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Dienstag, 23. Mai 2017

Pflegedienst

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Eine exotische Sportart: Saarpfälzer machen Jugger populär

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Seite 8

Seite 12 und 13

Seite 10

Cheerleading - ein richtiger Leistungssport Beim TV Jägersburg wird die mittlerweile unabhängige Sportart seit 1994 mit viel Begeisterung ausgeübt – Vier Jungs sind bei den „United Emeralds Cheerleadern“ dabei

B

eim TV 09 Jägersburg sind die United Emeralds Cheerleader zu Hause. Cheerleading gibt es in Jägersburg bereits seit 1994. Allerdings hat sich in den letzten Jahren nicht nur im Verein, sondern auch im Cheersport selbst einiges getan. So hat sich Cheerleading mittlerweile vollständig als unabhängige Sportart etabliert. Dies bedeutet, dass es heutzutage viele Cheerleader gibt, die keine Mannschaft mehr anfeuern – genau so ist es auch bei den United Emeralds. Dies sah 1994 noch anders aus, als die Silver Ladies gegründet wurden, die Cheerleader bei den Footballern Homburg Silverhawks waren. 1999 folgte der Wechsel zum TV 09 Jägersburg – unter dem Namen JB Blue Pearls als Cheerleader des Basketballteams JB Blues. 2008 gab es dann die Umbenennung in JB Precious als Cheerleaders der Saar-Pfalz-Braves. Die Seniors „JB Emeralds“ und Juniors „JB Diamonds“ trainierten fortan zusammen unter der Leitung von Meike Carouge-Przybylski. Im März wurde dann die Gründung der Peewees ( JB Rubies) bekannt gegeben. Als Trainerin fungierte Sabine Bauser. Und im Jahr 2012 erfolgte schließlich die Umbenennung des Teams in „United Emeralds Cheerleading“.

wir auch einen Jungen dabei. Hinzu kommen drei Jungs bei den Seniors. Dass es so wenige Jungs sind, hängt mit Sicherheit mit dem Klischee zusammen, Cheerleaders sind doch die mit den Pompons. Die tanzen ja nur. Und dabei hat es sich in den Jahren so fortentwickelt, dass es mittlerweile ein Leistungssport ist. Wir fahren jetzt auch im Mai auf die Deutschen Meisterschaften. Cheerleading besteht aus Turnen, aus Sprüngen, Pyramiden und Tanzele-

steht Kindern ab einem Alter von zwölf Jahren offen – es gibt aber im Moment auch noch etwas jüngere Mädels. Das Training findet donnerstags von 17 bis 19 Uhr und samstags von 12 bis 14 Uhr statt. Hier engagieren sich Natalie Wolf, Antonia Lang sowie Lisa Brabänder als Trainerinnen. Außerdem gibt es noch die SeniorGruppe. Sie hält mittwochs von 17 bis 19 Uhr und samstags von 14 bis 17 Uhr ihre Übungsstunden ab. Trainerinnen sind Natalie Wolf und Jana Schieler. Als Trainingsort steht die Vereinsturnhalle oberhalb der Tennisplätze zur Verfügung. „Bei den Kleinsten haben

Aktuell gibt es drei Cheerleading-Gruppen Derzeit werden drei Cherleading-Gruppen angeboten. Die Kleinsten sind die „Mini-Emeralds“. Ein Einstieg in diese Gruppe ist ab fünf Jahren möglich. Trainerinnen sind AnnSophie Reichhart und Céline Borchert. Trainiert wird montags von 16 bis 17.30 Uhr. Die mittlere Gruppe („Juniors“)

menten“, berichtet Brabänder. Kraft und sehr viel Ausdauer seien gefragt, um die Übungen meistern zu können.

Im März wurde man Vize-Regionalmeister Die Cheerleaders heimsten in den vergangenen Jahren bereits viele Erfolge ein – im März wurde man mit den Seniors VizeRegionalmeister. Und die Juniors erreichten bei der Spirit Challenge Rang zwei. Weitere Gruppen gibt es in Homburg, St. Wendel, Saarbrücken und Saarlouis sowie unweit der Landesgrenze in Kaiserslautern. „Wir hier in Jägersburg konzentrieren uns nur noch auf Meisterschaften, das Anfeuern von Mannschaften gibt es nicht mehr. Ich finde es toll, dass Cheerleading so viele verschiedene Bereiche abdeckt. Unser Sport ist also keineswegs eintönig, sondern unheimlich abwechslungsreich. Insgesamt haben wir um die 70 Mitglieder. Da unsere Halle vereinseigen ist, können wir hier auch am Wochenende trainieren. Das ist schon optimal. Auch in den Ferien ist bei Bedarf Training möglich. Wir haben auch ein großes Luftkissen bekommen, auf dem man gut Turnen kann“, erklärt Brabänder. Auch außerhalb des Trainings wird regelmäßig etwas gemeinsam unternommen. Beim jährlichen Sommerfest des Vereins können sich die Cheerleaders genau wie bei anderen Auftritten und Meisterschaften einem größeren Publikum präsentieren. Stefan Holzhauser

KONTAKT TV 09 Jägersburg-Cheerleading E-Mail: emeralds.cheer@gmx.de Internet: www.tv09jaegersburg.de

Bei den Cheerleaders des TV Jägersburg geht es zuweilen hoch hinaus.

Foto: Holzhauser

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SAAR ZEITUNG

Ein Haus für Leib und Seele von Thom Renzie haben Sie wahrscheinlich noch nichts gehört?! Das ist auch nicht weiter tragisch, denn es kann erstens daran liegen, dass Thom Renzie eigentlich ganz anders heißt. Und zweitens eventuell auch daran, dass er selbst bei größtem Wohlwollen nicht mal zu den C-Promis unserer schönen neuen Medienwelt zählt. Renzie, oder wie immer er auch heißt, ist vor Jahrzehnten irgendwo in Nordrhein-Westfalen geboren, verbrachte viel Zeit damit, als Lehrer Generationen von Schülerinnen und Schülern etwas beizubringen. Weil er sich zwischen Natur und Geist nicht so recht entscheiden konnte, unterrichtete er Mathe und Deutsch. Letzteres wohl auch, weil er sich gerne Gedanken über Gott und die Welt macht/e. Diese zu Papier und auch auf den Punkt bringt. So wie den folgenden Satz. ,,Ein alter Hut“, sagt Renzie, ,,kann, wenn er zur rechten Zeit wieder hervorgeholt wird, einen ganz neuen Trend setzen!“ Manch einer seiner Sinnsprüche schafft sogar den Einzug in die eine oder andere Zitate-Bank im Netz! Ist doch ein alter Hut!, sagen Sie? Mag sein. Aber spannend ist die Sache mit den Trends dennoch. Weshalb unsere Redaktion eigens für die aktuelle Ausgabe der SaarZeitung einmal nachgefragt hat: Was ist ein Trend, wie funktioniert ein Trend und was ist gerade so trendy? Im Fokus unserer Fragen, die uns mit Professor Eike Emrich ein absoluter Fachmann beantwortet hat, hatten wir ganz aktuell die Sportvereine. Sie sind mehr als alle anderen von den neuesten hippen Entwicklungen betroffen. Ja, da schießen teilweise ganz neue Sparten aus dem Boden. Die eine oder andere davon haben wir porträtiert. Neben all den anderen Vereinen, die wie immer breiten Raum in unserer Zeitung haben. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen! Und füge gerne hinzu, dass Lesen zeitlos trendy ist!

Im Generationenhaus Leibs Heisje in Limbach ist für jeden Geschmack etwas dabei - Haus lebt von Mithilfe Freiwilliger

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eit 1993 trifft man sich in Leibs Heisje. In dem 1846 erbauten, denkmalgeschützten Bauernhaus stehen Aktivitäten mit und für Senioren im Vordergrund. Frank John, Bürgermeister der Gemeinde und Vorsitzender des lokalen ASB, beschreibt es so: „Der Landesverband des Arbeiter-SamariterBundes ist der Eigentümer von Leibs Heisje, der ASB Ortsverband Saarpfalz betreibt das Haus mit seinen vielfältigen Aktivitäten.“ Geleitet wird das Generationenhaus von der Sozialpädagogin Gisela Vinzent, die neben wenigen Angestellten vor allem die vielen Ehrenämtler unter ihren Fittichen hat. „Unser Haus lebt von der Mithilfe vieler Freiwilliger, die unsere Gäste unterstützen, Aktivitäten leiten oder einfach nur Gesellschafter sind. Sie sind das Herz unseres Hauses. Gerade

deswegen ist es wichtig, dass wir aktuell weitere Unterstützer für unsere Sache finden. Die meisten Helfer sind selbst schon über 70 und können sich nicht mehr so viel einbringen“, umschreibt Vinzent die Lage.

Vielfältiges Angebot umfasst auch Ausflüge „Wir organisieren Fachvorträge, Ausflüge und Treffen. Dabei suchen wir die Zusammenarbeit mit kirchlichen Einrichtungen, Verbänden und anderen Vereinen, ebenso mit kommunalen Gremien und Behörden. So ist ein Netzwerk entstanden, in dem Leibs Heisje eine tragende Rolle übernommen hat. Es ist Begegnungstätte für Jung und Alt und schafft einen Raum für aktuelle Bedürfnisse. Seit einiger Zeit finden hier beispielsweise Sprachkurse für Flücht-

linge statt“, erklärt Vinzent. Die Angebote in Leibs Heisje sind aber weiterhin hauptsächlich auf Senioren ausgerichtet. Essen auf Rädern, Kartenspiel, Spielenachmittag, Kaffeestübchen am Sonntag, Stricken und Häkeln für alle oder volkskundliche Vorträge gehören zur breiten Palette dessen, was die Besucher nutzen. Daneben gibt es noch eine Schreibwerkstatt und Konversationskurse in Französisch und Englisch. Das Generationenhaus öffnet gegen 10 Uhr. Der reichhaltige Mittagstisch wird von vielen gerne angenommen. Bis 17 Uhr gibt es eine Betreuung in Leibs Heisje. Gäste können so lange den Ruheraum im oberen Stock nutzen. Dieser ist vor allem nach dem Mittagessen wichtig, um zu entspannen bei einer Aktivierungsrunde. 90 Minuten lang geht es um alle Sinne. Riechen, Schmecken, Fühlübungen mit

wechselnden Themenkörben und Geschichten zum Zuhören stehen dann im Mittelpunkt. Manchmal gibt es im Standard 90 Minuten lang eine aktivierende Gymnastik oder Übungen, um die Geschmeidigkeit des Körpers zu erhalten. „Einige unserer Gäste haben eine beginnende Demenz. Durch den engen Kontakt sind sie hier gut aufgehoben in einem familiären, vertrauten Kreis. Für diese Menschen ist das eine echte Stütze“, erklärt Vinzent.

dabei um eine Betreuung in der Häuslichkeit bei zunehmender Immobilität oder Demenz. Leibs Heisje bietet damit eine Begleitung Zuhause für ein bis zwei Stunden an zwei Tagen. Der Betreuer singt dabei mit seinem Schützling, geht spazieren oder unterhält ihn. „Gerade für viele ältere Menschen, deren Partner gestorben ist, ist dieses Angebot ideal. Sie sitzen dann nicht einsam zu Hause, sondern bekommen Besuch und haben Zeitvertreib und Nähe. Ein größerer Teil der Senioren will ja lieber Das Essen für die daheim bleiben.“ Über die Fahrer, Senioren kommt gefahren die das Essen auf Rädern zu den Senioren bringen, erhält Vinzent eine Rückmeldung, wenn etwas Hausleiterin Vinzent kümmert sich gerade bei einem Service um anbrennt. Die Fahrer sind gedie Anerkennung der Pflegekas- schult in Notfallhilfe, achten auf sen. Konkret geht es mögliche Sturzneigungen oder Kreislaufschwächen bei den Senioren. Kai Hunsicker

Ihr

Michael Klein (Chefredakteur)

AUF EINEN BLICK IMPRESSUM DER

SAARBRÜCKER

DIE SAARZEITUNG IST EIN PRODUKT ZEITUNG VERLAG UND DRUCKEREI GMBH

Leibs Heisje VOM

23. MAI 2017

KONTAKT

PRODUKTMANAGEMENT

Tel. (06 81) 98 90 74 50 redaktion_spk@saarzeitung.de

Daniela Quinten (verantwortlich) Daniel Meyer

VERLAGSGESCHÄFTSFÜHRUNG

ANZEIGENLEITUNG

Thomas Deicke

Alexander Grimmer

CHEFREDAKTION

VERLAG

Michael Klein

REDAKTION Stefan Holzhauser (Koordination), Wofgang Degott, Kai Hunzicker, Horst Fried

PRODUKTION GM Layout & Redaktion

UND

Gründung: 1993 Ort: Kirkel-Limbach Hausleitung: Gisela Vinzent Vorstand: Frank John Betreiber: Arbeiter-SamariterBund, Landesverband Saarland, Ortsverband Saarpfalz Haushalt: Erhalt der Institution durch Landesmittel von Gemeinde und Kreis Mitglieder ASB Saarland: 18000

DRUCK

Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH 66103 Saarbrücken

ONLINE-PORTAL URL: www. saarzeitung.de Kontakt: verein@saarzeitung.de

Vor Leibs Heisje. Frank John, Vorsitzender des ASB und Bürgermeister der Gemeinde, die Hausleitung und Pädagogin Gisela Vinzent (mittig, Foto: Kai Hunsicker mit der roten Weste), sowie zwei Bewohnerinnen und eine der vielen ehrenamtlichen Helferinnen.

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SAAR ZEITUNG

AUF DIE SCHNELLE Modern Dance und Hip Hop lernen Ommersheim. Der Polizeisportverein Ommersheim geht in Zusammenarbeit mit Thomas Baliet neue Wege. So hat der Verein sein Angebot erweitert und bietet nun auch Hip Hop/Urban Dance an. Trainiert wird jeden Montag von 18 bis 19 Uhr im Raum 2 des Tanzsportzentrums Ommersheim. Schüler im Alter zwischen acht und 15 Jahren haben die Möglichkeit, coole Moves zu angesagter Musik aus der Hip Hop & Urban Dance Szene mit Thomas Baliet zu erlernen. Direkt im Anschluss folgt von 19 bis 20 Uhr im großen Saal des Tanzsportzentrums ein Kurs für junge Erwachsene ab 16 Jahre. www.psv-saar.de

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Schwalben erhalten ein neues Zuhause

Das Collegium Vocale wird noch in diesem Jahr eine aufregende Konzertreise nach England antreten.

Foto: Collegium Vocale

Ein wahrer Ohrenschmaus Das Collegium Vocale Blieskastel begeistert immer wieder aufs Neue das Publikum – Repertoire umfasst hochwertige geistliche Chorliteratur

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www.facebook.com/ nvbliesmengen/

............................................. ziehen. Und natürlich wurde auch bereits im Fernsehen von den gelungenen Vorstellungen des Collegium Vocale Blieskastel berichtet.

as Collegium Vocale Blieskastel wurde im September 1990 vom Organisten und Dirigenten Christian von Blohn gegründet. Bereits drei Monate später trat das Ensemble mit Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium an die Öffentlichkeit. Seit dieser Zeit beschäftigen sich die rund 60 Sängerinnen und Sänger mit hochwertiger geistlicher Chorliteratur. Das Repertoire umfasst sowohl a-cappella-Kompositionen sämtlicher Stilepochen als auch große oratorische Werke. Seit der Gründung hat der Chor schier unzählige Auftritte absolviert. Dabei gelang es immer wieder, das Publikum von der ersten Minute an in den Bann zu

Paris gerne zurück. Es gab aber noch viele weitere schöne Auftritte.“ Das Oratorium „Der Seele Ruh“ von Roland Kunz mit Weltstar Andreas Scholl ging im Speyerer Dom über die Bühne. Zwei Drittel des Chors Scholl ist ein deutscher Opernsänger. Der musikalische besteht aus Frauen Schwerpunkt seines Repertoires liegt in der Barockmusik. Er war „In etwa zwei Drittel unserer 2005 der erste Countertenor-SoSänger sind Frauen. Wir singen alle Arten von niveauvoller geist- list bei der Last Night of the Proms in London und trat 2006 licher Musik“, berichtet von Blohn. Angesprochen auf die bis- und 2011 an der Metropolitan Opera auf. Weiterhin blieb von lang schönsten Auftritte meint Blohn das gemeinsame Konzert er: „Das ist bei einer inzwischen mit den King’s Singers in der höheren dreistelligen Zahl an Schlosskirche Blieskastel in sehr Konzerten schwer zu sagen. Ein nicht geringer Teil davon hat im guter Erinnerung. „Um nur einige zu nennen“, meint er. Ausland stattgefunden. In den Im laufenden Jahr wird sich letzten Jahren erinnere ich mich unter anderem an ein Konzert in der Chor an einigen Konzerten in der Region beteiligen – unter der Kathedrale Notre Dame in

Niederwürzbacher Landfrauen feien großes Jubiläum

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Niederwürzbach. Der festlich dekorierte Spielgelsaal im Annahof bildete den passenden Rahmen zum 60-jährigen Vereinsjubiläum der Niederwürzbacher Landfrauen. Der Club war anlässlich seiner Gründung am 1. März 1957 einer der ersten saarländischen Landfrauen-Vereine überhaupt. In den Anfangsjahren bestimmten hauptsächlich Bäuerinnen das Vereinsgeschehen, heute gibt es nur noch ein Mitglied mit Wurzeln auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. Regelmäßig werden die Landfrauen bei Vorträgen über aktuelle Sachthemen informiert. Außerdem gibt es immer wieder interessante Ausflüge – bis hin zur Grünen Woche nach Berlin. Zum Jubiläum waren viele Gäste erschienen. Auch Landrat Theophil Gallo hatte nur lobende Worte für die Aktivitäten der Niederwürzbacher Landfrauen parat. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. Und im Anschluss an den offiziellen Teil durfte dann auch noch das Tanzbein geschwungen werden. Das Duo „Latz und Latz“ sorgte mitHits der letzten Jahrzehnte für gute Stimmung unter den vielen anwesenden Gästen aus nah und fern. sho

Bliesmengen. Der Bestand an Schwalben geht zurück. Um die Vogelart in der heimischen Region halten zu können, hat der Natur- und Vogelschutzverein Bliesmengen-Bolchen ein neues Zuhause für die Vögel gebaut. Das neue Schwalbenhaus steht in der Grünanlage mitten in Bliesmengen-Bolchen. Der Rückgang an Schwalben hat einfache Gründe. Die Schwalben finden kaum noch feuchten Lehm, um ihre Nester selbst bauen zu können. Das Schwalbenhaus bietet 36 Nisthilfen.

anderem mit Bach-Kantaten. Außerdem steht eine Konzertreise nach England auf dem Programm. Dabei wird es unter anderem Auftritte in der Kathedrale von Winchester sowie in der Westminster Cathedral in London geben. Der Altersurchschnitt des Chores beträgt etwas über 40

AUF EINEN BLICK Das Collegium Vocale Blieskastel Chorleiter: Christian von Blohn Telefon: (0 68 94) 32 17 Facebook: facebook.com/ CollegiumVocaleBlieskastel Internet: www.collegium-vocale-blk.de

Jahre. „Nachwuchs bewirbt sich regelmäßig zum Mitsingen. In der Regel muss man vorsingen, um beim Chor mitmachen zu können. Chorerfahrung und Notenlesen sind natürlich Voraussetzung. Trotzdem gibt es bei uns – wie in fast jedem anderen Chor auch – zu wenig Tenorstimmen“, berichtet der Gründer. Als Tenor wird sowohl die hohe männliche Gesangsstimmlage als auch ein Sänger mit dieser Stimmlage bezeichnet. Beim Collegium Vocale wird mittwochs von 20 bis 22 Uhr in der Orangerie Blieskastel geprobt. „Wer sich für uns interessiert, sollte einfach mal bei einem unserer Konzerte vorbeischauen. Außerdem besteht auch die Möglichkeit, einen Schnupperprobentermin zu vereinbaren und

sich dabei überraschen zu lassen“, meint von Blohn. Der Chor tritt am Samstag, 2. September, in der Blieskasteler Schlosskirche auf. Am Sonntag, 24. September, folgt ab 18 Uhr in Saarbrücken im „Kloster am Rande der Stadt“ ein weiterer Auftritt. Die bereits angesprochene Konzerreise nach London geht dann vom 2. bis 8. Oktober über die Bühne. Am Samstag, 18. November, treten dann die Chormitglieder wieder in der Heimat auf. Dann ist für 20 Uhr ein Auftritt in der St. Ingberter Hildegardskirche geplant. Und am Samstag, 23. Dezember, werden in der Blieskasteler Schlosskirche weihnachtliche Töne erklingen. Für die Besucher wird es am Tag vor Heiligabend ein besonderes Klangerlebnisgeschenk sein. Stefan Holzhauser

JSG Südostsaar hat starke Mädels Aßweiler. Die A-Juniorinnen der JSG Südostsaar sind Meister in der Oberliga RheinlandPfalz/Saar die Meisterschaft. Die JSG besteht aus der Handballabteilung des TV Niederwürzbach, dem HV Ommersheim, dem TV Aßweiler sowie der DJK Ensheim. Grundlage für diesen Erfolg war der überragende Teamgeist. So wurde sogar in Kroatien ein Trainingslager veranstaltet. Die Mannschaft steckte auch die Verletzungen von zwei Stammspielerinnen gut weg. Trainiert wurde das Team vom ehemaligen Nationalspieler Jürgen Hartz.

