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12 Ruhr Selection Hamm Für Kenner und Entdecker Waltrop Lünen

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Die höchste Museumsdichte weltweit und eine der international größten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst: Unna Das bietet das Ruhrgebiet! 04

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Dortmund

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Zwanzig Kunstmuseen in fünfzehn Städten der Metropole Ruhr haben sich unter einem Namen zusammengeschlossen: RuhrKunstMuseen. Jedes dieser Häuser ist ein historisch gewachsenerFröndenberg Ort mit individuellem Profil. Gemeinsam erzählen sie die vielfältige Geschichte der Schwerte Moderne vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Witten

Menden

Die Stationen dieser imposanten Sammlung liegen im Ruhrgebiet nah Herdecke beieinander: die Impressionisten, Fauves, Kubisten, Expressionisten; Wetter eine herausragende Gesamtschau derIserlohn Malerei nach 1945. Bacon, Hemer Hagen Beckmann, Gauguin, van Gogh, Emil Schumacher oder Gerhard Richter. 10 11 Skulptur und Neue Medien von Lehmbruck bis Nam June Paik. Kunst in allen Himmelsrichtungen: von Marl bis Hagen, von Duisburg bis Unna. Die Region prägt die Museen. Und die Museen prägen entscheidend die Region. In keiner anderen Kulturlandschaft sind Vergangenheit und Aufbruch, Industriegeschichte und Geistesgegenwart, Alltagsleben und Kunst so dicht verwoben wie im Ruhrgebiet. Die RUHR SELECTION ist Ihr Kunstreiseführer durch diese einzigartige Entdeckungslandschaft – mit Empfehlungen der RuhrKunstMuseen zu allem, was Ihren Aufenthalt in der Metropole Ruhr perfekt macht: Essen und Übernachten, Sehens­würdigkeiten und Abendgestaltung. Es gibt viel zu sehen. Die RuhrKunstMuseen eröffnen einen fantastischen Kunst­kosmos mittlerweile historischer sowie brandaktueller Kunstwerke. Gehen Sie mit der RUHR SELECTION auf Entdeckungstour! Auf der Innenseite finden Sie den Lageplan der Ruhr Kunst Museen.

Arnsberg


Datteln Oererkenschwick

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Mülheim an der Ruhr

Schwerte Menden

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Hagen SprockHövel

Iserlohn

Hemer

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01 KUNSTMUSEUM BOCHUM

05 LEHMBRUCK MUSEUM

10 EMIL SCHUMACHER MUSEUM HAGEN

16 KUNSTMUSEUM MÜLHEIM AN DER RUHR

Kortumstraße 147, 44787 Bochum T +49 (0)234.91 04 230 www.bochum.de/kunstmuseum

Friedrich-Wilhelm-Straße 40, 47051 Duisburg T +49 (0)203.28 33 294 www.lehmbruckmuseum.de

Museumsplatz 1, 58095 Hagen T +49 (0)2331.20 73 138 www.esmh.de

Synagogenplatz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr T +49 (0)208.45 54 138 www.kunstmuseum-mh.de

02 KUNSTSAMMLUNGEN der Ruhr-UniversitäT Bochum:  02.1 Campusmuseum. Sammlung Moderne

Universitätsstraße 150, 44801 Bochum T +49 (0)234.32 26 782 www.kusa-rub-moderne.de 02.2 SITUATION KUNST (für Max Imdahl)

Nevelstraße 29 c / Schlossstraße 13, 44795 Bochum T +49 (0)234.29 88 901 www.kusa-rub-moderne.de 03 JOSEF ALBERS MUSEUM QUADRAT BOTTROP

Im Stadtgarten 20, 46236 Bottrop T +49 (0)2041.29 716 www.quadrat-bottrop.de 04 MUSEUM OSTWALL IM DORTMUNDER U

Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund T +49 (0)231.50 24 723 www.museumostwall.dortmund.de

06 MUSEUM DKM | STIFTUNG DKM

11 OSTHAUS MUSEUM HAGEN

17 LUDWIGGALERIE SCHLOSS OBERHAUSEN

Güntherstraße 13 – 15, 47051 Duisburg T +49 (0)203.93 55 54 70 www.museum-dkm.de

Museumsplatz 1, 58095 Hagen T +49 (0)2331.20 73 138 www.osthausmuseum.de

Konrad-Adenauer-Allee 46, 46049 Oberhausen T +49 (0)208.41 24 928 www.ludwiggalerie.de

12 GUSTAV-LÜBCKE-MUSEUM

18 KUNSTHALLE RECKLINGHAUSEN

Neue Bahnhofstraße 9, 59065 Hamm T +49 (0)2381.17 57 01 www.hamm.de/gustav-luebcke-museum

Große-Perdekamp-Straße 25 – 27, 45657 Recklinghausen T +49 (0)2361.50 19 35 www.kunst-re.de

08 MUSEUM FOLKWANG

13 EMSCHERTAL-MUSEUM HERNE, STÄDTISCHE GALERIE

19 ZENTRUM FÜR INTERNATIONALe LICHTKUNST UNNA

Museumsplatz 1, 45128 Essen T +49 (0)201.88 45 000 www.museum-folkwang.de

Karl-Brandt-Weg 2, 44629 Herne T +49 (0)2323.16 26 59 www.emschertal-museum.herne.de

Lindenplatz 1, 59423 Unna T +49 (0)2303.10 37 70 www.lichtkunst-unna.de

07 MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst

Philosophenweg 55, 47051 Duisburg T +49 (0)203.30 19 48 -10/-11 www.museum-kueppersmuehle.de

09 KUNSTMUSEUM GELSENKIRCHEN

Horster Straße 5 – 7, 45897 Gelsenkirchen T +49 (0)209.16 94 361 www.kunstmuseum-gelsenkirchen.de

14 FLOTTMANN-HALLEN HERNE

20 MÄRKISCHES MUSEUM WITTEN

Straße des Bohrhammers 5, 44625 Herne T +49 (0)2323.16 29 56 www.flottmann-hallen.de

Husemannstraße 12, 58452 Witten T +49 (0)2302.58 12 550 www.maerkisches-museum-witten.de

15 SKULPTURENMUSEUM GLASKASTEN MARL

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Creiler Platz, Rathaus, 45768 Marl T +49 (0)2365.99 22 57 www.marl.de

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In allen Himmelsrichtungen Kunst entdecken: Die RUHR SELECTION der Ruhr Kunst Museen

Das Ruhrgebiet hat die höchste Museumsdichte weltweit und beherbergt eine international herausragende Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst. In keiner anderen Kulturlandschaft sind Vergangenheit und Aufbruch, Industriegeschichte und Geistes­ gegenwart, Alltagsleben und Kunst so dicht verwoben wie hier.

Zwanzig Kunstmuseen in fünfzehn Städten haben sich unter einem Namen zusammengeschlossen: RuhrKunstMuseen. Jedes der Museen in dieser einzigartigen Konstellation ist ein eigenes Kraftfeld mit regionalen und internationalen Vernetzungen – und zugleich mit den anderen Häusern eng verbunden. Gemeinsam wollen sie ihre Sammlungen dem Publikum noch näherbringen.

2010 war die Metropole Ruhr europäische Kulturhauptstadt: die Geburtsstunde der RuhrKunstMuseen. Die Häuser traten erstmals gemeinsam auf, gestalteten zusammen Ausstellungsprojekte und Vermittlungsprogramme. RUHR.2010 offenbarte die internationale Bedeutung der Sammlungen – eine hohe touristische Qualität des Ruhrgebiets.

Die Region wurde im 19. Jahrhundert geprägt. Es ging um Kohle, Stahl und Bier. Die eng beieinanderliegenden Städte gaben Hunderttausenden – harte – Arbeit. Hinsichtlich der Kunst war das Ruhrgebiet unerschlossenes Gelände. 1874 wird in Hagen Karl Ernst Osthaus (1874– 1921) geboren. Der Kunstsammler und Mäzen holt das internationale Kunstschaffen in sein 1902 gegründetes Museum Folkwang: die weltweit erste Sammlung von Gegenwartskunst, mit Anziehungs- und Strahlkraft weit über die Region hinaus. Folkwang bedeutet »Halle des Volkes«: Osthaus wollte Kunst und Alltag versöhnen. Das beinhaltete auch die – gleichrangige – Verbindung von europäischer mit außereuropäischer Kunst, ebenso von Kunst mit Design, Architektur und städtischem Raum. All das waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts radikal neue Ideen. In der im Werden begriffenen Stadtlandschaft des Ruhrgebiets fielen sie auf fruchtbaren Boden.

Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum, das Gustav-Lübcke-Museum in Hamm oder als junges Beispiel das Museum DKM in Duisburg. Wie progressiv dieser universalistische Ansatz war und ist, veranschaulicht die Tatsache, dass ein Museum von Weltrang wie der Louvre erst jüngst eine eigene islamische Abteilung einrichtete.

Ein Kosmos unterschiedlicher Satelliten, die umeinander kreisen Ein Geflecht von Museen entstand, allesamt der ästhetisch erzieherischen Idee Osthaus’ verpflichtet, Kunst in genau diese Region zu bringen; dieser Idealismus eint die Kunstsammlungen im Ruhrgebiet bis heute. Anfang der 1920er-Jahre gelangt die Hagener Sammlung nach Essen. Das Museum Folkwang übernimmt den »Hagener Impuls«, ein offenes Zentrum der Kunst und kulturellen Bildung zu sein – der Erweiterungsbau des englischen Architekten David Chipperfield macht diesen Anspruch 2010 architektonisch sinnfällig.

Nach den Weltkriegen öffneten Museen, die sich vor allem der Kunst der Moderne und Gegenwart widmeten, weiterhin auch historischer und außereuropäischer Kunst – exemplarisch für diese Offenheit stehen heute die 2

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Ein Spektrum von der Antike über das 19. Jahrhundert und die Klassische Moderne bis in die Gegenwart erstreckt sich in alle Himmels­ richtungen: vom Osthaus Museum und dem Emil Schumacher Museum in Hagen bis zum Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl, mit entscheidenden Etappen der Skulptur und Videokunst. Regionales hat seinen Platz zum Beispiel im Herner Emschertal-Museum und den Flottmann-Hallen. Schon zu Zeiten des »Kalten Krieges« setzt das Kunstmuseum Bochum innerhalb seiner internationalen Sammlung einen Schwerpunkt auf Osteuropa. Vertreter des Informel zeigt das Märkische Museum Witten. Das Museum Ostwall mit seinem Engagement für die Kunst des Fluxus wirkt als »Kraftwerk« im Dortmunder U, das welt­ weit erste Zentrum für Internationale Lichtkunst entsteht in Unna, kinetische Kunst sammelt das Kunstmuseum Gelsenkirchen – Vielfalt, die ein Ganzes beherbergt, Stationen einer imposanten Sammlung. Impressionisten, Fauves, Kubisten, Expressionisten – eine außergewöhnliche Ge­ samt­schau der deutschen und internationalen Malerei nach 1945. Dazu kommt eine enorme Bandbreite von Kunstwerken im Umfeld der Museen: mutige künstlerische Setzungen im öffentlichen Raum. Internationale Künstler wie Richard Serra prägen die Kunstlandschaft mit. 4

Josef Albers (1888 – 1976) und Wilhelm Lehmbruck (1881 – 1919) stammen selbst aus dem Ruhrgebiet. Ihnen widmen sich das Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop und das LehmbruckMuseum in Duisburg.

Die Kunst im Ruhrgebiet ist nah an der Wirklichkeit Die Reise zu den einzelnen Häusern ist zugleich ein Streifzug durch die Baugeschichte der Region: von der Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen, mit ihren am Puls der Zeit ausgerichteten Ausstellungen, über ein Postgebäude – das Kunstmuseum ­Mülheim an der Ruhr mit seiner herausragenden Grafiksammlung – bis zu einem Bunker, in dem seit Kriegsende die Kunsthalle ­Recklinghausen im Geiste des »Jungen ­Westens« ausstellt. Monumente der Industriegeschichte, Baukunstwerke der Nach­kriegszeit und spektakuläre Neubauten, span­nende Begegnungen zwischen Historie und Moderne wie das MKM Museum ­ K üppersmühle mit seinen monografischen Ausstellungen bieten neue Perspektiven auf Kunst. Nicht weltliche oder kirchliche Fürsten stifteten Sammlungen, sondern Industrielle, Privatleute und

Politiker engagieren sich bis heute im Sinne von Osthaus für kommunale Museumsgründungen. Die RuhrKunstMuseen verfolgen einen demokratischen Ansatz. Sie lehren das Sehen neu. In Zeiten technischer Bilderfluten herrscht visueller Analphabetismus. Die Kunstmuseen liefern ein Instrumentarium zum selbst bestimmten Sehen – und damit zum selbstständigen Denken.

Lange Zeit ist hier unbemerkt etwas gewachsen, das erst jetzt bewusst wird Die Region prägt die Museen. Und die Museen prägen entscheidend die Region. Die industriellen Krisen seit den 1960erJahren hinterließen viele Industriebau­ werke als Ruinen. Künstler eroberten die Industriebrachen – oft illegal. Ihre Aktionen verwandelten die zu Unorten verkommenen Areale in ästhetische Wirkungsfelder. Sie schufen Aufmerksamkeit für die besondere Energie dieser Räume, machten den Genius Loci sichtbar und legten so den Grund für die Industriekultur als deutliches Zeichen des »Strukturwandels«.

Industrieruinen und Abraumhalden werden zu Orten der Kunst – für alle. Die Kunstmuseen sind Keimzellen der Provokation, Irritation und Innovation, Schulen des Anderssehens und -denkens. Sie eröffnen an vielfältigen Orten einen beweglichen Kunstkosmos mittlerweile historischer sowie brandaktueller Kunstwerke. Es gibt viel zu entdecken. Die RUHR ­SELECTION ist Ihr Kunstreiseführer durch die Metropole Ruhr – mit Empfehlungen der RuhrKunst­ Museen zu allem, was Sie für Ihren perfekten Aufenthalt benötigen: Essen und Übernachten, Sehenswürdigkeiten und Abendgestaltung. Die RUHR SELECTION gibt keine festen Routen vor, sondern bietet Kennern und Entdeckern eine Orientierungshilfe, um sich eigene Touren zusammenzustellen und die Kunstorte des Ruhrgebiets auf individuellen Streifzügen in immer wieder neuen, ungewöhnlichen Kombinationen zu erleben. Lassen Sie sich einladen zu einer Grand Tour durch diese überraschende Kunstlandschaft!

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Reise ans Ende der Nacht – Morgendämmerung im Ruhrgebiet: Die Kunst als sozialer Bindekitt von Holger Liebs Chefredakteur Monopol – Magazin für Kunst und Leben

Arkadien war immer schon anderswo. Na und? Niemand, der hier wohnt, erwartet, dass ihm täglich Met in Kristallgläsern serviert wird. Das Ruhrgebiet war mal ein Industriemoloch, aber es wandelt sich, und dazu gehört, dass in dieser Region, die geografisch zu verorten Nichteinheimischen so schwerfällt (Mönchengladbach? Nein. Neuss? Rheinland! Wuppertal? Bergisches Land. Und weiter im Norden ist schon der Nieder­ rhein), dass also hier eine neue Generation herangewachsen ist, die jene dunkle Zeit, in der hier allerdings noch eine Art Wirtschaftswunderland existierte, nur noch vom Hörensagen oder von Erzählungen der Altvorderen kennt – und ansonsten vielleicht noch verwaiste Hochöfen, aufgegebene Gastanks und einsame Loren inmitten einer von Kanälen, Schienen und Schlackebergen zerfurchten Ödnis. Relikte, Ruinen, Restbestände.

Steinhauser als Professoren, dort fand eines der ersten Digitalisierungsprojekte für Bildarchive in Deutschland statt, und es gab sogar ein Museum auf dem Campus! Bald fand sich ein kleiner Zirkel regelmäßig im Regionalexpress von Köln aus ein, und einmal durfte ich sogar in Beat Wyss’ blauem Strichachter mitfahren – er wohnte auch in Köln. Kann es Zufall sein, dass aus dieser Studentengeneration so viele erfolgreiche Kuratoren und Museumsleute, Künstler und sogar Galeristen hervorgegangen sind? Matthias Mühling leitet ab 2014 das Münchner Lenbachhaus, Vanessa Joan Müller, Esther Ruelfs oder Katharina Dohm sind ebenfalls kuratorisch erfolgreich, Bettina Pousttchi stellt als Künstlerin international aus – um nur einige zu nennen.

Dann die Museen. Zum Folkwang reiste ich öfters, Ute Eskildsen wirkte dort als beste FotoKuratorin der Republik. Am LehmbruckMuseum Eine kulturelle Wüstenei also – aber auch die mochte ich nicht nur die raue Waschbetonäsist längst Geschichte. Ich lernte das Ruhrge- thetik, das Museum Küppersmühle in Duisburg biet kennen durch die Kunst. Vom verschulten entstand als ein Frühwerk von Herzog & de Kunstgeschichtsstudium in Köln genervt, zog Meuron in Deutschland, darin entdeckte ich es mich zur Ruhr-Universität Bochum – und ich Sigmar Polke für mich. Die Villa Hügel lud zu fand bald andere, denen es genauso ging. Am prachtvollen Eröffnungen. Und natürlich fuhr Lehrstuhl für Kunstgeschichte lehrten damals, ich in jedem Jahr nach Oberhausen und besuchEnde der 1980er-Jahre, Beat Wyss und Monika te die legendären Kurzfilmtage. 6

Das Ruhrgebiet verfügt über eine außergewöhnliche Museumslandschaft, wie man sie anderswo nicht findet. Dazu zählen insbesondere die Kunstmuseen, die sich, im Bann des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010, zu dem Netzwerk RuhrKunstMuseen zusammengeschlossen haben, um das Kirchturmdenken, das zuvor vorgeherrscht hatte, zu überwinden. Die neue Allianz trumpft gemeinsam auf: mit Kollaborationen, einer gemeinsamen Agenda – und mit dem Faustpfand vieler sehr verschieden profilierter Häuser, von denen jedes besondere Charakteristika aufweist: In Gelsenkirchen dominiert das ZERO-Erbe mit kinetischer Kunst, in Unna die Lichtkunst, in Dortmund, wo man den Leuchtturmgedanken unter dem großen U der ehemaligen Union-Brauerei fortführt, gibt es wichtige Fluxus-Arbeiten, die Avantgarde aus dem Osten findet man in Bochum, Skulpturen und Medienkunst in Marl, Hagen profitiert von der Arbeit des Sammler-Visionärs Karl Ernst Osthaus von vor hundert Jahren, in Duisburg bestaunt man Wilhelm Lehmbruck und seine Erben – jede Stadt im Revier hat ihre ganz eigene Besonderheit, mit der sie prunken kann. All das wissen Kunsthistoriker. Doch die Augen für das Ruhrgebiet als kulturelles Ganzes, als

Region der Kunst öffnete mir eigentlich erst eine Tour mit Karl Ganser, dem ehemaligen Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung Emscher Park, im Jahr 1998. Eineinhalb Jahrhunderte lang war der Rußteppich, der aus den Schloten kam, die tägliche Schminke des Reviers gewesen, der große Gleichmacher. »Zwischen Dortmund und Duisburg ist Weiß nur ein Traum, sind die Städte auswechselbar«, notierte Heinrich Böll Ende der 1950er-Jahre auf einer Erkundungsreise durch das verqualmte Wirtschaftswunderland. Die stählernen Ungetüme zwischen Rhein, Ruhr und Emscher, die Kokereien und Fördertürme, die Kesselhäuser und Gießhallen erzählen noch von jener Epoche. Man wollte eine Zeit lang mit den Ruinen des Industriezeitalters auch die Erinnerungen an das eigene Scheitern beseitigen. Da geschah, um 1988 und in den darauffolgenden Jahren bis heute, etwas Seltsames: Die Bauwerke veränderten sich. Ihr Verfall wurde mehr und mehr zu einer Attraktion. Rost verwandelte sich beinahe unmerklich in Patina. Um die Stahlgerüste, Koksbatterien und Schornsteine entspann sich eine regelrechte Ruinensucht. Die scheinbar vergessenen Industrierelikte füllten sich wieder mit Leben. 7


Schlackenhalden in Bottrop wurden von Skifahrern erobert; der »Duisburger Alpenverein« jagte professionelle Kletterer die schorfigen Mauern ehemaliger Erzbunker hinauf; Tauchermannschaften stiegen in unterirdische Wassertanks; Fernsehteams und Lichtkünstler, Technodiscos und Theatergruppen kamen in die Städte. Sie fanden Kompressorenhäuser, Dampfgebläsemaschinenhallen und den riesigen Saal einer leer geräumten Kraftzentrale vor – und waren begeistert. Denn nicht nach einem modernen Arkadien hatten sie gesucht, nicht nach Postkartenbildern als Zeugen einer besseren Vergangenheit, sondern nach dem Abgelegten, Ungebändigten: nach den Inseln im Städtemeer der Zivilisation.

das Bewusstsein für die althergebrachten zu schärfen. Ganser war der richtige Mann für diese Aufgabe: Kantig genug, professionellen Plattmachern zu widerstehen, war er gleichzeitig so ausdauernd und diskursfreudig, dass er mit seinem Team auch Visionen durchsetzen konnte.

Der lädierte Einzugsbereich des kanalisierten Emscherflusses, ein siebzig Kilometer langer und wenige Kilometer breiter Streifen (eine Fläche von 783 Quadratkilometern), teilt das Revier in eine nördliche und eine südliche Hälfte. »Stadt reiht sich an Großstadt, keine zusammenhängende Feldmark ist mehr vorhanden«, schrieb schon 1920 Robert Schmidt, damals Gründungsdirektor des Siedlungsver»Heterotopien« hat Michel Foucault diese bandes Ruhrkohlenbezirk, über den urbanen Orte jenseits aller Orte genannt: Areale, die Fleckenteppich der Emscherzone. Bis 1998 sich nicht integrieren lassen – und gerade war von Dortmund bis zur Rheinmündung hindeshalb so anziehend sind. Anfangs waren es ter Oberhausen entlang des Kanals mit der IBA die Künstler, die, auch im Wechselspiel mit den die »größte Landschaftsbaustelle Europas« Museen, die Industriebrachen okkupierten und entstanden. In siebzehn Städten wurden 120 sie so transformierten. Karl Ganser führte dann einzelne Projekte für etwa fünf Milliarden Mark weiter, was die Künstler begonnen hatten. Im verwirklicht oder angestoßen. Dezember 1988 wurde die »Internationale Bauausstellung Emscher Park« gegründet. Die Ziele: nicht neue Symbole zu bauen, sondern 8

Industriedenkmäler, die dem Abriss preisgegeben waren, blieben erhalten. Unter ihnen: der »Kölner Dom der Industriekultur«, die Zeche Zollverein in Essen, 1928 bis 1932 von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer errichtet. Heute residiert hier das Designzentrum Nordrhein-Westfalen, neue Architektur von internationaler Strahlkraft ist entstanden. Auch die riesige Blechbüchse des Gasometers Oberhausen und die leer geräumten Walfischbäuche der Bochumer Jahrhunderthalle und der Kraftzentrale in Duisburg konnten gerettet werden. Und die IBA von Ganser wird auch nach dem Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 konzeptuell fortgeführt und in die Zukunft getra­ gen – etwa durch die neue Kunstorganisation »Urbane Künste Ruhr«, aber auch durch etablierte Festivals wie die Ruhrtriennale oder die ExtraSchicht.

