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#16

HERBST 2012 KOSTENLOS

VARG BULLET WISDOM STRIKER KRAMPUS ENSLAVED TROLLFEST TESTAMENT GRAVEYARD THE 69 EYES WITCHCRAFT GRAVE DIGGER

Das Warten hat ein Ende!

The Metal-Queen is back! Hoch die F채uste!


Ein Werk voller Götter, Helden und Legenden!

Dubcoedreen! aus Schw

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LIEBE METALHEADS! Wenn ihr die dritte Ausgabe des NOIZELETTERS 2012 in den Händen haltet, bedeutet das, dass die Festivalsaison dem Ende entgegenblickt und Ihr hoffentlich jede Menge feuchtfröhliche Erinnerungen an geniale Freiluft-Shows mit nach Hause nehmen konntet! Gleichzeitig bringt der Herbst jede Menge fantastische Clubtourneen mit sich, bei denen kein Auge trocken bleibt: unter anderem wird das HEIDENFEST mit unseren Titel-Stars WINTERSUN auftrumpfen, die mit KORPIKLAANI, VARG, TROLLFEST und KRAMPUS um die Häuser ziehen! Auch die INTO DARKNESS-Reihe mit PAIN, MOONSPELL, SWALLOW THE SUN und LAKE OF TEARS wird einige Köpfe verdrehen. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs! Bestens informiert darüber und über alles Wissenswerte rund um die neuen Scheiben von u.a. DORO, TESTAMENT, VARG, TROLLFEST, GRAVEYARD seid ihr dann nach der Lektüre der folgenden Seiten, die Laune machen sollen auf verdammt heavy Herbsttage… Zieht Euch warm an! Euer Noizeletter-Team

INTO DARKNESS TOUR 2012 -

feiert mit Peter Tägtgren und PAIN! Am 9. November fällt der Startschuss für ein absolutes Deluxe-Package in Sachen Düstersounds! Unter dem Banner „Into Darkness“ führen als Headliner die Industrial Metal-Schweden PAIN ein feines Line Up an, das sich außerdem aus den Kult-Dark Metallern MOONSPELL, den finnischen Senkrechtstartern von SWALLOW THE SUN und den Legenden LAKE OF TEARS zusammensetzt. Ihr könnt eines von insgesamt drei Tickets für eine „Into Darkness“-Show Eurer Wahl gewinnen – inklusive Meet & Greet mit Peter Tägtgren und PAIN! Beantwortet einfach folgende Frage und schickt eine E-Mail an win@rockthenation.eu mit dem Betreff „Party mit Peter“!

Bei welcher Death Metal-Band ist Peter Tägtgren außerdem noch aktiv? Einsendeschluss ist der 27. Oktober 2012. Teilnahme ab 18 Jahren, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

IMPRESSUM Medieninhaber, Herausgeber & Verlag: Brainstorm Music Marketing AG Weidachstr. 13 87541 Bad Hindelang DEUTSCHLAND Satz und Layout: b.stegh Kreativagentur Bernhard Stegh Kneippstraße 18/6 4614 Marchtrenk ÖSTERREICH Redaktionelle Mitarbeiter: Nadine Fiebig Marlies Wimmerer Harald Günagel Ronlad Koch Druck / Produktion: KKW Druckerei GmbH Heisinger Str. 17 87437 Kempten DEUTSCHLAND Ständige Fotografen: Florian Matzhold Markus Ceglarski


WINTERSUN

Tempus fugit... „Ich bin ein echter Hi-Fi-Typ und rieche beschissenen Sound und Produktion schon aus kilometerweiter Entfernung”

Harte Jahre waren es für Fans der Finnen WINTERSUN: Nach der Veröffentlichung des selbstbetitelten Debüts 2004, vielen Lorbeeren und bahnbrechendem Erfolg brach eine beispiellose Pechsträhne über die Band herein. Das Resultat war die schier endlose Verschiebungsarie von Album Nummer zwei – aber Frontmann Jari Mäenpää wollte trotzdem nicht aufgeben. Die Hartnäckigkeit zahlt sich nun nach acht langen Jahren aus: »TIME I« ist endlich in trockenen Tüchern! »Als ich begann, an »TIME I« zu arbeiten, hatte ich überhaupt keinen Schimmer davon, mit Computern aufzunehmen und zu arbeiten“, gibt Jari offen zu. „Ich war regelrecht naiv hinsichtlich der ComputerPower, die es braucht, um derart epische Orchestrierungen zu bewerkstelligen. Das war also ein ziemlicher Lernprozess. Und natürlich gab es noch ganz andere Probleme in den letzten Jahren. Die Technik klappte zusammen, die Software war instabil, das Aufnahmeumfeld schlecht (ich hatte nicht das nötige Budget für ein professionelles Studio für solch ein Album) – es war ein ständiger Kampf. Oft habe ich mich regelrecht verflucht gefühlt, aber ich habe nie daran gedacht, den Kram hinzuschmeißen. Es gab ja auch immer wieder kleine Erfolge,

die mich Tag für Tag angespornt haben. Und die Unterstützung meiner Bandkollegen und des Labels waren ebenfalls sehr ermutigend! Außerdem bin ich ein unnachgiebiger Pedant, was die Produktion angeht. Ich bin ein echter Hifi -Typ und rieche beschissenen Sound und Produktion schon aus kilometerweiter Entfernung. Es ist natürlich eine unglückliche Kombination, Produktions-Perfektionist zu sein, aber gleichzeitig kein Geld für das beste Equipment zu haben. Das habe ich aber mit viel Zeit wettgemacht und das Maximum aus der Technik herausgeholt, die mir zur Verfügung stand“, erinnert sich der blonde Hüne an schwere Zeiten. In den vergangenen acht Jahren hat er obendrein eine Wandlung als Songschreiber vollzogen und jede Menge neue Kniffe erlernt! „Ich kann jetzt viel besser arrangieren und komponieren. Ich schreibe mit viel mehr Leidenschaft und kann meine Technik besser auf die Songs anwenden, ohne die Musik darunter leiden zu lassen. Du weißt schon, damit es nicht zu viel Gitarrengewichse und technische Angeberei gibt, was einem Song nicht gut

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finanziell natürlich sicherer, in so einer Schublade zu bleiben.“ Dance und / oder Punk braucht heuer dennoch niemand zu befürchten! Alles klingt wie aus einem sprichwörtlichen Guss, und wenn man einen näheren Blick auf die Songtitel wirft, gewinnt man beinahe den Eindruck, Jari hätte ein Konzeptalbum gestrickt. Doch nicht ganz: „Die Songs stehen für sich alleine, aber sowohl textlich als auch musikalisch teilen sie sich einen roten Faden. Es dreht sich offensichtlich alles um Zeit, die komplette Erfahrung des Menschseins und Bewusstseins. Diese Erfahrung ist kurz, und die Texte reflektieren all die schmerzhaften und traurigen Gefühle, die wir empfinden, wenn die Zeit uns alles entreißt und wir am Ende sterben müssen.“ Obendrein suggeriert der Albumtitel mit seiner römischen Eins, dass uns noch weitere Alben einer ganzen Reihe blühen! „»TIME II« soll zügig erscheinen, hoffentlich bereits 2013. Wir müssen bloß noch einen Plan fürs Abmischen ausarbeiten zwischen all den Touren und den Promoaktivitäten, die uns bevorstehen. Danach habe ich zwei Alben in petto. Ich habe so viel Material geschrieben, dass ich kaum noch mithalten kann. Ich werde bald damit anfangen, alles auszusortieren und die grundlegenden Songstrukturen zu arrangieren.“

tut. Vielen jungen Bands passiert das, und mir ging es auch schon so. Klar kann das auch funktionieren, aber ich persönlich höre mir lieber einfach gute Songs an als technisch anstrengende. Heutzutage bin ich ein wesentlich besserer Soundmann, Produzent und kümmere mich auch etwas ums Mastering. Ich entwickele mich stets weiter, weil ich mich gerne selbst herausfordere. Wenn ich den einfachen Weg gehen würde und immer das Gleiche fabrizieren würde, wäre das langweilig. Langsam finde ich meinen eigenen Stil und werde einige Einflüsse los, die ich hatte, als ich jünger war.“ Wovon »TIME I« klar profitiert – die Scheibe schafft den Spagat bravourös, WINTERSUN-Fans sofort an Liebgewonnenes zu erinnern, gleichzeitig aber das Bild einer gereiften Band zu entwerfen. Wobei es Jari nicht wirklich wichtig ist, Erwartungshaltungen zu erfüllen und sich sklavisch einem Genre zu verpflichten: „Bisher haben wir das Ganze zwar Epic Metal getauft, aber meiner Meinung nach sind WINTERSUN eine Band ohne Grenzen. Wir könnten auch eine Dance- oder Punk-Platte aufnehmen, das ist mir wurscht. Ich hasse es, wenn Bands immer nur in ihrer kleinen Schublade versauern und nichts Neues ausprobieren. Aber klar es ist

„Die Songs stehen für sich alleine, aber sowohl textlich als auch musikalisch teilen sie sich einen roten Faden. Es dreht sich offensichtlich alles um Zeit, die komplette Erfahrung des Menschseins und Bewusstseins.”

