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RUHRZEIT „VOM STAUB DER KOHLE ZUM COMPUTERCHIP / STATT ROLLMOPS NUN EXOTIK-DIPP.“

Das herausragende regionale Magazin für

Frank Goosen Ausgabe 4 | Dezember 2015 |

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Kultur, Business und Lifestyle mit Format.


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Inhalt 4/2015

ist

AUSblicke StichPUNKT FOKUS Bochum Business Audienz KulturGUT GenussWelt StilFRAGE UnterWEGs Vitalität Trendradar Zukunftsfelder Finale

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News rund ums Ruhrgebiet

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Licht in seiner schönsten Form

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Stiftungen, Finanzen, Steuern – ein kleiner Einblick

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Bochum – die Stadt im Herzen des Ruhrgebiets Oberbürgermeister Thomas Eiskirch im Interview

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Start-up und Tradition – Unternehmen aus Bochum Bochums Wirtschaftsförderer im Gespräch 30-jähriges Jubiläum bei G DATA Neue Tendenzen am Arbeitsmarkt

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Musiker Max Mutzke im Gespräch

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Ausstellungen und Veranstaltungen im Überblick Buchtipp „Der Meister der Blumenkunst“

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Sternegastronomie Ein süßes Rezept und Kulinarisches aus dem Ruhrgebiet

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Geschenkeguide für die Festtage Jan Kath – Teppichdesigner aus Bochum Frühjahrstrends

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Erlebnisreiches Straßburg Winterzauber in Südtirol

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News rund um Gesundheit

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Audi A6 – Dynamik und Design Die Highlights der boot 2016

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Effizienzpreis NRW 2015 News rund um Umwelt & Energie

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Gewinnspiel und Impressum

RUHRZEIT 4 2015


NEWS

Bild: © Peter Bieler

Bild: © Unperfekthaus

Bürger des Ruhrgebiets 2015 Auch 2015 vergab der Verein Pro Ruhrgebiet wieder den Ehrentitel „Bürger des Ruhrgebiets“, mit dem Personen geehrt werden, die sich mit ihrem Wirken in besonderer Weise um die Region verdient gemacht haben. So wurde Dr. Franz Xaver Ohnesorg (Foto li.), Intendant des Klavierfestivals Ruhr, vom pro Ruhrgebiet-Vorstand einstimmig für die Auszeichnung nominiert. Unter seiner Führung hat sich das Klavierfestival Ruhr zum größten Pianistentreffen der Welt entwickelt. Dadurch hat er ein „Exzellenzprojekt mit herausragendem künstlerischem Anspruch und internationalem Renommee geschaffen“, so die Begründung. Der zweite „Neubürger“ wurde aufgrund einer öffentlichen Ausschreibung bestimmt, in der eine Person gesucht wurde, die mit kreativen Ideen das Bild des

Ruhrgebiets verändert hat. Reinhard Wiesemann (Foto re.) schuf mit seinen Projekten wie dem Unperfekthaus und dem GenerationenKult-Haus in Essen kreative Gestaltungsräume. Er habe den Mut, Chancen zu sehen, wo andere zweifeln, erläutert der Verein. Die Ehrung findet am 15. Dezember im ChorForum Essen statt. Weitere Informationen unter www.proruhrgebiet.de

Der Geschäftsführer der EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Dr. Dietmar Düdden, ist Ehrenbürger der chinesischen Stadt Changzhou. Die Verantwortlichen der Stadt würdigten mit dieser Auszeichnung das persönliche Engagement des Wirtschaftsförderers um eine enge Partnerschaft zwischen Essen und Changzhou. Die Ehrenbürgerschaft wurde während der derzeitigen Gespräche in der chinesischen Stadt verliehen. Die mittlerweile regelmäßig stattfindenden Termine finden vor dem Hintergrund des Programms „China-EU Partnerschaft zur Urbanisierung“ statt. Essen ist seit November 2013 als eine von zwölf europäischen Städten Teil dieses Programms mit dem Ziel, den europäisch-chinesischen Austausch im Bereich Stadtentwicklung und Ressourcenschutz zu verbessern. Die Kooperation der beiden Städte wird zudem durch die im März vom Rat der 4

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Stadt Essen beschlossene Städtepartnerschaft gestärkt. Die derzeitigen Gespräche sollen neben den intensiveren Wirtschaftskontakten auch Elemente des Kulturaustausches, des Tourismus und der Begegnung der Bürgerschaft beider Städte umfassen. Weitere Informationen unter www.ewg.de

Guoqiang Fang, Vizebürgermeister von Changzhou, überreicht EWG-Geschäftsführer Dr. Dietmar Düdden die Urkunde zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft.

Bild: © Koschany + Zimmer Architekten

Essener Wirtschaftsförderer wird Ehrenbürger von Changzhou


Ideenwettbewerb: Demografischer Wandel als Fortschrittsmotor in dieser Kategorie ging an die „Dortmunder Wunschgroßeltern“. In Kategorie B setzte sich das Projekt „17/70 – Junge Paten für Senioren“, eine Initiative der Ehren­ amt Agentur Essen e.V., durch. Den zweiten und dritten Platz belegten „Meerbecks muntere Männer“ und die „Patenschaft Jung+Alt“. Mit dem Sonderpreis in dieser Kategorie wurde der „Seniorenkulturbus Mülheim a.  d. Ruhr“ ausgezeichnet. Die Essener BrostStiftung und die Kooperation Ruhr wollten mit dem Ideenwettbewerb auf die Herausforderungen des demografischen Wandels hinweisen und zeigen, wie man ihm mit kreativen Ideen, Konzepten und Bündnissen begegnen kann. Weitere Informationen unter www.kooperation-ruhr.de

Mit einem Förderfonds, aus dem gemeinsame Kulturprojekte mit Migranten und Flüchtlingen unterstützt werden können, wollen das Land NRW und der Regionalverband Ruhr (RVR) die Willkommenskultur im Ruhrgebiet stärken. Der Fonds ist Teil des neuen Projekts „Interkultur Ruhr“, das Anfang 2016 startet. Ziel ist, das Klima interkultureller Offenheit in der Metropole Ruhr zu fördern. Infos unter www.metropoleruhr.de

Bild: © Georg Lukas/Brost-Stiftung

Mit insgesamt 100.000 Euro wurden im Oktober 2015 die acht besten Kooperationen im Ruhrgebiet und den angrenzenden Gebieten für ihr Engagement und ihre guten Ideen unter dem Motto „Demografischer Wandel als Fortschrittsmotor“ prämiert. Bei der feierlichen Preisverleihung in der Katholischen Akademie DIE WOLFSBURG erhielten die Sieger – die TOP 3 in je zwei Teilnahme-­ Kategorien – das Preisgeld von insgesamt 90.000 Euro. Zudem wurden zwei Sonderpreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro vergeben. In der Kategorie A belegte die Kampagne „arbeiten-pflegen-leben“ den ersten Platz, gefolgt von den „SeniorenTechnikbotschaftern“ und „EULE – Erleben, Unterrichten, Lernen, Experimentieren“. Der Sonderpreis

News

Essen ist die „Grüne Hauptstadt Europas 2017“. Dieser Titel wurde der Stadt Essen im Juni 2015 von der Europäischen Kommission verliehen. In der Begründung wurde die Vorbildrolle der Ruhrgebietsstadt für viele Städte in Europa im Strukturwandel, aber auch die Rolle Essens innerhalb der Metropole Ruhr hervorgehoben. Das Land Nordrhein-Westfalen will die „Grüne Hauptstadt“ in den Jahren 2016 und 2017 mit insgesamt 5 Millionen Euro fördern. Infos unter www.essen.de

Die Sieger des Wettbewerbs beim abschließenden Gruppenfoto

Professor Axel Schölmerich steht seit Oktober am Ruder der RuhrUniversität Bochum. In seiner sechsjährigen Amtszeit setzt der Entwicklungspsychologe vor allem auf die Spitzenforschung ­ und den engen Zusammenhalt mit den Nachbarhochschulen. Seit 2007 sind die Universitäten in Bochum, Duisburg-Essen und Dortmund in einer Universitätsallianz (UA Ruhr) miteinander verbunden

und arbeiten in der Forschung bereits an mehreren gemeinsamen Projekten. Doch die Zusammenarbeit in den Bereichen Lehre und Verwaltung kann laut Schölmerich noch weiter ausgebaut werden. Dabei tritt der gebürtige Marburger kein leichtes Erbe an. Sein Vorgänger Elmar Weiler führte die Hochschule während zweier Ex­ zellenz-Initiativen in die Spit-

zenliga deutscher Universitäten, wodurch sie auch international bekannt wurde. An diesem Erfolg möchte auch der neue Rektor nun anknüpfen. Eine langfristige Budgetierung von Geldern soll dabei der Forschung zugutekommen, denn die Ruhrregion gehört heute zu den forschungsstärksten Wissenschaftsregionen Deutschlands. Dabei sieht der Rektor im neuen Profilschwerpunkt „Materials Chain“ (Materialwissenschaften) eine große Chance für die Wirtschaft in Bochum und das gesamte Ruhrgebiet. Dabei liegen ihm auch die Studenten am Herzen, die oftmals trotz guter Abschlüsse keine angemessenen Stellen in der Region finden und aus diesem Grund fortgehen. Durch weitere Erfolge der Universität in der Spitzenforschung soll in Zukunft auch der Marktwert der Studienabschlüsse höher bewertet werden. Weitere Informationen unter www.kooperation-ruhr.de

Bild: © RUB, Foto: Marquard

Bild: © RUB, Foto: Nelle

Ruhr-Universität Bochum unter neuer Leitung

Hochschul-Ranking: Die Technische Universität Dortmund (TU) und die Universität DuisburgEssen haben es im aktuellen QS World University Ranking unter die weltweit 100 besten Hochschulen geschafft, die jünger als 50 Jahre sind. Mit einer Platzierung im Bereich 71 bis 80 ist die TU Dortmund die beste junge Hochschule in NRW. Die Universität Duisburg-Essen liegt im Feld von 92 bis 100. In das Ranking wurden insgesamt sieben junge deutsche Universitäten aufgenommen. Infos unter www.topuniversities.com Mit dem Titel „Vorbildliche Bauten NRW 2015“ wurden im November 2015 Gebäude in Bochum, Bottrop, Dor tmund, Essen, Gelsenkirchen, Kamp-Lintfort und Unna ausgezeichnet. Die Preisträger erhielten ihre Urkunden von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen sowie dem NRW-Bauministerium. Das Pumpenhaus in Bochum, die Hochschule Ruhr West in Bottrop und die Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium in Dortmund überzeugten die Jury. Der Preis wird alle fünf Jahre vergeben und soll auf die Innovationskraft der Architektur in NRW hinweisen. Infos unter www.aknw.de

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AUSblicke

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AUSblicke

Bilder: Martin Schmüdderich Bildcredits: ITC Clearface Italic 8 auf 9 pt links- oder rechtsbündig in den Bildern senkrecht positioniert, lesbar (nach Be

Am Hauptbahnhof sind die Themen Ankommen und Wegfahren besonders präsent. Die illuminierten Adverbien „Woher, wohin“ des Bochumer Projekts KunstLichtTore sollen die Frage nach dem Schicksal des Einzelnen und der Zukunft der Kulturen stellen.

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AUSblicke

Im Wechselspiel von direkter und indirekter Beleuchtung wirkt die aus senkrecht angeordneten Stahllamellen gefertigte Außenhaut des Lichtturms mit Licht und Schatteneffekten besonders eindrucksvoll – und verleiht der Grubenlampe auf der Halde Rheinpreußen ein wahrhaft majestätisches Aussehen.

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Bild: MartinITC Schmüdderich Bildcredits: Clearface Italic 8 auf 9 pt links- oder rechtsbündig in den Bildern senkrecht positioniert, lesbar (nach Be

AUSblicke

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Bilder: Christoph Meyer

AUSblicke

Im Bochumer Westpark ergibt eine Mischung aus bunten Lichtquellen ein imposantes Kunstwerk: Brennende Stahlwolle, ein Bodenfeuerwerk und das Licht von mehreren Taschenlampen wurden mit acht verschiedenen Belichtungen aufgenommen. 10

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AUSblicke

icht Lunst Die Funken sprühen entlang der beeindruckenden Industrie­ architektur: Die Koksöfen mit ihren schein­bar unendlichen Rohren und hoch aufragenden Schornsteinen auf dem Gelände der Kokerei Zollverein werden in ein spektakuläres Licht getaucht.

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Bild: Martin Schmüdderich

AUSblicke

Der Wissenschaftspark Gelsenkirchen auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks ist ein Symbol für den Strukturwandel der Region. Die 300 Meter lange Glasarkade wird abends durch eine Lichtinstallation in grün-blaues Licht getaucht und wirkt durch die Spiegelung in der Wasserfläche besonders eindrucksvoll. 12

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AUSblicke

Teurer Immobilienkredit? Jetzt Widerrufsrecht prüfen! Viele in alten Kreditverträgen bzw. Darlehensverträgen zu Hypothekendarlehen verwendete Widerrufsbelehrungen sind fehlerhaft und geben so Verbrauchern die Möglichkeit, den Darlehensvertrag auch Jahre nach Vertragsschluss zu wider­ rufen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung für das Hypothe­ kendarlehen zahlen zu müssen. Verträge jetzt prüfen Nutzen Sie jetzt noch Ihre Chance, bevor das bisher unbe­ grenzt geltende Widerrufsrecht mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie zeitlich begrenzt wird, wie aus Regierungskreisen verlautete. Selbst bei sogenannten Altfällen soll das Widerrufsrecht ab Inkraft­ treten des Gesetzes nur noch für einen begrenzten Zeitraum gelten. Der Entwurf wird derzeit im Bundestag beraten. Wann greift das Widerrufsrecht? Betroffen sind insbesondere Darlehensverträge für Baufinan­ zierungen zwischen 2.11.2002 und 10.6.2010. Für viele Bank­ kunden besteht die Möglichkeit, sich durch einen Widerruf die aktuell niedrigen Zinsen durch eine Neufinanzierung zu sichern. Aber auch Kreditnehmer, die bereits eine Vorfällig­ keitsentschädigung gezahlt haben, bietet ein - immer noch möglicher – Widerruf die Chance, die meist sehr hohe Vor­ fälligkeitsentschädigung zurück zu erhalten.

„Etwa 80 % der Widerrufsbelehrungen sind fehlerhaft!“ Teure Formfehler der Kreditinstitute Der Gesetzgeber hat strenge Anforderungen an die Wider­ rufsbelehrung gestellt, die in § 355 BGB normiert sind und

von vielen Kreditinstituten nicht immer eingehalten wurden. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann nur eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung die normaler­ weise 14 Tage dauernde Widerrufsfrist in Gang setzen. Häu­ fige Fehler sind: Fehlende optische Hervorhebung der Beleh­ rung, Formulierungen wie z. B. „Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung.“ und Verwendung von Fußno­ ten wie z. B. „Bitte Frist im Einzelfall prüfen“ und „Nicht für Fernabsatzgeschäfte“. Außergerichtliche Einigung oft erfolgreich Unsere Fachkanzlei für Bankrecht in Essen vertritt betroffene Bankkunden bundesweit und hat mehrere tausend Belehrun­ gen geprüft. Viele unserer Fälle konnten kurzfristig außerge­ richtlich erfolgreich abgeschlossen werden. Viele unserer Mandanten haben durch den Widerrufsjoker mehrere tausend Euro gespart. Aufgrund unserer Erfolge werden wir von test.de der Stiftung Warentest in Zusammenarbeit mit den Verbrau­ cherzentralen als erfolgreiche Kanzlei gelistet.

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StichPUNKT

Kinderzentrum Ruhrgebiet

„FARBE

BEKENNEN“

Im November 2015 lud die Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet zur Benefiz-Auktion „Farbe bekennen“ in die Alte Druckerei Herne ein. 54 Werke namhafter Künstler kamen bei der Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert für den guten Zweck unter den Hammer. Für die Auktion trug Kunsthistoriker Jörg Großmann, Gründer der arke-Galerie („KunstWunderTüte“), Kunstwerke aus ganz Deutschland zusammen. Einen Beitrag leisteten u.a. die Wittener Bildhauerin Christel Lechner und der Maler Christoph Lammert aus Bochum. Als Auktionatorin konnte die Kunsthistorikerin und Museumspädagogin Britta Koch aus Herdecke gewonnen werden. „Für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel war die Auswahl groß. Versteigert wurden Gemälde, Grafiken, Fotos und Skulpturen“, so Angela Siebold, Vorstandsvorsitzende der Stiftung. Von allen Kunstwerken konnten an diesem Tag 30 versteigert werden. Die übrigen werden noch bis zum 18. Dezember 2015 in den liebevoll 14

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Alle Bilder: © Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet

für kranke Kinder und Jugendliche

restaurierten Räumlichkeiten der Alten Druckerei ausgestellt und können noch erstanden werden. Der Erlös aus Auktion und Verkauf unterstützt zwei wegweisende Gesundheitsprojekte für Kinder und Jugendliche, die schwer chronisch erkrankt oder auf besondere Zuwendung und Betreuung angewiesen sind. So freute sich ein Forschungsprojekt über Ernährungsprobleme von Kindern mit neurologisch schweren Behinderungen oder neuromuskulären Erkrankungen über die dringend benötigte Finanzspritze. Auch das zweite Projekt konnte die Unterstützung sehr gut gebrauchen. Dabei geht es um die Einrichtung einer Beratungsstelle für Kinder schwer oder chronisch erkrankter Eltern. Weitere Informationen unter www.kiz-ruhr.de

Piet Großmann, Assistent arke-Galerie, Dortmund Elisabeth Röttsches, Alte Druckerei Herne Iris von der Lippe, Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet, Bochum Britta Koch, Kunsthistorikerin, Herdecke Jörg Großmann, arke-Galerie, Dortmund (v. li. n. re.)

Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet Alexandrinenstraße 5 44791 Bochum T 0234 509 28 00 F 0234 509 28 20 info@kiz-ruhr.de www.kiz-ruhr.de Spendenkonto Sparkasse Bochum Konto 21 21 21 21 BLZ 430 500 01


StichPUNKT

Deutsches Stiftungszentrum

Stiften Eine Lebensentscheidung Mit dem Deutschen Stiftungszentrum als Dienstleistungszentrum hat der Stifterverband seine Kompetenzen in den Bereichen Beratung und Verwaltung von Stiftungen gebündelt. Inzwischen werden auf diese Weise fast 620 gemeinnützige und mildtätige Stiftungen betreut, deren jährliches Fördervolumen sich auf etwa 120 Millionen Euro beläuft. Diese Stiftungen engagieren sich in traditionellen Bereichen wie Kunst und Kultur, Wissenschaft und Bildung sowie sozialen Zwecken, sie fördern aber auch Themen wie den Umwelt- und Naturschutz, die Völkerverständigung oder den Verbraucherschutz. Seit August 2015 betreut und verwaltet das Deutsche Stiftungszentrum auch die Til Schweiger Foundation, die sich als Botschafter von Kindern versteht und bereits vor ihrer Gründung für medialen Wirbel sorgte. „Eine gute Kindheit ist das Fundament für ein gutes Leben. Sie ist wie eine Quelle, die nie versiegt“, so Stiftungsgründer Til Schweiger. Die Foundation hat das Ziel, Kindern einen freien, geschützten Raum zu geben, um sich entfalten und entwickeln zu können. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Unterstützung von Maßnahmen verwirklicht, die beispielsweise benachteiligten Kindern und Jugendlichen Lebenshilfe und Orientierung bieten, die Flüchtlingen sowie aus anderen Gründen traumatisierten Kindern und jungen Menschen helfen und sich gegen Rassismus und Gewalt richten. Dadurch wird die internationale Gesinnung und Toleranz gefördert.

Diese Hilfe soll in einem ersten Schritt mit der finanziellen Unterstützung einer Erstaufnahmeeinrichtung in Osnabrück ermöglicht werden. Nach eigenen Angaben plant Schweiger unter anderem den Aufbau einer Fahrradwerkstatt, ein kostenloses WLANNetz sowie die Anstellung von Deutschlehrern. In seiner Stiftung wird der Schauspieler und Regisseur von einem prominent besetzten Beirat unterstützt, dem Sigmar Gabriel, Jan Josef Liefers, Dr. Mathias Döpfner, Jogi Löw, Prof. Dr. Rita Süssmuth und Thomas D. von den „Fantastischen Vier“ angehören. Als gemeinnütziger Verein lebt der Stifterverband mit Sitz in Essen vom Engagement seiner rund 3.000 Mitglieder und Förderer. Sie repräsentieren die gesamte deutsche Wirtschaft – der Mittelstand ist ebenso vertreten wie fast alle DAX-Konzerne. Aber nicht nur Unternehmen, sondern auch Stiftungen, Organisationen und Privatpersonen steht der Stifterverband offen. Die Mitglieder sind Teil einer Gemeinschaft, die sich für die Weiterentwicklung der Wissenschaftslandschaft einsetzt und neue Impulse gibt.

Herr Steinsdörfer, wie bewerten Sie die derzeitige Entwicklung von Stiftungen? Sind die Zahlen der Neugründungen steigend oder stagnierend? Die Entwicklung im Stiftungsbereich ist sehr erfreulich! Die Stiftung, die zu den ältesten Instrumenten bürgerschaftlichen Handelns und privaten Engagements für das Allgemeinwohl gehört, erfreut sich bis heute großer Beliebtheit – mehr noch: Stiften liegt im Trend. Heutzutage werden jährlich rund 700 neue rechtsfähige Stiftungen in Deutschland gegründet – aktuell gibt es hierzulande rund 21.000 rechtsfähige Stiftungen. Schätzungen zufolge kommen mindestens noch einmal so viele nichtrechtsfähige Stiftungen hinzu. Die Gründe für ein blühendes Stiftungswesen sind im über Jahrzehnte gewachsenen Wohlstand zu finden, im demographischen Wandel, der Erbschaftswelle sowie in der gewachsenen Lust am Engagement und der vermehrten Bereitschaft zur Mitgestaltung. Besteht aufgrund von Niedrigzinsen eine Gefahr für bereits bestehende Stiftungen? Müssen Stiftungen in Zukunft ihr Kapital angreifen? In der Tat ist die anhaltende Niedrigzinsphase für die zahlreichen Stiftungen sehr schwierig, denn das gesunkene Zinsniveau führt zu sinkenden Vermögenserträgen und schränkt die Fördertätigkeit einer Stiftung ein. Denn grundsätzlich werden nur die Erträge des Kapitals und zusätzlich gesammelte Spenden für die Projektund Förderarbeit eingesetzt – das

Bild: © BusseniusReinicke

Eine Stiftung ins Leben zu rufen, ist eine der großen richtungsweisenden Lebensentscheidungen, denn Stiften heißt, das Vergangene zu bewahren, die Gegenwart zu gestalten und die Zukunft zu sichern. Seit mehr als 55 Jahren begleitet das DSZ – Deutsches Stiftungszentrum Stifterinnen und Stifter bei der Entscheidungsfindung und der Umsetzung ihrer Idee, aus der ein Förderzweck entsteht. Hierzu gehört neben den rechtlichen und steuerlichen Aspekten auch die programmatische bzw. organisatorische Ausrichtung der Stiftung.