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SAAR ZEITUNG

AUF DIE SCHNELLE Chor’98 zeichnet sich durch neue Wege aus Ommersheim. Der Ommersheimer Chor’98 hebt sich von der breiten Masse ab. Als Bestandteil der Chorgemeinschft Ommersheim beschreitet man in Sachen Überalterung und Nachwuchsmangel neue Wege. Statt Notenkenntnisse setzen die Verantwortlichen auf ein gutes Musik- und Hörverständnis ihrer Mitglieder. Ein Nebenmann hilft seinem nächsten – und so besticht der Chor durch ein großes Gemeinschaftsgefühl. Zum umfangreichen Repertoire gehören Rock, Pop, Beat, Oldies und Schlager. Geprobt wird montags ab 20 Uhr im Nebenraum der Saarpfalzhalle. www.chor98.de

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Oberbexbacher Wehr ist gut aufgestellt Oberbexbach. Der Löschbezirk Oberbexbach ist im Hinblick auf die kommenden Jahre gut aufgestellt. Es gibt sogar eine Bambiniwehr. Der Löschbezirk verfügt über 51 Aktive, die im vergangenen Jahr zu insgesamt 54 Einsätzen ausrücken mussten. Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Oberbexbach war gut besucht. Zur Truppe gehören auch neun Frauen, die zusammen mit ihren männlichen Kollegen zu den Einsätzen ausrücken. Mit der Gründung der Bambini-Feuerwehr war es den Oberbexbachern gelungen, als erste Wehr im Saarpfalz-Kreis eine KinderFeuerwehr zu stellen. www.feuerwehr-oberbexbach.de

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Bexbach ehrte seine erfolgreichsten Sportler Bexbach. 2016 war für den Bexbacher Sport ein erfolgreiches Jahr. Die Sportler der Stadt errangen 105 Meistertitel und wurden dafür im Rahmen einer großen Gala geehrt. Unter den Gästen war auch die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Auch sie würdigte die sportlichen Leistungen der Bexbacher Sportler. www.bexbach.de

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Mit Jazz etwas für die gute Sache getan Homburg. Der Lions-Förderverein Homburg hat in Waldmohr ein Benefizkonzert organisiert. Dabei zeigten die Verantwortlichen wieder einmal ein Herz für schwerkranke Kinder. In der Kulturhalle faszinierte das Duo Stefan Ulrich und Thomas Girard ihr Publikum mit einer Klangvielfalt und bunten Rhythmen. Über den Erlös freuten sich das Ronald-McDonald-Haus am Universitätsklinikum in Homburg sowie die Waldmohrer Jugendfeuerwehr. www.lions.de

Jürgen Becker, Christine Roos, Simone Allgayer, Christine Zech und Volker Zech.

Fotos: Wolfgang Degott

Auch Rettungshunde werden ausgebildet Alle Hunderassen und Mischlinge kommen auf dem Übungsgelände des Schäferhundevereins Medelsheim auf ihre Kosten

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r nennt sich Schäferhundeverein, steht aber allen Rassen offen. Sogar Mischlinge fühlen sich auf dem Gelände der Medelsheimer Ortsgruppe des Schäferhundevereins wohl. Ob amerikanischer oder deutscher Schäferhund, Border Collie, Dobermann, Jeck Russel, Shelti - alles ist vertreten innerhalb der 20-köpfigen Hundeschar. Seit der Gründung vor zwölf Jahren führt der Brenschelbacher Volker Zech den Verein. Seine Frau Christine avancierte nach einer Ausbildung zur Sonderbeauftragten im RettungsHundewesen. „Ich hatte schon als Mitarbeiterin des ArbeiterSamariter-Bundes den Wunsch, in diese Richtung zu gehen Und als dies der Saarländische Schäferhundeverband angeboten hatte, wusste ich – das ist es.“ In Baden-Baden erwarb sie gemeinsam mit Ehemann Volker die Ausbil-

derlizenz für Rettungshunde. Vor sieben Jahren schufen sich die Vereinsmitglieder mit viel Aufwand und hohem Arbeits- und Geräteinsatz eine Besonderheit: Das Trümmerfeld. Investiert wurde vom Verein rund 10000 Euro.

Hundeplatz mit Trümmerfeld „Hier finden sich Hoch-, Tiefund Wasserverstecke, aber auch Rohre und Steinhaufen“, erläutert Zech. Zudem kam Christine Roos (Neunkirchen) dazu, die eine gesonderte Ausbildung im Man Trailing vorweisen kann. Gemeinsam mit Christine Zech sind sie die einzigen im Saarland, wie auch der Verein exklusiv den Status eines RettungshundeStützpunkts innerhalb der 21 saarländischen Schäferhundevereine erworben hat. „Durch viele große Veranstaltungen und das

schüttete Personen aufspürt. Bei der Flächensuche geht es darum, Menschen innerhalb eines Reviers auf Wiesen oder im Wald zu orten. Beim Man-Trailing ist der Vierbeiner zuvor darauf zu trainieren, dass er anhand eines Kleidungsstückes den individuellen Geruch eines Menschen in sich aufnimmt und ihn dann angeleint und mit Geschirr hauptsächlich in Wohngebieten aufspüren kann. Voraussetzung zur Ausbildung zum Rettungshund ist die Grundausbildung mit einer Begleithundeprüfung. Volker Zech: „Schon mit acht Wochen kann man damit spielerisch beginnen. Je früher, desto besser, da Vorsitzender Volker Zech. Hunde in dem Stadium unbefangeschulte Personal haben wir dies gen sind. Zudem muss ein guter erreicht“, meint Zech. Drei Spar- Rettungshund nervenstark, mit ten von Rettungshunden existie- Spieltrieb ausgestattet und arren. Trümmersuche, bei dem der beitsfreudig sein.“ Momentan geHund, der ausgebildet ist, leben- hören zum Verein zwölf ausgebildete Rettungshunde. Die übride Menschen findet, beispielsgen seien in der Ausbildung. Eiweise nach einer Explosion ver-

nen Einsatz haben die Medelsheimer noch nicht zu verzeichnen. Sie wollen ihr Know-how dazu benutzen, innerhalb der übrigen Ortsgruppen weitere Rettungshunde auszubilden.

Saarlandmeisterschaft im Herbst? „Wir streben auch an, im Herbst die Saarlandmeisterschaft auszurichten“, so Zech. Er verweist darauf, dass schon erfolgreich drei Landesgruppen-Ortsgruppenmeisterschaften und zwei Landesgruppen-Fährtenhundemeisterschaften ausgerichtet worden seien. Daneben sorgen Feste wie Oldie-Nights, Grillfeste mit Wildschwein am Spieß oder auch Sommerfeste mit anderen Vereinen für gesellige Stunden für die Mitglieder, die aus einem Umkreis von 50 Kilometern oft den Weg in die Parr finden. Wolfgang Degott

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Ein traditioneller Kaffeenachmittag Erbach/Reiskirchen. Zu einem weiteren Kaffeenachmittag mit aktuellen sozialen Informationen lädt der VdK-Ortsverband Erbach/Reiskirchen im Juni ein. Der traditionelle Kaffeenachmittag beginnt am Samstag, 10. Juni, um 15 Uhr im Pfarrzentrum der Auferstehungskirche in Reiskirchen. Mit diesem Nachmittag verbunden sind Ausführungen von Peter Rothgerber. Er ist der VdK-Kreisvorsitzende. Der Einlass ins Pfarrzentrum beginnt an diesem Tag bereits um 14 Uhr. Der Vortrag von Rothgerber ist für alle Interessierte gedacht. Die Verantwortlichen des VdK würden sich auch über Zuhörer außerhalb ihrer Reihen freuen. Weitere Informationen über den VdK gibt es im Internet: www.vdk.de/saarland/. sho


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SAAR ZEITUNG

Heitere Damen vom Land

AUF DIE SCHNELLE Hoffnung auf Zuwachs im Männerchor

Die Landfrauen Limbach-Bliesbergerhof sind seit 60 Jahren vielfältig aktiv – Mitglieder kommen aus allen Berufen und Altersklassen

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rüher gehörten vor allem Frauen, die in der Landwirtschaft tätig sind, zu den Landfrauen. Weil das Berufsbild der „Bäuerin“ immer seltener geworden ist, sind mittlerweile Frauen aus allen Berufen

AUF EINEN BLICK Landfrauenverein Limbach-Bliesbergerhof Gründung: 1957 Ort: Limbach Bliesbergerhof Vorstand: Meta Bollenbacher Mitglieder 2017: 44 www.kreislandfrauensaarpfalzkreis.de

und Altersklassen unter den Mitgliedern. Irmgard Linn, Gründungsmitglied der Limbacher Landfrauen, führt den Bliesbergerhof mit einer Mischung aus Wonne und gutgelaunter Bodenständigkeit. Genauso ließe sich der Geist beschreiben, der in der Gruppe der Damen waltet. Der Landesverband der Saarlandfrauen wurde am 10. Januar 1957 gegründet, die Limbacher Frauen waren schon am 25. Januar 1957 die zweite sich gründende Sektion des Vereins der Saarlandfrauen. 2017 feiern die Limbacher Landfrauen demnach ihr 60-jähriges Bestehen. Irmgard Linn lacht viel an diesem Nachmittag und weiß fein zu berichten. Die gebürtige Limbacherin war damals erst 18 und kam relativ unvorbereitet zu ihrem Glück: „Eigentlich hat man

mich einfach so dazu gestellt damals. Und schwupps war ich bei den Landfrauen dabei. Der Verein wurde im Bliesbergerhof gegründet und bei allen Fahrten wird hier der Abschluss gehalten. Das ist so eine Tradition bei uns“.

mon-Atzert. Überhaupt ist auffällig, wie viel die Damen in der Gruppe lachen, sich gegenseitig die Bälle zuwerfen und die Gespräche wie im Wirbelwind durch den Raum eilen. Es ist gerade diese Art gepflegter Lebendigkeit und Lebensfreude, die Vielfalt trifft den Kern der Truppe ausmacht und von jedem herzlich hoch geOffenheit halten wird. Rosemarie Schwender behält Ganz ähnlich war es bei Ursula Grub, die 1960 von ihrer Schwie- als Schriftführerin gut den Überblick und unterstützt die 1. Vorgermutter angeschoben wurde sitzende Meta Bollenbacher bei und mit Irmgard Linn zu den der Planung sämtlicher Aktivitäsehr erfahrenen Vereinsmitglieten des Vereins. „Wir achten dern zählt. Das heute jüngste Mitglied ist 51. „Einmal im Jahr schon sehr auf eine gute Durchgeht es aber zum Lokal Wasems mischung bei unseren SeminaEck. Frau Wasem gehört zu un- ren“, berichtet Schwender. Bollenbacher ergänzt: „Es gibt bei serer Truppe. Die bäckt weltuns Vorträge zur Gesundheit, meisterlich Kuchen und leckere Torten, das ist immer ein High- Kochevents, Gartenseminare und wechselnde Kurzausflüge im light für alle“ ergänzt Lioba Si-

Rahmen von Tagesfahrten oder Besichtigungen in der Region. Größere Reisen bieten wir aber nicht an. Wer das will, kann bei den Kolleginnen in Homburg vorbei schauen, das ist deren Steckenpferd.“ Aber die Frauen verlassen sich nie rein auf das, was der Katalog des Landesverbandes bereit hält. „Wir besichtigen auch mal spontan ein Altenheim. So etwas ist immer selbst ausgesucht, das machen wir ganz nach unserer Facon“, ergänzt Bollenbacher. Richtig ins Schwärmen geraten alle bei Erinnerungen an die jährlichen Fahrten im September nach St. Marie aux Mines zu der Patchworkausstellung und zur Chrysantema. Die Stadt Lahr veranstaltet jährlich ein Festival voll blühender Fantasien. 10000 Chrysanthemen verwandeln die

historische Innenstadt dabei in üppige Farbenpracht.

Am Ende winkt Leckeres „Das war eine unserer schönsten Fahrten überhaupt, da sind wir in den letzten Jahren gleich zwei Mal hin“ berichtet Schwender. Aber wie das so ist, das Beste kommt immer zum Schluss: „Bei Fahrten ist der Abschluss immer im Vereinslokal Bliesbergerhof. Da haben wir eine extra Speisekarte, aus der ausgewählt wird. Dann wird angerufen und Irmgard Linn unterrichtet, was wir essen wollen“ sagt Bollenbacher. „Ich geh dann alles richten. Und wenn die Tür aufgeht, kommts auf die Platte", beschließt Linn das Thema unter dem Gelächter aller Damen. Kai Hunsicker

Blieskastel/Blickweiler. Der MGV Liederkranz wirbt weiterhin fürs Singen im Männerchor. Für den Blieskasteler Traditionsverein hat sich die Chorgemeinschaft mit Blickweiler Sängern bewährt. 2016 war ein chorintensives Jahr. Es gab 16 Auftritte. Darüber hinaus wurden 42 Proben abgehalten. Unterstützung bei diesen vielfältigen Aufgaben erhielten die Sänger des MGV Liederkranz von ihren befreundeten Kollegen des MGV Frohsinn Blickweiler. Die bereits seit fünf Jahren bestehende Chorgemeinschaft verläuft bestens und wird auch weiterhin fortgesetzt. Die Chorgemeinschaft Blieskastel-Blickweiler dient als Fingerzeig von Überlebenschancen von Chören mit Nachwuchsproblemen. www.blieskastel.de/leben-inblieskastel/vereine

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Eine mehr als gelungene Theateraufführung Altheim/Pinningen. Die Theatergruppe Groß und Klein aus Pinningen wusste bei zwei Auftritten im Sportheim des SV Altheim-Böckweiler wieder einmal ihre Zuschauer zu begeistern. In dem Stück „Der Teufel liest auch Kleinanzeigen“ kam es zu einigen heftigen Turbulenzen. Die Laienspielgruppe sorgte beim Publikum für viele Lacher und lang anhaltenden Applaus. Bei den Darstellern war die Leidenschaft fürs Spielen von der ersten bis zur allerletzten Minute deutlich zu spüren. Und so hoffen die Besucher, dass bald das nächste Stück der rührigen Theatergruppe aufgeführt wird. www.wikipedia.org/ wiki/Pinningen

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Ein musikalischer Genuss der Extraklasse Blieskastel. Der Männerkammerchor Ensemble 85 hatte zum Passionskonzert in die Blieskasteler Schloßkirche eingeladen. Das weit über die saarländischen Grenzen hinaus bekannte Ensemble 85 war im Rahmen der Saarpfälzischen Musiktage nach Blieskastel gekommen. Vor Ort war auch die Vorsitzende des Freundeskreises Saarpfälzischer Musiktage, Brigitte Gode. Nach einem beeindruckenden Konzert wurden die Musiker und Sänger mit stehenden Ovationen verabschiedet. Es gab natürlich auch Zugabe-Forderungen. Dieser Wunsch wurde erfüllt. Während des Abschlussvortrages „Herr bleib bei mir“ verließen die Sänger einer nach dem anderen den Altar. www.freundeskreissaarpfaelzischemusiktage.de

Die Limbacher Landfrauen Lioba Simon Atzert, Christina Diehl, Irmgard Linn, Rosemarie Schwender, Meta Bollenbacher, Katharina Korst und Ursula Grub.

Foto: Kai Hunsicker

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In Oberbexbach ist die Liedertafel nur noch Geschichte Oberbexbach. Auch die SaarZeitung hat bereits ausführlich darüber berichtet, dass zahlreiche Gesangsvereine – vor allem im ländlichen Raum – unter dem Rückgang der Mitgliederzahlen leiden. Ein weiteres großes Problem ist, dass sich immer weniger Menschen finden, die ehrenamtlich ein Vorstandsamt antreten wollen. Um überhaupt noch fortbestehen zu können, schließen sich oft Chöre zu Chorgemeinschaften zusammen. Diese Vorgehensweise ist bereits aus anderen Vereinssparten bekannt. So gibt es beispielsweise im Fußballbereich immer mehr Spielgemeinschaften – zum Teil auch von Vereinen, die früher eine große Rivalität an den Tag legten. Das Vereinssterben hat nun

auch den Oberbexbacher Gesangsverein Liedertafel heimgesucht. Über viele Jahre hinweg hatten die Mitglieder des Vereins ihre Zuhörer mit gekonnten Darbietungen begeistert. Doch jetzt hatte sich niemand mehr bereit erklärt, den Vereinsvorsitz zu übernehmen.

