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Rotpunktverlag.

Vorschau Herbst 2014

Belletristik Sachbuch Wandern und Freizeit

© éditions du Chêne


2 | Belletristik

»An diesem Abend betranken wir vier uns und endeten irgendwo auf der Avenida Nueve de Julio singend in einem Springbrunnen. Ema fiel hinein, Patricia, Olga und ich sprangen solidarisch hinterher. Wir hielten uns die Bäuche vor Lachen, und ich glaube, wir alle vier sahen glücklich aus.«

Ángela Pradelli

Unter Freundinnen Roman Aus dem Spanischen von Marion Dick Originaltitel: Amigas mías ca. 180 Seiten, gebunden Format 12,5 × 20,4 cm ca. Fr. 24.– / € 19,– isbn 978-3-85869-611-3, wg 1112 Erscheint im Juli

Freundinnen fürs Leben Buenos Aires, an einem 30. Dezember. Eine Frau wirft einen letzten prüfenden Blick in den Spiegel, bevor sie sich aufmacht zum

Lesereise im Januar 2015

Abendessen mit ihren Freundinnen. Olga, Ema, Patricia und sie: Dieser 30. Dezember gehört ihnen und nur ihnen, schon seit Jahrzehnten. Auch wenn dieses Mal alles anders ist. Eine fehlt. Vier Frauen – vier Freundinnen, schon seit der Kindheit, in der sie stets wie Pech und Schwefel zusammenhielten, wenn sie Maulbeeren aus dem Garten der blinden Alten stibitzten oder den dicken Nachbarsjungen wieder einmal mit einem ihrer Streiche piesackten. Es sind einfache, fast banale Dinge, die ihnen wiederfahren. Doch zwischen den Zeilen des Alltäglichen greifen sich ihre Träume, Sorgen, Ängste und auch ihre kleinen Verrücktheiten Raum. Immer dann, wenn die vier Frauen am wenigsten damit rechnen, zerbricht die Normalität in tausend Stücke. Zum Vorschein kommt: das Leben.

Ángela Pradelli, geboren 1959 in Buenos Aires, hat Romane, Erzählungen und Gedichte veröffentlicht. Für Das Haus des Vaters, 2012 im Rotpunktverlag erschienen, wurde sie mit dem Romanpreis Premio Clarín ausgezeichnet. Sie lebt als Lehrerin und Schriftstellerin in Buenos Aires.

Mit einem feinen Gespür für menschliche Nähe ergründet Ángela Pradelli in diesem vielstimmig komponierten Roman das

Foto: Yvonne Böhler

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rätselhafte, bedingungslose Wesen von lebenslanger Freundschaft.


3 | Belletristik

»Ich bin wieder dort, wo alles angefangen hat: in Berlin. Es ist alles noch genau so wie vor drei Wochen, und trotzdem ist alles anders: Ich habe Lora wiedergefunden.«

Viola Rohner

Alles Gute und auf Wiedersehen Roman ca. 180 Seiten, gebunden Format 12,5 × 20,4 cm ca. Fr. 24.– / € 19,– isbn 978-3-85869-612-0, wg 1112 Erscheint im Juli

Nur ihre Bücher sind noch da Als Mara im Sommer 1987 der neuen WG-Mitbewohnerin hilft, ihren schweren roten Koffer in die Wohnung zu schleppen, gibt sie sich betont kühl und abweisend. So sind die Berliner Umgangsformen. Zu Maras Erstaunen ist Loras roter Koffer voller Bücher, und über diese Bücher finden die beiden zueinander. Sie entdecken ihre Liebe und ihren gemeinsamen Traum, Künstlerin zu werden. Während Mara an ihrem Schreiben zweifelt, nutzt Lora jede Möglichkeit, als Theaterregisseurin Erfahrungen zu sammeln, und entfernt sich immer weiter von Mara – bis hinter die Mauer. Und eines Nachts ist sie ganz verschwunden, mitsamt dem roten Koffer. Nur die Bücher lässt sie zurück. Jahre später hat Mara ihr Leben neu organisiert, sie lebt in einer kleinen Wohnung am Arkonaplatz, ist liiert mit Leif. Dessen Sohn Morten liebt sie, aber es fehlt ein Stück zum Familienglück. Mara fehlt ein Stück ihrer Vergangenheit. Sie macht sich auf die Suche,

Viola Rohner, geboren 1962, studierte Germanistik, Geschichte, Theaterwissenschaften und Psychologie in Zürich und Berlin. Rohner schreibt Prosa und Theaterstücke. Daneben Arbeit als Gymnasiallehrerin und Erwachsenenbildnerin. Sie lebt in Zürich und Innsbruck. 2013 wurde sie mit dem LillyRonchetti-Preis des Verbands Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS) ausgezeichnet. Alles Gute und auf Wiedersehen ist nach der Erzählung Unkraut (Rotpunktverlag 2002) ihr erster Roman. www.violarohner.ch

verfolgt Loras Spur mit dem Auto, mit Stift und Papier. Dabei ist sie

Foto: Isabella Borel

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fest entschlossen, nicht nur Lora, sondern auch sich selbst zu finden.


