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CIDEP - SIEDLUNGSFORMEN FÜR DIE STADTERWEITERUNG

Wohnanlage Tamariskengasse (1220 Wien, Tamariskengasse 102)

Wohnsiedlung mit 1­geschossigen Atriumhäusern, 2­geschossigen Rei­ henhäusern und abschirmenden 3­geschossigen Wohnhäusern an den Rändern  der Siedlung im N und W. Starke Betonung der Privatheit der Freiflächen durch  Mauern. Öffentliche Plätze im Inneren der Bebauung. Lage in der Stadt, Erschließung durch ÖV, IV Im nordöstlichen Stadterweiterungsgebiet (22.Bezirk). Erschließung durch 2  Stichstraßen am westlichen Rand (kein Durchgangsverkehr). Lage nahe an der U­Bahn, Entfernungen zur Straßenbahn 100­400m. Soziale Infrastruktur, Nahversorgung Schule, Kindergarten und Nahversorgung in der Nachbarschaft. Erfolgsvoraussetzungen, Besonderheiten Abhängig von der Erreichbarkeit öffentlicher Einrichtungen und Anbindung an den  Öffentlichen Verkehr. Die Siedlung ist ein Beispiel für die im verdichteten Flachbau bei hoher  Wohnqualität erreichbare Dichte. Alle Autos verschwinden schon am äußeren  Rand der Siedlung in Tiefgaragen, und auch der Abschnitt der Tamariskengasse  zwischen den TG­Einfahrten bleibt autoverkehrsfrei (Teil der Tamariskengasse als  Wohnstraße). In der so entstandenen Siedlung für Fußgänger werden Häuser und Gärten,  öffentliche Plätze und Wohnwege nirgends durch Unruhe, Gefahren, Lärm und  Abgase der Autos entwertet. Die Freiheit von verkehrstechnischen Zwängen der  Straßenführung ermöglicht einen öffentlichen Raum als differenziertes Gefüge von  schmalen Gassen, weiträumigen Plätzen und Grünräumen mit Bäumen und  Wasserbecken.  Die schmalen Gassen sind aber nutzungsmäßig eingeschränkt. Nutzungsqualität der Gebäude und Freiflächen 3­geschossige Bebauung am westlichen und nördlichen Rand schirmt die Anlage  gegen Lärm und Wind von außen ab, so dass das Innere eine ruhige Mulde bildet,  zu der sich die Bebauung abtreppt. Die beiden großen Plätze und der sie  verbindende Anger bilden das räumliche Zentrum. Alle Wohnungen werden durch  private Freiräume ergänzt, in Form südorientierter gegen Einblick geschützter  Terrassen, Loggien und von Mauern umgebener Gartenhöfe der Atrium­ oder  Reihenhäuser. Orientierung der Wohnungen vorwiegend Süden Gemeinschaftseinrichtungen nur notwendige Nachbarschaftlichkeit erwartbar Aufenthaltsflächen für Jugendliche Tamariskengasse z.T. autofrei Nutzungsflexibilität nicht angestrebt Stadtraumqualität ganze Siedlung autofrei


CIDEP - SIEDLUNGSFORMEN FÜR DIE STADTERWEITERUNG

Wohnanlage Tamariskengasse (1220 Wien, Tamariskengasse 102) Bezugsfläche ha

3,87

Bauplatzfläche netto, ha

3,57

Bebaute Fläche ha

1,50

Bebauungsgrad %

42

Trakttiefe m  6­12 Erschließungsart direkt, Spänner, LG Geschoßanzahl 1­3 Geschoßanzahl im Mittel 1,7 Bruttogeschoßfläche m2 davon Wohnen % davon Arbeiten % davon Dienstl. %

26.000 100 0 0

Geschoßflächendichte brutto

0,67

Geschoßflächendichte netto 

0,73

Wohnnutzfläche gesamt m2 Anzahl Wohneinheiten Wohnungsgrößen m2 Wohnungsgrößen Durchschnitt Wohnungen/ha Grundstücksfl. Wohnungen/ha Bezugsfl. Wohnungen mit Freifläche davon mit Eigengarten % davon Balkon, Loggia % davon Terrasse % Rechtsform Fremdnutzungen m2 Freiraum gesamt m2 davon öffentlich % davon teilöffentlich % davon privat % davon Kinderspielplätze % Verkehrsfläche m2 Parken oberirdisch m2 Stellplatzanzahl Art der Parkierung

Fertigstellung Planer Bauträger

19.000 231 60­120 82 65 60 229 73 14 13 ­ 0 20.700 0 11.150 9.300 250 0 0 231 Tiefgaragen

1993 Rainer GESIBA

WI Tamariskengasse  

CIDEP - SIEDLUNGSFORMEN FÜR DIE STADTERWEITERUNG Soziale Infrastruktur, Nahversorgung Schule, Kindergarten und Nahversorgung in der Nachbars...

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