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10/2013 · € 9,-

passion

PASSION

DAS Kundenmagazin von Blaser, Mauser, Sauer, Zeiss und rws

www.passion-magazin.de

10/2013

Das Kundenmagazin von blaser, mauser, sauer, zeiss und rws

Außergewöhnlich

Blasers neuer Stutzen

Die neue M 12

Typisch Mauser

RWS

Das EVO GREEN im Praxistest

www.passion-magazin.de


EDITORIAL

Die Zeit ist reif

E

s ist schon bemerkenswert wie schnell sich manchmal Dinge entwickeln können. In einem von Traditionen geprägtem Umfeld eine Jagdbüchse wie die Blaser R8 Professional Success auf den Markt zu bringen, deren Schäftung vielen Jägern zunächst sehr futuristisch erschien, erforderte durchaus Mut. Selbst im eigenen Hause waren nicht alle sofort Feuer und Flamme, was sich aber spätestens nach den ersten jagdlichen Einsätzen oder Schießstandbesuchen änderte. Denn nirgends sonst als bei praktischer Erprobung ist so schnell festzustellen, welch enormen Beitrag ein ergonomisch perfekt gestalteter Schaft zum konstant guten Treffen leisten kann. Aus heutiger Sicht vewundert es da geradezu, dass in dieser Hinsicht der Jagdbüchsenschäftung nicht schon früher viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Wir Büchsenmacher und Jagdwaffenhersteller sind in unserem Denken und Handeln eben auch eher traditionell geprägt. Da aber das sichere Erlegen von Wild oberstes Gebot der Waidgerechtigkeit ist, fiel es uns sehr leicht in diesem Punkt auch mal über den eigenen Schatten zu springen. Die überwältigende Resonanz gibt uns heute mehr als recht! Das Interview mit Dr. Norbert Teuwsen auf Seite 90 steht stellvertretend hierfür. Ja, und aus unserer Begeisterung heraus haben wir es nun sogar gewagt, anlässlich der IWA, mit einer Stutzen- und der rassigen Monza-Variante nachzulegen.

Funktionalität in modernem Design oder aber edles Schaftholz und traditionelle Formen?

Die achte Generation Für noch mehr Präzision Neue Kneifrille für optimalen Geschosssitz

Kupferhohlspitze für schnelles Ansprechen im Wildkörper Bugkern für kontrolliertes Fragmentieren und hohe Wirksamkeit

Geometrische Heckoptimierung für höchste Präzision

Abgabe nur an Erwerbsberechtigte

H-förmige Einschnürung für zuverlässige Teilzerlegung

Klassischen Schaftformen und dem edlen Naturprodukt Nussbaumholz werden wir deswegen aber keinesfalls abschwören. Glücklicherweise können wir Jäger uns den Luxus erlauben, im Hinblick auf die Ausrüstungswahl nicht ausschließlich auf rein sachliche Gesichtspunkte achten zu müssen. Die Jagd lässt auch durchaus traditionell anmutende Vorstellungen und Träume zu, deren Verwirklichung wir als eine der spannendsten Aufgaben ansehen. Als aktuelles Beispiel seien an dieser Stelle nur die neuen „Stradivari“ Modelle von R8 und K95 genannt, die Sie in diesem Heft ab Seite 6 finden.

Die Faszination der Jagd in bewegenden Bildern In unseren Werbeaktivitäten spiegeln sich schon immer authentische Situationen, Jagdbegeisterung und eigene Emotionen wider. Als unser Konstrukteur Matthias Kneppler während der Brunft letzten Jahres einen uralten, bereits durch Kämpfe verletzten Hirsch erlegen sollte, erklärte sich Filmproduzent Otmar Penker bereit, diese Jagd mit der Kamera zu be­gleiten. Daraus entstand dann ein in dieser Form sicher einzigartiges filmisches Meisterwerk. Lassen auch Sie sich mitreißen auf www.blaser.de! Viel Waidmannsheil zum Aufgang der Bockjagd wünscht Ihnen

Heckkern für extreme Tiefenwirkung

Zunehmende Mantelwandstärke für einen massestabilen Restkörper und einen gesicherten Ausschuss

www.rws-munition.de

 unther Stoschek G Creative Director Blaser Jagdwaffen GmbH

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inhalt

eine S 303 oder eine Mauser M 12 + ZEISS Ziefernrohr + RWS Munition + exklusive Einblicke bei den Herstellern! Mehr Infos ab Seite

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SHOWROOM Blaser Symphonie der Elemente.................6

ZEISS Waidmannsheil...............................96

Pole Position...................................26 Ein Hauch von Platin.....................28

Mauser M 12 Premiere mit der neuen M 12......................................30 Typisch Mauser...............................34

IWA AKTUELL

OPTIK

SAUER 101

CONQUEST HD im Härtetest

Formel 101 .....................................16 Die Geheim-Waffe.........................20

R8 Professional Success Feuer und Flamme für den Stutzen.....................................22

Ja, dieses CONQUEST HD musste einiges über sich ergehen lassen: Es wurde von einem 2,5-Tonner überrollt, mit Schrot beschossen – alle Informationen zu dem nicht alltäglichen Test ab Seite

Is’ ja irre!.........................................36

ZEISS Academy Volltreffer!.......................................60

Fernglas-Aktion 10 Minuten länger sehen..............82

Blaser R8 Professional Success Stutzen, Mauser M 12, SAUER 101 – wir haben uns die Highlights der IWA genauer angesehen

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WAFFE

MUNITION

DRESS

Blaser R8 Trailer

Praxistest EVOULTION GREEN

Blaser active outfits

Großes Kino....................................44

SAUER Synchro XC Millimetermaschine.......................54

Wie gut ist das EVO GREEN wirklich?.........................................46

Mit jeder Faser...............................56

OFFROAD Der neue Range Rover

M 03 Extreme

Lord of the Snow...........................66

Jungjägerin trifft Allrounderin...................................64

REISE

Blaser R8 mit Cartoons Mit Herz und Humor....................72

Fotos: privat, Carl Zeiss Sports Optics, Blaser, Mauser, SAUER, RWS, Blaser Safaris

n ge o

Gewinnen Sie eine R8,

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nne wi

n mit

Editorial....................... 3 Inhalt........................... 4 Aktuell....................... 10 Waffen der Profis.......90 Schnappschuss......... 92 Termine...................... 94 Impressum................. 94 man@work................. 98

Auf Büffel im Sambesi Delta

SAUER 202

Wie in alten Zeiten.........................84

Mehr als nur ein Gewehr .............76

Büffel satt – im Sambesi Delta in Mosambik stehen die Chancen sehr gut, einen alten, reifen Bullen zu strecken

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Auf dem Titel angekündigte Themen sind mit einer Titelbild: Erich Marek

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Showroom

Symphonie der Elemente

Fotos: Sebastian Offel

Es war die einzigartige Kombination aus vorz端glichen Materialien und einer neu足artigen Bauform, die die Instrumente aus der Hand des Geigenbaumeisters Stradivari so vollkommen machten. Diesem Beispiel folgend, sind die beiden B端chsen K95 und R8 Stradivari seinem Namen gewidmet.

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Showroom

Nur das Edelste ist gut genug Wurzelmaserschäfte in allerhöchster Qualität, Achtkantläufe mit Kannelierung und exquisite Oberflächen­veredelung: mit einem der seltensten Metalle der Welt, dem Platin-Metall Ruthenium, sowie dem hoch­modernen Diamond-Like-Carbon Verfahren

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aktuell

Neue PR-Leiterin bei Blaser Alexandra Baur, Jahrgang 1968, ist bei Blaser seit Oktober 2012 verantwortlich für Public Relations. Einige ihrer Stationen: Studium London School of Economics, Focus Money in New York, selbstständige PR-Managerin. 2011 absolvierte die Düsseldorferin ihre Jägerprüfung

Sie sind PR-Leiterin und verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Was gefällt Ihnen besonders an dieser Aufgabe? Die Vielfältigkeit ist sehr faszinierend – Blaser hat auf dem nationalen und internationalen Jagdmarkt eine enorme Präsenz, dazu kommt die umfangreiche Produktpalette rund um erfolgreiche Produkte wie den Geradezugrepetierern R8 und R8 Professional Success oder die Flinte F3. Lokale Pressekontakte pflegen, Facebook im Blick behalten, den Webseite-Auftritt optimieren und aktualisieren, internationale Veranstaltungen organisieren – all das gehört zu meinen Aufgaben. Und das vor dem Hintergrund, dass ich gern jage und auf den Schießstand gehe. Was gefällt Ihnen persönlich an der Firma Blaser? (lacht) Natürlich die Jagdwaffen, aber nicht nur. In meinen Augen vereint Blaser die besten Qualitäten eines erfolgreichen mittelständischen Unternehmens. Blaser kennt und pflegt seine Wurzeln im Allgäu und ist, dank seiner Innovationen und Vertriebsstärke, gleichzeitig international erfolgreich.

Seit Oktober 2012 verstärkt Sebastian Woestmeyer das Marketing-Team von Sauer & Sohn. Der passionierte Jäger, Angler und Flintenschütze ist für die Presse-Arbeit sowie Messen und Events zuständig.

Brillant und übersichtlich Der Leser soll sich noch leichter in dem neuen ZEISSKatalog zurechtfinden und noch schneller alle für ihn relevanten Informationen erhalten. Dr. Ralph Nebe, Marketingleiter von Carl Zeiss Sports Optics: „Wir haben technisch aufwändige Produkte mit einer Vielzahl an herausragenden Produkteigenschaften in einem schicken, neuen Design verpackt. Die Herausforderung war es, diese Vielfalt bereits auf den ersten Blick verständlich vorzustellen.“ Überzeugen Sie sich selbst und fragen Sie im Fachhandel oder auf den Messen am ZEISS-Stand nach dem neuen Katalog.

Ausgezeichnet! Die Blaser R8 Professional Success ist mit dem iF Product Design Award ausgezeichnet worden. „Damit wird die einmalige Kombination von technischer Qualität und formvollendeter Silhouette zusätzlich unterstrichen“, freut sich Blaser Geschäftsführer Bernhard Knöbel über diesen Erfolg. „Wir haben gemeinsam mit dem belgischen Designer Stan Maes kompromisslos die technischen Vorgaben so umgesetzt, dass

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die Schäftung der R8 den Jäger bei jeder Anschlagsart perfekt in Position bringt.“ In bester Blaser Tradition profitiert der Jäger auch bei der R8 Professional Success, die es jetzt auch als Linksausführung gibt, von dem vielseitigen Modulsystem. Inzwischen ist die R8 Professional Success Leather mit witterungsbeständigen Echtleder-Einlagen erhältlich.

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Zehnjähriges Jubiläum Die schwarz brünierten Stahlteile des Jubiläumsmodells „10 Jahre M 03“ zieren mit Goldfäden gefasste, feine englische Arabesken. Auf dem Magazinboden ist das Mauser-Wappen mit dem Schriftzug, der an den „Geburtstag“ erinnert, in echtem Gold gehalten, während Verrieglungskopf, Abzug und Spannhebel titannitriert sind und goldfarben glänzen. Natürlich verfügt auch das Jubiläumsmodell M 03 mit LaufKannelierung über sämtliche bewährte Mauser Ausstattungsmerkmale wie Kombiabzug, Magund Muzzle-Safe. Glanzfinish an Lauf und System und das wunderschöne Schaftholz der Klasse 6 runden die edle Erscheinung ab.

RWS, SAUER und ZEISS luden Fachjournalisten aus aller Welt am 7. März 2013 zum gemeinsamen Schießevent ein. Auf dem Werksgelände in Fürth, bot sich der Presse einen Tag vor der IWA die Möglichkeit, ausgiebig die Neuheiten der drei Kooperationspartner auf sechs Schießständen zu testen. RWS stellte dabei seine Büchsenpatronen in verschiedensten Kalibern unter Beweis. Unter anderem wurde auch das neue EVOLUTION GREEN im Vergleich zu anderer bleifreier Munition auf Gelatine geschossen und die Ergebnisse per Highspeed-Kamera festgehalten. Ein weiteres Highlight des Shooting-Day war das Präzisionsschießen im 500 Meter-Tunnel mit der SAUER 202 Synchro XC und dem montiertem ZEISS VICTORY 6-24x56 T* FL – diese Kombination ergab ein beeindruckendes Schussbild mit 50 bis 60 Millimeter-Gruppen auf einer Entfernung von 485 Metern. Zudem waren von ZEISS die VICTORY HT Zielfernrohre mit ASV + im Einsatz. Weiterführende Informationen und Videos zum Thema finden Sie unter www.all4shooters.com „Messeneuheiten“.

Max Hunt mit Bogen spitze Ende Januar wurde Extrem-Jäger und Abenteurer Max Hunt anlässlich der Safari Convention in Reno, Nevada, vom Safari Club International (SCI) für den SCI-Rekord „Rehbock mit Bogen“ geehrt. Dass es Max mit dem Gewehr mindestens genauso gut kann, beweist er eindrucksvoll in seinem Film mit der SAUER 101, in dem er in Neuseeland auf Hirsche jagt. Zu sehen unter www.sauer.de Mit Max Hunt (rechts) freut sich Archie Nesbitt, einer der bekanntesten Bogenschützen Amerikas

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Fotos: Blaser, Mauser, SAUER, RWS, Carl Zeiss Sports Optics

Wie haben Sie sich inzwischen eingelebt? Weil ich oberschwäbische Familienbande habe, bin ich mit dem Allgäu seit Jahren vertraut. Mit dem Wechsel zu Blaser nach Isny habe ich also ein Stückchen Heimat betreten.

IWA-ShootingDay bei RWS


Aktuell

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Machen Sie einfach mit bei unserem Wettbewerb: „Ich habe Passion, weil …!“ Mit etwas Glück gehören Sie zu den drei Gewinnern, die nicht nur eine Traumkombination aus Waffe, Zielfernrohr und Munition gewinnen, sondern faszinierende und exklusive Einblicke bei Blaser, Mauser, SAUER, ZEISS und RWS direkt vor Ort bekommen.

„Ich habe Passion, weil ich immer versuche, mit meinem Jagdterrier Schritt zu halten“

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Wir haben Passion!

Sven Tütge:

Mitte November 2013 starten die Gewinner dann auf die chicken Sie uns ein aktuelles Bild von Ihnen, das Sie zweitägige „Tour de PASSION“, die von unserer Redaktion auf der Jagd zeigt, ob beim Aufstieg in die Berge, begleitet wird (siehe detaillierten Programmablauf). Treffbeim gemütlichen Beisammensein mit Freunden punkt ist Isny, anschließend fährt die Gruppe gemeinsam auf der Hütte, an Ihrem Lieblingsplatz im Revier, mit Sohn, nach Wetzlar zu ZEISS, um das zu dem „Waffen-Paket“ Tochter, Enkel oder Enkelin auf der Pirsch, bei einer Hedazugehörige Zielfernrohr auszuwählen und montieren cken-Pflanz-Aktion, beim Aufstellen einer Leiter oder, oder, zu lassen. Zum Schluss erfolgt in Fürth bei RWS unter fachoder. Vervollständigen Sie dann den Satz: „Ich habe Passikundiger Hilfe das Ein- beziehungson, weil …!“ und schicken Sie uns weise Probeschießen der Waffen mit das Ganze per Post oder digital per Programmablauf Tour de PASSION der jeweiligen Wunsch-Laborierung. Mail zu. Vermerken Sie bitte noch kurz, mit welcher Waffe Sie liebMontag, 18. November: Individuelle Zurück in Isny tritt jeder der Geäugeln (Blaser R8 Professional SucAnreise der Gewinner bis 12 Uhr nach winner mit seinen nagelneuen Ercess, SAUER 303 Hybrid, Mauser Isny. Gemeinsames Mittagessen auf oberungen den Heimweg an. HotelM 12) und ob Sie bereits Leser von der Alm. Anschließend bekommt jeder übernachtungen und die Fahrten PASSION sind. Einsendeschluss ist „seine“ Blaser, Mauser, SAUER im gezu den einzelnen Herstellern sind der 31. Juli 2013. wünschten Kaliber ausgehändigt. Daselbstverständlich inklusive, die nach Fahrt mit Redaktions-Pkw nach Gewinner sind nur für ihre indiviAuf unserer Homepage www. Wetzlar. Übernachtung im Hotel in duelle An- und Abreise nach Isny passion-magazin.de werden Ihre Wetzlar. zuständig und sollten drei Tage Zeit Bilder nach Einsendeschluss ins für diesen ganz besonderen „RoadInternet gestellt. Unsere Jury, zuDienstag, 19. November: Ab 8.30 Uhr Trip“ einplanen. sammengesetzt aus jeweils einem ZEISS-Werksführung, Informationen Eine Berichterstattung darüber erVertreter von Blaser, Mauser, SAUzur Optik, anschließend gemeinsame folgt dann ausführlich in der FrühER, ZEISS und RWS, trifft dann eine Montage. Mittags Weiterfahrt mit Rejahrsausgabe in PASSION 12! Vorauswahl und am Ende entscheidaktions-Pkw nach Fürth zu RUAG/ det das Los, wer zu den drei GlückRWS. Probe- und Einschießen der GeAlle Infos zu den Preisen und Teillichen gehört. Die Bekanntgabe erwehre mit entsprechendem Patronenlos nahmebedingungen finden Sie auf folgt in unserer Herbstausgabe in auf der Schießanlage. Danach Rückfahrt der nächsten Seite. PASSION 11. nach Isny, Übernachtung im Hotel.