4 | Belletristik

Kurotschkin steckte den Kopf durch den Türspalt, sah, dass Rodion nicht schlief, und sagte leise: »Rodionitsch, da ist jemand für dich.« Durch die Nacht, das Morgengrauen, den Raum, all dies luft ige Blau, durch die Geräusche und das Schweigen der Welt war jemand gekommen … Rodion merkte, dass er geschlafen hatte, ohne sich auszuziehen, dass seine Hände schmutzig und seine Stiefel mit getrocknetem Schlamm bedeckt waren. Rasch wusch er sich das Gesicht in der Blechschüssel, und mit sauberen Händen und ausgespülten Augen ging er, von Freude getragen, hinaus. Jemand sehr Bärtiges erwartete ihn an der Schwelle, inmitten der grauen Erde und des völlig weißen Himmels stehend. Der Besucher trug mehrere Brotbeutel, die mit Schnüren und Riemen an seinem Körper hingen; ein Bündel zu seinen Füßen. Er sagte: »Sind Sie es?« Rodion lächelte breit: »Ich bin es.« An dem verwüsteten Teint, dem dichten Bart unter dem Kinn, den zerfurchten Wangen erkannte Rodion den Ankömmling. »Lange Gefängnis?«, fragte er. »Acht Monate«, sagte der andere. »Moskau, dann Perm. Michail Iwanowitsch Kostrow, Parteimitglied seit 1917, Professor für Hist. Mat. – Historischen Materialismus –, Linksopposition, in der Nacht nicht geschlafen, Genosse, um zwei Uhr angekommen. Die Verlegungswaggons in diesem Land sind nicht zu beschreiben …« »Nun denn«, sagte Rodion, »sei willkommen, Genosse Kostrow. Ich habe ausgeschlafen, leg dich hin. Mach keinen Lärm, die Hausherrin und die Kinder schlafen noch.« Rodion sah ihn eindringlich an und hinter ihm, über den Strohdächern mit ihrer erschöpften Farbe, die Ferne, so klar und rein gezeichnet, dass sie erreichbar wirkte, und noch weiter entfernt, jenseits, die andere Welt, die in diesem Augenblick hell erleuchteten inneren Steppen. Bist nicht du es, Genosse, der mir die Antworten bringt, die ich suche, auf die ich warte, die ich zu fassen meine, sobald die Nacht schwindet? Derjenige, der sie kennt, muss einfach auf diese Weise von den vergessenen Sternen im Morgengrauen kommen. Derjenige, der sie kennt, muss sein wie du, schwer vor Müdigkeit und überwundener Verzweiflung. In unserer Zeit kann er nur aus dem Gefängnis kommen … »Hast du keinen Hunger?«

»Nein. Sie waren keine Flegel bei der Staatssicherheit, sie haben mir Hering und Brot gegeben.« »Auch hier sind sie keine Flegel. Sanft und freundlich ziehen sie uns den Strick um den Hals zusammen. Man kann leben.« Wortlos teilten sie sich ein dickes halbes Roggenbrot, das Kostrow aus einem Beutel gezogen hatte und das gut drei Pfund wiegen musste. Rodion holte Zwiebeln. »Das ist hervorragend gegen Skorbut.« Dann ließ Kostrow sich nieder. Er war so müde, dass er seinen Körper nicht mehr spürte; doch nach den holpernden Waggons, nach dem Chaos, nach dem langsamen Begräbnis der Isolation, nach den ekelerregenden Kellern der kleinen Gefängnisse unterwegs reinigte ihn die frische Luft der Nacht und des Morgens bis in die Seele hinein wie ein Bad. Sogar die Dürft igkeit der Behausung, in der ein menschlicher Geruch lastete, tat ihm gut; der Anblick des fiebernden Kindes weckte in ihm dumpfe Zärtlichkeit. Während er sich seiner wattierten Jacke entledigte, derjenigen ähnlich, die die Arbeiter auf den Baustellen der Industrialisierung und die Kulis von Mukden trugen, überraschte er sich dabei, dass er tief in sich summte. Es blieben dem Herzen hundertzwanzig Schläge, hundertzwanzig Schläge … Da wurde sein Denken so klar, dass er in seinen Bart lächelte: Sei still, altes Herz. Ich brauche dich noch. Doch in dem Moment, als er sich auf Rodions noch warmem Lager ausstreckte, war er über sich selbst bestürzt, als er an diesen gastfreundlichen jungen Genossen dachte. Warum habe ich ihn belogen? Hätte ich ihm nicht von Anfang an sagen müssen: »Ich habe meine Unterwerfung erklärt. Abgeschworen. Kapituliert. Ich bin nur noch der Schatten eines Kommunisten, halb Kumpel, halb Schweinehund, denn ich weiß, was ich getan habe, so wie ich weiß, was ich denke … Ich verdiene kein Vertrauen. Willst du mich noch immer auf deinem Strohsack schlafen lassen und mein Brot mit mir teilen?« Langsam richteten seine Schultern sich auf. Gelogen? Gelogen? Aber sie sind es doch, alle diese Schurken von Inquisitoren, die ich belüge, die jeder belügt, so wie sie selbst in allem lügen, was sie sagen, in allem, was sie tun. Welche Wahrheit sollte ich ihnen schulden? Er war froh, nicht mehr Rodions klarem Blick zu begegnen.

Weiterlesen? Gern schicken wir Ihnen einen längeren Textauszug! daniela.koch@rotpunktverlag.ch


5 | Belletristik

»Serge schreibt in der Verpflichtung, denen eine Stimme zu geben, die stumm sind oder zum Schweigen gebracht wurden.« Susan Sontag

Victor Serge

Schwarze Wasser Roman Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer Originaltitel: S’il est minuit dans le siècle ca. 300 Seiten, gebunden Format 12,5 × 20,4 cm ca. Fr. 29.– / € 22,90 isbn 978-3-85869-610-6, wg 1111 Erscheint im September

Das absurde Leben im Gulag Kostrow, Historiker, Parteiaktivist, wird verhaftet. Er weiß nicht, was ihm vorgeworfen wird. Kostrow beginnt seinen Weg durch die verschiedenen Stationen des Stalin’schen Repressionsapparates, bis er sich schließlich verbannt in einem entlegenen Ort am Fluss »Schwarze Wasser« im Ural wiederfindet. Dort trifft er auf andere Verbannte, die alle auf ihre Art zum System Stalins in Opposition stehen, die meisten überzeugte Revolutionäre. Serge kennt Stalins System der Dreißigerjahre aus eigener Erfahrung. Der Absurdität der Verfolgung vermeintlicher Oppositioneller kommt er hier auch mit den Mitteln der Tragikomik bei. Er schildert das Leben in der kargen russischen Tundra in eindringlichen, geradezu poetischen Bildern. In einem von physischem und psychischen Terror geprägten Klima lässt Serge Liebe und menschliche Solidarität gedeihen. Der Roman endet mit einer geglückten Flucht und lässt damit auch Hoffnung zu.