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dass Viele all die Jahre geduldig gewartet und mich unterstützt haben, und dafür bin ich ewig dankbar! Schlussendlich mache ich Musik für mich selbst, und wenn andere darauf abfahren, ist das ein toller Bonus. Aber ich bin ja nicht hier, um anderer Leute Zeitpläne mit meinen Alben zu erfüllen. Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche. Klar waren acht Jahre zu viel, und ich muss einen Weg finden, schneller Musik auszuarbeiten. Ich muss noch so viel Musik schreiben, bis ich tot umfalle!“ Den Fan-Test kann Jari denn auch bald live machen – WINTERSUN werden im Herbst als Headliner der prestigeträchtigen Heidenfest-Tour am Start sein. „Das wird lustig. Wir waren letztes Jahr schon bei den „extended shows“ beim Heidenfest dabei, und das war der Knaller. Dieses Jahr wird sicherlich alles noch größer. Wir sind schon gespannt darauf, den Leuten die neuen Songs vorzustellen. Mit von der Partie sind Korpiklaani, Krampus, Trollfest und Varg – da wird für jeden was dabei sein. See you there!“ NADINE FIEBIG

„Klar waren acht Jahre zu viel, und ich muss einen Weg finden, schneller Musik auszuarbeiten. Ich muss noch so viel Musik schreiben, bis ich tot umfalle!” Viel Stoff also für die Fans der sympathischen Finnen – aber hat Jari eigentlich keine Bedenken, dass sich einige Anhänger seiner Combo in acht eher stillen Jahren anderen Vorlieben zugewandt haben könnten? „Ich weiß nicht, ob ich Fans verloren habe. Vielleicht ein paar, und manche haben dem Metal inzwischen vielleicht komplett den Rücken zugekehrt. Aber ich hoffe, dass die »TIME I« eine Chance geben und mögen werden. Ich weiß,

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VARG

Lasst die Wölfe los! Die Coburger VARG gehören seit ihrem Debüt »Wolfszeit« 2007 zur Speerspitze in Sachen deutschem Pagan bzw. Viking Metal – eine Position, die sie in den letzten Jahren allen Neidern und Schandmäulern zum Trotz verbissen verteidigt haben. Mit dem kurios benannten »Guten Tag« steht nun Album Nummer vier ins Haus, bei dem die Jungs in jeglicher Hinsicht nochmal eine Schippe draufgelegt haben. „Ein Album muss lebendig klingen, ordentlich knallen und trotzdem auf jeder Anlage und in jeder Lautstärke gut klingen – genau das haben wir auf »Guten Tag« geschafft!“, freut sich Sänger Freki. „Der Sound auf »Guten Tag« ist mindestens genau so fett wie auf »Wolfskult«, gleichzeitig ist er aber auch wesentlich dynamischer und klarer als jemals zuvor. Unser Produzent André Hofmann hat hier zusammen mit dem VolbeatProduzenten Jacob Hansen einen Sound gebastelt, der neue Maßstäbe in unserem Genre setzen wird.“ Und da keine Band freiwillig stagniert – außer vielleicht AC/DC – hat man sich auch nicht gescheut, alte Trademarks aufzubrechen und frischen Wind ins heidnische Klanggebälk einzuweben. „Das Songwriting habe

„Das Songwriting haben wieder Managarm (VARG-Bassist – Anm. d. Verf.) und ich übernommen. Wir sind da mittlerweile ein eingespieltes Team, man könnte uns auch fast schon als altes Ehepaar bezeichnen, haha. Die Songs klingen alle unverkennbar nach VARG, sind diesmal aber etwas rockiger, schneller, knallen dir sofort ins Gesicht, und das gefällt uns in diesen Tagen besonders gut!“ Auch textlich hat man sich mächtig ins Zeug gelegt, um sich von der Konkurrenz abzusetzen und einen ganz eigenen Stil zu etablieren – fernab der üblichen Klischees. „»Wolfszeit« war ja noch ein reines Pagan Metal-Album. Die Entwicklung, die sich auf »Blutaar« und »Wolfskult« schon andeutete, hat jetzt mit »Guten Tag« endgültig ein eigenes Genre definiert. Wir schreiben vom Leben, von der Liebe, von Kämpfen mit sich selbst, mit dem Leben und natürlich auch mit denen, die einem im Weg stehen. Das Hier und Jetzt steht im Mittelpunkt! Wer möchte, kann die heidnischen Wurzeln auch immer noch deutlich hören, aber diese sind so in den Texten verarbeitet, dass man sie durch reines „Odiiiin!“-Brüllen nicht finden wird, haha.“ Platz war auch noch für ein paar besondere Gäste – Päde von Eluveitie und Jonne von Korpiklaani haben mal eben auch guten Tag gesagt: „Mit beiden Bands sind wir schon durch ganz Europa getourt. Vor allem mit Eluveitie verbindet

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uns eine lange Freundschaft. Päde ist einfach ein cooler Typ, und sein Dudelsack haucht dem Song ʻWieder mal verlorenʻ eine ganz eigene Note ein. Korpiklaani sind absolute Partytiger, und mit Gute-Laune-König Jonne wollte ich unbedingt einen Song zusammen machen. So kam es zu ʻA thousand eyesʻ, dem ersten englischen VARG-Song überhaupt!“ Trifft sich ja hervorragend, da VARG auch schon Richtung Übersee blicken! „Nach dem Heidenfest werden wir gemeinsam mit Eluveitie und Wintersun unsere erste USA-Tournee starten und uns anschließend mal wieder mehr um die Familien und Freundinnen kümmern. Die Arbeiten an »Guten Tag« waren ja vor allem für Managarm und mich sehr zeitintensiv, da haben wir uns eine kleine Ruhepause verdient, bevor es 2013 wieder so richtig losgeht!“ NADINE FIEBIG

„Das Songwriting haben wieder Managarm und ich übernommen. Wir sind da mittlerweile ein eingespieltes Team, man könnte uns auch fast schon als altes Ehepaar bezeichnen, haha!”

LORELEY METALFEST - 04. bis 06. Juli 2013 WWW.METALFEST.EU 9


KRAMPUS

Den Blick nach vorne... Auch 2012 ist Folk Metal eine Stilrichtung, die man eher mit Skandinavien, Deutschland und natürlich auch der Schweiz in Verbindung bringt – Italien hingegen vornehmlich mit jeder Menge Bombast, Symphonik und flirrenden Gitarren. KRAMPUS sehen das allerdings gar nicht ein und haben fest vor, ihr Heimatland auch in Sachen heidnischen Klängen nach ganz vorne zu bringen! Nach zwei wohlwollend aufgenommenen EPs präsentiert die achtköpfige (!) Band aus Udine nun ihr erstes Studioalbum, »Survival Of The Fittest«. Sänger Filippo erklärt uns erst einmal, woher genau der mysteriöse Name KRAMPUS eigentlich stammt: „Ein KRAMPUS ist ein Dämon des Winters, der seinem Zorn einmal im Jahr freien Lauf lässt. Am 5. Dezember treibt er sein Unwesen, tobt sich aus und befreit die Dörfer gleichzeitig vom rasenden Winter für den Rest dieser Jahreszeit. Da der KRAMPUS auch böse Kinder bestraft, sehen wir es quasi als unsere Aufgabe, die Missetaten der Menschheit anzuprangern.“ Harter Stoff! Diese Message zieht sich auch durch die Texte auf »Survival Of The Fittest«. „Die Lyrics schreibe ich mit Davide (Bassist), und manchmal auch mit Hilfe von Leo (LeadGitarrist). Der Schreibprozess ist wirklich schwer, da wir immer etwas vermitteln wollen und dann endlose Stunden nach der perfekten Form suchen, dies auszudrücken. Texte sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Unser größter Wunsch ist es, die Leute zum Nachdenken darüber zu bringen, was wir ihnen sagen. Unsere Fans sollen sich Gedanken machen und vielleicht eines Tages die Welt ein Stück verändern.“

Soviel zum weit verbreiteten Klischee, bei Folk- und Pagan-Bands ginge es den ganzen Tag nur ums Saufen und Röcken hinterherjagen! Auch klanglich begnügt man sich nicht damit, auf ausgetretenen Pfaden umherzulatschen und einfach nur ein bisschen den Dudelsack zu quälen: nicht umsonst bezeichnen sich KRAMPUS selbst gerne als „Modern Melodic Folk Metal“! „Wir haben versucht, einen großen Schritt nach vorne im Folk Metal-Genre zu gehen“, erklärt Filippo. „Wir klatschen nicht einfach die typischen Folk-Passagen auf Metal-Parts, sondern haben alles viel mehr fusioniert. Wir schauen nach vorne, nicht zurück. Folk Metal ist sonst immer so dermaßen auf die Vergangenheit bezogen – wir kennen natürlich auch unsere Wurzeln und unsere Herkunft, aber wir wollen dies in die Gegenwart transportieren.“ Dafür haben sie spätestens seit 2011 natürlich die perfekte Plattform, denn damals gewannen KRAMPUS den Rock The Nation-Award, der ihnen wiederum zum Plattenvertrag mit NoiseArt Records verhalf. „Diesen Preis zu gewinnen hat schlichtweg unser ganzes Leben auf den Kopf gestellt! Danach konnten wir unsere ersten wirklich professionellen Schritte als Musiker machen, und das ist schlichtweg ein wahr gewordener Traum. Jetzt haben wir die Möglichkeit, unsere Musik einem wesentlich größeren Publikum vorzustellen, und diese Chance werden wir sicher nicht verschleudern!“ Jede Menge Publikum wird ganz sicher am Start sein, wenn sich KRAMPUS im Oktober und November diesen Jahres auf große HEIDENFEST-Tour mit Acts wie Wintersun, Korpiklaani, Varg und Trollfest begeben. „Wir können es kaum erwarten, auf Tour zu gehen und jede Menge neuer Fans für uns zu gewinnen! Wir sehen uns beim HEIDENFEST!“ NADINE FIEBIG

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TROLLFEST

Honigdiebe

„‚Brumlebassenʻ ist der Bienenhüter im Troll-Dorf. Er sammelt den Honig, um daraus Met für die gesamte Troll-Gemeinschaft zu machen.”

