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18/2017 · € 9,MAGAZIN VON BLASER, MAUSER, SAUER, ZEISS UND RWS

PASSION

DAS KUNDENMAGAZIN VON BLASER, MAUSER, SAUER, ZEISS UND RWS

passion-magazin.de

18/2017

DAS KUNDEN

Blaser

Neue Ferngläser für die Jagd

Tradition trifft Hightech Der neue SAUER 404 Stutzen

RWS 10,3x68 Magnum Die neue Dimension

passion-magazin.de


© 2017 BRANDMARK

Abgabe von Waffen und Munition nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.

Natürlich besser treffen R8 Professional Success Leather Verleihen Sie Ihrer R8 Professional Success eine ganz persönliche Note. Die Schaft- und Lederfarben können Sie nach Ihren Wünschen kombinieren – ganz einfach mit dem Blaser Waffen-Konfigurator unter: www.blaser.de


EDITORIAL

WAS WIR JÄGER  DRAUSSEN BRAUCHEN

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elbst für manche Insider war es die Überraschung schlechthin: Blaser als Jagdwaffenhersteller präsentierte im Januar eine eigene Fernglasserie. Wer Blaser und die vielen, passionierten Jäger im Unternehmen jedoch näher kennt, den hat dieser Schritt vermutlich gar nicht so sehr erstaunt. Immerhin ist das Fernglas, neben der Waffe, das mit Abstand wichtigste Utensil im Revier. Warum also sollte man sich nicht mit der gleichen Leidenschaft wie für innovative Jagd­ waffen auch dem Thema Jagdoptik widmen? Natürlich hätten wir alleine das alles nicht geschafft. Aber dank der Mitwirkung von Hans Bender und der OptikKoryphäe Lothar Kölsch, um nur zwei Namen zu nennen, konnte aus unseren Wünschen und Ideen Wirklichkeit werden. Das in Wetzlar ansässige Unternehmen GSO (German Sports Optics) ermöglichte mit seinem Know-how in Entwicklung und Produktion, dass Blaser Ferngläser auf Anhieb einen Platz in der Spitzen­klasse der Jagdoptik eingenommen haben. Ein weiteres Thema lag und liegt uns schon immer am Herzen: das Image der Jäger in der Öffentlichkeit. Denn wie oft wird uns in den verschiedensten Medien unterstellt, alleine wir Jäger trügen beispielsweise Schuld an zu hohen Wild­ beständen und damit an Schäden am Wald. Der Zufall wollte es, dass wir anläss­ lich einer geplanten Reportage über einen Bergjäger und seine Büchse eine Szenerie erleben durften, die eindrucksvoller nicht hätte sein können. Thomas Tscherne, ein passionierter Jäger und Hotelier aus Bad Gastein, hat mit seinem Fütterungs­ konzept bewiesen, dass es durchaus Alternativen zu stetig höheren Abschuss­ zahlen gibt. Wir jedenfalls können uns kaum vorstellen, dass Verfechter starker Wild­bestands­­reduktion im Angesicht sol­ cher Bilder wagen würden, öffentlich Kritik zu üben. Lesen Sie ab Seite 74 dazu mehr.

Guten Anblick wünscht Ihnen

Gunther Stoschek Creative Director, Blaser Jagdwaffen GmbH 18 PASSION

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INHALT

SHOWROOM

Blaser Custom Shop Exklusive Eye-Catcher

AKTUELL

Expertenwissen aus erster Hand Lange erwartet und endlich da!  Gemeinsam stark Auf Büffel wie in alten Zeiten

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In ihm schlummert High-Tech – der neue SAUER 404 Stutzen

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Blaser Primus Weitblick Neues von SAUER S 404 XTA, S 101 Silver XT SAUER Reinigungsset ZEISS lebt Trends Leistungsstark mit 6-fach Zoom Leichtigkeit in Vollendung Spitzenoptik im Taschenformat

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TERRA ED – Robuste Leichtgewichte Hunting App Kompakter Begleiter für große Entdeckungen MAUSER Modelle Aus einem Guss GAME EDITION von Rottweil Maßgeschneiderte Patrone Blaser R8 Success Modelle Holz, Leder & Carbon treffend vereint ZEISS CONQUEST V6 Neue Platzhirsche aus Wetzlar Drei Gläser für ein Waidmannsheil

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WAFFE

SAUER 404 XTC „Das ist die perfekte Waffe“ SAUER 404 Stutzen Zeitlos schön, endlos präzise MAUSER M 12 EXTREME In the Middle of Nowhere

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SAUER Artemis Rendezvous mit einer Göttin Rigby Rising Bite Zurück in Afrika

allein – Gerhard Hafele hat‘s geschafft

DRESS

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MINOX-Spektiv MD 88 W Von Hirschen, Hühnern und Hummeln 54 ZEISS VICTORY 5,6x62 Night Vison Ein seltener Gast 58

PROJEKT

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FOOD

Editorial............................. 3 Inhalt................................. 4 Schnappschuss.............. 96 Termine........................... 98 Impressum...................... 98

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Mit ihr kann man alles erlegen, vom Murmeltier bis zum Kaffernbüffel. PASSION hat sich die 10,3x68 Mag. von RWS genauer angesehen. Die neue 68-er Dimension ab Seite

REISE

Werner kocht Das perfekte Wildsteak

OPTIK

Unterwegs mit Thomas Tscherne Der Rotwild-Flüsterer

Die neue Kollektion Sommer im Revier

Lebenstraum Alaska Mit Kajak und Büchse

MUNITION

10,3x68 Mag. von RWS Die neue 68-er Dimension

Alaska von Norden nach Süden durchqueren, mehr als

2.500 Kilometer Wildnis zurücklegen, und das ganz

Fotos: SAUER. ZEISS, Blaser, Mauser, Gerhard Hafele

Auf der IWA gab es wieder viel Interessantes zu entdecken, zum Beispiel die Primus Ferngläser von Blaser, die wieder ins Leben gerufene MAUSER M 98 STANDARD und die neue CONQUEST V6 Reihe von ZEISS. Doch schauen Sie selbst, ab Seite

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Einfach unsere PASSION APP kosten­frei im Apple App Store oder Android Market herunterladen. In englischer und russischer Version voraussichtlich ab Ende Mai online!

FREE Download Google play Auf dem Titel angekündigte Themen sind mit einer gekennzeichnet. Titelbild: Gunther Stoschek

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Exklusive    EYE-CATCHER SHOWROOM

Immer wieder sorgt Blaser mit individuellen Meisterarbeiten für Aufsehen. Handgestochene Gravuren, exklusives Schaftholz, lederbezogene Schäfte – der Gestaltungsfreiheit sind keine Grenzen gesetzt. PASSION stellt Ihnen drei absolute Highlights vor.

Crocodile Rock: Inspiriert von der Kraft und Schnelligkeit der urzeitlichen Reptilien, schuf Graveur Rolf Kaufmann diese F3 in außergewöhlichem Design

Fotos: Henry M. Linder, Erich Marek

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SHOWROOM

Ozean der Ideen: Elemente aus Mammut-Elfenbein und Perlrochenleder machen diese R8 Professional Success mit ozeanblauer Schäftung zu einem extravaganten Unikat

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Wie eine zweite Haut: Die R8 Professional Success mit komplett lederbezogenem Schaft erobert den Blaser CustomBereich. Eine Vielzahl an Farbvarianten und Designs lassen keine WĂźnsche offen

Fotos: Henry M. Linder

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AKTUELL

EXPERTENWISSEN AUS ERSTER HAND

Bei der RWSVortragsreihe dreht sich alles um die Wahl der optimalen Büchsenpatrone

Foto: Michael Agel

RWS bietet zum Thema Jagdbüchsenpatronen eine eigene dreiteilige Vortragsreihe an. Im Vortrag „RWS Büchsenpatronen – Die Munition entscheidet“ werden die Teilnehmer umfassend über die RWS Jagdbüchsenpatronen informiert, von der Produktion bis zum jagdlichen Einsatz. Der Vortrag „Bleihaltige Jagdbüchsengeschosse und ihre bleifreien – nicht unkritischen – Alternativen“ bietet einen Überblick über die Wirkung und Präzision bleifreier Munition im Vergleich zu herkömmlicher bleihaltiger Munition. In dem Referat „Der bleifreie Büchsenschuss in der Praxis“ bekommen die Zuhörer zusätzlich zahlreiche technische und praktische Tipps, zum Beispiel was beim Wechsel von bleihaltiger zu bleifreier Munition zu beachten ist. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, die noch offenen Fragen in der Runde zu besprechen. Weitere Infos unter: rws-munition.de/vortragsreihe. Bei organisatorischen Fragen kontaktieren Sie bitte unseren Kundenservice: Tel. 09 11/7 93 01 52, E-Mail: vortraege.ammotec@ruag.com

LANGE ERWARTET UND ENDLICH DA!
 Picatinny-Schiene aus beständigem Stahl überzeugt durch einfaches Montieren und das universelle Weaver bzw. Picatinny-Profil für sämtliche Montage Oberteile. Ab sofort bei Ihrem SAUER-Händler erhältlich!

Foto: SAUER

Ab jetzt gibt es für alle SAUER 404 Fans die neue SAUER PicatinnySchiene, die eine hervorragende Alternative für alle bietet, die verschiedene Optiken auf der SAUER 404 verwenden möchten. Die SAUER-

Schnelles, unkompliziertes und dazu wiederholgenaues Montieren dank SAUER Picatinny-Schiene

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GEMEINSAM STARK MAUSER und SAUER sind seit kurzem die exklusiven Premium-Partner des Deutschen Jagd-Verbandes (DJV) für den Bereich Jagdwaffen. So wird die enge Verbundenheit der beiden Traditionshersteller und der Interessen-Vertretung der deutschen Jäger nicht nur intensiviert, sondern auch durch konkrete Kooperationen bereichert. Hartwig Fischer, Präsident des DJV: „Wir freuen uns, mit MAUSER und SAUER zwei Marken gewonnen zu haben, deren Tradition zu der unseren passt und deren Philosophie sich mit unseren Grundsätzen deckt.“ PASSION 18


AUF BÜFFEL  WIE IN

alten Zeiten

Mosambik – das Land der riesigen Büffelherden. Blaser Safaris begleitet Sie zur Jagd

ist von 31. August bis 10. September 2017. Nutzen Sie diese Möglichkeit zu einer Jagd auf Büffel (andere Wild­arten können mit bejagt werden) in einer Region Afrikas, in der die Büffelbestände auch heute noch so hoch sind wie in Hemingways Zeiten.

B

ei von Blaser Safaris begleite­ ten Jagdreisen haben selbst erfahrene Auslandsjäger längst die Vorteile einer kompetenten Reiseleitung zu schätzen gelernt. Für Jäger, die das erste Mal die Jagd in einem fernen Land erleben möchten, ist eine solche Gelegenheit eine ganz besondere Empfehlung wert. Auf der für Ende August geplanten Jagdreise nach Mosambik nehmen sowohl Tanja Kantauer als auch Miriam Hirmann von Blaser Safaris teil. Vom Abflug bis hin zur Rückreise werden sie Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen. Im Sinne eines exklusiven Jagderlebnisses ist die Zahl der Jäger auf maximal acht begrenzt. Reisetermin

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Komfortable, hüttenähnliche Zelte sorgen für das unvergessliche Safari Flair

Büffeljagd in Mosambik vom 31.08. bis 10.09.2017 7 Jagdtage, Jagdführung 1:1 inklusive 1 Büffel Weitere Informationen: Blaser Safaris Europastraße 1/1 7540 Güssing, Österreich Telefon: +43 (0) 3322 / 42963 www.blaser-safaris.com info@blaser-safaris.com

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Weit IWA 2017

Text: Redaktion. Fotos: Henry M. Linder, Sebastian Offel

BLICK

Die Jagd stellt höchste Ansprüche. Wo sonst werden Ferngläser so intensiv und unter so unterschied­lichen Bedingungen genutzt wie auf der Jagd? Für Blaser war es also Ansporn und Herausforderung zugleich, Ferngläser zu entwickeln, die ganz auf die Ansprüche der Jagd zugeschnitten sind.

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as Entwicklungsziel stand von Anfang an fest: Spitzenoptik für den Jäger, „Made in Germany“. Zur Verwirklichung dieser anspruchsvollen Aufgabe konnte Blaser die Besten ihres Faches gewinnen. „Gute optische Systeme entstehen im Kopf“, sagt Lothar Kölsch, als wir ihn in Wetzlar besuchen. Die Hochburg deutscher Optik-Entwicklungen ist auch Dreh- und Angelpunkt der neuen Blaser Fernglas-Serie. „Optiken werden heute natürlich am Computer g ­ erechnet. Entscheidend aber ist, mit welchen Daten und Spezi­fikationen man den Computer füttert. Als ­ erfahrener Optik-Entwickler weiß man, dass zu einer perfekten optischen Lösung weitaus mehr gehört als nur die Eingabe blanker Zahlen.“ Die Brillanz der Optik, die leichte Handhabung und auch die äußere Gestalt eines Fernglases sind für Jäger von zentraler Bedeutung, denn „Jäger sehen

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anders“, weiß Hans Bender zu berichten. „Viele Entwicklungen im Bereich der Fernoptik entstanden aufgrund spezieller Anforderungen von Jägern. Kein anderer Anwendungsbereich verlangt von optischen Geräten eine solche Vielseitigkeit, Qualität und Robust­heit als der ständige Einsatz in der Natur. Vom Beginn meiner beruflichen Laufbahn bis heute stellt für mich die Entwicklung von Jagdoptik eine der spannendsten Heraus­forderungen dar.“

Am Anfang jeder Idee steht der Wunsch, etwas Neues zu schaffen. Lothar Kölsch und Hans Bender haben Blaser bei der Entwicklung der neuen Fernglaslinie begleitet

Dynamisches Einblickverhalten Das Fernglas an die Augen zu nehmen und sofort alles perfekt im Blick zu haben – bei der Konstruktion von Jagdoptik ist dies eine wesentliche Herausforderung. Eine völlig neue optische Berechnung in Verbindung mit größtmöglichen Okularlinsen ermöglicht es, ­deutlich schneller im Bild zu sein. Dadurch entsteht in jeder PASSION 18


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Situation ein außer­ ordentlich angenehmes Sehgefühl – selbst wenn das Fernglas bei spontaner Benutzung nicht optimal vor den Augen liegt. Von höchster Güte Hohe Transmission, neutrale Farbwiedergabe und ­ brillante, kontrastreiche Bilder sind bei Fernoptik für ­die Jagd ­natürlich ein Muss. CCC Mehrschichtvergütung (Contrast and Colour Corrective Coating) sorgt bei allen Lichtverhältnissen für erstklassige Abbildungsleistung. Genauso wichtig wie die optische Qualität ist der Schutz d ­ ­er ä­ußeren Linsen. Die auf Nano-­Technologie basierende SLP Vergütung (Smart Lens Protection) bietet Wasser und Staub die geringstmögliche Angriffsfläche. Sie lässt Regen­tropfen blitzschnell abperlen und erleichtert die Reinigung der Linsen wesentlich.

Dank neuer optischer Berechnung und größtmöglicher Okularlinsen hat man alles sofort perfekt im Blick – selbst wenn das Fernglas bei spontaner Benutzung nicht optimal vor den Augen liegt

In perfekter Balance Gute Balance ist bei Ferngläsern ein wichtiges Kriterium, wenn es um langes, ermüdungsfreies Beobachten geht. Die kurze Brücke und der nahe an den Okularen liegende Schwerpunkt geben allen Blaser Primus Fernglasmodellen die Balance, die das Handling so angenehm macht. Ihre attraktive Bicolor-Armierung und die Fischhautstruktur der Bedien­elemente sind nicht nur äußerst griffsympathisch, ­sondern sorgen für die Griffigkeit, die gerade bei widrigen Witterungs­bedingungen unerlässlich ist.

Schnell abnehmbar – einfach zu reinigen: Eine völlig neu entwickelte Mechanik erlaubt es, die Augenmuscheln sehr einfach abzunehmen. Die optimale Reinigung der Okularlinsen und der Augenmuscheln ist damit schnell und bequem möglich

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Vier für alle Fälle Von der Pirsch bis hin zum Nachtansitz, die Ansprüche an Ferngläser sind so unterschiedlich wie die Jagd selbst. Die vier neuen Fernglasmodelle von Blaser decken jeden speziellen Einsatzbereich ab und bieten dabei Bestwerte in ihrer Klasse.

Primus 8x30 Der leichte Begleiter für die Tagespirsch im heimischen Revier und in fernen Ländern. Primus 8x42 Das kompaktes Universalglas für fast alle jagdlichen Einsätze. Primus 10x42 Ideal für die Jagd im Gebirge oder in freiem Gelände. Die hohe Vergrößerung macht Details auch auf große Distanz erkennbar.