Erstmals auf Deutsch

Victor Serge, geboren 1890 in Brüssel, war russischer Revolutionär und Schriftsteller. Ursprünglich Anarchist, schloss er sich 1919 trotz großer Skepsis den Bolschewiki an und arbeitete später als Journalist, Verleger und Übersetzer für die Komintern. 1933 wurde er wegen seiner Opposition zu Stalin nach Orenburg (Ural) verbannt; 1936 dank einer internationalen Solidaritätskampagne, u. a. Romain Rolland und André Gide, freigelassen. Serge verließ die Sowjetunion und floh 1941 vor den Nazis aus Marseille nach Mexiko, wo er 1947 starb. In seinen letzten zehn Lebensjahren entstanden sieben Romane, die inzwischen international als Klassiker gelten.

Victor Serges Schwarze Wasser aus dem Jahr 1939, vor Koestler und lange vor Solschenyzin erschienen, gilt nicht nur als der erste Gulag-Roman – hier liegt auch ein ergreifendes Stück Weltliteratur in der kongenialen Übersetzung von Eva Moldenhauer erstmals auf

Foto: Corbis

Deutsch vor.


6 | Belletristik

Jörg Steiners zweiter Roman beschreibt die Kriegsund Nachkriegsjahre in der Schweiz aus der Perspektive eines Randständigen – rund fünfzig Jahre nach seinem ersten Erscheinen erweist er sich als Kraftzentrum seines ganzen Werks.

Jörg Steiner

Ein Messer für den ehrlichen Finder Roman Mit einem Nachwort von Dieter Bachmann ca. 300 Seiten, gebunden Format 12,5 × 20,4 cm ca. Fr. 29.– / € 24,– isbn 978-3-85869-613-7, wg 1112 Erscheint im August

Die Jahre der Revolte und der Anpassung José (Schose) Ledermann ist sechzehn und sehnt sich nach der Freiheit. Radrennfahrer will er werden, doch als ein Unfall jäh seine Pläne durchkreuzt und ein Schulkollege sein Fahrrad versetzt, greift er zum Messer. Er wird in die Schwererziehbaren-Anstalt gesteckt, wo er einem Freund zur Flucht verhilft. Auch wenn man ihm seine aufrührerischen Machenschaften nicht nachweisen kann, will man ihn bald loswerden. Er wird entlassen und wirft sein Messer fort. »Schoses Geschichte ist die einer kurzen Revolte und einer langen Anpassung. Die Freiheit sieht anders aus, wenn sie Alltag heißt, und zwischen 1943 und 1950 liegen Friedensschluss und Kalter Krieg; Schose ist Teil der Gesellschaft, sein Messer liegt rostend im Schilf, für einen ehrlichen Finder, der wohl niemals vorbeikommt«, so Dieter Bachmann in seinem Nachwort. Jörg Steiner (1930–2013) lebte und arbeitete die meiste Zeit seines Lebens in Biel. Er verfasste Geschichten, Er zählungen, Romane und Kinderbücher, die zusammengenommen eines der herausragendsten Werke der Schwei zer Literatur des 20. Jahrhunderts ausmachen. Prägend war seine Tätigkeit in einem Heim für Schwererziehbare Anfang der Fünfzigerjahre, eine Erfahrung, die besonders in seine

9 Foto: 783858 Yvonne 696137 Böhler

ersten Romane einging, aber auch in seinem späteren Werk wirksam blieb, in dem Gefangenschaft und Freiheit und der Traum vom Aufbruch zentrale Themen sind. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter Charles-Veillon-Preis (1967), Grosser Literaturpreis des Kantons Bern (1976), Erich-Fried-Preis (1994), Berliner Literaturpreis (1998) und Max-Frisch-Preis (2001).


7 | Hommage

»Die schönste und liebste Bahnreise war die von Solothurn nach Biel – immer am Donnerstag seit über dreißig Jahren. Ich traf Jörg Steiner. Wir tranken Rotwein und freuten uns, zusammen zu sein. Wir jammerten und spotteten und blödelten und wurden dabei Woche für Woche älter bis wir alt waren.« Peter Bichsel

Rolf Hubler, Hans Ruprecht (Hrsg.)

Auch das könnte wahr sein Hommage an den Geschichtenerzähler Jörg Steiner ca. 200 Seiten, gebunden Format 12,5 × 20,4 cm ca. Fr. 25.– / € 19,90 isbn 978-3-85869-614-4, wg 1118 Erscheint im August

Leichtfüßiges Schwergewicht Jörg Steiner ließ und lässt sich in keine Schablone pressen. Nicht als Person und auch nicht als Autor. Obwohl er genau genommen ein Schwergewicht in der Schweizer Literatur darstellt, wurde und wird er immer noch als eher leichtfüßig wahrgenommen – was ihm keines-

Präsentation im Rahmen des Berner Literaturfests am 21. August in Bern und am 22. August in Biel

wegs missfiel. Auch das könnte wahr sein versammelt Vielschichtiges über die Person und das Werk Jörg Steiners. Freunde, Schriftstellerkollegen und Kenner seines Werks zeichnen hier in Erinnerung an den 2013 verstorbenen Schriftsteller ein Bild, das wahr sein könnte. Und Jörg Steiner selbst trägt unveröffentlichte Texte bei, die das, was über ihn geschrieben wird, bestätigen – und dementieren.

