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FAMILIEN M A G A Z I N SAAR

04 | 2016 | 1,20 Euro

JUGEND IM STAATSTHEATER

Foto: Thomas Seeber

Ronja Räubertocher und klassische Musik S. 12 + 34

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WIE DIE RICHTIGEN HOBBYS FINDEN?

S. 26


EDITORIAL

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LIEBE LESERINNEN UND LESER, D

ie Tage werden kürzer, die Adventszeit hat gerade begonnen, ebenso die Suche nach den passenden Weihnachtsgeschenken. Wir stellen in unserer aktuellen Ausgabe des Familienmagazins aus gegebenem Anlass jede Menge Bücher und Spiele als Geschenktipps vor und hoffen, Ihnen damit ein wenig bei der Suche behilflich zu sein. Sicher ist auch ein Besuch im Disneyland Paris ein ganz besonderes Geschenk. Im kommenden Jahr feiert der Park sein 25-jähriges Bestehen. Wir stellen den Park vor und weisen auf besondere Attraktionen hin. Außerdem berichten wir über das aktuelle Weihnachtsstück des Saarländischen Staatstheaters, das noch bis Ende Dezember gespielt wird und etwas für die ganze Familie ist. Gemeinsam Zeit verbringen, das ist für viele Menschen in hektischen Zeiten das höchste Gut neben Gesundheit. Dann gibt es aber auch Zeiten, in denen es heißt, loszulassen, die lieben Kleinen bei Freunden übernachten zu lassen. Auch damit beschäftigen wir uns in unserer aktuellen Ausgabe. Eine andere Art des Loslassens ist sicher, wenn Eltern erstmals einen Babysitter suchen. Wir sind der Frage nachgegangen, was Eltern beim Buchen eines Babysitters beachten müssen und sollten. Wer sich nach dem Meer sehnt und sozusagen dem Winterblues entfliehen möchte, dem legen wir in diesem Heft das holländische Städtchen Domburg samt Hoteltipp ans Herz. Passend zur Jahreszeit, der Weihnachtszeit, aber auch der bevorstehenden Neujahrsempfänge und Konzerte werden wir besinnlich und haben unser Covershooting mit zwei Teenagern, die beide Instrumente spielen, dieses Mal ins Staatstheater verlegt. Zu Zeiten, in denen das Staatstheater gut besucht ist und viele Vorstellungen gespielt werden, war es dabei etwas Besonderes, das Shooting im geschlossenen Theater machen zu dürfen. Eine tolle Atmosphäre für alle Beteiligten. Unser Kinderarzt Dr. Benedikt Brixius beschäftigt sich diesmal, ebenfalls passend zur Jahreszeit, in seiner Kolumne mit Giftpflanzen in der Advents- und Weihnachtszeit. Mit all diesen Themen und Anregungen entlassen wir Sie in die Weihnachtszeit und das neue Jahr, wünschen Ihnen und Ihren Familien frohe Weihnachten und ein wunderbares und gesundes Jahr 2017. Wir freuen uns, Ihnen auch im neuen Jahr wieder vier Familienmagazine präsentieren zu dürfen. Das erste Heft erscheint am 23. März.

Yvonne Handschuher

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NN INHALT

06 BABYSITTEN

EDITORIAL

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MINIS

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Das Thema Babysitting ist für viele Eltern wichtig. Das Familienmagazin Saar warf einen Blick auf Haftungsfragen und gibt Tipps zur Babysittersuche und zur Zusammenarbeit mit einem Babysitter. .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

KIDS

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Wellness mit Kindern - ein Widerspruch? Nein, wie unser Artikel auf Seite 8 beweist. Zudem stellt das Familienmagazin Saar das Weihnachtsmärchen „Ronja Räubertochter“ vor, das im Staatstheater aufgeführt wird und das die spannende Geschichte eines mutigen Mädchens erzählt. .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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MUTIG

MÄRCHENHAFT

TWEENS

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Viele Tweens basteln und malen gern. Deshalb stellt das Familienmagazin Saar die Kunstschule L’école Montmartre aus Lebach vor. Was tun, wenn Kinder zum ersten Mal fragen, ob sie auswärts übernachten dürfen? Wir geben Tipps, wie Eltern damit umgehen sollten. Auf seiner Tour durch Freizeitparks geht es für das Familienmagazin Saar diesmal ins Nachbarland Frankreich. Das „Disneyland Paris“ verspricht Spaß für die ganze Familie. .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

TEENS

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Das Familienmagazin ging der Frage nach, was Teenager von Weihnachten erwarten. Das richtige Hobby zu finden, ist gar nicht mal so einfach. Frust sollte bei der Suche aber nicht aufkommen. .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

TWENS +

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Wie Topathletin Joelle Tesche-Franzmann ihre Familie mit zwei Kindern, das Studium und ihren Leistungssport unter einen Hut bringt, erzählt sie im Gespräch mit dem Familienmagazin Saar. .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

BÜCHER & SPIELE

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In der Rubrik Bücher & Spiele dreht sich diesmal natürlich alles um Weihnachten. Ob das richtige PC-Spiel oder ein schönes Backbuch gesucht wird - hier werden Sie fündig. .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

RAT UND TAT

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Dekopflanzen machen das Zuhause an Weihnachten erst richtig heimelig. Worauf muss man achten, wenn man Kinder im Haus hat? Welche Pflanzen von Christrose, Weihnachtsstern und Co. sind giftig? Die Ärztekolumne hilft weiter.


