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139 Jahre

ZEITSCHRIFT DES BAYERISCHEN SOLDATENBUNDES 1874 E.V. 123. Jahrgang – Nr. 5 – September/Oktober 2013

Volkstrauertag 2013

Titelthema: Das Weltgericht


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Präsidium

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EDITORIAL

Foto: Kai Mörk

Leitartikel

Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden,

Allgemeines Nachrichten aus der Bundeswehr

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Das Deutsche Heer verabschiedet sich aus Koblenz

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Bundeswehr braucht 10.000 zusätzliche Haushaltsstellen

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sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Wir leben in unruhigen Zeiten mit vielen offenen Fragen.

Titelthema Das Weltgericht

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Aus bayerischen Standorten München (Bay. Fluthelfer-Ehrennadel)

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München-Berchtesgaden (Hilfe nach dem Auslandseinsatz)) 16 München-Berchtesgaden (Sicherheitspolitik)

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München (50 Jahre Sanitätsakademie)

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Kaufbeuren („Der richtige Mann am richtigen Ort“)

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Feldafing (Heimspiel für den neuen Kommandeur)

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Aus den Bezirken

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Buchbesprechungen

Vermischtes

Zwar fanden kurz vor Drucklegung dieses Heftes die Wahlen zum 18. Deutschen Bundestag statt, die Ergebnisse sind bekannt, wer aber letztlich mit wem regieren wird, war zu diesem Zeitpunkt noch offen. Es bleibt spannend! Extrem spannend – besser: zum Zerreißen gespannt – ist die Sicherheitslage im Nahen Osten. Unser Präsident, Generalmajor a. D. Jürgen Reichardt, hat den Gründen für den „unabsehbaren Auflösungsprozess am Mittelmeer“ nachgespürt. Lesen Sie seine Einschätzung der Lage im Titelthema „Das Weltgericht“. Am 17. November begehen wir den diesjährigen Volkstrauertag. Bei meiner Recherche zum Beitrag „Versöhnung über Gräbern“ ist mir deutlich geworden, wie sehr sich die Kameradschaften und Vereine des BSB aktiv in die Wahrung des Andenkens an die Gefallenen einbringen – ob als Sammler für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, im Arbeitseinsatz auf Soldatenfriedhöfen oder als Besucher auf diesen Friedhöfen, in der Pflege der Kriegerdenkmäler in ihren Orten, am Volkstrauertag oder bei zahlreichen Gedenkfeiern im Laufe des Jahres. Zu Recht werden diese Aktivitäten hoch gelobt. Mit 64 Seiten bietet auch diese Ausgabe „Treue Kameraden“ wieder eine Menge Lesestoff. Danke all denen, die mir ihre Beiträge zugesandt haben!

Mit freundlichen, kameradschaftlichen Grüßen !

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Klaus D. Treude, Oberstleutnant a.D.

Titelbild: Die Reservistenkameradschaft Ingolstadt pflegt den Ehrenhain auf dem Westfriedhof Ingolstadt

IMPRESSUM »Treue Kameraden« ist die offizielle Zeitschrift des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V. Sie erscheint zweimonatlich und wird allen Vereinen im Rahmen der Mitgliedschaft geliefert. Inhaber u. Verleger: Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V., Ernst-vonBergmann-Kaserne, Neuherbergstraße 11, Geb 1 O, 80937 München, Telefon (089)18999962, Telefax (089) 18999963, Internet: www.bsb-1874.de Bankverbindung: Sparkasse München, Kto.-Nr. 53-129920, BLZ 70150000 Verantwortlicher Redakteur, einschließlich Anzeigen: Klaus D. Treude, Pirmin-Klaunzler-Str. 12, 86854 Amberg/Unterallgäu Telefon 08241/6242, Telefax 08241/4093710 E-Mail: klaus.treude@bsb-1874.de

Foto: Wolfgang Christmann

BSB-Sozialwerk: München Satz und Druck: Schneider-Druck GmbH, Erlbacher Straße 102 91541 Rothenburg o. d. T., Telefon 09861/400-152, Fax 09861/400-154 Bezugspreis: 2,60 € Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion. Einsender von Manuskripten, Briefen u.a. erklären sich mit redaktioneller Bearbeitung einverstanden. Texte mit Autorenvermerk geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Haftung für unverlangte Einsendungen.

Redaktionsschluss für die Ausgabe 6/2013 (Nov./Dez.) ist der 30. Oktober 2013 2

Treue Kameraden 5/2013


Leitartikel

Zigeunerweisen Wer gewohnt ist, sich auszudrücken, wie „ihm der Schnabel gewachsen“ ist, kann mitunter beobachten, daß Umstehende erschrokken zusammenzucken. Nämlich beim Gebrauch bestimmter Wendungen oder Begriffe. Oder bei Ansichten zu Themen, die öffentlich als „sensibel“ gelten, die man daher „tunlichst“ meiden sollte. Deren Zahl hat beständig zugenommen. Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert uns: „Jeder hat das Recht, seine Meinung ... frei zu äußern und zu verbreiten“. Im gleichen Artikel steht auch: „Eine Zensur findet nicht statt“. Kann also eine persönliche Meinung unzulässig sein? Die Grenzen, welche das Grundgesetz selber absteckt, waren nie strittig: „Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen ... und in dem Recht der persönlichen Ehre“. Mehrfach hat das Bundesverfassungsgericht übereifrige oder politisch urteilende Richter korrigiert, die abweichende oder unliebsame Meinungen als strafbar angesehen haben. Handhabe dafür bietet der § 130 des Strafgesetzbuches: Volksverhetzung. Dieser Paragraph ist unter Staatsrechtlern umstritten. Denn er ist gespickt mit auslegungsfähigen Begriffen, wie „öffentlicher Frieden“, „beschimpft“, „verleumdet“; oder leugnen, verherrlichen. Ein Garmischer, der etwas gegen Preußen, ein Landshuter, der etwas gegen Franken äußert, ein Politiker, der eine andere Partei lächerlich macht, könnten bereits gegen den § 130 verstoßen. So legt ihn aber kein deutsches Gericht aus. Man weiß, wer gemeint ist, und hütet sich – was auch der Zweck des Paragraphen ist – tunlichst vor Äußerungen. Zu Asyl, zu Einwanderung, zum Mißbrauch der „Sozialsysteme“. Zu den deutschen Ostgebieten, zur deutschen Geschichte. Ursachen der Weltkriege gehören dazu, und insbesondere Greueltaten an Deutschen wurden so zu Tabu-Themen, über die ein freier Meinungsaustausch kaum stattfindet. Was nicht heißt, daß es Meinungen nicht gibt. Dabei hat das BVG den Artikel 5 des GG immer als höheres Rechtsgut herausgestellt. Es sind nicht Gerichtsurteile, sondern im wahrsten Sinne des Wortes „herrschende“ Meinungen, die das freie Wort unterdrücken möchten. Und entschieden bestreiten, daß es Tabu-Themen gibt. Nur nicht hinnehmbare Ansichten. Das war nicht immer so. In den ersten Jahrzehnten der wiedererstandenen deutschen Demokratie im Rechtsstaat galt Meinungsfreiheit – und damit die persönliche Ausdrucksweise und Wortwahl – als eines der höchsten staatsbürgerlichen Erziehungsideale. Falsch – richtig oder wahr – unwahr blieben Gegenstand der freien Auseinandersetzung. Die Unfreiheit hinter uns und ostwärts von uns lieferte Anschauung genug für die Folgen eines Mangels an Bedingungen, seine Meinung gefahrlos sagen zu können. Man hat sich damals mit den Erscheinungsformen und Voraussetzungen re-

aler Gewaltherrschaften auseinandergesetzt, die man erlebt hatte, und die unsere Landsleute in nächster Nähe noch erdulden mußten. Über die Grundlagen jener Erörterung wurde damals viel publiziert. Hans Buchheim etwa ging den Anfängen autoritärer Herrschaften nach, beschrieb die wesentlichen Kennzeichen totalitärer Gesinnungen und verglich die Herrschaftsansprüche des Nationalsozialismus und des Stalinismus. („Totalitäre Herrschaft – Wesen und Merkmale“, 1962). So konnte man damals noch unbedenklich vorgehen, ohne sogleich einen Sturm der Entrüstung wegen „Relativierung“ oder „Aufrechnung“ auszulösen, wie es 1986 Ernst Nolte und anderen widerfuhr. Was Buchheim damals als mehr oder weniger erzwungene Regelungen des Totalitarismus betrachtete, finden wir inzwischen in der für viele absolut verbindlichen „Politischen Correctness“. Was vor fünfzig Jahren als typische Merkmale totalitärer Gesinnung galt, begegnet uns heute in erstaunlich ähnlicher Form. Er hatte herausgefunden, daß Anhänger von Gewaltherrschaften begeistert übernehmen und bedingungslos vertreten, was ihnen vorgesetzt, auferlegt oder versprochen wird. Darin, nicht in der blanken Gewalt, liegt das Geheimnis der Erfolge solcher Regimes. „Beifall, Entrüstung, Begeisterung und Einsatzbereitschaft werden künstlich produziert. ... Künstlichkeit ist ein hervorstechender Zug der totalitären Aktivität.“ Gerade das Wort „Entrüstung“ macht stutzig. Kennen wir das nicht? Totalitarismus beschränkt sich nicht auf die Lebensbereiche, für die der Staat zuständig ist, sondern greift u. a. auch auf das Leben der Familie aus und sucht Verfügungsgewalt auch dort, wo der Staat bestenfalls helfend begleiten können soll. Deshalb überließ es unser Staat damals den Eltern, wie und wo sie ihre Kinder erziehen wollten. Totalitäre Herrschaft erreicht mehr durch moralische Appelle als durch Gewalt, fand der Historiker damals heraus. Ideologische Vereinfachung, Gewißheit in der Benennung der Ursachen, was heißt der Schuldigen, und Heilsversprechungen zum Wohle aller gewinnen genügend Unterstützer, weil niemand persönlich schuldig werden möchte am Scheitern. Fällt einem da nicht unwillkürlich der Klimaschutz ein, mit dem absonderlichste Zwangsauflagen begründet werden? Amüsant die Beispiele, wie es gelingt, schlechte Gewissen zu erzeugen, um darauf totalitäre Ziele verfolgen zu können: „Moralische Skrupelhaftigkeit“ bieten dem totalen Verfügungsanspruch ideale Angriffspunkte. Gäbe es das eingeredete schlechte Gewissen nicht, könnte das Gewaltsystem „das Wegwerfen einer leeren Zahnpastatube nicht als Sabotage der Rohstoffversorgung, eine mißmutige politische Bemerkung nicht als Boykotthetze ..., das Verderben eines Korbes Obst nicht als Wirtschaftssabotage ... auslegen.“ Gemeint wa-

ren NS-Staat und Sowjetunion. Woran denken wir heute dabei? „Das Schlimmste aber ist, daß Begriffe, Worte und Werte ihrer altgewohnten Geltung beraubt und die sittlichen Maßstäbe verwirrt werden.“ Das wurde 1962 rückblikkend auf die Zeit höchster Unfreiheit und Rechtlosigkeit geschrieben. Deshalb sollte es uns im Alltag angelegen sein, zu reden, wie es unsere Art ist. Man kann sich unklar ausdrücken, mißverständlich, abfällig, ungehörig. Das kann mit Anstand zu tun haben, mit Takt oder Unwissen. Unzulässig ist es auch dann nicht. Was ist an dem unsinnigen Wort „Migrations-Hintergrund“ besser als an Abstammung? Stimmt es, daß das Wort „Neger“ abschätzig, herabsetzend, diffamierend ist? Nicht in unserer Sprache! Wir haben für Louis Armstrong geschwärmt. Schon unsere Väter haben mit Begeisterung und leidenschaftlicher Parteinahme „Onkel Toms Hütte“ gelesen. Oder „Die Sklavenkarawane“ von Karl May. Wer hat dabei nicht mitgelitten? „Zehn kleine Negerlein“ – welch ein niedliches, liebenswürdiges Kinderlied! Wo ist da die Diffamierung? Zigeuner – ein uraltes, in allen Kultursprachen des Abendlandes heimisches Wort, das immer nur die Bedeutung haben kann, die man ihm jeweils gibt. Bei uns ist „Zigeuner“ überaus sympathiebefrachtet. In der Literatur, in der Musik, in der Unterhaltung. Zigeunerweisen; „Du schwarzer Zigeuner, ...“, „Zigeunerbaron“ – was soll da diskriminierend sein? Selbst „Zigeunerleben“ beschreibt, verurteilt nicht. Schafft „Sinti und Roma“ etwa mehr Sympathie? Vollends absurd ist der groteske Eifer, Sammelbegriffe in Geschlechter einzuteilen. Hier wird fundamentales Sprachverständnis durch klassenkämpferische Besessenheit ersetzt. Mit „Einwohnern“ sind ebenso alle gemeint wie mit „Menschheit“. Das Wort ist männlichen Stamms (genus), die gemeinten Leute nicht männlichen Geschlechts (sexus). „Die Person“ ist ein Wort weiblichen Stamms, auch wenn ein Mann gemeint ist. Gattungsbegriffe haben mit Geschlecht nichts zu tun. Soldaten, Fußgänger, Kunden, Radfahrer, Arbeitgeber, Linksabbieger – wie kann man solche Wörter mit Geschlechtsbezeichnungen verwechseln? Und wie weltfremd muß der Gesetzgeber sein, seine Texte mit dem irrsinnigen „.../innen“ bis zur Unleserlichkeit zu verstümmeln, um etwas vermeintlich korrekt, tatsächlich aber völlig falsch zu benennen? Niemand muß sich so unsinnig ausdrücken. Das alles geschieht freiwillig, ohne totalitären Zwang. Aber zwanghaft bis zur Selbstverleugnung.

Jürgen Reichardt Treue Kameraden 5/2013

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Niederbayern SKV Untergriesbach

Werner Fesl neuer Vorstand

Reinhold Skalitzky mit hohen Auszeichnungen für sein jahrelanges Wirken ausgezeichnet Untergriesbach – Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Untergriesbach, zelebriert von Pfarrer Erwin Blechinger und Diakon Frank Plechinger und musikalisch umrahmt von der Knabenkapelle Kropfmühl, begann die letzte Jahresversammlung des Soldaten- und Kriegervereins (SKV) Untergriesbach. Der Verstorbenen gedacht Im Pilgersaal gedachte man besonders der verstorbenen Soldaten beider Weltkriege. Man schloss auch die Soldaten der Bundeswehr ein, die in Ausführung ihres Dienstes ihr Leben verloren. Hier erinnerte man sich besonders an den Untergriesbacher Josef Kronawitter, der fast auf den Tag genau vor drei Jahren in Afghanistan ums Leben kam. Auch gedachte man der seit der letzten Versammlung verstorbenen Kameraden Josef Peschl, Otto Hutsteiner, Johann Neulinger, Josef Dietz, Karl Schiffler, Klaus Glufke und Kurt Oberndörfer. Auf seiner Trompete spielte Michael Fesl das Lied vom treuen Kameraden. Eifrige Sammler für Kriegsgräberfürsorge In seinem Rechenschaftsbericht (seinem letzten) ging Rein-

hold Skalitzky auf all die Termine ein, an denen sich der SKV beteiligt hatte, wie der Lichterprozession und BSB-Friedensmaiandacht, dem 140-jährigen Gründungsfest mit Grillfest des SKV Untergriesbach, dem Bürgerschießen der Sportschützen Untergriesbach und dem Volkstrauertag. Im letzten November wurde für die Kriegsgräberfürsorge ein stattlicher Betrag von 2.780 Euro gesammelt, wofür sich Skalitzky bei allen Sammlern bedankte. Mit diesem Ergebnis lag man in Niederbayern nach Aicha vorm Wald an zweiter Stelle. Stolz ist man beim SKV auf die 14 Kriegsteilnehmer, die dem Verein die Treue halten. Skalitzky dankte auch Fahnenmutter Irene Heindl, die immer ein offenes Ohr habe, für ihre Unterstützung. Als Dank erhielt sie einen Blumenstrauß. Von einem ordentlichen Kassenstand berichtete Kassier Stefan Saile. Hier macht sich die Beitragserhöhung des letzten Jahres positiv bemerkbar. Führungswechsel unter gutem Vorzeichen Für langjährige Vereinstreue und besondere Verdienste wurden verschiedene Vereinsmitglieder ausgezeichnet. Zudem konn-

te ein neuer Vorstand gewählt werden, wobei Werner Fesl einstimmig zum Nachfolger von Reinhold Skalitzky bestimmt wurde. 2. Bürgermeister Josef Ratzinger gratulierte dem alten und neuen Vorstand und bescheinigte Skalitzky hervorragende Führungsqualitäten und wünschte den engen Beziehungen zur Partnerstadt Civizanno/Italien eine gute Zukunft. Fesl will Tradition und Werte besser pflegen und sprach sich für eine stärkere Beteiligung an Beerdigungen aus. Pfarrer Erwin Blechinger würdigte die Treue und das Engagement des SKV für Aufgaben der Kirche, so die Pflege des Kriegerdenkmals. BSB-Kreisvorsitzender Alois Fisch merkte an, dass ihm die Art und Weise von Skalitzky fehlen werde und sicherte Werner Fesl seine volle Unterstützung zu. Dass die volle Unterstützung der Bevölkerung da ist, zeige das Sammlerergebnis bei der Kriegsgräbersammlung. BKV-Kreisvorsitzender Max Höllmüller zeigte auf, dass die Kirche für die Kriegsteilnehmer immer viel übrig gehabt habe und rief dazu auf, auch weiterhin die Kameradschaft in den Vordergrund zu stellen und zu pflegen. Er über-

Für langjährige Mitgliedschaft und besondere Verdienste wurden ausgezeichnet: Herbert Henschel (50 Jahre); Felix Kneidinger, Gottfried Luger, Josef Schurm, Ferdinand Wagner und Fritz Wilhelm (40); Bruno Engel, Walter Kasberger, Josef Maier, Johann Pilsl, Hermann Rameseder und Richard Riedl (25); Josef Eberle, Michael Hell, Frank Plechinger, Siegrfried Pongratz, Marco Pöppel und Stefan Rischka (10). Reinhold Skalitzky (Ernennung zum Ehrenvorstand und ‚Großkreuz am Bande‘); Werner Fesl (BSB-Verdienstkreuz 1. Klasse). reichte seinem Freund Skalitzky symbolisch eine Schnupftabakdose, die ihn immer an den Verein erinnern solle. Reinhold Skalitzky wurde mit weiteren mit Ehrungen überhäuft, wobei die Ernennung zum Ehrenvorstand und die Auszeichnung mit dem „Großkreuz am Bande“ für besondere Verdienste um den Verein gewiss besondere Bedeutung für ihn haben. Text/Foto: Werner Stangl

Umringt von treuen Kameraden stellte sich Ehrenvorsitzender Reinhold Skalitzky (Mitte) neben der langjährigen Fahnenmutter Irene Heindl zum Gruppenfoto. Treue Kameraden 5/2013

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Niederbayern SKV Ebersberg

Ein guter Verein, wenn auch der Pfarrer dabei ist Bürgermeister Franz Langer Neumitglied beim SKV Ebersberg – Zahlreiche Ehrungen Ebersberg – Der Soldaten- und Kriegerverein (SKV) samt Reservisten Ebersberg muss ein wirklich guter Verein sein, wenn selbst Pfarrer Gotthard Würzinger dabei ist. „Da will ich auch mitmachen“, meinte Bürgermeister Franz Langer bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Dick und schon lag auf seinem Platz ein Aufnahmeantrag. Neben Pfarrer und Bürgermeister konnte 2. Vorsitzender Urban Dick auch Altbürgermeister Gerhard Bernkopf, Fahnenmutter Marianne Ratzinger und den BSB-Kreisvorsitzenden Alfons Fisch begrüßen. Zum Gedenken an gefallene, vermisste aber auch nach dem Krieg Verstorbene spielten die Musiker des „Aichaer Frohsinn“ das Lied vom guten Kameraden. Persönlicher Kontakt wichtig Ebenso ausführlich wie kurzweilig ließ Schriftführer Josef Ratzinger das Vereinsleben des vergangenen Jahres Revue passieren. Ratzinger betonte, dass der persönliche Kontakt zu den Mitgliedern andere Wirkung habe als ein Telefonat. Nur so sei die große Anzahl der Kameraden, die jederzeit „Gewehr bei Fuß“ stünden, möglich. Das mache ihn dankbar und stolz. 96 Mitglieder zähle der SKV der-

zeit, darauf lasse sich aufbauen. Besonders dankte Ratzinger den Sponsoren, bei denen er offene Türen eingerannt hätte. Der Kassenbericht von Georg Fischl war sehr erfreulich, die Revisoren Josef Fisch und Franz Urner werteten die Finanzgeschäfte als bestens geführt. Viel Lob und Anerkennung Pfarrer Gotthard Würzinger nannte den SKV Ebersberg eine feste Größe, der sich auch und besonders bei Veranstaltungen der Pfarrei in die Pflicht nehmen lasse. Bürgermeister Franz Langer zeigte sich von der großen Bandbreite der Vereinsaktivitäten beeindruckt. Krieger- und Soldatenvereine führten den Kampf gegen das Vergessen unheilvoller Kriegshandlungen, die unsagbares Leid über die Welt gebracht hätten. Der Kampf werde immer schwieriger. Aktuell seien auch deutsche Soldaten im Einsatz an Kriegsschauplätzen. Es bleibe zu hoffen, dass sich keiner dieser Namen auf einem Gedenkstein wiederfinde. Franz Langer zollte den Agierenden Respekt und Anerkennung für die Verfolgung ehrenwerter Ziele. Lob ernteten die Ebersberger auch vom BSB-Kreisvorsitzenden Alfons Fisch. Es sei nicht im-

mer selbstverständlich, dass sich die Mitglieder in derart intensiver Weise einbrächten. Das zeuge von einem gesunden, tragfähigen Miteinander. Alfons Fisch wies auf wichtige Termine des Bayerischen Soldatenbunds hin und bat um die Teilnahme des SKV. Altbürgermeister Gerhard Bernkopf zeigte sich fasziniert von der Chronisten-Arbeit Josef Ratzingers, dessen akribische Aufzeichnungen der Nachwelt umfassende Einblicke in den Verein in Schrift und Bild hinterlasse. Es sei guter Ansatz, die Kameraden einzubinden und mitzunehmen. Kameradschaft gehe weit über den Inhalt einer Freundschaft hinaus, sie sei soldatische Pflicht und soldatische Tugend. Weiterer Programmpunkt waren Ehrungen, die der SKV-Vorsitzende Roland Blasche zusammen mit Alfons Fisch und Franz Langer vornahm (s. Info-Kasten). Blasche verabschiedete dann mit Martina Fischl, Stefanie Preis und Elke Poisl drei der bisherigen Festdamen und begrüßte mit Lena Mehmeti eine neue. Sie erhielten ebenso Blumengebinde wie Fahnenmutter Marianne Ratzinger, Festdame Julia Freundorfer und Vereinswirtin Regina Dick. Text/Foto: Günther Neumeier

V. l.: Alfons Fisch, Franz Haidinger, Georg Kriegl, Johann Seidl, Alois Graßl, Urban Dick, Josef Endl, Erwin Fisch, Gerhard Bernkopf, Gotthard Würzinger, Franz Langer, Josef Ratzinger; (sitzend v. l.) Roland Blasche, Lena Mehmeti, Elke Poisl, Marianne Ratzinger, Martina Fischl und Stefanie Preis.

