 von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer schwingen, oder in DIVERGENT ihre Bestimmung finden.

Heute empfehlen wir ein Buch für geübte Leser, die sich mehr von einem Buch wünschen als allein eine Geschichte. Rollrock Island ist eine raue Insel irgendwo im Norden, betäubt vom Geschrei der Möwen, dem Brüllen der Robben und dem Rauschen der Wellen, bevölkert von armen Fischern und ihren streitsüchtigen Frauen. Doch Rollrock Island ist auch ein Ort voller Magie: Unten auf dem windigen Strand, wo die Robbenherden lagern, wirft das ungeliebte Mädchen Mikaella ihre Zauber aus und lockt wunderschöne Frauen aus den Robbenkörpern. Die schönsten Frauen, die die ar-

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men Fischer je gesehen haben. Und mit ihnen nimmt Miskaellas Rache ihren Lauf. Seite 6


BÜCHERWOCHE

Unsere lastminute Buchempfehlungen für das Osternest „Knigi“, Benjamin Sommerhalder, Diogenes Verlag 14,90 Euro. ISBN 978-3-257-01170-8. www.diogenes.ch Das Osternest füllen wir zunächst mit einem wunderschönen Kinderbuch. Geister feiern nicht Geburtstag, sondern Geburtsnacht. Als der kleine Geist Knigi in das Alter kommt, in dem Menschenkinder lesen lernen, schenkt ihm seine Tante zur Geburtsnacht ein Buch. Doch irgendetwas stimmt nicht damit: Es ist ganz leer, die Seiten sind alle weiß! Knigi beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen und herauszufinden, wie das funktioniert mit dem Lesen. Dabei erlebt er sein blaues Wunder - und sein gelbes, grünes und rotes dazu. ***************************** „Das blaue Leuchten“, Thriller, Andreas Laudan, Rowohlt Verlag, 9,99 Euro. ISBN 978-3499-26719-2. www.rororo.de Im Odenwald wird eine Höhle entdeckt. Sehr schnell gerät sie ins Visier fanatischer Schatzsucher. Doch welch tödliche Gefahr wirklich tief im Inneren der Erde lauert, ahnen sie nicht. Bald sitzen die Abenteurer in der Falle. Nur eine kann sie retten: Tia ist Höhlenforscherin, eine der besten - und sie ist blind. Zusammen mit ihrem Assistenten Leo stößt sie ins Unbekannte vor. Bis eine gewaltige Explosion das Höhlensystem erschüttert. Der Rückweg ist abgeschnitten ... Ein geheimnisvolles Licht, eine Geschichte aus uralter Zeit. Der Autor, geboren 1967 in Lüneburg, ist promovierter Musikwissenschaftler. Neben der Musik hat er sich auch begeistert mit Philosophie, Psychologie, Geschichte und Naturwissenschaften beschäftigt. Das Romanschreiben erlaubt es ihm, seine vielfältigen Interessen gleichzeitig zu verfolgen und sein großes Wissen unterhaltsam umzusetzen. 16. April 2014

„Der Tag, an dem du stirbst“, Thriller, Lisa Gardner, Rowohlt Verlag, 9,99 Euro. ISBN 978-3-499-26688-1.

Auf dem Bostoner Polizeirevier sitzt eine Frau. Sichtlich verstört erzählt Charlie Grant eine unglaubliche Geschichte: In jedem der letzten Jahre kam eine ihrer Freundinnen ums Leben. Immer am 25. Januar, Charlie ist überzeugt, das nächste Opfer zu sein und in 4 Tagen sterben zu müssen. Die Einzige, die ihr Glauben schenkt, ist Detective D.D. Warren. Doch schon bald kommen D.D. Zweifel. Charlie verbirgt ein Geheimnis - so explosiv, dass sie selbst zur Bedrohung wird ... Die Autorin ist eine der erfolgreichsten amerikanischen Thrillerautoren der Gegenwart. Sie lebt mit ihrer Familie und zwei Hunden in New England.