Handschmeichler und Augenschmaus zugleich: Elastomer-Griffeinlagen im Bicolor-Design. Besonderer Clou: die Fischhaut-Oberfläche des Fokussier-Rades

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Primus 8x56 Bietet Spitzenleistung beim Ansitz in tiefer Dämmerung und bei Nacht.

Mehr Infos unter blaser-optics.de

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Neues VON SAUER IWA 2017

Durch den verstellbaren Schaftrücken der neuen SAUER 404 XTA wird der Schuss noch entspannter und präziser

KOPF HOCH! Die neue schwarze Schönheit aus dem Hause SAUER heißt SAUER 404 Classic XTA. Das A steht hierbei für „adjustable“, denn die neue SAUER verfügt serienmäßig über den höhenverstellbaren Schaftrücken. Dieser ist stufenlos einstellbar und ermöglicht durch die entspanntere Kopfhaltung und der verbesserten Position hinter dem Zielfernrohr ein völlig entspanntes Zielen, Schwingen und Treffen. Durch den verstellbaren Schaftrücken muss der Kopf nicht

mehr künstlich angehoben werden und die Kontaktfläche zwischen Wange und Schaft bleibt in jeder Situation perfekt erhalten. Ein seitliches Hin-und Herwackeln sowie ein Verkanten wird komplett ausgeschlossen. Schnelleres und sicheres Treffen sind die Folgen.

Wetter

Die SAUER 101 Silver XT ist eine Waffe, die gegen jede Art von Witterungseinflüsse gewappnet ist

DONNER-

Eine Waffe für jeden Tag und alle Wetterverhältnisse. Das ist die neue SAUER 101 Silver XT. Die silber ilaflonierten Stahlteile schützen die Waffe vor jeglichem Rost und der robuste Kunststoffschaft mit Softtouchüberzug sorgt für maximale Griffig­ keit unter allen Bedingungen. Serienmäßig ist bei diesem S101-Modell das Mündungsgewinde mit Abdeckkappe ausgestattet, so dass jederzeit ein Schalldämpfer montiert wer-

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den kann. Die griffige S101 Kammerkugel garantiert entspanntes und flüssiges Repetieren. Last but not least garnieren die Isnyer die neue Allwetter-Waffe um das wirklich ausschlaggebende Detail für entspanntes Schießen und perfektes Treffen: den verstellbaren Schaftrücken. Das heißt optimal einstellbare Flucht vom Auge durch das Zielfernrohr, entspannte Handhaltung und somit beste Anschlag- und Schusskontrolle.

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SAUBER DANK SAUER

Ein speziell für Selbstladebüchsen entwickeltes Reinigungsset von SAUER gibt Schmutz keine Chance. Drei verschiedene Putztücher Flexibler Putzstock mit T-Griff, mit Gewinde für die spezielle Reinigungsbürsten

Fotos: SAUER

Bronze-Nylonbürsten für die Reinigung des Laufes

Reinigungs-Spatel zur Beseitigung hartnäckiger Ablagerungen an der Gasabnahme

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SAUER Reinigungsfluid

nders als bei Repetierern wird bei Selbstlade­ büchsen das Patronenlager bei jedem Schuss verschmutzt. Daher ist dessen Reinigung ein wichtiger Bestandteil fachmännischer Pflege. Bislang allerdings leichter gesagt als getan, denn es fehlte an passendem Gerät, um dorthin zu gelangen, ohne die Waffe zu zerlegen. Damit ist jetzt Schluss, denn SAUER stellt das erste speziell für jagdliche Selbstladebüchsen konzipierte Reinigungsset vor. Zentraler Bestandteil ist der flexible Putzstock mit T-Griff, der mittels Gewinde eine spezielle Reinigungsbürste aufnimmt. So gelangt man durch das Auswurffenster bequem an Patronenlager und Verriegelung und kann beide Bereiche mit der speziell geformten Bronzebürste reinigen. Ein wei-

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terer Bestandteil des Sets ist ein Reinigungs-Spatel, der starke Ablagerungen im Bereich der Gasentnahme und des Gaskolbens, wie sie nach einem ausgedehnten Schießkino-Besuch entstehen, beseitigt. Dabei hilft auch das beiliegende SAUER Reinigungsfluid, das nicht nur den Schmauch löst, sondern auch schmiert und gleichzeitig alle Metallteile schützt. Eine Kombi-Bürste mit Bronze- oder Nylonborsten sowie ein praktischer Laufspiegel zur Kontrolle runden die Liste der „Hartware“ ab. Doch der Inhalt der praktischen CorduraTasche zeigt, dass SAUER an alles gedacht hat; denn die drei verschiedenen Putztücher „grob“, „fein“ und „geölt“ erledigen sämtliche „Außenarbeiten“ für perfekte Reinigung und Konservierung.

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„WIR

leben TRENDS“

LEISTUNGSSTARK MIT 6-FACH ZOOM Mit dem CONQUEST Zielfernrohr-Trio (siehe auch ab Seite 36) setzt ZEISS einen neuen Standard in der mittleren Premiumklasse. Fluoridhaltige Linsen und moderne T* Mehrschichtvergütungen sorgen für erstklassige, kontrastreiche Bilder und bestechende Klarheit. Das 60-er Absehen in der zweiten Bildebene mit seinem für ZEISS bekannten feinen Rotpunkt

deckt den Wildkörper nur minimal ab; die intelligente Bewegungssensorik erkennt, aktiviert bzw. deaktiviert automatisch den Leuchtpunkt. Ein robustes, funktionales Gehäuse macht das ZEISS CONQUEST V6 zum perfekten Revierbegleiter und das zu einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis. Das „Größte“ der drei – das ZEISS CONQUEST V6 2.5-15x56

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LEICHTIGKEIT IN VOLLENDUNG Gerade bei der Pirsch, Bergjagd oder Wildbeobachtung fällt jedes Gramm zu viel ins Gewicht. ZEISS bietet mit dem VICTORY SF die perfekte Lösung für alle, die wert auf Leichtigkeit und Leistung legen. Dank seines geringen Gewichts, der einzigartigen Ergonomie sowie dynamischen Schnellfokussierung wird die Wildbeobachtung zu einem entspannten und ermüdungsfreien Erlebnis. Mit einer Transmission von 92 Prozent sorgt das Glas auch in der Dämmerung für Durchblick und Sicherheit. Die großen Weitwinkel-Sehfelder von 120 Meter (auf 1.000 m) bei 10-facher und 148 Meter bei 8-facher Vergrößerung lassen zudem eine schnellere Zielerfassung zu.

Technische Daten ZEISS VICTORY SF Modell 8x42 10x42 Vergrößerung 8x 10x Objektivdurchmesser 42 mm 42 mm Austrittspupillendurchmesser 5,3 mm 4,2 mm Dämmerungszahl 18,3 20,5 Sehfeld auf 1.000 m 148 m 120 m Subjektiver Sehwinkel 64° Ww 65° Ww Naheinstellgrenze 1,5 m 1,5 m Dioptrienverstellbereich +/- 4 dpt. +/- 4 dpt. Austrittspupillenabstand 18 mm 18 mm Objektivtyp Ultra-FL Ultra-FL Prismensystem Schmidt-Pechan Schmidt-Pechan LotuTec® LotuTec® / T* LotuTec® / T* Stickstofffüllung Ja Ja Wasserdichtigkeit 400 mbar 400 mbar Funktionstemperatur -30 / +63°C -30 / +63°C Länge 173 mm 173 mm Breite bei einer Augenweite von 65 mm 125 mm 125 mm Gewicht 780 g 780 g Bestellnummer 52 42 23 52 42 24

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SPITZENOPTIK IM TASCHENFORMAT Mit dem VICTORY 8x25 und 10x25 in der Pocket-Variante erweitert ZEISS die Premium-Linie ZEISS VICTORY um zwei handliche und robuste Ferngläser. Das VICTORY Pocket besticht durch sein kleines Format, geringes Gewicht und modernes Design. Ausgestattet mit FL-Linsen mit ZEISS T*-Mehrschichtvergütung liefert es Bilder in brillanter Qualität. Ferner überzeugt die kompakte Spitzenoptik durch das derzeit weiteste Sehfeld seiner Klasse: bis 130 Meter bei 8-facher Vergrößerung und 105 Meter bei 10-facher Vergrößerung auf 1.000 Meter Entfernung.

Kleiner und handlicher Begleiter mit 8oder 10-facher Vergrößerung

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TERRA ED – ROBUSTE LEICHTGEWICHTE Die ZEISS TERRA ED Familie zeichnet sich durch leichte Bauweise, hohe Robustheit und ein funktionales Design aus – und büßt dabei nichts von der bewährten ZEISS Qualität ein. Die insgesamt sechs kompakten Modelle bieten in puncto Ergonomie und Handling alles, was man sich von einer Beobachtungsoptik wünscht: griffige Oberflächen, ein großes, leichtgängiges Fokussierrad sowie komfortable Augenmuscheln. Höchste optische Präzision und die hydrophobe Multicoating-Beschichtung garantieren gestochen scharfe Bilder mit feinen Details. Vielseitiges Leichtgewicht, das wenig wiegt, bequem in jede Tasche passt und nahezu unverwüstlich ist.

HUNTING APP, DER INTELLIGENTE REVIERBEGLEITER

Immer dabei – das Jagdtagebuch und der Ballistikrechner

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Fotos: ZEISS

Die kostenlose ZEISS Hunting App bringt eine komplette Revierverwaltung und viele weitere nützliche Funktionen für Jagd und Revier auf das Smartphone. Der integrierte Ballistik-Rechner ermöglicht eine einfache Berechnung der passenden Einstellungen für Weitschussprodukte wie etwa ZEISS Rapid-Z, ASV+, ASV LongRange oder ASV Competition. Hersteller, Kaliber und Geschoss können aus einer Datenbank mit über 5.000 Einträgen ausgewählt werden. Das Jagd-Tagebuch bietet viele praktische Funktionen: Jede Beobachtung, jede Erlegung und weitere Ereignisse im Revier lassen sich in einem eigenen Eintrag mit Fotos und GPS-Daten speichern. Die detaillierte, weltweite Wettervorhersage ermöglicht eine optimale Planung jagdlicher Aktivitäten. Die App ist kostenlos für Android und iOS in den Sprachen Deutsch und Englisch verfügbar.

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Beobachten und Fotografieren wie ein Profi – mit dem CONQUEST Gavia 85

KOMPAKTER BEGLEITER FÜR GROSSE ENTDECKUNGEN

Technische Daten ZEISS CONQUEST Gavia

ZEISS präsentiert mit dem neuen CONQUEST Gavia 85 ein leistungsstarkes Spektiv mit Schrägeinblick, das speziell auf die Bedürfnisse von Wild- und Naturbeobachtern zugeschnitten ist. Das kompakte Design und geringe Gewicht von 1.700 Gramm machen es im Flachlandrevier wie im Gebirge zu einem zuverlässigen Begleiter. Mit der 60-fachen Vergrößerung genießen Beobachter zu jeder Zeit ein grenzenloses Naturerlebnis, bei dem jedes Detail wahrgenommen wird. Der große und ergonomische Fokussierring erlaubt überdies ein schnelles und leichtgängiges Fokussieren auch mit Handschuhen. Die universelle Stativplatte macht das VICTORY Gavia 85 mit den unterschiedlichsten Stativen kompatibel; umfangreiches Digiscoping-Zubehör erweitert zusätzlich das Einsatzfeld.

Vergrößerung 30-60x Objektivdurchmesser 85 mm Austrittspupille 2,8-1,4 mm Brennweite 494 mm Sehfeld 33-23 m auf 1.000 m Naheinstellgrenze 3,3 m Objektiv-Typ HD Beschichtung LotuTec®, T* Vergütung Stickstofffüllung Ja Wasserdichtigkeit 400 mbar Filtergewinde M 86x1 Länge 396 Gewicht (inkl. Okular) 1.700 g

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AUS EINEM

Guss

Das Jahr 2017 stellt für MAUSER einen Meilenstein in der Firmengeschichte dar. Denn mit der Wiedergeburt des M98 STANDARD und einer grundlegenden gestalterischen Überarbeitung des Portfolios sowie des Markenauftritts präsentiert sich die Ur-Marke der Repetierbüchse authentischer denn je.

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ie Beste, oder keine!“ So lautete die Devise, als sich die MAUSER-Konstrukteure vor zwei Jahren an die Wiedergeburt des M98 STANDARD machten. Und so wurde das geballte Wissen aus Metallurgie, modernster CNC-Fertigung und Oberflächenbehandlung in die Waagschale geworfen, um nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf das System 98 wieder „100 Prozent Made by MAUSER“ zu präsentieren. Herausgekommen ist eine der beeindruckendsten Custom-Büchsen der letzten Jahre, denn hinsichtlich der verwendeten Stähle, der maschinellen Fertigungspräzision und der handwerklichen Vollendung definiert die neue M98 STANDARD den Klassiker des 21. Jahrhunderts. Matt schwarz präsentieren sich die plasmanitrierten Oberflächen, extrem geschmeidig der Schlossgang. Doch erst das zeitlose Design im Stil eines MAUSER Classic Sporter mit dem markanten Schaft

mit aufgesetzter Deutscher Backe sowie den Visierteilen samt vorderem Riemenbügel am Laufring machen deutlich, dass das Original zurückgekehrt ist.

Das Original: Die neue M98 STANDARD verkörpert in ihrer Neuauflage die perfekte Kombination aus Hightech und Handwerk

Mehr Infos unter mauser.com

Kleine Schwester: Ganz im Stil eines echten MAUSER Classic Sporters ist die M12 der M98 wie aus dem Gesicht geschnitten

Doch weil Erfolg zugleich Ansporn ist, haben sich die Isnyer Waffenbauer mit dem 98er allein nicht zufrieden gegeben, sondern alle Holzschaft-Modelle aus dem bestehenden Produkt-Portfolio konsequent überarbeitet. Egal, ob die praktische M 12 oder die modulare M 03: Unter den neuen Modellbezeichnungen „PURE“ und „EXPERT“ sind reinrassige Classic Sporter entstanden, die in jeder Kontur deutlich machen, wofür die Marke MAUSER steht: Ultra-verlässliche Repetierbüchsen im zeitlosen Gewand, die jeder Mode trotzen und dafür aber jede Gangart mitmachen – wie der 98er eben…

Logische Konsequenz: Auch die M98 MAGNUM kommt ab sofort im klassischen Look

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Fotos: Mauser

Die komplette MAUSER-Welt sowie alle aktuellen Waffen-Modelle können Sie ab sofort im neuen MAUSER-Katalog 2017 erleben. Erhältlich bei Ihrem MAUSER-Fachhändler

Schnittiger Baukasten: Die akzentuierte Neuschäftung verleiht der M03 nicht nur einen dynamischen Auftritt, sondern spart auch noch Gewicht

Edle Note: In der Version DIPLOMAT glänzt die M03 mit feinen Handgravuren 18 PASSION

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Mehr Infos unter rottweil-munition.de

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Maßgeschneiderte PATRONE

Fotos: Getty Images, Andreas Kurth

Niederwildjäger aufgepasst! Rottweil hat eine Schrotpatronen-Serie für bestimmte Wildarten entwickelt, die auf Energieverteilung und Deckung perfektioniert wurde. Was sich hinter der brandneuen GAME EDITION verbirgt, die ab Juni im Handel ist, und wie getestet wurde, verrät Rottweil Produktmanager Heinz Winkler.

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Was ist so besonders an der GAME EDITION? Rottweil stellt erstmalig eine Serie von Schrotmunition vor, die sich speziell an der Wildart orientiert, auf die gejagt werden soll. Jede Wildart unterscheidet sich ja beispielsweise in Bezug auf Größe, Trefferfläche, Gewicht und Schusshärte. Auch wie auf die jeweilige Wildart gejagt wird, ist doch recht unterschiedlich. All diese Faktoren haben wir berücksichtigt und daher Schrotpatronen Kaliber 12 speziell für die Jagd auf Ente, Taube, Hase, Krähe und Fasan entwickelt.

Sie haben also Flinten, Chokes, Schussentfernungen etc. der jeweiligen Jagdpraxis und Wildart angepasst. Genau. Nur so ist es ja möglich, praxistaugliche Ergebnisse zu erzielen. Und auf was haben Sie während der Testreihe geschossen? Wir haben aus unterschiedlichen Distanzen auf eine 100 Felder-Scheibe geschossen, die einen Durchmesser von 75 Zentimetern hat. Normalerweise schießt man auf eine 16-Felder-Scheibe, aber die 100-Felder-Scheibe ist natürlich sehr viel

Fotos: Andreas Kurth

Hört sich fast so an, als seien die Patronen maßgeschneidert. Ja, könnte man sagen. Nehmen wir zum Beispiel den Krähenjäger. Er sitzt in seinem engen Lockstand, hat seine Pumpgun dabei – die muss ja nicht abgeknickt werden und außerdem sind bis zu zehn Schuss parat – und muss meist auf Schussentfernungen von 20 bis 40 Meter die Krähen treffen. Wir haben die Tests für die Krähenpatrone deshalb auch nicht mit der klassischen Flinte bestritten, sondern mit der Selbstladeflinte mit Halbchoke.