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Treue Kameraden 5/2013

Für langjährige Mitgliedschaft im SKV Ebersberg wurden ausgezeichnet: Josef Schwingenschlögl (40 Jahre); Heinrich Wagner, Georg Kriegl, Johann Seidl, Robert Erner, Georg Behrer, Alois Graßl, Georg Lang und Michael Glück (35); Josef Endl, Gerhard Bernkopf und Hermann Zitzelsberger (25); Erwin Fisch und Michael Rossmeier (20); Franz Haidinger, Josef Blumenstingl, Hermann Krüger und Johann Staudinger (15). KSRK Bad Birnbach

Vorbereitungen für 150-Jahr-Feier laufen Bad Birnbach – Die Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft (KSRK) Bad Birnbach wird 2014 150 Jahre alt. Dieses Jubiläum soll am 6. und 7. September des nächsten Jahres gefeiert werden. Vorstand Ludwig Ruf informierte die Mitglieder im Rahmen der Hauptversammlung im Gasthaus Wasner, dass die Vorbereitungen bereits auf vollen Touren laufen. Zuvor ließ Schriftführer Franz Schreiner das abgelaufene Vereinsjahr im Detail Revue passieren. Kassier Thomas Schöttl konnte einen positiven Finanzbericht erstatten. Ludwig Ruf erinnerte an die KriegsgräberSammlung an Allerheiligen, die das stolze Ergebnis von 1.240 Euro eingebracht habe. Dank galt der Marktgemeinde für die Pflege des Kriegerdenkmals. Johann Dötter wurde bei der Versammlung für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt, Josef Rauch für 50 Jahre ausgezeichnet. Ludwig Ruf erhielt die Verdienstmedaille in Silber der Reservisten-Bezirksgruppe Niederbayern. Text: red

„Nichts hört/liest der Mensch so gern wie seinen eigenen Namen!“ Daher die Personen in Ihren Beiträgen immer mit Vor- und Nachname, ggf. auch Dienstgrad oder Amtsbezeichnung und Funktion aufführen. Man wird es Ihnen danken!


Niederbayern KSV Eging am See

Mitgliedsbeitrag erhöht Eging am See – Zur 146. Jahreshauptversammlung des KSV Eging am See begrüßte der 1. Vorsitzende Josef Holler besonders Bürgermeister Walter Bauer und Alt-Bürgermeister Georg Stadler, Festmutter Elisabeth Anetsberger, Ehrenvorstand Siegfried Bumberger und den Vorsitzenden des BSB-Kreisverbandes Passau/Pfarrkirchen, Alfons Fisch und die anwesenden Mitglieder. Mehrere verdiente Mitglieder durften sich über Auszeichnungen freuen (Info-Kasten). In Anerkennung seiner Verdienste für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde Gerhard Hettl mit der AlbertSchweitzer-Medaille ausgezeichnet. Die jährliche Haussammlung für den Volksbund führt er stets allein durch. Nach der Schweigeminute zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder des vergangenen Jah-

Von rechts – 1. Reihe: Kreisvorsitzender Alfons Fisch, Josef Murr, Gerhard Hettl, Ludwig Keil, Vorstand Josef Holler, 2. Reihe: Josef Bumberger, Alois Kufner, Alois Luger, Hans Anetsberger, 3. Reihe: 2.Vorstand Josef Kräh, Franz Schießl, Karl Zankl, Dieter Nowack. res Konrad Neumüller, Georg Wallner und Adolf Ludwig berichteten Schriftführer und Vorsitzender aus dem Vereinsleben des vergangenen Jahres. Dabei ist dem Verein die Gestaltung des Volkstrauertages mit Fackelzug ein besonderes Anliegen. Er stellte die Ehrenwache am Kriegerdenkmal. Auch 2013 sollen einige Aktivitäten durchgeführt werden.

Kassier Jürgen Trefz berichtete von einer leichten Steigerung der Einnahmen, die aber bei weitem nicht die Ausgaben decken konnten. Die Versammlung beschloss einstimmig die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags. Auf Vorschlag der Kassenprüfer Alfred Seidl und Josef Hartl wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Für langjährige Mitgliedschaft in der KSV Eging am See bzw. besondere Verdienste um den Verein wurden ausgezeichnet: Ludwig Keil (60 Jahre); Oskar Unholzer (50); Helmut Schlögl, Karl Zankl (40); Hans Anetsberger, Alois Kufner, Martin Schmid (30); Josef Bumberger (20). 20 Jahre Treue zum Verein. Dieter Nowack (Ehrenkreuz); Josef Bumberger, Josef Döttl (Verdienstkreuz II. Klasse); Alois Luger, Josef Murr, Franz Schießl (Reservisten-Verdienstkreuz in Bronze). Bürgermeister Walter Bauer gab seiner Freude Ausdruck, dass man beim KSV Eging so harmonisch und kameradschaftlich miteinander umgeht. Kreisvorsitzender Alfons Fisch ging auf die Veränderungen bei der Bundeswehr ein, die sich auch auf die Reservistenvereine auswirken. Text: Josef Kräh Foto: privat

Oberpfalz KV Donaugau-Regensburg

Versöhnung über den Gräbern Dagneux (FRA) – Versöhnung über den Gräbern. – Unter diesem Motto nahm eine Delegation des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aus der Oberpfalz, zusammen mit Vertretern von mehreren Ortskameradschaften des BSB aus dem Kreisverband Donaugau-Re-

gensburg, an den Feierlichkeiten zum fünfzigsten Jahrestag der Einweihung der deutschen Kriegsgräberstätte in Dagneux, Frankreich, teil. Auf dem Soldatenfriedhof in der Nähe von Lyon ruhen über 20.000 Gefallene aus den Kämpfen im II. Weltkrieg in Südostfrankreich.

Jugendliche aus Frankreich und Deutschland im Pflegeeinsatz Die deutsch-französische Gedenkveranstaltung zu Ehren der Kriegstoten wurde von französischen Veteranen und Reservisten mitgestaltet. Zahlreiche Ehrengäste, darunter auch der Volksbundvorsitzende Oberpfalz und ehemalige Regierungspräsident Dr. Wolfgang Kunert, hatten sich auf dem Friedhof eingefunden. Auch eine Gruppe Jugendlicher aus Sachsen-Anhalt, die zusammen mit Schülern aus Dagneux 14 Tage lang einen Pflegeeinsatz auf dem Friedhof absolviert hatten, war zugegen. Der Bayerische Soldatenbund nahm mit den Kameradschaften aus Pettendorf, Steinsberg, Berg, Runding, Pfakofen und Alteglofs-

heim, die auch ihre Fahnen mitführten, an den Feierlichkeiten teil (siehe Foto). Zum Abschluss und als besonderer Höhepunkt der Gedenkfeier wurden vier unbekannte deutsche Soldaten beigesetzt, die erst vor wenigen Wochen im Großraum Lyon gefunden worden waren. Die Jugendlichen aus Deutschland und Frankreich bewirteten die Teilnehmer, so dass sich noch viele interessante Gespräche zwischen Deutschen und Franzosen ergaben. Stabsgefreiter d. R. Rupert Faltermeier erzählte noch in kleiner Runde von seinem Kriegsgräbereinsatz in Dagneux im Jahr 2007, den er zusammen mit Oberpfälzer Reservisten und Mitgliedern des Bayerischen Soldatenbundes durchführte. Text/Foto: Eduard Taffner

Wichtig ! Neue (!) Redaktionsadresse „Treue Kameraden“: klaus.treude@bsb-1874.de Treue Kameraden 5/2013

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Oberpfalz KSK Fuhrmannsreuth

125-jähriges Bestehen gefeiert Fuhrmannsreuth – Die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Fuhrmannsreuth feierte am 15./16. Juni ihr 125-jähriges Bestehen. KSK-Vorsitzender Reinhard Bauer begrüßte zu den Feierlichkeiten den ersten Bürgermeister der Gemeinde Brand, Ludwig König mit seinen Gemeinderäten, den Landtagsabgeordneten Tobias Reiß, Pfarrer Stefan Prunhuber, den Vorsitzenden des BSB-Kreisverbandes Kemnath, Thomas Semba mit den Soldatenkameradschaften des Kreisverbandes, die örtlichen Vereine sowie einige Festdamen der Gründungsfeste 1978 und1988. Aufgaben der Soldatenkameradschaften haben sich geändert Der Festabend begann mit der Abholung des Patenvereins SRK Brand. Zum Kirchenzug waren 21 Vereine mit Fahnen angetreten. Angeführt von der Fichtelgebirgskapelle Ebnath bewegte sich der Zug zuerst zum Kriegerdenkmal, um der neun Opfer des I. und der 26 Gefallenen und Vermissten des II. Weltkriegs zu gedenken. Bauer erinnerte daran, dass sich nach zwei Weltkriegen die Aufgaben einer Soldatenkameradschaft grundlegend geändert hätten. Heute seien es die Gebote der Erinnerung, Versöhnung, Friedensstiftung und Friedenserhaltung, Toleranz, Achtung der Menschenwürde und der Menschenrechte. Nach dem Gebet von Pfarrer Prunhuber beschlossen drei Salutschüsse und das Lied vom „Guten Kameraden“ das Totengedenken. Der anschließende Gottesdienst wurde vor dem Portal der Kapelle gefeiert. Die Fahnenabordnungen hatten zu beiden Seiten Aufstellung genommen, die Fürbitten galten den Gefallenen und Ver-

missten, aber auch dem Gebet um Versöhnung und Frieden. Die große Gemeinde der Mitfeiernden und Gäste fand sich schließlich in der Ausstellungshalle des Autohauses Brucker zusammen. Vorsitzender Bauer schilderte kurz die Entwicklung des Vereins, wobei er das Jahr 1953 als Neubeginn nach dem Verbot durch die Siegermächte besonders herausstellte. Mit Ehrenmitglied Alois Praller konnte er noch einen Mann der ersten Stunde begrüßen. 1987 wurde eine Reservistengruppe gegründet und 1993 eine Schützengruppe. Heute zählt der Verein 46 Mitglieder. Bauer führte weiter aus, dass die Verklärung von Helden längst der Vergangenheit angehört und dass die Kameradschaften heutzutage mit der Erfüllung des Soldatengesetzes, das sie zur Pflege der Kameradschaft innerhalb und außerhalb des Vereins verpflichtet, wichtige Aufgaben auch für die junge Generation übernehmen. Bürgermeister König knüpfte an Bauers Aussagen an. Die KSK nähme den Auftrag, für den Frieden und für das Gedenken an die Verstorbenen sehr ernst. Er dankte allen Mitgliedern für die ganzjährige Pflege des Denkmals. Erinnerungen wachhalten Thomas Semba führte aus, dass es die Kameradschaften seit etwa 140 Jahren gebe und dass sich die Fuhrmannsreuther mit Fug und Recht zu den Mitbegründern dieser altehrwürdigen Tradition zählen dürfen. Die KSK sei auch eine verlässliche Stütze des Kreisverbandes. Es sei eine bemerkenswerte Leistung, einen Verein über einen so langen Zeitraum lebendig zu erhalten, erklärte Landtagsabgeordneter Tobias Reiß. Der Verein könne stolz sein auf

das Ergebnis der jährlichen Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge. Die Wirklichkeit des Krieges habe mit der Lebenswirklichkeit bei uns glücklicherweise kaum etwas zu tun. Reiß richtete den Blick auch auf Syrien und andere Kriegsschauplätze. Es sei wichtig, die Erinnerungen wach zu halten und Brücken zwischen den Generationen zu bauen. Seinen Beitritt zur KSK verknüpfte er mit dem Wunsch für weiterhin viel Tatkraft. Der Vorsitzende des Patenvereins SRK Brand, Willi Würstl, gratulierte zum Gründungsfest, überreichte ein Fahnenband und verband damit die Wünsche für eine weitere gute Zusammenarbeit beider Vereine.

Landtagsabgeordneter Tobias Reiß (am Pult) verband seinen Beitritt zur KSK Fuhrmannstadt mit dem Wunsch nach weiterhin viel Tatkraft des Vereins. Links daneben KSK-Vorsitzender Reinhard Bauer.

Pfarrer Stefan Prunhuber zelebrierte den Festgottesdienst.

Am Kriegerdenkmal wurde der Opfer der Weltkriege gedacht.

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Treue Kameraden 5/2013

Bevor zum Abschluss des offiziellen Teils die Bayernhymne und die Nationalhymne gesungen wurden, dankte der stellvertretende Vorsitzende Bernhard Roth dem ersten Vorsitzenden für das jahrelange Engagement für den Verein und überreichte ein Geschenk. Mit der Fichtelgebirgskapelle Ebnath, die auch die bisherigen Feierlichkeiten mitgestaltete, stand nun hervorragende musikalische Unterhaltung auf dem Programm. Am Sonntagnachmittag klang das gelungene Fest bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen mit Kaffee und Kuchen aus. Text: Reinhard Bauer Fotos: Bertram Nold


Oberpfalz SRK Thanstein

Zu Besuch bei „alten“ Kameraden Thanstein – Unter der Leitung von Brigadegeneral Norbert Wagner reisten im Juli zwölf Offiziere der Panzerlehrbrigade 9 aus Munster zu einer Weiterbildung mit Geländebesprechung in die Oberpfalz. Neben der taktischen Ausbildung wurde ihnen ein vielfältiges Kulturprogramm von Thansteiner Vereinen geboten. General Wagner war früher mehrere Jahre als Kompaniechef beim Panzerbataillon 114 und als Bataillonskommandeur in Pfreimd stationiert. Das Rahmenprogramm unterstützte die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Thanstein und der Vorderlader- und Pistolenclub Thanstein. Nach der Anreise am Montag besuchten die Soldaten den Festausklang des Feuerwehrjubiläums in Dautersdorf. Einige von ihnen waren überrascht von der bayerischen Bierglas-‚Normgröße‘ (Maß), in Niedersachsen scheint es solche großen Trinkgefäße wohl nicht zu geben. Taktische Weiterbildung und Burgbesichtigungen Bei sonnigem Wetter erfolgte tagsüber im Gelände von der tschechischen Grenze bis zur Naab die Taktische Weiterbildung. Wolfgang Niebauer und die Ritter Rainer und Christian gaben den Gästen alsdann eine militärgeschichtliche Führung auf der Thansteiner Burganlage. Nach einem Marsch über die Steinerne Wand folgte eine weitere Burgführung auf dem Schwarzwihrberg durch Heribert Blab. Ein geselliger Kameradschaftsabend

mit den Thansteiner Reservisten, den die „Winnetou Combo“ musialisch umrahmte, schloss sich an. Aktive hatten beim Schießen knapp die Nase vorn Am nächsten Morgen erhielten die Offiziere durch Reinhold Dietl einen Einblick in die Flora und Fauna des Prackendorfer und Kulzer Moos‘. Am Abend organisierte die SRK Thanstein ein Vergleichsschießen im Schützenheim des VPC Thanstein, das Ludwig Dirscherl leitete (Ergebnisse s. Info-Kasten). Mit dem besseren Teilerergebnis gewann die Bundeswehr den Schießwettkampf knapp mit 1385,1 zu 1448,1 Teilern. Den Einzelsiegern winkten Sachpreise. Vorstand Ulrich Knoch gratulierte den Gewinnern und bedankte sich für den kameradschaftlichen Kontakt, den General Wagner zur SRK Thanstein hält. Er ist seit über 25 Jahren Mitglied in der Kameradschaft. Wagner bedankte sich bei den Thansteiner Vereinen für die Gestaltung des umfangreichen Rahmenprogramms in der Weiterbildungswoche. Als Dankeschön überreichte er das Buch der Panzerlehrbrigade 9. Beeindruckt von den Aktivitäten der Reservistenkameradschaft traten spontan zwei Offiziere, Oberstleutnant Martin Werneke und Major Andreas Schramm, der SRK bei. Sie freuen sich auf ein Wiedersehn beim 125-jährigen Gründungsjubiläum der SRK Thanstein vom 23.–25. Mai 2014. Text/Foto: Ludwig Dirscherl

Ringwertung: Ludwig Dirscherl (98 Ringe), Andreas Schramm (94), Anton Höcherl (94), Tommy Schmidt (92), Josef Reimer (92), Ronald Bahr (91), Werner Schwendner (91), Martin Werneke (90), Peter Windschüttl (89) und Günther Blaschke (88); Teilerwertung: Stefan Borchmann (26,8), Andreas Schramm (29,4), Pierre Walburger (40,9), Josef Reimer (41,0), Anton Höcherl (103,8), Engelbert Lautenschlager (108,9), Tommy Schmidt (133,6), Werner Schwendner (137,4), Nils Ostrowski (146,9); Mannschaftswertung: Panzerlehrbrigade 92 (1385,1 Teiler), SRK Thanstein (1448,1 Teiler).

Die Offiziere bei der Führung durch das Moos.

Die Offiziere gewannen den Schießwettkampf mit Luftgewehren knapp gegen die SRK Thanstein.

Die Preisträger des Vergleichsschießens mit Brigadegeneral Norbert Wagner und SRK-Vorsitzendem Ulrich Knoch (vorne v. links). Treue Kameraden 5/2013

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Oberpfalz SRK Schönkirch

Viele lobende Worte

Gelungene Jubiläumsfeier Schönkirch – Im Juli feierte die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Schönkirch ihr 125-jähriges Gründungsfest und zugleich das 35-jährige Bestehen der Schützengruppe. Schirmherr der Jubiläumsfeiern war der 1. Bürgermeister der Marktgemeinde Plößberg Lothar Müller, Ehrenschirmherr Landrat Wolfgang Lippert. Zu Eröffnung des Festkommerses im Saal des Gasthofs „Zur Sonne“ begrüßte 1. Vorstand Martin Helm alle anwesenden Kameraden und Gäste. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Müller, BKV-Präsident Hans Schiener, dem BSB-Bezirksvorsitzendenden Horst Embacher, dem BSBKreisvorsitzenden Ferdinand Lienerth, dem Patenverein (Reservistenkameradschaft Plößberg), Marktgemeinderat Franz Wittmann und Ehrenmitglied Andreas Bäumler. Beim anschließenden Totengedenken sprach Kreisschießleiter Josef Peter besinnliche und einfühlsame Worte und erinnerte an die gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden. Aus der Vereinsgeschichte 1. Festleiter Klaus Hofmann verwies eingangs seiner Ausführungen darauf, dass 125 Jahre eine stolze Zeit sind und dass die Geschichte der Soldatenverbände auch eng mit der eigenen Heimat verbunden ist und dass ehemalige Soldaten schon im Dienst die Gründung von Kameradschaften beschlossen haben, um den Zusammenhalt zu pflegen. Ebenfalls erwähnte er, dass in Bayern im Jahre 1805 schon die allgemeine Wehrpflicht beschlossen worden ist. Weiter ging er in seinem Rückblick auf die Kameradschaft

Der Präsident des Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) Hans Schiener gratulierte zum Jubiläum und lobte die vorbildliche Kameradschaft von Schönkirch. Was bewegt, seien die Treue und der Geist der Kameradschaft. Ein Anliegen aller ist der Einsatz für den Frieden. Man dürfe nicht nachlassen für den Frieden zu kämpfen. Schiener: „Dass wir in der Bundesrepublik Deutschland seit 68 Jahren in Frieden und Freiheit leben, ist auch ein Erfolg der Bundeswehr und dies ist auch die längste Friedensperiode, die Deutschland je hatte.“ Schiener schloss mit dem Wahlspruch „In Treue fest, für Gott, Heimat und Vaterland“.

und deren Gründung am 6. Mai 1988 im Gasthof „Zum Grünen Baum“ als Soldaten- und Kampfgenossenverein Plößberg-Schönkirch ein. Plößberg und Schönkirch waren damals eine gemeinsame Kameradschaft. 74 Mitglieder gehörten dem neuen Verein an, welcher im Jahre 1909 auf 80 Mitglieder aufwuchs. Im Jahre 1914 trennte sich Schönkirch von Plößberg und gründete am 1. Juli 1914 die Soldatenkameradschaft Schönkirch. Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde das Vereinsleben eingeschränkt. Eine WiederbeleJosef Peter begrüßte die Gäste bung erfolgte 1920 durch den Beim Festzelt tritt von 25 Mitgliedern. Um die gefallenen und vermissten KameBürgermeister Lothar Müller raden zu ehren, entgratulierte der SRK zu ihschloss sich die Kamerem 125-jährigen Jubiradschaft am Dorfplatz läum. Dieses Jubiläum, so ein Kriegerdenkmal zu der Bürgermeister, sei Anerrichten. Am 21. Aulass genug, verdiente Pergust 1921 wurde das sönlichkeiten der Kameneue Denkmal enthüllt. radschaft auszuzeichnen. Die Erweiterung des Müller dankte für die Kriegerdenkmals für Treue und auch für das die Gefallenen des 2. Gedenken an die KameraWeltkrieges erfolge im den, die sich für Heimat Jahre 1962. Schwierigund Vaterland eingesetzt keiten für den Verein erhaben. Besonders würdiggaben sich ab dem Jahre te er den Einsatz für Frie1933 bis zum Ende des den und Freiheit und 2. Weltkrieges. Die dankte für die Pflege des Wiedergründung fand Ehrenmals, die Teilnahme dann am 24. April 1955 am Volkstrauertag und die statt. Damals traten 22 Sammlungen für die Mitglieder bei. Seit Kriegsgräberfürsorge. Er 1977 nennt sich der Verwünschte der Kameradein Soldaten- und Reschaft eine weitere gute servistenkameradschaft Entwicklung, gratulierte und auch eine Schütauch im Namen des verzengruppe wurde gehinderten Landrates und gründet. Die Schützenüberreichte der Kameradgruppe beteiligt sich schaft ein Geschenk. seither alljährlich am Der Kreisvorsitzende Landes- und Kreis- Am Ehrenmal legten SRK-Vorsitzender Martin Helm des Bayerischen Soldaund Bürgermeister Lothar Müller einen Kranz nieder. tenbundes (BSB), Ferdischießen.

Totengedenken am Ehrenmal.

