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ZUHAUSE

IN DER REGION IHR RATGEBER RUND UMS BAUEN, WOHNEN UND GESTALTEN

EIGENHEIM  Selber bauen oder lieber von der Stange?

WOHNEN Eigentum nach Maß

MODERNISIEREN Tipps und Tricks rund um Haus und Garten

Eine Sonderveröffentlichung von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten vom 30. November 2016


Penthouse in Stuttgart – Baukultur am Relenberg Nähe zum pulsierenden Leben der Innenstadt und Ruhe zugleich bietet die attraktive HalbhÜhenlage am Relenberg. Hier entsteht der VILLENGARTEN, ein harmonisches Ensemble aus eleganten Stadtvillen und Gartenanlage. Das Penthouse erstreckt sich ßber das komplette 5. Obergeschoss einer Stadtvilla; es besticht durch seinen Rundumblick und Licht aus allen Himmelsrichtungen. Der VILLENGARTEN, entworfen von Kuehn Malvezzi, ist Lebensart von hoher Wertigkeit.  209 m2

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BJ 2016


1/2016 – ZUHAUSE IN DER REGION    3

INHALT Mietpreisentwicklung: Weiterer Anstieg  Seite 4

Sanieren: Ganzheitlich angehen  Seite 14

Wohnen in der Region: Im Grünen in der City  Seite 6

Überblick: Wo gebaut wird 

Hausbau: Gute Planung lohnt sich  Seite 8

Grundstückserwerb: Ausführlich prüfen  Seite 18

Hauskauf: Schwieriger Markt 

Seite 9

Fertighaus: Besser als sein Ruf 

Baufinanzierung: Zinstief als Falle 

Seite 10

Inneneinrichtung: Devise „Mix & Match“  Seite 20

Solarenergie: Zwei Möglichkeiten 

Seite 12

Wohnaccessoires: Megatrends zu Hause  Seite 21

Energieausweis: Nicht mehr ohne 

Seite 13

Energieeffizienz: Stromfresser ersetzen  Seite 22

Seite 16

Seite 18 Blick vom Bahnhofsturm auf die Stuttgarter Königstraße

LIEBE LESERIN,  LIEBER LESER

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it „Zuhause in der Region“ präsentiert die Redaktion ein neues Magazin rund um Wohnen,  Bauen, Sanieren, Modernisieren und  Einrichten. Ein wichtiger Aspekt ist  aber auch die Finanzierung. Denn  trotz niedriger Zinsen muss genau 

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 Foto: Wilhelm Mierendorf

überlegt werden, wie das eigene  Haus oder die Wohnung solide fi­ nanziert wird. Andererseits spielen  energetische Überlegungen beim  Hausbau eine zunehmend immer  größere Rolle. Wer sich noch nicht  sicher ist, ob er selber bauen oder 

lieber kaufen will, sollte sich die  Übersicht über die geplanten und  aktuellen Bauvorhaben in der Region  anschauen. Wie immer gilt. Kritik  und Anregungen nimmt die Redak­ tion gerne entgegen unter sonder­ themen@stzw.zgs.de. red

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Herausgeber:  Stuttgarter  Zeitung  Werbevermarktung  GmbH,  Plieninger  Str.  150,  70567  Stuttgart. Redaktion: Stuttgarter Zeitung Werbevermarktung GmbH, Redaktion Sonderthemen, Reimund Abel (Ltg.), Ingo  Dalcolmo,  Michael  Vogel.  Anzeigen:  Tanja  Dehner,  Stuttgarter  Zeitung  Werbevermarktung  GmbH, Plieninger  Str.  150,  70567  Stuttgart,  Telefon  07 11 / 72 05 ­ 16 11.  Titelfoto:  Wilhelm  Mierendorf.  Druck: Pressehaus Stuttgart Druck GmbH.

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4   ZUHAUSE IN DER REGION – 1/2016

   

DIE MIETEN     STEIGEN WEITER Die Mieten in Baden­Württemberg kennen zumeist nur eine Richtung: nach oben. Stagnation ist selten. Und wenn sie verharren, dann auf hohem Niveau.

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augenehmigungen auf einem 16­Jahres­Hoch, die vom Ge­ setzgeber verordnete Mietpreisbrem­ se, immer mehr fertiggestellte Woh­ nungen – doch den Aufwärtstrend  am Immobilienmarkt scheint all das  kaum dämpfen zu können. Marco  Wölfle vom Center for Real Estate  mit Sitz in Freiburg, einem Institut  der Steinbeis­Hochschule, rechnet  damit, dass die Mietpreise in baden­ württembergischen Städten wie  Stuttgart, Freiburg oder Karlsruhe  auch in der nächsten Zeit auf hohem  Niveau bleiben werden. Der Immobilienexperte Wölfle legte  kürzlich eine Untersuchung zum  Mietwohnungsmarkt in Stuttgart  vor. Demnach hat in der baden­ württembergischen Landeshaupt­ stadt im zweiten Quartal der Preis  für Mietwohnungen am freien Markt – also jene, für die keine Preisbindung besteht – bei 11,77  Euro je Quadratmeter Kaltmiete ge­ legen und damit 80 Cent höher als  in Freiburg. Die südbadische Groß­ stadt und auch Karlsruhe seien beim  Quadratmeterpreis immer rund  einen Euro günstiger. In Ballungs­ zentren wie Stuttgart sei Wohnraum  eben meist noch knapper. Außer­ dem sei der Großraum Stuttgart mit  den Autobauern Daimler und Por­ sche oder dem weltgrößten Zuliefe­ rer Bosch eine Region, die Menschen  seit Jahren anziehe.

In Freiburg hat der Volkswirt in die­ sem Jahr dagegen eine Stagnation  auf dem Mietmarkt festgestellt. Dort  und auch in Karlsruhe gebe es eine  größere Bandbreite auf dem Miet­ markt. In Stuttgart lag diese für den  Erhebungszeitraum zwischen 9,48  und 12,49 Euro je Quadratmeter.  Die dortigen Mieter werden es auf  der Suche nach einer Wohnung  künftig weiterhin schwierig haben.  Denn seit zwei Jahrzehnten seien in  der Landeshauptstadt nur etwa halb  so viele Wohnungen und Häuser ge­ baut worden, wie zu einer angemes­ senen Bedarfsstillung nötig gewesen  wären, sagte Wölfle weiter.  Ein Grund dafür ist sicherlich die  Kessellage der Stadt. Es gibt fast kei­ ne Bauflächen mehr, weil die noch  freien Hanglagen meist nicht mehr  bebaut werden dürfen, da sie als  Frischluftschneisen frei gehalten  werden müssen. Kerstin Schmid, Lei­ terin Private Immobilien bei Ellwan­ ger & Geiger Privatbankiers, sagte  daher: „Gerade für Menschen mit  mittlerem Einkommen fehlt bezahl­ barer Wohnraum.“ Besonders be­ troffen seien Familien mit mittlerem  Einkommen, die in Innenstadtlage  eine Drei­ bis Vierzimmerwohnung  mit rund 110 Quadratmetern such­

Steigende Mieten sind für viele Baden­ Württemberger zur Gewohnheit  geworden. Foto: Andrey Popov/Fotolia

ten. Denn Mieten von 1600 Euro  und mehr plus Nebenkosten seien  für diese Familien häufig nicht er­ schwinglich. Gerade Familien wichen  daher zunehmend auf Lagen am  Stadtrand aus. „Dort haben die Mie­ ten häufig noch nicht die Werte der  Innenstadtlagen erreicht.“

Von der Mietpreisbremse ist nichts zu spüren Schmid sagte weiter, dass es in die­ sem Jahr neue Höchststände in  Stuttgart gegeben habe. „In sehr  guten Lagen werden unmöbliert in  der Spitze inzwischen auch Mieten  von bis zu 22 Euro je Quadratmeter  erreicht.“ In gefragten Innenstadt­  und City­nahen Lagen mit guter  Ausstattung müsse man mit Mieten  in Höhe von 16 Euro je Quadrat­ meter und mehr rechnen. In diesem  Segment seien derzeit insbesondere  kleinere Wohnungen gefragt: „Wir  beobachten eine steigende Nachfra­ ge von Singles nach Zweizimmer­ wohnungen. Diesen Trend sehen wir  auch für die kommenden Jahre.“

Die Mietpreisbremse zeigt praktisch  keine Wirkung. Sie schreibt vor, dass  die Miete in Kommunen mit ange­ spannten Wohnungsmärkten bei  Neuvermietungen die „ortsübliche  Vergleichsmiete“ um nicht mehr als  zehn Prozent übersteigen soll. Doch  Mieter in Boomstädten nutzen nur  ganz vereinzelt ihr Klagerecht, wie  jüngst eine dpa­Umfrage bei Amts­ gerichten in deutschen Großstädten  ergab. Das baden­württembergische  Wirtschaftsministerium geht davon  aus, dass der landesweite Neubau­ bedarf bei rund 50 000 Wohnungen  für die nächsten Jahre liegt. Im ver­ gangenen Jahr seien Baugenehmi­ gungen für 35 458 Neubauwohnun­ gen in Wohngebäuden erteilt, hinzu  kommen 763 Wohnungen in Nicht­ wohngebäuden, das heißt, es wur­ den insgesamt 36 221 Genehmigun­ gen für Wohnungen ausgesprochen.  Die Baufertigstellungsstatistik 2015  weist den Angaben zufolge für das 

Land 33 476 Wohnungen in Wohn­ gebäuden und 765 Wohnungen in  Nichtwohngebäuden, insgesamt also  34 241 Wohnungen, aus. Auf dem deutschen Wohnungs­ markt gibt es schon seit Jahren eine  Lücke zwischen Angebot und Nach­ frage. Zwar stiegen die Baugenehmi­ gungen kürzlich auf ein 16­Jahres­ Hoch, wie das Statistische Bundes­ amt mitteilte. Doch genehmigt ist  nicht gleich gebaut. Jährlich gebe es einen Bedarf von 350 000 bis  400 000 Wohneinheiten, sagte Ste­ fan Mitropoulos von der Landesbank  Hessen­Thüringen. Zwar würde  mehr gebaut, doch die Marke von  300 000 fertiggestellten Einheiten  werde vermutlich erst im kommen­ den Jahr überschritten. Es mangelt  also auch jenseits von Baden­Würt­ temberg weiter. Oliver Schmale


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6   ZUHAUSE IN DER REGION – 1/2016

   

IM GRÜNEN    UND DOCH IN DER CITY Stuttgart ist die Kulturhauptstadt Deutschlands. Indes ist es nicht immer leicht, dort wie in anderen Ballungsgebieten des Landes eine Wohnung zu finden.