INHALT

30 FAMILIE & JOB

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TIPPS & NEWS

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IMPRESSUM

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TIPPS & NEWS

HAPPY BIRTHDAY

KALENDER

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KOLUMNE

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Eine Sonderveröffentlichung der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH vom 1. Dezember 2016

FAMILIENMAGAZIN SAAR

REDAKTION: Peter Stefan Herbst (verantwortlich) Dr. Ilka Desgranges Georg Müller Yvonne Handschuher

LAYOUT & PRODUKTION: GM Layout & Redaktion GmbH Am Torhaus 54a 66113 Saarbrücken

AUTOREN: Y. Handschuher, M.Völke, Dr. B. Brixius, C. Merkel, A. Kernig, U. Servas, S. Bohlander, Veranstalter

FOTOS: Yvonne Handschuher, Thomas Seeber, Fotolia, Anja Kernig, Carolin Merkel, Veranstalter, PR

ANSCHRIFT: Gutenbergstraße 11 – 23 66103 Saarbrücken DRUCK: DVHS - Druckhaus und Verlagsservice GmbH Hanns-MartinSchleyer-Str. 8 54294 Trier

PRODUKTMANAGEMENT: Daniel Meyer VERTRIEBSLEITUNG: Marc Hartmann ANZEIGENLEITUNG: Alexander Grimmer

Das Familienmagazin der Saarbrücker Zeitung erscheint viermal im Jahr. Der jährliche Abonnementpreis beträgt 4,80 Euro inkl. MwSt. und Zustellkosten im Verbreitungsgebiet. Auflage 25.000. Das nächste Familienmagazin erscheint am 23. März 2017. Eine Gewähr für die Richtigkeit der Termine kann nicht übernommen werden. Änderungen sind möglich. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Für Anzeigen gilt die Preisliste Nr. 65 ab 1. Oktober 2016 der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH.

GESCHÄFTSFÜHRUNG: Dr. Joachim Meinhold (Vorsitzender) Christian Erhorn VERLAGSGESCHÄFTSFÜHRUNG: Thomas Deicke

KONTAKT: familienmagazin@sz-sb.de ANZEIGEN: (06 81) 502-3730, E-Mail: fm.anzeigen@sz-sb.de VERTRIEB: Telefon: (06 81) 502-3730, E-Mail: fm.vertrieb@sz-sb.de INTERNET: www.saarbrueckerzeitung.de/familienmagazin

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FOTO: MARIA SBYTOVA - FOTOLIA

MINIS NNNNNNNNNNNN

„Es kann spät werden“ Alles, was Eltern rund ums Babysitten wissen müssen

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ir fiel die Decke auf den Kopf“, erinnert sich Tanja Lieblang, 38-jährige Fitnesskauffrau im Mutterschutz. „Ich musste dringend mal was anderes sehen und erleben.“ Kochen, Putzen, Waschen, Bügeln, nebenbei Familie managen und zwei kleine Kinder bespaßen, manchmal wird der Alltag zur Tretmühle. Thorsten Lieblang kommt oft erst nach 19 Uhr aus dem Büro. Als er seine Frau eines Abends nach einem besonders nervigen Tag trösten wollte, fragte er spontan: „Warum engagieren wie nicht mal einen Babysitter?“ Erst habe sie sich gesträubt, „die Kinder waren ja mit elf Monaten und drei Jahren noch relativ klein“, aber irgendwann

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siegte doch der Wunsch nach mehr „Premiumzeit“ als Paar. Und dann ging die Suche los. Früher oder später wünschen sich die meisten Eltern wie die Lieblangs einen Babysitter, sei es aus beruflichen Gründen beim Wiedereinstieg nach der Babypause oder auch einfach nur, um nach längerer Zeit wieder mal einen gemeinsamen Abend verbringen zu können. Babysitten bedeutet rechtlich, dass die Eltern ihre Aufsichtspflicht gegenüber ihren minderjährigen Kindern vorübergehend auf andere Personen übertragen. Erforderlich dazu ist ein Vertrag, der schriftlich, mündlich oder stillschweigend geschlossen werden kann. Am sinnvollsten ist jedoch die

schriftliche Fixierung des Vertrags, um den Übergang der Aufsichtspflicht im Zweifel beweisen zu können Haftungsfrage beachten

Jede Person, die Kinder betreut, sollte wissen, dass sie für Schäden verantwortlich gemacht werden kann, die das Kind während der Betreuungszeit erleidet oder aber selbst verursacht. Falls der Babysitter – was oft vorkommen wird – selbst noch minderjährig ist, muss sichergestellt sein, dass seine Eltern vorab nachweisbar ihre Einwilligung geben, was meist in einer schriftli-


MINIS

Babysitter müssen angemeldet werden

Aber wie finde ich einen geeigneten Babysitter? „Wir haben uns erstmal im Bekanntenkreis umgehört“, erzählt Tanja Lieblang. Letztendlich half ihnen der Zufall: Bei einem Basar im Kindergarten des Nachbarortes entdeckte sie einen Aushang einer jungen Frau, die selbst mehrere Geschwister hat und bereits über Erfahrungen als „Nanny“ verfügte. Als geeignete Personen werden von der Rechtsprechung geistig und körperlich rüstige Großeltern und ältere, umsichtige Kinder angesehen. Der Kontakt zu Babysittern kann gelegentlich über die Kommunen, über örtliche Jugendverbände oder Sozialeinrichtungen (DRK, Awo u.ä.) sowie letztlich auch über mehrere Vermittlungsorganisationen hergestellt werden. Im Internet existieren umfangreiche Datenbanken mit Babysitterprofilen, teilweise mit Fotos und Bewertungen. Als hilfreich bei der Auswahl erweist sich der sogenannte Babysitterpass, der den Inhaber nach dem Absolvieren eines Kurses als fachlich geschulte Babysitter ausweist. Was oft vergessen wird: Da sie unter „Haushaltshilfe“ laufen, müssen Babysitter nach dem