Entschluss gefasst, die Liedertafel aufzulösen. Zuvor hatten sich keine Anwesenden dazu bereit erklärt, den Vorsitz übernehmen zu wollen. Von den 29 anwesenden Mitgliedern stimmten 26 der Auflösung zu – es gab zwei NeinStimmen, während ein Mitglied gar keinen Stimmzettel abgegeben hatte. Nun ist die Liedertafel Die Liedertafel ist nur Geschichte. Man will sich aber noch einmal treffen, um darüber noch Geschichte zu entscheiden, was mit dem Vereinsvermögen passieren soll. Ein letzter Rettungsanker wäre eine Fusion mit der Chorgemein- In den kommenden zwölf Monaten wird der Traditionsverein schaft Lyra/Männerchor Ober„abgewickelt“ und wird mit Sibexbach als neuer Verein gewesen. Die Verhandlungen darüber cherheit nicht nur im Raum Bexbach eine große Lücke hinterlasführten jedoch zu keinem gesen. Aber es war nicht der erste wünschten Ergebnis. Und so und letzte Verein mit diesem wurde auf einer letzten Mitgliederversammlung des Vereins der Schicksal. sho

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SAAR ZEITUNG

AUF DIE SCHNELLE Die besten Blieskasteler Sportler wurden geehrt Blieskastel. Im Rathaus am Paradeplatz wurden die erfolgreichsten Sportler und Kulturschaffenden Blieskastels geehrt. Sie kamen wie gewohnt aus verschiedenen Vereinen im Stadtgebiet. Zu den Geehrten gehörte im Karate Lucas Rietheimer vom SV Alschbach. Auch die Athleten der LG Bliestal waren wieder einmal äußerst erfolgreich. Aber auch die Kulturschaffenden wurden geehrt. So erreichte Tobias Federmann beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ den ersten Platz. www.blieskastel.de

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Blieskasteler Schutzengel erfüllen Herzenswunsch Blieskastel. Durch eine Spende in Höhe von 3000 Euro konnte der gemeinnützige Blieskasteler Schutzengelverein mit dazu beitragen, dass der kleinen Hannah ein lang gehegter Herzenswunsch in Erfüllung ging. Die Siebenjährige aus Püttlingen war mit einem seltenen Gendefekt zur Welt gekommen. Das geistig und körperlich behinderte Mädchen leidet unter anderem auch noch an Epilepsie und hat zudem eine starke Sehbehinderung. Nun konnte ein spezielles Therapie-DoppelDreirad angeschafft werden. Nun kann Hannah nach Herzenslust zusammen mit Mama und Papa Fahhrad fahren. www.blieskastelerschutzengel.de

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Vorstand der Radsportfreunde bestätigt Gersheim. Die Jahreshauptversammlung des Radsportvereins Bliestal war gut besucht. Der Präsident Dietmar Schreiber ließ noch einmal das vergangene Jahr Revue passieren. So hatte die kulinarische Winterwanderung mit kulinarischem Abschluss großen Anklang gefunden. Es gab die Saisoneröffnungsfahrt, außerdem wurden verschiedene Feste in der Region besucht. So kam neben dem Radfahren auch der gemütliche Teil nicht zu kurz. Im Juni wurde eine dreitägige Obernaifahrt durchgeführt. www.meinestadt.de/gersheim

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Die Wehr ist in der Dorfgemeinschaft integriert Bliesdalheim. Anlässlich ihrer Jahreshauptversammlung blickte die Bliesdalheimer Feuerwehr auf ein einsatzreiches Jahr zurück und ehrte verdiente Wehrleute. 19 Mal musste die 23-köpfige Wehr 2016 zu Einsätzen ausrücken. Bei sechs Einsätzen handelte es sich um Brände. Einmal musste in Sachen Menschenrettung gehanschen übernommen.

Beim Verein „Besucherbergwerk Rischbachstollen“ wird die Bergbau-Tradition aufrecht gehalten.

Foto: Spellbynder

Tradition im Untergrund Verein „Besucherbergwerk Rischbachstollen“ macht Bergbau zum Erlebnis – 650 Meter Stollen wurden wieder begehbar gemacht

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ür viele Saarländer sind Schlackenhalden und Gruben Relikte aus längst vergangenen Zeiten. Ein engagierter Verein in St. Ingbert versucht, die Tradition auch fast 60 Jahre nach der Grubenschließung noch aufrecht zu erhalten. 650 Meter Stollen wurden wieder begehbar gemacht. 1959 schloss die Kohlegrube St. Ingbert für immer ihre Pforten. Für immer? Einige Traditionalisten wollten das nicht wahr haben. Sie schlossen sich im Verein „Besucherbergwerk Rischbachstollen“ zusammen und sorgen mittlerweile dafür, dass die Tradition des Bergbaus in St. Ingbert weiterlebt. 1615 wurden die ersten Gruben auf St. Ingberter Gebiet erwähnt, 344 Jahre lang bildete der Bergbau neben dem Brauwesen und dem Stahlwerk das industrielle Rückgrat der Stadt. In der nahegelegenen Hütte wurde die geförderte Kohle zur Herstellung von Eisenerzeugnisse gebraucht. 35 Jahre nach der Grubenschließung, am 22. März 1994, genehmigte das Bergamt Saarbrücken den Hauptbetriebsplan für das

Besucherbergwerk. Das war der Taufschein für den Verein. Allerdings fand sich kaum noch ein ehemals aktiver Bergmann, um den Technik-Enthusiasten unter die Arme zu greifen.

Mal im Jahr veranstaltet die Stadt St. Ingbert den „Tag der Industriekultur“, der nächste ist am Samstag, 8. Juli. Neben dem Rischbachstollen sind die „Alte Schmelz“ und das ehemalige Brauereigelände am Becker-Turm Es gibt noch einen einbezogen. Darüber hinaus findet fünf Mal jährlich ein „Tag der aktiven Bergmann offenen Tür“ auf dem VereinsgePeter Wittling, der Erste Vorsit- lände am Rischbachstollen statt. „An jedem letzten Samstag in gezende des „Besucherbergwerk raden Monaten außer im DeRischbachstolllen“ sagt dazu: „Wir haben 82 Mitglieder, unter zember wollen wir unsere zusamdenen nur noch ein einziger akti- mengetragenen Exponate vorstelver Bergmann in St. Ingbert war. len, man kann unter fachkundiger und erfahrener Führung weit Alle weiteren Vereinsmitglieder in den Stollen hineingehen und sind aus anderen Bereichen, wir sich dort wie ein echter Bergsind aber alle daran interessiert, mann fühlen. Das Erlebnis ist vor die lange Tradition lebendig zu allem für jüngere Besucher unerhalten und durch diverse Akvergesslich“, ergänzt Wittling. tionen erlebbar zu machen. Wir Deshalb hat sich der Verein treffen uns am Rischbachstollen jeden Mittwoch zu Arbeitseinsät- auch noch zwei weitere Betätigungsfelder ersonnen. Auf dem zen, es gibt immer irgendetwas zu reparieren oder herzurichten.“ Vereinsgelände können Kindergeburtstage durchgeführt werden. Die Vereinsmitglieder können Ideal für Outdoor-Aktivitäten, da ihre teilweise in mühevoller zahlreiche Spielmöglichkeiten Kleinarbeit aus anderen, stillgezum Herumtoben locken, so die legten Gruben nach St. Ingbert achtsitzigen Mannschaftswagen verfrachteten Exponate an acht festen Terminen im Jahr der Öf- oder die mit Kohle gefüllten Loren sowie der große Gemeinfentlichkeit präsentieren. Drei

schaftsraum. Der ist auch bei den Führungen Sammelstelle der Besucher. Hier hängen wie nach einer gerade beendeten Schicht die Arbeitskleider der Bergleute an der Decke, hier können Arbeitsund Schutzgeräte im Original bestaunt und teilweise auch angefasst werden. Daneben gibt es eine umfangreiche Dokumentation mit großflächigen Bildern aus dem Arbeitsleben der Bergleute. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass es vor 80 Jahren bereits eine Seilbahn in St. Ingbert gab? Bilder belegen, dass die bei der Kohleverarbeitung angefallene Schlacke mit einer Kabinenbahn auf den „Schlackenberg“ transportiert und dort dann abgelagert wurde. „Wir richten jedes Jahr mehr als 100 Führungen aus, auch für Schulklassen aus anderen Bundesländern, die hier in der Jugendherberge sind“, sagt Wittling und ergänzt: „Wir bekommen wie alle kulturtreibenden Vereine einen jährlichen Zuschuss von der Stadt. Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir an weitere finanzielle Mittel kommen und da bot sich die Durchführung

von Kindergeburtstagen und Führungen an. Man kann auf unserem Gelände aber auch jede andere Art von Festen feiern“, betonte Wittling, der auch an vielen Wochenenden mit Vereinsmitgliedern am Werkeln ist.

Austellungsstücke werden erhalten „Wenn Dinge in anderen Bergwerk-Standorten der Verschrottung preisgegeben wären oder nicht mehr verwendet werden und wir bekommen das mit, versuchen wir, die Exponate, sofern wir Platz haben, hierher zu transportieren. So haben wir gerade Loren und andere schwere Gegenstände von der Grube Duhamel aus Ensdorf bekommen, der Transport hat uns allein 300 Euro gekostet“, weist Wittling auf die finanziellen Aspekte bei der Beschaffung von museumsreifen Ausstellungstücken hin. Am Rischbachstollen sind diese Exponate gut aufgehoben, weil sie fachmännisch wieder instandgesetzt werden und so der Öffentlichkeit lange erhalten bleiben. Horst Fried

AUF EINEN BLICK Besucherbergwerk Rischbachstollen Einziges Steinkohle-Besucherbergwerk im Saar-Lor-Lux-Raum ÖPNV: Ingo-Bus 523 und 524 (Mo. – Sa.) bis Haltestelle An der Donau Vorsitzender: Peter Wittling Adresse: Am Grubenstollen 13, 66386 St. Ingbert Telefon: (0 68 94) 1 69 04 90 Fax: (0 68 94) 16 90 49 E-Mail: bbwr@gmx.de Besucherbergwerk: Adresse: Obere Rischbachstr. Nächster Tag der offenen Tür: Samstag, 24. Juni Nächster Tag der Industriekultur: Samstag, 8. Juli Internet: www.rischbachstollen.de Arbeitseinsätze am Stollen über und unter Tage: Jeden Mittwoch ab 14 Uhr.

www.feuerwehr-bliesdalheim.de

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In St. Ingbert dürfen sich Jung und Alt beim Besuch unter Tage wie ein echter Bergmann fühlen.

Foto: Spellbynder


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SAAR ZEITUNG

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Frage eines Vereinsmitglieds: Darf mich der Verein bestrafen, weil ich nicht an der Mitgliederversammlung des Vereins teilgenommen habe? Generell bedürfen in einem Verein Beschlüsse, die Disziplinarmaßnahmen gegen Mitglieder zum Gegenstand haben, einer hinreichend bestimmten Grundlage in der Satzung (Urt. v. 20.09.2016, Az. II ZR 25/15). Deshalb muss für eine Bestrafung der Nichtteilnahme an der Mitgliederversammlung zum einen die ansonsten nicht gegebene Pflicht der Mitglieder zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung festgelegt sein, zum anderen dass der Verein einen Verstoß dagegen ahnden darf und welche Arten von Strafen das sein können. Eine Regelung in einer einfachen Vereinsordnung genügt in der Regel nicht. Denn Vereinsordnungen dürfen als sogenanntes satzungsnachrangiges Recht keine Regelungen enthalten, die nur einer Satzungsregelung zugänglich sind oder Leitprinzipen des Vereinslebens berühren, da diese nur in der Satzung geregelt werden können (BGH, Urt. v. 24.10.1988, Az. II ZR 311/87). Strafenregelungen in Vereinsordnungen sind jedoch dann rechtlich ausreichend, wenn die Vereinsordnung wirklichen Satzungsrang hat. Dazu muss die Satzung ausdrücklich erklären, dass die Vereinsordnung Satzungsbestandteil ist. Darüber hinaus muss die Vereinsordnung, damit sie überhaupt Satzungsrang bekommt, bei einem in das Vereinsregister eingetragenen Verein in das Vereinsregister eingetragen sein. Das ist in der Praxis meist nicht der Fall. Frage einer Gruppe von Personen, die einen Verein gründen wollen: Kann ein Verein zum Betreiben eines Kindergartens in das Vereinsregister eingetragen werden? Nach § 21 BGB werden nur Vereine in das Vereinsregister eingetragen, welche „ideelle“ Zwecke verfolgen. Vereine, deren Zweck auf wirtschaftliche Tätigkeiten gerichtet ist, erhalten - wenn überhaupt ihre Rechtsfähigkeit durch die zuständige Landesbehörde (§ 22 BGB). Maßstab für die Beurteilung der Frage, ob der Zweck des Vereins auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist oder nicht, ist nicht nur der Wortlaut der Satzung, sondern die tatsächlich ausgeübte bzw. beabsichtigte Tätigkeit. Eine wirtschaftliche Betätigung im Sinne des § 22 BGB liegt dabei vor, wenn der

Verein am Markt gegenüber Dritten unternehmerisch tätig wird, für seine Mitglieder unternehmerische Teilfunktionen wahrnimmt oder allein gegenüber seinen Mitgliedern unternehmerisch auftritt. Auf eine Gewinnerzielungsabsicht des Vereins selbst kommt es dabei nicht an. Damit ist der auf Dauer angelegte entgeltliche Betrieb von Kinderbetreuung grundsätzlich eine entgeltliche unternehmerische Betätigung (KG Berlin, Beschl. v. 11.04.2016, Az. 22 W 40/15). Allerdings kann ein im Wesentlichen durch die Eltern des den Kindergartens besuchende Kinder getragener Verein, der darauf gerichtet ist, eine Kindertagesstätte zu errichten und zu betreiben, um hierdurch einen Beitrag zur Erziehung und Förderung der Kinder zu leisten, nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet sein (OLG Brandenburg, Beschl. v. 23.06.2015, Az. 7 W 23/15). Es ist auch dann ein ideeller Verein gegeben, wenn nicht der Betrieb einer kleinen Kindertagesstätte als solcher, sondern die Umsetzung eines besonderen pädagogischen Konzepts im Vordergrund steht. Dann ist der Betrieb der Kindertagesstätte der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes unmittelbar zuund untergeordnet und Hilfsmittel zu ihrer Erreichung (OLG Stuttgart, Beschl. v. 03.12.2014, Az. 8 W 447/14). Frage eines Saarländers: Kann ein Verein zur Förderung des „Schwenkens“ gemeinnütziger Zweck eines Vereins ein? Grillen ist nicht gemeinnützig (FG Baden-Württemberg (Urt. v. 07.06.2016, Az. 6 K 2803/15). Das wurde sogar betreffend einen Verein entschieden, der laut Satzung die Förderung und Pflege der Grillkultur, der Kochkunst sowie die Förderung der technischen Grillkultur beinhaltete. Die sportliche Abteilung des Vereins sollte an regionalen, deutschen und internationalen Meisterschaften teilnehmen. § 52 Abs. 2 Satz 1 Abgabenordnung (AO) enthält einen Katalog der Zwecke, welche vom Staat als gemeinnützig anerkannt werden. Aber weder ist exzessives Grillen Sport, noch ist aufwändiges Grillen Kunst oder Kultur. Auch die anderen für die Gemeinnützigkeit anerkannten Zwecke passen nicht. Zwar enthält § 52 Abs. 2 Satz 2 AO eine sogenannte Öffnungsklausel. Doch dient Grillen der Gemeinwohlförderung nicht vergleichbar in der Weise, wie es den Zwecken des Katalogs in § 52 Abs. 2 Satz 1 AO eigen ist.

Unser Vereinsrechts-Experte Patrick R. Nessler Rechtsanwalt Patrick R. Nessler ist seit 1999 bundesweit tätig auf den Gebieten des Vereins-, Verbands- und Stiftungsrechts, des Gemeinnützigkeitsrechts sowie des Kleingartenrechts. Darüber hinaus ist er unter anderem Justiziar des Landessportverbandes für das Saarland, Dozent für Sport- und Vereinsrecht an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, Fachexperte „Recht“ der Landesarbeitsgemeinschaft Pro Ehrenamt e.V. und gehört der Arbeitsgruppe Recht des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde e.V. sowie der Kommission Finanzen des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. an.

In Höchen setzt sich ein Verein für das ganze Dorf ein Der Förderverein „Unser Höchen“ unterstützt viele Aktivitäten im Ort – Dorfzeitung mit Auflage von 1000 Exemplaren

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er Förderverein „Unser Höchen“ wurde auf Initiative engagierter Höcher Bürger gegründet. Sie arbeiten bereits seit längerer Zeit in verschiedenen Arbeitsgruppen und Projekten der Dorfentwicklung. Auf Einladung des damaligen Ortstvorstehers Dr. Karl-Heinz Klein fanden sich am 25. April 2008 ungefähr 50 interessierte Bürger in der Unterkirche zusammen. Sie beschlossen in großer Einmütigkeit die Satzung, wählten einen Vorstand und hoben damit den Förderverein aus der Taufe. Dem Gründungsvorstand gehörten folgende Personen an: Friedel Reidenbach (Vorsitzender), Hans Jürgen Stahl (2. Vorsitzender), Walter Andor (Schatzmeister), Stefan Hirsch (Schriftführer), Judith Bosslet, Eva-Maria Scherer, Michael Bosslet sowie der Ortsvorsteher selbst (alles Beisitzer). Bereits wenige Tage später erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das zuständige Finanzamt.

Der Verein will Höchen weiter fördern Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Veranstaltungen sowie Projekte der Dorfentwicklung für den Bexbacher Stadtteil Höchen zu fördern. Insbesondere gehören die Heimatpflege, Kultur, Bildung, der Landschaftsund Denkmalschutz sowie die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger Zwecke zu den Aufgaben des Vereins. Mittlerweile ist Eva-Maria Scherer seit vier Jahren die Vorsitzende des Fördervereins. Sie hatte auch 2008 zu den Gründungsmitgliedern gehört. „Nach einer kurzen Pause zwischendurch bin ich wieder voll dabei und auf unseren Förderverein richtig solz“, sagt Scherer, die auch seit 2014 Ortsvorsteherin ist. Die 55-Jährige führt beim Saarländischen Karateverband die Geschäftsstelle. „Wir fördern Projekte, das Ehrenamt und das Miteinander. Ein ganz einfaches Beispiel ist die Picobello-Aktion oder eine andere Aktion im Dorf. Dann geben wir den ehrenamtlichen Helfern eine Wurst und ein Bier aus. Das bezahlt dann der Förderverein. Dieses Mal waren wir bei Picobello über 60 Menschen – das ist aller Ehren wert“, betont die Vorsitzende. Es hätten sich ganze Familien beteiligt und es wäre wieder einmal eine tolle Dorfgemeinschaftsaktion gewesen.

geworben, dem man bereits für zwölf Euro im Jahr beitreten kann. „Ganz besonders stolz sind wir auf unsere Dorfzeitung, die für ein Euro im Monat kostenlos in die Häuser von Höcher kommt. Wir haben insgesamt 35 Austräger und eine Auflage von 1000 Exemplaren. Wir erscheinen seit 2008 regelmäßig und ohne Ausnahme jeden Monat. Fünf Leute arbeiten in der Redaktion und ich setze das Layout. Wir stellen die Vereine im Dorf vor, die ihrerseits ihre Termine veröffentlichen. Wir setzen dabei auf unsere treuen Inserenten“, berichtet die Ortsvorsteherin. Die Erlöse werden wieder direkt ins Dorf investiert. Die Austräger arbeiten ebenfalls ehrenamtlich. Eine Ausgabe hat zwischen 20 und 32 Seiten. Am dicksten ist die Weihnachtsausgabe. „Wir machen eine bunte Dorfzeitung mit schönen Bildern – einfach bunt, groß und schön. Unsere Zeitung ist auch außerhalb von Höchen begehrt. Sie heißt „Die Glanquelle“. Ich liebe dieses Dorf mit sehr viel Natur und ich liebe diese Menschen hier. Es ist einfach mein Ansinnen, zu schauen, dass wir hier auch noch in 20 Jahren gut leben können. Und dabei komme ich ursprünglich nicht von hier, sondern aus Namborn bei St. Wendel. Ich lebe aber bereits seit 30 Jahren in Höchen“, berichtet Scherer. Ihr liegt es am Herzen, dass die Glanhalle im Dorf, in der viele Veranstaltungen und Vereinsaktivitäten stattfinden, bald renoviert werden kann. Vor der Halle soll ein Dorfplatz entstehen, auf dem dann die Feste gefeiert werden können – und von denen gibt es in Höchen mehr als genug. Der Förderver-

Es gibt derzeit 120 Mitglieder Der Förderverein besteht aus sechs Vorstandsmitgliedern und insgesamt 120 Mitgliedern. Bei jeder Aktion wird für den Verein

Eva-Maria Scherer setzt sich mit Leib und Foto: Holzhauser Seele für Höchen ein.