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ugegeben, nicht jedem fällt so­ fort der Name Stuttgart ein,  wenn es um Traumstädte geht. Aber  die Region ist wie deren Bewohner:  Man hat was, doch was man hat,  wird nicht überbordend zur Schau  gestellt. Dabei wurde die Landes­ hauptstadt von Baden­Württemberg  bereits zum zweiten Mal zur Kultur­ hauptstadt Deutschlands gewählt.  Aufs Siegerpodest hoben Stuttgart  die Forscher des renommierten Ham­ burgischen Weltwirtschaftsinstituts  HWWI Stuttgart – in einer Studie im  Auftrag der Privatbank Berenberg.  Nicht nur, weil das Angebot an Kul­ tur pro Kopf größer ist als in jeder  anderen Großstadt, sondern auch  weil die Nachfrage groß, die Kreativ­ wirtschaft gut entwickelt sei. Auch  in Sachen Lebensqualität hat Stutt­ gart eine respektable Position: Unter  den deutschen Städten, so haben  die Mitarbeiter des Beratungsunter­ nehmens Mercer bei einer Umfrage  herausgefunden, liegt es auf dem  sechsten Platz. „Zwar spielt das Auto eine Rolle, nicht nur wegen der be­ kannten Hersteller und Zulieferer  oder im Verkehr“, so ein angehen­ der Bauingenieur, „aber als ich vor  vier Jahren aus Bielefeld hierher zum  Studieren gekommen bin, hätte ich  nie gedacht, wie viel romantische  Ecken und Wald es hier gibt. Nur ei­ nige Kilometer weg – und man ist  mitten in den Weinbergen, es fühlt  sich an wie auf dem Land.“ Und  auch wer in den Städten um Stutt­ gart wohne, habe es gut, gesetzt  den Fall, die S­Bahn oder Stadtbahn  sei in der Nähe. „Quasi im Grünen  und dennoch schnell in der City“, so  der 27­Jährige.  Auch Patrick und Marie Rainhardt  sind glücklich, dass sie im Stuttgarter  Süden wohnen, in einer Eigentums­ wohnung, Altbau, 117 Quadrat­ meter. „Das kostet schon seinen  Preis, zugegeben. Gerade sind die  Kredite günstig“, so Patrick Rain­ hardt. „Und wir müssen im Alter –  hoffentlich – keine Miete zahlen.  Grün gibt es in Stuttgart an vielen Ecken. Foto: Wilhelm Mierendorf Außerdem ist es auch eine Anlage 

für unsere beiden Kinder.“ Vorher  lebten die Rainhardts im Grünen hin­ ter Weil der Stadt. „Idyllisch war es,  wir hatten einen Garten“, schildert  Marie Rainhardt. „Aber für vieles  mussten wir in die Stadt, unsere  Tochter bekommt Klavierförderung,  wir beide arbeiten in Stuttgart.“ Das  Paar rechnete. Für das Benzingeld,  das sie nun einsparten, lohnte es  sich allemal, in die teurere Stadt zu  ziehen. Und sie hatten Glück, Freun­ de zogen weg, deren Wohnung  blieb. „Nun haben wir weniger  Stress, wir standen früher stunden­ lang im Stau Richtung City“, so Ma­ rie Rainhardt. Nun könnten sie auch  mal schnell ums Eck – in Café, Oper,  Theater, Kino. „Alles in der Nähe,  Kindergarten, Grundschule, Bio­ läden, Ärzte – und bei der Tanz­,  Sport­ und Musikschule sind wir  schnell mit der Straßenbahn“, er­ klärt Patrick Rainhardt. Dass es nun  etwas lauter ist, die Nachbarn dich­ ter wohnen und der Feinstaubgehalt  in der Luft höher ist, damit haben sie sich arrangiert. „Aber wir leben  nicht unten im Kessel, sondern et­ was den Hügel rauf“, so Patrick.

Für manchen ist eine Stadtwohnung wie ein Lottogewinn Die Rentnerin Marlies Weber wohnt  in Miete. Mit 71 wollte sie kein  Eigentum erwerben. „Die Bank hät­ te mir wohl sowieso keinen Kredit  mehr gegeben“, sagt sie schmun­ zelnd. Sie ist froh, dass sie über­ haupt in der Vorstadt, in Stuttgart­ Feuerbach, eine Wohnung gefunden  hat. Im Hochhaus zwar und nicht  mehr ganz taufrisch, aber in dem  Endsechziger­Bau gibt es einen Auf­ zug und er liegt in Waldnähe. Eine  Straße weiter ist ein kleiner Super­ markt für das Nötigste, und auch ihr  Orthopäde ist zu Fuß erreichbar – sie  leidet unter Arthrose. Weber betont:  „Eine Zweizimmerwohnung in Stutt­ gart zu finden, deren Miete er­ schwinglich ist, das ist wie ein Lotto­

gewinn.“ Ein Mehrgenerationen­ haus hätte ihr auch gefallen. Doch  eines zu finden, sei nicht einfach.  Denn diese Wohnform gibt es rund  60­mal in Baden­Württemberg, in  Deutschland – laut dem Bundes­ familienministerium – etwa 450­mal.  Das Ministerium startet am 1. Januar  2017 ein neues Bundesprogramm  zur Förderung von Mehrgeneratio­ nenhäusern in Deutschland.  Untersuchungen zeigen, dass in  Stuttgart nach wie vor klassische  Wohnformen gesucht werden, Ein­ familienhaus, aber vor allem Reihen­ haus. Allerdings liegt die Eigentums­ quote mit 40 Prozent deutlich unter  dem bundesdeutschen Durchschnitt  von 51 Prozent. Laut einer Umfrage  des Marktforschungsinstituts TNS  Infratest im Auftrag der Wüstenrot & Württembergische indes wollen  17 Prozent der Stuttgarter – trotz  hohen Preisniveaus – Eigentum er­ werben, im Bundesdurchschnitt sind  es demnach sechs Prozent. Die Krux:  Für ein typisches Einfamilienhaus  müssen, so Gutachter, mittlerweile  mehr als eine Million Euro berappt  werden, rund 50 Prozent der ver­ kauften Wohnungen kosten 4000  bis 5000 Euro pro Quadratmeter. Die  Bodenrichtwerte stiegen teilweise  um bis zu 20 Prozent. Ballungsräume wie Stuttgart und Region, aber auch Freiburg, Mann­ heim, Heidelberg und Karlsruhe sind  gefragt. Seit Jahren nehmen kleine­ re, Paar­ und vor allem Einzelhaus­ halte zu, aber auch der Wohn­ flächenbedarf pro Kopf. Es gibt zu  wenig Wohnungen, vor allem kaum  erschwingliche. Um bezahlbaren Wohnraum anbie­ ten zu können in einer Stadt wie  Stuttgart, die schon durch ihre Topo­ grafie eingeschränkt ist, propagieren  Immobilienexperten neue Hoch­ häuser. Nachverdichtung lautet das  Zauberwort. Die Formel „Innenent­ wicklung vor Außenentwicklung“  bezeichnet im Städtebau die Strate­ gie, keine Flächen mehr auf der grü­ nen Wiese auszuweisen, sondern


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Auch Stuttgarter haben das Urban Gardening für sich entdeckt – hier auf dem Campus Vaihingen. Foto: Wiebke Wetschera

innerorts bereits erschlossene Flä­ chen innerhalb bestehender Bebau­ ung zu reaktivieren. Dazu gehören  etwa Baulücken oder sogenannte  Konversionsflächen wie einstige Kasernen oder Fabrikgelände. Der  Vorteil liegt auf der Hand: Die vor­ handene Infrastruktur kann genutzt  werden, die neuen oder zu sanieren­ den Räume müssen nicht erst er­ schlossen werden. Für jede Stadt und jeden Stadtteil  gilt indes: genau hinschauen. Die  Preise differieren. Beispiel Stuttgart:  „Während in angesagten Stuttgarter  Quartieren wie Heusteigviertel, Le­ hen, Westen oder Killesberg hohe  Mieten abgerufen werden, sind  günstigere Wohnungen in weiter 

von der Innenstadt entfernten Bezir­ ken wie Zuffenhausen, Feuerbach,  Mühlhausen, Rohr, Hoffeld, Uhlbach  und Hofen zu finden“, so ein Mak­ ler. „Aber auch in einigen Gebieten  von Bad Cannstatt, Gablenberg oder  gar im City­nahen Heslach.“ Es kä­ me immer auf die jeweilige Lage, die  Verkehrsanbindung und die Infra­ struktur vor Ort an. „Das kann von  Straße zu Straße anders sein.“ Vier­ tel am Stadtrand seien nicht nur  preiswerter, sondern auch eine reiz­ volle Alternative, weil sie urbanes  Wohnen mit ländlichem verbänden.  „Mit einem Vorortzug in die City  dauert es oft nicht länger als von  einem Innenstadtviertel zum ande­ ren.“

Frank­Peter Unterreiner, Heraus­ geber des „Immobilienbriefs Stutt­ gart“, geht im „Immobilien­Kom­ pass“ der Zeitschrift „Capital“ noch  weiter in die Region. Er erklärt,  Stuttgart müsse als Kern einer Me­ tropolregion begriffen werden, in  der kleinere Städte wie Esslingen 

mit ansehnlichem Grundstück. „Das  würde ich doch in einer Stadt nie bekommen, geschweige denn be­ zahlen wollen“, ist die Mittfünfzige­ rin überzeugt. „Hier habe ich meine  Ruhe, die Luft ist gut, ich baue mein  eigenes Gemüse an.“ Was sie noch  brauche, kaufe sie mittwochs oder  samstags auf dem Wochenmarkt in  Mancher fühlt sich Bad Liebenzell. Und sonst bestelle sie erst fern der Metropole einfach. „Heute ist man doch sowie­ so per Internet und Mobiltelefon mit  so richtig im Grünen der ganzen Welt verbunden.“ Für  oder Böblingen als Vororte mit Miras ist klar: Im Grünen will sie alt  günstigerem Wohnraum fungierten. werden. Renate Miras ist gar noch weiter  Aber auch in der Landeshauptstadt  draußen. Hinter Bad Liebenzell lebt  wollen es mehr Bewohner grün ha­ sie schon seit 25 Jahren mit ihrer  ben. „Urban Gardening“ heißt der  Freundin am Feldrand in einem Haus  Trend – und die Stadt fördert diesen. 

Laut Alexander Schmid, Beauftragter  für Urbanes Gärtnern in Stuttgart,  schließen sich zunehmend Nachbarn  in Quartieren zusammen, um auf  einer kleinen Grünfläche oder auf  dem Dach selbst Gemüse oder Obst  anzubauen. Von 2014 bis 2015 hät­ te sich die Anzahl der Anbauflächen  in der Stadt auf immerhin 25 Stück  verdoppelt, Tendenz steigend. Dafür  gebe es viele Gründe, so Schmid  weiter. „Die Menschen tun es, weil  sie wissen, was sie angebaut haben,  Bio aus dem eigenen Garten. Aber  auch aus sozialen Gründen, man be­ kommt Kontakt, tauscht sich aus.“  Nicht zuletzt sei Urban Gardening  auch für das Klima und die Ästhetik  der Stadt enorm wichtig.  peix

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8   ZUHAUSE IN DER REGION – 1/2016

   

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GUT GEPLANT     IST HALB GEBAUT Häuslebauer haben die Qual der Wahl: Doppelhaushälfte, Reihenhaus oder frei stehendes Einfamilienhaus, in Fertig­ oder Massivbauweise, mit Architekt, Generalunternehmer oder vom Bauträger. 