Pedro Lenz

Dieter Bachmann

Tanja Malyarchuk

Peter Bichsel

Francesco Micieli

Dorothee Elmiger

Adolf Muschg

Sabine Gruber

Rolf Niederhauser

Klaus Händl

Erica Pedretti

Judith Hermann

Robert Schindel

Rolf Hermann

Adrienne Schneider

Klaus Hoffer

Ruth Schweikert

Franz Hohler

Raphael Urweider

Jürg Laederach

Anne Weber

Katja Lange-Müller

Peter Weber

9 783858 696144

Mit Beiträgen von

Rolf Hubler lebt als Germanist und Literaturvermittler in der Westschweiz. Hans Ruprecht ist Initiator bzw. Leiter verschiedener Literaturfestivals. Lebt in Bern.


8 | Sachbuch

»Lohnarbeit, Gartenarbeit, Beziehungsarbeit, Blowjob: Alles ist zur Arbeit geworden. Wir arbeiten an unserem Körper, an unserer Lebensweise und an unserem Liebesglück. Arbeit ist das Lebenselixier des modernen Menschen, ein Fetisch, mit dem wir uns lustvoll selbst geißeln.«

Patrick Spät

Und, was machst du so? Fröhliche Streitschrift gegen den Arbeitsfetisch ca. 120 Seiten, Broschur Format 10,7 × 16,8 cm ca. Fr. 12.50 / € 9,90 isbn 978-3-85869-616-8, wg 1729 Erscheint im Juli

Lob des Müßiggangs reloaded »Und, was machst du so?« Wer hat sie bei der Begegnung mit neuen Leuten nicht schon gehört oder selbst gestellt, diese Frage, die das

Veranstaltungen in Berlin und Zürich

Selbstverständnis unserer Zeit auf den Punkt bringt: Ich arbeite, also bin ich. Mehr denn je definieren wir uns und unsere Mitmenschen über die Arbeit. Aber wie steht es tatsächlich um unsere Arbeitsgesellschaft? Was wird da eigentlich gearbeitet? Zu welchen Bedingungen? Wer macht die Drecksarbeit? Und: Warum nehmen wir nicht einfach mal den Fuß vom Gas? Vergnüglich und provokativ zeigt Patrick Spät anhand von alltäglichen Beispielen und historischen Anekdoten, wie sehr sich die Arbeit vom Menschen »entfremdet« hat – von Calvin über Marx bis hin zur »Generation Praktikum« –, wie die Arbeitsideologie entstanden ist, wie sie den Globalen Süden bluten lässt und weshalb sie schließlich zwecklos ist: Die Automatisierung durch Maschinen und Computer vernichtet am laufenden Band Arbeitsplätze – vielleicht aber befreien uns die Automaten ja irgendwann von der Arbeit? Am Ende steht die Hoffnung, dass wir uns vom Arbeitsfetisch lösen. Dass wir endlich

9 783858 696168

wieder leben.

Patrick Spät, Dr. phil., geboren 1982, Studium der Philosophie, Soziologie und Literaturgeschichte in Mannheim, Leipzig und Freiburg. 2010 Promotion in Philosophie an der Universität Freiburg. Spät lebt als freier Autor und Journalist (u. a. für Telepolis, Spektrum der Wissenschaft, Philosophie Magazin und The European) in Berlin.


9 | Sachbuch

Für ein Ökologieverständnis, das die Menschen und ihre Grundrechte ins Zentrum stellt. Gegen Ecopop.

Balthasar Glättli und Pierre-Alain Niklaus (Hrsg.)

Die unheimlichen Ökologen Sind zuviele Menschen das Problem? ca. 200 Seiten, Klappenbroschur Format 13,5 × 20,4 cm ca. Fr. 25.– / € 19,90 isbn 978-3-85869-617-5, wg 1972 Erscheint im Juli

Von der »Bevölkerungsbombe« zu Ecopop Dieses Buch wendet sich gegen die Vermischung von Ökologie und Bevölkerungspolitik. Es stellt dar, in welche letztlich menschenfeindlichen Denktraditionen sich die bevölkerungspolitisch orien-

Vernissage im August in Zürich; weitere Termine in der Schweiz

tierten Ökologen einreihen. Bereits im 18. Jahrhundert sah Thomas R. Malthus die Menschheit am Abgrund stehen – durch die unkontrollierte Vermehrung der Armen. Anfang des 20. Jahrhunderts sahen Eugeniker und Einwanderungskritiker in den USA und Europa ihre Gesellschaften degenerieren, das Schreckgespenst trug den Namen »Race Suicide«. In den 1970er-Jahren ließ Biologe Paul Ehrlich die Bevölkerungsbombe platzen, ein Buch, das wiederum der Ecopop-Vereinigung Pate stand, die heute mit ökologischer Begründung die Einwanderung in die Schweiz reduzieren will (noch radikaler als die jüngst vom Schweizer Volk angenommene Volksinitiative) und gleichzeitig fordert, dass ein fixer Anteil der Entwicklungshilfe für Familienplanung eingesetzt wird. Diesen »unheimlichen Ökologen« wird ein Verständnis von Ökologie gegenübergestellt, das die Menschen und ihre Grundrechte ins Zentrum stellt. Es fragt nach der Verteilgerechtigkeit und formuliert eine Kritik an der Ausbeutung von Natur und Mensch.

9 783858 696175

Nicht zuletzt beleuchtet die indische Ethnologin Shalini Randeria die europäischen Bevölkerungsdiskussionen aus der Sicht des Südens.

