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DRESDNER WOCHE Digital Edition

12. Jahrgang Ausgabe 41/2012 14. November 2012

ISSN 1862 - 2755

Namen sind Nachrichten

Narren eroberten das Rathaus

Akos Doma, Dresdens Stadtschreiber 2012, verabschiedet sich am heutigen Mittwoch, 19.30 Uhr im Museumscafé des Landhauses (Stadtmuseum) mit einer Lesung von seinem Dresdner Publikum. Er stellt erstmals ein Kapitel aus seinem neuen, bisher unveröffentlichten Roman „Plattensee, einfach“ (Arbeitstitel) vor. Prof. Dr. Stefan R. Bornstein, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Uniklinikum, hat erforscht, wie sich die Darmflora bei Menschen nach Magen-Bypass-Operationen verändert. Seine Forschungsergebnisse zeigen, dass drei Monate nach der Operation Bakterienarten fehlen, während andere hinzugekommen sind. Dies bewirkt einen für den Gesamtorganismus deutlich verbesserten Stoffwechsel. Doch die Veränderung birgt langfristig möglicherweise neue Risiken. Dieter Wedel, erfolgreicher deutscher Regisseure, u.a. Intendant der Zwingerfestspiele 2011, feierte am Montag seinen 70. Geburtstag. Barbara Bürk vom Dresdner Staatsschauspiel wurde der Deutsche Theaterpreis „Der Faust“ in der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“ für ihre Inszenierung von „Alice im Wunderland“ verliehen. Manfred Ruttowski bekam für seine Arbeit „Von alten Wegen, Zeichen und Karten“ am Freitag die Ehrenurkunde „Für herausragende Leistungen und Verdienste auf dem Gebiet sächsischer Heimatforschung“. Gerhard Kayser erhielt sie für die Arbeit „Die Dresdner Kunstverlage Täubert, Müller und Meysel“. 14. November 2012

Kurz notiert Ihre Premiere erlebte am Wochenende die 1. Dresdner Literaturmesse „schriftgut“. Bei den mehr als 3.000 Messebesucher war die Verweildauer auf dem Messegelände im Vergleich zu anderen Veranstaltungen sehr hoch.

Bürgermeister Martin Seidel übergibt den Rathausschlüssel an Präsidenten Michael Thiele.

Foto: PR

Die Jury des Nationalkomitees für die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hat Dresden als „Stadt der Weltdekade“ anerkannt. Begründung: „Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung sind Bestandteil zentraler strategischer Planungen der Landeshauptstadt Dresden.“ In ein multimediales Universum und einen interaktiven Spielplatz für junge Medienmacherinnen und Medienmacher verwandelt das Festival MB21 vom 16. bis 18. November das Kulturzentrum Scheune.

Der Bürgermeister übergibt den Narren auch den Haushaltsentwurf, damit sie ihn bis Aschermittwoch bearbeiten. Die jüngsten Narren rufen „Helau“ und flüstern sich Geheimnisse zu. Isabell bekommt Glückwünsche zu ihrem 16. Geburtstag. Fotos (5): Dresden-Report

Am Sonntag, kurz nach 11, kam Sozialbürgermeister Martin Seidel mit Hawaiihemd, Sonnenhut, Koffer und Badeball bepackt aus dem Rathaus, um auf die Kaimaninseln, jene Inselgruppe in der Karibik, die britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs ist, zu fliegen. Vor dem Rathaus waren Elferrat und Funkengarde des Dresdner Carnaval Club mit einem Fanfarenzug aufmarschiert, um traditionell zum Beginn der „Fünften Jahreszeit“ den Rathausschlüssel zu übernehmen und bis zum

Aschermittwoch die Stadt zu regieren. Seidel hatte nicht viel Zeit, weil er an seinem Reiseziel diejenigen Steuerzahler vermutet, die in Dresden das Finanzloch verurFoto: Playboy Playboy Foto: sachten. Foto: Playboy Foto: Playboy Er drückte den Narren auch noch den Haushaltsentwurf die Foto:in PR Foto: PR Hand, damit sie bis zum AscherFoto: PR Foto: PR mittwoch etwas daraus machen. Dann schlug die Glocke 11.11 Uhr und die richtigen Narren konnten das Regiment im Rathaus übernehmen. Ihre Pläne unter: www.dresdner-carneval-club.de

