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Text und Fotos: Michael Neumann

Mehr geht kaum: wer im September nach Chile jettet und sich in der PumaLodge einbucht, kommt dem Skifahrerhimmel verdammt nah. Möglich macht es der stets einsatzbereite Hubschrauber, der einen direkt vom Frühstückbuffet in fünf Minuten von 1.300 auf über 4.300 Meter bringt. So kann man sein Avocado-Omelett gleich mit dem unvergleichlichen Powder der Anden runterspülen – wohl bekomm's!


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Text und Fotos: Michael Neumann

Mehr geht kaum: wer im September nach Chile jettet und sich in der PumaLodge einbucht, kommt dem Skifahrerhimmel verdammt nah. Möglich macht es der stets einsatzbereite Hubschrauber, der einen direkt vom Frühstückbuffet in fünf Minuten von 1.300 auf über 4.300 Meter bringt. So kann man sein Avocado-Omelett gleich mit dem unvergleichlichen Powder der Anden runterspülen – wohl bekomm's!


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Die besten Geschichten beginnen selten auf einer vollgekackten Kuhweide. Diese schon. 8. September 2011, 80 Kilometer südlich von Santiago de Chile. Wir sind eigens um die halbe Welt geflogen, um dem endlosen Winter zu frönen. Während die Freunde daheim in Flipflops ins Freibad schlurfen, freuen wir uns auf eine Extraportion Powder – am besten bis über beide Ohren. Um den Ertrag zu maximieren und das Vergnügen auf die Spitze zu treiben, haben wir zudem bei Unterkunft und Fortbewegung auf die ganz große Lösung gesetzt und uns in der Puma Lodge eingebucht, dem derzeit wohl exklusivsten Heli-Vergnügen weltweit. Für sieben Millionen Dollar von einem chilenischen Investor auf 1.300 Meter in die Anden gestellt, verfügt die Puma Lodge über sagenhafte 3.000 Quadratkilometer Terrain – das entspricht in etwa der Gesamtfläche Vorarlbergs plus des gesamten Bodensees. Nur dass der Bodensee eher flach ist, während die Topographie rund um die Lodge Berge mit über 5.000 Meter Höhe beinhaltet. Wer bietet

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mehr? Da man allerdings nicht den ganzen Tag im Heli verbringen, sondern zwischendrin auch Ski fahren will, begnügen sich die Guides derzeit noch mit einem Flugradius von nicht einmal 30 Kilometern. Die ersten davon legt man schon bei der Anreise zurück, denn im Hochwinter ist die Puma Lodge nur aus der Luft erreichbar – fly in, fly out . Als „Flugplatz“ für die Abholung dient besagte Kuhweide, aufgewertet mit Windsack und ein paar Holzpflöcken, hinter denen man zu warten hat, wenn der Heli mit seinem charakteristischen Grundgetöse ums Eck biegt. Fünf Minuten später, nachdem wir ein großes Flusstal hochgeflogen sind, in dem derzeit ein großes Wasserkraftwerk samt Stausee errichtet wird, biegen wir ab und lassen auf einen Schlag alle Zeichen der Zivilisation hinter uns. Vor uns beginnen die Anden gen Himmel zu steigen, unter uns liegt die stattliche und nach ökologischen Kriterien errichtete Puma Lodge. Mit einem zackigen One-eighty schwenkt der Pilot zur Landung.


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Keine drei Minuten später stehen wir in der prächtigen Lobby im Blockhausstil, deren raumhohe Fenster den Blick auf zwei wunderschöne Täler freigeben. 24 Einzelzimmer warten auf den Gast, alle mit XXL-Flatscreen und W-Lan. Wozu man so was braucht? Keine Ahnung. Uns reicht jedenfalls der Blick aus den Panoramafenstern und die Aussicht auf die nächsten Tage. Und wenn es dunkel wird, locken Sauna, Dampfbad, Massage, Outdoor-Hot Tub, Fitnessstudio, Gymnastikraum und eine Runde Billard. Winter um die Ecke Nur vom Schnee keine Spur. Rund um die Lodge beginnen bereits die Bäume zu blühen und die Arbeiter, die die Außenanlagen der erst vor wenigen Wochen eröffneten Lodge herrichten, tragen Shorts und blanke Brust. Dafür sind wir jetzt 16 Stunden hergeflogen? Doch Mark H. Jones, der kanadische Head Guide, beruhigt schnell die Gemüter. Die Lodge liege auf 1.300 Meter, das Skigelände jetzt im September, dem Ende der Sai-