Sozialgesetzbuch bei der gesetzlichen Unfallversicherung angemeldet werden. Die Kosten trägt der Auftraggeber, der die Tätigkeit des Babysitters innerhalb einer Woche nach Beginn der Beschäftigung bei der zuständigen Unfallversicherung (www.unfallkassen.de) melden muss. Die Beiträge sind übrigens sehr gering. Empfehlenswert ist es darüber hinaus, die private Haftpflichtversicherung des Babysitters oder die seiner Eltern, wenn er noch mit ihnen unter einem Dach lebt, zu erweitern und speziell für eine „Betreuung im Auftrag“ abzuschließen. Zwar sind Kinder meist bei der Privathaftpflichtversicherung der Eltern mitversichert, aber eben nur für die in dieser Versicherung eingeschlossenen Risiken. Und dann wird es ernst. Vorab sollten Eltern ihrem Babysitter alles Wissenswerte über ihr Kind mitteilen. Insbesondere, welche Verbote für das Kind gelten, welche Gewohnheiten und Vorlieben es hat und ob Krankheiten oder Allergien bestehen. Sinn macht es auch, dass der Babysitter mit den räumlichen Gegebenheiten vor Ort und den wichtigsten Haushaltsgeräten wie Flaschenwärmer oder Babyphone vertraut gemacht wurde. Bei der Übergabe plant man am besten eine Viertelstunde Zeit ein: „Das hat sich bei uns bewährt“, bestätigt Tanja Lieblang. „Irgendwas müssen wir mit Anna, unserer Nanny, immer noch klären und wenn man da schon in Eile ist, vergisst man unter Umständen ein Detail.“ Außerdem reagieren die Kinder oft allergisch auf Hektik: „Nichts ist schlimmer, als sie schreiend und brüllend mit dem Kindermädchen allein lassen zu müssen, weil sonst das Kino oder Theater ohne uns anfängt – aber das kann man dann sowieso nicht mehr richtig genießen vor lauter Schuldgefühlen.“ Was gar nicht geht, ist das Kind bereits beim ersten Kontakt mit dem Babysitter

GELD SPAREN Viele Eltern wissen nicht, dass sie die Kosten der Kinderbetreuung von der Steuer absetzen können. Berufstätige Alleinerziehende und Doppelverdiener können pro Jahr für jedes Kind bis zum 14. Lebensjahr zwei Drittel aller Kosten der Kinderbetreuung bis maximal 4.000 Euro steuerlich geltend machen. Die Kosten werden bei Angestellten als Werbungskosten berücksichtigt, bei Selbständigen als Betriebsausgaben. Wenn nur ein Elternteil berufstätig ist oder Alleinerziehende nicht berufstätig sind, können für Kinder vom 3. bis zum vollendeten 5. Lebensjahr zwei Drittel der Betreuungskosten bis zu 4.000 Euro pro Jahr und Kind als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden. NIG

alleine zu lassen. Erster Schritt sollte immer ein „Kennenlernbesuch“ sein, bei dem die Eltern in der Nähe bleiben und beobachten, wie der Babysitter mit dem Kind umgeht. Da man nie ausschließen kann, dass ein Notfall eintritt, empfiehlt es sich einen Zettel mit den wichtigsten Notfallnummern zu hinterlassen. Wobei es nichts bringt, die eigene Mobilnummer anzugeben und im Konzert das Handy anzustellen. „Wir informieren vorher immer die Nachbarn, die im Fall der Fälle helfen würden“, verrät Tanja Lieblang. Bleibt nur eine Frage: Was zahlt man einem Babysitter? Üblicherweise handelt es sich um Stundenlöhne zwischen 5 und 10 Euro. Wird es spät, kann das extra kosten. Die Lieblangs nehmen die Dienste ihrer Babysitterin mittlerweile regelmäßig in Anspruch. „Anna gehört NIG quasi zur Familie.“

FOTO: MARIA SBYTOVA - FOTOLIA

chen Erklärung erfolgt (siehe §§ 107, 108 Abs. 1 BGB). Der Umfang der Aufsichtspflicht hängt von Alter, Eigenart und Charakter des Kindes sowie dem Vorhandensein besonderer Gefahrenquellen ab: Man denke nur an eine Hauptverkehrsstraße neben dem Spielplatz oder das berühmt-berüchtigte „Messer, Gabel, Schere, Licht“-Quartett. Während ein anderthalbjähriges Kind noch (nahezu) lückenlos beaufsichtigt werden muss, darf man Kinder ab acht Jahren unter Umständen draußen ohne Aufsicht spielen lassen.

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Der Freizeitspaß für die ganze Familie Seit nunmehr zehn Jahren sorgt der Indoorpark flip Spiel- und Sportzentrum in Göttelborn für leuchtende Kinderaugen im ganzen Saarland und darüber hinaus. Zum runden Geburtstag hat das flip-Team, das jährlich bis zu 55.000 Besucher begrüßt, ein ganz besonderes Programm vorbereitet.

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lip flip Hurra: Das flip Spiel- und Sportzentrum in Göttelborn feiert am Freitag, 13. Januar, sein 10-jähriges Bestehen. Dazu steht prominenter Besuch ins Haus: Elsa und Olaf aus dem Disney-Hit „Die Eiskönigin“ werden ebenso vor Ort sein wie die Teenage Mutant Ninja Turtles. Für gelben Schabernack sorgen die Minions und Mickey Maus ist auch im Haus. Natürlich besteht für die kleinen und großen Besucher die Möglichkeit, sich kostenlos mit den beliebten Charakteren fotografieren zu lassen. Gerne dürfen die Kinder zur flip-Geburtstagsfeier auch verkleidet kommen. Vom Piraten bis zum Cowboy, von der Prinzessin bis zur Hexe: Der

Fantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Zusätzlich können sich die jungen Besucher auch lustige Luftballontiere modellieren und sich beim Kinderschminken nach Wunsch bemalen lassen. Das alles ist kostenlos. Die Gäste bezahlen an diesem Tag nur den normalen Eintritt. Auf der 2300 Quadratmeter großen Spielfläche im flip dürfen sich alle Besucher das ganze Jahr über gerne so richtig austoben und herumtollen, wie es Spaß macht. Das kunterbunte Spiel- und Sportangebot bietet unter anderem BungeeTrampolin, Indoor-Soccer auf dem Kunstrasenplatz mit FIFA-Zulassung, Air Hockey, Kletterwand, Quad-Kartbahn und die größte Indoor-Riesenrutsche in Südwestdeutschland. Das verrückteste Zirkeltraining des Saarlandes ist auch bestens für Schulsport, Wandertage oder Schulausflüge geeignet. Einfach mal den Lehrer fragen und einen Termin vereinbaren. Das flip bringt somit sowohl die Kleinsten und die Kleinen als auch die Großen und die Grö��ten in Bewegung. Neben der großen Geburtstagsfeier bietet das flip-Team noch weitere Highlights an. Der Nikolaus stattet dem flip Spiel- und Sportzentrum am Sonntag, 4. Dezember, 15 Uhr, einen Besuch ab. Eine Woche später, 11. Dezember, 15 Uhr, gibt es kostenlose Luftballontiere für alle Kinder. Von

Das flip hat die größte Indoor-Riesenrutsche im Südwesten. FOTOS: STEFAN BOHLANDER

Samstag, 17. Dezember, bis Sonntag, 1. Januar 2017, lädt das flip-Team täglich von 11 bis 19 Uhr zu den „fantastischen flip-Weihnachtsferien“ ein. Am Sonntag, 8. Januar, ist für Groß und Klein von 15 bis 17 Uhr der Kletternachmittag an der bis zu zehn Meter hohen Kletterwand geplant. BO

INFRORMATIONEN Kontakt flip Spiel- und Sportzentrum GmbH Grubenstraße 8A 66287 Göttelborn Telefon (0 68 25) 80 17 17 Telefax: (0 68 25) 80 17 18 E-mail:info@flip1.de Internet: www.flip1.de Öffnungszeiten Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr; Klettern und Soccer von 11 bis 21 Uhr

An Feiertagen und in den Schulferien: von 11 bis 19 Uhr; Klettern und Soccer von 11 bis 21 Uhr

Der Kunstrasenplatz im flip ist so gut, dass er sogar eine

Die Kartbahn sorgt für mächtig viel Spaß bei den jungen

FIFA-Zulassung hat.

Besuchern.

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Montag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr; Klettern und Soccer von 14 bis 21 Uhr


NN TWEENS

„Mami? Darf ich bei Laura übernachten?“ Wenn Kinder zum ersten Mal bei ihren Freunden übernachten, ist das nicht nur für die Kleinen spannend. Auch wir Eltern müssen lernen, mit der beginnenden Eigenständigkeit des Nachwuchses umzugehen.

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ls mir meine Tochter die obige Frage zum ersten Mal stellte, war sie gerade in den Kindergarten gekommen. Besagte Laura kannte sie von Geburt an, ihre Mutter Charlotte ist meine beste Freundin. Überrascht stimmte ich zu, beeindruckt und erfreut von ihrem Mut, etwas Neues zu wagen. Gemeinsam packten wir ein kleines Köfferchen mit Schlafanzug, Zahnbürste und Wawi, dem unverzichtbaren Kuschellämmchen, dann brachte ich sie zu ihrer Freundin. Voller Aufregung gab ich Charlotte Tipps zu unseren hauseigenen Einschlafritualen, die diese entspannt ignorierte, wie sie mir später augenzwinkernd erzählte. Dann fuhr ich heim und harrte gespannt und sprungbereit der Nacht und der eventuellen Heimwehanrufe, die da kommen mochten. Nichts passierte. Morgens telefonierte ich mit Charlotte, die mir versicherte, dass beide Mädchen durchgeschlafen hatten und nun vergnügt am Frühstückstisch hampelten.

Foto: contrastwerkstatt - Fotolia

Erster Schritt Richtung Abnabelung?

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So sehr ich mich darüber freute, so gab es mir doch gleichzeitig einen kleinen Stich ins Mutterherz. War das der erste Schritt in Richtung Abnabelung und Selbstständigkeit? Ja, ich denke, das war er. Der Prozess verlief zwar langsam und ist auch heute, sechzehn Jahre später, nicht abgeschlossen, aber damals hat er begonnen. In der Folge hat meine Tochter mal hier, mal dort übernachtet, oft schliefen auch Freunde und Freundinnen bei uns. Zeitweise kam ich mir vor wie eine Jugendherbergsmutter, aber dieser Trubel war schön. Das auswärts Übernachten war für meine Tochter eine spannende Erfahrung, die sie oft und gern machte. Sie erlebte unterschiedliche Familienkonstellationen, andere Traditionen, ungewohntes Essen, fremde Umgangsformen, viele unbekannte Dinge, denen sie sich alleine stellen musste. Eine tolle Möglichkeit für jedes Kind, ganz behutsam die Welt da draußen kennenzulernen. Das gibt Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigene aufkeimende Unabhängigkeit und ist ein guter Weg in eine gesunde Selbstbestimmung. Es öffnet auch den Blick für die kritische Beurteilung verschiedener Lebensmodelle und


TWEENS Moralvorstellungen, die sich von den Abläufen und Gewohnheiten zuhause durchaus unterscheiden können. Manchmal kam sie zurück und schlug Änderungen vor, da sie bestimmte Dinge bei der Familie der Freundin besser fand oder sie reichte mir das Rezept für ein neues Lieblingsgericht, dass ich fortan auch ab und zu kochen sollte. Es war und ist für beide Seiten bereichernd, wenn das Kind einen neuen Blickwinkel mit nach Hause bringt. Meine Jüngste begann mit dem Außer-HausSchlafen erst als Schulkind, was sicherlich daran lag, dass sie stärker unter Heimweh litt. Mehr als einmal habe ich sie nachts nach Hause holen müssen, weil das Kind vor lauter Trennungsschmerz nicht mehr zu beruhigen war. Inzwischen ist die „Kleine“ diejenige, die im Alter von 14 Jahren ein halbes Jahr alleine in Australien verbrachte, die auf jeder Party tanzt und die Wochenenden mit ihrer Clique verbringt, samt Übernachtungen bei dieser oder jener Freundin. Ich glaube, dass wir damals einen guten Weg gefunden haben, unseren Kindern Eigenständigkeit nahezubringen und ihre Neugierde auf Unbekanntes zu unterstützen. Ihren Wunsch, ab und zu Zeit ohne uns zu verbringen, haben wir respektiert und auch gefördert. Dabei haben wir jedoch versucht, sie weder zu überreden noch etwas zu erzwingen, wozu sie noch nicht bereit waren. Unsere Kinder sind Individuen, jedes ist unterschiedlich veranlagt. Manche brauchen einfach

Foto: photophonie - Fotolia

mehr Zeit im heimischen Nest als andere. Diese Nähe sollten wir ihnen und uns gönnen und sie in vollen Zügen genießen.