DRESDNER WOCHE

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat mitgeteilt, dass das von der TU Dresden beantragte Graduiertenkolleg (GRK) 1865/1 „Hydrogelbasierte Mikrosysteme“ bewilligt wird. Im Palazzo Vecchio, dem Rathaus von Dresdens Partnerstadt Florenz warb die Dresden Marketing GmbH darum, Dresden im kommenden Jahr anlässlich des Richard-Wagner-Jubiläums und bedeutender Ausstellungen zu besuchen. Ein Planet mit 7-facher Erdmasse und möglicherweise lebensfreundlichen Bedingungen hat ein Astronomen-Team, u.a. mit Dr. Enrico Gerlach von der TU Dresden entdeckt.. Seite 1


UMS CHAU

Weinkönigin fährt die B-Klasse

Die neue sächsische Weinkönigin Katja Riedel übernahm für ein Jahr ihren Dienstwagen. Foto: Weinbauverband

Es ist eine Ehre, wie sie einer Königin gebührt: Sachsens neue Weinkönigin Katja Riedel darf für die Dauer ihrer Amtszeit ein Fahrzeug der Mercedes-B-Klasse ihr Eigen nennen. Das Autohaus Bruno Widmann zeigt mit dem Sponsoring erneut seine Verbundenheit mit der sächsischen Weinregion. Bei ihren Anfahrten zu Veranstaltungen wird die Weinkönigin bereits von Weitem erkennbar sein. Hierfür sorgen Aufdrucke auf ihrem Fahrzeug, die auf die Königin und den sächsischen Wein, aber auch auf die Sponsoren hinweisen, die in besonderer Weise dazu beitragen, dass es Sachsens Weinhoheiten an nichts mangelt. Das sind die Meißener Stadtwerke, die Stadtwerke Elbtal, der Landkreis Meißen und natürlich das Autohaus Bruno Widmann sowie „trau Dich! Braut- und Festmode am Altmarkt Dresden“.

14. November 2012

Das Fahrzeug wird es nun der höchsten Weinrepräsentantin des Anbaugebietes Sachsen ermöglichen, gemeinsam mit ihren beiden ebenfalls neu gewählten Weinprinzessinnen Tabea Hundt und Christin Lustik die rund 200 Termine der Weinsaison 2012/ 2013 sowohl innerhalb des sächsischen „Reiches“ als auch in ganz Deutschland wahrzunehmen. Die feierliche Autoübergabe fand im Beisein von Oberbürgermeistern und Bürgermeistern entlang der Sächsischen Weinstraße sowie Sponsoren der Weinkönigin und sächsischen Winzern im Autohaus Widmann in Meißen statt. Die „königliche Kutsche“ wird in den kommenden Monaten jederzeit einsatzbereit sein. Dafür sorgt in bewährter Weise, die Schneider Mineralöl GmbH Meißen, die Kraftstoff für das Fahrzeug zur Verfügung stellt.

Buschtrommel in der „Keule“ Armes Deutschland: in 1-EuroShops wird eingebrochen, die zukünftige Währung ist die Drachme, die Ratingagenturen haben sogar Münsters Aasee um ein A herabgestuft, Kassenpatienten bekommen Moorbäder verschrieben, damit sie sich schon mal an die feuchte Erde gewöhnen, und die Ausweglosigkeit ahnen schon die Ungeborenen, immer häufiger greifen sie in ihrer Not zum Kaiserschnitt. Die Kabarettisten Andreas Breiing und Ludger Wilhelm der „Buschtrommel“ bieten in ihrem brandaktuellen Programm „Tunnel am Ende des Lichts“ keine Lösungen an, aber es findet anerkennende, ja bewundernde Worte für das Ausmaß der anstehenden Probleme in Deutschland. Wenn alles im Fluss ist und bald den Bach runtergeht, dann gönnen Sie sich vorher noch vergnügliche Stunden im Kabarett. www.die-buschtrommel.de

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www.herkuleskeule.de Einmaliges Gastspiel der „Buschtrommel“ am kommenden Sonntag, 18 Uhr. Am 21. und 22. November, jeweils 19:30 Uhr wird letztmalig der „Budenzauber“ gespielt. Am kommenden Dienstag, dem 20. November, ist um 19.30 Uhr das Urgestein Werner Schneyder zu Gast.

