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4 2008 Zeitung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen

Mit Lasermesstechnik prüfen Oberingenieurin Rita Streblow und Diplomingenieur Robert Rank, welchen Strömungsverlauf die Luft aus dem Luftdurchlass eines Flugzeugs nimmt. Der Versuch hilft, Zugluft in der Flugzeugkabine zu vermeiden. Foto: Peter Winandy

Forscher sorgen für Behaglichkeit Die Weihnachtsferien nahen - und bieten manchem die Gelegenheit, ein paar Tage frei vom Arbeitsstress auch bei der weit entfernt lebenden Familie zu verbringen. Wenn Service und Ambiente stimmen, kann dann bereits die Anreise im Flugzeug entspannt genossen werden. Hierzu will Rita Streblow beitragen: Die Oberingenieurin vom Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik mit dem Arbeitsschwerpunkt „Raumluftströmung und thermische Behaglichkeit“ erforscht unter anderem die optimalen Klimabedingungen in Flugzeugkabinen. Im Airbus A320 untersucht sie beispielsweise die Luftströmung, welche durch den Luftdurchlass im oberen Teil der Kabine beeinflusst werden kann. Dieses Projekt mit dem Titel „Luftdurchlässe für Flugzeuge“ ist angesiedelt im E.ON Energy Research Center, kurz E.ON ERC genannt. Es wird von der RWTH gemeinsam mit der E.ON AG als ein so genanntes Public-Private-Partnership-Projekt realisiert. Bund und Land fördern den Institutsbau, einen wesentlichen Teil der notwendigen Ressourcen für den laufenden Betrieb und Forschungsaktivitäten stellt das Energieunternehmen bereit. E.ON ERC will mehr Energieeffizienz Unter einem gemeinsamen Dach stehen künftig die zentralen Fragen der Energieversorgung im Vordergrund: Wie wird Energie optimal gespeichert? Wie kann die Geothermie besser genutzt werden? Welchen Energiemix aus Strom, Wärme und Kälte braucht der Verbraucher von morgen und wie ist er kosten- und ressourcenschonend zu gewinnen? Das gesamte Energiesystem von der Erzeugung über die Speicherung bis hin zum Verbrau-

cher soll abgedeckt werden. „Die Signale von Politik, Markt und Klimaforschung sind inzwischen eindeutig: Wir müssen größere und schnellere Schritte in Richtung Energieeffizienz unternehmen. Allein der Einsatz von Wärmeschutz und Solarenergie oder Biomasse wird nicht ausreichen, um unsere Gebäude, Siedlungen und Städte auf die sich abzeichnenden Herausforderungen vorzubereiten“, betont Professor Dirk Müller vom Forschungszentrum. Insgesamt umfasst das E.ON ERC fünf Professuren: „Power Generation and Storage Systems“ von Univ.-Prof. Dr. Rik W. De Doncker, „Applied Geophysics and Geothermal Energy“ von Univ.-Prof. Dr. Christoph Clauser, „Future Energy Consumer Needs and Behavior“ von Univ.-Prof. Dr. Reinhard Madlener, „Energy Efficient Buildings and Indoor Climate“ von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dirk Müller und „Automation of Complex Power Systems“ von Univ.-Prof. Dr. Antonello Monti. Gemäß dem interdisziplinären Ansatz sind sie vier Fakultäten der RWTH zugeordnet und damit in Forschung wie Lehre einbezogen. An der Spitze von E.ON ERC steht Professor De Doncker, der vor zehn Jahren nach Aachen berufen wurde und vorher viele Jahre in den USA gearbeitet hatte. Internationale Kooperationen Noch sind die Wissenschaftler über verschiedene RWTH-Räumlichkeiten verteilt. Der erste Spatenstich für das gemeinsame Institutsgebäude erfolgte im April dieses Jahres. Der Entwurf für den Neubau zwischen Pariser Ring und Mathieustraße stammt von der bekannten Londoner Architektin Zaha Hadid. Und nicht

In neuem Licht Das Reiff-Museum der RWTH, benannt nach seinem Gründer Franz Reiff, umfasste bei seiner Eröffnung im Jahre 1908 über 200 Originalkopien Alter Meister. Die Sammlung war mit Werken unter anderem nach Rembrandt, Rubens, Raffael, Tizian, van Eyck, Dürer, Ribera und auch Lenbach eine der größten ihrer Zeit. Doch bereits in den späten zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Sammlung in Teilen aufgelöst, verschenkt, veräußert, in Kellern abgestellt oder entwendet. Im Jahr 2005 gründeten Dr. Martina Dlugaiczyk und Professor Dr. Alexander Markschies ein Projektseminar am Institut für Kunstgeschichte der Aachener Hochschule. Es befasste sich damit, den greifbaren Nachlass zu rekonstruieren, zu inventarisieren und zu restaurieren. Zum hundertjährigen Jubiläum wurde dann die Sammlung unter dem Titel „Mustergültig - Gemäldekopien in neuem Licht“ aufbereitet. Sie ist in den nächsten drei Monaten zu Gast im Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen. Anhand von Werken des 17. bis 20. Jahrhunderts, spannenden Gegenüberstellungen von Kopie und Original und verschiedenen Nachahmungen einer Bildvorlage, lassen sich eindrücklich die malerischen Qualitäten der Originalkopien, die Modalitäten des Kopierens und die Geschichte des Sammelns veranschaulichen. Den Gemälden stehen ausgesuchte Skulpturen und Abgüsse zur Seite. So versteht sich die Ausstellung als ein Beitrag zum umfassenden Thema der Kopie und spürt der Entstehung und Geschichte des Universitätsmuseums nach. Zur Ausstellung erscheint ein umfassender Katalog im Deutschen Kunstverlag, Führungen werden auf Anfrage (0241/4798020) durchgeführt.

„Mustergültig - Gemäldekopien in neuem Licht. Die Reiff-Samlung zu Gast im Suermondt-Ludwig-Museum“, 20. Dezember 2008 bis 22. März 2009, Wilhelmstraße 18, Aachen. Die Eröffnung findet am 19. Dezember 2008 um 19 Uhr statt.

nur die Architektur wirkt futuristisch, auch das Energiekonzept ist vorwärtsweisend. So soll mit Hilfe eines Erdsondenfelds die Geothermie genutzt werden. Ein variables Hightech-System sorgt künftig dafür, dass das Institutsgebäude im Sommer gekühlt und im Winter geheizt wird. Hier spielt das Thema „Raumluftströmung und thermische Behaglichkeit“ ebenfalls eine Rolle, wie Rita Streblow erläutert: „Gefragt sind niedrige Luftgeschwindigkeiten, zudem Raumtemperaturen von etwa 20 bis 22 Grad im Winter und maximal 26 Grad in heißen Sommern.“ Aber auch außerhalb der RWTH wurden bereits eine Reihe von Projekten und Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene initiiert. Erst jüngst unterzeichneten das E.ON ERC und die University of Alberta in Kanada ein Memorandum als Grundlage ihrer Zusammenarbeit in Energietechnik und -wirtschaft. Und nur wenige Wochen zuvor war die Mitarbeit des Aachener Forschungszentrums in einem großen US-amerikanischen Verbundprojekt zum Umbau des dortigen Versorgungsnetzes vereinbart worden. Man will die Voraussetzungen schaffen, um dezentral aus erneuerbaren Energien gewonnenen Strom sicher in das Versorgungssystem einbinden zu können. Das von der National Science Foundation (NSF) ins Leben gerufene Engineering Research Center for Future Renewable Electric Energy Delivery and Management (FREEDM) Systems wird von der North Carolina State University geführt. www.eonerc.rwth-aachen.de red