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Treue Kameraden 5/2013


Oberpfalz Für langjährige Vereinstreue wurden ausgezeichnet: Franz Peter (40 Jahre), Angelika Brunner, Erwin Gmeiner und Martin Helm (30), Reinhold Schmid, Hans Kraus sen. und Hans Kraus jun. (25), Manfred Näger (20), Matthias Riebl, Johannes Brunner, Anita Krapfl, Bettina Krapfl, Georg Krapfl und Martin Krapfl (15). BSB-Schießauszeichnungen: Sabrina Haniss, Melanie Hofmann und Thomas Haniss (Sportschützenabzeichen in Bronze), Klaus Hofmann (Jahresanhänger 2012 in Gold und Silbernes Gewehr), Hans Brunner und Josef Peter (Landesmedaille in Gold). erhielten. Kyffhäuser-Schießauszeichnungen: Christina Hofmann (Kleine Nadel in Silber), Klaus Hofmann (Große Nadel in Silber), Josef Peter (Goldene Eichel). Rheinlandpfalz-Schießauszeichnungen: Klaus Hofmann (Rheinland-Pfalz-Kreuz in Gold für Kleinkaliber). Die von Klaus Hofmann gestiftete Ehrenscheibe erhielt Christina Hofmann, da sie am nächsten an den Schuss von Klaus Hofmann herankam.

Die ausgezeichneten Schützen mit Bürgermeister Lothar Müller (li), BKV Präsident Hans Schiener (2.v.l.), Vorsitzender Martin Helm (3.v.l), BSB-Bezirksvorsitzender Horst Embacher (4.v.r.), BSB-Kreisvorsitzender Ferdinand Lienerth (re). nand Lienerth, übermittelte die Grüße des Kreisverbandes und betonte, dass 125 Jahre von Höhen und Tiefen geprägt waren und dass es immer Kameraden gegeben habe und gibt, die sich für den Bestand gesorgt haben. Lienerth dankte allen, die Verantwortung übernommen haben.

Er dankte auch dafür, dass Schönkirch die 1. Schützengruppe im Kreisverband gegründet habe und das Schiesswesen im Kreisverband prägt. Er schloss mit dem besten Wünschen für die Zukunft. Lienerth hofft, dass die Kameradschaft immer Mitglieder bekommt,

auch wenn die Wehrpflicht weggefallen ist. Tradition: Nicht Asche bewahren, sondern Glut anheizen BSB-Bezirksvorsitzende Horst Embacher führte aus, dass Tradition nicht heißt Asche zu bewahren, sondern Glut anzuheizen.

Der Festzug wurde von einigen Blaskapellen musikalisch begleitet. Hier die Kapelle aus Thannhausen. Im Kirchenzug marschierten die Vereine am Sonntagmorgen durch den Ort.

Zahlreiche Vereine marschierten im Festzug mit.

Der Jubelverein führte den Festzug an. Treue Kameraden 5/2013

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Oberpfalz

Die Geehrten mit Bürgermeister Lothar Müller (2. v. l.), BKV-Präsident Hans Schiener (3. v. l.), Vorsitzender Martin Helm (4. v. l.), BSB-Bezirksvorsitzender Horst Embacher (2. v. r.) und BSB-Kreisvorsitzender Ferdinand Lienerth (re). Das Jubiläum, so Embacher, sei auch ein Zeichen für Frieden und Freiheit. Er dankte allen für ihre Arbeit, wünschte weiterhin alles Gute und schloss wie Schiener mit dem Wahlspruch „In Treue fest, für Gott, Heimat und Vaterland“. Embacher und Lienerth zeichneten auch mehrere Kameraden für langjährige Vereinstreue aus und nahmen mit zusammen mit Kreisschießwart Josef Peter weitere Ehrungen vor (s. InfoKasten). Der Vorsitzende des Patenvereins, der Kameradschaft Plößberg, Alois Freundl, betonte, dass es schön sei, von den Aktivitäten

der Kameradschaft Schönkirch zu hören. Er appellierte an die Schönkircher, mit Plößberg ein Vergleichsschießen durchzuführen. Freundl wünschte weiter alles Gute und überreichte als Präsent einen Bierkrug. Mit einem gemütlichen Beisammensein endete der erste Festtag. Totengedenken Mit Festgottesdiensten in beiden Kirchen und anschließendem Totengedenken am Ehrenmal ging das Fest am Sonntagvormittag weiter. Bürgermeister Müller erinnerte in einer Gedenkrede an das Leid der Kriege und an die

Die Band „TIMELESS“ heizte den Kameraden und Besuchern zum Festausklang noch einmal ordentlich ein.

gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden. Er betonte, dass sie ein Aufruf an die Lebenden seien, sich für Frieden und Freiheit einzusetzen. Dann legten der SRK-Vorsitzende Martin Helm und Bürgermeister Müller einen Kranz nieder. Die Blaskapelle Thannhausen gestaltete das Gedenken musikalisch. Nach dem Totengedenken marschierten Ehrengäste und Abordnungen zum Festgelände, wo sie von Josef Peter begrüßt wurden. Dort warteten bereits Weißwürste und Brezen zum Frühschoppen. Auch hier spielte die Blaskapelle Thanhausen auf.

Festzug und Festausklang Nachmittags bewegte sich ein stattlicher Festzug mit vielen Vereinen vom Festplatz weg durch den Ort und zurück zum Festzelt. Der Festzug wurde von einigen Blaskapellen musikalisch begleitet. Mit zeitloser Musik aus den 1960er Jahren bis in die heutige Zeit ließ die SRK Schönkirch schließlich ihr 125-jähriges Gründungsfest ausklingen. Hierfür hatten die Kameraden die fünfköpfige LiveBand „TIMELESS“ engagiert, die mit Gitarre, Bassgitarre, Klavier, Schlagzeug, Mandoline und Mundharmonika für den richtigen Sound sorgte. Text/Fotos: lk

Sie hatten ihren Spaß beim Festausklang.

Redaktioneller Hinweis Beiträge an die Redaktion sollten enthalten:

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Name des Vereins (ausgeschrieben und Abkürzung) Zuständiger Bezirk Vor- und Nachname des Autors Vor- und Nachname des Fotografen Aussagekräftige Bildunterschriften zu allen Fotos

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Oberpfalz Kameradschaft 1883 Rothenstadt

Informative Tagesfahrt nach Bamberg Bamberg – Einen Besuch in der alten Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg hatte sich die Kameradschaft 1883 Rothenstadt in diesem Jahr als Ziel ihres Tages-

ausfluges vorgenommen. Bamberg gilt als eine der schönsten Städte Deutschlands. 1993 nahm die UNESCO das „tausendjährige Gesamtkunstwerk“ der Bamber-

ger Altstadt in ihre Liste des Welterbes der Menschheit auf. Anfang August startete man mit einem modernen Reisebus der Firma Wolf aus Eslarn in die oberfränkische Stadt. In einer zweistündigen Stadtführung ließen sich die Rothenstädter die wich-

Die Reisegruppe vor dem Eingang zum Schloss Gaibach. KV Neustadt an der Waldnaab

tigsten Schönheiten der Stadt zeigen und erläutern. Nach dem informativen Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten der Altstadt, vorbei an „Klein-Venedig“ und dem einzigartigen Brückenrathaus wurde der Domberg erreicht. Auch der Dom selbst mit dem Kaiser- und Papstgrab, dem einzigen nördlich von Rom, dem Bamberger Reiter und dem wunderschönen Tilmann-Riemenschneider-Altar konnten besichtigt werden. Den Abschluss bildete ein Gang durch den blühenden Rosengarten mit Blick auf den Michaelsberg. Das Mittagessen wurde in einer der ältesten Brauereigaststätten, dem „Kellerbräu“ eingenommen. Danach hatten die Besucher zwei Stunden Zeit, die Innenstadt auf eigene Faust zu erkunden. Auf dem Rückweg kehrte die Gesellschaft beim Schlossweinfest in Gaibach bei Volkach am Main ein. Im herrlichen, von zwei mächtigen Akazien überschatteten Innenhof des Schlosses erfreute man sich an süffigem Frankenwein und leckeren Brotzeiten, bevor man sich auf den Heimweg machte. Text/Foto: Kameradschaft 1883 Rothenstadt

Soldatenwallfahrt

Großartiges Gemeinschaftserlebnis der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaften Neustadt an der Waldnaab Zur traditionellen Soldatenwallfahrt brachen Ende Juli bei hochsommerlichem Wetter Abordnungen von rund 20 Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaften mit ihren Fahnen von Ilsenbach nach St. Quirin auf. Nach dem Anschießen durch die Flosser Landwehr in ihren traditionellen Uniformen und dem Kommando des Ehrenkreisvorsitzenden Alfons Betzl „Im Gleichschritt Marsch“ setzten sich die Wallfahrer, unterstützt durch die Blaskapelle „Neuhauser Boum“, in einem bunten Fahnenmeer in Bewegung. Pfarrer Manfred Wundlechner freute sich über den Besuch von Oberstleutnant Bernd J. Henn aus Weiden, des BSB-Bezirksvorsitzenden Horst Embacher, der Kreisvorsitzenden Claus Fiedler (Weiden) und Heinrich Huschka (Neustadt), der Gäste des BKV sowie der beiden Bürgermeister Hans Schäfer (Parkstein) und Thomas Härtl (Püchersreuth) und natürlich der

Kameradschaften mit ihren Vorsitzenden. Militärdekan appellierte an die Kameradschaft Militärdekan Alfons Hutter aus Fürstenfeldbruck, der bereits zum dritten Mal an der Soldatenwall-

fahrt teilnahm, ging in seiner Predigt auf das Bild der Fahne der Kameradschaft Ilsenbach von 1924 ein. Diese Kameradschaft feiert 2014 ihr 90-jähriges Gründungsfest. Ebenso wie damals bräuchten die Soldaten auch heute die Kraft des Gebetes und die

Die Flosser Landwehr führte die Soldatenwallfahrt nach St. Quirin an.

Nähe Gottes. Hutter: „Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaften würde es nicht geben, wenn es nicht die Kameraden gegeben hätte, die früher die Kameradschaft gepflegt haben.“ Er forderte, dass alle ins Gemeinwohl eingreifen müssen und die Kameradschaft pflegen sollen. „Es braucht auch den Raum hinzuhören auf den Anderen“, so der Dekan. Mit der Bayernhymne endete der Gottesdienst, den wiederum die „Neuhauser Boum“ musikalisch gestalteten. Die Blaskapelle spielte auch zur anschließenden Serenade auf, bei der sich die Pilger bestens austauschen konnten. Bereits jetzt wird zur nächsten Soldatenwallfahrt am 19. Juli 2014 eingeladen. Bleibt noch zu erwähnen, dass sich Alfons Hutter aus Anlass seines 60. Geburtstages über einen Ehrensalut der Flosser Landwehr unter dem Kommando von Hauptmann Franz Schmidt freuen durfte. Text: Alfons Betzl Foto: Bernhard Czichon Treue Kameraden 5/2013

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Oberpfalz KV Neustadt a. d. Waldnaab

Mario Rössler gewinnt Ehrenscheibe Weiden – Den diesjährigen Schießwettkampf für Dienststellen- und Behördenleiter des Bundeswehrstandortes Weiden hatte Oberstleutnant Bernd J. Henn unter das Motto „Wir machen die Tür auf und wollen Transparenz beweisen“ gestellt. Mit Oberstleutnant Michael Heinrich hatte er auch den Kommandeur des Beobachtungspanzerartilleriebataillons 131 zu dem Wettbewerb eingeladen. 138 Teilnehmer insgesamt waren seiner Einladung gefolgt. Geschossen wurde mit dem Gewehr G36 auf 100 Meter Entfernung und auf 15 Meter Entfernung mit der Pistole P8. Stabsfeldwebel a.D. Mario Rössler vom Deutschen Bundeswehrverband (DBwV) und Vorsitzender

der Krieger- und Soldatenkameradschaft Irchenrieth gab mit nur vier Millimeter Abweichung den exaktesten Schuss ab auf die 10erRingscheibe ab und erkämpfte sich damit die Ehrenscheibe. Mit einem 2. Platz und 48 Ringen in der Wertung Pistole ließ Stabsfeldwebel a.D. Reinhold Deglmann vom DBwV und zugleich Vorsitzender der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft Mantel aufhorchen. Im guten Mittelfeld landeten der BSBBezirksvorsitzende Oberpfalz, Horst Embacher, der Ehrenkreisvorsitzende des BSB- Kreisverbandes Neustadt an der Waldnaab, Alfons Betzl, und der Kreisschießwart des BSB- Kreisverbandes Neustadt und Vorsitzender der Soldatenkameradschaft 1873

V.l.: Oberstleutnant Bernd J. Henn (Standortältester Weiden), Mario Rössler, Reinhold Deglmann, Horst Embacher, Oberstleutnant Michael Heinrich, Alfons Betzl. Neustadt, Engelbert Eckart. Fazit der Veranstaltung: Die Kameraden des BSB brauchen sich nicht hinter den professionel-

len Waffenträgern verstecken. Text: Alfons Betzl Foto: Siegfried Bühner

SRK Neukirchen-Holnstein

Ehrungen im prächtigen Rahmen Holnstein – Es gibt keinen besseren Rahmen für die Ehrung verdienter Bundeswehr-Reservisten als im Kreis der Kameraden und dazu in sehenswert renovierten Mauern. Beides traf zu beim beliebten Schlosshoffest der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Neukirchen-Holnstein. Die Kameraden bewirteten ihre Gäste vom Frühschoppen bis in die Abendstunden hinein bestens. Bereits zum Weißwurst-Frühschoppen hatten sich zahlreiche Kameraden und Gäste in geselliger Runde versammelt. Sie wurden vom SRK-Vorsitzenden Hermann Förster willkommen geheißen. Förster freute sich, von Verbandsseite den stellvertretenden Landesvorsitzenden Werner Gebhardt und stellvertretenden Kreisvorsitzenden Werner Meier zu den Gästen zu zählen, ebenso den BSB-Bezirksvorsitzenden Horst

Embacher und Siegfried Reiter vom Patenverein, der RK DiedorfSchmuttertal (bei Augsburg). Bürgermeister Winfried Franz lobte die Arbeit der RK, ihre Aktivitäten im Vereinsleben und das große Interesse am Schlosshoffest in einem Schmuckstück der Gemeinde, dass wiederum von Eigentümerin Karola Haberler zur Verfügung gestellt wurde. Den RK-Jubilaren sprach Hermann Förster Anerkennung und Dank für die langjährige Treue aus. So erhielt Wolfgang Libal aus der Hand von Werner Gebhardt die Ehrenurkunde mit silberner Nadel des Landesverbands für 25 Jahre Mitgliedschaft. Seit 30 Jahren sind Georg Kohler und Rudi Zdarsky dabei, die dafür von der Orts-RK mit einem Präsent bedacht wurden. Eine Überraschung gab es für den 2. Vorsitzenden und Organisator Werner

KV Tirschenreuth

Mit 90 Jahren noch immer aktiv Tirschenreuth – 90 Jahre wurde Ernst Köstler (3. v. l.) am 26. 5. 2013 alt, seit 69 Jahren gehört er dem BSB-Kreisverband Tirschenreuth an. Eine Delegation seines Vereins überbrachte dem Jubilar Geburtstagswünsche. Für seine Verbundenheit mit dem Verein und sein Interesse am Vereinsgeschehen wurde der Jubilar mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er die Ehrenkreuze bis zum Verdienstkreuz I. Klasse sowie die Urkunde für Kriegsteilnehmer. Kamerad Köstler erfreut sich bester Gesundheit, arbeitet noch in der Landwirtschaft mit, nimmt an Veranstaltungen teil und besucht regelmäßig die Kirche. Sein Interesse am Dorfleben gilt seinen Kameraden als Vorbild. Text/Foto: KV Tirschenreuth

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Treue Kameraden 5/2013

Beim Schlosshoffest der SRK Neukirchen-Holnstein konnten verschiedene Vereinsmitglieder gehrt werden. Übelacker, dem für besondere Verdienste die silberne Ehrennadel des Bundesverbands verliehen wurde. Die Partnerschaft bestätigte Siegfried Reiter mit einer Schmuckplakette seiner RK für das Vereinslokal. Erfreulich viele Hausfrauen hatten ihre Männer zum Schlosshof-

fest begleitet und brauchten einmal nicht selbst am Kochtopf zu stehen. Und weiter ging es während des Nachmittags im angenehm kühlen Schlosshof mit Kaffee und Kuchen, Getränken und Grillschmankerl, bis ein wieder rundum gelungenes Schlosshoffest die Text/Foto: fm Pforten schloss.


Oberpfalz SRV Eilsbrunn

Altbürgermeister Wiesner wurde Ehrenmitglied Eilsbrunn – Zum Ehrenmitglied ernannte der SRV Eilsbrunn sein langjähriges und verdientes Mitglied, Altbürgermeister Franz Xaver Wiesner, an dessen 70. Geburtstag. Nachdem Wiesner am Vormittag von seinem Nachfolger im Amt, dem Sinzinger 1. Bürgermeister Patrick Grossmann, in einer offiziellen Feierstunde zum Ehrenbürger der Großgemeinde Sinzing ernannt worden war, nahm die Vorstandschaft des SRV Eilsbrunn bei der anschließenden Geburtstagsfeier die Ernennung zum Ehrenmitglied samt Übergabe der Urkunde vor. Dabei wurden die hervorragende Lebensleistung des Jubilars und seine großen Verdienste um das Soldatentum, das bayerische Kriegervereinswesen und speziell um den SRV Eilsbrunn gewürdigt. „Kamerad Altbürgermeister Franz Xaver Wiesner hat sich um die bayerische Kriegervereinskultur

Der Vorstand der SRV Eilsbrunn mit dem neuen Ehrenmitglied Altbürgermeister Franz Xaver Wiesner (Mitte). und den SRV Eilsbrunn in herausragender Weise verdient gemacht“, mit diesen Worten übergab der 1. Vorsitzende Hans Gnad dem sichtlich überraschten und gerührten Jubilar die Ehrenurkun-

SRK Sulzbach-Rosenberg

Besuch im Standort Laupheim Sulzbach-Rosenberg/Laupheim – Lautes Geknatter kündigte den Anflug auf der Piste an und langsam senkte sich der Hubschrauber zu Boden. Die wissbegierigen Gäste des Hubschraubergeschwaders 64 in Laupheim (bei Ulm) – Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Sulzbach-Rosenberg – verfolgten das dort alltägliche Manöver sowohl vom Tower aus als auch bei der nahen Feuerwehrwache. Die Besucher schnupperten einige Stunden lang militärische Luft und bekamen einen Einblick in die Struktur und Ausstattung des Standorts. Nach der Einfahrt in die KurtGeorg-Kiesinger-Kaserne bekamen die Gäste mit SRK-Vorsit-

zendem Franz Schneller an der Spitze im Tagungsraum einen Überblick über die Truppe, die Ausstattung und Aufgaben. Zum Geschwader gehören 30 Hubschrauber des Typs CH-53 G mit den dazugehörenden Abteilungen vom Stab bis zur Feuerwache. Die Gebäude samt technischer Einrichtung sind über das weitläufige Gelände verteilt, dazu kommt eine Landebahn von 1,6 Kilometer Länge. Die Aufgaben des Verbandes liegen in der Unterstützung militärischer Operationen, Transporten von Einsatztruppen und Verwundeten sowie Versorgungsgütern und Hilfe in Katastrophenfällen, z. B. heuer bei den großen Überschwemmungen. So befin-

de und wünschte ihm noch viele weitere gesunde, aktive und glükkliche Lebensjahre. Wiesner diente als Berufsoffizier bei der Bundeswehr (Artillerieregiment 4, Regensburg) bis er den sich Hubschrauber in Afghanistan und anderen Brennpunkten, wo internationale Hilfsoperationen zur Friedenssicherung laufen. Gutes Zusammenspiel Die Besichtigung der Einrichtungen führte von Flugberatung und Wetterstation in die Aussichtskanzel des Towers. Überall hochtechnische Geräte und Bildschirme, die zur Überwachung der Schutzzone und der Starts und Landungen erforderlich sind. Die Radarstation mit ihrem sich drehenden Schirm und den Bildschirmen ist für die Überwachung des süddeutschen Flugraumes unentbehrlich. Ständig einsatzbereit ist die Feuerwache mit riesigen Spezialfahrzeugen und unabhängiger Versorgung. Imposant die großen Hubschrauber in den

1990 zum 1. Bürgermeister der Gemeinde Sinzing gewählt wurde. Seit 1989 ist er Mitglied beim SRV. Der wegen seiner starken Führungs- und Fachkompetenz aber vor allem auf Grund seiner besonderen menschlichen Qualitäten sehr beliebte und hoch angesehene Jubilar hat auch in den 18 Jahren als 1. Bürgermeister seine Prinzipien und die Einstellung zu Bundeswehr und Soldatentum immer hochgehalten und öffentlich vertreten. Im Reservistenverband und im Bayerischen Soldatenbund hat er sich aktiv engagiert. Den Anliegen und Zielen des SRV Eilsbrunn stand er im Bewusstsein der soldatischen Tradition immer aufgeschlossen und mit großem Verständnis gegenüber, seine Rathaustüre stand für den SRV immer offen. Als Schirmherr hat er in beindruckender Art und Weise das 100-jährige Gründungsjubiläum im Jahre 2007 wesentlich mitgeprägt. Bis heute, nun im Ruhestand, beteiligt er sich aktiv am Vereinsgeschehen. Text/Foto: Hans Nama Unterstellhallen, in denen man den Platz der Soldaten (36 Personen Fassungsvermögen) einnehmen konnte. In allen Stationen wurden Funktion und Aufgaben erklärt; die Besucher waren von diesem gut funktionierenden Zusammenspiel stark beeindruckt. Zum Dank hatte Franz Schneller kleine Präsente für die guten Betreuer mitgebracht. Bei der Rückfahrt am Nachmittag wurde eine Kaffeepause in Ulm eingelegt, um den Besuch des Münsters mit dem höchsten Kirchturm der Welt (163 Meter) und der sehenswerten Innenstadt zu ermöglichen. Zufrieden mit einem schönen Ausflug und dem erhaltenen Wissen um diesen Teil der Bundeswehr kehrte man wieder heim. Text/Foto: (fm)

Einen informativen Tag verbrachten die Besucher aus Sulzbach-Rosenberg in Laupheim. Treue Kameraden 5/2013

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Oberpfalz SKV Sorghof

Ein Dorf in doppelter Feierlaune

Den militärischen Ehrengruss entboten: v. l. Werner Stubenvoll, Major Thomas Fournier, Major Gregory Orrell, Alt-Bürgermeister Anton Englhardt, Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Landrat Richard Reisinger, Kommandant Günther Siegert. Sorghof – Der Ort Sorghof war am vierten Sonntag im Juli in doppelter Feierlaune. Das Dorf wurde 75 Jahre alt und die Kirwa sollte nicht minder festlich begangen werden. Feierlicher Höhepunkt war nach der Messe am Sonntagmorgen das Totengedenken am frisch sanierten Sorghofer Ehrenmal. „Stryker“-Soldaten mit Ehrenformation beim Totengedenken vertreten Die Sorghofer Ortsvereine, ihre Patenvereine, Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, eine Ehrenformation mit US-Soldaten der 2. Schwadron des 2. Stryker Kavallerie Regiments (2 CR) in Vilseck, Einwohner und Gäste beteiligten sich am Kirchenzug, angeführt von den Dagesteiner Musikanten aus Vilseck. In der Pfarrkirche Herz-Jesu zelebrierte Vilsecks Stadtpfarrer Dietmar Schindler den Festgottesdienst. Der Geistliche gratulierte der Festgemeinde: „Sie haben Grund stolz zu sein auf diesen Ort und auf die Geschichte, die von Euren Eltern gegründet worden ist.“ Was damals ein Neuanfang gewesen sei, werde heute von den Nachkommen gepflegt als „Pioniertat der Vorfahren“. Der Zeremonie am Ehrenmal wohnten auch Schirmherr Bürgermeister, Hans-Martin Schertl und die beiden Ehrenschirmherren, Landrat Richard Reisinger und der ehemalige Bürgermeister von Sorghof, Anton Engelhardt, bei. In Sorghof seien Ehrungen am Kriegerdenkmal Brauch, begrüßte Werner Stubenvoll als Vorsitzender des Soldaten- und Kriegervereins (SKV) Sorghof die Gäste. Zunächst dankte er allen, die zur Renovierung des Kriegerdenkmals beigetragen hatten.