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INTERVIEW DER WOCHE

Hinter den Kulissen der HOPE Gala wirkte Miachaela Gornickel Immer am letzten Oktober-Samstag findet in Dresden die HOPE Gala statt. In diesem Jahr bereits zum siebten Mal. Mit dem Erlös dieser Benefiz Gala erhält die Hope-Kapstadt-Stiftung im südlichenAfrika bei ihrem Kampf gegen HIV beispielhafte Hilfe. Über 750 Gäste erlebten „in einer langen, aber nicht langweiligen“ Gala (Gästezitat) einen unvergesslichen Abend im Dresdner Schauspielhaus. Unter dem Motto „Von Klassik bis Rock- für Hoffnung am Kap“ war für jeden etwas dabei. Rund 150 Künstler standen auf der Bühne und brachten das Publikum zu Beifallsstürmen. Am Ende der Show kam mit Eintrittsgeldern, Tombola und vielen Spenden die bisherige Rekordsumme 115.000 Euro für die AIDS-Hilfe in Kapstadt zusammen. Künstler und Offizielle bekamen den öffentlichen Beifall. Im Backstage arbeiteten 79 Leute, denen man nicht genug danken kann. Alle Fäden in der Hand hatte Michaela Gornickel, Chefin der Dresdner Eventagentur Par.X Marketing GmbH. Mit ihr sprachen wir mit etwas Abstand über das Event. Wie bekommt man 150 Künstler dazu, sich ohne Gage an der HOPE-Gala zu beteiligen? Wir haben im Laufe der Jahre gute Kontakte knüpfen können, die uns jedes Jahr erneut Künstler empfehlen. Ein wertvoller Kontakt ist Hermjo Klein, der seit vielen Jahrzehnten im Musikbusiness zu Hause ist. Er ist „zufällig“ auch der Mann unserer Initiatorin Viola Klein. Von ihm kam dieses Jahr z. B. Perpetuum Jazzile, die er in Deutschland unter Vertrag hat. In unserem Bereich nennen wir das Empfehlungsmarketing. Die HOPE Gala hat einen sehr guten Ruf, die Anziehungskraft der Stadt Dresden ist natürlich auch ein Pluspunkt. Die Künstler kommen gerne zu uns. Wir erstatten nur die Reisekosten, vor Ort übernehmen wir die komplette Betreuung der Künstler und prominenten Ehrengäste. 14. November 2012

Haben Sie auch die Medien gut im Boot? Die regionalen Medien sehr gut. Dafür gilt unserer Dank auch an die PRAgentur Sabine Mutschke. Unsere Pressedokumentation hat im-merhin einen Umfang von 107 Seiten. Auch Hörfunk und Fernsehen sind gut dabei. Überregional sind wir dran, aber das ist auf alle Fälle noch ausbaufähig. Ein Problem ist auch, dass am gleichen Wochenende die große Unesco-Gala in Düsseldorf stattfindet. Aber wir bleiben beim letzten Oktobersamstag. Wir sehen uns am 26. Oktober 2013 zur 8. HOPE Gala im Dresdner Schauspielhaus.

Michaela Gornickel mit „Leo“ (Kay Leonhardt) Kunstpreisträger 2012 Meißen, der bei der After-Show-Party die VIPs auf einem Bild festhielt. Foto: Dresden-Report

Um dieses gigantische Projekt zu schaffen, brauchen Sie auch Partner vor Ort? Ohne Partner wäre das Projekt so nicht machbar. Die Dresden Marketing Gesellschaft hat die HOPE Gala als festen Veranstaltungstermin mit ihrem Portfolio und schafft so überregionale Aufmerksamkeit. In der Region ist es sehr hilfreich, dass uns die Hotellerie mit Zimmerkontingenten unterstützt und die Gläserne VW-Manufaktur die Shuttles übernimmt. Die Unterstützerliste trägt viele treue Namen. Wenn sich die Künstler wohlfühlen, merken wir es auf der Bühne und die Gäste im Saal. 4:18 Stunden Veranstaltung. Da muss im Backstage der Bühne auch alles klappen? Das Dresdner Schauspielhaus ist ein perfekter Veranstaltungsort und bietet mit seinen Gegebenheiten die optimale Logistik. Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team. Der Technische Direktor Christian Voß stellt uns sein 24-Mann-Technik-Team zur Verfügung. Vom Haus lege ich großen Wert auf die Erfahrung von Bernd Mahnert, backstage ist SAM Production nicht wegzudenken. In der Regie sitzt Sylvia