Zahlenanalyse: Akribisch werten Heinz Winkler (vorne) und Stefan Rumpler die Treffer der einzelnen Schrotkörner auf der 100-Felder-Scheibe aus und bringen sie in eine Energiekurve

genauer. Nach jedem Schuss haben wir dann die Treffer, die Schroteinschläge, gezählt und mit einem Energiewert pro gedecktem Feld versehen. Damit konnten wir berechnen, wie viel Deckungsenergie – die Kombination aus der Schrotverteilung im Ziel und die Energie der fliegenden Schrote – bei welcher Entfernung auf welchem Teil der Scheibe ankam. Diese Deckungsenergie muss natürlich auf jede der üblichen Schuss­ entfernungen höher sein als die Min-

destenergie, die nötig ist, eine spezielle Niederwildart waidgerecht zu erlegen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Patronen der GAME EDITION um ein Vielfaches mehr Energie als diese Mindestenergie aufwiesen. Hört sich kompliziert an. Ich hatte einen Ballistikexperten an meiner Seite, der mitgerechnet hat! Noch ein wichtiger Punkt: Ziel eines Schrotschusses ist es ja nicht, die Energie auf einen

EINZELVERPACKUNG

KALIBER

CULOT HÖHE

VORLAGE

SCHROTMATERIAL

SCHROTGRÖSSE

ROTTWEIL GAME EDITION ENTE

100

12/70

16 mm

32g

Weicheisen

4 (3,25 mm)

375 m/s

12-25 m

ROTTWEIL GAME EDITION TAUBE

100

12/70

12 mm

32g

Blei

6 (2,8 mm)

400 m/s

15-35 m

ROTTWEIL GAME EDITION HASE

25

12/70

12 mm

36g

Blei

3,5 mm

380 m/s

15-35 m

ROTTWEIL GAME EDITION KRÄHE

25

12/70

12 mm

34g

Blei

2,9 mm

400 m/s

20-40 m

30

GESCHWINDIG- EMPFOHLENE KEIT, 2,5M SCHUSSDISTANZ

PASSION 18


„Sowohl auf kurze und mittlere als auch auf lange Schussdistanzen liefern die Patronen unserer GAME EDITION im Vergleich zu nicht wildspezifischen Patronen ein Plus an Deckungsenergie für genau die jeweils entwickelten Wildarten.“

kleinen Bereich zu beschränken – sonst könnte man ja gleich zur Büchse greifen –, sondern eine möglichst große Fläche mit der notwendigen Killing-Energie abzudecken. Je mehr Deckungs-

Unter Beschuss: Flinten, Chokes und Schussentfernungen wurden bei den Deckungstests entsprechend der zu bejagenden Wildart gewählt

energie ich also auf die gesamte Fläche bringe, umso größer ist die Tötungswahrscheinlichkeit. Je weiter ich jedoch schießen muss, umso mehr nimmt die Energie der Schrote ab, genau wie die

Deckung. Bei allen Patronen unserer GAME EDITION haben wir jedoch eine gewisse Toleranz in Bezug auf Distanzen. Das bedeutet? Sowohl auf kurze und mittlere als auch auf lange Schussdistanzen liefern die Patronen unserer GAME EDITION im Vergleich zu nicht wildspezifischen Patronen ein Plus an Deckungsenergie für genau die jeweils entwickelten Wildarten. Das gibt dem Niederwildjäger natürlich ein beruhigendes Gefühl, wenn die Schrote mal nicht genau auf dem Wild liegen, weil der Hase vielleicht doch einen Tick zu schnell war, die Taube zu fix abgestrichen ist oder die Schussentfernung etwas überreizt wurde. All das macht diese Patronenserie doch sicher recht teuer, oder? Im Gegenteil: Trotz der Vorteile bei der Jagd und der aufwändigen Verpackung haben wir für die Serie bewusst eine Positionierung im konsumattraktiven Preisbereich gewählt.

Die Energiereserven der GAME EDITION garantieren den bestmöglichen jagdlichen Erfolg auf spezifische Wildarten

18 PASSION

31


IWA 2017

t reffend

HOLZ, LEDER & CARBON  VEREINT R8 Repetierbüchsen mit Lochschaft haben bei Blaser eine ganz neue Erfolgsgeschichte ausgelöst. Nicht ohne Grund, denn es sind die Kunden, die ihre Begeisterung und Zufrieden­heit stetig weiter verbreiten.

Fotos: Henry M. Linder, Erich Marek

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PASSION 18


Was bei der R8 mit ihrer ergonomisch perfekten, ein­teiligen Lochschäftung begann, wird nun in zwei­teiliger „Individual“ Linie weiter geführt. Erstmals findet sich hier eine äußerst elegante und praxisgerechte Kombination von edlem Schaftholz und Leder wieder. Der Hinterschaft ist dabei mit einer aufwändigen Metallverstärkung versehen. Dank dieser zweigeteilten Lochschaftkonzeption können nun auch ganz individuelle Wünsche hinsichtlich der System­­gestaltung verwirklicht werden.

18 PASSION

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IWA 2017

„Das Beste aus zwei Welten!“

Fotos: Henry M. Linder, Erich Marek

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PASSION 18


Ein Höchstmaß an Präzision und jagdpraktischer Eignung ist das wichtigste Entwicklungsziel bei jeder Blaser Jagdbüchse. So ist es kein Widerspruch, auch Materialien zu verarbeiten, die aufgrund spezieller Eigenschaften in ganz anderen Bereichen längst unverzichtbar geworden sind. Carbon, vor allem aus dem Rennsport bekannt, bietet bei äußerst geringem Gewicht eine erstaunlich hohe Festigkeit. Es lag also nahe, diesen Werkstoff für die derzeit wohl beste Lochschäftung am Markt zu verwenden. In Verbindung mit robusten und griff­ sympathischen Ledereinlagen an Pistolengriff und Vorder- sowie Hinterschaft ergibt sich eine noch nie da gewesene Kombination. In ihr spiegelt sich das Beste aus zwei Welten in einer einzigartigen und hochpräzisen Jagdwaffe wieder.

18 PASSION

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IWA 2017

Platzhirsche

NEUE

AUS WETZLAR

Mit dem CONQUEST V6 setzt ZEISS einen neuen Standard in seiner mittleren Premiumklasse. Die leistungsstarken Zielfernrohre mit 6-fach Zoom kombinieren bewährte ZEISS Qualität „Made in Germany” mit modernster Technik und einem robusten, funktionalen Design.

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PASSION 18


18 PASSION

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IWA 2017

D

Die erstklassige Bildqualität und Klarheit verdankt das CONQUEST V6 einer Lichttransmission von 92 Prozent, modernen ZEISS T* Mehrschichtvergütungen sowie weiten Sehfeldern. Durch die Verwendung von fluoridionenhaltigem Glas (FL) werden auch feinste

ZEISS CONQUEST V6 1.1-6x24: Der Spezialist für Bewegungsjagd und Pirsch Die schlanke Bauweise und das große Sehfeld (38 m auf 100 m) erlauben eine rasche Zielerfassung im Nahbereich. Die tatsächlich maximale Vergrößerung beträgt 6,5-fach. Der Leuchtpunkt lässt sich einfach und sicher bedienen, selbst wenn man Handschuhe trägt.

Details farbsaumfrei abgebildet. Das Ergebnis sind eindrucksvolle Abbildungsschärfe, naturgetreue Farbwiedergabe und unübertroffen helle Bilder, die für ein Jagd- und Naturerlebnis von besonderer Güte sorgen. Eingefasst ist die hochwertige Optik in ein schwarzes, matt eloxiertes Aluminiumgehäuse, das zuverlässig vor mechanischen Einflüssen schützt.

Dank der bewährten ZEISS LotuTec® Beschichtung perlt Wasser sofort ohne Rückstände ab, Schmutz und Fingerabdrücke haften nicht an. Das Absehen 60 in der zweiten Bildebene mit seinem feinen Rotpunkt sorgt für eine minimale Abdeckung des Wildkörpers – bei 12-facher Vergrößerung nur 0,55 Zentimeter auf 100 Meter – und somit für noch mehr Sicherheit.

Fotos: Carl Zeiss Sports Optics

er Jagderfolg steht und fällt mit der richtigen Ausrüstung. Maßgeblich für genaues Beobachten, Ansprechen, Zielen und Treffen ist eine hochwertige Optik, auf die man sich in jeder Situation verlassen kann. Sie muss unempfindlich gegen Stöße, Schläge und Spritzwasser und leicht in der Handhabung sein. Denn gerade im harten, herausfordernden Reviereinsatz darf die Anwendung keine kniffelige Aufgabe darstellen. Seit 170 Jahren entwickelt und fertigt ZEISS Ferngläser, Spiegelteleskope, Feinmessgeräte, Foto- und Filmobjektive, medizinische Gerätschaften und vieles mehr (Näheres über die ZEISS Erfolgsstory in der PASSION Ausgabe 17/2016). So ist es kaum verwunderlich, dass Innovation in der Wetzlarer Optik-Schmiede keinen Stillstand kennt: Mit der Zielfernrohr-Familie CONQUEST V6 ist ZEISS ein weiterer Clou gelungen. Konzipiert für den täglichen Praxis­ einsatz, steht die neue Serie für die perfekte Symbiose aus Präzision, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit.

ZEISS CONQUEST V6 2-12x50: Der Allrounder – kompakt und vielseitig Das FL-Objektiv, der große Zoombereich gepaart mit einem großen Objektivdurchmesser machen das leichte und schlanke 2-12x50 zu einem vielseitigen Begleiter in jeder Situation – von der Drückjagd über die Pirsch bis hin zum Ansitz in der Dämmerung. Das große Sehfeld von 20,5 m auf 100 m erleichtert den Überblick. Eine ASV kann optional erworben werden.

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PASSION 18


ZEISS CONQUEST V6 2.5-15x56: Der Spezialist in seiner Klasse für Nachtjagd und weitere Entfernungen Ausgestattet mit FL Objektiv und einer hohen Lichttransmission von mindestens 92 Prozent sorgt das CONQUEST V6 für eine optimale Bildhelligkeit und Zielauflösung. Das feine Absehen in der zweiten Bildebene gewährleistet eine minimale Zielabdeckung sowie beste Sicht bei Tag und bis in die tiefe Dämmerung. Zusammen mit einer ASV eignet sich das ZEISS CONQUEST V6 2.5-15x56 auch für Schüsse auf weitere Distanzen.

Alle auf einen Blick V6

CONQUEST Zielfernrohre Eine intelligente Bewegungssensorik aktiviert beziehungsweise deaktiviert den tageslichttauglichen Leuchtpunkt. Die gewünschte Intensität kann je nach Lichtverhältnissen angepasst werden. Mit der optional erhältlichen Absehenschnellverstellung (ASV) wird jede ballistische und waidmännische Herausforderung bei Weitschüssen souverän gemeistert. Ob Ansitz, Bewegungsjagd, Pirsch oder Weitschuss – die CONQUEST V6 Familie hält für jede Jagdsituation die passende Zieloptik bereit und lässt das Herz von Jagdpraktikern höher schlagen.



Anna Lena Kaufmann

Modell

1.1-6x24

2-12x50

2.5-15x56

Vergrößerung

1,1x – 6,5x

2x – 12x

2,5x – 15x

Wirksamer Objektivdurchmesser

10,5-24 mm

19,4-50 mm

24,3-56 mm

Austrittspupillendurchmesser

9,5-3,7 mm

9,7-4,2 mm

9,7-3,7 mm

Dämmerungszahl

3,1-12,5

5,7-24,5

7,1-29,0

Sehfeld auf 100m

38,1-6,6 m

20,5-3,4 m

16,4-2,7 m

Objektiver Sehwinkel

21,6°-3,8°

11,7°-2°

9,4°-1,6°

+2/ -3 dpt

Dioptrienverstellbereich

90 mm

Augenabstand 300 cm

Verstellbereich auf 100m Mittelrohrdurchmesser

30 mm

Okularrohrdurchmesser

45,5 mm 30 mm

-25/ +50 °C

Funktionstemperatur °C 290 mm

335 mm

352 mm

Ohne Innenschiene

505 g

620 g

690 g

Mit Innenschiene

545 g

655 g

725 g

52 22 05-9960-000

52 22 25-9960-000

52 22 35-9960-000

52 22 25-9960-060

52 22 35-9960-060

52 22 04-9960-000

52 22 24-9960-000

52 22 34-9960-000

52 22 24-9960-060

52 22 34-9960-060

Länge

Ohne

ohne ASV

Innenschiene mit ASV Mit

ohne ASV

Innenschiene mit ASV

18 PASSION

62 mm

400 mbar

Wasserdichtigkeit

Bestellnummer

56 mm ja / ja

LotuTec® / Stickstofffüllung

Gewicht

200 cm

1 cm

Verstellung pro Klick auf 100m

Objektivrohrdurchmesser

Mehr Infos unter zeiss.de/sportoptics

250 cm

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IWA 2017

Auch dank seines großen Sehfeldes ist das ZEISS CONQUEST V6 1.1-6x24 ein verlässlicher Partner bei der Drückjagd

Waidmannsheil

DREI GLÄSER FÜR EIN

Zunächst gilt mein Augenmerk also dem Gehäuse. Dieses ist aus Aluminium gefertigt und macht einen extrem soliden Eindruck. Was im Flugzeugbau Standard ist und höchsten Belastungen standhalten muss, kann für die Jagd

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Gut geröhrt: Die neuen „Platzhirsche” von ZEISS überzeugen nicht nur in Sachen Qualität und Funktionalität, sondern punkten auch mit einem attraktiven Preis. Anna Lena Kaufmann hat zwei der drei ZEISS CONQUEST V6 Zielfernrohre getestet. nur gut sein. Dank innovativer Schutzschicht sind die Gläser quasi resistent gegen Wasser, Staub und sonstigen Schmutz. Selbst Sauwetter kann ihnen nichts anhaben. Das CONQUEST V6 ist dank seiner ergonomischen Form ein echter Handschmeichler. Bedienelemente wie Vergrößerungswechsler oder auch die optional erhältliche Absehenschnellverstellung lassen sich komfortabel und schnell justieren – selbst dann, wenn man Handschuhe trägt. Besonders raffi-

niert: die intelligente Bewegungssensorik. Durch Neigen wird der eingeschaltete Leuchtpunkt automatisch aktiviert beziehungsweise deaktiviert. Ein praktisches Feature, vor allem wenn es mal schnell gehen muss. Der Leuchtpunktregler befindet sich – anders als bei der bisherigen CONQUEST DL Serie – bedienerfreundlich am Mittelrohr – so wie man es von den ZEISS Victory HT Zielfernrohren kennt. Ist der Leuchtpunkt abgeschaltet sieht man nur noch das Fadenkreuz des Absehens, keinen schwarzen Punkt im Kreuz oder ähnliches. PASSION 18

Fotos: Jürgen Hollweg

B

ereits einige Wochen vor der IWA hatte ich das Vergnügen, die neuen CONQUEST V6 Zielfernrohre auf dem Schießstand und im heimatlichen Revier zu führen. Jagdoptiken müssen für mich vor allem eins können: robust und zuverlässig sein. Sie sind in erster Linie Handwerkszeug für eine waidgerechte Jagdausübung, sollten also auch den einen oder anderen Schlag wegstecken können. Überdies dürfen sie mich auch bei schwindendem Licht nicht im Stich lassen. Hier trennt sich meist die Spreu vom Weizen.