Große Freude bei der Homburger Tafel

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Haben auch Sie Fragen an unseren Vereinsrechts-Experten Patrick Nessler, dann schicken Sie uns ihre Frage per E-Mail an rechtsexperte@saarzeitung.de. Aus allen Einsendungen wird Rechtsanwalt Nessler in der nächsten Ausgabe unserer SaarZeitung wieder drei Fragen kompetent beantworten.

ein sammelt für alle unterstützenswerten Maßnahmen im Dorf Gelder, die dann der Allgemeinheit zugute kommen. sho

für Minigolf und Kegeln ein Nachmittag Bis bald, Roland & sein Team

Homburg. Die Homburger Tafel ist ein eingetragener Verein und wird von der Stadt Homburg, dem Saarpfalzkreis, dem katholischen Pfarrverband, der protestantischen Kirchengemeinde Homburg, dem evangelischen Dekanat, der Arbeiterwohlfahrt, dem Diakonischen Werk sowie dem Caritaszentrum Saarpfalz unterstützt. Die Tafel unterstützt bereits seit Jahren ihrerseits hilfsbedürftige Menschen – unter anderem mit dem Bereitstellen von Nahrungsmitteln und Kleidung. Um bedüftigen Menschen auch

weiterhin helfen zu können, ist der Verein auf finanzielle Zuwendungen angewiesen.

Alt-Oberbürgermeister spendete gerne Von daher war zuletzt die Freude darüber sehr groß, dass der ehemalige Oberbürgermeister von Homburg, Reiner Ulmcke, mit einem Scheck über 2410 Euro vorbeischaute. Das Geld wurde anlässlich seines 80. Geburtstages beim Empfang der Stadt Homburg gesammelt. Er hatte aus-

drücklich auf Geschenke verzichtet und wollte stattdessen den Verein unterstützen, der an Menschen denkt, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Die Idee, dem Alt-Oberbürgermeister zu seinem Geburtstag einen Empfang von Seiten der Kreisstadt auszurichten und eine Spendenbox aufzustellen, stammte von seinem Nachfolger Rüdiger Schneidewind. Die Verantwortlichen der Tafel waren über die Geldspende sehr dankbar und werden sie im Sinne der guten Sache einsetzen. sho


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AUF DIE SCHNELLE Mit Jazz etwas für die gute Sache getan Homburg. Der Lions-Förderverein Homburg hat im benachbarten Waldmohr ein hochkarätiges Benefizkonzert organisiert. Dabei zeigten die Verantwortlichen wieder einmal ein ganz besonderes Herz für schwerkranke Kinder. 110 Gäste waren erschienen und durften sich über eine musikalische Rundreise durch Jazz, Blues und Pop freuen. In der Waldmohrer Kulturhalle faszinierte das Duo Stefan Ulrich und Thomas Girard ihr Publikum mit einer Klangvielfalt und bunten Rhythmen. Über den Erlös dieses gelungenen Abends freuten sich das Ronald-McDonaldHaus am Universitätsklinikum in Homburg sowie die Waldmohrer Jugendfeuerwehr. www.lions.de

............................................. „In der SaarZeitung können Vereine für ihre Veranstatungen Werbung machen.“

Roman Skidanov (KSV St. Ingbert) .............................................

Die Vereinsspitze wurde bestätigt

Hans Peter Thiel, Nabiou Soumanou und Waltraud Latz (von links) freuen sich über den technischen Fortschritt im Dorf.

Fotos: Nabiou Soumanou/Hans Peter Thiel

Ein richtig tolles Projekt Der Verein „Perspektiven für Benin“ unterstützt das Dorf Kikélé – Thiel: „Jeder gespendete Cent kommt zu 100 Prozent an der richtigen Stelle an“ Der St. Ingberter Verein „Perspektiven für Benin“ wurde im vergangenen November gegründet. Die Mitglieder setzen sich für das 4500 Kilometer entfernte Dorf Kikélé ein. Es liegt im westafrikanischen Land Benin. Kikélé gehört mit 3600 Einwohnern zur Großgemeinde Bassila im Nordwesten von Benin. „Dort ist der Lebensstandard äußerst niedrig und die Armut groß“, sagt der Vereinsvorsitzende Hans Peter Thiel. Der 69-jährige Rentner war früher an der Erweiterten Realschule in Sulzbach angestellt. Mittlerweile war er bereits mehrmals in Benin gewesen und konnte sich vor Ort ein Bild von den Zuständen machen. Für ihn und seine Mitstreiter stand außer Frage, den Menschen vor zu helfen. „Für uns gilt das Mot-

AUF EINEN BLICK Verein „Perspektiven für Benin“ Vorsitzender: Hans Peter Thiel Telefon (01 70) 8 32 50 13 E-Mail: hpthiel@t-online.de www.pfb-benin.de Spendenkonto: Kreissparkasse Saarpfalz, Perspektiven für Kikelé IBAN: DE60 5945 0010 1030 3770 87

to, dass jeder gespendete Cent zu 100 Prozent an der richtigen Stelle ankommt. Es ist unglaublich, mit welcher Herzlichkeit wir von den Menschen dort empfangen wurden. Obwohl sie richtig arm sind, hatten sie sogar noch kleine Geschenke für uns. Wir waren völlig gerührt“, berichtet Thiel.

Die Armut in Kikélé ist unvorstellbar groß

von Thiel nach Benin, insbesondere in die Region von Kikélé, waren gute persönliche Kontakte entstanden. 2015 begannen dann Latz und Thiel damit, ihr persönliches Projekt „Müllbeseitigung in Kikélé“ ganz privat zu finanzieren. Ihr Partner in Benin wurde Nabiou Soumanou, den sie persönlich sehr gut kennen. Es gab in St. Ingbert ein vierwöchiges Praktikum Die Saarländer vermittelten ihm bei der Stadtverwaltung in St. Ingbert ein vierwöchiges Praktikum, um sein Wissen um Müllbeseitigung, Mülltrennung und Müllverwertung zu verbessern. Wieder zu Hause, setzte Nabiou seine neuen Kenntnisse

sofort in die Tat um. Inzwischen ist in Kikélé sogar die Kompostierung kein Fremdwort mehr. Mit Hilfe von Unicef läuft das Projekt ab jetzt ohne weitere finanzielle Unterstützung aus St. Ingbert weiter. Um allerdings weiter helfen zu können, was privat nicht mehr zu stemmen war, wurde der Verein gegründet. Er ist beim Amtgericht in St. Ingbert eingetragen und vom Finanzamt Homburg als gemeinnützig anerkannt.

für Kikélé“ will der Verein erreichen, dass durch Solarpaneelen jede Familie abends einen beleuchteten Raum und dazu eine Steckdose hat. Die ersten Paneelen wurden durch eine private Spende aus Deutschland finziert. Als die Baumaßnahmen losgingen, brach große Begeisterung in der Bevölkerung aus. Mittlerweile erregt das Projekt in der ganzen Umgebung und sogar bis in die Ministerien der Hauptstadt Cotonou hinein Aufsehen. Wenn das Projekt noch in diesem Jahr abgeschlossen wird, unterstützt die giz („Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit“) Kauf und Imnstallation der Paneele – inklusive Akku und

Die Bewohner sind meist SelbstEs werde Licht in Kikélé versorger. Vielen muss eine Mahlzeit am Tag genügen. Die Wenn nicht ein Holzfeuer etwas Häuser sind meist aus Mörtel Licht spendet, ist es in Kikélé ab (grobem Sand und Wasser) eretwa 18.30 Uhr stockfinster. Mit richtet, selbst gebaut und mit seinem aktuellen Projekt „Licht Wellblech oder Stroh gedeckt. Bei den Straßen handelt es sich um Sandpisten. In Kikéle gibt es keinen Stromanschluss an das staatliche Netz. Von daher findet man auch keine Beleuchtung vor. Trinkwasser wird an zentralen Wassserstellen, Wasser für Vieh und Felder aus Brunnen entnommen. Toiletten existieren nicht. Es gibt auch keine Kanalisation. Die Abwässer laufen mitten durch den Ort hindurch. Bis 2015 lag der gesamte Müll zwischen den Häusern. Diese Situation bewog die beiden St. Ingberter Waltraud Latz und Hans Peter Thiel dazu, Abhilfe zu schaffen. Durch mehrfache Reisen Obwohl die Bewohner sehr arm sind, stehen bei ihnen Herzlichkeit und Freundlichkeit an oberster Stelle.

Und schon wieder ein neuer Rekord St. Ingbert. Die DJK-SG St. Ingbert beweist Jahr für Jahr, dass sie problemlos Großveranstaltungen stemmen kann. Nicht anders war dies bei der mittlerweile 38. Auflage des St. Ingberter Stadtlaufs der Fall. Bei der beliebten Traditionsveranstaltung gab es insgesamt 1389 Finisher – das war wieder einmal ein neuer Rekord. Die Bambini- und Schülerläufe gingen noch ohne RegenDen Startschuss zum 38. St. Ingberter Stadtlauf gab der syrische tropfen über die Bühne. Unmittelbar vor Beginn der Foto: Holzhauser Flüchtling Issam Alhumsi.

Hauptläufe fing es dann leicht zu regnen an. Allerdings verzogen sich die Regenwolken recht schnell, so dass die Teilnehmer unterwegs auf der Strecke recht gute Witterungsbedingungen vorfanden. Sieht man einmal davon ab, dass es im Jahr davor deutlich wärmer als dieses Mal bei gerade einmal zehn Grad war. Den Startschuss gab der sympathische syrische Flüchtling Issam Alhumsi, der genau wie viele weitere Flüchtlinge auch vollauf

in der Laufabteilung und im Gesamtverein integriert ist. Unterwegs sorgten zwei Samba-Bands für gute Stimmung unter den Sportlern und zahlreichen Zuschauern. Sieger wurden Tobias Blum vom LC Rehlingen und die Niederwürzbacherin Julia BrengelKeck vom LA-Team Saar. „Unser gesamter Verein arbeitet Hand in Hand“, freute sich Monika Kulicke-Günther aus dem Organisationsteam. sho

Zubehör mit einem ungefähr 50prozentigen Zuschuss. Von daher sucht „Perspektiven für Benin“ nun weitere Mitglieder, Spender und Sponsoren. Der Verein beantwort dazu alle anfallenden Fragen. Stefan Holzhauser ANZEIGE

Bruchhof. Beim SV BruchhofSanddorf fand im Sportheim die Mitgliederversammlung mit Neuwahlen statt. Der Vorsitzende Werner Kunz hob die positive Entwicklung des Vereins sowohl in sportlicher als auch finanzieller Hinsicht hervor. Kunz wurde von allen anwesenden Mitgliedern für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Er geht damit bereits in seine siebte Amtszeit hinein. Im Verein wird aber nicht nur Fußball gespielt. Auch das Frauenturnen nimmt einen hohen Stellenwert ein. Insgesamt verlief die Veranstaltung äußerst harmonisch ab. www.sv-bruchhofsanddorf-ev.de


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AUF DIE SCHNELLE Hilfe durch Selbsthilfe in Erbach Erbach. Die Fahrradwerkstatt im Homburger Stadtteil Erbach, wo unter der Mithilfe von Flüchtlingen Fahrräder repariert werden, ist nach wie vor sehr beliebt. Nach der Instandsetzung werden die Fahrräder an Bedürftige in Homburg abgegeben. Neben den Flüchtlingen engagieren sich zusätzlich auch Mitglieder des Vereins Radlerfreunde Homburg ehrenamtlich. Die Anregung zu diesem Projekt hatte der Verein von der Stadt erhalten. Vor allem die strahlenden Kinderaugen, wenn die Kleinen ihr Fahrrad erhalten, entschädigen die ehrenamtlichen Arbeiter für ihre Dienste. Aktuell werden vor allem Kinderräder benötigt. www.rf-homburg.de

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Nordic Walking hält gesund und fit Erbach. Bereits seit vielen Jahren genießt die Sparte Nordic Walking im Pfälzerwald-Verein Erbach einen hohen Stellenwert. Die Mitglieder schätzen und genießen das regelmäßige Naturerlebnis an der frischen Luft. Jeden Donnerstag trifft sich die rührige Gruppe um 17 Uhr an der Peter-SchulzenHütte in Erbach. Auch rund um den Jägersburger Weiher werden sehr schöne Touren angeboten. Neueinsteiger und Gastwalker sind zu allen Terminen herzlich willkommen. Sie können sich so selbst ein Bild vor Ort von den Aktivitäten der Erbacher Nordic Walking-Gruppe machen. Niko Pawendenat, Philipp Leidinger, Johanna Flieger, Felix Lauer und der Vorsitzende Manuel Fillgraff vom Jugendclub Bliesmengen-Bolchen.

Weitere Infos erteilt der Leiter der Walking-Gruppe, Manfred Völckel, unter Telefon (0 63 73) 13 13.

Foto: Wolfgang Degott

Pulsierendes Leben auf dem Land

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Pensionäre haben sich neu ausgerichtet

Beim Jugendclub Bliesmengen-Bolchen wird mit Nachdruck auf die kommende Rock-Nacht hingearbeitet – Mitglieder voller Tatendrang

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schaftsprojekt. Im neunköpfigen ugend- und Clubarbeit Vorstand, dem „harten Kern“, ermacht Spaß. Das merkt man im Gespräch mit den ledigen wir die Planung, alle Vorstandsmitgliedern des Jugendclubs BliesmengenBolchen. Der Clubraum liegt in AUF EINEN BLICK der Verlängerung der Bliestalhalle. Um den Vorsitzenden Manuel Jugendclub Fillgraff gesellt sich eine MannBliesmengen-Bolchen schaft voller Ideen und TatenWieder-Gründung: 2010 Mitgliedrang. Erfrischend und engagiert derzahl: 60 Jahresmitgliedsbeitrag: wollen alle viel in Bewegung 12 Euro Vorsitzender: Manuel Fillbringen. Der 22-jährige Fillgraff graff; Stellv.Vorsitzender: Johannes ist eines der sich drehenden RäLeidinger; Kassierer: Philipp Gauer; der, hebt den guten Geist im 60 Schriftführerin: Julia Stephan; BeiMitglieder zählenden Club hesitzer: Danika Bur, Johanna Flieger, raus. Leuchtturm der Aktivitäten Annika Nagel, Kai Voigt ist die bisher alle zwei Jahre stattInfo: (01 51) 12 37 61 55 gefundene Rocknacht. Dazu FillFacebook: www.facebook.com/ graff, der seit 2014 an der Spitze pg/jcbliesmengen steht: „Sie ist ein tolles Gemein-

Mitglieder helfen beim Abend. Unterstützt werden wir von den Ortsvereinen wie Feuerwehr, Karnevalsverein und Sportverein, deren Mitglieder Thekendienste an dem Abend übernehmen.“ Die Augen funkeln, als er von der letzten Veranstaltung schwärmt. „Über 500 zahlende Besucher, das war bisher absoluter Höhepunkt“, so Fillgraff. Er blickt auch auf die Anfänge zurück. Ins Leben gerufen habe die „Menger Rocknacht“ die einheimische Rock-Band „Hännes 2 Society“. Vor fünf Jahren hat dann der Jugendclub das Zepter in die Hand genommen. Seither gastierten die Hauptbands Tinnitus, BeyondeDarkness, Sin City und zuletzt Blackeyed Blonde. Dazu gesellen

sich alljährlich noch jeweils drei oder vier Cover- und Juniorbands.

Bands können sich bewerben Die Vorbereitungen der nächsten Rocknacht, die hoffentlich wieder in einer brechend vollen Bliestalhalle über die Bühne gehen wird, sind in Planung. Der genaue Termin wird erst festgelegt, wenn eine passende Band gefunden ist. Interessierte Bands können sich beim Club bewerben. Die Clubmitglieder hoffen, wie schon in den letzten Jahren, auf die Unterstützung der heimischen THS Media, die Traverse und diverses Kleinmaterial zur

Verfügung stellte, aber auch auf viele Sponsoren, die das finanzielle Risiko minimieren helfen. Doch auch die klassische Jugendarbeit wie Clubabend - freitags, 20 Uhr - gemeinsames Campen oder auch Ausflugsfahrten, wie auch das gesellige Treffen in dem vor Jahren erstmals unter Führung des Vorsitzenden Carsten Lauer und im letzten Jahr zuletzt mit viel Eigenleistung renoviertem Clubraum, gehören dazu. Zu den festen „Größen“ im Jahresprogramm gehören sowohl die Après-Ski-Party, die X-Masund die Kirwedisco als auch die Teilnahme am heimischen Weihnachtsmarkt. Jetzt steht ein Umbruch bevor. Nach der selbst gegebenen Satzung können Mit-

Leon Kohl geht seinen Weg Altstadt. Wenn am kommenden Samstag und Sonntag, 27./28. Mai, der PBC Joker Altstadt am letzten Spieltag der 2. Bundesliga den Aufstieg ins deutsche Poolbillard-Oberhaus perfekt machen will, ist auch Leon Kohl mit dabei. Seine Vorbereitung auf die wichtigen Begegnungen beim BC Siegtal 89 und beim 1. PBC Hürth-Berrenrath war gleichbedeutend mit einem ganz großen Erfolg. So nahm er an den Deutschen Jugendmeisterschaften der U19 in Bad Wildungen teil und kehrte mit drei Medaillen im Gepäck ins Saarland zurück. In der Disziplin Acht-Ball gab es Gold. Hinzu kamen dritte Plätze im 14/1 und im Neun-Ball.

Der Vater brachte ihn zum Poolbillard „Ich spiele eigentlich bereits Billard, seit ich denken kann. Ich bin über meinen Vater Jörg, der auch hier im Verein spielt, zu diesem Sport gekommen“, sagt der nationale Titelträger. 2008 nahm der mittlerweile 16-Jährige

erstmals an den Saarlandmeisterschaften teil. Vier Jahre später

wechselte Kohl dann zusammen mit seinem Vater vom PBC For-

glieder nur bis zum 25. Lebensjahr aktiv im Vorstand mitarbeiten. Fillgraff: „Wir haben zuletzt bei einer Vollversammlung vielen engagierten jungen Menger die Vereinsarbeit vorstellen können. Wir wollen sie in diesem Jahr anlernen, da einige von uns im nächsten Jahr abtreten müssen“. Zuvor soll aber noch das Projekt „Multifunktionsplatz“ umgesetzt werden, das innerhalb des Projektes „Unser Dorf hat Zukunft“ angestoßen wurde. Dazu habe man sich schon einige Plätze angesehen. Fillgraff hofft auf Unterstützung. Dabei zählt er insbesondere auf Ortsvorsteher HansBernhard Faas, der wie die übrigen Ortsratsmitglieder zu den Förderern des JC gehört. deg

Limbach. Beim Limbacher Rentner- und Pensionärsverein „Unter Linden“ werden neue Wege beschritten. Da die „jüngeren Älteren“ einen anderen Lebenshintergrund haben, soll die Neuausrichtung fortgesetzt werden. Sie war im Februar dieses Jahres mit einer „Oldie-Disco“ eingeläutet worden. Trotzdem wird auch in Zukunft weiterhin auf Bewährtes gesetzt. Es werden viele Ausflugsfahrten mit Rücksichtnahme auf Gehbehinderte angeboten. Es gibt weiterhin die beliebten Feste zur Fastnachtszeit, im Sommer, Herbst und im Advent. Außerdem werden regelmäßige Monatstreffen veranstaltet. Sie finden an verschiedenen Treffpunkten statt. www.psvunterlinden.de

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tuna Bexbach nach Altstadt. Ab diesem Zeitpunkt wurde das

Training intensiviert. Und die Erfolge sollten sich schnell einstellen. So wurde Kohl 2016 bei der U17 ebenfalls Deutscher Meister. Bei dieser Veranstaltung konnte er sich im Neun-Ball vor der Konkurrenz behaupten. In der Bundesliga kommt er meistens im Neun- und Zehn-Ball zum Einsatz.