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Treue Kameraden 5/2013

Die Ehrenformation der 2. Schwadron des 2. Stryker Kavallerie Regiments (2 CR) in Vilseck, beim Einzug in die Herz-Jesu-Kirche

Aufbauarbeit der Gründergenerationen gewürdigt „Wenn wir uns an unsere Verstorbenen erinnern, sehen wir oft deren Gesichter. Gesichter, die viel für den Ort, die Menschen und Vereine geleistet haben. Nicht Mauern und Häuser machen einen Ort aus, sondern die Menschen, die darin leben“, würdigte Stubenvoll das Wirken der verstorbenen Sorghofer. „Wir sagen heute hier am Ehrenmal Danke all den Menschen, die bereits verstorben sind, die aber die Ortschaft Sorghof mit viel Arbeitskraft und Fleiß aufgebaut haben. Die Lebenden haben die Verpflichtung, das Besondere dieses Ortes zu bewahren und weiter zu geben für eine gesicherte Zukunft“, schloss sich Bürgermeister und Schirmherr HansMartin Schertl an. Das Ehrenmal, erinnerte er, sei früher in Haag gestanden und an seinem jetzigen Ort wieder aufgestellt und nun auch renoviert worden. „Lassen sie die alte Tradition aus der früheren Heimat in der neuen Heimat Sorghof weiterleben“, appellierte Schertl. Pfarrer Dietmar Schindler sagte, viele junge Menschen seien durch Kriege aus dem Leben gerissen worden. Man könne sich jedoch sicher sein, dass sie gerne auch an einem Aufbau ihrer Heimat mitgearbeitet hätten. Alsdann intonierten die „Dagesteiner“ ‚Ich bete an die Macht der Liebe‘. Mit Kranzniederlegungen und dem Ehrensalut endete die würdige Gedenkfeier am Ehrenmal. Beim anschließenden Frühschoppen dankte Stadt-und Kreisrat Wilhelm Ertl den amerikanischen Freunden, mit denen Sorghof eine Partnerschaft pflegt, für die starke Unterstützung beim Fest. Text/Fotos: Wilhelm Ertl

Die Sorghofer Ortsvereine, darunter auch der SKV Sorghof, waren in prächtiger Feierlaune. SRK Freihung

Ehrenmitglied Emil Hufnus feierte 90. BSB-Ehrenurkunde mit Nadel für 65-jährige Mitgliedschaft Vilseck – Im SeniorenwohnEmil Hufnus, bei guter Gesundund Pflegeheim „St. Ägidius“ in heit seinen 90. Geburtstag. Der Vilseck feierte das Ehrenmitglied Vorsitzende der SRK Freihung, der Soldaten- und ReservistenkaBürgermeister Norbert Bücherl meradschaft (SRK) Freihung, sowie Ehrenmitglied Stabsfeld-

Freihungs Reservistenchef, Oberstleutnant d.R. Norbert Bücherl (li) und Stabsfeldwebel d.R. Gerhard Lindthaler (re) überbrachten Emil Hufnus die Glückwünsche des Vereins zum 90. Geburtstag und überreichten die BSB-Ehrenurkunde mit Nadel für 65-jährige Mitgliedschaft.


Oberpfalz webel d. R. Gerhard Lindthaler überbrachten die Glückwünsche der Kameradschaft zum 90. Geburtstag und überreichten im Namen des Bayerischen Soldatenbundes Urkunde mit Ehrennadel für 65-jährige Mitgliedschaft. Der Jubilar kann auf ein bewegtes, aber auch, wie er sagte, auf ein glückliches Leben mit seiner Ehefrau Frieda zurückblicken. Emil Hufnus wurde am 8. Juli 1923 in Grikinda im ehemaligen Jugoslawien (Banat) geboren. Er

war gerade mal 17 Jahre alt, als er nach dem Einmarsch der deutschen Armee in Jugoslawien zum Wehrdienst eingezogen wurde. Beim Kriegseinsatz in Russland wurde er verwundet und kam nach seiner Genesung zu einer Polizeieinheit. Dort lernte er den Freihunger Sägewerksbesitzer Michael Heuberger kennen. Als sie nach Brünn/Mähren abkommandiert wurden, beschlossen beide, sich von der Wehrmacht abzusetzen, da die russische Ar-

mee bereits kurz vor den Toren Brünns stand. Nach etlichen Wochen der Flucht erreichten sie im Frühjahr 1945 Freihung, den Heimatort von Michael Heuberger. Als Deserteure versteckten sie sich bis zum Kriegsende in den Wäldern rund um Freihung, da sie um ihr Leben fürchten mussten. Nach dem Krieg fand Emil Hufnus im Sägewerk der Familie Heuberger Anstellung und auch Bleibe und lernte schließlich auch seine Frau Frieda kennen, die mit

ihren Eltern und Geschwistern nach dem Krieg aus der Heimat vertrieben wurde. Seit 1950 sind beide glücklich verheiratet. Für seine großen Verdienste um die SRK Freihung (vormals Heimkehrer-, Krieger- und Soldatenbund), die er nach dem 2. Weltkrieg im Jahre 1948 mit weiteren Kameraden wieder zum Leben erweckte, wurde er 2008 zum Ehrenmitglied ernannt. Text: Erwin Prösl Foto: Dr. Roland Roth

SuKK Schorndorf

Vater und Sohn feierten gemeinsam 145. Geburtstag Schorndorf – Trotz starker zeitlicher Belastung durch seine Arbeit als Vollerwerbslandwirt engagiert er sich Heinrich Wittmann Junior (vordere Reihe Mitte) sehr stark ehrenamtlich. Besonders eng verbunden zeigt er sich mit der Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SuKK) Schorndorf, wo er seit über drei Jahrzehnten in der Vorstandschaft mitarbeitet. Seit 22 Jahren führt er mit großer Akribie die Kassengeschäfte des BSB-Kreisverbandes Cham. Nun feierte Wittmann seinen 60. Geburtstag. Die Kameraden der SuKK Schorndorf mit dem 1. Vorsitzenden Egon Klein, Josef Attenberger und Ehrenvorstand Josef Klein, der BSB-Kreisvorsitzende Hans Raab in Begleitung seines Stellvertreters Fritz Kemer sowie der Vorsitzende des Wandervereins Thierling, Hans Gleißner, gratulierten dem Jubilar und überbrachten Geschenke. Übrigens, nur zwei Tage nach Heinrich Wittmann junior feierte Heinrich Wittmann senior (vorn im Rollstuhl) Geburtstag. Er wurde 85. Text/Foto: Heinz Schild

Oberfranken SRK Neuensee

Spitzenbeteiligung und Top-Ergebnisse beim Kameradschaftsschießen Neuensee – Mit 172 Teilnehmern erfreute sich das diesjährige Kameradschaftsschießen der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Neuensee einer hervorragenden Beteiligung. Elf Vereine aus dem gesamten Landkreis nahmen daran teil. Herausragend war dabei das Engagement der SK Obersdorf, die mit 38 Schützen/innen nahezu in allen Klassen angetreten war. Spitzenergebnisse in klassischen Disziplinen Angelegt wurde mit Luftgewehr und Luftpistole auf der klassischen Zehnmeterdistanz. Dabei wurden Spitzenergebnisse erzielt, ein Hinweis darauf, dass das wettbewerbsorientierte Schießen innerhalb der Kameradschaften immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Übergabe der Ehrenscheibe an Thomas Henke. V. l., 1. Vorstand Anton Zirkelbach, Thomas Henke, 2. Bürgermeister Klaus Krügl, 1. Schießwart Christian Stadler und stellvertretender Kreisvorsitzender Günther Hagel.

Bester Tiefschuss seit langer Zeit Ganz besonders begehrt war dabei natürlich die Ehrenscheibe, bei der es im Gegensatz zu den anderen Konkurrenzen auf den einen besten Tiefschuss ankommt. Mit einem überragenden 3,0 Teiler sicherte sich Thomas Henke von der Soldatenkameradschaft Weismain diesen Ehrenpreis. Er ließ dabei seine beiden stärksten Konkurrenten Leonhard Wenninger (42,0 Teiler) aus Weismain und Hans Latocha (80,0 Teiler) aus Mistelfeld weit hinter sich. Im Kreis Lichtenfels ist der 3,0 Teiler von Thomas Henke seit langer Zeit einer der besten Tiefschuss den ein Schütze seit den Bestehen des Kameradschaftsschießens abgegeben hat. Im Pistolenschießen lag Volker Kotschenreuther von der SK MisTreue Kameraden 5/2013

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Oberfranken telfeld mit einem 229,0 Teiler ganz vorn. Dafür gab es die entsprechende Urkunde und den Glückspokal. Unter allen Vereinen holte sich die SK Mistelfeld die meisten Titel (sechs Sieger) gefolgt von Obersdorf, Weismain, Kösten und Trieb (je drei). und Marktgraitz je einen ersten Platz. In Anwesenheit des Kreisvorsitzenden Udo Rudel und seines Stellvertreters Günther Hagel, des 2. Bürgermeister Klaus Krügl sowie des Stellvertretenden Kreisschießwarts Edgar Föhrweißer nahm Vorsitzender Anton Zirkelbach mit seinen 1. Schießwart Christian Stadler vom gastgebenden Verein die Siegerehrung vor (s. Info-Kasten). Besonders freute man sich über die anwesenden Gewinner der Ehrenscheibe Thomas Henke und des Glückspokals Volker Kotschenreuther. Und dies waren die Sieger in den einzelnen Kategorien: Text/Fotos: t.z.

Strahlende Gesichter gab es bei der Siegerehrung zum Kameradschaftsschießen 2013 in Neuensee. Das Bild zeigt die Erstplatzierten der verschiedenen Wettbewerbe sowie den Gewinner der Ehrenscheibe Thomas Henke (vorn, 3. v. l.) und des Glückspokals Volker Kotschenreuther (hinten,7. v. r).

Einzelwertung: Schüler I (10–12 Jahre): 1. Müller Joelle SK-Obersdorf (194,7), 2. Erhardt Denise SK-Obersdorf (191,5),3. Stindl Jlona SK-Obersdorf (191,1); Schüler II (12–14): 1. Bargel Saskia SK-Kösten (178,4), 2. Rudel Clarissa SK-Obersdorf (172,5); Jugend (15–17): 1. Johannes Ritz, SK Marktgraitz (196,4), 2. Erhardt Janine SK-Obersdorf(178,1), 3. Rup-penstein Sarah SSK-Schwabthal-Frauendorf (176,2); Damen (18–40): 1. Graßmann Kathrin SK-Weismain (196,2), 2. Springe Lisa SK-Kösten (191,7), 3. Bauer Sonja SK-Weismain (191,5); Damen Senioren (41–60): 1. Schymko Renate SKTrieb (202,7), 2. Lauterbach Tina SK-Weismain (Stehend Frei/199,1), 3. Karl Brigitte SK-Trieb (199,0); Schützen (18–50): 1. Herbst Robert SK-Mistelfeld (196,3), 2. Will Jörg SK-Weismain (196,1), 3. Henke Thomas SK-Weismain (192,9); Herren Senioren (51-65): 1. Latocha Hans SK-Mistelfeld (205,9), 2. Schütz Hilmar SK-Kösten (203,1), 3. Gerner Gerhard SK-Trieb (200,6); Damen Veteranen (61–85): 1. Köhler Irene SK-Mistelfeld (202,5), 2. Lutter Renate SK-Trieb (201,1),3. Ruppenstein Theresia SSK-Schwabthal-Frauendorf (199,0); Herren Veteranen (66–85): 1. Christian von Block, SK Kösten (201,0), 2. Hildebrandt Otto SK-Weismain (198,7), 3. Voll Heinz SK-Oberwallenstadt (197,4); Luftpistole (offene Klasse gemischt): 1. Volker Kotschenreuther SK Mistelfeld (197,3), 2. Stückert Markus SK-Ebensfeld (184,6), 3. Bunzelt Hans SK-Weismain (181,1). Mannschaftswertung: Schüler I (10–12 Jahre): 1. SK Obersdorf (573,8) mit Denise Erhardt, Müller Joelle, Schlesinger Fabian; Jugend (15–17): 1. SK-Obersdorf (476,6) mit Erhardt Janine, Stindl Laura, Nuscher Elisa; Damen (18–40): 1. SK Weismain (586,8) mit Tina Lauterbach, Sonja Bauer, Kathrin Graßmann; Damen Senioren (41–60): 1. SK Treib I (596,5) mit Renate Schymko, Karl Brigitte, Kraus Susanne; Schützen (18–50): 1. SK Weismain I (581,2) mit Jörg Will, Jochen Lauterbach, Henke Thomas; Herren Senioren (51–65): 1. SK Kösten (602,6) mit Schütz Hilmar, Bargel Reimund, v. Block Christian; Damen Veteranen (6185): 1. SK Trieb (584,8) mit Renate Lutter, Anna-Maria Persak, Rosi Gerner; Herren Veteranen (66–85): 1. SK Mistelfeld (585,7) mit Johann Köhnlein, Hans Kainer, Rosemarie Köhnlein; Luftpistole offene Klasse: 1. SK Mistelfeld (527,3) mit Volker Kotschenreuther, Jürgen Panzer, Robert Herbst; Luftgewehr Ehrenscheibe: 1. Thomas Henke, SK Weismain (3,0 Teiler), 2. Leonhard Wenninger, SK Weismain (42,0), 3. Hans Latocha, SK Mistelfeld (80,0); Luftpistole Ehrenscheibe: 1. Volker Kotschenreuther, SK Mistelfeld (229,0 Teiler), 2. Andreas Dorsch, SK Obersdorf (265,0), 3. Gerhard Gerner, SK Trieb (273,0).

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Treue Kameraden 5/2013

SK Aufsess und Umgebung

Treue- und Ehrennadel am 90. Geburtstag

Aufsess – Besondere Überraschungen hatte der Vorsitzende der Soldatenkameradschaft (SK) Aufsess und Umgebung, Peter Hertling (re), dem ältesten Vereinsmitglied Karl Sägner (l.) zum 90. Geburtstag mitgebracht. Er überreichte dem Jubilar im Auftrag des Bayerischen Soldatenbundes 1874 die Treuenadel für 65 Jahre Vereinsmitgliedschaft mit der Ehrenurkunde als Kriegsteilnehmer. Dazu gab es noch die BSB-Ehrennadel mit Urkunde und weitere Geschenke. Hertling wünschte dem Jubilar weiterhin viel Gesundheit. Der Kameradschaft wünschte er, dass Karl Sägner dem Verein noch recht Text/Foto: SK lange erhalten bleibt.


Oberfranken SK Isling

Bundeswehr zum Anfassen Soldatenkameradschaft besuchte das Panzerbataillon Pfreimd – Bei traumhaft schönem Wetter erlebte die Soldatenkameradschaft Isling am 7. August 2013 einen ereignisreichen Tag beim Panzerbataillon 104 in der Oberpfalzkaserne. Informationsvielfalt Das Bataillon stellte im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit für die Mitglieder der Soldatenkameradschaft einen Tag voller Erlebnisse zusammen. Der Bataillonskommandeur, Major Alexander Brundisch, begrüßte die Teilnehmer und stellte ihnen die Geschichte, den Auftrag und die aktuellen Einsätze des Bataillons vor. Anschließend konnten sich die Besucher an mehreren Stationen selbst hautnah ein Bild von den Tätigkeiten der Soldatinnen

und Soldaten des einzigen Panzerbataillons in Süddeutschland machen. So bekam die Islinger Soldatenkameradschaft bei einer statischen Waffenschau einen Eindruck in die Größe und das Gewicht der verschiedenen Handwaffen, wie zum Beispiel der Pistole P8, dem Gewehr G36 bis zum MG3. Auch der Kampfpanzer Leopard 2 A6 konnte von außen und innen begutachtet werden. Die vierköpfige Besatzung beantwortete fachkundig alle Fragen zu diesem Großgerät. Simulatoren Im Simulatorenzentrum des Panzerbataillons durften die Besucher dann selbst aktiv werden. Viele Islinger stellten im Schießsimulator ihre Treffsicherheit mit

diversen Handwaffen unter Beweis oder übernahmen selbst einen Teil der Aufgaben der Besatzung eines Kampfpanzers. Sehr großen Anklang fand bei den Mitgliedern der Soldatenkameradschaft das Steuern des Fahrzeuges durch simuliertes Gelände. Hierbei kamen im Rahmen des Möglichen auch die kleinsten Besucher nicht zu kurz. Bei einer weiteren Station hatten die Besucher die Möglichkeit, sich in einem Geländewagen des Typs Wolf durch den Standortübungsplatz Pfreimd fahren zu lassen. Im Panzer durchs Gelände Bei einem gemeinsamen Mittagessen tauschten sich die Angehörigen der Soldatenkameradschaft Isling und die Soldaten des Pfreimder Panzerbataillons aus. Selbst der Kommandeur der Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“, Oberst Herbert Klocke, kam extra aus

Amberg und ließ es sich nicht nehmen, mit dem einen oder anderen Kameraden in alten Erinnerungen zu schwelgen. Auch Berater des Karrierecenters der Bundeswehr in Weiden standen mit Auskünften zu den Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten bei der Bundeswehr mit Rat und Tat zur Seite. Was am Vormittag im Simulator geübt wurde, konnte am Nachmittag in die Praxis umgesetzt werden. Einige Gäste durften mit der Pistole P8 und dem Gewehr G36 auf dem Schießstand scharf schießen. Andere konnten eine Runde auf dem Kampfpanzer Leopard 2 A6 mitfahren (s. Foto in der Heftmitte). Dies war für viele Besucher zweifelsohne der Höhepunkt des Tages, welcher sicher als ein ganz besonderer in der Geschichte der Soldatenkameradschaft Isling eingehen wird. Text: Oliver Eick Fotos: Philipp Bayerl

Die Mitglieder und Freunde der SK Isling besuchten das Panzerbataillon 104. KV Lichtenfels

Schießsport verbindet Mistelfeld – Im Rahmen der 25-Jahr-Feier der Schießgruppe der Soldatenkameradschaft (SK) Mistelfeld fand die Siegerehrung des Kameradschaftsschießens statt. Die Gewinner der jeweiligen Klasse durften sich dabei über einen gut gefüllten Spankorb freuen. Peter Sommer von der SK Reundorf gewann die Jubiläumsscheibe, die die SK Mistelfeld anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens ausgelobt hatte. Erster Vorsitzender Jürgen Panzer erinnerte an die Anfänge der Schießgruppe Mistelfeld vor einem Vierteljahrhundert, aber auch an die Schießveranstaltungen im Blockhaus der Gastwirt-

schaft Schuberth und den Umzug in die Alte Schule in Mistelfeld. Er gedachte auch der verstorbenen Schießgruppen-Mitglieder. Er dankte allen Teilnehmern, Helferinnen und Helfern. Günther Hagel, stellvertretender Kreisvorsitzender, hob die durch gemeinsames Schießen entstehende Kameradschaft hervor und freute sich, dass viele Schützen zur Siegerehrung erschienen waren. Kreis- und Stadtrat Winfried Weinbeer hob die gute Jugendarbeit im Kreisverband hervor. Auch in Mistelfeld gebe es erfreulicherweise Nachwuchsschützen, die im Verein den Umgang mit Waffen, nicht aber das Töten lern-

V. l.: Schießwart Johann Köhnlein, Peter Sommer, Vorsitzender Jürgen Panzer, Richard Woock, Christine Kraus, Ehrenmitglied Winfried Weinbeer und Ehrenmitglied Richard Mayer. Treue Kameraden 5/2013

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Oberfranken ten. Statt „Ballerspielen am Computer“ erlernten und pflegten die Kinder und Jugendlichen im Verein sozialen Umgang untereinander. Zusammen mit den Offiziellen führten die Schießwarte Johann Köhnlein und Bernd Höppel die Siegerehrung durch (s. InfoKasten). Text/Fotos: Jürgen Panzer

Einzelergebnisse Schüler 1 Klasse: Denise Erhardt (203,7 Ringe), Joelle Müller (198,9), Jans Dorsch (196,9); Schüler 2 Klasse: Clarissa Rudel (181,2 Ringe), Carola Luthardt (162,6), Anika Lutter (160,5); Jugendklasse: Johannes Ritz (197,3 Ringe), Janine Erhardt (185,4), Laura Stindl (177,5); Damen: Martina Lutter (198,2 Ringe), Kathrin Grassmann (187,5), Doris Dorsch (176); Schützen: Mario Kestel (193,3 Ringe), Thomas Henke (192,8), Jochen Lauterbach (191,9); Damen, Seniorinnen: Ulrike Willumeit (206,4 Ringe), Renate Schymko (205,6), Marion Ender (202,3); Senioren: Gerhard Gerner (204,9 Ringe), Reimund Bargel (201,6), Richard Woock (200,8); Damen (Veteranen): Anne-Marie Krappmann (198,3 Ringe), Heidi Müller (196,7), Renate Lutter (196,4); Veteranen: Alex Leikeim (200,4 Ringe), Udo Rudel (199,1), Hermann-Dietrich Streit (196,5); Luftpistole: Norbert Lurtz (185,2 Ringe), Reimund Bargel (182,8), Jens Müller (176) Mannschaften Schüler 1 Klasse: Obersdorf 1 (591 Ringe), Obersdorf 2 (582,1), Trieb (540,4); Jugendklasse: Obersdorf (522,5 Ringe); Damen: Obersdorf (502,5 Ringe); Schützen: Weisman (556,8 Ringe), Neuensee (552,8), Kösten (537,9); Damensenioren: Trieb (603,2 Ringe), Neuensee (584,8), Obersdorf (582,2); Senioren: Kösten (600,6), Trieb (591,6), Reundorf (588,6); Damenveteranen: Trieb (584 Ringe), Kösten (565,5); Veteranen: Obersdorf (575,1 Ringe), Oberwallenstadt (567), Birkach (564,4); Luftpistole: Kösten (515,1 Ringe), Trieb (513,7), Obersdorf (509,2) Ehrenscheibe: Laura Stindl (12 Teiler)

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Treue Kameraden 5/2013

V. l.: Stellvertretender Kreisvorsitzender Günther Hagel, Hartmut Klamm, Schießwart Johann Köhnlein, Ehrenscheibengewinnerin Laura Stindl, Otmar Woitschitzke, Kreis- und Stadtrat Winfried Weinbeer und Vorsitzender Jürgen Panzer.