An den norwegischen Spaßvögeln von TROLLFEST kommt man einfach nicht vorbei: feuchtfröhliche Live-Shows, kreischbunte Plattencover (nietenbewehrte Enten und monströse Bienen sind erst der Anfang!) und mitreißendes Liedgut zwischen saftigen Riffs und Folk-Faktor sorgen dafür! Mit »Brumlebassen« hat man es tatsächlich geschafft, zwischen allerlei Gelagen Album Nummer fünf einzuspielen. „Unsere neue Platte wurde in verschiedenen Bewußtseinszuständen aufgenommen“, berichtet Drummer TrollBank. „Richtig, einige davon waren auch vom Alkohol beeinflusst. Aber wir können auch hart und nüchtern arbeiten, vor allem, wenn es um Songstrukturen geht. Das wird dann von betrunkenen Sessions gefolgt, bei denen wir uns um Chöre, Percussion oder sowas kümmern. Das klappt immer prima für uns so. Denn so bekommen wir echten Wahnsinn basierend auf einem musikalisch arschtighten Fundament.“ Auch das lyrische (bzw. visuelle) Konzept von »Brumlebassen« lässt durchaus auf einen gesunden Schuss Wahnsinn schließen – und / oder eine Überdosis Honigwein! „ʻBrumlebassenʻ ist der Bienenhüter im Troll-Dorf. Er sammelt den Honig, um daraus Met für die gesamte TrollGemeinschaft zu machen. Er ist also clever genug, um sich als Biene zu verkleiden, damit die Bienen es nicht schnallen, wenn er ihnen den Honig wegmopst!“ Erstaunlich eigentlich, wenn man sich angesichts der TROLLFEST-Spaßfraktion vor Augen hält, dass einige der Bandmitglieder zuvor bei bierernsten Black Metal-Combos zugange waren. „Ja, einige von uns waren früher mal bei recht primitiven Black Metal-Bands. Aber seltsam finde ich das nicht. Uns geht es nur um die Musik – einige

von uns sind riesige Black Metal-Fans, andere wiederum stehen auf ganz andere Genres. Wir spielen eben das, was uns Freude bereitet und uns glücklich macht. Ich persönlich zocke gerne Black Metal und extremen Sound im Allgemeinen, habe aber auch kein Problem mit gutgelaunten Sachen.“ Zu etwas ganz besonderem macht TROLLFEST auch die von ihnen frei erfundene „Trollsprak“ die Skandinavisches mit Deutschem mixt – wobei die einzelnen Bandmitglieder nicht unbedingt größere Deutschkenntnisse besitzen. Vor allem nicht mehr nach einigen Kaltgetränken. „In der Trollsprache gibt es keine Regeln, also kann sie jeder lernen. Das Ganze basiert auf Deutsch, ist aber komplett Grammatik-frei. Wir raten Euch, einfach unsere Texte zu lesen und sie zu verstehen. Im Anschluss könnt Ihr automatisch Trollsprak schreiben und sprechen!“ Das perfekte Lern-Umfeld dafür ist natürlich ein TROLLFEST-Gig, bei dem Sprachunterricht auf Party pur trifft! „Unsere Shows müssen ein Freudenfest sein, mit einer tollen Atmosphäre von Anfang bis Ende. Das ist immer unser Ziel. Idealerweise trifft die Stimmung einer Gartenparty auf einen wunderschönen Sommertag!“, schwärmt TrollBank. Die Chancen dafür stehen gut: „Im Oktober geht es auf Tour mit Wintersun, Korpiklaani, Varg und Krampus. Die Zukunft sieht rosig aus für TROLLFEST!“ NADINE FIEBIG

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DORO

Hoch die Fäuste! DORO PESCH noch groß vorstellen zu wollen, hieße Eulen nach Athen zu tragen: die zierliche Metal Queen hat sich über 25 Jahre hinweg ihren Platz auf dem Thron erkämpft, gilt als absolutes Aushängeschild des deutschen Metals und ist obendrein die fanfreundlichste und liebenswerteste Person, die man sich vorstellen kann. Auch 2012 hat Frau Pesch keine Lust, die Füße hochzulegen, sondern veröffentlicht erst die EP »Raise Your Fist In The Air«, bevor das neue (und nicht so wirklich überraschend getaufte) Studioalbum »Raise Your Fist« ab dem 19. Oktober in den Läden stehen wird. Hört man sich die kraftvollen, neuen Songs von DORO an, die zum mitreißendsten gehören, das die Düsseldorferin je komponiert hat, muss man wieder mal auf die Knie fallen und dem Metalgott danken, dass die Dame ihren eigentlich angestrebten Beruf als Grafikdesignerin seinerzeit hinschmiss. Ohne Musik geht einfach nicht – das wusste die Sängerin schon extrem zeitig. „Musikfanatikerin war ich schon im Alter von drei Jahren! Ich hatte gerade herausgefunden, wie man den Plattenspieler bedient und fuhr völlig auf den Song ʻLucilleʻ von Little Richard ab. Ab dem Zeitpunkt wollte ich Sängerin werden und meine eigene Band haben! Das hat dann zwar noch etwas gedauert, bis ich fünfzehn war. Es kamen einige Bands, bevor wir uns als Warlock zusammengeschlossen hatten. Mit Warlock war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort, das war Anfang der 80er Jahre. Das war ein steiler Weg nach oben.“ Inklusive hartem Aufschlag: die Band fiel nach dem Release von

»Triumph And Agony« 1987 auseinander. Der Startschuss für DOROs beispiellose Solo-Karriere, die 1989 ihren Anfang mit »Force Majeure« nahm. Die Scheibe, die zuerst noch zögerlich unter dem Banner „Doro & Warlock“ veröffentlicht wurde, krachte auf Platz fünf der deutschen Albumcharts und zementierte den Ausnahmestatus der blonden Sängerin ein für alle mal. Es folgten insgesamt über sieben Millionen verkaufte Tonträger und tausende Konzerte quer über den Erdball – nicht umsonst sagt DORO, die Wohnsitze sowohl in Düsseldorf, als auch in New York hat: „Meine eigentliche Heimat ist der Tourbus! Materieller Besitz ist mir nicht so wichtig, das brauche ich nicht. Am glücklichsten bin ich, wenn ich meine Fans sehen kann!“ Ihren Status als Metal Queen, der ihr schon vor vielen Jahren angetragen wurde, sieht DORO dabei mit sympathischer Bescheidenheit: „Natürlich ist das eine schöne und positive Sache. Manchmal kommen Leute nach dem Konzert zu mir und sprechen mich auf einen bestimmten Song an, der ihnen viel bedeutet und sie inspiriert. Es ist toll, was man mit Musik alles erreichen kann.“ Und da DORO Musik zum Atmen braucht, ist 2012 ein ganz besonderes Jahr für ihre Fans, denn die Düsseldorferin ist heuer ganz besonders umtriebig! Nachdem sie kürzlich schon die Thrash-Urgesteine von Tankard beim Song ʻThe Metal Lady Boyʻ(Frontmann Gerre bezeichnet sich selbst als „bekennenden DORO-Fan seit 100 Jahren“) auf deren Album »A Girl Called Cerveza« unterstützte, widmete sie sich schleunigst wieder ihrem eigenen Liedgut. Das erste Resultat ist die 4-Track-EP »Raise Your Fist In The Air«, deren imposanter Titeltrack seine Livepremiere bereits letztes Jahr feierte. Beim Wacken Open Air 2012 wurde der versammelten Metal-Welt denn auch der passende Videoclip dazu präsentiert, der mitten in den dunkelsten

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Viele schnelle Sachen wie der ʻLittle Headbangerʻ und diverse Stampfer mit hervorragenden Gästen wie z.B. Gus G (Gitarrist von Ozzy Osbourne und Firewind – Anm. d. Verf.) auf dem Song ʻLast man standingʻ werden den Fans mit Sicherheit live bestens gefallen und zum Headbangen anregen! Ein Song zu Ehren Ronnie James Dios trägt den Titel ʻHeroʻ, und ein weiteres Highlight ist das umwerfende Duett ʻIt Still Hurtsʻ mit Motörheads Lemmy Kilmister“, macht die Sängerin schon mal Allen den Mund wässrig. „Das Cover wurde ein weiteres Mal von

