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THEATERZEITUNG 3 | 2020/2021

Tanzen befreit: Conner Bormann

Endlich wieder große Sprünge: Nicola Strada, Mattia Serio und Nobel Lakaev

Ausdrucksstark: Kiyana Tam von Burg

ENDLICH WIEDER: TANZEN, TANZEN, TANZEN MINUTENLANGER APPLAUS FÜR STIJN CELIS’ »SOUND & VISION«

Starkes Miteinander trotz Abstand: Conner Bormann und Micaela Serrano Romano

Wer diesen Ballettabend gesehen hat, will nur noch eins: tanzen, tanzen, tanzen. Das Premierenpublikum jedenfalls war von »Sound & Vision« hin und weg und zollte minutenlangen Applaus. Begeisterung auch bei der Presse: Als »tänzerische Kampfansage an die Corona-Zeit« beschreibt Barbara Grech von SR2 KulturRadio die Choreographie, in der die Mitglieder der Kompanie sich nicht nur im Tanz ausdrücken: »An diesem Abend ziehen die Akteure alle Register, es wird live gesungen und sogar geredet.« »Ein glanzvoller Tanzabend«, so Isabell Schirra im OPUS Kulturmagazin, »mal energiegeladenfröhlich, mal zurückhaltend-melancholisch, bisweilen sogar trotzig und frech«. Celis’ neues Ballett schenke »viele sensible, fantasievolle, nachdenkliche Minuten und die Erkenntnis: Tanz ohne Körperkontakt – geht doch. Geht verdammt gut«, so Cathrin Elss-Seringhaus’ Fazit in der Saarbrücker Zeitung. Also: Let’s dance – am besten, Sie sichern sich gleich Ihr Ticket für eine der nächsten Aufführungen! SST

Endlich wieder tanzen: Das sorgt nicht nur bei Montana Dalton für gute Laune ... Nächste Vorstellungen Oktober 11., 17., 23., 30. November 4., 6., 8., 20. Dezember 17. (zum letzten Mal)


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THEATERZEITUNG SAARLÄNDISCHES STAATSTHEATER

Oktober/November 2020

AUF LUSTFAHRT 1. SINFONIEKONZERT

BIENVENUE, PASCAL DUSAPIN! Frankreichs vielseitigster Komponist – zu hören im Saarländischen Staatstheater Samstag, 10. Oktober 2020 18 Uhr, Großes Haus Pascal Dusapin Go (Solo Nr. 1 für Orchester) Pascal Dusapin »Aufgang«, Violinkonzert Jean Sibelius Tapiola op. 112 Justus Thorau Dirigent, Milan Pala Violine, Saarländisches Staatsorchester www.staatstheater.saarland | Das Konzert wird aufgezeichnet von

Typisch Mozart: Es gab für ihn nie genug Arbeit. In den Wintermonaten von 1782 komponiert er allein drei Klavierkonzerte, darunter auch das Klavierkonzert Nr. 23, das der österreichische Komponist Alfred Brendel treffend als »das liebevollste aller Mozartschen Klavierkonzerte« bezeichnete. Weniger liebevoll denn geprägt von Elegie und Intensivität ist wohl Felix Mendelssohn-Bartholdys Sinfonie Nr. 3, auch genannt die »Schottische«. Die Inspiration dazu kam ihm beim Anblick des nebelverhüllten Schottlands. Ein Gewittersturm der Musikgeschichte folgte. »Wassermusik«: Illustre Bootsfahrt auf der Themse Auch Georg Friedrich Händel schrieb einige Werke, die weit über seine Zeit hinaus Ohren und Seelen bewegten, darunter ohne Zweifel seine »Wassermusik«, die er für eine illustre Bootsfahrt auf der Themse komponierte. Wahrscheinlich sind alle drei Suiten mindestens einmal auf dem Wasser erklungen, im 1. Sinfoniekonzert laden die Musikerinnen und Musiker des Saarländischen Staatsorchesters nun Sie zu einer Lustfahrt. Sind Sie seefest? Frederike Krüger

Jetzt auch Sonntag 15 Uhr!