„Nichts hört/liest der Mensch so gern wie seinen eigenen Namen!“ Daher die Personen in Ihren Beiträgen immer mit Vor- und Nachname, ggf. auch Dienstgrad oder Amtsbezeichnung und Funktion aufführen. Man wird es Ihnen danken!

Alle Gewinner mit ihren Pokalen, Körbchen und Urkunden zusammen mit dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Günther Hagel, Schießwart Johann Köhnlein (l.) sowie Schießwart Bernd Höppel und Vorsitzender Jürgen Panzer (r.). SK Mistelfeld

Mistelfelder Schützen auch auf Landesebene Klasse Mistelfeld – Während der Siegerehrung des Kameradschaftsschießens (s. separater Bericht) wurden auch die Einzel- und Mannschaftssieger des diesjährigen Landesschießens der Soldatenkameradschaft (SK) Mistelfeld geehrt. Vorsitzender Jürgen Panzer, der Stellvertretende Kreisvorsitzende Günther Hagel, Ehrenmitglied Winfried Weinbeer (Stadt- und Kreisrat) sowie die beiden Schießwarte Johann Köhnlein und Bernd Höppel nahmen die Siegerehrung vor (s. Info-Kasten). Hagel bezeichnete die außergewöhnliche Bilanz im Jubiläumsjahr als sehr gutes Omen. Die Gemeinde könne stolz auf die Schützen sein, steigern sie doch

die Bekanntheit Mistelfelds auch in Bayern und darüber hinaus in Deutschland. Weinbeer, selbst langjähriger Schütze, fand die Auszeichnungen im Rahmen der Veranstaltung genau richtig platziert. Panzer beglückwünschte auch alle übrigen Landessieger, die die Auszeichnung erst im November erhalten. Einzelsiegerin in der DamenVeteranen-Klasse wurde Irene Köhler mit 300,1 Ringen, Rosmarie Köhnlein (296,7) wurde Drittplatzierte. Die ersten beiden Plätze in der Luftpistole HerrenAlt Klasse belegten Volker Kotschenreuther und Matthias Heft (289,9 bzw. 289,7 Ringe). Mit der Sportpistole Kleinkaliber wurde

Matthias Heft mit 275 Ringen vor Volker Kotschenreuther (269) 2. Landessieger in der Alt-Wertung. Mit der Sportpistole Großkaliber errang Volker Kotschenreuther in der Alt-Klasse den 1. Platz mit 266 Ringen. Matthias Heft errang den 3. Platz mit dem Sportrevolver GK-2-S (268 Ringe). Somit erzielten die drei Erstplatzierten acht Einzelurkunden. Weitere fünf Mannschaftstitel errangen die Damen-Alt-Mannschaft (1. Platz mit 888,5 Ringen; Anja Hofmann, Sabine Höppel und Irene Köhler), die Luftpistolenmannschaft (Landessieger mit 838,3 Ringen; Matthias Heft, Volker Kotschenreuther und Jürgen Panzer), die Mannschaft


Oberfranken Sportpistole-Großkaliber AltKlasse (2. Platz mit 666 Ringen; Matthias Heft, Volker Kotschenreuther und Jürgen Panzer), die Mannschaft Sportpistole Kleinkaliber Herren Alt (2. Platz mit 779 Ringen; Matthias Heft, Ro-

bert Herbst und Volker Kotschenreuther) und die Mannschaft Sportrevolver GK2S in der AltWertung (3. Platz; Matthias Heft, Robert Herbst und Volker Kotschenreuther). Text: Jürgen Panzer/Foto: privat

Sitzend v. l.: Rosmarie Köhnlein, Irene Köhler, Anja Hofmann und Sabine Höppel. Stehend v. l.: Stellvertretender Kreisvorsitzender Günther Hagel, Schießwart Johann Köhnlein, Kreis- und Stadtrat Winfried Weinbeer, Matthias Heft, Jürgen Panzer und Schießwart Bernd Höppel.

Mistelfeld – Zu Schützenköniginnen der Soldatenkameradschaft (SK) Mistelfeld wurden am Kirchweihsamstag Lukas Höppel (Jungschützenkönig), Stefan Schütz (1. Ritter), Madeleine Höppel (Schützenkönigin) mit den Prinzessinnen Anja Hofmann und Sabine Höppel sowie Johann Kainer (Schützenkönig), gefolgt von Mario Bauer und Schießwart Johann Köhnlein, proklamiert. Zu den Erfolgen gratulierten Kreisvorsitzender Udo Rudel, der 2. Bürgermeister der Stadt Lichtenfels, Werner Schütz (links), Kreis- und Stadtrat Winfried Weinbeer, der auch Ehrenmitglied der SK Mistelfeld ist sowie SKText/Foto: SK Mistelfeld Vorsitzender Jürgen Panzer (rechts).

Mittelfranken SKK Markt Berolzheim

Sonnige 140-Jahr-Feier Markt Berolzheim – Beim jährlichen Sommerfest der Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SKK) Markt Berolzheim wurde das 140-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Ortsvorsitzender Wilhelm Hertlein hieß bei seiner Begrüßung auch den Kreisvorsitzenden des Bayerischen Soldatenbunds Günther Raab mit Vertretern der Vorstandschaft, sowie den Kreisvorsitzenden des Verbandes der Deutschen BundesFür langjährige Vereinszugehörigkeit besondere Verdienste wurden ausgezeichnet: Wilhelm Hertlein (Großes Verdienstkreuz am Bande des BSB); Peter Krätschmer (Ernennung zum Ehrenmitglied); Hans Endt, Karl Endt, Günther Frey, Friedrich Käfferlein, Klaus Kolb, Helmut Ortner, Werner Schülein und Karl Stützer (35 Jahre); Hans-Peter Hertlein, Matthias Dinkelmeier, Friedrich Prosiegel, Edwin Kalk, Harald Leidl (10).

wehr Kreisgruppe MittelfrankenSüd, Robert Höhenberger, sowie Bürgermeister Fritz Hörner besonders willkommen. Auch Landtagskandidat Manuel Westphal, der als Reserveoffizier eine besondere Verbundenheit zur SKK pflegt, war unter den zahlreichen Gästen. Die beiden Kreisvorsitzenden zeichneten im Verlauf der Veranstaltung mehrere Kameraden aus (Info-Kasten). Bürgermeister Hörner hatte die ehrenvolle Aufgabe, im Namen des Bezirksvorsitzenden des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Bayern, Dirk Mewes, Wilhelm Hertlein das Ehrenband des Verbands „Mortui viventes obligant – Die Toten verpflichten die Lebenden“ auszuhändigen. Von der Bedeutung der Kameradschaft In seiner Laudatio dankte Hörner der Kameradschaft für ihre langjährigen Sammel-Aktionen, bei denen ein beachtenswerter Betrag von fast 8.000 Euro an den

Die Geehrten mit Bürgermeister Fritz Hörner (2.v.l.) sowie den Kreisvorsitzenden Günther Raab (r) und Robert Höhenberg (vorn, 3. v.l.). Verband weitergeleitet werden konnte. Er erwähnte auch, dass der „Motor“ der Kameradschaft, Wilhelm Hertlein, vom Bayerischen Ministerpräsident dafür geehrt wurde. Seine Einsätze und Tätigkeiten im Rahmen der Dorfgemeinschaft seien beachtenswert und dafür gelte ihm besonderer Dank der Gemeinde. Günther Raab überbracht die Glückwünsche des Kreisverbands und betonte, dass die SKK Markt Berolzheim einen hohen Stellenwert im Kreisverband habe. Schon die Gründer dieser Kameradschaft waren nach dem 70er Krieg bereit, zusammenzustehen

und die Kameradschaft zu pflegen. Durch die kürzlich erfolgte Aussetzung der Wehrpflicht, was nicht in seinem Sinne gewesen sei, so Raab, sei es schwer, den jungen Menschen zu vermitteln, was Kameradschaft heute bedeute. Als wehrpflichtiger Soldat der Bundeswehr habe man diese kennengelernt und später in den Reservistenkameradschaften weiter gepflegt. Auch Robert Höhenberger beglückwünschte die Kameradschaft und lobte ebenfalls deren Zusammengehörigkeit und Engagement. Text: pb Foto: Brandl Treue Kameraden 5/2013

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Mittelfranken KV Hersbruck-Lauf

Bericht von der Kreisversammlung In unserer letzten Ausgabe druckten wir einen Bericht von der Kreisversammlung des Kreisverbandes Hersbruck-Lauf ab. Bedauerlicherweise haben wir dazu ein falsches Bild veröffentlicht. Hier ist nun das richtige Bild mit Bildunterschrift: Der neue Vorstand des Kreisverbandes Hersbruck-Lauf. V. l.: Christian Hauenstein (Revisor), Marion Schober (Beisitzer), Stefan Kratzer (Beisitzer), Roland Bezold (stellvertretender Kreisschießwart), Margot Nast (Kreisschießwart), Thomas Winter (Revisor), Werner Hasenest (stellvertretender Vorsitzender), Reinhold Heinrich (Beisitzer), Adolf Lederer (1. Vorsitzender), Alois Beck (Kassier), Otto Thummerer (stellvertretender Vorsitzender), Wolfgang Köth (Schriftführer), Walter Kraus (Beisitzer). Nicht im Bild: Jutta Foto: privat Pawlik (Beisitzer). KRK Georgensgmünd

BSB-Präsidium beim 140-jährigen Gründungsfest Georgensgmünd – Hohen Besuch hatte die Krieger- und Reservistenkameradschaft (KRK) Georgensgmünd 1873 e.V. anlässlich ihres 140-jährigen Bestehens am 23./24. August 2013. Das Präsidium des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) mit Präsident Jürgen Reichardt an der Spitze war der Einladung des KRK-Vorsitzenden Wolfgang Niebling - zugleich Kreisvorsitzender Roth, Bezirksvorsitzender Mittelfranken und stellvertretender BSBPräsident - gefolgt und hatte seine Präsidiumssitzung nach Geor-

gensgmünd verlegt. Damit war der Name des Ortes den Mitgliedern des BSB-Präsidiums zwei Wochen vor dem legendären Bayern 3-Dorffest, das dort stattfinden sollte, bestens bekannt. Der 1. Bürgermeister der Gemeinde, Ben Schwarz, ließ es sich nicht nehmen, die Präsidiumsmitglieder persönlich im Landgasthaus Eichhorn zu begrüßen. Er stellte die Gemeinde kurz vor und sprach auch den Finalsieg im Wettbewerb um das Bayern 3Dorffest an. Das eigentliche Gründungsfest

Am Festzug nahmen der 1. Bürgermeister von Georgensgmünd, Ben Schwarz (vorn) und das BSB-Präsidium mit Generalmajor a. D. Jürgen Reichardt (schräg dahinter) teil.

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Treue Kameraden 5/2013

begann mit der Totenehrung auf der Denkmalinsel. Die Kranzniederlegung erfolgte zu den Klängen des Liedes "Ich hatt` einen Kameraden" durch zwei Reservisten in Bundeswehruniform. Das Totengedenken nahm Wolfgang Niebling vor. Im Anschluss an die Kranzniederlegung marschierten die Fahnenabordnungen, Ehrengäste und Vereine zum Festzelt auf dem vereinseigenen Gelände. Musikalisch begleitet wurde der Zug durch die "Neue G münder Blasmusik" unter der Leitung von Kurt Eichhorn. Der anschließende Feldgottesdienst wurde durch die beiden Militärgeistlichen des Standortes

Roth, Pfarrer Christoph Thiele und Pastoralreferent Ludwig Lanzhammer, zelebriert und vom Georgensgmünder Posaunenchor begleitet. Blick 400 Jahre zurück In seiner Festansprache ging Generalmajor a. D. Jürgen Reichardt zunächst etwa 400 Jahre in die Zeit des 30-jährigen Krieges und die anschließenden Auseinandersetzungen der großen Mächte Europas ein. Im deutsch-französischen Krieg 1870-71 kämpften dann zum ersten Male alle deutschen Soldaten auf einer Seite. Der Sieg dieses Krieges führte dazu, dass sich zahlreiche Veteranenvereine, so auch der Veteranen- und Kampfgenossenverein Georgensgmünd im Jahre 1873

KRK-Vorsitzender Wolfgang Niebling (l.) konnte viele prominente Gäste beim 140-jährigen Gründungsfest begrüßen. Das Foto ziegt ihn mit der Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler


Mittelfranken gründeten. Der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Schwarz (ein weiterer Schirmherr war Landrat Herbert Eckstein), bedankte sich beim Gastgeber recht herzlich und lobte die Vereinsspitze für die Vorbereitung und Durchführung des Festes, aber auch für deren Beteiligung an anderen Veranstaltungen der Gemeinde. Die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler ging in ihrem Grußwort auch auf das Schicksal des Bundeswehrstandortes Roth ein. Sie vertraue auf das Bekenntnis der verantwortlichen Politiker zum Standort und zur geplanten Stationierung der Offiziersschule der Luftwaffe.

Kritische Worte zur Schließung des Standortes Roth Landrat Herbert Eckstein hingegen äußerte diesbezüglich Zweifel. Ein "Premiumstandort" sei "plattgemacht" worden, wie es aus dem Munde vieler Soldaten die den Standort besuchen, zu hören sei, betonte er in seinem Grußwort. Auch er dankte dem Verein für seinen Beitrag im gesellschaftlichen Leben. Nobert Saurborn überbrachte als stellvertretender Kreisvorsitzender Roth die Glückwünsche des Kreisverbandes und in seiner Eigenschaft als Bezirksgeschäftsführer Mittelfranken auch die des Bezirks.

Willi Winkler, 1. Schützenmeister der Gmünder Schützen, dankte für die lange und gute Zusammenarbeit. Die KRK schießt seit Jahrzehnten auf der Anlage des Schützenvereins. Zum Abschluss des Festaktes ehrten BSB-Präsident Reichardt und Ortsvorsitzender Niebling mehrere Vereinsmitglieder (s. Info-Kasten). Dirk Mewes, der Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. dankte dem Verein mit einem Fahnenband und zeichnete Hubertus Hetzel und Evelin Karbacher für die Verdienste um den Volksbund aus. Text: Wolfgang Niebling Fotos: privat

Für ihre Verdienste um den Verein wurden geehrt: Heidemarie Brandl, Horst Reimer, Lothar Zindler (Ehrenkreuz); Sonja Sommerer (VK I); Evelin Karbacher, Christine Otte und 1. Bürgermeister Ben Schwarz (VK II); Andy Worm, Petra Baurenschmidt, Beatrix Dörnbraak, Rainer Kraus, Hans Großberger, Thomas Riepl, Wolfgang Brunner und Manfred Gempel (Ehrenmedaille); Katholischer Standortpfarrer Ludwig Lanzhammer, Evangelischer Standortpfarrer Christoph Thiele und Thomas Jaensch (Reservistenverdienstkreuz in Silber).

Unterfranken KSK Frankenbrunn

Schießen keine reine „Männersache“ Frankenbrunn – „Das Dorfschießen sorgt unter den Vereinen, Bürgerinnen und Bürgern der Laibach-Gemeinde immer wieder für ein gutes Miteinander“, meinte KSK-Vorsitzender Gerhard Heilmann, der als Bezirksschießwart deshalb gerne die Abwicklungsverantwortung beim sechsten Dorfschießen übernommen hatte. „Besonders zufrieden bin ich, dass sich die Frauen des Ortes mit Begeisterung an die Luftgewehre trauen.“ Erstmals waren auch zwei Jugend-Gruppen, die „Löschzwerge“ der Feuerwehr und „The Golden Guns“, am Schießstand. Ihr Betreuer Heiko Wilde: „Sie kommen aus der örtlichen DJKSportgemeinschaft. Beide Gruppen machen gut mit. Es war ein erfolgreicher Versuch.“ Der junge Louis Lübbe strahlte mit seinem errungenen Pokal: „Ich mache gerne mit und hoffe, dass wir im nächsten Jahr auch wieder dabei sein dürfen. Es war einfach toll.“ Neben Pokalen gab es auch Medaillen und Urkunden. Gerhard Heilmann: „Insgesamt gesehen machen die Frankenbrunner hervorragend mit. Heuer waren es wieder 78 Schützen mit Ergebnissen, die sich sehen lassen können. Ziel dieser Veranstaltung ist und bleibt der Erhalt der Kameradschaft“, betonte der

Vorsitzende bei der Preisverleihung im Rahmen des Kamerad-

schaftsfestes (siehe Info-Kasten). Dank zollte Gerhard Heil-

mann allen Helfern und dem Schützenverein Bavaria Thulba, der seine Schießanlage erneut bereitwillig zur Verfügung gestellt hatte. Text: hsg/Foto: Straub

Einzelergebnisse Jugendklasse: 1. Leon Baumgart, Lennard Wilde, Louis Lübbe (je 79 Ringe), 4. Niklas Vorndran (77), 5. Marcelo Meder (76) und 6. Noah Vonroth (68). Damenklasse: 1. Anja Baumgart, Theresia Stürzenberger, Sonja Schwarz (je 80 Ringe), 4. Eva Schuhmann (79), 5. Denise Wilde und Sandra Rommel (78). Herren-Klasse: 1. Martin Seubert (88 Ringe), 2. Jürgen Schneider (83), 3. Michael Vorndran (82), 4. Michael Ebert (79), 5. Peter Stürzenberger und Gerhard Ebert (78). Erfolgreichste Mannschaften: Jugendklasse: 1. The Golden Guns mit Leon Baumgard, Lennard Wilde, Niklas Vorndran (235 Ringe), 2. Die Löschzwerge mit Louis Lübbe, Marcelo Meder, Noah Vonroth (223). Damenklasse: 1. Schjießvögelich mit Theresia Stürzenberger, Sonja Schwarz, Sandra Rommel (238 Ringe), 2. Das Wilde-Haus mit Denise Wilde, Heiko Wilde, Natalie Polz (228), 3. Schützenliesels mit Anja Baumgart, Eva Schuhmann, Iris Vorndran (228). Herrenklasse: 1. Adventure-Team mit Jürgen Schneider, Michael Vorndran, Dieter Heinrich (243 Ringe), 2. Frankenbrunner Gartenbauverein mit Martin Seubert, Alexander Lambart, Mark Fröhlich (236), 3. Hinnerdürfer Freihandschützen mit Michael Ebert, Gerhard Ebert, Ludwig Haas (235).

Sie freuten sich über ihre guten Ergebnisse beim 6. Frankenbrunner Dorfschießen. Treue Kameraden 5/2013

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Unterfranken KSK Frankenbrunn

Gelebte Kameradschaft Frankenbrunn – Auf ihren Fahnen steht „Wir bleiben Kameraden“ oder auch „Treue für Treue“ und das nehmen Vereine wie die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Frankenbrunn auch Ernst, zum Beispiel mit ihrem jährlichen Kameradschaftsfest. Zu diesem Fest lädt die KSK befreundete und gleichgesinnte Vereine in die kleine Gemeinde am Laibach ein. Die KSK Frankenbrunn will mit der traditionellen Veranstaltung, zu der auch ein Dankgottesdienst zum Gedenken an die Kriegsopfer und verstorbenen Kameraden gehört, die Kameradschaft weiter fördern. „Freundschaften sind über viele Jahre entstanden und sie sollen weiter wachsen“, forderte auch Pfarrer Karl Theodor Mauer die Kameradschaften und Frankenbrunner Bürgerinnen und Bürger in seiner beeindruckenden Predigt auf. Nach dem feierlichen Festgottesdienst legten die Kameraden am Ehrenmal vor der Kirche einen Kranz nieder. Vorsitzender Gerhard Heilmann erinnert in seiner Gedenkrede an die gefallenen und verstorbenen Kameraden. Musikalisch wurde die Zeremonie von der Musikkapelle Frohsinn unter Leitung von Gerhard Heilmann mit der Bayern-Hymne und dem Deutschlandlied gestaltet.

Die Musikkapelle „Frohsinn“ gab den richtigen Takt beim Festzug vor. So wie die Vereine unter den Klängen zünftiger Marschmusik gemeinsam zur Kirche zogen, so marschierten sie anschließend zum Festzelt am Feuerwehrhaus. Neben den örtlichen Vereinen und Vertretern aus Politik und BSB waren befreundete Kameraden aus Lauter, Pfaffenhausen, Fuchsstadt, Untererthal, Premich und Aschach nach Frankenbrunn gekommen und feierten mit dem Ortsverein das Traditionsfest. Die weiteste Anreise hatten die Kameraden aus Hüttenwalde in der Hocheifel. Mit ihnen besteht seit Jahren ein gutes kameradschaftliches Verhältnis. Beiderseitige Besuche stehen immer wieder auf dem Programm. 2. Bürgermeister

SRK Schallfeld

Pfälzer Sommerbiathlon 2013 Germersheim – Der deutschlandweit ausgeschriebene Pfälzer Sommerbiathlon, an dem etwa 50 Wettkämpfer teilnahmen, fand am 29. Juni in Germersheim am Rhein statt. Nach der Einweisung begann der anspruchsvolle Wettkampf bei leichtem Regen mit einem Handgranaten-Zielwerfen auf verschiedene, unterschiedlich weit entfernte Ziele. Abschließend musste die Granate über 30 Meter weit geworfen werden. Laufen, laufen, laufen … Dann begann die Zeitnahme und die ersten 5.000 Meter Geländelauf zum Gewehrschießen mussten in Uniform und Kampfstiefeln bewältigt werden. Ohne Zeitunterbrechung ging es auf der Standortschießanlage zum ersten Schießen mit dem Gewehr G36 der Bundeswehr. Auf eine Entfer-

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Treue Kameraden 5/2013

nung von 200 Metern mussten die Wettkämpfer stehend Klappfallscheiben bekämpfen. Danach ging es sofort wieder auf die Laufstrecke, abermals über 5.000 Meter. Wieder auf der Schießanlage angekommen, schossen die Wettkämpfer wiederum im stehenden Anschlag, diesmal allerdings auf Ringscheiben. Die letzte Geländelaufrunde ging über 4.000 m und nachdem das Ziel nach insgesamt 14 Laufkilometern erreicht war, wurde die Zeit gestoppt. Zum Abschluss stand noch ein Pistolenschießen mit der Bundeswehr-Pistole P8 auf dem Programm.

