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Schutzgebuehr 5,- EUR

KWVD

KROATISCHE WIRTSCHAFTSVEREINIGUNG

AUSGABE 01/2012

CRONNECT

IHRE KWVD MITGLIEDERZEITSCHRIFT

Photo: Velimir Neidhardt- Croatia osiguranje

KROATISCHE REGIERUNG PLANT DEN VERKAUF | VERKAUF VON CROATIA OSIGURANJE JAHRESEMPFANG DER KROATISCHEN JAHRESEMPFANG 2012 | ERFOLGREICHER WIRTSCHAFTSVERIENIGUNG

DIENSTWAGEN | DRUCK AUF DEN AUTOMOBILHANDEL IN KROATIEN

FOCUS

Interview mit Dr. Harald Augter


KWVD CRONNECT MAGAZIN

INHALT EDITOR’S LETTER

4 6 JAHRESEMPFANG NEUES GESETZ 8 10 AUSBILDUNG EDITORIAL

Neues CRONNECT MAGAZIN ist erschienen

Erfolgreicher Jahresempfang der Kroatischen Wirtschaftsvereinigung

Neues Zwangsvollsreckungsgesetz ab 01.07.2012

Neue Perspektiven für Unternehmer

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TITELTHEMA

12 12 AUSLANDSKROATEN 16 DRIVERSlog

CROATIA OSIGURANJE Kroatische Regierung plant den Verkauf von Croatia Osiguranje

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Als neuer Wirtschaftsmotor

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Geld sparen mit der innovativen App leicht gemacht

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MITGLIEDER IM PORTRAIT

KWVD Mitglieder stellen sich vor

19 DIENSTWAGEN MIT DR. 20 INTERVIEW HARALD AUGTER

Druck auf kroatischen Automobilhandel

Kroatischer Honorarkonsul

24 IMPRESSIONEN 26

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Interview mit Dr. Harald Augter

KWVD CRONNECT • AUSGBABE I 2012

Aktuelle Wirtschaftsnachrichten

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za drugi OGLAS !!

50%

NEWS

KWVD Bildergalerie

MJESTO

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SN

IŽE

NJE

MJESTO

za jedan OGLAS !!


EDITORIAL

KWVD INFO MARIO ŠUŠAK

von

Vorstand

CRONNECT

Endlich. Die Umwandlung vom „Entlein zum Schwan“ ist vollzogen. Sehr geehrte Mitglieder der Kroatischen Wirtschaftsvereinigung, sehr geehrte Leserinnen und Leser,

KWVD CRONNECT • AUSGABE I 2012

Endlich. Die Umwandlung vom „Entlein zum Schwan“ ist vollzogen.

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Wie Sie bereits auf den ersten Blick festgestellt haben, unterscheidet sich das CRONNECT Magazin stark zu unserem bisherigen Newsletter. Hierfür haben wir uns Personell verstärkt um Ihnen im Zweimonatsrhytmus die aktuellsten Neuigkeiten aus Kroatien und Deutschland zweisprachig zu präsentieren. Sie brauchen keine Angst zu haben, dass CRONNECT Magazin wird den Informationsgehalt unserer bisherigen Newsletter weiterführen und Ihnen einen noch besseren Einblick in das deutsch-kroatische Wirtschaftsgeschehen bieten.

Der Vorteil von CRONNECT liegt auf der Hand! 5.500 E-MailEmpfänger, 15.000 Aufrufe sind Zahlen die dafür sprachen warum wir uns als Kroatische Wirtschaftsvereinigung dafür entschlossen haben „unser Newsletter zu verbessern“. Das CRONNECT-Team und ich wünschen wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns bereits auf Ihre Anregungen und Meinungen.

Herzlichst Ihr

Mario Šušak

Kroatische Wirtschaftsvereinigung e.V. Am Weingarten 25 60487 Frankfurt am Main Telefon 00 49 – 69 – 36 70 79 40 Telefax 00 49 – 69 – 36 70 79 39 E-Mail: info@kwvd.de Vertretungsberechtigter Vorstand: Mario Šušak, Ante Bagarić, Alen Saček, Zdravko Bošnjak, Mario Koturić, Franjo Akmadža Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV: Mario Šušak Vereinsregister Frankfurt am Main, Nr. 13998 Steuernummer 04522740097 / Finanzamt Frankfurt am Main IV, von der Umsatzsteuer befreit gem. § 4 Nr. 8a UStG u § 9 Abs. 1 UStG

ANZEIGEN: anzeigen@kwvd.de Erscheinungsweise 6 x jährlich Format 210 mm x 297 mm Satzspiegel 192 mm x 273 mm

Kroatische

Wirtschaftsvereinigung

“Ihr Partner im deutsch-kroatischen Wirtschaftsraum”

F

ür die Unternehmen im deutsch-kroatischen Wirtschaftsraum besteht bei der Kroatischen Wirtschaftsvereinigung ein Basisangebot an Dienstleistungen, das jederzeit in Anspruch genommen werden kann. Darüber hinaus können erweiterte kostenpflichtige Dienstleistungen genutzt werden. Hierbei profitieren die Mitglieder der Kroatischen Wirtschaftsvereinigung von vergünstigten Konditionen. Unsere Dienstleistungen: Die Kroatische Wirtschaftsvereinigung leistet z. B. Hilfestellung beim Aufbau von Netzwerken, bei Investitionsüberlegungen oder auch bei den “alltäglichen Problemen” mit öffentlichen Verwaltungen sowie anderen Organisationen wie z.B. Handwerks- oder Industrie- und Handelskammern im deutsch-kroatischen Wirtschaftsraum.

E

gal ob Sie auf der Suche nach Geschäfts- und Kooperationspartnern sind oder mit Ihrem Unternehmen nach Deutschland oder auch Kroatien expandieren wollen, die Kroatische Wirtschaftvereinigung ist der richtige Ansprechpartner für Sie.

M

it unseren „Office in Office“-Dienstleistungen bieten wir Ihnen in Deutschland ein breites Spektrum an Dienstleistungen an. Darunter fallen z. B. Übersetzungsdienstleistungen, Büroservice, uvm.

S

elbstverständlich stehen wir Ihnen mit unseren Partnern in den Feldern Rechts-, Steuer- oder Unternehmensberatung jederzeit zur Seite.

Für alle Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Kroatische Wirtschaftsvereinigung e. V. Am Weingarten 25 60487 Frankfurt am Main Tel. + 49 / 69 / 36 70 79 40 Fax. + 49 / 69 / 36 70 79 39 info@kwvd.de www.kwvd.de

KWVD CRONNECT • AUSGABE I 2012

Neues CRONNECT MAGAZIN

EDITORIAL

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AKTUELLES

“JAHRESEMPFANG 2012”

Erfolgreicher Jahresempfang der Kroatischen Wirtschaftsvereinigung

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KWVD CRONNECT • AUSGABE I 2012

Mit über 25.000 Unternehmern in der Bundesrepublik, leisten Menschen mit kroatischen Wurzeln einen wichtigen Beitrag zur deutschen Volkswirtschaft. Nicht zu vernachlässigen, sind auch die derzeit über 300 tätigen KontigentUnternehmen aus Kroatien.

