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Nachrichten für Dich

Schwarzwälder Nr. 71 | 24. Juli 2015

Erde nach vorn! Beim Kindergipfel in Donaueschingen haben sich 650 Kinder und Jugendliche für eine bessere Welt eingesetzt. Unsere Kinderreporter waren mit dabei. Seite 6

Nachrichten

Tipps gegen Zeugnisstress Musik

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Seite 20

Wie aus Manga Revolverheld wurde

FRÜH ÜBT SICH

Lesespaß

Leute, ich werd’ Superstar

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MINIONS-FIEBER

mand versteht „Botal! Rihihihiii!“ – nie en diese die Minions, aber alle lieb urken. Wir Sch ben herumwuselnden gel Stuart. Seite 4 basteln Kevin, Bob und

Haben wie die Minis Jan a und Darian mal klein angefangen: die Tis chtennis-Profis Anne-Kathrin und Natali e (Bild). Heute spielen sie in der Badenl iga. Seite 14

www.schwarzwaelder-kinderbote.de


Polik Angela Merkel versucht das Flüchtlingsmädchen Reem zu trösten.

Ein starkes Mädchen Angela Merkels Umgang mit Reem erregt Ärger. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel wird gerade von vielen kritisiert: Sie sei kaltherzig, heißt es, weil sie bei einem Treffen mit Schülern in Rostock dem Flüchtlingsmädchen Reem keine Hoffnung gemacht hat. Die 14-Jährige ist mit ihren Eltern aus dem Libanon geflohen. Seit 4 Jahren wohnt sie in Deutschland und weiß immer noch nicht, ob sie zurückgeschickt wird. Reem spricht fließend Deutsch, Englisch und ein bisschen Schwedisch. „Es ist wirklich unangenehm zuzusehen, wie andere das Leben genießen können und man selber halt nicht“, sagte sie. Merkel antwortete ihr, dass Deutschland nicht alle Menschen aufnehmen könne, die sich hier ein besseres Leben erhoffen. „Politik ist manchmal auch hart“, sagte sie. Als Reem anfing zu weinen, streichelte die Kanzlerin das Mädchen. Nach dem Auftritt haben viele Merkel beschimpft. Sie selbst fand ihren Auftritt „okay“: „Ich glaube, dass es wichtig ist, dass ich da nicht sage: Weil Du gerade die Bundeskanzlerin getroffen hast, ist aber Dein Schicksal schneller zu lösen als das von vielen, vielen anderen.“ Reem nimmt Angela Merkel die Reaktion nicht übel. Sie hat die Ehrlichkeit der Kanzlerin gelobt. Reems Chancen, hierbleiben zu können, sind durch ein neues Bleiberecht gestiegen. Junge Auswanderer, die seit vier Jahren eine deutsche Schule besuchen und gut mit allen Menschen hier klarkommen, sollen in Deutschland bleiben dürfen. nl

Aus aller Welt

Wissen

Ist da jemand? Milliardär sucht Aliens.

Mick Fanning entkommt dem Hai.

Glück gehabt! Surfer wehrt sich erfolgreich gegen einen Hai-Angriff. Die Szene dauert nur wenige Sekunden: Mick Fanning wirft noch einen Blick über die Schulter. Plötzlich taucht hinter ihm eine große Haiflosse aus dem Wasser auf. Mick Fanning befindet sich im Finale eines Surf-Wettbewerbs vor der Küste Südafrikas. „Ich bin weggesprungen, habe versucht, auf mein Brett zu kommen und getreten und geschwommen“, sagt der dreifache Weltmeister. Er habe dem Hai auf den Rücken geschlagen, berichtet er und lacht kurz. Und schüttelt nur Sekunden später ungläubig den Kopf. Es sieht aus, als könne er selbst noch nicht fassen, was ihm da passiert ist. msb So erreichst Du das Kinderbote-Team:

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redaktionkinderbote@schwarzwaelder-bote.de

Der russische Milliardär Yuri Milner will sich mit Wissenschaftlern auf die Suche nach außerirdischem Leben machen. Ein Team aus 10 Wissenschaftlern soll für 100 Millionen Dollar 10 Jahre lang ein paar der besten Teleskope der Welt mieten. Auch der weltbekannte Physiker Stephen Hawking unterstützt das Projekt. Niemals zuvor hatte eine Mannschaft, die Aliens aufspüren möchte, so viel Geld zu Verfügung. aja Yuri Milner (links) und Stephen Hawking wollen Außerirdische finden.

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Aus s aler Welt

Kein Grund zum Schämen Jetzt gibt es Zeugnisse. Nicht jeder freut sich darauf. Wir haben die Schulpsychologin Irmgard Sinning-Brinkmann gefragt, wie Du mit Deinen Noten am besten umgehst. Was ist, wenn ich mich für meine Noten schäme? Mache Deine Enttäuschung nicht mit Dir alleine aus. Vertraue Dich jemandem an, am besten Deinen Eltern, und erkläre ihnen, wie Deine Noten zustande gekommen sind. Auch für gute Noten musst Du Dich nicht schämen. Du hast Deine Stärken und solltest stolz auf Dich sein, aber nicht mit Deinen Einsern überall angeben.

Was ist, wenn meine Geschwister besser sind als ich? Jeder hat seine eigenen Talente. Es ist gut, unterschiedlich zu sein.

Wie reagieren Eltern bei schlechten Noten richtig? Am besten bleiben sie ruhig und hören sich an, wo und warum Du Probleme hast. Dann könnt ihr zusammen darüber nachdenken, wo Du Unterstützung brauchst und wie Du Dich nächstes Jahr verbessern kannst.

Was mache ich, wenn meine Eltern nie zufrieden sind? Wenn Du Dich traust, sag Deinen Eltern, dass Du den Druck nicht aushältst. Bitte sie mit Deinen Lehrern zu sprechen. Dann erfahren sie, was Du leisten kannst und merken vielleicht, dass Du alles schon ganz gut machst. pi

Was soll ich tun, wenn ich eine Note ungerecht finde? Lass Deine Eltern die Lehrer ansprechen und fragen, ob die Noten wirklich stimmen.

Das halten Kinder von ihren Zeugnissen

55%

Mit diesen Noten sind Kinder noch zufrieden:

der Kinder freuen sich auf das Zeugnis.

Je älter die Kinder, desto mehr fühlen sie sich gestresst oder haben Angst vor dem Zeugnis.

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56% 29% 14%

3 41% 63% 71%

4 0% 5% 14%

6 Jahre 10 Jahre

40%

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21% Das nehmen sich Kinder für das neue Schuljahr vor:

3% 6 Jahre

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10 Jahre

14 Jahre

45% Weitermachen wie bisher 28% Üben, Dinge besser zu behalten und zu lernen

wünschen sich von ihren Eltern Lob.