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auen sei ein hochkomplexes Thema, sagt Marc Förderer, un­ abhängiger Berater des Bauherren­ Schutzbundes. Zuerst sollten poten­ zielle Bauherren den Raumbedarf  klären: Für wie viele Personen soll  das Haus Platz bieten? Ist ein Hobby­  oder Büroraum notwendig? Reicht  ein Badezimmer oder müssen es  mehrere sein? Förderer empfiehlt,  die Fragen systemoffen, also frei von  Haustyp oder Baupartner zu beant­ worten. „Mit einem eigenen Haus  assoziieren die meisten Menschen  ein frei stehendes Eigenheim“, weiß  der Bauingenieur. Doch nicht immer  lässt sich dieser Traum verwirklichen.  Gerade in Ballungszentren ist es  meist schwierig, einen passenden  Bauplatz zu finden. Eine gute Alter­ native ist dann oft eine Doppelhaus­ hälfte oder ein Reihenhaus. Selten  komme es laut Förderer vor, dass  diese Haustypen die erste Wahl sind. Sind die Fragen zu Wohnfläche und  Aufteilung geklärt, kann es sich loh­ nen, die Angebote von Fertighaus­ anbietern zu prüfen. „Wenn ein  Haus von der Stange zu den persön­ lichen Anforderungen passt, spricht  heutzutage nichts dagegen, sich für  ein Fertighaus zu entscheiden“, so  Förderer. Hersteller bieten eine breite  Palette unterschiedlicher Bauformen 

an, von der Stadtvilla über den Bun­ galow bis hin zum Klinkerhaus. Ein  Vorteil ist die kurze Bauzeit. Meist  sind die vorgefertigten Bauteile in  wenigen Tagen zusammenmontiert.  Fertighäuser sind jedoch oft hellhöri­ ger als massiv gebaute Häuser. Pau­ schal könne man heutzutage auch  nicht mehr sagen, dass ein Fertig­ haus die günstigere Alternative sei,  erklärt der Experte: „Jede Abwei­ chung vom Muster kostet extra.“ Das Massivhaus gilt unter Fachleuten  als robust und am besten individuali­ sierbar. Schwere Materialien wie Zie­ gel oder Kalksandstein schützen gut  vor Schall und Wettereinflüssen,  massive Wände erleichtern den In­ nenausbau. Doch das Setzen von  Stein auf Stein ist zeitaufwendig. Bei  Putz und Estrich müssen Trocken­ zeiten eingehalten werden, um  Schimmelbildung zu vermeiden. Lan­ ge Lieferzeiten von Baumaterialien  können die durchschnittliche Bauzeit  von sechs bis acht Monaten verzö­ gern – genauso wie ungünstiges  Wetter. Energetisch gilt sowohl beim  Fertig­ als auch beim Massivhaus:  Die KfW­Vorgaben für Effizienz­ häuser erfüllen Wände allein noch  nicht: „Hier muss das Haus als Ge­ samtpaket, inklusive der Anlagen­ technik, betrachtet werden“, sagt 

Förderer, dessen Spezialgebiet auch  die Energieberatung ist. Um Baumängel zu vermeiden, sind  kompetente Partner wichtig. Wer  mit einem Architekten baut, hat in  der Regel einen qualifizierten Fach­ berater an der Seite. Dessen Auf­ gabe ist es, das Haus nach den Wün­ schen des Bauherrn innerhalb eines  vorgegebenen finanziellen Rahmens  zu planen – und als Projekt zu be­ gleiten. Doch der Bauherr kann sich  nicht zurücklehnen.

Bauphase, dass ein Haus teurer und  später fertig wird als geplant. „Mehr Kostensicherheit und die Koordination aus einer Hand sind  Gründe, weshalb Bauherren sich für  einen Generalunternehmer entschei­ den“, erzählt Förderer aus seinem  Arbeitsalltag. Generalunternehmer  bieten schlüsselfertige Immobilien  an. Diese Art des Bauens verspricht  gedeckelte Kosten und verlässliche  Bezugstermine. Doch der Sachver­ ständige rät zur Vorsicht, denn der  Begriff schlüsselfertig ist weder ge­ Als Bauherr schützt noch gesetzlich definiert, die  kommt so einiges Leistungen sind je nach Anbieter  unterschiedlich. Im besten Fall heißt  auf einen zu  schlüsselfertig bezugsfertig und der  Er muss das Budget im Blick behal­ Möbelwagen kann nach der Über­ ten und während des Bauens noch  gabe vorfahren. Je nach Vertrag  diverse Entscheidungen treffen.  kann schlüsselfertig aber auch be­ Denn um Heizung, Fenster und Tü­ deuten: Das Haus ist weder ans  ren einzubauen oder Böden zu ver­ Stromnetz angeschlossen, noch fer­ legen, sind unterschiedliche Hand­ tig ausgebaut. „Der Bauvertrag ist  werksbetriebe notwendig. So kom­ für Laien oft schwer zu verstehen“,  men schnell 15 verschiedene Unter­ warnt der Berater. Unkundigen emp­ nehmen zusammen, mit denen ein  fiehlt er deshalb, den Vertrag vor  Hausbauer sich abstimmen muss. Abschluss von einem unabhängigen  Da die Aufträge erst ausgeschrieben  Fachmann prüfen zu lassen. werden, wenn der Vertrag mit dem  Immer mehr setzt sich das Bauträ­ Architekten unterzeichnet ist, kann  germodell durch. Wer sich für diesen  zu Beginn des Bauprojekts nur eine  Weg zum Eigenheim entscheidet, ist  Kostenschätzung erfolgen. Nicht im rechtlichen Sinne nicht Bauherr,  selten zeigt sich dann während der  sondern Käufer. Er erwirbt per nota­

riellem Vertrag das Grundstück und  das Gebäude zu einem Pauschal­ preis. Der Bauträger baut das Haus  dann im eigenen Namen und küm­ mert sich idealerweise um alles, bis  es fertiggestellt ist. Dieser Service ist  für Hauskäufer oft günstiger, als in  Eigenregie zu bauen. Denn Bauträ­ ger, die mehrere Häuser des gleichen  Typs bauen, kaufen Handwerkerleis­ tung und Material mit Rabatt ein.  Doch die Komplettlösung birgt auch  Gefahren, weiß Andreas Garscha,  Leiter des Stuttgarter Regionalbüros  des Verbandes privater Bauherren  (VPB): „Es kommt sehr häufig vor,  dass Kunden mit Bauträgern unzu­ frieden sind“, sagt der Diplom­Inge­ nieur. Das hat nach Meinung des Ex­ perten zwei Gründe: Zum einen klärt  der Bauträger den Kunden im Vor­ feld nicht ausreichend auf, was dazu  führen kann, dass ein fehlerfreies,  fertiges Haus trotzdem nicht den  Vorstellungen des Kunden ent­ spricht; zum anderen stellen die  neutralen VPB­Berater bei fast jeder  zweiten Baubeschreibung, die ihnen  vorgelegt wird, grobe Mängel fest.  In solchen Fällen raten sie dringend  zu Ergänzungen oder Korrekturen  vor der Unterschrift. Leila Haidar www.vpb.de/abc­gemeinheiten.html


 1/2016 – ZUHAUSE IN DER REGION    9

SEHR GEFRAGT In und um Stuttgart eine Wohnung oder gar ein Haus zu finden, ist keine einfache Sache – und keine billige.

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ie Nachfrage nach Wohnimmo­ bilien ist ungebrochen, die Kaufpreise sind erneut gestiegen.  Das zeigt der „City­Report Stutt­ gart“ vom Herbst 2016, den das  Marktforschungsinstitut des Immo­ bilienverbands Deutschland (IVD) erstellt hat. Dabei hat die Zahl der  Baufertigstellungen im�� Jahr 2015  den HĂśchststand seit 1999 erreicht.  „Wer nicht verkaufen muss, verkauft  derzeit nicht“, weiĂ&#x; Markus Lechler  von Lechler Immobilien in Deger­ loch. Wohnung, Reihenhaus oder  Einfamilienhaus aus dem Bestand  kämen nur in den Verkauf, wenn etwa eine FamilienvergrĂśĂ&#x;erung an­ stehe, ein Erbe zu verteilen sei oder  im Alter der Wechsel vom Haus in  eine Wohnung sinnvoll erscheine.  „Schnäppchen sind Mangelware“,  ist denn auch dem „Immobilien­ marktbericht 2016“ von Ellwanger & Geiger zu entnehmen. Allein im  vergangenen Jahr sind die Preise fĂźr  Eigentumswohnungen im Bestand  um 13 Prozent gestiegen. FĂźr eine  mit einem guten Wohnwert, so der  aktuelle „City­Report Stuttgart“, 

wird derzeit ein Quadratmeterpreis  von durchschnittlich 3835 Euro be­ zahlt, fĂźr Objekte mit bester Ausstat­ tung sind Quadratmeterpreise von  mehr als 7770 Euro mĂśglich. „In allen Marktsegmenten ßbersteigt  in Stuttgart die Nachfrage das vor­ handene Angebot bei Weitem“, be­ tont Stephan Kippes, der Leiter des  IVD­Marktforschungsinstituts. Ähn­ lich sieht es Julian Pflugfelder, Ge­ sellschafter der Pflugfelder Unter­ nehmensgruppe in Ludwigsburg,  und fĂźhrt weiter aus: „Im Fokus der  Interessenten liegen in Stuttgart besonders Einfamilienhäuser bis zu  einem Kaufpreis von einer Million  Euro, gefragt sind Reihen­ und Dop­ pelhäuser zwischen 500 000 und  750 000 Euro sowie Drei­ und Vier­ zimmerwohnungen bis 500 000  Euro.“ Unter 700 000 Euro seien in  Stuttgart Einfamilienhäuser in nor­ malem Zustand nicht mehr zu be­ kommen. Auch in grĂśĂ&#x;eren Städten  wie Ludwigsburg oder Esslingen ge­ be es sie kaum noch unter 500 000  Euro. Laut dem „City­Report“ muss  fĂźr frei stehende Einfamilienhäuser 

in Stuttgart mit gutem Wohnwert  mit 910 000 Euro gerechnet werden.  Wer auf der Suche nach einem Ein­ familienhaus ist, einer Doppelhaus­ hälfte oder einem Reihenmittelhaus,  kann am ehesten in den Randbezir­ ken fĂźndig werden. Ein Blick etwa in das Internetportal neubaukom­ pass.de zeigt, dass in Esslingen,  Schwäbisch GmĂźnd, Marbach am  Neckar, Leonberg und Renningen  gebaut wird. „In Schwaikheim reali­ sieren wir neben Eigentumswohnun­ gen auch Doppel­ und Reihenhäu­ ser“, erzählt Helmut Bayer, bei Bona­ va Leiter fĂźr die Region Rhein­Ne­ ckar/Stuttgart. In Geradstetten bei  Remshalden hat Lechler Immobilien  gerade neu gebaute Doppelhaus­ hälften und Reihenhäuser verkauft.  „Gut 50 Prozent der Käufer kamen  aus Stuttgart“, sagt Markus Lechler.  Aber auch: „Viele Käufer entdecken  in Stuttgart durchaus das Entwick­ lungspotenzial von Stadtteilen, die  bislang noch nicht so viel Beachtung  gefunden haben, wie etwa Hedelfin­ gen, UntertĂźrkheim, Zuffenhausen  oder Heslach.“ Julia Alber Zum Wohnen ist Stuttgart ein teures Pflaster. Foto: Wilhelm Mierendorf

             

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10   ZUHAUSE IN DER REGION – 1/2016

NICHT ZU KNAPP Auch wer angesichts niedriger Zinsen Wohneigentum erwirbt, muss die Finanzierung über viele Jahre durchhalten können.