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Mario Šušak, Vorsitzender der Kroatischen Wirtschaftsvereinigung, betonte am Anfang seiner Eröffnungsrede, dass Kroatien der neue „Tourismus-Stern“ am Himmel der Europäischen Union sei. Ebenso sollen aber mit Hilfe der Kroatischen Wirtschaftsvereinigung, wenn auch am Anfang, kleine, jedoch leuchtende „Wirtschafts-Sterne“ hinzukommen. Kroatien ist ein Wirtschaftsstandort im Aufbruch und deutsche Unternehmen leisten

Milošević, sagte: „Kroatien ist ein Kroatien ein reges, ein lebhaftes und Deutschland. bei anderen Ländern beliebtes Mitglied der europäischen Völkeraufende Projekte, wie z. B. und gutes Land für Investitionen. familie wird“. das regionale JOBSTARTER Die EU-Mitgliedschaft wird auslänie jedes Jahr wurden Projekt „KWVD pro Ausbildischen Unternehmen den Eintritt auch die Projekte der dung“, welches über Mitteln des auf den kroatischen Markt erleichKroatischen WirtschaftsBundesministeriums für Bildung tern. Für die guten Beziehungen vereinigung im Foyer der IHK und Forschung und dem Euzwischen Kroatien und Deutschland Rheinhessen vorgestellt. Herausropäischen Sozialfonds der Euhaben sich zum größten teil ropäischen Union gefördert “Kroatien ist ein Wirtschaftsstandort Kroaten, die schon über 35 werden und bis jetzt über Jahre in Deutschland leben, im Aufbruch und deutsche Unterne- 35 neue Ausbildungsplätze verdient gemacht. Wir laden geschaffen haben, fanden hmen leisten bereits heute einen die Deutschen ein, nicht nur besonderes Interesse der bedeutenden Beitrag zu diesem als Touristen nach Kroatien anwesenden Gäste. Neue zu kommen, sondern auch Aufbruch, jedoch besteht hier noch Projekte wie z. B. CroAktiv als Geschäftspartner.“ und CroFuture, ermöglichen erheblicher Raum nach oben.” Abschließend betonte Ausbildern als auch AuszuHerr Milošević, dass sich bildenden, einen ProjektKroatien über eine weiterhin gute Aufenthalt in Kroatien. gehoben wurde das EUROPEek Zusammenarbeit mit Deutschland Projekt, welches im Rahmen des sehr freuen würde. Leonardo da Vinci Projekts von uf Anfrage, erhalten Sie der Europäischen Union getragen per E-Mail, relevante Dr. Harald Augter, Präsident der wird. Ziel dieses Projektes ist es, Hintergrundinformationen IHK Rheinhessen, äußerte sich in die Berufsausbildung in Europa zu zu unserer Arbeit und laufenden seiner Begrüßungsrede, im Hinblick popularisieren. Hierzu wird erstmals Projekten. auf den bevorstehenden Beitritt die gegenwärtige landesspezifische Kroatiens zur Europäischen StaSituation analysiert und vorhanAnfragen richten Sie bitte an die atengemeinschaft, mit den Worten: dene Erfahrungen, hinsichtlich der Kroatische Wirtschaftsvereinigung „Heute bin ich froh und auch stolz, Motivierung junger Menschen, bei (KWVD), Herr Zdravko Bošnjak, dass Kroatien nun endgültig als 28. der Berufswahl ausgetauscht. Teilz.bosnjak@kwvd.de Land der Europäischen Union beinehmende Länder sind, die Türkei, tritt. Und ich bin zuversichtlich, dass Polen, Kroatien, Rumänien, Litauen

W

bereits heute einen bedeutenden Beitrag zu diesem Aufbruch, jedoch besteht hier noch erheblicher Raum nach oben, so Šušak.

D

ie Direktorin des Außenwirtschaftssektors der Kroatischen Wirtschaftskammer, Frau Sunčanica Skupnjak-Kapić, wies darauf hin, dass Kroatien, als kommendes EU Mitglied, insbesondere für deutsche Unternehmen auf Expansionskurs, sehr interessant sei: „ Auch trotz der Krise ist es ziemlich sicher in Kroatien zu investieren. Die momentane Krise in der Europäischen Union hat zur Folge, dass beinahe keiner erfolgreiche Geschäfte garantieren kann. Kroatien ist jedoch

ein sicheres Land, insbesondere auf Grund seiner geostrategischen Lage: „Im Hinblick auf Südosteuropa führt gerade über Kroatien der kürzeste Weg nach Europa und auch zur ganzen Region, was Kroatien sicherlich wesentlich besser ausnutzen soll. Große Bedeutung wird auch dem Aufbau der Bahnverbindung von Rijeka bis nach Ploce beigemessen, weil dadurch das Land noch viel besser mit dem zentralen Europa verbunden wird“, sagte Frau Skupnjak-Kapić.

Der ehemalige kroatische VizePremierminister und derzeitiges Mitglied des kroatischen Parlaments, Herr Dr. Domagoj Ivan

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A

KWVD CRONNECT • AUSGABE I 2012

m 10. Februar 2012 fand der Jahresempfang der Kroatischen Wirtschaftsvereinigung (KWVD), bei der IHK Rheinhessen in Mainz statt. Am Jahresempfang nahmen mehr als einhundert Gäste aus Politik, Wirtschaft und Diplomatie teil. Das Thema des Jahresempfangs war, der Abschluss der EU Beitrittsverhandlungen und die Möglichkeiten einer bilateralen Zusammenarbeit zwischen Kroatien und Deutschland.

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RECHT Law firm Vaić

von

established in 1938

vollstreckungsbeschlusses notwendig ist. Jene Zwangsvollstreckungssachen, bei denen das Gericht bis zum 31.12.2011 noch überhaupt nichts unternommen hat, werden direkt der öffentlichen Zwangsvollstreckungskammer zugestellt, um das gesamte Zwangsvollstreckungsverfahren zu beschleunigen. Nun entscheidet der öffentliche Zwangsvollstreckungsbeamte (das Zwangsvollstreckungsorgan), und nicht wie früher das Gericht, über die Vertragung der Zwangsvollstreckung. Und es sind auch die Bedingungen für eine Vertragung dahingehend geändert, dass der Schuldner gewöhnlich eine Kaution in Höhe des Kapitals plus Zinsen bezahlen muss, wenn er die Zwangsvollstreckung vertagen lassen will. Und all das dient dazu, ein häufiges Vertagen der Zwangsvollstreckungen zu verhindern.

KWVD CRONNECT • AUSGABE I 2012

GESETZ

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Am 1. Juli 2012 tritt ein neues Zwangsvollstreckungsgesetz, bzw. treten die meisten seiner Bestimmungen, in Kraft. Im Zwangsvollstreckungssystem der Republik Kroatien wird ein Zwangsvollstreckungsdienst eingeführt, d.h. ein völlig neues Institut mit öffentlichen Zwangsvollstreckungsbeamten, deren hauptsächliche Aufgabe die Durchführung der Zwangsvollstreckung ist.

Den Zwangsvollstreckungsantrag stellt man, wie auch bisher, beim Notar oder Gericht. Der Zwangsvollstreckungsbeschluss des Gerichts oder Notars wird an die öffentlichen Zwangsvollstreckungsbeamten weitergeleitet. Wenn der öffentliche Zwangsvollstreckungsbeamte den Zwangsvollstreckungsbeschluss erhält, macht er den sog. Zwangsvollstreckungsbefehl, der für die Durchführung des Zwangs-

Im Zwangsvollstreckungsverfahren ist jetzt der Schutz der Gläubiger dadurch größer, dass die Möglichkeit eines dritten Zwangsversteigerungstermins eingeführt wird. Und beim zweiten und dritten Versteigerungstermin darf die Immobilie nicht unter der Hälfte, und nicht wie bisher zu einem drittel ihres festgestellten Werts verkauft werden.