9% Mehr allein oder mit Freunden lernen

Quelle: Bundesweite FACT-Online-Befragung im Auftrag von scoyo im Januar 2015. Befragt wurden 714 Kinder im Alter zwischen sechs bis 14 Jahren. www.scoyo.de

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Du brauchst Stiftebecher . blaues, gelbes, weißes, graues und schwarzes Papier . Kleber oder Klebeband . Schere . Bleistift . schwarzen Filzstift . leere Klopapierrolle

Anleitung

Ü-Ei-Minions . Ü-Eier-Kapseln – am best en besonders große . Acrylfarbe . grauer Karton . Wackelaugen

Schurken basteln Deutschland ist gelbsüchtig: 3,6 Millionen Menschen haben die „Minions“ schon gesehen. Damit liegt der Film klar auf Platz 1 der Kinocharts. Wir bringen Kevin, Bob oder Stuart auf Deinen Schreibtisch.

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silbernen Brille. Hierfür musst Du jeweils zwei graue, zwei weiße und zwei schwarze Kreise ausschneiden. Die grauen müssen am größten sein, die weißen etwas kleiner, und aus den schwarzen werden die Pupillen: Klebe alle Kreise aufeinander, bevor Du sie auf der Rolle befestigst. Willst Du einen einäugigen Minion, brauchst Du jeweils nur einen Kreis.

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Fehlen noch die Bügel an der Brille: Schneide zwei Streifen aus dem schwarzen Papier und klebe sie rechts und links an die Brillengläser.

Umklebe die leere Klopapierrolle mit gelbem Papier. Benutze dafür Kleber oder doppelseitiges Klebeband.

Der Stiftebecher braucht einen Boden. Dafür nimmst Du Deine Klopapierrolle als Schablone und ziehst mit ihr einen Kreis. Diesen schneidest Du aus und setzt ihn unten in die Rolle. Jetzt malst Du eine kleine Latzhose auf blaues Papier und schneidest sie aus. Diese klebst Du dann im unteren Teil der Klopapierrolle fest.

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Weiter geht es mit den lustigen Augen und der

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Zum Schluss malst Du dem Minion mit einem schwarzen Filzstift noch einen Mund, Knöpfe und Taschen auf seine Latzhose – fertig!

Ü- Ei-Minion Auch aus leeren Kapseln von Überraschungseiern lassen sich hervorragend Minions basteln. Dazu musst Du das Ei zu einem Drittel mit blauer Acrylfarbe bemalen, Hosenträger nicht vergessen! Während die Farbe trocknet, schneidest Du aus grauem Tonkarton gleich große Kreise aus, auf die Du die Wackelaugen klebst. Für die Brille malst Du oben auf die Ü-Ei-Kapsel mit einem schwarzen wasserfesten Stift einen Ring. Darauf klebst Du die Wackelaugen. Jetzt noch Mund und Hosenknöpfe aufmalen!

Melanie Morlok, Yvonne Hornikel (Text und Fotos)


Interview

„Langeweile kenne ich nicht“ Paul Maar ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Zeichner, Dichter, Übersetzer, Schauspieler, Bühnenbildner und Regisseur. Bisher hat das Multitalent etwa 50 Bücher, 30 Theaterstücke und fünf Filme veröffentlicht. Im Februar erschien sein Werk „Der Galimat und ich“. Es ist sein aktuelles Lieblingsbuch.

Paul Maar ist einer der bekanntesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Nun gibt es ein neues Werk von ihm – eine Ergänzung zu den bisher erschienen Sams-Büchern. Herr Maar, wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Sams zu erfinden? Paul Maar: Ich wollte etwas über einen schüchternen, zurückhaltenden und ängstlichen Mann namens Taschenbier schreiben und ihm im Laufe der Geschichte zu mehr Lebensfreude verhelfen. Daher habe ich Taschenbier das Gegenteil von ihm an die Seite gestellt: ein freches, mutiges und lustiges kleines Wesen, das ständig quasselt und reimt. Besonders an Sams ist ja, dass es Wünsche in Erfüllung gehen lassen kann. Hätten Sie ein Sams, was würden Sie sich wünschen? Paul Maar: Dass es mir und meiner Familie weiterhin gutgeht, dass ich gesund bleibe und dass ich mehr Zeit hätte. Bei mir ist nämlich ziemlich viel los. Unter anderem schreibe ich gerade an einem neuen Buch – und gleichzeitig bekomme ich viele Anfragen für Lesungen. Langeweile kenne ich nicht. Worum geht es in „Ein Sams zu viel“? Paul Maar: Im übertragenen Sinn ist es die Geschichte von einem Einzelkind, das verwöhnt und ein bisschen frech ist. Es bekommt ein Geschwisterchen und fühlt sich abgeschrieben. Es wird

Oetinger, 144 Seiten, gebunden ab 5 Jahren, 12,99 Euro ISBN-13: 978-3-7891-4298-7

immer trauriger und gereizter. Ganz nach dem Motto: Und was ist mit mir?

zusammengekommen sind. Die Antwort findet sich in „Ein Sams zu viel“.

Nach dem 7. Sams-Buch „Sams im Glück“ haben Sie gesagt, dass es keine Fortsetzung mehr geben wird . . . Paul Maar: Das ist richtig. „Ein Sams zu viel“ ist eine Ergänzung, die eigentlich schon zwischen dem dritten und vierten Sams-Buch hätte kommen müssen. Im vierten Sams-Buch sind Herr Mon und Frau Rotkohl nämlich verheiratet. Meine Leser haben mich immer wieder gefragt, wie die beiden

Welche aktuellen Kinderbuchhelden gefallen Ihnen besonders? Paul Maar: „Oscar, Rico und die Tieferschatten“ von Andreas Steinhöfel sowie „Der kleine Ritter Trenk“ von Kirsten Boie. Sie werden im Dezember 78 Jahre alt. Wann gehen Sie eigentlich in Rente? Paul Maar: Vielleicht mit 90 . . . (lacht). Ich habe noch sehr viele Ideen, und mir macht meine Arbeit riesig Spaß. Tanja Liebmann-Décombe

Wenn Du mehr über Paul Maar erfahren möchtest, kannst Du im Herbst die Ausstellung „Sams alabim“ in der Städtischen Galerie Ostfildern (Gerhard-KochStraße 1) besuchen. Öffnungszeiten vom 25. Oktober 2015 bis zum 19. Januar 2016: Dienstag und Donnerstag 15 bis 19 Uhr; Samstag 10 bis 12 Uhr; Sonntag 15 bis 18 Uhr.