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Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des neuen Prorektors für Lehre, Professor Dr. Aloys Krieg, sowie engagierte Beschäftigte und Studierende entwickelten in den vergangenen Monaten mit dem „Zukunftskonzept Lehre“ einen umfassenden Maßnahmenkatalog. Zuvor hatte der Hochschulrat den Auftrag formuliert, die Lehre an der RWTH deutlich zu verbessern. Wie Gespräche mit Studierenden zeigten, bestand besonders bei der Studienvorbereitung und -organisation, bei der Infrastruktur und der inhaltlichen Weiterentwicklung der Lehre dringender Handlungsbedarf. Auch wurde die Anonymität und der Mangel an persönlicher Betreuung gerade in den ersten Semestern beklagt. Hier will man nun mit dem „Zukunftskonzept Lehre“ grundlegende Verbesserung erreichen. Grundsätzlich soll in den nächsten zehn Jahren die Zahl der erfolgreichen Absolventen deutlich gesteigert werden. Speziell in den Bachelorstudiengängen sollen beispielsweise mehr studienvorbereitende Informationen gegeben werden, in den Vorkursen neue didaktische Konzepte Anwendung finden, Lerntechniken zu Studienbeginn vermittelt und verpflichtende Self-Assessments eingeführt werden. Gute Lehre muss sich lohnen Leistungsschwächere Studierende will man durch ein besonderes Mentorensystem auffangen, leistungsstärkere durch Sti-

Hochschulrat will bessere Lehre pendien fördern. Darüber hinaus ist geplant: Die weitere Qualifikation aller Lehrenden vom Professor bis zum studentischen Tutor sowie die stärkere Verknüpfung von konventionellen Präsenzveranstaltungen mit Elementen des E-Learnings. Außerdem soll eine umfassende Studienverlaufsplanung Standard und die Infrastruktur räumlich wie personell optimiert werden. Eine übergreifende Beratung legt ein besonderes Augenmerk auf den Übergang vom Bachelor zum Master. Mit der Stärkung der Position des Prorektors für Lehre und

der Studiendekane erhöht sich gleichzeitig deren Verantwortung für Qualität und Organisation der Lehre. Darüber hinaus wird ein Anreizsystem für die Lehre im Rahmen der Mittelverteilung dafür sorgen, dass sich der Einsatz für die Lehre lohnt. Der Senat begrüßte das „Zukunftskonzept Lehre“ im Oktober und stimmte einer Umsetzung zu. Der Hochschulrat äußerte sich überzeugt, dass die RWTH Aachen damit auch in der Lehre an die Spitze gelangt.

Schulterschluss für das „Zukunftskonzept Lehre“ – Hochschulrat Rainer Kopp, Rektor Ernst Schmachtenberg, Prorektor Aloys Krieg und Studierendenvertreterin Anna Nelles beim Pressegespräch (von rechts). Foto: Martin Lux

Reden wie ein Profi „Als Rhetoriker wird man nicht geboren, die Redekunst muss man erlernen“, betont Björn Meißner. Der diplomierte Sprechwissenschaftler leitet seit fast neun Jahren die Sprechwissenschaft und Sprecherziehung am Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Instituts für Sprach- und Kommunikationswissenschaft. Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen bietet er jedes Semester Sprachpraxis-Kurse an. Für Sprach- und Kommunikationswissenschaftler ist die Sprachpraxis fester Bestandteil ihres Stundenplans. Aber auch Studierende anderer Fachrichtungen können teilnehmen, soweit dies die Kapazität zulässt. Das Seminar „Moderationstechniken für professionelle Gesprächssituationen“ erfreut sich besonderer Beliebtheit. Aufgabe eines Moderators ist es, die Gespräche zwischen den Diskussionsteilnehmern zu lenken. Er ist zu Beginn zunächst ein „Organisator“ und bereitet die Diskussion vor, er stellt die Teilnehmer vor und macht ihre Positionen durch Fragestellungen erkennbar. Im Laufe des Gesprächs wechselt er seine Rolle: Er will konkurrierende Meinungen durch Strukturierung, fairen Ausgleich und Gesprächssteuerung zusammen führen. „Das ist einfacher gesagt als getan“, berichtet Meißner. „Häufig schaffen es Moderatoren aber nicht einmal, verschiedene Perspektiven so zu verbinden, dass dem Zuschauer und -hörer ein Ziel der Diskussion deutlich wird.“ Im Seminar werden daher Gesprächsrunden gebildet, per Kamera aufgezeichnet und später analysiert.

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Angebote in der Lehre und Weiterbildung Diese Angebote sind nicht nur nützliche Bausteine im Studium - auch Lehrende und Berufstätige werden von den Sprechwissenschaftlern trainiert. Im Rahmen des Programms der RWTH International Academy leiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lehrstuhls für Deutsche Philologie Seminare zur beruflichen Weiterbildung. So konzentriert sich das Seminar „Professionelles Präsentieren“ auf die Schulung rhetorischer Fähigkeiten. Es werden berufsspezifische Redekonzepte erarbeitet und anhand von Videoaufzeichnungen der Präsentationsstil individuell betrachtet. Ziel dabei ist immer, die Kommunikationsbefähigung zu fördern. Gleichzeitig sollen rhetorik-ethische Grundfragen ver-

Foto: Peter Winandy mittelt werden: Wie begegne ich meinem Gegenüber? Wie zeige ich, dass ich anderer Ansicht bin, ihn aber dennoch respektiere? Die Sensibilisierung der Gesprächspartner ist daher bedeutend. „Präsentationstechniken werden schnell erlernt, die Persönlichkeitsbildung entwickelt sich jedoch nur langsam. Wir liefern dafür methodische Anregungen. Dabei beobachten wir, wie sich das Bewusstsein der Teilnehmer im Laufe des Kurses verändert und unter anderem feinfühliger mit den Schwächen Anderer umgangen wird“, so Meißner. Darüber hinaus wird die Behandlung funktionaler und habitueller Mängel von den Sprechexperten übernommen. Die Therapiedauer bei Sprech- und Stimmstörungen wie Lispeln oder dauerhafte Heiserkeit ist erfolgsabhängig. Es werden Gruppen von höchstens zwei bis drei Personen gebildet, häufig finden aber auch Einzelsitzungen statt. „Allerdings fallen pathologische Störungen nicht in diesen Aufgabenbereich, da müssen wir auf Phoniater oder Logopäden verweisen.“

Auch außerhalb der Hochschule ist der Bereich Sprechwissenschaft und Sprecherziehung aktiv. Da für Immigranten und Asylbewerbern die Kenntnisse der deutschen Sprache von zentraler Bedeutung sind, wurde in Zusammenarbeit mit der Käthe-Kollwitz-Schule in Aachen das Projekt „Akzente“ angestoßen. Im Rahmen des Berufsgrundschuljahres mit Sprachförderung Deutsch wird jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren Intensivunterricht erteilt. Meißner entwirft mit seinen Kolleginnen und Kollegen die Deutschkurskonzepte, Studierende übernehmen den Unterricht. Celina Begolli Sprachpraxis-Angebote unter www.campus.rwth-aachen.de, Infos zum Projekt „Akzente“ unter www.kks-aachen.de.