Hanna Balke:

Florian Hilsenbeck:

„Ich habe Passion, weil ich für mein Leben gern Wildenten esse“

„Ich habe Passion, weil ich hier draußen im Revier richtig abschalten kann“

Mittwoch, 20. November: Individuelle Abreise.

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Aktuell

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Die R8 Professional Success mit Ledereinlagen inklusive einem ZEISS VICTORY HT 3-12x56 mit Leuchtabsehen 60 und ASV +

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Die S 303 Hybrid inklusive einem ZEISS VICTORY HT 1,1-4x24 mit Leuchtabsehen 54

Die M 12 mit Holzschaft inklusive einem ZEISS DURALYT 3-12x50 mit Leuchtabsehen 60

Mit diesen ZEISS-Optiken werden die jeweiligen Waffen montiert: Das ZEISS VICTORY HT 3-12x56 mit Schiene, Leuchtabsehen 60 und ASV + (oben) für die R8, das VICTORY HT 1,1-4x24 mit Leuchtabsehen 54 für die S 303 (Mitte) und das DURALYT 3-12x50 mit Leuchtabsehen 60 (unten) für die M 12

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Teilnahmebedingungen Schicken Sie an uns Ihr persönliches Foto unter dem Motto: „Ich habe Passion, weil …!“ per Post an: Klambt Verlag GmbH & Co. KG Redaktion PASSION Stichwort Gewinnspiel Im Neudeck 1 67346 SPEYER oder per Mail an: passion-redaktion@klambt.de Stichwort Gewinnspiel

200 Schuss

Mehr Infos unter www.passion-magazin.de

Teilnahmebedingungen: Sie sind Inhaber einer Waffen-Erwerbserlaubnis. Mit Einsendung Ihres Fotos erklären Sie und die darauf abgebildeten Personen sich damit einverstanden, dass das Bild honorarfrei im Internet gezeigt und für den Abdruck in PASSION verwendet werden darf. Die Preise werden nicht ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

in EINER der ZAHLREICHEN BÜCHSENPATRONENLaborierungEN Ihrer Wahl von RWS, ZUM BEISPIEL:

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aktuell iwa 2013

Formel 101 Die Gleichung hatte zwei Bekannte:

Begrenztes Budget + Höchste Ansprüche = X Sauer & Sohn hat das X durch ersetzt und die Gleichung mit einer Standard-Repetierbüchse gelöst, die in puncto Sicherheit, Handling und Präzision neue Maßstäbe setzt. Den Lösungsweg sehen Sie hier. Fotos: Franz Knittel

Technische Daten auf einen Blick

Erleben Sie die technischen Features der S 101 unter www.sauer.de

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Kaliber: .22-250 Rem., .243 Win., 6,5x55 SE, .270 Win., 7x64, .308 Win., .30-06 Spr., 8x57 IS, 9,3x62 7 mm Rem. Mag., .300 Win. Mag., .338 Win. Mag. Magazinkapazität: 5 + 1; (Magnum 4 + 1) Lauflänge: 56/62 cm Gesamtlänge: 106/112 cm Gewicht: ca. 3,0/3,1 kg Modelle: • Classic (Nussbaumschaft, Stufe 1) • Classic XT (Synthetikschaft mit Soft Touch)

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Klug kombiniert: S 101 Classic mit ZEISS Duralyt

Hart im Nehmen: Die S 101 Classic XT mit offener Visierung

Sechs Warzen-Verriegelung im Lauf, ZwillingsAusstoßer für perfekten Auswurf, Entsperrknopf zum Öffnen im gesicherten Zustand und top Kammergang

Die DURA SAFE arbeitet ergonomisch perfekt und praktisch lautlos als Schieber auf dem Schlösschen. Der im Schieber integrierte Knopf verhindert unbeabsichtigtes Entsichern

Der Rastabzug löst den Schuss ohne jeglichen Vorweg bei glasklaren 950 Gramm aus. Das breite und im Radius optimierte Züngel garantiert perfektes Abziehen

Das Einsteckmagazin für 5 Schuss (Magnum 4 Schuss) kann durch Druck auf den griffgünstig vor dem Magazin positionierten Entriegelungsknopf entnommen werden

Der nach hinten ansteigende Schaftrücken verbessert die Position des Kopfes hinter dem Zielfernrohr und verringert den spürbaren Rückstoß enorm

Das patentierte EVER-REST-Konzept ist eine ultrastabile Bettung, die gleichzeitig das System optimal vom Schaft entkoppelt. Das ist der Schlüssel zur Präzision der S 101

Option 2: Offene Visierung „Semi-Auto“

Option 1: Offene Visierung „Standard“

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ommer 2011. Ich bin zu Besuch bei meinem Freund Matthias Klotz in Isny. Nach dem üblichen Austausch von Neuigkeiten wechselt er schnell das Thema und fragt in geradezu konspirativem Ton: „Flori, willst einen Prototypen testen?“ „Ja klar, her damit“, entgegne ich spontan, woraufhin mich Matthias eindringlich beschwört: „Das Ding darfst du niemandem zeigen! Wenn da was rauskommt, ist die Hölle los!“ Ich höre mich nur „Ja klar!“, „logisch“ und „Ja was glaubst denn Du, I bin doch net bled!“, sagen, und endlich öffnet er den Schrank und drückt mir das Gewehr in die Hand. Gut ausbalanciert, schnittig, sehr angenehmer Schaft, butterweicher Schlossgang. Bei den ersten Anschlagübungen habe ich das Absehen sofort im Blick. Dann erkunde ich den Schieber nebst Druckknopf auf dem Schlösschen. Ich ziehe ihn zurück, gesichert. Ich will entsichern – geht nicht. Ah, der Knopf! Ich drücke drauf, und fast lautlos gleitet der Schieber nach vorn. Raffiniert. Den anderen Knopf seitlich hinter dem Kammerstengel erkenne ich sofort richtig als „Türöffner“ im gesicherten Zustand. Jetzt nehme ich das Magazin heraus „Fünf Schuss!“ kommt es wie aus der Pistole geschossen. Schnell gehen wir noch einmal alles durch, aber das Gewehr erklärt sich praktisch von selbst. Dann wandern 100 Schuss Munition in meine Tasche: „Mit der ist sie eingeschossen – Waidmannsheil!“ Wieder im Spessart angekommen, will ich zunächst auf den Schießstand. Mit einem Prototypen? Unmöglich! Also ins Revier, Scheibe auf 100 Meter, Benchrest-Auflage, und raus sind fünf Schuss. Vier Zentimeter hoch und auf drei Zen-

timeter zusammen liegen die Einschläge – passt. Vom Anschießen geht’s direkt auf einen Sitz nahe der Bundesstraße. Nach einer knappen Stunde zieht ein schwacher Jährling in den Grashang. Ich muss jedoch warten, bis ich Kugelfang habe. Bequem kann ich den Geringen mit gesicherter Büchse durchs Zielglas verfolgen, und nach zehn Minuten steht er endlich breit im Hang. Mein rechter Daumen schiebt die Sicherung nach vorn, Pfiff, der Bock wirft auf und die Kugel ihn im nächsten Moment um. Ich zünde die obligatorische Pfeife an, da nehme ich ganz in der Nähe meines Bockes eine Bewegung wahr. Fuchs! Pfeife auf das Sitzbrett, Büchse blitzschnell in Anschlag. Der junge Rüde schnürt Richtung Wald. Im Mitfahren entsichere ich, und als er auf dem Weg verhofft, lasse ich fliegen. Fuchs tot! Na wenn das so losgeht, kann das ja was werden. Und es wird was, denn in der folgenden Blattzeit kann ich mit der 101 vier weitere Böcke sauber erlegen. Noch ist eine Woche Zeit auf Kahlwild, bevor die Jagd vor der Brunft ruht. Beim Abendansitz erscheinen Schmaltier mit Spießer auf etwa 150 Meter. Das breit stehende Schmaltier bleibt im Feuer. Durchrepetieren und Spießer „aufnehmen“ sind eins, und als dieser 30 Meter vor der Waldkante verhofft, bricht der zweite Schuss. Im Zielfernrohr sehe ich ihn niedergehen. Instinktiv rauscht die nächste Patrone ins Lager, und das ist gut so, denn der Hirsch versucht wieder auf die Läufe zu kommen. Ein weiterer Schuss mittig aufs Blatt, und nichts mehr rührt sich. Später am Stück zeigt sich, dass auch der erste Schuss gut platziert war. Sei’s drum – lieber nachgeschossen als nachgesucht.

Meinen Brunfthirsch jage ich dann allerdings mit der Take Down. Da bin ich abergläubisch. Doch ein komplizierter Unterschenkelbruch beim Bergen des Recken beschert mir eine dreimonatige Zwangspause. Das Jagdjahr ist gelaufen. Erst Anfang Februar kann ich wenigstens eine mondhelle Nacht auf Füchse ansitzen. Insgesamt drei bringe ich zur Strecke. Zwei auf gut 100, einen auf exakt 160 Meter. Diese reproduzierbar guten Treffer auch auf kleine Ziele schweißen die S 101 und mich immer mehr zusammen. So begleitet sie mich auch im neuen Jagdjahr auf Jährlinge und Schmalrehe. Ergebnis nach zwei Wochen: Fünf Stück Rehwild auf Distanzen zwischen 50 und 120 Meter, Nachsuche keine. Der „Lauf“ mit der 101 hält also an und wird Mitte Mai durch einen Überläuferkeiler bestätigt, der mir morgens auf 40 Gänge im Altholz begegnet und dank der extrem leisen Sicherung bis zum Schuss absolut nichts mitbekommt. Für mich als 202-Mann ein unbedingtes Muss; denn wer das lautlose Entsichern im Ziel so verinnerlicht hat wie ich, der ist schwer für etwas anderes zu begeistern. Der erste Schuss in Bewegung dann Mitte Juli: Eine Keilerchen verlässt einen Getreideschlag, den ich bei der Frühpirsch revidiere. Büchse von der Schulter und in Anschlag. Im Schwung entsichere ich, das Fadenkreuz läuft ruhig im vorderen Drittel, und auf etwa 60 Gänge fasst die .308 kurz hinter dem Blatt. Da die gut ausbalancierte Waffe im eher moderaten Kaliber extrem ruhig schießt, sehe ich den Treffer auf dem Stück, das nach drei Fluchten verendet. In der Folge kommen Rehwild, Kahlwild und gelegentlich eine Sau zur Strecke, und die S 101 zeigt in allen Facetten ihre Stärken. Beim Ansitz

besticht sie durch ihre kompakte Bauweise auf engen Kanzeln und Leitern. Bei der Pirsch liegt sie dank des geringeren Gewichtes angenehm auf der Schulter, und die gute Balance lässt die Schüsse vom Pirschstock problemlos gelingen. Und so greife ich auch beim Jagdausflug in die Berge zur S 101. Liegend vom Rucksack kann ich eine Gams auf 170 Meter erbeuten, die im Schuss wie vom Blitz getroffen umfällt. Und dann ist Drückjagd-Zeit: Nach reichlich Trockenübungen fühle ich mich mit der S 101 so sicher wie mit meiner Take Down. Und das Publikum? Kein Problem, denn da ich auch meine 202 immer in einem Futteral von MB-Filze transportiere, fällt keinem meiner Jagdfreunde auf, dass da eine andere Braut auf Beute lauert. Ein Erlebnis ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Ein Traumtag mit Neuschnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt. Mehrere Stücke Rehwild hatte ich bereits in Anblick und war wachsam, da man das Wild im weißen Puder nicht anwechseln hörte. Da taucht wie aus dem Nichts eine kopfstarke Rotte im Altholz auf etwa 50 Meter auf. Zwei „Dicke“ vorweg und im Anschluss die Überläufer und Frischlinge wie an der Perlenkette. Auffahren, entsichern, Bumm – „Perle Nr. 3“ geht über Kopf. Die Sauen nehmen Fahrt auf, Bumm – Sau rolliert, Bumm, Sau rolliert, Bumm, Sau bricht aus und liegt nach 20 Schritt – vier Sauen, Wahnsinn! Beim Strecke legen natürlich großes Hallo ob dieser „Quadrille“, und einer meiner Freunde sagt: „Waidmannsheil Flori! Da hast mit deiner Take Down mal wieder zugeschlagen.“ Ich klopfe grinsend auf das MB-Futteral und sage nur: „Waidmannsdank. Ja, mit der Sauer geht’s halt.“ Wenn der wüsste…

Die Geheim-Waffe Die SAUER 101 bewährt sich bereits seit über einem Jahr in der Praxis. Neben den SAUERanern selbst jagten insgesamt zehn externe Profis weltweit im Verborgenen mit Prototypen, um unter allen erdenklichen Bedingungen dem Erlkönig auf den Zahn zu fühlen. Florian Hilsenbeck war einer von ihnen.

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Januar 2013: Nächtliches Waidmannsheil mit der S 101

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Feuer und Flamme

Fotos: Michael Eger und Sebastian Offel (KODIAK)

Bei aller Begeisterung für JagdwaffenInnovationen gehört auch eine gewisse Portion Mut dazu, Hightech und perfekte Ergonomie mit Design-E lementen aus dem letzten Jahrhundert zu verbinden. Die Verwandlung der R8 Professional Success zum Stutzen ist ein über­zeugendes Beispiel dafür, dass es sich durchaus lohnt, Tradition neu zu inter­pretieren.

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enn man in der Waffenhistorie zurückblickt, waren die ersten Handfeuerwaffen allesamt ganzgeschäftet, nach heutigem Sprachgebrauch also eigentlich „Stutzen“. Anfangs, bei Luntenschlosswaffen, wurde einfach ein Rohr auf ein langes Stück Holz gebunden, das größtmöglicher Stabilität wegen fast immer bis zur Mündung hin reichte. Viel später dann, bei den für militärische Zwecke konstruierten Hinterladerbüchsen, diente die durchgehende Holzschäftung fast ausschließ­ lich zum Schutz vor Verbrennungen bei heiß geschossenen Läufen. Schon vor dieser Zeit waren bereits auch Jagdbüchsen mit Stutzenschäftung sehr populär. Über die Gründe hierfür kann man allerdings nur spekulieren. Ganz bestimmt aber spielte für die Jäger damals schon das Aussehen einer Büchse eine bedeutende Rolle, genauso wie heute, wo Retro-Design in vielen Bereichen wieder populär geworden ist. Dass im Jagdwaffenbau Konstruktionsmerkmale aus vergangenen Zeiten oftmals nicht sehr präzisionsfördernd sind, können viele Jäger aus eigener, leidvoller Erfahrung bestätigen. Vor allem einteilige Stutzenschäfte aus Holz neigen dazu, sich bei wechselnden Witterungsbedingungen stark zu ver­ ziehen, was schon unzählige und für den Jäger meist unerklärliche Fehlschüsse zur Folge hatte. Moderne Kunststoffe eignen sich daher un­ bestritten weitaus besser als Schaft­ material, vor allem dann, wenn konstant gute Schusspräzision bei jedem Wetter im Vordergrund steht. Die Entscheidung von Blaser zur Synthetikschäftung beim Stutzen ist deshalb zwar mutig, aber konsequent. Wer bereits eine R8 Professional Success sein eigen nennt, kann seine Büchse sogar einfach und kostengünstig nachrüsten. Und als besonderen Clou werden Stutzenvorderschäfte in zwei verschiedenen Längen angeboten, so dass man sowohl in Verbindung mit 52 cm wie auch 58 cm langen Läufen seinen Traumstutzen erhält. Edel und elegant: Der R8 Professional Success Stutzen im Ruthenium Design

Ob 52 oder 58 cm Lauflänge: Eine elegante Kombination aus High-Tech und Tradition

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er grandiose Erfolg der R8 Professional Success ist geradezu Ansporn für weitere Varianten. Der Ausdruck von Individu­alität spiegelt sich in vielen Lebensbereichen wider, und sehr lange schon bei der Gestaltung und Auswahl von Jagdwaffen. Waren es auf diesem Gebiet bislang meist nur Gravuren, die der Waffe eine persönliche Note ver­liehen, so ergeben sich heute völlig neue Möglichkeiten. Die Kombination von modernen und natürlichen Materialien macht dabei den besonderen Reiz aus und gestattet Designlösungen, die in unseren Gefilden bei Jagdwaffen bislang eher undenkbar waren. Eigentlich ist diese Idee gar nicht so neu. Zumindest bei Ferngläsern, denn deren Metall­gehäuse wurden bereits vor über 100 Jahren mit echtem Leder bezogen. Dass die robuste, anthrazitfarbene Synthetik­schäftung der R8 Monza nun mit elegant schwarzen Ledereinlagen versehen und zusätzlich auch die Schaftkappe mit Leder über­zogen ist, kann also durchaus als Hommage an vergangene Zeiten gesehen werden.

