Page 151

AUCH DU, BRUTUS? BRUTUS, OLSO Dem römischen Imperator Cäsar wäre es wohl um einiges lieber gewesen, wenn er die Osloer Lokalität Brutus im Rücken gehabt hätte und nicht den Dolch seines einstigen gleichnamigen Vertrauten. Was soll man sagen? Shit happens. Außer dem Namen hat die Kombo aus Natural Winebar und New Nordic Bistro in Norwegens Hauptstadt aber nichts gemein mit dem berühmten Cäsarmörder. Das Brutus hat sich gemeinsam mit anderen ansässigen Restaurateuren in puncto kulinarischen Qualitätsanspruchs, Gelassenheit und Coolness die nordische Foodie-Metropole Kopenhagen zum Vorbild genommen. Und das findet nicht nur bei den – jungen und hippen – Locals begeisterte Zustimmung. So wie das Publikum, so auch die Service-Attitüde im Brutus: Lässig schenken die Kellner den Wein ein und wenn man dazu tief greifende önologische Fragen stellt, wird man ohne großes Aufheben direkt in den Weinkeller geführt. Bei der Kulinarik liegt der Fokus auf lecker-einfachen, gemüselastigen Gerichten, die in der offenen Küche zubereitet werden.

FAYER UND FLAMME MISHIGUENE FAYER, BUENOS AIRES

KONZEPT Gelungener Mix aus Natural Winebar und New Nordic Bistro, mit künstlerischem Casual-Chic-Ambiente. PREISE Snacks gibt es für umgerechnet rund sechs bis 16 Euro, das achtgängige Tasting-Menü kommt auf etwa 80 Euro. ÖFFNUNGSZEITEN Täglich von 17 bis ein Uhr morgens. www.barbrutus.no

Tomás Kalika, der mit seinem ersten Restaurant Mishiguene in der Liste der Latin America’s 50 Best Restaurants vertreten ist, brennt für sein neues Projekt in Buenos Aires: Fayer, Jiddisch für Feuer, vereint Gewürze des Mittleren Ostens mit der Liebe Argentiniens für das Kochen auf offener Flamme. Verschiedene Techniken stehen neben der argentinischen Parrilla und dem Smoker im Vordergrund: Röster, Mangal und Tannur sorgen dafür, dass die Gäste für die hocharomatische Röstaromenküche Feuer und Flamme sind. „Keine zwei Feuer sind gleich“, ist der Küchenchef überzeugt und setzt daher auf die archaischste Technik des Kochens. Serviert wird auch hier wie im ersten Restaurant „Immi­grantenküche“, die den kulinarischen Reichtum der jüdischen Diaspora in allen Facetten zeigt. Auch das Interieur des Restaurants lebt Nostalgie pur und vereint verschiedene Elemente wie orientalische Fliesen mit eleganten Metallelementen im rauen Industrial-Look. BBQ meets Fine Dining im argentinischen Meat-Mekka.

KONZEPT BBQ meets Fine Dining im stilvollen Ambiente. SPEISEN UND GETRÄNKE Orientalische Fusion – und der beste Rote-Bete-Hummus in ganz Südamerika. www.fayer.com.ar

www.rollingpin.com  »  Ausgabe 214

147

Profile for Rolling Pin

Rolling Pin 214  

Rolling Pin 214