Gassen der Bronx abgedreht wurde. „Für Manhattan hätten wir Drehgenehmigungen für jede einzelne Straßenecke benötigt - in der Bronx fragt dich da kein Mensch nach. Wir haben mit unserem Video-Truck absichtlich die wirklich runtergekommenen Gegenden abgeklappert. Die Gangs, die da abhingen, haben sehr, sehr argwöhnisch beobachtet, was wir da in ihrem Viertel treiben. Das war alles andere als ungefährlich. Teilweise waren wir regelrecht umlagert von düsteren Gestalten.“ Doch davon ließen sich DORO und Co. keineswegs einschüchtern: „Ich habe den Jungs erklärt, wer wir sind und dass es sich bei „Raise Your Fist...“ um einen durchaus kritischen Song handelt, der sich gegen die immer größer werdende Ungerechtigkeit in der Welt richtet.“ Alle Dämme brachen endgültig, als Gang-Mitglieder und Obdachlose auch noch eingeladen wurden, im Clip mitzuspielen! „Das war das Beste, was wir machen konnten. Das Video ist absolut super geworden. Und die Sequenzen mit den Menschen aus der Bronx gefallen mir am allerbesten!“ Komplettiert wird die EP übrigens vom hymnischen ʻVictoryʻ, der Ballade ʻEngelʻ und einer französischen Version des Titeltracks. Bestes Futter also für alle DORO-Fans, die schon ungeduldig auf das Nachfolgealbum zu »Fear No Evil« warten, das vier Jahre zuvor erschien! »Raise Your Fist« wurde gleich in drei Ländern aufgenommen und konzipiert: in den USA, Skandinavien und Deutschland. „Besonders am Herzen liegen mir die Powerhymnen ʻRaise Your Fist In The Airʻ und ʻVictoryʻ, die auch auf der EP zu hören sind. Für die Die-Hard-Fans von deutschen Songs à la ʻFür immerʻ sind gleich zwei Tracks am Start. Gefühlvoll und atmosphärisch dunkel sind der Song ʻHuman Rightsʻ und das sehr emotionale ʻEngelʻ.

„Ich habe den Jungs erklärt, dass es sich bei ‚Raise Your Fist!ʻ um einen kritischen Song handelt, der sich gegen die immer größer werdende Ungerechtigkeit in der Welt richte!” dem englischen Künstler Geoffrey Gillespie entworfen, der ein enger Freund und Wegbegleiter seit der Scheibe »Triumph And Agony« ist, die er damals als größtes Plattencover der Welt ins Guinessbuch der Recorde brachte und seither zehn Plattencover für DORO gemalt und gestaltet hat. Mein erstes Album für Nuclear Blast wird der Hammer!“ Es steht uns also ein heißer und erstklassig metallischer Herbst ins Haus – und auch Winter, denn im November und Dezember wird DORO auf große Europatournee aufbrechen! „Wir werden garantiert 4 bis 5 Hymnen vom neuen Album ins Set einbauen“, verspricht sie. MARLIES WIMMERER

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GRAVE DIGGER

Auf Tuchfühlung mit den Göttern Nach den deutschen Power Metallern könnte man die Uhr stellen! In schöner Regelmäßigkeit veröffentlicht die Formation um den legendären Shouter Chris Boltendahl exzellente Alben. Vor allem seit dem Einstieg von Saitenhexer Axel Ritt scheint sich die Band einer Frischzellenkur unterzogen zu haben und musiziert nun hungrig und explosiv wie in ihren Gründungstagen. Grund genug, um bei Axel Ritt durchzuklingen, um ihn nach dem neuen Album und nach möglichen Änderungen zu fragen. „Die größte Änderung“, antwortet der sympathische Gitarrist, „kann man im Songwriting finden. Dieses Mal haben wir zuerst die Refrains und Texte geschrieben und da herum die Arrangements gelegt. Früher war es umgekehrt! Da haben wir ganze Songs nur um einen Hauptriff herumgeschrieben. Darum haben wir dieses Mal die stärksten und eingängigsten Refrains seit langem am Start. Aber natürlich ist das Album noch immer 150% GRAVE DIGGER mit allen Trademarks, die von unseren Fans gehört werden wollen.“ Kommen wir von der Musik zu den angesprochenen Texten. In den Liner Notes macht es für mich den Eindruck als würde es sich um ein klassisches Konzeptalbum handeln. Es erinnert mich stark an die Alben der Mittelalter-Trilogie, mit denen sich GRAVE DIGGER In das Herz vieler Metalfans gespielt haben. Axel widerspricht mir jedoch bis zu einem gewissen Grad. „Es ist kein Konzeptalbum mit einer einzigen Story, die durch das komplette Album läuft. Wie das zum Beispiel auf „Tunes of War“ der Fall war. Aber alle Songs sind tief in der griechischen Mythologie verwurzelt und Du wirst darin Namen

wie Hades, Medusa oder Odysseus finden.“ Die neue CD ist ein Werk in der Tradition der ganz großen Alben von GRAVE DIGGER, doch welche Erwartungen hat man an die neue Scheibe? „Nun, das müssen natürlich die Fans entscheiden, denn sie sind es, die diese Frage schlussendlich beantworten werden. Ich persönlich bin sehr von diesem Album und dem tollen Songwriting begeistert und deshalb glaube ich, dass wir eher neue Fans gewinnen als alte Fans verlieren werden.“ Wenn wir schon von „alt“ bzw. „Alter“ sprechen. Die Band gibt es nun schon seit mehr als 30 Jahren. Gibt es eigentlich einen Zeitpunkt, an dem man zu alt für Metal wird? „Meiner Meinung nach ist es das Wichtigste, den Fans eine interessante und hochexplosive Show bieten zu können. Alle Mitglieder in der Band sind fit und stark genug, um den Leuten das zu bieten, was sie von uns erwarten – eine erstklassige Show! In den vergangenen Wochen habe ich einige Shows gesehen, auf denen lahme und aufgedunsene „Rockstars“ nur auf die Bühne gekommen sind, um ordentlich Kohle abzugreifen. Bei ihrer Performance waren diese Künstler nur noch ein Schatten ihrer selbst und weit entfernt von den Musikern, die sie vor Jahren noch waren. So etwas wird uns NIEMALS passieren!“ Abschließend interessiert mich noch, in welchem Beruf sich Axel sehen würde, wenn er nicht die Laufbahn eines Musikers eingeschlagen hätte. Die Antwort ist kurz und voller Überzeugung. „Ich war, ich bin und werde immer ein Musiker sein. Da gibt es keine Alternative!“ Diese Einstellung hört man auch auf „Clash of the Gods“! Ein Album voller großartiger Songs und toller Geschichten! Kaufen und auf eine grandiose Reise durch die griechische Mythologie gehen! HARALD GRÜNAGEL

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WISDOM

Hüter der Weisheit Ungarn ist ja nun beileibe kein unbeschriebenes Blatt mehr, was harte Klänge angeht – aber von WISDOM werden die meisten Headbanger außerhalb ihres Heimatlandes noch nicht allzuviel gehört haben! Das wird sich jetzt allerdings schleunigst ändern, denn der Fünfer aus Budapest hat sich nicht nur einen neuen Sänger gekrallt, sondern mit diesem auch gleich das Zweitalbum »Judas« eingespielt, das Fans von hochmelodischem Power Metal a la Helloween oder gar Iron Maiden vor Verzückung aus den Latschen hauen wird! Seltsamerweise hat man sich anfangs dafür entschieden, den Herrn Neu-Vokalisten erst einmal vor den Fans zu verstecken, wie Bassist Mate Molnar erzählt: „Als wir uns entschlossen hatten, die Band mit Gabor Nagy fortzuführen (er ersetzte Istvan Nachladal – Anm. d. Verf.), wollte wir unserem Publikum erst einmal sein Gesicht nicht zeigen. Wir wollten, dass unsere Fans erst seine Stimme kennenlernen – ohne jegliche Vorurteile. Also haben wir ihm eine Maske gegeben, die er bis zur Veröffentlichung des Albums bei jeder Show getragen hat. Das war lustig und nützlich gleichermaßen, und die Fans haben hartnäckig versucht herauszufinden, wer hinter dieser Maske steckt! Im Videoclip zu ʻLive forevermoreʻ könnt ihr Gabor noch mit Maske sehen.“ Inzwischen ist das Versteckspiel ja gottseidank vorbei, und ein jeder darf Gabor alias NG ins Gesicht schauen – und sich freilich davon überzeugen, was der Gute stimmlich alles kann. „Die Songs standen schon, als NG zu uns stieß. Lediglich die Gesangsspuren fehlten noch.