Odvjetničko društvo Vaić J.T.D. Križanićeva 5 51000 Rijeka REPUBLIKA HRVATSKA Ured Rijeka: tel: +385-51-373-608 fax: +385-51-377-097 info@vaic.hr www.vaic.hr

KWVD CRONNECT • AUSGABE I 2012

NEUES ZWANGSVOLLSTRECKUNGS-

ZiBei einer ngsvollstreckung können die Schuldner nicht mehr Widerspruch gegen den

Bei einer Zwangsvollstreckung können die Schuldner nicht mehr Widerspruch gegen den Zwangsvollstreckungsbeschluss einlegen und auf diese Weise das Verfahren zusätzlich in die Länge ziehen. Sie können gegen den Zwangsvollstreckungsbeschluss und den Zwangsvollstreckungsbefehl nur eine Berufung einlegen über die das Gericht entscheidet und die die Durchführung der Zwangsvollstreckung nicht aussetrzt.

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AUSBILDUNG

AUSBILDUNG

I

m Zuge des Leonardo-Projekts „EUROPEek“ in der Türkei nahm auch eine Delegation der KWVD teil. Ziel dieses Projektes ist es die Berufsausbildung in Europa zu popularisieren. Hierzu wird zunächst die gegenwärtige landesspezifische Situation analysiert und vorhandene Erfahrungen hinsichtlich der Motivierung junger Menschen bei der Berufswahl ausgetauscht. Während der Zusammenarbeit wird aktiv an der Erarbeitung von Meth-

oden und Instrumenten gearbeitet, die Probleme, wie z.B. mangelndes Interesse der Schüler, eine negative Haltung der Eltern gegenüber der Berufsausbildung oder mangelnde Informationen seitens der relevanten Institutionen, reduzieren sollen. Hierfür werden internationale Seminare zum Thema Berufsausbildung auf Expertenebene oder auch kreative Werkstätten für Schüler organisiert. Die Kroatische Wirtschaftsvereinigung hat sich mit

den internationalen Partnern dazu verpflichtet, an der Erarbeitung und Implementierung neuer Ideen sowie der Stärkung des gemeinsamen Lernens mitzuwirken. Nähere Informationen zu diesem oder auch anderen Projekten entnehmen Sie bitte der Homepage der KWVD www.kwvd.de

KWVD pro Ausbildung – Neue Perspektiven für 2500 kroatische Unternehmer

KWVD CRONNECT • AUSGABE I 2012

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us der Praxis kennen wir alle das Problem, geeignetes Personal zu finden, welches den spezifischen betrieblichen Anfordernissen gerecht wird. Ein Königsweg ist es, sich selbst dieses Personal im Zuge der dualen Ausbildung auszubilden. Gerade Unternehmer mit Migrationshintergrund taten sich oft schwer damit, diesen wichtigen Schritt zu gehen. Das Projekt KWVD pro Ausbildung soll eine koordinierte Unterstützung für Unternehmer darstellen, die noch nicht ausbilden, aber dieses beabsichtigen. Nach Schaffung übersichtlicher Strukturen werden auch staatliche Stellen, die das Projekt fördern, eine Zugangsmöglichkeit zu einer breiten Schicht von Unternehmern haben.

Durch ein externes Ausbildungsmanagement werden Unternehmer beraten und bei der Einrichtung eines neuen Arbeitsplatzes betreut. Diese Unterstützung beinhaltet die Suche und die Auswahl von geeigneten Auszubildenden, und zwar in Zusammenarbeit mit den hierfür zuständigen Institutionen. Der Fokus liegt im besonderen auf Branchen mit hohem Fachkräftebedarf und bei Betrieben mit unbekannten und bei jugendlichen unbeliebten Ausbildungsberufen. Nähere Informationen zu diesem oder auch anderen Projekten entnehmen Sie bitte der Homepage der KWVD www.kwvd-pro-ausbildung.de

CroFuture – Auslandspraktikum in Kroatien

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m Zuge des EU-Programms Leonardo bietet der KWVD e.V. Auszubildenden aller anerkannten Ausbildungsberufe ein dreiwöchiges Auslandspraktikum in Kroatien an. Zur laufenden Ausbildungsvergütung werden einmalig 850 € Auslandszulage gezahlt. Geben Sie Ihren Auszubildenden die Möglichkeit wertvolle Erfahrungen auch im Ausland zu sammeln. Teilnehmen können alles Auszubildende im 2.

Lehrjahr, insofern dieses vom Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule genehmigt wird. Kroatien als kommendes EU-Mitglied bietet neben einer attraktiven Küste auch interessante wirtschaftliche Perspektiven. Die KWVD unterstützt Teilnehmer aktiv bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbearbeitung des Aufenthaltes.

Nähere Informationen zu diesem oder auch anderen Projekten entnehmen Sie bitte der Homepage der KWVD e. V. www.kwvd.de

Ansprechpartner: Kroatische Wirtschaftsvereinigung e. V. Frau Andrea Znahor Am Weingarten 25 60487 Frankfurt am Main info@kwvd.de

CroAktiv – Wie bilden andere in Europa aus?

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o vermeiden Sie einen Forderungsausfall Für Unternehmen kann es existenzbedrohend sein, wenn Kunden ihre Rechnungen nicht bezahlen. Wie Sie präventiv gegen dieses Risiko vorgehen, lesen Sie hier. Das Gründermagazin Impulse-gruenderzeit.de erläutert zehn Faktoren eines effizienten Forderungsmanagements. Demnach sollten Unternehmen vor allem präventiv handeln, um einem Forderungsausfall vorzubeugen. Vorkasse, Bonitätsauskunft, Eigentumsvorbehalt Beispielsweise können Unternehmen laut Impulse-gruenderzeit.de gegen Vorkasse liefern, wenn das möglich ist. Eine weitere Möglichkeit sei das Einholen einer Bonitätsauskunft über den Kunden, etwa bei der Schufa.

Auch Stammkunden unter die Lupe nehmen Impulse-gruenderzeit.de weist darauf hin, auch Stammkunden regelmäßig zu überprüfen – besonders, wenn einer der Stammkunden einen hohem Umsatz generiert. Typische Anzeichen für Liquiditätsprobleme sind demzufolge der unangekündigte Wechsel der Bankverbindung oder das Ausreizen von Zahlungszielen. Die vollständige Checkliste von Impulse-gruenderzeit.de finden Sie hier: http://www.impulse-gruenderzeit.de/

Bei größeren Rechnungssummen sollten sich Auftragnehmer einen Eigentumsvorbehalt sichern – das sei durchaus üblich. KWVD CRONNECT • AUSGABE I 2012

Grenzübergreifende Zusammenarbeit in Sachen Ausbildung

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TITELTHEMA ALEN SAČEK

von

Photo: Velimir Neidhardt- Croatia osiguranje

Prokurist

Triglav 120 Millionen €für 51 Prozent als Bestbieter offeriert hatte, wurde dann allerdings zurückgezogen.

Verkauf von Croatia osiguranje Änderungen im kroatischen Versicherungsmarkt

Der kroatische Finanzminister Slavko Linić hat im Januar 2012 angekündigt, dass die kroatische Regierung Ihre Anteile (77,70%) an Croatia Osiguranje abstoßen möchte.