Der Zeitpunkt, zu dem der Nachwuchs flügge wird und endgültig auszieht kommt ohnehin viel UTE SERVAS zu schnell.

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Familienurlaub am Feldberg Entdecken Sie den Schwarzwald von seiner schönsten Seite und kehren Sie auf 1.300 m Höhe ein, mitten im Naturschutzgebiet. Als beliebtes Familienhotel bietet der Feldberger Hof unbegrenzte Möglichkeiten in einzigartiger Panoramalage. Das Familien- und Kinderhotel in Feldberg mitten im Skigebiet ist der ideale Ort für Ihren Familienurlaub. Das Hotel bietet weit mehr als nur Schwarzwälder Tradition. Erleben Sie im Feldberger Hof das völlig neue Urlaubsgefühl für die ganze Familie: Eine Mischung aus Gemütlichkeit und Abenteuer, Komfort und Freiheit. Ein gelungener Familienurlaub ist eine Kunst für sich. Die Eltern suchen Ruhe und Erholung, die Kinder Action und Abenteuer. Damit alle auf ihre Kosten kommen, bietet das Hotel-Team Kinderbetreuung vom Feinsten. Die „All Inklusive alkoholfrei“-Verpflegung können die Großen und Kleinen Gäste in den Restaurants mit Buffetlandschaft einnehmen. Zum Abendessen steht das neue Fanny’s Restaurant mit Grilltischen offen. Täglich ist das „Café Chocolate“ und die Hotelbar mit Badner Stube geöffnet. In Happy’s Badeparadies würde sich auch Neptun pudelwohl fühlen. Denn der Feldberger Hof

bietet seinen Gästen ein sensationelles Badeparadies der Spitzenklasse. Ganz gleich ob das 18 x 10 m Schwimmbecken mit Massagedüsen, das separate Kinder-Planschbecken oder die 50 m lange Wasser-Rutsche mit Auslaufbecken - hier werden Badefreunde magisch angezogen! Damit auch Eltern zur Ruhe finden können sie sich in der Wellness- und Beauty-Insel „La Vita“ mal wieder richtig verwöhnen lassen. Das Angebot umfasst verschiedene Verwöhnbehandlungen für Gesicht, Körper und Seele sowie zwei Saunen und angenehme Ruheräume. Alle Hotelgäste erhalten freien Eintritt in die neue Indoor-Sporthalle "Fundorena" mit Trampolin Arena, Hochseilgarten und syn. Eislaufbahn. Auch für Ski-Anfänger bietet der Feldberger Hof die perfekte Möglichkeit erste Schritte auf den Brettern zu wagen. Denn gleich neben dem Hotel befindet sich die Skischule Thoma, die Skikurse schon für Kids ab 4 Jahren anbietet. Familotel Feldberger Hof Tel.: +49 (0) 76 76 18 0 info@feldberger-hof.de www.feldberger-hof.de

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* ein Anruf kostet 50 Cent aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkpreise können abweichen. Mitarbeiter der Unternehmensgruppe Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Teilnahmeschluss ist der 22. Januar 2017

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NN TWENS+ Das making of Coverfoto Auf unser Cover haben es diesmal Pauline und Henning geschafft. Wir besuchten das Shooting. Einmal durch die Katakomben ins Staatstheater, wenn für die Besucher die Türen geschlossen sind, da an diesem Tag keine Vorstellung ist? Für den Fotografen, die Redakteurin, die Pressesprecherin des Staatstheaters und die Akteure unseres aktuellen Fotoshootings kein Problem. Passend zur Vorweihnachtszeit und zu den im neuen Jahr anstehenden Neujahrskonzerten werden wir mit unserem Titelfoto besinnlich. Diesmal sind es zwei Teenager, die es auf unser Cover geschafft haben. Zwei Teenager, die beide ein Instrument spielen, achten auf sehr unterschiedliche Art und Weise darauf, dass Fotograf Thomas Seeber sie ins rechte Licht setzen kann. Während die 16-jährige Geigerin Pauline gelassen und gleichzeitig konzentriert wirkt, ist der 14-jährige Cellist Henning zunächst aufgeregt, wird dann aber von Minute zu Minute entspannter. Der Fotograf lichtet die jungen Leute in dieser besonderen Atmosphäre mit und ohne Kerzenständer, von nah und von fern ab. Vorab hatte sich Thomas Seeber mit dem Requisitenleiter des Staatstheaters getroffen, um zu schauen, welche Requisiten benötigt werden. Das sind nicht viele. Bei solch einer Kulisse reichen ein Kerzenständer und ein schöner Stuhl. Die zuständige Redakteurin wiederum war dafür zuständig, mit den

Henning und Pauline machen konzentriert das, was Fotograf Thomas Seeber sagt.

jungen Leuten abzusprechen, was genau passiert, welche Kleidung sie am besten tragen und welche Tageszeit die beste für ein Shooting ist, schließlich benötigt der Fotograf das entsprechende Licht. Und sie hat den beiden Teenagern natürlich versichert, dass sie nicht aufgeregt sein müssen. Während des Shootings geben Pauline und Henning dann alles, fast wie kleine Profis. Sie spielen, lächeln und achten darauf, auch alle Anweisungen des Fotografen umzusetzen. Es kommt kein „wann sind wir denn fertig?“ oder

FOTO: YWI

„ich habe keine Lust mehr“. Es ist natürlich auch ein ganz anderes Arbeiten, als wenn man es mit kleineren Kindern zu tun hat, die vielleicht nur schwer stillsitzen können. Nach vorbildlich getaner Arbeit ist das Titelfoto innerhalb einer Stunde im Kasten und es geht zurück durch die Katakomben des geschlossenen Staatstheaters nach draußen. Eine besondere Erfahrung für alle Teilnehmer, zumal ein geschlossenes Staatstheater vor allem in den Wochen vor und nach WeihnachYWI ten eine Seltenheit ist.