Wissenschaft spannend gemacht Am 10. November startete mit der offiziellen Eröffnung durch Oberbürgermeister Jürgen Linden gemeinsam mit den Vertretern der Hochschulen und des Forschungszentrums Jülich erstmals der „Aachener Wissenschaftsherbst“. Eine Woche lang fanden an verschiedenen Orten der Stadt zahlreiche Vorträge, Workshops, Ausstellungen und Filmvorführungen rund um das Thema „Mathematik“ statt. Ziel des breit gefächerten Programms war, den Facettenreichtum und die Bedeutung der Mathematik für unser Denken und Lebens kennen und schätzen zu lernen. Ein Höhepunkt war „5 vor 12 – Die Aachener Wissenschaftsnacht“ am 14. November im Kármán-Auditorium der RWTH. Seit vielen Jahren wird diese Veranstaltung von mehreren tausend Menschen besucht. Hier wurde wieder zu ungewöhnlicher Zeit die breite Welt der Wissenschaft mit ihren unterschiedlichen Disziplinen für Kinder und Erwachsene auf unterhaltsame Weise dargeboten. Zuhören, mitmachen und staunen hieß es zu Beginn der Veranstaltung für die jüngsten Besucher bei einem speziellen Programm mit Kinderrockband, Puppentheater, Physikexperimenten und einer ScienceShow. Im Rahmen des umfangreichen Vortragsprogramms wurden unter anderem Fragen wie „Erhöhtes Armutsrisiko trotz Wohlfahrtsstaat?”, „Wie ewig ist das Eis der Arktis wirklich?” oder „Wie groß war Karl, der Große?” beantwortet. Cineasten kamen bei zwei Filmvorführungen, Freunde des Theaters bei den Aufführungen von Studierenden der Romanistik und des Theaters Aachen und Rockfans bei dem großen Abschlusskonzert der BeatlesCoverband Ringo auf ihre Kosten. Foto: Peter Winandy


„Tilgung ist die beste Idee“ Die globale Finanzkrise sorgt nicht nur für Schlagzeilen, sondern auch für eine breite Verunsicherung: Was mache ich mit meinem Geld? Wie sieht es mit meiner Lebensversicherung oder Riester-Rente aus? Zum Thema äußert sich RWTH-Professor Dr. Wolfgang Breuer vom Lehrstuhl für Betriebliche Finanzwirtschaft.

RWTHinsight: Herr Professor Breuer, mit der Finanzkrise erleben wir derzeit eine negative Seite unserer globalisierten Welt. Müssen wir künftig häufiger mit ökonomischen Erdbeben rechnen, die von anderen Erdteilen zu uns schwappen? Breuer: Tatsächlich ist die Globalisierung Fluch und Segen zugleich. Durch die internationale Vernetzung gelangen Gelder heute viel leichter dorthin, wo sie am besten angelegt werden können und zu den höchsten Erträgen führen. Von diesem Umstand profitieren alle. Gleichzeitig steigt damit aber die Gefahr von Krisenübertragungen: Eine völlig autarke Wirtschaft dagegen, ohne Beziehungen zu anderen Ländern, wäre immun gegen jede Form der „Ansteckung“ durch Krisen. Daneben spielen aber auch die Erwartungen der Menschen über das Verhalten anderer eine große Rolle und können krisenverschärfend wirken. RWTHinsight: Muss ich Angst haben, dass meine Hausbank pleite geht? Breuer: Durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken sind die Guthaben jedes einzelnen Kunden bei den privaten Banken bis zur Höhe von 30 Prozent des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank voll gesichert. Das bedeutet für fast alle Einleger praktisch die komplette Sicherung sämtlicher Guthaben bei Privatbanken. Auf Anfrage gibt der Bundesverband die jeweils aktuelle Sicherungsgrenze der Mitgliedsbanken bekannt. Die Sicherung im Sparkassen- und Genossenschaftssektor geht sogar noch weiter, da hier überdies eine Erhaltung von in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Instituten angestrebt wird. Allerdings ist die Funktionsfähigkeit dieser Einlagensicherungseinrichtungen nur so lange gewährleistet, wie Bankeninsolvenzen singuläre Ereignisse bleiben. Sollten sich Bankenpleiten in einer kritischen Zahl häufen und Panik das System erfassen, hilft auch keine Einlagensicherung mehr, und die gesamte Wirtschaft kollabiert. RWTHinsight: Die Bundeskanzlerin hat eine Garantieerklärung für Einlagen der Bürgerinnen und Bürger gegeben. Für welche Anlagen gilt diese und bis zu welcher Höhe? Breuer: Die Garantieerklärung der Bundesregierung umfasst alle Spareinlagen in Form von Sparbüchern, Sparbriefen, Girokonten und Termingeldern. Grundsätzlich gilt sie für Banken, die Teil der deutschen Einlagensicherungen sind. Wenn man die Gesamteinlagen bei den Banken sieht, würde die Garantie der Bundeskanzlerin für etwa eine Billion Euro gelten. Natürlich wird aber auch diese Garantie der Bundesregierung weitgehend wertlos, wenn der gesamte Bankensektor infolge von Panikreaktionen der Einleger zusammenbricht. Der primäre

Zweck von solchen Garantien als vertrauensfördernder Maßnahme ist folglich, das Eintreten genau der Ereignisse zu verhindern, für die sie vorgesehen sind.