Pierre-Alain Niklaus, geboren 1970, war von 2002 bis 2009 Leiter der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel. Arbeitet heute in der Vermittlung von Nachbarschaftshilfe. Balthasar Glättli, geboren 1972, ist Nationalrat der Grünen Kanton Zürich und selbständiger Kleinunternehmer. Beiträge von Marcel Hänggi Annemarie Sancar Leena Schmitter Shalini Randeria Peter Schneider Geert van Dok


10 | Zeitschrift

Widerspruch, Heft 65 ca. 220 Seiten, Broschur Format 14,8 × 21 cm Fr. 25.– / € 18,– issn 1420-0945 isbn 978-3-85869-618-2, wg 3970 Erscheint im Oktober

Europa, EU, Schweiz – Krise und Perspektiven Nach der Annahme der Initiative der Schweizerischen Volkspartei gegen die »Masseneinwanderung« steht das Verhältnis der Schweiz zur EU grundsätzlich zur Disposition. Rechtspopulistische und fremdenfeindliche nationalistische Kräfte aus den umliegenden Ländern begrüßten den Entscheid, teilweise enthusiastisch. Kommt es in Europa zum Rückfall in den Nationalismus? Stoßen »nationale Identitäten« vermehrt auf Resonanz? Während die europäischen Regierungen und die EU-Kommission gegenüber der Schweiz betonen, dass die Personenfreizügigkeit als tragender Pfeiler der EU nicht verhandelbar sei, fühlen sich die Kräfte der Abschottung in der Schweiz bestärkt. Die Wirtschaftskrisen in Europa haben demokratische Entscheidungsprinzipien infrage gestellt. Gleichzeitig kommt Kritik an der direkten Demokratie in der Schweiz auf. Findet in Europa eine Entdemokratisierung statt? Widerspruch 65 thematisiert das Verhältnis der Schweiz zur EU, aber auch wirtschaftliche und politische Veränderungen innerhalb der EU.

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Wohin steuert Europa?

Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe Vania Alleva, Co-Präsidentin Gewerkschaft Unia; André Brie, Mitglied Landtag Mecklenburg-Vorpommern (Die Linke), Publizist; Balthasar Glättli, Nationalrat (Grüne Partei), ehemaliger Geschäftsführer Solidarité sans Frontières; Josef Lang, Grüne Partei / Gruppe Schweiz ohne Armee, Leo Mayer, Mitarbeiter am Institut für sozial_ökologische Wirtschaftsforschung isw, München; Pierre-Alain Niklaus, ehemaliger Leiter der Anlaufstelle für SansPapiers in Basel, Autor; Vasco Pedrina, Vizepräsident BHI (Bau + Holzarbeiter Internationale); Esteban Piñeiro, Soziologe, Dozent Fachhochschule Nordwestschweiz; Andreas Rieger, Gewerkschaft Unia, Delegierter beim Europäischen Gewerkschaftsbund; Thomas Schaffroth, Historiker und freier Publizist; Cédric Wermuth, Nationalrat SP Schweiz, ehemaliger Präsident Juso; u. a.


11 | Sachbuch

Die Demokratie muss erneuert und erweitert werden: durch eine Wirtschaftsdemokratie, transnationale Bürgerrechte und neue direktdemokratische Formen.

Stefan Howald

Volkes Wille? Warum wir mehr Demokratie brauchen ca. 250 Seiten, Klappenbroschur Format 13,5 × 20,4 cm ca. Fr. 34.– / € 27,50 isbn 978-3-85869-619-9, wg 1734 Erscheint im September

Demokratie weiterdenken Die Demokratie ist in aller Munde – und in der Krise. Im Westen führen Apathie, Korruption, Personalisierung und Medialisierung der Politik zur Postdemokratie. Bei der Bewältigung der Finanzmarktkrise hat die Politik ihre Handlungsmöglichkeiten weiter an die Wirtschaft abgetreten. Umgekehrt ist Occupy gegen die Macht der Finanzoligarchie angetreten und haben Volksbewegungen im Arabischen Frühling im Namen der Demokratie autoritäre und diktatorische Regime gestürzt. Das Buch handelt von den Möglichkeiten und Grenzen der zeitgenössischen Demokratie: Wer darf am demokratischen Prozess teilhaben? Wo findet er statt? Worüber wird verhandelt? In welchen Formen? Theoretische Überlegungen werden mit aktuellen praktischen Analysen verbunden. Ausgangspunkt ist die Schweiz, doch wird diese in den internationalen Kontext gestellt. Behandelt werden unter anderem die Umsetzung von Volksinitiativen als ein Kernpunkt der direkten Demokratie, das Stimmrecht für Ausländerinnen und Ausländer, Prinzipien der Selbstverwaltung sowie die Entwicklung

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eines neuen EU-Bürgerrechts.

Stefan Howald, 1953 geboren, schloss das Studium der Germanistik mit einer Dissertation zum Romanwerk von Robert Musil ab, wirkte dann als Journalist und Publizist, davon zwölf Jahre in London, und ist zurzeit Redaktor bei der WOZ Die Wochenzeitung in Zürich. Verschiedene Buchpublikationen, zuletzt Walter Jonas. Künstler. Denker. Urbanist, Zürich 2011.


12 | Sachbuch

Diejenigen Leute, die wenig verdienten, sollten möglichst günstige Ferien an einem möglichst schönen Ort unter ihresgleichen verbringen können. Zum Beispiel in den folgenden Häusern: – – – – –

Metall- und Uhrenarbeiter-Hotel Floralpina in Vitznau aus den 1930er-Jahren Bauarbeiter-Hotel Rotschuo bei Gersau aus den 1940er-Jahren im später hinzugekommene Hotel Kreuz in Lenk Hôtel de France in Sainte-Croix, das ein altes Volkshaus war La Campagnola in San Nazarro, in der sogenannten Sonnenstube Tessin