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Kindergipfel Donaueschingen

Weltverbesserer „Wir Kinder sollten uns zusammenschließen, um die Erde nach vorn zu bringen“ – die Cousinen Amelie (11), Alicia (15), Rosaline (11) und Angelina (14) haben diesen Satz verinnerlicht. Die 4 Mädchen sind Juniorbotschafterinnen des Kinderhilfswerks UNICEF und haben eine Mission: Sie wollen andere Kinder und Jugendliche davon überzeugen, „ihr Hirn und ihren Hintern in Bewegung zu setzen und für eine bessere Welt einzustehen“. Sie wollen die Welt verändern: Die 4 Mädels aus Donaueschingen haben vor 5 Jahren ganz klein angefangen. Alles, was die Gärten um ihre Elternhäusern hergaben, wurde verarbeitet: Sie haben Marmelade gekocht, Duftkissen genäht, Kräuter für Tees getrocknet, Gemüse geerntet. Auf einem Markt für Kinder in Not haben sie ihre Produkte verkauft und den Erlös – immerhin 130 Euro – für notleidende Kinder in Pakistan gespendet. Das hat ihnen 2011 den 1. Preis beim Wettbewerb der UNICEF-Juniorbotschafter eingebracht. Seither ist das Quartett für Kinderrechte im Einsatz. Mit ihrer Kerzenaktion für Kinder im Krieg erlösten die Mädchen ein Jahr später 500 Euro an Spenden. An Schulen verschenkten sie in der Adventszeit Kerzen – jede mit einer Karte versehen, auf der die Kinderrechte geschrieben standen. Dann veranstalteten die 4 Schülerinnen der Zinzendorfschule in Königsfeld (Schwarzwald-Baar-Kreis) ein Kinderrechte-Powercamp, an dem eine Woche lang 30 Kinder teilnahmen 6

und Wasserfilter bauten. Zugriff auf sauberes Wasser zu haben, ist nämlich ein Kinderrecht. Ihre Vorstellungen von einer besseren Welt hat die 14-jährige Angelina sogar schon Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgetragen – als eine von 10 Juniorbotschaftern. Jetzt haben die 4 Mädels mit Hilfe des UNICEF-Teams Donaueschingen und der Regionalstelle Freiburg den ersten Kindergipfel in Donaueschingen veranstaltet, an dem 650 Fünft- bis Neuntklässler teilnahmen. Alicia, Amelie, Rosaline und Angelina haben eine besondere Art, ihre Anliegen im Sinne der Kinder dieser Welt anzubringen: Sie singen. Als Elfenbande haben sie begonnen. Inzwischen heißt ihre Band 11 wie Du. Und die 4 reisen mit ihrer Musik durch ganz Deutschland – immer in Sachen Kinderrechte. „Musik ist ein Zaubermittel“, sagt Alicia. Damit erreiche man kranke und gesunde, arme und reiche Kinder, Kinder mit und ohne Behinderung – egal, welche Sprache sie sprechen.

Bandleader und Gitarr ist Marco Gässler zeigt, um was es beim Kindergipfel geht: um nicht weniger als die Zu kunft der Erdkugel.

Wie wirst Du Juniorbotschafter für UNICEF? „Werdet aktiv und setzt Euch mit einer guten Idee für die Kinderrechte ein“, rät Rosaline. Das ist ganz einfach – und jeder kann mitmachen. Anregungen, Hilfe und Unterstützung erhältst Du zum Beispiel beim UNICEFTeam Donaueschingen. www.unicef.de/mitmachen/ehrenamtlich-aktiv/-/team-donaueschingen Oder Du lässt Dich – wenn Du zwischen 15 und 17 Jahre alt bist – selbst zum UNICEF-Juniorteamer ausbilden und gründest ein eigenes Team.


Welche Rechte haben Kinder? Die 10 wichtigsten Kinderrechte sind laut UNICEF-Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen: Recht auf Gleichheit Recht auf Gesundheit Recht auf Bildung Recht auf Spiel und Freizeit Recht auf elterliche Fürsorge Recht auf gewaltfreie Erziehung

„Der Staat hat dafür zu sorgen, dass alle Kinder und Erwachsenen die Kinderrechte kennen.“ Artikel 42 der Kinderrechtskonvention

Recht auf freie Meinungsäußerung und Beteiligung Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht Recht auf Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung Recht auf besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung

Kindergipfel in Jugendliche nahmen am und der Kin 0 65 : los s Ganz schön wa t Kinderrechten und den hops befassten sich mi rks Wo 6 l. zen kann. tei gen hin Donauesc eine bessere Welt einset iten, wie man sich für hke glic Mö n ene ied versch

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Kindergipfel Donaueschingen

„Erde nach vorn!“ Unter diesem Motto zeigte der 1. Kindergipfel in Donaueschingen auf, wie vielseitig sich schon Kinder und Jugendliche engagieren können. Unsere Kinderreporterinnen Aurelia (14), Kira Luisa (12), Jule (13) und Leonie (14) waren vor Ort – und selbst im Einsatz. Schon am Vortag waren die Zinzendorfschülerinnen in der Donauhalle, um beim Aufbau für das Konzert von 11 WIE DU und die 6 Workshops zu helfen. Am Gipfeltag selbst, den 650 Schüler besuchten, hatten sie dann endlich Zeit, sich über die Möglichkeiten zu informieren, wie man sich sinnvoll für eine bessere Welt engagieren kann. Dabei sind die Mädchen eigentlich schon „Changemaker“. So nennt man beim Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen – UNICEF – die Kinder und Jugendlichen, die sich aktiv an der Wende zum Besseren beteiligen.

Globale Gerechtigkeit

Jule, Kira, Leonie und Aurelia sind an ihrer Schule in Königsfeld (Schwarzwald-Baar-Kreis) als Umweltbotschafterinnen tätig. Sie haben mit Unterstützung der UNICEF-Regionalstelle Donaueschingen eine Arbeitsgruppe gegründet und beschäftigen sich mit den Gefahren für unsere Umwelt.

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Die Initiative Plant-for-the-Planet, die beim Kindergipfel vertreten war, hat es unseren Kinderreporterinnen besonders angetan. Der damals neunjährige Felix Finkbeiner aus Pähl (Oberbayern) hatte die Initiative 2007 ins Leben gerufen, um ein Bewusstsein für globale Gerechtigkeit und den Klimawandel zu schaffen. 14 Milliarden Bäume – jeder einzelne ein Symbol für Klimagerechtigkeit – wurden im Namen dieser Initiative bereits weltweit gepflanzt.

Jeder kann etwas tun. Es muss ja nichts Riesiges sein – schon die Geste zählt.

Kinder haben Rechte

Leonie lässt sich von Joshua und Alexander (von links) erklären, wie man UNICEF-Juniorbotschafter wird.

Jung und engagiert: Juniorbotschafter In einem der 6 Workshops beim Kindergipfel erfuhren die jungen Besucher, wie sie UNICEF-Juniorbotschafter werden können. Unsere Kinderreporterinnen Leonie, Kira, Aurelia und Jule wissen das eigentlich

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schon. Schließlich haben sie mit Amelie, Alicia, Rosaline und Angelina 4 Juniorbotschafterinnen an ihrer Schule, die sie immer wieder tatkräftig unterstützen. Mehr dazu findest Du auf Seite 6.