Für Kinder werden Wünsche wahr Kinderschutzbund spielt mit Wunschbaum Weihnachtsmann

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Bei Frseur Ganster in St. Ingbert werden wieder Weihnachtswünsche erfüllt.

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FOTO: GANSTER

ie Adventszeit hat begonnen, Weihnachten naht, die Zeit, in der die meisten Menschen ihre Liebsten um sich haben, die Zeit des Glühweins und der Zimtwaffeln – die Zeit, in der Geschenke gemacht werden. Es gibt in unserer Region aber auch Menschen – insbesondere Kinder –, denen es nicht so gut geht, für die solche vermeintlichen Kleinigkeiten viel bedeuten. Der Kinderschutzbund will deswegen helfen, ein Glitzern in die Kinderaugen zu zaubern, so auch der Ortsverband St. Ingbert. Im Friseur-Salon Ganster, in der Alten Bahnhofstraße in St. Ingbert, steht deswegen auch in diesem Jahr wieder ein hellerleuchteter Kinderwunschbaum. Verpackt und mit dem Wunschzettel befestigt, soll das Geschenk dort bis Mitte Dezember abgegeben werden. „Über 200 Kinder und Jugendliche haben dafür einen Wunschzettel

ausgefüllt“, berichtet Ute Strullmeier, erste Vorsitzende des Kinderschutzbundes St. Ingbert, und fährt fort: „Es wäre prima, wenn alle Wünsche erfüllt werden könnten.“ Die Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer des Kinderschutzbundes haben die Wünsche der Kinder Alleinerziehender, sozial Schwacher und Kinder aus Flüchtlingsfamilien gesammelt und auf Zettel notiert – jetzt sind sie am Baum befestigt. Nun heißt es, Wünsche erfüllen. Die Wünsche reichen von Büchern, Lego, Barbie, Geschenkgutscheinen über Babyartikel bis zur Kosmetik. Bei Fragen können sich Interessierte an die Geschäftsstelle des Deutschen Kinderschutzbundes in St. Ingbert, Telefon (0 68 94) 3 58 05, wenden. Die Kleiderkammer des Kinderschutzbundes in der St. Ingberter Schillerschule freut sich jederRED zeit über Kleiderspenden.


NN BÜCHER UND SPIELE

Die ideale Zeit zum Lesen Weihnachtsbücher versüßen Groß und Klein die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest. Dabei setzen Familien teilweise auf Altbewährtes, andere möchten auch gern mal was Neues lesen. Außerdem verbietet das eine das andere ja nicht. Man soll nie zu viel versprechen. Sonst

geht es einem am Ende wie dem alten Pettersson. Seit der seinem Kater nämlich vom Weihnachtsmann erzählt hat, hat Findus nur noch einen Wunsch: dass der Weihnachtsmann auch zu ihm kommt. Klar, dass Pettersson ihn nicht enttäuschen möchte. Im Tischlerschuppen geht es denn auch hoch her in den nächsten Tagen. Da wird gezeichnet und gesägt, gehämmert und gebohrt. Dass trotzdem alles ganz anders kommt, als Pettersson geplant hat, kann nur daran liegen, dass manchmal Dinge geschehen, die man einfach nicht erklären kann. Eine schöne Weihnachtsüberraschung mit mehr als hundert farbigen Bildern vom alten Pettersson, vom Kater Findus und vom Weihnachtsmann. Pettersson-Fans merken allerdings schnell, dass es in diesem Buch mehr Text und vergleichsweise weniger Bilder gibt als gewohnt – was aber auf keinen Fall schlechter ist. Das Buch „Morgen, Findus, wird’s was geben“ ist für 14,95 Euro im Oetinger Verlag erschienen.

mann-Verlag erschienen. Die wunderschönen Illustrationen gefallen. Mit 24 bunten Folien zum Gestalten eines Fensterbildes kommt dieser etwas andere Adventskalender nicht nur bei den Kindern super an. Ein Stern ist am Himmel erschienen, der heller leuchtet als alle anderen. Casper, das rotbraune Eichhörnchen, macht sich zusammen mit seinen Freunden auf den Weg, um ihm zu folgen, und erlebt dabei so manches Abenteuer. Neben dem Vorleseheft mit dieser Geschichte enthält der große Umschlag zudem ein großes Fensterbild: Täglich wird eine Folie des Fensterbildes abgelöst. Bis zum 24. Dezember entsteht dann ein zauberhaftes Motiv mit allen Tieren sowie der Krippenszene. Das Werk „Tiere auf dem Weg zur Krippe“ kostet 16,95 Euro und ist ebenfalls im Kaufmann-Verlag erschienen.

kalt wird und die Welt unter einer glitzernden Schneedecke liegt, bekommt Ole Sehnsucht nach seiner Herde. Schweren Herzens lässt Anja ihren Freund ziehen. Ein Wunder geschieht: Der Weihnachtsmann hat einen Platz für Ole in seiner magischen Rentierherde. Und er wird auch Anjas größten Weihnachtswunsch erfüllen. Ein sehr liebevolles Weihnachts-Vorlesebuch, von dem große und kleine Leseratten nicht genug bekommen. Das Buch kostet 16,99 Euro und ist im Sauerländer-Verlag erschienen.