»Plötzlich, nach ein, zwei engen Kurven wurde das nie enden wollende Mittelland ausgeblendet und da war nur noch Grün, der See, die Berge – kein Haus weit und breit. Nächster Halt: Gersau Rotschuo. Leicht abschüssig führte der Weg zum Hotel, das am Berg klebte, der quasi senkrecht zum See abfiel. Zwei große Gebäude fügten sich unaufdringlich in den Abhang ein, die Holzfassade verschmolz mit der Umgebung. Die Architektur gemahnte Martha schon wieder an ihre Kindheit in den frühen Sechzigerjahren. Ihre Familie hatte die Sommerferien in sogenannten Ferienheimen verbracht. Es war nicht so selbstverständlich, dass man von zu Hause wegfuhr, und schon die Innerschweiz war weit weg. Ach, Ferien! Born der Erholung und neuer Ansporn für den Kampf um ein besseres Dasein. Anscheinend war dieser dann auch recht gut gelungen – irgendwer musste ja all diese Einfamilienhäuser, die sie unterwegs gesehen hatte, gebaut haben.« Aus dem Bericht von Suzanne Zahnd, die das Bauarbeiter-Hotel Rotschuo besucht hat.


13 | Sachbuch

Vom langen Kampf um die Ferien und ums schöne Leben. Von Fleiß, Erholung, Faulheit und Genuss.

Stefan Keller (Hrsg.)

Vorwärts zum Genuss Von Arbeiterferien und Arbeiterhotels Zahlreiche Fotos und Abbildungen ca. 150 Seiten, Broschur Format 17 × 24 cm ca. Fr. 36.– / € 29,– isbn 978-3-85869-620-5, wg 1559 Erscheint im November

Abschied von den Arbeiterhotels Sie waren Zeugen einer großen Tradition. Merkwürdige Zeugen. Imposante Hotelkästen an den eindrücklichsten Berghängen und Seen der Schweiz, ob am Vierwaldstädtersee, im Berner Oberland, im Tessin oder in der Westschweiz. Sie standen für den Schweizer Tourismus, für Schweizer Idylle und Schweizer Mythen, aber auch für den jahrhundertelangen zähen Kampf der städtischen Arbeiterinnen und Arbeiter um mehr Freizeit, um bezahlte Ferien und ein würdiges Leben. Dass es diese Hotels gab, war ein Sieg und mag gleichzeitig als Zeichen der gesellschaftlichen Integration der Schweizer Linken betrachtet werden – denn es waren Gewerkschaftshotels: mit Mitgliederbeiträgen gebaut und eingerichtet. Jetzt hat die Gewerkschaft Unia die meisten ihrer Hotels und ländlichen Kurszentren verkauft. Dieses Buch erzählt aus der Geschichte der Schweizer Arbeiterhotels, von ihrem Entstehen als kollektive idealistische Projekte in der Zeit der »geistigen Landesverteidigung« bis zu ihrem Verschwinden in der Zeit der Globalisierung. Es erzählt vom langen Kampf um die Ferien und ums schöne

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Leben. Von Fleiß, Erholung, Faulheit und Genuss.

Stefan Keller, geboren 1958, ist Schriftsteller, Journalist und Historiker. Autor u. a. von Grüningers Fall. Geschichten von Flucht und Hilfe (6. Auflage 2014). Lebt in Zürich Mit literarischen Beiträgen von Dorothee Elmiger, Annette Hug, Guy Krneta, Adrian Riklin, Suzanne Zahnd und einem historischen Essay von Stefan Keller. Illustriert von Florian Bachmann


14 |  Literarischer Wanderführer

Meinrad Inglin

Hermann Hesse

Yvette Z’Graggen

Nelly Zwicky

Jakob Stutz

Ludwig Hohl

Tim Krohn

Perikles Monioudis

Mit Max Frisch, Albin Zollinger, Jakob Stutz, Nelly Zwicky, Karl Kraus, Gerold Späth, Ludwig Hohl, Hermann Hesse, Tim Krohn, Yvette Z’Graggen, Theodor Fontane und vielen anderen unterwegs auf dem Pfannenstiel, im Zürcher Oberland, am oberen Zürichsee, im Sarganser- und im Glarnerland.

»Wer über die Alpen gepilgert ist und für Tage fast nur Felsen getroffen hat, diese rauhen und nackten Felsen, wie anders bleibt er stehen vor den ersten Gärten des Südens, und wie anders leuchten ihm die Astern, die ihre dunkelroten Sterne heben aus staubweißen Büschen! Dann ist es, als habe man noch nie eine Blume erlebt, und man wird so dankbar für alles, was lebt und blüht und grünt und reift, auch für sein eigenes Dasein in solcher Welt. Aber man muss gepilgert sein, wie gesagt, man muss drei Tage geschwitzt und drei Nächte gefroren haben, weil es ja immer nur die Größe der Sehnsucht ist, die den Dingen überhaupt einen Wert gibt.« Max Frisch, »Vom Wandern«, 1936. Frisch beschreibt eine lange Wanderung vom Glarnerland ins Tessin.


15 | Literarischer Wanderführer

»Ende März nehmen die Felsen des Glärnisch die wachsende Helligkeit der Tage auf, die Schatten gewinnen an Tiefe, bekommen jenen Stich ins Violette, der an die Leberblumen erinnert, die man um diese Zeit zwischen vorjährigem Laub am Waldrand von Ennetbühls pflückt.« Eveline Hasler, Anna Göldin. Letzte Hexe

Christa und Emil Zopfi

Sehnsucht nach den grünen Höhen Literarische Wanderungen zwischen Pfannenstiel, Churfirsten und Tödi Historische Bilder und Farbfotos, Routenskizzen und Serviceteil ca. 450 Seiten, Klappenbroschur Format 13,5 × 20,4 cm ca. Fr. 45.– / € 36,– isbn 978-3-85869-621-2, wg 1320 Erscheint im September