Erich Steinsdörfer, Geschäftsführer und Vorsitzender der Geschäftsleitung DSZ – Deutsches Stiftungszentrum im Stifterverband

Stiftungskapital muss in seiner Substanz erhalten bleiben und darf nicht angegriffen werden. In diesen schwierigen Zeiten gilt es dann, erfinderisch zu sein: Zum einen müssen die Stiftungen in der Vermögensanlage (zwangsläufig) eine Ausweitung der Risikobereitschaft in Erwägung ziehen. Oder aber nach anderen Alternativen suchen – etwa der Kooperation mit anderen Stiftungen, getreu dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark“. Ist es sinnvoller bestehende Stiftungen mit gleichem bzw. ähnlichem Zweck zu unterstützen, anstatt eine neue Stiftung zu gründen, um den Verwaltungsaufwand so gering wie möglich zu halten? Auch Spenden oder Zustiftungen sind gute Alternativen zu einer Stiftungsgründung. Die Entscheidung für eine dieser Möglichkeiten hängt von der Intention desjenigen ab, der sich für ein solches En-

gagement interessiert. Und natürlich spielt auch die Höhe des Vermögens, das eingesetzt werden soll, eine Rolle. Beim Zustiften besteht die Möglichkeit, das Stiftungsvermögen einer schon existierenden Stiftung aufzustocken. Insbesondere in Fällen, in denen das Vermögen bei Errichtung einer eigenen Stiftung nur ein geringes Fördervolumen zuließe, kommt eine Zustiftung in Betracht. Eine Spende dagegen unterstützt eine Stiftung ganz konkret in ihrer Tätigkeit – auch mit kleineren Beträgen. Um den besten Weg für sein Engagement zu finden und die Vermögensbeträge möglichst effektiv einzusetzen, empfiehlt sich eine ausführliche Beratung durch einen Experten – etwa durch die Mitarbeiter des Deutschen Stiftungszentrums im Stifterverband. Weitere Informationen unter www.deutsches-stiftungzentrum.de

DSZ – Deutsches Stiftungszentrum GmbH Barkhovenallee 1, 45239 Essen (0201) 84 01-168 dsz-info@stifterverband.de www.deutsches-stiftungszentrum.de

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StichPUNKT

Effizienz durch

DIGITALISIERUNG Effizienz, Produktivität, Automatisierung, Qualitätssicherung – Kernbereiche eines jeden Unternehmens zur Sicherung des wirtschaftlichen Erfolges. Bei der Fertigung von Produkten und Dienstleistungen eine Selbstverständlichkeit. Aus Sicht der Geschäftsführung ein weniger interessanter Bereich ist die interne Verwaltung. Warum? Vieles wird als unwesentlich, unvermeidbar und einfach lästig erachtet. Beispiel ist das interne Rechnungswesen.

Im Gespräch hierzu mit Herrn Dipl.-Finw. Thomas Kuth (Steuerberater, Geschäftsführer) und Frau Anna Nieslony (Steuerberaterin, leitende Mitarbeiterin) der FRTG Steuerberatungsgesellschaft Essen mbH, Essen. Als Teil der FRTG-Gruppe ist die Steuerberatungs­ gesellschaft eine der vom FOCUS 2015 in vielen Kategorien ausgezeichnete, mittelgroße, über bundes­ weite Niederlassungen tätige und auf mittelständische Unternehmen spezialisierte Beratungsgesellschaft für Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Rechts­ beratung und Unternehmensberatung.

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Welche Bedeutung hat das Rechnungswesen für das Unternehmen? Dem Rechnungswesen kommt eine der wichtigsten Funktionen der Verwaltung zu. Buchführung ist generell nichts anderes, als das strukturierte Aufschreiben der wirtschaftlichen Vorgänge, die in dem Unternehmen geschehen (Geschichtsschreibung). Alle im Unternehmen erfolgten Vorgänge in Bezug auf Ergebnis und Vermögen werden im Nachhinein schriftlich niedergelegt. Folge: Im Nachhinein kann festgestellt werden, welche Ereignisse über das Gesamtlebensalter eines Unternehmens passiert sind. Üblicherweise schaut der Unternehmer weniger zurück denn in die Zukunft. Aber auch für die Zukunft ist die Buchführung und deren Aussagekraft von entscheidender Bedeutung, heißt es doch aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen. Beispiel: Fehlentwicklungen können erkannt und für die Zukunft abgestellt werden, Tendenzen der unternehmerischen Tätigkeit durch nackte Zahlen erkenn- und analysierbar gemacht werden. Diese Kernfunktionen haben sich seit Jahr-

hunderten nicht verändert. Die technischen Möglichkeiten indes haben sich durch die Systematik der Erstellung der Buchführung dramatisch verändert. Auf diese Bereiche hat sich unsere Unternehmensberatung mit großem Er­folg spezialisiert. Welche technische Entwicklung hat das Rechnungswesen genommen? Bis zu Beginn der Digitalisierung von Unternehmensdaten im Rahmen der Einführung von Computern wurde das Rechnungswesen in klassischer Form handschriftlich geführt. Insoweit erforderte die Buchführung neben fundierten fachlichen Kenntnissen auch eine Menge Akribie und Freude an Papier. Durch die Digitalisierung wurde der Stift mehr und mehr durch den Computer ersetzt, was die Auswertungsmöglichkeiten, d.h. die Aussagekraft der Buchführung, massiv gesteigert hat. Heute ist in der praktischen Anwendung die EDV aus der Buchführung nicht mehr wegzudenken. Allein dies sorgte bereits im Verhältnis zu früheren Jahrzehnten zu einer dramatischen Steigerung der Effizienz und Produktivität der Mitarbeiter in der Buchführung. In vielen Unternehmen ist allerdings

dieser Effizienz- und Verbesserungsentwicklung noch kein Ende gesetzt. Welche Verbesserungen sind technisch möglich? Zu überlegen ist, welche Wege im Rahmen der Buchführungserstellung die Informationen nehmen. Jeder kennt noch den klassischen Weg des Beleges. Zum Beispiel: Der Lieferant schickt eine Rechnung. Dabei hat der Lieferant üblicherweise die Rechnung mit einem EDV-Programm erstellt, also einen digitalen Datensatz erzeugt. Da dieser Datensatz nicht an den Rechnungsempfänger versendet wird, bedient man sich üblicherweise eines Mediums, das diesen Datensatz aufnimmt, klassisch in Form der gestellten Rechnung auf Papier. Heißt, der Datensatz wird von einem Medium in ein anderes Medium übertragen. Dieses sodann erzeugte Medium wird an den Rechnungsempfänger z.  B. per Brief oder ­E-Mail-Anhang übertragen. Sobald die Rechnung bei dem Rechnungsempfänger eingeht, wird diese wiederrum in der Buchhaltung händisch in einen Datensatz umgewandelt (= Buchung).


StichPUNKT

Schaut man sich diesen Prozess an, erkennt man, dass ein digitaler Datensatz allein auf Grund der Form der Übermittlung von einem digitalen in ein analoges Medium umgewandelt wird, übertragen und sodann wieder in einen digitalen Datensatz umgewandelt wird. Auch für Laien ist somit erkennbar, dass dieser Datentransfer im Prinzip vermeidbar sein könnte. Gegenüber der Urzeit unterscheidet sich dieser Prozess nur darin, dass anstatt Steintafeln heute Papier verwendet wird. In Zeiten einer hochgradigen Digitalisierung unserer Umwelt erscheint dieser Weg also als antiquiert. Eine tatsächliche Verbesserung lässt sich im Tagesgeschäft dadurch erreichen, dass der ursprüngliche digitale Datensatz nicht zunächst für den Transfer der Informationen in ein analoges Medium umgewandelt werden muss, sondern idealerweise der digitale Datensatz unmittelbar von dem Empfänger in das Rechnungswesen übernommen werden kann. Eine händische Arbeit mit Fehlerpotenzial entfällt, Effizienz, Produktivität und Qualität lassen sich unmittelbar in direkter Form verbessern. Dies allein schon dadurch, dass Übernahmefehler im Rahmen einer händischen Bearbeitung vermieden werden. Dieser digitale Datentransfer ist zwischen Großunternehmen und Konzernen Gang und Gäbe. Im Bereich von kleinen und mittelständischen Unternehmen hingegen wird diese Möglichkeit der Digitalisierung und Transferierung von digitalen Daten noch eher stiefmütterlich betrachtet. Dies hat eine vielfältige Begründung. Häufig scheitert es daran, dass Datensätze technisch nicht übertragen werden können. Auch formelle Fragestellungen in diesem Zusammenhang hemmen den Transfer. Fragen in der Datensicherheit schüren Misstrauen. Gleichwohl lassen sich durch geeignete Strukturierungsmaßnahmen auch in diesem Bereich der klassischen Datenübermittlung mittels z. B. ausgedruckter Rechnungen erhebliche Effizienzstei-

Steuerberaterin Anna Nieslony

gerungen erreichen. Effizienzsteigerungen stets in der Form, dass eine händische Bearbeitung und Überführung der Informationen in das Rechnungswesen vermieden wird und eine soweit wie möglich automatisierte Datenübernahme erfolgt. Diese ist auch dann möglich, soweit Informationen nicht unmittelbar als Datensatz, sondern auf der klassischen Weise (Rechnung) übermittelt werden. Durch verhältnismäßig einfache technische Lösungen lassen sich hierbei erhebliche Einsparungen erzielen, lässt sich der Arbeitsaufwand im innerbetrieblichen Rechnungswesen dramatisch reduzieren und werden zeitliche Freiräume für Qualitätssicherung durch die Mitarbeiter geschaffen. Hierbei ist klar, dass die technische Entwicklung insoweit noch lange nicht abgeschlossen ist. Wie spiegelt sich die Digitalisierung auf Seiten des Finanzamtes wieder? Nicht nur auf Unternehmensseite, sondern auch auf Seiten des Finanzamtes verändert sich seit einiger Zeit viel. Was in der freien Wirtschaft modern und normal klingt, empfindet man auf Seiten des „verstaubten“ Finanzamts als doppelten Fortschritt. Wo einst Steuererklärungen auf Formularen entweder per Hand oder mit Schreibmaschine vorbereitet wurden, ist diese Abgabe auf Papier – gerade für Unternehmer – schon längst nicht mehr möglich. Seit 2011 ist die Übertragung der Einnahmen- Überschussrechnung, der betrieblichen Steuererklärungen sowie auch Umsatz- und Lohnsteuervoranmeldungen verpflichtend. Nur Privatpersonen genießen noch die Möglichkeit

der Abgabe mit Formularen; eine elektronische Übermittlung von Steuererklärungen ist mit Hilfe des Programmes ELSTER auf freiwilliger Basis ebenfalls möglich. Erinnern Sie sich noch an die Lohnsteuerakte auf Papier, die sich zur Unterscheidung jährlich farblich geändert hat? Letztmalig wurden diese 2010 verschickt. Heute findet die elektronische Lohnsteuerbescheinigung den Weg in die Lohnbuchhaltung. Welche Änderungen ergeben sich aktuell? Das Ziel der papierlosen Kommunikation und der Weg in die digitale Welt wurde aktuell auf die Übermittlung von Bilanzen bereits ausgeweitet. Das Thema E-Bilanz füllte etliche Seminare und die Fachliteratur speziell für Buchhaltungsleiter, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Finanz­ beamte. Im Fokus steht nun für den privaten Steuerpflichtigen die vorausgefüllte Einkommensteuererklärung (gespeicherte Daten beim Finanzamt) sowie die Übermittlung der Bescheiddaten in digitaler Form. Die Merkmale, die einst klassischerweise auf der Lohnsteuerkarte eingetragen und beantragt wurden, werden mittlerweile elektronisch geführt – Stichwort ELSTAM. Das Finanzamt hat die Vorteile der digitalen Übermittlung von besteuerungsrelevanten Daten zur Vermeidung von Steuerhinterziehung für sich entdeckt. Versicherungen, Bundesagentur für Arbeit oder ähnliche Einrich-

tungen übermitteln mittlerweile direkt an den Veranlagungsbezirk im Finanzamt. Den Einkauf von teuren Steuer-Cd`s, um unversteuerte, ausländische Einkünfte zu entdecken und damit Steuerhinterzieher auf frischer Tat zu ertappen, wird das Finanzamt in kommender Zeit vermeiden wollen. Daher ist der zukünftige Digitalisierungs-Clou die elektronische Zusammenarbeit zwischen ausländischen Kreditinstituten und dem inländischen Finanzamt. Die Weiterleitung der Kapitalgeschäfte wird bald voll automatisch funktionieren.

Steuerberater / Dipl.-Finw. Thomas Kuth

Weitere Informationen unter: www.ruhrsite.com

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StichPUNKT

Des einen Freud, des anderen Leid … Oder auch: wohin mit dem Gesparten?

Während sich Häuslebauer bereits seit Jahren über rekordniedrige Finanzierungszinsen freuen, ächzen Sparer unter den faktisch nicht mehr vorhandenen Guthabenzinsen. Viele belassen nicht nur ihren Notgroschen, sondern gleich ihr gesamtes Gespartes resigniert auf dem Tagesgeldkonto und hoffen auf bessere Zeiten. Klar, das Tagesgeldkonto verspricht mit seiner sofortigen Verfügbarkeit, die liquideste Anlageentscheidung zu sein. Doch die Zeiten, in denen kurzfristiges Geld knapp und die dafür gebotenen Zinsen hoch waren, liegen mittlerweile über 10 Jahre zurück. Es wird also Zeit, zu reagieren und vom passiven „Liegenlassen“ in aktives Investieren umzuschwenken. Schließlich sollte das Geldvermögen nicht einfach nur geparkt, sondern, für den jeweils zugedachten Zweck, unter Rendite- und Verfügbarkeitsaspekten angelegt werden. Hier gilt die goldene Devise: Ziele, die ich kurzfristig realisieren möchte, sollten auch mit liquiden Mitteln gesichert werden. Für langfristig geplante Ziele, die häufig besonders kapitalintensiv sind, sollte dagegen auch langfristig investiert werden. Doch wie investiere ich mein Kapital strategisch klug und gewinnbringend? Die Lösung lautet: Die Mischung macht’s. Dabei ist die Palette an Finanzangeboten so breitgefächert, wie die Wünsche der Anleger. Um nun herauszufinden, welcher Mix aus Bankprodukten, Wertpapieren, Versicherungen und Vorsorgeangeboten für Sie persönlich der richtige ist, dafür kann ich Ihnen nur einen guten Rat geben: Nehmen Sie sich etwas Zeit und vereinbaren Sie einen Termin mit der Beraterin oder dem Berater Ihres Vertrauens.

Volker Behr, Vorstand der Sparkasse Essen: Gewinnbringende Kapitalanlagen sind am besten durch einen breitgefächerten Mix an Finanzangeboten zu erreichen. 18

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Ausgesuchtes Schenken

Geschenke zu finden für die Liebsten, ist keine einfache Aufgabe. Der Trubel, dem man zur Weihnachtszeit kaum ausweichen kann, macht die Sache nicht leichter. Es sei denn, Sie kommen zu Hetkamp nach Raesfeld. Hier erwarten Sie eine entspannte Atmosphäre und eine brilliante Vielfalt zum Freude machen. Ob Glasobjekte, Kunst, ausgefallene Antiquitäten, Dekorationsideen oder besondere KüchenAccessoires. Sie werden fündig werden. Lassen Sie sich inspirieren. Ausgesuchtes Schenken - jetzt bei Hetkamp!

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O rg a n s p e n d e a u s

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e d n e p s n Orga an sp la nt at io ns na ch § 2 de s Tr

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Geburtsdatum

Straße

Erklärung zur Organ- und Gewebespende

Name, Vorname hnort

PLZ, Wo Für den Fall, dass nach meinem Tod eine Spende von Organen/Geweben zur Transplantation in Frage kommt, erkläre ich:

JA, ich gestatte, dass nach der ärztlichen Feststellung meines Todes meinem Körper Organe und Gewebe entnommen werden. oder

JA, ich gestatte dies, mit Ausnahme folgender Organe/Gewebe rganspende :unter im Infotelefon O

halten Sie be nlichen Fragen er re persöJA, oder ich gestatte dies, 0. für folgende Organe/Gewebe: Antwort auf Ih nur 40 40 / 90jedoch Rufnummer 0800 ien fre en hr bü ge r de

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oder

NEIN, ich widerspreche einer Entnahme von Organen oder Gewebe n.

oder

Über JA oder NEIN soll dann folgende Person entscheiden: Name, Vorname

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Telefon PLZ, Wohnort

Platz für Anmerkungen/Besondere Hinweise D AT U M

Organspendeausweis 1

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5.2 Uhr 15.04.2009 16.5

UNTERSCHRIFT

15.04.2009 16.55.2 Uhr

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S FK U

Bochum – die Stadt im Herzen des Ruhrgebiets: Zwischen Ruhr und Emscher gelegen, ist Bochum der zweitgrößte Hochschulstandort

Nordrhein-Westfalens. Hier entstand 1962 die Ruhr-Universität als erste in der gesamten Region und noch heute bietet die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft große Entwicklungspotenziale. Die Vielseitigkeit Bochums zeigt sich nicht nur in der

breit aufgestellten Unternehmerstruktur, sondern auch im kulturellen Angebot der Stadt. So ist das Deutsche Bergbau-Museum weit über das Ruhrgebiet hinaus bekannt geworden. Vom Zeiss Planetari-

Bild: Michael Kneffel ©Urbane Künste Ruhr

um aus, dem einzigen Full-Dome-Planetarium im Raum Rhein-Ruhr, scheint der Sternenhimmel bei regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen zum Greifen nahe. Eine beeindruckende architektonische Wandlung von der Gaskraftzentrale bis hin zum Hauptspielort der Ruhrtriennale erlebte die Jahrhunderthalle Bochum, in der Künstler verschiedener Gattungen kreativ zusammenarbeiten. Dass Bochum auch „aktiv“ ist, beweisen u.a. verschiedene Parkanlagen und Sportstätten. Als beliebtes Naherholungsgebiet lockt der Ümminger See nicht nur Sportler, sondern auch Familien und Spaziergänger.

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Bild: Š Martin Steffen

FOKUS

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FOKUS

„BOCHUM ist eine junge Stadt,

Ein frischer Wind weht durch die Räumlichkeiten des Bochumer Rathauses. Thomas Eiskirch ist seit Oktober 2015 Oberbürgermeister seiner Heimatstadt und weiß als Vater von zwei Kindern die vielen familiären Vorzüge seiner Stadt zu schätzen, sieht aber auch Entwicklungspotenziale für die Zukunft der Ruhrgebietsstadt. Mit der RUHRZEIT sprach der 45-Jährige darüber, was die Stadt als Lebens- und Arbeitsraum attraktiv macht und wo er Perspektiven für die Zukunft sieht.

in der man alt werden kann“

Herr Eiskirch, Sie wurden zwar in Hagen geboren, sind aber seit Ihrer zweiten Lebenswoche Bochumer. Wie ist das Gefühl, Oberbürgermeister seiner Heimatstadt zu sein? Sind Sie in Ihrem neuen Amt angekommen oder hat sich der Trubel der ersten Wochen noch nicht ganz gelegt? Was den Trubel anbelangt: In der Tat weist mein Terminkalender kaum freie Stellen auf. Aber so habe ich es mir gewünscht! Mit Menschen in und über Bochum ins Gespräch kommen. Ich möch­ te die Gestaltungsmöglichkeiten, die ich nun als Oberbürgermeister habe, auch nutzen. Und die ersten Wochen haben mir gezeigt, dass es viele Menschen in Bochum gibt, die mich dabei tatkräftig unter­ stützen möchten.

Thomas Eiskirch Geboren am 4. November 1970 1990 bis 1992 Zivildienst 1992 bis 1995 Grundstudium der Ökonomie an der Ruhr-Universität Bochum 1995 bis 2000 Hauptstudium mit dem Schwerpunkt Betriebswirtschaftslehre an der Universität Dortmund 2000 Festanstellung in einem Unternehmen der Immobilienwirtschaft als Prokurist 2005 bis 2015 Mitglied des Landtags NRW, dort unter anderem wirtschaftspolitischer und energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion NRW 27.09.2015 Gewählt zum Oberbürgermeister der Stadt Bochum 21.10.2015 Dienstantritt als Oberbürgermeister der Stadt Bochum

Was macht Bochum für Unternehmen attraktiv? Was motiviert sie in den Standort zu investieren bzw. sich anzusiedeln? Mit der Umstrukturierung der Wirtschaftsförderung haben wir gute Grundlagen dafür geschaffen, um zu zeigen: Hier soll sich etwas tun! Dabei müssen wir die Pers­ pektive Bochums in den nächsten 15, 20 Jahren im Blick haben. Es wird kleine, gut vernetzte Unter­ nehmen geben, die die Attrakti­ vität des Standortes stärken. Und die Unternehmen müssen spüren, dass die Stadtverwaltung Part­ ner der Wirtschaft ist. Wir wollen deutlich machen: Bochum ist der aktuell beste Standort in Europa,

der Magnet mit enormer Anzie­ hungskraft. Hier muss man hin. Die Unternehmen müssen mit den Füßen scharren, Lust darauf be­ kommen, sich hier anzusiedeln. Was zeichnet Bochum im Vergleich zu anderen Städten der Metropole Ruhr besonders aus? Bochum ist eine familiäre Groß­ stadt. In allen Bereichen von Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und städtisches Leben gibt es ein exzellentes Angebot, eine große Breite und Qualität. Einfach ein urbanes Lebensgefühl. Aber ebenso familiär geht es zu, wenn man in der Stadt unterwegs ist. Man kennt sich, man trifft sich und bekommt, wenn man Hilfe braucht, schnellstens Unterstüt­ zung. Diese gelungene Mischung ist für mich einzigartig in der Me­ tropole Ruhr. Der Mangel an Bau- und Gewerbeflächen ist ein Problem vieler Kommunen. Was wird geplant, um mehr Wohnraum für Familien, Studenten und ältere Bürger zu schaffen? Das Thema Wohnen muss auf breiter Ebene eine neue Dyna­ mik erhalten. Wir wollen mehr Flächen zur Wohnraumentwick­ lung aktivieren, sowohl im sozia­ len Wohnungsbau als auch im höher­ wertigen Segment. Unser Ziel heißt: Wer hierbleiben will, muss auch hierbleiben können! Und wer herkommen möchte, fin­ det hier seinen Raum. Bochum ist eine junge Stadt, in der man alt

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FOKUS

werden kann. Doch die Anforde­ rungen an die unterschiedlichsten Lebenssituationen steigen. Dabei ist das Thema „Älterwerden“ eine besondere Herausforderung. Hier sind Vielfalt, Barrierefreiheit und umweltgerechtes Bauen gefragt. Wir werden auch unseren Umgang mit Freiraum und Siedlungsraum überdenken müssen. Der Flüchtlingsstrom beschäftigt inzwischen ganz Deutschland. Wie geht Bochum mit der Herausforderung langfristig um? Wir erwarten auch für das kom­ mende Jahr eine Fortsetzung der

umfangreichen Zuwanderung von Schutzsuchenden und müssen uns dieser Aufgabe mit aller Kraft wid­ men. Zunächst geht es natürlich darum, schnell für ein Dach über dem Kopf, für Essen und Kleidung zu sorgen und die medizinische Versorgung sicherzustellen. Unse­ re eigentliche Integrationsaufgabe besteht aber darin, sowohl für die Menschen, die zu uns kommen als auch für die, die schon lange hier sind, in den Blick zu nehmen, was von nachhaltiger Wichtigkeit ist. Dazu zählt die Einbindung in Kin­ dergärten und Schulen, die soziale Integration in unsere Gesellschaft.

Wir stehen aber auch vor der Auf­ gabe, jedermann spüren zu lassen, dass die Anforderungen derer, die schon lange hier sind, nicht hinter den Anforderungen für die Flücht­ linge zurückstehen müssen. Wenn Sie Besucher durch Ihre Stadt führen, welche Stationen dürfen auf keinen Fall fehlen? Es gibt natürlich zahlreiche Orte, an denen man einen Halt machen muss: An der Jahrhunderthalle Bochum, am Stadion, am Bermu­ da3Eck, an der Ruhr-Universität oder auf dem Gesundheitscampus. Natürlich muss man in Bochum

eine Currywurst essen und ein Fiege-Pils trinken. Man muss bei Bochum total mitfeiern und das Zeltfestival Ruhr erleben. Diese Auflistung ließe sich beliebig lang fortsetzen. Und doch ist das Wich­ tigste der Stadt nicht an einem Ort fest zu machen: es sind die Bürge­ rinnen und Bürger Bochums. Sie machen die Stadt zu etwas Beson­ derem. Ihre bodenständige Lust auf städtisches Leben ist anste­ ckend und jeder, der nach Bochum kommt und mit den Menschen re­ det, kann spüren, was ich meine.