Pole Position Längst hat die R8 Professional Success ihr Qualifying mit Bravour bestanden und gilt nun als Favorit im Rennen um die Marktanteile.

Kombiniert mit roten Nähten in schwarzem Leder sowie dem roten Schriftzug in der Schaft­spange entsteht ein neuzeitliches, extra­vagantes Design. Die extrem wider­standsfähige DLC-Beschichtung an exponierten Metall-Elementen schützt die Oberflächen und ist zugleich ein optisches Highlight.

Eleganz und Hightech pur: Abzug, Kammergriffkugel und Verriegelungskammer mit tiefschwarzer, hoch­glänzender Oberflächen­beschaffenheit. DLC (Diamond-Like-Carbon) nennt sich diese revolutionäre Form der Beschichtung, die auch vor extremsten äußeren Einflüssen schützt

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Mehr Infos unter www.blaser.de

Ein Hauch von Platin Um eine Jagdwaffe individuell und edel zu gestalten, bedarf es nicht zwingend aufwändiger Gravuren. Die schlichte Eleganz auserlesener Materialien kann durchaus alleine für außergewöhnliche Exklusivität stehen.

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eniger ist manchmal mehr – diesem Sprichwort trägt die Blaser R8 Ruthenium unverkennbar Rechnung. Eines der seltensten Edelmetalle der Welt verleiht ihr den Namen und prägt ihr Erscheinungsbild in eindrucksvoller Weise. Ruthenium gehört zu den Platin­metallen, und es findet sich bei der R8 nun zum ersten Mal im Jagdwaffenbau wieder. Mit seinem dunklen, warmen Silberton und der hohen Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse ist es dazu wie geschaffen. In Verbindung mit Schäften aus ausgewählten Nussbaum-Wurzelhölzern entsteht ein harmonisch elegantes Gesamtkunstwerk, in dem sich edelste, natürliche Materialien vereinen.

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aktuell iwa 2013 Der Elchhund soll die beiden Jäger zum Wild führen. Immer tiefer tauchen die drei in die Wälder Skandinaviens ein. „Such voran!“, raunt Xaver dem Elchhund zu und schnallt ihn

Premiere mit der neuen M 12

Warten. Warten. Plötzlich: Standlaut. Tief. Dumpf. Anhaltend. Die Jäger schmieden einen Plan. Ernst bleibt auf dem Rückwechsel, Xaver geht den Bail an

Es ist früh am Morgen, der See ist spiegelglatt. Nur ein gleichmäßiges Brummen unterbricht die Stille. Langsam nähert sich ein kleines Motorboot, gleitet ans Ufer. Flüsternde Stimmen, Patronen-Geklapper – ein Hund schüttelt sich. Fotos: Michael Eger, KODIAK

Die aufgehende Sonne taucht die Landschaft Skandinaviens in weiches Licht. Die beiden Jäger Xaver (rechts) und Ernst (links) verlassen leise das Boot, unter ihren Stiefeln knirschen die Steine

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Gleich ist Xaver am Ziel, der Standlaut ist nicht mehr weit enfernt. Plötzlich blitzt das helle Fell des Hundes durch den Birken- und Kiefernanflug auf – und dann sieht Xaver den Elchbullen

Jetzt gilt‘s. Während des Hochfahrens entsichert Xaver die M 12. Sein Ziel in Sicht, gleitet der Finger an den Abzug, langsam verstärkt er den Druck –schließlich bricht der Schuss

Ein einzigartiger Jagdtag neigt sich dem Ende entgegen. Die Freude über das Waidmannsheil ist riesig

QR-Code scannen und den Film zur Elchjagd ansehen Der Elch sackt zusammen, dann das dumpfe Aufschlagen. Stille – nur das Hecheln des Hundes ist zu hören. Xaver nähert sich dem Elchbullen. Er ist längst verendet

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Eine klassische, funktionelle Büchse zum attraktiven Preis? Hier ist sie – die neue M 12, die es in Holz- beziehungsweise auch als Extreme in der robusten Synthetikschaft-Ausführung gibt. Kimme und Korn sind übrigens bei beiden Modellen im Preis enthalten.

Sicher, schnell, geräuschlos:

Ganzstahlkonstruktion mit großem Ladefenster zum einfachen Nachmunitionieren von oben. Der kleine 60-Grad-Öffnungswinkel erlaubt schnelles Repetieren, unterstützt durch die griffige Kammerstengelkugel und den weichen Schlossgang. Die Radien der Hülse sind identisch zum Modell 98 – es passen nahezu alle Montagearten

Die 3-Stellungssicherung SRS (Smooth-Roll-Safety) wirkt direkt auf den Schlagbolzen

Gesichert: Kammer und Abzug sind gesperrt

Fotos: Alexander Fuchs, Henry M. Linder

Typisch Mauser

Ganz aus Stahl:

Mittelposition: Kammer kann im gesicherten Zustand geöffnet werden

Entsichert: Kammer kann geöffnet werden, die M 12 ist schussbreit

Technische Daten Standard/Lauflänge 56 cm: .22-250 Rem., .243 Win., 6,5x55 SE, .270 Win., 7x64, .308 Win., .30-06 Spring., 8x57 IS, 9,3x62 Magazinkapazität: 5 + 1 Gesamtlänge: 106,5 cm Gewicht: ca. 3,1 Kg Magnum/Lauflänge 62 cm: 7 mm Rem. Mag., .300 Win. Mag., .338 Win. Mag. Magazinkapazität: 4 + 1 Gesamtlänge: 112,5 cm Gewicht: ca. 3,2 kg

Stark verriegelt: Sechs Warzen verriegeln direkt im Lauf und sorgen für beste Schussleistung. Der doppelte Ausstoßer wirft die abgefeuerten Patronen kraftvoll aus dem System

Laden, bitte: In das herausnehmbare Zick-Zack-Magazin passen fünf beziehungsweise vier Patronen bei Magnum Kalibern

Zusatzausstattung gegen Mehrpreis: • Sonnenschliff auf der Kammer • Holzklasse 2 • Adapter für Zweibein • Schaftverlängerung/ -kürzung

Direkt und trocken: Das Abzugsgewicht beträgt 950 Gramm und ist ideal für den präzisen Schuss auch auf weite Entfernung

Klassisch und edel: Der gerade Hinterschaft ist mit Prince of Wales Pistolengriff und feiner, zweigeteilter Fischhaut ausgestattet. Die Wangen, eingearbettet im Bereich des Systems, verstärken die Eleganz der M 12

Technische Daten Extreme • Grundausstattung wie M 12 • robuster Synthetikschaft mit Soft-Touch-Beschichtung • griffige, große Kammerstengelkugel aus Kunststoff • herausnehmbares Zick-Zack-Magazin mit schwarzem Magazinboden und geprägtem Mauser-Logo

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1. Prüfung: Der Sturz vom Autodach Versuchsaufbau: Das CONQUEST HD wird auf das Dach des Geländewagens gelegt. Dieser beschleunigt auf maximal 60 km/h, so dass die Optik irgendwann vom Geländewagen abrutscht. Testablauf: Dr. A. Cooper schnappt sich das CONQUEST HD, springt in den Wagen und ruft dem Fahrer zu: „Drück auf die Tube, vom Autodach runterpurzeln ist nur was für Softies!“ Der Geländewagen beschleunigt, bei Tempo 80 wirft der Experte mit einem Jauchzer das CONQUEST HD in hohem Bogen aus dem Seitenfenster. Es landet nach 3,25 Sekunden auf dem Waldboden, überschlägt sich acht mal und bleibt schließlich im Laub liegen. Check: Das extrem robuste Gehäuse ist bei dieser ersten Aktion nur etwas schmutzig geworden. Testurteil: Das CONQUEST HD funktioniert einwandfrei, es sind nur wenige kleine Kratzer erkennbar. Note: sehr gut.

Is’ ja irre ! Der Geländewagen donnert über den Waldweg, Blätter wirbeln durch die Luft, das Seitenfenster öffnet sich und voller Schwung wird ein Fernglas mit einem „Jucheee!“ aus dem Fenster geschleudert. Ein selbsternanntes Expertenteam nimmt das ZEISS Conquest HD in die Zange, testet es auf seine maximale Leidensfähigkeit und konfrontiert es mit sieben jagdtypischen „Unfällen1“. Text: Dr. Armin Dobat, Fotos: Jan Hüffmeier, Christin Rabitz, Dr. Armin Dobat 1 Ein weder alltäglicher noch nachahmenswerter Optik-Test von ZEISS

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2. Prüfung: Unter die Räder gekommen Versuchsaufbau: Das CONQUEST HD wird auf einen nassen, festen Waldweg gelegt. Dann fährt ein Geländewagen mit einem Gewicht von 2,5 Tonnen darüber hinweg. Testablauf: Der Geländewagen setzt sich langsam in Bewegung. Er walzt über das CONQUEST HD, da schreit Prof. Dr. C. Rabenheim: „Stopp!“ Der Fahrer bremst und schafft es, den 2,5 Tonner exakt auf dem CONQUEST HD zum Stehen zu bringen, das nur wenige Millimeter im Schlamm einsackt. Nach Ablauf von 60 Sekunden ruft die Expertin: „Weiter!“ Der Wagen rollt vom CONQUEST HD herunter, um schließlich mit dem linken Hinterreifen erneut darüber hinweg zu fahren. Check: Das CONQUEST HD ist weder verzogen noch ist das Gehäuse gebrochen, die Verstellringe funktionieren einwandfrei, die Linsen sind heil geblieben – dank der ultra-festen Spezialkonstruktion. Der Durchblick ist nach dem Putzen glasklar. Testurteil: Keinen Millimeter nachgegeben, extrem stabil. Note: sehr gut.

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3. Prüfung: Freier Fall vom Hochsitz Versuchsaufbau: Das CONQUEST HD wird aus einer Höhe von 3,50 Metern fallengelassen. Testablauf: „Ich versuche es so fallen zu lassen, dass es auf eine Sprosse knallt!“, schreit Dr. A. Cooper und visiert die Leiter an. Das CONQUEST HD stürzt anfangs recht geradlinig mit den Objektiven voran, schlägt dann tatsächlich in Höhe von 1,90 Metern auf einer Leitersprosse auf, überschlägt sich, landet erneut mit einem harten „Klong“ auf einer Sprosse und wird seitlich auf den belaubten Waldboden geschleudert. Check: Das CONQUEST ist immer noch voll funktionsfähig. Testurteil: Keine Höhenangst. Note: sehr gut.

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4. Prüfung: Im Schlepptau Versuchsaufbau: Das CONQUEST HD wird mit einem Seil an die Anhängerkupplung eines Geländewagens geknotet. Das Fahrzeug beschleunigt auf eine maximale Geschwindigkeit von 60 km/h und legt eine Strecke von einem Kilometer zurück. Testablauf: Das CONQUEST HD wirbelt durch die Luft, schlägt mit voller Wucht am Boden auf und wird durch mehrere Pfützen gezogen. Nach einem Kilometer löst sich ein Riemenbügel. „Los weiter!“, drängelt Prof. Dr. J. Hagel, „einen Kilometer mehr schafft es noch!“ Check: Das CONQUEST HD ist äußerlich angeschlagen, doch das Innenleben funktioniert immer noch erstklassig. Testurteil: Riemenbügel verloren gegangen, dafür gibt es Punktabzug. Note: leider nur ein gut.

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optik 5. Prüfung: Als Kauknochen Versuchsaufbau: Ein Hund, der KauJunkie ist, darf auf dem CONQUEST HD herumbeißen. Testablauf: „Ich reib‘ es schnell mit Salamischeiben ein!“ und schon schreitet Dr. J. Hagel zur Tat. Der Hund stürzt sich auf das CONQUEST HD und kaut drauf los. Nach 13 Minuten lässt er ab. Check: Die Fangzähne haben ihre Druckspuren zunächst deutlich sichtbar hinterlassen. Jedoch ging kein Biss durch die extrem robuste Gummiarmierung. Die Druckstellen verschwinden nach einiger Zeit. Testurteil: Hundesabber abgeputzt und durchgeschaut, alles bestens. Note: sehr gut.

7. Prüfung: Unter Beschuss Versuchsaufbau: Aus einer Entfernung von zirka 25 Metern wird das CONQUEST HD einmal mit Bleischroten (Stärke: 2,7 Millimeter) beschossen. Testablauf: Das CONQUEST HD steht auf dem Baumstubben. Dr. J. Hagel schlägt die Flinte an. „Rumms!“, nach dem ersten Schuss fällt das Fernglas um. „Ich hab‘ getroffen!“ brüllt Dr. J. Hagel. „Gleich nochmal!“, er läuft hin, stellt es auf und schießt wieder. Der zweite Schuss fegt das CONQUEST HD ins Laub. Check: Die Schrote bleiben in der Gummiarmierung oder direkt darunter stecken. Hoppla, wo ist denn das ZEISSLogo abgeblieben? Testurteil: Die qualitativ extrem hochwertigen Materialien der Gummiarmierung haben sich bezahlt gemacht – das CONQUEST HD hat innen keinerlei Schäden genommen. Note: Nur ein gut – das ZEISS-Logo ist schließlich weggeschossen worden.

6. Prüfung: Auf Tauchgang Versuchsaufbau: Das Fernglas wird kurz in eiskaltes Wasser eingetaucht. Testablauf: Der See ist zugefroren, die drei Millimeter dünne Eisschicht wird durchschlagen, das CONQUEST HD hineingetaucht – „Ich lass mal los!“, sagt Prof. Dr. C. Rabenheim und schon taucht es ab in einen Meter Tiefe. Nach drei Minuten ist es wieder geborgen und zurück an Land. Check: Die Gummiarmierung ist sehr kalt. Und sehr sauber. Testurteil: In das CONQUEST HD ist kein Wasser eingedrungen, die Dichtungsringe haben ihrem Namen alle Ehre gemacht. Und weil die HD-Gläser mit Stickstoff gefüllt sind, ist die Sicht nach dem unfreiwillgen Tauchgang einwandfrei. Note: sehr gut.

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Expertenteam außer Rand und Band, v. l. n. r.: Jan Hüffmeier (Dr. J. Hagel), Christin Rabitz (Prof. Dr. C. Rabenheim) und Dr. Armin Dobat (Dr. A. Cooper); ihre einhellige Meinung: „Das Conquest HD ist ein echtes Arbeitspferd und voll geländetauglich!“

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Großes Kino

Mit der weltweit ausgestrahlten Naturdokumentation „Prinz der Alpen“ hat sich Kameramann und Regisseur Otmar Penker längst einen Namen gemacht. Dass Blaser den passionierten Jäger vor einigen Jahren für eigene Filmproduktionen gewinnen konnte, erwies sich als Glücksfall der besonderen Art.

In den Bergen Kärntens aufgewachsen, hat sich der begeisterte Jäger, Kameramann, Regisseur und Filmproduzent Otmar Penker längst einen Namen als begnadeter Naturfilmer gemacht

B

ergauf, bergab“, dieser Lehr­ film über den Schuss im Gebirge war das erste spek­ takuläre Ergebnis der Zusammenar­ beit zwischen Otmar Penker und dem Hause Blaser. Ein eindrucksvoller In­ ternet-Trailer über die Vorzüge der R8 folgte, bevor schließlich die Idee entstand, die geniale R8 Professional Success im Rahmen eines Kurzfilms zu präsentieren. Die passende Gelegenheit ergab sich, als Blaser Konstrukteur Matthias Knep­ pler im Herbst 2012 die Einladung auf einen alten, reifen Berghirsch erhielt. Glücklicherweise konnte sich Otmar Penker dafür noch ein kurzes Zeitfenster zwischen anderen Produktionen einrichten. Wie oft ergibt sich schon die Chance, die Erlegung eines uralten Recken während der Brunft und über der Baumgrenze auf Film zu bannen?

Fotos: Otmar Penker

Anfang Oktober war es dann so weit: Das Team einschließlich Berufs­­jäger be­ zog abends in einer kleinen Hütte in den Lechtaler Alpen auf 2000 Meter Höhe Stellung. Die Stimmung war al­ lerdings ein wenig gedämpft, denn der Berufsjäger hatte den alten Platzhirsch am Tag zuvor beim hefti­gen Kampf mit einem Rivalen beob­achtet. Der „Alte“ hatte dabei schwer angeschlagen den Brunftplatz räumen müssen und es war fraglich, ob er überhaupt noch einmal in Anblick kommen würde.