Durch die Kunst blüht das Ruhrgebiet von Neuem. Die Museen modernisieren sich, die Zechen sind Freizeitparks, die ganze Region erlebt im Grunde ein Kulturhauptstadtjahr nach dem anderen. Es ist ein neues Ruhrgebiet entstanden, ein Reich der Imagination, dessen Fixpunkte Kunstwerke sind und dessen kulturelles Gedächtnis Erfahrungen wie bei den Kurzfilmtagen und Figuren wie Christoph Schlingensief, Werner Nekes oder Helge Schneider, die das heutige Bild des Ruhrgebiets prägen oder geprägt haben.

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»Das Streben der Menschheit ist es, über sich hinauszuwachsen. Jede Tätigkeit, in der sich dieser Wille kundgibt, ist Kunst.«

Ruhr Kunst n e e s u M

Karl Ernst Osthaus (1874 – 1921)

S. 12 KUNSTMUSEUM BOCHUM S. 16 KUNSTSAMMLUNGEN DER Ruhr-Universität Bochum: CAMPUSMUSEUM und SITUATION KUNST S. 22 JOSEF ALBERS MUSEUM QUADRAT BOTTROP S. 26 MUSEUM OSTWALL IM DORTMUNDER U S. 30 LEHMBRUCK MUSEUM, DUISBURG S. 34 MUSEUM DKM | STIFTUNG DKM, Duisburg S. 38 MKM MUSEUM KÜPPERSMÜHLE für moderne Kunst, DUISBURG S. 42 MUSEUM FOLKWANG, ESSEN S. 46 KUNSTMUSEUM GELSENKIRCHEN

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S. 50 EMIL SCHUMACHER MUSEUM HAGEN S. 54 OSTHAUS MUSEUM HAGEN S. 58 GUSTAV-LÜBCKE-MUSEUM, HAMM S. 62 EMSCHERTAL-MUSEUM HERNE, STÄDTISCHE GALERIE S. 66 FLOTTMANN-HALLEN HERNE S. 70 SKULPTURENMUSEUM GLASKASTEN MARL S. 74 KUNSTMUSEUM MÜLHEIM AN DER RUHR S. 78 LUDWIGGALERIE SCHLOSS OBERHAUSEN S. 82 KUNSTHALLE RECKLINGHAUSEN S. 86 ZENTRUM FÜR INTERNATIONALe LICHTKUNST UNNA S. 90 MÄRKISCHES MUSEUM WITTEN

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01 KUNSTMUSEUM BOCHUM

Ausstellungsansicht »Frühe Fotos – Späte Schäden« mit Werken von Johannes Brus Außenansicht mit der Lichtinstallation »Skyline« von François Morellet, innen: Wandarbeit »Untitled« von Katharina Grosse

Gegründet wurde das Museum 1960 als Städ­ t­ische Kunstgalerie für Kunst nach 1945, untergebracht in der historischen Villa Marckhoff. Gründungsdirektor Peter Leo wagte früh den Blick über den Eisernen Vorhang und sammelte neben den westeuropäischen Zeitgenossen, Kunst aus Polen, der Tschechoslowakei oder Jugoslawien. Nach einem Jahrzehnt war die Sammlung bereits auf Museumsformat angewachsen. Der zweite Direktor Peter Spielmann dehnte das zeitliche Spektrum auf internationale Kunst von 1900 bis in die Gegenwart aus und vertiefte den Blick in den Osten Europas. Heute finden sich in der Sammlung Grafiken und Gemälde des tschechischen Symbolismus und Kubismus um 1900, zahlreiche bedeutende Papierarbeiten von Lovis Corinth und eine 12

Folge von Zeichnungen Kasimir Malewitschs. Die wichtigsten deutschen Expressionisten sind mit Grafiken und Ölgemälden ebenso vertreten wie der Surrealismus und die Gruppe COBRA, herausragende Solitäre stammen von Francis Bacon, Frank Stella, Cy Twombly, Nam June Paik oder Richard Serra. Besonders geprägt ist die Museumssammlung weiterhin von deutscher Kunst der 1950er- bis 70er-Jahre, abstrakt und informell wie auch figurativ. Hervorzuheben ist ein großes Konvolut mit Werken von Willi Baumeister. 1983 entstand ein kubischer Erweiterungsbau der dänischen Architekten Bo und Wohlert, der seit 2010 von François Morellets blauer Lichtinstallation »Skyline« überstrahlt wird.

In den vergangenen Jahren hat Museums­ direktor Hans Günter Golinski die Sammlung weiter internationalisiert: Kunst aus Mexiko, Chile, Israel, Korea oder China, die regionale und internationale Szene der 1960er- bis 80erJahre und Neue Medien stehen heute im Fokus. Golinski wünscht sich das Museum als besonderen, gesellschaftlich unangepassten Ort. Die Balance zwischen dem Lokalen und dem Globalen ist ihm ebenso wichtig wie das regelmäßige Anknüpfen an Wissenschaft, Religion und Geschichte, das sich immer wieder in interdisziplinären Ausstellungsprojekten niederschlägt.

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01 KUNSTMUSEUM BOCHUM BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di, Do bis So 10 – 17 Uhr Mi 10 – 20 Uhr Mo geschlossen EINTRITTSPREISE 5 €, ermäßigt 2,50 € Kinder u. Jugendliche bis 14 Jahre: Eintritt frei Familienkarte 10 € Jeden ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei.

Service Dieses Museum ist barrierefrei. Essen und Trinken – Cafébar im Museum – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

bergbau-museum

kunstMuseum Bochum

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung Sonntags 15 Uhr Weitere Führungen auf Anfrage möglich

KONTAKT Kunstmuseum Bochum Kortumstraße 147 44787 Bochum T +49 (0)234.91 04 230 E museum@bochum.de www.bochum.de/kunstmuseum

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Bochum Kunstmuseum« ab Bochum Hbf. mit z. B. Bus-Linie 353 (Richtung Castrop-Rauxel Münsterplatz) Parken Kostenfreie Museumsparkplätze in der Goethestraße.

Innenansicht, rechts: Wandarbeit von Mogens Andersen

TourEmpfehlungen Expressionismus Werke des deutschen Expressionismus finden Sie auch in diesen Museen: Hamm, S. 58 – Gustav-Lübcke-Museum  Museum Hagen, S. 54 – Osthaus  Fotografie Historische und zeitgenössische Fotoarbeiten und Fotoprojekte können Sie auch in diesem Museum betrachten: Folkwang, Essen, S. 42 – Museum 

Sehenswert – Deutsches Bergbau-Museum Bochum, S. 104 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Schauspielhaus Bochum, S. 114 – Weitere Tipps ab S. 113

Lichtkunst 2009 entwickelte François Morellet die Neonarbeit »Skyline« für das Kunstmuseum Bochum. Weitere Arbeiten von François Morellets finden Sie in diesen Sammlungen: der Ruhr-Universität Bochum: – Kunstsammlungen  Situation Kunst (für Max Imdahl), S. 20 – Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna, S. 86 14

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02 KUNSTSAMMLUNGEN DER RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM: Campusmuseum und Situation Kunst

Außenansicht Kubus, Situation Kunst

In der deutschen Hochschullandschaft ist dieses auf zwei Orte verteilte universitäre Kunstmuseum einzigartig. Es bietet einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Avantgarden seit 1945. Das Campusmuseum zeigt Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst im Dialog mit Kunstproduktionen der griechischen und römischen Antike und Persiens, die Situation Kunst setzt sie in Beziehung zu Kunstwerken früherer Epochen aus Afrika und Asien. Entstanden sind die Sammlungen durch viel privates Engagement. Im Jahr 1967 knüpfte der FAZ-Kritiker Albert Schulze V­ ellinghausen an seine Schenkung europäischer und USamerikanischer Kunst die Bedingung, ein Museum müsse auf dem Campus entstehen. 16

Neben Actionpainting und Informel fasst der Grundstock der Sammlung Arbeiten, die sich einer abstrakt-konstruktiven Bildsprache bedienen. Zur Kunst von Sam Francis, Josef Albers oder Günther Uecker traten 1976 – mit einer Stiftung des Verlegers Paul Dierichs – Werke von Frank Stella, Alberto Giacometti, Richard Serra und anderen. Später wurden Fotografien von Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky und Mischa Kuball sowie Arbeiten unter anderem von Gerhard Richter und Bruce Nauman angekauft oder dank Schenkungen integriert. Rund 1000 Werke werden in wechselnden Sammlungs­ präsentationen und Ausstellungen gezeigt. Ab 1988 wurden die Kunstsammlungen um ein Gebäudeensemble im Park von Haus Weitmar

ergänzt. Treibende Kraft war hier Alexander von Berswordt, der das neue Areal dem Gründungsordinarius des Kunsthistorischen Instituts Max Imdahl widmete. Das Ensemble Situation Kunst (für Max Imdahl) umfasst neben Rauminstallationen der amerikanischen Künstler Maria Nordman, Richard Serra und David Rabinowitch Werkgruppen von Gotthard Graubner, Norbert Kricke, Arnulf Rainer und Jan J. Schoonhoven. Im 2006 eröffneten Erweiterungsbau wurde mit Licht-Raum-Installationen sowie einem Werkkomplex von Lee Ufan der Schwerpunkt der raumbezogenen Arbeiten ausgebaut, 2010 kam eine VideoSound-Installation von Marcellvs L hinzu. Seit 2010 werden im Kubus in der Ruine von Haus Weitmar Wechselausstellungen gezeigt. 17


02.1 C  ampusmuseum. Sammlung moderne BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di bis Fr 11 – 17 Uhr Sa, So, Feiertage 11 – 17 Uhr Mo geschlossen EINTRITTSPREISE Eintritt frei FÜHRUNGEN Öffentliche Führung Infos auf der Website des Museums Gruppenführung 3 € / Person, Anmeldungen unter E kunstsammlungen-moderne@rub.de

Service Dieses Museum ist eingeschränkt barrierefrei.

KONTAKT Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum Campusmuseum. Sammlung Moderne Universitätsstraße 150 44801 Bochum T +49 (0)234.32 26 782 E kunstsammlungen-moderne@rub.de www.kusa-rub-moderne.de

Essen und Trinken – Edwards Coffee in der Uni-Bibliothek, S. 96 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95 »Ruhr-Universität«

campusmuseum. sammlung moderne

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Ruhr-Universität« ab Bochum Hbf. mit U-Bahn-Linie 35 (Richtung Hustadt) Parken Di bis Fr im Parkhaus 2 und 3, Sa, So, Feiertag auf dem Verwaltungsparkplatz Uni-Mitte.

Günther Uecker, Sandmühle, 1968

TourEmpfehlungen

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Antike bis Gegenwart Ausgesuchte Themen alter und neuer Kunst aus 5000 Jahren finden Sie auch im: DKM | Stiftung DKM, Duisburg, S. 34 – Museum 

Sehenswert – Kunst am Bau der Ruhr-Universität Bochum, S. 104 – Mehr Sehenswertes ab S. 103

US-amerikanische Kunst nach 1945 Werke von Künstlern wie Mark Rothko, Josef Albers oder Frank Stella sammeln auch diese Museen: Albers Museum Quadrat Bottrop, S. 22 – Josef  Folkwang, Essen, S. 42 – Museum 

Am Abend – Goldkante, S. 114 – Weitere Tipps ab S. 113

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02.2 situation kunst (für max imdahl) BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Mi bis Fr 14 – 18 Uhr Sa, So, Feiertage 12 – 18 Uhr Mo und Di geschlossen

Service Museumsshop Dieses Museum ist eingeschränkt barrierefrei.

EINTRITTSPREISE Eintritt (Dauerausstellung) frei Sonderausstellung KUBUS 3 – 5 €, ermäßigt 1 – 3 €

Essen und Trinken – Bistro im KUBUS – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung (Sammlung) Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat um 16 Uhr, 3 € / Person zzgl. Eintritt Gruppenführung Information und Anmeldung unter T +49 (0)234.29 88 901

situation kunst für max imdahl

Haus Weitmar

KONTAKT Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum Situation Kunst (für Max Imdahl) Nevelstraße 29 c / Schlossstraße 13 (im Parkgelände von Haus Weitmar) 44795 Bochum T +49 (0)234.29 88 901 E info@situation-kunst.de www.kusa-rub-moderne.de ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Haus Weitmar« ab Bochum Hbf. mit der U-Bahn-Linie 308 oder 318 (Richtung Hattingen oder Dahlhausen), 7 Minuten Fußweg durch den Park Parken Hauseigene Parkplätze stehen zur Verfügung.

Richard Serra, Circuit, 1972 / 1989

TourEmpfehlungen Lichtkunst Weitere Installationen, die mit Kunstlicht und natürlichem Licht arbeiten, finden Sie hier: – Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, S. 70 – Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna, S. 86 Museumsneubauten Neu gegründete Museen und Erweiterungsbauten wie der KUBUS der Situation Kunst (für Max Imdahl) setzen architektonische Akzente in der Kulturmetropole Ruhr. Sehenswert sind auch: – Emil Schumacher Museum Hagen, S. 50: Architekturbüro Lindemann (2009) – Museum DKM | Stiftung DKM, Duisburg, S. 34: Architekt Hans Rohr (2009) Folkwang, Essen, S. 42: – Museum  David Chipperfield Architects, London / Berlin (2010)

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Sehenswert – »Terminal« von Richard Serra, S. 104 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – ROTTSTR 5 Theater, S. 114 – Weitere Tipps ab S. 113

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03 JOSEF ALBERS MUSEUM QUADRAT BOTTROP

Innenansicht mit Werken von Morris Louis, Michael Venezia und Josef Albers (v. l. n. r.)

Josef Albers hat sich einmal als Fischer beschrieben, »der zu jeder Stunde sein Netz hochzieht, um zu sehen, welche Farben sich darin finden. Ich brauche Jahrhunderte und Millionen von Quadraten, um meinen Hunger nach Farben zu stillen«. Die Sehnsucht nach Farbe ist uferlos, das Leben endlich. 1976 stirbt Albers, der 1933 in die USA emigriert war, in New Haven, Connecticut. Nur wenige Monate darauf wird in seiner Geburtsstadt Bottrop das Museumszentrum Quadrat gegründet – benannt nach seiner berühmten Serie »Homage to the Square«. Das Quadrat wird dann auch wesentliches Gestaltungselement des 1983 eröffneten Zusatzbaus, in dem heute die größte öffentliche 22

Albers-Sammlung zu sehen ist. Der große Pavillon-Bau erlaubt durch seine ­Glasfronten Blicke in die Parklandschaft und auf die Außenskulpturen. Anhand von knapp 100 Gemälden sowie Grafiken, Fotos und Glasobjekten kann der Besucher Albers’ künstlerische Entwicklung in ihrer ganzen Breite nachvollziehen: Druckgrafischen Blättern aus der westfälischen Zeit des Künstlers vor 1920 folgen am Bauhaus entstandene Arbeiten in Glas (in Weimar wurde Albers 1925 Bauhausmeister, 1930 stellvertretender Direktor des Bauhauses) bis hin zu Albers’ Begegnung mit der präkolumbischen Kunst Südamerikas. So liegt ein deutlicher Schwerpunkt auf den Bildserien der »Adobes« und be-

sonders den »Huldigungen an das Quadrat« – jenem Bildtypus von ineinander geschachtelten Quadraten. Drei, maximal vier Farben entfalten in jedem Werk einen sinnlichen Reichtum und eine unendliche Vielfalt von Bezügen, die die Unbeherrschbarkeit und Eigenmacht von Farbe erfahrbar machen. Der immensen Ausstrahlung dieses Gesamtwerks widmen sich die Wechselausstellungen »Albers im Kontext«. Eingeführt von dem 2003 angetretenen Museumsleiter Heinz Liesbrock, brachte das Programm dem Haus 2006 den Titel »Museum des Jahres« ein. Vor allem Albers’ Einfluss auf die amerikanische Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg wird in den Sonderschauen untersucht. 23


03 JOSEF ALBERS MUSEUM QUADRAT BOTTROP BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di bis Sa 11 – 17 Uhr So und Feiertage 10 – 17 Uhr Mo geschlossen

Service Museumsshop Dieses Museum ist barrierefrei.

EINTRITTSPREISE Eintritt frei (Eintritt nur zu Sonderausstellungen)

Essen und Trinken – Cafébar im Museum – Restaurant Overbeckshof am Museum, S. 96 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung 2 € / Person zzgl. Eintritt bei Sonderausstellungen Termine und Informationen erhalten Sie auf der Website des Museums. Gruppenführung 55 € – 82,50 €, zzgl. Eintritt bei Sonderausstellungen Information und Anmeldung unter T +49 (0)2041.29 716

josef albers museum quadrat bottrop

KONTAKT Josef Albers Museum Quadrat Bottrop Im Stadtgarten 20 46236 Bottrop T +49 (0)2041.29 716 E quadrat@bottrop.de www.quadrat-bottrop.de

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Im Stadtgarten« ab ZOB »Berliner Platz« oder Bottrop Hbf. mit SB-Linie 16 (Richtung Dorsten) Parken Parkplatz am Haupteingang.

Innenansicht mit Malerei auf Papier von Josef Albers und präkolumbischen Skulpturen aus der Sammlung von Josef und Anni Albers

TourEmpfehlungen Monografischer Sammlungsschwerpunkt Schumacher Museum Hagen, S. 50 – Emil  Parkanlagen Das Museum liegt inmitten des Stadtgartens. Auch diese Museen liegen innerhalb einer Parkanlage: Herne, S. 66: Skulpturenpark – Flottmann-Hallen  der Ruhr-Universität Bochum: – Kunstsammlungen  Situation Kunst (für Max Imdahl), S. 20: Park Weitmar Duisburg, S. 30: Kantpark – LehmbruckMuseum, 

Sehenswert – »Tetraeder«, S. 105 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Passmanns – Kult(ur)kneipe Bottrop, S. 114 – Weitere Tipps ab S. 113

US-amerikanische Kunst Weitere Werke der US-amerikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts der Künstler Josef Albers, Mark Rothko oder Ad Reinhardt finden Sie hier: der Ruhr-Universität Bochum: – Kunstsammlungen  Campusmuseum, S. 18 Folkwang, Essen, S. 42 – Museum  24

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04 MUSEUM OSTWALL IM DORTMUNDER U

Innenansicht, links: Jochen Gerz, Das Geschenk, 2000

Bis 1994 wurde im Dortmunder U Bier hergestellt, seit 2010 werden hier Kunst, Forschung, kulturelle Bildung und Kreativität miteinander verbunden. Das erste Hochhaus Dortmunds, 1927 fertig­ gestellt, wurde durch das Büro Gerber Architekten umgestaltet. Im Erdgeschoss befindet sich nun ein Kino- und Veranstaltungssaal, darüber sind Einrichtungen der TU und FH Dortmund untergebracht sowie Werkstätten, Medien- und Veranstaltungsräume der Kulturellen Bildung und Ausstellungsräume des Hart­w are MedienKunstVereins. In der vierten und fünften Etage zeigt das Museum Ostwall (MO) seine Sammlung, wobei 26

ein grundlegendes Prinzip im jährlichen Wechsel der Präsentation liegt. Die sechste Etage bietet Raum für Wechselausstellungen. 1949 war das »Museum am Ostwall« als eines der ersten deutschen Nachkriegsmuseen für die Kunst des 20. Jahrhunderts eröffnet worden. Im Rahmen des Umzugs und des Kulturhauptstadtjahrs RUHR.2010 griff das MO wegweisende Gedanken des Kunsthistorikers und Museumsmanns Alexander Dorner auf. Der »neue Typ des Kunstinstituts« würde weniger einem konservativen Museum, »eher einem Kraftwerk gleichen«, so Dorner. Entsprechend steht seit der Neupräsentation die Sammlung des MO unter dem Titel »Das Museum als Kraftwerk«.

Auf der Ebene vier der Institution beginnt der Parcours mit Fluxus und Happening und führt zeitlich zurück zu den Werken des Expressionismus. Auf der Ebene fünf setzt der Rundgang noch einmal bei Fluxus an und leitet durch Räume mit Arbeiten von Wolf Vostell, Joseph Beuys, Dieter Roth hin zu Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler wie Anna und Bernhard Blume, Adrian Paci, Tobias Zielony, Mark Dion und anderen. Zu den Neuerungen der Sammlungspräsentation gehört das Interaktive Bildarchiv. Im Lautsprecher, einem Erkerraum mit Blick auf die Stadt, können Klangkunst und Sound­arbeiten des Museum Ostwall gehört werden.

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04 MUSEUM OSTWALL IM DORTMUNDER U BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di, Mi 11 – 18 Uhr Do, Fr 11 – 20 Uhr Sa, So, Feiertage 11 – 18 Uhr Mo geschlossen

Service Audioguide zur Dauerausstellung kostenlos, auch für Sehbehinderte und Gehörlose. Dieses Museum ist barrierefrei.

EINTRITTSPREISE 5 €, ermäßigt 2,50 € Unter 21 Jahren: Eintritt frei Tages-Kombi-Ticket (Preisnachlass bei Besuch mehrerer Ausstellungen im Dortmunder U, Tageskarte für alle städtischen Museen, gültig für Dauerausstellungen) 7 €, ermäßigt 3,50 €

Essen und Trinken – Das VIEW im U, S. 97 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

museum für kunst und kulturgeschichte konzerthaus dortmund

museum ostwall im dortmunder u

FÜHRUNGEN Bildung und Kommunikation Information und Anmeldung unter T +49 (0)231.50 25 236 oder 50 27 791 E mo.bildung@stadtdo.de

KONTAKT Museum Ostwall im Dortmunder U Leonie-Reygers-Terrasse 44137 Dortmund T +49 (0)231.50 24 723 E mo@stadtdo.de www.museumostwall.dortmund.de

ANBINDUNG Öpnv U-Bahn-Haltestelle »Westentor« ab Dortmund Hbf. Fußweg ca. 10 Minuten oder mit Bus-Linie 452 (Richtung Spähenfelde)

Joseph Beuys, Chaotische Energie, 1968

TourEmpfehlungen Gruppe ZERO In diesen Museen sind die Werke der Künstlergruppe ZERO mit Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker ebenfalls Bestandteil der Sammlungen: Gelsenkirchen, S. 46 – Kunstmuseum  Museum Witten, S. 90 – Märkisches  Industriearchitektur Neben dem Museum Ostwall im Dortmunder U, der ehemaligen Dortmunder Union-Brauerei, nutzen drei weitere RuhrKunstMuseen alte Industrieanlagen: Herne, S. 66: – Flottmann-Hallen  ehemalige Produktionsstätte Flottmann-Werke Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, – MKM  Duisburg, S. 38: ehemaliges Speichergebäude für Internationale Lichtkunst Unna, S. 86: – Zentrum  ehemalige Lindenbrauerei

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Sehenswert – Museum für Kunst und Kulturgeschichte, S. 105 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Konzerthaus Dortmund, S. 114 – Weitere Tipps ab S. 113

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05 LEHMBRUCK MUSEUM, Duisburg

Lehmbruck-Trakt, Mitte: Wilhelm Lehmbruck, Die Kniende, 1911 Im Vordergrund: Wilhelm Mundt, o. T., 1991

Der in Duisburg geborene Bildhauer, Maler und Grafiker Wilhelm Lehmbruck (1881 – 1919) gilt neben Ernst Barlach als wichtigster deutscher Bildhauer der Klassischen Moderne. In nur zwei Jahrzehnten schuf er ein ausdrucksstarkes und umfangreiches Lebenswerk. Rund 100 seiner Plastiken sowie 40 Gemälde, 900 Zeichnungen und 200 Druckgrafiken bilden den Schwer­ punkt der Sammlung des Lehmbruck­Museums in Duisburg. Anders als kirchliche, fürstliche oder private Sammlungen wurde das ehemals städtische Lehmbruck­ Museum von bürgerschaftlichem Enga­gement geprägt: Grundstock war das Regionale, neben Lehmbruck-Werken wurden unter anderem Arbeiten von August Kraus, 30

Johannes Molzahn, Heinz Kiwitz, Heinz Trökes, Michael Schoenholtz und Manfred Vogel angekauft. Auf dieser Basis konnte eine nationale Sammlung der Moderne aufgebaut werden, in der nahezu alle wichtigen deutschen Maler und Bildhauer von 1900 bis 1970 vertreten sind. Von den späten 1950er-Jahren an wurde die Skulpturensammlung über Deutschland hinaus geöffnet. Heute stellt das Haus dem künstlerischen Lebenswerk Lehmbrucks internationale Skulptur des 20. und 21. Jahrhunderts zur Seite: figurative Kunst, etwa von Constantin Brâncus‚i und Pablo Picasso oder Alberto Giacometti, und abstrakte Werke aus Europa und den USA, etwa von Ulrich Rückriem und Richard Artschwager. Das Interesse des Museums gilt außerdem Werken eines erweiterten Skulp­turen­

begriffs sowie der Beziehung zwischen Foto­grafie und Skulptur. Auch Malerei, Fotografie und Grafik sind breit in der Sammlung vertreten. Teile der Sammlung werden dauerhaft im von Lehmbrucks Sohn Manfred entworfenen Museumsbau präsentiert, ergänzt durch ein weit aufgefächertes Programm mit Wechselausstellungen. Auf mehreren Galerie-Ebenen fließen Innen und Außen, Kunst und Natur ineinander über. Auf dem Skulpturenhof – der in den Bürgerpark mit weiteren Werken übergeht – stehen Großplastiken der Nachkriegszeit, unter anderem von Henry Moore, sowie neuere, ortsspezifisch angelegte Skulpturenprojekte von Magdalena Abakanowicz, Bogomir Ecker und Dani Karavan. 31


05 LEHMBRUCK MUSEUM, Duisburg BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Mi, Fr, Sa 12 – 18 Uhr Do 12 – 22 Uhr So 11 – 18 Uhr Mo und Di nach Terminabsprache EINTRITTSPREISE 8 €, ermäßigt 5 € Kinder bis 6 Jahre in Begleitung von Angehörigen: Eintritt frei Gruppentarif ab 15 Pers., 5 € / Pers.