Um die Kinderrechte ging es im Workshop Nummer 5. Die 10 wichtigsten findest Du auf Seite 7. Unsere Kinderreporterinnen sind überrascht zu erfahren, dass die Kinderrechte häufig nicht nur in den armen Ländern nicht eingehalten werden, sondern auch bei uns. Das Recht auf Spiel und Freizeit sehen sie angesichts prall gefüllter Terminkalender von Schülern manchmal schon gefährdet.

Man muss ein Zeichen setzen.

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Jugendliche begeistern Im Workshop Change Generation Rising ging es um die Idee, Jugendliche dazu zu befähigen, andere für ein Projekt zu begeistern. Erfolgsgeschichten von Jugendlichen aus der ganzen Welt – ähnlich der des Felix Finkbeiner – wurden vorgestellt und beeindruckten die Schüler. Kira fand die Techniken, mit denen man Massen von Jugendlichen begeistern kann, besonders interessant.

Wenn das zum Ziel führt, würde ich das auch machen. Klar!

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Es ist wichtig, dass Opfer sich jemandem mitteilen – Eltern, Freunden, Lehrern.

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Gegen Gewalt Gewaltprävention war das Thema im Workshop des Donaueschinger Vereins Grauzone. Dieser setzt sich gegen sexuelle Gewalt ein. Zurzeit machen sich Vereinsmitglieder auf den Weg in die Schulen, um das heikle Thema aus der Tabuzone zu holen.

Hilfe fürs Helfen Die Organisation Jugend hilft zeigte in ihrem Workshop, wie sie jungen Menschen, die etwas bewegen wollen, ganz konkret unter die Arme greift. Wie beginne ich ein Projekt? Wie werbe ich dafür? Und auf was muss ich achten? Interessant: Sogar finanzielle Mittel können dabei fließen.

Unsere Kinderreporter sind sich einig: „Wir wollen eine bessere Welt“ Die Kinderreporterinnen Aurelia, Leonie, Jule und Kira sind nicht erst seit dem Kindergipfel motiviert, die Erde nach vorn zu bringen. „Wir wollen eine bessere Welt“, sagt Leonie selbstbewusst. Dafür tun die engagierten Mädchen schon einiges, wie sie erzählen: Sie vermeiden Müll, wo es geht. Sie basteln aus Gebrauchtem etwas Neues. Sie beteiligen sich am Projekt Action-Kidz: Sie engagieren sich sozial und erhalten dafür eine Spende, die in diesem Jahr in ein Projekt gegen Kinderarbeit fließt. Und sie sammeln Spenden für die Opfer von Naturkatastrophen. Ihr Traum ist es, selbst zu den Orten des Geschehens fliegen zu können und die Hilfsmittel persönlich zu übergeben. Text und Fotos: Birgit Heinig

Jule, Aurelia, Leonie und Kira (von links) setzen sich für die Kinderrechte ein.

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Manfred Mais Bücherecke

Etwas ganz Anderes und ganz Neues Nach langer Zeit möchte ich mal wieder aus meiner Schreibwerkstatt berichten – oder richtiger ausgedrückt: aus unseren Schreibwerkstätten.

Das Buch kannst Du gewinnen! Martin Lenz und Manfred Mai, Ravensburger Buchverlag: Leute, ich werd’ Superstar! 60 Seiten, 7,99 € Ein schönes Geheimnis 48 Seiten, 7,99 €

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Wir verlosen 3 Exempla 27. winnen? Schick uns bis Superstar“. Du willst ge an “ tar Stichwort „Supers Juli eine E-Mail mit dem e. schwarzwaelder-bote.d redaktionkinderbote@ . n und Deine Adresse an Gib bitte Deinen Name

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Denn zum ersten Mal seit 35 Jahren habe ich Bücher nicht allein, sondern mit einem Partner geschrieben. Er heißt Martin Lenz und ist Musiker. Er hat viele Texte von mir vertont. Und eines Tages sagte er zu mir, er habe eine Idee für eine Kindergeschichte. Die würde er gerne mit mir zusammen schreiben. Zusammen schreiben? Das konnte ich mir zuerst nicht vorstellen. Wie sollte das gehen? Doch je länger ich darüber nachdachte, desto reizvoller fand ich den Vorschlag. Das war doch mal wieder etwas ganz Anderes und ganz Neues und auf jeden Fall einen Versuch wert. Wir haben die Idee besprochen, uns passende Personen und ihr Umfeld ausgedacht und die Handlung stichwortartig skizziert. Dann hat Martin Lenz einen ersten Entwurf geschrieben, den ich bearbeitet habe. So ging das mehrmals hin und her – immer mit Besprechungen dazwischen – und schließlich wurde aus der Geschichte unser erstes Buch „Ein schönes Geheimnis“ für Kinder ab 6 Jahren.

Weil uns beiden die Arbeit viel Freude gemacht hat, schmiedeten wir weitere Pläne. Da Martin Lenz sich in der Musikszene gut auskennt, lag es nahe, in diesem Umfeld eine Geschichte spielen zu lassen. Und seit wenigen Tagen liegt das Buch „Leute, ich werd’ Superstar!“ druckfrisch auf dem Tisch. Zum Inhalt: Kinder zwischen 8 und 12 nehmen an einem Talentwettbewerb teil. Wer gewinnt, darf in einer Radiosendung auftreten. Natürlich sind die kleinen und großen Talente mit Feuereifer dabei, angefangen vom Rapper Yasin, über die Band No Angels, bis zu Alisa und Oskar, die in Dirndl und Lederhose auftreten. Beim Schreiben haben wir von Erfahrungen und Erlebnissen profitiert, die Martin Lenz gemacht hat, als er in Köln bei „Deutschland sucht den Superstar“ aufgetreten ist. Ohne ihn hätte ich dieses Buch nicht schreiben können. Deswegen bin ich froh über unsere Zusammenarbeit, aus der noch weitere Bücher entstehen werden.


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So viele berühmte Sehenswürdigkeiten. Findest Du heraus, in welchem Land sie stehen? Wenn Du die Zahlen mit den richtigen Buchstaben verbindest erhältst Du das Lösungswort. 11


Löwen können nicht ohne Fleisch leben.