Erneut in Saarbrücken zu Gast: Pianistin Beatrice Berrrut 1. SINFONIEKONZERT Georg Friedrich Händel »Wassermusik« (2. und 3. Suite) Wolfgang Amadeus Mozart Klavierkonzert A-Dur KV 488 Felix Mendelssohn Bartholdy 3. Sinfonie a-Moll op. 56 (Schottische Sinfonie) Mit Sébastien Rouland (Dirigent), Beatrice Berrut (Klavier); Saarländisches Staatsorchester Sonntag, 25. Oktober 2020 11 Uhr und 15 Uhr, Congresshalle Montag, 26. Oktober 2020 20 Uhr, Congresshalle Das Konzert wird aufgezeichnet von

IMMER WIEDER SONNTAGS: KAMMERMUSIK 6. KAMMERKONZERT

7. KAMMERKONZERT

Wolfgang Amadeus Mozart Oboen-Quartett F-Dur, KV 370 Klarinettenquintett A-Dur, KV 581 (»Stadler-Quintett«)

Ludwig van Beethoven Klavierquartett C-Dur WoO 36,3 Johannes Brahms Klavierquintett f-Moll op. 34

Mit Lutz Bartberger und Tae-Keun Lee (Violine), Martina Schnepp und Ekkehart Fritzsch (Viola), Marie-Hélène Jacot (Violoncello), Raphael Klockenbusch (Oboe), Günter Schraml (Klarinette)

Mit Inna Maslova und Christine Christianus (Violine), Johannes Baumann (Viola), Adrian Janke (Violoncello) und Tatevik Mokatsian (Klavier)

Sonntag, 11. Oktober 2020 11 Uhr, Großes Haus

Sonntag, 1. November 2020 11 Uhr, Großes Haus


THEATERZEITUNG SAARLÄNDISCHES STAATSTHEATER

Oktober/November 2020

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HÖLLISCH GUT: GRUSELMUSIK ZU HALLOWEEN VON »NOSFERATU« BIS »PSYCHO« 1. SHOWCASE-KONZERT HALLOWEEN – DIE NACHT DES GRAUENS Musik aus Gruselklassikern und Klassik Mit Stefanos Tsialis (Dirigent), Raimund Widra (Moderation), Saarländisches Staatsorchester Samstag, 31. Oktober 2020 18 Uhr und 20:30 Uhr, Großes Haus

Am Vorabend vom Allerheiligenfest, dem »Al Hallows' Eve« lässt das Staatsorchester es unter Gastdirigent Stefanos Tsialis, seit 2014 Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Athener Staatsorchesters, gehörig spuken. Alten Überlieferungen zufolge begingen die Kelten am Halloween- Abend das Ende des Sommers und das Vieh hielt Einzug in die Ställe. Auch die Seelen der Verstorbenen kehrten in ihre Heimat zurück und die

Tore in die Welt der Toten und Geister sollen in beide Richtungen offenstehen. Nachdem irische Einwanderer ihr traditionelles Fest an jenem Abend in die USA und nach Kanada brachten, wird sich auch in Europa gern am Halloweenabend gegruselt. Besonders Filmfans freuen sich in jener Nacht auf ihre

Gruselklassiker. Doch was wären die Horrorschocker ohne Musik? Nichts als fade Langeweile! Gastdirigent Stefanos Tsialis und die Musiker*innen des Staatsorchesters jagen ihrem Publikum mit Filmmusik aus »Nosferatu«, »Vertigo«, »Psycho«, »Dracula« und natürlich »Halloween«

MUSIKALISCHE GENIESTREICHE STAATSORCHESTER SPIELT IN DER LUDWIGSKIRCHE

Wahrzeichen Saarbrückens: die Ludwigskirche

Mit der »immerwährenden Frage nach dem Sein« eröffnen Dirigent Stefan Neubert und die Musiker des Staatsorchesters das Konzert in der Ludwigskirche. Charles Ives hat sie gestellt – »The Unanswered Question«, seinem 1908 komponierten Werk, mit dem er zu einem Pionier der Moderne wurde. Es ist das populärste Werk des Komponisten, eine Meisterleistung – ganze sechs Minuten für eine unbeantwortete Kernfrage des Lebens. Ein witziges Paradoxon? Auf jeden Fall ein musikalischer Geniestreich, der nach aufmerksamen Zuhörern verlangt. Aufmerksamkeit verlangen auch die Sinfonien von Arthur Honegger, deren Gesamtheit er als ein ideelles Universum verstand, als Glaubensbekenntnis und Botschaft an die Menschheit, sich gegen Freiheitsbeschränkungen zur