Wir waren schon drauf und dran, Christian Palin von Adagio zu verpflichten, aber dann trafen wir NG auf einer Party. Nach ein paar Demoaufnahmen wussten wir, dass er der Richtige ist.“ Gabor ist allerdings nicht das einzige Stimmwunder auf »Judas« - kein Geringerer als Mats Leven (Krux, ex-Therion) schaute auch auf einen Besuch in den Finnvox-Studios vorbei! „Wir wollen unseren Fans immer etwas Besonderes bieten. Der Song ʻJudasʻ war für zwei Sänger angelegt, also boten wir den zweiten Part Mats an, der gleich ja sagte! Ich denke, er hat es perfekt umgesetzt, und wir sind sehr stolz darauf, diesen Ausnahmesänger auf unserer Platte zu haben.“ Und wie jede Power Metal-Band, die was auf sich hält, vertrauen WISDOM nicht nur auf illustre Gäste, sondern haben auch ihr eigenes Maskottchen – den sogenannten „Wiseman“, der in die Fußstapfen von Eddie, Hector und Co. treten soll. „Seine Geschichte begann mit unserer ersten EP und zieht sich wie eine Soap Opera durch alle unsere Platten. Grob zusammengefasst lebte er irgendwann im Mittelalter, als böse Kräfte an die Macht kamen und alle töteten, die sich ihnen widersetzten oder versuchten, die weise Lehre zu verbreiten.“ Der Wiseman bzw. WISDOM durften auch schon im Vorprogramm von einigen ganz großen Kalibern in Sachen Maskottchen-Metal auftreten – namentlich Iron Maiden und Judas Priest. „Diese Bands hatten und haben einen großen Einfluss auf unsere Musik. Als kleiner Steppke hätte ich mir nicht erträumt, mir mal die Bühne mit meinen Idolen zu teilen – aber es ist passiert. Hoffentlich kommt irgendwann mal der Zeitpunkt, wo andere Bands in Interviews sagen, wie großartig es war, vor WISDOM auf die Bühne zu gehen, haha!” NADINE FIEBIG

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BEYOND ALL RECOGNITION - „Drop = Dead” (Napalm Records)

von Ronald Koch

Zuerst war ich doch etwas verwundert, als ich die Promo bekam. Blutjunge Schweden, ein buntes Cover und laut Beipackzettel verbindet die Combo Metalcore und Dubstep zu einem Mix namens Dubcore? Kurz am Kopf gekratzt und dann auf „Play“ gedrückt. Meine Fresse, was für eine Brett! Die Jungs zeigen den alteingesessenen Bands wo der Hammer hängt. Der Sound ist fett, die Riffs und Growls hammerhart und die Dubstep-Elemente fügen sich nahtlos in die Songs ein. Das ist ohne Zweifel die neue Generation des Metalcores, dargebracht von einer jungen und hungrigen Band, die ganz bestimmt ihren Weg gehen wird. Hoffentlich lässt sich die Combo bald auf den europäischen Bühnen blicken – das muss ein ganz besonderes Erlebnis sein! ELUVEITIE - The Early Years (Nuclear Blast)

von Nadine Fiebig

Was die Schweizer ELUVEITIE in den letzten Jahren hingelegt haben, darf man wahrhaftig als kometenhaften Aufstieg bezeichen: mit viel Live-Präsenz und beklatschten Alben wie »Everything Remains (As It Never Was)« (2010) oder dem kürzlich erschienen »Helvetios« mauserten sie sich zum Pflichtprogramm in sämtlichen Pagan- und Folk Metal-Haushalten. Weniger weit verbreitet ist da schon das Frühwerk von Mastermind Chrigel Glanzmann, namentlich die selbstfinanzierte EP »Vên« (2003) und das offizielle Debüt »Spirit« (2006). Erstere wurde nun für »The Early Years« im aktuellen Line-Up neu eingespielt, und letzteres remastered. Modernes Klangbild trifft wuchtig-archaische Songs – ein Muss für Neueinsteiger und ELUVEITIE-Experten gleichermaßen!

EX DEO - Caligvla (Napalm Records)

von Ronald Koch

Es ist ganz selten, dass die großen Versprechungen im Vorfeld einer Albumveröffentlichung ihr Wort halten. Bei EX DEO, der Formation von Kataklysm Frontmann Maurizio Iacono, ist das allerdings der Fall. „Caligvla“ ist gewaltig, episch und ohne Zweifel ein Kunstwerk und eines der wichtigsten Alben des Jahres. Hier kann es einfach keine Diskussion geben! Die stampfenden Rhythmen von EX DEOʼs Epic Roman Metal gleichen einer Kompanie von römischen Soldaten, die in die Schlacht marschieren, um dort unaufhaltsam 0in den Reihen ihrer Gegner zu wüten. Gegenüber dem Vorgänger wurden die symphonischen Elemente noch weiter ausgebaut und klingen wie der Soundtrack zu einem epischen Sandalenfilm. Epischer Death Metal + Männer in Sandalen = Meisterwerk!

KORPIKLAANI - Manala (Nuclear Blast)

von Nadine Fiebig

»Manala« - das Reich der Toten in der finnischen Mythologie. Doch Sorgen um die feuchtfröhlichen Finnen von KORPIKLAANI muss sich trotz des ungewohnt düsteren Unterbaus kein Fan machen: mit ʻKunniaʻ wird gleich im Schweinsgalopp und Spaß in den Backen losgelegt! Sämtliche liebgewonnenen Trademarks wie treibende Riffs, Jonne Järveläs kratzige Vocals und folkloristische Instrumentierung von Hurdy-Gurdy bis Akkordeon verschmelzen zu einem unwiderstehlichen Ganzen, das den Wald-Clan von seiner absoluten Schokoladenseite zeigt. Nummern wie ʻRautaʻ oder ʻIevan Polkkaʻ werden sich hervorragend ins LiveRepertoire KORPIKLAANIs einfügen, und man muss kein Orakeln hinzuziehen, um zu konstatieren: die besten Parties schmeißen immer noch die Finnen! KRAMPUS - Survival Of The Fittest (NoiseArt Records)

von Marlies Wimmerer

Angesicht zu Angesicht mit der Zukunft anstatt der Vergangenheit, entflammen sie die Glut von Ehre, Stolz, Traditionen und Freiheit auf´s Neue. Die aus Udine/Italien stammende Modern Folk Metal Band Krampus kann sicherlich als eine der meist versprechenden und schnellst aufsteigenden Bands des Genres gesehen werden, wobei sie außerdem die Grenzen des Folk Metal´s wie wir sie kennen, weiter ausweiten und neue Wege gehen. Mit nicht weniger als acht Mitgliedern und dem erheblichen Einsatz von traditionellen Folk-Instrumenten, laden Krampus zum Vergleich mit den Elite-Bands ein, die sich wie die Italiener voll und ganz der perfekten Fusion aus Alt und Neu widmen. Ihr erstes Album „Survival Of The Fittest“ wurde vom charismatischen Frontmann Filippo Gianotti selbst in Udine´s legendärem Blackmirror Studio produziert und erschien am 24. August.


TANKARD - A Girl Called Cerveza (Nuclear Blast)

von Nadine Fiebig

Alcoholic Thrash Metal – und das seit 30 Jahren!!! Wo andere Bands zur gelangweilten Selbstkopie mutiert wären, haben TANKARD das Kunststück geschafft, Thrash-Traditionen aufrecht zu erhalten und gleichzeitig den Biss von jungen Newcomern zu versprühen. »A Girl Called Cerveza« besitzt neben einem kongenialen Cover-Artwork ein Maximum an Unterhaltungswert, das gewohnte Maß an Selbstironie und Heaviness galore: wie könnten bei Granaten wie ʻRapid Fire (A Tyrant`s Elegy)ʻ oder ʻFandom At Randomʻ noch irgendwelche Wünsche offen bleiben??? Als zusätzliches Bonbon gibt sich noch Metal-Queen Doro Pesch bei ʻThe Metal Lady Boyʻ die Ehre – also schön das drölfzigste Kaltgetränk knacken, »A Girl Called Cerveza« aufdrehen und sich freuen, dass TANKARD ihren zweiten Frühling erleben! THRESHOLD - March Of Progress (Nuclear Blast)

von Nadine Fiebig

Auch schon seit über 20 Jahren dabei sind THRESHOLD – und langsam, aber sicher haben sich die Briten in die Herzen aller Progressive-Metaller vorgearbeitet. Nach fünf Jahren Pause (zuletzt erschien 2007 »Dead Reckoning«) schwingt sich das programmatisch benannte »March Of Progress« denn auch gleich mit dem mega-eingängigen Opener ʻAshesʻ in ungeahnte Höhen auf! Das Niveau schwächelt anschließend zu keiner Sekunde, und THRESHOLD liebäugeln abwechselnd mit rhythmisch vertrackten Einlagen (ʻColophonʻ), bevor der Hörer wieder von Keyboard-lastigen Killermelodien wie bei ʻThe Hoursʻ in die Knie gezwungen wird. Ein filigranes und mächtiges Epos, das beeindruckend leichtfüßig Heaviness mit Anspruch und zeitlosem Songwriting verknüpft. TROLLFEST - Brumlebassen (NoiseArt Records)

von Marlies Wimmerer

Textlich, wie bei allen Trollfest Alben bisher, fest im Troll-Universum verankert, dreht es sich dieses Mal um einen neuen Charakter namens Brumlebassen, der des Dorfes Bienenzüchter ist und alle mit Honig und Met versorgt. Musikalisch mischt die Band die besten Momente der vorherigen Alben zusammen, die mit noch besseren, neuen Momenten eine perfekte Symbiose ergeben. Von halsbrecherischer Geschwindigkeit in Songs wie “Brumlebassen” und “Illsint”, über episches Material wie “Finsken, Norsken og presten” bis zu Groove-Knallern a la “Apis Melifera” und „Bråk“ ist einiges und mehr geboten. Und manchmal ist es einfach purer Blödsinn, wie bei “Hevlette”, was aber rehabilitiert wird mit einer Ballade. Geschrieben von einer Metal-Band. Eine Ballade. Auf “Brumlebassen” sind übrigens auch Gastmusiker wie z. B. Vreth von Finntroll und Mariangela von Tristania zu hören.