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Am Morgen dann das große Desaster: Dichter Nebel verhüllte das gesamte Tal! Kaum 30 Meter Sicht und alle waren zum Nichtstun verdammt. Der Nebel löste sich den ganzen Tag nicht auf, die Hirsche waren zu hören, aber nicht zu sehen. Auch die folgenden drei Tage exakt die gleiche Misere. Mit der schwindenden Hoffnung sank auch die Stimmung immer mehr. Am fünften Morgen aber wendete sich das Blatt, der Nebel war dank Süd­ wind wie weg geblasen – endlich! Und schon die nächste Schwierigkeit: Ost­ wind und Westwind sind dort oben kein Problem, aber der Föhn aus dem Süden, mit dem hatten wir nicht ge­ rechnet. Dennoch, Matthias und die ge­ samte Crew hatten keine andere Wahl, sie mussten es nun einfach versuchen. Wie diese Geschichte ausging, ist zu sehen auf www.blaser.de!

Brandelbrackenrüde Aron, der heimliche Star dieses Films! Für Matthias Kneppler ist er seit acht Jahren ein treuer Jagdbegleiter

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Wie gut ist das EVOLUTION GREEN Geschoss? Es gibt kaum ein Thema innerhalb der Jägerschaft, das so vehement diskutiert wird, wie die Frage nach dem Kaliber. Inzwischen dreht es sich bei der Stammtischrunde aber noch um einen anderen Aspekt: Sind bleifreie Geschosse genauso wirkungsvoll wie bleihaltige? RWS ist den Sprüchen: „Bleifreie Geschosse töten nicht!“, „Man hat bei starken Sauen so gut wie keinen Ausschuss!“, „Selbst das Rehwild flüchtet ewig weit!“ auf den Grund gegangen. Fotos: RWS

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achdem das neue EVOLUTION GREEN ausgiebig im Labor getestet und in der jagdlichen Praxis (siehe PASSION 9) eingesetzt wurde, rief RWS vor einigen Monaten zu einem großen Feldversuch auf. Mit dem Motto: „Seien Sie clever, seien Sie erster“ suchte RWS bei der Markteinführung des EVO Green nach Jägern, die mit dem brandneuen Geschoss jagen wollten. Wer mit dabei sein wollte, hatte nur diese Kriterien zu erfüllen: Die „Testjäger“ mussten mindestens drei Jahre Jagderfahrung mitbringen, außerdem die Möglichkeit haben, in einem bestimmten Zeitraum fünf Stück Wild zu schießen und eine Jagdwaffe in bestimmten Kalibern zu führen. Über jede der fünf Erlegungen sollte ein Abschussbericht ausgefüllt werden, jeder Teilnehmer hatte am Ende somit fünf davon abzugeben. Die Anzahl der Tester wurde auf 100 limitiert und das war

gut so, denn innerhalb kürzester Zeit waren die „Plätze“ vergeben. Von überall aus Deutschland meldeten sich Waidfrauen und Waidmänner – vom hohen Norden bis hin zum tiefen Süden. Alle führten fortan zuverlässig über ihre jagdlichen Ergebnisse Buch. Insgesamt 625 Praxisberichte wurden in der Zwischenzeit in Fürth bei RWS ausgewertet – so geht Ballistik!

Maruan Al-Hammoud Sauenjäger und ZEISS-Schießtrainer für Long Range; Testkaliber: 9,3x62 und .308 Win. Unter den Testern gab es wohl keinen, der derart häufig auf dem Schießstand ist und auf weiteste Distanzen schießt. Aus reiner Freude an neuen Geschossen, hat er sich ganz regulär online als Tester beworben. Seine jagdliche Passion? Sauen, Sauen und nochmal Sauen. Hessen ist bekanntlich voll davon. Besonders auf Drückjagden hat das Geschoss Maruan Al-Hammoud überzeugt: „Auch auf stärkere Sauen hat das EVO GREEN einwandfrei gewirkt.“ Auf der Schießbahn unternahm der erfahrene Schütze folgenden Versuch: Präzisionsbeschuss aus verschiedensten Repetierern auf bis zu 300 Meter. Seine Anmerkung auf dem Fragebogen von RWS: „Zurzeit das präziseste bleifreie Geschoss am Markt. Und der Rückstoß? Gleich Null!“

In diesen „Protokollen“ führen die Kaliber .30-06 und .308 Win. die Liste im Ranking an, auf den Plätzen drei und vier folgen die modernen Klassiker, die 8x57 IS und 9,3x62. Genauso repräsentativ wie die Kaliberverteilung gestaltet sich die Schalenwildstrecke der Tester: 55 Prozent der mit dem EVO GREEN geschossenen Strecke machen das Rehwild aus, gefolgt von Schwarzwild (27 Prozent) und

Auch stärkere Stücke haben mit dem EVO GREEN Ausschuss

Dr. Torsten Krüger Bundesschießobmann und SchießschulBetreiber mit bis zu 40 Stück Rehwild im Jahr; Testkaliber: .308 Win. Das 1000 Hektar große Revier unseres Rehwild-Spezialisten in Nordthüringen ist einerseits hügelig und bewaldet, andererseits platt wie eine frisch gebügelte Tischdecke. Weite Schüsse auf Rehwild sind oft die Folge. Für die Entwickler von RWS natürlich enorm spannend – wie wirkt das Geschoss auf verhältnismäßig kleine und weiter entfernte Ziele jenseits der 150 Meter Marke? „Jedes Stück Rehwild lag im Knall! Besonders dann, wenn es bei uns auf den offenen Feldern mal weiter raus ging, hat mich das Geschoss richtig überzeugt. Auf kurze Distanz war die Wirkung des EVO GREEN bei Knochentreffern auf schwache Stücke etwas, na ja, rabiat. Aber man kann ja auch nicht erwarten, das alles Wild bis auf 300 Meter umfällt und gleichzeitig aussieht, als wäre es mit der Mütze erschlagen worden.“

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munition einem hohen Anteil an Rotwild. 57 Prozent aller Abschüsse lagen im Knall und weitere 34 Prozent legten eine Fluchtstrecke von maximal 40 Metern zurück, 94 Prozent der Jäger hatten keine Nachsuche zu verbuchen. „Bleifrei tötet nicht?“ Das EVOLUTION GREEN tut‘s! Es sorgt außerdem auch bei stärkerem Wild für Ausschuss. Sofern das beschossene Stück eine Todesflucht macht, findet man am Anschuss in 98 Prozent der Fälle Pirschzeichen – das EVO GREEN räumt somit mit den weit verbreiteten Vorurteilen gegenüber bleifreien Geschossen auf, dass der Anschuss „blank“ ist. Die Augenblickswirkung und die Weitschusstauglichkeit werden übrigens von den Testern als überaus hoch beurteilt. Besonders gute Beurteilungen bekommt das EVOLUTION GREEN dabei von denjenigen, die vorher bleifreie Konkurrenzprodukte geschossen haben. Denn neben einer allgemeinen Einschätzung der Kriterien Augenblickswirkung, Wildbretschonung und Weitschusstauglichkeit wurde auch eine Beurteilung im Vergleich zur vorher geschossenen Munition abgefragt. Bei keinem der Tester wurde eine geringere Augenblickswirkung im Vergleich zu den bisher geschossenen bleifreien Produkten anderer Hersteller angegeben, das Glei-

che gilt für die Weitschusstauglichkeit. Die Wildbretschonung wird von über 80 Prozent der Jäger als akzeptabel oder hoch, beziehungsweise sehr hoch eingestuft. Nicht zuletzt auf Grund der herausragenden Augenblickswirkung, der hohen Ausschusswahrscheinlichkeit und der guten Wirkung auf weite Distanzen empfehlen neun von zehn Testern das EVO GREEN ihren Jagdfreunden weiter. Die Berichte und Meinungen der durchweg erfahrenen 100 Testjäger sind dem Traditionshersteller aus Fürth wichtig, schließlich kann man nur so erkennen, ob ein neues Geschoss das hält, was man sich bei dessen Entwicklung verspricht. Denn: Nichts ist so vielfältig und anspruchsvoll wie die Jagd. RWS bedankt sich bei allen Testern für ihren Einsatz. Nicole Heidemann

Norbert Wittl

Mehr Infos unter www.rws-munition.de

Rotwildexperte und Jäger aus dem HochwildMekka Hohenfels; Testkaliber: .30-06 Spring Die US-Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels in Bayern sind den einschlägigen Rotwildexperten ein Begriff. In Hohenfels werden rund 700 Stück Rotwild im Jahr erlegt. Einer der Jäger vor Ort ist Norbert Wittl. Er bevorzugt den Ansitz und die Pirsch. „Ich jage meist auf Kahlwild und Rotspießer, aber ab und zu ist auch ein älterer Hirsch dabei. Viele von ihnen lagen im Feuer. Das EVOLUTION GREEN hat immer für einen Ausschuss gesorgt, egal wie stark das beschossene Stück war. Kam es dann mal zu einer kurzen Totsuche, waren sie, Dank ausreichender Pirschzeichen und Schweiß, für meinen Westfalenterrier und mich problemlos nachzusuchen. Ich habe in den letzten vier Jahren die eine oder andere bleifreie Patrone getestet und über 200 Abschussberichte geschrieben. Mit dem EVO GREEN habe ich, genau wie meine Mitjäger, beste Erfahrungen gemacht. Die Hohenfelser Jäger im Bundesforst nutzen es mittlerweile hauptsächlich.“

Ich habe in den letzten vier Jahren die eine oder andere bleifreie Patrone getestet und über 200 Abschussberichte geschrieben. Mit dem EVO GREEN habe ich beste Erfahrungen gemacht.

Am Anschuss findet man auch mit dem EVOLUTION GREEN in fast allen Fällen Schweiß

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Die technischen Details im Überblick

Ein Plus an Wirkung: Das ausgezeichnete Ansprechverhalten ergibt sich durch die Mehrfachlochung des vorderen Zinnkerns und die Speed-Tip Geschossspitze für überzeugende Augenblickswirkung. Daraus resultieren deutlich kürzere Fluchtstrecken und weniger Nachsuchen

Ein Plus in der Entfernung: Die Tötungswirkung überzeugt selbst bei hohen

Schussdistanzen. Bei herkömmlichen Konstruktionen nimmt die Deformationsbereitschaft auf große Distanz deutlich ab. Nicht so beim EVO GREEN – durch die intelligente Geschosskonstruktion wird dieser Effekt deutlich reduziert

Zuverlässige Pirschzeichen:

• Garantierter Ausschuss für sicheren Schweiß durch formstabilen Heckkörper (kleines Bild 1) • Der Scharfrand liefert das gewünschte Schnitthaar (kleines Bild 2)

Rasante Ballistik: Die optimierte Geschossform mit einem hohem BC und der Speed-Tip Geschossspitze bewirkt eine gestreckte Flugbahn mit großer Geschwindigkeit und Energie 52

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as Licht geht an, es dauert ein wenig, bis der Tunnel erleuchtet ist. Doch wo ist die Zielscheibe? Nicht auf 100 Meter, nicht auf 200 Meter – nein, weit draußen, auf 500 Meter ist vage das Ziel zu erkennen. Und diese Entfernung gilt es für die neue SAUER zu meistern. Nach den ersten 5 Schuss reiht sich die Gruppe erfahrener internationaler Journalisten neugierig um die elektronische Anzeige. Ein Streukreis von 6 Zentimetern leuchtet auf, und inmitten der „Ah’s und Oh’s“ der Betrachter streichelt der Schütze grinsend über die Synchro XC als hätte er ein neues Baby gefunden.

Das brandneue Kaliber 6 XC sorgt in puncto Präzision weltweit für Furore. SAUER hat dem „Schweden-Motor“ jetzt ein Fahrgestell verpasst, das unter der Modellbezeichnung S 202 Synchro XC die „PS auf die Scheibe“ bringt.

Das Herzstück des „Babys“ ist zum einen das super präzise Kaliber aus Skandinavien. Zum anderen aber das Credo von SAUER: „Präzision erlebbar machen.“ Und so haben die Isnyer mit der Synchro XC ein Gesamt-Setup kreiert, das von A wie Abzug bis Z wie Zielfernrohr-Durchblick auf schiere Präzision getrimmt ist. In der grafischen Darstellung der „Schwarzen Schönheit“ kann man erkennen, dass alles getan

Fotos: Franz Knittel, SAUER

wurde, um dem Schützen Trefferbilder zu ermöglichen, die jeder Matchbüchse zur Ehre gereichen. Aber man muss selbstverständlich nicht verzweifelt nach einer 500-Meter-Bahn suchen, um die Leistung der S 202 Synchro XC zu erleben. Schon auf 100 Meter hat die Büchse den Kollegen im SAUER-Schießstand das Lächeln ins Gesicht gezaubert. André Schirin, Einschießer bei Sauer & Sohn: „Ich habe schon tausende Gewehre geschossen. Aber diese S 202 vereint geringen Rückstoß und Hammer-Präzision, wie ich es noch nicht erlebt habe.“ In Andrés 100 Meter-Bildern die einzelnen Schüsse zählen zu wollen, ist unmöglich. Denn mehr als ein großes Loch ist da nicht zu erkennen. Für den Schießstand empfiehlt der Profi die Norma DiamondLine mit 105 grs. Berger-Geschoss oder die 95 grs. Jaktmatch. Für die Reh- und Raubwildjagd hingegen sind die Norma 95 grs. Nosler Ballistic Tip oder die 100 grs. Oryx erste Wahl. Und wem die Synchro XC dann doch eine Spur „zu heiß“ fürs Revier ist, der kann natürlich auch viele der klassischen S 202-Modelle in 6 XC bekommen.  Red.

Zauber-Stab: 60 cm-Präzisionslauf mit 17 mm-Mündung Match-Winner: Der verstellbare Schaftrücken sorgt in jeder Anschlagart für die ideale Position hinter dem Zielfernrohr

Kühler-Grill: Die DUAL Brake minimiert Verwirbelungen hinter dem Geschoss und macht den Rückstoß „Großserien-tauglich“

Mehr Infos unter www.sauer.de

Trainings-Tank: 5-Schuss-Magazin für schnelle Serien Trocken-Bau: Lupenreiner Matchabzug, einstellbar von 750 bis 1500 Gramm

Hand-Schmeichler: Der Lochschaft mit Soft-Touch garantiert optimale Handgelenksstellung und perfekte Abzugskontrolle

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Hebel-Wirkung: Der Speedbolt-Kammerstengel sorgt für geschmeidiges Nachladen, auch im LiegendAnschlag

Stütz-Pfeiler: Harris Zweibein für ultra-stabile Auflage

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300 Meter: 5 Schuss, 47 Millimeter; 3 Schuss auf 15 Millimeter

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Mit jeder Faser.

Fotos: Peter Straub

Frischer Wind weht durch die Jagdbekleidung. Bei Blaser active outfits haben wir hautnah erlebt, wie gut sich das anf端hlt: Funktionalit辰t, die Freiheit atmet und ein Lebensgef端hl umarmt, das uns weit 端ber die Reviergrenzen hinaus begleitet.

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dress Neu! RAM2 Light: Der Leichte fürs Grobe. Er ist wieder da. Der „abgespeckte“ Favorit aus der beliebten RAM2-Serie ist fit für den Sommer. Stark und robust kommt er daher. Pirscht sich leise an, um dann herrlich leichten Tragekomfort zu verbreiten. Der Funktionsstoff im lässigen Canvas-Stil sieht nicht nur gut aus, er kann tatsächlich was: RAM2 ist wasser- und winddicht, ohne abzudichten. Das atmungsaktive Blaser-Original leistet noch mehr: Sein unverwechselbar weicher Griff lässt Nachahmer alt aussehen.

Einen kühlen Kopf bewahren unter der Seegras-Kappe. Der luftige Sonnenschutz bewährt sich auch auf Reisen: raus aus dem Koffer, kurz anfeuchten, aufsetzen und die perfekte Passform ist wiederhergestellt.

Klassisch, kombistark und erfrischend sportlich. Der Vintage-Druckknopf aus Coconut mit Argali-Logo macht jedes Blaser active outfits Hemd zum Unikat. Unverwechselbar ist auch die Qualität: geschmeidig leicht, angenehm weich.

Kurz & gut: RAM2 Jacke Light short. Wer sie einmal angezogen hat, will sie nicht mehr ausziehen. Verständlich: Der sportliche Allrounder ist auf perfekte Passform getrimmt und dabei unendlich bequem und vielseitig. Über sein komplexes Innenleben sei hier nur soviel gesagt: Die Fülle und Sorgfalt der Verarbeitungsdetails lässt Schneidermeister ins Schwärmen geraten.

Die Textilexperten von Blaser active outfits verstehen sich meisterhaft auf die Umsetzung von sportlich-elegantem Komfort in der jagdlichen Funktionsbekleidung. Dafür suchen sie weltweit nach den besten Qualitäten und spüren kontinuierlich die neuesten Trends in Textildesign und Verarbeitungstechnologie auf. Das Ergebnis lässt sich sehen. Gerne auch über die Revier-Grenzen hinaus.