RWTHinsight: Was ist denn aus Ihrer Sicht derzeit die sicherste Anlageform? Breuer: Ich halte die Tilgung vorhandener Schulden für die beste Idee – falls möglich. So haben meine Frau und ich die Gelegenheit genutzt, in der aktuell angespannten Liquiditätssituation der Kreditinstitute unser Hypothekendarlehen vorfällig aus unseren Anlagen zurückzuzahlen. RWTHinsight: Was würden Sie empfehlen, wenn ich 5.000 Euro anlegen möchte? Breuer: Es macht einen Unterschied, ob ich nur 5.000 Euro zur Verfügung habe oder diese zusätzlich zu bereits bestehenden Anlagen investieren möchte. Unterstellen wir, dass ein Anleger nur über diese 5.000 Euro verfügt und sie etwa für ein Jahr anlegen möchte, dann würde ich den Erwerb von Bundesanleihen oder Festgeldanlagen bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken wegen der hier besonders weitgehenden Einlagensicherungssysteme empfehlen. Das Risiko einer Einlage bei anderen Kreditinstituten ist indes de facto nicht höher, doch spielen gerade bei Finanzfragen subjektive Befindlichkeiten eine maßgebliche Rolle. Deswegen mag man sich als Anleger einfach schon dann besser fühlen, wenn man weiß, dass für die ausgewählte Bank sogar eine Institutssicherung besteht, wie es eben für Sparkassen und Genossenschaftsbanken der Fall ist. Freilich sind alle derart sehr sicheren Investments auch mit entsprechend geringen Zinssätzen verbunden. RWTHinsight: Wie sicher sind denn die Riester-Produkte? Breuer: Riester-Produkte sind grundsätzlich durch spezielle Garantiefonds gesichert. Alle Anbieter müssen zumindest den Kapitalerhalt garantieren. Somit kann jeder Riester-Sparer zu Beginn der Auszahlungsphase davon ausgehen, dass sein angespartes Kapital alle eigenen Beiträge und staatlichen Zulagen umfasst. Es gibt aber verschiedene Riester-Produkte: Bei den so genannten Riester-Fondssparplänen ist tatsächlich nur der Erhalt des eingezahlten Kapitals garantiert. Sollten die Börsenkurse bis Rentenbeginn nicht wieder steigen, wären sie ein schlechtes Geschäft. Im „Pleitefall“ muss der Anleger allerdings nicht um seine Anteile bangen, da sie Teil eines so genannten Sondervermögens sind und damit nicht zur Konkursmasse gehören. Riester-Banksparpläne und Riester-Rentenversicherungen bieten hingegen noch größere Sicherheit. Dort garantieren die Banken zusätzlich zum Kapitalerhalt eine Verzinsung des Guthabens. Sollten die Banken oder Versicherungsunternehmen dabei zahlungsunfähig werden, springen spezielle Auffanggesellschaften ein. RWTHinsight: Wie wirkt sich die Finanzkrise auf Lebensversicherungen aus?

Foto: Peter Winandy Breuer: Verglichen mit den Banken weisen Lebensversicherer eine erheblich höhere Stabilität auf, da sie nicht direkt von Panikreaktionen der Anleger getroffen werden können. Dennoch müssen Anleger mit klassischen Lebens- und Rentenversicherungspolicen in schlechten Börsenzeiten mit Abstrichen bei den Erträgen rechnen. Allerdings bekommen sie eine Mindestverzinsung, die auch in Krisenzeiten garantiert ist. Anlegern mit fondsgebundenen Verträgen drohen hingegen Verluste, wenn diese ohne Garantien abgeschlossen wurden. Je kürzer die Restlaufzeit der Verträge ist, desto erheblicher machen sich fallende Börsenkurse bemerkbar, da die Wahrscheinlichkeit rechtzeitiger kompensierender Kurssteigerungen abnimmt. RWTHinsight: Zurück zur Weltwirtschaft und den globalen Finanzströmen. Wie ließen sich solche Finanzkrisen künftig vermeiden? Breuer: Vermeiden wäre schön, nennen wir es lieber, die Risiken einer Krise zu reduzieren. Wichtig wäre eine funktionierende internationale Bankenaufsicht. Allerdings sollte man realistisch bleiben: Wo es Regularien gibt, gibt es immer findige Köpfe, die diese zu umgehen wissen. Das Hase-Igel-Prinzip gilt eben auch in der Finanzbranche. Um die Bankenmanager mehr in die Verantwortung zu nehmen, wäre zumindest über eine verschärfte persönliche Haftung in speziellen Fällen bis zu einer vorher festgelegten Höhe nachzudenken. Das Interview führte Ilse Trautwein Infos: www.bankenverband.de/einlagensicherung

Umbau des Heizkraftwerks Auch nach Fertigstellung des SuperC sind in dessen direkter Nachbarschaft bis weit in die Dunkelheit hinein noch rege Bauarbeiten im Gange. Bereits Ende 2007 wurde dort parallel zum Neubau des Studierenden-Servicezentrums mit dem Rückbau des ehemaligen Heizkraftwerkes begonnen. Das Heizkraftwerk an der Wüllnerstraße – genauer gesagt dessen Filterhaus – wird ab Januar 2009 für eine neue Nutzung umgebaut. Anlass ist große Bedarf der RWTH an zusätzlichen Hörsälen und Seminarräumen. Mit der Planung beauftragte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Aachen das Aachener Büro IP arch, dem auch der RWTH-Professor M.Arch. Peter Russell angehört. Der Entwurf sieht unter ande-

rem neben zwei Hörsälen für jeweils 200 Personen eine Ebene mit Seminarräumen und eine Ebene mit einem Multifunktionsraum für 150 Personen vor. Insgesamt werden etwa 650 Quadratmeter an Hörsaalfläche und 185 Quadratmeter an Seminarräumen geschaffen. Einblicke in das neue Haus gewährleistet die neue Fassade mit horizontalen Metallstreifen. Die vorgehängte Fassade wird bei Dunkelheit Orange hinterleuchtet – damit will man architektonisch und sinnbildlich auf die frühere Nutzung hinweisen. In einem zweiten Bauabschnitt sollen auch die westlichen Bereiche des Kesselhauses einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Das Filterhaus wurde in den achtziger Jahren errichtet. Das Stahlwerk der Anlage bleibt erhalten, für die neue Funktion wird es als tragende Konstruktion weiter genutzt. Die exzellente Lage im Kernbereich der Hochschule neben dem Hauptgebäude und der große umbaute Raum – so weist die Kubatur eine Länge von 34 Meter, eine Breite von elf Meter und eine Höhe von 29 Meter – prädestinierten das Gebäude für eine Umwidmung. In die Baumaßnahme fließen mit Zustimmung der Studierendenvertretung fünf Millionen Euro aus Studienbeiträgen, weitere 1,4 Millionen Euro stammen aus Landesmitteln.