Das vielseitige 2-12x50 macht aufgrund seiner schlanken Bauweise auf allen Jagdwaffen eine gute Figur

Auf dem Schießstand bestätigt sich der erste positive Eindruck: Die neuen Wetzlarer „Platzhirsche” sind für den rauen Praxiseinsatz konzipiert und bestechen durch funktionales Design und Robustheit. Wie viel Kompetenz in dem Produkt steckt, zeigt der Blick durchs Okular: ZEISS hat in der CONQUEST V6 Serie die gleichen FL-Linsen verbaut, die ich bereits von meinem ZEISS VICTORY HT 3-12x56 kenne und aufgrund ihrer hervorragenden Bildqualität schätze, selbst bei Nacht. Das feine 60-er Leuchtabsehen in der zweiten Bildebene verdeckt nur wenig vom Ziel. Im Revier konnten die Zieloptiken ihre Leistung voll ausspielen. Mit einer Vergrößerung von 1.1-6.5x eignet sich das ZEISS CONQUEST V6 1.1-6x24 perfekt für die Bewegungs- und Pirschjagd. Mit seinem

Das Absehen 60 mit seinem feinen Rotpunkt bedeckt bei 12-facher Vergrößerung nur 0,55 cm auf 100 Meter des Wildkörpers 18 PASSION

Die ergonomische Form des CONQUEST V6 ermöglicht eine zuverlässige und einfache Bedienung

großen Sehfeld bietet es einen sehr guten Überblick und ermöglicht eine schnelle Zielerfassung. Das CONQUEST V6 2-12x50 ist meine Wahl für den vielseitigen Jagdeinsatz im Feldrevier. Die 12-fache Vergrößerung und die hohe Transmissionsrate von 92 Prozent erlauben das korrekte Ansprechen des Wildes bis in die späte Dämmerung. Gleichzeitig macht der Allrounder mit einem Sehfeld von 20,5 Meter auf 100 Meter (bei 2-facher Vergrößerung) auch auf der Pirsch und Drückjagd eine gute Figur. Mein Fazit: Bewährte ZEISS Qualität, umgeben von einem robusten Korpus ohne viel Chi­chi – und doch allem nötigen Komfort. Wer eine hochwertige und widerstandsfähige Optik zu einem soliden Preis sucht, trifft mit CONQUEST V6 garantiert eine gute Wahl.

Die intelligente Bewegungssensorik erkennt, ob die Waffe sich in einer Schussposition befindet oder nicht

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WAFFE

„DAS IST DIE WAFFE“

perfekte

Klaus Demmel, der Lockjagdprofi aus Oberschwaben, führt seit Jahren eine SAUER 202 Highland. Doch jetzt hat es ihm eine andere Waffe angetan, die SAUER 404 Synchro XTC. „Das Bessere ist der Feind des Guten“, gibt er grinsend zu. PASSION hat den Lockjagdpapst besucht, mit der S 404 Synrcho XTC im Gepäck.

Sebastian Woestmeyer (links) im Gespräch mit Klaus Demmel. Zwischendurch geht Klaus Demmel mit der SAUER 404 Synchro XTC ins Haus und legt sie auf die Küchenwaage. „Unter 3,5 Kilo! Leichter als so manche Flinte!“

Wie sind Sie eigentlich auf die neue S 404 aufmerksam geworden? Eigentlich war ja die SAUER 202 immer meine Lieblingswaffe. Auf der Messe in Dortmund habe ich aber dann die 404 zum ersten Mal in den Händen gehalten und war sofort begeistert. Die Handspannung, der einstellbare Abzug – das hat mir auf Anhieb gut gefallen. Warum ist Ihnen ein guter Abzug besonders wichtig? Früher war ich aktiver Sportschütze und habe es auch hin und wieder als Lan-

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desmeister in den jagdlichen Disziplinen aufs Treppchen geschafft. Damals habe ich auch auf der Jagd immer mit Stecher geschossen. Mittlerweile ist das aber nicht mehr nötig, denn die Abzüge stehen inzwischen sehr viel besser als früher. Bei der SAUER 404 hat mich der glasklar brechende Abzug sofort begeistert. Dass man dann noch verschiedene Abzugswiderstände einstellen kann und den Abzug passgenau auf den Schießfinger ausrichten kann, das ist wirklich eine praktische Zugabe. Ich wette, dass ich den Stecher über-

haupt nicht vermissen werde, zumal ich auch bei meiner SAUER 202 schon aufs Einstechen verzichtet habe. Was muss eine Waffe noch bieten, damit Sie Ihnen gefällt? Ich lege sehr viel Wert darauf, dass die Waffe extrem leise zu bedienen ist. An meiner S 202 habe ich die geräusch­lose Sicherung sehr geschätzt. Doch eine moderne Waffe sollte heutzutage mit einer Handspannung ausgestattet sein, da kommt man meines Erachtens nicht mehr drum herum. Umso besser, dass PASSION 18


Fotos: Patrik Bollrath Als erfahrener Wettkampfschütze weiß Klaus Demmel den verstellbaren Schaftrücken zu schätzen. Ein Probeanschlag mit ungeladener Waffe im Garten zeigt – das passt! Und falls nicht, wird es eben einfach passend gemacht

die S 404 eine hat. Weiterer Pluspunkt: Die Handspannung an der neuen S 404 Synchro XTC ist nicht nur genauso leise, sondern auch noch sicherer. Über den SAUER Schlossgang muss man, glaube ich, nicht mehr viel sagen. Ein geräuschloses Laden- und Entladen der Waffe ist für mich als Lockjäger natürlich ebenfalls wichtig. Sie sind ja ein praxisorientierter Jäger, der an Tradition festhält. Was halten Sie von dem modernen Carbon Schaft? Als Wettkampfschütze habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein angepasster Maßschaft das Zielen und kontrolliertere Abziehen enorm erleichtert. Ist doch prima, wenn man auf der Jagd ebenfalls davon profitiert. Den verstellbaren Schaftrücken an der SAUER 404 Synchro XTC finde ich übrigens auch interessant. Der lässt sich, je nachdem ob ich zum Beispiel vom Blattjagdstand oder vom Pirschstock jage, in der Höhe verstellen und mein Anschlag wird dadurch perfektioniert. Ich kann die Waffe also wesentlich stabiler anschlagen und durch die optimale Kopfhaltung ist meine Nackenmuskulatur entspannt. Ist doch klar, dass das die Schussabgabe noch einmal um vieles vereinfacht. Ich bin gespannt wie der Schaft und ich harmonieren. Unabhängig davon: Die Waffe ist mein Werkzeug, und ich gehe 18 PASSION

damit nicht zimperlich um. Der Carbon Schaft kann sicher viel einstecken, das muss er bei mir aber auch. Der Look gefällt mir übrigens sehr gut. Alles in allem scheint es die perfekte Waffe für mich zu sein. Ihre S 404 Synchro XTC ist mit einem Schalldämpfer ausgestattet. Was halten Sie generell von der Jagd mit der Tüte? Früher habe ich immer ohne Gehörschutz geschossen und diese Nachlässigkeit bekomme ich leider zu spüren, indem ich häufiger mal nachfragen muss... Leider bieten die elektronischen Gehörschützer aus meiner Sicht bei der Lockjagd keine wirkliche Alternative. Die Töne der Lockinstrumente werden verfälscht und somit hat der Jäger kaum die Kontrolle, den richtigen Ton zu treffen. Allein aus gesundheitlichen und jagdpraktischen Gründen bin ich für den Einsatz von Schalldämpfern. Ich jage zudem in einem mit Besuchern stark frequentierten Revier. Die sind jedoch mitunter recht schreckhaft, umso besser wenn der Schuss gedämpft wird. Im Ausland habe ich schon ein paar Mal mit Schalldämpfer gejagt – sehr angenehm, zumal ja auch der Rückstoß reduziert wird. Mal schauen, wie die Saison mit meiner ,Neuen‘ läuft, ich halte Sie auf dem Laufenden!

Mehr Infos unter sauer.de

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MUNITION

Die 10,3x68 Mag. deckt ein Wirkungsspektrum ab, das einmalig ist und sich für die Jagd vom Murmeltier in Österreich bis zum Kaffernbüffel in Afrika eignet.

D

ie Zeit ist reif, Traditionen der Moderne anzupassen. Seit gut 150 Jahren verlässt man sich in den Bündner Bergen auf die Wirksamkeit des Kalibers 10,3x60 R. Ordonanzwaffen wie die Peabodys aus dem Südstaatenkrieg in Amerika, Vetterli Repetierer und Martini Fallblockstutzen waren seit 1867 die Urväter dieses Kalibers. Unzählige Jägerdynastien schossen ihr Leben lang mit ein und derselben, von Generation zu Generation vererbten Büchse Gams, Rothirsch und Rehwild. Allein durch die Wirkungssicherheit des großen Geschossdurchmessers funktionierte dies problemlos. Mit fortschreitender Zeit änderten sich aber die Anforderungen. Auslandsjagden, weite Schüsse im Gebirge

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und eine hohe Stoppwirkung auf Bewegungsjagden stellten die 10,3x60 R auch außerhalb des Bündner Kantons vor neue Herausforderungen. Man erkannte schnell, dass durchaus Potential zur Leistungssteigerung der eigentlich gut wirkenden Patrone vorhanden war. Peter Vonow nahm sich dieser Idee an und trieb den Gedanken voran, die Vorteile des großen Geschossdurchmessers zu nutzen und eine universelle, hochwirksame Patrone für den passion­ierten Jäger zu entwickeln. Dabei sollten die bekannten Großwildpatronen .416 Rem. Mag., .404 Jefferey und 10,75x68 eine bedeutende Rolle als Paten spielen. In der 68-er RWS Hülsenlänge zeigte sich auch für den Geschossdurchmesser 10,3 ein Optimum im Hinblick auf PASSION 18


Dimension

DIE NEUE 68-er

Auch in der Jagd erleben wir, wie wir unermüdlich den neuesten Trends folgen und Altbewährtes, welches uns seit Jahren, ja sogar Jahrzehnten begleitet hat, in Vergessenheit gerät. Fortschritt ist unaufhaltsam, dennoch lohnt sich der Blick in die Vergangenheit, denn nicht ohne Grund hat sich Bewährtes oft aus Generationen heraus entwickelt und erhalten.

modernste jagdliche Anforderungen. Entstanden war der Grundgedanke des Kalibers 10,3x68 Mag. Durch die reduzierte Länge der Hülse auf 68 mm wurde die Grundlage einer sehr ausgewogenen, gutmütigen Patrone mit einer einmaligen Palette an möglichen Geschossgewichten zwischen 11 g und 26 g geschaffen. Der Leistungsbereich liegt je nach Anforderung zwischen einer .30-06 und einer .416 Rem. und lässt sich dem Geschossgewicht entsprechend angenehm schießen. Damit deckt die 10,3x68 Mag. ein Wirkungsspektrum ab, das einmalig ist und sich für die Jagd vom Murmeltier in Österreich bis zum Kaffernbüffel in Afrika eignet. In keinem anderen Kaliber ist eine solche Range an Geschossgewichten realisierbar und wird nahezu jede jagd18 PASSION

liche Anforderung abgedeckt, gleich ob im heimischen Revier oder auf der Auslandsjagd. Dass die 10,3x68 Mag. in ihren Eigenschaften kompromisslos ist und alt bewährte Tradition mit neuester Technologie vereint, eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Der große Geschossquerschnitt, die variablen Geschossgewichte und eine umwerfende Stoppwirkung bei angenehmem Rückstoßverhalten zeichnen dieses Kaliber aus.

Mehr Infos unter rws-munition.de

Eine Tatsache ist kein Geheimnis: Ein großer Querschnitt bremst! Die 10,3x68 Mag. und deren großer Geschossquerschnitt liefern bis zu 81 Prozent mehr Stoppwirkung im Vergleich

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MUNITION

zum herkömmlichen Mittelkaliber bei vergleichbarem Rückstoßverhalten. Die große Wirkoberfläche garantiert zudem den bekannten FlintenlaufgeschossEffekt und reduziert die Fluchtstrecken auf ein Minimum – auch in bleifrei. In Kombination mit einem modernen Geschossaufbau erhöht sich die Wirksamkeit dieses Kalibers weiter und lässt sich gezielt an jede Wildstärke anpassen. Dabei definiert dieses Kaliber angenehmes Schießen in der Magnum-Klasse neu und erweitert den Wirkungsbereich von Magnum-Patronen in eine neue Dimension. Geschwindigkeitsunabhängig sorgt der vergrößerte Geschossquerschnitt für eine außerordentlich hohe Wirkung im Wildköper. Die unterschiedlichen Geschossgewichte stützen zudem die Variabilität dieses Kalibers. Ein neues Kaliber misst sich an den angebotenen Geschossen. Daher bietet RWS zum Markteintritt zwei hoch-

Die große Wirkoberfläche garantiert den bekannten Flintenlaufgeschoss-Effekt und reduziert die Fluchtstrecken auf ein Minimum. wirksame Teilzerlegungsgeschosse mit bewährter Zwei-Kern-Technologie an, ein bleifreies und ein bleihaltiges. Das bleihaltige RWS SPEED TIP PRO mit 18,5 g gehört zu den neuesten Entwicklungen aus dem Hause RWS. Es zeichnet sich durch seine Stoppwirkung und hohe Einsatzreichweite aus. Der kompakte Durchschlagskern sorgt für einen sicheren Ausschuss und rundet das stimmige Gesamtpaket ab. Das SPEED TIP PRO wird auf

sämtliches Schalenwild angewandt, mit bester Eignung auf mittleres bis sehr starkes Wild. Das RWS EVO Green mit 13,5 g bietet eine wirksame bleifreie Alternative. Es zeichnet sich durch seine hohe Rasanz bei gestreckter Flugbahn, einer kräftigen Augenblickswirkung und einem sicheren Ausschuss aus. Das vergleichsweise geringe Geschossgewicht macht das Schießen sehr angenehm, weil der Rückstoß entsprechend „soft“ ist und unterstützt den angenehmen Schießcharakter der 10,3x68 Mag. Mit dem EVO GREEN kann auf sämtliches Schalenwild gejagt werden. Damit ist allerdings noch nicht Schluss: Für das Jahr 2017 sind noch weitere Geschosse in Planung, zum Beispiel ein Deformationsgeschoss, ein Geschoss speziell für Afrika und ein Trainingsgeschoss.

FILM AB!

Der neue RWS Trailer zeigt die 10,3x68 Mag. und ihre volle Leistungsfähigkeit während der Jagd auf einen kapitalen Bassen. Begleiten Sie RWS Produktmanager Hannes Dikhoff und RWS Exportmanager Andreas Maly mit dem neuen Kaliber auf die spannende Keilerjagd.

rws-munition.de

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PASSION 18


10,3 x 68 Mag.

.308 Win.

FAKTEN ZUR 10,3x68 MAG.

18 PASSION

Modell

EVO GREEN

SPEED TIP PRO

V0 (m/s) / E0 (J)

900/5468 800/5920

V 100 (m/s) / E 100 (J)

788/4191 725/4862

Geschosstyp

Teilzerleger (bleifrei)

Teilzerleger (blei)

Geschossgewicht

13,5 g

18,5 g

Stoppwirkung

sehr hoch

hoch

Tiefenwirkung

hoch

sehr hoch

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WAFFE

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PASSION 18


Zeitlos schön,

ENDLOS PRÄZISE Ein eleganter Stutzen, der nicht nur das Auge begeistert, sondern auch unter allen Witterungsbedingungen und noch nach Jahren konstant trifft. Was bislang der Quadratur des Kreises glich, macht der neue SAUER 404 Stutzen Select jetzt möglich.