RAM2 Hose Light Wir haben eine leichte Funktionshose für echte Raubeine gesucht. Und etwas viel Besseres gefunden: Die RAM2-Hose Light mit Bund-Elastik und Passform-Komfort stellt jede Konkurrenz in den Schatten. Und das ziemlich leise: Auf der gesamten Innenseite kommt veloursartig-weicher Ramtex-Stoff zum Einsatz.

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Immer cool bleiben im Ifen Outfit. So edel, lässig und sportiv muss Passform-Komfort sein. Das strapazierfähige Gewebe aus temperaturausgleichender Baumwolle und dehnbarer Elasthanfaser schafft figurbetonte Bewegungsfreiheit, ist atmungsaktiv, angenehm kühlend, pflegeleicht und nicht zuletzt koffertauglich. Ein leichter, vielseitiger Anzug im Safari-Stil.

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Volltreffer! Was macht das ZEISS Training der Academy eigentlich so einzigartig? PASSION war mit Maruan Al-Hammoud, der im Hause ZEISS für das Management und die Organisation der Weitschussseminare verantwortlich ist, verabredet. Fotos: Shutterstock, Carl Zeiss Sports Optics

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s ist 9 Uhr morgens und das Außenthermometer zeigt knackige sieben Grad minus an. Trotz der dreistündigen Anreise grinst der Hesse Maruan Al-Hammoud bis über beide Ohren, als er im BadenWürttemberger Hinterland aus dem gut geheizten Landrover steigt: „Toll, Schießbahnen und endlose Weite, was für ein herrliches Fleckchen Erde! Perfekt. Aber wo steckt eigentlich Andreas?“ Andreas Bach ist der Schießausbilder, mit dem ZEISS gemeinsam das Weitschussseminar im „Ländle“ organisiert. Da reißt ein dumpfer Knall Maruan AlHammoud aus seinen Gedanken. Dem

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Knall folgt das Aufsteigen einer dichten roten Rauchsäule. Ein Auto setzt sich in Bewegung, steuert auf ihn zu. Weitere Rauchkörper werden gezündet. Es geht zu wie in einem James-Bond-Film! Als der Wagen schließlich direkt vor Maruan zum Stehen kommt, geht die Tür auf – nein, es ist nicht Daniel Craig. Andreas Bach steigt aus, öffnet den Kofferraum und hebt behutsam ein futuristisch anmutendes Scharfschützengewehr aus dem Kofferraum. Er lächelt kaum sichtbar und grüßt mit den Worten: „So, mein Freund, jetzt zeige ich dir, wie man auf 600 Meter den Wind liest.“ In diesem Moment ist Maruan sich sicher, genau

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optik den richtigen Ort und genau den richtigen Trainer für ein weiteres ZEISS Weitschusstraining der Superlative gewählt zu haben. Doch bevor Maruan mit Andreas davon zieht, schnell am Ärmel gezupft und ein paar Fragen gestellt. Sie sehen zufrieden aus … … das bin ich auch! Eine einzigartige Location mit großartigen Möglichkeiten. Dieser Stand ist ein Volltreffer. Dazu Andreas Bach, den wir als Trainer für unser Seminarprogramm gewinnen konnten – eine tolle Kombination. Werden in dem Seminar denn auch wieder Rauchkörper gezündet? Und ob, das war sehr hilfreich. Ich habe heute morgen enorm viel mitgenommen. Den Wind lesen, das ist wirklich sehr speziell! Die Rauchsäulen helfen dabei ungemein. Das war Andreas‘ Idee und er hat mich voll und ganz von dieser „pädagogischen Maßnahme“ überzeugt. Also ist das Seminar hier in BadenWürttemberg nur für Vollprofis gedacht? Nein, bei uns wird jeder zum Treffen gebracht. Ganz egal, von welchem Level er oder sie startet. Ziel des Seminars ist, nicht nur den Wind zu kontrollieren, sondern alle anderen äußeren Einflüsse mit einzubeziehen, beispielsweise den Stand der Sonne. Der Lernerfolg steht bei uns immer an erster Stelle, aber direkt danach kommt der Spaßfaktor – und davon hat man hier auf dem Truppenübungsplatz jede Menge. Dürfen wir unseren Lesern denn verraten, wo wir hier sind? Nein! Die Bahnen hier auf dem Truppenübungsplatz werden von Spezialtruppen genutzt und deshalb muss ich mich bis zur Anmeldung verschwiegen zeigen. Nach der Buchung gibt es aber natürlich eine genaue Ortsangabe. Sie kündigen weitere Highlights für 2013 an. Zum Beispiel Klietz und Liebenberg. Wodurch zeichnen sich diese Seminare aus? Hier steht die Kombination von intensivem Training der eigenen Schießfertigkeiten mit exklusiver Jagd im Pro-

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gramm. Theorie und Praxis in einem Seminar, das gab’s noch nie! Hört sich interessant an. Auf was wird denn gejagt? In Klietz wird erst der präzise Schuss auf 300 Meter trainiert und dann auf Bock und Sau angesessen. Ich kenne das Revier gut – traumhaftes Truppenübungsgelände mit reichlich Wildbestand, da lacht das Jägerherz! Es hat mich auch dort ordentlich Überzeugungsarbeit gekostet, bis die Kommandantur, die Tore für uns Zivilisten öffnete. Da kommt nicht jeder rein, aber die Seminarteilnehmer von ZEISS schon!

Die ZEISS Academy ist praxisorientierte Ausbildung für den richtigen Umgang mit Ihrer hochwertigen ZEISS Optik. Die erfahrenen ZEISS-Trainer Volker Claudi und Maruan Al-Hammoud betreuen die Weitschussseminare. Walter Schwab ist für die Seminare im Bereich Naturbeobachtung und Digiscoping zuständig.

Auf den Schießbahnen in Ulfborg gibt es fast keine Limits, man kann bis auf Entfernungen von 600 Meter schießen

Der ehemalige Biathlon-Olympiasieger Frank Luck verwaltet und organisiert alles Jagdliche auf Liebenberg! Und zu den Kosten: Bis auf stärkere Trophäenträger ist alles im Preis enthalten. Genau wie die Unterbringung und der Kaminabend im Schloss.

Maruan Al-Hammoud (ganz rechts) ist Jäger, Schütze und Ausbilder durch und durch

Was ist in der Seminargebühr für Klietz genau an Abschüssen enthalten? Für jeden Teilnehmer ein Rehbock sowie Frischlinge und Überläufer. Und bei dem Seminar in Schloss Liebenberg? Hier dreht sich alles darum, auf Drückjagden noch sicherer und effektiver zu treffen. Wir trainieren beispielsweise schnelle Anschläge und schnelle Zielerfassung. Damit holt man jede Menge raus! Nach dem Schießkino geht es tags darauf ins Revier zur Drückjagd. Dam-, Schwarz-, Muffel- und Rehwild werden auf der top organisierten Drückjagd freigegeben. Übrigens:

Der Lernerfolg steht bei all unseren Seminaren immer an erster Stelle, aber direkt danach kommt der SpaSSfaktor

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Erzählen Sie doch abschließend noch vom Event in Ulfborg, Dänemark. Da geht’s wohl etwas rustikaler zu, stimmt es dass man in Etagenbetten schläft? Stimmt, dafür trainiert man aber auf dem besten Schießstand, den ich je gesehen habe, inmitten schönster Dünenund Heidelandschaft. Dort gibt es auf einem riesigen Areal unzählige Schießbahnen, auf denen von 15 bis auf 600 Meter geschossen werden kann. Entspannt in skandinavischer Atmosphäre trainieren, bei Lagerfeuer und BBQ – kein Wunder, dass auch einige Kollegen von Carl Zeiss mit dabei sind. Was machen die Dänen anders? Die Skandinavier haben das Fieldshooting erfunden. Das für mich effektivste – weil vielfältigste – jagdliche Übungsschießen überhaupt. Aus allen erdenklichen Anschlägen wird auf alle jagdlich relevanten Entfernungen geschossen. Ob stehend freihändig oder liegend aufgelegt am Rucksack. Sogar auf bewegte Ziele, super realistisch anmutende Wildscheiben, wird trainiert, und das weit jenseits der sonst vom

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Laufenden Keiler gewohnten 35 Meter. Das macht Spaß und ist unglaublich hilfreich für die jagdliche Praxis. Das klingt ja fast schon nach Sport. Ist es in Skandinavien auch. Zum Abschluss dieses dreitägigen Events organisieren wir dann einen kleinen Jagd-Schieß-Wettbewerb, ganz ohne Leistungsdruck. Es ist schon toll zu sehen, wie man sich in den drei Tagen verbessert hat und fast jeder jagdlichen Situation gewachsen ist. Die Seminare sind ja recht aufwändig. Schießbahn buchen, Ausbilder organisieren … Ja, richtig. Und trotzdem sind die Preise mit sehr spitzem Bleistift gerechnet und relativieren sich deutlich, wenn man bedenkt, dass Unterbringung und Verpflegung, teilweise auch Munitionsund Jagdkosten mit enthalten sind. Und wenn man innerhalb Deutschlands ein Seminar in seiner Nähe sucht? Wir bieten fast flächendeckend 300 Meter Weitschussseminare an und haben erfahrene Trainer wie zum Beispiel Werner Reb mit an Bord. Wenn der einem nicht zeigt, wie man seine Schießfertigkeiten noch verbessern kann, dann fehlt dem Schützen wohl der Zeigefinger. Wir holen das Maximale an Schießfertigkeiten aus jedem Teilnehmer heraus.

Aktuelle Termine und Preise entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Flyer der aktuellen Passion. Für Anmeldungen, Fragen rund um die Seminare und für weiterführende Informationen steht Ihnen Maruan Al-Hammoud Rede und Antwort: Maruan Al-Hammoud Tel: 0 64 41-404 341 E-Mail: seminar.sportsoptics@ zeiss.de

Mehr Infos unter www.zeiss.de/sportsoptics

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Jungjägerin trifft Allrounderin

PASSION: Wie sind Sie zur Jagd und zu Ihrer Schieß-Leidenschaft gekommen? Auf einem Hundespaziergang lernte ich meinen künftigen Lehrprinzen Hansjörg Faden kennen. Er nahm mich mit zur Jagd und auf den ersten Ansitz erlegten „wir“ einen Frischling – die Leidenschaft fürs Jagen war geweckt. Das Schießen kam dann von selbst.

Waffe anschlagen, zielen, treffen – das muss einfach passen. Die schießbegeisterte Nadine Weers hält schon seit längerer Zeit nach einem Repetierer Ausschau.

PASSION: Warum sind Sie von Ihrer M 03 Extreme überzeugt? Der Schaft der M 03 Extreme ist unglaublich griffig, die Waffe sehr führig und die Handhabung funktioniert kinderleicht. Dazu kommt der Kombiabzug, der gestochen oder direkt absolut trocken steht – für mich die ideale Begleiterin auf der Jagd und auf dem Schießstand. Das schafft Vertrauen.

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PASSION: Welche Ziele verfolgen Sie für die Zukunft? Nach dem Abitur 2014 möchte ich vielleicht ein Auslandsjahr in den USA bei Bekannten machen, die natürlich auch jagen. Danach zur Uni. Außerdem möchte ich weiterhin aktiv schießen und mich in der Damenmannschaft von Schleswig Holstein etablieren.

Treffsich er: Die er ste Schu stimmt a ssgruppe uf Wettk ampfe un d Jagd ein :

adine Weers aus Schleswig-Holstein ist nicht nur passionierte Jägerin – den Jagdschein besitzt sie seit September 2010 – sie nimmt auch begeistert an vielen jagdlichen Schießwettbewerben teil. Beim „unsere Jagd-Jungjägerschießen“ auf dem Schießstand Wolfsberg in Hartenholm, bei dem auch Mauser seit einigen Jahren als Sponsor mit eigenem Stand vertreten ist, gehörte die 18-jährige stets zum engen Favoritenkreis. Und das nicht nur in der Damenwertung, die sie dreimal in Folge für sich entscheiden konnte, auch in der Gesamtwertung war die Gymnasiastin immer vorne mit dabei. Auf einen starken elften Platz als frischgebackene Jungjägerin folgte im Jahr 2011 ein hervorragender dritter Platz, punktgleich mit dem Zweitplatzierten. Auch im Jahr 2012 schoss Nadine sich „nach vorne“, mit ausschlaggebend waren dabei die Schießergebnisse, die sie auf dem Mauser-Stand mit der M 03 vom Schießstock aus auf die in 100 Meter Entfernung stehende Bockscheibe erzielte.

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PASSION: Schildern Sie uns Ihr spannendstes Jagderlebnis mit ihrer neuen M 03 Büchse... … … das war die Erlegung meines Schauflers. Beim Maishäckseln zog ein uns allen bekannter, alter Schaufler aus dem Schlag in eine Buchenschonung. Ich setzte mich auf eine Lichtung nahe der Verjüngung an. Und tatsächlich – eine Stunde später zog er auf die Schneise. Als der Schaufler sich breit stellte, war ich bereits fest entschlossen und schoss. Nach einer kurzen Flucht lag er. Puh, ich war nach dem Schuss viel aufgeregter als vorher.

Text und Fotos: Lucas Jacobi

Einige Monate später treffen wir die junge Jägerin bei Mauser wieder. „Draußen in der Natur zu sein, die Arbeit mit meinem Labradorrüden Buddy und die Jagd im Schleswig-Holsteiner Revier auf Sauen, Reh- und Damwild – das ist mir alles sehr wichtig.“ Sie lacht. „Wurde Zeit, dass ich mir endlich eine eigene Büchse zulege. Bin schon gespannt, wie sie schießt!“ Und schon ist sie unterwegs Richtung Schießtunnel, um ihre „Neue“, eine Mauser M 03 Extreme im Kaliber .308 Win. mit kurzem 52 Zentimeter Lauf, ausgiebig zu testen. Im Schießtunnel angekommen, setzt Nadine den Gehörschutz auf und schon stanzt sie die erste Schussgruppe auf die Scheibe. Weil sie für die Schießwettbewerbe viel trainieren muss, vervollständigt ein Wechsellauf im Kaliber .222 Rem. ihr nagelneues Paket. Warum? „Bei ein paar hundert Schuss im Monat rechnet sich das.“ Die angehende Studentin übt einmal wöchentlich zusammen mit ihrem Mentor Hansjörg Faden auf dem Schießstand – Faden war selbst einst deutscher Meister im jagdlichen Schießen. Nadine: „Dank der einfachen Laufwechselmöglichkeit bin ich dann mit meiner neuen Büchse immer optimal ausgerüstet, ob für die Jagd oder den Schießstand – sie ist in meinen Augen eine absolute Allrounderin. Und das Kaliber .308 schießt sich sehr angenehm, hat kaum Rückschlag.“ M 03 abstellen, Gehörschutz absetzen und Schussgruppe anschauen – ihre Augen strahlen.

htigen Ort: eit am ric Z n e ig t h c Zur ri aufler egtem Sch rl e it m e Nadin

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Lord of the Snow Winterbilder im Frühjahr mögen etwas seltsam erscheinen. Der neue Range Rover hat uns im Schnee aber so sehr beeindruckt, dass wir unsere Erfahrungen nicht länger zurückhalten wollen. Fotos: Markus Gemeinder (Blaser)

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ugegeben, ich sah mich bereits in der Rolle des schadenfrohen Spötters als hier im winterlichen Allgäu der Praxistest des neuen Range Rover bevor stand. In Gedanken ging ich bereits die entsprechenden SMS-Texte und Fotos durch, die ich Dag Rogge, Chef von Land­rover Experience, senden wollte, wenn ein Traktor den „Range“ in meinem Revier aus einer zwar harmlos aussehenden, aber leicht abschüssigen und mit nassem Schnee bedeckten Waldwiese herausziehen würde. Wie oft schon musste ich über sogenannte „Winter“-Tests in diversen Fachmagazinen schmunzeln, in denen über zweieinhalb Tonnen schwere Gelände-Luxuskarossen durch tiefen, lockeren Pulverschnee gejagt wurden, wohlgemerkt, bei steinhart gefrorenem und deshalb griffigem Untergrund! Mit etwas Schwung war das früher nämlich schon mit dem VW Käfer zu schaffen. Die Revierpraxis aber, die sieht nun mal völlig anders aus. Nach über dreißig Jahren in Allgäuer Revieren mit unzähligen Fahrzeugen, vom Suzuki LJ bis hin zu den

legendären G Modellen, hatte ich einfach mehr als genügend Gelegenheit, mir dazu eine eindeutige Meinung zu bilden. Weicher Boden, nasser Schnee Und so hätte der Zeitpunkt für unseren Test nicht günstiger sein können, denn nach mehrtägigem Dauerregen war das ganze Allgäu wieder mit gut 30 Zentimeter hohem, nassem Neuschnee bedeckt. Auf höher gelegenen Forstwegen befanden sich darunter sogar noch Reste von vereistem Altschnee, was geradezu als Paradedisziplin für die echte Erprobung von Geländetauglichkeit gilt. Ohne Ketten, versteht sich, denn wer möchte die schon ständig auflegen und dann wieder abnehmen, wenn es über geräumte Straßen geht. Nicht zuletzt deswegen haben sich im schneereichen Voralpenland mit seinen weichen, lehmigen Böden leichte 4x4 wie Lada Niva, Suzuki Jimny und Fiat Panda die Krone verdient. Während ersterer dabei als Geländekönig gilt, fährt sich der Fiat dafür auf der Straße am komfortabelsten.