Wehr zu setzen. Die 2. Sinfonie für Trompete und Streicher entstand 1941. »Wenn dieses Werk Ergriffenheit ausdrückt oder zu erwecken vermag, so liegt der Grund darin, dass sie sich mir auf ganz natürliche Weise aufgedrängt hat. Denn in der Musik drücke ich nichts anderes als meine Gedanken aus …« formulierte Honegger im Anhang des Werkes.

wohlige Schauer über den Rücken und auch zu sogenannter klassischer Musik, die übrigens oft im Horrorgenre als Stimmungsmacher unterlegt wurde, kann sich zu »höllischen« Werken von SaintSaëns, Dvořák und Mussorgski wohlig gefürchtet werden. Renate Liedtke

KONZERT IN DER LUDWIGSKIRCHE Charles Ives »The Unanswered Question« Arthur Honegger Sinfonie Nr. 2 H153 Wolfgang Amadeus Mozart Serenade B-Dur für zwölf Bläser und Kontrabass, KV 361 (»Gran Partita«) Mit Stefan Neubert (Dirigent), Saarländisches Staatsorchester Freitag, 6. November 2020 19:30 Uhr, Ludwigskirche

»Als hörte ich die Stimme Gottes«: Mozarts »Gran Partita«

Samstag, 7. November 2020 19:30 Uhr, Ludwigskirche

»Grand Partita« ist die populäre Bezeichnung für Mozarts 1781 komponierte Serenade Nr. 10 in B-Dur. Der britische Dramatiker Peter Shaffer hat Mozarts vorgeblichen Widersacher Antonio Salieri in seinem Stück »Amadeus« über dieses einzigartige Werk sagen lassen: »So eine Musik hatte ich

noch nie vernommen. Voll tiefster Sehnsucht; einer so unstillbaren Sehnsucht, dass ich erbebte und es mir schien, als hörte ich die Stimme Gottes« – besser kann man es nicht ausdrücken. Renate Liedtke


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THEATERZEITUNG SAARLÄNDISCHES STAATSTHEATER

Oktober/November 2020

FREITAG, 9. OKTOBER 2020 IL TROVATORE DER TROUBADOUR | 19:30–22:00 Uhr, Großes Haus Oper von Giuseppe Verdi TRÜFFEL TRÜFFEL TRÜFFEL | 19:30–22:00 Uhr, Alte Feuerwache Lustspiel von Eugène Labiche DIE POLITIKER | 20:00–21:30 Uhr, sparte4 Sprechtext von Wolfram Lotz

Sung min Song als Ruiz in der Verdi-Oper »Il Trovatore«

SAMSTAG, 10. OKTOBER 2020 INSPIRATIONSKONZERT PASCAL DUSAPIN | 18:00 Uhr, Großes Haus Werke von Pascal Dusapin und Jean Sibelius TRÜFFEL TRÜFFEL TRÜFFEL | 19:30–22:00 Uhr, Alte Feuerwache Lustspiel von Eugène Labiche GESPRÄCH MIT EINER STRIPPERIN | 20:00–21:20 Uhr, sparte 4 Schauspiel von Jakob Nolte

SONNTAG, 11. OKTOBER 2020 6. KAMMERKONZERT | 11:00 Uhr, Großes Haus | Wolfgang Amadeus Mozart: Oboen-Quartett F-Dur, KV 370 und Klarinettenquintett A-Dur, KV 581 (»Stadler-Quintett«) Sie haben zu allem eine Meinung: »Die Politiker« MALWETTBEWERB WEIHNACHTSMÄRCHEN Noch bis Montag, den 12. Oktober 2020, können Bilder für den Malwettbewerb zum Stück »Donkey der Schotte und das Pferd, das sich Rosi nannte« eingereicht werden: Die Jury, zu der auch Kultusministerin Christine Streichert-Clivot gehört, wählt aus den Einsendungen das Titelbild für das Programmheft und Bilder für eine Ausstellung im Mittelfoyer. Also: Greift zu Pinsel, Stift und Farben und malt oder zeichnet, was Euch in den Sinn kommt, wenn ihr an die Abenteuer von Esel Donkey, Pferd Rosi, dem vergesslichen Herrn Ritter und seiner energischen Haushälterin Frau Pančić denkt! Die vier hauen gemeinsam ab, als Herr Ritter in eine Seniorenresidenz kommen soll und somit ihre Freiheit bedroht ist. Gut, wenn man Freunde hat! Die Bilder gehen ans Saarländische Staatstheater, Junges Staatstheater, Schillerplatz 1, 66111 Saarbrücken. Gerne können die Bilder auch an der Vorverkaufskasse abgegeben werden.