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Fotos: SAUER

WAFFE

Formvollendete Funktion statt „form follows function“. Der neue S 404 Stutzen Select präsentiert Tradition und Technik auf ihre schönste Weise

N

icht selten beginnen die launigsten Jagdgeschichten mit den Worten „Ich hatte mal…“. Und dann reihen sich unter dem Gelächter der Zuhörer haarsträubende Anekdoten von unzähmbaren Kopfrüden, unfähigen Jagdführern oder launischen Ausrüstungsgegenständen aneinander, die den Erzähler an den Rand des Wahnsinns getrieben haben. „Ich hatte mal ´nen Stutzen…“ ist dabei oft Auftakt einer ballistischen Odyssee: Spontane Treffpunktverlagerungen, Streukreis-Potpourris von Matchqualität bis knapp unterhalb Schrotschuss, patronenfressende DiagnoseTermine auf dem Schießstand und schließlich ambulante oder stationäre Aufenthalte beim Büchsenmacher. Oft enden die Geschichten mit Heilung durch Halbschäftung oder dem Eingeständnis, dass der Hauptdarsteller jetzt ein unwürdiges Dasein als Schrankhüter oder Schönwetter-Büchse fristet. Vom Verkauf des Stutzens hört man hingegen genau so selten wie von der Abgabe des „Höllen-Hundes“. Denn wo Schatten, ist bekanntlich auch Licht – und in selbigem sonnt sich der unsägliche Vierläufer durch herausragende Arbeit auf der Jagd, während die voll geschäftete Büchse mit praktischer Führigkeit und betörender Eleganz glänzt. Doch was genau führt beim Stutzen dazu, dass die Schöne zum Biest mutiert? Fatalerweise genau das, was ihn ausmacht: nämlich seine Ganzschäftung bis zur Mündung. Denn anders als ein Halbschaft neigt der lange und vor allem zur Mündung hin recht dünnwandige Stutzenschaft um ein Vielfaches mehr

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zum „Arbeiten“ bei wechselnden Temperaturen und Feuchtigkeiten sowie zu weit stärkerem Aufschwingen im Schuss. Symptom Eins führt zu Verspannungen und Verwindungen bis hin zur Schaftanlage mit allen bekannten Folgen. Symptom Zwei wiederum kann dazu führen, dass Lauf und Schaft im Schuss so unglücklich kollidieren, dass es die Kugel im wahrsten Sinne des Wortes verschlägt. Beiden Symptomen versucht der Waffenbau seit jeher vorzubeugen. Früher setzte man unter anderem auf Schaftanlage auf ganzer Lauflänge, was übertrieben gesagt einer Vollbettung des Laufes bis zur Mündung gleich kommt und was man durchaus mit dem verlöteten Laufbündel einer Kombinierten vergleichen kann. Und schon klingelt’s… – denn genau wie das verlötete Duo oder Trio hat ein so hergestellter Stutzen seine Schwäche im Warmschussverhalten. Der Lauf kann sich nicht frei ausdehnen, Verspannungen entstehen, und die Treffpunktlage wandert. Die radikalste Alternative ist der völlig vom Schaft entkoppelte und auf ganzer Länge frei schwingende Lauf. Doch schon steigt das Risiko für Symptom Zwei, nämlich dass es zu einem „Prellschlag“ kommt. Das Ende vom Lied waren und sind die unterschiedlichsten Kompromisse, um allen Eventualitäten irgendwie zu begegnen: Schaftspitzen aus Metall, die fest mit dem Lauf aber schwimmend mit dem Schaft verbunden sind, Lauf-Kontakt-Nocken gegen unkontrolliertes Prellen, geteilte Vorderschäfte mit „Dehnungs-Fuge“ oder einfach extrem dickwandige Stutzen – ballistisch optimiert aber stilistisch kastriert. PASSION 18


Dezenter Hinweis: Die Schaftspitze aus Carbon deutet nicht nur auf das revolutionäre Innenleben hin, sondern verbindet auch rassiges Design mit höchster Bruchfestigkeit

Im Inneren des Vorderschaftes befindet sich das Carbon CompositeRückgrat, das sich zur Schaftspitze durchzieht und für 100 Prozent Stabilität und Steifigkeit sorgt

Kurze Baulänge und kein metallisches Geräusch, wenn man mal „aneckt“. Das macht den Stutzen zur perfekten Waffe für die enge Kanzel

18 PASSION

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WAFFE

Sämtliche Lösungsansätze können unter normierten Bedingungen ihren Zweck durchaus erfüllen. Doch wenn Nässe, Sonne, Kälte und Hitze an den Fasern des Holzes „zerren“, stoßen sie alle an ihre Grenzen. Da zieht der eine Schaft nach links, der andere drückt von unten und der dritte verwindet sich wie eine Spirale. Alles unvorhersehbar, denn jedes Holz ist anders, und je lebhafter die Maserung, umso ausgeprägter die „Nebenwirkungen“. Kein Wunder also, dass Stutzen oft mit Holzklassen der Marke „Kiste einfach“ aufkreuzen. Denn je homogener und „ungestörter“ die Maserung, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Verzug unter Wechsel-Klimaten in Grenzen hält. Nun bedarf es keines Genies, um zu erkennen, dass also nicht das Bekämpfen von Symptomen, sondern das Abstellen der Ursache die einzige echte Lösung für einen Stutzen des 21. Jahrhunderts darstellen kann. Doch was bis dato leichter gesagt als getan war, nahm bei Sauer & Sohn mehr und mehr

Nicht das Bekämpfen von Symptomen, sondern das Abstellen der Ursache ist die einzige echte Lösung für einen Stutzen des 21. Jahrhunderts.

magischen Werkstoff aus Rennsport und Raumfahrt ist nämlich die Tatsache, dass es sich um ein flexibles Gewebe handelt, das auch in kleine Aussparungen perfekt eingebracht werden kann und nach dem Aushärten dort für Festigkeiten sorgt, die jenseits aller Metall-Armierungen siedeln. Was lag also näher, als dem Stutzenschaft ein Rückgrat aus Carbon zu verleihen und ihn dadurch so zu stabilisieren, dass er in puncto Schwingungs-Verhalten und Witterungs-Empfind­ lichkeit einem Halbschaft aus Holz in nichts nachsteht. „Carbon Spine-Technology“, zu Deutsch „Carbon-Rückgrat-Technologie“, heißt ab jetzt das neue Zauberwort im Stutzenbau. Denn ähnlich eines Rückgrates im Körper zieht sich ein speziell entwickelter Carbon-Composite-Stringer vom Gehäuse-Anschluss bis zur Laufmündung durch den Schaft und verleiht dem Bauteil eine bis dato noch nie da gewesene Stabilität. Und die brilliert vor allem dann, wenn Temperaturund Feuchtigkeitswechsel auf den Schaft einwirken. Denn so sehr sich das Holz auch gerne in die eine oder andere Richtung bewegen würde, so unverrückbar hält es der Carbon-Kern in Position – Schutz gegen Schaftbruch inklusive. Und damit neben Form und Funktion auch die Optik stimmt, veredeln die Isnyer Waffenbauer den Schaft mit der bewährten Laserline-Maserung, die bereits in der Modellreihe Select eingeführt und vom Markt begeistert aufgenommen wurde. So ist die SAUER 404-Modellreihe nicht nur um ein weiteres hochpräzises und langlebiges Modell reicher geworden, sondern vor allem um ein wunderschönes. Die geselligen Jägerrunden hingegen müssen in Zukunft vielleicht auf die eine oder andere launige „Ich hatte mal `ne Stutzen-Geschichte…“ verzichten.

Gestalt an, als rund um die SAUER 404 der Werkstoff Carbon zum Thema wurde. Und während die S 404 Synchro XTC mit Voll-Carbonschaft ihren Siegeszug bei den Profis rund um den Globus antrat, hatten die Isnyer Konstrukteure längst verstanden, dass Leichtbau bei gleichzeitig höchster Stabilität noch weit mehr Möglichkeiten bietet, als eine voll modulare Premium-Büchse mit Carbon-Lochschaft. Das Besondere an dem

Mehr Infos unter sauer.de

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Der SAUER 80- bzw. SAUER 90-Stutzen, hier abgebildet, waren die ersten voll geschäfteten SAUER-Büchsen nach dem Krieg

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Ein Stutzen für jeden Tag, jedes Wetter und jeden Schuss. Mit dem neuen S 404 Stutzen Select geht ein mehr als 100 Jahre alter Wunsch in Erfüllung

1985/1995 Die SAUER 200 läutete 1985 die Ära modularer SAUER-Repetierbüchsen ein. Einen Stutzen gab es aber erst beim Nachfolgemodell SAUER 202 18 PASSION

2017 Nicht nur technisch, sondern auch was elegante Linienführung angeht, ist der S 404 Stutzen seinen Vorgängern um eine Carbon-Spitze voraus

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OPTIK

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Hirschen,

VON HÜHNERN UND HUMMELN Seit mehreren Monaten begleitet das MINOX-Spektiv MD 88 W Peter Burkhardt bei seinen Streif­zügen durch die Natur. Ursprünglich „Spektiv-Skeptiker“, hat er sich inzwischen zum begeisterten Anwender gewandelt – in erster Linie im Jagdbetrieb, aber auch im Bereich der Vogelkunde. Text: Peter Burkhardt, Fotos: Christian Plaum

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OPTIK

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ein detaillierteres Ansprechen – und am Ende hielt ein MINOX MD 88 W Einzug in den Jagdhaushalt meiner Familie.

Knopfbock enttarnt Nach viertägiger gemeinsamer Jagd wusste ich es besser! In den gemeinsamen Jagdtagen erschloss uns das Spektiv wunderbar Hirsche, Rehe und manchen Vogel. Dank der neuen Optik enttarnten wir unter anderem einen Knopfbock. Und Alois‘ Mitbringsel sorgte dafür, mich vor einem Fehlschuss zu bewahren: Der vermeintliche Eissprossenzehner entpuppte sich als einseitiger Kronenhirsch! Auch hier spielte das MINOX-Spektiv seine Vorteile gegenüber unseren Ferngläsern aus: Hohe Vergrößerung ermöglicht

Wild zum Greifen nah Ausgestattet mit einem stufenlos verstellbaren Okular mit 20- bis 60-facher Vergrößerung, bietet das MD 88 W viel Flexibilität. Ich beginne immer mit 20-facher Vergrößerung, um mich orientieren zu können. Danach nutze ich einen weiteren Trumpf des Spektivs: Das duale Fokussier-System. Mit Hilfe eines Grob-Fokussier-Rings kann ich mich schnell auf das beobachtete Objekt einrichten und dann im zweiten Schritt – über den Fein-Fokussier-Ring – eine präzisere Einstellung vornehmen. Im Zuge „stabiler Situationen“, zum Beispiel beim Ansitz, nutze ich ein weiteres Ausstattungsmerkmal: Mit dem drehbaren Stativ-Anschluss lässt sich das MINOX Spektiv bequem um die eigene Längsachse drehen und fixieren. Auf dem Hochsitz nutze ich als Unterlage einen ausgedienten Trainingsdummy unseres Hundes, auf dem die Optik ruhig wie auf einem Sandsack liegt. So

en Durchbruch in Sachen Spektiv-Einsatz verursachte ausgerechnet ein Jagdfreund aus Österreich. Alois hatte meine Jagdeinladung angenommen und den weiten Weg bis in die Norddeutsche Tiefebene angetreten. Da stand er nun vor meiner Haustür, ein waschechter „Gebirgler“ in der blühenden Heide – und hatte unter anderem auch ein MINOX-Spektiv mitgebracht. Was wollte er damit in unserem Revier, fragte ich Flachland-Tiroler mich?

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Dank Grob- und an­schließender Fein­fokussierung kann schnell scharf gestellt werden

kann ich ermüdungsfrei beobachteten und brauche die Optik nicht abzulegen, wenn ich mich zum Schuss entschließe. Geht es darum, in der Feldmark Rebhahn oder -henne anzusprechen, lässt sich das Spektiv mit dem drehbaren Stativanschluss leicht und bequem auf meinem Manfrotto-Stativ aufbauen. Die Kombination Stativ-Spektiv nutzte ich auch schon bei der Bockjagd aus dem Erdschirm heraus. Besondere Momente festhalten Da am Okular ein Bajonett für verschiedene handelsübliche Adapter integriert worden ist, kann ich mein Smartphone anschließen. Manches Foto, das ich mit der Kombination Spektiv-AdapterSmartphone gemacht habe, ging schon an meine Jagdfreunde, wenn wiederum zu entschlüsseln war, wie alt der Geweihte nun wirklich ist. Apropos Jagdfreunde: Das MD 88 W PASSION 18


Das Minox-Spektiv eignet sich auch hervorragend für ornithologische Zwecke

ging in der Zwischenzeit durch verschiedene jagdliche Hände und fand allerorten Anklang.

Wie alt ist der Hirsch wirklich? Dank Fotoadapter können nun Bilder mit nach Hause genommen und dort in aller Ruhe ausgewertet werden

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Robust und vielseitig Nun begleitet mich das Spektiv bereits mehrere Monate. Das MINOX MD 88 W ist recht stoßunempfindlich und wasserdicht, überstand mehrere Regenschauer und Stürze. Obwohl ganz und gar versandet, blieb es funktionstüchtig. Wenn es nicht unter freiem Himmel im rauen Reviereinsatz ist, hat es inzwischen einen festen Platz in unserem Esszimmer gefunden. Dort, auf meinem Stativ montiert, nutzen wir das MINOX MD 88 W, um durchs Fenster Dam- und Rehwild auf der Wiese hinter unserem Haus, Vogelvolk am Futterhaus oder Hummeln und Schmetterlinge auf den blühenden Sträuchern zu betrachten.

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OPTIK

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Gast

EIN SELTENER

Ausnahmsweise hat Max Götzfried an einem Sonntag mitten im Herbst „frei“, kriecht weder mit seinen Hunden durchs Dickicht noch ist er als Schütze eingesetzt. Doch statt zu Hause auf dem Sofa sitzen zu bleiben, fasst er einen anderen Plan. Text und Fotos: Max Götzfried

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OPTIK

Erst fünf Meter vor dem Buffet, scheint der schwache Fuchs Sicherheitsbedenken zu bekommen und setzt sich hin.

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a der Gesetzgeber mit feinem Gespür für Männerleiden sonntägliche Einkaufstouren oder gar die Höchststrafe „Ikeabesuch“ blockiert, wird es mir durch meine Äußerungen: „Schönes Wetter heute!“ und „Die Hunde müssten auch mal raus!“ überraschend leicht gemacht, ins Revier fahren zu dürfen. Schon bei der Routinekontrolle des ersten Luderplatzes in einem Wiesengrund fällt mir ein schmaler Tritt in einem Maulwurfshügel auf – Damkahlwild? Tatsächlich, zwei weitere Hügel bestätigen: Mindestens Alttier und Kalb, für unser Revierchen eine Seltenheit! Da auch der Luderplatz angenommen ist, will ich einen Ansitz Marke Rückenschmerz wagen – durchsitzen bis morgens. Auch wenn ich jedes Stück Wild beim aktuellen Halbmond durch mein restlichtverstärkendes ZEISS VICTORY 5.6x62 Night Vision bestens ansprechen und durch das auch ohne Hilfsmittel lichtstarke, ZEISS V8 2,8-20x56 noch leichter ins Glas bekommen werde, gibt es ein Problem: das Nachtjagdverbot auf Damwild. Die Chance, dass ich tatsächlich und zu legaler Zeit eine der schmackhaften, gefleckten

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Keulen zu Gesicht bekommen würde, ist zwar gering, aber nicht geschossen ist ja bekanntlich auch vorbei – eine Stunde vor Dämmerung beziehe ich Posten und harre der Dinge, die da kommen sollen. Erst einmal kommt aber lange gar nichts, abgesehen von zwei Hasen und drei Rehen. Die erste Hürde hat das Damwild genommen, jetzt darf ich sowieso nicht mehr – aber die Bewegung da eben… Meister Reineke macht zur Abwechslung mal keine Kompromisse und schnürt wie auf Schienen so etwas von direkt auf den Luderplatz zu, dass ich kaum Zeit habe, die Waffe leise in Anschlag zu bringen. Erst fünf Meter vor dem Buffet, scheint der schwache Fuchs Sicherheitsbedenken zu bekommen und setzt sich neugierig vor mich hin. Es ist keine Kunst, den feinen Leuchtpunkt in aller Ruhe mitten auf den weißen Brustlatz zu setzen. Ich vergewissere mich noch einmal mit dem Nachtsichtgerät, dass der Räuber liegt und will mich gerade zufrieden zurücklehnen, als ich zufällig einen weiteren Huscher wahrnehme. Der nächste Fuchs nähert sich, als sei überhaupt

nichts geschehen, genau so schnurstracks dem Luder und – das hätten Synchronschwimmer auch nicht besser hinbekommen – setzt sich exakt auf die gleiche Weise auf genau die andere Seite des Luderplatzes. Gibt‘s das? Ich halte mich nicht lange auf, wir haben ein Niederwildrevier… Auch Nr. 2 ist keine Kunst. Doch jetzt ist guter Rat teuer. Das Nachtjagdverbot gilt noch bis morgens – aber nicht auf Sauen! Ich beschließe daher, meinen Ansitzsack als Platzwärmer zurückzulassen und erst einmal unser Stadtrand-Problemgebiet aufzusuchen. Ich bin noch nicht richtig aus dem Auto ausgestiegen, als mir vor lauter Schreck beinahe das Nachtsichtgerät aus der Hand fällt: rund 150 Meter vor mir unterzieht ein richtiger Brocken von Sau die feuchte Wiese einer ausgiebigen Wurmkur. Ha! Was ist denn heute los? Eigentlich müsste ich mich kaum bewegen, aber in diesem Gelände schieße ich nicht gerne weit. Schuhe aus und vorgerückt! Vorsichtig und nervös komme ich immer näher an die Sau heran, die auf der kurzen Wiese und mit dem Stadtlicht im Rücken so auffällig ist wie eine Ölpest auf einer Skipiste. PASSION 18