Er hat das, was andere nicht haben: Nicht nur die rekord­verdächtige Verschränkung, sondern vor allem die intelligente Luftfederung sorgt dafür, dass alle Räder immer gleichmäßigen Bodendruck und damit optimale Traktion bekommen

Angekommen im tief verschneiten Allgäu Wenn es Nacht wird, erstrahlt der elegante Innenraum des Range in dezentem Glanz

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Zeitlose Eleganz All diese Gedanken waren aber schnell vergessen, als ich schließlich erstmals vor dem neuen Range Rover stand. Geparkt dank automatisch sowie manuell höhenverstellbarem Fahrwerk überraschend tief geduckt, mit atemberaubendem Design, an dem man sich kaum jemals satt sehen wird. Zeitlose Klassik, die außer seinen Konzernbrüdern nur noch der G von Mercedes zu bieten hat, und die ihn so wohltuend von der Masse der aerodynamisch optimierten, aber dadurch rundgelutschten und oft übertrieben modisch gestylten Mitbewerbern abhebt.

V8 Twinturbodiesels sorgen für weit mehr als ausreichende Leistung in allen Lebens-Straßen-Lagen, und die hohe Sitzposition in Verbindung mit modernster Luftfederungstechnik für ein einzigartig sicheres und erhabenes Gefühl. Dass sich dabei der Verbrauch dank perfekt agierender 8-Stufen Automatik selbst bei zügiger Autobahnfahrt in für diese Fahrzeugklasse absolut tolerierbarem Rahmen hält, ist eine äußerst angenehme Nebenerscheinung. Wirklich erstaunlich waren aber Verbräuche von knapp unter 8 Litern, die wir bei gemütlicher Landstraßenfahrt ganz problemlos erzielen konnten.

Nur Fliegen ist schöner Die 400 Kilometer Autobahn in heimatliche Gefilde waren dann auch der reinste Klacks, mit S-Klasse Komfort und Leis­ tung satt. 700 Nm Drehmoment und rund 340 PS des 4,4 l

Endlich im Revier Am späten Nachmittag noch ging’s dann das erste Mal ins tief verschneite Revier. Ein Landwirt mit riesigem Allradschlepper stand vorsichtshalber in Rufbereitschaft.

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Der bewährte Panda bekommt im nassen Tiefschnee mächtig Druck von hinten

Und für den von uns erwarteten Fall, dass der Range in einem handyempfangslosen Tal im aufgeweichten Boden versinken würde, hatten wir für den Weg zum Bauern noch den bewährten Panda 4x4 mitsamt einer großen Schaufel dabei. Durch den Schnee pflügen Da ich nicht daran glaubte, dass wir den in engen Serpen­ tinen verlaufenden Forstweg in höhere Lagen hinauf schaffen würden, schlug ich zunächst einen schmalen, nicht geräumten Hohlweg in ein Seitental ein. Mit auf „Schnee“ gestelltem Terrain Response System bahnte sich der Range völlig unbeeindruckt und wie selbstverständlich seinen Weg durch den schweren, nassen Schnee – für uns die erste Überraschung. Der kleine Fiat hatte hier schon deutlich Mühe zu folgen, schaffte es aber gerade noch dank der vorgelegten Spur. Immerhin würde sich dieser Zwerg aber in Minutenschnelle frei schaufeln lassen, was ich beim Range bezweifelte, wenn wir ihn erst mal an seine Grenzen gebracht hätten. Und genau das war es, was wir nun beabsichtigten.

Und ist der Schnee auch noch so hoch, ein bisschen was geht immer noch! Im Schneeprogramm der Terrain Response Control geht’s unbeeindruckt vom weichen Untergrund stetig bergauf

Unser Ziel, eine baumlose Böschung, oberhalb derer sich eine lange Schneise, die als Wildacker diente, noch weiter bergauf zog, sah dann auch absolut unbezwingbar aus. Selbst mit Ketten auf allen Rädern würde es mehr als fraglich sein, aus dem Stand heraus und in beinahe rechtem Winkel diese Steigung zu erklimmen. Ketten hatten wir für den Range aber nicht, nur 20 zöllige Winterreifen, für die Straße gedacht. Was soll`s, dachten wir uns, rückwärts geht`s ja immer runter. Und ein paar spektakuläre Fotos brauchen wir ja ohnehin!

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Das Schwierigste ist gerade gut genug Ich hatte nun das Steuer des Range übernommen, legte die Untersetzung ein, und wartete ungeduldig darauf, bis sich Fotograf Markus oben auf der Böschung in Position gebracht hatte. Dann endlich kam sein Zeichen und ich schlug scharf nach links ein. Der sonst so leise grummelnde Diesel V8 erhob seine Stimme und klang nun in heiser röhrendem Bass. Wie ein Panzer setzte sich der Range in Bewegung, schob sich, seine Räder immer mehr und schließlich extrem weit

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verschränkend, unaufhaltsam auf die Böschung und kam nicht mehr zum Stehen. Über seiner Haube sah ich nur noch den Himmel, aber er stapfte einfach weiter, fast unspektakulär. Kein Schnee spritzte an den Rädern, die Elektronik regelte alles in absoluter Perfektion und sorgte damit für zwar gemächliches, aber gnadenloses Weiterkommen. Ich blieb auf dem Gas, ich konnte es nicht glauben, und Fotograf Markus rettete sich in letzter Sekunde mit einem schnellen, weiten Sprung. Erst ganz oben, am Ende der Schneise, machten Bäume dieser mehr als beeindruckenden Vorstellung ein vorläufiges Ende. Rückwärts ging`s dann wieder nach unten, zurück auf den Forstweg, wo Markus und mein Jagdfreund immer noch mit offenem Mund staunten. Als es schließlich dunkel wurde, und nachdem der Range noch eine ganze Reihe anderer, schwierigster Passagen souverän bewältigt hatte, klingelte das Telefon. Es war „mein“ Landwirt, der sich besorgt, aber auch neugierig nach unserem Wohlbefinden erkundigte. Er kannte mich ja, und er war fast enttäuscht darüber, dass wir seine und des Schleppers Hilfe nicht ein einziges Mal hatten beanspruchen müssen.  Gunther Stoschek

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Mit Herz und Humor

Fotos: Henry M. Linder

Mit einer ordentlichen Portion Selbstironie komponiert der bekannte Jagdkarikaturist Haralds Klavinius seine Skizzen, in denen häufig der Jäger statt der geplanten Beute Federn lassen muss. Exklusiv für Blaser hat er humorvolle Jagdszenen für R8 und F3 entworfen. Ein amüsanter Anblick ist garantiert.

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Der Cartoonist Haralds Klavinius Am Anfang als Ausgleich zu seiner Arbeit als Werbe-Illustrator gedacht, wurde die Jagd für Haralds Klavinius schnell zur Passion. Seit rund 30 Jahren sammelt er dabei Ideen für seine humor­ vollen Zeichnungen. Allen Skizzen gemeinsam ist die Liebe zum Detail, mit der Klavinius die Aktivitäten seiner Mitjäger regelmäßig ironisch betrachtet. Gern nahm er von Anfang an die kleinen Eitelkeiten und Schwächen der Waidmänner aufs Korn. Inzwischen gönnt der Cartoonist auch dem Wild, den Jäger einmal ins Visier zu nehmen. Sein Erfolg gibt ihm Recht. Regelmäßig werden seine satirischen Zeichnungen in Jagdzeitschriften veröffentlicht und auf jagdlichen Veranstaltun­ gen ausgestellt.

Klavinius’ Cartoons gönnen dem Wild das größte Vergnügen, während die Jäger bisweilen zu Gejagten werden

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Die SAUER 202 feiert 2013 ihren 20. Geburtstag und hat sich im letzten Jahr durch die höchste Verkaufszahl ihrer Geschichte selbst das größte Geschenk gemacht. Matthias Klotz, Geschäftsführer von Sauer & Sohn, blickt bereits auf 22 Jahre mit der S 202 und ihrer Vorgängerin zurück. In PASSION erzählt er, wie diese Waffe nicht nur seinen jagdlichen, sondern auch seinen beruflichen Werdegang beeinflusst hat.

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b die Bundeswehr mit meinen Fahrkünsten im Kampfpanzer Leopard 1 nun zufrieden war oder nicht, sei dahingestellt. In jedem Fall entließ sie mich anno 1991 mit 2.500 DM „Ausscheidergeld“ aus meinem Grundwehrdienst. Nach langjährigem unentgeltlichem Engagement als Schüler war das ein Vermögen, das es nun – zusammen mit dem Ersparten aus dem monatlichen Wehrsold – sinnvoll anzulegen galt. Der Verwendungszweck war klar, denn seit einiger Zeit war das Schwarzwild in unseren Oberpfälzer Revieren heimisch geworden, was im Hause Klotz zu einer dramatischen „Unterbewaffnung“ führte, da unsere Gewehre in .222 Rem. Mag., .243 Win. und 6,5x54 M. Sch. nicht hochwildtauglich waren.

Ich durfte, nein ich musste einen neuen Repetierer kaufen – wunderbar! Die Jagdmesse in Erding kam da wie gerufen, und ich bin sicher, dass der eine oder andere Vertriebsmitarbeiter der einschlägigen Hersteller erleichtert aufgeatmet hat, als dieser Waffen-grabschende und unablässig Fragen stellende „Pfalzer“ wieder vom Stand trollte (sorry Kollegen, wir waren doch alle mal jung…). Doch als mir der freundliche und sehr geduldige Vertreter der Firma Sauer & Sohn die SAUER 200 präsentierte, war ich baff: Der Kammergang war der Hammer, die Sicherung absolut geräuschlos, dazu noch wesentlich besser positioniert als bei allen unseren Gewehren daheim, und der Abzug mit Rückstecher war einfach top. Und dann nahm er das Ding Stück für Stück auseinan-

Wenig später wechselte eine SAUER 200 in 9,3x62 mit einem 3-12x56 auf SAUER Schwenkmontage bei unserem Büchsenmacher den Besitzer. Recht schönes Holz hatte er in der Standard-Version für mich herausgesucht und das Ganze mit der 18,5 Gramm TMR von RWS mit 4 Zentimeter Hochschuss eingeschossen. Der Heimweg glich einem Triumphzug, und als erste Amtshandlung wurde die riesige 9,3 neben

die „kümmerlichen“ Patronen des Hausbestandes auf den Küchentisch gestellt. Mein Vater schüttelte nur den Kopf und meinte „Wahnsinn“, doch die Waffe selbst hatte es auch ihm sofort angetan. „Also auf, Probeschießen!“, und kurz darauf prangte ein großes hässliches Loch im Schuhkarton, das drei Projektile der „dicken Berta“, wie wir die 9,3 sofort nannten, gestanzt hatten. Fortan jagte ich ausschließlich mit meiner 200er, egal ob auf Reh, Sau oder Hirsch. Das Bessere ist eben bekanntlich des Guten Feind. Auch die 9,3x62 wusste von Anfang an zu überzeugen. Lediglich bei der Geschosswahl stieg ich auf das 16-Gramm-Kegelspitz um, da es bei Rehwild weit weniger kaputt machte und trotzdem so gut wie jede Sau sicher an den Platz bannte. Dieses Duo aus Waffe und Kaliber war für mich nicht mehr zu toppen – ja, bis ich in den einschlägigen Katalogen von 1993/1994 die neue SAUER 202 entdeckte. Gleiches Baukasten-Prinzip, einfacher Laufwechsel, schnelle Zerlegbarkeit, aber alles wesentlich schlanker und eleganter als bei meiner doch etwas kantigen 200er. Außerdem – wie ich lesen musste – mit nochmals verbesserter Sicherung, optimiertem Abzug und separatem Kammerfang. Die Fahrt zum Büchsenmacher glich einem Trauerzug,

1995 Die „S 200 Forest“ macht ihrem Namen alle Ehre

1993 Die S 202 kommt auf den Markt. Das Bessere wird des Guten Feind

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Die S 202 Take Down erscheint. Hier mein Gewehr, das drei Waffen in einer vereint

Sauer & Sohn schickt den 51 cm-Lauf für den Test

1991 Die S 200 wird meine erste eigene Repetierbüchse

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Fotos: SAUER, privat

Mehr als nur ein Gewehr

der, wechselte den Lauf gegen den einer zweiten ausgestellten Waffe, drückte mir das Gewehr wieder in die Hand und meinte nur: „Wenn Sie ein Gewehr für Sauen wollen, kaufen Sie jetzt einfach eine 9,3x62. Später können Sie dann immer noch auf ein anderes Kaliber wechseln.“ Ich machte den Mund langsam wieder zu, schlug noch einmal an, repetierte, sicherte, entsicherte, zog trocken ab – „Herzlichen Dank, genau das mache ich. Wo sind denn die Zielfernrohr-Firmen?“


waffe begleitet von den quälenden Gedanken, mit der S 202 ein viel schöneres und besseres Gewehr vorzufinden. Ich sollte leider Recht behalten, die S 202 legte tatsächlich noch einmal eine Schippe oben drauf. Aber da ich seit 1991 in einem unentgeltlichen Engagement als Forststudent aktiv war, kam ein Wechsel auf die begehrte Neue nicht in Frage. Aber immerhin passten die Läufe der SAUER 202 in die S 200... Sicher auch ein wenig angestachelt durch die Wechselgedanken und die verlockende Lauf-Kompatibilität begann mich das lange 60 cm-Rohr an meiner 200er mehr und mehr zu stören. Und so wurden in der letzten Reihe des forstlichen Hörsaals maßstabsgetreue Zeichnungen einer S 200 mit 51erLauf erstellt, ballistische Diskussionen geführt und schließlich darüber sinniert, wie ein Student ohne Geld diesen Umbau realisieren könnte. Der zündende Gedanke kam bei der Lektüre eines Waffen-Testberichts in der Wild und Hund. Warum nicht einen fundierten Vergleichstest „Langer Lauf vs. kurzer Lauf in 9,3x62 in ein und derselben Büchse“ erstellen und in der Studentenzeitung der Forstlichen Fakultät veröffentlichen? Dank Wechsellaufmöglichkeit meiner 200er ein Kinderspiel. Allerdings stieß der diesbezügliche Brief an die Firma Sauer & Sohn auf weit weniger Gegenliebe als er-

hofft. Verständlich, denn wer zum Teufel war dieser Klotz und was ist die Forstzeitung in Freising? Erst eine Reihe von Telefonaten ließ das Nord/Süd-Gefälle schwinden, denn in Büchsenmachermeister Lothar Wiegard hatte ich in Eckernförde nicht nur einen Verbündeten, sondern auch einen technischen Mentor gefunden, der meine Idee mit unglaublichem Know-How bereicherte und mich zudem ermunterte, diesen Beitrag doch gleich der Wild und Hund vorzuschlagen. Nachdem schließlich im Dezember `94 neben dem kurzen S 202-Lauf in 9,3x62 auch reichlich Testmunition von RWS aus Fürth eingetroffen war, stellte ich vorübergehend auf Fernstudium um und verbrachte meine Zeit ausschließlich auf Schießständen und im Revier. Und tatsächlich – die Wild und Hund wollte den Beitrag veröffentlichen – gegen Honorar! Ein Abdruck in WuH 11/95, ein gigantisch schießender 51erLauf, ungeplanter Geld-Segen und die Zusage von SAUER, den Lauf kaufen zu dürfen – was wollte ich mehr? Der Verkauf des langen Laufes sorgte sogar noch für ein Plus in der Studentenkasse, welches jedoch durch die Anschaffung eines gebrauchten Drückjagd-ZF und diverse S 200/S 202-Feierlichkeiten samt Weihenstephaner Bier pulverisiert wurde. Der Kontakt zur Wild und Hund blieb bestehen, was schließlich dazu führte, dass ich wenige Tage nach meiner letzten