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ür gewöhnlich setzt sich eine  Baufinanzierung von privaten  Häuslebauern aus drei Elementen  zusammen. Da ist zunächst das vor­ handene Eigenkapital, das 20 bis 30  Prozent des Finanzierungsvolumens  abdecken sollte. Dann bildet in der  Regel ein Bauspardarlehen mit 20 bis  25 Prozent einen weiteren Baustein.  Schließlich komplettiert ein Annuitä­ tendarlehen den großen Rest.  Das Eigenkapital bildet das finanziel­ le Fundament. Es fließt direkt in den  Bau oder Kauf. „Mindestens ein  Viertel der Gesamtsumme sollte man  aus Eigenmitteln einbringen“, rät  Baufinanzierungsexperte Karsten Eiß  von der Bausparkasse Schwäbisch  Hall. Zum Eigenkapital zählt man  Bargeld, Bank­ und Bauspargut­ haben sowie weitere Vermögens­ werte, die kurzfristig liquide ge­ macht werden können – also auch Gold, Münzen oder Anti­ quitäten. Als einen guten Weg, frühzeitig das benötigte Eigenkapi­ tal für den Immobilienerwerb zu bilden, bezeichnet Immo Dehnert,  Unternehmenssprecher der Bauspar­ kasse Wüstenrot, das Bausparen.  „Bausparer profitieren hierbei von  einem systembedingten Pluspunkt:  der Unabhängigkeit dieses Zweck­ sparinstruments vom Kapitalmarkt“,  erläutert er. Denn Bauspardarlehen  werden im Gegensatz zu Hypothe­ kendarlehen in der Regel nicht über  den Kapitalmarkt refinanziert, son­ dern über Einzahlungen aller Bau­

sparer in einen gemeinsamen Topf.  Es entsteht so ein geschlossener  Spar­ und Entnahmekreislauf, der es erlaubt, Bausparern besonders  günstige Darlehenskonditionen über  die gesamte Vertragslaufzeit zu ge­ währen. „Die resultierende Kosten­ sicherheit erleichtert die Planung, sei  es nun Hausbau oder ­kauf, Sanie­ rung oder Modernisierung“, so Deh­ nert. Eiß ergänzt: „Bausparen garan­ tiert das heutige niedrige Zinsniveau  für Finanzierungswünsche in fünf,  zehn oder 15 Jahren.“ Hinzu kom­ me, dass bei einem Bauspardarlehen  jederzeit kostenlose Sondertilgungen  in beliebiger Höhe möglich sind.  Außerdem gibt es keinen Zuschlag  auf die Konditionen für Zweitrang,  Kleinstdarlehen oder Ähnliches wie  sonst in der Baufinanzierung üblich. 

Eine frühe Anschlussfinanzierung kann sich lohnen Beim dritten Finanzierungsbaustein,  dem Hypotheken­ oder Annuitäten­ darlehen, ist der Beleihungswert von  Bedeutung, also ein von der kredit­ gebenden Bank vorsichtig geschätz­ ter Wiederverkaufswert, der den tat­ sächlichen Kaufpreis niemals über­ steigt. Die Grenze, bis zu der die  Bank den Erwerb finanziert, beträgt  maximal 80 Prozent des Beleihungs­ werts. So ist das Kreditinstitut im Fal­ le einer geplatzten Immobilienfinan­ zierung auf der sicheren Seite. Um 

das Objekt verlustfrei verkaufen zu  können, nimmt es zudem einen Sicherheitsabschlag vor.  Die Frage ist dann, wie viel Tilgung  sich der Bauherr leisten kann. „Die  Niedrigzinsphase kann für eine hö­ here Tilgung genutzt werden“, sagt  Eiß: je höher die Tilgung, desto kür­ zer die Laufzeit, desto niedriger die  Gesamtkosten. Üblich sind ein oder  zwei Prozent Tilgung. Wer sich mehr  leisten kann, sollte drei bis fünf Pro­ zent vereinbaren. Eine bewährte  Faustregel lautet, nicht mehr als 40 Prozent des regelmäßig verfügba­ ren monatlichen Nettoeinkommens  für Zins und Tilgung aufzuwenden. „Eine Immobilienfinanzierung muss  so gestaltet sein, dass noch Reserven  zum Leben bleiben, auch wenn die  Kapitalmarktzinsen wieder steigen“,  warnt Dehnert. Damit sei irgend­ wann zu rechnen, auch wenn dies  momentan noch nicht abzusehen  sei. Zumindest bei Hypothekendar­ lehen werden nach Auslaufen der  Zinsbindungsfrist – in der Regel nach  zehn bis 15 Jahren – die Darlehens­ zinsen an die dann herrschenden  Marktkonditionen angepasst. Es kann sinnvoll sein, sich lange vor­ her günstige Konditionen für die Anschlussfinanzierung zu sichern,  beispielsweise mit einem Bauspar­ vertrag oder einem sogenannten  Forward­Darlehen. Damit können  Kreditnehmer die aktuellen Zinskon­ ditionen um bis zu fünf Jahre im Vo­ raus festschreiben. Thomas Spengler

BAUSPAREN LOHNT SICH Langfristig günstige Zinsen: Das  Motto  der  Schwaben  lautet:  Schaffe,  schaffe, Häusle baue. Im Schnitt hat jeder Baden­Württem­ berger 9800 Euro in einen Bausparvertrag bei einer privaten  Bausparkasse  investiert.  In  ganz  Deutsch­ land zählte die Bundesbank Ende vergangenen Jah­ res  29,4  Millionen  Bausparverträge.  Sie  verkaufen sich derzeit gut: Kunden wollen sich langfristig die heutigen, extrem niedrigen Zinsen sichern. Nicht immer gute Beratung: Die Bausparkassen profitieren davon. Bausparen ist ein bedeutender Faktor der Wohnungsversorgung, der Eigentumsbildung und der persönlichen Alters­ vorsorge.  Seit  Ende  des  Zweiten  Weltkriegs  haben Manche Baufinanzierung ist recht wackelig erstellt. Foto: fotomek/Fotolia

die Bausparkassen mehr als 1000 Milliarden Euro für Wohnungsfinanzierung  bereitgestellt.  Um  Kunden buhlen 20 Bausparkassen – neben privaten die Lan­ desbausparkassen. „Bausparen an sich ist eine pri­ ma Idee“, heißt es bei der Stiftung Warentest.  Sie kritisierte jedoch die eine oder andere Bausparkasse wegen ihrer Beratungsleistung.  Gefahr von hohen Mehrkosten: Manche Verträge waren zu schmal bemessen, viele zu  üppig.  Berater  setzten  Bausparsumme,  Gutha­ ben  oder  Darlehensraten  zu  hoch  an.  Gleichzeitig enthielten sie ihren Kunden Informationen vor, um vergleichen  zu  können.  Der  falsche  Vertrag  kann dann hohe Mehrkosten bedeuten. Oliver Schmale


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12   ZUHAUSE IN DER REGION – 1/2016

Solarmodule auf dem Hausdach sind  inzwischen ein vertrauter Anblick.  Allerdings wird die Einspeisung von  Strom ins Versorgungsnetz inzwi­ schen nicht mehr massiv gefördert,  so dass sich die Fotovoltaik vor allem  für den Eigenbedarf rechnet. Foto: VioNet/Fotolia

   

   

   

SONNE  

 

SATT

Mit Solarenergie lässt sich wahlweise Wärme oder Strom erzeugen. Die Investitionen gehen aber rasch in die Tausende.

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ie Sonne beliefert die Erde tag­ täglich mit gigantischen Ener­ giemengen, die sich auch für den  Privathaushalt nutzen lassen. Der  Hausherr hat dabei die Wahl zwi­ schen zwei Methoden: Fotovoltaik  oder Solarthermie. Unter Fotovoltaik  fassen die Experten die Stromerzeu­ gung mit Solarzellen zusammen. In 

der Solarthermie hingegen sammeln  Kollektoren die Sonnenwärme, um  Brauch­ oder Heizungswasser zu erwärmen.  Die günstigste Variante, um die  Energie der Sonne zu nutzen, be­ steht aus einer kleinen Brauch­ wasseranlage. Dabei wird kaltes  Wasser durch in Metallrahmen ver­

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baute und geschwärzte Heizschlan­ gen gepumpt. Die Wärme des Me­ diums heizt schließlich das Trink­ wasser auf. Bausätze für kleine  Haushalte gibt es schon ab 1500  Euro – ohne Montage. Vorteil: Bei  richtiger Dimensionierung – diese  Berechnungen sollte ein Fachbetrieb  vornehmen – liefern die Kollektoren  vor allem im Sommer heißes Wasser. Wesentlich aufwendiger sind Anla­ gen, die auch heizen können. Der  Fachmann spricht dann von einer  „heizungsunterstützenden Solar­ anlage“. Sie benötigt neben einer  wesentlich größeren Kollektorfläche  auch einen üppig ausgelegten Puf­ fertank, der die Energie zwischen­ speichert, um sie nach und nach an  die Heizkörper abzugeben. Je nach  Größe werden dafür etliche Tausend  Euro fällig. Ihnen steht eine Einspa­ rung von durchschnittlich zehn bis  20 Prozent der jährlichen Heizkosten in Bestandsbauten gegenüber. Das  bedeutet auch, dass stets ein kon­ ventioneller Wärmeerzeuger bereit­ stehen muss, wenn die Sonne mal 

nicht scheint oder die gesammelte  Wärme nicht ausreicht. Kombinieren lassen sich Kollektoren  mit nahezu allen bestehenden Hei­ zungsanlagen. Ihre Effektivität steigt  allerdings deutlich, wenn die Heiz­ körper mit niedrigen Temperaturen  arbeiten. Sprich: Wand­ oder Fuß­ bodenheizungen wären von Vorteil.  Die Amortisierung solcher Anlagen  kann zehn Jahre und mehr betragen. Noch größere Investitionen werden  mitunter fällig, wenn der Hausherr  Strom erzeugen möchte. Je nach  verbauter Fläche können mehrere  Zehntausend Euro zusammen­ kommen. Zunächst gilt es eine aus­ reichend große Fläche zu finden, auf  der es sich lohnt, eine Fotovoltaik­ anlage zu installieren. Das ist in den  allermeisten Fällen auf dem Dach.  Dabei ist zu beachten, dass sich nur  dort Solarpaneele anbringen lassen,  wo sich keine Gauben, Fenster oder  Kamine befinden. Zudem lässt sich  auch nicht jeder Platz auf dem Dach  für eine Solaranlage nutzen, da auch  deren Ausrichtung wichtig ist. Die 