3 Impressum

Herausgeber im Auftrag des Rektors: Pressestelle der RWTH Aachen Templergraben 55 52056 Aachen Telefon 02 41/80-9 43 26 Telefax 02 41/80-9 23 24 pressestelle@zhv.rwth-aachen.de www.rwth-aachen.de Redaktion: Renate Kinny (ky) Verantwortlich: Toni Wimmer

Illustrationen: IP arch, Aachen

Ständige Mitarbeit: Sabine Busse Angelika Hamacher Thomas von Salzen Peter Winandy Art direction: Klaus Endrikat DTP, Reinzeichnung: ZAHRENdesign Druck: Brimberg, Aachen Erscheinungsweise: Viermal jährlich. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion. ISSN 1864-5941


„Wie groß war Karl der Große?“ Bei der „Mathe-Tour“ in die RWTH zerlegen Kindern ausrangierte Computer. Foto: Peter Winandy

„Es muss doch noch andere Möglichkeiten geben, Kinder anschaulich an Zahlen heranzuführen“, dachte Helen Bolke-Hermanns, wenn sie mit ihrer Tochter beim Kartenspiel Siebzehnundvier zusammensaß. Und da sie nicht nur Mathematik, sondern auch Aachen sehr mag, brachte sie beides zusammen: „Wie groß war Karl der Große?“ heißen nun die mathematischen Ausflüge in Aachen für Kinder von acht bis zwölf Jahren. Mit dieser Idee überzeugte die RWTH-Mitarbeiterin aus der Fachgruppe Informatik die Jury des Wettbewerbs „Mathe erleben“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung für das Wissenschaftsjahr 2008 ausgeschrieben hatte. Mit den 5.000 Euro Fördermitteln hat die Mathematischtechnische Assistentin das Konzept für zehn „Mathe-Touren“ ausgearbeitet und Partner für die Durchführung gesucht. Dazu gehören Geographen, Museumspädagogen, Sportler, Kirchenvertreter und Banker. Denn die Zahlen werden an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Zusammenhängen thematisiert. Bei der Zahl Zwei geht es beispielsweise im Ludwig Forum für Internationale Kunst um gerade und ungerade Ziffern, um das Thema Symmetrie und um die Frage, was zwei Augen wahrnehmen beziehungsweise zwei Hände erschaffen können. Bei der Drei erfahren die Kinder am Dreiländerpunkt etwas über die Geschichte des Grenzpunktes sowie über Winkel und Dreiecke. Die Größe Kaiser Karls wird auf dem Marktplatz mit der Holzfällermethode gemessen und in einer Sporthalle können sie der Frage nachgehen, warum Mittelfeldspieler beim Fußball immer die Sechs tragen und wie Weltrekorde gemessen werden. Kinder lernen Computer kennen Bei einem Besuch in den Räumen der RWTH im Wintersemester standen gleich zwei Ziffern auf dem Programm: Null und Eins. Die Kinder nahmen in einem Hörsaal Platz und stellten gleich einen wesentlichen Unterschied zum Klassenzimmer fest: „Hier sind die Stühle festgeschraubt.“ Nachdem sie die beiden Zahlen in vielen Redewendungen entdecken konnten, versammelten sich alle um einen großen Tisch und ließen sich anhand eines Modells einen Computers erklären. Den hatte Bolke-Hermanns selbst aus Pappe gebaut. Da gab es Kabel für den Bildschirm und die Maus, eine Rechenzentrale mit Plus und Minus sowie eine Speicherstadt aus ganz vielen Streichholzschachteln, in die kleine Zettel mit Zahlen passen. Am Beispiel der römischen Ziffern hatten die Besucher schon gelernt, dass es unterschiedliche Arten gibt, Werte aufzuschreiben. So gäbe es ohne die Null, die

in Indien erfunden wurde, kein binäres System, das auf Null und Eins basiert und was sozusagen Geheimsprache der Computer ist. Was der Computer damit alles speichern und berechnen kann und wie er die Informationen systematisch verarbeitet, demonstrierte Bolke-Hermanns am Beispiel von Bildern, die bei der Vergrößerung immer grobkörniger wurden. „Mathe-Toren“ fanden großen Andrang Danach ging es in die Bibliothek, wo neben einer Ladung Gummibärchen jede Menge Bücher warteten. Ein Mitarbeiter gab geduldig Auskunft über die Anzahl der hier vorhandenen Titel. Dann hilft er den Kindern bei der Schätzung, wie viele Zeichen ein Buch hat und welche Menge an Buchstaben demnach in den Regalen stehen. Zurück im Institut machte Bolke-Hermanns klar, dass die errechneten 54 Milliarden Zeichen locker auf die Speicherplatte eines Computers passen. Also irgendwo im Innern der länglichen Kiste. Und da konnten dann alle einmal einen Blick

hinein werfen. Kaum standen zwei ausrangierte Rechner auf dem Tisch, kam aufgeregte Bewegung in die Gruppe und die Kinder zerlegten mit Schraubenziehern bewaffnet die Gehäuse. Angelockt von der ungewöhnlichen Geräuschkulisse schauten immer wieder einige Kolleginnen und Kollegen vorbei. Die kannten die Mathematikexpertin bisher nur als Koordinatorin von zwei Graduiertenkollegs, geleitet von den Informatikprofessoren Otto Spaniol und Wolfgang Thomas. Bei ihren Aufgaben innerhalb und außerhalb der Hochschule widmet sich die engagierte RWTH-Mitarbeiterin der Nachwuchsförderung. Die „Mathe-Touren“ haben jedenfalls bereits im Rahmen des diesjährigen Aachener Wissenschaftsherbstes einen großen Andrang erlebt und werden ab dem Frühjahr 2009 für interessierte Gruppen buchbar sein. Sabine Busse

Lin Lu, Dr. Klaus Baier, Katharina Wiethoff und Ramona Strohschön (von links) vergleichen Karten und Satellitenbilder der chinesischen Megacity Guangzhou. Foto: Peter Winandy In den fünfziger Jahren gab es weltweit elf Städte mit mehr als fünf Millionen Einwohnern. Heute existieren allein 28 dieser so genannten Megacitys außerhalb der klassischen Industrienationen. Zu den heftig wachsenden Ballungszentren zählt die Region des Perlflussdeltas in Südchina mit den Städten drei Guangzhou, Shenzen sowie Hongkong und insgesamt 49 Millionen Einwohnern. Die Wasserversorgung gehört zu den massiven Problemen, die eine derartige Bevölkerungsexplosion in einem Schwellenland mit sich bringt. Diese Thematik untersuchen RWTH-Wissenschaftler des Lehrstuhls für Ingenieurgeologie und Hydrogeologie (LIH) unter Leitung von Professor Rafig Azzam und des Lehrstuhls für Landschaftsarchitektur von Professor Christian Krause gemeinsam mit Kollegen der Universität Kiel vom Lehrstuhl für Stadt- und Bevölkerungsgeographie. Sie wollen beispielhaft an Guangzhou die unterschiedlichen Einflüsse auf die Stadtentwicklung sowie die ablaufenden dynamischen Prozesse jeweils aus ihrer fachlichen Perspektive aufzeigen. Diese interdisziplinäre Arbeitsweise war der Deutschen Forschungsgemeinschaft besonders wichtig, als sie vor zwei Jahren das neue Schwerpunktprogramm „Megastädte: Informelle Dynamik des globalen Wandels“ auflegte, in dessen Rahmen auch das Gemeinschaftsprojekt aus Aachen und Kiel gefördert wird.