Epilog

Grodd, die Hostessen von Hoffmann Promotion sind neben den prominenten Losverkäufern der Hingucker beim Losverkaufen. Nochmal zu den Künstlern. Was schätzen die an der Benefizgala in Dresden? Die angenehme, fast familiäre Atmosphäre. Es wäre nicht so steif wie bei anderen Events, hören wir immer wieder. Es gibt „Wiederholungstäter“, wie Eva Lind oder Marc Marshall, die sich allerdings in diesem Jahr erstmalig im Duett präsentierten. Und noch eine besondere Premiere: Björn Casapietra , Uwe Hassbecker und Dirk Michaelis traten mit „Vergessen wir die Welt“ bei uns zum ersten Mal auf. Wir haben auch immer einen Nachwuchskünstler im Programm. Dieses Jahr eröffnete Anna Lu (Gewinnerin des Hermann Hesse Preises) sogar die Gala mit einer eigenen Komposition. Glasperlenspiel war sofort dabei, als wir sie über den Technischen Leiter der Nibelungenfestspiele angefragt haben. Viele Künstler, die die HOPE Gala kennen, bringen eigene Ideen mit, die das Besondere dieser Veranstaltung ausmachen.

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Leo hat Dirk Zöllner an der Staffelei. Foto: D. Bahrmann.

Er stand nach der HOPE-Gala bei der After-Show-Party mit seiner Staffelei gleich im Foyer, der Meißner Künstler Kay Leonhardt. Zu Beginn zierte nur der Schriftzug „HOPE-Gala“ die größtenteils leere Fläche. Im Laufe des Abends folgten viele Gäste der Einladung des Künstlers und füllten die Leinwand mit ihremAutogramm, das jeweils von einem gezeichneten frechen LeoFisch begleitet wird. Viele prominente Namenszüge finden sich hier. Das Bild soll jetzt zugunsten des AIDS-Projektes HOPE Kapstadt versteigert werden. Mindestgebot für das Werk mit Rahmen (Hochformat 100 x 140 cm) sind 1.000 Euro. Gebote können bis zum 18. November über www.hopegala.de bzw. Facebook abgegeben werden. Seite 3


WOCHENS CHAU

Wechselndes, Prüfendes, Spendendes und Fliegendes

Gordon Knabe (r.) ist ab Montag neuer Centermanager im Elbepark. Sein Vorgänger Christian Danne zeigt ihm das Objekt. Foto: SachsenGAST

Das Centermanagement des Elbeparks Dresden liegt ab Montag in der Hand des 37-jährigen Betriebswirtes Gordon Knabe. Er löst Christian Danne ab, der in Hannover ein Center übernehmen soll, das im Frühjahr 2014 eröffnet wird. Gordon Knabe, der seit 2006 in Dresden lebt und drei Jahre lang ein Sportfachgeschäft als Inhaber betrieben hat , kann einen zu100 Prozent vermieteten Einkaufspark übernehmen. Der Elbepark Dresden hat in der Woche durchschnittlich 250.000 Kunden. Davon kommen 1/3 aus Dresden und 2/3 aus dem Umland.

Das Stollenmädchen Cynthia Brozek und die Bäcker der Jury zeigen die Noten. Foto: SachsenGAST

Das diesjährige Dresdner Stollenmädchen Cynthia Brozek und Bäckermeister prüften am Freitag frischgebackene Stollen. Die Mitglieder einer Fachjury aus Dresdner Bäckern und Konditoren eröffneten mit dieser öffentliche Stollenverkostung die Saison des Traditionsgebäcks in der Altmarkt Galerie. Alljährlich zum Start der Stollensaison prüft der Schutzverband Dresdner Stollen e.V. die Stollen der 134 Dresdner Traditionsbäcker und - konditoren und vergibt das Prüfsiegel. An insgesamt zwölf Prüftagen werden die Christstollen hinsichtlich ihrer Qualität bewertet. Wo es ihn dann gibt: www.dresdnerstollen.com

Gesichter der Woche

DVB-Vorstand Rainer Zieschank, Christine Pirkl, stellv. Vorsitzende und Jürgen Eggert, Vorsitzender des Freundeskreises Hamburg-Dresden und Holger Frenzel, Leiter des Straßenbahnmuseums (v.l.). Foto: Dresden-Report