Sonne strahlt nun einmal hauptsäch­ lich aus dem Süden und je nach Jah­ reszeit auch in unterschiedlichen Hö­ hen über dem Horizont. Die Nord­ seite eines Satteldachs gilt demnach  als finanziell unattraktiv. Flachdächer  eignen sich ebenfalls für Fotovoltaik,  allerdings müssen die Solarpaneele  in Richtung Sonne gerichtet werden,  was eine aufwendigere Installation  bedeutet. Da der erzeugte Strom ins Versor­ gungsnetz eingespeist werden kann,  wird der Hausherr zum Stromprodu­ zenten – auch für das Finanzamt. In­ zwischen ist die Einspeisevergütung  deutlich gesunken, deshalb steht  heute die Deckung des Eigenbedarfs  im Vordergrund. Batterien können  den erzeugten Strom zwischenspei­ chern – eine flexible, aber relativ teu­ re Lösung. Neben den Solaranlagen  werden daher auch die Batterie­ speicher mit Zuschüssen oder zins­ günstigen Krediten gefördert. Die Sonne strahlt also zwar gratis,  ihre Energie ist aber nicht kostenlos  zu haben. Markus Wölfel


1/2016 – ZUHAUSE IN DER REGION    13

PASS FÜRS HAUS Der Energieausweis gibt Käufern und Mietern auch Aufschluss über die Heizkosten. 

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er sein Wohnhaus verkauft oder vermietet, muss in kommerziellen Immobilienanzeigen  die wichtigsten Kenndaten aus dem  Energieausweis angeben. So verfügt  es die Energieeinsparverordnung  (EnEV) 2014. Seit 1. Mai 2015 wer­ den fehlende Angaben als eine Ord­ nungswidrigkeit geahndet: Die Stra­ fe beträgt bis zu 15 000 Euro, sind  die Daten unvollständig oder man­ gelhaft, so die Angaben des vom baden­württembergischen Umwelt­ ministerium geförderten Programms  „Zukunft Altbau“. Die Strafe war  bereits seit 2014 vorgesehen, bislang wurde von einer Sanktionierung abgesehen. „Angst vor Fehlern beim Aufgeben  einer Anzeige müssen Hauseigentü­ mer jedoch nicht haben“, sagt Petra  Hegen von Zukunft Altbau. „Je nach  Alter des Energieausweises sind vier  oder fünf Angaben nötig.“ Wer  einen nach dem 1. Mai 2014 ausge­ stellten Energieausweis hat, muss  das Baujahr, die Art des Energieaus­ weises, den Energieträger, den End­ energiebedarf oder ­verbrauch sowie 

die Energieeffizienzklasse angeben.  Bei Energieausweisen, die vor dem  Mai 2014 ausgestellt wurden, benö­ tigen die Eigentümer nur vier Anga­ ben für die Anzeige – die Energie­ effizienzklasse ist in den Ausweisen  noch nicht eingetragen. Ein Energieausweis ist erforderlich,  wenn Immobilieneigentümer ihr  Haus oder ihre Wohnung verkaufen  oder vermieten. Wird ein Haus neu  errichtet oder umfassend saniert, ist die Ausstellung ebenfalls Pflicht.  Ausgestellt werden die Ausweise  von Gebäudeenergieberatern; die  Papiere sind zehn Jahre gültig. Haus­ besitzer müssen die Energieausweise  Kauf­ oder Mietinteressenten ohne  Aufforderung vorlegen. „Die He­ rausgabe muss sogar bereits bei der  ersten Besichtigung erfolgen und  nicht erst bei den Verkaufsverhand­ lungen“, so Hegen. „Bei der Art des Energieausweises  gibt der Hauseigentümer an, ob er  einen Bedarfs­ oder Verbrauchs­ ausweis hat“, erklärt Hermann Dan­ necker vom Deutschen Energiebera­ ter­Netzwerk (DEN). „Beim Energie­

träger weist man darauf hin,  ob man hauptsächlich mit  Öl, Gas oder anderen  Brennstoffen heizt.“ Die  weitere Angabe bei neu­ en Ausweisen zur Ener­ gieeffizienzklasse des  Gebäudes reicht von  A+ bei hoher Ener­ gieeffizienz bis H bei  geringer Effizienz.  Die Energieeffi­ zienzklassen wur­ den mit der  EnEV 2014 ein­ geführt. Für Mieter  oder Käufer  sind die  Daten aus dem Ener­ gieausweis aufschlussreich. Sie infor­ mieren auf einer Skala von Grün bis  Rot über den energetischen Zustand  des Gebäudes und geben eine  Orientierung, wie hoch die Heiz­ kosten sein können. „Energetisch  optimierte Häuser haben wegen  eines geringeren Energieverbrauchs  meist eine niedrigere ‚zweite Miete‘ 

Der Energieausweis  zeigt den Heizbedarf  auf einen Blick.  Foto: z und sind deshalb für Interessenten  attraktiver“, so Hegen. Energiespar­ häuser würden daher künftig größe­ re Chancen auf dem Immobilien­ markt haben.

Das Bundesamt für Wirtschaft und  Ausfuhrkontrolle fördert die Ausstel­ lung des Energieausweises in Ver­ bindung mit einer Beratung vor Ort  finanziell.  Hans­Christoph Neidlein

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14   ZUHAUSE IN DER REGION – 1/2016

SANIERUNG Dieses  Jahr  hat  sich  viel  ge­ tan:  Für  den  hydraulischen Abgleich  und  den  Einbau neuer Heizungspumpen gibt es seit August eine neue För­ derung  vom  Bundesamt  für Wirtschaft  und  Ausfuhrkon­ trolle  (BAFA).  Hauseigen­ tümern  werden  30  Prozent der Ausgaben erstattet.  Seit  dem  1. April  erhalten Eigentümer, die ihre Heizung austauschen  oder  eine  Lüf­ tungsanlage  einbauen  wol­ len,  eine  zusätzliche  Förde­ rung von der KfW. Wer dies aus  eigenen  Mitteln  finan­ ziert, bekommt einen Investi­ tionszuschuss  von  15  Pro­ zent, maximal 7500 Euro pro Wohnung.  Bei  der  Kredit­ variante gibt es 12,5 Prozent Zuschuss  zur  Tilgung,  maxi­ mal 6250 Euro. Die  KfW  fördert  neue  Hei­ zungs­ und Lüftungsanlagen jedoch nur, wenn sie mit wei­ teren  förderfähigen  Sanie­ rungsmaßnahmen  kombi­ niert werden. Bei einem Hei­ zungstausch  müssen  Haus­ eigentümer  zusätzlich  die Einstellung  der  Heizungs­ anlage  optimieren  lassen. Wer  sich  für  eine  neue Lüftungsanlage  entscheidet, muss  gleichzeitig  eine  för­ derfähige energetische Maß­ nahme an der Gebäudehülle durchführen lassen. Die  KfW­Angebote  für  Pri­ vatleute umfassen Neu­ und Altbauten.  Gefördert  wird auch die vorherige Beratung. Mit  dem  Programm  „Vor­ Ort­Beratung“  bezuschusst das  BAFA  die  Energiebera­ tung.  Für  eine  Vor­Ort­Bera­ tung bei Ein­ oder Zweifami­ lienhäusern durch qualifizier­ te  Gebäudeenergieberater gibt  es  bis  zu  800  Euro  Zu­ schuss, für Gebäude mit drei oder  mehr  Wohneinheiten maximal 1100 Euro. In  Baden­Württemberg  wird der  Sanierungsfahrplan  fi­ nanziell gefördert, eine indi­ viduelle Beratung mit Sanie­ rungsempfehlungen  durch einen  Energieberater.  Kom­ munen haben ebenfalls viel­ fach  eigene  Förderprogram­ me,  die  zusätzlich  genutzt werden können. Bezuschusst werden  etwa  die  Wärme­ dämmung  und  die  Optimie­ rung der Heizung.  hcn

   

GANZHEITLICH      BETRACHTEN Energieberater und ein Sanierungsfahrplan helfen dabei, alte Gebäude  energieeffizient instand zu setzen.

D

ie beste Energie ist jene, die nicht verbraucht wird. Und wer Energie einsparen will, muss  auch die Energieeffizienz erhöhen.  Das größte Potenzial liegt hier bei älteren Gebäuden. Laut einer Erhe­ bung der Europäischen Union ver­ braucht der Gebäudesektor mit am meisten Energie in der Staaten­ gemeinschaft – 40 Prozent des ge­ samten Bedarfs. Daher will nicht nur  die EU, sondern auch der Bund, dass  der Gebäudebestand bis 2050 kli­ maneutral wird. Dafür soll der be­ nötigte Primärenergiebedarf für Gebäude um 80 Prozent sinken. Um die Dimension klarzumachen: In Deutschland sind vier Fünftel der  Bauten Bestandsgebäude. Wie klimaneutrale Sanierungen er­ reicht werden können, das haben  die Forscher des Öko­Instituts und  des Fraunhofer­Instituts für Solare  Energiesysteme im Auftrag des Um­ weltbundesamts untersucht. Für ihre  Studie haben sie zwei Zielbilder er­ stellt. In einem werden Gebäude  mehr gedämmt, im anderen weni­ ger. „Bei letzterem wäre ein größe­ rer Ausbau erneuerbarer Ener­ gien nötig“, sagt Veit Bürger,  stellvertretender Leiter des  Institutsbereichs Ener­ gie & Klimaschutz  am Öko­Institut.  „Das erfordert  mehr Spei­ cherkapazitäten  und Stromtrassen.“  Das heißt, der Ausbaudruck,  der bereits beim Strom groß  sei, würde sich noch verstär­ ken, wenn im Wärmebereich  die Nachfrage steige. „So  groß die Herausforderung  des Dämmens der Be­ standsgebäude ist, die Hür­ den, mehr Windkraft und  Fotovoltaik zu installieren,  sind höher“, so der Wis­ senschaftler.  Allerdings betont er auch,  dass derzeit Sanierungen weder  ausreichend noch zukunftsfähig 

durchgeführt würden. „Förderungen  sollten ambitionierte Sanierungen im  Bestand besser unterstützen als Sa­ nierungen mit schlechteren Stan­ dards“, so Bürger weiter. „Die Ziel­ zustände von Bauten müssen defi­ niert werden und die politischen  Maßnahmen so gestaltet, dass ziel­ konform saniert wird.“ Schon jetzt  gebe es Effizienzstandards der KfW,  der Kreditanstalt für Wiederaufbau.  An diesen – KfW 100, 70 oder 55 –  könne man sich orientieren. Bürger  schlägt vor, für jedes Jahr Ziel­ effizienzklassen festzulegen, wie et­ wa bei Kühlschränken oder Wasch­ maschinen. „Von A bis G, die suk­ zessive sinken“, erklärt er. „Jeder  weiß dann im Voraus, in welchem  Jahr welche Effizienzklasse gilt. 