Der Löwe wird oft als König der Tierwelt bezeichnet. Das hängt vermutlich mit seiner prächtigen Mähne, seiner Größe und seinem beinahe schon furchterregenden Gebrüll zusammen. Wenn ein Löwe brüllt, dann kann man das sogar aus einer Entfernung von 10 Kilometern hören. Er erreicht dabei eine Lautstärke von bis zu 115 Dezibel (so wird die Einheit genannt, in der wir die Lautstärke messen). Das kannst


Bedrohte Tierarten

Du mit der Lautstärke eines Rockkonzerts vergleichen. Jeder Löwe benötigt täglich mindestens 5 Kilo Fleisch. Das sind etwa 8000 Kalorien. Ein erwachsener Mensch hingegen braucht lediglich 2000 Kalorien am Tag. In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl der Löwen fast um die Hälfte zurückgegangen. Ihr Lebensraum wird durch das Bebauen von Ackerfeldern systematisch zerstört. nh

LEBENSRAUM: GRÖSSE: GEWICHT: NAHRUNG: BESONDERHEIT:

Timbavati in Südafrika 1,70 bis 2,50 Meter (Länge) 150–250 Kilogramm Ausschließlich Fleisch Löwen galten im Alten Ägypten als heiliges Tier.

Gefördert von:

AOK Baden-Württemberg


Tischtennis

Spiel mit Köpfchen Ganz weit oben Tischtennis gilt als eine der schnellsten Rückschlagsportarten der Welt. Tatsächlich: Wenn man Anne-Kathrin und Natalie Obergfell beim Training zuschaut, kommt man dem Ball mit den Augen kaum hinterher. Die beiden Schwestern sind mit ihren Vereinskameradinnen vom Turnverein St. Georgen gerade in die Tischtennis-Badenliga (höchste Spielklasse auf Verbandsebene) aufgestiegen. „Das gab es in St. Georgen noch nie“, sagt Trainer Bruno Haas stolz. Natalie Obergfell ist zudem eine der besten baden-württembergischen Jugendspielerinnen.

So wird gespielt Wie bei manchen anderen Ballsportarten, bei denen ein Netz im Spiel ist, gibt es auch beim Tischtennis Gewinnsätze – beim Einzelwettkampf sind es je nach Spielklasse oder -liga 3 oder 4. Das heißt: Derjenige ist Sieger, der als Erster 3 beziehungsweise 4 Mal ein Spiel mit 11 Punkten gewonnen hat. Voraussetzung sind mindestens 2 Punkte Vorsprung. Nach dem Aufschlag muss der Ball immer direkt über oder ums Netz herum geschlagen werden, so dass er auf der Tischhälfte des Gegners aufkommt oder aber die Tischkante an der Oberfläche berührt. Der Gegner lässt den Ball einmal aufspringen und spielt ihn dann übers Netz auf die andere Seite zurück. Ein Ballwechsel ist beendet, sobald einem Spieler ein Fehler unterläuft. Gezählt werden die Fehlerpunkte des Gegners. Eine Tischtennisplatte, Zelluloidbälle, ein Netz, Sportkleidung und Hallenschuhe – mehr braucht ein Tischtennisspieler nicht. Doch – Halt! – einen Schläger natürlich: Der ist das Wichtigste und speziell für seinen Besitzer beschichtet. Er wird deshalb gehütet wie ein Schatz. Da ist Konzentration gef Jetzt muss es

ragt.

schnell gehen.

Der besondere Reiz Der Reiz des Spiels liegt für Natalie und Anne-Kathrin in der Abwechslung. Beim Tischtennis muss man verschiedene Angriffs- und Konterschläge draufhaben. Ein Rundenspiel besteht aus mehreren Einzel (1 gegen 1) und Doppel (2 gegen 2). Und natürlich sind die Schwestern stolz darauf, dass sie im vergangenen Jahr in die Badenliga aufgestiegen sind. Und dass sie sich nach der gerade beendeten Saison gemeinsam mit Marina Geiger, Lea Ehinger, Stefanie Bea und Vanessa Wille auf Platz 6 von 10 Teams gehalten haben. 14


Anne-Kathrin (links) und Natalie Obergfell vom TV St. Georgen spielen Tischtennis in der Badenliga.

Schnell auf den Beinen Anne-Kathrin ist 20, Natalie 16 Jahre alt. Sie spielen seit ihrem 6. Lebensjahr und haben damit jeweils im Mini-Training angefangen. „Damals konnte ich gerade so über die Spielplatte schauen“, erinnert sich Anne-Kathrin und lacht. Das Mini-Training bietet Rahel Hess jeden Freitagabend in der Rupertsberg-Halle in St. Georgen für Kinder ab der 1. Klasse an. Doch die Zeit als Tischtennis-Minis gehört längst der Vergangenheit an: Inzwischen gehen Anne-Kathrin und Natalie 3- bis 4-mal pro Woche je 2 Stunden lang ins Tisch-

tennistraining. „Ein Spieler muss schnell auf den Beinen und immer konzentriert sein. Denn er muss schnell auf die Schläge seines Gegners reagieren können“, sagt Natalie. „Ja, der Kopf steuert, was der Körper zu tun hat“, fügt Anne-Kathrin hinzu. Eine schnelle Auffassungsgabe, Koordination, Reaktion und Kondition sind gefragt. „Das macht viel Spaß“, sagt Natalie, die sich schon auf die nächste Saison freut. Text und Fotos: Birgit Heinig

Begeisterte Tischtennis-Minis: Darian und Jana (beide 7) vom TTG Furtwangen-Schönenbach

Jana und Darian, beide 7, sind ebenfalls TischtennisMinis, und zwar beim TTG Furtwangen-Schönenbach. Jeden Freitag trainieren in der dortigen Sporthalle 6 Mädchen und 6 Jungs im Alter von 6 bis 10 Jahren.

gut zu erwischen“, weiß Darian. Nicht nur Schnelligkeit, sondern auch verschiedene Spieltechniken sind wichtig. Er übt gerade das Spielen mit der „Rückhand“. Dazu muss er den Ball mit der Schlägerseite abspielen, wo sich sein Zeigefinger befindet. Die „Vorhand“ ist die Seite mit dem Daumen. „Man kann die Bälle flach und schnell oder hoch spielen. Das ist eher schwieriger“, so Darian. Im Herbst vergangenen Jahres hat er sein erstes Turnier gespielt – und wurde Vierter in seiner Gruppe. Jana spielt erst seit ein paar Monaten Tischtennis. Sie übt mit ihrer Trainerin Jennifer Faller gerade den Aufschlag. „Man muss gut mit dem Ball umgehen können“, findet Jana. Das kann sie richtig gut. Und obwohl sie noch nicht lange Tischtennis spielt, hat sie schon bei den Furtwanger Minimeisterschaften mitgemacht. „Das Training macht mir großen Spaß“, sagt Jana und spielt gleich konzentriert weiter.

Das Training dauert zwei Stunden. Zu Beginn findet immer ein Aufwärmspiel statt, dann wird individuell trainiert, und am Schluss dürfen die Minis gegeneinander antreten. Darian spielt schon seit eineinhalb Jahren Tischtennis. „Man muss in beide Richtungen gut beweglich sein, um die Bälle

Mehr zum Thema Du bist auch auf den Geschmack gekommen? Mehr zum Thema Tischtennis und Informationen zu Vereinen in Deiner Nähe findest Du im Internet unter ttvbw.click-tt.de. Text und Foto: Susanne Kammerer

Früh übt sich

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Marken-Puzzle Erkennst Du, welche Automarken hier abgebildet sind? Reifenwechsel Armando muss zu Beginn des Sommers seine Reifen wechseln. Ein Sommerreifen kostet 148 Euro. Wie viel kosten 4 Reifen? Umkreise die richtige Lösung!