Im November 1995 wurde im Taschenberg-Palais auf Initiative des Hamburger Ersten Bürgermeisters Henning Voscherau der Freundeskreises DresdenHamburg e.V. gegründet. Seit dem veranstaltet er regelmäßig den sogenannten HamburgischDresdner Abend an unterschiedlichen Orten. Vertreter der Partnerstadt Hamburg treffen sich hier mit Dresdner Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Die jüngste Veranstaltung fand vergangene Woche im Straßenbahnmuseum Trachenberge statt. Die Teilnehmer waren begeistert vom ehrenamtlichen Engagement beim Erhalt historischer Zeugen. Der Verein Übergab dem Straßenbahnmuseum einen Spendenscheck über 500 Euro. www.freundeskreis-dresden-hamburg.de

Die aus Moskau-Vnukowo kommende Boeing 737 der Yakutia Airlines wurde vorige Woche am Flughafen Dresden International empfangen. SachsenGAST-TV war dabei. Sehen Sie ein Video, wenn Sie auf das Foto klicken. Die Yakutia Airlines bieten seit Ende Oktober drei Linienflüge pro Woche, jeweils mittwochs, freitags und sonntags, zwischen Moskau-Vnukowo und Dresden an. Die neuen Flüge sind für Geschäftsreisende und Touristen gleichermaßen interessant. Auf den Linienflügen setzt die Fluggesellschaft aus Russland Maschinen des Typs Boeing 737 ein. Die Flüge waren seit Frühjahr 2011 nur für Veranstalter aus Russland als Charterflüge vorgesehen. Fluggäste aus Deutschland konnten laut "Image Tours" die Verbindung nicht buchen. Bei der Zerschlagung der Aeroflot 1992, aus der bis zu 400 Luftfahrtunternehmen entstanden, ging die Yakutavia mit verschiedenen Geschäftszweigen, wie Fracht- und Regierungsflüge, regionale und überregionale Linien- und Charterflüge hervor.

Die Woche in Dresden Holger Gehring, Kreuzorganist, ist zum Künstlerischer Leiter der Orgelkonzerte wie auch der Schlosskonzerte in Reinhardtsgrimma berufen worden. Seit 1995 gibt es im Festsaal des restaurierten Barockschlosses eine jährliche Kammermusik-Konzertreihe – veranstaltet von der Stadt Glashütte. Die neue Saison eröffnet der Kreuzorganist am 19. Januar 2013 mit „Barocker Kammermusik“. Zudem übernimmt die Dresdner Agentur „art bohème Musikmanagement“ ab kommendem Jahr den organisatorischen Part. 14. November 2012

Viktoria Braun, 41-jährige in Kirgisien aufgewachsene und jetzt in Dresden lebende Künstlerin und Keramikerin, stellt Skulpturen in den Mittelpunkt der neuen Ausstellung im „Kastenmeiers“ im Kurländer Palais, die bis zum 13. Januar gezeigt wird. Sie reflektiert in ihren Arbeiten und der Verbindung der einzelnen Keramikteile die Kraft, die Zärtlichkeit, aber auch die Zerbrechlichkeit von Beziehungen. Die filigranen Keramikskulpturen zeigen im Kontrast zu den unverputzten Sandsteinmauern eine beeindruckende Wirkung.

Heute: Im Albertinum findet ab 19 Uhr ein Festabend anlässlich des Treffens der Deutschen Industrie- und Handelskammern statt. Donnerstag: Unter dem Titel „Ein Platz für den Ernemannbau“ findet um 19 Uhr in den Technischen Sammlungen eine Podiumsdiskussion zu neuen Plänen zum Ausbau statt. Freitag: Staatsminister Georg Unland liest anlässlich des 9. Bundesweiten Vorlesetages der Stiftung Lesen um 13 Uhr den Schülern der 68. Grundschule, Heydenreichweg 4, vor.