Was für ein Klotz, das kann doch nur… Erna! Die Grande Dame der Darmstädter Stadtsauen! Oft schon hatte ich sie vor, aber sie führte dann entweder kleine Frischlinge, stand auf den nahen Bahnschienen, brach in aller Seelenruhe im Nachbarrevier oder hatte sonst irgendeinen Schutzengel. Denn auch wenn es eine Bache ist, so gilt ihr mein bevorzugtes Streben – sie führt in jedem Jahr eine Vielzahl von Neubürgern, die immer weiter und unverfrorener das Stadtgebiet bevölkern. Erst letzte Woche hatte ich sie ein paar hundert Meter weiter zufällig eine Straße queren sehen, mit neun (!) „Frischlingen“ von fast einem Zentner, die gegen sie übrigens aussahen wie Halblinge. Ich schaue mich um, kann Ernas Gefolgschaft aber nirgends entdecken. Da die aber ohnehin nicht mehr von ihr abhängig ist, beschließe ich, diese Chance zu nutzen. Ich habe jedoch vergessen, das Glas wieder herunter zu drehen, so dass Erna im ersten Moment auf die kaum 20 Meter gleich noch monströser aussieht. Vor lauter Aufregung tanzt der extrem feine Leuchtpunkt auf ihr Jive – bloß keine Nachsuche in diesem Problemgebiet! Ich muss noch einmal kurz 18 PASSION

absetzen. Dann ziele ich bewusst auf die Blattschaufeln, um eine Flucht zu vermeiden. Mit beeindruckendem Kugelschlag sackt die schwarze Lokomotive zusammen wie ein Mehlsack. Mit gemischten Gefühlen trete ich an die alte Dame heran, die, wie sich später herausstellt, sage und schreibe aufgebrochen 103 Kilo wiegt. Als ich leicht sentimental über ihr einstiges Revier schaue, trollt aus einer Bebauungslücke in einiger Entfernung und wohl durch den Schuss hochgemacht die Entourage der Königin heran, die neun Zentner-Sauen! Sie wollen den sicheren Hafen der Bahndammhecken erreichen, schnell jetzt, mitziehen, mitziehen…! Die zweite zeichnet deutlich und fällt sofort zurück, was die Rotte völlig durcheinander bringt und in alle Richtungen flüchten lässt. Kaum fünf Meter vor mir verhofft ein Kujel, um sich zu orientieren – ein Kinderspiel und 200 Kilo Wildbret in vielleicht zwei Minuten, heute ist wirklich ein besonderer Abend! Stunden später, schlagkaputt und nass geschwitzt hadere ich am Jagdhaus mit mir – soll ich es wirklich noch einmal im Wiesengrund versuchen? Ich muss

ja ohnehin noch mein Zeug dort abholen! Mehr schlappend als pirschend nähere ich mich unvorsichtig der Kanzel – schon wieder ein großer, schwarzer Klumpen! Das Nachtsichtgerät bringt mich vollends in die Nähe eines Herzinfarktes: da steht nicht irgendwas, sondern ein gewaltiger Schaufler! Einer, wie ich ihn in diesem Revier noch nie gesehen habe! Und noch viel schlimmer: Ich bin so müde daher gewackelt, dass er mich längst mitbekommen hat. Er lässt sich die Zeit, mir durch seine gewaltige Auslage und breiten Schaufeln hörbar das Kinn herunter zu klappen, dann dreht er sich gemächlich um und zieht spitz von mir weg in den nahen Wald. Immer wieder verhofft er und lacht mich breitstehend aus. Er passt wie die Faust aufs Auge, ein „Einser“ aus dem Bilderbuch – aber es ist immer noch Nachtzeit! Mit offenem Mund starre ich ihm hinterher, bis er in den einzigen kleinen Wald zieht, den wir in unserem von Staatswald umgebenen Feldrevier überhaupt haben. Völlig verdattert über diesen wahrhaft seltenen Besuch krabbele ich die Leiter hinauf und plumpse auf meinen Schlafsack. Nicht, dass ich ein großer Trophäenjäger bin, aber dieser Schaufler

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OPTIK

ist beeindruckend. Ein einziges Mal in über zwanzig Jahren habe ich so einen Hirsch vor – und dann das! Plötzlich hellt sich meine Miene ebenso auf wie, als wäre es bestellt, allmählich das Morgengrauen um mich herum. Was will der Schaufler überhaupt in diesem Wäld­ chen? Das ist doch gar kein Einstand für ihn! Ich habe eine winzige Chance, denn links von mir sind 20 Hektar fast durchsichtiger Hochwald – rechts von mir aber über 1000 Hektar Staatswald mit Buchenrauschen en masse! Bei dem Glück, was ich heute schon habe, will ich‘s doch versuchen. Fieberhaft beobachte ich im Halbanschlag die Waldkante. Hinter unserem Wald und rechts davon ist blankes Feld, links ein Rangierbahnhof – der Schaufler kann eigentlich nur hier durchwechseln, muss irgendwie an mir vorbei! Nervös fummele ich an der Sicherung herum, überprüfe das Glas, mustere immer wieder das Wiesental… Da! Nein, ein Hase… Da! – Nein, der Unkrautbusch steht da schon die ganze Nacht. Oder da…? Langsam schiebt sich weit hinten ein Vorschlag in die Wiese, dann eine weit ausladende Schaufel – der Schaufler hat seinen Irrtum bemerkt! Wie eine Salzsäule sichert er den Grund entlang, dorthin, wo er mich zuvor entdeckt hatte. Ihm war sichtlich unwohl bei

In der Nacht wie eine Eule sehen können das ZEISS Night Vision macht‘s möglich

dem Gedanken, jetzt wieder an dieser Stelle vorbei zu müssen. Wie soll man da ruhig bleiben? Sicher über 200 Meter sind‘s zum Schaufler, für mich „Kunstschütze“ kein Pappenstiel. Ich drehe auf 20-fach, korrigiere die ASV – und wartete auf „den“ Schritt. Doch die Salzsäule steht. Und steht. Und steht. Eine gefühlte Ewigkeit, die mich im Anschlag verzweifeln lässt. Kruzefix! Da dreht sich die Schaufel wieder ein, der Hirsch sichert nach vorne – gleich… Majestätisch zieht mein Gegenüber ins Freie und sichert er-

neut in meine Richtung. Jetzt oder nie. Der Flug des HIT Geschoss in .30-06 dauert eine gefühlte Ewigkeit, dann aber findet es klatschend sein Ziel. Der alte Schaufler bäumt sich ein letztes Mal auf – und sinkt in die Wiese. Nicht einmal repetieren kann ich, so zittrige Hände habe ich. Was für eine Nacht! Ich muss mich sammeln, bevor ich an El Capo herantrete und ehrfürchtig sein vernarbtes Haupt anschaue. Zum zweiten Mal in so kurzer Zeit bin ich zwiegespalten. Ein seltener Gast – ein jähes Besuchsende. Erst etwas später stellt sich Erlegerfreude ein…

Mehr Infos unter zeiss.de/sportoptics

Damwild zieht äsend über die Fläche

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Alt und stark – der Damschaufler, der eher zufällig zur Strecke kam

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WAFFE

Middle

IN THE

OF NOWHERE

Die Weiten Lapplands – ursprüngliche Wildnis und ein Leben von und mit der Natur unter den faszinierenden Tänzen des Polarlichts. An einem Punkt, der weiter nicht von der Zivilisation Europas entfernt sein könnte, hat eine kleine Gruppe Jäger die Jagd in ihrer ursprünglichsten From erlebt. Mit dabei: die MAUSER M12 EXTREME.

K

aaum jemand würde eine Reise in die in Zentraleu­ ropa am weitesten von der Zivilisation entfernte Gegend antreten und sich dabei nur auf die zur Verfügung gestellte Ausrüstung verlassen. Sechs inter­ nationale Jagdjournalisten haben es dennoch getan und fanden sich im Oktober 2016 im Stockholmer Flughafen ein, um sich gemeinsam in ein unbekanntes Abenteuer zu stürzen. Mit dem Flugzeug ging es zunächst nach Luleå, dem Tor nach Schwedisch Lappland. Nach weiteren fünf Stunden Fahrt überquerte die Gruppe den Polarkreis und erreichte spät am Abend das Basiscamp. Nach einer kom­ fortablen Nacht galt es sich unter Anleitung von dem erfah­ renen schwedischen Jagdguide Tommy Holmberg mit der Ausrüstung bekannt zu machen. Herzstück und Werkzeug für Beute war die MAUSER M12 EXTREME, die ihre Robust­ heit unter den harten Herbstbedingungen in den letzten Ausläufern des Fjälls beweisen sollte. Was nicht nur die Waffe, sondern vielmehr die Journalisten erwarten würde, offenbarte schließlich Conrad Allen, der erfahrene Überle­ benstrainer aus England. Drei Tage und Nächte draußen. Kein Schlafsack, kein Zelt und vor allem kein Proviant. Jagd­ erfahrung brachte jeder der Tester mit, aber ohne Verpfle­ gung und Unterkunft, nur mit dem Nötigsten im Rucksack

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in die Wildnis zu ziehen, war eine ganz neue und einzigar­ tige Herausforderung. „Drei Minuten ohne Sauerstoff, drei Stunden ohne Un­ terschlupf drei Tage ohne Wasser und drei Wochen ohne Essen.“ Anhand der berühmten „Dreier-Regel“ des Über­ lebens vermittelte Conrad den Teilnehmern eindrücklich, worauf es ankommt, um in der kalten und menschenfeind­ lichen Umgebung als Gruppe zu überleben. Schließlich ging es nach vollbrachter Theorie zur ersten Praxis-Auf­ gabe in den nahen Steinbruch. Die Testwaffen in den Ka­ libern .308 Win und .300 Win Mag mussten eingeschossen werden – eine Aufgabe, die sowohl die Gewehre als auch die Schützen problemlos meisterten. Und so lauschten am Ende alle gespannt den Worten Tommy Holmbergs, der den Plan für die nächsten Tage offenbarte: Aufbruch am näch­ sten Morgen, Marsch ins Jagdgebiet und Errichtung eines Basislagers. Und dann natürlich Nahrungs-Gewinnung für die Gruppe, was in unserem Fall die Jagd auf einen Elchwild bedeuten sollte. 06:00 Uhr, minus 10 Grad Celsius, auf zur Jagd. Kurz nach dem Einsetzen der Dämmerung ging es los. PASSION 18


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WAFFE

Mit dem Boot wurden wir an das andere Seeufer übergesetzt. Dort angekommen ging es durch die unwirkliche Landschaft in Richtung Baumgrenze. Ziel war es, das Basislager in der Nähe des Flussdeltas aufzubauen. Im Oktober wandern näm­ lich die großen Elchbullen in die Niederungen des Deltas, um zu brunften. Einzigartige und ideale Voraussetzungen für die Jagd auf die Giganten der skandinavischen Wälder. Der knapp 15 Kilometer lange Marsch dorthin dauerte allerdings bis kurz vor Einbruch der Dämmerung, so dass höchste Eile geboten war, um Feuerholz zu schlagen und für jeweils drei Mann Unterstände für die Nacht zu bauen. An große Fichten angelehnte Bäume bildeten das Grundgerüst, das mit Moos und Fichtenzweigen bedeckt wurde, so dass guter Schutz vor dem kalten Wind gewährleistet war. So gut es ging, rückten wir in unseren selbst gebauten „Fichtendickungen“ zusam­ men, um etwas Schlaf zu finden. Doch kurz vor Mitternacht schreckte uns Tommy abrupt hoch: „Guys, the Aurora!“, rief er. Und da war es, das sagenumwobene Nordlicht. Fasziniert von den glühenden Wogen am wolkenlosen Nachthimmel waren Hunger und Kälte vergessen. Ein Anblick der jedem gegönnt sei, aber nur wenigen vergönnt ist.

Fotos: Simon K. Barr, MAUSER

Kälte, die vergebliche Hoffnung auf das gewohnte Früh­ stück und Aussicht auf einen jagdlich erfolgreichen Tag trieb alle kurz nach Anbruch der Dämmerung aus den moosbe­ deckten Kojen. Drei Teams wurden eingeteilt: eines sollte das Lager ausbauen und das Feuer in Gang halten, die beiden an­ deren sowohl auf Elch als auch auf Auerwild jagen. Gruppe eins orientierte sich unter der Führung von Vidar, einem orts­ kundigen Sami und erfahrenen Jäger hinunter zum Flussdel­ ta, während Tommy mit uns hinauf in die umliegenden Berg­ hänge marschierte, um entlang der Baumgrenze mit dem traditionellen Elchruf aus Birkenrinde einen der nordischen Giganten zu überlisten. Wir pirschten durch die tundrenartige Landschaft, immer wie­ der inne haltend, wenn Tommy abwechselnd den Ruf eines Bullen oder den einer Kuh imitierte. Doch die Zeit rann wie Sand durch unsere Finger, denn die Oktobertage hoch im Norden sind kurz. Wir waren schon auf dem Rückweg, als wir ein letztes Mal Stellung bezogen und Tommy das „Birken­ horn“ ertönen ließ. Doch es schien, als verhalle der Ruf nach dem König der Wälder in den Weiten Lapp­lands ungehört. Bereit, den schmachvollen Weg ohne Beute zurück ins Camp

anzutreten, wollten wir gerade aufbrechen als Tommy abrupt zurück auf die Knie sank und mit ausgestrecktem Zeigefinger auf den Lippen absolute Stille forderte. Ein Bilderbuchelch in Schussweite – lediglich verdeckt durch einige Sträucher, aber beharrlich auf dem Weg in unsere Richtung. Nikolaj, unser Mann an der M12, suchte sofort eine geeignete Schussposition – wir anderen fieberten in tiefster Haltung mit ihm mit, denn sein Schuss würde schließlich über Steak oder Salat entscheiden. Endlich zog er die Büchse in die Schulter und legte den Sicherungsflügel um. Als der Schaufler verhoffte, peitschte die .300 Win. Mag. durch die Einsamkeit. Ich hörte noch das Nachladen, dann sah ich Nikolaj die Waffe sichern. Stille – sicher gefühlte fünf Minuten. Endlich stand Tommy auf und ging mit uns zu dem Schaufler, nein zu einem kapitalen Schaufler mit insgesamt 19 Enden. Doch viel wich­ tiger als die Trophäe war die Tatsache, mit reichlich Fleisch ins Camp zurück zu kommen. Nachdem der Bulle aufgebrochen war, kam die nächste freudige Nachricht per Funk: Das Team vom Flussdelta konnte sich an Alttier und Kalb heranpirschen, und Journalist Niklas das rund 85 Kilo schwere Elchkalb strecken. Was für eine Erleichterung – nicht nur, dass alle Beu­ te gemacht hatten, sondern auch, dass dank des Kalbes der riesige Bulle nicht zerwirkt und ins Camp getragen werden musste, sondern der Hubschrauber ihn am nächsten Tag am Stück bergen würde. Verloren geglaubte Lebensgeister kehrten zurück, als ne­ ben der improvisierten Suppe Filet, Rippen und Keule vom Kalb gemeinsam über dem offenen Feuer gegrillt wurden. Es bedurfte nicht vieler Worte, um zu verdeutlichen, dass sich je­ der Teilnehmer dieses Abenteuers an diesem Tag drauf zurück besonnen hat, wofür wir eigentlich jagen. Um von und mit der Natur zu leben, das gesündeste Fleisch als Resultat echten Handwerks mit Freunden zu teilen und dankbar dafür zu sein, so etwas erleben zu dürfen. Der nächste Tag brachte uns eine wohlverdiente Nacht in einer nahen Nothütte und schließlich den futuristisch wirkenden Heimweg im Helikopter, die MAUSER M12 EXTREME fest in den Händen haltend. Es gibt nicht mehr viele Abenteuer, dies war sicher eins der letzten in Europa. Tested to the Extreme? Bestanden!

MAUSER M 12 EXTREME Hat den Härtetest mit Bravour bestanden – die MAUSER M12 EXTREME. 3-Stellungs-Flügelsicherung SRS (Smooth-Roll-Safety), Synthetikschaft mit Soft-Touch-Beschichtung, 5+1 Magazin überzeugen bei knappen 3,1 kg Gesamtgewicht. Neun verschiedene Kalibervarianten in der Standardlauflänge von 56 cm, sowie drei Magnumvarianten stehen zur Wahl.