D

er größte kroatische Versicherer mit Sitz in der Hauptstadt Zagreb war bereits vor zehn Jahren auf der Wunschliste des Münchner Allianz-Konzerns. Weitere Mitbieter waren die österreichische Konzerne sowie die französische Axa. Die damaligen Gebote wurden von der kroatischen Regierung als zu gering abgelehnt und die Anteile wurden nicht veräußert.

KWVD CRONNECT • AUSGABE I 2012

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uch dieses Mal besteht großes Interesse, wie man aus den gut unterrichteten Regierungskreisen erfahren kann. Der kroatische Mischkonzern Adris gilt als einer der heißesten Kandidaten für die Übernahme. Der zuständige Direktor für Investitionen, Damir Vanđelić, bestätigte bereits in der vorjährigen Septemberausgabe im kroatischsprachigen Magazin „Banka“ das Interesse an Croatia osiguranje und energetischen Projekten. Er sagte: „Wir verfügen über 300 Millionen Euro an akkumulierten Gewinnen und in den Vorjahren wurden Investitionen hauptsächlich aus Eigenmitteln bestritten, was ein gutes Kredit-Rating zur Folge hat“. Das Unternehmen bietet derzeit Eine Milliarde kroatische Kuna (=132 Mil-

lionen Euro) für ein 30% Aktienpaket. Die Allianz bot vor zehn Jahren 86 Millionen Euro für die 51% Aktienmehrheit.

C

roatia osiguranje ist trotz starker Konkurrenz nach wie vor mit knapp 40% Marktanteil - teilweise noch mehr bei Industrieversicherungen - ungeschlagener Marktführer, gefolgt von der Allianz Zagreb mit 11,22% Marktanteil. Eine Beteiligung der Allianz im Bieterverfahren ist nicht ausgeschlossen, wenn die damalige Aussage von Werner Zedelius, Mitglied des Vorstands der Allianz SE, in Betracht gezogen wird. „Das Angebot für Croatia osiguranje zeigt unser starkes Engagement für die Republik Kroatien und unser Vertrauen in die zukünftige Entwicklung des kroatischen Versicherungsmarktes. Wir sind überzeugt davon, dass die starke Marktstellung von Croatia osiguranje in Verbindung mit unserer Erfahrung bei der Integration etablierter Versicherer ein starkes Geschäftsmodell für die Zukunft darstellt und der Kunde daraus Nutzen ziehen wird“, so Werner Zedelius anlässlich der Gebotsabgabe für Croatia osiguranje im Jahre 2002.

Croatia osiguranje ist mit 32,6 Der objektive Wert von Croatia Prozent Anteil der Marktführer auf osiguranje wird von Fachleuten dem kroatischen Versicherungsauf mindestens 400 Millionen Euro markt. Der Nettogewinn der Gruppe taxiert. Der in Deutschland ansässige Kroatische Wirtschaftsverband (KWVD) begründet dies mit den Einnahmen aus über 30 Gesellschaften im eigenen und anagrenzenMarktanteil Croatia Osiguranje - Quelle: Kroatische Versicherungsverinigung den Märkten. „Für den Fall, dass jetzt keine betrug in den ersten neun Monaten Einigung erzielt wird, gehe ich nicht 10,9 Millionen €, ein Plus von 11,2 vor einer neuen Bieterrunde vor Prozent. Bestrebungen, die Versi2015 aus“, so Zdravko Bošnjak von cherung zu privatisieren, gab es der KWVD. immer wieder. Eine Ausschreibung 2002, bei der die slowenische

“Wir denken zwar nicht, dass die Privatisierung die Einnahmenseite des Budgets retten wird. Aber wir müssen die Botschaft senden, dass die Privatisierung ein Mittel ist, die Schulden und das Defizit zu senken. Das ist etwas, das die Ratingagenturen und die Kreditoren schätzen werden”,

sagte Linic vergangene Woche zu kroatischen Medien. Im Budget gebe es keinen Raum für die zwei Unternehmen. 2011 ist es zu keinen bedeutenden Privatisierungen in Kroatien gekommen. Zwar wurde schon 2010 der Verkauf von vier maroden Schiffswerften aufgrund von EU-Auflagen in die Wege geleitet, doch der Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

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KROATISCHE REGIERUNG PLANT DEN

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WIRTSCHAFT

Auslandskroaten als neuer kroatischer Wirtschaftsmotor Aufgrund der wechselvollen Geschichte war kaum ein Volk so häufig gezwungen, die eigene Heimat zu verlassen und das Glück im Ausland zu suchen. Laut Bundesamt für Statistik leben alleine in Deutschland 230.000 Kroaten, man kennt Sie, man mag Sie. In fast jeder Stadt in Deutschland leben sie und arbeiten, oft als Arbeiter und Angestellte häufig auch als Unternehmer. Bekannt sind die zahlreichen Restaurants, die tagtäglich das deutsche Publikum auf ein Neues erobern. verändern wird. Auswanderer aus Australien in Kroatien investierten, ein Großteil in produzierendes Gewerbe entfiel. So wechselten 70% der Geschäftsanteile der Ölpresse Makarska, 78 Prozent des landwirtschaftlichen Kombinats Maksimir oder eine Aktienmehrheit einer Schweinefarm in Požega und einer Thunfischzucht in Zadar den Besitzer. Dass Kroaten erfolgreiche Unternehmer sind und es weltweit zu Ruhm und Erfolg gebracht haben, zeigt zum Beispiel der Erfinder der MAG-Lite ® Taschenlampe Ante Maglica. Sein Produkt, an Robustheit nicht zu überbieten, ist weltweit nicht aus dem Polizeidienst wegzudenken. Ebenso erfolgreich, wenn auch nicht so bekannt, ist die Familie von Andronico Lukšić in Chile. Viele kroatische Unternehmer aus Deutschland entschließen sich ein weiteres Standbein in der Heimat aufzubauen.

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Schaffen Sie als Erster den Sprung in neue EU-Märkte!

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Unternehmerreise von Handwerk International BadenWürttemberg führt vom 14.-17. Mai 2012 nach Kroatien und Montenegro Kroatien und Montenegro sind auf dem Weg in die Europäischen Union. Für Unternehmer aus dem Baugewerbe und dem Umwelt- und Energiebereich eröffnen sich dadurch neue Geschäftsmöglichkeiten bei Großprojekten und groß Bild: Tran-Photography, WoGi © Fotolia.com, Montage: HwK angelegten Sanierungsvorhaben. Anmeldeschluss ist am 20. März 2012. Vor Ort treffen die Teilnehmer auf potenzielle Geschäftspartner und Entscheidungsträger aus dem öffentlichen Bereich und besichtigen Bauprojekte. Information und Anmeldung: Sandra Weingart, Telefon 0711 1657-213. Interessenten können sich auf www.handwerk-international.de für die Reise anmelden.

Wir haben derzeit verstärkt Anfragen, insbesondere im Bereich der Bioinformatik und regenerativer Energien”

Zusammenarbeit zwischen der Heimat und den Auswanderern Kroatien nur beflügeln könne und Kroatien ein Land sein müsse, in das die Auswanderer zurückkehren und investieren können.