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Samstag: Um 8 Uhr beginnt in der Emil Reimann GmbH, Marie-Curie-Straße 11, ein großer Stollen-Sonderverkauf. Sonntag: Im Nachglühen der Jazztage Dresden ist um 19 Uhr Dirk Zöllner im Universitätsklinikum Haus 91 zu erleben. Montag: Eine Kunst- & Handwerker Tour im Barockviertel beginnt um 15 Uhr an der Dreikönigskirche. Dienstag: Luca Hänni & Band, DSDS-Kandidat aus der Schweiz, spielen um 19 Uhr ein einmaliges Konzert im Alten Schlachthof. Seite 4


GASTLICHKEIT

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DRESDNER WOCHE

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S E H E N , H Ö R E N, L E S E N

DRESDENEINS im Japanischen Palais Das Völkerkundemuseum im Japanischen Palais präsentiert erste Teile einer neuen Dauerausstellung und öffnet seine Tore für einen orientalischen Schatz: Das 200 Jahre alte Damaskuszimmer. Es gehört zu den wenigen osmanischen Räumen, die heute noch außerhalb des Orients zu finden und in vergleichbarer Weise gestaltet sind. Claus Deimel, Direktor der Ethnographischen Sammlungen Sachsen, betont den unschätzbaren Wert dieses original erhaltenen Zeugnisses osmanischer Kultur. 1930 wurde das Exponat dem Museum für Völkerkunde geschenkt und sollte eigentlich im Zwinger aufgebaut werden. Glücklicherweise kam es nicht dazu, sonst wären die wertvollen Vertäfelungen während des 2. Weltkrieges verbrannt. Lange Zeit blieben die Einzelteile im Depot des Museums im Verborgenen. Dass sie heute wieder den Charme längst vergangener Zeiten versprühen, ist vor allem

Wenn Sie auf das Foto klicken, stellt DRESDENEINS beim Besuch im Völkerkundemuseum das Damaskuszimmer vor.

Anke Scharrahs zu verdanken. Die selbstständige Restauratorin widmet sich seit nunmehr 17 Jahren mit viel Hingabe und Geduld dem historischen Holz. Es ist eine mühevolle Kleinarbeit, die längst nicht abgeschlossen ist. So farbintensiv wie es einmal war, wird das Damaskuszimmer nie wieder hergestellt werden können. Trotzdem vermittelt der Raum neben künstlerischen Besonderheiten auch einen Einblick in die Wohnkultur Westasiens. Ursprünglich diente er als Empfangsraum für Gäste.

Mein Leben mit Wagner Christian Thielemann, seit 1. September Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden, zählt seit Jahren zu den führenden Wagner-Dirigenten unserer Zeit. Nun hat er, im Vorfeld des 200. Geburtstags von Richard Wagner, ein Buch veröffentlicht, ein Buch, in dem er von seinen jahrzehntelangen Erfahrungen mit Wagner erzählt und die Leser bis ins Innerste von dessen Musik führt: zu jener nie ganz erklärlichen Magie, die Wagners Einzigartigkeit ausmacht. Thielemann erzählt davon, wie er zu Wagner kam, was er auf seinem Weg mit dem Komponisten gelernt hat und welche Begegnungen ihn geprägt haben. Er führt persönlich durch die Opern und gewährt daneben einen seltenen Blick in die Werkstatt des Dirigenten. Am 16. November stellt Christian Thielemann das Buch im Gespräch mit Ijoma Mangold (Die Zeit) in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen vor. Auszü14. November 2012

Journalismusprofessor Jeff Jarvis, Journalismusprofessor und Star-Blogger, Jahrgang 1954, sagte zur Medienwelt von morgen: „Heute muss ein Artikel nicht mehr hundertfach im Netz publiziert werden. Alles, was wir benötigen, können wir auch verlinken. Mach das, was du am besten kannst, und verlinke zum Rest – diesen Satz wiederhole ich regelmäßig, wenn ich vor Verlagen oder Fernsehsendern spreche.“ Diese Weisheit befolgen wir schon lange mit der Digital Edition der Dresdner Woche. Sind also laut Professor Jarvis genau auf dem richtigen Weg.

Prinz ade Mit der Einberufung einer Betriebsversammlung hatten sich gestern gravierende Änderungen beim Stadtmagazin „Prinz“ angedeutet, nun ist es offziell: Der Jahreszeitenverlag stellt die Stadtmagazine „Prinz“ zum Ende des Jahres ein und beschränkt sich auf ein tagesaktuelles Online-Portal. Lediglich die Magazinreihe „Prinz Top Guide“ wird als Printprodukt fortgesetzt.

Zum Haare raufen...