Literatur erwandern und erleben Wo Anna Göldin zur Richtstätte schritt, wo Max Frisch in einen Bergbach fiel, wo Jakob Stutz eine Dichterschule führte, wo Siedler ein Gottesreich auf Erden errichten wollten, wo eine Walserin aus dem Calfeisental mit einem Kuss ihr Glück verscherzte, wo Ludwig Hohl auf wilden Klettereien den Ruf zum Dichter empfing, wo Tim Krohns Vreneli auf dem Gletscher »Blüemli bislete«. An diesen und weiteren Orten kommen wir vorbei, wenn wir Hügel, Täler, Ebenen, Seeufer und Berggebiete zwischen Schnebelhorn, Churfirsten und Tödi auf den Spuren von Autorinnen und Autoren durchstreifen. Dabei erleben wir ihre Geschichten, Empfindungen und Erinnerungen auf Schritt und Tritt. Zum Beispiel auf einem Spaziergang über den Pfannenstiel, einer Rapperswiler Stadtwanderung, auf Wanderwegen über die Zürcher Oberländer Höhen, Sagenpfaden im Sarganserland oder steilen Aufstiegen in den Glarner Bergen. Die siebzehn literarischen Wanderungen mit Bezügen zu über fünfzig Autorinnen und Autoren sind alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, die meisten sind Tagestouren, können aber zu zwei- oder dreitägigen Touren

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verbunden werden.

Vernissage 4. Oktober in Glarus

Christa Zopfi war vor ihrer Pensionierung Redaktorin von Fachzeitschriften. Sie leitete Seminare für kreatives Schreiben und ist Mitautorin von drei Werkbüchern zu diesem Thema. Sie ist seit vielen Jahren begeisterte Wanderin und Sportkletterin. Emil Zopfi, freischaffender Schriftsteller und Erwachsenenbildner, hat mehrere Romane, Hörspiele, Kinderbücher, Krimis und Bergmonografien publiziert. Für seine Werke wurde er mehrfach ausgezeichnet. Seit seiner Jugend ist er begeisterter Bergsteiger, Kletterer und Wanderer.


16 | Bildband

Vanessa Püntener

Alp Porträt einer verborgenen Welt Bildband Mit Texten von Robert Kruker und Fredi M. Murer ca. 100 Seiten, gebunden Format 20,5 × 23 cm ca. Fr. 42.– / € 34,– isbn 978-3-85869-622-9, wg 1753 Erscheint im September

Porträt einer verborgenen Welt Rau und bodenständig, zupackend und nachdenklich, so vermittelt diesem Leben verschrieben haben. Da ist ein Berg, wolkenverhangen, und doch hier und da von sattem Grün gesprenkelt, überall da, wo die Sonne es schafft, sich ihren Weg zu bahnen. Da ist ein Schuppen, geduckt an einen Felsen zum Schutz vor Wind und Wetter. Ein einfach gedeckter Tisch, ein alter Fernseher, draußen die Gummistiefel. Vanessa Pünteners Fotografien sind so unaufgeregt wie ihr Sujet, und wie von den Menschen, die sie porträtiert, so scheint auch von ihren Bildern ein tiefes inneres Leuchten auszugehen. In ihnen erfahren wir das Leben auf der Alp als eine Welt mit einem eigenen Rhythmus, voller Gelassenheit, aber auch geprägt von harter Arbeit und Unwägbarkeiten.

9 783858 696229

»Wir Städter meinen, die Bergler zu kennen, nur weil wir dort in den Ferien waren. In Wirklichkeit wissen wir nichts von ihnen. Umso größer ist dann unser Erstaunen, wenn wir Fotos, wie bei dieser Arbeit, vorgelegt bekommen, auf denen die vermeintlich vertrauten Gegenden und ihre Bewohner in einem völlig anderen Licht erscheinen.« Fredi M. Murer

Vanessa Püntener, geboren 1973 in Basel, lebt als freischaffende Fotografin mit ihrer Familie in Winterthur. Zahlreiche Auftragsarbeiten, Publikationen, Ausstellungen im In- und Ausland. Sie erhielt vielfache Auszeichnungen, u. a. Urner Werkjahr sowie 2008 den Swiss Photo Award – ewz selection, 1. Preis Fine Art. Im Rotpunktverlag erschienen: Traum Alp. Älplerinnen im Porträt (2013, zusammen mit Daniela Schwegler). www.vanessapuentener.ch

Foto: Vanessa Püntener

Vanessa Püntener dem Betrachter die Alp und die Menschen, die sich


17 | Sachbuch

Zu Fuß unterwegs im Logistik-Revier am Rhein und auf den Industrieachsen in den Basler Jura-Ausläufern.

Hans-Peter Bärtschi

Industriekultur beider Basel Unterwegs zu 333 Schauplätzen des produktiven Schaffens ca. 300 Seiten, Klappenbroschur Format 13,5 × 20,4 cm ca. Fr. 32.– / € 26,– isbn 978-3-85869-623-6, wg 1559/1980 Erscheint im Oktober

Vernissage und Ausstellungseröffnung 15. Oktober in Basel

Industrieland am Rhein Der Ausbau der Basler Rheinhäfen und der Bahn- und Straßenanlagen bewirkte im 20. Jahrhundert die Entstehung eines Logistik-Reviers zwischen Pratteln und Basel, das sich in den Nachbarländern bis Grenzach, Weil und Huningue fortsetzt. Nach der chemischen Industrie bieten die Transportunternehmen in dieser Region am zweitmeisten Arbeitsplätze. Urbane Industrieanlagen, lauschige Industrietäler, Museen mit Maschinen und Bahnen mit historischem Rollmaterial machen Schulen, Familien und Ausflugsgruppen die Entstehung unserer täglichen Güter verständlich. Die eindrücklichen Industrielandschaften erkundet man mit dem Schiff, auf Schienen und zu Fuß. Acht Routen binden die spannendsten Stätten der Industrie und des Transports in die großen Themen der Industrialisierung ein. Übersichtskarten zeigen pro Pfad je 12 bis 30 Standorte. Jeder Standort ist im Ablauf der Besichtigung mit Abbildungen, Beschreibungen und Zugänglichkeit dargestellt. Das Buch bietet geschichtliche Hintergrundinformationen, und ein Serviceteil

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liefert alle wandertouristischen Daten.