Wenn ich also ein Gebäude der Klas­ se F habe, aber es gilt bereits E,  muss ich eine Klimaabgabe zahlen.“  Diese ginge dann in einen Topf, aus  dem jene Eigentümer gefördert wer­ den, die nach einer besseren Effi­ zienzklasse sanierten. So entsteht  eine abgabenfinanzierte Förderung  der Sanierung und die Eigentümer  können Sanierungen besser planen.

Falsch gedämmt – und schon bildet sich Schimmel  Umgekehrt heißt das, wer so gut  wie möglich saniert, zahlt keine Ab­ gabe, kann aber eine möglichst ho­ he Förderung bekommen. „Hierfür  braucht es auch verschiedene Zu­

Auch Häuser lassen sich in  Energieeffizienzklassen einordnen. Foto: Jan Engel/Fotolia

gänge, eine Mischung aus Förder­ geldern und Vergünstigungen, damit  für jeden etwas dabei ist“, so Bür­ ger. „Die einen mögen lieber einen  Zuschuss, die anderen Steuer­ vergünstigungen oder einen billigen  Kredit.“ Mit anderen Experten ist er  sich einig, dass die Förderprogram­ me aufgestockt werden müssen,  ebenso die Qualifizierung der Fach­ leute. Denn Dämmen ist nach der  Energieeinsparverordnung auch zum  Geschäft geworden. Doch die Erfah­ rung über die Jahre zeigt, dass sich  bei schlechter Sanierung älterer Ge­ bäude Schimmel bilden kann, insbe­ sondere an Wärmebrücken. Dort  wird Wärme schneller nach außen  transportiert als an anderen Stellen,  die Folge ist Kondens­ beziehungs­ weise Tauwasser.  Forscher betonen, dass nicht jeder  Zentimeter Dämmung auch mehr  bringe, vor allem wenn ein Haus  nur punktuell betrachtet werde, etwa allein vom Standpunkt des  Fensterbauers, Dachdeckers oder  Fassadenbauers. Stets müsse die  Gesamtsituation eines Gebäudes angeschaut werden. Dabei sei das Geld in einen unabhängi­ gen Energieberater gut angelegt, weil er einen systemischen Blick auf alle Gewer­ ke habe. Das Instrument Sanierungs­ fahrplan – eine Option des bun­ desweit einmaligen Erneuer­ bare­Wärme­Gesetzes von Ba­ den­Württemberg – sei eine gu­ te Sache. „Ein Experte nimmt einen Bau unter die Lupe,  schaut, in welcher Reihenfolge sinnvoll mittel­ bis langfristig saniert werden muss, bestimmt Kosten und Nutzen“, erklärt Bürger. „Abgestimmt mit dem Eigentümer wird nach den Fi­ nanzen und einem passenden  Förderprogramm von Bund, Ländern oder Kommunen geschaut.“ peix


16   ZUHAUSE IN DER REGION – 1/2016

   

BAUPROJEKTE      IN DER REGION   In der Region Stuttgart wird viel gebaut. Die Karte gibt  einen groben Überblick über die einzelnen Bauprojekte  in den Kommunen.

12

Vaihingen an der Enz

25 10 12 BietigheimBissingen

25

12

Backnang

Kreis Ludwigsburg 12

12 12

12

Rems-Murr-Kreis

18 21 Ludwigsburg 16

14 25

25 26

12 9 22 Leonberg

19 13 20

7

27 14 9 Sindelfingen

8

9 27 14 Böblingen

Kreis Böblingen

20 6

3 11

Winnenden

17 Waiblingen

8

12 18

22

Stuttgart 9 10

13

14 13 17 1 4 23 19 14 7 18 27 2 Leinfelden8

Echterdingen

25 Schorndorf

Fellbach

9

15

Esslingen am Neckar

24

8

Ostfildern

Filderstadt

16

18

Eislingen

Kreis Göppingen

18 17

Esslingen

Kreis Esslingen

16

Kirchheim unter Teck


1/2016 – ZUHAUSE IN DER REGION    17

Aktuelle Bauvorhaben  in der Region Stuttgart

Denkendorf

Legende zur nebenstehenden  Übersichtskarte

16 Brutschin Wohnbau  Winnenden Kirchheim­Teck, Lindorf Eislingen

25 ASPA Bauträgergesellschaft  Weissach, Rombold­Areal Stuttgart­Zuffenhausen Schorndorf­Weiler Großaspach Bietigheim­Bissingen 27 BB Wohnbau Böblingen  Plieningen Böblingen Sindelfingen Sindelfingen­Darmsheim 10 Bietigheimer Wohnbau  Stuttgart, Heusteig Living Bietigheim­Bissingen, SKY 6 Bonava Deutschland  Stuttgart, Nordbahnhofstraße Stuttgart­Feuerbach 18 BPD Immobilienentwicklung  Ludwigsburg Stuttgart­Möhringen Esslingen­Zell Fellbach­Schmiden

3 Epple Projekt  Stuttgart­Relenberg, Villengarten 22 GWG Gesellschaft für Woh­ nungs­ und Gewerbebau  Bad.­Württ.  Stuttgart­Berg Renningen 5 Landes­Bau­Genossenschaft  Württemberg  Gutes und bezahlbares Wohnen,  Stuttgart Modernes Wohnen in attraktiver  Lage, Stuttgart 13 Modernbau Gesellschaft für  modernen Wohnungsbau  Stuttgart­Botnang Stuttgart­Gablenberg Stuttgart­Sillenbuch Stuttgart­Vaihingen 4 Mörk Immobilien 

Stuttgart­Möhringen, Holdermann  Carré 14 MTM Wohnbau  Stuttgart­Möhringen Böblingen Stuttgart­Weilimdorf Sindelfingen Stuttgart, Gänsheidestraße 21 Paulus Wohnbau  Ludwigsburg 19 PlanQuadrat Projekt  Stuttgart, Leibnizstraße, Am  Kräherwald Stuttgart­Rohr 11 Pflugfelder Immobilien Treu­ hand  Stuttgart, Das Rosenberg 1 Projektbau Pfleiderer  Stuttgart­Möhringen 17 Regiebau  Esslingen­Zell Stuttgart­Stammheim Stuttgart­Rohr 8 Siedlungswerk GmbH 

Wohnungs­ und Städtebau Stuttgart­Rosenstein Stuttgart, Maybachstraße, Wohnen  am Höhenpark Böblingen, City Quartier Filderstadt­Bernhausen Filderstadt­Plattenhardt Leinfelden­Echterdingen, Stetten 23 Singer Wohnbau Stuttgart­Sillenbuch Stuttgart, Urbanes Wohnen  24 Steigerwald Wohnbau  Ostfildern­Nellingen 7 Strenger Bauen und Wohnen  Stuttgart City­Puls Stuttgart­Dachswald Stuttgart­Möhringen, City­Line Stuttgart City­Lofts

Jakobsbrunnen 26 Wohnbau Haußer  Renningen­Malmsheim 12 Wohnbau Layher  Asperg Besigheim Bietigheim­Bissingen Fellbach Hemmingen Ludwigsburg­Möglingen Leonberg Marbach Markgröningen 15 Wohnbau­Studio  Stuttgart­Heumaden

20 SWSG – Stuttgarter Woh­ nungs­ und Städtebaugesell­ schaft  Stuttgart, Am Roten Stich Stuttgart, Am Höhenpark Killesberg Stuttgart­Botnang

9 Wüstenrot Haus­ und Städte­ bau  Böblingen  Böblingen­Dagersheim Esslingen Leonberg Sindelfingen­Darmsheim Stuttgart Cityflair Stuttgart Urbanliving

2 Wilma Wohnen Süd  Leinfelden­Echterdingen, 

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18   ZUHAUSE IN DER REGION – 1/2016

FERTIGHAUS Angehende  Bauherren  ste­ hen  vor  der  Frage:  Massiv­ oder  Fertighaus.  Während beim Massivhaus die Bauzeit länger  dauert,  geht  es  beim Fertighaus,  das  zumeist  aus Holz  besteht,  schneller.  Das liegt auf der Hand: Sämtliche Bauteile  wie  Wände  und Dach kommen vorproduziert aus  der  Werkhalle.  Sie  müs­ sen auf dem Baugrundstück nur noch nach dem Baukas­ tenprinzip zusammengesetzt werden. Oft sind die Häuser standar­ disiert und werden schlüssel­ fertig  von  einem  Unterneh­ men angeboten. Der Herstel­ ler kümmert sich dann selbst um  die  Baugenehmigung und stellt alles – vom Archi­ tekten  bis  zum  Bauleiter.  Es ist  möglich,  Musterhäuser bereits im Vorfeld zu besich­ tigen. Längst bieten manche Unternehmen  auch  indivi­ dualisierbare  Fertighäuser an.  Zur  Wahl  stehen  meist Einfamilienhaus,  Doppel­ haushälfte oder Bungalow. Wer  sich  für  ein  Standard­ objekt entscheidet, kann be­ sonders  günstig  bauen.  Die Preise  reichen  von  50 000 Euro  für  den  Rohbau  eines Ausbauhauses  bis  weit  über 400 000 Euro. Bei Extrawün­ schen  steigt  der  Preis  eines Fertighauses natürlich.  Fertighäuser hatten lange ein schlechtes Image. Besonders wenn  es  um  die  Frage  der Lebensdauer ging. Doch das Thema  hat  sich  nun  eigent­ lich  erledigt.  So  sind  etwa Wissenschaftler der Universi­ tät  Leipzig  beim  Vergleich der  Holztafel­  und  Holzrah­ menbauweise  mit  anderen Bauweisen  zu  dem  Ergebnis gekommen,  dass  moderne Holzhäuser  eine  technische Lebensdauer  von  weit  mehr als  100  Jahren  erreichen können.  Aus  einer  anderen Untersuchung der Fachhoch­ schule Nordostniedersachsen geht  hervor,  dass  der  Sach­ wert  –  der  als  objektive Grundlage  zum  Beispiel  für die  Festsetzung  des  Belei­ hungswertes  eines  Hauses durch  Banken  dient  –  sich schon bei Ende der Achtziger gebauten  Holzfertighäusern kaum  mehr  von  Massivbau­ ten unterscheidet.  os

   

  DAS GLÜCK NICHT  ÜBERSTRAPAZIEREN Wer baut, braucht ein Grundstück. Man sollte es sorgfältig auswählen und sich gegen verschiedene Eventualitäten absichern.