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Nun geht es zur Europameisterschaft Nun hofft das große Nachwuchstalent auf die Nominierung für die Europameisterschaft in den Sommerferien in Holland. Diese Großveranstaltung wird Ende Juli über die Bühne gehen. Der Schüler der Gesamtschule Bexbach strebt das Fachabitur an. Einen bestimmten Berufswunsch hat der Zehnklässler noch nicht. „Im Billard will ich weiterhin in der Nationalmannschaft bleiben – auch später bei den Herren. Billard macht mir Riesenspaß. Man kann es viel länger als Das große Poolbillard-Nachwuchstalent Leon Kohl vom PBC Joker Altstadt will am kommenden Wochende Zweikampfsportarten ausüben“, Foto: Holzhauser sagt Kohl. sho mit seinem Team in die 1. Bundesliga aufsteigen.

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Am Anfang steht das Neue oder: Wie ein Trend trendy wird Trendsportarten boomen seit mehr als 100 Jahren Sportökonom Professor Eike Emrich klärt die Faszination des Neuen auf

Professor Eike Emrich von der Universität des Saarlandes nimmt Stellung zu neuen und alten Trends.

ie Idee, Neues auszuprobieren, steht immer am Anfang. Neue oder bekannte Bewegungen, kreativ kombiniert mit bekannten oder neuen Sportgeräten oder mit Naturelementen. Wenn „das Neue“ Nachahmer findet, dann andere in der Suche nach Neuem und Aufmerksamkeit ansteckt und sich so verbreitet, ist es so weit – eine neue Trendsportart ist geboren. „Wenn der neue Trend dann noch mediale Verbreitung erfährt, viele infiziert werden und dann vielleicht sogar eigene Vereine und Verbände gegründet werden, dann hat es der Trend zur richtigen Sportart geschaff t“, sagt Professor Eike Emrich. Der Sportsoziologe und Sportökonom von der Universität des Saarlandes beobachtet seit vielen Jahren Trendsportarten, glaubt aber nicht, dass viele davon den Durchbruch zur etablierten Sportart schaffen werden. „Dessen ungeachtet erfreuen sie sich phasenweise großer Beliebtheit, schaffen aber eben nicht den Sprung zur Institutionalisierung in Vereinen und Verbänden“, sagt Emrich weiter.

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Jane Fonda war die Trendsetterin in Sachen Aerobic Zu Beginn der 1980er Jahre war Aerobic Trendsportart Nummer eins. Die US-Schauspielerin Jane Fonda verbreitete damals den Aerobic-Trend über das Fernsehen und mit Videos. Sportvereine auf der ganzen Welt boten plötzlich ihren

Mitgliedern Aerobic an. „Das ist natürlich eine extrem effiziente Form der Popularisierung, wenn ein internationaler Star dahinter steht, der das Ganze auch noch im TV vorlebt“, weiß der Sportökonom. Vergleichbar mit dem heute weniger populären Aerobic ist aktuell Zumba, das im Jahr 2000 zum Trend wurde und sich bis heute hält. Tanzen und sportliche Bewegungen passend zu fetziger Musik – auch Zumba hat den Weg in die Vereine gefunden. „Nur wenn sich genug Vereinsmitglieder finden, die eine neue Trendsportart in ihrem Verein betreiben wollen, wird der Verein den Mitgliedern auch dieses Angebot einrichten. Ansonsten könnte im schlimmsten Fall der Vereinswechsel von Mitgliedern die Folge sein“, sagt Eike Emrich. Frühere Trendsportarten wie z.B. in den 1920er Jahren das Rhönrad sind heute nahezu ausgestorben. Ähnlich erging es der Trimm-Dich-Bewegung aus den 1970er Jahren. Aktuell sind neue Trends zu beobachten. Bei Freeletics bewegt man sich im Prinzip überall. Übungen nur mit dem eigenen Körpergewicht in der Natur – Liegestütze mit Hilfe einer Parkbank oder Klimmzüge an Ästen von Bäumen. Bei der Trendsportart Parkour sieht es ein klein wenig anders aus. Vor allem junge Menschen erobern mit waghalsigen Kunstsprüngen die Innenstadt. Sprünge über ein Geländer, möglichst noch mit Schraube oder Salto und anschließender Landung auf einem Mauervorsprung. „So gut wie alle Inhalte von Parkour gibt es auch beim

Turnen. Parkour findet aber draußen statt und wird nicht wettkampfmäßig betrieben, aber bei Parkour wird mit Kreativität und Risikobereitschaft um Aufmerksamkeit der Zuschauer in Form der Passanten gerungen. Sollte sich Parkour etablieren und von vielen betrieben werden, könnte es auch zu einer Sportart werden“, vermutet Emrich und nimmt als Beispiel für solche Prozesse das Bergsteigen.

Foto: Heiko Lehmann

ness, also Sport mit Hilfe der Spielekonsole. Kanufahren oder Nordic Walking gehören mittlerweile schon zu den Klassikern. „Spazieren gehen mit Stöcken gibt es praktisch schon immer“, sagt Emrich. Der unumstrittene Ferrari unter allen Sportarten war und ist Fußball – eine Mode, die um 1900 von England nach Deutschland schwappte, dann zum Trend und nachfolgend zur etablierten Massensportart wurde. „Fußball hieß Aus einem Naturerlebnis damals noch Fußlümmelei. Es gab große Kritik in der Bewurde eine Sportart völkerung. Fußball war lange sogar verpönt. Was daraus „Bergsteigen war früher bis heute geworden ist, weiß Naturerleben, körperliche jeder“, sagt Eike Emrich. Leistung und auch ein gewisEgal, ob aktueller Trend, ser Kick für wenige. Heute Trendklassiker oder etablierte gibt es auf Bergen vorgeferSportarten in den Vereinen, tigte Routen für Jedermann, wichtig ist, dass man etwas also Breitensport. Und es gibt macht. „Sport ist gut für Kletterhallen, in denen im die Gesundheit, Sport hat Eins-gegen-Eins und auf Zeit mit definierten Schwierigkeits- eine soziale Komponente, Sport hat eine ausgleichende graden geklettert wird“, sagt Wirkung für Alltags- und der 59-Jährige. Durchgesetzt Berufsbelastungen und Sport hat sich auch der Trend, ins hat nicht zuletzt über die Fitnessstudio zu gehen, in Selbstorganisation auch eine die neuen Maschinenhallen politische Komponente. Sport der Körperkultur, und dort treiben ist in jedem Fall besser stationär nach standardisierals Sportabstinenz“, sagt der ten Belastungskriterien Rad Universitätsprofessor und zu fahren, auf dem Laufband erklärt weiter: „Man hat festzu laufen, Treppen auf dem Stepper zu steigen, Gewichte zu gestellt, dass es relativ egal ist, ob man dreimal pro Woche bewegen usw. 20 Minuten Sport treibt, oder Sportvereine greifen auch viele dieser Trends auf. Die An- am Wochenende an einem Tag zwei Stunden (wer unter zahl an Sportangeboten in den Vereinen (heute etwa 2000 ver- der Woche keine Zeit hat). schiedene sport- und freizeitbe- Die Effekte auf Leistung und zogene Angebote) steigt stetig. Gesundheit sind vergleichDazu zählen Exoten wie Fahr- bar und wichtig dabei ist das subjektive Wohlbefinden“, so radpolo, Headis (Tischtennis Eike Emrich. Heiko Lehmann mit dem Kopf) oder Videofit-

Eine exotische Sportart hält im Saarland Einzug Beim 1. Juggersportclub Saar-Pfalz wird eine Trendsportart bekanntgemacht, die ihren Ursprung in dem Hollywood-Film „Die Jugger – Kampf der Besten“ hat

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ine der exotischsten Trendsportarten ist Jugger. Dabei handelt es sich um eine moderne Sportart, die Eigenschaften von Fechten, Ringen, Rugby und Handball miteinander verbindet. Jugger bezeichnet sowohl das Spiel an sich als auch die teilnehmenden Akteure. Bei diesem Spiel geht es darum, den Spielball (Jugg) so oft wie möglich in das gegnerische Tor zu bringen. In jeder Mannschaft kann nur ein Spieler mit dem Spielball ein Tor erzielen. Die anderen Spieler gehen mit gepolsterten Sportgeräten gegeneinander vor, um die gegnerische Mannschaft am Punkten zu hindern. Obwohl das Spiel für den unbeteiligten Beobachter recht martialisch anmutet, ist es nicht gefährlicher als andere Mannschaftssportarten. Eine Besonderheit des Juggersports liegt darin, dass es keine nach Geschlechtern getrennte Einheiten gibt. Gemischtge-

schlechtliche Mannschaften sind zugelassen und üblich. Seinen Ursprung hat Jugger in dem dystopischen Spielfi lm „Die Jugger – Kampf der Besten“ aus dem Jahr 1989, mit Rutger Hauer in der Hauptrolle. Der Regisseur und Drehbuchautor David Webb Peoples erfand das Spiel für die Handlung des Films.

Jugger wurde für einen Hollywood-Film erfunden Hier spielen umherziehende Mannschaften um ihren kargen Lebensunterhalt. Viele Spieler haben dabei das Ziel vor Augen, einmal in die sagenumwobene Liga aufgenommen zu werden. In dieser werden, Gladiatorenwettkämpfen gleich, zur Belustigung der Wohlhabenden Wettkämpfe ausgetragen. Im Film wird äußerst brutal gespielt, so dass Knochenbrüche und Platzwunden die Regel sind. Das reale Spiel ist hingegen ungefährlich. Das

erste nachgewiesene Spiel fand 1993 auf einem Liverollenspiel der LARP-Gruppe „Die Dilettanten aus Heidelberg“ statt. Der Verein 1. Juggersportclub Saarpfalz wurde am 14. Dezember 2013 gegründet. Trainiert wird auf einem Nebenplatz des Fußball-Landesligisten SV Schwarzenbach. Im Jahr 2006 wurde im Saarland erstmals Jugger gespielt. „Aktuell haben wir 21 Spielerinnen und Spieler – die Tendenz ist ansteigend“, sagt Torsten Groß vom Verein. Der Altersdurchschnitt beträgt 27 Jahre. Das ideale Einstiegsalter liegt je nach Reifegrad des Kindes bei ungefähr zehn Jahren. „Es kommt bei Jugger nicht darauf an, ob du klein, groß, dick, dünn, schnell oder langsam bist. Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer spielen gemeinsam. Es wirkt am Anfang sehr chaotisch. Nach einer Trainingseinheit von 90 Minuten hat man aber bereits die Grundzüge drauf. Alle

weiteren Feinheiten kommen mit der Zeit“, berichtet Groß. Bundesweit gibt es die deutsche Jugger-Liga. Die Saarländer gehören der Region Süd an. Es gibt Qualifikationsturniere der Open-Jugger-League. Im Saarland existieren mittlerweile sieben Mannschaften. Diese spielen gegeneinander Turniere. Man versteht sich dabei als Jugger-Netzwerk und sieht sich als saarländische Gemeinschaft. Der größte Erfolg des 1. Juggersportclubs Saar-Pfalz war bei den Barbarossa-Meisterschaften in Kaiserslautern der zweite Platz. Trainiert wird ganzjährig jeden Dienstag, ab 18.30 Uhr, in Schwarzenbach. Am Samstag, 27. Mai, richtet der Verein auf dem Rasenplatz hinter dem Sportzentrum Homburg-Erbach ab 10 Uhr die 11. Saarländische Meisterschaft aus. Sämtliche Infos zum Verein und zu Jugger gibt es im Internet unter www. juggersport-saarpfalz.de. Jugger sieht zu Beginn etwas chaotisch aus, ist aber ungefährlich und folgt festen Regeln. Trainiert wird Stefan Holzhauser auf einem Nebenplatz des Fußball-Landesligisten SV Schwarzenbach. Foto: Stefan Holzhauser


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Hilfe für bedrängte Kinderseelen

AUF DIE SCHNELLE In Kirrberg gab es hochklassiges Tennis Kirrberg. Der TC Kirrberg hat drei Wochen lang seinen 5. Volks- und RaiffeisenbankSaarpfalz-Cup ausgerichtet. Insgesamt hatten 109 Spieler aus dem Saarland, aus Rheinland-Pfalz und Hessen an der Großveranstaltung teilgenommen. In der ersten Turnierhälfte gingen im Rahmen der Qualifikation 60 der insgesamt 124 Partien über die Bühne. Bei den Herren siegte Lucas Weber (TF Habach) und bei den Damen Samira Backes vom TC BlauWeiß Homburg.

Die Projektgruppe Kinder und Jugendliche Bexbach exisiert bereits seit 15 Jahren

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inder im Ausnahmezustand. Gemeint sind damit keine Kissenschlachten vor dem Schlafengehen, lustige Geburtstage im Kindergarten oder der Alltag auf einem Schulhof. „Wir stoßen Hilfsprojekte an und schauen nach Fördertöpfen für Projekte. Unsere Aufgabe ist die Unterstützung von jungen Menschen, deren Seele aus dem Gleichgewicht geraten ist“, beschreibt Dr. Rita Maoz den Schwerpunkt der Vereinssektion Projektgruppe Kinder und Jugendliche, der sie gemeinsam mit

www.tckirrberg.de

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Gegen den TuS Ensdorf verloren St. Ingbert. Die männliche U16 des TV St. Ingbert hatte sich für das Endspiel im Saarlandpokal in der Schiffweiler Mühlbachhalle qualifiziert. Dabei mussten sich die St. Ingberter Basketballer dem TuS Ensdorf mit 67:78 geschlagen geben. Das Turnier wurde eindeutig von der SG DJK Saarlouis-Roden/BBF Dillingen dominiert. Die SG räumte bei ihren sieben FinalTeilnahmen gleich sechs Titel ab und war damit der mit großem Abstand erfolgreichste Verein. Lediglich die Damen des Vereins verloren gegen die SG TV Saarlouis/ATSV ihr Finale mit 51:69. www.saints-igb.de

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Niederlage der Handballer im Halbfinale Niederwürzbach. 900 Zuschauer verfolgten das Saarlandpokalfinale der Handballer in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle. Im Halbfinale mussten sich die Herren des TV Niederwürzbach der VTZ Saarpfalz mit 20:27 geschlagen geben. Der Außenseiter aus Niederwürzbach durfte dennoch erhobenen Hauptes die Halle verlassen und zeigte eine gute Mannschaftsleistung. www.tvn08.de

ben der Beratung vor allem ein Präventionsprojekt und die konkrete Unterstützung im Bedarfsfall. „Ein Künstler arbeitet in wechselnden Projekten mit den Kindern, die dabei neue Ausdrucksformen lernen oder zum ersten Mal wieder richtig in Kontakt kommen mit sich selbst“, sagt Weiland. Eine ehrenamtlich tätige Kinder- und JugendpsyPsychiatrie chologin berät Eltern, die Probleme mit ihren Kindern haben. als Ausweg Sie räumt damit oft ein pädagogisches Problem aus dem Weg, „So vielfältig das Leben ist, so so dass kein Therapiebedarf anhart kann es schon mal zuschlagemeldet werden muss. Konkrete gen. Auch bei Kindern. Diese Unterstützung gibt der Verein haben es in der Regel dann besonders schwer“, umschreibt Dr. bespielsweise durch finanzielle Aufwendungen an Förderklassen Maoz die Situation. „Leider ist das Thema immer noch mit Vor- oder für Musiktherapien. Sachleistungen gehen immer wieder urteilen durchsetzt. Das verhinan Einzelpersonen oder Projekte, dert in mancher Situation, was die der Verein unterstützenswert besonders wichtig ist: Schnelle findet. Hilfe.“ Süchte, DrogenmissEin Projekt leitet ein ausgebilbrauch, Unfälle, Krankheiten, deter Clown, der Kinder pädagoschwierige soziale Verhältnisse gisch an das Thema Motorik und oder schlichtweg rohe Gewalt können Kinder an den Rand des- Ausdruck heran führt. Außerdem gibt es ein Gartenprojekt mit sen bringen, was so eine junge Seele noch aushält. Für einige ist traumatisierten Kindern aus Eritdann die einzige Möglichkeit der rea und Syrien oder Fortbildungen am Karcher Hof für die MitStabilisierung die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Dr. Maoz, die arbeiter dort. ruhig über das nicht gerade leichte Thema spricht, erklärt: „Meine Veranstaltungen mit Familie und ich haben Ende der Seele 1990er die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Homburg selbst „Neben unseren Hilfsprojekten von innen erlebt. Unserem Sohn haben wir drei große Veranstalkonnte die Klinik leider nicht tungen das Jahr über. Dazu zählt mehr helfen, wir haben ihn verlo- das Lädchenfest im Mai mit groren. Diese Erfahrung führte 2002 ßem Flohmarkt, der Tag der seeletztlich dazu, dass wir uns in ei- lischen Gesundheit im Oktober nem Verein engagieren wollten. und der Weihnachtsmarkt“, sagt Einfach, weil wir eine VersorDr. Maoz. Für einen ersten Kongungslücke wahrnahmen. Und takt mit dem Verein bietet sich auch, um Eltern und Betroffenen die Begegnungsstätte Das Lädeine Anlaufstelle bieten zu könchen mit seiner Bücherei an. Am nen.“ Sonntag, 7. Mai, fand in Klein15 Jahre später ist die Vereins- ottweiler in der Homburger Strasektion den Kinderschuhen ße das Lädchenfest statt. längst entwachsen und bietet neKai Hunsicker Jörg Weiland vorsteht. „Unser Verein schließt eine psychosoziale Versorgungslücke in der Gesellschaft“, ergänzt Weiland. Trägerverein ist die Institution Psychosoziale Projekte Saarpfalz e.V. (PSP) mit Sitz in Homburg. Aber aus welchen Gründen sind Kinder und Jugendliche psychisch gefährdet?

Dr. Rita Maoz und ihr Verein in Bexbach setzen sich für bessere Entwicklungsbedingungen für psychisch gefährdete oder erkrankte Kinder und Fotos: Kai Hunzicker Jugendliche ein.

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AUF EINEN BLICK Projektgruppe Kinder und Jugendliche Bexbach Gründung: 2002 Ort: Bexbach-Kleinottweiler Vorstand: Dr. Rita Maoz und Jörg Weiland Schirmherrschaft: Professor Peter Theiss Mitglieder 2017: 107 Aufgaben: Setzt sich für bessere Entwicklungsbedingungen für psychisch gefährdete oder erkrankte Kinder und Jugendliche ein Abb. zeigt Sonderausstattung.

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Durch den Kauf von liebevoll hergestellten Artikeln im „Lädchen“ in Kleinottweiler wird der Verein unterstützt.

Der Kunterbunt Dirt Contest lockt wieder nach Kirrberg OUTDOOR-WOCHEN BEI LA LINEA

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Kirrberg. Wenn am Samstag, 3. Juni, der Kunterbunt Dirt Contest in Kirrberg stattfindet, denken die Organisatoren dieser beliebten Mountainbike-Veranstaltung mit Unbehagen ans vergangene Jahr zurück. So hatten heftige Regenfälle die Vorbereitungsarbeiten innerhalb weniger Stunden zunichte gemacht. Die Macher der Veranstaltung hatten hart gearbeitet, damit der Event wie geplant über die Bühne gehen kann. Doch bereits bei den Trainingssprüngen am Vormittag hatten die Teilnehmer ihre Probleme mit der völlig aufgeweichten Bahn. Anschließend wurde aufgrund des Wetters die für den frühen Nachmittag geplante Qualifikation um zwei Stunden nach hinten verlegt. Aber auch diese Maßnahme sollte nicht

mehr zum gewünschten Erfolg führen. Und so musste die Großveranstaltung schweren Herzens bereits vor der Qualifikation abgebrochen werden. Ausschlaggebend war der Zustand der Sprungschanzen. Die Nässe hatten ihren Tribut gefordert und die Sicherheit der Fahrer bei ihren tollkühnen Sprüngen war aus Sicht des Veranstalters nicht mehr gewährleistet.