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bermuda 3eck

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Ruhr-Universität


Runter vom Sofa und rauf aufs Wasser! Vom 23. - 31. Januar heißt es wieder Ausprobieren und Mitmachen auf der größten Wassersportmesse der Welt! Hier wird viel Action und Programm für alle geboten! Wer gern mal abtauchen möchte, startet den Tag am besten mit einem Schnupper tauchkurs. Weiter geht’s mit Anfängersegeln oder einer Kanufahrt auf dem 90m langen Fluss und wer schon vom nächsten Sommer

träumen möchte, bucht eines der tollen Urlaubsangebote oder eine Kreuzfahrt im Cruise Pavilion in Halle 14! Also auf geht’s zu einem Tag Auszeit auf der boot! Tipp: Im neuen boot.club gibt‘s vergünstigte Karten und viele weitere Vorteile. Einfach auf boot.club registrieren und bares Geld sparen!

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360° Wassersport live erleben!

Tägliche Mitmachaktionen und Programmhighlights: Paddeln

Halle 13 Paddeln für alle auf dem 90 m Flusslauf in der World of Paddling

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Halle 1 Die Stars der Szene bringen in der Beach World spektakuläre Moves aufs Wasser

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Halle 13 Klettern für alle im Hochseilgarten in der World of Paddling

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Halle 1 Stand Up Paddling für alle auf dem 1.000 m2 Becken in der Beach World Halle 14 Schnuppersegeln für Erwachsene und Kinder in der boot Segelschule

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Alle Programmpunkte der boot Aktionsbühnen finden Sie ab Januar auf www.boot.de

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Alle Bilder: maraneo GmbH

Business

Maraneo

SENKRECHTSTARTER AUS BOCHUM

Kaum eine andere Sportart bietet so facettenreiche Möglichkeiten wie das Tauchen. Sanft durchs Wasser zu gleiten und in eine andere „Welt“ zu entschwinden, macht den Reiz aus, besonders, wenn es so mühelos und fast wie von selbst geht, wie es der Prototyp „maraneo one“ verspricht. Arne Grosse Austing und Niklas Kerssenfischer, zwei Ingenieure mit hoher Affinität für den Wasser- und Tauchsport, entwickelten den ersten Antrieb, mit dessen Hilfe sich Taucher freihändig, schnell und wendig fortbewegen können. Zwei Antriebe an den Oberschenkeln, ein Akku auf dem Rücken und die Fernbedingung in der Hand – so sollen Taucher zukünftig mit bis zu 8 km/h durchs Wasser gleiten können. Außerdem haben sie dank des neuen Antriebs die Hände frei für Arbeiten unter Wasser und können dabei ganz intuitiv durch Körperbewegungen manövrieren. 26

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Im Mai 2015 konnten die beiden Gründer beim Gründungswettbewerb „Senkrechtstarter“ der Wirtschaftsförderung Bochum mit ihrer Idee vom agilen und pfeilschnellen Tauchen überzeugen. Die maraneo GmbH belegte den ersten Platz und erhielt die Siegprämie in Höhe von 15.000 Euro. Die Entwicklung von der Idee zum fertigen Produkt begann bereits 2012. Damals stellten die Ingenieure Überlegungen an, wie Elektromobilität unter Wasser aussehen könnte. Die maraneo GmbH ist heute eines von vier Unternehmen, die aus den Aktivitäten der Hochschule Bochum im Bereich Elektromobilität entstanden sind. Das erforderliche Know-how für die Umsetzung ihrer Idee bis hin zum funktionstüchtigen Prototypen eigneten sich die beiden Gründer während ihres Studiums an, wo sie an der Entwicklung und

dem Bau des Solarautos BOcruiser beteiligt waren. Seit Januar 2015 konzentrieren sie sich im Rahmen eines EXIST-Gründerstipendiums, (EU-Förderprogramm für Existenzgründung aus der Wirtschaft) auf die Optimierung, Prüfung und Zulassung der Komponenten und arbeiten dabei eng mit Partnern aus dem „ruhrvalley“ zusammen. Um die hohen Anforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit sicherzustellen, wird jeder maraneo one von Hand gefertigt. Die Einzelkomponenten lassen die Ingenieure von kompetenten Partnern in Deutschland individuell nach ihren Vorgaben fertigen und montieren sie persönlich. Bei anschließenden Testfahrten wird jedes Gerät auf Herz und Nieren geprüft und die Dichtigkeit bis auf ein Vielfaches der vorgesehenen Einsatztiefe sichergestellt. Aktuell werden die Vorserienmuster

noch mit Pilotkunden europaweit erprobt, sollen aber ab Sommer 2016 erhältlich sein. Weitere Informationen unter www.maraneo.com


Business

eXtREMe

Bild: © avp Group

Von „unter Tage“ bis in luftige Höhen: Maschinen und Getriebe für

Bedingungen

1864 gegründet, gehört die Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik und Eisengießerei GmbH zu den ältesten Unternehmen des Ruhrgebiets. Ihr Name ist seit den 1920er Jahren untrennbar verbunden mit zahlreichen Innovationen im Rahmen der Mechanisierung des Steinkohlenbergbaus durch Gewinnungs- und Fördermaschinen. Sie machen bis heute einen bedeutenden Teil des Produktionsprogramms aus. Weitere Schwerpunkte liegen im Getriebebau, etwa für Windkraftanlagen, bei Kokereimaschinen und Gießereiprodukten. technik zur automatisierten Gewinnung unter Tage. Als zweites Standbein nutzt das Unternehmen die im Bergbau gewonnenen technischen Erfahrungen, um das Geschäft in andere Branchen auszuweiten. Insbesondere hat sich Eickhoff bis heute als Spezialist auf dem Sektor Getriebebau etabliert, vor allem für Großgetriebe, die leise und verschleißarm arbeiten.

Durch seine kontinuierliche Entwicklung als Familienunternehmen seit mehr als 150 Jahren hat sich Eickhoff einen guten Ruf im Ruhrgebiet erarbeitet und wird seit 2014 auch in der Route der Industriekultur aufgelistet.

Eickhoff hat als einer der wenigen Bergbauzulieferer des Ruhrgebiets nicht nur die Kohlenkrise überlebt, sondern ist auch weiterhin im traditionellen Arbeitsgebiet tätig.

Alle Bilder: © Eickhoff

Das Familienunternehmen von Firmengründer Johann Henrich Carl Eickhoff aus Bochum bedient traditionsgemäß und weltweit den Bergbau mit Abbaumaschinen für Erz, Salz und Steinkohle. In den 1920er Jahren wurden neben den Schüttelrutschen die Schrämmaschinen zum Produktionsschwerpunkt, in den 1930er Jahren folgten zudem Förderbänder. Seit dieser Zeit war Eickhoff maßgeblich an der Vollmechanisierung des Untertagebergbaus durch die Kombination von Kohlengewinnung, Ladung und Förderung in einer Maschine beteiligt – und ist heute Weltmarktführer bei Hochleistungsmaschinen der Bergbau-

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Business

Bild: Anne Breilmann / www.annebreilmann.de

ist ein

BOCHUM

TAUSENDFÜSSLER Heinz-Martin Dirks leitet bereits seit 1999 die Geschäfte der Bochumer Wirtschaftsförderung. Die RUHRZEIT sprach mit dem 60-Jährigen über das Ansiedlungskonzept der Opel-Flächen, die bessere Verankerung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie die Entwicklung Bochums hin zur vielseitigen, lebendigen und grünen Universitätsstadt.

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Bild Viktoriaquartier/Husemannplatz: © HBB Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg

STADTQUARTIER VIKTORIASTRASSE

Bild Technologiecampus: © skt Umbaukultur/Architekten, Bonn

Business

TECHNOLOGIECAMPUS WITTENER STRASSE

Herr Dirks, im Oktober 2015 fand die EXPO REAL statt, auf der für Bochum das Ansiedlungskonzept der Opel-Flächen im Vordergrund stand. Was wird bei ihrer Vermarktung berücksichtigt? Für die Opel-Flächen, die mit ihrer Größe von rund 700.000 Quadratmetern, den idealen Anbindungen, der schnellen Gebrauchsfertigkeit und der zentralen Lage mitten im Ruhrgebiet sehr besonders sind, gibt es viele Anfragen, insbesondere von Logistikunternehmen. Wir haben bei der Ansiedlung jedoch eine wissensbasierte Stadtentwicklung im Fokus und wollen die Flächen deshalb ausgewogen nutzen: als Logistik-Standort, aber auch als Standort für Technologie und Gewerbe, an dem Wirtschaft und Wissenschaft zueinander finden. Dazu haben wir auf der EXPO REAL viele Interessenten getroffen und erste Gespräche geführt, die wir zeitnah weiter vertiefen werden. Welche Rolle spielt dabei der Autobauer Opel? Opel ist an der Gesellschaft „Bochum Perspektive 2022“ beteiligt, die für die Vermarktung der Flächen verantwortlich ist. Das Automobilunternehmen möchte sich für den Standort engagieren und wird

hier auch ein neues Verteilzentrum bauen, sodass es weiterhin Arbeitsplätze in Bochum schafft und die Stadt nicht komplett verlässt. Diese übernommene Verantwortung ist keine Selbstverständlichkeit.

Wissenschaft und Bildung gestärkt werden und beispielsweise die Hochschulen sich zunehmend zu sichtbaren und gestaltenden Akteuren und Partnern der (Innen-) Stadt entwickeln.

Die Umnutzung der Opel-­Flächen soll im Zuge des Ansiedlungskonzeptes den Strukturwandel hin zu wissensbasierten Dienstleistungen und Technologien vorantreiben und Wissenschaft und Wirtschaft enger miteinander verbinden. Welche weiteren Pro­jekte gibt es in Bochum diesbezüglich? Bochum ist die Wissenschaftshochburg im Ruhrgebiet – acht Hochschulen, knapp 56.000 Studierende und annähernd 10.000 Beschäftigte stehen für eine einzigartige akademische Vielfalt. Das Gestaltungsprojekt „Bochum 4.0“ bringt diese Akteure mit der Wirtschaft des Ruhrgebiets zusammen. Eine zentrale Rolle dabei soll die „Worldfactory“ spielen, in der Gründer, Forscher und Unternehmen zusammenkommen sollen, um an gemeinsamen Projekten zu arbeiten und neue Ideen zur Marktreife zu führen. Dies soll auf einer kürzlich gekauften Fläche mit Hallen und Büroflächen in Bochum-Langendreer geschehen. Möglicherweise wird die Worldfactory zu einem späteren Zeitpunkt auf die Opel-Fläche umziehen.

Kurz gesagt, die Gründerkultur in Bochum soll weiter gefördert und das Innovationstempo junger und etablierter Unternehmen in Bochum gesteigert werden. Ziel ist natürlich auch, die Studenten nach ihrem Studium weiterhin in Bochum halten. Dazu müssen natürlich noch mehr attraktive Arbeitsplätze und entsprechender Wohnraum geschaffen werden.

Die Worldfactory ist Teil der „UniverCity“, ein Zusammenschluss von Stadt, Hochschulen und weiteren Akteuren, der bundesweit einmalig sein dürfte. Gemeinsam soll Bochum als eine Stadt der

Wie sehen Sie selbst die Entwicklung von Bochum und was ist die Stärke der Stadt? In Bochum hat die letzte Zeche bereits im Jahr 1972 geschlossen – dieser Vorsprung wurde gegenüber anderen Bergbaustädten ausgenutzt, die Stadt hat sich sehr gut entwickelt. Wir leben längst in keiner Bergbau- oder Industriestadt mehr, wir sind eine Stadt mit starkem Dienstleistungssektor. Hier haben sich ganz unterschiedliche, sehr attraktive und teilweise spezialisierte Unternehmen aus dem Mittelstand angesiedelt, die wir als unsere Stärke ansehen: Denn hier entstehen dauerhafte Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit viel

Wo früher Kadetten vom Band liefen, dreht sich in Zukunft alles um Wissenschaft und Bildung

Potential. Daher ist Bochum für mich ein Tausendfüßler: Wenn ein Bein, also ein Unternehmen, wegfällt, ist das schmerzhaft. Aber es gibt noch genügend andere, um darauf zu stehen. Was gefällt Ihnen persönlich an Bochum? Als Fußballfan der VfL Bochum – und natürlich auch die Stadt selbst. Ich wohne bereits seit 1967 hier und verfolge die positive und spannende Entwicklung der Stadt. Ich mag ihre Vielseitigkeit, die bereits der Alt-Oberbürgermeister Ernst-Otto Stüber mit dem Satz „In Bochum kann man alles machen, außer Hochseeangeln“ feststellte. Hier kann man nicht nur im Bergbau-Museum oder Planetarium die verschiedensten Dinge erleben und unternehmen. Wir haben mit dem Schauspielhaus, den Symphonikern, einer großen freien Theaterszene und dem Kreativviertel in Ehrenfeld eine tolle Kulturszene. Bochum ist spannend, vielseitig und vor allem sehr grün – und hat nichts mehr mit der grauen und in Dunst gehüllten Ruhrgebietsstadt zu tun. Dies gilt es in nächster Zeit noch mehr nach außen zu tragen.

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erfolgreich ausbilden Die Diskussion über die Qualifika­ tion von Berufseinsteigern ist nicht neu. Die Unternehmen bemängeln vor allem die Arbeitsmoral und die lückenhafte schulische Bildung. Die Azubis dagegen fühlen sich vorab schlecht informiert. Arbeitgeberver­ bände wie Bildungsträger werden nicht müde, die Missstände anzu­ prangern und liefern die vermeintli­ chen Gründe gleich mit: Medienkon­ sum, Leistungsdruck, überforderte Schulen und nicht zuletzt fehlge­ schlagene Integrationspolitik. Dies führt dazu, dass viele Unternehmen gar nicht mehr ausbilden und beste­ hende Programme abschaffen. Dies ist für Katja Arncken keine Option. Sie ist Geschäftsführerin des Busi­ ness Bildungs Centers (kurz BBC),

ein bundesweit tätiger privater Bil­ stände haben wir keinen Einfluss. stellen häufig im Vordergrund. Der dungsträger in Essen, und macht Wir können aber die Qualität von Aufforderung der IHK und anderen deutlich: „Die Teilnehmer unserer Ausbildung verbessern, indem wir zuständigen Stellen, die Ausbil­ Vorbereitungskurse für die Ausbil­ bei den Stellen anfangen, wo Ausbil­ dereignungsprüfung schnellstens dungseignungsprüfung berichten dung tatsächlich durchgeführt wird. nachzuholen, sind nur die wenigs­ häufig über unmotivierte Auszubil­ Und zwar bei den Ausbildern.“ Eine ten Betriebe und Ausbilder nachge­ dende und Problemfälle. Nicht aus­ Zeit lang bedurfte es nicht einmal kommen. Für Katja Arncken liegen zubilden ist die schlech­ die Missstände folglich teste aller Möglichkeiten. auch an anderen Stellen: Es gibt durchaus Mittel „Viele Teilnehmer halten und Wege, auch schwie­ den Ausbilderschein für ein Die Aufgabe des Ausbilders ist es, diese rige oder unzureichend notwendiges Übel. Häufig Stärken herauszufinden und zu fördern. geschulte Azubis mit über­ merken sie erst während schaubarem Aufwand fit des Lehrgangs, wie nütz­ für den Berufsalltag zu lich und wichtig er für die machen.“ Doch wo sollen Ausbildung ist. Hier haben Ausbildungsbetriebe den Hebel an­ eines Ausbilderscheines, um einen wir die Möglichkeit, angehenden setzen? Arncken meint dazu: „Auf Azubi zu betreuen. Dieser ist zwar Ausbildern zu vermitteln, wie sie mit den sozialen Stand eines Auszubil­ verpflichtend, doch stand der Er­ schwierigen Azubis umgehen sollten denden oder seine familiären Um­ halt und Ausbau von Ausbildungs­ und Konflikte lösen können.“

Zudem bietet das BBC in sogenann­ ten Azubiwochen Seminare für Aus­ zubildende an, um vermeintliche Selbstverständlichkeiten praxisnah zu vermitteln. Dazu gehören Tele­ fontrainings und Spielregeln im Betrieb. Katja Arncken: „Es reicht nicht, die eine oder die andere Seite zu betrachten. Eigentlich sollte es gar keine Seiten geben. Auch ver­ meintlich schwache Azubis haben ihre Stärken. Die Aufgabe des Aus­ bilders ist es, diese Stärken heraus­ zufinden und zu fördern. Nur mit ihnen gemeinsam haben wir die Möglichkeit, ihr ganzes Potential auszuschöpfen. So entwickeln sich Motivation und Lernbereitschaft, die letztlich allen Beteiligten zu Gute kommt.“

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Muss sich ein öffentliches Verkehrsunternehmen mit Design auseinander setzen? Sollte es sich nicht besser auf sein Kerngeschäft beschränken und Fahrgäste sicher und pünktlich befördern, fragen wir einen, der es wissen muss. „Das Design eines Verkehrsunternehmens ist Teil des Kerngeschäftes“, antwortet Nils Hoffmann, Leiter des Bereichs Unternehmenskommunikation und seit zwanzig Jahren Pressesprecher bei der Essener Verkehrs-AG (EVAG). Die gelben Fahrzeuge prägen das Stadtbild „Die EVAG ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen, und das wollen wir mit einer guten Gestaltung auch nach außen sichtbar machen“, erklärt Hoffmann. Ausgehend von der Unternehmensstrategie und seiner Markenidentität wird ein Designkonzept entwickelt. Ein Corporate Design (CD) ist die einheitliche Gestaltung aller Kontaktpunkte des Kunden mit dem Unternehmen – damit soll in der Öffentlichkeit ein wiedererkennbares Erscheinungsbild geprägt werden. Dazu gehören die Wort-Bild-Marke, Unternehmensfarben, Produkte und die Bildsprache – bis hin zur Berufsbekleidung der Mitarbeiter. „Dadurch ist die EVAG in der Öffentlichkeit überall präsent. Unsere gelben Fahrzeuge prägen das Essener Stadtbild.“

Orientierung für die Fahrgäste „Tagtäglich arbeiten wir daran, die EVAG gut aussehen zu lassen“, erklärt Diplom Designer Klaus Falke (Visuelle Kommunikation). „In seiner gelungenen Form bietet Design unseren Fahrgästen Orientierung. Es lässt sie das Angebot interpretieren, das Netz begreifen, es führt sie durch technische Anlagen und gibt ganz allgemein gesprochen Hinweise zur Nutzung des Systems.“ Hier habe Design auch eine ästhetische Verantwortung. Es müsse sich einfügen und doch erkennbar sein. „Wir sind als kommunales Verkehrsunternehmen auch eine Mobilitätsmarke. Mit der Notwendigkeit zu werben und zu informieren – und idealerweise für den Kunden identifikationsstiftend zu sein.“ „Ein gut gemachtes Schild sieht man nicht“ Rund 330.000 Fahrgäste sind täglich mit den drei U-Bahn-, acht Tram- und 48 Bus-Linien der EVAG unterwegs. „Das erfordert einfach ein geordnetes Design in puncto Werbung, weil sonst die Menge an Menschen nicht durch dieses System geführt werden könnte. Ein gut gemachtes Schild sieht man nicht bewusst, man folgt ihm nur. Es existiert nicht für sich – sondern für den Kunden“, meint Andreas Köhne, der u.a. für die Werbung der EVAG zuständig ist. „Die EVAG ist durchgestaltet von der Visitenkarte bis zur großen Straßenbahn.“

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Von der Studentenfirma zum Weltunternehmen Die G DATA Software AG feierte im September 2015 ihr 30-jähriges Bestehen. Das von zwei Informatikstudenten gegründete Unternehmen aus der Ruhrgebietsstadt Bochum hat das weltweit erste Virenschutzprogramm für Computer entwickelt. Heute beschäftigt die einstige Studentenfirma mehr als 470 Mitarbeiter und verkauft ihre Sicherheitslösungen in über 90 Ländern weltweit.

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Alles beginnt im Jahre 1985 mit der Vorstellung des Atari ST zur Hannover Messe: Begeistert von der Technik und den Möglichkeiten des neuen Atari-Homecomputers, entschließen sich die Informatikstudenten Kai Figge,

Andreas Lüning und Frank Kühn (†) Anwendersoftware für Atari zu entwickeln. Noch im gleichen Jahr gründen sie das Unternehmen G DATA und bringen ihre ersten selbst entwickelten Programme in den Handel. Knapp zwei Jahre

später bietet G DATA das weltweit erste Virenschutzprogramm an: G DATA AntiVirenKit. In den folgenden Jahren entwickelt sich die Bochumer Firma zu einem prosperierenden Softwareunternehmen und hat heute Niederlassungen in sieben Ländern. Während des 30-jährigen Bestehens von G DATA hat sich die IT-Welt massiv verändert: Einst machten Programmierer mit Computerviren auf ihr Können aufmerksam, mittlerweile stehen kriminelle Aktivitäten deutlich im Vordergrund. Heute spähen Computerviren sensible Daten wie Bankverbindungen, Passwörter oder Mailadressen aus. Aktuelle Sicherheitslösungen müssen daher ein Vielfaches von dem leisten, was früher erforderlich war. Für das schnelle Handeln bei neuen Bedrohungen wurde G DATA vom EU-Gemeinschaftsprojekt IPACSO als innovativstes IT-SicherheitsUnternehmen des Jahres 2014 ausgezeichnet. Auch zahlreiche Sicherheits- und Anti-Virus-Lösungen des Unternehmens erreichen immer wieder höchste Auszeichnungen. „Dieses exzellente Ergebnis sehen wir als Bestätigung für die Qualität unserer ­Sicherheitslösungen. Wir nehmen die Auszeichnungen aber auch als Ansporn, um auch in Zukunft die besten Sicherheitslösungen für unsere Kunden anzubieten“, erklärt Kai Figge. Aktuell besteht vor allem eine Gefahr in der fortschreitenden Vernetzung des betrieblichen und privaten Alltags. „Wie in der Vergangenheit üblich, liegt der Fokus auf neuen Funktionen, die Sicherheit wird nachgelagert angesehen. Cyberangriffe auf intelligente Autos, Häuser & Co. werden sicherlich zunehmen und die Schadenssummen steigen. Damit solche Angriffe bald nicht zum Alltag gehören, muss der Schutz dieser neuen Technologien sichergestellt werden“, schließt Andreas Lüning ab. Bild oben: G DATA ist seinem Standort an der Bochumer Königsallee bereits seit 30 Jahren treu geblieben. Bild unten: Die Geschäftsführer Andreas Lüning (links) und Kai Figge (rechts) kennen sich bereits seit dem Studium.


Abb. 1: Ohne kreativ beratende Werbeagentur

Abb. 2: Mit kreativ beratender Werbeagentur

Das richtige Werbemaßnahmenpaket zu schnüren, kann bisweilen ziemlich anstrengend sein (Abb. 1). Man braucht eine gute Idee. Man muss seine Zielgruppe kennen. Man muss den richtigen Medienmix finden. Man braucht das richtige Timing. Man muss etwas von Printwerbung verstehen. Und von neuen Medien. Etwas von Funk. Vielleicht auch TV.