SOUND & VISION | 18:00–19:00 Uhr, Großes Haus Ballett von Stijn Celis

DONNERSTAG, 15. OKTOBER 2020 MONDO TASTELESS DIE TRASHFILMREIHE IN DER SPARTE4 | 20:00 Uhr, sparte4 Schlechte Filme und ihre Geschichte

FREITAG, 16. OKTOBER 2020 GLÜCK. EIN ABEND MIT 7 GEWINNERN UND DEN BESTEN MOMENTEN IN ZEITLUPE Eine revueartige Glücksjagd | 19:30–20:55 Uhr, Großes Haus NORA_SPIELEN | 19:30–21:20 Uhr, Alte Feuerwache Schauspiel von Henrik Ibsen DIE POLITIKER | 20:00–21:30 Uhr, sparte4 Sprechtext von Wolfram Lotz

SAMSTAG, 17. OKTOBER 2020 SOUND & VISION | 19:30–20:30 Uhr, Großes Haus Ballett von Stijn Celis BOUCHES LES ROUGES. EINE NATIONALOPER | PREMIERE | 19:30 Uhr, Alte Feuerwache Musiktheater von Marius Schötz

SONNTAG, 18. OKTOBER 2020 LIEDKONZERT MARIE SMOLKA | 16:00 Uhr, Moderne Galerie Marie Smolka (Sopran) singt Lieder von Schubert, Brahms, Alma Mahler u. a; begleitet von Ekkehart Fritzsch (Viola), Günter Schraml (Klarinette), Nathan Blair (Klavier) IL TROVATORE DER TROUBADOUR | 18:00–20:30 Uhr, Großes Haus Oper von Giuseppe Verdi GESPRÄCH MIT EINER STRIPPERIN | 20:00–21:20 Uhr, sparte 4 Schauspiel von Jakob Nolte


Oktober/November 2020

THEATERZEITUNG SAARLÄNDISCHES STAATSTHEATER

DONNERSTAG, 22. OKTOBER 2020 IL TROVATORE DER TROUBADOUR | 19:30–22:00 Uhr, Großes Haus Oper von Giuseppe Verdi

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LIEDKONZERT MARIE SMOLKA

NORA_SPIELEN | 19:30–21:20 Uhr, Alte Feuerwache Schauspiel von Henrik Ibsen DIE POLITIKER | 20:00–21:30 Uhr, sparte4 Sprechtext von Wolfram Lotz

FREITAG, 23. OKTOBER 2020 SOUND & VISION | 19:30–20:30 Uhr, Großes Haus Ballett von Stijn Celis BOUCHES LES ROUGES. EINE NATIONALOPER | 19:30 Uhr, Alte Feuerwache Musiktheater von Marius Schötz

SAMSTAG, 24. OKTOBER 2020 HAIR | PREMIERE | 19:30 Uhr, Großes Haus The American Tribal Love-Rock Musical TRÜFFEL TRÜFFEL TRÜFFEL | 19:30–22:00 Uhr, Alte Feuerwache Lustspiel von Eugène Labiche GESPRÄCH MIT EINER STRIPPERIN | 20:00–21:20 Uhr, sparte 4 Schauspiel von Jakob Nolte

SONNTAG, 25. OKTOBER 2020 1. SINFONIEKONZERT | 11:00 + 15:00 Uhr, Congresshalle Werke von Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy GOTTESDIENST NORA_SPIELEN! | 11:00 Uhr, Johanneskirche Mit Schauspieler*innen der Produktion. Eintritt frei. GLÜCK. EIN ABEND MIT 7 GEWINNERN UND DEN BESTEN MOMENTEN IN ZEITLUPE Eine revueartige Glücksjagd | ZUM LETZTEN MAL | 15:00–16:25 Uhr + 19:30–20:55 Uhr, Großes Haus