Organisatoren für dieses Jahr in erster Linie die Hoffnung, dass dieses Mal der Wettergott ein Einsehen hat. Die Zuschauer finden die Bahn im Waldgebiet in der Eckstraße 49 in Kirrberg. Das Training beginnt um 11 Uhr. Ab 14 Uhr bietet sich dann den Fahrern die Möglichkeit, die Qualifikation erfolgreich zu überstehen. Wem dies gelingt, ist ab 16.30 Uhr im Finale mit dabei und darf dann den Zuschauern Sogar Teilnehmer aus aus dem In- und Ausland sein Können unter Beweis stellen. Russland reisen an Und natürlich wird auch dieses Mal der Spaßfaktor nicht zu kurz Im vergangenen Jahr machten kommen. Beim Contest erklingt dann vor allem die aus Russland wieder einmal fetzige Musik aus angereisten Teilnehmer ein bedrücktes Gesicht. Sie erkundeten den Boxen. Gefahren wird in mehreren verschiedenen Kategodaraufhin noch etwas Deutschland, um nicht völlig umsonst an- rien, so dass für jeden Gegereist zu sein. Und so haben die schmack etwas dabei ist. sho


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SAAR ZEITUNG

AUF DIE SCHNELLE Am Ende wurde es der sechste Tabellenplatz Limbach. Die Tischtennisspieler des TV Limbach haben in der Vergangenheit bei Saarlandmeisterschaften bereits viele Titel gewonnen und waren zwischenzeitlich sogar in der Regionalliga aktiv. Mittlerweile spielen sie in der Oberliga, wo die Saison 2016/17 auf einem guten sechsten Tabellenplatz abgeschlossen wurde. Vor dem abschließenden Doppel-Heimspieltag wäre sogar noch der Sprung auf Relegationsrang zwei möglich gewesen. Allerdings gab es gegen den Tabellenvierten VfR Simmern ein 6:9 und gegen den bereits zuvor als Meister feststehenden 1. FSV Mainz 05 II ein 7:9. www.tv-limbach.de

............................................. Die Ragdolls wollen am Freitagabend bei der 40. Auflage des St. Ingberter Ingobertusfestes den Besuchern einheizen. Fotos: Rock-

Zum Jubiläum gab es tolle Geschenke Homburg. Den Rotary-Club Homburg-Zweibrücken gibt es bereits seit 50 Jahren. Und seit jeher lautet der Leitgedanke, lokale, regionale sowie internationale Freundschaften zu pflegen und Menschen zu helfen. Das Jubiläum wurde im Romantik Hotel Landschloss Fasanerie in Zweibrücken mit mehr als 130 geladenen Gästen gefeiert. Der Club nutzte den besonderen Anlass, um eifrig Geschenke zu verteilen. So wurden drei Fahrzeuge an drei soziale Einrichtungen in Zweibrücken, Homburg und aus dem SaarpfalzKreis gespendet.

förderverein St. Ingbert

Lokale Bands sollen die Festbesucher rocken

www.rotary-clubhomburgsaarpfalz.de

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Es werden Projekte in der ganzen Welt unterstützt

Rockförderverein St. Ingbert will beim Ingobertusfest für musikalische Highlights sorgen – Sprachrohr der St. Ingberter Rockszene

A

m Freitag, 30. Juni, und Samstag, 1. Juli, findet zum 40. Mal das Ingobertusfest in der Innenstadt von St. Ingbert statt. Für einheimische Bands eine Gelegenheit, ihre Musik vor großem Publikum zu präsentieren. Der 1995 gegründete Rockförderverein St. Ingbert sorgt im Vorfeld und während des Festes für Kontakte und die nötige Infrastruktur. Ein Großereignis wie das Ingobertusfest hat langen Vorlauf. Schon Anfang April, also fast drei Monate vor dem Fass-Anstich, soll das Bühnenprogramm feststehen. In St. Ingbert sorgt der Rockförderverein dafür, dass im Vorfeld und während der Veranstaltung die Musik spielt. „Wir haben uns vor über 20 Jahren gegründet und uns auf die Fahnen geschrieben, dass wir regionalen NachwuchsBands, insbesondere aus dem Rock-Bereich, eine Plattform geben wollen.

Jedes Jahr gibt es 50 bis 70 Bewerbungen Dabei kommt es uns nicht nur auf das Ingobertusfest an, wir haben, wie viele Jahre lang das Holzstock-Festival, auch andere Veranstaltungen in der Mittelstadt im Auge, wollen auch dort Spielmöglichkeiten für Bands schaffen, insbesondere natürlich für Vereinsmitglieder“, sagt Christoph Salzmann, der Vorsitzende des Vereins. „Wir haben aktuell ungefähr 60 Mitglieder, von denen mehr als die Hälfte auf dem Ingobertusfest aktiv

sind. Das ist eine gute Beteiligung, aber wir sind über jeden Helfer und neue Gesichter und Bands im Verein froh. Erfahrungsgemäß kommt immer irgendetwas Unvorhergesehenes, so dass wir auf alle Eventualitäten mit genügend Personen reagieren müssen.“ Denn der Rockförderverein ist nicht nur im Vorfeld bei der Zusammensetzung des Programms aktiv. Das geht schon weit vor Ostern los. „Diesmal wollten wir das Lineup in der Woche vor Ostern zusammenhaben. Wir haben jedes Jahr zwischen 50 und 70 Bewerbungen. Es können an beiden Tagen aber nur jeweils fünf Bands spielen. Unser Ziel ist es, dass wir den Bands, die bei uns Mitglied sind, eine stressfreie Auftrittsmöglichkeit bieten. Das bedeutet aber nicht, dass nur Vereinsbands eine Zulassung bekommen, die bei uns organisiert sind. Die Mischung muss stimmen, wenn wir nur eine oder zwei Stilrichtungen anbieten würden, wären die Festbesucher schnell unzufrieden. Und wir müssen es über zwei Tage verteilen, das fängt bereits bei den Uhrzeiten an. Alle wollen am liebsten am späteren Abend spielen, wenn die meisten Leute da sind, das lässt sich aber leider nicht machen.“ Salzmann weist darauf hin, dass der Verein viele Vorarbeiten leistet, von den Getränkeständen, der Bühnenorganisation bis zur Backline. „Die Bands brauchen nur ihre eigenen Instrumente mitzubringen, und können vor Ort loslegen. “ Deshalb ist er mit seinen Mitstreitern

oft schon donnerstags beim Aufbau und es geht unabhängig von den organisatorischen Nacharbeiten oft bis zum Sonntag oder Montag mit dem Abbau.

Ein kommerzieller Charakter wird vermieden Salzmann sieht seinen Verein als Sprachrohr der St. Ingberter Rockszene, wobei es keinen kommerziellen Charakter gibt. „Wir können uns nicht mit den beiden großen Stadtfesten in Saarbrücken und Neunkirchen vergleichen. Dort ist es um einiges kommerzieller, das können und möchten wir nicht bieten. Wir wollen ein breites Publikum ansprechen, von Rock, Punk über Metal oder auch Elektro-Pop. Es kommt schon mal vor, dass bei benachbarten Festen noch freie Zeiten zu besetzen sind, dann werden wir angefragt und vermitteln das weiter, das ist ein weiterer Vorteil, den unsere Mitglieder genießen. Aber das sind dann meistens Veranstaltungen hier vor der Haustür. Wir haben vor, mehr Spielmöglichkeiten zu bieten, auch in den Stadtteilen, wie schon in Rohrbach oder bei Vereinsveranstaltungen. Das ist unser Anspruch, da haben wir die Verbindungen“, erwähnt Salzmann. In erster Linie geht es darum, dass Jugendliche ihrem Hobby nachgehen können und sich im angemessenen Rahmen präsentieren dürfen, was ja auch zur Steigerung der Motivation beiträgt. Der Vorsitzende selbst ist seit zehn Jahren im Vorstand tätig. Er verfolgt auch die Ent-

wicklung der Stadtfeste. „Die Leute, die sich einbringen und Verantwortung übernehmen, werden immer weniger. So ein großes Stadtfest kann das vielleicht noch auffangen, aber die kleinen Feste werden immer schwieriger zu stemmen sein.“ Horst Fried

www.weltladen-homburg.de

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Austauschschüler hatten viel Spaß

Das Pro

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Kirkel. 32 Austauschschüler aus Kirkels französischer Partnergemeinde Mauléon haben im Saarland einige schöne Tage verbracht. Die französische Gemeinde ist seit 36 Jahren ganz eng mit der Gemeinde Kirkel verbunden. Die Aktion wurde vom Partnerschaftsverein Kirkel-Mauléon begleitet. Es war der erste Austausch dieser Art seit zehn Jahren. Als Austauschschule fungierte das Johanneum in Homburg. 14 Schüler wurden in Gastfamilien untergebracht, die restlichen 18 übernachteten im Kardinal-Wendel-Haus. rtusfes

www.kirkel-mauleon.de

t.

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Heimat-, Kultur- und Verkehrsverein Jägersburg in bewährten Händen Jägersburg. Der Heimat-, Kultur- und Verkehsverein Jägersburg ist aus dem Dorfgeschehen schon längst nicht mehr wegzudenken. Die turnusgemäß anstehenden Neuwahlen des Vereins brachten kaum Veränderungen. Lediglich das Amt des Schriftführers wurde neu besetzt, Wilfried Seng löste Harry Braun ab.

Er stand aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung. Ansonsten gab es in Sachen Vereinsführung keinerlei Veränderungen. Den Vorsitz hat weiterhin Gustl Altherr inne, als seine beiden Stellvertreter agieren Jürgen Schäfer sowie Siegfried Biegaj. Mehrmals wurde im Rahmen der

Versammlung Kritik am Stadtbauamt geübt. Dabei ging es darum, dass mit der Sanierung der maroden Burgmauer noch nicht begonnen wurde.

Kritik am Stadtbauamt Da die Vorbereitungen für das beliebte Strandfest längst begonnen haben, wird befürchtet, dass

Homburg. Der Homburger Verein „mieinander – füreinander“ existiert bereits seit 25 Jahren. In dieser Zeit wurden bereits weit mehr als 291000 Euro für Entwicklungsprojekte gespendet. Der Verein betreibt in der Saarbrücker Straße in Homburg einen Eine-WeltLaden. Er unterstützt damit globale Projekte, die er durch persönliche Kontakte kennt und die vor allem Kindern und deren Familien zugute kommen. Zuletzt wurden weitere insgesamt 9440 Euro an verschiedene Projekte gespendet. Die Basis, um diese Spendengelder erzielen zu können, ist der Gewinn aus dem ehrenamtlich geführten Laden. Hinzu kommen Mitgliedsbeiträge und Spenden.

dann auch noch zu diesem Zeitpunkt Bauzäune Teile des Burgareals und des angrenzenden Naherholungsbereichs versperren. Man hoffe darauf, dass dieses missliche Thema bald aus der Welt geschafft werden könne. Die Stadtverwaltung habe sich in dieser Sache bislang nicht mit Ruhm bekleckert.

Erfreut wurde dagegen der Zuwachs an gastronomischen Angeboten in Jägersburg zur Kenntnis genommen. Dies würde sich positiv auf den Tourismussektor auswirken. Diesbezüglich engagieren sich Vorstandsmitglieder des Vereins in der vom Ortsrat angeregten Agenda Naherholungsgebiet. sho

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Ehrenamt-News

Informationen

Meinungen Berichte

Mit frischem Schwung in eine neue Ära Harmonische Mitgliederversammlung mit neuen Akzenten und neuem Team bei PRO EHRE Der Präsident ist weiterhin Hans Joachim Müller, aber das Gesicht des Vorstandsteams bei PRO EHRENAMT hat sich erheblich verändert und verjüngt. Aber auch die Zahl der Projekte hat sich seit der letzten Mitgliederversammlung erheblich erweitert. Das Gewicht von PRO EHRENAMT als Dachorganisation aller Freiwillligen, als gesellschaftliche Kraft im Saarland ist gewaltig gestiegen. Mit dem Projekt Lernpaten Saar hat PRO EHRENAMT eine sehr erfolgreiche bildungspolitische Komponente ins Spiel gebracht. Wie eine HTW-Un-

tersuchung feststellt, ist die Erfolgsquote für eine 1:1-Betreuung der Kinder sehr hoch und die sonst benachteiligten Kinder erhalten reelle Chancen zu einem ordentlichen Bildungsabschluss. Das Konzept Lernen helfen – Zukunft schenken macht die Kinder stark.

Vielfältige Projekte In diesen Bereich passt auch die Gründung einer FreiwilligenAkademie und des Netzwerks Bildung für alle im Saarland. Das Projekt mobisaar gewinnt im zweiten Jahr jetzt an Fahrt und zählt

schon für den Regionalverband und den Saarpfalzkreis, nächster Kreis ist Neunkirchen. Beeinträchtigte Menschen erhalten von mobisaar-Lotsen kostenlos Unterstützung für die Bewältigung von Strecken im Öffentlichen Nahverkehr. PRO EHRENAMT ist bei diesem Konzept des Bundesforschungsministeriums mit neun Partnerorganisationen dabei. Herausragend in den letzten beiden Jahren war natürlich die Schaffung des Bürgerzentrums Mühlenviertel im alten Stadtbad Saarbrücken. Hier sollen Menschen eine Andockpunkt erhalten für Bekanntschaften, für Treffen, Seminare und Sitzungen. Dies bezieht sich sowohl auf die neuen Bewohner des alten Stadtbades aö auch auf die Wohnbevölkerung in St. Johann, die dort einen Treff- und Ankerpunkt im Rahmen der Quartierentwicklung finden können. Auch städtebaulich ist das Bürgerzentrum mit dem großen Zolnhofer-Mosaik eine Augenweide und bereichert das Stadtquartier Mühlenviertel enorm. Das frühere Mehrgenerationenhaus ist jetzt in der Richard-Wagner-Straße als moderne Begegnungsstätte integriert.

Anerkennungskultur groß geschrieben

Hans Joachim Müller gratuliert Harry Hauch zur Ehrenmitgliedschaft.

Mit dem ehrenamtlichen Netzwerk für Flüchtlinge (ANKOMMEN) hat PRO EHRENAMT sozialpolitisch eine gewichtige Rolle übernommen. Die Flüchtlinge werden von einer Vielzahl von Ehrenamtlern betreut, beraten, unterstützt und angeleitet in den schwierigen Aufgaben der Integration. Dies wird mit hauptamtlicher Unterstützung über die AKTION MENSCH und Stiftungen finanziert und auf die Beine gestellt. Immerhin sind dort vier Personen angestellt, um das Ehrenamt in diesen Aufga-

Das neue Vorstandsteam bei PRO EHRENAMT, es fehlt Robert The

ben zu unterstützen. Überhaupt ist PRO EHRENAMT in den letzten Jahren gewaltig gewachsen und hat einen besonderen Stellenwert als Dachorganisation des Ehrenamtes errungen. Der Förderpreis, der Wettbewerb aktiv & engagiert und das Dankeschönfest sind nur einige Highlight im Ehrenamtsjahr und in der Anerkennungskultur. Darauf hat PRO EHRENAMT in Zusammenarbeit mit der Landesregierung und den politischen Parteien großen Wert gelegt. PRO EHRENAMT feiert im Juni sein 20jähriges Bestehen. Es ist schon erstaunlich, wie diese Organisation kontinuierlich gewachsen und wie breit sie aufgestellt ist, wie intensiv auch Vorzeigeprojekte umge-

setzt werden konnte gabe als Service-Stati gerengagement im S unumstritten. Rund der neue Vorstand AMT. Wiedergew Joachim Müller sitzender ist jet (AWO-Kreisver Vorsitzender turverein Rod rin ist Gabrie Mühlenviert weitere Vorst rete SchäferDoris Bogendd Saar), Mark Her Kreis), Martina werk ANKOMMEN

Zwei Jahre LERNPATEN SA

Hoher Zuspruch für das Netzwerk Bildung für alle im Saarland Erfahrungsaustausch, Kooperationen und strategische Partnerschaften stehen auf der Agenda Der Raum im Bürgerzentrum Mühlenviertel in Saarbrücken platzte bei der Gründungsversammlung des Netzwerks Bildung für alle im Saarland fast aus allen Nähten. 49 Organisationen aus Non-Profit-Organisationen, aus Kommunen, aus Stiftungen und anderen gesellschaftliche Gruppen, die sich mit der Bildungsarbeit befassen, wollen enger miteinander zusammenarbeiten, wollen Schulterschluss zeigen und mehr ins Gespräch kommen. Die von allen gelobte Gründungsversammlung hat gezeigt, dass im Saarland viele großartige Ideen, Konzepte, Initiativen bestehen und umgesetzt werden, leider führen sie oft ein Schattendasein, sind in der Öffentlich-

keit nicht bekannt und sind ungewollt auch Konkurrenz. Doppelstrukturen sollen abgebaut werden, es soll eine gemeinsame Plattform für mehr Kooperation geschaffen werden. Zweimal im Jahr wird sich das Netzwerk treffen und Schwerpunkte für diese Sitzungen herausarbeiten. Für den Herbst 2017 ist die nächste Sitzung des Netzwerkes beim Regionalverband Saarbrücken geplant. Die Gründungsversammlung hat sich einen Aufgabenkatalog gegeben, der in Zukunft beackert werden soll, hier ein paar Beispiele auf der Prioritätenliste: • Überblick über eine durchgängige Förderkonzeption im Bildungswesen (Bildungsketten) • Kooperation, Teilhabe, Inklusion, Integration (gemeinsam an einem

Strang ziehen) • Lebenslanges Lernen in verschiedenen Altersstufen und Adressatengruppen • Wie kann der Prozess der Netzwerkpolitik entwickelt, geplant und gesteuert werden? • Wie kann nachhaltiges Bildungsmanagement gelingen und wie ist die Wirksamkeit zu messen? Die Initiative für dieses Netzwerk ging vom StiftungsForumSaar und dem Netzwerk für Stiftungen und Bildung in Berlin aus. Diese beiden Institutionen sind in Zukunft auch für alle organisatorischen Fragen verantwortlich. Interessenten können sich gerne melden bei kontakt@pro-ehrenamt.de, per Telefon 0681/93859-740 oder per Telefax 0681/93859-749 .