Service Museumsshop Essen und Trinken – Cafébar im Museum – Mimi e Rosa Espressobar am Museum, S. 97 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

KONTAKT LehmbruckMuseum Friedrich-Wilhelm-Straße 40 47051 Duisburg T +49 (0)203.28 33 294 E info@lehmbruckmuseum.de www.lehmbruckmuseum.de

»König-Heinrich-Platz«

filmforum

lehmbruck museum

museum dkm

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung Sonntags 11.30 Uhr Gruppenführung 60 € – 90 €, zzgl. Eintritt Information und Anmeldung unter T +49 (0)203.28 33 294

ANBINDUNG Öpnv Das LehmbruckMuseum liegt im Zentrum der Stadt im Kantpark (500 m vom Hauptbahnhof entfernt) und ist mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln, die in der Innenstadt verkehren, erreichbar. Parken Besucher  des LehmbruckMuseums können das Parkhaus der GALERIA Kaufhof in Duisburg während der Öffnungszeiten bei Vorlage der Eintrittskarte kostenlos nutzen.

Ausstellungsansicht »Einfach. Eigen. Einzig: Otto Mueller« mit Werken von Wilhelm Lehmbruck und Otto Mueller

TourEmpfehlungen Bildhauerei Skulpturen bedeutender Künstler des 20. Jahrhunderts, z. B. Max Ernst oder Alberto Giacometti, finden Sie auch im: Glaskasten Marl, S. 70 – Skulpturenmuseum  Parkanlagen Das Museum liegt in der zentralen Grünanlage der Duisburger Innenstadt, dem Kantpark. Auch diese Museen liegen innerhalb einer Parkanlage: Herne, S. 66: Skulpturenpark – Flottmann-Hallen  Albers Museum Quadrat Bottrop, S. 22: – Josef  Stadtgarten der Ruhr-Universität Bochum: – Kunstsammlungen  Situation Kunst (für Max Imdahl), S. 20: Park Weitmar

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Sehenswert – U-Bahn-Kunst von Isa Genzken und Gerhard Richter, U-Bahn-Haltestelle »König-Heinrich-Platz«, S. 106 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Filmforum, S. 115 – Weitere Tipps ab S. 113

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06 MUSEUM DKM | STIFTUNG DKM, Duisburg

Skulpturenhof: »Physalis«-Kugel von Katsuhito Nishikawa, Innenansicht: Rauminstallation von Song Dong und Wandarbeit von Bernd Minnich

Das 2009 eröffnete Museum DKM befindet sich in einer umgebauten Gewerbeimmobilie in Bahnhofsnähe. Benannt ist das private Ausstellungshaus nach den Initialen der Stifter und Museumsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas. Ihre Vorstellung, dass die Architektur vor allem der Kunst dienen sollte, setzte der Schweizer Architekt Hans Rohr vorbildlich um, der den ehemaligen Elektro­h andel in ein Museum verwandelte und um einen Anbau ergänzte. Das Museum erstreckt sich über fünf Ebenen und umfasst 51 Räume auf 2700 Quadratmetern. Die Gegenüberstellung von zeitgenössischer und vergangener Formensprache sowie der Dialog von asiatischer und europäischer Kunst 34

prägen das Ausstellungskonzept des Privatmuseums. Die Direktoren Krämer und Maas zeigen dort das stolze Ergebnis von 40 Jahren Sammlertätigkeit. Die über 1200 Exponate blieben, um die Rauminszenierungen nicht zu stören, unbeschriftet. Den Besuchern soll eine unvoreingenommene Seherfahrung ermöglicht werden, wenn sie die 35 Künstler- und 16 Themenräume betreten. Bewusst konzentriert sich die Präsentation auf wenige exemplarische und verdichtete Themen alter und neuer Kunst aus fünf Jahrtausenden und auf herausragende Künstlerpersönlichkeiten von stilbildender Ausstrahlung.

Namen wie Eduardo Chillida, Richard Serra, Richard Long, Bernd und Hilla Becher, Norbert Kricke oder auch Ai Weiwei sind in der Sammlung vertreten. Ais 39 farbige Vasen bilden eine Art Scharnier zwischen zeitgenössischer Avantgarde und fernöstlicher Kunsttradition. Der chinesische Künstler behandelte die nach der Kulturrevolution in Vergessenheit geratenen neolithischen Vasen mit herkömmlichen Industriefarben. Wie sie nun grell gefärbt in einer Wandvitrine stehen, scheint es, als bekämen sie endlich die lange verweigerte Aufmerksamkeit. Ausgewählte Grabbeigaben aus dem alten Ägypten, Ritualgefäße aus Amlash, Kunst der Khmer, Rollbilder aus Japan und vieles andere mehr komplettieren die Sammlung.

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06 MUSEUM DKM | STIFTUNG DKM, Duisburg BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Fr bis Mo, Feiertage 12 – 18 Uhr Di bis Do nach Vereinbarung und für angemeldete Gruppen

Service Museumsshop Dieses Museum ist eingeschränkt barrierefrei.

EINTRITTSPREISE 10 €, ermäßigt 5 € (Schüler / Studenten) Kinder bis 7 Jahre: Eintritt frei Gruppentarif ab 10 Pers., 7 € / Pers.

Essen und Trinken – Cafébar im Museum – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung Offene Themenführung jeden ersten Freitag im Monat; Sonderführungen an Feiertagen Gruppenführung Information und Anmeldung unter T +49 (0)203.93 55 54 70

KONTAKT Museum DKM | Stiftung DKM Güntherstraße 13 – 15 47051 Duisburg T +49 (0)203.93 55 54 70 E mail@museum-dkm.de www.museum-dkm.de

Theater Duisburg Deutsche Oper am Rhein

»König-Heinrich-Platz«

LEHMBRUCK MUSEUM

museum dkm

»Kremerstr.«

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Tonhallenstraße« (5 Minuten Fußweg ab Duisburg Hbf.) ab Duisburg Hbf. mit Bus-Linie 921 (Richtung Moers Königlicher Hof ) oder Linie 944 (Richtung Wolfssee) Parken Öffentliche Parkmöglichkeiten unmittelbar vor dem Museum.

Ai Weiwei, Coloured Vases, 2006

TourEmpfehlungen Museumsneubauten Neu gegründete Museen und Erweiterungen bestehender Museen bereichern die kulturelle Vielfalt der Kulturmetropole Ruhr. Entdecken Sie weitere Neubauten, z. B.: Schumacher Museum Hagen, S. 50: – Emil  Architekturbüro Lindemann (2009) der Ruhr-Universität Bochum: – Kunstsammlungen  Situation Kunst (für Max Imdahl), S. 20: Architekten Pfeiffer, Ellermann und Preckel (2010) Folkwang, Essen, S. 42: – Museum  David Chipperfield Architects, London / Berlin (2010)

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Private Sammlungen Auch diese Museen präsentieren umfangreiche private Sammlungen: Mülheim an der Ruhr, S. 74: – Kunstmuseum  Sammlung Ziegler Schloss Oberhausen, S. 78: – LUDWIGGALERIE  Sammlung Ludwig Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, – MKM  Duisburg, S. 38: Sammlung Ströher

Sehenswert – Landschaftspark Duisburg-Nord, S. 106 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Theater Duisburg/Deutsche Oper am Rhein, S. 115 – Weitere Tipps ab S. 113

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07 MKM MUSEUM KÜPPERSMÜHLE für moderne Kunst, DUISBURG

Treppenhaus von Herzog & de Meuron

In der Küppersmühle am lebhaften Duisburger Innenhafen lagerte bis in die 1970er-Jahre hinein Getreide; 1999 wandelten Herzog & de Meuron den wuchtigen Backsteinbau in ein modernes Museum mit klaren, weitläufigen Räumen um. Die Basler Architekten kamen mit besten Empfehlungen, hatten sie doch kurz zuvor erst ein Elektrizitätswerk in London zur Tate Modern umgebaut. Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst ist eines der größten Privatmuseen Deutschlands. Seinen Grundstock bildet die Sammlung Ströher, die mit rund 1500 Werken zentrale Positionen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart umfasst. Die Sammlung entstand aus der Fusion der Bestände von Sylvia 38

und Ulrich Ströher, deren Schwerpunkt auf abstrakter, informeller Kunst liegt, mit der ehemaligen Sammlung von Hans Grothe, durch die Malerei und Skulptur der 1970er- bis 1990er-Jahre hinzukam. Vom Informel über konkrete Kunst und Minimal Art über Fluxus bis zur Konzeptkunst lässt sich die Entwicklung der Avantgarden der Nachkriegszeit hier beispielhaft nachvollziehen. Exzellent vertreten ist Malerei von Künstlern wie Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Markus Lüpertz, A. R. Penck, Sigmar Polke, Imi Knoebel und Gerhard Richter, aber auch Fotografie (u. a. Bernd und Hilla Becher, Candida Höfer, Hans-Christian Schink) und Bildhauerei. Die Schlüsselwerke der Sammlung werden auf zwei Etagen in 15 großzügigen Räumen mit rund 2500 Quadratmetern gezeigt.

Das Wechselausstellungsprogramm umfasst thematische Schauen und Länderschwerpunkte ebenso wie Retrospektiven renommierter Künstler wie Anthony Cragg, Sean Scully oder Gerhard Richter. Wer wissen will, was die Professoren der benachbarten Düsseldorfer Kunstakademie treiben, sollte die Reihe »Akademos« besuchen. An junge Menschen schließlich richtet sich der bundesweite Wettbewerb »Jugend interpretiert Kunst«, der jedes Jahr 20 Schulen ins Museum holt: Dann können sich die Schüler an den Werken der Künstler messen und ihre Beiträge in einer eigenen Museumsschau präsentieren.

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07 MKM MUSEUM KÜPPERSMÜHLE für moderne Kunst, DUISBURG BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Mi 14 – 18 Uhr Do bis So, Feiertage 11 – 18 Uhr Mo und Di geschlossen EINTRITTSPREISE Gesamtes Haus 9 €, ermäßigt 4,50 € Wechselausstellung 6 € Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Schüler: Eintritt frei Gruppentarif ab 10 Pers., 4,50 € / Pers.

Service Dieses Museum ist barrierefrei. Essen und Trinken – Restaurant Faktorei am Museum, S. 97 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

Museum Küppersmühle

KONTAKT MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst Philosophenweg 55 47051 Duisburg T +49 (0)203.30 19 48 -10 / -11 E office@museum-kueppersmuehle.de www.museum-kueppersmuehle.de

Innenhafen

garten der erinnerung

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung Jeden Sonntag um 15 Uhr Gruppenführung 60 € / Stunde (englisch 90 € / Stunde) Informationen und Anmeldung unter T +49 (0)203.30 19 48 10

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Hansegracht« ab Duisburg Hbf. mit Bus-Linie 934 (Richtung Kaßlerfeld / Am Unkelstein) Parken In unmittelbarer Nähe befinden sich öffentliche Parkplätze.

Ausstellungsansicht mit Werken von Georg Baselitz

TourEmpfehlungen Industriearchitektur Auch diese Museen sind in ehemaligen Industriebauten untergebracht: Herne, S. 66 – Flottmann-Hallen  Ostwall im Dortmunder U, S. 26 – Museum  für Internationale Lichtkunst Unna, S. 86 – Zentrum  Private Sammlungen Umfangreiche private Sammlungen präsentieren auch diese Museen: Mülheim an der Ruhr, S. 74: – Kunstmuseum  Sammlung Ziegler Schloss Oberhausen, S. 78: – LUDWIGGALERIE  Sammlung Ludwig DKM | Stiftung DKM, Duisburg, S. 34 – Museum 

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Sehenswert – »Rheinorange« von Lutz Fritsch, S. 106 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Innenhafen Duisburg, S. 115 – Weitere Tipps ab S. 113

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08 Museum Folkwang, Essen

Innenansicht mit Werken von Franz Kline, Barnett Newman und Mark Rothko (v. l. n. r.)

Mit dem Palast der Göttin Freya im Versepos Edda hat das Museum Folkwang mehr als den Namen gemein. »Folkvangar« bedeutet »Volks­halle«, und das danach benannte Museum in Essen hätte es ohne die Kunstbegeisterung der dortigen Bevölkerung nie gegeben. Der von Bürgern der Stadt gegründete Folkwang-Museumsverein erwarb 1921 die Hagener Sammlung des kurz zuvor verstorbenen Karl Ernst Osthaus und vereinigte sie 1922 mit dem bestehenden Städtischen Kunstmuseum. Die Osthaus-Sammlung in Hagen, die seitdem im Museum Folkwang in Essen beheimatet ist, gehörte zu den ersten öffentlichen Sammlungen, die Kunst von Paul Cézanne, Paul Gauguin, Vincent van Gogh und Henri Matisse ankauften und präsentierten. 42

Als eines der bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands bewahrt das Folkwang heute rund 600 Gemälde und 280 Bildwerke, rund 12.000 Zeichnungen und Grafiken sowie circa 60.000 Fotografien. Die Sammlungsschwerpunkte liegen im 19. Jahrhundert und in der Klassischen Moderne. Einmalig ist aber auch die ethnologische und kunstgewerbliche Kollektion, die ebenfalls auf das Engagement des Gründers Osthaus zurückgeht. Das Medium Fotografie hat seit Langem einen besonderen Stellenwert. Die fotografische Sammlung des Hauses umfasst Werkgruppen vieler bedeutender Fotografen ihrer Zeit, wobei das Hauptgewicht auf den 1920er- und 30er- sowie 50er- und 60er-Jahren und auf der

zeitgenössischen Fotografie liegt. Dem Museum Folkwang organisatorisch angegliedert ist das Deutsche Plakat Museum, das mit über 380.000 Plakaten zu den größten Sammlungen im europäischen Raum gehört. 2010 wurde der von David Chipperfield entworfene Museumsneubau eröffnet. Mit einer großzügigen Freitreppe und einem einladenden Eingangshof wendet sich das Museum der Stadt und ihren Bürgern zu – Ausdruck des tradierten Selbstverständnisses, ein Zentrum der Kunst und kulturellen Bildung für alle zu sein.

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08 Museum Folkwang, Essen BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di bis So 10 – 18 Uhr, Fr 10 – 22.30 Uhr Mo geschlossen Öffnungszeiten für Sonderausstellungen und Feiertage finden Sie auf der Website des Museums.

Service Audioguide 4 € Buchhandlung Walther König Museumsshop Dieses Museum ist barrierefrei.

EINTRITTSPREISE Sammlung 5 €, ermäßigt 3,50 € Kinder unter 6 Jahren: Eintritt frei Für Sonderausstellungen gelten gesonderte Preise.

Essen und Trinken – Restaurant und Café Vincent & Paul im Museum, S. 98 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung (Sammlung) Sonntags 14 Uhr, weitere Termine im Veranstaltungskalender des Museums Gruppenführung Anmeldung unter T +49 (0)201.88 45 444

aalto-musiktheater philharmonie

Museum Folkwang

KONTAKT Museum Folkwang Museumsplatz 1 45128 Essen T +49 (0)201.88 45 000 E info@museum-folkwang.essen.de www.museum-folkwang.de

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Rüttenscheider Stern« ab Essen Hbf. mit U-Bahn-Linie 107 u. U 11 (Richtung Bredeney / Messe), 7 Minuten Fußweg Parken Navigationsinformation: Bismarckstraße 60. Die Tiefgarage im Museum Folkwang steht kostenpflichtig zur Verfügung.

TourEmpfehlungen KARL ERNST OSTHAUS Museumsgründer Karl Ernst Osthaus zeigte seine Sammlung in Hagen, wo das Museum Folkwang bis 1922 beheimatet war. 1945 wurde das Hagener Museum unter neuem Namen wiedereröffnet: Museum Hagen, S. 54 – Osthaus 

Neubau Museum Folkwang Außenansicht © Museum Folkwang/NMFE GmbH

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MUSEUMSNEUBAUTEN Neu gegründete Museen und Erweiterungsbauten wie der Folkwang-Neubau des Architekten David ­Chipperfield setzen architektonische Akzente in der Kulturmetropole Ruhr. Sehenswert sind auch: Schumacher Museum Hagen, S. 50: – Emil  Architekturbüro Lindemann (2009) der Ruhr-Universität Bochum: – Kunstsammlungen  Situation Kunst (für Max Imdahl), S. 20: Architekten Pfeiffer, Ellermann und Preckel (2010) DKM | Stiftung DKM, Duisburg, S. 34: – Museum  Architekt Hans Rohr (2009)

US-amerikanische Kunst Werke US-amerikanischer Kunst des 20. Jahrhunderts finden Sie auch hier: – Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, S. 22 Sehenswert – UNESCO-Welterbe Zollverein, S. 107 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Philharmonie Essen, S. 116 – Weitere Tipps ab S. 113

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09 KUNSTMUSEUM GELSENKIRCHEN

Innenansicht, vorne: Werke von Günther Uecker, Martin Willing, Peter Vogel und Günter Dohr (v. l. n. r.)

Das Städtische Museum, 2008 in Kunst­ museum Gelsenkirchen umbenannt, wurde in den 1950er-Jahren gegründet. Der Bau des Musiktheaters im Revier (MiR), an dem Künstler wie Yves Klein und Jean Tinguely beteiligt waren, beflügelte das Engagement für die Kunst in Gelsenkirchen. In der Folge des kulturellen Höhenflugs kam es zu Ankäufen, Schenkungen und Dauerleihgaben zahlreicher Werke für die Stadt. Zunächst fanden die künstlerischen, naturkundlichen und kulturgeschichtlichen Schätze ihre Heimat in einer umgebauten Villa an der Horster Straße. Der 1984 eröffnete Neubau des Architekten Albrecht E. Wittig wurde über eine gläserne Brücke mit Lichtinstallation mit dem 46

Altbau verbunden. Im Zuge der Vergrößerung und Modifizierung des Sammlungsbestands seit den 1990er-Jahren gibt es an der Horster Straße nun allein bildende Kunst zu sehen. Die vier unterschiedlichen Abteilungen, zugleich Schwerpunkte der Sammlungs- und Aus­ stellungsarbeit, manifestieren sich in den vier Säulen des Museumslogos. Schon in der Entstehungsphase des Hauses wurden erste kinetische Objekte gesammelt, die den Grundstein für eine der umfassendsten Sammlungen kinetischer Kunst in Deutschland gelegt haben. 80 Objekte dieses Genres sind dauerhaft ausgestellt, darunter Objekte der frühen Op-Art, raumteilende filigran-ästhetische Mobiles und Werke aus dem Feld der Licht- und

Klangkinetik. Die zweite Dauerausstellung würdigt den großen Gestalter und Grafiker Anton Stankowski, dessen Arbeiten – Entwürfe, Fotografien, Grafiken und Gemälde – sich zu einem bedeutenden Teil im Besitz des Kunstmuseums befinden. Eine Kollektion von Gemälden und Skulpturen vom 19. bis ins jetzige Jahrhundert – mit Werken von Max Liebermann und René Magritte bis zu Gerhard Richter – bildet die dritte Abteilung. Die vierte Säule der Museumsarbeit sind umfassende Ausstellungen internationaler zeitgenössischer (vor allem kinetischer und konstruktivistischer) Kunst in der Alten Villa, die im Wechsel mit dem Kunstverein Gelsenkirchen bespielt wird.

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09 KUNSTMUSEUM GELSENKIRCHEN BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di bis So 11 – 18 Uhr Mo geschlossen 24. Dezember bis 1. Januar geschlossen EINTRITTSPREISE Eintritt frei

Service Dieses Museum ist eingeschränkt barrierefrei. Essen und Trinken – Restaurant Vitali, S. 98 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

Kunstmuseum gelsenkirchen

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung (Sammlung) 14-tägig sonntags 15 Uhr Gruppenführung Information und Anmeldung unter T +49 (0)209.16 94 130

KONTAKT Kunstmuseum Gelsenkirchen Horster Straße 5 – 7 45897 Gelsenkirchen T +49 (0)209.16 94 361 E kunstmuseum@gelsenkirchen.de www.kunstmuseum-gelsenkirchen.de

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Buer Rathaus« / »Kunstmuseum« ab Gelsenkirchen Hbf. mit Straßenbahn-Linie 301 (Richtung Horst Essener Straße) oder mit StraßenbahnLinie 302 (Richtung Buer Rathaus) Parken Parkplatz hinter dem Museum (Breddestraße).

Innenansicht mit Gemälden von Renée Sintenis, Emil Nolde, Franz von Stuck und Franz Radziwill (v. l. n. r.)