Marie Smolka, die auf der Bühne des Großen Hauses bereits als Susanna in Mozarts »Figaro« oder als Valencienne aus Lehárs »Lustiger Witwe« das Publikum wahlweise in Rührung oder Verzückung zu bringen weiß, widmet sich der Vielfalt der deutschsprachigen Liedliteratur. Richard Strauss, Arnold Schönberg, aber auch die Musik von Alma Mahler oder Alexander von Zemlinsky erweckt sie mit ihrer Stimme zu neuer Lebendigkeit – am Sonntag, 18. Oktober 2020, 16 Uhr in der Modernen Galerie. Am Klavier begleitet sie der zweite Kapellmeister des Saarländischen Staatstheaters Nathan Blair. Frederike Krüger

TRÜFFEL TRÜFFEL TRÜFFEL | 19:30–22:00 Uhr, Alte Feuerwache Lustspiel von Eugène Labiche GESPRÄCH MIT EINER STRIPPERIN | 20:00–21:20 Uhr, sparte 4 Schauspiel von Jakob Nolte

MONTAG, 26. OKTOBER 2020 1. SINFONIEKONZERT | 20:00 Uhr, Congresshalle Werke von Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy

DIENSTAG, 27. OKTOBER 2020 HAIR | 19:30 Uhr, Großes Haus The American Tribal Love-Rock Musical Wir freuen uns, wieder für Sie spielen zu dürfen! Ihre Sicherheit und Gesundheit liegen uns am Herzen. Für den Besuch unserer Spielstätten und der Vorverkaufskasse gelten daher die allgemein bekannten Hygieneregeln: • • • •

Abstand (1,50 m) Nies- und Hustenetikette (in die Armbeuge) Handhygiene (Desinfektionsspender vorhanden) Mund-Nasen-Bedeckung (Ausnahme: Am Platz im Zuschauersaal kann die Maske abgenommen werden).

Einlass in alle Spielstätten und Zuschauersäle 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn; kein Nacheinlass nach Beginn der Aufführung. Weitere Informationen finden Sie unter www.staatstheater.saarland/service

Sucht das »Gespräch mit einer Stripperin«: Ivan Trinko alias Schauspieler Fabian Gröver

Weitere VERANSTALTUNGSTERMINE

entnehmen Sie bitte unseren Monatsspielplänen oder der Theaterwebsite www.staatstheater. saarland/nc/spielplan/


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THEATERZEITUNG SAARLÄNDISCHES STAATSTHEATER

Oktober/November 2020

LET THE SUNSHINE IN KULTMUSICAL »HAIR« EROBERT STAATSTHEATER-BÜHNE Es ist schon fast ein Klassiker und von den Bühnen der Welt nicht mehr wegzudenken: das Love-Rock-Musical »Hair«. Mit seinen mitreißenden Songs startete

»Hair« von New York aus einen Triumphzug um die Welt. Kein anderes Musical hat das Lebensgefühl einer ganzen Generation besser eingefangen. Entstanden war dieses Feuerwerk einer «Hippie-Revue« als Aufschrei gegen die Konsum- und Wohlstandsgesellschaft, gegen Krieg und Rassismus und die Spießigkeit der Erwachsenen: Die Macher James Rado und Gerome Ragni, die in der New Yorker Szene lebten, wollten etwas Neues kreieren und das, was sie auf der Straße spürten, auf die Bühne übertragen. Heute wie damals aktuell: »Make love, not war«

Vom Banker zum Hippie: Berger Kostümentwurf von Ralph Zeger

Seit seiner Uraufführung am Public Theatre in New York 1967 veränderte sich das Gesicht des Musicals häufig, es passte sich sowohl der Zeit als auch regionalen