... dass wir im Osten bezüglich rechstextremer Haltung wieder am Pranger stehen.

Rechtsextremes Gedankengut fällt einer Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge in Deutschland immer mehr auf fruchtbaren Boden. Besonders in Ostdeutschland. Während der Anteil derjenigen mit rechtem Gedankengut im Westen von 7,6 auf 7,3 Prozent zurückging, ist er im Osten in einem Jahr von 10,5 Prozent auf jetzt 15,8 Prozent gewachsen. Es gibt einen Zusammenhang zwischen der sozialen Spaltung und zunehmender Menschenfeindlichkeit. Wenn Menschen immer stärker in die Kategorien „nützlich“ und „nicht nützlich“ eingeteilt werden, überrascht es nicht, dass Feindseligkeit gegen Menschen zunimmt.

Unsere Bücherecke „Unvergessene Weihnachten“, Erinnerungen aus guten und aus schlechten Zeiten, Hrsg, Jürgen Kleindienst und Ingrid Hantke, Zeitgut Verlag. ISBN 978-3-86614-211-4 www.zeitgut.de

Das Buch stellt Christian Thielemann am kommenden Freitag vor. ge aus dem Buch liest der Schauspieler Friedrich-Wilhelm Junge. Musikalisch umrahmt wird die Buchpräsentation von SemperBrass mit Wagner-Transkriptionen. Die Veranstaltung beginnt 20.15 Uhr. Tickets für 16 • (erm. 12 •) sind in der Schinkelwache am Theaterplatz erhältlich.

Für die kommende Weihnachtszeit entdeckten wir die Buchserie aus dem Zeitgut-Verlag „Unvergessene Weihnachten“, die bisher schon in sieben Bänden vorlag. Nun ist Band acht erschienen. Tiefer Schnee und Sternenglanz, Duft von Weihnachtsgebäck und Tannenzweigen, leuchtende Kinderaugen. Dies alles oder doch wenigstens einiges davon erwarten Leser von einer Weihnachtsgeschichte. Denn sie soll beitragen zu der ganz besonderen Stimmung, die sich im Advent mit jedem Tag steigert und uns dem Heiligen Abend näher bringt. Für viele Leser gehört in diese schöne Zeit der jährliche Band „Unvergessene Weihnachten“ des Zeitgut Verlages, der immer wieder eine ganz besondere Würze beizusteuern versteht.

DRESDNER WOCHE

Der achte Band, in dem Zeitzeugen Erinneruingen zwischen 1932 und 2010 aufgeschrieben haben, verschenken wir dreimal. Schreiben Sie eine E-Mail an verlag@sachsengast.com

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KULTURWOCHE

Der Mann mit dem Schirm Das 30. Dresdner Pantomimefestival bietet noch bis zum Sonntag herausragende Veranstaltungen. Ein Höhepunkt ist am morgigen Donnerstag, 20 Uhr, auf der Mimenbühne Maternistraße der Auftritt von Gregg Goldston und Lina do Carmo „Aus der Schule von Marcel Marceau“. Dieser Abend ist ein besonderes Bonbon für Freunde der klassischen Pantomime, denn er steht ganz im Zeichen von Marcel Marceau. Zwei seiner Schüler werden den Abend gestalten. Gregg Goldston war vor drei Jahren schon einmal in Dresden. Der Amerikaner war 1975 von einer Vorstellung von Marcel Marceau so fasziniert, dass er sich fortan der Kunst der Pantomime widmete. Mit seinem Meister Marceau verband ihn eine 22jährige Freundschaft bis zu dessen Tod. Die Pantomime-Tänzerin und Choreografin Lina do Carmo hat sowohl brasilianische als auch deutsche Wurzeln. Sie vereint in ihrer Performance die Techniken der klassischen Pantomime nach

„Der mit dem Schirm tanzt“ - Gregg Goldston beherrscht die klassische Pantomime nach Marcel Marceau ist Perfektion - kein Wunder, schließlich war er nicht nur Schüler, sondern auch langjähriger Weggefährte des Meisters. Während er mit aller Kraft dagegen ankämpft, dass sein Schirm davonfliegt, spürt der Zuschauer fast den Wind, der den Schirm steigen und steigen lässt....