VARG - Guten Tag (NoiseArt Records)

von Marlies Wimmerer

Hoch lag sie, die sprichwörtliche Messlatte, nachdem den Coburgern VARG letztes Jahr mit »Wolfskult« der Sprung auf Platz 33 der deutschen Albumcharts und ihr bis dahin abwechslungsreichstes und reifstes Album gelang. Doch schon ein Jahr später wird »Guten Tag« nachgeschoben, das allerdings nicht nach Schnellschuss klingt, sondern den überbordenden Ideenreichtum der Band belegt. Fans dürfen sich erneut auf reichlich Mitsingkompatibles und Eingängiges freuen, aber VARG haben sich gleichzeitig mit erstaunlich rockigem Flair und unkitschigen Texten wahrlich ihre eigene Nische erarbeitet! Neider werden sicherlich „Ausverkauf!“ schreien, doch kann man es den Jungs schwer verübeln, Viking-Klischees über Bord schmeißen und einfach GROSSE Songs schreiben zu wollen – ein spektakulärer Wurf! WISDOM - Judas (NoiseArt Records)

von Marlies Wimmerer

Die Ungarn WISDOM haben den klassischen Metal scheinbar schon mit der Muttermilch aufgesogen – anders lässt es sich nicht erklären, wie unverkrampft und arschtight die Newcomer auf »Judas« zu Werke gehen! Melodischer Speed Metal, der zwar das Rad nicht neu erfindet, aber dafür wie eine Best Of-Sammlung sämtlicher Genregrößen durchgeht: die eingängigen Refrains besitzen die Klasse von Blind Guardian, die unbeschwerte Grundstimmung hat was von Edguy, und auch Helloween und Iron Maiden fallen einem mitunter ein. Frontmann Gabor Nagy erweist sich mit seiner glockenhellen Stimme als absoluter Glücksgriff, und es steht außer Frage, dass WISDOM live abgehen werden wie Schnitzel – mitgrölen will man alles jedenfalls schon nach dem ersten Hördurchlauf.


THE 69 EYES

Wein, Weib & Gesang Eine satte Dosis gothische Finsternis, etwas Sleaze und Glam, dazu nicht gerade unansehnliche finnische Männer in Lederjacken – fertig ist das Erfolgsrezept von THE 69 EYES! Das wird auf dem brandneuen Studioalbum »X« nur marginal bis gar nicht verändert: gut so, werden sich Fans der selbsternannten „Helsinki Vampires“ denken, und recht haben sie damit natürlich auch. Also Lauscher aufgesperrt, wenn Frontmann Jyrki 69 die Fledermäuse von der Leine lässt! Der erklärt uns erst einmal die offensichtliche und nicht unbedingt überraschende tiefere Bedeutung des Albumtitels »X«: „Es ist unsere zehnte reguläre Platte, also dachten wir uns, das müssen wir so festhalten. In einer SMS steht es auch für einen Kuss…vielleicht auch für eine Ex-Freundin. Auf dem Cover haben wir das »X« mit Tierknochen nachgebaut, und irgendwie sieht es auch nach einem psychedelischen Spiegelbild aus.“ So weit, so typisch THE 69 EYES – betrachten wir doch mal die musikalische Habenseite. Das 2009 erschienene »Back In Blood« hatte eine monströse Neigung zu Sleaze, Glam und Co., was sicherlich auch damit zu tun hatte, dass die Finnen seinerzeit ihre Siebensachen packten und direkt nach Hollywood ins Studio tigerten. Nunmehr schielt man eher zurück auf Durchbruchsscheiben wie »Blessed Be« (2000) oder »Paris Kills« (2002) und gibt sich wieder vermehrt Goth-rockig, sinnlich und schwer hitverdächtig. „Ja, das hier ist unsere schwedische Platte. Stockholm war schon immer unser zweites Zuhause, wir hängen dort dauernd ab – also war es verdammt nochmal an der

Zeit, dort aufzunehmen! Wir haben viele Freunde in Stockholm und es ist einfach eine Stadt mit einer sehr kreativen Aura.“ Produziert wurde erstmals mit einem ganzen Produzententeam, das sich enigmatisch „On The Verge“ nennt. „Sie kümmern sich nicht nur um die Aufnahmen, sondern haben sich auch am Schreibprozess, Einspielen und dem Gesang beteiligt. Seit Johnny Lee Michaels (der »Blessed Be«, »Paris Kills«, »Devils« und »Angels« produzierte – Anm. d. Verf.) haben wir nach einem Co-Produzenten gesucht, der etwas derart tiefsinniges und gleichwertiges zu »Blessed Be« und »Paris Kills« herstellen könnte. Dieses Gefühl hatten wir jetzt erstmals wieder!“ Aber das ist freilich noch nicht alles! Jyrki und seine lederbejackten Schergen haben noch ein paar weiter Asse im Ärmel – unter anderem einen nicht ganz unbekannten Gaststar. Kat von D, ihres Zeichens „L.A. Ink“-Aushängeschild und mediengeilste Tätowiererin von hier bis Zwaziland, ließ sich auch mal kurz im Studio blicken. Allerdings nicht, um die Nadel zu schwingen. „Sie ist vorbeigekommen, um ein Duett mit mir einzusingen. Der Song ʻRosary Blueʻ erinnert mich an eine moderne Version von ʻStairway To Heavenʻ. Sie ist einfach eine tolle Frau!“, freut sich der schlaksige Finne, der obendrein noch eine eigene Weinsorte auf den Markt hievt (was wir wiederum von Motörhead, AC/DC und Co. kennen). „Der nennt sich schlicht „Red“. Es ist italienischer Wein, genauer gesagt: eine toskanische Rebsorte. Allerdings wird er nur in Schweden und Finnland erhältlich sein.“ Vielleicht haben deutsche THE 69 EYES-Fans im Oktober Glück: da brechen die Buben nämlich zu einer ausgedehnten Tour auf, und eventuell haben sie ja ein paar Fläschchen im Gepäck… NADINE FIEBIG

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ENSLAVED

Die Rückkehr der Pioniere Die Norweger von ENSLAVED kennen keine Grenzen: gab man sich auf dem Debüt »Vikingligr Veldi« 1994 noch deutlich dem Black Metal hin, schlichen sich schon kurz darauf vermehrt folkloristische Elemente ein, bevor man mit Meilensteinen wie »Below The Lights« (2003) oder »Isa« (2004) viel Raum für Experimentelles, Sphärisches und Progressives ließ. »RIITTIR«, der nunmehr zwölfte Release, klingt unverkennbar nach ENSLAVED und erweist sich als vielschichtiges Werk mit philosophischen Ansätzen. „»Below The Lights« war wie ein Neustart für uns“, beginnt Frontmann und Bassist Grutle Kjellson einen kleinen Streifzug durch die lange Karriere seiner Band. „Das ging hauptsächlich von mir und Ivar aus, da wir gerade das Line Up so gut wie komplett ausgetauscht hatten. Wir hatten quasi wieder bei null angefangen, und das war der Anfangspunkt für einen neuen Karrierehöhepunkt der Band. Wir haben noch nie Limitierungen bei unserer Musik akzeptiert, und mit jeder Veröffentlichung fühlen wir uns als Musiker freier und freier. Wir haben uns schon immer danach gerichtet, was unseren Songs gut tut. Es ist ein fließendes Konzept, und das ist das Essenzielle bei uns, denn wir haben noch nie darauf gehört, was andere sagen. Wir fordern uns gerne selbst heraus, um die Qualität der Songs zu verbessern und blicken nicht auf unsere vorangegangen Alben zurück, um uns inspirieren zu lassen oder planen gar im Voraus, wie es weitergehen soll. Jedes Mal lassen wir den Dingen freien Lauf und schauen, was dabei herauskommt.“ Anno 2012 ist das Ergebnis solch frei flottierender Kreativität »RIITTIR«, was man grob

mit „Die Riten der Menschheit“ übersetzen kann. Gleichzeitig wird mit diesem Album auch der zwanzigste Bandgeburtstag begangen. Bereits im Vorfeld bezeichneten ENSLAVED »RIITTIR« als gleichzeitig komplex und eingängig, was sich bei näherem Betrachten als süchtig machender Mix aus harschen Metal-Passagen, wilden King Crimsonartigen Einlagen, Piano-Momenten und unvergleichlichen, progressiven Melodieläufen entpuppt. „Ivar schreibt seit über zwanzig Jahren Riffs und hat noch immer denselben Stil als Gitarrist. Natürlich hat er sich massiv verbessert, aber er hat noch immer den gleichen Ansatz und die gleiche Klangfarbe, wenn er Riffs spielt. Das ist vermutlich der Hauptgrund, warum man eine Verbindung zwischen allen unseren Alben finden kann. Ich bin schon immer auf etwas seltsamere Musik abgefahren, und das meine ich gar nicht unbedingt im Sinne von Technik und Takten – eher so dieses Gefühl, das man hat, wenn man sich einen Film von David Lynch anschaut. Dieses „kapier ich nicht“-Gefühl, das mich gleichzeitig herausfordert, noch tiefer nachzubohren“, beschreibt Grutle die gewünschte Wirkung von »RIITTIR« auf den geneigten Hörer. „Wir müssen uns immer weiter als Band verbessern, es wäre ja komplett sinnlos, quasi das gleiche Album zigmal hintereinander aufzunehmen. Darauf hat keiner von uns Lust. Hätten wir das bei unseren Veröffentlichungen so gehandhabt, wäre diese Band schon vor zehn Jahren Geschichte gewesen! Doch wir haben noch immer Spaß an dem, was wir tun, und ich glaube, das ist das wichtigste.“ NADINE FIEBIG