Gegebenheiten an und hat dabei bis heute nichts von seiner Energie verloren. »Make love, not war« war die Losung der demonstrierenden Hippies für eine humanere und friedlichere Welt zur Zeit der Entstehung von »Hair«, mit »Fridays for Future« geht die Jugend jetzt auf die Straße. Mit viel Drive ins Hier und Heute Regisseur Maximilian von Mayenburg und Choreografin Eleonora Talamini bringen mit ihrem Team das Geschehen mit viel Drive ins Heute und Jetzt, und ein großartiges und hochmotiviertes Ensemble wird die Show mit unsterblichen Hits wie »Aquarius«, »Good Morning, Starshine« und »Let The Sunshine In« in die Herzen des Saarbrücker Publikums katapultieren. Renate Liedtke

HOFFNUNG AUF VERÄNDERUNG EUROPÄISCHE ERSTAUFFÜHRUNG: »EINE KURZE CHRONIK DES KÜNFTIGEN CHINA« Seit September 2014 befindet sich Hongkong in Aufruhr. Die sogenannte »Regenschirm-Revolution« bringt tausende Demonstranten gegen die pekingfreundliche Regierung auf Straßen und Plätzen oder in Einkaufzentren zusammen, um Hongkong als chinesische Sonderverwaltungszone unter Beibehaltung einer freien Marktwirtschaft und ihrer inneren Autonomie zu verteidigen. Surreale Begegnung: Die westliche Welt trifft auf China In dieser Situation schreibt der 1975 in Hongkong geborene Dramatiker, Regisseur und Lehrer Pat To Yan sein Stück »Eine kurze Chronik des künftigen China«, um darin die Ereignisse, aber auch seine persönlichen Erlebnisse, Alpträume von Verfolgung, Ängste vor Verhaftung und Hoffnung auf Veränderung zu verarbeiten. Geschickt verschiebt Pat To Yan darin die Raum- und Zeitdimen-

sionen der verschlungenen Geschichten seiner Figuren. Auf magische, fast surreale Weise scheinen sich dabei die westliche Welt und China zu begegnen. Doch wenn Pat To Yan über China schreibt, meint er immer auch unsere globalisierte, vernetzte und digitale Welt mit all ihren wirtschaftlichen und politischen Verwerfungen. Dabei ist die Zeit, über die er schreibt, immer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugleich, denn noch immer bestimmen vergangene Kriege und Aufstände

nicht nur die politische Ordnung, sondern auch das berufliche wie private Leben. Gibt es noch Hoffnung für die Demokratie? Doch wovon erzählen nun seine geheimnisvollen Figuren in diesem chinesischen »Blade Runner«? Denn was bei Ridley Scott Replikanten waren, sind bei Pat To Yan hölzerne Puppen, die man »zum Leben schnitzen« kann. Entscheidend dabei die dahinterstehenden Fragen: Wer hat das Wissen,

HAIR THE AMERICAN TRIBAL LOVE-ROCK MUSICAL ML Achim Schneider R Maximilian von Mayenburg Ch Eleonora Talamini B Tanja Hofmann K Ralph Zeger D Renate Liedtke Mit Chikosi, Mac Gillavry, Lambrich, Lefeber, Links, Mai, Peters, Walker; Lamont Byrd, Rekeszus, Schier, Schiavone, Sommerfeld, Staiger, Yakoub Premiere Samstag, 24. Oktober 2020 19:30 Uhr, Großes Haus Nächste Vorstellungen Oktober 27. November 7., 11., 14., 21., 27. Dezember 4., 10., 22., 26., 29., 31. Weitere Termine in Planung

die Macht und das Privileg, dies zu tun? Und vor allem: Wie soll dieses zukünftige »geschnitzte Leben« aussehen? Frei und selbstbestimmt oder gesteuert und vorprogrammiert? Horst Busch EINE KURZE CHRONIK DES KÜNFTIGEN CHINA Schauspiel von Pat To Yan R Moritz Schönecker B Benjamin Schönecker K Veronica Bleffert M Kiko Faxas Ch Zufit Simon D Horst Busch Mit Bukal, Krzoska, Pochert, Struppek; Geiling, Hutter, Kretschmer Europäische Erstaufführung Freitag, 6. November 2020 19:30 Uhr, Alte Feuerwache

Eine Stadt in Aufruhr: Hongkong

Nächste Vorstellungen November 11., 14. Dezember 4., 17., 27. Weitere Termine in Planung