Marcel Marceau mit der Sprache expressiven Tanztheaters, das international das Publikum in den Bann zieht. An diesem Abend veranschaulicht sie die Einflüsse von Marceau auf ihre künstlerische Entwicklung als freischaffende Künstlerin und zeigt weitere Quellen der Inspiration, die sie zu ihrem eigenen Stil und Lehrmethode geführt haben. Marceau selbst schätzte sich in einem Brief an sie glücklich, ihre Entwicklung von Beginn an begleitet zu haben.

15 Jahre Dresdner Salondamen Die Geburtsstunde der Dresdner Salon-Damen schlug 1997. Noch heute vereint dieselben Damen der Gründungszeit ihre Liebe zur Musik der 30er und 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Gefunden haben sie sich an der Musikhochschule „Carl Maria v. Weber“, wo alle studierten. Die besondere Note ihrer Interpretation liegt im ganz persönlichen Stil. Dieser wird von den Arrangements und dem vielseitigen Einsatz verschiedener Instrumente geprägt. In den vergangenen Jahren gastierten die Dresdner Salon-Damen regelmäßig auf dem Traumschiff „MS Deutschland“.

Jubiläumskonzert am 20.November, 20 Uhr, im Dixiebahnhof DresdenWeixdorf www.dixiebahnhof.de

Jugend jazzt im Orchester

Die Dresdner Bigband unter den drei Besten. Foto: Debus

Die 10. „Bundesbegegnung Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem ŠKODA Jazzpreis“ ist am Sonntag in Dresden mit einem feierlichen Preisträgerkonzert zu Ende gegangen. Im Beisein der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst wurden die Vertreter aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Sachsen mit dem ŠKODA Jazzpreis für Jugend-Bigbands ausgezeichnet. Die Formationen auf dem „Treppchen“, die Bigband „NULL 7 4 6 EINS“ der Musikschule Tutt-

lingen, die Bigband des Gymnasiums Berenbostel und die Dresden Bigband gaben noch einmal die musikalischen Highlights aus ihrem Wettbewerbs-Repertoire zum Besten. Den jungen Talenten winken nun Workshops und Auftritte mit international renommierten Jazzgrößen und Musikpädagogen. Verlierer gab es in Dresden keine – jede angetretene Band erhielt eine der zahlreichen Auszeichnungen, die von weiteren Auftrittsmöglichkeiten bis hin zu Geldpreisen reichen.

Jüdische Kammerphilharmonie Die Neue Jüdische Kammerphilharmonie Dresden feierte am Sonntag mit einem Festkonzert in der Neuen Synagoge Dresden ihr fünfjähriges Bestehen. Anliegen des Klangkörpers ist es, die Werke Komponisten jüdischer Herkunft, die in den Jahren 1933 bis 1945 verfemt, verfolgt, vertrieben oder in den KZs ermordet wurden, dem Publikum zu Gehör zu bringen. Diese versunkene Kultur enthält viele musikalische Kostbarkeiten, die zu Unrecht bis heute höchst selten oder gar nicht zur Aufführung gelangen. Diese Werke sollen vor dem endgültigen Vergessen bewahrt werden.

Das Orchester unter Leitung von Michael Hurshel beim Gedenkkonzert zur Reichspogromnacht vor zwei Jahren, am 9. November 2010, in der Neuen Synagoge Dresden. Foto: PR

IMPRESSUM: Die „Dresdner Woche“ ist eine Zeitung in der Digital Edition für Dresden und das Umland. Die Bezieher dürfen Vervielfältigungen nur von der kompletten Zeitung herstellen und sie im eigenen Bereich weitergeben. Alle Angaben sind mit journalistischer Sorgfalt geprüft, für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Herausgeber: SachsenGAST Ruhnau-Presse, Münchner Straße 29, 01187 Dresden, Tel.: 0351 - 471 23 62, Fax: 471 23 21, Redaktion: Renate Ruhnau (V.i.S.d.P.) E-Mail: ruhnau@sachsengast.com Anzeigenmanagement: AV-Studio Kommunikationsmedien GmbH, Schweriner Straße 48, 01067 Dresden, marko.beger@av-studio.de Verlag und Vertrieb: Ruhnau Verlag Dresden, Münchner Straße 29, 01187 Dresden, Inhaberin: Renate Ruhnau Tel.: 0351 - 471 23 62, Fax: 0351 - 471 23 21, E-Mail: verlag@sachsengast.com

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Dresdner Woche