Gedrängel Alle wollen gleichzeitig tanken. Welches Autos kommt zuerst an die Zapfsäule?

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Tankstellen-Raten Errätst Du, um welche Tankstellen es sich handelt?

Hier kann st Du gewin nen!

Löse unser Quiz und trage das Lösungswort bis zum 30. 7. 2015 auf unserer Internetseite www.pauls-kinderwelt.de ein. Mit ein bisschen Glück kannst Du Folgendes gewinnen:

1. Wie heißt der Begriff für Testautos, bei denen das genaue Aussehen durch Abkleben der Karosserie geheim gehalten wird? M Bienenkönig H Erlkönig A Elfenkönig 2. Was ist ein Zulieferer? T Eine Firma, die den Arbeitern Essen und Trinken liefert U Eine Firma, die Autoteile wie Batterien liefert. S Eine Firma, die alles

Die Auflösung der Rätsel findest Du im nächsten Heft.

nachliefert, was gerade ausgegangen ist. 3. Nach wem nannte Mercedes seine Autos? P Nach der Tochter von einem Geschäftsmann N Nach einer Romanfigur I Nach einer Filmfigur

1. Preis: 3 x die Bluray „Der kleine Drache Kokosnuss“ 3D 2. Preis: 3 x die DVD „Der kleine Drache Kokosnuss“ 3. Preis: 1 x das Buch „Ostwind – Rückkehr nach Kaltenbach“

4. Wie heißt ein Auto aus dem Film „Cars“? U Missi O Sissi E Lizzy

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Spannende Sommerferien Kinderbote gewährt Dir Einblicke ins Druckzentrum

Info: Die Familienführungen für Kinderbote-Leser mit kleinem Catering sind am 25.8. und am 8.9., jeweils um 14 Uhr (Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen). Das Druckzentrum findest Du in Villingen, Auf Herdenen 44. Die kostenlose Führung dauert 2 Stunden. Anmelden kannst Du Dich (bis spätestens 5 Tage vorher) unter Telefon 07423/78790, und zwar montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr.

Z E U GNI S

GRATIS

IMPRESSUM Chefredakteure: Hans-Peter Schreijäg, Joachim Dorfs, Dr. Christoph Reisinger Redaktion: Nadia Köhler (Ltg.), Simone Heinzelmann, Markus Brinkmann, Anja Tröster redaktionkinderbote@schwarzwaelder-bote.de Layout, Grafik: Nadine Schurr, Alexander Schulz (Ltg.), Melanie Morlok, Christina Middendorf, Yvonne Hornikel Autoren: Birgit Heinig, Manfred Mai, Susanne Kammerer, Tina Eberhardt, Till Neumann, Marcel Busch, Nathaly Huth, Julia Klaasen, Tanja Liebmann-Décombe, Pia Michler

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Wildhexen-Fans aufgepasst! Am Montag erscheint der letzte Band der Reihe: Die Wildhexe – Das Versprechen (Carl Hanser Verlag, 192 Seiten, 12,90 Euro). Nur knapp entkommen Clara und ihre Freunde dieses Mal einem Schwarm gefährlicher Bombardierkäfer. Clara erlebt ihr größtes Abenteuer. UNTERWEGS IM MINISTERIUM

I NTE RNE T

Vorne geht Papier rein, hinten kommt Zeitung raus. Wie das geht? Im Druckzentrum kannst Du es herausfinden.

Achtung, Deutsch-Genies: Alle, die im Zeugnis eine 1 oder 2 in Deutsch stehen haben, bekommen ein Buch geschenkt. Wo? Am 29. Juli bei der Buchhandlung Greuter in Rottweil sowie in den Filialen in Radolfzell, Singen und Tuttlingen. In Rottweil ist der Kinderbote an dem Tag auch zu Besuch – mit einer Max&Lisa-Mal- und Bastelaktion samt Buttonmaschine. DRAMATISCHES FINALE

B U CH

Damit Dir in den Ferien auf keinen Fall langweilig wird, laden wir Kinderbote-Leser und ihre Familien in unser Druckzentrum Südwest nach Villingen-Schwenningen (SchwarzwaldBaar-Kreis) ein. Dort erfährst Du, wie Deine Tageszeitung entsteht. Wie eine Zeitungsdruckmaschine von innen aussieht. Und wie die Zeitung am frühen Morgen im Briefkasten landet. Mach mit und entdecke eine spannende Welt! Die Druckmaschine ist so hoch wie ein Haus und so groß, dass sie eine eigene Halle braucht. Das Papier kommt auf Rollen, die so groß sind, dass man mehrere Menschen braucht, um sie zu umfassen. Wenn die Druckmaschine angeworfen wird, vibriert das Gebäude, als ob ein Dinosaurier aufwacht.

LESE-FUTTER SATT

Illustration: Yann Lange (Paul), Bernd Schifferdecker (Rätsel), Natascha Rachel (Max & Lisa) Fotovermerke nach Seiten: Titel: Tobias Ackermann, Birgit Heinig, sveta - Fotolia, Melanie Morlok / S. 2: dpa (2), Getty Images Europe, AFP / S. 3: dpa, Grafik: Scoyo / S. 4: Yvonne Hornikel, Melanie Morlok / S. 5: Joerg Schwalfenberg, Oetinger Verlag, Paul Maar / S. 6-7: Tobias Ackermann, Birgit Heinig / S. 8-9: Birgit Heinig/ S. 10: Ravensburger / S. 11: dpa (9), AFP, picture alliance/ Arco Images / S. 12-13: imago/imagebroker / S. 14-15: Birgit Heinig, Susanne Kammerer/ S. 16-17: Bernd Schifferdecker, Universum Verlag / S. 18-19: fotograaf Deen van Meer, Hanser Verlag, dpa, Archiv, Stadt Nagold, Klaus Bogon, Tina Eberhardt / S. 20-21: Lichtgut/Max Kovalenko (5), Factum-Weise, Benedikt Schnermann/ S. 22: Pressefoto Baumann (6) / S. 23: Ehapa, Carlsen

Was passiert eigentlich den ganzen Tag in einem Ministerium? Und welche Rechte haben Kinder? Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eine Internetseite extra für Kinder erstellt. Darauf wird Dir erklärt, was in einem Ministerium gemacht wird. Außerdem werden die Kinderrechte erklärt. Wem das alles noch nicht reicht, der kann auch noch Spiele spielen. Mehr Infos unter www.kinder-ministerium.de.