Und nicht zuletzt natürlich, sollte man auch von Budgetplanung eine ungefähre Ahnung haben. Puhhh … Wie es auch einfacher geht (Abb. 2), verrät Ihnen Bernd Schürenberg am Telefon 0 201- 85 78 75 22. MGE MEDIA GROUP ESSEN Werbeagentur

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E-world 2016: Effiziente Prozessunterstützung speziell für Ver- und Entsorgungsunternehmen Von Controlling über Marketing bis zumVertrieb,schlanke und saubere Prozesse dank treorbis

Die Anforderungen für Ver- und Entsorgungsunternehmen und Netzbetreiber wuchsen in den letzten Jahren stetig an. Unternehmen in der Branche müssen ihre Produkte preisgünstig anbieten, um dem Trend der immer aktiver werdenden Kunden gerecht zu werden. Daraus folgt, dass unter anderem Vertrieb und Produktmanagement, die gesamte Logistikkette und das Controlling auf immer mehr adäquate Prozessunterstützung angewiesen sind - auch durch maßgeschneiderte, aber zugleich kosteneffizient standardisierte IT-Prozess-Lösungen. Zudem steigen und verändern sich gesetzliche Anforderungen (EMR/REMIT, kommunale Regelungen, etc.), die teils ohne eine passende Massendateninfrastruktur für erhebliche Mehrkosten und hohe wiederkehrende Aufwendungen sorgen. Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Branche unterstützt treorbis Unternehmen bei der Optimierung und Neuausrichtung der Geschäftsprozesse und Dateninfrastruktur. Die Nutzung vorhandener Daten und deren Wandlung in Informationen wird aktuell regelmäßig in Fachartikeln thematisiert. treorbis entwickelte auf Basis von Data Mining-Methoden und dem Werkzeugkasten des SAP Business Warehouse (SAP BW) ein Modell zur Kundenwertermittlung. Als Grundlage dienen diverse Datensätze aus dem SAP IS-U sowie dem CRMSystem. Mit Hilfe spezieller Algorithmen werden die Daten zu mehrwertigen Informationen angereichert. Dieses bewährte Vorgehen mündet in einem Kundenwertmodell, das sowohl in Vertrieb als auch Marketing als Grundlage für die tägliche Arbeit, beispielweise bei der Zielkundensegmentierung, dient. Insbesondere SAP HANA eröffnet hier ein breites Feld weiterer Möglichkeiten. SAP Business Intelligence als Schlüssel zu mehr Effizienz und Transparenz im Vertrieb „Neben der Analyse und Auswertung vorhandener Daten ist insbesondere das proaktive Handeln auf Basis zukunftsbezogener Daten sowie ein zielgerichtetes und transparentes Controlling ein entscheidender Wertschöpfungsfaktor“ (Zitat: Hofbüker, Sebastian – Management Consultant treorbis). treorbis entwickelt, ausgehend vom treorbis Referenzansatz, kundenindividuelle Lösungen für eine Vertriebsplanung, einen aufbauenden rollierenden Forecast sowie ein maßgeschneidertes Vertriebscontrolling unter Verwendung des ARIS-Tool-Sets und den Technologien des SAP BW. Neben der gesteigerten

Transparenz und einer frühzeitigen Absatz-/Umsatzprog­nose zeichnen sich die Lösungen insbesondere durch Effizienz aus. Projekt- und Vorhabenverwaltung 2.0, Dashboards zur Unterstützung der operativen Einheiten Doch nicht nur die strategischen Einheiten bedürfen einer zielgerichteten Unterstützung ihrer Prozesse. Exemplarisch kann hier der Fachbereich Netze gesehen werden. Die zuständigen politischen Gremien bewilligen ein jährliches Volumen für Ausbau-, Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarfe. Das bewilligte Volumen entspricht jedoch in den wenigsten Fällen den tatsächlichen Bedarfen. Eine enge Vorhabenverwaltung und ein übergreifendes Monitoring des Gesamtvolumens sind daher essentiell. Zuletzt konnten durch treorbis erfolgreich Dashboards implementiert werden, die den speziellen Anforderungen gerecht werden. Ausgehend von einer Gesamtübersicht sind entsprechende Navigations- und Absprungmöglichkeiten über Bereichs- und Detailberichte bis zu Auswertungen auf Vorhabenebene einschließlich der Teilprojekte möglich. Neben der Integration der SAP Systeme können weitere NonSAP Systeme und GEOMathias Wiemann, Bereichsleiter Netze, KWL – Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH Informationssysteme inkl. deren Kartendarstellung Gebühren- und Preiskalkulation (inkl. Simulation) oder alleingebunden werden. Abgerundet werden diese Dashboards gemein ein periodenabgegrenztes Standardberichtwesen mit Direktabsprüngen in die zugrundeliegenden Systeme wie mit Hilfe SAP BW stellen weitere Betätigungsfelder der trebeispielsweise dem SAP Modul PS, natürlich einschließlich orbis dar. der Übergabe des aktuell ausgewählten Vorhabens. Die aufwändige Navigation in den unterschiedlichen Systemen entMit Hilfe der Projektreferenzlösung Lösung „treorbis Kennfällt dank der treorbis Lösung: Die handelnden Personen finzahlen System“ können diese und weitere Informationen in den alle für Ihre tägliche Arbeit notwendigen Informationen einem sauberen Prozess für strukturierte Kennzahlen für das konsolidiert an einer zentralen Stelle. Management des Unternehmens zusammengefasst werden. Die Bereiche Produktmanagement (inkl. Produktcolloquium), Weitere Informationen unter www.treorbis.de Kunden- und Servicemanagement, Fuhrparkmanagement, Investitionsmanagement, Budget und Kostencontrolling,

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Business

Bild: © Frank Schwarz Gastro Group GmbH

Mit Handicap,

ohne Schwierigkeiten Eine Behinderung und Erfolg im Beruf schließen sich nicht aus. Viele Menschen mit körperlichem oder sprachlichem Handicap haben Freude an ihrer Arbeit und meis­ tern Herausforderungen mit Bra­ vur, so auch bei der Frank Schwarz Gastro Group GmbH (FSGG). Das Duisburger Cateringunternehmen ermöglicht Menschen mit Behin­ derung in enger Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Duisburg und dem Integrationsdienst des Land­ schaftsverbandes Rheinland die volle Teilhabe am Arbeitsleben – und übernimmt damit gesell­

schaftliche Verantwortung. „Wir haben in unserem Betrieb auf dem Duisburger Großmarkt eine integ­ rative Abteilung für Konfektionie­ rung und Verarbeitung geschaffen und wollen mit gutem Beispiel vorangehen“, erklärt Geschäfts­ führer Frank Schwarz. Hier haben insgesamt fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Handicap ei­ nen neuen Arbeitsplatz gefunden, darüber hinaus wird ein stark seh­ behinderter Kochauszubildender beschäftigt. „Bei sehbehinderten oder gehörlosen Menschen ist die verbale und nonverbale Kommu­

nikation sehr wichtig. So verfügen zum Beispiel unsere Küchengroß­ geräte nicht nur über akustische, sondern auch über optische Warn­ signale, um die erreichte Garzeit anzuzeigen“, verdeutlicht Frank Schwarz. „So klappt die Zusam­ menarbeit reibungslos und un­ sere Erfahrungen sind durchweg positiv.“ Grundsätzlich werden bei der FSGG alle Menschen mit Handicap als vollwertige Mitarbei­ ter betrachtet und ohne Sonder­ behandlung in den betrieblichen Tagesablauf integriert.

Bei Frank Schwarz (2. v. li.) und seinem Team wird Zusammenarbeit groß geschrieben.

... das ist unter dem Schlagwort Inklusion zu verstehen. thyssen­ krupp sieht sich diesem Ziel seit Jahrzehnten verpflichtet und bekräftigte im September 2015 mit der Inklusionsvereinbarung von Konzernvorstand und Ar­ beitnehmervertretern die Chan­ cengleichheit für Menschen mit Behinderungen. Der Konzern hat sich insbesondere zur Aufgabe gemacht, verstärkt Jugendliche mit Handicap auszubilden und ko­ operiert dazu mit der Agentur für Arbeit. In diesem Lehrjahr hat auch Fa­ bian Kahlert seine Ausbildung zum Industriemechaniker in der Stahlsparte von thyssenkrupp auf­

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genommen. Im Technikzentrum Dortmund von Steel Europe gibt es ein spezielles Programm für junge Menschen mit psychischen oder körperlichen Einschränkun­ gen. Hier wird auch der an Diabe­ tes erkrankte Teenager gezielt in die Ausbildung eingebunden. „Wir schauen uns an, wie wir den Aus­ bildungsplatz für eine betroffene Person gestalten können“, erklärt Michael Goralski vom Technik­ zentrum Dortmund. Der junge Mann kann hier seiner Begeiste­ rung für Technik und Tüftelarbeit nachkommen – seine Erkrankung spielt für ihn eher eine nebensäch­ liche Rolle. „Das Dabeihaben und Bedienen der Insulinpumpe ist für mich so selbstverständlich wie für

andere das Brillentragen“, erklärt Fabian Kahlert. Doch nicht nur für die Jugendlichen, auch für das Unternehmen bietet die Vielfalt beim beruflichen Nachwuchs Vor­ teile, wie Personalvorstand Tho­ mas Schlenz erläutert: „Einerseits bereichern unterschiedliche Men­ schen mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen den Unternehmens­ alltag. Darüber hinaus beweisen gerade Jugendliche, die Heraus­ forderungen und Veränderungen in ihrem Leben mit persönlicher Reife angenommen haben und meistern, entscheidende Voraus­ setzungen für eine erfolgreiche Ausbildung.“

Bild: © ThyssenKrupp Steel Europe

Trotz Handicap voll integriert …

Fabian Kahlert ist in seiner Ausbildung als Industriemechaniker ein vollwertiges Teammitglied.


Business

Per „WhatsApp“

zum Vorstellungsgespräch Bild: © Essener Unternehmensverband e. V.

Essener Unternehmensverband (EUV) zeigt neue Wege im Kampf um Talente auf

Ulrich Kanders, Hauptgeschäftsführer des Essener Unternehmensverbandes

Immer wieder beklagen Unterneh­ men, dass sie keine geeigneten Bewerber für ihre freien Stellen finden. Dabei müssen Betriebe heute verstärkt auch neue Wege gehen, um Auszubildende zu finden. Überdacht werden muss insbesondere die Kommunikati­ on mit den Bewerbern: Manche Kandidaten erscheinen gar nicht erst zu Vorstellungsgesprächen, weil Einladungen per E-Mail nicht mehr gelesen werden. „Sinnvoller kann es hier sein, Einladungen per WhatsApp zu verschicken. Kein Unternehmen sollte sich diesen Neuerungen verschließen“, weiß Ulrich Kanders, Hauptgeschäfts­ führer des EUV, der als Arbeitge­ berverband mehr als 300 bedeu­ tende Unternehmen aus Essen und der Ruhrregion unter seinem Dach vereint. „Um gute Bewerber zu finden, muss auch in sozialen Netzwerken mehr für Ausbildun­ gen und das Unternehmen ge­ worben werden. Ein Hinweis auf der Unternehmenswebseite oder bei der Agentur für Arbeit wird kaum mehr wahrgenommen“, so Kanders weiter. Viele Unterneh­ men müssen auch ihre Internet­ auftritte verbessern, wenn sie gute Kandidaten zu sich locken wollen. Glaubhafte Darstellungen sind gefragt, nicht mehr nur der lächelnde Auszubildende mit dem Daumen nach oben. Das über­ zeugt heute keinen „Digital Nati­ ve“ mehr.

Gelingt es Unternehmen, poten­ ziellen Nachwuchs bereits in der Schule auf sich aufmerksam zu machen, müssen sie Strategien verfolgen, dass dieser Erstkontakt nicht verpufft. Personalisierte, auf den möglichen Bewerber ganz in­ dividuell zugeschnittene Informa­ tionen sollten in regelmäßigen Ab­ ständen auf den gängigen digitalen Wegen an die Schüler/innen direkt verschickt werden. Dies kann bei­ spielsweise die Einladung zu ei­ nem Karrieretag im Unternehmen per WhatsApp oder Facebook sein, so dass eine frühzeitige Interak­ tion zwischen Unternehmen und Bewerber entsteht. Vielfältige Herausforderungen für Personalabteilungen „Die Personalabteilungen müssen umdenken und sich von ihren ge­ wohnten Strategien lösen, wenn sie im Kampf um die Generation Y und Z nicht verlieren wollen“, berichtet Kanders aus Gesprächen mit den EUV-Mitgliedsunterneh­ men und einer Personalleiterta­ gung des EUV zu diesem Thema. Dennoch kann er beruhigen: „Die­ se Herausforderung trifft alle, ob Kleinunternehmen, Mittelständler oder Konzern, und wird nicht von heute auf morgen zu realisieren sein. Wer sich allerdings mög­ lichst frühzeitig darauf einstellt, kann Wettbewerbsvorteile für sich gewinnen.“

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Business

„reden mit essen“ 100. Veranstaltung 23.02.2016

Bild: © Georg Lukas

100 Abende – es gäbe unzählige Geschichten zu erzählen …

Dienstag, 19. April 2005, 18:00 Uhr. Über dem Petersdom in Rom steigt weißer Rauch auf. „Habemus Papam!“ Wenige Minuten später betritt Joseph Kardinal Ratzinger den Balkon über dem Petersplatz – als der deutsche Papst Benedikt! Eine Stunde später feierte die Netzwerk-Veranstaltung „reden mit essen“ Premiere – mit himmlischem Segen … Am 23. Februar 2016,

knapp elf Jahre später, findet die 100. Veranstaltung im Colosseum statt, im Foyer des Essener Musicaltheaters. Nach seiner ersten Erkenntnis zu einer Veranstaltung ohne Reden und ohne Programm befragt, sagte der damalige Essener OB Wolfgang Reiniger: „Nach dem heutigen Abend habe ich zwei Tage Terminplanung gespart.“

… dass es bei der Premiere Thunfisch mit geräuchertem Lachs, Kürbiscreme-Suppe und Schweinerücken in Mandel-Amaretto gab. … dass von den 26 Personen, die im Premieren-Artikel der „Welt am Sonntag“ zu sehen waren, heute nur noch einer auf der Einladungsliste steht: RWE-Chef Dietmar Kuhnt. … dass es drei Jahre lang die Plattform für die „Ruhr2010“ war, die sich im Vorfeld bei jeder Veranstaltung präsentierte.

… dass RWE-Chef Nico Schäfer vor neun Jahren bei „reden mit – Rot-Weiß – essen“ seinen RWESchlips mit Organisator Axel Pollheim tauschte, damit der für den Klub Reklame machen solle. Es gibt „Essen in Essen“, „Essen genießen“, „Essen auf Rädern“ – was bitteschön ist „reden mit essen“? Axel Pollheim findet den Namen einfach gelungen. Essen, trinken, reden – also Netzwerk-Pflege. Die Gäste sind Programm. Meinungsbildner aus der Region, die sich achtmal im Jahr austauschen. Am 23. Februar zum 100. Mal!

… dass der 2. Mann im Staat, Bundestagspräsident Norbert Lammert, der bisher ranghöchste der mehr als 35.000 Gäste war.

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Audienz

S

chräge Mütze,

starke Stimme Max Mutzke wurde von Talentsucher Stefan Raab für den Eurovision Song Contest 2004 entdeckt und ist heute als Sänger, Songwriter und Musiker eine feste Größe in der deutschen Musiklandschaft. Die RUHRZEIT sprach mit dem vielseitigen Künstler über sein neues Album „MAX“, seine musikalischen Einflüsse und seine Tätigkeit als Botschafter des Deutschen Kindervereins Essen e.V.

Mein Problem war folgendes: Parallel zu der Arbeit an „MAX“ hatte ich ein sehr erfolgreiches Jazzalbum veröffentlicht. Daraufhin habe ich so unglaublich viel live gespielt, in unterschiedlichsten Be­setzungen – von Jazz-Trios über Big Band-Shows und Konzerten mit klassischen Ensembles bis hin zu R&B-Soul-Konzerten –, dass ich nicht mehr wusste, wo meine musikalische Identität liegt. Diese Orientierungslosigkeit machte die

Arbeit am Album emotional und dadurch sehr persönlich. Viele der Texte sind autobiographisch und verraten Dinge, die ich in Interviews so nie erzählen würde. Daher ist „MAX“ durchaus ein sehr persönliches und authentisches Album. Wie entstehen Ihre Songs? Die Grundidee meiner Songs hat immer eine sehr ähnliche Entstehung: Ich singe vor mich hin und plötzlich rutscht mir eine Textzeile mit einer entsprechenden Melodie raus, die mir selbst, in all dem Wust, den ich von mir gebe, auffällt. Diese Idee nehme ich sofort auf meinem Smartphone auf, sodass ich immer eine kleine Bibliothek an Songideen bei mir trage, die ich dann zu gegebener Zeit ausarbeite. Das Erstaunliche dabei ist, dass in dieser einen Melodiephrase für mich meist so viel Information steckt, dass ich genau weiß, in welcher Sprache ich

welche Geschichte erzählen will. Ab dann ist es Fleißarbeit, verbunden mit viel Geduld und einer zweiten Person, mit der ich den Song in seiner Entstehung besprechen und reflektieren kann. Das geht manchmal reibungslos, zügig und inspiriert zu, ein anderes Mal wiederum zäh, langwierig und schwierig. Ihre Musik ist eine Mischung aus Pop-Rock, Soul, Funk und Jazz. Gibt es noch eine weitere Musikrichtung, in der Sie sich ausprobieren wollen? Welches Musikgenre hören Sie privat? Privat höre ich all das, was man allgemein unter Black Music einordnen würde: Soul, R&B, Funk, Fusion, Jazz und Blues. Aber ja, es gibt noch einiges, was ich mit meiner Art zu singen verbinden möchte. Ich kann mir vorstellen, irgendwann ein… Ich verrate es nicht! Sonst kommt mir noch jemand zuvor.

Bild: © David Königsmann

Herr Mutzke, Sie haben erst vor wenigen Wochen Ihr sechstes Album „MAX“ veröffentlicht. Wie verlief die Produktion? Ist es eine besonders private Platte geworden, da sie Ihren Vornamen trägt? Ich habe an diesem Album lange gearbeitet, da sich meine Vorstellungen laufend änderten. Ob modernes Big Band- oder Klassikalbum – mir war einfach nicht klar, wo der Schwerpunkt liegen und wie die Songs klingen sollen.

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Audienz

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ber tatsächlich, ich werde häufig gefragt, ob und warum ich mich nicht auf einen Musikstil und eine Sprache festlegen kann. Meine musikalischen Einflüsse sind sehr bunt und durchmischt. Aber ich habe schon längst entschieden, mich nicht entscheiden zu müssen. Wer sind Ihre musikalischen Vorbilder und Inspirationsquellen? Musikalische Vorbilder hatte ich nie. Es gibt nur eine lange Liste verschiedener Künstler, die mich inspiriert haben: Sänger wie Donny Hathaway, Marvin Gaye und Bill Withers, Instrumentalisten wie Miles Davis, Bill Evens und Steve Gadd, aber auch Bands wie Crusaders, Neville Brothers und Yellow Jackets haben mich schnell wissen lassen, dass Musik mein Leben genauso inspirieren wie füllen wird. Wie erreicht man Menschen mit Musik? Musik erreicht jeden auf eine andere Art. Der eine achtet auf den Inhalt der Texte, der andere auf den Beat. Manche wiederum legen viel Wert auf die Stimme und andere finden den Song einfach nur gut, weil er gerade im Radio läuft. Das Wichtigste und Schönste aber ist, dass Musik verschiedene Emotionen bei fast jedem Menschen auslöst, egal, aus welcher Zeit oder Kultur er kommt. Musik ist eine Sprache, die keine Grenzen kennt und die jeder versteht. Sie sind entgegen vieler anderer Musiker nach Ihrer Entdeckung nicht wieder in der Versenkung verschwunden, sondern feiern auch elf Jahre danach Erfolge. Wie erklären Sie sich das? Meine Leute und ich haben schon von Anfang an sehr viel Wert auf eine langanhaltende Karriere gelegt. Das heißt, ich trete nur in die Öffentlichkeit, wenn es um Musik geht und halte mein privates Leben aus den Medien. Aber ich kann sagen, dass es für mich nach elf Jahren nicht selbstverständlich ist, meine Familie und mich nur von der Musik ernähren zu können.

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Für das Album „Durch Einander“ erhielten Sie 2013 einen Jazz-Award in Platin. Können Sie beschreiben, wie der seit vielen Jahren erfahrene Erfolg Ihr Leben verändert bzw. beeinflusst hat? Der Start meiner Karriere war sehr rasant und gewaltig und ich habe selbst nicht an einen langanhaltenden Erfolg geglaubt. Nun gehört dieser, mal mehr und mal weniger, seit über einem Jahrzehnt zu meinem Alltag, ohne dass sich Routine einstellen mag. Ich kann mir mittlerweile kaum mehr ein anderes Leben vorstellen, auch wenn ich zuhause sehr viele Dinge mit viel Leidenschaft verfolge, die nichts mit Musik zu tun haben. Ich gehe sehr gerne in den Wald, um für den Winter Holz zu schlagen und bin auch sonst sehr handwerklich orientiert. Zurzeit restauriere ich einen LKW, den ich mir mit meinem Bruder zu einem Expeditionsmobil umbaue. Mit diesem möchte ich später eine Weltreise machen und alle Klimazonen der Welt bereisen können. Diesen Wunsch verfolge ich schon seit meinem elften Lebensjahr. Ihre Leidenschaft für Musik war schon in jungen Jahren vorhanden, heute sind Sie ein erfolgreicher Sänger und Songwriter. Raten Sie jungen Menschen, Ihren Traum zu verfolgen und sich auszuprobieren? Klar. Sich auszuprobieren, sein Leben in alle Richtungen zu durchdenken, seine eigenen Qualitäten herauszufinden und für vieles offen und begeisterungsfähig zu sein, ist für jeden wichtig. Leider scheint das soziale Umfeld den Menschen oft einen klaren Weg für das eigene Leben vorzugeben, aber der ist wahrscheinlich nur selten der richtige. Als Künstler reisen Sie viel – welcher war der überraschendste Ort, den Sie bereist haben? Da gibt es so viele Orte, die mal unglaublich beeindruckend, mal romantisch und mal aufregend sind. Ich habe letztes Jahr in Rio de Janeiro gespielt – eine Stadt, die so anders pulsiert als Städte in Europa. Vor wenigen Wochen habe ich in einer JVA für Frauen ein Konzert gegeben. Auch das ist ein Moment, den ich nie vergessen werde. Außerdem durfte

ich am 75. Geburtstag von Klaus Doldinger singen. Am Schlagzeug saß Udo Lindenberg, der frühere Drummer von Doldinger – das war ein unglaublich tolles Erlebnis! Sie sind Botschafter des Deutschen Kindervereins Essen e.V.: Warum haben Sie sich für ein Projekt mit Kindern entschieden? Wofür setzt sich der Verein ein und was liegt Ihnen persönlich besonders am Herzen? Ich bin selbst Papa von vielen kleinen süßen und bunten Kindern. Die sind für mich, so wie es das für alle Väter und Mütter sein sollte, das aller, aller Wichtigste. Sie glücklich zu wissen, ihnen all die Zeit, die wir mit einander haben, Liebe zu schenken und ihnen klar zu machen, dass sie einzigartig, unersetzbar und großartig sind, ist für mich wesentlich. Dass sie ihr ganzes Leben vor sich haben und sich frei entscheiden können, was sie damit anfangen wollen, ihnen bei ihren Träumen zu helfen, dass zumindest ein Teil davon in Erfüllung geht – all das ist für mich eine Selbstverständlichkeit, die ich mit absoluter Leidenschaft erfüllen mag. Einen Kontrast dazu stellt das Buch „Deutschland misshandelt seine Kinder“ dar, das ich kürzlich gelesen habe. Dieses Buch hat mir gezeigt, dass es mein Selbstverständnis von Familie häufig so nicht gibt. Im Gegenteil, viel zu viele Kinder werden misshandelt und körperlich wie seelisch zerstört. Jeden zweiten Tag stirbt ein Kind an den Folgen seiner Misshandlungen. Pro Jahr werden 200.000 Kinder misshandelt und in vielen Fällen wird ihnen weder geholfen noch der Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen. Das muss aufhören und jeder hat seinen Teil dazu beizutragen. Niemand darf wegsehen, jeder muss Verantwortung übernehmen, auch und gerade bei Kindern aus der Nachbarschaft. Mir ist dieses Projekt unglaublich wichtig. Kontaktdaten: Deutscher Kinderverein Essen e.V. Sommerburgstraße 22 45149 Essen T 0201 47 90 05 20 M 0172 54 22 869 www.deutscher-kinderverein.de


Bild: © David Königsmann

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RUHRZEIT 4 2015


Bild: © Roman Mensing, Emscherkunst

KulturGUT

51 Kilometer Kunst an den Ufern der Emscher

Spektakuläre Attraktionen und ein spannendes Veranstaltungsprogramm verspricht die dritte EMSCHERKUNST, die riesige Freiluft-Ausstellung entlang des Flusses. Sie begleitet als Triennale bis 2020 den Umbau des Abwasserflusses hin zu einer natürlichen Flusslandschaft. Vom 4. Juni bis 18. September 2016 wird diese „documenta des Reviers“ insgesamt 25 Projekte von nationalen und internationalen Künstlern zeigen – und zwar in Natur und Stadt. Der 51 Kilometer lange Parcours führt von der idyllisch gelegenen Quelle der Emscher in Holzwickede über Dortmund, Castrop-Rauxel und Herne bis zum Stadthafen Recklinghausen – und lädt Besucher ein, die Region neu zu entdecken.