TourEmpfehlungen Expressionismus Werke des deutschen Expressionismus finden Sie auch in diesen Museen: Hamm, S. 58 – Gustav-Lübcke-Museum  Bochum, S. 12 – Kunstmuseum  Museum Hagen, S. 54 – Osthaus  Gruppe ZERO In diesen Museen sind die Werke der Künstlergruppe ZERO mit Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker ebenfalls Bestandteil der Sammlungen: Museum Witten, S. 90 – Märkisches  Ostwall im Dortmunder U, S. 26 – Museum 

Sehenswert – Nordsternpark Gelsenkirchen, S. 108 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Musiktheater im Revier, S. 116 – Weitere Tipps ab S. 113

Zeitgenössische Kunst Auch diese Museen stellen regelmäßig Werke der lokalen Kunstszene aus: Herne, S. 62 – Emschertal-Museum  Mülheim an der Ruhr, S. 74 – Kunstmuseum  (in Kooperation mit dem Mülheimer Kunstverein) 48

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10 EMIL SCHUMACHER MUSEUM HAGEN

Innenansicht mit Werken von Emil Schumacher

Seit den 1950er-Jahren entwickelte der deutsche Maler Emil Schumacher (1912 – 1999) Werke, die nur aus der Farbe gebildet sind, ohne konstruktives Gerüst. Das prozesshafte Arbeiten ohne Vorzeichnung antwortete mit maximaler Freiheit auf die Erfahrungen von Diktatur und Krieg. Schumachers herausragendes Werk – die Verleihung des Guggenheim Award (National Section) 1958 wie auch seine Teilnahme an der 29. Biennale von Venedig 1961 brachten ihm den internationalen Durchbruch – ist bis zum Spätwerk freie Malerei und gleichzeitig befreiend, denn sie lässt dem Betrachter alle Möglichkeiten der Interpretation. Mit einer Retrospektive des Malers wurde im August 2009 das Emil Schumacher Museum in der Geburtsstadt des Künstlers eröffnet. Die 50

Sammlung des Hagener Museums geht auf eine Stiftung des Sohns Ulrich Schumacher zurück. Sie umfasst 88 zwischen 1936 und 1999 entstandene Ölbilder, 200 Gouachen, das gesamte grafische Werk, 25 keramische Arbeiten, 50 Bilder auf Porzellan und zehn Malereien auf Schiefer. Außerdem zählen rund 100 Werke aus dem Besitz der Stadt Hagen zur Sammlung. Präsentiert in einem rechteckigen Sichtbetonbau, der von einer das gesamte Gebäude umfangenden Glashülle ummantelt ist, stehen für Sammlungspräsentationen und Sonderausstellungen 1100 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung, die über eine lang gestreckte Treppenanlage miteinander verbunden sind. Im Erdgeschoss wird der Besucher in Leben und Werk

des Künstlers eingeführt, unter anderem sind hier Objekte aus dem Hagener Atelier des Künstlers zu sehen. Der Ausstellungsbereich im ersten Obergeschoss spannt einen Bogen vom Frühwerk der 1930er-Jahre bis zu großen Leinwänden der Spätphase. Im weiteren Rundgang stehen die Arbeiten auf Papier im Vordergrund. Wechselnde Kabinettausstellungen dynamisieren die Sammlungspräsentation. Im zweiten Obergeschoss werden Schumachers großformatige Arbeiten auf Leinwand und Holz in einem fünf Meter hohen Oberlichtsaal präsentiert. Hier finden auch die Wechselausstellungen des Museums Platz; regelmäßig wird das Werk Schumachers im Dialog mit dem Schaffen anderer Künstler vorgestellt, deren Arbeit eine formale und inhaltliche Nähe zum Werk Schumachers aufweist. 51


10 EMIL SCHUMACHER MUSEUM HAGEN BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di, Mi und Fr 10 – 17 Uhr Do 13 – 20 Uhr Sa, So 11 – 18 Uhr Mo geschlossen EINTRITTSPREISE Kombi-Ticket (Eintritt in beide Museen des Kunstquartiers Hagen) 6 €, ermäßigt 2 € Kinder bis 6 Jahre: Eintritt frei Abweichende Eintrittspreise zu Sonderausstellungen möglich Gruppentarif ab 12 Pers., 4 € / Person

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung Jeden zweiten Sonntag um 11.15 Uhr, ohne Anmeldung, 5 € / Person zzgl. Eintritt Gruppenführung Information und Anmeldung unter T +49 (0)2331.20 74 770

KONTAKT Emil Schumacher Museum im Kunstquartier Hagen Museumsplatz 1 58095 Hagen T +49 (0)2331.20 73 138 E info@esmh.de www.esmh.de

Theater Hagen

Service Dieses Museum ist barrierefrei. Essen und Trinken – Novy’s im Museum, S. 99 Cafés und Restaurants ab S. 95 – Weitere 

Emil Schumacher Museum Hagen Osthaus museum hagen

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Sparkassen-Karree / Stadtmitte«, ab Hagen Hbf. mit Bus-Linien 510 – 520, 524, 541, 542, 547 Parken Navigationsinformation: Hochstraße 73.

Innenansicht mit Werken von Emil Schumacher

TourEmpfehlungen Abstrakter Expressionismus Weitere Werke des abstrakten Expressionismus und Informel finden Sie hier: Hamm, S. 58 – Gustav-Lübcke-Museum,  Recklinghausen, S. 82 – Kunsthalle  Museum Witten, S. 90 – Märkisches  Monografischer Sammlungsschwerpunkt Albers Museum Quadrat Bottrop, S. 22 – Josef  Museumsneubauten Das Emil Schumacher Museum Hagen wurde 2009 eröffnet. Weitere Museumsneubauten der Jahre 2009 bis 2010: der Ruhr-Universität Bochum: – Kunstsammlungen  Situation Kunst (für Max Imdahl), S. 20: Architekten Pfeiffer, Ellermann und Preckel (2010)

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– Museum DKM | Stiftung DKM, Duisburg, S. 34: Architekt Hans Rohr (2009) – Museum Folkwang, Essen, S. 42: David Chipperfield Architects, London / Berlin (2010) – Museum Ostwall im Dortmunder U, S. 26: Gerber Architekten (2010) Sehenswert – Hohenhof, S. 108 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Theater Hagen, S. 117 – Weitere Tipps ab S. 113

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11 OSTHAUS MUSEUM HAGEN

Alexej von Jawlensky, Mädchenkopf mit rotem Turban und gelber Agraffe (Barbarenfürstin), um 1912

Das Osthaus Museum im Kunstquartier Hagen bietet seinen Besuchern intensive Begegnungen mit künstlerischen Ausdrucksformen von der Klassischen Moderne bis hin zu zeitgenössischen Positionen. Im Jugendstil-Ambiente des historischen Folkwang-­Baus von Henry van de Velde sind Werke des Spät-Impressionismus, des Expressionismus und der Klassischen Moderne, Arbeiten von Christian Rohlfs sowie Werke zeitgenössischer Kunst zu sehen. Zusätzliche Wechselausstellungen setzen immer neue Schwerpunkte. Die raumgreifende Installation »Die Architektur der Erinnerung« von Sigrid Sigurdsson thematisiert das Bewusstsein von Geschichte. Die museumspädagogische Abteilung »Junges Museum« bietet ein differenziertes Vermittlungsprogramm an. 54

Das Osthaus Museum steht – als Nachfolge­ institution des 1902 von Karl Ernst Osthaus in Hagen gegründeten Museum Folkwang – bewusst in der heute als »Hagener Impuls« bezeichneten Tradition. Bestände zur Klassischen Moderne spiegeln diesen historischen Aspekt. Die Sammlungs- und Ausstellungs­tätigkeit im Sinne von Osthaus’ Kerngedanken der Beschäftigung mit aktueller Kunst wird fortentwickelt. Seit der Wiedereröffnung im Jahr 2009 stellen mehrere Sonderausstellungen im Jahr unterschiedliche Künstler und Themen vor. Dabei bilden die Kunst des Realismus, insbesondere die zeitgenössische figurative Malerei, und der Bereich Fotografie wichtige Schwerpunkte. Auch die eigene Sammlung wird im von der Baukunst des Jugendstils geprägten historischen

Gebäudeteil in wechselnden Präsentationen gezeigt und eröffnet den Besuchern immer neue Perspektiven. Als Außenstelle fungiert der Hohenhof, das Wohn­haus des Museumsgründers Osthaus. Die originale Inneneinrichtung führt ein ein­ mali­ ges Gesamtkunstwerk des Jugendstil­ künstlers Henry van de Velde vor Augen. Die Villa Hohenhof am Stirnband 10 in HagenEppenhausen ist samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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11 OSTHAUS MUSEUM HAGEN BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di, Mi und Fr 10 – 17 Uhr Do 13 – 20 Uhr Sa bis So 11 – 18 Uhr Mo geschlossen EINTRITTSPREISE Kombi-Ticket (Eintritt in beide Museen des Kunstquartiers Hagen) 6 €, ermäßigt 2 € Kinder bis 6 Jahre: Eintritt frei Bei Sonderausstellungen ggf. erhöhter Eintritt Gruppentarif ab 12 Pers., 4 € / Pers.

Gruppenführung Information und Anmeldung unter T +49 (0)2331.20 74 770

KONTAKT Osthaus Museum im Kunstquartier Hagen Museumsplatz 1 58095 Hagen T +49 (0)2331.20 73 138 E osthausmuseum@stadt-hagen.de www.osthausmuseum.de

Service Museumsshop Dieses Museum ist barrierefrei. Theater Hagen

Essen und Trinken – Novy’s im Museum, S. 99 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

Osthaus museum Hagen Emil schumacher museum hagen

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung (Sammlung) Jeden zweiten Sonntag um 11.15 Uhr, ohne Anmeldung, 5 € / Person zzgl. Eintritt

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Sparkassen-Karree / Stadtmitte«, ab Hagen Hbf. mit Bus-Linien 510 – 520, 524, 541, 542, 547 Parken Navigationsinformation: Hochstraße 73.

Sigrid Sigurdsson, Die Architektur der Erinnerung, 1988 – 2009

TourEmpfehlungen

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Expressionismus Bis 1922 war das Museum Folkwang im Gebäude des Osthaus Museums beheimatet: Folkwang, Essen, S. 42 – Museum 

Sehenswert – Hohenhof, S. 108 – Mehr Sehenswertes ab S. 103

Weitere Werke expressionistischer Künstler wie z. B. Max Beckmann, Lyonel Feininger oder Alexej von Jawlensky finden Sie hier: Mülheim an der Ruhr, S. 74 – Kunstmuseum  Ostwall im Dortmunder U, S. 26 – Museum 

Am Abend – Theater Hagen, S. 117 – Weitere Tipps ab S. 113

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12 GUSTAV-LÜBCKE-MUSEUM, Hamm

Innenansicht, vorne: Werke von Hans Werdehausen, Hans Kaiser und Fritz Winter (v. l. n. r.)

Das Gustav-Lübcke-Museum der Stadt Hamm zeichnet sich durch den Umfang und die Vielfalt seiner Sammlungsbestände aus; seinem Charakter nach ist es ein Museum für Kunst- und Kulturgeschichte. Der aus Hamm stammende Kunsthändler und Namensgeber des Museums, Gustav Lübcke, hatte seine hervorragende kunstgewerbliche Sammlung der Stadt Hamm 1917 übereignet und damit den Weg für ein Museum mit überregionalem Profil geebnet. In den kommenden Jahrzehnten wurde die Sammlung Angewandte Kunst durch Objekte des Jugendstils, der Neuen Sachlichkeit bis zum zeitgenössischen Design erweitert: Hier ragen Künstlerkeramiken von Pablo Picassso 58

und A. R. Penck, Stühle von Jean-Charles de Castelbajac oder Memphis-Designerstücke von Ettore Sottsass heraus, außerdem eine hochkarätige Kollektion mit Glasobjekten der Moderne. Neben ägyptischer Kunst, Vor- und Frühgeschichte und Stadt- und Regionalgeschichte ist das Gustav-Lübcke-Museum auf die Malerei des 20. Jahrhunderts und Kunst der Gegenwart spezialisiert. Die Klassische Moderne ist mit Gemälden und Grafiken großer Expressionisten wie August Macke, Emil Nolde, Erich Heckel oder Christian Rohlfs vertreten. Mit Werken des aus Soest stammenden Wilhelm Morgner bewahrt das Haus ein umfassendes Konvolut eines hervorragenden westfälischen Expressionisten.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Kunst nach 1945 mit dem deutschen Informel. Wichtige Künstlervereinigungen wie »junger westen« in Recklinghausen, die Münchner Gruppe Zen 49, die Gruppe Quadriga in Frankfurt sowie die Düsseldorfer Gruppe 53 sind mit herausragenden Werken in der Sammlung vertreten, aber auch die »wilde« Malerei der 1980er. Seit 1993 ist die Sammlung des GustavLübcke-Museums in dem von den dänischen Architekten Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert geplanten Gebäude zu Hause. Ab dem Frühjahr 2013 werden umfassende Renovierungsund Sanierungsarbeiten eingeleitet, die sich bis Ende 2014 erstrecken.

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12 GUSTAV-LÜBCKE-MUSEUM, Hamm BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di bis Sa 10 – 17 Uhr So 10 – 18 Uhr Mo geschlossen

Service Audioguide (bei Sonderausstellungen) Dieses Museum ist barrierefrei.

EINTRITTSPREISE 2,50 €, ermäßigt 1,30 € Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: Eintritt frei Abweichende Preise für Sonderausstellungen

Essen und Trinken – Café im Museum – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung Informationen auf der Website des Museums Gruppenführung Information und Anmeldung unter T +49 (0)2381.17 57 04

KONTAKT Gustav-Lübcke-Museum Neue Bahnhofstraße 9 59065 Hamm T +49 (0)2381.17 57 01 E gustav-luebcke-museum@stadt.hamm.de www.hamm.de/gustav-luebcke-museum

gustav-lübcke-museum

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Hamm Hbf.«, 3 Minuten Fußweg Parken Kostenpflichtige Parkhäuser in der Nähe.

Im Vordergrund: Louis Majorelle, Speisezimmer, um 1900

TourEmpfehlungen Expressionismus Werke des deutschen Expressionismus finden Sie auch in diesen Museen: Bochum, S. 12 – Kunstmuseum  Gelsenkirchen, S. 46 – Kunstmuseum  Museum Hagen, S. 54 – Osthaus  Informel Die Kunst des Informel können Sie auch in folgenden Museen erleben: Recklinghausen, S. 82 – Kunsthalle  Museum Witten, S. 90 – Märkisches 

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Sehenswert – Maximilianpark Hamm, S. 108 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Kurpark Bad Hamm, S. 117 – Weitere Tipps ab S. 113

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13 Emschertal-MUSEUM herne, STÄDTISCHE GALERIE

Innenansicht mit Werken von Conrad Sevens

Die Städtische Galerie im Schlosspark Strünkede ist eines von drei Häusern des EmschertalMuseum Herne. Es handelt sich um eine in unmittelbarer Nähe von Schloss Strünkede errichtete Jugendstilvilla. Seit 1978 nutzt die Stadt Herne das Haus für Ausstellungen, vor allem Sonderschauen mit aktueller Grafik deutscher und internationaler Künstler. Daneben werden regelmäßig zu verschiedenen Themen Exponate aus dem städtischen Kunstbesitz vorgestellt. Neben einer kleineren Anzahl von Ölgemälden und Plastiken existiert eine umfangreiche grafische Sammlung mit mehr als 4500 Handzeichnungen und anderen nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Arbeiten auf Papier. In den 1950er- und 62

60er-Jahren erwarb die Stadt einige bedeutende Exponate der Klassischen Moderne. So befinden sich Arbeiten von Pablo Picasso und Marc Chagall im Besitz des Hauses. Im Sammlungsbereich »Karikatur und Kritische Grafik« finden sich über 150 Zeichnungen des »Zille des Reviers« Albert Kelterbaum sowie 60 Lithografien von A. Paul Weber. In den 1990erJahren konnten Blätter von Joseph Beuys, Georg Meistermann und der Gruppe ZERO erworben werden. Eine wichtige Basis für die Sammlung bieten Werke Herner Künstler. Vertreten sind unter anderem Arbeiten der 1949 gegründeten Gruppe »Herner Künstler«, die durch Maler wie Bruno Foltynowicz, Lothar Gambke und Jupp Gesing

repräsentiert wird. Bis heute richtet sich das Augenmerk des Emschertal-Museums auf die Entwicklung der lokalen Kunstszene, von Künstlern aus dem Ruhrgebiet sowie dem nordwestdeutschen Raum. Gustav Deppe, Emil Schumacher oder Thomas Grochowiak stehen für den Kreis »junger westen«, der sich 1948 in Recklinghausen formierte. Von Bedeutung für die regionale Kunstszene sind auch die Arbeiten der Künstlergruppe »B 1«, deren Mitglieder (unter anderen Helmut Bettenhausen, Rolf Glasmeier und Kuno Gonschior) sich stark auf die Industriekultur des Ruhrgebiets berufen.

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13 Emschertal-MUSEUM herne, STÄDTISCHE GALERIE BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di bis Fr 10 – 13 Uhr und 14 – 17 Uhr Sa 14 – 17 Uhr So und Feiertage 11 – 17 Uhr Mo geschlossen EINTRITTSPREISE 2 €, ermäßigt 0,50 € Kinder bis 6 Jahre: Eintritt frei

Essen und Trinken – Café Schollbrockhaus am Museum, S. 99 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

»Schloss Strünkede«

KONTAKT Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie Karl-Brandt-Weg 2 44629 Herne T +49 (0)2323.16 26 59 E emschertal-museum@herne.de www.emschertal-museum.herne.de

Emschertal-Museum Herne

FÜHRUNGEN Gruppenführung Max. 20 Personen, 60 € bis 80 € Information und Anmeldung (3 Wochen im Voraus) unter T +49 (0)2323.16 26 11

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Schloss Strünkede« ab Herne Bf. mit U 35 oder Bus 362 und SB-Linie 20 Parken Freie Parkplätze am Schlosspark.

Rechts: Conrad Sevens, Landschaftsdiagramm

TourEmpfehlungen Junger Westen Weitere Werke von Mitgliedern der Gruppe »junger westen« gibt es in diesen Museen: Schumacher Museum Hagen, S. 50 – Emil  Recklinghausen, S. 82 – Kunsthalle  Gelsenkirchen, S. 46 – Kunstmuseum  Zeitgenössische Kunst Auch diese Museen stellen regelmäßig Werke der lokalen Kunstszene aus: Gelsenkirchen, S. 46 – Kunstmuseum  (in Kooperation mit dem Kunstverein Gelsenkirchen) Mülheim an der Ruhr, S. 74 – Kunstmuseum  (in Kooperation mit dem Mülheimer Kunstverein)

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Sehenswert – »Reemrenreh« von Bogomir Ecker, S. 109 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Mondpalast von Wanne-Eickel, S. 117 – Weitere Tipps ab S. 113

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14 FLOTTMANN-HALLEN HERNE

HD Schrader, Cubecracks

Ein herausragendes Beispiel für die Umwidmung von Industrie- zu Kulturstandorten sind die Flottmann-Hallen in Herne. Früher wurden hier Bohrhämmer für den Bergbau gefertigt und vertrieben. Als die Flottmann-Werke Ende der 1980er-Jahre an den Stadtrand verlegt wurden, wurde ein Teil des Komplexes abgerissen. Die ursprünglich für den Versand, Schlosserei und Schmiede genutzte Halle blieb stehen; sie ist heute ein Zentrum für Theater, Sport, Musik und bildende Kunst. Die fünfschiffige, unter Denkmalschutz stehende Halle ist in ihrer Mischung aus Jugendstil und Neuer Sachlichkeit eine bauhistorische Rarität in Nordrhein-West­falen. 600 Quadratmeter misst die Ausstellungshalle, deren Industriecharakter 66

nach wie vor augenfällig ist. Die Dachkonstruktion wird von eisernen Stützen getragen, sie strukturieren den großen Ausstellungsraum. Großformatige Malerei und umfangreiche Skulpturen lassen sich hier ideal präsentieren. Der 1986 eröffnete Ausstellungsbetrieb ist frei von thematischen Vorgaben. Er ist nicht an eine Sammlung gebunden, daher wird offen auf künstlerische Tendenzen reagiert, werden vorzugsweise junge, experimentierfreudige Künstler zu Solo- und Gruppenschauen herangezogen. Kooperationen mit Akademien und Kunsthochschulen fokussieren den offenen Blick auf aktuelle Strömungen. Der Schwerpunkt der kuratorischen Arbeit liegt auf solchen Projekten, die den Ausstellungsraum mit insze-

nieren. Schauen wie »Fabrik« von Max Scholz (2005 / 06) oder »Schlangenverstülper« von Georg Meissner (2007) schaffen immer wieder neue Impressionen des Innenraums. Seit 2004 werden auch Außenarbeiten installiert. Im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 ist der Skulpturen­park mit dem neu gestalteten Außengelände offiziell eröffnet worden – seitdem haben die Flottmann-Hallen eine eigene Sammlung von Skulpturen, die weiterhin wächst.

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14 FLOTTMANN-HALLEN HERNE BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di bis So 14 – 18 Uhr An Veranstaltungstagen bis 20 Uhr Mo geschlossen EINTRITTSPREISE Eintritt frei FÜHRUNGEN Jeden 1. Sonntag im Monat um 15 Uhr Gruppenanmeldung unter T +49 (0)2323.16 29 56

Service Dieses Museum ist barrierefrei.

KONTAKT Flottmann-Hallen Herne Straße des Bohrhammers 5 44625 Herne T +49 (0)2323.16 29 56 oder 16 30 78 E flottmann-hallen@herne.de www.flottmann-hallen.de

Essen und Trinken – F lottmann-Kneipe am Museum, S. 99 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

Flottmann-hallen Herne

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Flottmann-Hallen« ab Herne Bf. mit Bus-Linie 312 (Richtung Herne / Flottmann-Hallen) Haltestelle »Berninghausstraße« / »Hölkeskampring« ab Bochum oder Herne mit U-Bahn-Linie 35 Parken Kostenlose Parkmöglichkeiten vorhanden.