Weihnachten im tief

Oh nein! Der Waschbär Konrad hat sich mit seinem besten Freund, dem Biber Benni, gestritten. Ein Streit so kurz vor Weihnachten? Da muss das kleine Schaf Rica natürlich helfen. Gemeinsam mit Konrad und den anderen Tieren des Waldes macht sich Rica auf die Suche nach Benni und am Heiligen Abend feiern die Freunde dann gemeinsam ein wunderschönes Weihnachtsfest. Der neue Adventskalender in der beliebten und bekannte Rica-Reihe heißt „Ricas schönstes Weihnachtsfest“, kostet 14,94 Euro und ist im Kauf38 // FAMILIENMAGAZIN

verschneiten Skandinavien. „Ein wunderbarer Weihnachtswunsch“ ist eine wirklich prachtvolle Bilderbuchgeschichte für alle, die nordischen Winterzauber lieben. Anja wünscht sich nichts sehnlicher als ein Hundebaby. Sie schreibt es auf ihren Wunschzettel, den sie an den Weihnachtsmann schickt. Kurz vor Weihnachten entdeckt sie unter einer Tanne, im tiefen Schnee, ein einsames Rentierbaby. Sie darf es zuhause versorgen und gibt ihm den Namen Ole. Ole wächst heran und sie verbringen gemeinsam einen unbeschwerten skandinavischen Bilderbuchsommer. Doch als es wieder

Nicht Wohlstand beschert einem Glück, son-

dern das Teilen dessen, was man besitzt – auch des Glücks. So erfährt es Andreas in der besinnlichen Weihnachtsgeschichte „Am 4. Advent morgens um vier“ von Klaus Kordon. Ein Klassiker in neuem Gewand, mit märchenhaften Illustrationen von Jasmin Schäfer. Wünsche, die man am 4. Advent morgens um vier in den Schnee schreibt, gehen in Erfüllung, sagt der alte Hinnerk. Mehr Glück!, schreibt Andreas in den Schnee, das kann er wahrlich gebrauchen. Und so geschieht es, denn der Advent ist die Zeit der Wunder. Fortan kommt jedes Jahr zu Weihnachten der geheimnisvolle Fremde vorbei, ob ihm gefällt, was Andreas mit dem Geld, das er ihm geschenkt hat, macht. Dieses Buch ist nicht zuletzt wegen der großen Druckschrift perfekt für Erstleser geeignet. Es kostet 12,95 Euro und ist im Beltz&Gelberg-Verlag erschienen.


TIPPS & NEWS NNNNNNNNNNNN

Babyclub bietet Ideen und Tipps

Ritterführung mit „Graf Johann“

Weihnachtsdorf öffnet Pforten

Babys robben durch den Raum, Mütter sitzen dabei, spielen mit den Kindern und reden über ihren Alltag als junge Familie. Dieses Bild sieht man regelmäßig in der Kath. Kita Warndtwichtel in Dorf im Warndt, denn dort findet immer freitags von 15.30 bis 17 Uhr der Babyclub statt. Unter kompetenter Leitung erhalten Eltern Spielanregungen, treffen andere Eltern und bekommen Tipps bei Fragen bezüglich der Entwicklung ihres Kindes. Das in Zusammenarbeit mit der Kath. Familienbildungsstätte Saarbrücken durchgeführte und durch das Jugendamt Saarbrücken geförderte kostenlose Angebot richtet sich an Familien mit Babys ab Geburt bis zu einem Jahr.

In Begleitung Graf Johanns haben Kinder die Gelegenheit, die unterirdische Burganlage zu erkunden. Auf unterhaltsame Weise erfahren sie, was bei den Grafen auf den Esstisch kam, wie es um den Wohnkomfort bestellt war und welche Spiele sich besonderer Beliebtheit erfreuten. In einer Rüstkammer dürfen die Kinder Topfhelm, Kettenhaube und Kettenhandschuhe anprobieren. Die Führung wird mit Ausnahmen (bitte aktuelle Termine beachten) an Sonn- und Feiertagen ab 16.15 Uhr angeboten. Treffpunkt: Eingang Historisches Museum.

Lebkuchenduft liegt in der Luft: Vom 7. bis 30. Dezember öffnet das Weihnachtsdorf auf dem Christian-Weber-Platz in Homburg wieder seine Pforten, um in über 30 Holzhütten alles anzubieten, was zum Advent gehört. Neben weihnachtlichen Leckereien, Holzspielzeug, Christbaumschmuck, Kerzen sowie Waren aus Keramik, Ton und Glas sorgt eine Eislaufbahn bei großen und kleinen Besuchern für leuchtende Augen. Zusätzlich gibt es für Kinder ein täglich wechselndes buntes Mitmach- und Unterhaltungsprogramm. An Heiligabend ist das Weihnachtsdorf zwischen 10 und 14 Uhr geöffnet, am 25./26. Dezember geschlossen.

Weitere Infos bei Melanie Schnabel, Tel. (0 68 09) 18 07 23,

Weitere Infos zu Terminen, Eintrittspreisen, Anfahrt etc.

Öffnungszeiten: Mo. – Mi.: 11 - 21 Uhr, Do. – Sa.: 11 - 22

E-Mail: melanie@babymittendrin.de

unter www.historisches-museum-saar.saarland.

Uhr, So.: 12 - 20 Uhr

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NN KOLUMNE

Achtung, Geburtstag! Anne ist Saarländerin. Und seit kurzem Zweifach-Mutter. Wie sich das alles so anfühlt und welche Überraschungen der Alltag bietet, beschreibt sie im Familienmagazin Saar.