son, zwischen 3.000 und 4.500 Meter, wir sollten uns also keine Sorgen machen, der Winter beginne gleich um die Ecke. Wenig später verzieht sich zudem die zuvor noch aus allen Knopflöchern scheinende Sonne hinter dicken Gewitterwolken. Die vom Wetterbericht prognostizierte „kleine Störung“ wächst sich zu einem echten Unwetter aus und bleibt zu unserer Freude in den umliegenden Bergen hängen. Die ganze Nacht rumpelt es draußen aufs Fürchterlichste, Blitze zucken, während wir selig in unseren Federbetten schlummern. Wir genießen das Spektakel bei geöffnetem Fenster, darauf vertrauend, dass der Puma, dem die Lodge den Namen verdankt, bei solch einem Schietwetter auch in seinem Bettchen bleibt. Der nächste Morgen ist dann wieder einer zum Einrahmen. Letzte Nebelschwaden umarmen die nun weiß gezuckerten Bergflanken, der Vollmond verblasst zusehends, eine leichte Brise in den höheren Luftschichten drückt letzte Wolkenreste Richtung Argentinien. Um 7.30 Uhr sitzen wir


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Darf's ein bisschen mehr sein? heliskiinG À la puma loDGe

Die Puma Lodge sucht weltweit ihresgleichen. Auf der Südhalbkugel gibt es ohnehin keine Entsprechung, und selbst die etablierten Heliski-Basislager im Outback Nordamerikas bieten nicht diesen Komfort und diese großzügigen Räumlichkeiten. Zudem ist das Gelände, das exklusiv beflogen wird, beinahe grenzenlos, und viele Gipfel sind bisher weder bestiegen, geschweige denn befahren worden. Wer also immer schon mal der Erste sein wollte, bitte sehr!

beste Zeit

Mitte August, wenn bei uns die Skipause in etwa Halbzeit hat, sind laut Statistik und persönlichen Erfahrungen die Chancen auf regelmäßige Neuschneefälle auf einer bis dahin ordentlichen Unterlage am größten. Dank der enormen Höhe und der freien Wahl der Expositionen beginnt die Saison in der Puma Lodge aber bereits Ende Juni und endet je nach Schneelage zwischen Ende September und Mitte Oktober. Downdays sind zwar jederzeit möglich, doch die Region ist nicht – anders als die Skigebiete an den Vulkanen im Süden – für tagelange Schlechtwetterperioden bekannt. Meist ziehen pro Winter vom Meer her sechs bis zehn Schlechtwetterfronten durch, die dann binnen weniger Stunden oder auch Tage ordentlich abladen. Spätestens an Tag drei nach dem Blizzard sollte wieder die Sonne scheinen.

voraussetZunGen

Eine hohe Fitness und eine starke Gruppe sind der Schlüssel für ein Maximum an Erlebnis. Im Idealfall kommt man zu viert (oder zu acht oder zwölft), fährt auf dem gleichen Level und macht einen Heli voll. Als einzige Unbekannte bleibt so nur der Guide, und von dem kann man annehmen, dass er weiß, wir man fährt, ohne einen Yard Sale* zu veranstalten. *Yard Sale: überall im Gelände verstreute Ausrüstung nach einem Sturz

anreise

Mit der Air France geht es von zahlreichen deutschen Flughäfen via Paris nach Santiago de Chile. Wer ganz früh bucht, sitzt schon ab EUR 800 im Flugzeugsessel. Besser noch, man bucht die Klasse Premium Voyageur ab etwa EUR 1.400. Schnellerer Check-in, mehr Platz, Strom für den Laptop und vor allem die Mitnahme von 2 x 23 kg (statt 1 x 23 kg) machen die Reise um einiges angenehmer. Spätbucher bekommen zu diesem Preis höchstens noch einen Platz in der Economy. Zudem sticht die Air France mit der kürzesten Gesamtreisezeit (16 Stunden 50 von München nach Santiago) viele andere Fluglinien aus.