Peter Schwickerath, Stahlschnitt, 2004

TourEmpfehlungen Industriearchitektur Auch drei weitere RuhrKunstMuseen nutzen alte Industrieanlagen:  KM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, –M Duisburg, S. 38: ehemaliges Speichergebäude  useum Ostwall im Dortmunder U, S. 26: –M ehemalige Dortmunder Union-Brauerei – Z entrum für Internationale Lichtkunst Unna, S. 86: ehemalige Lindenbrauerei

Sehenswert – LWL-Museum für Archäologie, S. 109 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Wanne-Eickeler Kammerspielchen, S. 117 – Weitere Tipps ab S. 113

Parkanlagen Der 2010 eröffnete Skulpturenpark zeigt Werke zeitgenössischer Künstler. Auch die folgenden Museen sind von Parks umgeben: – J osef Albers Museum Quadrat Bottrop, S. 22: Stadtgarten – K  unstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum: Situation Kunst (für Max Imdahl), S. 20: Park Weitmar – L ehmbruckMuseum, Duisburg, S. 30: Kantpark 68

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15 SKULPTURENMUSEUM GLASKASTEN Marl

Wolf Vostell, Mit(h)ropa, 1974

Lange vor Gründung des Museums hat sich die Stadt Marl in ihrer Sammeltätigkeit auf die Skulptur – insbesondere die zeitgenössische – konzentriert. Der Grundstein für das Skulpturenmuseum Glaskasten wurde beim Bau der Marler Paracelsus-Klinik in den 1950erJahren gelegt – genauer: bei einem Kunst-amBau-Wettbewerb, aus dem Karl Hartung als Sieger hervorging. Die Stadt kam auf den Geschmack und schaffte in der Folge­zeit erstrangige Werke für den öffentlichen Raum an. 1970 und 1972 fanden zwei bundesweit beachtete Ausstellungen unter dem Titel »Stadt und Skulptur« statt, die Marl nach einem kuratorischen Plan zum Kunstort weiterentwickelten. Früher noch als die große Skulpturenschau in 70

Münster wurde das demokratische Projekt der Kunst im öffentlichen Raum in voller Breite umgesetzt – mitsamt kontroverser Diskussionen: So entbrannte 1979 ein heftiger Streit um eine Skulptur von Richard Serra. Heute noch ist eine andere Skulptur von ihm Teil des Stadtzentrums. Zum offiziellen Museumsgelände zählen weiter­ hin die Paracelsus-Klinik und der ehemalige Friedhof an der Sickingmühler Straße. Zu sehen sind an den genannten Orten dieses Freilichtmuseums rund 100 Großskulpturen, etwa die umgedrehte Eisenbahn »La Tortuga« von Wolf Vostell, die »Naturmaschine« von Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff oder »Das ruhende Blatt« von Hans Arp. 1982 eröffnete im 50er-Jahre-Rathausbau der Architekten van den Broek und Bakema der

»Glaskasten«, das Gravitätszentrum des Parcours mit seinen Skulpturen der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst. Werke von Rudolf Belling, Alberto Giacometti und Henri Laurens sind hier permanent zu sehen. Außerdem bewahrt die Sammlung Lichtkunstarbeiten, darunter eine Farbraumkabine von James Turrell, sowie Klangkunstinstallationen. Mit dem seit 1984 vergebenen Marler VideoKunst-Preis – 2002 ergänzt durch den Deutschen Klangkunstpreis  –  wurde die Medienkunst zum zweiten Standbein des Museums. Das Programm des Museums ist davon geprägt, aber natürlich finden regelmäßig auch thematische Wechselausstellungen zur Skulptur und Einzelausstellungen wichtiger Bildhauer statt. 71


15 SKULPTURENMUSEUM GLASKASTEN Marl BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di bis So 10 – 18 Uhr Mo geschlossen EINTRITTSPREISE Eintritt frei FÜHRUNGEN Öffentliche Führung Durch aktuelle Wechselausstellungen donnerstags und sonntags 16.30 Uhr (außer 1. Donnerstag im Monat: Führung durch den Skulpturenbestand der Paracelsus-Klinik ab Kapelle der Klinik)

Service Audioguide 2 € Dieses Museum ist eingeschränkt barrierefrei.

KONTAKT Skulpturenmuseum Glaskasten Marl Creiler Platz, Rathaus 45768 Marl T +49 (0)2365.99 22 57 E skulpturenmuseum@marl.de www.skulpturenmuseum-glaskasten-marl.de

Essen und Trinken – Mezzomar im Al Teatro, S. 100 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

skulpturenmuseum glaskasten marl

theater marl

ANBINDUNG Öpnv S-Bahn-Haltestelle »Marl Mitte« ab Recklinghausen Hbf. mit SB-Linie 25 (und S 9 von Essen Hbf.) 10 Minuten Fußweg

Erika Hock, Continental Shelf, 2011, mit Skulpturen aus dem Museum

TourEmpfehlungen Bildhauerei Plastiken und Skulpturen Wilhelm Lehmbrucks und anderer nationaler und internationaler Künstler des 20. Jahrhunderts finden Sie auch hier: Duisburg, S. 30 – LehmbruckMuseum,  Lichtkunst Weitere Installationen, die mit Kunstlicht und natürlichem Licht arbeiten, finden Sie hier: der Ruhr-Universität Bochum: – Kunstsammlungen  Situation Kunst (für Max Imdahl), S. 20 für Internationale Lichtkunst Unna, S. 86 – Zentrum 

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Sehenswert – Marler Stern, Marler Rathaus, S. 109 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Theater der Stadt Marl, S. 118 – Weitere Tipps ab S. 113

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16 KUNSTMUSEUM MÜLHEIM AN DER RUHR

Innenansicht mit Werken von Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Rudolf Belling und Max Beckmann (v. l. n. r.)

Ausgesuchte Werke des Expressionismus, Grafiken von Chagall und Picasso bis hin zur Pop-Art, dazu jüngste Beispiele der zeitgenössischen Kunst: Im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr in der Alten Post lässt sich heute die Kunst seit der Moderne beispielhaft nachvollziehen. Seine Geschichte beginnt mit der Privatsammlung des Mülheimers Robert Rheinen (1844 – 1920). 1909 wird mit dem Ankauf der Sammlung der Grundstein für das Museum gelegt. Der erste hauptamtliche Direktor Werner Kruse setzt ab 1922 den Akzent auf Ausstellungen der bildenden Kunst der Gegenwart. Werke von Karl Hofer oder Emil Nolde bildeten den Grundstock einer bedeutenden Kollektion moderner Kunst. 27 Werke wurden von den Nationalsozialisten 74

als »entartet« beschlagnahmt, im Zweiten Weltkrieg erlitt das Museum weitere große Verluste. Erst 1970 konnte es in der Leineweberstraße wieder ein eigenes Gebäude beziehen. Drei Sammlungsschwerpunkte sind seitdem verfolgt worden: expressionistische Malerei, internationale Grafik mit Akzenten auf Künstlerbücher und Grafikserien, Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus ­Mülheim und dem Ruhrgebiet. Unterstützung fand diese Ausrichtung 1981 durch die von dem Mülheimer Nobelpreisträger Karl Ziegler und seiner Frau Maria gestiftete hochkarätige Kunstsammlung mit Werken von August ­Macke, Emil Nolde, Erich Heckel, Karl Hofer und Lyonel Feininger.

Seit 1994 residiert das Kunstmuseum im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Hauptpost im Zentrum Mülheims, in unmittelbarer Nachbarschaft des Medienhauses. Es wurde von 1984 bis 1994 zu einem Museum umgebaut. Den Platz vor dem Museum gestaltete der Bildhauer Otto Herbert Hajek 1976 / 1977 als farbiges Relief mit Stadtzeichen und Brunnen. Wechselausstellungen des Museums sind in den vergangenen Jahren vor allem mit junger Kunst aus dem In- und Ausland bestritten worden. Dank der Unterstützung des Förderkreises für das Kunstmuseum hat sich daraus eine neue, auf zeitgenössische Kunst konzentrierte Sammlungstätigkeit entwickelt. 75


16 KUNSTMUSEUM MÜLHEIM AN DER RUHR BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di, Mi, Fr 11 – 17 Uhr Do 11 – 21 Uhr Sa, So 10 – 17 Uhr Mo geschlossen Öffnungszeiten an Feiertagen finden Sie auf der Website des Museums. EINTRITTSPREISE Kinder bis zur Einschulung: Eintritt frei Sonderausstellung 4 € bis 6 € Familienkarte (2 Erw. und max. 2 Kinder) 8 € Jeden Mittwoch ab 14 Uhr Eintritt frei

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung Siehe Halbjahresprogramm und Website des Museums 2 € / Person zzgl. Eintritt Gruppenführung Max. 25 Personen, 40 € zzgl. Eintritt Information und Anmeldung unter T +49 (0)208.45 54 172

kunstmuseum mülheim a. d. Ruhr

Service Audioguide für die Sammlung Ziegler Museumsshop Dieses Museum ist eingeschränkt barrierefrei.

KONTAKT Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Synagogenplatz 1 45468 Mülheim an der Ruhr T +49 (0)208.45 54 138 E kunstmuseum@muelheim-ruhr.de www.kunstmuseum-mh.de

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Mülheim Hbf.«, 8 Minuten Fußweg

Essen und Trinken – Ab Mitte 2013 Museumscafé mit Gartenterrasse – Franky’s Bar, S. 100 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

Parken Navigationsinformation: Bahnstraße 11, Parkmöglichkeiten in der Tiefgarage Schlossstraße oder im Parkhaus Forum.

Ausstellungsansicht »I Love Psycho« mit Werken von Silke Schatz

TourEmpfehlungen Expressionismus Weitere Werke expressionistischer Künstler wie z. B. Lyonel Feininger, Ernst Ludwig Kirchner oder Alexej von Jawlensky finden Sie hier: Ostwall im Dortmunder U, S. 26 – Museum  Museum Hagen, S. 54 – Osthaus  Junge Kunst Diese Häuser bieten auch zeitgenössischer Kunst junger Künstler regelmäßig eine Plattform: Herne, Städtische Galerie, S. 62 – Emschertal-Museum  Recklinghausen, S. 82 – Kunsthalle 

Private Sammlungen Auch diese Museen präsentieren umfangreiche private Sammlungen: – LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, S. 78: Sammlung Ludwig – MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg, S. 38: Sammlung Ströher – Museum DKM | Stiftung DKM, Duisburg, S. 34 Sehenswert – »Stadtikonographie mit Stadtzeichen, Sitzlandschaft und Brunnenanlage« von Otto Herbert Hajek, S. 110 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 am Abend – T heater an der Ruhr, S. 118 – Weitere Tipps ab S. 113

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17 LUDWIGGALERIE SCHLOSS oberhausen

Mobile: Anita Brendgens, Labortisch, 2010; rechts: Thomas Demand, Zimmer, 1996

In ihrer heutigen Form als Ausstellungshaus mit internationalen Leihgaben arbeitet die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen seit den 1990er-Jahren. Direkt nach dem Krieg 1947 wurde sie in der klassizistischen Anlage als Städtische Galerie gegründet. Die Aachener Kunstmäzene Peter und Irene Ludwig engagierten sich bereits seit den 1980erJahren in Oberhausen. 1998, zeitgleich mit dem Bau des benachbarten CentrO, manifestierte sich die Neukonzeption als LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen im Anbau der »Vitrine«, eines großen gläsernen Eingangsbereichs des Architekturbüros Eller + Eller. Hier wurde der neuen Ausrichtung als »Bühne für die Kunst der Sammlung Ludwig« 1998 auch baulich Rechnung getragen. 78

Das Haus arbeitet seitdem in drei Schwerpunkten: Themen- und zeitübergreifende Ausstellungen mit Meisterwerken aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig bringen die großen Weltkulturen aus unterschiedlichen Epochen in Dialoge, »um das, was sie trennt, zu erkennen und das, was sie verbindet, zu erleben« (Ludwig). Im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 schlug die Ausstellung »Zu[m] Tisch!« (2010) hier einen thema­tischen, Epochen umspannenden Bogen. Zwischen September 2013 und Januar 2014 wird es eine umfassende Schau zum Thema »Hair! Das Haar in der Kunst seit der Antike« geben.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Ausstellungen der Populären Galerie aus dem Bereich Comic, Illustration, Plakatkunst und Fotografie. Als einziges Haus in Nordrhein-Westfalen, das sich diesen Bildwelten widmet, konnte die LUDWIGGALERIE die ersten Retrospektiven zu so wichtigen Zeichnern wie Ralf König oder Walter Moers zeigen. Das dritte Standbein ist die Land­marken Galerie, die sich mit dem Strukturwandel der Region und seiner vielfältigen künstlerischen Verarbeitung befasst.

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17 LUDWIGGALERIE SCHLOSS oberhausen BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di bis So 11 – 18 Uhr Mo geschlossen EINTRITTSPREISE 6,50 €, ermäßigt 3,50 € Gruppentarif 3,50 € / Pers. Familienkarte 12 € Kombiticket LUDWIGGALERIE und Gasometer Oberhausen 11 €

Service Audioguide Museumsshop Dieses Museum ist barrierefrei. Essen und Trinken – Schlossgastronomie Kaisergarten am Museum, S. 100 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung Sonntags 11.30 Uhr Gruppenführung 45 € zzgl. Eintritt

Gasometer

KONTAKT LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen Konrad-Adenauer-Allee 46 46049 Oberhausen T +49 (0)208.41 24 928 E ludwiggalerie@oberhausen.de www.ludwiggalerie.de

Slinky Springs to Fame

ludwiggalerie

Kaisergarten

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Schloss Oberhausen« ab Oberhausen Hbf. mit Bus-Linie 122 (Richtung Goerdeler Straße) Parken Kostenfreie Parkplätze vorhanden.

Ausstellungsansicht »Thomas Hoepker – Fotographien 1955 bis 2008« mit Werken von Thomas Hoepker

TourEmpfehlungen Private Sammlungen Auch diese Museen präsentieren umfangreiche private Sammlungen: Mülheim an der Ruhr, S. 74: – Kunstmuseum  Sammlung Ziegler DKM | Stiftung DKM, Duisburg, S. 34 – Museum  Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, – MKM  Duisburg, S. 38: Sammlung Ströher

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Sehenswert – »Slinky Springs to Fame« von Tobias Rehberger, S. 110 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Theater Oberhausen, S. 119 – Weitere Tipps ab S. 113

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18 KUNSTHALLE RECKLINGHAUSEN

Ausstellungsansicht mit Skulpturen von Gereon Krebber und Drucken von Bogdan Hoffmann

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand auch Recklinghausen vor einem absoluten Neubeginn aller Ausstellungs- und Sammlungs­ tätigkeiten. Nach der Zerstörung des Vestischen Museums 1944 und vor allem infolge der Beschlagnahme moderner Kunst durch die nationalsozialistische Aktion »Entartete Kunst« klafften große Löcher in den städtischen Sammlungen. Schon 1947 lud der spätere Kunsthallen­direktor Franz Große-Perdekamp Künstler des rheinisch-westfälischen Raums zu einer Ausstellung in einem leeren Kaufhaus ein. Um die an der Pionierschau beteiligten Künstler Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann, Hans Werdehausen und Ernst Hermanns entstand kurz darauf die Künstlergruppe »junger westen.« 82

Dem Bund, dessen weitgehend gegenstands­ lose Bildsprache dem neuen Lebensgefühl der Industrieregion Ausdruck geben sollte, gehörten insgesamt 28 Maler, Grafiker und Bildhauer an. 1948 stiftete die Stadt den Kunstpreis »junger westen« – zunächst vorbehalten als Auszeichnung im Rahmen der Jahresausstellungen der Gruppe und ihrer Gäste. Seit 1956 wird der Preis öffentlich ausgeschrieben. Preisträger waren unter vielen anderen Karl Otto Götz, Emil Schumacher, HAP Grieshaber, Horst Antes, Gerhard Richter, Peter Piller und Gereon Krebber. Die angekauften Werke der Preisträger bilden einen Sammlungsschwerpunkt der Kunsthalle, die bereits 1950 in einem ehemaligen Hochbunker schräg gegenüber dem Hauptbahnhof

eingerichtet wurde. Für die symbolträchtige Idee, einen Bunker für Ausstellungszwecke auszubauen, hatten Franz Große-Perdekamp und Thomas Grochowiak geworben. Bis heute ist die Städtische Kunsthalle dort untergebracht, obwohl der Bunker zunächst nur als Provisorium gedacht war. Das Gründungsmotiv für die Kunsthalle lag in der Ergänzung der ab 1947 jährlich veranstalteten Ruhrfestspiele Recklinghausen durch Kunstausstellungen. Auch darüber hinaus werden auf den drei Etagen des Hauses regelmäßig Schauen mit Nachkriegs- und Gegenwartskunst präsentiert. Außerdem fungiert die Kunsthalle als zentrale Ausstellungsplattform sämtlicher städtischer Museen. 83


18 KUNSTHALLE RECKLINGHAUSEN BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di bis So, Feiertage 11 – 18 Uhr, 24. und 31. Dezember 11 – 14 Uhr Mo geschlossen EINTRITTSPREISE 3 €, ermäßigt 1,50 €

Service Museumsshop Dieses Museum ist barrierefrei. Essen und Trinken – Cafébar im Museum – Café del Arte, S. 101 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95

ruhrfestspielhaus Backsteinskulptur

kunsthalle Recklinghausen

FÜHRUNGEN Öffentliche Führung Sonntags um 11 Uhr Gruppenführung Max. 15 Personen, 55 €

KONTAKT Kunsthalle Recklinghausen Große-Perdekamp-Straße 25 – 27 45657 Recklinghausen T +49 (0)2361.50 19 35 E info@kunst-re.de www.kunst-re.de

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Recklinghausen Hbf.« Die Kunsthalle liegt direkt gegenüber dem Hauptbahnhof. Parken Kostenpflichtige Parkplätze in der Tiefgarage unter dem zentralen Busbahnhof.

Rauminstallation, Maik und Dirk Löbbert, Hoffnungsträger, 2010

TourEmpfehlungen

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Informel Die Entwicklung des Informel können Sie auch in diesen Häusern nachvollziehen: – Gustav-Lübcke-Museum, Hamm, S. 58 – Märkisches Museum Witten, S. 90

Sehenswert – »Backsteinskulptur für Recklinghausen« von Per Kirkeby, S. 110 – Mehr Sehenswertes ab S. 103

Junger Westen Weitere Werke von Mitgliedern der Gruppe »junger westen« gibt es in diesen Museen: – Emil Schumacher Museum Hagen, S. 50 – Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie, S. 62 – Kunstmuseum Gelsenkirchen, S. 46

Am Abend S. 119 – Ruhrfestspielhaus,  – Weitere Tipps ab S. 113

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19 ZENTRUM FÜR INTERNATIONALe LICHTKUNST Unna

Christian Boltanski, Théâtre d’ombres, Totentanz, 2002 Mario Merz, Fibonacci-Reihe, 2000

Es ist ein sonderbarer weißer Bau, der hinter dem Museum für Lichtkunst steht. Die vier Seiten sind fensterlos, ein runder Turm in der Mitte ist scheinbar ohne Bestimmung. Doch das liegt in der Natur der Sache: An der Oberfläche lässt sich hier nämlich grundsätzlich gar nichts erkennen. Wer Licht sehen will, muss ins Dunkel hinabsteigen. Tief unter der Erde liegen die Gärbecken und Eisräume der ehemaligen Lindenbrauerei. Das letzte Fass Bier wurde hier 1979 gebraut. Anschließend stand die Brauerei lange leer. In ein paar Tausend Quadratmetern Kellerlabyrinth Lichtkunst zu installieren und die Räumlichkeiten weitgehend zu belassen, auf diesen Gedanken kam Karl Ganser, legendärer Leiter der Bauausstellung »Emscher Park«. 2001 gründete sich die Sammlung des 86

Zentrums für Internationale Lichtkunst Unna. Sie mag zahlenmäßig zunächst klein wirken: Zwölf Kunstwerke bilden den Bestand. Doch sind sie allesamt Auftragsarbeiten, die eigens von den Künstlern – den führenden Namen zeitgenössischer Lichtkunst wie Olafur Eliasson und James Turrell – für den jeweiligen Raum entwickelt wurden. Der Konzept-Großmeister Joseph Kosuth entschloss sich, ein Zitat von Heinrich Heine in einem Raum zu installieren, in den man eher hinabschaut als eintritt: »Der Mensch braucht nur seine Gedanken auszusprechen, und es gestaltet sich die Welt, es wird Licht oder es wird Finsternis.« Weitere Künstler sind Rebecca Horn, Mischa Kuball oder Christian Boltanski.

Olafur Eliasson hat einen wandhohen Wasserfall installiert, der mit Stroboskoplicht angeleuchtet wird. Der Effekt ist erstaunlich: Durch das Flackern des Lichts wird der Fall der Tropfen scheinbar angehalten, das Licht wird zum Regisseur unserer Wahrnehmung. Unbestrittener Höhepunkt ist allerdings die Arbeit des einflussreichen Lichtkünstlers James Turrell, »Third Breath«. Einer seiner Skyspaces ist ein Loch in der Decke, das den Himmel ausschnittsweise rahmt. Jeden Abend wird 25 Minuten vor Sonnenuntergang ein computergesteuertes Raumlicht darauf abgestimmt. Das erhabene Ereignis findet in dem weißen fensterlosen Kubus statt, dem man das von außen kein bisschen ansieht. 87


19 ZENTRUM FÜR INTERNATIONALe LICHTKUNST Unna BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di, Mi und Fr 14 / 15.30 / 17 Uhr Do 14 / 15.30 / 17 / 18.30 Uhr Sa 13 / 14 / 15 / 16 / 17 Uhr So und Feiertage: 13 / 14 / 15 / 16 / 17 Uhr Mo geschlossen Sonderausstellung: durchgehend während der Öffnungszeiten EINTRITTSPREISE 8 €, ermäßigt 5 €

Service Museumsshop Dieses Museum ist eingeschränkt barrierefrei.

KONTAKT Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna Lindenplatz 1 59423 Unna T +49 (0)2303.10 37 70 E info@lichtkunst-unna.de www.lichtkunst-unna.de

Essen und Trinken – Restaurant Foyer, S. 101 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95 Zentrum für internationale lichtkunst

FÜHRUNGEN Information und Anmeldung (14 Tage im Voraus) unter T +49 (0)2303.10 37 51 E info@lichtkunst-unna.de

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle: »Lindenbrauerei« oder »Käthe-Kollwitz-Ring« ab Königsborn mit RegioBus-Linie R53 ab Unna Bahnhof, Fußweg ca. 12 Minuten Parken Kostenpflichtige Parkmöglichkeiten im Parkhaus »Massener Straße«.

Keith Sonnier, Tunnel of Tears, 2002

TourEmpfehlungen Industriearchitektur Museen in alten Industrieanlagen finden Sie auch hier: Herne, S. 66: – Flottmann-Hallen  ehemalige Produktionsstätte Flottmann-Werke Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, – MKM  Duisburg, S. 38: ehemaliges Speichergebäude –M  useum Ostwall im Dortmunder U, S. 26: ehemalige Dortmunder Union-Brauerei Lichtkunst Weitere Installationen, die mit Kunstlicht und natürlichem Licht arbeiten, finden Sie hier: Gelsenkirchen, S. 46 – Kunstmuseum  der Ruhr-Universität Bochum: – Kunstsammlungen  Situation Kunst (für Max Imdahl), S. 20 Glaskasten Marl, S. 70 – Skulpturenmuseum 

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Sehenswert – »Third Breath« von James Turrell, S. 111 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Kultur- und Kommunikationszentrum Lindenbrauerei, S. 119 – Weitere Tipps ab S. 113

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20 MÄRKISCHES MUSEUM WITTEN

Im Vordergrund: Werke von Fred Thieler, Mitte: Werk von Karl Otto Götz

Das Museum geht zurück auf den 1886 gegründeten Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark zu Witten. Zwischen 1909 und 1912 wurde ein Museumsbau errichtet, dessen Grundriss auf dem einer dreischiffigen Kirche basiert, und im Jahr 1988 um einen Anbau für Wechselausstellungen erweitert. Die Sammlung des Museums vermittelt einen Überblick über die Entwicklungen deutscher Kunst seit 1900, wobei der Fokus auf die Künstler des deutschen Informel gerichtet ist. Die Wittener Kollektion zählt zu den umfang­ reichsten ihrer Art: Werke aller wichtigen Vertreter wie beispielsweise Karl Otto Götz, Gerhard Hoehme, Emil Schumacher und Fred Thieler sind im Märkischen Museum Witten 90

vertreten. Über diesen Schwerpunkt eröffnet das Museum einen umfassenden Blick auf die Entwicklung der Abstraktion in der Moderne, ergänzt um exemplarische Werke von Josef Albers oder der Düsseldorfer Gruppe Zero. Weitere Werkgruppen stellen zudem surreale Tendenzen der Nachkriegszeit sowie die figurative Malerei des Kritischen Realismus der 1960er- und 70er-Jahre vor.

det die Kontextualisierung zeitgenössischer Kunst und der Museumsbestände mit ihrem Schwerpunkt auf der Nachkriegsmoderne des 20. Jahrhunderts. Wechselbeziehungen und Entwicklungen historischer und aktueller Ansätze in der bildenden Kunst werden sichtbar gemacht und reflektiert wie auch Traditionen und Formalismen der Moderne aufgebrochen, um sie in jeweils individueller Formensprache weiterzuentwickeln.