Hans-Peter Bärtschi, geboren 1950, Architekt und Wirtschaftshistoriker, gründete 1979 die Firma Arias Industriekultur, die sich der Dokumentation, Veröffentlichung, Erhaltung und touristischen Erschließung von Industriekulturgütern widmet. 2008 wurde Hans-Peter Bärtschi mit dem Kulturpreis der Stadt Winterthur ausgezeichnet, 2014 mit dem Preis der Landis & Gyr Stiftung. Im Rotpunktverlag sind bereits die Industriekulturführer zum Kanton Bern (2006), zum Kanton Zürich (2009) und zur Ostschweiz (2012) erschienen.


18 | Sachbuch

10 Jahre Unia: Zeit für einen Rückblick auf bewegte Zeiten und einen Ausblick auf kommende Herausforderungen.

Herausgegeben von der Unia

Gewerkschaft in Bewegung 10 Jahre Unia ca. 180 Seiten, Broschur Format 17 × 24 cm ca. Fr. 32.– / € 26,– isbn 978-3-85869-624-3, wg 1557 Erscheint im November

Bewegte Zeiten Vor zehn Jahren schlossen sich die Gewerkschaften SMUV, GBI, VHTL und die neue Dienstleistungsgewerkschaft unia zu einer einzigen großen Gewerkschaft mit dem Namen Unia zusammen. Die Unia ist mit heute rund 200 000 Mitgliedern die größte Gewerkschaft der Schweiz. Sie vertritt die Interessen fast aller Arbeitnehmenden der Privatwirtschaft – vom langjährigen Produktionsmitarbeiter in der Industrie bis zum temporär arbeitenden Berufsfachmann auf dem Bau, von der

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Teilzeiterin im Restaurant um die Ecke bis zur Abteilungsleiterin im Supermarkt. Dieses Buch blickt zurück und nach vorn. Mit Beiträgen von Vania Alleva, Renzo Ambrosetti, André Daguet, Vasco Pedrina, Paul Rechsteiner, Rita Schiavi u. a.

Werbemittel Prospekte

Plakate

95555 Gesamtverzeichnis: 24 Seiten, 10 × 21 cm 95559 Belletristikprospekt: Leporello, 10,5 × 15 cm 95557 Wanderprospekt: Leporello, 9 × 15,5 cm

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Wandern wie gemalt – Graubünden (A1) Wandern wie gemalt – Berner Oberland (A1) Sehnsucht nach den grünen Höhen (A2) Traum Alp (A2)

Schutzgebühr Fr. 6.– / € 5,– Weitere Werbemittel auf Anfrage


19 | Frühjahr 2014

Jetzt aktuell

S. Corinna Bille Theoda Roman

Rolf Niederhauser Seltsame Schleife Roman

Aus dem Französischen von Gabriela Zehnder 200 Seiten, gebunden, 2014 Fr. 25.– / € 19,90, isbn 978-3-85869-585-7, wg 1112

736 Seiten, gebunden, 2014 Fr. 42.– / € 34,–, isbn 978-3-85869-584-0, wg 1112

Ursula Bauer, Jürg Frischknecht, Marco Volken Wandern in der Stadt Zürich

Ruth Michel Richter, Konrad Richter Wandern wie gemalt – Graubünden Auf den Spuren bekannter Gemälde

Farbfotos von Marco Volken Mit Stadtplänen und Serviceteil 328 Seiten, Klappenbroschur 4., aktualisierte Auflage 2014 Fr. 42.– / € 33,50, isbn 978-3-85869-481-2, wg 1320

Mit zahlreichen Abbildungen und Fotos, Routenskizzen und Serviceteil 432 Seiten, Klappenbroschur, 2014 Fr. 45.– / € 36,–, isbn 78-3-85869-594-9, wg 1950

Patrik Litscher Schwyz zu Fuß Wanderungen in den Regionen Einsiedeln, Rigi, Mythen, Muotatal

Bernhard Herold, Dagmar Kopše Quer durch die Julischen Alpen Vom Triglav-Nationalpark Sloweniens in die Voralpen des Friauls

Farbfotos und Routenskizzen, Übersichtskarten und Serviceteil 296 Seiten, Klappenbroschur, 2014 Fr. 38.– / € 29,90, isbn 978-3-85869-596-3, wg 1320

Farbfotos und Routenskizzen, Übersichtskarte und Serviceteil 304 Seiten, Klappenbroschur, 2014 Fr. 38.– / € 29,90, isbn 978-3-85869-595-6, wg 1320

Ueli Mäder u. a. Raum und Macht Die Stadt zwischen Vision und Wirklichkeit Leben und Wirken von Lucius und Annemarie Burckhardt Mit Skizzen und Fotos und DVD 304 Seiten, gebunden, 2014 Fr. 54.– / € 43,30, isbn 978-3-85869-591-8, wg 1955

Marina Frigerio Verbotene Kinder Die Kinder der italienischen Saisonniers erzählen von Trennung und Illegalität Aus dem Italienischen von Barbara Sauser Vorwort von Franz Hohler 184 Seiten, Klappenbroschur, 2014 Fr. 32.– / € 25,–, isbn 978-3-85869-587-1, wg 1973

Stéphane Hessel, Véronique De Keyser Palästina: das Versagen Europas Aus dem Französischen von Barbara Heber-Schärer und Ulrike Bokelmann 208 Seiten, Klappenbroschur, 2014 Fr. 25.– / € 19,90, isbn 978-3-85869-588-8, wg 1972


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Rotpunktverlag Vorschau Herbst 2014