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Jagd in Lappland bedeutet Teamwork, wenn man Erfolg haben möchte

Der 19-Ender liegt. Nikolaj und Tommy halten inne. Die MAUSER hat ihren Dienst getan

Tommy ruft den Elchbullen mit dem traditionellen Locker

Mehr Infos unter mauser.com

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Daumendicke Steaks vom Elchkalb, das schmeckt in der freien Natur doppelt gut. Geteilt wird kameradschaft­ lich. Survival schweißt zusammen

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WAFFE

RENDEZVOUS MIT EINER

Gött in

Mit der Artemis präsentiert die Isnyer Waffenschmiede J. P. Sauer und Sohn erstmals eine jagdliche Bockflinte, die auf die Bedürfnisse von Jägerinnen zugeschnitten ist. Anna Lena Kaufmann hat sich mit der „schlichten Schönheit” im holsteinischen Kasseedorf ein Stelldichein gegeben. Fotos: Jürgen Hollweg

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Schlichte Schönheit: Schwarze Basküle mit dezenter Gravur und goldener SAUER-Schraube

Die wahren Werte der Damenwaffe stecken in den speziellen Senkungsmaßen

Nach der Dublette: Die Ejektoren bei der Arbeit

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WAFFE

Perfekt im Griff! Die Artemis ist ein echter Handschmeichler

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opp!“ – und schon schießt die erste Taube pfeilschnell aus dem Hochhaus heraus. Instinktiv führe ich „meine Neue” zum Gesicht, hole im Schwung das fliegende Ziel ein und drücke ab. Die Getroffene hinterlässt eine orangefarbene Staubwolke am blauen Himmel. Franz Koops klopft mir aufmunternd auf die Schulter – und lässt im nächsten Moment auch schon die nächste Wurfscheibe fliegen. Die Stunde mit dem zweifachen Deutschen Meister der Junioren im jagdlichen Schießen 2012 „Kombination und Flinte“ zahlt sich aus: Am Ende der ersten Trainingseinheit liegen zwei Drittel aller geworfenen Skeettauben auf der Strecke. Für mich ein göttliches Ergebnis, das ich meinem Lehrer und der passenden Flinte verdanke. Die Artemis besticht nicht nur durch ihre hochwertige Verarbeitung – auch optisch ist sie ein echter Hingucker. Hier fällt sofort der 34,5 Zentimeter lange Monte Carlo Schaft mit seiner feuerroten Gummikappe ins Auge. Obendrein verleiht die Laser-Line-Maserung dem dunklen Nussbaumschaft eine edle Note. Entworfen hat SAUER die „Göttin der Jagd” übrigens zusammen mit der renommierten italienischen Flinten-Manufaktur Fausti Stefano. Die wahren weiblichen Vorzüge der Artemis liegen in den speziellen Senkungsmaßen (34 mm an der Nase, 50 mm am Ende des Monte CarloRückens) sowie im schlanken Prince

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Kurze Besprechung mit dem Profi Franz Koops nach den ersten Tauben of Wales-Pistolengriff, der auch zierlichen Händen ein sicheres Umfassen ohne Verrenkungen erlaubt. Hinsichtlich der Schränkung wurde darauf geachtet, dass die Flinte nicht nur intuitiv ins Ziel gleitet, sondern im Anschlag „aus dem Gesicht“ geht – was sich wiederum unmittelbar auf die Trefferleistung auswirkt. Selbst für eine wenig begnadete Flintenschützin bedeutet das: rollierende Hasen und fallende Tauben statt „knapp vorbei ist auch daneben“. Das mit Bedacht gewählte Gesamtgewicht von 3,3 Kilogramm erlaubt ein einfaches Handling und macht die Flinte extrem führig. Die Gesamtlauflänge der Artemis beträgt 71 Zentimeter, was

in Verbindung mit den Schaftmaßen für eine ausgewogene Balance sorgt. Da meinem persönlichen Coach Franz Koops in Bezug auf Anschlagen und Mitschwingen natürlich nichts entgeht, frage ich ihn als „Außenstehende“ nach seinen Eindrücken. Hat die Göttin mit ihren Reizen auch Sie in den Bann gezogen? Die Artemis macht auf den ersten Blick einen soliden, robusten Eindruck. Und auch auf den zweiten überzeugt sie durch eine gute, massive Verarbeitung. Des Weiteren punktet die Flinte mit ihrem patentierten Verschluss-System, den Ejektoren und Wechselchokes. Und Sie scheinen ja gut mit ihr zurechtzukommen. PASSION 18


SAUER setzt auf eine sieben Millimeter breite, ventilierte Visierschiene und Messing-Perlkorn

Schuss auf die ankommende Niederhaus-Taube auf Stand eins

Stimmt. Erfüllt die Artemis denn aus Ihrer Sicht die Anforderungen an eine Damenflinte? Dank ihrer speziellen Senkung- und Schränkungsmaße ist sie prädestiniert für Jägerinnen und kleinere Personen.

Wie bewerten Sie die Handhabung der Artemis? Die Flinte ist gut ausbalanciert, dadurch leicht zu händeln und sehr führig – mit eingebauter Treffergarantie sozusagen. (lacht)

Wem würden Sie die Artemis empfehlen? Für die normale Jagdschützin, die ihre Entenjagd sowie den Schießstandbesuch mit Freude bestreiten möchte, ist diese Flinte ganz hervorragend geeignet – ein echter Allrounder.

Sehen Sie noch Optimierungspotenzial? Das Einzige, was ich noch verbessern würde, ist ein rotes Korn für den Schießstand. Dieses spielt auf der Jagd aber eher eine nebensächliche Rolle.

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Mehr Infos unter sauer.de

Wer eine elegante und gleichzeitig robuste Jagdflinte für den vielseitigen Einsatz sucht, findet in der Artemis eine zuverlässige Begleiterin, erhältlich im Kaliber 12/76

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WAFFE

Afrika

ZURÜCK IN

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ie Rigby Rising Bite Doppelbüchse gehört zu den legendärsten Büchsen aller Zeiten, und sie verdankt ihren Namen dem einzigartigen Seitenschloss Verschlusssystem. Insgesamt wurden ungefähr 1.000 Rising Bites gebaut, und die letzten maßgefertigten Exemplare wurden 1932 für den Maharadscha von Karauli bestellt. 2014 beschloss Rigby Geschäftsführer Marc Newton, dass es an der Zeit sei, Rigbys berühmteste Büchse wieder auferstehen zu lassen. Durch die Zerlegung einer Original­ büchse von 1902 gelang es

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„Das ist ab sofort meine wichtigste Büchse“, sagt Adolfo Guiterrez, der gerade im Save Valley in Zimbabwe einen reifen Kapbüffel erlegt hat. Welche Büchse er meint? Die Rising Bite – die erste, die seit 83 Jahren wieder von Rigby gefertigt wurde. Fotos: Rigby

den Büchsen­machern von Rigby, eine London Best Doppelbüchse mit Rising Bite System zu bauen. Adolfo Guiterrez war der erste, stolze Besitzer der neu aufgelegten Büchse, die 2016 auf der Safari Club International Convention ausgestellt worden war. Für Adolfo war dies der entscheidende Moment: „Ich besitze mehrere Doppelbüchsen, habe aber bislang keine davon mit auf Safari genommen. Aber ich wusste sofort, dass es genau das ist, wofür ich die Rigby brauchte.“ Er buchte eine 18-tägige Safari am Save River, wo

er gleich am ersten Tag einen reifen Büffel mit 40 Zoll Auslage erlegte. Der erste Schuss, den er mit seiner neuen Büchse auf das Stück abfeuerte, erfolgte auf eine Distanz von knapp 20 Metern. „Den zweiten Schuss feuerte ich auf gute 100 Meter ab.“ Keine leichte Sache mit offener Visierung. Adolfo hatte sich jedoch seit Monaten darauf vorbereitet: „Ich habe täglich Schießübungen mit der Waffe gemacht.“ Die Büchse ist perfekt auf Adolfo zugeschnitten – für diese Maßarbeit ist er fünf Mal von den USA nach London geflogen. „Damit zu jagen ist ein Traum. Die Rising Bite fühlt sich gePASSION 18


DIE RISING BITE

Starkes Doppel, Adolfo Guiterrez und seine Rising Bite in .470 Nitro Express

radezu natürlich an, wenn ich sie an die Schulter lege. Sie passt einfach perfekt.“

Mit aufwendig handgefertigtem und individuell angepasstem Nussbaumschaft und die für Rigby typischen Scrollgravuren sowie feinste Goldintarsien sind die Rigby Rising Bite Doppelbüchsen ein einzigartiges Beispiel für Handwerkskunst allerhöchster Güte. Sowohl Verschluss als auch Schlossteile sind buntgehärtet, während Läufe und Schaft geschwärzt und geölt sind. Die Büchsen sind mit Seitenschloss Ejektor, traditioneller Laufschiene oder Rigby ¼ Zoll Laufschiene sowie Kornfuß ausgestattet. Eine Rising Bite herzustellen kann bis zu drei Jahre in Anspruch nehmen, und sie ist erhältlich als .416 Rigby, .450/400 Nitro Express, .470 Nitro Express, .500 Nitro Express, .577 Nitro Express und .600 Nitro Express. Die Zielfernrohrmontage wird individuell angefertigt, und es gibt zahlreiche Variationsmöglichkeiten für Gravuren und Intarsien.

Mit der Rising Bite über der Schulter wird der Save River durchquert, der durch Simbabwe und Mosambik fließt

Außer der ausgezeichneten Passform ist der Rückstoß der Büchse sehr weich und „sehr gerade“, wie Adolfo sagt. „Er wirft dich nicht zurück – dein zweiter Schuss ist also genauso todsicher wie der erste.“ Der Abstand zwischen den beiden Läufen beträgt nur 0,635 Zentimeter so dass man bei einer Schussdistanz von 60 Metern eine Treffpunktlagedifferenz von nur 2,5 Zentimetern hat. Das ist beachtlich für eine Großkaliberbüchse. Adolfo war daher in der Lage, einen sehr alten Kudu auf 80 Meter Entfernung zu erlegen. Das gleiche gelang Adolfo dank seiner Rising Bite mit einer reifen Elenantilope. Auf seiner Afrika-Reise hatte Adolfo auch eine London Best .416 dabei, die blieb jedoch im Waffenkoffer.

Mehr Infos unter johnrigbyandco.com 18 PASSION

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PROJEKT

Rot wild -FLÜSTERER

DER

Text und Fotos: Gunther Stoschek

Ein Vormittag wie im Traum. Schnee und strahlend blauer Himmel im Hochgebirge. Mit einem Mal stehen wir inmitten von Rotwild, das jegliche Scheu vor den Menschen verloren zu haben scheint. Es sind Stunden, in denen man plötzlich so gar nicht mehr ans Jagen denken mag.

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E

s ist Mitte Februar. Wir sind hoch in den Bergen, im österrei­ chischen Bundesland Salzburg. Die Skisaison hat ihren Höhepunkt er­ reicht. Der Wintertourismus ist all­ gegenwärtig, von den Tälern bis hinauf zu den Gipfeln. Dem Rotwild aber, das früher in flachere, äsungsreichere Gegenden zog oder aber in hohen Lagen überwinterte, wo der Wind so manche Hänge schneefrei blies, sind heute sowohl Wege als auch die nötige Ruhe verwehrt. Probleme sind damit programmiert.

Thomas Tscherne – auf uns wirkt er wie ein sympathischer Rebell, der mit Herz und Seele für „sein“ Rotwild kämpft

Wenn heute in den Medien der Begriff Rotwild fällt, dann meist im Zusammen­ hang mit vermeintlich überhöhten Be­ ständen, Schälschäden und uns Jägern vorgeworfener Trophäengier. Kaum ein Wort davon, dass der Mensch dieser fas­ zinierenden Wildart deren ursprünglich angestammten Lebensraum in weiten Bereichen genommen hat. Glücklicher­ weise aber gibt es Idealisten und Kämp­ fer unter den Jägern, die mit pragma­ tischen Methoden mehr

Ein Wintergatter kam für Thomas Tscherne nie in Frage. Dennoch ist das Rotwild hier oben im Fütterungsbereich weitestgehend ungestört

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Skitourismus auf den Bergen und intensive Forstwirtschaft in tieferen Lagen. FĂźr das Rotwild bleibt da nicht mehr viel Raum

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PROJEKT

und mehr Menschen davon überzeu­ gen, dass es zu einer noch stärkeren Wildreduktion durchaus Alternativen gibt. Thomas Tscherne ist einer von ihnen. Als Hotelier und Inhaber des legen­ dären Traditionshotels „Weismayr“ in Bad Gastein profitiert er wie viele ande­ re Bewohner dieser Region natürlich auch vom Skitourismus. Als Jagd­ pächter im hoch gelegenen Angertal aber ist er sich seiner Verantwortung den Wildtieren gegenüber deshalb umso mehr bewusst. Dass Rotwild­ fütterungen in bewaldeten Tallagen nicht immer unproblematisch sind, hat Thomas Tscherne schon früh erkannt. Auch in seinem Revier stiegen die Abschussvorgaben stetig. Thomas Tscherne entschloss sich deshalb zu einem außergewöhnlichen Versuch. Da für ihn ein Wintergatter nicht in Frage kam, verlegte er die Rotwildfütterung weit nach oben, in einen kaum noch bewaldeten Bereich knapp unter der Baumgrenze. In ein Gebiet, in das sich selbst Ski­ tourengeher kaum verirren und in dem ganzjährig Jagdruhe herrscht. 20 Jahre ist dies nun her und der Erfolg hat inzwischen auch so manchen an­ fänglichen Skeptiker überzeugt. Sogar Rotwild aus anderen Revieren sammelt sich nun im Winter mehr und mehr an diesem ruhigen, sonnigen und beinahe störungsfreien Platz. Wenn der Schnee im späten Frühjahr geschmolzen ist, verteilt sich das Wild wieder auf viele Reviere. Schälschäden halten sich damit in absolut verträglichen Grenzen. Die größte Faszination an diesem Tag übte auf uns Thomas Tschernes Um­ gang mit dem Rotwild aus. Es schien, als würde er mit seiner ruhigen Art und Stimme sein Wild geradezu hypnotisie­ ren. Noch nie zuvor konnten wir Rot­ wild in freier Wildbahn dem Menschen gegenüber so unvergleichlich vertraut erleben. Selbst von uns Fremden ließen sich fast alle Tiere nach kurzer Zeit schon berühren. Dem Vergleich mit haustierähnlicher Haltung widerspricht Thomas Tscherne aber energisch. So­ bald die Hänge wieder grün sind,

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Auch wenn sie sich in Thomas Tschernes Beisein sogar von Fremden anfassen lassen – die Skepsis dem Menschen gegenüber ist unübersehbar

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„Lasst euch nicht täuschen: Sobald der Schnee weg ist, wollen die nichts mehr von mir wissen. Wenn sie im Frühsommer Wind von mir bekommen, flüchtet selbst ,Einhorn‘ genauso schnell und weit wie alles andere Wild. Rotwild ist eben sehr berechnend und vor allem kann es die jeweilige Situation sehr gut analysieren.“

Kaum zu glauben wie vertraut das Rotwild hier ist. Doch Thomas Tscherne weiß genau: Diese Vertrautheit ist nur auf Zeit

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„Einhorn“ genießt die Rückenmassage so versichert er uns, ist alles Wild wieder so scheu wie zuvor. Selbst einzelne Käl­ ber, um die er sich bei der Fütterung ganz besonders kümmert, würden als Schmaltier oder Spießer schon Ende Mai genauso wie jedes andere Stück flüchten, sobald sie Wind von ihrem eins­tigen Wohltäter bekämen. Noch etwas wird jeder Besucher Thomas Tscherne sofort abnehmen: dass es ihm bei seinem Fütterungskonzept keinesfalls um „Trophäenzucht“ geht, son­ dern ausschließlich um den Erhalt dieser faszinierenden Wildart in einer stark vom Tourismus frequentierten Region. Deswegen geht Thomas Tscherne auch zur Jagd, deswegen ist er passio­ nierter Jäger. Dass er mit Überzeugung eine R8 Professional Success als liebste Jagd­büchse führt, war ursprünglich der Anlass, ihn in seinem Revier anlässlich einer Reportage zu begleiten. Nach den faszinierenden, geradezu paradiesisch anmutenden Stunden inmitten völlig vertraut wirkender Rotwildgenerati­ onen fanden wir das Thema „Büchse“ für unseren Bericht dann aber doch nicht mehr so recht passend. Ja, wir müssen sogar gestehen: bei diesen Bildern hatten wir jeden Gedanken an die Büchse verdrängt... 18 PASSION

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Sommer DRESS



IM REVIER

Funktionell, bequem und leicht zugleich – so präsentiert sich die neue Blaser Outfits Kollektion für die Übergangszeit und wärmeren Tage im Revier. Alle neuen Blaser Outfits punkten dabei mit intelligenten Lösungen und durchdachten Details, die nicht nur auf der Jagd, sondern auch im Alltag nützlich sind.

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Text: Redaktion. Fotos: Henry M. Linder

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DRESS

„Die idealen Outfits für Jagd und Freizeit“

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al kalt, mal warm. In der Übergangszeit schwanken die Temperaturen häufig. Die neuen Blaser Outfits Jacken und Westen sind perfekte Begleiter für Früh­ jahr und Herbst. Dank ihrer leichten Wattierung aus Daune oder Funktions­ materialien halten sie an kühlen Tagen angenehm warm, ohne zu beschweren. In Kombination mit elastischem Soft­ shell machen sie jede Bewegung mit und sind damit prädestiniert für die Jagd und andere Out­door-Aktivitäten.