Interessante Links Wie ist die politische Unterstützung? Der KWVD stehen Investoren mit Rat und Tat zur Seite. Alen Saček sieht mit dem EU Beitritt neue Perspektiven für Kroatien. „Wir haben derzeit verstärkt Anfragen, insbesondere im Bereich der Bioinformatik und regenerativer Energien“ so Saček. Er fügte hinzu, dass allerhöchste Regierungskreise vor allem das Engagement von Auslandskroaten befürworten und unterstützen. Der kroatische Staatspräsident Ivo Josipovic sagte anläßlich eines AustralienBesuchs: „Die Frage der Diaspora ist keine politische Frage. Das Verhältnis zur Diaspora, die dank qualifizierten und teils liquiden Kroaten große wirtschaftliche Potenziale birgt, ist ein sehr wichtiger Faktor für Kroatien. Die Auslandskroaten stellen eine Brückenfunktion zwischen Kroatien und der Welt dar“. Abschließend betonte er noch, dass die

Regionaler Index der Wettbewerbsfähigkeit Kroatiens 2010 http://www.konkurentnost.hr Publikationen der Agentur für Wettbewerbschutz http://www.aztn.hr

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Welche Rolle spielen die Auslandskroaten in der wirtschaftlichen Perspektive? Zum einen unterstützen die Auslandskroaten die Angehörigen in der Heimat finanziell: Die Weltbank hat ein Transaktionsvolumen in Höhe von 1,20 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2011 ermittelt, wobei hier mit annähernd dem gleichen Betrag an Barmitteln zu rechnen ist. Zum anderen werden Immobilien gekauft, gebaut und modernisiert. Dies sind zwar im weitesten Sinne auch Investitionen in die kroatische Wirtschaft, das emagazin möchte sich jedoch dem unternehmerischen Part widmen. “Im Gegensatz zu ausländischen Investoren, die sich ausschließlich nach betriebswirtschaftlichen Kennzahlen richten, sehen die Auslandskroaten oftmals die langfristigen Potenziale, die so manches Unternehmen bietet“, so Alen Saček von der Kroatischen Wirtschaftvereinigung (KWVD). Es überrascht nicht so, dass von den 12,2 Millionen EUR, die kroatische

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GADGETS & APPS

PORTRAIT

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KANZLEI KONTA

Die Rechtsanwaltskanzlei ist eine Allgemeinkanzlei, die für Sie als Anlaufstelle bei allen rechtlichen und vertraglichen Angelegenheiten dienen soll.

Der Flughafen Zagreb hat einen neuen Betreiber

Fahrtenbuch App

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ahrzeugpreise jenseits von 50.000 EUR sind bei den deutschen Premiummarken keine Seltenheit, da diese Fahrzeuge einen hohen Restwert aufgrund der guten Nachfrage im Gebrauchtwagenmarkt und dadurch eine günstige Leasingrate haben. Was für Unternehmer und Fuhrparkleit ein Segen ist, ärgert so manchen Fahrzeugnutzer, der den geldwerten Vorteil auf den Bruttolistenpreis des Fahrzeugs zahlen muß.

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Durch die Nutzung des Fahrtenbuches kann man die 1% Regelung zwar umgehen, jedoch ist es müßig Tag für Tag, Kilometer für Kilometer handschriftlich zu erfassen. Sicherheit gewinnt man dadurch nur bedingt, da das Finanzamt das Fahrtenbuch bei Unregelmäßigkeiten, z. B. wenn man vergisst die zwei Kilometer Fahrt zur Tankstelle einzutragen, verwerfen kann und rückwirkend die 1% Methode heranzieht.

A

bhilfe versprechen hier die allgegenwärtigen Smartphone-Apps. Die Bayerische Firma Probasys Software GmbH hat eine interessante App namens „DriversLog“ entwickelt. Die Software ist so konzipiert, dass häufig genutzte Eintragungen über Reisezweck, Start- und Zielort sowie über aufgesuchte

Firmen und Personen als Textvorlage gespeichert und somit immer wieder verwendet werden können. Ein besonderer Clou von „DriversLog“ ist die Möglichkeit, den Fahrer anhand des Handys zu unterscheiden. Die Software führt selbständig alle Berechnungen automatisch durch und gibt jederzeit Auskunft über den aktuellen Stand der Fahrleistung, den Anteil an geschäftlichen und privaten Fahrten sowie über den Anteil an Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Da diese Eingaben vom Anwender nicht verändert werden können, wird es von den Finanzbehörden ohne Einschränkungen anerkannt. Im Hinblick auf die Einfachheit des Systems und der bei vielen Außendienstmitarbeitern und leitenden Angestellten relativ geringen privaten Fahrleistung ist eine solche App mit Sicherheit eine Überlegung wert. Kosteten elektronische Fahrtenbücher, z. B. bei BMW früher noch im Schnitt tausend Euro und mußten im Fahrzeug eingebaut werden, kostet die Software nur einen Bruchteil hiervon. So macht Sparen durch Tastendruck Spaß.

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Wie die Tageszeitung Večernji List berichtet hat die Regierung einem französischen Konsortium den Zuschlag erteilt den Flughafen der kroatischen Hauptstadt auszubauen und zu betreiben. Das Konsortium bilden der Baukonzern Bouygues Batiment International und der Flughafenbetreiber Aeroports de Paris Management. Die Konzession läuft über 30 Jahre, wobei nach Ablauf die Nutzungsrechte an die Republik Kroatien übergehen. Bereits im Jahr 2008 konnte sich bei der Ausschreibung für die Architekturleistung die kroatische IGH Gruppe mit den Architekten Velimir Neidhardt und Branko Kincl gegen eine starke ausländische Konkurrenz durchsetzen. Das 236 Millionen Euro teure Projekt soll spätestens zum Jahresende in Angriff genommen werden. Die Fertigstellung des Flughafenausbaus ist für die zweite Jahreshälfte 2015 vorgesehen. Ziel des Ausbaus ist es die Zahl der Fluggäste von derzeit zwei auf fünf Millionen pro Jahr zu steigern. Auch der immer wichtiger werdende Luftfrachtverkehr soll vom Ausbau profitieren. Ein solches Großprojekt wird nach dem Autobahnausbau die kroatische Wirtschaft sicherlich beflügeln und Arbeitsplätze schaffen. Das eröffnet insbesondere vielen Kleinen- und Mittelständischen Unternehmen aus ganz Kroatien neue Perspektiven.

KWVD CRONNECT • AUSGABE I 2012

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“Geld sparen leicht gemacht”

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STEUER

Druck auf den Automobilhandel in Kroatien

N

ach einer Meldung der Tageszeitung Večernji List vom 7. Februar 2012 überlegt die neue kroatische Regierung die Absetzbarkeit von Dienstwagen abzuschaffen. Obwohl der kroatische Automarkt relativ überschaubar ist, wären die Leidtragenden vor allem deutsche Premiummarken und deren Töchter wie z. B. Skoda. Über die Hälfte der insgesamt 41.561 Neuzulassungen im Vorjahr erfolgten auf Unternehmen.

Obwohl die derzeitige Regelung in Kroatien für Fahrzeuge über 400.000 Kuna eine Deckelung der Abschreibmöglichkeiten auf diesen

Höchstbetrag vorschreibt und alles darüber hinaus nicht als Kosten anerkannt wird. Diese steuerliche Neuregelung betrifft neben dem Kauf auch das Leasing. Händler befürchten, dass der Verkauf, insbesondere in der Kompakt- und Mittelklasse, die Ergebnisse belasten wird. Die Geschäftsführung vom Volkswagen Importeur PZ Auto sagte „Tausende Arbeitsplätze sind akut gefährdet“. Der Vertriebsdirektor von Citroen Hrvatska, Tomislav Hršak zeigte sich skeptisch hinsichtlich der Steuerreform. „Die Maßnahme ist unangebracht, angekündigt ohne groß zu überlegen und ohne eine Vorstellung von den negativen Konsequenzen sowohl für Importeure und Händler als auch für Leasinggesellschaften und Autovermieter. Zu guter Letzt wird auch der Staatshaushalt durch

den in Zukunft geringeren Verkauf belastet. Ich glaube die Idee dahinter war eine andere - steuerliche Mehreinnahmen zu generieren. Sollte diese Maßnahme angewandt werden, sind die Folgen katastrophal für den Gesamtmarkt“, so Hršak für die größte Tageszeitung in Kroatien Večernji List.