Manfred Manger von der Marktgemeinde lobte die anwesenden Vereine: „Bei euch werden Kameradschaft gepflegt, Tradition ge-

wahrt und die Toten noch geehrt. Wir dürfen froh sein, dass wir in solchen Gemeinden leben dürfen.“ Text/Fotos: Günther Straub

Mit der Kranzniederlegung gedachten die Frankenbrunner auch der gefallenen und verstorbenen Kameraden. baren Höchstpunktzahl von 580 Punkten erreichte er 543 Punkte und verwies den nächstplatzierten Wettkämpfer mit über 40 Punkten Abstand auf den zweiten Platz. Auch in einem zweiten, parallel durchgeführten Wettkampf zu si-

cherheitspolitischen Fragen sicherte sich Pfister den 1. Platz. Nach der Siegerehrung und dem abschließenden Essen wurden die Wettkämpfer verabschiedet und fuhren nach Hause. Text/Foto: Peter Pfister

Peter Pfister siegte souverän Bewertet wurden das Handgranatenwerfen, die Schießergebnisse und die komplette Zeit. Sieger wurde Peter Pfister von der SRK Schallfeld. Von der erreich-

Höchste Konzentration war bei den Schießübungen angesagt.


Unterfranken SKK Wülfershausen

100 Jahre Soldaten- und Kriegerkameradschaft Wülfershausen Der Tradition und Kameradschaft verpflichtet Wülfershausen – „Der Zusammenhalt der Bundeswehr beruht wesentlich auf Kameradschaft. Sie verpflichtet alle Soldaten, die Würde, die Ehre und die Rechte des Kameraden zu achten und ihm in Not und Gefahr beizustehen. Das schließt gegenseitige Anerkennung, Rükksicht und Achtung fremder Anschauungen ein.“ Diesen Paragraphen 12 des Soldatengesetzes zitierte Oberstleutnant Volker Ortloff von der Infanterieschule Hammelburg in seiner Festrede als Schirmherr des 100-jährigen Jubiläums der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Wülfershausen. Gleichzeitig bestätigte er dem Verein, dass dieser sich die Kameradschaft zu eigen gemacht habe, sei es bei der Kameradschaftspflege, bei Ehrerweisungen oder Totengedenken. Mit seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bezeuge der Jubelverein, dass „Kameradschaft auch über die Kasernenzäune hinaus gelebt wird.“ Trauer um Gefallene und Vermisste Auf dem Friedhof hatte Erster Vorsitzender Elmar Heil bereits das Kriegerdenkmal mit einer Blumenschale geschmückt. In seinem Totengedenken ging er auf die unzähligen Opfer und Schikksale während der beiden Weltkriege ein. Wülfershausen musste im I. Weltkrieg 26 Gefallene und einen Vermissten und im II. Weltkrieg 25 Gefallene und drei Vermisste beklagen. Diakon Anton Blum sprach ein geistliches Wort, verlas Fürbitten und segnete die Gräber. Traditionspflege funktioniert gut Beim Festkommers bekannte der Vorsitzende, dass er auf die Traditionspflege seiner Kameradschaft „etwas stolz“ sei. So stelle der Verein bei verstorbenen Mitgliedern die Sargträger und eine Fahnenabordnung, während der Vorsitzende dem Verstorbenen mit einer Gedenkrede und einer Blumenschale die letzte Ehre erweise. Alljährlich am Volkstrauertag gedenke man der Opfer von Krieg und Gewalt in einem Gottesdienst und danach am Kriegerdenkmal. Eine kleine, aber „würdige Feier mit Stil und Niveau“ anläss-

lich des 100-jährigen Bestehens bescheinigten die Gastredner der Soldaten- und Kriegerkameradschaft. Staatssekretär Gerhard Eck gratulierte dem Jubelverein und sprach den Soldaten- und Reservistenkameradschaften generell ihre Daseinsberechtigung aus, da sie sich für den Frieden stark machten, bereit seien sich für eine gute Sache einzusetzen, Traditionen pflegten und sich damit tatkräftig in die Gesellschaft mit ein brächten. Mahnung zum Frieden Landrat Florian Töpper erinnerte an den Vorabend des I. Weltkrieges, als die Monarchie mit zu den Spannungen in Europa beitrug. Die Soldatenkameradschaften hätten nur bestehen können, indem sie sich den politischen Veränderungen angepasst hätten. Es dürfe sich nicht wiederholen, dass Wohlstand und Frieden gefährdet würden, dazu brauche man auch eine Armee. Durch das Totengedenken zeige der Verein Zusammenhalt und Einsatz für die Erhaltung des Friedens. Bürgermeister Günther Jakob bezeichnete die Soldatenkameradschaft als wichtig beim Gedenken an die Opfer der Weltkriege. Man dürfe nicht noch einmal die gleichen Fehler begehen, die zu den Weltkriegen geführt hätten. Wir dürften stolz auf unser Land und dessen demokratische Verfassung sein. Franz Sennefelder, Kreis- und Bezirksvorsitzender des Bayerischen Soldatenbundes, überreichte Elmar Heil als Dank für die Sammlungen für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine Nachbildung der Gefallenengedenkglocke „Maria Dolens“ in Rovereto. Das ist die größte Glocke der Welt, die jeden Abend mit hundert Schlägen an die Opfer der Kriege erinnert. Zurzeit gehören der SKK Wülfershausen noch fünf Männer an, die aktiv den II. Weltkrieg miterleben mussten. Einer von ihnen, Gregor Münch, konnte die Treuenadel für 70 Jahre Mitgliedschaft persönlich entgegennehmen (weitere Ehrungen: siehe Info-Kasten). Text: ar Fotos: Daniel Heil

Gregor Münch (Mitte erster Reihe) musste den Zweiten Weltkrieg als aktiver Soldat miterleben. Die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Wülfershausen ehrte ihn im Rahmen ihrer 100-Jahrfeier für seine 70 Jahre dauernde Vereinstreue. Zu den Gratulanten gehörten (1. Reihe v.l.) Bürgermeister Günther Jakob, Schirmherr Oberstleutnant Volker Ortloff, Landrat Florian Töpper, Staatssekretär Gerhard Eck sowie erster Vorsitzender Elmar Heil. 2. Reihe: Josef Rustler, Karl-Dieter Weber, Edgar Prozeller und Alois Mützel. 3. Reihe: Anton Nöth, Walter Mützel, Edmund Benkert, Oskar Hartung. Obere Reihe: Peter Fischer, Alfred Münch, Franz Sennefelder vom BSB, Rudolf Schmitt, Oswald Drenkard Adolf Weber und Georg Lehmann.

Die SKK Wülfershausen gedachte im Rahmen ihres 100-jährigen Jubiläums vor dem Kriegerdenkmal auf dem Friedhof Ihrer Gefallenen und Vermissten der Weltkriege, ihrer verstorbenen Mitglieder sowie der Opfer von Gewalt. Nach der Gedenkrede des ersten Vorsitzenden Elmar Heil und dem Abstellen einer Blumenschale erwiesen Schirmherr Oberstleutnant Volker Ortloff und die Fahnenabordnungen zum Lied „Ich hatt´ einen Kameraden …“ das Totengedenken. Für langjährige Treue zum Verein und/oder besondere Verdienste wurden ausgezeichnet: Georg Lehmann und Peter Fischer (Verdienstkreuz zweiter Klasse). Alois Heilmann, Helmut Kömm, Raimund Spahn und Erwin Störlein (70 Jahre), Karl-Dieter Weber (50), Manfred Bau, Edmund Benkert, Dieter Dausacker, Günter Drenkard, Oswald Drenkard, Oskar Hartung, Elmar Heil, Robert Heil, Alfred Münch, Alois Mützel, Walter Mützel, Anton Nöth, Edgar Prozeller, Josef Rustler, Anton Schmitt, Konrad Schmitt, Rudolf Schmitt, Max Stolzenberg und Adolf Weber (40). Treue Kameraden 5/2013

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Unterfranken SKK Wildflecken

Zweitältester Verein Wildfleckens feierte 125-jähriges Bestehen

Mit dem Ehrenkreuz wurden ausgezeichnet (v. l.): (hinten) Michael Frank, Wolfgang Illek, Roland Fröhlich, Klaus Schuhmann, Jürgen Köstler. Mit dem BSB-Verdienstkreuz zweiter Klasse wurden die Kameraden Dieter Zurek und Hubert Wiegand (vorn) ausgezeichnet. wünschte der Wildfleckner KaWildflecken – Mit einem Festzahlreiche Witwen unsrer verstormeradschaft eine weitere erfolggottesdienst eröffnete die Soldabenen Kameraden zu unserem Jureiche Zukunft. ten- und Kriegerkameradschaft biläum begrüßen kann“, so Vor„Die Soldaten- und Kriegerka(SKK) Wildflecken die Feier ihres sitzender Ottmar Bohn. meradschaft hat es als zweitälteBohn ging in seiner Ansprache 125-jährigen Bestehens. Mitgester Verein der Gemeinde verausführlich auf die Geschichte der staltet wurde der Gottesdienst dient, gewürdigt zu werden“, sagSKK ein. Er bedauerte, dass die vom Wildfleckner Gesangverein te Bürgermeister Alfred Schrenk. Zahl der Mitglieder schon seit Jahunter der Leitung von Dirigentin „Auch nach 125 Jahren seid ihr ren rückläufig ist. Als Grund dafür Regina Rinke, Walter Gutmann immer noch eine feste Größe in sieht er unter anderem die Ausset(Klarinette) und Wolfram Reidelder Gemeinde und habt die Gezung der Wehrpflicht und das nachbach (Orgel). Pfarrer Florian Judschichte mitgeschrieben“, lobte er lassende Interesse bei den Jugendmann überbrachte Glückwünsche die Kameradschaft. Beim Vorsitlichen, sich der Kameradschaft ander Pfarrgemeinde. zenden Bohn bedankte sich zuschließen. „Trotzdem wollen wir Fortgesetzt wurde die Feier von Schrenk mit einem Geldgeschenk versuchen, der Kameradschaft den Kameradschaftsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit mit auch in Zukunft die Treue zu halund deren Angehörigen bei einem dem Markt Wildflecken. Die anten“, so der Vorsitzende. gemeinsamen Mittagessen im Die Glückwünsche des BeSportheim. Glückwünsche und zirksverbandes des Bayerischen Ehrungen standen anschließend SK Sulzheim Soldatenbundes überbrachte im Mittelpunkt des Jubiläums. Höchste Ehrung für Kreisvorsitzender Klaus Lutz. Er „Ich freue mich, dass ich auch

Für besondere Verdienste wurden geehrt (v. l.): Ottmar Bohn, Kreisvorsitzender Klaus Lutz, Renate Bohn, Bürgermeister Alfred Schrenk.

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Treue Kameraden 5/2013

Sulzheim – Schon als jungem Soldat lag Emil Hillenbrand aus Sulzheim am Herzen, den Millionen Gefallenen der Weltkriege bleibende Ruhestätten zu schaffen, die Erinnerung an ihr großes Opfer wach zu halten, das Leid der Angehörigen zu lindern und der Volksversöhnung zu dienen. Genau so steht es jetzt, viele Jahrzehnte später, auf der Urkunde, die er kürzlich im Rahmen eines Empfangs der Regierung von Unterfranken aus den Händen von Regierungspräsident Paul Beinhofer entgegennehmen durfte. Hillenbrand ist eine von vier Personen aus Unterfranken, die

Für langjährige Treue zum Verein und/oder besondere Verdienste wurden ausgezeichnet: Klaus Schuhmann, Michael Frank, Jürgen Köstler, Roland Fröhlich und Wolfgang Illek (Ehrenkreuz des Bayerischen Soldatenbundes); Hubert Wiegand und Dieter Zurek (Verdienstkreuz zweiter Klasse wurde). Gottfried Schumm (70 Jahre), Ottmar Bohn und Adolf Kreuzpaintner (50), Werner Halle (40), Michael Frank, Roland Fröhlich, Albin Kleinheinz, Jürgen Köstler, Dieter Manger, Michael Masso, Alfred Schrenk und Klaus Schuhmann (25).

schließenden Ehrungen nahmen Kreisvorsitzender Lutz, Vorsitzender Bohn und Bürgermeister Schrenk vor. Bohn selbst bekam in Würdigung seiner Verdienste um das deutsche Soldatentum und dabei insbesondere um den Bayerischen Soldatenbund, das Großkreuz am Bande verliehen. Seine Frau Renate ist bereits seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich für die Wildfleckner Kameradschaft tätig. Sie unterstützt ihren Mann bei seinen vielfältigen Aufgaben als Vorsitzender und pflegte das Gefallenenehrenmal 13 Jahre lang vorbildlich. Dafür wurde ihr der Verdienstorden in Gold am Band mit Schleife des Bayerischen Soldatenbundes verliehen. Ottmar Bohn hatte seiner Frau zusätzlich ein Blumenstrauß mitgebracht (weitere Ehrungen: siehe InfoKasten). Text/Fotos: Helmut Raab

Emil Hillenbrand sich in hohem Maße um die Sammlungen zugunsten des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge verdient gemacht haben. Was er früher in seiner Jugend in Baden-Württemberg und Bayern geleistet hat, das setzte er als Mitglied der Soldatenkameradschaft Sulzheim fort. 15 Jahre lang arbeitete er im Vorstand mit, davon 13 Jahre selbst als Vorsitzender. Heute ist Emil Hillenbrand Ehrenvorsitzender, doch nach wie vor nicht passiv. Seinem Engagement wurde mit der besonderen Auszeichnung, die neben einer Urkunde auch die weißgoldene Ehrennadel des Landesverbandes Bayern der Deutschen


Unterfranken Kriegsgräberfürsorge beinhaltet, besonders gewürdigt. Voraussetzung für die Entgegennahme der höchsten Auszeichnung des Landesverbandes, war der Besitz der Verdienstspangen in Bronze, Silber und Gold. Emil Hillenbrand besitzt alle drei. Die SK Sulzheim liegt bei den Ergebnissen der jährlichen

Sammlungen für die Kriegsgräberfürsorge im Kreisverband Gerolzhofen ganz vorne. SK-Vorsitzender Robert Grob nahm für das herausragende Sammelergebnis der Kriegsgräberopferwoche 2012 eine Dankesurkunde sowie die Medaille „Friedenspark La Cambe/Normandie“ entgegen. Text: pks/Foto: privat

Gastvereine, Fahnenabordnung sowie (v.l.) Obergefreiter d.R. Michael Beck, Stabsunteroffizier d.R. Gottfried Kraus, Hauptgefreiter d.R. Christian Engelhardt, Stabsfeldwebel a.D. Franz Josef Wiesner, Obergefreiter d.R. Gert Schellenberger, unser Bürgermeister Stabsunteroffizier d.R. Burkard Losert beim Totengedenken.

Ehrung für großes Engagement: Ehrenvorsitzender Emil Hillenbrand wurde für seine Verdienste um die Sammlungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge geehrt, die Soldatenkameradschaft Sulzheim wurde ebenfalls ausgezeichnet. V.l.: Emil Hillenbrand (li) mit Stefan Wagenhäuser, Bezirksgeschäftsführer des Bezirksverbandes Unterfranken des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer beim Empfang in Würzburg. SRK Gramschatz

90 Jahre wechselvolle Geschichte Jubiläum mit Festumzug Gramschatz – Bürgermeister Burkart Losert weiß, wovon er spricht: „Die Kriegerkameradschaft, wie der Verein in der Gründerzeit genannt wurde, aber auch heute die Soldaten- und Reservistenkameradschaft sahen in der Selbsthilfe immer eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Ganz gleich ob es um die Verbesserung

der Lebensbedingungen oder auch um die gegenseitige Unterstützung von Kameraden oder deren Hinterbliebenen ging“, so der Stabsunteroffizier der Reserve der Gebirgsjäger nach dem Gottesdienst mit Pater Edmund zum 90-jährigen Jubiläum der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Gramschatz.

Viele Gastvereine gaben den Kameraden der SRK Gramschatz mit ihren Fahnenabordnungen die Ehre.

SRK-Vorsitzender Franz Josef Wiesner konnte einige offizielle BSB-Vertreter und die Kameradschaften aus Arnstein, Birkenfeld, Eßleben, Estenfeld, Gelchsheim, Karbach, Kürnach, Oberleinach, Püssensheim, Wülfershausen und Rimpar, sowie den Schützenverein Rimpar begrüßen. Wiesner lobte den Mut Loserts, zu seinem Dienst in der Bundeswehr zu stehen und in Uniform zu erscheinen. „Wir alle, die hier in Uniform stehen, zeigen damit, dass wir unsere Pflicht für Frieden und Freiheit in einer Wehrpflichtarmee abgeleistet haben“, so Wiesner. Dann marschierten die Fahnenabordnung der Gramschatzer Reservisten, die Soldatenvereine, die Ortsvereine und die Ehrengäste mit musikalischer Begleitung der Musikkapelle Gramschatz in einem Festzug zum Fischerfest. Dort wurde das 90-jährige Jubiläum ausgiebig gefeiert. Rückblick Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Gramschatz hat ih-

re Anfänge im Jahr 1923. Damals wurde der Kriegerverein 14/18 durch Kriegsgediente aus dem Ersten Weltkrieg unter Vorstand Alois Kistner gegründet. Später wurde er von den Nazis aufgelöst. 1959 wurde der Verein als Soldaten- und Kriegerkameradschaft neu gegründet. Erster Vorstand war bis 1997 Otto Volk. Abgelöst wurde er von Franz Josef Wiesner. Die 37 Gründungsmitglieder von 1959 waren Kriegsteilnehmer des Zweiten Weltkrieges und teilweise auch des Ersten Weltkrieges. Ziel waren Kameradschaftstreffen, um die Kriegserlebnisse zu verarbeiten und die Erhaltung bzw. Erneuerung des Ehrenmals und der Auftrag, sich für Frieden und Freiheit einzusetzen. Außerdem sollte der VdK und der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge unterstützt werden. 1961 fand dann eine Haussammlung statt, um das Ehrenmal neu zu gestalten. Die Umbenennung in Soldatenund Reservistenkameradschaft Gramschatz erfolgte 1978. Ein Jahr später wurde unter Reinhard Weberbauer die Reservistengrup-

Im Festzug ging es vom Gottesdienst zum Fischerfest. Treue Kameraden 5/2013

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Unterfranken pe der Bundeswehr gegründet. Weberbauer war bis 2001 Reservistenbetreuer. Ihm folgte Gottfried Kraus, der bis 2007 Reservistenbetreuer war. Seit 2007 ist nun Michael Beck der Reservistenbetreuer. Im Jahr 2013 zählt die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Gramschatz 73 Mitglieder, davon sind 45 Reservisten der Bundeswehr und 14 Frauen.

Aktiv ist die Kameradschaft unter anderem beim Fischerfest, beim Christbaumverkauf, bei der Gestaltung des Volkstrauertages, der Denkmalpflege, bei der Reservistenarbeit für Reservisten der Bundeswehr, Sammlungen für den Volksbund und Kameradschaftspflege. Text: Franz Josef Wiesner Fotos: Nadja Hofmann

SK Sondheim/Rhön

Ein Vierteljahrhundert deutsch-französische Freundschaft Interessantes Besuchsprogramm Sondheim/Rhön – Bereits zum zwölften Mal besuchen sich Kameraden der Soldatenkameradschaft (SK) Sondheim/Rhön und Reservisten der französischen Armee aus Belfort. Diesmal waren sechs französische Kameraden Anfang Juli in der Rhön zu Gast. Bürgermeisterin Monika Götz begrüßte die Unteroffiziere der Reserve des 35. Infanterie-Regiments aus Belfort und wünschte Gästen und Gastgebern ein schönes Wochenende in Sondheim/Rhön. Etwas später traf sich der Vorstand der SK Sondheim im Garten der Villa Hecht mit den französischen

Kameraden zum Willkommenstrunk. KH Hecht stand während der gesamten Veranstaltung als Dolmetscher zur Verfügung. Besuch in Mellrichstadt Beim anschließenden Besuch im Dokumentationszentrum der Mellrichstädter Hainbergkaserne führte der Hausherr, Oberstleutnant a.D. Gerhard Höhn, die Gäste durch das militärhistorische Museum samt Atombunker. Hier begrüßte auch der BSB-Kreisvorsitzende Günter Neundorf die französischen Unteroffiziere. In gemütlicher Runde klang der erste Besuchstag aus.

Ein umfassendes Programm hatten die Sondheimer Kameraden für ihre französischen Freunde vorbereitet. Die Rhön von oben Am zweiten Tag stand ein Ausflug zur Wasserkuppe auf dem Programm. Die französische Delegation und einige Sondheimer Vorstandsmitglieder besuchten zunächst das dortige Fliegermuseum. Anschließend wurden die Kameraden aus Belfort vom SKVorstand zu einem Rundflug über die Rhön und Sondheim eingeladen. Sicher werden sie den Flug noch lange in Erinnerung behalten. Blick zurück Am Nachmittag besichtigten die Besucher unter der Führung von Gerhard Bach den historischen Grenzzaun und Grenzturm

am Dreiländereck (Bayern, Hessen, Thüringen).Beim folgenden Kameradschaftsabend knüpften und vertieften Gäste und Gastgeber neue beziehungsweise alte Freundschaften. Beim sonntäglichen Besuch der „Fladungen Classics“ konnten die Gäste nicht nur historische Fahrzeuge bewundern, sondern etwas vom Lebensgefühl der Aufbaujahre spüren. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Gemeindezentrum von Sondheim traten die französischen Kameraden die Heimreise an. Beide Kameradschaften freuen sich schon auf das nächste Treffen, dann in Belfort. Foto: privat Text: Egon Mußmächer

Oberbayern VKV Laim

Ehrensache war es für Veteranen- und Kriegerverein (VKV) MünchenLaim, am 14. Juli an der 110-Jahr-Feier des Vereins der Niederbayern in München-Pasing teilzunehmen. Schließlich unterstützt der Nachbarschaftsverein den 2010 wieder gegründeten KSV sehr aktiv. V. l. KSV-Vorsitzender Gerhard Krämer und die Vereinsmitglieder Stadtrat Johann Stadtler, Peter Grüner, Rolf Kramer, Rudolf Reitinger und Peter Text: Gerhard Krämer, Foto: Niederbayern Pasing Röhl.