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AUS PURER LUST AN DER FREUDE

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Oktober/November 2020

SPARTE4 GOES OPER: »BOUCHES LES ROUGES« Neues Musiktheater. Ein Label, oftmals (fälschlicherweise) behaftet mit Vorurteilen, kompliziert, überfordernd, abschreckend, unsinnlich bis sinnlos. Pah! Falsch gedacht. Das befand auch das Team um Komponist und Regisseur Marius Schötz, als sie das Angebot aus Saarbrücken erhielten, für die sparte4 ein neues Musiktheater zu erdenken, zu erfinden, zu kreieren. Leicht wie Popmusik – Oper mal anders Aus der puren Lust an der Freude, aus dem Spaß an Glücksgefühlen begannen sie dieses lustvoll sinn-

liche, berührend bis beglückende Abenteuer: »Bouches les rouges – Eine Nationaloper«. Zwei Handvoll Menschen sitzen nun bereits seit einigen Wochen in diesem Gummiboot, das sich Stückentwicklung nennt. Sie erzählen, sie debattieren, sie forschen, sie blicken zurück und nach vorn, sie lachen, sie weinen, sie gehen ihren Weg. Zusammen und allein. Sie erleben, was es heißt, eine Gruppe zu werden. Einer für alle, wer nicht mitkommt, bleibt eben da. Das klingt ja nach was, werden Sie jetzt vielleicht denken. Und daraus soll eine Oper werden? Geht denn das? Und ob! Dabei ist der Weg das Ziel, über alle Konventionen und Grenzen hinweg. Darf Oper denn so klingen? So flirrend leicht, wie butterweiche Popmusik? Ja! Und darf sie denn das, so lustig im Melancholischen, so ernst im Albernen sein? Aber ja! Und ist das Ganze denn »durchkomponiert«? Irgendwie ja und irgendwie auch nein. Und was ist denn jetzt eigentlich der Plot des Ganzen?

BOUCHES LES ROUGES EINE NATIONALOPER Musiktheater von Marius Schötz R Marius Schötz B Robin Metzer K Florian Kiehl D Frederike Krüger, Marthe Meinhold Mit Bauer, Braun; Jaursch, Röttig; Blair/Lin (Klavier) Uraufführung Samstag, 17. Oktober 2020 19:30 Uhr, Alte Feuerwache

Ab in den Wald und wandern: Stefan Röttig (Probenfoto)

Nächste Vorstellungen Oktober 23., 30. November 13., 15., 29. Dezember 15. Weitere Aufführungen in Planung

Einfach aussteigen? Dann ab in den Wald!

Zurück zur Natur: Bettina Maria Bauer (Probenfoto)

Fünf Menschen treffen sich im Saarbrückener Wald. Sie wollen aussteigen. Lieber in den Wald und wandern, sich spüren, die Füße, die Seele, die Stimme, das Herz. Aber so richtig. Sonst hätten sie eben auch ins Büro gehen können. Kennen Sie das? Dann kommen Sie ab dem 17. Oktober in die Alte Feuerwache. Wir nehmen Sie mit. Frederike Krüger

HIER ISSE ENDLICH! MONDO TASTELESS – DIE 4. JAHRESSTAFFEL! Serge Pocken, Filmkritiker und Verfechter des, vorsichtig ausgedrückt »besonderen« Filmgeschmacks, ist zurück! Die Mission: Konventionen brechen. Und sei es mit Gewalt. Ein Lockdown vor der Glotze hat uns eine übervolle Schatzkiste abstrusester Filmkunst beschert. Lasst die Lichtspiele beginnen! Thorsten Köhler Ab dem 15. Oktober einmal im Monat in Eurer sparte4

Ein bisschen Lagerfeuerromantik muss sein: Stefan Röttig, Markus Jaursch und Bettina Maria Bauer (Probenfoto) MELODIEN FÜR MILLIONEN INTIMACY! – LIEDER FÜR DEN ENGSTEN KREIS NEU: JETZT IM DOPPELPACK! Die JoJo Achims sind zurück, um sich und ihre Mitstreiter vor die spaßige Aufgabe zu stellen, Coverversionen bekannter Songs zu erarbeiten – alles unplugged und ganz spontan! Diesmal stehen (passend zu Abstandsregel und Hausarrest) Lieder über ganz Intimes im Fokus. Worüber singt der Mensch, wenn er auf sich selbst zurückgeworfen ist? Thorsten Köhler Antwort am 28. + 29. Oktober, 21 Uhr in der sparte4