Die künstlerische Leitung der 100-tägigen Ausstellung hat zum dritten Mal der Münchner Kunsthistoriker Florian Matzner. Bei der Umsetzung des 4-Millionen-Projekts kooperieren erneut Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband – und das sehr erfolgreich. Zu ihrem Auftakt im Kulturhauptstadtjahr Europas RUHR.2010 war die EMSCHERKUNST mit 200.000 Besuchern das größte Kunstprojekt im öffentlichen Raum des Ruhrgebiets. Nach einer Steigerung der Besucherzahl 2013 soll es auch eine vierte EMSCHERKUNST geben – diskutiert wird nur der Zeitpunkt. Dem Drei-Jahres-Rhythmus folgend wäre es 2019, aber 2020 könnte man damit den Abschluss des Emscherumbaus feiern.

1962 war Sean Connery das erste Mal mit der Lizenz zum Töten im Einsatz und jagte „Dr. No“ – und hat als smartester Geheimagent der Kinogeschichte die Zuschauer in aller Welt erobert und begeistert. Der von Autor Ian Fleming erfundene britische Gentleman wurde bis heute in 24 EON-Filmen in fünf Jahrzehnten von sechs verschiedenen Darstellern gespielt. Zum 50. Jubiläum hat die Produktionsfirma ihre Archive voller Fotos, Entwürfe, Storyboards und sonstiger Materialien dem Buchautor Paul Duncan geöffnet. Die entstandene Standardausgabe „Das James Bond Archiv“ ist eine umfassende Darstellung – und erscheint am 15. Dezember in einem handlicheren Format zu einem erschwinglicheren Preis. Das kompakte und doch umfangreiche Dokument enthält atemberaubende Bilder und Hintergrundinformationen zu jedem Bond-Film, angefangen bei „James Bond jagt Dr. No“ (1962) bis hin zum aktuellen Werk „Spectre“ (2015). Die

Fülle der Fotos von Dreharbeiten, der unveröffentlichten Standardbilder, Bühnenbildentwürfe und Produktionsnotizen ist durch eine „Oral History“ abgerundet. Über 150 Schauspieler und CrewMitglieder erzählen die wahre Insider-Geschichte der Bond-Filme und liefern dabei außergewöhnliche Einblicke in die Welt hinter den Kulissen des erfolgreichsten und längsten Filmfranchise der Kinogeschichte.

Geheimakte 007 – der komplette Bond

Das James Bond Archiv. SPECTRE Edition Hardcover, 33,7 x 24,6 cm 624 Seiten ISBN (deutsche Ausgabe) 978-3-8365-5183-0 Neuausgabe: 49,99 Euro Originalausgabe: 150 Euro TASCHEN Verlag

James Bond (Sean Connery) und sein kultverdächtiger Aston Martin DB5 während der Dreharbeiten zu Goldfinger (1964) am Furka Pass, Schweiz.

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GOLDFINGER © 1964 Danjaq, LLC and United Artists Corporation. All rights reserved. TASCHEN Verlag

„Schutzhelme“ von Sujin Do


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KulturGUT

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Da Vinci – Exploring Arts & Science

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bis 17. Januar 2016 Leonardo da Vinci war sicherlich einer der ersten modernen Menschen der Renaissance. Er verzahnte die unterschiedlichsten Wissensgebiete auf eine vorher nie erlebte Art, frei von nahezu allen Tabus seiner Zeit. Er skizzierte sowohl Fluggeräte als auch digitale Computer und erforschte die Anatomie des Menschen. Damals wie heute verehren viele Menschen Leonardo als Revolutionär von

Forschung und Kunst der Renaissance. Die Bochumer Ausstellung präsentiert das Erbe des Universalgenies Leonardo da Vinci und stellt sein Leben und Schaffen interaktiv dar. Die auf Grundlage von Skizzen erstellten Nachbauten von Erfindungen und Maschinen sind funktionsfähig, originalgroße Reproduktionen mit entsprechenden Skizzen bilden eine einmalige Zusammenschau von Leonardos künstlerischem Schaffen. Weitere Informationen unter www.davinciausstellung.de

12 Monate / 12 Filme – Erkundungen im Raum

bis Mai 2016

Bild: ©

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durch Stadträume, Innenräume und unheimliche Räume. Ab dem 18. Dezember läuft der Film „Tide Table“ von William Kentridge aus den Jahren 2003 bis 2004, der die Wechselfälle des Schicksals aus der distanzierten Position eines Zeitungslesers verfolgt.

Bild: © William Kentridge

Bereits seit April 2015 werden im Museum Folkwang im monatlichen Wechsel 12 Videos und Filme von wichtigen zeitgenössischen Künstlern wie Stan Douglas, Jesper Just und Sarah Morris oder dem Künstlerduo Teresa Hubbard und Alexander Birchler gezeigt. Die Filme führen an andere Orte, die jenseits der Leinwand liegen. Es entsteht eine zwölfmonatige Reise

Weitere Informationen unter www.museum-folkwang.de

Schwanensee Peter I. Tschaikowskis „Schwanensee“ ist der Stoff, aus dem BallettTräume geworden sind. Das 1877 uraufgeführte Werk gilt als Inbegriff klassischer Ballettkultur und wurde bereits von zahlreichen berühmten Choreografen geprägt. Die speziell auf das Ballett im Revier zugeschnittene Choreografie von Ballettdirektorin Bridget Brei-

ab 23. Dezember 2015

ner geht in dieser Spielzeit in ihre dritte Saison und hat das Zeug zum Klassiker: Frei von der Strenge des Handlungsballetts zeigt die Choreografin die Geschichte der Schwanenprinzessin Odette und ihres Prinzen als psychologisches Kammerspiel zwischen Wesen, die aus unterschiedlichen Welten kommen und in den Zwängen und

Fesseln der Liebe und des hilflosen Begehrens gefangen sind. Weitere Informationen unter www.musiktheater-im-revier.de


B

News Das Ballett „Der Nussknacker“ von E.T.A. Hoffmann ist ein Klassiker zur Weihnachtszeit und wird im Aalto Musiktheater Essen noch bis zum 31.01.2016 aufgeführt. Infos unter www.aalto-balletttheater.de

ochums Platz

der europäischen Versprechen

Am 11. Dezember 2015 wird Bochum um eine Sehenswürdigkeit reicher, denn an diesem Tag wird der Platz der europäischen Versprechen vor der Christuskirche eröffnet und der Öffentlichkeit übergeben. Für das Projekt, das im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 entstanden ist, wurden seit 2004 Menschen aus Bochum, der Metropole Ruhr und ganz Europa eingeladen, ihr persönliches Versprechen für Europa abzugeben. Dieser Einladung folgten 14.726 Menschen.

Die Idee für die künstlerische Gestaltung des Bochumer Platzes hatte der 1940 in Berlin geborene Konzeptkünstler Jochen Gerz. Seit Mitte der 1980er Jahre steht die Öffentlichkeit selbst im Zentrum seiner Arbeit, ohne deren Teilnahme seine Kunst nicht mehr entstehen kann. Als die Stadt Bochum ihm 2006 die gestalterische Auf-

die den Vertrag von Versailles und die Niederlage des Reichs im Ersten Weltkrieg stigmatisierte. Diesen Tafeln stellt Jochen Gerz eine dritte gegenüber, eine, die Namen der Lebenden trägt und das heutige beziehungsweise zukünftige Europa ins Bewusstsein der Menschen rücken soll. Eine weitere Attraktion des neu gestalteten Platzes wird das Lichtkonzept des französischen Lichtdesigners Laurent Fachard sein, der unter anderem den Elysée-Palast des französischen Präsidenten in Paris in neues Licht tauchte. Auch in Zukunft bleibt der Platz ein Ort des Nachdenkens: Was erwarten wir von Europa? Was erwarten wir von uns selbst?

„Das Phantom der Oper“ – das weltweit erfolgreichste Musical – ist noch bis August 2016 im Stage Metronom Theater in Oberhausen zu sehen und entführt die Zuschauer einmal mehr ins Paris des Jahres 1881. Infos unter www.stage-entertainment.de Im Planetarium Bochum wird Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte am 17.12.2015 unter dem Sternenhimmel erzählt. Infos unter www.planetariumbochum.de

Bild: © AYLA WESSEL_KULTURAGENTÜER

Bild: © Sabitha Saul

Die gegebenen Versprechen bleiben allerdings ein Geheimnis. Im gesellschaftlichen Leben fällt es Menschen, insbesondere bezogen auf Politik und Werbung, schwer,

mehr lebt. Stellvertretend für die Versprechen wurden die Namen aller Teilnehmer in insgesamt 21 Basaltlavaplatten graviert. Die erste dieser Platten mit 600 Namen liegt bereits seit 2009 im Turm der Christuskirche. Von dort aus erstrecken sich die übrigen Platten über den 3.000 Quadratmeter großen Platz.

Er war Meister des Details, jetzt sind 70 Werke des spanischen Malers Francisco de Zurbarán (1598-1664) bis zum 31.01.2016 im Museum Kunstpalast in Düsseldorf zu bewundern. Überaus faszinierend ist die Detailliebe des Künstlers, die seine Darstellungen so lebensecht wirken lassen. Infos unter www.smkp.de

Im Aalto Musiktheater Essen wird noch bis Juli 2016 eine „Tanzhommage an Queen“ präsentiert – ein Ausdruck der Verehrung für eine der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten. Infos unter www.aalto-ballett-theater.de „Rock me Amadeus“, „Jeanny“ oder „Der Kommissar“ – wer kennt sie nicht, die großen Hits von Falco?! Am 19.12.2015 ist die Falco-Tribute-Show in der Christuskirche in Bochum zu sehen. Infos unter www.falcotheshow.com

einem Versprechen Glauben zu schenken und darauf zu vertrauen. Viele fühlen sich dadurch sogar in die Irre geführt. Aus diesem Grund werden die gegebenen Versprechen als eine persönliche, intime Handlung bewertet und nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei stellt sich die Frage, ob diese Versprechen angesichts ihrer Geheimhaltung auch noch in Zukunft eine besondere Gültigkeit besitzen, selbst dann, wenn keiner der „Autoren“ des Platzes

gabe übertrug, begann er ein Konzept zu entwickeln, das sich in das bereits existierende Bild des Platzes fügt und trotzdem etwas völlig Neues schafft. Ausgangspunkt seiner Idee waren die Gedenktafeln in der „Helden-Gedenkhalle“ im Kirchturm. Auf einer der Tafeln sind Namen von Menschen eingemeißelt, die während des Ersten Weltkrieges in Bochum gefallen sind. Ein Mosaik aus dem Jahr 1931 verzeichnet eine Liste mit 28 ehemaligen „Feind-Staaten“,

Das Weltcircus-Festival ist der Weihnachtscircus des Ruhrgebiets! Er bietet vom 25.12.2015 bis zum 3.1.2016 am Festplatz Frintroper Straße in Essen ein spannendes Programm waghalsiger Artisten und anmutiger Künstlerinnen in nostalgischer Atmosphäre. Infos unter www.weltcircus.de Der Literaturpreis Ruhr 2015 ging in diesem Jahr an Sascha Reh. Der Duisburger Schriftsteller wurde mit dem Preis des Regionalverbandes Ruhr (RVR) für sein Gesamtwerk ausgezeichnet. Infos unter www.metropoleruhr.de RUHRZEIT 4 2015


Bild: © Elisabeth Sandmann Verlag / Daniel Ost. Foto: Kiyakazu Nakajima

KulturGUT

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Daniel Ost

Floristikkünstler par excellence

Was die Natur an Blättern, Blüten, Zweigen, Beeren, Blumen, aber auch Gräsern, Moosen, Wurzeln, Zapfen und Unkräutern hervorbringt – jedes Gewächs ist in seiner Einzigartigkeit gleichermaßen Quelle der Inspiration für Daniel Ost. Auf dem Bild (ob.) sind die prallen, kugeligen Blüten von Ranunkeln zu sehen. Der Belgier gilt als einer der besten Floristikkünstler der Welt und wurde bereits von Königshäusern und Botschaften gebucht. Er erschafft surreale Landschaften, abstrakte Kunstwerke sowie Sträuße nach Bildern alter Meister. Auf über 400 Seiten zeigt dieses Buch das bisherige, einzigartige Lebenswerk von Daniel Ost.

Daniel Ost – Der Meister der Blumenkunst Elisabeth Sandmann Verlag 432 Seiten, 89,00 Euro ISBN 978-3-945543-08-5 46

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music“

bis 6. Mai 2016

Der Essener Journalist und Fotograf Sven Thielmann begleitet seit über 30 Jahren die nationale wie internationale Jazz-Szene. Unter dem sprechenden Titel „Just call it music“ präsentiert er im Schloss Borbeck eine Auswahl seiner schönsten Motive, die zugleich käuflich zu erwerben sind. Der Spannungsbogen ist groß: Er reicht von Höhepunkten seines fotografischen Schaffens aus den 80er Jahren – mit Schwarz-WeißBildern berühmter US-Jazzer wie Miles Davis oder Don Cherry und bedeutender europäischer Musiker wie Volker Kriegel und Michel Petrucciani – bis hin zu digitalen Farbfotos, die zwischen 2005 und 2015 entstanden. Neben Portraits

von Jazzgrößen wie Ornette Coleman, Charlie Mariano und Tomasz Stanko werden Künstlerpersönlichkeiten aus anderen Genres, etwa die Rock-Ikone Iggy Pop und die Avantgarde-Musikerin Laurie Anderson, gezeigt. Abgerundet wird die Ausstellung von Aufnahmen verschiedener Musiker wie Joscha Oetz, Michael Schriefl oder Thomas Hufschmidt, die in den letzten Jahren im Schloss Borbeck auftraten. Weitere Informationen unter: www.schloss-borbeck.essen.de

© THOMAS RATH

Bild: © Sven Thielmann

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„Just call it

TALBOT RUNHOF RUBINACCI BOGNER

FRIENDLY HUNTING

BEATRICE ARGONNE THOMAS RATH HEARTBREAKER

IRIS VON ARNIM

ARMANI COLLEZIONI

TRIXI SCHOBER VAN LAACK

ST. EMILE CLOSED

HERNO

FABIANA FILIPPI

HANDSTICH

CAMBIO

AMINA CALIBAN

U.V.M

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welt So leuchten beispielsweise über Essen-Kettwig die zwei Michelin-Sterne, mit denen Berthold Bühler seine Gäste im Restaurant „Résidence“ mit einer leichten, kreativen Küche verwöhnt. In unmittelbarer Nachbarschaft zaubert Erika Bergheim auch ohne Stern, aber dennoch spitzenmäßig, im „Schlosshotel Hugenpoet“ kleine und große Köstlichkeiten. Auch das Team im Restaurant „Inside“ in Duisburg beweist mit ideenreichen Gerichten wahre Küchenleidenschaft. Im Dortmunder Sterne-Restaurant „Palmgarden“ dürfen sich Gourmets im faszinierenden Ambiente

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der Spielbank Hohensyburg auf genussvolle Augenblicke freuen. Neu angekommen in der Riege der Sternenrestaurants sind das „kikillus“ in Dortmund und das Mülheimer Restaurant „am Kamin“, die der Guide Michelin 2016 mit je einem Stern auszeichnete. Auch über Dorsten leuchten die Sterne, die der bekannteste Gourmetführer jährlich vergibt: So ist das Restaurant „Goldener Anker“ weiterhin mit einem und das „Rosin“ mit zwei Sternen ausgezeichnet. Weitere Informationen unter: www.hotel-residence.de www.schlosshotel-hugenpoet.de www.inside-restaurant.de www.palmgarden-restaurant.de www.bjoern-freitag.de www.kikillus-restaurant.de www.restaurant-amkamin.de

Bild: © Jérôme Rommé – fotolia.de

Festlich genießen Die Ruhrregion ist nicht nur in kultureller, sondern auch in kulinarischer Hinsicht zu einer Metropole geworden. Ansässige Spitzengastronomen erfreuen ihre Gäste mit erstklassigen Speisen. Feinschmecker dürfen sich ganzjährig und insbesondere zu den Festtagen auf wahre Funkenregen auf der Zunge freuen.


GenussWelt

aus der Weihnachtsbäckerei Teig kneten, rollen, ausstechen und liebevoll verzieren: Plätzchenbacken ist die große Leidenschaft von Konditormeisterin Angelika Schwalber. In ihrem Buch „Weihnachtsplätzchen“ verrät sie uns ihre Lieblingsrezepte für knusprig-zartes Weihnachtsgebäck. Von Klassikern wie Vanillekipferl, Kokosmakronen, Butterplätzchen und Spitzbuben über raffinierte moderne Plätzchenvarianten bis hin zu Trendgebäck mit Superfoods wie Heidelbeerschnecken mit Matcha-Tee sowie internationalen süßen Verführern wie orientalische Feigenröllchen ist für jeden Geschmack das Passende dabei. Damit auch alles auf Anhieb gelingt, zeigt Angelika Schwalber im Back-Einmaleins die wichtigsten Zutaten und Handgriffe. So wird Plätzchenbacken zum Kinderspiel.

Angelika Schwalber Weihnachtsplätzchen ZS Verlag 128 Seiten, 15,99 € ISBN 978-3-89883-491-9

Citronelli (Italienische Zitronentaler) Zubereitungszeit: 45 Min. Kühlzeit: mind. 1 Std. (besser über Nacht) Backzeit: 8 – 12 Min.

Für den Mürbeteig: 170 g Mehl + Mehl für die Arbeitsfläche 75 g weiche Butter 65 g Puderzucker 1 Msp. Vanillemark Salz 1 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale 1 Ei

1. Für den Mürbeteig das Mehl auf die Arbeitsfläche sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Butter in Stücke schneiden, Puderzucker, Vanillemark, 1 Prise Salz, Zitronenabrieb und das Ei in die Vertiefung geben. Alles mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Zu einem Rechteck formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde (besser über Nacht) kühl stellen.

Bild: © ZS Verlag/ Julia Hoersch

Zutaten für ca. 30 Stück

2. Den Backofen auf 170 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Von dem Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche kleine Portionen abnehmen und zwischen den Handflächen zu etwa 3 cm große „Zitronen“ rollen. Auf das Backblech legen. Mit einem Teelöffel jeweils eine kleine Vertiefung in die Mitte drücken und mit etwas Lemon Curd füllen.

Für die Füllung: 2-3 EL Lemon Curd (Fertigprodukt)

3. Die Citronelli im Ofen auf der mittleren Schiene 8 bis 12 Minuten backen. Herausnehmen, noch warm mit Puderzucker bestäuben und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Außerdem: Puderzucker zum Bestäuben

Besondere Bonbons Kleine Überraschung für Kaffeegäste oder als süßes Mitbringsel: Die Zitronentaler einzeln in quadratisch zugeschnittene Stücke Packpapier wickeln, die Enden wie bei Bonbons verdrehen. Mit Klebesternen verzieren.

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GenussWelt

Knüppelknifte macht salonfähig

Stockbrot

Bild: © photology1971 – fotolia.de

Bild: © Grubenglück Gm bH

Mit delikaten Füllungen und Dips, ganz ohne Qualm und rohe Teigklumpen, haben die sogenannten Knüppelkniften das Zeug zum Kultgericht, das Erinnerungen an gemütliche Stunden am Lagerfeuer weckt. Die Idee, in einem Restaurant Brot über einem gasbetriebenen Tischfeuer zu rösten, hatten Florian Hermann und Erik Schwarzer bereits während ihres Studiums. Nachdem beide den Businessplanwettbewerb „Senkrechtstarter“ der Stadt Bochum gewannen, betreiben sie seit 2013 die Knüppelknifte im Bermuda3Eck Bochum und schlagen mithilfe eines Investors und neuen Partners neue Wege in der Gas-

süße Kreationen probieren. Aus etwa 15 deftigen Zutaten von Schinken und Salami, über Lachs, verschiedene Käsesorten, Oliven, To m a t e n bis hin zu Zwiebeln kann sicher jeder eine individuelle Füllung zubereiten. Für alle, die es gerne süß

tronomie ein, um ihre Interpretation vom Stockbrot unter die Feinschmecker zu bringen. Gäste der drei Restaurants in Bochum, Essen und auf Sylt können aus einer Vielfalt an Stockbrot-Varianten wählen. So kann man verschiedene Hefeteig-Brotlinge z.  B. mit Rosmarin und Oregano oder

mögen, stehen Schokolade, Kekse und Früchte zum Verfeinern auf der Karte. Verschiedene Dips und Saucen runden das Angebot ab. Mit ihrem Lizenzvertrieb bündeln die Bochumer Unternehmer Erfahrungen, steigern Bekanntheit und Qualität und reduzieren die Kosten eines jeden Gastronoms. Zusammen mit den Lizenznehmern arbeitet die Knüppelknifte System GmbH an ihrem nachhaltigen Erfolg und der gleichbleibenden Qualität ihres Konzeptes. Weitere Informationen unter www.knueppelknifte.de

„Matroshka“ – russische Spezialitäten „made in Essen“ Das Essener Einkaufszentrum „Limbecker Platz“ ist seit Oktober 2015 um eine kulinarische Attraktion reicher. Die vier Meter hohe Matroschka namens Amalia ist eine neue Art mobiler Imbissstand. Im Bauch der überdimensionalen Puppe werden besondere PelmeniTeigtaschen frisch zubereitet, die in einer kleinen Fabrik im Essener Norden produziert werden. Die Rezepte für die Füllungen basieren auf traditionellen Hausrezepten und wurden in den Varianten Rind, Kartoffel und Kirsche geschmacklich weiterentwickelt. Frische Saucenkreationen und ein Salatbukett runden das Geschmackserlebnis ab. Dabei bilden hochwertige Zutaten ohne Konservierungsmittel die Basis für die russischen Spezialitäten.