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Diplom-Prüfung dort als Volontär ins Arbeitsleben einstieg. Mehr und mehr wurde das Thema Jagdausrüstung und Tests zu meinem Metier, und ich hatte das große Vergnügen, viele interessante und tolle Gewehre der unterschiedlichsten Hersteller testen und führen zu dürfen. Doch wann immer es galt, keine Kompromisse einzugehen, ließ ich die „Nebenbuhler“ zu Hause und griff zu meiner S 200, die mittlerweile sogar noch eine Drückjagdvisierung hatte, da ich als Brackenführer manchmal auch in der Nahdistanz gefordert war. Als ich aber endlich eine S 202 als Testwaffe mit zur Jagd nehmen konnte, war das etwas anderes: Alles war vertraut, nur eben noch ein bisschen besser und vor allem eleganter. Der Entsicherungsknopf lag immer noch perfekt vor dem Abzug, der Sicherungsknopf hingegen nun viel ergonomischer auf dem Kolbenhals. Der separate Kammerfang war ein echter Zugewinn, der Abzug noch einen Tick „klarer“ und das ganze Gewehr schlicht ein Hingucker. Meine 200er ereilte nun das Schicksal meiner 6,5x54 – sie blieb im Schrank. Das Bessere ist eben des Guten Feind. Nun galt es, eine S 202 nach meinen persönlichen Wünschen zusammen zu stellen, aber das war eigentlich leicht: Kaliber 9,3x62, 51er-Lauf und schönes Holz, das Ganze mit Schwenk-

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Führiger und eleganter geht’s nicht. Die Highland ist da

Long Shot: S 202 Wolverine

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montage und großem Glas. Doch es kam anders: Anstatt dass eine S 202 zu mir kam, kam ich zu SAUER, wo ich den Posten des Produktmanagers für die Jagdwaffen übernahm. Und prompt katapultierten mich die Umstände an die Spitze der Nahrungskette; denn die S 202 Take Down stand kurz vor der Serienreife. Ich testete unterschiedlichste Waffen in allen möglichen Kalibern, begleitete die letzten Entwicklungsschritte und bereitete den Markteintritt vor. Nachdem dann die Erstauslieferung vollbracht war, entschied ich mich für eine S 202 Take Down Elegance in .300 Win. Mag. mit dem ZEISS Victory 2,5-10x50. Mein perfektes Reisegewehr sollte ein Kaliber haben, das unterhalb der Big Game-Klasse keine Zugeständnisse macht und weltweit verfügbar ist. Für die heimische Jagd allerdings kam eine SAUER 202 zum Einsatz, und zwar in Form eines Prototypen, der meine über die Jahre gewachsenen Ideen und Wünsche nicht nur verwirklichen, sondern auf die Spitze treiben sollte: 51er-Lauf, Drückjagdvisierung, ein etwas dickerer Vorderschaft wie einst bei meiner 200er, ein Schweinsrückenschaft für perfekten Anschlag sowohl über ZF als auch über offene Visierung und eine Beschichtung, die jeglicher Witterung trotzt. Und für die optimale Balance

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Meine „Silberbüchse“ mit Bracke „Bonny“ und bravem Bock

2006 Short-Cut: S 202 Hardwood

2006 Unsicher: Zum ersten Mal im Leben auf einem Pferd. Sicher: Die S 202 ist in Kasachstan dabei

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waffe sollten ein Alu-Gehäuse und ein dickerer Lauf rein. Das Ganze natürlich in 9,3x62, und fertig war… – die S 202 Forest. Aber mein Waffenschrank ohne eine wirklich eigene SAUER 202? Undenkbar! Natürlich eine 9,3… – oder doch nicht? Denn auch hier öffnete Lothar Wiegard durch seine Erfahrung und seine Ratschläge den Blick für Neues. So brachte er die 6,5x55 ins Spiel, die durch atemberaubende Präzision und enorme Performance auf schwaches bis mittleres Schalenwild bestechen würde. Zum anderen solle ich mir doch einmal das Modell mit silberner Ilaflon-Beschichtung ansehen, das für Norwegen produziert würde. Etwas hin- und her probiert, dann stand die Wahl fest: Eine S 202 in 6,5x55 mit 56er-Lauf ohne Visierung, silberner Ilaflon-Beschichtung und Monte Carlo-Holzschaft, dazu ein silbernes ZF mit schwarzen Stellringen. Ein Unikat aus der Serie, es

lebe der Baukasten! Die Präzision mit dem RWS 8,2-GrammKegelspitz und Doppelkern 9,1-Gramm ist phänomenal, und das Waidmannsheil auf Reh, Gams, schwächere Sauen und auch Kahlwild lassen an der Kaliberwahl keine Zweifel aufkommen. Lediglich eine offene Visierung und zwei Schäfte gesellten sich im Laufe der Zeit dazu. Der eine in Holzstufe 8 mit wunderschönen Wolken, der andere in Synthetik samt Schneetarn für die Winterpirsch. Die Take Down hingegen wurde für Afrika „gedopt“ und erhielt einen .375 H&H Hatari-Lauf samt Zeiss Victory 1,56x42. Eine Kombination, die auch auf Plains Game mittlerweile meine erste Wahl ist (siehe auch Hunters Video „Blixen Safari“). Und die 9,3x62? Alte Liebe rostet bekanntlich nicht, also spendierte ich meiner Take Down einen 51cm ForestLauf mit Kannelierung und Drückjagd-Visierung. Anfangs mit einem ZEISS Drückjagdglas, später dann mit dem von der .300er entliehenen und neu einjustierten 2,5-10x50 ist sie meine Bank für die Hochwildjagd.

Natürlich liegt es in der Natur der Dinge, dass wir bei SAUER immer neue und interessante Lösungen erarbeiten und weit vor deren Vorstellung führen und testen. So hat meine S 303 natürlich längst die „Drückjagd-Hoheit“ erobert, und auch die S 101 begeistert mich, seit ich sie als Prototyp führe. Die Classic XT in .308 möchte ich für bestimmte Gelegenheiten jedenfalls nicht mehr missen. Die SAUER 202 bleibt aber meine Nummer 1. Zu sehr hänge ich an ihrer unaufdringlichen Klasse, an der lautlosen und perfekt positionierten Sicherung, an ihrer bestechenden Präzision und an den modularen Möglichkeiten, die sie mir bietet. Man nennt das wohl Urvertrauen, und sollte man mich fragen, wie man an meine S 202 herankäme, würde ich wohl abgewandelt im Sinne von Charlton Heston antworten, der einst als NRA-Vorsitzender (National Rifle Association, Verband der legalen Waffenbesitzer in den USA), skizzierte, wie man ihm seine Waffe wegnehmen könnte: „My SAUER 202? Only out of my dead cold hands.“

Mehr Infos unter www.sauer.de

2007 2012

Auf Plains Game mit der .375 H&H

Die S 202 Synchro XT setzt sich an die Spitze der ergonomisch optimierten Jagdbüchsen

2009 Die Yukon begeistert die Extrem-Jäger

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2008 Alle S 202 erhalten mit Ilaflon den perfekten Rostschutz

2012 Drückjagd total mit der S 202 Schwarzwild

2010 Sommergams mit Silberbüchse

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2013 Die S 202 Hybrid vereint perfekt die Schönheit von Holz mit der Griffigkeit von Elastomer

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Victory FL und Conquest gibt es für Sie einen einmaligen Preisvorteil in Höhe von zehn Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung - eine Ersparnis von bis zu 215 Euro. Der Aktionszeitraum endet am 31. Mai 2013.

Victory FL 56er: Die „Lichtriesen” sind nicht nur in der Dämmerung eine Referenzklasse. Spitzengläser, deren Helligkeit auf gesamter Linie über-

zeugen: ein ruhiges, extrem kontrastreiches Bild mit exzellentem Überblick und maximaler Austrittspupille. Selbst im allerletzten Licht lassen sich weiter entfernte Details scharf und klar erkennen. Mehr zu diesen Gläsern finden Sie in der PASSION 5 auf Seite 62. Victory RF 56er: Der leistungsstärkste Entfernungsmesser mit hervorragender Abbildungsleistung. Das 56er Victory RF liefert selbst bis tief in die Nacht kontrastreiche, helle und scharfe Bilder. Für Ansitz und Weitschuss der perfekte Begleiter. Mit nur einem Tastendruck werden Entfernungen bis 1200 Meter präzise gemessen. Das

Ballistik-Informations-System (BIS®) zeigt zusätzlich den Korrekturwert für den Haltepunkt an - für praktisch jede Laborierung. Passion berichtete über dieses einzigartige Produkt in Ausgabe 1 auf Seite 55. Conquest 56er: Die Preis-Leistungssieger unter den Dämmerungsgläsern sind kompakt, leicht und lichtstark: Mit der modernen Carl Zeiss T*-Mehrschichtvergütung zeigen sie helle, brillante Bilder bis in die tiefe Dämmerung. Über die Conquest Ferngläser und die Vorteile der ZEISS 56er Modelle im Allgemeinen finden Sie mehr in der PASSION 2 ab Seite 86.

Gehen Sie zu Ihrem Fachhändler und verpassen Sie auf keinen Fall diese einmalige Gelegenheit! Denn wer mehr sieht, kann besser ansprechen und macht auch mehr Beute. Das Victory 8x56T* FL

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Zum VICTORY RF gibt es einen edlen Loden-Rucksack dazu PASSION 10

Das CONQUEST 8x56T*

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Fotos: Carl Zeiss Sports Optics

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ür alle, die jagdlich das Maximale aus jeder Situation herausholen wollen, ist jetzt der optimale Zeitpunkt für ein neues Fernglas da. Greifen Sie zu einem unserer 56er Modelle aus der lau-


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Wie in alten Zeiten Der Anblick riesiger Büffelherden lässt unser Herz höher schlagen, und wir glauben uns in alte Safari-Tage zurück versetzt. Die Wildbestände im Sambesi Delta sind auch heute noch atemberaubend, und die Chancen, dort einen alten, reifen Büffel zu erlegen, ausgesprochen gut. Text und Fotos: Blaser Safaris

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osambik, im Delta des Sambesi: Nirgendwo sonst in Afrika ziehen die Kaffernbüffel in dieser Vielzahl ihre Fährte. Herden mit eini­ gen hundert Büffeln bekommt man fast täglich in Anblick. Eine faszinierende und spannende Jagd ist damit garantiert. Zielflughafen in Mosambik ist Beira, das von Johannesburg aus mit täglichen Linienflügen in zirka zwei Stunden zu erreichen ist. Unsere Jagdgäste werden unmittelbar nach Ankunft am Flughafen Beira vom Outfitter empfangen und zum Aircharter begleitet. Gemeinsam mit dem Outfitter geht es dann in einem einstündigen Flug weiter ins Jagdcamp. Von der einmotorigen Maschine aus kann man sich bereits einen ersten Eindruck über die schier unendlich erscheinende Deltalandschaft mit ihrem einzigartigen Wildreichtum verschaffen. Es wird wohl kaum einen Jäger geben, dessen Puls nicht schon hier spürbar nach oben geht!

Ausschau halten nach Kuhreihern. Wo die sind, da sind auch Büffel!

Mit der einmotorigen Maschine geht es von Beira aus in nur einer knappen Stunde direkt ins Jagdcamp

Safari Feeling Das Camp selbst besteht aus Zelten, die jeweils mit Dusche und WC ausgestattet sind und auch sonst jeden erdenklichen Komfort bieten. Es sind aber vor allem die nächtlichen Geräusche aus dem Busch, die Stimmen der afrikanischen Tierwelt, die faszinieren. Die „Busch-Konzerte“ in der Dunkelheit, die Drinks am Lagerfeuer: All diese Momente runden das Jagderlebnis ab und sorgen für unvergessliche Erinnerungen.

Komfortable, hüttenähnliche Zelte sorgen für das unvergessliche Safari Flair

Jagd, die unter die Haut geht Nach einem ausgiebigen Frühstück unter alten Bäumen geht es mit gelände­gängigen Toyota Pickups zum Ausgangspunkt der ausgedehnten Tages­­pirsch. Mit Professional Hunter und Tracker macht man sich auf die Suche nach der frischen Fährte eines starken Büffels, und folgt ihr dann solange es erfolg­versprechend scheint. Es ist die klassische, die ursprünglichste Art auf Kaffernbüffel zu jagen – erfordert allerdings eine gewisse Kondition.

Wer diese Toyotas kennt, weiß: Nichts ist unmöglich!

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Die Büffel stehen dicht an dicht. Sie haben die Jäger längst im Blick

Ein einziger Schuss auf 110 Meter mit der R8 im Kaliber .375 hat genügt

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reise Die unzähligen Kuhreiher, die sich mit Vorliebe auf die Rücken der Büffel setzen, erleichtern dabei die Suche nach dem begehrten Wild. Hat man es dann aber geschafft, sich unter gutem Wind auf Schussdistanz heran zu pirschen, steigt die Spannung ins Unermessliche. Denn nun gilt es den „richtigen“ Büffel auszumachen, ohne die anderen seiner Artgenossen zu vergrämen. Wenn der dann schließlich halbwegs frei steht, wird es kaum die Schussentfernung sein, die den Schuss erschwert. Denn selten muss hier weiter als auf 100 Meter geschossen werden. Meist sind es sogar nur 50 oder 60 Meter bis hin zum gesuchten kapitalen Büffel. Die Schwierigkeit liegt vielmehr darin, die Nerven in dieser ungemeinen Anspannung zu

bewahren und den eigenen Pulsschlag unter Kontrolle zu bringen. Mit der auf dem Dreibein aufgelegten Büchse im Anschlag ist der richtige Moment zum Schuss abzuwarten und gegebenenfalls mehrfach die Schussposition zu verändern. Wenn es dann soweit ist, wenn das Absehen nur noch innerhalb des tödlichen Haltekreises tanzt, werden auch Schussknall und Rückstoß kaum mehr wahrgenommen und die Anspannung weicht der Vorfreude auf die so lang ersehnte Trophäe. Jagd-Abenteuer für jeden Jäger, die hinsichtlich ihrer konditio­ nellen Verfassung und des ungewohn­ ten Klimas von sehr langen Strecken zu Fuß lieber absehen, können sich

mit mehrrädrigen Spezialfahrzeugen den Einstandsgebieten nähern und auf kürzeren Wegen die spannende Pirsch genießen. Keine Kompromisse bei Waffe, Optik und Kaliber Wie überall auf der Jagd ist es von Vorteil, die vertraute Büchse führen zu können. Dank Wechselläufen kann zum Beispiel jede Blaser R8 im Handumdrehen in eine Großwildbüchse umgerüstet werden. Das Kaliber .375 sollte es aber mindestens sein, die .416 ist auf jeden Fall mehr als genügend. Von früher häufig propagierten Vollmantelgeschossen ist abzuraten, zu groß ist die Gefahr, dass aufgrund möglicher Durchschüsse andere Büffel Hier sind die mächtigen Sable-Antilopen zu Hause

krank geschossen werden. Da moderne Verbundkerngeschosse eine allemal ausreichende Tiefenwirkung und darüber hinaus eine deutlich bessere Tötungswirkung besitzen, besteht für die Verwendung von Vollmantelgeschossen auch keinerlei Notwendigkeit mehr. Obwohl sich die Schussentfernungen in Grenzen halten, darf die Zieloptik auf keinen Fall vernachlässigt werden. Eine 6-fache Vergrößerung, am besten mit tageslichttauglichem Leuchtpunkt, wie ihn das ZEISS Varipoint bietet, ist geradezu ideal. Kann man damit doch, bei immer noch großem Sehfeld, die Lücke im Busch oder im Geäst für den perfekten Treffer schnell und sicher finden und nutzen. Viel mehr als nur Büffel Mosambik bietet dem Jäger weitaus mehr als riesige Büffelherden und unzählige alte, hochkapitale Büffel. Die Kombination der Büffeljagd mit der Bejagung von Sable, Nyala, Wasserbock, Hippo und Krokodil in völlig ursprünglicher Landschaft macht den ganz besonderen Reiz Mosambiks als Jagdreiseland aus. Und so mancher Jäger konnte während seines Aufenthaltes im Sambesi Delta auch schon einen der reichlich vorkommenden, uralten Warzenkeiler erlegen – als Abschluss einer traumhaften Jagdreise.

Mosambik bietet eine immense Artenvielfalt und einen der besten Bestände an kapitalen Wasser­böcken

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Mosambik Jagd auf kapitale Büffel, Nyala, Wasserbock und mehr. Jeweils zehn volle Jagdtage Beste Reisezeit: August bis November Ausführliche Informationen erhalten Sie bei: Blaser Safaris Europastraße 1/1 7540 Güssing, Österreich Tel: +43 (0) 33 22 42 963 - 0 www.blaser-safaris.com info@blaser-safaris.com

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waffen der profis

Portrait: Markus Gemeinder (Blaser), Waffe: Henry M. Linder, Naturfoto: Joachim Hartmann

„Das Bessere ist des Guten Feind” Seit Markteinführung der R8 Professional Success haben bereits mehrere tausend Jäger die Erfahrung gemacht, dass ein ergonomisch perfekt gestalteter Büchsenschaft weit mehr zum konstant guten Treffen beiträgt, als bislang nur vermutet. Selbst erstklassige Jagdschützen bestätigen immer wieder, um wie viel sicherer sie sich mit dieser Büchse in fast jeder jaglichen Situation fühlen. PASSION sprach mit Dr. Norbert Teuwsen, Leiter des hessischen Forstamtes Reinhardshagen.