„Bevor mir der Tod die Augen schließt“, Kriminalroman, Bodker/ Bruun, Ullstein Verlag, 9,99 Euro. ISBN 978-3-548-28536-7. www.ullsteinbuchverlage.de

„Winter People“, Thriller, Jennifer McMahon, Ullstein Verlag, 14,99 Euro. ISBN 978-3548-28609-9.

Es ist Winter in Kopenhagen. Linnea Kirkegaard, die eigensinnige Rechtsanthropologin, findet am Tatort eines grausamen Mordes eine junge, blutverschmierte Schwarze. Sie ist die einzige Zeugin. Aber die traumatisierte Frau sagt kein Wort. Niemand weiß: Ist sie Täter oder Opfer? Dann verschwindet die Unbekannte. Linnea sucht fieberhaft nach ihr – und sie ist nicht die Einzige. Eine dramatische Verfolgungsjagd beginnt...

Durch einen grausamen Mord verliert Sara ihre kleine Tochter Gertie. Ein Brief mit einem uralten Geheimnis hilft ihr, Gertie von den Toten zurückzuholen - für sieben Tage, in denen sie von ihrem geliebten Kind Abschied nehmen kann. Doch sie ahnt nicht, worauf sie sich einlässt. Manchmal finden nämlich die Toten nicht zurück. Und das Grauen hält nun Einzug in die tiefen Wälder von Vermont ... Jennifer McMahon wuchs in Connecticut auf. Sie hat als Anstreicherin, Farmarbeiterin, Druckvorlagenherstellerin, PizzaAusfahrerin sowie in einem Obdachlosenheim gearbeitet und war in der Betreuung seelisch kranker Kinder und Erwachsener tätig. Die Autorin lebt mit ihrem Freund und der gemeinsamen Tochter in Vermont. *************************

********************** „Jäger“, Thriller, Tania Carver, List Verlag, 14,99 Euro. ISBN 978-3-471-36097-3.

www.list-verlag.de

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„Karfreitagsmord“, Kriminalroman, Bea Rauenthal, List Verlag, 9,99 Euro. ISBN 978-3-54861183-9.

www.list-taschenbuch.de Ein spannender Krimi, der bestens zum Osterfest passt. Bei Bea Rauenthal sind immer zwei Kommissare auf Zeitreise. Neben dem Fronleichnahmmord und dem Dreikönigsmord ihr drittes Buch im Bunde zum Karfreitag. Jo hatte gehofft, dass ihre unfreiwillige Zeitreise ins Mittelalter ein einmaliger Vorfall bleiben würde... Bis sie sich nach dem Fund der nächsten Leiche, diesmal aus dem neunzehnten Jahrhundert, als gnädiges Fräulein in der Kaiserzeit wiederfindet. Tatkräftig und mit viel Einfallsreichtum muss sie nun zusammen mit Lutz einen eiskalten Frauenmörder dingfest machen. Und erkennt dabei am Ende, dass wirklich jede Familie ihre sprichwörtliche Leiche im Keller hat. Auch ihre. Bea Rauenthal ist das Pseudonym der Bestsellerautorin Beate Sauer. Sie lebt in Bonn.

Band 10 aus der Reihe "Ein Marina-Esposito-Thriller": Es beginnt mit einem Blutbad. Ein kleiner Junge irrt geschockt durch ein verwüstetes Haus. Jahre später: Die Polizeiprofilerin Marina Esposito verbringt mit ihrer Familie ein paar Tage am Meer. Plötzlich geht ihr Cottage in Flammen auf, ihr Mann fällt ins Koma, von ihrer Tochter fehlt jede Spur. Als die Entführer sich melden, ist Marina auf sich allein gestellt. Sie wird ihre Tochter nur wiedersehen, wenn sie die Unschuld eines verurteilten Mörders beweist. Marina beginnt Fragen zu stellen und gerät in einen gefährlichen Konflikt zwischen zwei Gegnern, die vor nichts zurückschrecken. Doch Marina wird alles tun, um ihre Tochter zu befreien. Tania Carver ist der Autorenname von Martyn und Linda Waites. Der preisgekrönte Krimiautor Martyn und die renommierte Kostümbildnerin Linda erfüllen sich mit dem gemeinsamen Schreiben einen Traum. Das Ehepaar lebt mit zwei Kindern in Südengland.