transport

Wer im Anschluss an die Puma Lodge noch ein paar Skigebiete abklappern will, nimmt einen geländegängigen Mietwagen und besorgt sich je nach Witterung noch Schneeketten, da Chiles Mietwagen gern auf abgefahrenen Sommerreifen daherkommen. Pflicht ist dann auch ein kartenfähiges GPS mit der entsprechenden Straßenkarte (zu bestellen bei www.trekkingchile.com), denn die Ausschilderung naher wie überregionaler Ziele ist oftmals nicht existent. Wer nur die Puma Lodge im Sinn hat, wird natürlich vom Veranstalter am Flughafen von Santiago abgeholt – per Auto oder Heli.

beim Frühstück, um 8 Uhr im Heli. Glückskinder allesamt. Hinten grinsen Stefan Joller, unserer Bergführer aus der Schweiz, und die Ski Pros Christian Reichenberger, Roman Rohrmoser und Marc Hartinger um die Wette. Ich als Fotograf darf neben dem Piloten Platz nehmen, der mit Nachnahmen Horst heißt, aber Chilene ist und auch nicht so fliegt, wie er heißt. Binnen weniger Minuten entschweben wir wie auf einem Zauberteppich von der warm in der Sonne liegenden Lodge bis hinauf auf 4.300 Meter, mitten hinein ins Winter-Wonderland. Geschätzte 30 Zentimeter feinste Ware hat das gestrige Gewitter abgeladen, noch dazu ohne große Windverfrachtungen. Bereits der erste Schwung von Roman auf einer fotogenen Licht-Schatten-Grenze hinterlässt ein Haus aus Schnee, dass noch Sekunden später in der Luft steht, während Roman bereits 200 Höhenmeter tiefer mit einem Lustschrei abschwingt. Das haben wir schon schlechter erlebt.


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Den ganzen Tag lang erkunden wir bei strahlendem Sonnenschein die umliegenden Berge. Dass die Nullgradgrenze dabei um ungewöhnlich hohe 3.000 Meter pendelt, tut der Freude keinen Abbruch, konzentrieren wir uns eben auf die höchsten Peaks. Dass unser Heli-Pilot neben deutschen Vorfahren auch deutsche Tugenden hat, merken wir an der Präzision seiner Landungen und der Vorsichtsmaßnahme, dass er bei besonders hohen Gipfeln immer erst zwei Mann aussteigen lässt, um das Fluggewicht zu reduzieren. Sicher ist sicher. Nicht, dass wir so enden wie die Passagiere von Flug 571 der Uruguayan Air Force am 13. Oktober 1972. Dieser sollte das Rugby-Team des Landes zu einem Freundschaftsspiel nach Santiago de Chile bringen, zerschellte jedoch in dichtem Schneetreiben einige Kilometer südlich von der Puma Lodge auf rund 4.000 Meter Höhe. Von 45 Passagieren überlebten zunächst 28. Konfrontiert mit Temperaturen bis zu minus 40 Grad und enormen Schneemengen, diente ihnen der heil gebliebene

Rumpf der Maschine als notdürftiger Schutz vor den Elementen. Die sofort losgeschickten Suchmannschaften konnten die Absturzstelle in der unzugänglichen und von Gletschern durchzogenen Hochgebirgsregion nicht lokalisieren, und auch sämtliche Versuche der Abgestürzten, selbst die Zivilisation zu erreichen, schlugen aufgrund fehlender Orientierung, lauernder Gletscherspalten und völlig unzureichender Ausrüstung fehl. So begann ein über zwei Monate dauernder Überlebenskampf, den die am Ende 16 Überlebenden nur gewinnen konnten, indem sie von den Leichen aßen. Wer sich dafür interessiert, wie es ist, wenn der Heli mal nicht wiederkommt, dem sei der 1993 erschienene Film „Überleben“ empfohlen. Darin schildert Regisseur Frank Marshall das schier unüberwindbare Dilemma, wochenlang Menschenfleisch zu essen, noch dazu von Freunden und Bekannten, um sich selbst zu retten. Für Zöpfchenflechter und Klippenspringer Am zweiten Tag geht die Erkundung möglicher Abfahrten weiter. Während