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Treue Kameraden 5/2013

VRK Pasing/VKV Laim

Ihr 1.250 Ortsgründungsfest feierten die Einwohner des Münchener Stadtteils Pasing am 4. August 2013 mit einem großen Festumzug. Mit dabei waren die Veteranen- und Kriegervereine (VKV) Laim 1890/2010 e.V. und Pasing München/West mit Fahnenabordnungen. Zahlreiche Zuschauer verfolgten bei Temperaturen von 35° im Schatten den Festzug. Anschließend wurde im Festzelt auf der Pasinger Vorwiese gefeiert. Das Foto zeigt die Fahnenabordnungen der beiden BSB-Vereine vor der Stadtpfarrkirche Maria Schutz. Text: Gerhard Krämer, Foto: Clemens Tix


Oberbayern KV München

150 Jahre Befreiungshalle München – Das 150-jährige Jubiläum der Befreiungshalle Kelheim nahm die BSB-Kreisgruppe München zum Anlass, ihren diesjährigen Ausflug nach dort zu unternehmen. Viele Mitglieder der angeschlossenen Ortskameradschaften nahmen das Reiseangebot an. Am Michelsberg oberhalb Kelheim angekommen, wurde die Gruppe bereits von sachkundigen Führern erwartet und in die Entstehungsgeschichte des Monuments eingewiesen. Bereits 1842 gab König Ludwig I von Bayern seinem Hausarchitekten Friedrich

von Gärtner den Auftrag zum Bau einer Gedenkstätte für die Befreiung Deutschlands von der Vorherrschaft Napoleons. Während der Bauzeit verstarb allerdings der Architekt, so dass die Vollendung einem weiteren bedeutenden Bauherrn des Klassizismus, Leo von Klenze, übertragen wurde. Der mächtige Rundbau ist von 18 Kolossalstatuen umgeben, Symbole für die am Befreiungskrieg beteiligten deutschen Volksstämme. Der leere imposante Innenraum wird umringt von 34 marmornen Siegesgöttinnen, die den Staaten des „Deutschen Bun-

des“ entsprechen und mit Tafeln an die wichtigsten Schlachten der Befreiungskriege von 1813 bis 1815 erinnern. Ebenso verewigt sind die bedeutendsten Feldherren und Festungsorte dieser Epoche. Die Einweihung erfolgte am 18. Oktober 1863 anlässlich des 50. Jahrestages der Völkerschlacht in Leipzig. Als weiteres Reiseziel steuerte die Gruppe per Schiff durch den Donaudurchbruch Kloster Weltenburg an. Im Barocksaal der

Klosterschänke konnten sich die Teilnehmer an bayerischen Köstlichkeiten stärken und das dunkle Bier der ältesten Klosterbrauerei der Welt genießen. Nach gemütlichen Stunden, in welchen von vielen der Mitreisenden auch die berühmte Klosterkirche, 1716 erbaut von den Gebrüdern Asam, besichtigt wurde, ging es zurück nach München. Alle waren sich darin einig, einen interessanten und schönen Tag verbracht zu haben. Text: Klaus Käfer

Ein Teil der Reisegruppe aus München mit (v. l.): Peter Laumbacher, Peter Grüner, Gerhard Krämer, Rudolf Reitinger, Rosi Grüner, Elvira Röhl, Johann Schuhbeck, Peter Röhl und Max Gensler. Die Befreiungshalle Kelheim KSR Schondorf

Tagesausflug nach Stein am Rhein Schondorf – Ihren jährlichen Tagesausflug unternahm die Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft (KSR) Schondorf in diesem Jahr nach Stein am Rhein. Lesen Sie, was Vereinsvorsitzender Bernhard Bienek zu berichten weiß: „Frühmorgens um 6.30 Uhr ging die Fahrt los. Nicht eingeplant war der heftige Regen, erschwerte er doch die Suche nach einem trockenen Platz für unsere obligatorische Brotzeit im Freien. Gottseidank hatte der Himmel ein Einsehen und so fanden wir in Hagenau, kurz vor Meersburg, ein halbwegs trockenes Plätzchen, um uns zu stärken. Von Meersburg aus brachte uns die Fähre zur Insel Reichenau. Von jetzt an begleitete uns auch die Sonne. Die Reichenau ist eine Insel für die Sinne. An uns zogen Gemüse- und Gewürzfelder, Weinreben und Gewächshäuser vorbei. In Reichenau-Oberzell nahmen wir an einer Führung durch die „Basilika St. Georg“

Foto: Gerhard Krämer

Foto: Klaus Käfer

teil, die wie die Klosterinsel Reichenau zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Nach dem Mittagessen im Café Restaurant „Zum alten Mesmer“, gegenüber dem „Münster St. Maria und Markus“ in ReichenauMittelzell ging unsere Fahrt weiter nach Stein am Rhein. Die Stadt liegt an der Mündung des

Bodensees in den Rhein. Sie ist eine der schönsten und besterhaltenen mittelalterlichen Städte Europas. Der Marktplatz wird von wunderschön bemalten Häusern, viele mit Erkern, umrahmt. Die Häuser haben alle einen Namen und kleine Tafeln erzählen ihre Geschichte. Auf der Rückfahrt machten wir einen letzten Halt in der KatzbruiMühle in Köngetried, einer bäuerlichen Getreidemühle aus dem

Die Reisenden aus Schondorf in der Basilika St. Georg.

17. Jahrhundert. In der alten Müllerstube ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Alle waren sich einig, wieder einmal einem großartigen Ausflug teilgenommen zu haben. Organisiert hatte Rainer Raithel den Ausflug, der für seine Arbeit das verdiente Lob bekam. Dank galt auch KSR-Mitglied Philip Schnappinger, der uns den ganzen Tag mit seinem Bus bestens kutschiert hatte.“ Text: Bernhard Bienek

Foto: privat

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Oberbayern RK Ingolstadt

Erstmals führten Angehörige der Reservistenkameradschaft (RK) Ingolstadt im Juli Pflege- und Instandhaltungsarbeiten am Ehrenhain des Ingolstädter Westfriedhofs durch. Der Friedhof birgt unter anderem im 2. Weltkrieg gefallene Soldaten sowie zivile Opfer der Luftangriffe auf Ingolstadt. Nachdem der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Stadt Ingolstadt das ehrenamtliche Engagement begrüßten, wurden in Abstimmung mit dem Gartenamt der Stadt die auszuführenden Arbeiten festgelegt. Die Hauptaufgabe beim ersten Einsatz bestand darin, die von Bodendeckern überwucherten sowie schief liegenden Gedenksteine neu zu setzen und auszurichten. Hierzu wurden die Pflanzen ausgelichtet und der Untergrund hergerichtet. Bei Temperaturen zwischen 30 und 35° C eine recht schweißtreibende Angelegenheit. Die Pflege- und Instandhaltungsarbeiten Text/Fotos: Wolfgang Christmann sollen ein fester Bestandteil der Jahresplanung der RK Ingolstadt werden. GK-SG Alt-Dachau/SRK Dachau

BV Oberbayern

München/Horst – Mit dem „Großen Verdienstkreuz in Gold“ des BSB und dem „Großen Blauen Ehrenkreuz in Gold des Austria-Humanitas-Corps“ (Wien) konnte Ludwig Gasteiger (l.), der Vorsitzende der GK-Schützengesellschaft Alt-Dachau e.V., Oberst d. R. Frank Thieser (r.) auszeichnen. Thieser ist als stellvertretender Kommandeur beim Landeskommando Bayern beordert. Mit den Auszeichnungen wurden sowohl seine Verdienste um das deutsche Soldatentum als auch um Frieden, Freiheit und Völkerverständigung gewürdigt. Zuvor hatte Gasteiger bereits seine Vereinskameradin Ellen Bolden für ihre Verdienste und treue Mitarbeit im Verein mit dem „Verdienstorden in Gold mit Rubin am Band mit Schleife“ ausgezeichFoto: Eisele net.

Am 28. August 2013 übergab Brigadegeneral Helmut Schoepe (2.v.r.) das Kommando über die Führungsunterstützungsschule der Bundeswehr an Oberst Dietmar Mosmann. Heinz Leitner, der Vorsitzende des BSB-Bezirks Oberbayern (2.v.l.) dankte dem scheidenden Kommandeur für seine Unterstützung und überreichte ihm das „Reservistenkreuz in Gold“. Leitner, an der Schule als eifriger Mitsammler für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bekannt: „Sie waren immer für mich da, Herr General“. Landrat Roth (li) und Renate Leitner Foto: Bundeswehr/Sternadel (re) waren Zeugen der Verleihung.

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Schwaben VSV Friedberg

Unter weiß-blauem Himmel internationale Kontakte gepflegt Friedberg – Beim historischen Altstadtfest lebte im Juli wieder einmal die „Friedberger Zeit“ auf. Außer der offiziellen Städtepartnerschaft zwischen dem bayerischen Friedberg und jenem in der österreichischen Steiermark gibt es auch freundschaftliche Beziehungen zwi-

schen einzelnen Vereinen. Eine solche Partnerschaft besteht auch zwischen dem Veteranenund Soldatenverein (VSV) Friedberg und dem Steirischen Kameradschaftsbund StV Friedberg, dessen Mitglieder zum Altstadtfest angereist waren. Die VSV-Vorstandsmitglieder

Michael Winkler und Dieter Scholle luden spontan die gesamte 64-köpfige Delegation zum Weißwurstfrühstück im VSV-Vereinsheim ein. Unter weiß-blauem Himmel wurden alte Freundschaften vertieft und neue Kontakte geknüpft und Gastgeschenke ausgetauscht. Sehr begehrt wa-

ren dabei die T-Shirts mit dem Logo des steirischen Friedberg. Spontan erklärte sich Vereinsmitglied Franz Sonnberger bereit, eine private Stadtführung durchzuführen. Ein Großteil der Gäste ließ sich auf das Angebot ein. Text Dieter Scholle Fotos: privat

Unter weiß-blauem Himmel fühlten sich die Steirer Kameraden im VSV-Vereinsheimgarten sichtlich wohl. RK Oberbeuren

Besuch im Bunkermuseum Wurzenpass Wurzenpass (Kärnten) – Oberbeurer Reservisten besuchten kürzlich das „Bunkermuseum Wurzenpass/Kärnten“. Das Museum ist österreichweit einmalig und seit 2005 für Besucher zugänglich. In einem eindrucksvollen Rundgang durch das 11.400 Quadratmeter große Museums-Areal konnten die weitläufigen Verbindungsgräben und teilweise tunnelartige Gänge begutachtet werden. Sieben Bunker und alle Kampfdeckungen befinden sich noch im Originalzustand. Das Bundesheer hat dieses Verteidigungssystem ab 1963 erbaut, bis 1995 immer wieder erweitert und bis 2002 einsatzbereit gehalten. Hier ist je ein Exemplar von allen Waffensystemen auf- und ausgestellt, die das Bundesheer im „Kalten Krieg“ ortsfest verbunkert hatte, wie M24, T34, M47 und Charioteer sowie Maschinengewehre, Maschinenkanonen, Panzerabwehrkanonen und leichte Feldhaubitzen sowie eine schwere Feldkanone „Long Tom“ 15,5 cm sowie ein komplett verbunkerter T34-Kampfpanzer. Im Eingangsbereich befindet sich ein Infozentrum. Hier wird

die kaum bekannte Geschichte der Landesbefestigung und Sperrtruppe dokumentiert und präsentiert. Oberst Mag. A. Scherer war der letzte Kompaniekommandant und ist der Initiator der einmaligen Bunkeranlage. In einem Vortrag betonte er, dass die Präsentation nicht zur Verherrlichung von Gewalt, Militär oder Waffen dient. Im friedlich vereinten Europa sind solche Bunker samt Bewaffnung erfreulicherweise überflüssig geworden. Als Mahnmal sollen sie zukünftig unsere Vergangenheit vor dem Vergessen bewahren. Text/Foto: Siegfried Kratz

Befestigungsanlage bestückt mit diversen Maschinengewehren und Kanonen unterschiedlichen Kalibers.

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Redaktioneller Hinweis

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Beiträge an die Redaktion sollten enthalten: Name des Vereins (ausgeschrieben und Abkürzung) Zuständiger Bezirk 쎲 Vor- und Nachname des Autors Vor- und Nachname des Fotografen Aussagekräftige Bildunterschriften zu allen Fotos Treue Kameraden 5/2013

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Selbstständige Kameradschaften RK Wisserland

Wissener Reservisten und ihre Ortsverbände schossen Vereinsmeister aus Großes Lob für die Betreuung – Freundschaftliche Bande gefestigt Betzdorf/Wissen – Vereinsmeister der Reservistenkameradschaft (RK) Wisserland und ihrer Ortsverbände bei den Vereinsmeisterschaften 2013 auf dem Betzdorfer Schießstand wurde in der Gesamtwertung mit 175 Ringen Bernd Morgenschweis aus Betzdorf. Er konnte damit seinen Titel verteidigen. Der RK-Vorsitzende, Oberstleutnant d.R. Axel Wienand, überreichte Morgenschweis gemeinsam mit seinem 1. Stellvertreter Klaus Schneider im Schützenhaus Betzdorf erneut den Wanderpokal mit Urkunde. Zweiter wurde Mario Beuth

(Herdorf), gefolgt von Gerd Kaminski (Linz am Rhein). Immer vorn: Morgenschweis, Beuth und Kaminski Geschossen wurde mit der Zentralfeuergebrauchspistole 9 mm stehend freihändig sowie der Schmeiser „AR 15 MSF“ Kaliber .232 liegend aufgelegt, die Morgenschweis bereitwillig zur Verfügung gestellt hatte. Auch in der Einzelwertung Zentralfeuergebrauchspistole hatte Morgenschweis die Nase vorn und verwies Mario Beuth und Ingolf Wagner (Molzhain) auf die Plätze 2 und 3. In der Einzelwertung Gewehr AR 15 MSF siegte Gerd Kamins-

ki vor Mario Beuth. Den dritten Platz sicherte sich Björn Reiter (Eisern/Siegerland) auf dem Siegertreppchen. Der Orden „Nix und wieder nix“ für Bestleistungen im Schießwettkampf wanderte von Björn Flug an seinen Daadener Ortsverbandskameraden Uwe Samrowski, der die Auszeichnung sichtlich mit Humor hinnahm. Wienand bedankte sich im Namen der Leiter der Reservistenortsverbände und der RK-eigenen Schießsportabteilung „RSG Obe-

res Siegtal“ in der Deutschen Schießsportunion bei den Betzdorfer Schützen für das Bereitstellen der Schießanlage. Dickes Lob zollte er der Schießsportabteilung für die hervorragende Betreuung, Organisation und Durchführung des Wettkampfes. Zuvor hatte Schützenvereinsvorsitzende Sabina Kniep die heimischen Reservisten und Gäste im Schützenhaus begrüßt. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein gemütliches Beisammensein von Schützen, Gästen und RK-Mitgliedern. Text: aw

Ersetzen konnte RK-Vorsitzender Wienand den RK-Grillmeister Foto: Gerd Kaminski „Mäck“ Michael Schneider nicht so leicht.

Bernd Morgenschweis zeigte sich mit dem Schießergebnis sichtlich Foto: Gerd Kaminski zufrieden.

Bernd Morgenschweis (Mitte) belegte in beiden Disziplinen vordere Plätze und sicherte sich den Titel „Vereinsmeister 2013“ in der Gesamtwertung. Der 1. Stellvertretende KK – Vorsitzende Klaus Schneider (rechts) und RK – Vorsitzender Axel Wienand (links) gratulierten Foto: Gerd Kaminski dem Allroundschützen.

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Björn Flug übte sich mit der Zentralfeuergebrauchspistole 9 mm. Foto: Gerd Kaminski


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Sommermarsch der Reservisten Bei interessanter Ausbildung in freiem Gelände und Natur vieles dazugelernt – Panorama und Sehenswürdigkeiten hinterließen bleibende Erinnerungen Wissen – Unter dem Motto „Erkunde die Heimat rund um Wissen“ organisierte die Reservistenkameradschaft (RK) Wisserland gemeinsam mit ihren Reservistenortsverbänden einen fordernden Sommermarsch auf Zeit, bei dem Orientierungssinn und körperliche Fitness von den Teilnehmern abverlangt wurden. Die Federführung lag in den Händen des RK-Vorsitzenden, Oberstleutnant d.R. Axel Wienand. Die Heimat bewusst wahrnehmen Nicht nur militärische Aus- und Weiterbildung erwarteten die Marschierer, sondern es sollten ihnen trotz Zeitdruck auch Impressionen aus Wissens Landschaft, Natur und Sehenswürdigkeiten während des Sommermarsches vermittelt werden. Dabei waren verschiedene Geländepunkte und Sehenswürdigkeiten, wie etwa die um 1718 erbaute und denkmalgeschützte Sankt Sebastianus Heisterkapelle zu Schönstein, die älteste Fachwerkkapelle von RheinlandPfalz, anzulaufen. Von dort aus ging es hinunter zum Schloss Schönstein. Der Weg führte anschließend über die Spitze des Wissener Sandberges am Kucksberg vorbei ins idyllische Mühlenthal. Auf der Spitze von Wissens Sandberg, welche man als markantes Wahrzeichen von Wissen sonst nur beiläufig aus der Perspektive wahrnimmt, mit herrlichem Pano-

ramablick über die gesamte Region, erinnerte Wienand mit Blikkrichtung auf das ehemalige Walzwerkgelände an ein Stück heimische Industriegeschichte, die über Generationen für viele Menschen in der Region im Zeichen harten Broterwerbs stand. Militärische Fähigkeiten trainiert Auf dem Gebiet der „Förderung der militärischen Fähigkeiten“ waren während des Marsches verschiedene Aufgaben zu lösen, um die Marschierer wohlbehalten zum Ziel in Birken-Honigsessen zu geleiten. Dabei standen Geländeorientierung mit Geländebesprechung und Entfernungsschätzen im Zentrum der Ausbildung. Unter der Leitung von Hauptfeldwebel d.R. Armin Schneider wurden die Marschierer zunächst in den Aufbau und den Gebrauch des Marschkompasses eingewiesen. Weitere Themen waren das Feststellen der Himmelsrichtung sowie das Einnorden der Karte mit dem Marschkompass. Wie man eine Kompasszahl nach Geländepunkten oder nach der Karte ermittelt, wurde ebenso geübt, wie das Übertragen einer Kompasszahl in das Gelände und die Karte. Dabei durften selbstverständlich die reine Kartenarbeit und das Marschieren nach einer Kompasszahl nicht fehlen. Nach ca. vierstündigem Marsch bei großer Hitze, mitunter durch schwieriges Gelände mit unweg-

Nach dem 1. Ausbildungsabschnitt am Kompass im RK-Vereinsheim ging es an die erste Aufgabe. Philipp Klevers brütete über die Lösung Foto: Axel Wienand der Kartenaufgabe zu Beginn des Marsches.

Zwei gleichaltrige Freunde aus Kinder- und Jugendzeiten: Oberstleutnant d.R. Axel Wienand und Hauptfeldwebel d.R. Armin SchneiFoto: Philipp Klevers der (von links) auf Wissens Sandberg.

Nach der weiteren Kartenarbeit ging es durch unwegsames Gelände weiter. Nun bot und forderte der Marsch wirklich alles: schwieriges Gelände mit unwegsamem Unterholz, Dornengestrüpp, Hindernisse, die zu umgehen waren, Orientierungssinn und körperliche Fitness. Kein allzu leichtes Unterfangen, wie es einige erleben durfFoto: Axel Wienand ten.

Verbandanlegen: Auch das sollte beherrscht werden. Foto: Hans-Dieter Hellrigel

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Gelungene Präsentation beim Tag der offenen Tür auf dem Truppenübungsplatz Daaden Emmerzhausen/Daaden – Als Herausforderung erwies sich bei nahezu Kaiserwetter die Mitwirkung der RK Wisserland und ihrer Ortsverbände am Tag der offenen Tür auf dem Truppenübungsplatz Daaden, der anlässlich des 55jährigen Jubiläums begangen veranstaltet wurde. Es war das letzte große Event vor dem bevorstehenden Aus. Die weitere Versorgung der blutenden Wunde. Foto: Hans-Dieter Hellrigel

samem Unterholz, Dornengestrüpp und Hindernissen, die zu umgehen waren, trafen die Marschierer in Fahren ein, wo sie noch eine lagebezogene Sanitätsaufgabe zu lösen hatten. Wissen wie’s geht: Erste Hilfe Noch ahnte niemand, was sich tatsächlich auf dem letzten Teilstück des Marsches nach BirkenHonigsessen abspielen würde: Schreie aus einer Wegegabelung, Stöhnen und Geräusche waren zu hören. Im Laufschritt näherten sich die nun doch abgekämpften Marschierer der vermeintlichen Stelle und fanden dort drei „Verletzte“, darunter einen „Schwerverletzten“, vor. Wie gut war es doch, dass die Marschierer eine Sanitätstasche sowie ihre Verbandpäckchen am Mann hatten. Jeder der „Verletzten“ schrie um Hilfe und wollte zuerst versorgt werden. Ein Mann erlitt zudem noch einen Kreislaufstillstand. Eine Arterienverletzung am Oberarm mit stark spritzender Blutung, Schürfwunden und eine Augenverletzung: All das musste

Koblenz – Alle Teilnehmer an der mehrtägigen Sportbootausbildung der RK Wisserland bestanden den Lehrgang und dürfen sich nun über die kostbare Lizenz freuen. Das Foto zeigt Prüflinge und Ausbilder nach Prüfungsende auf der Steganlage im Schutzhafen der Außenstelle Koblenz der Wehrtechnischen Dienststelle 41. Noch stand das Gesamtergebnis der Prüfung nicht fest. Lesen Sie auch den Bericht auf den Seiten 58/59.Foto: Seidel

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unter Zeitdruck bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes notdürftig versorgt werden. Ein realistisches Szenario, das jedermann nicht nur im Straßenverkehr begegnen kann. Trotzdem die Männer im Ernstfall Leben gerettet hätten, gab es auch Anlass zur Kritik wie kleinere Fehler bei der Versorgung, Diskussionen während der Behandlung oder die anfängliche Orientierungslosigkeit, die man aber rasch in den Griff bekam. Die Reflexion ergab, man könne diese Dinge nicht genug üben, einiges sei auch schon wieder in Vergessenheit geraten. Schatzmeister Marcus Klein von der DLRG-Ortsgruppe Hamm (Sieg) e.V. hatte gemeinsam mit Hans-Dieter Hellrigel (Bad Kreuznach) und Klara Börgerding (Altenkirchen) die anspruchsvolle Sanitätsausbildung organisiert und durchgeführt. In „Armins Hütte“ in Birken-Honigsessen wurden die abgekämpften Männer von weiteren Mitgliedern bei kühlen Getränken zum Grillen empfangen. Text: aw

Öffentlichkeitsarbeit, Mitglieder- und Nachwuchswerbung Nachdem die Leitung des Daadener Truppenübungsplatzes die heimischen Reservisten zur Mitwirkung aufforderte, begannen bereits Anfang des Jahres die Vorbereitungen. Neben einem InfoStand zur freiwilligen, beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit innerhalb des Bayerischen Soldatenbundes präsentierte die RK eine Bilderschau über verschiedene Veranstaltungen sowie eine Presseschau über die Vereinsaktivitäten. Dabei ging es nicht nur um Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch um gezielte Mitgliederwerbung und Nachwuchsgewinnung für die aktive Truppe. Erfolgreich, denn der Tag brachte eine Neuaufnahme und insgesamt vier Personen sind an an einer Mitgliedschaft stark interessiert. Informations-Schwärme Untergebracht war die Reservisten-Truppe taktisch günstig beim Wettkampfbüro der Radsportler. Diese erfreuten sich einer hervorragenden Resonanz, ihr Wettkampf war sehr gut besucht

und das Wettkampfbüro bestens frequentiert. Davon profitierte auch die Kameradschaft aus Wissen mit ihren Ortsverbänden, musste man doch zwangsläufig auf dem Weg zum Wettkampfbüro am Infostand der Reservisten und den Presseinformationstafeln vorbei. Interessierte Bürgerinnen und Bürger informierten sich umfassend. Themen waren unter anderem die Aussetzung der Wehrpflicht und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Truppe sowie generell die Bundeswehrreform. Dabei konnten Informationen nicht nur an den Informationsständen abgegriffen werden, sondern 15 Reservisten mischten sich auch in kleinen Gruppen unter die Besucher und standen dort zur Beantwortung von Fragen bereit. Sattelfest konnten die Kameraden der Reserve auf vielschichtige Fragen gezielt antworten. Als Publikumsmagnet erwies sich die Fahne des Bayerischen Soldatenbundes, dem Dachverband der RK Wisserland. Ein rüstiger älterer Herr, Major d.R. seines Zeichens und Altgedienter auf dem Truppenübungsplatz, fragte, wie denn Bayerns Farben in den Westerwald gelangt seien. Kurz und prägnant wurden ihm die Hintergründe und absoluten Vorzüge einer Mitgliedschaft im Bayerischen Soldatenbund geschildert. Bei aller Freude gedrückte Stimmung Für das leibliche Wohl der flei-

Sportbootausbildung der RK Wisserland


Selbstständige Kameradschaften

Zahlreiche Gäste informierten sich über die Reservistenarbeit.