DRESDNER WOCHE

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„Was hat sie, was ich nicht habe?“, Zehn Wege aus der Eifersuchtsfalle, Katarina Michel, Aquamarin Verlag, 14,90 Euro. ISBN 978-3-89427-656-0. www.aquamarin-verlag.de Und nach der Spannung noch ein Buch, „das jeder Mann - und vor allem jede Fraunicht nur lesen, sondern einatmen soll“, sagte Ruth Maria Kubitschek. Enttäuscht kann man nur werden, wenn man sich zuvor getäuscht hat. Es ist von grundlegender Bedeutung sich von Schuldzuweisungen zu lösen. Die Frauen müssen sich nicht nur selbst befreien, sondern sie müssen auch noch die Männer in ihrem Prozess zu einer "neuen Männlichkeit" inspirieren. Es erfordert Mut und innere Aufrichtigkeit, um sich ehrlich einzugestehen, wo man selber in der Eifersuchtsfalle steckt. Ein revolutionärer Weg zu einem neuen Beziehungsmodell! Seite 7


KULTUR WOCHE

Premiere an den Landesbühnen

Ostertradition im Jägerhof

Im Museum für Sächsische Volkskunst ist in der Ausstellung „Ostern im Jägerhof“ auch die Geschichte vom Hasen und Igel zu sehen. Foto: SachsenGAST

Die schönsten Ostereier in Dresden findet man bei einem Familienspaziergang durch den frühlingshaft geschmückten Jägerhof: Bemalt, Beklebt, beklöppelt, in sorbischer Wachstechnik, in Kratz-, Ätz- und Durchbruchtechnik und auf vielfältige, oftmals überraschende Art verziert, zeigen sich die schönsten Exemplare der

Ostereiersammlung des Museum. Besonderes Thema in diesem Jahr sind Stroh- und Gräserapplikationen. Man kann auch den Künstlerinnen und Künstlern bei der Arbeit zuschauen und deren Kunstwerke erwerben. Zu erleben ist die Ausstellung bis zum 27. April.

Kultur in einem Satz In der Staatsoperette beginnt am 29. April, 10 Uhr, der Vorverkauf für die Spielzeit 2014/15. Das mit 21 Quadratmeter kleinste städtische Museum, das Schillerhäuschen an der Loschwitzer Schillerstraße öffnet nach der Winterpause am Karfreitag wieder seine Tore und ist bis Ende September an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen.

Das Dresdner Barockorchester hat in der CD Gloria Dresdensis Schätze der Hofkapelle aus „Schranck No: II“ eingespielt. Das Wehrbereichsmusikkorps III aus Erfurt will am 30. April in der Frauenkirche zum Gottesdienst spielen, wogegen sich Widerstand rührt.

„Wer nicht verrückt ist, ist nicht normal“ ist die neue Spielzeit des größten sächsischen Boulevardtheaters Comödie Dresden überschrieben, das in der 18. Spielzeit zeigen möchte, wie facettenreich Komik sein kann.“

Das Dresdner Hygiene-Museum ist für den barrierefreien Zugang zur Ausstellung „Abenteuer Mensch“ für den mit 60.000 Euro dotierten Preis der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit neun anderen Projekten zur Ehrung am 17. Juni auf Schloss Genshagen (Brandenburg) nominiert worden.

Uwe Tellkamp hat in einer Benefizlesung in der evangelischen Kirche auf dem Weißen Hirsch seinen „Turm“-Nachfolger „Lava“ vorgestellt, in der die Geschichten der Protagonisten nach 1990 ihre Rollen spielen sollen.

Im Rahmen der Musikbrücke Prag-Dresden erklingt am Karsamstag Johann Sebastian Bachs „Matthäus Passion“ in der DresdnerAnnenkirche, u.a. mit dem finnischen Tenor Topi Lehtipuu in der Rolle des Evangelisten.