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Oktober/November 2020

AUF GLÜCKSJAGD: LETZTE GELEGENHEIT »GLÜCK«: NUR NOCH DREI VORSTELLUNGEN VORVERKAUFSKASSE Schillerplatz 2 66111 Saarbrücken Telefon 0681 3092-486 Abonnement 0681 3092-482 Besuchergruppen-Service 0681 3092-484 Fax 0681 3092-416 E-Mail kasse@staatstheater.saarland Öffnungszeiten Montag bis Freitag 10:00–18:00 Uhr Samstag 10:00–14:00 Uhr

Einer der Glückssucher: Ali Berber Seit Mitte September machen sich Abend für Abend sieben Darsteller*innen aus Schauspielund Musiktheaterensemble auf die Suche nach dem Glück – ohne

Heiß begehrt: Glücksgöttin Frau Fortuna (Juliane Lang) es bislang gefunden zu haben. Ein ums andere Mal wird Frau Fortuna gejagt, doch allmählich wird die Zeit knapp: Von Bettina Bruiniers revueartiger Glücksjagd sind am

Glück im Selbstbausatz? Sébastien Jacobi, Salomón Zulic del Canto, Marie Smolka, Thorsten Rodenberg und Juliane Lang packen’s an ...

Saarländischen Staatstheater nur noch wenige Vorstellungen zu sehen … Die ganz persönlichen Glückssuchergeschichten unseres Ensembles sollten Sie sich keinesfalls entgehen lassen, ebenso wenig wie die vielen Chanson- und Popnummern, die die Truppe auf ihrer Glücksjagd mit im Gepäck hat. Packen Sie das Glück im wahrsten Sinne des Wortes beim Schopf und sichern Sie sich noch schnell Ihr Ticket für »Glück. Ein Abend mit 7 Gewinnern und den besten Momenten in Zeitlupe« – der Countdown für die letzten drei Aufführungen läuft … SST Letzte Vorstellungen Fr., 16. Oktober 2020, 19:30 Uhr So., 25. Oktober 2020, 15:00 + 19:30 Uhr

Bildnachweise: Seite 1 ©Bettina Stöss Seite 2 Inspirationskonzert©Philippe Gontier/Honkphoto, Beatrice Berrut©Christine Ledroit-Perrin, Kammermusik ©stock.adobe.com – GIBLEHO Seite 3 Halloween©stock.adobe.com – Alexander Raths, Ludwigskirche©Honkphoto Seite 4 ©Martin Kaufhold Seite 5 ©Martin Kaufhold Seite 6 Hair©Ralph Zeger, Hongkong©stock.adobe.com – Dmitry Rukhlenko Seite 7 ©Astrid Karger Seite 8 ©Martin Kaufhold

ABENDKASSEN jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn Staatstheater 0681 3092-286 Alte Feuerwache Landwehrplatz 66111 Saarbrücken 0681 3092-203 sparte4 Eisenbahnstraße 22 66117 Saarbrücken 0681 959 0571 Congresshalle Hafenstraße 66111 Saarbrücken 0681 418 05 48

LEGENDE

ML = Musikalische Leitung R = Regie D = Dramaturgie B = Bühnenbild K = Kostüme

www.staatstheater.saarland

IMPRESSUM Herausgeber Saarländisches Staatstheater GmbH Schillerplatz 1 66111 Saarbrücken

Generalintendant Bodo Busse Kaufmännischer Direktor Prof. Dr. Matthias Almstedt

www.staatstheater.saarland

Änderungen und Druckfehler vorbehalten

Redaktion Ines Schäfer Redaktionelle Mitarbeit Horst Busch, Astrid Karger, Thorsten Köhler, Frederike Krüger, Renate Liedtke Gestaltung und Satz Wiebke Genzmer, Berlin

Verlag und Druck Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH Redaktionsschluss 2.10.2020 Auflage 180.000

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Theaterzeitung Saarländisches Staatsheater 3 | 2020/21  

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