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Die Idee für „Matroshka“ als besonderen Imbiss hatten die drei Essener Jungs Waldemar Beck, Faroch Musafarov und Roman Derr, deren Eltern bzw. Elternteile nach Deutschland eingewandert sind. In einem gemeinsamen Unternehmen möchten die Freunde aus Kindertagen vier Geschäftsfelder entwickeln und etablieren. So soll neben dem „To go“-Verkauf die Ware auch online, im ausgesuchten Lebensmittelhandel sowie über Einkaufs- und Vertriebsorganisationen als „White-Label“ erhältlich sein. Außerdem kann die Matroschka für Events und Familienfeste mit der Option auf ein Unterhaltungsprogramm gemietet werden. Ein weiterer Geschäftszweig wird die Entwicklung und der Vertrieb von Merchandise-Pro-

dukten rund um das Thema „Matroshka“ sein – angefangen bei Holzpuppen und Schürzen bis hin zum Kochbuch oder einer App sollen verschiedene Artikel erhältlich sein.

Bild: © Cl

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GenussWelt

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Im Restaurant genießen Gäste eine ausgefallene und exklusive sardisch-toskanische Küche mit Spezialitäten wie beispielsweise Antipasti, gegrillte Dorade, köstliche Pastagerichte und vieles mehr. Je nach Jahreszeit kommen auch saisonale Leckerbissen auf die Karte. Den Gastronomen liegt

das Wohlbefinden jedes einzelnen Gastes sehr am Herzen. Jeder soll schmecken und spüren, dass hier mit Liebe und Zutaten von bester Qualität gekocht wird.

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Im Restaurant VITALI „im Haus Gastlichkeit. Das Restaurant ist im Rohmann“ in Gelsenkirchen Buer „Haus Rohmann“ untergebracht, ist das süße Leben Italiens zuhau- einem alten Wirtshaus, über desse. Das Team um Sergio Cabras sen Geschichte nicht viel bekannt und Gaetana Di Blasi verwöhnt ist. 1891 ließ Schankwirt und NaGäste im stilvollen Ambiente nicht mensgeber Clemens Rohmann das nur mit guten Speisen und Wei- damals bereits bestehende Gebäunen, sondern auch mit familiärer de um den rückwärtigen Teil des Hauses erweitern. 2006 wurde das Bauwerk, das eines der schönsten und ältesten von Buer ist, mit fachkundiger Hilfe der Denkmalbehörde liebevoll restauriert und modernisiert. Der rustikale Charme des historischen Gasthauses blieb auch bewahrt, als die Trattoria ­VITALI die Räumlichkeiten noch im gleichen Jahr bezog.

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Seit 2003 betreibt Gaetana Di Blasi das Unternehmen VITALI Feinkost. Damit möchte sie den vollen Geschmack ihrer italienischen Heimat in die Küchen ihrer Kunden bringen. Die Angebotsvielfalt reicht von Antipasti mit Fisch und Gemüse über verschiedene Arten von Nudeln aus Hartweizengrieß, Saucen, Pesto und Gewürzen bis hin zu echten italienischen Wurstwaren aus der Toskana. Die Produkte stammen aus italienischen Familienbetrieben, mit denen VITALI eng zusammenarbeitet. Weitere Informationen unter www.vitali-feinkost.com

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GenussWelt

In über 60 Rezepten zeigt Autorin Usch von der Winden, wie vielseitig, gesund und lecker Rüben, Beten und andere Knollen sein können. Die erfolgreiche Autorin, Designerin und Köchin öffnet Genießern Augen und Geschmacksknospen für die Schätze der Natur. Mit kulinarischer Leidenschaft und Kreativität zaubert sie vielfältige Gerichte auf den Teller. Infos unter www.edition.fackeltraegerverlag.de

Sterneregen über Deutschland: Der neue Guide Michelin 2016 ist im November erschienen und listet in Deutschland 290 Sterne-Restaurants auf – historischer Höchststand. Zudem feiert der Gourmetführer in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Infos unter www.restaurant. michelin.de

„Aufsteiger des Jahres 2015“: Erik Arneke, Küchenchef des Sternerestaurants „Philipp Soldan“ im Hotel „Die Sonne Frankenberg“, wurde von den Lesern des Magazins „Der Feinschmecker“ zum Sieger des Kochwettbewerbs gewählt. Infos unter www.sonne-frankenberg.de

Essen kulinarisch erleben – „eatthe-world“ entführt Feinschmecker auf eine Stadtführung der besonderen Art. Die Essen City Nord-Tour und die RüttenscheidTour laden dazu ein, die Ruhrgebietsstadt neu zu entdecken. Lokale Guides führen die Teilnehmer in kleinen Gruppen zwischen den kulinarischen Stationen durch die Stadtviertel und geben Hintergrundinformationen zu Geschichte, Architektur und Veranstaltungsangeboten. Schmackhafte Kostproben dürfen auf dieser SightseeingTour nicht fehlen. Infos unter www.eat-the-world.com

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Das Wiwaldi

Partykochbuch Wiwaldi – seit vielen Jahren bekannt aus der Sendung „Zimmer frei“ – hat sein erstes Buch „geschrieben“. Als perfekte Gastgeber präsentieren er und seine Freunde aus der für den Grimme-Preis nominierten „Wiwaldi Show“ ihre liebsten Rezepte für eine gelungene Party.

Jede Figur steht in diesem Kochbuch für ein kulinarisches Thema. Wiwaldis schüchterne Assistentin Charming Traudl überrascht mit verspielten Rezepten für Verliebte wie Möhren-Polenta-Herzen und Bananen-Lippenstiften. Der Hai feiert lieber Cocktailpartys mit hochprozentigen Zutaten. Not-Rezepte hat der Jammerlappen parat, falls der Herd mal wieder kaputt ist oder die Gäste unerwartet vor der Türe stehen. Kalte Avocadosuppe oder zu Schnecken zusammengesteckte saure Gürkchen und Käseröllchen gehören u.a. zu seinen Empfehlungen. Omi und Opi Flönz stehen für die gute alte Hausmannskost. Das lustige Pärchen serviert Gulaschsuppe und Frikadellen mit Kartoffelsalat. Das Zirkuspferd Pferdinand setzt auf Stehpartys mit Fingerfood und bunten Salaten. Bei Pitbull Purzel wird gegrillt, während Hausmeister Kakerlak Tipps fürs Katerfrühstück und die optimale Resteverwertung verrät. Für viele der Rezepte gibt es auch eine vegetarische Alternative. Die frechen Sprüche und Tipps der Figuren sowie witzige Cartoons von Martin Reinl begleiten die Rezepte. Per QR-Code können neue, exklusive Videos heruntergeladen werden.

Alle Cartoons: © Martin Reinl, Buchtitel: © bigSmile GmbH, Agentur: WDR mediagroup GmbH – Alle Rechte vorbehalten –

News

Das Wiwaldi Partykochbuch Komet Verlag GmbH 112 Seiten, 9,99 Euro ISBN 978-3-86941-589-5


Bild: © Koelnmesse

s til frage imm cologne – am Puls der Einrichtungswelt. Wohnen. Einrichten. Leben. Gleich zu Beginn des Jahres (18. bis 24.01.2016) präsentiert die imm cologne neue internationale Möbel- und Einrichtungstrends und überrascht mit zahlreichen marktfähigen Innovationen. Die Vielfalt ihres Angebots ist mit den hohen Ansprüchen an die Produktpräsentationen verbunden. So bietet die Messe neben namhaften Marken und Herstellern auch Nachwuchsdesignern eine wirkungsvolle Plattform, um sich dem Fachpublikum zu präsentieren. Die Messe zeigt aber nicht nur Wohnideen für Trendsetter, sondern liefert den Märkten auch neue Impulse und Inspirationen. Zusammen mit der imm cologne zeigt auch die LivingInteriors, das Event für Bad- und Raumkonzepte, ein innovativ inszeniertes Bild der gesamten Einrichtungswelt. Alle zwei Jahre – abwechselnd mit der LivingKitchen, die in den ungeraden Jahren stattfindet – zeigt die LivingInteriors, wie aus dem Zusammenspiel von Produkten und Materialien aus den Bereichen Bad, Boden, Wand und Licht intelligente Raumlösungen und ganzheitliche Wohnwelten entstehen.

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Große Ehre: Küppersbusch erhält die Sonderauszeichnung „Beste Designmarke 2015/2016“ Die Küppersbusch Hausgeräte GmbH hat in diesem Jahr erstmals an dem Plus X Award teilgenommen und gleich vier Preise mit nach Hause nehmen können. Den weltgrößten Innovationspreis für Technologie, Sport und Lifestyle erhielten das Induktionskochfeld EKI 9652.1F sowie der Einbaubackofen EEB 6550.9JX im Hot Chili Design. Beide Produkte konnten die internationale Jury in den Kategorien High Quality, Design und Bedienkomfort überzeugen. Der Backofen wurde darüber hinaus auch in der Kategorie Funktionalität prämiert. Damit aber nicht genug: Die Jury hat anschließend das bereits prämierte Küppersbusch Kochfeld auch zum besten Produkt des Jahres 2015/2016 gekürt. Nachdem die 90 cm breite Kochfläche schon in den oben genannten Kategorien überzeugte, ist diese Auszeichnung einmal mehr die Bestätigung für das geradlinige Design und die gute Ausstattung. Hierzu gehören neben einer elf-stufigen Leistungsregulierung auch eine 70° C Warmhaltestufe sowie die Brückenfunktion, bei der sich zwei Kochzonen zu einer kompletten Fläche zusammenschalten lassen. Neben dem Award für die Innovativsten Marken des Jahres wurde in diesem Jahr zum dritten Mal eine weitere produktübergreifende Sonderauszeichnung vergeben: Das Siegel für die „Beste Designmarke 2015/2016“. Der Preisträger heißt auch hier Küppersbusch. Diese Auszeichnung ist nur wenigen Preisträgern des Plus X Awards vorbehalten und ehrt die Marken, deren Produkte über den gesamten Teilnahmezeitraum eines Jahres die meisten Gütesiegel der Kategorie „Design“ erhalten haben. Die Plus X Award Gütesiegel werden in sieben verschiedenen Kategorien vergeben – Innovation, High Quality, Design, Bedienkomfort, Funktionalität, Ergo-

Aktuelle Farbtrends wie zum Beispiel Kupfer werden ebenfalls beim neuen Individual Plus-Konzept bedient.

nomie und Ökologie. Um eines dieser Gütesiegel zu erhalten, muss das Produkt qualitativ hochwertig, funktionell und auf der Höhe der Zeit gestaltet sein. Diese Vorbedingungen müssen erfüllt sein, bevor die Jury überhaupt über einen Award abstimmt. Darüber hinaus muss es eine oder mehrere überzeugende Zusatzfunktionen, also sinngerechte Innovationen, aufweisen. Diese Kriterien trafen auf das Induktionskochfeld und den Einbaubackofen gleichermaßen zu. Andrea HeinerKruckas, Marketing-Direktorin der Küppersbusch Hausgeräte GmbH, zu der erfolgreichen Teilnahme: „Die Kategorien, in denen unsere Produkte prämiert wurden, spiegeln fast eins zu eins unsere Markenwerte Design, Qualität, Funktion, Innovation und gesunder Genuss. Daher freuen wir uns ganz besonders über diese Auszeichnungen und verstehen sie auch als Bestätigung unserer Markenpositionierung.“ Aus Sicht der Verbraucher erhält Design einen immer breiteren Einzug in die verschiedensten Lebensbereiche. Ob beim Kauf von Automobilien, der Gestaltung der verschiedenen Wohnwelten, Unterhaltungselektronik oder Sport- und Freizeitprodukten. In immer mehr Bereichen ist das Produktdesign einer der wichtigsten Kaufgründe und trägt entscheidend dazu bei, wer den Vorzug gegenüber seinen Wettbewerbsprodukten erhält. Gutes Design vermittelt positive Emotionen und spricht die Erlebnisorientierung bei einem Produktkauf an. Küppersbusch hat sich in den vergangenen Jahren ganz klar im Bereich Design positioniert und aktuell das 2013 eingeführte Design-Konzept „Küppersbusch Individual“, das durch farbige Griff- und Sichtleisen maßgeschneiderte Lösungen für Kücheneinbaugeräte ermöglicht, ausgeweitet. Unter dem Namen „Individual Plus“ bietet Küppersbusch seinen Kunden nun noch weitere Farb- und Materialkombinationen an. Damit geht das Gelsenkirchener Unternehmen auf aktuelle Trends der Küchenmöbelindustrie ein und präsentiert Griff- und Sichtleisten in den Designs Black Velvet und Silver Chrome nun auch mit Holz-, Stein- und Swarovski®-Einlegern. Bei den Design-Kits mit Holzeinlage besteht darüber hinaus die Möglichkeit zur Kooperation mit namhaften Küchenmöbelherstellern. Damit beweist das Unternehmen nicht nur sein Gespür für aktuelle Trends, sondern kann auch individuelle Kundenwünsche perfekt bedienen – ohne dabei das langfristig angelegte Design-Konzept aufzugeben. Dies wissen nicht nur die Kunden zu schätzen, auch Ehrungen wie „Beste Designmarke 2015/2016“ belegen eindrucksvoll den Erfolg dieser Strategie.


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Alle Bilder: © Küppersbusch

Küppersbusch bietet bei den Design-Kits mit Holz­ einlage die Möglichkeit zur Kooperation mit namhaften Küchenmöbelherstellern. Mit zeyko wurde bereits die erste Küche realisiert: Forum Alteiche.


StilFRAGE

Christmas is coming ...

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1. Hier passt alles rein! Der praktische Taschenbegleiter unter www.roterfaden.de 2. Die Africa Vase bringt Farbe in jeden Raum. www.boconcept.com 3. Die Kissenhülle mit Sternenapplikation unter www.impressionen.de sorgt ebenso wie 4. Der Sessel „Lara Small“ für eine gemütliche Atmosphäre in Ihrem Wohnzimmer. www.kare.de 5. Auf dem Ohrensessel mit Strickbezug lassen sich wie zu Omas Zeiten entspannte Stunden verbringen. www.impressionen.de 6. Der Poncho mit Fransen passt zu fast jedem Outfit und hält warm. www.esprit.de 7. Das PALAIS Whiskeyglas und die Karaffe gehören auf jede stilvoll gedeckte Tafel. www.arnstadtkristall-shop.de 8. Erst schneiden und dann platzsparend aufstellen – das Schneidboard Nussbaum inkl. Halter unter www.schneidebrett-experte.de 9. Mit der rustikalen Laterne wird es drinnen warm und kuschelig. www.depot.de


StilFRAGE

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StilFRAGE

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Alle Bilder: © Jan Kath

StilFRAGE

bochums Herr der Orientteppiche gelten gerade bei jungen Leuten als altmodisch und spießig. Designer Jan Kath beweist in seinem Bochumer Atelier in einem ehemaligen Fabrikgebäude, dass es auch anders sein kann und haucht mit seinen ungewöhnlichen Kreationen dem angestaubten Image neues Leben ein. Jan Kath ist Teppichhändler in dritter Generation und damit mit Vorlegern und Persern aufgewachsen. In seiner Kindheit war das väterliche Geschäft sein Spielplatz, wo er über die riesigen Teppichstapel springen konnte. Nun könnte man annehmen, dass ihm sein Geschäftssinn in die Wiege gelegt wurde. Aber es dauerte Jahre bis Kath seine Leidenschaft für Orientteppiche entdeckte. Auf einer Weltreise traf er in Kathmandu in Nepal einen Geschäftsfreund seiner Eltern, der ihm einen Job anbot. So wurde der damals 21-Jährige Qualitätskontrolleur und Entwickler für Tibetteppiche. Als Kath 1996 das Angebot aus der nepalesischen Hauptstadt bekam,

eine Teppichknüpferei zu übernehmen, war dies die Geburtsstunde von Jan Kath Design. Dabei war es ihm von Anfang an wichtig, nicht an altbewährten Modellen festzuhalten, sondern etwas ganz Neues zu wagen. Mit seinen ersten Entwürfen erfand der Bochumer das Design von Orientteppichen international neu. Inzwischen pendelt er mehrmals im Jahr zwischen der Ruhrmetropole und seinen Produktionsstandorten, was Inspirationen genug liefert. Eindrücke von anderen Ländern künstlerisch umzusetzen, war für ihn erfolgversprechend. Darüber hinaus hat er seine Heimat dennoch nicht vergessen, denn es ist auch die kontrastreiche Industrielandschaft des Ruhrgebiets, die ihm Ideen für neue Kollektionen liefert. Gerade die Gegensätze von Alt und Neu, von Hell und Dunkel machen seine Ideen aus. Kath verbindet klassische Elemente mit zeitgenössi-

schen, minimalistischen Designs, um einmalige Effekte zu erzielen. So können Teppiche, die kunstfertig von Hand geschaffen wurden, auf den ersten Blick antik und abgenutzt wirken, was den Charme der Kreation ausmacht. Außerdem ist die Interpretation fotorealistischer Motive der Textilkunst ein weiterer wichtiger Teil seiner Arbeit. Oftmals spielt nicht nur die Farbvielfalt, sondern insbesondere die Haptik eine große Rolle. Ein Teppich soll demnach nicht nur interessant aussehen, sondern soll auch ein „Tasterlebnis“ sein. Kaths Mut, etwas vollkommen Neues zu kreieren, wurde inzwischen mehrfach gewürdigt und

ausgezeichnet. Er ist sowohl Gewinner des Red Dot Awards als auch des Carpet Design Awards, der die bedeutendste internatio­ nale Auszeichnung für handgefertigte Teppiche ist und als Trend-Wegweiser der Branche gilt. Dass Kaths Stücke nicht nur den Wohnraum verschönern, sondern auch als Kunstwerke verstanden werden, beweisen verschiedene Museen. Beispielsweise sind Kaths Werke Bestandteil der Ausstellungen im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main und im Kunstmuseum Riga Bourse zu sehen. Inzwischen arbeiten weltweit 3.000 Teppichknüpfer für das Unternehmen. An einem sieben Quadratmeter großen Teppich arbeitet ein Knüpfer gut drei Monate lang und bringt dabei 300.000 Knoten pro Quadratmeter ins Gewebe. Das macht laut Kath die hohe Qualität der Ware aus. Selbstverständlich finden auch nur edle Materialien

wie Wolle, Seide und Brennnessel Verwendung. Dadurch sollen die immer erst nach Kundenwunsch gefertigten Stücke auch ein Leben lang halten. Zu den Kunden des Bochumer Designers zählen unter anderem Scheichs aus den Emiraten, Bill Clinton, Bruce Willis, Rupert Murdoch und die monegassische Fürstenfamilie. Es gibt neben dem Geschäft im Herzen des Ruhrgebiets inzwischen weitere Filialen, beispielsweise in Berlin, Hamburg, Köln, New York und Vancouver, wobei neue Standorte bereits in Planung sind. Weitere Informationen unter www.jan-kath.de

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Mehr als

GLAS Glas ist ein ganz spezieller Werkstoff. Fragil, zerbrechlich und doch robust, von funkelnder Brillianz oder matt opak. Der Umgang damit erfordert einen Handwerker, der zugleich Künstler ist. Nur so entstehen Objekte mit Strahlkraft, die jeden Betrachter in den Bann ziehen. Mit den Kollektionen von Arcade, Anna Torfs und Armani Casa präsentiert Hetkamp drei herausragende Ateliers, die Glaskunst in einer neuen Dimension hervorbringen. Kunst und Handwerk in Perfektion. Mundgeblasenes Glas aus Murano besitzt seit jeher unter Glaskennern einen unvergleichlichen Klang. Arcade als einer der führenden italienischen Glashersteller stellt seine Vasen und Objekte bevorzugt dort her. Gefertigt werden sie unter

anderem in historischen Techniken, die selbst auf Murano nur noch wenige Meister beherrschen. Ivan Baj aus Bozen und weitere international bekannte Designer entwerfen für das renommierte Atelier. Die Stücke von Arcade sind Unikate und werden lediglich in geringer Auflage hergestellt. Klare, schlanke Linien und mediterrane Farben charakterisieren die Stücke. Kreationen von Arcade sind zudem in zahlreichen Sammlungen und Museen zu sehen, machen sich im Wohnzimmer aber besonders gut. Anna Torfs steht für zeitgemäßes Design, das Tradition und Innovation vereint. „Ehrliche“ Farben sind das zentrale Gestaltungsmotiv der belgischen Designerin, die in Prag lebt und

arbeitet. Wie Glas das Licht einfängt, reflektiert oder schluckt, fasziniert sie und inspiriert sie zu außergewöhnlichen Arbeiten. Einen modernen Klassiker hat Anna Torfs mit ihren Mo-Schalen geschaffen. Ausgehend von der Grundform der Kugel gibt das mundgeblasene Kristallglas durch den glatten Schnitt den Blick in das Innere des Glases frei. Da jede Schale zwei Standflächen hat, kann sie gerade oder schräg aufgestellt werden. Alle Stücke sind am Boden signiert und werden mit einem Zertifikat ausgegeben. 100 Prozent Handarbeit. Mehr Informationen unter www.hetkamp.de.

Alle Bilder: © Carlo Wessel

Die ganze Faszination von Glas wird bei Arcade und Anna Torfs deutlich. Von links nach rechts: „Coupe“ von Arcade, „Mo“ und „Sinope“ von Anna Torfs, kunstvolle Vase von Arcade


ANZEIGE Bulthaup-Essen-Apfel_2014-02-05_Ruhrzeit:Layout 1

05.02.2014

15:13 Uhr

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Lebensraum

Küche

Folgt keinen schnellen Trends. Sondern Überzeugungen. Eine bulthaup b3 verbindet höchste Individualität Nicht nur für Kochenthusiastenmit ist die Küche heute Zentrum des Lebensraumes und ein Ort der kreativen Kommunikation Präzision. mit Familie und Freunden – warum sonst finden etwa die besten Partys in der Küche statt?!

Aus diesem Grund muss eine Küche perfekt zum Lebensstil passen und erfordert ideenreiche Lösungen. Ihre Planung ist anspruchsvoll, beratungsintensiv und setzt hohe planerische und handwerkliche Kompetenz voraus. Hier tritt bulthaup am saalbau auf den Plan: die Berücksichtigung persönlicher Wünsche, in gleichem Maße aber der technisch und ästhetisch perfekte Zuschnitt auf räumliche Gegebenheiten, sind natürlich erklärte Ziele. Dabei rückt der solide formale Minimalismus der bulthaup-Küche immer den Menschen in den Vordergrund und verschafft ihm den notwendigen Lebensund Arbeitsraum. Den besonderen Charakter bekommt jede Küche durch eine nahezu einzigartige Mischung aus durchdachter Funktionalität, Ergonomie, der Verwendung bester Materialien und einem puristischen Design. So verleiht bulthaup am saalbau seinen Küchen eine Ursprünglichkeit, die Kreativität und Emotion gleichermaßen anspricht.

Doch auch wer sich ganzheitlich in Sachen Einrichtung neu orientieren will, findet in der Firma bulthaup am saalbau einen zuverlässigen Partner. Als Tochterunternehmen einer so traditionsreichen wie zukunftsweisend ausgerichteten Schreinerei am Niederrhein zählen auch der komplexe Innenausbau und vielfältige Möglichkeiten individueller Einrichtung zum Angebot. Natürlich im Komplett-Service, auf Wunsch inklusive der Vermittlung aller erforderlichen Gewerke. Dazu bieten unsere erfahrenen Mitarbeiter Dieter Baumgart und Andreas Lievenbrück eine umfangreiche Beratung an.