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ei allem Verständnis für die angespannte Haushaltslage und Steuergerechtigkeit ist die Sinnhaftigkeit eines solchen Vorgehens fragwürdig. Die Befürchtung von Branchenkennern, dass durch die nicht mehr gegebene steuerliche Absetzbarkeit von Neufahrzeugen, die Fahrzeugflotte erheblich altert, ist nicht von der Hand zu weisen. Dass dies nicht im Interesse der Sicherheit ist, steht außer Frage.

KWVD CRONNECT • AUSGABE I 2012

Der Vorsteuerabzug auf Automobile und Bewirtungskosten reduzierten die Steuerlast kroatischer Unternehmen um ca. 550 Millionen Kuna. Der seit Dezember amtierende Finanzminister Slavko Linić kündigte an, diesen Vorteil mit Wirkung zum 1. März 2012 abzuschaffen, da dies nicht im Einklang mit europäischen Direktiven sei. Wie das Online Portal „firmenauto.de“ bereits im April berichtete, haben Brüsseler Beamte im Weißbuch „Verkehr 2050“ die derzeitige europäische Praxis und insbesondere die deutsche 1% Regelung kritisiert. VDA-Präsident Matthias Wissmann kritisierte die steuerpolitischen Pläne aus Brüssel: „Höhere Steuersätze beim Diesel und eine Verschärfung der Firmenwagensteuer würden Innovationen behindern und Beschäftigung gefährden.“

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INTERVIEW

Interview

mit

Dr. Harald Augter Im Gespräch: Dr. Harald Augter „Deutsche Unternehmer erwarten verlässliche und innovative Geschäftspartner. Auch eine gewissse Markterfahrung kann hilfreich sein, um gemeinsam ins Geschäft zu kommen.”

Geboren

27. Juni 1946 Kiel, Deutschland Nationalität deutsch Beruf Präsident der Industrie- und Handelskammer für Rhein hessen Honorarkonsul der Republik Kroatien Bildung Jurastudium in Tübingen Für seine gesellschaftlichen Verdienste wurde er 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

F Im Großraum Rhein Main sind über 200 kroatische Unternehmen ansässig, davon einige auch in Ihrem Kammerbezirk. Wie beurteilen Sie die Potenziale von Unternehmern aus Kroatien auf dem deutschen Markt? A Nicht zuletzt die deutsch-kroatische Kooperationsbörse im Jahr 2011 in der IHK für Rheinhessen hat gezeigt, welche Potenziale es für kroatische Unternehmen gibt. In über 80 Einzelgesprächen zwischen deutschen und kroatischen Unternehmern verschiedenster Branchen wurden gemeinsame Geschäftschancen ausgelotet. Auch das Interesse an unseren Fachveranstaltungen wie etwa den Kroatien-Wirtschaftstagen ist ein Beleg dafür, welch große Potenziale die deutsch-kroatischen Wirtschaftsbeziehungen haben. F Als Honorarkonsul der Republik Kroatien haben Sie sicherlich einen guten Einblick in die kroatischen Gegebenheiten. Wie wird sich der Austausch von Waren und Dienstleistungen in den nächsten drei – fünf Jahren entwickeln? A Im Hinblick auf den EU-Beitritt Kroatiens wird der Austausch von Waren und Dienstleistungen zunehmen. Die Einfuhr kroatischer Waren nach Deutschland bzw. nach Rheinland-Pfalz hat bereits im Jahr 2011 die (Vorkrisen-) Werte von 2008 deutlich überschritten. Das lässt sich durchaus als Zeichen für die zukünftige Entwicklung

deuten. Hinzu kommt, dass europäische Unternehmen die Lagegunst Kroatiens als Sprungbrett in weitere Märkte in Südosteuropa nutzen werden. F Ein wichtiges Thema in Deutschland ist die Ausbildung von Schulabgängern, hier betreut z. B. die KWVD das JOBSTARTER Projekt um neue Ausbildungsplätze in Deutschland zu generieren. Wie beurteilen Sie die Möglichkeit der Schaffung neuer Ausbildungsplätze bei Unternehmern mit Migrationshintergrund? A Die IHK unterscheidet hier nicht zwischen Unternehmerinnen und Unternehmern mit und ohne Migrationshintergrund. Jedes Unternehmen wird unterstützt. F Deutschland ist einer der größten Außenhandelspartner Kroatiens. Welche Branchen haben die größten Chancen auf dem deutschen Markt? A Die wichtigsten kroatischen Produkte auf dem deutschen Markt sind derzeit Maschinen, Bekleidung, Schuhe, Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung, Möbel sowie Eisen-, Blech- und Metallwaren. In früheren Jahren zählten auch Wasserfahrzeuge hinzu. Gute Produkte finden in Deutschland jederzeit Absatz. Somit sollte diese Aufzählung nicht abschließend sein. Ein bedeutender Faktor ist ebenfalls der Tourismus.

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Biografie

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INTERVIEW

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Dr. Harald Augter

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F Deutsch als Sprache behauptet sich, trotz des globalen englisch Trends, als erste Fremdsprache in Kroatien. Bemerkt man das bei Geschäftsreisen in Kroatien? A Gerade bei den Kooperationsbörsen – in denen kroatische und deutsche Mittelständler im direkten persönlichen Gespräch ausloten, ob sie ins Geschäft kommen könnten – sind die guten Deutschkenntnisse vieler kroatischer Partner eine große Hilfe. F Welche Chancen haben kroatische klein- und mittelständische Unternehmen auf dem deutschen Markt? Empfehlen Sie hier dieselben Ansprechpartner zu Rate zu ziehen? A Uneingeschränkt.

F In Deutschland leben über 230.000 kroatische Staatsangehörige, von denen sehr viele mittlerweile in dritter Generation in Deutschland leben. Glauben Sie, dass die „Deutsch-Kroaten“ ein gutes Bindeglied zwischen den Kulturen und für die Wirtschaft sind? A Die Präsenz kroatischstämmiger Bürger kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Die Jahre vor und nach der Gründung der Republik haben gezeigt, wie sehr die persönlichen und familiären Verbindungen auch deutsche Bürger und Institutionen dazu veranlasst haben, zum Aufbau eines Staates Kroatien beizutragen, der heute zum modernen Europa gehört. Besonders anschaulicht hat das einmal mehr das feste Band, das die Partnerstädte Mainz und Zagreb seit 1967 verbindet. Von der anhaltenden Lebendigkeit dieser Beziehung künden unter anderem die Tatsachen, dass in Mainz das einzige Honorarkonsulat der Republik Kroatien auf deutschem Boden arbeitet, dass die IHK für Rheinhessen im Verbund der 80 deutschen Kammern den Länderschwerpunkt Kroatien betreut oder dass im nunmehr 21. Jahr in Mainz eine sehr aktive Kroatische Kulturgemeinschaft wirkt. F Im Hinblick auf den bevorstehenden EU Beitritt 2013 waren bereits 14 Milliarden EUR für mögliche Investitionen in der Vergabepipeline. Wie sind deutsche KMU-s bei Ausschreibungen aufgestellt? Wie war der Zuspruch in Ihrem Kammerbezirk? A Die Förderprogramme werden von kroatischer Seite aus verwaltet und Projekte vergeben. Die IHK für Rheinhessen erhielt Anfragen von Unternehmen aus ganz Deutschland, nicht nur aus unserem Kammerbezirk. Die Programme stoßen bei den deutschen Unternehmen auf Interesse.

