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„Schwarz, schwarz, schwarz sind alle meine Kleider...


„Die Abwesenheit von Licht kann sehr inspirierend sein!“

Der Designer „Schwarz ist doch keine Farbe“ hört der Designer oft, wenn er seine Lieblingsfarbe verrät. Woher seine Affinität zu der unbunten Farbe kommt, die durch die Abwesenheit von Licht entsteht, ist nicht ganz klar. Fest steht, der Designer mag schwarze Rollkragenpullover und wenn er eine Sehschwäche hat, entscheidet er sich meist für eine große, schwarze Brille, die nach einer bewussten Entscheidung aussieht und isoliert betrachtet nicht gerade eine Augenweide ist. Der Kreative muss sich nicht mit grellen Farben profilieren. Er trägt zurückhaltendes Schwarz, um mit seinem Ideenreichtum und seinen Arbeiten zu glänzen und verhindert, dass diese mit seiner Kleidung farblich konkurrieren. Nicht zu vergessen ist der schwarze Kaffee, um die Müdigkeit zu vertreiben und die schwarze Lunge, die durch das stressbedingte Kettenrauchen auftaucht.


„Immer fassen mich alle an!“ Der Schornsteinfeger Wer hat Angst vor‘m schwarzen Mann? Niemand? Gut, denn es handelt sich in diesem Fall nur um den Schornsteinfeger. Schwarze, schmutzige Arbeitskleidung, ein schwarzer Zylinder und rußige Haut- wie ein Garant, um ständig berührt werden zu wollen klingt das zunächst einmal nicht. Da man früher glaubte, dass sich im Rauch des Kamins Dämonen verbergen und der Schornsteinfeger in der Lage war, diese zu verbannen, sah man in ihm einen Helden mit nahezu übersinnlichen Kräften. Außerdem verschenkten die Kaminfeger am Ende des Jahres Kalender, auf denen neben den üblichen Glückssymbolen wie Hufeisen und Schweinchen auch Schornsteinfeger abgebildet waren. Langsam etablierte sich dieser Brauch und der Schornsteinfeger genießt nun seinen Status als Glückssymbol und Held zum Anfassen.


„Jeder hat seine Geheimnisse!“

Die Domina Sie schlägt, sie fesselt und sie quält ihre Kunden. Das ist der Job der Domina, denn wer zu ihr kommt, empfindet sexuelle Befriedigung bei sadomasochistischen Rollenspielen. Schwarze Stiefel, Peitschen, schwarze Lederkorsagen und Handschuhe verleihen ihr Härte und symbolisieren Unverwundbarkeit. Schwarz ist aber nicht nur die Farbe der Dominanz und Härte, es ist auch die Farbe des Geheimnisvollen und so ist die tabulose „Schwarze Leidenschaft“ meist auch eine geheime Leidenschaft.


„Mein Auto, mein Haus, mein Iphone!“

Der Anzugträger Schwarze Hose, schwarzes Sakko, weißes Hemd, eine dezente, aber farbige Krawatte und eine edle schwarze Aktentasche. Der Geschäftsmann, der so auftritt, möchte ein klares Stamement setzen. Er wirkt elegant und seriös, aber schwarz ist auch die autoritärste aller Farben und sein Träger versucht sich auf diese Art und Weise abzugrenzen. Er geht auf Distanz und das Schwarz wirkt wie eine einschüchternde Machtdemonstration.


„Fünf Kilo weniger in weniger als fünf Sekunden!“

Die Dame Ein zurückhaltendes Trauerbekenntnis auf der Beerdigung, , geheimnisvoll und anmutig zu feierlichen Ereignissen, seriös und unaufdringlich bei offiziellen Anlässen. Seit Coco Chanels erstem Entwurf und nach dem Film „Frühstück bei Tiffany“ hat sich „das kleine Schwarze“ als Wunderwaffe der Frau etabliert. Es vermittelt seiner Trägerin seit Generationen das Gefühl, unglaublich gut angezogen zu sein, ohne Risiken einzugehen und auf einen Schlag ein paar Kilos weniger um die Hüften zu haben. Ein zeitloses Allround Talent eben.


„Alles, was du suchst, findest du in meinem Hut!“

Der Zauberer „Hokus Pokus fidibus, drei mal schwarzer Kater.“ So oder so ähnlich lauten die geheimnisvollen Sprüche des Zauberers, mit deren Hilfe er seine undurchschaubaren Tricks zur Schau stellt. Der obligatorische schwarze Hut ist wie eine dunkle mysteriöse, unendlich tiefe Schatztruhe, aus der er immer andere Gegenstände und Tiere hervorzaubert. Ebenfalls zu seinem Equipment gehört der schwarze Anzug bzw. der schwarze Umhang, der seine eleganten, magischen Handbewegungen noch faszinierender und geheimnisvoller wirken lässt.


„Bring mich zum Weinen und wir werden Freunde!“

Der Emo Schwarze Röhrenjeans, enge T-Shirts, Nietengürtel und ein melancholischer Blick aus den schwarz umrandeten Augen. Emos sind sensible Wesen und bringen ihre Tiefgründigkeit und ihren allgegenwertigen Weltschmerz mit der dunkelsten aller Farben, schwarz, zum Ausdruck. Um die Grausamkeiten der Welt nicht permanent sehen zu müssen, verdecken sie mindestens ein Auge mit ihren schwarzen Haaren und schaffen somit eine Art Vorhang, der sie vom Rest der Welt abschirmt. Sie kombinieren ihre Outfits oft mit rosa, der Farbe der Verletzlickeit und Nacktheit. Mit ihren Ängsten, Selbstzweifelnund ihrer Trauer genießen sie ihr selbst auferlegtes Image des schwarzen Schafes der Gesellschaft. Dass der Audruck „Emo“ ursprünglich von „Emocore“, einer gefühlvolleren Version von Hardcore Punk kommt, scheint längst vergessen und so steht „Emo“ für den melancholischen Lifestyle.


„Wenn ich komme, ist das Beste schon vorbei!“

Der Tod Knochig, mit einer mysteriösen schwarzen Kutte und einer Sense in der Hand. So sieht der personifizierte Tod aus. Seinen Ursprung hat diese Darstellung im Mittelalter, wo viele Menschen an der Pest starben, die unter den Bürgern „der schwarze Tod“ genannt wurde, weil die Erkrankten schwarz anliefen. Auch heute assoziieren wir die Farbe schwarz mit dem Tod und denken an den Sensemann. Seine Mittel und Werkzeuge variieren, aber sie führen alle zum gleichen Ziel: Das Leben seines Opfers zu beenden.



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