W

er nicht einfach nur eine be­ stehende Immobilie kaufen, sondern selbst sein Traumhaus bau­ en möchte, braucht ein geeignetes  Grundstück. Es lässt sich von Privat­ personen, Kommunen, Bauträgern  und Fertighausanbietern in Kombi­ nation mit von diesen geplanten  oder bereits erbauten Immobilien erwerben. Makler können bei der  Suche helfen, sie verlangen in der  Regel eine Courtage in Höhe von  3,57 Prozent des Kaufpreises. Bei  der Suche sollten Verbraucher genau  hinsehen. „Angehende Häuslebauer  sollten die Preise vergleichen und ein interessantes Grundstück zu ver­ schiedenen Tageszeiten besichti­ gen“, rät Günter Schwinn von der  Verbraucherzentrale Baden­Würt­ temberg.  Die ideale Lage ist dabei nicht alles,  denn nicht jedes Haus darf auf je­ dem Grund erbaut werden. „Bevor  eine dreigeschossige Villa mit Dach­ terrasse geplant wird, sollte unbe­ dingt ein Blick in den Bebauungs­

Die Lage eines Grundstücks ist  zweifellos wichtig, wenn man  darauf ein Haus bauen möch­ te. Aber es gilt noch mehr zu  bedenken, sonst wird der Kauf  womöglich zum Glücksspiel.  Foto: JFsPic/Fotolia

plan geworfen werden“, rät  Schwinn. Kaufinteressenten können  diesen bei der zuständigen Gemein­ de einsehen, in Stuttgart beim Bür­ gerservice Bauen beim Baurechts­ amt. Dort findet man Informationen  etwa zur zulässigen Gebäudehöhe,  Firstausrichtung, Dachform oder Ge­ schosszahl. Zudem sollten Verbrau­ cher vor dem Kauf prüfen, ob ein  Grundstück bereits vollständig er­ schlossen ist oder ob in Zukunft  noch Zufahrtsstraßen gebaut oder  Wasser­ und Stromleitungen verlegt  werden müssen. Denn die Kosten  hierfür müssen die neuen Eigentü­ mer selbst tragen. Günter Schwinn:  „Das ist teuer. Wer das nicht be­ denkt, hat im schlimmsten Fall hin­ terher zwar ein Grundstück, aber  kein Geld mehr für das Haus.“ Auch unter der Erde können Risiken  lauern. Ist beispielsweise der Grund­ wasserspiegel erhöht, kann der Bau  eines wasserdichten Untergeschos­ ses notwendig sein. Handelt es sich  um einen felsigen Boden, sind auf­

wendige Meißelarbeiten nötig. Auf­ schluss über diese Bedingungen gibt  eine Besichtigung des Geländes  durch einen Experten für 90 Euro die  Stunde. Mehr Sicherheit bietet ein  Baugrundgutachten für etwa 800  bis 1500 Euro. Doch selbst wenn der Boden für den Bau der Traum­ immobilie stabil genug ist, kann es  zu Problemen kommen. Insbesonde­ re wer nicht auf der grünen Wiese  baut, sondern auf zuvor industriell  genutztem Gelände.

Altlastenklausel im Kaufvertrag reicht nicht immer In solchen Fällen können Altlasten  wie etwa Ölreste den Untergrund  kontaminiert haben und unter Umständen sogar ins Grundwasser  gelangen. Eigentümer sind in der  Pflicht, den Boden in solchen Fällen  auf eigene Rechnung zu sanieren.  Doch auch weniger schwere Ver­ unreinigungen oder die natürliche 

Ablagerung von Stoffen wie Arsen  können den Geldbeutel schmälern,  denn sie müssen zu deutlich erhöh­ ten Kosten entsorgt werden. „Inte­ ressenten sollten den Verkäufer da­ her nach entsprechenden Bodengut­ achten fragen“, rät Matthias Hiller,  Geologe und Geschäftsführer des Ingenieurbüros Henke + Partner in  Stuttgart. Auf eine Altlastenklausel  im Kaufvertrag sollten sie sich nicht  verlassen: „Wer auf der sicheren Sei­ te sein möchte, zieht einen Anwalt  und einen Fachmann zurate.“ Eine weitere Pflichtübung für ange­ hende Bauherren ist der Blick ins  Grundbuch. Denn dort finden sich  neben Angaben zu Eigentümer,  Grundschuld und Hypotheken auch  Informationen zu Baulasten, Erb­ bau­, Nießbrauchs­, Dauernutzungs­  und Vorkaufsrechten. Wenn bei­ spielsweise der Nachbar keinen eige­ nen Zugang zu einer öffentlichen  Straße hat, steht unter Umständen  ein Wegerecht im Grundbuch. In  einem solchen Fall kann es sein, dass  der Nachbar das Grundstück betre­ ten darf, um zu seinem Haus zu gelangen. Verbraucherschützer  Schwinn: „Solche Einträge sind für  Laien oft schwer verständlich, ein  Notar oder Anwalt kann überset­ zen.“  Wenn alles stimmt und auch die Fi­ nanzierung des Kauf­ preises samt Nebenkosten steht, folgt der Gang zum Notar. Er soll Käufer und Verkäufer unparteiisch beraten, das Grund­ buch prüfen und den Vertrag entwerfen. „Es lohnt sich, die­ sen noch einmal vom eigenen Anwalt über­ prüfen zu lassen“, sagt Schwinn. Auch die Verbraucher­ zentrale bietet für 370 Euro eine sol­ che Prüfung an.  Katja Müller


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20   ZUHAUSE IN DER REGION – 1/2016

   

   

 

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KONTRASTE KREIEREN Alt und jung, bunt und monochrom: Das Mischen von Möbeln ist ein Trend im Zeichen der globalisierten Welt.

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enn auf die Mischung kommt es an“ – so lautet es in man­ cher Werbung. Doch dieser Slogan  ist kein Produkt von scheinbar abge­ klärten Marketingstrategen, sondern  geklaut von einem Dichter und Den­ ker. Johann Wolfgang von Goethe  prägte ihn einst im „Faust“. Und wie  das so ist mit Klassikern, gelten sie  auch heute noch. Beispielsweise in  der Gestaltung von Innenräumen: So  hat sich ein Wohntrend gegen den  Strom entwickelt, der Individualisten  und Freigeistern entgegenkommt. Beim Mix & Match gehen Stile aus  unterschiedlichen Epochen, unter­ schiedliche Farben und Formen  außergewöhnliche Liaisons ein – ein gekonnter Stilbruch, um neue  Raumerlebnisse entstehen zu lassen.  Der Designerstuhl neben der Klassi­ zismuskommode, der barocke Zwei­ sitzer vor der Betonkücheninsel, die  Gartenmöbel im Wohnzimmer statt  draußen auf der Terrasse, all das  kann Akzente schaffen, die der Ein­ tönigkeit von überzogenem Puris­ mus entgegenwirken. „Gerade das  bewusste Kreieren von Kontrasten  erzeugt das besondere Wohn­ ambiente“, ist Georg Britsch über­ zeugt. Er zählt zu den Biedermeier­ spezialisten in Deutschland. Und er  fügt hinzu, dass es heute nicht mehr  um Epochen gehe wie früher. Die  Kunden seien auf der Suche nach  Lebenswelten. Ursula Geismann, Trend­ und De­ signexpertin des Verbandes der  Deutschen Möbelindustrie, erklärte  bereits vergangenes Jahr bei der  Internationalen Möbelmesse IMM  Köln, dass der grundsätzliche Trend  als nostalgischer Globalmix beschrie­ ben werden könne. „Die Menschen  wollen harmonische Formen und  Farben und wohnliche Accessoires.  Gegenstände werden bewusst aus­ gewählt und ,authentisch insze­ niert‘.“ Und dieses in Szene zu set­ zen heiße, die Dinge nicht zufällig ir­ gendwo hinzustellen, sondern ganz  bewusst anzuordnen, so dass ein  stimmiges Gesamtbild entstehe. 

„Beim Global Mix sind dabei Einrich­ tungsideen und auch Möbel aus allen Weltkulturen erwünscht“, so  Geismann. „So entsteht kultureller  Bezug und bei klassischen Entwür­ fen auch Zeitbezug, der Sicherheit  und Identität gibt.“ Die Expertin ver­ gleicht es zudem mit der histori­ schen Zeit des Biedermeiers vor 200  Jahren, jener Bewegung, die ganz  bewusst den Rückzug in die Häus­ lichkeit lebte.

Es ist das Biedermeier der Moderne „Auf politische Wirrungen und Un­ sicherheiten, aber auch auf die be­ ginnende Industrialisierung reagier­ ten die Menschen mit einem Rück­ zug in die eigenen vier Wände.“  Auch heute führten Globalisierung,  digitale Spionage, politische Unsi­ cherheiten, Kriege und Flüchtlings­ migrationen zu Frustrationen und  politischer Verdrossenheit und zur 

Flucht in das Bewährte und Kontrol­ lierbare, meint Geismann. „Der  Rückzug in das Zuhause – wir haben  das Phänomen schon länger Homing  genannt – hat seinen Schwerpunkt  im modernen Biedermeier gefun­ den.“ Keine Eintagsfliege! Auch zur IMM  2016 konnte Geismann wieder  konstatieren, dass an Retrospektive  angelehntes Design immer dann  Konjunktur habe, wenn Unsicher­ heiten zunähmen. „Retro­Design  nimmt uns die Angst vor Geschwin­ digkeit, ist verlässlich wie ein guter  alter Freund. Ob Gartenmöbel, Bet­ ten, Schränke oder Sessel: In allen  Möbelbereichen sind altbekannte  Entwurfsqualitäten wiederzufin­ den.“ Vielleicht wolle auch kein neu­ er Stil so recht in die Gegenwart pas­ sen, kommentierte sie und bezeich­ nete das sogenannte Mid­Century­ Design, Entwürfe von circa 1940 bis  1960, als am gefragtesten.  Auch die Forscher sehen den Hang  zum Mix aus alt, jung und exotisch 

als Abbild eines leisen Wandels, der  sich in den Lebenswelten und damit  in den sozialen Beziehungen und im  Alltag abzeichne. „Die neuen Bie­ dermeiers leben politisch einen  ,schwarz­grünen‘ Zeitgeist mit  Patchworkfamilie, Dreitagebart, schicker Wohnung und Bio­Essen.“ Das tut freilich der Möbelindustrie  gut, sind doch die Deutschen nach  wie vor Europameister beim Möbel­ kauf. Stabil geben sie pro Kopf und  Jahr für Möbel 384 Euro aus. Hinzu  kommen laut den Experten noch  Ausgaben für Accessoires, die mit  100 bis 150 Euro pro Jahr an­ gesetzt werden können.  Dabei bekämen immer mehr  Menschen ein immer besseres  Gefühl für individuelles Woh­ nen, so Geismann. „Sie reißen  mutig Wände ein, bauen  Raumteiler, drehen Funktions­ räume innerhalb der Wohnun­ gen, verlegen Fußböden, tapezie­ ren und streichen, investieren in  neues Licht und kaufen neue Möbel 

und Einrichtungsgegenstände, die  sie mit vorhandenen kombinieren.“ Wie das geschehen sollte, dazu ge­ ben Einrichtungsexperten Tipps. So  sollten die Fans des Mix & Match  nicht nur darauf achten, wie sich die  alten Möbel bei Tageslicht darstellen,  sondern auch, wie sie im Kunstlicht  aussehen. An welcher Stelle wirken  sie am besten? Bekommen die Stü­ cke durch einen Spiegel mehr Gel­ tung? Dabei stören moderne Möbel  in sachlich klarem Design keinesfalls  antike Möbel. peix

Anhänger des Mix & Match schwören auf unterschiedliche Stile in ihren vier Wänden. Fotos: tournee, viktorijareut/Fotolia


1/2016 – ZUHAUSE IN DER REGION    21

 

 

DIE WELT EINFACHER MACHEN Die globalen Megatrends wirken sich auch auf die Wohnaccessoires aus.