Die Küche Einrichtungs GmbH Huyssenallee 52 – 56 45128 Essen Die Küche Einrichtungs GmbH Tel. +49 (201)52 713806 Huyssenallee – 56 kontakt@diekueche-bulthaup.de 45128 Essen www.diekueche-bulthaup.de Tel. +49 (201) 713806 kontakt@diekueche-bulthaup.de www.diekueche-bulthaup.de Um noch einmal auf die Küchenparty zurückzukommen: Die Leidenschaft für den Lebensraum Küche zeigt das bulthaup Studio direkt an der Philharmonie in Essen auch bei regelmäßig stattfindenden Gourmetabenden in schönstem Ambiente. Unter der Anleitung eines versierten Kochs werden in kleinem Kreis bekannte, regionale Lebensmittel neu interpretiert und komponiert. Dabei wird auch die Handhabung der aktuellen Gerätegeneration auf neuestem Stand der Technik – wie etwa Dampf-, Niedrig- oder Sous Vide-Garen – vermittelt.

Dieter Baumgart (l.) und Andreas Lievenbrück (r.)

Anmeldungen im Studio oder via Mail: kontakt@diekueche-bulthaup.de oder telefonisch unter 0201 713-806

Über 80% bereits vermietet.

Ihr Traum vom Wohnen im Grünen. Dachsfeld in Dellwig: Im grünen Essener Westen bauen wir Neubauwohnungen zur Miete. Zum Beispiel 63 bis 77 m2 große seniorenfreundliche 2-RaumWohnungen mit Terrasse, schöne 3-Raum-Wohnungen in den Größen 84 bis 124 m2 oder kinderfreundliche 4-Raum-Wohnungen mit eigenem Mietergarten und viel Platz auf bis zu 153 m2. Wir bieten Ihnen moderne Architektur, Aufzüge in allen Häusern, hochwertige Ausstattung, Tiefgaragen und Stellplätze, barrierearme Wege, Winterdienst und Flurreinigung. Fertigstellung: Nordhäuser – Februar 2016, Südhäuser – Mai 2016 Rufen Sie uns an: Stephan Pramann, 02 01.22 07-231

Baujahr 2015, bedarfsbasierter Energieausweis, Gasheizung, Endenergieverbrauch: Südhaus 1: 43,95 kWh/m2a, Südhaus 2: 44,39 kWh/m2a, Nordhäuser: 47,01 kWh/m2a

www.allbau.de

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StilFRAGE

TRENDS

für jede Gelegenheit Wer liebt es nicht, sich gemütlich zurückzulehnen und die neuesten Modetrends zu studieren? Beim Anblick von edlem Leder, weichem Cashmere und grobem Strick schlagen so manche Herzen höher. Und zugleich zeigen sich bereits die ersten Frühjahrsboten, die die Vorfreude auf wärmere Tage steigern.

Bild: Friendly Hunting

Marion Küpper

In der kalten Jahreszeit dreht sich in der Modewelt alles um Capes und Ponchos. Und ein Blick voraus in den Frühling zeigt, dass der Trend bleibt. Die wärmenden Umhänge sind nicht nur eine hervorragende Ergänzung zu Pullovern und Jacken, sondern stellen in hellen, zarten Tönen auch im Frühling ein besonderes Musthave dar. Aus weicher Wolle, Cashmere oder groben Strick gefertigt, harmonieren sie auch mit schmalen, unifarbenen und gemusterten Hosen, den modischen Hosenröcken „Culottes“ sowie zur klassischen Jeans von Marineblau bis hin zu verschiedenen Farbabstufungen. Zu diesem jahreszeitunabhängigen Modetrend passen Basics wie Longsleeves in diversen Farben, zeitlose Rollkragenpullover sowie hauchzarte Blusen. „Wenn wir die neuen Kollektionen ordern, sind wir immer wieder begeistert davon, wie toll sich die einzelnen Teile ergänzen. Ein Oberteil von Iris von Arnim zu einer Hose von Thomas Rath Trousers und dazu eine Tasche von Bogner – fertig ist ein ganz individueller Stil“, freut sich Marion Küpper, Inhaberin von Marion Küpper Moden in Essen Bredeney.

kastigen Rollkragenpullover in frühlingshaftem Hellblau aus Cashmere mit einer schmalen Lederhose. Auch Friendly Hunting macht Lust auf die neue Mode-Saison. Weiche, fließende Stoffe und zarte Farben machen den Reiz der neuen Trendteile aus, die sich vielseitig tragen und kombinieren lassen. Dabei harmonieren leichte Tücher und Schals perfekt mit schlichten Tops und gemusterten Hosen und greifen die Farbtöne nochmals auf.

Extravagante Zeiten Gelegenheiten, sich besonders schick zu machen, gibt es in dieser Jahreszeit zuhauf. Immerhin stehen Weihnachten und Silvester vor der Tür. Aber auch abends beim Konzertbesuch oder im feinen Restaurant ist Stil gefragt. Dabei liegen Kleider und Röcke mit Spitzendetails voll im Trend. Eine farblich passende Stola ist nicht nur eine Ergänzung des Outfits, sondern wärmt noch zusätzlich.

Auch farblich ist vieles möglich: kräftiges Rot, Beige- und Pastellnuancen, verschiedene Grau- und Taupe-Töne harmonieren mit klassischem Schwarz. Aber auch das Spiel verschiedener Materialien macht den Reiz aus. Neben Strick finden auch Leder, Seide und Cashmere Verwendung in den diversen Kollektionen. So kombiniert Iris von Arnim beispielsweise einen 62

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Die ersten Frühlingsboten gehen mit zarten Farben an den Start: Friendly Hunting (links), Iris von Arnim (rechts).

Bild: Sven Hoffmann Journal

Der Mix macht den fertigen Look


S

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traßburg – genussvolle

Stadt mit Historie

Was haben New York, Genf und Straßburg gemeinsam? Es sind die weltweit einzigen Städte, die den Sitz inter­nationaler Institutionen beherbergen, ohne Hauptstadt des jeweiligen Staates zu sein. So sind in Frankreichs siebt­größter Stadt das­Menschen­rechtspalais, der Europäische Gerichtshof, und das Europäische Parlament moderne Zeugen der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart – während ein Bummel durch die als UNESCO-Weltkulturerbe geschützte „Große Insel“ zur beeindruckenden Reise durch 2.000 Jahre Stein gewordener Geschichte wird.

Bild: Office de Tourisme de Strasbourg et sa Région / © Philippe de Rexel

Stimmungsvoll beleuchtet: der Place du Chateau

Sehenswert Im Gerberviertel „Petite France“ mit seinen hübschen Gässchen und pittoresken, dicht an dicht stehenden Fachwerkhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert pulsiert zu jeder Jahreszeit das Leben. Einladende Geschäfte mit regionalem Kunsthandwerk und kulinarischen Spezialitäten wechseln sich ab mit gastronomischen Betrieben und mit dem Schiff auf der Ill lassen sich Altstadt und Europaviertel wunderbar erschließen. Ein Highlight ist zweifellos das beeindruckende Straßburger Münster, das die Astronomische Uhr beherbergt, deren Mechanik auch heute noch funktioniert und täglich um 12:30 Uhr zu bewundern ist. Dann sieht man, wie die Apostel unter dem Flügelschlagen und Krähen eines großen Hahns an Christus vorüberziehen. Beeindruckend in ihrer unglaublichen Farbenpracht sind die Kirchenfenster, die den Zweiten Weltkrieg überstanden haben, indem sie ausgebaut und in Südfrankreich aufbewahrt wurden. Faszinierend leuchtet die herrliche Fensterrose über dem Haupteingang im Licht, von der man den Blick kaum abwenden mag. In einer ganz anderen Welt wähnt man sich im „Kaiser“- oder auch „Deut-

schen“ Viertel genannten Teil der Stadt, den man bei seinem Besuch in Straßburg nicht außen vor lassen sollte. Es ist mit seinen monumentalen Gebäuden, die sehr an Berlin erinnern, Zeugnis der wechselhaften Geschichte der Stadt, die abwechselnd zu Frankreich und zu Deutschland gehörte. Wer die daraus resultierende typische Elsässer Sprache hören möchte, sollte bei den Schiffsfahrten auf der Ill über Kopfhörer die Informationen auf Kanal 14 wählen und wird feststellen, wie gut der „Sprachenmix“ zu verstehen ist. Das „KaiserViertel“ mit seinen langen und von Bäumen gesäumten Prachtstraßen und Plätzen ist ein guter Ort, um innezuhalten und unter den riesigen Ginkobäumen am „Place de la Répubilique“ zu pausieren und die in Stein gemeißelten deutschen Dichter und Denker an den Steinfassaden auf sich wirken zu lassen. Berühmt Im Dezember verwandelt sich die Stadt mit mehr als 300 Verkaufsständen an 11 Plätzen im Stadtzentrum in einen riesigen Weihnachtsmarkt – einen der bedeutendsten in Europa. Zum Ende des Luxemburger EU-Ratsvorsitzes steht Luxemburg mit zahlreichen Cha-

lets am Gutenberg-Platz im Mittelpunkt. Jede der fünf Regionen stellt sich vor und es gilt regionale Spezialitäten zu kosten. Neben den traditionellen Märkten in der zauberhaft illuminierten Altstadt werden Hunderte von Veranstaltungen angeboten, mit denen Werte wie Offenheit und Bereitschaft zum Teilen gefördert werden sollen. Genießen Kulinarisch hat das Elsass sowohl deftigere als auch feine Speisen zu bieten. Auch Straßburg, die Elsässer Hauptstadt, vereint beides. Sehr gut lässt sich die regionale Küche beispielsweise im „Meiselocker“ erkunden, wo deftige Gerichte wie Choucroute – in Weißwein Geschmortes Sauerkraut mit verschiedenen Fleischsorten, geräuchertem und Würstchen – vorzüglich schmecken. Wer feine französische Küche erleben möchte, ist in dem von außen unscheinbar wirkenden kleinen Restaurant Gavroche gut aufgehoben. Innen erwartet den Gast in modernem Ambiente hervorragende, modern interpretierte französische Küche. Wer einen Tisch ergattern möchte, sollte unbedingt reservieren – die Plätze sind heiß begehrt.

Unterkunft Straßburg verfügt über eine Vielzahl zentral gelegener Hotels. Gut gefallen hat das Hotel Beaucourt mit seinen hübsch eingerichteten Zimmern mit rustikalem Charakter. Außerdem praktisch: Unmittelbar am Hotel befindet sich ein Parkhaus, was in der belebten Straßburger Innenstadt nicht selbstverständlich ist. GraffityLiebhaber wiederum werden sich im Graffalgar in der Nähe des Hauptbahnhofs wohlfühlen, dem Künstler vom Treppenhaus bis zu jedem einzelnen Zimmer jeweils einen eigenen Stempel aufgedrückt haben.

Hotels www.hotel-beaucour.com www.graffalgar-hotelstrassbourg.com

Restaurants www.meiselocker.fr www.restaurantgavrosche.com Treppenhaus im Hotel Graffalgar

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Winter-­ zauber

in Südtirol

Bild: © Hotel Quelle Nature Spa Resort

Wanderer und Skibegeisterte in Südtirol wissen es längst: Vom Gipfel des Kronplatzes im Pustertal hat man die schönste Rundumsicht auf die faszinierende Bergwelt dieser von der Natur so verwöhnten Region der Dolomiten. Unzählige Wintersportler genießen diesen majestätischen Ausblick sowie sage und schreibe 185 Kilometer Piste und ­modernste Liftanlagen rund um Bruneck – Ski- und Après-Ski-Vergnügen inklusive. Das nahe gelegene Antholzertal wiederum ist das Tal des Langlauf- und Biathlonsports, wo alljährlich die Weltcup-Rennen stattfinden. Und nur ein Tal weiter, bietet sich eine ganz andere, entschleunigte Winterwelt, die des Gsiesertals, das sich seine Ursprünglichkeit bewahrt hat und das zu einer besonders gemütlichen Auszeit im Schnee einlädt.

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Malerisches Gsiesertal Wer die Abzweigung Gsiesertal fährt, hat von Brixen aus kommend das Pustertal in Richtung Villach schon fast durchquert und fährt auf 18 Kilometer Länge durch sanfte Hügel und dicht bewaldete Hänge, eingerahmt von den Ausläufern der Rieserfernergruppe und der Defreggeralpen. Das Tal hat sich seinen bäuerlichen Charme bewahrt und ist zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ziel, fast ein Geheimtipp für Menschen, die die Nähe zur Natur ­suchen und entlang der bezaubernden Ort-

schaften Pichl, St. Martin in St. Magdalena auch fündig werden. Hier, fast am Ende des Tales, fügt sich mit seiner regionalen, alpenländischen Architektur das Hotel Quelle unaufdringlich in die Landschaft ein.

Pure Erholung Südtiroler Gastlichkeit und Traditionen werden hier von Erich und Maria Steinmair und ihren drei Kindern hoch gehalten. Man merkt dem Quelle Natur Spa Resort, das 1950 als kleines Gasthaus seinen Ursprung nahm, an, dass es


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seits des Trubels in aller Ruhe die Pisten ausprobieren und wen es an den Hotspot zieht, fährt einfach mit dem täglichen Hotelshuttle kostenfrei zum Kronplatz.

Für Traditionsbewusste Ein Besuch des Loden Museums in Vintl lohnt sich. Hier wird die Herstellung und Geschichte von der Schafswolle bis zum traditionsreichen Lodenstoff lebendig erzählt.

Entspannt genießen Nach einem aktiven Tag im Schnee sind entspannende Anwendungen im weitläufigen Wellnessbereich eine Wohltat. Hier werden Traditionen wie etwa das wärmende Alm-Heubadl, das Aushängeschild der Jahrhunderte alten Südtiroler Badtradition, gepflegt. Auch Massagen wie zum Beispiel eine „Hot Chocolate Massage“ und Beautybehandlungen, Yoga oder Fitnesstraining mit engagierten Trainern versprechen erholsame Stunden. Außerdem können die Gäste vom Frühstück bis zum abendlichen

Menü nach Herzenslust schlemmen. Selbstgemachte Kuchen, eine Küche auf hohem Niveau und der ausgesprochen herzliche Service machen den Aufenthalt zu einem Erlebnis, das man jede Minute auskosten sollte. Wenn der Abend am Kaminfeuer und bei sanfter Klaviermusik ausklingt, ist eines gewiss: Wer die Berge liebt und Erholung zu jeder Jahreszeit sucht, hat mit dem Gsiesertal die richtige Wahl getroffen.

Bild: © Hotel Quelle Nature Spa Resort

seit Jahren mit viel Herzlichkeit und Liebe geführt und weiterentwickelt wird und im Laufe der Jahre eine stetige und harmonische Erweiterung erfahren hat. 72 gemütlich komfortable Zimmer zählt das Resort, gerne zeigen die Hoteliers ihren Gästen ihre Heimat und gehen regelmäßig mit ihnen auf Erkundungstour. Zu dem 4-Sterne Superior-Haus gehört auch die Uwaldalm, die ein tolles Ausflugsziel ist, das in einer geführten Schneeschuhwanderung erkundet werden kann. Zum winterlichen Vergnügen zählen zudem entspanntes Langlaufen und lustige Rodelpartien, oder die Gäste probieren die Schneeschuhrouten aus und unternehmen ausgedehnte Winterwanderungen. Skianfänger und Snowboarder können hier ab-

Für Sportbegeisterte Am 20. – 21. Februar 2016 findet der 33. GsieserTalLauf statt. Der beliebte Skimarathon führt 42 Kilometer durchs malerische Gsiesertal.

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News Das neue An-Institut der Universität Witten/Herdecke ist im Oktober 2015 offiziell eröffnet worden. In Kooperation mit anderen Hochschulen will das Institut for Medical and Dental Innovations (IMDI) die wissenschaftlichen Lücken zwischen Medizin und Zahnmedizin auf der einen sowie Ingenieurwesen und Informatik auf der anderen Seite schließen. Infos unter www.uni-wh.de

Einzigartiges

Keine Angst vor der Untersuchung – in Dortmund wurde am Klinikum das europaweit einzigartige Kinder-MRT in Betrieb genommen. Ziel ist es, das Engagement für eine angst- und stressfreie Behandlung von kleinen Patienten zu fördern. Durch die Einbindung in eine angenehme Atmosphäre werden Kinder im neuen MRT gezielt abgelenkt. So werden die Geräusche auf ein leises Grundrauschen reduziert, zudem kann der gesamte Raum durch Projektoren in verschiedene Erlebniswelten verwandelt werden. Außerdem

Kinder-MRT

in Dortmund

Therapiehündin Lotte unterstützt zukünftig die Akut-Geriatrie im Dortmunder Klinikum. Mit Lottes Einsatz verfolgt das Krankenhaus einen neuen Behandlungsansatz, durch den Energien mobilisiert werden, um die Physio- oder Ergotherapie zu verbessern. Infos unter www.klinikumdo.de

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Bild :

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Obwohl der Campus lokal in Bochum verankert ist, sind seine Aktivitäten aber an das ganze Bundesland gerichtet. So sollen die Brüche und Grenzen zwischen Versorgungsprozessen, Berufsgruppen und zwischen Wissenschaft, Versorgung und Gesundheitswirtschaft mit gemeinsamen Projekten überwunden werden.

Ag en t

Der Gesundheitscampus NRW in Bochum soll zukünftig die Akteure des Gesundheitssektors an einem Standort im Land vernetzen, um ihre Kompetenzen zusammenzubringen und strategisch zu erweitern. Er bietet die notwendige Plattform und arbeitet institutionsübergreifend mit Partnern im ganzen Land zusammen. Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen auf dem Areal dazu führen, das Spektrum von Versorgung, Forschung und Entwicklung aufgrund der demografischen Herausforderungen zu erweitern.

Zu den angesiedelten Einrichtungen gehören u.a. das Landeszentrum Gesundheit (LZG. NRW), die Hochschule für Gesundheit und das Proteinforschungszentrum Pro.Di. Der südliche Teil der Fläche bietet ca. 55.000 Quadratmeter erschlossene Entwicklungsfläche, wo sich Unternehmen der Gesundheitswirtschaft ansiedeln können.

Hochschule für Gesundheit bezieht neuen Standort Inzwischen hat die Hochschule für Gesundheit (hsg) am Gesundheitscampus Quartier bezogen. Sie ist die einzige staatliche Hochschule in Deutschland, an der die fünf Gesundheitsberufe Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie, Pflege und Physiotherapie grundständig studiert werden können. Die 2009 gegründete hsg war zunächst auf fünf verschiedene Standorte in Bochum verteilt. Im August konnte schließlich der Neubau auf dem Bil d: Gesundheits© campus bezogen werden. Die feierliche Eröffnung fand im Oktober durch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft statt. g hs

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Ein für die Stadt Bochum und das gesamte Ruhrgebiet in Zukunft wichtiger Sektor ist die Gesundheit und medizinischbiologische Forschung. Der Gesundheitscampus NRW, der in Bochum entsteht, ist eine einmalige Kombination aus gebündelten öffentlichen Einrichtungen aus der Gesundheitsadministration und -forschung sowie Flächen für innovative Unternehmen auf dem Gebiet der Gesundheitswirtschaft.

pus Bochum

Die Universitäts-Augenklinik in Essen wird zukünftig eine in Japan neu entwickelte LaserBrille testen. In die Brille sind eine winzige Kamera, ein Laser und ein Reflektor eingebaut. Bilder werden so direkt auf die Netzhaut der Patienten projiziert. Die klinische Studie ist die erste weltweit, die das innovative Instrument an Patienten testet. Infos unter www.miwf.nrw.de

Weitere Informationen unter www.klinikumdo.de

Innovationen m itsca dhe

Die Universität Duisburg-Essen erarbeitet im Rahmen eines Verbundprojekts ein Entlastungsprogramm für Pflegekräfte. Das Programm kombiniert kurzfristige Trainings mit langfristigem Coaching. Infos unter www.uni-due.de

Ein Ort der

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Selbsthilfe im Gespräch: Der Schilddrüsen-Bundes-Verband lädt am 10. Dezember 2015 erkrankte Menschen und ihre Angehörigen im Hörsaal in Rüttenscheid dazu ein, Erfahrungen und Bewältigungsstrategien im Umgang mit der Erkrankung zu besprechen. Infos unter www.krupp-krankenhaus.de

Die Aufmerksamkeit der Kinder kann auf diese Weise so stark gebunden werden, dass Narkosen, die den Körper noch zusätzlich belasten können, überflüssig werden.

Gesundheitscampus NRW

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Professor Jochen A. Werner, der neue Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Essen, war Anfang November 2015 zu Gast bei Oberbürgermeister Thomas Kufen. Gegenstand des Gesprächs, an dem auch Sozialdezernent Peter Renzel und der Ärztliche Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Rainer Kundt teilnahmen, war die aktuelle und zukünftige Zusammenarbeit bei der Behandlung und Betreuung von Flüchtlingen als neuer gemeinsamer Schwerpunkt. Infos unter www.essen.de

kann ein mitgebrachter Film im Gerät abgespielt werden. Eine offene Röhre ermöglicht es, dass eine erwachsene Person neben dem Kind liegen kann.

hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs (im Bild links) empfing Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zur Einweihung des Neubaus der hsg bei sonnigem Herbstwetter.


Bild: © UK Essen

Vitalität

Freuten sich mit den Preisträgern: (vorne, v.l.) der Stiftungsvorsitzende Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen, der Ärztliche Direktor des UK Essen Prof. Dr. Jochen A. Werner; (Mitte, v.l.) der Kaufmännische Direktor des UK Essen Dr. Nicolai Kranz, der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Dr. Dr. h.c. Jochen Melchior und der Geschäftsführer der Stiftung Jorit Ness.

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uszeichnung

Den „Medizinpreis 2015“, eine deutschlandweit einzigartige Auszeichnung, hat die Stiftung Universitätsmedizin im Oktober vor über 200 Gästen feierlich verliehen. Insgesamt wurden 100.000 Euro für innovative medizinische Vorhaben ausgeschüttet und vier Projekte ausgezeichnet. In der Kategorie Forschung wurden drei Projekte mit einem Preisgeld von insgesamt 50.000 Euro ausgezeichnet. In der Unterkategorie „Forschung und Innovation“ erhielten zwei Projekte jeweils 20.000 Euro: Preisträger Dr. Peter Rusch, Gynäkologe in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, überprüft anhand von Blutanalysen den Zustand von Brustimplantaten bei Frauen. Dr. Adalbert Krawczyk, Biochemiker am Institut für Virologie, untersucht in seinem ForschungsBild: © Lisa-Marie Reingruber

Dr. Adalbert Krawczyk, Biochemiker

für innovative medizinische Projekte projekt die natürliche Antikörperantwort des Menschen gegen Herpes-Simplex-Viren. In der Unterkategorie „Forschung – Nachwuchsförderung“ wurde das Projekt der Medizinstudentin Hannah Kohler mit 10.000 Euro ausgezeichnet. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit an der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechsel­ erkrankungen möchte Kohler die Therapiemöglichkeiten für Patienten mit einer seltenen und überaus aggressiven Form des Schilddrüsenkrebses verbessern, indem sie den Zusammenhang von Genetik und Tumorentwicklung nachvollzieht und beweist. In der Kategorie Krankenversorgung konnte das Gemeinschaftsprojekt von Ulrike Kramer, Leiterin des Sozialdienstes, Dr. Claudia Pieper, Leiterin der AG Prävention und Gesundheitsförderung am Institut für Medizinische Informatik, und Jessy Haupt, Mitarbeiterin beider Bereiche, überzeugen und erhielt ein Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro. Das Team

hat es sich zum Ziel gesetzt, die soziale Beratung von Patienten als Teil einer ganzheitlichen Patien­ tenversorgung weiter zu verbessern. Das Team möchte Merkmale herausfinden, die auf einen speziellen Beratungsbedarf hinweisen, um so eine möglichst passgenaue Beratung zum richtigen Zeitpunkt zu ermöglichen. Weitere 10.000 Euro stellt die Stiftung Universitätsmedizin für den Innovationspreis Lehre der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen zur Verfügung. „Der Medizinpreis der Stiftung Universitätsmedizin trägt dazu bei, die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten und die Erforschung von Krankheiten, die das Universitätsklinikum auf höchstem Niveau durchführt, sicherzustellen und noch weiter zu verbessern“, so Prof. Dr. Jochen A. Werner, neuer Ärztlicher Rektor des Universitätsklinikums Essen. Weitere Informationen unter www.universitaetsmedizin.de

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Trendradar

Niveau auf höchstem

Seit November 2015 bietet Audi zwei neue Fahrzeuge an, die mehr Leistung und Effizienz bei großem Fahrspaß versprechen. Dabei steht die Modelbezeichnung „performance“ für die Fahrdynamik und das neue Design der Ingolstädter. Die Motoren des Audi RS 6 Avant performance und des Audi RS 7 Sportback performance sind auf schnelle Beschleunigung ausgelegt und sprinten in 3,7 Sekunden von Null auf 100 km/h. Dank des permanenten Allradantriebs quattro wird die gesamte Kraft optimal

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auf die Straße übertragen. Das sorgt für mehr Sicherheit auf nassen und rutschigen beziehungsweise verschneiten Fahrbahnen. Auch die serienmäßige Achtstufen-tiptronic ist auf Sportlichkeit ausgelegt. Der Fahrer kann zwischen den Modi D und S wählen oder selbst schalten, entweder mit der Tipp-Funktion oder über die Schaltwippen am Lenkrad. Da fällt auch der für die Fahrzeugklasse sparsame Motor auf. Der Verbrauch liegt bei 9,6 beziehungsweise 9,5 Litern pro 100 Kilometer.