Dürrenmatt entwarf vor über 50 Jahren mit seiner „Oper einer Privatbank“ eine groteske Schilderung der Praktiken einer Bänkersfamilie – eine makabre Vorwegnahme aktueller Verhältnisse. Frank V. ist Chef einer Privatbank. Seit mehreren Generationen sind kriminelle Machenschaften die Grundlage der Geschäfte: Erpressung von Kunden und Mitarbeitern, Aktenschwindel, Bilanzenfälschung, Versicherungsbetrug, Mord. Da die Bank vor dem Ruin steht, beschließt er, zum Schein zu sterben, um – von Steuerbehörden und Gläubigern erlöst – seinen Lebensabend zu genießen.

Die Groteske „Frank der Fünfte“, von Friedrich Dürrenmatt hat am Samstag, 19 Uhr, Premiere Foto: anGammert den Landesbühnen Sachsen. Die Finte klappte, wäre da nicht ein Erpresser, der alle Geheimnisse der Frank‘schen Bank genau zu kennen scheint...

Tanzwoche vom 19. bis 29. April Neue Namen neue Stücke, bekannte Kompanien mit Uraufführungen und Erstaufführungen für Dresden. Verneigungen vor Größen des Tanzes wie Martha Graham, Pina Bausch, Isadora Duncan, Mary Wigman oder Luciana Melis mit Sanpapiè dance and physical theatre Milano. Erstmals wird in Kooperation mit der Ostrale an beiden Osterfeiertagen zu Brunch und Lunch, zu kreativen Angeboten für die ganze Familie, zu Tanz und Performance Parcours ins Ostragehege

eingeladen. Die traditionelle Gala zur Tanzwoche im Kleinen Haus des Staatsschauspiels präsentiert das Tanzland Sachsen und Gäste aus Belgien, Polen, Berlin, Koblenz, Thüringen und SachsenAnhalt: Tanz in vielen Facetten, Staatstheater, Stadttheater, freie Szene, klassisch, modern, experimentell. Mit zwei Choreografien erinnert die Tanzwoche Dresden an den Choreografen Uwe Scholz, der vor 10 Jahren im Alter von nur 45 Jahren starb. www.tanzwoche.de

Infernal Ball im Festspielhaus Das DEREVO Tanztheater zeigt von Samstag bis Ostermontag im Festspielhaus Hellerau seine neue Inszenierung „Infernal Ball“ nach Motiven von Nikolai Gogol und Musik von Alfred Schnittke. Sie entstand für das Budapester SpringFestival in Kooperation mit der ungarischen Company Yvette Bozsik. Die Deutsche Erstaufführung ist gleichzeitig Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen Tanzwoche Dresden. Wenn Gogols Figuren zum In-

fernal Ball tanzen, kommen russische, deutsche und ungarische Einflüsse zusammen und stellen die Frage nach individueller und nationaler Identität für ein globales Europa neu. Das opulente Tanztheaterstück mit ungarischen und russischen Tänzern vereint den phantastisch grotesken Stil von DEREVO, Elemente der commedia dell’ arte und den modernen Tanzstil der Company Ivette Bozsik. Tickets: www.derevo.org

IMPRESSUM: Die „Dresdner Woche“ ist eine Zeitung in der Digital Edition für Dresden und das Umland. Die Bezieher dürfen Vervielfältigungen nur von der kompletten Zeitung herstellen und sie im eigenen Bereich weitergeben. Alle Angaben sind mit journalistischer Sorgfalt geprüft, für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Redaktion: Renate Ruhnau (V.i.S.d.P.) E-Mail: redaktion@dresden-report.de Verlag und Vertrieb: Ruhnau Verlag Dresden, Münchner Straße 29, 01187 Dresden, Inhaberin: Renate Ruhnau Tel.: 0351 - 471 23 62, Fax: 0351 - 471 23 21, E-Mail: verlag@sachsengast.com

16. April 2014

DRESDNER WOCHE

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Ausgabe 2014 04 16