F Wie beurteilen Sie die Erfolgsaussichten von kleinenund mittelständischen Unternehmen aus Deutschland auf dem kroatischen Markt? Ist es ratsam fachkundige Hilfe, z. B. der AHK oder der KWVD, hinzuzuziehen? A Jeder Markteinstieg bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung, um erfolgreich zu sein. Heutzutage kann man im Internet bereits viele gute Informationen finden. Dies ersetzt aber nicht persönliche Kontakte, die einen Markteinstieg erleichtern. Deshalb ist die KWVD sicherlich mit eine der ersten Adressen. Die IHK für Rheinhessen pflegt intensive Beziehungen mit Kroatien auf kommunaler und auf Staatsebene. Neben langjährigen Kontakten durch die Städtepartnerschaft Mainz/Zagreb gibt es enge Kontakte zum Botschafter der Republik Kroatien in Berlin, den kroatischen Generalkonsuln in den einzelnen Bundesländern sowie mit kroatischen Ministerien. Die IHK für Rheinhessen unterstützt deutsche Unternehmen bei einem Markteinstieg in Kroatien und bindet hierbei gerne die Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer in Zagreb (AHK) oder andere lokale Partner ein. Sehr aktiv ist auch die Deutsch-kroatische Gesellschaft in Mainz mit ihrer Schwestergesellschaft in Zagreb. F Gerade im Segment der Energetik hat Kroatien noch so einiges Potential um die Normen der EU 20-20-20 zu erfüllen. Speziell die Solarenergie ist mit 1MW eher spärlich vertreten. Werden Deutsche Unternehmer hier Ihr Know-how erfolgreich positionieren können? A Die IHK für Rheinhessen hat bereits einige Anfragen seitens deutscher Unternehmen aus dem Photovoltaik-Bereich erhalten und unterstützt diese gemeinsam mit der Deutsch-Kroatischen Industrie- und Handelskammer in Zagreb (AHK) mit Markt-Informationen. Im November 2011 veranstaltete die IHK für Rheinhessen einen Wirtschaftstag Kroatien, bei dem auch die Erneuerbaren

Energien Thema der Veranstaltung waren. Im April ist eine Wirtschaftsreise für rheinland-pfälzische Unternehmen aus den Bereichen „Erneuerbare Energien“ und „Energieeffizienz“ mit Symposien in Zagreb und Rijeka geplant. Die Wirtschaftsreise ist Teil des Programms „Wir öffnen Märkte“ des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz. F Welche „Anfangsfehler“ begehen, aus Ihrer Erfahrung, deutsche Unternehmen in Kroatien? A Um Fehler von deutschen Unternehmen in Kroatien zu vermeiden, beraten wir diese gemeinsam mit der Deutsch-Kroatischen Industrie- und Handelskammer in Zagreb (AHK). F Welche „Anfangsfehler“ begehen, aus Ihrer Erfahrung, kroatische Unternehmen in Deutschland? A Auch hier setzen wir als IHK für Rheinhessen, die auch Schwerpunktkammer für Kroatien ist, mit unserer Beratungspalette an und wollen so Fehler vermeiden. F Welche Erwartungshaltungen haben deutsche Unternehmer an kroatischen Unternehmen, wenn sie nach Deutschland kommen? A Deutsche Unternehmer erwarten verlässliche und innovative Geschäftspartner. Auch eine gewissse Markterfahrung kann hilfreich sein, um gemeinsam ins Geschäft zu kommen. KWVD CRONNECT • AUSGABE I 2012

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F Die IHK für Rheinhessen unterzeichnete 2010 einen Vertrag über Know-how Transfer nach Kroatien. Was hat sich seitdem getan? A Am 26. März 2010 wurde in Mainz ein Kooperationsvertrag zur verstärkten Zusammenarbeit bei Projekten der Wasserwirtschaft und des Gewässerschutzes zwischen dem kroatischen Ministerium für Regionalentwicklung, Forsten und Wasserwirtschaft und der IHK für Rheinhessen unterzeichnet. Die kroatische Seite setzt für die Umsetzung nationaler Infrastrukturprojekte auf Impulse durch das Wissen, die Erfahrung und das Ansehen deutscher Unternehmen. Die IHK für Rheinhessen will Projekte in durch möglichst punktgenaue Vermittlung von Firmenkontakten und den gezielt eingesetzten Transfer von Know-how unterstützen. Damit sich deutsche Firmen ein Bild von den Vorhaben machten können, hat die Kammer bereits mehrere Veranstaltungen für Unternehmer organisiert, darunter vor allem das Deutsch-Kroatische Wirtschaftsforum in Mainz im Januar 2011. Dabei wurden vor allem der Ausbau des DonauSave-Kanals und das Ressort-Projekt „Croatian Dream“ beworben.

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Neue Sammelstandards für Elektroschrott Das Europäische Parlament hat die ElektronikschrottRichtlinie geändert, um kleinere Elektrohändler zu entlasten und gleichzeitig die Rückführung von Rohstoffen in den Wirtschaftskreislauf sicherzustellen. Der EU-Kommissar Janez Potočnik äußerte sich positiv hinsichtlich dieser Neuerung und hob insebesondere den Umweltschutzgedanken hervor. Demnach können Rasierer, Telefone und sonstiger Elektronikschrott unter 25cm Länge bei Geschäften abgegeben weden, auch ohne das dort ein neues Gerät gekauft weden muß. Da diese Regelung nur bei Verkaufsflächen für Elektrogeräte über 400m2 greift werden kleine- und mittelständische Unternehmen hiervon nicht betroffen. Da diese Regelung im Vorfeld mit dem EU Ministerrat abgestimmt wurde ist nicht mit Einsprüchen in diesem Fall zu rechnen. Der Rat muß die Richtlinie lediglich noch formal verabschieden.

LATEST NEWS

Verstärkte Nachfrage nach Recyclingmaterial

Neue Regeln für die elektronische Rechnung rückwirkend ab 1. Juli 2011

Die steigenden Preise bei Rohstoffen lassen die Nachfrage nach Recyclingmaterial in Deutschland auf ein neues Rekordhoch schnellen. Gemäß den Auswertungen der IHK-Recyclingbörse, einer überbetrieblichen Online-Plattform (www.ihk-recyclingboerse.de) bei der Unternehmen kostenlos Abfälle anbieten bzw. nachfragen können, liegen die Zahlen 2011 ca. 35% über Vorjahresniveau. Die Zahl der Inserate stieg sogar um 38% an.

Dem Trend der elektronischen Rechnungsstellung ist nun auch der Gesetzgeber gerecht geworden und hat rückwirkend zum 1. Juli 2011 für elektronisch übermittelte Rechnungen vereinfachte Vorschriften beschlossen. Die hohen Anforderungen bei elektronischen Rechnungen werden durch diese Maßnahme gelockert. Eine der wichtigsten Neuerungen ist der Wegfall des qualifizierten elektronischen Zertifikats. Nunmehr sind alle Rechnungen, die als E-Mail, PDF- oder Textdatei oder andere herunterladbare Dokumente verschickt wurden, den bisherigen Rechnungen gleichgestellt. Die Aufbewahrung gemäß den bisherigen Vorschriften kann nun auch elektronisch per Datenträger erfolgen. Durch die entfallene Archievierung von Rechnungen reduzieren sich auch die Anforderungen an die Lagerfläche für die Vorjahresrechnungen. Dies führt zu einer nicht unerheblichen Ersparnis.