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WITCHCRAFT

Vintage my ass! Na, das hat aber gedauert! Nicht wenige Fans der Schweden WITCHCRAFT scharrten ungeduldig mit den Hufen, als das Nachfolgealbum von »The Alchemist« (2007) schier endlos auf sich warten ließ. Fünf Jahre brauchte es insgesamt, bis »Legend« endlich von der Leine gelassen wurde. Was war denn da los, Magnus Pelander? Der dunkelgelockte Bandkopf und Sänger wischt jegliche Trennungsgerüchte und sonstige Problemchen im WITCHCRAFTLager entschlossen vom Tisch: lediglich eine Frischzellenkur habe man benötigt. Die wurde dann aber auch rigoros angegangen – so verblieben von früheren Line Ups lediglich Pelander selbst und Bassist Ola Henriksson. „Die beiden Gitarristen (Simon Solomon und Tom Jondelius – Anm. d. Verf.) und unser Drummer Oscar kommen alle aus Örebrö – manchmal muss man nicht in die Ferne schweifen, um was Gutes zu finden“, führt Magnus WITCHCRAFT anno 2012 ein. Mittlerweile hat diese Konstellation auch etwas Live-Erfahrung gesammelt, und man bewies sich unter anderem schon bei der diesjährigen Metalfest-Reihe. „Das lief ganz gut, und wir haben dort auch schon Material von »Legend« vorgestellt.“ Doch zurück zum Thema Frischzellenkur. In den fünf Jahren BeinahAuszeit gaben sich nicht nur Musikanten die Klinke in die Hand, man brach auch mit dem bisherigen Label Rise Above Records, das die ersten drei WITCHCRAFT-Alben veröffentlichte und mit seiner Doom / Vintage / Psychedelic-Spezialisierung eigentlich die ideale Heimat für die Schweden hätte darstellen müssen. Stattdessen entschloss sich Magnus Pelander, dem Branchenriesen Nuclear Blast eine Chance zu geben.

„Es gibt kein böses Blut oder so mit Rise Above. Aber wir wollten einfach mal was Neues ausprobieren, und Nuclear Blast haben obendrein ganz andere Möglichkeiten.“ Stilistisch werden sie sich aber sicherlich auch in Donzdorf wohl fühlen: schließlich sind seit kurzem auch Namen wie Graveyard und Orchid Labelkollegen. Wobei WITCHCRAFT nicht unbedingt scharf darauf sind, mit anderen Bands in eine Schublade gestopft zu werden – auch nicht in die, auf der groß und fett Attribute wie „Vintage“ oder „Retro“ draufstehen. Verständlich, wenn man sich vor Augen hält, dass Pelander und Co. schon seit 2000 dabei sind und als Vorreiter eines Trends gelten, den nun diverse Schlaghosen-Rocker beherzt ausbeuten. „Ich finde, wir klingen einfach zeitlos. Einfach heavy. Ist doch egal, wie man das jetzt nennt. Und warum sollten wir krampfhaft altes Equipment benutzen und eine schlechte Produktion haben wollen?“ Deshalb schloss man sich auch nicht in einer Waldhütte plus Vierspur-Rekorder ein, sondern investierte in Jens Bogren und dessen Fascination Street Studios. Der Mann arbeitete nicht zuletzt an Opeths »Heritage« und weiß verdammt genau, wie man „State of the art“-Produktionen mit hippieskem Klangwerk zu verknüpfen hat. „Es war ein anstrengender Prozess, aber das Resultat spricht für sich“, stapelt der Schwede hoch. „Mir geht es am Ende des Tages einfach nur um die Songs, die den Hörer überzeugen müssen. Du kannst das abgefahrenste Equipment haben und alles mit Fuzz zuschütten, aber das bringt alles nichts, wenn du keine Songs schreiben kannst.“ NADINE FIEBIG

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GRAVEYARD

Lights on! Man kennt das ja: brillante Bands, die ihrer Zeit voraus sind und / oder ewig im Underground herumkrebsen, ungeschliffene Diamanten und Genialität, die irgendwie nie den verdienten Durchbruch schafft. Gedanken, die jeder schon mal angesichts einer seiner obskureren Lieblingsbands hatte – umso schöner, wenn dann eine Kulttruppe wie die Schweden von GRAVEYARD plötzlich mit ihrem handgemachten und erdigen Sound im Rampenlicht steht und sich alle darüber freuen, dass Schlaghosen, Fuzz und Co. endlich der ganz heiße Scheiß sind. Bereits das selbstbetitelte GRAVEYARDDebüt ließ 2007 alle Liebhaber von Heavy Rock der Marke Blue Cheer, Black Sabbath oder Led Zeppelin aufhorchen – und natürlich erst recht diejenigen, die schon moderne Vertreter wie Witchcraft schätzen gelernt hatten. Dennoch: ein Geheimtipp, der beim kleinen Label Transubstans in Europa veröffentlicht wurde, und in den USA vom Genrespezialisten Tee Pee. „Es war so eine Art Underground-Release. Vielleicht nicht in den Vereinigten Staaten, aber ganz sicher auch nicht in der Größenordnung wie heutzutage. Wir bekamen praktisch überall gute Kritiken, außer von einem deutschen Webzine, das nur auf Prog Rock-Kram wie späte YES stand und behauptete, wir könnten unsere Instrumente nicht richtig bedienen“, erinnert sich Drummer Axel Sjöberg an die Anfangstage GRAVEYARDs. Der Rest ist Geschichte: Nuclear Blast krallten sich die Schweden, und das Zweitalbum »Hisingen Blues« entwickelte sich 2011 zum erwarteten Befreiungsschlag. Unter anderem schaffte man den Sprung in drei verschiedene Kategorien

der amerikanischen Billboard-Charts, und im schwedischen Heimatland schoss man gleich mal auf Platz eins der Albumcharts. Das scheint der Band einen regelrechten Kreativitätsschub verpasst zu haben, denn nach schier endlosen Touren (u.a. als Support von Motörhead!) hat man auch gleich mal Album Nummer drei eingezimmert - »Lights Out«! „Der Titel fängt das Gesamtgefühl der Platte ein. Ein Gefühl, das wir aktuell haben, denn wir leben in seltsamen Zeiten. Keiner kann klar sehen, noch nicht mal seinen eigenen Pfad.“ Die vorab ausgekoppelte Single ʻGoliathʻ schlägt in eine ähnliche Kerbe: „Der Alltag ist voll von David vs. Goliath-Situationen. Ihr kennt das ja alle. Man sieht sich um, regt sich auf und will am liebsten Krieg mit den Mächtigsten anfangen.“ Auch visuell wollen GRAVEYARD nochmal eine Schippe drauflegen – kein leichtes Unterfangen nach dem herrlich versponnenen Artwork zu »Hisingen Blues«! „Ja, das hat letztes Jahr lustigerweise ziemlich für Furore gesorgt! Aber dieses Mal haben wir etwas komplett Neues auf der Pfanne. Das Cover bezieht sich direkt auf den Titel »Lights Out« - es war ein Muss, dass sowohl die visuelle Seite und der Titel das Grundgefühl der Platte einfangen. Ach, und nur, um gleich mal alle Zweifel auszuräumen: »Lights Out« ist weder ein UFO- noch ein Entombed-Zitat (UFO veröffentlichten 1977 ein Album gleichen Namens, Entombed exakt zwanzig Jahre später den Song – Anm. d. Verf.). Auch, wenn das natürlich beides geile Bands sind.“ NADINE FIEBIG

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STRIKER

Bis an die Zähne bewaffnet STRIKER sind Metal! Wer sein Album-Artwork mit einem bis an die Zähne bewaffneten Dinosaurierskelett (!!!) schmückt, kann sich nur unserer liebsten Musik verschrieben haben! Das sieht auch der Gitarrist und Hauptsongwriter Dan Cleary so, der trotz des frühmorgendlichen Interviewtermins (ein Hoch auf die Zeitverschiebung) extrem sympathisch meine Fragen beantwortet. STRIKER sind Metal, das hätten wir schon geklärt, aber welcher Metal denn nun genau? Man hört ganz deutlich amerikanische und europäische Einflüsse im Sound der Band. Welche Einflüsse haben euch geprägt? „Oh, Mann“, lacht es mir aus dem Hörer entgegen, „unsere Einflüsse kommen aus allen Richtungen! Das fängt bei Speed Metal an, läuft zu Thrash Metal, geht weiter bei Hair Metal und sogar Bands wie JOURNEY kannst Du bei uns orten! Alles was wir hören wird in einen Topf geworfen. Kurz gesagt, der Sound von STRIKER ist ein angsteinflößender Mutant aus zermatschten Einflüssen! Aber klar, Bands wie IRON MAIDEN, VICIOUS RUMORS oder THE SCORPIONS haben auch einen großen Einfluss auf unseren Sound gehabt.“ Das ist ja schon mal eine ganze Menge an Holz! Spielen bei so viel Musik die Texte überhaupt noch eine Rolle? „Bis zu einem gewissen Grad schon. Unsere Texte drehen sich mehr um cooles Zeug wie Filme und Dinge, die wir cool finden. Die Texte sind schon wichtig, aber nur in dem Sinn, dass sie nicht fürchterlich sein sollen, aber auch nicht zu tiefsinnig. Schlussendlich sind wir halt doch eine Party und Vollgas Combo, als eine Band, die ständig über traurige oder tiefgründige Dinge nachdenkt.“ Gehen wir kurz zurück zur Musik. Der Qualitätssprung