Eine Filigranarbeit war das Anbringen und Auswählen der einzelnen Berichte. RK Moers

ßigen Helfer sorgte gegen Ende der Veranstaltung ein kleines Grillfest vor dem RK-Vereinsheim. Bei aller Freude kam gedrückte Stimmung auf, soll doch das Vereinsheim in den kommenden Monaten aufgrund der Schließung des Truppenübungsplatzes aufgelöst werden. Zahlreiche Arbeitsstunden, Materialbeschaffung, Transportfahrten und letztendlich die kostenintensiven Renovierungsarbeiten durch das Bundeswehrdienstleis-

tungszentrum waren vergebens. Eine schmerzliche Erfahrung. Wieder einmal steht ein Bundeswehrstandort vor seinem Aus. RK-Vorsitzender, Oberstleutnant d.R. Axel Wienand, dankte den Reservisten für ihr hohes Engagement und dem Wissener Kopernikus Gymnasium, das wieder einmal Stellwände, Material und Beamer für die Präsentation zur Verfügung stellte. Text: aw Fotos: Gerd Kaminski

Reservisten garantierten Sicherheit beim Sponsorenlauf Walbeck – 150 kleine Athleten gingen Mitte Juli bei bestem Läuferwetter an den Start zum ersten Sponsorenlauf des Fördervereins der St. Luzia Grundschule, um für ihre Schule möglichst viel Geld zu erlaufen. Die Streckensicherung hatte die Reservistenkameradschaft Moers übernommen, die damit zum reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beitrug. Mit T-Shirts, Grillwürstchen und Cola bedankte sich der Förderverein bei den Reservisten. Als erster Streckenrekord auf der 520 Meter langen Strecke wurden 36 Runden in zwei Stunden vorgelegt. 14.720 Euro kamen bei dem Lauf für den Förderverein zusammen, eine respektable Summe. Text: Bernd Holz

Buchbesprechungen der Bundeswehr tätig.

Martin Böcker, Larsen Kempf, Felix Springer (Hg.)

Soldatentum

Martin Böcker, Larsen Kempf, Felix Springer (Hg.), Soldatentum Auf der Suche nach Identität und Berufung der Bundeswehr heute 224 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag. ISBN 978-3-78928346-8-7, EUR 29,90

Auf der Suche nach Identität und Berufung der Bundeswehr heute In der Einsatzarmee Bundeswehr wächst eine neue Generation deutscher Soldaten heran. Ihr Eid beinhaltet längst die Pflicht, für die außen- und sicherheitspolitischen Ziele der Bundesrepublik weltweit zu töten und zu sterben. Das Bild des „Staatsbürgers in Uniform“ ist im Wandel. Das Fehlen von soldatischer Identität und Berufung machen den militärischen Dienst in der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unattraktiv. Welcher leitenden Idee von sich selbst und ihrem Tun sollen junge Menschen folgen, wenn sie für Deutschland zur Waffe greifen? Wie erklärt ein Soldat heute seiner Familie, warum er die Belastungen des soldatischen Dienstes auf sich nimmt und wofür er sein Leben riskiert?

Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen und Soldaten mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten haben diese politische und gesellschaftliche Leerstelle zum Anlass genommen, zur Frage nach Identität und Berufung des deutschen Soldaten Stellung zu beziehen. In drei Abschnitten, Selbstbild – Fremdbild – Feindbild, reflektieren sie die gegenwärtige Lage von Militär und Gesellschaft, beleuchten Wege zur Neubegründung des militärischen Dienstes und fordern die Öffentlichkeit zur Diskussion auf. Die Beiträger: Martin Böcker, Dr. Jochen Bohn, Marcel Bohnert, Dr. Stefan Gerber, Larsen Kempf, Prof. Dr. Gottfried Küenzlen, Prof. Dr. Carlo Masala, Fabian Schmidt, Dr. Bernhard Schreyer, Felix Springer, Dr.

Aufmerksam gelesen:

Cora Stephan, Sascha Stoltenow, Prof. Dr. Michael Wolffsohn. Die Herausgeber: Martin Böcker, Larsen Kempf und Felix Springer haben von 2008–2012 an der Universität der Bundeswehr in München Staats- und Sozialwissenschaften studiert und in diesem Fach den Master of Arts erworben. Alle drei sind im aktiven Dienst

In unserer letzten Ausgabe hatten wir einen Auszug aus dem Buch von Martin Drewes „Sand und Feuer“ abgedruckt (S. 55f). Unter anderem heißt es dort „Die Halifax war bei Geraardsbergen aufgeschlagen, einem wallonischen Städtchen auf halbem Wege zwischen Brüssel und Roubaix.“ BSB-Mitglied Philip Messens sandte uns schöne Grüße aus Belgien-Flandern und wies darauf hin, dass Geraardsbergen in Flandern liegt und „flämisch ist und bleibt“. Treue Kameraden 5/2013

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Aus den Bezirken/Niederbayern KKV Oberpolling

Neue Fahnenmutter

Der Vorsitzende des KKV Oberpolling, Josef Ebner, begrüßt am Kriegerdenkmal die Fahnenabordnungen der Gastvereine.

HH. Dekan Christian Altmannsperger (r.) weiht das Fahnenband der neuen Fahnenmutter Silvia Lippl (2. v. r.).

Oberpolling – Höhepunkte des Jahresfestes des Krieger- und Kameradschaftsvereins (KKV) Ober polling waren der Gedächtnisgottesdienst für die gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden in der St. Hartmannskirche, die anschließende Ehrung der Gefallenen am Kriegerdenkmal und die Weihe des Fahnenbandes der neuen Fahnenmutter Silvia Lippl. Text/Fotos: Hans Lindner

KRK Ortenburg

Bereits zum fünften Mal Besuch von Europas größter Luftfahrtschau Ortenburg/Zeltweg – Bereits zum fünften. Mal besuchte die Krieger- und Reservistenkameradschaft (KRK) Ortenburg Europas größte Luftfahrtschau in Zeltweg/Österreich. Pünktlich um 4 Uhr morgens brach die Reisegruppe in die Steiermark auf, um viereinhalb Stunden später auf dem Fliegerhorst Hinterstoisser die besten Plätze zu ergattern. Bei schönstem Flugwetter sahen knapp 300.000 Besucher eine eindrucksvolle Leistungsschau internationaler Luftstreitkräfte, Darbietungen verschiedener Kunstflugstaffeln und Österreichs neuen Nationalhelden Felix Baumgartner mit einem weiteren Weltrekordversuch, dem Signieren seines Buches „Himmelsstürmer“. Nach über acht Stunden Flugvorführungen waren sich alle Teilnehmer einig, einen absolut gelungenen Tagesausflug erlebt zu haben. Noch eine gute Nachricht zum Schluss: Österreichs Verteidigungsminister Mag. Gerald Klug hat bereits angekündigt, dass er sich in 2015 wieder so ein erfolgreiches Format vorstellen Die Reisegruppe der KRK Ortenburg bei Europas größter Luftfahrtschau in kann. Text: R. Petermichl/Foto: W. Dobler Zeltweg/Österreich. VRV Riggerding

Trauer um Ehrenvorstand Alois Stetter Riggerding – Der Veteranen- und Reservistenverein (VRV) Riggerding trauert um seinen am 7. 7. 2013 im Alter von 87 Jahren verstorbenen Ehrenvorstand Alois Stetter (Foto) und wird ihm in aufrichtiger Dankbarkeit ein ehrendes Gedenken bewahren. Alois Stetter prägte den Verein über Jahrzehnte hinweg. In der Jahreshauptversammlung im April 2013 wurde er für 70-jährige treue Mitgliedschaft ausgezeichnet. Alois Stetter war von 1970–1994 Vorsitzender des VRV Riggerding. 1974 ging sein größter Wunsch in Erfüllung, der Bau des neuen Kriegerdenkmals. 1985 feierte man unter seiner Führung das 65-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe. 1995 wurde Alois Stetter für seine Verdienste zum Ehrenvorstand ernannt und mit dem großen Verdienstkreuz in Gold ausgezeichnet. 2012 wurde er vom BSB mit dem Großkreuz am Bande geehrt. Solange es sein Gesundheitszustand erlaubte, nahm Stetter an den Veranstaltungen seines Text: Josef Zechmann/Foto:privat Vereins teil.

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Treue Kameraden 5/2013

KV Freyung-Grafenau

Trauer um Ehrenvorsitzenden Alois Schopf Freyung-Grafenau – Der BSB-Kreisverband Freyung-Grafenau trauert um seinen Ehrenvorsitzenden Alois Schöpf (Foto), der nach längerer Krankheit am 9. Juli 2013 im Alter von 84 Jahren verstarb. Kameraden des Kreisverbandes und der SKV Großarmschlag begleiteten den vorbildlichen und treuen Kameraden mit großem Respekt und in Dankbarkeit auf seinem letzten Weg. Alois Schopf war von 1995 bis 2003 Kreisvorsitzender, musste das Amt aber dann krankheitsbedingt aufgeben. In seiner Zeit als Kreisvorsitzender setzte sich der Verstorbene vor allem für das Sozialwerk des Bayerischen Soldatenbundes ein. Unermüdlich wies er auf die Leistungen des Hilfswerks hin und sammelte im ganzen Kreisverband die Anträge für den Landesverband. 2003 wurde er zum Ehrenkreisvorsitzenden ernannt. Text: KV Freyung-Grafenau/Foto: privat


Niederbayern KSK Rainding

Restaurierungsarbeiten am Raindinger Kriegerdenkmal Rainding – Schon seit jeher war die Pflege und der Erhalt des örtlichen Ehrenmals eine Hauptaufgabe, die sich die Verantwortlichen der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Rainding auf ihre Fahne schrieben. Zur Erinnerung an die Vergangenheit und als Mahnung für Gegenwart und Zukunft ist der Verein bestrebt, das direkt neben der Pfarrkirche stehende Denkmal im Zentrum des Dorfes entsprechend zu würdigen. Nachdem die Kameraden 2011 schon mehrere Schrifttafeln restaurierten, nahmen sie im Herbst letzten Jahres den schon ziemlich mitgenommenen Metallzaun in Angriff. Der Zaun, der bereits seit der Einweihung im Jahr 1919 das Areal des Denkmals abgrenzt, war aufgrund seines Alters und durch den Witterungs- und Streusalzeinfluss stark beschädigt. So entschloss man sich von Seiten der Vorstandschaft, diese notwendige Arbeit anzugehen. Schnell war sich die Vorstandschaft um den 1. Vorstand Klaus Kellberger einig, die handgeschmiedeten und aufwendig gearbeiteten Originalteile so weit wie möglich zu erhalten. Möglich war diese selbst gestellte Aufgabe aber nur, weil man in dem aktiven Vereinsmitglied Josef Eder einen kompetenten und engagierten Fachmann gefunden hatte. Dank seiner Mithilfe, der Nutzung und Bereitstellung seiner Werkstatt und Werkzeuge und vieler Stunden Eigenleistung aller sechs Beteiligten, konnte man im Juli 2013 die Arbeiten abschließen. Text/Foto: Klaus Kellberger

Strahlende Gesichter nach getaner Arbeit. – V. l.: Georg Bauer (Kassier), Josef Eder (Kanonier), Kurt Preisinger (2. Vorstand), Georg Sonnleitner (Hauptmann), Albert Engleder (Reservistensprecher), Klaus Kellberger (1. Vorstand)

SRK Thyrnau

Kameraden geleiteten Bischöflich-Geistlichen-Rat Valentin Horner (101) zur letzten Ruhe Ehrenmitglied der SRK Thyrnau Thyrnau – Hunderte Pfarrangehörige, Fahnenabordnungen der Ortsvereine, priesterliche Weggefährten und Vertreter der Politik begleiteten den Bischöflich Geistlichen Rat (BGR) Valentin Horner auf seinem letzten Weg. In den Ansprachen wurde immer wieder deutlich, wie stark der 101-Jährige im Pfarr- und Gemeindeleben verwurzelt war. Vom Krieg tief geprägt Tief geprägt wurde der Verstorbene von seinen Erlebnissen als Kriegspfarrer. So ließ er sich aus einem Geschütz einen Kelch anfertigen, der nun auch bei seinem

Sterbegottesdienst benutzt wurde. Sein damaliger Vorgesetzter, Wehrmachtsoberpfarrer Erich Bartsch, bescheinigte dem „sehr gewissenhaften Kriegspfarrer“ Horner 1944, dieser erfülle frei von jeder Angabe treu seine Pflichten als Kriegspfarrer.“ Und weiter: „Infolge seines gediegenen Charakters und vorbildlichen Lebenswandels erfreut er sich bei Offizieren und Truppe größter Achtung. Er ist ein aufrichtiger und hilfsbereiter Kamerad.“ Tief verwurzelt im Pfarr- und Gemeindeleben Stellvertretend für alle Vereine und Organisationen der Gemeinde dankte der Vorstand der Frei-

Die Fotos zeigen den damaligen Kriegspfarrer Valentin Horner als Soldat und bei einem Feldgottesdienst.

willigen Feuerwehr Thyrnau, Gerhard Fuchs, dem Verstorbenen für seine Verdienste, seinen Einsatz und die teilweise langjährige Mitgliedschaft. Horner sei nicht nur Seelsorger, sondern ein stets gerne gesehener Gast gewesen. So auch bei der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Thyrnau. Zwei Jahre nachdem er Priester in Thyrnau wurde, trat er 1962 dem damaligen Soldaten- und Kriegerverein bei. Noch im gleichen Jahr veranlasste er mit Hilfe der amerikanischen Streitkräfte die Versetzung des Kriegerdenkmals von der Friedhofsmauer an der stark befahrenen Straße von Passau nach Hauzenberg zum nahegelegenen Lorettoplatz. Das Denkmal bekam damit einen äußerst würdigen Platz. Immer wieder meldete er sich bei Veranstaltungen zu Wort, griff auch gelegentlich friedenstiftend ein und erheiterte so manche Versammlung durch seine humorige Art. Im letzten Jahr – er hatte wenige Wochen zuvor seinen 100.Geburtstag gefeiert – konnte ihm bei Jahreshauptversammlung für 50 Jahre Mitgliedschaft eine Auszeichnung übergeben werden. Anstelle eines Sterbekranzes bat der Verstorbene um eine Spen-

de zugunsten einer Renovierung der Lorettokapelle und Christopheruskirche. Diesem Wunsch wurde gerne entsprochen. Bei warmen Sonnenstrahlen gaben 16 Mann der SRK Thyrnau Valentin Horner mit Fahne und Böller das letzte Geleit bei der Beisetzung in der Priestergruft des Leichenhauses in Thyrnau. Die Blaskapelle Kellberg spielte das „Lied vom guten Kameraden“. Die SRK-Thyrnau ist seinem langjährigen Mitglied zu tiefer Dankbarkeit verpflichtet. Sie wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Text: Max Schwarz Fotos: privat Treue Kameraden 5/2013

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Niederbayern SKV Saldenburg

Mit Kameradschaft und Kultur in die Pedale Reservisten traten rund um die Saldenburg in die Pedale und meisterten militärische Aufgaben

Saldenburg – Bereits zum zweiten Mal organisierte der Soldaten- und Kriegerverein (SKV) Saldenburg das „Reservisten-Radeln“. Die Veranstaltung rund um die Saldenburg verband Kultur, Sport und Reservistenarbeit und wurde so zum Ausgangspunkt von aktiver Kameradschaft. Verbindung von sportlicher Leistung, Geschichte und Kultur „Auf sportliche Höchstleistung kommt es beim Reservisten-Radeln nicht an“, gab SKV-Reservistensprecher und stellvertretender BSB-Kreisvorsitzender Stefan Hundsrucker das Programm des Rad-Ausfluges vor. Ziel des Soldaten- und Kriegervereins Saldenburg sei es vielmehr gewesen, mit dieser Veranstaltung ein Angebot zu bieten, das sportliche Leistung mit Geschichte und Kultur verbinden und nicht nur die jungen Reservisten ansprechen, sondern auch ältere Kameraden anlocken soll. Gleichzeitig war bei der diesjährigen Veranstaltung auch die Förderung von Teilkompetenzen der Reservisten ein wichtiger Programmpunkt. Fordernde Aufgaben So hätten die Voraussetzungen und Bedingungen des Reservisten-Radelns auch nicht besser sein können, als die Kameraden vor der historischen Kulisse der Saldenburg gemeinsam in die Pedale ihrer Mountainbikes traten und bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein die Wälder rund um die mittelalterliche Burg erkundeten.

Bereits nach der ersten Talfahrt in den Ödwald hieß es, die erste Aufgabe zu meistern: Aufgeteilt in Gruppen mussten die Reservisten im gegenseitigen Wettstreit „gegnerisches Gebiet“ erkunden, feindliche Kräfte aufklären, taktische Zeichen erkennen und die Truppenstärke an den „Gefechtsstand“ melden; bei ihrem Spähauftrag sichteten die Kameraden etwa Militärkolonnen bei einer Wasserdurchfahrt, einen verdeckten Spähzug oder auch im Wald verborgene Scharfschützen, bevor es mit dem Radl wieder weiter ging. Nach dem ersten Drittel des Rundkurses wartete dann auch schon der zweite Auftrag: Verletzte Kameraden bergen und Erste Hilfe leisten. Den realitätsnahen Hintergrund hierfür lieferte die BRK-Kolonne Saldenburg, die unter dem Kommando von Max Wagner in die Aufgabenverteilung und konkreten Handgriffe bei Unfällen mit verletzten Personen einwies. So galt es für die Reservisten, die Rettungskette einzuüben, die verletzten Personen zu betreuen, aber auch Grundtechniken der Hilfeleistung wieder aufzufrischen wie etwa die stabile Seitenlage oder die HerzLungen-Massage. Vorbei an Badesee und Wildgehege passierten die Radler auf ihrer weiteren Strecke den Dreiburgensee, bevor am Diebstein vorbei das letzte lange Teilstück mit einer Bergfahrt wieder hinauf zur Burg wartete. Auf dem Weg blieb dabei trotzdem genügend Zeit, sich mit den

bekannten Kameraden auszutauschen oder mit Kameraden aus anderen Vereinen Kontakte zu knüpfen. Und auch für die Familienmitglieder der Reservisten wurde ein besonderes Programm geboten: Sie konnten auf einer kürzeren Strecke ihr Geschick beweisen und absolvierten ebenfalls zunächst die BRK-Station. Der leichtere Rundkurs endete allerdings schon kurz vor dem Dreiburgensee bei einer kleinen Rast, bei der sich die Teilnehmer mit ihren Gedächtnisfähigkeiten beweisen konnten: Im „Tiermemory“ galt es, heimischen, aber auch wilden Tieren nicht nur die entsprechenden Namen, sondern auch die dazugehörigen Fahrzeuge der Bundeswehr zuzuordnen, so dass am Ende ein wildes Gehege aus Leopard, Fennek, Marder, Wiesel und vielen Tieren mehr zu sichten war. Wieder in Saldenburg ange-

kommen – ein kurzer Erfrischungsstopp am Badesee erleichterte die letzten Meter auf der kurzen Route – erhielten die 20 Radler Urkunden für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Reservistentour durch das Dreiburgenland. Die Urkunden in Silber für ihre zweite Teilnahme empfingen aus den Händen des Vereinsvorsitzenden Josef Liebl die Kameraden Gerhard Braml und Alexander Kremp (jeweils SKV Saldenburg). Gleichzeitig dankte Liebl besonders dem BRK aus Saldenburg für seine Mithilfe wie auch den Kameraden Stefan Hundsrucker und Alexander Kremp für das Organisieren der Veranstaltung, die allen Beteiligten sichtlich Freude bereitet hat. Bei einem gemeinsamen „Reservistengrillen“ bis in den Abend hinein klang die Radtour durch das Dreiburgenland aus. Text: -sth/Foto: Hundsrucker

Erste Hilfe für die Kameraden

In die Pedale getreten: Die Teilnehmer am Reservistenradeln mit dem SKV-Vorsitzenden Josef Liebl (r.)

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Treue Kameraden 5/2013

Treue kameraden nr 5  

Treue kameraden nr 5

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