Die Initiatoren des Projektes LERNPATEN-SAAR waren sich schon früh darüber einig, dass dieses Konzept von Beginn am wissenschaftlich begleitet werden sollte, um die Wirksamkeit der Lernpatentätigkeit zu überprüfen. Man beauftragte die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken (Fachbereich Evaluation, Lehrstuhl Prof. Dr. Filsinger) das gesamte Projekt kritisch zu begleiten und zu evaluieren. Nun liegen die ersten Ergebnisse vor, die insgesamt sehr erfreulich sind und aufzeigen, dass man sich auf gutem Weg befindet und die gesteckten Ziele in hohem Maße erreicht werden. So geht aus qualitativen Kinderinterviews hervor, dass die Kinder diese „individuelle Förderung“ (1:1 Betreuung) als solche wahrnehmen, eine positive Einstellung zum Lernpaten entwickeln und auf verschiedenen Ebenen von der persönlichen Zuwendung profitieren. Im Fokus der Evaluation standen vord erst die Lernpaten und Lernpatinnen als zentrale Ake Auf teure. Sie sind für ihre gabe hoch motiviert und versuchen, durch vielfälti ten eine positive Entwic gen. Die Wirksamkeit di wird durch die Evaluati g bestätigt. So verbessern sich die schulischen Leistungen, die Schüler und Schülerinnen lernen konzentrier-

Der sechste Qu

ter, s Anstrengun geworden und runge run

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Kontakt zu den Lernpaten Saar: c/o Richard Wagner Straße 6, 66111 Saarbrücken, Tel. 0681/93859-745 (Frau Kohler), Fax 0681/93859-749, Email lernpaten@pro-ehrenamt.de, Internet: www.lernpaten-saar.de

Impressum Verantwortlich für den Inhalt:Hans Joachim Müller, Präsident. E-Mail: ag p Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT e.V., Richard Wagner Str. 6, 66111 Tel 0681/93859740, Fax 0681/93859749, Internet: www.pro-ehrenamt.de. Fotos: L Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Reda


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SAAR ZEITUNG

62 Imker und 231 Bienenvölker

AUF DIE SCHNELLE Ein Programm mit einem breiten Spektrum

Der Bienenzuchtverein Unteres Bliestal ist Heimstätte engagierter Bienenfreunde und bietet ihnen ein reichhaltiges Angebot

S

eine erste Begegnung mit den staatenbildenden Insekten vor 13 Jahren beschreibt der 57-jährige Walsheimer Horst Reichert wie folgt: „Ich bin

AUF EINEN BLICK Bienenzuchtverein Unteres Bliestal Gründungsjahr: 1951 Mitgliederzahl: 62 Aktive Imker: 52, davon 15 Frauen Mitglieds-Jahresbeitrag: 8 Euro für Mitglieder ohne eigene Bienenvölker - abhängig von der Anzahl der Völker kommen Verbandsabgaben hinzu. Stammtisch: Jeden 3. Mittwoch im Monat, 19.30 Uhr, DRKRaum Gersheim Vorsitzender und Fachwart für Bienengesundheit: Horst Reichert, Walsheim Telefon (0 68 43) 15 11 E-Mail: reichert-horst@web.de Stellvertretender Vorsitzender und Zuchtwart: Pascal Vogelgesang, Medelsheim; Kassiererin: Irene Dormeyer, Seyweiler; Schriftführerin: Sylvia Lerchner; Böckweiler Internet: www.bzv-unteresbliestal.de

in ein Bienenhaus hineingegangen. Sofort hat mich die Atmosphäre und der Geruch beeindruckt. Seitdem betreue ich Bienen.“ Seit sechs Jahren führt er den 62 Mitglieder zählenden Bienenzuchtverein Unteres Bliestal und hat sich zum Bienensachverständigen weiter- und fortgebildet. Doch angefangen hat es eher zufällig: „Ich habe mich schon immer für Obstbäume interessiert und eigene Obstbäume besessen, und wusste auch, dass ohne die Bestäubungsleistung der Bienen keine ordentliche Ernte zu erwarten ist. Als Günter Höfler in unserer Straße damals seine Imkerei aus Altersgründen aufgab, verließen vorerst die letzten Bienenvölker Walsheim. Mir war klar, dass somit auch die Bestäubung unserer Obstbäume nicht mehr sichergestellt war. Nach Rücksprache mit Günter Höfler verwies dieser mich an Walter Anna, den damaligen Vorstand des Bienenzuchtvereins Unteres Bliestal. Dort habe ich mich für eine neue Welt entdeckt und die Bestäubung meiner und aller Obstbäume im Flugkreis von zwei Kilometern war wieder geregelt.“ Zudem wurden unter der Regie von Hans Werner Krick und des Ballweiler Imkermeisters

Till Wenzel im Wittersheimer Haus Lochfeld Imkerkurse für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten. „Damals habe ich mir wichtiges Rüstzeug erworben“, so Reichert.

Eigenbedarf oder eine kleine Vermarktung ausgeübt. Um es einigermaßen lukrativ gestalten zu können, so Reichert, müssten wenigstens 20 Bienenvölker gehalten werden. Imker zu sein, ist kein Honigschlecken. Es bedarf Pfarrer Josef Walle eines großen Fachwissens und eigründete den Verein 1951 ner Menge Arbeit an den Bienenvölkern, „um sie gesund durchs Jahr zu bringen“ und HoDer Blick in die Chronik offenbart, dass der Verein am 27. Mai nig in guter Qualität zu ernten. Mit dem Spätsommer beginnt 1951 gegründet und dann vom die Aufzucht der so genannten Walsheimer Pfarrer Josef Walle geführt worden war. Einzig noch Winterbienen. Sie überdauern zusammen mit lebendes Gründungsmitglied ist der Königin die kalte Jahreszeit der Herbitzheimer Karl Zenner, und beginnen im zeitigen Frühder sich als Imker einen Namen jahr mit der Aufzucht der neuen weit über die Gemeindegrenzen erworben hat. Auch offenbart der Bienengeneration, damit zum Blütezeit-Beginn eine große AnBlick zurück, dass beispielsweise zahl Sammelbienen ausfliegen 1983 die damals 40 Mitglieder 411 Bienenvölker betreut haben. können, um Pollen und Nektar Heute betreuen die 62 Imker nur zu sammeln und dabei die besuchten Blüten zu bestäuben, was noch 231 Bienenvölker. Hatten sie für die Menschen und die Nadie Imker vor Jahrzehnten das tur besonders wertvoll macht. Hobby auch für den Nebenerwerb betrieben, wird die Imkerei Nicht umsonst landet die Honigbiene auf der Liste der wirtim Bliestal bis auf wenige Ausschaftlich bedeutsamen Nutztiere nahmen heute lediglich für den

nach Rind und Schwein auf dem dritten Platz. Die Winterbienen werden in der nächsten Generation durch die kurzlebigen Sommerbienen abgelöst, die allerdings nur zwischen 40 und 50 Tagen leben. Sie durchleben verschiedene in der Abfolge klar geregelte Tätigkeiten: Putzbiene, Ammenbiene, Stockbiene, Baubiene, Wächterin, Flugbiene, Sammlerin. Im Frühjahr beginnt auch für den Imker die Arbeit: Futterkontrolle, Honigräume vorbereiten und aufsetzen, den einsetzenden Schwarmtrieb lenken oder verhindern. Die Völker sind im Abstand von acht Tagen zu kontrollieren.

und verbreitet seinen unverwechselbaren Duft - Lohn für die nicht immer leichte Arbeit an den Bienen. Erfahrene Imker wie die beiden Gersheimer Robert Folz und Walter Anna, der 26 Jahre dem Verein vorgestanden hat, wissen genau, wann die Schleudervorgänge beginnen können, sie kennen die Entwicklungszyklen im Bienenvolk. Reichert lobt auch die Initiative der Gemeinschaftsschule Gersheim, eine Bienen-AG unter der Leitung des Rubenheimer Pädagogen Thomas Meyer zu unterhalten. „Dort wird Pionierarbeit geleistet, werden junge Menschen an die Biene herangeführt“, weiß Reichert zu loben. Beim BioDie Honigernte ist ein sphärenfest am 10. September wird auch die Imkerei dabei sein. besonderer Moment Derzeit werden im Europäischen Neue Volkseinheiten bilden sich, Kulturpark Blühflächen geplant, neue Königinnen, die bis zu fünf die dann zum Fest nicht nur einen dekorativen Rahmen bieten, Jahre leben, werden herangezüchtet. Wenn sich die erste Ho- sondern auch als zur Nachahnigernte einstellt, kommt immer mung empfohlenes Anschauein besonderer Moment: Der ers- ungsobjekt für Insektenfreunde te Honig läuft aus der Schleuder dienen sollen. Wolfgang Degott

Blieskastel. In diesem Jahr startet das Festival Euroclassic in der Schlosskirche Blieskastel. Das Programm umfasst insgesamt 22 Termine. Beginn ist am Samstag, 2. September. Dann dürfen sich die Besucher auf ein Konzert des Collegium Vocale Blieskastel und von Mitgliedern der Deutschen Radio-Philharmonie freuen. Das deutschfranzösische Musikfestival findet mittlerweile zum 28. Mal statt. 2017 steht es unter der künstlicheren Überschrift „Reformen, Zeiten und Epochen“. Natürlich wurde dieses künstleriche Motto auch in Anlehnung an das Jubiläum 500 Jahre Reformation gewählt. So hatte auch Martin Luther für die Entwicklung der geistlichen Musik eine große Bedeutung. www.festival-euroclassic.eu

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Voices alive feierte sein 40-jähriges Bestehen Niederbexbach. Der Chor Voices alive des Gemischten Chores Niederbexbach hat mit einem Jubiläumskonzert in der Jakobuskirche sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Die Sängerinnen und Sänger beschenkten sich zu ihrem Geburtstag selbst mit einem Ständchen. Der Chor präsentierte unter der Leitung von Annegret Geibig Ausschnitte aus seinem Repertoire. Neber geistlicher Chormusik werden auch Spirituals und Gospels einstudiert. Die Chorproben finden jeden Freitag ab 18 Uhr im alten Schulhaus in Niederbexbach statt. www.facebook.com/VoicesAlive/

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Limbacher Volleyballer mit Traumsaison Limbach. Für die Volleyballer des TV Limbach hätte die kürzlich abgelaufene Saison nicht besser verlaufen können. Die Mannschaft um Spielertrainer Christian Skrotzki gelang zunächst in der Verbandsliga die souveräne Meisterschaft. Sie berechtigt zum Aufstieg in die überregionale Oberliga. Und dann konnten die Limbacher durch den Gewinn des Landespokals auch noch das Double feiern. Zunächst wurde im Halbfinale Bezirksligist TV Quierschied III mit 3:0 Sätzen bezwungen. Und im Endspiel folgte ein 3:1-Sieg gegen den TV Scheidt. www.tv-limbach.de

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Kreisfrauenlandtag war sehr gut besucht

Am Bienenstock haben sich der Vorsitzende Horst Reichert, Jonas Geiser, Sylvia Lerchner mit Tochter Mareike und der Ehrenvorsitzende Walter Anna (v. l.) versammelt.

Fotos: Wolfgang Degott

Bei der KSG Erbach ist der Zusammenhalt extrem groß Erbach. Der mittlerweile 32-jährige Maik Stricker hatte im Alter von acht Jahren mit Ringen begonnen. Von diesem Zeitpunkt an hielt er der KSG Erbach die Treue. Er ist nicht nur ein fester Bestandteil des Oberliga-Teams, sondern kümmert sich auch aufopferungsvoll um den Nachwuchs im Verein. „Wir haben an die 20 Kinder im Training. Das fängt im Alter von vier bis fünf Jahren an, wobei die Kinder spielerisch ans Ringen herangeführt werden“, sagt Stricker und ergänzt: „Das geht hoch bis zum Alter von 14, 15 Jahren. Anschließend gibt es einen fließenden Übergang ins Aktiventraining hinein. Prinzipiell ist sechs Jahre ein gutes Einstiegsalter. Ab diesem Alter kann man Ringen lernen. Aber wie bereits gesagt: Zunächst führen wir die Kinder spielerisch an die ganze Sache ran.“ Beim Ringen ist unter andeDer Erbacher Nachwuchstrainer Maik Stricker (hinten, links) kümmert sich mit großer Hingabe um die Foto: Holzhauser rem die Koordination sehr wichTalente im Verein.

tig. Kognivitives Denken steht ebenfalls ganz oben auf dem Trainingsplan. „Die Kinder lernen hier, richtig zu fallen. Außerdem erfahren sie, den eigenen Körper kennenzulernen. Was kann der und zu was ist der instande? Dazu gehören auch turnerische Elemente. Mittelfristig wollen wir außerhalb von Turnieren auch am regulären Ligawettbewerb teilnehmen“, berichtet Stricker.

Vater und Sohn Widmann prägen den Verein Im Verein herrscht ein ganz großer Zusammenhalt. Väter bringen ihre Kinder zum Training mit und vermitteln ihnen den Einstieg in diese tolle Sportart. Nicht anders war es beim Vorsitzenden Harald Widmann, dessen Sohn Fabian nun den großen Sprung vom Heimatverein zum neuen Erstligisten AC Heusweiler wagt. „Ich liebe Ringen. Ich

freue mich auf jedes Training und darauf, immer neue Dinge kennenzulernen. Nun will ich in Heusweiler weitere Erfahrungen sammeln. Ich hoffe, dass ich es bis in die Ringer-Nationalmannschaft hinein schaffe auf große Turniere fahren darf“, sagt der 17-Jährige. sho

Gersheim. 250 Mitglieder waren der Einladung zum Kreislandfrauentag ins Gersheimer Kulturhaus gefolgt. Der Tag wurde vor allen Dingen zum Erfahrungsaustausch genutzt. Mit insgesamt 1100 Mitgliedern ist der Verband Saarpfalz der stärkste innerhalb des gesamten Saarlandes. Anlässlich des Kreislandfrauentages wurde verkündet, dass am Dienstag, 6. Juni, in Hülzweiler die Landesdelegiertenkonferenz stattfindet. An dieser Zusammenkunft wird auch die Bundesvorsitzende Brigitte Scherb teilnehmen. www.kreislandfrauensaarpfalzkreis.de

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SAAR ZEITUNG

Gesellschaftliches Engagement ist wichtig! Zum elften Mal ruft die Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT den Unternehmenswettbewerb aktiv & engagiert 2017 aus. Die Initiatoren nen sich dieses Jahr wollen in diesem erstmals auf einen Jahr noch stärker Workshop im Beals bisher kleine reich nachhaltiger und mittelständiUnternehmensentsche Unternehmen wicklung freuen – ansprechen. Dafür ein Preis, der dazu wurde das bisherige beitragen wird, das Konzept überarbeiunternehmerische tet. Neu sind nicht Engagement stranur die Preise, die tegisch weiterzuHans Joachim die Sieger erhalten entwickeln. Zudem Müller werden, sondern werden die Partner auch das nochmals erweiterte des Unternehmens, denen die Bündnis strategischer Partner, Unterstützung zu Gute kam, die als Kooperationspartner ein Preisgeld für die weitere den Wettbewerb aktiv begleierfolgreiche Arbeit erhalten. ten und über ihre Netzwerke „Es hat sich gezeigt: Bei uns im bewerben. Es sind dies der Saarland sind sich die UnterArbeitskreis Wirtschaft, die nehmen ihrer gesellschaftlichen Wirtschaftsjunioren, die VSU, Verantwortung bewusst. Viele die Handwerkskammer und die Unternehmer bringen sich aktiv Verantwortungspartner sowie in die Gesellschaft ein und der DGB Saar. praktizieren bürgerschaftliches „Gesellschaftlich engagierte Engagement. Insbesondere im Unternehmen steigern nicht Mittelstand findet sich diese nur die Akzeptanz bei ihren Kultur der Verantwortung. Hier Kunden, sie präsentieren sich ist unternehmerisches Engageauch als attraktiver Arbeitgeber ment gelebte Praxis“, so Weber und haben dadurch stärkeren abschließend. Zulauf von Nachwuchskräften, Informationen und Bewerein Pluspunkt, der gerade in bungsunterlagen stehen im Zeiten des Fachkräftemangels Internetauftritt der Landesimmer wichtiger wird“, so arbeitsgemeinschaft PRO IHK-Präsident Dr. Richard EHRENAMT e.V. (www. Weber zum diesjährigen Start pro-ehrenamt.de) und der IHK des Unternehmenswettbewerbs (www.saarland.ihk.de) „aktiv & engagiert“. Der Wettbewerb sucht in seiner elften Auflage erneut Vorbilder bürgerschaftlichen Engagements. Er richtet sich an Unternehmen, die im Saarland ansässig sind oder hier eine Zweigstelle betreiben und sich im Saarland bürgerschaftlich – beispielsweise in den Bereichen Bildung, Umwelt,Soziales, Kultur oder auch bei der Integration von Flüchtlingen – engagieren. Im Rahmen des Wettbewerbs sind Bewerbungen bis zum 15. September möglich. Die Sieger werden im November in der IHK ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgt in vier Kategorien: Kleinere Unter- Ansprechpartner und nehmen mit bis zu 20 Mitarweitergehende Informationen: beitern, mittlere Unternehmen LAG PRO EHRENAMT, zwischen 21 und 250 Mitarbei- Tel. 0681/93859-740, E-Mail tern und große Unternehmen wirtschaft@pro-ehrenamt.de ab 251 Mitarbeitern. Zudem IHK Saarland, Christian vergibt die Jury einen SonderDüppre, Tel. (0681) 9520-104 preis für eine ganzheitliche E-Mail: christian.dueppre@ CSR-Strategie. Die Sieger kön- saarland.ihk.de

Unsere Ehrenamtsbörsen: • Ehrenamtbörse Regionalverband Saarbrücken: Leiter: Dirk Sold, Stengelstraße 10 – 12, 66119 Saarbrücken, Tel. (06 81) 506-53 47, Fax. (06 81) 5 06-53 95, E-Mail: dirk sold @ rvsbr.de • Ehrenamtbörse des Landkreises Merzig-Wadern: Leiterin: Heidi Wilbois, Bahnhofstraße 44, 66663 Merzig, Tel. (0 68 61) 80-265, Fax. (0 68 61) 80-335, E-Mail: h.wilbois@merzig-wadern.de • Ehrenamtbörse im Landkreis Neunkirchen: Leiter: Uwe Habermann, Wilhelm-Heinrich-Straße 36, 66564 Ottweiler, Tel. (0 68 24) 906-14 23, Fax. (0 68 24) 906-64 23, E-Mail: ehrenamtsboerse@landkreis-neunkirchen.de • Ehrenamtbörse des Landkreises St. Wendel: Leiter: Christoph Schirra, Mommstraße 21 – 31, 66606 St. Wendel, Tel. (0 68 51) 801-40 50, E-Mail: c.schirra@lkwnd.de • Ehrenamtbörse des Landkreises Saarpfalz: Leiterin: Renate Hirschfelder, Am Forum 1, 66424 Homburg, Tel. (0 68 41) 104-216, Fax (0 68 41) 104-200, E-Mail: renate.hirschfelder@saarpfalz-kreis.de • Ehrenamtbörse des Landkreises Saarlouis: Leiterin: Barbara Mohr, Kaiser Friedrich-Ring 31, EG, Zimmer 6.1.04, gegenüber dem Landratsamt, 66740 Saarlouis, Tel. (0 68 31) 444-251, Fax. (0 68 31) 444-270 E-Mail: ehrenamtboerse@kreis-saarlouis.de

Der 2. Vorsitzende Horst Bast, Schriftführerin Helga Bast und der Vorsitzende Jügen Baquet (von links) mit dem Plakat zum 39. Bundesfestival Naturfilm. Foto: Stefan Holzhauser

Mehr als nur ein gemeinsames Hobby Beim Filmclub AFW-Blieskastel sind bereits viele Freundschaften entstanden