Blaser Freizeitschuh Für einen sicheren und stilvollen Auf­ tritt auf jedem Terrain – und dabei überraschend leicht. Die extra griffige Vibram Sohle verhindert das Abrut­ schen auf aufgeweichtem Untergrund. Angenehme Passform und waschbare Einlegesohlen sorgen für ein komfor­ tables Tragegefühl.

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DRESS

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Tradition trifft Hightech Der Vintage-Oberstoff wird exklusiv für Blaser Outfits gewebt und erinnert optisch an den traditionellen Lodenstoff längst vergangener Tage. Kombiniert mit Hightech-Materialien punktet die Vintage-Linie mit attraktiven Styles, bequemer Schnittführung und ultima­ tiver Funktion.

Gemacht für harte Bedingungen Das strapazierfähige RAM Material ist auch schwierigen Bedingungen ge­ wachsen und hält mit Funktionsmem­ brane oder Laminierung des Ober­ stoffs Wind und Nässe zuverlässig fern. Durch seine robuste Struktur ist RAM die beste Wahl bei rauen Einsät­ zen im Revier.

Entdecken Sie die gesamte Frühjahr-/Sommerkollektion 2017 im neuen Blaser Outfits Katalog oder unter

blaser.de/outfits

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REISE

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MIT

Kajak UND B端chse Der Tiroler Chirurg und zweifache Familienvater, vielen bekannt durch extreme Unternehmungen, hatte einen Jugendtraum: Fasziniert von Natur und Einsamkeit wollte er als Erster ganz Alaska von Norden nach S端den durchqueren. Mehr als 2.500 Kilometer durch die Wildnis und 端ber zwei Gebirgsz端ge, jeweils in der Ausdehnung der gesamten Alpen.

Text und Fotos: Gerhard Hafele

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REISE

Eine karge Mahlzeit im Schotter des Flussbettes: Gerhard Hafele tankt Kraft für die nächste Etappe

Ein zerbrechlicher Schutzraum: das Zelt mag dem Wetter trotzen – aber einem Eisbären?

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lutig und schmerzgeplagt. Geschlagen – zumindest vorübergehend. Gerhard Hafele liegt am schotterigen Ufer eines namenlosen Gletscherbaches in der Alaska Range, der ihm fast zum Verhängnis geworden ist. Im eisigen Wildwasser ist er gekentert, hat Boot und den Großteil seiner Ausrüstung verloren. Allein – weit weg von den nächsten Menschen. Mit seinem Kajak, das den Namen NO LIMIT trägt, bricht er vom Eskimodorf Kaktovik am Nordpolarmeer auf. Ein Eisbär belagert sein Zelt während der Nacht. Mit Warnschüssen aus seinem Gewehr tritt Hafele dem Bären entgegen und kann sich behaupten. Im Alleingang bezwingt er den Kongakut River gegen die Strömung, zieht und trägt Boot und Ausrüstung über die Brooks Range und fährt über Sheenjek, Porcupine und Yukon River zur einzigen Brücke in Alaska, bevor der Winter das Land erstarren lässt. Gesundheitliche Probleme verhindern die Fortsetzung im folgenden Frühjahr. Dennoch gelingt es Hafele PASSION 18


Mit dem Kajak übers Gebirge: eine Herausforderung für Körper und Geist

Die Warnschüsse aus der R8 Professional haben den Bären überzeugt, das Weite zu suchen

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REISE

Nachdem das Boot gekentert war, fand Hafele die Büchse drei Tage später im Sand des Flussbettes

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sein Handicap zu überwinden und weiterzumachen. Er paddelt durch Zentralalaska, dabei mühsame 500 Kilometer gegen die Strömung der Flüsse bis zum Lake Minchumina. Die Etappe über die Alaska Range wird zur absoluten Herausforderung. Wildwasser, mal gegen und mal mit der Strömung, Schlechtwetter, Gletscher und Felswände machen jedes Fortkommen zur Qual. Trotz aller Widrigkeiten erreicht Gerhard Hafele sein Ziel, den Cook Inlet am Pazifischen Ozean. Es ist aber viel mehr als die Geschichte eines extremen Abenteuers. Es geht um menschliche Handicaps und deren Überwindung. Um persönliche Schwächen und die Herausforderung sie durch mentale Stärke zu besiegen. Aber auch um Natur, Einsamkeit und eine Form von Authentizität, wie sie die meis­ten Menschen nie erfahren können. Gerhard Hafele unterzieht Körper und Ausrüstung zwangsläufig einem Härte­test. Er führt immer ein Gewehr bei sich, im schwierigsten Teil eine Blaser R8. Als Gerhard mit seinem Kajak kentert, verliert er sie in der Alaska Range. Die R8 liegt drei Tage lang im Fluss. Sie versandet, läuft mit Wasser voll und wird schließlich gefunden. Wasser raus, Patrone hinein – schon ist sie wieder schussbereit.

Die Alaska Range: unendliche Weiten zu Fuß. Hier zählt Muskelkraft und eiserner Wille

Entschlossenheit gewinnt: Gerhard Hafele auf seiner Expedition 2.500 Kilometer von Norden nach Süden durch Alaska

No Limit Hardcover, gebunden, reich bebildert, 153 Seiten, www.berenkamp-verlag.at ISBN: 978-3-85093-361-2 18 PASSION

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Werner’s FOOD

WILDSTEAK

Der eine bevorzugt sein Steak blutig, der andere liebt es „well done“. Saftig, zart und eine krosse Kruste sollte es immer haben – egal, wie Sie es am liebsten mögen!

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1 | DAS FLEISCH

2 | DIE PFANNE

Gut gereiftes Wildbret aus Hüfte, Oberschale oder Rückenlachs. Als grobe Faustregel für die Fleischreifung gilt: zwei Tage plus ein Tag pro Lebensjahr. Dem Fleisch sollte man vor der Zubereitung Zeit geben, sich auf Raumtemperatur zu erwärmen. Dann erst schneidet man aus dem Stück zirka 3 cm dicke Scheiben und dressiert sie mit Küchengarn – so behalten sie beim Braten ihre Form. Und bitte trocken tupfen, bevor das Stück in die Pfanne wandert, denn: nur ein trockenes Steak führt zu einer krossen Kruste!

Hier verbirgt sich ähnliches Konfliktpotential wie bei der Frage nach dem optimalen Sauenkaliber. Gussoder schmiedeeiserne Pfannen haben überragende Eigenschaften im Bereich Wärmespeicherung und direkter Wärmeübertragung – ein gutes Steak braucht maximale Hitze! Daher die Pfanne auf höchste Stufe erhitzen und zirka 4-5 Minuten warten. Mit ein paar Wasserspritzern testen, ob die Pfanne heiß genug ist. Tanzen die Spritzer ein paar Sekunden über den Pfannenboden und verdampfen schließlich, geht’s los! Öl in die Pfanne geben – wegen des hohen Rauchpunkts und des milden Aromas empfehle ich Butterschmalz oder Erdnussöl. Weitere 20 Sekunden später nun endlich ab mit dem Fleisch in die Pfanne. Wenn es jetzt zischt, dampft und raucht, haben Sie alles richtig gemacht.

3 | BRATEN

4 | RUHEN

Während das Steak in der Pfanne vor sich hin brät, steigt die Versuchung, es zu wenden. Bitte nicht! Erst nach 2-3 Minuten durch kurzes Ruckeln an der Pfanne testen, ob sich das Fleisch löst. Wenn ja, auf mittlere Hitze reduzieren, das Steak wenden und weitere 2-3 Minuten anbraten. Danach das Fleisch in den auf 180 Grad Celsius vorgeheizten Ofen schieben und die Kerntemperatur mit Hilfe eines Bratthermometers im Auge behalten. Bei 52 bis 55 Grad ist das Fleisch „rare“, bei 60 bis 65 Grad „medium“ und bei über 71 „well done“. Für Medium-Steaks dürfte der Ausflug in den Ofen rund 5-6 Minuten dauern.

Ganz zum Schluss die Steaks zugedeckt noch ein paar Minuten ruhen lassen, der Fleischsaft gleicht seine Temperatur in allen Bereichen des Steaks aus und die Fleischfasern entspannen sich. Schnur abschneiden, Steaks mit Meersalz und frisch gemahlenem, groben weißen Pfeffer bestreuen, mit ein wenig Kresse garnieren – fertig!

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Werner Steckmann Jäger, Abenteurer und Koch: .„Mein Lieblingssteak? Vom Hirschrücken, gut abgehangen, medium, etwas Meersalz, Pfeffer und dazu ein trockener Rotwein – mehr braucht es nicht!“ Wenn Werner nicht kocht, ist er mit seiner Deutsch-Drahthaarhündin Bessy im heimischen Revier im Nürnberger Land, Bayern, unterwegs. Immer mit von der Partie ist außerdem die MAUSER M 03 EXTREME im Kaliber .308 Win. Sein Blog: http://www.wernerkochtwild.de

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SCHNAPPSCHUSS

In extremen Situationen muss man sich aufeinander verlassen können – auf den Jagdfreund und natürlich auf die Waffe. Dieser Schnappschuss entstand auf der Elchjagd in Schweden, bei der es nach einer langen Pirsch galt, den Augenblick mit der SAUER 404 XTC zu nutzen. Die Schulter des Freundes sorgte in diesem Moment als Auflage für den präzisen Schuss.

Gemeinsam jagen und an die körperlic hen Grenzen gehen – unter diesem Motto standen die RWS Northern Classics in Norwegen. In atem beraubender Natur und unter extremen Bedingunge n jagten eine Handvoll Journalisten auf Rentier. Dab ei kam das neue SPEED TIP PRO Geschoss von RWS in den 30er Kalibern zum Einsatz und demonstriert e eindrucksvoll seine Wirkung.

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Originalsestand aus es -M R SE U A eM Highlights der der brandneu war eines der Schon allein en ck sä „Darsteller“ d n Sa eisterten die ten und eg b e n h ü B Munitionskis ie als d ARD sowie ch mehr noch -M 98 STAND R SE U A M e IWA 2017. Do M 12 und tanden der MAUSER wiederaufers le ie el d d m o u M d tn af ru olzsch s aller Welt gestalteten H ienvertreter au ed M die völlig neu ie d s as d . Hier steht under also, s einzufangen ew N M 03. Kein W en ß ei h z Kempf den den, um die anager Mori M tn u Schlange stan o cc A Antwort. eise kniet Key en Rede und ed w h Sc beziehungsw s au se von Red Moo Journalisten

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Im Gleichschritt: Unverhoffte Begegnung bei den Dreharbeiten zu einem neuen Blaser Film. Die beiden jungen Luchse kreuzten den Weg, gerade als das Kamerateam von Otmar Penker und Gunther Stoschek, Creative Director Blaser, die Ausrüstung in Stellung brachte. Ein gutes Omen für spannende Naturaufnahmen!

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Fotos: SAUER, Michael Agel, Mauser, Carl Zeiss Sports Optics, Blaser

. Nicht nur die jagenden Fotorohre in Liebenberg, Brandenburg fern Ziel V6 ST QUE CON S ZEIS en von der milden OktoberFotoshooting für die neu d leuchtete in allen Farben, wurde Wal der h auc e, Seit en best r ihre Atmos­ modelle präsentierten sich von ftenden Damschaufler – die gesamte u das Glucksen und Rülpsen der brun Daz t. uch en. geta t war n Lich iede mes zufr war in sehr ne son den Ergebnissen erstaunlich, dass die Fotografen mit er weit t nich es ist so und mte phäre stim

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TERMINE & IMPRESSUM

PASSION DAS KUNDENMAGAZIN VON BLASER, MAUSER, SAUER, ZEISS UND RWS

ULM (MSZU), 3. JUNI,

SAUER SCHIESSEVENT SÜD HELSA, 9. JUNI,

ZEISS EINSCHIESS-SEMINAR DORNSBERG, 9. UND 10. JUNI

BLASER-CUP MEHR INFOS UNTER www.blaser-cup.de TEILNAHME AN MEHREREN EVENTS MÖGLICH

Herausgeber: Blaser Jagdwaffen GmbH, Mauser Jagdwaffen GmbH, J. P. Sauer & Sohn GmbH, Carl Zeiss Sports Optics und RWS Verlag: Klambt-Verlag GmbH & Co. KG Pressehaus, Im Neudeck 1, D-67346 Speyer www.klambt.de Geschäftsführung: Lars Joachim Rose, Kai Rose, Rüdiger Dienst Verlagsleiter: Kai Rose

HARTENHOLM, 23. UND 24. JUNI

BLASER-CUP COESFELD, 30. JUNI UND 1. JULI

BLASER-CUP GUT GRAMBOW, 15. JULI

SAUER SCHIESSEVENT NORD LIEBENAU, 4. UND 5. AUGUST

BLASER-CUP SÖRNEWITZ, 11. UND 12. AUGUST

BLASER-CUP WETZLAR, 23. SEPTEMBER

ZEISS WEITSCHUSS-SEMINAR ELLINGEN, 13. BIS 15. OKTOBER

INTERNATIONALE JAGDUND FISCHEREITAGE

Chefredaktion: Julia Numßen (v.i.S.d.P.) Technische Leitung: Matthias Albrecht Layout: Sabrina Hegner Herstellung: Marcel Weilacher Mitarbeiter: Gunther Stoschek, Alexandra Baur (Blaser), Agnes Köhler (Artworks); Dominikus Stadler (MAUSER); Sebastian Woestmeyer (SAUER); Johannes Fürst (Carl Zeiss Sports Optics); Hannes Dikhoff, Nicole Heidemann, Heinz Winkler (RWS) Fotografen: Michael Agel, Markus Gemeinder, Joachim Hartmann, Franz Knittel, Andreas Kurth, Henry M. Linder, Erich Marek, Sebastian Offel (novus Creativ & Design Agentur), Peter Vonow PASSION-App: Henning Lüke, Eva Voscort (enabee) Internet: www.passion-magazin.de Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte, Fotos, CD‘s etc. keine Gewähr. © Alle Rechte bei: Klambt-Verlag GmbH & Co. KG. Grenzüberschreitende Lieferungen sind nur mit Zustimmung des Verlages gestattet.

SCHWEDEN, JÖNKÖPING, 25. BIS 27. MAI

Abo-Service: Adresse siehe Verlag. Bei Fragen zum Abo, wenden Sie sich bitte an den AboService, Tel.: 01 80/5 71 83 86 (14 ct./Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, abweichende Preise aus Mobilfunk) Fax: 0 62 32/31 02 12 E-Mail: passion-redaktion@klambt.de www.abo.klambt.de

ELMIA GAME FAIR

PASSION erscheint zweimal im Jahr.

GROSSBRITANNIEN, HARROGATE, 6. BIS 7. MAI

NORTHERN SHOOTING SHOW

DÄNEMARK, ULFBORG, 30. JUNI BIS 2. JULI

ZEISS FIELDSHOOTING WEEKEND NIEDERLANDE, VELDER, 22. BIS 24. SEPTEMBER

JACHT & BUITENLEVEN

Preis des Einzelheftes: 9 Euro inkl. 19 % MwSt. und Versand (CHF 15) Jahresabonnement Inland: 15 Euro (CHF 25) Kostenfreier Aboservice: Nur für registrierte Kunden der Herausgeber; www.passionmagazin.de und auf Abonnement klicken Reproduktion: Klambt-Verlag GmbH & Co. KG, Speyer

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PASSION erscheint im November 2017!

Druck: NEEF+STUMME Premium Printing, 29378 Wittingen PASSION 18


Wenn Zuverlässigkeit selbstverständlich ist. ZEISS Conquest V6

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ZEISS Conquest V6 Das neue 6-fach Zoom Zielfernrohr von ZEISS Conquest® V6 steht für die perfekte Verbindung von Präzision und Zuverlässigkeit in jedem Detail: FL Glas für optimale Bildqualität, ein feines Absehen in der zweiten Bildebene sowie eine robuste Bauweise und hervorragende Mechanik. Dank Bewegungssensorik, einer neuen ASV und der bewährten LotuTec® Beschichtung ist es die neue Referenz in der oberen Mittelklasse. Qualität „Made in Germany“ erhältlich als 1.1– 6 × 24, 2 –12 × 50 und 2.5–15 × 56. www.zeiss.de/conquestv6


BRANDMARK

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R A R T NE

Abgabe von Waffen nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.

Profile for RUAG Ammotec - Marken und Kataloge

Passion 18  

18. Ausgabe des Kundenmagazins von RWS, Blaser, Sauer, Mauser und Zeiss

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18. Ausgabe des Kundenmagazins von RWS, Blaser, Sauer, Mauser und Zeiss

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