Neben der Schausammlung sind die Wechselausstellungen des Hauses von besonderer Bedeutung. In diesem Rahmen werden aktuelle Positionen deutscher und internationaler Gegenwartskunst vorgestellt und zumeist in einen direkten Bezug zur Museumssammlung gesetzt. Den Kern dieser Präsentationen bil91


20 MÄRKISCHES MUSEUM WITTEN BesucherInformationen ÖFFNUNGSZEITEN Di bis So 12 – 18 Uhr Mo geschlossen Öffnungszeiten an Feiertagen finden Sie auf der Website des Museums. EINTRITTSPREISE Eintritt frei FÜHRUNGEN Ausstellungsbegleitend, Termine können der Website entnommen werden.

Service Dieses Museum ist eingeschränkt barrierefrei.

KONTAKT Märkisches Museum Witten Husemannstraße 12 58452 Witten T +49 (0)2302.58 12 550 E maerkisches.museum@stadt-witten.de www.maerkisches-museum-witten.de

Essen und Trinken – Restaurant Mondo in der Nähe des Museums, S. 101 – Weitere Cafés und Restaurants ab S. 95 märkisches museum witten saalbau witten

ANBINDUNG Öpnv Haltestelle »Witten Saalbau« ab Witten Hbf. mit Bus-Linie 375 oder 320, 5 Minuten Fußweg, 10 Minuten Fußweg ab Witten Hbf. Parken Kostenfreie Parkplätze hinter dem Museum.

Im Vordergrund: Werke von Jürgen Meyer, Mitte: Werk von Adolf Luther

TourEmpfehlungen Gruppe ZERO In diesen Museen sind die Werke der Künstlergruppe ZERO mit Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker ebenfalls Bestandteil der Sammlungen: Gelsenkirchen, S. 46 – Kunstmuseum  Ostwall im Dortmunder U, S. 26 – Museum  Informel Werke der Vertreter des Informel, z. B. K. O. Götz und Gerhard Hoehme, finden Sie auch in folgenden Museen: Hamm, S. 58 – Gustav-Lübcke-Museum,  Recklinghausen, S. 82 – Kunsthalle  Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, – MKM  Duisburg, S. 38

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Sehenswert – Charles Wilp Space, S. 111 – Mehr Sehenswertes ab S. 103 Am Abend – Saalbau Witten, S. 119 – Weitere Tipps ab S. 113

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w w w.urbanekuensteruhr.de

Essen und trinken S. 96 Bochum S. 96 Bottrop S. 96 Dortmund S. 97 Duisburg S. 98 Essen S. 98 Gelsenkirchen S. 99 Hagen S. 99 Hamm S. 99 Herne S. 99 marl S. 100 Mülheim a. d. Ruhr S. 100 Oberhausen S. 101 Recklinghausen S. 101 Unna S. 101 Witten

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Bochum Edwards Coffee Ruhr-Universität Bochum – Bibliothek Universitätsstraße 150 44801 Bochum T +49 (0)234.32 11 382 www.edwards-coffee.com Nicht nur für Studierende: Die Espressobar im Erdgeschoss der imposanten Uni-Bibliothek hat ein großes Angebot an heißen und kalten Getränkespezialitäten und kleinen Snacks. Livingroom Luisenstraße 9 – 13 44787 Bochum T +49 (0)234.95 35 685 www.livingroom-bochum.de Das größte Wohnzimmer des Ruhrgebiets! Ein innovatives Bar-, Lounge- und Restaurantkonzept in einem 450-Quadratmeter-Loft mitten im Zentrum Bochums. Mensa der Ruhr-Universität Bochum Universitätsstraße 150 44801 Bochum

Restaurant Herr B. in der Gesellschaft Harmonie Gudrunstraße 9 44791 Bochum T +49 (0)234.50 76 50 www.restaurant-herrb.de

Fénix Am Kai 8 (Phoenix See) 44263 Dortmund T +49 (0)231.22 20 38 00 www.restaurant-fenix.de

Die Gründerzeitvilla der »Gesellschaft Harmonie« direkt am Bochumer Stadtpark ist ein Treffpunkt für kulturelle und kulinarische Begegnungen. Die regionale Küche wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.

Der Phoenix-See wurde auf dem Areal des ehemaligen Stahlwerks Phoenix-Ost angelegt. Das Fénix befindet sich direkt am Yachthafen und bietet seinen Gästen feinstes Essen mit Seeblick.

Restaurant Orangerie Klinikstraße 41 – 43 44791 Bochum T +49 (0)234.50 70 90 www.stadtpark-gastronomie.de

JANKA’S LOKAL & BIERGARTEN Braunschweiger Straße 22 44145 Dortmund T +49 (0)231.84 04 606 www.jankas-lokal.de

Die Orangerie in denkmalgeschützter Architektur inmitten des Bochumer Stadtparks bietet Gourmetküche vom Spitzenkoch.

Berliner Hinterhof-Flair in Dortmunds Nordstadt. Janka Thiemann kocht klassische französische Bistrogerichte, nordafrikanische Rezepte oder schweizer Klassiker. Ganz nebenbei ist sie Muse vieler Off-Szene-Künstler der Stadt und stellt immer wieder aufregende Bilder aus.

Bottrop Bahnhof Nord Am Vorthbach 10 46240 Bottrop T +49 (0)2041.98 89 44 www.bahnhofnord.de Ausgezeichnetes Restaurant und Bistro mit Bar in einem stimmungsvollen alten Bahnhofsgebäude; einer der schönsten Biergärten der Metropole Ruhr. Overbeckshof Im Stadtgarten 26 46236 Bottrop T +49 (0)2041.77 56 915 www.overbeckshof.de Ein Seidel Bier, frisches Brot und Omas Rouladen – das Restaurant »Zauberling« im Overbeckshof bietet Klassiker und gehobene Spitzenküche. Dortmund Bergmann Bier – Der Kiosk Hoher Wall 36 44137 Dortmund T +49 (0)231.70 02 590 www.harte-arbeit-ehrlicher-lohn.de

Die neue Mensa zählt nach ihrer 2006 abgeschlossenen Neugestaltung zu den attraktivsten Veranstaltungs­ orten der Universität. Die große Aussichtsterrasse bietet einen atemberaubenden Blick ins Ruhrtal. 96

Das Dortmunder Bergmann Bier gibt es standesgemäß an einem denkmalgeschützten Kiosk im Stil der 1950erJahre zu kaufen – und zu trinken.

Sissikingkong Landwehrstraße 17 44147 Dortmund T +49 (0)231.72 82 578 www.sissikingkong.de Das nach den beiden Katzen des Besitzers benannte Lokal ist Lounge, Kneipe, Restaurant und Clubkeller mit 1960er-Charme. Dank exzellenter Kneipenküche ein gastronomischer Leuchtturm am Hafen und in der ganzen Nordstadt. VIEW Dortmunder U, 7. OG Leonie-Reygers-Terrasse 44137 Dortmund T +49 (0)231.88 08 600 www.u-view.me Das Restaurant VIEW im U, der ehemaligen UnionBrauerei, liegt über den Dächern Dortmunds und eröffnet ein atemberaubendes Panorama. Ebenfalls im U: das Museum Ostwall, der Hartware MedienKunstVerein und ein Kino. Tipp: Das VIEW wird abends zum Club!

Duisburg Die Speicherei Königstraße 24 47198 Duisburg T +49 (0)2066. 41 66 01 www.die-speicherei.de

Die Speicherei bietet einen einmaligen Blick auf Industriekulisse und Schiffsverkehr, die Ruhrmündung und die Skulptur »Rheinorange« des Kölner Bildhauers Lutz Fritsch. Faktorei Philosophenweg 21 47051 Duisburg T +49 (0)203.34 68 379 www.faktorei.de Stefan Cammanns Bar, Bistro und Restaurant zählt zu den besten Adressen am Duisburger Innenhafen. Hauptschalthaus Emscherstraße 71 47137 Duisburg T +49 (0)203.41 79 91 80 www.hauptschalthaus.de Das Hauptschalthaus liegt direkt im Landschaftspark Duisburg-Nord mit Aussicht auf die beeindruckende Kulisse eines stillgelegten Hochofenwerkes. Mimi e Rosa Espressobar Dellstraße 36 47051 Duisburg T +49 (0)203.39 38 326 www.mimierosa.de Ein winziges Café in Duisburg und ein absoluter Geheimtipp. Es gibt unter anderem handgedrehte Nudeln oder ofenwarmen Rosenkuchen.

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Ziegenpeter Liebigstraße 70 47053 Duisburg T +49 (0)203.72 99 95 46 www.ziegenpeter-duisburg.de

Vincent & Paul Museumsplatz 1 45128 Essen T +49 (0)201.88 45 888 www.vincentpaul-folkwang.de

Der Ziegenpeter überrascht mit pfiffiger regionaler Küche – und mit Rheinblick.

Hagen Novy’s Museumsplatz 2 58095 Hagen T +49 (0)2331.30 61 325 www.novys.de

Restaurant Wielandstuben Wielandstraße 84 59077 Hamm T +49 (0)2381.40 12 17 www.wielandstuben.de Die Wielandstuben gehören zu Hamm wie das Salz in die Suppe: von klassisch-französischer Küche bis zu deftiger Hausmannskost.

Essen Herne Casino Zollverein Schacht XII Gelsenkirchener Straße 181 45309 Essen T +49 (0)201.83 02 40 www.casino-zollverein.de »New World Cuisine« in der ehemaligen Kompressorenhalle der »schönsten Zeche der Welt«, zwischen schweren Maschinen, alten Leitungen und gewaltigen Betonpfeilern. Le Chat Noir Brigittastraße 22 45130 Essen T +49 (0)201.79 29 51 www.le-chat-noir.de Weinstube und Bistro »mit philosophischem Akzent«. Am Samstag empfehlen sich »Katzenjammer und Katerfrühstück« ab 10 Uhr. Tablo Restaurant Huyssenallee 5 45128 Essen T +49 (0)201.81 19 585 www.tablo-restaurant.de Bosporus meets Essen! Das Tablo bietet feinste türkische Küche und verbindet die Gastfreundschaft und Sinnlichkeit des Morgenlandes mit ausgezeichnetem Service und zeitgemäßer Urbanität.

Café Schollbrockhaus Karl-Brandt-Weg 1 44629 Herne T +49 (0)2323.95 10 050 www.cafe-schollbrockhaus.de Das Restaurant befindet sich im gläsernen Neubau des Museum Folkwang: Schon der Name »Vincent & Paul« – benannt nach Vincent van Gogh und Paul Gauguin – verpflichtet! Herausragende Kunst findet ihre kulinarische Entsprechung in herausragender Küche. Zweibar Rüttenscheider Straße 63 45130 Essen T +49 (0)201.72 04 689 Die Zweibar liegt direkt an der Rüttenscheider Straße, dem Essener Kneipenviertel. Ab 9.30 Uhr bis weit in den Nachmittag kann der Langschläfer hier sein Frühstück genießen – oder am Abend einfach zum Bier bleiben.

Gelsenkirchen Restaurant UnverwechselBAR Ückendorfer Straße 243 45886 Gelsenkirchen T +49 (0)209.43 06 320 www.restaurant-unverwechselbar.de Kulinarische Köstlichkeiten gepaart mit erlesenen Weinen vor verträumter Industriekulisse machen die UnverwechselBAR auf Zeche Holland unverwechselbar. Restaurant Vitali im Haus Rohmann Horster Straße 20 45897 Gelsenkirchen T +49 (0)209.59 54 92 www.vitali-feinkost.com/de/restaurant.php

Café und Galerie in der alten Fachwerkmühle von Schloss Strünkede. Das Novy’s ist die Museumsgastronomie der beiden RuhrKunstMuseen Emil Schumacher Museum und Osthaus Museum im Kunstquartier Hagen. Es bietet eine abwechslungsreiche Karte und ein freundliches, anspruchsvolles Ambiente.

Flottmann-Kneipe Flottmannstraße 94 44625 Herne T +49 (0)2323.39 83 005 www.flottmannkneipe.de

Hamm

Ab 18 Uhr bietet die Küche von Schnittchen bis Currywurst alles, was das Herz im Ruhrgebiet begehrt – zu moderaten Preise.

Cup & Cino Platz der Deutschen Einheit 1 59065 Hamm T +49 (0)2381.49 81 869 www.cupcino.com/hamm

Nils Freiligrathstraße 21 44623 Herne T +49 (0)2323.96 58 90 www.nils-herne.de

Das Cup & Cino Coffee House Hamm befindet sich im Heinrich-von-Kleist-Forum an der Ecke zur Bahnhofstraße.

Gemütliches Restaurant in reviertypischem Brauhausschick mit abwechslungsreichem Mittagstisch. Marl Feierabendhaus Lipper Weg 201 45772 Marl T +49 (0)2365.69 66 80 www.feierabendhaus-marl.de Das Restaurant im Feierabendhaus inmitten einer kleinen Parkanlage bietet reichhaltige Buffets – vom Frühstücks- über Lunch- bis zum Feierabendbuffet.

Das Restaurant Vitali befindet sich im Haus Rohmann, im Gelsenkirchener Stadtteil Buer. In diesem Feinschmeckerrestaurant erleben die Gäste traditionelle italienische Ess- und Trinkkultur.

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Mezzomar im Al Teatro Konrad-Adenauer-Platz 1 45768 Marl T +49 (0)2365.10 58 08 www.mezzomar.de Mediterrane Küche und vorzügliche Weine – direkt am Theater der Stadt Marl.

Oberhausen

Recklinghausen

Unna

Falstaff – Die Theaterkneipe Ebertstraße 70 46045 Oberhausen T +49 (0)208.85 78 282 www.falstaff-oberhausen.de

Café del Arte Halterner Straße 1 45657 Recklinghausen T +49 (0)2361.94 33 808 www.cafedelarte.de

Restaurant Foyer Massener Straße 32 59423 Unna T +49 (0)2303.23 99 82

Restaurant Bullerkotte Westerholter Straße 160 45770 Marl T +49 (0)2365.15 161 www.das-original.net

Italienische Esskultur in direkter Nähe der ­L indenbrauerei und des Zentrums für Internationale Lichtkunst Unna. »Lieblingsitaliener« mit fairen Preisen. Ristorante Meisterhaus Hertinger Straße 32 59423 Unna T +49 (0)2303.14 685 www.meisterhaus.info

Mit offenem Kamin eingerichtetes Fachwerkhaus am Rande von Marl-Polsum: spannende Küche im euro-asiatischen Stil – mit einer Vorliebe für »wilde« Kreationen.

Pizza aus dem Steinofen, Pasta, Antipasti, Fisch und Fleisch – in urigem Fachwerkambiente mit Biergarten. La dolce vita in Unna.

Mülheim an der ruhr Franky’s Bar Ruhrufer 5 45479 Mülheim an der Ruhr T +49 (0)208.43 74 870 www.frankys-bar.de

Witten CAFÉ Bistro Amadeus Ruhrstraße 86 58452 Witten T +49 (0)2302.58 12 482 www.cafe-amadeus-witten.de

Stilvolle Bar und Restaurant im Ruhrkristall am Ruhrufer in Mülheim; das Kaminzimmer liegt direkt über dem Wasser. Die Küche gibt sich leicht, kreativ und unkompliziert. Pinchos Leineweberstraße 65 45468 Mülheim an der Ruhr T +49 (0)208.88 27 89 30 www.pinchos-mh.de

Die Ruhrgebietskneipe in direkter Nachbarschaft des Theaters und des Ebertbads bietet kleine und größere Speisen im bezahlbaren Rahmen mit wechselnder Wochenkarte, diversen Bieren und Weinen – ohne »Schischi«.

Restaurant und Tapas-Bar mit traditionellen spanischen Spezialitäten – vom kleinen Häppchen bis hin zum Pincho, einer aufwendigeren baskischen Tapasvariante. Am Mittag oder am Abend, allein oder mit Freunden.

Restaurant Chamai Elsa-Brändström-Straße 54 46045 Oberhausen T +49 (0)208.22 445 www.restaurant-chamai.de

Restaurant Caruso Am Schloß Broich 2 – 4 45479 Mülheim an der Ruhr T +49 (0)208.99 313 www.imhoff-essen.de Blumenarrangements und Kerzenschein sorgen für Palazzo-Atmosphäre – für die passenden kulinarischen Genüsse sorgt die mediterrane Küche.

Wo sich Rochen und Reh begegnen – außerdem gibt es im Chamai Kunst, Lesungen und »Musikulinarisches«.

Café, Bistro und Weinbar mit Biergarten im Herzen Recklinghausens. Kuchen, Snacks, ausgefallene Kleinigkeiten – und dazu Kunst, Design und Literatur. VESTTAFEL – Restaurant in der Engelsburg Augustinessenstraße 10 45657 Recklinghausen T +49 (0)2361.20 11 25 www.vesttafel.de Die VESTTAFEL in der Altstadt Recklinghausens vereint raffinierte deutsche Traditionsküche mit modernen Akzenten.

Stilvolles Café im Haus Witten, einem ehemaligen Gerichtsherrensitz, der Spielort regelmäßiger Kultur­ veranstaltungen ist. Restaurant Mondo Bergerstraße 25 58452 Witten T +49 (0)2302.58 53 82 www.saalbaugastronomie.de Das Restaurant im Saalbau Witten entführt die Gäste jeden Monat kulinarisch in einen anderen Winkel der Welt. Weitere Café- und Restauranttipps für die Metropole Ruhr finden Sie unter www.ruhr-tourismus.de

Schlossgastronomie Kaisergarten Konrad Adenauer Allee 48 46049 Oberhausen T +49 (0)208.29 02 20 www.kaisergarten.de Die Schlossgastronomie im Kaisergarten liegt in direkter Nähe der LUDWIGGALERIE: Im »Prinzensaal« oder im »Graf Westerholt«, in der Ritterstube, im Grand Café oder im Biergarten wird Essen zum besonderen Erlebnis.

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Richard Serra: Terminal, Bochum, Foto: Ferdinand Ullrich, Recklinghausen

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www.ruhrkunstmuseen.de 102

KUNST & KULTUR

S. 104 Bochum S. 105 Bottrop S. 105 Dortmund S. 106 Duisburg S. 107 Essen S. 108 Gelsenkirchen S. 108 Hagen S. 108 Hamm S. 109 Herne S. 109 marl S. 110 Mülheim a. d. Ruhr S. 110 Oberhausen S. 110 Recklinghausen S. 111 Unna S. 111 Witten

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Bochum Deutsches Bergbau-Museum Bochum Europaplatz 44791 Bochum T +49 (0)1805. 87 72 34 www.bergbaumuseum.de

»Terminal« Kurt-Schumacher-Platz 44787 Bochum

r lic Ruh pub art

Der Reichtum der Welt steckt in der Erde. Ein Ausflug in die moderne Technik der Rohstoffgewinnung – und in die Geschichte des Bergbaus. Glück auf! Jahrhunderthalle Bochum An der Jahrhunderthalle 1 44793 Bochum T +49 (0)234.36 93 0 www.jahrhunderthalle-bochum.de Die Jahrhunderthalle Bochum mit dem angrenzenden Westpark gehört zu den markanten Eckpfeilern der Industriekultur. Aus der ehemaligen Gaskraftzentrale – einer monumentalen Stahlkonstruktion auf 9000 Quadratmetern – wurde eines der spektakulärsten Festspielhäuser Europas: eine Kulturkathedrale. Die Jahrhunderthalle ist eine der Hauptspielstätten der Ruhrtriennale, dem internationalen Festival der Künste in der Metropole Ruhr. Die Schauplätze der Ruhrtriennale sind die herausragenden Industriedenkmäler der Region, die jedes Jahr in spektakuläre Aufführungsorte für Musik, Bildende Kunst, Theater, Tanz und Performance verwandelt werden. Kunst am Bau der Ruhr-Universität Bochum Universitätsstraße 150 44801 Bochum www.ruhr-uni-bochum.de/kuba/ Über 20 Werke von Künstlern ersten Ranges befinden sich auf dem Campusgelände. Zu sehen sind Arbeiten von Josef Albers, Günter Fruhtrunk, Victor Vasarely, Rupprecht Geiger und anderen.

Dortmund

BernePark Ebelstraße 25 a 46242 Bottrop T +49 (0)2041.37 54 840 www.bernepark.de

Kokerei Hansa Emscherallee 11 44369 Dortmund T +49 (0)231.93 11 22 33 www.industriedenkmal-stiftung.de

Aus der ehemaligen, unzugänglichen Kläranlage entstand im Rahmen der EMSCHERKUNST.2010 – des größten Kunstprojekts der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 – eine für die Bevölkerung offene Parkanlage.

Die Kokerei Hansa bietet als begehbare Großskulptur faszinierende Einblicke in die Geschichte der Schwer­ industrie des vergangenen Jahrhunderts.

Halde Haniel Fernewaldstraße 46242 Bottrop Eine Bergehalde der Steinkohlezeche Prosper-Haniel mit einem grandiosen Amphitheater und einer sehenswerten Totem-Installation von Agustín Ibarrola. »Tetraeder« Beckstraße 46238 Bottrop

Museum für Kunst und Kultur­ geschichte Hansastraße 3 44137 Dortmund T +49 (0)231.50 25 522 www.mkk.dortmund.de Kulturgeschichte im Zeitraffer: von der Antike bis zum modernen Design. Gleich fünf Museen unter einem Dach laden ein zu einer Zeitreise von der Ur- und Frühgeschichte bis ins 20. Jahrhundert. Westfalenpark An der Buschmühle 3 44139 Dortmund T +49 (0)231.50 26 100 www.westfalenpark.dortmund.de

Die 1977 auf der documenta 6 erstmalig gezeigte Skulptur von Richard Serra steht seit 1979 vor dem Bochumer Hauptbahnhof. Die vier trapezförmigen, je zwölf Meter hohen und zusammen rund 100 Tonnen schweren Platten aus oberflächlich rostendem Corten-Stahl wurden zum meistdiskutierten Kunstwerk der Stadt.

Mitten im Park steht der Florianturm, ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt Dortmund. Der Aussichts- und Fernsehturm wurde 1959 anlässlich der Bundesgartenschau im Westfalenpark errichtet und war damals mit einer Höhe von 219,3 Metern kurzzeitig das höchste Gebäude Deutschlands.

LWL-INDUSTRIEMUSEUM ZECHE HANNOVER Günnigfelder Straße 251 44793 Bochum T +49 (0)234.61 00 874 www.lwl-industriemuseum.de

LWL-INDUSTRIEMUSEUM ZECHE ZOLLERN Grubenweg 5 44388 Dortmund T +49 (0)231.69 61 111 www.lwl-industriemuseum.de

Seit einigen Jahren fördert die Zeche Hannover Kultur statt Kohle. Ausstellungen und Veranstaltungen locken ins Industriemuseum, und in der »Zeche Knirps« lernen Kinder spielerisch die Abläufe in einem Bergwerk kennen.

Dieses »Schloss der Arbeit« im Westen Dortmunds ist eines der außergewöhnlichsten Zeugnisse der industriellen Vergangenheit in Deutschland. Die Ikone der Industriekultur beherbergt ein Museum der Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus.