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kosten

Kommen wir zur Kehrseite der Medaille. Die Tür in Freeriders Paradise öffnet sich erst ab US$ 3.850 fürs Backcountry-Paket. Dafür gibt es vier Tage Unterkunft und einen Heliflug pro Tag, der einen auf einen der umliegenden Berge bringt. Den Rest des Tages und die Rückkehr zur Lodge bestreitet man dann aus eigener Kraft auf Tourenski. Weiter geht es bei US$ 7.609 für vier Tage Lodge und drei Tage Heli. Und wer vorab US$ 13.539 überweist, bekommt eine Bleibe für sieben Tage und sechs Helitage mit bis zu 10 Flugstunden. Allen Offerten gemein ist das Einzelzimmer und die Abholung in Santiago, mindestens zwei warme Mahlzeiten am Tag, Lawinenausrüstung und der Bergführer. Die Heliskier bekommen darüberhinaus eine weitere warme Mahlzeit, Leihski und eine abschließende Nacht in einem Fünf-Sterne-Hotel in Santiago.

ausrüstunG

LVS-Ausrüstung von Mammut, Rucksäcke von Snowpulse und breite Powderski von Head oder Scott sind in der Lodge vorhanden und Teil des Preises. Ansonsten wichtig: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Labello mit UV-Schutz, Skibrille plus Helm, Sonnenbrille für etwaige Aufstiege und Pausen, Camelbak oder robuste Wasserflasche. Etwas davon vergessen? Ein kleiner Shop in der Lodge hilft weiter.

alternativen Folgende Skigebiete locken alternativ mit ordentlich Anden-Powder: Termas de Chillan: 400 km südlich von Santiago. Landschaftlich sehr schönes Gebiet mit der längsten Piste Chiles (13 km), besteigbaren Vulkanen, etwas Tree Skiing und tollen Offpiste-Möglichkeiten. Und nicht wundern: Nach einem Besitzerwechsel firmiert Termas auch als Nevados de Chillan. Infos: www.termaschillan.cle Corralco: Skitourengehers Darling mit hauseigenem Vulkan. Wegen des mickrigen Liftangebots verirrt sich niemand dorthin, wohl aber wegen der tollen Lodge am Straßenende und der zahllosen Skitourenmöglichkeiten. Infos: www.corralco.com Valle Nevado: Bildet zusammen mit La Parva und El Colorado das größte Skigebiet Südamerikas. 60 km vor den Toren Santiagos gelegen. Die besten Pisten, die besten Lifte, ein buntes Publikum und die beste Variantenabfahrt der Anden: Santa Teresa. Infos: www.vallenevado.cl Portillo: Exklusives Resort an der Grenze zu Argentinien. Fest in amerikanischer Hand und Treffpunkt der Skiprominenz. Das Variantenangebot steht und fällt mit dem Lago de Inca. Ist dieser gefroren, verdreifacht sich der freie Skiraum. Infos: www.portillo.cl Ski Arpa: Catskiing at its best. Gegründet und geleitet von einem 1959 nach Übersee ausgewanderten Skilehrer aus Österreich. Tolles Terrain, abenteuerliche Anreise, fabelhafte Ausblicke. Infos: www.skiarpa.com

infos

Unter www.chileanheliski.com gibt es weitere Infos zu Buchungsmodalitäten und Konzept des Veranstalters. Die Lodge selbst wirbt unter www.pumalodge.cl mit ihren Reizen. Deutsche Skireise-Veranstalter haben Südamerika und speziell die Puma Lodge noch nicht als Destination entdeckt, einzig Aeroski (www.aeroski.com) bietet Trips in Kooperation mit Heliskianbieter Powdersouth an. Wer zusätzlich zum Heliskiabenteuer noch Rat und Tat in Sachen Skifahren braucht, richtet sich an Brian Pearson von www.santiagoadventures.com. Eine gute allgemeine Infoquelle ist www.southamericaski.com oder das Portal von Tourism Chile: www. chile.travel. Über die aktuelle Schneelage nicht nur in Chile informiert www.snow-forecast.com.