Angesichts der anhaltend hohen Rohstoffpreise rechnet der DIHK damit, dass das Interesse an Wiederverwertungen weiter zunehmen wird. Neben der günstigeren Beschaffung von Rohstoffen können Unternehmen auch Entsorgungskosten sparen. An der Recyclingbörse werden alle gängigen Stoff- und Produktgruppen gehandelt.

Nach dem Referendum ist vor dem Beitritt Der positive Ausgang des Beitrittsreferendums in Kroatien am 22. Januar 2011 wurde vom Präsidenten der Europäischen Kommission und des Europäischen Rates, José Manuel Barroso und Herman Van Rompuy, begrüßt. „Die EU-Mitgliedschaft wird Kroatien und seiner Bevölkerung neue Möglichkeiten eröffnen und Ihnen helfen, Stabilität und Wohlstand im Land zu sichern“ erklärten sie. Die letzte verblieben, wenn auch nur formelle, Hürde ist der Ratifizierungsprozess im kroatischen Parlament sowie in den Parlamenten der EU-Mitgliedsstaaten. Danach wird Kroatien zum 1. Juli 2013 als 28. Mitglied der Europäischen Union begrüßt. Die Europäische Union sendet hiermit auch ein klares Signal an die Nachbarländer.

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Gute Nachrichten für Firmenwagennutzer

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Der Bundesfinanzhof hat in einem Urteil (BFH, Az.: VI R 56/10) der Klage eines Automobilverkäufers stattgegeben. Demnach können die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz nicht als Privatfahrten gewertet werden. Diese Fahrten unterliegen daher nicht der Ein-Prozent-Regelung. Laut BFH ist die Nutzung eines Fahrzeugs für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz nicht privater Natur. Der Gesetzgeber ordnete diese Fahrten der Erwerbssphäre zu. (§9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EstG; § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6 EstG). Die Ein-ProzentRegelung sei nicht anwendbar falls der Arbeitnehmer das Fahrzeug lediglich für betriebliche Zwecke nutzt.

Elektronische Rechnungen weiter auf dem Vormarsch

Neue Vorschriften bei Warenlieferungen ins Ausland

Ein anhaltender Trend, auch bei Mittelständlern, ist die elektronische Rechnung. Dies bekräftigt auch die Wachstumsrate zwischen 30 und 35% pro Jahr. Laut einer Studie von der internationalen Beratungsgesellschaft PwC nutzen vier von zehn deutschen Mittelständlern digitale Rechnungen. Die meisten Großkonzerne im Telekommunikationsbereich haben bereits seit geraumer Zeit umgestellt.

Laut einer Meldung der DIHK werden alle bislang geltenden Nachweise für Warenlieferungen ins EU-Ausland abgeschafft und durch eine neue geschaffene „Geltungsbestätigung“ ersetzt. Diese Bestätigung gilt fortan als Nachweis für umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferungen und den EU- Binnenhandel. Bis Ende März gewähren die Finanzverwaltungen eine dreimonatige Umsetzungsfrist. Bis dahin hat die Bescheinigung des Spediteurs keine negativen Auswirkungen. Die DIHK ist der Überzeugung dass diese neue Nachweispflicht den EU-Binnenhandel erschwert und ein zusätzliches Hindernis für die Unternehmen darstellt. Die Geltungsbescheinigung, ein deutscher Alleingang, ist im europäischen Ausland unbekannt und zudem bisher nur in Englisch oder Französisch verfügbar, was den Handel mit osteuropäischen Staaten nicht unbedingt erleichtert. Dem Export zugewandten Unternehmen wird hier ein nicht unerheblicher Verwaltungsaufwand aufgebürdet.

Oftmals sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) reservierter gegenüber Neuerungen und verhalten sich erst mal abwartend. Doch die Kostenvorteile der elektronischen Rechnungsstellung sind nicht von der Hand zu weisen. Die Vorteile reduzieren sich nicht nur auf die Ersparnis von Porto und Büromaterial sondern auch auf den Verlust eventueller Skontovorteile. Ein weiterer Vorteil ist die Vereinfachung der Aufbewahrung und die zügige Auffindung der Rechnung über die EDV.

Strafen bei verspäteter Abgabe der Steuererklärung Eine verspätete Abgabe der Steueranmeldungen, z. B. Umsatz oder Lohnsteuer, wird in Zukunft mit Geldstrafen geahndet, berichtet der Deutsche Steuerber-

aterverband (DStV). Bisher galt eine verspätete Abgabe der Steuerklärung als „Steuerhinterziehung auf Zeit“ – jedoch nur wenn der Steuerpflichtige dies mit Vorsatz tat. Die Steuerbehörden waren in einer internen Anweisung gehalten, diese Fälle nicht automatisch der Straf- und Bußgeldstelle zu melden. Eine neue Verwaltungsrichtlinie ordnet nun an, verspätete Meldungen sogleich an die Strafsachenstelle weiterzuleiten. Ob die Finanzämter weiterhin bei kleinen Fristüberschreitungen Kulanz zeigen, wird die Praxis zeigen.

Vermehrt Vergleiche vor Arbeitsgerichten Laut eines Interviews des Unternehmer-Magazins „impulse“ mit dem renommierten Rechtswissenschaftler Volker Rieble in der Februar-Ausgabe kommt es vermehrt zu Vergleichen bei Verhandlungen vor deutschen Arbeitsgerichten. Rieble, seit 2004 Professor für Arbeitsrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, kritisierte die derzeitige Praxis mit den Worten: „Es ist inzwischen so, daß viele Richter eine sogenannte Vergleichsquetsche bedienen.“ Des Weiteren prangerte er die Ungleichbehandlung von Familienunternehmen im deutschen Arbeitsrecht im Vergleich zu Aktiengesellschaften an: „Familienunternehmen sind deutlich unterschätzt, sie leisten die eigentliche Arbeit in Deutschland. Aber unser Arbeitsrecht ist nicht auf Sie zugeschnitten. Unser Arbeitsrecht ist Industriearbeitsrecht, ausgerichtet an Aktiengesellschaften“, so Rieble.

KMU als Jobmotor Europas Wie die Europäische Kommission in einer Studie verlautbarte haben kleine- und mittelständische Unternehmen (KMU) 85% aller neuen Arbeitsplätze in der EU geschaffen. Demnach lag das Jobwachstum bei KMU (1,0%) doppelt so hoch wie bei Großunternehmen (0,5%). Lediglich der Handelsbereich weicht mit 0,7% bei KMU und 2,2% bei Großunternehmen eklatant vom Durchschnittswert ab. Interessant ist es, dass bei Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Arbeitnehmern das höchste Nettojobwachstum verzeichnet wurde. Gerade das Segment von Kleinstunternehmen wird häufig von Unternehmern mit Migrationshintergrund betrieben. Im Zuge der JOBSTARTER-Projekte - wie z. B. dem KWVDpro-Ausbildung - kann hier in Zukunft noch mit einem deutlichen Zuwachs an Ausbildungsplätzen gerechnet werden.

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