Zeiss Planetarium Bochum Castroper Straße 67 44791 Bochum T +49 (0)234.51 60 60 www.planetarium-bochum.de 9000 leuchtende Sterne nicht nur über Bochum, Reisen durch unser Sonnensystem bis in ferne Galaxien: Das Planetarium holt die Sterne vom Himmel!

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Bottrop

Auf der ehemaligen Halde der Schachtanlage Prosper in Bottrop steht die wohl ungewöhnlichste Pyramide im Ruhrgebiet: das »Tetraeder«, entworfen vom Architekten Wolfgang Christ und dem Düsseldorfer Künstler Jürgen LIT Fischer.

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Duisburg Hafenrundfahrt DHG WEISSE FLOTTE DUISBURG MS Nostalgie Calaisplatz 3 47051 Duisburg T +49 (0)203.71 39 667 www.wf-duisburg.de Erkunden Sie den faszinierenden Duisburger Innenhafen vom Wasser aus. Tipp: die Landmarke »Rheinorange« des Kölner Bildhauers Lutz Fritsch. Landschaftspark Duisburg-Nord Emscherstraße 71 47137 Duisburg T +49 (0)203.42 91 919 www.landschaftspark.de

r »Tiger & Turtle – lic Ruh pub art Magic Mountain« Berzeliusstraße / Ecke Kaiserswerther Straße 47249 Duisburg

Essen

Mit »Tiger & Turtle« wurde eine spektakuläre Landmarke auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe im Angerpark im Duisburger Süden gesetzt. Wahrhaft magisch thront das Kunsterlebnis auf der Anhöhe und ist somit weithin sichtbar.

KulturLinie 107 Entdecken Sie Essen mit der Straßenbahn: Die KulturLinie 107 – zum Beispiel ab Essen Hauptbahnhof – führt vorbei an 60 kulturellen Sehenswürdigkeiten. Einmalig im Ruhrgebiet verbindet die Linie 107 zwei Opernhäuser, einen Dom, eine Philharmonie, zwei große Museen und das UNESCO-Welterbe Zollverein.

U-Bahn-Kunst von r Isa Genzken und lic Ruh pub art Gerhard Richter Haltestelle König-Heinrich-Platz (U 79) 47051 Duisburg

Domschatz Essen Burgplatz 2 45127 Essen T +49 (0)201.22 04 206 www.domschatz-essen.de Weltweit einzigartig ist die Goldene Madonna, eine Marienfigur des Essener Domschatzes. Sie ist die älteste erhaltene vollplastische Marienfigur der abendländischen Kunst. UNESCO-Welterbe Zollverein Gelsenkirchener Straße 181 45309 Essen T +49 (0)201.24 68 10 www.zollverein.de

Als stillgelegtes Eisenhüttenwerk ist der Landschaftspark heute eines der wichtigsten Industriedenkmäler, Ausflugsziel und Ort für Veranstaltungen. Stadtteilführungen Duisburg-Marxloh Weselerstraße 144 47169 Duisburg-Marxloh T +49 (0)203.60 69 42 28 www.urban-rhizome.de

Auf dem Gelände der Zeche Zollverein befinden sich: Ruhr Museum Areal A (Schacht XII), Kohlenwäsche (A 14), Fritz-Schupp-Allee 14 T +49 (0)201.24 68 14 44 www.ruhrmuseum.de Das Ruhr Museum in der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein erzählt auf drei Etagen die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebietes. Red Dot Design Museum Design Zentrum Nordrhein-Westfalen Areal A (Schacht XII), Kesselhaus (A 7) T +49 (0)201.30 10 425 www.red-dot.org Die weltweit größte und wohl ungewöhnlichste Ausstellung zeitgenössischen Designs: Küchengeräte, Wohnmöbel, Autos, Büroeinrichtungen, Modeaccessoires und Werkzeuge. Das Museum macht gutes Design erlebbar: Anfassen erlaubt! Villa Hügel 45133 Essen T +49 (0)201.61 62 90 www.villahuegel.de Die Villa Hügel im Süden von Essen liegt idyllisch oberhalb des Baldeneysees. Der ehemalige Familiensitz der Familie Krupp ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten im Ruhrgebiet.

Durch die »romantischste Straße Europas« bis zum »Wunder von Marxloh«: 50 Brautmodenläden, feinste Backwaren, Tee im Rosenpavillon und das größte islamische Gotteshaus osmanischen Baustils in Deutschland – eine Tour durch ein schönes Stück Strukturwandel.

Unperfekthaus Friedrich-Ebert-Straße 18 45127 Essen T +49 (0)201.84 73 50 www.unperfekthaus.de Das Künstlerpaar Gerhard Richter und Isa Genzken verkleidete Wände, Säulen und sonstige Einrichtungen der U-Bahn-Haltestelle »König-Heinrich-Platz« mit farbiger Emaille auf Edelstahlplatten und Spiegelglas.

Das Unperfekthaus stellt Künstlern, Gründern und Gruppen kostenlos Räume, Technik und Bühnen zur Verfügung. In diesem 4000 Quadratmeter großen Künstlerdorf treffen sich Menschen – zum Essen, zu Seminaren, Besprechungen, Geburtstags- oder Betriebsfesten. Tipp: Wer will, kann übernachten.

Für viele Besucher das Highlight einer Reise ins Ruhrgebiet: Zollverein, einst schönste Zeche der Welt, heute die berühmteste Sehenswürdigkeit der Metropole Ruhr und UNESCO-Welterbe.

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Gelsenkirchen r Halde Rungenberg und lic Ruh pub art Schüngelbergsiedlung Holthauser Straße 45897 Gelsenkirchen www.route-industriekultur.de/panoramen/halderungenberg.html

Gewundene Spazierwege oder eine lange Treppe führen die begehbare Halde hinauf. Auf dem Gipfel leuchtet das »Nachtzeichen« der Künstler Klaus Noculak und Hermann EsRichter: zwei riesige Scheinwerfer, deren Strahlen sich über dem Weg in der imaginären Haldenspitze kreuzen. Nordsternpark Gelsenkirchen Nordsternplatz 1 45899 Gelsenkirchen www.nordsternpark.de

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Videokunstzentrum im Nordsternturm Nordsternstraße 1 45899 Gelsenkirchen T +49 (0)209.35 97 92 40 www.nordsternturm.de

Sri Kamadchi Ampal Tempel Siegenbeckstraße 4 – 5 59071 Hamm T +49 (0)2388.30 22 23 Anmeldung zur Führung unter: www.kamadchi-ampal.de

Die Kunstwerke werden auf Monitoren oder Flachbildschirmen sowie in Form von Videoskulpturen oder als Projektion in raumbezogenen Installationen präsentiert.

Der zweitgrößte hinduistische Tempel Europas steht in Hamm. Rund 25.000 Gläubige und Gäste aus der ganzen Welt besuchen jährlich das Tempelfest zu Ehren der Göttin Kamadchi.

Hagen

Herne

HOHENHOF Das Museum des Hagener Impulses Stirnband 10 58093 Hagen T +49 (0)2331.55 990 www.osthausmuseum.de

LWL-Museum für Archäologie Europaplatz 1 44623 Herne T +49 (0)2323.94 62 820 www.lwl-landesmuseum-herne.de

Der Hohenhof, erbaut nach Entwürfen von Henry van de Velde, war das Wohnhaus Karl Ernst Osthaus’ – ein Gesamtkunstwerk. Dieses »Museum des Hagener Impulses« ist neben dem Kunstquartier weiterer Standort des Osthaus Museums. LWL-Freilichtmuseum Hagen Mäckingerbach 58091 Hagen T +49 (0)2331.78 070 www.lwl.org/LWL/Kultur/LWL-Freilichtmuseum_Hagen/

»La Tortuga« Am Theater 1 45768 Marl

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Das Museum ist das zentrale Schaufenster der Archäologie in Westfalen. Seine Konzeption und Gestaltung begründen seinen Rang als eines der modernsten Museen Deutschlands. »Reemrenreh (kaum Gesang) und Leben« Schleuse Herne-Ost 44628 Herne

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Die Großplastik »La Tortuga« von Wolf Vostell ist eine auf dem Rücken liegende, ausrangierte Dampflokomotive vor dem Eingang des Theaters in Marl.

Das Freilichtmuseum macht die Handwerks- und Technik­ geschichte Westfalens und Lippes vom endenden 18. bis ins 20. Jahrhundert lebendig.

Marler Stern, Marler Rathaus 45768 Marl

Hamm

Die kühne Stahlbetonkonstruktion der zwei Türme des Marler Rathauses ist ebenso berühmt wie das charakteristische Luftkissendach des Einkaufszentrums Marler Stern – laut Guinness-Buch der Rekorde das größte der Welt.

Maximilianpark Hamm Alter Grenzweg 2 59071 Hamm T +49 (0)2381.98 21 00 www.maximilianpark.de Der Nordsternpark beheimatet unter anderem den berühmten »Herkules« von Gelsenkirchen. Die 18 Meter hohe und 23 Tonnen schwere Monumentalplastik von Markus Lüpertz wurde eigens für diesen Ort geschaffen. Sie steht auf dem Nordsternturm.

Marl

Das Wahrzeichen des Freizeitparks auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Maximilian ist der »Gläserne Elefant«, eine rund 40 Meter hohe, begehbare Plastik.

Die Skulptur des Bildhauers Bogomir Ecker erinnert an gestapelte Bauklötze, die drohen, ins Wasser zu stürzen. Wind bringt den Hohlkörper zum Singen. 108

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Mülheim an der ruhr

Oberhausen

Unna

Witten

Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films Am Schloß Broich 42 45479 Mülheim an der Ruhr T +49 (0)208.30 22 605 www.camera-obscura-muelheim.de

Gasometer Oberhausen Arenastraße 11 46047 Oberhausen www.gasometer.de

Kurpark Unna Friedrich-Ebert-Straße 59425 Unna Der Kurpark Königsborn war um die Wende zum 20. Jahrhundert ein überregional beliebtes Sole- und Kurbad.

Charles Wilp Space Hauptstraße 18 58452 Witten T +49 (0)2302.58 03 062 www.charleswilp.org

Nikolaiviertel Unna Kirchplatz 1 59423 Unna

Der Charles Wilp Space im ehemaligen Pumpenhaus in Witten zeigt »Space Art« des visionären Universalkünstlers; vor allem seine Werbekampagnen für Afri Cola, Pirelli und Puschkin machten ihn weltberühmt.

Die Kuppel des ehemaligen Wasserturms beherbergt die größte begehbare Camera Obscura der Welt. Die beiden Ausstellungsetagen darunter laden ein zu einer Reise in die Entwicklungsgeschichte der bewegten Bilder. »Stadtikonographie mit Stadtzeichen, Sitzlandschaft und Brunnenanlage« Synagogenplatz 45468 Mülheim an der Ruhr

Tipp für Unna: ein Bummel rund um die Stadtkirche im Nikolaiviertel, dem historischen Vorzeigeviertel der Altstadt.

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Als wesentliches Beispiel seiner Kunst im öffentlichen Raum gilt Otto Herbert Hajeks »Stadtikonographie mit Stadtzeichen, Sitzlandschaft und Brunnenanlage« (1976 / 1977) vor dem Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr. Weiße Flotte Mülheim an der Ruhr Büro: Alte Schleuse 1 45468 Mülheim an der Ruhr T +49 (0)208.96 09 996 Das malerische Ruhrtal zwischen Mülheim und EssenKettwig lässt sich am bequemsten mit der »Weißen Flotte« erkunden. Der idyllisch gelegene Mülheimer Wasserbahnhof ist die Hauptanlegestelle – seit Generationen ein klassisches Ausflugsziel.

Der Gasometer in Oberhausen, ein ehemaliger Gasspeicher, ist das weithin sichtbare Wahrzeichen des Ruhrgebiets und einer der beeindruckendsten Ausstellungsorte Europas.

»Third Breath« Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna Lindenplatz 1 59423 Unna T +49 (0)2303.10 37 70 www.lichtkunst-unna.de

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»Slinky Springs to Fame« r lic Ruh Konrad-Adenauer-Allee 46 pub art 46049 Oberhausen

LWL-INDUSTRIEMUSEUM ZECHE NACHTIGALL Nachtigallstraße 35 58452 Witten T +49 (0)2302.93 66 40 www.lwl-industriemuseum.de Das Besucherbergwerk der Zeche Nachtigall im Wittener Ruhrtal versetzt zurück in die Zeit, als man zum Kohleabbau noch waagerechte Stollen in die Hänge trieb und später die ersten Schächte in die Tiefe grub. Eine Zeitreise mit Helm und Grubenlampe. Weitere Sehenswürdigkeiten der Metropole Ruhr finden Sie unter www.ruhr-tourismus.de

Unmittelbar am Schloss Oberhausen im Kaisergarten steht »Slinky Springs to Fame«: eine Brücke in Form einer schwingenden Spirale nach dem Konzept des Frankfurter Künstlers Tobias Rehberger.

Recklinghausen »Backsteinskulptur für Recklinghausen« Am Lohtor 45657 Recklinghausen

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Die Skulptur von Per Kirkeby hat den Charakter eines Monuments und erinnert mit ihrem Standort am Herzogswall zugleich an das historische Lohtor und die einstige Stadtmauer. Ikonen-Museum Recklinghausen Kirchplatz 2a 45657 Recklinghausen T +49 (0)2361.50 19 41 www.ikonen-museum.com Das Ikonen-Museum Recklinghausen ist das bedeutendste Museum ostkirchlicher Kunst außerhalb der orthodoxen Länder, mit über 3000 Ikonen, Stickereien, Miniaturen, Holz- und Metallarbeiten aus Russland, Griechenland und anderen Balkanstaaten. 110

James Turrell hat seinen Skyspace »Third Breath« eigens für Unna konzipiert. Die zweistöckige Architektur auf dem Außengelände des Zentrums für Internationale Lichtkunst verbindet zwei Wahrnehmungsräume: ein Abbild des Himmels im dunklen Camera Obscura Space und das reale Himmelsbild im darüberliegenden Skyspace. Ein unvergleichliches Wahrnehmungs­erlebnis.

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Den Bildband Public Art Ruhr mit 100 ausgewählten Kunstwerken im öffentlichen Raum erhalten Sie im Handel und in den Ruhr Kunst Museen.

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Am Abend

S. 114 Bochum S. 114 Bottrop S. 114 Dortmund S. 115 Duisburg S. 115 Essen S. 116 Gelsenkirchen S. 117 Hagen S. 117 Hamm S. 117 Herne S. 118 marl S. 118 Mülheim a. d. Ruhr S. 118 Oberhausen S. 119 Recklinghausen S. 119 Unna S. 119 Witten

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Foto © Filippo Minelli

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Bochum

Bottrop

Duisburg

Goldkante Alte Hattinger Straße 22 44787 Bochum T +49 (0)234.43 86 88 11 www.goldkante.org

Passmanns – Kult(ur)kneipe Bottrop Kirchhellener Straße 57 46236 Bottrop T +49 (0)2041.69 70 60 www.passmanns-bottrop.de

Filmforum Dellplatz 16 47051 Duisburg T +49 (0)203.28 54 73 www.filmforum.de

Die Bar in der Bochumer Innenstadt ist eine offene Plattform für unterschiedliche Aktivitäten: Musik, Film, Theater – oder Handarbeit. Auch das Ensemble des Schauspielhauses nimmt hier gern einen Absacker.

Bar, Bühne und Restaurant: Die Kulturkneipe bietet Raum für Kabarett, Kunst, Konzerte, Theater, Performances und Partys.

Das älteste kommunale Kino Deutschlands beherbergt auch die filmhistorische Sammlung der Stadt.

ROTTSTR 5 Theater Rottstraße 5 44793 Bochum T +49 (0)163.76 15 071 www.rottstr5-theater.de

Dortmund

Die kleine Off-Bühne in der Innenstadt genießt den Ruf, eines der kreativsten und ambitioniertesten freien Theater im Ruhrgebiet zu sein. Schauspielhaus Bochum Königsallee 15 44789 Bochum T +49 (0)234.33 33 55 55 www.schauspielhausbochum.de

Innenhafen Duisburg Philosophenweg 47051 Duisburg www.innenhafen-portal.de

Domicil Hansastraße 7 – 11 44137 Dortmund T +49 (0)231.86 29 030 www.domicil-dortmund.de

Theater Duisburg Deutsche Oper am Rhein Opernplatz 47051 Duisburg T +49 (0)203.940 77 77 www.theater-duisburg.de www.operamrhein.de Seit 1912 markiert das Theater Duisburg mit seinem prachtvollen Säulenportal das Zentrum der Stadt. Mehr als 100 Aufführungen pro Saison bringen die renommierte Deutsche Oper am Rhein und das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg mit ihrem Zwei-StädteEnsemble und den Duisburger Philharmonikern auf die Bühne. Regelmäßige Schauspiel-Gastspiele, das jährliche »Theatertreffen« und der Jugendclub »Spieltrieb« komplettieren den attraktiven Spielplan. Im Foyer des Theaters ist Wilhelm Lehmbrucks berühmte »Große Stehende« (1910) zu sehen. Tipp: Gegenüber vom Theater auf dem König-HeinrichPlatz steht die Stahlskulptur »222° Arc x 5« von Bernar Venet.

Seit über 40 Jahren eine Institution von internationalem Format in Sachen Jazz. Das Domicil verfügt über drei Bereiche: die Gastronomie mit klassischer Cocktailbar im Erdgeschoss, den Club und den Konzertsaal. Tipp: Mehrfach die Woche gibt es Live-Jazz!

Essen

Konzerthaus Dortmund Brückstraße 21 44135 Dortmund T +49 (0)231.22 69 200 www.konzerthaus-dortmund.de

Lichtburg essen Kettwiger Straße 36 45127 Essen T +49 (0)201.23 10 23 www.lichtburg-essen.de

Das Konzerthaus Dortmund bietet einen der schönsten Konzertsäle Deutschlands und jährlich über 100 Konzerte in den Bereichen Klassik, Jazz, World Music und Pop.

Die Lichtburg Essen ist Deutschlands größter Film­ palast, Schauplatz zahlreicher Premieren und eines der schönsten Kinos der Region!

Theater Dortmund Theaterkarree 1 – 3 44137 Dortmund T +49 (0)231.50 27 222 www.theaterdo.de Das Theater Dortmund ist ein Fünf-Sparten-Haus – Oper, Ballett, Konzerte, Schauspiel, Kinder- und Jugendtheater – mit über 100-jähriger Tradition. Engagiertes Theater am Puls der Zeit. Tipp: das Institut, die Theaterbar im Schauspielhaus – kleine Auftritte, Lesungen, Musikabende.

Ein Musterbeispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet: Eine breite Palette an Gastronomie, Bars und Clubs, historische und zeitgenössische Baukunst in einer reizvollen Grachtenlandschaft, Altstadtpark und Marina, diverse Kultur- und Freizeitangebote laden ein zu einem abwechslungsreichen Abend am Wasser. Tipp: Dani Karavans »Garten der Erinnerung«, Altstadtpark im Innenhafen.

PACT Zollverein Bullmannaue 20a 45327 Essen T +49 (0)201.28 94 700 www.pact-zollverein.de Ein internationales Zentrum für Tanz, Performance, Theater, Medien und bildende Kunst in der ehemaligen Waschkaue der Zeche Zollverein: PACT Zollverein ist Künstlerhaus, Plattform für Kunstschaffende, Produktionsstätte und Bühne für zeitgenössischen Tanz und Performance.

Hier wirkten schon Zadek und Peymann als Intendanten. Das Schauspielhaus Bochum ist eines der größten und renommiertesten Theater Deutschlands.

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THEATER UND PHILHARMONIE ESSEN Sämtliche Sparten in drei Spielstätten – Oper und ­Ballett im Aalto-Musiktheater, Schauspiel im Grillo-Theater und Konzerte in der Philharmonie Essen: Aalto-Musiktheater Opernplatz 10 45128 Essen T +49 (0)201.81 22 200 www.aalto-musiktheater.de Die fließende Architektur des Finnen Alvar Aalto bietet eine repräsentative Spielstätte für Musiktheater, Ballett, Theater und die Essener Philharmoniker. Grillo-Theater Theaterplatz 11 45127 Essen T +49 (0)201.81 22 200 www.schauspiel-essen.de

Philharmonie Essen Huyssenallee 53 45128 Essen T +49 (0)201.81 22 200 www.philharmonie-essen.de Die Philharmonie Essen im historischen Saalbau ist eingebettet in das Ensemble von Stadtgarten und Aalto-Theater im Zentrum der Stadt. Stars und junge Talente, namhafte Dirigenten, berühmte Orchester und Solisten begeistern das Publikum in der akustisch herausragenden Philharmonie mit Konzerten von Klassik bis Jazz.

Gelsenkirchen Consol Theater Bismarckstraße 240 45889 Gelsenkirchen T +49 (0)209.98 82 282 www.consoltheater.de Kinder- und Jugendtheater, Hauskonzerte, Chanson­ abende sowie Erzählprogramme im Lüftergebäude der ehemaligen Zeche Consolidation. Musiktheater im Revier (MiR) Kennedyplatz 45881 Gelsenkirchen T +49 (0)209.40 97 200 www.musiktheater-im-revier.de

Hagen

Herne

Hasper Hammer Hammerstraße 10 58135 Hagen T +49(0)2331.46 36 81 www.hasperhammer.de

Garantiert Stratmann www.garantiert-stratmann.de

Das Hagener Kulturzentrum Hasper Hammer bietet Kabarett und Tanztheater, junge Bühne, Musical und Kreativangebote. Theater Hagen Elberfelder Straße 65 58095 Hagen T +49 (0)2331.20 73 218 www.theater-hagen.de Ein feines Musiktheater-Ensemble bedient die Sparten Oper, Operette, Musical und Ballett sowie vereinzelte Schauspiel-Eigenproduktionen. Eingeweiht 1911, überzeugt das Theater in einem historistischen Gebäude in der Hagener Innenstadt mit außergewöhnlichen, ambitionierten Produktionen – weit über die Region hinaus.

Der »Prinzipal« lädt ein zu Volkstheater à la Ruhrgebiet: Mondpalast von Wanne-Eickel Wilhelmstraße 26 44649 Herne T +49 (0)2325.58 89 99 www.mondpalast.com Der Mondpalast ist eines der beliebtesten Volkstheater Deutschlands. Ein festes Ensemble spielt regionale Komödien rund um den »Ruhri«. Wanne-Eickeler Kammerspielchen Gerichtsstraße 1 44649 Herne (Wanne) T +49 (0)2325.58 89 99 www.kammerspielchen.com

Hamm Kurhaus Bad Hamm Ostenallee 87 59071 Hamm T +49 (0)2381.17 55 01 www.hamm.de/hmh Im alten Kurpark mit seinem prächtigen Baumbestand, Garten- und Teichanlagen liegt das denkmalgeschützte Kurhaus aus dem 19. Jahrhundert. Die repräsentativen Säle bieten Raum für Theater- und Konzertveranstaltungen, Tagungen und Empfänge. Eine kulturelle Schatz­ kiste inmitten von Grün.

Ein »Schmuckkästchen für Wanne-Eickel« nennt Stratmann die kleine, freche Schwester des großen Mondpalastes.

Das Essener Grillo-Theater, benannt nach seinem Stifter Friedrich Grillo, zählt zu den ältesten Schauspielhäusern im Ruhrgebiet. Tipp: die Heldenbar, Bühne und Bar im zweiten Stock des Grillo-Theaters. Aktuelles Musiktheater für alle Sinne! Die sensationelle Integration von Architektur und bildender Kunst macht das MiR zu einem der bedeutendsten Theaterbauten der Nachkriegszeit. Tipp: die blauen Schwammreliefs von Yves Klein im Foyer des MiR. Das tiefe Blau der monumentalen Reliefs wurde berühmt als »Gelsenkirchener Blau«.