Mark mit einer Gruppe Kanadier bekanntes Terrain befährt und so Abfahrt an Abfahrt reiht, probieren wir mit Stefan Neues aus. Beinahe fühlen wir uns wie die Skistars aus dem großen Filmproduktionen, wenn wir den Heli ganz nach Gusto die Felswände hochdirigieren und zwischendrin Fotos schießen, um oben angekommen auch wieder runterzufinden. Schade nur, dass aus 100 Metern Entfernung aufgenommene Fotos auf dem Minidisplay einer Digiknipse wenig mit dem Blick von oben über rollende Geländekanten gemein haben. Welche Rinne war doch gleich die ohne das Zehnmeter-Cliff? Doch keine Bange, das Gelände rund um die Puma Lodge bietet für jeden etwas. Sanfte 30-Grad-Hänge zum gepflegten Zöpfchenflechten über 1.500 Höhenmeter wechseln sich ab mit spektakulären Gletscherabfahrten vorbei an meterhohen Seracs. Wer mag, kann sich auch an steilere Rinnen heranwagen, die aufgrund der meist geringen Lawinengefahr und dem hoffentlich großzügigen Auslauf auch mal steiler als in den Alpen


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gewohnt ausfallen dürfen. Viele Landeplätze verfügen zudem über verschieden schwere Abfahrten, die oft nur wenige Meter auseinanderliegen. Wer will nochmal, wer nicht? Und zum Staunen gibt es schneebepackte Felswände mit Spines im Alaska-Stil, die zumindest theoretisch ... Kurzum: Noch auf Jahre hinaus kann man hier Neuland entdecken, das Potenzial scheint endlos. Einzig verwunschene Waldabfahrten und versteckte Pillow-Runs sind mangels Baumbestandes Fehlanzeige. Auch mit der Höhe kommen wir gut klar. Zumindest wenn auf das Aussteigen auf über 4.000 Meter sogleich die Abfahrt folgt. Aber wehe, wenn man von dort noch aufsteigen muss. Ohne Akklimatisierung beginnt nämlich sofort die persönliche Todeszone und man fühlt sich wie Gerlinde Kaltenbrunner kurz vorm K2-Gipfel. Obwohl wir jeden Tag acht bis neun Stunden draußen in den Bergen verbringen, bleibt abends noch genügend Zeit für Pläsier und Bier. Was nicht wundert, denn beim Helifliegen muss man weder irgendwo Anstehen, noch

irgendwelche Öffnungszeiten beachten, noch irgendwelche Tranfers mit dem Auto zurücklegen. Und im Vergleich zum Variantenfahren im Skigebiet verbringt man auch nicht den halben Tag im Lift. Da wir viel Zeit mit Fotografieren verbringen, reichen uns drei Flüge pro Tag, bei denen wir etwa 5.000 Höhenmeter sammeln. Die andere anwesende Gruppe dagegen ist jeden Abend fünfstellig – und dass, obwohl sie sich mittags immer zum Lunch in die Lodge haben fliegen lassen. Fehlt nur noch, dass sie einen Mittagsschlaf einlegen ... Beim letzten Absacker am offenen Kamin – unsere drei Tage sind um und morgen werden wir per Heli zurück zur Kuhweide ausgeflogen – sind sich aber alle einig. Besser kann man eine Skisaison nicht verlängern als mit einer Portion Powder im September auf der Südhalbkugel. Oder beginnen, ganz nach Sichtweise. In jedem Fall genießt man dabei das seltene Privileg, daheim skitechnisch absolut nichts zu verpassen – vom Sandskifahren am fränkischen Monte Kaolino einmal abgesehen.


Ski Presse NR 2, 11.2012 | part Roman Rohrmoser  

Ski Presse NR 2, 11.2012 | part Roman Rohrmoser

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