Designdetails wie die sportlich gezeichneten Stoßfänger verleihen den Fahrzeugen einen dynamischen, modernen Eindruck. Die Sportsitze bieten den Insassen Halt und Komfort auch auf längeren Strecken dank ausgeprägter Seitenwangen und integrierter Kopfstützen. Im geräumigen Kofferraum des Kombis Audi RS 6 Avant performance finden auch bequem Golfausrüstung, Koffer und Einkäufe Platz. Weitere Informationen unter www.audi.de

Alle Bilder: © Audi AG

Sportliche Performance


SChi f f Ahoi!

Bild: ©

Messe Düsseldorf Gm bH

die boot 2016

WEIHNACHTEN & SILVESTER in den Mintrops MM Hotels

Sie möchten Weihnachten oder Silvester nicht zu Hause verbringen, aber trotzdem in familiärer Atmosphäre? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Unsere Gourmetrestaurants bieten Ihnen an den weihnachtlichen Feiertagen mittags und abends ausgefallene Fest-Menüs an. Sie können ebenso zwischen vegetarischen und veganen Gerichten wählen. Silvester lädt unser kreatives Küchenteam Sie zu einem festlichen Dinner in 6 Gängen, dem Feuerwerk der Gaumenfreuden, ein.

Im Januar 2016 öffnet die Messe Düsseldorf bereits zum 47. Mal ihre Türen für die „boot“, die international bedeutendste Bootsmesse. Vom 23. bis zum 31. Januar 2016 gehen 1.550 Segel- und Motoryachten in den Hallen vor Anker. Damit ist die Messe der weltgrößte Marktplatz für schwimmende Luxusdomizile, Boote und moderne Segelyachten. Wie schön und vielfältig Wassersport sein kann und welche Trends es gibt, erfahren Besucher im Motor Center. Passend für die nächste Wassersport-Saison können Ausrüstung und neuestes Zubehör verschiedener Hersteller gleich getestet werden. Und wer bei dem Gedanken an Surfen, Tauchen und Co. gleich an den nächsten Urlaub denkt, kann sich ebenfalls beraten lassen. Egal, ob der Urlaub am Wasser oder lieber darauf stattfinden soll, das Angebot der Veranstalter ist vielseitig. Doch die Messe bietet auch Möglichkeiten, gleich vor Ort „aktiv“ zu werden. Erfahrene Segelsportlehrer verraten bei einer erfrischenden Brise dank Windmaschinen verschiedene Tipps und Tricks, die Neulinge schnell mit dem Sport vertraut machen und die Neugier wecken. Aber auch bei Tauchern belegt die Messe längst

Unser Silvester-Special-Arrangement für Sie • • •

einen festen Platz im Terminkalender. Auf einer von zehn Themen-Bühnen wird ein abwechslungsreiches Programm rund um den Unterwasser-Sport geboten. Ein „Schnuppertauchbecken“ und ein großer Tauchturm bieten ideale Bedingungen, um Equipment zu testen oder das erste Mal im Wasser abzutauchen. Weitere Informationen unter www.boot.de

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Anreise am 31.12.2015 Eine Übernachtung im Design-Doppelzimmer Galadinner am 31.12.2015 in unserem Feinschmecker Restaurant M oder Restaurant MUMM Kater Frühstück und Late-Check-Out für Langschläfer am 1.1.2016 Entspannen Sie im Land Hotel in unserem Wellnessbereich „Jungbrunnen“

146€ p.P. im Doppelzimmer, 179 € p.P. im Einzelzimmer Weitere Details zu den Festtags-Menüs und unseren Arrangements finden Sie auf unserer Internetseite. Gönnen Sie sich zum Ende des Jahres etwas ganz Besonderes und lassen Sie sich in unseren Hotels rundherum verwöhnen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Termin: 23.01. bis 31.01.2016, täglich von 10 bis 18 Uhr Messe Düsseldorf Messeplatz 40474 Düsseldorf

Landleben oder Stadtleben

Mintrops Stadt Hotel Margarethenhöhe Steile Strasse 46, 45149 Essen, Tel.: 0201-4386-0 Mintrops Land Hotel Burgaltendorf Schwarzensteinweg 81, 45289 Essen, Tel.: 0201-57171-0 www.mintrops.mm-hotels.de


Branchentreff der europäischen Energiewirtschaft Die E-world energy & water beeindruckt mit Größe und Internationalität: Mehr als 600 Aussteller aus 25 Nationen und rund 24.000 Fachbesucher aus 80 Staaten werden vom 16.02. bis zum 18.02.2016 in der Messe Essen erwartet. Im Fokus der europäischen Leitmesse für die Energie- und Wasserwirtschaft stehen vor allem die Themen Energiehandel, Informationstechnologien und Energiedienstleistungen. Darüber hinaus präsentieren sich im Themenbereich Smart Energy zahlreiche Aussteller zu den Schwerpunkten erneuerbare Energien, Energieeffizienz sowie intelligente Technologien.

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Bild: Gina Sanders – fotolia.de

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Das abwechslungsreiche und anspruchsvolle Rahmenprogramm wird intensiv als Basis für den lebhaften Austausch des Fachpublikums mit renommierten Experten aus Politik und Wirtschaft genutzt. In Konferenzen und Workshops, in Vortragsforen, Seminaren und auf den Messeständen können sich interessierte Besucher über aktuelle Themen der Energiebranche informieren, diskutieren und Kontakte pflegen.


Zukunftsfelder

Ressourceneffizient –

Unternehmen mit Zukunft

Im Oktober 2015 überreichte Umweltminister Johannes Remmel auf der Zeche Zollverein den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Effizienz-Preis NRW 2015 der Effizienz-Agentur NRW an drei mittelständische Preisträger aus NordrheinWestfalen. Ausgezeichnet wurden neben der CARL BECHEM GmbH aus Hagen die Dörken MKS-Systeme aus Herdecke sowie die AfB gGmbH aus Essen für ihren innovativen Wiederverwertungsansatz für IT-Hardware.

Bild: AAfB gGmbH

„Neustart statt Herunterfahren“ – Mit der Aufbereitung gebrauchter IT-Geräte können knappe Ressourcen geschont und Emissionen vermieden werden. Genau das, hat sich das Essener Unternehmen AfB – Arbeit für Menschen mit Behinderungen gGmbH zum Ziel gesetzt. Bereits seit 2014 beschäftigt sich die gemeinnützige Firma mit der Aufbereitung, zertifizierten Datenlöschung sowie dem anschließenden Verkauf von gebrauchten Geräten, die große Konzerne und öffentliche Einrichtungen zur Verfügung stellen. Auf diese Weise sollen die erheblichen Belastungen für die Umwelt, die durch die Produktion neuer, verbesserter IT-Ausstattung und dem Elektroschrott in Entwicklungsländern hervorgerufen werden, Einhalt geboten werden. Die sorgfältig überarbeitete Hardware wird in AfB-Ladengeschäften oder über den Online-Shop mit mindestens einem Jahr Garantie

wieder verkauft. Defekte oder zu alte Geräte werden zur Ersatzteilgewinnung in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, wobei die übrigen Rohstoffe an zertifizierte Recyclingbetriebe übergeben werden. Das Herrichten und Verwenden älterer Geräte sorgt für den geringeren Verbrauch seltener Erden und anderer kritischer Rohstoffe. Mit der Entscheidung, das Konzept dezentral weiterzuentwickeln und in räumlicher Nähe zu den Unternehmenspartnern Standorte aufzubauen, vermeidet AfB auch unnötige Transporte. 2014 wurden bereits 230.000 ITGeräte überarbeitet und vermarktet. Der Erfolg zeigt sich nicht zuletzt an der steigenden Nachfrage nach diesen Geräten, die inzwischen nicht mehr gedeckt werden kann. An bisher 14 Standorten in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz konnten über 200 Arbeitsplätze in der ITBranche geschaffen werden. Von

diesen Arbeitsplätzen wurden 50 Prozent mit Menschen mit Handicap besetzt. Das Geschäftsmodell des Unternehmens AfB strebt soziale und ökologische Ziele in Verbindung mit professioneller Dienstleistung auf wirtschaftlicher Grundlage an und bedient mit diesem System alle drei Säulen der Nachhaltig-

keit: Ökologie, Ökonomie und Soziales. AfB will die öffentliche Wahrnehmung für Inklusion und die Aufbereitung gebrauchter ITGeräte und damit verbundener Chancen verbessern.

und ohne Behinderung verrichtet. Dieses Konzept macht es Menschen mit Behinderung leichter, eine anerkannte Ausbildung bzw. Anstellung in der freien Wirtschaft zu erhalten.

So sind alle Arbeitsschritte im Unternehmen barrierefrei gestaltet und werden auf diese Weise gemeinschaftlich von Menschen mit

Effizienz-Agentur NRW Die Effizienz-Agentur NRW (EFA) wurde 1998 auf Initiative des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums mit dem Ziel gegründet, mittelständischen Unternehmen Impulse für ein ressourceneffizientes Wirtschaften zu geben. Ressourcenschonung ist branchenübergreifend zu einem wichtigen Innovationsmotor und Wettbewerbsfaktor geworden, der Wirtschaft und Arbeitsmarkt stärkt. Weitere Informationen unter www.ressourceneffizienz.de, www.afb-group.de

Paul Cvilak im Interview Herr Cvilak, wie sind Sie auf Ihre Geschäftsidee gekommen? Mit dem Wunsch nach immer neuen IT-Geräten werden jährlich Ressourcen verschwendet, obwohl ältere Modelle nach wie vor Leistung bringen und für viele Zwecke, besonders im privaten Umfeld, genutzt werden können. Mit unserer Geschäftsidee möchten wir der Verschwendung entgegenwirken. In einem Test mit psychisch behinderten Menschen haben wir festgestellt, dass sie die geforderten Aufgaben in unserem Unternehmen in hervorragender Qualität bearbeiten. Die sehr monotone Tätigkeit der Datenlöschung kommt diesen Menschen entgegen. Dies war der Grund eine gemeinnützige Firma zu gründen.

Wer sind die Hauptabnehmer der aufbereiteten Geräte? Für wen lohnt sich ein „Gebrauchter“? In unseren Shops verkaufen wir Geräte meistens an ältere Menschen, die Beratungsbedarf haben und sich bei unseren Verkäufern gut aufgehoben fühlen. Natürlich haben wir auch viele Kunden mit kleinem Geldbeutel und solche, die viel Wert auf Service legen, also z.B. einen Aufstell- oder Reparaturservice vor Ort.

Ihre Geschäftsidee schafft Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen. Unter welchen Bedingungen könnten es noch mehr werden? . Der Verkauf der gebrauchten Geräte an Privatkunden ist nicht das Problem. Wir benötigen zusätzlich neue Firmen und Kommunen, die uns gebrauchte IT-Geräte zurückgeben. Wenn uns die Ministerien in NRW ihre Geräte geben und auch einige große Firmen eine Kooperation mit uns unterzeichnen würden, dann könnten wir in NRW den fünften Standort eröffnen und 20 neue Arbeitsplätze schaffen.

Paul Cvilak - Geschäftsführer der AfB gGmbH.

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Essener Umweltpreis

Anfang November 2015 hat das Umweltamt der Stadt Essen in Kooperation mit den Stadtwerken Essen den mit 10.000 Euro dotierten „Essener Umweltpreis 2015“ verliehen. Unter dem Motto „Essen ist aktiv“ wurden herausragende und vorbildliche Aktivitäten ausgezeichnet, die zu einem umweltschonenden Umgang mit Natur, Boden, Lebensmitteln, Energie, Wasser und Klimaschutz beitragen. Die Preisträger wurden durch eine Jury, bestehend aus Mitgliedern des Rates der Stadt Essen, der Stadtverwaltung, der Stadtwerke Essen, der Medien, der Presse und dem Klimaexperten Professor Gerd Morgenschweis, ermittelt.

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Bild: © Peter Prengel; Stadt Essen

Zukunftsfelder

So erhielt das Projekt „Städtische Landliebe – Urban Farming“ der Folkwang Universität der Künste den ersten Preis. Ihr Anliegen ist

eine Verbesserung der städtischen Lebensqualität und ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und Lebensmitteln. Für die Einrich-

tung u.a. von Regenwasserzisternen, Photovoltaik-Anlagen und Wärmerückgewinnungsanlagen wurde das Franz Sales Haus mit

dem zweiten Preis ausgezeichnet. In der Kategorie Kinder und Jugendliche wurden sogar zwei erste Plätze vergeben. Den Platz auf dem Treppchen teilen sich die Kita St. Barbara in Byfang und die Kindernotaufnahme Spatzennest. Die Kita beweist mit ihrem Projekt „Heiliger Franz von Assisi – Schutzherr von Umwelt und Ökologie“, dass eine kindgerechte Umwelterziehung möglich ist. Das Projekt „Umweltfreundliche Kindernotaufnahme kleine Spatzen“ vermittelt Kindern, wie sie durch ihr bewusstes Handeln schonend mit den natürlichen Ressourcen umgeben können. Weitere Informationen unter www.essen.de

Solarcar-WM in Australien

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mit der Konstruktion und dem Bau von Solarautos. 2012 umrundete ein Solarfahrzeug die Welt und hält den Guinness-Rekord für die längste solarautark gefahrene Strecke mit 29.753 Kilometern.

Bild: © Hochschule Bochum

Europe zurück. Das zweisitzige Sportcoupé wurde gemeinsam mit ThyssenKrupp Steel gebaut und musste sich bei der WM nur Solarcars aus den Niederlanden und Japan geschlagen geben. In Sachen Alltagstauglichkeit ging die Empfehlung der Jury an den Bochumer SunRiser. Bereits seit 15 Jahren beschäftigt sich die Hochschule

Weitere Informationen unter www.hochschule-bochum.de

Umweltfreundlich telefonieren

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Das Solarauto „SunRiser“ der Hochschule Bochum schaffte es 2015 bei der Weltmeisterschaft der Solarautos in Australien mit dem dritten Platz aufs Treppchen. In einer Woche legten die Studenten als einziges Team aus Deutschland mehr als 3.000 Kilometer zwischen Darwin und Adelaide

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Dr. Jochen Gönsch ist neuer Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Fachgebiet Service Operations an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Eins seiner Forschungsthemen beschäftigt sich mit der Frage, wie frisch überholte Handys und Co. die Umwelt schonen können. So geht beispielsweise das Unternehmen Apple nachhaltig mit Wertstof-

fen um, konstatiert der studierte Wirtschaftsinformatiker. Apple erneu­ ert die Gehäuse gebrauchter iPhones (Remanufacturing) und verkauft diese wieder in neuwertiger Qualität. Gönsch möchte untersuchen, wie diese wiederaufbereiteten Produkte bei Kunden ankommen. Stehen sie mit den neuen in einem echten Wettbewerb? Wie könnten ältere Geräte

attraktiver gemacht werden? Des Weiteren beschäftigt er sich damit, wie sich durch gezielte Preisgestaltung Angebot und Nachfrage in Einklang bringen lassen. Dabei sind Bike- und Car-Sharing sowie Autovermietungen besonders inte­re­ssant. Weitere Informationen unter www.uni-due.de


Zukunftsfelder

Essen soll deutsche

Energiehauptstadt bleiben In Essen sollen 2016 die Bauarbeiten für den Energie-Campus Ruhr beginnen, sobald das Bundesforschungsministerium die Genehmigung erteilt. Noch ist das Areal im Nordviertel mit Bäumen und Büschen bewachsen. Aber schon jetzt „elektrisiert“ die zukunftsträchtige Großinvestition die Akteure der Stadt. Das gilt nicht nur für die Ratsfrak-

tionen, sondern auch für Oberbürgermeister Thomas Kufen. In seiner Antrittsrede machte er das Projekt gleich zum Thema: „Mit viel Freude erfüllt mich, dass wir jetzt mit dem Energie-Campus Ruhr eine innovative Technologie-Transfer-Plattform bekommen, in der Forschungsexperten vom Max-Planck-Institut und der Fraunhofer-Gesellschaft zusammenarbeiten.“ Bei der Vortrags-

reihe „Wirtschaftsimpuls Ruhr“ im Museum Folkwang gab Prof. Robert Schlögl, Projekt-Koordinator und in Mülheim Direktor am Max-Planck-Institut, einen erweiterten Einblick in die Pläne. Der Energie-Campus Ruhr soll demzufolge ein zentraler Ort werden, um die interdisziplinären Chancen für die Energiewende praktisch nutzbar zu machen.

Akteure für die Klimawochen Ruhr 2016 gesucht Bi

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Gemeinsam mit den Kreisen, Städten und Gemeinden sowie den lokalen und regionalen Engagierten soll die Aktion das Engagement der Region im Klimaschutz einem breiten Publikum vorstellen. Dazu sind alle Klimaakteure des Ruhrgebiets aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Denkbare Beiträge sind Fahrradtouren zum Thema energetische Sanierungen, Führungen zu technologischen Entwicklungen in Unternehmen, Theaterstücke über den Klimawandel und vieles mehr. Den Aufschlag macht vom 4. bis zum 10. April die rechtsrheinische Seite

des Kreises Wesel. Danach wird der „Staffelstab“ Woche für Woche im Zeitraum von Anfang April bis Ende Juni an andere Städte und Gemeinden weitergegeben.

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Im April 2016 startet die „klimametropole RUHR 2022“ des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ein neues, regionales Präsentationsformat: Die Klimawochen Ruhr 2016.

„In der Auftaktpräsentation der klimametropole RUHR 2022 präsentierten sich 165 Veranstalter mit 200 Veranstaltungen und zeigten die unglaubliche Bandbreite des Engagements hier in der Region. Wir würden uns freuen, wenn die Klimawochen Ruhr 2016 ebenso gut angenommen werden“, so RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel. Bis zum 31. Dezember werden noch weitere Veranstaltungsanmeldungen vom Regionalverband Ruhr an­ genommen. Weitere Informationen unter www.ruhr2022.de

RUHRZEIT 4 2015


Finale

GEWINNspiel

1.

Unsere Gewinnspielfrage: Welche ist die älteste Universität im Ruhrgebiet? 1. Ruhr-Universität Bochum 2. Technische Universität Dortmund 3. Universität Duisburg-Essen Wenn Sie am Gewinnspiel teilnehmen möchten, schicken Sie die richtige Lösung per Post, für die bessere Kontaktmöglichkeit gerne unter Angabe Ihrer Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, an: MGE MEDIA GROUP ESSEN GmbH, „RUHRZEIT Gewinnspiel“, Lützowstraße 53, 45141 Essen. Oder per E-Mail, Betreff „Gewinnspiel RUHRZEIT 4/2015“ an: gewinnspiel@ruhrsite.com. Bitte dabei den Absender nicht vergessen. Einsendeschluss ist der 11.01.2016.

1. Preis: Peter I. Tschaikowskis „Schwanensee“ ist der Stoff, aus dem Ballett-Träume geworden sind. Das 1877 uraufgeführte Werk gilt als Inbegriff klassischer Ballettkultur und wurde bereits von zahlreichen berühmten Choreografen geprägt. Gewinnen Sie 2 x 2 Karten für das Ballett „Schwanensee“ im Musiktheater im Revier. Lesen Sie mehr auf Seite 44.

2. 2. Preis: Genießen Sie eine Pause vom Alltag – und gewinnen Sie 1 x 2 Karten „Wellness à la carte“ für das maritimo Wellness Resort. Weitere Informationen unter www.maritimo.info

3. 3. Preis: Die „Romantische Oper in drei Aufzügen“ von Richard Wagner wurde 1843 uraufgeführt. Gewinnen Sie 1 x 2 Karten für das Stück „Der fliegende Holländer“ im Aalto-Theater Essen am 16.01.2016. Weitere Informationen unter www.aalto-musiktheater.de

Die Gewinne wurden von den Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Vor Einsendeschluss stattfindende Veranstaltungen werden unter den bis dahin eingegangenen Einsendungen ausgelost.

4. 4. Preis: Am Grillo-Theater in Essen wird die Bühnenfassung von „Der Prozess“ nach dem gleichnamigen Roman von Franz Kafka aufgeführt. Gewinnen Sie 1 x 2 Karten für die Vorstellung am 23.01.2016. Weitere Informationen unter www.schauspiel-essen.de

5. 5. Preis: Die „boot“ ist die weltweit größte und international bedeutendste Bootsmesse und findet vom 23.01.2016 bis zum 31.01.2016 in Düsseldorf statt. Gewinnen Sie 3 x 2 Karten. Lesen Sie mehr auf Seite 69.

IMPRESSUM Herausgeberin: Katja Arncken

Anzeigenleitung: Michael Wirtz (m.wirtz@mg-essen.de)

Verlag: MGE MEDIA GROUP ESSEN GmbH Lützowstraße 53 45141 Essen

Marketing Management: Bernd Schürenberg (b.schuerenberg@mg-essen.de)

T +49 (0)201 - 85 78 75-0 F +49 (0)201 - 85 78 75-10 info@mg-essen.de www.mg-essen.de 75 74

Redaktionsleitung (v.i.S.d.P.): Karin Freislederer (k.freislederer@mg-essen.de) Redaktion: Ann-Katrin Döring, Anika Feldmann

Art Director: Anastasia Pris Grafik: Hape Tebraak, Alexandra Sekunov, Melanie Baldin, Sebastian Trox Produktionsleitung: Michael Lauszat (m.lauszat@mg-essen.de) Online: Martin Flack Fotografen: Anne Breilmann (S. 28, 51), Martin Schmüdderich (S. 6, 7, 8, 9, 12)

Titelbild: © thosti – fotolia.de (Frontscheinwerfer einer Rangierlok), Zitat: Frank Goosen, „Ode an die A40“ Die RUHRZEIT erscheint vierteljährlich. Nächste Ausgabe: 10.03.2016 Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/2015. Das Copyright für alle Inhalte liegt bei der MGE MEDIA GROUP ESSEN GmbH. Für unverlangt zugesandte Manuskripte, Unterlagen und Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.


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RUHRZEIT 04/2015  

Passend zur dunklen Jahreszeit präsentiert die Winterausgabe der RUHRZEIT Lichtkunst im Ruhrgebiet, weihnachtliche Geschenketipps und winter...

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