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Kriterien für die Wasseranalyse entwickelt Guangzhou hat sich zum Produktionszentrum für das flussabwärts liegende Hongkong entwickelt. Dieser wirtschaftliche

Der Durst der Megacitys Boom lockt die Landbevölkerung in die Stadt: Von den geschätzten 11,5 Millionen Einwohnern sind fast vier Millionen Migranten. Um im Rahmen des Projektes Daten der Stadt erfassen zu können, haben die Wissenschaftler das Areal zunächst in kleine Stadtbausteine, so genannte Urban Units, mit relativ homogenen Eigenschaften unterteilt. Diese Betrachtung eignet sich für chinesische Städte besonders, da hier zentral-autoritäre Planungsprozesse zu Grunde liegen. Außerdem konzentrieren sich traditionell mehrere Funktionen in den Häuserblöcken: Sie dienen als Wohnort und Arbeitsstätte sowie als sozialer Treffpunkt. „Ziel unseres Projekts ist es, die Urban Units so zu charakterisieren, dass eine Übertragung auf die gesamte Stadt Guangzhou und später auf andere Megastädte möglich ist. So sollen Aussagen über die Wasserqualität und -quantität möglich sein, wenn man wieder diese Unit-Typen trifft“, sagt Dr. Klaus Baier. Der Wissenschaftliche Mitarbeiter des LIH und seine Kollegin Ramona Strohschön hatten sich selber einen Überblick der untersuchten Region verschaffen müssen, da offizielle Daten wie beispielsweise der Flächennutzungsplan vor Ort schwer zu bekommen waren: So hängen beispielsweise an ihren Bürowänden Google-Luftbilder von Guangzhou. Darauf ist deutlich ein kleines Areal zu sehen, das vor wenigen Jahren noch ein einzelnes

Dorf war und nun mit seiner kleinteiligen Struktur und landwirtschaftlichen Anbauflächen zum Stadtgebiet der Megacity gehört. Während ihrer drei Aufenthalte in China konnten die Wissenschaftler den direkten Vergleich anstellen. Ramona Strohschön und Katharina Wiethoff vom Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur besuchten beispielsweise eine ähnliche Siedlung, die noch vor den Toren der Stadt liegt. Die dort exotisch wirkenden Europäerinnen wurden zur Entnahme von Wasserproben hilfsbereit zu den Brunnen geführt, die oft auch räumlicher und sozialer Mittelpunkt der Dörfer sind. DFG bewilligt zweite Projektphase Die Analysen ergaben, dass das Wasser aus öffentlichen und privaten Brunnen wie auch das Trinkwasser aus Leitungen häufig mit Kolibakterien verunreinigt ist. Verursacht wird dies wahrscheinlich durch das Brauchwasser der Häuser und die Landwirtschaft. Denn auch beim Abwasser herrschen keine westlichen Standards: In vielen Straßen verlaufen offene Gräben entlang der Häuser, die das Brauchwasser in den Fluss leiten. Nur zehn Prozent der Abwässer werden geklärt. Allerdings mit steigender Tendenz, vor allem was Industrieabwässer angeht, denn das Umweltbewusstsein der Chinesen wächst. „Man sollte das nicht

mit unseren Maßstäben bewerten, schließlich haben die Menschen dort momentan kaum andere Wahl“, erläutert Ramona Strohschön. Anfang Januar 2009 startet für die Forschergruppe aus Aachen und Kiel die zweite, bereits genehmigte Projektphase. Im Rahmen des Schwerpunktprogramms ist eine maximale Gesamtlaufzeit von sechs Jahren möglich. Am Ende dieses Zeitraums sollen die Ergebnisse aus dem breiten Fächerkanon zusammengeführt werden. Die Basis für die notwendigen Forschungsaufenthalte in China legte eine Kooperation der RWTH mit der South China University of Technology in Guangzhou. Bei der Zusammenarbeit mit Behörden konnten sich die Gäste aus Aachen so auf einen offiziellen Partner berufen. Die Verständigung ermöglichte Diplom-Geograph Lin Lu, ein Mitarbeiter des LIH, der aus China stammt. Auf jeden Fall haben die Wissenschaftler von ihren Aufenthalten in China viele Eindrücke mitgebracht. Sie konnten die rasanten Fortschritte beim Bau des in Guangzhou entstehenden höchsten Fernsehturms der Welt beobachten. Und die Baustelle für den künftig größten Bahnhof Asien wachsen sehen. Sabine Busse


Erika Ábrahám Dr. Erika Ábrahám ist seit Oktober 2008 Juniorprofessorin für Theorie Hybrider Systeme in der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften der RWTH. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten Modellierung, Synthese und Analyse von hybriden Systemen. geboren am 9. November 1970 in Szeged, Ungarn Ausbildung 1992 bis 1999 Studium der Informatik an der Christian-Albrechts-Universität Kiel 2005 Promotion an der Universität Leiden

Neue Professoren

Beruflicher Werdegang 2005 bis 2007 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 2006 bis 2007 Gast an der RWTH Aachen 2007 bis 2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum Jülich Seit 2008 Juniorprofessorin an der RWTH Aachen Persönliches Familie verheiratet, zwei Kinder Judith (12) und András (9) Freizeit Sie verbringt ihre Freizeit am liebsten mit ihren Kindern und mit Freunden. Sie liebt Wandern in den Bergen, Doppelkopf spielen bis in die Nacht oder einfach über Gott und die Welt diskutieren.

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Immanuel Kant

Paolo Bientinesi Paolo Bientinesi, Ph.D., ist seit Oktober 2008 Juniorprofessor für das Fach Algorithmen-Orientierte Code-Generierung für Hochleistungsrechnerarchitekturen in der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften der RWTH. Er kam im Juni 2008 als Forschungsgruppenleiter an die Graduiertenschule AICES (Aachen Institute for Advanced Study in Computational Engineering Science). Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der numerisch linearen Algebra, im Hochleistungsrechnen und auf dem Gebiet der Automation.

geboren am 27. Oktober 1973 in Livorno, Toskana, Italien

Ausbildung 1998 Diplom in Informatik an der Università di Pisa 2006 Promotion an der University of Texas in Austin/USA

Beruflicher Werdegang 1998 bis 1999 2000 bis 2002 2002 bis 2006 2006 bis 2008 2008

Marineoffizier der Accademia Navale di Livrono Dozent (teaching assistant), University of Texas in Austin/USA Wissenschaftlicher Mitarbeiter, University of Texas in Austin/USA Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Duke University/USA Junior Research Group Leader, Graduiertenschule AICES

Persönliches Freizeit seit 1991 House Music Discjockey, großer Plattensammler der Pet Shop Boys, sein liebster Ort auf der Welt: die Dolomiten; ideal zum Wandern und Ski-Laufen; mag außerdem Volleyball, Poker, Brettspiele und ist ein großer Filmfan.