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b in Frankfurt, Köln, Mailand oder Paris, die Heimtextil­ und Möbelmessen bestätigen seit  einigen Jahren das, was schon vor  zwei Jahrhunderten der Dichter Jo­ hann Gottfried von Herder konsta­ tierte: „Wie Menschen denken und  leben, so bauen und wohnen sie.“  Das zeichnet sich denn auch in den  Megatrends ab. Laut den Zukunfts­ forschern zählen dazu die Themen  Konnektivität, Female Shift, Silver  Society, Mobilität, Neo­Ökologie,  Gesundheit, New Work, Urbanisie­ rung, Individualisierung, Globalisie­ rung und Neues Lernen. Bei genauerer Betrachtung werden  die Hintergründe deutlich: Die Digi­ talisierung schreitet voran, Men­ schen und Dinge vernetzen sich,  Frauen sollen auf dem Vormarsch  sein, zu den Hauptkunden fast aller  Branchen zählen vermehrt die Silber­ haarigen in einer älter werdenden  Gesellschaft. Zudem erleben Städte  seit Jahren eine Renaissance und in  einem zunehmenden Bewusstsein  für begrenzte Ressourcen und Zivi­ lisationskrankheiten wollen Men­ schen gesünder leben und arbeiten.  Und gerade weil die Welt längst glo­

balisiert ist und das Diktum des un­ begrenzten Handels grassiert, Waren  in gleich aussehenden, austausch­ baren Massen fließen, wollen die  Menschen ihre Persönlichkeit aus­ leben und wollen – oder sollen – lebenslang lernen.

mal abgesehen davon, das so man­ da darf es auch ein bisschen mehr  ches an gute alte Zeiten erinnert. sein: Die Accessoires kommen auch  Kaum verwunderlich, dass auch gerne dekorativ mit Borten, Kordeln,  innerhalb der Genres die Auswahl  Perlchen und Quasten daher. groß ist. Blumenmotive kommen da  Decken, Vorhänge und Bettwäsche  mal als zartes Bouquet in Pastell auf  sind auch gerne mit Palmwedeln und  Bettwäsche daher, dann wieder als  anderen exotischen Pflanzen, Früch­ kräftige Farben auf Samt oder in Jac­ ten und Tieren verziert, genauso wie  Nostalgisches gefällt, quard­Art gewebt. Und wer das gu­ mit Mustern alter Hochkulturen. gerne mit te Hahnentrittmuster für altbacken  Auch der Landhausstil ist nach wie  hält, ist auf dem falschen Dampfer:  vor en vogue. Tischdecken, auf  individueller Note In Gelb­Schwarz, Pink­Schwarz oder  denen allerlei Gemüse, andere Le­ Nicht von ungefähr sind auch bei  anderen Kombinationen feiert es  ckereien oder Wiesenblüten pran­ Stoffen, Mustern und Farben unter  sein Comeback auf Kissen oder Be­ gen, bodenständiges Steinzeug oder,  anderem nostalgische Elemente auf  zügen. Ähnliches gilt für den Klassi­ wie einst bei Omi, gemustertes Por­ dem Vormarsch, aber eben auf indi­ ker Fischgrätenmuster. Einst mit dem  zellan – da können sich auch ge­ viduelle Weise. Nicht jeder kann sich  Gentleman assoziiert, setzt es nun  stresste Städter wie im Schoß von  jedes Möbel leisten. Wo also kann  kuschelige Akzente auf Sofas. Und  Mutter Natur fühlen. peix dann der Kunde mehr seine eigene  Art ausleben als im textilen Bereich?  Es gibt kaum eine schnellere –  und vergleichsweise günstige­ re – Möglichkeit, sein Wohn­  oder Schlafzimmer aufzupep­ pen und umzugestalten, als es  mit Kissen, Decken, Bezügen  oder anderen Accessoires mög­ lich ist. Streifen, Florales, abs­ trakt Grafisches, Ornamente,  die Muster der Bezugsstoffe  scheinen keine Grenzen zu kennen,  Lieber Blumen oder Federn? Fotos: Butlers

DIGITALISIERT Beratung  zur  Inneneinrich­ tung  gibt  es  auch  über  das Internet. Der in Stuttgart an­ sässige  Start­up  Roomtailors bietet  einen  solchen  Service kostenlos an. Das Unterneh­ men  bekommt  später  Provi­ sion  von  den  Einrichtungs­ häusern,  wenn  die  Kunden einen  Vorschlag  aufgreifen und die entsprechenden Mö­ bel  dort  kaufen.  Zielgruppe sind  Singles  und  Paare  zwi­ schen 25 und 40 Jahren. Roomtailors  arbeitet  vor  al­ lem auf der Basis von Grund­ rissen,  die  die  Kunden  über die  Homepage  hochladen. Ferner  werden  in  der  Regel auch Bilder angefordert, um einen  visuellen  Eindruck  des zu  gestaltenden  Raums  zu bekommen. Bei  einem Tele­ fongespräch  wird  dann  ge­ zielt nach den Wünschen des Kunden  gefragt,  damit  der Vorschlag  erarbeitet  werden kann.  Die  Beratung  ist  auch per  E­Mail  oder  Messenger möglich, das Telefon wird al­ lerdings favorisiert. Der Kun­ de hat dann innerhalb einer Woche  die  Vorschläge  der Einrichtungsexperten auf sei­ nem Rechner. Aktuell koope­ riert Roomtailors mit 15 Ein­ richtungshäusern und weite­ ren Partnern.  Oliver Schmale

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22   ZUHAUSE IN DER REGION â&#x20AC;&#x201C; 1/2016

Die Energieeffizienzklasse eines Haushaltsgeräts allein sagt noch nichts ßber die Stromeinsparung aus. Es kommt auf die Nutzungsintensität an. Foto: fotomek/Fotolia

 

 

 

 

GENAU RECHNEN

Prinzipiell senken energieeffiziente Waschmaschinen oder Gefrierschränke die Stromrechnung. Aber das effizienteste ist nicht immer das passendste Gerät.

M

an sollte schon genau rech­ nen, ob sich eine Neu­ anschaffung wirklich lohnt. Die Ver­ braucherzentrale Rheinland­Pfalz etwa ermittelte fßr eine typische  Kßhl­/Gefrierkombi der Effizienz­ klasse A+++ Stromkosten von 38 Euro pro Jahr. Fßr ein etwa zwÜlf  Jahre altes Vergleichsmodell bezif­ fern die Verbraucherschßtzer die  Stromkosten auf jährlich 94 Euro.  Der alte Kßhler kostet also im Vergleich zum Neugerät pro Jahr 56 Euro mehr. Teilt man den Kauf­

preis des energieeffizienten Neuge­ räts durch diese Mehrkosten, weiĂ&#x;  man, nach wie vielen Jahren sich  dessen Anschaffung bezahlt macht.  Im Beispiel hätte sich eine 560 Euro  teure neue KĂźhl­/Gefrierkombi nach  zehn Jahren amortisiert â&#x20AC;&#x201C; da scheint  es doch sinnvoller, ein Neugerät erst  zu kaufen, wenn es an der Zeit ist. In  manchen KĂźchen oder Kellern ste­ hen allerdings deutlich ältere Schätz­ chen. Deren Stromverbrauch kann  merklich ßber dem Beispiel liegen;  ein Austausch hätte sich dann nach 

wenigen Jahren bezahlt gemacht. Zu vielen Hausgeräten finden sich im Internet Zahlen zum Stromver­ brauch. Ansonsten hilft ein Mess­ gerät â&#x20AC;&#x201C; eine Art Zwischenstecker.  Entsprechende Produkte gibtâ&#x20AC;&#x2122;s bei  Elektronikhändlern und Versendern  zu Preisen von weniger als zehn bis  knapp 100 Euro. Man kann die Ge­ räte aber oft auch leihen â&#x20AC;&#x201C; etwa bei  Verbraucherzentralen. Erweist sich ein Neukauf als wirt­ schaftlich, gilt das nächste Augen­ merk dem Neugerät. KĂźhlschränke 

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und KĂźhlabteile von KĂźhl­/Gefrier­ kombis tauen sich schon seit Jahren  selbst ab. In Gefrierabteilen ist eine  vergleichbare Technik erst seit Kur­ zem erhältlich â&#x20AC;&#x201C; oft als â&#x20AC;&#x17E;No Frostâ&#x20AC;&#x153;  beworben. Klingt praktisch â&#x20AC;&#x201C; aber  entsprechende Geräte fordern zehn  bis 30 Prozent mehr Strom als kon­ ventionelle Gefrierschränke. Es  kommt also wieder einmal darauf  an, ob sich lohnt: Ein vereister Ge­ frierschrank frisst ebenfalls Strom â&#x20AC;&#x201C;  wie auch das RunterkĂźhlen nach  dem Abtauen.

Entscheidungen sind auch bei  Waschmaschinen gefragt. FrĂźher  fasste ein haushaltsĂźbliches Modell  fĂźnf Kilo Wäsche â&#x20AC;&#x201C; heute sind Acht­,  manchmal sogar Zehn­Kilo­Trom­ meln gängig. Denn nur mit den gro­ Ă&#x;en Wäschebehältern lassen sich  vorteilhafte Energieeffizienzwerte erreichen. Die gelten aber immer fĂźr  eine randvolle Maschine. Im Single­ Haushalt sind daher Maschinen mit  kleineren Trommeln besser â&#x20AC;&#x201C; auch  wenn sie auf dem Papier schlechter  abschneiden. Karl­Gerhard Haas


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