Der Schwarzwälder Kinderbote ist ein Produkt der Schwarzwälder Bote Mediengesellschaft mbH, Kirchtorstraße 14, 78727 Oberdorf am Neckar, Telefon 07423-78-0 , www.schwarzwaelder-bote.de Anzeigen: Marc Becker (verantw.), Stuttgarter Zeitung Werbevermarktung GmbH, Plieninger Straße 150, 70567 Stuttgart Hans-Dieter Meng, Hans-Carsten Steensen, Schwarzwälder Bote Medienvermarktung Südwest GmbH, Kirchtorstr. 14, 78727 Oberndorf a.N. Druck: Pressehaus Stuttgart Druck GmbH, Plieninger Straße 150, 70567 Stuttgart, 0711-7205-0


:. . Auf zum Affentanz Das Disney-Musical lädt zum Tarzan-Aktionstag.

K E LTE N

WILDE GESELLEN Die Kelten waren ziemlich wilde und furchtlose Gesellen. Vor ungefähr 2000 Jahren haben sie hier bei uns gelebt. In Nagold (Kreis Calw) findet am Samstag und am Sonntag ab 11.30 Uhr ein Keltenfest statt. Dann sieht die ganze Innenstadt aus wie ein riesiges Keltenlager. Es gibt Spannendes zu entdecken.

Bei Rottweil entsteht gerade ein riesiger Turm. In ihm werden später Hochgeschwindigkeits-Aufzüge getestet. Diese sind so schnell wie ein Auto. Wenn das Bauwerk fertig ist, wird es höher sein als der Stuttgarter Fernsehturm. Am Freitag, 31. Juli, kannst Du an einer spannenden Baustellen-Führung teilnehmen. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Parkplatz bei der Baustelle im Industriegebiet Berner Feld.

TU RM

ES WÄCHST EIN RIESEN-TURM

Info: Der Tarzan-Tag findet am Mittwoch, 12. August, von 10.30 bis 17 Uhr statt. Wir verlosen 20 Plätze. Wenn Du teilnehmen möchtest, dann beantworte uns einfach folgende Frage: Wer war Tarzan? Schicke uns die Antwort bis spätestens Donnerstag, 30. Juli, an kinder@mhs.zgs.de

Im Freilichtmuseum Vogtsbauernhöfe in Gutach (Ortenaukreis) wird’s am Sonntag laut. Dort versammeln sich alte Traktoren und Oldtimer, die Du anschauen kannst. Außerdem gibt es eine offene Werkstatt für Kinder. Da darfst Du aus Holzresten Spielzeuge basteln. Zum Beispiel einen Traktor. Start des Programms ist um 11 Uhr.

NA TU R

Finn (9) aus Nagold will wissen, was in der Welt passiert. Und deshalb mag er den Kinderboten:

TRAKTOREN

TUCK, TUCK, TUCK

Hier kannst n! Du gewinne

Die Affen tanzen auf der Bühne im Disney-Musical Tarzan.

KÖNIGE DER NACHT Fledermäuse sind Könige der Nacht. Keiner ist in der Dunkelheit so flink wie sie. Am Samstagabend kannst Du den Fledermäusen im Nationalpark Schwarzwald auf die Spur kommen. Treffpunkt ist um 20.30 Uhr am Nationalparkzentrum Ruhestein (Ortenaukreis). Anmelden kannst Du Dich unter Telefon 07449/92998444 oder unter veranstaltung@nlp.bwl.de.

Wolltest Du schon immer einmal wissen, wie die Affen in der Wilhelma gefüttert werden? Und dazu auf einer richtigen Musical-Bühne stehen? Zusammen mit dem DisneyMusical Tarzan bieten wir Dir die Chance dazu. Im ersten Teil des Programms bastelst Du in der Wilhelma Futterboxen für die Affen und erfährst eine ganze Menge über die Tiere. Danach geht es mit dem Bus nach Möhringen ins SIZentrum. Dort erfährst Du, wie die Menschen auf der Bühne lernen, sich wie Affen zu bewegen. Am Ende stehst Du vor Deinen Eltern auf der Bühne und führst den Affentanz vor. Außerdem triffst Du die Musical-Darsteller.

„Er ist nicht wie eine Zeitung für Erwachsene, bei der man oft Dinge nicht versteht.“

Schreib uns Deine Meinung an redaktionkinderbote@schwarzwaelderbote.de (Name, Adresse, Telefonnummer und Foto nicht vergessen).

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Vor dem Konzert in Stuttgart auf der Freilichtbühne im Höhenpark Killesberg haben Hannah, Loris und Alessa (von links) den Sänger Johannes Strate getroffen.

„Wir schießen mit Worten“ Unsere Kinderreporter Hannah (12), Loris (12) und Alessa (10) sind ganz schön aufgeregt. Sie dürfen Johannes Strate, den Frontsänger der deutschen Band Revolverheld, interviewen. Die drei haben ihn mit ihren Fragen gelöchert.

Bewirb Dich

als

Kinderreporter unter www.p auls kinderwelt.de -

Alessa hat extra das Album mitgenommen, um es signieren zu lassen.

Alessa: Johannes, wie habt ihr euch kennengelernt? Johannes Strate: Die Jungs haben schon zusammen Musik gemacht, bevor wir uns kennengelernt haben. Vor 14 Jahren bin ich aus Bremen nach Hamburg gekommen. Die Jungs haben noch einen Sänger für ihre Band gesucht. Also habe ich einfach mal bei ihnen im Proberaum vorbeigeschaut. Das war eine gute Entscheidung. Alessa: Früher hattet ihr andere Namen, warum habt Ihr sie gewechselt? Johannes Strate: Weil die ersten beiden Namen „Manga“ und „Tsunamikiller“ wirklich doof waren. Hannah: Wie seid ihr dann zum Namen Revolverheld gekommen? Johannes Strate: Die Geschichte darum ist gar nicht so was Besonderes. Es ist schon fast 12 Jahre her. Wir hatten damals die Idee, dass wir als Revolverhelden mit Worten schießen. Unsere Texte waren damals sehr direkt. Hannah: Streitet ihr euch manchmal? Johannes Strate: Wir sind ja jetzt schon sehr lange eine Band. Deshalb wissen wir, wo jeder seine Stärken und Schwächen hat und wann man sich auch mal aus dem Weg gehen muss. Deshalb streiten wir uns eigentlich nie. Loris: Habt ihr bei euren Reisen auch Zeit, die Städte anzusehen? Johannes Strate: Ja, wir fahren meistens mit unserem Tourbus. Der hat sogar Betten. Wenn man dann frühmorgens aufsteht, hat man auch Zeit, ein bisschen was von der Stadt zu sehen. In Stuttgart war ich zum Beispiel schon sehr oft. Ich hab auch einige

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Nach dem Interview hat sich Johannes noch Zeit genommen für ein paar Selfies.