Als langjähriger DJV-Wettkampfteilnehmer und aktiver Jäger ist Ihr Ruf als guter Schütze bis zu uns ins Allgäu gelangt. Was war denn der Grund dafür, dass Sie auf eine R8 mit Lochschaft um­gestiegen sind? Ein guter Bekannter und pensionierter Forstkollege hat mich anlässlich einer Bewegungsjagd dazu „verführt“. Er ist ein erfahrener Jäger, dessen jagdliches Profil durch sein lebenslanges berufliches Jagen geprägt wurde. Konnte er Sie denn sofort vom Lochschaft überzeugen? Nein, das nicht. Aber ich bin neugierig geworden, vor allem, weil er seine R8 mit so großer Leidenschaft zeigte. Ich hätte bei ihm weder eine solch exotische Büchse noch eine derart jugendliche Begeisterung erwartet. Nach der Jagd bot er mir an, seine Success für einige Zeit bei der Jagd selbst auszu­probieren. Und dann ging's ab ins eigene Revier? Natürlich erst nach einem ausgiebigen Schießstandbesuch. Ich kann nicht mit einer Büchse zur Jagd gehen, die ich nicht vorab ausgiebig probegeschossen habe.

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Der Reinhardswald in Nordhessen: Naturnaher Waldbau, profitable Forstwirtschaft und traditionelle Jagd schließen hier einander nicht aus

Dr. Norbert Teuwsen ist nicht nur leidenschaftlicher Jäger sondern auch ein aktiver DJVWettkampf-Schütze. PASSION sprach mit ihm auf der IWA in Nürnberg

Sie führten bis zu diesem Zeitpunkt eine R8 mit klassischer Schäftung. Wie war denn Ihr erster Eindruck beim Schießen auf die Scheibe mit dem Lochschaft? Was soll ich sagen – der Schaft verleiht ein besonders sympathisches Pistolengriffgefühl. Das Schießen wird zu einem Erlebnis. Meine „normale“ R8 schießt schon sehr gut, aber mit dem Lochschaft sind noch leichter beeindruckende Schuss­­bilder zu erzielen. Plötzlich war ich genau so infiziert wie mein Kollege. Er bot mir daraufhin an, die Büchse noch einen Monat im Jagdalltag auszuprobieren.

ser Ausrüstung nicht zu weit bei den Entfernungen vorzuwagen.

Ihre Erwartungen im Jagdeinsatz wurden also auch erfüllt? Schon nach den ersten Tagen im praktischen Jagdbetrieb war mir klar, dass auch ich eine Professional Success haben mußte. Leider sind jetzt alle meine anderen Büchsen arbeitslos. Meine derzeitigen Jagdmöglichkeiten verlangen häufiger Schüsse auf Entfernungen jenseits der 200 Meter. Das sind hohe Anforderungen an die Schussleistung einer Büchse. Die Kombination aus Büchsenpräzision und griffsympathischer Schaftergonomie vermitteln ein nie gekanntes Überlegenheitsgefühl. Es verlangt unbedingte Selbstdisziplin, um sich mit die-

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Sie sind regelmäßiger Teilnehmer an Landes- und Bundesmeisterschaften im jagdlichen Schießen. Wäre Ihre R8 mit Lochschaft dafür nicht auch die ideale Büchse, ein kleineres Kaliber vorausgesetzt? Das wäre durchaus denkbar, wenn nicht die DJV-Schießvorschriften Lochschäfte verbieten würde. Das jagdliche Schießen orientiert sich stark an traditionellen Werten. Viele Details der Schießvorschrift sind zwar angepasst worden, aber bis das auch für Lochschäfte gilt, wird sicherlich noch einige

Zeit vergehen. Selbst wenn es heutiger Stand der Technik ist und inzwischen von einer Fülle von Herstellern angeboten wird. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass Jäger, die die R8 Professional Success zum ersten Mal in Händen halten, zwar vom Anschlag überzeugt, aber manchmal skeptisch sind, ob der Lochschaft auch für die Drückjagd, also für schnelle Folgeschüsse optimal ist. Sie selbst nehmen ja an zahlreichen Bewegungsjagden teil … Da ist mir ehrlich gesagt bislang überhaupt kein Unterschied aufgefallen.

Das schnelle Repetieren geschieht unterbewusst. Ich bemerke keinen Unterschied zwischen Standardschaft und Lochschaft, auch nicht im Schießkino. Wenn etwas eine Umstellung verlangt, dann ist es das Spannen vor dem ersten Schuss. Beim normalen Schaft geht das schneller, aber auch das verläuft inzwischen unterbewusst. Keinerlei Kritikpunkte also? Na ja, bei der Abzugscharakteristik bin ich kompromisslos pedantisch. Da musste ich bei Blaser noch etwas Fein­ tuning machen lassen.

Die R8 Professional Success

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schnappschuss

RWS hat auf der „Jagd & Hund“ in Dortmund, wie in den Jahren zuvor, einen LuftgewehrkugelSchießstand betrieben, an dem die Besucher ihre Ziel- und Treffgenauigkeit zeigen konnten. Der Andrang war enorm – die Besucheranzahl übertraf alle Erwartungen. Der Erlös aus den Einnahmen des Schießens wurde von RWS auf 5.500 Euro aufgerundet und an die Stiftung Wildtier- und Biotopschutz NordrheinWestfalen gespendet. Auf der IWA überreichte Rolf Knäpper von RWS (links) den Scheck an Dr. Hermann Hallermann vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen.

Auf der „Jagd und Hund“ wurden auch in diesem Jahr die besten Jagdprodukte mit dem Goldenen Keiler ausgezeichnet. Die begehrten Trophäen wurden von der Verlegerin des Jahr Top Special Verlages, Alexandra Jahr, und vom JÄGERChefredakteur Lucas von Bothmer überreicht. Dabei waren auch die Herausgeber von PASSION vertreten (v.l.n.r.): Gunther Stoschek von Blaser (Kategorie Büchsen: R8 Professional Success, Kategorie Flinten: F3 Game Competition), Matthias Vogel von RWS (Kategorie Bleifreie Munition: EVOLUTION Green) und Dr. Armin Dobat von ZEISS (Kategorie Ferngläser VICTORY 10x42 HT).

„Nicht die Augen kneifen“, „Ein bisschen dichter zusammenrücken!“, „Alle mal herschauen!“ – dann endlich passte alles beim Mauser Vertriebs- und Marketing-Team und der Fotograf drückte den Auslöser. In Position gestellt haben sich v. l. n. r.: Frank Rominger (Vertrieb Deutschland), Lucas Jacobi (Marketing), Ina Fester (Marketing und Vertrieb Osteuropa, Russland), Björn Friedrich (Vertrieb Ausland), Thorsten Mann (Geschäftsführer) und Walter Siebert (Vertrieb und Administration). Der einzige, der sich nicht überreden ließ, „brav“ in die Kamera zu schauen, war der Jagdterrier von Björn Friedrich. Beim nächsten Shooting hat der Fotograf ein Leckerchen dabei ...

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SAUER-Mitarbeiter Burkhard Bonarius (Marketing) und Cornelia Rief (Vertrieb Deutschland) hatten im Rahmen eines Sammelansitzes in Franken doppeltes Waidmannsheil. Während der erfahrene Jäger mit seiner S 202 GTI in .30-06 erfolgreich war, erlegte die Jungjägerin mit ihrer S 202 Classic XT in .308 Win. ihre erste Sau. Die Stücke lagen im Feuer, und so freuten sich beide riesig über dieses tolle Jagderlebnis.

Fotos: Blaser, Stefan von Stengel, Mauser, RWS, SAUER, privat

In Schwedisch Lappland, wo sonst nur Autotester bei bis zu minus 40 Grad unterwegs sind, können auch Blaser Kunden ihre Büchsen auf eine harte Probe stellen. Hier schwärmt ein zufriedener Teilnehmer vor Seminarleiter Werner Reb (rechts) von seinen sehr guten Schießergebnissen.

Jochen Pohl, der fränkische Außendienstmitarbeiter der Carl Zeiss Sports Optics konnte sich auf seine Schützenhilfe vollends verlassen. So wie es sich wohl jeder stolze jagende Vater erträumt, war es sein Sohn Yannick, der den Lebenskeiler ausmachte. Ohne die wachen Augen des „Jungjägers von Morgen“ wären die stattlichen 120 Kilo „Angehendes Schwein“ sicher davon gekommen.

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termine

International Dänemark, Ulfborg, 5. bis 7. Juli: 1st ZEISS Fieldshooting Weekend Großbritannien, Warwickshire, 19. bis 21. Juli: CLA Game Fair Russland, Moskau, 10. bis 13. Oktober: Arms & Hunting

Liebenberg, 28. bis 29. September: Liebenberger Jagdmesse Dargun, 6. bis 8. September: Jagd & Angel Outdoor Event

Frankfurt am Main (Steinbach im Taunus), 20. September: ZEISS Drückjagdseminar mit Andreas Bach

Speyer, Oktober 2013: PASSION 11

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Herausgeber: Blaser Jagdwaffen GmbH Mauser Jagdwaffen GmbH J. P. Sauer & Sohn GmbH Carl Zeiss Sports Optics RWS

Layout: Roger Colombani

Geschäftsführung: Lars Joachim Rose, Kai Rose, Kay Labinsky Verlagsleiter: Kai Rose

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Gunther Stoschek, Alexandra Baur (Blaser), Agnes Köhler (KODIAK); Thorsten Mann, Lucas Jacobi (Mauser); Matthias Klotz, Sebastian Woestmeyer (SAUER); Dr. Ralph Nebe, Dr. Armin Dobat, Christin Rabitz (Carl Zeiss Sports Optics); Matthias Vogel, Nicole Heidemann (RWS)

Chefredaktion: Julia Numßen (v.i.S.d.P.)

Fotografen: Michael Eger, Alexander Fuchs,

Verlag: Klambt-Verlag GmbH & Co. KG Pressehaus Im Neudeck 1 D-67346 Speyer www.klambt.de

Foto: Peter Straub

Technische Leitung: Matthias Albrecht

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Markus Gemeinder, Joachim Hartmann, Jürgen Hollweg, Franz Knittel, Henry M. Linder, Erich Marek, Sebastian Offel, Peter Straub Internet: www.passion-magazin.de Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte, Fotos und Dias keine Gewähr. © Alle Rechte bei: KlambtVerlag GmbH & Co. KG. Grenzüberschreitende Lieferungen sind nur mit Zustimmung des Verlages gestattet. Abo-Service: Adresse siehe Verlag. Bei Fragen zum Abo, wenden Sie sich bitte an den Abo-Service, Tel.: 01 80/5 71 83 86 (14 ct./Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, abweichende Preise aus Mobilfunk)

Fax: 0 62 32/31 02 12 E-Mail: passion-redaktion@klambt.de www.abo.klambt.de

Wittloge, 1. Juni: ZEISS 300-Meter-Seminar mit Werner Reb 7. September: ZEISS 300-Meter-Seminar mit Werner Reb Wetzlar, 21. September: ZEISS 300-Meter-Seminar mit Andreas Bach 25. Mai und 12. Oktober: ZEISS 300-Meter-Seminar mit Werner Reb

Landshut, 2. bis 6. Oktober: Jagd, Fischen & Natur

PASSION erscheint zweimal im Jahr. Preis des Einzelheftes: 9 Euro inkl. 7 % MwSt. und Versand (CHF 15) Jahresabonnement Inland: 15 Euro (CHF 25)

Ulm, 21. September: ZEISS 300-Meter-Seminar mit Werner Reb 11. Oktober: ZEISS Drückjagdseminar mit Andreas Bach

Kostenfreier Aboservice: Nur für registrierte Kunden der Herausgeber; www.passion-magazin.de und auf Abonnement klicken Reproduktion: Klambt-Verlag, Speyer Druck: Sachsendruck Plauen GmbH

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SAUER-303-Drückjagdnadel: In vielen Schießkinos in Deutschland, mehr Infos unter: www.sauer.de

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showroom

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Foto: Burkhard Bonarius

w체nscht allen Lesern ein kr채ftiges Waidmannsheil zum Aufgang der Bockjagd Mit dabei: Die SAUER 202 Hybrid in .308 Win. mit ZEISS VICTORY HT 3-12x56 mit ASV+ und das Fernglas VICTORY HT 8x42

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Das Ziel: EIN

man@work

In geheimer Mission

Beschreiben Sie doch kurz einmal den Entwicklungsprozess. Vorab gilt es im Team ein Pflichtenheft mit den grundlegenden Produkteigenschaften zu definieren. Dann heißt es für meine Kollegen und mich als Ingenieur: Ab an den Computer und mit Hilfe spezieller Programme die neue Waffe digital am Bildschirm entwickeln. Dann wird diskutiert, es werden erneut Ideen gesammelt, eingearbeitet oder wieder verworfen – das alles ist ein lang anhaltender Prozess, der sich über mehrere Monate hinzieht. Und dann? Nach und nach entstehen erste Prototypen und immer wieder müssen Funktionen und Schussleistung überprüft werden. Natürlich müssen auch Tests hinsichtlich Qualität und Lebensdauer

gemacht werden. Und dann geht die fertige M 12 in Serienfertigung. Die M 03 feiert in diesem Jahr bereits ihr 10-jähriges Jubiläum. Wo liegen die Unterschiede zur M 12? Die M 03 ist unser Premiumprodukt. Handspannung, Laufwechselmöglichkeiten von .222 Rem. bis .458 Lott, großer Variantenreichtum in Bezug auf Lauflängen, Schaftformen, Hölzer, Synthetikschäfte etc. – hier hat der Kunde unendlich viele Möglichkeiten, sich seine M 03 zusammenzustellen. Da hat man bei der M 12 natürlich eine nicht ganz so große Auswahl.

Sobald er Zeit hat, geht Christoph Morath raus ins Revier

In welchen Märkten sehen Sie gute Chancen für die M 12? Diese Frage kann der Vertrieb besser beantworten. Ich war jedoch auf der IWA in Nürnberg und hatte in vielen Beratungsgesprächen ein gutes Gefühl. Aussehen und Ausstattung gefällt den Leuten. Die M 12 eignet sich hervorragend für Jäger, die auf gewohnt hohe Mauser Qualität setzen, dabei aber den Preis nicht ganz außer Acht lassen möchten. Die Jagdsaison ist wieder im Gange. Haben Sie nach der Entwicklung der Büchse nun auch Zeit die M 12 zu führen? Ja, darauf freue ich mich schon sehr. Zwar steht bei uns die Entwicklung neuer Waffen nie still, aber klar, Jagd muss sein. Im vergangenen Jahr war ich bereits mehrfach mit einem M 12 Prototyp, der zuvor ausgiebig in Bezug auf Funktion und Präzision getestet wurde, im Revier und schoss zwei weibliche Stücke Rehwild und einen Bock. Störend war allerdings, dass niemand die Waffe sehen durfte und alles streng geheim war. Das ist jetzt – glücklicherweise – sehr viel entspannter.

Abgabe von Waffen nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.

Stichwort M 12 – was steckt dahinter? Eine klassische, elegante Büchse aus dem Hause Mauser mit hoher Qualität und das Ganze ist zu einem sehr attraktiven Preis zu bekommen. Die M 12 ist, wie man es von Mauser kennt, eine Ganzstahlkonstruktion und verriegelt mit sechs starken Warzen direkt im Lauf. Ich habe die M 12 unzählige Male im Schießtunnel geschossen – der tolle, sehr trocken stehende Abzug und ihre Präzision begeistern mich immer wieder.

Man kann ja zwischen Holz- und Synthetikschaft wählen … Genau. Der Variantenreichtum ist bei der M 12 nicht gegeben. Es gibt nur zwei Lauflängen, die Standardläufe sind 56 Zentimeter lang, die Magnumläufe messen 62 Zentimeter. Wir bieten außerdem im Unterschied zur M 03 eine 3-Stellungssicherung, die direkt auf den Schlagbolzen wirkt. Auch auf die Laufwechselmöglichkeit verzichten wir. Diese Unterschiede ermöglichen es uns, eine super Waffe zu einem unschlagbaren Preis anzubieten.

Die Präzision der K95 ist längst schon legendär. Erfahren Sie mehr über die Stärken dieser grazilen Kipplaufbüchse: www.blaser.de/k95

Fotos: Lucas Jacobi

Der gebürtige Allgäuer Christoph Morath, Jahrgang 1977, studierte Maschinenbau in Ulm. Der Dipl.-Ing. (FH) ist verheiratet und hat vier Kinder

Kodiak-©-2013 · www.kodiak.de

Christoph Morath entwickelt schon seit 2008 Jagdwaffen für Mauser und war auch an der neuen M 12, der „kleinen Schwester“ der M 03, maßgeblich beteiligt.

SCHUSS

Das Interview führte Lucas Jacobi.

www.blaser.de

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