„Alles, was wir entscheiden müssen, ist, was wir mit der Zeit tun, die uns gegeben ist.“ Gandalf in „Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien

Julia Hartmann Dr. rer. nat. Julia Hartmann ist seit September 2008 Juniorprofessorin für das Fach Algorithmische Algebra und leitet die Junior Research Group Algorithmische Algebra in der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften der RWTH. Ihre Forschung beschäftigt sich unter anderem mit Invarianten von Spiegelungsgruppen und Symmetriegruppen von Differentialgleichungen. Dabei spielen Algorithmen zur Bestimmung solcher Symmetrien eine wichtige Rolle.

geboren im September 1975 in Kassel

Ausbildung 1995 bis 1999 Studium der Mathematik (Nebenfach Informatik) an der Universität Göttingen und der Northwestern University 2002 Promotion an der Universität Heidelberg

Beruflicher Werdegang 2002 bis 2008 Wissenschaftliche Angestellte, später Assistentin an der Universität Heidelberg 2005 u. 2006 Lehr- und Forschungsaufenthalt an der University of Pennsylvania Persönliches Freizeit Freunde, Bücher und Musik; im Winter Pilates und Ski, im Sommer Laufsport

Fotos: Peter Winandy

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Bastian Leibe

NeueProfessoren

Dr. sc. techn. Bastian Leibe ist seit August 2008 Juniorprofessor für das Fach Mobile Multimedia Processing in der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften der RWTH. Diese Juniorprofessur wurde im Rahmen des Exzellenzclusters „Ultra High-Speed Mobile Information and Communication“ (UMIC) eingerichtet. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Computer Vision, insbesondere in Objekterkennung, Tracking und 3D-Rekonstruktion. geboren am 23. April 1975 in Waiblingen, Deutschland

Ausbildung 1995 bis 2001 Studium der Informatik an der Universität Stuttgart mit Abschluss als Diplom-Informatiker 1998 bis 1999 Einjähriger Studienaufenthalt am Georgia Institute of Technology, Atlanta, USA. Abschluss mit dem M.Sc. in Computer Science 2001 bis 2004 Promotion am Departement für Informatik der ETH Zürich Beruflicher Werdegang 2001 bis 2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Perceptual Computing and Computer Vision der ETH Zürich 2004 bis 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) am Fachgebiet Multimodal Interactive Systems an der TU Darmstadt 2006 bis 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) am Institut für Bildwissenschaften der ETH Zürich Persönliches Freizeit Skifahren, Wandern, Reisen, Lesen

„The only way of discovering the limits of the possible is to venture a little way past them into the impossible.“ Arthur C. Clarke

Ulrike Meyer Dr.-Ing. Ulrike Meyer ist seit Mitte August 2008 Universitätsprofessorin für das Fach Informatik-IT-Sicherheit in der Fakultät für Mathematik, Informatik, und Naturwissenschaften der RWTH Aachen. Ihr Forschungsschwerpunkt ist Sicherheit in drahtlosen und mobilen Netzen. Die Professur wurde im Rahmen des Exzellenzclusters „Ultra High-Speed Mobile Information and Communication“ (UMIC) eingerichtet.

geboren am 23. Januar 1973 in Leutkirch

Ausbildung 1994 bis 2001 Studium der Mathematik mit Nebenfach Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg 2001 bis 2004 Stipendiatin im Graduiertenkolleg der DFG „Systemintegration für ubiquitäres Rechnen in der Informationstechnik“ 2003 bis 2005 Forschungsaufenthalte am Stevens Institute of Technology und dem Wireless Network Security Center in Hoboken, New Jersey, USA 2005 Promotion am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt

Beruflicher Werdegang 2001 bis 2005 Doktorandin am Lehrstuhl für Kryptographie und Computeralgebra an der TU Darmstadt 2006 bis 2008 Research Engineer, Security Research Specialist bei Siemens and Nokia Siemens Networks in München Persönliches Freizeit Skifahren, Wandern, Tanzen, Theater, Russisch

„Ein Problem zu lösen, ist die beste Art es loszuwerden.“ Brendan Francis

Antonello Monti Dr.-Ing. Antonello Monti ist seit Oktober 2008 Universitätsprofessor für das Fach Automation of Complex Power Systems in der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RWTH. Er hat das Institute for Automation of Complex Power Systems gegründet, das Teil des neuen E.ON Energy Research Center der RWTH ist. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind Echtzeit-Simulation und verteilte Kontrolle für Stromnetze.

geboren am 2. Januar 1966 in Torino (Italien)

Ausbildung 1984 bis 1989 Studium der Elektrotechnik an der Politecnico di Milano, Milano (Italien) 1991 bis 1994 Promotionsstudium der Elektrotechnik an der Politecnico di Milano, Milano (Italien) Beruflicher Werdegang 1990 bis 1991 Navy Amt für die italienische Marine 1991 bis 1994 Ansaldo Industria, Milano (Italien), digitale Kontrolle für Stromrichter 1995 bis 2000 Politecnico di Milano, Milano (Italien), Junior Professor 2000 bis 2008 University of South Carolina, Columbia, SC (USA), Associate Professor of Electrical Engineering 2008 University of South Carolina, Columbia, SC (USA), Full Professor of Electrical Engineering Persönliches Familie verheiratet mit Ferdinanda Ponci Freizeit Gitarre spielen, Musik, Segeln, Kino

„Binde deinen Karren an einen Stern.“ Leonardo da Vinci

Fotos: Peter Winandy Fotos: Peter Winandy


Harald Müller Dr. phil. Harald Müller ist seit September 2008 Universitätsprofessor für das Fach Mittlere Geschichte in der Philosophischen Fakultät. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der mittelalterlichen Kirchengeschichte, der rheinischen Landesgeschichte und des RenaissanceHumanismus. geboren am 6. Oktober 1962 in Stolberg Ausbildung 1984 bis 1991 Studium der Geschichte und Philosophie an der RWTH Aachen 1996 Promotion an der RWTH Aachen 2005 Habilitation in Mittelalterlicher Geschichte und Historischen Hilfswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin Beruflicher Werdegang 1991 bis 1993 Wissenschaftlicher Volontär im Amt für rheinische Landeskunde, Bonn 1993 bis 1995 Stipendiat des Deutschen Historischen Instituts Paris und der Gerda Henkel Stiftung 1997 bis 2005 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte II der Humboldt-Universität zu Berlin 2005 bis 2007 Professurvertretungen an den Universitäten Leipzig und Zürich 2007 bis 2008 Universitätsprofessor für Mittlere und Neuere Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte an der Universität Mainz Persönliches Familie verheiratet mit Dr. rer. nat. Elke Müller, eine Tochter mit Namen Magdalena Freizeit Laufen, Handball, Urlaub in den Bergen

„Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen.“ Bernhard von Chartres, um 1120

Meike Niggemann Dr. rer. nat. Meike Niggemann ist seit Mitte Oktober 2008 Juniorprofessorin für das Fach Effiziente Synthesestrategien in der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten der Hauptgruppen-Metall-Katalyse und der ökologisch nachhaltigen Synthese medizinisch relevanter Zielmoleküle. geboren am 25. Juli 1979 in Hamm (Westf.) Ausbildung 1998 bis 2002 Studium der Chemie an der Universität Dortmund und der University of Edinburgh, GB 2007 Promotion an der Universität Dortmund 2008 Postdoc an der Universität of Texas in Austin, TX, USA Persönliches Freizeit Radfahren, Laufen, Bergwandern, Skifahren Kanufahren, Reisen… einfach draußen (!) mal tief durchatmen…lesen, kochen, Musik, um sich dann von den Abenteuern draußen zu erholen.

„Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keins da.“ Franz Kafka

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Martina Ziefle Dr. phil. Martina Ziefle ist seit September 2008 Universitätsprofessorin für das Fach „Commnication Science“ und Leiterin des eHealth Forschungsprogramms am Human Technology Center (HUMTEC) der RWTH. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Interaktion und Kommunikation zwischen Mensch und Technik sowie Aspekte der Usability und User Diversity beim technischen Design. Ausbildung 1982 bis 1986 Studium der Psychologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg 1987 Diplomarbeit an der Georg-August Universität Göttingen im Bereich physiologischer und klinischer Psychologie 1991 Promotion mit einer Arbeit im Schnittpunkt zwischen visueller Wahrnehmung und Neuropsychologie an der Université Fribourg, Schweiz 1998 Habilitation an der RWTH Aachen: Thema der Habilitationsschrift: „Lesen am Bildschirm“ Beruflicher Werdegang 1987 bis 1990 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Allgemeine Psychologie der Université Fribourg, Schweiz 1991 bis 1998 Doktorassistentin am Lehrstuhl für Allgemeine und Arbeitspsychologie an der RWTH Aachen 1998 bis 2000 C2-Professur an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster 2000 bis 2005 C2-Hochschuldozentur an der RWTH Leiterin der Forschungsgruppe Human-Computer-Interaction am Institut für Psychologie 2005 Außerplanmäßige Professur für Psychologie an der RWTH 2005 bis 2008 Leitung eines Forschungsprojektes zur Faszination Technik an der RWTH seit 2008 Professur für Communication Science am Human Technology Center der RWTH Aachen Persönliches Hobbies mein Mann, Dr. Stephan Lücke (Softwarearchitekt und Unternehmensberater) meine Geschwister und Freunde Buchstaben in jedweder Form Entspannung, Humor und schönes Leben

„Wer nicht von Grund auf umdenken kann, wird nie etwas am Bestehenden ändern.“ Anwar Al Sadat

Fotos: Peter Winandy


SCHLAGLICHTER Gandhara-Ausstellung Nach dreijähriger Vorbereitungszeit wurde kürzlich die Ausstellung „Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans“ in Bonn eröffnet. Konzept und Inszenierung der Ausstellung lagen in Händen von Professor Michael Jansen vom Lehr- und Forschungsgebiet Stadtbaugeschichte der RWTH. Erstmals in Deutschland zu sehen, umfasst die Präsentation rund 300 Exponate aus dem ersten bis fünften Jahrhundert nach Christi. Darunter sind Steinskulpturen, kostbare Münzen, Goldschmuck und Reliefs, die das Leben Buddhas darstellen. Die Ausstellung ist bis zum 15. März 2009 in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen. Weiterer Sonderforschungsbereich/ Transregio Die DFG richtet im Januar 2009 einen neuen Sonderforschungsbereich/Transregio mit der RWTH als Sprecherhochschule ein. Der neue Forschungsverbund befasst sich mit Organfibrosen. Das sind krankhafte Vermehrungen von Bindegewebe, unter anderem in Leber und Niere. Diese Vernarbungen führen oftmals zum Tode und verursachen zudem hohe Behandlungskosten. Man will künftig die noch weitgehend unbekannten pathophy-

siologischen Grundlagen fibrotischer Erkrankungen entschlüsseln. Sprecher ist RWTHProfessor Christian Trautwein, Leiter der Medizinischen Klinik III im Universitätsklinikum. Weitere beteiligte Hochschulen sind die Universitäten in Bonn und Saar-brücken. ZLW betreibt Karriereportal Das BMBF hat im Oktober das Internetportal KISSWIN gestartet. Es bietet neben Informationen in deutscher und englischer Sprache zu wissenschaftlichen Karrierewegen und Fördermöglichkeiten auch die Beratung durch Expertinnen und Experten an. Alle Interessierten im In- und Ausland sollen sich hierüber schnell und problemlos über das umfangreiche Förderspektrum in Deutschland informieren können. KISSWIN wird vom Zentrum für Lern- und Wissensmanagement und Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau (ZLW/ IMA) der RWTH betrieben. Das BMBF fördert das Projekt in seiner Startphase bis Ende Oktober 2010 mit insgesamt 1,4 Millionen Euro.

Testgelände in Alsdorf Die RWTH beteiligt sich mit drei Millionen Euro an einem Testgelände im Industriepark Emil Mayrisch in Aldenhoven. Dort sollen Untersuchungen zur Sicherheit von LKWs, zu Fahrerassistenzsystemen und zur Fahrdynamik stattfinden. In einem ersten Bauabschnitt des Automobil-Testzentrums wird eine Fahrdynamik- und Verkehrssimulationsfläche errichtet, die mit einem Durchmesser von rund 200 Metern ausreichend Raum bietet. Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts wird zum Juli 2009 gerechnet. Involviert sind seitens der RWTH das Institut für Kraftfahrwesen, der Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen und das Institut für Regelungstechnik. In einem zweiten Bauabschnitt ist eine Erweiterung mit einem Oval- und einem Handlingskurs, Bremsstrecken sowie einem Steigungshügel geplant. Nutzer des Geländes sollen außerdem die Hersteller von PKW und LKW sein. Neue RWTH-Publikationen In den letzten Wochen sind weitere Hochschulpublikationen erschienen. Die neueste Ausgabe des Forschungs-Magazins „RWTH-THEMEN“ hat die Welt der Zahlen und Formeln zum Inhalt. Unter dem Titel

„Mathematik ist überall?!“ erläutern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, was Verkehrsstaus auf der Autobahn mit ihrer Disziplin zu tun haben oder wie Mathematik durch Simulationen am Computer ermöglicht, komplexe Prozesse zu optimieren. In der Ausgabe 46 des Absolventen-Magazins „keep in touch“ schildert RWTH-Absolvent und Astronaut Hans Schlegel im Interview seine Erfahrungen bei der Space Shuttle Mission im Februar dieses Jahres. Beide Magazine sind anzufordern beim Herausgeber RWTH-Pressestelle unter 0241 / 80-94322. Kompletter Medaillensatz Am 8. und 9. November wurde im Rahmen der Deutschen Einzelhochschulmeisterschaften in Heidelberg das Qualifikationsturnier für die 2009 stattfindende Universiade ausgetragen. Die Universiade sind die Weltsportspiele der Studierenden, die in zweijährigem Rhythmus im Winter und im Sommer ausgetragen werden. Dabei erzielte die RWTH-Florettfechterin Larissa Merkl den ersten Platz, Florettfechter Benedikt Beisheim Platz zwei und Degenfechter Michel Collin erhielt Bronze.

RWTHinsight 4/2008  

Zeitung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen

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