Freunde hier. Mit dem Sänger Philipp Poisel bin ich gut befreundet. Er wohnt hier in der Nähe. Alessa: Wer schreibt bei euch die Songs? Johannes Strate: Kris, unser Gitarrist, und ich schreiben gemeinsam die Songs. Alessa: Warum singt ihr auf Deutsch und nicht auf Englisch? Johannes Strate: Weil Deutsch unsere Muttersprache ist. So sind die Geschichten, die wir erzählen wollen, auch am besten. Deshalb hat sich für uns nie die Frage gestellt, auf Englisch zu singen. Hannah: Erzählt ihr in euren Liedern von euren Liebesgeschichten? Johannes Strate: Nicht nur von uns, denn sonst hätten wir ja schon ziemlich viele Trennungen und gebrochene Herzen hinter uns. Aber in unseren Songs ist immer auch ein bisschen etwas Persönliches drin. Wir schreiben auch über Geschichten, die uns Freunde erzählen. Es ist also nicht jedes Mal unser Herz, das in unseren Songs gebrochen wird. Loris: In eurem Song „Immer in Bewegung“ singt ihr, dass ihr gern in der Stadt lebt. Aber in eurem Song „Lass uns gehen“ singt ihr, dass ihr raus aufs Land wollt. Was trifft denn nun zu?

Johannes Strate: Beides würde ich sagen. Ich lebe in Hamburg. Das ist eine große Stadt, was auch wirklich toll ist. Alle meine Freunde leben hier in der Nähe. Aber ich finde es auch immer schön, wenn man da mal rauskommt. Ich persönlich fahre zum Beispiel gerne an die Ostsee oder die Nordsee. Land ist für mich Meer und Strand. Alessa: Welches von euren Liedern magst du am liebsten? Johannes Strate: Das ändert sich oft. Meistens das aktuellste Lied. Auf dieser Tour spiele ich am liebsten „Sommer in Schweden“. Hannah: Du bist ja auch schon Papa, bringst du deinem Kind Gitarre oder Schlagzeug spielen bei? Johannes Strate: Mein Sohn ist erst 2 Jahre alt. Er spielt alle Instrumente ein bisschen, aber es ist noch zu früh für ihn, ein Instrument richtig zu lernen. Loris: Wovon träumst du? Johannes Strate: Ich habe in der Schule immer davon geträumt, Sänger zu werden. In der 2. Klasse habe ich das sogar ins Poesiealbum geschrieben. Dieser Traum ist ja zum Glück in Erfüllung gegangen. Jetzt bin ich mit allem sehr zufrieden – sowohl beruflich als auch privat. Ich habe eine tolle Familie und ich bin ein ziemlich zufriedener Mensch. Obwohl, ein zweites Kind, das würde ich mir noch wünschen. Pia Michler (Text), Max Kovalenko (Fotos)

Steckbrief Du kannst Revolverheld auch live erleben. Sie treten am Donnerstag, 13. August, ab 19 Uhr auf der Freilichtbühne im Stuttgarter Höhenpark Killesberg auf. Die Karten kosten 39,65 Euro. Infos bei der Ticket-Hotline unter 07 11/ 84 96 16 72 oder unter www.c2concerts.de

Autogramme für alle: Johannes Strate hat Autogrammkarten für unsere Kinderreporter mitgebracht.

Name: Johannes Strate Geburtsdatum: 17. März 1980 Geburtsort: Bremen Sternzeichen: Fische Beruf: Sänger der Band Revolverheld, Jurymitglied und Coach in der zweiten Staffel der Castingshow „The Voice Kids“ Familie: Seine Frau ist die Schauspielerin Anna Angelina Wolfers. Mit ihr hat er den 2-jährigen Sohn Emil. Die Band: Seit 2002 gibt es die Band Revolverheld. Sie hießen zuerst „Manga“ und dann „Tsunamikiller“. Seit 2004 heißt die Band Revolverheld. Mitglieder: Gitarre und Gesang: Johannes Strate, Gitarre und Gesang: Kristoffer Hünecke, Gitarre und Gesang: Niels Grötsch und am Schlagzeug: Jakob Sinn.

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Treffen sich zwei Schnecken. Sagt die eine: „Warst du in der Sahara?“ – „Nö, da ertrinkt man ja vor lauter Sand.“ Erik, 10 Jahre

HAHA!

Was sind Vögel auf einer Fernsehantenne? Antwort: TV-Stars Carolina, 11 Jahre

Schick uns Deinen Witz! präsentiert:

unter www.paulskinderwelt.de

Kommt ein Fuchs um 6 Uhr morgens in den Hühnerstall und ruft: „Raus aus den Federn!“ Ruben, 12 Jahre

Zwei Kühe stehen auf der Weide. Sagt die eine zur anderen: „Du, ganz in der Nähe ist der Rinderwahnsinn ausgebrochen.“ – Meint die andere: „Ein Glück, dass wir Schweine sind!“ Johanna, 9 Jahre

Der Lehrer fragt in der Schule nach den Eigenschaften des Wassers. Henri meldet sich und sagt: „Wenn wir uns waschen, wird es schwarz.“ Olivia, 8 Jahre

Ein Unfall im Zoo. Aber zum Glück wurden die Zebras nur gestreift. Sophie, 10 Jahre

Eine Mutter geht mit ihrer Tochter einkaufen. An der Käsetheke sagt die Mutter: „Einen jungen Gouda bitte.“ Jammert die Tochter: „Ich will aber einen Mädchen Gouda!“ Simon, 12 Jahre

Fritzle duzt seinen Lehrer immerzu. Jetzt muss er 50-mal schreiben: „Ich darf meinen Lehrer nicht duzen.“ Er schreibt es aber 100-mal. Sagt sein Lehrer: „Warum hast du es denn 100-mal geschrieben?“ – ,,Ach“, antwortet Fritzle, „weil du es bist!“ Lena, 10 Jahre

HAHA! 23


Ab in die Zukunft Male Dein Traumauto!

Schicke uns Dein Bild! Kinderredaktion Postfach 10 60 32 70049 Stuttgart

Auflösung der Rätsel Bilderrätsel Seite 9 1=T 2= A 3= L 4= E 5= N 6= T

Rätsel Seite 14-15 1. Rechenaufgabe Lösung: 30 2. Quiz Lösungswort: HELM 3. Buchstabensalat Lackierer, Sand, Kran,

Flaschner, Glaser, Maurer, Kies, Ziegel 4. Wörterrätsel Zimmermann 5. Zum Knobeln Lösung: 5

6. Malen nach Zahlen Baustellenmännchen 7. Handwerkszeug A gehört zu Straßenbauer B gehört zu Baugeräteführer

C gehört zu Maurer Lösung 10 . 7. SAGEN Gewinner 10. 7. DVDs „Violetta“ Sophia Deininger, Malin Bührle

CD „Die drei!!!“ Anna Powill Buch „Das magische Baumhaus“ Kilian Fechner

20150724 o kind  
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