Die Sache mit der Einladung habe ich ja schon erwähnt. Kommt ein kleines Dämchen doch in die Gunst, willkommen zu sein, gibt es eigentlich wochenlang nur noch dieses Thema. Und die Beschäftigung damit steigert sich natürlich exorbitant, wenn es nicht um eine potenzielle Einladung woanders, sondern um den eigenen Geburtstag geht. Immer wieder, beim Frühstück, Mittagessen oder Abendbrot und natürlich auch zwischendrin, werden die Namen derer runtergebetet, die kommen dürfen. In einem bestimmten Kindergartenalter sind dies meist nur Buddys der eigenen Geschlechtsgruppe. Und die Eltern sind bass erstaunt, wer da plötzlich alles zu den besten Freunden gehört. „So viele Geburtstagsgäste, wie das Kind alt wird“ einladen, wie eine Regel besagt? Kaum möglich. Und da man irgendwann einfach mal einen Strich darunter machen will, sagt man ja und begibt sich in den Vorbereitungswettstreit. Den führt man nämlich unausgesprochen mit all den anderen Müttern und Vätern. Und er ist hart. Sehr hart.

M

it Kindern lernt man ja ganz neue Dinge. Wissen Sie zum Beispiel, was das Schlimmste, wirklich Allerallerschlimmste ist, was kleine Mädchen sich verbal an den Kopf werfen können? Was Tränen und Wutanfälle zur Folge hat? Das ist nicht etwa der Hinweis darauf, dass Mädchen 1 ein viel tolleres Spielzeug hat als Mädchen 2. Nein, wirklich vernichtend ist dieser Satz: „Ich lade dich nicht zu meinem Geburtstag ein.“ Kaum ausgesprochen, geht das Geplärre los. Und die kleinen Biester wissen schon in frühestem Alter, wie sie solch eine Aussage sehr, sehr wirksam platzieren können. Auch mal nur so, zum Aufheizen der Stimmung. Zickenterror deluxe! Ja, heute will ich mal über Kindergeburtstage philosophieren, im Speziellen über Kleinmädchengeburtstage. Wir hatten nämlich kürzlich wieder das Vergnügen.

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Gekaufte Null-Acht-Fuffzehn-Einladungskarten sind ebenso ein No-Go wie der stinknormale Daheim-Geburtstag mit Topfschlagen und Co. Da muss schon was Besseres her! Ein Thema braucht’s auf jeden Fall – Prinzessin, Dinos oder Ähnliches. Und eine Super-Location. Der Kindergeburtstag soll schließlich ein unvergessliches Event werden. Spätestens, wenn die ersten megakreativen selbstgebastelten Einladungen ins Haus geflattert sind, greift man auch zu Schere, Kleber und Papier. Manchmal verärgert, oft genervt – aber erbittert dabei. Schließlich geht’s um den geliebten Nachwuchs. Ich will nicht ungerecht sein. Es gibt Eltern, vor allem Muttis, die mit Hingabe und Leidenschaft die wunderbarsten Karten schaffen und mit Verve einzigartige Geburtstagspartys mit allem Schnickschnack ausrichten, weil es ihnen riesigen Spaß macht. Beneidenswert! Aber ehr-

lich, sie sind nach meiner eigenen Erfahrung nicht in der Überzahl … Springen wir mal zu Tag X. Wir haben den Kompromiss gewählt. Thema? Ja: Prinzessinnen, wie von der kleinen Dame unbedingt gewünscht. Ausgefallene Location? Nein: Gefeiert wird, oh je, ohne großes Brimborium, in den eigenen (!) vier Wänden. Ob das reicht? Es ist 15 Uhr, die Kleine ist von glitzerndem Ornat umhüllt, es klingelt. Die nun Sechsjährige kreischt vor Freude, hüpft zur Tür. Um es kurz zu machen: Sie wird den ganzen Nachmittag über hüpfen und kreischen, gefühlt zumindest. Ebenso wie all die anderen kleinen Prinzessinnen und Königinnen, die durchs Haus (schlechtes Wetter!) flitzen. Mal wird aus guter Laune geschrien, mal aus Verdruss. Denn auch das sei gesagt: Ein kleines Geburtstagskind heult eigentlich immer, mindestens einmal. Da hat vielleicht die eine verbotenerweise ein Geschenk aufgemacht oder die andere ganz andere Vorstellungen vom Spielen. Und manchmal wird halt einfach so gekreischt, weil irgendwie alles zu schön, zu laut und zu viel ist. Mein Anfängerfehler war es vor einigen Jahren, zu denken, man könne das Austicken vermeiden. Geht einfach nicht! Also: Nerven bewahren, moderieren, stoisch Kuchen, Saft, Pommes und Würstchen reichen, verschüttete Getränke und auf dem Boden festgeklebte Bonbons wegwischen, Zicken versöhnen, unter einem Topf Süßigkeiten verstecken, mit den Kindern nach Jerusalem reisen, basteln und in der Kinderdisko tanzen, Mitgebsel-Tütchen reichen – und das alles mit dem ewigen Ich-bin-Euer-aller-Kumpel-undtrotzdem-die-Chefin-hier-Lächeln. Wer das hinbekommt, für den sind die drei bis vier Stunden Kindergeburtstag auch nicht die längsten des Jahres. Wir jedenfalls haben es geschafft. Mit nur einer Heulattacke, ohne Verletzungen (erstaunlich) und mit sieben zufriedenen und müden kleinen „adeligen“ Mädels. Und mit der besten Aussage des Tages, abends an unsere Tochter gerichtet: „Ich lade dich auch zu meinem Geburtstag ein!“ Die Erstgeborene kreischte wieder vor Freude, wir klatschten im Geiste ab - juchu, dann haben wir doch nicht allzu viel falsch gemacht. ANNE

FOTO: JEAN KOBBEN - FOTOLIA

Solche Festivitäten haben ihre ganz eigenen Regeln und sind überhaupt mit nichts zu vergleichen, was man sonst im öden Erwachsenenleben so mitbekommt. Ich bin ja mal gespannt, wie sich später die Jungen-Ausführung gestalten wird. Noch ist das Baby aber zu klein – wir Erwachsenen, die wir einen Höllenrespekt vor solchen Tagen haben, haben also noch etwas Schonfrist …


Familienmagazin 12 2016