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Soziales Lernen

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Realschule Krautheim Schulprogramm Stand: März 2012

Soziales Lernen

Wir leben in einer stark leistungsorientierten Gesellschaft, die immer mehr und vielfältigere Anforderungen an die Lebens- und Berufswelt der Menschen stellt. Darum haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, bei den Schülerinnen und Schülern die Aufmerksamkeit für soziale Probleme zu wecken. Sie sollen dadurch Interesse bekommen, soziale Aufgaben zu übernehmen, soziale Kompetenz zu entwickeln und sozial engagiert zu handeln. (siehe auch Grafik S. 42)

S icherheit O ffenheit

L achen

Z usammenarbeit

E rfolg

I ntegration

R ücksicht

A kzeptanz

N achgeben

L oben

E inigen

E infühlungsvermögen

N ächstenliebe

S elbsteinschätzung ! In der Klassengemeinschaft : • Es gibt verschiedene Klassendienste, gemeinschaftlichen Arbeitsformen und den Aufbau einer Konfliktkultur. • Der Besuch eines Hochseilgartens Anfang Klasse 7 trägt zur Förderung der persönlichen und sozialen Kompetenz sowie zur Stärkung des Teamgedankens und der Klassengemeinschaft bei. Die Stärkung des Teamgedankens und der Klassengemeinschaft wird durch Einsatz der schuleigenen Niedrigelemente im Schulgarten fortgeführt. • Ende Klasse 8 finden Workshops in Zusammenarbeit mit dem Eduard-Knoll-Wohnzentrum in Krautheim als Vorbereitung auf das TOP SE in Klasse 9 statt. ! In der Schulgemeinschaft : • Im „Schulehrenamt“ sind die Schülerinnen und Schüler ein Schuljahr lang für einen Bereich des gemeinsamen Schullebens verantwortlich, z.B. Betreuung der Bibliothek, Vermietung und Verwaltung der Schließfächer, Papierdienst, Essensmarkenverkauf … • Schülermentoren sind für Suchtprävention und Hausaufgabenbetreuung ausgebildet. • In der Aktion „Sauberer Schulhof“ sorgt ein Aufräumdienst, der für die Klasse 7 verpflichtend ist, während der großen Pause für einen sauberen Pausenhof. Zusätzlich leisten die Schülerinnen und Schüler einen aktiven Beitrag zum Thema Umweltschutz. ! Außerhalb der Schule : • Das Projekt TOP SE gibt den Schülerinnen und Schülern Einblick in die Lebenssituation von Menschen und verfolgt das Ziel einander kennen zu lernen und Verständnis für andere Menschen zu entwickeln. • Der Erlös des Weihnachtsbazars wird unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ jedes Jahr an eine andere Organisation gespendet. Darüber hinaus wollen wir auch präventiv handeln, um die positive persönliche Entwicklung der Schüler zu fördern und sie auf die selbstständige Bewältigung der bevorstehenden Aufgaben ihrer Lebensphase vorzubereiten. Um dieses Ziel zu erreichen, führen wir, beginnend mit Klasse 5, das Vorsorge-Programm „Erwachsen werden“ von Lions Quest durch, ein umfassendes „Training“ zur Förderung von Lebenskompetenz (siehe S. 43).

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Realschule Krautheim Schulprogramm Stand: März 2012

Arbeitsbereiche und Aufgabenverteilung

Schulhofaufräumdienst Klasse 7 !

Betreuung (I. Schäfer)

Soziales Engagement Klasse 9

Schulehrenamt ! ! !

Organisation Patenschaften (G. Fath) Betreuung der Schließfächer (G. Fath, K. Jooß)

Kooperation mit EKWZ Bewertungskriterien und Bewertungsbogen ! TOP SE (R. Kunzelmann) ! !

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Soziales Lernen Gruppenleitung Herr Kunzelmann Weihnachtsbazar Koordination und Organisation (M. Mack, R. Kolacek) ! Informationsblätter und Terminabsprachen (G. Fath) ! Organisationsvorschläge sammeln/ Information in GLK/ Kontakt aufnehmen (R. Kunzelmann)

Lions Quest

!

! !

Qualitätsentwicklung (E-Team) !

Evaluationen organisieren, Ergebnisse sammeln, auswerten und dokumentieren (J. Schmieg)

Materialsammlung pflegen Fortbildung organisieren (I. Schäfer)


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Realschule Krautheim Schulprogramm Stand: März 2012

Lions Quest – „Erwachsen werden“

Was ist Lions Quest? Lions Quest ist eine seit 1984 vereinbarte Kooperation zwischen Lions Clubs International (einer der größten Serviceorganisationen) und Quest International (einer gemeinnützigen Stiftung). Quest International entwickelt Programme, die der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen dienen und helfen Lebensfertigkeiten aufzubauen. Lions Clubs International sponsert ihre Umsetzung durch Finanzierung der Fortbildungsseminare und Übernahme von Materialkosten.

Welche Ziele verfolgt das Trainingsprogramm „Erwachsen werden“? Das Vorsorge-Programm "Erwachsen werden" bereitet Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 15 Jahren auf die selbständige Bewältigung der bevorstehenden Aufgaben ihrer Lebensphase vor, d.h. es hat das Ziel: -

sie in ihrer Fähigkeit zu fördern, ihr Leben verantwortlich in die Hand zu nehmen. eigene Entscheidungen sicher zu treffen und umzusetzen. Konflikt- und Risikosituationen im Alltag erfolgreich zu begegnen. für Probleme positive Lösungen zu finden.

Jeder Teil des Programms ist einem spezifischen Thema gewidmet: Teil 1: Teil 2 : Teil 3: Teil 4 : Teil 5 : Teil 6: Teil 7:

Ich und meine (neue) Gruppe Stärkung des Selbstvertrauens Mit Gefühlen umgehen Die Beziehungen zu meinen Freunden Mein Zuhause Es gibt Versuchungen: Entscheide dich Ich weiß, was ich will

Wie wird das Programm an unserer Schule umgesetzt? Mit der Umsetzung wurde ab dem Schuljahr 2006/07 begonnen. In den Klassenstufen 5 und 6 findet das Training in einer BPS-Stunde (Besonderer Pädagogischer Schwerpunkt) im Gesamtumfang von 20 Stunden pro Klassenstufe statt. Der Erfolg des Programms beruht nicht allein auf dem Material, sondern wesentlich auch auf der Art und Weise der Vermittlung. Lehrerinnen und Lehrer werden in einem 3-tägigen Einführungsseminar mit den Inhalten und Zielen von „Erwachsen werden“ vertraut gemacht und erproben diese, bevor sie im Unterricht eingesetzt werden. Hieraus wurde passend zu unserem Schulprogramm ein Konzept entwickelt, das sich auch gut für eine situative Anwendung je nach momentaner Problemlage der Klasse eignet. Neben der Schule ist an der sozialen Erziehung der jungen Menschen vorrangig das Elternhaus beteiligt. Daher werden die Eltern über einen Elternbrief und in den Klassenpflegschaftssitzungen informiert. Die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule ist ein unverzichtbarer Bestandteil dieser Konzeption. Der Lions Club unterstützt hierbei unsere Schule und kommt für die anfallenden Kosten (Material und Lehrerfortbildung) auf.

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Soziales Lernen  

Teil 8 unseres Schulprogramms

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