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ie Geschichte des Filmclubs AFWBlieskastel nahm im Sommer 1971 ihren Anfang. Damals richtete der Verkehrsverein Niederwürzbach das 1. Heimatund Strandfest aus. Filmer Otto Hemmerling, der heute 98-jährige Ehrenvorsitzende des AFW, erhielt den Auftrag, das Fest in einem Film zu verewigen. Er sah sich nach einem Helfer in seiner Familie um und stieß bei seiner Suche auf den gerade „eingeheirateten“ Jürgen Baquet Das Schneiden und vor allem das Vertonen der mehr als 30 Filmrollen ließ die beiden Filmer fast verzweifeln und man beschloss, sich nach weiteren Mitstreitern umzusehen. Ein Aufruf in der Presse brachte am Sonntag, 23. Januar 1972, 33 Interessenten zusammen und die Clubgründung des AFWBlieskastel erfolgte noch am gleichen Morgen. Jürgen Baquet wurde als damals 23-Jähriger

zum Vorsitzenden gewählt und leitet seitdem den Club sehr erfolgreich. Im Mai 1973 trat der Club dem Bund Deutscher Filmautoren (BDFA) bei und engagiert sich seit dieser Zeit auch im Dachverband aller deutschen Filmautoren. Seit 1975 ist der AFW in allen Siegerlisten – vom Landeswettbewerb bis hin zu den Deutschen und sogar den WeltFilmfestspielen – vertreten. Bundesweit bekannt wurde der Club durch das von ihm seit 1979 jährlich in Blieskastel durchgeführte Bundesfilm-Festival Naturfilmer, das in diesem Jahr bereits zum 39. stattfand. „Im letzten Jahr durften wir hier in Blieskastel den 1000. Film begrüßen. Ein großer Schritt war die Umstellung auf Digitaltechnik, denn dies hat den Filmen einen großen Qualitätssprung nach vorne gebracht“, so Clubleiter Jürgen Baquet. Der Club trifft sich alle 14 Tage montags zu einem Filmertreff. Ferner werden

kleine Workshops angeboten, die auch Nichtmitgliedern kostenlos offen stehen Horst Bast (67) ist der 2. Vorsitzende. „Meine Frau Helga, die hier Schriftführerin ist, und ich filmen bereits seit vielen Jahren. Unsere Spezialität sind Dokumentarfilme. Unser neuestes Projekt handelt von Rückenpferden im Wald hier in der Biosphäre. Der Club ist ein wichtiger Teil unseres Lebens – denn auch das Gesellige im AFW gefällt uns sehr“, sagt Bast. Und Baquet ergänzt: „Die Nachwuchsförderung liegt uns besonders am Herzen und wir sind stolz, eine ganze Reihe erfolgreicher Nachwuchsautoren in unserem Club zu haben, die von unserem 18-jährigen Jugendbeauftragten Justin Irsch betreut werden. Die Jugendfilm-preisträger 2015 und 2016, Jörn Michaely und Thomas Scherer, sind beide Mitglieder des AFW, worauf wir besonders stolz sind.“ Stefan Holzhauser

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Clubleiter Jürgen Baquet erhält bei den Deutschen Filmfestspielen in Dortmund den Deutschen Ehrenfilmpreis 2015. Foto: Verein

n! e ss ie n e g t ss u w e sb Gesundheit

AUF EINEN BLICK AFW-Blieskastel im BDFA Clublokal: Theresienstr. 9, 66440 Blieskastel-Niederwürzbach Vorsitzender: Jürgen Baquet, Telefon (0 68 42) 78 62

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Im Internet: www.afw-blieskastel.de


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SAAR ZEITUNG

Seit 37 Jahren jeden Donnerstag am Ball Klein, aber fein: Tischtennis-Freunde Habkirchen lieben den kleinen, weißen Zelluloid-Ball - Familie Fischer seit Jahren im Verein engagiert

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enn es Donnerstagabend wird in Habkirchen, wird im Dorfgemeinschaftshaus die Platte aufgebaut, beginnen die Akteure der TischtnnisFreunde mit ihrem Training. Seit 37 Jahren ist dies das allwöchentliche Ritual – außer in den Ferien, wenn die Halle nicht benutzbar ist und auf die Kegelbahn umgezogen wird. „Nachdem wir in Kellern bei Freunden oder auch in der Halle den Sport lieben lernten, hatten wir Lust bekommen, einen Verein zu gründen“, erinnert sich Hugo Fischer. Er war einer von zehn Jünger des kleinen Zelluloid-Balles, die sich am 8. Oktober 1980 vorgenommen hatten, „jede Woche zu trainieren und nach Möglichkeit jede Menge Freundschaftsspiele zu absolvieren“. Gesagt getan. Sie gaben sich noch drei Jahre des Trainings und des Formaufbaus, bevor sie sich 1983 in das „Abenteuer Freundschaftsspiel“ stürzten. Fortan waren die Habkircher gern gesehene Gegner in den Tischtennis-Hallen des Landes. Sie holten ihre Spiel, Satz und Siege, aber auch die Niederlagen, im heimischen Mandelbachtal, dem benachbarten Blieskastel, aber auch beispielsweise in Alten-

Das Quartett beim Training in der Gemeinschaftshalle Habkirchen: Patrick Fischer, Andreas Fischer, Hugo Fischer und Jürgen Probe (von Fotos: Wolfgang Degott links).

AUF DIE SCHNELLE Sozialkaufhaus unterstützt Kinder-Hospiz Limbach. Der Verein Leuchtender Stern als Trägerverein des Sozialkaufhauses in Limbach hat es sich von Beginn an zu seiner Maxime gemacht, die Erlöse aus den Sachspenden der Bevölkerung nicht nur zur Deckung seiner Kosten einzusetzen, sondern auch für gute Zwecke zu nutzen. Eine weitere Spende des Vereins ging an den Kinder- Hospizdienst Neunkirchen. Die Vereinsmitglieder freuten sich darüber, dieser äußerst wichtigen Einrichtung 1000 Euro übergeben zu dürfen. Die Spende soll für eine tiergestützte Therapie eingesetzt werden. Sie stellt für die schwerstkranken Kinder und Jugendlichen eine große Erleichterung ihres bedauernswerten Schicksals dar. www.wohindamit.org

............................................. „In der SaarZeitung kommen auch in der Öffentlichkeit weniger bekannte Vereine zu Wort.“

wald, Bous, Brebach, Bübingen, Herrensohr oder Saarlouis. Heute ist der 69-jährige Hugo Fischer das einzig noch aktive Gründungsmitglied und neben Dieter Sax (77) der älteste Spieler. Der passionierte Fußballspieler hat nach Ende seiner Karriere beim FC

Habkirchen gemeinsam mit seiner Frau Doris Gefallen am Tanzen gefunden und gehört zu den vielen Paaren, die bei den Tanzfreunden Mandelbachtal ihre Formationen auf dem Parkett einüben. Auch ist Fischer dort mit im Vorstand. Bei den Tischtennis-Freunden (TTF) hat vor vier Jahren Sohn Patrick den Vorsitz übernommen. Seine Vorgänger waren neben seinem Vater noch Norbert Zapp, Gilbert Schetting, Franz-Josef

Fries und Andreas Fischer. Mit dem Tischtennis hat er als 18Jähriger vor 20 Jahren angefangen. Schichtbetrieb hat verhindert, dass er aktiv spielen konnte. In den offiziellen Spielbetrieb des Saarländischen Tischtennisbundes (STTB) hat sein Bruder Andreas hineingeschnuppert. Er spielte vier Jahre bis zur Auflösung der Kreisligamannschaft in Bliesmengen-Bolchen. Seit 1990 ist er bereits Schriftführer bei den TTF.

Nachwuchs, musste schon 1995 aufgehört werden. „Tischtennis ist nicht so attraktiv sagen Viele“, so Patrick Fischer. Auch Freundschaftsspiele sind rar. „Derzeit gibt es sehr wenig Teams, die Tischtennis hobbymäßig betreiben“, meint Hugo Fischer, so dass es immer schwerer wird, Gegner zu finden. So bleibt das jährliche Neujahrsturnier, bei

Fischer-Familie ist Herzstück des Vereins Der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Probe bezeichnet sich selbst als „Beigezogener“. Er hat als gebürtiger Völklinger vor zwölf Jahren im MandelbachtalDorf gebaut und den Weg zu den Tischtennis-Spielern gefunden. Waren früher die zweitägigen Tischtennis-Feste mit dem Vereinsturnier und dem Wettbewerb „Unser Dorf spielt Fußball“ Höhepunkt des Vereinsjahres, beklagen sie heute fehlenden

AUF EINEN BLICK Tischtennis-Freunde Habkirchen (TTF) Gründungsjahr: 1980 Trainingstag: Donnerstag von 18.30 bis 21 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Habkirchen. Mitgliedsjahresbeitrag: 20 Euro; Vorsitzender und Getränkewart: Patrick Fischer; Stellvertretender Vorsitzender: Jürgen Probe; Schriftführer: Hugo Fischer; Kassierer: Andreas Fischer. Info: Telefon (0171) 2022211

dem die Vereinsrangliste ausgespielt wird. Erstmals war der Verein aus personellen Gründen nicht mehr am Ostermarkt dabei. Ansonsten war er in der Vergangenheit immer ein aktives Rädchen im Dorfgeschehen. Ob Brückenfest, Ostermarkt, immer waren sie mit von der Partie. Die Pflege der Kameradschaft steht oben an. Nach jedem Training wird Essen serviert, bringt immer jemand anderes was mit, wird gemeinsam gefeiert. An Christi Himmelfahrt steht die „Vatertagswanderung“ an, die nach einem gemeinsamen Frühstück in Angriff genommen wird. Es folgt erstmals nach sieben Jahren im September wieder eine Vereinsfahrt. In früheren Jahren war das Elsass, die Mosel, aber auch Marburg Ziel während der beiden Tage. Ein Grill- und ein Helferfest runden das Programm ab. Wolfgang Degott

Kai Nelz (TuS Mimbach) .............................................

Kinderfest setzt auf Vereinsaktivitäten Homburg. In diesem Jahr findet das Homburger Familienund Kinderfest im Stadtpark am Sonntag, 25. Juni, von 11 bis 18 Uhr statt. Dabei werden wie gewohnt schier unzählige Vereine aus der Region ihre Angebote vorstellen. Für jeden Geschmack wird etwas mit dabei sein. Das Familien- und Kinderfest ist bereits seit vielen Jahren ein wahrer Zuschauermagnet und lockt bei gutem Wetter über den Tag verteilt mehrere tausend Besucher in den Stadtpark. Es wird auch dieses Mal für die Besucher in den Bereichen Sport, Kreatives, Aktion sowie Natur und Umwelt tolle Mitmachangebote geben. Die teilnehmenden Vereine würden sich auch dieses Mal über eine große Besucheranzahl freuen. www.homburg.de

E-Mail: hugo.fischer1@gmx.de

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SAAR ZEITUNG

AUF DIE SCHNELLE Handballer feiern den Aufstieg Homburg. Die Handballer der HWE Homburg haben sich in der Verbandsliga die Meisterschaft gesichert. Der Titelgewinn wurde durch einen 37:18Sieg über den HC St. Johann perfekt gemacht. Obwohl es für etliche Spieler Anfragen von höherklassigen Vereinen gab, wird der Kader zusammenbleiben. Außerdem sind drei Neuzugänge bekannt. Frederik Simon kommt vom TV Kirkel. Sebastian Mathieu spielte bislang für den SV Zweibrücken. Außerdem wechselt Schlussmann Tobias Krumm von der HG Itzenplitz zur HWE. www.hwe-handball.de

............................................. „In der SaarZeitung wird nicht immer nur über die gleichen Vereine berichtet.“

Stefan Alexander (FV Biesingen) .............................................

Wieder ein zünftiges Musikfest an Pfingsten

Rüdiger Schuberth (Vorsitzender von Menschen.Helfen.Leben) überreichte den Spendenscheck im Beisein von Mitarbeitern und Bewohnern von Haus Sonne an die Vorstandsvorsitzende des Fördervereins, Cornelia Hoffmann. Foto: Stefan Holzhauser

Mit vollem Einsatz für die gute Sache Der Förderverein Menschen.Helfen.Leben Homburg-Einöd finanziert sich vor allem aus Blutspenden - Spenden in Höhe von 12 000 Euro

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er Verein Menschen.Helfen.Leben HomburgEinöd ist ein von Blutspendern gegründeter Förderverein. Man hatte sich im Jahr 2014 zunächst als Interessengemeinschaft zu-

AUF EINEN BLICK Förderverein Menschen.Helfen.Leben Homburg-Einöd Ospelstr. 14 66424 Homburg Vorsitzender Rüdiger Schuberth Telefon (01 77) 2 79 63 67 E-Mail: info@menschen-helfen-leben.de Internet: www.menschen-helfen-leben.de

sammengefunden. Der gemeinnützige Verein ist darum bemüht, Menschen auf den Mangel an Blutprodukten aufmerksam zu machen und für die Blutspende zu gewinnen. Außerdem werden die Spender darum gebeten, ihre Aufwandsentschädigung an den Förderverein abzutreten. Mit den gesammelten Spendengeldern unterstützt der Verein regionale, gemeinnützige Projekte und Institutionen, die sich die Betreuung hilfsbedürftiger Menschen zur Aufgabe gemacht haben. Der Schwerpunkt des Fördervereins ist das Saarland – außerdem auch die angrenzenden Regionen der Pfalz. Vor allem junge Menschen wie Schüler und Studenten, die kein geregeltes Einkommen beziehen, unterstützen den Verein. Dies bietet ihnen die Möglichkeit, zu helfen ohne eigene Geldmittel aufbringen zu

müssen. Sobald 500 Euro an Spendengeldern erreicht sind, wird per Mehrheitsentscheid darüber abgestimmt, welchem gemeinnützigen Verein, Projekt oder Einrichtung das Geld zugute kommen soll. Die Mitgliedschaft ist keine Voraussetzung, um den Verein zu unterstützen. Auch Nichtvereinsmitglieder können etwas Gutes tun. Der Weg zur Blutspende unterstützt viele Menschen und kann lebensrettend sein.

tung der Aufwandsentschädigung an den Verein ist jedem selbst überlassen. Natürlich sind reine Geldspenden an den Förderverein auch möglich. Die SaarZeitung traf sich mit Mitgliedern des Vereins anlässlich einer Spendenübergabe für das Haus Sonne in Walsheim. Dabei handelt es sich um ein Heil- und Erziehungsinstitut für Seelenpflegebedürftige Kinder, Jugendliche und Erwachsene und ein Lebensort für Menschen mit anderen, oft ganz besonderen FäHaus Sonne in Walsheim higkeiten. 1954 hat die Künstlerin Anna Betzner die Einrichunterstützt tung als erstes anthroposophisch orientiertes, heilpädagogisches Der Förderverein bietet ErstKinderheim in der Region und spendern die Möglichkeit eines im Saarland gegründet. gemeinsamen Blutspendens. Angegliedert an das Haus ist Mehrfachspender und Mitglieder ein Förderverein, für den die begleiten dann Erstspender auf ihrem Weg und erleichtern ihnen Vorstandsvorsitzende Cornelia Hoffmann bei der Spendenüberdie erste Bluspende. Die Abtre-

gabe vor Ort war. „Ich mache das jetzt bereits seit fast zehn Jahren. Ich mache das ehrenamtlich. Haus Sonne war die ganze Zeit ein Trägerverein. Vor über einem Jahr wurde Insolvenz angemeldet. Jetzt hat sich aber die Situation so geklärt, dass der Paratätische Wohlfahrtsverband und die Lebenshilfe das jetzt übernehmen. Es wird nun eine gemeinnützige Gesellschaft gegründet, die das Haus Sonne weiterführt. Meine Tochter ist hier, so bin ich dazugekommen. Wir sind sehr froh über die Spende des Vereins Menschen.Helfen.Leben“, erklärte Hofffmann.

Hier steht der behinderte Mensch im Mittelpunkt „Das Haus Sonne leistet enorm wichtige Arbeit. Hier steht der behinderte Mensch im Mittel-

punkt. Hier gibt es unter anderem eine Weberei und eine Bäckerei. Woanders werden beispielsweise irgendwelche Teile für die Autoindustrie zusammengebaut oder Umschläge frankiert. Auch diese Arbeit ist mit Sicherheit wichtig, aber auch irgendwo etwas stumpfsinnig. Hier werden die behinderten Menschen anhand ihrer Fähigkeiten eingesetzt“, meinte der 1. Vorsitzende von Menschen.Helfen-Leben, Rüdiger Schuberth. An das Haus Sonne gingen 500 Euro. Der Förderverein Menschen.Helfen.Leben wurde bei der Aktion der Saarbrücker Zeitung „Saarlands Beste“ Monatssieger im April 2016 und spendete das gewonnene Geld wieder gleich für den guten Zweck weiter. Bislang wurden ungefähr 12000 Euro an über 20 verschiedene Organisationen gespendet. sho

Rohrbach. Der Förderverein des Musikvereins Rohrbach veranstaltet an Pfingsten wieder das schon zur Tradition gewordene Hoffest rund ums Jugendheim St. Johannes in Rohrbach. Der Fassanstich erfolgt am Samstag, 3. Juni, ab 18 Uhr. Die Eröffnung wird durch den Musikverein Rohrbach musikalisch umrahmt. Im Anschluss spielt die Band „Milz and Friends“. Am Pfingstsonntag wird das Fest mit einem Frühschoppen fortgeführt. Verschiedene Musikvereine werden ihr Können darbieten. Später unterhält dann noch Giuseppe Notarrigo mit Liedern aus Italien die Gäste. www.mvrohrbach.de

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Einladung zur Götzwanderung Limbach. Der TV Limbach lädt am Donnerstag, 25. Mai (Christi Himmelfahrt/Vatertag), zur Götzwanderung im Turngau Saarpfalz ein. Zeitgleich wird das 111-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Mittelpunkt des Festtreibens ist die Limbacher Dorfhalle in der Ortsmitte. In der Halle und davor werden ab 11 Uhr Speisen und Getränke angeboten. Die Kinder können sich in einer Malecke vergnügen. Die Besucher dürfen sich auf eine musikalische Unterhaltung freuen. www.tv-limbach.de

Gute Nachwuchsarbeit beim ERC Homburg Homburg. Am Samstag und Sonntag, 27./28. Mai, veranstaltet der ERC Homburg auf seiner Anlage in den Schrebergärten sein 25. Internationales Kriterium in Verbindung mit den Süddeutschen Meisterschaften im Speedskating. Eine der Jugend-

trainerinnen im Verein ist die 24jährige Anna Scheidhauer. „Wir hatten sogar hier auf unserer Bahn bereits mehrmals die Deutschen Meisterschaften ausgetragen und sind von daher in der Organisation mit Großveranstaltungen erfahren“, sagt Scheid-

hauer. Zu den Süddeutschen Titelkämpfen werden zwischen 120 und 150 Starter in Homburg erwartet. Viele Sportler aus Bayern und Hessen haben bereits ihre Zusage gegeben. Der Gastgeber wird selbst

mit 20 bis 25 Speedskatern um die begehrten Medaillenplätze ein Wort mitsprechen. „Wir sind gut in die neue Saison hineingestartet und wollen dies nun natürlich vor eigenem Publikum fortsetzen“, betont die Trainerin. So wird Lenn-

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Der Vorstand ist wieder komplett

art Gros in der Schüler-B-Klasse einiges zugetraut. Das Nachwuchstalent ist elf Jahre alt. Auch Matti Quirin will seinen Heimvorteil nutzen. Der Neunjährige geht in der Schüler-C-Klasse ins Rennen. Und in der SchülerA-Klasse ist dessen Bruder Fynn Quirin zu Hause.

Auch dem Zwölfjährigen ist es zuzutrauen, gegen die Konkurrenz aus nah und fern in den Titelkampf einzugreifen. „Wir starten hier auch im Rahmen des Kriteriums Anfängerrennen. Daran kann Jeder teilnehmen. Man muss dazu nicht einem Verein angehören. Wir haben bereits Vierjährige, die trainieren und an Rennen teilnehmen“, meint Scheidhauer und ergänzt: „Wir legen im Verein Wert auf die Nachwuchsarbeit. Momentan nehmen 25 Kinder an Rennen teil. Sehr beliebt ist in jedem Jahr unser Oster-Camp mit einem Kurs über drei Tage.“ sho

Kirkel. Nach dem Ausscheiden der 2. Vorsitzenden Petra Kroll konnte beim TV Kirkel zunächst kein Nachfolger gefunden werden. Daraufhin hat sich der bisherige technische Leiter Andreas Kondziela bereit erklärt, das Amt des 2. Vorsitzenden zu übernehmen. Neuer technischer Leiter ist Philipp Michel. Mit ihm konnte ein noch jüngerer Mann gewonnen werden. Die Vorstandsmitglieder hoffen, dass sich künftig noch weitere Nachwuchskräfte für eine ehrenamtliche Vereinstätigkeit begeistern lassen. www.tvkirkel.de

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Die Nachwuchsläufer des ERC Homburg und ihre Trainerin Anna Scheidhauer (hinten, Mitte) freuen sich auf die Süddeutschen Meisterschaften.

Foto: Holzhauser

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