von „Eyes in the Night“ zum aktuellen Album ist gigantisch. Ich frage nach, ob Dan meine Meinung teilt. „Das neue Album geht dermaßen ab, das ist nicht mehr normal! Wir haben alles auf das nächste Level gehievt. Wir haben mit dem legendären Produzenten Michael Wagener (OZZY, SKID ROW, METALLICA) zusammengearbeitet und er hat eine fantastische Arbeit abgeliefert. Die gesamten Aufnahmen waren fantastisch und es war super, mit ihm zu arbeiten!“ Kaum zu glauben, was die Band nach nur ca. 5 Jahren in der Szene schon erreicht hat. Wo sieht sich die Band in weiteren 5 Jahren? „Wir wollen einfach nur touren, Party machen und weitere arschtretende Alben veröffentlichen“, kommt die ehrliche Antwort, „und außerdem möchte ich in 5 Jahren riesige Tesla-Spulen auf der Bühne haben. Das wäre voll abgefahren!“ Wenn wir schon von Konzerten sprechen, wie sieht es damit eigentlich in Kanada aus? Ist es ein gutes Land, um ein Metalhead zu sein oder muss man sich trotzdem mehr auf die USA und Europa konzentrieren? „Du kannst in Kanada schon viele Konzerte spielen“, antwortet Dan, „aber nur wenn Du bereit bist, auf endlosen Straßen in die nächste Stadt zu fahren. Die Distanzen sind gewaltig, aber egal wo du hinkommst, es gibt immer Leute die Dich sehen wollen. Allerdings scheint es so, als hätten wir den meisten Spaß, wenn wir in Europa auf Tour sind. Dort gibt es auf jeden Fall ein größeres Publikum für diese Art von Musik, wie wir sie spielen! Deshalb müsst ihr unser Album kaufen, damit wir wieder auf Tour kommen und europäisches Bier trinken können!“ Da helfen wir doch gerne! Prost! MARLIES WIMMERER

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BULLET

Den Metal im Blut Band der Stunde – den Titel haben sich die Schweden von BULLET redlich verdient! Kontinuierlich hat sich der Heavy Metal-Act in den letzten Jahren nach oben vorgearbeitet, und spätestens seit dem Release ihres dritten Albums »Highway Pirates« 2011 ist ihr Name in aller Munde. Lange gefackelt oder gar gefaulenzt haben BULLET danach allerdings nicht, denn mit »Full Pull« steht schon die nächste Scheibe in den Startlöchern, und auch ansonsten spielen die Schweden gerne an jeder verfügbaren Steckdose! Hell Hofer, der Frontmann mit dem wunderbar klischeehaften Künstlernamen, hat dabei durchaus Druck verspürt, als es daran ging, an das überall abgefeierte »Highway Pirates« anzuknüpfen. „Die Erwartungshaltungen von Außenstehenden sind die eine Sache – und die sind nichts gegen Druck, den wir uns selbst auferlegen. Wenn die neue Scheibe nicht so gut geworden wäre wie die davor, hätten wir sie auch nicht rausgebracht. Aber ich bin sehr zufrieden. Wir wollten dieses Mal etwas roher klingen, aber das Songmaterial sollte trotzdem die gleiche Qualität wie immer haben – ich denke, den Spagat haben wir gut hinbekommen!“ So beschreibt er den Sound von BULLET anno 2012 schlichtweg als „klassisch und typisch“, und wahrlich muss sich kein Fan der Schweden Sorgen machen, dass sich seine Lieblinge irgendwelchen Experimenten oder Kurskorrekturen hingegeben hätten. Überraschend eigentlich, wenn man sich vor Augen hält, wer diesmal hinter dem Mischpult hockte: Fred Estby und Nicke Andersson, die beide Geschichte in Sachen Swedish Death

Metal schrieben und in Lohn und Brot bei Bands wie Dismember oder Entombed standen. Hell Hofer war und ist von der Vorgeschichte der beiden eher unbeeindruckt: „Wir hätten uns niemanden sonst für den Job vorstellen können. Zuvor kamen wir ohne Produzenten aus, und jetzt war das einzige Kriterium: Metal! Fred und Nicke sind tolle Jungs, mit denen man einfach arbeiten kann, und die uns exakt den Bassund Drumsound hingezimmert haben, den wir uns gewünscht hatten. Death Metal ist nicht so meine Hausnummer, aber sie waren großartig in dem, was sie damals machten.“ Auch auf der lyrischen Seite des Ganzen wirkten sich die beiden Produzenten nicht auf BULLET aus – ansonsten hätten wir es wohl mit einer Platte voller Blut, Gedärme und sonstigen Horrorszenarien zu tun! Für den Sänger undenkbar: „Es geht wie immer darum, Metal zu sein und den Lifestyle zu leben. Party machen, Mädels abschleppen, Autos und Motorräder!“ Hell Hofer lässt sich beim Texte verfassen gerne von seinem eigenen Leben inspirieren, das sich offenkundig ziemlich rasant und feuchtfröhlich gestaltet. „Man kann ja nicht Metal spielen und dann nicht selbst Party machen wollen“, fügt er nur lapidar hinzu. Dabei wusste er schon recht früh, wo der Hase (bzw. die Hasen) lang läuft. „Den Metal habe ich entdeckt, als ich zwölf war, und es gab kein Zurück mehr. 1991 habe ich Iron Maiden live gesehen und wusste einfach, dass ich da auch hingehöre! Und jetzt will ich einfach nur dafür sorgen, dass die ganze Welt von BULLET hört – ich will einfach nur touren, touren und noch mehr touren!!!“ NADINE FIEBIG

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TESTAMENT

So hart wie nie! Das Durchhaltevermögen einiger Bay Area-Thrash Metal-Bands ist schier unglaublich. Noch unglaublicher ist das stetig steigende Qualitätslevel, das Acts wie EXODUS, DEATH ANGEL oder FORBIDDEN zur Schau stellen – ans Aufhören denkt hier niemand. Aber da war doch noch jemand…die mächtigen TESTAMENT aus San Francisco! Die lieferten früher Knüller ab wie »The Legacy« (1987) oder »Practice What You Preach« (1989), bevor es nach »The Gathering« (1999) sehr still um die Combo wurde. 2008 erlebten Chuck Billy und Co. dann ihren zweiten Frühling mit dem Comeback »The Formation Of Damnation«, dessen Nachfolger »Dark Roots Of Earth« endlich vier Jahre später Tageslicht sieht. Fragt sich, was die Band so lange aufgehalten hat, die nach einem Bombenjahr 2008 eigentlich hätte schnell um die Ecke mit neuem Songmaterial kommen können – die Nachfrage war offenkundig da und man spielte umjubelte Touren und Festivalshows überall auf dem Erdball. „Uns standen so viele Dinge im Weg“, erinnert sich Gitarrist Eric Peterson mit Unbehagen. „Eine schwierige Geburt! Dann hatte Paul (Bostaph, Drummer – Anm. d. Verf.) auch noch seine Verletzung, und er war einfach nicht rechtzeitig einsatzbereit.“ Daher entschied man sich im Hause TESTAMENT schlussendlich für Gene „Wanderhure“ Hoglan, der mit seinem irrwitzigen Können schon Platten von u.a. DEATH, DARK ANGEL, STRAPPING YOUNG LAD oder FEAR FACTORY adelte. „Wir wollten die Scheibe endlich

abschließen. Gene hat diesen verrückten Stil und dann ist auch noch alles an seinem Drumming echt, er benutzt noch nicht einmal Trigger.“ Ein wahrer Schleudersitz, das Drumkit bei den Thrash-Urgesteinen: neben Paul Bostaph verschliss man auch schon bekannte Namen wie Dave Lombardo oder Nick Barker! Auch die Wahl des Produzenten für »Dark Roots Of Earth« bereitete TESTAMENT einiges Kopfzerbrechen: Andy Sneap, der bereits »The Formation Of Damnation« unter seine Fittiche genommen hatte, hatte erst keine Zeit und man beauftragte einen eher moderneren Knöpfchendreher – Zeuss. Bis plötzlich doch noch Herr Sneap um die Ecke kam! „Da wir auf Tour waren und nicht hautnah bei diesem wichtigen Prozess dabei sein konnten, entschieden wir uns für Andy Sneap. Er kannte das Songmaterial schon und weiß einfach, wie wir funktionieren. Zeuss hat sehr gute Arbeit abgeliefert, und es war auch kein Wettbewerb zwischen den beiden, sondern Andy hatte einfach nur den Vorteil seines Vorwissens“, erläutert Eric, der nebenher auch noch bei der Black Metal-Truppe DRAGONLORD shreddet. Immerhin: Zeuss darf dafür die beiliegende Bonus-CD bearbeiten, auf der TESTAMENT Songs von u.a. QUEEN (!) covern. Doch Producer-Hickhack beiseite, das Resultat beweist, dass sich alle Mühen, Irrungen und Wirrungen gelohnt haben! Das findet auch Eric: „Die meisten Bands werden doch immer kommerzieller und anschmiegsamer nach ein paar Alben. Wir machen das komplette Gegenteil und das neue Album ist sogar noch härter als sonst. In der Hinsicht ähnelt es sogar »The Gathering«. Erwartet fette Soli von mir und Alex – und Balladen gibt es auch diesmal keine. Wir sind rundum zufrieden mit »Dark Roots Of Earth«!“ NADINE FIEBIG

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Noizeletter #16 - Herbst 2012