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Künstlerzeche Unser Fritz 2 / 3 Alleestraße 50 / Grimberger Feld 44653 Herne T +49 (0)2325.56 94 63 www.kuenstlerzeche.de

Theater an der Ruhr Akazienallee 61 45478 Mülheim an der Ruhr T +49 (0)208.59 90 188 www.theater-an-der-ruhr.de

Theater Oberhausen Will-Quadflieg-Platz 1 46045 Oberhausen T +49 (0)208.85 184 www.theater-oberhausen.de

Seit Mitte der 1960er-Jahre entwickelte sich aus einer stillgelegten Schachtanlage ein Ort für Begegnungen mit Kunst – in Ausstellungen, Konzerten und Lesungen.

Das Theater an der Ruhr hat seinen Sitz in einem ehemaligen Solebad inmitten einer unter Denkmalschutz stehenden Parklandschaft. 1980 von Roberto Ciulli gegründet, hat es sich als das organisatorisch und inhaltlich »andere« Theater in der Region deutschlandweit etabliert: ein Ort der Begegnung und des offenen Dialogs.

Fachkritiker zeichneten das Theater Oberhausen mehrfach in Folge als bestes Theater im Rheinland aus. Gespielt wird im Großen Haus, im Malersaal und in der b.a.r.

Marl Theater der Stadt Marl Am Theater 1 45768 Marl T +49 (0)2365.99 43 10 www.marl.de/theater Das Theater der Stadt Marl ist seit 1953 ein kultureller Mittelpunkt der Stadt und bietet das gesamte Bühnen­ spektrum von Sprechtheater bis zu Konzerten – inklusive Boulevard und Musiktheater, Kinder- und Jugendaufführungen. Einmal im Jahr wird im Marler Theater der Grimme-Preis verliehen.

Oberhausen Ebertbad Ebertplatz 4 46045 Oberhausen T +49 (0)208.20 54 024 www.ebertbad.de

Tipp: Neben dem Foyer befindet sich die Theaterkneipe Falstaff.

Recklinghausen Ruhrfestspielhaus Otto-Burrmeister-Allee 1 45657 Recklinghausen T +49 (0)209.14 77 999 www.vccre.de

Unna Kultur- und Kommunikationszentrum Lindenbrauerei Rio-Reiser-Weg 1 59423 Unna T +49 (0)2303.25 11 20 www.lindenbrauerei.de Das Kulturzentrum befindet sich in der ehemaligen Linden­brauerei, deren Kühlkeller das Zentrum für Internationale Lichtkunst beherbergen. Der Szenetreffpunkt ist Veranstaltungsort für Kabarett und Theater, Konzerte und Partys, Ausstellungen und Lesungen. Ebenfalls in der Lindenbrauerei: das Theater Narrenschiff (www.theater-narrenschiff.de). Tipp: Im Schalander, der Kneipe im Kulturzentrum, das naturtrübe LindenBier probieren!

Witten Saalbau Witten Bergerstraße 25 58452 Witten T +49 (0)2302.58 12 441 www.kulturforum-witten.de

Mülheim an der ruhr

Im Saalbau Witten finden seit über 35 Jahren hoch­karätige Theater-, Konzert-, Comedy- und Musicalaufführungen statt.

Ringlokschuppen Am Schloß Broich 38 45479 Mülheim an der Ruhr T +49 (0)208.99 316 www.ringlokschuppen.de

Weitere Tipps für Ihre Abendgestaltung finden Sie unter www.ruhr-tourismus.de

Der Ringlokschuppen ist ein Produktionshaus für avancierte Kulturprojekte der freien Szene – Theater, Musik, Tanz, Performance, Lesung – und Spielstätte eigener und großer Festivals im Ruhrgebiet. Tipp: Kultur.Gut – Comedy, Kabarett und Musik in der Stadthalle Mülheim.

Für Schwimmer und Nichtschwimmer! 1895 war das Ebertbad eine der ersten öffentlichen Volksbade­ anstalten des Kaiserreichs – heute ist es ein Kleinkunsttempel.

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Zentraler Ort für das kulturelle Leben in Recklinghausen, der zum überregionalen Treffpunkt für Kulturfreunde avanciert ist. Das Festspielhaus ist Hauptveranstaltungsort der Ruhrfestspiele – eines der ältesten, größten und renommiertesten Theaterfestivals Europas, dessen Ursprünge in der Nachkriegszeit liegen.

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Bottrop

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Monopol Ruhr Der neue Kunst- und Kulturführer im Magazinformat

Dortmund Oberhausen

Duisburg Mülheim

Herne Bochum

Essen Monopol Ruhr, der neue Kunstund Kulturführer im Magazinformat speziell für die Metropole Ruhr. Mit Interviews, Fotostrecken, Reportagen und einem großen Serviceteil. Es werden Menschen, Dinge und Orte vorgestellt, die das kulturelle Leben des „Reviers“ aufregend und einzigartig machen.

Witten Hagen

Monopol Ruhr – Ab 24.1. im Handel oder hier bestellen: Monopol-Leserservice, 20080 Hamburg Telefon +49 1805 47 40 47* Telefax +49 1805 861 80 02* www.monopol-magazin.de/ruhr Bestellnr.: 929445 * 0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz, max. 0,42 €/Min. aus dem Mobilfunk. Cover-Foto: Dieter Golland

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n e t h c a n r Übe

S. 122 Bochum S. 122 Bottrop S. 122 Dortmund S. 123 Duisburg S. 123 Essen S. 124 Gelsenkirchen S. 124 Hagen S. 124 Hamm S. 124 Herne S. 124 marl S. 124 Mülheim a. d. Ruhr S. 125 Oberhausen S. 125 Recklinghausen S. 125 Unna S. 125 witten

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Bochum

Bottrop

art Hotel Tucholsky Viktoriastraße 73 44787 Bochum T +49 (0)234.96 43 60 www.art-hotel-tucholsky.de

PARKHOTEL BERNEPARK Bernepark 46242 Bottrop www.dasparkhotel.net

Im art Hotel Tucholsky gehen Kunst, Design und Architektur eine stilvolle Verbindung ein. Kein Zimmer gleicht dem anderen. Das Haus ist sehr beliebt bei Künstlern und liegt zentral im Vergnügungsviertel »Bermuda3eck«.

EZ ab 37 €, DZ ab 65 € mit Frühstück. Wohnen auf dem Campus! Ob geräumige Doppelzimmer oder Einzelzimmer für den studentischen Geldbeutel: Das LSI bietet 78 Gästezimmer in sechs verschiedenen Preiskategorien. Wald- und Golfhotel Lottental Grimbergstraße 52a 44797 Bochum T +49 (0)234.97 960 www.lottental.de EZ ab 74,50 €, DZ ab 91 €. Mitten im Bochumer Leben und zugleich mitten im Wald liegt dieses elegante Haus in der Nähe des herrlichen Botanischen Gartens der Ruhr-Universität.

Duisburg

Reisende und Besucher, die nach einem einzigartigen Übernachtungsort suchen, sind im ersten Röhrenhotel Deutschlands richtig! Als Gegenwert für die Übernachtung hinterlassen die Gäste, was sie für angemessen halten – beziehungsweise das, womit sie die ungewöhnliche Idee unterstützen möchten: »pay as you wish«. Dortmund Der Lennhof Menglinghauser Straße 20 44227 Dortmund T +49(0)231.75 81 90 www.hotellennhof.de EZ 105 €, DZ 145 € mit Frühstück. Das alte Fachwerkhaus aus dem 14. Jahrhundert liegt ländlich-idyllisch und lädt zu Naturerlebnis und Ruhe ein. Das Restaurant im Lennhof bietet frische, kreative Küche mit Produkten aus regionalem Anbau und saisonal wechselnden Angeboten. Tipp für schwarz-gelbe Fußballfreunde: Der Lennhof ist das Mannschaftshotel des BVB. The Grey Schmiedingstraße 11 – 13 44137 Dortmund T +49 (0)231.41 91 03 00 www.thegrey-hotel.de EZ ab 75 €, DZ ab 95 €. Auf die Gäste des »The Grey« warten 34 Zimmer und Suiten mit edlem Interieur. Das Haus ist nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof, der Shoppingmeile und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten Dortmunds entfernt.

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EZ ab 63 €, DZ ab 68 €. Das Hotel Unique liegt inmitten des Zentrums von Dortmund, nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Das Hotel besticht durch das faszinierende Foyer – Marmor pur! –, die außergewöhnliche Casablanca Bar & Lounge, die Smoker’s Lounge und ein elegantes Restaurant.

EZ ab 69,90 €, DZ 94,90 € mit Frühstück.

Gästehaus im Landessprachen­ institut in der Ruhr-Universität Bochum (LSI) Laerholzstraße 84 44801 Bochum T +49 (0)234.68 740 www.lsi-bochum.de

Unique Hotel Hoher Wall 38 44137 Dortmund T +49 (0)231.56 05 00 www.uniquehotel.de

Ferrotel Düsseldorfer Straße 122 – 124 47051 Duisburg T +49 (0)203.28 70 85 www.sorat-hotels.com/de/hotel/ferrotel-duisburg.html EZ ab 80 €, DZ ab 100 €. Kompressoren, Ölpumpen, historische Feuerlöscher oder Messgeräte: Die Faszination der gigantischen Industriebrachen, Symbole des Strukturwandels im Ruhrgebiet, inspirierte dieses ungewöhnliche Hotelkonzept. Grand City Hotel Duisburger Hof Neckarstraße 2 47051 Duisburg T +49 (0)203.30 070 www.grandcity-hotel-duisburger-hof.de

Essen Alte Lohnhalle Kultur- und Tagungshotel Rotthauser Straße 40 45309 Essen T +49 (0)201.38 45 70 www.alte-lohnhalle.de EZ ab 66 €, DZ ab 76 €, Frühstücksbuffet 9,60 € pro Person. Die »Alte Lohnhalle« befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Bonifacius in Essen-Kray. Die denkmalgeschützte Zeche ist eines der ungewöhnlichsten Hotels des Ruhrgebiets. Lorenz Rüttenscheider Straße 187 45131 Essen T +49 (0)201.79 946 www.lorenz-essen.de EZ ab 85 €, DZ ab 108 € mit Frühstück. Urbane Unterkunft mitten in Essens Szeneviertel, mit Bar, Café, empfehlenswertem Restaurant und schönem Gartenbereich abseits der belebten »Rü«. Mintrops Stadt Hotel Margarethenhöhe Steile Straße 46 45149 Essen T +49 (0)201.43 860 www.mintrops.mm-hotels.de

EZ ab 95 €, DZ ab 105 €. Exklusivität in historischem Gewand, direkt neben dem Theater Duisburg und dem Casino Duisburg. Hotel Plaza Düsseldorfer Straße 54 47051 Duisburg T +49 (0)203.28 220 www.hotel-plaza.de Viersternehotel in unmittelbarer Nähe des LehmbruckMuseums und des Museums DKM | Stiftung DKM sowie des Stadtzentrums, des Casinos Duisburg und des Theater- und Opernhauses. EZ ab 129 €, DZ ab 146 €, Frühstücksarrangement 10 € pro Person. Eines der schönsten Häuser der Stadt inmitten der historischen Krupp-Siedlung mit ihren verwinkelten Gassen. Außen historisch – innen modern.

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Gelsenkirchen

Hamm

Heiner’s Am Bugapark 1d 45899 Gelsenkirchen T +49 (0)209.17 72 222 www.heiners-gastronomie.de

Gut Kump Kumper Landstraße 5 59069 Hamm-Kump T +49 (0)2385.92 12 60 www.gut-kump.de EZ ab 109 €, DZ ab 129 € mit Frühstück. Modernes Wohnambiente im alten Fachwerk-Wohnhaus und im Herrenhaus. Die Geschichte des Schulzenhofes zu Kump lässt sich bis in das Jahr 1298 zurückverfolgen. Heute beherbergt der Gutshof ein Restaurant und 35 Hotelzimmer: elegante, innovative Räume in traditionellem Baustil.

HOTEL KOCKS am mühlenberg Mühlenberg 20 45479 Mülheim an der Ruhr T +49 (0) 208.65 61 20 00 www.hotel-kocks.de EZ ab 99 €, DZ ab 119 € mit Frühstück. Hier zählen Behaglichkeit, Ambiente und Funktionalität der Zimmer: Klare Linien, warme Farben und ausgesuchte Materialien beherrschen das Interieur. Villa am Ruhrufer Golf & Spa Dohne 105 45468 Mülheim an der Ruhr T +49 (0)208.94 13 970 www.villa-am-ruhrufer.de

Parkhotel Herne Schaeferstraße 111 44623 Herne T +49 (0)2323.95 50 www.parkhotel-herne.de

EZ 99 €, DZ 139 € mit Frühstück. Das Viersternehaus ist am Rande des Nordsternparks im ehemaligen Magazin der Zeche Nordstern beheimatet – vis-à-vis des Förderturms mit der HerkulesSkulptur des Künstlers Markus Lüpertz.

Hotel Restaurant Loemühle Loemühlenweg 221 45770 Marl T +49 (0)2365.41 450 www.hotel-loemuehle.de EZ ab 96 €, DZ ab 116 € mit Frühstück.

Hagen Arcadeon Lennestraße 91 58093 Hagen T +49 (0)2331.35 750 www.arcadeon.de EZ ab 77 €, DZ ab 97 €. Das von der Bauweise mittelalterlicher Klöster inspirierte Arcadeon liegt mitten in einem Park. Das gesamte Hotel ist ausgestattet mit Dauerleihgaben des Osthaus Museums und in allen Gästezimmern hängen Bilder des Hagener Künstlers Emil Schumacher.

Geschichtsträchtiges Landhotel am Rande des Ruhr­ gebiets und des Münsterlandes: Altes Fachwerk, antike Möbel und Bauernmalerei verleihen den Landhauszimmern ihre urige Atmosphäre.

MÜLHEIM AN DER RUHR Hotel Friederike Friedrichstraße 32 45468 Mülheim an der Ruhr T +49 (0)208.99 21 50 www.hotel-friederike.de

EZ ab 86 €, DZ ab 91 €, Frühstücksbuffet 13 € pro Person. Die Engelsburg ist ein Herrenhaus mit über 300-jähriger Geschichte – ruhig und doch im Herzen der Recklinghäuser Altstadt gelegen.

Unna

EZ ab 89 €, DZ ab 115 € mit Frühstück. Privat geführtes Viersternehotel im Zentrum von Unna: moderne Architektur, gute Küche, große komfortable Zimmer und aufmerksamer Service.

EZ ab 63 €, DZ ab 101 € mit Frühstück.

Marl

BEST WESTERN Parkhotel Engelsburg Augustinessenstraße 10 45657 Recklinghausen T +49 (0)2361.20 10 www.parkhotel-engelsburg.de

Ringhotel Katharinen Hof Bahnhofstraße 49 59423 Unna T +49 (0)2303.92 00 www.riepe.com/de/hotels/unna

Herne

Das Parkhotel liegt inmitten des Herner Stadtgartens. Die absolute Ruhe und der Blick von allen Zimmern in die Natur sorgen für Entspannung.

Recklinghausen

Eines der kleinsten Fünfsternehotels Deutschlands mit exklusivem Spa und zwei eigenen, privaten Golfplätzen. Luxuriöses Ambiente – nur 20 Minuten vom Flughafen Düsseldorf entfernt.

Oberhausen In Hostel Veritas Essener Straße 259 46047 Oberhausen T +49 (0)208.86 90 884 www.in-hostel-veritas.de Einbettzimmer 28 €, Zweibettzimmer 21 €, Mehrbettzimmer ab 14 €, Frühstück 5,90 € pro Person. Das »In Hostel Veritas« ist eines der wenigen Backpacker-Hostels im Ruhrgebiet: eine Mischung aus Jugendherberge und Sternehotel – nur ohne Sterne. Dafür mit viel Ruhrgebietskolorit.

Witten Ringhotel Parkhotel Witten Bergerstraße 23 58452 Witten T +49 (0)2302.58 80 www.riepe.com/de/hotels/witten EZ ab 72 €, DZ ab 92 € mit Frühstück. Das moderne Komfort-Hotel bietet traditionelle Gastlichkeit und familiäre Atmosphäre – direkt neben dem Saalbau und in unmittelbarer Nähe des Wittener Stadtzentrums. Weitere Hoteltipps finden Sie unter www.ruhr-tourismus.de

Tipp: Bei schönem Wetter Grillgut im Biergarten genießen!

EZ ab 68 €, DZ ab 78 € mit Frühstück. Hotel mit günstigen Apartments, zentrumsnah gelegen. Tipp: sehenswerte Originalarbeiten verschiedener Künstler im Haus.

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» […] Die Aufgabe der Museen ist zu bewahren und zu lehren. Zu bewahren, damit der kostbare Besitz erhalten bleibe, zu lehren, damit Kunst immer lebendig sei.« Karl Ernst Osthaus (1874 – 1921)


notizen


Impressum

Herausgeber RuhrKunstMuseen | Ruhr Tourismus GmbH Sprecher der RuhrKunstMuseen: Dr. Hans Günter Golinski, Dr. Christine Vogt Geschäftsführung Ruhr Tourismus GmbH: Axel Biermann, Dr. Eva-Maria Hubbert Projektleitung: Stefanie Reichart P rojektmitarbeit: Müjde Kalayci Redaktion: Müjde Kalayci, Stefanie Reichart Redaktioneller Beirat: Georg Elben, John Jaspers, Prof. Dr. Raimund Stecker, Dr. Friederike Wappler Autoren Dr. Regine Anacker, Elke Buhr, Sebastian Frenzel, Jens Hinrichsen, Silke Hohmann, Holger Liebs, Katrin Osbelt Lektorat Buchstablerei

kontakt Ruhr Tourismus GmbH Centroallee 261, 46047 Oberhausen T +49 (0)1805.18 16 20* ruhrkunstmuseen@ruhr-tourismus.de www.ruhrkunstmuseen.de www.ruhr-tourismus.de * (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 0,42€/Min. aus dem Mobilfunk)

Bild- und Copyrightnachweis © 2013 VG Bild-Kunst, Bonn, für die abgebildeten Werke von: Josef Albers, S. 23, 24; Mogens Andersen, S. 14; Max Beckmann, S. 75; Rudolf Belling, S. 75; Joseph Beuys, S. 28; Christian Boltanski, S. 87; Johannes Brus, S. 13; Günter Dohr, S. 47; Jochen Gerz, S. 27; Karl Otto Götz, S. 91; Katharina Grosse, S. 12; Wassily Kandinsky, S. 75; Franz Kline, S. 43; Maik und Dirk Löbbert, S. 84; Adolf Luther, S. 47, 92; Mario Merz, S. 86; Jürgen Meyer, S. 92; Bernd Minnich, S. 35; François Morellet, S. 12; Wilhelm Mundt, S. 30; Barnett Newman, S. 43; Franz Radziwill, S. 48; Mark Rothko, S. 43; Silke Schatz, S. 76; HD Schrader, S. 67; Emil Schumacher, S. 51, 52; Richard Serra, S. 20; Sigrid Sigurdsson, S. 56; Renée Sintenis, S. 48; Keith Sonnier, S. 88; Franz Thieler, S. 91; Günther Uecker, S. 18, 47; Peter Vogel, S. 47; Wolf Vostell, S. 71; Martin Willing, S. 47; Fritz Winter, S. 59 © 2013 für die abgebildeten Werke der betreffenden Künstler bei: LehmbruckMuseum/Privatsammlung für die Werke von Otto Mueller; Stiftung DKM für die Werke von Ai Weiwei, Katsuhito Nishikawa, Song Dong; Kate Rothko-Prizel & Christopher Rothko / VG Bild-Kunst; Kunstmuseum Gelsenkirchen für die Werke von Emil Nolde, Franz von Stuck; Gustav-Lübcke-Museum für die Werke von Hans Werdehausen, Hans Kaiser, Louis Majorelle; Kunsthalle Recklinghausen für die Werke von Per Kirkeby © 2013 für die übrigen abgebildeten Werke: bei den Künstlern oder ihren Rechtsnachfolgern © Kartennachweis: Regionalverband Ruhr, Essen 2013

Gestaltung BOROS A rt Direktion: Tanja Kossack Projektleitung: Marcia Linzenbach Druck Druck-Studio+Verlag Hartmut Kühler, Monheim am Rhein 1. Auflage © 2013 RuhrKunstMuseen | Ruhr Tourismus GmbH

Förderer und Partner der Ruhr Kunst Museen

KUNST & KULTUR

Fotonachweis © 2013 für die betreffenden Aufnahmen bei Fotografen/Archiven: Jürgen Diemer, S. 30; Heinz Feußner, S. 58, 59, 60; Anne Gold, S. 79; Edwin Juran, S. 39; Annika Klein, S. 26; Nikolaus Koliusis, S. 42; Achim Kukulies, S. 55, 92; Kunstmuseum Gelsenkirchen, S. 47, 48; Kunstmuseum Mülheim a. d. Ruhr, S. 75; LehmbruckMuseum, S. 32; Georg Lukas, S. 40; Anne Pöhlmann, S. 72; Presseamt der Stadt Bochum, S. 12, 13, 14; Andreas Ren, S. 68; Christian Richters, S. 17; HD Schrader, S. 67; Jürgen Spiler, S. 27, 28; A. L. Thomas, S. 38; ujesko 2010, S. 46; Ferdinand Ullrich, S. 82, 83, 84; Mark Wohlrab, S. 31; Thomas Wolf, S. 78, 8 VG Bild-Kunst, Bonn, für die Fotografien von: Werner J. Hannappel, S. 16, 18, 20, 22, 23, 24, 34, 35, 36, 43, 44, 50, 51, 52, 54, 56, 62, 66, 70, 71, 74, 86, 87, 88, 90, 91; Thomas Schmidt, S. 63, 64; Alexander Voß, S. 76 © 2013 für die Fotos der Kapitel Essen und Trinken, Sehenswert, Am Abend, Übernachten: Akafö, S. 96; Die Speicherei, S. 97; Vincent & Paul, S. 98; Werner J. Hannappel, S. 99; Falstaff, S. 100; Café del Arte, S. 101; Ferdinand Ullrich, S. 104; Jochen Schlutius, S. 105; LehmbruckMuseum, S. 106; Stefan Ziese, S. 107; Ferdinand Ullrich, S. 108; links: Andreas Ren, S. 109; rechts: Ferdinand Ullrich, S. 109; Ralph Lueger, S. 110; Werner J. Hannappel, S. 111; Jürgen Landes, S. 114; Jochen Schlutius, S. 115; links: Theater und Philharmonie Essen GmbH, S. 116; rechts: Petro Malinowski, S. 116; Bettina Engel-Albustin, S. 117; Ebertbad, S. 118; Karsten Rabas, S. 119; Gafög, S. 122; Mintrops Stadt Hotel Margarethenhöhe, S. 123; Heiner's Hotel und Gastronomie, S. 124; Villa am Ruhrufer Golf & Spa, S. 125


www.ruhrkunstmuseen.de


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RUHR SELECTION  

Der Kunstreiseführer für die Metropole Ruhr.

RUHR SELECTION  

Der Kunstreiseführer für die Metropole Ruhr.

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